KölnerLeben Juni / Juli 2020

kaenguru

Gut informiert älter werden! √ Leben in Köln: Fitness im Park - Wo jeder frei trainieren kann √ Leben in Köln: Mehr Wohnkomfort - Umgestalten, um zu bleiben √ Gesund leben: Lärm in der Stadt - Dezibel unter Druck

Juni / Juli 2020

Die Oberbürgermeisterin

Kulturamt

KölnerLeben

Das Stadtmagazin

Mehr

Wohnkomfort

Umgestalten,

um zu bleiben

Lärm in

der Stadt

Dezibel

unter Druck

Foto: Thilo Schmülgen

FITNESS IM PARK

Wo jeder frei trainieren kann


HAUSTECHNIK

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„Insbesondere im Bereich der Sanierung von Bestandsbädern bedarf

es bei der Realisierung von barrierefreien und teilbarrierefreien

Badezimmern eines umfangreichen Erfahrungs- und Wissensschatzes.

Diesen liefern wir Ihnen in allen Phasen von der Erstberatung über

die Planung bis zu Umsetzung. Das Bereitstellen aller erforderlichen

Gewerke wie Sanitärinstallation, Elektroinstallation, Innenausbau

und Fliesenlegerarbeiten aus einer Hand ist der Schlüssel für eine

reibungslose und fehlerfreie Umsetzung Ihres Vorhabens“

(Oliver Bode, Geschäftsführer)

Ihr Partner für Haustechnik seit 1959

Wir beraten Sie gern

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Inhalt

6

Leben in Köln

4 Meldungen

6 Fitness im Park – Wo

jeder frei trainieren kann

12 Wenn Kraklinge

rheinmachen

Müllsammeln aus Passion

14 Meldungen

16 Kleiner Urlaub

zu großen Pötten

Per Schiff durch die

Kölner Häfen

26 Was tun bei

Hitzerekorden?

Ein Beitrag aus der Kölner

Seniorenvertretung

44 Doch Ahnung von

Tuten und Blasen

So kann man Kindern

Klassik näherbringen

47 Schon gewusst,

was die blecherne Hose war?

50 Kölner Köpfe

Dr. Theo Pagel

Foto: Ben Horn

Ratgeber

Fitness im Park –

Wo jeder frei

trainieren kann

Spontan und mit Spaß

18 Mehr Wohnkomfort –

Umgestalten, um zu bleiben

48 Kein Freund und Helfer

Vorsicht: So werden Sie

am Telefon betrogen

Gesund leben

22 Lärm in der Stadt –

Dezibel unter Druck

Vergnügliches

27 Kölsch: Jot jemeint

28 Rätsel

Mehr Wohnkomfort

– Umgestalten,

um zu bleiben

Wenn die Badewanne

zum Hindernis wird

18

Raus aus Köln

30 Nicht nur Rosenrot

Ein kleines Paradies

in Hadamar

Service

4 Impressum

36 Termine Juni/Juli 2020

40 Kleinanzeigen

51 Wichtige Telefonnummern

Lärm in der Stadt –

Dezibel unter Druck

Mit Aktionsplänen

den Krach stillen 22

Foto: Kara / stock.adobe.com Foto: Thilo Schmülgen

Aktuelle Artikel, Verlosungen und viele tolle Termine auf:

www.koelnerleben.koeln


4

Leben in Köln

Impressum

Herausgeber::

Die Oberbürgermeisterin

Dezernat Soziales, Umwelt, Gesundheit

und Wohnen

www.stadt-koeln.de

Redaktion:

Lydia Schneider-Benjamin (lschb, verantwortlich),

Martina Dammrat (dt),

Wolfgang Guth (wg),

Laura Christ (Auszubildende),

Ira Köhler (ik)

Unter Goldschmied 6, 50667 Köln

Tel. 0221 / 221-2 86 94, Fax 221-2 70 19

koelnerleben@stadt-koeln.de

www.koelnerleben.koeln

Veranstaltungstermine an:

terminekoelnerleben@stadt-koeln.de

Beirat:

Mitglieder der Seniorenvertretung

Uta Grimbach-Schmalfuß, Dr. Anne Klug,

Katharina Reiff, Dr. Martin Theisohn

Freie Mitarbeiter/-innen dieser Ausgabe:

Tim Farin (tf), Philipp Haaser (phh), David

Korsten (dk), Kirsten Nagel (Lektorat),

Susanne Neumann (sn), Anja Sauerland

(Grafik), Susanne Schramm (sus)

www.koelnerleben.koeln

Verlag:

Känguru Colonia Verlag GmbH

Hansemannstr. 17–21, 50823 Köln,

Tel. 0221 / 99 88 21-0

Mediaberatung/Anzeigenverkauf:

Susanne Geiger-Krautmacher (Leitung)

Tel. 0221 / 99 88 21-11

geiger@kaenguru-online.de

Druckauflage:

32.000 Exemplare /

6 x jährlich

Druck:

Weiss-Druck Monschau

Gedruckt auf umweltfreundlichem

Papier

Aboservice:

Tel. 0221 / 99 88 21-0

abo@kaenguru-online.de

Jahresabo 15 Euro

Die Oberbürgermeisterin

Kulturamt

Namentlich gekennzeichnete Veröffentlichungen

stellen nicht unbedingt die

Meinung des Herausgebers dar. Nachdruck

nur mit Genehmigung der Redaktion.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird

auf die gleichzeitige Verwendung männlicher

und weiblicher Sprachformen verzichtet.

Sämtliche Personenbezeichnungen sind

für alle Geschlechter gemeint.

Schnelle Hilfe in der Krise

In der Corona-Krisenzeit bilden Nachbarschaftshilfen, Initiativen,

Einrichtungen und Organisationen ein dicht geknüpftes Netz

für alle, die Hilfen bei Einkäufen, Boten- und Behördengängen

oder auch für das Gassigehen mit dem Hund benötigen. Die

Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz, eine Einrichtung des Caritasverbandes

in Kooperation mit dem Diakonischen Werk, bietet über

die Telefonnummer 0221 / 56 95 78 16 auch ein „offenes Ohr“

für diejenigen an, die Gesprächsbedarf haben. KölnerLeben hat

auf seiner Internetseite viele weitere seriöse Adressen von Hilfsdiensten

zusammengestellt. Immer aber gilt: Hygiene- und Abstandsregeln

einhalten, direkten körperlichen Kontakt vermeiden.

www.koelnerleben.koeln

Gemeinsames Vorgehen

Zum ersten Mal in ihrer 800-jährigen Geschichte haben die Stadt

Köln und die Hohe Domkirche, also der Kölner Dom, ein gemeinsames

Projektvorhaben vereinbart. Oberbürgermeisterin

Henriette Reker und Dompropst Gerd Bachner besiegelten im

April den Gründungsvertrag einer neuen Gesellschaft bürgerlichen

Rechts zur Entwicklung der „Historischen Mitte“. Sie übernimmt

die Bauherrschaft für einen Neubaukomplex an der Südseite des

Roncalliplatzes, der künftig Heimat des Kölnischen Stadtmuseums,

der Verwaltung des Römisch-Germanischen Museums und des

Kölnischen Stadtmuseums sowie des Kurienhauses der Hohen

Domkirche werden soll.

Gut informiert

älter werden

Die Sonderausgabe „Gut informiert

älter werden“ von KölnerLeben ist

wieder erhältlich, und zwar aktua -

lisiert und um Adressen ergänzt.

Die Broschüre enthält, nach Stadt -

bezirken geordnet, alle Kontakt -

daten zur Seniorenberatung, zu

den Senioren-Netzwerken, Bürger

zen t ren, Präventiven Hausbesuchen

und der Sozialverwaltung.

Ein Informa tionsteil zu

wichtigen The menbereichen

wie Wohnen, Pflege, Heim

und Finan zen sowie Engagement

und Frei zeit ergänzt das 72-seitige

Heft. Der „Weg weiser“ ist in den Bezirksrathäusern oder bei

den Wohlfahrtsverbänden kostenlos erhältlich. Er kann auch per

E-Mail: koelnerleben@stadt-koeln.de mit dem Betreff „Wegweiser“

oder unter 0221 / 221-2 75 08 angefordert werden.

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KölnerLeben Podcast für Senioren

Leben in Köln 5

KölnerLeben ist seit März mit einer eigenen Podcast-

Serie am Start. In Abständen von zwei Wochen werden

Hörbeiträge online gestellt, in denen Kölner

Se niorinnen und Senioren sowie Fachleute zu Wort

kommen. Jeden Donnerstag einer geraden Kalenderwoche

wird ein neuer Beitrag auf der KölnerLeben-

Webseite oder über den kostenlosen Dienst Spotify

abrufbar sein. Hören Sie doch einmal in die ersten

Folgen hinein. Es ging um die Themen: Einkaufshilfen

für Senioren in Corona-Zeiten, wie man an Bargeld

kommt, ohne das Haus zu verlassen, um Isolation und

um Telefonbetrug, wenn der falsche Polizist anruft.

Damit Sie sich mit Wortbeiträgen beteiligen können,

hat KölnerLeben für Sie eine regelmäßige Telefonhotline

geschaltet. Themen

und Zeiten werden

immer im Heft bekannt

gegeben. Am Telefon erwartet

Sie KölnerLeben-

Autor David Korsten.

Er freut sich, mit Ihnen

über Ihre Erfahrungen

und Meinungen zu sprechen.

Die Telefonate

werden aufgezeichnet, geschnitten und auf Wunsch

auch anonym wiedergegeben. In der jeweils darauffolgenden

Woche ist der Podcast dann abrufbar auf

www.koelnerleben.koeln

Die Hotline

0221 / 96 88 12 20

(Ortstarif) ist für Sie

an Montagen

von 17 bis 19 Uhr

zu folgenden Themen

geschaltet:

1. Juni Lärm in der Stadt – Macht Lärm Sie krank?

15. Juni Grundsicherung im Alter – Haben Sie schon einmal Grund -

sicherung beantragt? Wie ist Ihre Erfahrung damit?

29. Juni Barrierefrei umbauen – Wie haben Sie Ihre Wohnung

fit fürs Alter gemacht?

13. Juli Pflegeheime in Köln – Platz gesucht und gefunden?

27. Juli Wie machen Sie jetzt Urlaub?

© Peter Gaymann, www.demensch.gaymann.de

„Tritra trullala, tritra trullala ...“ – „Wir kommen nicht raus. Aber so einer kommt hier rein.“

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6

Leben in Köln

Fitness

im Park

Beim Spazierengehen ein

paar Klimmzüge tun? Die

Bewegungsstationen in

Kölner Parks bieten mehr

als das – und stehen allen

jederzeit offen.

Die beiden Sportstudenten haben den öffentlichen

Fitnessparcours an der Groov geräumt. Sie stehen

nach ihrem Training am Rand des mit gehäckseltem

Holz bedeckten Bereichs, trinken und beobachten,

wie eine Gruppe die Trainingsgeräte in Beschlag

nimmt. Rumpfbeuge, Balance-Akte, Hangeln an

der Reckstange. Nach vierzig Minuten Gymnastik

auf dem Platz nebenan ist für die deutlich älteren

Sportler nun das Krafttraining an der Reihe, Übungen

für Koordination und Beweglichkeit eingeschlossen.

Alter schützt vor Fitness nicht – im Gegenteil. Ihr

morgendliches Sportprogramm mit viel frischer Luft

hat es in sich.

Zwölf Bewegungsstationen unter freiem Himmel gibt

es bereits in Köln, darunter auch der Parcours in

Porz, für den sich die Ehrenamtlichen der Groov-

Paten lange eingesetzt haben. Die Abfallwirtschaftsbetriebe

Köln (AWB) übernehmen die Pflege, Mitarbeiter

des Grünflächenamtes Kontrolle und Wartung

der Geräte. Dazwischen haben die Groov-Paten ein

KölnerLeben Heft 3 | 20


An den Geräten kann man

verschiedene Übungen ausführen,

die auf Tafeln erklärt

werden. Hier etwa wird die

Oberschenkel- und Hüftmuskulatur

effektiv gedehnt.

Foto: Thilo Schmülgen

Auge auf die Anlage. Wer hier vorbeischaut, kann

allerlei ausprobieren: einen Schwebebalken, der mit

massiven Haltestangen aus Edelstahl ein sicheres

Gefühl vermittelt, ebenso die Balancierbretter an

eisernen Ketten, Gerüste mit Sprossen und niedrige

Geräte für Übungen in Sitzhöhe. Welch vielfältige

Möglichkeiten die Fitnessgeräte eröffnen, zeigt das

Porzer Grüppchen, das sich seit dem Frühling 2017

regelmäßig trifft und sich sogar von Minusgraden

nicht abschrecken lässt.

KölnerLeben Heft 3 | 20

Zwanzig Teilnehmer gehören zum Kurs von Irmgard

Otto, einem Angebot des SeniorenNetzwerks Porz-

Zündorf. Einige der Sportler sind über achtzig, aber

auch eine 41-Jährige ist dabei, die den herzlichen

Umgang in der Runde, die frische Luft und die sportliche

Betätigung schätzt. Die Teilnehmer profitieren

von Ottos Erfahrung als Dozentin an der Deutschen

Sporthochschule Köln. Sie führt die Gruppe von einer

Station zur nächsten, gibt Tipps, erläutert die

Geräte, korrigiert manchmal die Körperhaltung und


Fotos: Thilo Schmülgen

Eine andere Übung am gleichen Gerät zur Kräftigung

der Bauchmuskulatur, auch Fuß- und Beinmuskulatur

werden trainiert.

Beim „wackeligen“ Einbeinstand sind vor allem

Konzentration und Gleichgewichtssinn gefordert.

Das beugt Stürzen vor.

spornt an. Eine Frau hat sich auf eine niedrige Stange

gesetzt, streckt die Beine unter die Stange ihr

gegenüber und lässt den Oberkörper langsam nach

hinten sinken. Unterdessen balanciert ein Mann in

Sportkleidung auf einem Bein, während die an Ketten

hängende Platte unter ihm zittert. „Dafür braucht

man viel Konzentration“, sagt Otto.

Wenig Risiko, hoher Nutzen

Während die jungen Sportstudenten ihre Ziele vielleicht

in Minuten oder Metern messen, geht es dieser

Gruppe um etwas anderes. Ihre Ziele sind nicht weniger

konkret und mindestens ebenso motivierend.

Muskeln trainieren, Herz und Kreislauf fordern, die

Motorik schulen – das ist nötig, unter anderem weil

der Körper sonst konstant Muskelmasse abbaut, und

das bereits ab dem 30. Lebensjahr. Die wissenschaftlichen

Erkenntnisse dazu sind eindeutig, sagt Antje

Baron. Sie ist Geschäftsführerin des Deutschen Instituts

für angewandte Sportgerontologie. Sport im

hohen Alter sei kein Risiko, sondern Notwendigkeit.

Gezieltes Training, mindestens zwei Mal in der Woche,

helfe enorm bei der Bewältigung des Alltags.

Dank der Fitnessgeräte in den öffentlichen Grünanlagen

muss dafür niemand Mitglied in einem Fitnessstudio

oder einem Sportverein werden. Viele

Kölnerinnen und Kölner kommen einfach so her, um

etwas für Körper und Geist zu tun. So wie Thomas

Klein, 63, der vom „Kampf gegen die Bequemlichkeit“

spricht, den er immer freitags gewonnen hat,

wenn er die Geräte an der Groov nutzt. Für ihn sind

sie eine Alternative zum Radfahren und Wandern

und eine sinnvolle Ergänzung mit Bewegungsabläufen,

die er sonst nicht trainieren würde. Ihm gehe es

darum, seine Beweglichkeit zu erhalten. Nebenbei

erfahre er, was es im Veedel so an Neuigkeiten gebe.

„Das kennen viele ältere Menschen: jeder Gang, jedes

Aufstehen wird ohne Training allmählich mühsam“,

sagt Expertin Baron. Aber auch andere Selbstverständlichkeiten,

wie das Besteck zu halten, eine Fla -

sche oder Türen zu öffnen, Oberschränke zu erreichen

oder Brot zu schneiden, fielen mit zunehmendem

Alter fast zwangsläufig schwerer. Ohne Training fehle

irgendwann nicht nur die Kraft. Auch Reaktionsfähigkeit

und Gleichgewichtssinn ließen nach, wenn sie

nicht trainiert würden. Und das Gefühl dafür, wie

viel Kraft der Körper für bestimmte Reaktionen

brauche, müsse durch Sport aktiv erhalten werden.

Baron erläutert, dass regelmäßiges körperli ches Trai -

ning, mit Hanteln, Gewichtsmanschetten und anderen

Hilfsmitteln, nicht zuletzt den Stoffwechsel im

Gehirn positiv beeinflusst und so die kognitive Leistungsfähigkeit

steigert. Dahinter steht auch das Ziel,

die Selbstständigkeit länger zu erhalten.

Spaß an der frischen Luft

Das weiß die Runde, die Irmgard Otto betreut, bereits

aus eigener Erfahrung. Jenny Nicklis ist 87. Sie

legt viel Wert auf die Bewegung an der frischen Luft.

„Danach geht es mir gleich viel besser“, sagt sie. Anschließend

trinkt sie oft noch eine Tasse Kaffee mit

ihrer Freundin Eva Breuer, die nach ihr über den

Schwebebalken balanciert. Die 83-jährige Breuer

findet, solche Fitness- und Bewegungsmöglichkeiten

sollte es in jedem Veedel geben. „Es kostet ja nichts,

hier zu trainieren. Man muss nicht in einen Verein

KölnerLeben Heft 3 | 20


Leben in Köln 9

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An der Reckstange in handlicher Höhe kann man

sowohl die Brustmuskulatur dehnen als auch die

Haltekraft von Hand- und Armmuskeln fördern.

eintreten. Und für viele ist das ein Faktor“, sagt sie.

Eine so gut organisierte Gruppe wie diese hier ist

eher die Ausnahme. Denn die Geräte stehen jedermann

zur Verfügung. Und sie stehen an Stellen,

die mit Bedacht ausgewählt wurden: dort, wo die

Kölner ohnehin spazieren gehen. Ein kleines Trainingsprogramm

lässt sich also gut mit einer Runde

durch den Grüngürtel oder einem Ausflug an das

Rheinufer kombinieren. Bequeme Kleidung ist von

Vorteil, aber nicht zwingend nötig. Und auf professionelle

Anleitung muss niemand verzichten, der

sich ohne Trainer an die Geräte begibt.

Wie eine Trainingseinheit und die einzelnen

Übungen darin aussehen können, erläutern Hinweistafeln.

Aufwärmen, Koordinationsübungen,

Kraft-, dann Ausdauertraining und das Dehnen der

Muskeln zum Abschluss – so lauten die allgemeinen

Empfehlungen. An jedem Gerät sind außerdem

bis zu drei verschiedene Übungen beschrieben. Ein

Farbcode zeigt ihre Schwierigkeitsstufe an.

Selbsteinschätzung ist gefragt

Und wie schützt man sich vor Übermut? Tafel-Tipp:

Das Training soll schmerzfrei sein. „Jeder macht

es so gut, wie er es kann“, sagt Otto. Vorpreschen

oder beweisen muss sich in ihrer Gruppe

keiner. Von Anfang an trainierten an der Groov

auch Männer mit. Otto findet das bemerkenswert.

Sie weiß von anderen Kursen, die als Seniorensport

in Turnhallen angeboten werden, dass das

nicht selbstverständlich ist. „Vielleicht kommen die

Männer lieber, weil wir draußen Sport machen“,

vermutet sie. Manch einer oder auch manch eine sei

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KölnerLeben Heft 3 | 20

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10

Leben in Köln

Fotos: Thilo Schmülgen

Wer so von Kopf bis Fuß in einer Linie 20 Sekunden

durchhält, tut etwas für die seitliche Rumpfmuskulatur.

vielleicht am Anfang etwas übereifrig. Das lege sich

aber schnell, sagt Otto. Nach kurzer Zeit konnten

eigentlich alle ihre Neuzugänge die eigenen Fähigkeiten

gut einschätzen. „Die hören auf, wenn sie nicht

mehr können“, sagt Otto auf die Frage, ob sie keine

Angst habe, dass sich jemand übernimmt. Bislang ist

noch niemand aus der Gruppe ausgeschieden. Auch

ein Teilnehmer mit fortschreitender Demenz kommt

regelmäßig. Er wohnt nicht weit von der Groov und

kommt alleine zum Fitnessparcours. Noch stelle der

Weg kein Problem für ihn dar. Er fühle sich wohl,

die Sportkameraden seien ihm vertraut, sagt Irmgard

Otto. Das gilt wohl für alle Teilnehmer. „Man kriegt

die Geschichte der anderen mit“, sagt Nina Hieronymus-Habel.

Sie ist 41 Jahre alt und macht mit, seit

sie eines Tages auf ihrer Hunderunde an der Gruppe

vorbeikam. Kein Leistungsdruck, frische Luft und

Gemeinschaft: Hieronymus-Habel würde die Gruppe

des SeniorenNetzwerks jedem Angebot in einem

Beim Balancieren auf festem (links) und beweglichem (rechts) Untergrund

kann man sich an der seitlichen Stange festhalten.

KölnerLeben Heft 3 | 20


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Fitnessstudio vorziehen. Die meisten seien im

Ruhestand, was großen Einfluss auf die Stimmung

habe: „Die sind entspannter beim Sport“, sagt sie.

Sie schaut Jenny Nicklis zu und formuliert ein Ziel:

„In dem Alter möchte ich auch noch so fit sein.“

Wer noch Lust hat, schnappt sich am Ende einen

Ball und zielt auf die Basketballkörbe auf dem

Platz nebenan. Die erzielten Treffer zeigen, dass

sich das Training gelohnt hat. Nicht nur Otto ist

sehr zufrieden mit ihren Schützlingen. Auch die

beiden immer noch zuschauenden Sportstudenten

spenden bei jedem erfolgreichen Versuch anerkennenden

Beifall.

phh

INFORMATIONEN

2015 wurde mit finanzieller Unterstützung

der Kölner Grünstiftung und einer Brauerei

im Inneren Grüngürtel zwischen Vogelsanger

und Venloer Straße der erste Bewegungsparcours

eröffnet. Im April erfolgte

der Baubeginn des zweiten größeren Parcours

im Lohsepark entlang der Inneren

Kanalstraße in Nippes. Die Eröffnung ist für

Juni geplant.

Elf kleinere Bewegungsstationen über die

Stadt verteilt vervollständigen das Angebot.

Sie sind mit weniger Geräten ausgestattet

und an beliebten Joggingstrecken platziert.

Die Standorte im Einzelnen:

- Lindenthal, Adenauer Weiher

- Sülz, Beethovenpark

- Sülz, Decksteiner Weiher, Südende

- Neuehrenfeld, Takufeld

- Bilderstöckchen, Blücherpark

- Longerich,

Neusser Landstraße / Ecke Militärring

- Zündorf, Groov, nördlich des Kombibads

- Ostheim, Höviland, Vingster Ring,

Vingster Bad

- Höhenberg, Merheimer Heide

- Merheim, Ökumeneweg

- Mülheim, Schlackenbergwerft

Alle Einrichtungen sind mittlerweile wieder

jederzeit frei zugänglich, Kosten für die

Nutzung entstehen keine.

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12

Leben in Köln

Wenn Kraklinge

rheinmachen

Mit Abfallsäcken und Greifzangen rücken die „Kraklinge“ gegen die

Hinterlassenschaften gedankenloser Mitmenschen an. Begonnen

hat alles vor vier Jahren mit einem Aufruf von Christian Stock.

Mit einem knallig orangefarbenen

Müllsack in der einen und einer

Greif zange in der anderen Hand

schreitet Christian Stock langsam

das Ufer des Rheins im Kölner

Rheinpark ab. Hier sammelt er eine

geleerte Plastikflasche auf, dort

die Folienverpackung eines Schokoriegels.

Sogar die eine oder andere

achtlos weggeworfene Zigarettenkippe

zwischen den Steinen

pickt er mit seinem Werkzeug auf

und steckt sie in den Abfallsack.

So ein 120-Liter-Müllsack wiege

je nach Inhalt durchschnittlich 25

Kilo gramm, wenn er voll ist, schätzt

er. Der Schauspieler lebt in Köln

und hat vor vier Jahren die „Kölner

Rhein-Aufräum-Kommando-

Einheit“, kurz „K.R.A.K.E.“, ins

Leben gerufen. Im digitalen Netzwerk

Facebook gründete er eine

gleichnamige Gruppe, in der sich

Freiwillige zu gemeinsamen Müllsammelaktionen

verabreden – vor

allem am Rheinufer, aber auch an

Seen, in Parks und Wäldchen.

Mittlerweile hat die Gruppe mehr

als 4.000 Mitglieder. „Kraklinge“

nennen sie sich.

Bis zu hundert volle Säcke

„Diese Gruppe entstand, weil uns

die Vermüllung des Rhein ufers und

als Folge auch der Meere chronisch

auf den Zeiger ging“, stellt

sich die K.R.A.K.E. auf Facebook

vor. „Anstatt rumzujammern oder

Schuldige zu finden, packen wir

lieber selber an und bewaffnen

uns mit Handschuhen und Müllsäcken.

Macht mit mehreren Leuten

sogar Spaß!“ Zwischen zwölf

und fünfzig Menschen jeden Alters

machen bei diesen Aktionen mit,

die in unregelmäßigen Abständen

an verschiedenen Orten in Köln

stattfinden. In einer zweieinhalbstündigen

Müllsammelaktion trage

eine Person je nach Einsatzort

zwischen vier und zehn Säcke zusammen,

erzählt „Krakenpapa“

Christian Stock. „Siebzig bis hundert

volle Säcke insgesamt am Ende

sind keine Seltenheit.“ Mancher

Müll kommt von rheinaufwärts.

An bestimmten Stellen am Rhein

sammele er sich durch den Strömungsverlauf

und Hochwasser,

zum Beispiel im Süden Kölns in

der Westhovener Aue oder zwischen

Stammheim und Flittard im

Norden. Und dann gebe es natürlich

jene Orte am Rhein und

auf anderen Grünflächen, an denen

Umweltsünder viel Müll hinterlassen,

besonders an sonnigen

Wochenenden.

Nach Angabe des Naturschutzbundes

Deutschland (NABU)

schwemmt der Rhein jedes Jahr

geschätzte 380 Tonnen Kunststoff

in die Nordsee. Eine große Gefahr

für Wale und Delfine, Meeresschildkröten,

Seevögel und Fische,

die bis zum Tod der Tiere führen

kann. „Jedes Stück Müll, das ich

aufsammle, kann nicht im Meer

schwimmen“, bringt Christian

Stock seine Motivation auf den

Punkt. Dieser Gedanke mache

bei den Sammelaktionen ein gutes

Gefühl. Und: „Mittlerweile fehlt

mir schon richtig was, wenn ich eine

Woche keinen Müll gesammelt

habe.“ Da störe es auch nicht, dass

Kraklinge von Passanten schon

mal eine dumme Bemerkung kassierten,

weil sie anderen ihren

Müll hinterherräumten. Der weit-

KölnerLeben Heft 3 | 20


Foto: Susanne Neumann

„Krakenpapa“ Christian Stock (links) und Katja Tillmann im Einsatz am Rhein. Sie sagt: „Mit der Zeit wird es

unmöglich, den ganzen Müll nicht zu sehen, wenn man unterwegs ist.“

aus größere Teil der Reaktionen

auf die Abfallsammelaktionen sei

positiv. Im letzten Jahr nahm Christian

Stock für die K.R.A.K.E. sogar

den Ehrenamtspreis der Stadt

Köln, „KölnEngagiert 2019“, entgegen.

Immer dabei: die Greifzange

Sein Schauspielkollege Peter

Brachschoss ist Krakling der ersten

Stunde. Er schätze an den

Sammelaktionen die Gelegenheit,

KölnerLeben Heft 3 | 20

Foto: Christian Stock, K.R.A.K.E.

Gleichgesinnte zu treffen, sich mit

ihnen auszutauschen und gemeinsam

Sinnvolles zu tun, erzählt er.

„Hinterher ist man stolz, was man

gemeinsam geschafft hat. Und dann

trinkt man vielleicht auch noch ein

Kölsch zusammen.“ Auch der ungezwungene

Ablauf einer Aktion

kommt dem 63-jährigen Kölner

entgegen: „Es gibt keinen festen

Turnus und kein Muss, man macht

einfach mit, wenn man Zeit hat.“

Verabredet wird vorab nur Ort,

Treffpunkt und von wann bis wann

gesammelt wird. „Ob ich dann

mal später dazustoße oder früher

wieder gehe, ist egal“, beschreibt

Peter Brachschoss das zwanglose

Prozedere. „Und jeder sammelt

nach seinen Möglichkeiten, das ist

kein Wettbewerb!“

Für seine Einsätze hat sich Peter

Brachschoss eine robuste eigene

Greifzange zugelegt. Aber Christian

Stock hat auch immer einen

Satz Greifzangen dabei. Die Abfallwirtschaftsbetriebe

Köln (AWB)

spendieren die Handschuhe und

die Abfallsäcke, die sie nach der

Aktion an vereinbarten Sammelpunkten

abholen. Sperrgut wird

separat bereitgestellt und kommt

in die Verwertung. Und Pfandflaschen

stellen die Kraklinge neben

die öffentlichen Mülleimer, um sie

den Sammlern zu überlassen. sn

INFORMATIONEN

K.R.A.K.E. –

Kölner Rhein-Aufräum-

Kommando-Einheit

Ansprechpartner:

Christian Stock

E-Mail: krake@krake.koeln

Über die Website der

K.R.A.K.E. ist ein Newsletter

zu beziehen, der als E-Mail

über Neuigkeiten und

Termine der K.R.A.K.E.

informiert. Einfach eintragen,

passenden Termin erfahren

und hingehen!

www.krake.koeln


14

Leben in Köln

Anzeigen

Vom Alltag

zur Beständigkeit

Das Kölnische Stadtmuseum möchte die Ausnahmesituation

während der Corona-Krise für zukünftige

Generationen dokumentieren – und festhalten, was

die Krise für die Menschen heute bedeutet. Daher

bittet es alle Kölner, dass sie ihm Fotografien der

Umstände und Dinge, denen im neuen Corona-

Alltag eine besondere Bedeutung zukommt, zusenden.

Ein kurzer erläuternder Text dazu ist ebenfalls

erwünscht. Das Stadtmuseum wird als Gedächtnis

der Stadt diese Fotos und Geschichten sammeln und

ausgewählte Objekte später in die Sammlung aufnehmen.

Das Museum bittet um Übersendung per

E-Mail an ksm@museenkoeln.de.

Heidewitzka

1936 schrieb Karl Berbuer mit seinem Karnevalslied

dem „Müllemer Böötche“ eine tönende Hymne,

51 Jahre später schuf Bildhauer Bonifatius Stirnberg

in der Südstadt den Brunnen, der mit drehbaren

Figuren und sprudelndem Nass dem Böötchen ein

stählernes Denkmal setzte. Nun will der Kölner

Filmemacher Bruno Neurath-Wilson dem beliebten

Ausflugsschiff der Kölner mit bewegten Bildern die

Ehre erweisen. Dazu sucht er Zeitzeugen, die von den

50er bis in die 70er Jahre Ausflüge mit dem „Müllemer

Böötchen“ unternommen haben und bereit sind,

für einen Film darüber zu erzählen. Schön wäre,

wenn auch noch Erinnerungsfotos „von damals“ vorhanden

sind. Unterstützer können Neurath-Wilson

telefonisch unter 0171 / 21 16 60 erreichen.

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KölnerLeben im Abo!

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KölnerLeben Heft 3 | 20


Leben in Köln 15

August-Sander-Preis

Erneut vergibt die Photographische Sammlung der

Sparkassen Stiftung Kultur den nach dem großen

Kölner Fotografen August Sander benannten Preis.

Die international besetzte Jury hat die junge österreichische

Künstlerin Rebecca Unz zur Gewinnerin

gekürt. Ihre Porträtserie „Sensibelchen“ fasst Freundinnen

und Freunde aus dem Umfeld von Hip-Hop

und Rap mit ihren verschiedenen Befindlichkeiten ins

Bild. Dabei liegt die Konzentration auf dem einzelnen

Menschen, seinem Blick und dem jeweiligen Gesichtsausdruck.

Der Termin der Preisverleihung stand

zum Redaktionsschluss noch nicht fest.

Gemeinsam mehr

erleben

Auch in einer Großstadt wie Köln kann trotz vieler

Menschen und Angebote das Gefühl aufkommen,

sich allein zu fühlen. Das von den Vereinen „Junge

Stadt Köln“ und „Menschen treffen Menschen“

initi ier te Projekt Freizeit-Tandems setzt ein Zeichen

da gegen. Es ermöglicht Begegnungen zwischen Menschen

mit gleichen Interessen. An jedem 4. Dienstag

im Monat findet im inSide Café, Am Rinkenpfuhl 46,

von 18 bis 20 Uhr ein Projekttreffen statt. Hier lernen

sich die Teilnehmenden kennen, erläutern ihre

Inte ressen und verabreden sich zu gemeinsamen

Unter nehmungen. Die nächsten Termine sind für

den 28. Juli und 25. August geplant.

Informationen unter 0157 / 33 13 50 61

und auf www.freizeit-tandems.de

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Sommerkonzert 2020

Mittwoch, 29. Juli 2020, ab 20 Uhr online

,Streicheleinheiten für die Seele’ – in diesem

Jahr findet auch unser Sommerkonzert mit

dem Berliner Duo Berge im Netz statt. Schön

wird es dennoch – wenngleich auf andere Art...

Alle Infos und die Links zu den

Übertragungen finden Sie unter

www.puetz-roth.de/termine

Selbstständig und sicher

Der Johanniter-Hausnotruf.

Wahlhelfer gesucht

Am Sonntag, 13. September finden die Kommunalwahlen

statt. Gewählt werden die Mitglieder des

Rates und der neun Bezirksvertretungen sowie die

Oberbürgermeisterin oder der Oberbürgermeister

und der Integrationsrat. Zur Bewältigung dieser

demokratischen Mammutaufgabe sucht das Wahlamt

der Stadt 8.600 ehrenamtliche Wahlhelfer. Der

freiwillige Einsatz für die Demokratie wird mit einem

Erfrischungsgeld zwischen 40 und 70 Euro belohnt.

Als Wahlhelfer können Deutsche und Staatsangehörige

der übrigen Mitglieder der Europäischen Union

mitwirken, wenn sie mindestens 16 Jahre alt sind.

Informationen unter https://wahlhelfer.koeln oder

telefonisch bei der Wahl-Hotline 0221 / 221-3 43 33.

KölnerLeben Heft 3 | 20

0221 89009-254

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Regionalverband Köln/

Rhein-Erft-Kreis/Leverkusen

Frankfurter Str. 666

51107 Köln

hausnotruf.koeln@johanniter.de

www.johanniter.de/koeln

Hinweis zum

Corona-Virus

Auslieferung und

Installation ab sofort

auch kontaktlos

möglich!


16

Leben in Köln

Wasser, Wind

und Wellen – und

das gleich vor der

Haustür. Auf der

„Großen Kölner

Hafentour“ kommt

zur Entspannung

noch viel Wissenswertes

dazu.

Kleiner Urlaub zu großen

Freitag, kurz vor 14 Uhr, am Anleger

10. Vor dem Kartenhäuschen

hat sich eine lange Schlange gebildet.

Während man wartet, hat

man Muße, das gegenüberliegende

Ufer zu betrachten, mit seinem

Panorama aus Messeturm und

Messehallen, Staatenhaus, Tanzbrunnen

und Cologne Beach Club.

Ein Hund bellt aufgeregt, zerrt an

der Leine. Fast so, als wüsste er,

dass auch er mit an Bord darf. Die

„MS RheinCargo“ mit ihren 250

Plätzen ist abfahrbereit, sie gehört,

ebenso wie die kleineren „MS

Rheinperle“ und „MS Rheinland“,

zur Flotte der Personenschifffahrt

M. Schmitz GmbH & Co KG.

Für die Hafentour kooperiert der

in dritter Generation geführte

Familienbetrieb mit der „Häfen

und Güterverkehr Köln AG“

(HGK). Sie öffnet ihre Häfen für

den Ausflug zwischen romantischen

Industriekulissen und hochmoderner

Containerverladung.

Kuchen auf dem Freideck

Die Plätze unten im Salon finden

bei dem hellen Sonnenschein keine

Liebhaber. Alle wollen nach

oben, aufs Freideck. Noch ehe es

„Leinen los“ heißt, sind die Ersten

mit Kaffee und Kuchen versorgt.

Die nächsten drei Stunden sind so

etwas wie Urlaub. Mitten am Tag,

mitten in der Stadt. Wobei man

sogar als Kölner noch etwas lernen

kann. Weil es um Orte geht,

die sonst eher ein Schattendasein

in der öffentlichen Wahrnehmung

führen: die Kölner Häfen.

Während der Fahrtwind Strähnen

aus Hocksteckfrisuren löst und

Pullover um Schultern geknotet

werden, geht es rheinaufwärts

vorbei an Altstadt, Fischmarkt und

Stapelhaus. Seit dem Mittelalter

spielte sich der Güterumschlag

direkt am Flussufer ab. Bis es Anfang

des 19. Jahrhunderts hieß:

„Wir brauchen einen Hafen in der

Stadt.“ Der 1813 zwischen Ebertplatz

und Bastei eröffnete Napoleonhafen

ist heute Geschichte,

versandet und zugeschüttet. An

den Rheinauhafen, am 14. Mai

1898 feierlich eingeweiht, erinnert

heute noch das Alte Hafenbauamt.

Da, wo einst fast 5.000

beladene Schiffe im Jahr anlegten,

recken jetzt die Kranhäuser ihre

Hälse als Wahrzeichen einer modernen

Wohn-, Kultur- und Bürolandschaft

in die Luft. Nur der

Yachthafen, der noch in Betrieb

ist, und die denkmalgeschützten

Kräne am Südkai sind geblieben.

Ähnliches steht einem Teil des

Deutzer Hafens – er wurde 1907

eröffnet – am Ufer gegenüber bevor:

Hier ist ein neues Wohn-,

Gewerbe- und Dienstleistungszentrum

in Planung.

Mülheim und Niehl –

zwei Gegensätze

Langsam entschwindet das Sonnenstern-Logo

auf der Ellmühle

den Blicken. Es geht rheinabwärts.

Am Himmel ziehen Federwölkchen

vorüber, hauchzarte weiße

Gebilde, wie von Hand ins Blau

hinein aquarelliert.

Heute ist Köln nach Duisburg

der größte deutsche Binnenhafenstandort.

Noch in Betrieb als

Güterumschlagsplätze sind vier

Häfen. Der in Mülheim, der nächsten

Station der Tour und nur

KölnerLeben Heft 3 | 20


Leben in Köln 17

Im Deutzer Hafen geht es

noch beschaulich zu. Bis

2030 soll dort ein neues

Stadtquartier für fast 7.000

Bewohner entstehen.

Pötten

fünf Jahre nach dem Deutzer eröffnet,

gehört nicht dazu. Hinter

dem „Katzenbuckel“, einer Brücke,

die so heißt, wie sie aussieht,

taucht eine Insel auf. Sie teilt das

Areal in zwei Becken. Hier haben

die „Bautaucher“ ihr Domizil und

Schiffe werden überholt. Bepflanzte

Hausboote und die Ruine einer

stillgelegten Gießerei prägen diesen

verwunschenen Ort. An den

Wänden der Kaimauern wirken

die Graffitis wie blasse Stickereien

auf brüchigem Brokat.

Ganz anders dagegen Niehl I. In

den 1920er-Jahren angelegt, ist er

nicht umsonst der Höhepunkt der

Tour und mit rund 1,3 Millionen

Quadratmetern Gesamtfläche der

größte Kölner Hafen. An der

zentralen Logistikdrehscheibe im

Norden der Stadt herrschen Hightech

und Getriebe. Hier werden

Waren direkt aufs Gleis gesetzt

oder auf den Lastwagen umgeladen.

Die aufeinandergestapelten Container

könnten das Spielzeug von

Riesenkindern sein, bunte Bauklötze

aus Metall, in denen Getreide,

Zucker, Teile von Motoren,

Kunststoffgranulat und anderes

transportiert wird. „Tante-Emma-

Laden“ nennen die Hafenleute das

Gebiet. Hautnah kann man computergesteuerten

Portalkränen

beim Greifen zusehen. In einem

Teil werden Schiffe gewartet, insbesondere

Ausflugsschiffe. Aber

auch solche, die von der nächsten

Flusskreuzfahrt träumen. Weiter

geht es, vorbei an Silos, geformt

wie gigantische Zigarrenhülsen.

Werden sie befüllt, sirrt und rieselt

es gewaltig. In die Einfahrt der

Fordwerke im Hafen Niehl II muss

ein Blick genügen, hier ist die Zufahrt

verboten. Zu schade, denn

sonst könnte man sehen, wie die

Fiestas im Roll-on-Roll-off-Verfahren

direkt vom Band ins Schiff

rollen.

Viel Stoff zum Nachdenken für die

Rückfahrt hat man auch so. Oder

man genießt einfach nur den Blick

auf die Binnenschiffe, die träge

vorbeiziehen, auf die Niehler Aue

und die knorrigen Bäume am Ufer.

Kurz vor 17 Uhr ist die Fahrt leider

doch zu Ende. Aber wo steht

geschrieben, dass man nur einmal

mitfahren darf?

sus

Fotos: MS RheinCargo

Containerlandschaft in Niehl I. Sie dienen dem Transport von Getreide,

Zucker, Motorenteilen, Kunststoffgranulat und anderem.

INFORMATIONEN

Große Kölner Hafentour

Abfahrt: Konrad-Adenauer-

Ufer, Anleger 10, auf Höhe

des Musical Dome.

Bis September: Dienstag bis

Freitag, 14–17 Uhr.

Karten (Tageskasse):

24,50 Euro, Senioren ab 60

Jahre (mit Ausweis, nicht an

Sonn- und Feiertagen):

22,50 Euro.

Vorverkauf über KölnTicket,

Tel. 0221 / 28 01 oder

www.koelnticket.de

www.koelntourist.net/

hafentouren

Foto: Susanne Neumann

KölnerLeben Heft 3 | 20


18

Ratgeber

Mehr Wohnkomfort

Umgestalten,

um zu bleiben

Fotos: Ben Horn

Statt Badewanne: Die Dusche ist ebenerdig und für helfende

Hände gut erreichbar (oben). Die Tür kann in dieser Position

auch ganz geschlossen werden. Wird sie zur Seite geschwenkt

(rechts), wird das Bad noch geräumiger.

KölnerLeben Heft 3 | 20


So lange, wie es geht, in

den eigenen vier Wänden

bleiben – mit kleinen baulichen

Veränderungen ist das oft

möglich. Wie es geht und

wer es zahlt, erfahren Sie hier.

Justine und Siegbert Borchert

„Immer die Beine über den Badewannenrand heben

beim Ein- und Aussteigen, das war wirklich umständlich“,

erzählt Justine Borchert. Die 65-Jährige

aus Raderthal nutzt zum Gehen einen Rollator und

benötigt auch Hilfe bei der Körperpflege. Ihr Mann

Siegbert, 78 Jahre, könne die nicht leisten, „er ist ja

auch nicht mehr so beweglich“, sagt sie. Stattdessen

helfe die Schwiegertochter. „Aber das mit der Badewanne

ging trotz des Lifters einfach nicht mehr, auch

wegen meines Übergewichts.“

Problemzone Badezimmer

Trotzdem wollten die Borcherts gerne in ihrer Wohnung

bleiben. „Wir wohnen seit 15 Jahren hier, es ist

schön ruhig, auch einen Behindertenparkplatz haben

wir gleich vor der Tür“, sagt Justine Borchert. Aber

die Wohnung im zweiten Stock war einfach nicht

mehr passend.

Da wandte sich das Ehepaar an „wohn mobil“. Die

Beratungsstelle ist ein Kooperationsprojekt der Stadt

Köln, der PariSozial gGmbH, der Landesverbände

der Pflegekasse und der GAG Immobilien AG.

„wohn mobil“ unterstützt Menschen wie die Borcherts

dabei, Wohnungen so anzupassen, dass sie

so lange wie möglich darin bleiben können – vor

allem dann, wenn sie auf Pflege angewiesen sind.

Aber nicht nur, man kann Maßnahmen auch vorher

angehen und von dem größeren Komfort profitieren,

den eine altersgerechte Wohnung bietet. So erhalten

Ratsuchende kostenfreie Hilfe bei der Planung,

bei Genehmigungsanfragen und Anträgen zur Finanzierung.

Von den Neuanfragen zur Wohnraumanpassung

kann die Beratungsstelle rund 400 im Jahr

bearbeiten. Deren Leiterin Erika Küllchen bringt es

auf den Punkt: „Das Bad ist in 80 bis 90 Prozent der

Fälle das größte Problemfeld.“

KölnerLeben Heft 3 | 20

Jedoch: Es muss nicht gleich der Umbau des gesamten

Badezimmers sein. Denn schon mit vergleichsweise

geringem Aufwand und zu überschaubaren

Kosten lässt sich schnell mehr Komfort erreichen.

Mehr Sicherheit im Bad bieten beispielsweise Haltegriffe

in Dusche, Wanne oder neben der Toilette –

vorausgesetzt, sie sind fachmännisch und stabil angebracht.

Auch Toilettensitzerhöhungen können das

Hinsetzen und Aufstehen deutlich erleichtern.

Hilfreich sind auch Wasserhähne, bei denen das Wasser

ohne Berührung fließt und automatisch wieder

stoppt. Denn manch Älterer hat Probleme, schwergängige

Griffe zu drehen. Als nützlich empfinden

viele Senioren auch Armaturen mit Handbrause, mit

denen sie sich die Haare am Waschbecken waschen

können, ohne sich so tief bücken zu müssen. Bei

Waschbecken ohne Unterschrank kann man sich dafür

auch bequem hinsetzen.

Mehr Komfort für den Alltag

In der Küche erleichtern herausziehbare Schubkästen

statt tiefer Schränke den Alltag. In ihnen lassen sich

Vorräte, Töpfe und Reinigungsmittel übersichtlich

verstauen und einfach erreichen. Der Backofen lässt

sich möglicherweise erhöhen, Oberschränke können

tiefer gehängt werden, sodass Tassen, Teller, Gläser

und anderes in Greifhöhe zur Hand sind. Und warum

nicht leichte oder wenig benötigte Teile nach oben

räumen, die schwereren aus Keramik und Edelstahl

in mittlere Höhe? Um Stolperfallen zu reduzieren,

sollten Schwellen innerhalb der Wohnung ausgeglichen

werden, besonders am Zugang zu Balkon oder

Terrasse.

Erika Küllchen hat noch einen anderen Tipp: „Immer

mehr geraten auch technische Hilfsmittel in den

Blick.“ Das Thema „Smart Home“, also das intelligent


20

Ratgeber

Fotos: online-wohnberatung.de

Vorher: eine Stolperfalle. Der Zugang zum Balkon ist

zudem unbequem.

Die bodengleiche Schwelle erleichtert den Weg auf den

Balkon und ist auch mit Rollator einfach zu meistern.

vernetzte Zuhause, biete vielfältige Möglichkeiten,

das Leben in der eigenen Wohnung zu vereinfachen –

etwa indem sich Fenster und Heizung automatisch per

Smartphone oder Sprachsteuerung bedienen lassen.

Erst mit dem Vermieter sprechen

Grundsätzlich dürfen Mieter Veränderungen, die

nicht in die Bausubstanz eingreifen und sich wieder

entfernen lassen, vornehmen oder veranlassen, ohne

den Vermieter zu fragen. Bei allen Umbauten muss

der Eigentümer zustimmen.

„Das Gespräch mit dem Vermieter im Vorfeld ist sehr

wichtig“, erläutert Erika Küllchen, die Ratsuchende

INFORMATIONEN

wohn mobil – Beratungsstelle für

Wohnraumanpassung und Wohnungswechsel

Mauritiussteinweg 36a (Innenhof)

Tel. 0221 / 560 34-0, E-Mail:

wohn-mobil-koeln@parisozial-koeln.de

www.parisozial-koeln.de > wohn mobil

„Neues Wohnen im Alter e. V.“

unterstützt und verbindet Menschen über

65 Jahre, die in Gemeinschaft aller Generationen

leben wollen. Tel. 0221 / 21 50 86,

E-Mail: kontakt@nwia-ev.de

www.nwia.de

auch dabei begleitet. Sie weiß: „Inzwischen sind die

Eigentümer grundsätzlich sehr offen dafür, Wohnungen

altersgerecht zu gestalten. Denn dies steigert

in einer alternden Gesellschaft deren Attraktivität

und damit auch ihren Wert.“ Schließlich komme der

zusätzliche Komfort nicht nur der älteren, sondern

allen Generationen zugute. Wichtig sei es, schriftlich

festzuhalten, welche Maßnahmen umgesetzt werden

sollen. Mündliche Vereinbarungen reichten nicht aus.

Und Mieter sollten den Vermieter davon überzeugen,

sie von der Rückbaupflicht zu entbinden.

Kosten unbedingt vorher klären

Aber wer trägt die Kosten? Kleinere Maßnahmen

wird in der Regel der Mieter selbst bezahlen. Bei

größeren Veränderungen gewährt insbesondere die

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Zuschüsse für

den Abbau von Barrieren und für mehr Wohnkomfort

in Höhe von zehn Prozent der förderfähigen

Investitionskosten – bis zu 6.250 Euro, und zwar

unabhängig vom Alter. Auch zinsvergünstigte Darlehen

bietet die KfW dafür an. Diese Unterstützungen

sollten allerdings unbedingt vor Beginn der Arbeiten

beantragt werden, erste Ansprechpartnerin ist in der

Regel die Hausbank. Liegt ein Pflegegrad vor, unterstützt

die Pflegekasse mit bis zu 4.000 Euro.

Mitunter sind auch Wohnungseigentümer bereit,

einen Teil der Kosten zu übernehmen. Aber Achtung:

Vermieter können auf Grund solcher Modernisierungen

prinzipiell auch die Miete erhöhen. Auch

darüber sollte man vorher sprechen.

Bei Justine und Siegbert Borchert ließ sich das Bad im

zweiten Stock allerdings nicht umbauen. „Zum Glück

wurde im selben Haus eine passende Wohnung im

Erdgeschoss frei“, sagt Justine Borchert. Auch dabei

KölnerLeben Heft 3 | 20


Ratgeber 21

Foto: Flexo Handlaufsysteme GmbH

Anzeigen

Beidseitig angebrachte Handläufe erleichtern das

Treppensteigen und geben Sicherheit.

hat „wohn mobil“ geholfen, Unterstützung beim

Wohnungswechsel ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt

der Beratungsstelle. „Die neue, bodengleiche

Dusche erleichtert die Hygiene ungemein, alles geht

viel schneller und einfacher“, sagt die 65-Jährige,

„und auch der Umbau selbst ging ratzfatz – eine

gute Woche hat das nur gedauert.“

Von der Idee bis zur Ausführung sollte man allerdings

ausreichend Zeit einplanen. Erika Küllchen

rechnet im Normalfall vom ersten Ortsbesuch bis

zum Abschluss der Arbeiten mit etwa drei bis vier

Monaten, je nach Umfang der Arbeiten auch mit

mehr Zeit. Die Nachfrage sei groß, die Interessentenliste

lang, sagt sie. „Umso wichtiger ist es, dass

die Stadt Köln uns seit Anfang dieses Jahres zwei

weitere Vollzeitstellen finanziert. So können wir

die Ratsuchenden noch besser unterstützen.“ dk

VORHER

Barrierefrei

in den eigenen

4 Wänden

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KölnerLeben Heft 3 | 20


22

Gesund leben

Dezibel

Foto: Stadt Köln

Sehr geehrte

Leserinnen und Leser,

die Auswirkungen des Klimawandels wirken

in alle Lebensbereiche. Ein Beispiel sind Hitze -

perioden, die auch Kölner Stadtquartiere aufheizen.

Allein im letzten Jahr erlebten wir

zwanzig Tage mit Temperaturen über dreißig

Grad – eine Belastung gerade auch für ältere

Menschen. Anpassungsstrategien und der

Schutz unserer Schöpfung haben für mich daher

oberste Priorität.

Um die gesundheitlichen Risiken durch Hitzeperioden

zu minimieren und insbesondere

allein lebende Menschen im Alter für das Thema

zu sensibilisieren, wurde durch das Amt für Umwelt-

und Verbraucherschutz das Forschungsprojekt

„Hitzeaktionsplan für Menschen im

Alter für die Stadt Köln“ gemeinsam mit dem

Gesundheitsamt und dem Uniklinikum Bonn

gestartet. Für ein gesünderes Lebensumfeld

sorgen auch die umfangreichen Maßnahmen,

welche die Stadt Köln im Rahmen der Luftreinhalte-

und Lärmminderungsplanung zum Wohle

der Kölnerinnen und Kölner vorantreibt. Ich

setze mich besonders dafür ein, auch für die

Seniorinnen und Senioren die Lebensbedingungen

in den Quartieren nachhaltig zu verbessern.

Henriette Reker

Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

Autos und Lastwagen, Züge

und Flugzeuge verursachen

Lärm. Die Geräuschkulisse

empfinden viele Menschen als

störend – und sie kann sogar

krank machen.

Auf der Bergisch Gladbacher Straße sind Tag für Tag

jede Menge Autos und Lkw unterwegs. Sie dürfen

seit September 2019 zwischen der Anschlussstelle

der A3 und der Stadtgrenze zu Bergisch Gladbach

nur noch 30 Stundenkilometer fahren – „grüne

Welle“ inklusive –, bis „Flüsterasphalt“, also lärmreduzierter

Straßenbelag, verlegt wird. Dies ist eine

der Maßnahmen, mit denen die Stadt Köln ihre

Bürger besser vor dem Verkehrslärm schützen will.

Lärm macht krank

Der Straßenverkehr ist Hauptverursacher des Stadtlärms.

Und der macht vielen Menschen zu schaffen.

Dahinter steckt mehr als ein subjektiver Eindruck,

wie die Ergebnisse eines Forschungsteams der Johannes-Gutenberg-Universität

Mainz belegen. Es

erforscht seit Jahren, wie sich Lärm auf das Herz-

Kreislauf-System auswirkt. Der Befund: „Lärm ist

ein bedeutsamer Risikofaktor für das Auftreten von

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt in der Folge

zu erhöhter Sterblichkeit“, schreiben die Wissenschaftler.

Die Europäische Umweltagentur geht von

EU-weit etwa 12.000 vorzeitigen Todesfällen durch

Lärm aus. Zu den körperlichen Folgen kommen seelische

hinzu: Unter Schlaflosigkeit, Unkonzentriertheit

und erhöhter Reizbarkeit, auch Ängsten und

Depressionen kann leiden, wer dauerhaft und vor

allem nachts zu hohen Lautstärken ausgesetzt ist.

Aktionen gegen Lärm

Gegen Lärm und seine schädlichen Folgen müssen

die europäischen Länder vorgehen und auf kommunaler

Ebene sogenannte Lärmaktionspläne erarbeiten.

Alle fünf Jahre müssen diese überprüft und

KölnerLeben Heft 3 | 20


Gesund leben 23

unter

Lärmkartierung

Druck

der Stadt Köln

- Ergebnisse aus Stufe 3 nach EU-Umgebungslärmrichtlinie -

Straßenverkehrslärm LDEN

Karte des Straßenverkehrslärms

bei Tag

Stand 2017

Erläuterung:

Klassen gleicher Mittelungspegel

L DEN (Day, Evening, Night)

> 55 —- 60 —- 65 —- 70 —- 75 dB(A)

= 70 dB(A) (Auslösewert)

Meter

2.500 1.250 0 2.500 5.000 7.500 10.000

Beurteilungszeitraum:

24 h (Belastung über 24 h)

Immissionshöhe:

4,00 m

Berechnungsraster:

10 x 10 m

Berechnungsvorschrift:

VBUS (15. Mai 2006)

Grafik: Stadt Köln

Die Oberbürgermeisterin

Umwelt- und Verbrauchers

dB(A) = Dezibel bei A-Bewertung

des Schallpegels

Erläuterung:

aktualisiert werden. „Das Verfahren ist aufwändig

Klassen gleicher Mittelungspegel

und L DEN auch (Day, Evening, die umfangreichen Night) Beiträge der Öffentlichkeitsbefragungen

> 55 - 60 Planfortschreibung - Krauß 65 - 70 - 75 dB(A) Heft 3 | 20

= 70 dB(A) (Auslösewert)

Meter

2.500 1.250 0 2.500 5.000 7.500 10.000

Berechnungsraster:

10 x 10 m

Berechnungsvorschrift:

VBUS (15. Mai 2006)

Die Oberbürgermeisterin

Umwelt- und Verbraucherschutzamt

Stand 2017

Der Lärmaktionsplan hat die „Hotspots“ der Stadt

ermittelt, also die Stellen, an denen es besonders

laut ist und wo der Lärm besonders viele Menschen

betrifft. Zu diesen Belastungsschwerpunkten gehören

etwa Abschnitte der Ringstraße, die Kalker

Hauptstraße und die Neusser Straße. Ein Blick auf die


24

Gesund leben

Lärmkarten Kölns zeigt allerdings viele lila und rot

eingefärbte Straßenzüge. Das bedeutet: Dort beträgt

die Lärmbelastung mehr als 70, teilweise sogar mehr

als 75 Dezibel. Der Europäischen Union zufolge soll

es aber in Städten tagsüber nicht lauter als 55 Dezibel

sein, das entspricht etwa einem Radiogerät in

Zimmerlautstärke. Für die Nacht gilt ein langfristiger

Ziel-Pegel von 50 Dezibel.

Foto: Kara / stock.adobe.com

Lärm wird berechnet

Wichtig zu wissen: „Der Lärm wird nicht gemessen,

sondern berechnet“, erläutert Harald Krauß.

„Um die stadtweite Lärmbelastung herauszufinden,

müsste man an sehr vielen Stellen und im Grunde

kontinuierlich messen.“ Das sei kaum praktikabel,

zumal Wind und Wetter sowie unterschiedliche

Verkehrsaufkommen zu unterschiedlichen Zeiten

die Lärmmessung erheblich beeinflussen.

Hochkomplexe Berechnungsverfahren seien demgegenüber

viel genauer. In die Berechnung fließt

ein, welche und wie viele Verkehrsmittel im Durch-

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Jetzt operieren lassen? Aber sicher!

Neben der bewährten Notfallversorgung bieten wir ab sofort wieder

planbare Operationen an. Bei der Behandlung hat in den Kliniken Köln

die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter höchste Priorität.

Die folgenden Maßnahmen gelten für unsere drei Kliniken:

• Patientinnen und Patienten werden 3 – 4 Tage vor einer geplanten

Operation auf SARS COV-2 getestet.

© Kliniken Köln / Birgitta Petershagen

• Wir bitten alle Patientinnen und Patienten, einen Mund-Nasen-

Schutz zu tragen, und stellen dazu Stoffmasken zur Verfügung,

die regelmäßig gewechselt werden.

• Wir achten auf Einhaltung der Sicherheitsabstände. Daher werden

z. B. 3-Bett-Zimmer nur mit zwei Personen belegt.

• Hohe Hygiene- und Sicherheitsstandards sind unabhängig von Corona

für uns eine Selbstverständlichkeit.

Bitte nehmen Sie für die Planung Kontakt

mit unseren Ambulanzen auf.

Weitere Infos finden Sie auf unserer Website.

• Amsterdamer Straße

• Holweide

• Merheim

www.kliniken-koeln.de

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KölnerLeben Heft 3 | 20


Dezibel-Skala

Gesund leben 25

schnitt unterwegs sind. Hinzu kommen die zulässige

Höchstgeschwindigkeit, die Steigung der jeweiligen

Straße, die Art des Straßenbelags, Abschirmungen

und Schallreflexionen.

Maßnahmen gegen den Lärm laufen in Köln bereits.

Zu den wichtigsten gehören momentan lärmreduzierte

Straßenbeläge, Reduzierungen der zulässigen

Geschwindigkeiten, mehr Anwohnerparkzonen und

mehr Kreisverkehre statt Ampeln. Was sich wie

schnell umsetzen lässt, hängt auch von Zuständigkeiten

ab – auf Bundesstraßen oder Autobahnen etwa kann

die Stadt Köln selbst nicht tätig werden. „Die Lärmminderung

ist eine langfristige Angelegenheit. Wichtigster

Ansatzpunkt ist es, den Straßenverkehr als

Hauptverursacher zu reduzieren“, sagt Harald Krauß.

Den Lärmaktionsplan hält er nicht allein wegen konkreter

Maßnahmen für sinnvoll. Sondern vor allem,

weil der Lärm immer wieder zum öffentlichen Thema

werde. „Das Problembewusstsein wächst. Ebenso die

Erkenntnis, dass jeder selbst etwas beitragen kann und

zum Beispiel das Auto öfter mal stehen lässt.“ dk

Schmerzgrenze

sehr laut

laut

mäßig bis leise

leise

Feuerwerk

Düsenantrieb

Sirene

Posaune

Hubschrauber

Haartrockner

LKW

PKW

Gespräch

Kühlschrank

Regen

Blätterrauschen

Flüstern

Atmen

Illustration: VectorMine / stock.adobe.com

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KölnerLeben Heft 3 | 20


26

Leben in Köln

Was tun bei Hitzerekorden

wie im letzten Jahr?

Eine besonders betroffene Gruppe sind die alten

Menschen in den Pflegeheimen. In diesen besteht

meist noch keine Möglichkeit zur aktiven Kühlung

und man behilft sich mit Verdunkeln, Aussperren

der Hitze durch geschlossene Fenster während des

Tages und Abkühlen durch offene Fenster in der

Nacht, durch Hinweise auf vermehrtes Trinken

und Verminderung der körperlichen Belastung.

Foto: Gerd Altmann / Pixabay

Alle raten dazu, mehr zu trinken – aber bitte keinen

Alkohol. Oder man soll den Schatten aufsuchen

und sehen, dass wenigstens ein bisschen kühlender

Wind weht. Zu Anfang der Corona-Krise wurden

sogar die Parks gesperrt. In den aufgewärmten

Wohnungen werden Ventilatoren benutzt –

viele finden das unangenehm und manche werden

dabei auch krank.

Die Stadt Köln hat diese Veränderungen infolge

des Klimawandels ebenfalls schon gesehen und

hat deshalb im letzten Jahr – zusammen mit der

RheinEnergie – in allen Zentren der Stadtbezirke

Trinkwasser-Brunnen aufstellen lassen. Das sind

bisher aber nur zwölf und sie reichen sicher nicht.

Auch Geschäfte und Praxen haben die Not erkannt

und bieten kostenlos Wasser für ihre Besucher an.

Zusätzlich hat die Stadt ein Pilotprojekt gestartet,

in dem untersucht werden soll, wie die Warnungen

vor der Hitze und die Hinweise zu deren Bewältigung

die Menschen erreichen. Die Seniorenvertretung

ist ebenfalls an diesem Projekt beteiligt

und berät, wie man ältere Personen, die bei Hitze

am leichtesten Schaden nehmen, rechtzeitig informiert

und schützt.

Maßnahmen bei Hitze im Pflegeheim

Die Seniorenvertretung begrüßt, dass sich die

Pflegeheime Gedanken machen und Maßnahmen

treffen, um die Raumtemperaturen erträglich zu

halten. Wir müssen aber feststellen, dass die bisherigen

Maßnahmen bei den zu erwartenden „tropischen“

Sommern nicht ausreichen werden. Die

Seniorenvertretung fordert deshalb, dass in den

Pflegeheimen Investitionen getätigt werden, um

auch eine aktive Kühlung während der zwei bis drei

heißen Sommermonate zu ermöglichen – gleichzeitig

wollen wir aber keine Klimaanlagen in den

Pflegeheimen. Diese müssten dann während des

ganzen Jahres laufen und machen ihrerseits häufig

gesundheitliche Probleme.

Durch vermehrte Begrünung im Außen- und

Innen bereich eines Heimes können Temperaturen

gesenkt werden. Die Stadt fördert finanziell die

Klimaverbesserung durch mehr Grün. Wie andere

Hausbesitzer sollten auch Heime dieses Angebot

nutzen.

Für die Kühlung zusätzlich entstehende Kosten

müssten von den Pflegekassen übernommen und

nicht auf die Bewohner umgelegt werden. Schon

jetzt sind die Kosten für einen Platz im Heim zu

hoch!

Anne Klug und Dr. Martin Theisohn/SVK

Alle Adressen der Seniorenvertretungen in den

Be zirken finden Sie auf Seite 51.

Dieser Beitrag wird von der Seniorenvertretung

der Stadt Köln verantwortet.

KölnerLeben Heft 3 | 20


Vergnügliches 27

Jot jemeint

Illustrationen: studiogstock / Freepik

E kölsch Verzällche, jeschrevve vum Toni Buhz

De Frau Schmitz us dem Veedel hat e jot Jemöt un e

joldig Hätz, wie mer su sät. Wo Nut am Mann wor,

hat se en hilfreiche Hand un av un aan och allt ens

en offen Portemanee.

Wie se vör ner Woch vum Rudolfplatz üvver de

Schelderjass un de Huhstroß nom Dom spaziert wor,

wor ehr opjefalle, dat die Anzahl der Lück, die op der

Stroß sohsse un de Hand ov ne Becher opheelten,

ärch zojenomme hat. Se üvverlaht ens, wenn se jedem

jet jejovven hät, wör do e staats Sümmche

zesamme jekumme. Ens avjesinn, dat

ehr Rent och nit besonders huh usfeel,

hatt se letz en der Zeidung jelese,

dat et en richtige Mafia jöv, die des

Ovends köm un avkasseere dät.

Dänne Lückcher bleev nit vill för

se selvs üvvrig.

Su hatt de Frau Schmitz bei sich je -

daach, dat jet ze Esse besser am Platz

wör. Vör ehrem Stammjeschäff soß

immer ne äldere Mann un dä dät sich

üvver e Brütche met Kies ov Schinke jedesmol

räch freue. Dat nohm im och Ovends keiner fott.

No wor die Schmitzens ens Sonndachsmorgens fröh

opjestande, öm em Dom en de Fröhmess ze jon.

Aanschleeßend trof sich e

Klübche us der Noberschaff,

öm e Tüürche durch der Künningsfors

ze maache. Wie se

durch die Hall jingk, sohch se aan ner

Säul ne junge Mann ston. Ne Becher en der Hand un

de Auge jeschlosse. No wor dä junge Mann, hä wor

vielleich su zwanzig, fünfunzwanzig Johr alt, jot aanjetrocke

un sohch nit us, als ov hä et Beddele nüdig

jehatt hädden.

Der Frau Schmitz jingk durch der Kopp: Vielleich

hatt dä en der Stadt jefiert un no fählten

im et Jeld för en Fahrkaat no Hus.

Se fummelten nen Euro us der

Manteltäsch, dä eijentlich för et

Offer em Dom jedaach wor, un

worf in em Vörbeijon en dä Becher.

„Platsch“ maat et un ieh die

Spenderin sich Jedanke drüvver

maache kunnt, brüllte dä junge

Poosch: „Wat soll dat? Wat stüürt

Üch minge Kaffee?“

De Frau Schmitz maat sich stekum dovun un daach:

„Och Jodes dun well jeliert sin. Un pass demnöchs

besser op, ieh de jet en ne Becher deis, ov dä och

leddig ess.“

Foto: Privat

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KölnerLeben Heft 3 | 20


28

Vergnügliches

KAKURO – Die Zahlen in den grauen Kästchen sind Summen. Steht die Zahl oben rechts, gibt sie die

Summe der rechts folgenden waagerechten Freifelder an. Steht sie unten links, nennt sie die Summe der

darunterliegenden senkrechten Freifelder. Zum Füllen werden die Ziffern 1 bis 9 verwendet, wobei

keine Ziffer in den zur Summe gehörenden Lösungsfeldern doppelt vorkommen darf.

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KölnerLeben Heft 3 | 20


dickflüssig

Warenzubringer

Boxlegende


(Muhammad)

Abk.: besonders

Großmutter

Weigerung

Vergeltung

für

Kopfbedeckung

rund

nicht

norwegische

Vergnügliches 29Pop-

gruppe

Unrecht

Staat der

USA

Hast,

überstürztes

Drängen

6

vorzeitiges

Ende

Kurzf. von

Dorothea

Ausruf

der

Freude

US-Pop-

Sängerin

Backtreibmittel

5

2

Hautfärbung

Umstandswort

(Kw.)

dt.

Schauspieler

(Beppo)†

1

Anschrift

Körnerfrucht

Insel der

Aleuten

Ackergerät

Sportler

4

oberbayrische

Abtei

7

Bezwinger

junge Kuh

10

Beaufsichtigung,

Schutz

11

engl.:

Raum,

Zimmer

Abk.: und

viele

andere

8

3

erste Frau

frühere

ital.

Münze

Donauzufluss

in

Banat

9

Sittenlehre

© RateFUX 2020-144-003

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Bock

DICKHAEUTER

auf Kölner Zoo

Wer „Bock auf Zoo“ hat, ist

nicht nur im Kölner Zoo richtig,

sondern auch im 37. Kapitel der

111 ZGeschichten, Odie Theo SPagel

A L A B A M A T H E

in diesem Buch erzählt. Denn dort

geht E es I um L Fußballmaskottchen

E A B B R U C

Hennes H E IX. I Aber S A wer Sdarf Aim TBüro

K

des Zoodirektors F D Rwohnen? A U FUnd

I

was

C Hwurde E R

aus

Rder alten

G

Zoolok?

E G G

111 kurze Artikel mit tollen Fotos

E R O B E R E R E

wecken Erinnerungen, erzählen

F A E R S E O B H U

von Tieren und Menschen und erklären,

was den Zoo so spannend

C E N T E S I M O E V

T E M E S M O R A

und bedeutend macht.

Theo B. Pagel: 111 Geschichten

aus dem Kölner Zoo, die man

kennen muss. 240 Seiten. 16,95

Euro. ISBN 978-3-7408-0853-2.

www.emons-verlag.de

A

H

A

E

T

T

A

L

Lösungswort Heft 2/2020: REISELUST.

Gewinner: Eduard Liebeler, Marina

Richter, Erika Thelen

KölnerLeben verlost 4 Bücher. Schicken Sie

das Lösungswort des Rätsels auf einer Postkarte

an: Redaktion KölnerLeben, Unter Goldschmied 6,

50667 Köln, oder im Betreff einer E-Mail an:

koelnerleben@stadt-koeln.de

Einsendeschluss: 30. Juni 2020.

Masseneinsendungen werden nicht berücksichtigt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnehmerdaten

werden nach Versand der Gewinne vernichtet.

Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Nicht nur

Fotos: Bernd Schneider / Jahresringe

KölnerLeben Heft 3 | 20


Raus aus Köln 31

Rosenrot

Der Rosengarten in Hadamar

ist ein zauberhafter Ort,

vor allem im Juni, wenn

tausendundeine Rosen ihre

ganze Pracht entfalten.

Der Hadamarer Unternehmer Mike Groneberg

hatte 1995 eine tollkühne Idee: Er wollte ein bis

dahin brachliegendes Gelände auf dem Herzenberg

in ein blühendes Paradies verwandeln. Nur

drei Jahre später wurde der Rosengarten eröffnet.

Mittlerweile ist das Paradies auf 3.800 Quadratmeter

gewachsen. Und mit ihm seine Bewohner:

Heute blühen auf dem Areal tausende Pflanzen,

Sträucher und Blumen. Vor allem aber etwa 2.000

Rosen in 200 Sorten sowohl alter als auch neuer

Züchtungen.

Vorbild sind die sogenannten Country-Gärten Englands,

die natürlich wirken und sich malerisch in

die Landschaft schmiegen. Oft kommen sie sehr

romantisch daher. Erst auf den zweiten Blick merkt

man, dass sie streng architektonisch gegliedert sind.

Geschnittene immergrüne Hecken oder Mauern

teilen sie in verschiedene Gartenräume mit jeweils

eigenem Charakter. Dieses Prinzip ist auch das

Geheimnis des Rosengartens in Hadamar. Neun

Gartenräume erreicht man über teils geometrisch

geradlinige, teils gewundene Wege. Das Herz von

allem ist aber das eindrucksvolle Rosenkarree.

KölnerLeben Heft 3 | 20


32

Raus aus Köln

Rosenbögen, an denen Kletterrosen

in die Höhe streben, öffnen den Blick

ins Karree. In der Mitte strecken

über hundert dunkelrote Floribunda-Rosen

mit dem beeindruckenden

Namen „Mona Lisa“ ihre Köpfe der

Sonne entgegen. Tee- und Edelrosen

in allen Farben stehen in den

das Rund umgebenden Beeten, darin

Kaskadenrosenstämme in verschwenderischer

Pracht. Was für ein Blühen,

was für ein Duften. Summen und Zwitschern

erfüllt die Luft. Ein guter Ort

zum Verweilen – Bänke gibt es genug.

Fotos: Bernd Schneider / Jahresringe

KölnerLeben Heft 3 | 20


Im Roten Garten begleiten blauer

Rittersporn, Ehrenpreis und Storchenschnabel

die in allen Rottönen

leuchtenden Kletter-, Strauch- und

Beetrosen. Von kühler Schönheit ist

dagegen der Senkgarten, auf dessen

Terrassen weiße Rosen und Stauden

vorherrschen. Sonniger wirkt der in

Oran ge angelegte Holländische Garten mit

Sonnenbraut, Schwarz äugiger Susanne, Tagetes

und anderen Stauden. In der Mitte steht ein

Maul beerbaum – Probieren erlaubt. Die weißli -

chen Früchte schmecken süß-säuerlich und stecken

voller Vitamine.

„Die Rose stand im Tau,

es waren Perlen grau,

als Sonne sie beschienen,

wurden sie zu Rubinen.“

Friedrich Rückert

In den Duftkräutergarten gelangt man nur durch einen

schmalen Durchlass. Dort steht ein Springbrunnen,

fast das einzige Geräusch in dieser Oase der Stille.

Auf vier Hochbeeten wachsen mediterrane und heimische

Kräuter. Zitronenverbene, Olivenkraut und

Duft-Pelargonie verströmen ihre Aromen. Vorsichtig

kann man an Rosmarin, Pfefferminz oder Ananas-

Salbei ein Blättchen zwischen den Fingern reiben.

KölnerLeben Heft 3 | 20


34

Raus aus Köln

Im englischen Garten geht die Rasenfläche übergangslos

in die dichte Bepflanzung mit niedrigen,

reich blühenden Blumen über. In den Rabatten

steigt die bunte Pracht der Stauden höher und

höher. Ein römischer Schalenbrunnen zieht die

Blicke auf sich. Es rieselt und plätschert leise.

Vom Schalenbrunnen

führt ein kurzer

Weg zum japanischen

Garten, der von unter -

schied lichen Bodendeckern, einer

Japanischen Kirsche und Japanischen Ahornbäumchen gesäumt

ist. An einer Bambushecke entlang öffnet sich der

Blick auf große und kleinere Felsbrocken. Sie flankieren einen

kleinen Bachlauf, der sich in einen Teich schlängelt. Von

dem dahinterliegenden Platz erschließt sich dem Betrachter

die kleine Landschaft als Symbol für die Harmonie zwischen

Mensch und Natur. Dies ist eine ganz eigene Gartenwelt.

Fotos: Bernd Schneider / Jahresringe

KölnerLeben Heft 3 | 20


„Ich habe heute ein paar

Blumen für Dich nicht

gepflückt, um Dir ihr Leben

zu schenken.“

Christian Morgenstern

INFORMATIONEN

Rosengarten Hadamar

Auf dem Herzenberg 2, 65589 Hadamar

Information und Führung: Mike Groneberg,

Tel. 0178 / 541 66 04

Rosenfest: Sonntag, 21.6., 12–18 Uhr.

Aktuelle Info dazu auf

www.rosengarten-hadamar.de

Ganzjährig tagsüber geöffnet. Eintritt frei.

Über Spenden freut sich der „Verein der

Rosenfreunde Hadamar“, der sich unermüdlich

für das Wachsen und Gedeihen einsetzt.

Hunde nicht erlaubt. Parkmöglichkeiten in

der Nähe.

Rosengarten-Café: Juli–September, jeden

Donnerstag 14–18 Uhr.

Gedenkstätte Hadamar

Hadamar steht auch für ein trauriges Kapitel

deutscher Geschichte. 15.000 Menschen

wurden hier im Rahmen der NS-Euthanasie-

Verbrechen getötet.

Mönchberg 8, 65589 Hadamar.

Coronabedingt nur mit Anmeldung:

06433 / 917-172. Di–Do 9–16 Uhr,

Fr 9–13 Uhr, an Feiertagen geschlossen.

Eintritt frei. 1. und 3. Sonntag im Monat

14–17 Uhr, öffentliche Führung 14.30 Uhr.

www.gedenkstaette-hadamar.de

Touristinformation Hadamar

Untermarkt 1, 65589 Hadamar,

Tel. 06433 / 891 57

Wen es zurück ins üppige Blühen zieht, der kann

im französischen Bauerngarten zwischen typischen

Bauernblumen wie Bechermalven, Löwenmäulchen,

Fleißigen Lieschen und Ziertabak die auf Spalier gezogenen

Birnbäume betrachten. Oder die gefüllte,

zartrosa Kletterrose „Kir Royal“, die sich an der

Zierlaube emporrankt, begleitet vom Blau der

Clematis. In diesem Gartenparadies gedeihen Stauden

und Sträucher, Gräser und Gehölze und überall

Rosen … Dazu öffnen sich immer wieder Blicke in

die blaue Ferne des Westerwaldes oder in den nächsten

Gartenraum.

dt

Mit freundlicher Unterstützung von Ursula Düvel,

Redaktion „Jahresringe“

KölnerLeben Heft 3 | 20


Termine

Foto: Thilo Schmülgen

Bei Redaktionsschluss am 12. Mai stand erst wenige Tage fest, dass

es Lockerungen im Veranstaltungssektor geben wird. Im Grundsatz

wird überall weniger Besuchern Zutritt gewährt, damit die besonderen

Schutz- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden können.

Trotz intensiver Recherche der KölnerLeben-Redaktion besonders

bei den kleinen Kulturveranstaltern und Vereinen konnten zu dem

Zeitpunkt keine klaren Aussagen für Juni und Juli getroffen werden.

Daher erkundigen Sie sich bitte immer direkt beim Veranstalter. Die

hier genannten sind eine Auswahl, aber es ist gesichert, dass sie ab

Juni am Start sind.

Für alle Veranstaltungen sind die Hygiene- und Abstandsregelungen

einzuhalten und zumeist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Schützen Sie sich, das Personal und andere Besucher.

Weitere Veranstaltungen

finden Sie bei uns im Netz auf

www.koelnerleben.koeln

Kölner Zoo

Zurzeit keine Tierfütterungen, Aquarium,

Tierhäuser und Zoo-Restaurant sind

geschlossen, Imbissstände bieten Verzehr

„to go“. Eintritt nur mit Reservierungsticket,

nur online erhältlich, Eintrittskarten

online und an der Kasse,

derzeit preisreduziert. Info: 77 85 100.

Riehler Str. 173. www.koelnerzoo.de

Eifelverein, Ortsgruppe Köln e. V.

Info: 492 83 40. www.eifelverein-koeln.de

Kölner Eifelverein e. V.

gegründet 1888 (KEV)

Info: 64 66 19. www.koelner-eifelverein.de

Wanderverein Köln

Info: 02234 / 632 20.

www.wanderverein-koeln.de

Schiffsausflüge

KD Köln-Düsseldorfer

Rundfahrten in Köln, aber keine Tagesfahrten

ab Köln. Info: 20 88-318.

www.k-d.com

Freiluftaktivitäten/

Ausflüge

Stadtführungen

Antoniter City Tours

Info: 92 58 46-14.

www.antonitercitytours.de

Entdecke Köln

Info: 0162 / 948 84 89.

www.entdecke-koeln.de

ff-stadtfuehrungen

Info: 27 12 46 14.

www.ff-stadtfuehrungen.koeln

Frauengeschichtsverein

Info: 24 82 65.

www.frauengeschichtsverein.de

inside Cologne

Info: 52 19 77. www.insidecologne.de

RegioColonia

Info: 965 45 95. www.regiocolonia.de

stattreisen köln e. V.

Info: 732 51 13. www.stattreisen-koeln.de

Paula Hiertz

Am Sa, 6.6., 14 Uhr führt die Kölner

Mundartkünstlerin durch das Griechenmarktviertel,

am Sa, 27.6. und 18.7.,

14 Uhr, von der Ulrichpforte zum

Bayenturm. 5 E.

Anmeldung: 890 30 05.

www.paula-hiertz.de

Spazieren/Wandern

Botanischer Garten

8–21 Uhr, Alter Stammheimer Weg

Finkens Garten

9 Uhr bis Sonnenuntergang,

Friedrich-Ebert-Str. 49

Forstbotanischer Garten

9–20 Uhr, Schillingsrotter Str. 100

Tierpark Lindenthal

8–20 Uhr, Kitschburger Straße

Gut Leidenhausen

Die Angebote im Umweltbildungszentrum

Heideportal laufen wieder an,

die Greifvogelstation bleibt vorerst

geschlossen. Info: 02203 / 35 76 51.

Gut Leiden hausen 1.

www.gut-leidenhausen.de

KölnTourist

Panorama- und Hafenrundfahrten.

Info: 12 16 00 (Mo, Do), E-Mail: ticket@

koelntourist.net. www.koelntourist.net.

Bei Buchung über www.koelnticket.de

spart man bis zu 20 % des regulären

Ticketpreises.

Bildung und

Bewegung

Bürgerhäuser und -zentren

Alle Aktivitäten erfahren Sie auf

www.koelnerelf.de.

Stadtbibliothek Köln

Die Zentralbibliothek und alle Stadtteilbibliotheken

sind wieder geöffnet, die

Lese- und Arbeitsplätze stehen zur Verfügung.

Auch der Bücherbus fährt wieder.

Es gibt vielfältige digitale Angebote.

Weitere Angebote wie Vorträge und

Workshops im Makerspace folgen.

Info: 221-2 38 28. www.stbib-koeln.de

Volkshochschule Köln

Der Kursbetrieb läuft an, Vorträge und

Ausflüge werden, sofern sie stattfinden,

auf der Internetseite veröffentlicht.

Info: 221-2 36 86. VHS-Studienhaus am

KölnerLeben Heft 3 | 20


Juni/Juli 2020

Service

37

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Vorwahl im Terminkalender lautet immer 0221, sofern nichts anderes angegeben ist.

Neumarkt, Cäcilienstr. 35. Digitale Angebote:

Info: 221-2 59 90. Mediapark 7.

Außerdem gibt es kostenlose Online-

Kurse und Vorträge im Livestream unter

VHS digital #LernenGehtImmer.

www.vhs-koeln.de

Tanzen

Die Tanzschulen haben wieder geöffnet,

die Kurse finden regulär statt. Versuchen

Sie doch einmal:

Zumba Gold (für Senioren),

immer Mi, 16.10 Uhr

Mit viel Spaß wird auf lateinamerikanische

Rhythmen getanzt und sich fit

gehalten. 28 E/Monat. Info: 21 61 61.

Tanzschule Breuer, Mauritiussteinweg

90–92. www.tanzbreuer.de

YoBaDo Fitness Silver,

immer Mo, 13.30 Uhr

Leicht zu erlernende Salsa-Choreografien,

Yoga und Gymnastikübungen.

35 E/Monat. Anmeldung: 93 67 99 11.

Tanzschule Stallnig-Nierhaus,

Bonner Str. 234.

www.stallnignierhaus.de

Wir tanzen wieder,

am Mo, 8.6., 14 Uhr

Tanzen, lachen und singen – ein schöner

Nachmittag für Demenzerkrankte und

ihre Angehörigen. 5 E, Begleitperson

frei. Anmeldung: 93 67 99 11.

Tanzschule Stallnig-Nierhaus,

Bonner Str. 234.

www.stallnignierhaus.de

Breitensport

Alle Außensportanlagen und viele Sportund

Trainingshallen sind unter Hygieneauflagen

geöffnet, der Sport- und Trainingsbetrieb

des Breiten- und Freizeit -

sports ohne Körperkontakt ist dort erlaubt.

Zuschauer sind derzeit noch

nicht zugelassen. Spielbetrieb und

Wettkämpfe sind noch untersagt, aber

weitere Lockerungen ab Juni stehen auch

hier in Aussicht.

Sa, 27.6., 11–17 Uhr:

Traditionelles Seniorensportfest

der Turn- und Sportvereinigung Köln

rechtsrheinisch e. V. (TuS rrh.), Sportpark

Höhenberg. Teilnahme 4 E.

Info: 96 67 12 72. Anmeldung bis 19.6.:

meldungen@tuskoeln.de.

www.tuskoeln.de

KölnerLeben Heft 3 | 20

Kultur

Literaturhaus Köln e. V.

Das Programm startet wieder, einige

Veranstaltungen werden nachgeholt.

Info: 99 55 58-0. Großer Griechenmarkt

39. www.literaturhaus-koeln.de

Kinos

Diese Kinos sind zwar geöffnet, bieten

derzeit aber kein spezielles Seniorenkino

an.

Odeon

Info: 31 31 10. Severinstr. 81.

www.odeon-koeln.de

Filmpalast

Info: 27 25 77 17. Hohenzollernring

22–24. www.cineplex.de/koeln

Weisshaus Kino

Info: 41 84 88. Luxemburger Str. 253.

www.weisshaus-kino.de

Lichtspiele Kalk

Info: 29 49 49 79.

Kalk-Mülheimer-Str. 130/132.

www.lichtspiele-kalk.de

Filmforum im Museum Ludwig

Info: 221-2 44 98. Bischofsgartenstr. 1.

www.filmforumnrw.de

Sommerkino

Open-Air-Kino und Darbietungen

im Rheinauhafen.

www.openairkino.koeln

DriveIn Autokino Köln-Porz

Rudolf-Diesel-Str. 36.

www.autokino-koeln.de

Museen/Ausstellungen

Die Museen haben ihre ständigen

Sammlungen und vielfach die Sonderausstellungen

geöffnet, bieten aber bis

auf weiteres keine Führungen und Veranstaltungen

an.

KölnTag der Museen am Donnerstag,

4.6. und 2.7.: Alle Bürgerinnen und Bürger,

die wohnhaft in Köln sind, können

kostenlos die städtischen Museen besuchen.

Info: 221-2 40 33.

www.museenkoeln.de

Deutsches Sport & Olympia

Museum

Sa, So 10–18 Uhr. Info: 336 09 54.

Im Zollhafen 1. www.sportmuseum.de

Galerie „Im Malerwinkel“

Mitglieder des Kölner-Maler-Kreises

e. V. stellen ihre Werke aus. Eintritt frei.

Die Galerie liegt im Rheinpark zwischen

Tanzbrunnen und Claudius-Therme.

www.koelner-maler-kreis.de

Haus des Waldes

„Mein Freund der Eisvogel“ mit Fotografien

aus der Wahner Heide von Hans Paffrath.

Info: 02203 / 399 87. Gut Leidenhausen

1. www.hausdeswaldeskoeln.de

Historisches Archiv

Bis 31.12.: „Zeig’s mir! Imagines Coloniae

– Köln in 55 Bildern aus 11 Jahrhunderten“,

Di–So 10–16.30, Mi 10–19.30 Uhr.

Info: 221-2 23 27. Brabanter Str. 2–4

Käthe Kollwitz Museum

Ab 9.6.: „Lieben und Lassenmüssen …“

Persönliche Momente im Werk von

Käthe Kollwitz. Info: 227-28 99.

Neumarkt 18–24. www.kollwitz.de

Kölnisches Stadtmuseum

Bis 27.9.: 50 Johr Bläck Fööss 1970–2020.

Info: 221-2 23 98. Zeughausstr. 1–3.

www.koelnisches-stadtmuseum.de

Museum für Angewandte Kunst Köln

Die Abteilung „Kunst + Design im

Dialog“ ist geöffnet. Bis 14.6.: Design

Gruppe Pentagon; ab 26.6.: „Künstlerblick.

Clemens, Sigmund & Siecaup“.

Info: 221-2 38 60. An der Rechtsschule.

www.makk.de

www.koelnerleben.koeln


38 Termine

Museum Ludwig

Bis 14.6.: Stille Ruinen. F. A. Oppenheim

fotografiert die Antike (Fotoraum).

Info: 221-2 61 65. Heinrich-Böll-Platz.

www.museum-ludwig.de

Museum für Ostasiatische Kunst

Die ständige Sammlung ist eingeschränkt

zugänglich. Bis 16. August: Trunken an

Nüchternheit. Wein und Tee in der

chinesischen Kunst. Info: 221-2 86 08.

Universitätsstr. 100. www.museum-fuerostasiatische-kunst.de

NS-Dokumentationszentrum

Dauerausstellung, Gedenkstätte und Biblio -

thek sind geöffnet. Ab 4.6.: Gregory Berstein.

Ein Blick auf das kurze Leben des

Malers Felix Nussbaum. Info: 221-2 63 32.

Appellhofplatz 23–25. www.ns-dok.de

Photografische Sammlung/

SK Stiftung Kultur

Bis 12.7.: Berenice Abbott. Portraits of

Modernity. Info: 888 95-300. Im Mediapark

7. www.photographie-sk-kultur.de

Römisch-Germanisches Museum

Dionysos-Mosaik. Roncalliplatz. Dauerausstellung

im Belgischen Haus,

Cäcilienstr. 46. Info: 221-2 44 38.

www.roemisch-germanisches-museum.de

Schokoladenmuseum

Tickets für ein Zeitfenster können vorab

im Internet erworben werden. Info:

93 18 88-0. Am Schokoladenmuseum 1a.

www.schokoladenmuseum.de

Freies Werkstatt Theater,

26./27.6.: „Für immer schön“

Tanzmuseum/SK Stiftung Kultur

Am So, 7.6., 15 Uhr: Führung, 16 Uhr:

Film „Chicago“ (USA 2002). Bis 28.2.21:

„REIZEND! Tanz in der Werbung“. Info:

888 95-400. Im Mediapark 7 (3. OG).

www.deutsches-tanzarchiv.de

Wallraf-Richartz-Museum &

Fondation Corboud

Bis 11.4.21: Poesie der See. Niederländische

Marinemalerei. Bis 6.9.: Carlo

Carlone. Ölskizzen aus der Zeit des

Rokoko. Info: 221-2 11 19. Obenmarspforten.

www.wallraf.museum

Schauspiel/Konzerte

Atelier Theater

Karten: 24 24 85. Roonstr. 78.

www.ateliertheater.de

Comedia Theater

Karten: 888 77 222. Vondelstr. 4–8.

www.comedia-koeln.de

Freies Werkstatttheater

Karten: 32 78 17. Zugweg 10.

www.fwt-koeln.de

Foto: MEYER ORIGINALS

Orangerie Theater

Karten: 952 27 08. Volksgartenstr. 25.

www.orangerie-theater.de

Gloria Theater

Karten: 28 01. Apostelnstr. 11.

www.gloria-theater.com

Senftöpfchen Theater

Karten: 258 10 58. Große Neugasse 2–4.

www.senftoepfchen-theater.de

Theater 509 im Bürgerhaus

Stollwerck

Info: 991 10 80. Dreikönigenstr. 23.

www.buergerhausstollwerck.de

Theater der Keller in der TanzFaktur

Karten: 31 80 59. Siegburger Str. 233w.

www.theater-der-keller.de

Theater im Bauturm

Karten: 52 42 42. Aachener Str. 24–26.

www.theater-im-bauturm.de

Urania Theater

Karten: 17 09 82 60. Platenstr. 32.

www.uraniatheater.de

Volksbühne am Rudolfplatz

Karten: 25 17 47. Aachener Str. 5.

www.volksbuehne-rudolfplatz.de

Das Schauspiel und die Oper Köln,

das Hänneschen Theater und das

Gürzenich Orchester werden bis

zum Beginn der neuen Spielzeit im

September nicht mehr spielen.

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Fürsorgliche Betreuung und

Pflege im eigenen Zuhause.

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KölnerLeben Heft 3 | 20


Digitale Angebote

Mo, 8.6., 18 Uhr:

Wissenschaft im Rathaus

Prof. Dr. Gisela Schmalz von der Rheinischen

Fachhochschule Köln verdeutlicht

die Macht der Tech-Firmen, die

hinter Produkten wie iPhone, Kindle,

Alexa, YouTube, GoogleMaps oder

WhatsApp stecken. Info: 82 75 31 87.

Kostenlos teilnehmen per Link auf

www.koelner-wissenschaftsrunde.de.

Di, 9.6., ab 10 Uhr:

Premiere „Die Lücke 2.0“

Das Hörstück ist eine Fortsetzung des

Bühnenstücks „Die Lücke“ von Nuran

David Calis. Es geht um das Nagelbombenattentat

2004 in der Keupstraße

und die Entwicklungen bis heute. Bis

Ende Juni begleitet von der digitalen

Aus stellung „Die Angehörigen“.

www.schauspiel.koeln

Mo, 6.7., 18 Uhr:

Wissenschaft im Rathaus

Die interne Kommunikation in Unternehmen

ist im Wandel. Auch in der

Darstellung nach außen sind soziale

Medien nicht mehr wegzudenken.

Eintritt frei. Info: 82 75 31 87.

Findet ent weder im Rathaus, Spani -

scher Bau, Ratssaal, Rathausplatz

statt oder per Link auf

www.koelner-wissenschaftsrunde.de.

Do, 29.7., 20 Uhr:

Sommerkonzert

Unter dem Titel „Streicheleinheiten für

die Seele“ lädt Pütz-Roth Bestattungen

vor allem trauernde Menschen zu einem

heiteren Musikabend mit dem Duo

Berge und Band ein. Der kostenlose

Livestream wird verlinkt auf

www.puetz-roth.de.

„B.o.B. – Berühren ohne

Berührung“

Kölner Künstler bringen live Musik von

Pop über Klassik, Jazz bis hin zu Weltmusik

und Kabarett in Ihr Wohnzimmer.

Die Zuschauer helfen so den Künstlern.

Ausstrahlung immer sonntags, ab 20 Uhr

auf www.muxx.tv und Facebook unter

Riverside Studios Cologne. Anschließend

bleiben die Aufführungen auf Youtube

erlebbar.

Kölner Philharmonie

Konzertmitschnitte der letzten sieben

Jahre aus den bedeutendsten Konzerthäusern

Europas. Jeden Abend kann man

kostenlos ein anderes Konzert hören auf

Facebook und www.philharmonie.tv.

Kölner Philharmonie –

Corona-Podcast

Keine Konzerte, aber ein fertiges

Programm. Zu einem Streifzug durch

die ausgefallenen Werke lädt Musikjournalist

Christoph Vratz ein. Der

Podcast wird in unregelmäßigen Abständen

veröffent licht.

www.koelner-philharmonie.de

„B.o.B.“ – Jarry Singla Trio

Kunst – Landschaft – Digital

(KuLaDig)

Digitale Streifzüge vor der Haustür zu

Denkmälern, Naturschauplätzen, Zeugnissen

von Vergangenheit und Gegenwart.

Ein Informationssystem des LVR,

an dem auch jeder mitarbeiten kann.

www.kuladig.de

Landschaftsverband Rheinland (LVR)

145 landeskundliche Filmdokumentationen

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Arbeitsleben in der Region. Kostenlos.

Zu finden mit Stichwort „lvr regionalgeschichte“

auf www.youtube.com.

Museum Schnütgen

Noch sind das Rautenstrauch-Joest- und

das Museum Schnütgen wegen der Nutzung

durch das Gesundheitsamt nicht

geöffnet. Dennoch ist ein 360-Grad-

Rundgang durch die Sammlung möglich.

Neben der Beschreibung vieler Objekte

zum Lesen sind auch die Hörstationen

eingebunden. Zu besuchen auf

www.museum-schnuetgen.de.

Schauspiel Köln

Unter „Dramazon Prime“ finden Sie Inszenierungen

der letzten Jahre als Podcast

zum Anhören. Die neuen Folgen erscheinen

immer montags, mittwochs

und samstags auf www.schauspiel.koeln.

Foto: Riverside Studios

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KölnerLeben Heft 3 | 20


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KölnerLeben Heft 3 | 20


44

Leben in Köln

Fotos: Ben Horn

Doch Ahnung

von Tuten

und Blasen

Schon die Kleinen entwickeln

Musikgeschmack – doch wie kann

man sie auch an klassische Musik

heranführen? Die Veranstaltungsreihe

„Familiensache“ hat da eine gute Idee ...

Die kleine Pauline ist aufgeregt,

als sie im Nieselregen mit ihrem

Freund Phil in der Kölner Innenstadt

Fangen spielt. Es ist Sonntagnachmittag

und Pauline hat sich

in Schale geschmissen. „Das habe

ich mir selbst ausgesucht“,

sagt sie

über ihr weißes

Kleid mit buntem Blumenmuster.

Die Fünfjährige geht zum ersten

Mal in die Philharmonie. Es geht

um „irgendwas mit Musik“, der

Rest ist eine Überraschung.

Pauline und der sieben Jahre alte

Phil sind natürlich nicht allein auf

die Idee gekommen, ein klassisches

Konzert zu besuchen: Paulines

Großmutter Karin Schmitt

hat ihre Freundin Christel Breuer

und deren

Enkel eingeladen.

Auf

dem Programmzettel

steht ein Nachmittag mit dem

schwedischen Klarinettisten

Magnus Holmander. „Den kannten

wir vorher nicht, aber wir gehen

immer gern zu Konzerten. Und es

gibt ja das spezielle Programm für

Kinder“, sagt Schmitt.

„Familiensache“ heißt das Programm

der Philharmonie. In dieser

Reihe bietet das Haus neben

dem Konzert ein pädagogisches

Programm für Kinder an. Die beiden

Omas Schmitt und Breuer

freuen sich: „Wir können gleich

schön im Saal sitzen, Musik hören

und die Kinder haben ihren Spaß“,

sagt Karin Schmitt. Als sie ihre Jacken

an der Garderobe abgeben,

steigt bei den Enkeln die Unruhe.

„Keine Ahnung, was jetzt gleich

passiert“, sagt Phil, während er mit

Pauline und ihrem Plüschhund Sky

auf der Treppe im Foyer spielt.

Die Musikpädagogin

übernimmt

Kurz darauf wandert Sky in Omas

gut gefüllte Handtasche mit Köln-

Motiv und Pauline und Phil kleben

sich Namensschildchen an Kleid

und Kapuzenpulli. Die beiden

stehen vor Lioba Bärthlein, einer

gut gelaunten Musikpädagogin, die

noch 19 andere Kinder im Alter

von fünf bis elf Jahren in Empfang

nimmt. Es ertönt eine Melodie.

„Kennt ihr dieses Geräusch?“,

fragt Bärthlein. Ein Kind weiß die

richtige Antwort: Es ist das Signal,

dass das Konzert gleich beginnt.

KölnerLeben Heft 3 | 20


Leben in Köln 45

Von links nach rechts: Phil, Christel Breuer, Karin Schmitt, Pauline

KölnerLeben Heft 3 | 20

Mit Pampasgras Töne erzeugen – Phil will es versuchen.

Großeltern und Enkel müssen sich

jetzt trennen, wenn auch nur für

eine Dreiviertelstunde.

Während die Älteren zu ihren

Plätzen im Konzertsaal gehen und

das Signal ein letztes Mal ertönt,

geht Bärthlein voran, die Treppen

hinab, durchs Künstlerforum und

dann ins Stimmzimmer 1. Die

Uhr an der Wand zeigt kurz vor

16 Uhr. Bärthlein bittet die Kinder

um Ruhe. Jetzt hören sie ein

Geräusch, das wie Regen klingt.

Die Musikpädagogin erklärt den

Kindern, woher es kommt: aus

der Mithöranlage, durch die man

das Bühnengeschehen verfolgen

kann. Und den Applaus für die

auftretenden Künstler.

Die Musikpädagogen haben sich

vier Stationen für die 21 Kinder

ausgedacht, und die Mädchen und

Jungen rennen sofort an die Tische,

greifen sich Stifte, schnappen

sich Kopfhörer und blättern

in Büchern. Alle Kinder dürfen im

Zehn-Minuten-Takt die Station

wechseln und dabei mit ihren eigenen

Sinnen das Instrument des

Tages näher kennenlernen. Pauline,

Phil und die anderen hören

reihum mit Kopfhörern Klarinettenmusik,

malen Klarinettenbilder

farbig aus, schauen einen Film

zum Klarinettenbau und beraten

mit Lioba Bärthlein, wie man eine

Klarinette richtig zusammenschraubt.

Pauline findet das spannend,

sie zeigt dauernd auf und

gibt Antworten. Manches stimmt,

manches muss noch erklärt werden.

Dann probieren die Kinder

aus, ob sie mit Pampasgras Töne

wie auf einer Klarinette erzeugen

können. „Ganz schön schwer“,

stellt Pauline fest. Nach einem

Ausflug zum Raum direkt hinter

der Bühne stellt Bärthlein den

Kindern noch eine allerletzte Frage:

„Wann sollte man im Konzert

klatschen?“ Phil weiß eine gute

Antwort: „Wenn die Künstler sich

verbeugen.“

Endlich ins Konzert

„Das war spannend“, sagt Pauline.

Jetzt stehen die Kinder wieder im

Foyer, treffen ihre Großeltern

und Eltern, dann geht es endlich

auch für sie auf die Ränge. Zum

Applaus tritt Klarinettist Magnus

Holmander auf die Bühne, begleitet

vom Pianisten David Huang.

Pauline, Phil und ihre Omas klatschen.

Allerdings wird es in den

folgenden 45 Minuten nicht immer

ganz einfach, die Kinder ruhig

auf ihren Plätzen zu halten. Als

der Klarinettist mit elektronischen

Hilfsmitteln ein Stück von Molly

Kein aufführt, zeigt Großmutter


46

Leben in Köln

Foto: Ben Horn

Musik zum Greifen nah – Lioba Bärthlein zeigt Pauline die Klarinette.

Schmitt die Töne wie Wellen in

der Luft, ihre Enkelin macht mit.

Auch ein bisschen Ermahnen muss

sein. Und so sind die beiden Großmütter

hinterher froh und auch

erleichtert, als der Schlussapplaus

aufbrandet. Pauline rennt fröhlich

mit ihrem Plüschhund in der Hand

die Treppen hinauf, Phil hinterher.

Jetzt geht es zur Garderobe,

beim Anziehen die Frage: „Und,

wie war’s?“

Phil fand die Musik nicht so richtig

gut, aber er und Pauline hatten

Spaß hinter den Kulissen. Und wie

schwer es ist, mit einer Klarinette

zu spielen, das hat Pauline ja gesehen.

Der schwedische Musiker

hat sie jedenfalls sehr beeindruckt:

„Der konnte das richtig gut.“ tf

INFORMATIONEN

Familiensache in der

Philharmonie

Die Familiensache ist ein

musikpädagogisches Zusatzangebot

der Kölner Philharmonie

für Familien mit Kindern

im Alter von fünf bis

elf Jahren. Bei Konzerten mit

Familiensache sitzen die Erwachsenen

in der ersten

Hälfte im Saal, die Kinder

erleben eine kreative Vorbereitung

auf den Teil nach der

Pause. Die Teilnahme muss

über den Vorverkauf nament -

lich angemeldet werden:

Tel. 0221 / 204 08 204.

Philharmonie,

Bischofsgartenstr. 1.

www.koelnerphilharmonie.de

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KölnerLeben Heft 3 | 20


Schon

gewusst,

. . .

Foto: Rheinisches Bildarchiv

Die „Bleche Botz“ – heute steht dort das Schuhhaus Kämpgen.

... dass man in Köln kriminelle Weiber lange Zeit

in eine blecherne Hose steckte?

Am Ende der Schildergasse zum

Neumarkt, an der Ecke zur Krebsgasse

lag das ehemaligen Klarissenkloster

„zu den Schutzengeln“. Um

1800 entstand daraus eine Haft -

anstalt. Zu dieser Zeit befand sich

Köln in französischer Hand und

die damalige Verwaltung richtete

im zuvor verstaatlichten Kloster

im Oktober 1801 ein für 320

Gefangene beiderlei Geschlechts

vorgesehenes „Civilgefängnis“ ein,

das „Rheinische Arrest- und Correctionshaus“.

Umgebaut wurde

das Kloster von dem Blechschläger

Alexander Hittorf – auch Blechen

Alexander genannt – und einem

Maurermeister namens Johann

Butz (oder Botz). Auf diese beiden

soll die später volkstümliche

Bezeichnung der Anstalt „Bleche

Botz“ zurückgehen. Das bedeutet

auf Hochdeutsch „blecherne Hose“

und wurde im kölschen Sprachgebrauch

schnell als Synonym für den

Gefängnisaufenthalt verwendet.

Auch unter der späteren preußischen

Herrschaft blieb die Strafanstalt

als solche bestehen. Das

ehemalige Klostergebäude war jedoch

auf Dauer wenig als Gefängnis

geeignet, da es sowohl räumlich,

KölnerLeben Heft 3 | 20

organisatorisch wie auch hygienisch

nicht den Anforderungen des damaligen

Strafvollzugs entsprach. 1838

nahm die neu erbaute Strafanstalt

Köln „am Klingelpütz“ ihren Betrieb

auf und so wurde die Anstalt

in der Schildergasse zwischen 1846

und 1848 zum Frauengefängnis umgebaut.

Die „Königliche Straf- und

Besserungsanstalt für weibliche

Gefangene“ war den Kölnern wohl

eher als „Weiberanstalt“ bekannt

und wurde von der Strafanstalt

„am Klingelpütz“ verwaltet. Durch

den stetigen Anstieg der Kölner

Bevölkerung reichte die Haftkapazität

beider Anstalten kaum aus.

INFORMATIONEN

Die „Bleche Botz“ musste dem

Klingelpütz bis zu ihrer Aufgabe im

Jahre 1904 immer wieder zur Entlastung

dienen und auch männliche

Häftlinge aufnehmen.

Die als „rote Gräfin“ bekannte

deutsche Sozialistin Sophie Gräfin

von Hatzfeld (1805–1881) war

die wohl berühmteste Insassin der

Frauenhaftanstalt. Sie war die Lebensgefährtin

des sozialistischen

Politikers Ferdinand Lassalle (1825–

1864) und auch selbst politisch sehr

aktiv. Sie wurde im Zuge der Märzrevolution

1848/49 am 20. Mai

1849 verhaftet und saß für zwei

Monate in der „Blechen Botz“.

1904 wurde das Frauengefängnis aufgegeben und wenig später

abgerissen. Der 1907 fertig gestellte Neubau des Polizeipräsidiums

entstand an seiner Stelle. Dieser wurde beim letzten

Bombenangriff auf Köln am 2. März 1945 zerstört.

Weitere Informationen beim LVR-Informationssystem

KuLaDig – Kultur. Landschaft. Digital.

www.kuladig.de

Text: Ute Schumacher/LVR


48

Ratgeber

Kein Freund

und Helfer

Immer wieder geben sich Betrüger am Telefon als

Polizisten aus, um an Hab und Gut ihrer Opfer zu gelangen.

Gudrun Rittmeier (Name geändert), 77 Jahre alt, erinnert

sich noch gut an den 23. März. Gerade waren

die Ausgangsbeschränkungen zum Schutz vor Neuinfizierungen

mit dem Coronavirus in Kraft gesetzt

worden. Die Tagesschau berichtete von der katastrophalen

Lage der Erkrankten in Norditalien. Alles war

sehr bedrückend.

Da klingelte das Telefon. Wie immer schaute sie zunächst

auf das Display ihres Hörers und erschrak.

Statt eines bekannten Namens aus ihrer Kontaktliste

leuchtete ihr eine Nummer entgegen: 0221 110. Sie

dachte nur, was will die Polizei denn jetzt von mir?

Zitternd nahm sie das Gespräch an. „Hier spricht

die Kriminalpolizei. Wir haben nach einem Einbruch

in Ihrer Nachbarschaft bei einem der Täter ein Notizbuch

gefunden, in dem Ihr Name steht. Wir sind

in Sorge, dass Sie das nächste Opfer sind.“ Dann

bot der Anrufer an, Wertsachen und Bargeld bei

ihr abzuholen, um es sicher auf der Polizeiwache

aufzubewahren. Ganz aufgeregt und richtig besorgt

sei sie bei dem Anruf gewesen. Der Polizist habe ihr

im weiteren Verlauf des Gesprächs immer wieder

die strikte Anweisung gegeben, mit niemandem über

den Anruf zu sprechen.

Polizei ruft nicht unter 110 an

„Das war Druck pur. Aber diese ständigen Anweisungen

haben mich stutzig gemacht.“ Sie hat den

Hörer aufgelegt und ihren Sohn angerufen. „Er hat

dann den Notruf der Polizei gewählt. Die wussten

gleich, dass es ein betrügerischer Anruf eines falschen

Polizisten war.“

Voll des Lobes für Gudrun Rittmeiers Verhalten ist

Kriminalhauptkommissar Stefan Halbe, bei der Kölner

Polizei für Prävention und Opferschutz zuständig.

„Die Polizei ruft niemals unter der Telefonnummer

110 an“, stellt er klar. „Jeder sollte so handeln

wie Frau Rittmeier: Beim Anruf einer fremden Person

misstrauisch sein, keine Informationen preisgeben

und die Telefonverbindung trennen.“ Wenn das

Freizeichen nach dem Auflegen ertönt, sollte eine

Vertrauensperson und die Polizei informiert werden,

rät Halbe den Anrufopfern.

Foto: Dolores Burkert

Erschreckende Zunahme des Betrugs

an älteren Menschen

In Köln hat die Polizei im vergangenen Jahr 4.486 Anzeigen

wegen Betrugs zum Nachteil älterer Menschen

verzeichnet. „Das ist gegenüber 2015 eine Steigerung

KölnerLeben Heft 3 | 20


Ratgeber 49

INFORMATIONEN

Polizeipräsidium Köln

Kriminalprävention/Opferschutz

Walter-Pauli-Ring 2–6, Tel. 0221 / 229-86 55

E-Mail:

kriminalpraevention.koeln@polizei.nrw.de

https://koeln.polizei.nrw

von über 500 Prozent, die Dunkelziffer nicht eingerechnet“,

erläutert Halbe. 2019 wurden dabei

in 489 Fällen Senioren um Geld und Vermögen

gebracht. Neben der Masche mit den falschen Polizisten

wenden die Betrüger häufig den Enkeltrick in

verschiedenen Variationen an. Sie geben sich dabei

am Telefon als Verwandte, Enkel oder auch gute

Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld.

Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine

Notlage vorgetäuscht. „Auch hier gilt: Misstrauisch

sein, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte

oder Bekannte ausgeben, die man als Angerufene

nicht als solche erkennt. Am besten erfragt man

beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte

wissen kann“, rät Hauptkommissar Halbe für

diesen Fall.

Ob mit Enkeltrick oder als falscher Polizist – gerade

während der Coronakrise suchen Verbrecher verstärkt

Opfer. Denn jetzt sind die Gefühle von Hilflosigkeit

einerseits und Hilfsbereitschaft andererseits

sehr verbreitet. Und doch haben neben Gudrun

Rittmeier alleine am 23. und 24. März über hundert

weitere aufmerksame Senio ren aus Köln und

Leverkusen Anrufe von Betrügern angezeigt. wg

Die Polizei rät:

> Falls Sie in Ihrem Telefondisplay die Rufnummer

der Polizei 110, gegebenenfalls

mit einer Vorwahl, sehen sollten, dann

handelt es sich nicht um einen Anruf der

Polizei. Legen Sie sofort auf.

> Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter

aus, lassen Sie sich den Namen nennen,

wählen Sie selbst die 110 und schildern

Sie den Sachverhalt.

> Die Polizei erfragt telefonisch keine Bankdaten

wie Kontonummer und Kontostand

oder Inhalte von Schließfächern.

> Geben Sie unbekannten Personen keine

Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse

oder andere sensible Daten.

> Öffnen Sie unbekannten Personen niemals

die Tür oder ziehen Sie eine Vertrauensperson

hinzu. Vereinbaren Sie mit

Personen, die z. B. für Sie Besorgungen

erledigen, ein Kennwort.

> Übergeben Sie unbekannten Personen

niemals Geld oder Wertsachen. Die

Polizei wird Sie niemals auffordern,

Wertsachen und Geld an einen vermeintlichen

Polizisten zu übergeben.

> Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes

geworden sind, wenden Sie sich in jedem

Fall an die Polizei und erstatten Sie eine

Anzeige.

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KölnerLeben Heft 3 | 20


50

Leben in Köln

Kölner Köpfe – Dr. Theo Pagel

Der Direktor (59) des Kölner Zoos lebt für seinen Beruf, auch privat

hält er einige Tiere. Hat er sich einen Traum erfüllt?

Herr Pagel, haben Sie jetzt in der

Corona-Krise viel zu tun?

Ja, ich fahre jeden Tag in den Zoo, denn

die Tiere müssen immer versorgt werden.

Die Kollegen sind im Einsatz, ob Corona

oder nicht. Ich hoffe, diese Krise hat auch

was Gutes. Vielleicht lernen die Menschen,

zu besseren Wesen zu werden.

Wohnen Sie denn nicht im Zoo?

Eigentlich hat der Direktor eine Residenzpflicht,

deswegen habe ich auch zehn

Jahre im Direktorenhaus auf dem Zoogelände gelebt. Aber

man hat keine Privatsphäre mehr. Der ehemalige Oberbürgermeister

Jürgen Roters hat dann zum Glück meinen

Vertrag geändert, so wohne ich jetzt seit vier Jahren in

Overath. Unsere Töchter waren aus dem Haus und ich

wollte nicht erst mit der Rente umziehen. Je später, desto

schwerer fällt es.

War Zoodirektor Ihr Traumberuf?

Ich bin ganz in der Nähe des Duisburger Zoos aufgewachsen.

Durch meinen Vater hatten wir engen Kontakt dahin,

auch zum damaligen Zoodirektor Dr. Wolfgang Gewalt.

Mit vier Jahren wusste ich bereits, dass der Zoo mein Leben

bestimmen würde. Ich habe zu Hause jede Menge

Tiere gehalten, zum Beispiel Stinktiere und Waschbären.

Wenn man genügend Sachkunde hat, darf man sogar Elefanten

halten.

Welches Studienfach haben Sie dafür ergriffen?

Nun, ich habe Biologie auf Lehramt in Düsseldorf studiert,

um sicherzugehen, dass ich zur Not als Lehrer unterkommen

würde. Ich hatte Glück und wurde dem damaligen

Foto: Kölner Zoo

Direktor Gunther Nogge empfohlen. 1991

konnte ich im Kölner Zoo beginnen. Ab

da wurde ich als Immi mentaler Kölner.

Dann wurden Sie 2007 Nogges

Nachfolger und das ist noch nicht

alles …

Letztes Jahr wurde ich zum Präsidenten

des Weltzooverbandes benannt. Die Aufgaben

sind ja ständig gewachsen: Heute

geht es um Bildung, Naturschutz vor Ort

und natürlich auch Arterhaltung mit unseren

Zuchtprogrammen. Und Unterhaltung wollen die

Besucher mit Streichelzoo und Restaurant.

Haben Sie denn Zeit für Hobbys?

Ich bin im Garten aktiv geworden und habe einen original

alten Citroën CX aus dem Schimanski-Tatort … und

Reisen natürlich, ich möchte noch nach Kanada, Chile und

fotografieren!

Welches ist Ihr Lieblingstier?

Es gibt so viele wunderbare Tiere, ich habe jeden Tag

ein anderes. Besonders hatte ich mich mit dem Pinselzungenpapagei

beschäftigt, über ihn habe ich damals meine

Abschlussarbeit geschrieben. Dann der Balistar, der

hochbedroht ist. Oder der Krallenotter. Oder der Gecko

Cyrtodactylus pageli. Oder der Stachelskink, den ich zu

Hause in meinem Büro halte. Und natürlich meine Haustiere:

Ich habe einen Hund und einen Dackel (lacht). Sie

wissen, ein Dackel hält sich für was Besseres …

Das Gespräch führte Lydia Schneider-Benjamin –

zu Corona-Zeiten ausnahmsweise telefonisch.

Heftvorschau August/September 2020

Foto: Sandor Kacso / fotolia

Pflegereport

Foto: Susanne Neumann

Bäume fürs Klima

Foto: Tim Farin

Xantener Südsee

KölnerLeben Heft 3 | 20


Wichtige Telefonnummern

Service 51

Die Vorwahl für folgende Telefonnummern lautet immer 0221, sofern nichts anderes angegeben ist.

Beratung und Hilfen der Stadt Köln

Zentrales Beratungstelefon für

Senioren und Menschen mit

Behinderung

Tel. 221-2 74 00

sozialamt.beratungstelefon@

stadt-koeln.de

Bürgerberatung

Tel. 221-2 40 00

buergerberatung@stadt-koeln.de

Schnelle Hilfe für vernachlässigte

oder verwahrloste Personen

Tel. 221-2 44 44

buergerberatung@stadt-koeln.de

SBK, Sozial-Betriebe-Köln

Tel. 77 75-0

info@sbk-koeln.de

Mobiler Sozialer Dienst

Tel. 221-9 12 77

christoph.kleid@stadt-koeln.de

Heimaufsicht

Tel. 221-2 74 04,

221-2 65 80, 221-2 75 72

heimaufsicht@stadt-koeln.de

Sozialpsychiatrischer Dienst

beim Gesundheitsamt

Tel. 221-2 47 10

sozialpsychiatrischerdienst@

stadt-koeln.de

Seniorenvertretungen in den Bezirksrathäusern

Gesamtseniorenvertretung

Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln

Telefon 221-2 75 15

seniorenvertretung@stadt-koeln.de

Stadtbezirk Chorweiler

Pariser Platz 1, Raum 360,

50765 Köln, jeden letzten

Mittwoch im Monat, 10–12 Uhr

Tel. 221-9 63 34

svk.chorweiler@stadt-koeln.de

Stadtbezirk Ehrenfeld

Venloer Str. 419–421, Raum 234,

50825 Köln, jeden 2. und 4.

Montag im Monat, 10–12 Uhr

Tel. 221-9 42 45

svk.ehrenfeld@stadt-koeln.de

Stadtbezirk Innenstadt

Ludwigstr. 8, Raum 425,

50667 Köln, jeden 2. und 4.

Dienstag im Monat, 10–12 Uhr

Tel. 221-9 14 64

svk.innenstadt@stadt-koeln.de

Stadtbezirk Kalk

Kalker Hauptstr. 247–273, Raum 900,

51103 Köln, jeden 1. und 3.

Dienstag im Monat, 10–12 Uhr

Tel. 221-9 83 05

svk.kalk@stadt-koeln.de

Stadtbezirk Lindenthal

Aachener Str. 220, Raum 400,

50931 Köln, jeden 1. und 3.

Montag im Monat, 10–12 Uhr

Tel. 221-9 32 54

svk.lindenthal@stadt-koeln.de

Stadtbezirk Mülheim

Wiener Platz 2a, Raum 641,

51065 Köln, jeden Montag,

10–12 Uhr

Tel. 221-9 93 07

svk.muelheim@stadt-koeln.de

www.muelheimer-senioren.kompass.

koeln

Stadtbezirk Nippes

Neusser Str. 450, Raum 210,

50733 Köln, jeden 2. Donnerstag

im Monat, 10–11.30 Uhr

Tel. 221-9 54 99

svk.nippes@stadt-koeln.de

Stadtbezirk Porz

Friedrich-Ebert-Ufer 64–70, Raum 248,

51143 Köln, jeden 1. und 3. Dienstag

im Monat, 10–12 Uhr

Tel. 221-9 73 41

svk.porz@stadt-koeln.de

Stadtbezirk Rodenkirchen

Hauptstr. 85, Raum 107, 50996 Köln,

jeden 2. Donnerstag im Monat,

13–15 Uhr, Tel. 221-9 22 24

svk.rodenkirchen@stadt-koeln.de

Seniorengemeinschaften in den Parteien

AG 60plus

Senioren in der SPD

Vorsitzender:

Friedhelm Hilgers

Magnusstr. 18 b,

50672 Köln

Tel. 925 98 10

ub.koeln@spd.de

SeniorenUnion

Senioren in der CDU

Vorsitzender:

Bernd Ensmann

Kösliner Str. 22, 50737 Köln

Tel. 740 08 78

bernd.ensmann@seniorenunion-koeln.de

FDP/Kreisverband Köln

Kreisgeschäftsstelle

Breite Str. 159,

50667 Köln

Tel. 25 37 25

info@fdp-koeln.de

Bündnis 90/Die Grünen

Ansprechpartnerin:

Frau Ehlting

Rathausplatz (Spanischer Bau),

50667 Köln

Tel. 221-2 59 16

gruene-fraktion@

stadt-koeln.de

DIE LINKE.

Kreisverband Köln

Ansprechpartnerin:

Angelika Link-Wilden

Zülpicher Str. 58,

50674 Köln

Tel. 240 60 95

buero-kv-koeln@die-linke.org

Beratung und Hilfen der freien Wohlfahrtsverbände

Arbeiterwohlfahrt

Kreisverband Köln e. V.

Rubensstr. 7–13,

50676 Köln

Tel. 20 40 70

info@awo-koeln.de

Der PARITÄTISCHE

Kreisgruppe Köln

Marsilstein 4–6,

50676 Köln

Tel. 95 15 42-0

koeln@paritaet-nrw.org

KölnerLeben Heft 3 | 20

Caritasverband

für die Stadt Köln e. V.

Bartholomäus-Schink-Str. 6,

50825 Köln

Tel. 95 57 00

info@caritas-koeln.de

Diakonisches Werk Köln

und Region

Kartäusergasse 9–11,

50678 Köln

Tel. 16 03 80

ihrschnellerdraht@

diakonie-koeln.de

Deutsches Rotes Kreuz

Kreisverband Köln-Stadt e. V.

Oskar-Jäger-Str. 42,

50825 Köln, Tel. 548 70

info@drk-koeln.de

Synagogen-Gemeinde Köln

Ottostr. 85, Eingang Nußbaumerstr.

50823 Köln, Tel. 716 62-0

info@sgk.de

ASB Köln e. V.

Sülzburgstraße 146,

50937 Köln, Tel. 66 00 70

www.asb-koeln.de

Polizei

Kriminalkommissariat

Kriminalprävention/Opferschutz

ehemals Vorbeugung

Tel. 229-86 55

kriminalpraevention.koeln@

polizei.nrw.de

Kommissariat

Verkehrsunfallprävention/

Opferschutz

Tel. 229-61 61

VUP-O.Koeln@polizei.nrw.de

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