Kino lesen! - Deutsches Filminstitut

deutsches.filminstitut.de

Kino lesen! - Deutsches Filminstitut

Kino im Filmmuseum

Dezember 2012

Verso Sud 18 – Festival des italienischen Films

And the Oscar® goes to... – 85 Jahre Bester Film

Stephen Daldry

Klassiker & Raritäten: William Dieterle

Lecture & Film: Jean-Luc Godard


2 And the OscAr® gOes tO...

WINGS

≥ Seite 14

INformatIoN &

tIcketreServIeruNG

≥ Tel. 069 - 961 220 220

Impressum

Herausgeber:

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.

Schaumainkai 41

60596 Frankfurt am Main

Vorstand:

Claudia Dillmann,

Dr. Nikolaus Hensel

Direktorin:

Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.)

Presse und Redaktion:

Frauke Haß (Ltg.), Caroline Goldstein,

Sarah Günter

Texte:

Natascha Gikas, Caroline Goldstein,

Sarah Günter, Winfried Günther, Frauke Haß,

Urs Spörri, Ulrike Stiefelmayer, Gary Vanisian

Gestaltung:

Optik — Jens Müller

www.optik-studios.de

Druck:

Fißler & Schröder – Die Produktionsagentur

63150 Heusenstamm

Anzeigen (Preise auf Anfrage):

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 069 - 961 220 222

E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de

Abbildungsverzeichnis:

Alle Abbildungen stammen aus

dem Bildarchiv des Deutschen

Filminstituts – DIF e.V., sofern

nicht anders verzeichnet.

Titelmotiv:

Aus dem Film

mIllIon dollar baby (USA 2004)


InhALt

Filmprogramm

Aktuelles

Verso Sud 18 – Festival des italienischen Films

And the Oscar® goes to... – 85 Jahre Bester Film

Stephen Daldry

Klassiker & Raritäten: William Dieterle

Lecture & Film: Jean-Luc Godard

Late Night Kultkino

Kinderkino

Specials

Grosses Kino mitten im Museum

Was tut sich — im deutschen Film?

Gedenkveranstaltung Ronny Loewy

goEast präsentiert

Deutscher Kurzfilmpreis unterwegs

Aquädukte und Otternasen

Schwarze Romantik

Architektur und Film

Lecture & FILM

DIe 1000 auGeN

DeS Dr. maBuSe

-> Seite 26

Vertikale

Service

Programmübersicht

Eintrittspreise/Anfahrt

Vorschau

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5

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18

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AktueLLes

Höhepunkte der von TNT Film präsentierten Filmreihe

zur aktuellen Sonderausstellung „And the Oscar® goes

to... – 85 Jahre Bester Film“ sind im Dezember zu sehen:

Genießen Sie WINGS (USA 1927) und HOW GREEN

WAS MY VALLEY (USA 1941) dank der Restaurierung

durch die Experten des Film Archive der Academy of

Motion Picture Arts and Sciences in einzigartiger Qualität.

WINGS, den einzigen Stummfilm, der vor THE ARTIST

(FR/BE 2011) in diesem Jahr je den Oscar® als Bester

Film gewann, zeigen wir am Sonntag, 16. Dezember, in

einer Matinee. Kurz vor Weihnachten bieten zwei Filme

im doppelt breiten 70mm-Format noch einmal einen

ganz besonderen Filmgenuss. Die beiden vom Academy

Film Archive restaurierten 70mm-Kopien von PATTON

(USA 1970, R: Franklin Schaffner) und THE SOUND OF

MUSIC (USA 1965, R: Robert Wise) bestechen durch eine

einzigartige Bildqualität. Vervollständigt wird die Filmreihe

durch einige jüngere Best Pictures mit Kultstatus.

Zum 18. Mal präsentiert unser Kino im Dezember das

italienische Filmfestival Verso Sud. Unter dem Titel

„Neues italienisches Kino“ sind zehn aktuelle Filme in der

Originalsprache mit Untertiteln zu sehen. Die diesjährige

Hommage ist Luigi Lo Cascio gewidmet, der seit 2000

nicht nur zu den populärsten Schauspielern Italiens zählt,

sondern in diesem Jahr auch mit LA CITTÀ IDEALE

(IT 2012) sein erfolgreiches Regiedebüt gab.

Harun Farocki, bekannter Filmemacher und Hochschuldozent,

ist am Donnerstag, 13. Dezember, in unserem

Kino zu Gast. Er spricht in einer Lecture über Jean-Luc

Godards ELOGE DE L’AMOUR und über den Mut Godards,

gänzlich neuartige Filme zu machen.

Ein Original-Requisit von den Dreharbeiten zu Quentin Tarantinos

INGLOURIOUS BASTERDS aus dem Besitz des

Studio Babelsberg ist seit Ende Oktober im Deutschen

Filmmuseum zu sehen. Die Leuchtschrift des Kinos „Le

Gamaar“, in dem im Film ein Anschlag auf Hitler verübt

wird und das zum Finale des Films explodiert, schmückt

das Foyer des Museums und ist gleichzeitig ein charmanter

Wegweiser zum Kino des Hauses. Herzlichen Dank an

das Filmstudio Babelsberg für dieses attraktive Exponat.

Wir wünschen Ihnen spannende Unterhaltung in

unserem Museum und in unserem Kino!


VersO sud 18 –

FestIVAL des

ItALIenIschen FILMs

Aktuelles italienisches Kino in der Originalfassung mitten in

Frankfurt: Das Filmfestival Verso Sud holt vom 30. November

bis 10. Dezember zum 18. Mal Filmkunst aus Italien ins

Kino des Deutschen Filmmuseums.

Präsentiert werden insgesamt 16 Filme in der Originalfassung

mit Untertiteln, von denen die meisten bisher nicht in

deutschen Kinos zu sehen waren.

In der Sektion „Neues italienisches Kino“ laufen aktuelle

Kinoproduktionen, unter denen sich neben Werken von

Regiegrößen wie Ermanno Olmi und Giuliano Montaldo

drei Regiedebüts finden. Als Vorpremiere ist der diesjährige

Berlinale-Gewinner CESARE DEVE MORIRE der Brüder

Paolo und Vittorio Taviani zu sehen. Eröffnet wird das

Festival am Freitag, 30. November, mit dem Erstlingswerk

SCIALLA, das der Regisseur Francesco Bruni präsentiert.

Die Hommage ist dem Schauspieler und Regisseur Luigi Lo

Cascio gewidmet, der am Samstag, 1. Dezember, in Frankfurt

zu Gast ist. Mit seinem Spielfilmdebüt I CENTO PASSI

(2000) stieg er zu einem der vielversprechendsten Nachwuchsschauspieler

des Landes auf. Inzwischen zählt er mit

seinen präzisen und zugleich leidenschaftlichen Charakterporträts

zur Riege der bekanntesten Schauspieler Italiens.

Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig sorgte sein

Regiedebüt LA CITTÀ IDEALE für Furore.

5


6 VersO sud

freitag, 30.11.

18:00 Uhr

Samstag, 01.12.

16:00 Uhr

freitag, 30.11.

20:00 Uhr

Gast:

francesco Bruni

Dienstag, 04.12.

20:30 Uhr

Samstag, 01.12.

18:00 Uhr

mittwoch, 05.12.

18:00 Uhr

IL mIo DomaNI Die Zukunft liegt vor mir

Italien 2011. R: Marina Spada

D: Claudia Gerini, Raffaele Pisu. 88 Min. 35mm. OmU

Das geordnete Leben der Geschäftsfrau Monica gerät aus

den Fugen, als ihr wahnhaft religiöser Vater stirbt und die

Affäre mit ihrem verheirateten Chef endet. In ihren Bemühungen

um neue Zukunftspläne muss sie sich auch mit

ihrer Familiengeschichte auseinandersetzen. Das suggestiv

erzählte Selbstfindungsporträt bietet nicht zuletzt eine Bühne

für die Fähigkeiten der Schauspielerin Claudia Gerini.

ScIaLLa! Bleib locker!

Italien 2011. R: Francesco Bruni

D: Fabrizio Bentivoglio, Barbora Bobulova. 95 Min. 35mm. OmU

Ein ehemaliger Lehrer – nun Ghostwriter für Fußballspieler-Biographien

– entdeckt, dass sein lebenslustiger,

aber lernfauler Nachhilfeschüler in Wirklichkeit

sein Sohn ist. Die humorvolle Geschichte über das

Zusammentreffen von Vater und Sohn wurde bei den

Filmfestspielen in Venedig und bei der Verleihung des

italienischen Filmpreises David di Donatello als bester

Nachwuchsfilm ausgezeichnet.

L‘INDuStrIaLe Der Unternehmer

Italien 2011. R: Giuliano Montaldo

D: Pierfrancesco Favino, Carolina Crescentini. 94 Min. 35mm. OmU

Im jüngsten Film des für sein politisches Kino bekannten

Regisseurs Giuliano Montaldo erfasst die in Italien

allgegenwärtige Wirtschaftskrise auch den 40-jährigen

Fabrikbesitzer Nicola. Hochverschuldet hofft er auf eine

Bürgschaft seiner Frau Laura. Da sich diese jedoch

zunehmend von ihm distanziert, greift er schließlich auf

skrupellose Methoden zurück.


neues ItALIenIsches kInO

corPo ceLeSte Für den Himmel bestimmt

Italien 2011. R: Alice Rohrwacher

D: Yle Vianello, Salvatore Cantalupo. 110 Min. 35mm. OmU

Die 13-jährige Marta zieht mit ihrer Mutter und ihrer

älteren Schwester in eine Stadt in Kalabrien. Während

der Vorbereitungsrituale für ihre anstehende Firmung

entdeckt das Mädchen allmählich ihren eigenen, mit

vielen Widerständen verbundenen Weg. Das preisgekrönte

Debüt von Alice Rohrwacher porträtiert ein

Stück Italiens und schaut mit poetischem Blick „ins

Innere unserer Zeit“.

BaSILIcata coaSt to coaSt Basilicata - Von Küste zu Küste

Italien 2010. R: Rocco Papaleo. D: Alessandro Gassman,

Rocco Papaleo, Giovanna Mezzogiorno. 105 Min. 35mm. OmU

Vier Freunde beschließen, ihre einstige Schülerband

wiederzubeleben und an einem Musik-Festival in ihrer

süditalienischen Heimat teilzunehmen. Auf ihrem

zehntägigen Marsch durch die Sommerhitze, immer

wieder unterbrochen von spontanen Konzerteinlagen,

schließt sich ihnen die junge Journalistin Tropea an.

Schauspieler und Musiker Rocco Papaleo feierte mit

dem sympathischen Road-Movie sein Regiedebüt.

7

Sonntag, 02.12.

18:00 Uhr

montag, 03.12.

20:30 Uhr

Sonntag, 02.12.

20:30 Uhr

montag 03.12.

18:00 Uhr


8

Donnerstag, 06.12.

18:00 Uhr

Samstag, 08.12.

16:00 Uhr

freitag, 07.12.

18:00 Uhr

montag, 10.12.

20:30 Uhr

freitag, 07.12.

20:30 Uhr

Sonntag, 09.12.

20:30 Uhr

VersO sud

Sette oPere DI mISerIcorDIa Sieben Akte der Gnade

Italien 2011. R: Gianluca De Serio, Massimiliano De Serio

D: Roberto Herlitzka, Olimpia Melinte. 100 Min. 35mm. OmeU

Die junge moldawische Immigrantin Luminita fristet in

ihrem Zufluchtsland Italien ein stumpfes, kleinkriminelles

Dasein. Um aus ihrer Tristesse zu entfliehen, entführt

sie ein Kleinkind und versteckt es in der Wohnung eines

alten kranken Mannes. Nachdem dieser zunächst ihr Gefangener

ist, kommt es zur allmählichen Annäherung der

beiden Außenseiter. Luminitas existenzielle Läuterung

besetzt der Film mit religiös-künstlerischen Motiven.

ItaLY, Love It or Leave It

Italien 2011. R: Gustav Hofer, Luca Ragazzi

75 Min. 35mm. OmU

Ihre Wohnung in Rom wurde gekündigt, viele Freunde

haben das Land aus Ärger über die herrschenden Zustände

verlassen. Hofer und Ragazzi begeben sich mit

einem Fiat 500 auf eine Reise. Sie wollen Italien noch

eine Chance geben. Die dokumentarische Sammlung

touristischer Beobachtungen von Apulien bis in die

Lombardei wurde auf vielen Festivals ausgezeichnet.

terraferma

Italien 2011. R: Emanuele Crialese

D: Filippo Pucillo, Donatella Finocchiaro. 88 Min. 35mm. OmeU

Die südlich von Sizilien im Mittelmeer gelegene Insel

Linosa ist ein häufiges Ziel von Flüchtlingsbooten aus

Nordafrika. Ihren Bewohnern, hauptsächlich Fischern,

ist es streng verboten, den Flüchtlingen zu helfen.

Nach einem schweren Unglücksfall riskiert der junge

Filippo die Konfrontation mit den Behörden, indem er

eine junge Frau und ihre zwei Kleinkinder rettet.


neues ItALIenIsches kInO

IL vILLaGGIo DI cartoNe Das Dorf aus Pappe

Italien 2011. R: Ermanno Olmi

D: Michael Lonsdale, Rutger Hauer. 87 Min. 35mm. OmeU

Nach CENTIOCHIODI (2007, Verso Sud 14) hatte

Ermanno Olmi noch das Ende seiner Spielfilmkarriere

angekündigt. Sein neuer Film erzählt von einem alten

Gemeindepfarrer, dessen Kirche geschlossen wird.

Mit der Zeit schafft er aus dem nackten Gebäude

einen Zufluchtsort für Arme und Ausgestoßene. Zu

seinen ersten Schützlingen gehört eine Gruppe illegaler

Immigranten aus Afrika.

ceSare Deve morIre Cäsar muss sterben

Italien 2012. R: Paolo Taviani, Vittorio Taviani

D: Cosimo Rega, Salvatore Striano. 76 Min. 35mm. OmU

Der nach fünfjähriger Pause entstandene Film des

legendären Regieduos Taviani wurde bei der diesjährigen

Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Das Porträt der Insassen eines römischen Hochsicherheitsgefängnisses,

die Shakespeares Julius Cäsar für

eine Aufführung einstudieren, fand große Anerkennung

für seine Menschlichkeit und die inszenatorische

Präzision.

9

Samstag, 08.12.

22:30 Uhr

montag, 10.12.

18:00 Uhr

Samstag, 08.12.

20:30 Uhr

Sonntag, 09.12.

18:00 Uhr


10

VersO sud: hOMMAge LuIgI LO cAscIO

Samstag, 01.12.

20:15 Uhr

Gast:

luigi lo Cascio

freitag, 07.12.

22:30 Uhr

Sonntag, 02.12.

11:30 Uhr

Dienstag, 04.12.

18:00 Uhr

mittwoch, 05.12.

20:30 Uhr

IL DoLce e L’amaro

Italien 2007. R: Andrea Porporati

D: Donatella Finocchiaro, Luigi Lo Cascio. 98 Min. 35mm. OmU

Luigi Lo Cascio spielt den unter ärmlichen Verhältnissen

in Sizilien aufgewachsenen Saro, der seit frühen Kindertagen

von einem ranghohen Mafioso unterstützt wird. Im

Laufe der Jahre arbeitet sich der ehrgeizige Junge in der

Organisation der Cosa Nostra hoch, bis er beschließt, als

Kronzeuge auszusagen, um mit seiner Liebe Ada in ein

normales Leben zu entkommen.

I ceNto PaSSI 100 Schritte

Italien 2000. R: Marco Tullio Giordana. D: Luigi Lo Cascio,

Luigi Maria Burruano, Lucia Sardo. 114 Min. 35mm. OmU

In seiner ersten Filmrolle, für die er mit dem David Di

Donatello-Preis ausgezeichnet wurde, verkörperte Luigi

Lo Cascio den Anti-Mafia-Aktivisten Giuseppe „Peppino“

Impastato. Dessen Kampf gegen die Mafia beginnt,

als er als Zehnjähriger vom Mord an seinem Onkel

erfährt. Der Film schildert Impastatos Werdegang. 1978

wurde er von der Cosa Nostra ermordet.

La vIta cHe vorreI Das Leben, das ich immer wollte

Italien/Deutschland 2004. R: Giuseppe Piccioni

D: Luigi Lo Cascio, Sandra Ceccarelli. 125 Min. 35mm. OmU

Während der Dreharbeiten für den Kostümfilm LA VITA

CHE VORREI verliebt sich die junge, aufstrebende Schauspielerin

Laura in ihren Filmpartner Stefano. Als Star der

Produktion scheint er sein Spiel und seine Gefühle voll

unter Kontrolle zu haben. Für Laura aber verschwimmt die

Grenze zwischen ihrer Rolle und ihren wahren Gefühlen.


hOMMAge LuIgI LO cAscIO

mIo coGNato Mein ungeliebter Schwager

Italien 2003. R: Alessandro Piva

D: Sergio Rubini, Luigi Lo Cascio. 90 Min. 35mm. OmU

Toni ist ein leichtlebiger Kleinunternehmer in Bari,

während sein Schwager Vito, mit dem er sich schlecht

versteht, ein geregeltes Leben führt. Als Vitos Auto

gestohlen wird, bietet ihm Toni seine Hilfe an. Das ungleiche

Paar begibt sich auf einen Streifzug durch das

nächtliche Bari. Alessandro Pivas skurrile Satire besticht

durch die glänzend harmonierenden Hauptdarsteller.

IL PIÙ BeL GIorNo DeLLa mIa vIta Der schönste Tag in

meinem Leben Italien/GB 2002. R: Cristina Comencini

D: Luigi Lo Cascio, Virna Lisi, Margherita Buy. 102 Min. 35mm. OmeU

Aus der Perspektive des kleinen Mädchens Chiara entfaltet

sich das Porträt einer zerbrechenden italienischen

Familie, deren drei Generationen auf dem alten Familiensitz

am Stadtrand von Rom zusammengekommen

sind. Mit ihrer neuen Videokamera ergründet die Enkelin

Komik und Bitterkeit in den Beziehungen ihrer Nächsten.

NoI creDevamo Wir glaubten

Italien/Frankreich 2010. R: Mario Martone. D: Luigi Lo Cascio,

Valerio Binasco, Toni Servillo. 187 Min. 35mm. OmeU

Knapp 150 Jahre nach dem Ende der italienischen

Unabhängigkeitskriege drehte Mario Martone eines der

ersten italienischen Kinoepen des 21. Jahrhunderts, das

2010 in Venedig gleich vierfach ausgezeichnet wurde.

Im Mittelpunkt stehen drei fiktive Aktivisten der Giovine

Italia, die episodisch von ihren Kämpfen und Ängsten

berichten und so die Geschichte Italiens auf dem Weg

zur Einheit eindringlich vermitteln.

11

Donnerstag, 06.12.

20:30 Uhr

Samstag, 08.12.

18:00 Uhr

Sonntag, 09.12.

11:30 Uhr


12 12

In Kooperation mit

Partner der Filmreihe:

And the OscAr® gOes tO...

85 JAhre Bester FILM

ausstellung und filmreihe

„And the Oscar® goes to... – 85 Jahre Bester Film“ heißt

die neue Sonderausstellung, die bis zum 28. April 2013

im Deutschen Filmmuseum zu sehen ist. Die weltweit

erste umfangreiche Schau zum Thema Oscar® untersucht

die Bedeutung der faszinierenden Trophäe und

stellt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences

als Institution hinter der goldenen Statuette vor. Im

Fokus steht die Kategorie Bester Film – die einzige, in der

alle rund 6000 Academy-Mitglieder über Nominierung

wie Gewinner entscheiden.

Besucher finden in der Ausstellung Hintergrundinformationen

rund um das Phänomen Oscar® und Exponate

zu den fast 500 Filmen, die seit Gründung der Academy

1927 in der „Königskategorie“ nominiert wurden.

Der Oscar selbst darf hier natürlich nicht fehlen: Zehn

Oscar®-Statuen von Gewinnern wie Clark Gable und Billy

Wilder sind in der Ausstellung zu bewundern.

tNt fILm präsentiert

DIe oScar®-fILmreIHe

Eine Filmreihe mit einer Auswahl von Gewinnern aus

der Kategorie Bester Film begleitet die Schau. Neben

jüngeren Gewinnerfilmen werden wertvolle restaurierte

Kopien bedeutender Oscar®-Filme aus dem Academy

Film Archive gezeigt, die in dieser Qualität sehr selten zu

sehen sind. Im Dezember läuft unter anderem WINGS

(USA 1927, R: William A. Wellman) – der erste Beste

Film überhaupt.


amaDeuS – DIrector’S cut

USA 1984/2002. R: Milos Forman

D: F. Murray Abraham, Tom Hulce. 178 Min. 35 mm. OmU

Im Wien des Jahres 1781 ist Antonio Salieri als Hofkomponist

Kaiser Josephs II. erfolgreich und zufrieden

– bis ein junger hedonistischer Flegel namens Mozart

auftaucht, dem die geniale Musik scheinbar mühelos

zufliegt, die Salieri nicht gelingen will. Die Geschichte

einer erbitterten Rivalität ist nicht authentisch, aber brillant

erfunden. Neben der Auszeichnung als Best Picture

gewann AMADEUS noch sieben weitere Oscars® und

damit drei mehr als ONE FLEW OVER THE CUCKOO’S

NEST – der Film, mit dem Regisseur Milos Forman

und Produzent Saul Zaentz zuvor bereits großen Erfolg

hatten.

mILLIoN DoLLar BaBY

USA 2004. R: Clint Eastwood

D: Clint Eastwood, Hilary Swank. 133 Min. 35 mm. OmU

Ein alter Boxtrainer in Los Angeles nimmt nur höchst

widerwillig eine 31-jährige Frau als neue Schülerin

auf. Doch mit ihrem Talent und ihrer Warmherzigkeit

überzeugt sie ihn schließlich. MILLION DOLLAR BABY

ist nicht nur ein Boxfilm, sondern auch ein Kommentar

zur rauhen sozialen Wirklichkeit Amerikas. Er zeigt,

wie emotional angeschlagene Menschen sich gegenseitig

eine Stütze sein können. Zum zweiten Mal nach

UNFORGIVEN gewann der 74-jährige Clint Eastwood

2005 den Oscar® für den Besten Film und den für die

Beste Regie. Damit ist er bis heute der älteste Gewinner

in letzterer Kategorie.

13

Dienstag, 11.12.

20:30 Uhr

Donnerstag, 13.12.

16:30 Uhr

freitag, 14.12.

20:30 Uhr

Sonntag, 16.12.

18:00 Uhr


14

stuMMFILM-

MAtInee

restored

35 mm print

courtesy of the

Academy

Film Archive

Sonntag, 16.12.

11:00 Uhr

Klavierbegleitung:

Ulrich Rügner

restored

35 mm print

by 20th Century

Fox, the Academy

Film Archive, and

UCLA Film and

Television Archive

with funding from

the Film Foundation.

Dienstag, 18.12.

20:30 Uhr

Donnerstag, 20.12.

18:15 Uhr

And the OscAr® gOes tO... – 85 JAhre Bester FILM

WINGS

USA 1927. R: William A. Wellman. D: Clara Bow,

Charles “Buddy” Rogers, Richard Arlen. 139 Min. 35 mm. OF

WINGS war der erste Film, der mit dem Oscar® als

Bester Film ausgezeichnet wurde – und der einzige

Stummfilm bis zu THE ARTIST in diesem Jahr. Im

Ersten Weltkrieg melden sich zwei junge Männer,

die beide in dasselbe Mädchen verliebt sind, für das

Fliegerkorps der Armee. Nach ihrem Training werden

sie an die Front nach Frankreich geschickt und aus den

Rivalen werden gute Freunde. Der Regisseur William

Wellman war als Mitglied des Lafayette Flying Corps

selbst Flieger im Ersten Weltkrieg. Seine Luftkampfszenen

in WINGS gehören zu den besten, die jemals

gefilmt wurden.

HoW GreeN WaS mY vaLLeY

USA 1941. R: John Ford

D: Walter Pidgeon, Maureen O’Hara. 118 Min. 35 mm. OF

Nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Richard

Llewellyn erzählt John Ford in seinem Meisterwerk HOW

GREEN WAS MY VALLEY aus dem harten Leben einer

Bergarbeiterfamilie in Wales. Huw Morgan blickt zurück

auf seine Kindheit in der Minenstadt Cwm Rhondda.

Die tiefen Gefühle in der Familie und die Bedeutung

prägender Kindheitsereignisse sind die Hauptmotive des

Films. Die Auszeichnung als Best Picture gewann der Film

gegen starke Konkurrenten wie THE MALTESE FALCON,

SUSPICION und CITIZEN KANE.


dOPPeLte FILMBreIte: FILMe IM 70MM-FOrMAt

Das doppelt breite 70mm-Format bietet einen herausragenden

Filmgenuss: Das Bild auf der Leinwand ist in

diesem Format schon wegen der Größe des projizierten

Materials von hochwertiger Qualität. Diese beiden

70mm-Kopien wurden vom Academy Film Archive im

Originalformat restauriert, was für eine einzigartige

Bildgüte sorgt.

PattoN

USA 1970. R: Franklin Schaffner

D: George C. Scott, Karl Malden. 169 Min. 70 mm. OF

Im Zweiten Weltkrieg war US-General George S.

Patton maßgeblich an den militärischen Offensiven der

Amerikaner in Nordafrika, Sizilien und der Normandie

beteiligt und stieß mit seinen Truppen bis in die

Tschechoslowakei vor. Als Militär war er unangepasst,

aber erfolgreich. PATTON ist die Charakterstudie dieses

schwierigen Menschen in Kriegszeiten. Das Drehbuch

schrieben Francis Ford Coppola und Edmund H. North.

Der Film gewann sieben Oscars; George C. Scott lehnte

den seinen aber ab, weil er grundsätzlich gegen das

Vergleichen unterschiedlicher Schauspielerleistungen

und das Abstimmen darüber war.

tHe SouND of muSIc

USA 1965. R: Robert Wise. D: Julie Andrews,

Christopher Plummer, Eleanor Parker. 174 Min. 70 mm. OF

Die Verfilmung des gleichnamigen Musicals von Rodgers

& Hammerstein erzählt die Geschichte der Trapp-

Familie in den 1930er Jahren in Salzburg bis zur ihrer

Flucht vor den Nazis. Julie Andrews spielt die Novizin

eines Klosters, die als Gouvernante zu dem verwitweten

Baron von Trapp geschickt wird. THE SOUND OF

MUSIC war in den USA einer der größten Kinoerfolge

aller Zeiten; in Deutschland dagegen lief er nur in ganz

wenigen Kinos an und wurde auch dort schnell wieder

abgesetzt, so dass er hier praktisch unbekannt blieb.

Der Gewinner von fünf Oscars ist in den USA längst ein

klassischer Weihnachtsfilm.

restored

70 mm print

courtesy of the

Academy

Film Archive

15

freitag, 21.12.

20:30 Uhr

Samstag, 22.12.

17:00 Uhr

restored

70 mm print

courtesy of the

Academy

Film Archive

Samstag, 22.12.

20:30 Uhr

Sonntag, 23.12.

18:00 Uhr


16 And the OscAr® gOes tO... – 85 JAhre Bester FILM

freitag, 28.12.

20:30 Uhr

Sonntag, 30.12.

18:00 Uhr

aNNIe HaLL Der Stadtneurotiker

USA 1977. R: Woody Allen

D: Woody Allen, Diane Keaton. 94 Min. 35 mm. OF

Der Film, mit dem Woody Allen in die Riege der Stars

und großen Regisseure aufstieg, ist gleichzeitig derjenige,

der die immer wieder variierte Figur des New

Yorker Stadtneurotikers etablierte. Die autobiografische

Liebesgeschichte wartet mit einer Fülle von Gags und

pointierten Merksätzen über Sex, New York, Politik,

Neurosen und das Judentum auf. Woody Allen, für Regie

und Drehbuch mit dem Oscar® ausgezeichnet, trat

am Abend der Preisverleihung lieber mit seiner Jazzband

auf, als die Trophäen entgegenzunehmen. ANNIE

HALL ist eine der wenigen Komödien, die bisher mit

dem Oscar® als Bester Film bedacht wurden.

The exhibition of „And the Oscar® goes to ...“ would

not be complete without showcasing the work of the

Academy Film Archive, which collects, preserves and

restores motion pictures. The screening series includes

nine pristine prints of films restored by the Academy

Film Archive, made specially available from the Archive‘s

vaults for the series.

Die Ausstellung „And the Oscar® goes to ...“ wäre nicht

vollständig, wenn nicht auch die Arbeit des Academy

Film Archive vorgestellt würde, welches Filme sammelt,

bewahrt und restauriert. Die Filmreihe enthält neun originalgetreue

Kopien von Filmen, die vom Academy Film

Archive restauriert und aus den Beständen des Archivs

eigens für die Reihe zur Verfügung gestellt wurden.

Oscar®-Statuette © A.M.P.A.S.®


AND TH E

OSCAR

®

GOES TO ...

85 JAHRE BESTER FILM

AUSSTELLUNG· FILMREIHE· KATALOG

DEUTSCHES FILMMUSEUM FRANKFURT

14. NOVEMBER 2012 – 28. APRIL 2013

oscar.deutsches-filmmuseum.de

17


18

freitag, 14.12.

18:00 Uhr

Samstag, 15.12.

20:30 Uhr

stePhen dALdrY

Stephen Daldry, geboren 1961 im britischen Dorset, entdeckte

schon in jungen Jahren sein Interesse am Theater.

Nach einem Englisch-Studium und einer Ausbildung

zum Clown führte er auf zahlreichen Bühnen Regie und

wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem

mit dem Laurence Olivier Theatre Award. Parallel zu seiner

Theaterkarriere begann er mit dem Filmemachen. Nach

dem Kurzfilm EIGHT (1998) über einen achtjährigen Fußballfan

drehte er BILLY ELLIOT – I WILL DANCE, der ein

internationaler Erfolg wurde. 2012 war er Regisseur der

Eröffnungs- und Abschlussfeier der Olympischen Spiele

in London. Für EXTREMELY LOUD & INCREDIBLY CLOSE

erhielt er bei der Verleihung des Hessischen Film- und

Kinopreises den Internationalen Literaturfilmpreis.

BILLY eLLIot Billy Elliot – I will dance

Großbritannien 2000. R: Stephen Daldry

D: Jamie Bell, Julie Walters. 110 Min. 35mm. OmU

Stephen Daldrys weltweit erfolgreiches, vielfach ausgezeichnetes

Spielfilmdebüt erzählt von dem elfjährigen

Billy Elliot, der mit seinem verwitweten Vater Jackie

und seinen Geschwistern in einer Arbeitersiedlung lebt.

Während um die Familie herum der Minenarbeiterstreik

der Jahre 1984/85 tobt, will Jackie seinen Sohn

zum Boxsport animieren. In der Turnhalle ist es aber

vielmehr der Ballettkurs, der Billy fasziniert. Heimlich

besucht er die Ballettstunden, und sein Trainer erkennt

die besondere Begabung des Jungen, die sich auch

gegen den Widerstand seiner Familie durchsetzt.


eXtremeLY LouD & INcreDIBLY cLoSe

Extrem laut und unglaublich nah USA 2011. R: Stephen Daldry.

D: Tom Hanks, Sandra Bullock. 129 Min. DCP. OmU

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 verliert

der elfjährige Oskar seinen Vater Thomas. Aus der

Perspektive des Jungen spürt der Film einem kollektiven

Trauma nach. Der Film erhielt den Internationalen

Literaturfilmpreis beim Hessischen Film- und Kinopreis

2012 mit der Begründung: „Jonathan Safran Foers

Roman scheint in seiner Vielschichtigkeit und erzählerischen

Dichte als kaum verfilmbar. Stephen Daldry

ist es gelungen, durch seine sehr eigene Lesart und

durch Reduktion keine klassische Literaturadaption zu

inszenieren, sondern ein ganz eigenes Meisterwerk zu

schaffen.“

tHe HourS The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit

USA 2002. R: Stephen Daldry

D: Nicole Kidman, Julianne Moore, Meryl Streep. 114 Min. 35mm. OF

Stephen Daldry verwebt in vielschichtiger Parallelmontage

das Schicksal dreier Frauen. Im Zentrum steht die

Schriftstellerin Virginia Woolf, die 1923 die Arbeit an ihrem

Roman „Mrs. Dalloway“ beginnt, der einen Tag im

Leben der fiktiven High-Society-Lady Clarissa Dalloway

beschreibt. Im Kalifornien des Jahres 1951 liest die unglücklich

verheiratete Hausfrau Laura Brown das Buch,

das sie ermutigt, ihr Leben zu verändern. In der Gegenwart

steht Clarissa Vaughan, die eine Geburtstagsparty

für einen an Aids erkrankten Freund ausrichtet, für eine

moderne Version der Mrs. Dalloway.

19

freitag, 21.12.

18:00 Uhr

Sonntag, 23.12.

21:00 Uhr

Dienstag, 25.12.

20:30 Uhr

Samstag, 29.12.

20:30 Uhr


20

mittwoch, 26.12.

20:30 Uhr

Sonntag, 30.12.

20:30 Uhr

stePhen dALdrY

tHe reaDer Der Vorleser

USA/DE/GB 2008. R: Stephen Daldry

D: Kate Winslet, David Kross, Ralph Fiennes. 124 Min. 35mm. OmU

Der 15-jährige Michael Berg beginnt im Jahre 1958 eine

Affäre mit der 21 Jahre älteren Straßenbahnschaffnerin

Hanna Schmitz. In ihrer Wohnung führt sie ihn in die

Liebe ein, und er liest ihr aus der Weltliteratur vor. Jahre

später erfährt er, dass Hanna während des Zweiten

Weltkrieges als KZ-Aufseherin für den Tod von mehr als

300 jüdischen Frauen verantwortlich war. Der Film nach

der Romanvorlage Bernhard Schlinks findet eine objektive,

doch in ihrer Eindringlichkeit wirksame filmische

Sprache zur Darstellung des moralischen Konflikts der

Hauptfigur. Sein dritter Film brachte Stephen Daldry die

dritte Oscar-Nominierung ein.


4.12

Werkstattgespräch Brigitte Broch,

Production Design

. . .

ufo in her eyes

Gespräch mit Xiaolu Guo

. . .

moonrise kingdom Anderson

barbara Petzold

mary & johnny

Gespräch mit Samuel Schwarz

hasta la vista Enthoven

. . .

filmbulletin.ch

Filmbulletin

Kino in Augenhöhe

Schenken Sie sich

Kino in Augenhöhe

www.filmbulletin.ch

7.12

Träumen vom besseren Leben:

Ken Loach und the angels’ share

. . .

ruby sparks Dayton / Faris

Gespräch mit Dayton / Faris

. . .

tabu Miguel Gomes

unter schnee Ottinger

the last friday Alabdallah

lore Shortland

more than honey Imhoof

dans la maison Ozon

. . .

filmbulletin.ch

Kino in Augenhöhe

Filmbulletin

5.12

Kino par excellence:

Otto Preminger

. . .

Panorama: Mexiko

Gespräch mit Nicolás Pereda

. . .

wuthering heights Arnold

hanezu Kawase

un amour de jeunesse

Hansen-Løve

parada Dragojevic

l’exercice de l’état Schoeller

. . .

filmbulletin.ch

21

Filmbulletin

Kino in Augenhöhe


22

Dienstag, 11.12.

18:00 Uhr

kLAssIker & rArItÄten

William Dieterle

Anlässlich des 40. Todestages des deutschen Schauspielers

und Regisseurs William Dieterle zeigt das Kino

des Deutschen Filmmuseums in einer kleinen Hommage

Filme von und mit Dieterle. Max Reinhardt holte

den Jungschauspieler 1920 nach Berlin, wo er unter

bekannten Regisseuren wie Ludwig Berger und Karl

Heinz Martin spielte. Als Regisseur verfilmte er gleichermaßen

populäre wir anspruchsvolle Stoffe. Damit

war er so erfolgreich, dass er 1930 bei Warner Bros.

unter Vertrag genommen wurde und von Hollywood

aus eine Weltkarriere startete. Neben Biografien mit

großen Schauspielern drehte er dort viele Genrefilme.

Ende der 1950er Jahre kehrte er nach Europa zurück.

DIe WeBer

Deutschland 1927. R: Friedrich Zelnik. D: Paul Wegener,

Dagny Servaes, Wilhelm Dieterle. 97 Min. DCP. Musikfassung

Das Drama nach dem gleichnamigen Theaterstück von

Gerhart Hauptmann schildert den Aufstand der Weber in

einem schlesischen Dorf. Aufgerüttelt von dem jungen

Moritz Jäger (Wilhelm Dieterle) ziehen die Weber vor

das Haus des Fabrikanten Dreissiger, um bessere Löhne

zu fordern. Als dieser flieht, stürmen sie das Haus.

Die Inszenierung des Aufstands von 1844 ist inspiriert

von Sergej Eisensteins PANZERKREUZER POTEMKIN

(UdSSR 1925) – mit einer schnellen Montage und Zwischenschnitten

extremer Großaufnahmen. Die expressiven

Zwischentitel entwarf George Grosz.


tHe LIfe of emILe ZoLa

USA 1937. R: William Dieterle. D: Paul Muni, Gale Sondergaard,

Joseph Schildkraut. 116 Min. 35mm. OF

Der Film erzählt die Lebensgeschichte des französischen

Schriftstellers und Journalisten Émile Zola. Nach

Episoden aus der Zeit, in der er mit Paul Cézanne in

einer Pariser Mansarde wohnte, und dem ersten großen

Erfolg von Zolas Roman Nana, konzentriert sich der Film

ganz auf die Dreyfus-Affäre: Der jüdische Hauptmann

Alfred Dreyfus war 1894 wegen angeblichen Hochverrats

verhaftet und auf die Teufelsinsel deportiert worden.

In seinem Artikel J’accuse bezieht Zola dazu Stellung

und wird in der Folge angeklagt. DAS LEBEN DES ÉMI-

LE ZOLA erhielt 1938 als erster biographischer Film den

Oscar® für den Besten Film.

tHe HuNcHBack of Notre Dame

Der Glöckner von Notre Dame USA 1939. R: William Dieterle

D: Charles Laughton, Maureen O’Hara. 116 Min. 35mm. OF

William Dieterles THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME

basiert auf dem berühmten Roman von Victor Hugo

und gilt bis heute als die beste von zahlreichen Verfilmungen.

Dieterle gelang es, in eindringlichen expressionistischen

Schwarzweißbildern und mit grandiosen

Darstellern die historische Atmosphäre getreu der

literarischen Vorlage einzufangen. Der missgestaltete

und verachtete Glöckner Quasimodo verliebt sich in die

schöne Zigeunerin Esmeralda, die als einzige Mitgefühl

für ihn zeigt. Als Esmeralda als angebliche Hexe verfolgt

wird, bietet er ihr Zuflucht und Hilfe.

23

Dienstag, 18.12.

18:00 Uhr

Dienstag, 25.12.

18:00 Uhr


24

Lecture & FILM

JeAn-Luc gOdArd:

FILM denken nAch der

geschIchte des kInOs

Mehr als jeder andere Regisseur ist Jean-Luc Godard

Philosoph, genauer: ein Geschichtsphilosoph des Kinos.

Mit seinen frühen Werken beginnt eine Film-Epoche, in

der Regisseure über die Geschichte ihrer Kunst reflektieren

und sie mit ihren Filmen bewusst aufgreifen und

weiterspinnen. Godard hat überdies die Geschichte des

Kinos filmisch dokumentiert, etwa in seinem großen

Filmessay HISTOIRE(S) DU CINÉMA (1988-1998).

Immer wieder hat Godard die Frage gestellt, was nach

dem Kino kommt.

Die Lecture-Reihe nimmt das Werk Godards zum

Anstoß und Ausgangspunkt für eine vielstimmige Reflexion

über die Geschichte und die Zukunft des Kinos.

Bis Juli 2013 kommen Regisseure, Filmwissenschaftler,

Kunsthistoriker, Philosophen und Schriftsteller zu

Wort, die jeweils einen Faden aus einem Film Godards

aufgreifen und weiterentwickeln. Ergänzt wird die Reihe

durch weitere Filme Godards und durch Werke, über

die der Regisseur und Autor Kritiken in den Cahiers du

Cinéma verfasst hat.

Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der

Goethe-Universität Frankfurt (Lehrstuhl für neuere und

neueste Kunstgeschichte, Prof. Regine Prange & Lehrstuhl

für Filmwissenschaft, Prof. Vinzenz Hediger).


Lecture & FILM

GÄNZLICH NEUARTIGE FILME:

ZU GODARDS eLoGe De L’amour

Lecture von Harun Farocki

Dick Fosbury gelang etwas sehr Seltenes: Er erfand

eine gänzlich neue Hochsprung-Technik, den Fosbury-

Flop. Es ist sehr schwer, einen gänzlich neuartigen

Film zu machen. Godard ist dem mehrfach sehr nahe

gekommen: mit VIVRE SA VIE, mit NUMÉRO DEUX, mit

NOUVELLE VAGUE und mit ELOGE DE L‘AMOUR. Es

gibt heute niemanden, der nicht wie Fosbury springt. Es

gibt aber kaum jemanden, der Godards neue Techniken

anwendet. Will niemand so hoch hinaus?

Harun Farocki ist Essayfilmer und Autor von mehr als

90 Filmen und Installationen.

eLoGe De L‘amour Auf die Liebe

Frankreich/Schweiz 2001. R: Jean-Luc Godard

D: Bruno Putzulu, Cécile Camp, Jean Davy. 97 Min. 35mm. OmU

ELOGE DE L’AMOUR besteht aus zwei lose verknüpften

Teilen: Der erste Teil zeigt in statischen Schwarzweiß-

Bildern die Schwierigkeiten des jungen Edgar, eine Eloge

auf die Liebe zu schreiben. Im zweiten Teil, auf Video

und in Farbe gedreht, verkauft ein altes Ehepaar die

Rechte an seiner Lebensgeschichte nach Hollywood.

Bei der Premiere sagte Godard über sein Video-Gemälde:

„Eigentlich sollte man den Leuten Eintrittskarten zu

drei Vorführungen des Films verkaufen. Bei der ersten

sollen sie nur auf den Ton hören, bei der zweiten sich

auf das Bild konzentrieren. Beim dritten Mal soll der

Film in seiner Komplexität erfasst werden.“

„Jede Geschichte hat einen

Anfang, eine Mitte und ein Ende,

aber nicht unbedingt in dieser

Reihenfolge.“ (Jean-Luc Godard)

25

Donnerstag, 13.12.

20:15 Uhr

Donnerstag, 13.12.

ca. 21:15 Uhr


26 Lecture & FILM: JeAn-Luc gOdArd

mittwoch, 12.12.

18:00 Uhr

Samstag, 15.12.

18:00 Uhr

mittwoch, 19.12.

18:00 Uhr

mittwoch, 26.12.

18:00 Uhr

uN coNDamNÉ À mort S‘eSt ÉcHaPPÉ ou Le veNt

SouffLe oÙ IL veut Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen

Frankreich 1956. R: Robert Bresson. D: François Leterrier,

Charles Le Clainche, Maurice Beerblock. 99 Min. 35mm. DF

Ein Résistance-Offizier wartet in einem Nazi-Gefängnis

auf seine Hinrichtung. Nach einigen Wochen voller

Anspannung gelingt es ihm, aus dem als ausbruchsicher

geltenden Gefängnis zu entkommen. Fasziniert von

Robert Bressons „Anti-Cinéma“ philosophierte Godard

in Interviews über dessen Verzicht auf subjektive Haltungen

und die Auflösung der Einheit von Einstellungen

und Sequenzen. Konsequent trennt Bresson hier Bild

und Kommentar und kreiert in 600 Einstellungen einen

neuen Realismus „ohne Ausschweifungen“ und ohne

Totalen. UN CONDAMNÉ À MORT S’EST ÉCHAPPÉ ist

Bressons Meisterwerk.

DIe 1000 auGeN DeS Dr. maBuSe

BRD 1960. R: Fritz Lang

D: Dawn Addams, Wolfgang Preiss, Peter van Eyck. 104 Min. 35mm.

Der populäre Fernsehjournalist Peter Barter ist einer

brisanten Story auf die Spur gekommen. Doch bevor

er die Geschichte veröffentlichen kann, wird er auf

dem Weg zu seinem TV-Sender ermordet. Interpol und

Kommissar Kras (Gert Fröbe) übernehmen den Fall,

da Barters Tod erstaunlich an die Vorgehensweise des

legendären Dr. Mabuse erinnert. Sollte der angeblich

längst verstorbene Superverbrecher noch am Leben

sein und versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen?

Godard bezeichnete Fritz Langs letzte Regiearbeit

DIE 1000 AUGEN DES DR. MABUSE als einen der zehn

besten Filme des Jahres 1961.


WILL SucceSS SPoIL rock HuNter? Sirene in Blond

USA 1957. R: Frank Tashlin.

D: Tony Randall, Jayne Mansfield, Betsy Drake. 93 Min. 35mm. OF

Der Werbetexter Rockwell Hunter wartet seit langem auf

eine zündende Idee. Sein Chef droht ihm bereits mit der

Entlassung, als er das glamouröse Busenwunder Rita

Marlowe für eine Lippenstiftwerbung gewinnen kann.

Die Bedingung der Blondine sorgt für Wirbel: Hunter soll

zum Schein mit ihr durchbrennen, um ihren Freund Bobo

eifersüchtig zu machen. Godard zeigte sich von Frank

Tashlins rasanten Komödien begeistert und pflegte einen

regen Briefwechsel mit ihm. Tashlin habe ihn gelehrt,

bemerkt Godard, dass man das Filmemachen niemals zu

leicht nehmen dürfe – auch nicht bei einer Komödie.

filmcafé

27

Donnerstag, 27.12.

18:00 Uhr

Samstag, 29.12.

18:00 Uhr

Liebe Kinobesucher,

lassen Sie sich während Ihres

Besuches auch kulinarisch

von uns verwöhnen.

Wir bieten wechselnde Gerichte

sowie verschiedene Antipasti,

Salate und selbstgemachte Kuchen.

Erfrischungsgetränke können Sie

bei uns im Café genießen oder

auch mit in die Vorstellung nehmen.

Falls Sie ein Event planen,

unterstützen wir Sie gerne mit

unserem Catering-Service.

Wenden Sie sich jederzeit

an unser Service-Personal.

- Ihr filmcafé -

Tel 069 / 961 220 280

info@filmcafe-frankfurt.de


28 LAte nIght kuLtkInO

freitag, 14.12.

22:45 Uhr

Samstag, 29.12.

22:30 Uhr

Samstag, 15.12.

22:30 Uhr

freitag, 28.12.

22:30 Uhr

cHarLIe aND tHe cHocoLate factorY

Charlie und die Schokoladenfabrik

USA/Großbritannien/Australien 2005. R: Tim Burton

D: Johnny Depp, Freddie Highmore. 115 Min. 35 mm. OF

Der kleine Charlie lebt mit seiner Familie in großer Armut.

Am Ende seiner Straße steht eine Schokoladenfabrik, die

von dem exzentrischen Willy Wonka geleitet wird. In fünf

Schokoladentafeln hat dieser Tickets für eine Besichtigungstour

der Fabrik versteckt; einer der Gewinner ist

Charlie. Aber die Tour hat ihre Tücken... Tim Burtons

Neuverfilmung des Buches von Roald Dahl besticht durch

die fantastische Ausstattung des Schokoladenreiches,

die visuelle Gestaltung von Charlies Welt sowie durch die

Lieder von Danny Elfman.

mark of tHe vamPIre

USA 1935. R: Tod Browning. D: Lionel Barrymore, Elizabeth Allan,

Lionel Atwill, Bela Lugosi. 61 Min. 35 mm. OmspU

In MARK OF THE VAMPIRE verarbeitete Tod Browning

den Stoff seines Stummfilms LONDON AFTER

MIDNIGHT von 1927 neu mit den Mitteln des Tonfilms.

Ein Inspektor untersucht den Tod eines reichen

Schlossbesitzers, dessen Körper blutleer aufgefunden

wurde. Weil er augenscheinlich einem Vampir zum

Opfer gefallen ist, wird auch ein Vampirexperte zu den

Ermittlungen hinzugezogen. Der Film ist visuell von

atemberaubender Schönheit und reich an fantastischer

Atmosphäre, auch wenn diese durch die unglückliche

Wendung der Erzählung etwas beeinträchtigt wird.


29

FRANKFURT

Die Mediathek in der

Sie alles finden. Unser

Verleihrepertoire reicht

vom Stummfilm bis zur

aktuellen Festivalneuheit

über Dokumentationen,

Kinder- und Familienfilme,

TV-Serien, Filme

aus allen Ländern im

Orginalton und aktuellen

Neuheiten.

Unseren Bestandskatalog

finden Sie online.

Auch Fernverleih möglich.


Kino lesen!

30

Unser Taschenkalender bietet mehr als nur ein reines

Kalenderarium: Spannende Texte erinnern an Ereignisse

aus Jahren mit einer „3“ und an Filmschaffende,

die in 2013 einen runden Geburts- oder Todestag

haben.

„Der perfekte Filmfreund!“

Sächsische Zeitung

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Einer der begehrtesten Filmpreise der Welt ist der von

der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“

verliehene „Academy Award“ – besser bekannt

als „Oscar“. Hier werden die von 1927 bis heute

ausgezeichneten besten Filme ausführlich beschrieben.

Zusätzlich werden auch die in den wichtigsten

Einzelkategorien prämierten Filme vorgestellt.

464 S. | Klappbr. |viele Abb. |E 24,90 |

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Erweiterte Neuauflage

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kein Genre ist in so vielen Formen aktuell wie

das Dokumentarische. Umso mehr stellt sich die Frage:

Was ist ein Dokumentarfilm? Francois Niney erläutert

anhand von 50 Fragen das Wesen des Dokumentarfilms

– für Laien verständlich, aber trotzdem auf dem aktuellen

Stand der Forschung.

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kInderkInO

DIe uNeNDLIcHe GeScHIcHte

BRD/USA 1984. R: Wolfgang Petersen

D: Barret Oliver, Deep Roy, Thomas Hill. 102 Min. DF. Ab 6 Jahren

Auf der Flucht vor seinen Mitschülern versteckt sich

Bastian in einem Antiquariat. Trotz der Warnung des

Buchhändlers liest er in einem geheimnisvollen Buch

und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise durch

Phantásien. Für die Spezialeffekte wurden die Fantasiewesen

aus Gips und Schaumstoff gebaut; um sie zu

bewegen, waren bis zu 15 Puppenspieler nötig.

NIko 2 – kLeINeS reNtIer, GroSSer HeLD

Finnland 2012. R: Kari Juusonen, Jorgen Lerdam

Animationsfilm. 73 Min. DF. Ab 0 Jahren

Das fliegende Rentier Niko ist genervt: Kurz vor Weihnachten

stellt ihm seine Mutter ihren neuen Freund vor,

und der bringt auch noch seinen kleinen Sohn Jonni

mit in die Familie. Als Jonni von Adlern entfürt wird,

hat Niko noch viel größere Probleme. Er macht sich auf

den Weg, den Kleinen zu retten. Auf seiner gefährlichen

Wanderung stehen ihm seine besten Freunde,

das Flughörnchen Julius, das Wiesel Wilma und das

grummelige Rentier Tobias zur Seite.

aLS Der WeIHNacHtSmaNN vom HImmeL fIeL

Deutschland 2011. R: Oliver Dieckmann. D: Alexander Scheer,

Jessica Schwarz, Christine Urspruch. 107 Min. DCP

Der neunjährige Ben hat es nicht leicht: Seine Familie ist

in eine Kleinstadt umgezogen, sein Vater hat seinen Job

verloren, die Mutter ist mit der Eröffnung ihres Schoko-

Ladens schwer beschäftigt, und in der Schule wird der

Neue von allen gemieden. Doch Bens Leben ändert sich

schlagartig, als der Weihnachtsmann vor ihm steht. Der

braucht Bens Hilfe bei der Suche nach seinem Rentier.

31

freitag, 07.12.

14:30 Uhr

Sonntag, 09.12.

15:00 Uhr

freitag, 14.12.

14:30 Uhr

Sonntag, 16.12.

15:00 Uhr

freitag, 21.12.

14:30 Uhr

Sonntag, 23.12.

15:00 Uhr

freitag, 28.12.

14:30 Uhr

Sonntag, 30.12.

15:00 Uhr


32

sPecIALs

Samstag, 08.12.

ab 19:00 Uhr

Gefördert durch

Im Rahmen der

1822-Städel-Nächte

alte meister 1300-1800

2. OG, Raum 2

Das Deutsche filmmuseum am 8. Dezember

zu Gast im Städel museum

An verschiedenen Orten inmitten der Meisterwerke der

Städel-Sammlung werden Klassiker und Kostbarkeiten

der Filmgeschichte von 1929 bis 2011 passend zu den

Kunstwerken inszeniert. In sieben Sälen laufen jeweils

zwei Filme, die einen faszinierenden Blick auf das Zusammenspiel

von Film und Kunst eröffnen.

Einlass: 19 Uhr. Zwischen den Vorstellungen können die Besucher

den Ort wechseln und sich so ihr individuelles Double Feature

zusammenstellen. Auch das Cafe, der Museumsshop sowie Teile der

Sammlung sind geöffnet.

Weitere Informationen unter:

staedelmuseum.de und kino-des-deutschen-filmmuseums.de

Karten an der Kasse des Städelmuseums und unter

tickets.staedelmuseum.de.

Eintritt: Vorverkauf 16 Euro, Abendkasse 18 Euro, ermäßigt 16 Euro.

Alle Filme laufen - soweit nicht anders angegeben - in der deutschen

Fassung und digital. Begrenztes Platzangebot.

19:30 uhr LutHer

USA/GB/DE 2003. R: Eric Till

D: Joseph Fiennes, Bruno Ganz, Uwe Ochsenknecht. 118 Min

Der mit Stars besetzte Film beeindruckt durch die eindringliche

Darstellung wie auch die visuelle Reproduktion

der Lutherzeit.

22:15 uhr tHe mILL aND tHe croSS Die Mühle und das Kreuz

PL/SE 2011. R: Lech Majewski

D: Rutger Hauer, Charlotte Rampling, Michael York. 96 Min. OmU

Der Film über die Entstehung des Brueghel-Gemäldes

Die Kreuztragung Christi ist ein Kunstwerk für sich:

Regisseur Majewski gelingt es, den Zuschauer mitten

in die Bilderwelt des Malers hineinzuversetzen.


2.OG, Raum 11

19:30 uhr caravaGGIo

GB 1986. R: Derek Jarman

D: Nigel Terry, Sean Bean, Tilda Swinton. 93 Min. OmU

Derek Jarman schuf eine Hommage an das Werk des

Lebemanns Caravaggio. Seine Kameraeinstellungen

nehmen die Bildsprache des Malers zum Vorbild und

übertreffen sich immer wieder in ihrer Schönheit.

22:15 uhr DoN’t Look NoW Wenn die Gondeln Trauer tragen

GB 1973 R: Nicolas Roeg

D: Julie Christie, Donald Sutherland. 110 Min.

Nicolas Roegs doppelbödiger und innovativ montierter

Film hat Kultstatus, auch dank seiner schaurigen

Darstellung Venedigs als einen Ort voller barocker

Gruselgestalten.

kunst der moderne 1800-1945

1. OG, Raum 11

kunst der moderne 1800-1945

1. OG, Raum 6

19:30 uhr La BeLLe et La BÊte Es war einmal...

FR 1946. R: Jean Cocteau

D: Josette Day, Jean Marais. 90 Min.

Jean Cocteaus Verfilmung des bekannten Märchens

von der Schönheit, deren Mitgefühl und Liebe einen in

ein Biest verwandelten Prinzen erlösen, ist ein Meisterwerk

des poetischen Kinos, einfallsreich ausgestattet

und in Szene gesetzt.

22:00 uhr 8 ½ WomeN 8 ½ Frauen

GB/NL/LUX/DE 1999. R: Peter Greenaway

D: John Standing, Vivian Wu. 118 Min.

Als Philips Frau stirbt, stürzen er und sein Sohn Storey

in tiefe Trauer. Inspiriert von Fellinis 8½ richten die beiden

in ihrem Haus einen Harem ein. Peter Greenaway

inszeniert 8½ Archetypen männlicher Sex-Fantasien.

19:30 uhr taGeBucH eINer verLoreNeN

DE 1929. R: Georg Wilhelm Pabst

D: Louise Brooks, Josef Rovenský, Vera Pawlowa. 95 Min. 16mm

Die Geschichte des gesellschaftlichen Abstiegs einer

jungen Frau aus bürgerlichem Haus war bei der Erstaufführung

des Films Ende 1929 ein Skandal.

22:15 uhr aNIta. tÄNZe DeS LaSterS

BRD 1988. R: Rosa von Praunheim

D: Lotti Huber, Ina Blum. 89 Min.

Der in Frankfurt aufgewachsene Filmemacher

Rosa von Praunheim erzählt vom bewegten Leben

der Nackttänzerin und Stummfilmdiva der 1920er

Jahre, Anita Berber.

33


34

G

metzlersaal

sPecIALs

Gegenwartskunst

Gartenhalle, Raum 16

19:30 uhr cave of forGotteN DreamS

GB/USA/DE/FR/KA 2010. R: Werner Herzog. Dokumentarfilm. 89 Min.

Werner Herzog durfte als erster Filmemacher mit

einem kleinen Team in der Chauvet-Höhle in Südfrankreich

Aufnahmen machen, die die berühmten Höhlenmalereien

in überwältigenden Bildern einfangen.

22:15 uhr eXIt tHrouGH tHe GIft SHoP

GB 2010. R: Banksy. Dokumentation. 87 Min. OmU

Die Dokumentation des Street-Art-Künstlers Banksy

portraitiert mit Ironie und unterschwellig kritischer

Note den Franzosen Thierry Guetta, der vomVerehrer

zum hemmungslosen Nachahmer Banksys wird.

19:30 uhr ScooP Scoop - Der Knüller

GB/USA 2006. R: Woody Allen

D: Scarlett Johansson, Woody Allen, Hugh Jackman. 96 Min.

Scarlett Johansson spielt in der Komödie eine Reporterin,

die sich im Laufe der Ermittlungen zum Fall eines

Serienmörders in einen Verdächtigen verliebt.

22:15 uhr ruSSkIJ kovcHeG Russian Ark – Eine einzigartige

Zeitreise durch die Eremitage RUS/DE 2002.

R: Alexander Sokurov. D: Sergej Dontsow, Leonid Mosgowoj. 96 Min.

Alexander Sokurov drehte erstmals einen ganzen Film

in einer einzigen Einstellung. Seine Kamera gleitet

durch die prächtigen Säle der Petersburger Eremitage,

wo sie historischen Figuren begegnet.

mediathek (eG)

Animationsfilme

19:30 uhr aZur et aSmar Azur und Asmar

FR/BE/ES/IT 2006. R: Michel Ocelot.

Animationsfilm. 95 Min. Ab 8 Jahren

Die hervorragend gestaltete Animation einer phantastischen

Abenteuerreise durch den Orient ist sowohl von

der niederländischen Malerei des 15. Jahrhunderts als

auch von persischer und islamischer Kunst beeinflusst.

22:00 uhr marY & maX

AU 2009. R: Adam Elliot

Animationsfilm. 96 Min. Ab 12 Jahren

„Herzlich, traurig, witzig“ lauteten die Reaktionen von

Zuschauern auf diesen Knetfiguren-Film. Die kleine

einsame Mary aus Australien beginnt eine Brieffreundschaft

mit dem isolierten älteren Max aus New York.


WAs tut sIch –

IM deutschen FILM?

In der Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM?

präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums einmal

im Monat ein aktuelles Werk. Im Anschluss an die

Vorführung sprechen Journalisten mit den Filmemachern

über das deutsche Filmgeschehen. Im Dezember macht

sich ein skurriles Ensemble in Felix Stienz‘ fulminantem

Erstlingswerk PUPPE, ICKE & DER DICKE auf einen herrlich

komischen Roadtrip durch Europa. Die Kritik urteilte:

Kultfilmstatus nicht ausgeschlossen!

PuPPe, Icke & Der DIcke

Deutschland 2012. R: Felix Stienz

D: Stéphanie Capetanidés, Tobi B., Matthias Scheuring. 90 Min. DCP.

„Sie kommen aus Frankreich? Buon giorno!“ Der

Kurierfahrer Bomber mit Berliner Schnauze ist nicht auf

den Mund gefallen. Auf seiner letzten Tour als Kurierfahrer

strandet er in Paris und trifft zwei Menschen, die

sein Leben verändern: Der dicke Bruno und die blinde

Europe wollen von Paris nach Berlin. Europe ist nach

einem romantischen One-Night-Stand schwanger und

will den Vater ihres Kindes finden – anhand eines Fotos.

Mit lakonischem Witz, handgemachter Musik und

dreisprachigen Dialogen porträtiert Felix Stienz im Stil

Aki Kaurismäkis seine skurrilen Hauptfiguren, die trotz

aller Widrigkeiten immer ihre Lebensfreude behalten.

35

Das epd film-

Sonderheft zur

Reihe ist im

Museumsshop

erhältlich.

Über Felix Stienz

Der 1982 geborene Berliner beeindruckte bereits seit

2005 auf zahlreichen Filmfestivals mit seinen Kurzfilmen

und hat seitdem mehr als 40 nationale und

internationale Preise gewonnen. Auch sein Spielfilmdebüt

PUPPE, ICKE & DER DICKE reiht sich nahtlos in die

Liste ein: Der Film wurde 2012 mit dem Max-Ophüls-

Publikumspreis in Saarbrücken ausgezeichnet. Darüber

hinaus arbeitet Stienz an verschiedenen Medienbildungsprojekten

mit Jugendlichen.

Vorfilm

BettY B.

&

tHe tHe’S

Deutschland 2009.

R: Felix Stienz.

15 Min. 35mm.

Sonntag, 16.12.

20:30 Uhr

Im anschluss

diskutiert

Felix Stienz mit

Rudolf Worschech

(epd Film).


36

sPecIALs

mittwoch, 19.12.

20:00 Uhr

gedenkVerAnstALtung

rOnnY LOeWY

Am 9. August 2012 ist der langjährige Mitarbeiter des

Deutschen Filminstituts Ronny Loewy im Alter von nur

66 Jahren gestorben. 30 Jahre lang hat er die Arbeit

des Kommunalen Kinos, des Deutschen Filmmuseums

und des Deutschen Filminstituts in Frankfurt am Main

geprägt.

Der Wiederentdecker des jiddischen Kinos und profilierte

Ausstellungsmacher war in den 1980er Jahren

maßgeblich beteiligt an der Konzeption der ersten

Dauerausstellung des Museums. Mit seiner Ausstellung

“Von Babelsberg nach Hollywood. Filmemigration aus

Nazideutschland” gab er entscheidende Impulse für

eine neue Exilforschung. Zu Beginn der 1990er Jahre

leitete Ronny Loewy das Kommunale Kino in Frankfurt.

Er war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft “Cinematographie

des Holocausts”, deren Jahrestagungen in

Frankfurt, Berlin, Hamburg, Wien oder Budapest er als

international anerkannter Filmhistoriker leitete. Zudem

koordinierte er das europäische Standardisierungsprojekt,

das den vereinfachten Austausch von Datenbanken

zum Ziel hatte. Nicht zuletzt war er als Lektor und

Autor für zahlreiche Publikationen produktiv tätig.


gOeAst PrÄsentIert:

cZech On tOur

Das Tschechische Filmzentrum bringt unter dem Titel

CZECH ON TOUR aktuelle tschechische Filme in die

Kommunalen Kinos vieler deutscher Städte.

Die Reihe präsentiert in einem Querschnitt der dynamischen

tschechischen Filmszene Spiel- und Dokumentarfilme

etablierter und junger Regisseure.

GraNDHoteL

Tschechische Republik 2006. R: David Ondřiček

D: Marek Taclik, Klara Issova, Jaromir Dulava. 95 Min. 35mm. OmU

Fleischman ist Hausmeister in einem Architekturdenkmal

der Nachkriegsmoderne. Der merkwürdige

Prestigebau aus den 60ern ist Hotel und Fernsehturm in

einem. In sozialistischen Zeiten war dieser ein Sinnbild

für die verheißungsvolle Zukunft; in der Gegenwart ist

das Grandhotel eine beliebte Station für ältere Reisende

aus Deutschland, die der Vergangenheit und ihrer Herkunft

nachspüren. Fleischman hingegen ist besessen

von der Idee, von hier aus mit einem Ballon in den

Himmel zu schweben und dem Hotel, der Provinzstadt

Liberec und seinem Leben, das ihm überhaupt nicht zu

gelingen scheint, zu entfliehen.

37

Festival des mittel- und

osteuropäischen Films

10.04. bis 16.04.2013

Donnerstag, 20.12.

20:30 Uhr


38

sPecIALs

Donnerstag, 27.12.

20:30 Uhr

Weitere

Informationen zum

Programm unter

kurzfilmtournee.de

deutscher kurZFILMPreIs

unterWegs 2011

Die Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 2011

überraschen und begeistern unter anderem mit einem

selbstironischen Schnellkurs in Sachen Film, einer

fotografischen Liebeserklärung und einem spannungsgeladenen

Angeltrip.

NuN SeHeN SIe foLGeNDeS

Deutschland 2010. R: Erik Schmitt, Stephan Müller. 5 Min. DCP

Ein fünfminütiger Filmkurs, der wie ein rasantes Makingof

einschließlich Regieanweisung und Filmanalyse

daherkommt.

DIe frau DeS fotoGrafeN

DE 2011. R: Karsten Krause, Philip Widmann. Doku. 29 Min. DCP

Gerti Gerbert wurde von ihrem Mann mehr als 40 Jahre

lang fotografiert. Anhand der Fotos und in Gesprächen

mit Gerti umkreist der Film die Frage, was am Ende von

der Liebe und vom Leben bleibt.

fLuSS

Deutschland 2011. R: Michael Venus. 14 Min. DCP

Der neunjährige Thomas geht mit seinem Vater angeln.

Kaum ist er am Fluss alleingelassen, beißt an Thomas’

Angel ein riesiger Aal an.

voN HuNDeN uND PferDeN

Deutschland 2011. Thomas Stuber. 30 Min. DCP

Rolf braucht 3.000 Euro, um seinen todkranken Hund

zu retten. Auf der Pferderennbahn setzt er alles auf eine

Karte.

veroNIka

Deutschland 2011. R: Mark Michel. Dokumentarfilm. 6’37 Min. DCP

Über das Schreiben bahnt sich die Autistin Veronika

Raila ihren Weg in die Welt.


AquÄdukte

und OtternAsen

Die Reihe archäologie: fiktion und Wirklichkeit

widmet sich im Dezember mit MONTY PYTHON‘S LIFE

OF BRIAN zeithistorisch dem Imperium Romanum unter

Kaiser Tiberius (14 bis 37 n. Chr.). Zwei kurze Vorträge

gehen der Frage nach, was die Römer uns wirklich

gebracht haben, und beleuchten aus archäologischer

wie filmwissenschaftlicher Perspektive das Leben und

Ringen des Brian in der römischen Provinz Judäa.

Der Abend findet in Kooperation mit der Römisch-

Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen

Instituts und dem von der EU geförderten Projekt

„Archaeology in Contemporary Europe“ statt. Im Foyer

des Filmmuseums werden Arbeiten des belgischen

Fotografen Pierre Buch ausgestellt, der 2011 Archäologen

in verschiedenen europäischen Ländern besuchte.

Die Bilder verdeutlichen seinen Blick auf die modernen

Altertumswissenschaften und den Umgang mit Archäologie

in der Öffentlichkeit.

moNtY PYtHoN‘S LIfe of BrIaN

Großbritannien 1979. R: Terry Jones. D: Terry Jones, Graham Chapman,

Michael Palin, John Cleese, Eric Idle. 93 Min. 35 mm. OF

Von der Geburt in einem Stall in Bethlehem bis zum

Tod am Kreuz ähnelt das Leben Brians dem eines

bekannten jüdischen Propheten und Umstürzlers, auf

den sich alle christlichen Kirchen berufen. In keiner

Darstellung zuvor hat dieser allerdings am Kreuz

gehangen und „Always look on the bright side of life“

gesungen... Klar, dass fast sämtliche tragenden Rollen

von den Mitgliedern der Monty-Python-Truppe gespielt

werden.

39

die reihe

„archäologie:

Fiktion und

Wirklichkeit“

wird in den

kommenden

monaten

fortgesetzt

montag, 17.12.

19:00 Uhr

mit zwei Kurzvorträgen

und Kostproben

aus der römischen

Küche im filmcafé


40

sPecIALs

mittwoch, 12.12.

20:30 Uhr

schWArZe rOMAntIk

uN cHIeN aNDaLou

Frankreich 1929. R: Luis Buñuel

D: Pierre Batcheff, Simone Mareuil. 17 Min. 35mm. OF

La cHute De La maISoN uSHer

Frankreich 1928. R: Jean Epstein

D: Jean Debucourt, Marguerite Gance. 55 Min. 35mm. OF

Mit LA CHUTE DE LA MAISON USHER adaptierte Jean

Epstein die gleichnamige Kurzgeschichte von Edgar

Allan Poe. Mit Hilfe extremer Beleuchtungseffekte,

Kamerafahrten, Zeitlupen und Doppelbelichtungen schuf

er ein raffiniertes visuelles Geflecht, das perfekt eine

Poe’sche Atmosphäre erzeugt. Einen ganz anderen Weg

ging Epsteins Assistent Luis Buñuel ein Jahr später in

seinem ersten Film UN CHIEN ANDALOU, den er mit

seinem Freund Salvador Dalí konzipierte: Traumatmosphäre

entsteht hier nicht durch fotografische Tricks,

sondern durch die schockartige Montage einer Folge

glasklarer Bilder, die sich keiner gängigen Logik fügen.

UN CHIEN ANDALOU wurde zu einem Manifest des

filmischen Surrealismus.

Ersatz für die ausgefallene Vorstellung am 4. November


ArchItektur und FILM

Perret IN fraNkreIcH uND aLGerIeN

Deutschland 2012. R: Heinz Emigholz. 110 Min. DCP. Dokumentarfilm

PERRET IN FRANKREICH UND ALGERIEN zeigt dreißig

Bauwerke und Ensembles der französischen Architekten

und Bauingenieure Auguste und Gustave Perret. Auguste

Perret hat in seinen Projekten den Betonbau meisterlich

verfeinert und zu einem klassischen Ausdruck gebracht.

Parallel zu zahlreichen Bauprojekten in Frankreich hat

Perret zwischen 1912 und 1952 auch in der französischen

Kolonie Algerien gebaut. Der Film zeichnet diese Zweiteilung

chronologisch nach und macht einen differenzierten

Umgang mit dem „architektonischen Erbe“ in auseinanderstrebenden

Kulturen sichtbar.

Freunde des Kinos

Das Kino im Deutschen Filmmuseum sucht filmbegeisterte

Freunde, die sich engagieren und für unser besonderes

Programm interessieren. Lernen Sie uns kennen, und seien Sie

gespannt auf das, was das Haus zu bieten hat. So erhalten Sie

für unser Kino vergünstigte Eintrittspreise sowie Vorzugskarten

zu besonderen Veranstaltungen und haben die Möglichkeit,

Filmschaffende zu treffen. Selbstverständlich bekommen die

Freunde des Hauses unseren Newsletter und alle Programme

kostenfrei zugeschickt.

Sie möchten das Kino unterstützen?

Einzelpersonen: 30,- Euro Jahresbeitrag

Unter 30-Jährige: 20,- Euro Jahresbeitrag

Weitere Informationen:

freunde@deutsches-filminstitut.de

Tel.: 069 – 961 220 225

41

freitag, 28.12.

18:00 Uhr


42

sPecIALs

VertIkALe

video- und medienkunst

im foyer des filmmuseums

28. November 2012 bis 16. Juni 2013

Kurator: Thomas Lüer

Ungewöhnlich ist die Projektionsfläche – und ungewöhnlich

sind die Arbeiten, die projiziert werden. Der

Luftraum im Foyer des Deutschen Filmmuseums erstreckt

sich 14 Meter hoch über vier Stockwerke. Sechs

Künstlerinnen und Künstler haben die Herausforderung

angenommen, diesen Raum mit eigens angefertigten

Videoprojektionen zu bespielen. Entstanden sind

heterogene, fesselnde Beispiele aktueller Video- und

Medienkunst – Spiele im Raum, Spiele mit dem Raum,

Reflexionen über den Raum. Die Arbeiten nehmen

Bezug auf die Architektur und spiegeln ihre Umgebung

auf vielfältige Weise. Als Bewegtbild außerhalb

des Kino-Kontextes erweitern sie das konventionelle

Verständnis von Film.

Die VERTIKALE ist als Serie angelegt und soll in den

kommenden Jahren fortgesetzt werden.

dIe PrOJektIOnen

A Night at the Museum

alexandra Hopf

Eine Kamera kreist um modernistische Architektur.

Es ist Nacht. Man sieht eine Außenfassade,

dann wird der Fokus ins Innere gelenkt.

Ein- und Ausblicke blenden ständig ineinander

über. Die Räume sind verspiegelt und durch

transparente und semi-transparente Raumteiler

verschachtelt. Skulpturen liegen in den

Räumen, ihre eigentliche Dimension und die

der Architektur sind nicht erahnbar.

Utopia

eike

Ikonische Bilder aus 43 Science-Fiction-Filmen,

die einmal Zukunft visualisierten, werden

als Vektorzeichnungen neu nachgebildet.

Szenen aus den Filmen, Vektorgrafiken und

negative Linienzeichnungen überlagern sich.

Nacheinander, aber zeitversetzt läuft das Video

auf übereinander angeordneten Screens ab:

ein visueller Schaukasten von Zukunftsbildern,

der gleichzeitig Archiv zahlreicher Kultfilme ist.


Freiwillige Feuerwehr 2

Paul Zoller

Die Animation zeigt, wie eine Skulptur

entsteht – weich werden, formen, einen

Abdruck erstellen. Dabei rücken Aspekte des

Erkennens in den Mittelpunkt, welche auf den

Menschen übertragbar sind. Gesellschaftliche

Prägung, Abdruck, Formfindung durch

flüssigen Guss, spätere Verfestigung durch

Verhärtung und schließlich Bruch.

Luftdruck

Juliane ebner

Ein gemalter Animationsfilm scheint bekannte

Presseporträts in irritierendem Format zu

zitieren. Wie durch ein Mikroskop werden

Gesichtsausschnitte extrem dicht herangezoomt.

Sehgewohnheiten, Zeitgefühl und

Perspektiven verschieben sich durch wechselnde

Details riesiger Gesichtsansichten, die

sich zu abstrakten Farbräumen auflösen. Es

entsteht eine bewegte menschliche Gesichtslandschaft,

eine humane Zustandssammlung,

ein Alphabet des Menschenmöglichen.

070716-090 306

christine Schulz

Grundlage der Animation sind die Aktienkurse

des DAX in der Zeit vom 16. Juli 2007 bis zum

6. März 2009. Die Bewegungen werden von

den tatsächlichen Unternehmen entkoppelt

und darauf reduziert, eine gleichmäßige,

fesselnde Bewegung der Farbflächen, Schriftzüge

und Images, der Darsteller und Ebenen

zu bewirken. Die gleichmäßig gleitenden

Auf- und Abwärtsbewegungen ziehen den

Betrachter hypnotisch in ihren Bann.

The Storm

Vadim Schäffler

In der Videoarbeit „The Storm“ dreht sich der

Sturm, herausgelöst aus den Erzählstrukturen

und -konventionen des Katastrophenfilmgenres,

übermächtig, ruhig und beständig. Der

Wirbel saugt Fragmente der Zivilisation in sich

auf und lässt sie wieder fallen: kantige Betonbrocken,

Mauerteile, Sand und Geldscheine.

Menschen nähern sich dem Sturm, folgen der

kreisenden Bewegung, setzen sich der Gefahr

aus und verschwinden dann wieder auf der

Ebene, ohne durch das Auge des Wirbelsturms

gegangen zu sein.

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Im Kino 01.-14. dezember 2012

tagsüber

IL mIo DomaNI ≥ S. 6

Die Zukunft liegt vor mir IT 2011.

Marina Spada. 88 Min. OmU 16.00 uhr

I ceNto PaSSI ≥ S. 10 100 Schritte

IT 2000. Marco Tullio Giordana.

114 Min. OmU 11:30 uhr

DIe WuNDerBareN reISeN

DeS NILS HoLGerSSoN

JP 1981. H. Toriumi. 82 Min. DF 15:00 uhr

DIe uNeNDLIcHe GeScHIcHte

≥ S. 31 BRD/USA 1984. Wolfgang Petersen.

102 Min. DF 14:30 uhr

Sette oPere DI mISerIcorDIa

≥ S. 8 Sieben Akte der Gnade

IT 2011. 100 Min. OmeU 16:00 uhr

NoI creDevamo ≥ S. 11

Wir glaubten IT/FR 2010. Mario Martone.

187 Min. OmeU 11:30 uhr

DIe uNeNDLIcHe GeScHIcHte ≥ S. 31

BRD/USA 1984. W. Petersen. 102 Min. 15 uhr

NIko 2 - kLeINeS reNtIer,

GroSSer HeLD ≥ S. 31 FI 2012.

Kari Juusonen. 73 Min. 14:30 uhr

18.00 Uhr

IL mIo DomaNI ≥ S. 6

Die Zukunft liegt vor mir IT 2011.

Marina Spada. 88 Min. OmU

L‘INDuStrIaLe ≥ S. 6

Der Unternehmer

IT 2011. Giuliano Montaldo. 94 Min. OmU

corPo ceLeSte ≥ S. 7

Für den Himmel bestimmt

IT 2011. Alice Rohrwacher. 110 Min. OmU

BaSILIcata coaSt to coaSt

≥ S. 7 Basilicata - Von Küste zu Küste

IT 2010. Rocco Papaleo. 105 Min. OmU

I ceNto PaSSI ≥ S. 10 100 Schritte

IT 2000. Marco Tullio Giordana.

114 Min. OmU

L‘INDuStrIaLe ≥ S. 6

Der Unternehmer

IT 2011. Giuliano Montaldo. 94 Min. OmU

Sette oPere DI mISerIcorDIa

≥ S. 8 Sieben Akte der Gnade

IT 2011. 100 Min. OmeU

ItaLY, Love It or Leave It

≥ S. 8 IT 2011.

Gustav Hofer, Luca Ragazzi. 75 Min. OmU

IL PIÙ BeL GIorNo DeLLa mIa

vIta ≥ S. 11 Der schönste Tag in meinem

Leben IT 2002. C. Comencini. 102 Min. OmeU

ceSare Deve morIre ≥ S. 9

Cäsar muss sterben IT 2012. Paolo Taviani,

Vittorio Taviani. 76 Min. OmU

IL vILLaGGIo DI cartoNe

≥ S. 9 IT 2011. Ermanno Olmi.

87 Min. OmeU

DIe WeBer ≥ S. 22

DE 1927. R: Friedrich Zelnick

97 Min. Musikfassung

uN coNDamNÉ À mort… ≥ S. 26

Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen

FR 1956. Robert Bresson. 99 Min. DF

amaDeuS ≥ S. 13

USA 1984/2002. Milos Forman.

178 Min. OmU 16:30 uhr

BILLY eLLIot ≥ S. 18

Billy Elliot - I will dance

GB 2000. Stephen Daldry. 110 Min. OmU

Verso Sud And the Oscar® goes to... Stephen Daldry

Lecture & Film

OmU Original mit dt. Untertiteln DF Dt. Fassung OF Originalfassung


20.30 Uhr 22.30 Uhr

ScIaLLa! ≥ S. 6 Bleib locker!

IT 2011. Francesco Bruni. 95 Min. OmU

Gast: Francesco Bruni 20:00 uhr

IL DoLce e L‘amaro ≥ S. 10

IT 2007. Andrea Porporati. 98 Min. OmeU

Gast: Luigi Lo Cascio 20:15 uhr

BaSILIcata coaSt to coaSt

≥ S. 7 Basilicata - Von Küste zu Küste

IT 2010. Rocco Papaleo. 105 Min. OmU

corPo ceLeSte ≥ S. 7

Für den Himmel bestimmt

IT 2011. Alice Rohrwacher. 110 Min. OmU

ScIaLLa! ≥ S. 6

Bleib locker!

IT 2011. Francesco Bruni. 95 Min. OmU

La vIta cHe vorreI ≥ S. 10

Das Leben, das ich immer wollte

IT/DT 2004. G. Piccioni. 125 Min. OmU

mIo coGNato ≥ S. 11

Mein ungeliebter Schwager

IT 2003. Alessandro Piva. 90 Min. OmU

terraferma ≥ S. 8

IT 2011. Emanuele Crialese.

88 Min. OmeU

ceSare Deve morIre ≥ S. 9

Cäsar muss sterben IT 2012. Paolo Taviani,

Vittorio Taviani. 76 Min. OmU

terraferma ≥ S. 8

IT 2011. Emanuele Crialese.

88 Min. OmeU

ItaLY, Love It or Leave It

≥ S. 8 IT 2011.

Gustav Hofer, Luca Ragazzi. 75 Min. OmU

amaDeuS ≥ S. 13

USA 1984/2002. Milos Forman.

178 Min. OmU

La cHute De La maISoN uSHer

≥ S. 40 FR 1928. Jean Epstein.

55 Min. 100 Min. OF

eLoGe De L‘amour ≥ S. 25

FR/CH 01. J.-L. Godard. 97 Min. OmU 21:15

lecture Harun Farocki 20:15 uhr

mILLIoN DoLLar BaBY ≥ S. 13

USA 2004. Clint Eastwood.

133 Min. OmU

Klassiker & Raritäten Late Night Kultkino

IL DoLce e L‘amaro ≥ S. 10

IT 2007. Andrea Porporati.

98 Min. OmeU

IL vILLaGGIo DI cartoNe

≥ S. 9 IT 2011. Ermanno Olmi.

87 Min. OmeU

cHarLIe aND tHe cHocoLate

factorY ≥ S. 28 USA/GB/AU 2005.

Tim Burton. 115 Min. OF 22:45 uhr

Kinderkino

OmeU Original mit engl. Untertiteln OmspU Original mit span. Untertiteln

Specials

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Im Kino 15.-31. dezember 2012

tagsüber

WINGS ≥ S. 14 USA 1927. 139 Min.

restaurierte OF. Mit Klavierbegleitung. 11 uhr

NIko 2 ≥ S. 31 FI 2012.

K. Juusonen, J. Lerdam. 73 Min. DF 15 uhr

aLS Der WeIHNacHtSmaNN

vom HImmeL fIeL ≥ S. 31 DE 2011.

Oliver Dieckmann. 107 Min. 14:30 uhr

Mo MONTAGS KEINE VORSTELLUNGEN

aLS Der WeIHNacHtSmaNN

vom HImmeL fIeL ≥ S. 31 DE 2011.

Oliver Dieckmann. 107 Min. 14:30 uhr

18.00 Uhr

Sa uN coNDamNÉ À mort… ≥ S. 26

Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen

FR 1956. Robert Bresson. 99 Min. DF

So

aLS Der WeIHNacHtSmaNN

vom HImmeL fIeL ≥ S. 31 DE 2011.

Oliver Dieckmann. 107 Min. 15:00 uhr

aLS Der WeIHNacHtSmaNN

vom HImmeL fIeL ≥ S. 31 DE 2011.

Oliver Dieckmann. 107 Min. 15:00 uhr

Mo MONTAGS KEINE VORSTELLUNGEN

mILLIoN DoLLar BaBY ≥ S. 13

USA 2004. Clint Eastwood.

133 Min. OmU

tHe LIfe of emILe ZoLa ≥ S. 23

USA 1937. R: William Dieterle.

116 Min. OF

DIe 1000 auGeN DeS

Dr. maBuSe ≥ S. 26

BRD 1960. Fritz Lang. 104 Min.

HoW GreeN WaS mY vaLLeY

≥ S. 14 USA 1941. John Ford.

118 Min. OF 18:15 uhr

eXtremeLY LouD & INcreDIBLY

cLoSe ≥ S. 19 USA 2011. Stephen Daldry.

129 Min. OmU

PattoN ≥ S. 15

USA 1970. Franklin Schaffner.

169 Min. restaurierte OF 17:00 uhr

tHe SouND of muSIc

≥ S. 15 USA 1965. Robert Wise. 174 Min.

restaurierte OF

tHe HuNcHBack of Notre Dame

≥ S. 23 Der Glöckner von Notre Dame

USA 1939. William Dieterle. 116 Min. OF

DIe 1000 auGeN DeS

Dr. maBuSe ≥ S. 26

BRD 1960. Fritz Lang. 104 Min.

WILL SucceSS SPoIL rock

HuNter? ≥ S. 27 Sirene in Blond

USA 1957. Frank Tashlin. 93 Min. OF

Perret IN fraNkreIcH

uND aLGerIeN ≥ S. 41

DE 2012. Heinz Emingholz. 110 Min.

WILL SucceSS SPoIL rock

HuNter? ≥ S. 27 Sirene in Blond

USA 1957. Frank Tashlin. 93 Min. OF

aNNIe HaLL ≥ S. 16

Der Stadtneurotiker

USA 1977. Woody Allen. 94 Min. OF

Verso Sud And the Oscar® goes to... Stephen Daldry

Lecture & Film

OmU Original mit dt. Untertiteln DF Dt. Fassung OF Originalfassung


20.30 Uhr 22.30 Uhr

BILLY eLLIot ≥ S. 18

Billy Elliot - I will dance

GB 2000. Stephen Daldry. 110 Min. OmU

PuPPe, Icke & Der DIcke

≥ S. 35 DE 2012. Felix Stienz. 90 Min.

Gast: Felix Stienz

moNtY PYtHoN‘S LIfe of BrIaN

≥ S. 39 GB 1979.

Terry Jones. 93 Min. OF. 19:00 uhr

HoW GreeN WaS mY vaLLeY

≥ S. 14 USA 1941. John Ford.

118 Min. restaurierte OF

Gedenkveranstaltung

ronny Loewy

≥ S. 36 20:00 uhr

GraNDHoteL ≥ S. 37

CZ 2006. David Ondříček.

95 Min. OmU

PattoN ≥ S. 15

USA 1970. Franklin Schaffner.

169 Min. restaurierte OF

tHe SouND of muSIc

≥ S. 15 USA 1965. Robert Wise. 174 Min.

restaurierte OF

eXtremeLY LouD & INcreDIBLY

cLoSe ≥ S. 19 USA 2011. Stephen Daldry.

129 Min. OmU 21:00 uhr

tHe HourS ≥ S. 19

The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit

USA 2002. Stephen Daldry. 114 Min. OF

tHe reaDer ≥ S. 20 Der Vorleser

USA/DE/GB 2008. Stephen Daldry. 124 Min.

OmU

Deutscher Kurzfilmpreis

unterwegs 2011 ≥ S. 38

DE 2010/2011. Insgesamt ca. 85 Min.

aNNIe HaLL ≥ S. 16

Der Stadtneurotiker

USA 1977. Woody Allen. 94 Min. OF

tHe HourS ≥ S. 19

The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit

USA 2002. Stephen Daldry. 114 Min. OF

tHe reaDer ≥ S. 20 Der Vorleser

USA/DE/GB 2008. Stephen Daldry. 124 Min.

OmU

Klassiker & Raritäten Late Night Kultkino

mark of tHe vamPIre ≥ S. 28

USA 1935. Tod Browning.

61 Min. OmspU

mark of tHe vamPIre ≥ S. 28

USA 1935. Tod Browning.

61 Min. OmspU

cHarLIe aND tHe

cHocoLate factorY ≥ S. 28

USA/GB/AU 2005. Tim Burton. 115 Min. OF

Kinderkino

OmeU Original mit engl. Untertiteln OmspU Original mit span. Untertiteln

Specials

So

Mo

Di

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serVIce

kino des Deutschen filmmuseums

Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main

Information & Ticketreservierung:

Tel.: 069 - 961 220 220

kino

Eintrittspreise

Regulär: 7,- Euro

Ermäßigt (Schüler/Studenten): 5,- Euro

Schwerbehinderte: 3,50 Euro

Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag

Für Frankfurt-Pass-Inhaber ermäßigen sich die regulären Preise um die Hälfte.

Kinderkino

Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro

3D: 1,- Euro Zuschlag

Kinocard

Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen

Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro

Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro

Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag

freundeskreise

Freunde des Kinos

erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei besonderen Filmveranstaltungen

und bekommen das aktuelle Programm

sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt.

Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro.

Freunde des museums

erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen,

Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter

und exklusive Informationen zu den Ausstellungen.

Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro.

Informationen: freunde@deutsches-filminstitut.de

freunde von kino und museum

erhalten zusätzlich:

Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf

Kataloge zu aktuellen Ausstellungen

Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro

Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro

Newsletter

Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail mittwochs

über Kino- und Ausstellungs-Programme.

Anmeldung unter http://newsletter.deutsches-filmmuseum.de

Programmheft

Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen

Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region.

Kulturpartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines Škoda-Autoschlüssels erhält der

Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


museum

dauerausstellung

Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen

Eintrittspreise: 5,- Euro · ermäßigt: 2,50 Euro

www.deutsches-filmmuseum.de

Sonderausstellung

and the oscar® goes to ...

85 Jahre Bester Film

14. november 2012 - 28. april 2013

Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen

Eintrittspreise: 7,- Euro · ermäßigt: 5,- Euro

www.deutsches-filmmuseum.de

Kombitickets

Dauerausstellung und Sonderausstellung: 10,- Euro · ermäßigt: 6,- Euro

aktiv im filmmuseum

Führungen für Privatpersonen und Unternehmen, Filmanalyse, Seminare,

Workshops und Kindergeburtstage nach Absprache

Informationen, Preise und Anmeldung unter:

museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de

Tel.: 069 - 961 220 223

http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/museumspaedagogik/

Öffentliche, kostenfreie führungen

(Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer bezahlen

lediglich den regulären Eintritt)

dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock

Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 3. Stock

offenes Filmstudio am Wochenende

Samstags und sonntags von 14:00 - 18:00 Uhr

Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich

Veranstaltungsort: 4. Stock

after Work im deutschen Filmmuseum

Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat

Informationen: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de

Tel.: 069 - 961 220 223

filmcafé

Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet.

Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden.

anfahrt

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz)

Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße)

Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46)

Mitglieder und Förderer

49


50

Donnerstag, 03.01.

20:00 Uhr

VOrschAu

hIghLIghts IM

JAnuAr 2013

BeSt of 2012

Im neuen Jahr führen wir eine liebgewonnene Tradition

fort und beginnen unser Programm mit einem Jahresrückblick.

Wir zeigen eine Auswahl an Filmen, die das

Kinojahr 2012 besonders geprägt haben. So bietet sich

die Gelegenheit, verpasste Filme nachzuholen oder Werke,

die besonders gefallen und beeindruckt haben, noch

einmal auf der großen Leinwand zu erleben.

and the oscar® goes to... GermaNY!

Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung And the Oscar®

goes to... – 85 Jahre Bester Film sind von Januar an

mehrere deutschsprachige Oscar-Preisträger zu Gast im

Kino des Deutschen Filmmuseums. Den Auftakt macht

am Donnerstag, 3. Januar, der österreichische Regisseur

Stefan Ruzowitzky mit seinem Film DIE FÄLSCHER

(Bester Fremdsprachiger Film 2008). Ruzowitzky wird

Einblicke in seine Erlebnisse rund um die Verleihung und

die Auswirkungen des Oscar-Gewinns auf seine Karriere

geben.

DIe fÄLScHer

Österreich/Deutschland 2007. R: Stefan Ruzowitzky.

D: Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow. 35mm. 98 Min.

Oscar®-Statuette © A.M.P.A.S.®


Mein Leben, mein Festival,

meine Frankfurter Sparkasse

„Filme beeinflussen unsere Kinder. Anspruchsvolle Produktionen

fördern sie. Danke an die Förderer.“

Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse unterstützt das

Internationale Kinderfilmfestival LUCAS sowie viele andere

Projekte in Kunst, Kultur und Sport.

Petra Kappler | Festivalleitung LUCAS

Deutsches Filminstitut | Deutsches Filmmuseum

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Deutsches Filminstitut

Schaumainkai 41

60596 Frankfurt am Main

www.deutsches-filmmuseum.de

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