Sicherheitsingenieur Special PSA 2020

KonradinMediengruppe

- 0/2020

- Eine Sonderbeilage von:

www.sifa-sibe.de

51. Jahrgang

Von Kopf bis

Fuß auf Schutz

eingestellt

+ große

Produkt-

Schau!

Neues beim Fußschutz Rechtliche Aspekte PSA der Zukunft


Si-Akademie

für Sicherheit und Gesundheit

Bild: nd3000, fotolia.com

Profitieren Sie vom Wissen der Si-Akademie

und bilden Sie sich mit uns weiter!

Arbeitsschutz


Ergonomie

Gefährdungsbeurteilung

Brandschutz

Anmeldung und weitere Informationen:

Si-Akademie für Sicherheit und Gesundheit

Vangerowstr. 14/1 | 69115 Heidelberg

Martina Langenstück

Phone +49 711 7594-4607

In Kooperation mit:

Jetzt

anmelden!

www.si-akademie.de | si-akademie@konradin.de


Editorial | Inhalt

Titelfotos: © Wladimir Losowski – stock.adobe.com; © metamorworks – stock.adobe.com; © Polonio Video – stock.adobe.com; © R+R – stock.adobe.com

Kopf hoch!

on Kopf bis Fuß auf Liebe einge-

– mit diesem Lied erlangte

„Vstellt“

Marlene Dietrich im Film „Der blaue Engel“

Weltruhm. Nicht, dass wir einen ähnlichen

Anspruch hätten – immerhin ist der

Titel dieses PSA-Special von Sicherheits -

ingenieur, Sicherheitsbeauftragter und

Si-Akademie dem berühmten Songtext

zum Verwechseln ähnlich. Für Ihren

Berufsalltag wichtige Informationen

finden Sie im Folgenden aber allemal

– plus viele interessante Produkte!

Eigentlich sollten die Vorträge, auf

denen die Fachartikel in diesem Heft

fußen, schon Mitte März beim „3. Tag der

PSA“ gehalten worden sein und Sie einen

ausführlichen Nachbericht hier lesen

können. Aber SARS-CoV-2 machte auch

dieser Veranstaltung einen Strich durch

die Rechnung.

Leider können wir Ihnen noch keinen

neuen Termin mitteilen, zu unvorher -

sehbar ist die Lage derzeit (8. April).

Wann der „3. Tag der PSA“ nachgeholt

wird, erfahren Sie rechtzeitig unter

www.tag-der-psa.de und im Newsletter

von www.sifa-sibe.de.

Bleibt von uns aus nur zu hoffen, dass

Sie gesund durch diese turbulente Zeit

kommen!

In diesem Sinne,

Ihr

Michael Köhmstedt

Foto: © Harald Frater

Teilnehmer des Tags der PSA 2018

Fachbeiträge

4 Die PSA der Zukunft

Smart, vernetzt und mehr,

als nur Augen-, Gehöroder

Fußschutz

Prof. Frank Werner

10 Aktuelle Entwicklungen

und Innovationen im

Fußschutz

„Sind doch nur Schuhe

… oder?“

Andreas Vogt

16 Elektrounfälle

Schutz vor Körperdurchströmung

und Störlicht -

bögen – geeignete PSA

finden und anwenden

Dr.-Ing. Thomas Jordan

20 Im Fokus

Hand- und Hautschutz

Dr. Andreas Wittmann

24 Globales BBS-Programm

für mehr sicherheits -

gerechtes Verhalten

im Team

„Wenn der Kollege mich

plötzlich fürs Helmtragen

lobt …“

Thorsten Uhle

28 Auswahl und Einsatz von

PSA – Praxisbeispiele

aus Unternehmen aus

Sifa-Sicht

PSA ist nicht alles, aber

ohne PSA geht es auch

nicht!

Prof. Dr. Arno Weber

32 PSA 4.0

Rechtliche Aspekte

Rechtsanwalt

Dr. Michael Neupert

Produkte

14 ISM mit den Marken

ALBATROS, PUMA SAFETY,

FOOTGUARD

Sicherheitsschuhe, Arbeitsund

Funktionsbekleidung;

www.ism-europa.de

www.albatros-world.de

www.puma-safety.com

22 VTH Verband Technischer

Handel e.V.

www.arbeitsschutz

fachhandel.de

23 AMPri Handelsgesellschaft

mbH

Chemikalienschutz -

handschuhe;

www.ampri.de

26 Peter Greven Physioderm

Hautschutz;

www.pgp-hautschutz.de

26 Steitz Secura

Sicherheitsschuhe;

www.steitzsecura.com

27 HINTE Messe- und

Ausstellungs-GmbH

Arbeitsschutz Aktuell 2020;

www.arbeitsschutz-aktuell.de

30 CWS

PSA-Mietservice;

www.cws.com

30 KAN - Kommission Arbeitsschutz

und Normung

www.KAN.de

31 ATG

Schutzhandschuhe;

www.atg-glovesolutions.com

31 Comau

Exoskelette;

www.comau.com

34 Elten

Sicherheitsschuhe;

www.elten.com

6 Uvex

Schutzhandschuhe;

www.uvex-safety.de

8 Blåkläder

Arbeitsbekleidung;

www.blaklader.com

Service

33 Impressum

2020 Special PSA 3


Fachbeitrag

Die PSA der Zukunft

Smart, vernetzt und mehr

als nur Augen-, Gehöroder

Fußschutz

§ 4 Allgemeine Grundsätze … … 5. individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig zu anderen

Maßnahmen 1 – so verlangt es das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und diese Forderung ist –

wie auch alle anderen Bestimmungen des Gesetzes – nicht verhandel- oder interpretierbar.

Dennoch sind Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) heute allgegenwärtig und weder aus

dem beruflichen noch aus dem privaten Umfeld wegzudenken. Was können wir zukünftig in

Sachen PSA erwarten?

Foto: S. Taheri, Hannover

Autor: Prof. Frank Werner

Leiter des Fachbereichs

Persönliche Schutzausrüstungen

der Deutschen Gesetzlichen

Unfallversicherung (DGUV),

stellv. Hauptabteilungsleiter

Prävention der BG BAU

Für viele Bereiche gibt es zur PSA

(noch) keine Alternative. Denken wir

an den Industrieschutzhelm oder S3-

Sicherheitsschuhe auf Baustellen, die

Schutzkleidung und Pressluftatmer für

Feuerwehrleute oder an die Warnkleidung

der Polizei im öffentlichen Straßenverkehr.

Bereits durch die einfache Frage

der Betroffenen „Und wer bezahlt´s?“

erfahren wir in der Regel schon, dass im

konkreten Fall

1. die PSA, über die gerade diskutiert

wird, im beruflichen Bereich eingesetzt

werden soll und

2. dass es wohl vordergründig um die

lästige Pflicht geht, PSA zu benutzen

und nicht darum, sich zu schützen, wo

höherwertige Maßnahmen nicht umsetzbar

sind.

So selbstverständlich, wie es eine der

Arbeitgeberpflichten ist, notwendige geeignete

PSA für die Beschäftigten zur Verfügung

zu stellen, zeigt die Erfahrung auch,

dass im privaten Umfeld das Beste oft gerade

gut genug ist, wenn es darum geht, sich

in der Freizeit – also im privaten Umfeld – zu

schützen. Eine Chance, die es zu nutzen gilt.

Sicher – rund um die Uhr

Sie begegnen uns immer wieder und

zwischenzeitlich auch fast überall im täglichen

Leben – Radfahrer mit Fahrradhelm

und Warnweste, Skifahrer mit Helm und

Skibrille, Inline-Skater mit Helm und Protektoren,

Hobbygärtner mit Schutzhandschuhen.

Diese Aufzählung ließe sich problemlos

fortsetzen. Und das Besondere: In

keiner Vorschrift und in keinem Gesetz gibt

es hierfür eine Pflicht. Es sind Menschen,

die zumeist in ihrem privaten Umfeld für

sich entschieden haben, sich oder auch ihre

Kinder durch die Benutzung von PSA zu

schützen. Was hier scheinbar problemlos

funktioniert, bereitet uns im betrieblichen

Alltag oft Kopfzerbrechen und stellt uns vor

scheinbar unüberwindbare Hürden.

Folgerichtig fragen wir uns: „Warum

ist das so?“ und „Was müssen wir im

betrieblichen Kontext ändern, um das zu

erreichen, was im Privaten ganz selbstverständlich

scheint?“. Die Grundidee einer

Lösung fokussiert in zwei Hauptrichtungen.

Die größere der beiden Herausforderungen

verbirgt sich hinter dem Begriff

Verhaltensprävention und damit der

Auflösung der gedanklichen Schranken

zwischen privaten und einem beruflichen

Schutzbedürfnis der Menschen. Sicherheit

und Gesundheit müssen in den Köpfen

der Me

nsch

en so selbstverständlich

sein, wi

e Essen, Trinken und Schlafen.

Genau hier greift die

zweite Komponente,

die ganz besonders in beruflichen Zusammenhang

zu betrachten ist und sich hinter

der Frage verbirgt: „Sieht mein Chef das

genauso, oder stellt er mir nur PSA zur

Verfügung, weil es im Gesetz gefordert –

Hauptsache irgendetwas und Haupt -

sache billig?“ Bekannt ist, dass man beispielsweise

in den skandinavischen Ländern

hier deutlich weiter ist. So gilt es als

Selbstverständnis unter allen Beteiligten,

dass gute PSA bereitgestellt und diese

auch bestimmungsgemäß benutzt wird.

PSA der Zukunft

Persönliche Schutzausrüstungen sind

heute und auch auf mittlere Sicht aus

unserem Leben nicht wegzudenken. Wenn

wir deren Akzeptanz ganz besonders im

beruflichen Kontext erhöhen wollen, müssen

wir den Weg der letzten zwanzig Jahre

konsequent weiterverfolgen und den Mehrwert

der PSA noch sicht barer machen als

bisher und deren Komfort weiter erhöhen.

Arbeiten und Industrie 4.0 zeigen bereits

heute die Richtung notwendiger Entwicklungen.

Die PSA der Zukunft wird intelligent

vernetzt sein (smart ppe), mit ande-

1

Arbeitsschutzgesetz vom 7. August 1996 (BGBl. I

S. 1246), das zuletzt durch Artikel 113 des Gesetzes

vom 20. November 2019 (BGBl. I S. 1626) geändert

worden ist

4 Special PSA 2020


Fachbeitrag

Grafik: © Wladimir Losowski – stock.adobe.com

ren Systemen int

eragi

eren und so nicht

nur ein deutlich er

höhtes

Schutz niveau erreichen

(können), sondern auch notwen-

dige Informationen ort- und zeitgerecht

bereitstellen. Bereits seit einigen Jahren ist

es möglich, über Sensoren in der PSA

unter anderem die Vitalfunktionen von

Feuerwehrleuten bei der Brandbekämpfung

zu überwachen, um Belastungsgrenzen

zu erkennen und im Notfall eingreifen

zu können. Andere Systeme verknüpfen

PSA mit Annäherungssensoren bei kollaborierenden

Mensch-Maschine-Systemen

in der Produktion. Eine Vielzahl von

Lösungen ist bereits auf dem Markt verfügbar,

und dennoch stehen wir erst am

Anfang einer Entwicklung.

Auch für den Einsatz von selbstfahrenden

Arbeitsmaschinen auf Baustellen

arbeitet man bereits intensiv an Lösungen,

um einen im Arbeitspr

ozes

ess notw

endige

gen Aufe

fent

ntha

halt

von Beschäftigt

gten im

Gefahrenbereich sicher zu gestalten.

A ktuelle Lösungsansätze bauen auf eine

sinnvolle Verknüpfung von Zutrittskontrollen

über PSA-getragene Sensoren und

deren Interaktion mit Sensoren an den

Maschinen, die aktiv in die Maschinensteuerung

eingreifen. Die Herausforderung

hierbei ist die Definition und Normung

von Performance-Leveln, die den

Unterschied zukünftiger Lösungen zu

bereits verfügbaren Assistenzsystemen

ausmachen. Sicher kann man mit dem

Blick in die Zukunft Parallelen zur Entwicklung

unserer heutigen Smartphones ziehen.

Vor etwa 30 Jahren wurden Mobiltelefone

für den Massenmarkt erschwinglich

und kaum jemand hat erahnen können,

dass uns mit dem Hochleistungsrechner in

unseren Hosen-, Jacken- und Handta

schen

he

ute die Welt zu Füßen liegt – ach ja: und

telefonieren kann man mit diesem „Ding“

übrigens auch noch.

Fazit

Die Herausforderungen auf diesem

Weg sind groß. Denken wir hierbei an die

Normung oder an die Prüfung und Zerti -

fizierung, aber auch an die Daten und

Manipulationssicherheit der Systeme. Die

Expertinnen und Experten arbeiten intensiv

daran, die sich daraus ergebenden

komplexen Anforderungen zu systematisieren

und Lösungsansätze zu entwickeln

und abzustimmen, die den Erfordernissen

an sichere PSA in einer globalisierten

Welt gerecht werden. Für diese Lösungen

müssen wir alle bereit sein umzudenken

und gewohnte Wege zu verlassen.

2020 Special PSA 5


uvex phynomic airLite ESD

Die Schutzhandschuhe für den 5. Sinn

Erleben Sie den Unterschied. Intelligent in die Zukunft.

Die uvex phynomic airLite ESD Schutzhandschuhserie ist hervorragend für feinmechanische

Montage tätigkeiten und Präzisionsarbeiten sowie Sortier- und Kontrolltätigkeiten geeignet und


schutzeigenschaften und den Anforderungen an die Digitalisierung der Produktion (Touchscreen-


uvex phynomic airLite A ESD

für Präzisionsarbeiten in trockenen


mit

Cut Level

B

uvex phynomic airLite B ESD

mit Dyneema® Diamond Technology

erfüllt die Anforderungen der

EN 388:2016 an Schnittschutz,


mit

Cut Level

C

uvex phynomic airLite C ESD


Technology erfüllt die Anforderungen

der EN 388:2016 an Schnittschutz,

Schutzklasse C

6 Sicherheitsingenieur 0/2020


Mehr Infos:

Touchscreen-Fähigkeit

Mit dem uvex phynomic airLite ESD

lassen sich alle gängigen Touchscreen-

Displays bedienen – so entfällt beim

Wechsel zwischen digitaler und handwerklicher

Arbeit das lästige An- und


ESD-Tauglichkeit

Ein weiteres Ausstattungshighlight

der Schutzhandschuhserie ist die

ESD-Tauglichkeit gemäß DIN EN

16350:2014, welche nur wenige Montage

handschuhe am Markt derzeit


Perfekte Passform

und Tragekomfort

Die Kombination eines 18-Gauge

Liners mit der atmungsaktiven und

robusten „airLite“ Aqua-Polymere

Beschichtung, bietet ein einzigartiges


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Blåkläder – Quality Workwear since 1959

Rundum geschützt in allen

Arbeitslagen

Seit mehr als 60 Jahren bietet der schwedische Workwear Hersteller Blåkläder Arbeits -

bekleidung für die verschiedensten Anforderungen an. Das Unternehmen entwickelt,

produziert und vertreibt Arbeitsbekleidung, Schuhe, Handschuhe und vieles mehr für Profis

mit hohen Ansprüchen an Qualität, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Design.

Foto: AB Blåkläder

Die Multinorm und

Flammschutz Produkte

von Blåkläder

sind perfekt geeignet

für alle, die

flexible Arbeit in

harter und gefährlicher

Umgebung

ausüben.

8 Special PSA 2020


Produkte

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Passender Schutz im Frühling und

Sommer

Sonnenstrahlung kann Hautschäden

verursachen. Jede Bekleidung bietet zwar

eine gewisse Schutzwirkung gegen UV-Aund

UV-B-Strahlen, aber der Schutzgrad

schwankt erheblich und hängt von vielen

Faktoren ab. Stoffe mit integriertem und

zertifiziertem UV Schutz bieten mehr

Sicherheit. Blåkläder bietet langärmelige

und kurzärmelige UV-Shirts in Uni- oder

Warnschutzfarben für Damen und Herren

an. Ausgewählte UV-Shirts werden von

der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

gefördert.

Maximale Sicherheit in High Vis und

Multinorm

Mit der High Vis Kleidung von Blåkläder

werden Sie Tag und Nacht, bei jedem

Wetter und in jeder Arbeitssituation gesehen.

Viele Produkte sind für Damen und

Herren in den unterschiedlichsten Farbvarianten,

Materialien und Größen erhältlich.

Die brandneue 4-Wege-Stretch Hose

1997 kombiniert Stärke mit Bewegungsfreiheit

und Komfort. Sie besitzt aufwendige

Details, extra breite Nageltaschen

mit Reißverschluss und Taschen mit COR-

DURA® und ist nach EN ISO 20471 Klasse

2 (ab Größe C46) zertifiziert.

Die Multinorm und Flammschutz Produkte

von Blåkläder sind nach europäischen

Standards und Normen zertifiziert.

Die neuesten Multinorm-Modelle mit

inhärentem (lebenslangem) Flammschutz

bieten insbesondere bei warmen Temperaturen

hohen Tragekomfort durch sehr

leichte und weiche Materialien sowie

hohe Bewegungsfreiheit durch Stretch-

Einsätze und das für Damen und Herren

in der jeweiligen Passform. Anteile von

Aramid in den Materialien machen die

Kleidung sehr robust und das Ripstop-

Gewebe bietet Widerstand gegen Riss -

bildung; beide Eigenschaften erhöhen

wesentlich die Haltbarkeit und Nutzungsdauer.

Ein Beispiel für die Kombination

aus inhärentem Flammschutz und Stretch

ist die Multinorm Arbeitshose 1587. Das

Modell hat geräumige, hängende Taschen

für Werkzeuge und praktische aufgesetzte

Kniepolstertaschen mit CORDURA®

/Kevlar®/ Protal®-Verstärkung. Sie ist zertifiziert

nach EN ISO 20471, Klasse 2, IEC

61482–1–2 Klasse 1, (IEC 61482–1–1:

10,7 cal/ cm2), EN ISO 11612 A1, B1, C1,

F1, EN 1149–5.

Foto: AB Blåkläder

3397 UV T-SHIRT HIGH VIS

Foto: AB Blåkläder

1587 MULTINORM ARBEITSHOSE

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Foto: AB Blåkläder

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2020 Special PSA 9


Fachbeitrag

Aktuelle Entwicklungen und Innovationen im Fußschutz

„Sind doch nur Schuhe … oder?“

Weit gefehlt: Fußschutz hat für die Benutzer eine besondere Bedeutung. An Fußschutz werden

heute hohe Erwartungen gestellt. Dazu gehören insbesondere sicheres Gehen und Stehen, der

Schutz vor Gefährdungen bei den unterschiedlichsten betrieblichen Tätigkeiten, ergonomische

Gesichtspunkte unter Berücksichtigung von Bequemlichkeit und Tragekomfort sowie gegebenenfalls

noch die Möglichkeit zur individuellen orthopädischen Versorgung. Fußschutz wird vor

allem unter sicherheitstechnischen und ergonomischen Aspekten stetig weiterentwickelt.

Autor: Andreas Vogt

Leiter des Sachgebiets Fußschutz der

Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

(DGUV)

andreas.vogt@bgbau.de

Fußschutz ist das Ergebnis der tätigkeitsbezogenen

Gefährdungsbeurteilung.

Als Hilfestellung hierzu wurde eine

Beispielsammlung (Tabelle 1) entwickelt,

welche für ausgewählte Tätigkeiten verschiedener

Gewerbezweige einen geeigneten

Fußschutz nebst den sicherheitstechnischen

Zusatzanforderungen empfiehlt.

Hier sind auch die jahrzehnte -

langen Erfahrungen der Unfallversicherungsträger

eingeflossen. Die Liste wird

bei Bedarf aktualisiert.

Ein Blick auf die 100 Prozent-Statistik

der DGUV e.V. zu den meldepflichtigen

Arbeitsunfällen und neuen Rentenfällen

der letzten Jahre (Tabelle 2) zeigt, dass sich

jährlich etwa 150.000 meldepflichtige

Arbeitsunfälle mit Fußverletzungen ereignen.

Dabei sind zwei deutliche Schwerpunkte

erkennbar: Verletzungen „Oberes

Sprunggelenk, Knöchel und Bänder“ sowie

„Fersenbein“. Hierauf entfallen etwa 60

Prozent der meldepflichtigen Unfälle sowie

etwa 75 Prozent der neuen Renten. Grund

genug für intensive Aktivitäten.

Für den verbesserten Schutz gegen

das Umknicken bieten einzelne Schuhhersteller

Lösungen an. Normtechnische

Regelungen gibt es bis dato hierzu nicht.

Es handelt sich um Schuhe der Form B

oder C. In einem Feldversuch wurde

gemeinsam mit den Schuherstellern für

ausgewählte Tätigkeitsbereiche Schuhe

bereitgestellt. Das Tragen wurde von Probanden

entsprechend bewertet. Den positiven

Einfluss auf die Stabilität des Fuß -

gelenks sowie ein sicheres Gefühl beim

Gehen wurde überwiegend genannt. In

einem nächsten Schritt prüfen wir in

Zusammenarbeit mit Prüfinstituten, wie

dies technisch belegbar ist.

Fersenbeinbrüche müssen kein Ergebnis

von extremen Ereignissen sein. Bereits

aus geringen Höhen, wie beispielsweise

dem Abrutschen von einer unteren Leiterstufe

(Abbildung 1) oder einem Tritt

(Abbildung 2), kann dies eintreten.

Der Schutz des Fersenbeins kann

durch eine entsprechende Dämpfung im

Schuh verbessert werden. Dies wurde

auch in zwei Forschungsprojekten im Auftrag

der DGUV belegt. Neben menschlichem

Leid sind Fersenbeinbrüche für die

Foto: Vogt

Foto: Vogt

Abb. 1: Abrutschen von Leiterstufe

Abb. 2: Abrutschen vom Tritt

10 Special PSA 2020


Fachbeitrag

Gewerbezweige - grobe Einordnung der

Tätigkeit

Kategorie

Sicherheitsschuhe S

Berufsschuhe O

Gewerbezweig Tätigkeit

B 1 2

Bauwerksbau

Hoch-, Brücken,

Tiefbau; Fertigteilmontage

Bewehrungsarbeiten

Zimmerarbeiten

Dachdeckerarbeiten

S

Gerüst-, Zeltbau,

Netzmontagen

Baulogistik

Bauleitung (Rohbau

und Ausbau)

S

Bauausbau

Malerarbeiten,

Trocken-, Messeund

Ofenbau, Bodenbelagsarbeiten

(im

Trockenbereich)

S

Putz-, Stuck-,

Estrich- und Fliesenlegerarbeiten

S

Steinmetzarbeiten,

Be- und Verarbeitung

von Naturasteinen

Tab. 1: Beispielsammlung „Fußschutz für ausgewählte Tätigkeiten“

3

S

S

S

(S)

S

S

(S)

4 5

(S)

(S)

Zusatzanforderungen, welche für besonderer Anwendungen ggf. angezeigt sind, mit dem

entsprechenden Symbol für die Kennzeichnung nach Norm. x = grdunsätzlich angeraten,

(x) = empfohlen bei entsprechender Tätigkeit

P

C A FO HI

CI

E

W

R

M

AN

WR

U

CR

HRO

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

x

(x) (x)

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

(x)

x

(x)

(x)

Hinweis (H) und Empfehlungen

Schuhform B empfohlen

Metallische Einlage gegen Durchtritt (H)

Schuhform B empfohlen

Metallische Einlage gegen Durchtritt (H)

Schuhform B empfohlen

Metallische Einlage gegen Durchtritt (H)

Schuhform B empfohlen

Keilsohle empfohlen

Metallische Einlage gegen Durchtritt (H)

SRC empfohlen

Schuhform B empfohlen

Metallische Einlage gegen Durchtritt (H)

Metallische Einlage gegen Durchtritt

Metallische Einlage gegen Durchtritt (H)

2020 Special PSA 11


Fachbeitrag

Foto: Vogt

Abb. 3: Gerade Zehenkappe

Unfallversicherungsträger eine nicht unerhebliche

Belastung. Gesamtunfallkosten

in Höhe von 250.000 Euro sind keine

Seltenheit.

Die Norm legt Anforderungen für die

Dämpfung im Fersenbereich von ≥20

Joule fest. Dies gilt für Fußschutz der

Kategorie S1 bis S5 bzw. für Schuhe, die

das Symbol „E“ tragen. Das Sachgebiet

empfiehlt grundsätzlich die Bereitstellung

von Schuhen mit geprüfter Dämpfung

im Fersenbereich. In diesem Bereich

sind auch deutliche Weiterentwicklungen

der Schuhindustrie zu erkennen sowohl

was die Dämpfung angeht als auch die

Materialeigenschaft „Dauerelastizität“.

Darüber hinaus gibt es auch Entwicklungen,

gewichtsabhängige Dämpfungselemente

im Schuh einzulegen.

Von besonderer Bedeutung für sicheres

Gehen und Stehen ist auch die Fixierung

des Schuhs am Fuß. Die Norm

macht hierzu keine konkreten Vorgaben.

Schnallen und Schnürrungen sind bei

Sachgebiet Fußschutz

der DGUV

Das Sachgebiet Fußschutz orientiert sich

sowohl an den aktuellen Entwicklungen

und gestaltet diese nach Möglichkeit aktiv

mit als auch an den Unfallzahlen. Darüber

hinaus wird in unterschiedlicher Form

Hilfestellung gegeben. Die Internetseite

des Sachgebiets bietet neben aktuellen

Informationen und Fachartikeln auch Antworten

auf häufig gestellte Fragen (FAQS):

www.dguv.de/fb-psa/sachgebiete/

sachgebiet-fussschutz

Abb. 4: Verlängerte

Zehenkappe

Sicherheitsschuhen die am meisten verbreiteten

Varianten. In den letzten Jahren

kamen zunehmend Schuhe mit dem BOA-

Schnürsystem auf den Markt. Eine Vielzahl

von Anfragen erreichten das Sach -

gebiet, verbunden mit Fragestellungen wie:

„Ist das zulässig?“, „Welche Erfahrungen

gibt es?“, „Ist die Fixierung zuverlässig?“.

Auch hier wurde mit Schuhherstellern ein

Feldversuch durchgeführt. Darüber hinaus

wurde das Fixierungssystem technischen

Prüfungen beim Institut für Arbeitsschutz

(IFA) unterzogen. In der Gesamtbetrachtung

konnte ein positives Ergebnis gezogen

werden. Die Ergebnisse wurden in einem

Fachartikel veröffentlicht.

Eine maßgebliche Änderung ist bei der

sicherheitstechnischen Funktionalität

„Schutz gegen Durchstich“ zu erwarten.

Trotz Benutzung von Schuhen mit der

Schutzfunktion „Durchtrittsicherheit“

waren steigende Zahlen von Arbeitsunfällen

infolge von Durchstich dünner Gegenstände

(in der Regel Nägel) durch die

Schuhsohle zu beobachten. Im Zuge umfangreicher

Versuche und Weiterentwicklungen

erfolgt nun eine Spezifizierung in

der Norm für diese optionale Zusatzan -

forderung. Die Prüfung erfolgt zukünftig

je nach Material der Einlage mit einem

Prüfnagel Ø 4,5 mm oder 3 mm. Eine Information

zum Material der Einlage soll

zudem in der Kennzeichnung erfolgen.

Von wachsender Bedeutung ist auch

der orthopädische Fußschutz. Hier sind

die Versorgungen mittels industriell gefertigter

Schuhe durch den Einbau von orthopädischen

Einlagen oder Zurichtungen bis

hin zu individuell gefertigten orthopä -

dischen Maßschuhen zu nennen. Grundsätzlich

kann jede Veränderung an einem

Schuh negative sicherheitstechnische Auswirkungen

haben. Daher sind Veränderungen

des Baumusters generell unzulässig,

die Konformität wäre nicht mehr gegeben.

In Deutschland wurden unter Beachtung

der PSA-Richtlinie beziehungsweise der

PSA-Verordnung sowie der Normen hervorragende

Möglichkeiten zur rechts -

sicheren individuellen orthopädischen

Versorgung geschaffen. Diese haben sich

bewährt und finden umfassende Akzeptanz.

Nun werden im Rahmen der Norm -

revision entsprechende Regelungen zum

orthopädischen Fußschutz aufgenommen.

Um die Versorgungsmöglichkeit in diesem

Bereich noch zu erweitern, wurde

auf Grundlage der revidierten Schnittschutznorm

auch die Kombination eines

orthopädischen Maßschuhs mit einer

Schnittschutzgamasche geprüft. Diese

sollen die Bereiche abdecken, in denen

nur sehr temporär ein Schnittschutz erforderlich

ist bzw. in denen keine Versorgung

mit einem orthopädischen Schnittschutzstiefel

erfolgen kann.

Zunehmend kommen auch während

der betrieblichen Tätigkeit Orthesen zur

Anwendung. Das Sachgebiet hat sich zu

ausgewählten Orthesen mit der Frage beschäftigt,

ob diese in Sicherheitsschuhen

getragen werden dürfen. Orthesen können

sicherheitstechnische Funktionen des

Schuhs, wie beispielsweise die Fersenbeindämpfung,

negativ beeinflussen. Für

einen Feldversuch konnten auf freiwilliger

Basis Hersteller gewonnen werden. Im

Ergebnis steht nun eine erste Positivliste

Foto: Vogt

12 Special PSA 2020


Fachbeitrag

2016

2017

2018

Meldepflichtige

Unfälle

Neue

Unfallrenten

Meldepflichtige

Unfälle

Neue

Unfallrenten

Meldepflichtige

Unfälle

Neue

Unfallrenten

Verletztes

Körperteil

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Anzahl

%

Gesamter Fuß

35.674

24,0

108

5,1

34.972

103

38.094

79

Oberes Sprung -

gelenk, Knöchel,

Bänder

86.341

58,1

955

44,8

86.471

58,7

954

47,0

88.314

57,6

936

47,5

Sprungbein

829

0,5

89

4,2

823

100

903

88

Fersenbein

3064

2,1

685

32,1

2584

1,8

555

27,4

2712

1,8

585

29,7

Unteres

Sprung gelenk

326

0,2

7

0,3

277

8

187

14

Fußwurzel

3281

2,2

106

5,0

2988

107

3113

94

Mittelfußknochen

8122

5,4

143

6,7

8319

164

8573

141

Großzehe

7254

4,9

23

1,1

7153

24

7266

21

Zehen ohne

Großzehe

3863

2,6

16

0,7

3715

14

4270

14

Gesamt

148.728

100,0

2132

100,0

147.301

100,0

2029

100,0

153.433

100,0

1972

100,0

Tab. 2: 100 Prozent-Statistik der DGUV e. V., Meldepflichtige Arbeitsunfälle und neue Renten

zur Verfügung, aus der entsprechende

Kombinationen hervorgehen. Darüber

hinaus haben bereits weitere Hersteller die

Prüfung von Orthesen in die Baumusterprüfung

von „Schuhfamilien“ integriert.

Auf dem Markt werden Überzieher/

Überschuhe unterschiedlicher Materialien

und Fertigungsweisen zum betrieblichen

Einsatz angeboten. Aber: Ist dies aus

sicherheitstechnischer Sicht überhaupt

akzeptabel? Welche berechtigten Bedenken

bestehen? Was zeigen entsprechende

Kombinationsprüfungen? Wann ist der

Einsatz von Überziehern/Überschuhen

sicherheitstechnisch nicht zu beanstanden?

Anhand der konkreten Situation „Kombination

von Überschuhen mit Sicherheitsschuhen

für Schornsteinfegerarbeiten

in Innenräumen“ hat sich das Sachgebiet

mit dieser Fragestellung beschäftigt. Für

einen Feldversuch konnten auf freiwilliger

Basis Hersteller gewonnen werden.

Der Fokus wurde insbesondere auf die

Rutschhemmung sowie die Antistatik

gelegt. Im Ergebnis steht nun eine erste

Positivliste zur Verfügung, aus der entsprechende

Kombinationen hervorgehen.

Der Feldversuch hat auch deutlich gezeigt,

dass grundsätzlich nur durch eine

Kombinationsprüfung eine verbindliche

sicherheitstechnische Aussage getroffen

werden kann.

Trotz Zehenkappe (Abbildung 3)

kommt es mitunter zu Verletzungen des

Kleinzehs. Er ist bei der herkömmlichen

Form der Zehenkappe nicht vollständig

abgedeckt. Mit einer seitlichen Verlängerung

der Zehenkappe (Abbildung 4) kann

diese Gefährdung reduziert werden. Die

Zehenkappe nach Abbildung 3 erfüllt die

Anforderungen der Norm!

Die Schuhhersteller gehen auch stetig

innovative neue Wege. Wer die Messe

A+A besucht, kann sich hier in der Regel

einen sehr guten Überblick verschaffen.

Natürlich bieten hier auch neuen Medien

und Techniken neue Möglichkeiten.

So haben zwei namhafte Hersteller

beheizbare Sicherheitsschuhe auf den

Markt gebracht, insbesondere für den

Baubereich oder für Arbeiten in kalter

Umgebung ein klarer Zugewinn. Durch

RFID-Transponder kann die Sicherheit

deutlich positiv beeinflusst werden. Fahrzeuge

oder Maschinen können so zum

Beispiel bei ihren gefahrbringenden Bewegungen

gestoppt oder eingeschränkt werden.

Ebenso sind Rescue-Systeme in der

Entwicklung. Sie können beispielsweise in

Verbindung mit einem Smartphone zur

Erhöhung der Sicherheit von Alleinarbeitsplätzen

dienen. Aktuell befinden sich

sogar derartige Systeme in der Prüfung als

Personennotfallanlage. Aber auch so einfache

Dinge wie „Ausleuchtung von Verkehrswegen“

oder „Besser gesehen werden“

sind positiv zu bewerten, erhöhen diese

doch tätigkeitsbezogen die Sicherheit von

Menschen, insbesondere auch bei den

Gefahren im Straßenverkehr.

Bei all diesen zuvor genannten Entwicklungen

gibt es eine „neue“ Gefährdung

im bzw. am Schuh in Form Elektrische

Energie bzw. Strom. Auch dies muss

natürlich sicherheitstechnisch geprüft

und bewertet werden.

Aber welcher Schuh ist denn nun der

passende? Anprobieren ist eine praktikable

und zielführende Möglichkeit. Sie

beschränkt sich allerdings auf Schuhe und

Modelle, die vor Ort verfügbar sind. Beim

Onlinekauf, der in den vergangenen Jahren

stark zugenommen hat, besteht diese Möglichkeit

im Vorfeld gar nicht. Um insbesondere

diesem Problem zu begegnen, wurden

neue Möglichkeiten zur digitalisierten Auswahl

von Schuhen entwickelt. Damit kann

bereits vor dem Anprobieren eine auf den

Träger zugeschnittene Vor-Auswahl von

geeigneten Modellen erfolgen.

2020 Special PSA 13


Produkte

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Jeden Tag alles geben

ALBATROS, PUMA SAFETY und FOOTGUARD – drei starke Marken, die

für verlässliche Qualität und das Setzen innovativer Trends im Bereich der

Sicherheitsschuhe und Persönlichen Schutzausrüstung stehen.

Der Hersteller dahinter? – Das Lippstädter

Unternehmen ISM Heinrich Krämer.

1930 gegründet und seit 1980 auf

dem Gebiet der persönlichen Schutzausrüstung

tätig, ist ISM heute einer der führenden

Hersteller in den Bereichen Performance-Sicherheitsschuhe

und Arbeits- und

Funktionsbekleidung.“ Das inhabergeführte

Familienunternehmen in dritter Generation

entwirft, entwickelt und vertreibt seine

Produkte an mehr als 4.500 Wiederverkäufer

in 35 Ländern auf fünf Kontinenten. Mit

einer hochmodernen Logistik, einem sehr

hohen Servicelevel sowie einer permanenten

Warenverfügbarkeit und Lieferfähigkeit

des Never-out-of-stock-Warensortiments

mit durchschnittlich 350.000 Paar

Sicherheitsschuhen werden Kunden in

aller Welt von dem 13.000 qm großen

Logistikzentrum in Lippstadt beliefert.

Produkte

Mit der Geburt der eigenen Marke

ALBATROS im Jahr 1980 wurden die Kompetenzen

und Energie auf die Entwicklung

und den Vertrieb von Sicherheitsschuhen

sowie Work- und Outdoorfashion konzentriert.

Etabliert als eine der führenden

deutschen Marken verfügt ALBATROS aufgrund

seiner hohen Sortimentskompetenz

sowie seiner innovativen und leistungs -

orientierten Produkte über ein weiterhin

hohes Wachstumspotenzial. Alle Produkte

werden in Deutschland von einem internationalen

PSA-Experten-Team entworfen

und entwickelt. ALBATROS Schuhe und

Bekleidung bieten die perfekte Symbiose

aus Funktionalität, Design und Leistung.

Ein gutes Beispiel dafür bietet der ULTRA-

TRAIL GREY LOW, ein S3 Sicherheitsschuh,

der mit dem German Design Award

2020 ausgezeichnet wurde.

Seit 2002 ist ISM exklusiver und weltweit

einziger PUMA-Lizenzpartner für

Sicherheitsschuhe und bringt seine ganze

Erfahrung und große Marktnähe in die

Entwicklung von hochmodernen, sportinspirierten

High-Performance-Sicherheitsschuhen

unter dem Namen PUMA SAFETY

ein. Ein breites Sortiment deckt eine Vielzahl

von Arbeitsbereichen von der Logistik,

über die Industrie und Montage, bis

hin zum Baugewerbe ab.

Fotos: ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG

Foto: ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG

14 Special PSA 2020


Produkte

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KOMFORT

Foto: ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG

Die ISM-Geschäftsführerin Julia Krämer- Gümüs und

ihr Mann Engin Gümüs.

Mehr als nur PSA

„Mit einem hohen Anspruch an Funktion und Design entwickeln

und erneuern wir konsequent unsere Produktpalette,

indem wir auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Vertriebskanäle

und Verbraucher reagieren und die technische Leistung

ebenso wie das Design unserer etablierten Produkte kontinuierlich

verbessern.“ So die Geschäftsführerin Julia Krämer-Gümüs.

Ihr Mann Engin Gümüs teilt den Anspruch: „Wir sind bei allem,

was wir tun, wirtschaftlich, sozial und ökologisch orientiert und

konzentrieren uns auf die Bedürfnisse der Teilnehmer entlang

der gesamten Wertschöpfungskette, um nachhaltiges Handeln

garantieren zu können und einen gemeinsamen wirtschaftlichen

Erfolg sicherzustellen.“

Die Grundlage für diese Einstellung bildet eine Unternehmenskultur,

die auf den Werten Vertrauen, Transparenz, Zuver -

lässikeit und Fairness im Umgang mit Kunden, Lieferanten,

Geschäftspartnern, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit basiert.

Der Erfolg von ISM gründet dabei nicht nur auf durchdachten

Strategien und einer nachhaltigen Produktqualität, sondern

auch auf den über 80 motivierten Mitarbeitern, die in der Logistik,

der Entwicklung und Verwaltung jeden Tag alles geben.

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ISM Heinrich Krämer GmbH &

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Tel. 02941 / 7606 – 0

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nur bei jedem Schritt Energie zurück, sondern sorgt

auch für maximale Dämpfung und ultimativen Komfort.

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Fachbeitrag

Grafik: © alona_s – stock.adobe.com

Elektrounfälle

Schutz vor Körperdurchströmung und

Störlichtbögen – geeignete PSA finden und

anwenden

Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) zum Schutz vor elektrischen Unfällen sind ein wichtiges

Element des TOP-Schutzkonzepts für elektronisches Personal. Wie Sie die geeignete PSA finden

und anwenden, lesen Sie im Folgenden.

Foto: BSD GmbH

Autor: Dr.-Ing. Thomas Jordan

Forschung und Entwicklung, BSD Bildungsund

Servicezentrum GmbH

t.jordan@bsd-dresden.de

Unter elektrischen „Stromunfällen“

versteht man:

■ die gefährliche elektrische Körperdurchströmung

und

■ den Störlichtbogenunfall, der vorrangig

mit Verbrennungen verbunden ist.

Die Anzahl der tödlichen Stromunfälle

im Erfassungsbereich der Berufsgenossenschaft

ETEM (Quelle: Institut zur Erforschung

elektrischer Unfälle der BG ETEM)

lag in den letzten 20 Jahren zwischen

einem und 13 Unfällen je Jahr. Daneben

existiert eine hohe dreistellige Zahl von

meldepflichtigen Stromunfällen. Der Einsatz

von PSA zum Schutz vor Körperdurchströmung

und Störlichtbögen ist

also eine unbedingte Notwendigkeit für

sicheres Arbeiten an und in der Nähe von

elektrischen Anlagen.

PSA zum Schutz vor Körper -

durchströmung

Bei der PSA zum Schutz vor Körperdurchströmung

handelt es sich vorrangig

um elektrisch isolierende PSA. Sie findet

ihren Einsatz hauptsächlich beim anweisungspflichtigen

Arbeiten unter Spannung

(AuS) an allen Niederspannungs-(NS)-

Anlagen und an Mittelspannungs-(MS)-

Freileitungen. Aber auch beim Arbeiten

in der Nähe unter Spannung stehender

Anlagen und auch für Schalthandlungen

wird isolierende PSA verwendet.

16 Special PSA 2020


Fachbeitrag

Unter elektrisch isolierender PSA versteht

man folgende Produkte:

■ Isolierende Handschuhe (gemäß EN

60903)

■ Isolierende Ärmel (EN 60984)

■ Isolierende Schutzbekleidung

(EN 50286)

■ Isolierendes Schuhwerk (EN 50321)

■ Isolierende Helme (EN 50365)

Welche PSA für welche Tätigkeit benötigt

wird, hängt von der ausgewählten

AuS-Technologie ab. Bei den meisten

Arbeiten im NS-Bereich werden nur der

isolierende Handschuh und der Helm

verwendet. Die isolierende Schutzbekleidung

kommt hauptsächlich bei Arbeiten

an NS-Freileitungen zur Anwendung,

während isolierende Ärmel beim Arbeiten

an MS-Freileitungen benutzt werden.

Elektrisch isolierende PSA muss mit

dem Doppeldreieck und einer zusätzlichen

Klassenangabe gekennzeichnet werden.

Die Klassenangabe kennzeichnet den

Anwendungsbereich der PSA hinsichtlich

der maximal zulässigen Nennspannung

der Anlagen, an denen die PSA eingesetzt

werden kann. Der Anwendungsbereich

beginnt bei

■ Klasse 00 (bis 500 V Wechselspannung

und 750 V Gleichspannung) und endet

bei

■ Klasse 4 (bis 36 kV Wechselspannung

und 54 kV Gleichspannung).

Höhere Schutzklassen sind aus ergonomischen

Gründen aktuell nicht möglich.

Die Auswahl der erforderlichen Isolationsschutzklasse

der PSA erfolgt dementsprechend

anhand der Nennspannung der

Anlage, an der gearbeitet werden soll.

PSA zum Schutz vor Störlichtbögen

(PSAgS)

Von einem Störlichtbogen gehen verschiedene

Effekte aus, die zu einer

Gefährdung von Personen in unmittelbarer

Nähe des Störlichtbogens führen. Hinsichtlich

der persönlichen Schutzmaßnahmen

hat man sich auf die thermischen

Wirkungen des Störlichtbogens konzentriert,

weil von diesen mit höherer Wahrscheinlichkeit

irreversible bis tödliche

Verletzungen ausgehen (Definition von

PSAgS: Persönliche Schutzausrüstungen

zum Schutz vor den thermischen Gefahren

des Störlichtbogens).

Prinzipiell müssen bei der Beurteilung

der Störlichtbogengefährdung alle Arbeiten

berücksichtigt werden, die an oder in der

Nähe einer offenen Anlage, deren spannungsfreier

Zustand noch nicht her- oder

sichergestellt wurde, mit direktem Kontakt

zur Anlage durchgeführt werden. Das

kann unter anderem die Umsetzung der

fünf Sicherheitsregeln oder das Arbeiten

unter Spannung (AuS) sein. Energie -

reiche und gefährliche Störlichtbögen

können bei einem Großteil der NS-Anlagen

und an allen MS-Anlagen in der

öffentlichen und industriellen Energie -

versorgung sowie an leistungsstarken

Batterieanlagen (zum Beispiel in der Elektromobilität)

auftreten. PSAgS ist somit

für fast jede Elektrofachkraft relevant.

Die PSAgS selbst besteht grundsätzlich

mindestens aus einem

■ Gesichtsschutz (gemäß EN 166 und

GS-ET 29),

■ Handschutz (EN 60903 oder EN 407 in

Verbindung mit GS-ET 42–1/2) und der

■ Bekleidung (EN 61482–2).

Das in Europa genutzte, so sogenannte

Box-Test-Prüfverfahren der PSAgS führt

in der Typprüfung zu einer Schutzein -

teilung der PSAgS in die zwei Schutz -

klassen:

■ Klasse 1 (APC 1) und

■ Klasse 2 (APC 2).

Die Schwere der Auswirkungen eines

Störlichtbogens ist prinzipiell abhängig

von der im Störlichtbogen umgesetzten

Lichtbogenenergie, die im Falle eines

Störlichtbogenunfalls an der Anlage auftritt.

Je größer diese Energie ist, desto

größer ist die Gefahr schwerer Verbrennungen.

Die Auswahl der erforderlichen

PSA-Schutzklasse erfolgt demnach nach

Dieses Symbol kennzeichnet PSA, die

Schutz vor den thermischen Wirkungen

des Störlichtbogens bietet.

Linktipp

■ DGUV Information 203–077

„Thermische Gefährdung durch

Störlichtbögen“: https://publi

kationen.dguv.de > Regelwerk

> Regelwerk nach Fachbereich

> Energie, Textil, Elektro,

Medienerzeugnisse (ETEM) >

Elektrotechnik und

Feinmechanik

der im Fehlerfall zu erwartenden Licht -

bogenenergie am Arbeitsplatz und nicht

anhand der Kurzschlussleistung oder der

Nennspannung der Anlage. Die Auswahl

der Störlichtbogenschutzklasse der PSAgS

erfolgt dann auf der Grundlage des in der

DGUV Information 203–077 (siehe Linktipp

oben) beschriebenen Berechnungs -

algorithmus´. Die im Jahr 2020 veröffentlichte

neue Version dieses Dokuments

wird neben der Störlichtbogenenergie -

berechnung für Wechselspannungsanlagen

zusätzlich auch einen Berechnungsal -

gorithmus für Gleichspannungsanlagen

beinhalten. Weiterhin werden erstmalig

konkrete Aussagen zu den unteren Grenzen

der Anwendung von PSAgS gemacht

und es ist eine Risikobetrachtung hinzugefügt

worden, um die Lichtbogengefahr

an Anlagen mit hohen Kurzschlussenergien

einschätzen zu können.

Das Doppeldreieck weist elektrisch

isolierende PSA aus; hinzu kommt

noch die Klassenangabe.

2020 Special PSA 17


TM

ATG ®

FÜR UNS AN ERSTER STELLE:

UMWELTSCHUTZ UND DIE SICHERHEIT

UNSERER KUNDEN

ATG ® -Handschuhe sind sowohl haut- als auch

umweltfreundlich. Um das zu gewährleisten,

geben wir unser Bestes.

Wir übernehmen Verantwortung für unseren

Planeten! Um die kurz- und langfristigen

ökologischen Auswirkungen unserer

Produktionsprozesse zu überwachen, haben wir

ein Kompetenzteam eingerichtet. Die Aufgabe des

Teams ist es, unsere Leistung zu verbessern und

unsere globale Ökobilanz zu optimieren.

Wasseraufbereitung und eigener Solarstrom sind

für uns eine Selbstverständlichkeit.

Unser Umweltmanagement ist nach ISO 14001

zertifiziert und dient als Grundlage für unser

ökologisches Handeln. Dazu gehört auch das

Sicherheitsversprechen für unsere Nutzer – das

ATG ® -HandCare ® Programm.

Wir stellen aber nicht nur sicher, dass die

Komponenten unseres Herstellungsprozesses

keine Gefahr für unsere Mitarbeiter darstellen,

sondern wir waschen auch alle Handschuhe nach

dem Produktionsprozess als weiteren Schritt in

Richtung höchster Sauberkeit.

Für diesen Waschprozess verwenden wir

vorzugsweise aufbereitetes Regenwasser.

Die Sanitized ® Hygienefunktion in unseren

Handschuhen reduziert Gerüche und bietet den

Materialien einen langanhaltenden Schutz.

Das Gütesiegel der Skin Health Alliance bestätigt

die dermatologische Sicherheit unserer Produkte.

ATG ® -Handschuhe -

garantiert hautfreundlich

Ein Beispiel dafür ist die konsequente Umsetzung

der europäischen REACH-Verordnung - über

die Registrierung, Bewertung, Zulassung und

Beschränkung von Chemikalien.

Unsere Handschuhe sind frei von sogenannten

SVHCs (besonders besorgniserregende Stoffe).

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Er verfügt über das dermatologische

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2020 Special PSA 19


Fachbeitrag

Foto: © Rido – stock.adobe.com

Im Fokus

Hand- und Hautschutz

Die Hände des Menschen sind wichtige Werkzeuge und Sinnesorgane. Da besonders

exponiert, sind sie gleichzeitig auch besonders Gefährdungen ausgesetzt.

Foto: F. v. Heyden,

Universität Wuppertal

Autor:

Dr. Andreas Wittmann

Leitende Sicherheits -

fachkraft,

Gedore Werkzeugfabrik

GmbH & Co. KG

andreas.wittmann@

gedore.com

Die Unfallstatistiken der meisten Berufsgenossenschaften

belegen, dass die Hände die am häufigsten

betroffenen Körperteile bei Arbeitsunfällen sind.

Für das Jahr 2017 weist beispielsweise die Statistik

der DGUV aus, dass 34,5 Prozent der 877.198 meldepflichtigen

Arbeitsunfälle die Hände betrafen. 1 Im Jahr

2017 wurden wiederum 18422 beruflich bedingte

Hauterkrankungen bestätigt, wovon 515 als Berufskrankheit

anerkannt wurden. 2

Neben den technischen und organisatorischen

Maßnahmen kommen zum Schutz der Hände häufig

Schutzhandschuhe als persönlich wirksame Schutzmaßnahme

zum Einsatz. Diese decken das Spektrum

vom Schutz gegen chemische Gefährdungen

(EN 374) und Hitze (EN 407) über den Schutz

vor elektrischen Körperströmen (unter anderem

EN 60903) bis hin zum Schutz vor mechanischen

Gefährdungen (EN 388) und vielem mehr ab. Auch

Handschuhe mit besonderen Aufgaben wie dem

Schutz Dritter vor Kontaminationen (Medizinpro-

dukte nach EN 344, oder Handschuhe mit der Eignung

zur Zubereitung von Lebensmitteln), aber auch Handschuhe,

die Schutz vor mehreren Gefährdungen bieten

(zum Beispiel Schweißerschutzhandschuhe nach

1

https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/vorlaeufige_zahlen/allge

meine-uv/index.jsp

2

https://www.dguv.de/de/mediencenter/hintergrund/berufskrank

heiten/statistik/index.jsp

EN 12477 oder Feuerwehrschutzhandschuhe nach

EN 649), sind verfügbar.

Für manche Gefährdungen existiert hingegen kein

wirksamer Schutz durch Handschuhe. So ist beispielsweise

ein Schutz vor Quetschverletzungen konstruktionsbedingt

mit herkömmlichen Handschuhen

nicht darstellbar.

Entscheidend bei der Auswahl des richtigen

Schutzhandschuhs ist – wie bei allen Maßnahmen

des Arbeitsschutzes – die Gefährdungsbeurteilung.

Als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) in Verkehr

gebracht werden dürfen nur Handschuhe, die die

grundsätzlich in der europäischen PSA Richtlinie

festgelegten Anforderungen erfüllen.

Handschuhe im gewerblichen Bereich

Einer der häufigsten Einsatzzwecke von Schutzhandschuhen

ist der Schutz vor mechanischer

Gefährdung, wofür regulär Schutzhandschuhe

nach EN 388 eingesetzt werden können. Diese

Handschuhe erfüllen die Grundnorm EN 420. Darüber

hinaus ist vorgesehen, dass der zuzulassende

Handschuh in den Kriterien „Stichfestigkeit“,

„Schnittfestigkeit“, „Weiterreißbeständigkeit“ und

„Abriebfestigkeit“ weiteren Prüfungen unterzogen

wird. Die Güte der Erfüllung dieser Kriterien wird

mittels eines Zahlencodes unter dem Piktogramm

angegeben (siehe Abbildung 1).

Interessant hierbei ist einerseits, welche Informationen

dem Anwender zur richtigen Auswahl

20 Special PSA 2020


Fachbeitrag

Hilfreich und sogar notwendig sind daher auch

die Beratungen der Markenhersteller von Handschuhen,

die in der Regel ihre Kunden an Ihren eigenen

Praxiserfahrungen teilhaben lassen und diese entsprechend

beraten können. Dies bedeutet aber, dass in der

Praxis nach der Auswahl der vermeintlich geeigneten

Schutzhandschuhe immer in der Folge das tatsächliche

Unfallgeschehen beobachtet werden muss.

Abb. 1: Der Zahlencode unter dem Piktogramm gibt die

Güte der Erfüllung von „Stichfestigkeit“, „Schnittfestigkeit“,

„Weiterreißbeständigkeit“ und „Abriebfestigkeit“ an.

des Handschuhs zur Verfügung gestellt werden

müssen, aber auch welche Kriterien für die Auswahl

und welche entscheidende Informationen gar

nicht erhoben werden.

Meist stellt die Schnittfestigkeit für Anwender das

entscheidende Kriterium bei der Auswahl der Schutzhandschuhe

dar, auch wenn der Preis eines Schutzhandschuhs

mit hoher Schnittbeständigkeit ansteigt.

Ein nicht unerhebliches Problem ist dabei aber die

Bewertung der Schnittgefährdung in der Praxis: Mit

in Kraft treten der EN 388: 2017–01 hat der Arbeitsschützer

die Möglichkeit, aus zwölf unterschiedlichen

Schnittschutzklassen den geeigneten Schutzhandschuh

auszuwählen – allerdings wird ihm

dadurch keine Hilfestellung bei der Beurteilung der

Schnittgefährdung im Rahmen der Gefährdungs -

beurteilung gegeben.

Eine einheitliche Beurteilung der Schnittgefährdung

ist derzeit schlicht nicht möglich, allenfalls mag

eine erfahrene Fachkraft für Arbeitssicherheit nach

der Methode „Pi mal Daumen“ die Schnittgefährdung

subjektiv in die Kategorien „hoch“, „mittel“ und

„gering“ einteilen können. Damit wird die Auswahl des

geeigneten Handschuhs aber nicht einfacher, da zur

Auswahl wie dargestellt ja nicht nur zwölf unterschiedliche

Schnittschutzklassen zur Auswahl stehen.

Vielmehr müssen auch noch Faktoren wie die Beeinträchtigung

des Tastsinns, die Veränderung der

Schnittfestigkeit durch Feuchtigkeit, die Griffigkeit

in Abhängigkeit vom Zwischenmedium und nicht

zuletzt auch wirtschaftliche Kriterien wie der Preis des

Handschuhs oder dessen Waschbarkeit herangezogen

werden.

Handschuhe im medizinischen Bereich

Die Verwendung geeigneter Schutzhandschuhe

zum Schutz des Patienten vor Infektionen und auch

zum Schutz des Personals gegen Gefährdungen

(Infektionsgefährdung, mechanische Gefährdung,

chemische Gefährdung) ist heute eine nicht mehr

wegzudenkende Basismaßnahme im medizinischen

Bereich. Handschuhe in der Medizin, egal ob als

Untersuchungshandschuhe oder als sterile OP-Handschuhe

ausgeführt, müssen in der Regel als Medizinprodukt

bereitgestellt werden, das heißt sie wurden

also in erster Linie zum Schutz des Patienten vor Infektionen

entwickelt. Dessen ungeachtet dienen sie aber

zusätzlich auch dem Schutz der Beschäftigten.

Eine immer wieder empfohlene Maßnahme zur

Verbesserung des Infektionsschutzes besteht darin,

zwei Handschuhe übereinander zu tragen. Hierzu

erscheinen bis heute immer wieder Übersichtsarbeiten

die durchgehend den Erfolg dieser Schutzmaßnahme

im Vergleich zu einfach getragenen Handschuhen

belegen.

Foto: © kerkezz – stock.adobe.com

Entscheidend bei der Auswahl des richtigen Schutzhandschuhs ist – wie bei allen

Maßnahmen des Arbeitsschutzes – die Gefährdungsbeurteilung.

2020 Special PSA 21


Produkte

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Hauthygiene nach Plan mit dem Technischen Händler

Für jede Branche der richtige Schutz

Der Technische Handel bietet Beratung und Produkte, die Unternehmen helfen,

Infektionen am Arbeitsplatz schnell und effektiv zu stoppen. Besonderes Augenmerk

gilt dabei dem Waschraum: Wirksame Händehygiene ist hier nicht nur im

Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, sondern auch bei den regelmäßigen

Grippewellen ein unbedingtes Muss.

Infektionen lassen sich

nur durch eine konsequente

Einhaltung der

wichtigsten Hygienemaßnahmen

aufhalten. Dazu

zählt eine gründliche und

durchdachte Händedesinfektion.

Um Mitarbeiter

und Kunden zu schützen,

muss das Unternehmen

ihnen deshalb genügend

Gelegenheiten zur Händereinigung,

-desinfektion

und -pflege bieten.

Lösungen branchenspezifisch

auswählen

Schutzmaßnahmen sind

nur dann effektiv, wenn sie

auf die Bedingungen und

Gefährdungen des jeweiligen

Arbeitsplatzes abgestimmt

sind. Ob Gesundheitswesen,

Industrie,

Lebensmittelbranche oder

Gastronomie: Die Anforderungen

an die Hygieneund

Pflegeprodukte unterscheiden sich

zum Teil immens. Ein Hautschutzplan

hilft, alle relevanten Faktoren im spezifischen

Arbeitsumfeld zu berücksichtigen.

Bei der Erstellung eines professionellen

Plans arbeitet der Technische Handel mit

Markenherstellern wie SC Johnson Professional

(Deb Stoko) zusammen. Zum

Einstieg hilft ein digitaler Hautschutzplan-Generator.

Frank Küsters, Managing

Director von SC Johnson Professional

GmbH, erläutert: „Für viele Marktsektoren

sind Hautschutzpläne und Handhygieneprotokolle

für die eigene Belegschaft

bereits üblich. Doch es gibt immer noch

Unternehmen, die trotz der Gefährdung

durch regen Lieferanten- oder Kunden -

verkehr keine abgestimmten Routinen

und Spendersysteme installiert haben.“

Übersichtlich angeordnete Spender helfen bei der Händehygiene und beugen Krankheiten vor.

VTH-Qualitätspartner:

Spitzen-PSA für den Kunden

Welche Hautschutz- und Handhygieneprodukte

sich für eine bestimmte Branche

oder eine spezifische Tätigkeit eignen,

weiß der Technische Handel. Anwender

bekommen bei den im VTH Verband

Technischer Handel e.V. organisierten

Arbeitsschutz-Spezialisten Beratung und

Betreuung auf höchstem Niveau. Mit

mehr als 500 Geprüften Fachberatern

bildet die VTH-Fachgruppe „Persönliche

Schutzausrüstungen” das führende Kompetenz-Netzwerk

im deutschsprachigen

Raum:

www.arbeitsschutzfachhandel.de

VTH-QUALITÄTSPARTNER

aus dem PSA-Bereich.

Foto: SC Johnson Professional

22 Special PSA 2020


Produkte

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Chemikalienschutz im Fokus

Schutzhandschuhe getestet für den Einsatz

mit anwenderspezifischen Chemikalien

Foto: © AMPri

AMPri ist Anbieter für Rundumschutz PSA-Produkte im Einmal- und Mehrwegbereich.

Das AMPri Inhouse Labor bietet Kunden und Interessenten innovative Lösungen zur richtigen

Auswahl von Schutzhandschuhen, auch wenn es um Chemikalienschutz geht.

Noch heute ist es gängige Praxis,

dass wir in Sicherheitsdatenblättern

(SD) Informationen zum Thema

„empfohlene Schutzhandschuhe“ finden.

Die in Abschnitt 8.2 des Sicherheitsdatenblatts

„Begrenzung und Überwachung

der Exposition“ angegebenen

Information zur persönlichen Schutzausrüstung

geben einen Anhaltspunkt

über geeignete Barrierematerialien von

Chemikalienschutzhandschuhen, nur:

Leider reichen diese Informationen

nicht aus, um die sichere Handhabung

mit der Chemikalie oder dem Gemisch

zu garantieren. Es ist erforderlich, die

Art des Handschuhs einschließlich des

Handschuhmaterials, die Durchdringungszeit

(Tragedauer) in Abhängigkeit

von der Stärke und Dauer der Hautexposition

anzugeben. Hilfreich sind Erkenntnisse

in Bezug auf Handschuh fabrikate,

zumindest aber die präzise Bezeichnung

des Handschuhmaterials wie z.B. Nitril,

Neopren oder andere Materialien sowie

die mindestens erforderliche Materialstärke

und die maximale Tragedauer

unter Praxisbedingungen. Wichtige Anwendungshinweise

zur Benutzung von Chemikalienschutzhandschuhen

finden sich in

den mitgelieferten Herstellerinformationen.

Bei den Herstellern können

darüber hinausgehende, weiterführende

Informationen angefragt werden. Auch

entsprechende Datenbanken wie die

DATAChem von AMPri mit präzisen

Angaben zum Thema Handschutz sind

eine geeignete Möglichkeit, die richtigen

Schutzhandschuhe auszuwählen.

Entscheidend für die Auswahl von

Schutzhandschuhen sind im Wesentlichen

drei Faktoren:

■ Die Kontaktfläche,

■ die Kontaktzeit und

■ die Gefährlichkeit der Chemikalie

selbst (R-Sätze).

Die nach Prüfergebnissen ausgearbeiteten

Handschuh-Navigatoren von AMPri

berücksichtigen nicht nur die Permea -

tionszeiten (Durchdringungszeiten),

sondern auch die Degradation und das

Umfeld sowie die Anwendung, für welche

der Schutzhandschuh eingesetzt wird.

AMPri Handelsgesellschaft

mbH

Benzstraße 16, 21423 Winsen/Luhe

Tel. +49 (0)4171 8480–0

info@ampri.de

www.ampri.de

2020 Special PSA 23


Fachbeitrag

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung der Bayer AG

Globales BBS-Programm für mehr sicherheitsgerechtes Verhalten im Team

„Wenn der Kollege mich plötzlich

fürs Helmtragen lobt …“

Schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Unternehmensgeschichte spielte auch das

Thema „Arbeitssicherheit“ eine wesentliche Rolle in der Bayer AG. Meilensteine waren unter

anderem die erste Unfallstatistik (1930), die erste computergestützte Datensammlung über

Unfallereignisse auf Lochkarten (1964) oder der erste Sicherheitswettbewerb für Mitarbeiter

(1975). Heute setzt der Konzern auf Behavioral Safety – was hat es damit auf sich?

Foto: privat

Autor: Thorsten Uhle

Arbeits- und

Organisationspsychologe,

Bayer AG, Leverkusen

Die Arbeitssicherheit bei Bayer lässt

sich drei Epochen zuordnen: Zu

Beginn war der Fokus innerhalb der ersten

Dekaden ausschließlich reaktiv und

konzentrierte sich auf das technische System.

Hier ging es um die richtigen Werkzeuge

und Maschinen, mit denen nicht

nur effizient, sondern auch sicher gearbeitet

werden konnte. In den 1970er und

80er Jahren wurden neben der Optimierung

des technischen Systems immer

mehr auch organisationale Schwerpunkte

gesetzt: Sicherheitsmanagementsysteme,

Humanisierung der Schichtarbeit, Arbeitszeitgestaltung

und auch schon erste

Schritte in Richtung sicherheitsorientierte

Führung. Die dritte Epoche brach im

Jahr 2014 an: Die Ereigniszahlen (Recordable

Incident Rate, RIR) hatten sich seit

einigen Jahren auf einem guten Niveau

stabilisiert und man gelangte zu dem

Schluss, dass die Verbesserungspotenziale

im technischen und organisationalen

System ausgeschöpft waren. Das Bayer

Safety Council beschloss im Jahr 2014,

Behavioral Safety als dritte Säule neben

Technik und Organisation aufzubauen,

das Konzept zu pilotieren und anschließend

global auszurollen.

„Sicher im Team“ – Vorgehen und

Erfahrungen

Struktur

Von 2014 bis 2016 wurde das Programm

„Sicher im Team“ (SiT) geplant

und vorbereitet: Konzeptplanung, Pilotierung

in repräsentativen Subgruppen mit

circa 100 ausgebildeten internen Trainern

und 1.700 involvierten Mitarbeitern, Konzeptanpassung

und Vorbereitung des

Roll-outs. Von 2017 bis 2019 fand der

globale Roll-out statt. Mit dem Ende der

Implementierung plant man ab 2020 aus

dem „Projekt SiT“ einen festen Bestandteil

der Präventionsarbeit bei Bayer zu

machen. Die hierfür notwendigen Konsolidierungsstrategien

werden aktuell vorbereitet.

Die Frage nach den Zusammenhängen

zwischen SiT und objektiven

Kennzahlen wie RIR und subjektiven

Kennzahlen wie Einstellungs- und Verhaltensparameter

werden in einem begleitenden

Evaluationsprojekt mitbetrachtet

(vgl. Uhle & Treier, 2019).

Die Projektsteuerung erfolgt zentral,

die Operationalisierung vor Ort dezentral:

In einem quartalsweise tagenden

Steering Committee werden die strategische

und inhaltliche Richtung nachverfolgt

und gegebenenfalls korrigiert.

24 Special PSA 2020


Fachbeitrag

Inhalte

Der gewählte SiT-Ansatz entspricht

einem systematischen Vorgehen. In fünf

Schritten wird SiT an jedem Standort eingeführt:

1. Safety Culture Assessment: Zu Beginn

wird die vorhandene Präventions -

kultur am Standort über Assessments

erfasst und bewertet. Methodisch kommen

hier Interviews, Begehungen und

Audits zum Einsatz. Die Bewertung

findet über elf Dimensionen statt –

unter anderem Führungskultur, Vertrauenskultur

oder die Erhebung proaktiver

Indikatoren. Das Bewertungsergebnis

der Präventionskultur kann

„in den Anfängen“, „in der Entwicklung“

oder „voll ausgereift“ lauten, was

entweder einen sofortigen Programmstart

bedeutet oder erst die Erledigung

einiger Aufgaben zuvor verlangt.

2. Design Workshop: Der Standort -

leitung, lokalen HSE-Akteuren und

Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern

werden die Assessmentergebnisse

präsentiert und das weitere Vorgehen

wird gemeinsam diskutiert und festgelegt.

3. Qualifizierungsprogramm: Für unterschiedliche

Zielgruppen werden passende

Informations- und Trainingsprogramme

angeboten – unter anderem

„Executive & Senior Leadership“ für

das Senior Leadership und „Behavioral

Safety Lone Workers“ für Beschäftigte,

die ihre Arbeitsaufgabe größtenteils in

Einzelarbeit erledigen. Zwischen 15

und 25 Prozent der Beschäftigten eines

Standorts werden für die konkrete

Umsetzung des SiT qualifiziert: Führungskräfte

werden befähigt, das

sichere Verhalten der Mitarbeiter zu

unterstützen. In sogenannten „Touchpoints“

findet täglich in nur 2–3 Minuten

eine kurze Betrachtung zuvor

definierter Verhaltensweisen statt und

in wöchentlichen „Debrief Sessions“

werden gute Beispiele aus den Touchpoints

vorgestellt und im Feedback

positiv verstärkt. Die involvierten Mitarbeiter

werden in Core Teams zusammengefasst,

in denen sicherheitsrelevante

Verhaltensweisen definiert werden und

das positive und konstruktive Feedbackgeben

trainiert wird, um aus riskantem

Verhalten positive Gewohnheiten zu

machen.

4. Umsetzung: Die Core Teams wählen

zu Beginn maximal drei sicherheits -

relevante Verhaltensweisen aus – zum

Beispiel „Trage beim Staplerfahren

Sicherheitsgurte!“ oder „Bleibe stehen,

wenn Du auf Dein Smartphone

schaust!“ –, deren Umsetzung dann

täglich in Fremd- oder Selbstbeobachtung

per Strichliste oder App kontrolliert

werden. Ziel ist es, sicherheitsgerechtes

Verhalten durch positives Feedback

zu verstärken und zu Gewohnheitsroutinen

zu machen.

5. Evaluation: Monatlich werden zentral

der Trainingsfortschritt sowie die

Effekte des SiT in Form der Safe-Habit-

Rate erfasst.

Fazit und Erkenntnisse

Das SiT wurde in den Gesundheits- und

Sicherheitsprogrammen fest verankert. In

den thematisch relevanten Unternehmensregularien

wurden klare Verhaltenser -

wartungen definiert, ebenso finden sich

Verhaltensaspekte in den Methoden zur

Gefährdungsbeurteilung. So wichtig die

Verstärkung eines sicherheitsgerechten

Verhaltens ist, was auch den Schwerpunkt

des SiT ausmacht, so wichtig ist es ebenso

sicherheitswidriges Verhalten konsequent

zu sanktionieren. Ein relevanter Erfolgsfaktor

ist die Flexibilität in der Programmumsetzung:

Aufgrund verschieden ausgeprägter

Kulturen, unterschiedlicher Arbeitsschwerpunkte

und lokaler Spezifika muss

das SiT-Programm den Bedarf unterschiedlicher

Zielgruppen berücksichtigen.

Literatur

■ Uhle, T. & Treier, M. (4. Aufl.), (2019). Betriebliches

Gesundheitsmanagement. Heidelberg:

Springer.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung der Bayer AG

Das Headquarter der Bayer AG in Leverkusen

2020 Special PSA 25


Produkte

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Hautschutztipps ...

... beim häufigen

Waschen oder

Desinfizieren der Hände

Foto: © Peter Greven Physioderm

Desinfektion und richtiges Händewaschen

sind in Zeiten der Corona-Krise

bekanntlich unerlässliche Schutzmaßnahmen.

Das Problem: Desinfektionsmittel,

Reinigungsmittel und auch Wasser allein

entziehen der Haut Fette – und können

somit auf Dauer zu Hautschädigungen

führen. Deswegen ist es sehr wichtig,

Hautschutz- und -pflegeprodukte zu nutzen

und auf besonders hautverträgliche

Hautreiniger zu achten. Hier bietet der

Hersteller Peter Greven Physioderm (PGP)

mit einer neu entwickelten Generation

Hautreiniger, die auf der zum Patent

angemeldeten Tensid-Kombination Opti-

Tens basiert, eine Lösung, die besonders

hautfreundlich und wirksam zugleich ist.

Wer sich häufig die Hände wäscht oder

desinfiziert, entzieht der Haut Fett. Das

Fett braucht die Haut aber, um ihre

Schutzfunktion erfüllen zu können. Verliert

die Haut ihre natürliche Barrierefunktion,

wird sie anfällig für mechanische,

physikalische, chemische und bakterielle

Einwirkungen. Deswegen ist es sehr wichtig,

Hautpflegeprodukte zu nutzen und

besonders hautfreundliche Reinigungsmittel

zu verwenden.

Bei der Hautpflege, die Beschäftigte

nach der Arbeit anwenden, kommt es darauf

an, der Haut Fett zurückzuführen.

Neben fetthaltigen Cremes eignen sich

durch moderne Rezepturen mittlerweile

auch leichtfettende Präparate, wie etwa

die Creme „Physioderm Curea Soft“ von

PGP. Sie pflegt hochwirksam, lang anhaltend

und zieht schnell ein.

Bei der Hautreinigung müssen die Beschäftigten

darauf achten, dass die Hautreinigungsmittel

sehr mild sind und die

Haut nicht übermäßig belasten. Zugleich

sollen sie aber auch bei anhaftenden Verschmutzungen

sehr wirksam sein. Diese

Kombination gab es lange Zeit nicht. Als

Innovationsführer der Branche nahm sich

PGP dieses Problems an. In Zusammenarbeit

mit Wissenschaftlern der Universität

Osnabrück fanden die Hautschutz-Exper-

ten eine Lösung für das Dilemma. Im Rahmen

einer gemeinsamen Studie entdeckten

sie eine ideale Tensid-Kombination.

Zum Hintergrund: Tenside sind in

Hautreinigern neben den Reibekörpern

für das Lösen des Schmutzes zuständig.

Diese ideale Tensid-Kombination hat PGP

zum Patent angemeldet. Unter dem Markennamen

OptiTens bildet sie die Basis

für eine neue Generation von Hautreinigungsmitteln.

Es handelt sich dabei um

einen Schaumreiniger für leichte bis mittlere

Verschmutzungen und ein Reinigungsgel

für leichte bis mittlere Verschmutzungen.

Mit den neuen Hautreinigern zeigt

PGP, dass man nicht ohne Grund als

Innovationsführer der Branche gilt, der

gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern

aus der Wissenschaft an Lösungen

arbeitet, die den Anwendern wesentliche

Verbesserungen bieten.

www.pgp-hautschutz.de

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Sportliche Sicherheitsschuhe

Sehen gut aus und schonen Ihren Rücken

Competition

Foto: STEITZ SECURA

Muss Berufsbekleidung nach Arbeit

aussehen? Keineswegs – zumindest,

wenn es nach Steitz Secura geht! Die

sportlichen Sicherheitsschuhe des Herstellers

aus Kirchheimbolanden bieten

einen echt starken Auftritt: cool, farbenfroh

und dabei bequem, rückenschonend

und vor allem: sicher!

Das Design der neuen Modelle setzt

Maßstäbe. Das Modell CP 4360 ESD

der neuen Competition-Serie war dem

iF Industrie Forum Design e.V. sogar den

iF Design Award 2020 wert. Aber für alle

Modelle der neuen Kollektionen für

Damen und Herren gilt: Sie machen nicht

nur bei der Arbeit, sondern auch in der

Freizeit eine gute Figur. Und sie bieten

einen solchen Tragekomfort und eine

Qualität, dass Sie sie gar nicht mehr

ausziehen möchten.

Und wenn doch, keine Sorge: Die spezielle

Leder-Brand-Sohle hält den Schuh

innen trocken und bewirkt eine enorme

Feuchtigkeitsabgabe nach dem Tragen.

Selbst nach zwölf Stunden Einsatz in

einem Competition oder einem der neuen

26 Special PSA 2020


Produkte

Modelle der Women-Serie haben Sie ein

trockenes Tragegefühl. Und das ist nicht

das einzige Komfort-Extra der Sicherheitsschuhe

von Steitz Secura.

Die logische Verbindung von

Komfort und Schutz

Das neue Steitz-Flexo-Verschluss -

system, mit dem einige der Modelle ausgestattet

sind, macht es Ihnen leicht, den

Schuh blitzschnell an- und auszuziehen.

Einmal eingestellt, bleibt Ihre individuelle

Passform erhalten. Dank der elastischen

Gummi-Schnürung schlüpfen Sie einfach

in den Schuh hinein – ohne zeitaufwändiges

Auf- und Zubinden. Dabei spielt auch

der Sicherheitsaspekt eine große Rolle:

Nie wieder stolpern über offene Schnürsenkel!

Die sportlichen Sicherheitsschuhe von

Steitz Secura sehen aber nicht nur gut aus

und bieten hohen Tragekomfort. Sie entlasten

zudem den Rücken und helfen so,

berufsbedingte Beschwerden im Bewegungsapparat

zu vermeiden. Dafür werden

die Schuhe für Ihre individuellen Ansprüche

angeboten. Vier verschiedene Passformen

gewährleisten, dass er genau auf die

Breite Ihrer Füße angepasst ist und tadellos

sitzt. Spezielle Dämpfungsmodule in

der Ferse sind auf das jeweilige Gewicht

abgestimmt – und nicht zuletzt die

spezielle Zwischensohle sorgt dafür, dass

Sie sich auch noch wohl fühlen, wenn Sie

viele Kilometer am Tag gelaufen sind.

Sie sind im Innenausbau tätig oder den

ganzen Tag in der Produktion unterwegs?

Ob Sie die Competition-Modelle für Herren

oder die Modelle Lisa, Ella, Pia und

Co. für Damen bevorzugen: Ihre Schuhe

passen perfekt, bieten höchsten Tragekomfort

und schonen Ihren Rücken. Und

Foto: STEITZ SECURA

Frida Flexo

weil es sie in schicken Farben und tollen

Designs gibt, ist eins garantiert: Ihre

Sicherheitsschuhe von Steitz Secura sind

sicher am Arbeitsplatz, schonen Ihren

Rücken und sehen dazu sensationell gut

aus. Ein starker Auftritt eben.

www.steitzsecura.com

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ARBEITSSCHUTZ AKTUELL 2020 in Stuttgart

Impulse, Innovationen, Austausch

Foto: HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH

www.arbeitsschutz-aktuell.de/

Persönliche Schutzausrüstung, Sicherheit

im Betrieb, betriebliches Gesundheitsmanagement,

Reinigung & Hygiene

und weitere Bereiche des sicheren und

gesunden Arbeitens stehen vom 6. bis 8.

Oktober im Fokus der ARBEITSSCHUTZ

AKTUELL 2020 in der Messe Stuttgart.

Fachmesse und Kongress stehen seit fast

50 Jahren für hochwertige Kontakte, neue

Impulse und Erfolgschancen. Über

10.000 Besucher, ca. 300 Aussteller und

rund 1.000 Kongressteilnehmer aus ganz

Europa präsentieren Innovationen und

treten mit Präventionsexperten in den

Austausch. Die Fachvereinigung Arbeitssicherheit

e.V. (FASI) ist ideeller Träger

des Fachkongresses. Seit ihrer Gründung

1972 ist die HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH

Veranstalter der ARBEITS-

SCHUTZ AKTUELL.

HINTE Messe- und

Ausstellungs-GmbH

Zoltàn Szemerei

Key Account Manager / Projektmanager

Tel. +49 721 93133 – 690

zszemerei@hinte-messe.de

2020 Special PSA 27


Fachbeitrag

Auswahl und Einsatz von PSA – Praxisbeispiele aus Unternehmen aus Sifa-Sicht

PSA ist nicht alles, aber

ohne PSA geht es auch nicht!

Jede Fachkraft für Arbeitssicherheit kennt die Probleme, wenn es um PSA geht. Neben der

richtigen Auswahl ist auch die Trageakzeptanz von großer Bedeutung. Dabei hängt sogar

beides voneinander ab.

Ziel jedes Akteurs im Arbeitsschutz ist

es, Gefahrenquellen mit dazugehörigen

Gefährdungsfaktoren (schädigende

Energie) so zu minimieren, dass sie im

Falle eines Zusammentreffens mit dem

Menschen zu keinen oder nur minimalen

gesundheitsschädlichen Auswirkungen

führen können. Gelingt das nicht, was

sehr häufig der Fall ist, so sollte die

Gefahrenquelle am Besten eingesperrt

werden, damit sie nicht mit dem Menschen

in Berührung kommen kann.

Diese Barriere kann direkt an der

Gefahrenquelle, also dem Ort der gefährlichen

Energie ansetzen (z.B. Einhausung,

Schutzgehäuse) oder zuverlässig den ausreichenden

Abstand zwischen dem Ort/

Energie und dem Menschen sicherstellen

(z.B. Lichtvorhang, verriegelte

Schutztür, Annäherungssensor). Im

letzteren Fall können die Maßnahmen

technologisch gelöst werden,

aber auch organisatorisch – verhaltensbezogene

Aufenthaltsverbote

würden die Distanz sicherstellen.

Kann die „böse“ Energie doch

noch näher an den Menschen herankommen,

muss dieser „dick eingepackt“

werden, damit er ohne Schaden

nach Hause kommt. Aufgrund der immer

geringeren Distanz zwischen der Quelle

und dem Menschen wird aber auch deutlich,

dass schon der geringste Fehler

schwerwiegende Auswirkungen haben

kann.

Dennoch stellen wir in unseren Gefährdungsbeurteilungen

verschiedentlich fest,

dass es

■ Risiken gibt, die mit technischen oder

organisatorischen Maßnahmen nicht

immer reduzierbar sind, z.B. Lärm auf

einen Flughafenvorfeld, heiße

Oberflächen in der Metallbearbeitung,

etc.

■ Risiken gibt, bei denen die

Nicht nur American Football-Spieler müssen dick eingepackt technischen und organisatorischen

Maßnahmen sein, damit sie ohne Schaden nach Hause kommen.

noch

Foto: © master1305 – stock.adobe.com

flankiert werden müssen, um zwar

unwahrscheinliche, aber nicht tole -

rierbare Restrisiken zu minimieren.

Beispiel hierzu sind der Laborkittel

und die Schutzbrille im chemischen

Labor oder der Sicherheitsschuh auf

einer Baustelle

Um diese Risiken abzudecken, muss mit

Schutzausrüstung gearbeitet werden, die

von den Personen selbst getragen werden.

Man spricht hier von von Persönlicher

Schutzausrüstung (PSA), weil diese auf

den Menschen angepasst werden muss.

Zur Persönlichen Schutzausrüstung

gehört aber noch zusätzlich die auswechselbaren

Ausrüstungen. Dazu zählen

unter anderem Sekuranten und andere

Befestigungspunkte für Persönliche Schutzausrüstung

gegen Absturz.

Das gesamte Schutzkonzept, das mit

Hilfe von Persönlicher Schutzausrüstung

aufgebaut wird, sollte also funktionieren.

Einen Nachweis darüber muss der Arbeitgeber

plausibel darüber erbringen. In der

Regel stellt das kein Problem dar, wenn

die Wirksamkeit bekannt, die Unterweisungen

durchgeführt und das Trageverhalten

stichpunktartig kontrolliert wird.

Gefährdungsbeurteilung als

Ausgangspunkt

Basis für die Festlegung der oben

genannten Risiko-Lücken ist – alles andere

wäre verwunderlich – die Gefährdungsbeurteilung.

Bei der Umsetzung sollte

man jedoch berücksichtigen, dass die Personalvertretung

(Betriebsrat, Personalrat

oder Mitarbeitervertretung) einzubeziehen

ist. Lediglich bei eindeutigen gesetzlichen

Regelungen, bei denen kein Gestaltungsspielraum

besteht (z.B. Gehörschutz

in Lärmbereichen über 85 dB(A)) sind die

Mitspracherechte stark reduziert.

Bei der Auswahl der PSA sollten aber

auch die Mitarbeiter eingebunden werden.

Spätere Probleme bei der Motivation zum

28 Special PSA 2020


Fachbeitrag

Autor: Prof. Dr. Arno Weber

Fachkraft für Arbeitssicherheit,

Professor an der Hochschule Furtwangen,

Fakultät Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft

Email: weba@hs-furtwangen.de

www.hs-furtwangen.de

Trageverhalten lassen sich so reduzieren:

■ Vor Festlegung eines Produkts sollten

Trageversuche erfolgen

■ Gegebenenfalls sollten gerade bei

Passformen mit wenig Spielraum mehrere

Produkte zur Auswahl stehen

■ Individuell angepasste Schutzausrüstung

erhöht die „Fürsorge“ für die eigene

Schutzausrüstung. Dazu gehören unter

Foto: © HFU


anderem Otoplastiken oder optisch

korrigierte Schutzbrillen

Gleicher Effekt trifft auf persönlich

zugeordnete Schutzausrüstung zu

(z.B. Helm mit Namen).

Gleichzeitig kann durch einheitliche

Farbgebung ein Identitätsgefühl mit dem

Unternehmen geschaffen werden. Das gilt

bei Hilfsorganisationen genauso wie auf

der Baustelle oder beim Handwerks -

betrieb.

Wichtig ist allerdings auch, keine überdimensionierte

Schutzausrüstung festzulegen

– die Akzeptanz und damit die

Wirksamkeit würde darunter leiden.

Reinigung und Pflege

Auch die beste Schutzausrüstung ist

nicht immer neu. Die Pflege und die Wartung

der Persönlichen Schutzausrüstung

gehört zu den Aufgaben des Arbeitgebers

(§ 2, Abs. 4 PSA-Benutzungsverordnung)

Hier stellen sich sofort drei Fragen:

■ Wie lange ist die „gesamte Benutzungsdauer“?



Wie schaut eine „Wartung“ aus?

Wer darf eine „Reparatur“ durchführen?

Zu ersterem kann meist der Hersteller

Antwort geben. Selbst wenn mit Wartung

nur eine Reinigung gemeint ist, ist noch lange

nicht gesagt, wie gereinigt werden muss.

Und wie eine Reparatur durchgeführt werden

muss, damit die Schutzfunktion erhalten

bleibt, ist Sache eines Fachexperten.

Bei Einwegprodukten (Gehörsschutzstöpsel,

Einweghandschuhe) ist das einfach.

Beim Chemikalienschutzhandschuh

wird es schon schwieriger, gilt es doch

Permeations- und Penetrationsverhalten

zu bewerten. Bei Wartungen und Repa -

raturen (z.B. bei umluftunabhängigem

Atemschutz, Rettungsgeschirren gegen

Absturz, etc.) sind Herstellerangaben

(z.B. Pflegeanleitungen, Ersatzteilvorgaben,

etc.) zwingend zu beachten.

Die wichtigen Informationen aus diesen

Überlegungen sollten ebenfalls in der

Gefährdungsbeurteilung aufgenommen

und im Rahmen der Unterweisungen

vermittelt werden.

4. Tag der

Ergonomie

Veranstalter:


Hotel Dolce, Bad Nauheim

Teilnahmegebühr 395,– € netto

In der Teilnahmegebühr ist ein Catering

(Imbiss, Kaffeepausen) enthalten.

Tag der Ergonomie

– Der Mensch im Mittelpunkt




Grafik: Konradin Mediengruppe

Anmeldung und weitere Informationen:

Si-Akademie für Sicherheit und Gesundheit

Martina Langenstück

Phone +49 711 7594-4607

si-akademie@konradin.de

www.tag-der-ergonomie.de

Jetzt

anmelden!


Produkte

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Berufskleidung im CWS Mietservice

Verbesserung des Arbeitsschutzes

Arbeitsschutz spielt eine wichtige Rolle.

Die Sicherheit der Mitarbeiter muss

immer gewährleistet sein. Im Arbeitsschutzgesetz

sind die wichtigsten Pflichten

des Arbeitgebers festgelegt. Dazu

gehört die Auswahl von Schutzkleidung,

auch Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

genannt. Der Arbeitgeber haftet laut §2

der PSA-Benutzungsverordnung der Bundesregierung

für die Unversehrtheit seiner

Mitarbeiter. Einen Großteil der Verantwortung

können Unternehmen jedoch abgeben,

indem sie einen Dienstleister für

Berufskleidung beauftragen. Werner Münnich,

PSA-Experte vom Anbieter von Berufskleidung

im Mietservice CWS erklärt, wie

die Dienstleistung funktioniert.

Für wen eignet sich der Mietservice

besonders?

Prinzipiell bietet sich der Mietservice,

auch Leasing genannt, für jeden Betrieb

an, dessen Mitarbeiter Berufskleidung

tragen. Was sich wie ein Service für Großunternehmen

anhört, lohnt sich bereits

für Kleinbetriebe. Wer PSA im Einsatz hat,

Werner Münnich, PSA-Experte bei CWS

sollte sich aus Sicherheitsgründen zwingend

für einen Mietservice-Anbieter wie

CWS entscheiden. Dieser übernimmt

nicht nur rechtlich die Verantwortung,

sondern sorgt auch für die fachgerechte

Wäsche und Instandhaltung der PSA

durch geschultes Personal.

Foto: CWS

Wodurch wird die Arbeitssicherheit

erhöht?

Unternehmen profitieren von der

Erfahrung und Expertise von textilen

Serviceanbietern, die Kenntnisse zu Textilien,

deren Aufbereitung sowie den

gesetzlichen Vorgaben haben. Wir haben

bei CWS einen offiziell zertifizierten

Aufbereitungsprozess für PSA, jeder

Schritt ist genau vorgegeben.

Gibt es Qualitätsunterschiede bei

Miet- und Kaufkleidung?

Mietkleidung wird produziert, damit

sie lange hält. Gerade für den langfristigen

Einsatz von PSA muss die Kleidung

kontinuierlich kontrolliert werden. Stellen

wir in der CWS Qualitätskontrolle

fest, dass die Kleidung nicht mehr sicher

für den Träger ist, tauschen wir sie umgehend

gegen neue aus.

www.cws.com

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Für sichere und gesunde Arbeitsplätze

„Smarte PSA“ birgt

großes Potenzial

Stetige Forschung und Entwicklung

an smarter PSA lassen hoffen, dass

Arbeitsplätze in Zukunft noch sicherer und

gesünder werden. Obwohl der Begriff

„smarte PSA“ schon länger in Medien, auf

Messen und in der Fachpresse zu hören ist,

sind wenige dieser intelligenten Schutz -

ausrüstungen tatsächlich auf dem Markt

erhältlich.

In einem Artikel in „Sicherheitsbeauftragter“

11/2019 (https://bit.ly/3bhepAL)

erläutert die Kommission Arbeitsschutz

und Normung (KAN), wodurch smarte PSA

den Schutz der Beschäftigten erhöhen und

welche Herausforderungen bewältigt werden

müssen, um das Potenzial dieser

neuen Technologie voll auszuschöpfen.

Gerne hören wir von Ihren Erfahrungen,

Ihre Fragen, Kommentare und Anregungen.

Weitere kostenfreie Informationen und

Arbeitshilfen im Bereich Arbeitsschutz

und Normung finden Sie auf

www.kan.de

Foto: © VOCHOC GoodPro

Smarte Feuerwehrschutzkleidung

30 Special PSA 2020


Produkte

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ATG stellt seine MaxiDry Familie vor

Dürfen wir Ihnen einen Schluck

Maschinenöl anbieten?

Jeder vernünftige Mensch würde dankend

ablehnen, aber für mehrere tausend

Menschen ist das tägliche Realität,

ohne dass sie es merken. Wie das? Indem

sie ungeeignete Handschuhe tragen, wenn

sie mit Maschinenölen oder Kühlschmierstoffen

(KSS) zu tun haben. Warum?

Einflussfaktoren

Mitarbeitern, die mit Ölen arbeiten, ist

Komfort und Griffsicherheit wichtiger als

der Schutz vor den Ölen. Warum? Eine

Umfrage ergab, dass 88% Öle und KSS

nicht als Gefahr bekannt war. Aus Unwissenheit

werden dann ungeeignete leichte

Montagehandschuhe getragen.

Kontakt mit Mineralöl steigert das

Risiko, an rheumatoider Arthritis im

Bewegungsapparat und an den Gelenken

zu erkranken um 30%. So eine Studie, die

in Schweden von der Abteilung für Rheumatologie

des Karolinska Krankenhauses

in Stockholm, dem Institut für Umweltmedizin,

dem Arbeitsmedizinischen Dienst

und dem Stockholm Centre of Public

Health durchgeführt wurde. Rheuma -

toide Arthritis ist die Hauptursache für

Behinderungen bei Menschen über 55

Jahren in Industrie ländern.

Die Haut kann Wasser abweisen, Öl

jedoch saugt sie auf. Die Keratinschicht

enthält Fett und fettähnliche Substanzen,

die chemische Stoffe wie Öl und KSS

sofort absorbieren.

MaxiDry – im Prinzip ein

ölabweisender MaxiFlex

Dünn, flexibel, griffig und bequem.

Verfügt über das dermatologische Gütesiegel

der Skin Health Alliance, ist Standard

100 von OEKO-TEX zertifiziert, langlebig

und ressourcenschonend gefertigt.

Dieser Handschuh wird regelmäßig von

Dermatologen empfohlen.

Das ATG-Premiumprodukt ist der

MaxiDry 56–426, da er über 480 Minuten

(8 Stunden) Öl abweist (60 cP). Zudem ist

er dicht gegen Mikroorganismen, wie

MaxiDry 56–426 Chemikalienschutzhandschuh

nach EN ISO 374–1:2016 Typ C. Schutz

gegen Mikroorganismen, wie Bakterien und

Pilzen entsprechend der EN ISO 374–5

Bakterien und Pilzen. Damit eignet er sich

hervorragend für das Handling von

benetzten Teilen, Wartungs- und Reinigungsarbeiten.

www.atg-glovesolutions.com

Foto: ATG Lanka (Pvt.) Ltd.

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Erstes tragbares Exoskelett

von Comau

Arbeitsqualität

verbessern

Das Exoskelett Mate verwendet einen

passiven Federmechanismus, um

eine Unterstützung der Körperhaltung

zu gewährleisten. Es ist atmungsaktiv,

äußerst effektiv und benötigt keine Batterien,

Elektromotoren oder andere Geräte,

die ausfallen können. Das kompakte Exoskelett

erfüllt dank einer engen Partnerschaft

mit ÖSSUR, einem führenden

Unternehmen auf dem Gebiet nicht-invasiver

orthopädischer Geräte, und IUVO,

einem Spin-off des Instituts für Bio -

Robotik (Scuola Superiore Sant‘Anna),

die ergonomischen Kriterien hervorragend.

Mate ist in der Lage, jede Bewegung

der Schulter exakt nachzubilden, während

es den Körper wie eine „zweite Haut“

umhüllt.

Massimo Calvetto, Globaler Vertriebsleiter

von Comau Robotics and Automa -

tion Products, kommentiert: „Wir sind

besonders stolz darauf, diese innovative,

tragbare Technologie entwickelt zu haben.

Mate wurde in enger Zusammenarbeit

mit den Produktionsmitarbeitern in

Bezug auf ihre Arbeitsanforderungen

entwickelt. Das Exoskelett ermöglicht es

ihnen, sich wiederholende Aufgaben mit

weitaus weniger Müdigkeit auszuführen.

Comau sieht darin das Potenzial, einen

globalen Markt zu erreichen, der laut IFR

zwischen 2015 und 2017 um über 60%

gewachsen ist und 2020 voraussichtlich

mit einer jährlichen Wachstumsrate von

25% weiter wachsen wird. Wir schätzen,

dass rund ein Drittel der potenziellen

Anwendungen für dieses Exoskelett in der

Industrie zu finden sind.“

www.comau.com

Foto: Comau

2020 Special PSA 31


Fachbeitrag

Foto: © metamorworks – stock.adobe.com

PSA 4.0

Rechtliche Aspekte

Die Generierung und Weitergabe von Daten durch „intelligente“ PSA ist kritisch

zu betrachten – es ist aber nicht der einzige juristisch relevante Aspekt.

Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) gehört zu den Eckpfeilern des Arbeitsschutzes. Das

gebieten Ethik und gesunder Menschenverstand, aber auch das Arbeitsschutzrecht. Verstöße

gegen die Vorschriften können bei Unfällen zur Haftung und zum Verlust von Ansprüchen

führen. Im Zuge der Digitalisierung werden neue technische Lösungen angekündigt, um den

Schutz zu verbessern. In der Realität existiert PSA 4.0 aber bislang kaum. Liegt das vielleicht

an rechtlichen Problemen?

Autor: Rechtsanwalt Dr. Michael Neupert

Kümmerlein Rechts anwälte & Notare, Essen

Genannt wird dabei oft zuerst der

Datenschutz. Anders als analoge PSA

beruht digitale weit gehend auf dem

Gedanken, aktuelle Informationen über

den Träger der Ausrüstung zur Verfügung

zu stellen und bestenfalls in Echtzeit

auszuwerten.

Foto: privat

Datenschutzrecht

So genannte „Wearables“ ermöglichen

technisch eine schrittgenaue Überwachung

von Arbeitnehmern. Smarte Ausrüstung

kann eine Vielzahl von Informationen

einsammeln. Offensichtlich ist

dies, wo gesundheitlich relevante Messwerte,

etwa zum Pulsschlag oder zur

Atemfrequenz, erfasst werden. Aber auch

vermeintlich simple Erkenntnisse über

den aktuellen Aufenthaltsort von Mitarbeitern

sind datenschutzrechtlich grundsätzlich

relevant.

Dies muss nicht bedeuten, dass in

jedem Einzelfall oder von jedem Mitarbeiter

eine schriftliche Einwilligungserklärung

eingeholt werden muss. Denn das

Datenschutzrecht erlaubt die Datenverarbeitung

auch dann, wenn – vereinfacht

gesagt – so gewichtige berechtigte Interessen

betroffen sind, dass dadurch die

Erfassung und Verarbeitung personen -

bezogener Informationen gerechtfertigt

erscheint. Immerhin sind Arbeitgeber

gesetzlich verpflichtet, für den Arbeitsschutz

und die Sicherheit ihrer Mitarbeiter

Sorge zu tragen. Daraus kann sich

prinzipiell auch eine Rechtfertigung zum

Einsatz intelligenter PSA ergeben. Wie

weit diese reicht, muss schrittweise

beurteilt werden. Solange die Industrie

über Prototypen nicht nennenswert

hinauskommt, ist es für eine belastbare

juristische Analyse noch zu früh. Fest

steht aber: Das Datenschutzrecht wird

nicht prinzipiell jeden Einsatz intelligenter

PSA verhindern.

Ohnehin wird es eine rechtlich spannende

Aufgabe werden, die Trennlinie zu

bestimmen, ab der eine intelligente PSA

unter das Datenschutzrecht fällt. Wenn

eine intelligente PSA Daten beziehungsweise

Informationen zwar registriert, diese

Daten aber nicht weiterleitet, sondern

selbst unmittelbar verwendet, ohne dass

diese gespeichert werden, kann man mit

guten Gründen argumentieren, dass keine

Schutzziele des Datenschutzrechts betroffen

sind. Dies könnte möglicherweise für

Systeme gelten, die ihre eigene Position

innerhalb eines Produktions bereiches

32 Special PSA 2020


Fachbeitrag | Impressum

ermitteln und gegebenenfalls Unterbrechungssignale

an Maschinen in der Nähe

des Trägers senden, um Gefahrenquellen

auszuschalten. Das ist insbesondere mit

Blick auf sogenannte Cobots von Interesse.

Die Idee liegt insoweit darin, den Datenverarbeitungsvorgang

aus der PSA selbst

quasi auszulagern und das Gadget

dadurch datenschutzrechtlich zu entschärfen.

Ob sich eine solche Sichtweise

in der juristischen Welt durchsetzen wird,

ist Zukunftsmusik. Der Ansatz ist aber

trotz dieser Unsicherheit für Unternehmen

hilfreich, weil das Datenschutzrecht

nicht binär funktioniert, also eine Informationsverarbeitung

entweder vollständig

erlaubt oder vollständig verbietet. Es

beruht vielmehr in vielen Fällen auf einer

Abwägung zwischen der Schwere des Eingriffs

und dem damit erreichten Nutzen.

Je geringer also die datenschutzrechtliche

Relevanz, desto eher ist eine intelligente

PSA möglich. Voraussetzung ist dafür aber

mindestens, dass die gesammelten Informationen

nicht für weitergehende Analysen

genutzt werden. Spätestens ab diesem

Punkt wäre auch das Recht von Betriebsräten

zur Beteiligung an Entscheidungen

über technische Einrichtungen betroffen,

die zur Überwachung von Arbeitnehmern

bestimmt sind.

Produktsicherheit

Bei aller Bedeutung des Datenschutzrechts

dürfen andere rechtliche Rahmenbedingungen

nicht aus dem Blick geraten.

Vor allem aus regulatorischen Anforderungen

an PSA können sich rechtliche

Hürden ergeben, die Hersteller intelligenter

Geräte vor Herausforderungen stellen.

Allgemein gesagt müssen Maschinen und

Geräte aus produktsicherheitsrechtlicher

Sicht so gestaltet sein, dass von ihnen

keine vermeidbaren Gefahren für den

Benutzer ausgehen. Für PSA ist dies in der

PSA-Verordnung (EU) 2016/425 besonders

geregelt. Dies kann gerade bei automatisierten

Geräten ganz neue Probleme

aufwerfen.

Beispielsweise muss sichergestellt sein,

dass die intelligente PSA keine Fehlinformationen

übermittelt und dass der Benutzer

Störungen erkennen kann, damit er

sich nicht zu seinem Unglück auf das

Gerät verlässt. Denkbar wäre aber beispielsweise

auch ein Schutz vor Hackerangriffen

oder Fehlbewertungen durch

künstliche Intelligenzen. Letzteres ist vor

allem dort wichtig, wo Systeme automatisch

eingreifen sollen. Je eigenständiger

eine PSA agiert, desto mehr Szenarien

muss ihr Hersteller vorab durchdenken,

um Fehler zu vermeiden und rechtlich

nicht angreifbar zu sein.

Gefährdungsbeurteilung

Aber auch an Arbeitgeber stellt intelligente

PSA neue Anforderungen. Ihr Einsatz

muss seinerseits arbeitsschutzrechtlich

betrachtet werden. Dies bedeutet,

dass die intelligente PSA ihrerseits in

Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigt

werden muss. Das kann vor allem zwei

Aspekte betreffen: Zum einen geht es

um die Automatisierung von Sicherheitsaspekten,

also zum Beispiel das Aus -

schalten gefährlicher Maschinen bei

Annäherung oder – je nach Intelligenzgrad

des Systems – deren angepasstes

Steuern. Zum anderen kann intelligente

PSA selbst Gefährdungen schaffen, wie

etwa bei Exoskeletten diskutiert wird und

bei Cobots auf der Hand liegt. Sie kann

eigene Gefährdungspotenziale auch dadurch

schaffen, dass Benutzer sich auf ein

System verlassen, dessen Grenzen sie

nicht richtig abschätzen können. In Bezug

auf PSA dürften nicht all jene Risiken auftreten,

die mit der Digitalisierung im Hinblick

auf den Arbeitsschutz assoziiert werden,

etwa ein Verlust an Orientierung und

Handlungssicherheit durch eine gesteigerte

Informationsmenge. Dies bedeutet aber

nicht, dass eine Gefährdungsbeurteilung

sie nicht kritisch betrachten müsste. Dabei

wird man aber genau differenzieren müssen,

welche Gefahren wirklich durch die

intelligente PSA neu entstehen und nicht

deckungsgleich mit dem schon immer

bestehenden Risiko sind, dass Mitarbeiter

sich auf eine Schutzausrüstung verlassen

und deshalb leichtsinnig werden.

Fazit

Intelligente PSA wird nicht an Rechtsfragen

scheitern – das ist ohnehin selten

der Fall. Die lange Zeit zwischen Ankündigung

und Realisierung scheint ein

Kennzeichen der Digitalisierung zu sein,

aber diese steht damit nicht allein. Technische

Entwicklungen scheinen auf kurze

Sicht immer langsamer zu verlaufen als

erhofft. Das heißt aber nicht, dass sie

nicht geschehen, und das gibt Anlass,

immer wieder auch die rechtlichen Anforderungen

zu reflektieren, nach denen sie

sich richten müssen. PSA ist dabei keine

Ausnahme.

Impressum

Sonderausgabe zum „Tag der PSA2020

Verlag:

Dr. Curt Haefner-Verlag GmbH

Ernst-Mey-Straße 8

70771 Leinfelden-Echterdingen

Postanschrift:

Dr. Curt Haefner-Verlag GmbH

Vangerowstraße 14/1, 69115 Heidelberg, Germany

Phone +49 711 7594–0

Herausgeberin:

Katja Kohlhammer

Geschäftsführer: Peter Dilger

Verlagsleiter: Peter Dilger

Redaktion:

Weigand Naumann (V.i.S.d.P.),

E-Mail: weigand.naumann@konradin.de

Petra Jauch, E-Mail: petra.jauch@konradin.de

Michael Köhmstedt,

E-Mail: michael.koehmstedt@konradin.de

Verena Manek, E-Mail: verena.manek@konradin.de

Layout:

Bernd Michael Wilfing, Phone +49 711 7594–4602

Anzeigenverkauf:

Gerhard Binz, Mobile +49 711 7594–4608

E-Mail: gerhard.binz@konradin.de

Auftragsmanagement:

Martina Schäffler, Phone +49 711 7594–445

E-Mail: martina.schaeffler@konradin.de

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 37 vom 1.10.2019

Leserservice:

Marita Mlynek, Phone +49 711 7594–302,

Fax +49 711 7594–1302

E-Mail: marita.mlynek@konradin.de

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Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion

dar. Alle im Sicherheitsbeauftragter erscheinenden

Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.

Alle Rechte, auch Übersetzungen, vorbehalten.

Reproduktionen, gleich welcher Art, nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages.

Erfüllungsort und Gerichtstand ist Stuttgart.

Druck:

Konradin Druck GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Printed in Germany

© 2020 by Dr. Curt Haefner-Verlag GmbH,

Leinfelden-Echterdingen

Dr. Curt Haefner-Verlag GmbH ist ein Unternehmen

der Konradin Mediengruppe

ISSN 0300–3329

Eine Sonderbeilage von:

2020 Special PSA 33


Produkte

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Sicherheitsschuhe in der Industrie

Wie sie schützen und zugleich

unterstützen

Foto: © ELTEN GmbH

Wer bei seiner Arbeit in der Industrie

auf Sicherheitsschuhe angewiesen

ist, muss diese täglich mehrere Stunden

tragen. Sie sollen vor Verletzungen schützen,

aber gleichzeitig auch bequem sein.

Denn die Beschäftigten bewegen sich viel

auf den harten Böden der Industriehallen,

stehen lange oder arbeiten in der Hocke.

Diese Dauerbelastung beansprucht den

gesamten Bewegungsapparat. Mit modernen

Sohlentechnologien sorgen Hersteller

von Sicherheitsschuhen für eine optimale

Dämpfung, die die Füße entlastet

und den Tragekomfort erhöht. Dazu

gehören auch die Modelle „Arturo blackred

Mid ESD S3“ und „Impulse XXT Blue

Low S1“ von Elten.

Fußschutz gehört zur Persönlichen

Schutzausrüstung (PSA) und ist in

bestimmten Bereichen der Industrie vorgeschrieben.

Aus gutem Grund: Denn für

Beschäftigte besteht etwa bei der Arbeit in

Produktions- und Lagerhallen erhöhtes

Verletzungsrisiko. Schweres Werkzeug

kann auf den Fuß fallen, spitze und scharfe

Gegenstände wie Nägel oder Scherben

können in die Fußsohle eindringen.

Zudem sind 30 Prozent aller Unfälle sogenannte

SRS-Unfälle – Stolpern, Rutschen,

Stürzen. Glatte oder unebene Böden sind

oft die Ursache. In der Folge erleiden

Beschäftigte häufig Verletzungen an Knöchel,

Sprung- oder Kniegelenk, ein längerer

Ausfall droht.

Um derartige Unfallszenarien zu vermeiden,

ist das Tragen von Sicherheitsschuhen

der Schutzklasse S3 etwa in der

produzierenden Industrie, im Maschinenbau

oder Stahlbau Pflicht. Bei diesen

Modellen beugen Zehenschutzkappen und

durchtritthemmenden Zwischensohle Verletzungen

vor. Jedoch muss zuverlässiger

Fußschutz noch mehr können. Er muss

bequem sein sowie die Schritte gut abfedern

und dämpfen, um die Füße – und

darüber hinaus die Knie und den Rücken

– bei mehrstündigem Tragen zu entlasten.

Das Modell „Arturo black-red Mid ESD

S3“ von Elten beispielsweise ist mit einem

modernen Sohlenkonzept ausgestattet,

das den Fuß in seiner natürlichen Abrollbewegung

unterstützt. Zudem begünstigt

es das Zusammenwirken von Gelenken,

Muskeln und Knochen. Das entlastet nicht

nur den Bewegungsapparat. Es stärkt auf

Dauer auch die Stabilität der Gelenke und

vermindert dadurch das Verletzungsrisiko.

Zusätzliches Plus: Das Modell verfügt über

Die Sohlentechnologie des „Impulse XXT blue Low“ aus der „Wellmaxx“-Reihe

dämpft jeden Schritt und entlastet damit den Träger.

eine flexible Kunststoffmanschette, die

Ferse und Sprunggelenk umschließt. Dieser

Umknickschutz namens „Biomex Protec -

tion“ minimiert die Gefahr, sich beim Ausrutschen

oder Stolpern zu verletzen.

Tragekomfort durch optimale

Dämpfung

Wer in der Industrie auf den oftmals

harten Böden arbeitet, kennt das Problem:

Der Untergrund hat häufig keine

stoßabsorbierenden Eigenschaften. Das

erhöht die Dauerbelastung der Füße,

denen Beschäftigte an einem langen

Arbeitstag ohnehin ausgesetzt sind. Diese

kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken

und zu dauerhaften Beschwerden

führen. Um einen Beitrag zur Gesund -

erhaltung der Beschäftigten zu leisten,

entwickeln Hersteller von Sicherheitsschuhen

inzwischen Modelle mit Sohlenkonzepten

auf dem neuesten Stand der

Technik. Bewährt hat sich beispielsweise

die Serie „Wellmaxx“ von Elten, zu der

auch der S1-Halbschuh „Impulse XXT

blue Low“ gehört. Dieser verfügt über

eine Laufsohlenkonstruktion, deren Sohlenkern

aus dem Material Infinergy

besteht. Dabei handelt es sich um eine

Entwicklung von BASF aus expandiertem

thermoplastischem Polyurethan. Dieser

elastische Partikelschaum dämpft nicht

nur den Fußaufprall, sondern federt ihn

auch wieder zurück. Zwar wird die Energie

des Schuhträgers somit beim Auftreten

zunächst absorbiert, aber auch zu einem

Großteil wieder zurückgegeben. So müssen

Beschäftigte beim Laufen weniger Kraft

aufwenden, selbst bei mehrstündigem

Tragen der Sicherheitsschuhe ermüden die

Füße langsamer. Beim „Impulse XXT“

sorgt die Sohle „Wellmaxx Trainers“ mit

einer Profiltiefe von vier Millimetern für

stabilen Halt auch auf glatten und

unebenen Böden. Überdies werden Schnürsenkel

nicht mehr zur Stolperfalle. Sie

lassen sich dank des elastischen Schnür -

systems mit individueller Schnellarretierung

unter der Schuhlasche verstecken.

www.elten.com

34 Special PSA 2020


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