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PROMAGAZIN Januar 2023

Unsere Themen der Dezember-Ausgabe: Weltmarktführer, Dekarbonisierung, Krisenmanagement

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01 I 23<br />

für die Region Heilbronn-Franken. 23. Jahrgang | 4,00 Euro | 52856<br />

EXTRA<br />

Next<br />

Generation<br />

Sarna Röser macht<br />

Gründern Mut<br />

Weltmarktführer I Dekarbonisierung | Krisenmanagement | pro-magazin.de


Ideen für Beet & Balkon<br />

Geschenke fürs Osternest<br />

Richtig gut essen<br />

Nimm dein Leben in die Hand.<br />

EDITORIAL<br />

L E S E N SIE AUCH<br />

Frühling <strong>2023</strong><br />

Ein Ort der<br />

FRÜHLINGS<br />

BOTEN<br />

Endlich wieder<br />

Blütenzauber<br />

Verkaufspreis 3,90 Euro<br />

Das Beste für<br />

Ihre Lieben<br />

Inspiration<br />

Wir begrüßen die Weltmarktführer <strong>2023</strong><br />

zum Gala-Abend im Carmen Würth Forum<br />

und wünschen inspirierende Begegnungen<br />

sowie einen guten Austausch.<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

Energiekrise, Fachkräftemangel, Dekarbonisierung und geopolitische<br />

Spannungen: Es mangelt wahrlich nicht an brisanten<br />

Themen, mit denen sich Unternehmen aktuell beschäftigen<br />

müssen. Das Gipfeltreffen in Schwäbisch Hall nutzen die Weltmarktführer<br />

einmal mehr dafür, um Erfahrungen auszutauschen,<br />

Best Cases zu präsentieren und aktuelle Entwicklungen<br />

zu diskutieren.<br />

Mit allen Sinnen<br />

genießen<br />

L E B E N S A RT<br />

Bald wieder am Kiosk, mit<br />

vielen frühlingsfrischen<br />

Geschichten aus der Region:<br />

Die neue Ausgabe von<br />

LebensArt ist ab Ende<br />

Februar im Handel erhältlich<br />

oder im Onlineshop unter<br />

www.pro-vs.de/lebensart<br />

Für das aktuelle Heft standen uns zahlreiche hochrangige<br />

Politiker, Experten und Wirtschaftsbosse Rede und Antwort<br />

oder lieferten Gastbeiträge zu den topaktuellen Themen des<br />

Gipfeltreffens.<br />

Unter anderen ist auch Finanzminister Christian Lindner zu<br />

Gast. Im Interview erläutert er, welchen Herausforderungen<br />

sich Politik und Unternehmen aktuell stellen müssen.<br />

DAS ORIGINAL<br />

Die<br />

Zukunft<br />

ist<br />

bunt!<br />

KARRIERE<br />

STUDIUM<br />

AUSBILDUNG<br />

Frühjahr <strong>2023</strong><br />

Im <strong>PROMAGAZIN</strong> erfahren Sie außerdem, wie sich VW­Boss<br />

Oliver Blume mit der Mobilität von morgen auseinandersetzt,<br />

wie laut Geoexperten Stefan Mair Wertschöpfungsketten verkürzt<br />

werden und wie Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit<br />

angehen können.<br />

Wir haben uns mit der Wirtschaftsweisen Monika Schnitzer<br />

und dem österreichischen Arbeits­ und Wirtschaftsminister<br />

Martin Kocher unterhalten und wir präsentieren Ihnen in<br />

unserer Ausgabe viele weitere Referenten, die spannende<br />

Impulse und neue Perspektiven bieten.<br />

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Jahr und viel Spaß beim<br />

Lesen!<br />

R ATG E B E R Z U K U N F T<br />

Schon mal vormerken:<br />

Im März wird der brandneue<br />

Ratgeber Zukunft an die<br />

Schulen und Bildungseinrichtungen<br />

verschickt. Wieder<br />

im Heft: Jede Menge Tipps<br />

zu freien Ausbildungsplätzen<br />

und Studiengängen in der<br />

Region. Mehr unter<br />

www.pro-magazin.de<br />

Teresa Zwirner<br />

Redaktionsleiterin<br />

info@pro-vs.de<br />

05_377<br />

wuerth.de<br />

3


INHALT<br />

INHALT<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

12 „Viel Potenzial in der Region“<br />

Der Weltmarktführerindex von Prof. Christoph Müller<br />

14 „Jede Krise führt zu einem Innovationsschub“<br />

Monika Schnitzer spricht über die Zukunft des<br />

Geschäftsmodells Deutschland<br />

22 Mikroplastik muss nicht sein<br />

Die Firma Tecnaro nimmt den Kampf gegen den<br />

Plastikmüll an<br />

24 „Gründer müssen für ihre Ideen brennen“<br />

Sarna Röser, Vorsitzende des Verbands Die jungen<br />

Unternehmer, wünscht sich Raum für Innovationen<br />

32 Null-Emissions-Ziel bis 2030<br />

EBM-Papst auf dem Weg in ein nachhaltiges Zeitalter<br />

„Ökonomische Zeitenwende“<br />

8<br />

Christian Lindner ist Bundesfinanzminister im Kabinett<br />

Scholz. In seinem Amt möchte er für Unternehmen die<br />

richtigen Weichen stellen. Im Interview erläutert er die<br />

Pläne und auf was sich Unternehmen einstellen müssen.<br />

18<br />

Fotos: Bundesministerium der Finanzen/Photothek, Volkswagen AG, Holey<br />

50 Energie für die Zukunft<br />

Dierk Mutschler, Vorstand der Drees & Sommer SE, erörtert<br />

Chancen und Risiken des Grünen Wasserstoffs. Für die<br />

Wasserstoffwirtschaft in Europa seien Südeuropa,<br />

Nordafrika und die arabische Halbinsel interessant.<br />

Blick in die Zukunft lenken<br />

34<br />

Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft in<br />

Österreich, erläutert im Interview, wie sein Land mit den<br />

aktuellen Krisen umgeht. Wichtig seien zielgerichtete<br />

Maßnahmen und rasche Entscheidungen.<br />

Rubriken<br />

03 Editorial<br />

54 Neues aus der Region<br />

56 Bürgerinitiative pro Region informiert<br />

60 Veranstaltungskalender<br />

62 Ausblick & Impressum<br />

Zum Titelbild<br />

Sarna Röser ist seit 2018 Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbandes<br />

Die Jungen Unternehmer. Die Unternehmerin<br />

wünscht sich von der Politik weniger bürokratische<br />

Hürden, Unternehmensgründungen per Mausklick und ein<br />

offenes, zukunftsorientiertes „Gründungs-Mindset“ in unserer<br />

Gesellschaft.<br />

Foto: Die Jungen Unternehmer / Anne Grossmann Fotografie<br />

40 Gefährliche Versäumnisse<br />

Worauf auf dem Weg zur Klimaneutralität zu achten ist<br />

42 „Abhängigkeit von China reduzieren“<br />

Geopolitik-Experte Stefan Mair spricht über die<br />

Anfälligkeit globaler Wertschöpfungsketten<br />

TOP-ARBEITGEBER KENNENLERNEN<br />

Eine Übersicht der Arbeitgeber auf jobstimme.de/firmenverzeichnis<br />

46 Klimafreundlich verpackt<br />

Die Optima Packaging Group setzt auf eine<br />

ganzheitliche Umweltstrategie<br />

Ratgeber Karriere<br />

„Im Zentrum steht die<br />

Sicherheit der Kunden“<br />

VW-Chef Oliver Blume muss die Wende zur<br />

Elektromobilität umsetzen. Er beschreibt im Interview,<br />

wie die Zukunft des Konzerns aussieht. Dabei ist auch das<br />

autonome Fahren ein Bestandteil.<br />

Heilbronn<br />

58 Gute Chancen für den Aufstieg<br />

Der statistische Jahresrückblick der IHK zeigt eine<br />

stabile wirtschaftliche Entwicklung<br />

30 „Das wird ein Mordsknüller“<br />

Der Initiator des Gipfeltreffens der Weltmarktführer Walter<br />

Döring erzählt von den anstehenden Highlights <strong>2023</strong>. Er<br />

freut sich auf zahlreiche prominente Gäste in der<br />

Bausparkasse Schwäbisch Hall.<br />

■<br />

■<br />

■<br />

■<br />

■<br />

Mehr Informationen zu allen<br />

Arbeitgebern auf:<br />

jobstimme.de/<br />

firmenverzeichnis<br />

4<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

|<br />

|<br />

5


Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Aufbruch in<br />

neue Zeiten<br />

Die Wirtschaft ist im Wandel: Themen wie<br />

Nachhaltigkeit, Klimaschutz und erneuerbare<br />

Energien werden global immer relevanter<br />

– auch für die Unternehmen in Heilbronn­<br />

Franken. Damit Deutschland das Ziel der<br />

Klimaneutralität bis 2045 erreicht, muss die Energie­<br />

und Verkehrswende gelingen. Dies ist auch eines<br />

der zentralen Themen beim Gipeltreffen der<br />

Weltmarktführer. Viele Unternehmen arbeiten bereits<br />

an innovativen Lösungen – beispielsweise die<br />

TII Group in Heilbronn, die Spezialtransporte für<br />

den Anlagen­, Kraftwerks­ und Versorgungsinfrastrukturbau<br />

ermöglicht.<br />

red.<br />

Foto: TII-Group<br />

6<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

7


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

ten – das wäre paradox und im Übrigen<br />

auch gefährlich für die wirtschaftliche<br />

Entwicklung.<br />

Das vergangene Jahr war geprägt<br />

durch Krisen: Mit welchen Herausforderungen<br />

bekommen es die deutschen<br />

Weltmarktführer im Jahr <strong>2023</strong> zu tun –<br />

und welche Perspektiven sehen Sie?<br />

Christian Lindner: Es wird ohne Frage<br />

ein weiteres anspruchsvolles Jahr. Wir<br />

sehen aber auch, dass sich die Trends<br />

bei der wirtschaftlichen Entwicklung<br />

und der Inflation stabilisieren. Es gibt<br />

vor allem einen Unterschied zu 2022:<br />

Der russische Angriffskrieg und die<br />

dadurch verschärfte Inflation waren<br />

Schocks, auf die wir nicht ausreichend<br />

vorbereitet waren. An vielen Stellen<br />

musste unter hohem Zeitdruck und<br />

ohne Blaupause reagiert werden. Jetzt<br />

kennen wir die Herausforderungen<br />

und können agieren. Es liegt in unserer<br />

Hand, die richtigen Weichen zu<br />

stellen: Mit einem Wachstumspaket<br />

sollten wir unserer wirtschaftlichen<br />

Stärke neue Dynamik geben – etwa<br />

durch weniger Bürokratie, finanzielle<br />

Entlastungen und mehr Investitionsimpulse.<br />

Bürger und Unternehmen sollen mit<br />

Blick auf die Energiekrise und die Inflation<br />

entlastet werden. Ein Stichwort ist<br />

hier die Strom- und Gaspreisbremse.<br />

Werden die geplanten Maßnahmen<br />

„Ökonomische<br />

Zeitenwende“<br />

Keine Steuererhöhungen, weniger Bürokratie, mehr<br />

Impulse für Investitionen: Bundesfinanzminister<br />

„<br />

Christian Lindner will für Unternehmen die richtigen<br />

Weichen stellen. Er sieht aber auch Gefahren für das<br />

Wirtschaftsmodell Deutschland.<br />

ausreichen? Oder wird das Thema Steuererhöhung<br />

doch noch auf die Agenda<br />

kommen?<br />

Lindner: Im vergangenen Jahr sind wir<br />

mit Entlastungspaketen im Umfang<br />

von 100 Milliarden Euro und dem Abwehrschirm<br />

mit einem Volumen von<br />

bis zu 200 Milliarden Euro bis an die<br />

Schmerzgrenze dessen gegangen, was<br />

der Staat leisten kann. Ich habe das aus<br />

Überzeugung ermöglicht, weil die Entlastungen<br />

dringend notwendig waren.<br />

Diese sollten wir nun wirken lassen.<br />

Die Diskussion um Steuererhöhungen,<br />

die in Kreisen der Koalitionspartner<br />

geführt wird, wird auch <strong>2023</strong> nicht abebben.<br />

Ich kann aber auch jetzt schon<br />

ankündigen, dass es bei meinem Nein<br />

bleiben wird. Denn in einer Phase, in<br />

der die Menschen und die Wirtschaft<br />

Entlastungen brauchen, diese zu belas­<br />

Foto: Bundesministerium der Finanzen / Photothek<br />

Vor dem Hintergrund des<br />

Ukraine-Kriegs geraten wichtige<br />

Themen wie Digitalisierung und<br />

Bildung in den Hintergrund. Werden<br />

diese Themen im Jahr <strong>2023</strong> stärker in<br />

den Fokus gerückt?<br />

Lindner: Es hat sich schon 2022 einiges<br />

getan, denn der russische Angriffskrieg<br />

hat unseren Modernisierungsanspruch<br />

nicht gedämpft. Digitalminister Volker<br />

Wissing hat die erste Digitalstrategie ei­<br />

Es liegt in unserer<br />

Hand, die richtigen<br />

Weichen zu stellen.<br />

“<br />

ner Bundesregierung aufgestellt, die<br />

ihren Namen verdient. Bildungsministerin<br />

Bettina Stark-Watzinger hat mit<br />

der BAföG-Reform und der Exzellenzinitiative<br />

berufliche Bildung Vorhaben<br />

vorangetrieben, die die Chancengerechtigkeit<br />

in unserem Land stärken.<br />

Das werden wir <strong>2023</strong> intensiv fortsetzen,<br />

denn wie gut wir in der Bildung<br />

und der Digitalisierung sind, entscheidet<br />

über die Wettbewerbsfähigkeit unserer<br />

Volkswirtschaft.<br />

Deutschland gilt häufig als Land der<br />

Bürokratie. Sie kritisieren unter anderem<br />

lange Planungs- und Genehmigungsverfahren.<br />

Was wird hier unternommen,<br />

damit diese deutlich<br />

beschleunigt werden?<br />

Lindner: Das ist eine der obersten Prioritäten<br />

dieser Regierung – und unser<br />

Land dürstet nach Jahren des Stillstands<br />

auch danach. Wir sind auf dem<br />

richtigen Weg: Nehmen Sie die LNG-<br />

Terminals, die in weniger als einem<br />

Jahr ans Netz gegangen sind. Eine<br />

großartige Leistung, die vor einem<br />

8 <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

9


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Jahr wohl kaum jemand für möglich<br />

gehalten hätte. Das müssen wir jetzt<br />

auf weitere Bereiche ausweiten.<br />

„<br />

Das Wirtschaftsmodell<br />

Deutschland ist nicht<br />

mehr ohne Weiteres<br />

wettbewerbsfähig.<br />

“<br />

Wir erleben eine Zeit des viel<br />

zitierten geopolitischen Umbruchs. Was<br />

bedeutet der Begriff für Sie?<br />

Lindner: Die Zeitenwende sehe ich auf<br />

mehreren Ebenen – sicherheits- und<br />

energiepolitisch. Darauf haben wir in<br />

der Bundesregierung reagiert. Darüber<br />

hinaus sehe ich aber auch die Notwendigkeit<br />

einer ökonomischen Zeitenwende.<br />

Das Vertrauen in die Politik schrumpft.<br />

Halten Sie die Kritik für gerechtfertigt<br />

bzw. gibt es Themen, wo Sie sagen: Das<br />

hätten wir in der Regierung besser machen<br />

sollen?<br />

Lindner: Vertrauen in die Demokratie<br />

wächst, wenn wir die Probleme des<br />

Landes ohne parteipolitische Scheuklappen<br />

lösen. Gleichzeitig bitte ich<br />

dann aber auch um Verständnis: Nicht<br />

jede Meinungsverschiedenheit ist<br />

gleich ein Streit. Es braucht die politische<br />

Debatte, um die unterschiedlichen<br />

Perspektiven der Gesellschaft widerzuspiegeln<br />

und auszugleichen und<br />

im Ergebnis zu fairen Lösungen zu<br />

kommen.<br />

Als Finanzminister und FDP-Vorsitzender<br />

ist ihre wirtschaftspolitische Meinung<br />

gefragt: Was würden sie den Weltmarktführern<br />

für die kommenden Jahre<br />

mit auf den Weg geben, um für die aktuellen<br />

Herausforderungen<br />

gewappnet zu sein?<br />

Lindner: Das Wirtschaftsmodell<br />

Deutschland ist nicht mehr ohne<br />

weiteres wettbewerbsfähig. Der Welthandel<br />

ändert sich, wir müssen die<br />

Dekarbonisierung der Industrie vorantreiben,<br />

der demografische Wandel<br />

stellt neue Anforderungen an unseren<br />

Arbeitsmarkt. Da sind auch die Unternehmen<br />

gefragt, sich diesen Bedingungen<br />

anpassen. Aber die Politik muss ihnen<br />

dies ermöglichen und erleichtern.<br />

Ich sehe die politischen Aufgaben vor<br />

allem darin, dass der Staat sich zurückhält<br />

mit Interventionen und neuer Bürokratie,<br />

sondern Planungs- und Genehmigungsverfahren<br />

beschleunigt,<br />

die Digitalisierung vorantreibt, ein modernes<br />

Einwanderungsrecht schafft.<br />

Foto: Adobe Stock/StockPhotoPro<br />

Oberste Priorität: Christian Lindner will die Bürokratie für Unternehmen<br />

reduzieren.<br />

Auch steuerliche Instrumente sind<br />

denkbar, erfordern aber einiges an politischer<br />

Überzeugungsarbeit.<br />

Was ist die Herausforderung Nummer<br />

eins für Unternehmen in diesem Jahr?<br />

Lindner: Die Energiepreise in unserem<br />

Land werden eine der größten Herausforderungen<br />

bleiben, weil sie auch bei<br />

einer Stabilisierung nicht auf das Vorkriegsniveau<br />

sinken werden. Ich kann<br />

versprechen, dass ich mich für alle<br />

Energiequellen stark machen werde,<br />

die dazu beitragen, das Ziel der Energiesicherheit<br />

und ihrer Bezahlbarkeit<br />

zu erreichen. <br />

<br />

Interview: Teresa Zwirner<br />

Zur Person<br />

Christian Lindner ist Bundesfinanzminister<br />

im Kabinett Scholz und seit<br />

Dezember 2013 Parteichef der FDP.<br />

Christian Lindner: „Die Energiepreise<br />

werden eine der größten<br />

Herausforderungen bleiben.“<br />

Foto: Bundesministerium der Finanzen / Photothek<br />

LONG STORY SHORT:<br />

WE HAVE FUN.<br />

Wer hat eigentlich gesagt, dass mit Ausbildung<br />

oder Studium der Ernst des Lebens beginnt?<br />

Bei Würth Elektronik ist das nur die halbe Wahrheit.<br />

Ausprobieren, experimentieren und echte<br />

Projekte können nämlich richtig viel Spaß machen!<br />

Lust auf Spaß an der Arbeit? Melde dich<br />

zu unserer digitalen Berufsorientierung an.<br />

we-online.com/karriere<br />

10<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Laut Weltmarktführerindex<br />

befinden sich in der Region Heilbronn-Franken<br />

30 Unternehmen,<br />

die die Kriterien erfüllen. Die<br />

Pins markieren ihre Standorte.<br />

Landkreis<br />

Heilbronn<br />

Hohenlohekreis<br />

Main-Tauber-Kreis<br />

Landkreis<br />

Schwäbisch-Hall<br />

Kriterien für Champions<br />

• Nummer 1 oder 2 im relevanten<br />

Weltmarkt(segment)<br />

• (Eigentümer-)Führung mit Stammsitz<br />

zu mindestens 50 % im DACH-<br />

Raum<br />

• Tätigkeit auf mindestens drei von<br />

sechs Kontinenten<br />

• mindestens 50 Mio. Euro Jahresumsatz<br />

und 50 % Auslandsanteil<br />

• angehende Weltmarktführer, Future<br />

Champions: 5 bis 50 Mio. Umsatz,<br />

über 40 % Auslandsanteil<br />

die zwischen den Kategorien „Weltmarktführer<br />

Champion“ und „Weltmarktführer<br />

Future Champion“ wechseln,<br />

die Zahl der Absteiger die Zahl<br />

der Aufsteiger leider knapp übertrifft.<br />

DIE WELTMARKTFÜHRER*:<br />

Bürkert<br />

Ceracon<br />

Dieffenbacher<br />

EBM-Papst<br />

Gemü<br />

Gerhard Schubert<br />

Groninger<br />

Hänel<br />

HBC-radiomatic<br />

Karl Marbach<br />

König & Meyer<br />

Kurtz Ersa<br />

Ingelfingen<br />

Weikersheim<br />

Eppingen<br />

Mulfingen<br />

Ingelfingen-Criesbach<br />

Crailsheim<br />

Crailsheim<br />

Bad Friedrichshall<br />

Crailsheim<br />

Heilbronn<br />

Wertheim<br />

Wertheim<br />

Hat Baden-Württemberg nach wie vor<br />

die meisten deutschen Weltmarktführer?<br />

Müller: Ja, und zwar mit 177 Unternehmen<br />

vor 111 aus Nordrhein-Westfalen<br />

und 99 aus Bayern. Im Vergleich zum<br />

Vorjahr sind es aber in jedem Bundesland<br />

weniger geworden.<br />

Und wie sieht es aktuell in der Region<br />

Heilbronn-Franken aus?<br />

Müller: Hier ist die Anzahl stabil geblieben.<br />

Es gibt einen Aussteiger:<br />

Bausch + Ströbel. Das Unternehmen ist<br />

sicher weiterhin ein Weltmarktführer,<br />

aber da es keine Zahlen mehr veröffentlicht,<br />

kann ich es nicht im Index<br />

belassen. Dafür gibt es einen Neuzugang<br />

als „Future Champion“: die Ceracon<br />

GmbH aus Weikersheim mit ihren<br />

Industriethermosystemlösungen. Ich<br />

sehe viel Potenzial in der Region. Die<br />

unternehmerischen Aktivitäten sind<br />

herausragend, zum Beispiel die Cloud-<br />

Lösung der Schwarz-Gruppe. Hinzu<br />

kommt die gesamte biopharmazeutische<br />

Forschung und Entwicklung im<br />

Südwesten mit ihren vielversprechenden<br />

Ansätzen. Interview: Dirk Täuber<br />

„Viel Potenzial<br />

in der Region“<br />

Christoph Müller von der Universität St. Gallen erstellt jährlich einen<br />

Weltmarktführerindex. Er berichtet von deutlichen Veränderungen<br />

im Ranking – doch Heilbronn-Franken bleibt stabil.<br />

Zur Person<br />

Prof. Dr. Christoph<br />

Müller ist Akademischer<br />

Leiter der HBM<br />

Unternehmerschule der<br />

Executive School of Management &<br />

Law an der Universität St. Gallen<br />

(50 Prozent). Er ist Titularprofessor für<br />

Betriebswirtschaftslehre mit besonderer<br />

Berücksichtigung von KMU und<br />

Unternehmensgründungen an der<br />

Universität St. Gallen.<br />

Machen sich die aktuellen Krisen im<br />

Index der deutschen Weltmarktführer<br />

bemerkbar?<br />

Christoph Müller: Ja, das tun sie.<br />

Deutlich wird das bei den Ausschlägen<br />

der Umsätze. Wachsen oder schrumpfen<br />

in normalen Jahren die Unternehmen<br />

um etwa zehn bis 20 Prozent, so<br />

gibt es diesmal häufig Ausschläge von<br />

40 bis 50 Prozent nach oben wie nach<br />

unten. Zudem ist die Zahl der ausgeschiedenen<br />

Weltmarktführer mit über<br />

20 so hoch wie noch nie. Der Grund ist<br />

neben einigen Übernahmen vor allem<br />

das Fehlen von aktuellen Zahlen. Wer<br />

seine Zahlen nicht mehr veröffentlicht,<br />

kann nicht weiter aufgeführt werden.<br />

Hinzu kommt, dass bei Unternehmen,<br />

Welche Branchen dominieren das<br />

aktuelle Ranking?<br />

Müller: Die Branchenverteilung im Index<br />

ist relativ stabil geblieben. Der traditionelle<br />

Maschinen- und Anlagenbau<br />

ist weiterhin die stärkste Branche,<br />

allerdings leider auch mit etlichen Abgängen.<br />

Neue Branchen, vor allem aus<br />

den Technologiesektoren, rücken nur<br />

langsam nach. Ich prüfe zwar laufend<br />

vielversprechende Start-ups, aber entweder<br />

reichen die Zahlen noch nicht<br />

für eine Aufnahme in den Index oder<br />

es werden überhaupt keine verlässlichen<br />

Zahlen veröffentlicht.<br />

Gibt es Branchen, in denen wir Gefahr<br />

laufen, den Anschluss an die Weltspitze<br />

zu verlieren?<br />

Müller: Es gibt etliche Technologiebranchen,<br />

in denen Unternehmen aus<br />

den USA, China oder Israel bereits davongezogen<br />

sind. Aber wir dürfen die<br />

Hoffnung nicht verlieren: Innovative<br />

Start-ups und anpassungsfähige, etablierte<br />

Weltmarktführer aus Deutschland<br />

werden es sicher schaffen, den<br />

Anschluss an die Weltspitze wiederherzustellen<br />

sowie neue Technologien<br />

und Märkte zu schaffen.<br />

Illustration: Heilbronner Stimme Medienproduktion; *Quelle: Prof. Christoph Müller, Weltmarktführerindex, Stand Anfang <strong>2023</strong><br />

Lauda Dr. R. Wobser<br />

Lauda-Königshofen<br />

Lutz Pumpen<br />

Wertheim<br />

Michael Weinig<br />

Tauberbischofsheim<br />

Optima<br />

Müller Co-ax<br />

Peter Kwasny<br />

Schwäbisch Hall<br />

Forchtenberg<br />

Gundelsheim<br />

R. Stahl Waldenburg<br />

Recaro<br />

Schunk<br />

Schwäbisch Hall<br />

Lauffen am Neckar<br />

Transporter Industry International<br />

Heilbronn<br />

Vacuubrand<br />

Wertheim<br />

W. Gessmann Leingarten<br />

Weber-Hydraulik<br />

Wirthwein<br />

Wittenstein<br />

Würth-Gruppe<br />

Ziehl-Abegg<br />

Zippe<br />

Güglingen<br />

Creglingen<br />

Igersheim<br />

Künzelsau<br />

Künzelsau<br />

Wertheim<br />

KARRIERE<br />

BEI ROMMELAG<br />

Mehr von uns online:<br />

12<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

QR-Code scannen oder<br />

www.rommelag.com/karriere<br />

13


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Nationen in den kommenden Jahren<br />

verändern?<br />

Teamwork: Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen Prozesse und Produkte ständig verbessert werden.<br />

„Jede Krise führt zu einem<br />

Innovationsschub“<br />

Fotos: Adobe Stock/Blue Planet Studio, Sachverständigenrat<br />

Schnitzer: Die veränderten geopolitischen<br />

Rahmenbedingungen werden<br />

dazu führen, dass sich die Europäische<br />

Union strategisch unabhängiger machen<br />

wird. Für Unternehmen bedeutet<br />

das, sowohl ihre Lieferketten, aber auch<br />

ihre Absatzmärkte stärker zu diversifizieren,<br />

um Abhängigkeiten von einzelnen<br />

Anbietern und Regionen zu reduzieren.<br />

Das vergangene Jahr war geprägt<br />

durch Krisen: Wie kann die Politik darauf<br />

reagieren, um diese langfristig gut<br />

zu bewältigen?<br />

Schnitzer: Eine solche Häufung von<br />

Krisen ist ungewöhnlich, kann aber nie<br />

ausgeschlossen werden. Wichtig ist,<br />

auf solche Krisen vorbereitet zu sein,<br />

durch klare Verantwortlichkeiten im<br />

Krisenmanagement, Notfallpläne für<br />

unterschiedlichste Szenarien, adäquate<br />

Lagerhaltung und regelmäßige<br />

Stresstests. Besonders dringlich ist die<br />

Stärkung der Administration durch einen<br />

beschleunigten Ausbau der digitalisierten<br />

Verwaltung unter besonderer<br />

Berücksichtigung der Cybersecurity-<br />

Erfordernisse.<br />

Was können und sollten Bürger, aber<br />

auch Unternehmen tun, um die aktuelle<br />

Inflation zu stemmen?<br />

Monika Schnitzer rät Unternehmen, auf Krisen gut vorbereitet zu sein.<br />

Schnitzer: Die hohen Energiepreise<br />

sind auf Haushaltsseite am besten<br />

durch Energiesparen zu bewältigen.<br />

Dabei helfen kurzfristig eine Reduzierung<br />

der Heiztemperatur, mittelfristig<br />

eine verbesserte Wärmedämmung und<br />

der Austausch von alten Geräten durch<br />

solche, die energieeffizienter sind. Bei<br />

steigenden Güter- und Lebensmittelpreisen<br />

hilft preisbewusstes Einkaufen<br />

und der Wechsel von Markenprodukten<br />

auf „No Name“-Produkte, da manche<br />

Anbieter die Situation für übertriebene<br />

Preiserhöhungen nutzen.<br />

Steht das „Geschäftsmodell Deutschland“ vor dem Aus?<br />

Wirtschaftsweise Monika Schnitzer rät Unternehmen, die<br />

Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen und ihre Resilienz<br />

zu stärken.<br />

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen<br />

im Bereich Innovationen und Wettbewerb.<br />

Wo sehen Sie in Zukunft die<br />

größten Innovationsmöglichkeiten?<br />

Beim Gipfeltreffen für Weltmarktführer<br />

sprechen Sie über das Thema, welche<br />

Zukunft das Geschäftsmodell Deutschland<br />

hat. Wie steht Deutschland Ihrer<br />

Meinung nach aktuell im internationalen<br />

Vergleich da?<br />

Monika Schnitzer: Deutschland setzt<br />

als Exportland bisher stark auf sein<br />

verarbeitendes Gewerbe. Schon bisher<br />

mussten deutsche Unternehmen mit<br />

Unternehmen in Niedriglohnländern<br />

14<br />

konkurrieren, was ihnen durch effiziente<br />

Produktionstechnologien und<br />

hochwertige Produkte erfolgreich gelungen<br />

ist. Künftig werden sie auch die<br />

höheren Energiekosten ausgleichen<br />

müssen. Das wird die Unternehmen<br />

zwingen, ihre Prozesse und Produktstruktur<br />

weiter zu verbessern und anzupassen.<br />

Gerade die Digitalisierung<br />

bietet dafür Chancen, die von einer<br />

großen Zahl von deutschen Unternehmen<br />

noch lange nicht ausgereizt sind.<br />

Schnitzer: Jede Krise führt zu einem<br />

Innovationsschub. Das haben wir in<br />

der Pandemie bei der Entwicklung der<br />

Impfstoffe erlebt, das werden wir auch<br />

in Folge der Energiekrise erleben. Die<br />

Energiewende und die Digitalisierung<br />

werden zu vielfältigen Innovationsmöglichkeiten<br />

führen, die von den<br />

deutschen Unternehmen hoffentlich<br />

genutzt werden.<br />

Wie wird sich der Wettbewerb zwischen<br />

Unternehmen, aber auch zwischen den<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

AKTIONSTAG:<br />

Schneelastzone 0,85 kN/m²<br />

Angebot gültig bis zum 01.03.<strong>2023</strong><br />

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WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Auch für Unternehmen gilt es, den hohen<br />

Energiepreisen durch eine verbesserte<br />

Energieeffizienz zu begegnen. Je<br />

nach Konkurrenzsituation haben sie<br />

aber auch die Möglichkeit, ihre erhöhten<br />

Kosten durch Preisanpassungen<br />

weiterzugeben.<br />

Neben der Energiekrise, der Corona-<br />

Pandemie und der Inflation ist auch<br />

der Fachkräftemangel ein großes Thema.<br />

Wie müssen sich Unternehmen<br />

aufstellen, um passende Fachkräfte für<br />

sich zu gewinnen?<br />

Schnitzer: Sie sollten attraktive Arbeitskonditionen<br />

und Weiterentwicklungsmöglichkeiten<br />

bieten. Für viele<br />

junge Menschen spielen nicht nur die<br />

Vergütung, sondern auch die zeitliche<br />

und räumliche Flexibilität eine wichtige<br />

Rolle bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes.<br />

Fachkräfte gewinnt man auch<br />

durch Weiterqualifikation der eigenen<br />

Beschäftigten. Zu überlegen ist auch,<br />

auf Fachkräfte aus Bereichen zu setzen,<br />

die künftig weniger gebraucht werden,<br />

zum Beispiel aus dem Bereich der Verbrennerproduktion<br />

in der Automobilwirtschaft.<br />

Diese Fachkräfte frühzeitig<br />

„<br />

Für Unternehmen gilt<br />

es, den hohen Energiepreisen<br />

durch eine<br />

verbesserte Energieeffizienz<br />

zu begegnen.<br />

“<br />

zu identifizieren und für die eigenen<br />

Bedarfe umzuschulen, könnte eine interessante<br />

Rekrutierungsoption sein.<br />

Um internationale Fachkräfte zu rekrutieren,<br />

sollten die Unternehmen Online-Plattformen<br />

nutzen und die Bewerber<br />

bei den Behördengängen und<br />

der Integration in den hiesigen Arbeitsmarkt<br />

unterstützen.<br />

Wie müssen sich Unternehmen<br />

aufstellen, um künftig erfolgreich zu<br />

bleiben?<br />

Schnitzer: Die Unternehmen müssen<br />

ihre Resilienz durch Diversifizierung<br />

der Lieferketten und Absatzmärkte<br />

stärken. Außerdem müssen<br />

sie eine vorausschauende Personalpolitik<br />

betreiben. Das kann durch attraktive<br />

Arbeitskonditionen und<br />

Qualifizierungsmaßnahmen für<br />

künftig benötigte Fertigkeiten gelingen.<br />

Und sie müssen ihr Geschäftsmodell<br />

an die veränderten Energiepreise<br />

und die Möglichkeiten der<br />

Digitalisierung anpassen. Gerade die<br />

dauerhaft höheren Energiekosten<br />

sind nur zu stemmen, wenn die Unternehmen<br />

ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln<br />

und auf hochwertige<br />

Produkte mit besonders hoher Wertschöpfung<br />

setzen.<br />

<br />

Zur Person<br />

​Interview: Teresa Zwirner<br />

Monika Schnitzer ist Professorin für<br />

Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-<br />

Maximilians-Universität München und<br />

Vorsitzende des Sachverständigenrates<br />

zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen<br />

Entwicklung („Wirtschaftsweise").<br />

Die Königsklasse<br />

der Lufttechnik, Regeltechnik<br />

und Antriebstechnik<br />

Zukunft spüren<br />

Willkommen in der Welt der Besten<br />

Motorentechnologie ECblue – energiesparend,<br />

hocheffizient. In marktüblichen Standardgrößen<br />

Perfekte Regeltechnik für jeden Motor geeignet,<br />

da sinusförmiger Spannungsausgang<br />

Hightech-Ventilator mit bionischem Schaufeldesign<br />

aus Hochleistungsverbundwerkstoff ZAmid ®<br />

Weltweit einzigartiger Ventilator mit<br />

bionischem Flügelprofil<br />

Fachkräfte gewinnt man unter anderem durch Weiterqualifikation der eigenen Beschäftigten.<br />

Foto: Adobe Stock/Fotofreundin<br />

EC blue55 Fcontrol<br />

ZA bluefin FE2owlet<br />

16<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

Bewegung durch Perfektion


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Fotos: Volkswagen AG<br />

tet. Last not least, wollen wir den Wert<br />

des Konzerns am Kapitalmarkt sichtbarer<br />

machen. Das sind viele Felder,<br />

aber mir war von Anfang an wichtig,<br />

den Konzern in seiner Gesamtheit zu<br />

betrachten und die richtigen Impulse<br />

zu geben. Im vergangenen Jahr haben<br />

wir wichtige Entscheidungen getroffen.<br />

Jetzt richten wir den Blick nach<br />

vorn.<br />

Unter Ihrem Vorgänger sollte das neue<br />

Elektroauto Trinity im Jahr 2026 auf<br />

den Markt kommen. Der Start wurde<br />

nun verschoben. Wie möchte sich der<br />

Konzern im Bereich Elektroautos in<br />

Zukunft aufstellen?<br />

Blume: Wir setzen unsere E-Mobilitätsstrategie<br />

konsequent um. Trinity ist<br />

dabei ein Projekt der Marke Volkswagen<br />

und war immer als Technologie-<br />

Schaufenster geplant, mit der Möglichkeit,<br />

später auch vollautomatisiert zu<br />

fahren. Diese Technologie sehen wir<br />

jetzt eher Ende des Jahrzehnts. Gleichzeitig<br />

arbeiten wir daran, dass auch<br />

unsere Ikonen – denken Sie zum Beispiel<br />

an Golf oder Tiguan – im Elektrozeitalter<br />

eine Zukunft haben.<br />

„<br />

Das autonome Fahren<br />

ist eine der wichtigsten<br />

Zukunftstechnologien<br />

in der Automobilwirtschaft.<br />

Allerdings wird<br />

es noch eine Weile dauern,<br />

bis sich das vollautomatisierte<br />

Fahren<br />

flächendeckend durchsetzt.<br />

“<br />

Elektroautos prägen zunehmend das<br />

Straßenbild. Doch neben E-Mobilität<br />

könnten in Zukunft auch synthetische<br />

Kraftstoffe eine deutlich größere Rolle<br />

spielen. Inwiefern investiert Volkswagen<br />

in das Thema?<br />

Blume: E-Fuels sind eine sinnvolle Ergänzung<br />

zur E-Mobilität. Zum Beispiel<br />

für Bestandsfahrzeuge oder bestimmte<br />

Modelle wie den Porsche 911. Außerdem<br />

sind E-Fuels eine Alternative für<br />

Sektoren, die man nur sehr schwer<br />

elektrifizieren kann, wie beispielsweise<br />

die Luftfahrt. So gehen wir den Klimaschutz<br />

gesamtheitlich an. Konkret<br />

investieren wir bei Porsche gemeinsam<br />

mit Siemens in eine Pilotanlage in<br />

Chile, die wir Ende vergangenen Jahres<br />

offiziell eröffnet haben.<br />

Neben der Ausweitung auf E-Mobilität<br />

arbeitet die Automobilbranche auch<br />

am autonomen Fahren. Wie bewerten<br />

Sie dieses Zukunftsthema?<br />

Blume: Das autonome Fahren ist eine<br />

der wichtigsten Zukunftstechnologien<br />

in der Automobilwirtschaft. Allerdings<br />

wird es noch eine Weile dauern,<br />

Blick nach vorne: Oliver Blume muss die Volkswagen AG für die Zukunft fit machen.<br />

„Im Zentrum steht die<br />

Sicherheit der Kunden“<br />

Seit September 2022 steht ein neuer Mann an der Spitze der<br />

Volkswagen AG: Oliver Blume muss als VW-Chef die Wende zur<br />

Elektromobilität umsetzen – und das Unternehmen für die Zukunft<br />

fit machen.<br />

Mit welchen Neuerungen werden Sie<br />

das Unternehmen Volkswagen für die<br />

Zukunft aufstellen?<br />

Oliver Blume: Ich habe direkt am ersten<br />

Tag einen Zehn-Punkte-Plan vorgestellt,<br />

der die wichtigsten Handlungsfelder<br />

adressiert. Ganz oben stehen<br />

die finanzielle Robustheit des<br />

Konzerns ebenso wie die Produkte, vor<br />

allem in Bezug auf Design und Qualität.<br />

Dann kommen die Regionen: In<br />

China geht es darum, unsere starke Position<br />

zu festigen, in Nordamerika wollen<br />

wir wachsen. Unsere eigene Software-Einheit,<br />

die Cariad, stellen wir<br />

neu auf und beim autonomen Fahren<br />

haben wir die Landkarte neu geordnet.<br />

Auch im Bereich Batterie, Laden und<br />

Energie haben wir die Geschäftsmodelle<br />

weiter ausgearbeitet. Die Nachhaltigkeit<br />

sehen wir als grundlegende<br />

Verantwortung und haben sie auf Basis<br />

von ESG-Kennzahlen neu ausgerich­<br />

Design und Qualität: Der VW-Konzern legt den Fokus auf innovative Produkte.<br />

18<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

19


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

EINEN SÜSSWAREN-DSCHUNGEL<br />

VOLLAUTOMATISCH VERPACKEN.<br />

BESTENS REALISIERT MIT SCHUBERT.<br />

E-Mobilität ist die Zukunft: Elektroautos prägen zunehmend das Straßenbild.<br />

Für Oliver Blume ist das autonome<br />

Fahren eine der Zukunftstechnologien<br />

der Automobilwirtschaft.<br />

Fotos: Volkswagen AG<br />

bis sich das vollautomatisierte Fahren<br />

flächendeckend durchsetzt, sowohl<br />

was die Technologie als auch was die<br />

Gesetzgebung angeht. Wir müssen das<br />

assistierte Fahren Schritt für Schritt<br />

immer besser machen. Im Zentrum<br />

steht die Sicherheit der Kunden.<br />

Wir erleben eine Zeit des viel zitierten<br />

politischen Umbruchs. Welchen Herausforderungen<br />

müssen sich Unternehmen,<br />

insbesondere Weltmarktführer,<br />

aktuell stellen?<br />

Blume: Für uns – genauso wie alle anderen<br />

globalen Unternehmen – haben<br />

sich die Koordinaten verschoben. Die<br />

regelbasierte Weltordnung wird aktuell<br />

immer wieder in Frage gestellt, Krisen<br />

werden zur Regel und sind nicht<br />

mehr die Ausnahme. Die Folge sind<br />

oftmals gestörte Lieferketten und höhere<br />

Preise für Energie und Rohstoffe.<br />

Der Volkswagen-Konzern hat diese<br />

Herausforderungen in den vergangenen<br />

Jahren dank seiner regionalen<br />

Aufstellung und finanziellen Robustheit<br />

gut gemeistert.<br />

Was ist Ihrer Meinung nach eine der<br />

größten Herausforderungen für Unternehmen<br />

im kommenden Jahr?<br />

Blume: Die Lieferketten werden auch<br />

in diesem Jahr weiter unter Druck bleiben.<br />

Gründe dafür sind unter anderem<br />

die hohe Inflation, Rezessionsängste<br />

und der andauernde Krieg in der Ukraine.<br />

Als einer der größten Automobilkonzerne<br />

der Welt stellt sich Volkswagen<br />

finanziell deshalb noch robuster<br />

auf und treibt die regionale Diversifizierung<br />

weiter voran. Interview: tz<br />

Zur Person<br />

Oliver Blume ist CEO der Porsche AG<br />

und seit September 2022 zudem<br />

neuer Vorstandsvorsitzender der<br />

Volkswagen AG.<br />

Wie verpackt man Süß- und Backwaren fl exibel in unterschiedlichste Packungsformate?<br />

Dank Pick-and-Place-Robotern, die jedes Produkt exakt platzieren, und Anlagen,<br />

die mühelos zwischen unterschiedlichen Verpackungsmaterialien wechseln. Mit so gut<br />

wie keinem Ausschuss, um teure Ressourcen zu sparen. Das ist unsere Mission Blue.<br />

Ein echter Vorteil für das Klima, die vielen FMCG-Hersteller, die seit 1966 auf uns<br />

setzen und für Sie. www.schubert.group/de/suesswaren-snacks.html<br />

20<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong>


Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Zerfallende Wuchshülsen für Bäume: Bestehen sie aus Biokunststoff, können Mikroorganismen sie vollständig zersetzen.<br />

Mikroplastik muss nicht sein<br />

Foto: Adobe Stock/Horst Jürgen Schunk<br />

lytec zählt zu Deutschlands führenden<br />

Anbietern von Kunststofflösungen für<br />

die Automobilindustrie, Medizintechnik<br />

oder den Fensterbau.<br />

VIELFÄLTIGER EINSATZ<br />

Dank des stetig wachsenden Umweltbewusstseins<br />

werden die Biopolymere<br />

von Tecnaro von immer mehr Unternehmen<br />

genutzt: Sie reisen als Behälter<br />

von UHU-Klebestiften, als Edding Textmarker<br />

oder in Koffern der Firma W. AG<br />

Funktion+Design in alle Welt. Die Bio-<br />

Compounds aus Ilsfeld sind als Schäufelchen<br />

für den Kindergarten bei Betzold<br />

aus Ellwangen erhältlich, neben<br />

anderem Lehr- und Lernmaterial. Auch<br />

nachhaltiges Geschirr wird bei Doraplast<br />

oder Ornamin daraus gefertigt.<br />

Das und mehr zeigt, dass Spielzeug<br />

oder Mehrweggeschirr für Kinderhände<br />

auch biologisch abbaubar hergestellt<br />

werden kann.<br />

Personalforum am 22.03.23<br />

»CHALLENGE<br />

AM ARBEITSMARKT«<br />

Einladung via QR-Code!<br />

BIOPOLYMERE RECHNEN SICH<br />

Das Unternehmen aus Ilsfeld zählt zu<br />

den Technologieführern der globalen<br />

Biokunststoffbranche. Unter anderem<br />

ist es der größte Werkstoffzulieferer für<br />

Bio-Kaffeekapseln der Welt. Diese Kapseln<br />

sind biologisch abbaubar und erhalten<br />

somit den nährstoffreichen Kaffeesatz<br />

für hochwertige Komposterde<br />

– anders als das sonst eingesetzte Plastik<br />

oder Aluminium. Würde man redlicherweise<br />

die Umweltfolgekosten für<br />

erdölbasierten Kunststoff einkalkulieren,<br />

wäre sofort ersichtlich, dass diese<br />

heute noch viel zu billig sind und alternative<br />

Biopolymere umgekehrt nicht<br />

teurer sind. Im Gegenteil: Gesellschaften<br />

weltweit müssen das Beseitigen von<br />

Plastikmüll teuer bezahlen. Der Verbrauch<br />

von fossilen Rohstoffen ist<br />

hauptverantwortlich für die menschengemachte<br />

Klimaerwärmung. Nach wie<br />

vor werden dabei die Umweltfolgekosten<br />

vergesellschaftet, die Profite aber<br />

privatisiert. Der Einsatz von Biokunststoffen<br />

hingegen verringert die Belastungen<br />

für Umwelt und Klima deutlich.<br />

Beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

2020 hat Tecnaro daher den Innovation<br />

Champions Award für die Entwicklung<br />

der Biowerkstoffe „Arboform“, „Arboblend“<br />

und „Arbofill“ erhalten.<br />

<br />

Jürgen Pfitzer<br />

Zur Person<br />

Jürgen Pfitzer ist Geschäftsführender<br />

Gesellschafter<br />

der Tecnaro GmbH in Ilsfeld.<br />

Beim Gipfeltreffen spricht er zum<br />

Thema „Rohstoffwende in der<br />

Kunststoffindustrie“.<br />

Wirtschaftsstandort Wertheim<br />

Wirtschaftsstandort Wertheim<br />

11 Weltmarktführer können sich nicht irren<br />

11 Weltmarktführer können sich nicht irren<br />

Im Kampf gegen Plastikmüll – vor allem Mikroplastik – sind abbaubare<br />

Biokunststoffe eine Lösung. Die Firma Tecnaro geht für mehr<br />

Nachhaltigkeit mit immer neuen Rezepturen für Biopolymere voran.<br />

Die patentierten Biopolymere auf<br />

Basis von Lignin, Stärke oder Zellulose<br />

finden in unterschiedlichsten<br />

Bereichen Anwendung: in der Urne<br />

für den Friedwald, in Audioquest-Kopfhörern<br />

oder in Elektrowerkzeugen.<br />

Egal, ob „verlorene“ Kerne für die Produktion<br />

von Carbon-Keramik-Bremsscheiben<br />

für Porsche oder den Audi R8,<br />

RUD Schneekettenkomponenten oder<br />

Bio-Kaffeekapseln: Tecnaros Biowerkstoffe<br />

sind inzwischen in vielen Produkten<br />

zu finden. Das Unternehmen will<br />

mit seinen Biopolymeren zur Lösung<br />

eines der größten Probleme unserer<br />

Zeit beitragen: der Vermeidung von Mikroplastik<br />

– beginnend im Wald.<br />

Seit Frühjahr 2020 engagiert es<br />

sich gemeinsam mit der Hochschule für<br />

Forstwirtschaft Rottenburg und dem<br />

Hohenstein Institut in Bönnigheim<br />

beim Projekt „The Forest Cleanup“. Ziel<br />

ist, einen hundertprozentigen Ersatz für<br />

Wuchshüllen zu finden.<br />

Diese Plastikverschalungen<br />

schützen junge Bäume vor Verbiss sowie<br />

Trockenheits- oder Borkenkäferschäden.<br />

Doch bislang zerfallen sie<br />

durch Witterung oder Sonnenlicht zu<br />

Mikroplastik, das am Waldboden verbleibt.<br />

Alternative Bio-Composits hingegen<br />

können unter Waldbedingungen<br />

von Mikroorganismen vollständig verstoffwechselt<br />

werden. Sie stellen somit<br />

keine Umweltbelastung dar. Darüber<br />

hinaus bieten die Wuchshüllen aus Biokunststoff<br />

Waldbesitzern Kostenvorteile,<br />

etwa durch kinderleichte Handhabung,<br />

bei Rückbau oder Entsorgung.<br />

Für das investitionsintensive Vorhaben<br />

der Aufforstung mit bio-basierten<br />

Wuchshüllen gründete Tecnaro mit<br />

der Joma-Polytec GmbH ein Joint Venture.<br />

Unter dem Namen Arbotrade<br />

GmbH flankiert diese das Projekt mit<br />

Produktionsanlagentechnik. Joma-Po­<br />

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Stadtverwaltung Wertheim<br />

Wirtschaftsförderung, Liegenschaften<br />

Stadtverwaltung Wertheim<br />

Kontakt: Jürgen Strahlheim<br />

Wirtschaftsförderung, Liegenschaften<br />

Telefon: Stadtverwaltung (0 93 42) Wertheim 301-120<br />

Kontakt: Jürgen Strahlheim<br />

juergen.strahlheim@wertheim.de<br />

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Wirtschaftsförderung,<br />

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www.wertheim.de<br />

juergen.strahlheim@wertheim.de<br />

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22 <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

23


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

„Gründer<br />

müssen für ihre<br />

Idee brennen“<br />

Deutschland muss gründerfreundlicher werden und die<br />

nächste Generation mehr in den Blick nehmen. Sarna Röser,<br />

Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, wünscht sich<br />

von der Politik weniger bürokratische Hürden und von Gründern<br />

Mut zur Selbstständigkeit.<br />

Sarna Röser<br />

wünscht sich<br />

ein offenes,<br />

zukunftsorientiertes<br />

„Gründungs-<br />

Mindset“ in<br />

unserer<br />

Gesellschaft.<br />

Foto: Die Jungen Unternehmer / Anne Grossmann Fotografie<br />

Zur Person<br />

Sarna Röser, geboren 1987, ist seit<br />

2018 Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbandes<br />

Die Jungen Unternehmer.<br />

In diesem Amt vertritt sie<br />

mehr als 1.500 junge Familien- und<br />

Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre.<br />

Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung<br />

beim 1923 gegründeten Familienunternehmen<br />

Zementrohr- und<br />

Betonwerke Karl Röser & Sohn GmbH<br />

in Mundelsheim.<br />

Beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

sprechen Sie übers „Wagen”. Trauen<br />

sich Gründer und Unternehmer in<br />

Deutschland zu wenig zu?<br />

Sarna Röser: An Talenten und guten<br />

Ideen mangelt es in Deutschland nicht<br />

– trotzdem wird zu wenig gegründet.<br />

Damit mehr Menschen den Schritt in<br />

die Selbstständigkeit wagen, muss<br />

Deutschland gründerfreundlicher<br />

werden. Das bedeutet: Weniger bürokratische<br />

Hürden, Unternehmensgründungen<br />

per Mausklick und ein<br />

offenes, zukunftsorientiertes „Gründungs-Mindset“<br />

in unserer Gesellschaft.<br />

Sie waren bereits als Gast-Löwin bei<br />

„Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Was<br />

hat Sie dazu inspiriert, an dem Format<br />

teilzunehmen?<br />

Röser: Wir investieren als Unternehmerfamilie<br />

schon seit vielen Jahren in<br />

Startups und daher hatte ich bereits in<br />

jungen Jahren die Möglichkeit, die<br />

Gründerszene sehr gut kennenzulernen.<br />

Deshalb war es mir eine große<br />

Freude, bei „Die Höhle der Löwen“ als<br />

Gast-Löwin motivierte Gründer zu unterstützen.<br />

Die Sendung ist eine großartige<br />

Plattform und Möglichkeit, noch<br />

stärker auf Startups und das Unternehmertum<br />

in Deutschland aufmerksam<br />

zu machen und vor allem Vorbilder zu<br />

schaffen. Gerade weil ich sehr jung gestartet<br />

bin, kann ich die Gründer mit<br />

meiner persönlichen Erfahrung und<br />

meinem Netzwerk gut unterstützen.<br />

Der Schritt in die Selbstständigkeit erfordert<br />

Mut, diesen möchte ich stärken.<br />

Welchen Tipp würden Sie Unternehmerinnen<br />

und Unternehmern geben, die<br />

sich bei „Die Höhle der Löwen“ vorstellen<br />

möchten?<br />

Röser: Um den Schritt in die Selbstständigkeit<br />

zu wagen, braucht es zuallererst<br />

eine gute Idee und einen konkreten<br />

Businessplan. Die Geschäftsidee<br />

und das Konzept sind eine wichtige<br />

Grundlage, auch für das Gewinnen<br />

von Investoren. Doch vor allem sind<br />

die Motivation, das Durchhaltevermögen<br />

und der Biss der Gründer entscheidend.<br />

Die Gründer müssen für<br />

ihre Idee brennen, ihre Stärken und<br />

Schwächen kennen und sich bewusst<br />

sein, dass Unternehmertum kein Nineto-five-Job<br />

ist, sondern viel abverlangt<br />

– aber auch in Form von Selbstverwirklichung<br />

und Freude am Unternehmen<br />

belohnt wird.<br />

Sie sind nicht nur Unternehmerin und<br />

Investorin, sondern auch Vorsitzende<br />

des Verbandes Die jungen Unternehmer:<br />

Was sind Ihre Kernforderungen<br />

an die Politik?<br />

24<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

25


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Foto: Die Jungen Unternehmer / Anne Grossmann Fotografie<br />

ten sind. Wir haben uns die gleichen<br />

Fragen gestellt und standen vor ähnlichen<br />

Herausforderungen. In Verbänden<br />

wie dem unseren gibt es eine starke<br />

Community und viel Gelegenheit<br />

zum Austausch. Wenn man gründen<br />

oder ein Unternehmen weiterführen<br />

will, ist dies eine unglaubliche Bereicherung.<br />

Gleichzeitig ist das Schöne an<br />

einem Familienunternehmen aber<br />

auch, dass man selten allein ist, sondern<br />

meist jemanden an seiner Seite<br />

hat: die Geschwister, die Eltern oder<br />

Großeltern.<br />

Ihr Familienbetrieb sitzt in Mundelsheim,<br />

20 Kilometer südlich von Heilbronn.<br />

Wie verwurzelt sind Sie mit<br />

dem Landkreis?<br />

Röser: Wenn ich an Baden-Württemberg<br />

denke, denke ich an meine Familie,<br />

an meine Heimat. Ich bin in Mundelsheim<br />

aufgewachsen und habe in<br />

Stuttgart studiert. Besonders die Mentalität<br />

im „Schwabenländle“ gefällt mir<br />

Foto: Die Jungen Unternehmer / Anne Grossmann Fotografie<br />

gut – denn wir packen an, reden nicht<br />

nur, sondern handeln. Wir haben zahlreiche<br />

erfolgreiche Mittelständler, die<br />

genau nach diesem Motto leben und<br />

Vorbilder sind. Gleichzeitig weiß ich es<br />

sehr zu schätzen, dass ich durch meinen<br />

Beruf in den vergangenen Jahren<br />

viel reisen konnte. Denn jede Region<br />

hat ihre Hidden Champions, besondere<br />

Menschen und Traditionen.<br />

Was sind Ihrer Meinung nach die größten<br />

Herausforderungen für Unternehmen<br />

im kommenden Jahr?<br />

Röser: Die Hauptsorge Nummer eins<br />

der Familienunternehmen ist der<br />

enorme Arbeits- und Fachkräftemangel,<br />

der Bürokratieaufwand<br />

durch Berichtspflichten, eng gefolgt<br />

von der Inflation. Diese Probleme<br />

müssen endlich von den verantwortlichen<br />

Politikern gelöst werden, damit<br />

wir Unternehmer endlich wieder<br />

mehr Zeit fürs Wirtschaften haben.<br />

<br />

Interview: Teresa Zwirner<br />

Sarna Röser ist in das Familienunternehmen ihres Vaters Jürgen Röser eingestiegen.<br />

Röser: Mich leitet das Motto: „Brenne<br />

für das, was du tust – und finde deine<br />

Leidenschaft!“. Dieses Motto verfolgen<br />

wir auch in unserem Verband, dem ich<br />

seit 2018 vorstehe. Wir packen an, indem<br />

wir mit Politikern in Gespräche<br />

gehen und unsere Forderungen – der<br />

Next Generation des Deutschen Mittelstands<br />

– in den Medien und im Netz<br />

adressieren. Wir wollen die Wirtschaft<br />

stärken und gestalten. Das bedeutet,<br />

dass der Standort Deutschland wieder<br />

wettbewerbsfähig werden muss. Wir<br />

brauchen eine nachhaltige Haushaltspolitik,<br />

eine zukunftsorientierte Sozialpolitik,<br />

endlich Tempo bei Digitalisierung<br />

von Verwaltung und Bildung,<br />

echten Bürokratieabbau und einen<br />

stärkeren Blick auf die junge Generation.<br />

Beim Thema Klimaschutz bin ich<br />

der festen Überzeugung, dass der<br />

Markt der beste Klimaschützer ist –<br />

hier sollte Deutschland mehr Emissionsrechtehandel<br />

wagen, Raum für In­<br />

„<br />

Anstatt uns immer<br />

mehr in Richtung Planwirtschaft<br />

zu bewegen,<br />

braucht Deutschland<br />

wieder mehr Eigenverantwortung<br />

und Vertrauen<br />

in den Markt.<br />

“<br />

novation lassen und vor allem alle<br />

Potenziale nutzen. Fakt ist: Offene<br />

Märkte schaffen Wohlstand. Anstatt<br />

uns immer mehr in Richtung Planwirtschaft<br />

zu bewegen, braucht Deutschland<br />

wieder mehr Eigenverantwortung<br />

und Vertrauen in den Markt.<br />

Sie sind in das Familienunternehmen<br />

Ihrer Eltern eingestiegen. Welche Hürden<br />

kommen beim Thema Nachfolge<br />

auf Unternehmen zu?<br />

Röser: Die Nachfolge im Familienunternehmen<br />

anzutreten heißt, den Entschluss<br />

zu fassen, Verantwortung für<br />

das Unternehmen und die Mitarbeiter<br />

zu übernehmen. Dessen bin ich mir<br />

sehr bewusst. Um den Schritt zu erleichtern,<br />

bin ich früh Mitglied bei den<br />

Jungen Unternehmern geworden. Dort<br />

habe ich junge Menschen kennengelernt,<br />

die ebenfalls kurz vor der Nachfolge<br />

standen oder sie bereits angetre­<br />

Es gibt 194 Länder<br />

auf der Erde,<br />

in fast jedem Land steht mindestens<br />

eine unserer Maschinen.<br />

Jetzt beim<br />

Weltmarktführer<br />

bewerben!<br />

Unsere Standorte:<br />

Crailsheim und<br />

Schnelldorf<br />

26<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

www.groninger-begeistert.de<br />

groninger<br />

27<br />

begeistert!


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Grüne<br />

Energie<br />

Wie lässt sich unsere Wirtschaft möglichst<br />

rasch von fossilen auf erneuerbare Energieträger<br />

umstellen, ohne dass dadurch<br />

die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen bedroht<br />

ist? Vor dieser Frage stehen auch die Weltmarktführer.<br />

Die Transformation hin zu einer klimaneutralen<br />

Wirtschaft und zur Dekarbonisierung gehört<br />

zu den drängendsten Aufgaben in Zeiten von<br />

Klimawandel und Energiekrise. Viele Betriebe leisten<br />

bereits einen Beitrag zur Klimaneutralität und<br />

setzen beispielsweise auf Strom­ und Energieversorgung<br />

aus Solar­ und Windkraft.<br />

red.<br />

Foto: Adobe Stock/Tilo Grellmann<br />

28 <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

29


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Walter Döring konnte für den Gipfel erneut hochkarätige Referenten gewinnen.<br />

Foto: Dirk Täuber<br />

wird Literaturnobelpreisträgerin Herta<br />

Müller beim Gala-Abend im Carmen<br />

Würth Forum zu Gast sein.<br />

Behalten Sie das bewährte Konzept bei<br />

oder gibt es Neuerungen?<br />

Döring: Am zweiten Kongresstag wird<br />

parallel zur Veranstaltung in der Bausparkasse<br />

erstmals ein Side-Event in<br />

der Fassfabrik stattfinden, das sich gezielt<br />

der Dekarbonisierung im Mittelstand<br />

widmet. Wir erweitern also das<br />

Gipfeltreffen um einen wichtigen Part,<br />

was Nachhaltigkeit und Sustainable<br />

Development Goals angeht. Und wir<br />

werden das Gipfeltreffen erneut klimaneutral<br />

stellen. Ein weiterer Punkt, der<br />

mir wichtig ist und mich persönlich<br />

freut: Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft<br />

Schwäbisch Hall, kurz BESH,<br />

wird für Verpflegung mit regionalen<br />

Bioprodukten sorgen. Rudolf Bühler,<br />

der Koordinator der Bio-Musterregion,<br />

und ich wollen damit zeigen, dass wir<br />

hier nicht nur Weltmarktführer, sondern<br />

auch eine spitzenmäßige Landwirtschaft<br />

haben. Die Außer-Haus-<br />

Verpflegung wird für Mitarbeitende<br />

von Unternehmen immer wichtiger<br />

und sie sollte regional und bio sein.<br />

Das immer nur zu fordern, ist mir zu<br />

wenig, daher gehen wir jetzt mit praktischem<br />

und gutem Beispiel voran.<br />

Die Verbundenheit mit der Region<br />

bleibt Ihnen also wichtig?<br />

Döring: Das Gipfeltreffen ist felsenfest<br />

in Schwäbisch Hall verankert. Darauf<br />

lege ich großen Wert. Wir befinden uns<br />

hier schließlich in der Region der Weltmarktführer.<br />

Die diesjährige Veranstaltung<br />

wird sehr international und sehr<br />

nachhaltig sein. Und wir werden die<br />

Spitze bezüglich der Referentinnen<br />

und Referenten halten können. Als<br />

Veranstalter zittert man immer ein wenig,<br />

ob alle kommen können, ob alles<br />

klappt. Aber ich bin mir sicher, dass<br />

das 13. Gipfeltreffen eine hervorragende<br />

Veranstaltung wird. Interview: dt<br />

Zur Person<br />

Dr. Walter Döring war<br />

von 1996 bis 2004<br />

stellvertretender Ministerpräsident<br />

und Wirtschaftsminister von Baden-<br />

Württemberg. Heute ist er als Aufsichtsrat,<br />

Beirat und Advisor für verschiedene<br />

Unternehmen tätig. Er<br />

gründete im Jahr 2012 die ADWM<br />

GmbH, die Akademie Deutscher Weltmarktführer.<br />

„Das wird ein Mordsknüller“<br />

Das 13. Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall wartet<br />

mit Neuerungen auf. Initiator Walter Döring erläutert, auf welche<br />

Highlights sich die Gäste der Veranstaltung freuen dürfen.<br />

Noch scheint kein Ende der Dauerkrise<br />

in Sicht. Wie beurteilen Sie die aktuelle<br />

Lage der regionalen Wirtschaft?<br />

Walter Döring: Wir haben das große<br />

Glück, dass hier Firmen ansässig sind,<br />

die einfach Weltspitze sind. Optima<br />

beispielsweise entwickelt sich unglaublich<br />

gut. Bei Recaro geht es dank<br />

neuer Aufträge aufwärts. Würth konnte<br />

erneut ein Rekordjahr verbuchen. Das<br />

und mehr zeigt, dass wir uns in einem<br />

hervorragenden Wirtschaftsraum mit<br />

fantastischen Unternehmen befinden.<br />

Bis jetzt habe ich den Eindruck, dass<br />

die großen Unternehmen sehr gut zurechtkommen,<br />

natürlich durch kluge<br />

Diversifizierung. Sie sind weltweit aktiv<br />

und dadurch sind Ausgleichsmöglichkeiten<br />

gegeben.<br />

Wirkt sich die Krisensituation auf die<br />

Vorbereitungen des Gipfeltreffens aus?<br />

Döring: Es war noch nie so schwer wie<br />

dieses Mal. Der Aufwand ist hoch,<br />

ebenso das Maß an Unsicherheit, was<br />

an der allgemeinen Weltlage liegt. Die<br />

Unternehmen sind sehr vorsichtig, da<br />

sie nicht wissen, was noch passiert mit<br />

Blick auf Energiepreise, Konjunkturlage,<br />

Lieferketten und mehr. Minister haben<br />

zwar zugesagt, müssen aber womöglich<br />

wieder absagen, sofern es die<br />

Situation erfordert. Aber wir haben<br />

dennoch ein tolles Programm geplant,<br />

um von den Besten lernen zu können.<br />

Auf welche Highlights dürfen sich Gäste<br />

des Gipfeltreffens freuen?<br />

Döring: Wir läuten das Gipfeltreffen<br />

der Weltmarktführer mit einem CEO-<br />

Abend im Neuen Globe ein. Reinhold<br />

Würth wird dabei erstmals gemeinsam<br />

mit seinen drei Enkelkindern auf der<br />

Bühne stehen. Zu Gast wird auch Bundesfinanzminister<br />

Christian Lindner<br />

sein. Der CEO-Abend wird ein Mordsknüller.<br />

Für die folgenden Kongresstage<br />

haben wir hochkarätige Referentinnen<br />

und Referenten aus Wirtschaft<br />

und Politik eingeladen. Außerdem<br />

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30<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong>


vereinfachen Prozesse und gewinnen an Geschwindigkeit.“<br />

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, das Unternehmen durch<br />

regionale Lieferketten noch unabhängiger von externen<br />

Einflüssen zu machen. Dass so auch Transportwege verkürzt<br />

und dadurch Emissionen vermieden werden, zahlt<br />

ebenfalls auf das klar formulierte Ziel ein, bis 2030 eine<br />

Null-Emissions-Strategie zu realisieren.<br />

MODERN<br />

INNOVATIV<br />

FAMILIÄR<br />

Das Unternehmen<br />

EBM-Papst ist mit<br />

rund 15.000 Mitarbeitenden<br />

weltweit<br />

in der Luft- und Strömungstechnik<br />

tätig.<br />

Fotos: ebm-papst/Philipp Reinhard<br />

DURCH DIGITALISIERUNG<br />

ENERGIE SPAREN<br />

Zur Klimaneutralität seiner Kunden will EBM-Papst weiterhin<br />

mit technischen Lösungen beitragen, die Maßstäbe setzen.<br />

Beim physischen Produkt ist das erreichte Effizienzniveau<br />

bereits sehr hoch. Deshalb setzt der<br />

Ventilatorenhersteller neben strömungstechnischen Optimierungen<br />

auf die Digitalisierung, um hier weitere Energieeffizienzpotentiale<br />

zu gewinnen. Bereits vor einiger Zeit<br />

schnürte das Unternehmen unter dem Label „GreenIntelligence“<br />

effiziente Produkte und digitale Vernetzung zu einem<br />

nachhaltigen Gesamtpaket.<br />

Null-Emissions-Ziel bis 2030<br />

Datencenter, Wärmepumpen, Produktionshallen: Überall drehen sich<br />

Ventilatoren, die viel Energie benötigen. Ziel muss eine nachhaltigere<br />

Lufttechnik sein. EBM-Papst setzt auf Digitalisierung und Stärkung<br />

der Regionen.<br />

Wie lässt sich der Wirkungsgrad<br />

moderner Ventilatoren optimieren?<br />

An dieser technisch<br />

höchst anspruchsvollen Aufgabe tüfteln<br />

Ingenieure seit Jahrzehnten. Ziel<br />

ist eine möglichst hohe Energieeffizienz<br />

für Ventilatoren, die zum Beispiel<br />

in Geräten für die Kälte-, Klima- und<br />

Lüftungstechnik eingebaut sind. Dies<br />

spart Energie, verbessert die CO 2<br />

-Bilanz<br />

und kommt der Umwelt zugute.<br />

EBM-Papst hat sich Nachhaltigkeit<br />

schon bei der Firmengründung auf<br />

die Fahnen geschrieben: Jedes neue<br />

Produkt muss ökologisch und ökonomisch<br />

besser sein als sein Vorgänger, so<br />

lautete 1963 die Maxime des Unternehmens<br />

mit Sitz in Hohenlohe, das mit<br />

weltweit rund 15.000 Mitarbeitenden<br />

Technologieführer in der Luft- und<br />

Strömungstechnik ist. Um die Potenziale<br />

nutzen zu können, braucht es aber<br />

Die hohe Motivation der Mitarbeiter<br />

ist ein Faktor des Erfolgs.<br />

klare Prozesse und Strukturen sowie einen<br />

höheren Digitalisierungsgrad. Die<br />

neue Unternehmensstrategie „Gemeinsam<br />

Zukunft machen“ soll dafür<br />

den Weg bereiten: EBM-Papst will sich,<br />

sagt CEO Klaus Geißdörfer, neben der<br />

Begeisterung der Mitarbeiter, dabei auf<br />

das Kerngeschäft Luft- und Heiztechnik<br />

sowie auf die Stärkung der Regionen<br />

konzentrieren.<br />

SICH REGIONAL<br />

UNABHÄNGIGER MACHEN<br />

Ein wichtiger Baustein dafür ist die<br />

Stärkung des 2017 angestoßenen „local<br />

for local“-Ansatzes: Die drei Regionen<br />

Europa, Amerika und Asien-Pazifik sollen<br />

noch selbstständiger werden. „Sie<br />

bilden dann den gesamten Prozess von<br />

der Kundenanfrage über die Entwicklung<br />

bis hin zur Produktion der Lösung<br />

ab“, erläutert Geißdörfer. „Damit schaffen<br />

wir klare Verantwortlichkeiten,<br />

32 <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

DIE LUFTQUALITÄT<br />

VERBESSERN<br />

Einen Beitrag zum erhofften Erfolg der Strategie leistet die als<br />

Startup gegründete Tochter EBM-Papst Neo. Der Think-Tank<br />

entwickelt am Technologie-Zentrum Dortmund digitale Geschäftsmodelle,<br />

wie eine datenbasierte Gebäudesteuerung:<br />

Eine Cloud-Lösung sammelt Daten von Klimaanlage und<br />

Sensoren, wertet sie aus und erschafft ein optimiertes Innenraum-Ökosystem.<br />

Mit diesem Ansatz erweitert sich die Perspektive<br />

für das gesamte Unternehmen: Hat es sich bislang darauf<br />

konzentriert, Luft auf möglichst effiziente Weise zu<br />

bewegen, arbeitet es jetzt auch daran, die Qualität der bewegten<br />

Luft zu verbessern. Denn „bedarfsgerecht“ heißt auch,<br />

dass Faktoren wie Temperatur, Kohlenstoffgehalt oder Feinstaubpartikel<br />

den Luftaustausch in Innenräumen entsprechend<br />

beeinflussen. Das hat positive Auswirkungen auf Gesundheit,<br />

Wohlbefinden und Produktivität der Menschen, die<br />

sich in diesen Räumen aufhalten. Für Geißdörfer ein perfektes<br />

Beispiel für den nutzerfokussierten Ansatz, um Mehrwert für<br />

die Kunden zu schaffen.<br />

<br />

Hauke Hannig<br />

Zur Person<br />

Hauke Hannig ist Bereichsleiter<br />

Unternehmenskommunikation und<br />

Politik der EBM-Papst-Gruppe.<br />

FREUDE<br />

AM BAUEN<br />

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Straßen- und Netzbau, Gleisinfrastrukturbau,<br />

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Seit über 120 Jahren verwirklichen wir anspruchsvolle<br />

Bauvorhaben und schaffen so Lebensräume und Netze für<br />

die moderne Gesellschaft in Europa.<br />

Von der Planung bis zur Realisierung sind wir für Sie der<br />

richtige Partner. Gemeinsam entwickeln wir mit unserem<br />

über Generationen gewachsenen Know-how in allen<br />

Gewerken und mit neuester, innovativer Maschinenund<br />

Fahrzeugtechnik, spezifische, wirtschaftliche und<br />

schnellstmögliche Lösungen. Sie als Kunde erhalten nachhaltige<br />

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LEONHARD WEISS – das sind über 6.300 kompetente Mitarbeiter,<br />

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WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Österreichs Bundesminister<br />

Martin Kocher ist es wichtig,<br />

Zielgruppen dort abzuholen,<br />

wo sie gerade unterwegs sind.<br />

Fotos: Holey<br />

fairen und nachhaltigen Wirtschaftsraum<br />

zu schaffen, andererseits dürfen<br />

sie den Unternehmen nicht die Wettbewerbsfähigkeit<br />

nehmen.<br />

Das Jahr 2022 war gekennzeichnet<br />

durch Krisen. Wie haben Unternehmen<br />

in Österreich diese gemeistert?<br />

Kocher: 2021 wurde für das Jahr 2022<br />

ein Wirtschaftswachstum in Österreich<br />

von rund fünf Prozent prognostiziert –<br />

ohne Berücksichtigung der Auswirkungen<br />

des russischen Angriffskriegs<br />

auf die Ukraine und der Energiekrise.<br />

Durch einen starken Aufschwung im<br />

ersten Halbjahr und zahlreiche Entlastungsmaßnahmen<br />

ist es uns gelungen,<br />

dass die österreichische Wirtschaft im<br />

Jahr 2022 voraussichtlich um 4,8 Prozent<br />

gewachsen ist. Gleichzeitig haben<br />

wir die niedrigsten Arbeitslosenquoten<br />

seit 15 Jahren.<br />

Besonders energieintensive Unternehmen<br />

werden in Österreich mit einem<br />

Energiekostenzuschuss gefördert. Können<br />

Sie erklären, wie die Förderung<br />

funktioniert?<br />

Kocher: Der Energiekostenzuschuss<br />

wird von der Förderbank des Bundes,<br />

der aws, abgewickelt. Mit dem Energiekostenzuschuss<br />

1 werden energieintensive<br />

Unternehmen mit einer Förderung<br />

von grundsätzlich 30 Prozent<br />

ihrer Mehrkosten für Strom, Erdgas<br />

und Treibstoffe in den Monaten Februar<br />

2022 bis September 2022 unterstützt.<br />

Als energieintensiv gelten Unternehmen,<br />

deren jährliche Energiekosten<br />

sich auf mindestens drei<br />

Prozent des Produktionswertes belaufen.<br />

Ausgenommen von diesem Eingangskriterium<br />

sind Betriebe bis maximal<br />

700.000 Euro Jahresumsatz. Die<br />

Förderung ist in einem Stufenprogramm<br />

geregelt – ab der Stufe 2<br />

können nur mehr Strom und Erdgas<br />

gefördert werden. Aktuell wird zudem<br />

an einem Pauschalfördermodell für<br />

Kleinstunternehmen gearbeitet.<br />

Gibt es weitere Hilfestellungen im Hinblick<br />

auf die Energiekrise?<br />

Kocher: Zum Jahresende haben wir<br />

den Energiekostenzuschuss 2 präsentiert.<br />

Dieser gilt bis Ende <strong>2023</strong>. Neu<br />

beim Energiekostenzuschuss 2 ist,<br />

dass nicht mehr nur energieintensive<br />

Unternehmen ab einem gewissen<br />

Schwellenwert unterstützt werden,<br />

sondern die Förderung diesmal breiter<br />

gefasst ist – Unternehmen müssen<br />

nicht mehr die drei Prozent Energieintensität<br />

nachweisen. Zudem haben wir<br />

die Förderintensität in der untersten<br />

Stufe von 30 auf 60 Prozent verdoppelt.<br />

Auch das Thema Digitalisierung ist<br />

nach wie vor aktuell. Hier fördert<br />

KMU. Digital seit Mai 2022 die Beratung<br />

österreichischer Klein- und Mittelbetriebe.<br />

Welche Chancen ergeben sich<br />

hier für die Unternehmen?<br />

Kocher: Die Digitalisierung ist ein ausschlaggebender<br />

Faktor für einen<br />

„<br />

Gerade in Europa<br />

müssen wir aufpassen,<br />

gegenüber anderen<br />

Wirtschaftsräumen<br />

nicht ins Hintertreffen<br />

zu geraten.<br />

“<br />

Blick in die<br />

Zukunft lenken<br />

Energiekrise, Fachkräftemangel, Digitalisierung: Diese Themen<br />

betreffen nicht nur Deutschland. Martin Kocher, Bundesminister<br />

für Arbeit und Wirtschaft in Österreich, gibt im Interview Auskunft,<br />

wie sein Land mit den aktuellen Krisen umgeht.<br />

Beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

sprechen Sie über die aktuellen Herausforderungen<br />

für die europäische<br />

Wettbewerbsfähigkeit. Mit welchen<br />

Schwierigkeiten haben es Unternehmen<br />

vor allem zu tun?<br />

Martin Kocher: Unternehmen in ganz<br />

Europa stehen vor großen Herausforderungen.<br />

Schnell aufeinanderfolgende<br />

Krisen haben gezeigt, dass Unternehmerinnen<br />

und Unternehmer<br />

immer flexibler agieren müssen, um<br />

auf plötzlich auftretende Marktsituationen<br />

reagieren zu können. Gerade in<br />

Europa müssen wir aufpassen, gegenüber<br />

anderen Wirtschaftsräumen<br />

nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die<br />

Regularien der Europäischen Union<br />

sind einerseits sehr wichtig, um einen<br />

Lösungen von Optima sorgen dafür, dass wertvolle<br />

und empfindliche Güter wie Medikamente, Hygiene-<br />

und Medizinprodukte, Lebensmittel oder Kosmetika<br />

weltweit bei den Menschen ankommen, die täglich auf<br />

diese Produkte angewiesen sind. Sicher, zuverlässig<br />

und bestens geschützt. Mit unserer Arbeit leisten wir<br />

einen wertvollen Beitrag für mehr Gesundheit, mehr<br />

Sicherheit und eine höhere Lebensqualität.<br />

Dafür geben wir jeden Tag unser Bestes. Mit großer<br />

Expertise, Teamgeist und dem Anspruch, jede neue<br />

Herausforderung zur Begeisterung unserer Kunden<br />

und Partner zu lösen. Gemeinsam tun wir alles dafür,<br />

dass unser Team auch in Zukunft Optima – das Beste<br />

ist. Mit attraktiven Arbeitsbedingungen, vielseitigen<br />

Entfaltungsmöglichkeiten und einer Atmosphäre, in der<br />

sich die Menschen willkommen fühlen.<br />

Tragen auch Sie einen wertvollen Beitrag dazu bei: www.karriere-bei-optima.de<br />

34<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

erfolgreichen Wirtschaftsstandort, sie<br />

schafft Arbeitsplätze und stellt sicher,<br />

dass wir wettbewerbsfähig bleiben.<br />

Mit KMU.Digital fördern wir bereits in<br />

der zehnten Runde die Beratung und<br />

Umsetzung von Digitalisierungsprojekten<br />

in Betrieben. Unternehmen<br />

können dadurch ihr Geschäftsmodell<br />

erweitern und digitale Kompetenzen<br />

ihrer Mitarbeiter verbessern.<br />

j<br />

Gibt es weitere Unterstützungsangebote,<br />

die Unternehmen in Österreich<br />

durch die Krisenzeiten helfen?<br />

Kocher: Mit der Investitionsprämie<br />

haben wir zum Höhepunkt der Pandemie<br />

das richtige Instrument gestartet,<br />

um Anreize für Unternehmensinvestitionen<br />

zu setzen. Die Effekte wirken<br />

noch heute nach. Mit der Investitionsprämie<br />

haben wir fünf Milliarden Euro<br />

Rahmenbudget zur Verfügung gestellt,<br />

wodurch Investitionen in Höhe von<br />

schätzungsweise 55 Milliarden Euro in<br />

Österreich ausgelöst werden. Viele<br />

Unterstützungsangebote der vergangenen<br />

Jahre waren auf die Krise gerichtet.<br />

Wir müssen unseren Blick aber<br />

von der Gegenwart in die Zukunft lenken.<br />

Daher starten wir dieses Jahr mit<br />

einer breiten Transformationsoffensive<br />

in Österreich, mit der wir die Industrie<br />

bei ihrer nachhaltigen und technologischen<br />

Weiterentwicklung unterstützen.<br />

Dafür stehen insgesamt<br />

5,7 Milliarden Euro zur Verfügung.<br />

Sie betreiben den Podcast „Zukunftschancen”,<br />

bei dem berufliche Perspektiven<br />

aufgezeigt werden. Wieso haben<br />

Sie den Podcast ins Leben gerufen?<br />

Kocher: Es ist wichtig, Zielgruppen<br />

dort abzuholen, wo sie gerade unterwegs<br />

sind. Der Podcast „Zukunftschancen“<br />

soll berufliche Perspektiven<br />

aufzeigen und hinter die Kulissen des<br />

Berufslebens unterschiedlichster Personen<br />

– von der Genetikprofessorin<br />

bis zum Skispringer – blicken. Es werden<br />

ungewöhnliche Karrierewege beleuchtet<br />

und die persönlichen Geschichten<br />

dahinter erfragt. Mir ist der<br />

Podcast ein persönliches Anliegen,<br />

36<br />

Martin Kocher sieht noch viel Potenzial für die Fachkräfte der Zukunft – gerade<br />

durch großflächige Qualifizierungsangebote.<br />

„<br />

Digitalisierung ist ein<br />

ausschlaggebender<br />

Faktor für erfolgreiche<br />

Wirtschaftsstandorte.<br />

“<br />

um Bewusstsein für die vielen Facetten<br />

der Arbeitswelt zu schaffen. Vor kurzem<br />

haben wir beispielsweise eine<br />

Folge über die Rückkehr in den Arbeitsmarkt<br />

nach einem schweren Unfall<br />

mit nachfolgenden körperlichen<br />

Behinderungen eines Gastronoms<br />

vorgestellt. Solche Geschichten inspirieren<br />

hoffentlich. In der nächsten<br />

Staffel unseres Podcasts widmen wir<br />

uns künftig nicht nur relevanten Themen<br />

der Arbeitswelt, sondern auch der<br />

Wirtschaft.<br />

Neben der Energiekrise, der Corona-<br />

Pandemie und der Inflation ist auch<br />

der Fachkräftemangel ein großes Thema.<br />

Wie gehen Sie in Österreich die<br />

Problematik an?<br />

Kocher: Wir haben es während der Corona-Pandemie<br />

geschafft, durch<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

Aus Ideen entsteht Zukunft.<br />

Der rein elektrische Audi RS e-tron GT*.<br />

Future is an attitude<br />

* Stromverbrauch (kombiniert) in kWh/100 km: 22,1–19,8; CO₂-Emissionen (kombiniert) in<br />

g/km: 0. Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO₂-Emissionen bei Spannbreiten<br />

in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Für das Fahrzeug liegen nur<br />

Verbrauchs- und Emissionswerte nach WLTP und nicht nach NEFZ vor.<br />

www.audi.de/DAT-Hinweis


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

„<br />

Einzelne Maßnahmen<br />

werden nicht reichen,<br />

um den Arbeits- und<br />

Fachkräftemangel abfedern<br />

zu können.<br />

“<br />

rasche und zielgerichtete Maßnahmen<br />

eine potenzielle Massenarbeitslosigkeit<br />

zu verhindern. Unser wichtigstes<br />

Instrument hierbei war das Kurzarbeitsmodell.<br />

Auch mit unserem Programm<br />

Sprungbrett ist es uns gelungen,<br />

die Langzeitarbeitslosigkeit<br />

deutlich zu reduzieren. Aktuell stehen<br />

wir vor anderen Herausforderungen.<br />

Zu Beginn des Jahres hat sich ein deutlicher<br />

Aufschwung der Wirtschaft gezeigt,<br />

natürlich gebremst durch den<br />

russischen Angriffskrieg in der Ukraine.<br />

Die Folgen des Aufschwungs haben<br />

am Arbeitsmarkt für einen deutlichen<br />

Mehrbedarf an Arbeitskräften<br />

gesorgt. Gleichzeitig haben wir auch<br />

die Rot-Weiß-Rot-Karte reformiert, um<br />

leichteren Zugang von internationalen<br />

Fachkräften auf den österreichischen<br />

Arbeitsmarkt zu ermöglichen und Expertinnen<br />

und Experten nach Österreich<br />

zu holen. Auch die Zahl der Beschäftigten<br />

ist auf einem Höchststand<br />

und es werden aktuell viele neue Stellen<br />

ausgeschrieben. Gehemmt wird<br />

das durch die demografischen Veränderungen.<br />

Die Babyboomer-Generation<br />

erreicht das Pensionsalter und<br />

nachfolgende Jahrgänge haben geringere<br />

Geburtenraten. Dadurch wird die<br />

Zahl der Menschen im erwerbsfähigen<br />

Alter laut aktueller Prognosen in den<br />

kommenden Jahrzehnten abnehmen,<br />

während die Zahl der Älteren in Pension<br />

deutlich zunimmt.<br />

Was muss unternommen werden, um<br />

gegen Fachkräftemangel vorzugehen?<br />

Kocher: Einzelne Maßnahmen werden<br />

nicht reichen, um den Arbeitsund<br />

Fachkräftemangel abfedern zu<br />

können. Aus diesem Grund haben wir<br />

bereits unterschiedliche Maßnahmen<br />

umgesetzt, weitere denkbare Maßnahmen<br />

sind bereits in Planung. Ein wichtiger<br />

Punkt ist die Heranführung des<br />

faktischen Pensionsantrittsalters an<br />

das Gesetzliche. Damit behalten wir<br />

besonders erfahrene Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter länger in Beschäftigung<br />

und federn den Arbeits- und<br />

Fachkräftemangel weiter ab. Fachkräftestrategien<br />

werden auf nationaler<br />

Ebene geregelt. Insgesamt gibt es noch<br />

viel Potenzial für die Fachkräfte der<br />

Zukunft, gerade durch großflächige<br />

Qualifizierungsangebote.<br />

Was ist Ihrer Meinung nach eine der<br />

größten Herausforderungen für Unternehmen<br />

im kommenden Jahr?<br />

Kocher: Die hohen Energiepreise, die<br />

sich im laufenden Jahr auf einem hohen<br />

Niveau einpendeln werden und<br />

die Suche nach Fachkräften wird die<br />

Unternehmen im laufenden Jahr stark<br />

fordern. Mit unseren Maßnahmen unterstützen<br />

wir Arbeitskräfte und Unternehmen<br />

bei diesen Herausforderungen.<br />

Interview: Teresa Zwirner<br />

Martin Kocher freut sich über die niedrigste Arbeitslosenquote seit 15 Jahren.<br />

Ihre starke Bank in Hohenlohe.<br />

Das Beste seit 1843.<br />

Hohenlohe ist für uns mehr als eine Region. Seit 180 Jahren<br />

ist es uns eine Herzenssache unsere Mitglieder und Kunden<br />

sowie unsere Region zu unterstützen. Als starkes Team<br />

arbeiten wir engagiert für unsere Kunden hier in unserer<br />

Heimat. Nur das Beste für Sie.<br />

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Zur Person<br />

Martin Kocher ist seit 2022 Bundesminister<br />

für Arbeit und Wirtschaft in Österreich.<br />

Vorher war er unter anderem<br />

als Leiter des Kompetenzzentrums<br />

Verhaltensökonomie „Insight Austria“<br />

des Instituts für Höhere Studien tätig.<br />

vb-hohenlohe.de/thebaenk<br />

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explosionsgeschützte Kommunikationsgeräte und -lösungen.<br />

Wir entwickeln und vermarkten Geräte, die präzise auf die Anforderungen<br />

unserer Kunden aus den Bereichen Chemie, Pharmazie, Erdölverarbeitung<br />

und anderen anspruchsvollen Industriezweigen abgestimmt sind.<br />

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Harald Braun<br />

Vorstandsmitglied<br />

Dieter Karle<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

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Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Der Weg in eine grüne Zukunft braucht einen klaren Fahrplan, das Ziel ist aber lohnend.<br />

Gefährliche Versäumnisse<br />

Wer jetzt nicht Arbeit, Zeit und Mühe in die Klimaneutralität steckt,<br />

riskiert die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens.<br />

Lisa Reehten gibt Empfehlungen, worauf dabei zu achten ist.<br />

Bei einer Veranstaltung in 2021<br />

habe ich als Einstieg in meinen<br />

Vortrag gefragt, wer von den 120<br />

Personen im Saal der Meinung ist, dass<br />

Klimaschutz ein wichtiges Thema für<br />

das Unternehmen ist, in welchem er<br />

oder sie arbeitet. Fast der ganze Saal<br />

stand. Daraufhin stellte ich die Frage,<br />

wer denn den CO 2<br />

-Fußabdruck seines<br />

Unternehmens kennen würde. Bis auf<br />

drei Personen saßen alle.<br />

Dies ist ein passendes Beispiel<br />

dafür, wie es um das Thema in Unternehmen<br />

steht. Laut einer Bitkom-Studie<br />

von 2020 will zwar fast jedes zweite<br />

Unternehmen perspektivisch klimaneutral<br />

werden, die konkreten Schritte<br />

und Maßnahmen sind nach eigener<br />

Erfahrung aber oftmals noch unklar.<br />

Aktuell haben sich 46 Prozent eine freiwillige<br />

Selbstverpflichtung auferlegt.<br />

Der Großteil der Unternehmen<br />

will diese Klimaneutralität innerhalb<br />

der nächsten zehn Jahre erreichen,<br />

führend hierbei sind viele Digitalunternehmen.<br />

Wenn man sich den industriellen<br />

Mittelstand anschaut, dann<br />

ist Nachhaltigkeit oftmals schon immer<br />

Teil der DNA – sowohl die soziale,<br />

die ökonomische als auch die ökologische<br />

Seite.<br />

Vieles wird schon immer so gemacht<br />

aus tiefster Überzeugung und<br />

ohne gesetzlichen Zwang, doch einiges<br />

auch nicht. So lag in den letzten Jahren<br />

der Fokus in den Produktionen auf<br />

Qualität und Output, nicht auf Energieeffizienz<br />

oder regenerativer Eigenerzeugung.<br />

Bei den Produkten ging es<br />

um immer neue Produktmodule und<br />

digitale Anbindungen und weniger um<br />

Recyclate und Materialeinsparungen.<br />

So langsam findet jedoch ein Umdenken<br />

statt.<br />

Betrachten wir exemplarisch ein<br />

Unternehmen aus dem Maschinenbau:<br />

Wenn der jeweilige Entscheidungsträger<br />

Klimaneutralität ernst<br />

meint und detailliert die Hebelpunkte<br />

seines Unternehmens betrachtet, wird<br />

ihm schnell klar, dass neben einer<br />

energieeffizienten Produktion vor allem<br />

die Produktnutzungsphase, der<br />

Einkauf von Materialien und Dienstleistungen,<br />

sowie die Logistik die<br />

Hauptemissionen ausmachen. Dies<br />

sind die wichtigen Stellschrauben,<br />

wenn Emissionsreduktion angestrebt<br />

werden soll.<br />

Die vielzitierten neuen Richtlinien<br />

für Mitarbeiterreisen oder die<br />

Einführung von einer Handvoll Elektrofahrzeugen<br />

im Fuhrpark sind sicherlich<br />

auch wichtige Schritte, da sie<br />

transparent sind für alle Mitarbeitenden.<br />

Allerdings sind dies nicht die großen<br />

Hebel bei einem Maschinenbauunternehmen,<br />

um die Emissionen<br />

nachhaltig zu reduzieren.<br />

FUSSABDRUCK GENAU<br />

BERECHNEN<br />

Um diese großen Hebel zu finden, bedarf<br />

es einer Analyse des aktuellen<br />

ökologischen Fußabdrucks. Idealer­<br />

Fotos: Bosch/Depositphotos, Adobe Stock/everythingpossible<br />

weise nach dem Standard im Bereich<br />

Klimaschutz, dem Greenhouse Gas<br />

Protokoll. Dort wird detailliert aufgelistet:<br />

· welche Emissionen, gemessen werden<br />

müssen,<br />

·wie diese Emissionen untergliedert<br />

werden,<br />

· welche Systemgrenzen herangezogen<br />

werden können.<br />

Danach erst ist es einem Unternehmen<br />

möglich, einen konkreten Maßnahmenkatalog<br />

zu erarbeiten und individuelle<br />

Ziele zu definieren. Auf dieser Basis<br />

kann das Thema angegangen werden:<br />

mit einem klaren Investitionsplan, wo<br />

möglich mit berechneten Return on Investments,<br />

definierten Verantwortlichkeiten,<br />

abgestimmten KPIs und einem<br />

Plan für die interne und externe Kommunikation.<br />

Klimaneutralität zu implementieren<br />

ist also kein Hexenwerk.<br />

STRAFZAHLUNGEN WEGEN<br />

ETIKETTENSCHWINDEL<br />

Allzu oft erleben wir jedoch Unternehmen,<br />

die nicht ambitioniert genug in<br />

ihrem Streben nach Klimaneutralität<br />

sind und die bereits jetzt viel Wegstrecke<br />

aufzuholen hätten. Und diese Einstellung<br />

kann doppelt gefährlich werden:<br />

Zum einen wird bestraft, wenn<br />

nicht drin ist, was draufsteht. So gab es<br />

bereits die ersten Urteile gegen Unternehmen,<br />

die Strafzahlungen leisten<br />

mussten, da sie unrechterweise mit<br />

dem Label Klimaneutralität geworben<br />

haben. Je informierter Verbraucher<br />

und Kunden werden, desto schwieriger<br />

wird es, diese Intransparenz aufrechtzuerhalten.<br />

Je transparenter die<br />

Berichtserstattung werden muss, desto<br />

deutlicher wird die Lücke zwischen<br />

Kommunikation und Handeln.<br />

Zum anderen ist es mittlerweile<br />

überdeutlich, dass langfristige Wirtschaftlichkeit<br />

durch Emissionsreduktion<br />

mit bedingt wird. Politische Neuerungen<br />

wie die Corporate Social<br />

Responsibility (CSR)-Berichtspflicht,<br />

die Verabschiedung des Deutschen<br />

Klimaschutzgesetzes oder das Lieferkettengesetz<br />

erlauben keinerlei Zögern<br />

mehr.<br />

Weitsichtigen Unternehmern<br />

und Unternehmerinnen im Maschinenbau<br />

und allen anderen Bereichen<br />

steht es nun frei: Wollen sie Arbeit, Zeit<br />

und Mühe in die Klimaneutralität ihres<br />

Unternehmens stecken und mit großer<br />

Zukunftsfähigkeit belohnt werden –<br />

oder riskieren sie auf Dauer ihre eigene<br />

Wettbewerbsfähigkeit.<br />

<br />

Lisa Reehten<br />

Klare Vorgaben: Der ökologische Fußabdruck wird anhand detaillierter Kriterien berechnet.<br />

Zur Person<br />

Lisa Reehten ist<br />

Mitglied der Geschäftsleitung<br />

von<br />

Bosch Climate Solutions,<br />

einer Beratungstochter der Bosch<br />

Gruppe.<br />

40 <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

41


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Eine funktionierende Logistik ist elementarer Bestandteil einer reibungslosen Lieferkette.<br />

Zur Person<br />

Dr. Stefan Mair<br />

ist Direktor des<br />

Deutschen Instituts<br />

für Internationale Politik und Sicherheit<br />

und geschäftsführender Vorsitzender<br />

der Stiftung Wissenschaft und<br />

Politik (SWP).<br />

„Abhängigkeit von<br />

China reduzieren“<br />

Deutsche Unternehmen haben in der Vergangenheit oft sehr<br />

komplexe globale Wertschöpfungsketten aufgebaut. Geopolitik-<br />

Experte Stefan Mair erklärt, wie sie Abhängigkeiten verringern und<br />

ihr Unternehmen damit widerstandsfähiger machen können.<br />

Beim Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

sprechen Sie über die Zeitenwende in der<br />

deutschen Außenpolitik. Wie sollten sich<br />

deutsche Unternehmen aufstellen, um<br />

erfolgreich zu bleiben?<br />

Dr. Stefan Mair: Deutsche Unternehmen<br />

waren in den vergangenen 30 Jahren<br />

sehr erfolgreich damit, komplexe<br />

globale Wertschöpfungsketten aufzubauen.<br />

Sie waren ein wesentlicher<br />

Grund für ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.<br />

In den vergangenen<br />

Jahren hat sich aber verstärkt gezeigt,<br />

wie anfällig diese Wertschöpfungsketten<br />

sind und wie verwundbar dadurch<br />

deutsche Unternehmen werden: durch<br />

Naturkatastrophen, durch eine weltweite<br />

Pandemie, aber eben auch durch<br />

geopolitische Konflikte. Eine der großen<br />

Herausforderungen für Unternehmen<br />

wird es sein, diese Wertschöp­<br />

Fotos: Adobe Stock/Marco 2811, SWP<br />

fungsketten zu restrukturieren und sie<br />

damit widerstandsfähiger zu machen.<br />

Wie könnte das aussehen?<br />

Mair: Durch Diversifizierung, Regionalisierung<br />

und Reintegration von Wertschöpfungsketten.<br />

Diversifizierung bedeutet<br />

hier die Verringerung der<br />

Abhängigkeit von einzelnen Märkten<br />

durch die Erschließung neuer, die stärkere<br />

geografische Verteilung von Investitionsstandorten<br />

und die Gewinnung<br />

zusätzlicher Zulieferer. Regionalisierung<br />

bezieht sich auf die weitgehende<br />

Unabhängigkeit regionaler Wertschöpfungsketten<br />

voneinander, und Reintegration<br />

hat sowohl eine räumliche als<br />

auch betriebswirtschaftliche Dimension,<br />

um Wertschöpfungsketten zu verkürzen<br />

und weniger komplex zu gestalten:<br />

Reintegration durch Re-Shoring<br />

und Near-Shoring wie auch die Reintegration<br />

von Produktionsprozessen in<br />

ein Unternehmen.<br />

Bundeskanzler Olaf Scholz hat im<br />

vorigen Jahr mehr Handlungsfähigkeit<br />

und ein souveränes Europa gefordert.<br />

Wie kann dieses Ziel umgesetzt<br />

werden?<br />

Mair: Hier kann man sich durchaus ein<br />

Beispiel an der Handlungsfähigkeit Europas<br />

in der Außenwirtschaftspolitik<br />

nehmen. Da dieses Politikfeld aufgrund<br />

des Binnenmarktes vergemeinschaftet<br />

ist, hat hier Europa die Möglichkeit,<br />

sich gegen äußeren Druck zu<br />

wehren, selbst Druck über Sanktionen<br />

auszuüben und beispielsweise über<br />

Freihandelsabkommen zu gestalten.<br />

Würden uns auch in der Außen- und<br />

Sicherheitspolitik Schritte in Richtung<br />

Vergemeinschaftung gelingen, wäre<br />

schon viel gewonnen: zum Beispiel<br />

durch die Einführung qualifizierter<br />

Mehrheitsentscheidungen, einer stärkeren<br />

Abstimmung bei Rüstungsprojekten<br />

und durch die Schaffung eines<br />

europäischen Sicherheitsrats.<br />

Unternehmen sind angesichts der aktuellen<br />

Zeitenwende gefragt zu handeln –<br />

unter anderem in Hinblick auf Abhängigkeiten<br />

zu Russland und China, in<br />

ganz anderer Form auch zu den USA.<br />

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen,<br />

sich hier zu lösen?<br />

Mair: Vor allem durch Diversifizierung<br />

und Regionalisierung von Märkten und<br />

Wertschöpfungsketten. Hier darf aber<br />

auch die Politik die Unternehmen nicht<br />

alleine lassen. Eine Zeitenwende ist<br />

auch in der Außenwirtschaftspolitik<br />

notwendig, indem vor allem Freihandelsabkommen<br />

schneller und entschlossener<br />

verhandelt und ratifiziert<br />

werden.<br />

Besonders gefährlich ist die Abhängigkeit<br />

von China. Hätte man sich hier<br />

schon früher lösen sollen und können?<br />

Mair: Ich kann alle Unternehmen verstehen,<br />

die in den letzten Jahrzehnten eine<br />

wirtschaftliche Beziehung zu China aufgebaut<br />

oder ausgebaut haben. Die Größe<br />

des Marktes und die Wachstumsdynamik<br />

sind dort so stark wie nirgendwo anders.<br />

In Hinblick auf die aktuelle Lage<br />

wäre ich jedoch auf absehbare Zeit mit<br />

Investitionen vorsichtig, würde die Abhängigkeit<br />

vom chinesischen Markt reduzieren<br />

und weitere Zulieferer aus anderen<br />

Ländern suchen.<br />

Erste Firmen richten sich Richtung Südeuropa<br />

aus. Bietet die Region genügend<br />

Perspektiven, um ein reduziertes Asiengeschäft<br />

zu kompensieren?<br />

Mair: Südeuropa ist hier nicht das zentrale<br />

Problem, da die meisten dieser<br />

Länder dem EU-Binnenmarkt angehören.<br />

Viel mehr Aufmerksamkeit erfordern<br />

Südosteuropa, der Nahe und<br />

Mittlere Osten sowie Nordafrika. Diese<br />

Länder haben durchaus hohes Wachstumspotenzial<br />

und könnten aufgrund<br />

ihrer geographischen Nähe attraktive<br />

Investitionsstandorte sein. Dass diese<br />

Potenziale bisher von den Unternehmen<br />

nur eingeschränkt genutzt wurden,<br />

liegt vor allem an der hohen politischen<br />

Instabilität dieser Regionen.<br />

Hier ist also erneut die Politik gefordert,<br />

einen Stabilisierungsbeitrag zu<br />

leisten. Interview: Teresa Zwirner<br />

Wir sind<br />

eine starke<br />

Region!<br />

…wir wollen sie<br />

gemeinsam erleben und<br />

weiterentwickeln.<br />

Die Bürgerinitiative pro<br />

Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

lebt diese Region, denn<br />

wir sind...<br />

• engagierte Bürger, die sich<br />

uneigennützig für die Belange<br />

der Region einsetzen,<br />

• ein gemeinnütziger Verein, der<br />

sich aus Mitgliedsbeiträgen und<br />

Spenden finanziert,<br />

wir wollen...<br />

• das Wir-Gefühl in der Region<br />

Heilbronn-Franken fördern,<br />

• deren Stärken herausstellen -<br />

auch im Wettbewerb zu<br />

anderen Regionen,<br />

• die Schwächen der Region<br />

offen benennen und gemeinsam<br />

auf Veränderun gen drängen,<br />

• engagierten Bürgern die<br />

Möglichkeit zur konstruk tiven<br />

Mitarbeit bieten,<br />

• Plattform sein für den Meinungsaustausch<br />

von Bürgern und<br />

Gremien der Region.<br />

Machen Sie mit!<br />

Stärken Sie die Region!<br />

Werden Sie Mitglied!<br />

Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e. V.<br />

Geschäftsstelle:<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach<br />

74650 Künzelsau<br />

42<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

Telefon: 07940/15-2329<br />

www.pro-region.de<br />

info@pro-region.de


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Strom selbst<br />

erzeugen<br />

Die Realität der Klimakrise ist spürbar: Die Energiepreise<br />

werden sich im laufenden Jahr auf einem<br />

ho hen Niveau einpendeln. Unternehmen<br />

sind daher immer stärker gefragt, Energie effizient zu<br />

nutzen. Einen wichtigen Baustein für den innerhalb<br />

der Energiewende geforderten Umstieg auf erneuerbare<br />

Energien stellt die Verwendung und Installation von<br />

Photovoltaik­Anlagen dar. Viele Weltmarktführer –<br />

auch aus der Region Heilbronn­Franken – setzen unter<br />

anderem auf Solarenergie.<br />

red.<br />

Foto: Adobe Stock/Zstock<br />

44<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Klimafreundlich verpackt<br />

Die Optima Packaging Group produziert seit 2022 an allen deutschen Standorten klimaneutral.<br />

Foto: Optima<br />

Nachhaltigkeit ist einer der bedeutendsten Trends im Verpackungsbereich.<br />

Für jeden zweiten Verbraucher hat das Thema eine hohe<br />

Relevanz. Die Optima Packaging Group setzt dabei auf eine zentrale<br />

Nachhaltigkeitsstrategie.<br />

Verbraucher achten beim Kauf<br />

von Produkten immer stärker<br />

auf den Nachhaltigkeitsaspekt.<br />

Dabei interessieren sich die Kunden<br />

nicht nur für die Ökobilanz des jeweiligen<br />

Artikels, sondern auch für die Verpackung.<br />

Aspekte wie Klimaneutralität<br />

und CO 2<br />

-Einsparung spielen bei Verpackungsherstellern<br />

eine wachsende<br />

Rolle.<br />

Für die Optima Packaging Group<br />

aus Schwäbisch Hall hat das Thema<br />

Nachhaltigkeit in den vergangenen<br />

Jahren daher stark an Bedeutung<br />

gewonnen. Gespräche mit großen<br />

Lebensmittel- und Papierhygienekonzernen<br />

sowie Partnerunternehmen<br />

bestätigen, dass eine ganzheitliche<br />

Betrachtung des Themas entlang<br />

der gesamten Wertschöpfungskette<br />

notwendig ist.<br />

EIGENE ABTEILUNG FÜR<br />

NACHHALTIGKEIT<br />

Die zentrale Nachhaltigkeitsstrategie<br />

der Optima Packaging Group besteht<br />

daher aus drei Säulen: Circular Packaging,<br />

Sustainable Technology und Corporate<br />

Sustainability. Das Ziel ist, die<br />

Welt für kommende Generationen<br />

durch nachhaltiges Produzieren, Abfüllen<br />

und Verpacken über die gesamte<br />

Wertschöpfungskette hinweg zu erhalten.<br />

Wichtig ist dabei eine „ehrliche<br />

Verpackung“. Denn: Nicht alles, was<br />

nachhaltig aussieht, ist tatsächlich<br />

auch nachhaltig.<br />

„Oft erscheinen Verpackungen<br />

auf den ersten Blick umweltfreundlich.<br />

Vergleicht man jedoch die Ökobilanz<br />

mit anderen Packmitteln, wird schnell<br />

klar, dass der Schein trügt“, erklärt Dominik<br />

Bröllochs, Team Leader Sustainable<br />

Solutions. „Nicht recycelbarer<br />

Abfall ist das Ergebnis unzureichend<br />

konzipierter Verpackungssysteme.“<br />

Die Nachhaltigkeit einer Verpackung<br />

hängt maßgeblich von deren<br />

Material ab. Als Faustregel für die<br />

In Kooperation mit<br />

Deutsche Wirtschaftsgeschichte<br />

made in Schwäbisch Hall-Hohenlohe<br />

Aufgezeichnet von Wirtschaftsminister a.D.<br />

Walter Döring<br />

Würth, Sturm,<br />

Berner<br />

Die drei aus einer<br />

Klasse<br />

ISBN 978-3-948696-44-3<br />

Weltmarktführer<br />

Innovationen made in<br />

Schwäbisch Hall-Hohenlohe<br />

ISBN 978-3-98<strong>2023</strong>1-5-1<br />

Zukunftsland<br />

Deutschland<br />

hg. vom Senate of<br />

Economy Europe<br />

ISBN 978-3-948696-26-9<br />

Als regionaler Personaldienstleister bieten wir unseren<br />

Kunden Unterstützung mit ausgewähltem Personal im<br />

kaufmännischen und gewerblichen Bereich.<br />

Typische Qualifikationen sind M/W/D:<br />

• Produktionsmitarbeiter<br />

• Lagerfachkraft<br />

• Gabelstaplerfahrer<br />

• Industriemechaniker<br />

Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. Nur motivierte und zufriedene<br />

Mitarbeiter können bei unseren Kunden zuverlässig und engagiert Arbeiten.<br />

Hierzu bieten wir unseren Mitarbeitern Firmenfahrzeuge, mit denen sie in Fahrgemeinschaften<br />

sicher zu Ihrem Einsatzort kommen.<br />

Mit einer flachen Hierarchie sind wir sehr flexibel und bieten kurze Wege der Kommunikation.<br />

Somit sind wir für unsere Kunden und Bewerber direkt und schnell zu<br />

erreichen.<br />

Kontaktieren sie uns:<br />

• Elektroniker<br />

• Industriekaufmann<br />

• Bürokauffrau<br />

Tel. 0791 85655811 | 74523 Schwäbisch Hall | Gelbinger Gasse 77<br />

eMail: P.Riesner@Premium-UPT.de oder Bewerbung@premium-Upt.de<br />

Überall, wo es Bücher gibt!<br />

Unternehmensberatung · Personaldienstleistung · Tradingmanagement<br />

Dienstleister<br />

aus<br />

Überzeugung


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Verleihung des Labels „CO 2<br />

-neutrales Unternehmen“ (v.l.): Stefan König, Managing<br />

Director, Julia Kovar-Mühlhausen, Leiterin Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg,<br />

Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und<br />

Tourismus in Baden- Württemberg, Hans Bühler, Chief Executive Officer, und<br />

Dominik Bröllochs, Team Leader Sustainable Solutions<br />

Fotos: Optima<br />

Ökobilanz gilt dabei: Je einfacher der<br />

Verpackungsaufbau ist, desto klarer<br />

lässt sich die Ökobilanz bestimmen.<br />

Um im Bereich Nachhaltigkeit langfristig<br />

voranzuschreiten, hat die Optima<br />

Packaging Group eine eigene Nachhaltigkeitsabteilung<br />

aufgebaut.<br />

ZENTRALE<br />

NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE<br />

Doch nicht nur die Verpackung an sich<br />

muss umweltfreundlicher werden,<br />

auch die Unternehmen können mit einer<br />

zentralen Umwelt- und Klimastrategie<br />

zur Nachhaltigkeit beitragen. Optima<br />

produziert seit 2022 an allen<br />

deutschen Standorten netto-klimaneutral.<br />

Dafür wurde dem Unternehmen<br />

das Label „CO 2<br />

-neutrales Unternehmen“<br />

der Klimaschutzstiftung<br />

Baden-Württemberg verliehen.<br />

Durch die konsequente Nutzung<br />

von erneuerbaren Energien konnte<br />

das Unternehmen die Treibhausgas­<br />

Durch Verpackungen mit Monomaterialien,<br />

die sich gut recyclen lassen, will<br />

Optima die Kreislaufwirtschaft fördern.<br />

emissionen bereits um 40 Prozent senken<br />

und plant mit einem umfangreichen<br />

Maßnahmenpaket seinen<br />

Klimafußabdruck bis zum Jahr 2030<br />

um weitere 25 Prozent zu reduzieren.<br />

VERANTWORTUNG<br />

ÜBERNEHMEN<br />

„Bei Optima verfolgen wir das Ziel, mit<br />

unserer Umwelt- und Klimastrategie<br />

kurzfristig für den Klimaschutz weitere<br />

Beiträge zu liefern und mittelfristig<br />

ganzheitlich exzellent in den Bereichen<br />

Umwelt, Soziales und Unternehmensführung<br />

zu sein“, erklärt Stefan<br />

König, Geschäftsführer der Optima<br />

Gruppe. „Wenn alle Unternehmen<br />

entlang der Wertschöpfungskette ihren<br />

Teil zu einem fokussierten und<br />

zielgerichteten Nachhaltigkeitsmanagement<br />

beitragen, können wir als<br />

Branche die Zukunft gestalten.“ Denn<br />

vor allem innerhalb der Verpackungswirtschaft<br />

wird Nachhaltigkeit als einer<br />

der Treiber und Einflussfaktor für<br />

die Entwicklung der nächsten zehn<br />

Jahre gesehen. Jan Deininger<br />

Zur Person<br />

Jan Deininger ist<br />

Group Communications<br />

Manager bei der Optima<br />

packaging group GmbH.<br />

Gesichter hinter<br />

dem SMILE<br />

Konferenztechnik<br />

und -möbel für das<br />

Büroräume „neue Normal“ neu denken!<br />

im Büro!<br />

Made by GEMÜ<br />

Innovative Wirtschaft und erfolgreiche Unternehmen prägen<br />

unsere Region. Als lokal ansässiges und weltweit tätiges<br />

Unternehmen sind wir stolz darauf, zum Erfolg der Region<br />

beizutragen.<br />

48<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

Wasserstoff-Energie:<br />

Auf dem Weg<br />

in eine grüne Zukunft<br />

sind noch<br />

viele Probleme zu<br />

lösen.<br />

Fotos: Adobe Stock/angkhan, Drees & Sommer SE<br />

Wasserstoffspeicher ermöglichen eine<br />

mittel- bis langfristige Energiespeicherung<br />

– ein klarer Vorteil gegenüber<br />

kurzfristig wirksamen Batteriespeichern,<br />

wenngleich diese einen höheren<br />

Wirkungsgrad erzielen. In Verbindung<br />

mit Kohlendioxid kann<br />

Wasserstoff zu synthetischem Erdgas<br />

oder synthetischen Flüssig-Kraftstoffen<br />

(E-Fuels) verarbeitet werden. Umgewandelt<br />

in Methanol oder Ammoniak<br />

lässt er sich außerdem über weite<br />

Strecken transportieren.<br />

GLOBALE PERSPEKTIVE<br />

GEFRAGT<br />

Lösungen für den Wasserstoff-Transport<br />

sind deshalb relevant, weil der<br />

Aufbau einer wirtschaftlichen Produktion<br />

in großem Stil nur in sonnen- und<br />

windreichen Weltregionen möglich ist.<br />

Deutschland wird seinen Bedarf von<br />

90 bis 110 TWh bis 2030 nicht aus eigener<br />

Produktion decken können.<br />

Für eine wettbewerbsfähige Erzeugung<br />

von grünem Wasserstoff bedarf<br />

es Anlagen in Gigawatt-Dimensionen,<br />

um Skalierungseffekte bei den Anlagenkomponenten<br />

zu ermöglichen und<br />

somit die Fixkosten bei der Herstellung<br />

zu reduzieren. Solche Elektrolyse-Anlagen<br />

benötigen außerdem große<br />

Mengen an regenerativem Strom.<br />

Für die Wasserstoffwirtschaft in<br />

Europa sind deshalb unter anderem<br />

Südeuropa, Nordafrika oder die arabische<br />

Halbinsel interessant, wo Solarstrom<br />

günstig produziert werden kann.<br />

Zugleich steht hier Meerwasser für die<br />

Elektrolyse zur Verfügung. Die internationale<br />

Zusammenarbeit ist beim Thema<br />

Wasserstoff unabdingbar.<br />

Besonders relevant ist grüner<br />

Wasserstoff für die Industrie, zum<br />

Beispiel für Raffinerien, die chemische<br />

Industrie oder als E-Fuels im Transportsektor.<br />

Im Gebäudesektor kann<br />

er in großen Fernwärmesystemen,<br />

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und<br />

Brennstoffzellen eingesetzt werden.<br />

Auch wird er mancherorts bereits bis<br />

zu zehn Prozent dem Gasnetz beigefügt.<br />

Faktisch könnten moderne Öl-<br />

Brennwertheizungen ohne große Anpassungen<br />

mit E-Fuels anstatt mit<br />

Heizöl betrieben werden. In naher Zukunft<br />

wird es hierzulande jedoch noch<br />

zu wenig – und zu wenig günstigen –<br />

grünen Wasserstoff geben, als dass<br />

dieser rein für Heizzwecke verwendet<br />

werden kann. So ist nach wie vor Erdgas<br />

der am weitesten verbreitete<br />

Wärmerzeuger im Gebäudebestand.<br />

ATTRAKTIVE ALTERNATIVE<br />

GEOTHERMIE<br />

Im Neubau setzen Bauherren häufig<br />

auf Wärmepumpen, idealerweise gekoppelt<br />

mit einer Photovoltaik-Anlage.<br />

Erd-Wärmepumpen machen aus einem<br />

Anteil Strom drei Anteile Wärme.<br />

Neben der oberflächennahen Erdwärme<br />

ist das Potenzial der Tiefengeothermie<br />

jedoch noch weitestgehend<br />

Energie für<br />

die Zukunft<br />

Zur Person<br />

Dierk Mutschler ist<br />

Vorstand der Drees &<br />

Sommer SE mit Sitz in Stuttgart.<br />

50<br />

Grüner Wasserstoff gilt als einer der Hoffnungsträger der Energiewende.<br />

Insbesondere für die Industrie birgt er enormes Potenzial für<br />

die Dekarbonisierung. Bis zur Marktfähigkeit sind aber noch Hürden<br />

zu überwinden, meint Dierk Mutschler in seinem Gastbeitrag.<br />

Ein Schlüsselkonzept der Energiewende<br />

ist die Sektorkopplung. Darunter<br />

wird im Wesentlichen die<br />

Vernetzung der drei Sektoren Elektrizität,<br />

Wärmeversorgung und Mobilität<br />

verstanden. Beispielsweise kann Strom<br />

aus erneuerbaren Energien dazu verwendet<br />

werden, in anderen Sektoren<br />

den Einsatz von fossilen Energien und<br />

den damit verbundenen CO2-Ausstoß<br />

zu reduzieren. Dort, wo der Umstieg<br />

auf Strom schwierig ist, kann grüner<br />

Wasserstoff eine Alternative sein, beispielsweise<br />

in der Stahlproduktion.<br />

Die Sektorkopplung ist somit ein vielversprechender<br />

Ansatz für die Dekarbonisierung<br />

und Energiewende im<br />

Land.<br />

HOFFNUNGSTRÄGER<br />

WASSERSTOFF<br />

Wasserstoff spielt bei der Sektorkopplung<br />

eine entscheidende Rolle. Beispielsweise<br />

kann überschüssiger<br />

Strom aus Wind- und Sonnenenergie<br />

für die Elektrolyse genutzt werden.<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

Mit Sicherheit exzellent<br />

Weltweit führend<br />

im Explosionsschutz<br />

Überall dort, wo mit gefährlichen Stoffen<br />

gearbeitet wird, sind besonderes Knowhow<br />

und Fingerspitzengefühl gefragt. Wir<br />

wissen, dass keine Gefahrenzone wie die<br />

andere ist. Das macht uns zu zuverlässigen<br />

Berater:innen und Entwickler:innen<br />

ausgezeichneter Produkte und Dienstleistungen<br />

sowie komplexer Technologien.<br />

Gegründet in Bad Mergentheim sind wir<br />

mit weltweit rund 1.300 Mitarbeiter:innen<br />

führend im Bereich Explosionsschutz und<br />

Sicherheitstechnik und setzen damit global<br />

Maßstäbe. Mit Ausbildung & Studium oder<br />

Direkteinstieg bieten wir in unserer Region<br />

und weltweit spannende und qualifizierte<br />

Arbeitsplätze. Alle Infos finden Sie in<br />

unserer Stellenbörse.<br />

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WIRTSCHAFT | Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

Gipfeltreffen der Weltmarktführer | WIRTSCHAFT<br />

unangetastet. Um zu einer dekarbonisierten<br />

Wärmeversorgung zu kommen,<br />

könnte Geothermie deutlich stärker<br />

genutzt werden. Es gibt bereits viele<br />

positive Praxisbeispiele, insbesondere<br />

im süddeutschen Raum, die als Referenz<br />

dienen können.<br />

ANFALLENDE ABWÄRME<br />

NUTZEN<br />

Während Elektrolyseure im Vergleich<br />

zur Wärmepumpe aus einem Anteil<br />

Strom lediglich ein Drittel Wärme generieren,<br />

können sie als Wärmequelle<br />

dennoch interessant sein, indem die<br />

anfallende Abwärme für die Wärmeversorgung<br />

eines Quartiers eingesetzt<br />

wird. Das erhöht zugleich die Wirtschaftlichkeit<br />

des gesamten Prozesses.<br />

Trotz der unbestrittenen Vorteile<br />

des Energieträgers Wasserstoff für das<br />

Klima ist sein Weg zu einer breiten Anwendung<br />

noch lang. Allerdings beschleunigen<br />

die aktuellen geopolitischen<br />

Verwerfungen die Energiewende<br />

weiter. So ist grüner Wasserstoff aufgrund<br />

der gestiegenen Erdgaspreise<br />

erstmalig wirtschaftlich attraktiv im<br />

Vergleich zu grauem Wasserstoff: Laut<br />

einer Analyse von Bloomberg New<br />

Energy Finance war grüner Wasserstoff<br />

im Frühjahr 2022 in Teilen Europas,<br />

dem Mittleren Osten und Afrika<br />

mit 4,84 bis 6,68 US-Dollar pro Kilogramm<br />

günstiger als grauer Wasserstoff<br />

(6,71 USD/kg).<br />

TRANSPORT BLEIBT EINE<br />

HERAUSFORDERUNG<br />

Mit Strom aus geplanten Ein-Gigawatt-<br />

Solaranlagen in diesen Regionen könnte<br />

dort zukünftig grüner Wasserstoff für<br />

unter zwei Euro pro Kilogramm erzeugt<br />

werden. Die größte Herausforderung<br />

wird sein, die Infrastruktur für<br />

den Transport zu erschließen – international<br />

wie innerhalb Deutschlands.<br />

<br />

Dierk Mutschler<br />

Foto: Drees&Sommer/Getty Images/iStockphoto<br />

Grüner Wasserstoff durch Elektrolyse: Wasser wird mithilfe erneuerbaren Stroms in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt.<br />

Sei einen<br />

Schnitt voraus!<br />

Aichele zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Rotationsschneidesystemen vor allem für die<br />

Hygieneindustrie, Medizin- und Verpackungstechnik.<br />

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Praktikum<br />

52<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

Gap Year


NEUES AUS DER REGION<br />

NEUES AUS DER REGION<br />

Startup aus Schwäbisch Hall entwickelt E-Cargo-Bikes<br />

Zeitarbeit im Wandel<br />

Herausforderungen am Arbeitsmarkt<br />

Steigende Feinstaubbelastung,<br />

mit Fahrzeugen überfüllte Innenstädte<br />

und Klimawandel<br />

machen das Leben in der Stadt<br />

zunehmend ungesünder und<br />

hektischer. Zugeparkte Straßen,<br />

Umweltzonen und als Folge verspätete<br />

Lieferungen sorgen zudem<br />

für steigenden Unmut bei<br />

den Anwohnern.<br />

Um diesem Trend entgegenzuwirken,<br />

haben sich Ingenieur<br />

Srinath Menon und seine Frau<br />

Nicole Menon, die Gründer von<br />

Metrucks in Schwäbisch Hall,<br />

ein neues Konzept unter anderem<br />

für Lieferdienste und Lastenzusteller<br />

ausgedacht. Ihre E-<br />

Cargo-Bikes der „DOER“-Serie<br />

– aus dem Englischen frei ins<br />

„Hohenlohische“ übersetzt als<br />

„Schaffer“ – sind kleine, vierrädrige<br />

Lastenräder auf Pedelec-Basis<br />

mit Nabenmotor, modularen<br />

Aufbauten, geringem Wartungsaufwand<br />

sowie einer emissionsfreien<br />

Höchstgeschwindigkeit<br />

von 25 km/h. Sie sollen die Umwelt<br />

entlasten und unter anderem<br />

Warenzustellungen auf der<br />

letzten Meile in Städten oder<br />

auch auf Produktionsgeländen<br />

vereinfachen.<br />

Das Startup Metrucks hat mit<br />

seiner Idee im vergangenen Jahr<br />

sowohl den Wettbewerb Hohenlohe4Talents<br />

als auch den Startup-Contest<br />

der Länder 2022 gewonnen.<br />

Bei einem Event im<br />

Digital Hub Heilbronn-Franken<br />

in Künzelsau konnten sich Mitte<br />

Dezember Vertreter regionaler<br />

Unternehmen bei Probefahrten<br />

einen Eindruck von den Vorzügen<br />

der E-Cargo-Bikes verschaffen.<br />

Dabei konnten laut Hersteller<br />

Pilotkunden gewonnen<br />

werden: die EBM-Papst Mulfingen<br />

GmbH sowie die Stadt Künzelsau.<br />

Die Hfcon GmbH, die<br />

den Digital Hub sowie das Projekt<br />

Hohenlohe4Talents betreut,<br />

unterstützt das Startup Metrucks<br />

in der Anfangsphase.<br />

@ www.hfcon.de<br />

Guido Rebstock, Vorsitzender des Beirats der Hfcon GmbH,<br />

bei einer Probefahrt mit einem E-Cargo-Bike des Startups<br />

Metrucks aus Schwäbisch Hall.<br />

Foto: Hfcon GmbH<br />

Die Aufgaben in der Zeitarbeit<br />

haben sich in den vergangenen<br />

Jahren stark verändert. Mit der<br />

Einführung der Höchstüberlassungsdauer<br />

(HÜ) in der Zeitarbeit<br />

ist mehr Bewegung in den<br />

Arbeitsmarkt gekommen. Nach<br />

dem Erreichen der HÜ finden<br />

häufig Übernahmen der Entleihfirmen<br />

mit befristeten Verträgen<br />

statt, wie die Premium UPT<br />

GmbH, ein Personaldienstleister<br />

aus Schwäbisch Hall, berichtet.<br />

Es zeige sich jedoch, dass die<br />

Mitarbeiter nach ein bis zwei<br />

Jahren wieder in der Arbeitnehmerüberlassung<br />

einsteigen.<br />

Häufig wiederhole sich dann der<br />

Kreislauf. Auf der anderen Seite<br />

seien viele Kunden nach Erreichen<br />

der HÜ und der dreimonatigen<br />

Pause wieder an einer<br />

erneuten Beschäftigung des Zeitarbeitnehmers<br />

interessiert. Viele<br />

greifen auf ein Master/Vendor-<br />

System zurück, aber auch andere<br />

Optionen seien gefragt. Kunden<br />

bedienen sich dieser Möglichkeiten,<br />

um Flexibilität bei den Personalbedarfen<br />

zu erreichen.<br />

Die Premium UPT GmbH hat<br />

sich auf diese Veränderungen<br />

eingestellt und nach eigenen<br />

Angaben darauf ausgerichtet, ihren<br />

Mitarbeitern noch mehr Anerkennung<br />

und Respekt entgegenzubringen.<br />

Damit erreiche<br />

das Personaldienstleistungsunternehmen<br />

eine hohe Mitarbeiterbindung,<br />

die es zu einer zuverlässigen<br />

Anlaufstelle bei einer<br />

erneuten Arbeitssuche mache.<br />

@ www.premium-upt.de<br />

Geben die Bewerber auch weiterhin<br />

den Takt vor und diktieren<br />

die Parameter wie Arbeitszeit<br />

und Gehaltserwartung? Ist Work-<br />

Life-Balance das neue Zauberwort?<br />

Müssen die Arbeitgeber<br />

künftig noch kreativer werden<br />

und sich neben der Vier-Tage-<br />

Woche weitere Benefits einfallen<br />

lassen? Oder dürfen die Arbeitgeber<br />

von künftigen Mitarbeitenden<br />

auch weiterhin Fähigkeiten<br />

und Kompetenzen erwarten?<br />

Diese und weitere Fragen<br />

zum Arbeitsmarkt werden regelmäßig<br />

in der Reihe Beckhäuser<br />

Personalforum diskutiert. Mit<br />

dieser Veranstaltung informiert<br />

die Würzburger Personalvermittlung<br />

Beckhäuser Personal & Lösungen<br />

seit 2003 zu aktuellen<br />

Trends im Bereich Human Resources.<br />

Nach eigenen Angaben<br />

hat das Unternehmen damit bereits<br />

mehr als 3500 Personalentscheider<br />

erreicht.<br />

Fachkräftemangel ist, neben<br />

Pandemie und Krisensituation,<br />

bei vielen Unternehmen wieder<br />

ein großes Thema geworden.<br />

Personalentscheider berichten<br />

laut Beckhäuser von enormen<br />

Schwierigkeiten, selbst einfache<br />

Vakanzen erfolgreich zeitnah zu<br />

besetzen. Um diesen Herausforderungen<br />

zu begegnen, findet<br />

am 22. März <strong>2023</strong> das nächste<br />

Event statt. Gastgeber ist die Faaren<br />

GmbH am neuen Standort<br />

Skyline Hill in Würzburg. Die<br />

kostenfreie Teilnahme ist hybrid<br />

möglich, vor Ort oder virtuell.<br />

@ www.beckhaeuser.com<br />

Neue Konzepte für Büroräume<br />

Attraktives Arbeitsumfeld schaffen<br />

Schubert erweitert seine Führungsmannschaft<br />

Mehr als je zuvor stellt sich derzeit<br />

die Frage, wie Büroräume<br />

neu gedacht werden können,<br />

damit sie attraktiv bleiben und<br />

die Arbeit im Team unterstützten.<br />

Dafür gilt es, die Menschen,<br />

ihre Bedürfnisse und Aufgabenstellungen<br />

in den Mittelpunkt zu<br />

stellen.<br />

Die Erfahrungen mit Homeoffice<br />

in den letzten Jahren haben<br />

gezeigt, dass der Job von zu<br />

Hause für konzentriertes Arbeiten<br />

und Tätigkeiten mit wenig<br />

direktem Abstimmungsbedarf<br />

durchaus geeignet ist. Allerdings<br />

bleibt dabei der spontane Austausch<br />

zum Beispiel in der gemeinsamen<br />

Kaffeepause auf der<br />

Strecke.<br />

Unternehmen, die ihre Büroeinrichtung<br />

für Agiles Arbeiten<br />

und Smart Working umgestalten<br />

möchten, müssen nicht bei Null<br />

anfangen. Ottenbacher Büro +<br />

Technik hat ein Konzept ausgearbeitet,<br />

das Unternehmen ermöglicht,<br />

Bewährtes zielgerichtet<br />

einzusetzen und neue Zonen<br />

und Module für Austausch und<br />

Kreativität zu gestalten, die perfekt<br />

auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter<br />

und die Unternehmenskultur<br />

abgestimmt sind.<br />

@ www.ottenbacher.de<br />

Moderne Büroausstattungen<br />

fördern Kreativität.<br />

Foto: Ottenbacher<br />

Die Mitarbeitenden bilden mit<br />

ihrem Wissen, ihrer Loyalität<br />

und ihrem hohen Einsatz die<br />

wichtigste Säule des Erfolgs.<br />

Dessen ist sich die Bauunternehmung<br />

Leonhard Weiss bewusst.<br />

Das Familienunternehmen<br />

aus Satteldorf arbeitet<br />

deshalb mit ganzheitlichem<br />

Blick daran, ein attraktives Arbeitsumfeld<br />

für jeden Einzelnen<br />

zu schaffen und dieses ständig<br />

weiter zu optimieren. Dazu zählen<br />

beispielsweise übertarifliche<br />

finanzielle Leistungen, eine Ergebnisbeteiligung,<br />

die Förderung<br />

der Work-Life-Balance und<br />

eine betriebliche Altersvorsorge.<br />

Um den Spaß und die Freude<br />

am Bauen unternehmensintern<br />

langfristig zu sichern und den<br />

Mitarbeitenden Entwicklungschancen<br />

zu ermöglichen, legt<br />

Leonhard Weiss viel Wert auf<br />

die Schaffung von Weiterbildungs-<br />

und Qualifizierungsmöglichkeiten.<br />

Alle Maßnahmen der Personalentwicklung<br />

zielen darauf ab,<br />

das fachliche Know-how der Beschäftigten<br />

zu erhöhen und ihre<br />

Persönlichkeit weiterzuentwickeln.<br />

Umgesetzt werden diese<br />

Möglichkeiten durch die eigene<br />

LW-Akademie, die ein umfassendes<br />

Seminar- und Weiterbildungsprogramm<br />

anbietet.<br />

Der Erfolg dieser Maßnahmen<br />

spiegelt sich auch in den<br />

Auszeichnungen von Leonhard<br />

Weiss wider: Seit 2014 ist das Familienunternehmen<br />

laut FOCUS<br />

einer der Top-Arbeitgeber der<br />

Bauindustrie in Deutschland<br />

und zählt zu den besten Ausbildungsbetrieben<br />

der Branche.<br />

@ www.leonhard-weiss.de<br />

Foto: Gerhard Schubert GmbH<br />

Materialknappheit, Lieferkettenprobleme<br />

und Fachkräftemangel<br />

– um den aktuellen vielfältigen<br />

Herausforderungen in den<br />

Bereichen Einkauf und Personal<br />

zu begegnen, baut die Gerhard<br />

Schubert GmbH aus Crailsheim<br />

ihr Management weiter aus: Seit<br />

Anfang <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong> haben Jenny<br />

Wacker, Leiterin des Bereichs<br />

Personal, und Oliver Palmert,<br />

Bereichsleiter Supply Chain Management,<br />

Prokura und wurden<br />

in die erweiterte Führungsmannschaft<br />

aufgenommen.<br />

Der Verpackungsmaschinenhersteller<br />

Schubert ist weit<br />

über die europäischen Grenzen<br />

hinweg bekannt für Innovationsbewusstsein<br />

und technische<br />

Raffinesse. Neben diesen<br />

Erfolgskriterien eines Hidden<br />

Champions haben sich in den<br />

letzten Jahren zwei weitere Aspekte<br />

als immer wichtiger herauskristallisiert:<br />

Die Bereiche<br />

Einkauf und Personal.<br />

Nahezu täglich sind Themen<br />

wie Materialknappheit und -verfügbarkeit,<br />

steigende Rohstoffpreise<br />

und ähnliche Meldungen<br />

in den Nachrichten präsent. Mit<br />

einem Blick auf die Zahlen bei<br />

der Gerhard Schubert GmbH<br />

zeige sich nach Angaben des Unternehmens<br />

recht schnell, wie<br />

hoch der Einfluss eines erfolgreichen<br />

Einkaufsmanagements im<br />

Unternehmen ist.<br />

So lag im Jahr 2022 die durchschnittliche<br />

Lieferzeit für die Beschaffung<br />

von Maschinenteilen<br />

trotz schwieriger Beschaffungsmarktlage<br />

bei 20 Arbeitstagen.<br />

Langjährige Partnerschaften mit<br />

lokalen Schlüssellieferanten,<br />

hochflexible Teilefertigung und<br />

hohe Redundanz bei Fertigungsverfahren<br />

sind laut Schubert wesentliche<br />

Erfolgsfaktoren für die<br />

Versorgung der Maschinen- und<br />

Servicemontagen.<br />

Auch das Thema Fachkräftemangel<br />

begleitet das Unternehmen<br />

tagtäglich. 2022 sind rund<br />

150 zusätzliche Stellen entstanden,<br />

weiteres Wachstum ist geplant.<br />

Logische Konsequenz: Ein<br />

erweitertes Managementteam.<br />

Seit Jahresbeginn verstärken<br />

daher Oliver Palmert und Jenny<br />

Wacker als erste Frau das erweiterte<br />

Führungsteam. Der<br />

Verpackungsmaschinenspezialist<br />

Schubert sieht damit die<br />

Weichen für eine weiterhin erfolgreiche<br />

Zukunft des Unternehmens<br />

erfolgreich gestellt.<br />

@ www.schubert.group<br />

Oliver Palmert, Bereichsleiter Supply Chain Management,<br />

und Jenny Wacker, Leiterin Personal, haben seit <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

Prokura bei der Gerhard Schubert GmbH.<br />

54 <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

55


Anzeige<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.<br />

Anzeige<br />

Nicht gleich wegschmeißen<br />

Die Bürgerinitiative pro Region möchte die Region nachhaltiger machen.<br />

Auch das Jahr <strong>2023</strong> wird herausfordernd<br />

– so viel steht schon direkt<br />

nach dem Jahreswechsel fest. Die Megathemen<br />

Transformation, Digitalisierung,<br />

Fachkräfte, Energie und Klima,<br />

aber auch der Krieg in der Ukraine bleiben<br />

uns erhalten und führen zu einem<br />

Umdenken bei vielen gewohnten<br />

Denkmustern. Im Rahmen der Demografischen<br />

Allianz Heilbronn-Franken<br />

pflegte Moderator Dr. Winfried Kösters<br />

zu sagen, dass die Zukunft nicht die<br />

Verlängerung der Vergangenheit sei.<br />

Apropos Dr. Winfried Kösters: Wir<br />

konnten diesen hervorragenden Moderator,<br />

der zudem den Blick von außen<br />

auf die Region hat, für das Projekt<br />

„Nachhaltige Region Heilbronn-Franken“<br />

gewinnen. Ziel dieser Aktion ist<br />

es, ein regionales Netzwerk für eine<br />

nachhaltige Modellregion Heilbronn-<br />

Franken zu schaffen. Friedlinde Gurr-<br />

Hirsch sieht in der Entscheidung, einen<br />

Moderator einzubinden, einen wichtigen<br />

Baustein, um das Projekt in Gang<br />

zu bekommen. Aber es braucht die Mitbürgerinnen<br />

und Mitbürger sowie Mitstreiter<br />

aus allen Bereichen, insbesondere<br />

aus den Kommunen heraus mit<br />

ihren Klimabeauftragten, aber auch aus<br />

allen Institutionen, die sich mit dem<br />

Thema beschäftigen. Mindestens genauso<br />

wichtig ist es, finanzielle Unterstützung<br />

für dieses ambitionierte Projekt<br />

zu gewinnen. Gurr-Hirsch sieht<br />

hier besonders die Unternehmen in der<br />

Region in der Pflicht.<br />

Eine nachhaltige Modellregion<br />

Heilbronn-Franken wäre neben dem<br />

guten Zweck auch ein starkes Marketingsignal.<br />

Nun ist Nachhaltigkeit ein<br />

weites Feld. Deshalb möchte sich pro<br />

Region zunächst auf die Themen Nahrungsmittelverschwendung<br />

und Konsum<br />

einlassen. Gerade hier können Firmen,<br />

Kommunen und Institutionen,<br />

aber auch jeder Einzelne, direkt und<br />

messbar Einfluss nehmen. Nur bespielhaft<br />

erwähnt sei die Außerhausverpflegung<br />

in Kantinen, Bildungseinrichtungen<br />

und Großküchen. Mit dem<br />

weitreichenden Einsatz von regionalen<br />

und saisonalen Produkten wäre hier<br />

schon viel erreicht. Jeder Einzelne kann<br />

dazu beitragen, indem man etwa Lebensmittel<br />

nicht gleich wegwirft, zielgerichtet<br />

regional und saisonal einkauft<br />

und die vielfältigen Angebote<br />

des Lebensmitteleinzelhandels zur<br />

Rettung von Lebensmitteln annimmt.<br />

Auch beim privaten Konsum in allen<br />

Bereichen lässt sich ohne viel Aufwand<br />

viel erreichen. Schließlich kann die Digitalisierung<br />

weiterhelfen. So ist etwa<br />

die App „Too Good To Go“ ein hervorragendes<br />

Instrument, Lebensmittel in der<br />

Gastronomie und im Handel vor dem<br />

Wegwerfen zu bewahren. Ein schöner<br />

Nebeneffekt sei, dass sich dies für beide<br />

Seiten auch finanziell lohne, betont<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch. Eine klassische<br />

„Win-Win-Situation“ also. Friedlinde<br />

Gurr-Hirsch möchte die Bürgerinnen<br />

und Bürger, die Unternehmen, die Kommunen,<br />

Organisationen und Institutionen<br />

der Region Heilbronn-Franken aufrufen,<br />

sich zu beteiligen. „Lassen Sie<br />

uns gemeinsam ein Netzwerk bilden<br />

für eine nachhaltige Region“, so Gurr-<br />

Hirsch.<br />

Eine Aktion der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

www.pro-region.de<br />

TOP-Unternehmen<br />

der Region<br />

www.kurz-entsorgung.de<br />

www.asb-heilbronn.de<br />

Ja, zur Region<br />

Heilbronn-Franken<br />

Werden Sie jetzt Mitglied in der „Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken<br />

e. V.“.<br />

Fördern Sie das „Wir-Gefühl“ in der Region<br />

Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für<br />

ihre Belange ein. Nutzen Sie unseren Verein<br />

als Plattform für den Meinungsaustausch von<br />

Bürgern und Gremien.<br />

Als Dankeschön lesen Sie das PROMagazin<br />

ein halbes Jahr kostenlos.<br />

Beitrittserklärung<br />

Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.<br />

Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich<br />

absetzbar.<br />

Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15-4669 | info@pro-region.de | www.pro-region.de<br />

Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag<br />

in Höhe von<br />

10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)<br />

von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.<br />

www.regiomail.de<br />

Ihre Staatssekretärin a.D.<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch<br />

Firma/Name, Vorname<br />

PLZ, Ort<br />

Straße<br />

Geburtsdatum<br />

E-Mail (für Vereinspost)<br />

Bankinstitut<br />

Konto-Nr.<br />

Ort/Datum<br />

Bankleitzahl<br />

Unterschrift<br />

WIR sind Heilbronn-Franken<br />

Ihre Ansprechpartnerin: Darja Schiz-Salov | Sales Managerin | Tel. 0791 95061-8331 | darja.schiz-salov@pro-vs.de 57


Ratgeber KARRIERE | Bewerbung erwünscht<br />

Bewerbung erwünscht | Ratgeber KARRIERE<br />

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen<br />

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Finanz- und Lohnbuchhalter (m/w/d)<br />

Finanz- und Lohnbuchhalter (m/w/d)<br />

In Heilbronn-Franken stellen Unternehmen aus ganz verschiedenen Branchen Fachkräfte ein.<br />

Starke Industrieregion<br />

Foto: Adobe Stock/Racle Fotodesign<br />

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Die IHK Heilbronn-Franken hat ihren statistischen Jahresüberblick<br />

2022 vorgestellt. Er zeigt: Die wirtschaftliche Entwicklung in der<br />

Region ist stabil – trotz zahlreicher Krisen und Herausforderungen.<br />

In vielen Bereichen ist Heilbronn-Franken deutlich besser aufgestellt<br />

als der Landesdurchschnitt.<br />

Der jüngste statistische Jahresüberblick<br />

der Industrie- und<br />

Handelskammer (IHK) zeigt vor<br />

allem eins: Heilbronn-Franken ist nach<br />

wie vor eine überdurchschnittlich starke<br />

Industrieregion. Während im landesweiten<br />

Durchschnitt 28 Prozent der<br />

Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe<br />

beschäftigt waren, konnten in<br />

Heilbronn-Franken 35 Prozent der Arbeitsplätze<br />

der Industrie zugeordnet<br />

werden. Der statistische Jahresrückblick<br />

der IHK untersucht jedes Jahr die<br />

wichtigsten Wirtschaftsdaten der Region<br />

– unter anderem Zahlen zu Bevölkerung,<br />

Bruttoinlandsprodukt und sozialversicherungspflichtig<br />

Beschäftigten<br />

nach Wirtschaftszweigen.<br />

Der aktuelle Bericht beschäftigt<br />

sich mit dem Beobachtungszeitraum<br />

bis Ende 2021 – und macht klar: Die<br />

wirtschaftliche Entwicklung der Region<br />

ist trotz Krisen stabil. Der Industrieumsatz<br />

in der Region stieg trotz Lieferengpässen<br />

sowie steigenden Energieund<br />

Rohstoffpreisen um 6,2 Prozent.<br />

Darüber hinaus sind in Heilbronn-<br />

Franken rund 43 Prozent der Bruttowertschöpfung<br />

dem produzierenden<br />

Gewerbe zuzuordnen – im Landesdurchschnitt<br />

sind es nur 38 Prozent.<br />

Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig<br />

Beschäftigten hat sich in der<br />

Region positiv entwickelt: Ihre Anzahl<br />

stieg von 1990 bis 2021 um fast 142.000<br />

Menschen an, das entspricht 51 Prozent.<br />

Landesweit stieg der Anteil um 26<br />

Prozent.<br />

„Die in weiten Teilen guten Wirtschaftszahlen<br />

und die vergleichsweise<br />

geringe Arbeitslosenquote wirken sich<br />

zudem positiv auf die demografische<br />

Entwicklung von Heilbronn-Franken<br />

aus“, erklärt Dorothee Kienzle, Referentin<br />

Volkswirtschaft der IHK Heilbronn-<br />

Franken. Während in Heilbronn-Franken<br />

die Bevölkerung seit 2010 um rund<br />

37.000 Menschen beziehungsweise 4,2<br />

Prozent gewachsen ist, erhöhte sie sich<br />

in Baden-Württemberg im selben Zeitraum<br />

nur um rund 371.000 Menschen<br />

beziehungsweise 3,4 Prozent. red.<br />

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58 <strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

59


VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

Ausstellungen<br />

03.02. – 18.03. Nordheim<br />

Matthias Beckmann<br />

zeichnet Nordheim<br />

Rathaus und Nordheimer Scheune<br />

11.02. – 19.03. Bad Rappenau<br />

Hauch von Farbe – Samira Khemir<br />

Kulturhaus Forum Fränkischer Hof<br />

12.02. – Mitte September<br />

Künzelsau-Gaisbach<br />

Fähigkeiten! Kunst von besonderen<br />

Menschen in der Sammlung Würth<br />

Museum Würth<br />

12.02. – 19.03. Lauda-Königshofen<br />

Plastiken – Stahl – Stein<br />

von Waldemar Sarizzki<br />

Galerie das Auge<br />

12.02. – 16.04. Bad Wimpfen<br />

Fließende Grenzen<br />

Galerie der Stadt im Alten Spital<br />

24.02. – 16.04. Schwäbisch Hall<br />

Verkaufsausstellung<br />

Feste<br />

11.02. Crailsheim<br />

Bürgerfest<br />

Hangar<br />

13.02. Gaildorf<br />

Pferdemarkt-Festumzug<br />

Innenstadt<br />

25.02. Schwaigern-Massenbach<br />

Massenbach hat Geschichte –<br />

Auftaktveranstaltung zum<br />

Jubiläumsjahr<br />

Tipp<br />

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR<br />

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

Weitere Termine unter www.pro-region.de<br />

Alle Angaben ohne Gewähr.<br />

25.02. – 26.02. Kirchberg<br />

Stadtfeiertag<br />

und Februarmarkt<br />

mit historischem Markt<br />

Märkte<br />

04.02. Mulfingen<br />

Tauben- und Geflügelmarkt<br />

mit Krämermarkt<br />

08.02. Creglingen<br />

101. Pferdemarkt<br />

12.02. Dörzbach<br />

Frühjahrspferdemarkt<br />

Gemeindehalle Universum<br />

19.02. – 20.02. Öhringen<br />

200 Jahre<br />

Öhringer Pferdemarkt<br />

Kultura<br />

20.02. Tauberbischofsheim<br />

Krämermarkt<br />

Marktplatz<br />

22.02. Gaildorf-Ottendorf<br />

Krämermarkt<br />

24.02. Künzelsau<br />

Matthias-Krämer-Markt<br />

Innenstadt<br />

25.02. – 27.02. Heilbronn<br />

Pferdemarkt<br />

Kleinkunst<br />

10.02. Obersulm<br />

Peter Vollmer: Es lockt das Weib,<br />

doch bockt der Leib<br />

Kulturhaus<br />

Tipp<br />

11.02. Öhringen<br />

Moritz Netenjakob:<br />

Das Ufo parkt falsch<br />

Kultura<br />

11.02. Wertheim<br />

Liebeslieder zum Entlieben<br />

Convenartiskeller<br />

12.02. Roigheim<br />

Das Geld liegt auf der Fensterbank<br />

Authenrieth-Halle<br />

12.02. Öhringen<br />

Kleinkunst im Kino – Kächeles<br />

Scala Filmtheater<br />

24.02. Bad Mergentheim<br />

Kleinkunst mit Martin Herrmann<br />

Kulturforum<br />

25.02. Schwaigern<br />

Roberto Capitoni:<br />

Jubiläums Comedy Show<br />

Frizhalle<br />

25.02. Wertheim<br />

TBC: Bevor wir´s vergessen<br />

Convenartiskeller<br />

25.02. Gaildorf<br />

Hillu's Herzdropfa: Dobblet gmobblet<br />

Limpurghalle<br />

27.02. Tauberbischofsheim<br />

Ingo Appelt: Der Staats-Trainer<br />

Engelsaal<br />

Vorträge/Lesungen<br />

09.02. Braunsbach<br />

Wintergespräche mit Dr. Josef<br />

Schuster – Zentralrat der Juden<br />

Rosensteinsaal<br />

Tipp<br />

09.02. Bad Rappenau<br />

Musikalische Lesung mit dem<br />

Ensemble „Lautwärts“<br />

Wasserschloss, Dachgeschoss<br />

09.02. Schwäbisch Hall<br />

Erhard Eppler Lecture –<br />

mit: Sigmar Gabriel<br />

Haus der Bildung<br />

12.02. Tauberbischofsheim<br />

Cäcilie Kowald: Menschenkette<br />

Engelsaal<br />

Musik<br />

01.02. Künzelsau<br />

The Uniques<br />

Rathausfoyer<br />

05.02. Künzelsau<br />

Tanzmatinee La Bayadère –<br />

Semperoper Ballett<br />

Carmen Würth Forum<br />

05.02. Schwäbisch Hall<br />

Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“<br />

Hospitalkirche<br />

05.02. Bad Rappenau<br />

Wunderbare Sonaten und Etüden<br />

aus Barock und Romantik!<br />

Wasserschloss, Dachgeschoss<br />

05.02. Crailsheim<br />

Marie Seidler und Götz Payer<br />

Ratssaal<br />

07.02. Heilbronn<br />

Kammermusikreihe –<br />

Alte und neue Welt<br />

Kreissparkasse,<br />

Unter der Pyramide<br />

07.02. Bad Wimpfen<br />

Klassik im Alten Spital – Klavierabend<br />

Altes Spital<br />

10.02. Bad Mergentheim<br />

Celtic Rhythms<br />

Großer Kursaal<br />

10.02. Künzelsau<br />

Cafe del Mundo<br />

Stadthalle<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

10.02. Schwäbisch Hall<br />

Rainer von Vielen – Akustik-Duo<br />

Anlagencafé<br />

11.02. Künzelsau<br />

Lieblingsstücke –<br />

Würth Philharmoniker<br />

Carmen Würth Forum<br />

11.02. Brackenheim<br />

Klassikkonzert<br />

Bürgerzentrum<br />

12.02. Gaildorf<br />

B.B. & The Bluesshacks feat. Bonita<br />

Kernersaal der Limpurghalle<br />

12.02. Obersulm-Affaltrach<br />

Musikalische Aufführung des<br />

(fiktiven) Tagebuchs aus dem<br />

Warschauer Ghetto "Cossel Rakovers<br />

Wendung zu Gott" von Zvi Kolitz<br />

Ehemalige Synagoge<br />

15.02. Heilbronn<br />

6. Heilbronner Konzert –<br />

Frühe Erfolge, späte Erkenntnisse<br />

Harmonie, Theodor-Heuss-Saal<br />

18.02. Schwäbisch Hall<br />

Ungarisch-Virtuos – Kammermusik<br />

mit József Lendvay und einem<br />

Ensemble der Würth Philharmoniker<br />

Kunsthalle Würth<br />

19.02. Künzelsau<br />

Pasadena Roof Orchestra –<br />

Back On The Road<br />

Carmen Würth Forum<br />

25.02. Bad Mergentheim<br />

Museumskonzert im Schloss –<br />

Tschaikowski pur<br />

Residenzschloss<br />

25.02. Heilbronn<br />

Premiere: Gott<br />

Großes Haus<br />

25.02. Schwäbisch Hall<br />

Triosence<br />

Hospitalkirche<br />

25.02. Niederstetten<br />

Die Füenf: Abschiedstour<br />

Alte Turnhalle<br />

Theater<br />

04.02. Wertheim<br />

Tödliche Familienbande<br />

Burg Wertheim<br />

04.02. Mulfingen-Hollenbach<br />

Theater Hollenbach – Nidd woahr<br />

Dreschhalle<br />

05.02. Schwäbisch Hall<br />

Die Nashörner Ensemble 20+<br />

Neues Globe-Theater<br />

07.02. Bad Rappenau<br />

Industrielandschaft mit<br />

Einzelhändlern<br />

Kurhaus<br />

11.02. Bad Friedrichshall<br />

Industrielandschaft mit<br />

Einzelhändlern<br />

Otto-Klenert-Schule<br />

14.02. Wertheim<br />

Herr Puntila und sein Knecht<br />

Aula Alte Steige<br />

25.02. Ilshofen<br />

Indien<br />

Roland-Wurmthaler-Halle<br />

28.02. Wertheim<br />

Das weiße Dorf<br />

Aula Alte Steige<br />

Mix<br />

25.02. – 26.02. Ilshofen<br />

Alpaka Schau Süd<br />

Kontakt<br />

Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e.V.<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach, 74650 Künzelsau<br />

Ansprechpartner für Termine:<br />

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329<br />

www.pro-region.de<br />

60<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

61


AUSBLICK<br />

Chancen der Digitalisierung nutzen<br />

In unserem Themenschwerpunkt „Digitale Transformation“ berichten wir über<br />

Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Wir zeigen, wie innovative<br />

Unternehmen ihre Prozesse effizient und smart gestalten, wie sie neue digitale<br />

Geschäftsfelder erschließen und sich global vernetzen.<br />

Gesund und fit<br />

in Heilbronn-Franken<br />

Was leisten Kliniken, Pflegeheime<br />

und -dienste in der Region? Damit<br />

beschäftigen wir uns in der nächsten<br />

Ausgabe. Außerdem geht es um<br />

Prävention von körperlichen und<br />

psychischen Leiden und um<br />

Gesundheitsvorsorge im weitesten<br />

Sinne – zum Beispiel um Fitness und<br />

Sport.<br />

Azubis finden<br />

Die nächste<br />

Ausgabe<br />

erscheint ab<br />

27. Februar<br />

Es fehlt an allen Ecken und Enden an<br />

Fachkräften. Eine Lösung:<br />

Unternehmen bilden ihre künftigen<br />

Experten selber aus. Auf<br />

Ausbildungsmessen können sich<br />

Unternehmen als attraktive<br />

Arbeitgeber darstellen, etwa beim<br />

Berufsinfotag im Berufsschulzentrum<br />

Künzelsau.<br />

Fotos: Adobe Stock/contrastwerkstatt, DC Studio, Alexander Limbach<br />

Impressum<br />

Offizielles Organ der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;<br />

www.pro-region.de<br />

Herausgeber<br />

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG<br />

Ein Unternehmen der<br />

Stimme Mediengruppe<br />

Geschäftsführer<br />

Marcus Baumann, Marc Becker,<br />

Tilmann Distelbarth<br />

Verlagsleitung<br />

Beate Semmler (V. i. S. d. P.)<br />

Leitung Produktmanagement Print & Digital<br />

Lisa Hofmann-Vorbach<br />

Chefredaktion pVS<br />

Eckart Baier<br />

Redaktionsleitung<br />

Teresa Zwirner, Dirk Täuber (Sonderthemen)<br />

Redaktion<br />

Beatrix Drescher, Hannah Henrici,<br />

Yannis Gaukel (Volo.)<br />

Layout und Grafik<br />

Stimme Mediengruppe, CrossMedia<br />

Leitung Sales Management<br />

Rainer Paschke, Telefon 0791 95061-8323<br />

rainer.paschke@pro-vs.de<br />

Sales Management<br />

Heike Bischoff, Darja Schiz-Salov<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste<br />

Nr. 23 vom 1.1.<strong>2023</strong><br />

Vertrieb<br />

Sybill Ehlers, Telefon 0791 95061-8300<br />

Erscheinungsweise: monatlich<br />

Bezugsbedingungen<br />

Das Jahresabo beträgt 48,00 Euro.<br />

Nachdruck und Vervielfältigung – auch<br />

auszugsweise – nur mit Genehmigung<br />

des Verlages.<br />

Verlags- und Redaktionsanschrift<br />

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG<br />

Stauffenbergstraße 18<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791 95061-8300<br />

info@pro-vs.de<br />

Druck und Herstellung<br />

Möller Pro Media GmbH<br />

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde<br />

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299<br />

Gedruckt auf umweltfreundlichem UltraMag<br />

Plus Silk-Recyclingpapier aus 100% Altpapier,<br />

zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue<br />

Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-<br />

Siegel.<br />

ISSN 2509-5528<br />

www.pro-magazin.de<br />

Energieangaben: Endenergiebedarf Haus A: 46,4 kWh/(m²a), Energieklasse A; Haus B: 47,0 kWh/(m²a), Energieklasse A; Haus C: 54,3 kWh/(m²a), Energieklasse B;<br />

Haus D: 40,7 kWh/(m²a), Energieklasse A; Haus E: 42,5 kWh/(m²a), Energieklasse A; wesentlicher Energieträger: Pellets; Baujahr laut Energieausweis: <strong>2023</strong><br />

EINZIGARTIGE WOHNUNGEN<br />

AUSSTATTUNGSDETAILS<br />

74653 Gaisbach<br />

- Hochwertige, bodentiefe Fenster mit 3-fach-Verglasung<br />

- Elektrisch betriebene Rollläden<br />

- Massive Echtholz-Parkettböden<br />

- Moderne Großformatfliesen<br />

H- Bodenebene O Dusche<br />

F M A N N<br />

- Fußbodenheizung mit Einzelraumsteuerung<br />

IHR ANSPRECHPARTNER:<br />

- Hochwertige, bodentiefe Fenster mit 3-fach-Verglasung<br />

- Elektrisch betriebene Rollläden<br />

Herr André Schwarzer<br />

0791 / 202 148 21<br />

H O F M A N N<br />

andre.schwarzer@hofmann-haus.com<br />

- Massive Echtholz-Parkettböden<br />

H A U S<br />

VILLEN<br />

- Moderne Großformatfliesen<br />

AM FUCHSIENWEG<br />

Hofmann Haus - GmbH Bodenebene & Co. KG I - Crailsheimer Dusche<br />

Str. 85 - 74523 Schwäbisch Hall<br />

- Fußbodenheizung mit Einzelraumsteuerung<br />

VILLEN AM FUCHSIENWEG<br />

Energieangaben: aktuell in Berechnung<br />

H A U S<br />

74653 Gaisbach - Haselhöhe<br />

EINZIGARTIGE<br />

WOHNUNGEN<br />

AUSSTATTUNGSDETAILS<br />

– Hochwertige, bodentiefe Fenster mit 3-fach-Verglasung<br />

– Elektrisch betriebene Rollläden<br />

– Massive Echtholz-Parkettböden<br />

– Moderne Großformatfliesen<br />

– Bodenebene Dusche<br />

– Fußbodenheizung mit Einzelraumsteuerung<br />

Energieangaben: Endenergiebedarf Haus A: 46,4 kWh/(m²a), Energieklasse A; Haus B: 47,0 kWh/(m²a), Energieklasse A; Haus C: 54,3 kWh/(m²a), Energieklasse B;<br />

Haus D: 40,7 kWh/(m²a), Energieklasse A; Haus E: 42,5 kWh/(m²a), Energieklasse A; wesentlicher Energieträger: Pellets; Baujahr laut Energieausweis: <strong>2023</strong><br />

EINZIGARTIGE WOHNUNGEN<br />

AUSSTATTUNGSDETAILS<br />

IHR ANSPRECHPARTNER:<br />

74653 Gaisbach<br />

IHR ANSPRECHPARTNER: Herr André Schwarzer · Tel. 0791 / 202 148 21 · andre.schwarzer@hofmann-haus.com<br />

Herr André Schwarzer<br />

0791 / 202 148 21<br />

andre.schwarzer@hofmann-haus.com<br />

Hofmann Haus<br />

GmbH & Co. KG I<br />

Crailsheimer Straße 85<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

74653 Gaisbach - Haselhöhe<br />

4 EXKLUSIVE<br />

VILLEN<br />

H O F M A N N<br />

AUSSTATTUNGSDETAILS<br />

H A U S<br />

– Erstklassige Architektur mit Wohlfühlgarantie<br />

– Exklusives, lichtdurchflutetes Wohnen auf 192 m²<br />

– Großzügiges Apartment mit DU/WC im Untergeschoss<br />

– Dachterrasse<br />

– Grundstücke von 406 – 424 m²<br />

– Effizienzhaus 55 mit Luft-/Wasser-Wärmepumpe<br />

Hofmann Haus GmbH & Co. KG I - Crailsheimer Str. 85 - 74523 Schwäbisch Hall<br />

62<br />

<strong>Januar</strong> <strong>2023</strong><br />

4 EXKLUSIVE VILLEN<br />

IHR ANSPRECHPARTNER: Herr Helmut Mogck · Tel. 0791 / 202 148 20 · helmut.mogck@hofmann-haus.com


Kommende Veranstaltungen<br />

04.02.<strong>2023</strong> | 17.00 Uhr | JOHANNITERKIRCHE<br />

Brauart | Kunst, Bier und Kulinarik<br />

19.02.<strong>2023</strong> | 17.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FOURM<br />

Pasadena Roof Orchestra | Back On The Road<br />

04.03.<strong>2023</strong> | 17.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Johannespassion | Internationale Bachakademie Stuttgart<br />

22.03.<strong>2023</strong> | 19.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Mit frischem Wind | Luzerner Sinfonieorchester<br />

28.03.<strong>2023</strong> | 19.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Jäger des verlorenen Satzes | Kabarett mit Willy Astor<br />

30.03.<strong>2023</strong> | 19.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Lieben Sie Dvořák? | Mit Ksenia Dubrovskaya und Gästen<br />

08.04.<strong>2023</strong> | 17.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Messa Da Requiem | Würth Philharmoniker<br />

Laufende Ausstellungen<br />

bis 29.01.<strong>2023</strong> | täglich 11-18 Uhr* | MUSEUM WÜRTH<br />

Ochse, Esel, Elefant und Känguru.<br />

Weihnachtskrippen von Neapel bis Sydney in der Sammlung Würth.<br />

SAISON 2022/<strong>2023</strong><br />

Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter<br />

www.kultur.wuerth.com, T 07940 15-6200 oder kultur@wuerth.com.<br />

Karten erhalten Sie in unserem Webshop<br />

unter www.kultur.wuerth.com, in den Shops<br />

der Museen Würth in Künzelsau-Gaisbach,<br />

unter www.eventim.de, bei allen eventim-<br />

Vorverkaufsstellen sowie ggf. an der Abendkasse.<br />

*Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.<br />

Nähere Informationen unter www.kunst.wuerth.com<br />

bis 19.02.<strong>2023</strong> | Mi-So, 11-17 Uhr* | HIRSCHWIRTSCHEUER<br />

Die neue Heimat im Heiligen Land.<br />

Fotografien württembergischer Templer 1868-1948.<br />

bis 26.02.<strong>2023</strong> | täglich 10-18 Uhr* | KUNSTHALLE WÜRTH<br />

Sport, Spaß & Spiel in der Sammlung Würth.<br />

bis 19.03.<strong>2023</strong> | täglich 11–18 Uhr* | MUSEUM WÜRTH 2<br />

Weitblick. Reinhold Würth und seine Kunst.<br />

bis 16.07.<strong>2023</strong> | täglich 11–18 Uhr* | MUSEUM WÜRTH 2<br />

Georg Baselitz zum 85. Geburtstag (Werkpräsentation im Atrium).<br />

Dauerausstellung | Di – So, 11–17 Uhr* | JOHANNITERKIRCHE<br />

Alte Meister in der Sammlung Würth mit Madonna des Bürgermeisters<br />

Jacob Meyer zum Hasen von Hans Holbein d. J. und Falkensteiner<br />

Altar des Meisters von Meßkirch im Kontext der Sammlung Würth.

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