Geschäftsbericht 2008 - Stadtwerke Emmerich

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Geschäftsbericht 2008 - Stadtwerke Emmerich

Geschäftsbericht 2008


Inhalt

Organe der Gesellschaft 03

Bericht des Aufsichtsrates 04

Vorwort: 10 Jahre Liberalisierung 05

Lagebericht 2008 06/07

Aktuelle Entwicklung im Bereich Erdgas 08/09

Aktuelle Entwicklung im Bereich Strom 10

Aktuelle Entwicklung im Bereich Trinkwasser 11

Aktuelle Entwicklung im Bereich Energiegewinnung

und Wärme-Direkt-Service 12

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 13

Umsatz- und Ertragsentwicklung 14

Finanzlage und Bilanzstruktur 15

Bilanz zum 31.12.2008 16/17

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2008 18

Die Stadtwerke im Überblick 19

Impressum

Redaktion Stadtwerke Emmerich GmbH

Layout und Realisation H&E Werbung GmbH, Ratingen

Fotos Stadtwerke Emmerich GmbH


Organe

der Gesellschaft

Gesellschafter

75,1% Emmericher Gesellschaft für

kommunale Dienstleistungen mbH,

Emmerich am Rhein

24,9% RWE Rhein-Ruhr AG, Essen

Geschäftsführung

Dipl.-Betriebswirt Ulrich Schnake,

Emmerich am Rhein

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek (Münster)

überreicht Bürgermeister Johannes Diks

und Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich Schnake

die kommunalaufsichtliche Genehmigung für die

GEKKO-Kraftwerksbeteiligung.

Aufsichtsrat

Herr Udo Jessner (Vorsitzender)

Herr Dr. Lothar Oelert (stellv. Vorsitzender)

Herr Christian Beckschaefer

Herr Johannes Diks

Herr Heinz Gerd Kunigk

Herr Georg Lang (beratendes Mitglied)

Frau Birgit Offergeld

Herr Wilhelm Roebrock

Frau Dr. Uta Grone

2008 03 2008


Bericht

des

Aufsichtsrates

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig

mündlich und schriftlich über die Lage und

die Entwicklung des Unternehmens unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat Geschäftsvorgänge von wesentlicher

Bedeutung mit der Geschäftsführung

beraten und bei den Entscheidungen im Rahmen

der ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden

Aufgaben mitgewirkt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der

Geschäftsführung sind von der in der Gesellschaf

terversammlung am 22.09.2008 zum

Ab schlussprüfer gewählten BDO Deutsche

Wa ren treuhand Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Düsseldorf, geprüft worden.

Beanstandungen ergaben sich nicht. Die

Prüfungsgesellschaft hat für den Jahresabschluss zum

31. Dezember 2008 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

erteilt. Das Ergebnis der Abschlussprüfung

nahm der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis.

Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrates

über den Jahresabschluss teilgenommen,

über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet

und für Erläuterungen zur Verfügung gestanden. Der

Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht

geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner

Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat

empfiehlt den Gesellschaftern die Feststellung

des Jahresabschlusses. Der ausgewiesene Bilanzgewinn

ist gem. § 1 des mit der Emmericher Gesellschaft für

kommunale Dienstleistungen mbH (EGD) bestehenden

Ergebnisabführungsvertrages abzuführen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

sowie der Geschäftsführung des Unternehmens

für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen

Beteiligten für ihre Leistung seine Anerkennung aus.

Emmerich am Rhein im August 2009

Der Aufsichtsrat

Udo Jessner, Vorsitzender


10 Jahre

Liberalisierung

Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern hat

Deutschland den Energiemarkt im Jahr 1998 mit einer

grundlegenden Reform des Energiewirtschaftsrechtes

vollständig geöffnet. In dieser Dekade ist der Stromund

Gasmarkt bereits weit auf dem Weg zur Liberalisierung

und zum Wettbewerb vorangekommen. Trotz

z.T. wenig verlässlicher Rahmenbedingungen kann

zu nächst festgestellt werden: Der Strommarkt funkti-

oniert. Die Preisbildung erfolgt auf dem Großhandels-

markt über die deutsche Strombörse EEX und spiegelt

in der Preisentwicklung die Dynamik der Marktrealität

wider. Auch Privatkunden nehmen den Markt zunehmend

an und haben heute überall die Wahl zwischen

dutzenden von Stromlieferanten.

Das Jahr 2008 war durch eine deutliche Wettbewerbs-

intensivierung geprägt. Die Wechselquote der privaten

Haushalte stieg in Deutschland auf 19 %, bei Gewerbekunden

auf 13 %. Die Zahl der Lieferantenwechsel

im Strombereich ist im Vergleich zum Vorjahr von

1,35 Mio. auf 2,11 Mio. gestiegen.

Auch auf dem Gasmarkt hat der Wettbewerb im Jahr

2008 weiter an Fahrt gewonnen. Während Privatkunden

im Jahr 2007 in der Regel nur zwischen wenigen

Gasanbietern wählen konnten, ist im Jahr 2008 eine deutliche Steigerung

der Anbietervielfalt festzustellen. Aktuelle Markterhebungen zeigen, dass sich

der Verbraucher im Durchschnitt zwischen etwa 10 Gasanbietern je Postleitzahlengebiet

entscheiden kann. Die Zahl der Lieferantenwechsel in Deutschland

erhöhte sich 2008 auf etwa 350.000 und hat sich gegenüber dem Vorjahr

damit mehr als verdreifacht. Die vorgenannten Tendenzen zeigen sich in abgeschwächter

Form auch in unserem Liefergebiet.

Zunehmende Lieferantenwechsel wirken stets zu Lasten der lokalen Strom- und

Gasunternehmen und führen hier zu sinkenden Deckungsbeiträgen. Bei zunehmendem

Margendruck stehen gerade bei kleineren, in der Regel kommunal

be stimmten Stadtwerken Kooperationsstrategien im Fokus unternehmerischer

Überlegungen. Derartige Strategieerwägungen müssen hierbei sämtliche Wert-

schöpfungsstufen umfassen. Neben dem beinahe schon traditionellen Koope-

rationsfeld Energiebeschaffung rücken Kooperationsprojekte in den Geschäfts-

feldern Netzbetrieb und Stromerzeugung mehr und mehr in den Vordergrund.

Mit unserem Engagement in der Arbeitsgemeinschaft GEKKO (Gemeinschafts-

kraftwerk Steinkohle) haben wir im Jahr 2008 einen Meilenstein zum Einstieg

in das Geschäftsfeld Energieerzeugung gesetzt. Im August des Jahres erfolgte

die Grundsteinlegung für das von der RWE Power AG mit Beteiligung von

insgesamt 23 Stadtwerken aus vier Bundesländern geplante Kraftwerksprojekt

in Hamm. Die hier derzeitig errichteten Kraftwerksblöcke mit einer elektrischen

Leistung von insgesamt 1.600 MW sollen Anfang 2012 ans Netz gehen. Die

an dem Kraftwerk beteiligten kommunalen Unternehmen verfügen über einen

Anteil von 350 MW. Unsere Gesellschaft ist mit 5 MW an dem Projekt beteiligt.

Aufgrund weltweit modernster Technologie erreicht die Anlage bei einem

Investitionsvolumen von rd. 2 Mrd. € einen Wirkungsgrad von etwa 46 %. Zum

Vergleich: Der durchschnittliche Wirkungsgrad eines Kraftwerkes in Nordrhein-

Westfalen liegt derzeit bei 38 %. Aus Sicht unseres Unternehmens leistet das

Gemeinschaftskraftwerk einen wichtigen Beitrag für Klimaschutz und Versorgungssicherheit

ebenso wie zur Diversifizierung unserer Strombeschaffung.

Ulrich Schnake, Geschäftsführer

2008 05 2008


Lagebericht 2008

I. Allgemeines und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2008 durch die Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise

gekennzeichnet. Aufgrund der im ersten Halbjahr noch positiven gesamtwirtschaftlichen

Situation stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 1,3 %. Dieser moderate Anstieg

der gesamtwirtschaftlichen Leistung führte im Zusammenwirken mit der im Vergleich zum Vorjahr kühleren

Witterung zu einem Anstieg des Primärenergieverbrauchs auf 14.062 Petajoule. Dieser Wert liegt um 2 %

über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Der Wettbewerb in der Energiewirtschaft hat im Jahr 2008 deutlich an Dynamik gewonnen. Die Anzahl

der Wettbewerber im Liefergebiet unserer Gesellschaft und auch die Angebotsvielfalt nahmen deutlich zu.

Dieses gilt sowohl für den Strom- als auch für den Erdgasmarkt. Insbesondere die großen bundesdeutschen

Energiekonzerne haben ihre Akquisitionsaktivitäten erheblich intensiviert.

Die Großhandelspreise für zukünftige Stromlieferungen stiegen bis zur Jahresmitte 2008 deutlich an. Im

Zusammenhang mit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise fielen die Rohstoffpreise in der zweiten Jahreshälfte.

Dieses hatte sinkende Handelspreise an der deutschen Strombörse zur Folge.

Diese Rahmendaten und Sondersituationen im Bereich des Energiehandels führten im Berichtsjahr zu

einem Rückgang des Stromabsatzes unserer Gesellschaft um 12,5 % auf 203.839 MWh. In der Unternehmenssparte

Erdgas stieg der Absatz witterungsbedingt um 6,4 % auf 335.946 MWh. Im Vergleich hierzu

erhöhte sich der Strom- und Erdgasverbrauch bundesweit jeweils um 3,0 %. Die nutzbare Trinkwasserabgabe

liegt mit rd. 2,2 Mio. Kubikmeter um 2,8 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft in Höhe von 30.736 T€ (Vorjahr: 27.399 T€) entfällt mit 59,2 %

auf langfristige und mit 40,8 % auf kurzfristige Vermögenswerte. Der überwiegende Teil des langfristigen

Vermögens besteht mit einem Anteil von rund 85 % aus dem Sachanlagevermögen. Auf der Passivseite

der Bilanz beträgt das Eigenkapital unverändert

rd. 12,1 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten stie gen um rd. 6,7 Mio. €. Das

Darlehen wurde zur Finanzierung einer Beteiligung

an einem Kraft werksprojekt aufgenommen.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 39,4 % bedingt

durch eine höhere Bilanzsumme unter dem Vergleichswert

des Vorjahres. Die Liquidität der Gesellschaft

war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet.

Das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom

14. August 2008 zu der sogenannten „Mehrerlösabschöpfung“

hat einen signifikanten Einfluss

auf das Jahresergebnis unserer Gesellschaft.


Nach diesem Urteil wirken Mehrerlöse ergebnismindernd,

die dadurch erzielt wurden, dass

Netzbetreiber in der Zeit zwischen dem Inkrafttreten

der Netzentgeltverordnungen und der

erstmaligen Genehmigung der Netzentgelte

höhere Netzentgelte verrechnet haben. Bei

zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses

nach wie vor bestehenden Rechtsunsicherheiten

beinhaltet der Jahresabschluss

2008 unter Berücksichtigung der Ergebnisse

aus der Berechnung der sogenannten „Periodenübergreifenden

Saldierung“ nach § 10

GasNEV und § 11 StromNEV eine Rückstellung

in Höhe von EUR 1,7 Mio., die die mit

diesem Sachverhalt verbundenen Risiken berücksichtigt.

Das Ergebnis nach Steuern wird mit 2.210 T€

nach 3.186 T€ im Vorjahr ausgewiesen. Der

Gewinn wird aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages

an die Emmericher Gesellschaft

für kommunale Dienstleistungen mbH

ausgeschüttet.

Baustelle der von RWE Power

und 26 Stadtwerken realisierten

Doppelblock-Steinkohleanlage

in Hamm.

2008 07 2008

III. Chancen- und Risikobericht

Dem stärker werdenden Wettbewerb werden wir mit einer Optimierung

von Kundenprozessen sowie marktgerechteren Produktgestaltungen

begegnen.

Die Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise werden in der

Realwirtschaft immer stärker sichtbar. Die führenden Wirtschaftsinstitute

prognostizieren eine rezessive gesamtwirtschaftliche

Entwicklung im Jahr 2009. Der Strom- und Erdgasverbrauch in

Deutschland ist in den ersten Monaten deutlich gesunken.

Vor diesem Hintergrund werden sich die Absatzrisiken im Geschäftskundensegment

erhöhen. Bei drastischen Mengenrückgängen

besteht das Risiko, dass bereits eingedeckte Energiemengen

nicht wie geplant abgesetzt werden können. Die gesamtwirtschaftliche

Entwicklung kann in Folge steigender Insolvenzen zu höheren

Forderungsausfällen führen. Diesen Risiken ist durch eine intensivierte

Beobachtung unseres lokalen Marktes zu begegnen. Aktuell

bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens

gefährden.

IV. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind bis zum Datum der Erstellung des

Jahresabschlusses keine Ereignisse eingetreten, die auf eine Veränderung

der Lage hindeuten oder Einfluss auf die Bewertung des

Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2008 haben.

V. Prognosebericht

Der Wettbewerb im Strom- und Erdgasgeschäft wird im laufenden

Geschäftsjahr dazu führen, dass wir unsere Marktposition nicht in

vollem Umfang halten können. Auch aufgrund der Auswirkungen

der zu Beginn des Jahres 2009 eingeführten Anreizregulierung

erwarten wir das Jahresergebnis des laufenden Geschäftsjahres

leicht unter dem Vorjahresniveau (ohne Berücksichtigung der Sondereffekte

aus der Mehrerlösabschöpfung).


Aktuelle

Entwicklung

im Bereich Gas

Der Wettbewerb um Endkunden erreichte im Geschäfts-

jahr 2008 auch die Erdgasbranche. Nach einer durch

den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

e.V. (BDEW) veröffentlichten Studie haben sich im Jahresverlauf

etwa 6 % aller Haushaltskunden für einen

Wechsel des Gaslieferanten entschieden. Ein Jahr zuvor

betrug dieser Anteil lediglich 1 %. Auch im Netzgebiet

unserer Gesellschaft konnten Wettbewerber erste

Markterfolge sowohl im Privatkunden- als auch im Geschäftskundenbereich

realisieren. Auch vor dem Hintergrund,

dass die Kosten für Erdgas bei einem typischen

Haushaltskunden stärker zu Buche schlagen als die

Stromkosten, wird die Wechselbereitschaft der Gaskunden

mittelfristig deutlich steigen.

Aufgrund der für die Gaspreisbildung maßgeblichen

Ölpreisentwicklung und den im Jahr 2008 zu verzeichnenden

starken Preisschwankungen an den internationalen

Rohölmärkten stand die Gaspreisentwicklung

nach wie vor im Fokus öffentlicher Diskussionen. Die

Notierungen für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte

Brent lagen zu Beginn des Jahres bei 97 US-Dollar und

stiegen bis Juli 2008 auf einen Rekordwert von über

140 US-Dollar, um dann zum Jahresende aufgrund der

weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise auf unter 40

US-Dollar zurück zu fallen. Der Erdgaspreis entwickelte

sich vergleichbar, da die Gasnotierungen mit zeitlichem

Versatz dem Ölmarkt folgen. Die hierdurch verursachten


höheren Beschaffungskosten konnten nur durch

Erhöhungen der Gaspreise zum 01. Januar

2008 um 0,35 Cent je Kilowattstunde und zum

01. September 2008 um 1,0 Cent je Kilowattstunde

kompensiert werden. Dennoch weisen

die im Berichtsjahr von unabhängigen Institutionen

durchgeführten Erdgaspreisvergleiche für

unser Liefergebiet durchgängig ein günstiges

Preisniveau aus und bestätigen unsere wettbewerbsorientierte

und gegenüber unseren Kunden

verantwortungsvolle Preispolitik.

Der Erdgasverbrauch in Deutschland nahm ge-

genüber dem Vorjahr um knapp 3 % zu. Die ge-

genüber dem Vorjahr deutlich kühlere Witterung

im ersten Halbjahr steigerte die Gasnachfrage

insbesondere bei den privaten Haushalten.

Die Verbrauchsentwicklungen in den übrigen

Anwendungssektoren des Erdgases stellten

sich dabei unterschiedlich dar: Während der

Erdgaseinsatz in Kraftwerken um rd. 8 % anstieg,

stagnierte der industrielle Erdgasverbrauch

vor dem Hintergrund der im 2. Halbjahr

einsetzenden rückläufigen Konjunktur.

Die vorgenannten Tendenzen spiegeln sich in

der Absatzentwicklung in unserem Liefergebiet

wider. Insgesamt verzeichneten wir einen

Anstieg des Erdgasverkaufs um 5,1 % auf

331.865 MWh. Hierbei lagen die Erdgaslieferungen

an Privatkunden mit einem Zuwachs von

7,1 % deutlich über Vorjahresniveau; an unsere

industriellen Geschäftskunden lieferten wir im

Vergleich zum Vorjahr 1,7 % weniger Erdgas.

In Anlagen der Erdgasversorgung investierten

wir im Berichtsjahr rd. 204 T€. Die Zahl der

Hausanschlüsse nahm um 63 auf 6.984 und die

Zahl der eingebauten Zähler um 68 auf 10.753

zu. Die Netzlänge beträgt rd. 190 km.

CO2-Bildung bei der Verbrennung fossiler Energieträger

0,40

0,33

0,28

2008 09 2008

0,26

0,20

Braunkohle Steinkohle Heizöl schwer Heizöl leicht Erdgas


96.848

Aktuelle Entwicklung

im Bereich Strom

Im wettbewerbsgeprägten Strommarkt konnten wir unsere dominierende Marktposition im Wesentlichen festigen.

Der mengenbezogene Marktanteil externer Lieferanten lag im Privatkundensegment mit rd. 6,0 % leicht über

Vorjahresniveau. Vergleichsweise höher ist die Wettbewerbsintensität im industriellen Geschäftskundenbereich

mit einem Marktanteil von Drittlieferanten in Höhe von mehr als 18 % des industriellen Strombedarfes in unserem

Liefergebiet. Kurz- und mittelfristig gehen wir von einer weiteren Intensivierung des Wettbewerbs aus.

Der gesamte Stromverbrauch in Deutschland stieg im Jahr 2008 um 3,0 % und lag damit über dem Anstieg

des Brutto-Inlandsproduktes. Dagegen verminderte sich der Stromabsatz unseres Unternehmens deutlich auf

180.866 MWh. Ursächlich für den Rückgang des Stromabsatzes waren insbesondere um 30.000 MWh geringere

Stromhandelsmengen und wettbewerbsbedingte Effekte bei Geschäfts- und Privatkunden.

Den zur Belieferung unserer Kunden benötigten Strom haben wir bei verschiedenen Lieferanten eingedeckt.

Geringe Mengen wurden durch eigene Anlagen (Windkraftanlage, BHKW Freizeitbad) erzeugt. Wachsende Belastungen

aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wirkten sich auch im Jahr 2008 auf die Strompreiskalkulation

aus. Zum Ausgleich dieser gesetzlichen Belastungen haben wir die Strompreise zum 01. Januar 2008

um 0,54 ct/kWh (netto) angehoben. Neben den Stromlieferungen zu Preisen der Grund- und Ersatzversorgung

bieten wir unseren Kunden mit steigendem Erfolg alternative Strom-Produkte an. Mit unserem Festpreisangebot

„EMM Fix“ konnten wir eine hohe Akzeptanz bei Privatkunden, die Wert auf Strompreisstabilität legen, erzielen –

auch im Wettbewerb mit ähnlichen Angeboten überregionaler Mitbewerber.

Die Jahresinvestitionen in Anlagen der Stromversorgung betrugen 936 T€. Der Investitionsschwerpunkt lag branchenüblich

bei den Verteilungsanlagen und den Hausanschlüssen. Die Anzahl der Hausanschlüsse erhöhte sich

um 70 auf 9.939 und die Anzahl der eingebauten Zähler um 138 auf 17.761. Unser Versorgungsnetz umfasste im

Berichtsjahr eine Gesamtlänge von 549,4 km.

Mengenanteile Stromabsatz 2008 (Angaben in MWh)

2.307 7.962

6.166

67.583

Tarifkunden

Sondervertragskunden

Energiehandel

Absatz im Fremdnetz

Sonstiger Absatz


Aktuelle

Entwicklung

im Bereich

Trinkwasser

Mit rd. 2.200 Tm³ lag die nutzbare Trinkwasserabgabe

in Emmerich am Rhein im Geschäftsjahr

2008 auf Vorjahresniveau. Die Fördermenge der

durch unsere Gesellschaft betriebenen Wasserwerke

betrug im Berichtsjahr 2.326 Tm³. Die

weitaus überwiegende Trinkwassermenge wurde

im Wasserwerk Helenenbusch gefördert. Die

Differenz zwischen geförderter und abgesetzter

Trinkwassermenge stellt die sogenannten Transportverluste

dar. Diese betrugen im Berichtsjahr

5,7 % des Wasseraufkommens im Vergleich zu

9,0 % im Vorjahr.

Die Investitionen zur qualitativen und quantitativen

Sicherstellung der Trinkwasserversorgung

betrugen im Berichtsjahr 310 T€. Die Zahl der

Hausanschlüsse nahm um 70 auf 8.849 zu; die

Zahl der eingebauten Zähler betrug 9.542. Das

Transportnetz wurde um 2,0 km auf nunmehr

214,8 km ausgebaut.

Trinkwasser ist unser wichtigstes und zugleich

eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel.

Die Qualitätssicherung hat für unser Unternehmen

einen herausragenden Stellenwert.

Permanente Wasseranalysen tragen wesentlich

zur Sicherung einer gleichbleibenden Lieferqualität

bei. Die Überwachung der Wasserqualität bezieht

sich dabei auf sämtliche Prozessstufen vom

Grundwasser über das geförderte Rohwasser

bis hin zu den Verbrauchstellen der Haushalte.

Auch im Jahr 2008 unterschritt das in Emmerich

Analysedaten des Emmericher Trinkwassers

Parameter Grenzwert Wasserwerk Wasserwerk

Helenenbusch Vrasselt

Härtebereich -- hart hart

Natrium mg/l 200 17,1 10,7

Sulfat mg/l 240 78,2 69,6

Chlorid mg/l 250 30,3 23,1

Nitrat mg/l

Chlororganische

50 14,5 4,9

Lösungsmittel µg/l

Pflanzenbehand-

10 < 0,1 < 0,1

lungsmittel µg/l 0,1 n.n. n.n.

Nutzbare Trinkwasserabgabe 1985 - 2008 (Angaben in Tm 3 )

2500

2000

2008 11 2008

1985 1987 1989 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2008

am Rhein geförderte Wasser die in der deutschen Trinkwasserverordnung

verankerten Grenzwerte deutlich. Ein wichtiger Baustein im Rahmen

der Qualitätssicherung ist die Kooperation mit den Landwirten

in unseren Wasserschutzgebieten. Gemeinsames Ziel dieser Zusammenarbeit

ist der gewässerschonende Landbau.

Der mengenabhängige Arbeitspreis für Wasserlieferungen beträgt

seit dem 01. Februar 2004 unverändert einheitlich für alle Verbraucher

1,28 €/m³. Unter Berücksichtigung des Grundpreises ergibt sich ein

Durchschnittspreis von 1,47 €/m³. Dieser durchschnittliche Trinkwasserpreis

liegt deutlich unter dem für das Bundesgebiet ermittelten

Vergleichswert von 1,91 €/m³. Die seit nunmehr 5 Jahren stabilen

Wasserpreise in Emmerich am Rhein sind ein Beleg für die effiziente

Betriebsführung in diesem Unternehmensbereich.


Aktuelle Entwicklung im

Bereich Energiegewinnung

und Wärme-Direkt-Service

Die nachhaltige Energieversorgung zählt zu den tragenden Säulen unserer Unternehmensphilosophie. Dem folgend

leisten wir im Rahmen unserer finanzwirtschaftlichen Möglichkeiten lokale Beiträge zur Ressourcenschonung

und zur Entlastung der Umwelt.

Bedeutendstes Projekt zur Nutzung regenerativer Energien ist die im Jahr 2005 in Betrieb genommene Photovoltaikanlage

auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses an der Weseler Straße. Die Anlage verfügt über eine

Modulleistung von 44 kW und lieferte einen Stromertrag von 37.700 kWh. Dieses entspricht in etwa dem Strombedarf

von 10 Haushalten.

Unsere Gesellschaft betreibt darüber hinaus ein erdgasgefeuertes Blockheizkraftwerk, eine Wärmeerzeugungsanlage

und eine Windkraftanlage mit einer elektrischen Leistung von 150 kW. Das BHKW „Freizeitbad“ verfügt

über 2 Module mit einer elektrischen Leistung von jeweils 495 kW und einer thermischen Leistung von

664 kW. Aus dieser Anlage erfolgt die Wärmeversorgung des Freizeit- und Sportbades Embricana. Die Wärmeerzeugungsanlage

Am Beyenkamp wird als kleines Nahwärmenetz mit einer Gesamtwärmeleistung von 210 kW

betrieben und beliefert die umliegenden Wohneinheiten mit Wärme für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung.

Die Stromeinspeisung der vorgenannten Anlagen betrug insgesamt 2.953 MWh und lag damit leicht

über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die Investitionen im Geschäftsbereich Energiegewinnung und Wärme-Direkt-Service betrugen 2008 insgesamt

rd. 52 T€. Investitionsschwerpunkt war erneut die Errichtung weiterer Heizungsanlagen im Rahmen von Contracting-Projekten.

Dieses Serviceangebot eröffnet Immobilienverwaltern und Gewerbekunden die Möglichkeit,

eine dem modernsten technischen

Standard entsprechende Wärmeerzeugung

funktionssicher und

ohne finanzielle Investitionsbelastung

zu realisieren. Insgesamt

betrug die Abgabemenge rund

19.300 MWh im Vergleich zu rund

18.400 MWh im Vorjahr.


Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

Kontinuierliche Qualifizierungsmaßnahmen stellen

eine wesentliche Voraussetzung für den Unternehmenserfolg

dar. Auf Grund der Anforderungen,

die sich aus den energiewirtschaftlichen

Regelungen und den wettbewerblichen Rahmenbedingungen

ergeben, sind unseren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2008

in externen und internen Schulungen Kenntnisse

und Fertigkeiten in allen berufsrelevanten Bereichen

vermittelt worden. Davon sind 186 Arbeitstage

für externe Personalentwicklungsmaßnahmen

zur Verfügung gestellt worden.

Der im März 2008 von den Tarifparteien verhandelte

Tarifabschluss führte rückwirkend zum

01. Januar 2008 zu einer Erhöhung der Entgelte

um 5,1 Prozentpunkte. Der Aufwand für Löhne

und Gehälter stieg mit 72.800 € wegen des geringeren

Personalstandes um 4,6 Prozentpunkte an.

Zum 31. Dezember 2008 beschäftigten wir ins-

gesamt 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Hiervon sind 20 gewerbliche Arbeitnehmer,

14 Angestellte und 5 Auszubildende. Mit einer

Quote von 12,8 Prozentpunkten bilden wir weit

über dem Eigenbedarf aus und ermöglichen jungen

Menschen den Einstieg in das Berufsleben.

Für das große Engagement und den qualifizierten

Einsatz, den die Belegschaft im täglichen Kontakt

mit den Kunden zeigt, gilt ihr besonderer Dank.

Die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit

mit dem Betriebsrat ist ein weiterer Garant

für den Unternehmenserfolg.

Personalaufwand

Löhne + Gehälter

Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung

Altersversorgung und Unterstützung

Berufsgenossenschaftsbeiträge

1 %

6 %

79 %

2008 13 2008

14 %


Im Geschäftsjahr 2008 erzielte unser Unternehmen

Umsatzerlöse aus dem Energie- und Trinkwasserverkauf

in Höhe von 42.065 T€. Im Vergleich zum

Vorjahr ist der Gesamtumsatz damit geringfügig um

83 T€ gesunken. Das Ergebnis vor Ertragssteuern

verminderte sich dagegen deutlich um 1.533 T€

auf 2.599 T€ und lag damit im Fünfjahresvergleich

unter dem Niveau der Vorjahre.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse verlief in den ein-

zelnen Geschäftsfeldern unterschiedlich. Die Erlöse

aus dem Erdgasverkauf betrugen 14.542 T€ und

sind somit mengen- und preisbedingt gegenüber

dem Vorjahr um 2.128 T€ bzw. 17,1 % gestiegen.

Etwa 73 % der Erlöse aus der Erdgasvermarktung

werden für den Energieeinkauf aufgewandt. Die Erlöse

aus dem Stromverkauf betrugen 21.789 T€

und lagen damit um 2.545 T€ unter dem Vorjahreswert.

Der Rückgang ist vorrangig auf Absatzminderungen

im Bereich der Geschäftskunden und geringeres

Stromhandelsvolumen zurückzuführen. Die

Erlöse aus dem Wasserverkauf lagen mengenbedingt

mit 3.028 T€ um 2,7 % über Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand wird mit rund 2.120 T€ um

84 T€ höher als im Vorjahr ausgewiesen. Ursächlich

sind im Wesentlichen höhere Aufwendungen

für Altersversorgung und gestiegene Löhne und

Gehälter aufgrund tariflicher Anpassungen. Die

Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne

Auszubildende) unserer Gesellschaft betrug

34 Beschäftigte.

An die Holdinggesellschaft EGD mbH wurde eine

Verwaltungskostenumlage in Höhe von 1.377 T€

gezahlt. Die Abschreibungen werden mit 1.498 T€

ausgewiesen und erreichen damit im Fünfjahresvergleich

den niedrigsten Wert. Die Konzessionsabgabe

erhöhte sich leicht auf 1.902 T€ und wurde nach

den maßgeblichen steuerrechtlichen Vorschriften

voll erwirtschaftet. Aufwandserhöhend wirkte sich

Umsatz- und

Ertragsentwicklung

Sonstige

Energiegewinnung/

Wärmeverkauf

Trinkwasser

Erdgas

Strom

0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000

2008

2007

900

1.024

1.806

1.429

3.027

2.948

Struktur der Umsatzerlöse

in T€

14.542

12.414

21.789

24.333

die Bildung einer Rückstellung in Höhe von rd. 1.739 T€ für

Risiken bei den zukünftigen Netzentgelten aus. Bei im Zeitpunkt

der Aufstellung des Jahresabschlusses vorhandenen

Rechtsunsicherheiten wurde damit Entscheidungen des

Bundesgerichtshofes vom 14. August 2008 zur sogenannten

Mehrerlösabschöpfung Rechnung getragen.

Nach Abzug der Ertragssteuern in Höhe von rund 389 T€

schließt die Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Jah-

resüberschuss in Höhe von rund 2.210 T€ im Vergleich zu

3.186 T€ im Vorjahr. Der Jahresüberschuss wird auf Basis

des Ergebnisabführungsvertrages mit der Emmericher Ge-

sellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH an diese

ausgeschüttet, so dass die Gewinn- und Verlustrechnung

ein ausgeglichenes Ergebnis zeigt.


Finanzlage und Bilanzstruktur

Abschreibungen

und Investitionen

im 5-Jahres-Vergleich

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr

um 3.337 T€ bzw. 12,2 % auf 30.736 T€

erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen

gestiegene Finanzanlagen durch das Beteiligungsengagement

in ein Kraftwerksprojekt und

höhere Forderungen gegen die Emmericher

Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen

mbH auf der Aktivseite und eine Darlehensaufnahme

auf der Passivseite. Die Aktiva werden mit

18.093 T€ bzw. 58,9 % (Vorjahr 59,7 %) durch

das Anlagevermögen bestimmt. Dagegen betrugen

die mittel- und langfristig verfügbaren Mittel

bei den Passiva 21.806 T€ bzw. 70,9 % (Vorjahr

51,1 %). Durch die ausgeweitete Bilanzsumme

verminderte sich die Eigenkapitalquote von

44,2 % auf 39,4 %.

Die Finanzlage ist durch Veränderungen der Finanzierungsverhältnisse

gekennzeichnet.

Die mittel- und langfristig verfügbaren Mittel

in Höhe von 21.806 T€ decken das mittel- und

langfristig gebundene Vermögen von 18.189 T€

zu 119,9 (Vorjahr 85,5 %). Das mittel- und langfristig

gebundene Vermögen ist somit vollständig

2008

2007

2006

2005

2004

1.498

1.703

1.585

1.612

1.646

1.688

1.499

1.555

2008 15 2008

1.862

2.141

0 500 1000 1500 2000 2500

Abschreibungen Investitionen in T€

fristentsprechend finanziert. Im Berichtsjahr war ein Mittelabfluss aus

der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.490 T€ zu verzeichnen.

Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Forderungen,

einen Rückgang der Verbindlichkeiten und einen erhöhten

Rückstellungsbedarf zurückzuführen. Der Nettoabfluss aus der Investitionstätigkeit

lag aufgrund der höheren Investitionen in das Finanzanlagevermögen

mit 3.548 T€ deutlich über dem Referenzwert des

Vorjahres. Zur Finanzierung des Mittelabflusses wurden Fremdmittel

durch eine Darlehensaufnahme eingesetzt. Die Investitionen in das

Sachanlagevermögen lagen mit 1.703 T€ auf dem Niveau der Vorjahre.

Der Investitionsschwerpunkt bestand in der Erneuerung und dem

Ausbau der Energie- und Trinkwasserverteilnetze.

Die seit 1997 bestehende Beteiligung an der Stadtwerke Rees GmbH

bildet mit 511 T€ weiterhin die bedeutendste Position unserer Finanzanlagen.

Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an Projektgesellschaften

im Zusammenhang mit der Planung und dem Bau von Kraftwerken,

die in der Bilanz mit einem Betrag in Höhe von rd. 497 T€

ausgewiesen werden. Weiterhin halten wir am Stammkapital der IWW

Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gemeinnützige

GmbH, Mülheim an der Ruhr, einen Anteil von 26 T€.


Bilanz zum 31.12.2008

AKTIVA 31.12.2008 31.12.2007

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.764,00 61.841,00

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.448.635,98 3.582.357,98

2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 1.319.843,00 1.362.761,00

3. Verteilungsanlagen 10.071.198,00 10.111.828,00

4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 512.534,95 403.062,95

III. Finanzanlagen

15.352.211,93 15.460.009,93

1. Beteiligungen 1.033.921,57 803.856,88

2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht 1.592.525,93 0,00

3. Sonstige Ausleihungen 52.231,19 56.302,08

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

2.678.678,69 860.158,96

18.092.654,62 16.382.009,89

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 476.766,04 395.260,20

2. Unfertige Leistungen 29.355,26 0,00

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

506.121,30 395.260,20

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.732.450,20 4.266.530,65

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.504.417,15 5.873.114,16

3. Forderungen gegenüber der Stadt Emmerich am Rhein 382.536,55 134.954,07

4. Sonstige Vermögensgegenstände 419.119,56 341.464,19

12.038.523,46 10.616.063,07

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 95.817,41 4.635,21

12.640.462,17 11.015.958,48

C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.242,25 756,67

30.736.359,04 27.398.725,04

(Angaben in €)


PASSIVA 31.12.2008 31.12.2007

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 5.450.000,00 5.450.000,00

II. Kapitalrücklage 6.664.503,56 6.664.503,56

12.114.503,56 12.114.503,56

B. Empfangene Ertragszuschüsse 2.531.625,00 2.844.587,00

C. Rückstellungen

1. Steuerrückstellung 70.000,00 70.000,00

2. Sonstige Rückstellungen 2.511.342,49 1.028.825,00

D. Verbindlichkeiten

2.581.342,49 1.098.825,00

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.700.405,00 1.269,69

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen – 4.272.354,49 4.056.952,60

davon gegenüber Gesellschafter:

146.005,28 E (im Vorjahr 143.490,20 E),

davon gegenüber Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0,00 E

(im Vorjahr 23.731,08 E)

3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.536.128,50 7.282.587,19

– davon gegenüber Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht:

45.751,63 E (im Vorjahr 0,00 E),

davon aus Steuern 380.682,47 E

(im Vorjahr 3.214.140,65 E), davon im

Rahmen der sozialen Sicherheit:

8.640,95 E (im Vorjahr 0,00 E)

13.508.887,99 11.340.809,48

30.736.359,04 27.398.725,04

(Angaben in €)

2008 17 2008


Gewinn- und

Verlustrechnung 2008

2008 2007

1. Umsatzerlöse 42.064.729,18 42.148.144,54

2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 29.355,26 0,00

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 242.802,03 218.582,84

4. Sonstige betriebliche Erträge

5. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

425.810,58 619.675,14

und für bezogene Waren 27.587.638,56 28.233.630,65

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

6. Personalaufwand

2.402.335,37 29.989.973,93 2.579.261,27

a) Löhne und Gehälter

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

1.663.224,98 1.590.419,19

Altersversorgung und für Unterstützung

– davon für Altersversorgung 118.478,24 €

(im Vorjahr 112.353,82 €)

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-

457.222,50 2.120.447,48 445.542,79

gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

1.497.724,56 1.612.366,80

a) Konzessionsabgabe 1.901.600,00 1.868.200,00

b) Übrige 4.734.193,50 6.635.793,50 2.821.624,06

9. Erträge aus Beteiligungen 48.920,31 52.100,00

10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 48.177,50 891,92

11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 250.923,74 262.211,62

– davon aus verbundenen Unternehmen

249.874,49 € (im Vorjahr 260.708,85 €)

12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 67.998,52 0,00

13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 183.944,97 3.677,25

14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.614.835,64 4.146.884,05

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 388.535,52 946.320,66

– davon aus Steuerumlagen 408.000 €

(im Vorjahr 727.000 €)

16. Sonstige Steuern 16.602,26 14.679,77

17. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages

abgeführte Gewinne 2.209.697,86 3.185.883,62

18. Jahresüberschuss 0,00 0,00

(Angaben in €)


Die Stadtwerke im Überblick

Stromversorgung 2008 2007

Leitungsnetz

Kabel 25 kV km 19,5 19,5

10 kV km 195,7 191,7

1 kV km 334,2 330,5

549,4 541,7

Hausanschlüsse Stück 9.939 9.869

Eingebaute Zähler Stück 17.761 17.623

Zählerwechsel/-einbau Stück 2.176 1.153

Gasversorgung

Rohrnetz

Niederdruck km 162,6 162,3

Mittel-/Hochdruck km 27,8 26,0

190,4 188,3

Hausanschlüsse Stück 6.984 6.921

Eingebaute Zähler Stück 10.753 10.685

Zählerwechsel/-einbau Stück 1.088 1.528

Wasserwerk

Hauptrohrnetz km 214,8 212,8

Hausanschlüsse Stück 8.849 8.779

Eingebaute Zähler Stück 9.542 9.542

Zählerwechsel/-einbau Stück 1.170 1.493

Betriebsleistungen

Wasserförderung

Werk I, Emmerich Tm³ 2.043,41 2.103,82

Werk II, Vrasselt Tm³ 322,72 292,15

Gesamt Tm³ 2.366,13 2.395,98

Einwohner Stadt Emmerich

am Rhein

Anzahl 29.752 29.716

2008 19 2008


Geschäftsbericht 2008

Stadtwerke Emmerich GmbH

Wassenbergstr. 1

46446 Emmerich am Rhein

Tel. 02822 604-0

Fax 02822 604-187

www.stadtwerke-emmerich.de

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