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Web 2.0 im Marketing von KMU: Chancen und Risiken

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Web 2.0 im Marketing von KMU:

Chancen und Risiken

Studierende: betreuende Lehrkraft:

Brigitte Lohr OStR Gudrun Randt

Martin Schulz

Patrick Schwab

Heiko Bohlender Fachschule für Wirtschaft in Hanau

Schuljahr 2008/2009


1. Einleitung ....................................................................................................... 4

1.1 Projektauftrag ..................................................................................................... 4

1.2 Projektverlauf ..................................................................................................... 4

1.3 Intention der Befragung als Grundlage des Projektes Web 2.0........................... 6

2. Web 2.0: „Was ist das und was kann es sein?“.............................................. 7

2.1 Definition des Begriffs KMU................................................................................ 8

2.2 Bedeutung von Web 2.0 für KMU ....................................................................... 9

3. Ausgewählte Web 2.0-Elemente.................................................................. 11

3.1 Social Networks: „Die Welt wächst zusammen“.................................................11

3.1.1 Virales Marketing in Hinblick auf kommerzielle Communities ................... 11

3.1.2 Implementieren einer eigenen Community.................................................... 12

3.2 Wikis: „Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen“..................................................13

3.2.1 Nutzen von Wikis .......................................................................................... 13

3.2.2 Einsatzmöglichkeiten von Wikis ................................................................... 13

3.2.3 Nachteile von Wikis....................................................................................... 14

3.2.4 Tipps für die richtige Nutzung....................................................................... 14

3.3 Bewertungsportale: „Wir sparen uns den Fachmann“ ........................................15

3.3.1 Arten der Bewertungsportale ......................................................................... 15

3.3.2 Positive und negative Aspekte....................................................................... 15

3.3.3 Anreiz zur Teilnahme an Bewertungsportalen .............................................. 15

3.3.4 Unterschiede der Bewertungssysteme ........................................................... 16

3.3.5 Bedeutung von Bewertungen......................................................................... 16

3.3.6 Auswirkungen von Bewertungen................................................................... 16

3.4 Blogs: „Ich hab was zu sagen“...........................................................................17

3.4.1 Arten von Blogs ............................................................................................. 17

3.4.2 Einsatzmöglichkeiten von Blogs ................................................................... 18

3.4.3 Vor- und Nachteile von Blogs ....................................................................... 18

3.4.4 Twitter als neues Kommunikationsinstrument .............................................. 19

4. Schülerbefragung Auswertung in Verbindung mit Web 2.0.......................... 21

4.1 Wer befragt wurde .............................................................................................21

4.1.1 Altersstruktur ................................................................................................. 21

4.1.2 Geschlechterverteilung und Schulbildung ..................................................... 22

4.1.3 Art des Internetzuganges ............................................................................... 24

4.2 Verhalten der Befragten im Internet...................................................................25

4.2.1 Häufigkeit der Internetnutzung...................................................................... 25

4.2.2 Aktive/ passive Internetnutzung .................................................................... 26

4.2.3 Zukünftige Internetnutzung ........................................................................... 28

4.2.4 Beziehung zwischen Häufigkeit der Internetnutzung und der Art des

Internetzuganges ..................................................................................................... 29

4.2.5 Gründe der Internetnutzung........................................................................... 31

4.2.6 Das Einholen von Informationen vor einer Kaufentscheidung im Internet... 33


4.2.7 Bedeutung von Test- und Erfahrungsberichten ............................................. 34

4.2.8 Nutzung von „Social Software“..................................................................... 35

4.2.9 Datensicherheit .............................................................................................. 36

4.2.10 Besitz einer eigenen Homepage oder eines Blogs ....................................... 37

4.2.11 Bekanntheit von Web 2.0............................................................................. 39

5. Praktische Beispiele für Einsatz von Web 2.0.............................................. 41

6. Resümee...................................................................................................... 45

7. Literaturverzeichnis ...................................................................................... 46

8. Anhang......................................................................................................... 48

8.1 Erhebungsplan ..................................................................................................48

8.2 Fragebogen zu Web 2.0 ....................................................................................49

8.3 Zu den Grafiken gehörende Tabellen ................................................................51

3


1. Einleitung

Im Rahmen der Weiterbildung zum „staatlich geprüften Betriebswirt“ ist von den

Studierenden in ihrem Schwerpunktfach Marketing/Controlling eine Projektarbeit zu

erstellen. In diesem Schuljahr hat sich das Marketing-Team entschieden, das

Phänomen Web 2.0 zu behandeln.

Eine Kooperation mit einem Unternehmen war zu diesem Thema leider nicht möglich,

da kein passendes Unternehmen gefunden wurde. Die Ergebnisse des Projekts sollen

über die Zeitschrift der Industrie- und Handelskammer veröffentlicht werden.

1.1 Projektauftrag

Projekt im Fachschwerpunkt Marketing Schuljahr 2008/2009

Web 2.0 im Marketing von KMU: Chancen und Risiken.

Die Studierenden im Fachschwerpunkt Marketing erarbeiten eine Studie zu Web 2.0.

Hierbei gehen sie insbesondere auf die Risiken und Chancen des Web 2.0 für KMU

ein, dazu werden die gebräuchlichsten active-value-Elemente zusammengestellt und

auf ihre Eignung für kleine und mittlere Unternehmen hin untersucht und bewertet.

Im Rahmen dieser Studie führen die Studierenden auch eine Befragung in allen

Schulformen der Kaufmännischen Schulen Hanau zum Thema Web 2.0 durch. Diese

Befragung soll den Kenntnisstand bzw. das Nutzungsverhalten der Schüler als

potentielle Zielgruppe offen legen.

Den Abschluss des Projekts bildet eine Info-Veranstaltung an den Kaufmännischen

Schulen, bei der die Ergebnisse der Studie vorgetragen werden. Diese Veranstaltung

richtet sich an Schüler, Lehrkräfte, IHK und Unternehmen.

1.2 Projektverlauf

Im September 2008 legten wir grob die Richtung unseres Projektes fest. Es sollte sich

mit dem Thema „web2.0“ beschäftigen. Nachdem wir das Thema festgelegt hatten,

sammelten wir Quellen und Informationsmaterial, um uns einen ersten Überblick über

das Thema zu verschaffen.

Danach galt es eine geeignete Aufgabenstellung festzulegen, um das sehr

umfangreiche Thema etwas einzugrenzen.

Daher ermittelten wir mit Hilfe eines Brainstormings die Fragestellungen, die uns für

unser Projekt am wichtigsten erschienen. Wir ermittelten acht Vorschläge, die wir

anschließend gewichteten.

So konnten wir Im November 2008 dann einen Projektauftrag formulieren. Wir wollten

eine Studie zu „web2.0“ erarbeiten, die insbesondere auf die Chancen und Risiken des

„web2.0“ für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eingeht.

In Bezug auf diese Studie kamen wir zu der Ansicht, dass eine Schülerbefragung an

den Kaufmännischen Schulen in Hanau zum Thema „web2.0“ sinnvoll wäre, um den

Kenntnisstand bzw. das Nutzungsverhalten der Schüler zu erfragen. Diese Befragung

könnte für das Projekt hilfreich sein, um den Unternehmen die neue potenzielle

Zielgruppe vorstellen zu können.

4


Außerdem sollte eine Informationsveranstaltung an den Kaufmännischen Schulen in

Hanau am Ende des Projekts stehen, die sich an Mitschüler, Lehrkräfte, die

ortsansässige Industrie- und Handelskammer und interessierte Unternehmen richtet,

um das Projekt abzurunden.

Den November und Dezember nutzten wir, um den Fragebogen für die Schülerbefragung

zu erstellen. Es galt zu ermitteln, welche Informationen wir von den Schülern

erhalten wollen und was uns für unser Projekt wichtig erscheint. Wir legten die

Programmfragen fest und überlegten uns Hypothesen, welche Antworten wir wohl

erhalten könnten. Dann formulierten wir die Sachfragen, wobei wir hierbei prüfen

mussten, ob diese geeignet sind, um unsere Hypothesen beantwortet zu bekommen.

Der Umfang respektive die Zusammensetzung der Stichprobe musste festgelegt und

das Datum gesetzt werden, wann die Befragung durchgeführt werden sollte.

Im Januar 2009 stellten wir den Fragebogen fertig und Anfang Februar 2009 begannen

wir mit der Befragung der Schüler.

Nach der Befragung wurden die Fragen codiert und in SPSS eingegeben.

Nun begann die Phase der Auswertungen. Wir mussten festlegen, was genau wir auf

der Grundlage der Befragung untersuchen wollten. Wir wollten unter anderem den

Kenntnisstand bezüglich „web2.0und die Definitionen hierzu erforschen. Außerdem

interessierte uns das Verhalten der Zielgruppe im Internet. Daher erstellten wir

Statistiken bezüglich

• des Alters und des Geschlechts

• des Schulabschlusses

• welche Art von Internetzugang die Schüler haben

• die Häufigkeit der Nutzung und welche Seiten die Schüler nutzen

• den Kenntnisstand von Web 2.0 und die Definitionen

• den Kenntnisstand und die Nutzung von „Social Software“

• ob sich die Schüler vor einem Kauf im Internet informieren

• ob sie Wert auf Test- und Erfahrungsberichte legen

• für wie sicher sie „Communities“ halten

• ob sie Firmenseiten besuchen

• ob sie eigene Homepages oder Blogs betreiben

Diese Auswertungen sind ein Teil unseres Projektes.

Zum anderen werden wir versuchen, den Begriff Web 2.0 zu definieren und anhand

von Beispielen darzustellen. Wir werden die Chancen und Risiken für KMU erläutern

mit Hilfe von Fallbeispielen ausgewählter Unternehmen. Im Mai 2009 werden wir die

Informationsveranstaltung vorbereiten und am 16.06.2009 unser Projekt vorstellen.

Ziel dieses Projektes ist es, die gebräuchlichsten Elemente von Web 2.0 darzustellen

und auf ihre Eignung für KMU hin zu untersuchen und zu bewerten.

5


1.3 Intention der Befragung als Grundlage des Projektes Web

2.0

Mit der Schülerbefragung zum Thema Web 2.0 wollten wir nicht nur die Kenntnis des

Begriffes an sich in Erfahrung bringen, sondern auch das Nutzungsverhalten der

Schüler/innen bezüglich ihrer Internetaktivitäten.

Eine Grundlage unseres Projektes ist das Ergebnis einer veröffentlichen Studie des „E-

Commerce-Center Handel am Institut für Handelsforschung“, welche zu dem Ergebnis

kommt, dass bei den KMU bezüglich Web 2.0-Instrumenten Nachholbedarf besteht.

Einige Ergebnisse der Studie werden in einem späteren Kapitel angesprochen.

Wichtig für uns war es nun zu erfahren, wie die potenziellen Kunden das Phänomen

Web 2.0 einschätzen. Die grundlegende Einschätzung der KMU ist laut der erwähnten

Studie eher verhalten, aber wie nutzen die potenziellen Kunden das Internet, legen sie

Wert auf diese Instrumente und wie sieht die Zukunft diesbezüglich aus?

Aufgrund der Auswertung des Fragebogens kommen wir zu dem Ergebnis, dass ein

Großteil der Befragten (über 70 %) bereits fleißig Web 2.0-Elemente nutzt, jedoch mit

dem Begriff an sich wenig anfangen kann (74 % kennen den Begriff nicht). Um die

Firmenpräsenz im Internet weiter attraktiv halten zu können, empfiehlt es sich auch für

KMU, Web 2.0-Elemente zu implementieren. Welche dieser von uns untersuchten

Elemente für KMU sinnvoll sind und von welchen man eher die Finger lassen sollte,

wird in dem entsprechenden Kapitel über die Applikationen behandelt.

6


2. Web 2.0: „Was ist das und was kann es sein?“

In dem folgenden Kapitel wollen wir uns der Begrifflichkeit Web 2.0 widmen. Woher

stammt dieser Begriff, was verbirgt sich dahinter und wer hat ihn geprägt? Worin liegt

der eigentliche Unterschied zu web 1.0? Und was sind die Elemente des

Kunstbegriffs?

Um das Phänomen Web 2.0 verstehen zu können, bedarf es erst einmal einer näheren

Beleuchtung, woher der Begriff stammt. Eine Schlüsselrolle spielt dabei Tim O’Reilly,

seines Zeichen Gründer und CEO von O’Reilly Media Inc. und einer der führenden

Publizisten von Computerbüchern. 1

Das Konzept Web 2.0 begann mit einem Brainstorming zwischen O’Reilly und

MediaLive International. Dale Dougherty, Web-Pionier und Vizepräsident von O’Reilly,

merkte an, dass das Web nach der Dot-Com-Blase im Herbst 2001 nicht etwa

zusammengebrochen, sondern wichtiger als jemals zuvor sei. Interessante neue

Anwendungsmöglichkeiten und Seiten tauchten mit erstaunlicher Regelmäßigkeit auf

und die überlebenden Firmen schienen einige wichtige Elemente gemeinsam zu

haben. Daher kamen sie zu dem Ergebnis, dass der Dot-Com-Kollaps einen

Wendepunkt markiert hatte, und diese Dinge bezeichneten sie mit dem Schlagwort

Web 2.0. Kurz darauf initiierten sie die „Web 2.0 Konferenz“ im Jahr 2004 und stellten

ihre Ergebnisse vor.

Nun soll geklärt werden, was Web 1.0 - und was Web 2.0 - Elemente sind und vor

allem, wie sie sich voneinander unterscheiden. O’Reilly bietet dazu eine

Gegenüberstellung der entsprechenden Elemente: 2

web 1.0 Web 2.0

DoubleClick � Google AdSense

Ofoto � Flickr

Akamai � BitTorrent

mp3.com � Napster

Britannica Online � Wikipedia

personal websites � blogging

evite � upcoming.org and EVDB

domain name speculation � search engine optimization

page views � cost per click

screen scraping � web services

publishing � participation

content management systems � wikis

directories (taxonomy) � tagging ("folksonomy")

stickiness � syndication

Die Liste lässt sich beliebig erweitern. In unserem Projekt wollen wir auf die wichtigsten

und gängigsten Web 2.0- Elemente näher eingehen, gerade im Hinblick auf deren

Nutzen für kleine und mittlere Unternehmen. Um das Kunstkonstrukt in einem Satz

zusammenzufassen, lässt sich Folgendes festhalten: Web 2.0 ist ein mash-up bereits

bestehender Internetkomponenten, welche als Plattform genutzt werden, in der der

User aus seinem passiven Informationskonsum zu einem aktiven Bereitsteller von

Informationen interagierender Communities hervortritt.

1 Siehe http://www.oreillynet.com/pub/au/27, Stand: 04.05.2009

2 Siehe http://www.oreillynet.com/pub/a/oreilly/tim/news/2005/09/30/what-is-web-20.html, Stand:

04.05.2009

7


O’Reilly gibt folgende sieben Elemente als Checkliste, was er als „Kernkompetenzen

von Unternehmen im Web 2.0“ ansieht:

• Dienste, keine Paketsoftware, mit kosteneffizienter Skalierbarkeit

• Kontrolle über einzigartige, schwer nachzubildende Datenquellen, deren Wert

proportional zur Nutzungshäufigkeit steigt

• Vertrauen in Anwender als Mitentwickler

• Nutzung kollektiver Intelligenz

• Erreichen des „Long Tail” 1

• Erstellung von Software über die Grenzen einzelner Geräte hinaus

• Leichtgewichtige User Interfaces, Entwicklungs- und Geschäftsmodelle

Dabei legt er besonderen Wert darauf, dass es für die Unternehmen wichtiger sein

kann, hervorragende Leistungen in einem Bereich zu erzielen, als wenige kleine

Schritte in allen sieben. 2

2.1 Definition des Begriffs KMU

Zu Beginn soll kurz auf die Definition von KMU eingegangen werden, da die

Meinungen diesbezüglich auseinandergehen. Im Januar 2005 gab die EU eine

Definition für KMU heraus, die seitdem auch so genutzt wird.

Daher gelten folgende Kriterien:

Beschäftigtenzahl Umsatz oder Bilanzsumme

Mittlere Unternehmen bis 249 bis 50 Mio. bis 43 Mio.

Kleine Unternehmen bis 49 bis 10 Mio. bis 10 Mio.

Kleinstunternehmen bis 9 bis 2 Mio. bis 2 Mio.

Aufgrund dieser Einteilung sind mehr als 99 % der Unternehmen innerhalb der EU

kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten. Sie leisten daher einen

entscheidenden Beitrag zu Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und

Beschäftigung der jeweiligen Volkswirtschaften. 3

Abgesehen von den hard facts zeichnen sich KMU besonders durch ihre internen

Strukturen aus. Meist sind es Familienbetriebe, welche aufgrund ihrer Größe

vorwiegend regional tätig sind. Eine eigene Marketing-Abteilung ist oft nicht vorhanden,

daher obliegen sämtliche Marketing-Aktivitäten meist dem Inhaber. Durch die

Einbindung in das Tagesgeschäft werden strategische Entscheidungen bezüglich der

Marketing-Aktivitäten vernachlässigt.

1

“Long Tail Marketing” ist speziell auf die Vermarktung und den Verkauf von Nischenprodukten oder

selten nachgefragten Produkten ausgelegt.

2

http://www.oreillynet.com/pub/a/oreilly/tim/news/2005/09/30/what-is-web-20.html?page=5, Stand:

04.05.2009

3

www.ifm.uni-mannheim.de/unter/faq/kmu_definition.html, Stand: 05.05.2009

8


2.2 Bedeutung von Web 2.0 für KMU

Web 2.0 spielt für KMU eine immer wichtiger werdende Rolle. Dies belegt die

Durchführung einer Studie des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG), die

vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Auftrag gegeben

wurde.

Diese Studie zeigt, dass lediglich 13,5 % der befragten Unternehmen Web 2.0-Dienste

und deren Anwendungen nicht kennen. Allerdings nutzt nur ein kleiner Teil der KMU

Web 2.0, wie folgende Statistik belegt: 1

Diese mangelnde Nutzung von Web 2.0-Elementen ist darauf zurückzuführen, dass die

KMU diesen eher eine geringere Bedeutung beimessen, bzw. in Web 2.0 auch Risiken

erkennen, was mehr als die Hälfte (58,2 %) der Unternehmen angaben. Lediglich 18,9

% stuften Web 2.0 als ungefährlich ein.

Die meist genannten Risiken waren Angst vor Datenmissbrauch, Scheinbewertungen

oder gezielten Fehlinformationen in Foren und Blogs. 2

1 Studie Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk – Ihre Erfahrungen und Wünsche

2008, Ergebnisse einer Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und

Technologie, Herausgeber: ECC Handel, 50858 Köln, Stand: Dezember 2008, S. 29f.

2 ebenda, S.31, Abb.16.

9


Die Studie des NEG beschäftigte sich auch mit den Zielsetzungen und dem Erfolg,

den Unternehmen sich vom Einsatz der Web 2.0-Anwendungen versprechen.

Nachfolgende Statistik zeigt, wie unterschiedlich die Ziele der einzelnen Unternehmen

gesetzt sind.

Über der Hälfte der befragten Unternehmen ist nach dieser Statistik die Gewinnung

von Informationen und die Steigerung der Bekanntheit am wichtigsten.

Allerdings bewerten sie die Erfolgsaussichten gegenüber der Bedeutung als geringer,

was darauf schließen lässt, dass die KMU der Nutzung von Web 2.0 immer noch sehr

skeptisch gegenüberstehen.

Umsatzsteigerung und Kosteneinsparung liegen bei den Zielen der KMU an letzter

Stelle, was darauf schließen lässt, dass diese Ziele und die damit verbundenen

Potenziale von Web 2.0 bei den kleinen und mittleren Unternehmen noch nicht

abgeschätzt werden können. 1

Obwohl die befragten KMU dem Thema Web 2.0 offensichtlich eher skeptisch

gegenüber stehen, zeigt auf der anderen Seite unsere Erhebung bei der potenziellen

Zielgruppe, dass diese aktiv Web 2.0-Elemente nutzen. Die logische Schlussfolgerung

ist daher, dass sich kein Unternehmen dem Phänomen Web 2.0 entziehen kann.

Vielmehr zeigt sich, dass es ratsam ist, diesen Trend nicht außer Acht zu lassen, da

man Web 2.0 nicht als Begrifflichkeit sehen sollte, sondern vielmehr als einen Prozess,

welcher sich stetig weiter entwickelt. Um den KMU Möglichkeiten zur Nutzung der

active-value-Elemente aufzuzeigen, werden wir in den folgenden Kapiteln die bis dato

populärsten Applikationen beschreiben und bewerten.

1 Studie Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk – Ihre Erfahrungen und Wünsche

2008, Ergebnisse einer Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und

Technologie, Herausgeber: ECC Handel, 50858 Köln, Stand: Dezember 2008, S. 30.

10


3. Ausgewählte Web 2.0-Elemente

Im Dickicht der Begrifflichkeiten und zunehmender Verschmelzung angeblicher und

definierter Web 2.0- Elemente nach O’Reilly wird es für den User zunehmend schwerer

sich zurechtzufinden. In unserer Projektarbeit wollen wir uns auf die populärsten Web

2.0 Applikationen nach O’Reilly beschränken, welche wir im Hinblick auf die Nutzung

durch KMU für interessant halten.

3.1 Social Networks: „Die Welt wächst zusammen“

Es gibt wohl immer weniger Internetnutzer, welche nicht in einem Social Network

vertreten sind. Die Bandbreite der Netzwerke ist enorm, dabei steht nicht immer das

Austauschen von Wissen zu einem bestimmten Thema im Vordergrund; auch Exoten

sind in diesem Metier zu finden. So ist zum Beispiel www.virtueller-tierfriedhof.de eine

Plattform, auf der der User sein Haustier virtuell bestatten und sich mit anderen

Nutzern über den Verlust des geliebten Hausfreundes austauschen kann. Generell

gesehen sind soziale Netzwerke virtuelle Einrichtungen, in der sich Individuen zu

einem Kollektiv gleicher Interessen zusammenschließen. Zu den wohl populärsten

kommerziellen Netzwerken gehören in Deutschland StudiVZ, Xing und wkw. 1

Um erfolgreich eine Community als stützendes Marketinginstrument zu

implementieren, bedarf es nicht den Launch einer kommerziell ausgelegten

Gemeinschaft, vielmehr ist darauf zu achten, ein zielgruppenspezifisches Umfeld zu

schaffen, um die Kunden weiterhin an das Unternehmen zu binden, auf die Belange

der Verbraucher einzugehen und von den Erfahrungen der Konsumenten zu

profitieren.

3.1.1 Virales Marketing in Hinblick auf kommerzielle Communities

Um erfolgreich am Markt bestehen zu können, reicht es aufgrund der Globalisierung

und des immer stärkeren Wettbewerbs nicht aus, sich allein auf traditionelle

Marketingkonzeptionen zu verlassen. Nicht zu unterschätzende Aspekte sind dabei die

Mundpropaganda und die Fülle von Forenbeiträgen, welche unmittelbar auf den

Geschäftsverlauf der Unternehmung einwirken. Erfahrungen, Lob, Kritik und

Verbesserungsvorschläge für verschiedenste Produkte werden in den Weiten des

Internets ausgiebig diskutiert. Hier zeigt sich, wie wichtig es für die betreffenden

Unternehmen ist, ein Kontrollorgan in das operative Geschäft mit einzubauen, um

etwaige Krisengefahren frühzeitig abzuwehren. Ein solches Instrument, was

Unternehmen dabei helfen soll, ihren guten Ruf auch in den endlosen Weiten des

World Wide Web zu verteidigen, ist das Monitoring.

Monitoring ist die gezielte automatisierte Überwachung des Unternehmensnamen,

Produkte und der relevanten Schlagworte. 2 Dabei wird der Inhalt sämtlicher Einträge

des Internets nach zuvor definierten Schlagworten gescannt, sodass das Unternehmen

frühzeitig Krisenherde erkennen und aktiv darauf einwirken kann.

Auf der anderen Seite bieten die kommerziellen Communities auch Chancen für die

KMU. Digitale Medien können einfach und schnell veröffentlicht und verwaltet werden,

so können Synergieeffekte entstehen, indem nicht nur die Werbebotschaft in die

Community gebracht wird, sondern durch Mundpropaganda und Empfehlungen weiter

1 http://de.woobby.com/result/show/2691-Die-bekanntesten-Communities-und-Social-Networking-Sites-

in-Deutschland, Stand: 05.05.2009

2 Web 2.0, Neue erfolgreiche Kommunikationsstrategien für kleine und mittlere Unternehmen, Hessen-

Media Band 57, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Wiesbaden 2007, S.40.

11


Kreise ziehen. Als Beispiel sei hier ein lustiger Werbespot genannt, welcher durch

gezielte Platzierung auf youtube.com einen wahren Hype auslösen kann. Zum einen

erhält man eine weitere Plattform abseits des traditionellen Mediums Fernsehen, um

seine Werbebotschaft zu proklamieren, zum anderen können die User dazu beitragen,

dass der Spot weiter verbreitet wird, indem sie andere User auf die Existenz dieser

Werbung hinweisen. Man spricht dabei von viralem Marketing. Allerdings ist dabei zu

beachten, dass ein Spot, welcher das Potenzial besitzt sich viral zu verbreiten, nicht

ganz billig ist. Die Produktionskosten liegen hierbei zwischen 20.000 – und 200.000

Euro. Ein weiterer Aspekt ist die Fülle an Videos, welche sich bei youtube.com

tummeln. Jede Stunde wird dort Material mit einer Spielzeit von neun Stunden

reingestellt, daher muss das selbstproduzierte Video so gut sein, dass es auch auffällt.

3.1.2 Implementieren einer eigenen Community

Für kleine und mittlere Unternehmen kann es durchaus interessant sein, eine eigene

Community zu bilden. Hier kommt es allerdings auf die Brache an, in der das

Unternehmen tätig ist. Es bringt zum Beispiel nichts, wenn die Unternehmung in einem

Segment tätig ist, welches sich nicht an den Endverbraucher richtet. So bleibt

festzuhalten, dass ein B2B-Unternehmen, welches sich z.B. auf den Maschinenbau

spezialisiert hat, nur wenig oder gar nichts mit einer Community anfangen kann.

Unternehmen, die in der FMCG-Branche oder auch Entertainment-Branche tätig sind,

können mit einer Community durchaus Erfolg haben. Wichtig ist jedoch das Produkt

oder die Marke, über die kommuniziert werden soll. Bietet man dem Kundenkreis einen

exklusiven Zugang zu einer Community, wertet man den Kunden auf, d.h. er fühlt sich

als etwas Besonderes, was dazu führt, dass er der Marke oder dem Produkt weiterhin

treu bleibt. In der Community sollte möglichst über ein gewisses firmenspezifisches

Thema diskutiert werden, um eine Verwässerung der Community zu vermeiden. Daher

bedarf es einer administrativen Überwachung, welche dafür sorgt, dass die

Kernthematik beibehalten wird. Dabei kann man als Eigentümer der Seite sogenannten

Top-Usern besondere Rechte einräumen, sodass diese die Überwachung der Einträge

und das Walten der User überwachen. Jedoch sollte auf eine firmeninterne

Überwachung nicht verzichtet werden. Über die Nutzungsmöglichkeiten der

Community sollte sich das Unternehmen genau im Klaren sein, welche features

eingebaut werden sollen und was nicht von Nöten ist, denn eine Einrichtung einer

Community ist nicht nur mit einem großen Verwaltungsakt verbunden, sondern

verursacht auch hohe Kosten für Einrichtung und Pflege, da jede Community speziell

auf die Belange des Unternehmens zugeschnitten werden muss. Man sollte sich auch

im Klaren sein, dass jede öffentlich zugängliche Community die Konkurrenz auf den

Plan ruft und durch fake-accounts die Möglichkeit hat, geplante Aktivitäten

auszuspähen.

Ratsam ist es, den Kosten- und Zeitfaktor dem Nutzen der Community gegenüber zu

stellen. Je größer die Anzahl der features auf der Web-Präsenz, desto größer ist die

Sorgfalt, die das Unternehmen walten lassen muss.

12


3.2 Wikis: „Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen“

Wikis sind nach dem hawaiianischen Ausdruck Wiki Wiki benannt, was so viel wie

„schnell“ bedeutet. Den Namen für dieses neue System vergab Ward Cunningham

1995, als er das erste Wiki entwickelte. Er war mit den üblichen Textverarbeitungsprogrammen

unzufrieden und suchte daher nach einer neuen Software. 1

Das wohl bekannteste Wiki ist Wikipedia.

Für einen normalen Internetnutzer, der meist nur als Leser im Internet agiert, dient

beispielweise Wikipedia nur als Informations- und Nachschlageplattform. Mit einem

vorhandenen Editor aber, einem Computerprogramm, mit dem ein User Daten im

Internet bearbeiten und erstellen kann, kann ein Internetnutzer ins Internet gestellte

Beiträge nicht nur lesen, sondern sie auch editieren, korrigieren und auch löschen.

3.2.1 Nutzen von Wikis

Daher dienen Wikis vor allen Dingen Personen, die zusammen an einem Projekt oder

an einem Text arbeiten. Die meisten Wikis stehen allen Nutzern offen, es gibt aber

auch Systeme, die einen Log-in oder einen Zugriffscode wünschen um etwaigem

Vandalismus vorzubeugen. Wikis können nicht nur für den Privatgebrauch genutzt

werden, denn auch viele große Unternehmen wie BMW, Airbus, Boeing, Bosch,

Deutsche Bank. DHL, Nokia, SAP und Siemens setzen Wikis ein. 2

Der Einsatz von Wikis hat den Vorteil, dass kollaboratives Arbeiten möglich ist, was

daher für ein Unternehmen sehr wertvoll sein kann. Was große Unternehmen nutzen,

ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) umsetzbar. Denn auch in KMU

schlummert ungeahntes Potenzial. Es ist nicht nur kostensparend sondern auch

sicherer, wenn der Zugriff durch Passwörter gesichert ist.

3.2.2 Einsatzmöglichkeiten von Wikis

Wikis können hauptsächlich intern eingesetzt werden, als sogenannte

Unternehmensplattformen. Nach einem Training und einer kurzen Einweisung der

Nutzer, können diese sich am Wiki beteiligen. Alle Mitarbeiter können daran

teilnehmen, es ist unkompliziert, einfach zu bedienen und es geht schnell. Wikis liegen

an einer zentralen Stelle und sind immer aktuell. Das Wissen und das Engagement der

Mitarbeiter kann so genutzt werden. Hierbei erhält jeder Angestellte die Möglichkeit,

sich aktiv am Unternehmensprozess zu beteiligen.

Ein möglicher Engpass in der Produktion kann durch Ratschläge und Tipps von

Mitarbeitern so schnell behoben werden. Viele Unternehmen sehen in Wikis Chancen,

mehr Ideen für Produkte oder den Produktionsprozesse zu erhalten. Ein Wiki kann

aber nicht nur als Wissensmanagement dienen, sondern kann auch als Projektdokumentation,

IT-Training oder zum E-Learning genutzt werden. Wikis können auch

extern eingesetzt werden. Auf einem Serviceportal können Kunden Wünsche und

Anregungen äußern, bezüglich Produkten, Preisen, Qualität, Lieferung und Service etc.

1 Web 2.0, Neue erfolgreiche Kommunikationsstrategien für kleine und mittlere Unternehmen, Hessen-

Media Band 57, Hess. Ministerium für Wirtschaft, Seite 66.

2 ebenda , S. 67

13


Sie liefern somit wichtige Informationen für ein Unternehmen. Als externer Einsatz ist

auch das Einstellen von Wikis zu nennen, und zwar für Unternehmen, die mehrere

Niederlassungen besitzen.

3.2.3 Nachteile von Wikis

Allerdings bieten Wikis nicht nur Chancen, sie können auch Risiken bergen.

Beschäftigen sich Mitarbeiter permanent mit der Eingabe von Beiträgen oder neigen

sie zu Überengagement, kann es dazu führen, dass die Arbeitsproduktivität nachlässt.

Es ist aber auch möglich, dass sich Mitarbeiter gar nicht oder nur kaum beteiligen.

Die Motivation einzelner Personen könnte sinken, wenn sie feststellen, dass ihre

Vorschläge nicht berücksichtigt werden. Die Wikis können von Beginn an schlecht

strukturiert sein oder aufgrund von übermäßig vielen Beiträgen überladen und

unübersichtlich wirken bzw. können auch dazu missbraucht werden, bewusst falsche

Aussagen einzustellen.

3.2.4 Tipps für die richtige Nutzung

Sollte sich ein KMU für den Einsatz von Wikis entscheiden, sollte es äußerst

strukturiert vorgehen. Ein Unternehmen sollte vorab planen, welche Wiki-Software im

Hinblick auf die technischen Voraussetzungen geeignet ist. Anschließend sollte ein

Unternehmen die Inhalte eines Wikis vorstrukturieren, bezüglich der Inhalte denn sie

dienen der ersten Orientierung. 1

Ein kollaboratives Arbeiten in Wikis ist nur möglich, wenn alle Mitarbeiter das gleiche

Ziel verfolgen. Daher ist es von Vorteil für Wikis eine Person zu benennen, welche für

die Qualität und Struktur verantwortlich ist. 2

1 Web 2.0, Neue erfolgreiche Kommunikationsstrategien für kleine und mittlere Unternehmen, Hessen-

Media Band 57, Hess. Ministerium für Wirtschaft, S. 80-82.

2 ebenda, S. 84f

14


3.3 Bewertungsportale: „Wir sparen uns den Fachmann“

Als Online-Bewertungen werden Texte und Einträge bezeichnet, die durch Internet-

Nutzer zur Einschätzung von Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen ins

Internet gestellt werden. Die abgegebenen Einschätzungen entstammen häufig aus

selbst gemachten Erfahrungen und dem Bedürfnis, sich anderen mitzuteilen. 1

Das Bewertungsportal bietet hierbei die nötige Plattform. Generell kann man zwischen

reinen Bewertungsportalen, wie z.B. Holiday Check, und Bewertungsportalen im

weiteren Sinn, wie z.B. Veröffentlichungen von Kunden- Rezensionen auf

Firmenseiten, unterscheiden.

3.3.1 Arten der Bewertungsportale

Reine Bewertungsportale sind häufig auf einzelne Branchen spezialisiert. So befasst

sich die Internetseite www.holidaycheck.de ausschließlich mit dem Thema Urlaub und

Tourismus. Diese Bewertungsportale sind von ihrem Grundverständnis her

unabhängig, werden jedoch durch Werbung finanziert. Werbung, die von jeweiligen

branchenzugehörigen Unternehmen gezielt eingesetzt wird.

Möglichkeiten zur Abgabe von Kunden-Rezensionen auf Firmenseiten hingegen

werden von den jeweiligen Firmen selbst geschaffen, indem sie dem Kunden nach

dem Kauf die Möglichkeit geben, eine Bewertung über das Produkt, den Service, die

Abwicklung usw. abgeben zu können. Da der Autor der Bewertung oder Rezension

sich mit einem „nick-name“ anmeldet, bleibt er gegenüber den anderen Nutzern

anonym. Er alleine bestimmt, wie seine Bewertung aussieht, und bleibt in seinen

Ausführungen relativ frei. Die Betreiber eines Bewertungsportals sind nicht für die

Richtigkeit der veröffentlichten Inhalte verantwortlich. Jedoch sind sie gesetzlich dazu

verpflichtet, rechts- und sittenwidrige Beiträge zu entfernen.

3.3.2 Positive und negative Aspekte

Die freie Gestaltung und die Anonymität sind sowohl positiv als auch negativ zu

bewerten. Zum einen werden durch diese Form der Bewertung auch die Nutzer

angeregt einen Beitrag zu schreiben, die ihre persönlichen Daten in Verbindung mit der

Veröffentlichung ihrer Meinung niemals preisgeben würden. Dies baut Barrieren ab und

schafft im Gesamtbild der Bewertungsportale eine gewisse Objektivität bezüglich der

Aussagekraft. Zum anderen ist es jedoch so, dass durch diese Freiheit auch bewusst

fingierte Bewertungen auf die Plattform kommen, um Unternehmen absichtlich und

ungerechtfertigt in einem negativen Licht dastehen zu lassen. Bewusst können aber

auch die Firmen eigene (künstliche) positive Bewertungen abgeben, die den

informationssuchenden Nutzer in die Irre führen.

3.3.3 Anreiz zur Teilnahme an Bewertungsportalen

Neben dem Bedürfnis, sich anderen mitzuteilen, werden die Nutzer meist noch von

einem weiteren Anreiz motiviert, möglichst sachliche Bewertungen abzugeben, z.B.

durch das Bonussystem, welches die Teilnehmer mit der Vergabe von Punkten für das

Schreiben von hilfreichen Berichten und Kommentaren sowie für die Abgabe von

1 vgl. http://www.bewertungsportale.de/bewertungsportale.html Stand 05.05.2009

15


Bewertungen zu anderen Berichten belohnt. Diese Punkte können dann bei den

Betreibern der Bewertungsportale gegen gestaffelte Geldbeträge eingelöst werden. 1

3.3.4 Unterschiede der Bewertungssysteme

Generell wird zwischen eindimensionalen Bewertungen und mehrdimensionalen

Bewertungen unterschieden. Bei der eindimensionalen Bewertung vergibt der Kunde

auf einer vorgegebenen Skala Bewertungspunkte als Gesamturteil über ein Produkt.

Der Durchschnitt aller abgegebenen Kundenbewertungen wird dann auf der jeweiligen

Produktdetailseite angezeigt.

Die mehrdimensionale Bewertung wird hingegen in verschiedenen Teilnoten

abgebildet. So setzt sich beispielsweise die Bewertung eines Hotels aus mehreren

Kategorien wie Freundlichkeit, Zimmerausstattung oder Frühstück zusammen. 2

Die mehrdimensionalen Bewertungssysteme bieten gegenüber den eindimensionalen

den Vorteil, dass durch die Unterkategorien auch differenzierte Betrachtungsmöglichkeiten

möglich sind. 3

3.3.5 Bedeutung von Bewertungen

Bewertungsportale und Erfahrungsberichte werden für die Konsumenten zunehmend

wichtiger. Gerade vor dem Kauf in Online-Shops scheint der Informationsbedarf über

Kundenbewertungen sehr hoch zu sein. Denn nach einer Studie der e-tailing group

verzichten nur etwa 2% der amerikanischen Online-Shop-Besucher auf

Produktbewertungen anderer Kunden vor dem Kauf.

Auch eine Umfrage der Internetagentur DMC bestätigt diesen Trend. Mehr als die

Hälfte der befragten deutschen Internetnutzer stufen Kundenbewertungen in Online-

Shops als wichtig bzw. sehr wichtig ein. 4

Begründet wird dieser Zuspruch sicherlich darin, dass die Nutzer den Bewertungen

eine hohe Glaubwürdigkeit zuordnen. Eine Tatsache, die sich auch die KMU zu Nutzen

machen können, indem sie Bewertungsportale ernst nehmen, Bewertungen, die sie

betreffen, filtern und auswerten, um Tendenzen der Verbraucherstimmung frühzeitig zu

erkennen und gegebenenfalls entgegenwirken zu können.

Mundpropaganda hat schon seit langer Zeit einen großen Stellenwert im Marketing.

Kundenbewertungen im Rahmen des Web 2.0 stellen eine weiterentwickelte Form

dieses “Instruments“ dar, dessen Auswirkungen sehr bedeutend sein können.

Die Möglichkeit für Unternehmen, schnell und kostengünstig an Informationen über

Meinungen und Stimmungen über sich, aber auch über den Wettbewerb zu kommen,

sind in hohem Maße gestiegen. Bewertungen können zu Werbung werden und

verbreiten sich rasant, nahezu ohne zusätzliche Werbekosten.

3.3.6 Auswirkungen von Bewertungen

Der Einfluss eines individuellen Autors einer solchen Bewertung darf hier nicht

unterschätzt werden, da dieser eine große Auswirkung auf die Kunden und Aktionäre

haben kann. Dies zeigt das folgende Beispiel:

1 ebenda

2 http://www.ecc-handel.de/kundenbewertungen_unterstuetzen.php Stand 05.05.2009

3 ebenda

4 ebenda

16


So bekam der Markenhersteller Apple die „Meinungsmacht“ des Internets erheblich zu

spüren, als sein Börsenwert um 2 Milliarden US-Dollar einbrach, nachdem die

Beschwerde eines einzigen Kunden auf einer Website eine ganze Welle negativer

Berichte nach sich zog. 1

Komplett beherrschen wird man dieses Medium nie können, dazu wirken viel zu viele

Einflüsse der einzelnen Autoren mit ein. Aber gerade die KMU sollten

Bewertungsportale für wichtig erachten und schnell auf Meinungsentwicklungen

reagieren, um sich langfristig auf dem Markt behaupten zu können.

3.4 Blogs: „Ich hab was zu sagen“

Ein Blog oder auch Weblog (Kombination aus aus world wide web und log) ist eine

bestimmte Form eines Tagebuchs. Blogs sind meist in „Ich-Form“ geschriebene

Einträge in chronologischer Reihenfolge.

Blogs dienen als Kommunikationsmittel, zum Austausch von Erfahrungen, Meinungen

und Gedanken. Der Herausgeber eines Blogs ist gleichzeitig der Autor und wird auch

als „Blogger“ bezeichnet. „Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als

„bloggen“ bezeichnet“. 2 Ein Blog wird häufig in Unternehmen in verschiedenen Anwendungen

genutzt und dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein Blog kommt z.B. in

folgenden Varianten vor:

3.4.1 Arten von Blogs

Wissens-Blog: Bei Knowledge-Weblogs haben Mitarbeiter eines Unternehmens die

Möglichkeit, ihr Wissen zu erfassen und anderen zur Verfügung zu stellen. Der

wesentliche Vorteil besteht darin, dass das Wissen nicht verpufft, sondern für andere

nutzbar gemacht wird.

Service-Blog: Das Unternehmen verfolgt mit dem Service-Blog das Ziel, mit dem

Verbraucher direkt in einen Dialog zu treten. Es ist eine sinnvolle Ergänzung zum CRM

(Customer Relationship Management). Für das Unternehmen bietet sich die

Möglichkeit, aus der Kritik der Verbraucher zu lernen. 3

Corporate-Blog: Bei dieser Art des Blogs bloggen Mitarbeiter aller Abteilungen sowie

die Geschäftsführung. Einen typischen Corporate-Blog betreibt das Unternehmen

Frosta. 4 Frosta möchte auf diese Weise offen, ehrlich und aus erster Hand über die

Marke Frosta berichten und gemeinsam über Themen aus dem Bereich Ernährung

diskutieren. Die Blogger kommen aus unterschiedlichen Abteilungen (z.B. Forschung &

Entwicklung, Produktion, Einkauf, Marketing usw.) Außerdem werden spannende

Einblicke in das Unternehmen gewährt und die Leser werden aufgefordert,

verschiedene Packungsentwürfe zu bewerten und ihren persönlichen Favoriten auszuwählen.

Es findet eine Interaktion statt und der Leser identifiziert sich mit dem

Produkt, vor allem, wenn es später vermarktet wird. 5

Krisen-Blog: Ein Krisenblog soll die Schieflage eines Unternehmens abdämpfen, z.B.

wenn Mitarbeiter streiken oder bei Produktfehlern bzw. Störungen im Unternehmen. 6

1 vgl. http://www.bewertungsportale.de/bewertungsportale.html, Stand 05.05.2009

2 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Blog

3 vgl. http://www.ecm-blogger.de/2008-02-03/wcm/der-einsatz-von-blogs-in-unternehmen/

4 vgl. http://blog.euroweb.de/fur-unternehmen-kommunikationsinstrument-blog/

5 vgl. http://www.frostablog.de/blog/blog-info

6 vgl. http://blog.euroweb.de/fur-unternehmen-kommunikationsinstrument-blog/

17


3.4.2 Einsatzmöglichkeiten von Blogs

Durch den Einsatz von Blogs haben Unternehmen die Möglichkeit, sich von der

Konkurrenz abzuheben. Diese Kommunikationsform versetzt Unternehmen in die

Lage, ständigen Kontakt zu Partnern und potenziellen Kunden zu halten. Einerseits

sind Blogs als interne Kommunikationsform nutzbar, weil sie dadurch einen

einheitlichen Wissensstand der Mitarbeiter gewährleisten. Hierbei ist es nicht

notwendig, sein Wissen per E-Mail an einzelne Mitarbeiter weiterzugeben, was

letztendlich sehr lästig und aufwändig ist, sondern das Wissen kann in einer internen

Datenbank gebündelt und für jeden zugänglich gemacht werden. 1 Andererseits kann

der Blog sich an Stakeholder wenden, die für das Unternehmen von großer Bedeutung

sind (z.B. Kunden, Lieferanten usw.).

Das Unternehmen kann die Zielgruppe dauerhaft und immer aktuell über Produkte

oder andere Themenbereiche informieren. Die Zielgruppe gibt Anregungen, Wünsche

und Kommentare in Form eines Feedbacks zurück an das Unternehmen.

3.4.3 Vor- und Nachteile von Blogs

Diese zielgruppengerichtete Kommunikation hat den Vorteil, dass z.B. Kunden über

ihre Erfahrungen mit den Produkten diskutieren, Verbesserungsvorschläge machen

und sogar direkt an der Produktentwicklung teilhaben können. Das schafft Vertrauen

und stellt einen direkten Bezug zu dem Unternehmen her. 2 Jedoch können Blogs, vor

allem zwischen Verbrauchern, auch zu großen Risiken für das Unternehmen führen.

Wenn es nämlich um Produktinformationen geht, traut man den Bloggern am meisten.

Sie sind meist die erste Adresse, wenn Konsumenten zu einem Produkt im Netz

recherchieren.„Für 63 % der Befragten sind andere Blogger die erste Adresse, wenn

es sich um Produktinformationen handelt“. Dies hat eine Studie von „Edelmann“

herausgefunden. Am Beispiel des amerikanischen Herstellers von Fahrradschlössern,

Kryptonite, zeigt sich dieser Sachverhalt: Ein Blogger hatte herausgefunden, dass man

Fahrradschlösser von diesem Hersteller mit einem einfachen Kugelschreiber knacken

konnte. Es gab Demonstrationsvideos, die auf den verschiedenen Blogs verbreitet

wurden. Die Geschichte wurde von der Presse aufgegriffen, was zu erheblichen

negativen Blogeinträgen führte. Das Unternehmen entschloss sich zu einer Austausch-

Aktion, was erhebliche Kosten verursachte. An diesem Beispiel lässt sich erkennen,

dass negative Blogeinträge erhebliche Schäden anrichten können. Anstatt die Blogger

zu kontaktieren, interessieren sich die wenigsten Unternehmen dafür, wie im Netz über

sie gesprochen wird. Generell lässt sich zu Blogs sagen: „Weblogs sind das Gegenteil

von Marketing“. Marketing zeichnet sich durch seine Perfektion aus, in Form von

Texten oder Fotos. Blogs leben von ihrer Natürlichkeit, und gerade kleine Fehler

machen einen Blog erst zu dem, was er ist. Tippfehler werden meistens verziehen bzw.

sie werden sogar erwartet. „Laut Weinberger gibt es nichts Langweiligeres als Weblogs

einer perfekten Person lesen zu müssen“. Weblogs sollen nicht perfekt, sondern

authentisch sein, im Gegensatz zum Marketing. 3

Für kleine und mittelständische Unternehmen haben Weblogs viele Vorteile, sind aber

auch mit gewissen Nachteilen verbunden.

Ein großer Vorteil ist die schnelle Information, da diese um ein Vielfaches früher als

z.B. in Büchern, Zeitschriften oder Zeitungen bereitgestellt werden kann. Diese

Informationen können zusätzlich mit Hilfe von RSS- Feeds durch den Nutzer abonniert

1 vgl. http://www.ecin.de/state-of-the-art/verzeichnis/

2 vgl. FAZ, Web 2.0 in Unternehmen: Schichtleiter-Blog statt Twitter vom 13.10.2008

3 vgl. FAZ, Blogs fordern die Unternehmen heraus vom 05.03.2006

18


und abgerufen werden. Der Empfänger der Feeds erhält eine Meldung, auch wenn er

keinen Internetbrowser geöffnet hat. Diese können umgehend darauf reagieren und

sich positiv oder negativ darüber äußern. Die Unternehmen haben dadurch die

Möglichkeit Gegenmaßnahmen zu ergreifen, falls Nutzer ein negatives Feedback

geben.

Ein weiterer Vorteil ist die kostengünstige Nutzung. Eine entsprechende Software ist

als Open Source im Internet frei erhältlich, die in Verbindung mit GPL (General Public

License) genutzt werden kann. Die GPL Lizenz kann auch für kommerzielle Zwecke

genutzt werden. Unternehmen benötigen lediglich einen eigenen oder angemieteten

Server. Die angewendete Software ist meist nicht nur kostengünstig, sondern auch

einfach zu bedienen und schnell zu erlernen. Die Nutzung von Weblogs ist quasi

überall und mit jedem gängigen Browser möglich. Theoretisch können Blogs von zu

Hause aus, vom Arbeitsplatz, in Unternehmen, auf Reisen oder auch per Mobiltelefon

genutzt werden. 1

Ein großer Nachteil von Weblogs besteht darin, dass Informationen, die nicht an die

Öffentlichkeit gelangen sollen, durch Blogger weitergegeben werden. Blogger

versuchen häufig ihre Meinung zu verteidigen und plaudern dadurch unbewusst

Betriebsgeheimnisse aus. Daher sollte sich die Nutzung an bestehenden Betriebsvereinbarungen

orientieren.

Ein weiterer Nachteil ist die schnelle Verbreitung von negativen Informationen. Am

Beispiel des Fahrradschlossherstellers Kryptonite wird klar: Es kann zu einem

negativen Image kommen, wenn mangelhafte Qualität an die Öffentlichkeit gerät.

Negative Beispiele verbreiten sich meist wie ein Lauffeuer im Netz, da Weblogs sehr

stark untereinander verlinkt bzw. vernetzt sind. 2

Als Zusammenfassung ergibt sich daraus, dass Weblogs für kleine und

mittelständische Unternehmen sehr sinnvoll sein können. Weblogs sind schnell,

kostengünstig und ohne großen Aufwand einzurichten. Als internes Wissensmanagement

ist es generell sehr sinnvoll Weblogs einzusetzen, da jeder einzelne

problemlos auf das Wissen eines anderen zugreifen kann. Weblogs fördern die interne

Kommunikation und die Informationsflüsse im Unternehmen lassen sich verbessern.

Um bestehende Kundenbeziehungen zu verbessern bzw. zu erhalten, sind Service-

Blogs auch sehr sinnvoll, da das Unternehmen besser und schneller auf

Kundenwünsche reagieren kann. In Blogs können Kunden direkt an Produktvorschlägen

oder Produktverbesserungen teilhaben. Der Kunde wird somit Teil der

Produktidee und kann sich besser damit identifizieren. Auch sind Blogs sinnvoll zum

Einsatz von Public Relations-Maßnahmen. Das Unternehmen kann die Öffentlichkeit

und speziell die Zielgruppen über aktuelle Unternehmensgeschehnisse informieren.

Als Nachteil ist die schnelle Verbreitung von Blogeinträgen zu werten. Wenn die

Gerüchteküche erst einmal brodelt, kann das Image eines Unternehmens stark

geschädigt werden. Das kann bis zur Insolvenz eines Unternehmens führen, wenn

nicht in Form eines Krisen-Blogs gegengesteuert wird.

3.4.4 Twitter als neues Kommunikationsinstrument

Ein neues Kommunikationsinstrument, welches unter Blogs einzuordnen ist, nennt sich

Twitter. Twitter ist quasi ein Kurzmitteilungs-Abo im Internet. Twittern hat sich sehr

schnell etabliert und weltweit nutzen über 6 Millionen Menschen bereits dieses

Medium. In den USA ist dieses jedoch weiter verbreitet als in Deutschland. Wer sich

bei www.twitter.com registriert und als Abonnent einen anderen Nutzer einträgt, erhält

regelmäßig kurze Nachrichten von diesem, um ständig auf dem Laufenden zu bleiben.

1 vgl. Web 2.0, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, ISBN: 978-3-939358-57-2

2 vgl. Web 2.0, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, ISBN: 978-3-939358-57-2

19


Die Maximallänge des Textes beträgt 140 Zeichen. 1 Unternehmen können dieses

Medium nutzen, indem sie ihre potenzielle Zielgruppe regelmäßig über Neuigkeiten

informieren. Zu den Vorreitern zählt der Versender Amazon, der über Twitter seinen

Kunden spezielle Angebote unterbreitet 2 . Dell nutzt Twitter um potenziellen Kunden

Sonderangebote unterbreiten zu können und hat dadurch laut eigenen Angaben in 18

Monaten eine Million US Dollar eingenommen. Auch wurden Produktveränderungen

vorgenommen, nachdem ein Kunde sich über Twitter beschwert hatte, weil bei Dells

Notebook „Mini 9“ die Tastatur zu eng gestellt war. Diese Beispiele verdeutlichen die

Kundennähe durch den Einsatz von Twitter als Marketinginstrument. 3 Da die Twitter-

Nutzer sehr kommunikationsfreudig sind, verbreiten sich in der Regel solche Angebote

sehr schnell. 4 Weitere Unternehmen, die Twitter einsetzen, sind Starbucks, Burger

King, T-Mobile und Spiegel Online. 5

Als Unternehmen sich für die Kommunikationsform Twitter zu entscheiden hat den

Vorteil, dass eine stärkere Kundenbindung möglich ist und eine direkte Ansprache der

Zielgruppe, mit geringen Streuverlusten. Nachteilig kann es jedoch für Unternehmen

sein, dass sich schlechte Nachrichten auch rasend schnell verbreiten können.

1 vgl. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,596618,00.html

2 vgl. Horizont, Werbegespräche mit 140 Zeichen vom 24.07.08

3 vgl. Die Zeit, Nr. 20, 07.05.2009, S.26.

4 vgl. Horizont, Werbegespräche mit 140 Zeichen vom 24.07.08

5 vgl. Horizont, Gezwitscher in Magenta vom 12.02.2009

20


4. Schülerbefragung Auswertung in Verbindung mit

Web 2.0

4.1 Wer befragt wurde

Im Rahmen unseres Projektauftrages, Web 2.0 im Marketing von KMU:

Chancen und Risiken haben wir uns entschlossen, 12 Klassen der Kaufmännischen

Schule Hanau, unterschiedlicher Schulformen (z.B. Berufsfachschule, Berufsschule,

Fachoberschule, Berufsgrundbildungsjahr) zu befragen. Durch die Zusammensetzung

wollten wir möglichst ein repräsentatives Ergebnis für die Zielgruppe „junge Nutzer“

erhalten. Insgesamt nahmen an der Befragung 221 Schüler teil.

4.1.1 Altersstruktur

Abbildung 1:

Prozent

30

20

10

0

Aufteilung nach Alter

Alter

5

Fehlend

4

16

23

17

24

18

18

19

10

20

Da es sich bei der Befragung um verschiedene Schulformen handelt, wollten wir

zunächst die Altersstruktur unserer Stichprobe feststellen. Der größte Anteil der

Schüler ist zwischen 17 und 18 Jahren alt, die nahezu die Hälfte der befragten Schüler

ausmachen. Die Anzahl der Schüler zwischen 22 und 24 Jahren beträgt nur knapp

über 5 %.

9

21

4

22

23

24

21


Abbildung 2:

Alter

weiblich

53%

Deskriptive Statistik

N Minimum Maximum Mittelwert Standardabweichung

209 16 24 18,65 1,66

Das Durchschnittsalter liegt bei 18,65 Jahren. Die Spannweite liegt zwischen 16 und

24 Jahren.

4.1.2 Geschlechterverteilung und Schulbildung

Die Geschlechterverteilung der Befragten ist annährend gleich verteilt, 53 % (= 117)

weiblich und 47 % (= 104) männlich, und spiegelt in etwa die Geschlechterverteilung

der Bevölkerung wieder. Der meistgenannte Schulabschluss war die mittlere Reife.

Abbildung 3:

Zusammensetzung der Befragten bezüglich ihres Schulabschlusses

(männlich)

männlich

47%

Hauptschulabschluss

30%

Realschulabschluss

49%

Abitur oder

Fachhochschulreife

21%

Um die Ergebnisse übersichtlicher zu gestalten, haben wir Schüler mit Abitur und

Fachhochschulreife zusammengefasst. Knapp ein Drittel der befragten männlichen

Personen hat bisher einen Hauptschulabschluss erreicht. Fast die Hälfte besitzt bis

dato einen Realschulabschluss und nur ein Fünftel hat Abitur oder die

Fachhochschulreife erlangt.

22


Zusammensetzung der Befragten bezüglich ihres Schulabschlusses

(weiblich)

männlich

47%

weiblich

53%

Hauptschulabschluss

22%

Realschulabschluss

56%

Abitur oder

Fachhochschulreife

22%

Die Zusammensetzung der weiblichen Befragten bezüglich des Schulabschlusses

ergibt ein ähnliches Bild. Wobei in der Grafik deutlich zu sehen ist, dass über die Hälfte

die mittlere Reife und nur 22 % einen Hauptschulabschluss besitzen. Abitur bzw.

Fachhochschulreife sind in beiden Gruppen gleich stark vertreten.

23


4.1.3 Art des Internetzuganges

Abbildung 4:

keinen Anschluss

2,7%

Breitband (DSL)

60,9%

Art des Internetzuganges

Modem

7,3%

ISDN

29,1%

Als nächstes untersuchten wir die Art des Internetzuganges und stellten fest, dass fast

2/3 aller befragten Schüler mit einem Breitband-Anschluss (DSL) in das Internet gehen.

Das Modem wird nur noch in wenigen Fällen (16 Schüler) als Internetzugang genutzt.

24


4.2 Verhalten der Befragten im Internet

Die weiteren Auswertungen gehen der Frage nach, wie sehr und wozu die Befragten

das Internet nutzen. Ist es bereits Teil ihres Alltags geworden? Welche Beweggründe

führen die Schüler/innen in das world wide web?

4.2.1 Häufigkeit der Internetnutzung

Die nächste Frage beschäftigte sich mit der Häufigkeit der Internetnutzung. Es stellte

sich heraus, dass der überwiegende Teil der Befragten täglich das Internet nutzen.

Abbildung 5:

Prozent

100

80

60

40

20

0

Gültig

Fehlend

Gesamt

Häufigkeit der Internetnutzung

86

täglich

58

13

33

mehrmals in d. Woche

9

max. 1x in der Woche

Dauer der täglichen Internetnutzung

weniger als eine Stunde

täglich

1 bis 3 Stunden täglich

länger als 3 Stunden

täglich

Gesamt

System

Häufigkeit

28 15,8

91 51,4

58 32,8

177 100,0

44

221

Geschlecht

Gültige

Prozente

männlich

weiblich

Nun wollten wir untersuchen, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede in der

Häufigkeit der Internetnutzung gibt. Zu beobachten ist, dass von den männlichen

Schülern 85,6 % täglich ins Internet gehen, der Anteil der Frauen beträgt hingegen nur

58,1 %. Ein Drittel der weiblichen Schüler nutzt das Internet mehrmalig in der Woche,

männliche Schüler gehen hingegen überwiegend täglich online.

Wir untersuchten nun bei dieser Gruppe, die das Internet täglich nutzen, wie lange sie

täglich im Netz sind.

25


Prozent

60

50

40

30

20

10

0

Dauer der täglichen Internetnutzung

16

w eniger als eine h

51

1 bis 3 Stunden tgl.

Dauer der täglichen Internetnutzung

33

länger als 3 Stunden

Wir fanden heraus, dass 84 % der täglichen Internetnutzer mindestens 1 Stunde im

Netz sind. Mehr als ein Viertel aller befragten Schüler gibt an, täglich länger als 3

Stunden online zu sein.

26


4.2.2 Aktive/ passive Internetnutzung

Für unser Thema Web 2.0 ist es nun wichtig zu wissen, ob die Schüler das Internet

eher aktiv oder passiv nutzen. Dabei untersuchten wir auch geschlechtsspezifische

Unterschiede.

Abbildung 6a):

Abbildung 6b):

passiv

76,9%

passiv

85,1%

Aktive oder passive Nutzung/männlich

Aktive oder passive Nutzung/weiblich

Beide Geschlechter nutzen das Internet zu einem hohen Prozentsatz passiv, anstatt

aktiv. Die aktive Nutzung ist bei den männlichen Schülern 8,2 Prozentpunkte höher als

bei den weiblichen.

Untersucht man die tägliche Dauer der Internetnutzung der aktiven Nutzer, fällt auf,

dass diese signifikant länger online sind als die passiven Nutzer. 1 Dies ist z.B. so zu

erklären, dass die Pflege eigener Seiten mehr Zeit in Anspruch nimmt als eine

überwiegend passive Inanspruchnahme der Angebote im Netz.

1 Der Wert des Chi-Quadrat-Tests liegt bei 0,048 und damit unter 5 %.

aktiv

23,1%

aktiv

14,9%

27


4.2.3 Zukünftige Internetnutzung

Da das Internet vermutlich in Zukunft eine wachsende Bedeutung haben wird, war es

nun wichtig zu wissen, wie die Schüler dies einschätzen und ob sich ihr Nutzungsverhalten

bezüglich der Häufigkeit ändern wird.

Abbildung 7:

Prozent

80

60

40

20

0

Zukünftige Internetnutzung

27

21

eher häufiger

66

67

gleich bleibend

7

12

eher seltener

Geschlecht

männlich

weiblich

Wir kamen bei der Befragung zu einem eindeutigen Ergebnis:

2/3 der männlichen und weiblichen Schüler geben an, das Internet in Zukunft

gleichbleibend zu nutzen. Die Anzahl derjenigen, die das Internet häufiger nutzen

werden, ist größer als derjenigen, die das Internet seltener nutzen werden.

Für die untersuchte Zielgruppe wird das Internet auch in Zukunft eine wichtige Rolle

spielen.

28


4.2.4 Beziehung zwischen Häufigkeit der Internetnutzung und der

Art des Internetzuganges

Für uns war es interessant in Erfahrung zu bringen, ob eine Beziehung zwischen der

Nutzung des Internets und der Art des Internetzuganges besteht.

Abbildung 8a):

Häufigkeit der Internetnutzung und Art des

Prozent

100

80

60

40

20

0

44

Chi-Quadrat nach

Pearson

Likelihood-Quotient

Zusammenhang

linear-mit-linear

59

täglich

Anzahl der gültigen Fälle

Internetzuganges

82

33

31

41

17

14

mehrmals pro Woche

Häufigkeit der Internetnutzung

Chi-Quadrat-Tests

Wert df

37,689 a

4 ,000

31,136 4 ,000

17,995 1 ,000

214

max 1 x in der Woche

Asymptotische

Signifikanz

(2-seitig)

a. 3 Zellen (33,3%) haben eine erwartete Häufigkeit kleiner 5. Die

minimale erwartete Häufigkeit ist ,67.

25

50

Art d. Internetzug.

Modem

ISDN

Breitband (DSL)

keinen Internetansch

Wir wollten Auffälligkeiten näher betrachten, indem wir mit Hilfe des Chi- Quadrat-Tests

untersuchten, ob es zwischen der Häufigkeit der Internetnutzung und Art des

Internetzuganges einen signifikanten Zusammenhang gibt.

Das Ergebnis belegt anhand der Werte der asymptotischen Signifikanz (>0,05): Es gibt

einen höchst signifikanten Zusammenhang zwischen den beiden Sachverhalten. Somit

sind Schüler mit einem schnelleren Internetzugang häufiger online. Außerdem lässt

sich anhand der Grafik erkennen, dass nur 33 % der Schüler ohne Internetanschluss

täglich online gehen. Die Prozentzahl bezieht sich jedoch insgesamt nur auf 6 Schüler,

die keinen Internetanschluss besitzen.

luss

29


Abbildung 8 b):

Absolute Werte

120

100

80

60

40

20

0

7

Modem

38

26

ISDN

110

Art des Internetzugangs

19

Breitband (DSL)

ohne Anschluss

Nutzungshäufigkeit

täglich

mehrmals pro Woche

höchstens einmal in

der Woche

Da der Anteil der Schüler ohne Internetanschluss insgesamt sehr gering ist, haben wir

die tatsächliche Anzahl in einer weiteren Grafik dargestellt, um die Ergebnisse besser

interpretieren zu können. Bei dieser Grafik wird noch einmal sehr deutlich, dass ein

großer Anteil, nämlich 110 Schüler, täglich mit einem Breiband-Anschluss (DSL) in das

Internet gehen.

30


4.2.5 Gründe der Internetnutzung

Unter Vorgabe von Antwortmöglichkeiten wollten wir herausfinden, welche Gründe es

für die befragten Schüler gibt, das Internet zu nutzen.

Abbildung 9:

Dow nload neuer Softw are

Sonstiges

E-Mail

Gründe der Internetnutzung

Informationen für Schule & Beruf

100%

90%

80%

70%

60%

50%

40%

30%

20%

10%

0%

Kommunikation

Informationen Privat

Einkaufen

Gründe der Internetnutzung- Mehrfachantworten möglich

Berufliche oder schulische Informationsbeschaffung als Nutzungsmotiv

Private Informationsbeschaffung als Nutzungsmotiv

Unterhaltung als Nutzungsmotiv

Online einkaufen als Nutzungsmotiv

Kommunikation mit anderen als Nutzungsmotiv

E-Mail-Dienste als Nutzungsgrund

Download von Software als Nutzungsgrund

Sonstige Nutzungsgründe

Unterhaltung

In der halboffenen Frage 8 des Fragebogens wollten wir die Nutzungsmotive der

Schüler herausfinden. Dabei haben wir mehrere Antwortmöglichkeiten vorgeschlagen.

Aufgrund der Mehrfachantworten ist eine Summierung der Prozentzahlen unzulässig.

Von den 221 befragten Schülern gaben knapp 90 % an, dass sie das Internet für die

Kommunikation nutzen, gefolgt von der Informationsbeschaffung mit 87 %. Lediglich 44

% gaben an, sie nutzen das Internet zum Einkaufen. E-Mail-Dienste, die private

N

31

190

155

182

98

197

169

104

30


Informationsbeschaffung sowie Unterhaltung wurden jeweils von ca. 80 % der

Befragten genannt. Das Nutzungsmotiv „Download neuer Software“ gab nur knapp die

Hälfte der Befragten an. Sonstige Nutzungsgründe als offener Fragebestandteil wurden

von 14 % genannt. Diese Gründe waren sehr unterschiedlich. Genannt wurden unter

anderem News, Pornos und Online-Banking.

Download neuer Software

Download neuer Software

Sonstiges

E-Mail

Sonstiges

E-Mail

Gründe der Internetnutzung männlich

Informationen für Schule & Beruf

100%

90%

80%

Informationen Privat

70%

60%

50%

40%

30%

20%

10%

0%

Unterhaltung

Kommunikation

Einkaufen

Gründe der Internetnutzung weiblich

Informationen für Schule & Beruf

100%

90%

80%

Informationen Privat

70%

60%

50%

40%

30%

20%

10%

0%

Unterhaltung

Kommunikation

Einkaufen

männlich weiblich

Berufliche oder schulische Informationsbeschaffung als

Nutzungsmotiv 86 104

Private Informationsbeschaffung als Nutzungsmotiv 75 80

Unterhaltung als Nutzungsmotiv 96 86

Online einkaufen als Nutzungsmotiv 55 43

Kommunikation mit anderen als Nutzungsmotiv 92 105

E-Mail-Dienste als Nutzungsgrund 78 91

Download von Software als Nutzungsgrund 72 32

Sonstige Nutzungsgründe 27 3

32


Bedeutende Unterschiede zwischen Schülern und Schülerinnen bezüglich der

Internetnutzung liegen in der Unterhaltung, dem online Einkaufen und dem Download

neuer Software. In allen Fällen überwiegt der Anteil der männlichen Nutzer. Die

restlichen Gesichtspunkte wie Kommunikation, Informationsbeschaffung und E-Mail

wurden von beiden Geschlechtern annährend gleich häufig genannt.

4.2.6 Das Einholen von Informationen vor einer Kaufentscheidung

im Internet

Eine weitere Frage beschäftigte sich mit dem Thema Kaufentscheidungen, dabei

wollten wir in Erfahrung bringen, ob sich die Befragten vor einer Kaufentscheidung im

Internet informieren.

Abbildung 10:

31,1%

Einholen von Informationen vor einer

Kaufentscheidung im Internet

10,5%

5,4%

18,3%

34,7%

(fast) immer häufig selten nie bei bestimmten Kaufentscheidungen

Wir konnten feststellen, dass sich 34,7 % der befragten Schüler vor einem Kauf häufig

im Internet informieren und 18,3 % fast immer Informationen einholen, bevor sie einen

Kauf tätigen. Dies macht immerhin einen Anteil von über 50 % der insgesamt befragten

Schüler aus.

Ein Anteil von 5,5 % der Schüler hat angegeben, dass sie sich nur bei bestimmten

Kaufentscheidungen wie Textilien, Urlaub, Auto oder Elektroware im Internet

informieren.

Lediglich 10,5 % legen keinen Wert auf Produktinformationen aus dem Internet bzw.

31,1 % eher selten.

33


4.2.7 Bedeutung von Test- und Erfahrungsberichten

Die nächste interessante Frage, die sich uns gestellt hat, war der Aspekt der Test- und

Erfahrungsberichte. Welche Bedeutung messen die befragten Schüler solcher

Hilfsmittel bei. Gerade in Bezug auf Blogs oder Bewertungsportale spielt dies eine

wichtige Rolle.

Abbildung 11:

Bedeutung von Test- und

Erfahrungsberichten im Internet

19%

57%

6%

nicht glaubwürdig kein Interesse

geringe Beeinflussung ist von Bedeutung

18%

Über die Hälfte der befragten Schüler geben an, sich bei ihrer Kaufentscheidung wenig

von Test- und Erfahrungsberichten im Internet beeinflussen zu lassen. Lediglich 18,7

der Befragten gehen vorher online und erkundigen sich über das Produkt und 6,4 %

halten die Testberichte im Internet für nicht glaubwürdig. Wir können anhand dieser

Statistik davon ausgehen, dass die Schüler noch keinen großen Wert auf Tests legen,

bevor sie ein Produkt kaufen.

Dieser Wert relativiert sich allerdings durch die Tatsache, dass der überwiegende

Anteil der befragten Schüler mit Ausnahme der Auszubildenden über kein geregeltes

Einkommen verfügt und sich ihre Käufe vor allem auf preiswertere convenience und

shopping goods beziehen dürften.

34


4.2.8 Nutzung von „Social Software“

In Bezug auf das Thema Web 2.0 wollten wir nun herausfinden, wie regelmäßig „Social

Software“ genutzt wird.

Abbildung 12 a):

Regelmäßige Nutzung von „Social Software“ (mindestens 1x pro Woche)

(Mehrfachantworten waren möglich)

wkw

facebook

SchülerVZ

70%

60%

50%

40%

30%

20%

10%

0%

Xing/OpenBC

StudiVZ

Das Onlineportal (www.wer-kennt-wen.de) liegt eindeutig im Fokus der Befragten, was

die Nutzung von „Social Software“ betrifft. Zwei Drittel der Befragten gab an, dieses

Portal mindestens einmal pro Woche zu besuchen. Jeweils ein Drittel bewegt sich

regelmäßig auf SchülerVZ respektive StudiVZ. Berücksichtigt man, dass es sich bei

den Befragten hauptsächlich um Berufsfachschüler bzw. Auszubildende im

kaufmännischen Sektor handelt, nutzen nur 2 % der Befragten das Business-Portal

(www.xing.de) regelmäßig, was sehr wahrscheinlich auf die mangelnde Bekanntheit

des Portals zurückzuführen ist.

35


4.2.9 Datensicherheit

Unter Berücksichtigung der vorherigen Frage war es für uns interessant in Erfahrung

zu bringen, für wie sicher die Befragten die Communities im Hinblick auf ihre privaten

Daten halten.

Abbildung 12 b):

Datensicherheit bei Communities

51%

18%

sicher ziemlich sicher nicht sicher

31%

Zur Datensicherheit bei Communities, wie z.B. StudiVZ, SchülerVZ oder wkw

haben sich 11 Schüler nicht geäußert. Von den restlichen 210 Befragten gaben über

die Hälfte an, diese Seiten für nicht sicher zu halten.

Aufgrund dieser Aussage können wir feststellen, dass über 63 % der 221 Befragten

wkw regelmäßig nutzen, obwohl sie diese Seite für nicht sicher halten.

Diese Aussage scheint den zukünftigen Trend zu bestätigen, dass der Nutzenfaktor bei

den Schülern stärker wiegt als die Angst vor Datenmissbrauch.

36


4.2.10 Besitz einer eigenen Homepage oder eines Blogs

Der nächste Punkt beschäftigte sich mit der Frage, ob die befragten Schüler einen

eigenen Blog oder Homepage betreiben und wie oft sie diese gegebenenfalls

aktualisieren.

Abbildung 13:

100

80

60

40

20

0

Besitz einer eignenen Homepage

oder eines Blogs

Besitz einer eigenen Homepage oder eines Blogs

11,8 %

ja nein

88,2 %

Lediglich 26 der 221 Schüler haben eine eigene Homepage oder einen eigenen Blog.

Dieses Ergebnis deckt sich mit der Erkenntnis, dass sich viele Schüler als passive

Internetnutzer sehen.

Von den 41 „aktiven“ Nutzern des Internets geben 36,6 % an, einen eigenen Blog oder

eine eigene Homepage eingerichtet zu haben.

37


Die folgende Grafik befasst sich mit der Aktualisierung und damit mit der Pflege der

eigenen Homepage bzw. des Blogs.

35

30

25

20

15

10

5

0

Aktualisierung der eigenen Homepage

15,4 %

23,1 %

34,6 %

26,9 %

(fast) täglich w öchentlich monatlich seltener

Von den 26 Schülern aktualisieren ca. 40 % ihre Seite häufig, 60 % tun dies allerdings

nur monatlich oder seltener.

38


4.2.11 Bekanntheit von Web 2.0

Eine weitere Frage galt der Bekanntheit von Web 2.0. In den vorherigen Fragen haben

wir bereits festgestellt, dass die befragten Schüler solche Applikationen nutzen, aber

kennen sie auch den Begriff, und was bringen sie mit dem Begriff in Verbindung?

Abbildung 14 a):

74%

Bekanntheit von web 2.0

8%

kenne ich habe ich schon gehört kenne ich nicht

18%

164 Schüler, also 74,2 % der Befragten kennen den Begriff Web 2.0 überhaupt nicht.

18,1 % der Schüler haben den Begriff schon einmal gehört und lediglich 7,7 % der

Schüler meinen, den Begriff zu kennen.

Welche Definitionen die Schüler mit dem Begriff Web 2.0 in Verbindung bringen, wird

in Abb. 14b beschrieben.

39


Abbildung 14 b):

ist ein neuer E-Mail-Dienst

bezeichnet neue aktive

Techniken und

Internetdienste

die interaktive Nutzung von

Internetseiten

die aktive Nutzung von "social

software"

die allgemeine Nutzung des

Internets

ist eine neue Software von

Microsoft

in Prozent

Assoziationen der Schüler zu Web 2.0

(Die Antwortmöglichkeiten wurden von uns vorgegeben)

9

10,4

13,4

14,9

23,9

40

28,4

0 5 10 15 20 25 30

Von den 57 Schülern, die angaben Web 2.0 zu kennen bzw. schon einmal davon

gehört zu haben, bezeichneten die meisten Schüler Web 2.0 als „neue aktive

Techniken und Internetdienste“, sowie als „interaktive Nutzung von Internetseiten“.

Lediglich neun Schüler beschrieben Web 2.0 als aktive Nutzung von „Social Software“.

Allerdings wurde der Begriff auch einem neuen E-Mail-Dienst, einer neuen Software

von Microsoft und der allgemeinen Nutzung des Internets zugeordnet. Anzumerken ist,

dass bei dieser Frage Mehrfachantworten zulässig waren. Von allen 221 Befragten

geben 32 Schüler mehr oder weniger zutreffende Erläuterungen für den Begriff Web

2.0. Das sind 14 % aller Befragten.

Auch wenn der Begriff Web 2.0 von wenigen Schülern zutreffend erläutert wird, zeigt

unsere Befragung, dass die Nutzung des Internets und der Web 2.0-Applikationen,

insbesondere der Communities, ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens

geworden ist. Die Zusammensetzung unserer Gruppe spricht dafür, dass die

Ergebnisse auf junge Menschen der betreffenden Altersgruppe in Deutschland

insgesamt übertragbar sind. Somit lässt sich behaupten, dass in der näheren Zukunft

die Bedeutung des Internets und von Web 2.0 steigen wird. Insofern können sich auch

KMU dieser Entwicklung nicht verschließen. Darüber hinaus konnten wir feststellen,

dass viele der Befragten einen offenen Umgang mit dem Medium Internet pflegen, sich

also sowohl dort selbst darstellen als auch dies gerne interaktiv nutzen. In diesem

Punkt unterscheiden sich die Heranwachsenden von älteren Generationen, für die das

Internet in erster Linie ein Informationsmedium darstellt. Dieses Potential lässt sich im

Marketing von Unternehmen nutzen, z.B. Kunden als Bewerter auf Bewertungsportalen,

als Ideengeber für neue Produkte oder Werbespots.


5. Praktische Beispiele für Einsatz von Web 2.0

Nachdem wir uns nun in erster Linie der Theorie gewidmet haben, möchten wir im

folgenden Kapitel einige Fallbeispiele von Unternehmen aufzeigen, welche bereits

erfolgreich Web 2.0-Elemente einsetzen. Dies geschieht häufig über Blogs,

Bewertungsportale oder auch in Kombination verschiedener Kommunikationsinstrumente.

Eine Vorreiterrolle in Bezug auf den Einsatz von Web 2.0-Elementen spielt der Frosta-

Blog.

Frosta hatte im Jahre 2003 das „Frosta-Reinheitsgebot“ eingeführt, d.h. Frosta

garantiert bei ihren Produkten den Verzicht auf jegliche Zusatzstoffe. Frosta geht sogar

soweit, dass sie einzelne Bestandteile (z.B. Gewürze) von Curry transparent machen

und dies bewusst auf ihrem Blog bereitstellen. Diese Transparenz ist Frosta wichtig,

macht das Reinheitsgebot glaubwürdig und für den Verbraucher nachvollziehbar.

Laut Torsten Matthias, Mitarbeiter des Frosta Blogs, ist das Bloggen eine neue Form

der Kommunikation mit dem Verbraucher. Die Blogs sollen authentisch wirken und

deshalb arbeitet Frosta nicht mit vorgefertigten Texten. Der Frosta-Blog ist ein

Corporate-Blog, der Mitarbeiter aller Abteilungen mit einbezieht (z.B. Forschung &

Entwicklung, Produktion, Marketing, Einkauf usw.) Außerdem deckt der Blog

verschiedene Themenbereiche rund um die Ernährung ab. Da sich heute jeder über

jedes Produkt im Internet informieren kann, auch über neutrale Bewertungen anderer

Konsumenten, wird es zunehmend wichtiger, dass man als Marke wirklich was zu

erzählen hat. 1

1 vgl. http://www.interview-blog.de/blogger/blogs-mussen-autentisch-sein-sonst-wird-es-uninteressantim-gesprach-mit-torsten-matthias-frosta-blog/

41


Ein weiteres interessantes Beispiel für den Einsatz von Web 2.0 Elementen, ist

„hessnatur“.

Beispiel: Bewertungsportal

Beispiel: Blog

42


Beispiel: Blog-Team

Das Unternehmen ist Marktführer auf dem Naturtextilmarkt im gesamten

deutschsprachigen Raum. Vertrieben werden die Produkte über den konventionellen

Versand per Katalog, den stationären Handel und durch E-Commerce (Online-Shop).

Das mittelständische Unternehmen bekennt sich zu eindeutigen sozialen und

ökologischen Bedingungen in Bezug auf Lieferanten und Partner. Die Ausbeutung von

Menschen und Ressourcen lehnt das Unternehmen strikt ab. Diese Unternehmensphilosophie

wird auf der Internetseite propagiert. Dort besteht die Möglichkeit, dass

Kunden ihre erworbenen Produkte bewerten können. Zunächst verteilt der Kunde

Punkte, die als Sterne dargestellt werden. Des Weiteren hat der Kunde die Möglichkeit,

seine Anregungen bzw. Kritik in Textform zu hinterlegen. Jeder Besucher hat die

Möglichkeit, auch ohne Registrierung die Bewertung zu lesen. Zusätzlich betreibt

„hessnatur“ einen Weblog in Verbindung mit einer Tag-Wolke. Die einzelnen Themen

des Blogs sind mit Tags verknüpft. Tags sind Schlagwörter, die über eine Tag-Wolke

virtuell dargestellt werden. Dabei spiegelt die Schriftgröße des Tags, die Anzahl der

Themenbereiche wider. Die Intention von „hessnatur“ ist es, mit Hilfe von 10 Autoren

im Blog, die sich aus verschiedenen Abteilungen zusammensetzen, über das

Unternehmen zu berichten. Dies soll zur Diskussion sowie zum Austausch von Ideen

und Wissen anregen, um das Angebot und die Leistungen des Unternehmens

langfristig zu verbessern. Um den Blog authentisch und emotional wirken zu lassen,

werden die Blog-Autoren mit Bild und kurzer Tätigkeitsbeschreibung den Blog-Nutzern

vorgestellt. 1

1 vgl. http://de.hessnatur.com/shop/showCmsContent.action?contentID=home&contentName=Startseite

43


In unserem nächsten Beispiel, handelt es sich um eine Internetseite, die es

Verbrauchern ermöglicht, Bewertungen über Dienstleistungen abzugeben.

Auf dem Bewertungsportal www.holidaycheck.de können Hotels und Kreuzfahrtschiffe

bewertet, Bilder und Reisevideos hochgeladen und Reisetipps abgegeben werden.

Solche Portale haben bei Verbrauchern einen hohen Stellenwert, bevor sie sich für ein

Produkt oder eine Dienstleistung entscheiden. Es besteht für jeden Kunden die

Möglichkeit Bewertungen abzugeben, die von allen Personen, welche die Seite

besuchen, gelesen werden können. Der Kunde macht zunächst grundsätzliche

Angaben über Urlaubsland, Hotelname, Reisezeit usw. und kann danach Bewertungen

anhand eines Punktesystems für verschiedene Kategorien (z.B. Service, Lage, Zimmer

usw.) vergeben. Zum Abschluss können noch zusätzliche Fragen beantwortet werden,

ob z.B. die Anzahl der Hotelsterne angebracht war.

Bewertungsportale sollten grundsätzlich ernst genommen werden, da sich eine

Vielzahl von Verbrauchern daran orientieren und auch den Angaben Glauben

schenken. Bewusst fingierte Bewertungen können jedoch schlecht überprüft werden,

sodass Unternehmen bzw. Hotels negativ bewertet werden können, obwohl es nicht

der Wahrheit der entspricht.

Wie bereits bei den Communities erwähnt, sollte auch bei diesem Medium ein

Monitoring eingesetzt werden.

44


6. Resümee

Im Hinblick auf Web 2.0 im Marketing lässt sich Folgendes festhalten: Die von uns

untersuchten Instrumente wie Communities, Blogs und Bewertungsportale dienen im

Marketing-Mix vor allem der Kundenbindung, der Kundenpflege und der

Neukundengewinnung. Wikis hingegen eignen sich hervorragend für den internen

Einsatz, um verstecktes Wissen in der Belegschaft offen zu legen. Daher ist es

grundlegend zu empfehlen, ein oder mehrere Elemente zu nutzen.

Zu beachten ist jedoch, dass die Ziele, die mit den Web 2.0-Instrumenten erreicht

werden sollen, klar definiert sind.

Die aus der NEG-Studie zu entnehmenden Bedenken der KMU bezüglich Web 2.0

erachten wir als wenig stichhaltig. Sicherlich beinhalten die Web 2.0-Elemente auch

Risiken, jedoch spielt es keine Rolle, wo sie eingesetzt werden. Ein einfaches Beispiel:

Unternehmen, welche selbst keine Blogs oder Bewertungsmöglichkeiten auf ihrer

Internetpräsenz eingebaut haben, können trotzdem Opfer von schlechten Kritiken

werden, da sie nicht davor gefeit sind, dass die User auf anderen Internetpräsenzen

ihre Meinung äußern. Aus diesem Grund können sich die Unternehmen vor dem

Phänomen Web 2.0 weder verstecken noch die Anwendungsmöglichkeiten ignorieren.

Tritt das Unternehmen selbst als Anbieter auf, so hat es die Möglichkeit, die Aktivitäten

auf seiner Webpage besser zu überwachen und kann ggf. schneller reagieren und

mögliche Krisenherde im Keim ersticken.

Daher kann man die Thematik nicht ignorieren, vielmehr sollte ein Kontrollinstrument in

Form eines Monitoring eingesetzt werden. Nur weil man selbst keine Web 2.0

Applikationen nutzt, heißt das noch lange nicht, dass das Unternehmen nicht bereits

Gegenstand einer Diskussion im weltweiten Datenverkehr sein kann.

Es ist auch davor zu warnen, mit aller Gewalt auf den Zug Web 2.0 aufspringen zu

wollen, denn Web 2.0 sollte man als einen Prozess ansehen, welcher sich stetig weiter

entwickelt. Informatiker sprechen heute schon von Web X.0, wobei das X für eine

beliebige Version steht. Wie schon im ersten Kapitel beschrieben, ist eine genaue

Differenzierung, was nun Web 2.0 ist und was nicht, so gut wie unmöglich, denn einen

Prozess kann man nicht klar kategorisieren. Daher sollte sich kein Unternehmen von

dem Kunstkonstrukt verrückt machen lassen, ob eine geplante Applikation Web 2.0 ist,

da der Nutzen stets im Vordergrund stehen sollte. Die Entscheidung, eine dieser

Applikationen zu nutzen, muss begründet getroffen werden, d.h. nur eine Abwägung

der angestrebten Ziele mit den daraus resultierenden Kosten führt zu einem objektiven

Ergebnis.

45


7. Literaturverzeichnis

FAZ, Web 2.0 in Unternehmen: Schichtleiter-Blog statt Twitter vom 13.10.2008

FAZ, Blogs fordern die Unternehmen heraus vom 05.03.2006

Die Zeit, Nr. 20, 07.05.2009

Horizont, Werbegespräche mit 140 Zeichen vom 24.07.08

Horizont, Gezwitscher in Magenta vom 12.02.2009

Studie Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk – Ihre

Erfahrungen und Wünsche 2008, Ergebnisse einer Untersuchung im Auftrag des

Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, Herausgeber: ECC Handel, 50858

Köln, Stand: Dezember 2008.

Web 2.0, Neue erfolgreiche Kommunikationsstrategien für kleine und mittlere

Unternehmen, Hessen-Media Band 57, Hessisches Ministerium für Wirtschaft,

Wiesbaden 2007.

Webverzeichnis

http://www.oreillynet.com/pub/au/27 , Stand: 04.05.2009

http://www.oreillynet.com/pub/a/oreilly/tim/news/2005/09/30/what-is-web-20.html ,

Stand: 04.05.2009

www.ifm.uni-mannheim.de/unter/faq/kmu_definition.html , Stand: 05.05.2009

http://de.woobby.com/result/show/2691-Die-bekanntesten-Communities-und-Social-

Networking-Sites-in-Deutschland , Stand: 05.05.2009

http://www.bewertungsportale.de/bewertungsportale.html ,Stand 05.05.2009

http://www.ecc-handel.de/kundenbewertungen_unterstuetzen.php, Stand 05.05.2009

http://de.wikipedia.org/wiki/Blog, Stand 05.05.2009

http://www.ecm-blogger.de/2008-02-03/wcm/der-einsatz-von-blogs-in-unternehmen/,

Stand 05.05.2009

http://blog.euroweb.de/fur-unternehmen-kommunikationsinstrument-blog/, Stand:

05.05.2009

http://www.frostablog.de/blog/blog-info, Stand: 05.05.2009

http://www.ecin.de/state-of-the-art/verzeichnis/, Stand: 05.05.2009

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,596618,00.html, Stand: 05.05.2009

http://de.hessnatur.com/shop/showCmsContent.action?contentID=home&contentName

=Startseite, Stand: 05.05.2009

46


http://www.interview-blog.de/blogger/blogs-mussen-autentisch-sein-sonst-wird-esuninteressant-im-gesprach-mit-torsten-matthias-frosta-blog/,

Stand: 05.05.2009

Erklärung:

Die Unterzeichneten versichern, dass sie die vorliegende schriftliche Projektausarbeitung selbstständig

verfasst und keine anderen als die von ihnen angegebenen Hilfsmittel benutzt haben. Die Stellen der

Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinne nach entnommen sind, wurden in jedem Fall

unter Angabe der Quellen (einschließlich des World Wide Web und anderer elektronischer Text- und

Datensammlungen) kenntlich gemacht. Dies gilt auch für beigegebene Zeichnungen, bildliche

Darstellungen, Skizzen und dergleichen. Den Unterzeichneten ist bewusst, dass jedes Zuwiderhandeln als

Täuschungsversuch zu gelten hat, der die Anerkennung der Projektarbeit als Leistungsnachweis

ausschließt und weitere angemessene Sanktionen zur Folge haben kann.

Brigitte Lohr

Martin Schulz

Heiko Bohlender

Patrick Schwab

Hanau, den 11.05.2009

47


8. Anhang

8.1 Erhebungsplan

Tag Stunde Klasse Lehrer Raum

Montag 3. 11 BG c Frau Brunner II. 313

4. 11 BF 2e Herr Muth I. 209

5. 11 FAW 4 Frau Ates II. 003

Dienstag 3. AK 07 Herr Sbierski I. 206

4. 10 BF 2b Herr Mosebach

Frau Ott-

I. 209

5. 11 KA a Henning I. 409

Tag Stunde Klasse Lehrer Raum

Montag 3. IB b Herr Müller II. 211

4. 12 KA a Frau Heckert I. 406

5. 11 BA 07 Frau Nees II. 201

Dienstag 3. 12 FAI Herr Sauer II. 208

4. G08 a Frau Stegmann I. 212

5. 10 BF 2c Herr Bodensohn I. 312

48


8.2 Fragebogen zu Web 2.0

1. Geschlecht Code

� männlich 1

� weiblich 2

2. Alter

3.

………………

Welchen bisherigen Schulabschluss hast du? Kreuze den höchsten Schulabschluss an, den

du bisher erreicht hast.

� keinen Abschluss 1

� Hauptschulabschluss 2

� Realschulabschluss (mittleren Bildungsabschluss) 3

� Fachhochschulreife 4

� Abitur 5

4. Was für einen Internetzugang besitzt du zu Hause?

� 56k Modem → Gehe zu 6 1

� ISDN → Gehe zu 6 2

� Breitband (z.B. T-DSL) → Gehe zu 6 3

� keinen Internetanschluss → Gehe zu 5 4

5. Wenn du bei der Frage 4 „keinen“ angekreuzt hast, welche Möglichkeiten nutzt du, um ins

Internet zu kommen? (Mehrfachantworten möglich)

� Betrieb/Schule → Gehe zu 6 1

� Freunde → Gehe zu 6 1

� Internet-Cafes → Gehe zu 6 1

� Handy → Gehe zu 6 1

� nutze das Internet nicht oder ganz selten

→ Gehe zu Frage 20!

1

6. Wie häufig nutzt du das Internet?

� täglich → Gehe zu 7 1

� mehrmals in der Woche → Gehe zu 8 2

� höchstens einmal in der Woche → Gehe zu 8 3

7. Wenn du das Internet täglich nutzt, wie lange nutzt du es?

� weniger als 1 Stunde 1

� 1 bis 3 Stunden 2

� länger als 3 Stunden 3

8. Wozu nutzt du das Internet? (Mehrfachantworten möglich!)

� Informationsbeschaffung für die Schule / für den Beruf 1

Informationsbeschaffung privat, z.B. Preisvergleich, 1

� Produktinfo …

� Unterhaltung (Spielen, Musik hören, Videos ansehen …) 1

� Einkaufen 1

� Mich mit anderen austauschen (z.B. Schüler VZ, Studi

VZ, chatten, …)

1

� E-Mail 1

� Download neuer Software 1

� Sonstiges

z.B. ……………………………………………………..

1

Str

9.

Informierst du dich bei Kaufentscheidungen vorher im Internet?

� (fast) immer 1

� häufig 2

� selten 3

� nie 4

� nur bei bestimmten Kaufentscheidungen,

5

z.B. …………………………………………………….. Str

49


10.

11.

12.

13.

14.

15.

16.

17.

18.

Legst du Wert auf Test- und Erfahrungsberichte anderer im Internet?

� interessieren mich nicht 1

� halte ich nicht für glaubwürdig 2

� schaue ich mir an, beeinflussen mich aber wenig 3

� schaue ich mir an und richte mich meistens danach 4

Welche der folgenden Internetseiten kennst du / nutzt du?

kenne ich

nicht

kenne ich,

nutze ich

nutze ich

selten

nutze ich

ca. 1x pro

nutze ich

(fast)

täglich

aber nicht

Woche

YouTube � � � � � 1,2 1- 3

Flickr � � � � � 1,2 1- 3

Rapidshare � � � � � 1,2 1- 3

Myspace � � � � � 1,2 1- 3

SchülerVZ � � � � � 1,2 1- 3

Studi VZ � � � � � 1,2 1- 3

Open BC/Xing � � � � � 1,2 1- 3

Wikipedia � � � � � 1,2 1- 3

facebook � � � � � 1,2 1- 3

tarnia � � � � � 1,2 1- 3

wkw � � � � � 1,2 1- 3

nutze andere

1

Seiten �

Wenn du bei der letzten Frage „andere“ angekreuzt hast, welche meinst du?

………………………………………………………………………………….

………………………………………………………………………………….

Wenn du Communities nutzt (z.B. Studi VZ, Schüler VZ), für wie sicher (Datenschutz)

hältst du sie?

Str

� sicher 1

� ziemlich sicher 2

� nicht sicher 3

Besuchst du regelmäßig bestimmte Firmenseiten im Internet?

� ja z.B.

1. …………………………………..

1 Str

Str

Str

2. …………………………………..


3. …………………………………..

nein → Gehe zu 16 2

Wenn du bei 14. „ja“ angekreuzt hast, was sind deine Gründe dafür?

Str

…………………………………………………………………………………..

…………………………………………………………………………………..

…………………………………………………………………………………..

Siehst du dich eher als aktiven oder passiven Internetnutzer?

� aktiv = ich stelle auch selbst Inhalte ins Internet 1

� passiv = ich besorge mir vor allem Informationen etc. aus

dem Internet

2

Hast du einen eigenen Blog / eine eigene Homepage?

� ja 1

� nein → Gehe zu 19 2

Wenn du die Frage 17 mit „ja“ beantwortet hast, wie oft aktualisierst du diese Seite?

� (fast) täglich 1

� wöchentlich 2

� monatlich 3

� seltener 4

50


19.

20.

21.

22.

Wie wirkt Werbung im Internet auf dich? (Mehrfachantworten möglich)

� nehme ich nicht wahr 1

� nehme ich wahr, interessiert mich aber nicht 1

� nehme ich wahr und beeinflusst mich manchmal 1

� finde ich störend 1

Sagt dir der Begriff Web 2.0 etwas?

� kenne ich → Gehe zu 21 1

� habe ich schon einmal gehört → Gehe zu 21 2

� kenne ich nicht → Gehe zu 22 3

Wenn du den Begriff Web 2.0 kennst, welche Definitionen treffen deiner Meinung nach

zu? (Mehrfachantworten möglich)

� ist eine neue Software von Microsoft 1

� bezeichnet allgemein die Nutzung des Internets 1

� meint die aktive Nutzung von „social software“ 1

� meint die interaktive Nutzung von Internetseiten 1

� bezeichnet neue aktive Techniken (Anwendungen) und 1

Dienste im Internet

� ist ein neuer E-Mail-Dienst 1

Wie wirst du vermutlich das Internet in Zukunft (z.B. in 2 Jahren) nutzen?

� eher häufiger 1

� gleich bleibend 2

� eher seltener 3

8.3 Zu den Grafiken gehörende Tabellen

Zu Abbildung 1:

Gültig

Fehlend

Gesamt

16

17

18

19

20

21

22

23

24

Gesamt

System

Alter

Gültige

Häufigkeit Prozente

9 4,3

50 23,9

54 25,8

40 19,1

23 11,0

20 9,6

9 4,3

2 1,0

2 1,0

209 100,0

12

221

51


Zu Abbildung 3:

Geschlecht

männlich

weiblich

Zu Abbildung 4:

Gültig

Fehlend

Gesamt

Zu Abbildung 5:

Geschlecht

männlich

weiblich

Schulabschlüsse getrennt nach Geschlecht

Gültig

Gültig

Modem

Hauptschulabschluss

Realschulabschluss

Abitur und

Fachhochschulreife

Gesamt

Hauptschulabschluss

Realschulabschluss

Abitur und

Fachhochschulreife

Gesamt

Art des Internetzugangs

ISDN

Breitband (DSL)

keinen Internetanschluss

Gesamt

System

Gültig

Gültig

Häufigkeit

Gültige

Prozente

31 29,8

51 49,0

22 21,2

104 100,0

26 22,2

65 55,6

26 22,2

117 100,0

Häufigkeit

Gültige

Prozente

16 7,3

64 29,1

134 60,9

6 2,7

220 100,0

1

221

Häufigkeit der Internetnutzung

täglich

mehrmals in der Woche

höchstens einmal in der

Woche

Gesamt

täglich

mehrmals in der Woche

höchstens einmal in der

Woche

Gesamt

Häufigkeit

Gültige

Prozente

89 85,6

13 12,5

2 1,9

104 100,0

68 58,1

39 33,3

10 8,5

117 100,0

52


Zu Abbildung 6a und 6b:

Geschlecht

männlich

weiblich

Zu Abbildung 7:

Geschlecht

männlich

weiblich

Aktive oder passive Internetnutzung

Gültig

Gültig

Fehlend

Gesamt

aktiv

passiv

Gesamt

aktiv

passiv

Gesamt

System

Häufigkeit

Gültige

Prozente

24 23,1

80 76,9

104 100,0

17 14,9

97 85,1

114 100,0

3

117

Persönliche Internet-Nutzung in der Zukunft

Gültig

Gültig

Fehlend

Gesamt

eher häufiger

gleich bleibend

eher seltener

Gesamt

eher häufiger

gleich bleibend

eher seltener

Gesamt

System

Häufigkeit

Gültige

Prozente

28 26,9

69 66,3

7 6,7

104 100,0

24 20,7

78 67,2

14 12,1

116 100,0

1

117

53


Zu Abbildung 8:

Art des

Internetzugangs

Gesamt

Art des Internetzugangs * Häufigkeit der Internetnutzung Kreuztabelle

Modem

ISDN

Zu Abbildung 10:

Gültig

Fehlend

Gesamt

Breitband (DSL)

Anzahl

% von Art des

Internetzugangs

Anzahl

% von Art des

Internetzugangs

Anzahl

% von Art des

Internetzugangs

Anzahl

% von Art des

Internetzugangs

Einholen von Informationen vor Kaufentscheidungen

(fast) immer

häufig

selten

nie

Zu Abbildung 11:

Gültig

Fehlend

Gesamt

nur bei bestimmten

Kaufentscheidungen

Gesamt

System

Häufigkeit der Internetnutzung

mehrmals höchstens

in der einmal in

täglich Woche der Woche Gesamt

7 5 4 16

43,8% 31,3% 25,0% 100,0%

38 26 64

59,4% 40,6% 100,0%

110 19 5 134

82,1% 14,2% 3,7% 100,0%

155 50 9 214

72,4% 23,4% 4,2% 100,0%

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozente Prozente

40 18,3 18,3

76 34,7 53,0

68 31,1 84,0

23 10,5 94,5

12 5,5 100,0

219 100,0

2

221

Bedeutung von Tests und Erfahrungsberichten im Internet

interessieren mich nicht

halte ich nicht für

glaubwürdig

beeinflussen mich nicht

ich richte mich meistens

danach

Gesamt

System

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozente Prozente

39 17,8 17,8

14 6,4 24,2

125 57,1 81,3

41 18,7 100,0

219 100,0

2

221

54


Zu Abbildung 12:

Geschlecht

männlich

weiblich

Geschlecht

männlich

weiblich

Geschlecht

männlich

weiblich

Gültig

Fehlend

Gesamt

Gültig

Fehlend

Gesamt

Gültig

Fehlend

Gesamt

Gültig

Fehlend

Gesamt

Gültig

Fehlend

Gesamt

Gültig

Fehlend

Gesamt

selten

ca. 1x pro Woche

(fast) täglich

Gesamt

System

selten

ca. 1x pro Woche

(fast) täglich

Gesamt

System

selten

Nutzung von StudiVZ

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozent Prozente Prozente

12 11,5 28,6 28,6

Nutzung von SchülerVZ

ca. 1x pro Woche

(fast) täglich

Gesamt

System

selten

ca. 1x pro Woche

(fast) täglich

Gesamt

System

selten

14 13,5 33,3 61,9

16 15,4 38,1 100,0

42 40,4 100,0

62 59,6

104 100,0

10 8,5 22,7 22,7

13 11,1 29,5 52,3

21 17,9 47,7 100,0

44 37,6 100,0

73 62,4

117 100,0

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozent Prozente Prozente

18 17,3 29,5 29,5

13 12,5 21,3 50,8

30 28,8 49,2 100,0

61 58,7 100,0

43 41,3

104 100,0

17 14,5 34,7 34,7

13 11,1 26,5 61,2

19 16,2 38,8 100,0

49 41,9 100,0

68 58,1

117 100,0

Nutzung von OpenBC/Xing

ca. 1x pro Woche

Gesamt

System

selten

(fast) täglich

Gesamt

System

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozent Prozente Prozente

1 1,0 25,0 25,0

3 2,9 75,0 100,0

4 3,8 100,0

100 96,2

104 100,0

2 1,7 66,7 66,7

1 ,9 33,3 100,0

3 2,6 100,0

114 97,4

117 100,0

55


Geschlecht

männlich

weiblich

Geschlecht

männlich

weiblich

Gültig

Fehlend

Gesamt

Gültig

Fehlend

Gesamt

Gültig

Fehlend

Gesamt

Gültig

Fehlend

Gesamt

Zu Abbildung 12 b):

Gültig

Fehlend

Gesamt

sicher

ziemlich sicher

nicht sicher

Gesamt

System

selten

ca. 1x pro Woche

(fast) täglich

Gesamt

System

selten

ca. 1x pro Woche

(fast) täglich

Gesamt

System

selten

ca. 1x pro Woche

(fast) täglich

Gesamt

System

selten

ca. 1x pro Woche

(fast) täglich

Gesamt

System

Nutzung von facebook

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozent Prozente Prozente

4 3,8 44,4 44,4

Nutzung von wkw

Datensicherheit bei Communities

2 1,9 22,2 66,7

3 2,9 33,3 100,0

9 8,7 100,0

95 91,3

104 100,0

8 6,8 50,0 50,0

3 2,6 18,8 68,8

5 4,3 31,3 100,0

16 13,7 100,0

101 86,3

117 100,0

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozent Prozente Prozente

8 7,7 10,7 10,7

8 7,7 10,7 21,3

59 56,7 78,7 100,0

75 72,1 100,0

29 27,9

104 100,0

3 2,6 3,9 3,9

14 12,0 18,4 22,4

59 50,4 77,6 100,0

76 65,0 100,0

41 35,0

117 100,0

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozent Prozente Prozente

38 17,2 18,1 18,1

64 29,0 30,5 48,6

108 48,9 51,4 100,0

210 95,0 100,0

11 5,0

221 100,0

56


Zu Abbildung 13:

Gültig

Gültig

ja

nein

Gesamt

Eigener Blog oder Homepage

(fast) täglich

wöchentlich

monatlich

seltener

Gesamt

Zu Abbildung 14 a) und b)

Gültig

kenne ich

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozente Prozente

26 11,8 11,8

195 88,2 100,0

221 100,0

Aktualisierung der Seite

habe ich schon gehört

kenne ich nicht

Gesamt

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozente Prozente

4 15,4 15,4

6 23,1 38,5

9 34,6 73,1

7 26,9 100,0

26 100,0

Bekanntheit von "web 2.0"

Defintionen der Schüler zu web2.0

web 2.0 ist eine neue

Software von Microsoft

web 2.0 bedeutet

allgemein Nutzung des

Internets

web 2.0 bedeutet die

aktive Nutzung von "social

software"

web 2.0 bedeutet die

interaktive Nutzung von

Internetseiten

web 2.0 bezeichnet neue

aktive Techniken und

Dienste im Internet

web 2.0 ist ein neuer

E-Mail-Dienst

Gültige Werte

(Listenweise)

Gültige Kumulierte

Häufigkeit Prozente Prozente

17 7,7 7,7

40 18,1 25,8

164 74,2 100,0

221 100,0

N Summe

9 9

10 10

8 8

16 16

21 21

7 7

0

57

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