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suedwest.presse

FamilienBande

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Oft ist das Miteinander in einer

Patchworkfamilie eine große

Herausforderung. Susanne

Barth-Huber und ihr Mann Stefan

Huber aus Frankenhardt haben

einen guten Weg für sich und ihre

vier Kinder gefunden.

Juno liegt auf einer bunten Krabbeldecke

am Boden, strahlt übers

ganze Gesicht und strampelt kräftig

mit den kleinen Beinchen. Gerade

einmal fünf Monate alt gehört

ihr die ganze Aufmerksamkeit der

Familie. Ihre Halbgeschwister Ben

(10), Helena (13) und Niklas (15)

knien um sie herum und bespaßen

sie. Immer wieder gibt die Zuckerschnute

glucksende Begeisterungslaute

von sich. „Juno ist unser aller

Sonnenschein“, sagt Mutter Susanne

Barth-Huber und lächelt. Nur

manchmal gebe es Streit, und zwar

dann, wenn es darum geht, wer

Juno halten darf.

Die 40-Jährige hat im August 2018

ihren zweiten Mann Stefan Huber

geheiratet. Ihre drei älteren Kinder

stammen aus erster Ehe. Die

Patchworkfamilie harmoniert, wie

am gegenseitigen Umgang zu erkennen

ist. „Es klappt wirklich total

super“, sagt die Familienbegleiterin

in Elternzeit und ergänzt: „Wir

machen es deshalb gut, weil wir

alle Kinder von Anfang an mit ins

Boot geholt haben.“

Endlich mal wieder

ein Mann im Haus

Dass ihr Nachwuchs mit Stefan

Huber gleich zu Beginn ihrer Beziehung

gut ausgekommen ist,

hat eine Vorgeschichte: „Stefan

war Bens und Helenas Erzieher

im Kindergarten“, verrät Susanne

Barth-Huber schmunzelnd. „Sie haben

immer von ,Steff‘ geschwärmt

und fanden ihn cool.“ Doch überfallen

hätten sie diese nicht. „Wir

haben uns zuerst ohne die Kinder

getroffen und erst, als wir sicher

waren, dass es zwischen uns passt,

haben wir es ihnen gesagt“, be-

Kleine ZucKerschnute

Bringt leBen in die Bude

Auf dem Sofa finden noch

alle Platz: Helena Barth

(von links), Stefan Huber,

Niklas Barth mit Juno

Huber, Ben Barth und

Susanne Barth-Huber.

ginnt die Mutter zu erzählen. Das

Paar nutzte einen gemeinsamen

Ausflug, um die Botschaft zu überbringen.

„Alle haben sich gefreut

und Niklas sagte: ,Endlich mal wieder

ein Mann im Haus‘“, erinnert

sich die Frankenhardterin.

Den Kontakt zu ihrem leiblichen

Vater pflegen Niklas, Helena und

Ben regelmäßig. „Alle 14 Tage sind

wir bei Papa“, sagt Ben. Und das

klappe auch immer gut, verrät Stefan

Huber und erzählt weiter: „Als

wir noch ohne Juno waren, haben

So gelingt Patchwork

von Corinna Janßen

FOTOS: CORINNA JANSSEN

wir uns auf die Zweisamkeit jedes

zweite Wochenende gefreut.“ Doch

bereits Samstagabends hätten sie

die Kinder schon wieder vermisst.

Für Susanne Barth-Huber war es

ein Segen, ihren Stefan getroffen

zu haben. „Er hat mich mit drei Kindern

kennengelernt und so hat er

mich auch geheiratet“, erzählt sie.

„Und jetzt sind wir vier“, sagt Ben

stolz und kitzelt die kleine Juno am

Bäuchlein. Spannend wurde es,

als die drei erfuhren, dass ein Geschwisterchen

unterwegs ist. „Wir

haben uns alle sehr über die Nachricht

gefreut“, erinnert sich Helena.

Nur welches Geschlecht es werden

sollte, da gingen die Meinungen bei

den drei Youngsters auseinander:

„Helena wollte einen Bruder, Ben

und Niklas hingegen ein Schwesterchen“,

sagt Susanne Barth-Huber

und lächelt ihre Großen an.

Juno war die dritte Hausgeburt für

die Familienbegleiterin. „Sie kam

morgens um 2.40 Uhr auf die Welt.

Ben hat sie als erstes gesehen, als

er nachts auf die Toilette musste“,

erzählt Susanne Barth-Huber. Die

beiden anderen hätten – obwohl,

dass es für ihre Mutter gefühlt die

lauteste Geburt seither war – nichts

mitbekommen und morgens nicht

schlecht gestaunt, als sie das kleine

Wesen erblickten. Seitdem ist

ganz schön viel Leben in der Bude

bei der Patchworkfamilie. „Einen

normalen Tag gibt es bei uns nicht,

jeder ist anders“, sagt Stefan Huber

fröhlich. Ben beschreibt einen

Tag im Leben der Barth-Hubers so:

„Heli und Niki stehen bereits kurz

vor sechs Uhr auf, ich um sechs,

will aber nicht. Dann wird gefrühstückt,

Mama oder Stefan machen

Schulbrote. Manchmal ist Juno dabei,

manchmal nicht. Dann Zähne

putzen, Gesicht waschen, Sachen

richten. Ich lasse noch die Hühner

raus, dann muss ich nach Crailsheim

in die Schule.“

An den Haushaltsplan

halten sich alle

Bis die Kinder um 16.30 Uhr von

der Ganztagsschule kommen, kann

Susanne Barth-Huber den Tag mit

Klein-Juno genießen – soweit das

mit einem Baby möglich ist. Doch

dann ist Familienzeit angesagt.

„Wir essen abends immer alle gemeinsam

warm. Jeder kocht mal.“

Niki ist der Spezialist für Wan-Tan-

Taschen, Ben der Bäcker im Haus.

Was es gibt, wird aber in Form

eines Spiels entschieden: „Wir haben

ein Glas mit Holzstäbchen und

auf jedem steht ein Gericht. Jeden

Mittwoch wird gezogen“, klärt Stefan

Huber auf.

Bei den Barth-Hubers sind die

Aufgaben streng geregelt. „Es gibt

einen Haushaltsplan und an den

halten sich alle“, erzählt Stefan Huber.

Jede Woche wechseln die Aufgaben.

Für die Kinder heißt das mal

Mülleimer leeren, Staub saugen,

abstauben oder Bad putzen. „Mir

ist es sehr wichtig, dass die Kinder

das kennen und wertschätzen“, betont

Susanne Barth-Huber.

Zeit mit den Eltern. Stefan habe

beispielsweise mit Niklas einen

Hühnerstall sowie ein Bett gebaut.

Seinen Beruf als Erzieher hat der

Familienvater nämlich an den Nagel

gehängt und zum Schreiner

umgeschult. Helena hingegen war

mit ihrer Mama zum Shoppen in

Nürnberg und im Kino. „Und ich

mit Stefan auch im Kino und im

Palm Beach in Nürnberg“, ruft Ben

Jedes Kind bekommt in der

Patchworkfamilie seine eigene

dazwischen.

„Unser Geheimnis ist, dass die

Kinder nicht eifersüchtig sind“,

so Susanne Barth-Huber. „Sie bekommen

trotz Juno ihre Zeit.“ Jeder

dürfe auch sagen, was er für Bedürfnisse

habe. „Wir haben zwar

klare Regeln, sind aber trotzdem

entspannt“, meint Stefan Huber.

Es „knalle“ natürlich auch mal.

„Ja“, sagt Ben kleinlaut und fügt

hinzu: „Zum Beispiel, wenn ich

mein Zimmer aufräumen muss.“

Helena ergänzt: „Und wenn ich in

Englischvokabeln abgefragt werde.“

Kaum ist es ausgesprochen,

grinsen sich alle bereits wieder an.

„Wer fährt mit mir Rennen?“, fragt

der Patchwork-Papa und schon

sammelt sich die Bande um den

Fernseher, um auf der Spielekonsole

Gas zu geben. „Der Stefan ist

da nicht zu schlagen“, sagt Ben und

gibt trotzdem sein Bestes.

es Weihnachtet in Petrol und Beere

Das sind die Deko-Trends im Winter 2019

Wenn der erste Schnee die Dächer

mit einer funkelnd weißen Decke

überzieht und bunte Lichter die

Straßen mit einem hellen Glanz

erfüllen, dann erwacht auch in

vielen Menschen der Wunsch, die

eigenen vier Wände in ein heimeliges

Winterwunderland zu verwandeln.

Die Fachberaterin Irina

Wiebe vom Einrichtungshaus

Möbel Gunst in Schwäbisch Hall

weiß, wie das mit wenigen Handgriffen

gelingen kann. Zudem

zeigt sie auf, mit welchen Farben

man derzeit wahres Fingerspitzengefühl

beweist.

„Die Farben Beere sowie Petrol

sind in diesem Winter absolut im

Trend“, beschreibt Irina Wiebe.

Seit nunmehr 18 Jahren zeigt die

Einrichtungsfachberaterin bei der

Auswahl und der Zusammenstellung

dekorativer Elemente viel

Stilbewusstsein. Die aktuellen

Weihnachtstrends hat sie von der

Messe „Christmas World“ in Frankfurt

am Main mitgebracht. „Seien

es Sterne, Vasen, Kerzen oder

auch Christbaumschmuck – die

eindrucksvollen Trendfarben Beere

und Petrol sind allgegenwärtig“,

sagt sie. Kombinieren sollte man

die beiden dominanten Töne der

Expertin zufolge allerdings nicht.

„Idealerweise fokussiert man sich

beim Schmücken immer auf eine

Kernfarbe“, sagt sie. „Auf diese

wird die gesamte restliche Deko

abgestimmt.“ So harmoniere Beere

beispielsweise ganz wunderbar

mit metallischen Tönen wie Gold

oder Silber. „Selbst Schwarz wird

in diesen Reigen zu einem stylishen

Eyecatcher.“ Petrol hingegen

setze man am besten

mit Ornamenten in Silber,

Grau oder Weiß in Szene.

Die weihnachtlichen

Klassiker müssen in diesem

Jahr allerdings keineswegs

in den Schubladen

verstauben. „Mit Christbaumschmuck

in Rot, Grün und Weiß

macht man niemals etwas falsch“,

unterstreicht Wiebe. Ebenso dürfen

sich Naturmaterialien wie

Hölzer, Tannenzweige oder Nüsse

in den winterlich geschmückten

Wohnzimmern auch 2019 wieder

sehen lassen. „Bei der Zusammenstellung

verschiedener Deko-Elemente

sollte man die Größenverhältnisse

stets im Blick behalten“,

erläutert Wiebe. So gehöre hoher

Zierrat wie etwa eine Vase in den

Hintergrund. Kleinere Elemente

FOTO: JW

Irina Wiebe hat die aktuellen

Weihnachts-Trends von der

„Christmas World“ in

Frankfurt mitgebracht.

können im Vordergrund platziert

werden. „Das erzeugt ein harmonisches

Gesamtbild.“ Indem man

verschiedene Ebenen schaff,

stelle man sicher, dass keines der

dekorativen Stücke in der Masse

untergehe.

„Viel falsch machen kann man

beim Schmücken übrigens nicht“,

FOTO: FREEPIK

sagt die Gunst-Einrichtungsexpertin.

Denn erlaubt sei, was gefällt.

„Alle Menschen sind verschieden“,

weiß sie. „Das gilt auch für die vielen

unterschiedlichen Geschmäcker.“

Daher sei es im Endeffekt

gar nicht entscheidend, ob man

bei der Gestaltung des persönlichen

„Winterwunderlandes“ nun

viel Wert auf aktuelle Trends lege

oder eben nicht. „Wer sich beim

Schmücken selbst treu bleibt,

erzielt in jedem Fall ein wunderschönes

Ergebnis.“ Somit steht

einem stimmungsvollen Weihnachtsfest

in den eigenen vier

Wänden sicherlich nichts mehr im

Wege.

jw

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SONDERVERÖFFENTLICHUNG

FamilienBande

Warum Vorlesen

für Kinder so

Wichtig ist

Interview mit

Kinderbuchillustratorin

Andrea Deininger-Bauer

von claudia linz

Die Schnecke Himmelblau, die

sich vor ihrem Auftritt als Seiltänzerin

ängstigt. Das aus dem

Eichhörnchennest gefallene

Pünkelchen und Friedel, das

Landschweinchen – Illustratorin

Andrea Deininger-Bauer gibt

den Figuren in Kinderbüchern

ein Gesicht. Als Mutter und

Großmutter weiß sie, wie wichtig

Bücher für Kinder sind.

Was sind die Herausforderungen,

wenn man ein

Kinderbuch illustriert?

Andrea Deininger-Bauer: Kinder

verbinden sich sehr stark mit den

Bildern. Deshalb muss aus jedem

Lächeln die Liebe rausgucken. Die

Figuren müssen aber auch witzig

sein. Kinder haben einen anderen

Humor als Erwachsene und lachen

über andere Dinge. Beim Illustrieren

versuche ich, in diese Welt

einzutauchen.

Warum sind Bücher

für Kinder wichtig?

Kleine Kinder sind wie ein

Schwamm und saugen alles auf.

So offen sind sie meist nie mehr

in ihrem Leben. Deshalb muss

man in diesem Alter behutsam

mit ihnen umgehen. Andere Medien

setzen den jungen Nutzern

oft etwas vor, was sie überfordert

oder ihnen Angst macht. Bei guten

Büchern ist das etwas anderes.

Die Fantasie lässt nur so viel zu,

wie sich das Kind vorstellen kann.

Außerdem bilden Bücher natürlich

auch.

Was spricht für das Vorlesen?

Wenn sich die Eltern mit ihrem

Kind im Arm aufs Sofa kuscheln

und vorlesen, entsteht eine wunderbare,

liebevolle Begegnung

zwischen Mutter oder Vater und

dem Kind. In der Fantasie des

Zuhörenden entsteht eine eigene

Welt.

Wie entsteht

eigentlich eine Figur?

Aktuell illustriere ich das Buch zu

dem Lied „Es war eine Mutter, die

hatte vier Kinder“. Zuerst habe ich

mir Gedanken über die Stimmung

gemacht. Die Jahreszeiten sind

elementar und gewaltig, trotzdem

sollten sie im Buch Kinder

sein. Die allumfassende Mutter

Erde habe ich mir als liebevolle

alte Frau mit grauen Haaren und

einem schönen Kleid vorgestellt.

Dann habe ich ein paar Skizzen

gemacht, von denen ich manche

wieder verworfen habe.

Zum Beispiel?

Ich hatte mir vorgestellt, dass

Frühling, Sommer, Herbst und

Winter von einem Regenbogen herunter

auf die Erde purzeln könnten.

Aber so ein Regenbogen passt

ja nicht zu allen Jahreszeiten.

Nehmen wir das Herbstbild.

Wie sieht es aus?

Das Kind hat dunkle Augen, glatte,

braune Haare, die ihm ins Gesicht

wehen, und eilt mit einem Arm

voll Trauben über herbstlich bunte

Felder. Am Horizont ziehen dunkle

Wolken auf, an einer Stelle regnet

es, Vögel ziehen in den Süden.

Und der Frühling?

Da habe ich mir vorgestellt, was

alle Menschen im Frühling erleben.

Wie nach den ersten Sonnenstrahlen

und etwas Regen die

Farben förmlich explodieren.

FOTOS: UFUK ARSLAN

Andrea Deininger-Bauer in

ihrem Atelier in Bächlingen.

Wie muss man sich das

mit den Skizzen vorstellen?

Nehmen wir als Beispiel das Bild,

auf dem alle Kinder tanzen. Da

mache ich zuallererst nur Strichmännchen

und überlege mir, wer

wie hoch hüpft und wie die Arme

und die Beine dabei aussehen. Das

übertrage ich dann auf ein großes

Blatt Papier und mache eine Vorzeichnung.

Schließlich beginnt die

Ausgestaltung. Ich überlege mir die

Farben, ob ein Kind zum Beispiel

etwas Gestreiftes oder Einfarbiges

anhat und die ganze übrige Ausgestaltung.

Dann träume ich mich

da hinein. Bei den Wimmelbildern

zum Kirchenjahr habe ich mir im

Zur Person

Andrea Deininger-Bauer

studierte erst Kunsterziehung,

danach Freie

Grafik an der Staatlichen

Hochschule der Künste in

Stuttgart. Ausstellungen,

Mal- und Zeichenkurse folgten.

Sie ist Fotostylistin,

Malerin und Kinderbuchillustratorin.

Sie wohnt in

Winterberg bei Braunsbach

und arbeitet in Bächlingen.

Illustriert hat sie in den

vergangenen fünf Jahren

die drei „Pünkelchen“-Bücher,

„Friedel, das Schwäbisch-Hällische

Landschweinchen“,

„Hannelore“,

„Mutschelkind“ und die

beiden Wimmelbücher

„Das Kirchenjahr für kleine

Entdecker“ und „Osterüberraschung

für kleine

Entdecker“.

Internet ganz genau angesehen,

wie zum Beispiel ein alter Traktor,

ein Eichhörnchen und eine Eule

wirklich aussehen. Gemalt habe

ich die Jahreszeitenkinder und die

Wimmelbilder mit Gouache-Farben

(leuchtende, wasserlösliche Farbe

mit Kreidepigmenten, Anm. d. Red.).

Diese Technik habe ich erst vor Kurzem

für mich entdeckt.

Davor waren es überwiegend

Aquarelle, zum Beispiel beim

„Pünkelchen“, zu dem es eine

interessante Familiengeschichte

gibt?

Kommen Sie doch

gleich zur Nr. 1

Ja, mein Vater war auch Kinderbuchillustrator

und hat die Erlebnisse

des kleinen Zwergs Pünkelchen

gezeichnet, als ich noch gar

nicht geboren war. In den 1950erund

1960er-Jahren waren die Bilderbücher

sehr erfolgreich. Vor kurzem

habe ich nun begonnen, seine

Arbeit fortzuführen, und habe für

eine Neuauflage inzwischen drei

Bücher illustriert. Farbig, etwas

weicher, aber ganz im Stil meines

Vaters.

Anfang dieses Jahres ist

das Vorlesebuch „Hannelore“

erschienen mit Geschichten,

die der baden-württembergische

Autor Frieder Stöckle

erst seinen Kindern erzählt

und später aufgeschrieben

hat.

Ich habe mir 16 dieser lustigen

Geschichten ausgesucht und diese

illustriert. Herausgekommen ist

ein dickes und spannendes Vorlesebuch.

Aktuell zu haben ist das

„Mutschelkind“, ein immerwährender

Geburtstagskalender mit lustigen

Bildern und Anleitungen zu

Spielen wie „Nacket’s Luisle“ oder

„Die böse Sieben“.

Wo entstehen die

Illustrationen?

In meinem Atelier in Bächlingen.

So gut wie jeden Tag fahre ich zur

Arbeit dorthin, außer im Sommer.

Dann bin ich sehr mit meinem Garten

in Winterberg beschäftigt. Meistens

bin ich alleine dort. Ich muss

nicht immer Leute um mich haben,

sondern genieße die Stille, in der

ich mich gut konzentrieren kann.

Nur manchmal höre ich bei der Arbeit

irische oder klassische Musik.

Irgendwann sind die Bücher

fertig. Fällt Ihnen der Abschied

von einer Figur schwer? Haben

Sie eine Lieblingsfigur?

Ein neues „Friedel“-Buch ist in Planung

und auch über „Hannelore“

gibt es noch weitere Geschichten.

Ebenso wird das „Pünkelchen“

immer mal wieder auftauchen. Ich

habe sie alle gern und muss mich

also nicht verabschieden.

Wenn das

christkind

ratlos ist

geschenketipps

für

die enkel

FOTO: FLOYDIN | FOTOLIA.COM

Kinder, Enkel, Urenkel, Neffen, Nichten –

manche Menschen möchten einer ganze Reihe

von Leuten zu Weihnachten eine Freude machen.

Aber wie besorgt man halbwegs stressfrei

so viele Geschenke?

Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche

Altershilfe (KDA) rät, sich mit den Überlegungen

und Besorgungen nicht allzu verrückt zu machen.

„Den Geschmack von allen zu treffen, ist

quasi unmöglich.“ Ihr Tipp: einfach ein bisschen

Geld in Umschläge stecken – fertig. „Das mag

wenig kreativ klingen, aber meine Erfahrung ist,

dass sich gerade Enkel und Urenkel darüber am

meisten freuen.“

Wer unbedingt etwas „Richtiges“ schenken

möchte, sollte sich zumindest bei Kindern und

Jugendlichen unbedingt vorher über die Vorlieben

informieren. „Am besten fragt man sie

selbst oder bei kleineren Kindern die Eltern.

Eventuell können sich Tanten oder Großeltern

auch an einem größeren Geschenk beteiligen.“

Auch eine Möglichkeit: Fragen Sie nach, wofür

Ihr Enkelkind das Geld einsetzen möchte, denn

dann fällt die Finanzspritze persönlicher aus.

Statt Geld für Konzertkarten, kann man gleich

die Konzertkarten verschenken. Oder bei einem

Laptop einen Gutschein bei einem Fachhändler

organisieren. So wird das Geschenk unter dem

Weihnachtsbaum für Strahlen sorgen und der

Schenkende hat gleichzeitig ein gutes Gefühl.

Ein Geschenk, das unabhängig vom Alter ankommt:

Zeit! Besonders schön lassen sich materielle

Wünsche mit einem persönlichen Touch

versehen, wenn Sie selbst auch Interesse an

dem Thema haben. Die Enkeltochter wünscht

sich eine Nähmaschine? Dann wird sie sich ganz

sicher über einen Nähkurs von ihrer Oma freuen.

Eine sehr persönliche Geschenkidee ist auch

ein individuell gestaltetes Kochbuch mit den

Lieblingsrezepten des Enkels oder der Enkelin.

Es gibt schließlich immer Gerichte, die bei der

Oma am besten schmecken.

dpa / dia

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