pma Ausgabe 5/2019

langhama



In dieser Ausgabe haben wir uns eine ganz besondere Produktion für unsere Titelstory ausgesucht. Dass Hip-Hop durchaus auch unplugged funktioniert, ist keine große Neuigkeit. Wie geschmackvoll und elegant eine Rap-Show ohne Verstärker auf der Bühne jedoch sein kann, zeigt die Produktion SaMTV Unplugged von Samy Deluxe. Der Licht- und Bühnendesigner Bertil Mark erklärt im Interview ausführlich sein Licht- und Setdesign.

In unserem Special geht es diesmal um Audioeffekte und deren richtigen und sinnvollen Einsatz im Mix. Wie ein Soundcheck auch bei kleineren Gigs und mit unerfahrenen Musikern stressfrei funktioniert, besprechen wir in den pma Basics. Mit einem Rückblick auf eine der ersten, großen Reportagen im Heft, der Bruce Springsteen Welttournee 1999, feiern wir unser großes Jubiläum weite.

Im Test:

WORK PRO Line Array Sub Arion SL 218 SA & Top Arion SL 210A
Bose L1 Compact
Neumann NDH 20
DPA d:screet CORE 6060 & DPA d:fine CORE 6066
Electro-Voice RE3

News

Neues aus der Branche

20 Jahre pma

Das Jubiläums-Special

Eventric

Master Tour-App

Branchenforum

Neuigkeiten aus der Branche

www.p-m-a.de

Das Reportage-Magazin für die Veranstaltungsbranche

5/2019

B 48825

8,50 €

Deutschland

Samy Deluxe

SaMTV Unplugged – live

Elation: RAYZOR 760

mit SparkLED

Hands-on Test:

Bose L1 Compact

pma Basics:

Soundcheck

Special:

Spezialeffekte


EDITORIAL

Gestern, heute, morgen

Liebe Leser,

wir feiern weiter! Auch in dieser Ausgabe erinnern wir uns zurück an die

letzten 20 Jahre pma Magazin, mit einem Rückblick auf eine der ersten,

großen Reportagen im Heft: Der Bruce Springsteen Welttournee 1999. Den

Artikel finden Sie auf Seite 52.

Zurück im Hier und Jetzt haben wir uns eine ganz besondere Produktion

für unsere Titelstory ausgesucht. Dass Hip-Hop durchaus auch

unplugged funktioniert, ist keine große Neuigkeit. Wie geschmackvoll und

elegant eine Rap-Show ohne Verstärker auf der Bühne jedoch sein kann,

zeigt die Produktion SaMTV Unplugged von Samy Deluxe. Wir haben uns

mit dem Licht- und Bühnendesigner Bertil Mark ab Seite 58 ausführlich über

das Licht- und Setdesign der energetischen Show unterhalten.

Um Sie bestens für die Zukunft zu rüsten, haben wir wieder interessante

und lehrreiche Workshops im Programm: In unserem Special auf

Seite 64 geht es um Audioeffekte und deren richtigen und sinnvollen Einsatz

im Mix. Wie ein Soundcheck auch bei kleineren Gigs und mit unerfahrenen

Musikern stressfrei funktioniert, besprechen wir in den pma Basics

ab Seite 72.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Chefredakteur

Steffen Sauer

pma bei facebook!

www.facebook.com/pmamagazin

P.S.: Schreiben Sie uns Ihre Meinung unter red@pma-magazin.de


inhalt

TALK

06 News

Neue Produkte & Produktionen, Branchentalk,

Termine, Personelles

BRANCHENFORUM

14 Brancheninfos

Produkte, Technologien & Events

special

52 20 Jahre pma

Wir feiern unser 20-jähriges Jubiläum

64 Audioeffekte

Der Ton macht die Musik

THEMA

50 Elation RAYZOR 760 mit SparkLED

Erfrischende Idee – der RAYZOR 760

56 Master Tour App

Auf Tour immer app-to-date

58 Die „SaMTV Unplugged live”-Tour

Ein Rückblick als Meilenstein

70 Venue Guide

Ellington Hotel Berlin

72 pma Basics

Sound richtig checken

HANDS-ON TEST

78 WORK PRO Line Array Sub Arion SL 218 SA &

Top Arion SL 210A

82 BOSE L1 Compact

86 Neumann NDH 20

88 DPA d:screet CORE 6060 / DPA d:fine CORE 6066

90 Electro-Voice RE3

SERVICE

03 Editorial

94 Branchenverzeichnis

96 Anzeigenindex

98 Vorschau, Impressum

52

20 Jahre pma

Die Tour von Bruce Springsteen 1999

4 pma 05/19


58

Die „SaMTV Unplugged – live”-

Tour von Samy Deluxe

© Ralph Larmann

70

Venue Guide

Das Ellington Hotel Berlin

© Ellington Hotel (PR)


Talk News

Ayrton Digital Lighting

Diablo LED-Profil von Ayrton: Kleiner ist bemerkenswert besser

Das Diablo ist das neueste Produkt

von Khamsin und Ghibli in Ayrtons

neuer Profilleuchten-Serie. Ayrtons

innovatives, ultrakompaktes Diablo-Profil

wurde auf der Messe in Frankfurt vorgestellt

und ist die kleinste, leichteste und

effizienteste LED-Leuchte dieses Typs. Das

Diablo liefert mit der 300-Watt-Quelle eine

Rekordleistung von 19.000 Lumen.

Diablo – Kleiner ist

bemerkenswert besser

Das miniaturisierte Rahmensystem von

Diablo verwendet acht Motoren, um seine

vier Lamellen präzise auf einer Fläche zu

positionieren. Dies ermöglicht ebenfalls die

genaue Gestaltung jedes Objektes, unabhängig

von der Position der Leuchte. Die

199-mm-Frontlinse erzeugt einen gleichmäßigen

flachen Strahl ohne Hotspot, der

bei jedem Abstrahlwinkel perfekte Bilder

liefert. Diablo teilt das 13-Element-propriertäre

optische System von Mistral, um ein

8:1-Zoomverhältnis zu liefern und einen

Zoombereich von 6,7 Grad bis 53 Grad zu

erzeugen. Es umfasst CMY-Farbmischung,

einen progressiven CTO und ein Rad mit

sieben Komplementärfarben für eine unendliche

Palette von hellen Pastellfarben

und gesättigten Farben. Die Effektsektion

umfasst ein Rad mit sieben auswechselbaren

HD-Glasgobos, ein durchgehendes

dynamisches Effektrad sowie eine 15-Blatt-

Irisblende, einen schweren Frostfilter und

ein Fünf-Facetten-Indexierelement mit

kreisförmigem Rotationsprisma. Wie alle

Ayrton-Geräte verfügt Diablo über ein

hocheffizientes Flüssigkeitskühlsystem mit

Phasenwechsel und ein Heatpipe, das über

einen effektiven, äußerst geräuschlosen Belüftungsmodus

verfügt – dieser eignet sich

perfekt für Bühnen- und Studioanwendungen.

Diablo ist wie seine Schwesterleuchten,

das Levante Washlight und die Mistral

Spot-Leuchte, in zwei Versionen erhältlich,

‚S‘ und ‚TC‘. Diablo-S wurde speziell für

Das Diablo

von Ayrton

Bühnenanwendungen entwickelt und

verwendet eine monochromatische LED-

Lichtquelle mit extrem hoher Leistung und

metallischem weißen Licht, kalibriert bei

6500K. Diablo-TC eignet sich für Anwendungen,

die eine perfekte Farbwiedergabe

erfordern und verwendet eine monochromatische

LED-Quelle mit einem nativen CRI

von mehr als 90, hohen TM30-Werten und

einer Farbtemperatur von 5700K.

www.ayrton.eu

Lightpower

HELi Showequipment investiert in Claypaky Sharpy Plus

Als Dry-Hire Unternehmen hat die HELi

Showequipment GmbH jetzt in eine

große Anzahl Claypaky Sharpy Plus

investiert. HELi Showequipment ist dafür

bekannt, regelmäßig auf neues Material

und Technik führender Markenhersteller

zu setzten. Mit dem Sharpy Plus erweitert

das Unternehmen seinen umfassenden Bestand

an Claypaky Geräten. Die Sharpy Plus

werden auf der kommenden Mayday in

Dortmund eingesetzt. Uwe „Heli“ Heinrich,

Geschäftsführer HELi Showequipment erklärte,

warum er sich für den neuen Sharpy

Plus entschieden hat: „Eigentlich wollten

wir nicht mehr in Scheinwerfer mit Entladungslampen

investieren. Die Vorführung

dieser neuen Lampe beeindruckte mich

jedoch enorm: ein Sharpy Beam in richtig

Das HELi-Team mit den Claypaky Sharpy Plus.

hell, dazu CMY plus Zoom, sozusagen eine

Komplettausstattung eines Spot-Moving

Lights. Und das alles in einer kompakten

Bauform mit geringem Gewicht zu einem

fairen Preis, das hat mich überzeugt.“

Mit dem Sharpy hat Claypaky den

Markt der Moving Lights revolutioniert.

Der Sharpy Plus greift die beeindruckenden

Eigenschaften seines Vorgängers auf und

geht noch einen deutlichen Schritt weiter.

Ob klar abgezeichnete Beams oder homogene

Projektion, der Claypaky Sharpy Plus

ist für beides die perfekte Wahl. Sowohl im

Beam-Mode für einen maximalen Output

und eindrucksvolle Mid-Air-Effekte als auch

im Spot-Mode kann der gesamte Zoom-

Bereich von 3°-36° genutzt werden. Ausgestattet

mit einem Osram Sirius 330W X8

Leuchtmittel lässt der Sharpy Plus trotz seines

geringen Gewichts von nur 23kg und

der kompakten Maße keine Gestaltungswünsche

offen. Der Sharpy Plus verfügt

über eine CMY-Farbmischung, 18 feste und

8 rotierbare Gobos, sowie ein Animation-

Wheel und zwei rotierbare Prismen.

www.lightpower.de

6 pma 05/19


ABO + Prämie

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Talk News

Bose Professional

ArenaMatch Utility-Lautsprecher von Bose für Außeninstallationen

Die ArenaMatch Utility-Lautsprecher von Bose

Die neuen ArenaMatch Utility-Lautsprecher

von Bose Professional für

Außeninstallationen werden ab sofort

ausgeliefert. Die kürzlich vorgestellten

ArenaMatch-Lautsprechersysteme bieten

eine schlüsselfertige Lösung für die gesamte

Beschallung im Freien und umfassen

sowohl Array- als auch Utility-Lautsprecheroptionen.

Die ArenaMatch-Arrays sind

mit DeltaQ-Technologie ausgestattet und

ermöglichen die einfache Erstellung langlebiger

und zuverlässiger Außenlautsprecher-

Arrays. Die Lautsprecher sind ab sofort im

Lieferumfang enthalten und bieten eine

konsistente Zonenfüllungsabdeckung und

vereinfachen die Entzerrung kompletter

Systeme erheblich. Entwickelt wurden die

vier Bose ArenaMatch Utility-Lautsprecher

für eine zonenfüllende Abdeckung oder

Vordergrundmusik mit hohem Schalldruck.

Sie weisen eine ähnliche Klangbalance auf,

wie die ArenaMatch DeltaQ-Array-Module,

aber in einem kompakteren Design. Sie

verfügen über den gleichen EMB2S-Komprimierungstreiber

wie ArenaMatch-Arrays,

wodurch ein gleichbleibender Klang und

die gleiche IP55-Schutzart gewährleistet ist.

Benutzer können die Lautsprecher zur zonenfüllenden

Abdeckung in Sportstadien,

Arenen und Unterhaltungszentren im Freien

einsetzen, allerdings können sie auch

verwendet werden, um in Außenbereichen

einen verständlichen und hochwertigen

Klang zu erzeugen – von Nischenlokalen

wie Brauereien und Messegeländen bis hin

zu größeren Umgebungen. Diese Lautsprecher

bieten eine breite, gleichmäßige

Abdeckung über ein Hochfrequenzhorn

mit konstanter Richtwirkung, das für die

horizontale oder vertikale Installation

gedreht werden kann. ArenaMatch Utility-

Module können mit dem größten Modul

(AMU208) mit einem Frequenzbereich von

70 Hz – 18 kHz und einem maximalen

Schalldruck von 126 dB in den anspruchsvollsten

Anwendungen eingesetzt werden

– wobei alle Modelle den niedrigsten

Stimmbereich unterstützen. ArenaMatch

Utility-Module können mit der mitgelieferten

Edelstahl-U-Halterung problemlos

montiert werden. Die ArenaMatch-Lautsprecher

lassen sich auch perfekt mit Bose

PowerMatch-Verstärkern, ControlSpace-

DSPs und der ControlSpace Designer-Software

verbinden. Dies vereinfacht das Einrichten

und Überwachen und spart somit

Zeit mit Lautsprechervoreisntellungen für

EQ-, Limiter- und Crossover-Einstellungen.

pro.bose.com

DPA Microphones

Klangschalen detailliert aufgezeichnet mit DPA Microphones

Die Aufnahme der Klangschalen sollte

von einem Mikrofon durchgeführt

werden, das in der Lage ist, den gesamten

Frequenzbereich zu erfassen. Eingesetzt

wurde ein Mikrofon von DPA Microphones.

Klarheit, Auflösung und der natürliche

Klang des d:vote 4099 Instrumentenmikrofons

ermöglichten es dem Produzenten

und Ingenieur Chan Pui Ching, Klangschalen

aufzunehmen, die von dem chinesischen

Künstler und Wellness-Guru Tsang

Man Tung gespielt wurden. „Um den Klang

und das volle Frequenzspektrum der Schalen

erfassen zu können, war es entscheidend,

sich möglichst früh im Prozess, in der

Konzeptphase, für das richtige Mikrofon

zu entscheiden“, sagt Chan. „Wir haben

die d:vote 4099 Instrumentenmikrofone

gewählt, weil sie die gewünschten Ergebnisse

liefern konnten. Wir haben sie korrekt

platziert und sie haben eine ausgewogene

Mischung aus hohen und tiefen Frequenzen

perfekt aufgenommen.“ Tsang Man

Tungs neues Album stützt sich auf seine

jahrelangen Erfahrungen mit Klangschalen.

„Es war nicht das erste Mal, dass ich Klangschalen

aufgenommen habe, dies war die

Buddhistische Klangschalen mit dem d:vote 4099

bislang größte Herausforderung, da im Gegensatz

zu anderen Alben fast die gesamte

Musik live aufgenommen wurde und keine

Effekte in der Postproduktion hinzugefügt

wurden“, erklärt er. „Es kamen mehr als

30 Schalen zum Einsatz, die sich alle unterschiedlich

anhören. Jede Schale verfügt

über ein kompliziertes Abstrahlverhalten,

das auf die unterschiedlichen Größen der

Schale und dem Material, aus dem sie besteht,

zurückzuführen ist.“ Mit dem d:vote

4099 Instrumentenmikrofone wurde die

Live-Darbietung von Tsang mit über einen

Zeitraum von drei Tagen aufgenommen.

Das Album wurde nun veröffentlicht und

lindert Stress und unterstützt die personalisierte

Meditation der Anhänger Tsangs.

www.dpamicrophones.com

8 pma 05/19


P R O F E S S I O N A L

ShowMatch DeltaQ Lautsprecher bieten

bessere Coverage für außergewöhnlich

klare Stimmenwiedergabe.

©2018 Bose Corporation.

Durch die DeltaQ Technologie fokussieren die neuen ShowMatch Array Lautsprecher

den Direktschall in Festinstallationen als auch im mobilen Einsatz präzise auf

das Publikum. Jedes Array-Modul bietet austauschbare Waveguides für

unterschiedliche symmetrische und asymmetrische Abstrahlmuster.

Das Ergebnis ist bestmögliche Klangqualität und Klarheit in der

Stimmenwiedergabe für jeden Sitzplatz im Auditorium.

Erfahren Sie mehr unter SHOWMATCH.BOSE.COM

Bose kontaktieren: pro_de@bose.com

NEXT-GENERATION

ARRAY TECHNOLOGY


Talk News

LMP Lichttechnik

ELATION Dartz 360 für Paul McCartneys „Freshen Up“-Tour

Beatles-Legende Paul McCartney

veröffentlichte im vergangenen September

sein neuestes Album „Egypt

Station" und startete dann umgehend

seine „Freshen Up"-Welttournee zur Promotion

desselben. Paul McCartneys Lichtdesigner

LeRoy Bennett, der seit über 17

Jahren mit dem Star zusammenarbeitet,

kleidet die fast 40 Songs umfassende Setlist

in ein Licht-, Video- und Effektpaket, das

über 500 ELATION Professional Dartz 360

beinhaltete. Das Lichtequipment wird von

Upstaging geliefert. Etwa 528 der kompakten

LED-Beam-/Spotleuchten werden in der

„Freshen Up“-Show von Lighting Director

Wally Lees eingesetzt, der McCartney seit

über 17 Jahren als Lighting Director und

Chefprogrammierer begleitet. Über der

Bühne befinden sich in drei identischen

Pods 240 Dartz, wobei jeder Pod 80 Dartz

in 5 Reihen á 16 Geräte beherbergt. Die

Pods befinden sich im Zentrum der Bühne

und laufen mittig von hinten nach vorne.

Hinter einer transparenten Videowand am

hinteren Bühnenrand befindet sich eine

mit weiteren 288 Dartz 360 ausgestattete

Rückwand. Diese 288 Geräte sind auf 24

Säulen verteilt worden. Je zwölf Dartz 360

bilden eine Säule. Mit ihrer druckvollen

Leistung, einer 3-Grad-Beam und der äußerst

kompakten Bauweise erweisen sich

die Dartz 360 als Idealbesetzung für große

Lichtwände und Pod-Konfigurationen.

Bennett hat sich in letzter Zeit oft dem

kompakten Dartz zugewandt. Sowohl für

sein aktuelles Kelly-Clarkson-Tourdesign

sowie für Lady Gagas „Enigma"-Show in Las

Vegas verwendet er die Movinglights des

amerikanischen Herstellers. Über deren extraknackigen

Beam sagt er: „Der Dartz 360

ist ein heller, zuverlässiger, schneller und

kompakter Scheinwerfer. Es hat sich als das

Paul McCartney während seiner "Freshen Up"-Tour.

Beste erwiesen, ihn in großen Stückzahlen

zu verwenden.“ Mit 76 Jahren liefert Paul

McCartney noch immer eine sehr starke

Performance ab und „Freshen Up" erhielt

hervorragende Kritiken. Die Tournee umfasste

bisher Termine in Kanada, Asien,

Europa und Südamerika. Das US-Tourleg

beginnt am 23. Mai in New Orleans.

www.lmp.de

German Light Products

Hayden Borgars mit GLP-Bodensetup bei Hoodie Allen

Hayden Borgars hat im Laufe seiner

Karriere als Lichtdesigner ein breites

Spektrum an Shows abgedeckt,

darunter verschiedene Musikrichtungen,

Corporate, Tanz und Theater. Zuletzt hat

er sich mit dem amerikanischen Rapper

Hoodie Allen für eine UK/Europa-Tournee

zusammengetan. Mit Hayden auf Reisen

war ein Paket von GLP impression X4 Bar

20 und JDC1 Hybrid-Strobes, die von der

Rental-Firma Siyan geliefert wurden. Angesichts

der verschiedenen Spielstättten

stellte Hayden einfach ein leistungsstarkes

und skalierbares Scheinwerfer-Paket für

den Einsatz auf dem Bühnenboden zusammen,

das ihm Vielseitigkeit und starke

Looks versprach. Er gab zu, dass er schon

seit einiger Zeit scharf darauf war, die JDC1

zu benutzen. Der Wunsch wurde noch

einmal größer, nachdem David Stewart von

GLP UK den kompakten 3-in-1 Hybriden in

Bring Me The Horizons Show im Londoner

Alexandra Palace zum Einsatz gebracht

hatte. „Es war das erste Mal, dass ich sie

in einer Show gesehen habe, und ich war

sehr beeindruckt. Ich habe auch ein Video

an Hoodie geschickt und er hat genauso

reagiert. Es ist ein derart aggressives Stroboskop,

dass ich es sofort im Kopf hatte,

als ich in die Planung dieser Tour einstieg.“

Hayden programmierte die Geräte in Mode

3 (68 DMX-Kanäle) mit Pixel-Chasern,

Blindern und Beam-Effekten. Daneben

nutzte er die JDC1 auch als Washlights. Er

platzierte sie links und rechts am Bühnenrand,

auf beiden Seiten des Drumkits und

auf Risern. Die impression X4 Bar 20 fanden

ihren Platz ebenfalls auf dem Boden

im hinteren Teil der Bühne. „Alle waren

wirklich beeindruckt, wie cool der Look der

Der amerikanische

Rapper

Hoodie Allen

JDC1 ist, vor allem mit der individuellen

Pixelkontrolle und dem Tilt.“, schwärmt

Hayden. „Ich liebe die Tilt-Funktion, weil

das kein anderes Stroboskop hat. Es ist

großartig, dass das JDC1 das kann! Und

was die Power angeht, steht das JDC1 herkömmlichen

Stroboskopen in nichts nach.“

Obwohl Hoodie schon einmal mit GLP impression

X4 Bar 20 auf Tour war, wo sie als

Frontlicht zum Einsatz kamen, war er jetzt

erstmalig in Europa unterwegs.

www.glp.de

10 pma 05/19


VMB SHOWLIFT

AED-SL18

Feiner Lichttechnik

ECLIPSE-Serie mit High-Power

LED-Pars erweitert

Die ECLIPSEPAR Serie umfasst eine

Reihe von multifunktionalen LED-PAR-

Scheinwerfern mit einer singulären

zentralen Lichtquelle. Durch eine Kombination

aus Reflektortechnik und neuester

LED-Technologie wird eine sehr hohe Lichtqualität

bei zusätzlich enormer Helligkeit

erzielt. Einfach austauschbare Frontlinsen

ermöglichen dazu große Flexibilität bei der

Wahl des Abstrahlwinkels. Die Scheinwerfer

arbeiten extrem leise, fernsehtauglich

und mit 16bit Dimmer. Sie verfügen über

einen hohen Farbwiedergabeindex und

sind frei von jeglichen Farbschatten. Als

Zubehör sind Raster- und Torblenden sowie

Tauschlinsen mit 12°, 24°, 40° und 65° Abstrahlwinkel

erhältlich.

Die ECLIPSEPARs sind als Tages- und

Kunstlichtversion (TU und DY) sowie als

Farb- und Schwarzlicht Variante (FC und

UV) lieferbar. ECLIPSEPAR TU und DY verfügen

über je eine weiße 177W LED (3200K

TU; 6000K DY) mit enormer Lichtausbeute

von bis zu 13.571 Lumen Lichtstrom. Dadurch

sind Lichtstärken von bis zu 16.500

Lux (Tageslicht/DY, 3m Distanz) möglich.

Die ECLIPSEPAR FC Version arbeitet nicht

mit den sonst üblichen kaltweißen LEDs bei

RGBW, sondern mit RGB plus Warmweiß,

was eine angenehme Farbsteuerung bei

Warmtönen ermöglicht. Der Funktionsumfang

umfasst zuschaltbares Amber-

Shift (halogenlichtartiges Dim-to-Warm

Dimmverhalten) sowie Plus/Minus Grün/

Magenta-Korrektur. Die UV-Variante ist eine

lichtstarke Schwarzlichtleuchte mit 365nm

Wellenlänge und 108W Leistung für große

Flächen. Alle ECLIPSE PARs bieten weiches

16-Bit-Dimmen, 4 Dimmerkurven sowie

einstellbare PWM Frequenzen zur Anpassung

an Kameratechnik. Die Ansteuerung

erfolgt via DMX/RDM über parallele Amphenol

XLR 3pol und 5pol Buchsen.

Die ECLIPSEPARs sind für die Anwendung

im Theater und Studio und auch

für Ausstellungen konzipiert. Bei der Messebeleuchtung

sind sie in der Lage veraltete

CDM- und Halogentechnik zu ersetzen.

• ECLIPSEPAR TU – 3200K, CRI >96,

177W,max 13.526 lm

• ECLIPSEPAR DY – 6000K, CRI >96,

177W,max 13.571 lm

• ECLIPSEPAR FC – RGB +WW, CRI >92,

150W,max 5.720 lm

• ECLIPSEPAR UV – 365nm Schwarzlicht,

108W, 229 lm

www.feiner-lichttechnik.de

DER INNOVATIVE

EYE-CATCHER

• DMX-Steuerbar

• Höhe: 1,5m - 4,10m

• Belastung: max. 55Kg

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Talk News

LANG AG

LANG expandiert weiter und eröffnet Standort in Barcelona

Die LANG AG eröffnet Standort in Barcelona.

Die LANG AG feiert den Start von

LANG IBERIA in Spanien. Das Unternehmen

baut so ihre Kapazitäten und schnelle

Reaktionszeit auf der iberischen Halbinsel

aus. DTA Events & Cinema positioniert sich

als zuverlässiger und kompetenter Partner

im Bereich Personalbuchung sowie Support

vor Ort in Spanien. Aufgrund seiner

internationalen Erfahrung bietet das Unternehmen

einen professionellen und mehrsprachigen

Kundendienst an und arbeitet

ausschließlich mit qualifizierten Technikern

und geschulten Hands. Seit 2016 hat sich

das in Barcelona ansässige Unternehmen

auf die Vermietung und den Verkauf von

Videogeräten spezialisiert und rundet so

sein Dienstleistungsangebot ab. Mit der

Gründung und einer eigenen Repräsentanz

deckt LANG IBERIA fortan den spanischen

Markt als Vermieter und Systemintegrator

von visueller Präsentationstechnik sowie

deren Peripherie ab und platziert sich bewusst

im B2B Segment. Auf diese Weise

stellt LANG IBERIA fortan eine professionelle

Anlaufstelle für den cross-rental-lastigen

Markt vor Ort dar und verpflichtet sich zur

absoluten Neutralität gegenüber seinen

Kunden. „Der erfolgreiche Start der LANG

BARANDAY AG und von LANG UK haben

uns in unserem Vorgehen bekräftigt. Essentiell

für eine internationale Expansion

sind die richtigen Kollegen vor Ort. Wir alle

leben ein und dieselbe Unternehmensphilosophie,

passen jedoch stets den globalen

Gedanken der Unternehmung den kulturellen

Umständen und Anforderungen des

Marktes an.“, so Tobias Lang, Vorstand der

LANG AG. Er stellt heraus, dass alle vier

Unternehmen eigenständig operieren und

dies, neben der technischen Kompetenz

der Kollegen, die perfekte Voraussetzung

für einen erfolgreichen Marktauftritt sei.

Durch den Zusammenschluss mit dem

spanischen Unternehmen kann LANG sein

Leistungsspektrum global erweitern und

den Bedürfnissen seiner Kunden sowie den

Anforderungen des Marktes einmal mehr

gerecht werden.

www.lang-ag.com

Elation Professional

Artiste Van Gogh: Überlegene Farben und präzise Beam-Kontrolle

ELATION Professional erweitert seine

preisgekrönte Artiste-Serie um den

neuen Artiste Van Gogh – ein hochmodernes

LED-Washlight, das sich durch eine

präzise Farbwiedergabe für Projektionen

von herausragender Qualität auszeichnet.

In Verbindung mit dem internen Framing

und dem flüsterleisen Betrieb ist der Artiste

Van Gogh ideal für Fernseh-, Theater- und

Firmenveranstaltungen geeignet. Eine

effiziente 380W High-CRI Bright White

LED-Engine mit konstanter Farbtemperatur

(6.200K) sorgt für bis zu 16.000 Lumen.

Mit einem hohen Farbwiedergabeindex

von 92 ist der Artiste Van Gogh außergewöhnlich

gut darin, lebhafte, strahlende

Farbtöne und Texturen präzise darzustellen.

Artiste Van Gogh ist der ideale Partner für

die Profilscheinwerfer der Artiste-Serie. Ein

16-Bit CMY-Farbmischsystem mit einem

nahtlosen CTO-Filter bietet Designern ein

breites Farbspektrum von subtilen Pastellfarben

bis hin zu lebhaften Primärfarben.

Ein siebenstufiges Farbrad ist für die zusätzliche

Farbanpassung vorgesehen und

beinhaltet einen speziellen UV-Filter. Die

Möglichkeit, den Beam präzise zu steuern,

ist bei Fernseh- und Theateranwendungen

unerlässlich. Vier interne Torblenden bieten

hier volle Flexibilität beim Beamshaping sowie

eine präzise Kontrolle in jedem Winkel.

Die gesamte Blendenschiebereinheit ist indexierbar,

sodass der Beam frei nach Bedarf

geformt und abgewinkelt werden kann.

Mit dem flexiblen Framing-System können

Designer auch hervorragende Projektionsoder

Mid-Air-Effekte erzielen. Der Abstrahlwinkel

kann über einen motorisierten Zoom

von 7° bis 55° (PC-Linse) und 11° bis 66°

(Fresnel-Linse) angepasst werden. Mit im

Lieferumfang enthaltenen PC- oder Fresnellinsen

ist der Van Gogh flexibel für den

Der ELATION

Artiste Van Gogh

Einsatz in einer Vielzahl von Anwendungen

vorbereitet. Der Artiste Van Gogh ist

mit allen professionellen Steuerungs- und

Anschlussmöglichkeiten ausgestattet, die

Designer von einem modernen Movinglight

erwarten. Neben DMX 512-A (RDM) stehen

auch ArtNet und sACN sowie das LC-Display

zur Konfiguration zur Verfügung.

www.lmp.de

www.elationlighting.com

12 pma 05/19


LMP Lichttechnik

Disney-Musical mit Powermanagement

von LSC

Im Stage Theater Hamburger Hafen sorgt eine APS-

Stromverteilung für Betriebssicherheit. Hier verzaubert das

Disney-Musical „Der König der Löwen“ das Publikum mit atemberaubenden

Masken, fantastischen Kostümen und unvergesslichen

Klängen. Mit einer Mischung aus Popmusik von Sir Elton

John und original afrikanischen Rhythmen schuf Julie Taymor aus

einem der erfolgreichsten Disney-Trickfilme ein völlig eigenständiges

Bühnenwerk. Die Musicalproduktion ist seit Ende 2001 im

Stage Theater im Hamburger Hafen zu Hause. Um die Betriebssicherheit

der umfangreich erneuerten lichttechnischen Ausstattung

zuverlässig gewährleisten zu können, entschied sich das

Stage Theater für die Investition in zehn APS 12/16W Einheiten.

Im Zuge des EU-Halogenleuchtmittelverbotes hatte sich das Theater

mit Disney entschieden, die bisher verwendeten Ministrips

75-Watt-Halogenleuchtmittel und konventionellen Dimmern zu

ersetzen und die Lichttechnik somit zukunftsfest zu machen. Die

Ministrips wurden im Zuge eines Umbaus durch moderne LED-

Leuchten ersetzt. Die vorhandenen Dimmer wurden im 19''-Rack

gegen das APS Powermanagement von LSC Lighting Systems

ersetzt. „Wir hatten uns zuvor schon einige Zeit auf dem Markt

nach einem Produkt umgeschaut, das unseren Erwartungen entspricht“,

erinnert sich Dirk Gollmer, Technischer Leiter des Stage

Theaters im Hafen. „Besonders wichtig waren uns RCD für den

Stromkreis und ein kaskadiertes Einschalten der einzelnen Kreise.

Auch das Abschalten bei Über- oder Unterspannung spielte in

unseren Überlegungen im Zuge des Umbaus eine Rolle. Letztlich

waren die von LMP vertriebenen Systeme von LSC Lighting

Systems unsere erste Wahl.“ Seit Mitte Dezember sind zehn LSC

APS 12/16W im Einsatz. „Bisher werden die Systeme all unseren

Erwartungen voll gerecht“, ergänzt Gollmer. „Die Geräte lassen

sich ganz einfach über das Display bedienen und überprüfen.

Alle Informationen stehen unmittelbar und verständlich zur Verfügung.

Wir sind mit den Geräten sehr zufrieden und werden

auch bei den weiteren Umbauten der Lichtanlage auf das APS-

Powermanagement von LSC setzen.“

www.lmp.de

Das Disney-Musical "Der König der Löwen".


Christie

Christie Spyder X80 und Christie Terra

liefern beim MWC Barcelona Bilder

Der Christie Spyder X80-Multi-Screen-Windowing-Prozessor und die Christie Terra-

SDVoE-Technologie sorgten bei der weltweit größten Mobilfunkmesse MWC (ehemals

Mobile World Congress) in Barcelona auf der 30 Meter breiten und 6 Meter hohen

LED-Wand mit 22 Millionen Pixeln (10080 x 2184) für lebendige Bilder.

Über 100.000 Besucher lernten die

neuesten Technologien kennen,

knüpften Kontakte und nahmen an

verschiedenen Podiumsdiskussionen

teil. Für die Content-Zuspielung waren

MappScreen und Power AV verantwortlich,

die sich beide für diese Großprojekt

zusammenschlossen.

Perfekt für derartige

Datenmengen:

Der Christie Spyder X80

„Wir haben uns zur Unterstützung

MappScreen aus Barcelona an Bord geholt.

Sie sind spezialisiert auf den Umgang

und die Content-Verarbeitung bei

Großveranstaltungen und haben darin

umfangreiche Erfahrungen“, erklärte

David Martínez, Leiter der Power AV

Niederlassung in Barcelona.

MappScreen ist spezialisiert auf

die Handhabung und Bearbeitung von

großformatigem Content auf Medienservern,

Videoprozessoren und Show-Steuerungssystemen.

Erst kurz vor der Übernahme

des Projekts MWC 2019, hatte

sich das Unternehmen entschieden, über

Charmex einen Christie Spyder X80 zu beziehen

und konnte diesen auch gleich in

vollem Umfang einsetzen.

„Der Spyder war die perfekte

Wahl für die Arbeit mit dieser Bildwand“,

sagte Xavier Cruz Rubio von MappScreen.

„Durch seine beeindruckende Bildver-

arbeitungsleistung von 80 Megapixeln,

konnten wir mit einem Höchstmaß an

Qualität Videos mit 4K bei 60Hz in großer

Zahl völlig synchronisiert abspielen. Mit

anderen Systemen hätten wir mindestens

drei miteinander verbundene Einheiten

verwenden müssen, um keine Ressourcen

bei der Arbeit mit 4K zu verlieren. Doch

mit einem einzigen Spyder X80 kann man

problemlos alles in 4K verarbeiten, das

hat uns viel Sicherheit gegeben.“

MappScreen setzte den Spyder

X80 dazu ein, alle zur Bildwand gehenden

Signale zu verwalten, darunter Präsentationen,

Kameras, Showsteuerung

und Multi-Displays. In Zusammenarbeit

mit der Octopus-Software synchronisierte

14 pma 05/19


Branchenforum

der Spyder auch die Licht- und Lasershow

in der Halle, die die Bilder auf der

Leinwand begleitete. „Die Leistung war

einfach unglaublich“, erklärte Rubio. „Für

mich gibt es keine bessere Hardware. Der

Spyder ermöglicht uns, vieles zu tun, zudem

ist die Schnittstelle sehr intuitiv und

einfach zu erlernen.“

David Martinez von Power

AV bestätigte: „Der X80 ist eine unglaubliche

Maschine. Der Spyder lässt

sich sehr leicht bedienen, wenn man

Veranstaltungen dieser Art auf LED-

Displays höchster Qualität durchführt.

Außerdem erlaubt er die Arbeit mit

Auflösungen, die andere Geräte nicht

bewältigen können.“

Christie Terra regelt die

Signalübertragung mit

Leichtigkeit

Zur Regelung der Signalübertragung

setzte MappScreen das Christie

Terra-AV-over-IP-System ein, das auf

SDVoE (Software Defined Video over

Ethernet)-Technologie basiert, um

Signale von 4K-Videoinhalten zu schalten,

zu verteilen und weiter zu leiten.

MappScreen nutzte auch den Christie

Terra Transmitter, um Audio-, Videound

Steuersignale zu verarbeiten

und so unkomprimierte, artefaktfreie

Inhalte mit Zero-Frame-Latenz über

10G-Ethernet-Netzwerke übermitteln

zu können. Weiter wurde der Christie

Terra Receiver eingesetzt, um Daten

aus dem 10G-Ethernet-Netzwerk zu

empfangen und zu dekodieren und

diese an Bildwände und andere AV-

Geräte zu übermitteln.

„Ich gebe offen zu, dass ich den

Terra liebe“, fügte Isaac Sancho Ferrer,

CEO bei MappScreen, hinzu. „Am Anfang

dachten wir, dass er einfach 4K-

Videosignale weiterleiten würde, doch

dann erkannten wir, dass man damit

praktisch eine ganze Veranstaltung

durchführen kann und dass er wie eine

gesonderte Matrix funktioniert. Er ist

extrem leistungsstark und bietet eine unglaubliche

Vielseitigkeit, wenn es darum

Die Mobilfunkmesse MWC wurde mit der Christie Terra-SDVoe-Technologie sowie den Christie Spyder

X80-Multi-Screen-Windowing-Prozessor ausgestattet.

geht, unkomprimierte Signale zu übermitteln.

Bei dieser konkreten Veranstaltung

haben wir ihn dazu eingesetzt, um

verschiedene Arten von Signalen über ein

einziges Glasfaserkabel weiterzuleiten.“

www.christiedigital.com/emea

Der Christie Spyder X80 beeindruckt mit einer hohen Bildverarbeitungsleistung von 80 Megapixeln.

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QSC

QSC macht „Avengers:

Endgame“-Weltpremiere unvergesslich

QSC liefert in speziell konzipiertem Kinosaal im Los Angeles Convention Center den

Sound für den ultimativen Avengers-Film.

QSC, LLC ist ein weltweit führendes

Unternehmen in der Entwicklung

und Herstellung von preisgekrönten

professionellen Lautsprechern,

Digitalmischpulten, Endstufen sowie

DSP-Prozessoren und digitalen

Cinema-Lösungen. Die softwarebasierte,

integrierten Audio, Video und

Control Plattform Q-SYS ist ebenfalls

von QSC entwickelt worden. Am 22.

April 2019 im Los Angeles Convention

Center war QSC bei der spektakulären

Weltpremiere des Marvel-Actionfilms

„Avengers: Endgame“ für den ebenso

spektakulären wie großartigen Sound

zuständig. Die Premierenbesucher

erlebten eine sehr beeindruckende

Vorführung in DolbyVision und ATMOS

– in einem eigens für diesen Zweck eingerichteten

Kinosaal. Für das ATMOS-

System kamen QSC Lautsprecher sowie

auch QSC Verstärker und Q-SYS Signalverarbeitung

zum Einsatz.

Line Array im ATMOS-Kino

Das System umfasste zehn WideLine 10

Line-Array-Lautsprecher und drei WL218-

sw Subwoofer pro Leinwandkanal – insgesamt

30 Line Arrays und neun Subwoofer,

die hinter der ca. 10 mal 20 Meter

großen Leinwand angebracht waren.

Zwölf SB-7218 18-Zoll-Dual-Subwoofer

bewältigten den erweiterten Bassbereich

des Subwoofer-Kanals, während 16

SR-5152 als Höhenlautsprecher für das

Dolby ATMOS-Klangerlebnis verwendet

wurden. Weitere 16 SR-5152 Lautsprecher

deckten die Seiten des Saals ab. Für

den rückwärtigen Ton über acht Kanäle

sorgten acht geflogene Line Arrays mit

WideLine 8 Lautsprechern. Jedes dieser

Arrays bestand aus 8 Boxen sowie einem

WL212-sw Subwoofer.

Insgesamt umfasste die Installation

102 Lautsprecher und 29 Subwoofer

und erforderte rund 800.000 Watt

Leistung sowie 800 Meter an Netzwerkkabeln.

Jon Graves von QSC und sein

Team benötigten für die Installation

und Einstellung des Systems sechs Tage.

Trotz der akustischen Herausforderungen

einer Ausstellungshalle mit Betonwänden

gelang es ihnen, einen Kinosaal der

Spitzenklasse einzurichten. Im Saal selbst

fanden mehr als 2.000 Zuschauer Platz,

die dank ansteigender Sitzreihen eine

optimale Sicht auf das Leinwandspektakel

hatten. Die integrierte Audio, Video

und Control Plattform Q-SYS sorgte für

die Signalverteilung und -verarbeitung

16 pma 05/19


Branchenforum

und bildete somit das Grundgerüst der

Installation. Das Netzwerk war mit drei

integrierten Q-SYS Core 500i Prozessoren

und zwei Core 1100 Enterprise Prozessoren

redundant ausgelegt.

Über Q-SYS und 50 netzwerkfähige

Endstufen wurden sämtliche

Verstärker und Audiokanäle überwacht.

„Alle Premierenbesucher zeigten sich

von der herausragenden Ton- und

Bildqualität beeindruckt, durch die sie

voll und ganz in dieses Kinoerlebnis

eintauchen konnten“, so Michael Kern,

Vice President Special Events Production

bei den Walt Disney Studios.

www.qsc.com

QSC sorgte für die Weltpremiere von "Avengers: Endgame" für spektakulären Sound.


DiGiCo

DiGiCo unterstützt Country-Star Kane

Brown auf Tour

Mit nur 25 Jahren hat Kane Brown bereits mehr als die meisten großen Country-

Stars geschafft, die doppelt so alt sind wie er – im Oktober 2017 war er der erste

Künstler, der auf allen fünf Billboard-Country-Charts gleichzeitig auf Platz Eins

stand. Erst kürzlich beendete er seine erste Headliner-Tournee durch die USA, die

mithilfe von DiGico durchgeführt wurde.

Die Tour sollte auch als Unterstützung

für Kane Browns zweites und

neuestes Album dienen. Die „Live

Forever“-Tour machte 22 Stops in

den südlichen und mittelwestlichen

Bundesstaaten. Clair Global lieferte sowohl

als PA- als auch das Konsolenpaket,

das ein Paar DiGiCo SD10-Pulte für FoH

und Monitore sowie ein einzelnes SD-

Rack mit 96 kHz umfasste.

David Loy aus Nashville, der in

den letzten zwei Jahren als FoH-Ingenieur

für Kane Brown tätig war, sagte, dass

die Spezifikation von zwei SD10-Pulten

eine gemeinsame Entscheidung zwischen

FoH und Monitorwelten war.

„Wir haben ein Jahr lang auf

SD9s gearbeitet, zuerst wollte ich allerdings

SD12s haben“, so Lay. „Als Adam

Hart, der Monitoringenieur, und ich mit

der Erstellung der Eingangsliste begannen

und die Anforderungen an die Bus-/

Matrixfunktionen des Monitors diskutierten

sowie ein paar Flugdaten für

SD10s erstellten, wurde klar, dass SD10s

die richtige Wahl waren.“

Loy merkt an, dass er vor drei

oder vier Jahren ein Fan von DiGiCo

wurde, als er zum ersten Mal eine

SD10 mit Sturgil Simpson für seine

„Sailor’s Guide To Earth“-Tour verwendete.

Nachdem er Monitore auf einem

kleineren SD9 mit RaeLynn für ihren

Support-Slot auf Blake Sheltons „Doing

It To Country Songs“-Tour gemischt

hatte, forderte er sofort eine SD9 für

Kane Brown und dessen Tour an, als er

sich als FoH-Ingenieur anmeldete.

„So sehr ich die SD9s geliebt

habe, war der Wechsel von diesen

Desks mit ihren 48-kHz-DiGiRack-

Vorverstärkern zu den SD10s mit

96-kHz-SD-Rack-Vorverstärken ziemlich

beeindruckend und hat eine großartige

Sache auffallend verbessert“, teilt Loy

mit. „Ich war definitiv ein Fan, seit dem

Beginn der Proben. Der Sound auf dieser

Tour war extrem konstant und wir

18 pma 05/19


Branchenforum

waren sehr zufrieden. Das wichtigste

Element dieser Show ist natürlich Kanes

Stimme, eines der überraschendsten

Dinge an seiner Musik.

Die meisten Leute sind schockiert,

wenn sie ihn sehen und hören – denn

diese tiefe Stimme, wenn er singt, erwartet

niemand. Deshalb gebe ich natürlich

auch mein bestes, um das bei jeder Show

so klar wie nur möglich zu machen. Gute

Tiefe, Klarheit und Trennung sind das,

was ich von einer Konsole benötige, und

DiGiCo hat dies immer für ihre Produkte

bereitgestellt. Und mit Clairs Cohesion-

Rigg heben sich meine Augenbrauen

jedes Mal, wenn Kane in einem Vers oder

einer Bridge seine Stimme nach unten

gräbt – das kann man richtig in der Brust

spüren. Das ist die Art von Energie, die

ich für jede Show brauche.“

Die klangliche Verbesserung wurde

auch am anderen Ende der figurativen

Schlange schnell gewürdigt. „Als wir 2018

bei einigen Shows mit dem SD10 angefangen

haben, war die Wahl für mich offensichtlich“,

sagt Monitoringenieur Adam

Hart, der schon für Aubrie Sellers und Walker

Hayes gemischt hat. „Und der Wechsel

zu 96 kHz wurde von der Band auch am

ersten Tag der Proben sofort erkannt. Sie

lieben die Klarheit und Offenheit, welche

die verbesserte Auflösung mit sich bringt.“

Auf der „Live Forever“-Tour von

Kane Brown nutzte Hart sein SD10-Pult,

um zehn Stereo-IEM-Mixe bereitzustellen

– für Brown, Lead- und Rhythmusgitarren,

Bass, Schlagzeug sowie für Tasteninstrumente,

„Utility“ (Geige, Ganjo, Banjo,

Dobro usw.), zwei Tech-Mixes und eine

weitere für Gastsänger. Die Eröffnungsacts

traten zu einem bestimmten Zeitpunkt

der Show auf.

„Ich habe auch einen Sicherungs-

Mix über eine analoge Laufwerks-Schlange

an die Front-of-House-Seite gesendet, falls

es zu Unterbrechungen beim FoH kam, die

dazu führten, dass die Konsole für einen

Moment offline sein könnte. Zum Glück

haben wir das nie gebraucht – aber zu

wissen, dass wir einen Notfallplan hatten,

gab uns viel Frieden.“

Shawn Dier (links) von Clair Global FOH Systems und FOH-Techniker David Loy (rechts) hinter der

DiGiCo SD10-Hauskonsole der "Live Forever"-Tour von Kane Brown.

„Die Umstellung auf Glasfaser

zwischen FoH und Monitoren hat uns

eine unglaubliche Flexibilität verliehen

und wir haben immer wieder neue Wege

gefunden, um uns und die Opener zu unterstützen“,

fügt Hart hinzu. „David hatte

sogar Zugriff auf den letzten Steckplatz

der Ausgänge in unserem SD-Rack, sodass

wir unabhängig von außen Band-Stems

oder Video-Feeds senden konnten.“

Auf die Frage, was er am SD10

besonders schätzt, verweist Loy auf die

leistungsstarke Onboard-Verarbeitung

des Pults. „Meine bevorzugten Onboard-

Prozessoren sind definitiv die Multiband-

Kompressoren, DiGiTubes, Dynamic EQs

und der Audio Enhancer (FC Rack)“,

schwärmt er. „Ich verwende die Multiband-Komprimierung,

die in meinem Mix

auf eine Handvoll von Eingängen verteilt

ist – Akustikgitarren, Toms, Tracks und

Kanes Gesagt, um nur einige zu nennen.

Ich habe auch den Audio Enhancer verwendet,

um diese Eingänge zu beleben

und anzuregen. Die Verwendung dieser

Elemente hilft mir, die dynamischen

Eingänge in Schach zu halten, ohne das

gesamte Signal zu komprimieren – und

auch, um Gitarren „in your face“ klingen

zu lassen, ohne dass wir auf der Bühne

Verstärker verwenden müssen.“

Er ist auch ein selbst beschriebener

„großer Benutzer“ von Makros. „Die

Makros des SD10 sind hervorragend und

sehr gut organisiert. Ich schätze auch

die verfügbaren Fader-Bank-Layouts,

Audio-I/O-Ports und die Mixing-Engine

im SD10. Angesichts des Budgets und

der Größe dieser Tour waren die Pulte

definitiv die richtige Wahl.“

Sowohl Loy als auch Hart loben

das Support-Team von DiGiCo über den

Distributor Group One in den USA.

„Ryan Shelton, Kyle McMahon

und Matt Larson sind fantastische Typen,

die ich schon oft angerufen und am selben

Tag Hilfe bekommen habe“, lobt Loy.

„DiGiCo hört seinen Anwendern ständig

zu, veranstaltet kostenlose Schulungen in

allen Teilen des Landes und der Welt und

verbessert sowie integriert ihre eigene

Software kontinuierlich. Am Ende sind

das die wichtigsten Dinge für mich – ich

nehme jeden Tag eine großartig klingende

Konsole her, aber wenn mich noch ein

Team diesbezüglich unterstützt, das sich

auskennt, die Anwender darin schult und

auch die Software schnell verbessert,

wenn Probleme entdeckt werden, ist das

das ultimative Ziel.“

www.DiGiCo.biz

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German Light Products

GLP-Leuchten verstärken Welttournee

von Post Malone

Post Malone, einer der erfolgreichsten, wenn auch manchmal kontrovers diskutierten

Rap-/Rockstars, zeigte auf seiner aktuellen Welttournee, dass er als Solo-Künstler die

Arenabühnen beherrscht.

Der Multi-Platin-Künstler wurde während seiner Welttournee

nicht zuletzt von seinem Lichtdesigner Ben

Dalgleish unterstützt, der mit dafür verantwortlich war,

dass die Shows ein absolutes Erlebnis wurden.

Ben Dalgleish zeigte sein kreatives Können bereits vor

sechs Monaten während des PostyFest, einem eintägigen

Festival von Post Malone in seiner Heimat Texas. Dort wurden

in der Dos Equis Arena in Dallas 133 der von ihm favorisierten

GLP X4 Bar 20 verwendet. Bei dieser letzten Arena-Tour,

die im Februar in Dublin begann und auf das britische Festland

und nach Europa zog, war seine Herangehensweise an

das Lichtdesgin vollkommen anders.

Der in den USA lebende Neuseeländer erklärte den

konzeptionellen Hintergrund und erklärte, dass er die vorgeschlagenen

Bogenlaser vollständig durch die X4 Bar 20s

ersetzen könne – die Strahlen sollten zwischen einer oben

liegenden „Top-Box“ und einer „Landebahn“ auf dem Boden

abgefeuert werden. Eine Art Epiphanie, die während des

Vorproduktionsmonats in den Probestudios von Fly By Nite

entdeckt wurde. „Das war die große Veränderung“, sagt

Dalgleish. „Wir haben dann die Beleuchtung unter dem

Riser nachgebildet und mit den Strahlen, die nach oben

schießen, konnten wir ein gutes Zusammenspiel zwischen

unten und oben herstellen. Für den Song Candy Paint haben

wir einen ikonischen Look kreiert, der auf einem ungewöhnlichen

Regenbogeneffekt mit dem X4 Bar 20 basiert.“

Das Rigg bestand darin, die Bars in perfekter Symmetrie

um die Seite der Kisten zu legen, um so klare Linien zu erzeugen.

„Die Leuchten waren gut miteinander verbunden, um

diese geraden Linien zu erzeuge“, erklärt Dalgleish. „Es war

jedoch viel Liebe zum Detail erforderlich, beispielsweise wie

hoch die Bars hingen und wie gut die Kippvorrichtung genutzt

werden konnte.“ Einige der weltweit von PRG gelieferten 68

GLP X4 Bar 20 wurden auch am Ende des Laufstegs eingesetzt.

Diese dienten vor allem im Song Wow als Key Lights – wiederum

in Verbindung mit den Nebelmaschinen.

Ben Dalgleish war mit den bahnbrechenden Lösungen

von GLP aber noch nicht fertig – er hat außerdem 30 JDC1-

Hybrid Strobes in das Rigg eingebaut, die im SPix-Modus mit 68

DMX-Kanälen betrieben wurden und zahlreiche Steuerungsoptionen

boten. Sie bildeten den Rücken der Top-Box. „Wir liefen alle

30 Einheiten so nah wie möglich in einer geraden Linie, einzeln

20 pma 05/19


Branchenforum

Post Malone wurde auf seiner Welttournee von den GLP X4 Bar 20

begleitet – mit großem Erfolg.

verpixelt abgebildet. Die RGB-Zellen haben wir auch verwendet,

um viele große Effekte und unterschiedliche Erscheinungsbilder

auf niedriger Ebene zu erzielen. Wir haben die

beiden Modi als separate Lichter behandelt, wobei RGB eher

ein szenischer Effekt ist und Weiß das Rückgrat der Box.“

Unterstützt von Lichtdirektor Ben Ward hat Ben

Dalgleish, wie jeder andere Designer auf dieser Tour, mit

den preisgekrönten GLP X4 Bar 20s gearbeitet und versucht

immer unterschiedliche Funktionen auf unerwartete

Weise zu extrapolieren. „Bei jedem Projekt versuche ich,

ein ikonisches und architektonisches Erscheinungsbild zu

schaffen. In meinen Shows lande ich oft bei X4 Bar 20s

und experimentiere, bis etwas Neues entsteht.“

Aufgrund ihrer Vielseitigkeit sei es ihm gelungen,

die Bühne von Post Malone „eher wie ein großes Theaterereignis

als eine herkömmliche Hip-Hop-Bühne“ aussehen

zu lassen. Zusammenfassend sagt er: „Wir brauchen Produkte

wie von GLP, die mit ungewöhnlicher Programmierung

auf dem Pult mit all den kleinen Akzenten mithalten

können.“ In diesem Fall wurde mit einer grandMA2 in

voller Größe gearbeitet.

Während seines Aufenthaltes bei Fly Biy Nite GLP UK

hatte Simon Barrett, den er zum ersten Mal in Neuseeland

getroffen hatte, den einzigartigen modularen GLP-KNV-

Würfel und -Bogen kennengelernt. Dieser ist in der Lage,

die Leistung von Post Malone im Feature den Red Hot Chili

Peppers bei den Grammy Awards zu nutzen.

Der Produktion ist es schließlich gelungen, genau

dasselbe Rigg in den Anitpodes nachzubilden (auch wieder

über PRG). „Es ist großartig, wenn die Beleuchtung ein so

wichtiger Teil einer Show ist.“

www.glp.de


Branchenforum

LAWO

ZKM stellt auf IP um und stattet Kubus mit

IP-Audio von Lawo aus

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe bietet als Ort der Forschung, technischen

Entwicklung und künstlerischen Produktion ideale Bedingungen für die Realisierung

theoretischer und praktischer Projekte. Mit der Installation eines Lawo mc²56 Mischpults im

speziell für Audioprojekte ausgelegten Kubus des Hertz-Labors hielt dort Ende November

2018 IP-basierte Audiotechnologie ihren Einzug.

Das Hertz-Labor befasst sich vor

allem mit der Aufführung und Aufnahme

experimenteller Musik bzw.

mit Musikexperimenten, was auch

die Multikanalbeschallung einschließt.

So sind derzeit im Kubus 51 Lautsprecher

im Einsatz. Schwerpunkttätigkeiten

des Hertz-Labors sind sowohl die

künstlerische Produktion als auch die

medientechnologische Forschung. Im

Labor werden zeitgenössische künstlerisch-wissenschaftliche

Konzepte – zum

Beispiel erweiterte Realität in AR- und

VR-Anwendungen, Künstliche Intelligenz,

Immersivität oder sensorengestützte

Umgebungen sowie die Erforschung

künstlerischer Optionen im elektromagnetischen

Feld – sowohl medien- als auch

gattungsübergreifend reflektiert, auf

künstlerische Anwendbarkeit hin überprüft

und in Produktionen realisiert.

Das auf RAVENNA-IP-Technologie

basierende Lawo mc²56 Audioproduktionsmischpult

ersetzt einen in die Jahre

gekommenen Digitalmixer, der den Anforderungen

für diese anspruchsvollen

Aufgaben nicht mehr gewachsen war.

Das neue 32-Fader-Pult stellt mit drei

DSP-Karten 144 voll ausgestattete DSP-

Kanäle bereit und bietet folglich auch

bei anspruchsvollsten Produktionen

und Aufführungen große künstlerische

Freiräume. Das System ist mit 24 Mikrofoneingängen

und 72 Line-Ausgängen

ausgestattet, um das Potential der

komplexen Beschallungsanlage für immersiven

Ton im Kubus-Raum des ZKM

voll auszuschöpfen. Daneben bietet die

Konsole lokale Ein-/Ausgänge und vier

MADI-Ports. Zusätzlich kommt jedoch

eine A__madi4-Einheit für die abgesetzte

Anbindung zweier weiterer MADI-Ports

über RAVENNA zum Einsatz.

„Bereits in den Vorjahren kamen

im ZKM immer wieder auch Lawo mc²-

Mischpulte der jüngeren Generation

zum Einsatz, die für Konzerte mit besonderen

Ansprüchen ausgeliehen wur-

22 pma 05/19


Branchenforum

den. Dabei konnten die Toningenieure

und Künstler im Vergleich zu anderen

Konsolen neben klanglichen und rein

technischen Aspekten auch Konzeption,

Einsatz und Bedienerfreundlichkeit unter

realen Bedingungen ausloten. Bei diesen

Gelegenheiten zeigte sich, dass sich

das neue mc²56 mit seinen Allrounder-

Qualitäten optimal für unser breit gefächertes

Aufgabenspektrum eignet“,

erklärt Ludger Brümmer, Leiter des

Hertz-Labors am Zentrum für Kunst und

Medientechnologie in Karlsruhe, der zugleich

als Komponist instrumentaler und

elektroakustischer Musik wirkt.

Aus der Vielzahl an DSP-Kanälen

ergibt sich auch die Herausforderung,

alle Signalwege zu verwalten. Das Konfigurieren

des Vorgängerpults in Bezug

auf die AUX-Busse und Beschallungswege

wurde mit steigenden Anforderungen

immer komplizierter. Das neue

Lawo-Pult bietet nicht nur eine intuitive

Konfiguration aus einem Guss, sondern

auch eine integrierte Matrix. Damit

verfügen die Toningenieure des ZKM

über ein äußerst flexibles Routing und

Bus-Management, was zumal die Verwaltung

der Beschallungskanäle weitaus

effizienter gestaltet. Ebenfalls integriert

ist eine Steuermatrix für flexibles und

schnelles Gegensprechen. Ein separates

Intercom-System wird damit überflüssig.

„Das Lawo-Pult bietet autarkes

Routing – wir konnten die alte Audiokreuzschiene

ersatzlos ausmustern“, geht

Ludger Brümmer auf einen wichtigen

Aspekt ein. „Bei der Entscheidung war

wichtig, dass das Mischpult für unseren

Klangdom alle Ausgangskanäle ansteuern

und verwalten kann –bei unseren

Kammerorchesteraufführungen kommen

leicht 20-30 Mikrofonkanäle zum Einsatz.

Außerdem sollte das Pult in 96kHz

produzieren können. Selbst wenn das

bisher nur selten notwendig war, sollte

die Möglichkeit für HD-Formate im

Klangdom zumindest gegeben sein.“

„Neben den Konzerten wie unlängst

ein Kammerkonzert im Kubus, bei

Ludger Brümmer am Lawo mc²56 Mischpult im Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.

dem 40 Musiker mitwirkten, werden im

ZKM künstlerische Projekte veranstaltet,

die oft Laborcharakter besitzen und nicht

in Standards einzuordnen sind. Künstler

sind in der Regel auch nicht an der Infrastruktur

hinter einer Funktion interessiert

– sie wollen die Funktion nutzen, ohne

dabei Kompromisse eingehen zu müssen“,

berichtet Brümmer. Bei Forschungssymposien

werden Themen wie beispielsweise

„Immersion“ diskutiert und

Konzepte besprochen und umgesetzt.

Die direkte Anbindung an eine

Pyramix-DAW erlaubt es, das Mischpult

via MIDI komplett fernzusteuern. Toningenieure

können mit dieser Kombination

via Touch-Display alle Mikrofonvorverstärker

steuern und ohne Konsole direkt

über den Core aufnehmen.

Das ZKM ist komplett mit einer

Glasfaser-Infrastruktur ausgestattet. So

kann die ebenfalls verfügbare Compact

I/O Einheit flexibel im ganzen Haus

positioniert und eingesetzt werden, so

dass beispielsweise bei kleinen Events

an verschiedenen Orten Signale eingespeist

und in der Regie abgemischt

werden können.

„Zu unseren Musik- und Kunst-

Events kommen bisweilen bis zu 200

Interpreten, die ihre Musik und Klangdarbietungen

in zwei Konzerträumen

an fünf Tagen aufführen. Diese Veranstaltungen

dauern oft mehrere Stunden

und stellen uns vor unvorhersehbare

Herausforderungen, zumal vor den

Konzerten kaum Zeit für Proben bleibt.

Der Toningenieur am Mischpult muss

sehr schnell reagieren können. Dank

unserer Erfahrung mit den Leihpulten

wissen wir, dass Lawo-Konsolen schnell

und intuitiv bedienbar sind und blitzschnell

reagieren“, freut sich Brümmer.

www.lawo.com

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23


Branchenforum

astera

Astera Helios Tubes in Produktion & Lieferung

Das brandneue Helios-Sortiment an LED-Tubes von Astera wurde im letzten Monat

vorgestellt. Die ersten Chargen werden jetzt nach Rekordbestellungen im Vorverkauf

ausgeliefert.

Die fabelhafte neue Helios Tube bietet

alle Eigenschaften und Funktionen

der beliebten TitanTube von Astera

und nutzt auch die stabile sowie angesehene

Technologie. Es bietet herausragende

Durchgängigkeit des Konzepts in

einer noch transportableren Verpackung –

einem sauberen und leistungsstarken Tube,

welches praktisch überall montiert werden

kann. Wie alle Astera-Produkte verfügt

auch Helios Tube über ein ausgeklügeltes

Zubehörsortiment, das alle Anforderungen,

Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf

Rigging und Positionierung erfüllt.

Das günstige Helios mit Schutzart

IP65 hat acht Pixel und ist halb so groß

wie der TitanTube, hat aber den gleichen

hohen CRI und TCLI von 96 für exzellente

Hauttöne und Details.

Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 20

Stunden ist es die perfekte Option für Bereiche

wie Pop-Up-Umkleidekabinen, Make-

Up-Stationen für Modenschauen sowie für

die Nahbeleuchtung von Gesichtern und

in größeren Mengen auch für Räume, Sets

sowie andere Bereiche.

Der einstellbare Weißbereich liegt

zwischen 1750K und 20.000K und kann

ganz einfach über den Tube selbst oder

die App von Astera eingestellt werden.

Acht Röhren passen in das Helios-Etui, das

zum Aufladen und auch Transportieren

verwendet werden kann. Enthalten sind

die gleichen nützlichen und praktischen

Zubehörteile, wie das TitanTube-Gehäuse

(16 Ringschrauben, 16 Halter, acht Bodenständer

sowie 16 Schrauben – alles im

Lieferumfang enthalten) sowie auch acht

Wing-Plates. Es gibt sogar ein Fach für

eine ART17 AsteraBox CMR (bildet eine

Schnittstelle zwischen den Leuchten

und der Steuerungs-App und können

als drahltloser DMX-Sender mit CRMX-

Technologie verwendet werden). Das

Gehäuse wird mit der gleichen PowerBox

wie der TitanTube geliefert.

Mit einer praktischen Softbag-Option

können vier Helios Tubes mit einem Gewicht

von jeweils 0,75 kg über der Schulter

getragen werden – ideal für Studios oder

eine Location. Über einen Griff kann der

Helios Tube eingeschraubt werden, damit

die Lichtquelle beim Filmen gehalten und

auf Personen oder Gegenstände gerichtet

werden kann – außerdem ist ein „Babyplug“

zur Befestigung an verschiedenen

Objekten mit angebracht. Für maximale

Flexibilität können die Helios Tubes auch

an das Stromnetz angeschlossen werden

und über DMX ArtNet oder sACN und

einer Lichtkonsole betrieben werden. Die

Stromversorgung kann zusätzlich über die

PowerBox am Gerät erfolgen.

Ein gut lesbares Display auf der

Rückseite bietet schnellen Zugriff auf

DMX-Einstellungen, Farben, Farbton sowie

Sättigung und Intensität.

Die Farben, die Helligkeit, Akkulaufzeit

und andere Elemente sind

perfekt auf die des TitanTubes abgestimmt,

sodass eine Kombination der

beiden Leuchten eine nahtlose Lichtabdeckung

und -steuerung in einer

einzigen Astera-Umgebung ermöglicht

wird. Dieses unglaublich vielseitige Produkt

von Astera wurde für alle Bereiche

mit professioneller Beleuchtung entwickelt,

insbesondere für Bereiche, die

unter anderem mit Aufnehmen zu tun

haben – von Filmen und TV-Shows über

Videopromotions und Medienaufnahmen

bis hin zu Videos für YouTube und

Instagram. Auch Veranstaltungen aller

Art und Live-Auftritte können damit

ausgestattet werden.

astera-led.com

24 pma 05/19


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Robe

Slovenian National TV investiert in Robe

BMFL Follow-Spots

Der slowenische Fernsehsender RTV (Radiotelevizija Slovenija) hat in zwei Robe BMFL-

Blades investiert, die mit seitlichen LightMaster-Kits ausgestattet sind. Damit können

die Geräte in den Studios und für OB-Produktionen eingesetzt werden.

Es ist der erste Robe-Kauf – und

das, obwohl sie regelmäßig Robe

Pointes, LEDWash 600s sowie LED-

Beam 100-Moving Lights über Cross

Hire für bestimmte Shows verwenden.

Die Einheiten, in die von RTV investiert

wurden, kamen über MK Light

Sound, Robes slowenischer Distributor.

Die Kaufentscheidung fiel auf Bojan

Lenart, Leiter Beleuchtung, und Bojan

Repic, Cheftechnologe des Senders,

zusammen mit anderen Mitgliedern des

Beleuchtungsteams.

„Es gab absolut kein anderes

Produkt dieser Art, das die Möglichkeit

der seitlichen Montagekontrolle bietet“,

erklärte Bojan Lenart. Die Mission

begann mit der Suche nach Verfolgungspunkten

und der Möglichkeit,

einige Parameter bei Bedarf über eine

Beleuchtungskonsole zu steuern.

Der BMFL LightMaster ist Zuberhörsatz,

der aus extern montieren

programmierbaren Verfolungspunkten,

einem Bedienfeld und zwei einzelnen

Fadern besteht.

Erhältlich als seitliche oder rückseitig

montierte Option – in diesem Fall

seitlich – verfügen die Griffe über zwei

programmierbare Fader, die beispielsweise

Dimmer und Iris steuern können.

Außerdem gibt es ein LightMaster-Bedienfeld

mit Touchscreen-Display und

vier programmierbare Jog-Funktionen,

sowie -Räder und zehn zuweisbare

Tasten, die vom Bediener komplett individuell

angepasst werden können. Mit

den programmierbaren Tasten kann der

Anwender Dimmer, Iris, Fokus, Zoom

sowie Frost, Farben oder andere Funktionen

des Geräts bequem auslösen und

steuern. Alternativ können diese über

die Remote-Konsole oder eine Kombination

aus beidem gesteuert werden.

Die internen Fixture-Einstellungen auf

dem LightMaster-Bedienfeld ermöglichen

das Anpassen des Schwenk-/Neigungsverhaltens

durch Anpassen von

Spannung, Glätte und Widerstand. Die

Montage des LightMaster-Steuergeräts

an der Rückseite oder seitlich des BMFL

von Robe ist schnell und unkompliziert

vollzogen und erfolgt über Sicherungsschrauben.

Über USB wird die Steuerung

mit dem Gerät verbunden.

RTV hat sich anfangs mit herkömmlichen

Follow-Spots befasst – entscheidend

war jedoch, dass die BMFL

Blade eine multifunktionale Leuchte ist.

Wenn sie die Leuchten also für etwas

anderes verwenden möchten, beispielsweise

als Schlüsselbeleuchtung oder als

Teil eines Moving-Light-Riggs, haben

26 pma 05/19


Branchenforum

v.r.n.l.: Bojan Repic (Technologe Beleuchtungsabtelung), Matej Hren (Lagerleiter Beleuchtungsabteilung)

und Bojan Lenart (Leiter Beleuchtungsabteilung)

sie auch eine Option, es in die Bühnenoder

Studiobeleuchtung zu integrieren.

Die BMFL Follow-Spots von Robe waren

in verschiedenen Programmen im Einsatz,

darunter auch bei der Eurovision-

Auswahlserie und einer großen Silvesterveranstaltung

in der Maribor Arena.

„Wir sind sehr zufrieden mit den

BMFLs – sie sind mehr als leistungsfähig

genug für unsere Anforderungen,

und selbst wenn wir im ‚Silent‘-Modus

bei geringer Helligkeit arbeiten, haben

wir immer noch ausreichend Helligkeit

für die Frontbeleuchtung und die

Hervorhebung von Interpreten“, sagte

Bojan Lenart.

Beide Bojans arbeiten seit über

25 Jahren bei RTV und in dieser Zeit

haben sich die Beleuchtungstechniken

und -technologien drastisch verändert. In

dem Lichtdepot im Inneren des Hauptstudiokomplexes

im Zentrum von Ljubljana

befindet sich ein großer, ordentlicher

und übersichtlicher Raum mit einem faszinierenden

„Museumsbereich“ – in diesem

sind einige sorgfältig erhaltene Teile

alter Technologien ausgestellt: Leuchten,

Glühbirnen und Betriebsgeräte. Jedes

Mal, wenn ein neues Kit gekauft wird

und ein älteres dadurch ersetzt ist, wird

ein Muster davon für die Nachwelt im

„Museumsbereich“ aufbewahrt.

www.robe.cz


Branchenforum

Broadcast Solutions

Broadcast Solutions liefert VR-Lösung für

Finnische Esports Liga

Der Telekommunikationsanbieter Telia hat Ende April in Finnland eine neue E-Sports-

Liga gegründet. Die "Telia Esports Series" verwendet Studios sowie Virtual-Reality-

Lösungen, die von Broadcast Solutions entwickelt wurden.

Die Studios für die "Telia Esports Series" wurden von Broadcast Solutions entwickelt.

Die Telia Esports Series ist nicht nur für

die Spieler gedacht, sondern auch für

Zuschauer konzipiert, da die wöchentlichen

Matches im nationalen finnischen

Fernsehen und international über den

Kanal Twitch ausgestrahlt werden. Das

Startturnier wurde mit dem Computerspiel

Counter-Strike: Global Offensive und dem

Handyspiel Arena of Valor bestritten. Das

Preisgeld beträgt insgesamt 50.000 Euro

und die besten E-Sports-Teams Finnlands

werden an der Liga teilnehmen.

Für die Produktion der Liga bietet

Broadcast Solutions Telia die Nutzung

bereits vorhandener Studio- und Remote-

Produktionseinrichtungen der Produktionsfirma

Streamteam Nordic sowie

kostengünstige virtuelle Studio-Tools an. So

stellt Broadcast Solutions Telia eine flexible

und individuelle Produktionsumgebung zur

Verfügung, die deren Bedürfnissen am besten

entspricht und die maximale Nutzung

der bestehenden Infrastruktur ermöglicht.

E-Sports ist in den letzten Jahren enorm populär

geworden und Gaming-Wettbewerbe

stellen mittlerweile einen Markt dar, der

Hunderte von Millionen Dollar generiert.

Zehn Millionen Zuschauer sehen sich große

internationale Turniere an.

Mit den bereits bestehenden

Studio- und Remote-Produktionseinrichtungen

sowie Virtual-Reality-Tools verfügt

Telia über alle erforderlichen Ressourcen,

um das erklärte Ziel, Finnland zu einem

führenden Land im Bereich E-Sports zu

machen, zu erreichen. Vor kurzem implementierte

Broadcast Solutions einen hochmodernen

Remote Production Hub inkl.

eines virtuellen Studios für Streamteam/

Telia, mit denen die Spiele der finnischen

Eishockey-Liga produziert werden. Ein Teil

dieser Infrastruktur wird nun für die Produktion

der Telia Esports Series genutzt.

Diese Doppelnutzung unterstreicht die

Flexibilität des Hubs und der von Broadcast

Solutions implementierten virtuellen

Technologie. Das Studio und der eigentliche

„Spiele-Raum“ befinden sich in einem

Produktionsgebäude zwei Kilometer vom

Remote Production Hub entfernt. Für das

virtuelle Setting benutzt Broadcast Solutions

die Technologie des Virtual Reality

Unternehmens Zero Density, zusammen

mit einer kommerziell erhältlichen Set-

Vorlage, die an die eigenen Bedürfnisse

angepasst wurde. Das genutzte Studio

wird hauptsächlich für die Produktion

von Pferderennen verwendet. Mit dem

gewählten Setting kann der Umbau des

Studios für die E-Sports-Produktion in nur

10 Sekunden vorgenommen werden, plus

der Zeit, die für den Wechsel des Studiotisches

notwendig ist – eine extrem schnelle

und einfach zu bedienende Lösung. Als

technische Besonderheit wird das Signalformat

zwischen Studio und Remote

Production Hub gewechselt. Die Produktion

der Pferderennen im Studio erfolgt im

Format 1080i50 während die komplette

E-Sports-Produktion und der Hub im Format

1080p50 realisiert wird, bzw. arbeitet.

Dieser Wechsel von 1080i50 zu 1080p50

wird durch das Remote Production System

unkompliziert ermöglicht.

www.broadcast-solutions.com

28 pma 05/19


RanchenfoRum

Vision tools Rental und distRibutions Gmbh

Inzahlungnahme-Programm von vision tools

Der Hamburger Distributor für professionelle Medientechnik vision tools rental and

distributions gmbh bietet ab sofort ein Inzahlungnahme-Programm für ältere 3LCD-

Projektoren an.

Interessenten können ab sofort

ihre Altgeräte gegen einen neuen

3LCD-Projektor mit Laserlichtquellen-

Technologie tauschen. Die Aktion von

vision tools wird unterstützt vom führenden

Anbieter von Pro AV-Lösungen

Epson Deutschland GmbH1. Besitzer

von u.a. alten Sanyo-, Christie- oder EIKI-

Projektoren können ihre Produkte und die

dazugehörigen Objektive ab sofort und

bis einschließlich 30.06.2019 an die hausinterne

Servicewerkstatt von vision tools

senden. Im Gegenzug erhalten Kunden

einen speziellen Trade-In Aktionspreis auf

ein Neugerät der gleichen Lichtstärke bzw.

eine vergleichbare Optik aus dem aktuellen

Epson Produktportfolio.

Der Geschäftsführer von vision

tools, Stephan Schlüter, über das Inzahlungnahme-Programm:

„Wir stellen bei

Gesprächen mit unseren Kunden immer

wieder fest, dass in den Lägern Bestände

alter Projektoren schlummern. Diese werden

den heutigen Marktanforderungen

häufig nicht mehr gerecht. Gerade im

Bereich der Festinstallation sind Merkmale

wie Langlebigkeit, geringer Wartungsaufwand,

hohe Zuverlässigkeit oder Flexibilität

wichtige Entscheidungskriterien.

Die altbewährten lampenbasierten Projektoren

haben hier durch die neue Laser-

Technologie echte Konkurrenz bekommen

und vor allem die 3LCD-Projektoren aus

dem Hause Epson stellen für uns eine

marktgerechte Lösung dar.“

Vertriebsleitung Julia Bergmann

ergänzt: „Wir möchten mit dieser

speziellen Trade-In Aktion daher allen

Interessenten die Möglichkeit bieten,

den ‚alten‘ Lagerbestand unkompliziert

Der Epson 3LCD-

Projektor

gegen top-aktuelle Ware zu ‚tauschen‘

und Altgeräte und deren Zubehör einfach

und vor allem nachhaltig zu verwerten.

Denn je nach Zustand werden

wir die eingesendeten Produkte für

unsere Kunden fachgerecht entsorgen

oder, wenn möglich, wieder instand

setzen, um sie dann an Vereine zu stiften

oder zu veräußern. Der Erlös aus

dem Wiederverkauf soll anschließend

gespendet werden.“

Die Aktion ist begrenzt auf 100

Neuprodukte aus der Epson 3LCD-

Projektoren-Serie.

www.visiontools.de

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Branchenforum

Bose Professional

Bose Portable Systems für

„Musikmissionarin“ DJ CherishTheLuv

DJ CherishTheLuv bringt ihre tragbaren Bose-Systeme überall hin mit – von Rikers Island

und zentralamerikanischen Waisenhäusern bis hin zu hochkarätigen Veranstaltungen. Die

Künstlerin ist unter anderem auch als „Musikmissionarin“ bekannt.

DJ CherishTheLuv, auch bekannt als

Cynthia Malaran hat sich als „Musikmissionarin“

einen Namen gemacht

– ihre Arbeit reicht von Standard-DJ-Auftritten

bis hin zu humanitärer Arbeit weltweit.

Wie die meisten DJs sind viele ihrer Auftritte

für Hochzeiten und Live-Events, sogar für

Prominente wie Bono, Amy Schumer oder

Oprah Winfrey ist sie aufgetreten. Daneben

startete sie institutionelle und Corporate-

Auftritte für Viacom, Project1Voice sowie

auch für Nile Rodgers „We Are Family“-

Foundation, für die sie Resident-DJ ist.

Malarans wahre Leidenschaft

besteht darin, etwas zurückzugeben:

Sie tritt mit ihrer Leidenschaft und ihren

Talenten regelmäßig bei Menschen in Not

auf. Vor den Inhaftierten im berüchtigten

Gefängnis von Rikers Island in New York

City und vor jugendlichen Mädchen in

einem Waisenhaus in Ecuador. Außerdem

war sie im Willie Mae Rock Camp und bei

todkranken Patienten im Hospiz. „Überall

dort, wo Musik helfen, heilen und Menschen

glücklicher machen kann, werde

ich auftreten“, sagt Malaran.

Was ihr hilft, ihre Botschaft zu all

diesen Orten zu bringen, sind ihre tragbaren

und mobilen Soundsysteme sowie

Zubehör von Bose. Dazu gehört ein Bose

S1 Pro-Multipositions-PA-System, eine Allin-One-PA,

ein Bodenmonitor sowie ein

Verstärker, welche sie für kleine Veranstaltungen

und Shows verwendet. Im Gefängnis

von Rikers Island kennt man sie bereits,

weshalb ihr erlaubt ist neben ihrem Soundsystem

auch die zugehörige Verkabelungen

DJ CherishTheLuv schwört bei ihren Auftritten auf Bose-Systeme.

dafür mitzubringen. Zusätzlich hat sie ein

tragbares L1-Kompakt-Line-Array-System

für mittelgroße Auftritte und ein L1-Modell

II, um Räume für über 500 Personen mit

ihrem Sound zu beschallen. Die Auftritte als

Resident-DJ für die „We Are Family“-Foundation

bieten ihr eine doppelte Chance, als

Bose-Markenbotschafterin bei Führungskräften

auf der ganzen Welt aufzutreten.

Vor zwei Jahren hat DJ CherishTheLuv zum

ersten Mal Bose-Produkte erlebt und seitdem

sind sie ein wesentlicher Bestandteil

ihres Sounds und auch ihres Geschäfts.

„Ich habe festgestellt, dass die

Leute beim Erwähnen des Bose-Namens

antworten, weil sie wissen, dass der Name

Bose gleichzeitig Qualität bedeutet“, äußert

sie sich. „Das ist nicht nur ein Phänomen,

das man bei High-End-Hochzeiten findet –

wenn ich Shows in Obdachlosenunterkünften

mache, beispielsweise in der Avenue D

in der Flatlands-Gegend von Brookly, bedeutet

der Name Bose, dass jemand Wert

darauf legt, dem Sound Qualität zu verleihen.

Das ist für alle besonders wichtig“.

Und sobald die Leute Bose hören,

wird diese Qualität auf sehr viszerale Weise

erkannt. „Ich hatte bei einem Hochzeitsempfang

einen Auftritt, der um 21 Uhr begann.

Sechs Stunden später, als es dem Ende

zuging, standen immer noch dieselben

Menschen in der Nähe der L1-Lautsprecher

und hörten meinem Sound zu und tanzten.

Der Bose-Sound ist das, was meinen

Sound verkauft und die Portabilität von

Bose-Produkten ermöglicht es mir, genau

das an viele verschiedene Orte zu transportieren.

Das hat mir auch ermöglicht, mein

Geschäft aufzubauen.“

pro.bose.com

30 pma 05/19


L-Acoustics

L-Acoustics erhöht den Sound von

The Flyer in San Francisco

Das von Triotech geschaffene, kinetische Erlebnis an einem der bekanntesten Orte der

Stadt zelebriert den einzigartigen Charakter und Charme der Bay Area – und bietet den

Besuchern eine virtuelle Vogelperspektive auf San Francisco.

Die Bay City wird nie wieder so

aussehen, wie sie mit The Flyer

– San Francisco am Fisherman’s

Warf’s Pier 39 zelebriert wurde. Die

neue Attraktion des Flyover-Theaters

bietet sowohl Touristen als auch Einheimischen

eine Vogelperspektive auf

die Stadt. Hochmodernes HD-Filmmaterial,

welches mit Hilfe von Drohnen

und Hubschraubern aufgenommen

und mit computergenerierten Bildern

gemischt wurde – doch so ansprechend

das Video auch ist, dank eines

ansprechenden, filmischen Soundtracks,

der über ein beeindruckendes

High-Fidelity-Soundsystem von L-

Acoustics wiedergegeben wird, werden

die Besucher noch mehr verzaubert.

Der Soundtrack und die Soundeffekte

wurden von Mathieu Vachon, dem Audio

Director bei Triotech, geschrieben,

erstellt und produziert. Triotech ist das

Unternehmen hinter The Flyer, mit Sitz

in Québec. Das Unternehmen etabliert

sich schnell als einer der Hauptakteure

in der globalen Vergnügungs- und

Themenparkbranche.

Die neueste Kreation folgt einer

rasanten Sichtweise, die die Stadt sowohl

dokumentiert als auch mit derselben

Lebhaftigkeit zum Leben erweckt.

Drohnen und andere Arten von Kameras,

die unter anderem auch für Hollywood-Blockbuster

genutzt werden, wurden

für diese Attraktion eingesetzt. Der

Sound musste dementsprechend groß

sein, um dazu zu passen. Laut Vachon

war L-Acoustics die ultimative Wahl für

dieses hochkarätige Projekt. In der Show

The Flyer – San Francisco sind drei koaxiale

L-Acoustics X12-Lautsprecher in einer

LCR-Anordnung auf der Vorderseite des

Theaters hinter dem riesigen 50 x 22

Zoll großen Bildschirm positioniert. Zwei

Reihen von winzigen 5XT-Lautsprechern

sind an den Rückwänden für die Surround-Elemente

angebracht – ein Paar

pro Seite, sowie in der Verkleidung der

oberen und unteren Sitze.

Vier SB18-Subwoofer konkurrieren

mit dem diskreten 5.1-System, das

von zwei verstärkten LA4X-Controllern

mit Strom versorgt und auch verarbeitet

wird. Das in Montréal ansässige

Unternehmen Solotech integrierte

die Audiokomponente für Triotech in

Zusammenarbeit mit Andre Pichette

32 pma 05/19


Branchenforum

von L-Acoustics – Andre führte die

endgültige Systemkalibrierung über

die LA Network Manager-Software des

Herstellers durch.

The Flyer – Die Show in

Vogelperspektive

Zu Beginn von The Flyer begeben sich

28 Gäste auf die Sitze, die auf einer

Plattform mit aktiver Bewegung aufgehängt

sind. Dann startet der hochauflösende

„Flug“ durch einige der

bekanntesten Wahrzeichen und Viertel

der Bay Area, einschließlich der Golden

Gate Bridge, Alcatraz, Coit Tower sowie

Marin Headlands, Chinatown und

das Castro.

Angetrieben wird das ganze von

Vachons energiegeladenen Partitur, die

mit dem L-Acoustics-Soundsystem zum

Leben erweckt wird.

„Der Soundtrack ist extrem dynamisch

und aufregend und folgt auch

sehr genau den Emotionen des Films“,

sagt Vachon, der hinzufügt, dass es drei

Monate gedauert hat, den Film zu entwickeln,

den Soundtrack zu komponieren,

aufzunehmen und zu mischen. „Als

wir endlich am Pier 39 waren und ich

hörte, dass alles über das L-Acoustics-

Soundsystem abgespielt werden soll,

Den Besuchern von "The Flyer" bietet Einheimischen und Touristen eine Vogelperspektive auf San Francsico.

dachte ich: ‚Wow!‘ Es war noch besser

als im Studio – die Partitur ist riesig und

orchestral und diese Lautsprecher lassen

das große Ganze lebendig werden, es

fühlt sich sogar lebendig an. Die Höhen

sind klar und die Subwoofer liefern ein

schönes solides Tief. In Kombination mit

dem Video ist das Endergebnis atemberaubend

und das L-Acoustics-System ist

ein großer Teil des Erfolgs von The Flyer.“

www.l-acoustics.com

pma 05/19

33


PK Sound

PK Sound ernennt Polar Audio zum

Distributor in China

PK Sound gab bekannt, dass Polar Audio mit sofortiger Wirkung der neue Distributor

in China ist. Der Deal ist das erste Engagement von PK Sound für das Wachstum der

APAC-Region.

Der CEO und Chefingenieur von PK Sound, Jeremy

Bridge, erklärte: „Der Deal kam zustande, als Polar Audio

nach einer hochwertigen Audiomarke suchte, welche das Angebot

an High-End-Video und -Laserprodukten ergänzt. Als

renommierter Audio-Designer wurde der CTO von Polar Audio

auf unsere Technologie aufmerksam, besuchte unser Werk

mehrmals und nahm an Live-Veranstaltungen teil, bei denen

auch unsere Lautsprecher verwendet wurden. Polar Audio suchte

nach einem Weltklasse-Unternehmen, von dem sie glaubten,

dass es etablierte Top-Marken überholen könne. PK Sound hat

genau die richtige Technologie dafür.“

Laut Bridge kombiniert Polar Audio die Erfahrung langjähriger

Branchenexperten mit einem großen Netzwerk und

einer ebenso großen Reichweite in der Region.

„Es ist äußerst wichtig, das globale Netzwerk auf die

richtige Weise auszubauen und von Anfang an die richtigen

Partner auszuwählen“, fügte er hinzu. „Der Ausbau dieses

globalen Netzwerks wird für PK Sound im Jahr 2019 ein vorrangiger

Schwerpunkt sein.“

Polar Audio wird ein Full-Service-Distributor für PK

Sound-Technologie, der eng von der PK-Zentrale unterstütz

wird, um Lösungen für Kunden, Full-Service, Lager, Reparatur

sowie technisches Personal und Audio-Beratung bereitzustellen.

Das Unternehmen verfügt außerdem über eine Demonstrationsanlage

in Guangzhou, die speziell für die Präsentation

von PK Sound-Produkten gebaut wurde.

„Der weltweite Markt für professionelle Lautsprechertechnologie

ist derzeit überfüllt, da Dutzende Hersteller im Wesentlichen

die gleichen Produkte anbieten. PK Sound verfolgt

einen anderen Ansatz und bietet einzigartige Lösungen und

Technologien, die von keinem anderen Hersteller angeboten

werden“, sagte Chen Hongquan, CEO von Polar Audio Guangzhou.

„Je tiefer Sie in das Thema Beschallungstechnik eintauchen,

desto motivierter werden Sie, die Kundenanforderungen

zu erfüllen. Es ist die Mission von Polar Audio, Kunden omnifunktionale

akustische Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit

denen sie ihre ehrgeizigsten Ziele erreichen können.“

„Mit PK Sound haben wir einen leistungsstarken Partner,

der die Bedürfnisse des Marktes mit seinen revolutionären

Trinity-Lösungen für Line-Arrays und Subwoofer erkannt hat.

Ihre sorgfältige Entwicklungsarbeit und modernste Materialien

haben den Weg für eine neue Generation von PA-Systemen

34 pma 05/19


Der Demoroom von Polar Audio mit Lautsprechern von PK Sound.

geebnet. Die proprietäre Steuerungssoftware dient als

Mehrwert für unsere Kunden und ermöglicht es uns, das

gesamte Paket bereitzustellen. Eine perfekte Kombination

aus Klangqualität, präziser Steuerung und intuitiven Rigging-Lösungen.

Wir sind sehr stolz darauf, die Produkte von

PK Sound auf dem chinesischen Markt einzuführen.“

Nach dem Deal verfügt Polar Audio nun über einen

vollständigen Lagerbestand aller Trinity 10-, Klarity-, CX- sowie

VX-Produkte und über ein Trinity-Demonstrationssystem.

www.pksound.ca

www.polaraudio.info

PK Sound arbeitet ab sofort mit Polar Audio als Distributor zusammen.


Robe

MegaPointes bei Tour von French Kiwi

Juice dabei

Es geht nicht darum, wie viel du davon hast – es geht darum, wie du es einsetzt!

Fünf Robe MegaPointes sorgten auf der Bühne für ein magisches Zusammenspiel:

Mit dem Multi-Instrumentalisten French Kiwi Juice (FKJ) waren die MegaPointes

auf seiner letzten US-Tour unterwegs.

Der Licht- und Produktionsdesigner

Stu Dingley war begeistert, als er

vom Management von FKJ angesprochen

wurde und gefragt wurde,

ob er ein Design für den Künstler entwerfen

würde – French Kiwi Juice ist für

seine elegante Lounge-Musik und seine

funky Visualisierungen bekannt.

Zu Beginn des Designprozesses

unterhielt Dingley sich mit FKJ selbst –

der Künstler war offen für Ideen, aber

als begeisterter Videofilmer mit Terabyte

an Inhalten wollte er unbedingt

auch ausgewählte Elemente in die Essenz

der Live-Show mit einbringen, um

alles visuell zu einem großen Ganzen

zusammenzufügen.

Vor diesem Hintergrund dachte

Stu Dingley sofort an MegaPointes, die

er für einige sehr spezifische Effekte

verwenden wollte, für Schatten und

Silhouetten, um sie kunstvoll neben den

Videobildern balancieren zu lassen. Er

brauchte Helligkeit, genaue Schalung

und eine schöne Lichtqualität.

Man entschied sich gegen eine

Upstage-Leinwand, weil das für sie „zu

üblich“ war und wählten stattdessen einige

transparente Seidenvorhänge für die

Hauptprojektionen.

Die Idee war, Schatten und Silhouetten

im Kontext der frontal projizierten

Videobilder zu kontrastieren und

mit ihnen zu spielen. Einige der Lücken

wollten sie mit Lichtakzenten füllen. Da

FKJ mehrere Instrumente spielt, war die

Silhouette/Schatten-Idee ein lustiges wie

auch spielerisches Element, mit dem sie

die verschiedenen Instrumente hervorheben

konnten. Stu bezog eine Auswahl

an Stoffen von ShowTex, die nach Los

Angeles geschickt wurden, um in maßstabsgetreue

Modelle umgebaut wurden

– dann konnte man sich anschauen, wie

die projizierten Bilder darauf aussehen

würden. Die beiden 35K-Projektoren befanden

sich beim FoH und vier Marshall

Compact-Minikameras waren auf der

Bühne verteilt. Diese und das Wiedergabematerial

wurden über einen Hippo

Boreal-Medienserver gespeist.

36 pma 05/19


Branchenforum

Anstelle der Saiten, auf denen

mit Timecode synchronisierte Inhalte

mit musikgebundenen Effekten angezeigt

wurden, befanden sich sechs ROE

MC17-Panels in einem benutzerdefinierten

Acryl-Klavier. Ein MegaPointe

direkt hinter diesem Klavier blies durch

die Rückseite und die Videowand – ein

unglaublicher Anblick.

Eine weitere frühe Entscheidung

war auch, keine Trübung zu verwenden,

um die Wirkung der Projektionen zu verbessern.

„Es war hart“, sagt Stu, aber er

war froh, dass sie daran festhielten, da es

dem Videoinhalt ermöglichte, ohne Spur

der Quelle ins Bild zu „schweben“. Die

seitlichen Schlüssellichter waren mit Zylindern

ausgestattet, so dass ihre Quelle

ebenfalls verborgen war.

Die Lichtverhältnisse für die

Show wurden im Allgemeinen niedrig

gehalten, damit das Video hervorstechen

konnte und diese gewissenhafte Taktung

der Lichtshow erlaubte ein paar Momente

angemessene atemberaubende visuelle

Erlebnisse. FKJ steht in jeder Hinsicht

im Mittelpunkt der Show – die Musik, die

er spielt und die Inhalte, die er gefilmt

hat, zeigen, dass es in keiner Weise lediglich

eine blinkende Beam-Show ist.

Die von vorne projizierten Videos

und Silhouetten der MegaPointes waren

untrennbar miteinander verbunden.

Manchmal wurden Teile des Videos

maskiert, um die dahinter liegenden

Lichtschatten zu enthüllen und für

die Präzisionseffekte arbeitete Stu mit

einem Team von Video-Editoren und

Content-Erstellern zusammen. Stu mag

viele Dinge an den MegaPointes, einschließlich

der geringen Größe und der

vielen Funktionen, die sie mitbringen.

Er hat sie zuvor in einer traditionellen

Beam-Light-Kapazität verwendet, in

diesem Zusammenhang jedoch nie als

Projektor-Licht.

„Alles ist glatt: Die Farben, die

Dimmer usw. Und der Zoom ist perfekt

für die Silhouetten-Arbeit, insbesondere

bei kurzen Einwurfzeiten in kleineren

Veranstaltungsorten.“

Ein Mann, viele Instrumente – und mittendrin im Geschehen die MegaPointes von Robe.

Für diese Show waren der weite

Zoom und die verschiedenen Schattenpositionen

auf den Bildschirmen die

Funktionen, die er am häufigsten verwendete.

Stu meint, dass er MegaPointes

für andere Shows „als perfekte Überkreuzung

zwischen Lichtstrahl und Profil“

ansieht, um direkt in den Hintergrund

der Masse zu treten. Er verwendet Robe-

Produkte seit einiger Zeit in seiner Arbeit

und mag die BMFL-Reihe sehr.

„Ich denke, der Strahl einer BMFL

ist immer noch relativ unübertroffen in

Bezug auf die Leistung.“

Für die MegaPointes und andere

Lichter war der Beleuchtungsdirektor

Will Smith verantwortlich, der die

Beleuchtungs- und Medienserver mit

einer grandMA2-Lichtkonsole betrieb.

Stu Dingley kommentiert: „Will war ein

wesentlicher Bestandteil des Teams. Er

verfügt über umfassende Kenntnisse

des gesamten Kits und hat großartige

Arbeit geleistet, um die Show

am Laufen zu halten.“ Der Anbieter

für Beleuchtung und Video war PRG.

Der Sound wurde von Clair und Britro

geliefert, FoH-Soundverantwortlicher

war Antoine Guest. Der Videocontent

wurde von Vincent Fenton und Sugo

Design unter der Leitung von Lorenzo

Depa erstellt, Tom Cooksey fungierte als

Ableton-Wiedergabetechniker.

Alles, was unterwegs auf dem

Prüfstand war, wurde von Tour- und

Produktionsleiter Liam Clifford verantwortet,

die Künstlermanagerin war

Kate Cudbertson.

www.robe.cz

Der Multi-Instrumentalist French Kiwi Juice (FKJ)

pma 05/19

37


dBTechnologies

Paul Panzer mit VIO L212-System von

dBTechnologies

Aktuell ist Paul Panzer mit seinem Programm „Glücksritter – vom Pech verfolgt“ auf

Deutschland-Tournee. Für sein Tournee-Heimspiel in der Kölner Lanxess-Arena stockte

Panzer sein dBTechnologies Line-Array-Tourset mit dem neuesten Line Array-System auf.

Schon seit einigen Jahren setzt Panzer zusammen mit

der Firma Traumland Ton bei seinen Live-Tourneen auf

Audio-Equipment von dBTechnologies. Für den Auftritt vor

heimischer Kulisse und um der Größe der Lanxess-Arena auch

soundtechnisch gewachsen zu sein, installierte Traumland Ton

nun das VIO L212 als Main-PA von dBTechnologies. Das VIO

L212 ist das leistungsfähigste Line Array System im Produktportfolio

des italienischen ProAudio Herstellers. Mit seiner überragenden

Leistung und einer maximalen Coverage macht es die

Verwendung von Delay-Säulen in der Lanxess-Arena überflüssig.

Bei der Produktion der aktuellen Show „Glücksritter –

vom Pech verfolgt“ bespielt Panzer eine klassische Bühne, die

auf einer Seite der Halle aufgebaut war. Als Main-PA hingen in

der Lanxess-Arena 2x 12 VIO L212 plus 3x L210 Module. Für

die tieferen Frequenzen sorgten 8x VIO S218 und 3 VIO S118R

Subs. Als Outfills kamen 2x 12 VIO L210 Module zum Einsatz,

die ebenfalls hängend installiert wurden. Für die Frontfills setzte

das Team von Traumland Ton um Stefan Schäfer auf 10x VIO

L208 Module, von denen jeweils vier liegend auf der Bühne

positioniert waren. Je 2x 3 VIO L208 Modul waren auf den

Subs rechts und links der Bühne platziert.

Das neue VIO L212 ist das Full-Size Line Array von

dBTechnologies für große Beschallungsanwendungen. Das

VIO L212 ist ein voll-aktives 3-Wege-System, welches mit 142

dB maximalem SPL enorme Leistung bietet, jedoch aber eines

der leichtesten Line Arrays seiner Klasse ist. Klanglich sind die

Komponenten des VIO L212, L210 und L2018 perfekt aufeinander

abgestimmt und auch optisch boten die VIO-Komponenten

ein harmonisches Bild. Durch die integrierten FIR-Filter

sind die Übergänge von Haupt-PA zu den Outfills und Frontfills

nicht mehr wahrnehmbar. Mit der überragenden Leistung

des VIO-Systems war eine Abdeckung der kompletten Halle

auf einer Entfernung von bis zu 85 Metern von der Bühne

ohne Delay-Lautsprecher möglich – als Referenzpunkt diente

hier die erste Logenebene der Lanxess-Arena. Auch die Outfills

wurden in ihrer Neigung so ausgerichtet, dass sie perfekt

die Loge rechts und links der Bühne abdeckten.

Im Live-Einsatz ist die Einrichtung des VIO Systems

durch den in den Chassis integrierten RDNet-Anschluss über

die Steuersoftware Aurora Net extrem einfach und genau zu

bewerkstelligen. Durch die Multipin-Lösung von dBTechnologies

wurden alle VIO-Module direkt mit nur einem Kabelstrang

38 pma 05/19


Für die Show in der Lanxess-Arena Köln wurde das Tourset mit einem

Line Array-System von dBTechnologies aufgestockt.

verbunden, der die Stromversorgung, Übermittlung der Audiosignale

und Netzwerkanbindung sicherstellt. Das vereinfacht

die Installation und den Live-Betrieb enorm.

„Wir setzen ja schon seit Jahren auf Systeme aus dem

Hause dBTechnologies und es ist spannend die Entwicklung

der Marke und der Produkte mitzuerleben. Gerade in den

neuen VIO Systeme sind so viele praxisorientierte Features

enthalten, die den Einsatz „On-The-Road“ wirklich erleichtern“,

so Stefan Schäfer von Traumland Ton und seit Jahren

Hauptverantwortlicher für Paul Panzers Live-Sound.

Paul Panzer ist noch bis Juli mit seinem aktuellen Programm

„Glücksritter – vom Pech verfolgt“ in Deutschland live

zu erleben. Ab September startet das neue Programm „MID-

LIFE CRISIS…willkommen auf der dunklen Seite“. Natürlich immer

mit dabei das VIO Line Array-System von dBTechnologies.

Tourdaten und Tickets zu Paul Panzer unter:

www.paulpanzer.de

www.dbtechnologies.com

Das fertig installierte Line Array von dBTechnologies.


Branchenforum

WORK PRO / LMP Lichttechnik GmbH

WORK PRO stellt LightShark LS-Nodes vor

Der spanische Hersteller WORK PRO präsentiert eine neue RDM/DMX Streaming-Range

vor, welche die Industriestandards ArtNet und sACN unterstützt.

Mit den LS-Nodes hat WORK PRO

eine neue RDM/DMX Streaming-

Range vorgestellt, die die Industriestandards

ArtNet und sACN unterstützt.

Die Serie umfasst drei verschiedene

Modelle, die ein (LS-Node1),

zwei (LS-Node2) und vier (LS-Node4)

frei konfigurierbare DMX-Universen

bieten. Die kompakten LS-Nodes entsprechen

dem gleichen Formfaktor wie

die WORK PRO Lichtsteuerung LS-Core

und werden über einen USB-C-Stecker

oder über PoE mit Strom versorgt. Mit

den optionalen LS-AR 19-Rack-Chassis

können bis zu 4 LS-Nodes auf 1 HE in

einem Flightcase montiert werden. Alle

LS-Nodes verfügen über einen integrierten

Ethernet-Switch mit zwei Ports

und sind multiprotokollfähig.

Die LS-Nodes sind voll kompatibel zu den

LightShark-Lichtsteuerungen LS-1 und

LS-Core und können wie diese über einen

Webserver konfiguriert werden. Im Webinterface

lassen sich die DMX-Frame-Rate

(von 15 bis 40 Frames/s), Firmware-Upgrades,

unabhängige RDM/DMX-Port-Routings

(jedes Universum kann unabhängig

zu jedem der RDM/DMX-Ports geleitet werden)

vornehmen und konfigurieren. Die

RDM-Kompatibilität ermöglicht es zudem,

die Konfiguration, Statusüberwachung

und Verwaltung von RDM-fähigen Fixtures

von Lichtpulten aus durchzuführen.

Alle Modelle verfügen über mehrere

Betriebsmodi:

Single-Mode

RDM/DMX zu ArtNet/sACN Transceiver

(LS-Node1 und LS-Node2), konfigurierbar

über das Netzwerk.

Merger-Mode

Hier können die LS-Nodes verschiedene

Universen empfangen (über ArtNet/sACN

oder DMX) und in den gleichen Ausgang

zusammenführen, wobei man zwischen

HTP- und LTP-Merge auswählen kann.

Backup-Mode

Im Backup-Mode können an den LS-Nodes

zeitgleich zwei Konsolen betrieben werden.

Sobald die Primärkonsole ausfällt, schaltet

der LS-Node automatisch auf das Signal

der Sekundärkonsole mit einer maximalen

Latenz von drei Sekunden um.

www.lmp.de

40 pma 05/19


Global Truss GmbH

Global Truss GmbH auf der BAUMA

Vom 8. Bis zum 14. April 2019 präsentierten Hersteller aus der ganzen Welt ihre Neuheiten

und Produkte auf der BAUMA in München. Die BAUMA ist die Weltleitmesse für

Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte.

Mit auf der BAUMA war auch die

Wilhelm & Willhalm event technology

group (WWVT) aus München,

die für die Firma engcon einen

ansprechenden Messestand konzipierte

und umsetzte. Die Messestände

bei der BAUMA befinden sich

meist im Freien, so auch dieser Stand.

Dadurch war bei der Planung besondere

Aufmerksamkeit auf die Windangriffsflächen

zu legen.

Für den Messestand baute

WWVT eine Traversenkonstruktion bestehend

aus F34P Traversen der Firma

Global Truss und integrierte in diese

Konstruktion einen Baucontainer. Die

Traversenkonstruktion diente dazu diverse

Banner und eine LED Leinwand zu

befestigen. Die zu Grunde liegende Statik

für den Messestand wurde vom Büro

für Tragwerksplanung und Ingenieurbau

vom Felde + Keppler erstellt.

„Mit der F34P von Global Truss

hatten wir eine tolles Traversensystem

im Einsatz, das auf Grund einer dickeren

Wandstärke der Gurtrohre im Vergleich

zu Standard F34 eine erhöhte Tragfähigkeit

aufweist. Die breite Systempalette

von Global Truss bietet tatsächlich für jede

Anwendung ein passendes Produkt“,

so Johannes Seiler, Wilhelm & Willhalm

event technology group.

Auch Florian Schaaf, Produktmanager

der Global Truss GmbH, zeigte sich

von dem Ergebnis überzeugt. „Wir freuen

uns, dass Traversen bei Messeständen

und Bühnen mehr und mehr zum Designobjekt

und nicht mehr versteckt werden.

Mit der Qualität und Zuverlässigkeit,

die unsere Produkte bieten sieht das

nicht nur super aus, es ist auch sicher.

www.Global truss.de

www.wwet-group.de

pma 05/19

41


Branchenforum

RCF

Gebetshaus erneuert Audioanlage mit RCF

Die Evangeliums Christen Baptistengemeinde in Paderborn erneuert die Audioanlage

im Gebetshaus mit RCF HDL 10-A Line Array System.

Die Evangeliums Christen Baptistengemeinde

Paderborn ist eine

evangelische Freikirche, die in der

Stadt ein eigenes Gebetshaus betreibt.

Im Rahmen der Erneuerung

der Audioanlage entschied sich die

Gemeinde, zusammen mit dem betreuenden

Audio-Dienstleister Musik Aktiv

Musikequipment GmbH aus Paderborn,

für ein neues Line Array-System

der HDL Serie von RCF. Musik Aktiv testete

mehrere Systeme auf dem Markt

und entschied sich dann für das HDL

10-A als das am besten Passende für

das Projekt. Geplant wurde das System

von der deutschen Abteilung der RCF

Engineering Support Group und installiert

von den Gemeindemitgliedern

in Eigenleistung. Frank Schallenberg,

Inhaber von Musik Aktiv zur Wahl von

RCF: „Wir haben hier RCF vorgeschlagen,

weil wir die sehr kompetente Betreuung

seitens des Vertriebs schätzen.

Ein Punkt, den wir schon bei vielen

anderen Installationen erlebt haben.

Die Ingenieure sind sehr gewissenhaft

und detailorientiert und die Qualität

der Komponenten, ganz gleich welcher

Kategorie, ist sehr hoch. Beim Einsatz

von RCF-Equipment gibt es praktisch

keine Reklamationen oder Reparaturen.

Sollte es schwierige Situationen

geben, gibt einem die Flexibilität der

RCF-Kollegen immer das Gefühl, gut

aufgehoben zu sein.“

Das Gebetshaus der Gemeinde

besteht schon seit 2004, fasst 600

Personen und stellt das Zentrum des

Gemeindelebens dar. Die im Gebäude

zuvor verbaute Audio-Anlage war in

die Jahre gekommen und musste ersetzt

werden. So entschied man sich

für eine komplette Neuinstallation mit

einem modernen Line Array-System

von RCF. Das HDL 10-A ist ein aktives

2-Wege System und wurde als Stereo

Fullrange-taugliches Line Array mit 2x9

Modulen hängend installiert. Da im

42 pma 05/19


Im Gebetshaus Paderborn wurde ein Line Array-System von RCF installiert.

Gebetshaus bereits ein Multicore Kabel

verbaut wurde entschied man sich für

das aktive HDL 10-A System von RCF

und die Erneuerung der Audio-Anlage

stellte kabeltechnisch kein Problem dar.

Die vorhergehende Anlage war mittig

in der Decke installiert. Für das neue

RCF System entschied man sich für eine

klassische Anordnung rechts und links

der Bühne, um eine bessere Abdeckung

zu erhalten. Dazu wurden spezielle Aufhängungen

in der Decke installiert, die

die Line Arrays tragen.

Die Gemeinde setzt in der Liturgie

besonderen Wert auf chorische Unterstützung

der Predigt, also lag ein großes

Augenmerk auf gute Verständlichkeit

und dem hervorragenden Klang an unterschiedlichsten

Positionen des Gebetshauses.

Zusätzlich zur Predigt sind Chöre,

Orchester und andere musikalische Beiträge

eine wichtige Säule der Gottesdienste.

Ebenso werden diese alle mitgeschnitten

und den Gemeindemitgliedern die nicht

teilnehmen konnten als Audiofiles zum

Download zur Verfügung gestellt. Auch

eine Simultanübersetzung des Gottesdienstes

in russischer Sprache ist für die

Gemeindemitglieder verfügbar.

Bei der Installation und der Einmessung

des Systems mussten bauliche

Gegebenheiten wie beispielsweise ein

Balkon berücksichtigt werden. Hier bietet

das HDL 10-A viele Einstellungsmöglichkeiten

hinsichtlich Abstrahlwinkel oder

Coverage, die mit dem RCF Shape Designer

einfach umgesetzt werden können,

die diese Besonderheiten berücksichtigt.

Das aktive System ist extrem zuverlässig,

gerade bei Festinstallationen, und bietet

mit der integrierten, effizienten Digitalendstufe

1400 Watt Peak-Leistung.

www.rcf.it


Ayrton Digital Lighting

Ayrton bei Aufführung des Boston Ballet

dabei

Ayrton und sein exklusiver US-Distributor AC Lighting Inc lieferten gemeinsam mit dem

Lichtausrüster 4wall Entertainment Equipment für die Frühjahrssaison 2018–2019 des

Boston Ballet in Nordamerika und Paris.

Für die Aufführung Full on Forsythe,

einem Trio von Werken des renommierten

Choreografen William

Forsythe, wurden WildSun K25-TC-LED-

Leuchten aus dem Hause Ayrton geliefert.

Das Programm umfasst die erste

Weltpremiere von Forsythes EP Playlist,

die nordamerikanische Premiere von

Blake Works I sowie die Rückkehr von

Pas/Parts 2018. Der Beleuchtungsdirektor

von Boston Ballet, Brandon Stirling

Baker, erklärt, warum er sich für Ayrton

WildSun K25-TC entschieden hat:

„Als Beleuchtungsdirektor von

Boston Ballet bin ich dafür verantwortlich,

die Arbeit von über 100 internationalen

Lichtdesignern in unserem Repertoire

aufrechtzuerhalten. Ich bin immer

auf der Suche nach kreativen Werk-

zeugen und Beleuchtungsgeräten, mit

denen die Designer ihre Vorstellungen

verwirklichen können – aber vor allem

auch nach Geräten, die effizient und

zuverlässig genug sind, um eine einmonatige

Saison gut zu überstehen.“

Er fügt hinzu: „Boston Ballet verwendet

seit über zwanzig Jahren HMI

45-Fresnels, die eine schöne Qualität

von weißem Licht bieten, jedoch nicht

ohne ihre eigenen einzigartigen Auswirkungen.

Ich habe nach dem perfekten

HMI-Ersatz gesucht – ich kam auf Ayrton,

da dies ein Unternehmen ist, das

ich seit vielen Jahren bewundere. Als ich

von den WildSun K-25 TC hörte, wusste

ich sofort, dass dies ein großartiger Ersatz

und auch eine Lösung für das HMI-

Problem sein könnte.“

Ayrton WildSun K25-TC (True

Color) ist eine Weiterentwicklung der

WildSun K25, welche speziell für das

Aufnehmen und Senden in HD-Qualität

entwickelt wurde. Es erzeugt ein extrem

hochwertiges Licht von bis zu

63.000 Lumen ohne Flimmern, eine

perfekt kalibrierte Farbtemperatur von

5700K sowie einen CRI von mehr als 92

und einen Zoombereich von 12 – 60

Grad. Die Lichtstärke kann mithilfe des

elektronischen Präzisionsdimmers fein

eingestellt werden, der Benutzer kann

jeden konzentrischen Kreis einzeln

steuern, um die Leistung anzupassen

oder auch dynamische Effekte zu erzielen.

Die WildSun K25-TC ist die einzige

LED-Leuchte, die in der Lage ist, sich

mit klassischen Fresnel HMI-Leuchten

44 pma 05/19


Branchenforum

(mit 4.000W und 6.000W) in Bezug

auf die reine Leistung zu messen. „Die

Intensität der WildSun ist unglaublich“,

bestätigt Baker. „Nachdem wir viele

Tests mit Herstellern aus der ganzen

Welt durchgeführt hatten, stellten wir

fest, dass die Ayrton WildSun K25-TC-

Leuchte das einzige Gerät ist, das nicht

nur in Bezug auf Intensität, sondern

auch in Bezug auf Klarheit mit dem

HMI 4K mithalten kann.“

Für die Premiere von Full on

Forsythe wurden zwei WildSun K25-

TC-Scheinwerfer direkt über der Bühne

aufgehängt, um das saubere, kaltweiße

Licht, welches mit dem klassischen HMI

Fresnel erzeugt wurde, direkt nachzubilden

und wiederherzustellen.

„Wir konnten auch die Fähigkeit

des WildSun nutzen, um den Fokus,

den Zoom und die Intensität einfach

zu ändern“, erklärt Baker. „So konnten

wir dynamische visuelle Looks kreieren,

die für jeden Tanz einzigartig angepasst

sind, ohne den kreativen Prozess

zu verzögern.“

„Das Ersetzen des klassischen

4-kW-Fresnels durch den Ayrton

WildSun beseitigt nicht nur den altmodischen

und zeitaufwändigen Vorgang

des erneuerten Fokussierens, sondern

ermöglicht es dem Designer zudem,

einen benutzerdefinierten Fokus und

Zoombereich zu erstellen, der für die

szenische Umgebung spezifisch ist.

Diese Möglichkeit, den Fokus auch aus

der Ferne zu ändern, wurde während

des Cueing-Vorgangs in vielen Varianten

genutzt.“ Die WildSun K25-TC-

Scheinwerfer wurden von Jon Gonda

im Boston Ballet mit einer grandMA2-

Konsole programmiert.

„Ayrton WildSun hat ein ästhetisch

schönes Design“, schließt Baker

ab. „Es hat ein klares, elegantes Aussehen

für eine Theaterleuchte, die nicht

nur eine schöne Lichtqualität beitet,

sondern auch optisch als szenische

Idee für jede Live-Aufführung verwendet

werden kann.“

„Boston Ballet ist die einzige

große Ballettkompanie in den Vereinigten

Staaten, die über 50 Moving Lights

in unserem Standardrepertoire hat.

Das Boston Ballet

Ich hoffe und träume davon, dass die

Ayrton WildSun eine dauerhafte Lösung

sein werden, um den HMI-Weißlichteffekt

zu ersetzen – dieser ist nicht nur

auf den vielen Ballettaufführungen, wie

wir hier in Boston aufführen erforderlich,

auch auf internationalen Tourneen

wird er benötigt.“ Full on Forsythe

lief vom 7. bis 17. März im Boston

Opera House mit den WildSun K25-TC-

Scheinwerfern von Ayrton – geliefert

wurden sie von 4wall Entertainment

für diese Weltpremiere. Vom 9. bis 11.

April wechselte man zum Theatre des

Champs Elysees in Paris, Frankreich –

dort wurden die Einheiten direkt von

Ayrton geliefert.

www.ayrton.eu

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CPL

CPL sorgt für Magie im Audi e-tron Video

In Zusammenarbeit mit der Medienproduktionsfirma Second Sight lieferte der

technische Spezialist CPL einen LED-Bildschirm von Roe und einen Medienserver als

kreative Lösung für eine zweitägige Videoaufnahme in den Moorland Studios in

Worcester, Großbritannien.

Das Ziel des ganzen war es, Inhalte

für kommende Audi-Händlerveranstaltungen

bezüglich des Starts

des mit Spannung erwarteten SUV

e-tron zu erstellen – dem ersten Vollelektrofahrzeug

von Audi.

Es begann mit Gesprächen zwischen

Lee Gruszeckyj, dem Projektleiter

von CPL und Guy Shayler von Second

Sight. Die ursprüngliche Idee für das

Shooting war, einen hochklaren LED-

Hintergrund mit Grafiken und Bildern

hinter dem Auto zu platzieren, während

das Studio-Filmmaterial aufgenommen

und kompiliert wurde. Das Team von

Second Sight schlug dann vor, das Licht

der Inhalte auf dem rückseitigen Videodisplay

sowie eine Reihe von tragbaren

Totem-LED-Türmen als Hauptlichtquelle

für die Aufnahmen zu verwenden. Es

war auch ein Gedanke, das Video für

andere interessante Effekte zu verwenden,

wie beispielsweise die Konturen

und markanten Linien des Fahrzeugs mit

Streifen vom Filmmaterial zu bespielen,

um etwas anderes, frisches und optisch

dynamische zu schaffen.

Lee und CPL schlugen dann

die besten Produkte vor, um diesen

Effekt erzielen zu können und eine 3D-

Visualisierung sowie ein Modell in der

Verkleidung zu erstellen.

Nachdem der Plan im Studio

fertiggestellt worden war, installierte

CPL zusätzlich zur Grundbeleuchtung

eine 12 Meter breite und 4,8 Meter

hohe Videowand, die sich aus dem

5-mm-Bildschirm des Roe CB5 zusammensetzte.

Dies erwies sich als ideal,

um alle hochauflösenden 4K-Film- und

Bewegungsgrafikinhalte auszuführen,

die von Second Sight und Audio erstellt

wurden – CPL programmierte die Inhalte

dann auf dem Verkleidungsserver.

In den Studios wurden außerdem

zwei Sets von vier tragbaren Totems

gebaut, die alle mit der gleichen hochwertigen

5-mm-Bildschirmoberfläche

verkleidet waren und jeweils eine Höhe

von 3,6 Metern aufwiesen. Sie wurden

bewegt und positioniert, um die besten

Winkel und Reflexionen am e-tron-Fahrzeug

zu erzielen.

Die Totem-LEDs wurden meist

in einer asymmetrischen Anordnung,

manchmal auch in Blöcken oder versetzt

auf beiden Seiten des Autos platziert. Dies

sollte die coolsten und einfallsreichsten

Looks gewährleisten, während der Videoinhalt

vom hochglanzpolierten Fahr-

46 pma 05/19


Branchenforum

Der Audio e-tron ist der erste vollelektronische SUV des Autoherstellers – das Video wurde mithilfe des technischen Spezialisten CPL gedreht.

zeug „abprallte“ und reflektierte. Unter

Verwendung der Verkleidung konnten

Lee, Guy und das Team das gesamte Videomaterial

über die verschiedenen LED-

Oberflächen hinweg farblich ausbalancieren

und anpassen – durch sorgfältige

Kartierung des Fahrzeugs konnte man das

Material auch neu positionieren, um nur

die besten Effekte zu erstellen.

„Es war ein hochgradig anpassungsfähiges

System, das mehrere Optionen

bot“, kommentierte der Chef der

CPL-Crew, Mike Radford, der den Betrieb

vor Ort überwachte. Es ermöglichte jedem,

effizient zu arbeiten und zahlreiche

verschiedene Effekte aufzuzeichnen, die

nachträglich auch noch weiter verfeinert

und bearbeitet werden können. Das

Hervorheben des Autos mit sorgfältig

fokussierten Videoquellen und der damit

verbundenen Umgebungsbeleuchtung in

Kombination mit minimaler Tastenbeleuchtung

verlieh dem „Master“-Videobild einen

stilisierten High-Tech-Look – außerdem

wurde dem ganzen so Dramatik, Tiefe und

Dimension gegeben.

www.cplav.com

Beim Videodreh wurden die Inhalte komplett von CPL programmiert.

pma 05/19

47


Branchenforum

Feiner Lichttechnik GmbH

ProPlex IQ Tester

Die in Deutschland neu durch Feiner

Lichttechnik vertretene Marke ProPlex

steht für durchdachte und leistungsstarke

Data-Distribution.

Der neue IQ Tester ist hierfür das

beste Beispiel. Hierbei handelt es

sich um den ersten speziell für

die Entertainment-Industrie konzipierten

kompakten Ethernet &

Allround-Tester. Neben den üblichen

DMX-Testfunktionen wie Empfänger/

Sender sowie Timing Analyzer, DMX

Recorder, DMX-Merger und RDM Controller

verfügt der IQ Tester auch über

ein umfangreiches Set an Ethernet-

Funktionen wie einen „Wireshark“-arti-

gen Analyzer sowie Tools für Protokoll-,

PoE- und Bitrate Prüfung. Zusätzlich

stehen Live Stream Monitoring für Art-

Net und ACN zur Verfügung. Der Protokoll-Detektor

erkennt ArtNet, sACN,

MA-Net2, HogNet, HippoNet und

GreenGo. Aktive Geräte werden mit IPund

MAC-Adressen angezeigt.

Man kann den IQ Tester auch als

Ethernet/DMX- Gateway einsetzen. Damit

steht im Notfall oder für Testzwecke ein

Netzwerk-Interface zur Verfügung.

Der zusätzlich verfügbare Timecode-Generator

und Timecode-Empfänger

machen den ProPlex IQ Tester

zum wirklich extrem umfangreich ausgestatteten

All-in-One-Testgerät, das in

keiner Werkstatt sowie bei Event, Tour

oder Inbetriebnahme fehlen sollte.

Das Gerät wurde bereits mit mehreren

Innovationspreisen ausgezeichnet. Der

Vertrieb erfolgt in Deutschland und

Österreich über Feiner Lichttechnik.

www.feiner-lichttechnik.de

Das Hauptmenü des IQ Tester LV Im Menü der DMX/RDM Konfiguration Übersichtliches Display und klare Bildgebung

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Branchenforum

Feiner Lichttechnik GmbH

Multifunktionaler Scheinwerfer

Feiner Lichttechnik präsentiert die mit mehreren Preisen ausgezeichnete Horizont-,

Wash- & Effekt-Leuchte Chroma-Q COLOR FORCE II.

Als einer der beeindruckendsten

linearen LED-Scheinwerfer am

Markt wurde die Chroma-Q Color

Force bereits weltweit von einigen

Top Lighting Designern für eine

ganze Reihe sehr prestigeträchtiger

Shows und Projekte eingesetzt.

COLOR FORCE II ist ein für perfektes

Farblicht optimiertes Hochleistungs-

LED-Washlight, das als Horizontleuchte

für die homogene Ausleuchtung von

Opera-Folien und Flächen dient. Durch

die Kombination von extrem hoher Lichtstärke

und speziell entwickelter Optik

sind 12m hohe Opera-Folien auch bereits

einseitig hervorragend ausleuchtbar.

Entwickelt wurde die COLOR

FORCE II Serie für eine Vielzahl anspruchsvoller

Anwendungen in Theater

und Ausstellungen, Studios sowie bei

Touring und Events. Durch seine Pixelsteuerung

und die große Lichtstärke ist

sie auch flexibel als Effektlicht einsetzbar.

Mit der speziell entwickelten COLORSURE

TECHNIK sichert CHROMA-Q die nötige

Konsistenz an Helligkeit und Farbe der

Scheinwerfer innerhalb einer Serie, egal

wann sie gefertigt wurden.

Aufführung “The Nutcracker” vom Atlanta Ballet (Foto: ©Gene Schiavone)

• Einzelpixelsteuerung in 76mm

Bereichen

• Dynamische Regelung von Farbe

und Farbsättigung (RGBA)

Die Chroma-Q COLOR FORCE II ist in

drei verschiedenen Längen erhältlich.

OPTIKEN:

Alle Modelle können mit sämtlichen

Zubehörteilen geliefert werden,

einschließlich Weitwinkel- und Cyc-

Optiken, die die folgenden ungefähren

Abstrahlwinkel ergeben.

www.feiner-lichttechnik.de

Besondere Merkmale:

• Extrem lichtstark – bis zu 18.600 Lumen

• Farbmischung ab dem ersten Zentimeter

über der Leuchte

• Flexible Entfernung zur Operafolie

Übersicht der Optiken des COLOR FORCE II

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Thema Elation RAYZOR 760 mit SparkLED

Der RAYZOR

760 von Elation

Elation RAYZOR 760 mit SparkLED

Erfrischende Idee – der RAYZOR 760

Auf allen Ebenen unserer Branche ist Kreativität ein Schlüsselelement und beginnt oft

beim Hersteller. Wenn diese innovative Beleuchtungswerkzeuge entwerfen und anbieten

können, die etwas Frisches und Neuartiges bieten, hat der Lichtdesigner größere Chancen,

eine einzigartige Show zu schaffen.

Elation Professional hat vor kurzem

eine innovative LED-Leuchte mit

einem zum Patent angemeldeten

Pixeleffekt vorgestellt. Als das Unternehmen

den RAYZOR 760 im vergangenen

Herbst auf Messen in Europa und

Nordamerika vorstellte, war die Resonanz

der Lichtdesigner auf beiden Seiten des

Atlantiks überwältigend positiv. Jetzt ist

die Leuchte auf dem Markt und wird zur

Ausstattung von Bühnen in Miet- und Installationsumgebungen

verwendet.

Das kompakte Washlight wird von

sieben unabhängig steuerbaren 60-W-

RGBW-LEDs angetrieben und ist das erste

mit Elations innovativem SparkLED-LED-

Pixeleffektsystem. Strategisch platziert in

den sieben übergroßen Frontlinsen befinden

sich 28x weiße LEDs (2W), dedizierte

hochhelle Pixel, die Lichtdesignern

alle neuen Möglichkeiten bieten mit eleganter

Linsenbeleuchtung Effektebenen

zu erzeugen. Dieses neue Effektkonzept

ist einzigartig für den RAYZOR 760 und

gibt LDs Zugang zu einer frischen, unterhaltsamen

und innovativen Art, Interesse

und Tiefe auf der Bühne zu erzeugen.

SparkLEDs können über die Lichtkonsole

gesteuert werden oder von einer Vielzahl

interner FX-Muster.

Der Produktmanager von Elation,

Matthias Hinrichs, war maßgeblich an der

Entwicklung des RAYZOR 760 beteiligt

und sieht eine großartige Gelegenheit für

Designer, mithilfe des neuen Effekts ihre

Lightshows zu ergänzen. Er erklärte: „Wir

wollten ein Washlight mit einer hochwertigen

Farbmischung und einem wirklich

breiten Zoom schaffen, um die Bühne effektiv

einzufärben, aber auch einen Strahleneffekt,

der großartig aussieht. Wir haben

uns gefragt, wie wir das meiste aus

dem Gerät herausholen können und arbeiteten

mit der Idee eines sekundären Layer-

Effect, der als verstärkender Glitzereffekt

auf dem Fixture-Face oder als eigenständiger

Effekt fungieren kann. Große Flächenleuchten

sind zu oft toter Raum, wenn

sie nicht verwendet werden. Durch den

Einsatz der SparkLED-Technologie haben

wir den Designern die Chance gegeben,

50 pma 05/19


Elation RAYZOR 760 mit SparkLED Thema

Der Auftritt der Band Maroon 5 während der Super Bowl Halftime-Show.

Links: Der RAYZOR 760 verfügt über sieben Frontlinsen.

diesen Raum mit etwas Inspirierendem zu

füllen.“ Mit einem superbreiten Zoom von

5 – 77 Grad kann der RAYZOR 760 einen

intensiven und gut definierten Airbeam

von über 8.000 Lumen erzeugen, welcher

auf jeder Bühne hervorsticht und sich dann

außergewöhnlich weit ausbreitet – das erzielt

eine gleichmäßige Abdeckung durch

das Washlight RAYZOR 760.

Der neue visuelle Effekt bietet neben

einem kraftvollen Wash-Effekt und

verbesserten Effektmöglichkeiten eine

kontinuierliche Schwenk- und Neigedrehung.

Sie ermöglicht eine variable Geschwindigkeit

von langsamen bis hin zu

extrem schnellen Bewegungseffekten.

Durch die Kombination der starken Leistung

mit SparkLED und der Nutzung der

360-Grad-Bewegung ergeben sich vielfältige

Gestaltungsmöglichkeiten, angefangen

bei mittleren Airbeam oder breiten

Bühnen-Washes über dynamische Rotationseffekte

bis hin zu subtileren Optiken

für die Stimmungserzeugung – und das

sowohl außerhalb als auch vor Kameras.

Der RAYZOR 760 wurde Anfang des Jahres

auf der Super Bowl Halftime-Show

erfolgreich „Probe gefahren“. Der Lichtdesigner

Bob Barnhart verwendete 45

Scheinwerfer, um den Himmel während

des Auftritts von Maroon 5 einzufärben.

Benoit Richard verwendet den Scheinwerfer

als Anker seines Lichtdesigns für

die Tour des amerikanischen Sängers Rob

Thomas – dort wurde es als einfaches

Washlight und als Spezialeffekt-Leuchte

eingesetzt. Und auch Veranstaltungsorte

wie das Legends Casino Event Center in

Washington, USA, empfinden die Vielseitigkeit

des RAYZOR 760 bei Live-Auftritten

in einer anstrengenden Saison als

einen großen Segen. Eine IP65-Version

(der Proteus RAYZOR 760) ist ebenfalls

erhältlich, damit Designer die Fähigkeiten

im Freien nutzen können, ohne sich Gedanken

über das Eindringen von Wasser

oder Staub machen müssen. Der RAYZOR

760 wiegt lediglich 11 kg und ist weltweit

die erste LED-Wash-Effektleuchte

mit Schutzart IP65 sowie kontinuierlicher

Schwenk- und Neigedrehung.

www.elationlighting.com

Der RAYZOR

760 während

der Super

Bowl Halftime-

Show

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SPECIAL 20 Jahre pma

52 pma 05/19


20 Jahre pma SPECIAL

Und Unsere Zeitreise ins Jahr 1999 wird fortgesetzt!

In unserer Ausgabe 3/99 hatte man sich auch den jungen Lesern zugewandt: Eine Übersicht an Ausbildungen

in Medienberufen wurde ausgearbeitet und abgedruckt. Es wurden zusätzlich noch die Adressen und Profile

von Unternehmen und Ausbildungsstätten für diese Berufe mit eingebracht.

In der aktuellen pma-Ausgabe finden Sie:

In der dritten Ausgabe des pma-Magazins aus dem Jahr 1999 wurde auf dem Titel groß die Bruce

Springsteen-Tour präsentiert. In der damalig neuen Kölnarena spielte Bruce Springsteen & The E-Street-

Band vor 18.000 Fans.

Wir haben uns diesen Beitrag genauer angesehen – und welche Rolle unser Fotograf Ralph

Larmann dabei spielte.

© Shutterstock

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SPECIAL 20 Jahre pma

RETROSPEKTIVE – 20 JAHRE PMA-MAGAZIN

Eine Welttournee

auf dem Cover

Bruce Springsteen ist einer der kommerziell erfolgreichsten Rockmusiker überhaupt –

mehr als 60 Millionen Alben hat er allein in den Vereinigten Staaten verkauft, weltweit

sind es (inklusive DVDs) um die 130 Million. Als Bandleader der E Street Band startete

er am 9. April 1999 eine große Welttournee.

Er gilt, zusammen mit der E Street

Band, als DER Rockmusiker, Oscarund

Tony-Award-Preisträger und

räumte zwanzig Grammys ab. Die

Rede ist von Bruce Springsteen. In seinen

Songs geht es meist um das amerikanische

Alltagsleben, sein Spitzname „The

Boss“ entstand in den 1970er Jahren, als

er seinen Bandmitgliedern nach Auftritten

die Gage in bar ausbezahlt hatte. In

der pma-Ausgabe 3/1999 war Springsteen

auch ein großes Thema – durch seine

Welttournee schaffte es der US-amerikanische

Rockmusiker auf das Cover. Das

vierte Konzert fand in der damalig neuen

Kölnarena statt, welche am Abend des

15. April 1999 mit 18.000 Fans komplett

ausverkauft war. Um in einem grandiosen

Konzert alle Register ziehen zu können,

hatten er und seine E Street Band circa

60 Songs geprobt. Der damalige Mitbegründer

und Mitinhaber der Soundcompany

Audio Analysts, Albert Lecesse,

nahm sich in Köln ausreichend Zeit, um

so kompetent wie möglich über das Tour-

Equipment zu informieren. Unser bereits

bekannter Fotograf Ralph Larmann war

vor Ort und steuerte zu dem Beitrag nicht

nur Fotos bei – auch der Text wurde von

ihm geschrieben.

54 pma 05/19


20 Jahre pma SPECIAL

Er befasste sich hauptsächlich

mit den Themen Beleuchtung, Rigging/

Bühne und Beschallung – also das, was

bei einem Konzert oder einer Tournee am

Wichtigsten ist. In unserer pma-Ausgabe

3/19 kann man übrigens ein Interview

mit unserem Fotografen Ralph Larmann

im Zuge des 20-jährigen Jubiläums des

pma-Magazins nachlesen.

Text: Lisa Schaft

Fotos: Ralph Larmann

RALPH LARMANN

Seit bereits 28 Jahren ist Ralph Larmann der Mann, der

uns wunderschöne Bilder für unsere Titelstories liefert.

Auch für die Titelstory in der aktuellen pma-Ausgabe

5/19 hat er uns wieder tolle Fotos geliefert. Mitte der

80er Jahre fing er an zu fotografieren – verbunden mit

seinen ersten journalistischen Arbeiten für Musikermagazine.

Zum Journalismus und der Fotografie kam

er durch sein großes Interesse an Musikern, er selbst

spielt Schlagzeug und lässt sich auch gerne von den

Musikgrößen inspirieren. Im Jahr 1993 veröffentlichte

Larmann seinen ersten Bildband zum Konzert gegen

Rechte Gewalt „HEUTE DIE! MORGEN DU!“, darauf

folgte 1995 der Bildband „10 JAHRE ROCK AM RING“.

Wir als pma-Redaktion sind stolz, Ralph Larmann auch

weiterhin als Fotograf in unserem Team zu haben!

© Anke Larmann

Unsere pma-Ausgabe 3/19 ist im Online-Shop

von PPVMEDIEN erhältlich!

Du bist Schüler / Student?

Mit einer Schulbescheinigung erhältst

du das pma Magazin 30 % günstiger,

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Thema Master Tour App

Master Tour App

Auf Tour immer app-to-date

Planung, Kommunikation und das Delegieren der Abläufe von Veranstaltungen sind ein zeitaufwändiges

Unterfangen und verlangen vom Eventplaner und Produktionsleiter äußerst

strukturiertes Arbeiten, damit alle Beteiligten an einer Produktion immer auf dem identisch

aktuellen Stand sind. Die Software-Entwickler aus dem Hause Eventric haben hierzu mit

Master Tour ein nützliches Helferlein entwickelt, das genau diese Aufgabe übernimmt.

Integrierte Metadatenbank bekannter Venues (International).

Vorbei die Zeit dicker Tour-Rider und

seitenweise Ausdrucke zu sich ständig

ändernden Tagesdispositionen,

Hotelunterkünften, Kontaktlisten etc.

Der digitale Wandel hat längst auch in

den Rock´n Roll Einzug gehalten. In 2019

kommuniziert man auch in der Touring- &

Event-Branche via App. In den USA und den

UK bedienen sich Eventplaner, Kommunikationsagenturen,

Tour Manager, Künstler,

Produktionsleiter & Crew bereits seit einigen

Jahren derartiger SaaS-Applikationen (Software-as-a-Service).

Einer der Marktführer ist

das 2009 gegründete, auf Live Event und

Tour Management spezialisierte Software-

Unternehmen Eventric aus Chicago. In der

aktuellen Version Master Tour 3.0 bietet das

Unternehmen derzeit eine bedienerfreundliche

Anwendung (Version Pro & Custom)

aus strukturierter Planungsebene, Produktionsbuchhaltung,

Reisedetails mit Google-

Maps-Integration in Kombination mit einer

kostenfreien Kommunikationsschnittstelle

(Mobile App) sowie integrierter, lernfähiger

Datenbank. Daneben stehen aber auch noch

sinnvolle Features wie das Erstellen und Verwalten

von Set- & Gästelisten sowie ein persönliches

Filofax zur Verfügung. Über diese

kostenfreie Master Tour Mobile App (IOS /

Android) werden sämtliche an der Produktion

Beteiligten in den Informationskreislauf

eingebunden. Wird etwas auf der Planungsebene,

sprich in der Desktop-gestützten Pro

Version geändert, werden sämtliche gekoppelten

Mobilgeräte (Crew / Künstler / Tour

Manager etc.) automatisch synchronisiert.

Darüber hinaus lassen sich aus Master Tour

auch Kurzmitteilungen verschicken.

Die Oberfläche und Bedienung in

Master Tour (MacOs und Windows ) ist

ohne jegliche Einarbeitungsphase oder

Manual übersichtlich und nachvollziehbar

gestaltet. Die Datenbank verfügt bereits

über die Metadaten der bekanntesten Veranstaltungs-Locations

weltweit. Darüber

hinaus können aber auch bis dato nicht

erfasste Veranstaltungsorte nebst aller

Daten angelegt werden. Über den Suchmodus

können diese Informationen zum

Venue direkt in das Produktionsprojekt

übernommen werden, was beispielsweise

die geographische Lage, Anfahrt (mit inkl.

Google Maps-Implementierung), Kapazität,

Kontaktdaten, Reisedistanzen u.v.m.

anbelangt. Ebenso ist die Integration von

Bild- und Grafikdaten dabei möglich.

Im Bereich Accounting lassen

sich sämtliche Einnahmen / Ausgaben,

die prozentuale Venue-Auslastung, Ticketing,

Vorverkäufe / Abendkasse oder

die täglichen Umsätze im Merchandising

erfassen, um hier nur einige Details zu

nennen. Und all dies natürlich in jeder

gewünschten Landeswährung. Selbst

die Hinterlegung von Tourpässen für das

tägliche Pass-Sheet oder Details zur Local

Crew, wie beispielsweise gewerkschaftliche

Vorschriften eines Landes (Union),

Vermerke und Gebühren, ist in Master

Tour möglich. Mittlerweile wird die Software

seitens der Verantwortlichen von

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Master Tour App Thema

Tourübersicht mit Untermenü zum jeweiligen Showtag

Der Showtag in der Übersicht (Mobile App-Ansicht)

Produktionen wie Metallica, Bon Jovi und

Bruno Mars eingesetzt, um hier mal die

prominentesten Anwender anzuführen.

Wir selbst sind momentan mit

NENA auf ausgedehnter Festival Tour

unterwegs und die komplette Information

funktioniert bereits seit über einem

Jahr nur noch über Master Tour. Derzeit

stehen wir bereits in Vorbereitung für

die Tour von Moses Pelham, geplant für

das Frühjahr 2020 und haben bereits

sämtliche Termine dafür in Vorbereitung.

Wahlweise hat man die Möglichkeit

Master Tour im monatlichen Abo zu

verwenden oder aber sofern der Bedarf

vorhersehbar ist im Voraus auf das Jahr

vergünstigt zu beziehen.

Prinzipiell lässt sich diese Software

für jede Art von Veranstaltung verwenden

und ist als „must have“ eine lohnende Investition

für alle individuellen Anwender wie

Produktionsleiter oder Tour Manager aber

auch für Großprojekte von Kommunikationsagenturen

mit breiter Entscheidungsebene

in der Multilizenz-Team-Version denkbar.

Text: Ray Finkenberger-Lewin

Fotos / Grafiken:

Ray Finkenberger-Lewin

Das Tour-Routing in direkter Anbindung zu Google Maps

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Thema Die „SaMTV Unplugged – live”-Tour

Die „SaMTV Unplugged live”-Tour

Ein Rückblick als Meilenstein

Der 41-jährige Musiker Samy Deluxe zählt spätestens seit seinem 2001 erschienen Solo-

Album „Samy Deluxe“ zu einer festen Größen im deutschsprachigen Hip-Hop. Auf der

„SaMTV Unplugged – live“-Tour zieht er alle Register: Rappen, Singen, Freestylen und Beatboxen.

Zu hören gibt es komplett neu arrangierte Klassiker und nie live gespielte Songs.

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Die „SaMTV Unplugged – live”-Tour Thema

© Ralph Larmann

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Thema Die „SaMTV Unplugged – live”-Tour

Echte Texte, schöne Farben, stimmungsvolles Licht – auf der „SaMTV Unplugged – live”-Tour gibt Rapper Samy Deluxe auf der Bühne alles.

Auch bekannt unter den Namen

Samsemilia, Wickeda MC, The Big

Baus oft he Nauf oder auch Herr

Sorge verarbeitet Samy Deluxe sein

Leben in seinen Texten. Thema für ihn

ist auch seine afrodeutsche Herkunft,

sein Vater kommt aus dem Sudan, und

seine Kindheit in Hamburg-Eppendorf

ohne leiblichen Vater und sein weiteres

Leben bis heute.

Zu Beginn rappte der Musiker noch

auf Englisch, wurde später aber erst durch

Rap und Gesang auf Deutsch bekannt und

war Inhaber des Labels ‚Deluxe Records‘.

Seine ersten Bühnenerfahrungen machte

Samy Deluxe mit der Band „No Nonsens“

und kleineren Auftritten im Hamburger

Hafen. Seinen Künstlernamen fand Samy

Deluxe durch eine Platte von Felix De Luxe.

Seine jahrelange Arbeit in der

Musikszene machte sich für Samy Deluxe

bezahlt: mit über einer Million verkauften

Tonträgern ist er einer der kommerziell

erfolgreichsten deutschen Rapper.

Nach dem MTV Unplugged-Konzert im

April 2018 auf der MS Bleichen, einem

Museumsschiff, schoss auch die dazugehörige

Produktion (veröffentlicht im

August) „SaMTV Unplugged“ auf Platz

Zwei der deutschen Album-Charts. Seit

Ende März 2019 läuft die „SaMTV Unplugged

– live“-Tour, die in verschiedenen

Städten stattfindet.

Eine Tour als Rückblick

Die „SaMTV Unplugged – live“-Tour ist der

Ausdruck eines Rückblicks von Samy Deluxe

– auf die Karriere als Rapper. Bei dieser

Ausnahmeshow geben sich Wegbegleiter

aus beiden Jahrzehnten seiner Karriere

das Mic in die Hand. Klassiker werden neu

aufgezogen und gemeinsam performt,

als auch noch nie live gespielte Songs des

41-jährigen Musikers. Einige der Songs erzählen

seine Geschichte, andere hat er für

wichtige Personen aus seinem Leben geschrieben.

Seinem Sohn widmete er zum

Beispiel „Superheld“, „Doppelt VIP“ oder

„Papa weint nicht“.

Und auch das soziale Engagement

ist ein großer sowie wichtiger Faktor im

Leben des Musikers: Mit anderen Musiker-

Kollegen, vor allem afrikanischer Herkunft,

veröffentlichte er die Alben „Lightkultur“ im

Jahr 2001 sowie „Am I My Brother’s Keeper“

2005, um auf Missstände in Bezug auf Migranten

und Rechtsextremismus aufmerksam

zu machen. Zusätzlich dazu drehte er

den Werbespot zum Welt-AIDS-Tag unter

dem Motto „Gemeinsam gegen AIDS“. Zusammen

mit Julia von Dohnanyi rief er das

Projekt „Crossover“, ins Leben, bei dem er in

Workshops mit Kindern und Schülern Musik

macht. Dies sollte vor allem die Integration

der Schüler aus verschiedenen Schulen und

Gesellschaftsschichten fördern. Im Rahmen

der Kampagne „iCHANCE“, die vom Bundesverband

Alphabetisierung und Grundbildung

durchgeführt wird, spricht er sich

gegen Analphabetismus aus und möchte

Betroffenen damit Mut machen und ihnen

zeigen, dass sie Unterstützung bekommen.

Die Bühne des Meilensteins

Während der Tour „SaMTV Unplugged

– live“ performte Samy, gemeinsam mit

dem DLX-Ensemble, auf einer großartig

arrangierten Bühne. Hinter der Band und

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Die „SaMTV Unplugged – live”-Tour Thema

© Ralph Larmann 2x

Lichtdesigner Bertil Mark hat auf der Wand hinter dem DLX-Ensemble und Samy Deluxe Schreibtischlampen befestigt – ein raffiniertes Bühnendesign.

der Fläche, auf der Samy Deluxe seine

Werke zum Besten gibt, steht keine LED-

Wand – es ist eine normale Wand, auf

die der Licht- & Setdesigner Bertil Mark

Schreibtischlampen angebracht hat. Er

kann sie einzeln ansteuern und formt so

während der Show unterschiedliche Bilder

und Eindrücke. Wenn die Schreibtischlampen

nicht leuchten, wirft Bertil Mark Projektionen

auf die Wand: Das Logo der

Unplugged-Tour, verschiedene Formen

und Farben. Neben der Lichtinstallation

über und auf der Bühne ist diese Wand

ein richtiger Eyecatcher und begeistert mit

abwechslungsreichen Eindrücken.

Das Setdesign wurde von Bertil

Mark entwickelt, einem deutschen Licht- &

Bühnendesigner, welcher durch verschiedene

Show- & Lichtdesigns für mehrere

Künstler, wie beispielsweise Helene Fischer,

Nena, Sportfreunde Stiller, Farin Urlaub,

Clueso, Jan Delay und viele weitere bekannt

ist. Neben dem Licht- & Setdesign

ist Bertil Mark noch als Musikproduzent,

Schlagzeuger sowie auch als Percussionist

tätig, unter anderem für Thomas D. Er war

ebenfalls an den DVD- und Fernsehproduktionen

von Unheilig und "Sportfreunde

Stiller Unplugged" beteiligt. Bertil Mark ist

eine feste Größe im Bereich Lichttechnik

und Design, gewann 2012 den OPUS-

Award für das Licht- & Bühnendesign der

„Letzte leise Reise“-Tour der Sportfreunde

Stiller. Ihm ist wichtig, dass die Kreativität in

seinem Beruf genügend Raum hat, um umgesetzt

zu werden. Auf dem ehemaligen

Pferdehof, auf dem er seit 1999 lebt, hat

er sein Tonstudio eingerichtet, in welchem

er seine ersten Klangexperimente gemacht

hatte – der Grundstein für seine Karriere als

Musikproduzent.

Bertil Mark ist facettenreich, ein

kreativer Kopf – das beweist er auch beim

Setdesign auf der „SaMTV Unplugged –

live“-Tour. Wir haben uns mit ihm über

sein raffiniertes Lichtkonzept für die Show

von Samy Deluxe und seine Unplugged-

Tour unterhalten.

pma: Herr Mark, wie kam die Zusammenarbeit

mit dem Team um Samy

Deluxe für seine Tour zustande?

Bertil Mark: In der deutschen Musikszene

sind ja alle irgendwie befreundet.

Ich selbst arbeite auch mit Jan Delay &

Disko no.1 und den Beginnern zusammen.

Bei den letzten Beginner-Touren

war Samy Deluxe ein Teil davon, da sie

viele Songs in den letzten 20 Jahren gemeinsam

geschrieben haben. Er hat Solo

gespielt und sie haben immer zusammen

performt. Durch diesen Umstand

hatten Samy und MD Thorsten ‘Hasy‘

Haas mich angesprochen, ob ich mir

denn vorstellen könnte, für seine Tour

etwas zu "basteln". Als ich dann das erste

Mal die Umsetzung von seinem Unplugged

gehört habe, war ich sofort

total begeistert. Er hat eine ganz tolle

Hip-Hop-Album-Zeitreise geschaffen.

pma: Woher kam die Idee für das Set-

Design? War Samy Deluxe selbst auch

beim Design mit involviert?

Bertil Mark: Obwohl es akustische Musik

ist, sind die Arrangements sehr frisch gewesen,

um nicht zu sagen neuzeitlich. Bei

Unplugged denkt man meist, dass es nur

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Thema Die „SaMTV Unplugged – live”-Tour

wir sind also so gesehen eine große

Familie, die das dann jeden Tag erneut

auf die Bühne bringt. Da war sehr viel

Kreativität am Start und so ist dann

letztendlich diese Live-Tour und die dazugehörige

Show entstanden.

Hinter dem Rapper und dem DLX-Ensemble leuchten die Schreibtischlampen auf.

mit Akustikinstrumenten "altbacken" wirkt,

weil viele sich im Hip-Hop-Genre keine

große Live-Band während eines Auftritts

vorstellen kann. Eigentlich kennt man von

aktuellen Hip-Hop-Konzerten nur einen DJ

den man vor Augen hat, der Platten cuttet

und vielleicht noch einen Instrumentalisten.

Samy hat es, gemeinsam mit seinem

musikalischen Leiter Thorsten "Hazy"

Haas, geschafft eine moderne und zeitgemäße

Umsetzung zu entwickeln und das

hat mich dann auch wirklich inspiriert,

eine Kombination aus Old-Fashion in das

Set-Design einzufügen. Glühlampen zum

Unplugged Crew

Licht-Stagedesign-Projektionen & mehr: Bertil Mark

Licht Crew-Chef: Rouven Diedrich

Lichttechniker: Dino Richter, Andreas Schimke

Produktionsleitung: Olaf Heyer

Tourmanager: Sebastian Winkler

Tourmanager Assistent: Moritz Schäfer

Sound FoH: Kaspar „Tropf“ Wiens

MD: Thorsten “Hasy” Haas

Booking: Buback Tonträger GmbH

Monitor: Jens Nonnewitz

Sound-Crew: Jan Peters

Backline/Stage Manager: Simon “Ponce” Wantula

Backline-Tech: Thomas Holdgreve

Ausstatter: Licht Equipment & Video

Projektor: PRG Germany

Trucking: Rock’n’Roll Trucking Transport GmbH

Beispiel sind für mich Unplugged, eine

schöne warme und wohlige Atmosphäre

zu kreieren mit aktuellen Licht-Fixtures -

LEDs, Stroboskope, Washes und so weiter.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, eine stimmige

Kombination für das Set-Design zu

finden und zusammenzustellen. Dadurch

entstand die Idee für diese Wand, die

man ja hinter Samy Deluxe und seinem

DLX-Ensemble sieht – wir hatten vor, diese

Wand auch ganzheitlich zu bespielen,

deswegen kam noch die Projektor-Ebene

mit dazu. Projektion ist ja auch Licht. Ich

wollte die Möglichkeit haben, das Design

in allen Facetten gestalten zu können, mit

allem was dazu gehört. Ich konnte mir

das sofort alles super vorstellen und von

da aus, habe ich das Set- und Bühnendesign

weitergeführt. Samy war nicht im

Detail involviert, er hat mir komplett freie

Hand gegeben.

Dadurch das bei den gemeinsamen

proben erst finale Arrangements

entstanden sind, haben wir jeden Tag

an der Show intensiv gearbeitet und sie

weiter entwickelt. Dieser Prozess hat

sehr viel Spaß gemacht. Die Band heißt

ja auch "DLX Ensemble", da gehört auch

der Tonmann dazu und die Backliner –

pma: Wie gehen Sie während der

Tour bzw. während der Shows beim

Design vor?

Bertil Mark: Mein Instrument, das ich dazu

beisteuere, ist nun mal das Licht oder

wie in diesem Fall auch das Lichtpult. Das

Pult ist einfach gesagt, nur ein Controller,

der schickt Daten raus und man kann sie

dann weiterverarbeiten. Es gibt ein Video-

Effekt-Gerät, das heißt Video Dust, das

hab ich zum Beispiel eingesetzt, um auch

die Musik visuell darstellen zu können.

Heißt, was die Band gespielt hat, konnte

ich dadurch graphisch auch abstrakt wiedergeben,

sie haben also durch ihre Musik

das Bühnenbild mit modelliert. Dadurch

wurde ein schönes Gesamtbild von Musik,

Licht und Technik, die da zusammenkommt,

geschaffen – das alles in einem

"unaufgeregten", ruhigen Kontext. Man

nimmt das nicht so direkt wahr, sondern

es entsteht ein schönes emotionales Ganzes

dabei. Da ich auch mit "performe", verlaufen

Änderungen von der Setlist eventuell

auch etwas flüssiger, weil ich diese

ganzen Spielmittel in Echtzeit modulieren

kann und immer auf die Geschehnisse auf

der Bühne direkt eingehen kann. Das mache

ich alles organisch, live mische ich das

alles zusammen. Hat man sich dann aufeinander

"eingegroovt", wird es stimmungsvoll

und man bekommt gar nicht mit, dass

dabei sehr viel Technik mit involviert ist.

Das tritt in den Hintergrund während der

Show und das ist das Schöne daran.

Dies war auch ein bisschen das

Konzept, wir wollten auch bewusst die

Technik verstecken. Unter dem Set und

dahinter sind Scheinwerfer und Lampen,

die sieht man als Zuschauer so gar nicht.

Wir haben sogar Monitorboxen eingepackt.

Es ging eher darum, dass man

nicht unbedingt die Technik zeigt. Hier

geht es mehr um die Atmosphäre und wir

62 pma 05/19


© Ralph Larmann 2x

Samy Deluxe erzählt auf der Bühne seine Geschichte: Vergangenheit und Gegenwart und von seinen Freunden, die ihn bis heute begleitet haben.

haben es geschafft, einen Raum zu kreieren,

der mit uns auf der Tour mitgereist

ist. Diese Identität der Show konnten wir

auch jeden Tag schön umsetzen.

Samy Deluxe & die Tour

Während seiner Tour wird Samy Deluxe

von einer Band begleitet, die das Erlebnis

„Unplugged live“ noch beeindruckender

macht. Und auch das Bühnenbild

lässt keine Wünsche offen: Auf der LED-

Wand, hinter der Band und hinter dem

Rapper Samy Deluxe, wurden Schreibtischlampen

installiert. Eine extravagante

Alternative zu einer normalen LED-Wand,

die ein regelrechter Blickfang ist. Neben

den Schreibtischlampen, die Bertil Mark

einzeln ansteuern kann, spielt er mit einem

Projektor unterschiedliche Bilder auf

die Wand – bunte Farben, verschiedene

Formen und auch das Logo der Tour:

„SaMTV Unplugged live“.

Die Fans sind begeistert, von Samy

Deluxe, den Gastauftritten seiner Wegbegleiter

sowie von der Live-Band und den

wirklich außergewöhnlichen Lichteffekten

und Projektionen. Man merkt Samy

Deluxe an, dass er es genießt, vor seinen

Fans zu stehen und seine Meisterwerke

zum Besten zu geben – auch unplugged.

Er feiert gemeinsam mit der Band und

seinen Fans und auch mit den Künstlern,

die als Gäste die Bühne mit ihm teilen.

Bertil Mark fährt die Lichtshow

auf einer grandMA3-Konsole, mit einer

speziellen Software verbindet er Live-

Musik und Lichtsteuerung.

Die Tour von Samy Deluxe hielt

in unterschiedlichen Städten, mitunter

auch in Dortmund, Wiesbaden, Würzburg,

München und Bremen. Letzte

Station war die C-Halle in Berlin – hier

endete „SaMTV Unplugged – live“ des

Rappers. Während der Tour, auf der er

seine Fans und Wegbegleiter mit auf

eine Reise in die Vergangenheit nahm,

bewies Samy, dass er vollkommen zu

Recht ein Urgestein der deutschen Musikgeschichte

ist und auch nach den

vielen Jahren immer noch das Publikum

begeistern kann. Eine Mischung aus

grundehrlichen Texten, verschiedenen

Gastauftritten und das Aufleben alter

Songs sorgte, gepaart mit der ausgefallenen

Bühnenshow, für ein unglaubliches

Erlebnis für seine Fans. Nicht zuletzt

auch durch die großartige Arbeit

von Licht- & Setdesigner Bertil Mark, der

mit seinen kreativen Ideen die Bühne zu

einem Blickfang machte und mithilfe

von Effekten, Projektionen und dem

stimmungsvollem Licht dafür sorgte,

dass man diese Tour so schnell nicht

wieder vergisst.

Text & Interview: Lisa Schaft

Fotos: Ralph Larmann

Samy Deluxe Unplugged

Fixture Count Flown

21xGLP S350

24xGLP X4s

2xPRG BestBoy FollowSpot

7x4 Lite Blinder

Fixture Count Floor

22xGLP X4 Bar 20

30xGLP JDC1

6x GLP S350

Intercom GreenGo / Riedel Bolero

2xMDG

1x grandMA3 und 2x Replay Unit und Nodes

1x Catalyst Media Server v6

1x Thundering Jack Videodust

72x Pixar Glühlampen

Projektor

(HDF-W30 FLEX (30.000 lm / WUXGA / inkl. Warp

Funktionen), Barco DLP-Projektor)

pma 05/19

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Special Audioeffekte

Der Ton macht die Musik

Audioeffekte sind in der digitalen Welt längst keine Mangelwahre mehr. Aber trotz der

großen Flut an Effekten sollte man sich ganz genau überlegen, wie viel Effekt ein Mix

braucht und verträgt.

Digitale Mischpulte bieten heute

viele integrierte Effekte. Große und

doch oft nur knapp bestückte Sideracks

findet man heute kaum mehr.

Sollte die Effektflut moderner Digitalmixer

trotzdem einmal nicht ausreichen, sei

es aufgrund der Quantität, Qualität oder

der Funktionen, gibt es die Möglichkeit

Effekte aus der Box, also aus dem Rechner

zu nutzen. Mit modernen digitalen

Interfaces – und deren geringen Latenz –

werden Laptops zu High-End-Sideracks.

Auch wenn man inzwischen nicht mehr

überlegen muss, wie man seine knappen

Effekt-Ressourcen sinnvoll verteilt,

sollte man sich doch Gedanken darüber

machen, welche Effekte wirklich sinnvoll

sind und was man sich getrost sparen

kann. Das jeder Kanalzug im Digitalmixer

einen Komperssor und ein Noise-

Gate bietet, bedeutet noch lange nicht,

dass man diese auch einsetzen muss –

man möchte seinen Mix ja nicht kaputtoptimieren.

Wie Effekte sinnvoll einge-

setzt werden und wie sie sich auf den

Sound auswirken, haben wir im Folgenden

zusammengefasst.

Sound, wie von CD

Eigentlich soll ein PA-System doch nur

den Sound der Musiker auf der Bühne

möglichst natürlich wiedergeben, auf

der anderen Seite erwartet aber der

Zuhörer dass es so klingt, wie auf der

im Studio eingespielten CD. Die Kunst

des Tontechnikers besteht nun darin,

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Audioeffekte Special

Bodeneffekte können auch vom Musiker selbst gesteuert werden

mit den ihm zur Verfügung stehenden

Mitteln diese Brücke zu bauen. Seine

Werkzeuge sind dabei u.a. die Effekte,

die das von der Bühne kommende Signal

so bearbeiten sollen, dass es wie das im

Studio aufgenommene klingt.

Dabei übernehmen Effekte nicht

nur die klangformenden Aufgaben, sie

erweisen sich außerdem noch als technische

Helfer um beispielsweise Feedbacks

zu vermeiden oder einem eher

zaghaft klingenden Mix den nötigen

Druck zu verleihen. Die dabei eingesetzten

Effekte lassen sich in folgenden

Gruppen zusammenfassen:

Dynamische Effekte

Dynamische Effekte beeinflussen die

Lautstärke des Signals. Dazu gehören

z. B. Kompressoren, Limiter, Gates, Hiund

Low-Pass-Filter

© Shutterstock 2x

Modulations-Effekte

Modulations-Effekte verändern die Tonhöhe

des Signals. In dieser Gruppe finden

wir Effekte wie Chorus, Flanger, Phaser,

Vocoder, Pitch-Shifter, Harmonizer und

Auto-Pitch-Correction

Raum-Effekte

Raum-Effekte sind Signalwiederholungen

in bestimmten und zeitlichen Abständen.

Diese Gruppe beinhaltet z.B. Echo (Delay),

Hall (Reverb) und den Doubling-Effekt

Klangverändernde Effekte

Effekte dieser Gruppe wirken sich direkt

auf den Klang des Signals aus. Dazu

gehören z. B. der Equalizer, Verzerrer,

Expander sowie Exciter und Wah-Wah.

Signal Flow

Um den Studio-Sound auch unter Live-

Bedingungen reproduzieren zu können,

muss man den gesamten Signalweg (Signal

Flow) unter die Lupe nehmen. Dies beginnt

bereits mit der Signalabnahme auf

der Bühne und endet mit der Signaloptimierung

(DSP-Steuerung) für das zum

Einsatz kommende Lautsprecher-System.

Welche Geräte und Effekte auf

dem Weg des Signals von der Bühne bis

zur Wiedergabe durch die Lautsprecher

zum Einsatz kommen können, haben

wir für euch etwas genauer unter die

Lupe genommen.

Ob ein Instrument oder eine

Stimme „gut klingt“, entscheidet sich oft

bereits bei der Signalabnahme auf der

Bühne. Deshalb sollte man besonders

darauf achten, dass möglichst hochwertige

Mikrofone und DI-Boxen verwendet

werden, denn nur was diese an Sound

einfangen, kann über die Lautsprecher

wiedergegeben werden.

Um eine möglichst genaue Reproduktion

des Signals zu ermöglichen,

verwenden Profis für die Abnahme ihrer

Instrumente häufig live die gleichen Mikrofone

wie im Studio. Natürlich unterscheiden

sich die Bedingungen auf der

Bühne erheblich von den Aufnahmebedingungen

im Studio und Mikrofone für

den Bühneneinsatz müssen konzeptionell

auf diese Bedingungen abgestimmt

sein, jedoch sollte live, wie im Studio,

auf die Qualität und den richtigen Einsatz

der Mikros geachtet werden. Wie

im Studio, erfolgen auch im Live-Betrieb

die eigentliche Signalbearbeitung und

die Mischung der Einzelsignale zu einem

Stereo-Summensignal am Mischpult.

Jeder Live-Mischer hat bei der Kanalvergabe

seine eigenen persönlichen

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SPECIAL Audioeffekte

Klassische Effekte mit Retro-Sound aller Coleur sind als Plugins verfügbar

Vorlieben, oft auch abhängig von der

Anzahl der zur Verfügung stehenden

Kanäle und Kanalgruppen.

Alle Instrumente des gleichen

Charakters, wie beispielsweise mehrere

E-Gitarren, und alle Vocal-Mikrofone

können in Gruppenkanälen zusammengefasst

werden. Dies erleichtert zum

einen die gemeinsame Lautstärkenregelung

für den Mix und ermöglicht zum

anderen die gemeinsame Nutzung von

Effekten für die ganze Gruppe.

Send- und Insert-Effekte

Grundsätzlich unterscheidet man beim

Einsatz von Effekten zwei Gruppen, die

sogenannten Send-Effekte, welche zusätzlich

zum Original-Signal hinzugemischt

werden, und die Insert-Effekte, die

das Signal direkt durchläuft und die das

Original-Signal verändern. Hier haben wir

einige Beispiele:

Send-Effekte ergänzen das Originalsignal

und werden – wie beispielsweise

auch Delay, Reverb oder Chorus

– zum Originalsignal hinzugemischt.

Kommen dabei externe Effektgeräte

zum Einsatz, werden nicht selten deren

Ausgänge, wie im Studio, auf eigene

Kanäle des Mischpultes gelegt, um so

schnell über einen Fader den Effektanteil

regeln zu können. Der Eingang

dieser Effektgeräte wird mit dem AUX-

Ausgang eines bestimmten AUX-Weges

verbunden. Verbinden wir beispielsweise

den AUX-Ausgang 3 mit dem Eingang

eines Hallgerätes und routen die

Stereo-Ausgänge L/R auf Kanal 23 und

24 unseres Mischpultes, so können wir

am Mischpult für jeden Kanal über den

Regler für AUX 3 bestimmen, wieviel

Hall wir für den jeweiligen Kanal haben

wollen. Über die Fader für Kanal 23 und

24 können wir nun den Hallanteil für

alle Kanäle gleichzeitig nochmals anpassen

oder über den Mute-Schalter für

beide Kanäle den Hall auch ganz einfach

abschalten, zum Beispiel während

Ansagen zwischen den Songs.

Natürlich muss bei den Kanälen

23 und 24 dann der AUX 3 Regler auf

„0“ stehen um ein internes Feedback zu

vermeiden. Der Pan-Regler sollte entweder

ganz links oder ganz rechts eingestellt

sein, je nach Ausgang des Effektgerätes,

um das Stereo-Bild des Halls zu

erhalten. Braucht man die Regelbarkeit

über die Fader nicht oder sind keine Kanäle

am Pult mehr frei, werden die Ausgänge

des Hallgerätes mit den AUX 3

Returns L/R des Mischpults verbunden,

die dann meist noch über einen Drehregler

eingestellt werden können. Nachteil

des AUX-Returns ist, dass er meist über

keinen Equalizer zum nachbearbeiten

des Effektsignals verfügt. Insert-Effekte

verändern das Originalsignal und werden

mit Hilfe sogenannter Insert-Kabel

in den Signalweg eines Kanals oder einer

Kanalgruppe eingeschleift – bei Digitalmischpultn

sind sie meist schon in die

Kanäle und Gruppen integiert und müssen

nur noch angeschaltet werden.

Beispiele für Insert-Effekte sind

Verzerrer, Kompressor, Limiter, Gates,

Auto-Pitch-Correction, Equalizer, Highund

Low-Pass-Filter.

Effekte

Kompressor / limiter / Gate

Obwohl es sich dabei eigentlich um drei

vollkommen unterschiedliche Effekte

handelt, werden diese oft in einer Einheit

zusammengefasst, da alle Effekte

die Dynamik bzw. das Vorhandensein

des Signals und dessen Lautstärke beeinflussen.

Auch handelt es sich bei diesen

Effekten um die wohl am meisten

zum Einsatz kommenden Signalveränderungen.

Der Kompressor verringert in

einem frei wählbaren Verhältnis (Ratio)

die Dynamik eines Signals, das heißt,

leise Signale werden lauter und laute

Signale werden leiser. Kompressoren

kommen überall dort zum Einsatz, wo

eine möglichst gleichbleibende Signallautstärke

gewünscht wird, also beispielsweise

bei den Drums, dem Bass

und den Vocals.

Aber Achtung: bei Signalen, die

schnell zur Rückkopplung neigen verstärkt

der Kompressor die Gefahr Feedbacks

zu produzieren. Also immer mit

Vorsicht genießen!

Anders als der Kompressor, der

auch leise Signale anhebt, beschränkt

der Limiter das Signal nur nach oben auf

eine eingestellte Maximallautstärke, die

den Wert von z.B. 0 dB nicht übersteigen

sollte. Gates lassen das Signal nur durch,

wenn die Lautstärke einen einstellbaren

Minimalwert übersteigt (z.B. beim Einsatz

als Noise-Gate zur Unterdrückung

von Grundrauschen) und schließen wieder

automatisch nach einer bestimmten,

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© Shutterstock 2x

31-Band-Equalizer sind optimal für das Einmessen der PA und das Einpfeifen der Monitore geeignet

einstellbaren Zeit (Release) oder wenn

das Signal schwächer als der eingestellte

Minimalwert wird.

Gates kommen z.B. meist bei den

Kanälen für die Bass-Drum, die Snare und

die Toms zum Einsatz, um die Ausklingzeiten

der einzelnen Kessel zu begrenzen

und so einem Dröhnen vorzubeugen.

Equalizer

Jeder Raum klingt anders und oft gibt es

sogar Klangunterschiede innerhalb eines

Raumes, wenn z.B. die eine Wand aus Stein

und die andere aus einem Vorhang besteht.

Um auf diese räumlichen Unterschiede reagieren

zu können und beispielsweise nur

auf einer Seite die Höhen etwas anzuheben,

sollte zur Einstellung des Klangs des Summensignals

ein zweikanaliger, 31-Band-

Graphic-Equalizer, auch Terzband-EQ genannt,

genutzt werden.

Terzband-EQs werden auch in den

AUX-Wegen für das Bühnenmonitoring

genutzt, um dort gezielt Frequenzen zu

ziehen, die Feedbacks verursachen. Das

Frequenzband des Feedbacks wird dazu

einfach abgesenkt.

Parametrische Equalizer dienen

der Bearbeitung einzelner Signale im

Mischpult-Kanal. Mit Shelf-Filtern können

Höhen und Bässe abgesenkt oder erhöht

werden. Bell-Filter sind zur schmalbandigen

Bearbeitung einzelner Frequenzbänder

gedacht, um beispielsweise Resonanzfrequenzen

abschwächen zu können.

Reverb

Eines der klassischen Werkzeuge zur

Sound-Verfeinerung ist der sogenannte

Reverb, oder Nachhall. Ein trockenes

Gesangssignal wirkt über eine PA wiedergegeben

meist leblos und hebt sich

unangenehm vom Bandsound ab, daher

ist der Reverb bei den Vocals Pficht. Verschiedene

Hall-Algorithmen bezeichnen

verschiedene komplexe Anordnungen

von Schallrückwürfen und Cross-Delays.

Vereinfacht dargestellt handelt es sich bei

Hall/Reverb um frühe Reflexionen (engl.:

Early-Reflections), die noch als einzelne

Schallereignisse wahrnehmbar sind, sowie

je um eine Hallfahne, die sich als eher

diffuses Klangereignis präsentiert.

Die Early-Reflections sind in hohem

Maße für den vermittelten Raumeindruck

verantwortlich, ihre Patterns

Moderne Digitalmischpulte sind mit einer Vielzahl von Effekten ausgestattet

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67


SPECIAL Audioeffekte

und Engineers verzichten in puncto Gesang

trotzdem gänzlich auf klassischen

Nachhall und setzen stattdessen Delay-

Effekte ein. In diesem Fall bietet sich

zum Beispiel ein Delay in Kombination

mit einem Lowpass-Filter an. Ein Delay

nimmt erheblich weniger Platz im Mix

ein als Reverbs, verleiht dem Signal aber

dennoch zusätzliches Volumen.

Wie beim Reverb handelt es sich

auch im Fall von Delays gewissermaßen

um simulierte Reflexionen eines Schallereignisses.

Ein gesungenes Wort erklingt

zum Beispiel noch einmal, so als wäre es

von einer Fläche zurückgeworfen worden.

Typischerweise sind diese beim Delay

(deutsch: Verzögerung) jedoch als gesonderte

Klangeinheit wahrnehmbar, sie

setzen sich vom ursprünglichen Schallereignis

ab. Um diesen Effekt zu erreichen,

muss die Reflexion mit einer Verzögerung

von mindestens 30 ms erklingen. Das

menschliche Ohr wäre sonst nicht in der

Lage, sie als konkret separiertes Schallereignis

zu identifizieren.

Reverbs sind essenziell für einen lebendigen Live-Sound

können daher in guten Reverb-Geräten

separat editiert werden. Zwischen folgenden

Reverb-Kategorien wird normalerweise

unterschieden: Room (kleiner

Raum), Chamber (mittelgroßer Raum),

Hall (größere Konzerthalle bis Kathedrale),

Plate (Simulation eines analogen Plattenhall-Geräts)

und Spring (Simulation

eines analogen Federhall-Geräts).

Delay

Aktuelle Produktionen zeichnen sich

durch vergleichsweise trockene Vocals

aus. Aufgrund des immer noch andauernden

Achtziger-Revivals sind aber

auch superlange Hallfahnen durchaus

wieder anzutreffen. Viele Produzenten

Modulationseffekte wie Flanger, Phaser und Chorus sollten sehr vorsichtig verwendet werden

Modulationseffekte

Modulationseffekte sind zwar in Sachen

Vocalprocessing seltener im Signalfluss

anzutreffen als etwa Delays.

Hauptsächlich werden diese Effekte

bei Synthesizern, Keboards oder auch

als Gitarreneffekt verwendet. Die Funktionsweise

von Effekten auf Basis von

Delay-Modulationen basiert auf folgendem

Grundmuster: Das Originalsignal

wird verzögert und das entsprechende

Delay zeitlich per LFO (Low-Frequency-

Oscillator) moduliert. Die Summe aus

Original- und Delay-Signal erklingt jeweils

als Chorus-, Flanger- oder Phaser-

Effekt. Hier muss man allerdings anmerken,

dass diese Effekte einen großen

Einfluss auf den Gesamtsound haben

können. Also sollte man den Einsatz

mit der Band besprechen – oder ihr den

Einsatz von der Bühne aus und vom

Musiker gesteuert empfehlen. Viele

Gitarristen und Keyboarder haben ihre

Effekte sowieso mit dabei.

Chorus

Der wohl gebräuchlichste Effekt dieser

Gruppe ist der Chorus. Mit ihm kann die

Dopplung eines Instrumenten- oder Gesangsparts

simuliert werden. Neben der

zeitlichen Modulation fügt der Chorus dem

Signal allerdings auch leichte Tonhöhenschwankungen

hinzu. Es entstehen Schwebungen,

was zu einem breiteren und weicheren,

teilweise sogar etwas räumlicheren

Klang führt. Ein leichter Chorus empfiehlt

sich vor allem, möchte man Background-

Gesänge oder Akustikgitarren andicken.

Hier ist dann auch eher zu vernachlässigen,

dass Chorus-Effekte im Allgemeinen ähnlich

wie der Reverb dazu neigen, Sounds in den

Hintergrund eines Mixes zu rücken.

68 pma 05/19


Audioeffekte Special

Per Notebook und

Audio-Interface können

Plugins auch in Digitalpulte

gepatcht werden.

Flanger

Der Flanger arbeitet mit einer kürzeren

Verzögerungszeit als der Chorus-Effekt.

Er erzeugt statt Schwebungen daher

sogenannte Kammfiltereffekte, also

partielle und vergleichbar extreme Absenkungen

im Frequenzspektrum. Über

eine Feedback-Schaltung wird hier ein

Teil des Output-Signals wieder an den

Eingang der Verzögerungsschaltung zurückgeführt.

Die Folge sind metallische

Klänge mit Jet-Effekt.

Phaser

Der Phaser erzeugt – sein Name deutet

es bereits an – Phasenverschiebungen.

Durch die Modulation entstehen wie

beim Flanger charakteristische Auslöschungseffekte.

Diese klingen beim

Phaser jedoch runder und weniger metallisch,

dafür aber sehr spacig.

Weniger kann mehr sein

Wie bei vielem im Leben, so gilt auch hier

der Grundsatz „So viel wie nötig, aber so

wenig wie möglich“. Schließlich ist und

bleibt die primäre Aufgabe der PA die

möglichst naturgetreue Verstärkung des

Originalsignals.

Hat die Band beispielsweise entschieden,

dass ein besonders mittenbetonter

Gitarrensound zum Klangbild der

Gruppe gehört, darf der Tontechniker

nicht durch eine extreme Mittenabsenkung

das Gitarrensignal in seinem Grundsound

verändern.

Extreme Klang abweichungen von

der Norm sollten auf alle Fälle spätestens

beim Soundcheck besprochen werden. Bei

der Nutzung von mehreren Effekten sollte

man auch auf die Reihenfolge der Effekte

achten. So sollte beispielsweise ein Limiter

immer am Ende der Effektkette liegen, da

sonst die 0-db-Grenze z.B. durch die Frequenzanhebung

eines Equalizers wieder

überschritten werden könnte.

Vorsichtig sollte man mit Modulationseffekten

wie Flanger, Phaser und Chorus

umgehen, die mit Phasenverschiebungen

arbeiten. Sie könnten bei der Nutzung von

Mono-Center- oder Mono-Nearfill-Lautsprechern

ungewollte Ergebnisse wie Auslöschungen

erzeugen.

Auch sollten die signalverändernden

Insert-Effekte immer vor den

additiven Send-Effekten liegen. Ansonsten

ist alles erlaubt, was funktioniert

und gut klingt.

Text: Michael Hennig, Florian Zapf,

Steffen Sauer

Zusätzliche Effekte können auch mit externen Effektgeräten nachgerüstet werden, ohne dass ein Computer benötigt wird

pma 05/19

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Ellington Hotel Berlin

Der Glamour ist wieder zurück gekommen

Reminiszenz an die Zeit der Goldenen Zwanziger: Das Ellington Hotel Berlin

zählt zu den gefragten Eventlocations in der Hauptstadt. Es beherbergt mit dem

JazzRadio 106.8 zudem Deutschlands einzigen FM Jazz Radiosender.

Für Events stehen insgesamt 1.490 Quadratmeter

Fläche zehn unterschiedlich

große Veranstaltungsräume zur Verfügung,

alle ausgestattet mit moderner Kommunikations-,

Medien- und Bühnentechnik.

In den zwanziger und dreißiger Jahren tanzte

im berühmten Tanzsaal „Femina“ alles,

was in Berlin Rang und Namen hatte. Der

angrenzende Tauentzienpalast war das Premierenkino

der UFA. Im späteren „Swingpalast“

traten führende deutsche Swing- &

Jazzorchester wie von Teddy Stauffer und

Heinz Wehner ebenso auf wie der beliebte

Tangokönig Juan Llossas. Nach dem Zweiten

Weltkrieg beherbergte das „Haus Nürnberg“

den legendären Jazzclub „Badewanne“, wo

sich Größen wie Ella Fitzgerald, Duke Ellington

oder Louis Armstong die Klinke in die

Hand gaben und nachts die Soli der Trompeten

bis nach draußen drangen. Heute setzt

das Ellington Hotel diese Jazztradition fort

– mit dem Radiosender, der täglich live aus

dem gläsernen Studio in der DUKE Lounge

sein Programm an 316.000 Hörer überträgt,

und mit regelmässigen Jazzkonzerten national

und international bekannter Künstler

sowie sonntäglichem Jazzbrunch. Zur jazzigen

Live-Musik werden dann saisonale und

regionale Köstlichkeiten serviert. Im März

2007 war die offizielle Eröffnung, nachdem

das unter Denkmalschutz stehende Gebäude

in der Nürnberger Straße, von der Streletzki

Gruppe, Eigentümer des ESTREL an der

Sonnenallee, in Partnerschaft mit der IDEAL

Lebensversicherung (mit 75 Prozent Anteil

Mehrheitseigner) für rund 40 Millionen Euro

umgebaut und umfassend modernisiert

worden war – nach zuvor jahrelangem Leerstand.

Vom einstigen Behördenmuff – seit

1951 war in dem einst von den Architekten

Richard Bielenberg und Josef Moser im Stil

der Neuen Sachlichkeit (eine spezielle Richtung

der Bauhaus-Architektur), geplanten

Gebäude die Berliner Finanzverwaltung untergebracht,

ab 1938 residierte dort bereits

eine Behörde, die Reichsmonopolverwaltung

für Branntwein – ist heute nichts mehr

zu spüren. Bereits 1995 hatte der Senat die

Immobilie an Streletzki verkauft. Der verwarf

ursprüngliche Pläne daraus ein Fünf-Sterne-

Hotel zu machen und entschied sich stattdessen

für ein zeitgemäßes Design-Hotel.

Das Ellington verfügt über 285 Zimmer und

Suiten und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter,

außerdem werden für bestimmte Aufgaben

externe Dienstleister herangezogen.

„Den Paternoster, mit dem früher die

Herren der Finanzverwaltung in ihre Büros

hinauf fuhren, gibt es leider nicht mehr“,

bedauert auch Magali Bauschat, im Ellington

Hotel für die Pressearbeit verantwortlich,

beim Rundgang. Grund: Die Baubehörde

habe das nicht genehmigt – aus Sicherheitsgründen.

Das sei zu gefährlich für einen

Hotelbetrieb. Auch die Idee, den Paternoster

hinter Glasscheiben zu konservieren, wurde

verworfen. Einzig verbliebene Erinnerung

an diese Zeit: Im historischen „Weintresor“

lagerte hinter tonnenschweren Stahltüren

70 pma 05/19


tHEMA

einst das Begrüßungsgeld der Senatsfinanzverwaltung

für die Ost-Berliner nach dem

Mauerfall. Heute befindet sich dort ein anderer

Schatz: rund 300 hochwertige Weine

aus Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland

und Österreich werden jetzt dort verwahrt.

Eine wilde Zeit waren vor allem die achtziger

Jahre: bereits seit den Siebzigern bis kurz

nach der Wende lockte der „Dschungel“: In

der damals angesagten In-Discothek, dem

Berliner Pendant zum New Yorker „Studio

54“, schlürften zur damaligen Zeit Stars wie

David Bowie oder Prince Cocktails, machten

Blixa Bargeld, Nick Cave, Barbara Streisand,

Iggy Pop, Carlos Santana, Rio Reiser und viele

weitere Stars die Nacht zum Tag.

Nach dem Ende der „Dschungel-Ära

beherrschten dann Leerstand und eingeschlagene

Fensterscheiben der zunehmend

herunter gekommenen Läden die triste

Szenerie – schnell galt die Nürnberger Straße

nunmehr als „schmutziger Hinterhof“

der City West. Während Berlins „Mitte“ zu

boomen begann. Mit der Eröffnung des

Ellington-Hotels wandelte sich das Bild dann

erneut: stylische Läden mit elegantem Chic

eröffneten wieder, sie tragen die Handschrift

des Produktdesigners Jochen Schmiddem,

der unter anderem schon für Hollywood-

Regisseur Steven Spielberg gearbeitet hat.

Inzwischen hat der Glamour die Gegend unweit

von Europacenter und Breitscheidplatz

langsam wieder zurückerobert. Während in

und um die Nürnberger Straße mittlerweile

reiche Russinnen und betuchte Touristinnen

auf Shoppingtour gehen, um nach „Ausgefallenem“

zu fahnden, finden im Ellington

Hotel neben Kultur und Kulinarik wichtige

Events statt – oft mit prominenten Gästen.

Erst kürzlich lud das ehrenamtliche Komitee

von Human Rights Watch Unternehmer, Investoren,

Künstler, Schauspieler und weitere

Interessierte unter dem Motto „Stimmen

für Gerechtigkeit“ zum stilvollen Dinner ein,

rund 250 Gäste waren gekommen – sie zeigten

sich an diesem Abend großzügig und

spendeten insgesamt rund eine halbe Million

Euro für die globale Menschenrechtsarbeit.

Ende Mai tagte im Ellington der Kongress

der Deutschen Fachpresse und beschäftigte

sich unter dem Hashtag #move mit dem

© Andreas Rehkopp

Jeder der zehn Veranstaltungsräume im Ellington Hotel ist mit moderner Technik ausgestattet.

Strukturwandel in der Fachmedienbranche.

Außerdem wurde traditionell der Preis der

Karl Theodor Vogel Stiftung für die besten

fachjournalistischen Beiträge vergeben. Der

erste Preis ging an Christoph Seyerlein für

seinen Beitag „Heute Palast, morgen Ballast“

zur Situation im VW-Händlernetz. Der

Eventbereich verfügt über aktuelle Technik:

Im heutigen Saal „Femina“, der mit seinem

Namen an den ehemaligen Tanzpalast in

den Zwanzigern erinnert – ist etwa ein KI-

VA/KILO-Soundsystem von L-Acoustics von

einem Ingenieurbüro fachmännisch installiert

und eingemessen, außerdem gibt es

Funkmikrofone von Shure, kombiniert mit

drahtgebundenen DPA-Headsets und drahtgebundene

Sennheiser-Mikrofone.

Für Präsentationen können verschiedene

Leinwandgrößen genutzt werden,

die größte von Gerriets (Opera) misst

sechszehn mal vier Meter. Für das (Video-)

Bild sorgen Panasonic-Laserprojektoren der

neuesten Generation. Das passende Licht liefern

ARRI-Stufenlinsen und kamerataugliche

ETC-Profiler. An den Seiten des Saals ist LED-

Ambientelicht verbaut, etwa 60 Stripes und

Parlampen. Außerdem in Einsatz ist ein mobiles

Bühnensystem aus dem Hause SICO.

CAT5-Glasfaserkabel gewährleisten die nötigen

Anbindungen beziehungsweise Signalübertragungen.

In den weiteren Veranstaltungsräumen

kommen je nach Bedarf mobile

Soundsysteme von TurboSound, Syrins,

Studt-Akustik und LD-System zum Einsatz,

außerdem mobile Leinwände, Panasonic-

Projektoren oder eine LED-Wall aus vier 55“

randlosen Screens. „Je nach Anforderung

des Kunden können wir bei Bedarf weiteres

Equipment wie Dolmetschtechnik, Votingsysteme,

Satellitenübertragungen oder auch

Dekorationsbauten hinzumieten“, informiert

der Leiter der Veranstaltungstechnik,

Randolf Wollenberg.

Besondere Events wie etwa Fahrzeugpräsentationen

von Autohäusern können

im befahrbaren Sommergarten des

Hotels stattfinden. Im Ellington Hotel ist

auch die Modeszene zu Hause, dort finden

während der Fashion Week Berlin Präsentationen

statt. Zudem veranstaltet die Berliner

Modedesignerin Anette Petermann im Ellington

ihren Berliner Salon für Modekultur.

Zu erreichen ist das verkehrsgünstig

gelegene Ellington Hotel mit

öffentlichen Verkehrsmitteln über die

beiden Berliner Flughäfen, den Bahnhöfen

Hauptbahnhof und Zoologischer

Garten beziehungsweise die U-Bahn Stationen

Augsburger Straße oder Wittenbergplatz.

Für Gäste, die mit dem Pkw

anreisen, stehen außerdem verschiedene

Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Text: Thomas Korn

Fotos: Ellington Hotel (PR),

Andreas Rehkopp

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© GettyImages

pma basics – Soundcheck

Sound richtig checken

"1, 2, 3 Test" ist leider der am meistgesprochene Satz auf Livebühnen. Wie geht es besser?

Wir haben die Einsteigertipps für einen perfekten und flotten Soundcheck.

Ist man als Künstler auf großen Bühnen

unterwegs, dann wird vieles leichter.

Man selbst hat jahrelange Erfahrung,

die Roadcrew baut die Backline auf und der

eigene Soundmann dreht den FoH-Sound,

während ein Monitortechniker sich um den

perfekten Bühnensound kümmert. Die beiden

letztgenannten führen die Band sicher

durch den Soundcheck.

Der Alltag vieler Bands sieht anders

aus. Auf Festivals und Straßenfesten arbeitet

man mit verschiedenen Tontechnikern

zusammen und bei der kleinen Clubtour ist

häufig niemand vor Ort. Trotzdem ist ein

Soundcheck wichtig. Man ist hier als Künstler

selbst gefragt und kann einiges dafür tun,

dass auch unter erschwerten Bedingungen

ein gutes Ergebnis möglich ist. Der Sinn eines

Soundcheckes sollte klar sein. Er dient nicht

dazu die Zeit vor dem Konzert totzuschlagen

oder schnell die Stelle zu üben, die der Bas-

sist schon seit Wochen nicht hinbekommt.

Auch die ersten Keyboard-Akkorde von

"Jump" sind tabu. Er dient dazu den Sound

der Instrumente optimal an die PA anzupassen,

diese zu verstärken und die Einzelsignale

in ein richtiges Lautstärkeverhältnis zu

setzen, sodass für das Publikum ein Klangerlebnis

entsteht. Man spricht vom Foh (Frontof-house)-Sound.

Damit alle Musiker sich gut hören,

gibt es Monitoring. Entweder über Boxen

oder über in-ear-Systeme. Diese Verhältnisse

werden im Monitorsoundcheck geklärt.

Bei kleineren Produktion erfolgen

beide Teile durch die gleiche Person oder

werden gar von der Band selbst von der

Bühne durchgeführt. Dabei können sich

diese beiden Phasen durchaus zeitlich

überlappen und die Maßnahmen gegenseitig

beeinflussen. Ein guter Soundcheck

beginnt allerdings vor dem Konzert. Im

Proberaum mit dem Stagerider. Darin sind

alle Instrumente mit einer Inputliste aufgeführt.

Braucht man 2 oder 3 Kanäle für die

Toms? Hat die Band zwei Gitarristen oder

einen? Schaut den Stagerider regelmäßig

durch, stimmt alles noch, sind die Kontaktdaten

aktuell? Eine kleine Bühnenskizze

über euren Aufbau kann nicht schaden.

Hierbei können Klippen umschifft werden.

Wenn der Gitarrenamp direkt Richtung Hihat-Mikrofon

brüllt, brauch ihr euch nicht

wundern, wenn man keinen vernünftigen

Hihatsound hinbekommt. Ausgerichtet

auf das Ohr des Gitarristen macht er mehr

Sinn. Erfahrene Techniker wählen zusätzlich

Mikrofone aus, die eine Kanaltrennung

durch ihre Richtcharakteristik unterstützen.

Nieren oder Supernieren sind

Kugelmikrofonen live überlegen. Zusammen

mit einem kurzem Mikrofonabstand

bringen euch das einen Schritt weiter.

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Soundcheck – pma Basics Thema

Professionalität

Bevor man die Bühne betritt, gilt es im

zwischenmenschlichen Bereich Profiverhalten

an den Tag zu legen.

Eine höfliche Vorstellung vor Ort

beim Veranstalter und Technikcrew haben

manch schwierige Situation gerettet.

Wenn es gerade passt, kann man erste Infos

austauschen. "Wir sind Band XYZ, ich

bin der Klaus, wir haben drei Bläser und

vier Backgroundgesänge,...." helfen bei

den Vorbereitungen.

Wenn ich als Techniker den Soundcheck

betreue, schreibe ich mir die Namen

der Bandmitglieder auf. Das schafft Vertrauen.

Künstler werden gerne mit Namen

angesprochen und nicht mit "Hey, du

Drummer..." Als Bandmusiker mache ich

mir, meinen Kollegen und den Technikern

das Leben angenehmer, wenn ich mein

Equipment nicht einfach ungefragt mitten

in Laufwege oder auf der Bühne abstelle.

Klärt ab, ob die Bühne frei ist, oder

ob noch Ton beziehungsweise Lichttechnik

installiert werden muss. Wenn ihr grünes

Licht bekommt, schafft den Kram auf die

Bühne, packt aus, baut auf und verstaut

Cases und Taschen wieder. Dadurch bleiben

Stage, Lauf,- und Rettungswege jederzeit

frei. Gerade bei Festivals mit kurzen Changeover-Zeiten

ist solch Verhalten notwendig.

Be On Time!

Im Idealfall leitet der Techniker den Soundcheck.

Verkabelung (Line-check). Oft kann dieser

Schritt sogar noch ohne die Bandmusiker

erfolgen. Danach werden die Einzelsignale

eingepegelt und eingestellt. Verhaltet euch

diszipliniert. Spielt nicht durcheinander

oder euer liebstes "Angeber-Lick" sondern

Elemente aus eurer Setliste. Wartet auf Anweisungen

von der Technik und bleibt auf

oder in der Nähe der Stage. Der Gitarrist,

der zum Pommesstand latscht, weil der

Drummer gerade Soundcheck macht, verzögert

den ganzen Soundcheck. Viele Techniker

beginnen gerne mit dem Drumset.

Mehrere Mikrofone, die zusammengesetzt

den Drumsound ergeben sollen. Das kostet

entsprechend Zeit. Der Drummer spielt die

einzelnen Trommeln an (Kick, Snare, Toms,

Becken) , der Techniker stellt die Einzelkanäle

ein und macht eine grobe Vormischung

des Drumsets. Erste Monitoringwünsche

Pünktlichkeit ist der nächste Schritt ins Profilager.

Seid rechtzeitig am Veranstaltungsort.

Nicht stresst mehr, als ein knappes Zeitfenster.

Manch Fehler wie ein defektes Kabel

oder ein brummendes Mikrofon muss erst

gefunden und ausgetauscht werden. Bei vielen

Kanälen kann dies dauern. Zwei Minuten

vor Einlass liegen die Nerven blank. Das eigene

Equipment muss funktionsfähig, Batterien/Akkus

voll sein, keine Buchse an eurem

Equipment wackelt.

Dann beginnt der eigentliche

Soundcheck. Bestimmt eine Person, die

den Soundcheck leitet. Gibt es einen lokalen

Techniker, dann wird der diesen Job

übernehmen, wenn nicht muss ein Bandmitglied

ran. In der Regel prüft man zuerst

die Funktionsfähigkeit aller Kanäle und der

Beim Soundcheck sollten immer Elemente aus der Setliste gespielt werden.

© Shutterstock 2x

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© GettyImages

Als Musiker kann man dem Techniker beim Soundcheck unterstützen, indem man die "Lieblingmikrofonposition" markiert.

des Drummers können geäußert werden.

Trommelt so, wie ihr später in der Show

trommelt. Eure Jazzgrooves bringen dem

Techniker nichts, wenn ihr am Abend Deathmetall

zelebriert.

Mit dem Drummer anzufangen

birgt auch Nachteile. Der Drumsound

wird ja nicht nur über die Drummikrofone

aufgefangen. Als relativ lautes Instrument

wird es in fast alle Bühnenmikrofone einstreuen.

Besonders Gesangsmikrofone,

die laut gefahren werden, beinhalten die

Gefahr wie ein Raummikrofon des Sets zu

wirken. Es gibt aus diesem Grund einige

Techniker, die mit den Vocalmikrofonen

beim Soundcheck beginnen, dann diese

offen lassen und erst im zweiten Schritt

sich dem Schlagzeug zuwenden. Probiert

es doch mal aus.

Unproblematisch sind Instrumente,

welche direkt ins Pult gespielt werden. E-

Bass oder Keyboard sowie Ampsimulationen

(zum Beispiel von Kemper) werden lediglich

über DI-Boxen symmetriert, galvanisch getrennt

und ins Mischpult eingespeist. Reist

der Gitarrist mit Gitarrenbox stellt man ein

Mikrofon davor. Dynamische Modelle haben

sich bewährt. Als Musiker könnt ihr dem

Techniker helfen, in dem ihr eure Lieblingsmikrofonposition

mit Gaffa-Tape markiert.

Kleine Veränderungen bei der Positionierung

des Mikrofones am Amp haben nämlich

große Auswirkungen. Hütet euch aber

vor Detailverliebtheit. Im Studio mag es Sinn

machen, eine halbe Stunde die perfekte Platzierung

zu suchen, auf der Bühne ist selten

dafür Zeit frei.

Gitarristen und Keyboarder, die

mehr als einen Sound am Abend nutzen,

sollten während ihres Einzelchecks verschiedene

Sounds anbieten. Bei der Gitarre normalerweise

ein cleaner und ein verzerrter

Sound. Solosounds dürfen etwas lauter als

Begleitsounds sein, extreme Pegelsprünge

gilt es aber zu vermeiden. Ein Problem was

auch viele Keyboarder begleitet.

Als Keyboarder spielt ihr einen Standardsound

(Piano/Orgel), ein Pad und einen

Solosound an. So kann der Techniker abschätzen,

ob Bearbeitungen mit dem EQ

notwendig sind. Häufig wird man bei Keyboards

ein wenig die Stereobreite einschränken

und den Bassbereich ausdünnen. Besonders

Werksounds sind viel zu "aufgeblasen".

Wer diese Probleme schon bei der Soundprogrammierung

behebt, ist schneller mit

dem Soundcheck am Konzertabend durch.

Keyboarder sollten sich Feedback nach der

Show zu ihren Sounds von den Technikern

einholen um die Presets finetunen zu können.

Liefert saubere Pegel an. Einer der ersten

Schritte des Techniker wird ein ordentliches

einpegeln eurer Signale sein. Natürlich

wird dabei etwas Headroom gelassen. Jeder

Techniker weiß, dass eine Band bei der Show

noch mal „´ne Schippe drauflegt“. Wenn

während der Show der Gainregler am Pult

angefasst werden muss, damit der Kanal

nicht übersteuert ist das schlecht. Das ändert

nämlich nicht nur die Lautstärke des FoH Mixes

sondern beeinflusst das Monitoring aller

Musiker die Effektanteile (Hall/Delay). Anders

als beim Fader sollten die Gains eingestellt

und danach nicht mehr bewegt werden. Dafür

müsst ihr beim Soundcheck einmal vollen

Pegel liefern. Nur so weiß die Person am Pult,

was maximal zu erwarten ist.

Mehr Zeit für Vocals

Jetzt sind die Gesänge an der Reihe. Hierfür

wird wieder mehr Zeit gebraucht.

Vocals sind das zentrale Element von

vielen Bands. Logisch das hier sorgfältig

gearbeitet wird. Neben dem Pegel

wird man EQ, Hall und Kompression

einstellen. Bei modernen Digitalpulten

findet sich dies alles kompakt in einem

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Soundcheck – pma Basics Thema

Gerät. Arbeitet man öfter miteinander

können Voreinstellungen sogar gespeichert

werden. In wieweit man Hall und

Kompression auf den Monitor der Sänger

gibt, ist nicht leicht zu beantworten.

Etwas Wohlfühl-Hall für die Vocals sind

nicht verkehrt und unterstützen die Performance.

Zu viel Hall und es können

Intonationsprobleme entstehen. Der

Bühnensound wird matschig. Komprimierte

Mikrofone produzieren schneller

Feedbacks. Feedbackfrequenzen können

zwar mit einem Terzband-EQ gezähmt

werden, die Möglichkeiten sind

aber irgendwann erschöpft.

Der Gesamteindruck

Der Zusammenklang, der Bandsound

stehen nun auf dem Plan. Lasst Bass und

Schlagzeug beginnen. Nach und nach

setzten Gitarren, Keyboards, Bläser ein.

So bildet sich ein erster Gesamteindruck.

Dabei immer alle Mikrofon offen haben.

Anschließend gilt es die Vocals

einzubetten. Spielt dafür ein leises und

eine lautes Stück. Dabei muss man nicht

den gesamten Song darbieten. Eine

Strophe und ein Refrain reichen aus,

dass man sowohl einen Eindruck vom

FoH-Sound als auch von der Monitoringsituation

bekommt. Korrigiert dann

entsprechend. Dabei sollten nicht alle

gleichzeitig durcheinander sprechen.

Teilt dem Mensch am Mischpult

einzeln und so klar wie möglich mit, was

geändert werden muss. Sätze wie "es klingt

irgendwie komisch" bringen wenig. Besser:

"Mach mir doch bitte die Rhythmusgitarre

auf dem Monitorweg a 2-4 db lauter." Nicht

jeder kann Soundprobleme so exakt beschreiben.

Etwas Grundwissen über Akustik

sollte aber jeder Künstler besitzen. Ihr macht

euch euer Leben leichter.

Fokus auf den Monitor

Macht euch klar, was lautes Monitoring,

gerade in kleineren Spielstätten

bewirkt. Das Monitoring soll eure Gesamtperformance

unterstützen. Jeder

muss sich deutlich hören. Dafür ist eine

© Shutterstock

Dem Menschen am Mischpult sollten klare Ansagen gemacht werden, wenn etwas nicht passt.

gewisse Lautstärke ein gewisser Druck

nötig. Doch dreht man das Monitoring

oder die Verstärker zu laut, schadet

man nicht nur seinem Gehör sondern

verringert die Chance auf einen guten

Publikumssound.

Der Foh Techniker hat dann im

Saal schon so viel unkontrollierbares Signal,

welches sich durch die PA nicht

mehr zähmen lässt. Oft erlebt in kleinen

Clubs: Bass und Schlagzeug sind extrem

laut, obwohl die Fader am Pult unten

sind. Die PA dient nur noch dazu den

Sänger irgendwie hörbar zu machen.

Da hilft nur eines: Leiser machen.

Bands die auf In-Ear-Monitoring

setzten, haben hier Vorteile: Schutz das

Gehöres, leisere Bühne = besserer Saalsound,

individuelle Mixe, konstanteren

Monitormix weil abspeicherbar. Mit sogenannten

Personal-Monitoring-Systemen

(zum Beispiel von AVIOM) oder über

Smartphone/Tablet können die Musiker

sich ihren Monitorsound individuell einstellen.

Das entlastet die Techniker und

spart Zeit beim Soundcheck.

Durch Fernsteuerung eines Digitalpultes

via Smartphone und Tablet

können Techniker und Musiker während

des Soundcheckes von jeder Position im

Saal und auf der Bühne Einstellungen

vornehmen. Gerade kleinere Produktionen

profitieren davon. Moderne Pulte

bieten zusätzlich den virtuellen Soundcheck.

Bevor alle Musiker kommen, spielt

der Techniker einen Song der Band als

Mehrspuraufnahme ab. Kanaleinstellungen

werden komplett mit EQ, Hallanteil,

Monitoring und Gains geladen.

Die Situation vom Vorabend wird

wieder hergestellt. Jetzt können grob

Monitorwege angepasst werden. Problematisch

Raumfrequenzen mit dem EQ

beseitigt werden. Wenn die Musiker dann

die Bühne betreten, müssen nur noch Feineinstellungen

vorgenommen werden.

Damit ist der Soundcheck abgeschlossen.

Wenn noch Zeit vor dem Einlass

ist, spielt den ersten Song der Show.

So gewöhnt ihr euch an den Sound,

könnt noch letzte Änderungen im Mix

besprechen und habt dann beim Showstart

sofort euren Wohlfühlsound. Rechnet

allerdings damit das ein voller Saal

anders klingt als ein leerer.

Text: Mark Schwarzmayr

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Hands-on test

Neueste

Technik im

Check

© Shutterstock

WORK PRO Line Array Sub Arion

SL 218 SA & Top Arion SL 210A S.78

Die Line-Array-Elemente von WORK PRO

wurden in unserem Praxistest auf Herz

und Nieren geprüft.

BOSE L1 Compact S.82

Mit dem Modell L1 Compact hat

Bose ein großes Line-Array-System

in ein leichtes, aktives Säulen-PA-

System integriert.

Neumann NDH 20 S.86

Das jüngste Produkt von Neumann

ermöglicht es, den guten Sound nicht

nur im Studio zu haben, sondern

überall hin mitnehmen zu können.

DPA d:screet CORE 6060 /

DPA d:fine CORE 6066 S.88

Mit den zwei Miniaturmikrofonen

hat DPA zwei wirkliche Winzlinge in

seinem Produktportfolio parat.

Electro-Voice RE3 S.90

Das neue Funksystem von Electro-

Voice krempelt den Markt kräftig

um – dabei funktioniert es nicht nur

für Mikrofone, sondern kann auch als

Instrumenten-Funk genutzt werden.

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Hands-on test WORK PRO Line Array Sub ARION SL 218 SA und Top ARION SL 210 A

WORK PRO Line aRRay Sub ARion SL 218 SA und Top ARion SL 210 A

Portable, aktive Line Array Systeme

Manchmal wundert man sich, wie denn eigentlich die Lautsprecher-Systeme aussehen,

mit denen es möglich ist, große Hallen oder gar Open Air Konzerte so zu

beschallen, dass man die Kick-Drum auch auf den hintersten Reihen noch im Bauch

spürt. Da es der heimliche Traum einer jeden Rockband ist, einmal über ein sogenanntes

Line Array System zu spielen, wollen wir in unserem heutigen Praxistest

entsprechende Komponenten des spanischen Herstellers WORK PRO mal etwas genauer

unter die Lupe nehmen.

Bevor wir uns die beiden Line Array

Elemente von WORK PRO genauer

ansehen, stellt sich uns die Frage,

was eigentlich diese Lautsprecher-

Komponenten so besonders macht

und wodurch sich „Line Arrays“

von üblichen PA-Lautsprechern

unterscheiden. Wie sich die meisten

von uns sicher erinnern, haben wir im

Physik-Unterricht irgendwann einmal

gelernt, dass Schallwellen eigentlich

nur bewegte Luft sind.

Diese „Luftbewegung“ wird z.B.

durch die Schwingungen einer Lautsprechermembran

erreicht. Je größer die Membranfläche

und je Stärker die Schwingung

der Membran, desto mehr Luft wird bewegt

und desto lauter ist der auf das Ohr

treffende Schall. Eine weitere physikalische

Eigenschaft besagt, dass für die Erzeugung

von langwelligen, tiefen Tönen mehr Luft

bewegt werden muss, als für die Wiedergabe

von kurzwelligen, hohen Tönen. Um in

großen Hallen tiefe Töne ausreichend laut

zu erzeugen, bräuchte man einen riesigen

Lautsprecher, um eine ausreichend große

Menge Luft zum Schwingen zu bringen.

Da die Trägheit der Masse einer

riesigen Lautsprecher-Membran die z.B.

für eine Kick-Drum benötigte Impulsstärke

physikalisch unmöglich macht, wird die

benötigte Membranfläche einfach auf

mehrere, gleichgeartete Lautsprecher verteilt,

die in einer Linie nebeneinander oder

übereinander angeordnet sind. Daher der

Name „Line“ für „Linie“ und „Array“ für in

„Reihe“. Während übliche PA-Lautsprecher

(außer Subwoofer) in der Lage sind, das

gesamte Frequenzspektrum wiederzugeben,

sind Line Array Elemente meist auf

die Wiedergabe spezieller Teilbereichsfrequenzen

spezialisiert. Auch die Zielsetzung

beim Abstrahlwinkel ist unterschiedlich:

Während PA-Lautsprecher, die meist nah

am Publikum stehen, einen möglichst

weiten Abstrahlwinkel aufweisen, haben

geflogen montierte Line Array Elemente

für den Mittel- und Hochtonbereich eine

relativ schmale, dafür aber weit tragende

Abstrahlcharakteristik.

Der Aufbau eines

Line Array Systems

Wer kennt sie nicht, die links und rechts

von der Bühne abgehängten Lautsprechersäulen

mit einem leicht gebogenen, nach

unten gerichteten Ende. Während Subwoofer

meist nebeneinander und mittig

vor der Bühne am Boden aufgereiht sind,

Der SL 218 SA

der WORK PRO

Line-Array-Serie

hängen die Mittel-/Hochton-Einheiten

vertikal in einer Linie übereinander. Das

stärker gebogene, untere Ende ist dabei

auf einen bestmöglichen Abstrahlwinkel

für die vorderen Publikumsreihen ausgerichtet,

wobei die obersten Lautsprecher

auf die hintersten Reihen zielen. Da das

menschliche Ohr mittlere und hohe Frequenzen

sehr gut orten kann, wird dieser

Frequenzbereich für ein Stereo-Klangbild in

einen linken und rechten Kanal getrennt.

Da bei den sehr tiefen Frequenzen eine

örtliche Bestimmung des Ursprungs durch

das Gehör nicht mehr möglich ist, werden

Subwoofer oft mono betrieben und mittig

zwischen den linken und rechten Kanal positioniert.

Wie viele Subwoofer oder Mittel-/

Hochton-Elemente tatsächlich benötigt

werden, ist abhängig von Faktoren wie

z.B. der Hallengröße bzw. bei Open Airs

der Größe des zu beschallenden Gebiets,

Ausstattung und Material der Wände, des

Bodens und der Decke, angestrebter Schalldruck,

Füllungsgrad der Halle, usw..

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WORK PRO Line Array Sub ARION SL 218 SA und Top ARION SL 210 A Hands-on test

Der WORK PRO Line Array

Sub SL 218 SA

Zugegeben, mit seinen zwei 18“ Tieftonlautsprechern,

deren 4-Zoll-große

Schwingspulen einen nicht gerade zierlichen

Magneten vermuten lassen, seinen

4.000 Watt Class D Verstärkerleistung und

seinen 96 kg Lebendgewicht ist der SL 218

SA ein echtes Monster, das selbst von zwei

Personen nur schwer bewegt werden kann.

Einen nicht geringen Anteil am

Gesamtgewicht hat bei diesen Abmessungen

das sehr stabile, aus klassischem

Birkensperrholz gefertigte Gehäuse, das

zum Schutz vor Witterungseinflüssen mit

einer schwarzen Beschichtung versehen

ist. Ausbuchtungen auf der Unterseite und

passende Aussparungen auf der Oberseite

sorgen beim Stapeln von mehreren SL 218

SA für einen rutschfesten Stand und eine

homogene Frontansicht.

Alle Bedienungselemente, die

Kabelanschlüsse, die passiven Kühlrippen

und die Lüftungsschlitze für die aktive

Kühlung durch Ventilatoren befinden sich

mittig auf der Rückseite des Subwoofers.

Das integrierte, automatische Schaltnetzteil

verträgt Wechselstrom mit einer Spannung

von 85 bis 265 Volt mit einer Wechselfrequenz

von 45 bis 65 Hertz und ist somit

problemlos weltweit einsetzbar. Für den

Anschluss des im Lieferumfang enthaltenen,

verriegelbaren Netzkabels hat WORK

PRO eine blaue Neutrik Powercon-Buchse

vorgesehen, die zum Weiterschleifen der

Netzspannung eine graue, parallelgeschaltete

Powercon-Buchse speist. Als Eingang

für das Audiosignal hat WORK PRO, wie im

Profi-Bereich üblich, eine weibliche, symmetrische

XLR-Buchse vorgesehen, deren

Eingangsempfindlichkeit auf die üblichen

+4 dBu ausgelegt ist. Eine parallelgeschaltete,

männliche XLR-Buchse dient als Ausgang

zum Weiterleiten des Audiosignals

an zusätzliche Lautsprecher. Angetrieben

werden die beiden 18“ Woofer von einem

Class D Verstärker mit einer Spitzenleistung

von unglaublichen 4.000 Watt. Damit den

Lautsprechern bei dieser Leistung nichts

passieren kann, verfügen die SL 218 SA

über umfangreiche Schutzschaltungen

vor Überhitzung oder Überlastung. Ein

automatischer Limiter überwacht ständig

das Eingangssignal und sorgt dafür, dass

Pegelspitzen abgefangen werden, bevor

sie den Lautsprecher schädigen können.

Das „Digitale Signal-Processing“, kurz DSP

genannt, ist sehr detailliert (Delay und bis

zu acht parametrische Equalizer) und kann

sowohl am Lautsprecher selbst, als auch via

Ethernet-Verbindung aus der Ferne gesteuert

werden. Bei lokaler Bedienung bietet

der SL 218 SA ein LED-Display und einen

Vierwegetaster, um sich durch das leicht

verständliche Menü zu navigieren.

Noch eleganter ist natürlich die

softwaregesteuerte Fernbedienung via

Laptop oder Computer, bei der jeder Lautsprecher

über seine eigene IP-Adresse angesprochen

werden kann. Sehr lobenswert ist

die Tatsache, dass alle Kabelanschlüsse über

eine stabile Verriegelung verfügen, so dass

sich kein Kabel durch Vibrationen oder Zug

versehentlich lösen kann! Da der Subwoofer

ja nur für den Frequenzbereich von 30

bis max. 140 Hertz zuständig ist, hat WORK

PRO natürlich noch den passenden Mittel-/

Hochton-Lautsprecher, der ab etwa 100

Hertz einsetzt.

WORK PRO SL 210 A,

das ideale Mittel-/Hochton

Line Array

Für die Wiedergabe des Frequenzbereichs

von 100 Hz bis etwa 18 kHz hat WORK

PRO ein aktives Zweiweg-System entwickelt,

das in Bezug auf Frequenzbereich,

Verstärkerleistung und DSP-Steuerung

die ideale Ergänzung zum Subwoofer

Das Anschlussfeld

des SL 218 SA

ARION SL 218 SA ist. Das sehr stabile

Birkensperrholzgehäuse ist zum Schutz

schwarz beschichtet und bereits für eine

fliegende Montage vorbereitet.

Es beheimatet zwei 10“ Mitteltonlautsprecher

mit einem Schwingspulendurchmesser

von 1,46“ sowie einen

1,4“ Kompressions-Hochtontreiber

mit einer 1,75“ großen Schwingspule

und einer PM4 Polymer-Membran.

Die Verstärkerleistung von insgesamt

1.500 Watt (Peak) setzt sich aus 1.000

Watt für die beiden 10“ Lautsprecher

und 500 Watt für den Hochtontreiber

zusammen und verleiht dem SL 210

A einen maximalen Schalldruck von

135 dB, was eine wirklich beachtliche

Leistung ist. Der weite horizontale Abstrahlwinkel

von 120 Grad stellt sicher,

dass auch in den vorderen Reihen das

Stereo-Klangbild gut wahrnehmbar

ist und ausgewogen klingt. Wie beim

Subwoofer SL 218 SA, so hat WORK

PRO auch beim SL 210 A nicht an der

Sicherheit gespart! Schutzschaltungen

gegen Überhitzung oder Überlastung

der Lautsprecher sowie zwei Limiter

(RMS und Peak) zur Überwachung

der Stärke des Eingangssignals stellen

sicher, dass die Lautsprecher keinen

Schaden nehmen können und stets

zuverlässig funktionieren. Auch beim

SL 210 A befinden sich alle Kabelanschlüsse

auf der Rückseite des Lautsprechers

und sind mit stabilen Verriegelungen

ausgestattet, damit sich kein

Kabel versehentlich lösen kann.

Nach dem Vorbild des SL 218

SA ist auch die Mittel-/Hochton-Einheit

pma 05/19

79


Hands-on test WORK PRO Line Array Sub ARION SL 218 SA und Top ARION SL 210 A

TECHNISCHE DATEN

Das Anschlussfeld

des SL 210 A

mit einer flexiblen DSP-Steuerung (Delay

und bis zu acht parametrische Equalizer

sowie div. Presets) ausgestattet,

welche über ein LED-Display mit einem

Vierwegetaster am Lautsprecher selbst,

oder via Ethernet aus der Ferne, bedient

werden kann.

Fazit und Testergebnis

Für die zwei Line Array Elemente bietet

WORK PRO umfangreiches Zubehör

an, wie z.B. Soft Cases sowie diverses

Montage- und Transportzubehör. Sowohl

der Subwoofer SL 218 SA, wie

auch das Mittel-/Hochton-Element SL

210 A wurden von uns umfangreichen

Tests unterzogen und mit Musik verschiedener

Genres beschickt.

Dank der intuitiven DSP-Steuerung

kamen wir sehr gut auch ohne

die beiliegende Bedienungsanleitung

Die Displays für die softwaregesteuerte Fernbedienung.

Der Arion

SL 210 A von

WORK PRO

klar. Die Steuerung arbeitet sauber,

ohne lästige Nebengeräusche und

sehr effektiv. In unserem relativ überschaubaren

Testraum erzeugte das Line

Array System von WORK PRO ein sehr

druckvolles und natürliches Klangbild.

Trotz der großen 18“ Membranen der

Tieftöner kam das Low-End dank der

großen Schwingspulen sehr impulsstark,

trocken und ohne dröhnende

Eigenresonanzen. Aufgrund der hohen

Leistungsreserven und der sauber arbeitenden

Limiter für das Eingangssignal

kamen wir zu keiner Zeit in den Clipping-Bereich.

Sicher sind unsere beiden

Testkandidaten nichts für einen schmalen

Geldbeutel, bedenkt man aber die

damit erkaufte Lautsprecherleistung, so

sind sie sicher jeden Cent wert!

Text: Michael Hennig

WORK PRO Line Array Sub ARION SL 218 SA

Produkttyp: Aktiver Subwoofer

Gehäuse: Birkensperrholz,

schwarz beschichtet

Frequenzbereich: 30-140 Hz (-10 dB)

Max. Schalldruck SPL: 138 dB

Lautsprecher: 2 x 18“ Tieftonlautsprecher

mit 4“ Schwingspule

Effekte: Delay und bis zu 8 parametrische

EQs

Verstärker: 4.000 Watt (Peak) Class D

Stromversorgung: 85-265 V~ bei 45-65 Hz

Anschlüsse: XLR-Eingang und XLR-Ausgang

2 x PowerCon Netzkabelanschluss

2 x RJ45 Netzwerkanschluss

Eingangsempfindlichkeit: +4 dBu

Gewicht: 96 kg

Abmessungen: 579 x 1165 x 651 mm

WORK PRO Line Array Top ARION SL 210 A

Produkttyp: Aktiver Zweiweg-Mittel-/Hochton-Lautsprecher

Gehäuse: Birkensperrholz,

schwarz beschichtet

Frequenzbereich: 100 Hz-18 kHz (-10dB)

Max. Schalldruck SPL: 135 dB

Lautsprecher: 2 x 10“ Tieftonlautsprecher

mit 1,46“ Schwingspule,

1.4" Kompressions-Hochtontreiber mit

1,75" Schwingspule und PM4 Polymer-

Membran

Abstrahlwinkel: 120 Grad horizontal

Schutzschaltungen: Überhitzung, Überlastung,

Limiter für Eingangssignal

Effekte: Delay und bis zu 8 parametrische

EQs

Verstärker: 1.500 Watt (Peak) Class D

Stromversorgung: 85-265 V~ bei 45-65 Hz

DSP-Steuerung: Vierwegetaster mit beleuchtetem

Display oder per Ethernet LAN

Anschlüsse: XLR-Eingang und XLR-Ausgang

2 x PowerCon Netzkabelanschluss

2 x RJ45 Netzwerkanschluss

Eingangsempfindlichkeit: +4 dBu

Gewicht: 27kg

Abmessungen: 283 x 769 x 475 mm

Preise (UVP): Sub ARION SL 218 SA

4.400 EUR (inkl. Mwst.)

Top ARION SL 210 A 2.351 EUR (inkl. Mwst.)

Vertrieb: PAT, Pro Audio-Technik Limited,

www.proaudio-technik.de

80 pma 05/19


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Hands-on test Bose L1 Compact

Bose L1 Compact

Line-Array im Mini-Format

Mit dem Modell L1 Compact gelingt es Bose die Erkenntnisse aus den

großen Line-Array-Systemen in ein leichtes, aktives und kompaktes

Säulen-PA-System zu integrieren. Mit welchen Features das Bose L1

Compact System in unserem Praxistest punkten konnte, verraten wir

euch in unserem ausführlichen Testbericht.

Bereits im Jahr 1964 gründete Amar

Gopal Bose (1929–2013) die Bose

Corporation, die ihren Stammsitz in

Framingham, Massachusetts, USA hat

und zu den wenigen Lautsprecher-Herstellern

zählt, die noch immer eine eigene

Entwicklungsabteilung unterhalten.

Zu den Prinzipien von Bose gehört,

einen großen Teil des Gewinns wieder in

die Forschung zu investieren. Das erklärt die

hohe Innovationsdichte, mit der die Bose

Corporation immer wieder für Aufsehen

sorgt. Ein gutes Beispiel hierfür ist unser

heutiger Testkandidat, das aktive Bose

L1 Compact Line Array System, mit dem

es Dank des 180-Grad-Abstrahlwinkels

möglich ist, mit nur einem System einen

kompletten Raum zu beschallen. Wie das

funktioniert und welche Überraschungen

das L1 Compact System noch für uns bereithält,

erfahrt ihr in diesem Beitrag. Was

bei den großen Line Array Systemen zur Beschallung

großer Hallen funktioniert, kann

auch bei entsprechender Verkleinerung für

kleinere Räume nicht verkehrt sein. Diesem

Grundgedanken folgend wurde das L1

Compact Modell als aktives Zweiweg-System

konzipiert. Statt einem Endstufen-Rack

bei den großen Systemen hat Bose einen

Verstärker mit 130 Watt Ausgangsleistung

in das Subwoofer-Gehäuse integriert.

Die vor der Bühne in einer Reihe

am Boden stehenden Subwoofer-Boxen

des großen Line Array Systems ersetzt

beim L1 Compact ein leistungsfähiger

Tieftonlautsprecher mit einem Durchmesser

von 8 Zoll bzw. 20,3 Zentimeter, der

für die kraftvolle, detailreiche und natür-

liche Wiedergabe des unteren Frequenzbereichs

von 50 – 400 Hz sorgt. Montiert

ist der Tieftonlautsprecher in einem leichten

und stabilen Bass-Reflex-Gehäuse aus

schwarzem Polypropylen. Die Gehäuse-

Front besteht aus schwarz pulverbeschichtetem

Stahllochblech, dessen Profil

so geformt ist, dass mittig die nur sieben

Zentimeter breite Mittel-/Hochton-Einheit

eingesteckt werden kann. Diese für die

Frequenzen von 400 bis 16.000 Hertz

zuständige Lautsprechersäule besteht aus

sechs kleinen Mittel-/Hochtontreibern mit

einem Durchmesser von zwei Zoll bzw.

5,1 Zentimeter, die alle so ausgerichtet

sind, dass ein Abstrahlwinkel von beachtlichen

180 Grad erreicht wird.

Der Schall verteilt sich folglich halbkugelförmig,

um die Front des Lautsprechers

mit einem vertikalen Winkel von nur

40 Grad. Dies bedeutet wiederum, dass die

Mittel-/Hochton-Einheit durch den Einsatz

einer oder beider im Lieferumfang enthaltenen

Distanzsäulen auf Ohrhöhe des Publikums

gebracht werden sollte. Unter Verwendung

der beiden Distanzstücke erreicht

das System eine maximale Höhe von 1,99

Links: Anschlüsse und

Regler sind am Subwoofer

angebracht.

Rechts: Das L1 Compact-

Modell in coolem Design.

Meter, so dass auch stehendes Publikum

problemlos beschallt werden kann und das

System auch bei relativ niedrigen Decken

keine Probleme bereitet.

Leicht zu transportieren

Das Bose L1 Compact ist ein wirkliches

Leichtgewicht. Das gesamte System,

inklusive der gepolsterten Schutzhaube

und der Umhängetasche mit den beiden

Distanzsäulen wiegt gerade mal

82 pma 05/19


Bose L1 Compact Hands-on test

Übersichtliches Display im modernen Look.

knappe 14 Kilogramm. Die bequeme

und großzügig dimensionierte Griffmulde

auf der Oberseite des Subwoofers

erlaubt auch das Tragen von Handschuhen

und lässt sich so leicht mit einer

Hand transportieren. Der Tragegurt der

Umhängetasche ist angenehm breit,

so dass die knapp drei Kilogramm der

beiden Distanzsäulen wirklich nicht ins

Gewicht fallen. Auf diese Weise lässt

sich das gesamte L1 Compact System

in einer Tour transportieren und man

hat sogar noch eine Hand frei, z.B. für

einen Gitarrenkoffer. Auch der Aufbau

des Systems ist kinderleicht. Einfach das

Netzkabel aus der in die Haube eingearbeiteten

Tasche nehmen und damit

das L1 Compact System an die nächste

Steckdose anschließen. Dank des automatischen

Schaltnetzteils braucht man

sich um die gerade verfügbare Netzspannung

keine Gedanken machen.

Durch die Anpassungsfähigkeit

des Netzteils von 100 bis 240 Volt

Wechselstrom, gleich ob mit einer

Wechselfrequenz von 50 oder 60

Hertz, kann man sein L1 Compact System

problemlos weltweit einsetzen. Ein

weiterer Vorteil: Das System kommt

vollkommen ohne Lautsprecherkabel

klar, da alle Anschlüsse nur durch die

Steckkontakte der maximal drei Säulenelemente

automatisch hergestellt

werden. Durch die Form der Steckkontakte

ist eine Verwechslung durch Verdrehen

der Säule ausgeschlossen. Besser,

schneller und sicherer kann man

den Systemaufbau nicht gestalten!

Integrierter

Zwei-Kanal-Mixer

Auch bezüglich der Verarbeitung und

Optimierung des Eingangssignals lässt

das L1 Compact System keine Wünsche

offen. Während andere aktive

Lautsprecher oft nur eine Ein- und

eine Ausgangsbuchse bieten, hat Bose

dem L1 Compact gleich ein zweikanaliges

Mischpult spendiert, das auf der

Oberseite des Subwoofers seinen Platz

gefunden hat.

Alle Regler und Anschlüsse sind

gut zugänglich und klar beschriftet, so

dass man wirklich kein Tontechniker

sein muss, um die Funktion der Bedienungselemente

zu verstehen. Hat

man das L1 System am Netzschalter,

neben der Kaltgerätebuchse für das

Netzkabel, eingeschaltet, so leuchtet

die mittig unter dem Tonematch-Logo

eingelassene Status-LED mit der Bezeichnung

„Power“ blau auf.

Mikro-Kanal

Handlich & mobil – außerdem

ist das Säulen-PA-System von

Bose erweiterbar.

Die Bedienungselemente und Anschlüsse

der beiden Kanäle des Mischpultes

sind, wie man es von großen

Mischpulten kennt, vertikal getrennt,

wobei der linke Kanal eher auf den Anschluss

eines Mikrofons spezialisiert ist

und der rechte Kanal sich mehr für den

Anschluss verschiedener Instrumente

oder anderer Stereo-Signalquellen

eignet. Der linke, mit „Microphone“

beschriftete, Kanal bietet lediglich die

für Mikrofone typische XLR-Buchse als

Eingang. Leider sucht man vergeblich

nach einem Schalter für die bei

Kondensator-Mikrofonen notwendige

Phantomspeisung. Daher wäre es sinnvoll,

sich beim Kauf eines Hand-Mikrofons

auf die dynamischen Modelle zu

beschränken, wie z.B. das Shure SM58.

Erfreulich ist die für den Mikrofoneingang

vorhandene Klangregelung,

bestehend aus separaten Reglern für

Bässe und Höhen, bezeichnet als „Bass“

und „Treble“. Die von Bose entwickelte

Klang-Optimierung „Tonematch“ ist beim

Mikrofoneingang immer eingeschaltet

pma 05/19

83


Hands-on test Bose L1 Compact

Das Anschlussfeld ist übersichtlich gestaltet – und ermöglicht sogar den Anschluss

eines CD- oder DVD-Players.

Optisch modern und schnittig.

und erwartet dort ein mikrofontypisches

Eingangssignal. Ganz oben ist der Regler

für die Lautstärke des Mikrofon-Kanals,

welche zum Anschließen oder Trennen

des Mikrofons ganz nach links gedreht

sein sollte, um etwaige laute Nebengeräusche

zu vermeiden.

Kanal für diverse

Musikquellen

Wie beim Mikrofon-Kanal, haben wir

auch beim rechten Instrumenten-Kanal

ganz oben die mehrfarbige Signal-Status-LED.

Die LED leuchtet grün, sobald

ein Audio-Signal an einem der Eingänge

anliegt. Wechselt die Farbe zu

Gelb, so ist die Grenze der Lautstärke

erreicht. Leuchtet die LED permanent

Rot, so ist das Eingangssignal zu laut

und sollte durch ein Linksdrehen am

Lautstärkeregler reduziert werden.

Ein integrierter Dynamic Limiter

begrenzt das Audiosignal, so dass

eine Übersteuerung durch Spitzen im

Eingangssignal abgefangen wird. Eine

Klangregelung gibt es für den rechten

Kanal leider nicht, aber dafür stehen

diverse Anschlüsse zur Verfügung. Für

den MP3-Player, das Handy, das Tablet

oder das Laptop gibt es eine 3,5 mm

Stereo-Miniklinkenbuchse. Die beiden

Chinch-Anschlüsse erlauben z.B. den

Anschluss eines CD- oder DVD-Players

oder einer anderen Stereo-Signalquelle

mit unsymmetrischem Ausgangssignal.

Hierzu eine kleine Eselsbrücke:

„Rot” ist immer der „rechte” Kanal,

„Weiß” dann zwangsläufig der linke

Kanal. Der Mono-Klinkeneingang ist

speziell für eine Elektro-Akustikgitarre

ausgelegt. Der Tonematch-Schalter

rechts neben der Klinkeneingangsbuchse

sollte aktiviert werden, wenn

tatsächlich eine E-Akustikgitarre dort

angeschlossen ist, da dann das Gitarrensignal

über die von Bose entwickelte

Tonematch-Signalbearbeitung noch

optimiert wird.

Der Tonematch-Schalter sollte

jedoch ausgeschaltet werden, wenn

an dem Mono-Klinkeneingang mit der

Bezeichnung „Inputs“ z.B. der Ausgang

eines weiteren Mischpultes oder

ein anderes Line-Signal angeschlossen

wird. Sehr erfreulich ist die Tatsache,

dass alle Eingänge gleichzeitig belegt

werden können. Der richtige Lautstärke-Mix

muss dann allerdings durch die

Regelung des Ausgangssignals der angeschlossenen

Quellen erfolgen.

Praxistipp: Das L1 Compact

Wireless Set

Um das L1 Compact System von Bose

zum Wireless-Empfang aufzurüsten,

empfiehlt sich z.B. das IMG Stageline

Fly 16 UHF Wireless Set, bestehend

aus Sender und Empfänger, jeweils mit

XLR-Anschluss, um z.B. ein Mikrofon

kabellos zu betreiben. Swissonic bietet

zum Beispiel auch für kleines Geld ein

Bluetooth Übertragungssystem mit

XLR-Ausgang und eigenem Akku, um

ein Smartphone via Bluetooth als Musikquelle

zu verwenden.

Das Ausgangssignal und

seine Anschlüsse

Auf der Rückseite des Subwoofers finden

wir eine als „Main“ bezeichnete

6,3 mm TRS-Klinkenbuchse, an der das

Technische Daten

Lautsprecher: Array mit 6 x 2“ (51 mm)

Hochtonlautsprecher und Subwoofer mit

1 x 8“ (203 mm) Tieftonlautsprecher

Frequenzgang: 50 Hz - 16 kHz (bei -10 dB)

Trennfrequenz: 400 Hz

Abstrahlwinkel: 180° H x 40° V

Max. Schalldruck: 106 dB (Sinus), 112 dB

(Peak)

Verstärkerleistung: 130 W mit integriertem

Dynamic-Limiter

Eingänge: XLR, 3,5 mm Stereo-Miniklinke,

Stereo-Chinch, 6,3 mm Klinkenbuchse unsymmetrisch

Line- / Hi-Z-Pegel

Ausgänge: 6,3 mm Klinkenbuchse sym./

unsym., Stereo-Chinch

Abmessungen: L1-Compact-Standfuß mit

Lautsprecher-Array: 41,8 x 33,9 x 42,6 cm

(H x B x T) Montiert inkl. der beiden Distanz-

Elemente: 199,5 x 33,9 x 42,6 cm

Gewicht: 13,3 kg (komplett)

Preis (UVP): 999 Euro

Vertrieb: Bose Corporation, www.bose.de

84 pma 05/19


Bose L1 Compact Hands-on test

Ausgangssignal sowohl symmetrisch

(TRS), als auch unsymmetrisch (TS) abgegriffen

werden kann.

Dieses Signal kann genutzt

werden, um das Ausgangssignal z.B.

an weitere, aktive Lautsprecher oder

zusätzliche aktive Subwoofer zu verteilen.

Zwei Chinch-Anschlüsse mit der

Bezeichnung „Record“, rechts neben

der Klinkenbuchse, bieten einen unsymmetrischen

Stereo-Ausgang, um

z.B. mit einem Recorder einen Mitschnitt

der Show aufzuzeichnen.

Fazit und Testergebnis

Sicherlich liefern andere Hersteller stärkere

und größere Systeme mit mehr

Power, aber mit dem L1 Compact hat

Bose bezüglich Gewicht, Handling und

Klangausbeute den idealen Kompromiss

gefunden. Entscheidend sind die

Details, die das Bose-System von anderen

aktiven Säulen-PAs unterscheidet.

Beispiele hierfür sind die unterschiedliche,

den Anforderungen angepasste,

Konfiguration der Eingangskanäle,

die von Bose entwickelte Tonematch-

Klang-optimierung und die unterschiedliche

Ausrichtung der Mittel-/

Hochton-Lautsprecher zur Erweiterung

des Abstrahlwinkels. Hier spürt man

deutlich die jahrzehntelange Erfahrung

in der Entwicklung von Lautsprecher-

Systemen und die enge Zusammenarbeit

mit der Musikergemeinde. Wie

während unseres Praxistests deutlich

wurde, arbeitet das L1 Compact am

besten, wenn der Subwoofer auf dem

Boden, mittig und nahe der dem Publikum

gegenüber liegenden Wand

steht und das Mittel-/Hochton-Array

auf Ohrhöhe des Publikums ausgerichtet

ist. Das L1 Compact eignet sich für

kleinere Räume beziehungsweise Gruppen

bis etwa 100 Hörer.

Durch den weiten Abstrahlwinkel

ist schon mit nur einem System

eine ausgewogene, direkte Beschallung

gegeben, gleich wo man sich im Raum

befindet. Das L1 Compact ist daher der

ideale Begleiter für Solo-Künstler und

kleinere Musikgruppen. Es eignet sich

aber ebenso für professionelle Präsentationen,

die Beschallung von Multimedia-Räumen,

Heim-Kinos, Musik-Cafés,

Karaoke-Bars und auchRäumlichkeiten

mit ähnlicher Größe.

Für das L1 Compact Line Array

bietet der Hersteller eine umfassende

Online-Dokumentation, inklusive

Bedienungsanleitung, Datenblätter

mit diversen Messkurven sowie einer

Übersicht über alle BOSE Säulen-PA-

Systeme der L1-Serie. Besser als ein

L1 Compact System sind nur zwei L1-

Compact-Systeme, da dann auch eine

echte Stereo-Wiedergabe möglich ist.

Das Design ist schlicht, funktional und

elegant. Die Verarbeitung ist makellos.

Text: Michael Hennig

Wohlfühlen durch Licht

Ein Buch zum Schmökern, Inspirieren und Informieren.

das UnteRneHmen Bose

Die Mission von Bose ist einfach: Besser Lösungen finden, bessere Produkte

entwickeln und es Menschen ermöglichen, die Dinge zu genießen, die sie

lieben. Auf diese Vision ist alles bei Bose ausgerichtet und bringt das Unternehmen

dem selbst gesteckten Ziel näher. Der vielleicht wichtigste Grundsatz

des Herstellers ist allerdings, Innovation nicht als Selbstzweck, sondern

als Weg zu betrachten – ein Weg, auf dem neue Ideen von neuen Akteuren

einfließen. Dafür lädt Bose Kreative, Erfinder, Träumer und talentierte Menschen

mit verschiedenen Geschichten ein, deren große Ideen sowie die Leidenschaft

und Begeisterung bei Bose mit einzubringen. Seit der Gründung

im Jahr 1964 hat sich Bose auf der ganzen Welt nicht nur durch die hohe

Qualität der Produkte etabliert – auch den innovativen und engagierten

Mitarbeitern hat das Unternehmen seinen guten Ruf zu verdanken.

ISBN 978-3-95512-105-1

49,90 EUR

Jetzt gleich bestellen

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+49 8131 565568

bestellung@ppvmedien.de


Hands-on test Neumann NDH 20

Neumann NDH 20

Studiosound für

unterwegs

Der Name Neumann ist gerade im Tonstudiobereich seit Jahrzehnten bekannt für

erstklassige Studio-Mikrofone und seit einigen Jahren auch für sehr neutrale Studio-

Monitore. Das jüngste Kind der Neumann-Familie ist der Kopfhörer NDH 20, mit dem

es erstmals möglich ist, den Neumann-Sound überall hin mitzunehmen. Wir haben

die Headphones für euch unter die Lupe genommen.

Oftmals wird einem im kleinen

Home-Studio die philosophische

Frage, ob Kopfhörer zum Mischen

und Mastern wirklich geeignet sind,

durch äußere Zwänge abgenommen.

Wenn es nun mal sein muss, dann sollte

es schon ein Modell sein, das auch wirklich

ein ehrliches Klangbild zeichnet und

nicht selbst schon färbt. Ob der neue

Profi-Kopfhörer NDH 20 aus der Berliner

Edelschmiede Neumann dieser anspruchsvollen

Aufgabe gewachsen ist und wie er

sich im Langzeittest geschlagen hat, verrät

euch unser heutiger Testbericht.

Gebaut für die Ewigkeit

Bereits von außen sieht man dem wirklich

edel gestalteten Behältnis an, dass es einen

sehr hochwertigen Inhalt vor neugierigen

Blicken bewahrt. Das schlichte Vollmetall-

Design in Silber und Schwarz verleiht dem

NDH 20 seinen futuristischen Look und ist

wahrscheinlich auch die Ursache für das

relativ hohe Gewicht von 388 Gramm. Auf

der rechten Seite des Kartons fällt uns eine

kleine Schlaufe aus orangefarbigem Satinband

auf, mit deren Hilfe sich die beiden,

an der linken Seite verbundenen, Kartonhälften

bequem aufklappen lassen.

Die rechte Hälfte füllt ein maßgeschneidertes

Schaumstoffbett mit

dem eigentlichen Kopfhörer. Auf der

linken Seite finden wir unter einer mit

schwarzem Filz beschichteten Abdeckklappe

ein zweites Schaumstoffbett

mit den passenden Aussparungen für

ein schwarzes Satinsäckchen, die Bedienungsanleitung,

ein vollkommen

gerades 3 Meter Anschlusskabel sowie

ein ca. 1,5 Meter langes Anschluss-

kabel, dessen eine Hälfte gerade und

die andere Hälfte als Spiralkabel ausgeführt

ist. Aufgeschraubt an einem

Ende dieses Kabels ist der ebenfalls

zum Lieferumfang gehörende, vergoldete

Adapter von 3,5 mm auf 6,3 mm

Stereo-Klinkenstecker. Das andere Ende

des Kabels wird in die passende Buchse

der rechten Hörmuschel gesteckt und

mit einer Viertelumdrehung dort fest

verankert. Durch die auswechselbaren

Anschlusskabel ist eine sehr lange Nutzungsdauer

garantiert, da dies normalerweise

die Schwachstelle der meisten

Kopfhörer darstellt.

Die Verkabelung der linken Ohrmuschel

verläuft unsichtbar und geschützt

im Bügel des NDH 20. Sowohl

die im Bügel eingearbeitete Polsterung,

als auch die ohrumschließenden Pads

86 pma 05/19


Neumann NDH 20 Hands-on test

Abnehmbares Kabel zum Schutz vor Knicken.

Edel: Optisch stehen die Headphones in der Tradition ihres Herstellers.

sind großzügig dimensioniert und sorgen

für einen bequemen, sicheren Sitz

des Kopfhörers, auch über Stunden

hinweg und ohne den sonst üblichen

Druckkopfschmerz. Das geschlossene

Design der Ohrmuscheln und die gute

Passform sorgen für eine perfekte

Schallisolierung nach außen, so dass

dieser Kopfhörer auch als Monitor bei

sensiblen Mikrofonaufnahmen im Studio

eingesetzt werden kann.

Weiterer Frequenzgang

Schaut man sich die technischen Daten

des NDH 20 etwas genauer an, fallen

bestimmte Eigenschaften besonders

auf: Der relativ hohe Impedanz-Wert

von 150 Ohm lässt vermuten, dass der

NDH 20 im Vergleich zu anderen Modellen

relativ leise ist.

Ein direkter Hörtest mit Modellen

diverser Hersteller (u.a. AKG, Yamaha,

Ultrasone, Fostex) zeigte jedoch,

dass Neumann durch den Einsatz von

leistungsstarken 38-mm-Neodym-Magneten

nicht nur das Gewicht, sondern

offensichtlich auch den Wirkungsgrad

der Treiber optimiert hat, so dass kein

nennenswerter Lautstärkeunterschied

hörbar war. Darüber hinaus glänzt der

NDH 20 mit dem bemerkenswerten Frequenzgang

von nur 5 Hertz bis 30 Kilohertz

und das bei einer Toleranzgrenze

von nur -3 dB! Dieser ungewöhnlich

lineare Frequenzgang und der für ein

geschlossenes System sehr offene Klang

erlauben ein ermüdungsfreies Arbeiten

über Stunden hinweg, auch im Mixingund

Mastering-Bereich.

Fazit

Während unseres mehrere Tage dauernden

Praxistests haben wir den

ersten Kopfhörer aus dem Hause

Neumann, den NDH 20, für diverse

Aufgabenbereiche in unserem Tonstudio

getestet. Gleich ob als Monitor-

Kopfhörer bei Aufnahmen oder im

Live- und Broadcast-Bereich, - der

NDH 20 machte überall eine gute Figur

und erhielt nur Komplimente, bei

Tontechnikern gleichermaßen wie bei

Musikern. Seine präzise und nuancierte

Wiedergabe, der ausgewogene, weitreichende

Frequenzgang sowie die exzellente

räumliche Staffelung verleihen

dem NDH 20 klangliche Eigenschaften,

die Musiker und Tontechniker von einem

professionellen Studio-Kopfhörer

erwarten. In Verbindung mit seiner

robusten Konstruktion und dem hohen

Tragekomfort ist er die perfekte Wahl

für alle, die einen universell einsetzbaren

Kopfhörer in Top-Qualität suchen.

Vergleicht man den NDH 20 mit anderen

Kopfhörer-Modellen, so ist der

Preis von 499 Euro wirklich gerechtfertigt.

Ein Kopfhörer, der den Namen

„Neumann“ zu Recht trägt!

Technische Daten

Text: Michael Hennig

Produkttyp: Ohrumschließender, geschlossener

Studio-Kopfhörer

Wandlertechnik: Dynamische 38-mm-Treiber

mit Neodym-Magneten und Duofol Membran

Impedanz: 50 Ohm

Schalldruck (Max): 114 dB SPL (1 kHz, 1

Vrms)

Übertragungsbereich: 5 Hz - 30 kHz (-3 dB)

Maximale Belastbarkeit: 1000 mW

Nennbelastbarkeit: 200 mW

Klirrfaktor: 0.10% (1 kHz, 100 dB SPL)

Gewicht: 88 g (ohne Kabel)

Preis (UVP): 499 Euro

Vertrieb: Neumann, www.neumann.com

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Hands-on test DPA d:screet CORE 6060 & DPA d:fine CORE 6066

DPA d:screet core 6060 & DPA d:fine core 6066

Winzlinge mit großem Sound

Miniaturmikrofone, wie sie auch bei Film und Fernsehen oder als Headsets für die

Bühne verwendet werden müssen neben einem perfekten Sound auch ein weiteres,

wichtiges Merkmal liefern: Sie müssen so unauffällig und klein, wie möglich sein.

DPA hat mit den DPA d:screet CORE 6060 und DPA d:fine CORE 6066 zwei wirkliche

Winzlinge im Programm.

Man findet sie gut versteckt in den

Perücken von Opernstars, perfekt

in die Kostüme integriert beim Film

oder auch als unauffällige Headsets

bei den Protagonisten der großen

Musical oder Pop-Konzterte.

Miniaturmikrofone verrichten ihren

Dienst überall, wo das Mikro nicht oder

möglichst kaum gesehen werden soll.

Allerdings ist es nicht ganz

so einfach, ein Mikrofon besonders

klein und gleichzeitig mit höchster

Klangqualität herzustellen. Der alte

Merksatz „je kleiner das Mikrofon,

desto höher das Eigenrauschen“ wurde

zwar schon von mehreren Herstellern

in Frage gestellt, enthält jedoch noch

immer ein Bisschen Wahrheit und

weist auf die Probleme beim Design

immer kleinerer Mikrofone hin.

Der dänische Mikrofonhersteller

DPA beweist seit einiger Zeit,

dass Miniaturmikrofone durchaus in

höchster Qualität übertragen können.

Ein Meilenstein war die 4000er-Serie

mit einem erstaunlich geringem Kapseldurchmesser

von nur 5 mm. Begeisterung

rief nicht nur die Größe des

Schallwandlers hervor, sondern auch

der beachtlich lineare Frequenzgang

bei sehr geringem Eigenrauschen.

Mit der 6000er-Serie sorgt

DPA nun erneut für Furore. Mit nur

3 mm Kapseldurchmesser sind die

neuen Miniaturmikrofone bezogen auf

Fläche sowie Volumen um 60 % kleiner

als ihre Vorgänger. Wenn es darum

geht, ein Mikrofon möglichst unsichtbar

zu platzieren, ist das ein enormer

Vorsprung.

Die Technik unter der Haube

Unsere beiden Testkandidaten, das Lavaliermikrofon

DPA d:screet CORE 6060

und das Headset DPA d:fine CORE 6066

sorgen bereits beim ersten Kontakt für

großes Staunen. Die Kapsel des d:screet

CORE 6060 ist wirklich winzig, kaum

größer als das fest mit der Kapsel verbundenen

Kabel. Die Headset-Kapsel des

d:fine CORE 6066 wirkt durch die robuste

Hülse etwas größer. Im Vergleich zum

Vorgänger ist sie jedoch deutlich kleiner.

Beide Kapseln sind vorpolarisierte

Kondensatoren und sind mit der bekannten

CORE-Technologie ausgerüstet, die bereits

die Dynamikbereiche der 4000er-Serie bei

kleinstmöglichen Verzerrungen erweiterte.

Sie funktionieren ungerichtet, es handelt

sich also um Kugel-Richtcharakteristiken,

88 pma 05/19


DPA d:screet CORE 6060 & DPA d:fine CORE 6066 Hands-on test

was den meisten Einsatzbereichen entgegen

kommt. Der Frequenzgang der

weitgehend identischen Kapseln ist bis zur

5-kHz-Marke überraschend linear. Über den

5 kHz ergibt sich eine kleine Kurve in den

Plus-Bereich, was für eine im Sprach- und

Gesangsbereich angenehme Höhenanhebung

sorgt. Unter 50 Hz fällt der Pegel ab,

was jedoch von einem Miniaturmikrofon

auch zu erwarten ist. Der Dynamikumfang

liegt bei imposanten 102 dB.

Maximal belastbar ist das d:screet

CORE 6060 mit 134 dB SPL. Das Headset

d:fine CORE 6066, das naturgemäß näher

an der Schallquelle sitzt, weist ganze 144

dB SPL Maximalpegel auf. Den Unterschied

macht die Empfindlichkeit der Kapseln.

Angegeben ist für die d:screet-CORE-

6060-Kapsel 20 mV/Pa, für das d:fine

CORE 6066 sind es 6 mV/Pa, gemessen

bei jeweils bei 1 kHz. Als Alternative ist

das CORE 6061 erhältlich, das ebensoviel

Pegel verträgt wie das CORE 6066. Das

Grundrauschen geht mit 24 dB(A) beim

d:screet CORE 6060 und 26 dB(A) beim

d:fine CORE 6066 absolut in Ordnung,

bedenkt man die geringe Größe der Kapseln.

Der Rauschabstand (SNR) liegt also

bei 70 dB(A) beim d:screet CORE 6060

und bei 68 dB(A) beim d:fine CORE 6066.

Verarbeitung und Zubehör

Die Gehäuse der 6000er-Serie sind aus

Edelstahl und weisen an der Vorderseite

kleine Schalllöcher auf, welche die

Miniatur-Körbe der Vorgängerserie ablösen.

Auch so konnte etwas Volumen

gespart werden. Die Kapselgehäuse sind

abnehmbar, was die Reinigung erleichtert.

Die Kabel sind fest mit der Kapsel

verbunden, was ebenfalls der Größe geschuldet

ist. Beim Headset ist das Kabel

im Boom, dem Ausleger verbaut.

Das Headset macht ebenso wie

die Lavalier-Variante einen äußerst

stabilen Eindruck. Es ist aus Edelstahl

gefertigt und obwohl es aufgrund

der Größe fragil wirkt, ist es extrem

widerstandsfähig. Wie das Gestell einer

Sportbrille lässt es sich schadlos

verwinden. Aufgrund des geringen

Gewichts von nur 11 g ist es sehr komfortabel

zu tragen. Trotz der festen,

drahtigen Optik drückt es bei korrekter

Einstellung weder an Kopf noch Ohr.

Nach kürzester Zeit hat man vergessen,

dass man ein Headset trägt.

Der Boom ist im Gegensatz zur

4000er-Serie ein wenig gewachsen, was

die Positionierung der Kapsel deutlich

erleichtert. Die Ohrschlaufen sind einfach

und stufenlos einstellbar. Das Kabel, das

bei beiden Mikrofonen nur 1,6 mm dick

und Kevlarverstärkt ist, wird aus dem

Nackenbügel des Headsets geführt. Der

Boom ist nicht nur ausziehbar, er kann

auch im Winkel verstellt werden.

Geliefert wird das Headset in

einem dünnen Etui, in dem ein kleiner

Spiegel beim Aufsetzen und Anpassen

hilft - auch ohne große Künstlergarderobe.

Ein passender Windschutz ist ebenfalls

mit dabei. Für das d:screet CORE

6060 ist eine praktische Lavalier-Klemme

verfügbar, in die sich das Mikrofon ganz

einfach einklippen lässt. Beide Mikrofone

sind in Schwarz und Beige erhältlich.

Sound und Fazit

Wie man es bereits von DPA kennt, klingen

auch die Mikrofone der 6000er-Serie

absolut neutral. Im Hauptanwendungsbereich

Sprache und Gesang macht

sich die leichte Höhenanhebung positiv

bemerkbar und unterstützt die Sprachverständlichkeit.

Dynamik und Rauschabstand

sind für die Baugröße beeindruckend

und für die genannten Einsatzbereiche

mehr als ausreichend. Lediglich für extrem

filigrane und höchst-dynamische

Signale sollte man ein größeres Mikrofon

wählen. Wenn es jedoch um

Sound und Größe geht, hat man mit

der 6000er-Serie eine optimale Lösung.

Die Kugelcharakteristik liefert

bei allen Einsprechwinkeln einen homogenen

Sound. Auch bei Rock- und

Pop-Produktionen ist die Richtcharakteristik

kein Nachteil, da die Mikrofone

relativ feedbackstabil sind und bei

Produktionen in der Größenordnung,

in der man die DPA-Headsets vermutet,

so gut wie nur noch mit In-Ear-Monitoring

gearbeitet wird.

Alles in allem sind die Mikrofone

aus der 6000er-Reihe beeindruckende

Arbeitstiere, die durchdacht und äußerst

robust daher kommen. Der Sound ist

genau das, was der Profi braucht um einen

perfekten Mix zu kreieren. Besonders

beeindruckend sind die Maße der Kapseln.

Kleiner kann man sich ein Mikrofon

kaum mehr vorstellen.

Technische Daten

Text: Steffen Sauer

DPA d:screet CORE 6060

Richtcharakteristik: Kugel (Omnidirektional)

Funktionsprinzip: Vorpolarisierter Kondensator

Frequenzbereich: 40 Hz - 20 kHz mit 4 dB

Soft-Boost bei 8 - 20 kHz

Empfindlichkeit: 20 mV/Pa; -44 dB re. 1 V/Pa

Rauschabstand (SNR): 70 dB(A)

Dynamik: 102 dB

Max. SPL: 134 dB

Anschluss: MicroDot, TA4F Mini-XLR,

3-pin LEMO, Mini-Jack

Gewicht: 8 g

Kapselgröße: 3,4 x 14,4 mm

Kapseldurchmesser: 3 mm

DPA d:fine CORE 6066

Richtcharakteristik: Kugel (Omnidirektional)

Funktionsprinzip: Vorpolarisierter Kondensator

Frequenzbereich: 40 Hz - 20 kHz mit 4 dB

Soft-Boost bei 8 - 20 kHz

Empfindlichkeit: 6 mV/Pa; -44 dB re. 1 V/Pa

Rauschabstand (SNR): 68 dB(A)

Dynamik: 102 dB

Max. SPL: 144 dB

Anschluss: MicroDot, TA4F Mini-XLR,

3-pin LEMO, Mini-Jack

Gewicht: 11 g

Kapselgröße: 3,4 x 8,9 mm

Kapseldurchmesser: 3 mm

Vertrieb: DPA, www.dpamicrophones.com

pma 05/19

89


Hands-on test Electro-Voice RE3

Electro-Voice RE3

Flexibles

Funksystem

Mit dem RE3 bringt Electro-Voice ein neues

Funksystem heraus, welches den Markt kräftig

umkrempeln dürfte. Dabei funktioniert dieses

System nicht nur für Mikrofone, sondern auch

als Instrumenten-Funk. Der Fokus der Hersteller

lag auf Praktikabilität und Roadtauglichkeit.

Nicht zuletzt dank des Vorgängers

RE2 eilt dem Funksystem von Electro-Voice

seit einigen Jahren schon

ein guter Ruf voraus. Auf der weltgrößten

Musikmesse NAMM in Anahein

hat der US-Hersteller Anfang des Jahres

die Nachfolgerversion vorgestellt – und

damit die Erwartungshaltung weiter in

die Höhe geschraubt.

Herstellerangaben zufolge ist das

RE3 ein drahtloses UHF-Mikrofonsystem,

„das für erstklassige Klangqualität, Flexibilität

und Benutzerfreundlichkeit steht“

und in Übereinstimmung mit den neuesten

HF-Vorschriften entwickelt wurde.

Außerdem wurde noch mehr Wert auf

Benutzerfreundlichkeit und Roadtauglichkeit

gelegt.

Elegant und robust

Und tatsächlich wird schon beim ersten

Blick auf das RE3 deutlich, dass Electro-

Der Empfänger des

RE3-Funksystems

Voice einen Fokus auf das Einsatzgebiet

des Mikrofons gelegt hat:

Sowohl das Mic selbst als auch

der Empfänger sind robust produziert

und machen den Eindruck, als

könnte ihnen die Alltagshärte der tourenden

Künstler nichts anhaben.

Der RE3-Handsender kombiniert

robuste Aluminium-Verarbeitungsqualität

mit einem schlanken, handlichen Design.

Überhaupt ist die Optik des Systems

klassisch gehalten – so macht das Gerät

in nahezu jeder Umgebung eine gute

Figur. Im Vergleich zur RE2-Version hat

allerdings auch das Design ein Facelift

bekommen.

Flexibilität ist Trumpf

Dabei ist die RE3-Serie kein „reines“

Mikrofon-Set. Empfänger und Sender

sind in insgesamt zehn vorgefertigten

Sets erhältlich, die für eine Vielzahl

von Leistungs- und Präsentationsanwendungen

ausgelegt sind. So gibt es

neben Mikro- und Headset-Ausführung

auch eine Version, die als Funk für Instrumente,

beispielsweise Gitarren und

Bässe, funktioniert.

Alle Sets enthalten einen

1/2-Rack-Space Diversity-Empfänger

mit Antennen, Universalnetzteil, Rack-

Im Lieferumfang enthalten ist auch die elegante

Halterung für das Funksystem.

montage-Kit, Sender, Batterien und

einem Eingabegerät.

Noch flexibler wird das System

durch sein umfangreiches Zubehör, das

ebenfalls im Lieferumfang enthalten

ist. Durch dieses Zubehör ist es möglich,

auch große Mehr-kanalsysteme

aufzubauen. Die Frequenzabtastung

am RE3-Empfänger funktioniert dabei

einwandfrei und ist recht einfach zu

bedienen – die richtige Frequenz wird

somit schnell gefunden, ein kabelloser

Betrieb mehrerer Systeme ist dadurch

problemlos möglich.

In der Mikrofon-Version stehen

fünf Handheld-Systemsets und eine Reihe

unterschiedlicher Mikrofonkapseln

zur Auswahl: Die dynamischen Varianten

ND76, ND86, ND96 sowie die Kondensator-Versionen

RE420 und RE520. Die

Kapseln für den Handsender sind im Lie-

90 pma 05/19


Electro-Voice RE3 Hands-on test

Oben: Die dynamische Variante nD76

Rechts: Die Kondensator-Version RE420

ferumfang nicht enthalten, können aber

natürlich extra erworben werden.

Für die Instrumenten- und Lavalier

/ Headworn-Mikrofonanwendungen

stehen fünf Bodypack-System-Sets zur

Verfügung: Die Lavalier-Varianten OL3,

CL3, das Headset HW3 und das GC3, das

zum Anschluss von Instrumentenkabeln

dient. Außerdem bietet Electro-Voice ein

Nur-Taschensystem an.

Frequenzjäger und

Klangwunder

Die kabellosen RE3 Mikrofone sind

nur für europäische Länder erhältlich

und funktionieren anhand verschiedener

Bandbreiten für die europäischen

Märkte. Für den Einsatz hierzulande

stehen dabei Bänder im 600-MHzund

800-MHz-Bereich zur Verfügung.

Mit den fünf abnehmbaren Mikrofonkapseln

wird der beliebte und bereits

bekannte Sound der ND-Serie und

der neuen RE420 und RE520 Mikrofone

an jedes tragbare Funksystem

übermittelt.

Um die heutzutage allerorts

vorhandene Komplexität anspruchsvoller

HF-Umgebungen zu minimieren,

umfassen die Betriebskanäle die gängigsten

Frequenzbänder, 5L, 5H, 6M

und das freie 8M.

Langlebig

Bei längerem Test fällt besonders die

Akkulaufzeit positiv auf: Das System ist

energiesparend, eine dauernde Wiederaufladung

oder ein ständiger Batteriewechsel

sind nicht notwendig. Ein angenehmes

Feature, das zudem auch noch

die Umwelt schont – eine Aufladestation

ist ebenfalls erhältlich.

Dynamisches Klangbild

Und auch klanglich überzeugt das RE3

auf ganzer Linie. Das von uns getestete

RE420-8M-Mikrofon schnitt beim Thema

Sound hervorragend ab: Die Sprachverständlichkeit

des Systems ist bei allen

getesteten Kapseln absolut einwandfrei,

der Klang des Funks ist warm, direkt

und ausgewogen, Störgeräusche oder

Funksurren gibt es zu keinem Zeitpunkt.

Die Übertragung von Sender zu

Empfänger ist störungsfrei und verlässlich,

lästige Aussetzer und Verzögerungen

konnten ebenfalls nicht festgestellt werden.

Dafür sorgt die im Sender verbaute

Diversity-Empfangstechnologie – sie

minimiert die Wahrscheinlichkeit von

Übersichtlich und funktional: Die Rückseite des Empfängers mit allen wichtigen anschlüssen lässt keine Wünsche offen.

pma 05/19

91


Hands-on test Electro-Voice RE3

Die Clip-Sender machen

die Nutzung mit Instrumenten

möglich.

Die Lavalier-Variante

CL3 von Electric-Voice

mit Clip

Ein Verbindungskabel für E-Gitarren und

Bässe ist außerdem ebenfalls erhältlich.

Signalausfällen, indem sie zwei getrennte

Antennenpositionen bereitstellt, die je

nach Signalstärke und -stabilität einzeln

elektronisch ausgewählt werden. Außerdem

verfügt der Mikrofonkopf über

das sogenannte „ShockMount-System“

der Kapsel, bestehend aus einer 4-Punkt

Aufhängung und kombiniert mit einer

abgestimmten pneumatischen Pumpe.

Dadurch werden Störgeräusche dem

Hersteller zufolge optimal gemindert, um

mechanische Vibrationen und Geräusche

im Mix zu vermeiden. Und tatsächlich:

Das RE3 setzt in Sachen Störgeräuschvermeidung

neue Maßstäbe.

Fazit

Das RE3 wurde für höchste Klang- und

Hardware-Ansprüche entwickelt – und

wird diesem Anspruch auch in vollem

Umfang gerecht. Sowohl die robuste

Verarbeitung, als auch das klassische

Design und die Klang- und Funkeigenschaften

machen das RE3 zu einem

würdigen Nachfolger der RE2-Reihe.

Der humane Preis macht es außerdem

zu einem Preis/Leistungsgewinner, der

schon bald viele Freunde finden dürfte.

Die unterschiedlichen Versionen machen

das System zu einer „eierlegenden

Wollmilchsau“ und sorgen dafür, dass

das RE3 nicht nur für Sängerinnen und

Sänger, sondern auch für die Instrumentalisten

interessant ist.

Die Frequenz-Bandbreite stellt

außerdem sicher, dass auch mehrere

Geräte ohne Probleme gleichzeitig verwendet

werden können. Das erhältliche

Zubehör tut sein Übriges, um das Electro-Voice

RE3 zu einem der flexibelsten

Funksysteme zu machen, die aktuell auf

dem Markt sind.

Text: Dominik Sauter

Technische Daten

Bandbreiten: 36 MHz-Abstimmbandbreiten

Frequenzen: 1440 wählbare Frequenzen

Gruppen: 8 mit bis zu 22 frequenzkoordinierten

Kanälen

Kapseln: Electro-Voice ND- und RE-Serie

Stromversorgung: Wiederaufladbare Sender

und Batterieladestation (optional)

Gewicht: Empfänger: 500g

Preis (UVP): 550 – 892 Euro

Vertrieb: Electrovoice,

www.electrovoice.com

92 pma 05/19


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Norderstr. 1, D-25855 Haselund

Tel. 04843 – 2009 0, Fax. 04843 – 2009 33

Mail: info@hansen-neon.de, Web: www.hansen-led.de

Seit über 30 Jahren steht die Firma Hansen für innovative Produkte

im Bereich der Lichtwerbung. Mit einem Team von über 80 Mitarbeitern

findet die komplette Wertschöpfung und Produktion in Nordfriesland

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Hansen ist der Spezialist für kundenspezifische Lösungen

Die eigene Entwicklungsabteilung entwirft maßgeschneiderte LED-

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Bauweise in den unterschiedlichsten Bereichen - wie in

Hotel und Gastronomie - sehr erfolgreich.

Qualitätsmerkmal „Made in Germany“

Entwickelt und produziert wird seit 1984 ausschließlich in Deutschland

am Hauptsitz in Haselund.

KLING & FREITAG GmbH

Junkersstraße 14

30179 Hannover

Tel.: 0511 969970

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Als deutscher Hersteller bieten wir hochwertige Lautsprechersysteme

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für jede Aufgabe die passende Lösung: Egal ob mobile Anwendungen

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Architekt gerne in allen Bereichen mit unserem großen Produktportfolio

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und Bühnenbereich ihren Einsatz finden. Bei den Dunsterzeugern

setzt die Unique2.1 nach wie vor Standards. Mit der Cryo-Fog

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Hersteller & Vertrieb

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Schulze- Delitzsch-Straße 8a

30938 Burgwedel – Deutschland

Tel: +49 (0) 511 – 51 51 02 0

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Beratung und After Sales Service steht bei uns seit 25 Jahren an

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Titelfoto Ralph Larmann

Eurovision Song Contest 2019

Vom 14. bis zum 18. Mai 2019 fand im Tel Aviv Convention Center in der israelischen

Stadt Tel Aviv der 64. Eurovision Song Contest statt. Wir haben einen Blick hinter die

Kulissen dieses prestigeträchtigen Ereignisses geworfen und berichten über die Funkmikrofontechnik,

Bühnentechnik sowie Netzwerktechnik.

Lightpower Open Days 2019

„50 Jahre Woodstock“ war Das Motto der Lightpower Open Days 2019 mit

spannenden, technischen Vorträgen und Workshops zu diversen Themen der

Lichttechnik. Ein besonderes Highlight war der Vortrag des Woodstock-Lichtdesigners

und „Grandfather of Rock 'N' Roll Productions“ Chip Monck, mit dem

wir ein Interview führen konnten. Daneben kommen auch der Lichtdesigner Nick

Whitehouse und der Licht-, Set- und Content-Designer Mikki Kunttu zu Wort.

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ISSN 1437-5699 HRB 73930 München

Die pma 06/2019 erscheint am 30.07.2019

98 pma 05/19

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