Wettbewerb Christentum und Kultur Grund- Gedanken

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Wettbewerb Christentum und Kultur Grund- Gedanken

Wettbewerb

Christentum und

Kultur

Grund-

Gedanken

Prof. Dr. Hartmut Rupp

Religionspädagogisches Institut Baden


Ziele des Wettbewerbs

�Den Zusammenhang von Christentum und Kultur in

der Schule zum Thema zu machen

�Das Christentum als Grundlage unserer Kultur

verständlich zu machen

�Die Bedeutung von Religion für das persönliche

gesellschaftliche und politische Leben in der

Schule reflektieren

�Möglichkeiten bieten, mit Religion die

Abiturleistung zu erbringen

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Was ist Kultur?

� Enger Kulturbegriff: Kultur ist Kunst und damit Literatur,

Musik, Malerei, Architektur

� Weiter Kulturbegriff: Kultur ist die Gesamtheit aller

Phänomene, mit denen Menschen zum Ausdruck bringen,

was für sie wichtig ist, was im Leben zählt, was sie bewegt,

was sie brauchen, wovon sie sich abgrenzen.

Kulturphänomene: Krankenhäuser und

Schulen,Werbeanzeigen und Postkarten, Autos und

Gebäude, Kleidung und Popsongs, Fußball und

Wissenschaft, PC und Kaffeemaschine, Urlaubsreisen und

Disco

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Grundmodelle des Verhältnisses

von Christentum und Kultur

�Imprägnierungsmodell: Christentum beeinflusst

und prägt die Kultur

�Fundierungsmodell: Christentum bietet ein

gemeinsames Fundament für ein Leben in Vielfalt

�Stellvertretungsmodell: Christentum thematisiert

stellvertretend religiöse Anteile der Kultur

�Gegenmodell: Christentum stellt kulturelle

Entwicklungen in Frage

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Der Prägung der gegenwärtigen

Kultur durch das Christentums

� Recht: unterlassene Hilfeleistung (Luk 10) und

Menschenwürde (Gen 1); Resozialisierung

� Sozialstaat: Fürsorge für die Schwachen (Ex 22; Mt 25)

� Soziale Marktwirtschaft: Verbindung von Freiheit und

Gerechtigkeit

� Trennung von Religion und Politik (Mk 12)

� Rhythmus von Arbeit und Freizeit (Gen 2)

� Öffentliches Schulsystem (Lesen der Heiligen Schrift)

� Sprache (Luthers Bibelübersetzung)

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Grundlagen der europäisch-

christlichen Kultur

�Personalität: Alle Menschen sind Könige und

Königinnen. Sie sind gleich und frei und dennoch

aufeinander angewiesen und füreinander

verantwortlich.

�Gewissensfreiheit: Es ist verwerflich gegen das

eigene Gewissen zu handeln oder einen anderen

Menschen dazu zu veranlassen.

�Toleranz: Alle Menschen leben in der Liebe Gottes.

Sie verdienen als Person Achtsamkeit und Respekt.

�Wahrheit: die letzte Wahrheit liegt bei Gott,

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Plattform für die Kultur sich selbst

besser zu verstehen

�Implizite Religion: Beurteilung von Leistung für das

menschliche Leben; Stadionbesuch eine

Wallfahrt?;Vorstandschaft als Priesterschaft?

Verantwortung vor wem? Urlaub im Paradies?

�Explizite Religion: CDU und Schöpfung; Der Herr

knickt alle Bäume, Der Fels in der Brandung, Wir

machen den Weg frei

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Kritisches Gegenüber

�Bioethikdiskussion: Jedes von Menschen

geborenes Lebens ist menschliches Leben! Die

Würde eines Menschen hängt nicht an seinem

Bewusstsein.

�Arbeitszeiten: Einzelne und die Gemeinschaft

brauchen den gemeinsamen Sonntag.

�Sozialpolitik: Gerecht geht es erst dann zu, wenn

bei allen Maßnahmen die Schwächsten Vorteile

haben

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Thesen

�„Christentum und Kultur“ ist Arbeit am kulturellen

Gedächtnis

�„Christentum und Kultur“ ist Reflexion der eigenen

Lebensverhältnisse

�„Christentum und Kultur“ liefert

Lebensperspektiven

Prof. Dr. Hartmut Rupp


So weit auf Erste

�Ich danke für die

Aufmerksamkeit!

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Die Mitte des christlichen Glaubens

Prof. Dr. Hartmut Rupp

Im Zentrum des christlichen

Glaubens steht der Glaube an

die Person Jesus Christus. In

ihm hat sich Gott selbst auf

menschliche Weise den

Menschen bekannt gemacht.

Wer Gott ist, was Gott will, wird

hier offenbar. Jesus ist das eine

Wort Gottes – jedoch in

historischer Gestalt, das der

Auslegung bedarf.


Die Bibel als Grundlage des

Die Geschichte Jesu Christi

wird uns durch die Bibel

überliefert. Dies gilt deshalb

als Grundlage des Glaubens

und als Heilige Schrift.

Christen rechnen damit,

dass sich Gott in der

persönlichen

Auseinandersetzung mit der

Bibel verständlich macht und

dadurch Menschen befreit,

tröstet und ihnen

Orientierung anbietet.

Glaubens

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Erfahrungen mit dem dreieinigen

Die Geschichte Jesu Christi ist für den

christlichen Glauben die zentrale

Erfahrung mit Gott. Die Bibel

enthält jedoch weitere Zeugnisse

der Erfahrung mit Gott, die dieser

Erfahrung vorausgehen, sie

ergänzen und verständlich

machen. Die Geschichte Gottes

mit den Menschen ist jedoch nicht

auf die biblischen Erfahrungen

beschränkt. Gott wirkt durch

seinen Heiligen Geist in der

Geschichte des Christentums und

in jedem Christen.

Gott

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Welt und Mensch

Die Bibel liefert Perspektiven für die

Wahrnehmung der Welt und des

Menschen. Die Welt kommt hier

als Schöpfung Gottes in den Blick,

der Vollendung im Reich Gottes

verheißen ist. Menschen werden

als Geschöpfe und Ebenbilder

angesehen, die sich immer

verfehlen und von der Sünde

ergríffen werden, aber auf Gottes

barmherzige Gerechtigkeit hoffen

dürfen.

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Die Kirche –

die Gemeinschaft der Gläubigen

Der christliche Glaube verdankt sich

der Gemeinschaft Gottes mit den

Menschen und der Gemeinschaft

der Menschen untereinender. Er

ist selber auf Gemeinschaft

angelegt. Die Kirche ist die

Gemeinschaft der Gläubigen, die

der Gemeinschaft Raum gibt und

so den Glauben unterstützt. Kirche

orientiert sich an der Gemeinschaft

im Reich Gottes und gibt diesem

eine vorläufige, geschichtliche

Gestalt. Durch ihre Spiritualität will

sie Menschen helfen, eigene

Erfahrungen mit Gott zu machen

Prof. Dr. Hartmut Rupp


Christliches Handeln

Glaube betrifft die Grundeinstellungen

des Menschen, zielt aber immer

auf konkretes Handeln. Konstitutiv

ist die Entsprechung zu Gottes

Handeln. Wer Christen sieht, soll

eine Ahnung davon bekommen,

wie Gott ist und wie es in der

Gottesherrschaft zugeht.

Hilfeeiche Orientierung geben der

Schöpfungsauftrag, der Dekalog,

das Ethos der Barmherzigkeit und

das Nächstenliebegebot.

Prof. Dr. Hartmut Rupp


So reicht es aber!

Vielen Dank für die

Aufmerksamkeit!

Prof. Dr. Hartmut Rupp

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