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Oberbergische Impulse II / 2006 - Gründer

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OBERBERGISCHE

impulse


Christian Peter Kotz: „Sprache ist wichtige Basis“ / Perspektiven für Unternehmen und Azubis hier bei Bergische Achsen und GIRA (rechts)

Ausbildung:

Perspektiven für

die Profis von morgen

Ausbildung ist Vorsorge. Vorsorge fürs Unternehmen - damit die guten Kräfte

für die Zukunft gefunden werden. Aber auch Vorsorge für die Region. Denn

nur ausgebildete Menschen haben auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen,

können besser verdienen und stärken ein stabiles soziales Klima.

Viele Bewerber - weniger Ausbildungsplätze.

Das ist die Bilanz heute. Und

trotz aller Anstrengungen bleiben jedes

Jahr Jugendliche übrig, die keine Lehrstelle

finden. Auf den ersten Blick für

die Unternehmen eine positive Ausgangslage,

können sie doch die Besten

für ihren Ausbildungsplatz auswählen.

Doch das wird sich schon bald

ändern, rechnet Rainer Lessenich vor.

Der Geschäftsführer der Industrie- und

Handelskammer zu Köln, Zweigstelle

Oberberg, weiß: „Bis 2012 - längstens

bis 2015 - schieben wir diese Bugwelle

vor uns her.“ Danach werden Auszubildende

Mangelware.

Damit ändert sich einiges. Heute noch

gilt es, all die Bewerber möglichst gut

zu versorgen, die keinen Ausbildungs-

Malerfachbetrieb Bondke: Azubis als „Young

Professionals“. Foto: CE

4

platz gefunden haben. Künftig aber wird

es schwer für die Unternehmen, qualifizierte

Auszubildende zu finden. An wesentlichen

Grundqualifikationen mangelt

es schon heute - und dies seit Jahren.

Doch Besserung erleben die Ausbilder

kaum. Christian Peter Kotz, IHK-Vizepräsident

und vertretungsberechtigter

Gesellschafter der BPW Bergische

Achsen KG, bringt es auf den Punkt:

„ Wer kein Deutsch kann, erhält heute

kaum eine Lehrstelle.“ Die Radevormwalder

GiRa Giersiepen GmbH +

Co. KG hat im vergangenen Jahr seine

Einstellungsverfahren um zwei Tests

bereichert - ab jetzt müssen sich die BewerberInnen

auch bei einem Deutschund

Mathematiktest bewähren.

Basis: Korrekte Umgangsformen

Ohne die wesentlichen Kulturtechniken

- Rechnen, Schreiben, Reden - geht es

nicht. Da gibt es kaum noch Ausnahmen.

Das bestätigt auch Holger Kleinjung,

der die Engelskirchener Metzgerei

Kleinjung als Familienbetrieb führt

und derzeit einen Auszubildenden beschäftigt.

Wichtig auch für ihn: „Der

Auszubildende muss mit den Kunden

kommunizieren und freundlich sein.“

Denn auch im Handwerk gilt: Der Kontakt

zum Kunden entscheidet, Kommunikationsmuffel

können einen Betrieb

wesentlich schädigen. Und für Metzger

wie Holger Kleinjung ist es heute schon

schwierig, gute Auszubildende zu fin-

Von Peter Schmidt

den. Arbeitswille, Zuverlässigkeit und

eben Freundlichkeit fehlen oft. Für Kleinjung

ist das „nicht zuviel verlangt“. Für

seine Bewerber oft doch.

Um schon heute die richtigen BewerberInnen

zu finden, stecken größere

Handwerksbetriebe immer mehr Energie

in die Suche nach den richtigen

Auszubildenden. Bei der Marienheider

Bondke GmbH, einer der großen Malerfachfirmen

im Oberbergischen Kreis,

arbeiten immer zwischen 14 und 20

Auszubildende. Das entspricht in etwa

der Zahl der angestellten Gesellen. Für

Maik Hensel, einem der geschäftsführenden

Gesellschafter, ist so eine hohe

Quote nicht nur aus gesellschaftlicher

Verantwortung wichtig. „Während der

Ausbildung lernen wir die Auszubildenden

besonders gut kennen und können

dann die Besten weiter beschäftigen.“

Derzeit werden rund 70 Prozent übernommen.

Für Hensel ist dies auch ein

gutes Stück Vorsorge für den Betrieb.

Dafür arbeitet die Bondke GmbH heute

schon intensiv, bietet Praktika an,

besucht Schulen und stellt dort das

Unternehmen vor. Und während der

Ausbildung erhalten die Auszubildenden

echte Entwicklungschancen: Begabte

und engagierte Auszubildende ziehen

als „Young Professionals“ eigenständig

Aufträge durch.

Fachkräfte der Zukunft sichern

Personalentwicklern ist schon klar:

heute beginnt der Kampf um die Fachkräfte

von morgen. Wer heute gute

Auszubildende erhält und vor allen Din-

OBERBERGISCHE

impulse

Fotos: BPW und GIRA


gen halten kann, der verschafft sich

Vorteile. So bietet in Radevormwald

die GiRa Giersiepen GmbH + Co. KG seinen

Auszubildenden - derzeit 13 im kaufmännischen

Bereich und 13 im gewerblichen

Bereich - echte Perspektiven und

Entwicklungsmöglichkeiten. Schon während

der Ausbildung können sich die

Lernenden weiterbilden. Und wer sich

nach der Ausbildung weiter qualifizieren

will, vielleicht sogar ein Studium oder

eine höhere Ausbildung draufsatteln will,

erhält bei GiRa die Chance, bestätigt

Ricarda Soyck-Lockner, Leiterin für die

kaufmännische Ausbildung: „Gerade

begabten Auszubildenden bieten wir

GIRA: Helle Räume - gute Aussichten

OBERBERGISCHE

impulse

Foto: GIRA

gerne die Chance für eine höhere Qualifikation

in Kombination mit der Tätigkeit

bei uns.“ Also: Arbeiten bei GiRa,

lernen an der Fachhochschule oder

andernorts - das sichert auch GiRa kompetente

Arbeitskräfte in der Zukunft.

Regionale Verantwortung übernehmen

Wer ausbildet, übernimmt Verantwortung.

So bildet die BPW Bergische

Achsen KG rund 100 Auszubildende in

gewerblichen, kaufmännischen und

im IT-Bereich aus. Das sind mehr als

derzeit bei der BPW übernommen werden

können. „Doch so übernehmen wir

auch Verantwortung für die Region“,

betont Personalchefin Irmgard Scherer.

Denn gut ausgebildete Jugendliche haben

es künftig immer noch leichter als

die ohne Ausbildung. Und die BPW-Ausbildung

genießt einen guten Ruf. Doch

auch bei der BPW sind fehlenden

Deutsch-Kenntnisse als Problem erkannt

- bei Bedarf helfen da sogar

betriebsinterne Deutschkurse weiter.

Der Wiehler Achsenspezialist ist sich

auch bewusst, dass gute Auszubildende

künftig rarer werden. Im Rennen um

die Besten setzt auch die BPW auf Präsenz

in den Schulen. So „präsentieren

wir uns jedes Jahr den Oberbergischen

Schülern“, betont Irmgard Scherer. Ein

Gewinnspiel, an dem alle Schulen teilnehmen

können, verankert den Namen

BPW schon früh in den Köpfen der Kinder

und Jugendlichen.

Bei der BPW realisiert wird auch ein

weiterer Trend. Neue Berufsbilder wie

der Maschinenbediener erleichtern

auch denen den Einstieg in den Job, die

es grundsätzlich etwas schwerer haben

auf dem Ausbildungsmarkt. Auch das

gehört bei BPW zur Philosophie, berichtet

Personalchefin Scherer: „Wir bieten

schon immer Ausbildungen für die

Absolventen aller Schulen an.“

Bei aller Zukunftsvorsorge für dass eigene

Unternehmen: die Jugendlichen in

Ausbildung bringen auch ein gutes Stück

gesellschaftlicher Herausforderung mit

sich. Eine Herausforderung, der sich

auch die Kammern, die hiesige Agentur

für Arbeit und die Bildungsträger

stellen. Und auf Seiten der Schulen stellt

IHK-Geschäftsführer Rainer Lessenich

fest, „dass das Interesse an einer be-

5


Nach der Lehre studieren und bei GIRA

arbeiten Foto: GIRA

darfsgerechten Ausbildung in den vergangenen

Jahren wesentlich gestiegen

ist.“ Ein Pilotprojekt war die Berufsorientierungsmesse

am 4. März in der

Kreismitte. Gemeinsam mit den Berufsschulen

wurden für Schülerinnen und

Schülern der Klasse 9 Workshops angeboten,

ein Markt der Möglichkeiten

informierte über rund 50 Berufsfelder

und Möglichkeiten. Das Ergebnis war

besser als gedacht: Über 2.000 Schülerinnen

und Schüler waren gekommen.

Und weil es so gut gelaufen ist, sollen

jetzt auch im Kreisnorden und -süden

eine solche Berufsorientierungsmesse

organisiert werden.

Kontakt-Anschriften

IHK - Zweigstelle Oberberg

Talstraße 11, 51643 Gummersbach

Ansprechpartnerin für Unternehmen:

Regine Bültmann-Jäger

T: (0 22 61) 8 10 19 61

F: (0 22 61) 8 10 99 90

E: regine.bueltmann-jaeger@koeln.ihk.de

Kreishandwerkerschaft

Bismarckstraße 9 a, 51643 Gummersbach

T: (0 22 61) 9 10 62-0

F: (0 22 61) 9 10 62-99

Kontakt für Betriebe und angehende Azubis:

Uwe Thurau, Katja Windhoff

E: thurau@kh-oberberg.de, windhoff@kh-oberberg.de

Agentur für Arbeit

Singerbrinckstr. 43, 51643 Gummersbach

Kontakt für Unternehmen:

T: (0 22 61) 3 04-626 (Team U 25)

F: (0 22 61) 3 04-881

E: gummersbach.ausbildungsvermittlung@arbeitsagentur.de

Kontakt für angehende Azubis:

T: (0 22 02) 93 33-481 (Team U 25)

F: (0 22 02) 93 33-167

E: bergischgladbach.u25-sgbIII@arbeitsagentur.de

6

Voss Automotive:

Ausbildungswerkstatt sichert

Qualität der Lehre

Die Ausbildung in der Ausbildungswerkstatt

bei Voss Automotive in Wipperfürth

- das ist Ausbildung in der

Praxis.

Die fast 30 Auszubildenden arbeiten

ab dem ersten Ausbildungsjahr für

die Produktion. Besonders intensiv

die angehenden Zerspanungs-Mechaniker,

die drei Jahre lang ihre eigene

kleine Fertigung betreuen. Anfangs

sind es die einfacheren Tätigkeiten

wie Bohren, später realisieren die

Azubis die Muster- und Kleinserienfertigung.

Und arbeiten dabei direkt

für die internen oder externen Kunden,

müssen Qualität bringen und

Termine einhalten.

Der Vorteil für Voss: Die Fertigungstiefe

vor Ort ist größer, es kann flexibel

auf Kundenwünsche reagiert werden

und die Auszubildenden sind hoch

motiviert.

T I T E L T H E M A

WDR-Lehrstellenaktion

Ausbildung mit

Werbung verknüpfen

Öffentlichkeitsarbeit kombiniert mit Azubi-Suche

- diese Möglichkeit bietet die

Lehrstellenaktion des Westdeutschen

Rundfunks. Hier können Unternehmen

ihre Lehrstellen-Angebote online registrieren

lassen. Und wenn sie Glück haben,

dann kommt ein Radioreporter heraus

und porträtiert das Unternehmen

und die Ausbildungsstelle für die junge

WDR-Welle EinsLive oder für WDR 2.

Damit verknüpft sich Werbung mit dem

Angebot einer Lehrstelle. Und auch mit

der Chance, dass vielleicht die richtigen

Bewerber aus ganz Nordrhein-

Westfalen auf die Lehrstelle aufmerksam

werden. Wer auf WDR 2 oder

EinsLive präsent sein will, sollte gerade

die Freifelder im Internet-Fragebogen

mit attraktiven Inhalten füllen. „Wir

lesen alles und wählen dann aus, wo

wir die Reporter hinschicken“, so der

zuständige Redakteur Heino Streier.

OBERBERGISCHE

impulse


Neuansiedlung/Firmenerweiterungen:

Schnellere Genehmigung dank

des Kulturlandschaftsfonds

Wer sein Unternehmen erweitert oder

wer neu baut, der will nicht aufgehalten

werden. Damit die notwendigen

Ausgleichsmaßnahmen schnell umgesetzt

werden können, etabliert der

Oberbergische Kreis den Bergischen

Kulturlandschaftsfonds.

Und so funktioniert es: Der Oberbergische

Kreis richtet den Bergischen Kulturlandschaftsfonds

ein. Und zwar mit

den Geldern, die zweckbestimmt für

Ausgleichsmaßnahmen ausgegeben

werden sollen.

Mit diesem Kulturlandschaftsfonds finanziert

der Kreis die Arbeiten der

frisch gegründeten „Bergische Agentur

für Kulturlandschaft BAK gGmbH“,

ein Ableger der Biologischen Station

Oberberg. BAK, Kreis- und Kommunalverwaltungen

stimmen ein Flächenmanagement

ab - die BAK-Mitarbeiter

OBERBERGISCHE

impulse

+ + + W I R T S C H A F T S F A K T E N

realisieren oder betreuen beispielsweise

pflegerische Maßnahmen im

Wald, Heckenanlagen, Sicherung von

Quellbereichen und vieles mehr.

Neue Währung Ökopunkte

Die Unternehmen haben es künftig

einfacher. Sie stellen den Bauantrag.

Damit es mit der Ausgleichsmaßnahme

keine Schwierigkeiten gibt, wird

mit der BAK eine „Ablösevereinbarung“

getroffen. Die BAK übernimmt die Ausgleichsmaßnahme,

der Investor bezahlt

und legt gemeinsam mit dem Bauantrag

die Ablösevereinbarung vor. Die

neue Währung dafür heißt Ökopunkte

- die Verwaltung legt auf Grund des

landschaftspflegerischen Begleitplanes

fest, wie viele Ökopunkte das Unternehmen

als Ausgleichsmaßnahme erbringen

muss, die BAK realisiert die

Maßnahmen im Wert der Ökopunkte.

Dieses Verfahren erspart Kontrollen und

verkürzt den Zeitaufwand wesentlich.

Auch Probleme können so schneller

bereinigt werden. Denn Ausgleichsmaßnahmen

sollen im Zusammenhang

mit dem Eingriff - also dem Bau - stehen.

Fehlen in einer Kommune entsprechende

Möglichkeiten, dann kann die

BAK kreisweit beispielsweise Auen suchen

und so die Ausgleichsmaßnahmen

realisieren.

psch

Info:

Kreisverwaltung

Amt für Kreis- und

Regionalentwicklung

Moltkestraße 34

51643 Gummersbach

Uwe Stranz

T: (0 22 61) 88 67 01

E: uwe.stranz@obk.de

Rainer Ludwigs

T: (0 22 61) 88 67 04

E: rainer.ludwigs@obk.de

7


JOBO AG:

Erfolgreich vom Analogzum

Digital-Spezialisten

Andere der ehemals großen Unternehmen

und Marken der Fotobranche verschwanden,

überlebten nicht den Wandel

zur digitalen Fotowelt. JOBO musste

auch kämpfen, ist aber immer noch

dabei. Die photokina als wichtigste

Leitmesse belegt dies. Seit 1950 versammelt

sich in Köln alles, was Rang

und Namen hat. Von Anfang an mit

dabei: JOBO. Nur noch fünf sind übrig,

die seit über 50 Jahren auf dem Markt

bestehen und ebenso lange die Messe

als Aussteller besuchen. Eines der letzten

Opfer des digitalen Wandels: Filmhersteller

Agfa.

JOBO stärkt seine Position mit jedem

Jahr mehr. Erst im Februar freuten sich

Chef Johannes Bockemühl und sein

Team über eine neue Auszeichnung,

den „Marketing- und Innovationspreis

der FOTOwirtschaft“. Das neueste Produkt

„GIGA Vu PRO evolution“ wurde

erstmals als Prototyp auf der USamerikanischen

Messe „Photo Marketing

Association“ (PMA) präsentiert und

wird ab April weltweit ausgeliefert.

8

Von Peter Schmidt

JOBO-Tank - ein Name, ein Image. Wer irgendwo auf diesem

Globus ehemals seine Filme entwickelte, der schüttelte

schwarze Kunststoff-Dosen. Darauf in rot geschrieben:

JOBO. Generationen von Entwicklern vertrauten der

JOBO-Technik. Das war im analogen Zeitalter. Jetzt, im

digitalen Zeitalter, ist es wieder so. Der Gummersbacher

Marktführer hat die Krise bewältigt.

Damit beweist sich JOBO wieder als

technologischer Trendsetter. Doch der

Weg dahin, der war mühsam und hart.

Denn ab Mitte der 90er Jahre zeigte

sich: digital überholt analog. Und Digitaltechnik

kam nicht von JOBO. Es ging

kontinuierlich bergab. Die Produktmanager

aber wollten die Entwicklung

nicht verschlafen. Die Entwicklung der

Digitaltechnik konnte ein mittelständisches

Unternehmen wie JOBO nicht

mal eben nachholen. Neue Komponenten

waren notwendig, Zulieferer mussten

gefunden werden, das Entwicklungs-Know-how

eingekauft werden.

Der Analog-Spezialist schrumpfte und

kämpfte - von den ehemals rund 150

MitarbeiterInnen mussten immer mehr

gehen - heute arbeiten noch 30 in

Gummersbach und den USA.

Die Krise gemeistert

Doch deren Arbeitsplätze sind derzeit

ungefährdet. Denn „irgendwann war

der Punkt erreicht, da konnte es nur

noch besser gehen“, erinnert sich

Michaela Dietrich, Pressesprecherin

und Marketing-Fachfrau bei JOBO. Klar

war einerseits: JOBO muss mit neuen

Produkten auf dem Markt bestehen.

Und zwar mit Produkten der digitalen

Fotographie. Dazu suchten die Produktmanager

Partner und Lieferanten und

fanden sie auch. Heute wird in Asien

für JOBO gefertigt.

Anfangs aber klebte zwar das JOBO-

Logo auf den Produkten und auch die

Qualität stimmte - doch es waren keine

ureigenen Produkte. Es waren sogenannten

„me-too-Produkte“, die andernorts

auch unter anderem Namen

baugleich vertrieben wurden.

Seit 2004 ist dies anders. Die ersten

reinen JOBO-Produkte für die digitale

Welt sind wieder im Programm. Produkte,

die nach JOBO-Kriterien und mit

Gummersbacher Ingenieur-Leistung

entwickelt wurden. Ein Massenspeicher

auf Linux-Basis, „der mit seiner

Leistung einmalig ist - da kann kein

Konkurrenzprodukt mithalten“, freut

JOBO früher: Messestand 1969 JOBO heute: Vom Foto-Kiosk über das Kartenlesegerät bis hin zur mobilen Bilderfestplatte

OBERBERGISCHE

impulse

Fotos: JOBO


sich Firmenchef Johannes Bockemühl

junior über den frisch prämierten GIGA

Vu PRO evolution, Nachfolger des 2004

präsentierten GIGA Vu Pro. Und ebenfalls

ein reines JOBO-Produkt ist das

neue Minilabor „Lumajet“ - kompakt,

preiswert und eine ideale Kombination:

aus der digitale Fotodatei kann der

Handel so preisgünstig die analogen

Fotoabzüge entwickeln.

Dass JOBO auch digital Fuß gefasst

hat und für die Ausrüstung des Fotofachhandels

immer noch Marktführer

geblieben ist, dafür sorgte auch die

neue Kommunikationsstrategie. „Hier

war der Technikwandel auch ein

Kommunikationswandel“, erinnert sich

Michaela Dietrich. Kaum eine Fotozeitschrift

oder ein Fachmagazin, in

dem JOBO nicht auftaucht. Harte Arbeit

- doch es hat sich gelohnt. Die

Medien haben JOBO in seiner neuen

Rolle kennen gelernt, die Kunden haben

den Wandel mitgemacht und sind

der Leitmarke treu geblieben. Das birgt

Perspektiven - künftig werden Profis für

Entwicklung und Vertrieb gesucht.

OBERBERGISCHE

impulse

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Jobo AG

Gegründet: 1923

Aktiengesellschaft: seit 2002,

alle Aktien im Familienbesitz

Sitz: seit 1923 GM-Derschlag

Umsatz: rund acht Millionen Euro

Mitarbeiter: 30 in Gummersbach

und den USA

Markt: Foto-Fachhandel, Handelsketten

wie Media Markt, Saturn,

Photo Dose

Schwerpunkte: mobile Foto-Speicher,

mobile CD-Brenner, Speicherkarten,

Multi-Reader, Inkjet-Papier

für die Fotobranche, Labor-Ausrüstungen

Kontakt:

JOBO AG

Kölner Straße 58

51645 Gummersbach

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Rückblick:

Wer eine

Grube gräbt

Firmengründer Johannes

Bockemühl

hatte ein Problem:

Er wollte Fotos entwickeln

und hatte keinen dunklen Raum

zur Verfügung. Also grub er im Garten

ein Loch und begann mit der Entwickler-Flüssigkeit

zu hantieren. Das war

der Anfang, dann folgten die legendären

Jobo-Tanks, mit denen Fotografen

und Labore ihre Schwarz-Weiß-Filme

entwickelten. Die Fertigung begann im

Keller des Wohnhauses, dann wurden

zwei weitere Gebäude auf dem Firmengelände

in Gummersbach-Derschlag

gebaut. 1960 trat Johannes Jürgen

Bockemühl - gelernter Fotograf und

Fotoingenieur - ins Unternehmen ein.

Heute leitet Johannes Bockemühl junior

in der dritten Generation das Familienunternehmen.

Der studierte Betriebswirt

übernahm 2003 mit 30 Jahren

die Leitung des Unternehmens und

führt es ins digitale Fotozeitalter.

● Haftpflichtversicherung

● Unfallversicherung

● Hausratversicherung

● Kraftfahrtversicherung

● Wohngebäudeversicherung

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9


Wirtschaftsstandort

Lindlar:

Mit Weitsicht

entwickelt

Dr. Hermann-Josef Tebroke (links) und

Werner Hütt (rechts), das ist das

Team, das in Lindlar die Wirtschaft fördert.

Beide sind Geschäftführer der

Lindlarer BGW Bau-, Grundstücks- und

Wirtschaftsförderungs mbH. Und beide

sind ein erfolgreiches Team: Für Bürgermeister

Dr. Tebroke ist Wirtschaftsförderung

Chefsache - und Kämmerer

Werner Hütt kennt sich dank Jahrzehnte

langer Erfahrung aus in der Region.

Lindlar profitiert sicherlich auch von

den Forschungsaktivitäten seiner Unternehmen.

So ist das Edelstahlwerk

Schmidt & Clemens GmbH + Co. KG

nach schwierigen Jahren wieder zu einem

Motor im Leppetal geworden. Das

Werk in Kaiserau schloss das vergangene

Jahr mit einem Rekordumsatz ab

- neue Aufträge beleben Arbeitsmarkt

und Wirtschaftsstandort. Hallen, die

bereits zur Untervermietung vorgesehen

waren, stehen nicht mehr zur Verfügung.

Eine Ursache dafür ist die

Innovationskraft des weltweit agierenden

Mittelständlers, der im vergangenen

Jahr eine leergewordene Halle mit

einer modernen Schleudergießerei wieder

belebte. Und der seine extrem hitzebeständigen

Edelstahlprodukte weltweit

verkauft. Ergebnis: 30 neue Mitarbeiter

allein im vergangenen Jahr im

Leppetal und ein Rekordumsatz von

120 Millionen allein in Lindlarer Werk.

10

Der Wirtschaftsstandort Lindlar - ein Mix zwischen Industrie und Handel einerseits.

Andererseits aber ist Lindlar auch eine der starken Freizeit- und Ferienkommunen

des Oberbergischen Kreises. Neue Wohngebiete entstehen, der

Industriepark platzt aus allen Nähten. Mit dem Wirtschaftsstandort geht’s voran.

Das Leppetal: einer der traditionellen

Industriestandorte Lindlars mit jahrhunderte

langer Tradition. Hier drehten

sich schon früh die Wasserräder,

hier schlug der Hammer auf den Amboss

- hier ist eine der Wiegen Bergischer

Metallverarbeitung. Und das

Beispiel Schmidt & Clemens zeigt, dass

die alten Hammerwerke und Schmieden

sich immer weiter entwickelt haben

und heute auf dem Weltmarkt eine

führende Rolle spielen.

Vom Steinbruch zum Kunststoff

Seit Jahrhunderten galt Lindlar als

Heimat der Steinhauer - Steinbrüche

ernährten früher viele Menschen.

Wenn auch die Zeit der vielen Steinbrüche

vorbei ist, noch immer prägen

sie das Image der Kommune, noch

immer stammt beste Grauwacke für

den Garten und andere Befestigungen

aus Lindlarer Steinbrüchen. Die Bergische

Grauwacke (BGS) präsentiert

beispielsweise auf dem Firmengelände

eine faszinierende Auswahl der steinernen

Möglichkeiten.

Der Tradition ist sich Lindlar bewusst.

Der Steinhauer-Pfad als touristischer

Anziehungspunkt führt in Vergangenheit

und Gegenwart des Gewerbes. Doch

eine Leitbranche ist es nicht mehr.

Dazu zählen heutzutage eher Unterneh-

Von Peter Schmidt

Auch von oben ganz schön groß: Der Industrie- und Gewerbepark in Lindlar

men z. B. der Verpackungs- und Kunststoff-Industrie.

Mondi Packaging Lindlar

GmbH basiert auf einem Lindlarer

Traditionsunternehmen, dem Tütenund

Verpackungsspezialisten Nord-

West Verpackungen. Gordopack und

Ommer sind zwei der Kunststoff-Spezialisten.

Bei der Ommer GmbH arbeiten

derzeit rund 125 MitarbeiterInnen

und Mitarbeiter - seit 1979 kommen

Konfektionierung bei Firma Ommer,

Stahlgiessen bei Schmidt & Clemens

OBERBERGISCHE

impulse

Foto: Gemeinde Lindlar

Foto: Ommer

Foto: S+C


aus Lindlar Kunststoff-Tragetaschen,

kleine Beutel und Folien für die weiterverarbeitende

Industrie. Wenn zum

Beispiel der Metzger eine dünne Tasche

- die sogenannte Hemdchentüte - füllt,

dann kann die aus Lindlar stammen.

Ebenfalls ein Folienspezialist ist die

Gordopack GmbH, die aus Polyethylenfolien

Beutel produziert, Flachfolien,

Schlauchfolien, Sackverpackungen…

Nach einem Brand baute Gordopack

1992 neu. Und zwar da, wo sich viele

zukunftsorientierte Unternehmen niederlassen.

Auf derzeit fast 60 Hektar

wirtschaften im Industriepark Klause

rund 130 Firmen - vom kleinen Gewerbetreibenden

bis zur Weltfirma. Bis

vor wenigen Wochen noch waren etwa

zwei Hektar zu verkaufen. Doch auch

die gingen an einen Interessenten. Die

Lage ist für Bürgermeister Dr. Tebroke

ein echtes Plus: schnelle Verbindung

zur Autobahn A 4, die in rund fünf Minuten

erreicht werden kann. Und von

da geht’s in 15 Minuten etwa auf den

Kölner Autobahnring oder nach Osten

zur A 45 und von dort in Richtung Ruhrgebiet,

Bayern, Ostdeutschland und

ganz Süd-, Nord- und Ost-Europa.

Meilenstein Industriepark Klause

In den 70er Jahren wurden die ersten

vier Bauabschnitte des Industrieparkes

bereits in den Gebietsentwicklungsplan

aufgenommen. „Das war damals ein

wichtiges Element der Zukunftsvorsorge,

von dem wir jetzt profitieren“, so

Bürgermeister Dr. Tebroke.

Damals profitierte beispielsweise die

Holz Richter GmbH vom neuen Industrie-

und Gewerbegebiet. Als erstes

Ausstellung rund ums Holz bei der Holz Richter GmbH

OBERBERGISCHE

impulse

ONI Wärmetrafo GmbH: Eigene Patente, zukunftsweisende Produkte. Foto: ONI

Unternehmen ließ sich der Holzhandel

dort nieder. Heute nutzt Holz Richter

fast 30.000 Quadratmeter, präsentiert

hochwertige Holzprodukte, Laminate

und Gartenmöbel im eigenen Center

oder im neuen „Giardino“ - dem gläsernen

Verkaufsgebäude für Gartenmöbel,

Saunen und mehr. Oftmals anspruchsvolle

Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet

werden mit hochwertigen

Produkten von Lindlar aus versorgt.

Die Planungen gehen weiter. Für den

Industrie- und Gewerbepark Klause

sind weitere drei Bauabschnitte vorgesehen

und im Gebietsentwicklungsplan

abgesichert. Bis der nächste Bauabschnitt

des Industriegebietes Klause

allerdings bezugsfertig ist, helfen die

Wirtschaftsförderer vielfach durch Vermitteln.

Beispielsweise nach Hommerich/Welzen.

Dort, im alten Westform-

Werk, hat sich bereits vor Jahren ein

Zweig der Wipperfürther Jockey Plastic

- die Maik GmbH - niedergelassen. „Hier

stehen noch 30.000 Quadratmeter

für andere Unternehmen zur Verfü-

Fotos: Holz Richter

gung“, fasst Dr. Hermann-Josef Tebroke

zusammen. Das ist erfolgreicher

Strukturwandel: Kunststoff-Verarbeitung

geht, leeren Hallen füllen sich wieder,

neue Arbeitsplätze entstehen.

Hightech aus Lindlar

Dies aber funktioniert nur mit zukunftsweisenden

Produkten. Produkte, wie

sie auch die ONI Wärmetrafo GmbH

im Ortsteil Frielingsdorf produziert. Seit

etwa 20 Jahren expandiert ONI in

Lindlar rasant. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb

entwickelte sich eines der

Lindlarer Vorzeige-Unternehmen mit

derzeit 160 Mitarbeitern. Und zwar

eines mit Weltgeltung. Denn ONI verkauft

seine Technik in 47 Länder. Basis

für diese Erfolgsstory sind patentierte

Systemlösungen des Firmengründers

Wolfgang Oehm. Im Prinzip

geht es immer um das eine: die effektive

Nutzung von Energie. Beispielsweise

durch die Nutzung der Abwärme von

Produktionsanlagen, oder bei der Energieoptimierung

von Kühl- und Kälteanlagen.

Ganz im Trend: kompakte Energiezentralen

im Container, die ohne

großen Aufwand auf dem Betriebsgelände

platziert werden können. Das

alles ist so zukunftsweisend, dass die

Beratungsgesellschaft Ernst & Young

AG den geschäftsführenden Gesellschafter

Wolfgang Oehm zu den besten

„Entrepeneuren“ zählt - der ONI-

Chef schaffte es bis in die Endauswahl

des Jahres 2005. Damit zählt er zu

den Unternehmern, die zukunftsweisend

und innovativ ihr Unternehmen

führen. Ein Top-Manager also - der hier

in Lindlar viele Arbeitsplätze schuf. ONI

ist nach Schmidt & Clemens das zweitgrößte

Unternehmen in Lindlar.

11


12

Foto: LindlarTouristik

Ein schmuckes Fachwerkhaus in

Hohkeppel.

W I R T S C H A F T S S T A N D O R T E

Zu den Top-Unternehmen zählt auch die

Lang Audivision AG - ein weit über europäische

Grenzen hinaus agierender

Dienstleister für Veranstaltungstechnik,

ebenfalls mit Sitz im Industriegebiet

Klause. Hier können für Aktionärsversammlungen,

Messeauftritte und andere

Riesen-Events die notwendigen

High-Tech-Produkte für Ton, Licht und

Bild gemietet werden. Bei Bedarf wird

während der Veranstaltung auch die

Technik von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

von Paul Detlef Lang betreut.

Ein Geschäft mit Zukunft. „Wir bewegen

uns in einer Wachstumsbranche

- und unsere Dienstleistung wie auch

die hochwertigen Produkte, die wir einsetzen,

sind über Deutschlands Grenzen

hinaus gefragt.“ Die große Projektionshalle,

die hauptsächlich die Kunden

von der Leistungskraft und von den

technischen Möglichkeiten überzeugen

soll, kann auch von regionalen Unternehmen

gemietet werden.

Die Top-Unternehmen vor Ort sind eine

wichtige Säule für den Wirtschafts-

Lindlar in Zahlen:

Einwohner: 22.714

Fläche: 85,82 Quadratkilometer

Einwohnerdichte: 265 Einwohner/Quadratkilometer

Schulen: Fünf Grundschulen, eine Förderschule, eine

Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium

Sozialversichungspflichtig Beschäftigte: 4.606

Erreichbarkeit: Autobahn - A 4 (Anschlussstelle Untereschbach

oder Engelskirchen/Lindlar), über die A 4 die

Nord-Süd-Verbindungen A 45 (bei Olpe) und A 3 / A 1

(bei Köln). Eisenbahn: Mit dem Zug bis Bahnhof Engelskirchen,

von dort Taxi oder Bus bis Lindlar.

Steuersätze:

● Grundsteuer A: 320 %

● Grundsteuer B: 410 %

● Gewerbesteuer: 450 %

standort - doch Dr. Hermann-Josef

Tebroke ist sich bewusst, dass sich

gute Leute attraktive Standorte aussuchen.

Da zahlt es sich aus, dass sich

Lindlar schon seit Jahren als attraktive

Ferien- und Freizeitgemeinde entwickelt.

Highlight ist das Freilichtmuseum

- „ein echter Magnet, der im vergangenen

Jahr rund 70.000 Besucher

anzog“, so Franz Broich, als Vertreter

des Bürgermeisters für den Tourismus

zuständig. Ein Magnet, von dem ganz

Lindlar profitiert. Während im Oberbergischen

Kreis insgesamt die Gästezahlen

zurückgingen, koppelte sich

Lindlar vom Bergischen Trend ab. Die

Zahl der Gäste stieg um rund 12 Prozent,

die Zahl der Gäste aus dem Ausland

verdoppelte sich fast.

Lebenswertes Lindlar

Durch den Zuzug der Bergischen Tourismusgesellschaft

„Naturarena Bergisches

Land GmbH“ wird der Wirtschaftszweig

Tourismus weiter aufgewertet.

Das passt in eine entsprechende

Infrastruktur. Lindlar bietet weit

Freie Gewerbeflächen: 54.000 m² in kommunaler und

privater Hand

Geschichte: Rund 1.000 Jahre besteht Lindlar - urkundlich

erwähnt erstmalig 1109, doch andere Urkunden

belegen die Existenz bereits 958 nach Christus. Früher

reine Landwirtschaft - dann entwickelten sich Schmiedewerke,

die seit weit über 100 Jahren Schrittmacher der

Lindlarer Industrialisierung waren. Industriegeschichtlich

bedeutend die ehemals zahlreichen Steinbrüche,

deren Grauwacke deutschlandweit verarbeitet wurde.

OBERBERGISCHE

impulse


mehr als nur Freilichtmuseum und

Steinhauerpfad. Ein klares Profil gibt

sich die Gemeinde jedes Jahr einmal

während der Bergischen Wochen

- zahlreiche gastronomische Betriebe

präsentieren eine Woche lang Bergische

Gerichte. Dazu dann noch Segelflugplatz,

Ballonfahrten, Freizeitpark,

Fahrradverleih, Golfplatz, Skaterbahn,

Reiterhöfe... - die Struktur stimmt.

Mit diesem Angebot hat sich Lindlar

ebenfalls als attraktiver Wohnort be-

Frisches Gemüse auf dem Markt

OBERBERGISCHE

impulse

Foto: Horst Henrychowski

W I R T S C H A F T S S T A N D O R T E

währt. Für die Lindlarer Kirchdörfer

wies die Verwaltung

Wohnbaugebiete aus. Ergebnis:

Überall zogen neue Bürger

ein - oftmals Familien mit Kindern.

Dank dieser gewonnen

Kaufkraft existiert in jedem

Dorf eine Infrastruktur für

die Grundversorgung. Und im

Hauptort Lindlar profitieren

die Einzelhändler von der im

Oberbergischen überdurchschnittlichen

Kaufkraft.

Wirtschaftsförderung:

GBGW Bau-, Grundstücks- und

Wirtschaftsförderungs mbH

der Gemeinde Lindlar,

Dr. Hermann-Josef Tebroke /

Werner Hütt

Borromäusstr. 1, 51789 Lindlar

T: (0 22 66) 96-411 (Dr. Tebroke)

und -234 (Werner Hütt)

F: (0 22 66) 88 67

E: werner.huett@gemeinde-lindlar.de

I: www.lindlar.de

ONI

Die Heitz-Mühle

Tourismus:

LindlarTouristik

Brigitte Heck

Am Marktplatz 1

51789 Lindlar

T: (0 22 66) 96-407

F: (0 22 66) 96-426

E: brigitte.heck@

gemeinde-lindlar.de

I: www.lindlar.de

13

Foto: LindlarTouristik


+++ Arbeitslosenversicherung:

Freiwillig für

Selbstständige

Seit Anfang Februar können Selbstständige

freiwillig in die Arbeitslosenversicherung

einzahlen. Vor allem für ExistenzgründerInnen

ist diese freiwillige

Versicherung interessant, da der vor

der Existenzgründung erworbener Anspruch

auf Versicherungsschutz erhalten

bleibt. Die Antragsteller müssen

in den letzten 24 Monaten vor der

Gründung 12 Monate sozialversicherungspflichtig

beschäftigt gewesen und

mindestens 15 Wochenstunden selbstständig

tätig sein.

Vom neuen Gesetz profitieren auch

GründerInnen, die vor der Gründung

Leistungen nach dem SGB III bezogen,

also Ich-AG-Förderung, Unterhalts- oder

Arbeitslosengeld bekommen haben.

Mit einem monatlichen Beitrag von

39,81 Euro, 12 Monate lang gezahlt,

14

erwerben sie für den Fall der Arbeitslosigkeit

einen sechsmonatigen Anspruch

auf Arbeitslosengeld, nach 24

Monaten Beitragszahlung bekommen

sie 12 Monate Geld von der Arbeitsagentur.

Die Höhe der Zahlung hängt

von der Qualifikation der Versicherten

ab und reicht von 696,90 Euro für kinderlose

Ungelernte (Steuerklasse III)

bis 1233,30 Euro für Hochschulabsolventen.

Wichtig: Bei Neugründungen muss der

Antrag innerhalb eines Monats nach

der Gründung erfolgen. Auch wenn die

Gründung bereits einige Jahre zurück

liegt, kann ein Anspruch auf freiwillige

Arbeitslosenversicherung bestehen.

Informationen hat die zuständige Arbeitsagentur

am Wohnort.

ad

Beratung und Info:

Gründer- und TechnologieCentrum

Gummersbach GmbH (GTC)

Gründungslotse Jens Birkholz

T: (0 22 61) 8 14-509

I: www.go-mit.de

+ + + G R Ü N D U N G S I N F O S

+++ Infoveranstaltung:

Franchise als

Gründungs-Chance

Für Existenzgründungen, aber auch für

bereits bestehende Unternehmen steht

Franchise für eine Chance: Junge Unternehmen

können vom Know-how und

der Unterstützung des Franchisegebers

profitieren. Die Industrie- und Handelskammer

zu Köln, Zweigstelle Oberberg,

informiert in einer kostenfreien

Vortragsveranstaltung über Verlauf,

Chancen und Risiken des Franchising.

Gesprächspartner ist Bernd-Rüdiger

Faßbender, Präsident und Vorstandsvorsitzender

des Deutscher Franchise

Nehmer Verbandes e.V. in Bonn. ad

Termin: 17. Mai, 16.00 Uhr

Ort: IHK Köln, Zweigstelle

Oberberg, Talstraße 11

51643 Gummerbach

Anmel- Mathias Härchen

dung: T: (0 22 61) 81 01-952

F: (0 22 61) 81 01-979

E: mathias.haerchen@

koeln.ihk.de.

OBERBERGISCHE

impulse


Beim Entwicklungsprozess stehen für

Gelfarth stets die einzelnen Funktionen

eines Produktes im Vordergrund: Bevor

er an das Ganze denkt, sucht der

Ingenieur zunächst die besten Teillösungen

und beseitigt alles Überflüssige.

So entwarf er mit seinem Team

aus freien Ingenieuren auf dem Zeichenbrett

einen Rollstuhl, der Treppen überwinden

sollte. Oder derzeit in Arbeit:

der innovative Tischkicker mit dem Zukunfts-Design,

motorisierte Gartengeräte

und einiges mehr.

Geschäftseröffnung:

November 2005

Besonderheiten:

Entwicklung für technische Produkte

der Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie.

Produkte werden transparent

und schrittweise in ihre Funktionen

zerlegt, für die dann optimale

Lösungen gefunden werden. Ideenfindung

und Konzepterstellung,

Netzwerk:

Kooperation mit speziellen Ingenieuren

unterschiedlicher Fachbereiche.

I M P R E S S U M

Herausgeber:

Oberbergischer Kreis - Der Landrat

und Gründer- u. TechnologieCentrum

Gummersbach GmbH (GTC)

Kontakt-Anschrift:

Bunsenstr. 5, 51647 Gummersbach

Anzeigenleitung:

GTC GmbH,

T: (0 22 61) 81 45 00

F: (0 22 61) 81 49 00,

E: info@gtc-gm.de

Redaktion:

V.i.S.d.P.: Susanne Roll, GF GTC GmbH

Chefredaktion: Peter Schmidt (psch)

Redaktion: Andrea Dercks (ad),

Volker Dick (vd), Elke Knabe (ek)

Abo: 4 Ausgaben für 20 Euro - Info im Internet: www.oberbergische-impulse.de

OBERBERGISCHE

impulse

Redaktionsanschrift:

Journalistenbüro profil/

Oberbergische Impulse

Bismarckstr. 1, 51643 Gummersbach

T: (0 22 61) 92 62 10,

F: (0 22 61) 92 62 24

E: redaktion@oberbergische-impulse.de

Layout & Satz:

CE Grafik-Design

Zum Würmel 6, 51643 Gummersbach

T: (0 22 61) 2 99 66

I: www.ce-grafik-design.de

Druck:

Gronenberg GmbH & Co. KG, Wiehl

Druckauflage/Erscheinungszeitraum:

11.000 Exemplare/4 x pro Jahr

- - E X I S T E N Z G R Ü N D U N G

gelfarth - büro für produktentwicklung:

Ideen aus der Vogelperspektive

Leichter, schneller, bunter, besser - Produktentwickler Rüdiger Gelfarth macht

Wünsche wahr, die bisher unerfüllt blieben. Mit Erfahrung und unvoreingenommen

nimmt der Geschäftsführer von „gelfarth - büro für produktentwicklung“

im Gummersbacher Gründer- und TechnologieCentrum (GTC) Neuentwicklungen

und Optimierungen ins Visier.

Wenn auch das erste Projekt - der

treppenüberwindende Rollstuhl - nicht

in Serie ging, so hat sich die Entwicklung

doch gelohnt: „Wir haben erfahren,

was alles möglich ist - vorausgesetzt,

man ist in der Lage, sich vom

Ausgangsprodukt zu lösen.“ Diese

Unvoreingenommenheit zeichnet den

Werkzeugmacher und Diplom-Maschinenbauer

aus.

Entwicklung als Teamwork

Im Team mit freiberuflichen Ingenieuren

verschiedenster Fachrichtungen,

die Gelfarth ganz nach Bedarf beauftragt,

arbeitet er vor allem für die technische

Gebrauchs- und Konsumgüterindustrie.

Dass er als Dienstleister

außerhalb der Betriebsstrukturen des

Auftraggebers agieren kann, fördert

innovative und kreative Lösungen. „Ich

habe nichts mit irgendwelchen personellen

Machtstrukturen zu tun. Das

bringt frische Ideen.“

Da er vor der Gründung Produktentwicklungsabteilungen

- unter anderem

im ehemaligen Gummersbacher Traditionsunternehmen

Ackermann - geleitet

hat, kennt er die Bedürfnisse der

Unternehmen. Darum legt er besonde-

ren Wert darauf, dass der Entwicklungsprozess

jederzeit transparent

bleibt. „Erst nach gründlichen Absprachen

zerlegen wir ein Fabrikat auf dem

Papier, entwerfen Teillösungen und fügen

es wieder zu einem theoretisch

kompletten Produkt zusammen. Danach

erfolgt die Konstruktion und die

Fertigung des Prototyps.“ Jede Phase

startet Gelfarth nach Rücksprache mit

dem Kunden. Auch die Buchung von

Teillösungen ist möglich - erwünscht ist

die Einmischung des Kunden.

Mit solider Ausbildung und jahrelanger

Berufserfahrung im Rücken wagte

Rüdiger Gelfarth im November letzten

Jahres den Schritt in die Selbstständigkeit.

Er weiß: „Ohne technisches

Know-how geht man unter auf diesem

gigantischen Markt.“ Die Möglichkeit,

Geschäftsräume im GTC zu mieten, gab

seinem Gründungsvorhaben zusätzlichen

Rückenwind: Der 40-jährige hatte

sich vor Jahren bei einem Tag der

offenen Tür aus Neugier umgeschaut,

als die Existenzgründung näher rückte,

war schnell klar: „Da ziehst du ein.

Ich brauche ein Büro, ich will nicht zu

Hause arbeiten.“ Gelfarth nutzt die Infrastruktur

des GTC: „Das spart Kosten,

außerdem ist das GTC eine hervorragende

Adresse“. Nach der Startphase

kann er sich eine größere Firma

mit eigenen Räumen und festen Mitarbeitern

vorstellen.

Andrea Dercks

Kontakt:

gelfarth -

büro für produktentwicklung

Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Gelfarth

Bunsenstraße 5

51647 Gummersbach

T: (022 61) 8 14-114

F: (022 61) 8 14-900

E: mail@gelfarth.de

I: www.gelfarth.de

15


Eigenkapitalquote:

Indikator für gesunde

Unternehmen

Die Bedeutung und der Anteil der Eigenkapitalquote wachsen. Basel II und die

steigende Zurückhaltung bei Kreditvergaben seitens der Banken sind wesentliche

Ursachen. Finanzexperten sehen dies mit Freuden, sind aber noch lange

nicht zufrieden - nach wie vor appellieren sie an Unternehmen, die Eigenkapitalquote

zu stärken.

„30 Prozent Eigenkapitalquote sollte

es schon sein, unabhängig in welcher

Branche ein Unternehmen tätig ist“,

findet Siegmar Kasemann, Prokurist

der Creditreform Gummersbach.

Immerhin 19,3 Prozent der Unternehmen

in der Region erfüllen diese Voraussetzungen,

das fand die jüngste

Untersuchung zur „Wirtschaftslage im

Mittelstand“ vom Herbst 2005 heraus.

33,3 Prozent der Mittelständler können

nicht einmal eine 10-prozentige

Eigenkapitalquote aufweisen. Die gute

Nachricht: Die Quote steigt durch alle

Branchen und alle Betriebgrößen hin-

16

durch. Ebenfalls unstrittig ist die Notwendigkeit,

die Anteile des Eigenkapitals

im Unternehmen weiter zu erhöhen.

Strittig dagegen die Aussagen zur

Eigenkapitalquote für Unternehmen:

„Pauschalaussagen zur Eigenkapitalquote

sind eigentlich nicht zu machen,

man muss immer den Einzelfall sehen“,

betont dagegen Thorsten Hildebrand,

Bereichsdirektor Beteiligungen der

Kreissparkasse (KSK) Köln. „ Optimale

Werte sind abhängig von der Betriebsgröße,

der Branche und der Unternehmensphase.“

Wer keine Gewinne ins Unternehmen

stecken kann, kann seine Eigenkapitalquote

auch auf anderem Wege steigern.

So durch:

● Leasing: „Mieten statt kaufen“

- besonders geeignet für EDV-Anlagen,

Maschinen, Fuhrparks oder Fabrikhallen.

Die meisten Leasinggesellschaften

finanzieren bis zu 100 Prozent

der Anschaffungskosten, während

bei Banken die Schmerzgrenze oft

schon bei 60 Prozent erreicht ist.

● Factoring: Hohe Außenstände in

Form von offenen Rechnungen lassen

die Eigenkapitalquote absacken und

schaden zudem der Liquidität. Am

schnellsten kommen Unternehmen an

ihr Geld, indem sie die fälligen Forderungen

verkaufen. Sie erhalten von der

Factoring-Gesellschaft in der Regel bis

zu 90 Prozent der offenen Forderungen.

(Internettipp: www.factoring.de).

● Assed Backed Securities (ABS):

Bei diesem Verfahren zur Eigenkapitalerhöhung

werden die Forderungen in

Wertpapiere umgewandelt und dann

OBERBERGISCHE

impulse


verkauft. Käufer ist meist eine eigens

dazu gegründete Gesellschaft, welche

sich über den Wertpapierverkauf refinanziert.

● Mezzanine-Beteiligungen: Hier stellen

Investoren befristet Kapital zur Verfügung

- zu festgelegten Verzinsungen

und für eine bestimmte Zeit. Meist

werden diese Beteiligungen als nachrangiges

Darlehen vergeben, das heißt,

bei einer Insolvenz wird der Investor

erst nach den anderen Gläubigern bedacht,

aber noch vor den Gesellschaftern.

Im Unterschied zum Gesellschafter

greifen Mezzanine-Kapital-Geber

nicht in das operative Geschäft ein, es

werden meist Informationsrechte vereinbart.

Infos:

Umfangreiche Informationen

und Links:

Gründungsnetzwerk Oberberg

„GO MIT“: www.go-mit.de,

Rubrik Finanzierung /

Förderprogramm.

Wir beraten Sie persönlich!

OBERBERGISCHE

impulse

Sonderfall Existenzgründungen

Ein zusätzliches Handicap bei der Eigenkapitalfinanzierung

haben oft junge

Unternehmen. Sogar um an öffentliche

Darlehen heran zu kommen, benötigt

eine Gründerin oder ein Gründer 15

Prozent Eigenkapital. Dann ist es aber

möglich, beispielsweise ein Unternehmerkapital-Darlehen

(ERP-Kapital für

Gründungen: 0 - 2 Jahre) zu beantragen,

welches das Eigenkapital auf max.

40 Prozent aufstockt. Zudem stellen

auch Banken Existenzgründungen Kapital

zur Verfügung. Im Oberbergischen

Kreis bietet beispielsweise die KSK-

Wagniskapital GmbH solche Beteiligungen

an. Diese Tochter der KSK Köln,

deren weitere Gesellschafter die Spar-

Eigenkapital und Eigenkapitalquote

S E R V I C E

Foto: CE

kasse Gummersbach-Bergneustadt und

die Sparkasse der Homburgischen Gemeinden

in Wiehl sind, verspricht geballte

Finanzkompetenz der Region für

einen Unternehmensstart mit solider

Eigenkapitalquote.

Elke Knabe

Das Eigenkapital besteht aus dem Grundkapital (gezeichnetes Kapital), angesammelten

Rücklagen, dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr und dem Jahresüberschuss.

Die Eigenkapitalquote zeigt, in welchem Umfang der Inhaber sich mit eigenem

Kapital an der Finanzierung seines Unternehmens beteiligt. Die Firma ist

umso kreditwürdiger, je höher die Quote ist.

DHPG Dr. Harzem + Partner KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Als Teil der Dr. Harzem & Partner Gruppe mit 7 Standorten im Rheinland und rd. 350 Mitarbeitern stehen wir

Ihnen in Gummersbach mit fünf Partnern und insgesamt rund 65 Mitarbeitern, von denen 17 die Qualifikation

als Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Rechtsanwalt haben, zur Verfügung. Wir vereinen Experten verschiedener

Fachdisziplinen, die Beratung aus einer Hand gewährleisten. DHPG-Berater kennen die Anforderungen

des Tagesgeschäftes und die regionalen Besonderheiten, die oft die Basis für einen grenzüberschreitenden

Geschäftserfolg bieten.

Wir begleiten mittelständische Unternehmen und Konzerne, Verbände, Betriebe der öffentlichen Hand, gemeinnützige

Organisationen und Privatpersonen mit einem umfassenden und ganzheitlich orientierten Angebot

aus einer Hand.

Seit mehr als 25 Jahren sind wir Mitglied von NEXIA International. Sie profitieren hierdurch von einer Beratung,

die lokales Markt-Know-How und die Vorteile eines internationalen Netzwerkes miteinander verknüpft.

Bunsenstraße 10 a

51647 Gummersbach

Telefon: 0 22 61 / 81 95 0

Telefax: 0 22 61 / 81 95 199

www.DHPG-Gummersbach.de

DR. HARZEM & PARTNER GRUPPE

17


18

Wir sind Ihre Weiterbildungseinrichtung

in Ihrer Nähe:

● Vom Hauptschulabschluss

bis zum Abitur finden Sie bei

uns den Zweiten Bildungsweg

● Deutsch als Fremdsprache

ebnet Ihren Mitarbeitern den Weg

in eine erfolgreiche Zukunft. Wir

bieten überregional anerkannte

Kurse mit Zertifikaten.

● Eine Vielzahl von Fremdsprachen

können Sie bei uns buchen. Wir

schulen MitarbeiterInnen Ihres

Betriebes zum Beispiel in aktuellen

Computerkursen oder Führungstrainings

und vieles mehr!

Die vielen Möglichkeiten entnehmen

Sie bitte unserem Programmheft. Als

leistungsfähige VHS suchen wir immer

wieder geeignete Kooperationspartner.

Sie haben Ideen - Sie haben Wünsche -

wir setzen sie um!

Das Team der KVHS

Telefon: (0 22 61) 81 90-0

Telefax: (0 22 61) 81 90-27

e-Mail: info@vhs.oberberg.de

Internet: www.vhs-oberberg.de

Bildungsscheck:

Zuschüsse für

die Bildung

Nur wer sich bildet und seine MitarbeiterInnen

weiter qualifiziert, steigert

seine Chancen und seine Marktfähigkeit.

Doch kleinere und mittlere

Betriebe sparen noch oft an der Bildung.

Den finanziellen Aufwand reduziert der

neue Bildungsscheck. Denn die Hälfte

der Kosten übernimmt das Land NRW

für MitarbeiterInnen und für kleine und

mittelständische Unternehmen bis 250

MitarbeiterInnen. Egal ist, ob die Weiterbildung

während der Arbeitszeit oder

der Freizeit durchgeführt wird.

Bedingung ist aber, dass die zu qualifizierenden

Personen in den vergangenen

zwei Jahren an keiner beruflichen

Weiterbildung teilgenommen haben.

Dann übernimmt das Land NRW mit

Mitteln des Europäischen Sozialfonds die

Hälfte der Kosten, maximal 750 Euro.

psch

Weitere Infos:

Für Unternehmen:

Oberbergischer Kreis

Amt für Wirtschaftsförderung

Bernd Creemers

Moltkestraße 34

51643 Gummersbach

T: (0 22 61) 88-6468

E: bernd.creemers@obk.de

● IHK Köln, Zweigstelle Oberberg

Ingrid Schmidt,

Talstraße 11

51643 Gummersbach

T: (0 22 61) 81 01-0

E: ingrid.schmidt@koeln.ihk.de

Für MitarbeiterInnen:

● KVHS Oberbergischer Kreis

Michael Posth

Mühlenweg 3

51645 Gummersbach

T: (0 22 61) 81 90 10

E: michael.posth@vhs.oberberg.de

● IHK Köln, Zweigstelle Oberberg

Ingrid Schmidt

Talstraße 11

51643 Gummersbach

T: (0 22 61) 81 01-0

E: ingrid.schmidt@koeln.ihk.de

OBERBERGISCHE

impulse


W I R T S C H A F T S F A K T E N

Wirtschaftsförderung

Vorbild Widufix

Widukind, Herzog der Sachsen, kämpfte heldenhaft gegen

Karl den Großen - und verlor. Heute kämpft statt Widukind

der Widufix, ist aber bei der Wirtschaftsförderung für den

Kreis Herford äußerst erfolgreich. „Am Projekt Widufix

wollen wir uns orientieren, wenn wir die Wirtschaftsförderung

optimieren“, so Jochen Hagt, Dezernent für

Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises.

Widufix, das steht einerseits für Menschen. Klaus Goeke, Wirtschaftsförderer

der Kreisverwaltung Herford, repräsentiert

Widufix genauso wie Meike Lübbe, die ständige Ansprechpartnerin.

Doch Widufix ist mehr - Widufix ist ein Netzwerk

von mittlerweile 37 Institutionen. Zunächst aber wurden in

der Kreisverwaltung Geschäftsprozesse optimiert. Dann entstand

ein Netzwerk von Kommunen, Kammern, Bezirksregierung

und viele mehr. Herausgekommen sind spürbare Ergebnisse.

Zum Beispiel „garantieren wir nach Kontaktaufnahme

eine Reaktion binnen der nächsten 24 Stunden und ermöglichen

einen Vor-Ort-Termin binnen fünf Tagen“. Und weiter: Ein

Bauantrag „ist nach spätestens acht Wochen genehmigt

- meist geht es in der Hälfte der Zeit.“ Einen Behördenlotsen

gibt es bei Widufix nicht, aber eine Ansprechpartnerin für

Schwierigkeiten. Die zentrale Kontaktstelle ist täglich zehn

Stunden erreichbar - auch am Freitag. „Und die Unternehmen

vor Ort wissen, dass sie mich auch am Wochenende

anrufen können“, betont Goeke. Engagement ist der Schlüssel

zum Erfolg - heute gilt Widufix in Deutschland, in Finnland

und Österreich als beispielhaftes Projekt. psch

Anzeige

Burkhardt Müller, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater,

geschäftsführender Gesellschafter der

DHPG Dr. Harzem & Partner KG, Gummersbach

Bundesfinanzhof klärt Unsicherheiten bezüglich

der Anforderungen an ein Fahrtenbuch

In zwei Urteilen aus dem November 2005, die am 1. März

2006 veröffentlicht wurden, hat der BFH unmissverständlich

die Anforderungen an Unternehmer und Mitarbeiter,

die einen Firmenwagen auch privat nutzen und von der

1 %-Regelung abweichen wollen, dargelegt.

Danach ist unabdingbare Voraussetzung, dass ein

Fahrtenbuch zeitnah und in geschlossener Form geführt

wird. Ein anderweitiger Beweis zur Aufteilung der gefahrenen

privaten und geschäftlichen Kilometer, wie dieser

auch lückenlos z. B. in diversen Einzelaufzeichnungen zu

führen sei, genügt den gesetzlichen Anforderungen an ein

Fahrtenbuch nicht. Unzulässig ist auch das Sammeln von

Einzelaufzeichnungen und anschließender Übertragung

ins Fahrtenbuch.

Soll das Fahrtenbuch in elektronischer Form geführt werden,

ist sicherzustellen, dass spätere Änderungen in der

Datei selbst dokumentiert und bei gewöhnlicher Einsichtnahme

in die Datei offengelegt werden. So ist z. B. das

Führen eines Fahrtenbuches in Form einer Excel-Datei

unzulässig, auch wenn diese vollständig und zeitnah

geführt wird.

Die beiden BFH-Urteile beziehen sich ausdrücklich auf

die Ermittlung des privaten Nutzungsanteils für genutzte

Firmenfahrzeuge. Für die Ermittlung, ob Fahrzeuge zu

mehr als 50 % betrieblich genutzt werden, sind diese

Urteile nicht unmittelbar anzuwenden.

OBERBERGISCHE

impulse

19


Harald Pflitsch

Kopf frei für Erfindergeist

Kabel schützend ummanteln, sicher

verschrauben und industriegerecht verlegen:

Das ermöglichen die Produkte

der Hückeswagener Firma, die weltweit

vertrieben werden. Das Motto „Wir

überwinden Grenzen“ bezieht Harald

Pflitsch aber nicht allein auf Ländergrenzen,

sondern ebenso auf Barrieren

im Betrieb. Deshalb legt der 59-

Jährige großen Wert auf das Zusammenspiel

aller Abteilungen, um den

Kunden maßgeschneiderte Lösungen in

Sachen Elektroinstallation bieten zu

können.

20

Ihr Service für Firmenfeiern,

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Auch eine weitere Grenze mag Pflitsch

nicht akzeptieren: die Trennung von

Beruf und Familie. „Ich bin schon als

Steppke zwischen den Maschinen herumgelaufen“,

erinnert er sich. Das lassen

heute die Sicherheitsbestimmungen

nicht mehr zu. Trotzdem sollen Kinder

künftig in den Betrieb kommen können,

wenn andere Betreuungsmöglichkeiten

ausfallen. Gedacht ist beispielsweise

an die Einrichtung einer Spielecke.

Flexible Arbeitszeitmodelle, betriebsnahe

Betreuung, Telearbeitsplätze:

All das will die Firma nach und

nach umsetzen. „Wir haben derzeit 96

Kinder“, zählt Harald Pflitsch nach Art

eines Familienoberhaupts den Nachwuchs

des Personals zusammen.

Mitarbeiter mit Potenzial

Von Volker Dick

Schon als Junior war er vor allem für die Zukunft des Unternehmens zuständig.

Und auch heute noch hält sich Harald Pflitsch, Geschäftsführer der Pflitsch

GmbH & Co. KG, im Tagesgeschäft zurück, um freie Sicht nach vorn zu haben

- getreu seinem Motto: „Wir überwinden Grenzen“.

Überhaupt weiß er gut Bescheid, wie

es um das Wohl seiner Leute bestellt

ist. Täglich lässt er sich in den Abteilungen

blicken, führt zwei bis drei längere

Gespräche und kann so ziemlich

genau sagen, wo der Schuh drückt:

nicht nur in privaten Angelegenheiten,

sondern auch wenn´s um den Betrieb

geht. „Die besten Anregungen kommen

von den Mitarbeitern“, betont er, immer

wieder erstaunt über deren Potenzial.

Auch auf das Bergische Land hält er

große Stücke: „Wir sind eine sehr kreative

Region“, findet Harald Pflitsch. Um

das zu unterstreichen, setzte er sich

für die Gründung des „Radevormwalder

Unternehmens-Netzwerks“ ein, dazu

gedacht, Geschäftspartner vor der

Haustür zu finden. Das Modell entwickelt

sich so gut, dass es ein entsprechendes

Netz demnächst auch in

Hückeswagen geben wird - natürlich mit

Pflitsch als einem der Initiatoren, wie

er insgesamt die Dinge gern anpackt:

ob es um die Renovierung des Turms

P O R T R Ä T

Rund um den Globus

Die Firma Pflitsch wurde 1919 in

Marienheide-Linge gegründet, 1938

siedelte das Unternehmen nach

Hückeswagen um. Von 1965 bis

heute wuchs es von 18 MitarbeiterInnen

auf 170. Im Mittelpunkt

steht die Produktion hochwertiger

Kabelverschraubungen und individueller

Kabelkanäle für den Einsatz

in der Industrie. Mit einem Stamm

aus 6.000 aktiven Kunden weltweit

erzielte Pflitsch 2004/05 einen

Umsatz von 22 Millionen Euro.

der Hückeswagener Pauluskirche geht,

den Einsatz für moderne Kunst oder

um die Fusion der Raiffeisenbank Radevormwald

mit der Volksbank Oberberg,

in deren Aufsichtsrat er sitzt.

Ideen aus der Jackentasche

„Ich bewundere unternehmerisches

Engagement“, sagt Harald Pflitsch und

zieht einen zusammenklappbaren Mini-

Locher aus der Jackentasche - der Beweis,

dass man aus alten Ideen immer

wieder Neues entwickeln kann. Um den

Kopf freizuhaben für Innovationen, überlässt

er das Tagesgeschäft weit gehend

einem vierköpfigen Führungsteam,

auch wenn das Delegieren nicht einfach

ist: „Man muss Zutrauen haben

und Fehler akzeptieren.“

Dass er bei aller Offenheit neuen Entwicklungen

gegenüber die Vergangenheit

nicht vergisst, zeigt die Einrichtung

des Werksmuseums 2004. Für Harald

Pflitsch eine einfache Rechnung: „Wer

sich seiner Wurzeln nicht bewusst ist,

kennt auch seine Ziele nicht.“

OBERBERGISCHE

impulse

Foto: Volker Dick


Hotel zur Post:

Landhotel auf hohem

Niveau

Willkommen zum Wohlfühlen - so empfangen Oscar und Marion Koch ihre

Gäste. Die Inhaber des Wiehler „Hotel zur Post“ führen ein Hotel, das auf den

Gast dezent wirkt, nicht aufdringlich - ruhig, entspannend, hochwertig. Und

innen die versteckten Qualitäten: Tagungsräume, die technisch aufwändig ausgestattet

sind. Ein Hotel, das sich seit Jahrzehnten immer weiter entwickelt.

Neuestes Beispiel: An der Hauptstraße

lädt seit Herbst 2004 Kochs Bistrorant

„Oscar“ zu Gaumenfreuden ein. Großzügige

Fenster, helle Räume, Holztische

schaffen eine rustikale und moderne

Atmosphäre, die dennoch ihren Reiz

und ihre Gemütlichkeit nicht verloren

hat. Oscar ist der Platz beispielsweise

für Seminargäste, die sich nach umfangreicher

Wissensvermittlung in

Ruhe entspannen wollen. Nicht ganz so

gediegen, etwas ungezwungener - also

echte Wohlfühl-Atmosphäre, die auch

von den Wiehler Gästen gerne genutzt

wird. „Hier haben wir eine Möglichkeit,

unsere Qualität mal in anderem Rahmen

anzubieten“, so Oscar Koch.

Das Bistrorant ist der aktuellste Beleg

für die kontinuierliche Entwicklung im

Hotel zur Post. Seit 1839 ist das Hotel

ein gastronomischer Betrieb. Was

damals als Poststation begann, das ist

heute ein ausgezeichnetes Hotel mit

umfangreichen Tagungsmöglichkeiten

- zuletzt 1989 erweitert. Heute befindet

sich der Hoteleingang verkehrsberuhigt

direkt am hoteleigenen Parkplatz,

den gastronomischen Betrieb dagegen

betreten die Gäste wie früher von der

Hauptstraße aus.

Rückblick

OBERBERGISCHE

impulse impulse

Innen dann haben die Gäste die Wahl

- entweder modern zu Oscar oder traditionell

in die Bergischen Stuben. Und

für wirklich wichtige Besprechungen

ziehen sich die Entscheider dann gerne

in die Claudius-Stube zurück. Acht Menschen

passen hier an den Tisch. Und

wenn die Schiebetür geschlossen ist,

dann ist hier wirklich geschlossene

Gesellschaft. „Hier wird dann bei gutem

Essen das wirklich Wichtige besprochen“,

weiß auch Hotelchef Koch.

Gemütlichkeit und Tagungs-Hightech

Ganz zum Entspannen eingerichtet ist

die Postschenke, die zwar immer wieder

renoviert, aber niemals grundsätzlich

umgebaut wurde. Hier an der Theke

bestimmen die Gäste und die Stimmung,

wann Schluss ist.

Die Firmenkunden profitieren im Hotel

zur Post auch bei der Technik von der

kontinuierlichen Modernisierung. Hier

findet sich Tagungs-High-Tech. Beispielsweise

die Raumbeleuchtung, die

sich mit nur wenigen Berührungen des

kleinen Touch-Screens an der Wand

situationsgerecht anpassen lässt.

Beamer, Flipchart, teilbare Räume

Schon seit 1839 prägt das Hotel zur Post die Stadt Wiehl. Nach durchaus

wechselvoller Geschichte ist es seit 1927 im Familienbesitz. Damals kaufte

der Urgroßvater Wilhelm Passmann das Haus und bewirtschaftete es bis 1962.

1963 erwarben Manfred und Lieselotte Koch das Haus, das heute von Sohn

Oscar und Frau Marion geführt wird. Seit rund 100 Jahren steht das Hotel für

seine gute Küche - damals gab es den besten Hummer der Umgebung im

Wiehler Hotel. Noch heute bietet das Hotel „Hummertage“ an - denn gute

Traditionen dürfen weiterleben.

- alles ist bei Bedarf verfügbar. Und auf

den neuesten technischen Stand. Auch

das zählt, wenn sich das Hotel zur Post

regelmäßig seine drei Qualitäts-Sterne

neu verdient.

Das kommt an - das Seminar-Geschäft

ist eine wichtige Säule für die Kochs.

Dann noch die Messegäste, die froh

sind, dass sich das Messeteam für den

nächsten Messetag erholen kann.

Im Frühjahr und Herbst kommen die

Wochenend-Ausflügler dazu, für die

ebenfalls spezielle Angebote entwickelt

wurden. Sei es das Kuschel- oder

Wanderwochenende, das Bergische

Wochenende oder die Sommer-Arrangements

im Juni und Juli.

Kontakt

Peter Schmidt

Hotel zur Post

Hauptstr. 8-10

51674 Wiehl

T: (0 22 62) 7 90-0

F: (0 22 62) 9 25 95

E: info@hotel-zur-post-wiehl.de

I: www.hotel-zur-post-wiehl.de

Fotos: Hotel zur Post

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Harte Arbeit in Steinbrüchen und beim Hufschmied (rechts)

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Straße der Arbeit:

Der Industriegeschichte

auf der Spur

Immer dem halbierten Wagenrad nach. Am besten von Nord nach Süd - also

von Radevormwald bis Morsbach. Rund 280 Kilometer lang ist die „Straße

der Arbeit“, der industriekulturelle Wanderweg im Oberbergischen. Die Etappen

bieten für alle etwas - für Spaziergänger und Weitwanderer. Zwischen 8

und 16 Kilometer lang sind üblicherweise die Streckenabschnitte, mal als Rundtour,

mal als Strecke mit Bus- oder Autotransfer zurück zum Ausgangspunkt.

Wege zu den Ursprüngen oberbergischer

Industrialisierung - die sind reizvoll

und abwechslungsreich. Nur an wenigen

Orten Deutschlands lässt sich so

hautnah erleben, wie die Industrialisierung

ihre Spuren hinterlassen hat. Denn

das Oberbergische ist Teil des ältesten

Industriegebietes Deutschlands. Hier

wurden schon im frühen Mittelalter

stabile Stähle zu Schwertern geschmiedet.

Der Wasserreichtum war die Basis

einer Entwicklung, die sich auf der

„ Straße der Arbeit“ wieder erleben lässt.

Wanderweg des Jahres

Übrigens: Die Straße der Arbeit ist für

Wanderer so attraktiv, dass sie der

Sauerländische Gebirgsverein (SGV)

als Wanderweg des Jahres 2006/

2007 ausgezeichnet hat. Denn auf der

Straße der Arbeit verknüpft sich Industriegeschichte

mit Natur erleben

- Wandern entlang der Talsperren,

durch weitläufige Wälder und spannende

Naturräume.

OBERBERGISCHE

impulse

Fotos: Straße der Arbeit


Dazu ist die Straße der Arbeit in verschiedene

Themen-Abschnitte unterteilt.

Zum Beispiel ganz im Norden.

Dort startet die Strecke mit der

„weißen Route“ - der Route der Textilindustrie.

Es geht von Wuppertal-

Beyenburg entlang der Wuppertalsperre

bis nach Hückeswagen und später

nach Wipperfürth. Bei Beyenburg

auf den Wupperwiesen wurden in früheren

Jahrhunderten Garne und Tücher

gebleicht. Am Wege liegt das

Textilmuseum Wülfing, wo sich ein rühriger

Verein um den Erhalt dieser berühmten

und mittlerweile stillgelegten

Fabrik kümmert.

Museen an der Strecke (Auswahl):

Wülfing Museum

Am Graben 4-6

42477 Radevormwald

T: (0 21 91) 6 69 94

geöffnet:

Di. und Sa. 9.30 bis 12.30 Uhr

April bis Oktober zusätzlich jeden 2.

und 4. Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr

I: www.wuelfingmuseum.de

OBERBERGISCHE

impulse

Und weiter geht es - beispielsweise folgt

die gelbe Route der historischen Bergischen

Eisenstraße und der etwas kleineren

Homburgischen Eisenstraße.

Hier finden sich die Reste explodierter

Pulvermühlen oder auch alte Fuhrmannskneipen.

Im Verlauf führt die

„Straße der Arbeit“ zu den Ursprüngen

der Eisenindustrie, zu den Steinhauern,

zu den Wassermühlen, durch historische

und Hohlwege und durch interessante

Naturschutzgebiete. So ist die

Straße der Arbeit auch ein Weg durch

die vielen verschiedenen Naturräume

des Oberbergischen: Hang-Moore,

Wälder, Talsperren, landwirtschaftlich

genutzte Gebiete und vieles mehr.

Damit die Wanderungen nicht allzu

mühselig werden, bieten einige Gastronomen

an der Straße der Arbeit nicht

nur Stärkung, sondern auch Informationen

und bei Bedarf auch Gepäcktransfer.

Denn Wandern muss heute

nicht mehr in Arbeit ausarten.

Peter Schmidt

Rheinisches Industriemuseum

Engelskirchen

Engelsplatz 2

51766 Engelskirchen

T: (0 22 63) 92 85-0

geöffnet:

Di. - Fr. 10.00 - 17.00 Uhr

Sa. - So. 11.00 - 18.00 Uhr

I: www.rim.lvr.de

Raumdesign

Wandgestaltungen

kreative Maltechniken

Industrieanstrich

Fassadengestaltung

Altbau- und Betonsanierung

Wärmedämmung · Anstriche

Bodentechnik

Dekorative Beschichtungen

Teppich- und Designbeläge

Industriebodenbeschichtung

Weitere Informationen:

02264/8453 · www.bondke.de

A K T I V

www.strassederarbeit.de

Hier werden auch thematische

Exkursionen angeboten.

www.sgv-bergischesland.de

Mehr Infos:

In der Naturarena

Rubrik „Unsere Angebote“

werden Bergisches alle Teilstrecken Land: ausführlich

beschrieben www.bergischesland.de

- entsprechende

Faltblätter Das liegen Schneetelefon als pdf-Datei

zum Herunterladen in Reichshof: bereit.

(0 22 65) 3 45

Museum

„Achse, Rad und Wagen“

Ohlerhammer

51674 Wiehl

T: (0 22 62) 78 12 80

geöffnet:

Sa. 14.30 bis 17.30 Uhr

I: www.bpw.de/unternehmen/

werksmuseum.html

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OBERBERGISCHE

impulse

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