Lifestyle. Business. Allgäu. Alpenraum.
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wd | Sommer 2019

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GARTENDESIGN Gärten für Biene und Co: Auch hier steht die Ästhetik im Fokus Insektenfreundliche Gärten und Blühflächen sind heute in aller Munde. Bis vor zwei Jahren war dies aber nicht so. Die Allgäuer Landschaftarchitektin und Sachbuchautorin, Simone Kern, widmet sich diesem Thema schon seit vielen Jahren: keine Staudenplanung ohne schöne Nektarpflanzen, kein Garten ohne ein Stückchen Wiese. Denn Gärten übernehmen immer mehr die Rolle als Lebensraum für Tiere, welchen diese draußen in der oftmals intensiv bewirtschafteten Landschaft nicht mehr haben. Legen wir unsere Gärten naturnah an, sehen wir schon bald den Erfolg und werden mit Schmetterling, Hummel und Co. belohnt. Aber dabei bleibt es nicht. Auch Singvögel oder Igel finden hier ihren Platz. Naturnahe Gärten bedeuten heute, dass diese sehr wohl zu moderner Architektur als auch zu einem „normalen“ Einfamilienhaus passen müssen: das Design und die Form bestimmen. Ästhetik und eine natürliche Gestaltung stehen nicht im Widerspruch. Einer Wildbiene ist es ziemlich egal, ob sie in einem geradlinigen Garten eine bunte Blüte findet oder in einem Bauerngarten. Hauptsache, es sind die richtigen Pflanzen und sie findet zusätzlich noch für sie wichtige Strukturen. Lebensräume schaffen Gestaltung von Freiräumen bedeutet für Simone Kern, bei jeder Planung individuell die Besonderheit des jeweiligen Ortes zu erfassen, Ideen und Entwürfe in engem Zusammenspiel mit den Bauherren zu entwickeln und umzusetzen. Allerdings beinhaltet Planung von Freiräumen auch Veränderung. Und diese müssen verantwortlich durchgeführt werden – sei es Bestehendes einzubeziehen, durch eine bodenschonende Bearbeitung, durch vielfältige und nachhaltige Verwendung von Materialien oder Pflanzen, welche der Natur gerecht werden. Gemäß dem Motto »Global denken, lokal handeln« verwendet man nach Möglichkeit lokale Baustoffe und bevorzugt regionale Lieferanten. Bei der Pflanzenauswahl sind Bio-Qualität und so viele heimische Pflanzen wie möglich die erste Wahl. Dadurch entstehen hochwertige Lebensräume für Mensch und Tier. >>> 43