Neues Ärzteportal läuft an - Krankenhaus Barmherzige Brüder

barmherzige.regensburg.de

Neues Ärzteportal läuft an - Krankenhaus Barmherzige Brüder

Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg

Hauszeitung der Dienstgemeinschaft und für die Mitglieder des Fördervereins

Neues Ärzteportal läuft an

Ethik - (gerade) auch schon bei den Kleinsten

Diabetes bei Kindern

2. Krebstag erfolgreich

23. Jahrgang · November 2012


2 intern 11/12

Inhalt

2 Grußwort des Geschäftsführers

3 Plattform für bessere Kommunikation

4 Krebs im Klartext

6 Ethik – (gerade) auch schon bei

den Kleinsten

9 Prof. Birgit Seelbach-Göbel

neu im DGGG-Vorstand

Gewinnspiel

10 Netzwerk für Familien mit

Diabetes-Kindern

Serie: Selbsthilfegruppen

kennenlernen

11 Kanufahrt für Kinder mit Diabetes

12 Werkwoche in Kostenz

13 Alles Gute, Prof. Wiedmann!

Ethik-Veranstaltung

Babys-Schnullerkette

14 Fit im Job

Kurs-Vorschau November - Dezember

15 Nächste Veranstaltungen

Herbstsalat mit Granatapfel

16 Einladung zur Kunstausstellung

Impressum:

22. Jahrgang

Ausgabe: 11/12

Herausgegeben vom

Krankenhaus Barmherzige Brüder GmbH

Prüfeninger Str. 86, 93049 Regensburg

Verantwortlich: Dr. Andreas Kestler,

Geschäftsführer

Redaktion: Svenja Uihlein (Pressesprecherin),

Franziska Schiegl

Bilder: Ethikkomitee, C. Jacklin, A. Zucker, Klassen

10/13 der Krankenpflegeschule, altrofoto.de,

privat, S. Uihlein, Kuffer-Marketing,

Diabetes-Team, A. Kestler, S. Thaler-

Schindlbeck

Titelbild: Kirsten Oberhoff – Herbststimmung

im Regensburger Stadtpark

Druck: Marquardt, Prinzenweg 11a,

93047 Regensburg

Auflage: 2385

erscheint zehn Mal jährlich

Redaktionsschluss für die 12/12-Ausgabe:

2. November 2012.

Redaktionsschluss ist immer der erste Wochentag des

Monats vor Erscheinen der Ausgabe.

Kontakt Pressestelle:

Tel. 0941 / 369-1061 oder -1062

Texte und druckfähiges Bildmaterial bitte an:

pressestelle@barmherzige-regensburg.de

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Texte

stilistisch zu überarbeiten und zu kürzen. Aus Gründen

der besseren Lesbarkeit der Texte wird bei Personennennung

auf die ausführliche Schreibweise "-er und

-innen" verzichtet. Generell werden stattdessen die

Begriffe stets in der kürzeren Schreibweise (z.B. Mitarbeiter)

verwendet. Dies versteht sich als Synonym

für alle männlichen und weiblichen Personen, die

damit selbstverständlich gleichberechtigt angesprochen

werden.

Liebe Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter,

in den kommenden Jahren stehen wir

vor großen Herausforderungen. Die europäische

Wirtschafts- und Finanzkrise

wird sicherlich über kurz oder lang

auch auf die deutschen Sozialsysteme

durchschlagen. Die privaten Krankenhausketten

werden versuchen, noch

mehr Terrain zu erobern - zumal viele

Träger durch die Tarifabschlüsse und

andere Faktoren im kommenden Jahr

noch mehr unter Druck geraten. Das ist

aber nur die eine Seite.

Ich schreibe dieses Vorwort aus Fatima,

wo ich zum Generalkapitel der Barmherzigen

Brüder eingeladen bin. In den

vergangenen beiden Tagen wurden im

Wesentlichen die Berichte des Generalpriors

und seiner Generalräte präsentiert

und diskutiert. Wenn man dabei komprimiert

die Probleme der Einrichtungen

im übrigen Europa und erst recht die der

Brüder und Mitarbeiter in Afrika, Asien

Dr. Kestler steht auch in Fatima in Kontakt mit der intern-Redaktion.

Hier hat er gerade kurz vor Drucklegung

oben stehendes Vorwort nach Regensburg geschickt.

Dr. Andreas Kestler, Geschäftsführer

und Südamerika sieht, so wird man doch

sehr bescheiden und auch zufrieden mit

den am Ende doch bewältigbaren Problemen,

die sich einem täglich stellen.

Das Kapitel wird sicherlich über die

Wahl der neuen Ordensleitung hinaus

wesentliche Impulse für die Entwicklung

des Ordens, die

Zusammenarbeit zwischen

Brüdern und Mitarbeitern

und die Besinnung auf

Geschichte, Auftrag und

Werte der Familie des

heiligen Johannes von Gott

geben. Dazu in den kommenden

Monaten mehr...

Ein Tipp noch: Die Website

der Generalkurie in Rom

www.oh-fbf.it hat viele

gut aufbereitete Informationen

über die Aktivitäten

des Ordens weltweit (auch

auf Deutsch). Sie ist immer

wieder einen Blick wert!

Herzliche Grüße aus Fatima

Ihr

Dr. Andreas Kestler


Plattform für bessere

Kommunikation

Neues Ärzteportal optimiert den Austausch

von Patientendaten zwischen

den niedergelassenen Ärzten und dem

Krankenhaus Barmherzige Brüder

Regensburg.

Was die Übermittlung von Patientendaten

angeht, so bricht in den Arztpraxen

der Region Regensburg und dem Krankenhaus

Barmherzige Brüder derzeit ein

neues Zeitalter an: Haus- und Fachärzte,

die ihre Patienten zu den Barmherzigen

Brüdern überweisen, können seit

neuestem die Arztbriefe, Röntgenbilder

und Befunde des Krankenhauses auf

elektronischem Weg abrufen. Dadurch

werden sowohl die Arbeitsabläufe als

auch die Kommunikation zwischen

Arztpraxen und Krankenhaus enorm

verbessert. „Die Zeiten, in denen Patientendaten

mittels Telefon, Faxgerät

oder Postversand mit erheblicher Mühe

und zeitlicher Verzögerung zwischen

dem Krankenhaus und den Arztpraxen

ausgetauscht wurden, sind endgültig

vorbei. Über das neue internetbasierte

Ärzteportal stehen den niedergelassenen

Ärzten unsere Krankenhausdaten

zu ihren Patienten ab sofort zur Verfügung“,

erklärt Dr. Andreas Kestler,

Geschäftsführer des Krankenhauses

Barmherzige Brüder. „Damit garantie-

ren wir eine zügige Weiterbehandlung

zum Vorteil unserer Patienten durch den

niedergelassenen Haus- oder Facharzt.

Dies konnten wir in einer intensiven

Testphase mit Praxen der Regensburger

Orthopädengemeinschaft unter Beweis

stellen.“

Verbesserte Zusammenarbeit

Die Verantwortlichen des Krankenhauses

Barmherzige Brüder Regensburg

sind überzeugt, mit Hilfe der modernen

Plattform künftig noch effizienter und

zugleich entspannter mit den niedergelassenen

Ärzten zusammenarbeiten

zu können. Besonders erfreulich: In

Beispielhafter Einblick in das neue Ärzteportal des Krankenhauses Barmherzige Brüder.

intern 11/12 3

der Arztpraxis muss kein gesondertes

Computerprogramm installiert werden,

und auch für den Krankenhausarzt fallen

keine zusätzlichen Arbeitsvorgänge

an. Stattdessen aktualisiert sich die Patientenakte

beim niedergelassenen Arzt

nach wenigen Computerklicks.

Patientendaten werden geschützt

Sicherheit und Datenschutz stehen für

das Krankenhaus an erster Stelle. Der

Geschäftsführer Dr. Kestler stellt heraus:

„Der Datenzugriff geschieht über

eine verschlüsselte, kennwortgesicherte

Onlineverbindung.“ Das Portal zudem

erfüllt die Anforderungen der europäischen

Datenschutzrichtlinien. Für die

technische Umsetzung des Ärzteportals

arbeitet das Krankenhaus mit der

CompuGroup Medical Deutschland

AG zusammen, einem führenden Unternehmen

für Computer-Lösungen im

Gesundheitswesen. „Damit ist eine professionelle

Umsetzung des Ärzteportals

und die Einhaltung der hohen Sicherheitsbestimmungen

selbstverständlich“,

so Dr. Kestler. „Auf die Daten haben

ausschließlich die behandelnden Ärzte

Zugriff. Die letzte Entscheidung, ob

wir die Krankenhausdaten per Post oder

elektronisch an den Hausarzt weitergegeben

dürfen, liegt jedoch beim Patienten

selbst.“

Svenja Uihlein


4 intern 11/12

Krebs im K

Knapp 400 Interessierte und Betroffene besuchten

den 2. Krebstag des Krankenhauses

Barmherzige Brüder Regensburg. Das Feedback

der Besucher zum neuen Veranstaltungskonzept

mit Experten-Talkrunden fällt sehr

positiv aus.

„Endlich mal fundierte Informationen über Krebs

– und zwar so, dass auch ich verstehe, was die Ärzte

da erzählen!“, betonte ein 57-jähriger Mann, einer

von circa 400 Besuchern auf dem 2. Krebstag

des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg.

Am Samstag, 6. Oktober, standen die neun

häufigsten Krebsarten von Darm- und Brustkrebs

bis hin zur Leukämie auf dem Programm.

Vermittelt wurden die Fakten nicht in schwer

verständlichen Frontalvorträgen, sondern in gut

vorbereiteten Talkrunden, denen die Zuschauer

leicht folgen konnten. Martin Linder, Moderator

beim hiesigen Regional-Fernsehsender TVA, redete

die Sprache der Betroffenen. Und die Ärzte

auf dem Podium antworteten ihm im Klartext.

Die Expertenrunden über Krebs wurde zudem

noch durch kurze Filmbeiträge aufgelockert, die

die Themen weiter vertieften und auch Betroffene

zu Wort kommen ließen. Zusätzlich gab es Fragestunden

zu wichtigen Hintergrundthemen wie

Patientenrechte, Pflege durch Angehörige sowie

Krebs und Psyche.


lartext

Talkrunden waren voller Erfolg

„Insgesamt war der Krebstag eine sehr gelungene

Veranstaltung“, stellte Krankenhaus-Geschäftsführer

Dr. Kestler heraus. „Wir haben

alle Besucher umfassend nach ihren Eindrücken

befragt. Insgesamt haben wir auf den Feedbackbögen

durchweg die Note 1-2 bekommen. Für

so ein schwieriges Thema wie Krebs ist das sehr

beachtlich. Insbesondere die Moderation kam

toll an. Auch zukünftig werden wir auf das neue

Konzept setzen, denn schließlich wollen wir nah

am Patienten sein.“

Eines wurde auf jeder Talkrunde sofort klar:

Krebs-Vorsorge ist unumgänglich. Ob Mammografie

für Frauen oder Darmspiegelung bei Männern

– eine frühzeitige Erkennung der Krebserkrankung

kann Leben retten. Zusätzlich erfuhren

die Besucher noch, welche Erfahrungswerte die

Ärzte mit den jeweiligen Krebsarten gemacht

haben, welche neuen Therapiemöglichkeiten es

gibt und wie der aktuelle Stand der Wissenschaft

ist. Die individuellen Gespräche nach den Talkrunden

mit den Ärzten gaben Erkrankten und

Angehörigen zusätzlich noch die Möglichkeit,

persönliche Fragen zu klären.

Svenja Uihlein

intern 11/12 5


6 intern 11/12

Ethik – (gerade) auch

schon bei den Kleinsten

Dr. Gregor Badelt, leitender Oberarzt

an der Klinik für Anästhesie und Kinderanästhesie

sowie stellvertretender

Vorsitzender des Ethikkomitees am

Krankenhaus Barmherzige Brüder,

berichtet in seinem Artikel über

die Fachinformationsveranstaltung

„Ethische Konflikte in der Neonatologie“.

Jedes Jahr kommen circa 15 Millionen

Kinder weltweit zu früh auf die Welt.

Ein Überleben dieser Kinder ist erst

durch Fortschritte der Perinatalmedizin

(perinatal = um die Geburt herum) und

Neonatologie (Neugeborenenmedizin)

möglich geworden. Gerade aber bei

dieser Patientengruppe stehen Eltern,

Ärzte und Pflegekräfte oftmals vor

schwierigen Fragen und Entscheidungen.

Zur Orientierung bei der ethischen

Reflexion in solchen Situationen hat das

Ethikkomitee am Krankenhaus Barmherzige

Brüder Regensburg am 18. Juli

2012 zu der Fachinformationsveranstaltung

„Ethische Konflikte in der Neonatologie“

in die Klinik St. Hedwig, dem

Standort des Perinatalzentrums, eingeladen.

Die Ärztliche Direktorin, Professor Birgit

Seelbach-Göbel, begrüßte neben den

zahlreichen Zuhörern im vollbesetzten

Ein vollbesetztes Auditorium hörte die Ausführungen.

Hörsaal der Klinik St. Hedwig besonders

die beiden Referenten, Professor

Hugo Segerer (Chefarzt der Abteilung

Neonatologie/ Diabetologie an der Klinik

St. Hedwig) und Professor Andreas

Schulze (Leiter der Neonatologie und

Leiter des Perinatalzentrums - Bereich

Neonatologie an der LMU München,

Campus Großhadern), beides zwei

sehr erfahrene Ärzte aus dem Bereich

der Frühgeborenenmedizin, zu diesem

brisanten Thema.

Die Referenten Professor Schulze und Professor Segerer sowie Moderator Dr. Badelt (v.l.n.r.).

Ethikberatung

Ethische Konflikte auf der Intensivstation,

im Besonderen auf neonatologischen

Intensivstationen, belasten nachweislich

alle beteiligten und betroffenen Personen.

Dr. Gregor Badelt, stellvertretender

Vorsitzender des Ethikkomitees,

erläuterte zur Einführung in das Thema

kurz die Arbeit des Ethikkomitees und

zeigte an dem hauseigenen Bedarf an

Ethikberatungen (Ethikkonsile) die hohe

Praxisrelevanz und den Nutzen für die

kleinen Patienten und Mitarbeiter auf.

Frühgeburt an der Grenze der

Lebensfähigkeit des Kindes

Professor Segerer stellte in seinem Vortrag

die interdisziplinäre Empfehlung

zur „Frühgeburt an der Grenze der

Lebensfähigkeit des Kindes“ (AWMF

online) als eine mögliche Hilfestellung

für das praktische Handeln in schwierigen

Situationen vor. Zur Bewertung und

Einordnung dieser Empfehlung sei es

allerdings notwendig, so der Referent,

dass sich eine Abteilung zunächst mit

den eigenen Zahlen und Wahrscheinlichkeiten

zu Überleben, Krankheits-


zuständen und Behinderungen unreifer

Frühgeborener befasse. So zeigen die

eigenen Erfahrungen der Neonatologie

der Klinik St. Hedwig, dass zum Beispiel

für die Gruppe der Frühgeborenen

< 1500g in dem Zeitraum 1996 bis 2009

die Wahrscheinlichkeit zu überleben mit

zunehmender Reife steigt (Überlebensrate

≤ 24. Schwangerschaftswoche:

60 Prozent im Vergleich Überlebensrate

30. Schwangerschaftswoche: 98

Prozent). Ebenso nimmt die Häufigkeit

schwerwiegender Komplikationen wie

Hirnblutung, Sehstörung, Darmerkrankung

und Lungenerkrankung bei den

Kindern mit einem höheren Geburtsgewicht

ab. So ist, wie Professor Segerer

aus eigener Untersuchung für die Jahre

2007 bis 2011 ausführte, eine Entlassung

ohne schwere Komplikationen

nach Hause bei Kindern zum Beispiel

mit einem Geburtsgewicht von 750 bis

999g in 79 Prozent der Fälle möglich, bei

Kindern mit einem Geburtsgewicht von

1250 bis 1499g in 98 Prozent der Fälle.

Letztlich erlauben aber alle diese statistischen

Ergebnisse keine individuelle

Prognosestellung, so dass jeder Patient

mit seiner eigenen Krankengeschichte

einzeln betrachtet werden muss.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen

betrachtete Professor Segerer die

Empfehlung zur „Frühgeburt an der

Grenze der Lebensfähigkeit des Kindes“

genauer, die im Jahr 2007 gemeinsam

von den deutschen Gesellschaften für

Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderheilkunde

und Jugendmedizin, perinatale

Medizin sowie Neonatologie und

pädiatrischen Intensivmedizin veröffentlicht

wurden.

Zusammenfassend seien hier einige

Kern aussagen aus der Empfehlung zitiert:

- Die Empfehlung richtet sich sowohl

an das Behandlungsteam als auch an

die Eltern.

- Jedes neugeborene Kind hat ein Recht

auf Leben.

- Entscheidungen werden im besten

Interesse des Kindes getroffen.

- Eltern haben das Recht, medizinischen

Maßnahmen bei ihrem Kind

zuzustimmen oder sie abzulehnen.

Für eine verantwortungsvolle Entscheidung

müssen sie von ärztlicher

Seite umfassend aufgeklärt werden.

Professor Segerer auf der Frühgeborenen-

Intensivstation.

- Eltern sollen darauf hingewiesen werden,

dass es ärztliche Aufgabe ist, im

Zweifel für das Leben zu entscheiden.

- Unmittelbar nach Geburt ist eine individuelle

Prognose unzuverlässig.

- Bei Kindern mit einem Alter von 22

bis 24 Schwangerschaftswochen ist

es gegenwärtig nicht möglich, nach

Schwangerschaftsalter oder Geburtsgewicht

eine eindeutige Behandlungsgrenze

zu ziehen.

Beim internationalen Vergleich von

Empfehlungen zum Beginn und Beendigung

lebenserhaltender Maßnahmen bei

Frühgeborenen gibt es unterschiedliche

Positionen. Während hingegen für die

Schwangerschaftswoche 22. bis 22+6

international Konsens bezüglich keiner

Empfehlung für aktive Behandlung besteht,

gilt zum Beispiel in Deutschland

und Österreich – so früh wie in keinem

anderen Land - bereits ab der 24.

Schwangerschaftswoche die folgende

Empfehlung: „Bei diesen Frühgeborenen

sollte grundsätzlich versucht zu

werden, das Leben zu erhalten.“ Diese

Regelung gilt in anderen Ländern zum

Teil erst ab der 25. Schwangerschaftswoche,

wie zum Beispiel in England

oder Spanien, oder ab der 26. Schwangerschaftswoche,

wie zum Beispiel in

den Niederlanden.

Abschließend machte Professor Segerer

noch auf einen weiteren Aspekt auf-

intern 11/12 7

merksam: die Rolle des Patienten und

der Mitarbeiter in einem konfessionellen

Krankenhaus wie dem Krankenhaus

Barmherzige Brüder. Ausgehend vom

Glauben sollten wir bei der Behandlung

unserer Patienten berücksichtigen, dass

jeder Mensch um seiner selbst willen

geachtet werden müsse und dass – ausgehend

von der „Heiligkeit des Lebens“

- das physische Leben nicht als das

höchste Gut anzusehen sei.

Besonderheiten der Medizinethik

in der Neonatologie

Als weiterer Spezialist auf dem Gebiet

der Frühgeborenenintensivmedizin

war als Gastreferent Professor Andreas

Schulze aus München eingeladen. Im

Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit

auf Frühgeborenenintensivstationen hat

er sich intensiv mit den Themen ethische

Konflikte, Therapiezieländerung

und Palliation (Linderung) in der Neonatologie

beschäftigt und hierzu auch

Publikationen veröffentlicht. Schwerpunkt

seiner Ausführungen war eine

systematische Analyse der Entstehung

und Lösung ethischer Konflikte in der

Neonatologie. Im Besonderen ging er

dabei auf die Themen Fragestellungen

in der Neonatologie, Morbiditätsstatistik

und die nicht-direktive Beratung von

Eltern ein.

Problemstellungen beziehungsweise

Fragestellungen in der Neonatologie

sind allgemein in folgende Kategorien

einzuteilen:

- Empirische Fragestellungen: Sensorische

Erfahrungen werden systematisch

erhoben und durch replizierbare

Beobachtungen und Experimente belegt.

- Formale Fragestellungen sind nicht

durch Naturbeobachtungen zu beantworten,

sondern finden Antworten in

von Menschen konzipierten formalen

Systemen, zum Beispiel Definitionen

aus dem Embryonenschutzgesetz.

- Philosophische beziehungsweise ethische

Problemstellungen: Dies betrifft

„vernünftige“ Fragen, die weder durch

empirische noch formale Methoden

beantwortbar sind, sondern nur durch

„systematische Argumentation“, zum

Beispiel Dialektik. Diese Argumentation

ist nur dann korrekt, wenn sie


8 intern 11/12

auch tatsächlich auf die konkrete Situation

zutrifft. Die ethische Dimension

berücksichtigt dabei vertretbare

Folgen für alle Beteiligten innerhalb

eines ethischen Konfliktes.

Wie sein Vorredner nahm auch Professor

Schulze Stellung zu den unterschiedlichen

Empfehlungen zur Behandlung

von Frühgeborenen im internationalen

Vergleich. Ein besonderes Anliegen

war ihm hierbei neben der Überlebenswahrscheinlichkeit

die Betrachtung der

so genannten Morbiditätsstatistik. Erst

durch sehr aufwendige und langwierige

Nachuntersuchungen ehemaliger

Frühgeborener seien hierzu Aussagen

möglich. Die Abteilung von Professor

Schulze hat zum Beispiel hierzu eine eigene

Sprechstunde mit der Möglichkeit

einer Datenerhebung konzipiert. Eine

seiner Kernaussagen hierzu war, dass

die Morbiditätsstatistik für überlebende

Frühgeborene entscheidend davon

abhängt, inwieweit bei schweren organspezifischen

Komplikationen eine

Bereitschaft besteht, Intensivmedizin

zugunsten einer palliativen Betreuung

aufzugeben.

„In der Perinatologie werden ethische

und religiöse Einstellungen über Entscheidungen

zu Reanimation / Intensivtherapie

unmittelbar zur Lebensrealität.“

Mit diesem Satz leitete der

Referent das nächste Kapitel seiner

Ausführungen ein. Bei der Beratung

von Eltern bezüglich Diagnosen und

Prognosen haben Ärzte dies zu berücksichtigen

und zu akzeptieren. Diese so

genannte nicht-direktive Beratung, wurde

bereits 1996 in den Codex der ethischen

Prinzipien für genetische Berater

aufgenommen.

Die nicht direktive Beratung ist durch

folgende Charakteristika gekennzeichnet:

- Sie ist individuum- beziehungsweise

familienbezogen.

- Sie verfolgt keine vorgegebenen gesellschaftlichen

Ziele.

- Sie ermöglicht und respektiert die

Autonomie der Betroffenen in ihrer

Entscheidung.

- Sie enthält keine Wertung der Positionen

und Entscheidungen der Betroffenen

durch die Ärzte (Vorsicht

Visite auf der Frühgeborenen-Intensivstation mit Professor Segerer, Dr. Annette Keller-

Wackerbauer und Benedikt Jochem (v.l.n.r.).

auch bei non-verbalen Äußerungen

wie zum Beispiel durch Gestik oder

Tonfall).

- Der Beratende kann als nicht persönlich

Betroffener die Situation des Patienten

nicht wirklich nachempfinden,

er sollte dies auch nicht vorzugeben

versuchen („ich weiß, was Sie jetzt

empfinden“).

- Er kann und sollte aber Empathie zeigen.

Ergänzend zu den Ausführungen einer

wertfreien Beratung zeigte Professor

Schulze anhand einer Studie aus dem

Jahr 2008, welchen Einfluss neben der

Form auch die Inhalte eines Beratungsgespräches

auf die Entscheidung der

Eltern haben können. Wird bei Diagnose-

und Prognosegesprächen Eltern

gegenüber mit Überlebenswahrscheinlichkeiten

im Vergleich zu Sterbenswahrscheinlichkeiten

argumentiert,

so entscheiden sich die Betroffenen

häufiger für anstatt gegen Wiederbelebungsmaßnahmen.

Bei Eltern mit einem

religiösen Hintergrund zeigt sich hierbei

kein Unterschied, allerdings entscheiden

sich diese Eltern grundsätzlich häufiger

für eine Wiederbelebung/ Fortführung

der intensivmedizinischen Maßnahmen

von zu früh geborenen Kindern.

Aus eigenen Untersuchungen berichtete

der Referent noch Wissenswertes

über die Gefühle und das Empfinden

der Eltern in beziehungsweise nach Gesprächs-

und Entscheidungssituationen.

So empfinden Eltern Überforderung in

einer palliativen Entscheidungsfindung

in 45 Prozent der Fälle, wenn sie aktiv

in den Prozess miteingebunden wurden.

Allerdings haben 95 Prozent diese

Einbeziehung als „angemessen“ empfunden.

Im Nachhinein bedauern nur 8

Prozent der Eltern die Beteiligung am

Entscheidungsprozess, 85 Prozent der

Eltern hatten wegen der getroffenen

Entscheidung keine Schuldgefühle. Mit

diesem Plädoyer für die nicht-direktive

Beratung und Miteinbeziehung der Eltern

in den Entscheidungsprozess beendete

der Referent aus München seinen

Vortrag.

Beide Referenten standen anschließend

dem sehr interessierten Auditorium Rede

und Antwort, so dass keine Frage unbeantwortet

blieb.

Sabine Beiser, Geschäftsführerin der

Klinik St. Hedwig, bedankte sich im

Anschluss an die Diskussion ganz herzlich

bei den zahlreichen Zuhörern. Ein

besonderer Dank galt natürlich den beiden

Referenten, Professor Segerer und

Professor Schulze für ihre Ausführungen

und Ihr Engagement, diese Veranstaltung

aktiv mitzugestalten.

Entscheidend nach einer solchen Veranstaltung

ist immer die Nachhaltigkeit,

mit der der Alltag in der Klinik positiv

beeinflusst wird.

Dr. Gregor Badelt

Stellvertretender Vorsitzender

Ethikkomitee


Professor Birgit Seelbach-Göbel

neu im DGGG-Vorstand

Professor Dr. Birgit Seelbach-Göbel,

Direktorin der Universitätsklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe am

Krankenhaus Barmherzige Brüder

Regensburg, wurde in München auf

dem 59. Kongress der Deutschen

Gesellschaft für Gynäkologie und

Geburtshilfe (DGGG) in den engen

Vorstand der Fachgesellschaft

gewählt. Professor Seelbach-Göbel wird

im Vorstand alle frauenheilkundlichen

Belange vertreten. Fachlich wird sie

sich insbesondere um den Bereich der

Geburtshilfe kümmern. Die DGGG ist

eine der größten medizinischen Fachgesellschaften

Deutschlands und besteht

seit 1885.

sui

Gewinnspiel „Work-Life-Balance“

Die intern-Redaktion verlost zwei

Regensburg-Gutscheinbücher für

2013. Bis zum 31.12.2012 kann jeder

Leser der Intern am Gewinnspiel teilnehmen.

Eine ausgewogene Work-Life-Balance

ist wichtig. Der Einklang zwischen

Berufs- und Privatleben tut jedem gut.

Wer in seiner Freizeit entspannt, fühlt

sich auch in seiner Arbeit wohler. Und

wer sich in seiner Arbeit wohlfühlt,

trägt auch dieses gute Gefühl mit nach

Hause.

Die Redaktion der intern plant deshalb

2013 in loser Folge Ausflugs-, Wander-

und Freizeittipps zu veröffentlichen.

Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe

und verlosen unter allen Einsendungen

zwei Regensburg-Gutscheinbücher für

2013. Das Gutscheinbuch enthält 105

Gastronomie- und 49 Freizeitgutscheine

für beispielsweise Restaurants, Freizeit-,

Wellness- und Shoppingangebote

rund um Regensburg.

Teilnahmebedingungen:

Bitte senden Sie uns ein

Word-Dokument mit einer

Beschreibung von einem

Freizeit- oder Ausflugstipp

(Wanderung, Spaziergang, Museum,

Familienaktivität, …) in Regensburg

oder in der angrenzenden Region zu.

Die Beschreibung muss mindestens

eine halbe Seite (12er Schrift Arial)

umfassen und sollte alle wichtigen

intern 11/12 9

Wenn man von Kelheim an der Donau entlang und durch den angrenzenden Wald zum

Kloster Weltenburg wandert, hat man diesen einmaligen Blick auf das Kloster. Im Anschluss

kann man mit einer Zille zum Kloster übersetzen und dort ein zünftiges Bier im

Weltenburger Biergarten genießen. Zurück nach Kelheim kommt man durch den berühmten

Donaudurchbruch: Entweder mit einem Ausflugsschiff oder auch wieder ganz beschaulich

mit einer Zille.

Informationen enthalten,

die man braucht, um dem

Freizeittipp nachgehen zu

können. Optimalerweise

schicken Sie uns auch

schon ein Digitalfoto zum

Freizeittipp in hoher Auflösung

(circa 500 KB) .

Bitte senden Sie Ihren Beitrag bis zum

31.12.2012 an:

pressestelle@barmherzige-regensburg.de

Bitte teilen Sie uns Ihren Namen und

Ihre vollständige Adresse für die Verlosung

mit. Falls Sie Mitarbeiter bei

uns im Haus sind, nennen Sie uns bitte

auch Ihre dienstliche Telefonnummer,

Ihre Klinik oder Abteilung sowie Ihre

Funktion. Die Daten werden selbstverständlich

vertraulich behandelt und nicht

weitergegeben. Die Namen der glücklichen

Gewinner werden im nächsten

Jahr veröffentlicht. Die Redaktion wählt

unter allen Einsendungen die schönsten

Freizeittipps für eine Veröffentlichung

aus. Selbstverständlich nennen wir Sie

dann auch als Tippgeber!

Viel Glück wünscht die

intern-Redaktion!


10 intern 11/12

Serie: Selbsthilfegruppen

kennenlernen

Netzwerk für Familien mit

Diabetes-Kindern

Marianne Magg ist Mutter einer

Tochter, bei der im Alter von zwei

Jahren Diabetes festgestellt wurde.

In ihrem Artikel schreibt sie darüber,

wie sie als Familie lernten, mit der

Krankheit umzugehen und stellt das

Netzwerk für Familien mit Diabetes-

Kindern vor.

Die Diagnose “Diabetes mellitus Typ I”

bei unserer damals zweijährigen Tochter

löste eine Flut von Fragen, Ängsten

und Unsicherheiten aus und stellte unser

gesamtes Familienleben von einem

Tag auf den anderen doch ziemlich auf

den Kopf. Medizinisch wurde unsere

Tochter in der Klinik St. Hedwig in

Regensburg hervorragend versorgt und

war schon nach wenigen Tagen wieder

quietschfidel. Sie fand das ganze

„Tamtam“, das um sie gemacht wurde,

lustig und unterhaltsam, während wir

Eltern vor kaum vorstellbaren Herausforderungen

standen: Welches Essen

muss wie angerechnet werden? Was

darf überhaupt noch gegessen werden?

Kontakt und

Informationen

Marianne Magg

Netzwerk für Familien mit Diabetes-Kindern

Marienstr. 16

93152 Nittendorf

Tel. 09404 641457

E-Mail jannimagg@aol.com

Weitere Infos gibt’s im Internet auf

www.diabetikerbund-bayern.de

Das Diabetesteam der Klinik St. Hedwig kümmert sich darum, dass Kinder und Eltern

auch zu Hause gut mit der Krankheit umgehen können.

Wie wird angemessen auf die ständigen

Blutzuckerschwankungen reagiert? Was

passiert bei Infekten?

Information, Schulung und Selbsthilfe

Vom Diabetesteam der Klinik St.

Hedwig wurden wir sehr einfühlsam

und geduldig informiert und geschult.

Nachdem der erste Schock verdaut war,

zeigten wir uns motiviert und lernten

schnell – schließlich war der Entlassungstermin

davon abhängig, wie gut

wir selbst die chronische Erkrankung

verstanden hatten und behandeln konnten.

Die Begegnung noch in der Klinik,

die uns zur Selbsthilfe führte, wird immer

in Erinnerung bleiben: Angeregt

durch die gemeinsame Diabetologin

besuchte uns eine fröhliche Mutter mit

ihren beiden Söhnen. Nie wäre mir in

den Sinn gekommen, dass diese beiden

aufgeweckten, quirligen Kinder, die mit

schokoladenverschmierten Händen unser

Krankenzimmer inspizierten, auch

Diabetes haben könnten. Doch die Mutter

berichtete offen und ehrlich von ihrem

Alltag mit der chronischen Erkrankung

und vermittelte mir glaubhaft und

anschaulich, dass sich Diabeteskinder

genauso normal entwickeln und sich

wie andere Kinder auch (daneben-) benehmen

und verhalten können. Und sie

ermunterte uns zur Teilnahme an einem

Gruppenabend mit anderen Familien mit

Diabeteskindern. Damit öffnete sie uns

vor mehr als sechs Jahren den Zugang

zu einem gesellschaftlichen Bereich, der

heute in der Versorgung von chronisch

kranken Menschen kaum mehr wegzudenken

ist: die Selbsthilfe beziehungsweise

die Selbsthilfegruppen.


Angebot der Selbsthilfegruppe

Das Netzwerk für Familien mit Diabetes-Kindern

besteht seit mehr als

15 Jahren. Die unter dem Dach des

Diabetikerbundes Bayern organisierte

Selbsthilfegruppe ist in der Region Regensburg/

Oberpfalz/ Niederbayern für

viele von Diabetes betroffene Familien

eine willkommene Anlaufstelle. Das

Angebot der Selbsthilfegruppe schließt

an die medizinische Versorgung und

Schulung durch die Diabetesteams an

und reicht vom Erfahrungsaustausch

mit anderen betroffenen Familien über

die Hilfestellung bei Neuerkrankung

sowie die Vermittlung von Diabetespatenschaften.

Darüber hinaus bietet

das Selbsthilfenetzwerk Informationen

und Unterstützung zur Bewältigung des

Diabetes im Alltag, organisiert Vorträge

durch medizinische und psychologische

Experten sowie gemeinsame

Ausflüge und Freizeitaktivitäten und

verwaltet eine kleine, aber feine Bibliothek

samt Verleih von vielen inter-

essanten Büchern rund um das Thema

Diabetes.

Neu: Besuchsdienst

Der vor knapp einem Jahr eingerichtete

Besuchsdienst für neu-manifestierte

Kinder und ihre Eltern wird von derzeit

drei engagierten Familien des Netzwerks

gerne geleistet. Aus der eigenen

positiven Erfahrung heraus werden

neu-betroffene Familien motiviert, den

Diabetes als ständigen Begleiter ganz

selbstverständlich in das Familienleben

zu integrieren und gleichzeitig ermutigt,

ein Netzwerktreffen zu besuchen.

Erfahrungsaustausch und viel Spaß

Gegenseitiger Erfahrungsaustausch,

Verständnis und Geborgenheit finden

unter Gleichgesinnten, Mut machen

und gemeinsam Lösungen für die alltäglichen

Herausforderungen finden, die

einem jungen Menschen mit Diabetes

und seinen Eltern überall begegnen:

All das wird von den Netzwerkaktiven

Kanufahrt für Kinder mit Diabetes

Am 14. August 2012 lud das Diabetes-

Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Kinder mit Diabetes, die

in der Hedwigsklinik betreut werden,

zur Kanufahrt auf der Naab ein.

Um 11.30 Uhr hatten sich 16 Kinder mit

Diabetes im Alter von 13 bis 14 Jahren

am „Hafen“ von Penk eingefunden. Vor

der Beginn der „Seereise“ stellte „Kapitän“

Professor Segerer ein paar Gedanken

zum Thema „Insulin, Broteinheiten

und Sport“ zur Diskussion – ein Thema,

mit dem die Diabetes-erfahrenen „Seeleute“

locker und gekonnt umgingen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen

stachen die mutigen Seefahrer mit

drei Schiffen in die Naab: Mit einem

8-Mann- (und Frau-) Kanu und zwei

4-Mann-Kanus. Schwankende Boote,

die nicht ganz einfach zu steuern waren.

Immer wieder spritzte die Gischt.

Begleitet wurden die Seeleute von den

„Bootsmännern“ - nein „Bootsfrauen“

Anja Gehrmann und Tanja Schlager,

vom Ersten Offizier Dr. Stricker mit

seiner Mannschaft, und tatkräftig unterstützt

vom „guten Geist“ Marianne

Magg, der Leiterin des Netzwerkes für

Eltern diabetischer Kinder.

Die Flusspiraten - unterwegs auf der Naab

Dank günstigem Wind, gnädigem Neptun,

der die Strömung in der richtigen

Richtung fließen ließ, aufopfernder

Paddelarbeit aller Crew-Mitglieder und

hervorragender Navigation konnten die

sieben Seemeilen in der erstaunlich kurzen

Zeit von knapp zwei Stunden bewältigt

werden – keine Umwege, keine

Erschöpfungsfälle, keine Seekrankheit,

keine schweren Unterzuckerungen…

Die Stimmung war gut, das gemeinsame

Rudern zum „fernen Hafen“ machte

Spaß. Selbst die Blutzuckerkontrolle

auf halbem Weg wurde ohne Murren

intern 11/12 11

überaus geschätzt. Fröhliches Lachen

und viel Spaß sind dabei regelmäßige

Begleiter bei den Gruppenabenden und

den gemeinsamen Freizeitaktivitäten.

Ein Dankeschön den Helfern!

An die Diabetesteams der Klinik St.

Hedwig und des niedergelassenen Kinderdiabetologen

in Regensburg sowie an

die fleißigen Mitarbeiter des Diabetikerbundes

Bayern geht an dieser Stelle ein

herzliches Dankeschön. Sie alle stehen

jederzeit kompetent und engagiert mit

Rat und Tat zur Seite und unterstützen

das Netzwerk in allen Belangen.

Herzliche Einladung an alle Familien!

Gemeinsam geht’s leichter! Wir laden

alle Familien mit Diabeteskindern ein,

unser Netzwerk zu verstärken. Nehmt

Kontakt auf, wir freuen uns auf Euch!

In diesem Sinne grüßt herzlich

Marianne Magg

durchgeführt. In Mariaort wurden die

Seefahrer freudig von ihren Angehörigen

begrüßt und nach der langen Fahrt

herzlich in die Arme genommen.

Allen Beteiligten hat der Ausflug Spaß

gemacht – und den „zuckersüßen“ Kindern

hoffentlich wieder einmal gezeigt,

dass sie auch mit Diabetes (fast) alles

machen können.

Anja Gehrmann und

Professor Dr. Hugo Segerer,

Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin


12 intern 11/12

Die zweiten Ausbildungsjahrgänge hatten während der Werkwoche auch Gelegenheit, sich besser kennenzulernen.

Werkwoche in Kostenz

Vom 14. bis 16. Mai 2012 waren die

zweiten Ausbildungsjahrgänge der

Berufsfachschule für Kranken- und

Kinderkrankenpflege im Rahmen

der Werkwoche zu Gast in Kostenz.

Die Pflegeschülerinnen Sabine Biber

und Bianca Gmeiner schildern ihre

Eindrücke.

Nach einer entspannten Busfahrt, die

uns nach und nach in die Tiefen des

bayerischen Waldes brachte, erblickten

wir das beeindruckende Kloster

der Barmherzigen Brüder, welches

auf der Kuppel eines Hügels liegt. Auf

dem Gelände befinden sich zudem ein

Kinderheim, das Gasthaus, ein Spielplatz

und eine liebevoll gestaltete

Gartenanlage. Nach einer Stärkung

und dem Bezug der Zimmer, die sehr

stilvoll gestaltet sind, erfuhren wir

zuallererst mehr über die Hintergründe

des Klosters. Anschließend wurde das

Thema „Selbstpflege“ anhand eines

Eindrücke aus dem Bayerischen Wald.

Filmes und einer offenen Diskussion

behandelt. Nach einem köstlichen

Abendessen machte sich eine kleine

Gruppe auf in den Wald, um die Gegend

zu erkunden.

Besichtigung des Kinderheims

Der nächste Morgen begann mit der

Besichtigung der beiden Kinderheime.

Wir bekamen einen Einblick in den

Tagesablauf der Kinder. Am Nachmittag

wurde unser Durchhaltevermögen

auf die Probe gestellt… beim Yoga.

Darauf folgten die Vorbereitungen für

den Spieleabend, um den dort ansässigen

Kindern eine Freude zu machen.

Der Abend war ein voller Erfolg: Es

wurden Freundschaften geschlossen,

und es fiel und schwer uns von den

Kindern zu lösen. Um den Abend ausklingen

zu lassen, fanden wir uns im

Bierstüberl ein und verbrachten dort

einige gesellige Stündchen. Am letzten

gemeinsamen Vormittag wurden eifrig

Freundschaften schließen im Kinderheim.

Im Bild: Pflegeschüler Tobi.

Traumfänger gebastelt, um das Heim der

Kinder ein wenig zu verschönern. Nach

der abschließenden Reflexion über die

gemeinsame Zeit traten wir den Heimweg

an.

Fazit: Note 1

Uns hat die Zeit in Kostenz sehr gut gefallen,

die Klassen konnte sich einander

noch mehr annähern. Die Tage brachten

uns außerdem eine wohltuende, kurze

Entspannungsphase im zweiten Ausbildungsjahr.

Sabina Biber und Bianca Gmeiner

Berufsfachschule für Kranken-

und Kinderkrankenpflege


Alles Gute, Professor Wiedmann!

Am 26. September wurde Professor

Karl Hermann Wiedmann, ehemaliger

Chefarzt der Klinik für Innere

Medizin II, nach über 22-jähriger

Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand

verabschiedet.

Provinzial Frater Emerich Steigerwald

würdigte Professor Wiedmann mit folgenden

Worten: „Sie, sehr geehrter Herr

Professor Wiedmann, haben […] unser

Regensburger Krankenhaus durch Ihre

fachliche Expertise und durch Ihre

ganze Persönlichkeit bereichert. Wir

haben Sie dabei nie als jemanden erlebt,

der auf vordergründigen Effekt

aus ist, der die Show liebt, der mehr

Schein als Sein vorgaukelt. Sie haben

als Grundlage Ihrer Arbeit die Verbindung

zu unserem Ordensstifter gesehen.

Sie haben bis heute darauf geachtet, dass

die Fortschritte Ihres Fachgebietes, das

sich ja so unwahrscheinlich rasant in

Herzliche Einladung!

Im Rahmen der Regensburger Gespräche zur Medizinethik laden wir alle

Inte ressierten herzlich zu folgender Veranstaltung ein:

Vortrag: Der Mensch als Kostenfaktor

Referent: Professor Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion und Ressortleiter

Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung

Datum: Dienstag, 11. Dezember 2012, 18.00 Uhr

Ort: Großer Hörsaal, Krankenhaus Barmherzige Brüder

Der Besuch ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Informationen zu den Regensburger Gesprächen zur Medizinethik:

Medizin macht (fast) alles machbar. Was ist aber sinnvoll? Was ist verantwortbar?

Was ist gut für mich? Einmal im Jahr diskutieren wir mit einem Fachreferenten

diese und andere Fragen öffentlich in den „Regensburger Gesprächen zur Medizinethik“.

Babys-Schnullerkette

Anja Zucker aus Nittendorf brachte

im September 2011 ihre Tochter Yasmin

in der Klinik St. Hedwig zur Welt.

Während ihres Aufenthalts in unserem

Haus haben sie und ihre Tochter sich

sehr wohlgefühlt. Seit Mai 2012 ist

Anja Zucker nebenberuflich tätig und

den letzten Jahrzehnten entwickelt hat,

immer zeitnah den von Ihnen und Ihren

Mitarbeitern betreuten Patienten zu

Gute kommen. Sie haben sich immer

sehr intensiv und persönlich um Ihre

Patienten gekümmert und gesorgt. […]

Ergänzend zu Ihrem profunden Wissen

in der wissenschaftlich begründeten Medizin

haben Sie Ihr Tun immer ethisch

reflektiert und an der ganzheitlichen

stellt Babyartikel, wie Schnullerketten

und Greiflinge, her. Gerne würde sie bis

intern 11/12 13

Sicht der Patienten mit deren leiblichen,

seelischen und spirituellen Bedürfnissen

ausgerichtet. […] Mit Ihnen verabschieden

wir eine prägende Person unseres

Krankenhauses, und wir sind Ihnen zu

Dank verpflichtet. […] Wir würden uns

freuen, wenn Sie diesem Haus, seinen

Mitarbeitern und auch uns Barmherzigen

Brüdern weiter verbunden bleiben

würden.“

Ende des Jahres von jedem verkauften

Artikel einen bestimmten Betrag an die

Klinik St. Hedwig für die Säuglingsstation

bereit stellen. Eine schöne Idee!

Alle Babyartikel kann man im Internet

ansehen und online bestellen auf

www.babys-schnullerkette.de


14 intern 11/12

Kurs-Vorschau November bis Dezember

Fit im Job

Als Vorschau für die Monate November

und Dezember erwartet Sie ein

umfangreiches und vielfältiges Fortbildungsprogramm.

Wir möchten

gerne auf ausgewählte Veranstaltungen

hinweisen und Sie hierzu herzlich

einladen.

Gesetzliche Pflichtfortbildung –

Kompakt

Die Pflichtfortbildung vermittelt Ihnen

kompakt die gesetzlichen und vom

Krankenhaus definierten Anforderungen

an die jeweiligen Arbeitsbereiche. Jeder

Mitarbeiter ist verpflichtet einmal jährlich

an der Pflichtveranstaltung teilzunehmen.

Bitte beachten Sie, dass es in

diesem Jahr die letzte Möglichkeit ist,

an der gesetzlichen Pflichtfortbildung

teilzunehmen.

Termin: Montag, 10.Dezember 2012

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Uhrzeit: 09.30 - 11.00 Uhr

14.00 - 15.30 Uhr

16.00 - 17.30 Uhr

Veranstaltungsort:

Großer Hörsaal, St. Vinzenz

Operatives

Fehlermanagement-

Was ist ein

Zwischenfall?

Als Zwischenfälle gelten

unerwünschte Ereignisse

(Schäden) in

Zusammenhang mit

einer medizinischen

oder pflegerischen

Versorgung, die vermeidbar

oder unvermeidbar

sein können.

Ebenso zählen fehlerbedingteBeinaheschäden

als Zwischenfälle.

Zwischenfälle während

der medizinischen Behandlung

belasten meist

Patienten, Angehörige

und die professionellen

Helfer gravierend. Zu häufig noch ist

beklommenes Schweigen die Reaktion,

wenn in Medizin und Pflege etwas

schief gegangen ist. Auf professioneller

Seite spielen Ängste und Unsicherheit

eine große Rolle – was soll und darf

nach Zwischenfällen getan und gesagt

werden?

Daher kommt dem Umgang mit solchen

Zwischenfällen und vor allem

einer offenen, zeitgerechten und kontinuierlichen

Kommunikation mit allen

Betroffenen eine entscheidende Bedeutung

zu. Dies ist Kernbestandteil

einer fortschrittlichen Sicherheitskultur.

Patienten und Angehörige sowie beteiligte

Mitarbeiter erwarten zu Recht ein

ehrliches, faires, auf Schadensbegrenzung

und künftige Schadensverhütung

gerichtetes Handeln der Verantwortlichen.

Die Öffentlichkeit will in gravierenden

Fällen zeitnah und angemessen

informiert werden.

Die Veranstaltung „operatives Fehlermanagement”

dient der Unterstützung

der erfolgreichen und praxisnahen Implementierung

der Verfahrensanweisung,

um Ihnen Handlungssicherheit im

Umgang mit der Verfahrensanweisung

zu geben.

Inhalte:

Vorstellung und Anwendung der Verfahrensanweisung

anhand konkreter Fälle

aus der Praxis.

Referenten:

Dr. Andreas Kestler,

Kathrin Graml-Hauser,

Rechtsanwältin

Termin: Dienstag, 18.12.2012

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Uhrzeit: 16.00 - 18.30 Uhr

Veranstaltungsort:

Großer Hörsaal, St. Vinzenz

Eine Übersicht über alle Fortbildungsangebote

und ausführliche Hinweise

zu den jeweiligen Veranstaltungen erhalten

Sie im Intranet. Das Fort- und

Weiterbildungsprogramm steht Ihnen

dort als Download zur Verfügung. Regelmäßig

informieren wir Sie zusätzlich

über Mails zu den monatlich aktuellen

Fortbildungen.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche

Fortbildung!

Jutta Brose, Leiterin Abteilung

Fort- und Weiterbildung


Nächste Veranstaltungen

Sonntag, 4. November

Konzert des Fördervereins für Patienten und Mitarbeiter,

16 Uhr, Mitarbeiterspeisesaal Prüfeninger Straße

Donnerstag, 15. November

Vernissage „Sichweisen“, 19 Uhr, Mitarbeiterspeisesaal

Mittwoch, 21. November

Adventsbasar, 8 Uhr, Eingangshalle in der Prüfeninger Straße

und in der Klinik St. Hedwig

Montag, 26. November

Jubiläumsfeier Mitarbeiter, 15 Uhr, Hörsaal und Seminarräume

WP 1-4

Freitag, 7. Dezember

Rentnerverabschiedung, 12 Uhr, Seminarräume WP 1-4

Herbstsalat mit Granatapfel

Der herbstliche Salat begeistert durch

sein Zusammenspiel von Süße, Bitterkeit

und Schärfe.

150g Feldsalat

1 Radicchio

1 Chicoree

1 Granatapfel

1 Orange

4 EL Honig

2 EL süßer Senf

2 EL Saft vom Granatapfel

2 EL Limettensaft

6 EL Olivenöl

1 Msp. Zimt

etwas Chilipulver

Die Salate gründlich waschen, putzen

und trocken schleudern. Den Chicoree

vierteln und in feine Streifen schneiden.

Ebenso den Radicchio in feine Streifen

schneiden. Den Granatapfel aufschneiden

und die Kerne aus dem Granatapfel

holen. Die Orange schälen und die Filets

herausschneiden. Den Feldsalat mit den

Chicoree- und Radicchiostreifen, den

Granatapfelkernen und den Orangenfilets

auf einer Platte schön anrichten.

Für das Dressing den Limettensaft, den

Honig, den süßen Senf, den Granatapfelsaft,

den Zimt, das Salz, den Pfeffer,

die Prise Chili und das Olivenöl in einer

Schüssel mit einem Rührbesen kräftig

vermischen und abschmecken. Die Konsistenz

muss ziemlich dickflüssig werden.

Das Dressing über den Salat träufeln.

Dazu passt Ciabatta mit schwarzen Oliven

oder Baguette.

Die Redaktion der intern wünscht:

Guten Appetit!

Gut zu wissen: Wie man den Granatapfel öffnet

intern 11/12 15

Sonntag, 9. Dezember

Konzert des Madrigalkreises, 19.30 Uhr, Kirche St. Pius

Dienstag, 11. Dezember

Ehtikvortrag "Der Mensch als Kostenfaktor", 18 Uhr,

Großer Hörsaal

Donnerstag, 13. Dezember

Adventliche Begegnung mit Christkindlmarkt für Mitarbeiter,

17 Uhr, Kirche St. Pius und Innenhof Mitarbeiterspeisesaal

Samstag, 15. Dezember

Benefizkonzert, 17 Uhr, Kirche St. Pius

1. Schneiden Sie die Oberseite des Granatapfels rundum als Kappe ab.

2. Leicht erkennen Sie nun im Inneren des Granatapfels die Zwischenhäute

an den weißen Linien. Dort entlang schneiden Sie den Granatapfel ringsum

ein. Vorsicht: Den Granatapfel nicht komplett durchschneiden, er sollte auf

der Unterseite noch zusammenhängen.

3. Dann ziehen Sie die Spalten vorsichtig ein wenig auseinander und entfernen

das weiße Mittelstück des Granatapfels.

4. Drehen Sie jetzt den Granatapfel um, so dass die Unterseite nach oben zeigt

und klopfen Sie mit dem Messerrücken auf die Unterseite des Granatapfels:

Die Granatapfelkerne fallen dann einfach unten heraus.

Bitte beachten Sie: Die rote Farbe des Granatapfels geht beim Waschen nicht

leicht heraus. Arbeiten Sie zur Vorsicht immer mit einer Schürze und eventuell

auch mit Haushaltshandschuhen.


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