Basel_Live_Spezial_03-2019_ES

reinhardt.ch

MAGAZIN

Leuchtende

Wettbewerb

auf Seite

28/29

Festtage

-minu

Der Weg zum Roman

Basler Münster

Mystische Orte

Didi Offensiv

In der Welt des Quiz

3 | 2019


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Gruss aus Basel

Pro Innerstadt Basel

Impressum

Eine redaktionelle Verlagsbeilage der Riehener

Zeitung, des Allschwiler Wochenblatts, des

Birsfelder Anzeigers, des Muttenzer & Prattler

Anzeigers, des Birsigtal Boten, des Neubad

Magazins und des Quartierkuriers.

Erscheinungstermin: 21./22. November 2019

Herausgebende Verlage: LV Lokalzeitungen

Verlags AG, Greifengasse 11, 4058 Basel,

Riehener Zeitung AG, Schopfgässchen 8,

4125 Riehen, Cratander AG, Rheinsprung 1,

4051 Basel, Friedrich Reinhardt AG,

Rheinsprung 1, 4051 Basel, Tel. 061 264 64 50,

media@reinhardt.ch

Redaktion: Michael Martin

Gestaltung: Franziska Scheibler

Inserate: Martina Eckenstein, Tel. 061 645 10 00,

m.eckenstein@reinhardt.ch

Coverfoto: Pro Innerstadt Basel

Offizieller Partner: Pro Innerstadt Basel,

Verein Basler Weihnacht

Der Nachdruck sämtlicher Artikel und

Illustrationen und die Verwendung des Inhalts

in elektronischen Medien bedürfen der

ausdrücklichen Genehmigung des Verlags.

www.reinhardt.ch

European Best Destinations

nennt sich die

Organisation; zu Hause

ist sie in Brüssel und sie

hat sich auf die Fahne

geschrieben, zusammen

mit angeschlossenen

(nationalen und lokalen) Verbänden

europäische Kultur touristisch zu

fördern. Und weil «Interaktion» ein

Schlagwort der digitalen Moderne

ist, hat sie ihre über fünf Millionen

Online-Besucher aufgefordert, den

schönsten Weihnachtsmarkt in Europa

zu wählen. 200 000 User haben an

dieser Umfrage teilgenommen – und

damit sind wir auch in Basel gelandet.

Denn unbestrittenermassen ist der

Basler Weihnachtsmarkt der schönste

in der Schweiz, die Kulissen, die

Lichter, die Stimmung – rund eine

Million Besucherinnen und Besucher

werden jedes Jahr gezählt, und in

dieser Zahl sieht man auch die touristische

Dimension des Anlasses. Der

Basler Weihnachtsmarkt taucht denn

auch in der Rangliste von «European

Best Destinations» auf, als einzige

Schweizer Stadt, aber der Titel «Best

Christmas Market 2019» ging nach …

Estland, genauer gesagt in die Kapitale

Tallinn.

Bis wir auf den Namen Basel treffen,

müssen wir etwas am Maus-Rädchen

drehen; Budapest, Strassburg,

Wien, Erfurt, Posen … und dann, auf

Platz 15, kommt das Geschehen auf

dem Barfüsser- und Münsterplatz. 2018

hatte Basel noch Platz 8 erreicht. 2019

liegt man immerhin noch vor Zagreb,

dem Sieger von 2018. Und spätestens

jetzt ist allen klar, was man von dieser

Rangliste halten darf. Einerseits wenig,

weil es ein Spiel ist. Andererseits viel,

weil Basel als «Flachland-Destination»

es geschafft hat, auch im Winter für

Gäste aus aller Welt attraktiv zu sein.

Davon können andere Städte in Europa

nur träumen. Oder anders gesagt:

Fragen Sie mal einen Käse-Verkäufer in

den Bergen, wie er im Sommer Fondue

in der Stadt verkaufen will.


Inhalt

6–9

Live in Basel

Gladiators bei

den Gladiatoren

34–36

Der Kraftort

über dem Rhein

Basler

Weihnachten

10–17

!Neu!

18–20

-minu

Die rosa

Seekuh

Zehn mystische

Orte im Münster

Wettbewerb

22–26

Grüsse

aus Basel

28–29

44–46

Live in Basel:

EVENTS

30–32

Die Welt

des

Quizzens

42–43

Sporthelden

im Wasser

40–41


Live in Basel

Hüte dort,

WO HÜTE HINGEHÖREN

Die eine oder andere Träne wurde verdrückt,

als «Schwarz Modes» nach über 100 Jahren das

Geschäft an der Ecke Spalenberg/Gemsberg

die Türen schloss. Doch nun sind die

«Hüte» zurück an dem Ort, wo offenbar Hüte

hingehören. Als Nachmieter eingezogen ist

eine Filiale der Risa Hutwerkstatt, die mit ihren

Eigenprodukten, hergestellt im aargauischen

Hägglingen, seit 1919 auf dem Schweizer

Hutmarkt präsent ist – mit bis zu 100 Jahre alten

Maschinen und dem Flair für das traditionelle

Hutmacherhandwerk.

Versaille Noël Doré

FLEUR

DES

ROIS

Die kunstvollen Kreationen

der Blumenboutique

Fleurs des Rois zaubern

einen Hauch von Weihnachten

in Ihr Zuhause

oder verbreiten einen leuchtenden

Adventsglanz an Ihrem Arbeitsplatz.

Dieses Jahr gilt es, kunstvoll gefertigte

Adventsdekorationen zum Thema

«Versaille – Noël Doré» zu entdecken.

Zudem können Sie verführerische Düfte,

wunderschöne Weihnachtskränze,

Signature-Weihnachtsbouquets oder

die berühmten Boîtes de Noël kennenlernen.

Man

kann nie

wissen,

wann

Wissen

was

nützt.

100 Jahre Volkshochschule: In dieser Zeit hat

sich viel verändert. Vor allem die Geschwindigkeit,

in der sich inzwischen alles verändert.

Eines ist aber gleichgeblieben: Die Magie des

Wissens. Wir glauben an die Magie, das Glücksgefühl,

das wir spüren, wenn Wissen entsteht.

Man kann zwar nie wissen, wann Wissen was

nützt – aber was man sicher weiss: Etwas

Neues lernen macht glücklich!

• Lernen Sie eine neue Sprache

• Vertiefen Sie sich in die

Kunstgeschichte Europas

• Beschäftigen Sie sich mit

der menschlichen Psyche

• Drehen Sie einen Film

6 Basel Live


SCHALL

UND RAUCH

Nikhil Bigler hat lange Jahre als Geschäftsführer

der Cargo-Bar gearbeitet. Im Mai hat er am anderen

Rheinufer, in der Rheingasse, ein Lokal für

akustische und viele weitere Genüsse eröffnet –

das Schall und Rauch. Kleine Live-Konzerte,

DJ-Abende, Lesungen, regionale Weine, Cocktails,

Häppchen von der Bar – und das mit einem

grosszügigen Fumoir, das während Konzerten

ganz geöffnet werden kann.

EIN

UPDATE

First in 2ndhand

NACHHALTIGE MODE-GESCHENKE

FÜR DIE FITNESS

Das «update Fitness» auf dem Dreispitz-Areal bietet

eine breite Auswahl modernster Kraftgeräte. Sie

erlauben es, die komplette Muskulatur intensiv und

gezielt zu bearbeiten. Im riesigen Kraftgerätepark

befinden sich auch zahlreiche rollstuhlgängige

Geräte. Alle Leistungen und die Nutzung der vor-

gestellten Geräte sind beim Abschluss eines Abos

im update Fitness Basel Dreispitz enthalten –

und das Abo gilt für alle weiteren Fitnessstudios

unseres Unternehmens ohne weitere Kosten.

In der gepflegten Secondhand-Boutiqe am Rümelinsplatz

finden modische Frauen und Männer nicht

nur für sich selbst ein neues Weihnachts-Outfit,

sondern auch einzigartige Geschenke für Ihre

Liebsten. So geht nachhaltig Schenken!

Wir freuen uns auf den modischen Austausch

mit Jung und Alt!

Öffnungszeiten:

MO: 14–18.30, DI / MI / FR: 11–18.30, DO: 11–19

SA: 11–17

Basel Live 7


Live in Basel

Viva Mexico im Cartell

Die mexikanische Küche gehört zu den

schmackhaftesten der Welt – zu geniessen

unter anderem auch im Cartell an der

Henric Petri-Strasse 24, wo Rodolfo die

vielfältige, authentische Küche aus seiner

Heimat mit aktuellen Trends aus der ganzen

Welt verbindet. Das Cartell ist ein Restaurant

für Lunch, Dinner, Take-Away und für

einen guten Feierabend-Drink. Das Essen

wird stets aus sorgfältig ausgewählten

Lebensmitteln (zumeist von regionalen

Produzenten) frisch zubereitet. Serviert

wird nichts, was die Crew nicht auch gerne

selber isst.

!Neu!

Bolia

A N D E R E I S E N G A S S E

Adventszeit

IM HAUS ZUM KIRSCHGARTEN

Zur Weihnachtszeit erstrahlt das Haus

zum Kirschgarten in einem besonderen Glanz.

Die beeindruckende frühklassizistische

Architektur des Hauses wird durch die Ausstellung

von geschmückten Weihnachtsbäumen

stilvoll ergänzt. Der historische

Baumschmuck stammt ursprünglich aus Basler

Haushalten und dokumentiert verschiedene

Epochen und Stilrichtungen. 1. Dezember 2019

bis 5. Januar 2020, Veranstaltungen unter

www.hmb.ch

Skandinavisches Design ist in, und Basel ist seit vielen

Jahren eine helvetische Hochburg für Liebhaber des

nordischen Looks. Dazu passt auch die Neueröffnung

einer Bolia-Filiale an der Eisengasse. Bolia steht für neues

skandinavisches Design, Kreativität und Qualität;

und das seit 19 Jahren, geprägt von Handwerkskunst,

Nachhaltigkeit und Designermöbeln, die grösstenteils

in Europa von lokalen Produzenten und Polsterern

hergestellt werden.

8 Basel Live


IM NEUEN

RAHMEN

Dandy

Delirium

Wer es für sein Outfit gerne exzentrisch

mag, dem kann es nicht zu

bunt werden, wenn er die Boutique

Dandy Delirium an der Spalen -

vorstadt 32 betritt. Hier hat der

US-Gitarrist David Max nach

vielen Reisejahren sein Liebesglück

gefunden und, inspiriert

von Andy Warhol, Punk und vom

Look schriller Dandys, sein Geschäft

eröffnet. Mit Mode und Accessoires

für den Ausgang und – wer will –

auch für die Arbeit.

Tarzan wurde 2001 von Manuel Rieder

und Caesar von Däniken gegründet.

Aus dem Spass, für Freunde T-Shirts zu

bedrucken, wurde eine Leidenschaft

und aus dieser entstand das heutige

Street fashion-Label, das individuelles

Mode bewusstsein mit ökologischer

Verantwortung paart. Tarzan entwirft

ganze Bekleidungskonzepte und

produziert die passenden Textilien

zu attraktiven Konditionen; zu

entdecken in der neuen Boutique

am Spalenberg 39.

Was für Käse ...

im Wirth’s Huus

Seit 60 Jahren versorgt Käsespezialist Wirth die Region

Basel mit den feinsten Käsesorten der ganzen Schweiz.

Das Wirth’s Huus wird mittlerweile in der dritten Generation

geführt. Vater Alex hat sein Käsegeschäft mit Catering

und Partyservice im Sommer seinem Sohn Lucas übergeben,

ohne dass aber die Kundschaft auf sein immenses Knowhow

verzichten muss. Und passend zur Jahreszeit gibt es

auch wieder die unvergleichlichen Fondue-

Mischungen und Raclette-Spezialitäten in

verschiedenen Reifegraden.

Basel Live 9


JEDEN

Weihnachtliches

Tag ETWAS

Daniel Schaub

Vom 1. bis 23. Dezember 2019 öffnet

Der etwas flexibilisierte Adventskalender von «Basel live» führt

durch die vielfältigen Aktivitäten und Attraktionen der

Weihnachtsstadt Basel – vom ersten Türchen am 1. Dezember bis

zum Heiligen Abend gibt es an (fast) jedem Tag etwas zu

erleben und zu unternehmen.

1.

Das Weihnachtstram, das mit einem Santiglaus

ab der Schifflände durch die Basler Innenstadt kutschiert,

ist vor allem bei Kindern höchst beliebt. Ein Be 2/2

Oldtimer lädt zu einer rund einstündigen Rundfahrt ein.

Tickets gibt es beim Pfauen Coop City. Das Weihnachtstram

verkehrt neben dem 1. Dezember auch an den folgenden

Mittwochnachmittagen des 4., 11. und 18. Dezember

sowie an den Wochenenden 7./8., 14./15. und

21./22. Dezember. Neu werden auch buchbare Apéro-

Fahrten für Erwachsene angeboten.

2.

sich jeden Tag im Theater Basel ein

Türchen im Adventskalender.

kalender. Geschichten, Lieder,

Heiteres, Besinnliches – Team und

Ensemble laden täglich von 17 bis

17.30 Uhr im Foyer der Grossen

Bühne des Theaters Basel zu einer

weihnachtlichen Kultur überraschung.

www.theater-basel.ch

3.

«Die Weihnachtskrippe in

ihrer Vielfalt». Die Sonderausstellung

im Spielzeug Welten Museum am

Barfüsserplatz zeigt historische und aktuelle

Krippen vom Zeitalter des Barock bis

zur Gegenwart. Ab 22. November bis

zum 9. Februar 2020.

www.spielzeug-welten-museum-basel.ch


4.

Die Klingentalfähre

«Vogel Gryff»

wird zur

Weihnachts­

fähre

und ist festlich

dekoriert – ein

wunderbarer Seitenwechsel

vom

Klein- ins Gross basel

über den winterlichen

Rhein.

www.vogel-

gryff-faehri.ch

5.

Auch

in diesem Jahr birgt «Em

Bebbi sy Adväntsbox» auf

dem Martkplatz zum Feierabend musikalische

Feuerwerke und Überraschungen

jeweils am Donnerstagabend ab

17 Uhr. In Zusammenarbeit mit den

Machern von «Em Bebbi sy Jazz» wird

auf der Bühne mit dem markanten

luminierten Stern ein etwas moderneres,

freakigeres und frecheres Konzertprogramm

inszeniert. Foodtrucks und

eine gemütliche Lounge laden zum

Verweilen in dieser ganz speziellen

Atmosphäre ein. Der Eintritt ist frei.

www.basellive.ch/advent

6.

Ab in den Märchenwald: Die Robi-Spiel-

Aktionen, Prix-Social-Träger des Jahres 2018, sorgen

auf dem Münsterplatz wiederum für viele märchenhafte

Erlebnisse für die Kinder, die sich aktiv mit Weihnachten

beschäftigen können, zum Beispiel mit dem

Verzieren von Lebkuchen.

www.robi-spiel-aktionen.ch

7.

Um 17 Uhr fahren die

Santigläuse auf

ihren Harleys vom

Messeplatz in die Innenstadt

mit anschliessender

Bescherung für die Kinder

auf dem Marktplatz. Es

heisst: Harley Niggi-Näggi.

www.hognws.ch

8.

«Basel im Weihnachtszauber» ist eine szenische Stadtführung

von Basel Tourismus, die neben den Schönheiten der Weihnachtsstadt Basel auch

viele Geschichten und Interessantes zum Brauchtum in der Weihnachtszeit

vermittelt. Führungen werden am 1., 7., 8., 14., 15., 21. und 22. Dezember

jeweils um 16 Uhr angeboten, an den Samstagen auch in englischer Sprache.

Reservierung unter: www.basel.com/guidetours


9.

Am

Der Basler Krippenweg

lädt ein, in der manchmal hektischen

Vorweihnachtszeit innezuhalten und

durchzuatmen. Die ausgestellten Weihnachtskrippen

tun dies diskret und

unaufdringlich und verbinden zu einem

sinnlichen Altstadtrundgang, der auch

den Blick frei gibt auf die verschiedenen

Charaktere von Dekoration und

Beleuchtung in den einzelnen Strassenzügen,

die dank viel privater und

unternehmerischer Eigeninitiative

entstehen.

www.krippenweg.ch

10.

Weihnachtswunschbaum auf dem

Rümelinsplatz hängen keine Kugeln, sondern alle

Passanten können dort ihre eigenen wasserfesten

Wunschzettel aufhängen. Während der Adventszeit stehen

in Basel vier weitere grosse Weihnachts bäume: am

Münsterplatz (geschmückt von Johann Wanner), auf

der Wohlterrasse an der Mittleren Brücke, auf dem

Marktplatz und im Rathaushof.

www.baselwuenscht.ch

11.

Der «Rhystärn», das neue

Bijou der Basler Personenschifffahrt,

verkehrt in der Weihnachtszeit

als «Wiehnachtsstärn».

Eine Rheinfahrt im winterlichen

und weihnachtlichen Basel ist

eine besondere Art, die Atmosphäre

zu erleben. Auf dem Schiff

kann der Aufenthalt mit

Eisstock-Gaudi oder Fondueplausch

verbunden werden.

www.bpg.ch

12 Basel Live

12.

Das Herz der Basler Weihnacht bildet der Weih­

nachtsmarkt (offizielle Eröffnung am 28. November;

bis 23. Dezember) auf dem Barfüsserplatz und dem

Münsterplatz – einer der grössten seiner Art in der

ganzen Schweiz mit jährlich rund 900 000 Besucherinnen

und Besuchern. Mit rund 160 Ständen in rustikalen und

weihnachtlich geschmückten Holzchalets preisen Kunsthandwerker

und Händler ihre Waren an. Von regionaler

Feinkost bis zu handgefertigten Spielwaren und

Schmuckstücken ist für alle etwas dabei.

13.

Im September dieses Jahres feierte

der weit herum bekannte

Weihnachtsshop von Johann

Wanner sein

50-Jahr-Jubiläum. Ein

Besuch am Spalenberg 14 lohnt

sich nicht nur in der Adventszeit,

denn das Geschäft ist ganzjährig

geöffnet. Aber natürlich läuft nun

in weihnachtlicher Umgebung

besonders viel. Geöffnet ist täglich

ausser am Montagvormittag,

auch am Wochenende jeweils von

10 bis 17 Uhr.

www.johannwanner.ch


14.

16.

18.

Das öffentliche Basler Wunschbuch im

Innenhof des Rathauses liegt seit 1994 jedes

Jahr auf, um all das in sich aufzunehmen, was

sich Menschen aus der Region und aus aller

Welt in der Adventszeit wünschen. Hier geht

es nicht bloss um materielle Wünsche, sondern

auch um Hoffnungen auf Frieden, Liebe

und Gesundheit. Das Wunschbuch lässt sich ab

dem 28. November öffnen und schliesst am

2. Januar 2020.

Auch auf dem Marktplatz herrscht in

der Adventszeit buntes Markttreiben. Jeden Montag steigt von

8.30 bis 14 Uhr der Schlemmer markt, von Dienstag

bis Donnerstag jeweils von 7 bis 14 Uhr,

am Freitag und Samstag von 7 bis 18 Uhr (ausser 30. November

und 7. Dezember: Schliessung bereits um 14.30 Uhr).

www.basel.ch/maerkte

Shopping erlebnis in der Basler Innenstadt. Viele Geschäfte

haben während der Adventszeit bis 20 Uhr abends geöffnet. Ein

abendlicher Bummel in der einzigartig beleuchteten Altstadt ist immer

eine gute Idee.

15.

Die Geschäfte in der

Basler Innenstadt haben an

diesem Sonntag und auch am 22. Dezember

zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Der Zauber

der Weihnachtsstadt kann so in geschäftiger

Atmosphäre mit dem Kauf von Geschenken

und dem Stöbern in der Stadt verbunden

werden.

17.

Der «Cirque Noël de Bâle»

feiert seine Premiere.

Das festliche Erlebnis auf der Rosentalanlage

für Gross und Klein ist bis

31. Dezember im Programm.

www.cirquenoel.ch

19.

Fondue gehört in

der Winterzeit fix auf

den Schweizer Menüplan.

Immer mehr Angebote

gibt es dazu auch in der

Basler Adventszeit, zum

Beispiel in der Sennenhütte

auf dem Claraplatz

(täglich von 11 bis

20.30 Uhr), auf dem

Weihnachtsmarkt auf

dem Münsterplatz, neu

im dekorierten Winterpavillon

des Sorell Hotel

Merian direkt am Rhein,

in der Baracca Zermatt

oder traditionell in der

Walliserkanne, die vorübergehend

vom Basler

Gastro-Urgestein Peter

Wyss geführt wird.

Basel Live 13


20.

Der Gässli-Märt

Glaibasel ist eine ganz

besondere Ergänzung

zur Adväntsgass im

Kleinbasel. Zum vierten

Mal bieten rund 45

lokale Händler im Färbergässlein

ihre Waren

an. Geöffnet Freitag/

Samstag, 20./21. Dezember,

von 14–20 Uhr

und Sonntag, 22. Dezember,

von 12–18 Uhr.

www.gaesslimaert.ch

21.

23.

14 Basel Live

Ab 22. November bis 5. Januar ist das

Gourmet-Kleintheater

wie schon seit vielen Jahren wieder

auf der Rosentalanlage zu Gast.

Erstklassiges kleinkünstlerisches

Programm und 4-Gang-Menü von

Starkoch Peter Moser.

www.palazzocolombino.ch

Der wichtigste Mann in Sachen Änisbrötli

ist ein Solothurner. Linus Feller ist der letzte

in der Schweiz verbliebene Produzent von Änismodel

– und mit seinem Änis-Paradies Stammgast

am Basler Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz.

Insgesamt bietet er über 1100 verschiedene

«Mödeli» zur feinsten Verzierung des Gebäcks

an, einzelne sind über 400 Jahre alt – und jedes

Jahr kommen neue dazu.

www.springerle.ch

22.

24.

Das Basler Münster feiert 2019 das

1000-Jahr-Jubiläum des frühromanischen

Münsters von 1019 (vgl. ab

Seite 22). Die Münsterkantorei Basel

lädt am vierten Adventssonntag ab

18 Uhr zu ihrem traditionellen

Adventskonzert im Münster.

Präsentiert werden u.a. von Bach

«Magnificat», von Mozart «Exsultate,

jubilate» und von Poulenc «Gloria».

www.muensterkantorei.ch

Der Heilige Abend.

Heilige Abend. Kein

Weihnachtsmarkt mehr in Basel, Zeit,

um zu Hause nicht nur das Weihnachtsessen

vorzubereiten, sondern

um seine Basler Weihnachtserfahrungen

auf den sozialen Medien zu

teilen: mit #xmasinbasel, #lovebasel

und @baselswitzerland kann man auf

der Instagram- oder Webseite von

Basel Tourismus landen.


Basler

Weihnacht

2019

1 Barfüsserkirche

2 Basler Rathaus

mit Wunschbuch

3 Basler Münster

4 Märchenwald

5 Weihnachtsfähre

6 Clarakirche

7 Wiehnachts-Drämmli

Übersichtspläne auf der nächsten Doppelseite

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Weihnachtsmarkt

vom 28. November bis

23. Dezember auf dem

Barfüsserplatz und

Münsterplatz. Täglich

geöffnet von 11 bis

20.30 Uhr. Robi-Spiel-

Aktionen 5. bis

22. Dezember. Montag

bis Freitag 13.30 bis

19 Uhr, Samstag und

Sonntag 12 bis 19 Uhr.

Markthandel und

Handwerk

1 LÜSCHER-ZONE DESIGNER Schmuck

2 PIRATES-SHIP.CH Schatztruhen und

Schmuckboxen

4 COCO Blech- und Holzschilder

5 WINTELER Krippenfiguren und Krippen

6 MASCIORINI

Schmuck- Stein- und Holzringe

7 BADER Socken Foulards Schals

8 BRAUN Textilien

9 GERHARD Tiffany-Artikel

10 HAVEL ARTISANAT & SWISS-

HERB Duftsortiment

11 KYBURZ Messer Scheren

12 LOPEZ-MEURY Schmuck und Foulards

13 GYSIN Engel Steinschmuck Nateletuis

21 CASHMERE PALACE

Cashmereartikel für Sie und Ihn

22 BRENNER Cello’s Bienehüsli

23 REIMANN Asiatische Artikel

24 ASIASPIEL Denkspiele

25 ARGENTO Modeschmuck

26 BIG TIME STEMPEL GMBH

Stempel und Zubehör

27 SCHMIDLIN Naturlederwaren

28 PETER Heimtextilien Tischdecken

29 GUBLER Tischlämpchen

30 ZUM PINOCCHIO Holzspielwaren

31 SANTA CLAUS GMBH

Weihnachts-Zinnfiguren

32 MEIER Mineralien Edelsteine

33 GEISER Holzspielwaren

34 BRENNEISEN Lederwaren

35 THE PRETTY SIXTY STORE

Deko- und Geschenkartikel

36 REX METALL AG Kreativspiele

37 GAUTSCHY Glaswaren

39 SCHMELZER Karten Kalender

40 VÖGTLI Glasgestaltung Kunstkarten

44 HEINTZ Glasbläserei

45 KASHMIR ART GMBH Silberschmuck

46 STETTLER

Kleinartikel aus Tessiner Stein

47 UTINGER-RYSER

Klein- und Blechspielzeug

48 WINKELMANN Weihnachtspapiersterne

49 FALLEGGER-GESCHENKE

Geschenkartikel

50 REDES-IMPORT Alpaka-Strickwaren

51 ATELIER MUSE Naturprodukte

52 SEELHOFER Spielwaren

55+ WEIZENKORN Holzspielwaren Kerzen

57 DIETHALM-RODRIGUEZ

Weihnachtsbaumschmuck

58 WIDE WORLD DESIGNS LLC

Wollprodukte

59 KLINGE Zauberstifte

60 BOUTIQUE BLACK & WHITE

Geschenkartikel

61 BOUTIQUE BLACK & WHITE Tönhäuser

62 SPIEGELBERG Geschenkartikel

63+ MERCIFAIR GMBH Geschenkartikel

65 SANDRO INFANTI DESIGNS

Unikatschmuck

66 LEUTENEGGER Traubenkernkissen

67 KRAYER Spiegel Glas

68 HAVERLAND-LORENZ

Edelsteinschmuck Filzartikel

69 MÜLLER Weihnachtsschmuck

70 BETMA Töpferei Floristik

71 STRITZERLAND Textilien

73 STIFTUNG JOB TRAINING

Kerzenziehen Kerzen

77 HACHEM Holzart

78 AKUT STORE

Asiatisches Kunsthandwerk

118+ DADA LARIS HUT-PAVILLON

Hüte und Accessoires

131 ABER HALLO GMBH

Produkte aus Olivenholz

132 DUFTSCHLOSS AG Duft-Essenzen

135 BRAUNWARTH Kerzenwerkstatt

137 GRIEDER Amedysli Strick-Kappen

139 PEPPINO-KINDERMODE

Kindertextilien

140 SERIEYS Textilien

141 BAUD 3D-Puzzels

143+ BASLER PAPIERMÜHLE Papierartikel

145 KULPA Weihnachtskugeln

146+BATU

Edelsteine

148 WALLNÖFER Holzschnitzereien

149 CANDY FLOWERS Taschen Geldbeutel

153 HAAG Koch- und Backartikel aus Silikon

154 FIMOWELT Fimofiguren

155 DI MICCO

155 DI MICCO

Krippen und Figuren aus Neapel


Verpflegung und

Lebensmittel

3 GALLIATH Italienische Spezialitäten

14+ LANG METZGEREI AG Engel-Café

17 LANG METZGEREI AG

Grill- und Backwaren

18+ CONFISERIE JONASCH

Confiserie und Weihnachtsgebäck

38 MEERKÄMPER Delikatessen

41 MENZ Schaumküsse

42 VOM FASS Delikatessenhandel

43 GEPPERT Dresdner Stollen

53 SWISS BUSINESS CATALYST

Süsswaren

54 DI GIOVANNA SA Liköre

72 SEIFERT Marzipan und Nougat

74 STADTCASINO Glühwein

75 SPRÜNGLI AG Backwaren Champagner

76 HERZIG Glühwein Confiserie

80 BOOS Holzofenbäckerei

81 WOLF Wolf’s Weihnachtscafe

82 MURER Weihnachtspyramide

121 GASSER-WOLF Weihnachtsstube

123 SCHMIDT Lebkuchen

124 SCHOGGIPETER Heisse Schokolade

125+ ZIHLMANN Chäsbängel

127 BUCHSER Berliner-Bäckerei

128 LIECHTI Feuerzangenbowle

129 GASSER Crêperie Waffeln

130 GWÜRZEGGE GMBH Gewürze Tee

133 LEUPPI Confiserie

134 SERIEYS ERLEBNISGASTRO-

NOMIE Raclette- und Fonduestube

136A DES ARTS AG Fondue Dog

138 MOTEL ONE SWITZERLAND GMBH

Glühweinstand

142 BLIIB GSUND NATUR VERSAND

Bio-vegane Lebensmittel

150 ALPHÜSLI Berg- und Alpkäse

151 THIERSTEINER BRÄU Glühbier

152 LUONGO Grill

156 LÄCKERLI HUUS AG Läckerli Süsswaren

Markthandel und

Handwerk

1 ADAM Krippenställe und -zubehör

2 NICOLET Fun-Schilder

3 TÖPFEREI LATTNER Keramiktassen

4 REHO AG

Duftkerzen Holzkunsthandwerk

6 INDIAN & TIBETAN HANDICRAFTS

Seidenschals Textilien

7 DIETHELM Basler Textil-Souvenirs

8 EHRMANN Textil-Kunsthandwerk

9 TALADNOI Geschenkartikel

10 MÜLLER Swatch-Uhren und Souvenirs

10A SCHAUMBURG Accessoires aus Holz

11 CORIENNE TAMSCHICK

KERAMIK Keramikprodukte

12 TONHAUS SCHLÜNZEN

Keramik Licht- und Dufthäuser

13 STARGEMS

Steinschmuck und Mineralien

14 EBERHARDT Glaswaren

15 THE BEACH HOUSE

Shabby Chic & Vintage Style

16 MARTI Strickmützen Geschenkartikel

17 JOHN Tigerente und Freunde

18 KANU NATURKOSMETIK

Kosmetikprodukte

20 KUNTERBUNTE VILLA

Handgestricktes Genähtes

22 PERLKÖNIG GMBH Schmuck

23 LEDERWAREN WEISS GMBH

Lederwaren

25 AZEEVA Russisches Kunsthandwerk

26 ATELIER MANU.MACHT

Seiden- Leinen- Jersey-Loop-Schals

27 ABER HALLO GMBH

Windlichter mit Weihnachtsmotiven

28 G’SCHÄNGG BOX Innovative Produkte

aus Holz

31 SANTA CLAUS GMBH

Basler Weihnachtsschmuck

32 GLASHÜTTLI RIEHEN

Glasbläserei Glasartikel

33 MEIER

Moshiki Wickelröcke und Accessoires

40 SPYCHER-HANDWERK AG

Schafwollverarbeitung

43 CREADIVA Ballons

Verpflegung

und Lebensmittel

5 HOCHULI Öpfelchüchli

16A STERN’S MAGENMORSELLEN

Magenmorsellen

19 KAISER-LIKÖRE Himbeer- und

Erdbeerliköre Konfitüren

21 GWÜRZHÜSLI BIZARRO AG

Gewürzmischungen Geschenke

24 CREADIVA BY CREARIS GMBH

Geschenke für Geniesser

25A INNERLIGHT GMBH Teeblumen

29 CHRÄBELIBECK 10 Aromen Chräbeli

und Gebäcke

30 WIDMER Frische Curry-Saucen

34 ÄNIS-PARADIES Änisprodukte

35 MARGOT Raclette-Stube

36 HOWALD GRILLBRATEREI AG

Fleischspiesse vom Holzkohlengrill

37 SCHLINGLOFF Baumstriezel

38 HÄRDÖPFELHÜSLI Kartoffelpuffer

39 WACKER + SCHWOB AG

Fonduestübli Backwaren Regio-Artikel

41 CONFISERIE ZUCKER-TRUHE

Confiserie Churros

42 EICHE METZGEREI UND

PARTYSERVICE AG Grillwaren

44 ROBI-SPIEL-AKTIONEN

Gutzi-Backstube

45 ROBI-SPIEL-AKTIONEN Holzfällerbar

Unterhaltung

46 ROBI-SPIEL-AKTIONEN Märchenwald

Unterhaltung

136 WOLF Kinderriesenrad

Basel Live 17


«Durchs rosa Leben

treiben lassen»

Der bekannteste Basler Autor, -minu, hat im Friedrich Reinhardt

Verlag seinen ersten Roman veröffentlicht – «Die rosa Seekuh».

Im Interview mit dem Basel Live Magazin erzählt -minu den

Weg von einer 20 Jahre alten Idee bis hin zur Realisierung einer

autobiografischen Geschichte. Interview Michael Martin

Wenn von Autoren die Rede ist,

kommt häufig die Redewendung vor,

Schreiben sei ein Prozess. Ist denn

auch der Weg von Kolumnen, wie

wir sie von -minu kennen, hin zum

ersten Roman von -minu ein Prozess

gewesen? Und mit welcher Idee, mit

welchem Ziel haben Sie sich an die

Arbeit gemacht?

-minu: Es war überhaupt kein Prozess.

Es war der ewig lodernde Wunsch:

endlich einmal ein Buch zu schreiben.

Bis anhin schrieb ich ja nur Kurzgeschichten,

Kolumnen, Reportagen.

Aber ein Roman ist etwas ganz anderes

… das habe ich gemerkt, als ich

aufs leere Blatt stierte, den Bleistift

annagte und dachte. «Hallo jetzt …

wie heben wir da ab?»

Inwiefern unterscheidet sich das

Schreiben eines Romans von der

Arbeit an Kolumnen?

Es war – wenn wir das schwere Wort

«Prozess» verwenden sollen – ein

verdammt schwieriger Prozess, in

den Rhythmus des Buchs hineinzukommen.

Und durchzuhalten.

Man muss es sich so vorstellen:

Du tauchst ins Wasser. Du weisst:

Dort drüben weit weg ist das andere

Ufer. Erst da darfst du wieder hochkommen

… Jetzt kannst du nur

noch hoffen, dass dir der Atem für

die lange Strecke reicht. Man muss

bei 4 Millionen Buchstaben die

Spannung länger höher halten

als bei nur 3500.

Warum ist das Buch ein autobiografischer

Roman und nicht eine

Biografie geworden?

Eine Biografie hat mich nie gereizt.

Ich habe so viel über mein Leben der

Familie und das Leben mit meinem

Partner geschrieben, dass es mich

gelangweilt hätte, so etwas einfach

auf Buchumfang auszuwalzen.

Was war am Schreibprozess

für die «Rosa Seekuh» schön,

was war schwer?

Schön war, dass ich Unschönes

weg lassen konnte. Schwer war zu

entscheiden, was unschön ist …

«Schön war,

dass ich Unschönes

weglassen konnte.

Schwer war zu

entscheiden, was

unschön ist …»

Hätten Sie diesen Roman schon

vor 20 Jahren schreiben können?

JA KLAR – ICH W O L L T E IHN

SCHON VOR 20 JAHREN AUF MEINEN

50. GEBURTSTAG HIN SCHREIBEN.

ABER ES GING NICHT. IMMER KAM

ETWAS DAZWISCHEN. BIS ICH MIR

SAGTE: WEG NACH WIEN. DORT BIST

DU NICHT ABGELENKT!

Ich habe dann für drei Jahre eine Wohnung

gemietet. Und «weg von meiner

Welt» im neunten Bezirk der Donaustadt

ist die rosa Seekuh geboren.

Sie sind vielen bekannten

Persönlichkeiten begegnet;

welche Begegnung hat Sie

am meisten beeindruckt?

18 Basel Live


Der erste Roman: Um in Ruhe schreiben zu können, hat -minu in Wien für drei Jahre eine Wohnung gemietet.

Foto Lucia Hunziker

Nurejew hat mit mir eine Nacht

verbracht. Er war nicht umwerfend.

Aber er gab eine gute Geschichte ab.

Fasziniert war ich von sogenannten

prominenten Freunden nie. Ich musste

Roger Federer in Rom mal in einem

Seitenzimmer der Hotelküche treffen.

Er musste sich total vor der Öffentlichkeit

abschotten. Auch Prominente

haben nicht immer nur ein rosa

Leben. Menschen wie die Frauen

meiner Mutterseite haben mir wesentlich

mehr Gänsehaut verursacht –

und das kann man positiv wie negativ

sehen.

Welches ist Ihre Lieblingsszene

in der «Rosa Seekuh»?

Ich glaube, die Schlussphasen über

das Alter und der Epilog, aber auch

die Beschreibungen meiner Familie

haben ganz spezielle Momente.

Die Beziehungen in Ihrem Elternhaus

sind ja, gerade für die damalige

Zeit, sehr aussergewöhnlich

mit Vater, Mutter und Tante, die

eine teilweise skurrile Ménageà-trois

geführt haben. Wie

viel davon ist Fiktion?

Ich möchte eigentlich nicht verraten,

was in diesem Buch fiktionales Schreiben

und was bittere oder süsse Wahrheit

ist. Der Leser soll einfach eintauchen,

nicht gross hinterfragen – und sich

durch das rosa Leben treiben lassen.

«Ich bin kein

Schriftsteller.

Sondern einfach

ein Schreiber, der

jetzt eine ‹Seekuh›

geboren hat.»

Welche Reaktionen haben Sie

auf Ihr Buch schon erhalten?

ERSTAUNLICH VIELE POSITIVE

REAKTIONEN. Ich war mir ja

bewusst, dass ich keine Literatur

rausbringe. Ich bin kein Schriftsteller.

Sondern einfach ein Schreiber, der

jetzt eine «Seekuh» geboren hat.

Die Leute – und selbst die Kritiker –

haben das ebenfalls so gesehen.

Und mit einem Lächeln

aufgenommen.

Sie haben vor allem in Basel

eine treue Leserschaft, die

Sie seit vielen Jahren über

Ihre Kolumnen kennt oder zu

kennen glaubt. Denken Sie,

der eine oder andere Leser wird

Sie «neu» oder anders kennenlernen,

wenn er die «Rosa Seekuh»

gelesen haben wird?

Basel Live 19


ICH GLAUBE, DASS MEINE LESER MICH

IN DIESEM ROMAN SOFORT WIEDER-

ERKENNEN – IN DER FIGUR DES

ANDREA, DER HIER VIELLEICHT MEHR

VON SICH VERRÄT, ALS SIE BIS ANHIN

ÜBER SEIN LEBEN GEWUSST HABEN.

Ist für Sie dieser Roman eine

neue Facette Ihrer Arbeit oder

ein Finale Ihrer schriftstellerischen

Tätigkeit?

Ich bin Fatalist. Ich kann nicht sagen,

in welcher Form ich weiterschreiben

werde. Die Medien-Korsetts verlangen

immer kürzere Sätze, weniger Buchstaben.

Die meisten Leute lesen

nicht mehr über vier Zeilen. Also

müsste die Frage eigentlich heissen:

Wo führt die Schreiberei noch hin?

Und wer liest morgen noch was?

SICHER IST, DASS ICH NICHT

AUF HÖREN KANN, MIT WÖRTERN

ZU SPIELEN, IDEEN ZU FORMEN,

GESCHICHTEN ZU ERZÄHLEN –

DAFÜR SCHREIBE ICH VIEL ZU

GERNE …

Und als letzte Frage: Ob Sie das

nun tun werden oder ein anderer

Autor – worüber müsste in

Basel über Basel unbedingt mal

geschrieben werden?

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Der erste Roman

von -minu

Der Basler Gesellschaftsjournalist

Hanspeter Hammel, durch seine

Kolumnen und Bücher besser bekannt

unter dem Namen -minu, hat seinen

ersten Roman geschrieben – «Die

rosa See kuh» (erschienen im Friedrich

Reinhardt Verlag). Er handelt von

einem Jungen namens Andrea, der alles

andere sein will als ein Junge. Der

dickliche Jüngling fliegt von Liebhaber

zu Liebhaber und ist stets auf der Suche

nach Zuneigung. In Bars. In Parks. Mal

bei seinem Tänzer-Idol Nurejew. Dann

bei einem Hotelier-Sohn in Paris.

In seinem ersten Roman verwebt

-minu geschickt wahre Begebenheiten

mit erfundenen Geschichten. «Die

rosa Seekuh» beschreibt das Leben

einer skurrilen Familie der 50er-Jahre,

in welcher seit Generationen nur

die Frauen das Sagen haben und ein

kleiner Junge zur schrillen Diva

heranwächst. Der Bub mischt die

Szene auf – und muss bald einmal

merken, dass das Leben nicht nur

rosa ist.

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Zehn mystische

Orte im Münster

Das frühromanische Heinrichmünster wurde in Basel im Jahr 1019 fertiggestellt.

Aus diesem Anlass feiert das Basler Münster das 1000-Jahr-Jubiläum. «Basel live»

hat sich mit Münsterbaumeister Andreas Hindemann und Ramon Keller, Leiter

der Basler Münsterbauhütte, auf einen Rundgang der anderen Art begeben und

zehn mystische Orte entdeckt, die nicht auf den ersten Blick auffallen.

Daniel Schaub

DER RÖMISCHE KELLER

Tief unter dem Mittelschiff des Münsters

sind die ältesten Bauspuren zu

finden. Sie stammen aus römischer Zeit

und sind der damaligen Besiedlung des

Münsterhügels zuzuordnen, haben also

noch nichts mit den späteren Münsterbauten

zu tun. Speziell ist die Bauweise.

Die Steinköpfe der Mauer bleiben

sichtbar, in den rund 2000 Jahre alten

römischen Originalputz wurden mit

einer Kelle feine Linien eingezogen,

die Quader vortäuschen. Diese «pietra

rasa»-Methode sparte Material ein.

Dennoch ist erstaunlich, dass man sich

in einem Kellergewölbe so viel Mühe

gegeben hat. Der römische Keller

wurde bei den grossen archäologischen

Grabungen Anfang der 1970er-Jahre

freigelegt. Der Münsterhügel war schon

in der Spätbronzezeit vor rund 3000

Jahren besiedelt, die Römer verlagerten

ihren ursprünglichen Wohnsitz in

Basel später nach Augusta Raurica.

DIE KRYPTEN

In der Krypta unter der Vierung ist im

Zusammenhang mit dem 1000-Jahr-

Jubiläum des frühromanischen Münsters

in diesem Jahr ein sehr spannender

Bereich dem breiten Publikum

zugänglich gemacht worden. An

diesem Ort sind die Spuren des 1019

erbauten Heinrichmünsters am eindrücklichsten

zu sehen. Reste des

frühromanischen Mörtelbodens sowie

frühere Treppenabgänge, Sockel sowie

diverse Stützfundamente, die ihren

1000. Geburtstag feiern, sind zu

bewundern. In Zusammenarbeit mit

der Archäologischen Bodenforschung

Basel-Stadt wurde hier eine Informationsstelle

zur Baugeschichte des Basler

Münsters eingerichtet, wo die verschiedenen

Bauphasen anhand von Rekonstruktionsdarstellungen

der Basler

Münsterbauten abgebildet sind und in

Vitrinen Grabbeigaben der Bischofsgräber

gezeigt werden. Eine faszinierende

Inszenierung schildert den baulichen

Wandel in Bild und Ton.

Im Umgang der Ostkrypta und im

Hochchor können bauliche Veränderungen

sehr gut erkannt werden. Der

1000-jähriges Fundament

des frühromanischen Basler

Münsters von 1019.

Chorumgang war vor dem Basler Erdbeben

von 1356 noch zweigeschossig und

mit gegen zehn Meter Raumhöhe eine

imposante Sache. Beim Wiederaufbau

wurde ein neues Gewölbe eingezogen,

wohl um dem Hochchor mehr Raum zu

verschaffen. Hebt man hier bestimmte

Deckel bei den Pfeilern, kommen noch

alte Malereien zum Vorschein, die von

der einst vorhandenen Zweigeschossigkeit

zeugen. Im Zuge dieser Anpassungen

wurde auch das Grab von Anna

von Habsburg seitlich an ein Fenster

verschoben. Dafür hat man damals die

Fensterleibung bis auf die nötige Höhe

ausgebrochen und neu gestaltet.

Baukunst im römischen Keller unter dem

Basler Münster. In den Originalputz wurden

feine Linien gezogen, die Quader vortäuschen.


Eine der seltenen, erhaltenen Malereien im

Münster. Ein Weihekreuz neben einem Sarkophag

in einer spätromanischen Grabkammer.

DIE WEIHEKREUZE

Ramon Keller öffnet mit etwas Kraftund

Werkzeugeinsatz eine schwere

Abdeckung im Fussboden des nördlichen

Querhauses. Sie gibt den Blick

frei in eine spätromanische Grabkammer

mit Sarkophag aus dem 13. Jahrhundert.

Das Besondere sind drei noch

gut erhaltene Malereien von Weihekreuzen.

«Malereien sind im Münster

nur noch wenige vorhanden, viele

gingen nach der Reformation verloren»,

sagt Andreas Hindemann. Wer in

diesem Grab erstmals bestattet wurde,

ist nicht bekannt. In Zweitverwendung

lag darin ein gewisser Domdekan

Johann von Hohenstein. Im Basler

Münster mit dem Kreuzgang sind rund

300 Grabplatten und Epitaphien vorhanden.

Bestattet wurden Geistliche,

Adlige und Menschen aus dem Basler

Bürgertum, aber auch einzelne Handwerker

und Bedienstete.

ALTE MAUERN HINTER DER EMPORE

Schon der Weg auf die südliche Seitenempore

eröffnet eine ganz neue Perspektive.

Von der Galerie im südlichen

Querhaus gesehen, ist der Blick in die

Vierung des Münsters mit deren Bündelpfeiler

und die wunderbare Glasmalerei

wohl am imposantesten. Ein alter

Hinweis an einer Tür bei der Empore

hatte wohl seinen Hintergrund: «Knaben,

die nicht in Begleitung von

älteren Personen dem Gottesdienst

beiwohnen, dürfen nicht in den oberen

Gängen sich aufhalten. Ihnen werden

Plätze in der Nähe des Altars angewiesen».

In der Mitte führt eine Luke in

einen aussergewöhnlichen Bereich.

Hier sind noch die originalen Aussenwände

des spätromanischen Münsters

(Fertigstellung 1220/30) zu sehen, mit

dem das Münster – bis zum grossen

Erdbeben – noch fünf Türme aufwies.

Gut zu sehen sind noch alte Farbspuren

und Putz, aber auch Steinmetzzeichen

(die Steinmetze wurden früher

nach gefertigten Stücken bezahlt und

kennzeichneten diese mit einem

Symbol) oder das zierende Würfelfries.

Diese Mauern verschwanden ab 1270

hinter den damals an die dreischiffige

Basilika hinzukommenden Seitenkapellen.

Ein verborgener Blick auf die damalige

Aussenmauer des spätromanischen Münsters

mit Würfelfries.

Das Münsterdach wird seit dem Ende des

19. Jahrhunderts von einer eindrücklichen

Stahlkonstruktion getragen.

EIN STÜCK EIFFEL IM MÜNSTERDACH

Das Münsterdach mit den charakteristischen

Farbziegeln von Villeroy &

Boch ist noch aus einem ganz anderen

Grund ein Blickfang: 1887/88 wurde

der bisherige hölzerne Dachstuhl durch

eine Metallkonstruktion ersetzt, dies

vor allem vor dem Hintergrund, die

Brandlast zu reduzieren. Und natürlich

war in jener Zeit Metall ein moderner

Baustoff geworden. Die Nieten an den

Verbindungsstücken erinnern ein

wenig an frühere Brückenkonstruktionen

oder den Eiffelturm in Paris, wie

es Andreas Hindemann erläutert. 108

Tonnen Stahl wurden damals verbaut.

Selbst die Lattung für den Ziegelaufbau

ist aus Metall gefertigt. Als in

diesem Frühjahr die Kathedrale Notre

Dame in Paris brannte, kamen auch

Fragen um den Brandschutz im Basler

Münster auf. «Ich konnte die Leute

entsprechend beruhigen», so Hindemann.

Basel Live 23


Der Münsterbaumeister des Jahres 1500,

Hans Nussdorf, liess sich mit einer

Steinbüste verewigen.

GESTATTEN? HANS NUSSDORF!

Die Münsterbaumeister früherer

Epochen hatten durchaus das Bedürfnis,

ihre Arbeit auch mit einer

persönlichen Würdigung der Nachwelt

zu erhalten. Und so hängt etwa am

Martinsturm, gleich neben dem Raum,

in dem drei Schlagglocken jede Viertelstunde

die Basler Zeit läuten, eine

kleine Steinbüste von Hans Nussdorf,

der ein begnadeter Baumeister gewesen

ist und mit dem Aufsetzen der

Kreuzblume auf dem Martinsturm am

23. Juli 1500 den Wiederaufbau des

Basler Münsters zum Abschluss gebracht

hat. Auch die bedeutende

Basler Münsterkanzel ist unter ihm

entstanden. Auf der Büste trägt er

eine typische Steinmetzkappe zum

Schutz vor Steinstaub. Auch andere

Baumeister sind im Münster verewigt,

etwa Amadeus Merian, einer der beiden

federführenden Architekten, die im

19. Jahrhundert die Steinmetze mit

dem Stockhammer über die Steine

schickten und so die mittelalterlichen

Bearbeitungen und Malschichten auf

einen Schlag Geschichte werden

liessen.

DIE PAPSTGLOCKE

Wer sich schon einmal die Mühe gemacht

hat, den Aufstieg auf die Münstertürme

zu bewältigen, ist an ihr

vorbeigekommen. Die grösste von zehn

Glocken im Basler Münster ist 6,5

Tonnen schwer. Als sie 1873 gegossen

wurde, seien Reste der von Papst Felix

V. im Rahmen des Basler Konzils 1442

gespendeten Glocke in den Guss mit

eingeflossen. Deshalb wird die Glocke

heute auch als «Papstglocke» bezeichnet

– und sie wird nur an den höchsten

christlichen Feiertagen geläutet.

Die Heinrichsglocke ist die älteste im

Basler Münster, 1494 erstmals und

1565 nochmals neu gegossen. Sie

beeindruckt durch ihren warmen

Klang. Das Gebälk, das sie umgibt,

konnte auf die Jahre 1492/93 datiert

werden. Im Basler Münster gibt es

sieben Klang- und drei Schlagglocken.

Diese sind an ein Uhrwerk angebunden,

das regelmässig von den IWB

gewartet wird und im Turmaufgang

ebenfalls zu sehen ist. Alle Viertelstunde

läuten die Schlagglocken den

Baslern die Uhrzeit, hör- aber nicht

sichtbar.

In der 1873 gegossenen «Papstglocke» sollen

noch Reste der von Papst Felix V. während des

Basler Konzils 1442 gespendeten Glocke

eingegossen sein.

In der Turmwächterstube am Georgsturm

konnten historische Farbfassungen

freigelegt werden.

DIE TURMWÄCHTERSTUBE

Im Mittelalter war es üblich, dass

Turmwächter die Umgebung auf Eindringlinge

oder Feuer beobachteten,

um rechtzeitig Alarm schlagen zu

können. In Basel gab es neben dem

Turmwächter auf dem Münster je einen

weiteren an der Martinskirche und an

St. Niklaus, einer damals am Brückenkopf

der Mittleren Brücke gelegenen

Kirche in Kleinbasel. Mit Posaunen

bzw. Sprachrohren gaben sie jede

Stunde ein unüberhörbares Signal ab,

was erst im 19. Jahrhundert aus Gründen

der Nachtruhe abgeschafft wurde.

Heute hält der Stadtposaunenchor vom

Münsterturm jeden Samstag um 17 Uhr

sein Vesperblasen ab. Die Turmwächter

hatten ihre eigenen Stuben mit Ofen

und gutem Ausblick. Kurz nachdem

Andreas Hindemann 2009 Münsterbaumeister

geworden war, nahm man sich

diese Stube am Georgsturm vor, legte

an Fenstern und Türe historische

Farbfassungen frei und verlegte anstelle

des Parkettbodens, wie einst vorhanden,

Tonplatten aus dem Bestand der

Basler Denkmalpflege.

24 Basel Live


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EIN ERHEBLICHER EINGRIFF

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

wurde der Charakter des Münsters

eindringlich verändert. Gut zu

sehen ist das am südöstlichen Ausgang

der Kathedrale zur Kreuzganghalle.

Dort sieht man im Übergang, wie die

früher mit feinsten Werkzeugen strukturierten

Oberflächen, von denen an

der Basis noch einige in ursprünglicher

Gestaltung erhalten sind, mit einem

Stockhammer bearbeitet worden sind.

Das ist ein mehrzackiges Werkzeug,

mit dem man damals auch vorhandene

Mal- und Putzschichten von den Steinen

entfernt hat. Die Steine haben

dadurch ihre frühere, sehr feine Oberflächenbearbeitung

verloren. Ein

gewaltiger Aufwand, immerhin musste

damals jeder einzelne Stein im Münster

so bearbeitet werden. «Uns tut das aus

heutiger Sicht weh», sagt Ramon

Keller.

An dieser südöstlichen

Türumrahmung

ist der Einsatz des

Stockhammers im

vorletzten Jahrhundert

deutlich

zu sehen.

Spielerei: Wer genau hinsieht, kann die

asymmetrische Anordnung der unteren

Leibung erkennen.

DIE SPIELEREI AM TORBOGEN

Im grossen Kreuzgang, der zwischen

1429 und 1462 entstand, ist am

Torbogen, der in den Innenhof führt,

bei genauem Hinschauen eine kleine

Spielerei des damaligen Baumeisters

zu entdecken. Bei der an sich symmetrischen

Anordnung der in den Spitz

verlaufenden gestuften Leibung ist

festzustellen, dass eine Kante links

nach aussen, rechts aber nach innen

steht. Und dennoch finden die beiden

Linien am oberen Ende des Spitzbogens

wunderbar zusammen, ohne

dass man optisch getäuscht wird.

Eine verwechselte Schablone? Eine

gebastelte Lösung, weil es nicht ganz

aufging? Beides schliesst Ramon

Keller aus. «Das war eine bewusste

Handlung und ist eine tolle Lösung –

ein wunderbares Detail, das ich oft

am Ende von Führungen zeige.»

Die

Münsterbauer

von heute

Andreas Hindemann (Bild unten,

rechts) ist seit dem Jahr 2009 Basler

Münsterbaumeister, er löste damals

Peter Burckhardt ab, der diese Funktion

24 Jahre lang innegehabt hatte. Der

55-jährige Basler Architekt ist seither

verantwortlicher Projektleiter aller

baulichen Massnahmen an der Basler

Stadtkirche und Geschäftsführer der

1984 gegründeten Stiftung Basler

Münsterbauhütte. Das Team von derzeit

acht Mitarbeitenden setzt sich seit

1986 für die Erhaltung der Bausubstanz

des Münsters ein und dokumentiert alle

Massnahmen zur Weitergabe an spätere

Generationen. Hüttenmeister und damit

Leiter des Bauhüttenbetriebs ist der

Sissacher Steinmetzmeister Ramon

Keller (links).

26 Basel Live


VORANKÜNDIGUNG

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Sekundarstufe 1

Secondary School

Primarstufe

Primary School

Kindergarten

Preschool

Früh-Kindergarten

Early Childhood Center

isrh.ch


Grüsse

aus Basel

Wettbewerb

Der Weihnachtsmarkt ist eine der grössten Touristenattraktionen

Basels geworden – aber schon früher hat die Stadt Gäste beherbergt,

die dannzumal nicht via Selfie ihre Grüsse nach Hause schickten,

sondern mit der guten alten Postkarte. Wie gut kennen Sie denn noch

die schönen Ecken von früher, die den Karten als Sujets dienten?

Machen Sie mit an unserem Wettbewerb. Angeordnet entsprechend

der Zahlenfolge (Fotos rechts) ergeben die Buchstaben auf dem

Plan das gesuchte Lösungswort.

1. Preis

Pro Innerstadt Bons im

Wert von 200 Franken

2. Preis

Pro Innerstadt Bons im

Wert von 150 Franken

3. Preis

Pro Innerstadt Bon im

Wert von 100 Franken

4.–10. Preis

Basler Bücher aus dem

Friedrich Reinhardt Verlag

Ordnen Sie die zehn Motive (rechts) den Buchstaben auf dem

Stadtplan zu. Die Zahl beim Objekt entspricht der Reihenfolge

der Buchstaben für das Lösungswort.


1 2

3 4

5

6

7

8 9 10

Lösungswort

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Schicken Sie das Lösungswort bis am 31. Dezember 2019 per Post an: Friedrich Reinhardt Verlag | Basel Live Wettbewerb |

Rheinsprung 1 | 4051 Basel, oder via E-Mail an: wettbewerb@reinhardt.ch

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.


Sporthelden

im Wasser

In den 1930er-Jahren jubelte ganz Basel seinen Schwimmern zu –

heute ist das kaum mehr denkbar. Der Schwimmverein beider Basel ist

ein Grossverein, verrichtet seine erfolgreiche Arbeit indes von der

Öffentlichkeit beinahe unbeachtet. Zum 100-Jahr-Jubiläum gab er

ein Buch zur imposanten Basler Wassersportgeschichte heraus.

Daniel Schaub

Den Höhepunkt bewahrte

sich Max

Rietmann jeweils bis

ganz zum Ende auf.

Dann sprang der

Speaker – in Anzug

und Krawatte – vom

10-Meter-Turm im Eglisee und holte

sich den verdienten Applaus der Massen

ab. 13 000 Menschen waren am

12. Juli 1931 ins neue Basler

Schwimmbad gekommen, um ein

Spektakel zu verfolgen. Die Schwimmerinnen

und Schwimmer des BSC Old

Boys trafen einen der führenden Vereine

Europas, Bologna Sportiva, zum

Meeting. Die Basler Olympiateilnehmer

Robert Wyss, Edgar Siegrist und Hans

Brenner fordern die Italiener, Alfred

Wick, der kühne Turmspringer, der

zweimal argentinischer Meister geworden

war, begeistert mit seiner filigranen

Technik das Publikum.

Die Wassersportler von Old Boys

waren in den 1930er-Jahren national

führend und lokale Sporthelden – weit

vor den damals bedeutend weniger

erfolgreichen Fussballern. Ein paar

Monate nach dem legendären Bologna-

Meeting machten die ungarischen

Spitzenschwimmer auf ihrer Rückreise

von den Europameisterschaften in

Paris Halt in Basel. Das Eglisee war mit

Flutlicht beleuchtet, es war kalt, das

Wasser gerade mal 14 Grad kühl. Dr.

Istvan Barany, mehrfacher Europameister,

legte einen Bahnrekord hin, der

noch lange Bestand haben sollte. Und

die ungarischen Wasserballer, eben mit

Europas Krone geehrt, liessen den

Einheimischen keine Chance.

Beim Besuch von Bologna Sportiva gab es 1931 im Eglisee die Rekordkulisse von 13 000 Zuschauern.

30 Basel Live


Rie Mastenbroek sorgte

dort schon bald für

den ersten und bis heute

einzigen Weltrekord

er 400 m Rücken.

übin Basler Wasser,

WELTREKORD IM RIALTO

Das Schwimmen in Basel erlebte einen

einzigartigen Aufschwung. 1934 wurde

mit dem Rialto das erste Hallenbad

der Stadt eröffnet, die Holländerin

Rie Mastenbroek sorgte dort schon

bald für den ersten und bis heute

einzigen Weltrekord in Basler Wasser,

über 400 m Rücken. Die Hallenbadgeschichte

war schon damals eine des

Leidens und der endlosen Geduld.

Schon 1881 hatte die Gesellschaft für

das Gute und Gemeinnützige Basel

(GGG) ein erstes Projekt vorgestellt.

Doch nach jahrelanger Diskussion

entschied die Regierung, stattdessen

das Rheinbad St. Johann, das «Rhybeli»,

bauen zu lassen. Ein weiteres

Projekt für ein städtisches Hallenbad

scheiterte 1901.

Als das Volk in einer Referendumsabstimmung

1907 endlich grünes Licht

gab, wurde das Projekt am Standort

der heutigen Wettsteinanlage wegen

Finanzierungsproblemen letztlich

doch nicht umgesetzt. Bewegung

kam – ähnlich wie später beim für

die WM 1954 erbauten Fussballstadion

St. Jakob – erst dann in die Sache,

als sich Private um die Umsetzung

kümmerten. Das Rialto sollte über ein

paar Jahre seinen Dienst tun, doch

seit auch in der Halle über 50 Meter

geschwommen wird, steckt die «Sportstadt»

Basel wieder im ewigen Dilemma.

Zahlreiche Initiativen für ein

Hallenbad sind gescheitert, seit 2017

gibt es immerhin die Möglichkeit,

durch die temporäre Folien-Überdachung

im Eglisee auch im Winter

wettkampfmässig zu trainieren.

Die männliche Jugend grüsst 1919 aus dem Egliseeholzbad – dem heutigen «Fraueli».

Fotos: Sportamt Basel-Stadt

Sporthallen in Basel – eine

kleine Leidensgeschichte

Als 1931 das Schwimmbad Eglisee

und 1934 das Hallenbad Rialto eröffnet

wurden, da waren das beispielhafte

Anlagen in der ganzen Schweiz, um

die Basel beneidet wurde. Die Infrastruktur

bildete die Basis für sportlichen

Erfolg und Aufschwung. Dasselbe

galt später auch für die Bauten des

Fussballstadions St. Jakob (1954), des

Sportbades St. Jakob (1955 und 1968),

der Sporthalle St. Jakob (1976) oder

des St. Jakob-Park (2002). Doch Sportstätten

kommen rasch in die Jahre, an

anderen Standorten wurden noch

modernere Anlagen erstellt, die Voraussetzungen

und Bedürfnisse ändern sich,

die Ansprüche ebenso. Die Sporthalle

St. Jakob wurde bis im Oktober 2018

umfassend saniert – doch es war primär

eine Sanierung für den Event- und kaum

für den eigentlichen Sportbetrieb. Die

Swiss Indoors, der grösste Sportanlass

Basels, hatte primär Anforderungen an

das Umfeld der Sporthalle, die Logistik,

die Ausstattung, die Zugänge und Zufahrten.

Einen Sportboden wie zuvor

gibt es in der St. Jakobshalle nicht mehr.

Einst grosse Vereine wie der RTV Basel

tragen ihre Heimspiele schon länger

nicht mehr im «Joggeli» aus, im Zentrum

stehen Grossanlässe mit Strahlkraft, wie

der CSI, Night of the Jumps, die Curlingoder

die Badminton-WM. Für den Breitensport

ist kaum mehr Platz. Daneben

gibt es in Basel gerade noch drei Dreifach-Sporthallen,

im Rankhof, im Pfaffenholz

und in den Sandgruben, wo es

immerhin nationales Spitzenunihockey

zu sehen gibt. Dazu kommen Spartenangebote

wie die Rollsporthalle beim

Buschweilerhof oder die Beachhalle

beim Bahnhof St. Johann. Die St. Jakob-

Arena, 2002 eigentlich fürs Spitzeneishockey

gebaut, geriet nach dem

Konkurs des EHC Basel in Schieflage,

die damalige Betreiberin «Basel United»

stieg aus, die Genossenschaft

hatte Liquiditätsprobleme. 2016 übernahm

der Kanton Basel-Stadt für

3,4 Millionen Franken die Anlage, die

primär dem Trainingsbetrieb und den

Meisterschaften des EHC Basel/Kleinhüningen

dient. Events sind selten

geworden in dieser Arena. das

Basel Live 31


Die Schwimmer des BSC Old Boys 1950 an den Jugendmeisterschaften.

Der Schwimmklub Basel

wurde 1919 von den

Pionieren gegründet,

die im damaligen «Pfalzbadhysli»

unterhalb des

Münsters im Rhein

schwammen und sprangen.

Foto: Erwin Jäggi

OLYMPIATEILNEHMER

ALS PRÄSIDENT

In diesem Jahr feiert der Schwimmverein

beider Basel, der vom ehemaligen

Olympiaschwimmer Roger Birrer

präsidiert wird, sein 100-jähriges

Bestehen. Der Schwimmklub Basel

wurde 1919 von den Pionieren gegründet,

die im damaligen «Pfalzbadhysli»

unterhalb des Münsters im Rhein

schwammen und sprangen. Drei Jahre

später gründeten einige Spitzenathleten,

unter ihnen die besagten

Max Rietmann und Robert Wyss, eine

Schwimmsektion beim BSC Old Boys,

1924 folgten mit dem SK Neptun und

dem SV Poseidon zwei weitere

Schwimmvereine. Die Kräfteverhältnisse

verschoben sich innerhalb der

Basler Clubs immer mal wieder, doch

irgendwann hatte Basel den Anschluss

an die nationale Spitze verloren. Es

folgten Kooperationsmodelle mit

Schwimmvereinigungen und Anfang

der 1990er-Jahre zwei Fusionen: Zunächst

taten sich der SKB und Neptun

zusammen, zwei Jahre später folgte

auch OB. Der heutige Schwimmverein

beider Basel war entstanden. Mit der

Grösse und neuen finanziellen Möglichkeiten,

die unter anderem zur

Verpflichtung professioneller Trainer

führte, nahm das Schwimmen neuen

Aufschwung. Martin Weiss, Philipp

Gilgen, Hanna Miluska, Seraina Prünte

oder der noch heute aktive Yannick

Käser machten auch international

Schlagzeilen.

Aktuell verfügt der Schwimmverein

beider Basel mit Jill Vivian Reich,

Tolunay Akçay, Vanessa Rebmann oder

Maurin Lampart wiederum über ein

starkes Elite-Team, das an nationalen

Wettkämpfen um Titel und Medaillen

mitwirken kann. Der SVB umfasst jedoch

nicht bloss die Schwimmer, sondern

auch die Triathleten der Wildcats,

eine Artistic Swimming Abteilung und

Wasserballteams. Präsident Roger Birrer

selbst gehörte 1994 zu jenem Team,

das den bisher einzigen Meistertitel in

dieser Spielsportart nach Basel holen

konnte. Birrers Geburtstag ist übrigens

identisch mit dem Gründungsdatum

des damaligen SK Basel – dem 17. September.

Er selbst hat in Sachen Hallenschwimmzentrum

in Basel die schon so

oft enttäuschte Hoffnung noch nicht

aufgegeben. «Der SV beider Basel wird

seine Visionen für die nachfolgenden

wassersportbegeisterten Generationen

weiter mit Herzblut verfolgen», sagt er.

Ein Buch zu

100 Jahren

Wassersport

1919. Das war für den Schwimmsport

in der Region ein markantes Jahr.

Damals gründeten einige Mitglieder

der Schwimmschule an der Pfalz unter

dem Basler Münster den Schwimmklub

Basel. Wenige Jahre später erlebte das

Schwimmen in Basel durch den Bau der

schweizweit modernsten Anlagen im

Eglisee und im Hallenbad Rialto einen

enormen Aufschwung. Tausende von

Zuschauern verfolgten internationale

und nationale Meetings, Basler Schwimmer

sorgten an Olympischen Spielen

und Europameisterschaften für Aufsehen.

1991 und 1993 fusionierten die

drei Basler Schwimmvereine SK Basel,

SK Neptun und die Schwimmsektion des

BSC Old Boys zum heutigen Schwimmverein

beider Basel. Das 100-Jahr-

Jubiläum des Vereins ist Anlass, die

bewegte und bewegende Geschichte

des Schwimmens, des Wasserspringens,

des Wasserballs, des Triathlons und

des Artistic Swimming in Basel erstmals

umfassend aufzuarbeiten.

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beider Basel

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Gladiators

bei den

Gladiatoren

Den römischen Gladiatoren zu Beginn der christlichen

Zeitrechnung ist die Sonderausstellung «Gladiator –

Die wahre Geschichte» im Antikenmuseum gewidmet.

«Basel live» begab sich mit Gladiatoren der Neuzeit,

der American-Football-Familie von Bärbel und Dwaine

Wood, auf eine Zeitreise. Daniel Schaub

Als sich 1989 einige

Footballspieler der

Basilisk Meanmachine

entschlossen,

einen eigenen

Verein zu gründen,

unter ihnen Markus

Schlageter, da kamen sie am Gründungsort

Kaiseraugst auf einen naheliegenden

Namen: «Raurica Gladiators»

nannte sich der Club in Anlehnung an

die ehemalige Römerstadt Augusta

Raurica. American Football ist ein

körperbetonter Sport, der Zweikampf

ist ein zentrales Element, neben Taktik,

Strategie, Schnelligkeit und vielen

anderen Anforderungen mehr. Auch

das waren Gründe, um auf die Bezeichnung

der Gladiatoren zu kommen.

Dwaine Wood wurde 1990, mit dem

Umzug des Vereins nach Pratteln,

Headcoach der «Pratteln Gladiators».

Und mit ihm begann eine langjährige

Erfolgsgeschichte, die 2014 mit dem

Gewinn der bisher einzigen Schweizer

Meisterschaft ihren Höhepunkt erlebte.

Im Jahr 2000 hatten die «Pratteln

Gladiators» die Fusion mit «Basilisk

Meanmachine» vollzogen und nannten

sich fortan «Gladiators beider Basel».

EIN SCHWEIZER REKORD

Nun steht Dwaine Wood mit seiner

Frau Bärbel, die seit 1995 das Präsidium

des Clubs innehat, im Untergeschoss

des Basler Antikenmuseums und

lässt sich inspirieren von der aktuellen

Sonderausstellung «Gladiator – Die

wahre Geschichte». Die Vergleiche

drängen sich auf und Bärbel Wood

sieht viele Parallelen, aber auch Unter-

schiede zu den heroischen römischen

Kämpfern vor rund 2000 Jahren.

«Football ist ein Mannschaftsspiel und

nur im Team kann man erfolgreich

sein – die damaligen Gladiatoren waren

Einzelkämpfer, die sich in direkten

Duellen gegenüberstanden.»

«Football ist ein

Mannschaftsspiel und

nur im Team kann man

erfolgreich sein – die

damaligen Gladiatoren

waren Einzelkämpfer.»

Bärbel Wood

34 Basel Live


Der Untertitel der zwei Millionen

Franken teuren Sonderausstellung –

«Die wahre Geschichte» – lässt sich

nicht nur mit zahlreichen Vorurteilen

gegenüber römischen Gladiatoren

erklären, Dwaine Wood fällt dazu auch

einiges ein im Zusammenhang mit

seinem Sport. «Viele denken, dass man

sich mit American Football seinen

Körper ruiniert. Die Wahrheit ist, dass

niemand so austrainiert und gekräftigt

ist, wie die American-Football-Spieler.»

Er sagt, dass der Schweizer Rekord in

der militärischen Sportprüfung von

einem seiner Jungs von den Gladiators

gehalten werde.

URSPRÜNGE IN GRIECHENLAND

Die Gladiatorenkämpfe, das lässt sich

gleich zu Beginn der Ausstellung in

Erfahrung bringen, haben ihren Ursprung

in Griechenland. Dort wurden

als Bestattungsritual von höherrangigen

Aristokraten Einzelkämpfe zu

deren Ehren durchgeführt. Auch im

römischen Reich waren diese Kämpfe

zunächst Teil von Totenfeiern. Erst

später wurden sie zu grossen Spektakeln

in den Amphitheatern. Von

Caesar ist eine Gladiatorenkampfveranstaltung

überliefert, in denen es zu

320 Duellen gekommen sein soll. Die

meisten Gladiatoren überlebten und

nicht immer waren es Sklaven, die in

den Kampf geschickt wurden. Für

Männer aus unteren sozialen Schichten

boten die Gladiatorenkämpfe

sogar die Chance zum sozialen Aufstieg.

Die besten Kämpfer waren

Helden des Volkes – zu vergleichen

mit den Fussballstars von heute. Oder

den Footballern in den USA. Denn in

der Schweiz ist American Football

keine Publikumssportart, auch wenn

die Qualität in der Liga durchaus

beachtlich ist. «Ein paar Zuschauer

mehr wären sicherlich förderlich»,

sagt Bärbel Wood, deren Verein auch

grossen Wert auf Nachwuchsarbeit

legt. 2016 wurden die U19- und 2017

die U16-Junioren der Gladiators

Schweizer Meister und im Gegensatz

zu den führenden Clubs, die zuletzt

den Titel bei den Aktiven untereinander

ausmachten, verzichten die Gladiators

auf den Zuzug von ausländischen

Spielern in der Masse. Dwaine

Wood sieht das realistisch. «Es ist

natürlich ein Unterschied, wenn ich

aus drei Millionen Football-Spielern in

den USA die besten auswählen kann,

oder ob ich einen Burschen aus Pratteln

nehme.» Dennoch hat die Familie

Wood die Motivation, sich mit allem

Herzblut diesem Sport zu verschreiben,

nie verloren – seit 30 Jahren

kämpfen sie unentwegt für die Anerkennung,

die Förderung und den

Erfolg.

Weihnachtsausstellung

22. November

2019

– 5. Januar

2020

Bärbel und Dwaine Wood mit ihrer Tochter –

die Gladiators der Neuzeit in der Ausstellung im Antikenmuseum.

mkb.ch

Basel Live 35


«Wir haben

heute die

Cheerleaders.»

Bärbel Wood

PARALLELEN IN DER AUSRÜSTUNG

Parallelen zu den römischen Gladiatoren

gibt es sicherlich auch in der

Ausrüstung. Footballer tragen wie die

Gladiatoren von damals massive Helme

zum Kopfschutz. Dazu gibt es in moderner

Ausführung auch einen Brust-,

Schulter- und Rückenschutz. Was

fehlt, sind die Waffen. Im American

Football kann nur die eigene Körperkraft

eingesetzt werden – dies allerdings

mit aller Konsequenz.

Die Ausstellung vermittelt ein

eindrückliches und vor allem auch

historisch abgesichertes Bild der römischen

Gladiatoren. Eine Hochburg der

Gladiatorenkämpfe war die süditalienische

Stadt Pompeji. Sie zeigt ein Relief

sowie ein Wandbild der dortigen Gladiatorenkämpfe,

die im Jahr 59 nach

Christus zu grossen Krawallen zwischen

verfeindeten Zuschauern aus

Pompeji und Nuceria führten, die in

einem Blutbad mit vielen Toten endeten.

Der damalige Kaiser Nero überliess

den Senatoren die Entscheidung über

die Konsequenzen – und diese verboten

kurzum für die folgenden zehn

Jahre die Gladiatorenkämpfe in Pompeji.

Eine frühe Form der Stadionsperre,

die wir aus dem heutigen Hooliganismus

im Fussball kennen.

Bei den Gladiatorenkämpfen ging

es mitunter brachial zu. Im Rahmenprogramm

standen Tierhetzen oder

Hinrichtungen von Straftätern. «Wir

haben heute die Cheerleaders»,

schmunzelt Bärbel Wood. Die Zeiten

haben sich zum Glück geändert.

Dass die Gladiatoren damals nicht nur

gesellschaftliche Randfiguren waren,

zeigt auch deren Verehrung auf einem

in einer herrschaftlichen Villa in

Augusta Raurica im Jahr 1961 entdeckten

Bodenmosaik von beeindruckender

Grösse von 6,55 auf 9,80 Meter. Dieses

Mosaik wurde bei der Bergung in

verschiedene Segmente zerlegt und in

diesen Einzelteilen an verschiedenen

Orten aufbewahrt. Nun wurde es umfassend

saniert und ist in der Ausstellung

in Basel erstmals in seiner gesamten

Pracht zu bewundern. Es zeigt in

fünf Bildern Gladiatorenkampfhandlungen

von damals – allein dieses

Mosaik lohnt den Besuch der Ausstellung.

Dazu sind verschiedene Fundstücke

aus der Gladiatorenkaserne von

Pompeji zu bewundern.

«Gladiator –

Die wahre Geschichte»

Sonderausstellung im Antikenmuseum

Basel (bis 22. März). Öffentliche Führungen

jeweils am Sonntag, 11.30 Uhr.

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Kopfschutz war bei den römischen

Gladiatoren und ist bei den

Gladiators im American Football

essenziell.

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Basel Live 39


Der Kraftort

über dem Rhein

Während sich im Sommer Tausende Menschen im Rheinbad Breite tummeln

und sich im Fluss abkühlen, verwandelt sich der Ort in den Wintermonaten

zu einer stillen Sauna-Oase. Philipp Schrämmli

Ende Oktober, Rheinbad

Breite. Die «Sauna am

Rhy» hat ihren Betrieb

vor wenigen Tagen

eröffnet. Es ist einer der

letzten sonnigen Herbsttage.

Daniel Keller

empfängt mich auf der Terrasse des

«Rhybadhysli» zum Gespräch, wir

blicken auf den Fluss. «Unglaublich,

diese Ruhe», sagt Keller. Er hat recht.

Zwar rattern rechts von uns die Lastwagen

über die Autobahnbrücke, links

dreht beim Münster das Riesenrad der

Herbstmesse seine Kreise, über uns

brummt ein Flugzeug. Aber Keller hat

recht. Die weite Aussicht, der Rhein,

der still und langsam Richtung Norden

fliesst, das praktisch menschleere

Kleinbasler Ufer gegenüber, das alles

wirkt sehr beruhigend. Man entflieht

dem hektischen Treiben der Stadt,

auch wenn man mittendrin ist. «Für

mich ist das hier ein Kraftort», sagt

Keller. Am Rhein ist Keller das ganze

Jahr hindurch. Und er liebt alle seine

Facetten. Er liebt den Fluss im Sommer,

wenn es um ihn herum wuselt

und alles in ihm schwimmt, er liebt

ihn im Winter, wenn er majestätisch

und gemächlich fliesst und alles um

ihn herum abdämpft und verlangsamt.

«In jeder Jahreszeit hat der Rhein

seine eigene Schönheit», sagt Keller.

Keller ist Teilzeit-Fährimaa auf der

Münster-Fähre, er fährt Weidling und

ist Mitglied im Verein Rheinbad-Breite.

Und Letzteres ist entscheidend,

wenn man wissen will, warum das

Rheinbad heute auch eine Sauna ist.

«Wir haben es einfach bedauert, dass

das Badehaus im Winter leer steht»,

sagt Keller. «Wir», das sind neben ihm

Dominik Hächler und Hubert Lutz, die

Mitinitianten der Sauna am Rhy. Zwei,

drei Jahre hätten sie an ihrer Idee

herum gesponnen, bevor sie vor zehn

Jahren dann das erste Mal die Sauna

einheizten. «Die Investitionskosten

waren sehr hoch, deshalb konnten wir

nicht von heute auf morgen starten.»

Nebst dem Bau der Sauna mieteten

sie mehreren Jurten, die als

Empfangs raum und als Ruhebereich

dienen. Eigentlich als Provisorium

gedacht, könne er sich diese traditionellen

Nomaden-Zelte heute nicht

mehr wegdenken. «Die Jurten haben

etwas Faszinierendes, vielleicht weil

sie rund sind, kommt man in ihnen

so gut zur Ruhe», sagt Keller.

Von Anfang an war die Sauna am

Rhy ein Renner. Die Wärmesuchenden

kämen nicht nur aus dem Quartier,

sondern aus allen Ecken der Region.

«Und weil wir vor nicht allzu langer

Zeit in einem Magazin der SBB erwähnt

wurden, haben wir jetzt auch

Besucher, die von noch viel weiter her

kommen, aus der ganzen Schweiz.»

Wenn man zu den Stosszeiten am

Feierabend einen Platz wolle, empfehle

er zu reservieren. Mehr als 24

Personen gleichzeitig lasse man nämlich

nicht auf die Anlage. Und auch

wenn die Nachfrage da wäre, expandieren

wollen die Betreiber nicht.

40 Basel Live


Wo Sauna-Träume wahr werden: eine Oase im Rheinbad Breite mit der Möglichkeit, sich im winterlichen Rhein abzukühlen. Fotos BLM

«Die Jurten haben

etwas Faszinierendes,

vielleicht weil sie

rund sind, kommt

man in ihnen so

gut zur Ruhe.»

«Wir wollen klein bleiben, keine

Massenveranstaltung, wir wollen

etwas Spezielles sein», sagt Keller.

Speziell ist natürlich auch der Ort,

wo sie die Besucherinnen und Besucher

nach einem Sauna-Gang abkühlen:

im Rhein. «Fast alle», sagt Keller,

würden in den Fluss steigen; sich

öffentlich nackt zu zeigen, da hätten

die wenigsten Skrupel. «Abends ist es

im Winter ja dunkel. Und sowieso, das

geht alles blitzschnell.» Besonders zu

empfehlen sei das Bad im Rhein, wenn

an der Luft Minustemperaturen

herrschten und der Fluss wärmer ist.

Beliebt sei die Sauna unter anderem

deshalb, weil man «an nichts

denken» müsse, sagt Keller. Bademantel,

Schlappen, Tücher, alles ist im

Eintrittspreis inbegriffen. Das erlaube

auch Spontanbesuche, sogar Tagestouristen

könnten so in die Sauna kommen.

Geöffnet hat die Sauna jeden

Tag, am Montag ist der Zutritt nur

Frauen gestattet. Wenn eine Gruppe

das wünscht, kann sie auch die ganze

Anlage mieten, dies ist allerdings nur

vormittags oder nach 22 Uhr möglich.

Trotz der Absicht, den Betrieb

klein und überschaubar zu halten,

könnte auf die Sauna-Betreiber in den

nächsten Jahren eine grössere Veränderung

zukommen. Der Verein Rheinbad

Breite plant nämlich zusammen

mit der Stadt, das Rheinbad zu vergrössern.

Und zwar in beachtlichem

Masse, angedacht ist, dass das Rheinbad

künftig doppelt so viel Fläche

beanspruchen kann wie heute. «Wenn

das geschieht und auch die Garderoben

und die sanitären Anlagen umgebaut

werden, planen auch wir einen

moderaten Ausbau», sagt Keller.

Spruchreif sei dies aber noch nicht.

Basel Live 41


Die Welt

des Quizzens

Das «Didi Offensiv» am Erasmusplatz ist als Fussball-Bar jedem Sportliebhaber

ein Begriff. Was weniger bekannt ist: Es ist auch ein Treffpunkt für schlaue Köpfe.

Philipp Schrämmli

Mediale Aufmerksamkeit

zu erzeugen,

das ist nicht

die grösste Herausforderung

für

Benedikt Pfister.

Als seine Fussball-Bar

«Didi Offensiv», die er zusammen

mit seiner Partnerin Kathy Wildman

und seinem Bruder Raphael

Pfister führt, im Oktober dieses Jahres

ihr fünfjähriges Bestehen feierte –

unter anderem mit vielen Spielern der

FCB-Aufstiegsmannschaft von 1994 –

berichtete so gut wie jedes regionale

Medium über dieses Ereignis. Fussball,

FCB, eine Beiz im Kleinbasel, die fünf

Jahre überlebt – die Geschichten

schreiben sich beinahe von selbst.

Gleichwohl freut sich Benedikt Pfister

speziell, als ihn das «Basel Live Magazin»

um ein Interview bittet. «Das ist

wirklich toll, dass mal jemand über

unsere Quiz-Abende schreiben will»,

entfährt es ihm.

Auf den ersten Blick deutet im Didi

Offensiv nicht allzu viel darauf hin,

dass es in dieser Beiz besonders geistreich

zugehen soll. Das Lokal ist geschmückt

mit Fussballutensilien,

Fan-Schals hängen an den Wänden,

Bilder von vergangenen Fussballhelden,

und an der Bar kleben unzählige

Zeitungsartikel, die von epischen

Schlachten und allerlei Skurrilitäten

aus der Welt des Fussballs erzählen.

Trotzdem sagen die Pfisters, es sei von

Anfang an immer die Idee gewesen,

mehr sein zu wollen als «nur» eine

Fussball-Bar.

Stimmungsvolle Abende am Erasmusplatz: Quizfreunde vor dem Didi Offensiv.

Foto zVg

Schon im ersten Monat nach ihrer

Eröffnung 2014 hätten sie ihr erstes

Quiz durchgeführt. «Wir kannten

solche Formate aus englischen Pubs

und wollten das auch in Basel einführen»,

sagt Benedikt Pfister. Der Erfolg

war durchschlagend. Bereits das erste

Ratespiel sei gut besucht gewesen.

Und die Nachfrage habe in den letzten

fünf Jahren nicht nachgelassen, sondern

zugenommen. Mittlerweile organisieren

die Pfisters jeden Monat

mehrere Quiz-Abende in unterschiedlichen

Kategorien: «Fussball» lautet

natürlich eine, es gibt aber auch

«Allgemeinwissen», «Musik», «Basel»,

«Architektur» und sogar: «Harry

Potter» …

«Diese Quiz-Abende sind für uns

aus verschiedenen Gründen nicht mehr

wegzudenken», sagt Raphael Pfister.

Einerseits seien sie ein wirtschaftlicher

Faktor, füllen sie die Beiz doch an

Abenden, an welchen nicht gerade

Bayern München gegen Borussia Dortmund

spielt, sondern vielleicht eher

Augsburg gegen Paderborn. «Zum

anderen sorgen die Abende für eine

Diversifizierung unseres Publikums»,

sagt Raphael Pfister. Bei einem Allgemein-Quiz

steige der Frauenanteil

unter den Gästen manchmal auf rund

50 Prozent, was bei Fussballübertragungen

nicht der Fall sei. «Das merken

42 Basel Live


Wer löst das

«Didi-Quiz»?

1. An der Messehalle 2 hängt eine

grosse Uhr. Frage: Wo in Basel hängt

eine baugleiche Uhr?

a) An der Clarakirche

b) In der alten Universität

c) Im Kraftwerk Birsfelden

d) Am St. Johann-Tor

Freunde des Fussballs und des gepflegten Quizzens: Dominik (r.) und Raphael Pfister.

wir auch hinter der Bar. An Quiz-Abenden

verkaufen wir sicherlich mehr

Aperol Spritz und Hugo als während

einer Champions-League-Partie.»

Viele dieser Rätsel-Abende werden

von Externen organisiert, die einfach

Freude an der Sache haben. «Um dieses

Engagement sind wir sehr froh, weil der

Aufwand, ein Quiz zusammenzustellen,

enorm ist», sagt Benedikt Pfister. Je

«Um dieses

Engagement sind wir

sehr froh, weil der

Aufwand, ein Quiz

zusammenzustellen,

enorm ist.»

spezieller ein Quiz sei, desto mehr

Leute kämen, die nicht zum Didi-Offensiv-Stammpublikum

zählten. Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer des

«Harry Potter»-Quiz zum Beispiel seien

eine eingeschworene Gemeinschaft und

würden teilweise aus der Innerschweiz

anreisen. «Ich habe zwar fast alle

‹Harry Potter›-Filme gesehen», sagt

Benedikt Pfister, «aber bei diesem Quiz

würde ich alleine maximal einen halben

Punkt holen, so hoch ist das Niveau.»

Foto ps

Alleine tritt aber praktisch nie

jemand an. Erlaubt sind Teams bis

zu fünf Personen. «Dadurch wird

das Quiz zu einem gesellschaftlichen

Anlass», sagt Raphael Pfister. «Natürlich

geht es darum, sein Wissen

unter Beweis zu stellen, aber die

Stimmung unter den Teams ist nie

nur kompetitiv, sondern immer

auch gesellig.»

Ein gutes Quiz zeichne sich durch

die richtige Mischung aus. Es brauche

einfachere Fragen, die von einer

grossen Zahl der Teilnehmenden

beantwortet werden können, aber

auch sehr knifflige Aufgaben, bei

denen man die Köpfe zusammenstecken

und manchmal verschiedene

Antwortmöglichkeiten vorgeben

müsse. «Speziell bei der Allgemeinwissens-Kategorie

achten viele Teams

auf die richtige Zusammensetzung,

also dass sie verschiedene Wissensgebiete

abdecken und auch, dass nicht

alle Teammitglieder gleich alt sind»,

sagt Raphael Pfister.

Zu gewinnen gibt es bei den Quiz-

Abenden ausser Ruhm und Ehre übrigens

nicht viel. Den Siegern winkt

ein Getränk nach Wahl, den Zweiplatzierten

ein Prosecco, den Dritten ein

Bier – und die Letztplatzierten bekommen

einen Shot: Den «Shot des

Vergessens» …

2. Was ist auf dem Wappen von

Basel-Stadt zu sehen?

a) Ein Holzstab

b) Ein Bischofsstab

c) Ein Zeitungsstab

d) Ein Militärstab

3. Was war einst auf der

heutigen Rosentalanlage?

a) Ein Friedhof

b) Ein Freizeitpark

c) Ein Schwimmbad

d) Ein Parkhaus

4. Nach welchem Trainer ist

die Fussballkulturbar

Didi Offensiv benannt?

a) Guy Mathez

b) Christian Gross

c) Helmut Benthaus

d) Claude Andrey

5. Gegen welchen Verein fand

das allererste Trainingsspiel

des FCB statt?

a) RTV Basel

b) VfB Stuttgart

c) Inter Mailand

d) FC Kleinbasel

6. Nebst Wild Maa, Leu und Vogel

Gryff gibt es im Kleinbasel seit

rund 20 Jahren auch

a) einen Elch

b) einen Bären

c) einen Oryx

d) ein Känguru

Lösung: 1. c; 2. b; 3. a; 4. d; 5. a; 6. b

Basel Live 43


Live in Basel EVENTS

VERANSTALTUNGS-

HIGHLIGHTS

NOVEMBER 2019

BIS JANUAR 2020

IN BASEL

© Historisches Museum Basel, Natascha Jansen

Bis 19.01.2020

GOLD & RUHM. GESCHENKE

FÜR DIE EWIGKEIT

KUNSTMUSEUM BASEL

Mit einer gross angelegten Ausstellung

zu den Anfängen des Basler Münsters

um 1000 n. Chr. ist das Historische

Museum zu Gast im Kunstmuseum.

Kostbare Schatzkunst aus Elfenbein

und Gold ebenso wie monumentale

Bronzen werden als Weltpremiere

zusammen mit der goldenen

Basler Altartafel aus Paris gezeigt.

Bis 26.01.2020

LEN LYE. MOTION COMPOSER

MUSEUM TINGUELY

Len Lye (1901–1980), geboren in

Christchurch (NZ), ist einer der

wichtigsten Experimentalfilmer der

1930er- bis 1950er-Jahre. In der

Ausstellung wird das Werk von Lye

in seiner ganzen Breite gezeigt,

mit einem besonderen Augenmerk

auf den Beziehungen zwischen

den verschiedenen Medien.

© Courtesy Len Lye Foundation and the British Postal Museum and Archive

Bis 22.03.2020

ÜBERMENSCH. FRIEDRICH

NIETZSCHE UND DIE FOLGEN

HISTORISCHES MUSEUM BASEL –

BARFÜSSERKIRCHE

Zum 175. Geburtstag des deutschen

Philosophen und Gesellschaftskritikers

stellt eine kulturgeschichtliche

Ausstellung Werk und Wirkungsmacht

Friedrich Nietzsches bis in die

Gegenwart vor.

Jeweils am Donnerstag

«ZU GAST IM PARADIES» –

DEGUSTATIONEN MIT PROFIS

FRISCHEPARADIES

Unter dem Motto «Zu Gast im Paradies»

finden im Frischeparadies (Singerstrasse

12, 4052 Basel) spannende

Degustationen statt. Dabei entdecken

Sie das vielseitige Angebot an Weinen

und Spirituosen sowie Fleisch, Fisch

und Food im direkten Gespräch mit

Winzern, Manufakturen sowie Fachleuten.

Besonders Wert wird dabei auf

die Harmonie von Speis und

Trank gelegt und so werden zu den

Degustationen jeweils verschiedene

Häppchen und passende Getränke

serviert. Weitere Informationen unter

frischeparadies.ch/events

Bis 05.04.2020

TASCHEN – IKONEN & WERT-

ANLAGEN. GESCHICHTE

EINES ZEITLOSEN ACCESSOIRES

SPIELZEUG WELTEN MUSEUM BASEL

Die aktuelle Sonderausstellung im

Spielzeug Welten Museum Basel ist der

Himmel auf Erden für Handtaschenliebhaber.

Mit rund 400 Exponaten

trägt sie die ganze Taschen geschichte

ab 1550 bis hin zu Taschen-Kunstobjekten

in ihrem Gepäck. Darunter

auch Ikonen wie die Kelly Bag von

Hermès oder Laufstegtaschen von

zeitgenössischen Designern und Künstlern

wie Úna Burke, Stasha Chimbur

oder Ming Ray. Die Sonderausstellung

läuft bis 5. April 2020 und ist in dieser

Form exklusiv nur in Basel zu sehen.

© Lisa Klappe

44 Basel Live

Taschen-Kunstobjekte aus Alabaster

von Barbara Ségal


22.11.2019–05.01.2020

PALAZZO COLOMBINO

ROSENTALANLAGE, BASEL

Das ungewöhnliche Gourmet-Theater

PALAZZO kombiniert Haute Cuisine

und erstklassige Unterhaltung.

In der exklusiven Atmosphäre eines

nostalgischen Spiegelzeltes erwartet

Sie ein exquisites Vier-Gang-Menü.

30.11.2019

BASLER STADTLAUF

MARKTPLATZ, BASEL

Der Basler Stadtlauf bietet den Teilnehmern

ein einmaliges Laufer lebnis.

Der Anlass beginnt um 17 Uhr mit den

Läufen der Jugend lichen, anschliessend

folgen die verschiedenen Kategorien

der Erwachsenen. Die Laufstrecke,

die mitten durch die eihnachtlich

beleuchtete Altstadt führt, sorgt dabei

für eine einzig artige Atmosphäre.

26.11.–23.12.2019

ADVÄNTSGASS IM GLAIBASEL

RHEINGASSE, BASEL

Wer in diesen Tagen durch die

Rheingasse spaziert, kann den Eindruck

erhalten, er befände sich

auf einem Dorfplatz. Anwohner und

Standbetreiber halten einen entspannten

Schwatz, tauschen sich aus und

kosten dabei vielleicht ein exotisches

Curry. Oder soll es lieber ein Winterklassiker

sein, zum Beispiel Raclette

oder Fondue? So oder so, Geniesser

kommen hier auf jeden Fall auf ihre

Kosten!

28.11.–23.12.2019

BASLER WEIHNACHTSMARKT

BASLER INNENSTADT

Mitten in der Innenstadt, eingebettet

in die vorweihnachtlich geschmückte

historische Altstadt, befindet sich der

malerische Weihnachtsmarkt auf dem

Barfüsserplatz und auf dem Münsterplatz.

Auf Letzterem befindet sich

ein prachtvoller, vom bekannten Dekorateur

Johann Wanner geschmückter

Weihnachtsbaum. Auf dem Claraplatz

im Kleinbasel finden Sie zudem ein

feines kulinarisches Angebot in der

Sennenhütte.

28.11.–23.12.2019

ROBI-SPIEL-AKTIONEN «WEIH-

NACHTLICHER MÄRCHENWALD»

© www.PALAZZOCOLOMBINO.ch

MÜNSTERPLATZ, BASEL

Im weihnachtlichen Märchenwald

auf dem Münsterplatz können Kinder

Kerzen ziehen, giessen und verzieren,

Fackeln herstellen, Schmieden, Lebkuchen

verzieren, Schlangenbrot essen

und heisse Schokolade trinken, mit

der Kindereisenbahn fahren, Gutzi

backen, Zinn giessen, die Sternenwerkstatt

besuchen, Weihnachtsgestecke

basteln, am Glücksrad drehen,

Münzen prägen und vieles mehr.

1.–23.12.2019

ADVENTSKALENDER – THEATER BASEL

THEATER BASEL

Das Theater Basel öffnet täglich ein

Türchen seines besonderen Kalenders.

Jeden Abend wartet im Foyer eine kleine

Überraschung. Der Eintritt ist frei.

14.–15. Dezember 2019

MODESCHMUCK APÉRO

ANNA K. RÜMELINSPLATZ 15

Jeannette Keller ist mit ihrer grossen

Auswahl an erlesenem Vintage-Modeschmuck

zu Gast bei der Secondhand-Boutique

ANNA K. am Rümelinsplatz

15. Finden Sie Last-Minute-

Geschenke für sich oder Ihre Liebsten

bei Weihnachtsgebäck und einer Tasse

Adventstee (Samstag, 14. Dezember, 11

bis 17 Uhr, und Sonntag, 15. Dezember,

13 bis 17 Uhr) www.anna-k.ch

© Elias Bötticher

Basel Live 45


Live in Basel EVENTS

17.–31.12.2019

CIRQUE NOËL DE BÂLE

ROSENTALANLAGE, BASEL

Hereinspaziert – Hereinspaziert!

Manege frei für den neuen Stern am

Basler Weihnachtshimmel. Vom 17.

bis 31. Dezember 2019 auf der Rosentalanlage

– neben dem Spiegelpalast

des Palazzo Colombino – wird zum

zweiten Mal der Basler Weihnachtszirkus

Cirque Noël de Bâle sein Zirkuszelt

aufschlagen. Es wird ein festliches

Weihnachtserlebnis für die ganze

Familie, ob Jung oder Alt, Klein oder

Gross – alle sind herzlich willkommen.

9.–12.01.2020

LONGINES CSI BASEL

ST. JAKOBSHALLE, BASEL

Im Januar 2020 wird Basel wieder zum

Treffpunkt der besten Springreiter der

Welt. Auf ihren nicht minder berühmten

Pferden werden sie den Hallen-

Grand-Prix reiten und bestreiten. Am

Weltklasse-Turnier erwartet den Zuschauer

höchste Spannung.

13.01.2020

VOGEL GRYFF

KLEINBASEL

Traditioneller Kleinbasler Brauch. Die

Veranstaltung beginnt mit der Talfahrt

des Wild-Maa-Flosses auf dem Rhein

und endet spät in der Nacht mit den

Schlusstänzen. Vogel Gryff heisst der

Feiertag der drei Ehrengesellschaften

des Kleinbasels, der auch heute noch

im Januar zelebriert wird.

17.01.2020

MUSEUMSNACHT BASEL

DIVERSE ORTE, BASEL

Einmal im Jahr öffnen die Basler

Museen zu ungewohnter Zeit ihre

Pforten und geben ihren Gästen

die Gelegenheit, nachts durch die

Sammlungen zu streifen. Rund

40 Museen und Kulturinstitutionen

der Region Basel bieten einen

Spartenmix aus Kunst und Kultur im

Dialog mit Literatur, Musik, Film,

Theater.

26.01.–17.05.2020

EDWARD HOPPER

© Cartoonmuseum Flavia-Schaub © 2019. Digital image Whitney Museum of American Art

FONDATION BEYELER

In der Frühjahrsausstellung 2020

zeigt die Fondation Beyeler Werke

von Edward Hopper (1882–1967),

einem der bedeutendsten amerikanischen

Maler des 20. Jahrhunderts.

Den thematischen Schwerpunkt der

Ausstellung bilden Hoppers ikonische

Darstellungen der unendlichen Weite

amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft.

46 Basel Live


VERANSTALTUNGS-

HIGHLIGHTS

APRIL BIS AUGUST

IN BASEL

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Basel Live 47

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