Bericht über das OÖ. INNOVATIONSNETZWERK 2008 - TMG

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Bericht über das OÖ. INNOVATIONSNETZWERK 2008 - TMG

Bericht über das

. INNOVATIONSNETZWERK

2008

WWW.TMG.AT


INNOVATIONSNETZWERK 2008

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Inhalt

Vorwort

Land

TMG

Überblick Innovationsnetzwerk Oberösterreich

Einrichtungen des oö. Innovationsnetzwerkes

1 Universitäten, Fachhochschule, HTL's

1.1 Johannes Kepler Universität Linz

1.2 LIMAK Johannes Kepler University Business School

1.3 Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung

1.4 FH Oberösterreich

1.5 FH Oberösterreich F&E

1.6 Katholisch-Theologische Privatuniversität

1.7 Höhere Technische Lehranstalten

2 Kooperative Forschung / Kompetenzzentren und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

2.1 UAR

2.2 Mechatronik, Produktionstechnologie

2.2.1 LCM – Linz Center of Competence in Mechatronics

2.2.2 IKMA – Industrielles Kompetenzzentrum für Mechatronik & Automation

2.2.3 PROFACTOR

2.3 IKT, Medien, (Industrie)-Mathematik

2.3.1 SCCH – Software Competence Center Hagenberg

2.3.2 FAW – Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung

2.3.3 RISC Software GmbH

2.3.4 ARS Electronica Center

2.3.5 IMCC – Kompetenzzentrum Industriemathematik

2.3.6 RICAM – Johann Radon Institut für Computerorientierte und Angewandte Mathematik

2.4 Werkstoffe

2.4.1 Kompetenzzentrum Holz (WOOD)

2.4.2 Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen

2.4.3 KnetMET – Industrielles Kompetenznetzwerk für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensentwicklung

2.4.4 TCKT – Transfercenter für Kunststofftechnik

2.4.5 PCCL – Polymer Competence Center Leoben

2.4.6 JOIN – Kompetenznetzwerk für Fügetechnik


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2.5 CD-Labors, Boltzmann Institute

2.5.1 Christian Doppler Labor für automatisierte Softwareentwicklung

2.5.2 Christian Doppler Labor für Laser-Assistierte Diagnostik

2.5.3 Christian Doppler Labor für Nanoskopische Methoden in der Biophysik

2.5.4 Christian Doppler Labor für Oberflächenoptische Methoden

2.5.5 Christian Doppler Labor für Radarsensoren

2.5.6 Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie

2.5.7 Ludwig Boltzmann Institut für Medien, Kunst, Forschung

2.5.8 Ludwig Boltzmann Institut für operative Laparoskopie

2.6 Sonstige Forschungseinrichtungen

2.6.1 Institut für Limnologie der österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW)

2.6.2 BioMed – Zentrum für biomedizinische und medizintechnische Forschung,

MAZ – Mikrochirurgisches Ausbildungs- und Forschungszentrum, zet

2.6.3 Life Tool

2.6.4 Logistikum – Kompetenznetzwerk für Logistik und Unternehmensnetzwerke

2.6.5 AAR – Austrian Aeronautics Research

2.6.6 IBS – Institut für Brandschutztechnik

2.6.7 ASIC – Austria Solar Innovation Center

2.6.8 BTI – Bautechnisches Institut

3 Beratungs- und Innovationsförderungseinrichtungen

3.1 . Technologie- und Marketinggesellschaft mbH

3.2 CATT Innovation Management GmbH

3.3 EDUCATION HIGHWAY

3.4 Clusterinitiativen und Netzwerke

Cluster: Automobil, Kunststoff, Möbel und Holzbau, Gesundheit, Öko-Energie, Lebensmittel

Netzwerke: Humanressourcen, Design & Medien, Logistik, Umwelttechnik

3.5 Tech2b Gründerzentrum GmbH

4 Impuls- und Technologiezentren

4.1 Verbund der . Impuls- und Technologiezentren

4.2 Softwarepark Hagenberg

5 Regionalmanagement

6 Internationalisierungseinrichtungen

6.1 EU plus

6.2 Export Center

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INNOVATIONSNETZWERK 2008

Landeshauptmann

Dr. Josef Pühringer

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Vorwort

Wirtschaftslandesrat

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit 3,6 Prozent erreichte Oberösterreich im Jahr 2007 zum achten

Mal in Folge die niedrigste Arbeitslosenquote Österreichs. Mit einem

Rekord von mehr als 600.000 Beschäftigen haben in Oberösterreich

so viele Menschen Arbeit wie in keinem anderen Bundesland.

Oberösterreich verzeichnete 2007 mit 4,6 Prozent auch das höchste

Wirtschaftswachstum aller Bundesländer.

Diese Zahlen sind ein beeindruckender Erfolgsnachweis für die heimische

Wirtschaft und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im letzten

Jahr das kräftigste Wachstumsplus in diesem Jahrzehnt erwirtschaftet

haben. Oberösterreich konnte 2007 somit seine Position als Exportund

Industriebundesland Nummer 1 absichern und liegt bei den

Patentanmeldungen unangefochten an der Spitze der Bundesländer.

KommR Viktor Sigl

Die guten Wirtschaftsdaten sind das Ergebnis der Wettbewerbsstärke

unserer Unternehmen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass es sich für

die Wirtschafts- und Regionalpolitik des Landes bewährt hat, bei der Förderung der Konjunktur auf einen

„Wachstums-Mix“ zu setzen: Das Land hat eine hohe Investitionstätigkeit, es setzt auf die Unterstützung der

heimischen Exportwirtschaft, auf Förderung von Forschung und Entwicklung, Innovation und Bildung. Nicht zuletzt

ist die aktive Arbeitsmarktpolitik, in die das Land mehr als 50 Millionen Euro investiert, ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Wichtige Grundlagen für diese Politik waren und sind die beiden Strategischen Wirtschaftsprogramme „Oberösterreich

2000+“ und „Innovatives Oberösterreich 2010“. Von 1998 bis zum Jahr 2010 werden für den Ausbau des

Innovationsnetzwerkes Oberösterreich über 1 Milliarde Euro an öffentlichen und privaten Mitteln mobilisiert. Rund

ein Drittel davon wird vom Land Oberösterreich aufgebracht. In diesem Netzwerk sind inzwischen über 40

Einrichtungen tätig.

Mit diesen Finanzmitteln werden unter anderem die Kompetenzzentren co-finanziert. Oberösterreich war im ersten

Call von „COMET“, dem neuen Kompetenzzentrumsprogramm der Bundesregierung, sehr erfolgreich. Vier von elf

der sogenannten K1- und K2-Kompetenzzentren haben ihren Sitz in Oberösterreich.

Von größter Bedeutung für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Oberösterreich ist der Ausbau der Technisch-

Naturwissenschaftlichen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz. Das Land Oberösterreich unterstützt diese

Expansion. Durch die Einrichtung neuer Institute für Polymerwissenschaften und Kunststofftechnik wurden die

Standortbedingungen für die Kunststoffbranche verbessert. Der internationale Kunststofferzeuger BOREALIS hat

auf dieser Grundlage entschieden, Linz zum F&E-Headquarter des Konzerns zu machen.

Oberösterreich hat das Potenzial und das Ziel, seine Position innerhalb der Regionen der EU in Hinblick auf die

Wirtschaftskraft und die Innovationsstärke weiter zu verbessern. Qualifikation und Forschung & Entwicklung sind

dabei wichtige Schlüsselbereiche unserer zukunftsorientierten Politik.


Sehr geehrte Damen und Herren!

Die TMG hat in Zusammenarbeit mit über 40 Einrichtungen den zweiten

Bericht über das oberösterreichische Innovationsnetzwerk erstellt.

In diesem Bericht finden sich die wichtigsten Daten und Fakten über

die im öffentlichen Bereich tätigen Forschungs-, Bildungs- und Beratungseinrichtungen

in Oberösterreich. Der Bogen spannt sich von den

Universitäten, der Fachhochschule, den Technischen Lehranstalten über

die Kompetenzzentren bis zu den Clustern und Technologiezentren.

Neben der Darstellung der bisherigen Entwicklung wird auch auf Zukunftsperspektiven

dieser verschiedenen Einrichtungen eingegangen.

Die TMG hat eine wichtige Rolle in der Koordination und Steuerung

des Netzwerkes. Die TMG war Ende 2007 an 27 Gesellschaften direkt

oder indirekt beteiligt. In diesen Gesellschaften waren 2007 rund 500

Personen beschäftigt und deren Betriebsleistung lag bei 59 Millionen

Euro.

HR Mag. Walter Winetzhammer Mag. Manfred Eder

TMG-Geschäftsführer

Dieses Innovationsnetzwerk leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsstärke unserer

Unternehmen und muss konsequent weiter ausgebaut werden. Von besonderer Bedeutung ist dabei für das

Industrieland Oberösterreich die Aus- und Weiterbildung von Technikern, von den Facharbeitern bis zu Universitätsabsolventen.

Wir bedanken uns bei unseren Partnern und Mitarbeitern für deren Einsatz für diesen zweiten Bericht über das

oberösterreichische Innovationsnetzwerk.

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INNOVATIONSNETZWERK 2008

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Das Innovationsnetzwerk Oberösterreich im Überblick

In den Strategischen Programmen „Oberösterreich

2000+“ und dem Folgeprogramm „Innovatives Oberösterreich

2010“ sind die Begriffe Innovation, Qualifikation

und Kooperation von zentraler Bedeutung.

In diesen Aktionsfeldern der Standort- und Unternehmensentwicklung

wird sehr wesentlich über die Wettbewerbsstärke

von Unternehmen und Regionen und

damit über Wohlstand und Arbeitsplätze entschieden.

Wissenschaft und neue Technologien sind dabei die

wesentlichen Triebkräfte der wirtschaftlichen Entwicklung.

Forschung und mit ihr der technische Fortschritt

ist mehr als das: der Schlüssel zur Lösung der großen

Probleme und der Herausforderungen der Menschheit

von Gesundheit bis zu den Fragen der Umwelt und

Energie.

In Übereinstimmungen mit den Zielsetzungen der EU

wurden in den vergangenen Jahren in Österreich und

Oberösterreich der Ressourceneinsatz für FTI stark erhöht.

Diese Aussage trifft vor allem auf die F&E-Aktivitäten

der oö. Unternehmen und die Ausgaben des

Landes zu. Bezüglich der Ausgaben des Bundes für die

oö. Universitäten ist es nur zu einer geringfügigen Erhöhung

des Anteils der oö. Universitäten an den Gesamtausgaben

des Bundes gekommen. In der Leistungsvereinbarungsperiode

2007 - 2009 entfallen nur

4,6 % der Aufwendungen des Bundes für Universitäten

auf Oberösterreich (davon 3,96 % auf die JKU). Dies ist

der Grund für die unter dem österreichischen Durchschnitt

liegende F&E-Quote in Oberösterreich. Dass

Oberösterreich bei den Patenterteilungen nach 2006

auch 2007 mit 275 von 1.038 vom österreichischen

Patentamt erteilten Patenten an der Spitze der neun

Bundesländer liegt, ist vor allem das Ergebnis der Forschungs-

und Entwicklungstätigkeit der oö. Unternehmen.

Das Land Oberösterreich hat auf der Grundlage der

Strategischen Programme die Hausaufgaben erfüllt und

das oö. Innovationsnetzwerk ausgebaut. 1994 wurde

die Fachhochschule Oberösterreich gestartet. Im Studienjahr

2007/08 gab es 4.180 Studenten, einschließlich

220 Besucher des Studienbefähigungslehrgangs. Die

32 Studienlehrgänge der Fachhochschule Oberösterreich

haben den Schwerpunkt in Technik und Managementausbildungen.

Ebenfalls dynamisch entwickelt haben sich die außeruniversitären,

kooperativen Forschungseinrichtungen. In

den Kompetenzzentren, der Upper Austrian Research,

dem Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, der Produktionsforschungsgesellschaft

Profactor und weiteren

Forschungsstätten ist die Zahl der Mitarbeiter von 50

Mitte der 90er Jahre auf 450 im Jahr 2007 gestiegen.

Durch das neue Kompetenzzentrumsprogramm „COMET“,

in dem Oberösterreich sehr gut abgeschnitten hat, ist

eine weitere Expansion, vor allem des großen K2-Mechatronik-Zentrums

ACCM (Austrian Center for Competence

in Mechatronics) zu erwarten. 2007/08 wurde bzw. wird

die Upper Austrian Research GmbH reorganisiert. Durch

die Kooperation mit neuen Partnern aus der Johannes

Kepler Universität Linz und der Fachhochschule wird

die Leistungsfähigkeit der einzelnen ausgegliederten

operativen Forschungsabteilungen erhöht. Bis Ende

2008 soll dieser Prozess abgeschlossen sein.

Eine international führende Rolle hat Oberösterreich

bezüglich der Förderung der Kooperation von Unternehmen

in Clustern. In 7 Clustern kooperieren um die

1.600 Partner. Darüber hinaus sind noch drei branchenübergreifende

thematische Netzwerke aktiv. Das Netzwerk

der Impulszentren wurde 2007/08 um das Technologiezentrum

Mondseeland erweitert und der Softwarepark

Hagenberg wurde in den vergangenen zwei

Jahren kräftig ausgebaut. Ende 2007 waren erstmals

über 1.000 Personen im Softwarepark Hagenberg beschäftigt.

In den 21 aktiv im Netzwerk tätigen Impulszentren

waren Ende 2007 549 Unternehmen mit 3.070 Mitarbeitern

tätig. Im Folgenden wird ein erster zusammenfassender

Überblick über einzelne Einrichtungen des

Innovationsnetzwerkes gegeben.


Einrichtungen des

oö. Innovationsnetzwerkes

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INNOVATIONSNETZWERK 2008

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BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Kurzbeschreibung

1 Universitäten, Fachhochschule, HTL's

1.1 Johannes Kepler Universität Linz

Eine junge Universität der anderen Art

Die Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz zählt zu

den jüngeren Universitäten in Österreich. 1966 nahm

sie als „Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften“

mit einer Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftlichen

Fakultät den Betrieb in Lehre und

Forschung mit ca. 600 Studierenden auf. 1969 konstituierte

sich die Technisch-Naturwissenschaftliche

Fakultät und 1975 folgte die Konstituierung der rechtswissenschaftlichen

Fächer als eigene Rechtswissenschaftliche

Fakultät. Zugleich erfolgte die Umbenennung

der Hochschule in Johannes Kepler Universität in

Erinnerung an den weltberühmten Mathematiker und

Astronomen Johannes Kepler.

Neu war für Österreich das Konzept einer „Campus-

Universität“ – am nordöstlichen Stadtrand der Landeshauptstadt

Linz. Der Campus beherbergt ca. 13.500

Studierende und mehr als 2000 MitarbeiterInnen.

Die JKU – Impulse für Wissenschaft und Gesellschaft

Die JKU stellte von Anbeginn an eine Universität neuen

Typus dar, in der eine enge interdisziplinäre Verknüpfung

wirtschafts-, sozial-, rechts-, naturwissenschaftlicher

und technischer Fächer sowie eine klare Orientierung

auf aktuelle Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft

geplant war. Heute ist die JKU nicht nur in der

Grundlagenforschung, sondern auch in der anwendungsorientierten

Forschung die größte Forschungsstätte

des Bundeslandes.

So findet man heute daher auch neben den Universitätsinstituten

klassischen Typus immer mehr sogenannte

„Drittmittelinstitute“ oder in jüngster Zeit auch

Kompetenzzentren, Firmen und andere assoziierte

Institutionen, die zeigen, welch bedeutender Faktor

die JKU in Oberösterreichs Wirtschaftsleben geworden

ist. Genannt seien hier etwa das „Research Institute

für Symbolic Computation (RISC)“ (siehe Kapitel 2.3.3)

und das „Software Competence Center Hagenberg“

(siehe Kapitel 2.3.1), weiters das Institut für Anwendungsorientierte

Wissensverarbeitung (FAW) (siehe

Kapitel 2.3.2) und der Spezialforschungsbereich

„Numerical and Symbolic Scientific Computing“. In den

Kompetenzzentren – dazu zählen neben dem SCCH

Hagenberg noch das ACCM (Austrian Competence

Center in Mechatronics) und das Kompetenzzentrum

Holz (siehe Kapitel 2.4.1) – arbeiten Universitätsinstitute

mit Unternehmen der Großindustrie ebenso wie

mit herausragenden kleineren und mittleren Unternehmen

zusammen.

Weiterbildung – groß geschrieben

Große Bedeutung hat auch die zweite Schiene des Lehrangebots

der JKU in Form von Universitätslehrgängen

sowie postgraduale Ausbildungsangebote: die SOWI

Fakultät bietet derzeit 20 Universitätslehrgänge vor

allem im Bereich der Managementausbildung an. In

enger Verbindung zur Universität steht auch die LIMAK

Johannes Kepler Business School (siehe Kapitel 1.2)

mit ihren international organisierten Weiterbildungsprogrammen.

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät

bietet u.a. einen Universitätslehrgang für Europarecht,

und das darauf aufbauende Masterstudium European

Law an.

Neue Formen der Lehre und des Lernens – vom

Fernunterricht zum „Learning on Demand“

Der dritte Sektor umfasst das Angebot im Bereich

von Distance Learning bzw. in jüngster Zeit auch

E-learning. Das Zentrum für Fernstudien der JKU betreut

österreichweit das Studienangebot der Fernuniversität

Hagen.

Seit 2000 wird ein Multi-Media-Diplomstudium der

Rechtswissenschaften unter der Leitung und Betreuung

des Instituts für Fernunterricht in den Rechtswissenschaften

angeboten. Der Anteil der Studierenden die

das Studium der Rechtswissenschaften multi-medial

absolvieren steigt jährlich und liegt bei rund 50 % aller

Studierenden der Rechtswissenschaften.


Neues Rektoratsteam

Mit 1. Oktober 2007 hat ein neues Rektoratsteam seinen

Dienst an der JKU angetreten. Der bisherige Rektor,

o.Univ.-Prof. Dr. Rudolf Ardelt, und die Vizerektoren

o.Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider und o.Univ.-Prof.

Dr. Günter Pilz widmen sich neuen Herausforderungen.

Das neue Rektoratsteam der Uni-Linz

- Informatik

- Molekulare

Biowissenschaften

- Statistik

- Technische Mathematik

- Wirtschaftsrecht

- Mechatronik

Seit 1. Oktober 2007 ist o.Univ.-Prof. DI Dr. Richard

Hagelauer Rektor der Johannes Kepler Universität Linz.

Die bisherigen Vizerektoren Dr. Franz Wurm (Vizerektor

für Finanz- und Ressourcenmanagement) und Univ.-

Prof. DDr. Herbert Kalb (Vizerektor für Lehre) bleiben

dem Team erhalten und sorgen für die nötige Kontinuität.

Vervollständigt wird das Team von Univ.-Prof.in Dr.in

Gabriele Kotsis (Vizerektorin für Forschung und Frauenförderung)

sowie o.Univ.-Prof. Dr. Friedrich Roithmayr

(Vizerektor für Kommunikation und Außenbeziehungen)

Studienrichtungen an der JKU

Die Studienrichtungen an der JKU werden derzeit

großteils auf die neue, dreigliedrige Bolognaarchitektur

umgestellt. In der Technisch-Naturwissenschaftlichen

Fakultät ist diese Umstellung zum größten Teil bereits

passiert, in der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen

Fakultät soll die Umstellung bis 2009 erfolgen.

Bachelorstudien Masterstudium Diplomstudium

Doktoratsstudien

- Bioinformatik

- Computermathematik

- Industriemathematik

- Molekulare Biologie

- Mathematik in den

Naturwissenschaften

- Informatik

- Statistik

- Mechatronik

- Lehramtsstudien an höheren Schulen

(Physik, Chemie, Mathematik,

Informatik und Informatikmanagement)

- Rechtswissenschaften

- Soziologie

- Sozialwirtschaft

- Technische Chemie

- Technische Physik

- Wirtschaftsingenieurwesen –

Technische Chemie

- Wirtschaftswissenschaften

- Wirtschaftspädagogik

- Wirtschaftsinformatik

- Naturwissenschaften

- Rechtswissenschaften

- Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

- Technische Wissenschaften

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

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INNOVATIONSNETZWERK 2008

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BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Im Jahr 2008 wird das Studienangebot an der JKU um

die Studienrichtung Informationselektronik – einzigartig

in Österreich – ergänzt. Für 2009 ist der Start von zwei

weiteren Studien geplant. Neben dem Studium der

Materialwissenschaften mit Schwerpunkt Kunststofftechnik

soll auch die Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen

angeboten werden.

Neuberufungen an der JKU

Im Jahr 2007 wurden – gemäß dem Entwicklungsplan

– folgende Professor/innen neu an die Johannes

Kepler Universität berufen (in Klammer: Land der letzten

Tätigkeit).

• Berufungen gemäß § 98 UG 2002

Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Univ.Prof.in Dr.in Raina Zimmering (Deutschland)

Professur für Sozio-kulturelle Transformationsforschung,

am Institut für Soziologie, Abteilung für Politik und

Entwicklungsforschung, Dienstantritt: 1.1.2007

Univ.Prof. Joseph Francois PD (USA)

Professur für Volkswirtschaftslehre (mit dem Schwerpunkt

Volkswirtschaftstheorie), am Institut für Volkswirtschaftslehre,

Abteilung für Allgemeine Wirtschaftstheorie,

Dienstantritt: 1.2.2007

Univ.Prof. Dr. Rudolf Winter-Ebmer (Österreich)

Professur für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt

Labour Economics / Angewandte Arbeitsmarktökonomie,

am Institut für Volkswirtschaftslehre,

Abteilung für Arbeitsmarktökonomie,

Dienstantritt: 1.7.2007

Univ.Prof. Dr. Peter Eberl (Deutschland)

Professur für Betriebswirtschaftlehre (mit dem Schwerpunkt

Organisation), am Institut für Organisation,

Dienstantritt: 1.3.2007

Rechtswissenschaftliche Fakultät

Univ.Prof. MMag. Dr. Barbara Leitl-Staudinger

(Österreich)

Professur für Öffentliches Recht, am Institut für Multimediales

Öffentliches Recht, Dienstantritt: 1.9.2007

Univ.Prof. Dr. Meinhard Lukas (Österreich)

Professur für Zivilrecht, am Institut für Zivilrecht,

Abteilung für Grundlagenforschung,

Dienstantritt: 1.3.2008

Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Univ.Prof. Dr. Oliver Brüggemann (Deutschland)

Professur für Chemie der Polymere, am Institut für

Chemie der Polymere, Dienstantritt: 1.10.2007

Univ.Prof. Dr. Alexander Egyed (USA)

Professur für Engineering of Software-Intensive-Systems,

am Institut für Systems Engineering and Automation,

Dienstantritt: 1.3.2008

• Berufungen gemäß § 99 UG 2002

(Befristung auf höchstens 2 Jahre)

Univ.Prof. Dr. Peter Becker (Österreich)

Professur für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte,

am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte,

Dienstantritt 1.9.2007

Univ.Prof. Dr. Hansjörg Albrecher (Österreich)

Professur für Versicherungsmathematik, am Institut für

Finanzmathematik, Dienstantritt: 1.10.2007

PD Dr. Ronny Ramlau (Deutschland)

Professur für Angewandte Mathematik, am Institut für

Industriemathematik, Dienstantritt: 1.9.2008

Kompetenzzentren – 2007 ein Erfolg

für Oberösterreich

Beim diesjährigen COMET Programm der Bundesregierung

hat die JKU und damit auch Oberösterreich großartig

abgeschnitten. Sowohl das K2-Kompetenzzentrum ACCM

(Austrian Center of Competence in Mechatronics) als

auch die K1-Zentren WOOD, K1-MET und das SCCH

(Software Competence Center Hagenberg) wurden Ende

September 2007 genehmigt. Alleine durch das ACCM

werden rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Damit

konnten von etwa 320 Millionen Euro Gesamtvolumen


110 Millionen Euro Forschungsgeld nach Oberösterreich

transferiert werden.

Ausbaupläne der JKU

Am 11. Mai 2007 erfolgte der Spatenstich zum Bau des

Science Parks, der auf einer Gesamtgrundstücksfläche

von rund 60.000 m2 gemeinsam mit der BIG (Bundes

Immobilien Gesellschaft) am Rande des Campus errichtet

wird. Derzeit entsteht der erste Bauabschnitt

mit einer Nettogeschoßfläche von 14.000 m2 und 200

Tiefgaragenplätzen. Die Fertigstellung des so genannten

Finanzierung der JKU

Die wesentliche Basis für die Finanzierung der JKU stellt

die Zuweisung des staatlichen Globalbudgets dar, das

jeweils für 3 Jahre im Voraus fixiert wird. 2007 betrug

dieses Budget 76,3 Mio. Euro. Die zweite wesentliche

Einnahmequelle stellen die Studienbeiträge dar, die

2007 8,5 Mio. Euro betrugen. Das Weiterbildungsprogramm

der JKU finanziert sich allein aus Lehrgangsgebühren,

die einen Teil der Drittmitteleinnahmen

darstellen.

Wirtschaftliche Kennziffern

Umsatzerlöse

Betriebsleistung

Drittmitteleinnahmen aus F&E

(inkl. Beteiligungen)

Gesamte Drittmitteleinnahmen

(inkl. Beteiligungen)

Drittmittelvolumen

in Mio €

35

30

25

20

15

10

5

0

Die Betriebsleistung der JKU lag im Jahr 2007 bei 109,4

Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Betriebsleistung

um 11 % gesteigert werden. Insgesamt

entfallen vom Einnahmenvolumen rund 2/3 auf das

Budget des Bundes, 8 % auf die Studiengebühren und

rund 1/4 auf Drittmitteleinnahmen.

2006 2007

in TEUR in TEUR

93.555

98.772

22.378

28.274

Mechatronikgebäudes soll im Frühjahr 2009 erfolgen.

Parallel dazu ist geplant mit dem Bau der Abschnitte 2,

3 und 4 zu beginnen.

102.044

109.372

23.911

29.790

2004 2005 2006 2007

Entwicklungszahlen

11


INNOVATIONSNETZWERK 2008

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BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Human Ressource Management

Zum Stichtag 31.12.2007 beschäftigte die Johannes

Kepler Universität Linz 2112 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter. Ihre Motivation, ihr Engagement und ihre

Qualifikation stellen die Basis der Leistungsfähigkeit

der Universität in Forschung, Lehre und Weiterbildung

sowie in den Dienstleistungsbereichen dar.

Von den 2112 Beschäftigten (2006: 2060) zählen 567

zu den wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen (inkl. Universitätsprofessor/innen).

Hinzu kommen 352 Beschäftigte

(2006: 289), die als wissenschaftliche Mitarbeiter/innen

in Drittmittelforschungsprojekten und 564

Personen (2006: 603), die als teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter/innen

in der Lehre als Lektor/innen oder als

studentische Mitarbeiter/innen tätig waren.

Mitarbeiter/innen1

Professoren/innen

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen

Allgemeine Universitätsmitarbeiter/innen

Gesamt

602 Mitarbeiter/innen (2006: 576) waren in Dienstleistungsfunktionen

tätig: davon in den zentralen Verwaltungseinheiten

365 Personen (2006: 344) sowie in

den Instituten als administrative, technische und

Labormitarbeiter/innen 237 Personen (2006: 232).

Hinzu kommen noch 27 Beschäftigte (2006: 32), die im

Rahmen von Drittmittelforschunsprojekten als administrative

oder technische Mitarbeiter/innen tätig waren.

Nicht einbezogen sind jene Personen, die in Gesellschaften

arbeiten, die entweder zur Gänze im Eigentum

der JKU stehen oder an denen die JKU als Gesellschafterin

beteiligt ist.

2006 2007

insgesamt davon Frauen

110,53

8,00

631,60

178,85

511,10

1.253,00

1 Durchschnittliche Anzahl der universitären Mitarbeiter/innen (Vollzeitäquivalente)

F&E-Indikatoren

F&E-Indikatoren

Erfindungsmeldungen

Anzahl der abgeschlossenen

Dissertationen, Diplom- und

Masterarbeiten

Studierende an der JKU

Insgesamt waren mit Stichtag 31.12.2007 13.414 Studierende

(54 % männlich, 46 % weiblich) an der Johannes

Kepler Universität eingeschrieben. Die größte Fakultät

ist nach wie vor die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen

Fakultät, gefolgt von der Rechtswissenschaftlichen

und der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Die größte Studienrichtung der JKU ist Rechtswissenschaften

mit 3.808 Belegungen, gefolgt von Wirtschaftswissenschaften

mit 3.363 Belegungen.

317,86

504,71

insgesamt davon Frauen

111,99

8,70

673,54

196,73

513,05

1.298,58

2006 2007

34

1.014

28

1.005

310,56

515,99

Bemerkenswert ist, dass die Anzahl an weiblichen

Studierenden in der Technisch-Naturwissenschaftlichen

Fakultät in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert

werden konnte. Eigens ins Leben gerufene

Programme wie FIT – Frauen in die Technik oder auch

die Messe Traumberuf Technik sollen dazu beitragen,

den Anteil an weiblichen Studierenden in technischen

Disziplinen weiterhin zu steigern.


Sonstige Indikatoren2

Sonstige spezifische Indikatoren

Anzahl Studierende (ordentlich

und a.o.)

Inländer

11.988

2006 2007

Wintersemester 2006/2007

EU-

Ausländer Ausländer Gesamt

551 756 13.295

Inländer

12.008

Wintersemester 2007/2008

EU-

Ausländer Ausländer Gesamt

562 844 13.414

2 Zahl der wissenschaftlichen Partner und Unternehmenspartner wurde nicht angegeben, da im Falle der Universität diese Kennzahlen einen zu

hohen Ermessensspielraum ermöglichen, und somit nicht aussagekräftig sind.

Anzahl belegter Studien der größten Studienrichtungen an der JKU

(Sommersemester 2003 – Wintersemester 2008)

4500

4000

3500

3000

2500

2000

1500

1000

500

0

2899

3177

3616

3917

4053

Rechtswissenschaften

3245

3678

3589

3534

3408

Wirtschaftswissenschaften

1561

1443

1328

1183

1078

Wirtschaftsinformatik

1008

1132

1300

1393

1347

Sozialwirtschaft

1145

1109

1132

1065

955

Wirtschaftspädagogik

WS2003/04 WS2004/05 WS2005/06 WS2006/07

465

580

866

839

797

Bakkalaureatsstudium

Informatik

WS2007/08

753

696

817

850

848

701

706

725

726

687

305

267

268

343

280

Soziologie Mechatronik Technische

Physik

13


INNOVATIONSNETZWERK 2008

14

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Informationen

zur Gesellschaft

Zugelassene Studierende an der JKU nach Geschlecht (Wintersemester 2003 – Wintersemester 2007)

16000

14000

12000

10000

8000

6000

4000

2000

0

WS 2003/04 SS 2004 WS 2004/05 SS 2005 WS 2005/06 SS 2006 WS 2006/07 SS 2007 WS 2007/08

Männlich Weiblich Gesamt

Absolventen/innen pro Fakultät

900

800

700

600

500

400

300

200

100

0

6899

5338

771

12237

180

217

6553

5006

Studienjahr 03/04 Studienjahr 04/05 Studienjahr 05/06 Studienjahr 05/06

SOWI RE TN

Johannes Kepler Universität Linz

Adresse: Altenberger Straße 69, 4040 Linz

Homepage: www.jku.at

Tel.Nr.: +43 732 2468 0

Rechtsform: Körperschaft öffentlichen Rechts

Gründung: 1966

11559

Rektor: o.Univ.-Prof. DI Dr. Richard Hagelauer

647

6950

147

5459

242

12409

6571

5239

11810

642

155

7063

340

5782

12845

6768

670

5565

154

12333

385

7244

6042

13286

6847

5796

12643

7202

6214

13416


1.2 LIMAK – Johannes Kepler University Business School

Die Management – Vordenker

LIMAK Johannes Kepler University Business School

Wenn es um „Kompetenz für Führungskräfte“ geht,

kommt der LIMAK eine führende Rolle zu. Seit ihrer

Gründung 1989 hat sich die LIMAK Johannes Kepler

University Business School zu einer führenden Management-Kaderschmiede

entwickelt. Sie gilt als eine der

ältesten Business Schools in Österreich und Mitteleuropa

und ist eng mit Industrie und Wirtschaft verzahnt.

Dies spiegelt sich in dem sehr umfangreichen Partnernetzwerk

der LIMAK wider, in dem auch führende

Industrieunternehmen Österreichs vertreten sind.

Das wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisorientierte

LIMAK Weiterbildungsangebot bietet –

Nachwuchsführungskräften bis hin zu Top-Führungskräften

– ein umfassendes und differenziertes Programmportfolio:

von maßgeschneiderten Inhouse Programmen

für einzelne Unternehmen und Intensiv-

Programmen für Führungskräfte, die sich in betriebswirtschaftlichen

Fachfunktionen vertiefen wollen, über

Als Spezialist für Führungskräfteweiterbildung steht die

LIMAK für Innovation, hohe Qualität und internationales

Niveau. Das Portfolio reicht von internationalen Executive

MBA-Programmen über spezifische Masterprogramme

bis hin zu maßgeschneiderten Management Inhouse-

Programmen.

Ihre Vorreiterrolle beweist die LIMAK in vielen Bereichen:

Einzigartig ist das LIMAK Kompetenzmodell. Es unterstützt

TeilnehmerInnen bei der Entwicklung der drei

ineinander greifenden Dimensionen Wissens-, Selbstund

Sozial-Kompetenz. Dieses Kompetenzmodell liegt

allen LIMAK Programmen zu Grunde.

Master-Programme für Personalisten, Techniker

sowie Führungskräfte der öffentlichen

Verwaltung bis hin zu internationalen General

Management- bzw. Executive MBA-

Programmen.

Die LIMAK ist international eng vernetzt.

Partnerinstitutionen der LIMAK sind

insbesondere:

• Emory University, Atlanta, USA

• Carroll School of Management,

Boston College, Boston, USA

• City University Hong Kong, China

• State University of Economics and Finance,

St. Petersburg, Russland

• Fraunhofer Institut Stuttgart, Deutschland

• Laser Institut, Hannover, Deutschland

• TU Eindhoven, Niederlande

Johannes Kepler University Business School

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

15


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Das Weiterbildungsangebot:

Executive MBA Programme /

General Management

General Management Programm

Global Executive MBA Programm

International Strategic Management

MBA Programm (corporate program)

16

Innovation und

Entwicklung

Masterprogramme

MSc Management for Engineers

MSc Innovationsmanagement

Master Public Management

Intensiv Programme

Innovationsmanagement

Compact Management

Projektkompetenz

Certified IFRS Accountant

Certified Controller

Die LIMAK setzt auf kontinuierliche Programm-Innovation:

Die LIMAK war eine der ersten in Österreich, die ein

MBA-Programm entwickelt hat; dieses Programm wurde

kontinuierlich adaptiert und durch die Erweiterung des

internationalen Netzwerks („Triade“ Brüssel, USA und

China) weiter ausgebaut. Weiters wird das einzige

konsortiale MBA Programm Österreichs an der LIMAK

durchgeführt. Beide MBA Programme sind von der FIBAA

(Foundation for International Business Administration

Accreditation) akkreditiert.

Die LIMAK war darüber hinaus eine der ersten Institutionen,

die ein spezifisches Programm im Bereich

Innovationsmanagement entwickelt und durchgeführt

hat. Seit Jahren haben vorwiegend Techniker/innen

aber auch andere Personen, die in diesem Bereich tätig

Inhouse Programme

Maßgeschneiderte

Weiterbildungsprogramme

für Unternehmen

sind, die Möglichkeit, sich das Wissen am neuesten

Stand der Wissenschaft und die notwendigen Kompetenzen

für effizientes und erfolgreiches Innovationsmanagement

anzueignen. Dieses Programm ist das

einzige in diesem Bereich in Österreich, das von der

FIBAA akkreditiert wurde.

Mit Management for Engineers folgt im Frühjahr 2007

ein weiteres innovatives Programmdesign, das gemeinsam

mit dem Fachbereich Mechatronik der Johannes

Kepler Universität entwickelt wurde. Dieses Programm

verbindet erstmals Führungskräfte-Ausbildung speziell

für Techniker mit einem spezifischen Technik Update

zu neuesten Trends in den Fachgebieten Mechatronik

und Maschinenbau.


Betriebsleistung

2007: EUR 1,8 Mio.

Human Ressources

12 (z.T. in Teilzeit)

Die LIMAK-Fakultät setzt sich zusammen aus ca. 100

Universitätsprofessoren, professionellen Beratern/innen,

Trainern/innen und Praktikern/innen. Der Anteil internationaler

Trainer beträgt mehr als 25 %, überwiegend

aus USA und Kanada. Durch die vielfältige disziplinäre

und kulturelle Herkunft der internationalen

Fakultät wird die Inhalts- und Methodenvielfalt in den

LIMAK-Programmen sichergestellt.

LIMAK – Johannes Kepler University Business School

Adresse: A-4020 Linz, Bergschlößlgasse 1

Homepage: www.limak.at

Tel.Nr.: +43 732 66 99 44 – 0, Fax: +43 732 66 99 44-111

Rechtsform: Verein

Gründung: 1989

Präsident: DDr. Werner Steinecker MBA (Vorstand Energie AG)

Absolventen/innen

An der LIMAK werden jährlich mehr als 300 Trainingstage

durchgeführt.

Jährlich absolvieren ca. 200 Führungskräfte die LIMAK-

Programme, deren Dauer bis zu 18 Monaten beträgt;

darüber hinaus zählt die LIMAK jährlich mehr als 250

Teilnehmer/innen bei Fachveranstaltungen und Workshops.

Vizepräsidenten: Hofrat Dr. Hermann Felbermayr (Land ) und Dr. Georg Lengauer (Magistrat der Stadt Linz)

Geschäftsführung: Mag. Holger Heller MBA

Wissenschaftlicher Leiter: Univ.-Prof. Dr. Franz Strehl MBA

Johannes Kepler University Business School

Entwicklungszahlen

Informationen

zur Organisation

17


INNOVATIONSNETZWERK 2008

18

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Kurzbeschreibung

1.3 Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz

Die Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung

Linz (Kunstuniversität Linz) hat ihre institutionellen

und programmatischen Wurzeln in der 1947 gegründeten

Kunstschule der Stadt Linz, die 1973 zur

Hochschule und 1998 schließlich zur Universität erhoben

wurde. Die Gründung war Ausdruck der bewussten

kulturpolitischen Abgrenzung zur vorangegangenen NS-

Zeit. Davon zeugen insbesondere die Betonung der

Grundwerte der Freiheit von Kunst und Forschung, das

Bekenntnis zur künstlerischen Moderne bzw. zum zeitgenössischen

Kunstschaffen, und die Positionierung der

neuen Einrichtung im Spannungsfeld von freier künstlerischer

und angewandter, wirtschaftsorientierter Gestaltung.

Diese Werte bilden nach wie vor die Basis für das

grundsätzliche Selbstverständnis der Kunstuniversität

Linz. Darauf aufbauend wurden in den letzten Jahren

besonders zwei zukunftsweisende Achsen gestärkt:

Zum einen die Öffnung der Universität gegenüber

institutionellen und freien Kooperationspartnern aus

Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie der Wirtschaft,

zum anderen die internationale Ausrichtung der Universität.

Die Einbindung in größere gesellschaftliche

und internationale Zusammenhänge bzw. Netzwerke

ist erklärter Teil der künstlerisch-wissenschaftlichen

und gestalterischen Programme der Kunstuniversität

Linz und somit Teil ihres Selbstverständnisses.

Kunst, Medien, Design – in allen Variationen. Mit über

1000 Studierenden und Schwerpunkten an Schnittstellen

wie Intermedialität, Raumstrategien und künstlerischwissenschaftlicher

Forschung bietet die Kunstuniversität

Linz eine einzigartige Bündelung unterschiedlichster

Kompetenzen. Dieser interdisziplinäre Grundsatz wird

durch eine starke, praxisbezogene Einbindung in Kooperationen

mit Wirtschaft und Kulturinstitutionen direkt

in die Praxis transferiert.

Neben ihrer Kernaufgabe – verantwortungsvolle und

auf höchstem Qualitätsniveau angesiedelte Ausbildung

der Studierenden – wurden in den letzten Jahren vermehrt

sehr erfolgreiche Kooperationen abgewickelt.

So vielfältig wie das Lehrangebot ist auch die Palette

an Kooperationsprojekten.

Die Profilbildung der Universität für künstlerische und

industrielle Gestaltung wird aus dem ökonomischtechnologischen

Kontext sowie aus den nationalen und

internationalen bildungspolitischen und kulturellen

Rahmenbedingungen abgeleitet. Sie beruht auf drei

inhaltlichen Säulen. Für alle drei gilt, dass ihre Inhalte

keineswegs auf eine Studienrichtung oder ein Institut

beschränkt sind, sondern vielmehr das gesamtuniversitäre

Angebot gezielt bündeln. Diese drei Säulen sind:

Intermedialität

Der Begriff „Intermedialität“ bezieht sich vor allem auf

die Wechselbeziehungen zwischen unterschiedlichen

Medien der Kunst sowie zwischen den unterschiedlichen

praktischen Anwendungen in der Kunst, Wissenschaft

und Vermittlung. Exemplarisch drückt sich die intermediale

Haltung bereits in der Kooperation der drei

künstlerischen Bereiche der Studienrichtung Bildende

Kunst und in den neuen modular strukturierten Studiengängen

des Instituts für Medien aus. Das von der

Kunstuniversität gemeinsam mit der Ludwig Boltzmann

Gesellschaft, dem Ars Electronica Center (siehe Kapitel

2.3.4) und dem Kunstmuseum Lentos eingerichtete

Ludwig Boltzmann Institut Medien.Kunst.Forschung.

(siehe Kapitel 2.5.7) verstärkt diese Säule in wissenschaftlicher,

technologischer und künstlerischer Hinsicht.

Raumstrategien

Parallel zur fortschreitenden Spezialisierung innerhalb

bestimmter Ausbildungs-, Berufs- und Forschungsfelder

ist eine zunehmende Auflösung vormals starrer Trennlinien

zwischen einzelnen Disziplinen wie Architektur,

(Industrial) Design, Stadt- und Raumplanung, Bildende

Kunst, Medien, Ökologie, Ästhetik, Soziologie, Naturwissenschaften

usw. zu konstatieren. Damit verbunden


sind Neudefinitionen von künftigen Berufsbildern, die

den Erwerb neuer Querschnittskompetenzen erfordern,

ohne dass deshalb auf eine exzellente spezifische

Fachausbildung als unabdingbare Basis dafür verzichtet

werden dürfte.

Der Schwerpunkt Raumstrategien fokussiert sein

künstlerisch-reflexives Interesse auf vielfältige Raumkonzepte.

Dazu gehören Vorstellungs- und Wahrnehmungsräume,

Handlungs- und Bedeutungsräume,

öffentliche und virtuelle Räume; diese sich permanent

neu konstituierenden Räume werden durch gesellschaftliche

Praktiken bestimmt und sind Gegenstand

intensiver künstlerischer und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen.

Die Kunstuniversität Linz ist Kompetenzpartner im

Netzwerk Design und Medien (siehe Clusterland

GmbH, Kapitel 3.4). Das Netzwerk Design und Medien

ist die branchenübergreifende Informations- und

Kommunikationsplattform im Bereich Design für Unternehmen,

Dienstleister und Organisationen. Durch die

Vernetzung von Unternehmen mit Bildungs- und Forschungseinrichtungen

sowie Dienstleistern wird die

Design- und Medienkompetenz, mit besonderem

Augenmerk auf die Bedürfnisse von kleinen und

mittleren Unternehmen (KMU), nachhaltig gestärkt.

Das Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften

beschäftigt sich mit allen aktuell relevanten

Bereichen der Bildenden Kunst und bezieht sein

spezifisches Profil aus der engen Verknüpfung von

künstlerischer mit kunst- und kulturwissenschaftlicher

Forschung. Besondere Berücksichtigung finden intermediale

Perspektiven, wodurch der Profilschwerpunkt

Intermedialität der Kunstuniversität eine kontinuierliche

Ausdifferenzierung erfährt. Individuelle Schwerpunkte

und die Verbindung von Praxis und Theorie vornehmlich

in projektorientierten Arbeiten stehen am Institut für

Bildende Kunst und Kulturwissenschaften auch im

Zentrum der Lehrtätigkeit. Die Lehre und Forschung ist

mit der Entwicklung und Erschließung der Künste in

den Bereichen Bildhauerei transmedialer Raum, Experimentelle

Gestaltung sowie Malerei & Grafik wie

auch mit der wissenschaftlichen Forschung in den

Künstlerisch-wissenschaftliche Forschung

An der Kunstuniversität Linz sind künstlerische und

wissenschaftliche Forschung unter einem Dach vereint.

Dies ermöglicht gegenseitige Herausforderung und

Befruchtung auf vielen Ebenen. Der Fokus der

künstlerischen und wissenschaftlichen Forschung liegt

auf deren Verbindung, die in interdisziplinärer Arbeit

zum Ausdruck kommt und sich den Herausforderungen

eines gemeinsamen „neuen“ Weges stellt. Kulturwissenschaften,

Kunstgeschichte und Kunsttheorie, Medientheorie,

verschiedene Vermittlungsstrategien sowie

Gender Studies im Kontext konkreter Kunstproduktion

werden deshalb als wesentliche Bestandteile des

Profils der Kunstuniversität Linz betrachtet.

und Gender Studies sehr eng verflochten.

Das besondere Profil des Institutes Kunst und Gestaltung

ergibt sich durch eine Ausrichtung der Forschungsziele

gemäß den Profilschwerpunkten der

Kunstuniversität Linz und zudem durch die Zusammensetzung

der Studienrichtungen Bildnerische Erziehung,

Keramik, Textil/Kunst&Design, Textiles Gestalten und

Mode. In dieser Hinsicht brachte die intensive Erforschung

der technischen und künstlerischen Möglichkeiten

weiterführende Resultate, die vielfältig zum Einsatz

kommen können, wie z.B. der digitalen Bildbearbeitung

bei der Erstellung von Lehrbehelfen, bei künstlerischen

Prozessen, sowie bei digital printing und digital weaving.

Das Institut für Medien stellt in seiner Forschungsund

Lehrpraxis intermediale und hybride Medienprozesse

und künstlerische Verfahren in den Vordergrund.

Die Verbindung analoger, materialbezogener und digitaler,

vernetzter Medien und Technologien wird in der

Entwicklung neuer Formate, Interfaces und Prototypen

realisiert. Die Einbindung medienkultur- und designtheoretischer

Arbeitsansätze und Disziplinen in den

einzelnen Abteilungen, Fotografie, Grafik-Design,

Interface Cultures, Medientechnik und -vermittlung,

Medientheorie und Zeitbasierte Medien, wie auch in

der interdisziplinären Zusammenarbeit dient der Entwicklung

neuer künstlerisch-wissenschaftlicher Forschungsund

Gestaltungsperspektiven unter der Perspektive

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

19


INNOVATIONSNETZWERK 2008

20

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

proliferierender medialer Anwendungen und Formate

(insbesondere durch das World Wide Web) und der verstärkten

Integration von Forschen und Studieren im

Sinne einer forschungsgeleiteten Lehr- und Vermittlungspraxis.

Schwerpunkte liegen derzeit auf dem Ausbau

von Open Source-Anwendungen, der Erstellung und

Verbesserung digitaler Lern-, Arbeits- und Publikationsplattformen

und der Entwicklung multi-sensorischer

Interface-Konfigurationen.

Am Institut für Raum und Design sind die Studienrichtungen

Architektur, Industrial Design, raum&designstrategien

sowie Werkerziehung angesiedelt. Die internationale

Ausrichtung des Instituts fördert Austauschprogramme

und die jeweiligen Alleinstellungsmerkmale

der Studienangebote wirken anziehend auf Studierende

aus der ganzen Welt. Internationale Netzwerke

machen die Angehörigen des Instituts daher auch zu

attraktiven Partner/innen für vielfältige Projekte und

führen zu Kooperationen mit Institutionen aus dem

Kunst- und Kulturbereich, der Industrie und der Wirtschaft.

Die Architektur setzt sich vor allem mit der Entwicklung

und Erforschung von Architekturkonzepten und

Architekturentwürfen und den damit verknüpften Darstellungstechniken

auseinander und steht in einem

starken Bezug zu Theorie und Geschichte von Architektur,

Bautechnik, Baukonstruktion, Bauökologie sowie

Städtebau und Landschaftsgestaltung. Der Erfolg dieser

Ausrichtung findet international Anerkennung: neben

Sabine Gretner Living Tebogo – Bauen in Südafrika

dem Energy Globe Preis für das Projekt Tebogo wurde

die Diplomarbeit zum Thema einer Schule in Bangladesh

2007 mit dem Hunter Douglas Award ausgezeichnet –

der Preis für die weltweit beste Architekturdiplomarbeit.

raum&designstrategien bietet als Schnittstellenfach

zwischen Architektur, Kunst, Design und digitalen Medien

eine grundlegende Beschäftigung mit raumbezogener

Gestaltung. In einem 2-jährigen Kooperationsprojekt zur

Neuinszenierung Welterbe Dachstein werden sowohl

ein Gesamtkonzept als auch die Entwicklung von CI und

Leitsystem, Webpage, Neugestaltung der Publikumsbereiche

in den Stationen der Krippensteinbahn, die

Erneuerung der Infrastruktur in den Höhlen und 12 große

künstlerische Installationen in den 3 Dachstein Schauhöhlen

sowie ein neues Höhlenmuseum auf der Schönbergalm

konzipiert und umgesetzt.

Josef Pausch Switlana Trattmayr: Berührte Natur

Wichtige Impulse und Synergieeffekte ergeben sich

durch das Ludwig Boltzmann Institut für Medien.Kunst.

Forschung. Die Forschungsaufgaben des Ludwig

Boltzmann Instituts führen zu einer wesentlichen

Stärkung der wissenschaftlichen Kompetenzen der

Kunstuniversität. Beginnend mit dem Studienjahr 2007

wurden Mitarbeiter/innen bzw. GastforscherInnen des

LBI systematisch in das Lehrangebot im Medienbereich

der Kunstuniversität integriert. In der Folge werden

gemeinsame Projekte speziell zum Umgang mit digitalen

Objekten und mit semantischen Netzwerken angestrebt.

Einen wichtigen Beitrag für eine neue Lern- und

Wissenskultur an den Universitäten leistet die eLearning-

Plattform DMA – Digital Media for Artists, die allen

Interessierten online eine individuelle und bedarfsorientierte

Lernumgebung für den gesamten Workflow

typischer Produktionsprozesse in den digitalen Medien

bietet.


Verzeichnis der eingerichteten ordentlichen Studien im

Sinne des § 7 UG 2002 (Stand WS 2007)

Bachelorstudien:

• Grafik-Design und Fotografie

• Industrial Design

• Keramik

• Mode

• raum & designstrategien

• Textil/Kunst&Design

• Zeitbasierte und Interaktive Medien

Masterstudien:

• Industrial Design

• Interface Cultures

• Keramik

• Medienkultur- und Kunsttheorien

• raum & designstrategien

• Textil/Kunst&Design

• Zeitbasierte Medien

Diplomstudien:

• Architektur

• Bildende Kunst

• Studienzweig Bildende Kunst

• Studienzweig Grafik-Design und Fotografie

• Studienzweig Kulturwissenschaften

• Unterrichtsfach Bildnerische Erziehung

• Unterrichtsfach Textiles Gestalten

• Unterrichtsfach Werkerziehung

Doktoratsstudien:

• Doktoratsstudium der Naturwissenschaften

• Doktoratsstudium der Philosophie

Verzeichnis der eingerichteten Universitätslehrgänge

(Stand WS 2005)

• Universitätslehrgang überholz

• Universitätslehrgang Innenraumgestaltung und

Präsentation IDEA

• Universitätslehrgang Aktzeichnen

• Universitätslehrgang Atelierbetreuung für Kinder

und Jugendliche im außerschulischen Raum

• Universitätslehrgang künstlerisches Atelier für

Kinder und Jugendliche im außerschulischen Raum

Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz

Adresse: Hauptplatz 8, 4010 Linz

Homepage: www.ufg.ac.at

Tel.Nr.: +43 732 7898 0

Organisationsform: Körperschaft öffentlichen Rechts

Gründung: 1947 Kunstschule, 1973 Hochschule und seit 2000 Universität

Rektor: Univ.-Prof. Dr. Reinhard Kannonier

Personal Stichtag, 31.12.2007, Kopfzahl ohne Karenzierungen

Wissenschaftliches und künstlerisches Personal gesamt

Professor/inn/en

Assistent/inn/en und sonstiges wissenschaftliches und

künstlerisches Personal

darunter Dozent/inn/en

darunter über F&E-Projekte drittfinanzierte Mitarbeiter/innen

Allgemeines Personal gesamt

Insgesamt

Studierende

1200

1000

800

600

400

200

0

Wintersemester 2007

(Stichtag: 11.02.08)

Wintersemester 2006

(Stichtag: 28.02.07)

Männlich Weiblich Gesamt

Abgeschlossene Studien gesamt

150

140

120

100

80

60

40

20

0

393

37

626

1.019

101

138

Studienjahr

2006/07

393

36

643

68

1.036

104

Studienjahr

2005/06

Männlich Weiblich Gesamt

366

Wintersemester 2005

(Stichtag: 28.02.06)

34

581

68

947

102

Studienjahr

2004/05

Weiblich Männlich Gesamt

130

8

122

6

-

54

180

178

16

162

9

-

36

211

Informationen

zur Organisation

308

24

284

15

90

391

21


INNOVATIONSNETZWERK 2008

22

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Kurzbeschreibung

1.4 FH Oberösterreich

Bestens eingebettet in die tertiäre Bildungslandschaft

Oberösterreichs ist die Entwicklung der FH von Dynamik

und Innovationsgeist geprägt. Der hohe Grad an

Vernetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft, stellt eine

bedarfsgerechte Ausbildung auf hohem Niveau sicher

und gewährleistet eine permanente Unterstützung der

Innovationsaktivitäten der oö. Industrie.

Ständige Steigerungen der Kooperationen mit ausländischen

Partneruniversitäten und verstärkte Teilnahmen

an internationalen Wissenschaftskonferenzen

und Kongressen stärken die internationale Ausrichtung

der Hochschule.

Durch konsequente Schwerpunktsetzung an den vier

Standorten (Linz, Wels, Hagenberg, Steyr) konnte die

FH in den letzten Jahren zunehmend ihr Profil in

der Außenwahrnehmung stärken.

Durch die Verstärkung des berufsbegleitenden Lehrangebotes

in Kombination mit innovativen Lernmethoden

wie z. B. e-Learning ist es der FH gelungen, den

Bildungsmarkt für potenzielle Absolventen/innen des

zweiten Bildungsweges zu öffnen und in weiterer Folge

dem Erfordernis des lebenslangen Lernens Rechnung

zu tragen.

Die Integration in den europäischen Bildungsraum ist

durch Umstellung auf das Bachelor-/Master-System

vollzogen.

Inhaltliche Schwerpunkte der FH Oberösterreich

Die neue Struktur der FH gibt den Studierenden die

Möglichkeit, durch modular gewählte Studienangebote

den für den jeweiligen Studierenden optimalen Ausbildungsmix

zu wählen. Die einzelnen Standorte fokussieren

dabei auf folgende Themen:

• Fakultät für Informatik, Kommunikation und

Medien, Campus Hagenberg,

forciert die Ausbildung von Spezialisten/innen in den

Bereichen Information, Kommunikation, Wissenssysteme

und Medien-Technologie mit interdisziplinären,

innovativen Ansätzen und einem breiten Spektrum

an wirtschaftsorientierten Anwendungen. Eingebettet

in den Softwarepark Hagenberg bietet die Fakultät

damit die Vernetzung von Lehre, Anwendung und

Forschung.

FH-Campus Hagenberg (Foto: FH )

• Fakultät für Gesundheit und Soziales, Campus

Linz, bietet ein integriertes Konzept von Studienund

Lehrgängen für die wissenschaftlich fundierte,

praxisorientierte Aus- und Weiterbildung im

Gesundheits- und Sozialbereich an, das in Lehre und

angewandter Forschung auf den drei Kompetenzfeldern

„Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen“,

„Nonprofit- und Public Management“ und

„Medizinische Technologien“ beruht.

FH-Campus Linz (Foto: FH )


• Fakultät für Management, Campus Steyr

ist die Kompetenzadresse für die Leitung und

Gestaltung von Unternehmen. Die Fakultät hat eine

starke internationale Ausrichtung und konzentriert

sich auf die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

von Organisationen entlang ihrer Wertschöpfungskette.

Als Ausbildungs-, Forschungs- und

Transfereinrichtung agiert die Fakultät in drei Kompetenzfeldern:

„Wertschöpfungskettenorientierte

Fachkompetenz“, „Branchenorientierte Fachkompetenz“

und „Management- und Leadershipkompetenz“.

FH-Campus Steyr (Foto: FH ) FH-Campus Wels (Foto: Steiner)

Organisation der FH Oberösterreich

Quelle: FH

• Fakultät für Technik und Umweltwissenschaften,

Campus Wels, lehrt und forscht an der Schnittstelle

von Technik und Wirtschaft und orientiert

sich inhaltlich an den aktuellen, thematisch wie

wirtschaftlich interessanten Technologiefeldern.

Im Fokus steht auch die Wirtschaftlichkeit und

Nachhaltigkeit technologischer Ansätze in Entwicklung

und Umsetzung.

23


INNOVATIONSNETZWERK 2008

24

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

Die FH Oberösterreich ist der größte Fachhochschul-

Erhalter aller Bundesländer. Im Studienjahr 2006/07

mit rund 4.000 Studierenden (inkl. Studienbefähigungslehrgang)

im Studienjahr 2007/08 mit rund 4.200

Studen/innen (inkl. Studienbefähigungslehrgang) an

vier Fakultäten.

Der Fachhochschulsektor hat sich in Österreich und

Oberösterreich seit seiner Etablierung im Studienjahr

1994/95 sehr dynamisch und – wie eine im Jahr 2003

durchgeführte Evaluierung durch das IHS zeigte – auch

erfolgreich entwickelt.

Für das Studienjahr 2007/08 werden vom Fachhochschulrat

für Österreich 31.064 FH-Studenten ausgewiesen.

12,6 % davon entfallen auf Oberösterreich.

Zwischen dem Studienjahr 1999/00 und 2007/08 hat

sich in Oberösterreich die Zahl der Studierenden von

1.068 auf 4.200 (inkl. Studienbefähigungslehrgang)

beinahe vervierfacht!

Foto: FH

Es fällt auf, dass auch im FH-Sektor, wenn auch nicht

so deutlich wie bei den Universitäten, Wien mit 27,3 %

aller Studierenden an der Spitze liegt und dessen Anteil

sich in den vergangenen Jahren noch erhöht hat.

Es ist nicht gelungen, durch die Fachhochschulen die

extremen regionalen Unterschiede des Angebots an

tertiären Ausbildungsplätzen zu korrigieren.

Ausbau der Standorte

Die Steigerung der Studentenzahlen an der FH erforderte

den Ausbau der Gebäude und der sonstigen

Infrastruktur. Das Land Oberösterreich hat in den letzten

Jahren rund 90 Mio. € in den Ausbau der 4 Standorte

investiert. Neben modernen Hörsälen stehen auch best

ausgestattete Labors zur Verfügung: Computertomograf,

Nanotomograf, Rapid Prototyping Metall Laser-Sinter/

Schmelz-Anlage, Video-Okulographie-Gerät zur 3D-

Augenbewegungsmessung, Biosignalmesssystem,

Echtzeit-Digitalspeicheroszilloskop.

Vor allem dem kontinuierlichen Wachstum der F&E

Rechnung tragend, wird es erforderlich sein, in Zukunft

die Forschungsinfrastruktur weiter auszubauen.

Raumangebot der FH (in m 2 )

Standort Hörsaal Labor Seminarraum

Hagenberg

Linz

Steyr

Wels

Gesamt

Quelle: FH

960

695

1.598

945

4.198

3.880

255

312

2.900

7.347

300

1.015

1.268

700

3.283

Gesamt

13.150

5.200

5.830

15.785

39.965

Internationalisierung

Den internationalen Austausch von Studierenden

begleitet das jeweilige „International Office“ an allen

vier Standorten der FH – Hagenberg, Linz, Steyr und

Wels. 2006/07 verzeichnete die FH 112 Incomings,

im Jahr 2007/08 waren es 155 Incomings. 285 FH-

Student/innen studierten im Jahr 2006/07 an einer

Partneruniversität, im Jahr 2007/08 waren es 298.

Lebensbegleitendes Lernen

Durch aufqualifizierende, 2-semestrige FH-Studienbefähigungslehrgänge

ist auch Lehr- und Fachschulabsolventen

der Zugang zum praxisorientierten FH-Studium

in . möglich. So können die Karrierechancen im

dualen Bereich wesentlich gesteigert werden. Pro Jahr

werden im Schnitt rund 200 Teilnehmer/innen an ein

FH-Studium herangeführt.


Die Umstellung der FH-Studiengänge auf das neue Bachelor/Master-Studium

schreitet rasch voran – im Studienjahr

2007/08 beinhaltete das Angebot 23 Bachelor-,

1 Diplom- und 8 aufbauende Masterstudiengänge. Auch

in Sachen „lebensbegleitendes Lernen“ setzt die FH

neue Schwerpunkte: rund die Hälfte der Studiengänge

sind auch berufsbegleitend im Angebot.

E-learning

Durch moderne Lehrformen wird die duale Ausbildung

weiter forciert: mit einem 2-semestrigen Studienbe-

Finanzierung der FH Oberösterreich

Die Finanzierung der FH-Studiengänge durch den Bund

erfolgt auf der Grundlage sogenannter Normkosten je

Studenten. Diese lagen 2006 und 2007 im technischen

Bereich bei 6.904 Euro und im wirtschaftlichen Bereich

bei 6.104 Euro, im sozialen Bereich 5.814 Euro.

Studierende und Absolventen/innen

Im Studienjahr 2007/08 studierten in Hagenberg

1.120, in Wels 1.196, in Steyr 948 und in Linz 695

Studenten/innen. Die Entwicklung der Studierenden

ist an allen Standorten sehr dynamisch verlaufen. Der

Anteil der weiblichen Studierenden hat sich in den vergangenen

Jahren deutlich von 13,7 % im Studienjahr

1998/99 auf 34,8 % im Jahr 2007/08 erhöht.

Erträge

davon Landesförderung

Bilanzsumme

Human Ressources

Nicht wissenschaftliches Personal

Wissenschaftliches Personal

Quelle: FH

fähigungslehrgang erlangen auch Lehrlinge und Fachschüler

Zugang zum FH-Studium. Die Umstellung von

Abendkursen auf flexiblere Lernformen wird ausgebaut

(Seminare in Blockform (Fr./Sa), E-learning-Elemente;

Videoconferencing über Technologiezentren). Damit

erhalten auch Personen in entlegenen Gebieten eine

gute Chance zur Weiterbildung. Der Einstieg ist jederzeit

möglich, auch in den Sommermonaten gibt es dieses

Studienangebot.

Erfreulich entwickelte sich die Zahl der Absolventen/innen

der FH Oberösterreich. Zwischen dem

Studienjahr 2002/03 und 2006/07 hat sich diese pro

Jahr von 263 auf 935 mehr als verdreifacht.

2006 2007

46,3 Mio. Euro

50,8 Mio. Euro

18,4 Mio. Euro

18,4 Mio. Euro

93,9 Mio. Euro

99,9 Mio. Euro

153

240

Foto: FH

160

256

Entwicklungszahlen

25


INNOVATIONSNETZWERK 2008

1998/99

1999/00

2000/01

2001/02

2002/03

2003/04

2004/05

2005/06

2006/07

2007/08*

26

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Entwicklung FH-Studierende

Campus

Hagenberg

337

400

547

709

860

1.166

1.100

1.079

1.089

1.120

Campus

Wels

391

422

468

500

579

738

856

999

1.141

1.196

Absolventen/innen gesamt an der FH

1000

900

800

700

600

500

400

300

200

100

0

Campus

Linz

146

0

0

0

45

185

331

513

664

693

695

6

1998/99

152

Campus

Steyr

179

217

246

321

443

531

643

738

825

837

948

31

1999/00

210

212

28

2000/01

Männlich Weiblich Gesamt

FH-Studierende (m, w) (absolut)

Bundesland

Studienbefähigungslehrgang

240

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

220

222

206

44

2001/02

250

231

32

2002/03

263

360

138

2003/04

498

männlich

376

816

919

1.101

1.261

1.521

1.968

2.164

2.360

2.492

2.582

184

2004/05

560

weiblich Studierende

* Wintersemester: Stichtag 15.11.07, inkl. Studienbefähigungslehrgang = Aufqualifizierung von Personen ohne Matura Quelle: FH

4000

3500

3000

2500

2000

1500

1000

500

0

816

945 919 1.068 1.101

129 149 235

1998/99 1999/00 2000/01

Männlich Weiblich Gesamt

1.336

1.261

436

1.697 1.521

Studierende

(4 Campus) ohne Studienbefähigungslehrgang

634

2.155 1.968

945

1.068

1.336

1.697

2.155

2.878

3.207

3.567

3.760

3.959

129

149

235

436

634

910

1.043

1.207

1.268

1.377

559

261

2005/06

2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07

820

945

1.068

1.336

1.697

2.155

2.878

3.207

3.567

3.980

4.181

630

305

935

2006/07*

Quelle: FH

Stichtag: Wintersemester / 15.11.07 Quelle: FH

910

2.878

2.164

1.043

3.207

2.360

1.207

3.567

2.492

1.268

3.760

2.582

1.377

2007/08

3.959


FH Oberösterreich – Studiengänge

2003/04

2004/05

2005/06

2006/07

2007/08

Quelle: FH

22

17

13

2

1

FH Oberösterreich

Adresse: Franz-Fritsch-Straße 11 / TOP 3, 4600 Wels

Homepage: www.fh-ooe.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 7242 44808; info@fh-ooe.at

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: Landesholding GmbH (98 %), Marktgemeinde Hagenberg (0,5 %), Stadt Linz (0,5 %)

Stadt Steyr (0,5 %), Stadt Wels (0,5 %)

Gründung: 2001

Diplom Bachelor Master Summe

3

6

10

22

23

Geschäftsführer: Dr. Gerald Reisinger

0

2

2

5

8

25

25

25

29

32

Rund 90 Mio. Euro investierte das Land

Oberösterreich seit 2003 in modernste Gebäude

und Infrastruktur an den oö. Fachhochschul-

Standorten Hagenberg, Linz, Steyr und Wels.

Landesrat Viktor Sigl (li.) und GF Dr. Gerald

Reisinger: „Bildung zählt zu den wichtigsten

Zukunftsinvestitionen!“ (Foto: Landespresse)

Informationen

zur Gesellschaft

27


INNOVATIONSNETZWERK 2008

28

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Kurzbeschreibung

Am Campus Steyr beschäftigen sich

Forscher mit Logistik und

Unternehmensnetzwerken“

Quelle: FH

1.5 FH Oberösterreich – Bereich F&E

F&E-Lösungen nach Maß

Der Bereich Forschung und Entwicklung der FH Oberösterreich

ist noch ein relativ junges, aber sehr erfolgreiches

Betätigungsfeld. Durch enge Zusammenarbeit

mit der Wirtschaft ist die Forschungs & Entwicklungs

GmbH der FH ein erfahrener und vielseitiger Partner

für Unternehmen, die Forschung und Entwicklung erfolgreich

durchführen und dadurch ihren Wettbewerbsvorteil

langfristig sichern wollen. 2003 wurde die F&E

GmbH als 100%ige Tochter der FH Management

GmbH gegründet.

Mit der FH Forschungs & Entwicklungs GmbH und

den vier oberösterreichischen Fachhochschul-Standorten

Hagenberg, Linz, Steyr und Wels verfügt Oberösterreich

über eine kompetente, innovative Institution,

die es versteht, Forschungsergebnisse in marktfähige

Produkte umzusetzen. An der FH wird in 11 Schwerpunkten

geforscht.

Hagenberg

• Bio- and Medical

Informatics

• Mobile, Embedded

and Secure Systems

• Cooperative Media

Environments

Quelle: FH

Linz

• Medizintechnik für

Diagnostik,

Rehabilitationstechnik

und

Therapie

• Praxis und

Management

Sozialer Arbeit

FH F&E: kompetent – vielseitig – vernetzt

Die FH arbeitet eng mit (inter)nationalen und erfahrenen

Forschungs- und Wirtschaftspartnern zusammen

und erzielt dadurch Top-Ergebnisse und weltweite

Beachtung. Eine Reihe von anerkannten Unternehmen

baut auf das Know-How der FH : Borealis,

FACC, Rübig, MIBA, Pöttinger, voestalpine Stahl und

viele weitere. Aber auch kleine und mittlere Betriebe

profitieren von der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule

: Die notwendige Kompetenz, Erfahrung und

technischen Geräte, die an den vier Standorten der

FH zur Verfügung stehen, helfen fehlende Personalund

Finanzressourcen bereitzustellen.

Ebenso wurde bereits in großen Projektvorhaben erfolgreich

mit etablierten Forschungseinrichtungen wie der

Johannes-Kepler-Universität Linz, der TU Wien, der TU

Graz und viele weiteren zusammengearbeitet.

Steyr

• Produktionsoptimierung

• Logistik und

Unternehmensnetzwerke

Wels

• Automatisierungstechnik

• Werkstofftechnik

• Energie- und

Umwelt

• Mess- und Prüftechnik


An der FH werden etwa 115 laufende F&E-Projekte

(Stand März 2008) in den bereits erwähnten 11 Forschungsschwerpunkten

durchgeführt. So wird zum

Beispiel am Campus Hagenberg intensiv im Bereich

Near Field Communication in Kooperation mit mobilkom

austria AG geforscht. Die FH verfügt am Campus

Steyr über das „Logistikum“, ein Kompetenzzentrum,

in dessen Rahmen mit der Johannes-Kepler-Universität

Linz und dem Verein Netzwerk Logistik sowie verschiedensten

Unternehmen eng im Bereich Logistik

und Unternehmensnetzwerke zusammengearbeitet wird.

Am Campus Linz wird gemeinsam mit der Therme Bad

Hall und der Landes Nervenklinik Wagner-Jauregg in

Linz die dreidimensionale Erfassung der Augenbewegung

zur Diagnose von Schwindelerkrankungen

weiterentwickelt. Unternehmen wie FACC, Gruber &

Kaja, voestalpine und Borealis kooperieren gezielt im

Bereich zerstörungsfreie Werkstoffprüfung mittels

Röntgen-Computertomographie und aktive Thermographie

mit der FH Campus Wels.

Seit Beginn der Forschungsarbeit verzeichnet die FH

ein kontinuierliches Wachstum. Knapp ein Viertel

der F&E-Drittmittel an Österreichs FHs wurden 2007 an

der FH erwirtschaftet. Mit einem F&E-Umsatz von

6,31 Mio. € und 107 drittmittelfinanzierten F&E-Mitarbeitern

schaffte es die FH Forschungs & Entwicklungs

GmbH 2007 an die Spitze des österreichweiten

FH-Vergleichs.

Im Jahr 2008 schreibt eine Vielzahl an Förderinstitutionen

neue Förderprogramme aus: FHplus, Josef Ressel

Zentren, TRP-FH Translational Research Programm

des FWF und viele mehr. Wie in den letzten Jahren

beteiligt sich die FH Forschungs & Entwicklungs

GmbH daran zahlreich – mit Erfolg: Für 6 von 17 FHplus-

Projekten und eines von nur 3 Josef Ressel Zentren

erhielt Oberösterreich bereits den Zuschlag.

NFC-Handy-Technologie am Campus Hagenberg

74 neue Projekte im Jahr 2007

Die Nachfrage steigt: Insgesamt wurden an allen vier

Standorten der FH im Jahr 2007 74 neue Projekte

akquiriert und gestartet, darunter 22 Großprojekte

mit einem Volumen größer € 50.000,–. Das Land

unterstützte die FH Forschungs & Entwicklungs

GmbH im Jahr 2007 mit einer Basisfinanzierung von

1,1 Mio. €. Dadurch konnten mit jedem investierten

Landes-Euro mehr als 5 Euro Forschungsvolumen

erwirtschaftet werden.

Mit ihren F&E-Aktivitäten leistet die FH eine wesentlichen

Beitrag zur Umsetzung des Wirtschaftsprogramms

„Innovatives 2010“.

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

Entwicklungszahlen

Quelle: FH

29


INNOVATIONSNETZWERK 2008

30

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Betriebsleistung und Finanzierung des Bereiches F&E der FH

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Projektfinanzierung Bund

Projektfinanzierung Land

Projektfinanzierung EU

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

Quelle: FH

Human Ressources

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Quelle: FH

F&E Indikatoren

F&E-Indikatoren

Zahl der eingereichten Patente

Zahl der erteilten Patente

Abgeschlossene Dissertationen

Publikationen

Quelle: FH

Sonstige

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

Quelle: FH

in TEUR

4.981.511

1.338.611

1.350.029

1.491.150

395.250

53.303

353.168

105

99

72

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

27,0

27,0

29,9

8,0

1,0

7,1

in TEUR

6.304.076

2.406.481

1.088.512

2.170.591

253.824

19.300

365.368

2006 2007

2006 2007

6

k.A.

0

221

22

19

14

123

107

92

4

k.A.

1

234

in % der

Gesamterlöse

38,2

17,3

34,4

4,0

0,3

5,8

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

2006 2007

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

22 3 11 8 31 5 16 10

159 67 78 14 186 81 85 20

27

23

19


Mitarbeiter/innen

140

120

100

80

60

40

20

0

FH Oberösterreich / Forschung & Entwicklung

Adresse: Franz-Fritsch-Straße 11/TOP 3, 4600 Wels

Homepage: www.fh-ooe.at/forschung

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 7242 44808-41; research@fh-ooe.at

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: FH Management GmbH (100 %)

Gründung: 2003

F&E-Mitarbeiter/innen der FH

2003 2004 2005 2006 2007 2008

Quelle: FH Quelle: FH

Geschäftsführer: Dr. Gerald Reisinger, Prok. Prof. (FH) DI Dr. Johann Kastner

in Mio €

7

6

5

4

3

2

1

0

F&E-Umsatzentwicklung FH

2003 2004 2005 2006 2007 2008

Informationen

zur Gesellschaft

31


INNOVATIONSNETZWERK 2008

32

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

1.6 Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz

Kurzbeschreibung Mitten in der Stadt und mitten im Leben – so präsentiert

sich die Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz

(KTU) in der Bethlehemstraße. Die traditionsreiche

kirchliche Institution, deren Wurzeln bis ins Jahr 1672

zurückreichen und die 2000 als erste österreichische

Privatuniversität akkreditiert wurde, zeichnet sich durch

wissenschaftliche Qualität ebenso aus wie durch ihre

persönliche Atmosphäre. Zusätzlich zur theologischen

Fakultät verbreitert seit dem Jahr 2005 auch das Institut

für Kunstwissenschaft und Philosophie das Angebot

an geisteswissenschaftlicher Lehre und Forschung in

der Landeshauptstadt. Neben der Ausbildung von zukünftigen

Priestern, Religionslehrern/innen und Pastoralassistenten/innen

bietet die KTU ein breites Bildungangebot,

das von Interessierten auf vielfältige Weise

zur beruflichen aber auch zur privaten Weiterbildung

genutzt wird. Besonderer Augenmerk wird dabei nicht

nur auf den Dialog zwischen den einzelnen wissenschaftlichen

Disziplinen, sondern auch auf kulturelle

Wechselwirkungen gelegt: etwa auf die gegenseitige

Beeinflussung von Religion und Kunst oder die Vielzahl

von Fragestellungen, die sich aus dem Studienschwerpunkt

Wirtschaft-Ethik-Gesellschaft (WiEGe)

ergeben. In Kooperation mit den anderen oberösterreichischen

Hochschuleinrichtungen positioniert sich

die KTU Linz dabei als innovative, in der Region veran-

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

Internationale Zusammenarbeit und Studierendenmobilität

werden immer mehr zum vorrangigen Ziel

jeder Bildungsreinrichtung. Durch die Entwicklung neuer

Studienpläne an der KTU wird sowohl die internationale

Vergleichbarkeit der Abschlüsse, als auch der

Austausch von Studierenden erleichtert. Darüber hinaus

können durch ein modulares System Schwerpunkte

gesetzt werden, die nicht nur der stärkeren Profilierung

der Institution sondern auch der persönlichen

Bildungsbiographie der Studierenden zu Gute kommen.

Die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Institute

und Fachbereiche spiegeln die zahlreichen Frage-

kerte Universität, die sich den Anforderungen des

Europäischen Hochschulraums ebenso stellt wie dem

lokalem Bedarf an Ausbildung und Forschung im

theologischen und kunstwissenschaftlich-philosophischen

Bereich.

stellungen wider, mit denen die moderne theologische

und geisteswissenschaftliche Forschung gegenwärtig

konfrontiert ist und stellen einen wichtigen Beitrag zum

Bemühen der Kirche dar, die Zeichen der Zeit im Lichte

des Evangeliums zu deuten (vgl. die Pastoralkonstitution

des II. Vatikanischen Konzils „Gaudium et spes“,

4). Durch eine enge Verbindung von Forschung und

Lehre werden Studierende sowohl mit den Inhalten

als auch mit der Methodik geisteswissenschaftlicher

Forschung vertraut gemacht und diese zugleich für die

Vermittlung an ein breites Publikum von Lernenden

und Interessierten aufbereitet.


Betriebsleistung

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Diözese Linz

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderungen Bund

Förderungen Land

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

Human Ressources

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12. (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit Uni-/FH-Abschluss

(VZÄ)

Studienabschlüsse an der KTU

30

25

20

15

10

5

0

7

5

2000/01

12

16

Männlich Weiblich Gesamt

7

2001/02

23

12

7

2002/03

19

in TEUR

2.778

2.157

30

50

326

35

180

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

77,65

1,08

1,80

11,74

1,26

6,48

in TEUR

2.920

2.263

38

360

35

224

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

77,50

1,3

12,33

1,20

7,67

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

50

39,33

29,86

9

7

2003/04

16

6

8

2004/05

23

14

7

16

10

6

2005/06

16

51

39,563

29,32

11

14

2006/07

25

Quelle: KTU Linz

24

15,11

8,24

Entwicklungszahlen

33


INNOVATIONSNETZWERK 2008

34

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Informationen

zur Gesellschaft

Ordentliche und außerordentliche Studierende der an der KTU

angebotenen Studien Wintersemester 2000/01 - 2004/05

500

450

400

350

300

250

200

150

100

50

0

155

123

2000/01

278

161

136

2001/02

297

164 140

2002/03

Männlich Weiblich Gesamt

Wintersemester 2006/07

500

450

400

350

300

250

200

150

100

50

136 159

259

Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz (KTU Linz)

Adresse: Bethlehemstraße 20, A-4020 Linz

Homepage: www.ktu-linz.ac.at

Tel.Nr.:/E-Mail: +43 732 78 42 93, rektorat@ktu-linz.ac.at

Rechtsform Privatuniversität in kirchlicher Trägerschaft

Gesellschafter/Träger Diözese Linz

55

98

304

153

Gründungsjahr 1672

164 159

191

2003/04

257

323

448

Theologische

Fakultät

IKP* KTU gesamt

Männlich Weiblich Gesamt

2004/05

Wintersemester 2005/06

Geschäftsführer Bischof Dr. Ludwig Schwarz SDB (Magnus Cancellarius)

Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger (Rektor)

Mag.a Christine Brunhuber (Verwaltungsdirektorin)

163

187

350

500

450

400

350

300

250

200

150

100

50

146 170

Wintersemester 2007/08

500

450

400

350

300

250

200

150

100

50

140 148

288

65

316

Theologische

Fakultät

38

79 117

IKP*

184

KTU gesamt

Männlich Weiblich Gesamt

138

203

205

286

491

Theologische

Fakultät

IKP* KTU gesamt

Männlich Weiblich Gesamt

249

433

* Institut für

Kunstwissenschaft

und Philosophie


1.7 Höhere Technische Lehranstalten

Höhere Technische Lehranstalten (HTL) oder Höhere

Technische Bundeslehranstalten (HTBLA) bezeichnen

berufsbildende höhere Schulen in Österreich mit

Schwerpunkt auf technische Fächer, wie zum Beispiel

Automatisierungstechnik, Elektronik, Elektrotechnik,

Informationstechnologie, Informatik, Maschinenbau,

Mechatronik, Chemie oder Wirtschaftsingenieurwesen.

Aufgabe der HTL ist die Ausbildung technisch

interessierter Jugendlicher, die sowohl in der Wirtschaft

aber auch in den tertiären Bildungseinrichtungen den

Nachwuchs an Technikerinnen und Technikern sicher

stellen. Verstärkter Projektunterricht und Diplomar-

An Höheren Technische Lehranstalten werden typischerweise

drei Ausbildungsformen angeboten:

Die Fachschulen sind vierjährige Lehrgänge der berufsbildenden

mittleren Schule, die nach Absolvierung der

allgemeinen Schulpflicht (ab der 9. Schulstufe) besucht

werden. Nach dem Verfassen einer Technikerarbeit

schliesst diese Ausbildungsform mit einer Abschlussprüfung

ab.

Die Tagesform der Höheren Abteilungen umfasst die

fünfjährige Ausbildung und schließt mit der Diplom- und

Reifeprüfung ab. Nach drei Jahren ingenieurmäßiger

Berufspraxis kann auf Antrag die Standesbezeichnung

Ingenieur (Ing.) verliehen werden.

beiten stärken die sozialen Kompetenzen, zusätzliche

Sprachförderungen bereiten auf den globalisierten

Markt vor. Die Ausbildungskapazitäten an den 16 Standorten

werden weitestgehend dynamisch der Nachfrage

durch die Jugendlichen und den Bedürfnissen des

Arbeitsmarktes angepasst. Ein begleitendes Qualitätsmanagement

garantiert die gleichbleibend gute Ausbildung.

Postsekundäre Sonderformen der HTL werden für

Personen mit Lehrabschluss, Meisterprüfung oder

Matura in der berufsbegleitenden Abendform geführt.

Die Ausbildungsdauer ist nach Vorbildung gestaffelt.

INNOVATIONSNETZWERK 2008

BILDUNGSEINRICHTUNGEN

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

35


36

Entwicklungszahlen

Informationen

zur Gesellschaft

Technische Lehranstalten in Oberösterreich, Schülerzahlen

Schule

HTBL

HTBL

HTBL

HTL

HTBL

HTL

HTBL

HTBL

HTBL

HTL

HTL

HTL

HTBL

HTBL

Textilschule

HTBL

Standort

Linz 1 Bau-Design

Linz 2 LITEC Linzer Technikum

Leonding

Traun

Wels

Wels Lebensmittel-Getreidewirtschaft

Steyr

Vöcklabruck

Braunau

Grieskirchen

Ried

Andorf

Perg

Neufelden

Haslach

Hallstatt

* Die Tagesform umfasst die fünfjährige Ausbildung.

Derzeit besuchen in Oberösterreich ca. 11.000

Schülerinnen und Schüler eine HTL. Von den jährlich

durchschnittlich 2.000 Absolventinnen und Absolventen

wechseln 55 % direkt in einen Beruf, die übrigen

studieren an Universitäten und Fachhochschulen.

Landesschulrat Oberösterreich

Adresse: A-4020 Linz, Sonnensteinstraße 20

Homepage: www.lsr-ooe.gv.at

Tel.Nr.: +43 732 7071

Ausbildungszweig

Bautechnik, Grafik, Kommunikations-Design

Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik

Elektronik, EDV + Organisation

Datenverarbeitung, Informationstechnologie

Chemie-, Elektrotechnik, Informationstechnologie,

Maschineningenieurwesen, Mechatronik

Lebensmitteltechnologie

Elektronik, Maschinenbau, Kfz-Bau,

Maschineningenieurwesen, Mechatronik,

Kunsthandwerk (Gold- und Silberschmied, Gürtler,

Stahlstecher)

Maschinenbau, Maschineningenieurwesen,

Wirtschaftsingenieurwesen

Elektronik, Automatisierung, Elektrotechnik

Mechatronik

EDV + Organisation

Maschineningenieurwesen

Werkstoffingenieurwesen

EDV + Organisation

Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen

EDV, Textiltechnik

(Musik)instrumentenbau, Innenraumgestaltung,

Tischlerei, Holztechnik

Schülerzahlen im Schuljahr 2007/2008

HTL Tagesform

HTL Berufstätige

Fachschule

Summe

männlich

7039

762

1837

9638

weiblich

1082

41

191

1414

Tagesform*

1.072

954

691

113

1.204

134

884

699

803

237

282

250

244

426

268

gesamt

8121

803

2028

10952


2 Kooperative Forschung / Kompetenzzentren und

außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

2.1 Upper Austrian Research

Die Upper Austrian Research GmbH (UAR) wurde 1999

gegründet und ist als 100 %-Tochter der Oberösterreichischen

Technologie- und Marketinggesellschaft

m.b.H. in folgenden Bereichen tätig:

• Technologiemanagement und Technologietransfer

sowie

• Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung.

Abteilung für Berührungslose Sensorik

Der UAR-Bereich Sensorik erforscht und entwickelt

Lösungen im Bereich der Materialcharakterisierung und

zerstörungsfreien Werkstoffprüfung. Zielsetzung dabei

ist die Entwicklung neuer Gerätetechnologien, die in

der Industrie angewendet werden können.

Folgende Bereich werden im Besonderen behandelt:

a) Infrarot Spektroskopie:

Steigender Konkurrenzdruck zusammen mit einer

wachsenden Zahl striktester Umweltauflagen machen

eine umfangreiche Inline-Prozess- und Qualitätskontrolle

für eine zunehmende Zahl von Betrieben zu einem

erfolgsentscheidenden Kriterium.

Im Bereich Technologiemanagement ist die UAR

Gesellschafter folgender Kompetenzzentren bzw.

Technologietransfereinrichtungen:

SCCH

Wood kplus

LCM

PCCL

Tech2b

TCKT

RISC

Die Anwendung chemometrischer Modelle ermöglicht

zahlreiche Bestimmungen wie Art und Menge einer

Substanz, Feuchtigkeitsgehalt oder Aushärtegrad.

Zudem können mittels IR-Messungen hochgenaue

Schichtdickenmessungen und berührungslose

Temperaturmessungen durchgeführt werden.

Vor allem die Nah-Infrarot(NIR)-Spektroskopie als

berührungslose und zerstörungsfreie Messmethode

stellt in vielen Anwendungsbereichen eine leistungsstarke,

inline-fähige Systemlösung mit wachsendem

Stellenwert dar.

b) Laser Ultraschall:

Gesellschaftsanteil

33 %

62 %

40 %

17 %

39,5 %

100 %

20 %

Im Bereich Anwendungsorientierte Forschung und

Entwicklung ist die UAR ein kompetenter Partner in

den folgenden Technologiegebieten:

1. Berührungslose Sensorik

2. Biomedizinische Nanotechnologie

Herkömmliche Ultraschallmessungen besitzen den

Nachteil, dass die Probe in direktem Kontakt mit der

Messapparatur stehen muss (z.B. Wasserstrahl, Koppel-

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

37


INNOVATIONSNETZWERK 2008

38

KOOPERATIVE FORSCHUNG

mittel). Durch die Anregung des Ultraschallimpulses

und die Messung des Echos mit Licht (Interferometer)

soll damit eine berührungslose Ultraschallmessung

durchgeführt werden. Damit können z. B. auch heiße

Proben mit Ultraschall vermessen werden. Mit diesen

Methoden lassen sich u. a. Materialparameter von

Metallen und Karbonfaser – Verbundstoffen ermitteln

und dreidimensional darstellen.

c) Optische Kohärenz-Tomographie:

OCT wird weltweit zur Zeit intensivst für die medizinische

Diagnostik erforscht und entwickelt. Für den Bereich

der Materialwissenschaften ist diese Methode jedoch

noch relativ unbekannt. Optische Kohärenz Tomographie

(OCT) bietet nun die Möglichkeit, mittels Infrarotlicht

kontakt- und daher schnell und zerstörungsfrei

Querschnittsbilder einer Probe anzufertigen. Die UAR

zählt zu den Pionieren, die diese Methode für die

zerstörungsfreie Werkstoffprüfung und Qualitätskontrolle

einsetzen und federführend weiterentwickeln.

Unsere Zielsetzung ist daher, das bisher im medizinischen

Bereich erworbene Know How zu adaptieren und

für die Materialcharakterisierung und zerstörungsfreie

Werkstoffprüfung anzuwenden. Ergebnis der

langjährigen F&E-Aktivitäten: ein kompakter, robuster

und kostengünstiger OCT-Scanner speziell für Inspektionsaufgaben

direkt in der industriellen Produktion.

Bereits erprobte Anwendungsbereiche: Produktentwicklung

und Qualitätskontrolle im Kunststoffsektor, im

Bereich funktioneller Schutzschichten und faserverstärkter

Verbundmaterialien (z.B. Defekterkennung in

Helikopterrotorblättern) oder im Bereich der Inspektion

von Teilen aus der Mikrosystemtechnik.

d) Industrieprojekte:

In der Prozess- und Qualitätskontrolle ist oft eine stichprobenartige

Überprüfung nicht mehr ausreichend,

deshalb wird es immer bedeutender, die wichtigsten

Eigenschaften eines Produktes bereits im Herstellungsprozess

zu überprüfen. Zielsetzung dabei ist die Entwicklung

neuer Gerätetechnologien, die in der Industrie

angewendet werden können. Wir erarbeiten in Abstimmung

mit den universitären und außeruniversi-

tären Forschungseinrichtungen Lösungen für Unternehmen,

die Bedarf an neuen Technologien anmelden.

Es werden kundenspezifische Entwicklungsprojekte

realisiert, wobei das Leistungsportfolio von ersten

Labormessungen bis hin zur Entwicklung und Fertigung

maßgeschneiderter Kundenlösungen reicht.

Zentrum für Biomedizinische Nanotechnologie

In enger Kooperation mit der Johannes Kepler Universität

Linz (Institut für Biophysik) werden modernste biophysikalische

Methoden entwickelt, die in Biotechnologie,

Pharmaindustrie, Lebensmitteltechnologie und der

medizinischen Diagnostik Anwendung finden werden.

Ultra-sensitive bzw. Hochdurchsatz-Analyse von Zellen

für diagnostische Anwendungen im stehen im Fordergrund.

Schwerpunkte wurden in der Weiterentwicklung

von mikrofluidischen Biochips für die Zellanalyse, sowie

der Kombination dieser mit ultra-sensitiven DNA Mikroarrays

gesetzt. Die dazu notwendige Etablierung von

biologischen Modelsystemen als Testsysteme mit dem

Fokus auf Immunstimulation oder auf den Wasserhaushalt

während einer Entzündung wurde fortgesetzt.

Ziel ist die Entwicklung einer „Lab-on-a-Chip“-Technologie,

die mittels stark miniaturisierter diagnostischer

Tests die Analyse von Tausenden von Molekülen auf

kleinstem Raum ermöglicht.

All diese Methoden zielen einzig und allein darauf ab,

ein besseres Verständnis über die Funktion von Zellen

zu erhalten und natürlich auch in weiterer Folge – im

Falle einer „Entgleisung“, z.B. bei Krebs – diese „Entgleisungen“

zu verstehen und entsprechende Gegenmaßnahmen

setzen zu können.

Im Rahmen des Prozesses der „Strategischen Weiterentwicklung“

der Upper Austrian Research GmbH wurde

die UAR einer Evaluierung unterzogen.

Aufgrund der Evaluierung war ersichtlich, dass die UAR

in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet hat

und somit Zukunftsperspektiven entwickelt werden

sollen. Eine wesentliche Überlegung dabei war es, die


Abteilungen der UAR mit strategischen Partnern wie der

Fachhochschule und der Johannes Kepler Universität

zusammen zu legen und in eigene GmbHs auszugründen.

Dieser Schritt wurde am Transfercenter für Kunststofftechnik

bereits realisiert. Die Abteilung „Medizin-Informatik“

wurde in die RISC Software GmbH eingegliedert.

Erlöse (T€)

Förderungen (T€)

Summe Erlöse und Förderungen (T€)

Erlöse von Unternehmen (T€)

Betriebsleistung (T€) 31.12.07

Mittelherkunft:

- Förderungen des Landes (T€)

- Wirtschaftsunternehmen, EU, FWF,

usw. (T€)

Zahl der Unternehmenspartner 2007

Entwicklung der Betriebsleistung in T€

Betriebsleistung (T€) 1999/2000

Betriebsleistung (T€) 2000/2001

Betriebsleistung (T€) 2001/2002

Betriebsleistung (T€) 2002/2003

Betriebsleistung (T€) 2003/2004

Betriebsleistung (T€) 2004/2005

Betriebsleistung (T€) 2005/2006

UAR Upper Austrian Research

Adresse: Hafenstraße 47-51, 4020 Linz

Homepage: www.uar.at

Tel.Nr.: +43 732 9015 5600

Rechtsform: GmbH

2007

1.338

3.831

5.169

1.195

5.102

2.784

2.385

100

40

631

3.512

3.531

4.295

4.997

4.712

Die Aufgabe der UAR für das Jahr 2008 wird es unter

anderem sein, für die beiden verbleibenden Abteilungen

der UAR, das Zentrum für Biomedizinische Nanotechnologie

und die Abteilung Berührungslose Sensorik im

Rahmen von Gesprächen mit der JKU und FH entsprechende

Lösungen für eine strategische Weiterentwicklung

zu finden.

Gesellschafter: Oberösterreichische Technologie- und Marketinggesellschaft m.b.H. (100 %)

Gründung: 1999

Geschäftsführer: DI Dr. Otmar Höglinger

Kennzahlen

2007

Informationen

zur Gesellschaft

39


INNOVATIONSNETZWERK 2008

40

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

2.2 Mechatronik, Produktionstechnologie

2.2.1 LCM – Linz Center of Mechatronics GmbH

Die LCM GmbH ist das führende österreichische

Forschungsunternehmen und kompetenter Partner für

Projekte in der Mechatronik: von der Ideenfindung und

Prüfung der Realisierbarkeit bis zur konkreten

Umsetzung. Kunden profitieren von einem maßgeblichen

Wissensvorsprung, der sich aus der engen Vernetzung

mit der universitären Grundlagenforschung und der

konsequenten Umsetzung neuester Erkenntnisse in

sofort nutzbare Ergebnisse, weit über dem jeweiligen

„State of the Art“, ergibt. Mit branchenübergreifender

Expertise und durch ständige Weiterbildung

der hoch spezialisierten Mitarbeiter

können maßgeschneiderte Lösungen der

Mechatronik in diversen Bereichen geboten

werden:

• Dynamik und Regelung mechanischer Systeme

und Strukturen

• Mechatronisches Design und Prozess-Simulation

• Elektrische und Hydraulische Antriebssysteme

• Informationsanalyse und Fehlerdiagnose

• Sensorik und Kommunikationstechnik

Die Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr

und die Verbreiterung der Kundenbasis unter Berücksichtigung

einer KMU-Quote von ca. 30 % sowie einer

fortgesetzten Internationalisierung der Geschäftstätigkeit,

die zum wirtschaftlichen Wachstum der Gesellschaft

beiträgt, stand im Vordergrund der Bemühungen.

Das von der Gesellschaft betreute Kplus Programm

wurde im Jahr 2007 erfolgreich abgeschlossen. Unter

der Führung von LCM erhielt ein Konsortium, bestehend

aus der Johannes Kepler Universität, der vatron gmbH

sowie weiteren ca. hundert nationalen und internationalen

Partnern, den Zuschlag für ein K2 Zentrum (ACCM)

im Rahmen des COMET Programms.

Dieses Zentrum wurde im Dezember 2007 gegründet

und stellt zusammen mit den drei Eigentümern JKU,

LCM und vatron eine in Österreich einzigartige Kombination

aus umsetzungsorientierten (LCM und vatron)

und grundlagenforschungsorientierten (JKU) Partnern

Die LCM GmbH richtet sich an Konzerne ebenso wie

an kleine und mittlere Unternehmen.

Seit der Gründung im Jahr 2001 ist die LCM GmbH auf

einen Umsatz von € 5 Millionen bei ca. 60 Mitarbeitern

und stabilem EGT gewachsen. Mehr als 100 Kunden

aus dem In-und Ausland haben bereits Projekte mit

LCM durchgeführt. Die Projektvolumen reichen von einer

„Einstiegsgröße” von € 1.000,- bis zu mehreren

hunderttausend Euro. Die Arbeit der LCM Teams

wurde mit drei Wirtschaftspreisen und zwei Innovationspreisen

ausgezeichnet. Zusammen mit der Johannes

Kepler Universität Linz und der vatron gmbH wurde die

ACCM GmbH (Austrian Center of Competence in Mechatronics)

gegründet – mit einem geplanten Umsatzerlös

von ca. 11 Mio. € im Jahr 2008. In der ACCM

GmbH werden alle Projekte der K2/COMET Programmschiene

durchgeführt. Der gesamte Erlös der LCM GmbH

und seiner Beteiligungen für das Jahr 2008 beträgt

somit ca. 16 Mio. €.

zum Nutzen seiner Kunden dar; der Aufbau dieses

Zentrums ist im vollen Gange.

Die internationale Projektarbeit der LCM Teams wurde

im Herbst 2007 mit dem Cross Border Award der WK

ausgezeichnet.

Das Wachstum der Gesellschaft wird im Jahr 2008

fortgesetzt. Zusammen mit seiner ACCM-Beteiligung ist

LCM nun in der Lage auf dem internationalen Markt

noch flexibler zu agieren.


Die Johannes Kepler Universität Linz (JKU), die Linz

Center of Mechatronics GmbH (LCM) und die vatron

gmbH bündeln gemeinsam mit dem gesamten K2-

Konsortium, bestehend aus den wissenschaftlichen

Partnern und industriellen Partnern im ACCM und im

Rahmen des Förderprogramms COMET, ihre Mechatronikkompetenzen

und wollen so ihre Vision „To be a

leader in Mechatronic Excellence and a successful

international Innovation provider“ umsetzen. Diese

Zusammenarbeit im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft

und Wissenschaft soll die Kooperationsbereitschaft

von Unternehmen – durch die internationale

positive Signalwirkung der ACCM GmbH und der erarbeiteten

Projektergebnisse im Rahmen dieser Kooperation

– mit F&E Dienstleistungsunternehmen deutlich

verstärken.

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Förderung Land

Förderung EU

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

in TEUR

5.036

2.534

1.219

696

23

262

302

Damit entsteht für einen der wichtigsten Wirtschafts-,

Export- und Forschungsbereiche Österreichs ein international

dimensioniertes Exzellenzzentrum mit hoher

internationaler Sichtbarkeit.

Die Laufzeit ist in zwei Phasen gegliedert. Phase 1 läuft

vom 01.01.2008 bis 31.12.2012 und Phase 2 vom

01.01.2013 bis 31.12.2017.

Am Zentrum sind ca. 50 wissenschaftliche Partner und

ca. 50 Unternehmenspartner beteiligt. Der wichtigste

wissenschaftliche Partner ist die Johannes Kepler

Universität Linz. Die ACCM GmbH wird ca. 200 Personen

(VZÄ) umfassen, wobei die durch die Projekte ausgelösten

Arbeitsplatzeffekte in der heimischen Wirtschaft

deutlich höher sind.

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

100

50

24

14

0

5

6

in TEUR

5631

2949

1317

752

21

225

367

in % der

Gesamterlöse

100

52

23

13

0

4

7

Kompetenzzentren-Programm

des Bundes (COMET)

Entwicklungszahlen

41


INNOVATIONSNETZWERK 2008

42

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Informationen

zur Gesellschaft

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

Linz Center of Mechatronics GmbH

Adresse: Altenberger Straße 69, 4040 Linz

Homepage: www.lcm.at

Tel.Nr.: +43 732 2468 1866

Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschafter: Verein der wissenschaftlichen und industriellen Partner des Linz Center of

Competence in Mechatronics (60 %), Upper Austrian Research GmbH (40 %)

Gründung: 2001

Geschäftsführer: DI Gerald Schatz

2006 2007

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

51

47,83

37,45

3

3

1

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

2 2 2 0 2 2 2 0

79 50 69 10 64 35 45 19

55

50,64

43

4

4

1


Das „Industrielle Kompetenzzentrum für Mechatronik

und Automation“ wurde mit 1. April 1999 gegründet

und mit 31.12.2007 abgeschlossen. Als Koordinator

und verantwortliche Leitgesellschaft fungiert die vatron

gmbH.

Zentrale Aufgabe war es mitzuwirken, den österreichischen

Wirtschaftsstandort durch intensive, zwischen

Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft eng

vernetzte Forschungsaktivitäten zu sichern und auszubauen.

Darin begründete Aktivitäten:

• Realisierung von Forschungsprojekten in enger

Kooperation Wirtschaft – Wissenschaft.

• Förderung der Ausbildung durch Industriepraktikas

(Fachhochschulen), Diplomarbeiten und

Dissertationen.

• Publikationen der Ergebnisse in renommierten

Fachzeitschriften und in Form von Beiträgen zu

Fachkongressen.

• Starke Beachtung der kommerziellen Umsetzbarkeit

der Ergebnisse.

Fachliche Fokussierung:

Die fachlichen Schwerpunkte ergaben sich einerseits

aus den Bedürfnissen der Wirtschaft und andererseits

aus den verfügbaren Expertisen und personellen

Ressourcen. Der oberösterreichische Zentralraum ist

unter beiden Gesichtspunkten hervorragend prädestiniert

für Aktivitäten auf dem Gebiet der Mechatronik.

Das im April 1999 gestartete ikma war auf eine Laufzeit

von zunächst vier Jahren ausgerichtet mit der Option

einer Verlängerung um weitere drei Jahre, falls sich das

Zentrum erfolgreich entwickeln würde.

Am 17. Oktober 2005 wurde die wissenschaftliche Abschlussevaluierung

des ikma mit positivem Ergebnis

absolviert.

Bereits vor diesem Zeitpunkt hatten intensive Überlegungen

gemeinsam mit der LCM GmbH (Trägerge-

2.2.2 IKMA – Industrielles Kompetenzzentrum für

Mechatronik & Automation

Konkret bildeten sich folgende Schwerpunkte:

• Prozesssimulation (Schwerpunkt experimentell,

aber auch numerisch)

• Industrielle Mess-, Regel- und Prüftechnik,

insbesondere

• Optische Messtechnik (industrielle Bildverarbeitung)

• Condition Monitoring (Zustandsüberwachung und

-prognose von industriellen Aggregaten und Anlagen)

• Spezielle Mess- und Regelverfahren zu industriellen

Anwendung

Als markante Eigenschaft (USP) kann – abgesehen von

den technisch – wissenschaftlichen Leistungen – gesehen

werden, dass das Zentrum von einer finanziell

und kommerziell abgesicherten Trägergesellschaft

geführt wurde. Dadurch konnten Änderungen im Forschungsprogramm

gut abgefedert werden (Erhöhung

der Flexibilität) und den hochqualifizierten Mitarbeitern

gesicherte Arbeitsplätze geboten werden (hohe Attraktivität

für Universitäts- und Fachhochschulabsolventen).

Kaltwalzsimulator

sellschaft des Kplus Zentrums „Linz Center of Mechatronics“)

und mit Vertretern des Fachbereichs Mechatronik

der Johannes Kepler Universität zur Bildung eines

gemeinsamen Zentrums für Mechatronik als konsequente

Fortsetzung der bisherigen Zentren begonnen.

In diese Überlegungen wurden auch wesentliche mögliche

Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft eingebunden

und intensive Gespräche mit den zuständigen

Stellen des Landes und des Bundes geführt.

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

43


INNOVATIONSNETZWERK 2008

44

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kompetenzzentren-Programm

des Bundes (COMET)

Ermutigt durch die durchwegs sehr positiven Rückmeldungen

haben die drei Partner LCM, JKU und vatron

das ACCM (Austrian Center of Competence in Mechatronics)

im Rahmen des COMET – Programms der

Bundesregierung eingereicht und als K2 Zentrum beantragt.

Sowohl aufgrund der intensiven Vorbereitung als auch

aufgrund der breiten Unterstützung durch Wirtschaft,

Da das IKMA mit 31.12.2007 endete, sei in diesem

Rahmen auf das ACCM verwiesen, das am 1. Jänner

2008 gestartet wurde.

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Förderung Land

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

2006

(1.4.2006 – 31.3.2007)

in TEUR

386,7

220,3

104

65

Wissenschaft und Politik konnte das überaus strenge

Evaluierungsverfahren bestanden werden. Im Oktober

2007 wurde dem Antrag für ein K2 Zentrum stattgegeben.

Dieser für die Partner große Erfolg beruht in nicht geringem

Maße auf den langjährigen in den Kind und

Kplus Zentren zur Mechatronik aufgebauten Expertisen

und Erfahrungen.

in % der

Gesamterlöse

100

57

26,9

16,8

2007

(1.4.2007 – 31.12.2007)

in TEUR

250

121,7

84,3

45,4

in % der

Gesamterlöse

100

48,5

33,6

18,1

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

9

6

6

2

1

1

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

3 2 1 0 2 1 1 0

2 1 1 0 1 1 1 0

7

4

4

2

0,5

0,5


Projektvolumina

2.000

1.500

T € 2.500

1.000

500

0

1 2 3 4 5 6

Forschungsjahre

Optische Kantengeometrievermessung

7

ÜBZ 1 ÜBZ 2

Das Diagramm zeigt die jährlichen Projektvolumina

(gemäß Jahresberichte) der im IKMA bearbeiteten

Forschungsprojekte. Dabei ist anzumerken, dass ÜBZ

1 (Überbrückungszeitraum 1) 11/4 Jahre (1.4.06 bis

30.6.07) und ÜBZ 2 (Überbrückungszeitraum 2) 1/2 Jahr

(1.7.07 bis 31.12.07) dauerte.

Gesamtprojektvolumen inkl. Überbrückungszeitraum

1 und 2: 11,2 Mio. €

Anzahl der Projekte: 95

Publikationen: 70

Praktika, Diplomarbeiten und Dissertationen: 40

Anmerkung: Im Überbrückungszeitraum wurde eine

Fokussierung auf jene Schwerpunkte vorgenommen,

die in das damals angestrebte ACCM übergeführt

werden sollten (und auch wurden).

vatron gmbH – ikma Industrielles Kompetenzzentrum für Mechatronik & Automation

Adresse: voestalpine strasse 3, 4020 Linz

Homepage: www.vatron.com

Tel.Nr.: +43 732 6585 8902

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: voestalpine Stahl GmbH (61,5 %), Siemens VAI Metals & Technologies GmbH (28,5 %),

Austria Metall Aktiengesellschaft (5 %), voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG (5 %).

Stand 31.03.2008

Gründung: 1998

Geschäftsführer: Herwig Haunschmid, DI Wilhelm Hofmann MBA

Entwicklungszahlen

Informationen

zur Gesellschaft

45


INNOVATIONSNETZWERK 2008

46

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

2.2.3 PROFACTOR GmbH

Produktion der Zukunft

Mit Kompetenz und Erfahrung unterstützt die PROFACTOR

Gruppe Unternehmen, ihre Produktivität und Flexibilität

zu erhöhen und gleichzeitig Kosten und Risiken zu

senken. Die Unternehmensgruppe für Produktionsforschung

entwickelt und optimiert industrielle Produktionsprozesse

und hilft Betrieben, Fehlentscheidungen

zu vermeiden und so den Planungsaufwand zu

reduzieren.

Österreichs Nr. 1 in der angewandten

Produktionsforschung

In über 10 Jahren ist die PROFACTOR Gruppe vom 4-

Mann-Forschungsteam zu Österreichs Nr. 1 in der

angewandten Produktionsforschung gewachsen.

Mehr als 120 Mitarbeiter entwickeln an mehreren

Standorten neue Technologien und Lösungen für produzierende

Unternehmen. Die Referenzliste reicht von

internationalen Großkonzernen bis hin zu innovativen

Klein- und Mittelbetrieben. Dazu zählen Unternehmen

wie TRUMPF, Siemens VAI, BMW Motoren, Kaba Austria,

ANGER MACHINING, IH TECH oder „inet“-logistics.

Die Forschung von PROFACTOR wird unterstützt aus

Mitteln des EFRE sowie Bund, Land Oberösterreich und

der Stadt Steyr.

Lösungen:

• Flexible Produktionssysteme: Automation bis Losgröße

1 durch autonome Systeme

Problemlöser & Wissensträger

Forschung und Entwicklung schaffen Innovationen,

treiben den Markt voran und sichern die Wettbewerbsfähigkeit

des Produktionsstandortes Österreich. Als

führende Unternehmensgruppe in der angewandten

Produktionsforschung lebt PROFACTOR die Rolle des

Wissensträgers und Problemlösers. Die PROFACTOR

• Industrielle Bildverarbeitung: Systeme zur Qualitätssicherung

und Prozesskontrolle

• Prozess Design & Automation: Flexible ultrapräzise

und kosteneffiziente Fertigungsprozesse

• Mechatronische Systeme & Komponenten: zur aktiven

Schall- und Schwingungsreduktion

• Zerspanungstechnologien für neue Werkstoffe:

Fertigungskonzepte und Strategien für die spanende

Industrie

• Funktionelle Strukturen: Oberflächen mit maßgeschneiderten

Eigenschaften

• Prozess- und Systemintelligenz: Lösungen und

Produkte für Intra- und Transportlogistik

• Service-Robotersysteme: Roboter für Medizin,

Rehabilitation und Pflege

• Erneuerbare Energiesysteme: Biologische Verfahren

und Anlagen zur Erzeugung von Biogas und

Biowasserstoff

DI Friedrich Mader und Mag. Andrea Möslinger, Geschäftsführung der

PROFACTOR Gruppe.

Gruppe fördert und begleitet die österreichische Industrie

auf ihrem Weg von der Massenproduktion zu einer

wissensbasierten, maßgeschneiderten Produktion.

Sicher in die Zukunft

2007 war ein Jahr voller Erfolge, Veränderungen, neuer

Ideen und Wege. Beginnend mit der Verleihung der


„Great Place to Work“-Auszeichnung für die besten

Arbeitgeber Österreichs Anfang des Jahres, ging der

Erfolgskurs im März weiter. Mit der Übernahme des

ARC-Geschäftsfeldes MPE (Materials Processing

Equipment) ist die PROFACTOR Gruppe nicht nur auf

über hundert Mitarbeiter gewachsen, sondern konnte

auch weitere Kompetenzen wie Automatisierung und

Bildverarbeitung gewinnen.

Die Genehmigung weiterer Mittel seitens des Bundes,

des Landes und der Stadt Steyr für den Zeitraum

2008 bis 2013 und Förderungen aus dem EU-Regionalfördertopf

EFRE begünstigen den weiteren Ausbau der

F&E-Aktivitäten der PROFACTOR Gruppe.

Spitzenreiter in Österreich

Vergangenes Jahr stammten bereits 75 Prozent der

Umsätze aus Industrieaufträgen und Beauftragungen

aus nationalen und internationalen Forschungsprogrammen.

Mit dieser Eigendeckung liegt die PROFACTOR

Gruppe österreichweit an der Spitze der außeruniversitären

Forschungseinrichtungen.

Fit für den Wettbewerb mit der PROFACTOR Gruppe

– Ein Auszug der Industrielösungen

Stichwort: Industrielle Bildverarbeitung

Industrielle Bildverarbeitung ist eine Voraussetzung, um

Produktionssteigerungen zu erreichen, ohne Qualitätsverluste

in Kauf nehmen zu müssen. Die PROFACTOR

Gruppe entwickelt Softwarelösungen, die das Wissen

und die Erfahrung von Experten bei der visuellen Qualitätskontrolle

abbilden können.

Multiside-Inspect – oder: Die 100-prozentige

Überwachung im Produktionstakt

Das Mantelmodul ist ein Bildverarbeitungssystem für

zylindrische Oberflächen. Es wurde in Zusammenarbeit

mit einem Partner aus der Konsumgüterindustrie entwickelt.

Die zu kontrollierenden Objekte (Stäbe, Tuben,

Hülsen, Tampons, Drahtummantelungen) fallen in der

Produktionskette im freien Fall durch das Gerät. Dabei

werden sie von einer Kamera aus vier Perspektiven

gleichzeitig erfasst. Die Software wertet die Aufnahmen

aus und kann Durchmesser, Größe, Position von Aufdrucken,

Farbe oder Homogenität der Oberfläche über-

prüfen – und zwar im Produktionstakt. Das erlaubt eine

100-prozentige Kontrolle in der Stückgutindustrie.

Schadhafte Teile können sofort aussortiert werden. Auf

Grund der gespeicherten Daten können fehleranfällige

Zonen in der vorgelagerten Produktion identifiziert

werden.

Multisens – oder: Steht der Stapler, wo er stehen

soll?

In der Hochleistungsautomatisierung reichen Sensoren

(wie Lichtschranken) zur Steuerung nicht mehr aus. Die

Überwachung komplexer Produktionsanlagen ist auf

„intelligente Videoüberwachung“ angewiesen: Im Projekt

Multisens hat die PROFACTOR Gruppe Kamerasysteme

mit einer intelligenten Software entwickelt,

die Abweichungen nicht nur erkennt, sondern auch bewertet,

Toleranzen zulässt und definiert. Damit ist –

etwa bei der Überwachung einer vollautomatisierten

Anlage – auch der Umgang mit Ergebnissen wie „Teil

nicht vollständig gegriffen“ möglich. Multisens eignet

sich aber auch für Anlagen, bei denen Menschen im

Spiel sind, deren Bewegungen sich kaum auf Toleranzen

festlegen lassen. Bei der Überwachung der Vorgänge

in einer Produktionshalle kann Multisens nicht

nur die Frage stellen „Warum steht der Stapler dort,

wo er nicht stehen sollte?” – sondern auch Lösungsvorschläge

für das Problem entwickeln. Multisens ist ein

zweijähriges EU-Projekt, die Projektpartner aus der

Industrie (zum Beispiel: Hage Sondermaschinenbau)

haben Multisens erfolgreich in ihre Produktionsanlagen

integriert.

Stichwort: Robotik und Automation

Die PROFACTOR Gruppe konzentriert sich in der Robotik

auf autonome Roboter, die sich selbst programmieren.

Das ermöglicht kürzere Produktzyklen und eine höhere

Variantenvielfalt.

IH TECH – oder: Der gezielte Griff des Roboters

in die Kiste

Etwa 80 Prozent der Programmierkosten spart ein

Roboter, der von der PROFACTOR Gruppe für das Partnerunternehmen

IH TECH (Steyr) entwickelt wurde.

Der Roboter ist mit einer 3D-Kamera ausgestattet und

kann Werkstücke erkennen, ergreifen und für die

Die PROFACTOR Gruppe sichert die Produktion

der Zukunft.

47


INNOVATIONSNETZWERK 2008

48

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Entwicklungsund

Strukturdaten

PROFACTOR – Umsatzentwicklung

12.000

8.000

6.000

T€ 10.000

4.000

2.000

0

1995

Weiterverarbeitung richtig platzieren – auch wenn sich

diese in einer nicht standardisierten Umgebung befinden.

Sprich: Der Roboter erkennt das nötige Teil auch in einer

Kiste oder auf einem Gehänge. Kernstück des Projekts

ist die Software, die den Roboter in Sekundenschnelle

autonom programmieren lässt.

Kaba – oder: Zur Präzisionsmontage in Losgröße 1

Für den Schließsystemhersteller Kaba (Eggenburg) entwickelte

die PROFACTOR Gruppe einen automatisierten

Die PROFACTOR Gruppe entwickelte den ersten autonomen Roboter

für das Greifen und Manipulieren verschiedener Teile in engen

Umgebungen.

1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007

Bestückungsprozess für die Zylinderschlossmontage.

Da kein Schlüssel dem anderen gleicht, galt es eine

Anlage zu planen, die in der Lage ist, Losgröße 1 zu

produzieren. Bei der vollautomatischen Montage

werden 60 unterschiedliche, feinmechanische Bauteile

in engen Toleranzgrenzen detektiert und vollautomatisch

zusammengefügt. Die bereits realisierte Anlage

führt einen der flexibelsten Montageprozesse in

ganz Europa aus.

Die PROFACTOR Gruppe entwickelte einen speziellen Bestückungsprozess

für die Zylinderschlossmontage bei KABA.

PROFACTOR – Mitarbeiter/innen (VZÄ)

100

80

60

40

Anzahl Mitarbeiter/innen 120

20

0

1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007


Kennzahlen

Mitarbeiter/innen in Köpfen

Mitarbeiter/innen (VZÄ)

Anteil wissenschaftlicher/

technischer Mitarbeiter/innen in %

Anteil Frauen in %

Anteil Akademiker/innen in %

Erlöse in tsd. Euro

Betriebsleistung in tsd. Euro

Eigendeckung in % (= Erlöse/Betriebsleistung)

Angemeldete Patente

Erteilte Patente

PROFACTOR GmbH

Adresse: Im Stadtgut A2, 4407 Steyr-Gleink

Homepage: www.profactor.at

Tel.Nr.: +43 7252 885-0

Rechtsform: GmbH

31.12.2005

81

74,11

79 %

20 %

77 %

5.230

7.410

71 %

1

0

31.12.2007

107

96,9

82 %

19 %

80 %

8.034

10.774

75 %

6

4

Gesellschafter: Vereinigung zur Förderung der Modernisierung der Produktionstechnologie in Österreich

Gründung: 1995

Geschäftsführer: Mag. Andrea Möslinger, DI Friedrich Mader

Informationen

zur Gesellschaft

49


INNOVATIONSNETZWERK 2008

50

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

2.3 IKT, Medien (Industrie)-Mathematik

2.3.1 Software Competence Center Hagenberg

Die 1999 gegründete Software Competence Center

Hagenberg GmbH (SCCH) trägt als anwendungsorientiertes

Forschungsunternehmen zur Realisierung eines

international wettbewerbsfähigen österreichischen

Forschungs- und Innovationssystems bei. Das SCCH

bildet damit gleicherweise einen Knotenpunkt für die

Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, wie auch

einen Knoten im österreichischen und internationalen

Netz von Forschungseinrichtungen. Ziel der Tätigkeit

des SCCH ist es, unter anderem durch Forschungsprojekte

Unternehmen anzuregen, mehr in Forschung

und Innovation zu investieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit

zu steigern.

Das SCCH hat sich seit seiner Gründung ein breites

Spektrum an Know-how aufgebaut, das von mehr Software

Engineering orientierten Themen über Software-

Seit Beginn ist das SCCH in der anwendungsorienterten

Forschung tätig. Die Geschäftsjahre 2006/2007 und das

erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/2008, einer

Kplus-Zwischenfinanzierungsperiode vor dem neuen

Kompetenzzentrenprogramm COMET, waren durch eine

konsequente Weiterführung der Forschungsaktivitäten

geprägt.

Die im SCCH etablierten Schwerpunkte

• Process and Quality Engineering (PQE)

• Integrated Software Engineering Tools (ISE)

• Software Architectures and Technologies for

Industrial Applications (SAT)

• Enterprise Applications - Architectures,

Technologies and Processes (EAP)

• Industrial Data Warehousing (IDW)

• Industrial Data Mining (IDM)

• Knowledge-based Vision Systems for Industrial

Applications (KVS)

wurden konsequent weiter ausgebaut. Zusätzlich

wurde begonnen den Schwerpunkt Biomedical Data

Analysis (BDA) aufzubauen. Im Rahmen der Schwerpunkte

konnten folgende Erfolge erzielt werden:

architekturen, Datenmanagement bis zur Wissensgewinnung

reicht. In diesen Themen allein und speziell in

deren Kombination steckt die Einzigartigkeit des SCCH

mit seinen Forscherinnen und Forscher. Dabei ist sowohl

die Weiterentwicklung des Stands der Wissenschaft als

auch die Anwendung auf reale Problemstellungen Ziel

des SCCH.

Das SCCH bietet seine Leistungen zum überwiegenden

Teil im Rahmen des Kplus-Kompetenzzentrenprogramms

an, das Forschungsschwerpunkte akademischer

Einrichtungen mit den Bedürfnissen von

Unternehmen zusammenführt, Kompetenzen beider

Partnergruppen nutzt und anwendungsorientierte

Forschung in einem für die Wirtschaft und die Wissenschaft

bedeutenden Bereich fördert.

• In einem sehr innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekt

zusammen mit der Firma

FerRobotics ging es darum, Robotern durch spezielle

Bildanalyse menschenähnliches Erkennen von

Würsten beizubringen.

• Maschinen und Anlagen mit riesigem Ausmaß sind

in der Schwerindustrie keine Seltenheit. Ganze

Hundertschaften an Arbeitern bewegen sich um sie

herum – im Notfall ist es entscheidend, deren genaue

Anzahl und Aufenthaltsort zu kennen. In Kooperation

mit der FH Oberösterreich – Campus

Hagenberg entwickelte das SCCH für die voestalpine

Stahl GmbH eine datenschutzkonforme Lösung

basierend auf verschiedensten Technologien (GPS,

RFID, ZigBee, Bluetooth).

• Wirken Haarwuchsmittel? Genau das war eine Aufgabenstellung,

die gemeinsam mit der deutsche

Firma proDERM Institut für Angewandte Dermatologische

Forschung GmbH bearbeitet wurde. Dafür

wurden am SCCH Algorithmen zum Vergleich von

Fotos, die zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommen

wurden, entwickelt.


• Der Verbund entwickelt gemeinsam mit dem SCCH

ein Prognosemodell zur Kurzfristvorhersage von

Wassermengen bei Laufkraftwerken.

Mit dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/2008

endet die Kplus-Förderung. Einen großartigen Erfolg für

das Software Competence Center Hagenberg brachte

die Entscheidung für die 1. Phase von COMET, dem

Kompetenzzentrenprogramm des Bundes im September

2007.

Die Konzentration auf einige Schwerpunkte mit entsprechender

wissenschaftlicher Tiefe hat sich in den

letzten Jahren bewährt. Das SCCH bleibt daher bei

seiner Ausrichtung auf hoch qualitative Dienstleistungen

in klar festgelegten Forschungsgebieten.

Ziel ist, mit Unternehmen, unabhängig ob im COMET-

Rahmen oder außerhalb, langfristige Partnerschaften

zu etablieren. Sowohl die Festigung der bestehenden

Partnerschaften als auch die Hereinnahme von zusätzliche

Partnern, die zu den Schwerpunkten des SCCH

passende Forschungsdienstleistungen suchen, sollen

eine weitere Stärkung des SCCH bewirken.

Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH)

strebt „Quality Software by Software Science“ an. Das

Hauptziel des SCCH ist, die Wissenschaft im Bereich

Software (Software Science) voran zu bringen

• durch die Erforschung des Gebiets aus unterschiedlichen

Sichten,

• durch Anwendung allgemeiner wissenschaftlicher

Prinzipien, Methoden und Techniken und

• durch deren Erprobung und deren Anwendung in

realistischen, industriellen Softwareprojekten.

Konkret ist die Intention des SCCH, drei maßgebliche

Sichtweisen der Software und des Software Engineering

in komplexen Anwendungsszenarien zu erforschen und

zu integrieren:

• die methodenzentrierte Sichtweise,

• die datenzentrierte Sichtweise und

• die wissensbasierte Sichtweise.

Das SCCH beabsichtigt, mit seinen Aktivitäten zur Unterstützung

seiner Partnerunternehmen in wissenschaftlichen

Fragestellungen und damit zur Weiterentwick-

Um den Anforderungen der Wirtschaft auch weiterhin

gerecht werden zu können, ist ein entsprechendes

Know-how am aktuellen Stand der Wissenschaft unumgänglich.

Dazu muss einerseits Eigenforschung in

ausreichendem Ausmaß durchgeführt und andererseits

Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen gepflegt

werden. Das SCCH lebt durch die enge Verbindung mit

den wissenschaftlichen Partnern der Johannes Kepler

Universität Linz. Darüber hinaus kooperiert das SCCH

eng mit seinen wissenschaftlichen Assoziierten aus

Österreich, Deutschland, Tschechien, den Niederlanden

und den USA.

Das neue COMET-Kompetenzzentrenprogramm wird

das SCCH noch attraktiver für die Wirtschaft machen.

Damit wird erreicht werden, dass in allen Schwerpunkten

ein Wachstum und eine Ausweitung des Partner- und

Kundenkreises möglich ist. Natürlich darf dabei auch

die ständige Anpassung der Ziele an wissenschaftlichen

Entwicklungen und die Bedürfnisse der Wirtschaft

nicht zu kurz kommen.

lung des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich und

Österreich beizutragen und durch seine wissenschaftlichen

Erkenntnisse die internationale Bedeutung des

Forschungsstandorts Oberösterreich und Österreich zu

stärken.

Das SCCH sieht sich den Programmzielen des COMET-

Programms verpflichtet, die da lauten:

1. Weitere Stärkung der Kooperationskultur zwischen

Wissenschaft und Wirtschaft zur Durchführung von

gemeinsamer strategischer Forschung auf höchstem

Niveau.

2. Schaffung von gemeinsamen Forschungskompetenzen

und Initiierung von neuen wissenschaftlichtechnologischen

Entwicklungen inkl. deren Verwertung.

3. Bündelung und Vernetzung der Akteure, durch die

Nutzung inhaltlicher Synergien, um diese für den

steigenden internationalen Wettbewerb besser zu

wappnen.

Kompetenzzentren-Programm

des Bundes (COMET)

51


INNOVATIONSNETZWERK 2008

52

KOOPERATIVE FORSCHUNG

4. Schaffung von einigen Zentren, welche durch Forschung

auf höchstem Niveau sowie die Einbindung

weltweit renommierter ForscherInnen und Unternehmen

internationale Sichtbarkeit erlangen.

5. Stärkung der Humanressourcen durch die Attraktion

hervorragender ForscherInnen, Unterstützung des

Know-how-Transfers in die Wirtschaft, sowie die

Schaffung von attraktiven Möglichkeiten für die

Entwicklung und Nutzung der Kompetenz des

Forschungspersonals in Wissenschaft und Wirtschaft.

6. Nachhaltige Stärkung des Forschungsstandorts

Österreich

Das SCCH hat in den vergangenen acht Jahren bereits

wissenschaftliche und wirtschaftliche Kompetenzen

aufgebaut und eine adäquate Forschungs- und Kooperationskultur

geschaffen.

Zur eigenen Weiterentwicklung und zur Erfüllung der

COMET-Programmziele hat sich das SCCH folgende

Maßnahmen vorgenommen:

• Das SCCH konzentriert sich auf langfristige multifirm

Projekte

• Das Forschungsprogramm basiert auf einer Ausweitung

der strategischen Forschung und auf deren

Anwendung in anwendungsorientierten Forschungsprojekten

für die Wirtschaft.

• Zur Stärkung seiner Forschungsaktivitäten strebt das

SCCH eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit

seinen wissenschaftlichen Partnern an.

• Erfolgskriterien des SCCH sind, dass ein Know-how-

Transfer zwischen SCCH und seinen Partnern stattfindet

und die Ergebnisse der anwendungsorientierten

Projekte bei den Partnerunternehmen zum

Einsatz kommen.

• Zur Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit im

wissenschaftlichen Umfeld wird das SCCH seine

Publikationstätigkeit verstärken und nationale und

internationale Forschungskooperationen ausbauen.

• Auch die Einwerbung zusätzlicher nationaler und

internationaler Forschungsmittel dient der Sichtbarkeit

und der Vernetzung des SCCH.

• Weiterhin wird dem Bereich Mitarbeiterentwicklung

große Aufmerksamkeit gezollt. Attraktive Arbeitsplätze,

Unterstützung der persönlichen und wissenschaftlichen

Entwicklung (zB. PhD study support

program, Forscheraustauschprogramme) sind nur

einige der angestrebten Punkte. Durch Kooperation

mit Ausbildungseinrichtungen und die Integration

von ausgesuchten Studenten/innen wird auch auf

den Nachwuchs geachtet.

• Das SCCH ist bemüht den Frauenanteil speziell

unter seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern/innen

zu erhöhen.

Laufzeit

1. Förderungsperiode von 01.01.2008 bis 31.12.2011

Programmvolumen

Gesamtvolumen

16,2 Mio. € 100,00 %

Bundesförderung 4,86 Mio. € 30,00 %

Landesförderung 2,43 Mio. € 15,00 %

Wissenschaftliche Partner 0,81 Mio. € 5,00 %

Unternehmenspartner 8,1 Mio. €

50,00 %

Derzeit sind 6 wissenschafltiche Partnerinstitute

und 26 Partnerunternehmen beteiligt.

Wichtige Unternehmenspartner sind:

Abatec Electronic AG

AMS Engineering Sticht Gesellschaft m.b.H.

Allgemeine Unfallversicherungsanstalt

apro Plank und Pressl GmbH

BMD SYSTEMHAUS GesmbH

DGR DatenverarbeitungsgesmbH

E + E Elektronik Ges.m.b.H.

ENGEL AUSTRIA GmbH

FerRobotics Compliant Robot Technology GmbH

GRZ IT Center Linz GmbH

inet-logistics GmbH

KEBA AG

Lightweight Energy GmbH High-Tech Energy Systems

Oberösterreichische Gebietskrankenkasse

Siemens Transformers Austria GmbH & Co KG

TRUMPF Maschinen Austria GmbH & Co KG

Uni Software Plus GmbH

voestalpine Stahl GmbH


Geplante Mitarbeiter Entwicklung

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

2008 2009 2010 2011

Forscher COMET Forscher NK+ Administration

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Förderung Land

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12. (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Diplomarbeiten

Dissertationen

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

in TEUR

4.777,25

2.531,10

1.149,19

823,36

258,62

14,98

64

56,9

52,1

7

6

5

4

3

2

1

0

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

53 %

24 %

17 %

5 %

0 %

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

4 betreut laufend

3 beendet

Geplante Betriebsleistung COMET in € Mio.

9

6,5

3,700

2008 2009 2010 2011

K Non-K

4.703,75

2.652,79

998,42

832,44

204,26

15,84

56 %

21 %

18 %

4 %

0 %

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

6 6 0 0 6 6 0 0

17/25 13/16 3/7 1/2 13/17 13/17 3/5 1/2

66

57,7

52,000

9

6,9

4,000

10 betreut, davon 1 beendet

2 beendet

53


INNOVATIONSNETZWERK 2008

54

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Informationen

zur Gesellschaft

Entwicklung Beschäftigenzahl (VZÄ)

80

70

60

50

40

30

20

10

0

€ 6.000

€ 0

1999/2000 2000/2001 2001/2002 2002/2003 2003/2004 2004/2005 2005/2006 2006/2007 1. HJ

2007/2008

Am SCCH beschäftige Mitarbeiter Entsandte aus Partnergruppen Werkvertrag

Entwicklung Betriebsleistung in Mio. €

€ 5.000

€ 4.000

€ 3.000

€ 2.000

€ 1.000

K plus

1999/2000 2000/2001 2001/2002 2002/2003 2003/2004 2004/2005 2005/2006 2006/2007

Non-K plus

Software Competence Center Hagenberg GmbH

Adresse: Softwarepark 21, 4232 Hagenberg

Homepage: www.scch.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 7236 3343 800; office@scch.at

Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschafter: Verein der Partnerfirmen des Software Competence Centers Hagenberg,

Upper Austrian Research GmbH, Johannes Kepler Universität Linz

Gründung: 1999

Geschäftsführer: Dr. Klaus Pirklbauer


2.3.2 FAW Software Engineering gemeinnützige GmbH /

Für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung

FAW steht für „Für Anwendungsorientiere Wissensverarbeitung“

und umschreibt das von Univ.-Prof. Dr.

Roland Wagner im Jahr 1990 initiierte und nachhaltig

erfolgreich gelebte Konzept, universitäres Wissen –

gewonnen aus Forschung und Lehre – anwendungsund

problemorientiert in die Wirtschaft zu transferieren.

Gegründet im April 2005 als gemeinnützige anwendungsorientierte

Forschungseinrichtung ergänzt die

FAW GmbH als eigenständige Institution Prof. Wagners

Konzept. Neben dem FAW als Universitätsinstitut, das

Produkt- und herstellerunabhängige Beratungs- und

Engineeringleistungen in folgenden Bereichen:

Informationsmanagement

• Umfangreiches Beratungsportfolio im Bereich

„Prozessorientierte IT-Strategie“ (Einführung und

Umsetzung von Geschäftsprozess-, Workflow- und

Dokumentenmanagement)

• Unterstützung bei der Konzeption strategischer

IT-Infrastruktur

• Projektbegleitung bei öffentlichen Vergabeverfahren

im IT-Bereich

• objektive neutrale Drittinstanz im Rahmen von

Projektcoaching und -controlling als (z.B. bei Auswahl

und Einführung eines neuen ERP-Systems)

Datenbanktechnologien

• Beratung und Unterstützung bei Auswahl und

Einführung von Open-Source-Datenbanken

• Data Warehousing – Konzeption und Realisierung

• Beratung und Unterstützung bei Migrations- und

Portierungsvorhaben

• Database Tuning

• Konzeption bzw. Re-Engineering logischer Modelle

primär Forschungsvorhaben und -kooperationen mit

Grundlagenforschungscharakter abwickelt, agiert die

FAW GmbH mit Sitz im Softwarepark Hagenberg als

Anbieter von produkt- und herstellerunabhängiger

Problemlösungskompetenz, die zwar auf forschungsnahem

Wissen basiert, jedoch deutlich anwendungsorientierter

platziert ist.

Als „Center of Excellence“ ist es unser Ziel, unser Wissen

im Rahmen eines Transfers der Anwendung in Wirtschaft

und Industrie zuzuführen.

Software und Web-Engineering

• Strategische Begleitung von IT-Projekten

• Konzeption und Implementierung von Web-Informationssystemen

und Datenbankapplikationen

• Information Retrieval

AMMI Unternehmensmodellierung

AMMI ist ein innovatives Werkzeug, das bei der Modellierung

von Geschäftsprozessen einen völlig neuartigen

Weg geht. Anstelle – wie bei den meisten Anbietern

üblich – methodengebunden modellieren zu müssen,

stehen den Anwendern von AMMI nicht nur verschiedene

Methoden zur Auswahl, sie können diese auch selbst

für ihre individuellen Anforderungen konfigurieren bzw.

eigene Methoden abbilden.

• Grafische Definition eigener Modellierungsmethodiken

• Iterative Erstellung und Anpassung der Meta- und

Instanzmodelle

• vorgefertigtes Repository an Modellierungsmethoden

• plattformunabhängig

• modular

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

55


INNOVATIONSNETZWERK 2008

56

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Informationen

zur Gesellschaft

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Land

Förderung EU

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

FAW Software Engineering gemeinnützige GmbH

Adresse: Softwarepark 35, 4232 Hagenberg im Mühlkreis

Homepage: www.faw.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 7236 3343 760; ksteiner@faw.at

Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschafter: Univ.-Prof. Dr. Roland Wagner

Gründung: 2005

in TEUR

1.219

1.213

4

2

Geschäftsführer: Univ.-Prof. Dr. Roland Wagner, Mag. Knud Steiner

24

19,9

16

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

100

99,5

0,3

0,2

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

5

4,3

2

1.181

1.181

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

16

14,3

11

100

100

3 3 3 0 3 3 3

0

5

4,5

2


Die RISC Software GmbH – ein Unternehmen der

Johannes Kepler Universität Linz – wurde 1992 als

anwendungsorientierter Teil des RISC Instituts gegründet.

Auf Basis einer einzigartigen Mischung von Kompetenzen

in Mathematik, Informatik und Praxiserfahrung

sowohl in industriellen Prozessen als auch in

Ingenieuerswissenschaften entwickeln die interdisziplinären

Teams der RISC Software GmbH (individuelle)

Softwarelösungen für Wirtschaft und Industrie.

Die Besonderheit der RISC Software GmbH ist die Kombination

von wissenschaftlichem Know-how in Mathematik

und Informatik, sowie die über die Jahre erworbene

Fähigkeit komplexe und anspruchsvolle industrielle

Problemstellungen in nutzenbringende und nachhaltige

Software umzusetzen. Ob individuell an bestehende

Systeme angepasst oder durchgängig neu implementiert,

erhält der Kunde genau die Lösungen, die er für

seine Arbeitsabläufe im Unternehmen tatsächlich benötigt.

Das Ergebnis sind individuelle Softwarelösungen

Auszug:

• Rübenlogistik: Jährlich werden in Österreich rund

3 Millionen Tonnen Zuckerrüben geerntet und im

Anschluss in zwei Fabriken verarbeitet. Auf dem Weg

vom Feld zur Fabrik muss daher eine beträchtliche

Rübenmenge zwischengelagert werden. Die RISC

Software GmbH entwickelte ein mathematisches

Modell und eine Individualsoftwarelösung, die eine

Optimierung der Liefermodelle der Transportsysteme

und -wege ermöglicht.

2.3.3 RISC Software GmbH

die über Standardsoftware hinaus dem Kunden entscheidende

Wettbewerbsvorteile gegenüber seinem

Mitbewerb zu ermöglichen.

Konsequenterweise werden die Geschäftsbereiche der

RISC Software GmbH anwendungsorientiert unterteilt:

• Logistics Informatics: Softwarelösungen für logistische

Prozessen, z.B. Optimierung von Standorten, Touren

oder innerbetrieblichen Materialflüssen.

• Industrial Computation: Softwarelösungen für

industrielle Prozesse (Planung, Fertigung und

Produktion), z.B. Produktionsoptimierung, Geometric

Modeling and Simulation, Grid-Computing

• Medical Informatics: Softwarelösungen zur Unterstützung

der medizinischen Diagnose, z.B. mechanische

Modellierung des Auges zur Vorbereitung

operativer Eingriffe oder Kategorisierung von Verbrennungen.

Rübenerntemaschine, Quelle: Rübenbauern

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

57


INNOVATIONSNETZWERK 2008

58

KOOPERATIVE FORSCHUNG

• Logistik- und Distributionssystem: Die Salinen

Austria AG ist der führende Produzent und Lieferant

von Produkten rund ums Salz. Um die termingerechte

Zustellung aller Bestellungen sicher zu stellen, betreibt

das Supply Chain Management-Team der

Salinen einen beträchtlichen logistischen Aufwand.

Gemeinsam mit den Salinen Austria entwickelte die

RISC Software GmbH eine Logistiklösung, die sowohl

Kosten- und Zeitersparnis als auch einen besseren

Kundenservice ermöglicht.

• Flugzeugbau: Ziel des EU Projektes PLATO-N

(2006 - 2009) ist die Weiter- und Neuentwicklung

von mathematischen Optimierungsmethoden und

Softwarewerkzeugen für Topologieoptimierungen mit

Verbundwerkstoffen. Projektpartner sind Universitäten

& Forschungseinrichtungen wie die Technical

University of Denmark sowie Luft- und Raumfahrtunternehmen

wie Airbus und EADS.

Integral gefräste Rippe der inneren vorderen Flügelkante des Airbus A380. Basierend auf Berechnungsergebnissen einer Topologieoptimierung

wurd eine neuartige Konstruktion für die Rippen gefunden, die eine Gewichtsreduktion von bis zu 40 Prozent ermöglicht. Das entspricht einer

Gewichtseinsparung von mehr als 500 kg pro Flügel. Quelle: EXPO 2005, Aichi / Japan

Das Jahr 2008 wird für die RISC Software GmbH in

mehrerlei Hinsicht sehr spannend. Durch die Eingliederung

der Abteilung Medizininformatik, welche bisher

erfolgreich und international anerkannt innerhalb der

UAR GmbH tätig war, erschließt sich für die RISC Software

GmbH ein neuer Anwendungsbereich. Die Abteilung

Medizininformatik profitiert durch das umfangreiche

Know-how im Bereich mathematischer Methoden

und Software-Engineering sowie durch die professionellen

Strukturen zur kundenorientierten Umsetzung

spezialisierter Softwarelösungen. Ende 2008

wird die RISC Software GmbH ca. 40 Mitarbeiter beschäftigen.

2008 wird es eine weitere Fokussierung und Vertiefung

der Kernbereiche geben, Schwerpunkte sind Themengebiete

im Zusammenhang mit mathematischer Optimierung

in Produktion und Logistik. Derzeit werden

neue Methoden, mit welchen ein schnellerer und nachhaltiger

Erfolg (Einsparungen und flexible Produktionssteigerungen)

für die Partnerunternehmen gesichert

wird, implementiert. Im Themenbereich „Geometric

Modeling and Simulation“ werden speziell im Zusammenhang

mit Grid-Computing neue Echtzeit-Simulationssysteme

für die bearbeitende Industrie entwickelt. Die

ersten (bereits jetzt sehr vielversprechenden) Ergebnisse

werden voraussichtlich zur Jahresmitte vorliegen.


Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Förderung Bund

Förderung Land

Förderung EU

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Lehrlinge

F&E-Indikatoren

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

RISC Software GmbH

in TEUR

2.953

Adresse: Softwarepark 35, 4232 Hagenberg

Homepage: www.risc-software.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 3343-234; office@risc-software.at

Rechtsform: GmbH

28

26

22

17

90

2

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

96,4

0,6

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

7

6

3

2

3

2.391

21

13

8

30

27

23

2 2

Gesellschafter: Johannes Kepler Universität Linz (80 %), Upper Austrian Research GmbH seit Mai 2008 (20 %)

Gründung: 1992

Geschäftsführer: DI Wolfgang Freiseisen

1

98

1

0,6

0,4

8

5,5

3,5

1

Informationen

zur Gesellschaft

59


INNOVATIONSNETZWERK 2008

60

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

2.3.4 Ars Electronica Center GmbH

In ihrer spezifischen Ausrichtung und langjährigen

Kontinuität ist Ars Electronica eine weltweit einmalige

Plattform für digitale Kunst und Medienkultur, die von

vier Säulen getragen wird: einem avantgardistischen

Festival, einem Wettbewerb mit Best-of-Charakter,

einem Museum mit Bildungsauftrag und einem Medienkunstlabor,

das künstlerische Kompetenzen für

Forschung und Industrie zugänglich macht. Abseits

rein technischer und industrieller Interessenslagen verfolgt

Ars Electronica die Idee der gemeinsamen Betrachtung

von Kunst, Technologie und Gesellschaft.

Weniger die Technologie, sondern die durch sie hervorgerufenen

gesellschaftlichen und kulturellen

Phänomene stehen dabei im Mittelpunkt. Seit 1979

eröffnet diese wechselseitige Inspiration von künstlerischer,

technischer und wissenschaftlicher Kompetenz

nicht nur andere, überraschende Perspektiven,

sondern erschließt auch völlig neue Kooperationsmöglichkeiten.

Das Ars Electronica Festival (*1979)

Künstler/innen, Netzwerk-Nomaden/innen, Theoretiker/innen,

Technologen/innen, Rechtsgelehrte – Interdisziplinarität

und die offene Begegnung internationaler

Experten/innen mit einem breiten Publikum charakterisieren

das Ars Electronica Festival. Seit 1979 steht

das weltweit renommierte Event jedes Jahr wieder im

Zeichen der künstlerischen und wissenschaftlichen

Auseinandersetzungen um die gesellschaftlichen und

kulturellen Phänomene, die aus dem technologischen

Wandel hervorgehen. In Form von Symposien, Ausstellungen,

Performances und Interventionen wird diese

Recherche über klassische Konferenz- und Kulturräume

hinaus in die ganze Stadt und den öffentlichen Raum

getragen.

Der Prix Ars Electronica (*1987)

Als weltweit wichtigster Wettbewerb für CyberArts

bietet der Prix Ars Electronica seit 1987 ein Forum für

künstlerische Leistungen und Innovationen. Von international

anerkannten Künstler/innen über Oscarpreis-

träger/innen bis zu jungen Poiniergeistern reichen jedes

Jahr wieder Tausende Kreative aus aller Welt ihre Arbeiten

ein. Dank seiner jährlichen Frequenz, internationalen

Reichweite und der Fülle der eingereichten

Projekte ermöglicht das Archiv des Prix Ars Electronica

detaillierte Einblicke in die Entwicklung der Medienkunst,

in ihre Offenheit und Vielfalt. Ein Trendbarometer

der expandierenden und zunehmend diversifizierenden

Medienkunstwelt. Mit 3374 Projekten aus 63 Ländern

verzeichnete der Prix Ars Electronica 2007 die höchste

Beteiligung in seiner 21-jährigen Geschichte.

Das Ars Electronica Center (*1996)

1996 eröffnet, stellt das Ars Electronica Center den

Prototyp eines „Museums der Zukunft“ dar. Mit seinen

interaktiven Vermittlungsformen, Virtual Reality, digitalen

Netzwerken und modernen Medien wendet es sich an

ein breites Publikum. Themenstellungen zwischen

Medienkunst, neuen Technologien und gesellschaftlichen

Entwicklungen prägen den innovativen Charakter

der Ausstellungen. Alle hier präsentierten Installationen

haben in ihrer Vielfalt eines gemeinsam: Das Bemühen

um eine neuartige, intuitive Interaktion von Mensch und

Computer, die Körper und Sinne mit einbezieht. Auf aktives

Einwirken hin angelegt, emanzipieren diese prototypischen

Arbeiten den Betrachter zum (Mit-) Gestalter,

dem sich neue Technologien und virtuelle Räume im

direkten Erleben erschließen.

Bis 2009 wird das Ars Electronica Center großzügig

erweitert. Direkt neben dem bestehenden Haus wird

ein zweiter, mehrgeschossiger Trakt errichtet. Beide

werden mit einer gläsernen, hinterleuchtbaren Hülle

eingefasst. An der östlichen Seite wird ein attraktiver

Vorplatz für Veranstaltungen geschaffen. Sein Ende wird

erhöht ausgeführt und mit Sitzstufen versehen. Direkt

darunter bekommt das Ars Electronica Futurelab seine

Labors und Werkstätten. Unter dem Vorplatz werden

großzügige Ausstellungsräumlichkeiten zur Verfügung

stehen. Neben der Präsentation von innovativen Medienkunstprojekten

aus aller Welt wird sich das auf 6500

Quadratmeter erweiterte „Museum der Zukunft“ ab


2009 auch ganz neuen technologischen und wissenschaftlichen

Themen widmen. Nano, Bio, Neuro sind die

Schlagworte für die neuen Ausstellungs-, Erlebnis- und

Vermittlungsbereiche. Bis es soweit ist, gastiert das

Museum der Zukunft noch bis 13. Oktober 2008 in der

Linzer Innenstadt, Graben 15 / Ecke Dametzstraße.

Das Ars Electronica Futurelab (*1996)

Das Ars Electronica Futurelab ist ein Medienkunstlabor

Erfolgreich und innovativ – das

Ars Electronica Futurelab

Gleich am 1.1.2007 lieferte das Ars Electronica Futurelab

mit der Visualisierung von Gustav Mahlers Sinfonie

Nr. 2 in c-moll das Highlight der 40-Jahr-Feier des

WDR in Köln. Mit der interaktiven Visualisierung von

Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ in der Royal

Festival Hall in London sowie in Aarhus, Dänemark,

sorgte das Linzer Medienkunstlabor für weitere internationale

Schlagzeilen.

Kunst am Bau by Ars Electronica Futurelab

Im vergangenen Jahr wickelte das Ars Electronica

Futurelab aber auch das größte Projekt in seiner elfjährigen

Geschichte ab: Mit „Quell.Code“ entwickelte

man ein interaktives wie repräsentatives Leitsystem für

das im März 2007 eröffnete neue Headquarter der

SAP Deutschland in Walldorf, Baden-Württemberg.

Modernste Technik und eine der ältesten kulturgeschichtlichen

Navigationshilfen verschmelzen hier zu

einem medienkünstlerischen Statement, das die

Kunden/innen vom Parkplatz bis ins Besucher/innenzentrum

geleitet und darüber hinaus Kompetenz und Philosophie

des Unternehmens zum Ausdruck bringt. Knapp

zwei Jahre arbeiteten rund 30 MitarbeiterInnen des

Ars Electronica Futurelab an der Entwicklung und Umsetzung

von „Quell.Code“.

Im Rahmen des FFG-Strukturprogramms REGplus

widmete sich das Medienkunstlabor den Bedarfen

regionaler KMU: Mit dem Modul „Transfer“ unterstützte

man die Professionalisierungs- und Innovationsaktivitäten

der Klein- und Mittelunternehmen von der Konzeption

bis zur praktischen Umsetzung. Die Ergebnisse

neuer Prägung, in dem sich künstlerische und technologische

Innovation wechselseitig inspirieren. Das Team

vereinigt unterschiedlichste Fachrichtungen und ist in

seiner Arbeitsweise durch Transdisziplinarität und

internationale Vernetzung geprägt. Konzeption und

Realisierung von Ausstellungsprojekten, künstlerische

Installationen sowie Kooperationen mit Universitäten

und der Privatwirtschaft bilden das breite Spektrum

der Aktivitäten.

kommen nicht nur den involvierten Unternehmen,

sondern der regionalen Wirtschaft im Klein- und

Mittelbetriebsektor insgesamt zugute. Mit dem Zuschlag

der Österreichischen Forschungsförderungsgemeinschaft

FFG für das Modul zur regionalen

Impulsförderung wurde die Ars Electronica Linz GmbH

offiziell als „Impulszentrum“ anerkannt.

Quell.Code

Mit dem eNewspaper auf der CeBIT 2008

Basierend auf einem stark interdisziplinären Ansatz

realisiert das Ars Electronica Futurelab Forschungsund

Entwicklungsprojekte mit hohem Gestaltungs- und

Innovationsanspruch. Das Medienkunstlabor fokussiert

in seinen Projekten Themenbereiche, die sich im Schnittfeld

von Kunst, Technologie und Gesellschaft bewegen.

Mit dem eNewspaper präsentierten die Vodafone Group

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

61


INNOVATIONSNETZWERK 2008

62

KOOPERATIVE FORSCHUNG

R&D und das Ars Electronica Futurelab das Ergebnis

ihrer Forschungskooperation auf der CeBIT 2008. Das

Prototypenkonzept einer digitalen Zeitung, in der in

Anlehnung an das gedruckte Vorbild geblättert werden

kann, deren Inhalte aber stets auf dem aktuellsten Stand

sind. Verwendet wird dabei elektronisches Papier, auf

dem Texte und Bilder auch bei starker Sonneneinstrahlung

gut sichtbar dargestellt werden können.

Das eNewspaper besitzt ein doppelseitiges, zusammenfaltbares

Display. Die Navigation durch die Zeitungsinhalte

erfolgt ohne Menüfunktionen oder Bedienelemente

auf Basis von Mechanismen, die Leser/innen von

traditionellen Papierzeitungen her bekannt sind: So kann

man etwa bequem umblättern, Seiten und Artikel markieren,

beschreiben, ausschneiden und archivieren.

Nach der Lektüre lässt sich die elektronische Zeitung

kurzerhand zusammenlegen und einstecken.

eNewspaper

Ars Electronica Futurelab in der Londoner Royal

Festival Hall (2007)

Zur Wiedereröffnung der Londoner Royal Festival Hall

stand am 26. und 27. Juni 2007 Igor Strawinskys Ballett

„Le Sacre du Printemps“ auf dem Spielplan. Für die

dreidimensionale Inszenierung der Aufführung zeichneten

das Linzer Ars Electronica Futurelab und der

Wiener Medienkünstler Klaus Obermaier, für die

musikalische Umsetzung das London Philharmonic

Orchestra verantwortlich.

Strawinskys Ballett „Le Sacre du Printemps“, entstanden

1913, erzählt keine Geschichte im herkömmlichen

Sinne, sondern behandelt das Ritual eines Menschenopfers

in heidnischer Zeit. Die Abfolge der Tänze spiegelt

dabei die einzelnen Teile der Zeremonie wider. Mitsamt

seiner musikalischen Sprengkraft wird dieser

klassische Stoff von Klaus Obermaier und dem Ars

Electronica Futurelab nicht nur visualisiert, sondern um

weitere Erfahrungsebenen ergänzt: Ein an musikalische

Impulse gekoppelter 3-D Raum schafft dabei den

Rahmen für eine Erzählstruktur mit den Ausdrucksmitteln

des Tanzes.

Die musikalische Umsetzung des London Philharmonic

Orchestra unter der Leitung von Marin Alsop wurde

durch eine Tanzperformance von Julia Mach begleitet.

In der Echtzeit-Visualisierung von Klaus Obermaier und

dem Ars Electronica Futurelab transformierten Dynamik

und Struktur der Musik interaktiv die physische und

virtuelle Präsenz der Tänzerin und ihrer Avatare. Dadurch

entstand eine Art Meta-Choreografie. Stereokameras

transferierten die Tänzerin Julia Mach in einen virtuellen

dreidimensionalen Raum. Zeitschichten und ungewöhnliche

Blickwinkel überlagerten und vervielfältigten sich

und ermöglichten völlig neue Einblicke auf den menschlichen

Körper und seine Bewegungsabläufe. Musikalische

Motive beeinflussten und manipulierten interaktiv

diese 3D-Projektionen. Die Musik fungierte dabei

als Ausgangspunkt und zugleich Vollendung der Choreografie.

Eröffnet 1951, ist die Royal Festival Hall eines der weltweit

angesehensten Konzerthäuser. Nach umfangreichen

Renovierungsarbeiten wurde im Juni 2007 der Betrieb

wieder aufgenommen.

Le Sacre du Printemps

The Peony Pavilion – Interrupted Dream (2007)

Das Ars Electronica Futurelab eröffnete das Shanghai

eARTS Festival 2007 mit der Aufführung einer innovativen

Fusion aus chinesischer Kunqu Oper und aktuellen

medienkünstlerischen Ansätzen. In der Bearbeitung des

„Interrupted Dream“ wurde eine dreidimensionale


virtuelle Bildwelt erzeugt, die mit der im Saal entstandenen

Klangwelt in Verbindung stand. Gesang und Darstellung

der Performer auf der Bühne bildeten einen

integralen Bestandteil der stereoskopisch projizierten

Visualisierung, die das Stück durch eine zusätzliche

narrative Ebene ergänzte. Ihre Repräsentationen im

3-D Raum interagierten mit der künstlichen Umgebung,

die überwiegend aus musikalischen Impulsen generiert

wurde.

The Peony Pavilion – Interrupted Dream

voestalpine Linz (2007)

Das Ars Electronica Futurelab visualisierte die auf dem

Gelände der voestalpine in Linz neu entstehenden Gebäude.

Es galt die Qualität der visuellen Erscheinung

der von den Planern konzipierten architektonischen

Akzente in einem realistischen Modell vorwegzunehmen.

Das Besucher- und Ausstellungszentrum stammt vom

Architekturbüro Schremmer-Jell und die Verkaufs- und

Finanzzentrale wurde von Feichtinger Architectes, Paris

geplant. Als Ausgangsdaten dienten 3D Modelle als

Referenz sowie CAD Daten, die den aktuellen Stand der

Planungsarbeiten darstellten. Aufgabenstellung war

eine Visualisierung beider Gebäude im Kontext zueinander.

Das Ergebnis sind eine Präsentations-DVD und

mehrer High-end Renderings des geplanten Areals.

voestalpine Linz

Console (2007)

Die „Console“ im Ars Electronica Center ist ein Beispiel

für interaktive Tische, an dem Daten über ein intuitives

Interface abgerufen werden können.

Sammelkarten fungieren in diesem Fall als Steuertool

für Informationen, Videos und Animationen zu den

Gewinnerprojekten des Wettbewerbs „u19 – freestyle

computing“. Ein Bilderkennungssystem identifiziert die

abgelegten Karten und ermittelt ihre Orientierung auf

der transparenten Ablagefläche. Je nach Ausrichtung

wird der jeweilige Datensatz auf der Projektionsfläche

angezeigt.

Die Unterteilung in Segmente, die sich auf eine Informationseinheit

beziehen, kann hierbei durch Verringerung

der Einstellwinkel individuell verfeinert werden.

Anhand der Visualisierung kann die Funktion der Kartendrehung

direkt verfolgt werden und erleichtert so den

intuitiven Umgang mit den Inhalten.

Das Interface nutzt den gewohnten Umgang mit Spiel

und Sammelkarten, um digitale Informationen zu Strukturieren

und die Vermittlung zu vereinfachen. Der Prototyp

im Ars Electronica Center ist auf eine Vielzahl von

Applikationen adaptierbar.

Console

Swarovski Produktvisualisierung (2007)

Das Ars Electronica Futurelab visualisierte geschliffene

Kristalle für das auf seinem Gebiet weltweit führende

Unternehmen Swarovski.

Mit einem eigens entwickelten Verfahren wurden die

unterschiedlichen Kristallformen mit ihren Lichtbrechungen

und Farbschattierungen dargestellt. Swarovski

63


INNOVATIONSNETZWERK 2008

64

KOOPERATIVE FORSCHUNG

nutzt diese Art der Darstellung, um seine Produktpalette

im Internet sowie in gedruckter Form zu präsentieren.

Swarovski Produktvisualisierung

City Puzzle (2006)

In einer interaktiven Simulationsumgebung wurden

technologische Ansätze veranschaulicht, mit denen

Städteplaner und Architekten in Zukunft arbeiten

werden. Die Installation stellt eine Erweiterung des

Mixed-Reality Environments „Gullivers Welt“ im Ars

Electronica Center dar und veranschaulicht konkrete

Anwendungsmöglichkeiten am Beispiel eines einfachen

städtebaulichen Modells. Besucher können die verschiedenen

Szenarien mit haptischen Tools steuern.

Auf einem zentralen Tisch stehen verschiedene Welten

zur Auswahl. Aus städtebaulichen Elementen (verschiedene

Gebäudetypen und Nutzungen) kann mittels

„Magic Boxes“ eine Stadt gestaltet werden. Die einzelnen

bebauten Zellen reagieren aufeinander und

unvorteilhafte Kombinationen wie eine zu enge Bebauung

werden schnell ersichtlich. Zwischen den

einzelnen urbanen Elementen baut sich ein Straßennetz

auf. Der Verkehrsfluss reagiert auf die Bebauung

und simuliert die Funktionsweise moderner Echtzeit-

Verkehrsleitsysteme.

City Puzzle

Ein eigenes Wind-Tool ermöglicht es, Windstärke und

-richtung zu bestimmen. Mit Schlägen auf den Tisch

lassen sich virtuelle Erdbeben auslösen und die Folgen

beobachten.

WikiMap Linz (2006)

„WikiMap Linz“ eröffnet einen interaktiven, virtuellen

Stadtplan, auf dem Besucher Bilder, Texte oder Klänge

an bestimmten Orten wie auf einer Pinwand eingeben

können.

„WikiMap Linz“ ist eine Webapplikation mit einer eigenen

Präsentationsform im Ars Electronica Center. Im

Museum der Zukunft können die Besucher auf Editierstationen

eigene Beiträge auf dem virtuellen Stadtplan

von Linz eintragen und erleben, wie ihre Beiträge in 2D

und 3D Projektionen an den ausgewählten Orten landen:

als Klanglandschaft, mit visualisierten Stadtimaginationen

oder textbasierten Stadtimpressionen. Bringen

Sie Ihre digitalen Bilder mit und senden Sie Ihre Geschichten

in die Stadt!

Das Ars Electronica Futurelab entwickelte mit der

„WikiMap Linz“ und ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten

ein eigenständiges und ausbaufähiges

Format für „Location Based Multimedia Storytelling“.

Ein Stadtplan besteht plötzlich nicht mehr nur aus

Straßen und Gebäuden, sondern Geschichten, Impressionen

und Bildern der Einwohner und Gäste. Ein neuer

Kommunikations- und Ideenraum entsteht.

WikiMap Linz


The Sound of Europe“: Visuelle und musikalische

Identität einer Konferenz

Mit Hilfe moderner Informationstechnologien entwickelte

das Linzer Ars Electronica Futurelab neue Strategien in

der Inszenierung von Tagungen.

„The Sound of Europe“ ging neue Wege in der multimedialen

Inszenierung des Events. Mit Hilfe modernster

Kommunikations- und Präsentationsmethoden wurden

Themen strukturiert und präsent gehalten. Gegenüber

traditionellen, frontalen Vortragssituationen erfolgte

eine weitaus intensivere Einbindung des Publikums –

spannende Diskussionen wurden gefördert. Eine neue

Qualität von Konferenz und Debatte war die Folge.

Die EU-Konferenz „The Sound of Europe“ brachte Persönlichkeiten

aus Politik, Diplomatie, Kunst, Kultur,

Wissenschaft, Medien und Wirtschaft am 27. und 28.

Januar 2006 nach Salzburg, wo vor 250 Jahren Wolfgang

Amadeus Mozart geboren wurde. Ziel der Veranstaltung

war eine breite Debatte über die Bedeutung und Rolle

Europas, über die Spannungen innerhalb der Europäischen

Union und über konkrete Lösungsmöglichkeiten The Sound of Europe

Die Ars Electronica Linz Gmbh / 2007

Ars Electronica Center

Ars Electronica Festival

Prix Ars Electronica

Insbesondere wurde die Rolle von Kunst und Kultur in

der Bewältigung dieser Fragen diskutiert. „The Sound

of Europe“ galt als Auftakt-Veranstaltung der österreichischen

EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr

2006.

Die mediale Gestaltung des Ars Electronica Futurelab

reagierte auf den Verlauf der Konferenz, griff jedoch

nie interpretierend in die Diskussionen ein, sondern

unterstützte diese mit Zusammenfassungen und analytischen

Visualisierungen..

56.469 Besucher/innen

31.500 Besucher/innen

530 Künstler/innen und Wissenschafter/innen

533 Journalist/innen

3374 Projekte aus 63 Ländern

Zahlen, Daten, Fakten

65


INNOVATIONSNETZWERK 2008

66

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Informationen

zur Gesellschaft

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Förderung Land

Förderung Stadt

Förderung EU

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

Mitarbeiter/innen

MitarbeiterI/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Lehrlinge

AEC Ars Electronica Center

Adresse: Hauptstraße 2-4, 4040 Linz

Homepage: www.aec.at

Tel.Nr.: +43 732 7272 0

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: Stadt Linz

Gründung: 1995

in TEUR

7119

2373

773

863

2.673

37

95

379

36

36

18

2

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

100

33

10,8

12,3

37,3

-

1,3

5,3

Geschäftsführer: Ing. Gerfried Stocker, Dipl.-Kfm. Curt Norbert Schorn

in TEUR

6956

3030

214

863

3.673

-

57

119

38

38

18

2

in % der

Gesamterlöse

100

44,5

3,32

12,3

37,3

-

0,8

1,71

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

22

22

8

1

21

21

8

1


2.3.5 IMCC –Industrial Mathematics Competence Center

Das Linzer Kompetenzzentrum Industriemathematik

wurde 2002 als industrielles Kompetenzzentrum

eingerichtet.

Die Aufgabenstellungen am IMCC befassen sich typischerweise

mit der Simulation von Prozessen, die durch

(Systeme von) Differentialgleichungen beschrieben

werden, bzw. mit der Optimierung solcher Prozesse und

mit Aufgabenstellungen der Parameteridentifikation.

Dabei reichen die Anwendungen von der Simulation

verfahrenstechnischer Prozesse in der Stahl- und in der

chemischen Industrie über die Simulation automotiver

Auf der Basis der Entwicklung der Vorjahre war es im

Jahr 2007 möglich, wesentliche Schritte in Richtung

höherer Komplexität und/oder Realzeitfähigkeit zu

machen. Ein Beispiel dafür ist die Identifikation der

Dicke der Hochofenausmauerung aus Temperaturmessdaten,

die aufgrund der extremen Verhältnisse

stark verrauscht sind.

Im Jahr 2007 wurden zwei Dissertationen von Mitarbeitern/innen

des IMCC fertiggestellt. Weiters wurden

36 Publikationen angefertigt, die zum Großteil in referierten

Journalen erschienen sind bzw. erscheinen

werden.

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Förderung Land

Komponenten bis zur medizinischen Bildverarbeitung

und der Modellierung und Bewertung strukturierter

Finanzinstrumente.

Die Mathematik als Querschnittswissenschaft stellt die

Verbindung zwischen diesen verschiedenen Anwendungsfeldern

her. Am IMCC werden im Regelfall Problemstellungen

behandelt, deren Komplexität die Behandlung

mit Standardsoftware nicht erlaubt und für

die numerische Algorithmen, vom Stand der Forschung

ausgehend, angepasst bzw. weiterentwickelt werden

müssen.

Der wissenschaftliche Leiter des IMCC, Prof. Heinz Engl,

wurde vom International Council for Industrial and

Applied Mathematics für Pionierleistungen auf dem

Gebiet der Angewandten Mathematik mit dem Pioneer

Prize 2007 ausgezeichnet.

Im Jahr 2007 konnte mit der Borealis Polyolefine ein

weiterer Unternehmenspartner mit anspruchsvollen

Aufgabenstellungen in der numerischen Verfahrenstechnik

gewonnen werden.

Zur Fortführung der Aktivitäten des IMCC wird im Jahr

2008 ein Antrag im Rahmen der Aktionslinie COMET

des Bundes gestellt.

2006 2007

in TEUR in TEUR

2067

1267

533

266

1964

1089

583

292

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

67


INNOVATIONSNETZWERK 2008

68

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Informationen

zur Gesellschaft

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

MathConsult GmbH

Adresse: Altenberger Straße 69, 4040 Linz

Homepage: www.mathconsult.co.at/imcc

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 2468 5611; imcc@mathconsult.co.at

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: DI Dr. Heinz Engl

Gründung: 1996

Geschäftsführer: Dr. Andreas Binder

22,8

22,3

2006 2007

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

4,5

4

25,2

24,7

6

5,5


2.3.6 RICAM Johann Radon Institute für Computerorientierte

und Angewandte Mathematik

Anwendungsorientierte Grundlagenforschung findet am

RICAM in folgenden Abteilungen statt:

• Computational Methods for Direct Field Problems –

o.Univ.-Prof. Dr. Ulrich Langer, Universität Linz

(Numerische Methoden für direkte Probleme bei

partiellen Differentialgleichungen)

• Inverse Problems – o.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Heinz Engl,

RICAM und Universität Wien (Inverse Probleme)

• Financial Mathematics – Univ.Doz. Dr. Hansjörg

Albrecher, RICAM und Universität Linz, o.Univ.-Prof.

Dr. Walter Schachermayer, Technische Universität

Wien (Finanzmathematik)

• Symbolic Computation – ao.Univ.-Prof. Dr. Josef

Schicho, RICAM (Symbolisches Rechnen)

• Analysis of Partial Differential Equations – o.Univ.-

Prof. Dr. Peter Markowich, Universität Cambridge,

Univ.- Prof. Dr. Christian Schmeiser, Universität Wien

(Analytische Methoden für partielle Differentialgleichungen)

• Mathematical Imaging – o.Univ.-Prof. Dr. Otmar

Scherzer, Universität Innsbruck (Bildverarbeitung)

• Optimization and Optimal Control – o.Univ.-Prof.

Dr. Karl Kunisch, Universität Graz (Optimierung und

Optimale Kontrolle)

Das Johann Radon Institute for Computational and

Applied Mathematics betreibt anwendungsorientierte

Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Angewandten

Mathematik; es beschäftigt PostDocs aus aller Welt

und (über großteils vom FWF eingeworbene Drittmitttelprojekte)

Doktoranden, deren Betreuung durch Gruppenleiter

und PostDocs des RICAM und deren Promotion

an der Johannes Kepler Universität Linz erfolgt. Gemeinsam

mit den beteiligten Instituten des Fachbereichs

Mathematik der Johannes Kepler Universität und dem

IMCC deckt RICAM die gesamte Breite von Grundlagenforschung

über Graduiertenausbildung bis zur konkreten

Umsetzung in Industrie und Wirtschaft ab.

Zentrale Forschungsthemen sind:

• Effiziente Methoden zur Simulation von Mehrfeldproblemen

durch partielle Differentialgleichungen

• Symbolic Computation insbesondere in Interaktion

mit numerischen Methoden

• Analysis und Numerik nichtlinearer inverser Probleme

mit Anwendungen in Naturwissenschaften (insbesondere

Life Sciences), Technik und Finanzwirtschaft

• Finanzmathematik (sowohl mit stochastischen als

auch mit zahlentheoretischen Methoden)

• Optimierung und Kontrolltheorie, insbesondere

Optimierung von Strömungen sowie Formoptimierung

• Analytische Methoden für partielle Differentialgleichungen

mit Anwendungen insbesondere in

der Quantenphysik

• Bildverarbeitung

Jedes Jahr findet am RICAM ein Spezialsemester mit

starker internationaler Beteiligung statt, in dem ein

international aktuelles Forschungsthema, das in den

Kompetenzbereich von RICAM fällt, intensiv bearbeitet

wird. Im Jahr 2005 war dies das Thema „Computational

Mechanics“ (Leitung: o.Univ.-Prof. Dr. Ulrich Langer)

und 2006 wurde ein Spezialsemester zur Thematik

„Gröbner-Basen“ unter Leitung von o.Univ.-Prof. Dr.

Bruno Buchberger abgehalten. Im Jahr 2007 wurde das

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

69


INNOVATIONSNETZWERK 2008

70

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Informationen

zur Gesellschaft

Spezialsemester zur Thematik „Quantitative Mathematical

Methods for Molecular and Systems Biology“

und der Leitung von o.Univ.-Prof. Heinz W. Engl erfolgreich

Wirtschaftliche Kennziffern

Förderung Bund

Förderung Land

Förderung EU

Sonstige Förderungen

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Zahl aller bisher eingereichten Patente

seit Bestehen

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

Publikationen

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics (RICAM) der Österreichischen

Akademie der Wissenschaften

Adresse: Altenbergerstraße 69, 4040 Linz

Homepage: www.ricam.oeaw.ac.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 2468 5211; heinz.engl@oeaw.ac.at; annette.weihs@oeaw.ac.at

Rechtsform: Juristische Person öffentlichen Rechts

Träger: Institut der Österr. Akademie der Wissenschaften

Gesellschafter: ÖAW

Gründung: 2003

in TEUR

2568

376

40

1191

Geschäftsführer: o.Univ. -Prof. Dr. Heinz W. Engl

58

51

48

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

1

19

200

14

12

10,5

insgesamt Österreich Ausland

mit mehr als zweihundert Teilnehmern abgehalten. Für

das Jahr 2008 ist ein Spezial Semester zum Thema

„Stochastics with Emphasis on Finance“ geplant.

61,5

9

1

28,5

2566

376

80

1330

60

54

50

1

20

250

59

9

2

30

15

13

13

insgesamt Österreich Ausland

18 16 16 2


Mit dem 1998 initiierten Kompetenzzentrum Programm

„Kplus“ hat Österreich eine international beachtete

„Success Story“ gelandet. Das neue Programm COMET

(Competence Centres for Excellent Technologies) soll

mit den Aktionslinien „K1-Zentren“, „K2-Zentren“ und

„K-Projekte“ diese Erfolge in der österreichischen

Forschungsförderung weiter führen.

Das bestehende Kompetenzzentrum für Holzverbundwerkstoffe

und Holzchemie (Wood Kplus) mit Sitz in

Linz hat sich mit einem neuen Forschungsprogramm

im zweistufigen Auswahlverfahren für ein K1-Zentrum

beworben und sich mit seinem Programm „Wood

COMET“ erfolgreich im Rennen mit einer großen Anzahl

von Mitbewerbern durchsetzen können.

BOKU Wien

2.4.1 Kompetenzzentrum Holz GmbH

Einzigartiges operativ agierendes Netzwerk

Somit konnte ein überwiegend österreichisches Netzwerk

mit internationaler Ausrichtung bestehend aus

16 Unternehmen und 4 wissenschaftlichen Partnern

gebildet werden (siehe Abbildung). Entscheidend dabei

ist der Mix von Firmenpartnern aus verschiedenen

Branchen und Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten.

Diese Interdisziplinarität führt zu einer einzigartigen

Wissensbasis, die eine wesentliche Voraussetzung

für den Technologietransfer bildet. Die

Kooperation mit vielen renommierten ausländischen

Instituten und Industrieunternehmen eröffnet weitere

Möglichkeiten.

Wissenschaftliche Partner Industriepartner

Material/Prozesstechnik

Chemie

IFA – Tulln

Lebensmitteltechnologie

Holzforschung Austria

Johannes Kepler Universität

Organische Technologie

Organische Chemie

TU Wien

Knowledge

Transfer

ALFA

AMI

Borealis

Cincinnati

Dendro light

Doka

Dynea

Fasal

Fritz Egger

FunderMax

Impress

Comet – Förderung

Lenzing

Mühlböck

Pinufin

SPB

Wiehag

weitere

Industriepartner

Projects & Services

Langfristige, strategische Zusammenarbeit „Programmlinie Comet“ / FFG

Grundlagenforschung vorwettbewerbliche Forschung industrielle Entwicklung

Größte Holz-Forschungseinrichtung Österreichs

Mit einem jährlichen Budget von über 4 Mio. € aus dem

COMET Programm kann damit an den vier Standorten

des Zentrums (Linz, Lenzing, St. Veit/Glan, Wien) im

Bereich der Holzwerkstoffe, der Holzchemie sowie der

damit verbundenen Prozesse für einen Förderzeitraum

von 7 Jahren eine exzellente Forschung betrieben

2.4 Werkstoffe

werden. Anders als andere Forschungseinrichtungen,

die ihre ganze Kraft in das COMET Programm investiert

haben und sich als K2 Zentrum zwar eine erheblich

größere Fördersumme gesichert haben, setzt das

Kompetenzzentrum Holz auf eine breitere Strategie.

Über direkte Forschungsaufträge aus der Industrie,

Teilnahme an EU- und anderen nationalen sowie regio-

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

71


INNOVATIONSNETZWERK 2008

72

KOOPERATIVE FORSCHUNG

nalen Programmen, gelingt es schon für 2008 ein

Gesamtbudget von ca. 7 Mio. € sicherzustellen. Dabei

arbeiten ca. 130 Personen in den über 50 Forschungsprojekten

des Kompetenzzentrums Holz – Tendenz

steigend.

Bedeutende Holzwirtschaft

Das Kompetenzzentrum Holz bringt jedenfalls frischen

Wind in eine Branche, die sowohl in Österreich als auch

in Europa zu den bedeutendsten zählt. Immerhin trägt

sie 4,3 % zum heimischen Bruttonationalprodukt bei

und beschäftigt 250.000 Mitarbeiter. Das kleine Österreich

ist fünftgrößter Exporteur von Nadelschnittholz.

Da kommt kaum ein anderer Sektor der heimischen

Wirtschaft mit.

Industrial sectors EU(15) 2001

800

700

600

500

400

300

200

100

0

Metals & - prod.

Electrical & optical

Wood & - based prod.

Food & beverages

Machinery & equipment

Transport equipment

Textiles & textile prod.

value of production (Bio€)

employees (Mio)

Europa:

24 % der Landesfläche sind Waldgebiet

Beschäftigung: 3,5 Mio Personen

12 Millionen Waldbesitzer

Wertschöpfung: ~ 400 Mrd. €

Anteil Sachgüterproduktion in der EU: 8 %

(vergleichbar mit Automobil-, Chemie und Textilindustrie)

Österreich:

47 % der Landesfläche sind Waldgebiet

Beschäftigung: 250.000 Personen

Wertschöpfung: 10 Mrd. €

Beitrag zum BNP: 4.3 %

Exportrate: 70 %

Exportüberschuss: 3.31 Mrd. € (gleich viel wie

Tourismus)

Chemicals & - prod.

Rubber & plastics

Non-met. & mineral prod.

Leather & - prod.

Fuels, refined petro. prod.

4,50

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00

0,50

0,00

Neue Generation an „Grünen Werkstoffen

und Technologien“

Holz ist ein natürliches High-tech Material, das über

Jahrtausende im Zuge der Evolution optimiert wurde.

Somit bietet dieser nachwachsende Rohstoff eine optimale

Basis für intelligente Werkstoffe, Produkte und

Technologien. Die Endlichkeit anderer Ressourcen wie

zum Beispiel Erdöl, steigende Energiekosten und ein

erhöhtes Gesundheitsbedürfnis verstärken die Bedeutung

der auf natürlichen Rohstoffen basierenden Produkte.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich die

ForscherInnen von Wood Kplus mit der gesamten

Wertschöpfungskette Holz beschäftigen – also von

der chemischen Zerlegung zur Zellstoff- und Fasergewinnung

bis hin zur Modifizierung von Massivholz für

verbesserte Eigenschaften.

Die Kombination mit anderen Materialen wie Kunststoff,

Glas oder Metall verbreitert das Anwendungsspektrum

von Holz. Aktuelle Forschungsarbeiten zielen

darauf ab, die Beständigkeit von Holzwerkstoffen im

Außenbereich zu erhöhen. Verbesserte Oberflächeneigenschaften

wie z.B. Kratzfestigkeit, formbares

(flüssiges) Holz für anspruchvolles Design und das

Konzept der „Bio-Raffinerie“ sind weitere zukunftsträchtige

Zielgebiete. Methoden wie Prozesssimulation,

On-Line-Messmethoden, Vorhersage von Materialkennwerten

durch mathematische Modelle dienen

zur Optimierung von industriellen Prozessen.


Wood Kplus gewinnt im Jahr 2007 den

größten europäischen Innovationspreis der

Holzwerkstoffindustrie

Die ausgezeichneten Leistungen von Wood Kplus wurden

im Juni 2007 durch die Verleihung des „Schweighofer

Prize“ gewürdigt, welcher dem Team von Wood Kplus

und Agrolinz Melamine International GmbH (AMI) von

Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer im festlichen

Ambiente des Wiener Rathauses verliehen wurde.

v.l.n.r.:Hubert Puchner (AMI), Andreas Haider (Wood Kplus),

Alfred Gusenbauer, Uwe Müller (Wood K plus), Steffen Pfeiffer (AMI)

Bild: Wood Kplus, AMI

Erstmals 2003 vergeben, zeichnet der Preis alle zwei

Jahre innovative Verfahren und Technologien aus, die

ein klares Konzept und Umsetzungspotential in euro-

2007 bzw 31.12.2007

Mitarbeiter (VZÄ)

Anteil der Frauen (%)

Anteil der Akademiker (%)

Forschungsvolumen

Anzahl Projekte

Publikationen in refereed Journals

Beiträge in Proceedings und Fachzeitschriften

Abgeschlossene Dissertationen (kum. seit 2001)

Abgeschlossene Diplomarbeiten (kum. seit 2001)

Initiierte Patentanmeldungen (kum. seit 2001)

Anzahl Unternehmenspartner und Kunden

Anzahl Forschungskooperationen mit Instituten

Weiterbildungstage pro VZÄ

päischer Dimension aufweisen. In der Kategorie „Wood

Products“ konnte sich das Team mit HIPE®WOOD ®

dem auf Melaminharz basierenden WPC durchsetzen.

HIPE®WOOD ® ist eine weltweit einzigartige Entwicklung

auf dem Gebiet der WPC, weil es als Kunststoffkomponente

Melaminharz einsetzt, die dem Produkt

exzellente mechanischen Eigenschaften und Holzcharakter

verleiht.

Hubert Puchner (Sprecher der AMI Geschäftsführung):

„Für die AMI ist diese Auszeichnung eine erfreuliche

Anerkennung der erfolgreichen Zusammenarbeit der

Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit unserem

Partner Kompetenzzentrum Holz.“

Hipe ® wood und Ausgangsstoffe

70,2

35 %

78 %

~ 6,5 Mio. €

>50

33

90

16

37

16

~50

~20

6,8

Entwicklungs- und

Strukturdaten

73


INNOVATIONSNETZWERK 2008

74

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Informationen

zur Gesellschaft

Entwicklung Forschungsvolumen

Beträge in k €

Neue Holz-Leichtwerkstoffe und Leichtbaumaterialien

8000

7000

6000

5000

4000

3000

2000

1000

0

2003 2004 2005

Kompetenzzentrum Holz GmbH

Adresse: St.-Peter-Straße 25, 4021 Linz

Homepage: www.wood-kplus.at

Tel.Nr.: +43 732 6911 4597

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: Upper Austrian Research GmbH (62 %), Land Kärnten (26 %), Universität für Bodenkultur Wien (12 %)

Gründung: 2001

Geschäftsführer: DI Boris Hultsch

2006

2007 2008

(Plan)

Kplus / Comet Projects & Services

Anzahl Mitarbeiter/innen in VZÄ

80

70

60

50

40

30

20

10

0

2003 2004 2005 2006 2007 2008

(Plan)


2.4.2 Leichtmetall Kompetenzzentrum Ranshofen GmbH

Die Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH

(LKR) ist eine 100 % Tochter der Austrian Research

Center GmbH und ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung.

Das LKR beschäftigt derzeit 35 Mitarbeiter/innen.

Das Forschungsprogramm des LKRs erstreckt

sich von Werkstoffinnovationen, Herstellprozessinnovationen

bis hin zu Design- und Strukturinnovationen

im Bereich der Leichtmetalle und des Leichtbaus. In

diesem Marktsegment ist das LKR der Österreichische

Technologieführer. Geforscht wird entlang der Wertschöpfungskette

in vier Technologiegruppen:

• Gießtechnologien

• Strangguss- und Umformtechnologien

• Verbundwerkstofftechnologien

• Leichtbautechnologien

Im Rahmen der Exzellenzstrategieentwicklung im Herbst

2007 wurden folgende Leitsätze formuliert:

Der Markt „Automotive“ hat sich sehr gut entwickelt.

Es konnten Großaufträge mit einigen OEMs wie BMW,

Daimler und Audi abgeschlossen werden. Im Vordergrund

stehen dabei Leichtmetallanwendungen für

crashrelevante Bauteile aus Aluminium, Magnesium

und Verbundwerkstoffen. Im Aviationsektor sind erfolgreiche

Projektanträge gemeinsam u.a. mit EADS und

FACC im Bereich Fügetechnik und Werkstoffentwicklung

sowie Titanzerspannung gelungen.

Die Bemühungen, mit Leichtmetallentwicklungen in

der Medizintechnik Fuß zu fassen, sind ebenfalls von

Erfolg gekrönt.

Im Herbst 2007 wurden auch die Weichen für drei Forschungsinitiativen

2008 gestellt. Demnach werden

beantragt:

• COMET K-Projekt: Advanced Aluminium Applications

within ECO-Transport – AdvAluE

• Christian-Doppler Labor: AMARES

• EFRE Projekt: ForMAT

1) Stärken der Kernkompetenz im Bereich der Materialherstellung,

Verarbeitungsprozesse und Leichtbaudesignmethoden

auf Basis von Aluminium,

Magnesium und seinen Verbundwerkstoffen

2) Konzentration auf Leichtmetall-Technologien zur

Reduktion der Treibhausgas-Emission im Transportwesen

3) Wachstum um eine europäisch signifikante Größe zu

erreichen.

Die Unique Selling Proposition USP des LKR sind:

• Werkstoffpatente

• Verfahrenspatente

• Designpatente

• Mehrere abgeschlossene Dissertationen

Kurzbeschreibung

Als weiterer USP sei der integrative Ansatz im Bereich

des Kundenmanagements inklusive der Projektführung

kombiniert mit Leichtmetall-KnowHow entlang der gesamten

Wertschöpfungskette genannt. Bioresorbierbare Magnesium-Stents

THEMEN IM K-PROJEKT:

Leichtbau mit Aluminium und Materialmix-Lösungen

zur Senkung der CO2 Emission und des Kraftstoffverbrauchs

im Transportbereich. Im K-Projekt werden

zwei Research Areas definiert:

Research Area 1: Aluminium Bauteile für Hochgeschwindigkeitsbelastung,

Auslegung von Aluminiumbauteilen

zur Optimierung der Crasheigenschaften unter

Berücksichtigung von Mikrogeometrien und der Werkstoffmikrostruktur.

Research Area 2: Aluminiumteile für Hochtemperaturanwendungen:

Zusammenhang zwischen Mikrostruktur

und Makroeigenschaften für Aluminiumbasiswerkstoffe

mit den Einsatzbereich > 150°C.

Laufzeit: 5 Jahre

Umsatzvolumen: max. 1,1 Mio. € pro Jahr

THEMEN IM CD LABOR:

Die Befähigung von Magnesium im Automobilbereich,

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

75


INNOVATIONSNETZWERK 2008

76

KOOPERATIVE FORSCHUNG

insbesondere durch Erweiterung der technologischen

Grenzen von Magnesium Knetlegierungen.

Im CD-Labor werden eher grundsätzliche Fragestellungen

bearbeitet und zwar in den Blöcken:

• Erhöhung der Korrosionseigenschaften

• Verbesserung der Hochtemperaturanwendungen

• Design mit Magnesium

Laufzeit: 7 Jahre

Umsatzvolumen: max. 0,5 Mio. € pro Jahr

Wirtschaftliche Kennziffern

THEMEN IM „EFRE“:

die Steigerung der Umformbarkeit von Leichtmetallen

um damit innovative Leichtbaulösungen anzubieten.

Geforscht wird an der Erzeugung neuer Blechwerkstoffe,

die Verbesserung der Umformbarkeit durch innovative

Warmumformprozesse (half warm forming, quick plastic

forming, superplastic forming) und an Konstruktionsund

Designtools für Leichtmetall-Blechanwendungen.

Laufzeit: 3 Jahre

Umsatzvolumen: max. 1 Mio. € pro Jahr

2006 2007

in TEUR in TEUR

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

7849

8168

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

2614

2781

Förderung Bund

1656

1622

Förderung Land

683

590

Förderung EU

90

0

Sonstige Förderungen

3817

2446

Sonstige Erlöse

Mitarbeiter/innen

1011

729

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12. (Köpfe)

42

10

34

10

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

45,7

10,5

37,7

6,7

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

22,3

3,2

19,3

0,8

Lehrlinge

F&E-Indikatoren

3

2

3

2

Zahl aller bisher eingereichten Patente

seit Bestehen

34

34

Zahl der eingereichten Patente

6

7

Zahl der erteilten Patente

4

3

Betreute Diplomarbeiten und Dissertationen

Sonstige Indikatoren

4

9

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

Zahl der wissenschaftlichen Partner

4 0 2 2 4 0 2 2

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden 144 36 73 71 101 30 60 41


Leichtbauworkshop in Ranshofen – bis auf den letzten Platz

ausgebucht

ARC Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH

Adresse: Postfach 26, 5282 Ranshofen

Homepage: www.lkr.at

Tel.Nr.: +43 7722 83333 0

Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschafter: Austrian Research Centers GmbH – ARC (100 %)

Gründung: 2000, 1994 bis 2000 Standort des ÖFZS

Geschäftsführer: Dr. Franz Riemelmoser MBA

Maria Kühlein wurde ausgezeichnet für ihre

Forschungsarbeiten zur Kaltverformung von

Magnesium

Informationen

zur Gesellschaft

77


INNOVATIONSNETZWERK 2008

78

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

Entwicklungszahlen

2.4.3 KnetMET – Industrielles Kompetenznetzwerk für metallurgische

und umwelttechnische Verfahrensentwicklung

Das Kompetenznetzwerk KnetMET wird durch die Arbeitsgemeinschaft

ARGE KnetMET gebildet und besteht

aus mehreren Unternehmen aus dem Metallurgiebereich,

unter anderem aus den oö Partnern Siemens VAI Metals

Technologies GmbH & Co und voestalpine Stahl GmbH.

Im Zuge des KnetMET-Programmes wird mit zwölf

Universitätsinstituten, zwei oö Fachhochschulen und

vier CD-Labors im In- und Ausland gemeinsam geforscht.

Hauptthema des KnetMET-Programms ist die mathematische

und physikalische Modellierung und Simulation

matallurgischer Prozesse inklusive der benötigten Einsatz-

und Feuerfeststoffe.

Das KnetMET F&E Programm ist in fünf Themenfelder

gegliedert:

Die Partner des KnetMET haben sich, verstärkt um vier

weitere österreischische Industriepartner (davon die

oö Unternehmen Ebner Industrieofenbau Gesellschaft

m.b.H. und AMAG Rolling GmbH), zusammengefunden

und einen Antrag auf ein COMET K1-Zentrum gestellt.

Im Kompetenznetzwerk KnetMET sind rund 14 Personen

bzw. VZÄ tätig, mit einem Frauenanteil von ca. 7 %. Die

betreffenden Mitarbeiter sind zu rund 70 % Akademiker

und zu rund 30 % Maturanten. Das Gesamtbudget des

Kompetenznetzwerkes betrug im Jahr 2007 rund

3,2 Mio. €, worin ein oö. Landesförderanteil von rund

0,42 Mio. € enthalten ist.

• ZERO Waste Processing in Metallurgy

• Bewertung und Optimierung metallurgischer

Einsatzstoffe

• Modellierung, Simulation und Automation

metallurgischer Prozesse

• Neue Stahlherstellungs- und Gießverfahren

• Probleme der Verfahrenstechnik und Werkstoffwahl

für metallurgische Prozesse

Das Ziel ist eine optimale Prozessführung in Hinblick

auf Produktqualität und Minimierung des Energie- und

Rohstoffeinsatzes. Die ARGE KnetMET entwickelt daher

die Expertise zur Entwicklung und Weiterentwicklung

metallurgischer Technologien und der dazugehörigen

Anlagentechnik, um neue marktfähige Produkte zu

schaffen welche zum Nutzen der oö Exportwirschaft

weltweit vermarktet werden.

Dieser K1-MET Antrag wurde beim FFG Hearing positiv

bewertet; derzeit laufen die Vorbereitungen für den Start

des K1-MET, der am 01.07.2008 – d.h. als lückenloser

Anschluß nach Auslaufen des KnetMET – erfolgen wird.


Industrielles Kompetenznetzwerk für metallurgische und umwelttechnische

Verfahrensentwicklung „KnetMET“

Adresse: Siemens VAI Metals Technologies GmbH & Co, Turmstraße 44, 4031 Linz, Postfach 4

Homepage: www.industry.siemens.com/knetmet

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 6592-9503; bruno.lindorfer@siemens.com

+43 732 6592-3769; thomas.kuehas@siemens.com

Rechtsform: ARGE (Arbeitsgemeinschaft)

Gesellschafter: Siemens VAI Metals Technologies GmbH & Co, voestalpine Stahl GmbH,

voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG, RHI AG Technologiezentrum Leoben

Gründung: 2001

Geschäftsführer: Sprecher ARGE KnetMET: DI Bruno Lindorfer (Siemens VAI)

Koordinator KnetMET: DI (FH) Thomas Kühas (Siemens VAI)

Informationen

zur Organisation

79


INNOVATIONSNETZWERK 2008

80

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Informationen

zur Gesellschaft

2.4.4 TCKT – Transfercenter für Kunststofftechnik

Das TCKT wurde im Oktober 2001 als eine Abteilung

der Upper Austrian Research GmbH gegründet und begann

seine „operative“ Tätigkeit im Mai 2002 im BIZ

Wels. Mit 1. Jänner 2008 wurde es als eigenständige

Gesellschaft aus der UAR ausgegliedert.

Als Ziel des TCKT wurde – in Absprache mit seinem

bereits im Jahr 2002 installierten Firmenbeirat – der

Aufbau von Forschungs- und Entwicklungskompetenz

sowie Wissens- und Technologietransfer zwischen

Wissenschaft und Wirtschaft (speziell für die oö. KMU)

durch

• Aufbau spezieller Kernkompetenzen

• Aufbau eines F&E-Netzwerkes

Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH

Adresse: Franz Fritsch Straße 11, A-4600 Wels

Homepage: www.tckt.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 7242 2088-1000; office@rckt.at

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: Upper Austrian Research GmbH (100 %)

Gründung: 2001 / 2008

Geschäftsführer: Dr. Wolfgang Stadlbauer

• Aufbau eines ONE-STOP-SHOP zur Problemlösung

für F&E-Fragen im Bereich Kunststoffindustrie

• Kooperation in der Ausbildung mit der FH Wels und

der HTL Wels (Ried)

definiert.

Basierend auf diesen Vorgaben wurden im Laufe der

letzten 4 Jahre insgesamt 5 Forschungsschwerpunkte

aufgebaut, und zwar

• CAx (Spritzgießsimulation und Bauteilberechnung)

• Compoundieren (Materialentwicklung)

• Composites (RTM-Technologie)

• Naturfasergefüllte Polymere für Extrusion und

Spritzguß

• Materialprüfung (seit 2004 akkreditiertes Prüflabor)

Im TCKT werden pro Jahr von den derzeit 27 Mitarbeitern

mehr als 250 Firmenaufträge und mehr als 20 Projekte

bearbeitet, wobei das Institut – wenn gewünscht – für

die Firmen auch die Förderanträge schreibt und das

Projektmanagement übernimmt. Seit Bestehen haben

bereits mehr als 250 nationale und internationale

Kunden mit dem TCKT zusammengearbeitet.


2.4.5 PCCL Polymer Competence Center Leoben GmbH

Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL)

ist ein kooperatives Forschungsunternehmen auf dem

Gebiet der Kunststofftechnik und der Polymerwissenschaften

mit Standorten in Leoben (Sitz), Graz und

Linz/Wels. Im Zentrum der Aktivitäten des PCCL stehen

polymere Struktur- und Funktionswerkstoffe sowie die

zugehörigen Technologien der Herstellung und Verarbeitung,

als Grundlage für Innovationen in einem breiten

Feld von Anwendungsbereichen.

Das PCCL wurde im Rahmen des Kplus-Kompetenzzentrenprogramms

im Juni 2002 gegründet und bündelt

auf dem Gebiet der Kunststofftechnik die wissenschaftlichen

Kompetenzen der Montanuniversität Leoben, der

Technischen Universität Graz und der Johannes-Kepler

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Mit Beginn des 5. Geschäftsjahres (07/2006) startete

für das PCCL die 2. Kplus-Förderperiode (07/2006 bis

06/2009), die auf Basis einer Ergebnisevaluierung im

4. Geschäftsjahr mit einem maximalen Gesamtbudget

in der Höhe von € 14.875.000,- von der Österreichischen

Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) genehmigt

wurde. Die entsprechenden Förderverträge mit den

öffentlichen Fördergebern (FFG, Land Steiermark, Land

Oberösterreich und Stadtgemeinde Leoben) wurde abgeschlossen

sowie Kooperationen mit rund 40 Partnerunternehmen

gestartet. In mehr als 40 Projekten (davon

rund 25 bilaterale und 15 strategische Projekte) wird

in enger Kooperation mit den wissenschaftlichen Partnern

und den Partnerunternehmen ein ambitioniertes Forschungsprogramm

bearbeitet.

Im Non-Kplus-Bereich konnte das PCCL im Jahr 2006/07

sowohl im Bereich der Auftragsforschung mit Unternehmen

als auch bei öffentlichen Ausschreibungen

große Erfolge erzielen. Hervorzuheben ist der Start des

Verbundprojektes „Performance Optimization of Polymer

Nanocomposites (NanoComp)“ im Rahmen der Österreichischen

NANO-Initiative, die das PCCL als Verbundkoordinator

leitet. Dieses Verbundprojekt besteht aus 6

Universität Linz sowie der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft

mbH und der Upper Austrian Research

GmbH, die auch als Gesellschafter am PCCL beteiligt

sind.

Übergeordnetes Ziel des PCCL ist, durch Forschungsprojekte

gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern

und Partnerunternehmen neues Wissen auf dem Gebiet

der Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften zu

generieren, die eigene Forschungskompetenz und die

seiner Partner kontinuierlich weiterzuentwickeln und

durch den Transfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse,

wesentliche Beiträge zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit

der Unternehmen zu leisten.

Einzelprojekten und wird gemeinsam mit 8 Industriepartnern

und 7 wissenschaftlichen Partner sowie einem

Gesamtvolumen von 2,2 Mio. € in den ersten beiden

Jahren, beginnend im November 2006, durchgeführt.

Im September 2007 wurde die Erweiterung dieses Verbundprojektes

um zwei weitere Projekte bei der NANO-

Initiative beantragt.

Als weiterer strategischer Schwerpunkt wird im Non-

Kplus-Bereich der Arbeitsbereich „Kunststoffe für die

Solartechnik“ kontinuierlich weiterentwickelt und ist im

Februar 2008 die Abhaltung des 2. Leobener Symposiums

„Polymeric Solar Materials“ mit dem Schwerpunkt

„Solartechnik – Neue Möglichkeiten für die Kunststofftechnik“

vorgesehen.

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

81


INNOVATIONSNETZWERK 2008

82

KOOPERATIVE FORSCHUNG

In organisatorischer Sicht ist für das PCCL der Umzug

der am Standort Leoben (Parkstrasse 11) tätigen Mitarbeiter

in das „Impulszentrum für Werkstoffe Leoben“

im September 2007 hervorzuheben. Dem PCCL stehen

am Standort Leoben somit Büro- und Laborräumlichkeiten

im Umfang von rund 750 m2 zur Verfügung.

Ausblick 2008+

Der Entwicklungspfad im Kplus-Bereich ist vor dem

Hintergrund der vertraglich gesicherten dreijährigen

Förderperiode bis ins Jahr 2009 klar definiert. Daher

gilt es, diesen Zeitraum insbesondere dafür zu nutzen,

die Voraussetzungen für eine Weiterführung der im

Kplus-Programm durchgeführten Forschungstätigkeiten

im neuen Kompetenzzentrenprogramm COMET

zu schaffen. Hierzu ist für das Jahr 2008 die Beteiligung

des PCCL an einer von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft

mbH (FFG) angekündigten

2. Ausschreibung des neuen Kompetenzzentrenprogramms

COMET vorgesehen, die dem PCCL auch

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderungen Bund

Förderungen Land

Förderungen EU

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

in TEUR

4.828

1.924

1.463

836

4

330

271

attraktive Perspektiven der Weiterführung seines kooperativen

Forschungsprogramms über das Jahr 2009

hinaus bietet. Für das PCCL gilt es daher, kontinuierlich

an der Weiterentwicklung und dem Aufbau der eigenen

Kompetenzen zu arbeiten, um eine bestmögliche Positionierung

des PCCL innerhalb der Programmlinien

des neuen Kompetenzzentrenprogramm COMET zu

gewährleisten.

Im Non-Kplus-Bereich liegt ein zentraler Arbeitsschwerpunkt

in der Weiterführung des Verbundprojektes

NanoComp. Mit der Ausweitung des Verbundprojektes

um 2 neue Projekte (genehmigt im Rahmen einer Ausschreibung

für sogenannte „Add-on-Projekte“ der FFG)

wurde der Verbund insgesamt gestärkt und gilt es nunmehr

bereits, die Weiterentwicklung des Verbundprojektes

nach dem Ende der ersten zweijährigen Förderperiode

gemeinsam mit den beteiligten Partnern zu

definieren.

2005/2006 2006/2007

in % der

Gesamterlöse

100 %

40 %

30 %

17 %

0 %

7 %

6 %

in TEUR

4.888

1.681

1.533

769

36

438

431

in % der

Gesamterlöse

100 %

34 %

31 %

16 %

1 %

9 %

9 %


2006 2007

Mitarbeiter/innen

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

84

28

87

26

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

64

21

64

19

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

40

10

34

11

Lehrlinge

F&E-Indikatoren

0

0

0

0

Zahl aller bisher eingereichten Patente seit

Bestehen

5

5

Zahl der eingereichten Patente

3

1

Zahl der erteilten Patente

0

1

Betreute Diplomarbeiten und Dissertationen

Sonstige Indikatoren

37

43

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

Zahl der wissenschaftlichen Partner

8 2 6 0 8 2 36 0

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden 39 9 31 8 40 11 30 10

Bis zum 30.06.2007 konnte das PCCL im Kplus-Programm

mittel- bis langfristige Forschungskooperationen

mit mehr als 40 Partnerunternehmen aufbauen. Diese

40 Unternehmen setzen sich aus internationalen Konzernen

(u.a. Airbus, BMW, Borealis, DOW) sowie nationalen

Leitbetrieben (u.a. AGRU, FACC, SKF Economos,

Poloplast) und auch regionalen KMUs zusammen.

Parallel zum Ausbau der Kooperationen konnte auch

Umsatz- und Personalentwicklung

in t. €

6000

5000

4000

3000

2000

1000

0

2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07

Umsatz Investitionen

der Mitarbeiterstand des PCCL auf mehr als 80 angehoben

werden. Zusammen mit den bei den wissenschaftlichen

Partnern und den Partnerunternehmen

tätigen Wissenschaftern wirken mehr als 150 Personen

am Forschungsprogramm des PCCL mit. Entsprechend

positiv hat sich auch der Umsatz des PCCL

von 1,9 Mio. € im ersten Geschäftsjahr auf ein nunmehriges

Niveau von rund 5 Mio. € p.a. entwickelt.

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

06/03

06/04 06/05 06/06 06/07

Mitarbeiter/innen Vollzeitäquivalent

Kplus-Budget für 2006 - 2009: € 14,9 Mio Mitarbeiterstand per 06/2007: 87 (63,73 VZÄ)

Entwicklungszahlen

83


INNOVATIONSNETZWERK 2008

84

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Informationen

zur Gesellschaft

Kennzahlen per 30.06.2007:

Projekte (Kplus): 42 (davon 26 bilaterale und 16 strategische Projekte)

Patentanmeldungen: 5

Publikationen: (referierte Zeitschriften)

Akademische Arbeiten im Geschäftsjahr 2006/07

50

Abgeschlossene Dissertationen 8 (29 in Arbeit per 30.06)

Abgeschlossene Diplomarbeiten 9 (14 in Arbeit per 30.06)

Abgeschlossene Studienarbeiten 10 (28 in Arbeit per 30.06)

Polymer Competence Center Leoben GmbH

Adresse: Roseggerstraße 12, 8700 Leoben

Homepage: www.pccl.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 3842 42962 0; office@pccl.at

Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Gesellschafter: Montanuniversität Leoben (35 %), Technische Universität Graz (17 %), Johannes Kepler

Universität Linz (9 %),JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH (17 %),

Upper Austrian Research GmbH (17 %), Stadtgemeinde Leoben (5 %)

Gründung: 2002

Geschäftsführer: Univ.-Prof. Dr. Reinhold W. Lang, Mag. Martin Payer


Ziel des Kompetenznetzwerk für Fügetechnik JOIN

startete seine operative Projektarbeit am 1. Juni 2005.

Ziel ist die Sicherung der internationalen Konkurrenzfähigkeit

einschlägiger österreichischer Betriebe im

Seit dem Start im Jahr 2005 hat sich einiges getan:

österreichische und internationale Partner wurden aufgenommen

sowie neue Kooperationen in Form von

Projekten gestartet.

Ziel ist es durch den Gewinn von neuen Partnern den

Wissenspool des Netzwerkes zu erweitern und so die

Gesamtkompetenz von Join entsprechend auszubauen.

Vor allem die beteiligten oberösterreichische

Unternehmen Voestalpine und Fronius zeichnen sich

durch ihre hohe Bereitschaft zur Projektleitung oder zur

Mitarbeit an Gemeinschaftsprojekten aus.

Mitglieder

Projekte

Diplomarbeiten

Dissertationen

Publikationen

öffentliche Vorträge

ARGE Kompetenznetzwerk für Fügetechnik JOIN

Adresse: c/o Schweißtechnische Zentralanstalt, Franz-Griller-Straße 1, Arsenal Objekt 207, 1030 Wien

Homepage: www.knet-join.at, www.fronius.com

Tel.Nr.: +43 1 798 26 28-38

Gründung: 2005

31

aktiv: 12

in Arbeit: 4

in Arbeit: 8

Vorsitzender: Ing. Mag. Heinz Hackl

2.4.6 JOIN – Kompetenznetzwerk für Fügetechnik

neu im 2. Forschungsjahr: 13

fertiggestellt: 1

fertiggestellt: 8

fertiggestellt: 1

17

18

Bereich der Fügetechnik und der damit verbundenen

Vernetzung und Bündelung der vorhandenen Kompetenzen

aus den Bereichen Werkstoffe, Verfahren,

Anwendung und Wissenschaft.

Seit dem Bestehen von JOIN wurden zahlreiche Projekte

ins Leben gerufen, die eine Optimierung von Mehrlagenschweißungen

von Feinkornbaustählen oder

Untersuchungen zum Verschleißverhalten bzw. Mechanismen

an Punktschweißelektroden zum Thema haben.

Außerdem gab es im Zuge des Projektes Wissensmanagment

mehrer öffentliche kostenlose Veranstaltungen

zum Thema Join und dem Kernthema Fügen,

das von vielen Klein- und Mittelbetrieben (KMU) sehr

gut angenommen wurde.

Die Gesamtkosten von Join beliefen sich

im Jahr 2007 auf € 2.633.560.-, wovon

€ 598.525,- auf die oberösterreichischen

Partner entfielen. Der Anteil des Landes

Oberösterreich liegt bei € 52.671.-

Beeindruckend sind auch die angeführten

Zahlen zu Join.

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

Entwicklungszahlen

Informationen

zur Organisation

85


INNOVATIONSNETZWERK 2008

86

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung Das Christian Doppler Labor für Automated Software Endbenutzer in die Lage versetzt werden sollen, Soft-

Engineering arbeitet an Konzepten und Werkzeugen für ware in der ihnen vertrauten Denkweise zu entwickeln

die Automatisierung kritischer Bereiche des Software

Engineering.

und zu adaptieren.

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

2.5 CD-Labors, Boltzmann Institute

2.5.1 Christian Doppler Labor für Automated Software

Engineering (Johannes Kepler Universität Linz)

Das Labor ist am Institut für Systemsoftware der JKU

angesiedelt. Partner sind Siemens VAI, KEBA AG und

BMD Systemhaus GmbH. Das Labor wurde 2006 gegründet

und läuft vorerst bis 2011. Eine Verlängerung

bis 2013 ist möglich.

Modul 1 (Partner: Siemens VAI) geht der Frage nach,

wie Software aus vorhandenen Bausteinen einer Produktlinie

zusammengesetzt werden kann, wobei Auswahlentscheidungen

von Kunden, Verkäufern und Entwicklern

getroffen werden.

Modul 2 (Partner: KEBA) widmet sich Domain-spezifischen

Sprachen für die Industrieautomation, mit denen

Im Bereich der Software-Produktlinien (Modul 1) wurde

in unserem Labor ein Ansatz zur domänenspezifischen

Variabilitätsmodellierung entwickelt, mit dem man

Software-Komponenten und Architekturelemente erfassen,

ihre Abhängigkeiten beschreiben und sie auf

gezielte Auswahlentscheidungen abbilden kann. Daraus

werden automatisch hierarchische „Checklisten“ gebildet,

mit denen Software-Ingenieure, Verkäufer und

Kunden Produkte aus einer Produktlinie ableiten und

konfigurieren können. Die entwickelten Methoden und

Werkzeuge wurden in diversen Fallstudien getestet

und zeigen, dass Entwicklungszeiten wesentlich beschleunigt

werden können.

In Modul 2 des Labors wurde eine Domain-spezifische

Sprache entwickelt, die durch ihre Ereignisorientierung,

Parallelität und Ausnahmebehandlung besonders auf

die Bedürfnisse der Industrieautomation zugeschnitten

ist. Grafische Notationen wie Icon-basierte Flussdiagramme

oder Zeitdiagramme ermöglichen Endbenutzern,

Modul3 (Partner: BMD) arbeitet an einem leichtgewichtigen

Plug-in-Ansatz, bei dem Software aus Komponenten

besteht, die man je nach Bedarf zur Laufzeit

zusammenstecken oder entfernen kann.

vorhandene Software zu verstehen und zu adaptieren.

Durch den Einsatz formaler Methoden werden Benutzer

interaktiv geführt, um Fehler bei der Programmierung

zu vermeiden. Ein Variabilitätsmodell erlaubt es Endbenutzern,

Codevarianten auf einfache Weise gegeneinander

auszutauschen.

In Modul 3 wurde ein Plug-in-Framework entwickelt,

welches das Zusammenstecken von Komponenten nach

dem „Plug and Play“ Prinzip ermöglicht, wobei Sicherheit

und Rechteverwaltung eine wichtige Rolle spielen.

Die Arbeit wurde 2007 mit dem Rudolf Trauner Mittelstandspreis

der Wirtschaftskammer ausgezeichnet.


Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderungen Bund

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

Wissenschaftliche Publikationen

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

in TEUR

251.950,00

125.975,00

125.975,00

11

4,92

3,67

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

7 Diplomarbeiten, 4 Dissertationen

16

100 %

Christian Doppler Labor für Automated Software Engineering

50 %

50 %

1

0

0

292.450,00

146.200,00

146.200,00

100 %

50 %

50 %

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

2 0 0 2 2 0 0 2

3 3 3 0 3 3 3 0

11

5,75

4,00

11 Diplomarbeiten, 5 Dissertationen

Adresse: Johannes Kepler Universität, Institut für Systemsoftware, Altenbergerstraße 69, 4040 Linz

Homepage: www.ase.jku.at

Tel.Nr.: +43 732 2467 7131

Rechtsform: CD-Labor

Träger: Johannes Kepler Universität Linz, Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Gründung: 2006

Geschäftsführer: o.Univ.-Prof. Dr. Hanspeter Mössenböck

30

1

0

0

Informationen

zur Gesellschaft

87


INNOVATIONSNETZWERK 2008

88

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

2.5.2 Christian Doppler Labor für Laser-Assistierte Diagnostik

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG,

www.cdg.ac.at) ist nach dem österreichischen Physiker

und Mathematiker Christian Andreas Doppler (1803-

1853) benannt. Er wurde vor allem durch seine als

„Doppler Effekt“ bekannt gewordene Entdeckung berühmt.

Die CDG fördert die anwendungsorientierte Grundlagenforschung

und ermöglicht der Wirtschaft den effektiven

Zugang zu neuem Wissen. Der Brückenschlag zwischen

Grundlagenforschung und industrieller Anwendung

erfolgt in Christian Doppler Laboratorien. Diese Forschungsstätten

werden von hochqualifizierten Wissenschafterinnen

und Wissenschaftern an Universitäten

und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in

Zusammenarbeit mit der Wirtschaft eingerichtet.

Das Christian Doppler Labor „Laser – Assistierte Diagnostik“

ist eine seit Dezember 2006 von der CDG geförderte

Kooperation zwischen dem Institut für Angewandte

Physik der Johannes Kepler Universität Linz

und den Industriepartnern voestalpine Stahl GmbH (Linz)

und AVE Österreich GmbH (Hörsching). Es wird gemeinsam

von J. D. Pedarnig und J. Heitz geleitet.

Dieses CD Labor beschäftigt sich mit anwendungsorientierter

Grundlagenforschung im Bereich Laser –

assistierte Verfahren in der Materialdiagnostik (z.B.

Laser – induzierte Durchbruchsspektroskopie LIBS).

Das technologische Ziel ist die schnelle und empfindliche

in-line Analyse der chemischen Zusammensetzung

von industriellen Materialien in den Prozessanlagen

unserer Industriepartner.

Das Christian Doppler Labor „Laser – Assistierte Diagnostik“

befand sich im Berichtsjahr 2007 noch in der

Aufbauphase. Mit Beginn des Jahres 2008 ist die volle

Personalstärke (6 durch das Projekt finanzierte Mitarbeiter)

erreicht. Es ist geplant das Labor bis zum

Zu Beginn des Labors werden vor allem Laser-Plasma

gestützte Verfahren zur Materialanalyse eingesetzt. Der

erfolgreiche Einsatz solcher Verfahren erfordert dabei

eine genaue Kontrolle verschiedener physikalischer und

chemischer Prozesse. Eine besondere Herausforderung

besteht in der Untersuchung und Bearbeitung von heterogenen

Materialien, die eine Verbundstruktur haben und

aus verschiedenen chemischen Elementen und Phasen

bestehen. Für solche Materialklassen ist die Wechselwirkung

von Laserlicht mit Materie nicht ausreichend

untersucht und zusätzliche Effekte müssen berücksichtigt

werden, die durch Verunreinigungen, Dotierungen,

Einschlüsse, Einhüllmaterialien etc. verursacht werden.

Die wissenschaftlichen Ziele dieses Labors betreffen

die Untersuchung und das Verständnis der komplexen

physikalisch/chemischen Wechselwirkungsmechanismen

von intensivem Laserlicht mit Verbundmaterialien.

Die nachstehenden Bilder zeigen Falschfarbenaufnahmen

des Materialabtrag von einer Polymerprobe nach der

Laserbestrahlung. Links sieht man abgetragenes gasförmige

Material, rechts Material in Form eines festen

Partikeljets. Die Bilder wurden zu unterschiedlichen

Zeiten nach dem Laserpuls aufgenommen.

Erreichen der maximalen Laufzeit für CD-Labors im

Jahr 2013 fortzuführen.


Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung (Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per 31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

Christian Doppler Labor für Laser-Assistierte Diagnostik

Adresse: Altenbergerstraße 69, 4040 Linz

Homepage: www.applphys.jku.at

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

100 %

50 %

50 %

2007

in % der

Gesamterlöse

100 %

50 %

50 %

insgesamt davon Frauen

5

1

4,25

0,25

4

0

2006 2007

insgesamt

0

2 2

insgesamt

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 2468 9248; johannes.heitz@jku.at, johannes.pedarnig@jku.at

Rechtsform: CD-Labor

Träger: Johannes Kepler Universität, Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Gründung: 2006

Geschäftsführer: a.Univ.-Prof. Dr. Johannes D. Pedarnig, a.Univ.-Prof. Johannes Heitz

3

2 2

Informationen

zur Gesellschaft

89


INNOVATIONSNETZWERK 2008

90

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Informationen

zur Gesellschaft

2.5.3 Christian Doppler Labor für Nanoskopische Methoden

in der Biophysik

Institute der technischen Fakultät der JKU und das weltweit

tätige Messtechnik-Unternehmen Agilent Technologies

arbeiten seit 10 Jahren zusammen. Jetzt hat

das Institut für Biophysik mit Agilent und der Christian-

Doppler-Gesellschaft ein CD-Labor für „Nanoskopische

Methoden in der Biophysik“ an der JKU eröffnet.

Derzeit gibt es in Oberösterreich 5 von 52 österreichweiten

CD-Labors (CDL für Oberflächenoptische Methoden,

CDL für automatisierte Softwareentwicklung,

CDL für Laser-Assistierte Diagnostik, CDL für Radarsensoren,

CDL für Nanoskopische Methoden in der

Biophysik). Das jüngste davon – das CD-Labor für

Nanoskopische Methoden in der Biophysik“ startet

am 01.01.2008. Seine Laufzeit endet mit Ende 2015.

Das neue CD-Labor ermöglicht die genauere Untersuchung

von Zelloberflächen. In diesem Projekt soll

ein neues Rasterkraftmikroskop entwickelt werden,

welches erlaubt, die Topography, biochemische Erkennung,

Materialkontrast und Fluoreszenzinformationen

gleichzeitig zu messen.

Christian Doppler Labor für Nanoskopische Methoden in der Biophysik

Adresse: Altenbergerstraße 69, 4040 Linz

Rechtsform: CD-Labor

Agilent war das Kerngeschäft eines Konzerns, der heute

als der weltweit größte PC-Anbieter bekannt ist:

Hewlett-Packard. Die beiden Elektroingenieure William

Hewlett und David Packard haben 1939 in einer Garage

mit Messtechnik begonnen. In das Computergeschäft

ist HP erst danach eingestiegen, und 1999 wurde die

Messtechnik in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert:

„Agilent Technologies“. Dessen österreichische

Tochter hat nun mit dem JKU-Institut für Biophysik und

der Christian-Doppler-Gesellschaft das „CD-Labor für

nanoskopische Methoden in der Biophysik“ eröffnet.

Ziel des CD-Labors an der JKU ist, so Laborleiter

a.Univ.Prof. Dr. Peter Hinterdorfer, durch die Weiterentwicklung

der Atomkraftmikroskopie – und der

Kombination mit der Fluoreszenzmikroskopie – die

genauere Untersuchung von Zelloberflächen zu ermöglichen.

Für die JKU ist das fünfte derzeit aktive

CD-Labor eine weitere Bestätigung ihrer Praxisnähe.

Träger: Johannes Kepler Universität, Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Gründung: 2008

Geschäftsführer: Univ.-Prof. Dr. Peter Hinterdorfer


2.5.4 Christian Doppler Labor für Oberflächenoptische Methoden

Im Christian Doppler Labor für Oberflächenoptische

Methoden wird die Ausbreitung von elektromagnetischen

Wellen an der Oberfläche von Materialien experimentell

und mit numerischen Methoden untersucht. Die Arbeiten

erstrecken sich einerseits

• auf neue Bauelemente für die integrierte Optik, im

wesentlichen photonische Kristalle

• andererseits auf den polarisationsoptischen

Response von photonischen Kristallen (Photeon).

• „Light Management für Solarzellen“ (Konarka)

• Nanoimprinten von 3-dimensionalen Strukturen (EVG)

• Mikrofluidik für Lab on Chip Anwendungen (EVG)

Das CD-Labor ist am Institut für Halbleiterphysik und

Festkörperphysik ansässig. Photeon ist der Gründungs-

Industriepartner. Weitere Partner sind seit 2006 die EV

Group, Schärding und die Konarka Austria Forschungsund

Entwicklungs GmbH, Linz

Christian Doppler Labor für Oberflächenoptische Methoden

Adresse: 4040 Linz, Altenbergerstraße 69

Homepage: www.hlphys.jku.at

Tel.Nr.: +43 732 2468 9662

Rechtsform: CD-Labor

Mitarbeiter des Christian Doppler Labors für oberflächenoptische Methoden

im Reinraum des Institutes für Halbleiter- und Festkörperphysik an

der JKU Linz bei der Elektronenstrahllithographie.

Träger: Johannes Kepler Universität Linz, Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Gründung: 2005

Laborleiter: Univ.-Doz. Dr. Kurt Hingerl

8 Publikationen

15 Referate und Präsentation

8 Patente eingereicht und zum Teil schon zuerkannt.

5 für Photeon,

2 für Siemens

1 für Konarka

Partner: Johannes Kepler Universität, Institut für Halbleiter- und Festkörperphysik,

Konarka Austria Forschungs- und Entwicklungs GmbH, EV Group, E. Thallner GmbH,

Photeon Technologies GmbH

Kurzbeschreibung

Informationen

zur Gesellschaft

91


INNOVATIONSNETZWERK 2008

92

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

2.5.5 Christian Doppler Labor für Radarsensoren

Das Christian Doppler Labor für „Integrierte Radarsensoren“

unter der Leitung von a.Univ.-Prof. Dr.

Andreas Stelzer ist eine seit 2007 bestehende Kooperation

zwischen dem Institut für Nachrichtentechnik der

Johannes Kepler Universität und der Fa. DICE (Danube

Integrated Circuit Engineering), einem Infineon Designzentrum

führend in der Entwicklung von Mobilfunkschaltkreisen.

Radarsysteme erreichen immer mehr Applikationen in

zivilen Bereichen, beispielsweise als robustes Messsystem

im industriellen Umfeld oder als Fahrerassistenzsystem

im Kraftfahrzeug. Wegen der hohen Anforderungen

an die Hochfrequenzelektronik und Signalverarbeitung

sind allerdings bis heute keine miniaturisierten

(integrierten) und kostengünstigen Systeme für

den breiten Einsatz verfügbar. Wesentliches Ziel im CD-

Mikrowellen ermöglichen die berührungslose Erfassung

von Objekten auch unter widrigsten äußeren Umständen

wie Dunkelheit, Nebel, Staub, etc. Dies prädestiniert

Radarsysteme für zahlreiche Anwendungen im Kraftfahrzeug

vom Weitbereichs- oder Nahbereichsradar

über Spurwechselassistent bis hin zum Pre-Crash Sensor.

Das erklärte EU-Ziel, eine Reduktion der Verkehrsunfälle,

erfordert allerdings eine gewisse Marktdurchdringung

und damit kostengünstige Systeme, welche

mit konventionellen Ansätzen nicht realisierbar sind.

Der technologische Fortschritt in der Halbleitertechnologie

ist die Basis für die Entwicklung von integrierten

Schaltungen jenseits von 100 GHz. Im CD-Labor werden

in 3 Modulen, welche die Bereiche integrierte Schaltungstechnik,

moderne Sensorkonzepte und Signal-

Labor ist daher die Integration von Radarsensoren im

Mikrowellenbereich zu erforschen, wozu neue Ansätze

in der integrierten Schaltungstechnik, im Systemkonzept,

und bei der Auswertung untersucht werden.

Testchip Spitzenmessplatz

auswertung umfassen, die Grundlagen zur Integration

von Radarsensoren erforscht. Realisiert werden die

Schaltungen in Infineon's Silizum-Germanium Technologie,

welche gute Hochfrequenzeigenschaften bei

moderaten Strukturbreiten vereint. Systemtheoretische

Aspekte spielen eine wichtige Rolle im Hinblick auf

die Integrationsmöglichkeiten, da sich aufgrund von

technologischen Vorgaben diese wesentlich von diskreten

Realisierungen unterscheiden. Mittels Cramér

Rao Bounds lassen sich die erzielbaren Genauigkeiten

der Radarsysteme schon in der Entwicklungsphase

präzise vorhersagen. Die Umsetzung der entwickelten

Konzepte erfolgt gemeinsam mit dem Industriepartner,

wobei erste 77-GHz Halbleiterchips bereits erfolgreich

auch auf Systemebene getestet wurden.


Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per 31.12. (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Zahl aller bisher eingereichten Patente

seit Bestehen

Zahl der eingereichten Patente

Zahl der erteilten Patente

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

Publikationen

Journalpublikationen

Konferenzbeiträge

Internationale Workshops

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

Christian Doppler Labor für Radarsensoren

Adresse: 4040 Linz, Altenbergerstraße 69

Homepage: www.icie.jku.at/cd-labor

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 2468 9711; a.stelzer@icie.jku.at

Träger: Johannes Kepler Universität Linz, Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Gründung: 2007

Laborleiter: a.Univ.-Prof. Dr. Andreas Stelzer

in TEUR

350

2007

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen

7

5,3

7

2

2

0

7

3

5

2

0

0

insgesamt Österreich Ausland

1 1 0 0

1 1 0 0

0

Informationen

zur Gesellschaft

93


INNOVATIONSNETZWERK 2008

94

KOOPERATIVE FORSCHUNG

2.5.6 Kooperationslabor des Ludwig Boltzmann Instituts für klinische

und experimentelle Traumatologie und der Blutzentrale Linz

Kurzbeschreibung Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine der wird im Kooperationslabor in der Scharitzerstraße

größten privaten Trägerorganisationen für Forschungs- Grundlagenforschung und angewandte Forschung

einrichtungen in Österreich. Die internationale Ausrich- betrieben. In der Blutzentrale Linz erfolgt die klinische

tung sowie die Positionierung von neuen und innovativen Forschung wie auch die Umsetzung der Entwicklungen

Themenstellungen ist das Kernelement der Boltzmann zu anwendbaren Produkten und Leistungen. Ein ko-

Gesellschaft. Das Ludwig Boltzmann Institut für experihärentes Forschungsprogramm gewährleistet die

mentelle und klinische Traumatologie (LBI) mit Sitz in Ausführung von längerfristig ausgerichteten und zu-

Wien ist das größte seiner Art. Gemeinsam mit der sammenhängenden Forschungsprogrammen. Beide

Blutzentrale Linz wird ein Kooperationslabor geführt, Institutionen und das Kooperationslabor sind in

wobei die Blutzentrale Linz ebenfalls eine selbständige einem Exzellenznetzwerk der Europäischen Union

biomedizinische Forschung betreibt.

„Expertissues“ eingebunden, an dem die 26 führenden

Institutionen auf dem Gebiet des Tissue engineerings

Mit 65 Mitarbeitern hat das LBI die erforderliche kritische und der biomedizinischen Materialentwicklung be-

Masse, um auf dem Gebiet der Forschung von Schock, teiligt sind. Gleichzeitig werden mehrere EU-Projekte

Sepsis und dem Tissue engineering international tätig mit einem Bezug zur Knochen- und Knorpelregeneration

sein zu können. Die Blutzentrale Linz hat mit insgesamt wie auch von Stammzellen für medizinische Anwen-

150 Mitarbeitern, wovon über 10 % im Forschungsdungen im Kooperationslabor geleitet. Das LBI und die

und Entwicklungsbereich tätig sind, die kritische Masse, Blutzentrale Linz sind gemeinsam mit der medizinischen

um auf dem Gebiet der regenerativen Medizin sowie Universität Wien im Cluster für Geweberegeneration

der molekularen Diagnostik Fortschritte vorzuweisen. zusammengefasst und bilden damit die größte wissen-

Sowohl auf dem Gebiet der Genetik, der Schock- und schaftliche Plattform für die Umsetzung der Herstellung

Sepsisforschung wie auch der regenerativen Medizin neuer Gewebe.

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

Zellbiologie, Geweberegeneration:

Forschungen auf dem Gebiet der Entwicklung von

Stammzellen aus Nabelschnurblut, der Plazenta und

Amnion (Eihaut) zu implantierbaren Zellen:

• Charakterisierung dieser Stammzellen – Stammzellen

werden über monoklonale Antikörper angefärbt

und können damit erkannt werden. Viele Oberflächeneigenschaften

sind nicht bekannt. Anhand

von genetischen Methoden werden die Eiweiße

festgestellt und neue Bindungsfaktoren gefunden.

• Herstellungsmethoden und Selektion der Stammzellen

– Es müssen Methoden entwickelt werden,

mit denen man die Stammzellen aus dem Material

gewinnt und aufreinigen kann.

• Veränderung der Stammzellen zu Fett, Knorpel,

Knochen und peripheren Nerven – Stammzellen

können mit Medien und Faktoren in die gewünschte

Richtung verändert werden.

• Darstellung und Selektion der Stammzellen aus

Fettabsaugungen, Knochen-, Knorpel- und Bindegewebspräparaten

– Stammzellen können mit Genen

markiert werden, die unter gewünschten Umständen

eine Floureszenz hervorrufen und im Tierversuch

die Stellen markieren, an denen sie sich ansiedeln.

• Herstellung von Knorpel- und Knochenzellen aus

Amnion – Aus der Eihaut können mit Hilfe von

Wachstumsfaktoren die Stammzellen zu Knochen

verändert werden. Die Zellkultur findet dabei in

Mikrogravitation statt.

• Gewinnung von blutbildenden Stammzellen und

Veränderung der blutbildenden Stammzellen zu

Zellen für Blutgefäße – Bestimmte Wachstumsfaktoren

lassen Blutgefäse aus Stammzellen aussprossen.

Knochen soll damit durchblutet werden

und damit später in einem Knochendefekt voll eingebaut

werden können.


• Herstellung von Knochen-Wachstumsfaktoren aus

Blut und rekombinanten Quellen – Blutplättchen

haben eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren. Diese

werden isoliert und zur Erforschung von Zellkulturmedien

verwendet.

• Herstellung und Veränderung von Stammzellen

für die Therapie bei Herzinfarkten oder gefäßverengenden

Prozessen – Eine groß angelegte klinische

Studie mit dem AKH Linz zeigt den Vorteil einer

derartigen Therapie.

• Feststellung der Eigenschaften von Stammzellen,

die geeignet sind Abstoßungsreaktionen zu verhindern

– eine Untergruppe der Stammzellen kann

das Immunsystem positiv beeinflussen und eine

Abstossungsreaktion verhindern.

Molekulare Diagnostik:

• Forschung an Mikroorganismen und Charakterisierung

von Bakterien, die Resistenzen

gegen Antibiotika ausbilden – Mit

Sequenzierungsuna Arraymethoden

werden Gene gefunden die für die Ausbildung

von Antibiotikaresistenzen

notwendig sind.

• Identifikation von Antikörpern gegen

Baktieren – Hautkeime können die Bildung von

Antikörpern hervorrufen. Die Identifikation dieser Aktuelle Entwicklungen

Antikörper ist eine Voraussetzung zur Impfstoffentwicklung.

• Schnelltests für die Entdeckung von Bakterien im

Blut und Gewebe – ein patentiertes Genamplifikationsverfahren

ermöglicht die rasche Erkennung von

Bakterien in Blut.

• Identifikation von Genen, die für Abstoßungsreaktionen

bei Transplantationen von Relevanz sind

(Immungenetik) – Konstant werden neue Gene gefunden,

die für die Immunreaktion, Infektionsabwehr

und die Transplantation wichtig sind.

• Entwicklung von schnellen molekularbiologischen

Tests für die Immungnetik – Neue Verfahren zur

schnellen Erkennung und Identifikation dieser Gene

sind konstant in Entwicklung begriffen.

• Herstellung von virologischen Tests zur Sicherheit

von pharmazeutischen Produkten.

• Identifikation von Genen, die Medikamente

beeinflussen (Pharmakogenetik) – Gene

und Perspektiven

können den Abbau von Medikamenten

Personalstand

24

beeinflussen. Neue Tests ermöglichen

Mit Universitäts-/FH Abschluss 10

die Erkennung dieser Gene und die Ein-

Eingeworbene Drittmittel 1,74 Mio €

stellung der Patienten vor der Behandlung.

Betreute EU-Projekte

4

Nebenwirkungen werden damit ver-

Betreute Diplomarbeiten

11

hindert.

Betreute Dissertationen

3

Kooperationslabor des Ludwig Boltzmann Instituts für klinische und experimentelle Traumatologie

Adresse: 4020 Linz, Labor Scharitzerstrasse 4-6

Homepage: www.lbitrauma.org

Tel.Nr.: +43 732 777000 201; christian.gabriel@blutz.o.redcross.or.at

Träger: Blutzentrale Linz, Rotes Kreuz, Landesverband Oberösterreich, Krankenhausstraße 7,

4017 Linz und Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie,

Donaueschingenstrasse 13, 1200 Wien, Labor Scharitzerstrasse 4-6, 4020 Linz

Gesellschaftsform: Verein

Gründung: 2004

Leitung: Prim. Dr. Christian Gabriel und Univ. Prof. Dr. Heinz Redl

Informationen

zur Gesellschaft

95


INNOVATIONSNETZWERK 2008

96

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

2.5.7 Ludwig Boltzmann Institut Medien.Kunst.Forschung.

Das Ludwig Boltzmann Institut Medien.Kunst.Forschung.

in Linz hat es sich zum Ziel gesetzt, innovative Forschung

in der Entwicklung von Dokumentations-, Beschreibungs-

und Erhaltungsstrategien für digitale

Kunstwerke und Medienkunst zu betreiben. Aufgabe

des Instituts ist es insbesondere, die im Archiv der Ars

Electronica gesammelten digitalen Kunstwerke bzw.

Das Jahr 2007 war geprägt von einem signifikanten

weiteren Ausbau des Instituts. Die dritte Forschungslinie

des Instituts „Knowledge Representation und visuelle

Interfaces“ hat wie geplant im Oktober 2007

begonnen, und ingesamt wurden fünf neue Mitarbeiter

gewonnen.

Highlights 2007

• Vollausbau des Instituts mit allen Programmschwerpunkten

• Veranstaltung von Konferenzen im Radiokulturhaus

Wien, im Rahmen von Ars Electronica 2007 sowie

von re:place 07, Berlin

• Vergabe des Media.Art.Research. Award im Rahmen

des Prix Ars Electronica 2007

• Planung eines Großprojekts für das Kulturhauptstadt

Jahr 2009 in Kooperation mit Lentos Kunstmuseum

• Kooperationen mit der TU Wien und Karl Franzens

Universität Graz zu Fragen der Langzeitarchivierung

und Zugänglichmachung von digitalen Archiven

• Teilnahme am EU-Projekt „GAMA – Gateway to

Audiovisuals“

deren Dokumentation wissenschaftlich zu erschließen.

Dieses breite Spektrum wissenschaftlicher Gegenstände,

Disziplinen und Methoden wird in drei eng miteinander

verbundenen Forschungslinien bearbeitet:

Medienkunstgeschichte und Medientheorie, Content-

Management und Knowledge Representation und visuelle

Interfaces.


Wirtschaftliche Kennziffern

Projektfinanzierung Bund

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Ludwig Boltzmann Gesellschaft, Ludwig Boltzmann Institut Medien.Kunst.Forschung.

Adresse: 4020 Linz, Kollegiumgasse 2

Homepage: www.media.lbg.ac.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 7898480; office@media.lbg.ac.at

Rechtsform: Verein

Gesellschafter: Ludwig Boltzmann Gesellschaft GmbH

Gründung: 2005

in TEUR

678

Geschäftsführer: Institutsleiter: Prof. Dr. Dieter Daniels

6

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

99

1

in TEUR

656

12

17

in % der

Gesamterlöse

96

2

2

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

5 / 8

4,25 / 6,53

4 / 6

4 / 5

3,75 / 4,03

3 / 3

insgesamt Österreich Ausland

4 2 4

8 / 12

7,25 / 10,83

6 / 9

6 / 7

5,75 / 6,6

5 / 5

insgesamt Österreich Ausland

5 2 4 1

Informationen

zur Gesellschaft

97


INNOVATIONSNETZWERK 2008

98

KOOPERATIVE FORSCHUNG

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

Informationen

zur Gesellschaft

2.5.8 Ludwig Boltzmann Institut für operative Laparoskopie

Das Institut mit Hauptsitz am Allgemeinen Krankenhaus

der Stadt Linz GmbH beschäftigt sich mit der minimalinvasiven

Operationstechnik, die als das progressivste

Teilgebiet in der Chirurgie gilt. Diese neue Technologie

hat die Chirurgie weltweit revolutioniert. Aufgabe des

Institutes ist die kritische klinische Evaluierung der

neuen Operationstechnik der minimal-invasiven Chirurgie

im Hinblick auf Patientenkomfort, Praktikabilität und

Komplikationen. Die minimal-invasive Chirurgie brachte

eine Revolution in der operativen Medizin mit sich.

Minimal-invasive Chirurgie (= videogestützte Operationstechnik)

bedeutet, dass Kleininstrumente in das

Körperinnere eingebracht werden. Am Beginn standen

Operationen der Gallenblase, aber das Eingriffsspektrum

Forschungsschwerpunkt des Ludwig Boltzmann Institutes

für operative Laparoskopie wird für die nächsten

Jahre die Weiterentwicklung zur „Schmerzfreien Klinik“

werden. Es handelt sich hierbei um eine kontinuierliche

logische Weiterentwicklung von der traditionellen offenen

Chirurgie über die minimal-invasive Chirurgie zur möglichst

schmerzfreien Klinik. Wissenschaftliche Grundlage:

mehrere Publikationen aus verschiedenen operativen

Disziplinen zeigen, dass 40-50 % der Patienten unter

starken postoperativen Schmerzen leiden. Umso erstaunlicher

ist es, dass europaweit in nur wenigen Kranken-

Ludwig Boltzmann Institut für operative Laparoskopie

Adresse: 4020 Linz, Krankenhausstraße 9

Homepage: www.lbg.ac.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 7806 2133; chirurgie2@akh.linz.at

Gesellschafter: Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Gründung: 1993

Geschäftsführer: Prof. Dr. Wolfgang Wayand

dehnte sich bald auf praktisch alle übrigen Organe aus.

Zu den wesentlichsten Vorteilen der Methode gehören

die rasche Wiederherstellung nach Operationen, geringe

Belastung durch minimalisiertes Weichteiltrauma und

als erfreulicher Nebeneffekt kleinere Narben. Die sorgsame

Auswahl der in Frage kommenden Patienten und

die wissenschaftliche Aufarbeitung wurden vom Ludwig

Boltzmann Institut für operative Laparoskopie in 196

Publikationen dargelegt. Die wissenschaftliche Tätigkeit

erfolgt zusätzlich zur chirurgischen Versorgung der

Station mit 91 Betten und zur Durchführung von durchschnittlich

3.200 Operationen und 3.500 Endoskopien

pro Jahr.

häusern ein Konzept über das Management dieser

Schmerzen vorliegen haben. Meist werden die Schmerzen

erst „on demand“ behandelt, das heißt, erst wenn

der Patient Schmerzen äußert. Die Etablierung eines

Schmerzmanagement ist daher eine wesentliche Prämisse,

um diesen nicht zufrieden stellenden Zustand

zu ändern. Bereits 1992 wurde ein Statement der

operativen Fachverbände formuliert: „Eine suffiziente

Schmerzbehandlung verbessert die Lebensqualität der

Patienten, verbessert die Heilungschancen und verkürzt

gleichzeitig die Krankenhausaufenthalte“.


2.6 Sonstige Forschungseinrichtungen

2.6.1 Österreichische Akademie der Wissenschaften –

Institut für Limnologie

Die Limnologie ist die umfassende Lehre von den biologischen

Eigenschaften der Binnengewässer in ihrem

physikalisch-chemischen Umfeld. Die prozessorientierte

Grundlagenforschung ist die Hauptaufgabe des Instituts

für Limnologie (ILIM) der Österreichischen Akademie

der Wissenschaften. Die Forschungsergebnisse

werden jedoch auch bei der Beratung und Lösung

anwendungsorientierter Probleme der Gewässerplanung,

der Gewässernutzung und des Gewässerschutzes verwendet.

Die heutige Grundlagenforschung des ILIM

Das Institut für Limnologie

am Mondsee.

Das Institut für Limnologie konnte seine Forschungsarbeiten

im Jahre 2007 in 20 Forschungsprojekten auf

hohem Niveau fortführen, auch dank des hohen Anteils

an lukrierten Drittmitteln. Alle Projekte beziehen sich

inhaltlich auf den Institutsschwerpunkt, die Untersuchung

der Entstehung und des Erhaltes der Diversität

in Süßgewässern, der gegenwärtig in 10 Arbeitsgruppen

von den Mikroorganismen bis zu den Fischen

bearbeitet wird. Weiters

• wurden Kooperationen mit biomedizinischen

Unternehmen zur Produktion bioaktiver Naturstoffe

verstärkt

• beteiligte sich das Institut an der internationalen

Messkampagne 2007 auf der Donau

• hielten mehrere Wissenschafter Schlüsselreferate

auf internationalen Fachtagungen

• lehrten 8 habilitierte Wissenschafter an den

Universitäten in Salzburg, Wien und Innsbruck

• koordiniert ILIM unverändert den Internationalen

Postgraduierten-Lehrgang in Limnologie für LimnologInnen

aus Entwicklungsländern, übernimmt einen

wesentlichen Teil der Ausbildung innerhalb dieses

Kurses, und verstärkte seine Forschungs- und

Lehraktivitäten im Rahmen des Kurses in Ostafrika.

bietet die Basis für eine nachhaltige Sicherung der

Wasserqualität unserer Binnengewässer.

Das Institut ist mit zahlreichen Kooperationspartner

im In- und Ausland in Forschung und Lehre vernetzt.

Seit Ende 2007 befindet sich das Institutsgebäude in

Mondsee in einem Ausbau, der mit finanzieller Unterstützung

des Landes Oberösterreich durchgeführt

wird und voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2009 andauern

wird.

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

Untersuchung aquatischer Mikroorganismen (Bakterien) mittels Isolierung, Kultivierung sowie mikroskopischer

und genetischer Charakterisierung.

99


INNOVATIONSNETZWERK 2008

100

SONSTIGE

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

Informationen

zur Gesellschaft

Wirtschaftliche Kennziffern

Förderung Land

Förderung EU

Sonstige Förderungen

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12. (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

in TEUR

50

2457

43

38,6

26

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

2

98

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

19

17,4

12

150

74

2600

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

40

37,0

23,2

21 (abgeschlossen 5) 16 (abgeschlossen 5)

5,3

2,6

92,1

20

15,3

27 2 5 20 30 2 5 23

Institut für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Adresse: Mondseestraße 9, 5310 Mondsee

Homepage: http://www.oeaw.ac.at/limno/

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 6232/3125; Ingrid.Gradl@oeaw.ac.at (Sekretariat)

Rechtsform: Juristische Person des öffentlichen Rechts

Gründung: ÖAW (1847), Institut für Limnologie (1972)

Geschäftsführer: Prof. Dr. Thomas Weisse, Geschäftsführender Direktor

9,5


2.6.2 BioMed – Zentrum für biomedizinische und medizintechnische

Forschung / MAZ – Mikrochirurgisches Ausbildungs- und

Forschungszentrum

BioMed ist eine gemeinnützige außeruniversitäte Forschungseinrichtung,

welche in der biomedizinischen

und medizintechnischen Forschung aktiv ist.

Ein Schwerpunkt liegt auf der mikrochirurgischen Ausbildung

und Forschung speziell, bei maz – mikrochirurgisches

Ausbildungs- und Forschungszentrum in dem

Geschäftsbereich Hand- und Mikrochirurgie. Mit dem

maz Schulungszentrum im Donauplexx, Industriezeile

2007 war das Jahr der Erweiterung und Vergrößerung

für BioMed. Im Sommer wurde mit der Errichtung eines

modernen Schulungszentrums begonnen, in dem hinkünftig

Kurse und Fortbildungsveranstaltungen von maz

abgehalten werden. An 18 technisch hervorragend ausgestatteten

Arbeitsplätzen werden Chirurgen/innen aller

Fachrichtungen unter realitätsnahen Bedingungen in

die Kunst der Mikrochirurgie eingeführt und weiter

ausgebildet.

Mit der Errichtung des neuen Zentrums, das Ende 2007

fertiggestellt wurde, kann BioMed aber auch seine Forschungstätigkeiten

weiter ausbauen.

Darüber hinaus konnten zahlreiche Kooperationen und

Partnerschaften mit Industrieunternehmen eingegangen

werden.

Für 2008 ist ein intensiver Ausbau der Kursprodukte

und der Kurstiefe im mikrochirurgischen Bereich geplant.

36 wurde Europas größtes mikrochirurgisches Labor

für Ausbildungszwecke eröffnet. Auf über 200m2 können

Chirurg/innen aller Fachdisziplinen die mikrochirurgischen

Operationstechniken erlernen und trainieren.

Die Mikrochirurgie ist eine spezielle chirurgische Technik,

bei der unter dem Mikroskop operiert wird, da das

bloße Auge nicht mehr ausreicht, um die zu versorgenden

Strukturen wie Gefäße und Nerven präzise zu erkennen.

Die Hauptaktivitäten von BioMed und seinen

Einrichtungen sind:

• Abhaltung von Kursen und Vortragsveranstaltungen

im medizinischen, zahnmedizinischen und insbesondere

im fächerübergreifenden mikrochirurgischen

Bereich

• Abwicklung, Koordination und Initierung von Forschungsprojekten

im medizinischen Bereich

• Koordination und Abwicklung von Studien und Projekten

im medizinischen und medizin-technischen

Dienstleistungsbereich

• Projektbetreuung und -begleitung bei Planungsaufgaben,

beispielsweise bei der Errichtung von

Arztpraxen

• Veranstaltung von Informations- und Fortbildungsveranstaltungen

für Ärzte, Pflegepersonal, Medizintechniker/innen,

Therapeut/innen und selbstverständlich

alle anderen Interessierten

• Ausbildung von medizinisch tätigem Personal als

größter Anbieter mikrochirurgischer Kurse in Europa

• Biomedizinische Forschung

• Medizintechnische Forschung

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

101


INNOVATIONSNETZWERK 2008

102

SONSTIGE

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

Informationen

zur Organisation

Wirtschaftliche Kennziffern

in TEUR

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

1041

100

1380

100

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen 744

74,3

1089

79

Förderung Land

120

11,5

130

9,4

Sonstige Erlöse

Mitarbeiter/innen

147

14,12

161

11,6

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

8

3

10

5

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

5

2

6

2

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

6

2

7

3

Betreute Diplomarbeiten und Dissertationen

5/2

Sonstige F&E-Indikatoren

165

226

Betreute Projekte

Sonstige Indikatoren

18

23

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Sonstige spezifische Indikatoren

18 16 16 2

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

abgehaltene Kurse

27 25 25 2 31 28 28 3

Kursteilnehmer/innen

165 135 135 30 226 181 181 45

betreute Projekte

18 18 18

23 22 22 1

BioMed – Zentrum für biomedizinische & medizintechnische Forschung

Adresse: Industriezeile 36, 4020 Linz

Homepage: www.biomed.or.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 77 03 25; office@biomed.or.at

Rechtsform: Verein

Gründung: 2003

Geschäftsführer: Dr. Harald Schöffl (Vorstandsvorsitzender)


LifeTool Computer aided Communication (Integration

durch Kompetenz GesbR) mit Sitz in Linz wurde im Jahr

1998 von den Austrian Research Centers GmbH – ARC

und der Diakonie Österreich gegründet.

Ziele sind:

- die vorbehaltslose und nicht auf wirtschaftlichen

Gewinn orientierte Unterstützung von Menschen

mit Behinderung mittels assistierenden und

barrierefreien Technologien und Kommunikationshilfen

um folgende Ziele zu erreichen:

• wirksame und gleichberechtigte Teilhabe an

der Gesellschaft

• aktive Beteiligung an der Wissens- und

Informationsgesellschaft

• volle Integration in das Bildungswesen

• maximale Integration in die Arbeitswelt

• die weitgehende Reduzierung von Fremdhilfe

• Freude am Leben und das „Miteinander“ fördern

- die Forschung, Entwicklung und Anwendung von

assistierenden und barrierefreien Technologien und

MILESTONES IM JAHR 2007

• Otto Bock WheelSim powered by LifeTool

Der weltweit führende Rollstuhlhersteller Otto Bock

beauftragt LifeTool mit der Adapation der 3-D Rollstuhlsimulation

„WheelSim“ und wird nunmehr

unter dem Titel „Otto Bock WheelSim powered by

LifeTool“ in 5 Sprachen von Otto Bock vertrieben.

• LifeTool IntegraMouse® Großauftrag aus

Griechenland

Der griechische Vertriebspartner für LifeTool Produkte

stattet im Auftrag der griechischen Regierung

52 öffentliche Bildungseinrichtungen mit

IntegraMouse® aus, um Menschen mit schwerer

körperlicher Behinderung einen barrierefreien Zugang

zu ermöglichen.

• 4 zusätzliche Sprachen für LifeTool Softwareprogramme

Die LifeTool Softwareprogramme CatchMe 2.0 und

Puzzleworld wurden für neue Vertriebsparter um

2.6.3 Life Tool Computer aided Communication

Kommunikationshilfen in einem interdisziplinärem

Team, begleitet von Expertinnen aus dem jeweiligen

Fachgebiet der Kommunikation, Bildung, Wissenschaft,

Arbeit, Therapie, Rehabilitation, Pflege,

ergänzenden und alternativen Kommunikation (AAC)

- die Bereitstellung eines nicht auf wirtschaftlichen

Gewinn und von sämtlichen Verkaufszwängen

befreiten Beratungs- und Informationsangebot für

Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen

sowie allen interessierten Personen und Institutionen

die Sprachen Französisch, Norwegisch, Polnisch und

Spanisch erweitert.

• ShowMe AAC in Türkisch erhältlich

Das bm:ukk beauftrag LifeTool das Softwareprogramme

ShowMe AAC auf Türkisch zu übersetzen,

der Einsatz an Schulen wird vom Education Highway

evaluiert.

• Erfolgreiche Kooperation mit der Erste Bank

Stiftung und der Diakonie Auslandshilfe

Die Erste Bank Stiftung fördert den Betrieb der gemeinnützigen

LifeTool Beratungsstelle in Novi Sad

(Träger der Beratungsstelle: Diakonie Auslandshilfe)

und ermöglicht die Übersetzung des LifeTool Softwareprogramms

ShowMe AAC auf Serbisch.

• 2 neue LifeTool Softwareprogramme

LifeTool präsentiert auf der weltweit größten Fachmesse

für Menschen mit Behinderung (RehaCare

in Düsseldorf) die neuen Softwareprogramme

„PlayWithMe“ und „AboutJobs“.

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

103


INNOVATIONSNETZWERK 2008

104

SONSTIGE

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

• Kooperation mit dem Litauischen Unterrichtsministerium

Das Litauische Unterrichtsministerium stattet Sonderpädagogische

Schulen mit 100 LifeTool Softwareprogrammen

aus.

• LifeTool Softwareprogramm für Kindergarten

und Hortreferate

Das Land stattet Kindergärten und Hortreferate

mit dem LifeTool Softwareprogramm „Sicher im

Verkehr, mein erster Führerschein“ aus.

Ziele im kommenden Jahr 2008 sind die Stärkung vorhandener

Kompetenzen in allen Geschäftsbereichen

(Beratung, F & E, Produktion, Logistik), vor allem für

die Bereiche erwachsene Menschen mit Behinderung

Umsatzerlöse

Betriebsleistung

Förderungen

davon Land

Sonstige Förderungen

Personalstand in Köpfen (am Standort TechcEnter)

Personalstand im gesamten Life Tool Netzwerk (VZÄ)

Anteil wissenschaftlicher und technischer Mitarbeiter/innen

Durchschnittsalter

Anteil der Frauen

Anteil Menschen mit Behinderung

Fluktuation

Tätigkeit in wissenschaftlichen Ausschüssen/Gremien

Wissenschaftliche Partner

Partnerunternehmen

und Menschen im Alter, weiters der Ausbau und die

Absicherung des bestehenden Beratungsnetzwerks,

die Stärkung regionaler Kooperationen zwecks Forschung

& Entwicklung und serienreifer Überleitung

zur Produktproduktion, der Ausbau und die Etablierung

eines finanziellen Förderbeitragssystems zur Versorgung

mit technischen Hilfsmitteln für betroffene

Menschen mit Behinderung und schließlich die Gründung

einer gemeinnützigen GesmbH für die Bereiche

Forschung und Entwicklung und Beratung. Diese gemeinnützige

GesmbH wiederum errichtet eine gewerbliche

GesmbH für die kommerziellen Aktivitäten.

810 T€

2007

(+ 15,7 %)

1.182 T€ (+ 9,3 %)

298 T€ (- 19,1 %)

218 T€

80

(+/- 0 %)

12

25

75%

38,5 J

25%)

10%

0%

25

23

95

(+/- 0 %)

(+ 13)

(+/- 0 %)

(+/- 0 %)

(+/- 0 %)

(+/- 0 %)

(+/- 0 %)

(+/- 0 %)

(+ 21,7 %)


2 Patente und Markenrechte sowie 7 Internationale Auszeichnungen

für die LifeTool Produkte IntegraMouse®

und IntegraSwitch®. 18 sonderpädagogisch-therapeutische

Softwareprogramme entwickelt und durch das

bm:ukk approbiert. Weltweiter Vertrieb von LifeTool

Entwicklungen weltweit durch mehr als 70 Vertriebspartner

in mehr als 35

Länder für bislang rund

18.000 Menschen mit

Behinderung.

Life Tool Computer aided Communication

Adresse: Hafenstraße 47-51, 4020 Linz

Homepage: www.lifetool.at

Tel.Nr.: +43 732 9015 5200

Rechtsform: gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft

Gesellschafter/Träger: Diakonie Österreich, ARC Seibersdorf research GesmbH

Gründung: 1998

Geschäftsführer: Mag. David Hofer

Gemeinnütziges LifeTool Beratungsnetzwerk mit 5 Beratungsstellen

(Linz, Wien, Klagenfurt, Novi Sad und

Prag) und Etablierung als Österreichisches Kompetenzzentrum

für assistierende und barrierefreie Technologien

und Kommunikationshilfen, ca. 4.500 Menschen

in Österreich mit technischen Hilfen versorgt.

Bislang 56 Projekte durchgeführt, mehr als 9.000 Beratungsstunden

geleistet, 30 Diplomarbeiten/Dissertationen

betreut und rund 450 Vorträge und Veranstaltungen

absolviert.

Evaluierung durch Universität Linz (2002), Wirtschaftsuniversität

Wien (2003, 2004) und Fond Gesundes

Österreich (2005), Gründung und Etablierung der Marke

LifeTool Computer aided Communication für die ARGE

Integration durch Kompetenz GesbR.

Entwicklungszahlen

Informationen

zur Gesellschaft

105


INNOVATIONSNETZWERK 2008

106

SONSTIGE

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

2.6.4 LOGISTIKUM – Kompetenzzentrum Logistik und

Unternehmensnetzwerke

Im Jahr 2006 gegründet, war das LOGISTIKUM bereits

2007 österreichweit die größte Forschungs- und Entwicklungs-Einrichtung

im Bereich Logistik und Unternehmensnetzwerke.

Initiiert im Rahmen des strategischen

Programms „Innovatives 2010“, bildet das

Logistikum die Brücke zwischen wissenschaftlicher

Bearbeitung logistischer Fragestellungen und der

unternehmerischen Praxis.

Das Jahr 2007 verlief so wie das Gründungsjahr äußerst

erfolgreich. Die inhaltliche Arbeit in den definierten

Kompetenzbereichen erstreckte sich auf eine Vielzahl

von Projekten mit einem breiten Themenspektrum, die

Intensität und der Umfang der Aktivitäten hat die Erwartungen

bzw. die gesteckten Ziele bei weitem übertroffen.

Auch die Publikationstätigkeit wurde 2007 verstärkt.

Ein kleiner Rückschlag war die Nichtgenehmigung

des K-Antrages con:PLEX, der jedoch auch positive

Auswirkungen hatte: zum einen konnten zahlreiche

neue Kontakte geknüpft werden, außerdem konnten

einige der im K-Projekt dargestellten Projekte auch ohne

Förderung gestartet werden.

Im Jahr 2008 liegt der Fokus weiterhin auf den definierten

Kompetenzbereichen und Zielsetzungen liegen.

Transferprojekte mit Unternehmen werden wie bisher

durchgeführt, jedoch ist 2008 auch von einer großen

Anzahl an Förderungsanträgen geprägt sein, in denen

Firmen entsprechend als Forschungspartner agieren.

Forschungsschwerpunkte:

• Funktionale Logistik & Optimierung

• Informationssysteme

• Verkehrsinfrastruktur & Umwelt

• Logistiktechnologie

(Logistik Technologie Center – LTC)

• Managementsysteme /

Steyr Netzwerk Modell (SNM)

• Prozessmanagement

• Supply Chain-Controlling sowie

• Unternehmensnetzwerke

Ein großer Erfolg im Jahr 2008 stellt die Genehmigung

von acht wissenschaftlichen Publikationen bei mind.

drei internationalen Konferenzen dar. Ein ebenfalls

wesentliches Highlight im Jahr 2008 ist die Veröffentlichung

der Studie „Logistik 2030“. Auf Initiative des

Verein Netzwerk Logistik (VNL), im Auftrag des Bundesministerium

für Verkehr, Innovation und Technologie

(bmvit) und namhaften oberösterreichschen Wirtschaftsbetrieben

hat das LOGISTIKUM Zukunftsszenarien mit

einem Zeitfenster bis 2030 erarbeitet und daraus Handlungsempfehlungen

für Politik und Wirtschaft abgeleitet,

die für eine nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts

Österreich sorgen sollen.

Die Studie wurde am Linzer Logistik Tag 2008 der

Öffentlichkeit vorgestellt.


Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Förderung Land

Förderung EU

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Anzahl wissenschaftlicher Paper

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

LOGISTIKUM – Kompetenzzentrum Logistik und Unternehmensnetzwerke

Adresse: Wehrgrabengasse 1-3, 4400 Steyr

Homepage: www.logistikum.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 7252 884 3200; office@logistikum.at

Gesellschafter/Träger: FH Forschungs & Entwicklungs GmbH

Rechtsform: Forschungsbereich einer GmbH

Gründung: 2006

in TEUR

541.258

157.374

13.884

370.000

inkl. bei Bund

Leitung: Prof. (FH) Mag. Dr. Friedrich Starkl

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

11

7

6

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

29 %

2,6 %

68,4 %

inkl. bei Bund

4

2

2

in TEUR

861.172

310.241

10.930

540.000

inkl. bei Bund

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

1 1 0 0 1 1 0 0

9 8 1 0 19 13 5 1

17

14

11

9 16

in % der

Gesamterlöse

36 %

1,3 %

62,7 %

inkl. bei Bund

6

5

3

Informationen

zur Einrichtung

107


INNOVATIONSNETZWERK 2008

108

SONSTIGE

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

Kurzbeschreibung

Mechanische Prüfung Mikrocharakterisierung

Informationen

zur Gesellschaft

2.6.5 AAR – Austrian Aeronautics Research

Das AAR betreibt Forschung und Entwicklung zum Nutzen

des Konsortiums, die Ergebnisse der Forschung werden

laufend von den Industriepartnern umgesetzt. Koordiniert

von der Austrian Research Centers GmbH -

ARC in Seibersdorf arbeiten Forschungs- und Industriepartner

in der Entwicklung von Werkstoffen, Herstellungsprozessen,

Komponenten und Engineering-

Methoden zusammen. Schwerpunkte der Forschung

sind Modelleirung von Faserverbund-Laminaten,

„Structural Health Monitoring“ für die Anwendung in

Faserverbund-Bauteilen, Test-und Prüfmethoden für

Luftfahrtwerkstoffe, sowie „Damage Tolerant Design“

Träger des AAR: Austrian Research Centers GmbH-ARC

Adresse: A-2444 Seibersdorf

Homepage: aar.arcs.ac.at

Tel.Nr.: / E-Mail: 05 0550 3368; anneliese.poenninger@arcs.ac.at

Rechtsform: Arbeitsgemeinschaft

Gründung: 2000

Geschäftsführer: Koordinatorin des AAR: DI Anneliese Pönninger

für komplexe metallische Bauteile. Die wichtigsten

Forschungsbereiche der Industriepartner FACC, Magna,

Böhler, Pankl, Plansee, AMAG, Isovolta, FWT, Austrian

Aerospace und Schiebel sind Harze und Prepregs,

Faserverbund- und Leichtmetallbauteile, Komponenten

für die Anwendung von Flüssigwasserstoff, Titanaluminide,

Titanmatrix-Composites und Aluminiumlegierungen.

Das Kompetenznetzwerk für Luftfahrttechnologie/Verbund-

und Leichtwerkstoffe (AAR) ist nach erfolgreicher

4-jähriger Tätigkeit Ende 2005 auf weitere 3 Jahre verlängert

worden. Es ist ein Netzwerk mit den Forschungsstandorten

ARC Seibersdorf, MU Leoben und TU Wien.

Die industrielle Beteiligung ist auf die Bundesländer

Wien, NÖ, Steiermark, und Tirol verteil. Im AAR

sind ca. 20 wissenschaftliche Mitarbeiter (7 Vollzeitäquivalent)

und jeweils 3-6 DiplomandInnen und

Dissertant/innen tätig. Das Budget 2007 betrug etwa

2,8 Mio. € Herausragende Bedeutung erlangte das

AAR insbesondere durch seine Forschungs- und Prüfdienstleistungen

auf den Gebieten Mikrocharakterisierung

und Werkstoffanalyse, Ermüdungsverhalten,

Schädigungsfortschritt und Lebensdauer von Werkstoffen

und Bauteilen.


Das IBS ist die größte Prüf- und Überwachungsstelle

für Brandschutz in Österreich. Neben Brandversuchen

für Baustoffe (Prüfung der Brennbarkeit) und Bauteile

(Prüfung des Brandwiderstandes) erstellt das IBS Brandschutzkonzepte

für ganze Gebäudeanlagen, erstellt

Forschungsschwerpunkte im Bereich Bau

• Hochtemperaturbeständigkeit von Beton (Tunnelbeton,

Faserbeton)

• Brandrisikoeinschätzung von Gebäuden

2.6.6 IBS – Institut für Brandschutztechnik

Störfall- und Risikoanalysen und rekonstruiert Brandverläufe

zur Brandursachenermittlung. Das Institut führt

eigene Forschung im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes

z.B. Optimierung von Bauteilkonstruktionen,

Fire Safty engineering, etc. durch. Das Institut führt

auch die Abnahmeprüfung und Revision von technischen

Anlagen, beispielsweise Brandmeldeanlagen, Gaslöschanlagen,

Schaumlöschanlagen, Sprinkleranlagen, Sprühflutanlagen,

Sprühnebelanlagen usw. durch. Ein weiterer

Schwerpunkt des IBS ist die Wissensvermittlung:

Seminare und Schulungen werden zielgruppenspezifisch,

zum Beispiel für bestimmte Branchen, angeboten.

• Optimierung des Brandschutzes bei Stahltragkonstruktionen

• Brandschutz bei Fassaden

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

109


INNOVATIONSNETZWERK 2008

110

SONSTIGE

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

Informationen

zur Gesellschaft

2006 2007

Mitarbeiter/innen

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

46

15

53

20

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

44

14

50

18

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

10

1

13

1

Zahl aller bisher eingereichten Patente seit keine Patente, da staatlich akkreditierte Prüf- und Überwachungsstelle,

Bestehen

Akkreditierungsgesetz lässt uns keine Patente zu

Betreute Diplomarbeiten und Dissertationen

1

0

Forschungsprojekte

Sonstige Indikatoren

2

3

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

Zahl der wissenschaftlichen Partner

1 0 1 0 2 0 2 0

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

1000 250 850 150

Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung Gesellschaft M.B.H

Adresse: Petzoldstrasse 45, A-4017 Linz

Homepage: www.ibs-austria.at

Tel.Nr.: +43 732 7617-0

Rechtsform: Gesellschaft mbH

Gesellschafter: Brandverhütungsstelle Genossenschaft

Gründung: 1991

Geschäftsführer: Dr. DI Arthur Eisenbeiss, Ing. Helmut Peherstorfer


Das Austria Solar Innovation Center, dessen Tätigkeit

nicht auf Gewinn gerichtet ist, wurde im Jahr 2000 gegründet

und bezweckt laut Vereinsstatuten:

• die Intensivierung der Forschung auf dem Gebiet

der Solartechnik

• die verstärkte Nutzung und Weiterentwicklung der

Solartechnik

• die Stärkung der technologischen Position von

Oberösterreich im Hinblick auf die Solartechnik

Das Austria Solar Innovation Center – ASiC begleitet als

F&E-Dienstleistungsanbieter innovative Projektideen

aus den unterschiedlichsten Bereichen der Erneuerbaren

Energietechnologien mit dem Schwerpunkt

Solartechnik. Diese Projekte können thematisch den

Gebieten Kollektorentwicklung, solarer Kühlsysteme,

Brennstoffzellensysteme, aber auch thermische

Speichertechnologien und Wärmepumpenanwendung

zugeordnet werden.

Neben dieser projektbezogener Firmenunterstützung

arbeitet das ASiC auf internationaler Ebene bei den

SHC-Tasks 36 und 38 der Internationalen Energieagentur

IEA sowie bei der „European Solar Thermal Technology

Platform“ – ESTTP mit.

Das ASiC betreibt gemeinsam mit der FH Wels das von

Land und der Stadt Wels finanzierte „Solarlabor“,

das aus unterschiedlichen Mess- und Prüfeinrichtungen

im Bereich der Erneuerbaren Energie-Technologien mit

den Themenschwerpunkten

• Indoor- und Outdoor-Prüfstelle für solarthermische

Kollektoren

• Photovoltaik – Messlabor

• Brennstoffzellenlabor

• Optisches Labor, Spektrometrie-Messplatz

• Biomasseskessel-Prüfplatz

• Kraft/Wärme-Kopplungslabor

2.6.7 Austria Solar Innovation Center

• die Förderung der Zusammenarbeit von Unternehmen

und wissenschaftlichen Einrichtungen auf dem Gebiet

der Solartechnik

• die weitere Verbreitung erneuerbarer Energien

im Allgemeinen bzw. von Solartechnologien im

Besonderen

• die Unterstützung von Maßnahmen zur Reduktion

von Treibhausgas-Emissionen, dadurch soll langfristig

eine nachhaltige Verbesserung der Umweltsituation

erreicht werden

besteht. Vor allem an der Akkreditierung als Prüfstelle

für solarthermische Kollektoren nach ÖNORM EN12975-

2 wurde 2007 gearbeitet, die Ende 2008 erlangt werden

soll.

Seit dem Jahr 2000 ist das ASiC die erste Ansprechstelle

in Oberösterreich im Bereich Forschung und Entwicklung

in der Solartechnik und verfolgt neueste Innovationen

und Trends. Die Forschungstätigkeit des ASiC

bewirkt eine Bündelung der vorhandenen Ressourcen

und steigert die Entwicklungskompetenz der Unternehmen

im Bereich Erneuerbare Energie in Oberösterreich.

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

111


INNOVATIONSNETZWERK 2008

112

SONSTIGE

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

Informationen

zur Gesellschaft

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Land

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

ASiC Austria Solar Innovation Center

in TEUR

455

154

100

58

143

6

5,4

4,4

Adresse: Durisolstraße 7, 4600 Wels

Homepage: www.asic.at

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

in TEUR

492

191

100

58

143

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

insgesamt insgesamt

3

20

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 7242 9396 5561; office@asic.at

Rechtsform: Verein

Gründung: 2000

Geschäftsführer: DI Dr. Gerald Steinmaurer

100 %

34 %

22 %

13 %

31 %

1

1

0

6

6

5

9

20

100 %

40 %

20 %

11 %

28 %

1

1

0


Das Bautechnische Institut ist eine staatlich akkreditierte

Forschungs-, Prüf- und Überwachungsstelle für

Baustoffe und Baukonstruktionen, mit Spezialisierung

auf Hochbau und Hochbauprodukte. Neben den

klassischen Baustoffen wie Beton und Ziegel wird mit

allen im Hochbau eingesetzten organischen und

anorganischen Materialien gearbeitet.

Die wichtigsten Aktivitäten des BTI für 2007 und 2008

sind Maßnahmen zur

• Energieeinsparung

• Forschung und Entwicklung

Die Tätigkeiten des BTI im Bereich Energieeinsparung

umfassen:

• Gebäudesanierung: Messung der Wärmedämmeigenschaften

der Baustoffe und der Dichtheit der

Konstruktion als Grundlage eines Sanierungskonzeptes.

• Neubau: Energieausweis, baubegleitende Kontrollen

und Endabnahme der Gebäudedichtheit

• Baustoffe und Baukonstruktionen: Optimierung

hinsichtlich Wärmedämmvermögen

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Sonstige Erlöse

in TEUR

1.131

970

120

41

2.6.8 BTI – Bautechnisches Institut

Entsprechend den Anforderungen der Bauproduktenrichtlinie

und der neuen energetischen Richtlinien

wurde das Angebot vor allem hinsichtlich Bauphysik –

Wärme und Schall – ausgeweitet. Das BTI ist im Passivhausbau

beratend, berechnend und prüfend tätig, erstellt

Energieausweise sowie Gutachten hinsichtlich

der Bauausführung und zur Beweissicherung.

Die Forschung und Entwicklung erfolgt in Kooperation

vor allem mit oberösterreichischen Unternehmen.

Die umfangreichsten Projekte sind:

• Klebetechnologie für Planziegelmauerwerk: im

Auftrag des Ziegelwerks Pichler/Wels wurde das

KLIMABLOC DRY FIX Mauerwerkssystem entwickelt.

Bei annähernd gleichen technischen und bauphysikalischen

Leistungsmerkmalen werden im

Vergleich zu herkömichem Mauerwerk zumindest

50 % der Personalkosten eingespart.

• Ziegeldecke: Vitalton Ziegeldiele von Leitl Spannton

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

100

86

11

3

in TEUR

1.120

1.117

3

in % der

Gesamterlöse

100

100

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

113


INNOVATIONSNETZWERK 2008

114

SONSTIGE

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN

Informationen

zur Organisation

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

Sonstige F&E-Indikatoren:

F&E Umsatzanteil

Anzahl geförderter F&E Projekte

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

Entwicklungszahlen Das BTI wurde 1952 als Entwicklungsabteilung der

Firma Bauhütte Leitl Werke gegründet und 1982 ausgegliedert

und als selbständiger Verein eingetragen.

BAUTECHNISCHES INSTITUT

16

15

10

2006 2007

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

1

33 %

Adresse: Karl Leitl-Strasse 2, 4048 Linz-Puchenau

Homepage: www.bti.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 732 22 15 15; office@bti.at

Rechtsform: Verein

Gesellschafter: BAUTECHNISCHES INSTITUT

Gründung: 1952

Geschäftsführer: DI Harald Mayr

8

4

4

1

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

12 1 7 4 13 1 8 4

140 90 22 28 165 105 28 32

Mitarbeiter

Umsatz

Kunden

15

14

9

1982

4

150 T€

15

1

35 %

9

5

4

2

2007

14

1.120 T€

165


3 Beratungs- und Innovationsförderungseinrichtungen

3.1 . Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG)

Die TMG ist Standort- und Innovationsagentur des

Landes Oberösterreich. Sie gestaltet die oberösterreichische

Standort- und Innovationspolitik und dient Unternehmen

als zentrale Kontaktstelle (one-stop-shop) für

Betriebsansiedlungen in Oberösterreich. Die TMG hat

ihren Sitz im TechcEnter Linz und wurde am 7. November

1991 gegründet.

Hauptgesellschafter ist die Landesholding GmbH

(für das Land Oberösterreich) mit einem Geschäftsanteil

von 56 %. Weitere Gesellschafter sind die Sozialpartner,

die Statutarstädte und die Ennshafen GmbH.

Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der zuständige

Wirtschaftslandesrat.

Allgemeines Ziel der Tätigkeit der TMG ist die Sicherung

und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Erhöhung

der Produktivität und Wertschöpfung der oberösterreichischen

Wirtschaft. Die Aufgaben der TMG

werden in den zwei Geschäftsbereichen „Standortmarketing“

und „Innovation & Technologie“ wahrgenommen

und gliedern sich wie folgt:

Standortmarketing

• Betriebsansiedlung und Standortentwicklung

• Marketing

• Koordination der Impulszentren

Innovation & Technologie

• Wirtschaftsprogramm „Innovatives 2010“

• EU-Programme

• Innovationsbeteiligungen

Im Bereich Management Services (früher: Finanzen-

IT-Personal-Organisation) werden zentrale Dienstleistungen

für die TMG und ihre Tochterunternehmen

erbracht. Weiters gab es zwei Stabstellen für Unternehmenskommunikation

und für Recht und Versicherungen.

Die Gesellschaftsanteile verteilen sich wie folgt:

56 % Landesholding GmbH

15 % Kammer für Arbeiter und Angestelle für

Oberösterreich

15 % Wirtschaftskammer Oberösterreich

5 % Vereinigung der österreichischen Industrie -

Landesgruppe Oberösterreich

5 % Stadt Linz

2 % Stadt Steyr

1 % Wirtschaftsberatungs- und Ansiedlungsgesellschaft

Wels GmbH

1 % Ennshafen GmbH

a) Geschäftsbereich Standortmarketing

Für das Standortmarketing stehen die wirtschaftlichen

und arbeitsmarktpolitischen Ziele im Vordergrund. Die

Investitionen in die Verbesserung der Standortbedingungen

müssen optimal umgesetzt werden: in mehr

und bessere Arbeitsplätze und die Erhöhung der Produktivität

und Wertschöpfung und damit der Einkommen.

Dies erfordert eine zukunftsgerichtete Standortentwicklung

und die Begleitung von in- und ausländischen

Unternehmen in der Betriebsansiedlung und -

erweiterung. Weiters müssen die wirtschaftlichen

Chancen und Entwicklungspotenziale durch ein effizientes

Standortmarketing optimal genutzt werden.

Die TMG ist dabei in folgenden Geschäftsfeldern tätig:

• Unterstützung von Betriebsansiedlungen und -erweiterungen

(Standortwahl, Behörden, Förderung

und Finanzierung, Findung und Qualifizierung von

Arbeitskräften, Kooperationspartner, ...)

• Standortentwicklung in Kooperation mit Gemeinden

und privaten Anbietern (Sicherung, Planung,

Erschließung, Vermarktung)

• Förderung der Zusammenarbeit von Gemeinden in

der Betriebsansiedlung

Kurzbeschreibung

Ziele, Aufgabe

und Geschäftsbereiche

115


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

116

• Entwicklung und Begleitung von Leitprojekten zur

Standortstärkung Oberösterreichs

• Realisierung touristischer Leitprojekte

• Standortwerbung (Broschüren, Homepage, Veranstaltungen)

Betriebsansiedlungen und Betriebserweiterungen

Die Begleitung und Beratung von Unternehmen bei

Erweiterungsinvestitionen beziehungsweise Neuansiedlungen

stellt einen bedeutenden Faktor für die

wirtschaftliche Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes

dar. Insgesamt wurden mit Begleitung

der TMG seit 1993 552 Projekte mit einem Investitionsvolumen

von rund 3 Mrd. € erfolgreich realisiert. Dadurch

konnten 14.516 Arbeitsplätze geschaffen

beziehungsweise gesichert werden.

In den Jahren 2006 und 2007 wurde mit 87 beziehungsweise

75 erfolgreich betreuten Unternehmen die bisher

Von der TMG betreute Ansiedlungs- und Erweiterungsprojekte 1993 – 2007

Projektstart

1993/94

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

1993-2007

Anzahl der

Unternehmen/Projekte

5

11

14

15

29

24

33

52

42

44

60

61

87

75

552

Die Struktur der 2007 betreuten Unternehmen zeigt

folgendes Bild:

• rund 80 Prozent der Projekte entfallen auf KMU

mit weniger als 250 Beschäftigten

• fast zwei Drittel – also 64 Prozent – sind Produktionsbetriebe

höchste Anzahl an realisierten Projekten erreicht.

Der zeitliche Aufwand und das von der TMG geforderte

beziehungsweise angebotene Service differiert bei den

einzelnen Projekten sehr stark. Unterschiedlich ist

auch die Bedeutung der Aktivitäten der TMG für die

Realisierung der Projekte. Es gibt Projekte, die ohne

den Einsatz der TMG mit Sicherheit oder hoher Wahrscheinlichkeit

nicht verwirklicht worden wären. Bei

anderen Projekten hat das Service der TMG zu einer für

das Unternehmen besseren, rascheren oder kostengünstigeren

Realisierung der Investition erheblich beigetragen.

Quantitative Angaben über realisierte Projekte, geschaffene

Arbeitsplätze oder Investitionsvolumina

bilden nur bedingt den Erfolg der Unterstützungsleistung

ab. Zu einer Beurteilung der nachhaltigen Wirkung

müssten auch qualitative Kriterien herangezogen

werden.

Investitionen

in Mio. €

23

19

15

217

466

90

83

604

240

149

99

310

320

369

3.004

Anzahl der geschaffenen/

gesicherten Arbeitsplätze

296

359

788

382

1.524

711

1.667

1.664

882

1.174

995

1.606

1134

1636

14.818

• ein Drittel der Projekte entfallen auf ausländische

Unternehmen

• bei fast zwei Drittel der Projekte stellen F&E beziehungsweise

Innovationslösungen für Kunden

einen integrierten Unternehmensbestandteil dar


Regionale Verteilung der von der TMG 2007 betreuten

Investitionsprojekte:

Projektstart

Gesamt

Innviertel

Hausruckviertel

Mühlviertel

Traunviertel

Linz

Anzahl

75

14

8

12

30

11

Investitionen

in Mio. €

368,6

50,8

15,8

47,4

224,1

30,3

Arbeitsplätze

1.636

499

84

229

755

69

Standortentwicklung – Sicherung, Planung,

Erschließung und Vermarktung von Betriebsgrundstücken

Das Angebot an gut geeigneten Flächen für die Ansiedlung

und Erweiterung von Betrieben ist eine wichtige

Voraussetzung für Investitionen der Unternehmen.

Die TMG arbeitet diesbezüglich mit den Gemeinden

und privaten Anbietern zusammen. Das wichtigste Instrument

zur Absicherung der Verfügbarkeit von Grundstücken

sind Optionen, die von den Gemeinden und der

TMG mit den Grundstückseigentümern möglichst

langfristig abgeschlossen werden. Insgesamt stehen

rund 400 Hektar Bauland, das durch Kooperation der

Gemeinden beziehungsweise privater Eigentümer mit

der TMG gesichert beziehungsweise verwertet werden,

zur Verfügung. In Einzelfällen wurden auch Grundstücke

und gewerbliche Immobilien von der TMG gekauft.

Es sind dies Grundstücke in Schörfling (60.000 m2) –

dort wurde bis Jahresende 2007 bis auf rund 7.000 m2 das Areal verwertet, Roitham (40.000 m2) - die Fläche

wird durch einen Bestandsvertrag von der Firma

Miba Frictec genutzt – und die Liegenschaft Steyr

Mannlicher mit 53.000 m2 – zu diesem Areal gibt es

eine Nutzung durch BMW Steyr und die Firma ILL. Im

Jahr 2006 wurde ein Grundstück in Reichersberg mit

90.000 m2 erworben und dem Unternehmen FACC

mittels Baurechtsvertrag zur Nutzung übergeben.

2007 wurden von der TMG 51 Standorte von Gemeindekooperationen

beziehungsweise Einzelgemeinden betreut.

Neu gesichert wurden 2007 sieben Flächen mit

einem Ausmaß von rund 780.000 m2. Alle Flächen

wurden mit einer Ausnahme mit längerfristigen Optionsverträgen

gesichert.

Interkommunale Kooperation (INKOBA)

Die Initiierung und Unterstützung der Zusammenarbeit

von Gemeinden in Fragen der Betriebsansiedlung

hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung

gewonnen. Mit Ende 2007 bestanden in Oberösterreich

16 interkommunale Projekte mit 140 beteiligten

Gemeinden und einem Flächenangebot von

rund 200 ha. Bei 13 Kooperationen handelt es sich

um insgesamt 16 Gewerbegebiete. Die anderen drei

Kooperationen beinhalten zwei regionale Gründerbeziehungsweise

Gewerbezentren. Beim dritten Projekt,

dem Regionalen Innovations Centrum Gunskirchen

mit den Schwerpunkten Motorentechnologie und berufliche

Aus- und Weiterbildung, haben sich alle Gemeinden

des Bezirkes Wels Land beteiligt.

Gewerbegebietserschließungen

im ländlichen Raum

117


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

118

Ein neuer Schritt wurde erstmals mit der interkommunalen

Kooperation Lengau möglich. Dort gibt es die

erste Landesgrenzen übergreifende Zusammenarbeit

zwischen Gemeinden aus Oberösterreich (Lengau und

Lochen) und aus Salzburg (Neumarkt am Wallersee und

Straßwalchen). Ende 2007 waren 10 Kooperationen

mit 50 beteiligten Gemeinden in Prüfung bzw. in Vorbereitung.

INTERREG Projekte

Bei zwei Projekten (Entwicklung neuer Tools für KMU

zur Standortstärkung, Wellness-Gesundheit) erfolgte

eine Miteinreichung mit anderen europäischen

Partnern.

Marketing

In den Jahren 2006 und 2007 wurden zahlreiche Präsentationen

zum Thema Wirtschaftsstandort Oberösterreich

durchgeführt - u.a. moderierte Fachdiskussionen

in Zürich, Berlin, Bozen und Stuttgart. Es wurden jährlich

3 Ausgaben des Business Focus produziert und an

ca. 18.000 Adressaten (davon 3.680 außerhalb Österreichs)

versandt. An den mit der Industriellenvereinigung

durchgeführten Technologietagen haben sich

40 Unternehmen und rund 3.600 Schülerinnen und

Schüler (134 Klassen) beteiligt. Für den von der TMG

abgewickelten Schulprojekt-Wettbewerb „Innovation

& Wirtschaft“ wurden in 7 Kategorien und 2 Sonderwertungen

109 Projekte eingereicht. 22 Preisträger

erhielten ein Preisgeld von 10.600 Euro. Für den Innovationspreis

des Landes haben 63 Unternehmen und

F&E-Einrichtungen 71 Projekte/Innovationen eingereicht.

Im Jahr 2007 wurden 84.600 Besucher auf

www.tmg.at gezählt.

b) Geschäftsbereich Innovation & Technologie

Ein wesentlicher kritischer Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsstärke

des Standorts Oberösterreich sind

günstige Rahmenbedingungen für Innovation und

Technologie für die Unternehmen und damit die Region

insgesamt.

Wesentlichste Aufgabe des Geschäftsbereichs „Innovation

& Technologie“ ist die Koordination der Erstellung

und Umsetzung von strategischen Programmen, die

diesem Ziel dienen. Mit 1. Juli 2005 trat das Wirtschaftsprogramm

„Innovatives 2010“ in Kraft, das

in fünf Themenfeldern und mit 43 Maßnahmen einen

kräftigen Innovationsschub bis 2010 für den Innovationsstandort

Oberösterreich bedeutet und das Innovationsnetzwerk

weiter stärkt.

Die Weiterentwicklung der Forschungs-, Wissens- und

Innovationsstrukturen ist eine weitere Kernaufgabe

dieses Geschäftsbereichs. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit

mit den regionalen und nationalen Forschungs-

und Innovationseinrichtungen und knüpft

an europäische Programme an.

Die TMG hält weiters vier Beteiligungen im Forschungs-,

Bildungs-, Förder- und Netzwerkbereich.

Diese werden ebenfalls im Geschäftsbereich „Innovation

& Technologie“ gemanagt.

Programmkoordination & -controlling – Wirtschaftsprogramm

„Innovatives 2010“

Das Wirtschaftsprogramm „Innovatives 2010“ wurde

im Jahr 2004 unter Beteiligung von rund 250 Experten/innen

und unter maßgeblicher Mitwirkung des

Rates für Forschung und Technologie für Oberösterreich

(RFT ) erstellt und hat einen Wirkungszeitraum

von 1. Juli 2005 bis 30. Juni 2010.

Das Programmvolumen beläuft sich auf rund 600

Millionen Euro, davon wird ein Drittel vom Land

finanziert. Die weiteren Mittel kommen aus dem privaten

Bereich beziehungsweise werden von nationalen und

europäischen Programmen unterstützt. Der finanzielle

Schwerpunkt liegt im Themenfeld „Forschung & Entwicklung“.

Für diesen Bereich stehen über 53 Prozent

der Gesamtmittel und fast 60 Prozent der Landesmittel

zur Verfügung.


Verteilung der Mittel für das Strategische Programm Innovatives Oberösterreich 2005-2010 in %

Themenfeld

1 Forschung & Entwicklung

2 Berufliche Qualifikation

3 Netzwerke

4 Wirtschafts- und Technologiestandort

5 EU-Networking

Neben der Vorbereitung der Projektmanagement- und

Monitoringstrukturen wurden noch im Jahr 2005 die

ersten Maßnahmen des Programms umgesetzt. Dazu

zählen die oberösterreichische Forschungsförderung

für Unternehmen, die über die FFG abgewickelt wird,

der Start des Netzwerkes Umwelttechnik sowie des

Kompetenzzentrums Logistik (Logistikum) und der Ausbau

des Softwareparks Hagenberg.

Von größter Bedeutung ist die erfolgreiche Beteiligung

oberösterreichischer F&E-Einrichtungen am Kompetenzzentrenprogramm

des Bundes (COMET – Competence

Centers for Excellent Technologies). Im ersten Call wurden

eines von drei K2-Zentren (ACCM) und drei von

acht K1-Zentren (K1-MET, SCCH und WOOD) mit oö.

Leitung genehmigt. Derzeit laufen die Vorbereitungen

für die Einreichung von K-Projekten im Sommer 2008.

Der 2. Call für die K1- und K2-Zentren startet im Herbst

2008.

Weiters wurden im Themenfeld „Beruflicher Qualifikation“

eine Reihe von Maßnahmen zur Verstärkung

des Technikinteresses von Jugendlichen, wie zum Beispiel

„Power Girls“ und „Technik erleben im Grundschulalter“

umgesetzt.

In den Netzwerken stehen neue Fördermittel im Rahmen

des Strukturfond-Programms ¸Regionale Wettbewerbsfähigkeit

2007-2013“ zur Verfügung. Oö. Betriebe

haben dadurch die Möglichkeit, Fördergelder für Kooperationsprojekte

in den Bereichen Humanressourcen,

Design & Medien, Umwelttechnik und Logistik zu erhalten.

Einen hohen Stellenwert muss man auch der oö. Breitbandinitiative

im Themenfeld 4 „Wirtschafts- und

Gesamtvolumen

(600 Mio. €)

53,3

1,4

14,2

30,9

0,2

Landesmittel

(200 Mio. €)

59,8

2,8

10,9

26,3

0,2

Technologiestandort “ zuschreiben. Der education

highway setzte in den letzten Jahren im Rahmen dieser

Initiative eine Reihe von Aktivitäten zum Ausbau der

Technologieinfrastruktur in Oberösterreich. Diese Maßnahmen

reichen von der Erstellung von Konzepten und

der Umsetzung von Programmen bis zur Entwicklung

von Projektmaßnahmen und der Mitwirkung an bewusstseinsbildenden

Aktivitäten für die Nutzung der

leistungsfähigen, modernen Technologieinfrastruktur.

Im Themenfeld „EU-Networking“ wird unter anderem

durch das Projekt CEE-Cluster Network (Central and

Eastern European Cluster and Network Area) an der

internationalen Vernetzung mitgearbeitet. Elf mittel- und

osteuropäische Projektpartner haben ihr politisches

Bekenntnis zu gemeinsamen Strategien für zukünftige

Innovations- und Cluster-Politik zum Ausdruck gebracht,

indem sie in Brüssel das CEE Cluster-Agreement unterzeichneten.

Außerdem wurde der Benchmarkingbericht erstellt.

Dies ist ein detaillierter Kennzahlenbericht zur Innovationsperformance

Oberösterreichs, der laufend aktualisiert

wird und die Grundlage für den Standort- und

Technologiebericht bildet.

Mit Ende 2007 sind alle 43 Maßnahmen des Wirtschaftsprogramms

in Umsetzung. Der Fokus im Jahr 2008 liegt

in der Input-/Outputanalyse, die neben einem Status

Quo über das bisher Erreichte auch einen Ausblick über

die geplanten Schritte bis 2010 liefern soll.

Innovationsbeteiligungen

Im Geschäftsbereich „Innovation & Technologie“ wird

das Management der Innovationsbeteiligungen wahr

genommen.

119


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

Innovationsbeteiligungen Beteiligung TMG

direkt

indirekt

über UAR

Upper Austrian Research

100,00 %

Software Competence Center Hagenberg

33,33 %

Kompetenzzentrum Holz (WOOD)

62,00 %

Linz Center of Mechatronics

40,00 %

Polymer Competence Center Leoben

17,00 %

Transfercenter für Kunststofftechnik*

100,00 %

tech2b Gründerzentrum

Zwischensumme UAR-Töchter

25,50 % 39,50 %

CATT Innovation Management

100,00 %

Education Highway

74,00 %

Clusterland GmbH

61,00 %

Zwischensumme Innovationsbeteiligung ohne Töchter der UAR

Zwischensumme Innovationsbeteiligung mit Töchter der UAR

Gesamtsummer aller TMG-Beteiligungen

Gesamtsumme TMG-Gruppe inkl. TMG

120

• Die TMG ist 100 % Eigentümerin der Upper

Austrian Research GmbH (UAR). Diese wiederum

hält die Beteiligungen an vier Kompetenzzentren und

am Gründerzentrum tech2b. Diese Beteiligungen

liegen zwischen 17 und 100 %. (siehe Kapitel 2.1)

• An der education highway Innovationszentrum

für Schule und Neue Technologie GmbH ist die

TMG mit 74 % beteiligt. Die weiteren Anteile

werden von einem Unternehmen der RLB-Gruppe

gehalten. (siehe Kapitel 3.3)

MA

(VZÄ)

60,00

56,87

79,70

50,00

64,40

6,00

256,97

22,00

38,00

39,95

159,95

416,92

463,29

502,74

Betriebsleistungen

in T€

5.491,00

4.839,00

6.448,00

4.870,00

5.688,00

1.672,00

23.517,00

1.687,60

8.082,00

4.485,80

19.746,40

43.263,40

52.738,70

58.282,70

Landesanteil

in T€

• Die CATT Innovation Management GmbH ist zu

100 % im Eigentum der TMG und für Förderungen

im Bereich F&E, Technologieverwertung und Mobilität

der Ansprechpartner für die oö. Unternehmen.

(siehe Kapitel 3.2)

• Mit 61 % beteiligt ist die TMG an der Clusterland

GmbH, die seit Dezember 2005 den organisatorischen

Rahmen für fünf Cluster-Initiativen und

drei branchenübergreifende Netzwerke bildet.

(siehe Kapitel 3.4)

3.509,00 gem. Jahresvoranschlag 2007

588,10 Plan zum 31.12.2006; aufgrund des abweichenden WJ

868,00 gem. Jahresvoranschlag 2007

795 (nur k-plus) gem. Jahresvoranschlag 2007

141,00 gem. Jahresvoranschlag 2007

* gegründet 2008, daher keine Werte für 2007

617,00 gem. Jahresvoranschlag 2007; WJ 1.10.-30.9.

2.214,10

956,00 gem. Jahresvoranschlag 2007

343,00 gem. Jahresvoranschlag 2007

1.580,00 gem. Jahresvoranschlag 2007

6.388,00

8.602,10

8.602,10

11.552,10


Technologie, Impuls und Gründerzentren

Tech2b Gründerzentrum

Impulszentren

25,5 %

TechCenter Linz Winterhafen 33,33 %

Technologieregion Enns-St. Florian 14,29 %

Techno-Z Braunau 49 %

Techno-Z Ried 50,89 %

TGZ Schärding 47,41 %

TZ Gmunden 8,06 %

TZ Vöcklabruck 50 %

TZ Inneres Salzkammergut 9,81 %

TIZ Kirchdorf 40,26 %

TIC Steyr 25 %

TDZ Rohrbach 60,36 %

TZ Freistadt 63,93 %

TIZ Landl Grieskirchen 33,33 %

TZ Perg 59,10 %

TDZ Ennstal 56,50 %

TZ Mondseeland 22,8 %

B-Zone 5 %

c) Bereich Management-Services und Stabstellen

Der Bereich Management-Services (früher: Finanzen, IT,

Personal, Organisation) erfüllt die Verpflichtung aus dem

GmbH-Gesetz, wie Rechnungslegung und Internes Kontrollsystem

(Quartalsbericht, Jahresabschluss, Lagebericht,

Abschlussprüfung) und stellt die unternehmerische Infrastruktur

(Personal, Investitionen, IT-Systeme u.a.m.) für

die TMG und ihre Tochterunternehmungen bereit.

Die Dienstleistungen werden für nachstehende Beteiligungsgesellschaften

im unterschiedlichen Ausmaß erbracht:

. Technologie- und Marketinggesellschaft mbH

• Clusterland Oberösterreich GmbH

• Upper Austrian Research GmbH

• CATT Innovation Management GmbH

• tech2b

• Verein der Europäischen Wissenschaftstage in Steyr

Finanzen – Controlling

• Finanzdisposition und Kassenverwaltung (Cash

Management)

• Finanzbuchhaltung und Bilanzierung (Quartalsbilanzen,

Jahresabschluss mit Lagebericht)

• Budgetierung (Jahresvoranschlag mit Personal-,

Investitions- und Finanzplan, Plan-GuV und Planbilanz)

und Businessplan (3-Jahresplan)

TMG

UAR 100 %

Software Competence Center Hagenberg 100 %

Kompetenzzentrum Holz 62 %

Linz Center of Mechatronics 40 %

Polymer Competence Center Leoben 17 %

tech2b Gründerzentrum 39,5 %

CATT Innovations Management 100 %

Education Highway 74 %

Clusterland Oberösterreich GmbH 61 %

AAA Service GmbH 33,33 %

Stand: 07.02.2008

Innovationsbeteiligungen

• Kostenrechnung mit Projekt-Controlling, Management-Informationssystem

und Berichtswesen

(Quartalsberichte mit Soll/Ist-Vergleichen und Vorschaurechnungen)

• Auftragsabrechnung und Fakturierung

• Bestellwesen

• Anlagenbuchhaltung

• Reisekostenabrechnung

• Beteiligungs-Controlling

IT

Mit der Eingliederung der CATT Management GmbH in

die zentrale IT-Infrastruktur – finalisiert mit Echtbetrieb

ab 6. Mai 2007 – wurde ein wichtiger Schritt hin zu

effizienter und umfangreicher IT-Betreuung aus einer

Hand gesetzt. Für die TMG-Gruppe als Ganzes bedeutet

dies eine weitere Steigerung in Effizienz und Nutzung

von Synergien innerhalb der Unternehmen der Gruppe.

Weitere, strategisch wichtige Schritte mit und in der IT

für 2007 waren:

• Einführung einer NetFax Lösung

• Relaunch aller 8 Websites der Clusterland GmbH

• Ablöse des Dokumentenmanagementsystems IXOS

durch ELO in Verbindung mit Verbesserung diverser

Workflows durch elektronische Unterstützung

• Startschuss für die Einführung des Microsoft Office

Sharepoint Server, beginnend mit einem CATT-Infoportal

Die folgende Übersicht

gibt einen Überblick über

die direkten und indirekten

Beteiligungen der TMG.

(Stand 31.12.2007)

121


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

122

Personal

Die TMG beschäftigte Ende 2007 insgesamt 43 Mitarbeiter/innen.

Der Frauenanteil beträgt rund 75 Prozent

und knapp 50 % der Mitarbeiter/innen verfügen

über eine akademische Ausbildung. Die „Durchschnittsmitarbeiterin“

ist 37 Jahre alt und seit fünfeinhalb

Jahren im Unternehmen tätig.

Kennzahlen 1991 – 2007, Personalstand (VZÄ zum 31.12.)

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

0

4

8

9

11 10 12

14

Knapp 10.000 Stunden aus den Bereichen Standortmarketing,

Innovation & Technologie und Management-

Services konnten im Rahmen von Projektarbeiten

weiter verrechnet werden.

1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006

33

40

49

56

72 72,15

1) Durch die Ausgliederung der Cluster-Initiativen in eine eigene Gesellschaft hat sich der Beschäftigenstand der TMG von 78,25 auf 38,85 reduziert.

Stabstelle Recht und Versicherungen

Die TMG betreut in der Stabstelle Recht und Versicherungen

zahlreiche rechtliche Agenden für sich und ihre

Tochtergesellschaften. Die Stabstelle Recht zeichnet

vor allem für Vertragsgestaltungen und -prüfungen, die

Unterstützung in allen gesellschaftsrechtlichen Fragen

sowie für interne Stellungnahmen zu unterschiedlichsten

Gesetzen und Rechtsproblemen verantwortlich.

Überdies werden hier auch die Versicherungsagenden

der TMG sowie der Mehrzahl ihrer Töchter

betreut.

Presse- und Medienarbeit, Publikationen

2007 fanden insgesamt 20 Medienkonferenzen statt.

Darüber hinaus wurden 47 Presseinformationen erstellt

und verbreitet. Highlights im Berichtszeitraum waren

die Medienkonferenz während der Alpbacher Technologiegespräche,

die im Auftrag von Wirtschaftslandesrat

Viktor Sigl mit allen Wirtschaftsreferenten statt gefunden

hat und die Medienkonferenz in Brüssel anlässlich

der Unterzeichnung des CEE Cluster Agreements.

Die TMG informiert durch PR-Serien und Artikel in

Sonderausgaben (ober)österreichischer Printmedien

78,25

39,451)

40

2007

über den Umsetzungsstand des Wirtschaftsprogramms

„Innovatives 2010“.

Im Berichtsjahr 2007 wurden der Standort- und Technologiebericht

2006 und der TMG-Geschäftsbericht 2006

publiziert.

• Lobbying

Im Zuge der Umsetzung des Wirtschaftsprogramms

„Innovatives 2010“ gewinnen bundesweite Lobbying-Maßnahmen

immer mehr an Bedeutung. Beispiele

dafür sind die „Oö. Plattform JKU Offensive – Wirtschaft

für eine starke TNF“ und die erfolgreiche oö. Beteiligung

am Kompetenzzentrenprogramm des Bundes

(COMET).

• Film & Fernsehen

Folgende Filme und Videos wurden 2007 im

audiovisuellen Bereich für die TMG und andere

Einrichtungen realisiert:

– „Innovatives Oberösterreich 2010“ – der Film bzw.

Kurzfilm zur Umsetzung des Wirtschaftsprogramms

(deutsch und englisch)


– Planung, Drehbuch, Redaktion, Dreharbeiten und

Finalisierung eines Films zum Thema „Von der Ziel-

2-Förderung zum Programm Regionale Wettbewerbsfähigkeit

2007 - 2013“ im Auftrag der Abt.

Wirtschaft / Land

– diverse Videobotschaften für Medienkonferenzen

und Veranstaltungen

Für die Information breiterer Bevölkerungskreise zu

den Themen Standort und Innovation wurden u.a. Beiträge

im Linzer Privatfernsehkanal „LT1“ angeregt, koordiniert

und begleitet.

Oberösterreichische Technologie- und Marketinggesellschaft

Adresse: 4020 Linz, Hafenstraße 47-51

Homepage: www.tmg.at

Telefon: +43 732 79810

Rechtsform: GmbH

Gründung: 1991

Geschäftsführer: Mag. Manfred Eder, Mag. Gerlinde Pöchhacker (bis 28.2.2008)

Mag. Walter Winetzhammer (ab 1.3.2008)

Aufsichtsratsvorsitzender: Landesrat KommR Viktor Sigl

• Online-Medien

Ein besonderes Highlight war das 2010-Monitoring,

ein interaktiver Newsletter, der im Zeitraum von 12

Wochen Meinungsbildner über Neuigkeiten im Zusammenhang

mit dem Wirtschaftsprogramm informierte.

• Events

Im Jahr 2007 hat sich Oberösterreich erstmalig als

Mitveranstalter an den Alpbacher Technolgiegesprächen

beteiligt. Die TMG hat einen eigenen Arbeitskreis zum

Thema „Industrie im Wandel – Chancen, Herausforderungen,

Strategien“ und einen Abendempfang

durchgeführt.

Stv.Vorsitzende des Aufsichtsrates: Präsident Dr. Rudolf Trauner, LAbg. Mag. Gertraud Jahn

Kurzinformationen

zur Gesellschaft

123


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

124

Kurzbeschreibung

3.2 CATT Innovation Management GmbH

Aus einem gemeinsam mit Salzburg im Jahr 1990 gegründeten

Verein hervorgegangen, führt CATT seit 2003

die oö. Beratungs- und Serviceaktivitäten im Innovationsmanagement

in den Themenbereichen Technologieförderung

und -finanzierung, Mobilität und Qualifikation

sowie Technologietransfer in der Rechtsform

einer GmbH weiter.

Die Leistungen werden für oö. Unternehmen, insbesondere

Klein- und Mittelunternehmen (KMU), sowie

für Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft erbracht.

CATT unterstützt diese bei der Etablierung ihrer Inno-

vationsprojekte über den gesamten Lebenszyklus – von

der Projektidee über Förderungen und Technologietransfer,

bis hin zur Verwertung in Form von Patentund

Schutzrechten sowie dem Wissenstransfer über

Köpfe. CATT fungiert zusätzlich als Beauftragter des

Landes für EU-Forschungs- und Wirtschaftsangelegenheiten.

Schwerpunkte:

• Beratung/Unterstützung von oö. Unternehmen bei

regionalen, nationalen und internationalen Förderprogrammen

im Forschungs-, Technologie- und Innovationsbereich

(FTI)

• Partner im Europe Enterprise

Network auf EU-Ebene zur Förderung

der Verbreitung von Forschungsergebnissen

und neuen

Technologien

• Unterstützung von oö. Unternehmen

bei der Beteiligung an

transnationalen Forschungsprojekten

• Beratung und Unterstützung für

effizientes Technologie- und

Innovationsmanagement (Initiative

„TIM“ in Kooperation mit der

WK)

• Abwicklung Erfolgsprogramm des

Landes „Innovationsassistent/

innen/-berater/innen für KMU“

• Förderung des internationalen

Austausches von Studierenden und

Jungakademikern/innen

• Technologieverwertung und

Absicherung von geistigen

Eigentumsrechten

Begleitung/Unterstützung der Unternehmen

durch CATT über den gesamten Lebenszyklus

von Innovationsprojekten (Quelle: CATT)


Leistungsschwerpunkte 2007:

• Sicherung der erfolgreichen Beantragung und Abwicklung

von europäischen Forschungs-, Technologieund

Innovations-Projekten durch umfassende Unterstützung

bei Antragstellung, Partnersuche und Begleitung

in rechtlichen und finanziellen Aspekten.

• Absicherung der Rückflüsse aus Fördermitteln der

EU-Rahmenprogramme für den Zeitraum des 7. EU-

Rahmenprogramms (2007-2013) als Beitrag zur notwendigen

Erhöhung der F&E-Ausgaben Oberösterreichs

(Ergebnisse 6. EU-Rahmenprogramm 2002–

2006: 175 oö. Projektbeteiligungen, 35,48 Mio. Euro

Rückflüsse).

• Weiterentwicklung von CATT als Bindeglied zur europäischen

Forschung im regionalen Kontext zu oberösterreichischen

F&E-Dienstleistern und Unternehmen

sowie im europäischen Kontext zu den Entscheidungsträgern

der EU.

• Programm-Management für den 10. Jahrgang des

Erfolgsprogrammes des Landes Oberösterreich

„Innovationsassistent/innen/-berater/innen für KMU“.

2007 wurden 15 Unternehmen für eine Förderung

empfohlen und sind somit in der Lage, ihre innovativen

Vorhaben im Unternehmen voranzutreiben. Im Herbst

fand eine Pressekonferenz zum erfolgreich in die

10. Runde gestarteten InnovationsassistentInnen-

Programm statt.

• Initiierung von mehr als 40 Technologietransferprojekten

mit oö. Klein- und Mittelbetrieben der Initiative

Technologie- und Innovationsmanagement (TIM),

wobei mehr als € 500.000,– Umsätze für Forschungsdienstleister

ausgelöst werden konnten. Mit

fachspezifischen Expertentagen sowie einer Open-

Space-Veranstaltung, dem TechnoLog wurden insbesondere

die oö. Forschungsdienstleister bei den

heimischen Unternehmen positioniert. Die Initiative

TIM wurde im Herbst 2007 von 20 österreichischen

eingereichten Projekten beim European Enterprise

Awards 2007, neben einem zweiten Projekt aus dem

Burgenland seitens Österreich, zum europäischen

Bewerb des European Enterprise Awards nominiert.

Lediglich die zwei besten Projekte eines Landes

wurden dafür ausgewählt und stellten sich einer

internationalen Jury.

• Aufgrund der hohen regionalen Beteiligung an internationalen

Kooperationsbörsen, z.B. der Kooperationsbörse

für innovative Verpackungen im November

2007 in Linz, wurden zahlreiche Technologieprofile

erarbeitet. Durch intensive Follow-Up-Aktivitäten

durch das CATT-Team konnten 2007 10 internationale

Technologietransfer-Agreements mit internationalen

Unternehmen initiiert werden. Transnationale

Technologietransfer-Agreements sind vor allem

Produktions-, Vertriebs- und Lizenzabkommen, Joint-

Ventures, technische Kooperationen sowie

Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

• Vermittlung von 50 oberösterreichischen Studierenden

und Graduierten an ausländische Unternehmen und

Einrichtungen sowie ausländische Fachkräfte zu

oberösterreichischen Unternehmen und Einrichtungen.

Durch Auslandspraktika gewinnen sie internationale

Berufserfahrung, verbessern ihre Sprachkenntnisse

und erwerben Zusatzqualifikationen.

• Mit der „Patent- und Schutzrechtsberatung bzw.

-verwertung“ im Zuge der Umsetzung des Wirtschaftsprogramms

„Innovatives 2010“ werden

jährlich etwa 50 Recherchen zur Technologiebewertung

durchgeführt und Unternehmen bei über

15 Schutzrechtsanmeldungen begleitet.

• CATT als Koordinator oder Partner in Projekten, in

die oberösterreichische Unternehmen aktiv eingebunden

wurden: CATT konnte dadurch seine Kompetenz

im internationalen Projektmanagement (Bsp.

Secure Force – Einbindung von KMU in 7. RP-Projekte

im Bereich Informationstechnologie) weiterentwickeln.

Weiters konnte CATT im Technologietransfer gemeinsam

mit dem Mechatronik-Cluster im November

das Projekt SINNET (Steigerung der Innovationskraft

von KMU durch professionellen Umgang mit gewerblichen

Eigentumsrechten) erfolgreich abschließen.

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

125


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

126

Perspektiven / Ausblick 2008

Im Geschäftsjahr 2008 wird zur Unterstützung der

Kunden, neben der inhaltlichen Weiterentwicklung der

Geschäftsbereiche Technologieförderung und -finanzierung,

Mobilität und Qualifikation sowie Technologietransfer,

der Wahrnehmung der Rolle als Beauftragter

des Landes für EU-Forschungs- und Wirtschaftsangelegenheiten,

sowie der angeführten Leistungsschwerpunkte

weiterhin das 7. EU-Rahmenprogramm

einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt darstellen. Im Zuge

dieser Aktivitäten wird CATT verstärkt die Internationalisierung

für das Innovationsnetzwerk , die Forschungsinstitutionen

in Oberösterreich und die oö.

Unternehmen vorantreiben. Weiters wurde gemeinsam

mit der FFG, Bereich Europäische und Internationale

Wirtschaftliche Kennziffern

in TEUR ger.

(Anmerkung: Rumpfgeschäftsjahr

- 9 Monate)

Betriebsleistung

1084

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen 20

Förderungen, Projekte und Aufträge Bund 173

Förderungen, Projekte und Aufträge Land 603

Förderungen EU

134

Sonstige Förderungen

110

Sonstige Erlöse

44

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

Sonstige Indikatoren

Oberösterreichische Unternehmen und

Institutionen von CATT betreut

21

20,33

13,33

Programme, bereits 2007 eine Beratungsoffensive zum

7. EU-Rahmenprogramm gestartet. Diese umfasst

einerseits die zielgerichtete Kontaktherstellung und

Durchführung von Strategiegesprächen mit ausgewählten

Organisationen, andererseits die verstärkte

Beratung von bisherigen Rahmenprogrammsteilnehmern.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die kontinuierliche

Weiterentwicklung der Patent- und Schutzrechtsberatung

bzw. -verwertung sowie die Unterstützung und Beratung

von Unternehmen und Institutionen bezüglich der Forschungsförderung

des Landes zu den FFG Basisprogrammen.

Für die künftige Entwicklung zum umfassenden

Innovationsdienstleister plant CATT, die

Methoden für Innovationsmanagement weiterzuentwickeln

und umzusetzen.

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

10

9,38

4,71

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

k.A.

100 %

2 %

16 %

56 %

12 %

10 %

4 %

in TEUR ger.

(Anmerkung

vorläufiger

Jahresabschluss)

1494

46

127

992

169

129

30

21

21,09

15,96

1

100 %

3 %

9 %

66 %

11 %

9 %

2 %

9

8,47

4,29

k.A. k.A. k.A. 3.800 3800 - -


Die unten stehenden Grafiken zeigen die Ergebnisse

des 6. EU-Rahmenprogramms (Laufzeit 2002-2006).

Oberösterreichische Unternehmen und Institutionen

haben sich im 6. EU-Rahmenprogramm erfolgreich an

internationalen Projekten beteiligt. Aufgrund der durchwegs

größeren und umfangreicheren Projekte im Verg-

. Projektbeteiligung im 6. EU-Rahmenprogramm

200

150

100

50

0

März

2004

Okt.

2004

März

2005

Juni

2005

August

2005

Jänner

2006

Sep.

2006

Rückflüsse aus dem 6. EU-Rahmenprogramm

in Mio. €

40

35

30

25

20

15

10

5

0

März

2004

Okt.

2004

März

2005

Juni

2005

August

2005

Jänner

2006

Sep.

2006

Okt.

2007

Okt.

2007

Erfolgreiche oö. Projektbeteiligungen im 6. EU-Rahmenprogramm

nach Beteiligungen nach Prioritäten

LIFESCIHEALTH

IST

NMP

IST und NMP

AERO

ENERGY

TRANSPORT

CITIZENS

SSP

NEST

SME

INCO

INNOV

MOBILITY

INFRA

SCS

leich zum 5. EU-Rahmenprogramm konnten die Rückflüsse

nach Oberösterreich gesteigert werden.

CATT bereitet laufend die von der Europäischen Kommission

veröffentlichten Informationen zu den Europäischen

Rahmenprogrammen (derzeit 7. EU-Rahmenprogramm)

zielgruppenspezifisch auf und begleitet

und unterstützt die oö. Unternehmen und Institutionen

bei der Projekteinreichung und im internationalen Projektmanagement.

Bei der weiteren Verwertung der

Forschungsergebnisse werden die Unternehmen und

Institutionen aktiv beraten und bei ihren Projekten begleitet.

Bei knapp 1900 Fachberatungen im Jahr 2007, waren

rund die Hälfte intensive Projektberatungen, Innovationsund

Förderchecks sowie zielgerichtete Förderprogrammberatungen,

Schutzrechts- und Patentrecherchen.

Beratungen von CATT

2000

1800

1600

1400

1200

1000

800

600

400

200

0

GJ 03/04

GJ 04/05 GJ 05/06 RGJ 06* GJ 07

* Rumpfgeschäftsjahr 2006: 01.04 – 31.12.2006

Beispiel für erfolgreiche Projektunterstützung

HOLIWOOD – thermisch behandeltes Hartholz als alternatives

Basismaterial im Bauwesen einzusetzen ist der

Beispiele für zukünftige Anwendungen (Quelle: www.holiwood.org)

Entwicklungszahlen

127


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

Mitarbeiter VZÄ

Mitarbeiter in Köpfen

Betriebsleistung (ohne Weitergabe von EU-Förderungen) in €

Beratungen

Intensive Beratungen

Neukunden

Technologierecherchen

unterstützte Schutzrechtsanmeldungen

Unterstützung von nationalen FTI-Förderanträgen

Vermittlung von Praktikumplätzen für oö. Studierende und Graduierte

initiierte Innovationsassistenten-Projekte

Kooperationsprojekte national

Kooperationsprojekte international

Initiierte Technologieverwertungen /

Projektumsätze national und international

fachspezifische Workshops, Expertentage, Kooperationsbörsen

Veranstaltungsteilnehmer/innen

* Rumpfgeschäftsjahr 2006: 01.04 – 31.12.2006

128

Informationen

zur Gesellschaft

Auftrag dieses EU-Projektes, an dem mehr als 19 Partner

aus 11 Ländern arbeiten. CATT als Ansprechpartner für

internationale Kooperationen in Forschung und Entwick-

CATT Innovation Management GmbH

GJ 03/04 GJ 04/05 GJ 05/06 RGJ 06 * GJ 07

14,15 17,15 17,5 20,33 21,09

15

17

18

21

21

1176 1251 1200 1084 1494

594 816 1214 1284 1882

293 410 677 917 980

119 119 159 205 240

-

-

46

45

46

-

-

19

13

16

k.A.

12

21

24

40

41

46

64

25

50

8

7

8

9

9

k.A. k.A.

48

32

44

6

10

9

7

8

110.000

8

k.A.

Adresse: Hafenstraße 47-51, 4020 Linz

Homepage: www.catt.at

Tel.Nr.: +43 732 9015 5420

Rechtsform: GmbH

218.000

29

660

791.000

31

763

621.000

Gesellschafter: Oberösterreichische Technologie- und Marketinggesellschaft m.b.H. (TMG 100 %)

Gründung: 2002; 1990 bis 2002 Verein

Geschäftsführer: DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA

lung unterstützte die erfolgreiche Abwicklung dieses

Projekts.

24

422

762.000

40

714


3.3 EDUCATION HIGHWAY Innovationszentrum für Schule und

Neue Technologie GmbH

education highway fördert und begleitet den Einsatz

der Informations- und Kommunikationstechnik und der

digitalen Medien im Bildungsbereich. Die Internetversorgung

für Schulen und Lehrkräfte, das Anbieten von

Content auf www.eduhi.at und www.schule.at und

die Umsetzung zahlreicher Projekte im IT- und non IT-

• Der Aufbau der inneren Organisation ist abgeschlossen.

Es wurden vier Geschäftsbereiche

(Administration, Products & Services, Projekte,

Medien und E-Learning) eingerichtet, die alle

Tätigkeitsfelder abdecken. Die immer vielseitiger

werdenden Themenbereiche haben dies notwendig

gemacht.

• Der Ausbau des inhaltlichen Angebots erfolgt kontinuierlich.

Neben den Bildungsportalen www.eduhi.at

und www.schule.at gibt es nun bereits 34 Gegenstandsportale,

für die einzelnen Unterrichtsfächer.

Über 100 Gegenstandsbetreuer halten diese Portale

stets am Laufenden.

• Mit WIRIS CAS wird allen Schulen, Lehrkräften und

Schülern und Schülerinnen Österreichs ein gratis

online Mathematikprogramm angeboten

(wiris.eduhi.at). Das Computeralgebraprogramm

wurde speziell für die Anwendung in Schule und

Unterricht entwickelt. Es bietet Lehrerinnen und

Lehrern die Möglichkeit, beginnend ab der Sekundarstufe

1, den Mathematikunterricht durch vielfältiges

Lern- und Übungsmaterial anschaulich und

interessant zu gestalten – und das völlig kostenlos

und ohne zeitraubende Installationen und Konfigurationen!

• Mit „bildungsTV im Internet“ wurde 2007 ein europaweit

einzigartiges Projekt in Angriff genommen. Die

Forschungs- und Projektarbeit der vergangenen Jahre

ist die Grundlage für das Know-how, das für das umfangreiche

und breit angelegte bildungsTV im Internet

Bereich stehen im Vordergrund. Träger der im Jahr

2000 von einem Verein auf eine neue rechtliche Basis

gestellten Gesellschaft sind die TMG (74 %) und die

Raiffeisenlandesbank (26 %). Im Aufsichtsrat sind neben

den Gesellschaftern auch der Landesschulrat für

und die Wissenschaft vertreten.

notwendig ist. Es umfasst folgende Bereiche:

1. E-learning

2. Bildungsnews

3. IPTV – Fernsehen über Internet – aber interaktiv!

4. Live-Übertragungen von Bildungsevents

5. Media on Demand Service

• Drei Etappen der „Breitband- Offensive – Leistungsstarkes

Internet für “ konnten 2007 erfolgreich

abgeschlossen werden. Nach dem flächendeckenden

Ausbau des Provider Netzwerkes 2006 wurden 2007

sowohl der Backbone fertig gestellt als auch eine

breit angelegte Bewusstseinskampagne durchgeführt.

2008 werden die Pilotprojekte ausgeschrieben

und umgesetzt.

Die vier Etappen:

1. Flächendeckendes Provider-Netzwerk (Access)

zum Endkunden/Konsumenten: zehn Anbieter mit

50 Partnern, nicht nur ein Großer.

2. Leistungsstarkes Glasfaser-Netzwerk (Backbone)

in alle 444 Gemeinden. Abwicklung durch

Breitband-Infrastruktur-Gesellschaft, in jeder

Gemeinde wird ein Anknüpfungspunkt, ein Point

of Presence, realisiert. Fertigstellung Frühjahr

2007.

3. Pilots-Musterprojekte: Ausschreibung für innovative

Projekte.

4. Awareness – Bewusstseinsbildung: eine Informations-Kampagne

gemeinsam mit der TMG hat

Nutzen und Chancen durch das Breitband-Internet

verdeutlicht.

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

129


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

130

• Zudem wurde ein Jugendwettbewerb in Zusammenarbeit

mit der Raiffeisenlandesbank und dem

Jugendreferat des Landes initiiert. Innovative

und kreative Nutzungsmöglichkeiten von Breitband

Internet wurden dabei aufgezeigt.

• Die Technik-Box, als Ergebnis der Maßnahme

„Technik erleben im Grundschulalter“, bietet bereits

in der Grundschule einen ersten Einblick in

die Forschung. Schülerinnen und Schülern wird

durch mehr als 100 didaktisch aufgebaute Experimentier-

und Arbeitsanregungen aus den Bereichen

Physik, Chemie und Biologie eine technische

Frühförderung ermöglicht. Die Auslieferung der

TechnikBoxen erfolgt im Herbst 2008.

• Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft, den

Schulen und der Wissenschaft startete education

highway mit dem Projekt „Power Girls“ in die

dritte Runde. Das Projekt wurde 2005 im Rahmen

des Strategischen Wirtschaftsprogramms „Innovatives

2010“ initiiert und ab 2006 in größerem Umfang

weitergeführt: Ziel: das Interesse für Technik im

Alter von rund 12 Jahren frühzeitig und kompetent

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Förderung Land

Sonstige Förderungen

Sonstige Erlöse

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen mit

Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

Lehrlinge

in TEUR

3838

3327

104

170

53

184

42

36

10

3

zu fördern. Auf Grund des großen Erfolges wurde

das Projekt bis 2010 verlängert.

• Soziale Kompetenz stärkt die Persönlichkeit der

Menschen und wirkt sich positiv auf die Kommunikations-,

Team- und Kooperationsfähigkeit aus.

education highway setzt im Rahmen der Aus-, Fortund

Weiterbildung – vom Kindergarten bis zur betrieblichen

Erwachsenenbildung – diese Maßnahme

des Wirtschaftsprogramms „Innovatives 2010“

um. Im ersten Schritt wurde eine Studie erstellt,

die als Basis für das Projekt dient. Danach werden

Pilotprojekte ausgearbeitet, die in den jeweiligen

Bildungseinrichtungen ab Herbst 2008 umgesetzt

werden sollen.

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

100

87

3

4

1

5

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

22

19

1

1

7640

6812

119

362

125

222

44

37

10

1

100

88

2

5

2

3

20

17

1

0


F&E-Indikatoren

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

Anzahl der Forschungs- und

Entwicklungsprojekte

Sonstige Indikatoren

Zahl der wissenschaftlichen Partner

Zahl der Unternehmenspartner/Kunden

Schulanschlüsse

Lehreranschlüsse

EDUCATION HIGHWAY Innovationszentrum für Schule und Neue Technologie GmbH

Adresse: Hafenstraße 47-51, 4020 Linz

Homepage: www.ist.eduhi.at / www.eduhi.at / www.schule.at

Tel.Nr: / E-Mail: +43 732 788078; office@eduhi.at

Rechtsform: gemeinnützige GmbH

Gesellschafter: Oberösterreichische Technologie- und Marketinggesellschaft m.b.H. (TMG) (74 %),

Raiffeisenlandesbank (26 %)

Gründung: 2000

Geschäftsführer: Prof. Mag. Anton Knierzinger

2006 2007

1

13

insgesamt Österreich Ausland insgesamt Österreich Ausland

40 12 13 15 38 12 13 13

15 8 4 3 17 8 6 3

926

1.349

13.413

11.879

1

12

Informationen

zur Gesellschaft

131


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

132

Kurzbeschreibung

3.4 Cluster & Netzwerke

Der Gesellschaftsbeirat berät die Clusterland Oberösterreich GmbH in

strategischen Fragen.

Am 2. Dezember 2005 wurde die Clusterland Oberösterreich

GmbH ins Leben gerufen. Eigentümer sind

die TMG mit 61 Prozent sowie die Wirtschaftskammer

. und die Industriellenvereinigung . mit je 19,5

Prozent. Zum Geschäftsführer wurde DI (FH) Werner

Pamminger, MBA, bestellt. Operativ wurde die Gesellschaft,

der fünf Cluster-Initiativen und drei Netzwerk-

Initiativen angehören, mit 1. Jänner 2006 tätig.

Strategisch beraten wird das Unternehmen vom

Gesellschaftsbeirat, einem 11-köpfigem Expertengremium.

Im Jahr 2007 wurde Dkfm. Dr. Michael

Teufelberger, entsandt von der Industriellenvereinigung

Oberösterreichs, zum Vorsitzenden des Gesellschaftsbeirats

gewählt.

Seit 1998 wird in Oberösterreich auf Basis des

„Strategischen Programms Oberösterreich 2000+“

cluster-orientierte Wirtschafts- und Technologiepolitik

betrieben, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes

nachhaltig zu stärken. Mit dem Wirtschaftsprogramm

„Innovatives Oberösterreich 2010“ wird dieser Weg

konsequent fortgesetzt. 90 Millionen Euro (ca. 15 %

des Projektvolumens) sind darin für netzwerk-orientierte

Maßnahmen in den Jahren 2005 bis 2010 vorgesehen.

Weitere zwei oberösterreichische Cluster-Initiativen und

eine Netzwerk-Initiative haben andere Trägerorganisationen:

Der Lebensmittel-Cluster (LC) ist im Verantwortungsbereich

der Wirtschaftskammer Oberösterreich und der

Ökoenergie-Cluster (OEC) wird vom . Energiesparverband

gemanagt. Das Netzwerk Logistik wird vom

Verein Netzwerk Logistik betreut.

Cluster-Initiativen

Wesentlicher Bestandteil der Clusterpolitik

ist der kontinuierliche Ausbau

der vorhandenen wirtschaftlichen und

technologischen Stärkefelder in Oberösterreich

mit dem Ziel, die

Innovationsfähigkeit der Unternehmen

insbesondere durch kooperative Zusammenarbeit

in den Netzwerken zu stärken. Vor allem

sollen die Klein- und Mittelunternehmen gestärkt werden.

Diese Service-Organisationen dienen zur Unterstützung

und Weiterentwicklung der Stärkefelder in den Bereichen

Automobil, Kunststoff, Möbel und Holzbau, Ökoenergie,

Lebensmittel, Gesundheit und Mechatronik.

Fünf Cluster-Initiativen sind Teil der Clusterland

Oberösterreich GmbH:

• Automobil-Cluster (AC): Fahrzeughersteller und

automotive Zulieferbetriebe sowie die relevanten

Maschinen- und Anlagenbauer und Dienstleister,

Start Juli 1998

• Kunststoff-Cluster (KC): Hersteller und Verarbeiter

von Kunststoffen, Maschinen-, Formen- und Werkzeugbauer

und Dienstleistungsunternehmen, Start:

April 1999

• Möbel- und Holzbau-Cluster (MHC): Hersteller von

Möbeln und Holzbauten sowie deren Zulieferer und

spezifische Dienstleister, Start: Jänner 2000

• Gesundheits-Cluster (GC): Unternehmen im Bereich

Gesundheitstechnologie, Schwerpunkt Medizintechnik,

Start: März 2002

• Mechatronik-Cluster (MC): Unternehmen im Bereich

Maschinen- und Anlagenbau, Geräte- und Apparatebau,

spezifische Technologie-Lieferanten und Dienstleister,

Start: Jänner 2003


AC

AUTOMOBIL

CLUSTER

KC

KUNSTSTOFF

CLUSTER

MÖBEL & HOLZBAU

HC

CLUSTER

GC

GESUNDHEITS

CLUSTER

MECHATRONIK

CLUSTERC

Zwei Cluster-Initiativen haben andere Trägerorganisationen:

• Ökoenergie-Cluster (OEC): Unternehmen im Bereich

der erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechnologien,

Start Jänner 2000, Trägerorganisation

. Energiesparverband

• Lebensmittel-Cluster (LC): Lebensmittel erzeugende

Betriebe, deren direkte und indirekte Zulieferer, F&E-

& Qualifizierungseinrichtungen

LEBENSMITTEL

LC CLUSTER

Branchenübergreifende Netzwerke

Die Cluster-Initiativen stellen vertikale Netzwerke dar,

die die am Entwicklungs- und Produktionsprozess

beteiligten Akteure aller Wertschöpfungsstufen umfassen.

Zahlreiche Themenbereiche der betrieblichen Leistungserstellung

sind jedoch nicht oder nur bedingt branchenspezifisch.

Vielfach können die Erfahrungen einer

Branche zum Vorteil für Unternehmen weiterer Sektoren

genutzt werden. Die Aktivierung dieser branchenübergreifenden

Lernprozesse steht im Mittelpunkt der drei

branchenübergreifenden Netzwerke. Zentrale Themen

des unternehmerischen Erfolgs stehen im Mittelpunkt,

insbesonders nichttechnologische Innovationen.

Drei Netzwerk-Initiativen sind Teil der Clusterland

Oberösterreich GmbH:

• Netzwerk Humanressourcen, Start: Jänner 2004

• Netzwerk Design & Medien, Start: Jänner 2004

• Netzwerk Umwelttechnik, Start: Jänner 2006

netzwerk

HUMAN

RESSOURCEN

netzwerk

DESIGN &

MEDIEN

netzwerk

UMWELT

TECHNIK

Das Netzwerk Logistik wird vom Verein

Netzwerk Logistik betreut.

netzwerk

LOGISTIK

Leistungen für die Partner

• Information und Kommunikation – Informationsvorsprung

schaffen!

Datenbanken mit detaillierten Unternehmensdaten und

Leistungsprofilen aller Partner, laufende Firmenbesuche,

Leistungsverzeichnisse mit detaillierten Unternehmensund

Leistungsdaten der Netzwerkpartner, Cluster-

Homepages, monatliche Info-Mails mit Branchen- und

Netzwerkneuigkeiten, Quartalszeitschriften.

• Qualifizierung – Stärken stärken durch Know-how-

Transfer!

regelmäßige Fachveranstaltungen, Workshops, Lernplattformen,

Stammtische und Betriebsbesichtigungen

als wichtige Kontakt- und Know-how-Börse für die

Unternehmen.

Über 150 fachspezifische Veranstaltungen organisieren die Cluster- und Netzwerk-Initiativen pro Jahr.

(Bild: Zulieferkonferenz automotive.2007 am 27. September 2007 in Steyrermühl.)

133


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

134

Aktuelle Entwicklung

und Perspektiven

• Kooperationen – Innovative Ideen gemeinsam

umsetzen!

Initiierung und Begleitung von Kooperationsprojekten

zwischen Unternehmen und mit F&E- und Bildungseinrichtungen,

Kooperationsbörsen und Vermittlung von

Anfragen und Angeboten, Einsatz des Förderinstrumentariums

des Landes für innovative Kooperationsprojekte.

Evaluierung der Cluster und Netzwerke

Die Clusterland Oberösterreich GmbH ist mit ihrer Strategie

am richtigen Weg. Dies zeigen die Ergebnisse der

Evaluierung, die im Jahr 2007 durchgeführt wurde. Die

Unternehmen wurden befragt, wie sie die Aktivitäten

und Leistungen der Cluster und Netzwerke beurteilen

und wie eine verstärkte Unterstützung durch die Clusterland

Oberösterreich GmbH aussehen könnte. Die größte

Herausforderung für die Zukunft ist vor allem das Thema

Human Ressourcen. Das Problem des Fachkräftemangels

betrifft alle Branchen. Besonders in diesem Bereich

werden kreative Lösungen und Unterstützung seitens

der Clusterpartner gefordert. Auch die Themen Wachstum

und Internationalisierung, Forschung und Entwicklung,

Innovation und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit

durch Prozessoptimierung werden von den befragten

Unternehmen als entscheidend eingestuft.

Bundesländerübergreifende Kooperationen

Seit Anfang 2005 kooperiert die ITG Salzburg (Innovations-

& Technologietransfer Salzburg GmbH) mit dem

Netzwerk Design & Medien. Mit 1. Mai 2007 wurde

diese Kooperationsvereinbarung auf den Automobil-

• Marketing und PR – Sichtbarkeit erhöhen – Präsenz

stärken!

Nationale wie internationale Imagebildung, Maßnahmen

zur Stärkung des Branchenimages Messepräsentationen,

Werbeaktivitäten zur Standortpositionierung.

• Internationalisierung – Zugang zu neuen Märkten

erleichtern!

Studienreisen, Vermittlung internationaler Kontakte,

internationale Messeauftritte, Teilnahme an EU-Projekten.

und den Kunststoff-Cluster ausgedehnt. Die Salzburger

Unternehmen werden nun offiziell vom AC und KC

betreut. Hauptzweck der Vereinbarung ist die Initiierung

bundesländerübergreifender Kooperationsprojekte.

Weiters werden regionale Veranstaltungen in Salzburg

organisiert.

Internationales Terrain

Die Vernetzung und der Austausch mit Initiativen auf

europäischem Gebiet werden weiter intensiviert. Im

Rahmen des EU-Projektes CEE Cluster Network (6.

Rahmenprogramm) fand am 28. November 2007 in Brüssel

das „Cluster Agreement Signing“ statt. Ein allgemeines

Bekenntnis zum Clustering wurde offiziell von acht

Nationen unterzeichnet. Die Bewusstseinsbildung für das

wichtige Thema der Cluster wurde damit auf Kommissionsebene

gestärkt. Dass Oberösterreich in Europa als

Vorzeigeregion im Cluster- und Netzwerkbereich gilt,

zeigten Anfragen verschiedenster europäischer

Organisationen und Ministerien, die die Geschäftsführung

der Clusterland Oberösterreich GmbH für Vorträge und

Referate bis hin zur inhaltlichen Gestaltung und Moderation

von Workshops gewinnen wollten.


AC

AUTOMOBIL

CLUSTER

Automobil-Cluster

• „Leichtbau und Werkstoffe“ war eines der wichtigsten

Themen der Veranstaltungen des AC im Jahr 2006:

Innovationen durch Leichtbau & Mechatronik bei MAN,

der Werkstofftag in Kooperation mit danubeEquity und

die Fachveranstaltung „Kunststoff im Automobilbau“.

• Die Zulieferkonferenz automotive.2007 am 27. September

2007 in Steyrermühl war mit rund 155 Teilnehmern

ein großer Erfolg. Am Vorabend gab es

zusätzlich eine Betriebsbesichtigung bei Miba Frictec

und ein Get2gether zum Informationsaustausch.

• Im November 2007 startete zum ersten Mal der neu

konzipierte Lehrgang „Vertriebsmanager Automotive“

mit großem Teilnehmerinteresse.

KC

KUNSTSTOFF

CLUSTER

Kunststoff-Cluster

• Der Kunststoff-Cluster erstellte gemeinsam mit dem

OFI (Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie

und Technik, Wien) eine Potenzialanalyse zum Thema

„Forschungsbedarf in der Kunststoffwirtschaft“. Auf

Basis dieser Analyse hat die FFG die Brancheninitiative

„Kunststoff“ ins Leben gerufen. Ziel ist, die F&E-Quote

in der Kunststoff-Branche innerhalb der nächsten 5

Jahre um 0,5 % zu erhöhen.

• Bund und Land investieren im Zeitraum 2007 bis

2011 rund 22 Mio. Euro in den Ausbau der Forschungsund

Bildungsinfrastruktur im Rahmen des Projektes

„Kunststoffstandort Oberösterreich“. Der KC ist als

Projektpartner für die Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung

des Kunststoffstandortes Oberösterreich verantwortlich.

• Der KC führte 24 Fachtagungen, 6 Betriebsbesichtigungen/Workshops/Erfa-Treffen,

eine Studienreise in

die Slowakei, 16 Tagesschulungen, 6 Teilnahmen an

Messen und Kongressen durch. 17 KC-Kooperationsprojekte

wurden initiiert und begleitet. Der KC ist

in 3 EU-Projekten aktiv als Projektteilnehmer tätig.

MÖBEL & HOLZBAU

HC

CLUSTER

Möbel- & Holzbau-Cluster

• Der MHC erhielt als Consortialführer den Zuschlag zu

einem länderübergreifenden collective research Projekt

mit einem Volumen von EUR 258.000. Der wesentliche

Forschungsanteil wird dabei von der Kompetenzzentrum

Holz GmbH abgewickelt.

• Die MHC-Jahrestagung „Cluster-Inside 07“ (15. Juni

07) stand ganz im Zeichen von Visionen und Innovationen.

Mit dieser Jahrestagung wurde auch erstmalig

die MHC Innovations- und Zulieferbörse abgehalten.

Mehr als 40 MHC-Partner präsentierten dabei ihre

Innovationen, neuesten Produktentwicklungen und

Dienstleistungen für die Branche.

• Am 14. September 07 fand die Verleihung des 3.

Holzbaupreises auf der Landesgartenschau in Vöcklabruck

statt. Aus 69 eingereichten Projekten die besten

oberösterreichischen Holzbauten prämiert.

GC

GESUNDHEITS

CLUSTER

Gesundheits-Cluster

• Im November 2006 fiel der offizielle Startschuss für

die Online-Technologieplattform „Medimap“, die im

Rahmen des EU-Projekts INNOFIRE vom GC mitentwickelt

wurde. Auf einer Technologie-Landkarte werden

die wesentlichen Akteure der Medizintechnik in Europa

in grafischer Form dargestellt.

• Die Förderrichtlinien für innovative Kooperationsprojekte

wurden neu aufgesetzt. Im Bereich Life Sciences

können seit 1.1.2007 auch Leitbetriebe des oö.

Gesundheitswesens (z.B. Krankenhäuser, Kurbetriebe

bzw. deren Trägerorganisationen) an geförderten

Projekten teilnehmen.

• Der Gesundheits-Cluster öffnete mit einer zweitägigen

Delegationsreise im Juni 2007 ins deutsche MEDICALvalley

Erlangen die Türen zum Marktführer Siemens.

CLUSTERLAND

OBERÖSTERREICH GmbH

Highlights aus den Clustern

und Netzwerken 2007

135


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

136

Highlights aus den Clustern

und Netzwerken 2007

MECHATRONIK

CLUSTERC

Mechatronik-Cluster

• Von 16. – 17. Oktober 2006 trafen sich 212 Experten

aus Wissenschaft und Wirtschaft beim Internationalen

Forum Mechatronik (ifm 2006) in Linz. Die internationale

Ausrichtung wurde groß geschrieben: Ein Drittel der

Teilnehmer sowie mehr als 50 Prozent der Referenten

reisten aus der Schweiz bzw. aus Deutschland an.

• Im Oktober 2006 wurde der oberösterreichische

Mechatronikpreis (MEC) ins Leben gerufen, der seither

jährlich verliehen wird. Ausgezeichnet werden die

besten Studienarbeiten (Diplomarbeiten und

Dissertationen) im Bereich der Mechatronik.

• Die Neuauflage der Broschüre über die Mechatronik-

Ausbildung in Oberösterreich erschien im September

2007 in einer Auflage von 40.000 Stück und wurde

an den oö. Schulen verteilt. Sie wurde in Zusammenarbeit

mit der Landesinnung der Mechatroniker und

der WKO Oberösterreich, Sparte Industrie erstellt. Ziel

ist, junge Menschen für das Zukunftsfeld der Mechatronik

zu begeistern.

LEBENSMITTEL

LC CLUSTER

Lebensmittel-Cluster

• Gestaltung einer Sonderedition der . Genussbox für

die Landesausstellung 2008 Salzkammergut mit

regionalen Spezialitäten aus dem Salzkammergut

• Rund 220 Vertreter der oö. Lebensmittelwirtschaft

folgten im Mai 2007 der Einladung zum Tag der oö.

Lebensmittel

• Die „Semmel aus der Mikrowelle“, das Ergebnis eines

LC-Kooperationsprojektes, überzeugte als eine der 61

besten Produktinnovationen auf der weltgrößten

Lebensmittelfachmesse ANUGA unter fast 1.100

eingereichten Produkten.

• Noch mehr Service bietet 2008 die komplett neu

gestaltete LC-Website.

Ökoenergie-Cluster

• Ende 2006 wurde der OEC auf der Cluster-Konferenz

der Europäischen Kommission mit dem europäischen

Cluster-Preis für die hervorragende Leistung bei der

Entwicklung eines Clusters ausgezeichnet.

• 2007 lagen die Schwerpunkte der Kooperationsprojekte

u.a. in den Bereichen Ökoenergie für Unternehmen,

Biomasse & Solar, Energie-Effizienz (effiziente

Beschaffung, effiziente Beleuchtung, effiziente

Gebäude-Sanierung, effiziente Gebäude-Kühlung) und

„Internationalisierung“ (Messestand bei der 15th

Biomass Conference and Exhibition in Berlin) und

Analyse von potentiellen Exportmärkten und

Vorbereitung zukünftiger Exportreisen.

• Ein Höhepunkt im Jahr 2007 war die Europäische

Pelletskonferenz im Rahmen der World Sustainable

Energy Days, die mit 742 Teilnehmern/innen aus 51

Ländern am 28. Februar und 1. März in Wels stattfand.

netzwerk

HUMAN

RESSOURCEN

Netzwerk Humanressourcen

• 2006 wurde die Best-Practice Datenbank auf

www.netzwerk-hr.at online geschaltet. Zahlreiche

Projekte im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung

geben Einblick in das Potenzial von

Personalmanagement und bilden eine gute Grundlage

für einen regen Erfahrungsaustausch.

• Das Netzwerk koordiniert über 30 oö. Technikinitiativen

im Rahmen des Strategischen Wirtschaftsprogramms

2010. Ein Online-Folder wurde erstellt, in dem sich

alle Initiativen im Überblick präsentieren und alle

relevanten Informationen für LehrerInnen, Unternehmen

und Eltern beinhaltet sind.

• Im November 2007 wurde ein 11-köpfiger Experten-

Beirat eingerichtet. Der Beirat setzt sich aus VertreterInnen

von Unternehmen unterschiedlicher Größe

und Branchen zusammen.


netzwerk

DESIGN &

MEDIEN

Netzwerk Design & Medien

• Im Rahmen der Studie „Wie viel Design braucht das

Land?“ wurde das Designbewusstsein von rund 190

oberösterreichischen Produktionsbetrieben erhoben

und in einer Publikation veröffentlicht. Weitere Veröffentlichungen

waren der „Design-Leitfaden“, die

Broschüre „Erfolgsfaktor Design im automotiven

Management“ sowie die Untersuchung „brand.design“.

• Jährlich wird die „Design-Tagung“ mit jeweils über

130 TeilnehmerInnen organisiert und durchgeführt.

Namhafte Referenten aus dem In- und Ausland

(beispielsweise Gerd Hildebrand, Chefdesigner bei

BMW) gewährten praxisbezogene Einblicke aus deren

täglicher Praxis.

• Im Jahr 2007 wurden über 70 Firmeninterviews geführt,

vier Delegationen empfangen und zwei Best Practice

Foren mit über 60 TeilnehmerInnen organisiert.

Außerdem fand das erste länderübergreifende

Unternehmerforum „Design entlang der Donau“ statt.

netzwerk

UMWELT

TECHNIK

Netzwerk Umwelttechnik

• Im 1. Quartal 2007 hat das Netzwerk Umwelttechnik

Interviews bei UT-Unternehmen durchgeführt. Die

Ergebnisse wurden in den Österreichischen Umwelttechnologie-Masterplan

eingearbeitet, der vom Lebensministerium

erstellt wurde.

• Gemeinsam mit dem Netzwerk Umwelttechnik hat die

Messe Wels die Energiesparmesse 2007 um den

Themenschwerpunkt Umwelttechnik erweitert.

• Per 1. Juli 2007 wurden im Netzwerk Umwelttechnik

Partnerbeiträge eingeführt. Bis Ende des Jahres 2007

konnten bereits 57 Partner akquiriert werden. Im

regelmäßig erscheinenden NUT-Leistungskatalog, der

in Kooperation mit dem Lebensministerium erstellt

wird, werden neben den Partnern auch weitere

Umwelttechnik-Unternehmen präsentiert.

netzwerk

LOGISTIK

Netzwerk Logistik

• Linzer Logistik-Tag 2007, der mit 320

Teilnehmern/innen Rekordbesuch hatte. Dieser wird

2008 mit dem Wechsel ins Design Center zu Österreichs

wichtigster Leitveranstaltung für Logistik und fand am

19. Juni 2008 statt.

• Mit ca. 150 Teilnehmern/innen beim KMU Logistik-

Tag, dem Forum für den Mittelstand, erlebt der VNL

einen stetigen Zuspruch.

• Ständig weiterentwickelt werden die Best-Practice-

Datenbank und das Logistik-Wörterbuch auf

www.vnl.at, um in aller Kürze über umgesetzte

Projekte und gesuchte Begriffe gezielt zu informieren.

CLUSTERLAND

OBERÖSTERREICH GmbH

137


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

Entwicklungszahlen

Partner im Cluster

Davon:

Rest Österreich

Ausland

Beschäftigte d. Partner (2007)

Umsatz d. Partner (2007) in Mrd. €

Kooperationsprojekte insgesamt 1)

Kooperationsprojektvolumen in T€ 2)

Projekt-Förderungen in T€ 2)

Zahl der Projektpartner insgesamt

Laufende Projekte (Ende 2007)

Beschäftigte im Cluster (Ende 2007) VZÄ2) 1) seit Beginn der Cluster einschließlich laufende und eingereichte Projekte

2) Summe Clusterland GmbH

Informationen zur Clusterland

Oberösterreich GmbH

138

AC

255

145

91

19

85964

16,54

64

298

3

KC MHC GC MC NDM NUT NHR LC OEC

410

192

180

38

55000

13,67

85

364

10

231

211

16

4

19374

2,3

67

298

8

169

121

40

8

22565

3,13

18

64.993,09

13.182,765

66

6

35,5

234

188

36

10

27143

4,64

23

77

2










57

40

14

0

7788

1,6

3

9

3










Netzwerk

Logistik

Clusterland Oberösterreich GmbH

(AC, KC, MHC, GC, MC, Netzwerk Humanressourcen, Netzwerk Design & Medien, Netzwerk Umwelttechnik)

Adresse: Hafenstraße 47-51

Homepage: www.clusterland.at

Tel.Nr./E-Mail: +43 732 79810 5118; info@clusterland.at

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: . Technologie- und Marketinggesellschaft mbH (61%), WKO Oberösterreich (19,5%),

Industriellenvereinigung (19,5%)

Gründung: 2005

Geschäftsführer: DI (FH) Werner Pamminger MBA

219

184

34

1

21.585

2,0

54

12.917,59

3.215,07

218

17

5

147




4.000

1,6

64



142



180






2




2

4,5


O.Ö. Energiesparverband/Ökoenergie-Cluster

Adresse: Landstraße 45, 4020 Linz

Homepage: www.orc.at

Tel.Nr./E-Mail: +43 732 7720 14380; oec@esv.or.at

Rechtsform: Verein

Geschäftsführer: DI (FH) Werner Pamminger MBA

Lebensmittel-Cluster

Adresse: Hessenplatz 3, 4020 Linz

Homepage: www.lebensmittel-cluster.at

Tel.Nr.: +43 (0)5 90909 3552

Gesellschafter: WKO Oberösterreich (Träger)

Gründung: 2000

Geschäftsführer: DI Jürgen Neuhold

Verein Netzwerk Logistik

Adresse: Wehrgrabengasse 5, 4400 Steyr

Homepage: www.vnl.at

Tel.Nr./E-Mail: +43 7252 98281-6100; office@vnl.at

Rechtsform: Verein

Gründung: 1996

Geschäftsführer: Prof. (FH) DI Franz Staberhofer

Informationen

zum Verein

Informationen zum

Lebensmittel-Cluster

Informationen zum Verein

Netzwerk Logistik

139


INNOVATIONSNETZWERK 2008

BERATUNGS- UND INNOVATIONS-

FÖRDERUNGSEINRICHTUNGEN

140

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

3.5 tech2b Hight-Tech-Inkubator

tech2b ist der oö. Hightech Inkubator, gegründet im

Rahmen des bundesweiten AplusB-Programms (Academia

Business Spin-Off Programm). Das Ziel von tech2b

ist es, die Anzahl oö. Hightech-Gründungen und deren

Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen und die Verwertung

von Forschungsergebnissen über Ausgründungen

(Spin-offs) zu forcieren.

Die Aufgaben von tech2b umfassen:

• Bewusstseinsbildung für Gründung und Entrepreneurship,

insbesondere bei technisch/naturwissenschaftlichen

Studierenden und WissenschafterInnen

• Coaching von WissenschafterInnen in Kommerzialisierungsfragen

• Ideenbewertung und Projektentwicklung

• Unterstützung ausgewählter Gründungsvorhaben

im „Inkubator“

• Preseed-Finanzierung

• Unterstützung des Technologietransfers von den

oö. Hochschulen

tech2b ist eng an die oö. Forschungseinrichtungen der

Johannes Kepler Universität, FH Oberösterreich sowie

Wesentlicher Schwerpunkt des Geschäftsjahres 2006/

2007 war die erfolgreiche Evaluierung durch ein von

der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft

FFG beauftragtes internationales Reviewteam, das

tech2b ein hervorragendes Zeugnis ausstellte. In Folge

dessen wurde tech2b vom Bundesministerium für

Verkehr, Innovation und Technologie die Genehmigung

der Förderung für die zweite AplusB Periode (2008-

2012) erteilt.

2007 wurden 7 Gründungsvorhaben im Inkubator aufgenommen

(weitere 7 genehmigt, die kurz vor dem

Start stehen), damit insgesamt 45 seit Bestehen, aus

denen bereits 27 Unternehmensgründungen hervorgingen.

9 Gründungsunternehmen schieden 2007 er-

außeruniversitären Zentren angekoppelt, unterstützt

aber auch berufserfahrene Techniker/innen, die mit

einer forschungsbasierten Geschäftsidee ihren nächsten

Karriereschritt planen.

In den 6 Jahren seines Bestehens hat sich tech2b als

ein fester Bestandteil des oö. Innovationsnetzwerks

etabliert. Mehr als 45 Gründungsvorhaben wurden im

Inkubator gestartet, aus denen bereits 27 Unternehmensgründungen

hervorgingen. Für Gründer/innen mit

forschungsbasierten Geschäftsideen bietet tech2b

einzigartige Unterstützung in der Vorgründungsphase:

Finanzierung, Beratung, Infrastruktur, Netzwerk – alles

aus einer Hand!

„Starre Batterien sind passe – flexibel Batterien gefragt“

© prelonic.com

folgreich aus dem Inkubationsprogramm aus (insgesamt

25).

In den Unternehmen und Gründungsprojekten sind

bereits rund 200 Personen beschäftigt, ca. 30 Patente

wurden eingereicht und mehr als 15 Mio. Euro an

Förderungen und Startkapital in die Unternehmen

investiert.

Weitere Highlights:

• Aufbau einer Online-Ideenbörse „gate2business.at“,

die Leute mit Gründungsideen und gründungsinteressierte

Manager zusammen bringt

• Pilotprojekt „Bizzkick“ an Johannes Kepler Universität

und FH Campus Wels:


Studierende werden für 6 Wochen zu realen Unternehmern

• Abhaltung von 25 Seminaren zu gründungsrelevanten

Themen

• Insgesamt 4 erfolgreiche Investments in den 2 Jahren

des Bestehens des regionalen Business Angel Netzwerks

„AICO – Angel Investment Club

(www.aico.cc)

• Teilnahme am Projekt „innovation pro MÜHLVIERTEL“

zur Initiierung kooperativer Unternehmensgründungen

im Mühlviertel

Wirtschaftliche Kennziffern

Betriebsleistung

(Erlöse und Förderungen) gesamt, davon:

Erlöse/Zuwendungen von Unternehmen

Förderung Bund

Förderung Land

Förderung EU

Sonstige Förderungen

Mitarbeiter/innen

Mitarbeiter/innen insgesamt per

31.12 (Köpfe)

Mitarbeiter/innen insgesamt (VZÄ)

Mitarbeiter/innen

mit Uni-/FH-Abschluss (VZÄ)

F&E-Indikatoren

Zahl aller bisher eingereichten Patente

seit Bestehen

Zahl der eingereichten Patente

Betreute Diplomarbeiten und

Dissertationen

Sonstige Indikatoren

Anzahl neuer Gründungsvorhaben

Anzahl Coachingprojekte

initiierte Investments/Förderungen (kum.)

initiierte Arbeitsplätze (inkl. Gründer)

Anzahl gegründete Unternehmen

in TEUR

1428

174

513

500

20

221

6

5,6

5

Die Know-How-Träger von Morgen bei der Überreichung des tech2b-

Award.

2006 2007

in % der

Gesamterlöse

in TEUR

in % der

Gesamterlöse

insgesamt davon Frauen insgesamt davon Frauen

30

8

10

9

24

3000

150

16

100

12

36

35

1

15

1

0,6

-

1611

239

587

571

214

5

5,6

5

30

8

10

7

24

3000

200

20

100

15

36

35

13

2

0,6

-

141


INNOVATIONSNETZWERK 2008

142

IMPULS- UND

TECHNOLOGIEZENTREN

Informationen

zur Gesellschaft

Fitneß der Kunden als Teil des Geschäftsmodells.

Auch Unternehmensgründer müssen selbst Hand anlegen © Solar

Surface.

Tech2b Hight-Tech-Inkubator

Adresse: Hafenstraße 47-51, 4020 Linz

Homepage: www.tech2b.at

Tel.Nr.: +43 732 9015 5601

Rechtsform: GmbH

Gesellschafter: UAR, TMG, WK, JKU, FH Oberösterreich

Gründung: 2002

Geschäftsführer: Mag. Markus Costabiei, MBA

Kundengespräche.

. Jungunternehmerausstellung.


4 Impuls- und Technologiezentren

4.1 Verbund der . Impuls- und Technologiezentren

Oberösterreich verfügt über ein gut ausgebautes

Netzwerk an Impulszentren in allen Landesteilen. Die

meisten dieser Zentren weisen eine sehr starke regionale

Verankerung auf. Diese manifestiert sich in der

Beteiligung der Gemeinden, der Wirtschaftskammer,

von Unternehmen und Banken an diesen Zentren. Sie

unterscheiden sich aber nicht nur durch ihre Eigentümerstruktur.

Auch die „Qualität“ dieser Zentren, vor

allem in Hinblick auf das Technologieniveau der Unternehmen,

ist unterschiedlich. Einige der Impulszentren

nehmen bewusst auch innovative Dienstleister als

Mieter auf und bringen dies auch im Gesellschaftsnamen

zum Ausdruck.

Das „High-End-Projekt“ unter den 21 mit Landesmitteln

geförderten Projekten ist der Softwarepark Hagenberg.

Ein Wissenschafts- und Technologiepark mit 8 Forschungsinstituten,

über 40 Unternehmen, 1.000 Mitarbeitern

und 1.300 Studierenden (an der FH Oberösterreich

Campus Hagenberg, einem Oberstufen-

realgymnasium und Universitäts-Instituten). Hagenberg

hat sich auch 2007 hervorragend entwickelt. (Siehe

Kapitel 4.2)

Ende 2007 waren 20 Impulszentren aktiv im Netzwerk

tätig. Das FAZAT Steyr und das TIC Steyr werden als ein

Zentrum gezählt. Die TZ Mondseeland GmbH war zwar

schon gegründet, aber noch nicht im Vollbetrieb.

An 16 der einschließlich dem TZ Mondseeland 21 Zentren

ist die TMG am Stammkapital beteiligt. Das Management

des Softwarepark Hagenberg liegt bei der TMG.

Ende 2007 waren in den 20 Impulszentren 548 Unternehmen

mit 3070 Beschäftigen tätig. Die Auslastung

liegt bei 94 % im Durchschnitt aller Zentren.

Während die Zahl der Impulszentren in den Jahren

2002 bis 2005 von 15 auf 20 angestiegen ist, wurden

zwischen 2005 und 2007 keine zusätzlichen Zentren

errichtet. Auch der Beschäftigtenzuwachs hat sich in

den vergangenen Jahren abgeschwächt.

Kurzbeschreibung

143


INNOVATIONSNETZWERK 2008

144

IMPULS- UND

TECHNOLOGIEZENTREN

Impulszentren in , Stand per 31.12.2007

Zentren in Betrieb (20)

Impulszentren Start Vermietbare

Fläche (m 2 )

Softwarepark Hagenberg 1)

TIC Steyr (FAZAT-Gebäude)

Techno-Z Braunau2) GTZ Wels

TZ Freistadt

TIZ St. Florian (Baustufe I, II und III) 3)

TZ Gmunden

Techno-Z Ried4) TGZ Schärding

TZ Attnang

Logistikzentrum Enns-Hafen5) TIC Steyr

TECHCENTER Linz-Winterhafen

TIZ Kirchdorf

TDZ Donau-Böhmerwald

(Neufelden/Haslach)

TZ Perg

BIZ Wels

TIZ Grieskirchen

TZiS Bad Ischl

TDZ Ennstal6) TGZ Bad Leonfelden

SUMME

1989

1989

1994

1996

1999

1999

2000

2000

2000

2000

2000

2001

2002

2002

2002

2003

2003

2003

2004

2005

2006

15.200

6.104

3.143

5.800

1.629

5.790

1.430

2.706

1.455

1.503

3.674

2.932

13.350

2.742

1.893

2.281

9.000

3.3325

1.634

1.821

3.282

90.694

Invest.

(Mio. €)

38,60

10,00

3,77

5,57

2,23

8,48

2,10

3,60

2,28

2,24

5,03

6,10

26,53

3,52

3,04

5,48

15,00

5,20

2,50

ca. 2,90

2,75

156,92

Unternehmen

per

31.12.07

55

1

20

54

12

31

30

20

20

26

14

28

68

17

12

23

63

9

22

16

8

549

Unternehmen

bei Vollauslastung

1) Büroflächen für Firmen und F&E-Einrichtungen, ohne FH und Studentenheime

Zahlen Ausbildungsbereich: Fläche 8.600 m2 , Invest. 20,4 Mio Euro, 400 Mitarbeiter/innen, 1.300 Studierende

2) Bauteil II bezugsfertig im Jahr 1997

3) Bauteil II bezugsfertig ab Juni 2003, Bauteil III: Eröffnung April 2004

4) Bauteil II bezugsfertig ab August 2003

5) inkl. Ausbaustufen 1 und 2, Ausbaustufe 2 bezugsfertig ab April 2007

6) Bauteil II: erste Teile wurden im Okt. 2007 bezogen, Gesamtfertigstellung voraussichtlich im März 2008

70

1

25

65

14

32

30

23

26

26

25

28

69

20

15

24

64

11

28

22

11

629

Beschäftigte

per 31.12.07

622

65

53

165

79

345

86

119

28

81

87

145

440

80

63

72

300

82

57

35

66

3070

Beschäftigte

bei Vollauslastung

750

65

100

200

90

350

86

130

40

81

140

150

445

100

80

80

310

90

65

55

70

3477

Anzahl der

Jungunternehmer

per

31.12.07

4

0

5

5

4

4

5

6

6

4

2

4

17

4

3

10

9

3

12

4

4

115

Anzahl der

Beschäftigten

in Junguntern.

per 31.12.07

12

0

10

10

40

50

15

9

10

6

2

17

32

16

13

18

22

13

26

4

33

358


Immobilie

Vier Haupaktivitäten der Zentren.

regionale

Innovationsagentur

Projekte

Dienstleistungen

Die oö. Impuls- und Technologiezentren sind die regionalen

Knoten des oö. Innovationsnetzwerkes.

Ihre Aufgaben liegen in

• der Unterstützung und Entwicklung innovativer

Unternehmen

• der Förderung des Wissens- und Technologietransfers

und von Kooperationen in den Regionen und in

überregionalen Netzwerken

• der Entwicklung von spezifischen Dienstleistungen

zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Einige Aktivitäten werden in allen Zentren durchgeführt

bzw. angeboten (sogenannte Basisaufgaben und

-dienstleistungen), zahlreiche weitere Aktivitäten werden

in den Regionen je nach Bedarf in unterschiedlicher

Intensität abgewickelt (sogenannte regionsspezifische

Leistungen). In der Folge werden die Leistungen der

Zentren genauer beschrieben.

Die regionalen Innovationsaufgaben der Technologieund

Impulszentren in Oberösterreich

Generelles Ziel der Impuls- und Technologiezentren ist

es, zur Beschleunigung des regionalen und Wirtschaftsund

Beschäftigungswachstum beizutragen. Dies geschieht

vor allem durch die Förderung von Innovation

und Kooperation und Maßnahmen zur Verbesserung der

regionalen Standortbedingungen. Zielgruppen sind

innovative, technologieorientierte Unternehmen in

Impuls- und Technologiezentren, aber auch darüberhinaus

hin der Region.

Diese Unterstützung erfolgt ...

... im Technologie- und Impulszentrum durch ...

• Professionelle, flexible Infrastruktur und Dienstleistungen

im Zentrum

• Beratung, Begleitung der Unternehmensentwicklung

(kostenlos bis zu bestimmtem Ausmaß, danach Kostenpflicht

unter Bedachtnahme auf Gewerbe- und Wettbewerbsrecht)

in Zusammenarbeit mit anderen regionalpolitischen

Akteuren/Dienstleistern und Netzwerken

• Kontaktvermittlung, Netzwerke, Veranstaltungen in

Abstimmung/Kooperation mit regionalpolitischen

Akteuren/Dienstleistern und Netzwerken

• Projekte und Projektmanagement in Abstimmung/Kooperation

mit regional-politischen Akteuren/Dienstleistern

und Netzwerken

• Spezielle JungunternehmerInnen-Konditionen bei der

Miete

• Schaffung eines gründer- und kleinunternehmerfreundlichen

Milieus im Zentrum

... in der Region durch ...

• Förderung des Technologietransfers in Kooperation

mit den anderen Einrichtungen des Innovationsnetzwerkes

• Initiieren und begleiten von regionalen Kooperationen

und Netzwerken in Abstimmung/Kooperation mit

regionalpolitischen Akteuren/Dienstleistern und

Netzwerken

• Projekte und Projektmanagement in Abstimmung/

Kooperation mit regionalpolitischen Akteuren/

Dienstleistern und Netzwerken

• Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu regionalen,

nationalen und internationalen Innovations- und

Technologie-Themenschwerpunkten in Abstimmung/Kooperation

mit regionalpolitischen

Akteuren/Dienstleistern und Netzwerken

• Beratung, Begleitung der Unternehmensentwicklung

• Kostenpflichtige professionelle, flexible Infrastruktur

und Dienstleistungen im oder durch das Zentrum

(z.B. Prüfeinrichtungen, VC, Seminarräumlichkeiten,

Messtechnik)

• Beratung und Umsetzung für regionale Einrichtungen

betreffend Technologie- & Innovationsinfrastruktur

und -politik (Breitband, etc.)

• Vor-Ort-Partner für Einrichtungen des oö./österr.

Innovationsnetzwerkes (CATT, Clusterland, etc.)

Aufgaben der

Impulszentren

145


INNOVATIONSNETZWERK 2008

146

IMPULS- UND

TECHNOLOGIEZENTREN

Entwicklungszahlen

Im September 2006 hat der Aufsichtsrat der TMG den

Auftrag zur Erstellung eines „Strategiekonzepts“ für die

Impulszentren beauftragt. Auf der Grundlage einer von der

Reischauer Consulting durchgeführten „Analyse, Zielsetzungen

und strategische Optionen für die oö. Impulsund

Technologiezentren“ hat eine Arbeitsgruppe mit Vertretern

des Landes, der Impulszentren, der Sozialpartner

und der TMG konkrete Umsetzungsschritte erarbeitet.

Generelles Ziel ist es, die Rolle der Impulszentren als regionale

Innovatoren zu stärken. Weiters geht es um die Steigerung

der betriebswirtschaftlichen Effizienz der Zentren. Eine

Kostenrechnung nach Geschäftsfeldern sowie vergleichbare

langfristige Liquiditätsrechnungen wurden eingeführt.

Anzahl der Impuls- und Technologiezentren 1)

25

20

15

10

5

0

15

18

19

20 20 20 2)

2002 2003 2004 2005 2006 2007

1) Mit Förderung des Landes errichtet und aktiv im Netzwerk tätige

Technologiezentren

2) Davon 15 mit TMG-Beteiligung

Anzahl der Beschäftigten in den oö. Impuls- und

Technologiezentren gesamt

3500

3000

2500

2000

1500

1000

500

1633

2209

2393

2742

2975

3070

0

2002 2003 2004 2005 2006 2007

Stand jeweils per 31.12., Zahlen ohne TZ Linz-Wienerstraße

Der Sprung vom Jahr 2002 auf 2003 ergibt sich durch 3 zusätzliche

TZ (+ 440 Beschäftigte) und das neue IT-Center im SWPH

Weiterentwicklung zur regionalen Innovationsagentur soll

auf Grundlage mehrjähriger Planungen erfolgen. Diese

Strategischen Entwicklungspläne ermöglichen den Zentren

eine mehrjährige Finanzierungszusage. Für die Beratung

und Steuerung wurde ein eigener TZ-Beirat geschaffen.

Für die Beurteilung der volkswirtschaftlichen Effekte der

Impuls- und Technologiezentren hat Univ.-Prof. DDr. Friedrich

Schneider eine Studie mit folgenden Schlußfolgerungen

erstellt:

Die Zentren wirken sich für die einzelnen Regionen sehr

positiv aus und sie sind aus volkswirtschaftlicher Sicht ein

wichtiges belebendes Element. Die Umwegrentabilität ist

eindeutig gegeben.

Da in den letzten Jahren keine neuen IZ errichtet wurden,

ist die Zahl der Jungunternehmen rückläufig. In den oö.

IZ gibt es für „passende“ Unternehmen keine zeitliche

Befristung der Mietdauer. Eine Vorgangsweise, der die

meisten Impulszentren in den anderen Bundesländern

und anderen Staaten Europas zumindest in der Praxis

gefolgt sind. Es gibt kaum Standorte, die innovative,

technologieorientierte Unternehmen nach einigen Jahren

vor die IZ-Türen setzen. Viele, auch die oberösterreichischen

Zentren, könnten sich dies auch betriebswirtschaftlich

kaum leisten.

Anzahl der Jungunternehmen in den oö. Impulsund

Technologiezentren

200

180

160

140

120

100

80

60

40

20

0

106

112

165

145

126

2002 2003 2004 2005 2006 2007

Stand jeweils per 31.12., Zahlen ohne TZ Linz-Wienerstraße

115


Anzahl der Unternehmen in den oö. Impuls- und

Technologiezentren gesamt

600

500

400

300

200

100

0

342

421

486

518

540

549

2002 2003 2004 2005 2006 2007

Stand jeweils per 31.12., Zahlen ohne TZ Linz-Wienerstraße

Bauliche Investitionen

Der Ausbau des Netzwerkes an Impulszentren ist mit

der Errichtung des TZ Mondseeland weitgehend abgeschlossen.

Dieses TZ wurde 2007 gebaut und am 14.

März 2008 offiziell eröffnet. Im September 2007 wurde

die Errichtung eines Regionalen Innovations Centrum

(RIC) in Gunskirchen bekannt gegeben. Dies erfolgt in

einer Private-Public-Partnership von BRP-Rotax (75 %

der Kosten) und Gemeinden des Bezirks Wels Land und

durch die Stadt Wels.

Ebenfalls begonnen wurde 2007 mit der Errichtung der

ersten Baustufe des Science Parks an der Johannes

Kepler Universität Linz. Während die erste Baustufe mit

dem „Mechatronik-Gebäude“ ausschließlich universitären

Einrichtungen dient, werden aber der 2. bzw. 3.

Baustufe auch außeruniversitäre Nutzer aufgenommen.

Daraus ergeben sich Möglichkeiten der Kooperation im

Netzwerk der Impulszentren.

TZ Mondseeland

Ende Dezember 07 wurde das neue Technologiezentrum

Mondseeland mit Errichtungskosten von 2,6 Mio. €

planmäßig fertiggestellt. Nun hat auch das Mondseeland

auf 2100 m2 Nutzfläche einen idealen Standort für

innovative und technologieorientierte Unternehmen.

Bereits 20 Firmen haben im Zentrum ihren neuen

Firmensitz gefunden.

Anzahl der Beschäftigten in Jungunternehmen der

oö. Impuls- und Technologiezentren gesamt

450

400

350

300

250

200

150

100

50

0

246

288

385 397

375

358

2002 2003 2004 2005 2006 2007

Stand jeweils per 31.12.

Im TZ Mondseeland werden professionelle Infrastruktur

und Dienstleistungen zu besonders günstigen Konditionen

für Jungunternehmer geboten, aber auch etablierte

Unternehmen finden ideale Bedingungen vor.

Großes Potential bieten auch die ideale Lage an der A1

und der angrenzende Wirtschaftsraum Salzburg bis zum

süddeutschen Raum. Das Mondseeland selbst hat in

den letzten Jahren eine positive ökonomische Entwicklung

genommen und sich zu einem hervorragenden

Wirtschaftsstandort in Oberösterreich entwickelt.

Zubau TDZ Ennstal

Die Büro- und Werkstättenflächen im Technologie- und

Dienstleistungszentrum Ennstal war nach 2 Jahren

Betrieb bereits zu 70 % vermietet, inklusive von

Schulungs- und Konferenzräumen lag eine Auslastung

von 80 % vor. Weitere Anmeldungen für Werkstätten in

dieser perfekt erschlossenen Wirtschaftsumgebung

lagen vor, deshalb wurde im Jahr 2007 ein zweiter

Werkstättentrakt errichtet.

Eckdaten Bauteil II

Baubeginn: 20. August 2007

Fertigstellung: Frühjahr 2008 / erste Teile seit

Oktober 2007 in Betrieb

Projektkosten: ca. € 400.000,–

Fläche: 450 m2 / 4 Werkstättenboxen

147


INNOVATIONSNETZWERK 2008

148

IMPULS- UND

TECHNOLOGIEZENTREN

Informationen

zur Organisation

Science Park – Baubeginn

Der Spatenstich für den Science Park der Johannes

Kepler Universität Linz erfolgte im Mai 2007. Für das

Gesamtprojekt sind nahezu 100 Mio. € budgetiert.

Die Abwicklung soll in fünf Baustufen erfolgen. Für

Mitte 2009 ist die Übersiedelung des Fachbereichs

Mechatronik mit rund 250 Arbeitsplätzen in das modernst

ausgestattete erste Gebäude geplant.

Geplant wurde das Projekt vom Wiener Architektenbüro

caramel architekten zt GmbH, deren Entwurf sich

in einem international ausgeschriebenen Architekturwettbewerb

im Jahr 2005 gegen 40 weitere Projekte

durchsetzen konnte.

Die erste Baustufe „Mechatronik-Gebäude“

Mit dem Objekt der ersten Etappe – dem „Mechatronik-

Gebäude“ mit einer Nettogeschossfläche von rund

14.000 m2 und 200 Tiefgaragenplätzen im Südosten

des JKU-Campus - wurden auch bereits die Grundlagen

für die Realisierung der weiteren Baustufen geschaffen.

Besondere Dringlichkeit besitzt Baustufe II im Zuge des

von der Wirtschaft und dem Technologieland Oberösterreich

unterstützen Ausbaus der Technisch-Naturwissenschaftlichen

Fakultät der Johannes Kepler

Universität. Geplant sind hier die Unterbringung von

Instituten der Mathematik, Informatik und der im Aufbau

befindlichen Informationselektronik sowie des

Johann Radon Instituts für Angewandte Mathematik

der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Verbund oö. Technologiezentren

Adresse: Hafenstraße 47-51, 4020 Linz

Homepage: www.technologiezentren.at

Tel.Nr. +43 732 79810 5010

Dringende Nachfrage nach Anmietungsmöglichkeiten

im Science Park bestehen von außeruniversitären Forschungspartnern.

Im Endausbau soll der Science Park auf cirka 48.000 m 2

Grundfläche bislang ausgelagerte Institute bzw. Fachbereiche,

außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

wie zum Beispiel Kompetenzzentren, Spin-off-Firmen

aus dem Unternehmensgründungsprogramm der JKU

und Unternehmen aus dem Bereich Forschung & Entwicklung

vereinen. Mit bis zu 800 modernsten High-

Tech-Arbeitsplätzen im Vollausbau wird sich der Science

Park der Johannes Kepler Universität somit zu dem

dynamischen Zentrum für Forschung und Entwicklung

in Oberösterreich entwickeln.

Softwarepark Hagenberg

Für den Softwarepark Hagenberg war 2007 ein ereignisreiches

Jahr, in dem wichtige Bauvorhaben fertiggestellt

und die Weichen für zukünftige Expansionsvorhaben

gestellt wurden (siehe Kapitel 4.2).

Projektübersicht

Details zu den zahlreichen weiteren Projekten und

Aktivitäten sind dem Jahresbericht der oö. Impulsund

Technologiezentren 2006 und 2007 zu entnehmen

oder unter www.technologiezentren.at/projekte

abrufbar.

Koordinatorin: Mag. Karin Schachinger MBA (bis 1.7.2008), DI Dr. Werner Auer (ab 1.7.2008)


Der Softwarepark Hagenberg, einer der dynamischsten

und erfolgreichsten Technologiezentren Österreichs,

wurde 1989 von Professor Bruno Buchberger konzipiert

und initiiert und wird seither unter seiner Leitung weiter

ausgebaut. Im Softwarepark sind Wirtschaft, Forschung

und Ausbildung zum Themenschwerpunkt Software

unter einem Dach verbunden und entfalten vielfältige

synergetische Wirkung.

Das Besondere des Softwarepark Hagenberg ist:

• die thematische Fokussierung auf Software,

das synergetische Zusammenwirken von Forschung,

Ausbildung und Anwendung,

• Organisationsform und langfristig tragende

Partnerschaften.

Quelle: Softwarepark Hagenberg

Am 30. Oktober 2007 fand eine Pressekonferenz mit

den vier Partnern des Softwarepark Hagenberg statt:

Land Oberösterreich, Johannes Kepler Universität Linz,

Gemeinde Hagenberg und Raiffeisen Landesbank .

Dabei wurde das mündliche Übereinkommen, das bislang

die Basis für Struktur, Organisation und Identität

des Softwarepark war, als eine schriftliche Vereinbarung

unterzeichnet, die von Professor Buchberger verfasst

wurde.

Im Dezember 2007 waren erstmals mehr als 1000 Mitarbeiter

im Softwarepark Hagenberg beschäftigt. Er ist

damit der bedeutendste Technologiepark in Österreich

mit dem Schwerpunkt Software, einer Schlüsseltechno-

4.2. Softwarepark Hagenberg

Aufgaben der Leitung des Softwarepark Hagenberg:

• operatives Gesamtmanagement;

• konzeptive Weiterentwicklung, strategische Planung

und Umsetzung weiterer Einrichtungen im Softwarepark

für Forschng, Ausbildung und Wirtschaft;

• infrastrukturelle Maßnahmen mit Bedachtnahme

der Ortsentwicklung;

• Standortmarketing inkl. Führungen, Präsentationen

und Präsenz bei Messen;

• Unterstützung der Unternehmen und Forschungseinrichtungen

bei Förderprojekten, Marketing,

Messebeteiligungen, Networking;

• Vermittlung von Veranstaltungsräumen und

Organisation von Events.

logie für alle anderen Technologiebereiche. Daher ist

der weitere Ausbau des Softwarepark Hagenberg in

allen drei Bereichen (Forschung, Lehre, Anwendung)

für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich und Österreich

von größter Wichtigkeit.

Gemäß dem bewährten PPP-Finanzierungsmodell

werden deshalb bis 2012 weitere ca. 50 Mio. € in

den Ausbau des Softwareparks, sowohl in die Infrastruktur

als auch in Forschung und Entwicklung, investiert.

Nach der Erweiterung 2007 um drei neue Bürogebäude

und ein Infrastrukturzentrum wird somit die

Expansion konsequent fortgesetzt.

Kurzbeschreibung

Aktuelle Entwicklungen

und Perspektiven

149


INNOVATIONSNETZWERK 2008

150

IMPULS- UND

TECHNOLOGIEZENTREN

Dynamische Entwicklung des SWPH

In den vergangenen 2 Jahren wurden im Softwarepark

Hagenberg bedeutende Projekte realisisert bzw.

wurden in Angriff genommen. Drei neue, innovative

Bürogebäude konnten 2007 der Bestimmung übergeben

werden. Es sind dies:

• Bürogebäude amsec (STIWA Gruppe)

Das High-Tech-Bürogebäude ist Sitz der AMS

Engineering und von 11 weiteren Unternehmen. Mit

Errichtungskosten von 11 Mio. € wurden 4.300 m2 Büroflächen für bis zu 200 Beschäftigte geschaffen.

Das Gebäude wurde mit intelligenter energiesparender

Gebäudetechnik ausgestattet.

• Arbeiten und Wohnen

Dieses Projekt der Vereinigten Linzer Wohnungsgenossenschaften

(VLW) kombiniert Wohn- und Büroräume

in einem Objekt. Es stehen 22 Wohnungen

mit insgesamt 1.400 m2 und Büroflächen von

930 m2 zur Verfügung.

• Bürogebäude Wurm & Partner

Der innovative Finanzdienstleister Wurm und Partner

hat sich mit 80 Mitarbeitern im Softwarepark

niedergelassen. Es stehen 1.500 m2 Büroflächen

zur Verfügung.

Lehre

Im Herbst 2007 hat ISI, die Hagenberg International

School for Informatics, den Lehrbetrieb aufgenommen.

Der Lehrgang – eine Initiative von Professor Buchberger

in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz

und der FH Oberösterreich – richtet sich an internationale

Masterstudenten im zweiten Studienjahr. Die

Studierenden werden von Unternehmen gesponsert,

die die kostendeckende Studiengebühr und die

Lebenskosten für ein Jahr übernehmen, und im

Gegenzug das Thema der Masterarbeit bestimmen.

Forschung

Weitere Forschungseinrichtungen und kooperative Forschungsprojekte

bereichern das diesbezügliche Spektrum

des Softwarepark. Dabei wird das Partnernetzwerk

durch starke Unterstützung nationaler und inter-

nationaler Förderprogrammen beständig erweitert.

Kürzlich realisiert, geplant bzw. in Vorbereitung sind

u.a. folgende Initiativen:

• AGEZ, das Austrian Grid Entwicklungszentrum,

• Eingliederung und Weiterentwicklung der Arbeitsgruppe

für Medizininformatik in die RISC Software

GmbH.

• Ausbau der Forschungsinstituts RISC zu einem

Weltzentrum für Symbolic Computation und Anwendungen

in den Naturwissenschaften, der Software-Wissenschaft

und der Industrie.

• Konzeption und Aufbau von BIRCH, dem BioInformatics

Research Center Hagenberg.

• Einreichung eines Antrags für „Computational

Science“ in Kooperation mit Mathematik- und Informatik-Instituten

der Johannes Kepler Universität

Linz im Rahmen des Excellence Cluster

Programms.

Programm für Gründer

Zur Erhöhung der Attraktivität des Standorts für ausländische

Unternehmen wird von Professor Buchberger

in Zusammenarbeit mit Banken und Fördergebern ein

speziell angepasstes Incubator-Programm für ausländische

Firmengründer entworfen.

Softwarepark Award

Im Mai 2008 hat der Softwarepark Hagenberg zur

Förderung von innovativen und qualitativ herausragenden

Softwareentwicklungen zum dritten Mal den Softwarepark

Hagenberg Award vergeben. Der österreichweit

ausgeschriebene Preis wird in zwei Kategorien,

einem Haupt- und einem Nachwuchspreis, vergeben.

Dieser Award soll Unternehmen motivieren besonders

auf die Qualität der Softwareentwicklung zu achten.

Quelle: Softwarepark Hagenberg


Infrastruktur

Zur Erhöhung der Lebens- und Arbeitsqualität für die

Arbeitenden und Studierenden in Hagenberg sind

folgende Initiativen im Laufen:

• Shuttlebus zwischen Hagenberg und der Johannes

Kepler Universität Linz

• Schloss-Hotel

• Erweiterung der Gastronomie im Schloss

• Ausbau des Seminarbereichs und des Bürotrakts

des RISC im Schloss

• Belebung des Ortskerns

• Sporthalle für die Mitarbeiter und Studenten des

Softwareparks

• Verbesserung der Outdoor-Sportmöglichkeiten

Softwarepark Hagenberg in Zahlen (2007)

Firmen im Softwarepark

Forschungseinrichtungen im Softwarepark

Ausbildungseinrichtungen im Softwarepark

Infrastrukturbetriebe im Softwarepark

Beschäftigte gesamt

davon bei Forschungseinrichtungen

davon bei Wirtschaftsbetrieben

davon bei Ausbildungseinrichtungen

davon bei Infrastrukturbetrieben

Studenten/innen gesamt

davon beim BORG

davon bei der FH Oberösterreich Campus Hagenberg

davon Diplom- und Doktoratsstudenten

Büroflächen

Fachhochschulfläche

Infrastrukturfläche (Geschäftsflächen und Wohnungen)

Studentenheimbetten

Quelle: Softwarepark Hagenberg

40

8

4

3

1.022

205

379

402

36

1296

112

1150

34

15.200

8.600

2.600

600

m 2

m 2

m 2

151


INNOVATIONSNETZWERK 2008

152

IMPULS- UND

TECHNOLOGIEZENTREN

Organisationsstruktur

Softwarepark Leitung

Softwarepark

Leitung

Steering

Board

Marketing

Bianca Wiesinger

Vorsitzender

Univ. Prof. Dr. phill. Dr. h.c. mult

Bruno Buchberger

Entwicklungsdaten Entwicklung von 1989-2009; Studenten und Mitarbeiterzahlen

Informationen

zur Organisation

3.000

2.500

2.000

1.500

1.000

500

Facility

Management

Renovierung Schloss

Start Fachhochschule

Hagenberg

Univ. Prof. Dr. Gabriele Kotsis

JK Uni Linz

Eröffnung amsec +

Arbeiten und Wohnen

Eröffnung IT-Center

Objektleiter

Heinz Leitner

Leiter

Univ. Prof. Dr. phill. Dr. h.c. mult

Bruno Buchberger

Assistent des Leiters

DI Dr. Robert Stubenrauch

Events

Linda Schwarzenberger

Mag. Manfred Eder

TMG

Rudolf Fischerlehner

Gemeinde Hagenberg

Office

Christa Bergsmann

Dr. Georg Starzer

RLB

Karin Hager

RLB (ständige Vertretung

von Dr. Starzer)

Prognose

1989 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009

Softwarepark Hagenberg

Adresse: Hauptstraße 90, 4232 Hagenberg

Homepage: www.softwarepark-hagenberg.com

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 7236 3343; office@softwarepark-hagenberg.com

Organisationsform: Dachmarke; partnerschaftliche Vereinbarung

Träger: Land (via TMG), Johannes Kepler Universität Linz, Gemeinde Hagenberg,

Raiffeisenlandesbank

Gründung: 1989

Leitung: o.Univ.-Prof. Dr. Dr.hc.mult. Bruno Buchberger (Leiter),

DI Dr. Robert Stubenrauch (Assistent des Leiters)

Gesamt

Studenten

Beschäftigte


Die Regionalmanagement Oberösterreich GmbH fungiert

als Service-GmbH für die in ihr organisierten Teilregionen

(Mühlviertel, Steyr-Kirchdorf, Wels-Eferding, Linz/Linz-

Land, Gmunden-Vöcklabruck) in allen Bereichen der

Regionalentwicklung. Sie nahm ihre operative Tätigkeit

am 01. April 2006 auf.

5 Regionalmanagement GmbH

Gesellschaftszweck:

• Förderung der Regionalentwicklung auf

Grundlage der RWK und der Leitbilder

• Absicherung und Weiterentwicklung der

Wirtschafts- und Sozialstrukturen

• Förderung des Arbeitsmarktes

• Steuerung der regionalen Entwicklung

• Förderung der überregionalen und

länderübergreifenden Zusammenarbeit

• Förderung der Identifikation der

Bevölkerung mit der Region

Leistungsschwerpunkte:

1. Organisation, Moderation & Beratung

a) interkommunale Zusammenarbeit

b) Arbeits- und Projektgruppen

2. Prozessstrukturierung & Begleitung

a) Regional Governance

b) Strategie- und Projektentwicklung

c) Interkommunale Standortentwicklung

3. Information & Beratung zu nat. und europäischen

Förderprogrammen in den Bereichen:

a) Kommunale & wirtschaftliche Entwicklung

b) Land- & forstwirtschaftliche Entwicklung

c) Arbeitsmarkt-, Bildungs- & Soziale Entwicklung

d) Grenzüberschreitende (euroregionale)

Zusammenarbeit

e) Nachhaltigkeit und Umwelt

4. Projektträgerschaft

Kurzbeschreibung

153


INNOVATIONSNETZWERK 2008

154

REGIONALMANAGEMENT

Aktuelle

Entwicklungen

Informationen

zur Gesellschaft

Nahversorgungskonzepte Teil 2

In den vier Pilotbezirken Braunau, Steyr-Land, Rohrbach

und Perg sowie anschließend in den restlichen Bezirken

werden regionale Nahversorgungskonzepte erarbeitet. Diese

liefern die Basis zur Umsetzung von Einzelprojekten in den

Modulen Innovative Nahversorgungsprojekte, Bewußtseinsbildung

und Marketing, Ausbildung und Beratung sowie

Kooperation des Nahversorgungsprogramm Teil 2.

Projekt FARE – Fachkräfte für die Region Mühlviertel

in Umsetzung

Das Regionalmanagement führt mit der EUREGIO das

Projekt zur Fachkräfteausbildung im Mühlviertel durch.

Gefördert wird das Projekt vom Land und EU Ziele. Im

Rahmen dieses Projektes erfolgt eine regionalwirtschaft-

Regionalmanagement Oberösterreich GmbH

Adresse: Bahnhofplatz 1, 4021 Linz

Homepage: www.rmooe.at

Tel.Nr.: +43 732 7720 12732

Rechtsform: GmbH

liche Analyse und Strategieentwicklung für die Ziel

2-Region mit Fokus auf das Potenzial der Frauen am

Arbeitsmarkt betreffend Fachkräfteentwicklung.

In FARE werden die regionalwirtschaftlichen hinsichtlich

des Zugangs von Frauen zu technischen Berufen in

Betrieben der Region näher analysiert, die Zielgruppe

präzisiert und vorhandene arbeitsmarktpolitische Förderinstrumente

auf die regionale Wirkung überprüft.

Aufbauend auf Erfahrungen von KTLA im Kremstal,

Qualitech – Fa. Technosert werden gezielt Strategien für

innovative überbetriebliche Ausbildungsmodelle entwickelt,

die auf die Bedürfnisse der Klein- und Mittelbetriebe der

Region abzielen. In Kombination mit arbeitsmarktpolitischen

Fördermöglichkeiten werden neue Ansätze zur Fachkräftesicherung

entwickelt.

Gesellschafter: Landesholding GmbH, Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Landwirtschaftskammer

für Oberösterreich, Wirtschaftskammer Oberösterreich, EUREGIO Bayerischer

Wald-Böhmerwald/Regionalmanagement Mühlviertel, Inn-Salzach-EUREGIO Regionalmanagement

Innviertel-Hausruck, Regionalforum Steyr-Kirchdorf, Regionalmanagement Vöcklabruck-Gmunden,

Verein für Regionalentwicklung in den Bezirken Wels Stadt, Wels Land und Eferding sowie der

Verein Regionalforum Linz/Linz-Land

Gründung: 2005

Geschäftsführer: Wilhelm Patri MAS


EU+, die Förderlobbystelle der WKO Oberösterreich und

des Landes , stärkt Oberösterreichs Position im EUweiten

Wettbewerb um EU-Fördermittel und konzentriert

sich darauf, zusätzliche EU-Fördermittel für die oberösterreichische

Wirtschaft aus den EU-Programmen zu

• Laufendes Monitoring der EU-Mittel von und

nach Oberösterreich

• Beratung von Förderwerbern bei geplanten

EU-Projekten

• Screening interessanter EU-Förderprogramme

für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich

• EU-Beraterpool: Pool aus Experten, die in den

verschiedensten Bereichen wie z.B. Forschung

und Entwicklung, Technologie, Innovation, Umwelt,

Kultur oder Regionalentwicklung bereits erfolgreich

EU-Projekte durchgeführt haben und deshalb

• Erschließung von EU-Förderquellen für Projekte

der oö. Wirtschaft.

• Initiierung und Durchführung von grenzüberschreitenden

EU-Projekte, insbesondere im Dreiländerraum

Oberösterreich-Niederbayern-Südböhmen in den

Schwerpunkten

– Netzwerke und Kooperationen

– Gründung

– Arbeitsmarkt

EU+ wird als Drehscheibe und Teil der oberösterreichischen

Netzwerkoffensive

• erfolgreiche Aktivitäten fortsetzen

• die Zusammenarbeit auf regionaler und überregionaler

Ebene intensivieren

• sich auf Schlüsselthemen konzentrieren, wie

6 Internationalisierungseinrichtungen

6.1 Förder-Lobby EU+

lukrieren. Als Drehscheibe im Verbund mit anderen

Förderakteuren im Land als auch in Brüssel leistet EU+

einen Beitrag zur optimalen Nutzung von EU-Fördermittel

für Oberösterreich.

eine effiziente Umsetzung derartiger Projekte gewährleisten

• Fördernetzwerk: Netzwerk der Förderakteure aller

oberösterreichischen Institutionen zum regelmäßigen

Erfahrungs- und Informationsaustausch

• Radar EU-Förderungen in den neuen EU-Mitgliedstaaten

• Durchführung von Informations- und Fachveranstaltungen

zu EU-Förderungen

• Sensibilisierung durch Medienarbeit zum Thema

„EU-Förderungen“

• Darstellung von Goot Practice Förderprojekten

• Unterstützung der Austauschbeziehungen mit den

neuen EU-Regionen

• Entwicklung von Merkblättern zu den Förderkulissen

in den neuen EU-Mitglliedsstaaten

• Aktive Teilnahme an allen Internationalisierungsaktivitäten

der WKO Oberösterreich

• Erweiterung des Fördenetzwerkes zur Stärkung und

Bündelung des Förder-know-hows und Nutzung von

Netzwerksynergien.

z.B. Unternehmensgründung, Technologie, Arbeitskräftemobilität,

Energie, regionale Wirtschaftsentwicklung,

etc. und

• am Wissenstransfer zwischen verschiedenen

Organisationen und Regionen in Europa (z.B. im

Rahmen der Open Days teilnehmen.

Kurzbeschreibung

Aufgaben/

Aktivitäten

Aktuelle

Entwicklungen

Perspektiven

155


INNOVATIONSNETZWERK 2008

156

REGIONALMANAGEMENT

Erfolgsbilanz von EU+

nach 4 Jahren

Informationen

zur Gesellschaft

• 7 Mio. € Mittel für Oberösterreich lukriert

• 3 Mio. € EU-Mittel für Gemeinschaftsprojekte von

oberösterreichischen Institutionen

• 4 Mio. € Direktmittel für Firmenprojekte

• 86 Veranstaltungen mit EU+ Beteiligung bzw. eigene

Veranstaltungen (mit insgesamt 3643 Teilnehmern)

• 78 PR-Abdrucke

• Begleitung von 189 Projektanträgen

• 36.470 Zugriffe auf die EU+ Homepage

Förder-Lobby EU+ / Eine Initiative von Land und WK

Adresse: Mozartstraße 20, 4020 Linz, Wirtschaftskammer Oberösterreich

Homepage: www.euplus.at

Tel.Nr.: / E-Mail: +43 05 90909 3451; euplus@wkooe.at

Träger: Land Oberösterreich und Wirtschaftskammer Oberösterreich

Gründung: 2004

Mit Unterstützung von EU+ ist es gelungen das Backdienstleistungszentrum

in Kladno/ Tschechien eines

führenden österreichsichen Backmittelherstellers zu

46% aus EU-Strukturfondsmittel und tschechischen

Fördermittel zu finanzieren.

Das Team von EU+: Mag. Robert Leitner MBA (Leiter der Förder-Lobby EU+),

Dr. Elisabeth Czachay, MMag. Gisa Schosswohl (Projektmanagerinnen)


Das Export Center wurde ins Leben gerufen, um

einerseits insbesondere kleine und mittlere oö. Unternehmen

für den Export zu motivieren und sie bei ihren

ersten Exportaktivitäten zu unterstützen und um andererseits

erfahrenen oö. Exportunternehmen die Chancen

und Potenziale auf neuen Märkten vorzustellen.

Aufgaben/ Aktivitäten

• First Stop Shop und Informationsdrehscheibe für

Export/Internationalisierung

• Erschließung brach liegender Exportpotenziale bei

den oö. Unternehmen

• Marktsegmentierung nach Branchen und Regionen

• Entwicklung zielgruppenspezifischer Exportförderangebote

• Vermittlung von Exportcoachings für oö. Unternehmen

• Aufbereitung spezifischer Marktinformationen und

Erstellung von Informationsmaterialien

• Nutzbarmachung der Go International- Initiative

desBMWA und der WKO

• Öffentlichkeitsarbeit für „Export und Internationalisierung“

• Begleitung von Land und WK beim Aufbau

und der Pflege strategisch nachhaltiger Wirtschaftsbeziehungen

zu Zukunftsregionen

Anzahl der oö. Exportbetriebe

Zuwachs an Neuexporteuren gegenüber 2006