Fgz-Info 2/2012 - Familienheim-Genossenschaft Zürich

fgzzh

Fgz-Info 2/2012 - Familienheim-Genossenschaft Zürich

FGZ Agenda – Veranstaltungen


Genossenschaftsfest

Samstag, 7. Juli 2012, ab 13.30 Uhr

auf dem Schulhaus-Platz Borrweg


Sternmarsch und Kundgebung

der Wohnbaugenossenschaften Zürich

Samstag, 7. Juli 2012, 10.30 - 12.00 Uhr

Josefswiese Zürich, Kreis 5


Aktuelle Infos auf dem fGZnet-Infokanal im TV-Kabelnetz auf dem

analogen Kanal 60 (783.25 MHz) und im Internet unter www.fgzzh.ch.

Beachten Sie auch die flugblätter, die an alle fGZ-Haushaltungen

verteilt werden.

Mitteilungsblatt der

Familienheim Genossenschaft Zürich

Juli 2012


2

Quartierzentrum: GV genehmigt

Projektierungskredit


Josef Köpfli: 34 Jahre

im Dienste der FGZ


Ein teures Auto kann so viel

kosten wie ein FGZ­Reihenhaus

Info

2 Thema

Thema 1


THeMA

4 Zwei deutliche JA zum Quartierzentrum

Projektierungskredit erhielt 374 von 442 Stimmen

10 Josef Köpfli – 34 Jahre im Dienste der FGZ

Der engagierte fGZ-Geschäftsleiter tritt zurück

34 Für Grundbedürfnisse immer weniger Geld nötig

nahrung, Kleidung und Wohnung erfordern nur 25,4 %

fGZ-InTeRn

13 25 Jahre – lang und kurz zugleich. Rückblick und Dank

22 Mietzinssenkungen – allerdings nicht für alle

25 Zum neuen Auftritt (Corporate Design) der fGZ

26 Siedlung Grünmatt – öffentliche Aussenräume und private Gärten

30 fünf neue Mitglieder für die Baukommission

33 Mit der Sozialkommission direkt in Kontakt treten

53 Computer-Werkstatt des Alterstreff

nATUR UnD GARTen

50 Auf Vogelpirsch im Quartier

Titelbild: Die fGZ-fahnen mit dem neuen logo beim Schweighofplatz

foto: Johannes Marx

2 InHAlT

InHAlT 3

AnläSSe

46 fGZ-Reise 2012 nach Rügen

52 Betagtenausflug der Altersbetreuung

54 Veloflicktag der freizeitkommission

55 Der flohmarkt fiel ins Wasser

65 fGZ-Anergienetz an den Zürcher Umwelttagen

QUARTIeR

56 Kunst im friesenberg: Martin Hillmann

60 Wetterglück am ersten Hagackerfest

62 Strassenkunst in der Badi Heuried»

64 lions Club unterstützt Krankenstation friesenberg

WoHnBAUGenoSSenSCHAfTen

44 fGZ unterstützt Initiative «bezahlbar wohnen»

67 Adressen und Öffnungszeiten

67 Impressum


Zwei Generalversammlungen sagten

deutlich JA zum Quartierzentrum und

damit zum Projekt «Emma»


Projektierungskredit erhielt 374 von 442 Stimmen


Am 12. April 2012 haben die Genossenschafter/innen

der FGZ ein Abbruchverbot

für Wohnbauten im Zentrumsgebiet mit

75,46% (917 Stimmende) deutlich abgelehnt.

An der ordentlichen Generalversammlung

vom 18. Juni wurde der Grundsatzentscheid

dann auch noch konkret

bestätigt: Hohe 84,6 % der 442 Stimmenden

sagten JA zum Projektierungskredit

von 6,2 Mio. Franken für das Siegerprojekt

«Emma», 60 sagten NEIN und 8 enthielten

sich der Stimme. Damit hat der Vorstand

grünes Licht für die Detailplanung und

die Erarbeitung eines Baukredits bis 2014

erhalten.


Die einberufung einer ausserordentlichen

Generalversammlung mit den

Anträgen von 351 Genossenschafter/innen

für ein Abbruchverbot der

Wohngebäude im Zentrumsgebiet und

der Durchführung einer schriftlichen

Abstimmung mit Urnen hat mobilisiert.

730 Genossenschafter/innen fanden

sich am 12. April 2012 im Volkshaus

ein, 196 gaben eine zweite Stimme für

ein anderes Mitglied ab. Antragsteller

und Vorstand erhielten je 20 Minuten,

um ihre Position darzustellen. nach

der fünfminuten-Replik beider Seiten

meldete sich eine ganze Reihe von Ge-

nossenschafter/innen zu Wort, wobei

die Voten gegen das Abbruchverbot

überwogen. Kaum Diskussionen löste

der Antrag auf schriftliche Abstimmung

mit Urnen im Saal aus (Abstimmungsbüro-leiter

Rolf eggenberger, Chef

Kreiswahlbüro 3); der Antrag wurde

auch vom Vorstand befürwortet, weil

es mit dem Abbruchverbot um eine

sehr grundsätzliche und für viele um

eine «aufwühlende» und existentielle

frage ging.

In der fGZ ist ein «richtiges Quartierzentrum»

im friesenberg seit über

zwölf Jahren ein Thema. Im november

1999 wurde die Idee an einer Zukunfts-Werkstatt

lanciert, 2004 in das

Bauleitbild aufgenommen und kontinuierlich

weiter entwickelt. Die von

der Bevölkerung vorgebrachten nutzungsideen

sind im laufe der Zeit

gewachsen, was zu einer Vergrösserung

des ursprünglichen Planungsgebietes

führte.

Die Realisierung des Zentrums

auf fGZ-Grund hat zur folge, dass 92

Wohnungen und 6 Wohnateliers weichen

müssen. Dieser Verlust von liebgewonnenen

Wohn- und Arbeitsräumen

löste erheblichem Widerstand aus, der

zu einer Petition mit 730 Unterschriften

(Juni 2011) und am 12. April 2012

Grosser Andrang im Volkshaussaal. – Am 12. April 2012 nahmen 730 fGZ-Genossenschaftsmitglieder

an der ausserordentlichen Generalversammlung teil.

zu einer ausserordentlichen Generalversammlung

(GV) geführt hat.

Ein Zuhause für niedrigste

Einkommen geht verloren

Martin Hillmann, der Sprecher für

ein Abbruchverbot, freute sich, dass so

viele da sind, und findet es phantastisch,

dass diese Versammlung stattfinden kann.

Seine Gruppe habe nie ein unbefristetes

Bauverbot gefordert für das ganze

Grosses Interesse an der

Architekturausstellung

535 Besucher/innen sind in den 10 Tagen

ende April im Schweighof-Saal gezählt worden.

Das Interesse, die 10 Vorschläge aus

dem Architekturwettbewerb für das Quartierzentrum

war erfreulich und beachtlich.

einige kamen sogar mehrmals.

Planungsgebiet, denn der Antrag 2

«kein Abriss» erwähne nur die Wohnbauten,

das heisst Coop, Regiebetriebe

und Restaurant seien davon nicht

betroffen. Sie hätten nur eine funktionale

frist gesetzt. «Wenn nämlich

die wirtschaftlich ökologisch sinnvolle

nutzung im Verhältnis zum übrigen

Immobilienbestand negativ aus-fällt,

macht eine erneute Abstimmung über

den Abriss durchaus Sinn.» er stehe

heute hier für den Wohnungsmix, den

die fGZ den Menschen dieser Stadt

anzubieten hat. «es geht auch um

wirtschaftliche Architektur, die auch

für niedrigste einkommen ein Zuhause

bieten kann.» Seine Gruppe suche

nicht die Sieger oder Verlierer, sondern

es gehe um eine Mehrheit zum

erhalt der Wohnbauten.

4 GeneRAlVeRSAMMlUnG

GeneRAlVeRSAMMlUnG 5


Nein zur Blockierung

Vreni Püntener sprach für den

Vorstand und alle in die Planung Involvierten

und plädierte für ein nein.

Viele verschiedene Bedürfnisse seien

an die fGZ herangetragen worden.

Darauf möchte der Vorstand eingehen

können, damit die entwicklung

nicht blockiert wird und für die nahe

Die GV­Resultate vom 12. April 2012

Antrag 2 der 351 Genossenschafter/innen:

«Kein Abriss von sehr sinnvollem, schon

verdichtetem Wohnraum zwischen Arbental-

und Schweighofstrasse.»

Total gültig eingelegte Stimmzettel .. 927

leer ............................................. 10

Massgebliche Stimmen ................ 917

Ja ............................................. 225

nein ............................................. 692

Die GV lehnt damit den Antrag 2 mit einem

nein-Anteil von 75,46 % ab.

Antrag 3 der 351 Genossenschafter/innen:

«Aufnahme von Verhandlungen mit der

Stadt, der Schul- und Kirchgemeinde.

- Auflösen von Baurechtsverträgen;

- Änderung der Zonenordnung in städtebaulich-zweckmässigem

Sinne, in Bezug

auf ‹2000Watt-Gesellschaft› und das Erstellen

von zusätzlichem Wohnraum und

sinnvoller Zentrumsgestaltung im Friesenberg»

Total gültig eingelegte Stimmzettel .. 927

leer ............................................. 21

Massgebliche Stimmen ................. 906

Ja ............................................. 150

nein ............................................. 756

Die GV lehnt somit den Antrag 3 einer Mehrheit

von 83,44 % ab.

Zukunft und die nächsten Jahrzehnte

geplant werden kann. «Wir möchten

gerne unser Zentrum für unser Quartier

realisieren. es soll den Menschen

folgendes bieten: Dienstleistungen,

Wohnungen und einen Zentrumsplatz.

Zu den Dienstleistungen gehören

u.a. ein grösserer Coop, weitere

läden, ein Gesundheitszentrum mit

Gemeinschaftspraxis, Krankenstation

und Pflegewohngruppen, Kindergarten

und Hort, Räume für die Jugend,

Ateliers für Künstler/innen, Restaurant,

Saal, Mehrzweckraum und fGZ-

Verwaltung mit Regiebetrieben. Dazu

kommen 106 hindernisfreie und mit

lift erschlossene Wohnungen, davon

35 - 40 Zimmer in der Krankenstation

und in den zwei Pflegewohngruppen.

Die Schweighofstrasse soll in die

Zentrumsplanung miteinbezogen und

quartierverträglich gestaltet werden.

Wenn nicht neu gebaut wird, müsste

die bestehende Siedlung saniert werden,

was die jetzt günstigen Mieten

erheblich ansteigen liesse.»

Sascha fässler, Präsident der

Baukommission, ging kurz auf die Qualitäten

des Siegerprojektes «emma»

des Architekturwettbewerbs ein, dessen

ergebnisse wenige Tage vor der

GV veröffentlicht wurden.

nach mehreren Voten aus der

Versammlung entschied sich die GV

klar für eine schriftliche Abstimmung,

die zügig voranging. erst beim Auszählen

ergab sich ein Problem, weil zwischen

der Anzahl Stimmen und der Anzahl

Stimmkarten eine Differenz von

eins bestand. So wurde es halb elf,

bis das deutliche ergebnis feststand.

foto. Johannes Marx

GV vom 18. Juni: 84 % sagen

Ja zum Projektierungskredit

An der ordentlichen Generalversammlung

(GV) vom 18. Juni stand erneut

das Zentrum im Mittelpunkt. Konkret

ging es um den Projektierungskredit

von 6,2 Millionen franken für

das Siegerprojekt «emma». Der Kreditabstimmung

voraus ging ein Antrag

von Genossenschafter edi Widmer,

der fristgerecht Antrag auf eine

erneute schriftliche Abstimmung gestellt

hatte. es gelte all jene ernst zu

nehmen, die Angst hätten, dass sie

wegen ihrer Stimmabgabe nachteile

in Kauf nehmen müssten (z.B. bei der

Vermietung).

nach dem deutlichen entscheid

vom 12. April plädierte Präsident Alfons

Sonderegger namens des Vorstandes

für eine Rückkehr zur normalität. Der

Vorstand habe zwar alles vorgekehrt

für das schriftliche Prozedere – im Übrigen

eine aufwändige Sache für Personal

und finanzen. Die Vertrauensleute-Versammlung

vom 12. Juni votiere

(bei einer enthaltung) ebenfalls für

eine offene Abstimmung. An der Vertrauensleute-Versammlung

wurde die

Meinung vertreten, Unbehagen gebe

es weniger wegen Vorstand/Verwaltung,

sondern eher wegen äusserungen

aus der direkten nachbarschaft.

– Sonderegger warb für etwas Rückgrat

und für Toleranz: «Ich kann doch

mit jemandem bestens Kaffee trinken,

Bilder von der a.o. GV vom 12. April: Mitgliedschaftskontrolle

und Urnenabstimmung kommen

in der fGZ nicht häufig vor.

6 GeneRAlVeRSAMMlUnG

7


auch wenn er ganz anders als ich abgestimmt

hat.» nach einigen Voten

entschied die Versammlung sehr klar

für eine offene Abstimmung.

Der Antrag des Vorstands für einen

Projektierungskredit von 6,2 Mio.

franken (bei einer geschätzten Bausumme

von 76 Millionen) wurde mit

Voten von Baukommissions-Präsident

Sascha fässler, von Architekt Philipp

fischer (enzmann fischer Partner

AG), von Geschäftsleiter Josef Köpfli

und von Andreas Hurter, dem Delegierten

des Vorstandes für das Zentrum,

begründet.

Einiges an Skepsis zum Zentrum

Die rund 30-minütige Diskussion

wurde vor allem von skeptischen

und kritischen Stimmen bestritten.

Zum Teil wurde auch die Qualität der

Ateliers und der Abbruch nochmals

thematisiert – trotz dem deutlichen

entscheid vom 12. April.

Hunderte interessierten sich breit –

einige gingen nach «ihrem» Geschäft

Der fGZ-Vorstand ist sich bewusst, dass die

GV vom 19. Juni sehr lange gedauert hat.

er bedankt sich bei all den vielen, die sich

für die Genossenschaft als Ganzes (samt

Rechnung, Wahl der Vertrauensleute, Anergienetz)

interessiert haben.

Mit einigem erstaunen nahm er zur Kenntnis,

dass eine kleine Zahl die Versammlung

einfach postwendend verliess, nachdem

die Zentrumsplanung grünes licht bekommen

hatte.

Im Mittelpunkt der Voten standen

die Sorge um den Verlust von günstigen

Wohnungen, die Problematik

der Umzüge (erhalten jene, die raus

müssen, angemessene objekte in der

fGZ?), die Rolle des Coop, die Skepsis

bezüglich funktionierendem Restaurant

und bezüglich Hausarzt-Gemeinschaften

sowie generell die frage,

wie Tieflöhne sich in Zürich noch

Wohnungen leisten können.

Von Vorstands-Seite wurden die

subventionierten (verbilligten) Wohnungen,

die etappierung des neubaus, das

freiwerden von preiswerten objekten

dank Zügelfristen und dank Umzug in

neubauten ins feld geführt. Alfons

Sonderegger wies auf die erfahrungen

mit der 3. etappe hin; alle hätten

schliesslich ein Wohnobjekt gefunden.

Dass aber oft nicht genau «das»

Wunschobjekt frei werde, verstehe

sich ebenfalls.

374 Ja für den

Projektierungskredit

Die offene Abstimmung mit gut

positionierten Stimmenzähler/innen

ergab ein noch deutlicheres Resultat

als am 12. April: 374 oder 84,6% hiessen

den Projektierungskredit von 6,2

Millionen gut (60 nein; 8 enthaltungen).

Der fGZ-Vorstand hat nun der

Generalversammlung bis 2014 einen

detaillierten Baukredit vorzulegen.

Das Projekt «emma» der enzmann

fischer Partner AG, das den

Architekturwettbewerb von fGZ und

Amt für Hochbauten gewonnen hat,

bringt der fGZ und dem Quartier ein

klar erkennbares Zentrum mit Woh-

nungen und wichtigen Dienstleistungen.

es kann jetzt eine neue Mitte für

Begegnung und Gemeinschaft entstehen

– mit einem lebendigen Stadtplatz

und einem ruhigen Aussenraum.

Das Zentrum wird in zwei etappen

realisiert werden, 2015/2016 sowie

2017/2018. Das ermöglicht es, dass

die Bewohner/innen der abzubrechenden

Wohnungen sozialverträglich umziehen

können. Die flächen der neuen

Wohnungen sind eher knapp gehalten

(93 m 2 für eine 4½ Zimmerwohnung);

das erlaubt günstige Mieten und eine

Subventionierung für 25 bis 40 % der

106 geplanten Wohnungen. «emma»

wird im Minergie-P-eCo-Standard erstellt,

es ist eine Photovoltaik-Anlage

vorgesehen und das ganze Zentrum

wird an das Anergienetz (Abwärme)

der fGZ angeschlossen.

Gute Jahresrechnung 2011

Rolf obrecht, leiter finanzen,

konnte erneut eine sehr gute Jahresrechnung

präsentieren – unter anderem

dank tiefer Zinsen. Die Bautätigkeit

(vorab Grünmatt) führte zu einer

Zunahme an fremdkapital um 16 Millionen

auf insgesamt 261,8 Millionen.

Der Aufwand 2011 verringerte sich

leicht, ebenso die Mietzinseinnahmen,

was mit dem ersatzneubau Grünmatt

zusammenhängt (31,774 Mio.). Die GV

eine Sammlung von Informationen

zum Zentrum friesenberg finden Sie

auf der Website www.zefri.ch

hiess sowohl die Jahresrechnung als

auch die Verzinsung der Anteile von

2,5 % klar gut.

Stehende Ovation

für Josef Köpfli

nach 10 Jahren Vorstandstätigkeit

(1978 - 1987) und vor allem nach

fast 25 Jahren als fGZ-Geschäftsleiter

sass Josef Köpfli zum letzten Mal

auf dem GV-Podium. Präsident Alfons

Sonderegger würdigte die grossen

Verdienste von Josef Köpfli (siehe

Seite 10). Die Versammlung dankte es

ihm mit einer stehenden ovation, die

kaum mehr enden wollte.

Vertrauensleute und

Anergiekredit

Problemlos über die Bühne ging

die Wahl der neu positionierten Vertrauensleute-Versammlung

für den

Rest der Amtszeit 2011 - 2014, die

jetzt noch aus 35 Personen besteht.

Der fGZ-Präsident dankte den scheidenden

Vertrauensleuten ganz herzlich

für ihr engagement als Bindeglied

zwischen Basis und Vorstand;

den gewählten 35 wünschte er viel

Glück und freude.

fast ohne fragen wurden die 4,5

Millionen franken für vorgezogene und

erweiternde Arbeiten am Anergienetz

genehmigt. Thomas Gautschi von

Amstein+Walthert gelang es, in einem

kurzen Votum die notwendigkeit dieser

Gelder anschaulich zu begründen. –

Um 22.40 Uhr konnte die lange GV

für beendet erklärt werden. fgz

8 GeneRAlVeRSAMMlUnG

GeneRAlVeRSAMMlUnG 9


Josef Köpfli – 34 Jahre

im Dienste der FGZ


nach 24½ Jahren tritt der engagierte fGZ-Geschäftsleiter zurück


Von Alfons Sonderegger

An der ordentlichen Generalversammlung

(GV) vom 18. Juni 2012 im Volkshaus­Saal

hatte FGZ­Geschäftsleiter Josef Köpfli

seinen letzten offiziellen GV­Auftritt. Als

Dank für seinen langjährigen engagierten

Einsatz erhoben sich die Versammelten im

Saal und sagten ihm mit einer minutenlangen

Ovation «merci». Am 6. Juli 2012 wird

Josef Köpfli seinen Posten an Rolf Obrecht

übergeben. – Im Folgenden ein Auszug aus

der Würdigung durch FGZ­Präsident Alfons

Sonderegger.


«Lieber Sepp

34 Jahre standest du im einsatz

für die fGZ – zehn Jahre als Vorstandsmitglied

und danach über 24

Jahre als Geschäftsleiter. Jetzt lässt

du dich pensionieren, ein gutes Jahr

vor deinem 65. Geburtstag. Als 4-jähriger

bist du mit deiner familie in die

fGZ gezogen. Du hast also 60 Jahre

im friesenberg gewohnt und/oder

gearbeitet. Das macht dich zu einem

fGZ-Urgestein.

Was lässt sich über so viel fGZ-

Zeit sagen? Wie dein Vorgänger René

Rusterholz hast du vor der Geschäftsleiter-Tätigkeit

als Vorstand gewirkt, von

1978 bis 1987. Du warst dort Aktuar

und damit im Vorstands-Ausschuss.

Als du im Januar 1988 als Geschäftsleiter

gestartet bist (bis oktober neben

René Rusterholz), da gab es für

dich gleich eine fülle von Arbeit: Die

Vermietung der neuen 7. etappe, die

Anpassungen der Statuten ans neue

eherecht und der Umbau des Verwaltungsgebäudes.

Im laufe deiner

Zeit warst du Mitglied in zahlreichen

Kommissionen (Hauskommission,

Kommission für Öffentlichkeitsarbeit,

Baukommission, finanzkommission)

und du warst im Stiftungsrat der Stiftung

Hilfsfonds.

Vier Buchhalter –

drei Präsidenten

Du hast vier Buchhalter erlebt –

Willy Schlachter (bis 1990), Balz Christen

(bis Dez. 1993), René Meier (bis

ende 2001) und Rolf obrecht, deinen

nachfolger. In deiner Zeit gab es drei

leiter Regie: fred forster (1970 –1995),

Werner Waldvogel (bis ende 2009) und

Markus Sauter. In deiner Zeit (1999)

wurde die Abteilung Planung und Bau

mit Heinz Aeberli und seinem Team

geschaffen. Seit 1998 hat die fGZ

eine Sozialberatung (Markus Hofstetter)

und seit 2000 eine professionelle

Altersbetreuung mit Madeleine

Häfeli an der Spitze. Du hast das Sekretariat

der Geschäftsleitung etabliert

(Vreni Wetli, Pia Scherer), und du

hast drei Präsidenten erlebt und erfahren:

Hans Ahl (1978 – 1993), Walter

Rindlisbacher (1993 – 27. oktober

1997) und mich selber – und dazu eine

Vielzahl von Vorstands- und Kommissions-Mitgliedern.

Wichtige Vorhaben

der FGZ in deiner Zeit

– Der Mietzinsausgleichsfonds: Mit

dem «Hunderter» für Besserverdienende,

den Richtquoten bezüglich

einkommen sowie dem Unterbelegungsbeitrag

(1990).

– Das leitbild (1995).

– Die Zügelfristen (ab 1999, durchgebracht

an zwei Generalversammlungen

im 1998).

– Das Bauleitbild (2004).

– Die Sieben leitlinien zum Bauleitbild

(2011).

– Das Glasfasernetz und damit die

fgz-eigene Verkabelung samt TVnetz.

– Die standardisierten estrichausbauten.

– Alle bisherigen ersatzneubauten:

7./11./10./3. etappe.

Josef Köpfli an der Generalversammlung

vom 18. Juni 2012, seiner letzten in der

funktion als fGZ-Geschäftsleiter.

– Der neubau Brombeeriweg auf städtischem

Baurechtsland – dank deiner

Motion im Gemeinderat.

– eine Vielzahl von Sanierungen: 17./ 18./

19. (in vier Teilen inkl. Schweighof saal)/

3. (1996)/20./21./22./23./16./14. (Badezimmer)/

1. und 2. et. (1998/99)/4./

5./12. und aktuell die 13. etappe.

– Das Anergienetz, also die neue

Wärmeversorgung, bei dem du unter

anderem für sehr gute Verträge

gesorgt hast.

10 fGZ-InTeRn

Thema 11


– Das Aufgleisen des Quartierzentrums

samt Projektierungskredit als

toller Schlusspunkt (emma olé!).

Was waren und was sind

deine Anliegen?

– Dir ging es um das Bereitstellen

von erschwinglichen und attraktiven

familienwohnungen sowie von

Wohnungen für die nachkinderphase.

– ein hohes und anspruchsvolles Ziel

war dir immer die Gleichbehandlung

aller Genossenschafter/innen.

– Du setztest dich ein für angemessene

lösungen, die für die Menschen

trag bar sind, du kämpftest

für angemessene Mietzinserhöhungen

bei Sanierungen.

– Du trugst Sorge, dass sozialverträgliche

Umzugskonzepte möglich wurden.

– Dir ist und war die genossenschaftspolitische

Verantwortung wichtig.

– Als Gemeinderat hast du dich für

eine – auch für die fGZ gute – Bau-

und Zonenordnung (BZo) eingesetzt.

– Stets ein Anliegen war dir das solidarische

Mit-engagement im SVW. Du

warst denn auch lange Vorstands-

Mitglied im Regionalverband Zürich

des SVW, unseres Dachverbandes.

– Über den eigenen Haag hinausblicken

ist dir wesentlich. Das war immer

dann auch spürbar, wenn du

dich grosszügig und offen für die

Unterstützung von andern genossenschaftlichen

Projekten oder von

Quartieranliegen eingesetzt hast.

Wegen all diesen leistungen haben

wir dir, Sepp, ganz zum Schluss

deiner Geschäftsleiter-Zeit das neue

loGo entwickeln lassen: endlich rot

und grün statt blau – weil das besser

zu dir passt.

Sepp

Du bist jung geblieben in deinem

Amt (man sieht’s auch). Auch wenn

es ab und zu ein Tief gegeben hat –

immer wieder hat dich der elan, die

Begeisterung für unsere Sache, den

genossenschaftlichen gemeinnützigen

Wohnungsbau, gepackt. Du hast

in der fGZ eine lange ära entscheidend

mitgeprägt, du hast das Anliegen

des preisgünstigen Wohnungsbaus

immer verteidigt und vorangetrieben.

Deine Stelle hast du immer auch

als Berufung verstanden – du warst

generös im einsatz und für mich als

Milizler warst du ein prima Partner und

Kollege. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Der Dank kommt aber sicher

von uns allen hier im Saal: Merci für

die vielen guten Jahre der ära Köpfli.

für‘s leben danach – also ohne

fGZ – wünschen wir dir alles Gute und

viel von dem, was du immer schon tun

wolltest. Und wer weiss, ob wir nach

einigen Monaten der Pause nicht ab

und zu froh sein werden, dich um juristischen

Rat fragen zu dürfen.

Als kleines Dankeschön ein Blu menstrauss

und ganz viel Applaus!»

25 Jahre – lang und kurz zugleich


Rückblick, Dank und gute Wünsche


Von Josef Köpfli

Im April 1987 wurde ich vom Vorstand

für den damals in Pension gehenden René

Rusterholz als neuer Geschäftsleiter der

FGZ gewählt. In der Zwischenzeit sind 25

FGZ­Jahre vergangen. 25 Jahre sind lang

und kurz zugleich. Lang, wenn ich zurückblicke,

was alles in dieser Zeit geschehen

ist, seit ich meine Berufstätigkeit bei der

FGZ angefangen habe. Kurz, wenn ich

heute als abtretender Geschäftsleiter an

die zahlreichen Generalversammlungen,

Vorstandssitzungen, Projekte, Diskussionen

und Begegnungen denke und dabei

teilweise den Eindruck habe, als wäre es

erst gestern gewesen.


ob lang oder kurz: es

war eini ges los während

dieser Zeit in der

fGZ. es gab zahlreiche

Mieter/innen-Wechsel

in den Wohnsiedlungen,

personelle Wechsel

in den Genossenschaftsbehörden

und

den Teams der Mitarbeitenden auf der

Verwaltung und im Regiebetrieb sowie

auch viele bauliche etappensanierungen

und sogar fünf neuüberbauungen,

die das erscheinungsbild der fGZ inzwischen

erkennbar gewandelt haben.

Auf Anfang Juli 2012 werde ich

jetzt als Geschäftsführer der fGZ zurücktreten

und mit 64 Jahren in Pension

gehen. Das nach einer 35-jährigen

Mitwirkung und Tätigkeit in den

fGZ-Gremien, zunächst von 1977 bis

1987 als Aktuar im Vorstand und sodann

seit 1988 während fast 25 Jahren

als operativer Geschäftsleiter. Damit

geht für mich eine langjährige, reiche

und erfüllte «fGZ-Zeit» zu ende,

in der ich die entwicklung und Ausgestaltung

der Genossenschaft mitgestalten

durfte. es war eine schöne

Zeit mit vielen Höhen und wenigen

Tiefen; eine Zeit mit vielen interessanten

Projekten, wertvollen persönlichen

Kontakten und Begegnungen,

die sich über die gemeinsame, kollegiale

Zusammenarbeit hinaus teilweise

zu echten freundschaften entwickelt

haben.

Faszinierend und spannend

Das persönliche Mitwirken in

einer gemeinnützigen Baugenossenschaft

wie der fGZ, also in einer demokratisch

und milizmässig aufgebauten

und sozial ausgerichteten

Wohnbaugenossenschaft, habe ich

in all den Jahren bis zum Schluss immer

als faszinierend und spannend

12 fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn 13


empfunden. Unser genossenschaftliches

Kerngeschäft, bezahlbaren

Wohnraum für alle Generationen (mit

Schwergewicht normal verdienende

Haushalte mit Kindern) bereitzustellen

sowie die tägliche Berufsarbeit

im Zusammenhang mit dem Wohnen

als elementarem und existentiellem

lebensbedürfnis war für mich immer

eine schöne und sinnhafte Tätigkeit.

Denn nach meiner Auffassung gehört

das Recht auf eine menschenwürdige,

bezahlbare Wohnung zu den eigentlichen

Grundrechten des Menschen.

es hat mir immer gefallen, dass dank

der genossenschaftlichen Selbsthilfe-Strategie

auch wenig- und normalverdienende

leute zu gutem und

sicherem Wohnen kommen können,

und dass die gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften

viel zum sozialen

Zusammenhalt unserer Bevölkerung

beitragen.

neben den zentralen Kerngeschäften

der fGZ, dazu gehören u.a.

Vermietung, Wohnungswechsel, baulicher

Unterhalt, Zügelfristen-Management,

regelmässige bauliche Siedlungssanierungen

und besonders auch die

Bearbeitung von diversen Mitglieder-

Anliegen, konnte ich auch an zahlreichen

interessanten Projekten mitwirken

und hatte mich in all den Jahren

mit vielen besonderen Sachthemen

zu befassen.

Die relevanten Sachthemen, die

je weils im Zentrum der Genossenschaftspraxis

standen, haben sich im Verlauf

der letzten 25 Jahre natürlich gewandelt,

was ich als abwechslungsreich

und interessant empfunden habe.

Rückblickend denke ich etwa

an die im folgenden beschriebenen,

für die entwicklung der fGZ wichtigen

Vorkommnisse, Sachthemen und Projekte,

die ich miterlebt habe.

Politische Diskussionen um die

staatliche Wohnbauförderung

Seit Beginn der 90er-Jahre kam

es in der Stadt Zürich im Gemeinderat

und in Gemeindeabstimmungen über

diverse städtische Wohnbauaktionen

wiederholt zu kontroversen politischen

Auseinandersetzungen über die Weiterführung

und die Ausgestaltung der

staatlichen Wohnbauförderung.

erfreulicherweise haben sich die

Stadtzürcher Stimmberechtigten seit

den 90er-Jahren in mehreren Ge meinde

abstimmungen jeweils sehr klar

für die fortführung der öffentlichen

Wohnbauförderung ausgesprochen.

Im Rahmen der Wohnbauaktionen

1990, 1995, 2002, 2005 und 2011

zur förderung des gemeinnützigen,

genossenschaftlichen und kommunalen

Wohnungsbaus haben die Stadtzürcher

Stimmberechtigten gesamthaft

erhebliche 130 Mio. franken bewilligt,

die gezielt zur Verbilligung der

Mietzinse von subventionierten Wohnungen

verwendet werden konnten

und können.

Aus diesen fördermitteln wurden

erfreulicherweise auch an die

1998/2000 erstellte fGZ-ersatzneuüberbauung

«Unterer Schweighof»

(11. etappe) erhebliche Subventionen

ausgerichtet, wobei wir dort rund die

Hälfte aller neubauwohnungen (total

deren 47) in den verschiedenen Woh-

nungskategorien des subventionierten

Wohnungsbaus (familienwohnungen I

und II sowie Alterswohnungen I und II)

realisierten. Die damals zugesprochenen

Subventionsleistungen von Stadt,

Kanton und Bund führten im «Unteren

Schweighof» dazu, dass die Mieten im

Vergleich zu den freitragenden Wohnungen

um 25 bis 50 Prozent verbilligt

werden konnten.

Politisches Gerangel

um die Baurechtspolitik

Im Gemeinderat wollten die bürgerlichen

Parteien (SVP, fDP, CVP) ab

Mitte der 90er Jahre die grundsätzlich

bewährte landabgabe von städtischen

Wohnzonen-Baugrundstücken

im Baurecht ersetzen durch landverkäufe

zu Marktpreisen. Damit wollten

sie einmalige finanzielle Buchgewinne

zu Gunsten der Stadtkasse und

Tilgung des damaligen Bilanzfehlbetrags

der Stadt Zürich erzielen. Dieses

Vorhaben konnte dann aber zum

Glück für die gemeinnützigen Bauträger

abgewehrt werden. Denn für die

Baugenossenschaften ist die landabgabe

im Baurecht vor allem wegen

des fairen «Richtlinien-landwertes»

das wohl wirksamste fördermittel

im gemeinnützigen Wohnungsbau,

weil damit ein tieferer landwert in die

kostendeckende Mietzinskalkulation

eingesetzt werden kann.

erfreulicherweise hat auch die

fGZ schon mehrmals städtische Baurechte

zugesprochen erhalten, so für

die erstellung der 21. etappe mit fGZ-

Verwaltungsgebäude und ärztehaus

(1971), für die 22. etappe «Blumen-

haus» mit Alterswohnungen und gewerblichen

Räumen (1976), für die 23.

etappe mit der Wohn- und Geschäftsüberbauung

«Manessehof» (1984) sowie

für die zwei schönen und attraktiven

Wohnanlagen der 20. etappe an

der friesenberghalde (1969) und der

24. etappe am Hegianwandweg bzw.

«Brombeeriweg» (2003).

Leitbildentwicklung, Statuten

und «Zukunftswerkstatt»

Gut erinnern kann ich mich noch

an die gemeinsame erarbeitung des

fGZ-leitbildes, das dann als Grundlage

für eine Totalrevision der Genossenschaftsstatuten

gedient hat, die im Wesentlichen

noch heute Bestand haben.

Das leitbild ist eine Richtschnur

oder leitplanke für das konkrete Handeln

der Genossenschaft. Unser 2011

überarbeitetes und zeitgemäss angepasstes

leitbild zeigt auf, was die fGZ

ist, was sie beseelt und wie sie arbeiten

möchte.

In diesem Zusammenhang kommt

mir auch die «Zukunftswerkstatt» (1999)

in den Sinn, die wir am ende des Jubiläumsjahr

«75 Jahre fGZ» durchgeführt

hatten, an der auch erstmals die

Idee einer Zentrumsvergrösserung bzw.

erstellung eines Quartierzentrums mit

Quartierversorgungsangeboten zur

Sprache kam, was die heute aktuelle

Planung des neuen Zentrums friesenberg

auslöste.

Bauleitbild und Entwicklungsplan

2004 ­ 2025 und 2011 ­ 2040»

Besonders spannend waren für

mich auch die Vorarbeiten zur strate-

14 fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn 15


Josef Köpfli hat als Geschäftsleiter 37 Generalversammlungen

miterlebt. Die Bilder zeigen ihn

an verschiedenen Versammlungen – unter anderem

mit den drei Präsidenten, mit denen er zusammengearbeitet

hat: Walter Rindlisbacher und

Hans Ahl (drittes Bild) sowie Alfons Sonderegger.

gischen Planung für die bauliche erneuerungspolitik

der fGZ, mit der wir

uns seit 2001 in einer Kerngruppe, in

den Kommissionen und im Vorstand

intensiv befassten. Daraus resultierte

dann als wichtiges Immobilien-Strategiepapier

das «fGZ Bauleitbild und

entwicklungsplan 2004 – 2025», das

inzwischen mit dem «entwicklungsplan

fGZ 2011 – 2040» und mit den «Sieben

leitlinien für Unterhalt und erneuerung

der fGZ-Immobilien» (2011)

fortgeschrieben, präzisiert und optimiert

wurde. Damit verfügt die fGZ

heute über ein nachhaltiges strategisches

Planungskonzept für die künftige

Sanierungs- und Baupolitik, mit

dem im Sinne einer Richtschnur aufgezeigt

wird, mit welcher baulichen

erneuerungsstrategie die einzelnen

fGZ-Bauetappen und Siedlungsteile

auf längere Zeit gezielt und stetig renoviert

und entwickelt werden sollen.

Planung und Realisierung von

fünf (Ersatz­)Neubauten

Während meiner Zeit als Geschäftsleiter

konnten in der fGZ erfreulicherweise

vier baulich angemessen

verdichtete ersatz-neuüberbauungen,

nämlich in der 7. etappe an der

Schweighofstrasse (1988), 11. etappe

«Unterer Schweighof I» (1998/2000),

10. etappe «Unterer Schweighof II»

(2005) und in der 3. etappe «Grünmatt»

(2012/2014), sowie zudem auf

einem unbebauten städtischen Wohnzonen-Baugrundstück

die architektonisch

und städtebaulich gelungene

neuüberbauung 24. etappe «Brombeeriweg»(2003)

realisiert werden.

Mit dieser neu- und ersatzneubautätigkeit

konnte das Gesamtwohnungsangebot

der fGZ quantitativ erweitert

und zeitgemäss ergänzt und

optimiert werden. für die Mitarbeitenden

der Verwaltung und des Regiebetriebs

waren dabei insbesondere

die vorgängige Umzugsplanung für

die betroffenen Bewohner/innen, die

erstvermietung der begehrten neubauwohnungen

und die gestaffelten

neubaubezüge jeweils anforderungsreich

und aufwändig. Der geleistete

Zusatzaufwand hat sich zum Wohl

der ganzen fGZ aber gewiss gelohnt.

Bauen und Sanieren für die

2000­Watt­Gesellschaft

Seit 2006 wird in der fGZ und

bei den anderen gemeinnützigen

Bauträgern zunehmend auch das

Thema «Bauen und Sanieren für die

2000-Watt-Gesellschaft» diskutiert

und auch projektbezogen schrittweise

umgesetzt. Bekanntlich hat ja die

Stadt Zürich in einer Volksabstimmung

die 2000-Watt-Gesellschaft als Ziel

in ihrer Gemeindeordnung (Verfassung)

verankert. neben der Senkung

des jährlichen Gesamtenergiebedarfs

von heute 6300 Watt pro Person auf

2000 Watt gehört dazu parallel auch

die Senkung des Co 2 -Ausstosses auf

eine Tonne pro Person und Jahr.

In diesem Zusammenhang findet

natürlich auch die neue nachhal-

tige Wärmeversorgung für die fGZ mit

dem projektierten, sich im Bau befindlichen

Anergienetz derzeit grosse Beachtung,

weil damit der derzeitige Öl-

und Gasverbrauch und zugleich auch

der für das Klima schädliche Co 2 -Ausstoss

massiv gesenkt werden kann.

Die Mitwirkung an den Vorarbeiten

zum schrittweise entstehenden

fGZ-Abwärmeverbundnetz im friesenberg-Gebiet

waren sehr interessant

und die einstimmige Zustimmung

der ausserordentlichen Generalversammlung

vom 28. februar 2011

sehr erfreulich.

Zum angestrebten «Bauen für

die 2000-Watt-Gesellschaft» gehört

bestimmt auch, dass das projektierte

neue Zentrum friesenberg der fGZ

im ökologisch nachhaltigen Minergie-

P-eco-Standard erstellt werden soll.

natürlich wären noch viele weitere

wichtige Themen aus der fGZ-Arbeit

in den letzten Jahren zu erwähnen

wie etwa die Diskussion um «neue

Wohnformen und gemeinschaftliche

Wohnprojekte» oder das «Begleitete

16 fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn 17


Wohnen im Alter» mit Service-Dienstleistungen

und Wohnassistenz, und

vieles andere mehr.

Über alles gesehen habe ich die

erfahrung gemacht, dass es in der

fGZ-Genossenschafts praxis nicht nur

um fragen der täglichen liegenschaftenbewirtschaftung

geht, sondern oft

auch um wohn-, sozial-, und kommunalpolitische

fragen, die letztlich insgesamt

ein quantitatives und qualitatives

Wachstum der fGZ-Substanz

ermöglichen.

Soziale genossen schaftliche

Angebote – «Mehr als wohnen»

Die Solidarität ist – neben der

innergenossenschaftlichen Demokratie

als umfassende Mitglieder-Mitbestimmung,

der Unverkäuflichkeit der

liegenschaften und dem statutarisch

gesicherten Wohnrecht auf lebzeiten

– eines der wichtigen Wesensmerkmale

einer Genossenschaft.

Bei meiner Arbeit bei der fGZ

waren mir die sozialen Institutionen,

Angebote und Dienstleistungen in

der Genossenschaft immer wichtig.

Stiftung Hilfsfonds der FGZ

Ich denke dabei zunächst an das

langjährige Mitwirken als Stiftungsrat

in der selbständigen, unabhängigen

Stiftung Hilfsfonds der fGZ. Aus

den Mitteln des Hilfsfonds, der laufend

aus ½ Prozent aller fGZ-Mietzinsen

gespeist wird, können Genossenschaftsmitglieder

in finanziellen engpässen

und notlagen, ergänzend zur

öffentlichen Sozialhilfe, gezielt und

unbürokratisch unterstützt werden.

Die erforderlichen Vorabklärungen

und Gespräche mit den Betroffenen

in not werden professionell und vertraulich

vom Sozialarbeiter der fGZ

geführt.

Der Hilfsfonds als genossenschaftsinternes

«Hilfswerk» war für

mich immer ein besonderer Ausdruck

von genossenschaftlicher Solidarität.

Wegen der oft nur im Versteckten

anzutreffenden Armut wird der fGZ-

Hilfsfonds auch in Zukunft nötig sein.

FGZ-Sozialberatung

ein weiteres soziales Angebot ist

auch die 1998 neu geschaffene fGZeigene

Sozialberatungsstelle, die von

einem Sozialarbeiter professionell

geführt wird. Die Sozialberatung ist

eine verwaltungsunabhängige Anlaufstelle

für Genossenschaftsmieter/innen

bei sozialen Problemen oder bei

nachbarschaftskonflikten. Die fGZ-

Sozialberatung ist heute nicht mehr

wegzudenken.

FGZ-Altersbetreuung mit Alterstreff

Zur sozialen Angebotspalette gehört

auch unsere genossenschaftseigene

Altersbetreuung. Diese hat das

Hauptziel, den betagten Genossenschaftsmietern/innen

vor allem lebenspraktische

Alltagsunterstützung

im eigenen Wohnumfeld, Kontaktbesuche

und Gespräche, Wäschebesorgung

im internen Waschsalon (mit angemessener

Kostenbeteiligung) sowie

gemeinschaftliche Rahmenveranstaltungen

zu bieten.

es ist gut und solidarisch, dass

die fGZ an zentraler lage den be-

liebten «Alterstreffpunkt» als ort der

Begegnung für Betagte, Angehörige,

nachbarn und Interessierte anbietet.

erfreulicherweise konnte der fGZ-Alterstreffpunkt

im Jahr 2003 zweckmässig

um- und ausgebaut sowie

mit einem Gartensitzplatz erweitert

werden. Weil aufgrund der demografischen

entwicklung auch in der fGZ

immer mehr Menschen in ein hohes

Alter kommen werden, wird die Bedeutung

der «fGZ-Altersbetreuung»

in Zukunft an Bedeutung gewinnen

und wohl noch weiter ausgebaut werden

müssen.

FGZ­Mietzins ausgleichs fonds

und Zügelfristen

Während meiner Zeit als Geschäftsleiter

(1988 – 2012) wurden

in der fGZ insgesamt 37 Generalversammlungen

durchführt. Davon waren

25 ordentliche Generalversammlungen

mit den statutarischen Jahresgeschäften

sowie 12 ausserordentliche

GV zu besonderen Projekten und Themen

(Zügelfristen, Sanierungs- und

neubaukredite, Bauleitbild und entwicklungsplan,

Anergienetz und Abbruchverbot

für Wohnungen im Zentrumsgebiet).

neben den letzten beiden zukunftsweisenden

ausserordentlichen

Generalversammlungen mit der Zustimmung

zur neuen Wärmeversorgung

(Anergienetz) vom februar 2011 und

der Ablehnung eines Abbruchverbots

für Wohnungen im Zentrumsgebiet im

Zusammenhang mit der Projektierung

des Zentrums friesenberg vom April

2012 werde ich mich besonders ger-

ne auch an die ausserordentlichen

Generalversammlungen aus den Jahren

1990 und 1998 zurück erinnern,

als der fGZ-Mietzinsausgleichsfonds

neu geschaffen und die Zügelfristen

für die familienwohnobjekte neu eingeführt

wurden.

es war bestimmt einer der «genossenschaftspolitischen

Höhepunkte»,

den ich miterlebt habe, als die ausserordentliche

Generalversammlung

vom 19. november 1990, an welcher

896 stimmberechtigte Mitglieder im

praktisch vollbesetzten Theatersaal

im Volkshaus mit klarem Mehr einer

Statutenänderung zustimmten und das

«fGZ-Reglement über die erhaltung

der familienwohnobjekte» genehmigten.

Dabei ging es neben der Genehmigung

einer generellen Rückzahlung

von Subventionen für 700 ablösungsberechtigte

Wohnungen vor allem um

die Schaffung eines «fGZ-Mietzinsausgleichs

fonds», die erhebung von

Mehrzinsen bei starker Unterbesetzung

von familienwohnungen und um

die erhebung von Mehrzinsen wegen

sehr guter finanzieller Verhältnisse.

Seither ist die fGZ die einzige

Wohnbaugenossenschaft, die in ergänzung

zur gemeinnützigen Kostenmiete

ein eigenes in den Genossenschaftsstatuten

verankertes soziales,

einkommens- und vermögensabhängiges

Mietzinssystem praktiziert, wonach

die gut verdienenden und vermögenden

Haushalte einen monatlichen

Solidaritätsmehrzins in den

Mietzinsausgleichsfonds bezahlen,

und umgekehrt an die Haushalte mit

geringem einkommen abgestufte so-

18 fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn 19


ziale Mietumlagen ausgerichtet werden.

Die fGZ kennt also (im Gegensatz

zum obligationenrechtlichen

Mietrecht) einen angemessenen, relativen

«Mietzins nach einkommen»,

was man durchaus als sozial gerecht

betrachten kann.

Das zweite genossenschaftspolitische

Highlight war für mich, dass

diese soziale Mietzinsausgleichs-Regelung

dann acht Jahre später im november

1998 noch zusätzlich ergänzt

werden konnte mit der einführung von

Zügelfristen für familienwohnobjekte

(nach dem Wegzug der Kinder).

Die einführung von Zügelfristen für

familienwohnobjekte (insbesondere

für die Reihenhäuser) war das bisher

wohl am meisten umstrittene Geschäft

gewesen, über das eine fGZ-Generalversammlung

beschliessen musste.

nachdem ein «Komitee für eine korrekte

Abstimmung» einen ersten relativ

knappen GV-Beschluss vom 22.

Juni 1998 angefochten hatte, musste

dann am 16. november 1998 nochmals

eine ausserordentliche GV einberufen

werden, und zwar im Schützenhaus

«Albisgüetli», weil unser traditionelles

Volkshaus gerade saniert

wurde. An dieser wiederum mit rund

1000 Teilnehmenden aussergewöhnlich

gut besuchten Versammlung wurden

dann die geltenden Zügelfristen

für die grösseren familienwohnobjekte

– in einer geheimen Urnenabstimmung

mit paritätischem Abstimmungsbüro

– mit 460 Ja-Stimmen zu

350 nein-Stimmen eingeführt. Diese

vor 14 Jahren eingeführten reglementarischen

Zügelfristen tragen seither

dazu bei, dass stark unterbesetze familienwohnobjekte

(v.a. unsere beliebten

Reihenhäuser) innert angemessener

Zeiträume wieder an familien und

Haushalte mit Kinder vermietet werden

können.

Beide Statutenänderungen und

Reglementserlasse betreffend den

Mietzinsausgleichsfonds und die Zügelfristen

wurden an denkwürdigen,

aussergewöhnlich gut besuchten Generalversammlungen,

mit jeweils über

1000 Teilnehmenden (einmal sogar

bei 1150 Teilnehmenden) beschlossen

und eingeführt.

Im Rückblick bin ich hinsichtlich

des genossenschaftliche Solidaritätsgebots

vor allem stolz darauf,

dass wir in meiner Geschäftsleiter-

Zeit – jeweils immer mit der nötigen

Zustimmung der Generalversammlung

– gemeinsam den Beweis erbringen

konnten, dass man in der fGZ «Solidarität»

ganz konkret und vorausschauend

zum allgemeinen nutzen

aller Genossenschaftsmitglieder organisieren

kann.

Wenn ich jetzt als Geschäftsleiter

abtrete und die Verwaltungsleitung

im Juli 2012 an Rolf obrecht übergebe,

wünsche ich mir, dass für die vorhandenen

sozialen einrichtungen und

die solidarischen und gemeinschaftlichen

Angebote in der fGZ wenn irgend

möglich auch in Zukunft gut gesorgt

wird – ganz im Sinne des genossenschaftlichen

«Mehr als Wohnen»

. Angesichts der jeweils vorgelegten

positiven Jahresrechnungen der fGZ

gehe ich davon aus, dass dies auch

künftig der fall sein wird.

Danke und alles Gute

Meine fast 25-jährige Geschäftsleitertätigkeit

bei der fGZ war natürlich

nicht nur reich an Arbeit, sondern

auch reich an freude, und deshalb

Anlass zu Dankbarkeit. An der

Schwelle des Abschieds möchte ich

deshalb den drei Genossenschaftspräsidenten

Hans Ahl, Walter Rindlisbacher

und Alfons Sonderegger,

mit dem ich die letzten 15 Jahre in

einem guten kollegialen Zusammenspiel

zwischen strategischer und

operativer ebene an den gemeinsamen

Zielen arbeiten konnte, herzlich

danken. ebenso ein herzliches Dankeschön

allen Vorstandsmitgliedern

und Mitgliedern der ständigen Kommissionen,

mit denen ich in meinen

«Geschäftsleiter-Jahren» zusammenarbeiten

durfte.

Ganz herzlich bedanken möchte

ich mich auch bei allen Mitarbeitenden

in der fGZ, die im Regiebetrieb,

in der Altersbetreuung und Sozialberatung

und auf der Geschäftsstelle

in guter und konstruktiver Zusammenarbeit

und mit grossem persönlichen

einsatz mitgeholfen haben, die

anfallenden Sachverhalte und Probleme

zu lösen.

Die fGZ bietet heute gut 5500

Bewohnerinnen und Bewohnern eine

nachhaltige, sozial- und gemeinschaftsorientierte

Wohn-, lebens und Baukultur.

Ich bin überzeugt, dass die fGZ

in eine gute und erfolgreiche Zukunft

blicken kann. Dies gerade auch nach

dem zukunftsweisenden Kreditgenehmigungs-Beschluss

vom 18. Juni

2012 für die Projektierung eines le-

bendigen Quartierzentrums friesenberg,

das die Identität der Genossenschaft

und des Quartiers friesenberg

weiter stärken wird.

Ich meine, das ist wirklich ein

guter Moment für mich, jetzt befriedigt

in Pension zu gehen, vor allem

auch, weil die fGZ verwaltungsmässig

in «guten Händen» bleibt. Also wünsche

ich meinem Stellennachfolger

Rolf obrecht und seinem Team von

Herzen viel erfolg und Befriedigung

bei der Geschäftsführung, und dem

Vorstand gutes Gelingen, Glück und

die erforderliche Weitsicht für die anstehenden

strategischen entscheide.

Und Ihnen allen, geschätzte Genossenschafter/innen,

wünsche ich

weiterhin ein angenehmes und sorgenfreies

Wohnen in der fGZ und der

ganzen Genossenschaft weiterhin ein

gutes Gedeihen und eine gute, nachhaltige

Weiterentwicklung.

Herzlichen Dank allen für die

Zusammenarbeit und alles Gute!

20 fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn 21


Mietzinssenkungen –

allerdings nicht für alle


Referenzzinssatz gesunken – Mieten werden teilweise gesenkt


Anfangs Juni 2012 wurde der Referenzzinssatz

von 2.5 % auf 2.25 % gesenkt. Die auf

Grund dieser Tatsache durchgeführte Neuberechnung

der Kostenmiete zeigt einen

Senkungsbedarf in einigen Etappen. Der

FGZ­Vor stand hat deshalb beschlossen, die

Mietzinsen per 1. Oktober 2012 in diesen

Etappen zu senken.


Kostenmiete

Die Grundlage für die Berechnung

der Mieten ist die sogenannte Kostenmiete.

Diese basiert auf den gesetzlichen

Vorgaben der Kantonalen Wohnbauförde-

rungsverordnung und des Mietzinsreglementes

der Stadt Zürich. Die Kostenmiete

stellt die höchstzulässige

Mietzinssumme dar, die für eine Siedlung

(Bauetappe) verlangt werden darf.

Zur Berechnung der Kostenmiete beachten

Sie bitte den Kasten «Kostenmiete

im gemeinnützigen Wohnungsbau»

(siehe Seite xy). Der Grundsatz

der Kostenmiete wurde von der fGZ

nicht alle etappen erhalten eine Mietzinsreduktion,

wie sie u.a. für die die Siedlungen

Unterer Schweighof I und II (10./11.

etappe) vorgesehen ist.

in den vergangenen Jahren stets beachtet,

was von der Kontrollbehörde

der Stadt Zürich, die Mietzinsveränderungen

zu prüfen hat, immer wieder

bestätigt wurde.

Auswirkungen auf die Mieten

Der für die Berechnung der Kostenmiete

massgebende Referenzzinssatz

ist anfangs Juni 2012 erneut um

¼ % gesenkt worden. Dies hat die

erfreuliche Auswirkung, dass über

die Hälfte der Mieten per 1. oktober

2012 nochmals gesenkt werden können.

Die folgenden 11 etappen können

von dieser Mietzinssenkung profitieren:

etappen 7, 10, 11, 14 bis 17,

19, 20, 22 und 24.

Über den Umfang der Mietzinssenkung

wird Sie das Mietzinsänderungsformular

informieren, das im laufe

des Monats Juli verschickt wird.

Mietzinspolitik des

Vorstandes

Der Vorstand der fGZ hat schon

vor einigen Jahren beschlossen,

dass alle etappen 95 % bis 100 %

der höchstzulässigen Kostenmiete

entrichten sollen. Um dieses Ziel

zu erreichen oder ihm zumindest

näher zu kommen, werden z.B. Anpassungen

wegen Hypothekarzins-

Veränderungen differenziert weitergegeben.

Das heisst, dass es

immer wieder etappen gibt oder

gegeben hat, die keine oder eine

geringere Senkung der Miete «be-

Kostenmiete im gemeinnützigen Wohnungsbau

Berechnung der jährlich höchstzulässigen Mietzinssumme

(«faustregel», gem. städt. Mietzinsreglement Art. 2ff.)

Anlagekosten x Verzinsung* = Kapitalkosten

*Referenzzinssatz BWo (evtl. + Baurechtszins)

Gebäude-Vers.summe x Betriebsquote = übrige Kosten

(Betriebskosten)

Kapitalkosten + übrige Kosten = Höchstzulässige Mietzinssumme

Beispiel (Wohnbauträger auf eigenem land, ohne Subventionen)

Anlagekosten: per 31.12.2011 5‘831‘080

Geb.vers.summe (Teuerungsindex 1025) 12‘935‘500

Betriebsrechnung:

Kapitalkosten: 5‘831‘080 zu 2.50%* 160‘355

Betriebskosten: 12‘935‘500 zu 3.25% 420‘404

Höchstzulässige Mietzinssumme: 580‘758

* Referenzzinssatz BWo (Bundesamt für Wohnungswesen)

22 fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn 23


Stand der Kostenmiete in den Etappen (Juli 2012, Referenzzinssatz 2.25 %)

etappe Kostenmiete in % Mietzinsanpassungen im Jahre 2012

1 Pappelstr./Margaretenweg/

Jakob-Peter-Weg

88.70 Zielmiete ab oktober 2012

2 Schweighofstrasse nord 88.95 Zielmiete ab oktober 2012

3 Grünmatt n/A neubau (erstbezug ab 2012)

4 Staffelhof 99.73 keine Mietzinsanpassungen im Jahre 2012

5/6 Kleinalbis 98.60 keine Mietzinsanpassungen im Jahre 2012

7 Schweighofstrasse Mitte 101.47 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

8 Grossalbis 93.41 Zielmiete ab oktober 2012

9 Schweighofstrasse Süd 96.22 Zielmiete ab oktober 2012

10 Unterer Schweighof II 102.17 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

11 Unterer Schweighof I 101.60 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

12 Rossweidli, ob. Kleinalbis, langweid 96.86 keine Mietzinsanpassungen im Jahre 2012

13 Arbental 92.60 Sanierungsaufschlag und Zielmiete

nach Sanierung

14 Bernhard-Jäggi-Weg 100.22 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

15 Schweigmatt 100.51 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

16 Adolf-lüchinger-Strasse 101.08 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

17 Hegianwandweg 101.47 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

18 Rossweidli (Mehrfamilienhäuser) 96.56 keine Mietzinsanpassungen im Jahre 2012

19 Arbental (Mehrfamilienhäuser) 101.31 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

20 friesenberghalde 100.92 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

21 Verwaltungsgebäude n/A keine Mietzinsanpassungen im Jahre 2012

22 Blumenhaus 101.01 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

23 Manessehof 89.01 keine Mietzinsanpassungen im Jahre 2012

24 Brombeeriweg 101.56 Mietzinssenkung per 1. okt. 2012

n/A = nicht anwendbar

kamen». Allerdings gibt es nach wie vor

einige etappen, die deutlich neben dem

Ziel liegen (siehe obenstehende Tabelle).

Mit den geplanten Anpassungen soll

das Ziel «95 bis 100 % der Kostenmiete» in

allen etappen erreicht werden. Die tabellarische

Zusammenstellung «Stand

der Kostenmiete in den etappen» orientiert

Sie in knapper form über alle

geplanten Mietzinsanpassungen. fgz

Bewegung und soziales Engagement

am Fusse des Uetlibergs


Zum neuen Auftritt (Corporate Design) der fGZ


Die fGZ hat seit dem 15. Mai 2012 einen

neuen visuellen Auftritt, ein neues

logo, ein neues erscheinungsbild oder,

wie es heute heisst, ein «Corporate

Design». nach einem Infobrief, dem

Jahresbericht, den GV-Unterlagen und

vielen individuellen Briefen ist dieses

fGZ-Info ein weiteres Printprodukt, das

neu gestaltet daherkommt.

Die linien-Silhouette ist markant.

Viele fGZ-Bewohner/innen sehen beim

Blick aus dem fenster die beiden Türme

auf dem Uetliberg. Da die Häuser

und Wohnungen der fGZ im friesenberg

und beim Manesseplatz stehen,

bildet der Uetliberg quasi den Hintergrund

des «fGZ-Quartiers». Das logo

visualisiert eine ganz wichtige eigenheit

der fGZ: Die lokale Konzentration

als Siedlungsgenossenschaft an einem

ort. Auffällig und neu sind auch

die farben: Das Grün des bewaldeten

Uetlibergs und der Gartenstadt, dazu

die rote farbe des Schriftzugs, welche

Bewegung, soziales engagement und

vielleicht gar liebe symbolisiert – die

Deutungsmöglichkeiten sind vielfältig.

Das neue Corporate Design wurde

Mitte Mai lanciert. Schriftliches

wie Briefe, Reglemente, Publikationen

usw., aber auch Beschriftungen

werden künftig mit dem neuen logo

erscheinen. Viele haben das hellblaue

logo mit dem symbolischen Häuschen,

das seit den 70er-Jahren besteht, lieb

gewonnen. Andere beurteilen es als

schwerfällig und antiquiert. Jetzt wird

es durch ein zeitgemässeres ersetzt.

Altes Logo bleibt noch eine Weile

Allerdings wird das alte logo nicht

per sofort verschwinden, es wird noch

einige Zeit auf formularen, Tafeln, Aushängen,

usw. zu finden sein. Das neue

kommt immer dann, wenn etwas neu

gedruckt oder produziert wird.

Wer die Miete mit einzahlungsschein

bezahlt und deshalb jedes Quartal

die Papier-einzahlungsscheine zugeschickt

bekommt, hat es bemerkt:

die eZS tragen noch das alte logo, aus

dem einfachen Grund, dass es davon

noch einige Schachteln am lager hat.

Auch andere fGZ-Dokumente werden

noch eine Zeit lang das alte logo tragen,

solange halt, bis die Vorräte aufgebraucht

sind.

Der neue Auftritt, der verschiedene,

mehrheitlich positive Reaktionen

ausgelöst hat, ist unterdessen schon

etwas vertraut. Das alte logo wird mit

der Zeit verschwinden, auch wenn das

noch einige Zeit dauern wird. fgz

24 fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn 25


Siedlung Grünmatt – öffentliche

Aussenräume und private Gärten


Gebote, Verbote und individuelle Wünsche regeln

Gestaltung, nutzung und Pflege


Vor dem Eingang zum Veloabstellraum

wächst ein kleines Apfelbäumchen, wer

darf später einmal seine Äpfel ernten?

Wo stelle ich mein Velo, wo das Motorrad

ab? Kann ich den jungen Feldahorn vom

Topf in den Garten auspflanzen und wie ist

der Rückschnitt der Hecke geregelt?

Solche und ähnliche fragen stellen

sich wohl viele Bewohnerinnen

und Bewohner nach dem einzug und

mit dem einleben im neuen Zuhause

in der Grünmatt, denn bekanntlich

ist in der fGZ im Sinne der Gemeinschaft

und der Rücksichtnahme auf

nachbarn und auf die natur, im Sinne

des Siedlungsbildes und einer gewissen

einheitlichkeit, im Sinne gleicher

Rechte und Pflichten im öffentlichen

Raum und in den Gärten nicht

alles erdenkliche zulässig. es gelten

überall in der fGZ für private Grünflächen

die «Vorschriften für Hausgärten»

und in der Grünmatt zusätzlich

die «Vorschriften für den öffentlichen

Aussenraum und die privaten Gärten

in der Siedlung Grünmatt».

Die fGZ erhält mit der Grünmatt

eine moderne Siedlung mit Geschosswohnungen,

Duplex- und Triplexwohnungen.

Bezogen sind im Moment die

Geschosswohnungen in der obersten

Häuserzeile, es sind Wohnungen mit

Balkon oder mit Gartenanteil im erdgeschoss,

und die Triplex-Wohnungen

in der zweitobersten Zeile, dies sind

Wohnungen auf drei etagen mit je einer

Gartenfläche auf den beiden unteren

etagen, und es folgt schon bald

der einzug in die zweitunterste Häuserzeile

mit Duplex-Wohnungen und

Wohnungen auf einer etage.

Buntes Miteinander

In der neuen Siedlung wohnen

entsprechend der verschiedenen Wohnungstypen

auch ganz unterschiedliche

Personen. Sie sind jünger oder älter,

schon lange im friesenberg oder

hier ganz neu zu Hause, sie leben in

familien mit Kindern, in Partner- und

einpersonen-Haushalten, manche

nutzen ein Individualzimmer, sie mögen

einmal mehr die Ruhe, sie mögen

das andere Mal mehr das Zusammentreffen

mit anderen Menschen, und

wenn sie Gäste haben, können sie ein

Gästezimmer mieten. Das macht das

Wohnen in der neuen Siedlung einerseits

vielfältig und spannend, es erfordert

andererseits Rücksichtnahme

und Toleranz.

Als buntes Miteinander und

gleich zeitig als einheit, so soll sich

auch der Aussenraum in der Grünmatt

präsentieren. Zu Beginn des einzugs

ende Winter war die Umgebung allerdings

noch eine Baustelle, das brauchte

viel Geduld für die einen, bot für

die spielenden Kinder aber auch einen

besonderen Reiz. nun grünen die

Blumenrasen, die Wildobst-Stecklinge

stehen noch schmal in der Reihe,

sollen aber später eine 50 – 60 cm

breite Hecke bilden, und die obstbäume

in den Gärten lassen Vorfreude

auf feine früchte, z.B. äpfel, Birnen,

Kirschen, feigen, Zwetschgen,

aufkommen.

Der Aussenraum der Siedlung

wur de von landschaftsarchitekten

geplant und zeichnet sich zuerst einmal

dadurch aus, dass es grosszügige

öffentliche Aussenräume gibt, insbesondere

zwei Zugangswege, welche

sich zu lang gezogenen Plätzen

öffnen, und dass zu den ebenerdigen

Wohnungen, zu den Triplex- und Duplex-Wohnungen

und zu den Individualzimmern

private Gärten gehören.

Die öffentlichen flächen, die

Wege und Plätze, sie laden zur Begegnung,

zum Spielen, zum Verweilen

ein. Die privaten Gärten ermöglichen

eine individuelle nutzung, sei

es mehr zum Ruhen, lesen, Beisammensein,

sei es mehr für Gartenfreuden

mit Blumen, Beeren, früchten,

mit Gemüse oder Kräutern.

Die Grünmatt wird grün: Bäume und Hecken

sind gepflanzt, Rasenflächen angesät; es lässt

sich langsam erahnen, wie der Aussenraum

der Siedlung dereinst aussehen wird.

Frei von Motorfahrzeugen

inklusive Rollern

Was nun konkret für den öffentlichen

Aussenraum und die privaten

Gärten in der Siedlung Grünmatt gilt,

das ist in den entsprechenden Vorschriften

festgehalten, es ist quasi

die «Hausordnung für draussen». ein

paar Punkte seien hier hervorgehoben:

– Alle Wege und Plätze innerhalb der

Siedlung sind frei von Motorfahrzeugen.

Ausser, dass feuerwehr,

Rettungsdienst, Zügelfahrzeuge

und fGZ-fahrzeuge für den Unterhalt

in die Siedlung hineinfahren

können.

– für das Abstellen von Autos, Motorrädern,

Rollern und Mofas müssen

Abstellplätze gemietet werden.

26 fGZ-InTeRn

Thema 27


Diese befinden sich ausschliesslich

vor und in der Tiefgarage.

– Auf den Wegen innerhalb der Siedlung

ist das Velofahren erlaubt (inkl.

e-Bikes). Veloabstellplätze gibt es vor

den Mehrfamilienhäusern, in Veloabstellräumen

(es sind auch Abstellflächen

im Kellergeschoss der Duplex-

und Triplex-Wohnungen eingerechnet).

Velounterstände können auf Gesuch

hin einzig in den Gärten der untersten

Häuserzeile bewilligt werden.

– Die Rasenflächen vor Individual- und

Gästezimmern, Waschküchen und andere

öffentlich zugängliche flächen

werden vom fGZ-Gärtnerteam gemäht,

die Blumenrasen in den privaten

Gärten hingegen von den Bewohnerinnen

und Bewohnern. empfohlen

sind Hand- und Solarrasenmäher, zulässig

sind elektrorasenmäher – Benzinrasenmäher

hingegen sind verboten.

– Der Schnitt der Wildobsthecken erfolgt

durch das fGZ-Gärtnerteam, Bäume

und Beeren werden von lehrlingen

der landwirtschaftlichen Schule

zurückgeschnitten.

– In der Siedlung wird es zwei Gemeinschafts-Kompostanlagen

geben, diese

stehen dann allen Bewohnerinnen

und Bewohnern offen. Die Anlage

friesenberg strasse wird im Herbst

2012 eröffnet, die Anlage Döltschibach

erst mit der fertigstellung aller

Umgebungsarbeiten 2014. Zu beachten

sind stets die Hinweise, was kompostiert

werden darf und was eben

nicht.

– Die privaten Gärten weisen alle die

gleiche Grundstruktur auf, welche

auch bei verschiedener nutzung

noch erkennbar sein soll. Sie besteht

aus dem Blumenrasen, den

Wildobsthecken, den Abtrennungen

zwischen den Gärten – nämlich

Rasen, Wildobsthecke, Beeren

oder Staudenbeet – und den

gepflanzten obstbäumen.

– In den privaten Gärten dürfen Pflanzen,

deren maximale Höhe nicht

mehr als 2 Meter beträgt, ausgepflanzt

werden; über das Pflanzen

grösserer Pflanzen entscheidet die

fGZ-Gartenkommission auf Gesuch

hin.

– Wie überall in der fGZ ist die Verwendung

von chemischen Produkten

zur Gartenpflege (Insektizide,

Herbizide, fungizide und Kunstdünger)

verboten.

– Wichtig ist auch, dass für fragen

und bei Unsicherheiten stets frühzeitig

mit dem fGZ-Gärtnerteam

Kontakt aufgenommen wird.

Mit diesen allgemeinen Hinweisen

ist noch nicht beantwortet, wer

die früchte des Apfelbaumes vor dem

Veloabstellraum ernten darf und ob

der junge feldahorn vom Topf in den

Garten gepflanzt werden kann. – es

ist schön, wenn die äpfel von den

Bewohnerinnen und Bewohnern des

Hauses oder der Siedlung geerntet

und gegessen werden. Hingegen hat

ein feldahorn, welcher etwa 15 Meter

hoch wachsen kann, im kleinen

privaten Garten der Grünmatt leider

keinen Platz. fgz

Die alte 3. Etappe ist Geschichte


Seit April wurde die unterste Reihe der alten 3. etappe

abgerissen – am 22. Juni fiel das letzte Mauerstück


Die Reihenhäuser der 1929 erbauten

3. Bauetappe der fGZ sind Geschichte.

Die letzten Häuser wurden abgebrochen

– sie machen Platz für den letzten

Teil der teilweise bereits bewohnten

ersatzneubau-Siedlung «Grünmatt».

28 fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn 29


Fünf neue Mitglieder

für die Baukommission


Genossenschafter/innen mit beruflichem Bezug zum Bau

wurden vom Vorstand in die vergrösserte Kommission gewählt


Mit einer Ausschreibung im September

2011 im FGZ­Info 3/2011 wurden Genossenschafter/innen

mit einer Ausbildung und

Tätigkeit im Baubereich gesucht. Und die

Suche war erfogreich – 14 Leute haben sich

für eine Mitarbeit in der für die FGZ wichtigen

Kommission interessiert. An seiner

Sitzung vom 15. Mai 2012 hat der Vorstand

fünf neue Mitglieder in die Baukommission

gewählt.


Drei bisherige Mitglieder der Baukommission

(Bauko) sind bereits oder werden

in nächster Zeit zurücktreten. Thomas

Schweizer ist schon 2011 zurückgetreten,

die beiden langjährigen Mitglieder

Paul Hirschi und Jack Zahner werden

nach Abschluss des Grünmatt-neubaus

ebenfalls aufhören. Da sich in den letzten

Monaten immer wieder gezeigt hat, dass

die Anzahl der Kommissionsmitglieder

eher zu knapp ist, wenn es um die Besetzung

von Bauko-Ausschüssen ging,

wollte man die drei Vakanzen mit fünf

neuen Mitgliedern ersetzen, falls gute

Kandidaturen vorlägen. Mit sieben der

14 Bewerber/innen wurden Gespräche

geführt, fünf von ihnen wurden für die

ersatzwahl vorgeschlagen.

Die im folgenden kurz vorgestellten

fünf Genossenschafter/innen wur-

den vom Vorstand für den Rest der

Amtsdauer 2011 - 2014 in die Baukommission

gewählt.

Daniel Gilgen (1964) Hegianwandweg

36. Der diplomierte Architekt

HTl / dipl. energieberater ist in

der städtischen Siedlung Döltschihalde

aufgewachsen. Seit 1996 wohnt

er mit seiner familie in der fGZ, zuerst

in der friesenberghalde und seit

2003 am Brombeeriweg.

nach der Hochbauzeichnerlehre

und dem HTl-Architekturstudium

absolvierte er verschiedene berufsbegleitende

Studien im Bereich Bau

und Umwelt. er ist Geschäftsleiter im

Ingenieurbüro Raumanzug GmbH. Zu

seinen Tätigkeitsbereichen gehört die

Beratung von Bauherren und Architekten

im Bereich ökologisches Bauen,

bei energiekonzepten und bei fragen

zum Wärme-, feuchte- und Schallschutz.

«Ich habe das Ziel, langlebige,

komfortable und umweltfreundliche

Gebäude mitzugestalten. An

der Mitarbeit in der Baukommission

reizt es mich, die Bauherrenseite kennen

zu lernen und mein ganzes Wissen

beim ökologischen und energiegerechten

Bauen einzusetzen für ein

lebenswertes friesenberg-Quartier.»

Die neu gewählten Baukommissions-Mitglieder

(von oben nach unten): Daniel Gilgen, Simon

Künzler, nico linggi, Christine Schnetzler und

Sandra Schweizer

Simon Künzler (1969) ist dipl.

Architekt fH und wohnt mit seiner

sechsköpfigen familie am Döltschiweg

175. Ursprünglich ausgebildet

als Hochbauzeichner absolvierte er

1998 - 2002 ein Architekturstudium an

der Zürcher Hochschule Winterthur.

er ist Geschäftsführer bei m3

Architekten AG in Zürich. Als Projekt-

und Teamleiter ist er tätig in der strategischen

Planung, der entwicklung

von Vorstudien, bei Projektierungen,

Controlling von Detail- und Ausführungsplanungen

mit deren Kosten

und Terminabläufen, Ausschreibungen,

Realisierungen und deren Bau-

und oberbauleitung.

«Gerne möchte ich etwas zurückgeben

können an die Genossenschaft

und aktiv meinen Beitrag leisten.

Meine fundierten Kenntnisse der

Bauprozesse mit all ihren facetten,

dem Verständnis von den Zusammenhängen

von Bauherren (Genossenschaft),

Vorgaben (Reglementen)

und Kostenparametern bezeichne ich

als meine Stärken, die ich gerne in

der Baukommission einsetzen möchte.

Ich bin sehr motiviert, mich den

neuen, herausfordernden Aufgaben

der fGZ zu stellen.»

Nico Linggi (1981) ist in der

fGZ aufgewachsen, seit einigen Jahren

wohnt er mit seiner frau und seinem

Kind wieder in der fGZ, zuerst an

der Adolf-lüchinger-Strasse und seit

einem Jahr an der Bachtobel strasse

199. er arbeitet heute bei der firma

Cofely AG als leiter Service für Haustechnikinstallationen

(Heizung, lüf-

30 KoMMISSIonen

KoMMISSIonen 31


tung, Kälte, Sanitär). An einer früheren

Stelle als Projektleiter bei einem

ausführenden Unternehmen und Ingenieur

betreute er unter anderem diverse

Projekte mit alternativen energien.

Zu seiner Motivation für die Mitarbeit

in der Baukommission schreibt er:

«Ich habe grosses Interesse an

alternativen energien. Wie man jetzt

beim Anergienetz sieht, hat man mit

diesen neuen Technologien ein grosses

Potential für die Zukunft. Gerne

bringe ich mein fachwissen im Bereich

Haustechnik in die Baukommission

ein und freue mich auf interessante

Projekte.»

Christine Schnetzler (1955),

Hegianwandweg 30, ist Vizedirektorin

des Hotels Schweizerhof Zürich. Sie

ist verheiratet und hat drei erwachsene

Kinder. Aufgewachsen ist sie im

friesenberg, seit vielen Jahren wohnt

sie wieder in der fGZ.

Sie absolvierte eine Ausbildung

zur dipl. Hotelfachfrau, während ihrer

Zeit als familienfrau hat sie in Teilzeitpositionen

in den Verwaltungen

verschiedener Baugenossenschaften

gearbeitet. In ihrer aktuellen Tätigkeit

als Vize direktorin des Hotels

Schweizerhof ist sie zuständig für die

organisation und die Bearbeitung von

Abläufen im Gesamtbetrieb, speziell

auch bei hotelinternen Umbauten und

Renovationen.

«Da ich im friesenberg aufgewachsen

bin, habe ich die Vorzüge

von zahlbaren Wohnungen in einer

‹Gartenstadt› hautnah erleben dürfen

und sehe dies als privilegierte

Wohnsituation in unserer Stadt, die

es zu erhalten gilt. Persönlich interessiert

es mich sehr, Bauvorhaben der

fGZ mit positivem, wohlwollend kritischem

und weiterführendem Blick

begleiten zu dürfen.»

Sandra Schweizer (1973), Bernhard

Jaeggi-Weg 55, Architektin. Sie

wohnt mit ihrer familie seit drei Jahren

in der fGZ. nach dem Architekturstudium

an der eTH Zürich arbeitete

sie dort als Assistentin , seit 2001

ist sie in einem Architekturbüro angestellt.

Seit der Geburt der Kinder

hat sie das Pensum reduziert und arbeitet

momentan 50 %.

«Die fGZ hat für mich eine beson

dere Bedeutung, weil sie dank

ihres grossen zusammenhängenden

Gebietes einfluss auf die städtebauliche

entwicklung am Stadtrand von

Zürich nimmt. Unsere Gartenstadt ist

mit der Stadt Zürich zusammengewachsen

und hat in Zukunft nebst den

genossenschaftlichen auch städtische

Aufgaben zu erfüllen. Gerne engagiere

ich mich in der Baukommission in

dieser spannenden Phase, in der die

einzelnen etappen renoviert werden

oder ersatzneubauten entstehen.

Spannend wird für mich persönlich

sein, wie man bei der Planung künftiger

etappen das Gedankengut Herters

und der Gartenstadtbewegung neu

interpretieren und gleichzeitig den

heutigen Anforderungen an das Bauen

entsprechen kann. Ich unterstütze die

‹sieben leitlinien› der Genossenschaft

und freue mich darauf, bei deren Umsetzung

beteiligt zu sein.» fgz

Mit der Sozialkommission

direkt in Kontakt treten


Die Sozialkommission der fGZ sucht den Dialog

mit den Bewohner/innen.


Wer Fragen, Hinweise oder Anregungen zu

einem sozialen FGZ­Thema hat, kann sich

seit kurzem per Mail direkt an die Adresse

sozialkommission@fgzzh.ch wenden.

Damit soll die «Schwelle» gesenkt und die

direkte Kontaktaufnahme mit der in der

FGZ für soziale Themen zuständigen Kommission

erleichtert werden werden.

Die Sozialkommision hat seit Kurzem

eine eigene e-Mail Adresse. Sie möchte

so vermehrt mit den Genossenschaftern

und Genossenschafterinnen in

den Dialog treten.

es ist uns ein Anliegen, die Stimmung

in der fGZ zu erfassen und noch

besser zu verstehen, was die leute

beschäftigt, was den fGZ-Bewohner/

innen gefällt und was ihnen Sorgen

bereitet. Wir interessieren uns für generelle

soziale fragen – Alter, Jugend,

familien, Durchmischung, Integration.

Haben Sie Anregungen? Ideen?

Ist Ihnen etwas positiv oder auch negativ

aufgefallen? Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

– Schreiben Sie uns!

Die an die Mailadresse sozialkommission@fgzzh.ch

gerichteten

Mails werden direkt an ein Mitglied

der SoKo weitergleitet und in jedem

fall beantwortet. Selbstverständlich

können Sie uns auch per Post erreichen,

Ihr Brief an die Sozialkommission

fGZ, Schweighofstrasse 193,

8045 Zürich wird an das zuständige

Kommissionsmitglied weitergeleitet.

Wir freuen uns auf interessante

Vorschläge und Hinweise.

Sozialkommission fGZ

Die Sozialkommission möchte erfahren, was

die fGZ-Bewohner/innen beschäftigt, was ihnen

gefällt oder missfällt, sie will noch besser

mitbekommen, «woher der Wind weht».

32 KoMMISSIonen

KoMMISSIonen 33


Für die drei Grundbedürfnisse

braucht es immer weniger Geld


nahrung, Kleidung, Wohnung erfordern nur 25,4 %

des einkommens eines Durchschnitts-Haushalts


Von Alfons Sonderegger

Unser Leben wird nicht einfach nur teurer.

Wenn es um die drei Grundbedürfnisse

Nahrung, Kleidung und Wohnung (samt

Energie) geht, dann kostet uns das immer

weniger. 1955 hat ein Schweizer Haushalt

dafür im Schnitt genau die Hälfte

des durchschnittlichen Brutto­Haushalteinkommens

von 1101 Franken ausgegeben.

54 Jahre später sind es bloss noch

25,4 %, also ein gutes Viertel von 9369

Franken. – Das gilt natürlich nicht für tiefere

Bruttohaushaltseinkommen: Beträgt

dieses z.B. bloss 5000 Franken, so sind

für die drei Grundbedürfnisse volle 47,6 %

aufzuwenden.


Wer über Preise von Gütern diskutiert,

der sollte auch die lohn- oder die einkommensentwicklung

mit einbeziehen.

Die frage ist immer, was kann ich mir

mit meinem Geld kaufen oder anders

gesagt: Wie hoch ist meine Kaufkraft.

Wenn eine lohnerhöhung nur gerade

die Teuerung auf den Alltagsgütern

ausgleicht, ist letztlich nichts gewonnen.

Von echter oder eben realer

lohnerhöhung lässt sich erst dann

sprechen, wenn mit dem höheren lohn

auch mehr zu kaufen ist.

Reallohn ist 2,3 Mal

höher als 1955 …

Vergleicht man den Durchschnittslohn

von 1955 mit jenem von 2009, so

lässt sich feststellen, dass die Menschen

in der Schweiz im Schnitt gut

10 Mal so viel verdienen wie 1955.

Auch das Haushaltseinkommen, an

dem sich häufig mehrere Personen

beteiligen, ist 8½ Mal höher als 1955

(siehe Tabelle 1). für 2010 oder 2011

liegen leider noch keine detaillierten

Zahlen vor.

Vergleicht man die Reallöhne,

also die teuerungsbereinigten löhne,

so verdienten Herr und frau Schweizer

im Schnitt 2009 ziemlich genau

2,3 Mal so viel wie 1955. Real heisst,

man kann sich wirklich 2,3 Mal so viel

kaufen wie 1955. Anders gesagt: Vielen

in der Schweiz geht es materiell

tatsächlich besser als 1955.

… aber «oberste» Löhne stiegen

viel stärker als «unterste»

Durchschnitts-Betrachtungen

haben einen Haken: Sie berücksichtigen

die lage der einzelnen einkommensgruppen

viel zu wenig. Zwar sind

auch die löhne bzw. die Haushaltseinkommen

der tiefsten lohnstufen

gewachsen, doch im Vergleich zu den

hohen löhnen nur sehr mickrig.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund

(SGB) hat die Haushalteinkommen

des Jahres 2000 mit

jenen von 2010 verglichen und festgestellt,

dass bei einem 2-Kinder-Haushalt

mit tiefen löhnen (unterste 10 %

der Haushalte) das verfügbare Jahres-

Haushalteinkommen gerade mal um

1‘300 franken gewachsen ist. Bei den

einzelhaushalten mit den niedrigsten

einkommen ist das verfügbare einkommen

gar um 1300 franken gesunken.

– Beim Mittellohn (Median) wuchs

es um ganze 2900 franken, bei den

2-Kinder-Haushalten mit hohen löhnen

(oberste 10 %) beträgt das Plus

hingegen volle 15‘000 franken. Das

verfügbare einkommen ist jenes, das

bleibt, wenn man die obligatorischen

Ausgaben wie Sozialversicherungen,

Steuern und Krankenkasse-Grundversicherung

bezahlt hat.

Hohes Lohnniveau

in der Stadt Zürich

Verglichen mit der gesamten

Schweiz ist das lohnniveau in der

Stadt Zürich hoch. Im zweiten Sektor

(Industrie/Gewerbe) lag der Brutto-

Medianlohn im Jahre 2008 bei 6984

franken. Im dritten Sektor (Dienstleis-

Steuersenkungen für Gutver dienende

ver stärken den Graben

Die 25 % lohnempfänger/innen mit den

niedrigsten löhnen in der Schweiz haben

zwischen 1998 und 2008 real gerade mal

2 % mehr verdient. Beim obersten 1 Prozent

der lohnempfänger/innen mit den höchsten

Durchschnittslöhnen betrug der Anstieg da-

für volle 21 %. – Weil im gleichen Zeitraum

auch die Unternehmensgewinne stärker als

die löhne gestiegen sind, verschärfte sich

die Ungleichheit gerade noch einmal. Der

Graben wird weiter vertieft durch diverse

Steuersenkungen, von denen vor allem Gutverdienende

profitierten. (so.)

tungen) betrug er 7070 franken. Damit

sind die Stadtzürcher löhne im zweiten

Sektor um 17,9% und im Dienstleistungssektor

gar um 24,6% höher

als diejenigen der Gesamtschweiz.

Mit Brutto-Medianlohn ist die Mitte

gemeint: Das heisst, dass 50% in Industrie/Gewerbe

weniger als 6984

franken brutto verdienen, während

die andern 50% mehr als 6984 franken

verdienen.

10 % verdienen brutto

unter 4110 Franken

Die Statistik zeigt weiter, dass

10 % aller lohnempfänger/innen, die

in Zürich leben, mit brutto weniger als

4110 franken auskommen müssen.

Wer seine eigene lohnauszah -

lung vergleicht, staunt vielleicht über

die relativ hohen Bruttozahlen von

rund 7000 franken. Ausbezahlt wird

ja dann um einiges weniger – die Abzüge

für AHV, Pensionskasse, Unfallversicherung

etc. machen rund einen

34 Thema

Thema 35


TABELLE 1: Wie verbrauchen die Schweizer Haushalte (im Durchschnitt) ihr Geld?

(Vergleich der Jahre 1955 und 2009)

1955 ** 2009 ***

Anzahl Personen pro Haushalt 4,21 2,20

Summe

in fr.

Anteil

in %

Summe

in fr.

Anteil

in %

Brutto­Haushaltseinkommen * 1101 100,0 % 9369 100,0%

Obligatorische Ausgaben 1) 143 13,0 % 2516 26,9 %

- Sozialversicherungsbeiträge 67 6,1% 896 9,6 %

- Krankenkasse (Grundversicherung) 21 1,9% 494 5,3 %

- Steuern und Gebühren 55 5,0% 1126 12,0 %

Leistungen an andere Haushalte 2) — 203 2,1 %

Verfügbares Einkommen

Brutto- Haushalteinkommen minus obligatorische

Ausgaben1) wie Sozialvers.-beiträge, Krankenkasse,

Steuern sowie leistungen an andere Haushalte 2) .

858 6650 71,0 %

Übrige Versicherungen sowie

Spenden und Geschenke

40 3,6 % 569 6,1 %

Konsumausgaben 879 79,8 % 5374 57,4 %

- nahrungsmittel / alkoholfreie Getränke 277 25, 2% 659 7,0 %

- Alkohol. Getränke und Tabakwaren 28 2,4 % 106 1,1 %

- Gast- und Beherbergungsstätten -- -- 544 5,8 %

- Bekleidung und Schuhe 106 9,6 % 226 2,4 %

- Wohnen und energie 167 15,2 % 1496 16,0 %

- Wohnungseinricht./Haushaltführung 69 6,3 % 281 3,0 %

- Gesundheitspflege 51 4,6 % 269 2,9 %

- Verkehr 38 3,5 % 717 7,7 %

- nachrichtenübermittlung 13 1,2 % 177 1,9 %

- Unterhalt., erholung (ferien), Kultur 89 8,1 % 627 6,7 %

- Andere Waren und Dienstleistungen 41 3,7 % 272 2,9 %

­ Sparbetrag 39 3,6 % 707 7,5 %

* Bruttohaushaltseinkommen: Das Brutto-Haushaltseinkommen ist ein Durchschnitts-Wert und umfasst

sämtliche einkommen, die in irgendeiner form zum Budget des Haushalts beitragen:

– allen voran löhne, Pensionskassengelder, AHV-Renten,

– dann aber auch Zinsen, naturalbezüge wie Geschenke oder früchte und Gemüse aus dem Garten

Rückerstattungen von Versicherungen usw.

Zum Haushaltseinkommen tragen in der Regel mehrere Personen bei.

** 1955: Hier wurde der durchschnittliche Angestellten-Haushalt erhoben; die Position «Gast- und Beherbergungsstätten»

gab es 1955 noch nicht; Gaststättenbesuche wurden wohl unter «Unterhaltung,

erholung, Kultur» abgehandelt, dh. für die gesamte Position wurde 1955 genau 8,2% ausgegeben,

2009 waren es dann 12,5 % (5,8 % + 6,7 %).

*** 2009: es wurden insgesamt 2007 Haushalte ausgewählt; davon waren 33,6 % einpersonenhaushalte,

60,3 % Mieterhaushalte und 25,0 % Rentnerhaushalte.

77,8 % der im Jahre 2009 erfassten Haushalte hatten mindestens ein Auto, 65,7 % hatten mindestens

ein Velo, 82,5 % der Haushalte hatten mindestens einen Computer, 91,3 % hatten mindestens ein Mobiltelefon

und 27,4 % hatten mindesten ein Haustier (Hund oder Katze).

Siebtel aus. Aus 7000 franken Bruttolohn

wird so ein ausbezahlter nettolohn

von 6000 franken.

Auffallend sind nach wie vor die

grossen Unterschiede zwischen Männer-

und frauenlöhnen, auch auf dem

Platz Zürich. Am grössten und hier

schlicht unanständig sind sie beim

obersten und oberen Kader. Der Medianlohn

der frauen liegt in dieser

Kategorie bei 9’756 franken, derjenige

der Männer bei vergleichsweise

sagenhaften 16’143 franken, was

einer Differenz von rund 40 Prozent

entspricht.

Einige Produkte wurden billiger

Der lohn ist das eine, die Preise

sind das andere. nimmt man den

Zürcher Städteindex der Konsumentenpreise,

so zeigt sich, dass die Teuerung

von 1950 bis 2009 um 369% angestiegen

ist. Was damals 100 franken

kostete, kostet 2009 im Schnitt

volle 469 franken, es sei denn, ein

Produkt habe mehr oder eben weniger

als die allgemeine Teuerung aufgeschlagen

(siehe Tabelle 2 mit ausgewählten

Gütern).

natürlich leben wir nicht mehr

im Jahre 2009, sondern bereits im

2012. Die Teuerung ist seit 2009 aber

nur noch gering angestiegen: Statt

469 franken (2009) waren im 2012

sechs franken mehr (475) für das zu

bezahlen, was 1950 für 100 franken

zu kaufen war.

Weil die löhne etwas stärker als

die Preise gestiegen sind, geht es uns

im Schnitt materiell besser. leider ist

der Anstieg bei den tiefen einkommen

(löhnen) – wie bereits erwähnt – weit

schwächer als bei den hohen löhnen.

Zudem gibt es einige Unterschiede

zwischen den Branchen. Gerade bei

den tiefen einkommen wirkt sich zudem

negativ aus, dass die Krankenkasse

bei der Teuerung nicht eingerechnet

ist.

Sozialversicherungen und

Krankenkasse fast so aufwändig

wie das Wohnen

In Tabelle 1 werden die grösseren

Ausgaben eines Durchschnitts-Haushaltes

mit 2,2 Personen (1955 waren

das noch 4,1 Personen) gezeigt. Demnach

ist der Anteil der Ausgaben für

nahrungsmittel/Getränke zwischen

1955 und 2009 von 25,2 % auf 7 % gesunken,

das heisst: nur etwa jeder

vierzehnte franken wird also für die

nahrung ausgegeben. Dass ein Haushalt

mit 2,2 Personen (Durchschnitt)

für diesen Posten nominell blosse 659

franken ausgibt, kommt einem tief vor.

eindrücklich ist auch das Absacken

des Anteils für Bekleidung/Schuhe

von 9,6 % auf 2,4 %. einzig das dritte

Grundbedürfnis, Wohnen/energie

ist seit 1955 leicht teurer geworden

(der Ausgabenanteil stieg von 15,2 %

auf 16 %).

Markant angestiegen von 13%

auf 26,9% sind die sogenannten obligatorischen

Ausgaben; dazu gehören

Sozialversicherungen (9,6%), Krankenkasse-Grundversicherung

(5,6%) und

Steuern (13%). – für diese drei Positionen

gibt der Durchschnitts-Haushalt

mehr aus als für nahrung/Wohnung/Kleidung

(25,4%).

36 Thema

Thema 37


ein Zeichen für den gestiegenen

Wohlstand ist das Ansteigen der PositionenGaststätten/Unterhaltung-erholung-ferien-Kultur,

die von 8,1 % auf

12,5 % angewachsen ist. ebenfalls ein

Wohlstandszeichen ist die Tatsache,

dass für den Verkehr doppelt so viel

ausgegeben wird wie 1955.

Eier und Benzin viel billiger als

1950, Kalbfleisch deutlich teurer

Wer selber einkauft, spürt am

eigenen Portemonnaie, wie sich z.B.

lebensmittelpreise entwickeln. Tabelle

2 zeigt hier ein paar Beispiele,

TABELLE 2: Preisvergleich einiger Konsumgüter 1950, 1994 und 2009

(Teuerung + 369%)

wobei das Jahr 1950 (statt 1955) mit

2009 verglichen wird. Die letzte Kolonne

weist die tatsächlich stattgefundene

Teuerung aus, während die

zweit-letzte Kolonne die effektiven

Preise für 2009 erwähnt.

Hätte sich z.B. der Preis für Inlandeier

gleich wie die Teuerung entwickelt,

dann müsste ein ei jetzt 141

statt bloss 73 Rappen kosten. oder für

100 Gramm Vorzugsbutter müssten

fr. 4.60 statt bloss fr. 1.78 hingelegt

werden. Deutlich unter der Teuerung

liegt auch das Benzin – statt fr. 1.57

wären fr. 2.72 zu bezahlen, und das

1950 1994 2009

Teuerung* von

1950 bis 2009

(in fr.) (in fr.) (in fr.) (in fr.)

1 Cervelat 0.40 1.06 1.31 1.88

1 kg Kalbsplätzli 8.01 58.30 73.95 37.57

1 liter Vollmilch, pasteurisiert 0.48 1.77 1.70 2.25

100 g Vorzugsbutter 0.98 1.66 1.78 4.60

100 g Greyerzer 0.52 2.06 2.15 2.44

1 inländisches ei 0.30 0.56 0.73 1.41

1 ausländisches ei 0.26 0.33 0.38 1.22

1 kg Kartoffeln 0.37 1.51 2.75 1.74

100 g Tafelschokolade 0.76 1.48 1.66 3.56

1 kg Kristallzucker 1.06 1.65 1.65 4.97

1 liter Superbenzin ** 0.58 1.26 *** 1,57 2.72

* Diese letzte Kolonne rechnet aufgrund der Preise von 1950 die Teuerung zwischen 1950

und 2009. Gemäss dem Konsumentenpreise der Stadt Zürich war im Jahre 2009 ein Produkt

4,69 Mal teurer als 1950. Das heisst z.B., dass ein inländisches ei eigentlich 141 und

nicht bloss 73 Rappen kosten müsste. oder anders gesagt: ein ei ist seit 1950 massiv billi

ger geworden, so wie im Übrigen viele Produkte inklusive Benzin. – ein liter Benzin z.B.

müsste gemäss allgemeiner Teuerung eigentlich fr. 2.72 und nicht bloss fr. 1.57 kosten.

** Preis von 1955, da es erst seit diesem Jahr Superbenzin gibt.

*** Preis für «Benzin bleifrei 98». – Im Juni 2012 kostete der liter um fr. 1.90.

ohne irgendwelchen einbezug ökologischer

Überlegungen.

All diese Produkte, deren Preis

weit weniger als die Teuerung gestiegen

sind, liefern die erklärung, warum

der Durchschnitts-Haushalt für nahrungsmittel/Getränke

bloss noch 7

% statt 25,2 % (1955) des Brutto-einkommens

ausgibt (siehe Tabelle 1).

es gibt natürlich auch Produkte,

deren Preis deutlich über der Teuerung

liegt. Am eindrücklichsten ist

das beim Kalbfleisch, dessen Preis fast

doppelt so hoch ist wie der teuerungsbereinigte

(fr. 73.95 statt fr. 37.57).

Wenn der Grund des hohen Preises

bei der tiergerechten Haltung liegen

sollte, wäre da wenig einzuwenden.

In Tabelle 2 nicht enthalten sind

elektronik, Autos und Kommunikation

(Handy /Telefon). Hier lässt sich generell

sagen, dass sehr viele Geräte

wie etwa Computer und fernseher viel

günstiger und dazu erst noch besser

und leistungsfähiger geworden sind.

FGZ­Miete wurde insgesamt

günstiger

Wie bereits erwähnt, machten die

Brutto-Medianlöhne (Mittellöhne) der

Beschäftigten in der Stadt Zürich im

zweiten Sektor (Industrie/Produktion)

6984 franken und im dritten Sektor

(Dienstleistungen) 7070 franken aus.

Vergleicht man nun die Mietzins-

und die lohnentwicklung in Zürich,

so zeigt sich, dass die Mieten

im Jahre 2009 im Vergleich zu 1955

das 7,4-fache ausmachen, während

die löhne rein zahlenmässig gut das

10-fache betragen. Das heisst immer-

hin, dass die löhne im Durchschnitt

stärker stiegen wie die Mieten.

nimmt man als Beispiel aus

der fGZ ein Reihenhaus im Staffelhof

(4. etappe), so wird klar, dass

das Wohnen in der fGZ über die Jahre

günstiger geworden ist.

2009 kostete das sanierte Reihenhaus

gemessen am Mittellohn (Median)

praktisch gleich viel wie 1950

(vgl. Tabelle 3). Bemerkenswert ist

auch, dass ein Handwerker 1930 hohe

30,5 % für das Reihenhaus auslegen

musste. Wer in der fGZ wohnt, hat

sich also über die Jahre hinweg bezüglich

Mietkosten verbessern können.

– Das gilt natürlich nicht für all jene

leute mit kleinen einkommen, die in

Zürich auf die Schnelle eine Wohnung

suchen müssen. Sie haben meistens

sehr viel mehr als 18 % für die Miete

einzuberechnen.

nimmt man den Medianlohn oder

Mittellohn von 7000 franken (2008)

und vergleicht ihn mit der Miete einer

neuen Grünmatt-Wohnung (4½

Zimmer; 2200 franken), so macht die

Miete 31,4 % aus. Diese 31,4 % sind etwas

höher als die 30,5 % für die Staffelhof-Mieter/innen

von 1930.

TABELLE 3: Miete für ein 4­Zimmer­Mittelhaus

Staffelhof (FGZ) ohne Estrichausbau

38 Thema

Thema 39

Brutto-

Medianlohn

Mietzins

Staffelhof

Anteil der

Miete am

lohn in %

1930 400 123 30,5 %

1950 610 113 18,5 %

2000 5700 950 16,7 %

2009

Haus

saniert

7000 1300 18,6 %


Das Durchschnitts­Auto kostet

980 Franken im Monat

eine bedeutsame Position in vielen

Schweizer Haushalt-Budgets ist

das Auto. Viele Haushalte sind sich

oft nicht im Klaren, was das Auto bei

einer Vollkostenrechnung kostet.

nach Angaben des Touring-Clubs

der Schweiz (TCS) muss für ein Auto

im neuwert von 35’000 franken jährlich

über 6800 franken (570 fr. pro

Monat) eingesetzt werden, ohne dass

damit auch nur ein einziger Kilometer

gefahren wird. Weiter ist einer TCS-

Broschüre zu entnehmen, dass für ein

schweizerisches Durchschnittsauto

(neupreis 35’000) bei 15’000 km im

Jahr monatlich 980 franken einzusetzen

sind (siehe Tabelle 4). Selbst

für einen Kleinwagen sei mit 500 bis

600 franken zu rechnen.

Wer ein grösseres, schwereres

und damit auch teureres Auto fährt,

der wird seine monatlichen Betriebskosten

wesentlich höher einsetzen

müssen. ein VW Touareg 3.0 l V6 Hybrid

ist z.B. ab 109’700 franken zu haben,

ein Mercedes C250 CDI 4-Matic-

Kombi ab 69’000 franken. Der lexus

IS 250 «Taisho» wird ab 78’800 franken

offeriert, der VW Phaeton, 3.0 l

V6 TDI, ab 96‘000 franken.

Eine FGZ­Wohnung für ein Auto

Bei diesen teuren Autos ist der

Vergleich zwischen den monatlichen

Betriebskosten und den Monatsmieten

von fGZ-Wohnungen sehr inter-

TABELLE 4: 11’700 Franken jährliche Betriebskosten eines Autos (bei 15‘000 km pro Jahr)

Als Beispiel dient ein Auto mit einem neuwert von 35’000 franken1) – gemäss TCS entspricht das

dem Schweizer Durchschnittsauto.

Jahreskosten Monatskosten

Fixe Kosten: ca. 60 % 7020 585

- 30,8 %: Amortisation (10 % von 35’000, vereinfachte Rechnung) 3600 300

- 12,2 %: Garagenplatz (die fGZ verlangt 110 bis 165 fr. pro Mt.) 1400 118

- 9,6 %: Versicherungen /Haftpflicht 5,9 %, Teilkasko 3,7 %) 1120 92

- 7,7 %: Steuern, Zinsen, fahrzeugpflege, nebenauslagen 900 75

Variable Kosten: ca. 40 % 4680 390

- 18,6 %: Benzin (Annahme: 15‘000 km; 8,5 liter für

100 km = 1281 liter à fr. 1.70)

2177 181

- 9,2 %: Wertminderung 1076 90

- 7,3 %: Service und Reparaturen 854

- 4,9 %: Reifenkosten 573 48

Total Betriebskosten 11‘700 975

Kosten pro km

(bei 15‘000 km Jahresleistung)

78 Rp.

1) Ab 35’000 fr. waren im Herbst 2011 z.B. ein Grand-Vitara 4x4 Indigo von Suzuki, oder ein Peugeot 4007

4 x 4, oder ein Hyundai 2.0 4WD Style, oder ein VW Tiguan 2.0, oder ein ford Grand C-Max 1.6 l zu kaufen.

essant. Wer z.B. einen Personenwagen

mit einem neupreis von 90’000

franken besitzt, der kommt mit 11’700

franken pro Jahr nicht aus (siehe Tabelle

4), sondern er muss mit jährlich

rund 17’100 franken Betriebskosten

rechnen. Das macht dann pro Monat

1425 franken aus. für dieses Geld

erhält man in der fGZ noch immer

eine Vielzahl von 3- und 4-Zimmerwohnungen

sowie etliche Reihenhäuser

(nettomiete).

Und damit sind wir bei der frage

angelangt, wozu wir denn unser Haushaltseinkommen

verwenden wollen,

was uns wichtig ist, wo wir das noch

verfügbare Geld einsetzen, wenn wir

die drei Grundbedürfnisse und die

obligatorischen Ausgaben einmal berappt

haben.

ein Zeichen für einen gewissen

Wohlstand sind neben dem Auto sicher

die Ausgaben für ferien/erholung/Kultur/auswärts

essen. Dieser

Budgetposten hält sich weiterhin auf

recht hohem niveau – im Schnitt wird

jeder achte franken eines Schweizer

Durchschnitts-Haushaltes dafür

benötigt.

Die monatlichen Kosten für ein grosses Auto

bewegen sich im Bereich einer Monatsmiete

für ein fGZ-Reihenhaus.

40 Thema

Thema 41


Bilder von den FGZ­Generalversammlungen

2012


Am 12.April fand eine ausserordentliche, am 18. Juni 2012 die

ordentliche fGZ-GV statt. Mehr dazu im Artikel auf Seite 4.

42

fGZ-InTeRn

fGZ-InTeRn

43


Wir wollen bezahlbar wohnen

im Kanton Zürich!


Weshalb die fGZ die vom Zürcher Dachverband

«wohnbaugenossenschaften zürich» lancierte Initiative unterstützt


Die Mieten bei Wohnbaugenossenschaften

sind markant günstiger als bei gewinnorientierten,

privaten Vermietern. Doch

gibt es viel zu wenig neue Genossenschaftswohnungen,

weil das Bauland extrem teuer

ist. Jetzt fordert eine Volksinitiative, dass

der Kanton die Wohnbaugenossenschaften

beim Landkauf unterstützt.


Immer mehr Menschen finden im

Grossraum Zürich keine Wohnung, die

ihren finanziellen Möglichkeiten entspricht.

Ihre Kaufkraft schwindet und

sie müssen immer weiter wegziehen.

Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften

sind die bewährte lösung:

Sie verzichten auf Spekulation

und verrechnen nur ihre Kosten.

So garantieren sie auf Dauer günstige

Mieten in qualitativ hochstehenden

Siedlungen.

Die Baulandpreise werden von

gewinnorientierten Investoren ange-

Unterschriftenbögen und

mehr Informationen über

die Initiative finden sich auf

www.bezahlbar-wohnen.ch .

heizt. Sie sind als folge derart hoch,

dass neubauten zu vernünftigen Preisen

kaum mehr möglich sind. Damit

gemeinnützige Wohnbauträger und

insbesondere die Wohnbaugenossenschaften

hier mithalten können,

brauchen sie eine geeignete Unterstützung.

Eine breit abgestützte

Volksinitiative

Jetzt hat der Verband der Wohnbaugenossenschaften

die Volksinitiative

«Bezahlbar wohnen im Kanton

Zürich!» lanciert. Sie fordert:

– Der Kanton soll mit zinsgünstigen

Darlehen oder Abschreibungsbeiträgen

an gemeinnützige Bauträger

die Kosten für den erwerb von Bauland

und liegenschaften vergünstigen.

– Auch die Gemeinden sollen fonds

mit diesem Zweck schaffen dürfen.

– Der Kanton soll seine eigenen liegenschaften

nicht mehr an den

Meistbietenden verkaufen.

Die Unterschriftensammlung für die

Initiative läuft seit ende April 2012,

die Sammelfrist dauert noch bis am

20. oktober 2012.

Die Initiative wird unterstützt von

Personen aus verschiedenen Parteien

(BDP, CVP, eVP, SP, Grüne, Al), Gemeindepräsidenten,

Gewerkschaften

sowie kirchlichen und karitativen

Kreisen.

Auftrag in der Kantonsverfassung

Die Kantonsverfassung sagt in

Artikel 110: «Kanton und Gemeinden

fördern den gemeinnützigen Wohnungsbau

und das selbst genutzte

Wohneigentum.» Der Kanton kommt

diesem Auftrag jedoch klar nur ungenügend

nach. Und mit seiner landpo-

litik (Verkauf jeweils an den Meistbietenden)

heizt er die Baulandpreise selber

noch mehr an. Darüber ärgern sich

immer mehr Städte und Gemeinden.

Sie wünschen, dass sich der Kanton

selber mehr engagiert und die gesetzlichen

Grundlagen dafür schafft,

dass auch die Gemeinden in diesem

Bereich aktiv sein können.

Das soll die Initiative bewirken:

1. Die Genossenschaften können wieder

bauen.

2. Der Boden wird haushälterisch genutzt,

denn Genossenschaftswohnungen

sind viel besser ausgelastet.

3. Den Mieterinnen und Mietern bleibt

mehr Kauf kraft für andere Ausgabenpositionen.

4. Die Kassen der öffentlichen Hand

werden entlastet, weil dank der

tieferen Mieten weniger Menschen

Sozialhilfe beziehen müssen.

(pd)

44 WoHnBAUGenoSSenSCHAfTen

WoHnBAUGenoSSenSCHAfTen 45


Aussergewöhnliche Erlebnisse

und wohltuende Fahrgäste


fGZ-Reise nach Rügen vom 7. - 12. Mai 2012


Von franz Jegher

Die Zahl 13 hat für die fGZ-Reiseleitung

eine besondere Bedeutung.

Zum 13. Mal organisierten liselotte

Rindlisbacher, Vreni Prêtre und Hannes

Kienast die unbestreitbar anspruchsvolle

ferienwoche der Seniorinnen,

Senioren und «55plus».

Der Gepäckeinlad und die Hilfe

beim ein- und Aussteigen funktionieren

bestens. Die nummerierten Plätze

werden sukzessiv belegt. Die einsteiger

entdecken in der Kleingepäckablage

zwei süss duftende Packungen.

natürlich ist es nicht das Mineralwasser,

das während der fahrt von liselotte

und Vreni abgegeben wird, nein,

es sind die «Zückerlis» und «Toggenburgerlis»,

die den Gaumen frisch

beleben. Das Ziel ist Rügen, eine der

ostseeinseln.

es ist 8 Uhr. Den bekannten Doppelstöcker

der Atlas-Tours steuert –

überraschend – Chef erich Steiner

persönlich. Sf-Meteo meldet Regen,

aber die Prognose für die nächsten

Tage ist besser. Über den lautsprecher

begrüssen Chauffeur und Reiseleitung

die Anwesenden. Interessierte

fahrgäste sehen während der fahrt

den Säntis, ein typisches Wahrzeichen

der ostschweiz. etwas später erkennt

man den Bodensee, den zweitgröss-

ten Süsswassersee europas. In Bregenz

am See sind die musikalischen

festspiele in Vorbereitung. Dann erleben

wir – ohne Halt – die Grenzpassage

Österreich/Deutschland. Später

ist bei der Raststätte Illertal ein Austreten

für Kaffee, Kuchen und ... angebracht.

Reisen kann verschiedenartig

erlebt werden.

Der Steuermann erklärt über

den lautsprecher die entstehungsgeschichte

der europäischen Wasserscheide.

Gletscher, Moränen und

flusswege sind für das land Bayern

lebenswichtig. Grüne landschaften

und gelbe Rapsfelder bieten allen ein

Bild der erholung. leipzig, das Hotel

für eine nacht ist in Sicht. Der Bus

parkt. erholung ist angesagt.

eine gute Matratze und ein tiefer

Schlaf ist eine gute Voraussetzung

für den nächsten Tag. Ruedi, der bekannte

Chauffeur und Unterhalter, ist

voll im einsatz und übernimmt neu

die führung. Die Städte Potsdam und

Berlin werden umfahren. Gegen Mittag

erreichen wir Rostock. Die Besichtigung

der Innenstadt konnte mangels

Bestätigung nicht stattfinden. Dafür

sehen wir die ersten Handelsschiffe

der ostsee.

es ist essenszeit. Die Gäste im

Restaurant «lenks am fluss» werden

überrascht mit einem vorzüglich zubereiteten

Mal. Am nachmittag erreichen

wir die Brücke zur Stadt Stralsund

und der Insel Dänholm. Die Zeit

ist knapp, das Marine- und das Deutsche

Meeresmuseum können nur an

den Aussenwänden berührt werden.

Die Reiseführung ist zu schnell, lautstark

und immer 20 Schritte voraus.

Gegen 15.30 Uhr parkt der Bus

im kleinen Handwerkerdorf Gingst.

Jetzt logieren wir für drei nächte im

gleichnamigen sehr guten Hotel und

geniessen das vorzügliche Ambiente.

Jasmund

Die Spargeln wachsen von Tag

zu Tag. Die erntezeit beginnt. nach

Rügen reisen heisst auch nach Sass-

Die fGZ-Reisegruppe: Als Hintergrund für das traditionelle

Gruppenbild wurde ein grosses, schönes Riegelhaus gewählt.

nitz fahren. Als erstes besichtigen

wir die Bühne der Störtebeker-festspiele,

ein bildschönes, mittelalterliches

nacht erlebnis mit einem Seeadler

über der ostsee.

In der nähe bietet das nationalparkzentrum

Königsstuhl ein besonderes

naturerlebnis. ein echter

Buchenwald, leicht aufsteigend zum

Grat und zu den Kreidenfelsen. Auf

dem Rückweg gibt‘s zwei Möglichkeiten:

entweder «Stägeli ab» zur Küste

mit einer wunderbaren Seesicht

oder zurück zum Bus. nach einem

Spaziergang auf der alten und neuen

Promenade von Sassnitz befahren wir

die ostküste nach Binz. Das Seebad,

ein touristischer Höhepunkt, bietet

Gelegenheit zum «lädele» oder zu

einer erholsamen klassischen Musikeinlage

des Kulturzentrums.

46 fGZ-ReISe

Thema 47


einige Stationen der Reise (v.l.n.r): Kreidefelsen

Königsstuhl, Stralsund mit nikolaikirche, Hafengebäude

Stralsund, Holstentor lübeck und die

fähre in Hiddensee.

Hiddensee

Am letzten Tag auf Rügen besuchen

wir die autofreie Insel Hiddensee. Von

Schaprode geht‘s mit der fähre über Vitte

zum Kloster. eine ländliche fischergegend

mit Kleinbauern. Sturm- und regenfrei

befahren oder durchwandern wir

die Insel Hiddensee. Bekannt ist das Haus

Seedorn, der ehemalige Sommersitz von

Gerhard Hauptmann. Die höchste erhebung

ist ein toll bewachsener Hügel

mit Ginster, Holunder-, Brombeer- und

Sanddornbüschen. Der gegenüber stehende

leuchtturm ist 72 Meter hoch.

Danach gibt es ein feines, ortsübliches

Sauerkrautessen.

Lübeck

eine fusswanderung durch lübeck

ist ein spezielles und wohltuendes erlebnis.

Der Reiseleiter, ein fundierter Kenner,

steht vor dem Holstentor und erklärt

die entstehung der gläsernen Bausteine,

die Gotik der Altstadt und die Saga

fotos: Peter W. Küng

des einsamen Bärs. ein unaufhörliches

lachen hat den witzig erzählten

Rundgang unvergesslich geprägt.

Die Mittagspause lädt zur

ein kehr in die gotische Kathedrale

St. Maria (12.Jh.) ein. es bietet sich

die Gelegenheit, zur erinnerung und

Wertschätzung einer Verstorbenen

zwei Kerzen anzuzünden. Beim letzten

Rundgang sind auch die kleinen

fachgeschäfte wie Buchhandlungen

oder Bäckereien mit ihren Spezialitäten

(niederegger Marzipan-Konfekt

und Mandeltorten). Die Stimmung

bei der Rückfahrt über Hannover-

Basel-Zürich ist frohgelaunt.

Das i­Tüpfli der Woche

Jede Reise ist einzigartig und

bietet verschiedene Wahrnehmungen.

es braucht dabei ein bisschen

Toleranz, ein bisschen Humor und ein

bisschen Zufriedenheit. Wir hatten

mit der Zahl 13 Glück, es hat funktioniert.

In den Hotels und Gaststätten

von Deutschland war die freundliche

Art, den Gästen zu begegnen, spürbar.

Die sauberen Zimmer, das schön

dekorierte, warme und

schmackhafte essen

klappte – mit Ausnahme

des Sauerbratens

– bestens.

Den Chauffeuren

ernst Steiner und Ruedi

Wälchli danken wir für

die sichere fahrt und

die lehrreiche Unterhaltung.

ein spezielles

Dankeschön gebührt

der fGZ, der Reiseleitung

liselotte Rindlisbacher,

Vreni Prètre

und Hannes Kienast,

die jederzeit einsatzfähig

waren und uns

eine gemeinsame wohltuende

ferienreise ermöglicht

haben. Bravo!

48 fGZ-ReISe

fGZ-ReISe 49


Auf Vogelpirsch im Quartier


eine Veranstaltung von AktionnaturReich


Von Beatrice Kümin

Rund vierzig interessierte erwachsene

und Kinder treffen sich an einem lauen

Abend im Mai bei der Murmeliwiese,

um mehr über die Vögel in unserem

Quartier zu erfahren. Wir teilen uns in

zwei Gruppen auf. Unter der kundigen

führung der beiden ornithologen

Matthias Wüest und Yvonne Schwarzenbach

ziehen wir los.

Die Dämmerung ist eine ausgezeichnete

Zeit um Vögel zu beobach-

Der ornithologe Matthias Wüest zeigt auf dem

Rundgang durchs friesenberg-Quartier, wo und

wie man Vögel beobachten kann.

ten. Wir verfolgen mit blossen Augen,

feldstecher oder fernrohr verschiedene

Vogelarten im flug oder auf den

Bäumen und Dächern. neben dem

Schauen ist aber bei der Vogelbeobachtung

auch der Hörsinn wichtig.

Mucksmäuschenstill und mit gespitzten

ohren sitzen wir am Rande des

Waldstreifens oberhalb der Binz und

versuchen, Vogelstimmen zu hören.

Das ist gar nicht so einfach, denn wir

sind ja in der Stadt – ein Töff knattert

vorbei, der Wind rauscht durch die

Blätter, der Motor eines Autos heult

foto: Beatrice Kümin

auf, ein Kind ruft aus dem fenster –

da plötzlich hören wir den melodiösen

Gesang einer Amsel.

es sind nur die Männchen, die

singen, erklärt Matthias Wüest, und

der Gesang ist gar nicht so friedlich

gemeint, wie er klingt. Die Männchen

markieren so ihr Revier: «Hier ist mein

Gebiet, hier brütet mein Weibchen,

und ich werde jeden vertreiben, der

sich in mein Revier wagt!»

Beim Borrweg saust eine Gruppe

Mauersegler durch die luft. Die

Mauersegler verbringen fast ihr ganzes

leben in der luft. einmal am Boden

kommen sie kaum wieder hoch.

Sie schlafen sogar in grosser Höhe,

indem sie wie die Delphine eine Hälfte

ihres Gehirnes ausschalten. Zudem

fliegen sie jedes Jahr nach Südafrika

und wieder zurück.

In diesem Gebiet oberhalb der

Binz befindet sich das naturschutzgebiet,

das aus den ehemaligen lehmgruben

entstanden ist. es bietet neben

fröschen, Kröten und Molchen

auch lebensraum für eine Vielzahl

von Vögeln. Von rund vierzig beobachteten

Vogelarten brütet etwa die

Hälfte hier im Gebiet. Die nester bekommt

man jedoch eher selten zu

Gesicht. Darum hat Yvonne Schwarzenbach

verschiedene ausgediente

Vogelnester mitgebracht, die vor allem

von den Kindern mit grossem Interesse

untersucht werden.

ein Teil der Vögel brütet nicht

im Wald, sondern in den Häusern der

Siedlung selbst. Wir können beobachten,

wie ein Spatz aus seinem Brutplatz

in einer Hausfassade ein- und

Mauersegler über der Stadt.

foto: www.avimonitoring.ch

ausfliegt. Der Spatz hat sich diesen

Platz allerdings nicht selber geschaffen.

er ist der nachmieter eines Buntspechts,

der zwei Stockwerke höher

eine neue Höhle gebaut hat.

Gegen neun Uhr wird es ruhiger.

Die Vogelstimmen verklingen. Die Vögel

suchen ihren Schlafplatz auf. nach

zwei Stunden kurzweiligem Rundgang

kehren auch wir in unsere Häuser zurück.

Und garantiert werden wir nach

diesem Abend mit offeneren Augen

und schärferen ohren im Quartier unterwegs

sein.

Infos über Vögel in Zürich

Wer sich für das Thema interessiert, findet

im Web eine ganze Reihe von Informationsquellen,

u.a. auf folgenden Homepages:

– www.birdlife-zuerich.ch

– www.avimonitoring.ch

– www.stadt-zuerich.ch

mit dem Suchbegriff «Vögel» finden Sie

die Seite zum Thema Stadtvögel von

Grün Stadt Zürich

50 nATUR

nATUR 51


Eine willkommene

und sinnvolle Abwechslung


Betagtenausflug der Altersbetreuung


Von Walter Baumann

Am Dienstag, 5. Juni 2012 war teten

34 Betagte und vier frauen vom Team

der fGZ-Altersbetreuung in guter

laune vor dem Alterstreff an der

Arbentalstrrasse 323, um zusammen

einen unbeschwerten Reisetag zu

verbringen.

obwohl wir aufgrund der Prognose

eigentlich trübes Wetter erwartet

hatten, beglückte uns die Sonne schon

vor dem Mittag vom blauen Himmel.

Dem Zürichsee entlang bis Siebnen,

ins Wäggital und in kurvenreicher

fahrt erreichten wir die Sattelegg zum

Kafi-Gipfeli-Halt. es war eine gute Gelegenheit,

im Gespräch mit verschiedenen

leuten, seine Sorgen los zu

Beim jährlichen Ausflug der Altersbereuung

waren 34 betagte fGZ-ler/innen dabei.

werden oder zu teilen. Dann ging es

zügig abwärts Richtung Sihlsee. Dabei

erklärte uns der Chauffeur unseres

Reisecars Reinhold Trachsel, dass

der Sihlsee flächenmässig der grösste

Stausee der Schweiz sei.

Gut betreut durch das Team der

Altersbetreuung ging die Reise weiter

via Wilerzell, Biberbrugg, Raten,

oberägeri nach Walchwil. Auf dieser

fahrt erlebten wir die spriessende

natur in frischem Grün. Im Hotel Aesch

genossen wir ein feines Mittagessen,

welches uns die fGZ wie jedes

Jahr offeriert hat – an dieser Stelle

ein herzliches Dankeschön dafür.

Die wunderbare Aussicht auf den

Zugersee verlockte uns zu einem fotohalt,

bevor es dann durch das Rep-

fotos: Bernadette Schniepp

pischtal wieder Richtung friesenberg

und nach Hause ging.

Dieser Ausflug war eine willkommene

und sinnvolle Abwechslung für

all jene, welche nicht mehr so mobil

sind. er liess auch für manche eine

gewisse Zeit persönliche «Gebresten»

und Sorgen vergessen und ertragen.

Begonnen haben wir in unserer Computerecke

ganz gemütlich vor fast vier

Jahren – mit zwei laptops und Internetanschluss.

Viele Besucherinnen und

Besucher kamen zunächst einmal zum

Schnuppern, weil sie sich vielleicht einmal

– irgendwann einmal – ein solches

«Wunderding» zulegen wollten.

Heute kommen die Besucher/innen

fast ausnahmslos mit ihren eigenen

laptops und haben bereits viele

Kenntnisse. Also müssen wir uns neu

positionieren. Wir sehen uns deshalb

heute eher als Computer-Werkstatt.

nicht dass wir defekte Kabel und Steckdosen

reparieren, nein, wir möchten

Wir suchen freiwillige Helferinnen und

Helfer aus allen Altersgruppen

Das Team der Computer-Werkstatt begleitet

unsere fGZ-Rentnerinnen und Rentner jeweils

am Montag und Donnerstag von 9 – 11

Uhr im Alterstreff an der Arbentalstrasse

323. es werden erste Schritte mit dem PC

gewagt, fragen geklärt und neues erlernt.

Ausser den Schulferien findet das Angebot

über das ganze Jahr statt.

Auch das Team vom Sonntagsbrunch sucht

Unter stützung. Der Sonntagsbrunch findet

über das Jahr verteilt ca. 10-mal statt. es

wird in den Räumlichkeiten des Alterstreffs

angeboten. Pro Brunch ist ein Team von 4 - 5

leuten vor ort und verwöhnt die Gäste.

Sind Sie interessiert? Dann melden Sie sich

direkt im Alterstreffpunkt an der Arbental-

strasse 323, 8045 Zürich oder vormittags

unter der Telefonnummer 044 456 15 45.

Bernadette Schniepp gibt Ihnen gerne ausführlicher

Auskunft.

Computer­Werkstatt des Alterstreff

gemeinsam das gegenseitiges Wissen

nützen. Die beiden laptops stehen

weiterhin zur Verfügung für leute,

die noch kein eigenes Gerät haben.

Die Zeiten bleiben gleich, Montag

und Donnerstag vormittags, jeweils

von 9 bis 11 Uhr. Also einfach

reinschauen im Alterstreff an der Arbentalstrasse

323, schnuppern und

vielleicht bald mitmachen.

Renate Gerlach

Computer­Spezialthemen

3. Sept.: «Sicherheit im Internet»

4. okt. : «outlook»

12. nov.: «fernsehen im Internet»

52 Thema AlTeRSTReff 53


Der Veloflicktag ist auch

ein Veloflickkurs


Veloflicktag der freizeitkommission vom 31. März 2012


Von natascha Maurer

Dieses Jahr wurde der Veloflicktag zum

ersten Mal mit der «Do-it-yourself»-

Methode durchgeführt – es war ein

voller erfolg.

Die Genossenschafter/innen

waren eingeladen, ab 10 Uhr mit ihren

fahrrädern zum fGZ-Kurslokal am

Hegianwandweg 92 zu kommen. neu

wurden die kleineren und grösseren

Reparaturen von den Genossenschaftern

selber ausgeführt, selbstverständlich

mit fachkundiger Unterstützung

und unter Anleitung von Mitarbeitern

der Velowerkstatt der Stadt Zürich.

Auch die Mitglieder der freizeitkommission

halfen natürlich mit.

es wurde geputzt, geölt, montiert,

geflickt und gepumpt und so

manch positives echo wurde vernommen

wie zum Beispiel der Kommentar

eines Besuchers: «endlich weiss

ich selber, wie ich meinen platten

Reifen flicken kann, wenn ihm das

nächste Mal auf einer Velotour die

luft ausgeht!».

Vor allem auch junge Genossenschafter/innen

fanden es lässig, selber

an ihrem Velo werkeln zu dürfen,

und sie waren stolz über das Resultat,

wenn sie ihre erste Runde drehten.

Der in früheren Jahren verlangte

Unkostenbeitrag für die Reparatur

fotos: Doris furrer

fiel dieses Jahr weg, lediglich die für

die Reparatur benötigten ersatzteile

mussten bezahlt werden.

Trotz der hohen Besucherzahl

kam es zu keinen engpässen, und wer

nicht flicken, sondern einfach sonst

dem Geschehen beiwohnen wollte,

konnte sich mit Kuchen, Getränken

und Kaffee verpflegen.

Auch das Wetter spielte mit, so

dass es ein rundum gelungener Anlass

war und er im nächsten Jahr wieder in

dieser Art durchgeführt werden wird.

Wir wünschen allen eine gute

und sichere Velosaison!

Der Flohmarkt

fiel ins Wasser

Der diesjährige flohmarkt fiel buchstäblich

ins Wasser. Am Samstag,

12. Mai 2012 regnete es schon beim

Aufstellen der Stände in Strömen, und

ausser zwei oder drei ganz mutigen Genossenschafter/innen

kamen auch die

angemeldeten flohmi-Verkäuferinnen

nicht auf den Platz.

Und da keine Wetterbesserung

in Sicht war, musste der flohmarkt

definitiv abgesagt werden. Bei den

Angemeldeten war viel Verständnis

vorhanden.

Die freizeitkommission prüft

nun allfällige Schlechtwettervarianten.

Die Turnhalle kommt wegen ihrem

Spezial-Bodenbelag leider nicht

in frage. Wenn Sie eine Idee haben,

mailen Sie uns diese doch an freizeit@fgzzh.ch.

Wir hoffen sehr auf

mehr Wetterglück im nächsten Jahr.

freizeitkommissionfGZ

Der flohmarktplatz – Schulhausplatz Borrweg – am 12. Mai 2012 gegen Mittag.

54 AnläSSe

Thema 55


Kunst im friesenberg

Tausend Arbeitsstunden

für ein Instrument


Martin Hillmann baut und repariert Kontrabässe und Celli


Gruppe «Kunst im friesenberg»

Martin Hillmanns Werkstatt-Atelier bei

der Bushaltestelle im Hagacker kennt

man im Quartier gut. Dort werden

Bassgeigen gebaut und repariert.

Der Raum ist hell. ein weisses Tuch

bedeckt den Arbeitstisch. Mehrere

Kontrabässe, zum Teil auch offene

oder unfertige Instrumente, sind gegen

die Wand gelehnt oder ruhen am

Boden. Werkzeuge und Bauteile sind

auf Wandgestellen und in Vitrinen

verräumt. Hier wird gearbeitet – mit

Sorgfalt und Behutsamkeit. es ist ruhig,

aber nicht still.

Martin arbeitet gerade an seinem

vierzehnten Kontrabass. Das

Holz stammt von teilweise über 200

Jahre alten Bäumen. Vom Baumstamm

bis zum fertigen Instrument ist es ein

langer Weg. Mehr als 70 Teile müssen

präzis ge schnitten, gehobelt, geschlichtet,

glatt gerieben und gefeilt

werden. Martin macht jeden Arbeitsschritt

von Hand.

Rund tausend Arbeitsstunden

braucht er für ein fertiges Instrument.

Diese Arbeit verlangt viel handwerkliches

Können, Konzentration und Geduld.

Im Gegenzug kann ein Kontrabass

aber auch alt, sogar Jahrhunderte

alt werden:

«er ist aus trockenem Holz,

und wenn man es lieb

in die Hände nimmt,

erwärmt es den Raum,

ohne dass man es

anzünden muss,

Jahrhunderte lang.»

Während es für den Geigenbau

genaue Anweisungen gibt, steht nirgendwo

geschrieben, wie gross, wie

dick, wie lang und aus welchem Holz ein

Kontrabass sein muss. Sogar die Anzahl

Saiten ist nicht vorgeschrieben. Jedes Instrument

ist in seinen eigenschaften ein

Unikat und hat seine eigene Schwingung

und daher auch seinen eigenen Klang.

Die Kunst liegt darin, dass das fertige

Instrument zum Auftragsgeber, dem

Musiker, passt. Dabei setzt Martin seine

Intuition ein. Bevor er beginnt, hört

er dem Musiker genau zu, was er zu sa-

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KUnST IM fRIeSenBeRG 57

fotos: zVg


gen hat und wie er spielt und versucht

dann, das essentielle heraus zu spüren.

Beim Planen und Bauen lässt er

sich von diesem Kerngedanken leiten.

Auf diese Weise ist es ihm bis

jetzt immer gelungen, das passende

Instrument mit möglichst grossem

Klangspektrum für jeden seiner Musikerkunden

zu bauen:

«Ich zeichne und male

ein Wesen im Dunkeln,

und wenn es komplett ist,

wird das licht zum ersten Mal

mittels schwingenden Saiten

meine stimmliche Vision

den ohren offenbaren.»

Auch wenn das Instrumentenbauen

ein hohes Mass an Genauigkeit

und liebe zum Detail verlangt,

ist Martin ein quirliger Mensch, der

von lebenskraft sprudelt. er macht

auch selber Musik. Dichten und Malen

spielen ebenfalls eine wichtige

Rolle in seinem leben. Zudem ist er

ein begabter Geschichtenerzähler. es

ist kein Zufall, dass Martin Kontrabässe

und nicht Geigen baut. nach Vorschriften

zu arbeiten, ist nicht seine

Sache. er ist eigenwillig und will selber

bestimmen, wann und wie er etwas

tut. es ist ihm wichtig, seinen eigenen

Weg zu gehen und authentisch

zu bleiben. Seine Arbeit als Bassgeigenbauer

gibt ihm diesen künstlerischen

freiraum und ermöglicht ihm,

das einkommen für seine familie zu

verdienen.

In dieser Artikelserie – sie geniesst im fGZ-

Info Gastrecht – wird regelmässig eine

Person aus der Gruppe «Kunst im friesenberg»

porträtiert. Die Gruppe besteht aus

rund 20 Künstlerinnen und Künstlern aus

dem Quartier friesenberg.

Günstiger ins Theater – mit der

Membercard der Schauspielunion

Die Schauspielunion Zürich wird von

Genossenschafts- und Gewerkschaftssektionen

getragen. Ihr Ziel ist es, bei

den Mitgliedern dieser organisationen

das Interesse am Schauspiel zu fördern

und Ihnen vergünstigten Zutritt zu den

Aufführungen des Schauspielhauses

Zürich zu verschaffen. Während Jahrzehnten

wurde dieser Zweck mit der

Abgabe verbilligter Abonnements für

die Pfauenbühne verfolgt. Das Angebot

wurde mit einer neuen Vereinbarung

zwischen Schauspielunion und

Schauspielhaus organisatorisch den

geänderten Wünschen und Bedürfnissen

angepasst. Gewerkschafts- und

Genossenschaftsmitglieder kommen

jetzt über die SU-Membercard in beiden

Häusern des Schauspielhauses zu

attraktivem Theatergenuss.

Die SU-Membercard umfasst folgendes

Angebot:

– 10% ermässigung auf allen Vorstellungen

im Pfauen oder im Schiffbau

(ausgenommen sind Premieren,

Gastspiele, festspiele und Veranstaltungen,

die nicht vom Schauspielhaus

organisiert werden);

– dazu monatlich 2 bis 3 Vorstellungen

mit Rabatt von 20 bis 50 % (die

Information über diese Aktionsangebote

erfolgt auf dem Web, per

Post oder per e-newsletter).

– Die SU-Membercard gilt für die Besitzerin

oder den Besitzer der SU-

Membercard sowie eine allfällige

Begleitperson.

– Vorweisen der Karte an der Theaterkasse

genügt (eine online-Buchung

ist derzeit nicht möglich).

Mit der SU-Membercard geht alles

ganz einfach, und diese kostet für die

ganze Theatersaison 2012/13 nur

10 franken.

Informationen zur SU-Membercard

und zum aktuellen Programm des

Schauspielhauses gibt es auf der Website

www.schauspielunion.ch. Beachten

Sie auch das flugblatt mit Anmeldetalon

in Ihrem Briefkasten.

58 KUnST IM fRIeSenBeRG

AnGeBoT 59

foto: Matthias Horn


Wetterglück am ersten

Hagackerfest


Jugendliche rollen und skaten über die Strasse «Im Hagacker»


Von Martin leuenberger und Anne Büser

Eine abfallende Strasse, rollende Unterlagen

ohne Motor, viel Engagement und

Wetterglück – dies waren die Zutaten für

das erste Hagackerfest, das am Samstag,

21. April 2012 durchgeführt wurde.

Der Anlass ist einem Jugendlichen

zu verdanken, der mit der Idee vor

einem halben Jahr auf die Aufsuchende

Jugendarbeit friesenberg / Alt–Wiedikon

aus dem Gemeinschaftszentrum

Heuried zuging.

Aus seiner Idee, die Strasse Im

Hagacker für einen Tag autofrei zu

machen, entwickelte sich im laufe

Die Strasse als Piste für motorlose fahrzeuge aller Art, der

Pausenplatz des Schulhauses friesenberg als fest-, Spiel-

und fahrplatz – das war das Hagackerfest.

der Monate ein richtiges Quartierfest.

Das festzentrum war auf dem

Pausenplatz, auf dem der Skateshop

Rolladen ein Testzentrum einrichtete.

Unterstützt wurde die Idee von der

Schule am Uetliberg, von der Stadtpolizei,

der fGZ und dem Gemeinschaftszentrum

Heuried. Auf der gesperrten

Strasse wurde den ganzen

Tag gerollt, was das Zeug hält. In der

feuertonne lud ein feuerchen zum

Würste braten ein, auf der Halfpipe

versuchten sich auch die Jüngsten und

ein DJ legte erfrischenden Sound auf.

Im laufe des nachmittags wurden

verschiedene kleinere Contests

durchgeführt: Riesenslalom mit Trottinet

und Skateboard, die langsamste

Velofahrt, Slackline gehen etc. Alle

Teilnehmenden erhielten von der firma

Velofix auch nette Preise. Dank

des Samaritervereins Wiedikon mit

ihren beiden einsatzleuten wäre man

in einem notfall schnell zur Stelle gewesen.

Glücklicherweise gab es aber

keine nennenswerten Zwischenfälle.

Die Idee zu «Im Hagacker einen

Tag autofrei – für alles mit Rädern,

aber ohne Motor» ist im Herbst letzten

Jahres entstanden. Der 12-jährige

Jugendliche trat damit auf die Aufsuchende

Jugendarbeit zu. Als erstes

wurde bei der Stadtpolizei gemeinsam

die Bewilligung eingeholt. Die Jugendarbeit

unterstützte den Jugendlichen

im Suchen von Sponsoren, im Planen

von Abläufen, im Bilden eines organisationskomitees

und im Kontakt

mit beteiligten Institutionen. Der Jugendliche

lernte so, wie zermürbend

es sein kann, Sponsorengelder zu suchen,

doch auch wie erfolgreich: Die

fGZ, die Spross AG und das filmriss-

Unternehmen unterstützten das engagement

finanziell. Weiter lernte er

an verschiedenen Treffen, wie man

fremde Hilfe holen kann, wenn man

alleine nicht weiter kommt. Gerade für

den Transport von schweren Skateelementen

oder der von einem quartieransässigen

Bauern zur Verfügung

gestellten Strohballen.

Die Aufsuchende Jugendarbeit

ist nach einer Pilotphase seit Anfang

2012 ein festes Angebot des Gemeinschaftszentrums

Heuried. Gerade die

Begleitung von Jugendlichen bei der

Umsetzung von Ideen wie diesem

Strassenfest gehört zu ihren Kernaufgaben.

Dadurch werden Jugendliche

darin unterstützt, ihre Ideen zu verwirklichen

und an einer Sache dran

zu bleiben. Dies bewirkt bei den involvierten

Jugendlichen, neben dem

Stolz «etwas auf die Beine gestellt

zu haben», die Bildung von kultureller

Identität mit dem Quartier. Das

wiederum wirkt sich positiv auf die

entwicklung des gesamten Stadtteils

aus. Die Aufsuchende Jugendarbeit

unterstützt jedoch nicht nur

Jugendliche, sondern fungiert auch

als Ansprechspartnerin für erwach-

sene in Jugendfragen, als Vermittlerin

zwischen den lebenswelten von

Jugendlichen und erwachsenen oder

als vertrauliche Ansprechperson für

Jugendliche abseits der Schule oder

des elternhauses.

ob und in welcher form das Hagackerfest

ein zweites Mal stattfindet,

entscheiden also in erster linie

die beteiligten Jugendlichen.

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Strassenkunst unter dem Motto:

«Wir verschönern unsere Badi»


eine Aktion in der Badi Heuried der Aufsuchenden Jugendarbeit


Von Anne Büser

entgegen mancher Gerüchte im Quartier

schliesst die Badi Heuried diesen

Sommer ihre Türen nicht, sondern sie

kann ihre Besucher/innen sogar mit

neu gestalteten Wänden begrüssen.

Durch das Projekt «Street Art in der

Badi» wurden im Rahmen einer Verschönerungsaktion

an einem Wochenende

im frühsommer einige Wände in

der Heuried-Badi neu gestaltet.

Unter Anleitung der Aufsuchenden

Jugendarbeit friesenberg – Alt-Wiedikon

haben die Gewinner/innen des

Graffiti Contest des Jugendkulturtags

«AJAm 2011» ihre Werke vom Papier

auf die Wand übertragen. Die Zweitplatzierte

des Contest, eine 15-jährige

Jugendliche aus dem Quartier,

verewigte sich mit einer Skyline und

einem Schriftzug. Der Gewinner des

ersten Preises verschönerte die Wand

mit einem etwa zehn Meter breiten

grafischen Kunstwerk.

Gleichzeitig wurde, mit Hilfe der

Werkleiterin des GZ Heuried, eine weitere

Wand zum Thema «Unterwasser»

gestaltet. 13 Kinder, teilweise in Begleitung

ihrer familie, bemalten die

Wand mit farbenfrohen und fantasievollen

Motiven.

foto: zVg

Die Verschönerungsaktion konnte

dank der Zustimmung der IMMo der

Stadt Zürich und der Unterstützung

des Sportzentrums Heuried verwirklicht

werden. Sie hat allen Beteiligten

viel freude bereitet Die Möglichkeit

zur Mitgestaltung der Quartierbadi

stiess bei Gross und Klein auf

viel positive Resonanz.

Die legale Mitgestaltung von

(halb-) öffentlichen Räumen im Quartier

wird von der Aufsuchenden Jugendarbeit

gefördert und angeregt,

da durch die partizipative Mitwirkung

eine starke Verbundenheit zu

den objekten entsteht, was zur Verringerung

von Vandalismus führt. Darüber

hinaus kann auf diese Weise zusätzlicher

Raum für Kunst geschaffen

werden, welcher auch für jugendspezifische

Darstellungsformen genutzt

werden kann.

In der laufenden Sommersaison

können die Werke erstmals von allen

Besucherinnen und Besuchern bewundert

werden. Wer es diesen Sommer

nicht ins Heuried schafft, kann es auch

in der Wintersaison nachholen oder in

einer der weiteren Saisons bis 2015.

Im Herbst 2015 geht die Badi

Heuried dann wirklich zu, mindestens

vorübergehend. Während voraussichtlich

zwei Jahren soll die Sportanalage

durch einen neubau ersetzt werden.

Eine neue Sportanlage im Heuried

Die Architekten von eM2n – von ihnen

stammt auch die fGZ-Überbauung «Brombeeriweg»

– haben den von der Stadt Zürich

durchgeführten Architekturwettbewerb im

selektiven Verfahren für die neue Sport- und

freizeitanlage Heuried für sich entschieden.

Zur Teilnahme am Projektwettbewerb waren

12 Teams eingeladen worden.

Unter dem selben Dach sollen ein freibadbetrieb

und der eissport vereint werden.

Mit der neuen Sportanlage entstehe ein

neuer Quartierschwerpunkt, der ein gesamtstädtisches

Bedürfnis abdecke, heisst

es in der Mitteilung des Hochbaudepartements

der Stadt Zürich von ende Mai. Das

Projekt «Maoam» funktioniere für den eissport-

und Badebetrieb gleichermassen gut

und biete den eissportlerinnen und eisportlern

eine zeitgemässe und ansprechende

Infrastruktur, wird die Wahl des Siegerprojekts

begründet.

Das Hochbaudepartement lobt zudem die

einhaltung des Kostenrahmens von rund

70 Millionen franken sowie das «ausgereifte

energie- und Materialisierungskonzept».

Das siegreiche Architektenteam hat nun den

Auftrag, sein Projekt weiterzubearbeiten.

Das stadtzürcher Stimmvolk wird 2014 über

das 70-Millionen-Vorhaben abstimmen. Der

Beginn der Bauarbeiten ist im frühling 2015

geplant, so dass das neu gestaltete freibad

für die Badesaison 2017 zur Verfügung stehen

soll. Die eissportler werden sich bis im

September 2017 gedulden müssen. pd

62 QUARTIeR

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«Löwen» unterstützen die

Krankenstation Friesenberg


Der lions Club Zürich Waldegg hat 2011 drei

Projekte finanziert


Seit zwei Jahren unterstützt der lions

Club Zürich Waldegg regelmässig die

Krankenstation friesenberg.

Die lions treffen sich einerseits

zu Vorträgen, Besuchen von interessanten

orten und zum gemütlichen Zusammensein,

andererseits unterstützen sie

gemäss dem lions-Motto «We Serve»

Menschen und Gruppen, welche diese

Unterstützung brauchen. ein Prinzip dieser

«Activities» ist es, die Partner nicht

nur einmalig, sondern über längere Zeit

zu unterstützen. Dies geschieht nicht nur

durch finanzielle Spenden, sondern auch

durch persönliche aktive einsätze. So ergibt

sich auch eine gegenseitige persönliche

Beziehung.

Die Krankenstation friesenberg ist

eine solche Partnerin. 2011 waren es drei

Projekte, bei denen die «löwen» beteiligt

waren. Im reformierten Kirchgemeindehaus

friesenberg fand ein

Benefizkonzert mit Christian Jott Jenny

und dem Zürcher Kur und Bad orchester

statt. Unter dem Titel «Z’Abig

hät Züri en Zauber» spielten sie nostalgische

lieder. Der Anlass war sehr

gut besucht und nach dem Konzert

konnte der lions Club Zürich Waldegg

der Heimleiterin elisabeth eleta eine

schöne Kollekte für die Projekte der

Krankenstation überreichen.

Das zweite gemeinsame Projekt

ist das Kleintiergehege, in dem zwei

Meerschweinchen und zwei Zwergkaninchen

wohnen. Die fütterung der Tiere

ist Aufgabe der Bewohner/innen.

eine Person hat die Hauptverantwortung

übernommen und sorgt dafür,

dass die Tiere immer frisches Wasser

haben und dass das Heu nie ausgeht.

Das dritte Projekt war ein Zoobesuch.

Zehn Bewohner/innen, zehn

Rollstühle und zehn lions-Mitglieder

machten bei prächtigem Sommerwetter

einen Besuch im Zoo.

Die Bewohner/innen der Krankenstation

friesenberg können so immer

wieder vom engagement des lions-Club

profitieren. KSf

Das FGZ­Anergienetz an der

Bahnhofstrasse


Im Rahmen der Zürcher Umwelttage vom 1./2. Juni 2012

wurde die neue fGZ-Wärmeversorgung vorgestellt


Rund 30’000 Besucherinnen und Besucher

informierten sich an den diesjährigen Zürcher

Umwelttagen über das Thema nachhaltiges

Wohnen.

Besonderes Interesse fand die Sonderschau

«nachhaltig wohnen» bei der

Pestalozziwiese an der Bahnhofstrasse

mit einer vielfältigen Wohnlandschaft,

präsentiert von städtischen ämtern

und Wohnbaugenossenschaften.

ein Teil dieser Wohnlandschaft (das

«Wohnzimmer») war dem Thema

Anergie und Vernetzung gewidmet.

Mitglieder der fGZ-energiegruppe –

unterstützt von Amstein+Walthert – erklärten

inte ressierten Besucher/innen

das Prinzip der sich im Bau befindlichen

neuen fGZ-Wärmeversorgung.

Josef Köpfli (links) und Matthias Kolb

von A+W (Mitte) im Gespräch mit

einem interessierten Besucher am

Anergie-Stand der fGZ.

64 QUARTIeR

AnläSSe 65

foto: Alex Buschor


66

Siedlung Arbental, 14. April 2012

Impressum

FGZ­INFO nr. 2/ 2012, Juli 2012,

Ausgabe nr. 153

erscheint 3 bis 4-mal jährlich

Herausgeberin

familienheim-Genossenschaft Zürich fGZ,

Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich

Tel: 044 456 15 00, fax: 044 456 15 15,

verwaltung@fgzzh.ch, www.fgzzh.ch

Auflage

2500 (wird gratis an alle

fGZ-Haushaltungen verteilt)

Mitarbeit an dieser Nummer

Walter Baumann, Sabina Bobst, Anne Büser,

Renate Gerlach, Gruppe «Kunst im friesenberg»,

franz Jegher, Josef Köpfli (kö), Peter

W. Küng, Martin leuenberger, natascha

Maurer, Johannes Marx (jm), Rolf obrecht,

Presse dienste (pd), Vreni Püntener, Berna-

dette Schniepp, Alfons Sonder egger (so.),

Ursula Tissot

Kommission für Öffentlichkeitsarbeit

Alfons Sonderegger (Vorsitz), Josef Köpfli,

Johannes Marx (Kommunikationsbeauftragter

fGZ) und Ursula Müller

Druck

Uetli-Druck AG, Hegianwandweg 75,

8045 Zürich

Das nächste fGZ-Info erscheint

im September 2012

Gedruckt auf «Cyclus Print»,

100% Recyclingpapier, ausgezeichnet

mit dem «Blauen engel».

Adressen und Öffnungszeiten

Geschäftsstelle

Schweighofstrasse 193

Montag bis freitag, 7.45 - 11.45 Uhr,

nachmittags geschlossen

FGZ­Sozialberatung

Schweighofstrasse 207

Montag und freitag

9 – 12 und 13.30 – 17 Uhr

Mittwoch 10 – 12 und 13.30 – 19 Uhr

Telefonische Anmeldung bei

Markus Hofstetter, Tel. 044 462 28 22

FGZ­Alterstreffpunkt

Arbentalstrasse 323

Montag bis freitag 8.15 – 12 Uhr

Montag (Teenachmittag)14 – 16.30 Uhr

Telefon 044 456 15 45

Sprechstunden

Mit Präsident Alfons Sonderegger

oder mit Geschäftsleiter Rolf obrecht

lässt sich ein Termin für ein persönliche

Besprechung vereinbaren –

mit einem Telefon an die Verwaltung,

Tel. 044 456 15 00 .

Pikettdienst Regiebetrieb

(für notfälle): Tel. 079 635 94 09

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