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Marrakesch-Broschüre

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Marrakesch

und der Hohe Atlas

1


Vorwort

Willkommen

in Marrakesch!

Bestimmt haben Sie schon von ihr gehört, der „roten

Stadt“: Die exotische Königsstadt inmitten des Hohen Atlas

auf halbem Weg zwischen Wüste und Küste zieht seit

jeher die Besucher in ihren Bann. Jahrhundertelang war

Marrakesch als Fixpunkt in den Handelsnetzen der Karawanen

ein bedeutender Umschlagplatz für Waren aus

Nord und Süd. Die Ankömmlinge wurden hier stets mit

offenen Armen empfangen, brachten sie doch Wohlstand,

neues Wissen und Ideen mit. Gastfreundschaft und Toleranz

haben sich deshalb in Marrakesch besonders früh

entwickelt – Traditionen, die bis heute erhalten sind und

den "Marrakchi" sehr am Herzen liegen.

Marrakesch ist auch eine inspirierende Stadt. Niemand

kann sich ihrer Faszination entziehen, vermutlich weil sie

wie kaum eine andere Stadt zwischen den Welten pendelt:

geschäftiges Treiben in den pulsierenden Souks und

zugleich völliges Entschleunigen in den Ruheoasen der

luxuriösen Riads. Ehrwürdige Sakralbauten oder Clubund

Partylounges? Marrakesch ist ein urbanes Märchen

zwischen Tradition und Moderne und verleiht sich gerade

durch diesen Spannungsbogen eine ungemeine Dynamik,

eine magische Kraft, die man überall spürt: in den uralten

Gebäuden der Medina, den lebhaften Souks, den liebevoll

restaurierten Riads, den trendigen Szenelocations und sogar

in den zum Greifen nahen schneebedeckten Bergen

des Hohen Atlas. Genau an diese Orte möchten wir Sie

mit dieser Informationsbroschüre entführen.

Spüren Sie die Kraft der roten Stadt! Wir sehen uns in

Marrakesch.

Ihr Team des Marokkanischen Fremdenverkehrsamtes

2


Inhalt

DIE MEDINA VON MARRAKESCH

Die Medina .................................................................. 8

Der Platz Djemaa el Fna ............................................. 10

Die Souks .................................................................. 12

Die Monumente ......................................................... 14

Die Riads ................................................................... 16

JENSEITS DER STADTMAUERN

Die Gärten ................................................................. 20

Unterwegs in Marrakesch .......................................... 22

Marrakesch geht aus .................................................. 24

ABENTEUER RUND UM MARRAKESCH

Die Agafay-Wüste ...................................................... 30

Demnate und Ouzoud ................................................ 32

Der Djebel Toubkal und das Ourika-Tal..................... 34

M’Goun und Aït Bouguemez ..................................... 36

SPIEL OHNE GRENZEN

Abenteuerpark im Hohen Atlas ................................. 40

Ein Paradies für Familien .......................................... 42

Golfdestination Marrakesch ...................................... 44

ZEITREISE

Von der Kawananenstadt zur Jetset Location .... 6

Hamam – Der Ursprung des Wellness ................ 26

INFOS MAROKKO UND MARRAKESCH

Karte Medina ............................................................. 46

Gut zu wissen.............................................................. 47

Museen in Marrakesch ............................................... 48

Veranstaltungen / Golfplätze ...................................... 49

Karte Marokko .......................................................... 50

RUBRIKEN

Vorwort ........................................................................ 2

Impressum, Fotovermerke ........................................... 5

3


Inhalt

8 DIE MEDINA

VON MARRAKESCH

In den Souks schlägt das Herz

von Marrakesch. Hier gibt es

nichts, was es nicht gibt

18 JENSEITS DER

STADTMAUERN

Außerhalb der Medina gelangt

man zu den Gärten,

Marrakeschs Ruheoasen,

und zu den eleganten

Stadtvierteln Guéliz und

Hivernage

28 ABENTEUER RUND UM MARRAKESCH

Wem Marrakesch zu mondän ist, macht

einen Abstecher in den Hohen Atlas.

Dort warten spektakuläre Tagesausflüge

und spannende Exkursionen

38 SPIEL OHNE GRENZEN

In der Umgebung von Marrakesch

können kleine, große und ganz große

Kinder in die Welt eines Abenteuerspielplatzes

eintauchen

4


Impressum

HERAUSGEBER

Staatlich Marokkanisches Fremdenverkehrsamt

www.visitmorocco.com

KONZEPT, LAYOUT, REDAKTION, BILDREDAKTION,

HERSTELLUNG

ADIEU TRISTESSE Verlag, Berlin

REDAKTION / LEKTORAT

Corinne Vastel (V.i.S.d.P.)

Klaus Kopelkert (Fotografie)

Willy Vlodaceck

Sven Kämmerer

Nachdruck, Übersetzungen und Auszüge nur mit

ausdrücklicher Genehmigung des Verlages und mit

voller Quellenangabe. Alle Rechte vorbehalten.

© by ADIEU TRISTESSE Verlag Berlin.

Gerichtsstand: Berlin.

Fotovermerke

(nach Seiten, Anordnung im Layout: l.: links, r.: rechts, M.: Mitte, o.: oben, u.: unten)

Titel: carloscastilla/iStockphoto; 2-3: Starcevic/iStockphoto; 6-7: Maison de la Photographie de

Marrakech; 8-9: ONMT; 10-11 o.: ZX-6R/iStockphoto, 10 u.l.: Jacques Bravo; 11: u.r.: Frank

Charton; 11 u.l.: Glen_Pearson/iStockphoto, u.r.: CRT Marrakech; 12 o.: Lukasz Janyst/Stock.

adobe.com, u.l.: galitskaya/iStockphoto, u.r.: anderWolf-Images/iStockphoto; 13: CRT Marrakech;

14 o.: Balate Dorin/Stock.adobe.com, u.l.: Cesare Palma/Stock.adobe.com; 15 o.: vale_t/

iStockphoto, u.l.: r_andrei/Stock.adobe.com, u.r.: apyos/iStockphoto; 16+17 o.+u.r.: luengo_ua/

Stock.adobe.com; 17 u.l.: Lucy Mason @goinghomebroke (instagram); 18-19: CRT Marrakech;

20 o.: ONMT/Hope Production, u.l.: Stefan Liewehr, u.r.: Suzy Stöckl; 21 o.: Artur Nyk/Stock.

adobe.com, 22-23: CRT Marrakech; 24 o.: Restaurant Le Foundouk, u.l.: CRT Marrkech, u.r.:

Terrasse des Épices; 25 o.: Théatro Marrakech, u.l.: Klaus Kopelkert, u.r.: Oasis Bienale; 26:

Torval Mork/Stock.adobe.com; 27 o.: Les Jardins de la Medina Marrakech, u.: Keith Molloy/

iStockphoto; 28-29: franckreporter/iStockphoto; 30+31o.: CRT Marrakech, 31 u.l.: Scarabeo

Camp, u.r.: Youness Hamiddine/Stock.adobe.com; 32 o.: pasja1000/Pixabay, u.l.: Tolo/Stock.

adobe.com, u.r.: Pavliha/iStockphoto; 33: dgmsgallery/Stock.adobe.com; 34: fotoVoyager/iStockphoto;

35 o.: Ondrej Bucek/iStockphoto, u.: Klaus Kopelkert; 36-37: Georg Schreiner; 37 o.:

Nicolas VINCENT/Stock.adobe.com; 38-41: Klaus Kopelkert; 42+43 u.l.: Oasiria; 43 o.: Klaus

Kopelkert, u.r.:galitskaya/iStockphoto; 44: Klaus Kopelkert; 45 o.: Royal Palm Marrakech Golf,

u.: CRT Marrakech; 46: Karte von Stephan Hauf; 47 o.: Posztós János/Stock.adobe.com; 48 o.

+ u.: Musée Aman Marrakech, M.: Maison de la Photographie de Marrakech; 49 o.: E-Prix de

Marrakech, u.: Festival du Film de Marrakech, Golf: o.: Al Maaden Resort, u.: Palm Golf Ourika;

50: Karte Stephan Hauf; 51: ONMT / Hope Production.

5


Von der Karawanenstadt

Die 1062 gegründete Stadt hat eine bewegende Geschichte hinter sich. 1150 wurde die Koutoubia-

Moschee errichtet. Eine Festungsmauer und raffinierte Brunnensysteme sowie ein Kanalisationsnetz

wurden gebaut, Palmenhaine, Gärten und Obstplantagen angelegt. Marrakesch war eine

ganze Zeit lang Hauptstadt. Im Laufe der Jahrhunderte übernahmen mehrere Dynastien die

Führung der Stadt. Luxuriöse Paläste, wie der El Badi-Palast, sollten die Stadt am Rande des Hohen Atlas

verschönern. Moscheen, Springbrunnen, Lehrstätten für theologische Studien, sogenannte Medersen, und

wunderbare Nekropolen wurden errichtet. Nach dem Bau des neuen Stadtteils Guéliz im Jahr 1913 und der

Mamounia im Jahr 1923 begann Marrakesch auch zunehmend Künstler, Schriftsteller und Mitglieder des

weltweiten Hochadels zu faszinieren. 1931 gestaltete der Maler Jacques Majorelle seinen berühmten Garten,

der heute Touristen aus aller Welt begeistert. Seit 1935 hielt sich der damalige englische Premierminister

Winston Churchill regelmäßig in Marrakesch auf, um hier auszuspannen und in aller Ruhe zu malen. In

6


1069 Almoraviden

Die aus dem Süden

stammende Dynastie

der Almoraviden übernimmt

die Herrschaft

und macht Marrakesch

zur Hauptstadt. Sie

hinterlassen raffinierte

Brunnensysteme, ein

Kanalisationsnetz,

Palmenhaine, Gärten und

Obstplantagen.

1248 Meriniden

Die Meriniden sind die

neuen Herrscher der

Stadt. Marrakesch verliert

seine Position an Fes,

die neue Hauptstadt des

Reiches.

1664 Alaouiten

Die bis heute regierenden

Alaouiten übernehmen

die Herrschaft. Unter

Mouley Ismail verliert

Marrakesch seinen

Hauptstadt-Status an

Meknes. Im 20. Jahrhundert

erlebt Marrakesch

unter Ihren Majestäten

König Mohammed V.

(1956), König Hassan

II. (1969) und König

Mohammed VI. (1999)

eine beispiellose Wandlung

zur modernen und

weltoffenen Touristikdestination.

Rabat wird

Hauptstadt.

1147 Almohaden

Die Almohaden nehmen

die Stadt ein. Sie vergrößern

die Festungsmauern,

errichten das

erste Krankenhaus der

Stadt und bauen die

Kasbah.1158 beginnt der

Bau der Koutoubia-Moschee.

1554 Saadier

Die aus der Souss-Region

stammenden Saadier

erobern die Stadt und

machen Marrakesch

wieder zu Hauptstadt.

Die Stadt wird restauriert.

Es entstehen prächtige

Bauwerke, wie der El

Badi-Palast und eindrucksvolle

Nekropolen.

seinen Memoiren schreibt er später von „seinem geliebten Marrakesch“. Die Hochblüte erlebte Marrakesch

zu Zeiten des Transsaharahandels. Marrakesch war ein bedeutender Umschlagplatz für Waren aus Europa

und Länder südlich der Sahara. Für viele Karawanen war Marrakesch Endstation einer langen Reise. Nach

über 50 Tagen kräftezehrendem Marsch durch die Sahara schlugen die Karawanenhändler in der Palmeraie

von Marrakesch ihre Lager auf. Heute gilt die Palmeraie, ein Palmenhain, der sich auf 14 000 Hektar erstreckt

und die rote Stadt wie ein schattenspendendes Naherholungsgebiet umgibt, als exklusivster Stadtteil

von Marrakesch. Spektakuläre Luxusherbergen und feine Boutique-Hotels ziehen heute Besucher aus aller

Welt an. Ein Lounge-Konzept aus Pool-Landschaft, Bar und Restaurant, das bereits in Miami, Saint Tropez

und Marbella erprobt und in die Palmeraie importiert wurde, wird als „coolest place on earth“ gepriesen. Im

historischen Kontext einer uralten Karawanserai wirkt die coole Beach-Location wie ein Raumschiff von

einem fernen Planeten.

7zur JetSet-Location ZEITREISE


DIE MEDINA

Hinter der mächtigen Stadtmauer verbirgt sich ein exotisches Universum.

Die Medina lockt mit verheißungsvollen Entdeckungen, leuchtenden

Farben und betörenden Gerüchen. Wer die Medina nicht mit allen Sinnen

wahrgenommen hat, der ist nie wirklich in Marrakesch gewesen.

8

VON MARRAKESCH


Schon bei der Ankunft wird man von den Farbkontrasten überwältigt:

Die Medina überrascht den Reisenden mit ihren ockerfarbenen Mauern

aus gestampftem Lehm und den mit Bougainvilleen bedeckten Häuserwänden,

aus denen Palmen und Grünes sprießen. Zusammen mit dem

verschneiten Gipfeln des Hohen Atlas im Hintergrund und dem leuchtend blauen

Himmel ergibt sich ein herrliches Bild. Die Medina von Marrakesch gleicht

einer ständig sonnendurchflutenden, florierenden Oase, aus der der Duft blühenden

Jasmins oder der Orangenblüte die Frische ihrer Gärten verströmt. Innerhalb

der Festungsmauern herrscht im von Sonne durchstreiften Schatten der quirligen

Gässchen der Medina ständiges Treiben, unterbrochen von Ausrufen, Stimmfetzen,

kräftigen Farben, dem Duft von Zedernholz und Gewürzen. Laute, Farben

und Gerüche gehen ineinander über und bilden eine erstaunliche Symphonie.

9


Der Platz Djemaa el Fna ist das Herz der Stadt.

Er wurde von der UNESCO zum immateriellen

Kulturerbe der Menschheit erhoben. An

der Schnittstelle zwischen Medina und Neustadt

gelegen, markiert der Platz Djemaa el Fna das pulsierende

Zentrum Marrakeschs. Der für Autos gesperrte

Platz ist tagsüber ein weiträumiger Fußgängerbereich.

Verkäufer bieten frisch gepressten Orangensaft an, während

die berühmten Gnaoua-Musiker im Rhythmus ihrer

Metallkastanietten vibrieren und umher springen. Erzähler,

Wahrsagerinnen und Akrobaten verwandeln das Gelände

in ein Open-Air-Theater. Nicht ein Ensemble aus

historischen Baudenkmälern macht diesen Platz so einzigartig,

sondern eine Art soziale Skulptur, die sich hier tagtäglich

aus jenen Akteuren formt, die den Platz bevölkern.

Theater und Arena, Markt- und Rummelplatz, Heiterkeit

und geschäftstüchtige Gebaren. Der Djemaa el Fna präsentiert

dies alles in flirrender Gleichzeitigkeit. Schlangenbeschwörer,

Akrobaten, Possenreißer, Märchenerzähler,

Wunderheiler, Feuerschlucker und Wahrsager sind

Djemaa el Fna

Oben: Abendessen ist fertig!

Die Show beginnt

Links: Mit etwas Glück

bekommt man spektakuläre

Darbietungen geboten

Rechts: Für Heiterkeit und

gute Stimmung sorgen die

Gnaoua-Musiker

10


hier jeden Tag zugange, Wasserverkäufer und Tänzer machen

den Besuchern ihre Aufwartung, Heilkräuter und

Amulette werden feilgeboten – bis zur Dämmerung. Am

Abend verwandelt sich der Djemaa el Fna dann ein weiteres

Mal. Mit Einbruch der Dunkelheit werden zahlreiche

mobile Garküchen routiniert aufgebaut. Touristen wie

Marrakchi essen dann unter freiem Himmel zu Abend.

Diese tägliche Spätvorstellung im Djemaa el Fna-Theater

sollte man auf keinen Fall verpassen. Sie ist weltweit einzigartig!

TAJINE, BROCHETTES ODER COUSCOUS?

Auch die mobilen Garküchen auf dem Djemaa El Fna sind ein gutes Revier,

um die appetitlich angerichteten Klassiker der marokkanischen Küche kennenzulernen.

Dazu zählen besonders die „Tajines“, in Olivenöl geschmorte Eintopfgerichte

mit diversen Gemüsebeilagen, gelegentlich auch mit Datteln, Mandeln

oder Pflaumen gereicht. Couscous, das Gericht aus Hirse- oder Hartweizengrieß,

gibt es in unzähligen wohlschmeckenden Varianten. „Brochettes“, Fleischspießchen,

sind ein weiterer Gastro-Klassiker, ebenso „Kefta“, in Olivenöl gebratene

Hackfleischbällchen.

Links u. rechts: Man muss es

einfach gesehen und erlebt

haben mit welcher Präzision

und Schnelligkeit die Garküchen

aufgebaut werden. Die

Gäste können dann das gesamte

Repertoire der marokkanischen

Küche (vgl. Infokasten)

ausprobieren

11


DIE MEDINA VON MARRAKESCH

Eine Entdeckungstour in der Medina ist ein echtes

Erlebnis. Schlendert man durch die engen

Gassen, passierbar nur für Fußgänger, Mopeds

und Eselskarren, führt der Weg entlang uralter

Fassaden unweigerlich in die Souks. Hier schlägt das Herz

von Marrakesch: Gewürze sind zu Pyramiden aufgeschichtet

und unzählige Olivensorten, appetitlich drapiert,

warten auf Käufer. Ein paar Schritte weiter wechseln elegante

Boutiquen und weiträumige Kontore mit kaum

schrankgroßen Läden einander ab. Die Souks sind traditionell

nach Handwerkszweigen und Warenangebot gegliedert:

der Souk Cherratine für das Lederhandwerk, Zrabi

für Teppiche, Fekharine für die Töpferei, Sebbaghine für

Färber oder Seffarine für Kupfer. In den unzähligen Souks

bekommt der Besucher eine Idee vom großen Reichtum

der marokkanischen Handwerkskunst. Wer glaubt, die

Souks seien nur für die Touristen da, irrt. Die Marrakchi

finden hier ihre Fachgeschäfte en masse – die Kunst des

Reparierens beschäftigt hier immer noch ein Heer von

Spezialisten.

Die Souks

Alle Fotos: Hier gibt es nichts,

was es nicht gibt: Safran, Arganöl,

eine komplette Wohnzimmereinrichtung

... Beeindruckend ist die

perfekte Versorgungslogistik: Kurze

Einkaufs- und Vertriebswege,

ein nach Branchen aufgefächertes

Warensortiment und Recyclingkreisläufe

eines nachhaltigen

Wirtschaftens

12


13


Die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten befinden

sich innerhalb der Mauern der Altstadt:

die Medersa Ben Youssef, der Bahia-Palast,

die Saadier-Gräber und der El Badi-Palast.

Das 77 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt, die Koutoubia-

Moschee (oben), befindet sich am Rand des Djemaa el

Fna. Das abends angestrahlte Minarett der 1150 erbauten

Koutoubia ist aus 25 Kilometern Entfernung zu sehen.

Wegen ihrer klaren Geometrie und ihren harmonischen

Proportionen gilt sie als eines der schönsten Monumente

und Wahrzeichen der Stadt. Ein weiteres Highlight ist der

Bahia-Palast, Marokkos wohl schönster Palast (rechts

oben). Sein einmaliges Interieur muss immer wieder Hollywood

als Kulisse dienen. Wie viele Filme wurden hier

gedreht? Lawrence von Arabien ist vielleicht der bekannteste.

Der riesige und kunstvoll ausgestaltete Palast ist

weltweit einzigartig. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert

und erstreckt sich über acht Hektar. Der Bahia-Palast befindet

sich am Nordrand der Medina in der Mellah, dem

jüdischen Viertel und gilt heute als Meilenstein der ma-

Die Monumente

Links: Die schönen Königsgräber sind

nicht nur die letzten erhaltenen Überreste

der Saadier-Dynastie, vielmehr

sind sie Zeugnisse einer raffinierten

maurischen Architektur, die für das

16. und 17. Jahrhundert charakteristisch

ist: reich verzierte Kreuzgewölbe,

edle Säulen aus Carrara-Marmor

sowie Wände und Nischen, die mit

Stuckarbeiten, unzähligen kunstvoll

gefertigten Kacheln, Mosaiken und

Kalligrafien verziert sind

DIE UNGLAUBLICHE ENTDECKUNG DER SAADIER-GRÄBER

Aus der Regentschaft der Saadier sind heute praktisch keine Hinterlassenschaften

geblieben – bis auf eine: die Nekropole der Saadier. Jahrhundertelang war

sie wie vom Erdboden verschluckt, sie galt als „verschwunden” – bis der Zufall es

anders wollte. In Marrakesch war es üblich, dass Emire und Sultane im Süden der

Medina, im Garten der Kasbah-Moschee, beigesetzt wurden. Die Saadier-Dynastie,

die in Marrakesch zwischen 1524 und 1659 regierte, setzte diese Tradition

fort. Heute befinden sich dort fast 70 Gräber der Saadier-Dynastie. Nach dem

Ende der Saadier-Regentschaft wurde das Grabmal hinter hohen Schutzwällen

eingeschlossen. Den Eingang ließ man zumauern. Das letzte architektonische

Vermächtnis der Saadier-Dynastie schien für immer verloren, bis 1917 in der

Medina archäologische Ausgrabungen durchgeführt wurden. Es war purer Zufall,

dass das eingemauerte Portal der Nekropole von Bauarbeitern entdeckt wurde.

Es wurde restauriert und steht heute Besuchern zur Besichtigung offen.

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DIE MEDINA VON MARRAKESCH

rokkanischen Architektur. Die eindrucksvolle Anlage

wurde während der aufwendigen Bauphase durch viele

Wohnungen, Zimmer und Salons, eine Moschee, eine Koranschule,

Frauengemächern, einen Hamam, Pferdeställe,

einen Gemüsegarten, Olivenbäume, Palmen, Dattelpalmen,

Orangen- und Zitronenbäume vergrößert. Nur die

edelsten Materialien fanden Verwendung. Eines der

schönsten Elemente des Bahia-Palastes ist der große, in

Marmor gepflasterte Innenhof. Die Materialien für die

Dekoration des Bahia-Palastes stammen aus ganz Marokko.

Der Marmor stammt ursprünglich aus Carrara (Italien).

Das Zedernholz für die bemalten Decken in den Wohnungen

des Palastes wurde im Mittleren Atlas bestellt, die

glasierten Terrakotta-Fliesen kamen aus Tetouan. Handwerker

aus dem ganzen Land arbeiteten am Bau des prächtigen

Palastes. Der Bahia-Palast wurde auch im letzten

Jahrhundert von der marokkanischen Regierung immer

wieder renoviert. Heute dient er keineswegs nur Filmproduzenten.

Vielmehr werden hier Staatsgäste und ausländische

Würdenträger empfangen.

Rechts: Mitten in der Medina befindet

sich die Medersa Ben Youssef, die einst

größte und bedeutendste Hochschule

des Maghreb. Gegründet wurde sie im

14. Jahrhundert. Ihre detailreiche, architektonische

Ausarbeitung ist einzigartig: in

kalligrafischer Schriftkunst ausgestaltete

Koransuren, abstrakte Dekorkunst, feinste

Stuckfriese – alles Ornamentstile, die auf

der Kunstform der Arabeske basieren

Links: Das Ruinengelände des El Badi-Palastes,

einer Palastanlage, die der bedeutendste

Sultan aus der Saadier-Dynastie,

Ahmed El Mansour, 1578 erbauen ließ

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16


DIE MEDINA VON MARRAKESCH

Über 1000 ehemalige Stadtpaläste wurden in

Marrakesch zu privaten Gästehäusern umgebaut.

Das Wohnen in einem dieser luxuriösen

Refugien der Stille wird zu einem unvergesslichen

Erlebnis. In einem Riad, arabisch für Garten, sind

die Zimmer stets auf einen zentralen Innen- und Lichthof

ausgerichtet. Verborgener Wohlstand hinter unscheinbaren

Fassaden. Für Touristen ungewöhnlich, in Marrakesch

üblich – denn ein Riad macht auf Understatement. Im Inneren

herrscht eine vollendete Harmonie aus Licht, Wasser

und Pflanzen, Schnitzwerk und seidenweichem Verputz in

gedämpften Farben. Singvögel zwitschern im Geäst, auf

der Oberfläche des kleinen Pools treiben Seerosenblätter,

tiefblauer Himmel leuchtet über dem nach oben offenen

Innenhof. Ein Springbrunnen plätschert, im Windzug einer

Brise rascheln Palmwedel, Schatten huschen über die

farbigen Wandkacheln. Dem Gast wird auf einem Silbertablett

frischer Minztee mit Gebäck serviert. Ein echtes

Kontrastprogramm zum genormten Komfort der großen

Hotels: Ein Hotel kann man vergessen, ein Riad nicht.

Die Riads

Oben und links: Im

Arrangement von Möbeln

und Lampen, Stoffen und

Teppichen betört das

ästhetische Gespür marokkanischer

Designer

Rechts: Jedes Riad verfügt

über eine Dachterrasse. Der

Ausblick ist immer wieder

beeindruckend

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Jenseits

der

Stadtmauern


In Marrakesch erwartet den Besucher ein Feuerwerk an Eindrücken.

Die unglaubliche Vielfalt und die geballte Exotik, die auf den Reisenden

einwirken, wollen verarbeitet werden. Nach einer Tour durch

die Medina ist eine kleine Flucht „nach draußen“ sinnvoll. Wer innehalten

und eine Auszeit nehmen möchten, dem sei ein Besuch der

wunderschönen Gärten empfohlen.


JENSEITS DER STADTMAUERN

Marrakesch wird die „rote Stadt“ genannt,

könnte aber auch den Namen „grüne Bergoase“

tragen. Marrakesch ist nämlich eine

Stadt der Gärten! Die vielleicht bekannteste

Ruheoase ist eine Liebeserklärung des Malers und Orientalisten

Jacques Majorelle. Er kam 1919 in die Stadt und

erlag Marrakeschs Charme sofort. Voller Euphorie gründete

er einen Garten, direkt vor der mächtigen Mauer der

Medina. 1980 kauften Yves Saint Laurent und Pierre Bergé

den Garten (rechts oben). Die Gartenoase ist mit Palmen

bepflanzt, Brunnen und Seerosenteiche bestimmen

die Szenerie. Hier wachsen Bambusbäume und Kakteen.

Im Garten befindet sich, in schrillem Blau, eine Villa im

Art-Déco-Stil. Dieses Blau, des Malers Lieblingsfarbe,

wird heute „Bleu Majorelle“ genannt. Nicht minder beeindruckend

und gut per Pferdekutsche anzusteuern, wartet

der Menara-Garten (oben) mit Obstplantagen und Olivenhainen

auf. Das Bassin dient bis heute als Reservoir eines

ausgeklügelten Bewässerungssystems, das im 12. Jahrhundert

angelegt wurde. Der Pavillon stammt aus dem 19.

Die Gärten

Links und rechts: Inmitten

von mehr als zwei Hektar

findet man 30 Kilometer von

der Stadt entfernt einen fantasievollen

Park mit Bäumen,

Pflanzen, Blumen und vielen

bunten Kunstwerken. „Anima“

wurde von dem österreichischen

Künstler André Heller

erdacht und geschaffen und ist

auch ein Ort der Kultur!

20


JENSEITS DER STADTMAUERN

Jahrhundert. Von der Terrasse hat man eine überwältigende

Aussicht auf die Gipfelketten des Hohen Atlas. Der

schöne Garten ist öffentlich. Nicht selten sieht man hier

Familien, die hier spazieren gehen. Nur wenige Gehminuten

entfernt, befinden sich die Jardins de l’Agdal. Feigenund

Zitronenhaine, Teiche und Alleen prägen das Bild.

Als Sultansgärten bereits im 12. Jahrhundert angelegt, waren

die Gärten als Oase geplant, in der Aprikosen und

Orangen gedeihen. In unmittelbarer Nähe zur quirligen

Medina herrscht hier bis heute eine angenehm stille, geradezu

ländlich-abgeschiedene Atmosphäre. Der älteste

Garten von Marrakesch ist zugleich auch der modernste.

Der sogenannte Cyber Parc (rechts unten) befindet sich

neben der Koutoubia-Moschee. Das weitläufige Campusgelände

im Stadtzentrum ist ein idealer Erholungsort. Der

schöne Park verfügt über offene PC-Terminals mit WLAN.

Seltene Pflanzen eines Botanischen Gartens, Palmen und

Orangenhaine laden zum Verweilen ein. Springbrunnen

plätschern, auf den Parkbänken sind junge Menschen ins

Gespräch vertieft.

Links: Wer die Medina für einen

Spaziergang nicht verlassen möchte,

dem sei der Garten „Jardin Secret“

empfohlen. Er liegt mitten in der

Medina, im Viertel Mouassine. Hier

kann man die Ruhe eines exotischen,

islamischen Gartens genießen

Rechts: Der älteste Garten Marrakeschs

ist nicht mehr nur eine grüne

Oase, in der man flanieren kann. Seit

seiner Renovierung im Jahr 2005

wurde der Garten in einen „Cyber Parc“

umgewandelt, in dem man sich nun

auch durch WLAN-Terminals mit der

weiten Welt verbinden kann

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22


JENSEITS DER STADTMAUERN

Marrakesch besteht eigentlich aus zwei Städten:

die Altstadt (Medina) mit ihren Festungsmauern

und die neue Stadt mit den

Vierteln Guéliz, Hivernage und der Avenue

Mohammed VI. Die Neustadt lädt zu Spaziergängen, Erkundungen

per Fahrrad oder mit der Pferdekutsche ein.

City-Bikes lassen sich unkompliziert mieten. Für eine

Shoppingtour ist Bummeln die schönste Art, die vielen

Boutiquen, eleganten Geschäfte und großen Shoppingmalls

zu entdecken. Eine Terrasse der zahlreichen Cafés

und Bistros eignet sich gut als Zwischenetappe. Wem das

Mittagessen heilig ist, wird in einem der vielen Restaurants

glücklich. Wer die Medina umrunden möchte, sollte

dies mit einer Pferdekutsche tun. Die Tour führt entlang

der 19 Kilometer langen Festungsmauer und an 20 Toren,

den so genannten „Babs“, vorbei. Diese Tore sind wunderschöne

Haltepunkte für den Eintritt in die Medina. Für

eine Kutschfahrt sollte man zwei Stunden einplanen, ohne

Unterbrechungen mit einzurechnen. Eine Stadtrundfahrt

per Kutsche wird zu einem unvergesslichen Erlebnis!

Unterwegs in Marrakesch

Oben: Wer es beschaulich mag,

nutzt den zweistöckigen Bus mit Cabrio-

Flair der „City-Tour-Marrakesch“. Der

Bus hält an allen wichtigen

Sehenswürdigkeiten an

Links: Die entspannteste Art einer

Stadtrundfahrt bietet die Pferdekutsche

Rechts: Eine Stadtrundfahrt mit

dem Fahrrad ist sicherlich ein

besonderes Abenteuer

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JENSEITS DER STADTMAUERN

Ausgehen hat in Marrakesch auch eine kulturelle

Komponente. Die Mode- und Design-Metropole,

Kongress- und Konferenzstadt ist auch

als Festivalstadt bedeutend. Im Juli findet das

„Festival National des Arts Populaires“ statt, im November

das renommierte Internationale Filmfestival. Ganzjährig

finden Kinogänger exzellentes Programmkino in

Marrakeschs Lichtspielhäusern und im „Théâtre Royal“

an der Place de l’Empereur werden Dramenklassiker der

Moderne inszeniert. Im Art Déco-Viertel Guéliz befindet

sich eine große Auswahl an Bars und Cafés, die sich als

entspannter Treffpunkt empfehlen, sei es für Livemusik

oder die Übertragung von Sportereignissen. Am Abend

füllen sich die Hotel-Lounges und Brasserien mit Publikum,

geschmackvolle Gourmet-Tempel, deren Angebot

auf die marokkanische, französische oder italienisch-mediterrane

Küche konzentriert ist, erwarten die Gäste. Darüber

hinaus gibt es Steakhäuser, Tapas-Bars, Pizzerien

und Restaurants mit asiatischer Küche. Am Abend sorgen

mitunter Disc-Jokeys für gute Stimmung. Marrakesch hat

Marrakesch geht aus

Oben: Warme Töne, Samtsessel

und Kerzenlicht sorgen in vielen

Restaurants in Hivernage für

ein wunderschönes Ambiente

Links: Die Restaurants bieten

marokkanische und internationale

Gerichte an

Rechts: Marrakesch ist für seine

Terrassenkultur berühmt

24


JENSEITS DER STADTMAUERN

auch eine Vielzahl von Bars zu bieten. Das Ambiente ist

auf Zielgruppen zugeschnitten, entsprechend unterschiedlich

und reicht von der kühl-nüchternen Szene-Location

bis zur gemütlichen Weinbar, die den Gast bei dezentem

Jazz stets mit einer großen Auswahl an importierten und

marokkanischen Gewächsen zu verwöhnen weiß. Das glamouröseste

Viertel von Marrakesch, Hivernage, ist bekannt

für seine ausgefallenen Diskotheken und 5-Sterne-

Hotels, von denen viele hervorragende und moderne Bars

beherbergen. Dieser elegante Stadtteil, zwischen Koutoubia-Moschee

und Guéliz gelegen, verwandelt sich besonders

am Wochenende in eine attraktive Bühne, die Jung

und Alt gleichermaßen anzieht. Man sieht es an der Garderobe

deutlich: Marrakesch geht aus! Die Leute flanieren,

sitzen auf den begrünten Terrassen der Cafés und

Brasserien. Die Atmosphäre ist entspannt. Der internationale

Jetset fliegt übers Wochenende ein: Multimillionäre,

Filmstars, Show- und Sportgrößen, Models und Politiker

Marrakesch ist hip, trendy und ein Sehnsuchtsort – nicht

nur für Touristen.

Oben: Marrakesch zählt

zwei Casinos. Festliche und

farbenfrohe Atmosphäre

garantiert!

Links: Elektroparty mit DJ auf

einer Dachterrasse mit Pool,

Restaurant und Sky Lounge

Rechts: In Marrakesch finden

renommierte Festivals für

Elektromusik statt

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Hamam – Der Ursprung des Wellness

Hamams – öffentliche Badehäuser – sind seit Jahrhunderten zentraler Bestandteil des städtischen Lebens in Marokko.

Da die wenigsten Wohnhäuser eigene Waschräume besaßen, gehörte der Besuch des Hamams zum Alltag. Die

Reinigung von Körper und Geist war ein religiöses Ritual und fand oftmals vor dem Gang zur Moschee statt.

Hamams, ähnlich den römischen Thermen, verbreiteten

sich zur Zeit der islamischen Expansion ab dem 7. Jahrhundert

im arabischen Raum. In Marokko wurden sie im

13. Jahrhundert von der Dynastie der Almohaden eingeführt

– zuerst in Fes, danach im ganzen Land. Noch heute

befinden sich die ältesten, traditionellen Badehäuser in

nahezu jeder Medina in marokkanischen Städten. Große

Städte zählten dereinst ohne Weiteres 100 Hamams oder

mehr. Ihre Bedeutung ging weit über das bloße Reinigungsritual

hinaus: Sie waren lebendiger Treffpunkt für

Freunde, Familie oder Geschäftspartner. Frauen und Männer

blieben stets getrennt. Insbesondere für Frauen ersetzte

der Hamam das „Teehaus“. Ein traditioneller Hamam ist

ein nahezu fensterloses Gebäude. Über dem Hauptraum,

der in der Mitte des Hamams liegt, spannt sich eine große

Kuppel, die das Firmament nachahmt: Darin sind sternenförmige

Fenster eingelassen, durch die gedämpftes Licht in

das Innere des Hamams fällt. Weitere Fenster gibt es nicht,

26


ZEITREISE

denn die Intimität der Baderäume

soll vor Blicken

von außen geschützt bleiben.

Der Hauptraum ist

kreisrund. In seiner Mitte

befindet sich zumeist der

„Nabelstein“: ein geheiztes

Steinpodest, auf dem

mehrere Personen Platz

finden können. An den

Wänden des Kuppelraumes

befinden sich mehrere

kleine marmorne Warmund

Kaltwasserbecken,

in die ständig Wasser fließt, denn der Islam schreibt die

Reinigung des Körpers mit „fließendem“ Wasser vor. Um

den Kuppelraum herum liegen Seiten- bzw. Nebenräume,

die unterschiedlich stark beheizt sind. Aufgrund der hohen

Luftfeuchtigkeit sind alle Räume gekachelt oder mit

Tadelakt verputzt, einem traditionellen marokkanischen

Kalkputz, der aus Muschelkalk hergestellt wird und sich

durch hohe Festigkeit und Wasserbeständigkeit sowie

seinen typischen Glanzeffekt auszeichnet. Die Erfindung

dieses Baumaterials, das schon mehrere Tausend Jahre alt

sein soll, wird den Amazigh zugesprochen. Der Besuch

eines Hamams folgt einem bestimmten Ritual. Nachdem

man sich entkleidet und in ein Baumwollhandtuch gehüllt

hat, betritt man, mit einer Schöpfkelle ausgestattet,

den großen Kuppelraum. Zuerst schöpft man aus einem

der Marmorbecken warmes Wasser und schüttet es sich

von Kopf bis Fuß über den Körper.

Nach dieser Waschung macht man es

sich auf dem Nabelstein gemütlich.

Bei etwa 50 Grad Celsius und sehr

hoher Luftfeuchtigkeit können Geist

und Körper nun vollends entspannen.

Das um den Körper gewickelte nasse

Baumwolltuch trägt dazu bei, dass

man weder unterkühlt noch überhitzt.

Durch die feuchte, dampfende Luft und

die Wärme des beheizten Steinpodests

lockern sich die Muskeln,

die Hautporen können

sich öffnen. Der Körper

ist nun bestens auf die

Anwendungen vorbereitet.

Dem Schwitzbad folgt

die Waschung. Während

man sich auf dem warmen

Stein ausstreckt wird die

Haut mit schwarzer marokkanischer

Olivenölseife

eingerieben. Sie wird aus

nahezu überreifen Oliven

gewonnen, die reich an

wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamin A und B, Folsäure,

Eisen, Oleosid und hochwertigen Ölen sind. Dann wird ein

kleiner Leinensack in eine Seifenlauge getunkt und hinein

gepustet, um ihn aufzublasen. Beim Zusammendrücken

fallen große Schaumflocken auf den Körper. Danach wird

die Haut sanft mit dem „Kese“, einem speziellen Seidenoder

Ziegenhaarhandschuh, abgerieben. Dabei werden

die obersten Hautschichten entfernt und das Bindegewebe

durchblutet. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Haut

fühlt sich samtweich an und kann wieder frei atmen. Wenn

die Waschung beendet ist, gönnt man sich etwas Ruhe, am

besten mit einem Glas Minztee. Die traditionellen Badehäuser

verlieren zunehmend an Bedeutung, da marokkanische

Haushalte immer öfter mit eigenen Badezimmern

ausgestattet sind. Aber es gibt sie immer noch, und ein

Besuch in einem traditionellen Hamam lohnt sich allemal:

Touristen werden in den öffentlichen

Bädern herzlich empfangen. Man kann

mühelos Kontakt mit Einheimischen

aufnehmen und einen authentischen

und faszinierenden Einblick in den marokkanischen

Alltag gewinnen. Darüber

hinaus besitzt heute fast jedes Hotel

in Marrakesch seinen eigenen Hamam.

Sie sind zu regelrechten Wellnesstempeln

avanciert und locken zahlreiche

Urlauber an.

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ABENTEUER

rund um Marrakesch

Wenn der Berg ruft, ist Abenteuer im Atlas angesagt. Einmal das Dach

Marokkos besteigen, zu Fuß die hinreißenden Täler erwandern, per Mountainbike

Bergoasen erkunden oder mit dem Mietwagen die Umgebung

entdecken – von Marrakesch aus ist alles machbar!

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Viele Marokkoreisende träumen von der Wüste:

Erg Chebbi oder Erg Chegaga? Beides

wunderschöne Dünenlandschaften. Aber es

braucht eben Zeit, denn diese Regionen befinden

jenseits der hohen Berge. Für Marrakesch-Besucher,

denen lediglich sieben oder 10 Tage zur Verfügung stehen,

bietet sich mit der Agafay-Wüste eine echte Alternative an.

Dieses versteckte Juwel liegt 30 Kilometer südlich von

Marrakesch und erstreckt sich über mehrere hundert Hektar

am Fuße des Hohen Atlas. Mit dem Auto nimmt man

die R212, fährt am Flughafen stadtauswärts und erreicht

nach circa 30 Minuten Agafay. Die Wüstencamps sind eingebettet

in eine Reg-Ebene, ein steiniges, flaches Hochland,

das mit weißen Dünen durchzogen ist, die tatsächlich

jenen der Sahara ähneln. Inmitten dieser Wüste taucht

wie aus dem Nichts ein Ort der Ruhe auf, der den Beinamen

„verzauberte Oase“ trägt. In der Abenddämmerung

werden in den Camps die handgefertigten Laternen angezündet,

Berberteppiche ausgerollt und der Tisch gedeckt.

Dann ist es Zeit für ein Abendessen unter den Sternen.

Die Agafay-Wüste

Oben und links: Von der Agafay-

Wüste bietet sich ein ganz besonderer,

untypischer Panoramablick

auf das Atlasgebirge

Rechts: Flüge mit dem Heißluftballon

über die Agafay-Wüste,

das Atlasgebirge und den See

von Lalla Takerkoust werden in

Marrakesch angeboten

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ABENTEUER RUND UM MARRAKESCH

Agafay bietet Biwaks mit unnachahmlichem Charme. Für

das kurzzeitige, luxuriöse Wohnen inmitten einer natürlichen

Szenerie wurde das Wort Glamping erfunden. Und

genau das trifft auf Agafay zu: ein Glamping-Wochenende

für Urlauber, die sich erholen oder Sport treiben möchten,

Wellness machen oder entspannte Wanderungen unternehmen

wollen, mit dem Pferd oder dem Dromedar ausreiten

möchten, sich eine Tour mit dem Mountainbike oder

einem Buggy wünschen oder von astronomischen Beobachtungen

oder Musikabenden bei Mondschein träumen.

Jedem seine eigene Agafay! Am Morgen nach dem Frühstück

bietet sich ein kurzer Ausflug zum faszinierenden

Lalla Takerkoust-See an oder eine Ballonfahrt bei Sonnenaufgang.

Lokale Veranstalter bieten einen märchenhaften

Ausflug in einem Heißluftballon an. Die Rundumsicht

ist atemberaubend: Man fliegt über die Wüste von

Agafay, die ihre unzähligen Farben offenbart, auf der einen

Seite das Atlasgebirge, ländliche Dörfer und wilde

Tiere. Auf der anderen Seite erscheint die Medina und

Guéliz. Welch ein Erlebnis!

Oben: Fürstlich essen mitten im

Nichts: ein magischer Moment mit

atemberaubender Aussicht auf die

schneebedeckten Gipfel des Atlasgebirges

Links: In den Camps gibt es gemütliche

und elegant eingerichtete Zelte

Rechts: Von Agafay aus bietet sich

ein schöner Tagesausflug zum Lalla

Takerkoust-Staudammam an

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ABENTEUER RUND UM MARRAKESCH

Im Nordosten von Marrakesch findet man die

schönsten Natursehenswürdigkeiten des Landes: die

Ouzoud-Wasserfälle und die Naturbrücke von Imi

n’Ifri. Die Wasserfälle von Ouzoud (oben) gehören

zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie befinden sich 150 km

nordöstlich von Marrakesch auf einer Höhe von 1060 Metern.

Zwischen grünen Wiesen, Mandel- und Olivenhainen

und felsigen Gipfeln bietet sich ein überwältigender

Anblick: Das Fluss Ouzoud schlängelt sich durch ein Tal

aus rotem Sandstein mit Wasserfällen, die über 110 Meter

hoch und 90 Meter breit sind. Die Wasserfälle ergießen

sich in einen natürlichen Pool, der jeden Tag von einem

Regenbogen umspült wird. Dort kann man wandern, eine

Bootsfahrt genießen oder Affen im Wald beobachten. Die

Naturbrücke von Imi n’Ifri, sechs Kilometer von Demnate

entfernt, verdankt ihre Entstehung dem Fluss Assif Tissilt,

der sie durch Erosion in den Kalkstein gegraben hat. Die

Höhle bietet unzähligen Vogelarten Unterschlupf. Am

Fluss kann man picknicken sowie die Landschaft und die

Sonne genießen, die hier fast das ganze Jahr über scheint.

Ouzoud und Demnate

Links und oben rechts: Wörtlich

übersetzt bedeutet Imi

n'Ifri auf Amazigh „Höhlenmund“.

Es ist ein von der Natur

vor fast zwei Millionen Jahren

geformter Bogen, der eine

Länge von 300 Metern hat und

30 Meter in die Höhe ragt

Rechts: Panorama in der Umgebung

von Imi n'Ifri

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34


ABENTEUER RUND UM MARRAKESCH

Zwei spektakuläre Gebirgstouren führen durch

den Hohen Atlas. Die eine verläuft nach Südosten

bis Ouarzazate, die andere nach Südwesten

bis Taroudant. Beide Strecken sind gut ausgebaut,

werden im Winter zügig geräumt und können mit

landschaftlichen Delikatessen aufwarten. Für anspruchsvolle

Trekkingtouren bietet sich das imposante Toubkal-

Massiv an. Als höchste Erhebung Marokkos beherrscht

der 4167 Meter hohe Djebel Toubkal die Region. Schneebedeckte

Horizonte, Landschaften aus Fels und Eis, Leere

und Weite bestimmen die Szenerie. Hier kann man tagelang

unterwegs sein, kocht über offenem Feuer, übernachtet

in Schutzhütten und genießt den sternenklaren Himmel

über dem Hohen Atlas. Wer die Schönheit des Hohen Atlas

mit einer sportlichen Herausforderung verbinden

möchte, der nehme an einem der anspruchsvollen Bergrennen

teil. Atemberaubende Parcours, wo Himmel und

Bergspitzen zu einer Einheit verschmelzen, erwarten die

Teilnehmer. Diese Wettbewerbe im Hohen Atlas sind einzigartige

Abenteuer – typisch Marokko.

OURIKA-TAL: DER PERFEKTE AUSFLUG

Wer in Marrakesch weilt, sollte unbedingt einen Abstecher in den Hohen Atlas

machen. Kaum 30 Minuten unterwegs – und der Fahrtwind trägt unbekannte

Düfte, Prisen eines würzigen Geruchs, ins Wageninnere. Draußen rauscht

das Gewässer eines schmalen, wilden Flusses. Kleine, terrassierte Felder, von

Mäuerchen begrenzt, säumen pittoresk beidseits die Straße, die von Marrakesch

nach Süden führt. Überall Obstplantagen, Nuss- und Mandelbäume. Im Licht

sind schimmernde Farben zu sehen. Diese idyllische Landschaft, die die hektische

Betriebsamkeit der quirligen Metropole Marrakesch vergessen lässt, trägt

den Namen Ourika. Vor allem im Sommer bietet sich das Ourika-Tal für eine

perfekte Landpartie von Marrakesch aus an. In Setti Fatma, wo die Teerstraße

endet, locken mehrere Wasserfälle; man kann wandern, baden, picknicken, auf

Maultieren ausreiten, diverse Trekkingtouren starten. Das Ourika-Tal bietet einen

unvergleichlich schönen Tagesausflug – und pure Erholung.

Djebel Toubkal und Ourika-Tal

Oben: Der letzte Anstieg zum Gipfel

des Djebel Toubkal erfolgt nachts.

Noch vor Sonnenaufgang sollte

man oben sein, um mit solchen

Panoramen belohnt zu werden

Links: Noch ist der Gipfel des Djebel

Toubkal nicht erreicht

Rechts: Der Fluss im Ourika-Tal

wird mit schmalen Brücken aus

Holzgeflecht überquert

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Etwa 220 Kilometer von Marrakesch bietet sich

über Aït Bouguemez eine mehrtägige Trekkingtour

durch die M’Goun-Schlucht (oben) an.

Der Hohe Atlas wird dabei zu Fuß überwunden.

Die Wanderung beginnt im Basislager in Aït-Bouguemez.

Die Anfahrt dorthin führt über eine unbefestigte Straße.

Die Jeeps rumpeln über Schlaglöcher, die Landschaft ändert

sich im Minutentakt. Der einzige Zugang zur Unterkunft

führt durch einen Flusslauf, der durchquert werden

muss. Die Pension steht auf einem kleinen Bergrücken.

Von hier startet die Trekkingtour. Das erste Ziel ist der

knapp 3000 Meter hohe Pass Tizi n’Aït Imi. Beim Anstieg

weichen die grünen Felder zurück. Jetzt bieten nur noch

einzelne Zypressen Schatten. Immer höher windet sich der

Pfad (Bild unten). Auf der anderen Seite schimmert

Schnee am über 4000 Meter hohen M’Goun. Der Ausblick

von der Passhöhe ist grandios. Dann beginnt der sehr lange

Abstieg und die nächsten drei Tage trekken die Abenteurer

den Fluss immer weiter talabwärts. Der weitere

Weg verläuft mal im Tal dem Fluss folgend, mal entlang

M’Goun und AÏt Bouguemez

Links: Blick zurück auf das

grüne Tal. Die Gruppe kurz

vor Erreichen des Passes Tizi

n’ ït Imi (2905 m)

Rechts: Bald ist es geschafft!

Hinter der Schlucht öffnet

sich das Tal und die Sonne

kommt zum Vorschein

AïT BOUGUEMEZ – EIN TREKKINGPARADIES

Die Täler des Aït Bouguemez sind noch von der Außenwelt abgeschnitten und

nur zu Fuß erreichbar. Das Trekking ist dort deshalb besonders reizvoll. Bei den

lokalen Tourveranstaltern ist die gesamte Infrastruktur vorhanden: Zelte, Maultiere,

Isomatten – es gibt dort sogar kleine Boutiquen, wo man das Wichtigste

einkaufen kann. Auf der Tour muss alles an Verpflegung und Wasser dabei sein,

da man nie wissen kann, ob man unterwegs etwas bekommt. Die Ausrüstung

und die Vorräte werden auf Maultiere geladen. Jedes Maultier wird von einer

Person geführt. Das Team besteht aus einem Bergführer, einem Koch, Helfer

sowie Maultiertreiber. Die Agentur organisiert die Geländewagen und bringt

die Gäste von Marrakesch nach Aït Bouguemez. Eine mit Zelten beladene Maultiertour

durch derart abgelegene Täler kann man nur in Marokko machen. Diese

Form des ursprünglichen Wanderns gibt es in Europa nicht mehr. Die Tour durch

die Schlucht des M’Goun wird mit Trekkingtouren in Nepal verglichen.

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ABENTEUER RUND UM MARRAKESCH

der Berghänge mit Blick auf viele namenlose Dreitausender,

deren Gipfel mit Schneeresten bedeckt sind. Kann

man das noch toppen? Ja, kann man! Am dritten Tag wird

das Hochtal zur Schlucht. Der M’Goun-Fluss zwängt sich

zwischen steile Felswände, die definitiv nicht zu erklimmen

sind, sodass man große Strecken im Fluss laufen und

fast bei jeder Biegung die Seite wechseln muss. Das Wasser

ist meist knietief, die starke Strömung zerrt an den Füßen

und man muss schon gehörig aufpassen, um nicht unfreiwillig

baden zu gehen. An den tieferen Stellen muss

man sich gegenseitig helfen, indem Menschenketten gebildet

werden. Die Schlucht verengt sich zunehmend bis

auf wenige Meter. Die Wände fallen senkrecht ab, der

Himmel ist kaum noch zu sehen. Vorsichtig, stets mit einer

Hand an der Felswand, muss man sich vorwärts tasten.

Das Wasser steigt immer höher (Bild unten links). Zunächst

über die Knie und schließlich bis zur Hüfte. Hand

in Hand schleicht man weiter, bis man durch ist. Dann öffnet

sich die Schlucht und die Abenteurer stehen wieder

glücklich in der Sonne.

Oben: Bewirtschaftete Terrassenfelder wechseln

mit schroffen roten Bergflanken, Pässe mit

seltsamen lichten Wäldern, Bäume ohne Äste,

dann wieder üppiges Grün in den Tälern mit

fließenden Wasserläufen. Die Lehmbauten der

Dörfer fügen sich perfekt in das Landschaftsbild

ein. Ockerfarbene, rote und gelbliche Töne

überwiegen. Auf den Bergen am Horizont liegt

der letzte Schnee vom Winter. Das Hochtal befindet

sich auf 1800 Metern Höhe und wird als

Tal der Glückseligen bezeichnet. Der Name hat

einen bestimmten Hintergrund: Weil der Bach

hier das ganze Jahr über Wasser führt, können

die Felder im breiten Talgrund ganzjährig bewässert

werden. Deshalb sind auch zwei Ernten

im Jahr drin

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SPIEL

OHNE

GRENZEN

Marrakesch, das ist Kultur, Mondänität und Genuss. Aber die meisten

wissen nicht, dass sich vor den Toren der Metropole ein atemberaubender

Abenteuerspielplatz befindet. Die Spiel- und Sportmöglichkeiten sind

nahezu grenzenlos. Im Hohen Atlas befindet sich der perfekte Freizeitpark

für kleine und große Kinder. In Marrakesch gibt es Wassersportoasen, die

Hotels verfügen über große Schwimmbäder. Golfer können im Winter vor

der Kälte und dem Regen fliehen und in Marrakesch jeden Tag auf einem

anderen Platz spielen.

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39


SPIEL OHNE GRENZEN

Der Freizeit- und Abenteuerpark im Hohen Atlas

liegt am Fuße des Hohen Atlas, nur 40 Minuten

von Marrakesch entfernt. Die Gäste erwartet

ein riesiges Angebot an verschiedenen

Freizeit- und Sportaktivitäten: Vom Kletterpark über Radwanderungen,

Reiten und Schwimmen ist alles dabei.

Unternehmen können Teamseminare buchen. Übernachtungen

sind in Appartements und Berberzelten möglich.

Das Gelände ist traumhaft. Spektakulär ist der Accro

Parc. Hier kann man tiefe Schluchten auf Hängebrücken

und mit Seilzügen überqueren – was für ein Erlebnis! Der

Park ist schnell und einfach zu erreichen, gerade für Urlaub

mit Kindern ist das optimal! Im Accro Park kann

man mit einem BMX-Rad auf einem Spezialparcours fahren.

Kinder werden auf einem sehr ruhigen Pferd zwei

Stunden lang durch das ganze Areal geführt. Erwachsene

können mit einem erfahrenen Reitlehrer den ganzen Tag

unterwegs sein und die Landschaft erkunden: Besonders

im Frühling, wenn alles blüht, genießen die Gäste traumhafte

Natureindrücke und tolle Panoramablicke.

Abenteuerpark im Hohen Atlas

Oben: In Asni kann man schöne

Reitausflüge unternehmen

Links: Vom Berberzelt aus lässt

sich der Sonnenuntergang

wunderbar beobachten

Rechts: Im Accro Parc kann

alles ausprobiert werden:

Kletterwände, Affenbrücken

und Seilzüge

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SPIEL OHNE GRENZEN

Marrakesch kann nicht mit Strand und Meer

dienen. Aber die vielen Luxushotels können

dafür mit traumhaften Swimmingpools

inmitten prächtiger Gärten aufwarten.

Gerade die Kinder wünschen sich nichts sehnlicher,

als in die blauen Fluten dieser türkisfarbenen Gewässer

zwischen Himmel und Erde einzutauchen. Viele Hotels

bieten für Gäste von außerhalb einen sogenannten Day

Pass an. Damit hat man Zugang zum Pool, manchmal

auch kombiniert mit Mittagessen. Wer sich in Marrakesch

vollends dem Wasserspaß hingeben möchte, dem bietet

sich im Aquapark unzählige Möglichkeiten zum Erfrischen,

Schwimmen und Entspannen. Der Wasserpark liegt

vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und erstreckt

sich über eine Fläche von zehn Hektar. Der Multi-Freizeitbereich

ist in mehrere Welten gegliedert: Wasserbereiche,

eine Kletterwand, ein Kids-Club, ein beheiztes Schwimmbad

sowie mehrere Gastronomiebetriebe. Ein Paradies für

Familien! Kleine und große Kinder bekommen hier Lust

auf Tauchen und Faulenzen in der Sonne!

Ein Paradies für Familien

Linke Seite und links: Der

Aquapark ist das perfekte

Ziel für einen Ausflug mit der

ganzen Familie

Oben und rechst: Viele

Hotels verfügen über schöne

Poollandschaften. Für Gäste

von außerhalb gibt es den

Day-Pass mit Zugang zum Pool

inklusive Mittagsessen

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SPIEL OHNE GRENZEN

Schon früh erkannte man in Marokko die Bedeutung

des Golfsports für die touristische

Entwicklung. Man setzte dabei auf die stärkste

Trumpfkarte: Marokkos hervorragende klimatische

Bedingungen. Während Golf in Europa praktisch

nur im Sommer gespielt werden kann, ermöglichen Marokkos

Wetterverhältnisse ein ganzjähriges Bespielen der

Plätze. Dem sonnenverwöhnten und kulturreichen Land

fiel das nicht schwer: Viele Golfplätze wurden in geradezu

atemberaubenden Landschaften und am Rande aufregender

Metropolen angelegt. In Marrakesch haben Golfer

die Qual der Wahl: Mit 13 Golfplätzen darf sich Marrakesch

selbstbewusst als Golfdestination bezeichnen. Der

geschichtsträchtigste Golfplatz, der Royal Golf, wurde bereits

1923 angelegt und hat zahlreiche berühmte Spieler

gesehen: Winston Churchill, Lloyd George und Dwight

David Eisenhower. Im Palmeraie Golf Club finden Spieler

jeden Handicaps dank der Vielseitigkeit ihr Glück. Der

Samanah Golf Club ähnelt einem mit seinen Kakteen und

Palmen eher einem Wüstengolfplatz.

GOLF, SONNE, GUTES ESSEN UND NIGHTLIFE

Mit dem Ausbau der Luxus-Hotellerie entstanden in der jüngsten Vergangenheit

in Marrakesch auch mehrere neue, spektakuläre Greens, die von berühmten Leuten

wie Jack Niklaus, Colin Montgomery oder Cabell B. Robinson designt wurden.

So verschieden die Architektur der Golfplätze sein mag, die bestechenden Vorteile

der Golfdestination Marrakesch haben alle gemeinsam: Mit der beeindruckenden

Kulisse der schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas im Hintergrund und der

guten, sauberen Luft gleicht jeder Golfplatz einer Wellnessoase. Und – auch das

ist einzigartig: Alle Golfplätze befinden sich in einem Umkreis von 20 Kilometern.

Der Spieler kann zwischen den besten Plätzen wählen und sie in kürzester Zeit

erreichen. Die Stadt ist die beste Destination, wenn man einen Citybreak braucht.

Abends kann man ausgehen, es gibt 300 Restaurants! Hier hat man einfach

alles! Marrakesch heißt Golf, Sonne, gutes Essen und Nightlife – nur drei Flugstunden

von den Hauptstädten Europas entfernt!

Golfdestination Marrakesch

Oben: Golfen vor atemberaubender

Kulisse

Links: Im Royal Palm Golf

wurden 3000 alte Olivenölbäume

gepflanzt, die eine schöne

Atmosphäre versprühen

Rechts: In Marrakesch lässt

sich ganzjährig golfen

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INFOS MAROKKO UND MARRAKESCH

DIE MEDINA VON MARRAKESCH
























































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INFOS MAROKKO UND MARRAKESCH

GUT ZU WISSEN

Der Flughafen Aéroport international Marrakech-Ménara

Ortszeit

Marokko hat die Umstellung

auf Winterzeit im Oktober 2018

abgeschafft. Im Winter herrscht

Zeitgleichheit mit Deutschland. Im

Sommer beträgt der Zeitunterschied

1 Stunde (Berlin 12 Uhr =

Marrakesch 11 Uhr).

Reisezeit

Für die Städte innerhalb des Landes

sind die Monate Februar bis Juni,

sowie September bis Dezember

klimatisch optimal. Im Hochsommer,

zwischen Juli und August, kann

es sehr warm werden. Im Winter

werden tagsüber Temperaturen von

20 Grad und nachts von 10 Grad

erreicht.

Reisepass

Deutsche, österreichische und

schweizerische Staatsbürger benötigen

einen Reisepass, der zum Zeitpunkt

der Einreise mindestens für die

Dauer des Aufenthaltes in Marokko

gültig sein muss. Kinder brauchen

einen Reise- oder Kinderpass.

Visum

EU-Staatsangehörige, sowie Schweizer

benötigen für touristische und

geschäftliche Zwecke für eine Dauer

bis zu 90 Tagen kein Visum.

Zoll: Einreise

Ausländische Währungen dürfen in

unbegrenzter Menge ein- und ausgeführt

werden. Bargeld im Wert

von 100 000 MAD (Dirhams) muss

deklariert werden. Medikamente

für den eigenen Gebrauch dürfen

eingeführt werden. Zollfrei bei der

Einreise sind außerdem: 200 gr. Tabakwaren,

1 l Wein , 1 l Schnaps.150

ml Parfum, 250 ml Eau Toilette.

Anreise mit dem Auto

Für Reisende, die viel Zeit mitbringen

und in Marokko oft unterwegs

sein möchten, empfiehlt sich die

Anreise mit dem eigenen Fahrzeug.

Berücksichtigt man, dass die

An- und Abreise schon eine Woche

in Anspruch nimmt, sollten dann

mindestens vier, besser noch sechs

Wochen eingeplant werden.

Geld

Für den marokkanischen Dirham

(MAD) gilt ein Wechselkurs von

etwa 1 Euro = 11 MAD.

Fast überall gibt es Bankautomaten,

an denen man mit EC- oder Kreditkarte

Geld abheben kann. Maximal

2 000 Dirham dürfen ein- und

ausgeführt werden.

Mietwagen

In allen größeren Städten und an

Flughäfen lassen sich Mietwagen

problemlos anmieten. Dort sind

auch alle großen, bekannten Marken

vertreten. Man kann auch einfach

von Zuhause aus den Mietwagen

reservieren. Auch in den Hotels und

Riads kann der Kontakt zu Autovermietungen,

oft lokale Agenturen,

hergestellt werden.

Notrufnummern

Polizei: 19

Feuerwehr : 15

Gendarmerie Royale: 177

Ambulanz / Feuerwehr: 150

Ärztliche Notfälle: 141

Unterwegs in Marrakesch

Das beste Verkehrsmittel ist das

Stadttaxi (Petit Taxi, mit Taxometern

ausgestattet). Das Linienbusnetz

ist gut ausgebaut und äußerst

preiswert. Wer mit dem Mietwagen

unterwegs ist, sollte wissen, dass

die Medina für Autos gesperrt ist.

Außerhalb der Altstadt befinden sich

viele bewachte Parkplätze. Alternativ

kann man auch ein City-Bike

buchen. Eine besonders reizvolle Art

der Fortbewegung bieten die Pferdekutschen

(Calèches). Ein großer

Fernbusbahnhof (Gare routière) und

Sammeltaxistand befinden sich beim

Bab Doukkala.

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INFOS MAROKKO UND MARRAKESCH

MUSEEN IN MARRAKESCH

Interaktive Ausstellungen im Wassermuseum

Le Musée Dar Si Saïd

Das Museum für marokkanische

Kunst befindet sich in einem der

schönsten Paläste Marrakeschs. Die

Sammlung des Museums umfasst

Schmuck aus dem Hohen Atlas, dem

Antiatlas und dem äußersten Süden,

Teppiche aus Haouz und dem Hohen

Atlas, Öllampen aus Taroudant,

blaue Töpferwaren aus Safi, grüne

Töpferwaren aus Tamegroute sowie

Lederarbeiten aus Marrakesch. Das

Schmuckstück der Sammlung ist

jedoch ein spanisches Marmorbecken

aus dem 10. Jahrhundert.

Musée de la Musique

Das Musikmuseum zeigt die Vielfalt

der gesamten Musik-Traditionen in

Marokko: Im Fokus stehen die Musik

der Amazigh, die jüdische Musik, die

Daqqa Marrakchia, die Gnaoua-

Musik und die arabisch-andalusische

Musik. Im Laufe des Rundgangs

entdeckt der Besucher Instrumente

aller Art und lernt durch Fotografien,

Videos und visuelle Effekte die

marokkanische Musik kennen. Das

Museum zeigt ebenfalls Sonderausstellungen

und veranstaltet

einmalige Abende mit traditioneller

marokkanischer Musik.

www.museedelamusique.ma

Musée AMAN pour la civilisation

de l’eau au Maroc

Das Wassermuseum in Marrakesch

erstreckt sich über mehr als 20 000

Quadratmeter! Während des

gesamten Besuchs werden stets

verschiedene Fragen rund um das

Thema Wasser behandelt: Wasser

und Mensch, Wasser im Laufe

der Geschichte, zeitgenössische

hydraulische Errungenschaften

Marokkos, Herausforderungen im

Zusammenhang mit dem Wassermanagement.

Ein Museum, das man

mit der ganzen Familie und auch mit

kleinen Kindern besuchen kann. Für

die Kleinen (und die Großen) stehen

zahlreiche Tablets mit interaktiven

Spielen zur Verfügung.

www.museeaman.ma

Maison de la Photographie

Dieses private Museum wurde 2009

in der Medina von Marrakesch

eröffnet. Das Museum hat sich zur

Aufgabe gemacht, die außergewöhnliche

Vielfalt Marokkos

fotografisch zu dokumentieren und

die Fotos den Besuchern in Form von

Ausstellungen zugänglich zu machen,

damit die Reisenden das Land,

seine Menschen, seine Kulturen

und Gebräuche besser kennenlernen

können. Die Sammlung des

Museums umfasst Fotografien von

den Anfängen der Fotografie bis zur

Neuzeit (1879–1960), Glasplatten,

Postkarten, Zeitungen, Karten und

Dokumentationen. Das Maison

de la Photographie zeigt stets

themenbezogene Ausstellungen und

organisiert Wanderausstellungen für

Schulen und verschiedene kulturelle

Institutionen.

www.maisondelaphotographie.ma

Musée Yves Saint-Laurent

Das Yves Saint Laurent Museum im

Majorelle-Viertel beherbergt eine

Sammlung von 5000 Kleidungsstücken

und 15 000 Accessoires der

Haute-Couture sowie Tausende von

Zeichnungen und verschiedenen

Objekten. Das Museum ist ein 4000

Quadratmeter großer Neubau.

Neben 400 Quadratmetern für die

Dauerausstellung und weiteren 150

Quadratmetern Ausstellungsfläche

beinhaltet das Museum eine Bibliothek,

eine Forschungsbibliothek mit

5000 Werken, ein Auditorium mit

130 Sitzen, eine Buchhandlung und

ein Café mit Restaurant und Terrasse.

www.museeyslmarrakech.com

Musée P. Bergé des Arts Berbères

Das Museum befindet sich im Herzen

des Jardin Majorelle. Vom Rif bis zur

Sahara sind über 600 Objekte zu

sehen, die von Pierre Bergé und Yves

Saint Laurent gesammelt wurden.

Sie zeugen vom Reichtum und der

Vielfalt einer noch immer lebendigen

Kultur der Amazigh. Das Museum

ist in vier verschiedenen Bereichen

untergebracht, die nach Themen

gegliedert sind.

www.jardinmajorelle.com/museepierre-berge-des-arts-berberes

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INFOS MAROKKO UND MARRAKESCH

VERANSTALTUNGEN IN MARRAKESCH

Die Moulay-El-Hassan-Rennstrecke erstreckt sich über drei Kilometer

E-Prix de Marrakech

Der Marrakesch E-Prix ist ein

Automobilrennen der FIA-Formel-E-

Meisterschaft. Er findet jedes Jahr im

Juli statt. Im Rahmen der UN-Klimakonferenz

in Marrakesch 2016 wurde

der Marrakesch E-Prix erstmals auf

dem Circuit International Automobile

Moulay el Hassan ausgetragen.

www.marrakechgrandprix.com

Marathon de Marrakech

Am letzten Januarwochenende ist

Marrakesch autofrei! Mehr als 8000

Läufer aus aller Welt nehmen an

dem internationalen Marathon teil.

Genau genommen handelt es sich

um zwei Wettbewerbe: Halbmarathon

(21,1 Kilometer) und Marathon

(42,2 Kilomter).

www.marathon-marrakech.com

Festival National des Arts

Populaires

Ob Tanz, Gesang, Darbietungen

aus dem Zirkus oder der Welt

der Magie – hunderte völlig

verschiedene Künstler treten bei

diesem einzigartigen Festival auf.

Das Festival National des Arts

Populaires ist für alle Künste offen.

International renommierte Größen

und weniger bekannte Künstler

haben ein gemeinsames Ziel: Das

Publikum zu verzaubern. Bei den

Folkloreveranstaltungen werden

die althergebrachten Traditionen

der einzelnen Regionen des Landes

modern interpretiert. Jedes Jahr wird

ein Land als Ehrengast eingeladen.

Oasis Into the wild Festival

Das größte Festival für elektronische

Musik findet im September statt.

Elektrosounds werden mit lokaler

Musik vermischt. Tagsüber wird das

Festival mit mehreren Ständen belebt,

wie Yoga- & Henna-Workshops,

Massagesitzungen und Streetfood.

Ursprünglich in Marrakesch nahm

das Festival ab 2022 Kurs auf andere

Orte wie Dakhla und Ouarzazate.

www.intothewild.ma

Marrakech du Rire

Jedes Jahr kommt der berühmte

französisch-marokkanische

Comedian Jamel Debbouze nach

Marrakesch, um dieses äußerst

beliebte Comedy-Festival zu veranstalten.

Eine schöne Gelegenheit, alle

Menschen aus der gesamten französischsprachigen

Welt im Zeichen des

Humors zusammenzubringen.

www.marrakechdurire.com

Festival International du Film

de Marrakech

Das internationale Filmfestival

findet im November statt und lockt

seit Jahren eine beeindruckend

große Zahl von weltbekannten Stars

an. Jedes Jahr steht während des

Filmfestivals in Marrakesch ein Land

im Mittelpunkt.

www.festivalmarrakech.info

GOLFPLÄTZE IN MARRAKESCH

Atlas Golf Marrakech

Par 32; 2.299m; 9 Loch

www.atlasgolfmarrakech.com

The Montgomerie Prestigia

Par 71; 6.230 m; 18 Loch

www.prestigiagolf.com

Assoufid Golf Club

Par 72; 10.657 m; 18 Loch

www.assoufid.com

Al Maaden Resort

Par 72; Längen: Noir 6644 m,

Blanc 6.342 m, Jaune 5.873 m,

Bleu 5.460 m, Rouge 4.755 m;

18 Loch auf 4 Parcours

www.almaaden.golf

Royal Palm Golf

Par 72; 6.608 m; 18 Loch

www.royalpalmmarrakech.com/

the-golf

Amelkis Golf Marrakech

Par 72; 6.657 m; 27 Loch

www.golfamelkis.com

Royal Golf Marrakech

Par 72; 6.086 m; 27 Loch

www.royal-golf-marrakech.com

The Tony Jacklin Marrakech

Parcours A: Par 72; 6.550 m; 18 Loch;

Parcours B: Par 3; 1.411m; 9 Loch

www.prestigiagolf.com

Golf Club Rotana Palmeraie

Par 72; 6.200 m; 27 Loch

www.rotana.com

Samanah Country Club

Par 72; Noir 6.800 m, Blanc 6.342 m,

Jaune 6.092 m, Bleu 5.696 m, Rouge

5.261 m; 18 Loch auf 4 Parcours

www.samanah.com

Oasis Golf Marrakech

9-Loch Golfplatz

Noria Golf Club

Par 72; 6.589 m; 18 Loch

www.noriagolfclub.com

Palm Golf Ourika

Par 72; 6.700 m; 18 Loch

www.palmgolfourika.com

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INFOS MAROKKO UND MARRAKESCH

Portugal

Spanien

Madeira

(Port.)

I S C H E R

A N

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Imlili

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Galtat Zemmour

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Midelt

Rich Talsinnt

Douârfa

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Jebel Toubkal

4167 m

Agadir

Taroudant

Tafraout

Tiznit

Marrakesch

A n t i

H o h e r

Akka

a t l a

Irhil M'Goun

4071 m

Quarzazate

Agdz

s

M i t

Portugal

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R

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A t l a s

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Errachidia

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Merzouga

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Casablanca

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Tanger

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Ksar el Kebir

Ketama

Ouezzane

R

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Fes

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b

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Sefrou

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4071 m

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4167 m

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50

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