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E_1940_Zeitung_Nr.024

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c) Heizwert, Luftbedarf

c) Heizwert, Luftbedarf und Gemischheizwert: Mit dem Heizwert eines Brennstoffes hängt der Luftbedarf zusammen. Die Leistung, die ein Brennstoff in einem Motor entwickelt, wiitl nicht durch den Heizwert des Brennstoffes, sondern durch den Heizwert des Brennstoffluftgemisches bestimmt. Je höher der Gemischhoizwert, desto höher die vom Motor abgegebene Leistung in Pferdestärken. Zum Beispiel: 1 kg Benzin benötigt theoretisch eine Luftmenge von 15 kg zur Verbrennung. Der Ge- Verdichtungsverhältnis von 1:5—1:7,5. Verdichtungsenddruck von 6—10 Atm. Verdichtungsendtetnperatur von ca. 300° C. Zünddruck bis 35 Atm. 2. Mitteldruekmotor (Hesselmannmotor mit Fremdzündung und innerer Gemischbildung). Verdichtungsverhältnis von 1:9—1:11. Verdichtungsend>druck bis 20 Atm. Verdichtungsendtemperatur bis 430° C. Zünddruck bis 35 Atm. a. Vergaser-Motor b. Einspritz-Motor c. Einblas-Motor Fig. 1. Die drei Betriebsarten des Ottomotors. 1 = Brennstoffeintritt. 2 = Leistungsregelung. 3 = Gemischbildung. mischheizwert stellt sich pro m s Benzin - Luftgemisch auf 880 Wärmeeinheiten (WE/m 3 ). 1 m 3 Butan (Treibgas) benötigt theoretisch eine Luftmenge von 30 m 3 zur Verbrennung; der Gemischheizwert ist für 1 m 3 Butan-Luftgemisch = 950 WE/m 3 . Aue diesem Vergleich erhellt, dass die Treibgaee höheren Gemischheizwert besitzen können. Damit ist die Mehrleistung der Motoren erklärt. 2. Verwendungsmöglichkeit a) Der Motor und die Anlage. Die Motoren, welche mit flüssigem Brennstoff betrieben sind, können, je nach den angewandten Arbeitsdrücken, in die folgenden drei Hauptgruppen unterteilt werden: 1. Niederdrucimotor (Otto-Motor mit Fremdzündung und innerer oder äusserer Gemischbildung). 3. Hocbdruckmotor (Dieselmotor, Selbslzündung und innere Gemischbildung. Verdichtungsverhältnis Ton 1:12—1:20. Verdichtungsenddruck von 25—45 Atm. Verdichtungsendtemperatur von 500—600° C. Zünddruck 50 Atm. und mehr. Die Motoren mit Fremdzündung lassen sich auch nach der Art der Gemischbildung unterscheiden; dann bilden sich zwei Hauptgruppen: 1. Vergaser-Metoren oder äussere Gemischbildung (Fig. la). 2. Einepritz-Motoren oder innere Gemischbildung (Fig. lb). Bei den Motoren, die mit Gastreibstoffen betrieben sind, kommt noch eine Gruppe dazu: 3. Einblasmotor (entspricht der inneren Gemischbildung (B'ig. lc). Die nächste Benzin-Rationierungsperiode umfasst nur noch einen Monat Angesichts der Tatsache, dass es um unsere Treibstoffeinfuhr nicht eben glänzend bestellt ist, haben die für die Zuteilung verantwortlichen kriegswirtschaftlichen Instanzen beschlossen, vom 1. Juli an die Rationierungsperioden, welche bisher zwei Monate betrugen, auf einen Monat herabzusetzen. Den Grund zu dieser Massnahme bildete die Notwendigkeit, bei der Zuteilung der Entwicklung der Importverhältnisse noch rascher folgen und ihr noch besser Rechnung tragen zu können. Im Zusammenhang mit dem Uebergang zum einmonatlichen Rationierungs-Zeitabschnitt werden sich die Motorfahrzeughalter auch auf eine Reduktion der bewilligten Mengen gefasst machen müssen. So sehr man bei den massgebenden Stellen der Sektion für Kraft und Wärme die von den automobilistischen Kreisen vorgebrachten Wünsche nach Einräumung von Zusatzrationen versteht, die Verantwortung für die Landesversorgung mit Treibstoffen lässt es bei der gegenwärtigen Gestaltung der Einfuhr leider nicht zu, ihnen zu entsprechen. Nach wie vor bleibt es oberste Pflicht der mit dieser Aufgabe betrauten Behörden, ihr Augenmerk allem voran auf die Anlage von Vorräten zu richten. Erst wenn auch das letzte Lager aufgefüllt ist, kommt, nach der Auffassung von Nationalrat Grimm, dem Ohef der Sektion für Kraft und Wärme, der Augenblick, da man daran denken kann, die gesamte Einfuhr für den laufenden Konsum freizugeben. AUTOMOBIL-REVUE 11. Juni 1940 — N° 24 *-c 4 (Fortsetzung folgt.) An der Lösung des Problems Schiene-Strasse wird gearbeitet. Bei der Behandlung der Rechnung der SBB für das Jahr 1939 führte Bundesrat Celio im Schosse des Nationalrates aus, dase die Behörden daran gehen, eine Reihe von Fragen aus dem Problemkomplex Schifine-Straese der Lösung entgegenzuführen, damit nach Kriegsende eine für beide Teile befriedigende Regelung getroffen werden könne. Denn allerdings werde sich nach der Deinoibilmachung die Frage Bahn-Auto erneut stellen. Eine Sitzung der Expertenkommission. Die Darlegungen des Chefs des Eisembahndepartements gewinnen etwas konkretere Gestalt, wenn man weiss, das« auf 18. Juli die Expertenkommission für die Autotransportordnung zu einer Sitzung einberufen ist, auf deren Traktandenliste eine Aussprache über das Datum der Inkraftsetzung der ATO und die Beratung verschiedener Verordnungsentwürfe figuriert. Diese Expertenkommission, deren Vorsitz der Chef des Post- und Eisenbahndepartements führt, geht später über in die in Art. 25 des «Bundesbeechlusses über den Transport von Personen und Sachen mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen», vorgesehene Transportkommission, deren Aufgabe die Begutachtung von Fragen und die Entscheidung von Streitigkeiten besteh« welche sich" aus dem Vollzug der ATO ergeben. Eine Anzahl von Reglementsentwürfen, welche Ausführungsbestimmungen zur ATO enthalten, sind bereits letztes Jahr behandelt worden, so dass mä.n zur Annahme neigen darf, die Kommission werde, soweit es sich um die Verordnungsprojekte handelt, in der ihr zugedachten begutachtenden Funktion amten. In welchem Umfang die Autotransportordnung damit ihrer Verwirklichung näherrückt und welche Etappen für die Erreichung dieses Ziels schon vonbereitet eind, das lässt sich erst •beurteilen, wenn die Ergebnisse der Kommissionssitzung vorliegen. 1,5 Millionen für neue Motorfahrzeuge der PTT. Damit die Post-, Telephon- und Telegraphenverwaltung die Fahrzeuge, deren Anschaffung sich auf das Jahr 1941 als nötig erweist, rechtzeitig bestellen kann, beantragte der Bundesrat dem eidg. Parlament, schon in der Junisession 1940 den dafür erforderlichen Kredit von 1467 000 Fr. zu bewilligen. Aus seiner Botschaft erhellt, dass für die Erneuerung des Motorfahrzeugparks im Jahr 1941 20 neue Cars zu 21/25 und 25/29 Plätzen als Ersatz für ebensoviele ausgefahrene Wagen aus den Jahren 1922/25, ferner 5 Kleinautos, 3 Fourgons und ein Schlepper für den Ortstransportdienst erforderlich sind, letzterer als Reserve zu 13 im Dienst stehenden Schleppern. Die eidgenössischen Räte haben den angeforderten Kredit in der kurzen Session der letzten Woche bewilligt. ^^^ Warentransporte mit Autos von ausländischen Häfen nach der Schweiz — eine Frag«, über die wir nicht allein entscheiden können. Am letzten Tage der Junisession des eidgenössischen Parlaments beantwortete der Bundesrat die Motion Duttweiler über die Durchführung von Warentransporten mit Lastwagen von ausländischen Häfen nach der Schweiz (die Begründung durch den Motionär ist seinerzeit an dieser Stelle wiedergegben worden, Red.). Bundespräsident Pilet entwarf ein Bild der mannigfachen Schwierigkeiten, welche sich der Realisierung dieses Gedankens entgegenstellen. Als Binnenlan d kann die Schweiz hier nicht allein vorgehen und autonom handeln, vielmehr ist sie darauf angewiesen, eich mit den Transitstaaten zu verständigen. An Bemühungen nach dieser Richtung hin hat es der Bundesrat von Kriegsbeginn an nicht fehlen lassen und dabei auch Verständnis in den Nachbarländern gefunden. Allein sie alle haben dem Strassenverkehr Einschränkungen auferlegt und diese Hemmnisse machen sich um so stärker fühlbar, je länger der Krieg dauert. Für die nächste Zeit läset sich jedenfalls nicht damit rechnen, daes uns die Strassen des Auslandes für derartige Transporte offenstehen werden. Ueberstürzen iässt sich nichts, doch prüft der Bundesrat alle Möglichkeiten und hat bereits auch Verhandlungen eingeleitet, worüber indessen nichts Näheres gesagt werden kann. Da die Motion sehr allgemein gehalten ist, erklärt sich der Bundesrat bereit, sie entgegenzunehmen. Unterwassertanks für Benzin? In den Interessenbereich des Automobils griff im weiteren auch das Postulat Duttweiler ein, das 107 Ratsmitglieder unterzeichnet hatten und da» den Bundesrat einlädt, zu prüfen, ob und wie die Bundes- und Privatvorräte an lebenswichtigen Lebensmitteln und Rohstoffen aus den Grenzgebieten in das Landesinnere zu überführen seien, und zwar soweit wie möglich in bombensichere oder dann in eine Anzahl dezentralisierter Lager. Die Art und Weise der Anlage gewisser Benzintanks — so führte Nationalrat Duttweiler in der Begründung aus — könne nicht anders denn als dilettantisch bezeichnet werden; nur weil es billiger komme, hasbe man eie an exponierten Stellen placiert. Besonders krass sei jener Fall, da Benzin, Getreide und Kohle ein schönster Eintracht nebeneinander liegen. Dabei wäre eine bombensichere Unterwasserlagerung noch heute möglich, ohne dass der Bund dafür etwas zu bezahlen hätte. Die endgültige Antwort des Bundesrates verschob der Chef des Volkswirtschaftsdepartements auf später, nicht ohne jedoch zu erklären, die Lagerung von Benzin in Seetanke dürfte sich nicht ohne weiteres als zweckmässig erweisen, ganz abgesehen davon, dass es fraglich erscheine, ob die Kantone, mit Rücksicht auf die daraus resultierenden Gefahren, ihre Zustimmung erteilen würden. Dagegen mache man sich natürliche Lagerungsmöglichkeiten im Felsen zunutze, um eine sichere Grosstankanlage unterzubringen. Die Via Vit* hält ihre Generalversammlung nunmehr definitiv Freitag, "den 21. Juni, im Bürgerhaus in Bern ab. Zur Behandlung gelangen die statutarischen Geschäfte, wie Jahresbericht, JahTesrechnung 1939, Dechargeerteilung, Budget, Tätigkeitsprogramm 1940 und individuelle Vorschläge. Das Tätigkeitsprogramm wird Gelegenheit zur Diskussion aktueller Wirtschaftsprobleme bieten. Au n Mantoncn Das neue bern. Verkehrssteuerdekret vom Grossen Rat in einer «Blitzsitzung» angenommen. Etwas mehr als zwei Stunden hat der bernische Grosse Rat am 4. Juni darauf verwendet, um das Gesetz über die Strassenpolizei und die Besteuerung der Motorfahrzeuge sowie das neue Steuerdekret durch- und anzunehmen. Mag man, wie es in der Tagesprease geschah, die Knauserei mit der Zeit auch mit der Notwendigkeit entschuldigen, die Herren Grossräte tnicht länger als unbedingt notwendig von ihren Pflichten der Heuernte fernzuhalten», mag man die Schnellbleiche, welche sich namentlich da« Dekret — steuerlich betrachtet immerhin ein Werk von weittragender und einschneidender Bedeutung — gefallen lassen musste, durch die Vorteile plausibel zu machen versuchen, die der monatliche Steuerbezug den im Aktivdien6t stehenden Automobilisten biete — die unerwartete Aufnahme des Geschäfts in die Traktandenliste der Junisession, von der es noch vor vier Wochen abgesetzt worden war, und das Eiltempo der Beratung, wofür sich schon eher der Ausdruck c durchpeitschen» aufdrängt, diese beiden Faktoren erwecken wohl beim Grossteil der bernischen Strassenverkehrsinteressenten wie auch bei den Verbänden den Eindruck, dass ihnen hier die an sich zwar höchst zeitgemässe Ueberraschungstaktik mitgespielt habe. Und dieser Eindruck verstärkt sich noch beim Studium des Kernstücks, der Steuerekala nämlich, wie ihr der Grosse Rat nunmehr zugestimmt hat. In ihrer Eingabe an die grossrätliche Kommission sicherten ACS und TCS' eine tatkräftige Befürwortung des Gesetzes in der Volksabstimmung zu, unter der Voraussetzung freilich, dass der von diesen beiden Verbänden ausgearbeitete Vorschlag für eine neue Steuerskala akzeptiert würde. Die Tatsache, dass diese Vorbedingung nicht erfüllt ist, enthebt die Verbände von der Einlösung ihres Versprechens. Noch haben sie zwar zu dieser Frage keine Stellung bezogen, allein angesichts der Stimmung, die sich ihrer leitenden Instanzen heute bemächtigt hat. kann es wohl kaum zweifelhaft erscheinen, dass die General-, resp. Delegiertenversammlungen, denen das letzte Wort in der Angelegenheit zusteht, dem Dekret eine sehr ungnädige Aufnahme bereiten werden. Daran dürfte auch die Konferenz nichts ändern, wozu der kantonale Polizeidirektor auf Mittwoch, den 19. Juni, eingeladen hat und wobei über die Inkraftsetzung einzelner im Dekret vorgesehener Erleichterungen bereits auf 1. Juli diskutiert werden soll. F E U I L L E T O N Ein Mann entlaufen! Roman von Vera Bern. 26. Fortsetzung Karsten steht bereits vor Else : «Bei der Telephonistin jedenfalls. Sogar so beliebt, dass Fehling gezwungen war, ihr zu kündigen. Sie kam eines Morgens, nachdem sie scheint's die Nacht... also ich meine die vorhergehenden Stunden, in der gewiss angenehmen Gesellschaft Ihres Herrn Bruders verbracht hatte, angezogen wie eine ... na also, wie eine Demi-Mondäne, verspätet ins Büro. Grün und blass im Gesicht. Und ist dann, Hut auf dem Kopf, vor ihrem Telephonschrank eingeschlafen. Mehrfach sogar. Daraufhin ist sie natürlich geflogen ! Der Personalchef hat ihr noch gesagt: ,Es steht Ihnen natürlich das Beschwerderecht beim jungen Herrn Römer zu.' Da soll sie gesagt haben — kann einem ja auch leid tun, so ein armes Wurm — ,Herr Römer braucht meine Dienste nicht mehr ...' Dann zog sie ab mit ihrer langen wehenden Feder im Nacken und ihrer feudalen schwarzen Toilette mit den roten Fähnchen drauf.» « In meinem Kleid ? ! » schreit Else auf. « Der hat er also mein Kleid geschenkt — der?? » Karsten ist ärgerlich. Hat er es nötig gehabt, sich von dem kleinen Gänschen da aus seiner Reserve herauslocken zu lassen? ... Aber Else lacht aus vollem Hals : « Der Hans! Nein so was! Dieser Hans.» « Hier Else Römer!... Nein, Herr Professor, mein Bruder ist nicht zu Hause... auch nicht im Vulkan. Ich weiss nicht, wo er gerade ist. Warum denn ?...» Elses Gesicht verfärbt sich. < Mutter geht's nicht gut?... Sie werden sie spätestens morgen operieren müssen??... Nein, Herr Professor — ich kann Vater nicht erreichen... Aber ich sage Ihnen doch, Herr Professor, keine Ahnung! ... Wir haben auch keine .letzte' Adresse. Wir haben überhaupt keine Adresse! Aufregungszustände?... Will sich nicht operieren lassen, wenn Vater nicht...? Sie weint? ... Sie schreit nach ihm?... Mein Gott, ich weiss... ich weiss doch nicht, wo Vater ist !... > Else hat den Hörer auf die Gabel fallen lassen, den Kopf auf die Arme geworfen und schluchzt. < Ich hasse Vater... ich hasse ihn !» Sie hat längst vergessen, dass Karsten im Zimmer ist. Der geht auf und ab, und fühlt sich windelweich werden bei dem Mädchengeheul. Er setzt sich neben Else, legt tolpatschig die Hand auf ihren Arm. « Hängt so viel davon ab, dass Sie Ihren Herrn Vater erreichen können? » « Ja », schreit sie. « Alles!... Mutters Leben ! Sie lässt sich nicht operieren, wenn Vater es nicht will, wenn er nicht bei ihr ist! »' Karsten kämpft keinen inneren Kampf mehr. Den Leuten muss geholfen werden — den beiden hilflosen Frauen, die mit den beiden wertlosen Männern in ihrer Familie vollkommen verloren sind! Mag daraus was auch immer entstehen : « Geben Sie mir mal das Telephonbuch.» « Das Teleiphombuch ? » Elses Tränen versiegen. « Zu was denn ? » « Nein. Ich meine das Branchenverzeichnis. > Else bringt es ihm. Karsten fährt mit dem Finger die Seiten herunter. « So. Jetzt werde ich ein Detektivbüro aniläuten. Sie werden Vertrauen haben und keine überflüssigen Fragen stellen. Wenn ich auf dem Holzweg bin, werde ich die Konsequenzen daraus schon zu ziehen wissen. Was ich tue, tu ich in Ihrem und Ihrer Mutter Interesse.» Karsten stellt die Verbindung her. Else steht neben ihm, zitternd. Hat eine plötzliche wahnsinnige Angst vor dem Vater, und was er dazu sagen würde, dass man es wagt, eigenmächtig iti seine heimlichen Dispositionen einzugreifen. Aber es geht um die Mutter — um die geliebte Mutter !. .- «Hier Ingenieur Karsten... Sie sind mir empfohlen worden.» Karsten hatte die Nummer auf gut Glück herausgepflückt «Es handelt sich um die Ermittlung eines Herrn ... aber streng vertraulich... es handelt sich um eine prominente Persönlichkeit aus der Industrie... nein, den Namen kann ich Ihnen vorläufig noch nicht sagen. Es handelt sich zunächst um die Ermittlung einer Dame...» Else starrt angstvoll zur Tür: wenn Hans jetzt hereinplatzte — er wäre ausser sich über das, was sich da begibt. Aber sie fühlt, dass das, was jetzt geschieht, das einzig Richtige ist, und dass es längst hätte geschehen sollen* Beruhigter hört sie Karstens befehlende Stimme, glaubt es jetzt, dass ihm Hunderte von Arbeitern aufs Wort parieren. « Es handelt sich um eine Artistin... eine junge, schöne Person. Notieren Sie den Namen : Manon Luchon... L wie Ludwig... ja »doch, wie der Ort in den Pyrenäen. Haben Sie's ?... Die Dame wird augenblicklich an irgend einem Zirkus oder an irgend einem Variete sei... Der Herr, um den es sich handelt, ist mit der Dame liiert oder... war es jedenfalls, und wird keinen Wert darauf legen, dass man das hier erfährt... Es wird ja Berufsverbände geben oder solche Fachblätter, wo Sie erfahren können, wo die Artistin augenblicklich engagiert ist. (Fortsetzung folgt.)

N° 24 — DIENSTAG, 11. Juni 1940 AUTOMOBIL-REVUE 1,2 Millionen für den bernischen Strassenbau 1940. Der Grosse Rat des Kantons Bern hat aus dem seinerzeit für die Arbeitsbeschaffung bereitgestellten Kredit einen Betrag von 1,2 Millionen für die Durchführung folgender Strassenbauten bewilligt: Burgdorf-Eyningen 250 000 Fr.; Delsberg-Pruntrut 195 000 Fr., beschleunigter Auebau der Fremdenverkehrsstrassen 170 000 Franken-, Gürbetalstrasse 230 000 Fr.; Aarwangen-Niederbipp 50 000 Fr.; Biel-Neuenstadt 305 000 Fr. Zur Aufhebung des Strassenbahnbetrlebes Beatenbucht-Interlaken. Zurzeit befindet eich die rechtsufrige xhunerseestrasse zwischen Interlaken und Beatenbucht im Umbau, wobei das Geleise der Strassenbahn entfernt und deren Betrieb durch einen Autobus oder Trolleybus ersetzt werden soll. Dies bedingt eine Aenderung der bisherigen Konzession des Strassenbahnunternehmens. Sie bildet den Gegenstand einer Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung, worin ausgeführt wird, die Rechtsufrige Thunerseebahn AG erkläre sich auseerstande, die Mittel für die Erneuerung der Schienenanlage auf der in Frage stehenden Strecke aufzubringen und sei mit Aufhebung des Bahnbetriebs Beatenbucht-Interlaken einverstanden. Da weder der Bundesrat selbst noch auch die bernische Regierung grundsätzliche Einwendungen gegen die vorgesehene Aenderung erhoben, empfahl die Botschaft den eidg. Räten Zustimmung zu einem entsprechenden Bundesbeschluss, der denn auch im Nationalrat sowohl wie im Ständerat diskussionslos angenommen wurde. ' Wann erfolgt die Wiedereröffnung der Strasse? Mit der ursprünglich auf 1. August geplanten Eröffnung des Autobusbetriebes auf der Strecke Interlaken-Beatenbucht ist es allerdings nichts, weil die neuerliche Mobilmachung den Bauarbeiten derart viele Kräfte entzogen hat, dass das ganze Programm eine Verzögerung erleidet. Die Behörden sehen sich deshalb auch ausserstande, genaue Angaben über den Zeitpunkt zu machen, auf welchen hin die Strasse wieder fahrbar sein wird. Was den Termin für die Aufnahme des Autobusbetriebs anbetrifft, so erfolgt dessen Bekanntgabe später. Einstweilen bleibt als einziges Verkehrsmittel zwischen Interlaken und Beatenbucht nur das Schiff. In welchem Tempo die Bauarbeiten fortschreiten, hängt einzig davon ab, wieviele Leute dafür freigegeben werden können. Der Stadtomnibusbetrieb Bern im Jahr 1939. Aus dem eben erschienenen Bericht dieses kommunalen Unternehmens erhellt, dass sich die Auswirkungen des Krieges auf die Betriebsergebnisse des Jahres 1939 deutlich geltend machten. Bewegten sich Frequenz und Einnahmen bis zum August in aufsteigender Linie, so schlug diese Entwicklung mit der Mobilisation in ihr Gegenteil um, was aller- V dings nicht weiter verwundert, wenn man hört, dass am 2. September 89 Mann mit 40 Wagen einzurücken hatten. Vom 1. Oktober an trat mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, der Benzineinsparung ein reduzierter Fahrplan in Kraft. Unter dem ungünstigen Einfluss der vier Kriegsmonate sank die^ Gesamtfrequenz von 7 436 670 Personen im Jahr 1938 um 4,05 % auf 7 135 722. Hand in Hand damit ging eine Verminderung der Betriebseinnahmen. Beförderten die Omnibusse 1938 pro Tag 20 374 und pro Fahrkilometer 3,85 Reisende, so stellten sich die entsprechenden Ziffern für 1939 auf 19 550 und 4,13 Mobilmachung und der Zwang, Treibstoff einzusparen, führten zu einer starken Reduktion der Fahrleistungen. Schloss das Jahr 1938 mit einem Total von 1 933 809 Wagenkilometern, so schrumpfte deren Zahl 1939 auf 1 729 279 zusammen. Mit Benzinmotoren wurden 709 668 km (1938- 1 507 161 km) zurückgelegt, mit Dieselmotoren 1 019 611 km (1938: 426 648 km). Die starke Steigerung der auf die Dieselwagen entfallenden Betriebsleistungen erklärt sich damit, dass während des Berichtejahres die Umstellung vom Benzin- auf den Dieselbetrieb ihren Fortgang nahm, waren doch Ende 1939 von den insgesamt 45 Omnibussen 26 mit Dieselmotoren ausgerüstet, davon zwei neue Typen mit Heck-Dieselmotor. Natürlich findet die planmässige Umstellung auf den Dieselbetrieb ihren Niederschlag auch im Treibstoffverbrauch. Von 825 000 Liter im Jahr 1938 ging der Benzinkonsum auf 376 000 L. zurück, gleichzeitig aber erhöhte sich der Verbrauch an Dieselöl von 125 000 L. auf 292 000 L. Wie nicht anders zu erwarten, zeigt die Betriebsrechnung die Spuren der durch den Kriegsaus- ' bruch geschaffenen ungünstigen Verhältnis««. Die Einnahmen verminderten sich von 1 444 000 Fr. im Jahre 1938 auf 1 414999 Fr., d. h. tim 2,06 %, doch trat gleichzeitig auch bei den Betriebsausgaben eine Verringerung um 21 000 Fr. ein, womit deren Total 'den Betrag von 1220 000 Fr. erreichte. Als Fazit bleibt ein Betriebsüberschuss von 193 443 Fr. (gegen 201448 Fr. i. V.), der für die Vornahme von Abschreibungen dient. An die Bildung neuer Reserven und an die früher üblichen Rückstellungen für Strassenbeiträge und -Verbesserungen war, wie der Bericht abschliessend bemerkt, schon seit einigen Jahren überhaupt nicht mehr zu denken. Züvdiei* Notizen hat, machen würde. Dann seigt es sich möglicherweise, dass überhaupt nichts Neues nötig ist und die Nachteile nicht derart schwer wiegen, wie man Mit der anfangs 1938 lancierten Verkehrsgesetzinitiative hatte die kantonale Strassenverkehrsliga Zürich die Herabsetzung der weit übersetzten kantonalen Verkehrssteuern in die Wege geleitet. Der Kriegsausbruch hat im letzten September diese Aktion für in neues kantonales' Verkehrsgesetz, die vor dem Abschluss stand, leider vorläufig sistiert. Sofort nach Einführung der gegenwärtigen Brennstoffrationierung hat die kantonale Strassenverkehrsliga erneut Verhandlungen mit dem Regierungsrat aufgenommen, um eine Anpassung der Verkehrssteuern an die beträchtlich reduzierten Benzinmengen vorzunehmen und so die Tausende stillgelegter Motorfahrzeuge wieder in Verkehr zu bringen. Nach langen Verhandlungen, die durch die Motion Hafner im Kantonsrat unterstützt wurden, ist es möglich geworden, durch Einbringung einer Gesetzesvorlage, die dem Regierungsrat die Kompetenz geben soll, die bisherigen Verkehrssteueransätze während der Dauer der Brennstoffrationierung zu ermässigen, ' den einzigen positiven Erfolg versprechenden Weg zu beschreiten und damit das angestrebte Ziel zu erreichen. Im Kanton Zürich sind nämlich die Ansätze der Verkehrssteuern im Gesetz über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern vom 18. Februar 1923 niedergelegt. Eine Abänderung, d. h. Ermässigung derselben, ist daher weder durch Regierungsrats- noch Kantonsratsbeschluss möglich, sondern nur durch eine Gesetzesänderung. Da aber die Gestaltung der Verhältnisse im StrassenveTkehrswesen heute nicht vorausgesehen werden kann und 16. JUNI 1940 darüber auszusprechen. Hier der Wortlaut der Vorlage : Gesetz Gbtr die Ergänzung und Abänderung des Gesetzes über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern vom 18. Februar 1923. (Vom .) Art. 1. Der Regierungsrat wird ermächtigt, während der Dauer der Rationierung der flüssigen Brennstoffe und nach deren Aufhebung längstens sie von Seiten der Strassenbahn schildert. Daher fort mit der Barriere während einigen Wochen und — es wird auch so gehen. V 16. Juni: Wichtiger Abstimmungstag im Kanton Zürich es nicht zweckdienlich wäre, eine Neufestsetzung der Steueransätze durch einen nur schwer revidierbaren, aber vielleicht in wenigen Monaten überholten Gesetzes-Volksabstimmungsbeschluss vorzunehmen, wurde der weitaus zweckmässigere Weg gewählt, durch ein sog. Ermächtigungsgesetz dem Regierungsrat die Kompetenz zu geben, während der Dauer der Brennstoffrationierung die dringend nötige Anpassung resp. Ermässigung der kantonalen Verkehrssteuern durchzuführen. Regierungsrat und Kantonsrat haben die Gesetzesvorlage genehmigt, das Zürcher Volk hat sich an der Abstimmung vom bis zum Beginn des folgenden Kalenderjahres die in den §§ 5 und 6 des Gesetzes über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern festgesetzten Verkehrsgebühren zu ermassigen. Art II. § 5, letzter Absatz, des in Art. I erwähnten Gesetzes erhält folgende neue Fassung : Trolleybusse sind von der Entrichtung von Verkehrsgebühren befreit. Für Holzgas- und Klärgasfahrzeuge setzt der Regierungsrat besondere ermässigte Gebühren fest. Die zuständige Direktion des Regierungsrates kann ferner für Motorfahrzeuge, die gemeinnützigen Zwecken dienen (Krankenwagen, Feuerwehrmotorwagen, Motorsprengwagen und Kanalreinigungsmaschinen, Fahrzeuge der Polizei und dergleichen), die Verkehrsgebühr ermässigen oder erlassen. Art. III. Dieses Gesetz tritt nach seiner Annahme durch die Stimmberechtigten am Tage nach der amtlichen Veröffentlichung des Erwahrungsibeschlusses des Kantonsrates in Kraft. StrassenVerkehrsinteressenten versäumt am 16. Juni den Weg zur Urne nicht und legt ein KRÄFTIGES JA für das Ermächtigungsgesetz ein, womit ein altes Postulat unserer Liga und all ihrer Verbände verwirklicht werden soll. Nach den neuesten Angaben der kantonalen Polizeidirektion sind heute allein im Konton Zürich ca. 6000—7000 Motorfahrzeuge im Betrieb stillgelegt, d.h. rund ein Drittel des gesamten Motorfahrzeugbestandes, eine Situation, die nicht nur im Hinblick auf das notleidende Automobilgewerbe und die dadurch in Mitleidenschaft gezogene zürcherische Verkehrs- und Volkswirtschaft, sondern vor allem auch mit Rücksicht auf die Wehrbereitschaft und Landesverteidigung unhaltbar geworden ist. Am 21. Mai haben die kantonale Polizeidirektion und das Territorialkommando 6 die Erstellung der Fahrbereitschaft der Tausende von stillgelegten Motorfahrzeugen angeordnet. Jedes Automobil und jedes Motorrad ist heute unentbehrlich. Das Ermächtigungsgesetz vom 16. Juni soll aktiv mithelfen, dass diese «schlafenden » Fahrzeuge nicht nur wieder fahrbereit gemacht, sondern in den arbeitschaffenden Verkehr eingesetzt werden. Strassenverkehrsinteressenten, veranlasst auch all eure Freunde und Bekannten, sich für die Annahme des Gesetzes energisch einzusetzen. Es ist der einzige und letzte Weg, das gesteckte Ziel zu erreichen! KANT. STRASSENVERKEHRS-LIGA ZÜRICH und die ihr angeschlossenen 2? Verbände. Stvass^nvevk^h» Zum Kapitel Verkehrskontrollen Man hat es in Automobilistenkreisen als selbstverständlich hingenommen, dass mit der Generalmobilmachung vom 11. Mai eine verschärfte militärische Kontrolle des Strassenverkehrs Platz greifen musste, um festzustellen, wer sich in den Fahrzeugen befindet und ob die Insassen (und zwar nicht nur der Fahrzeuglenker, sondern auch die Mitfahrer) im Besitz ausreichender Ausweise seien. Man hat sich auch nicht weiter darüber aufgehalten, dass im Laufe eines Tages mehrere solcher Kontrollen zu passieren waren, was natürlich gewisse Zeitverluste mit sich brachte. Wenn dann aber die Zahl der Kontrollen auf 15, 20 oder mehr im Laufe des gleichen Tages anwächst!, so darf man sich wohl mit Recht fragen, ob es nicht möglich wäre, durch Schaffung eines jeweils nur einen Tag gültigen, speziellen Ausweises insofern eine Milderung herbeizuführen, als wenn die erste Kontrolle ordnungsgemäss erledigt und passiert ist, bei den folgenden nur dieser Spezialausweis vorgezeigt werden muss. Wenn der Fahrer bei der Kontrolle nur drei Minuten verliert, dann entspricht dies bei 20 Kontrollen einem totalen Zeitverlust von einer Stunde und das bedeutet, besonders heute, viel kostbare Zeit, die sich meist nicht mehr einbringen lässt, speziell wenn es sich um vorher festgesetzte Zettermine handelt, die eingehalten werden sollten. Bei wohlwollender Prüfung dieses Vorschlages durch die zuständigen Militärinstanzen bietet sich vielleicht doch die Möglichkeit, hier eine gewisse Milderung zu schaffen, ohne dass dadurch der sehr berechtgte c Zweck der Uebung > rgendwie zu leiden hätte. V Verwendung von Motorfahrzeugen In der Landwirtschaft. Für die im Kanton Zürich immatrikulierten landwirtschaftlichen Motorfahrzeuge kann nunmehr die Automobilkontrolle von Fall zu Fall Bewilligungen für die Verwendung von Motorwagen als Zugmittel für landwirtschaftliche Anhängewagen und landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen erteilen. Sie werden aber nur gewährt für Fahrten innerhalb der Gemeinde, in der sich der landwirtschaftliche Betrieb befindet, sowie für Fahrten in die Nachbargerrteinde oder auf die nächste Bahnstation. Zur gleichen Zeit darf nur ein Anhänger angehängt werden. Die Verkehrsgebühr beträgt 20 Fr. für Fahrzeuge bis 10 HP und 40 Fr. für Fahrzeuge über 10 HP. Sofern öffentliche Strassen befahren werden, muss für die betreffenden Fahrzeuge eine Haftpflichtversicherung gelöst werden. Dazu muss der Führer des Zugwagens im Besitz einer Führerbewilligung sein; unerlässlich ist ausserdem eine verkehrssichere Anhängevorrichtung. Anderseits wurde die Motorfahrzeugkontroüe ermächtigt, für die Verwendung von landwirtschaftlichen Traktoren im Transportgewerbe während der gegenwärtigen Kriegsmobilmachung von Fall zu Fall Bewilligungen zu erteilen. Sofern es sich um beschränkte Verwendung des Traktors ausserhalb der Landwirtschaft und nur um bestimmte Fahrten innerhalb der Wohnund Nachbargemeinde oder auf die nächste Bahnstation handelt, wird eine reduzierte Verkehrssteuer in Form eines Zuschlages zum Traktor bis zu 150 Fr. pro Jahr erhoben. Es hat ebenfalls eine Abnahme des Traktors durch die Motorfahrzeugkontrolle und der Abschluss einer Haftpflichtversicherung zu erfolgen. Ferner muss der Führer im Besitz eines Führerausweises sein. Die kantonale Polizeidirektion hat diese temporären Erleichterungen gestattet, um gewisse unhaltbare Verhältnisse im Transportgewerbe, bedingt durch die Requirierung zahlreicher Last- und Lieferungswagen, etwas lindern zu können. Mit der Aufhebung der Mobilmachung kommen sie wieder in Wegfafl. V Sens unfaue auf einzelnen Walliser Strassen. Der Staatsrat des Kanton« Wallis hat beschlossen, auf einzelnen Strassen einen Fahrplan für den Motorfahrzeugverkehr einzuführen, in dem Sinne, daes sie in den beiden Richtungen nur noch während bestimmten Stunden befahren werden dürfen. Im einzelnen gestaltet sich diese Regelung wie folgt: STRASSE LOURTIER-FIONNAY. Bergfahrt verboten von 10.15—11.00 Uhr -und Ton 16.40—17.30 Uhr. Talfahrt verboten ron 8.30—8.10 und von 14.20—15.10 Uhr. STRASSE DURNANDSCHLUCHT-CHAMPEX. Bergfahrt verboten von 8.00—S.30, von 11.00—12.00, von 13.30—15.30 und von 17.00—18.15 Uhr. Talfahrt verboten von 9.30—11.00, von 12.00—13.30, von 15.30—17.00 und von 18.15—19.00 Uhr. Uehertretung dieser Vorschriften wird mit Busse von 5—200 Fr. bestraft. Zürcher Strassenfragen. Mit der Wiederinbetriebnahme des Mythen- Cuais nach Abtragung der Bauten der Landesausstellung haben die zuständigen Behörden nun die von den Verkehrsinteressenten angeregte Verbesserung der früheren stark blendenden Ständerlampenbeleuchtung bereits vorgesehen. Im Abschnitt von der Alfred Escherstrasse bis zur Bachstrasse wird der Mythenquai mit einer Natriumdampflampenbeleuchtung ausgestattet, wodurch nun diese Ausfallstrasse auf über 2,6 km Länge eine einheitliche, blendfreie Beleuchtung erhält. Der durch einen Grünstreifen getrennte Fussweg erhält eine separate Betonkandelaberbeleuchtunj; mit Glühlicht Für die Ersetzung der unhaltbaren Holzschranke an der Kreuzung Bahnhofstrass e/U rania- (strasse soll sich ein neues Projekt in Vorbereitung befinden. Es wäre sehr wünschenswert, wenn man vor der Anbringung einer neuen teuren Installation, die sich vielleicht nicht bewähren wird, vorerst einen Versuch mit dem früheren, barrierenlosen Zustand, der sich ja nicht schlecht bewährt Basel: Freiburg: Genf: Lausanne: Neuchätel: Zürich: Vertreter in der ganzen Schwel« Krähenbühl & Co. Brulhardt freres Fleury & Cie. W. Zweigart W. Segessemann & fils, Franz ÄG. Hardstrasse 21 Rue Industrie 7 Tel. 2 46 64 10 00 Avenue Frontenex 30 „ 5 02 30 Place Chauderon 26 Gd. Gar. du Prebarreau Badenerstrasse 313-329 „ 2 94 53 5 26 38 7 27 55 KLEINE CH RON Der Vandalismus stirbt nicht aus. Jahr für Jahr wiederholt eich das bemühende Schauspiel, dass ganze Karavanen von Automobilen, Motorrädern und Velos die Narzissenfelder der Waadt heimsuchen. Dort tobt sich dann ein Vandalismus aus, der schlechthin beschämend wirkt. In riesigen Büscheln und ganzen Garben wird der Schmuck der Natur weggeschleppt, der Unverstand feiert wahre Orgien. Und dabei bilden sich diese Herrschaften noch weiss Gott was auf ihre Heldentaten ein. Sie tragen mit Stolz ihren Raub zur Schau. Vernünftiges Zureden und wohlgemeinte Ermahnungen zur Zurückhaltung — auch die A.R. hat es auf diesem Weg versucht — fruchten herzlich wenig, um solch sinnlosem Treiben Einhalt zu gebieten. Weshalb der waadtländische Staatsrat nunmehr zum (Mittel des Zwangs gegriffen und den Massenranb von Blumen unter Strafe ««stellt hat.