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Berufe 2022

Ausbildung mit Zukunft

Ausbildung mit Zukunft

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Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

Ein Magazin der<br />

Ausgabe Frühjahr <strong>2022</strong><br />

AUSLAND<br />

Wie Azubis den Sprung<br />

über die Grenze schaffen<br />

VERANTWORTUNG<br />

Grüne Jobs von der Imkerin<br />

bis zum Kanalbauer<br />

ERFAHRUNG<br />

Auszubildende berichten in<br />

Interviews über ihr Berufsleben


2 Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

Personal Trainer<br />

erfüllen individuelle Fitnessziele 4<br />

Das Aufziehen<br />

und Injizieren<br />

von Covid-19-<br />

Impfstoffen ist auch<br />

ein Aufgabengebiet<br />

für medizinische<br />

Fachangestellte.<br />

Foto: dpa<br />

Die große Frage:<br />

Ausformuliertes Bewerbungsschreiben<br />

oder WhatsApp-Message? 6<br />

Wie man in der Ausbildung<br />

Auslandserfahrung sammelt 7<br />

Medizinische Fachangestellte und<br />

Kfz-Mechatroniker an der Spitze<br />

Rangliste der beliebtesten Ausbildungsberufe<br />

Arbeiten mit Bienen,<br />

arbeiten mit der Schöpfung 8<br />

Praktika im Studium sind oft Pflicht, aber<br />

immer ein Selbstversuch in der Praxis 10<br />

Neue Möglichkeiten für<br />

junge Leute ohne Berufsausbildung 11<br />

Ausbildung live: Azubis sprechen über<br />

Büroarbeit und Kinderbetreuung 12 u. 15<br />

Von Abfall bis Schornstein:<br />

versteckte „grüne“ Ausbildungsberufe 13<br />

Erstmals haben Frauen in der dualen<br />

Berufsausbildung im Jahr 2021 die<br />

meisten neuen Ausbildungsverträge<br />

im Beruf der „Medizinischen Fachangestellten“<br />

abgeschlossen. Mit 17.154<br />

neuen Ausbildungsverträgen setzte<br />

sich dieser Beruf bei den Frauen auf<br />

Platz eins. Insgesamt wurden im Vergleich<br />

zum Vorjahr rund 2000 zusätzliche<br />

Ausbildungsverträge abgeschlossen,<br />

was einem Plus von über<br />

13 Prozent entspricht. Jede zehnte<br />

weibliche Auszubildende lernt in diesem<br />

Beruf. Der langjährige Spitzenreiter<br />

„Kauffrau für Büromanagement“<br />

wurde auf den zweiten Platz<br />

verdrängt.<br />

Bei den Männern liegt der „Kraftfahrzeugmechatroniker“<br />

weiterhin unangefochten<br />

an der Spitze. 19.713 (+ 2,8<br />

Prozent) junge Männer haben 2021<br />

einen Ausbildungsvertrag in einem<br />

Beruf rund ums Auto neu abgeschlossen.<br />

Den größten Sprung in der Gesamt-Rangliste<br />

hat mit zwölf Plätzen<br />

„Kaufmann/Kauffrau für E-Commerce“<br />

gemacht. 1887 neue Ausbildungsverträge<br />

sorgten für ein Plus von rund<br />

27 Prozent im Jahr 2021.<br />

Dichte Rohrleitungen –<br />

saubere Arbeit und gesundes Trinkwasser 14<br />

IMPRESSUM BERUFE - Ausbildung mit Zukunft<br />

Anzeigen-Sonderveröffentlichung vom 12. März<br />

<strong>2022</strong> l RheinMainMedia GmbH (RMM) . Waldstraße<br />

226 . 63071 Offenbach (zugleich ladungsfähige<br />

Anschrift der im Impressum genannten Verantwortlichen<br />

und Vertretungsberechtigten) l Veröffentlicht<br />

in (Aboauflage): Frankfurter Neue Presse .<br />

Höchster Kreisblatt . Taunus Zeitung . Frankfurter<br />

Rundschau . F.A.Z. Rhein-Main l Geschäftsführer:<br />

Achim Pfl üger (RMM) l Projektleitung: Gunnar<br />

Jahns (RMM) . Telefon: (069) 75 01-41 19 . gunnar.<br />

jahns@rmm.de l Verantwortlich für den redaktionellen<br />

Inhalt: Bernd Buchterkirch (RMM) l Texte/<br />

Fotos: Content & Design (RMM) – Alexander<br />

Schramm . dpa (Amelie Breitenhuber, Kirsten Neumann,<br />

Hendrik Polland); Beiträge und Bilder der<br />

einzelnen Unternehmen l Titelfoto: Kirsten Neumann/dpa-tmn<br />

l Layout: Content & Design (RMM)<br />

– Silke Kahrmann l Druck: Westdeutsche Verlagsund<br />

Druckerei GmbH . Kurhessenstraße 4 – 6 .<br />

64546 Mörfelden-Walldorf l Weitere Detailangaben<br />

siehe Impressum der oben aufgeführten Veröffentlichung.<br />

DIE RANGLISTE Frauen<br />

Medizinische Fachangestellte 17.154<br />

Kauffrau für Büromanagement 16.725<br />

Zahnmedizinische Fachangestellte 13.203<br />

Verkäuferin 10.389<br />

Kauffrau im Einzelhandel 8.985<br />

Industriekauffrau 8.088<br />

Auf diese sechs <strong>Berufe</strong><br />

entfallen allerdings nur<br />

27,5 Prozent aller neu abgeschlossenen<br />

Ausbildungsverträge<br />

mit Männern.<br />

Insgesamt haben 2021 in diesen<br />

sechs <strong>Berufe</strong>n mehr als 43 Prozent<br />

der jungen Frauen einen neuen<br />

Ausbildungsvertrag abgeschlossen.<br />

DIE RANGLISTE Männer<br />

Kraftfahrzeugmechatroniker 19.713<br />

Fachinformatiker 14.463<br />

Anlagenmechaniker für<br />

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik 14.067<br />

Elektroniker 13.953<br />

Verkäufer 10.374<br />

Kaufmann im Einzelhandel 10.281<br />

Mit insgesamt 473.100 neu abgeschlossenen dualen Ausbildungsverträgen wurden<br />

im Jahr 2021 5600 Verträge (+1,2 Prozent) mehr abgeschlossen als im Jahr zuvor.<br />

Das Niveau von vor der Pandemie wurde aber bei Weitem nicht erreicht:<br />

2019 waren es rund 525.000 Verträge. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen<br />

lag mit 63.200 (+ 5,4 Prozent) 2021 auf einem neuen Rekordniveau.<br />

Quelle: Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über neu abgeschlossene<br />

Ausbildungsverträge zum 30.09.2021 in anerkannten dualen Ausbildungsberufen.


<strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

3<br />

Wünsche und Ziele verändern sich<br />

Jugendlichen bei Berufswahl den Druck nehmen<br />

Weiter zur Schule gehen, eine Ausbildung<br />

machen oder dual studieren? Wird die<br />

Berufswahl bei Jugendlichen zum Thema,<br />

sollte man keinen Druck aufbauen. Nicht<br />

alles ist eine Entscheidung fürs Leben.<br />

In den scheinbar endlosen Möglichkeiten<br />

und dem Überfluss an Informationen<br />

sieht Berufsberaterin Mechthild Schikowski-Simons<br />

die größte Herausforderung,<br />

die Jugendlichen bei der Berufsorientierung<br />

begegnet.<br />

Die vielen Informationen zu strukturieren<br />

und zu filtern, überfordere viele, sagte<br />

die Berufsberaterin in einem Interview<br />

mit einer Sonderausgabe der Zeitschrift<br />

„abi“ für Eltern. Die Angebote der Agentur<br />

für Arbeit zur Berufsberatung sollen<br />

hier unterstützen und orientierungslosen<br />

Jugendlichen Impulse geben.<br />

Schikowski-Simons gibt den Jugendlichen<br />

in ihrer Beratung außerdem mit, dass sie<br />

sich zunächst um den nächsten Schritt<br />

nach der Hochschulreife Gedanken machen<br />

sollen. Es gehe hingegen nicht zwingend<br />

darum, einen Beruf zu finden, den<br />

man bis zur Rente ausübt.<br />

Umorientierung<br />

auch später noch möglich<br />

Wünsche und Ziele verändern sich im<br />

Laufe des Lebens. Es ist möglich, sich<br />

durch Fort- und Weiterbildung auch später<br />

umzuorientieren. Daher sei es wichtig,<br />

den Jugendlichen den Druck zu nehmen,<br />

sich in jungen Jahren für das ganze<br />

Leben festlegen zu müssen, so Schikowski-Simons.<br />

Eltern, die auf der Suche nach<br />

Tipps und Ratschlägen sind, wie sie ihr<br />

Kind bei der Berufswahl unterstützen<br />

Vor einer Wand<br />

an Informationen:<br />

analog wie digital<br />

gibt es viele Infos zu<br />

Karrieremöglichkeiten<br />

für Schulabgänger.<br />

können, können<br />

das Ratgeber-Heft<br />

von „abi“ kostenlos<br />

herunterladen.<br />

Es wird von der<br />

Bundesagentur für<br />

Arbeit herausgegeben.<br />

L Internet<br />

Elternhefte: https://abi.de/eltern/abi-elternhefte<br />

Merkblatt Berufsberatung: http://dpaq.de/Rts0A<br />

Fotos: Robert Günther/dpa-tmn, ©Stefan_E - stock.adobe.com<br />

KURZ NOTIERT<br />

Darf der Arbeitgeber von Bewerbern Impfnachweis verlangen?<br />

Ab 15. März soll die einrichtungsbezogene Impfpflicht in der Gesundheits-<br />

und Pflegebranche gelten. Einige Bundesländer wollen<br />

diese zwar abschwächen oder mit Kontrollen später beginnen,<br />

aber es bleibt die Frage: Dürfen Arbeitgeber künftig schon<br />

bei Gesprächen mit Bewerbern im Einstellungsverfahren nach<br />

entsprechenden Nachweisen fragen?<br />

Ja, und das ist im Gesetz geregelt. „Der Nachweis ist die Voraussetzung,<br />

um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überhaupt<br />

beschäftigen zu dürfen“, sagt Jürgen Markowski, Fachanwalt für<br />

Arbeitsrecht in Offenburg. Der Arbeitgeber habe also ein berech-<br />

tigtes Interesse, von Bewerberinnen und<br />

Bewerbern diesen Nachweis zu fordern.<br />

Ausbildung bei Mainova –<br />

Da steckt mehr dahinter!<br />

Grundsätzlich gilt: Im Einstellungsverfahren<br />

darf der Arbeitgeber Fragen stellen,<br />

die Themen betreffen, an deren Kenntnis<br />

er ein berechtigtes betriebliches Interesse<br />

hat. Dem gegenüber steht der Schutz<br />

des allgemeinen Persönlichkeitsrechts –<br />

beides müsse der Arbeitgeber gegeneinander<br />

abwägen. Weil es zu den Nachweisen<br />

einer Covid-19-Schutzimpfung eine<br />

gesetzliche Regelung gibt, ist die Frage<br />

nach dem Nachweis aber gestattet.<br />

Zuverlässige Energie für<br />

deine Karriere<br />

Jetzt bewerben<br />

mainova.de/karriere


4 Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

„Man s Ier ha <br />

an Ar i m Msen“<br />

Was macht eigentlich ein Personal Trainer?<br />

Viele Menschen haben in den langen<br />

zur Sport- und Fitnesskauffrau gestoßen.<br />

Homeoffice-Phasen während der Pande-<br />

Bei einem meiner Vorstellungsgespräche<br />

mie irgendwann gemerkt: „Ich muss mich<br />

wurde ich dann gefragt: „Warum wollen<br />

mehr bewegen!“ Wer beim Erreichen der<br />

Sie nicht studieren?“ Mir wurde dann das<br />

Die meisten trainieren nun mal vor oder<br />

persönlichen Fitnessziele Unterstützung<br />

Studium der Fitnessökonomie vorge-<br />

nach der Arbeit, daran muss man sich<br />

braucht, bekommt sie zum Beispiel bei<br />

schlagen, das ich an der Deutschen<br />

anpassen. Außerdem muss man in erster<br />

Personal Trainerin Sina Cordsen.<br />

Hochschule für Prävention und Gesund-<br />

Linie natürlich an Menschen und der<br />

heitsmanagement absolviert habe.<br />

Arbeit mit Menschen interessiert sein.<br />

Die 32-Jährige ist Inhaberin und Ge-<br />

Diese Sozialkompetenz ist enorm wichtig.<br />

schäftsführerin ihres eigenen Studios<br />

Während des dualen Programms habe<br />

Es hilft nichts, wenn ich einen super<br />

„Die Fitalistin“ in Bremen und im Vorsitz<br />

ich parallel zu den Lehrveranstaltungen<br />

Trainingsplan schreiben kann, das aber<br />

des Bundesverbands Personal Training<br />

im Fitnessstudio gearbeitet. Zunächst am<br />

nicht vermittelt bekomme.<br />

aktiv. Im Job-Protokoll erzählt sie, wel-<br />

Tresen, später auch auf der Fläche. Au-<br />

chen Weg sie in die Branche eingeschlagen<br />

hat und was Personal Training vom<br />

ßerdem habe ich nach und nach meine<br />

Trainerlizenzen erworben. Nach meinem<br />

Die schönsten Seiten des Berufs<br />

Training im Fitnessstudio unterscheidet.<br />

Bachelor-Abschluss bin ich zunächst<br />

Mit am schönsten ist es, wenn die<br />

Und sie sagt, warum die Kundenbetreu-<br />

noch im Fitnessstudio geblieben und war<br />

Kunden zufrieden und glücklich sind. Ich<br />

ung gleichzeitig das größte Glück und<br />

in der Bereichsleitung tätig. Seit 2013<br />

habe einen sehr durchmischten Kunden-<br />

die größte Herausforderung sein kann.<br />

arbeite ich nun aber als selbstständige<br />

kreis, die Jüngste ist derzeit 17, die Ältes-<br />

Personal Trainerin.<br />

te 87. Da sind die Anforderungen sehr<br />

Mein Weg in den Beruf<br />

Nach dem Abitur habe ich mich umge-<br />

Mein Arbeitsalltag<br />

unterschiedlich. Wenn eine Kundin nach<br />

einer Trainingsstunde sagt: Das tat jetzt<br />

total gut, ich fühle mich genau richtig<br />

schaut, welche <strong>Berufe</strong> es im Bereich Fit-<br />

Mein Arbeitstag beginnt zwischen 7 Uhr<br />

belastet – dann ist das sehr zufrieden-<br />

ness gibt. Da bin ich auf die Ausbildung<br />

und 8 Uhr. Dann kommen entweder die<br />

stellend. Mir wird viel Dankbarkeit ent-<br />

ersten Kundinnen und Kunden ins Studio<br />

gegengebracht, wenn jemand mit meiner<br />

oder ich fahre zu ihnen. Über den Vor-<br />

Unterstützung die gesetzten Ziele<br />

mittag verteilt habe ich in der Regel zwei<br />

erreichen kann.<br />

bis vier Termine mit verschiedenen Klienten.<br />

Das kann drinnen wie draußen sein –<br />

je nachdem, welche Trainingsmethoden<br />

Die größten Herausforderungen<br />

zum Einsatz kommen und was die<br />

Auf der anderen Seite ist es eine Heraus-<br />

Trainingsziele sind.<br />

forderung, allen Kundinnen und Kunden<br />

mit ihren individuellen Wünschen und<br />

Um die Mittagszeit habe ich meist eine<br />

Vorstellungen gerecht zu werden. Zum<br />

Pause. Außerdem kümmere ich mich in<br />

Teil ist man die Person, die sagen muss:<br />

dieser Zeit um Themen wie die Trainings-<br />

Das Ziel, in vier Wochen zehn Kilo abzu-<br />

planung, die Auswertung von Ernäh-<br />

nehmen, ist nicht realistisch. Das ist ein<br />

rungsprotokollen, um die Koordination<br />

überspitztes Beispiel, aber da muss man<br />

von Marketingmaßnahmen oder auch die<br />

schon sehr ehrlich sein können. Oder<br />

Verbandsarbeit. Am Nachmittag geht es<br />

man muss ganz kritisch nachfragen,<br />

meist etwa um 16 Uhr weiter und ich<br />

wenn sich vielleicht nicht die gewünsch-<br />

gebe bis etwa 20.30 Uhr Trainings für<br />

ten Erfolge einstellen: Hält sich der Kun-<br />

Sie zeigt, wie es geht:<br />

Sina Cordsen ist Personal<br />

Trainerin und 2. Vorsitzende im<br />

Bundesverband Personal Training.<br />

meine Kundinnen und Kunden.<br />

Ohne was es in dem Job nicht geht<br />

Was einem immer bewusst sein muss:<br />

Man arbeitet als Personal Trainer immer<br />

dann, wenn andere Leute Freizeit haben.<br />

de wie besprochen an die Ernährung?<br />

Diese Missverständnisse<br />

begegnen mir immer wieder<br />

Viele denken, dass Personal Training kein<br />

richtiger Beruf ist. Genau genommen<br />

Fotos: Markus Hibbeler/dpa-tmn


<strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

5<br />

Die ruhigere<br />

Mittagszeit nutzt<br />

Sina Cordsen etwa<br />

für die Gestaltung<br />

von Trainingsplänen<br />

sowie für ihre Arbeit<br />

im Bundesverband<br />

Personal Training.<br />

kann sich auch jeder und jede so<br />

nennen, da es sich nicht um eine<br />

geschützte Berufsbezeichnung handelt.<br />

Man muss also immer nachweisen,<br />

dass man weiß, was man da tut.<br />

Daneben erlebe ich oft, dass<br />

Menschen eine gewisse Scheu oder<br />

Respekt davor haben, sich an einen<br />

Personal Trainer zu wenden. Viele<br />

denken, dass sie dafür nicht fi t<br />

genug sind. Aber genau das ist ja<br />

Anleitung und<br />

Kontrolle bei der<br />

Ausführung: Personal<br />

Trainerin Sina Cordsen<br />

entwickelt für ihre<br />

Kundinnen und<br />

Kunden individuelle<br />

Trainingspläne.<br />

mein Job: die Menschen auf dem<br />

Weg zu ihrem gewünschten<br />

Fitnesslevel zu begleiten.<br />

L Internet<br />

Bundesverband PT: www.bundesverband-pt.de<br />

Qualifikationen in der Fitnessbranche:<br />

http://dpaq.de/8Djdd<br />

DHFPG: Studiengang Fitnessökonomie:<br />

http://dpaq.de/FRrcu<br />

Versögihen<br />

Laut Bundesverband Personal Training (BVPT)<br />

ist die Spanne der Verdienstmöglichkeiten sehr<br />

groß. Abhängig ist der Verdienst in diesem Beruf<br />

etwa davon, in welcher Region ein Trainer<br />

oder eine Trainerin tätig ist und wie viele Mitbewerber<br />

es dort gibt. Der BVPT empfiehlt eine<br />

Stunde Personal Training nicht unterhalb der<br />

Grenze von 95 Euro brutto anzubieten. Dieses<br />

Honorar decke bei einem professionellen<br />

hauptberuflichen Personal Trainer gerade mal<br />

das Notwendige für den täglichen Bedarf. Bei<br />

mehr Erfahrung könne der Stundenlohn daher<br />

auch deutlich höher bei 150 bis 200 Euro liegen.<br />

ANZEIGE<br />

Tolle Chancen für einen optimalen Berufsstart<br />

Als das führende Unternehmen für die Entsorgung und Flächenreinigung im gesamten Rhein-<br />

Main-Gebiet ist die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH aus der Region nicht mehr<br />

wegzudenken. Über 1.700 Mitarbeiter aus 39 Nationen arbeiten jeden Tag daran, dass Frankfurt<br />

sauber bleibt. Wer sich also nach dem Schulabgang eine qualifizierte Ausbildung - etwa zum<br />

Berufskraftfahrer, Kfz-Mechatroniker oder im kaufmännischen Bereich - mit einer langfristigen<br />

Perspektive wünscht, ist bei uns und unseren Tochterunternehmen genau richtig.<br />

Ausbildung bei<br />

Wir bieten spannende Ausbildungsberufe mit besonderen<br />

Konditionen. Dazu gehören ein angemessenes Gehalt bei<br />

attraktiven Arbeitszeiten, jährliche Sonderzahlungen, sowie<br />

ein Jobticket, Übernahme der Schulbuchkosten u.v.m.<br />

Selbstverständlich greifen wir dir auch bei der eigentlichen<br />

Ausbildung unter die Arme - all das in dem zukunftssicheren<br />

Arbeitsumfeld eines stadtnahen Unternehmens.<br />

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns wichtig.<br />

Kostenlose Impfungen werden von uns genauso ermöglicht<br />

wie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Und<br />

auch Sportliebhabern haben wir einiges zu bieten. Alle unsere<br />

Mitarbeiter können das firmeneigene, sowie zwei externe<br />

Fitnessstudios nutzen. Oder ist eher Fußball oder Laufen dein<br />

Ding? Dann bist du beim Betriebssport richtig.<br />

Für satte Mittagspausen wird auch gesorgt. Unsere<br />

Kantine bringt jeden Tag etwas Warmes auf den<br />

Tisch. Und das zu attraktiven Preisen, die für Auszubildende<br />

nochmals vergünstigt sind.<br />

„Gemeinsam“ ist für uns keine leere Floskel. Das<br />

beweisen wir im Betrieb und auch außerhalb. Neben<br />

unserem Mitarbeiterfest sind wir regelmäßig bei den<br />

Social Days und dem JP-Morgan-Chase-Lauf dabei.<br />

Gute Chancen bei guter Leistung. Wer die Ausbildung<br />

erfolgreich abschließt, hat gute Chancen übernommen<br />

zu werden. Bei entsprechender Leistung<br />

bieten wir nach dem Abschluss einen unbefristeten<br />

Vertrag an.<br />

Interessiert? Dann schau auf www.hr.fes-frankfurt.de vorbei, hier gibt es viele Ausbildungsberufe zu entdecken.<br />

Start ist zum 15.08.<strong>2022</strong>.


6<br />

Lästig oder hilfreich:<br />

Wie gefragt sind Anschreiben noch?<br />

Wer vor einer Bewerbung sitzt,<br />

muss sich immer seltener kreative<br />

Sätze für ein Anschreiben<br />

ausdenken. Für einige Jobs wird<br />

es aber weiterhin vorausgesetzt.<br />

Das Bewerbungsanschreiben hat einen<br />

Zeile per Mail oder Messenger heute aus?<br />

werbung das gesamte Paket“, also ein An-<br />

schweren Stand. Einerseits wird es im-<br />

Personal-Experten ordnen ein.<br />

schreiben und Referenzen, sagt zum Bei-<br />

mer noch gefordert, andererseits gilt es<br />

spiel Ralph Wiechers, der sich als Execu-<br />

oft genug als ein überflüssiges Anhängsel.<br />

Was sollten Bewerber tun?<br />

Das Bewerbungsschreiben<br />

hat ausgedient<br />

tive Vice President People Management<br />

& Platforms bei der Deutschen Post DHL<br />

Group um Personalthemen kümmert.<br />

„Hallo, guten tag hiermit bewerbe ich<br />

Eine klare Meinung hat Inga Dransfeld-<br />

mich :) mfg“. Für das Teilen dieses Bewer-<br />

Haase, Präsidentin des Bundesverban-<br />

Diesen Überblick liefere zwar bereits der<br />

bungstexts auf Linkedin erhielt Daniel<br />

des der Personalmanager (BPM). „Das<br />

Lebenslauf. Das Anschreiben könne darü-<br />

Merkel, Inhaber einer Werbeagentur, viel<br />

Bewerbungsanschreiben hat ausgedient.“<br />

ber hinaus die persönliche Motivation,<br />

Aufmerksamkeit. Dem Posting zufolge<br />

Je traditioneller ein Unternehmen einge-<br />

Entwicklungsbereitschaft oder den Füh-<br />

war das knappe „Anschreiben“ Teil einer<br />

stellt sei, desto mehr werde daran festge-<br />

rungsstil aufzeigen. Geht es dagegen um<br />

Bewerbung für einen Ausbildungsplatz<br />

halten. In ihrem Verband verzichteten je-<br />

Zustelltätigkeiten, sei ein langes Motivati-<br />

zum Fachinformatiker.<br />

doch bereits die meisten darauf. Es fehle<br />

onsschreiben nicht erforderlich. „Hier sind<br />

der Mehrwert für den Auswahlprozess.<br />

sogar Bewerbungen per WhatsApp mög-<br />

Unter dem Posting entfaltete sich eine<br />

lich.“ Da gehe es vor allem um die Kern-<br />

ausufernde Diskussion, wie wichtig ein<br />

Soll das Anschreiben tatsächlich eine<br />

daten der Bewerberinnen und Bewerber<br />

klassisches Anschreiben heute überhaupt<br />

Funktion erfüllen und etwa Informatio-<br />

und Informationen zu deren Eignung.<br />

noch ist. Unabhängig davon, dass Perso-<br />

nen liefern, die über den Lebenslauf<br />

naler meist eine einwandfreie Rechtschreibung<br />

erwarten: Reicht eine lockere<br />

hinausgehen, sind selbst formulierte<br />

Sätze wesentlich.<br />

One-Click-Bewerbung<br />

Auch die Deutsche Bahn verlangt von<br />

Das Problem: „Viele Leute wissen nicht,<br />

Auszubildenden und Studierenden kein<br />

KURZ NOTIERT<br />

worauf es im Anschreiben ankommt“,<br />

sagt der Bewerbungscoach und Buch-<br />

Anschreiben mehr, sagt Fabian Wylenzek,<br />

Leiter der Personalgewinnung Region<br />

Neues Portal für <strong>Berufe</strong> in der Games-Branche<br />

Für die Entwicklung eines Computerspiels braucht<br />

es jede Menge Fachkräfte mit Spezialwissen. Wer<br />

beruflich in die Computer- und Videospielbranche<br />

einsteigen möchte, hat somit viele Möglichkeiten.<br />

Die Berufsbilder reichen etwa von User Research,<br />

über Game Art und Sound Design bis hin zu Pro-<br />

autor Jürgen Hesse. Ein sehr gutes<br />

Anschreiben verlange viel Arbeit ab. Es<br />

sei sozusagen der Trailer zum eigentlichen<br />

Film und diene dazu, die Neugier zu<br />

wecken. Hesse empfiehlt einen relativ<br />

knapp gehaltenen und gut strukturierten<br />

Text, der auf eine Seite passt.<br />

Nord bei der DB. Zugführer und -begleiter<br />

müssen dagegen nach wie vor eines<br />

hinzufügen. „Ich möchte sehen, ob<br />

jemand die Anforderung der Stelle verstanden<br />

hat – um welchen Job es geht.“<br />

Vorher müsse ihn aber der Lebenslauf<br />

überzeugt haben.<br />

duktmanagement. Um Interessierten den Überblick<br />

zu erleichtern, hat der Branchenverband<br />

Game eine neue Webseite ins Leben gerufen.<br />

Ausschlaggebend ist auch<br />

die Art des Jobs<br />

Zentral ist also vor allem der CV. Bosch-<br />

Unternehmenssprecher Simon Schmitt<br />

zufolge überprüfen Personaler damit zu-<br />

Auf www.gamecampus.de finden Spielbegeisterte<br />

ausführliche Infos zu den Berufsbildern oder zu allgemeinen<br />

Entwicklungen und Forschungsprojekten<br />

in der Branche. Daneben soll das Portal bei der Orientierung<br />

zu Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten<br />

helfen. Dem Verband zufolge entwickelt sich die<br />

Branche derzeit positiv, der Bedarf an Fachkräften<br />

sei groß und soll künftig noch steigen.<br />

Eine Perspektive für das Anschreiben<br />

sieht er dennoch nur in bestimmten Bereichen<br />

und Ebenen. Für Jobs im Niedriglohnsektor<br />

spiele es keine Rolle mehr, genauso<br />

wenig für stark nachgefragte. Das<br />

bestätigt sich auch in der Praxis. „Wenn<br />

es um Jobs mit komplexen Tätigkeiten<br />

wie im Vertrieb, Marketing oder der IT<br />

geht, erwarten wir im Rahmen der Be-<br />

erst, ob die Angaben der offenen Stelle<br />

entsprechen. Zugleich werden Bewerbungsprozesse<br />

digitaler und über Online-<br />

Profile auch einfacher. „Sind Bewerber in<br />

sozialen Medien aktiv und pflegen ihr Profil<br />

regelmäßig, so können sie sich mittels<br />

der Verknüpfung eines Linkedin-Profils innerhalb<br />

weniger Minuten auf eine ausgeschriebene<br />

Stelle bewerben“, so Schmitt.<br />

Foto: ©chaunpis - stock.adobe.com


<strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

7<br />

Als Azubi ins Ausland<br />

Nicht nur Studierenden können während ihrer Ausbildung andere Länder kennenlernen<br />

Als Schreiner nach Dänemark, als Bier-<br />

An wen wende ich mich? Die Berufsschule<br />

die Schule einen eigenen Antrag stellen,<br />

brauerin nach Schweden oder als Indust-<br />

oder der Ausbildungsbetrieb ist üblicher-<br />

kann es bis zu einem Jahr dauern. Azubis<br />

riekaufmann nach China: Azubis haben<br />

weise der erste Ansprechpartner. Wenn<br />

und Betriebe können sich von den BOG-<br />

die Möglichkeit, andere Länder und de-<br />

diese nicht weiterhelfen können, liefert<br />

Mobilitätsberatern unterstützen lassen.<br />

ren Arbeitskultur kennenzulernen und<br />

zum Beispiel auch das Serviceportal<br />

ihre Fremdsprachenkenntnisse zu erwei-<br />

MeinAuslandspraktikum Unterstützung.<br />

Finanzielle Unterstützung: Für Aufenthalte in<br />

tern. Damit stellen sie ihre Selbstständig-<br />

Ländern der EU kommt zum Beispiel eine<br />

keit und Flexibilität unter Beweis und ver-<br />

Darüber hinaus sind die Mobilitätsbera-<br />

Förderung des Programms Erasmus+ in-<br />

bessern ihre beruflichen Möglichkeiten.<br />

ter des Netzwerks Berufsbildung ohne<br />

frage. Für Auslandsaufenthalte in ande-<br />

Grenzen (BoG) zentrale Ansprechpartner.<br />

ren Länder gibt es das Förderprogramm<br />

Aber wie läuft so ein Auslandsaufenthalt<br />

Sie agieren als Brückenbauer, da sie so-<br />

AusbildungWeltweit. Ausbildungsbetrie-<br />

während der Ausbildung ab? Meist absol-<br />

wohl Azubis als auch die Betriebe zum<br />

be, Kammern, überbetriebliche Ausbil-<br />

vieren die Teilnehmerinnen und Teil-<br />

Thema Auslandsaufenthalte beraten.<br />

dungszentren oder berufliche Schulen<br />

nehmer ein betriebliches Praktikum im<br />

Die Beratung ist bei den IHKs und den<br />

können Zuschüsse für ihre Auszubilden-<br />

Ausland, heißt es von der Nationalen<br />

Handwerkskammern angesiedelt.<br />

den beantragen. Sofern bereits ein Part-<br />

Agentur beim Bundesinstitut für Berufs-<br />

nerbetrieb im Ausland gefunden wurde.<br />

Grafik: Pixabay<br />

bildung (NA BIBB). In der Regel dauert es<br />

zwischen drei und acht Wochen. Längere<br />

Aufenthalte sind möglich. Die Azubis<br />

kommen in Jugendherbergen, Mietunterkünften<br />

oder bei Gastfamilien unter.<br />

Wie viel Vorlauf? Bewirbt sich ein Azubi auf<br />

ein Erasmus-Stipendium in der Praktikumsplatzsuche<br />

der NA, könne es mit dem<br />

Aufenthalt binnen weniger Wochen klappen.<br />

Wenn der Ausbildungsbetrieb oder<br />

L Internet<br />

Nationale Agentur: www.na-bibb.de<br />

www.berufsbildung-ohne-grenzen.de<br />

www.ausbilldung-weltweit.de


8 Anzeigen-Sonderveröffentlichung <strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

Si käfe g as Besb<br />

Imker haben keine Scheu vor der Verantwortung / Wie aus einem Hobby ein Beruf wird<br />

Seit einigen Jahren ist Imkern richtig hip<br />

und jede Menge Hobbyimker möchten<br />

sich für Bienen, Natur und Umwelt einsetzen.<br />

Dass man den Beruf auch von<br />

Grund auf erlernen kann, wissen die<br />

w enigsten. Wer Berufsimker oder Berufsimkerin<br />

werden will, kann die dreijährige<br />

Ausbildung zum Tierwirt, Fachrichtung<br />

Imkerei machen.<br />

So wie Chiara Köser, die bei der Landwirtschaftskammer<br />

Nordrhein-Westfalen als<br />

Imkerin arbeitet. Im Job-Protokoll erzählt<br />

die 23-Jährige, was erdende und herausfordernde<br />

Momente sind, was Imker eigentlich<br />

im Winter machen und warum<br />

der erste Stich des Jahres etwas ganz<br />

Besonderes ist.<br />

Der Weg in den Beruf<br />

Ich habe mein Fachabitur in Agrarwirtschaft<br />

gemacht. Meine Ausbildung zur<br />

Tierwirtin der Fachrichtung Imkerei habe<br />

ich im öffentlichen Dienst bei der Landwirtschaftskammer<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

gemacht und im Sommer 2021 abgeschlossen.<br />

Die Ausbildung kann man<br />

auch bei Berufsimkern absolvieren. Mir<br />

hat aber gut gefallen, dass bei der Landwirtschaftskammer<br />

NRW die Öffentlichkeitsarbeit<br />

und die Beratung eine große<br />

Rolle spielen.<br />

Die Aufgaben<br />

Einen typischen Arbeitstag gibt es für<br />

Imkerinnen und Imker nicht, dafür ist der<br />

Beruf viel zu komplex und abwechslungsreich.<br />

An einem Tag mitten im Sommer<br />

packen wir zum Beispiel frühmorgens<br />

den Bulli mit den Werkzeugen und<br />

Utensilien, die wir am Tag brauchen<br />

werden. Dann geht es los, um die<br />

Bienenvölker zu kontrollieren.<br />

Wir müssen den Bienen zum Beispiel<br />

ausreichend Platz für die Brut im Volk geben,<br />

also Maßnahmen ergreifen, die das<br />

Ausschwärmen der Bienen verhindern<br />

sollen. Wir setzen auch, wenn nötig, neue<br />

Honigräume auf und gucken grundsätzlich,<br />

ob es allen Völkern gut geht. Die Arbeit<br />

muss sorgfältig für die Kolleginnen<br />

und Kollegen dokumentiert werden.<br />

Was Imker im Winter machen<br />

Wir müssen zum einen die Bienen für<br />

den Winter vorbereiten, sodass sie genü-<br />

Gegen das Klischee der alten Männer: die 23-jährige<br />

Chiara Köser arbeitet als Tierwirtin der Fachrichtung<br />

Imkerei im Fachbereich Bienenkunde bei der<br />

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.<br />

gend Futter haben. Und wir müssen etwa<br />

die Leerwaben behandeln und einlagern,<br />

damit sie vor Wachsmotten geschützt<br />

sind und sauber für die nächste Saison<br />

parat stehen.<br />

Außerdem steht das Einlöten von Mittelwänden<br />

in die Rähmchen an und immer<br />

sind irgendwo kleine Material-Reparaturen<br />

nötig. Im Herbst und Winter bereiten<br />

wir auch Märkte vor, auf denen wir<br />

Waren wie Honig, Kerzen oder Präsente<br />

verkaufen. Und wir bieten zum Beispiele<br />

Seminare und Kurse an.<br />

Die schönsten Seiten des Berufs<br />

Mit am Schönsten für mich ist es, mit den<br />

Bienen von einem Standort zum anderen<br />

zu wandern. Wandern bedeutet, die Bienen<br />

abzuholen und woanders hinzubringen.<br />

Das geschieht meist früh am Morgen.<br />

Dann schon körperlich aktiv zu sein<br />

Sie gilt es zu schützen: Das Imkern hat in<br />

den vergangenen Jahren einen Aufschwung<br />

erlebt. Viele wissen aber nicht, dass es<br />

für Imker auch eine Ausbildung gibt.<br />

Fotos: Chiara Köser/LWK/dpa-tmn, Uwe Anspach/dpa-tmn


Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

9<br />

und zum nächsten Ort zu fahren – das<br />

erfüllt mich persönlich jedes Mal.<br />

Schön ist für mich zum Beispiel auch,<br />

wenn die Saison wieder beginnt und man<br />

den ersten Stich des Jahres bekommt.<br />

Dann weiß man: Jetzt geht es wieder los.<br />

Wir versuchen, ohne Schutzkleidung wie<br />

Schleier oder Handschuhe zu arbeiten.<br />

Einfach, um eine bessere Sicht und ein<br />

besseres Gefühl für die Bienen und das<br />

Volk zu haben. Das heißt dann: In der<br />

Hauptsaison werde ich mindestens<br />

einmal pro Tag gestochen, aber man<br />

gewöhnt sich schnell daran.<br />

Scheu vor Verantwortung und den Konsequenzen<br />

haben, schließlich ist man das<br />

ausführende Organ am Bienenstock.<br />

Was viele anfangs außerdem unterschätzen,<br />

ist die körperliche Arbeit. Es ist ein<br />

sehr anstrengender Job. Es gehört viel<br />

Handwerk dazu und auch einiges an Reinigungsarbeiten.<br />

Wer sich als Berufsimker<br />

durchsetzen will, braucht zudem viel<br />

Durchhaltevermögen, die Konkurrenz in<br />

den Supermärkten und aus der Industrie<br />

ist groß. Außerdem muss man flexibel<br />

sein, denn der Job ist sehr zeitintensiv.<br />

Welche Klischees mir<br />

immer wieder begegnen<br />

Eines der allergrößten ist das Klischeebild<br />

vom Imker: Männlich, über 50,<br />

graues, langes Haar und Vollbart. Da wird<br />

schon oft schräg angeguckt, wenn man<br />

sich zum Beispiel als junge Frau als Azubi<br />

vorstellt und genau dem Gegenteil<br />

entspricht.<br />

Dazu gehört auch, dass viele denken, die<br />

Imkerei sei bloß ein Hobby. Oft kommt<br />

die Frage: Kann man das wirklich als<br />

Ausbildung lernen? Aber wir erklären das<br />

immer ganz freundlich, bleiben locker<br />

und können auch darüber lachen.<br />

L Internet<br />

Berufsbild bei <strong>Berufe</strong>net: dpaq.de/jd7jb<br />

Deutscher Imkerbund: www.deutscherimkerbund.de<br />

Berufsimkerbund: www.berufsimker.de<br />

Landesbetrieb Hessen:<br />

llh.hessen.de/bildung/bieneninstitut-kirchhain/<br />

Die größten Herausforderungen sind<br />

Es geht uns immer um das Wohl der<br />

Bienen. Da müssen wir manchmal sehr<br />

schnelle und auch schwere Entscheidungen<br />

treffen. Das ist zum Teil nicht so<br />

schön, etwa, wenn ein Volk dem Tode<br />

nahe ist und man versucht, das noch in<br />

den Griff zu bekommen. Man darf keine<br />

Aus dsegüg Aush<br />

Fotos: ©kovaleva_ka - stock.adobe.com, Wolfgang Kumm/ dpa-tmn<br />

Etwa die Hälfte der angehenden Tierwirte in der Fachrichtung<br />

Imkerei mache eine Ausbildung in einer staatlichen Einrichtung,<br />

sagt Ingrid Illies vom Institut für Bienenkunde und Imkerei<br />

von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und<br />

Gartenbau (LWG). Dort richtet sich die Vergütung nach dem<br />

Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Bei der Landwirtschaftskammer<br />

NRW bekommen Azubis zum Beispiel eine<br />

monatliche Brutto-Vergütung von 1036 Euro im ersten Ausbildungsjahr.<br />

Im dritten Jahr sind es 1140 Euro.<br />

Die Berufsaussichten für Imkerinnen und Imker schätzen<br />

Branchen-Experten momentan positiv ein. „Wenn man derzeit<br />

einen Abschluss als Tierwirt der Fachrichtung Imkerei<br />

macht, findet man jederzeit ein Stelle“, sagt Illies. Insgesamt<br />

hat die Imkerei in den vergangenen Jahren einen Aufschwung<br />

erlebt – unter anderem, weil Themen wie das Insektensterben<br />

stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt sind und<br />

die Wertschätzung für Bienenprodukte zugenommen hat.<br />

Feingefühl für die Tiere ist gefragt: Mit Rauch können die Bienen beruhigt werden.


10 Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

Von Bezahlung bis Zeugnis<br />

Das Praktikumseinmaleins für Studis<br />

Studierende, die in Unternehmen Praxiserfahrung<br />

sammeln, sind oft eine Bereicherung<br />

für die Betriebe. Entsprechend<br />

viel Arbeit bekommen sie zum Teil aufgebrummt.<br />

Was springt für Studierende<br />

dabei raus? Und welche Rechte haben<br />

sie? Die wichtigsten Fragen im Überblick.<br />

Pflicht oder Kür:<br />

Welche Praktika gibt es?<br />

Weit verbreitet sind verpflichtende<br />

Praktika. Sie sind Teil des Studiums, sagt<br />

Valentin Dietrich von der Jugendabteilung<br />

des Deutschen Gewerkschaftsbundes<br />

(DGB). Die Praktika sind in der Regel<br />

durch hochschulrechtliche Bestimmungen<br />

vorgeschrieben, etwa durch die<br />

Studien- oder Prüfungsordnung. Daneben<br />

gibt es freiwillige Praktika. Das können<br />

etwa Orientierungspraktika vor dem<br />

Studium sein oder studienbegleitende<br />

Praktika, die Studierende etwa in den<br />

Semesterferien absolvieren.<br />

Vergütung:<br />

Habe ich Anspruch auf Bezahlung?<br />

Pflichtpraktika dürfen vergütungsfrei<br />

sein. Sofern verpflichtende Praktika im<br />

Rahmen der hochschulrechtlichen Bestimmungen<br />

geleistet werden, sind sie in<br />

der Regel vom Mindestlohn befreit, heißt<br />

es dazu in einer Broschüre des Bundesministeriums<br />

für Arbeit und Soziales<br />

(BMAS). Bei freiwilligen Praktika besteht<br />

zwar ein Anspruch auf eine Vergütung<br />

Bei einem Praktikum im<br />

Studium kommen viele<br />

junge Menschen zum ersten<br />

Mal so richtig mit der<br />

Arbeitswelt in Berührung.<br />

nach Mindestlohn. Allerdings erst dann,<br />

wenn das Praktikum länger als drei Monate<br />

dauert, erklärt das BMAS. Oft ist das<br />

Praktikumsentgelt aber Verhandlungssache.<br />

Bei einer Umfrage unter rund 3200<br />

Praktikantinnen und Praktikanten im Auftrag<br />

der Unternehmensberatung Clevis<br />

wurden etwa 92 Prozent der Praktika im<br />

Jahr 2020 bezahlt. Das Durchschnittsgehalt<br />

lag dem „Future Talents Report“ zufolge<br />

bei rund 1067 Euro. 58 Prozent der<br />

Befragten absolvierten ein Pflichtpraktikum,<br />

42 Prozent ein freiwilliges Praktikum.<br />

Dauer:<br />

Wie lange sollte das Praktikum gehen?<br />

Die Dauer eines Pflichtpraktikums ist in<br />

der jeweiligen Studien- oder Prüfungsordnung<br />

festgeschrieben. Sechs Wochen<br />

sind in vielen Studiengängen üblich, acht<br />

üblicherweise die Grenze. Meistens sind<br />

sie in den Semesterferien abzuleisten.<br />

Oft dauern Praktika aber länger: Wie aus<br />

dem „Future Talents Report“ hervorgeht,<br />

betrug die Einsatzzeit der befragten<br />

Praktikantinnen und Praktikanten im<br />

Schnitt fünf Monate.<br />

Rechtsschutz:<br />

Bin ich im Praktikum versichert?<br />

Unter 25 bis 30 Jahren greift entweder<br />

die familiäre oder die studentische Versicherung.<br />

Ein Pflichtpraktikum ist darüber<br />

hinaus sozialversicherungsfrei, informiert<br />

die Deutsche Rentenversicherung. Die<br />

Wochenarbeitszeit und Höhe des Verdienstes<br />

spielten keine Rolle – im Gegensatz<br />

zu einem freiwilligen Praktikum. Bei<br />

monatlich weniger als 450 Euro gilt es als<br />

Minijob. Der Arbeitgeber zahlt dann für<br />

gesetzlich Versicherte einen Pauschalbeitrag.<br />

Sozialversicherungspflichtig ist<br />

hingegen, wer ein Praktikum direkt vor<br />

oder nach einem Studium absolviert.<br />

Urlaubsanspruch:<br />

Was ist zulässig?<br />

Freiwillige Praktika gelten als normale<br />

Arbeitsverhältnisse. Daher gibt es einen<br />

gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubsanspruch.<br />

Der beläuft sich laut Bundesurlaubsgesetz<br />

auf 24 Urlaubstage pro<br />

Kalenderjahr bei einer Fünf-Tage-Woche.<br />

Wenn das Praktikum sechs Monate oder<br />

kürzer dauert, besteht entsprechend nur<br />

ein anteiliger Anspruch. Wer ein Pflichtpraktikum<br />

macht, hat dagegen keinen<br />

Anspruch auf Urlaub.<br />

Praktikumszeugnis:<br />

Darf ich eines verlangen?<br />

„Lassen Sie sich unbedingt ein Zeugnis<br />

ausstellen“, sagt Katrin Schmidtke von<br />

der Christian-Albrechts-Universität zu<br />

Kiel. „Ein Praktikum ist eine erste Visitenkarte<br />

für praktische Erfahrungen.“ Umso<br />

besser könne man später in Bewerbungen<br />

nachweisen, was man draufhabe.<br />

„Darin sollte stehen, dass das Praktikum<br />

absolviert wurde, wie lange es gedauert<br />

hat und welche Tätigkeiten ausgeübt<br />

wurden.“<br />

Der Anspruch auf ein Praktikumszeugnis<br />

ergibt sich je nach Status entweder aus<br />

Paragraf 16 des Berufsbildungsgesetzes<br />

(BBiG) oder aus Paragraf 109 der<br />

Gewerbeordnung.<br />

L Internet<br />

Arbeitsagentur: Praktikum machen:<br />

http://dpaq.de/TGSek<br />

Tipps der Deutsche Rentenversicherung:<br />

http://dpaq.de/GjWrj<br />

Broschüre Mindestlohn für Studierende:<br />

http://dpaq.de/jM8Vh<br />

Fotos: ©goodluz - stock.adobe.com, ©74774154 - stock.adobe.com


<strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

11<br />

Initiative „Zukunftsstarter“ wird fortgesetzt<br />

Wege zum Berufsabschluss für junge Erwachsene<br />

Gute Nachrichten für junge Erwachsene<br />

In der Nachfolgeinitiative soll nun bei-<br />

ohne Berufsausbildung: Das Bundes-<br />

spielsweise der Anteil an Umschulungen<br />

ministerium für Arbeit und Soziales und<br />

in Betrieben gesteigert werden. Ein<br />

die Bundesagentur für Arbeit haben<br />

besonderes Augenmerk liegt dabei u.a.<br />

sich darauf verständigt, die Initiative<br />

auf schwerbehinderten Menschen,<br />

„Zukunftsstarter“ fortsetzen. Nach einem<br />

Rehabilitandinnen und Rehabilitanden<br />

Jahr Pause ist das Programm im Januar<br />

sowie Geflüchteten.<br />

<strong>2022</strong> wieder angelaufen und wird bis<br />

Ende 2025 fortgeführt.<br />

Lebenslanges Lernen und berufliche<br />

Weiterbildung werden durch den umfas-<br />

Das Ziel der Initiative ist, dass junge<br />

Erwachsene im Alter zwischen 25 und<br />

senden Strukturwandel und die demografische<br />

Entwicklung immer wichtiger.<br />

A wie Arbeitsagentur und Ausbildung: Die Initiative<br />

„Zukunftsstarter“ will genau dafür sorgen.<br />

unter 35 Jahren ihren Berufsabschluss<br />

Zudem werden immer häufiger Fachkräf-<br />

nachholen können. Während der<br />

te gesucht, während die Nachfrage in<br />

bisherigen Laufzeit der Initiative von<br />

Helferberufen sinkt. Bundesarbeitsminis-<br />

dem Rechtsanspruch auf Förderung<br />

August 2016 bis Dezember 2020 wurden<br />

ter Hubertus Heil sagt: „Das Nachholen<br />

einer berufsabschlussbezogenen Weiter-<br />

135.000 Menschen bei einer abschluss-<br />

eines Berufsabschlusses ist der beste<br />

bildung die individuelle Unterstützung<br />

orientierten Weiterbildung gefördert.<br />

Schutz vor Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig<br />

der Menschen.“<br />

Foto: dpa<br />

Darüber hinaus haben über 36.000 junge<br />

Erwachsene im Rahmen der Initiative<br />

eine ungeförderte Ausbildung begonnen.<br />

werden wichtige Fachkräfte gewonnen,<br />

die Deutschland dringend braucht. Die<br />

Zukunftsstarter-Initiative ermöglicht mit<br />

L Internet<br />

www.arbeitsagentur.de/k/zukunftsstarter<br />

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hr.fes-frankfurt.de<br />

ausbildung@fes-frankfurt.de<br />

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60389 Frankfurt am Main


12 Anzeigen-Sonderveröffentlichung <strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

„Das selbstständige Arbeiten macht mir viel Freude“<br />

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Was passieren kann, wenn Schüler unsere Azubi-Interviews lesen<br />

Seit einigen Jahren veröffentlichen wir in diesem<br />

Magazin Interviews mit Auszubildenden, sozusagen<br />

als Informationen aus erster Hand für angehende<br />

Bewerberinnen und Bewerber. Und wir freuen<br />

uns natürlich sehr, wenn wir eine Rückmeldung<br />

wie die vom Adolf Christ Verlag in Neu-Isenburg<br />

erhalten. Tabea Zoe Lender, die sich dort im<br />

dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Kauffrau für<br />

Büromanagement befindet, war einst über ein Azubi-<br />

Interview mit einer ihrer Vorgängerinnen auf den<br />

Beruf und den Ausbildungsbetrieb aufmerksam<br />

geworden uns hatte sich dann mit Erfolg beworben.<br />

So hatte diese Interviewreihe auch schon ihren<br />

kleinen Beitrag dazu geliefert, dass Bewerber<br />

und Ausbildungsbetriebe zusammenfinden.<br />

Im Interview spricht die 19-jährige Tabea<br />

Zoe Lender über ihre Entscheidung und<br />

ihre Erfahrungen, die sie als angehende<br />

Kauffrau für Büromanagement beim<br />

Adolf Christ Verlag gemacht hat.<br />

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eine effektive Internetpräsenz zur optimalen Positionierung im digitalen Wettbewerb. Dazu<br />

setzen wir auf ein professionelles Team, das nicht allein durch seine fachliche, sondern v. a. auch durch<br />

menschliche Kompetenz überzeugt. Überzeuge auch Du!<br />

Als Auszubildender erstellst Du u. a. für die Kunden selbstständig Angebote und verfolgst diese bis zum<br />

erfolgreichen Abschluss. Du unterstützt uns von Anfang an bei der Kundenbetreuung, Vermarktung und<br />

Marktanalyse. Wenn Du Dich für den Vertrieb interessierst, bist Du bei uns genau richtig.<br />

Warum hast Du Dich für diese<br />

Ausbildung entschieden?<br />

Ich habe mich für diesen Ausbildungsberuf<br />

entschieden, da meine Stärken<br />

eher im organisatorischen und nicht im<br />

handwerklichen Bereich liegen. Außerdem<br />

macht mir das selbstständige<br />

Arbeiten an einem Büro- und Computerarbeitsplatz<br />

viel Freude.<br />

Was macht Dir am meisten<br />

Spaß an Deiner Arbeit?<br />

Am besten gefällt mir das sehr selbstständige<br />

Arbeiten. Ebenfalls macht es mir<br />

Spaß, die Prozesse meiner Arbeit mitgestalten<br />

zu können und somit immer<br />

einen Einfluss darauf zu haben, wie mein<br />

Arbeitsalltag aussieht. Nicht zu vergessen<br />

die Zusammenarbeit mit allen Kollegen,<br />

welche sehr gut funktioniert und<br />

aufgrund des familiären Arbeitsklimas<br />

beim Christ Verlag<br />

gleichzeitig viel Spaß<br />

macht.<br />

Wie weit ist die<br />

Digitalisierung<br />

in Deinem<br />

Ausbildungsberuf<br />

vorangeschritten?<br />

Die Digitalisierung<br />

beim Christ Verlag ist<br />

sehr weit fortgeschritten.<br />

Es ist so gut wie<br />

alles digital in den<br />

entsprechenden Programmen<br />

zu finden.<br />

Dadurch kann man<br />

seinen Arbeitsplatz<br />

ohne viel Papierkrieg ordentlich und<br />

strukturiert halten, was mir beispielsweise<br />

sehr wichtig ist, um immer einen<br />

Überblick zu haben.<br />

Gibt es weitere Auszubildende und<br />

wie ist der Kontakt untereinander?<br />

Es gibt zeitgleich immer nur einen Auszubildenden<br />

beim Christ Verlag. Das ist<br />

aber kein Problem, da das Zusammenarbeiten<br />

mit allen Kollegen sehr gut<br />

funktioniert und Gespräche abseits vom<br />

Thema der Arbeit, in kurzen Pausen,<br />

auf dem Flur oder in der Cafeteria auch<br />

mit allen Kollegen möglich sind.<br />

Würdest Du die Ausbildung anderen<br />

empfehlen? Wenn ja, warum?<br />

Ich würde diesen Ausbildungsberuf<br />

jedem empfehlen, der Interesse an einem<br />

vielfältigen, abwechslungsreichen<br />

Ausbildungsberuf hat, mit dem man in so<br />

gut wie jeder Branche arbeiten kann.<br />

Zudem würde ich diesen Beruf den<br />

Leuten empfehlen, die gerne an einem<br />

eigenen Arbeitsplatz arbeiten und sich<br />

selbstständig organisieren möchten.<br />

Möchtest Du im Unternehmen<br />

bleiben? Wenn nein, was hast<br />

Du nach der Ausbildung vor?<br />

Ich möchte sehr gerne beim Christ Verlag<br />

bleiben, da ich mich in diesem Unternehmen<br />

wohl fühle und wie bereits erwähnt<br />

die Zusammenarbeit mit allen Kollegen<br />

hervorragend funktioniert und es daran<br />

nichts auszusetzen gibt. Zudem ist mein<br />

Tätigkeitsbereich vielfältig und es kommt<br />

immer Abwechslung in den Alltag.<br />

Du bringst mit:<br />

■ Abitur bzw. Fachhochschulreife<br />

■ Gutes Allgemeinwissen<br />

■ Große Begeisterung für Online-Medien<br />

■ Technik-Affinität – Gute Kenntnisse MS-Office<br />

■ Willensstärke und Ausdauer<br />

Wir bieten Dir:<br />

■ Interessante und vielfältige Projekte in einem<br />

zukunftsorientierten Unternehmen<br />

■ Eigenverantwortliches Arbeiten<br />

■ Abwechslungsreiche und begeisternde<br />

Aufgaben in einem dynamischen Markt<br />

■ Eine tolle Arbeitsatmosphäre in einem<br />

motivierten und kommunikativen Team<br />

■ Eine Ausbildung die Dich fordert und fördert<br />

■ Flexibles Arbeitszeitmodell<br />

■ Verkürzte Ausbildungszeit auf 2 Jahre<br />

Werde Teil eines tollen und motivierten Teams in einer topmodernen und zukunftsorientierten Agentur, die<br />

durch ein attraktives und modernes Arbeitsumfeld überzeugt.<br />

Fühlst Du Dich angesprochen?<br />

Dann freuen wir uns auf Deine aussagekräftige Bewerbung, die Bianca Federmann vorzugsweise per<br />

E-Mail (ausschließlich als PDF) unter bewerbung@christverlag.de entgegennimmt!<br />

Für Fragen steht Dir Bianca Federmann vorab auch gerne telefonisch unter (06102) 88 48-100 zur Verfügung.<br />

Foto: ©Quality Stock Arts - stock.adobe.com<br />

Siemensstraße 14<br />

63263 Neu-Isenburg<br />

bewerbung@christverlag.de<br />

www.christverlag.de


<strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

Klimaschutz im Job<br />

Ausbildungsberufe nicht unterschätzen<br />

Als Fachkraft für Abwassertechnik<br />

zu arbeiten, ist einer von vielen<br />

möglichen <strong>Berufe</strong>n, in denen<br />

man sich mit Umwelttechnik<br />

und Klimaschutz befasst.<br />

Im Job an Lösungen für menschlich ver-<br />

Auch in anderen Ausbildungen stecken<br />

ursachte Umweltprobleme arbeiten: wer<br />

oft umwelt- und klimaschutzrelevante<br />

dieses Karriereziel verfolgt, sollte Berufs-<br />

Aspekte, die man vielleicht auf den<br />

ausbildungen nicht unterschätzen. Da-<br />

ersten Blick nicht erwartet. Von Rauch<br />

rauf weist Jan von Rauch, Berufsberater<br />

erwähnt den Job des Schornsteinfegers.<br />

leiten zu lassen. Nur weil ein Beruf<br />

Foto: ©Have a nice day - stock.adobe.com<br />

bei der Agentur für Arbeit Osnabrück, in<br />

einem Beitrag auf dem Portal abi.de hin.<br />

Der Berufsberater verweist dabei auf<br />

Ausbildungsberufe wie Fachkraft für<br />

Abwassertechnik, Fachkraft für Kreislaufund<br />

Abfallwirtschaft oder umweltschutztechnische<br />

Assistenten. Diese <strong>Berufe</strong><br />

sind vor allem technikorientiert.<br />

Dieser reinigt längst nicht nur Kamine,<br />

sondern nimmt vorwiegend wichtige<br />

Messungen an Feuerungsanlagen vor<br />

und prüft Umweltvorgaben.<br />

Der Berufsberater rät Jugendlichen, sich<br />

in jedem Fall bei der Wahl einer Ausbildung<br />

oder eines Studiums vor allem von<br />

den eigenen Stärken und Interessen<br />

„schick“ klingt, müsse das nicht bedeuten,<br />

dass er auch mit den eigenen Fähigkeiten<br />

übereinstimmt, so der Berufsberater.<br />

„Was will ich?“ und „Was kann<br />

ich?“ seien daher die wichtigsten Fragen<br />

bei der Berufs orientierung.<br />

L Internet<br />

Beitrag bei abi.de: http://dpaq.de/Gtb1g<br />

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Fotos: Mainova AG<br />

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Mathekenntnissen zählen hier handwerkliches<br />

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14 Anzeigen-Sonderveröffentlichung <strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

Si ge Dn af Gru<br />

Kanalbauer sorgen für dichte Rohrleitungen und schützen damit auch unsere Umwelt<br />

Meist nehmen wir die Kanalisation gar<br />

nicht wahr. Dabei ist sie essenziell: Sie<br />

führt sauberes Regenwasser in Flüsse<br />

und Abwasser in die Kläranlage. Ob aus<br />

Kunststoff, Keramik oder Beton – damit<br />

Rohre zu Abwasserleitungen und<br />

-systemen werden, braucht es Experten.<br />

Kanalbauer arbeiten im Tief-, Straßenund<br />

Wasserbau und kümmern sich dabei<br />

vom kleinen Hausanschluss bis hin zu<br />

großen Abwassersammlern.<br />

Der Bau der Kanalisationen, die das<br />

Abwasser in Kläranlagen leiten, ist für die<br />

Gesellschaft immens wichtig. „Ohne den<br />

Kanalbauer geht es nicht“, sagt Issam Bhihi.<br />

Er ist im zweiten Lehrjahr seiner Ausbildung<br />

zum Kanalbauer bei der Hochund<br />

Tiefbau-Firma Heckmann in Hamm.<br />

Das Arbeiten in einem guten Team und<br />

die Vielfalt der Aufgaben schätzt der<br />

Auszubildende sehr. Kanalbauer konstruieren,<br />

sanieren und modernisieren<br />

Kanalsysteme und sorgen dafür, dass<br />

Abwasser umweltgerecht den Weg in die<br />

Reinigung findet – und somit das Grundwasser,<br />

das wir als Trinkwasser brauchen,<br />

vor Verunreinigung geschützt wird.<br />

Im Kanalbau führt man vorwiegend Tiefbauarbeiten<br />

aus, sagt Sandra Schelonka,<br />

Ausbildungsberaterin beim Berufsförderungswerk<br />

der Bauindustrie. Gruben und<br />

Schächte müssen als erstes ausgehoben,<br />

trocken gelegt und gesichert werden,<br />

bevor die Rohre verlegt werden können.<br />

Dies geschieht oft unter Einsatz moderner<br />

Technik. Gleichwohl gehört auch viel<br />

Handarbeit dazu. Da sind körperliche Fitness<br />

und Belastbarkeit gefragt, der Beruf<br />

ist anstrengend. Auch Spaß an der Arbeit<br />

im Freien ist eine wichtige Voraussetzung.<br />

Steffen Hallermann hat der Umweltgedanke<br />

in der Abwasserwirtschaft schon<br />

interessiert. Er absolviert bei der Firma<br />

Heckmann ein duales Studium. Neben<br />

der Ausbildung zum Kanalbauer besucht<br />

er die Hochschule und macht dort einen<br />

Bachelor of Engineering. „Nach vier<br />

Jahren ist man ausgelernter Geselle, hat<br />

gleichzeitig seinen Bachelortitel und es<br />

eigens finanziert“, sagt er. Ohne Fleiß und<br />

Disziplin geht das alles nicht. Wenn man<br />

allerdings Interesse für das hat, was<br />

man tut, fällt das Lernen leichter.<br />

Präzises Arbeiten auf engem Raum<br />

Im innerstädtischen Kanalbau sei alles auf<br />

engem Raum gebaut, sagt Hallermann –<br />

„genau diese Herausforderung zur Erstellung<br />

neuer Sonderbauwerke macht den<br />

Reiz aus“. Kanalbauer müssen sehr präzise<br />

arbeiten und sich exakt an den Bauzeichnungen<br />

orientieren, damit in den<br />

Leitungen alles ordentlich fließen kann.<br />

Mit speziellen Vermessungsgeräten, wird<br />

zum Beispiel das notwendige Gefälle<br />

richtig bestimmt. Ein mathematisches<br />

Grundverständnis, räumliches Vorstellungsvermögen<br />

und handwerkliches<br />

Geschick sollten Interessierte mitbringen.<br />

Rein formal wünschen sich Arbeitgeber<br />

überwiegend einen Hauptschulabschluss,<br />

ein Praktikum im Baubereich ist<br />

von Vorteil. Manche Betriebe erwarten<br />

auch einen mittleren Schulabschluss.<br />

In den ersten zwei Jahren lernen Auszubildende<br />

alles, was sie für die Abschlussprüfung<br />

zum Tiefbaufacharbeiter mit<br />

Schwerpunkt Kanalbauarbeiten wissen<br />

müssen. Im dritten Ausbildungsjahr folgt<br />

Im überbetrieblichen Ausbildungszentrum<br />

können die angehenden Kanalbauer sich auch<br />

an verschieden Aufgaben probieren. Issam<br />

Bhihi arbeitet an einem Sonderschacht.<br />

Die angehenden Kanalbauer Issam Bhihi und Steffen<br />

Hallermann prüfen gemeinsam mit Ausbilder<br />

Gunther Sibilski ein grosses Polyethylenrohr.<br />

dann die Spezialisierung für den Abschluss<br />

als Kanalbauer: Da geht es etwa<br />

um das Herstellen von Schachtbauwerken,<br />

den Einbau von Abwasserleitungen<br />

und das Sanieren von Kanälen.<br />

Weibliche Azubis? Fehlanzeige<br />

Die Berufsaussichten für angehende<br />

Kanalbauer sind wie fast überall in der<br />

Baubranche gut. „Kanäle sind vielerorts<br />

ex trem marode. Es ist ein krisensicherer<br />

Job“, sagt Gunther Sibilski, der als Ausbilder<br />

im Kanalbau beim Berufsförderungswerk<br />

der Bauindustrie NRW tätig ist.<br />

Was aber auch typisch für die Baubranche<br />

ist: „Trotz großer Bemühungen der<br />

Unternehmen entscheiden sich fast ausschließlich<br />

Männer für eine Ausbildung<br />

zum Kanalbauer. In den Jahren 2017 bis<br />

2019 waren alle neuen Auszubildenden<br />

männlich“, sagt Moritz Lohe, Leiter<br />

Berufsbildung beim Hauptverband der<br />

Deutschen Bauindustrie. „Nach einer abgeschlossenen<br />

Ausbildung gibt es viele<br />

Karrierewege“, erklärt Sandra Schelonka.<br />

„Zum Beispiel eine Qualifizierung zum<br />

Vorarbeiter, Werkpolier oder Geprüften<br />

Polier. Auch ein Studium zum Bauingenieur<br />

ist eine Option.“<br />

L Internet<br />

Berufsbild beim BMWI: http://dpaq.de/pDJ0i<br />

Berufsbild bei der Bundesagentur für Arbeit:<br />

http://dpaq.de/jaZva<br />

Fotos: Kirsten Neumann/dpa-tmn


<strong>Berufe</strong> – Ausbildung mit Zukunft – Frühjahr <strong>2022</strong><br />

Anzeigen-Sonderveröffentlichung<br />

15<br />

„Die Ausbildung hat mir für viele Dinge die Augen geöffnet“<br />

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Eliza Kwiecinska spricht über ihre Ausbildung zur Erzieherin und ihre Arbeit mit Kindern und Kolleginnen<br />

Nicht nur junge Menschen machen eine<br />

Eliza, warum haben Sie sich für<br />

meiner Biografie auseinandergesetzt<br />

Berufsausbildung. Ausgelernte werden<br />

diese Ausbildung entschieden?<br />

und meine Fähigkeit der Selbstreflexion<br />

schnell feststellen, dass sie im Berufs-<br />

Ich wurde von meiner Kita-Leitung ge-<br />

in Bezug auf das pädagogische Handeln<br />

leben nur mit regelmäßigen Fort- und<br />

fragt, ob ich Interesse hätte, diese Ausbil-<br />

vertieft und verbessert. Die Ausbildung<br />

Weiterbildungen weiterkommen. Und<br />

dung zu machen. Dieses Angebot hat<br />

hat mir die Augen für viele Bereiche in<br />

natürlich gibt es Berufskarrieren auf<br />

mich sehr gefreut und glücklich gemacht.<br />

der pädagogischen Arbeit geöffnet.<br />

dem zweiten Bildungsweg, solche von<br />

Ich hatte zuvor in Polen ein Rhythmik-<br />

Beschäftigten, die ihre Profil schärfen<br />

Studium absolviert. Als ich nach Frank-<br />

Aus welchen Gründen würden Sie<br />

möchten, von Quereinsteigern, von<br />

furt kam, um Pädagogik zu studieren,<br />

die Ausbildung weiterempfehlen?<br />

Menschen mit Migrationshintergrund,<br />

habe ich in der Kindertagesstätte als Zu-<br />

Mir wurde klar, wie vielfältig dieser päda-<br />

um nur einige Gründe zu nennen.<br />

satzkraft angefangen, um meine Qualifi-<br />

gogische Beruf ist und wie wichtig diese<br />

kation zu erhöhen und den professionel-<br />

professionelle Ausbildung auch für die<br />

len Umgang mit den Kindern zu erlernen.<br />

Arbeit mit den Kindern ist. Die Ausbil-<br />

Zunächst gab ich Stunden in musikali-<br />

dung kostet mich zwar viel Kraft und Zeit.<br />

scher Früherziehung und merkte schnell,<br />

Aber jeder Tag, an dem ich mein neu<br />

dass ich sehr gerne mit Kindern arbeite<br />

erworbenes Wissen einsetzen kann und<br />

und es bei der Arbeit um mehr geht, als<br />

die zufriedenen Kinder und Kolleginnen<br />

nur auf Kinder aufzupassen. Ich habe<br />

sehe, motiviert mich weiterzumachen.<br />

sehr motiviert die Chance ergriffen, mich<br />

weiterzubilden. Im Rahmen meiner Aus-<br />

Welche besondere Praxiserfahrung<br />

bildung bin ich an zwei Tagen die Woche<br />

nehmen Sie aus Ihrer Einrichtung mit?<br />

Eliza Kwiecinska<br />

kann in der<br />

Kita „Zwischen<br />

den Türmen“ in<br />

Frankfurt Theorie<br />

und Praxis gut<br />

verbinden.<br />

an der Berufsschule, montags und<br />

dienstags, und von Mittwoch bis Freitag<br />

in der Einrichtung.<br />

Was gefällt Ihnen an Ihrer Ausbildung?<br />

Zunächst einmal liebe ich die Arbeit mit<br />

Ich bin dankbar, dass ich so viel Unterstützung<br />

und Hilfe bei manchen schulischen<br />

Aufgaben von meinen Kolleginnen<br />

in der Einrichtung bekomme. Durch die<br />

Gespräche über den Lernstoff und die<br />

Umsetzung in der Praxis kamen wir uns<br />

Kindern. Für mich ist das Wichtigste an<br />

als Team näher. Dank der Ausbildung<br />

Eliza Kwiecinska ist ein gutes Beispiel, bei<br />

der Ausbildung, dass ich zum einen die<br />

kann ich mein Team unterstützen. Eine<br />

der 44-Jährigen kommen unterschiedliche<br />

Theorie erlerne und dies gleich bei der<br />

andere besondere Praxiserfahrung ist<br />

Motive zusammen. Sie bestreitet zurzeit<br />

Arbeit in die Praxis umsetzen kann. Zum<br />

die Möglichkeit, meine Kolleginnen und<br />

eine Ausbildung zur Erzieher*in (PivA/<br />

anderen ist es der praxisorientierte<br />

deren pädagogische Haltung und Hand-<br />

PravA – Praxisintegrierte vergütete Ausbil-<br />

Ansatz, der mir an der Ausbildung viel<br />

lungen zu beobachten, beispielsweise<br />

dung) in der Kindertagesstätte „Zwischen<br />

besser gefällt und zusagt als ein Pädago-<br />

wie sie in bestimmten Situationen auf die<br />

den Türmen“ in Frankfurt. Träger der Ein-<br />

gik-Studium. Das war einfach zu trocken<br />

Kinder reagieren oder mit den Eltern<br />

richtung ist die BVZ GmbH, die im Raum<br />

und zu theoretisch. Es fehlte an Anknüp-<br />

umgehen. An der Berufsschule haben wir<br />

Frankfurt mehr als 150 Kitas betreibt.<br />

fungspunkten in der praktischen Umset-<br />

im Unterricht auch Fallbesprechungen,<br />

Eliza Kwiecinska befindet sich im dritten<br />

zung, sodass ich das Interesse verloren<br />

wo wir miteinander bestimmte Situatio-<br />

Fotos: privat, ©drubig-photo - stock.adobe.com<br />

Ausbildungsjahr. Die Abschlussprüfungen<br />

stehen im Mai an, zuvor wird noch eine<br />

Facharbeit geschrieben. Und davor noch<br />

hat sie unsere Fragen beantwortet.<br />

habe. Dank der Ausbildung konnte ich<br />

viele neue Kontakte in der Klasse knüpfen.<br />

Der Austausch dort mit den anderen,<br />

die Diskussionen über Lernstoff und<br />

Praxis sind sehr bereichernd. Im Zuge<br />

meiner Ausbildung habe ich mich mit<br />

nen durchgehen, analysieren, uns austauschen<br />

und gegenseitig Tipps geben.<br />

Auch haben wir Mentoren, mit denen<br />

wir uns ebenfalls besprechen können.<br />

Dadurch kann ich Theorie und Praxis<br />

besser verstehen und reflektieren.

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