USSBALL

rotweissdamme

USSBALL

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 1/2012

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

Oldenburg strebt

Aufstieg in die

Regionalliga an


mit großem Bedauern habe ich zur Kenntnis genommen, dass Dr. Theo Zwanziger seine Amtszeit als DFB-Präsident

vorzeitig beenden wird. Mit ihm verliert der deutsche Fußball einen Funktionär, unter dessen Regie zahlreiche

Herausforderungen in glänzender Manier bewältigt wurden. Erinnert sei an die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaften

von 2006 und 2011 im eigenen Land, die Deutschland große internationale Anerkennung bescherte.

Zu allererst aber hat Dr. Zwanziger wie kaum ein zweiter Sportführer die soziale Verantwortung des Sports in

den Mittelpunkt seines Wirkens gestellt. Der Präsident hat mutig auch unbequeme Themen abseits des reinen

Kerngeschäfts Fußball angepackt, sich dabei leiten lassen von Respekt, Toleranz und integrativem Denken. Das

verdient Hochachtung. Die gemeinsame Zusammenarbeit mit Dr. Zwanziger war immer geprägt von gegenseitigem

Vertrauen und Achtung, wofür ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte.

Für den Deutschen Fußball-Bund war es enorm wichtig, dass mit Wolfgang Niersbach sehr schnell eine Zukunftslösung

gefunden werden konnte. Der Generalsekretär wird sich bei seiner Wahl auf einem außerordentlichen

Bundestag auf eine breite Unterstützung verlassen können. Er ist seit über 20 Jahren für den größten Sportfachverband

der Welt tätig, kennt sich in dem vielschichtigen Gebilde DFB somit bestens aus und besitzt ein hervorragendes

Netzwerk. Wolfgang Niersbach wird sich mit ganzer Kraft gleichermaßen für die Belange des Amateur- wie

auch des Spitzenfußballs einsetzen.

In weniger als einem halben Jahr wird im Warschauer Nationalstadion zwischen Polen und Griechenland das

Eröffnungsspiel der 14. Fußball-Europameisterschaft angepfiffen. Ganz Fußball-Deutschland fiebert dem Turnier

entgegen. Nach einer glanzvollen Qualifikation der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw ist der Optimismus

hierzulande riesig, dass nach 1972, 1980 und 1996 endlich wieder ein Titelgewinn gelingen kann. Auch ich bin

davon überzeugt, dass die Mannschaft das Potenzial besitzt, Europameister zu werden. Dies sage ich auch in dem

Bewusstsein, dass auf dem angestrebten Weg ins Finale bereits in den Gruppenspielen mit den Niederlanden,

Portugal und Dänemark echte Schwergewichte warten.

Die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine wird zweifelsfrei neben den Olympischen Spielen der sportliche

Höhepunkt des jetzt beginnenden neuen Jahres sein. Der Niedersächsische Fußballverband pflegt gute Kontakte

zum polnischen Fußballverband PZPN und arbeitet in verschiedenen Bereichen erfolgreich mit den Fußballern

aus unserem Nachbarland zusammen. Deshalb bin ich überzeugt, dass unsere polnischen Freunde, aber auch die

Ukrainer alles dafür tun werden, dass vom 8. Juni bis 1. Juli 2012 ein Fest des Fußballs gefeiert werden kann.

Sie alle, liebe Fußballfreunde, werden für 2012 Hoffnungen und Träume haben. Ich wünsche Ihnen, dass diese

sich erfüllen. Möge Ihnen ein glückliches, insbesondere aber gesundes und friedvolles neues Jahr bevorstehen.

Karl Rothmund

(Präsident)

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Januar 2012 3


Inhalt

4

Editorial

NFV-Pr sident Karl Rothmund zum F hrungswechsel beim DFB 3

Neue Regionalliga Nord

Welche Mannschaften aus Niedersachsen qualifizieren sich? 6

AOK-Gewinnspiel

Partner des NFV ruft zum Mitmachen auf 8

Ortstermin

Otto Rehhagel begeistert in Barsinghausen mit Witz und Charme 10

Länderspiel

Deutschland trifft in Hannover wieder auf die F r er-Insel 13

Litauenreise

Teil 2: Thomas Mann und der Zauber der Kurischen Nehrung 14

Sportmedizin

Knieverletzungen – PECH-Regel anwenden 18

Ehrenamt

Dankesch n-Wochenende f r U 23-Preistr ger in Barsinghausen 20

Aufklärung für Schiedsrichter

Wie k nnen Stresssituationen bew ltigt werden? 22

Schiedsrichter

NFV ehrt Bezirkssieger der Aktion „ Danke, Schiri“ 23

Auswahlarbeit

Nachwuchsteams des NFV berzeugen bei L ndervergleichen 24

Neuer Ausbildungsgang

Der „ Junior-Coach“ 26

Trainerausbildung

30 neue C-Lizenz-Trainer 28

DFB-Aktion Ehrenamt

47 Niedersachsen werden ausgezeichnet 30

„Danke an das Ehrenamt“

Hannover 96 ehrt verdiente Vereinsmitarbeiter 31

Deutscher Altherren-Supercup Ü 32

Broitzem, Kr henwinkel-Kaltenweide und Grasdorf am Start 32

EUROGREEN

ber die Bespielbarkeit von Sportpl tzen im Winter 33

Seite 10

Als Stargast für die Einweihung eines DFB-Minispielfeldes kam Otto Rehhagel nach Barsinghausen. Bei seinem Besuch begeisterte er das Publikum in Theorie

und Praxis und unterstrich nachhaltig, warum er bereits zu Lebzeiten eine Legende ist. Foto: Finger

Januar 2012

Titel

Der VfB Oldenburg

will in die neue

Regionalliga Nord

aufsteigen. Ab der

Saison 2012/2013

werden in dieser

Klasse Mannschaften

aus den

Landesverbänden

Niedersachsen,

Schleswig-Holstein,

Hamburg

und Bremen spielen.

Es werden

dann wieder viele

Nordderbys stattfinden,

die den Reiz

dieser neuen Regionalliga

Nord

ausmachen. Das

Titelfoto schoss

Helmut Kemme bei

der Oberligabegegnung

VfL Osnabrück II gegen VfB Oldenburg, das die Osnabrücker

am 5. Oktober mit 3:1 gewannen. Auf dem Foto links

der Oldenburger Sebastian Sonnenberger und Osnabrücks

Christian Pauli, ehemaliger Auswahlspieler des Niedersächsischen

Fußballverbandes.

Vorbildliche Integration

SV 06 Lehrte geht mit gutem Beispiel voran 34

Bezirk Braunschweig

Salzgitteraner Bilal Altinkaya Mitglied im „ Club 100“ 36

Bezirk Hannover

Reinhard Grindel zu Besuch im NFV-Kreis Diepholz 41

Bezirk Lüneburg

Der NFV unterst tzt ein Projekt in der JVA Salinenmoor 49

Bezirk Weser-Ems

Fair ist mehr: zcan Birinci zeigt eine sportliche Geste 58

Amtliche Nachrichten

NFV beschlie t nderungen seiner Ordnungen 65

Amtliche Nachrichten

Die Sportschultermine im Januar 2012 66


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Spielklassenreform

6

Welche Teams qualifizieren sich

für die neue Regionalliga Nord?

Oberliga Niedersachsen soll ab der Saison 2012/2013 mit 16 Mannschaften spielen

Rassiges Kopfballduell in der Begegnung VfL Osnabrück II gegen Eintracht Braunschweig II (16. November, 1:1). Braunschweigs Spieler Pierre Merkel

(links) und Stefan Heyken vom VfL Osnabrück. Foto: Kemme

Welche 18 Mannschaften werden

ab der Saison 2012/2013 in

der neuen Regionalliga Nord

Qualifizierungssaison ist in vollem Gange.

Welche Vereine aus der Oberliga

Niedersachsen in die neue Regionalliga

spielen? Eine spannende Frage. Die aufsteigen, wird wohl erst mit Ab-

Bestand Absteiger Aufsteiger besetzt frei Rele-

2011/2012 Liga ➘ Liga ➚ davon ➙ gation

9 +2 – 1 10 8 4+R 1+R 1+R 1 1 von 3

9 +2 0 11 7 4 1 1 1 keine

9 +1 – 1 9 9 5 1+R 1+R 1 1 von 2

9 +1 0 10 8 4+R 1+R 1+R 1 1 von 3

9 0 – 1 8 10 5 2 2 1 keine

9 0 0 9 9 5 1+R 1+R 1 1 von 2

Januar 2012

schluss der Saison am 3. Juni 2012

feststehen.

Wer muss m glicherweise aus der

3. Liga in die Regionalliga Nord absteigen?

Die zweite Mannschaft von Werder

Bremen ist stark abstiegsgef hrdet.

Mit dem VfL Osnabr ck spielt noch eine

weitere Mannschaft aus dem Regionalverband

Nord in der 3. Liga. Das

Team des neuen Trainers Claus-Dieter

Wollitz orientiert sich aber eher nach

oben.

Aus der Regionalliga Nord steigt

nach der Saison 2011/2012 niemand

ab. Holstein Kiel k nnte nach dem

derzeitigen Tabellenstand noch in die ➤


3. Liga aufsteigen. Sollte das nicht

klappen, verbleiben die Kieler zusammen

mit TSV Havelse, Hannover 96 II,

Hamburger SV II, VfL Wolfsburg II, FC

St. Pauli II, VfB L beck, SV Meppen

und SV Wilhelmshaven in der Regionalliga.

Somit w ren neun Pl tze vergeben.

Angenommen Werder Bremen II kommt

von oben, w ren es zehn und dann

g be es noch acht freie Pl tze f r Teams

aus den Landesverb nden Niedersachsen,

Schleswig-Holstein, Hamburg

und Bremen. Wie viele Mannschaften

aus diesen Verb nden zum Zuge kommen,

erkl rt NFV-Spielausschussvorsitzender

J rgen Stebani im Gespr ch mit

REINER KRAMER (siehe auch die Grafik

auf Seite 6, die alle m glichen Varianten

aufzeigt).

Zuschauer-Tabelle

Spiele / Schnitt / Anzahl / Rekord / Minus

1. VfB Oldenburg 3 1.082 3.247 1.395 879

2. RV G ttingen 05 9 847 7.625 1.252 450

3. SV Holthausen-Biene 8 805 6.443 1.500 400

4. BV Cloppenburg 10 803 8.031 1.873 350

5. TuS Heeslingen 10 638 6.380 1.050 350

6. BSV Kickers Emden 7 425 2.975 607 277

7. Goslarer SC 08 10 395 3.950 700 200

8. FC Hansa L neburg 10 385 3.850 600 250

9. TSV Ottersberg 9 376 3.382 825 180

10. VfV Borussia Hildeheim 9 322 2.900 650 200

11. VfL B ckeburg 8 312 2.500 450 250

12. Eintracht Nordhorn 10 310 3.100 500 150

13. Rotenburger SV 8 276 2.205 550 150

14. BSV SV Rehden 9 261 2.350 550 170

15. SC Langenhagen 10 216 2.160 350 150

16. VSK Osterholz-Scharmbeck 9 201 1.810 320 90

17. Eintracht Braunschweig II 9 195 1.758 500 87

18. VfL Onabr ck II 11 148 1.630 250 80

1. Herr Stebani, die neue Regionalliga

Nord startet in der Saison

2012/2013. Niedersachsen hofft,

fünf Mannschaften aus der Oberliga

Niedersachsen in die neue Liga

entsenden zu können. Sehen Sie

diese Zahl als realistisch an?

Fünf direkte Aufsteiger für Niedersachsen

wird es definitiv nur dann geben,

wenn keine norddeutsche Mannschaft

– also VfL Osnabrück oder Werder

Bremen II – aus der 3. Liga in die Regionalliga

Nord absteigt. Die möglichen Unwägbarkeiten

bei der Lizenzierung der

3. Liga haben allerdings schon in der

letzten Saison dazu geführt, dass Werder

II trotz des sportlichen Abstiegsplatzes

in der 3. Liga blieb. Nur bei der

Variante mit Werder II als tatsächlichem

Absteiger in die Regionalliga Nord und

keinem norddeutschen Aufsteiger in die

3. Liga wären zehn Plätze in der neuen

Regionalliga Nord besetzt. Dann würde

der fünftplatzierte Verein der Oberliga

Niedersachsen – mit Zulassung! – eine

3er-Relegationsrunde mit den Zweitplatzierten

aus Hamburg und Schleswig-Holstein

um den achten Aufstiegsplatz austragen

müssen, da bereits sieben Aufstiegsplätze

besetzt sind (4x Niedersachsen,

je 1x Bremen, Schleswig-Holstein,

Hamburg).

Da die Mannschaften der neuen Regionalliga

Nord und der Oberliga Niedersachsen

an einem Zulassungs-verfahren

teilnehmen, m ssen sowohl die sport-

2. Glauben Sie, dass die neue Regionalliga

Nord eine attraktive Klasse

wird? Oder dient sie nur für einige

Vereine als Durchgangstation zur

3. Liga?

Die neue Regionalliga Nord wird meines

Erachtens schon eine attraktive Spielklasse,

da noch mehr Derbys stattfinden

und vor allem die aufwändigen Fahrten in

den Nordosten wegfallen. Als Durchgangsstation

zur 3. Liga sehe ich sie auf

keinen Fall, da die nun noch deutlicheren

Unterschiede in den Zulassungsanforderungen

der Regionalliga Nord bzw. 3. Liga

nur ganz, ganz wenige Vereine im Norden

„wuppen“ können.

3. Spielplangestalter haben keinen

einfachen Job zu verrichten. Die

Mannschaften, die am Ende tatsächlich

in einer Liga Spielen spielen

- Gründe Lizenzierung, Insolvenz,

Relegationsspiele, freiwilliger

Verzicht – stehen wahrscheinlich

erst spät fest. Sind die Vereine nicht

verärgert, wenn sie erst buchstäblich

in letzter Minute erfahren, in

welcher Liga sie überhaupt spielen

können?

Durch gemeinsam vom DFB, den Regional-

und Landesverbänden gewollte

und erreichte Änderungen im Hinblick auf

eine deutliche zeitliche Komprimierung

Spielklassenreform

lichen als auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen

erf llt werden. F r Spannung

ist also in den ersten Monaten des

kommenden Jahres reichlich gesorgt. ■

Packendes Weser-Ems-Derby. Oldenburgs Spieler Peer Wegener (links am Ball),

Christian Pauli in Seitenlage und Ugur Birdir. Das Spiel endete am 5. Oktober

3:1 für den heimischen Osnabrück. Foto: Kemme

Drei Fragen an Jürgen Stebani

Jürgen Stebani, NFV-Spielausschussvorsitzender.

Foto: Zwing

des Lizenzierungsverfahrens sollte ein Fall

Koblenz mit seinen Dominoeffekten nicht

mehr vorkommen und Ende Mai tatsächlich

feststehen, wer in welcher Liga spielen

darf.

Januar 2012 7


Gewinnspiel

8

Der Nieders chsische Fu ballverband

(NFV) und die AOK Niedersachsen

machen sich gemeinsam stark f r den

Amateur-Fu ballsport und starten p nktlich

zum neuen Jahr eine gro e Mitmach-

Aktion: Zu gewinnen gibt es insgesamt 250

Jugend- und 250 Erwachsenen-Fu b lle im

exklusiven AOK-Design. Der Gesamtwert

betr gt 12.500 Euro.

20.477 Fu ballteams gibt es in Niedersachsen

– vom TuS Borkum im Norden bis

zur SG Staufenberg im S den. Im Trainingsund

Spielbetrieb mangelt es jedoch h ufig

an guten B llen. NFV und AOK sorgen jetzt

f r Abhilfe: Per Internet-Gewinnspiel k nnen

Spieler, Trainer und Fans ab 15 Jahren

mit etwas Gl ck ein volles Netz mit 40 neuen

B llen f r ihren Verein absahnen. Jeden

Monat wird ein Gewinner gezogen. Die

Teilnahme ist kostenfrei. Die bergabe der

Fu b lle an die gl cklichen Gewinner werden

der jeweilige Vereinsvorstand und der

rtliche AOK-Regionaldirektor vornehmen.

Die Aktion ist Bestandteil der AOK-Bewegungskampagne

„ Gesundheitskasse erleben

2012“ . Sie soll zu mehr Fitness und

einer gesundheitsbewussten Lebensweise

motivieren. „ Bewegungsmangel geh rt

neben einem erh hten Cholesterinspiegel,

bergewicht und Rauchen zu den gr ten

Risikofaktoren f r Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Eine regelm ige k rperliche

Aktivit t ist f r das Herz also enorm wichtig“

, erl utert AOK-Vorstandsvorsitzender

Dr. J rgen Peter.

Sport hilft dabei, das Fortschreiten

von Fett- und Kalkablagerungen in den

Januar 2012

Volltreffer: Bälle ohne Ende

NFV und AOK Niedersachsen starten Gewinnspiel

Neues vom DFB

Ballsicher: NFV-Direktor Bastian Hellberg (links) und AOK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Peter

sorgen dafür, dass 500 neue Fußbälle in die Vereine kommen.

Gef en zu verlangsamen und so die

Gefahr eines Herzinfarkts zu verringern.

Au erdem senkt Sport die Cholesterinwerte

und bringt ganz nebenbei berfl

ssige Pfunde zum Schmelzen. „ Durch

Bewegung verbessert sich nicht nur die

Leistungsf higkeit im Alltag, sondern

auch das allgemeine Wohlbefinden“ ,

erg nzt der AOK-Chef.

NFV-Direktor Bastian Hellberg freut

sich ber diese tolle Aktion der AOK: „ Es

kommt nicht alle Tage vor, dass ein Verein

auf einem Schlag mit 40 Fu b llen ausgestattet

wird. Mit einem attraktiven Gewinnspiel

im Internet macht unser langj hriger

Partner AOK das m glich!“

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Tipps für

Sportplatzbau

DFB veröffentlicht Broschüre auf Internetplattform

278 Seiten Informationen zu „Sportplatzbau und -erhaltung“ findet der

interessierte Leser in der gleichnamigen Broschüre des Deutschen Fußball-Bundes,

die ab sofort in der 4. Auflage erscheint durch den DFB veröffentlicht

wurde.

Laut einer Erhebung des Instituts für Demoskopie in Allensbach spielen in

Deutschland rund 16 Millionen Menschen regelmäßig Fußball. Die Grundlage

dafür bieten ca. 50.000 Sportplätze. Angesichts der steigenden Zahlen beim

Mädchen- und Frauenfußball wird der Bedarf nach funktionstüchtigen Spielflächen

weiter zunehmen. Auch ältere Fußballer wollen immer länger im Wettbewerb

Fußball spielen und brauchen dafür Sportplätze.

Die Broschüre „Sportplatzbau und -erhaltung“ richtet sich daher sowohl an

Planer und Architekten, Baufirmen, öffentliche und private Platzpfleger, Verantwortliche

in Kommunen und Vereinen. Zum Themenbereich gehören die Sportplatzplanung,

der Bau von Rasenflächen, die Pflege und Erhaltung von Rasenflächen

sowie Planung und Bau von Tennen-, Kunststoff-, Kunststoffrasen- und

Sandsportflächen. Alleine 75 Seiten sind der Rasenpflege gewidmet.

Die Broschüre kann zum Preis von 24,95 Euro plus Versandkosten über

den Deutschen Fußball-Bund (Otto-Fleck-Schneise, 60528 Frankfurt, Stichwort

„Broschüre Sportplatzbau“) bezogen werden. Eine PDF-Version ist als Download

auf der DFB-Interplattform hinterlegt.


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Ortstermin

10

Im Zusammenspiel mit Jugendtrainer Georgi Tutundjiev demonstrierte Otto Rehhagel das richtige Kopfballspiel. Fotos (4): Finger

VON MANFRED FINGER

Etwa 90 Minuten, so lang also wie ein

Fußballspiel, beugte sich Otto Rehhagel

der Theorie. Bestens gelaunt, witzig

und voller Anekdoten stand er Rede

und Antwort. Zunächst in einem Pressegespräch

mit örtlichen Journalisten, zu dem

ein in Barsinghausen ansässiges Geldinstitut

in seine Geschäftsräume eingeladen

hatte, dann anlässlich einer Talkrunde im

Vereinsheim des TSV Egestorf. Doch dann

kam dieser Moment, in dem der Praktiker

in ihm nicht mehr still halten wollte. Vor

100 überraschten Gästen forderte Rehhagel

einen Jugendtrainer des TSV auf, doch

mal mit einem Ball zu ihm nach vorne zu

kommen. Was folgte, war Entertainment

pur: In Wort und Tat demonstrierte die

Trainer-Legende, wie man richtig köpft

und schießt. Dabei stellte er nachhaltig unter

Beweis, was er zuvor bereits am Mikrofon

gesagt hatte: „Ich werde im nächsten

Jahr 74. Doch das sieht man mir nicht an.

Ich bin noch jung und fühle mich topfit.“

Auf Einladung des NFV-Präsidenten

und DFB-Vize Karl Rothmund war Rehhagel

nach Barsinghausen gekommen.

Der Anlass war die Einweihung eines DFB-

Minispielfeldes auf der Sportanlage des

Stadtteilklubs TSV Egestorf. Gut 1.000 solcher

Bolzplätze sind in Deutschland in den

Jahren 2007 bis 2009 entstanden. Dass

am Nikolaustag 2011 ein weiteres Feld in

Egestorf hinzu kam, haben der Verein und

die benachbarte Ernst-Reuter-Schule Karl

Rothmund zu verdanken. „Ich habe für

Januar 2012

„Es gibt kein dickes Fell.

Wir sind alle verletzlich!“

Trainer-Legende Otto Rehhagel weiht in Barsinghausen ein DFB-Minispielfeld ein

den DFB attraktive Verbindungen im

Marketingbereich geschaffen. Als Dankeschön

durfte ich mir ein Minispielfeld

wünschen“, erklärte Rothmund in seiner

Begrüßung den Hintergrund.

Dass seine Wahl dabei auf den Standort

Egestorf fiel, liegt an seiner eigenen

Biografie, die im Sport eng mit dem dortigen

TSV und dem TSV aus Langreder ver-

bunden ist. „Alles was ich im Fußball

geworden bin, habe ich auch diesen Vereinen

zu verdanken. Mit der Vermittlung

dieses Platzes möchte ich etwas zurückgeben“,

sagte der 68-Jährige, der sowohl

für den TSV Egestorf als auch für den TSV

Langreder dem runden Leder hinterher

jagte und der 2001 einer der maßgeblichen

Wegbereiter für die Fusion der

Die neunjährige Rika schnitt das Absperrband durch. Hinten von links: Torsten Seebeck (Präsident

1. FC Germania Egestorf/Langreder), Walter Zieseniß (Bürgermeister der Stadt Barsinghausen),

NFV-Präsident Karl Rothmund, Otto und Jens Rehhagel.


eiden Fußballsparten zu einem reinen

Fußballklub war.

Mit Otto Rehhagel hätte Rothmund

keinen besseren „Stargast“ für die Einweihungszeremonie

gewinnen können. „Ein

König mit viel Charme“ titelte am Tag danach

eine örtliche Tageszeitung über den

Besuch von „König Otto“, wie Rehhagel

seit seiner Zeit als Trainer bei Werder Bremen

(1981-1995) genannt wird. Mit vielen

Anekdoten und Weisheiten aus dem Bereich

des Fußballs und nicht zuletzt mit

seiner Praxisdemonstration begeisterte die

Trainer-Ikone sein Publikum. „Ich bin ja mit

einem Fußball auf die Welt gekommen“,

blickte Rehhagel humorvoll auf die Anfänge

seiner Karriere zurück. 1938 in der

Ruhrgebietsmetropole Essen geboren, verlor

er früh seinen Vater und musste sich im

Deutschland der Nachkriegszeit als Halbwaise

seinen Platz erkämpfen. Der Fußball

wies ihm den Weg - und riss zunächst einmal

Wunden. „Ich habe früher noch auf

Schlacke gespielt. Damals kam das Sliding

Tackling auf. Dabei musstest du ordentlich

reingrätschen, und dann war die ganze

Seite offen. Nachts im Bett war vor

Schmerzen die Aktion Mumie angesagt.“

„Ein Buch wird heute nur gut

verkauft, wenn du darin

jemanden angreifst.

Das ist nicht mein Stil.“

Über den TuS Helene, dem er mit

zehn Jahren beigetreten war, schaffte er

1960 den Sprung zum populärsten und

erfolgreichsten Klub seiner Heimatstadt,

Rot-Weiss. An der Hafenstraße erwarb er

sich in 90 Oberligaspielen, der damals

höchsten deutschen Spielklasse, den Ruf

eines kompromisslosen Verteidigers. Als

1963 die Bundesliga eingeführt wird, ist

Rot-Weiss, der Deutsche Meister von

1955, nicht dabei. Otto Rehhagel wechselt

deshalb an die Spree, wo der bei der

„Alten Dame“ Hertha Profi wird. 1966

zieht es ihn weiter in die Pfalz. Für den

1. FC Kaiserslautern bestreitet er in den

folgenden sechs Jahren 148 Erstligaeinsätze,

bis ihn 1972 eine Knorpelabsprengung

am Knie zum Ende seiner Spielerlaufbahn

zwingt.

Noch im selben Jahr beginnt beim

1. FC Saarbrücken seine Karriere als Trainer

– eine Karriere, die ihn zu einer lebenden

Legende machen wird. Nach schwierigen

Anfangsjahren, in denen Rehhagel

über die Rolle eines Kurzeittrainers oder

„Notnagels“ oftmals nicht hinauskommt,

schreibt er einen Heldenepos nach dem

anderen und schafft den Aufstieg in den

Olymp der deutschen Fußballgrößen.

Werder Bremen führt er aus der

zweiten Liga zu Meistertitel (1988,

1993), Pokal (1991, 1994) und Europapokalsieg

(1992), Kaiserslautern als bisher

einzigen Aufsteiger in der Geschichte

der Fußball-Bundesliga zur Meisterschaft

(1998). Das wohl größte seiner zahlreichen

Fußball-Wunder bewirkt er als

Nationaltrainer Griechenlands. 2004

wachsen die Hellenen, im Fußball bis

dahin eher Zwerge, unter der Regie von

„Rehakles“ über sich hinaus und werden

Europameister. Allein dieser Coup wäre

es wert, vom Meistertrainer selbst niedergeschrieben

zu werden.

Doch auch in Zeiten, wo mit Philipp

Lahm ein deutscher Nationalspieler bereits

mit 28 Jahren seine Autobiografie veröffentlicht,

kommen Memoiren für Otto

Rehhagel nicht in Frage. Zwar hätte er

durchaus schon eine Idee für den Titel

(„Auferstanden aus Ruinen“), doch, so

Rehhagel, „ein Buch wird heute nur gut

verkauft, wenn du darin jemanden angreifst.

Das ist nicht mein Stil. Ich will

auch nicht alles preisgeben. Dafür sind

mir einige Dinge zu wichtig.“

Der Suizidversuch des Hannoveraner

Bundesligaschiedsrichters Babak Rafati,

der Selbstmord des walisischen Nationaltrainers

Gary Speed, der Rücktritt von

Schalkes Coach Ralf Rangnick wegen

eines „Burnout-Symptoms“ – vor dem

Hintergrund dieser Fälle wollte der Moderator

von Rehhagel wissen, wie er in seiner

Karriere mit dem Druck umgegangen ist,

dem nicht zuletzt Trainer ausgesetzt sind.

„Das mit dem Druck kann ich nicht ganz

nachvollziehen. Es muss einem klar sein,

dass es im Fußball Höhen und Tiefen gibt.

Damit muss man klar kommen“, antwortete

Rehhagel, machte zugleich aber deutlich,

wie angreifbar ein Jeder ist. „Es heißt

Ortstermin

Ulrike Schulze, Fachkonferenzleiterin Sport Ernst-Reuter-Schule, und Helge Kristeleit, NFV-Referatsleiter

Jugend, fachsimpelten mit Otto Rehhagel.

NFV-Präsident Karl Rothmund fädelte den Besuch von Otto und Jens Rehhagel ein. Zum Abschluss

des Aufenthaltes gab es ein Bankett im Saal Berlin des Sporthotel Fuchsbachtal.

immer, man müsse sich ein dickes Fell

zulegen. Es gibt kein dickes Fell. Wir sind

alle verletzlich!“

Begleitet wurde Otto Rehhagel, der

inzwischen wieder in Essen lebt, von seinem

Sohn Jens. „Er ist eine wunderbare

Kombination. Den Ehrgeiz hat er von mir,

die Intelligenz von meiner Frau“, sagte

Rehhagel über seinen Filius, der als Chef

des Nachwuchsleistungszentrums bei

Hannover 96 arbeitet und im März 2011

an der Deutschen Sporthochschule in

Köln promovierte. Dass er aufgrund der

Tätigkeit seines Sohnes inzwischen ein

besonderes Verhältnis zu dem niedersächsischen

Bundesligisten hat, räumte

Otto Rehhagel gerne ein. Darüber hinaus

liegen seine Sympathien vor allem bei

mehreren Klubs. „Mein Verein ist Werder

Bremen. Doch ich liebe auch meine Vereine

im Ruhrgebiet wie Dortmund und

Schalke.“

Ob er noch einmal auf die Trainerbank

zurückkehren wird? „Nur wenn

Rot-Weiss Essen in die Bundesliga aufsteigt“,

flachst Rehhagel zunächst, verrät

aber dann, dass er sich alles vorstellen

kann. „Ich bin noch fit. Zu alte Trainer

gibt es nicht. Entweder man ist qualifiziert

oder man ist es nicht.“ ■

Januar 2012 11


Namen & Nachrichten

12

Roland Freitag wurde bei seiner Verabschiedung als Geschäftsführer

des Regionssportbundes Hannover (RSB) eine besondere Ehre

zuteil. Aus den Händen von Karl Rothmund erhielt der 68-Jährige die

Silberne Ehrennadel des NFV. Damit gehört Freitag wie auch Klaus

Timaeus (siehe Bericht rechts) zu den wenigen Persönlichkeiten außerhalb

der Verbandsgremien, die sich über diese Auszeichnung freuen

durften. Weitere Mitglieder in diesem erlesenen Kreis sind 96-Präsident

Martin Kind oder Hannovers Oberbürgermeister-Legende Herbert

Schmalstieg. Roland Freitag verlebte seine aktive Zeit als Fußballer beim

Barsinghäuser Ortsteilklub TSV Groß Munzel. Diesem Verein diente er

später 23 Jahre lang als Vorsitzender (1978-2001). Nach 15-jähriger

ehrenamtlicher Tätigkeit beim damaligen Kreissportbund Hannover trat

Freitag 1996 seinen Dienst als Geschäftsführer des RSB Hannover an,

dem 190.000 Mitglieder in 688 Vereinen angehören. Foto: Bratke

Ronald Noack (Mitte), Fußball-Sozialarbeiter aus Berlin, präsentierte

im Foyer der Multi-Media Berufsbildenden Schulen Hannover die

Wanderausstellung „BALLARBEIT – Szenen aus Fußball und Migration“.

Anhand von Texten, Bildern, Filmen, Hörbeispielen und Exponaten wird

erzählt, wie Menschen durch den Fußball zu Migranten wurden und wie

sie im Fußball ein Zuhause gefunden haben. BALLARBEIT zeigt darüber

hinaus, mit welchen Problemen eigenethnische Klubs wie Türkiyemspor

Berlin, Croatia Hamburg oder Lupo Martini Wolfsburg zu kämpfen hatten

– aber auch, was sie erreicht haben. Mit ihren Inhalten bezieht die

Januar 2012

Klaus Timaeus, langjähriger Leiter des Oberbürgermeisterbüros

von Hannover, wurde in Barsinghausen mit der Silbernen Ehrennadel des

Niedersächsischen Fußballverbandes ausgezeichnet. Während eines Empfangs

im Restaurant des Sporthotel Fuchsbachtal nahm NFV-Präsident Karl

Rothmund die Auszeichnung vor. Damit würdigte der Verband die vielfältigen

Verdienste des 66-Jährigen um den Fußballsport. Klaus Timaeus engagierte

sich unter anderem als Vizepräsident des damaligen Zweitligisten

OSV Hannover (1979-1981) und war 2006 während der Fußball-Weltmeisterschaft

in Deutschland einer der Macher am Standort Hannover. Als WM-

Beauftragter der niedersächsischen Landeshauptstadt organisierte er in

enger Zusammenarbeit mit Karl Rothmund, der dem lokalen Organisationskomitee

(OK) als Geschäftsführer vorstand, das Rahmenprogramm

der Spiele. Zum Beispiel die Fanmeile mit dem stimmungsvollen Public

Viewing. Foto: Finger

Ausstellung klar Position gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball.

Hierzu gehören wie auch in Hannover Podiumsdiskussionen im Begleitprogramm.

Eine davon trug den Titel „Hat Sarrazin jemals Fußball

gespielt?“ und wurde von NFV-Mitarbeiter Manfred Finger (rechts) moderiert.

Zu Fingers Gesprächspartnern zählten neben Noack der aus Kamerun

stammende Rechtsanwalt Dr. Arnaud Lionel Ngassa Djomo

(links), der derzeit in der Ü 32 von Hannover 96 spielt, der Rechtsanwalt

und Präsident von Damla Genc Hannover, Murat Kilic, sowie der NFV-

Integrationsbeauftragte Frank Schmidt. Foto: Overesch


Reinhard Grindel (rechts), seit Oktober 1. Vizepräsident des

NFV, nahm am 12. Dezember erstmals an einer Sitzung der Kommission

Integration teil. Die Arbeit dieses Gremiums gehört zu seinem Zuständigkeitsbereich.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem das neue

DFB-Integrationskonzept, die Kooperationen des Verbandes im Behindertenfußball

sowie das Dialogforum „Vor dem Ball sind alle gleich – sexuelle

Identitäten im Fußball“. Dieses findet am 17. und 18. Januar 2012

in der Sportschule Hennef bei Köln statt. Erörtert werden soll, wie

Homophobie im Sport erfolgreich verhindert und Aufklärung verankert

werden kann. Veranstalter ist die 2007 gebildete DFB-Arbeitsgruppe

Miroslav Klose und die deutsche

Nationalmannschaft bestreiten am 7. September

in Hannover ihr erstes Qualifikationsspiel

auf dem Weg zur FIFA WM 2014

in Brasilien.

Gegner werden die Färöer Inseln sein.

In ihrer nunmehr fast 112-jährigen Verbandsgeschichte

traf die DFB-Auswahl

erst zweimal auf die Kicker von der im

Nordatlantik gelegenen Inselgruppe. Die

Premiere fand dabei am 16. Oktober 2002

in Hannover statt (Bild).

Anlässlich der Qualifikation zur EURO

2004 bildete das damalige Niedersachsenstadion

die Kulisse für einen 2:1-Arbeitssieg

der deutschen Mannschaft. Vor

36.628 Zuschauern erwischten die von

Rudi Völler betreuten Gastgeber zwar

einen Traumstart, als Michael Ballack

bereits nach zwei Minuten per Elfmeter

zum 1:0 traf, doch anschließend blieb das

erwartete Schützenfest aus. Im Gegenteil:

Ein Eigentor von Arne Friedrich sorgte in

der letzten Minute der ersten Hälfte sogar

für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Nach dem Wechsel verhinderte Miroslav

Klose mit seinem 2:1-Siegtreffer die

Blamage. Nach 59 Minuten war er per

Kopf erfolgreich.

Auch im Rückspiel am 11. Juni 2003

tat sich Deutschland schwer und kam erst

in den Schlussminuten durch Klose (89.)

und Fredi Bobic (90.) zu einem 2:0-Erfolg.

Neben der niedersächsischen Landeshauptstadt

sind Berlin (16. Oktober 2012,

Schweden), Nürnberg (26. März 2013,

Kasachstan), München (6. September

2013, Österreich) und Köln (11. Oktober

2013, Irland) die weiteren Austragungsorte

der Heimländerspiele. Foto: imago

Namen & Nachrichten

„Für Toleranz und Anerkennung – gegen Rassismus und Diskriminierung“.

Aus dem Kreis der NFV-Kommission werden an dem Forum der

renommierte Sportwissenschaftler und Fanforscher Professor Dr. Gunter

A. Pilz, der NFV-Integrationsbeauftragte Frank Schmidt und FIFA-

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus teilnehmen. Darüber hinaus ist der

NFV durch die Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses, Karen

Rotter, vertreten. Der NFV-Kommission Integration gehören an (von

links): Hasan Yilmaz, Frank Gunia, Marko Kresic, Prof. Dr. Gunter A. Pilz,

Friedhelm Forbriger, Henning Schick, Bibiana Steinhaus, Frank Schmidt,

Reinhard Grindel. Foto: Finger

Januar 2012 13


Litauen

14

Wo Europa an die Sahara erinnert

Im Oktober 2011 weilte Journal-Redakteur Manfred Finger für fünf Tage in Litauen.

Nachdem er in der vergangenen Ausgabe die Situation des Fußballsports beleuchtet hat,

der in dem basketballverrückten Land immer mehr an Bedeutung gewinnt, beschreibt er

im zweiten und letzten Teil der Serie eine der atemberaubendsten Landschaften Europas.

„Alles ist weglos, nur Sand, Sand

und Himmel.“ Als Thomas Mann Ende

der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts

erstmals das Fischerdorf Nidden besuchte,

fühlte er sich wie auf einem anderen

Kontinent. „Die weiße Küste ist

schön geschwungen, man könnte glauben

in Nordafrika zu sein.“ Mit seinem

Eindruck stand der große deutsche

Schriftsteller indes keineswegs allein.

Bereits 1809 schrieb der Universalgelehrte

Wilhelm von Humboldt an seine

Frau, man müsse diese Gegend „ebenso

gut als Spanien und Italien gesehen

haben, wenn einem nicht ein wunderbares

Bild in der Seele fehlen soll.“ Und

vor dem Zweiten Weltkrieg nutzten

deutsche Regisseure die Kulisse, um hier

die Wüstenszenen für ihre Kinofilme zu

drehen.

Was von Humboldt, Thomas Mann

und die Filmregisseure so beeindruckte,

war eine atemberaubende Dünenlandschaft,

die aber keineswegs in südlichen

europäischen Gefilden oder gar in Afrika,

sondern im Nordosten Europas liegt.

Genauer gesagt auf der Kurischen Nehrung

im ehemaligen Ostpreußen. Bei ihr

handelt es sich um eine knapp 100

Kilometer lange Halbinsel, die das Kurische

Haff beinahe wie ein Binnenmeer

von der Ostsee trennt und die an der

schmalsten Stelle nur wenige 100

Meter breit ist.

Lange ostpreußisch, wurde die

schmale Landzunge nach dem Ersten

Weltkrieg zunächst litauisch, dann wieder

deutsch, ehe sie von der Sowjetunion

besetzt wurde. Ab 1945 war die

Nehrung für vier Jahrzehnte militärisches

Sperrgebiet und konnte nur mit

einer Sondergenehmigung betreten

werden. 1990 bewirkte der Zerfall des

Sowjetreiches die Teilung: Der nördliche

Abschnitt, 52 Kilometer lang, kam zum

erneut unabhängigen Litauen, der südliche

Bereich als Teil der Oblast Kaliningrad

zu Russland.

Bei dem Gebiet um Kaliningrad,

das früher Königsberg hieß, handelt es

sich um eine Exklave, die räumlich keine

Verbindung zum russischen Kernland

hat. Die Grenze auf der Kurischen Nehrung

trennt aber weitaus mehr als nur

zwei Länder. Denn seit 2004 ist Litauen

Mitglied in der Europäischen Union, so

dass sie inzwischen die Außengrenze

der EU markiert. Wer seitdem auf der

Halbinsel von Norden nach Süden reisen

möchte, braucht deshalb ein Visum, das

allerdings nicht von den Grenzbehörden

ausgestellt werden kann, sondern zuvor

über die russische Botschaft besorgt

werden muss.

Vier Kilometer von der Grenze entfernt,

im litauischen Teil, liegt Nidden,

Januar 2012

Das Sommerhaus von Thomas Mann in Nida. Foto: gettyimages

das heute Nida heißt. Von jeher ist das

kleine Fischerdorf das beliebteste Reiseziel

auf der Kurischen Nehrung. Gleich

hinter der Ortschaft türmen sich riesige

Sandberge zu einem alles überragenden

Gebirge. Die Szenerie wirkt wie eine

stille, einsame Wüstenlandschaft.

Nicht von ungefähr wird dieser

Landstrich deshalb auch als „ostpreußische

Sahara“ bezeichnet.

Unweit von Nida, das mit 1.600

Einwohnern auch die größte Ortschaft

der Nehrung ist, liegt die bekannteste

aller Dünen, die „Hohe Düne“. Mit

ihren fast 60 Metern ist sie nach der

„Dune du Pyla“ an der südwestfranzö- ➤


sischen Atlantikküste die zweithöchste

in Europa. Wer hier oben steht, dem

bietet sich ein phantastischer Ausblick.

Auf der einen Seite sieht er das Wasser

des ruhig liegenden Kurischen Haffes,

auf der anderen die bewegte Ostsee.

Endlose weiße Sandstrände und weite

Kiefernwälder runden die malerische

Kulisse ab.

Der Zauber der Nehrung kommt

aber auch im Ort selbst zum Ausdruck.

Besonders auffallend sind die farbenfrohen

Holzhäuser. Titanweiß, eisenrot und

kobaltblau sind die typischen Farben.

Letzteres wurde von Thomas Mann als

„Niddener Blau“ bezeichnet und findet

sich an den Fensterläden sowie am

Giebel jenes Holzhauses wieder, das der

Literatur-Nobelpreisträger 1929 auf dem

sogenannten Schwiegermutterberg erbauen

ließ. „Wir ... waren so erfüllt von

der Landschaft, dass wir beschlossen,

dort Hütten zu bauen, wie es in der Bibel

heißt“, berichtete er 1931 vor den

Mitgliedern des Rotary Club München

in seinem Vortrag „Mein Sommerhaus“.

Seine anschließenden Beschreibungen,

die später abgedruckt wurden, führten

zu dem viel zitierten Ausdruck „italienische

Aussicht“. Thomas Mann sagte:

„Man findet einen erstaunlich südlichen

Einschlag. Das Wasser des Haffs ist im

Sommer bei blauem Himmel tiefblau.

Es wirkt wie das Mittelmeer. Es gibt

dort eine Kiefernart, Pinien ähnlich.“

Den „Italienblick“ genießen konnte

der Buddenbroocks-Verfasser allerdings

nur in den Sommermonaten von 1930

bis 1932. 1933, im Jahr der Machtübernahme

der Nationalsozialisten,

verließen die Manns Deutschland und

emigrierten über Frankreich und die

Schweiz in die USA. Ihr Haus wurde

während des Zweiten Weltkrieges von

Hermann Göring als Jagdhaus vereinnahmt

und verwahrloste anschließend.

1967 erfolgte eine vollständige Restaurierung

und die Eröffnung als Thomas-

Mann-Gedenkstätte. Seitdem Touristen

wieder auf die Kurische Nehrung reisen

dürfen, hat sich das Gebäude zu einem

der meistbesuchten Museen des baltischen

Staates entwickelt.

Eine Festlandanbindung hat die

Halbinsel, die im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe

der UNESCO ernannt wurde,

nur im russischen Süden. Für den litauischen

Teil muss eine Fähre ab Klaipeda

benutzt werden. Die Hafenstadt trug

einst den Namen Memel und war bis

1920 die nördlichste Stadt des Deutschen

Kaiserreiches. Heute ist Klaipeda

Litauens Tor zur Welt. Geht es nach Julius

Kvedaras, dem Generalsekretär des

litauischen Fußballverbandes LFF, sollen

dort 2013 Junioren-Nationalmannschaften

und ihre Fans zu Gast sein. Denn

im nächsten Jahr richtet sein Land die

U 19-Europameisterschaft der UEFA

aus. Es ist das erste Mal, dass ein

Turnier der Europäischen Fußball-Union

in Litauen stattfinden wird.

Die vier Austragungsorte stehen

allerdings noch nicht fest. Mit der

Europameisterschaft im eigenen Land

möchte der Fußball in Litauen weitere

Litauen

Die Dünenlandschaft bei Nida. Foto: Kirmße

„Die weiße

Küste ist schön

geschwungen,

man könnte

glauben in

Nordafrika

zu sein.“

Thomas Mann,

„Mein Sommerhaus“


Januar 2012 15


Litauen

16

Freunde fürs Leben: Egidijus Krisciunas, Vygandas Valiukevicius, Peter Kirmße. Im Hintergrund

das Kurische Haff bei Nida. Foto: Finger

Fortschritte machen. Denn im südlichsten

der drei baltischen Länder überwiegt

das Interesse am Basketball. Das

Spiel mit dem orangenen Ball wird dort

wie eine zweite Religion verehrt (siehe

Fußball-Journal Nr. 12/2011).

Allerdings hat Fußball inzwischen

mächtig aufgeholt. Fast 16.000 der insgesamt

3,2 Millionen Litauer sind momentan

in 65 Vereinen registriert. Das

sind zwar weniger als beim Basketball

(18.000 in 129 Klubs), doch der Abstand

zum Nationalsport ist geringer

geworden. Zumal der LFF in den vergangenen

Jahren im Nachwuchsfußball

einen 40-prozentigen Anstieg

verzeichnen konnte.

Die Zuversicht von

Kvedaras und seinem

Präsidenten Liutauras

Varanavičius speist

sich zudem aus

der erheblich verbessertenInfrastruktur.

Im Jahr

Januar 2012

Nida

Klaipeda

2007 wurde in Kaunas, der zweitgrößten

Stadt des Landes, die Nationale

Fußball-Akademie eingeweiht, in der die

größten Fußballtalente Litauens zusammen

gezogen sind. Derzeit leben, trainieren

und lernen dort 46 Jungen der

Jahrgänge 1993 bis 1996.

Landesweit sind 100 Minispielfelder

entstanden und mit Mitteln der UEFA

wird momentan in jedem der zehn ehemaligen

litauischen Verwaltungsbezirke

ein Großspielfeld installiert. Einer der

wichtigsten Partner des Fußballverbandes

ist dabei die Firma FORTERA. Die

drei Kunstrasenplätze sowie der Hallenbelag

in der Trainingshalle der Fußballakademie

wurden von diesem Unternehmen

gebaut. Und auch bei der

Errichtung der Großspielfelder ist

der Sportstättenbauer aus Kedainiai mit

von der Partie.

Die gut 31.000 Einwohner zählende

Stadt war das Zentrum der Reformation

in Litauen. Noch heute gibt es hier

eine evangelische Kirche, was im durchgehend

katholischen Litauen Seltenheitswert

hat. Einer der Ehrenbürger von

Kedainiai ist im sächsischen Markkleeberg

zu Hause: Peter Kirmße. In

den 90er Jahren erschloss der Diplom-

Jurist für DESSO Sports Systems, einem

der weltweit größten Hersteller von

Kunstrasen für Sportböden, das Baltikum.

Besonders eng wurden die Beziehungen

zu Litauen. „Ich schätze das

schöne Land, den Fleiß und die Gastfreundschaft

seiner Menschen. Mit viel

Herzblut versuchen sie ihr Land voranzubringen,

auch im Sport“, erklärt der

heute 67-Jährige.

Als Geschäftsführer einer Deutsch-

Litauischen Handelsgesellschaft und Berater

des damaligen litauischen Industrieministers

lernte Kirmße 1995 die Führungsspitze

von FORTERA um Präsident Vygandas

Valiukevicius und Generalmanager

Egidijus Krisciunas kennen. Mit dem Kauf

von Bodenbelägen für vier Tennisplätze

im Sportpark von Kedainiai begann eine

Zusammenarbeit, die bis heute anhält.

FORTERA, 1995 gerade frisch gegründet,

entwickelte sich mit Produkten von

DESSO Sports Systems zu einem der führenden

Sportstättenbauer in Litauen.

Die drei Männer sind längst Freunde

fürs Leben geworden. Wenn sie gemeinsam

wie mit mir im Herbst des vergangenen

Jahres durch Litauen fahren, besteht

oft Anlass, anzuhalten. Hier wurde ein

Hockeyplatz installiert, dort eine Laufbahn

für die Leichtathletik verlegt. Allein

in Nida haben FORTERA und DESSO

SPORTS SYSTEMS acht Tennisplätze mit

Grand Slam-Belag sowie mehrere Basketball-

und Fußball-Kleinspielfelder gebaut.

Der hohe Freizeitwert des nicht nur von

Thomas Mann so geschätzten Fischerdorfes

ergibt sich immer mehr auch

durch seine Sportanlagen. ■


Sportmedizin

18

Neben den Verletzungen der Sprunggelenke

gehören Verletzungen der

Kniegelenke zu den häufigsten Verletzungen

im Fußball – jeder Trainer/Betreuer

wird mit damit konfrontiert. Das Fatale dabei:

Gerade Knieverletzungen führen meist

zu langen Ausfallzeiten und bedeuten nicht

selten das Ende der Karriere. Entsprechend

berechtigt ist die Angst vor schweren Verletzungen.

Nachfolgend vermittelt Dr. Sanjay

Weber-Spickschen das notwendige Fachwissen

für die optimale Spielerbetreuung.

Durch sportorthopädisches Wissen kann das

Training optimiert und dadurch das Verletzungsrisiko

schwerer Knieverletzungen

gesenkt werden.

In der September- und Oktoberausgabe

haben wir die Beiträge über „Das Kniegelenk“

– Teil 1 und 2 veröffentlicht. Im jetzt

folgenden Teil 3 werden Therapieoptionen

sowie Tipps zur Verletzungsprävention und

deren Bedeutung erläutert.

Akutbehandlung

Kommt es zu einer Knieverletzung,

muss möglichst schnell geklärt werden, ob

der Spieler noch weiterspielen kann oder

ob eine sofortige Pause notwendig ist.

Wesentliche Aspekte sind dabei:

Januar 2012

Bei Knieverletzungen

PECH-Regel anwenden

Verletzungen der Sprunggelenke besonders häufig – Das Kniegelenk – Teil 3

Im Fu ball kommt es regelm ig zu kleinen

oder gr eren Verletzungen. Durch

die richtigen Sofort-Ma nahmen k nnen

l ngere Verletzungspausen vermieden

oder wenigstens verk rzt werden. Dr.

Sanjay Weber-Spickschen, Sportmediziner

in der Klinik f r Orthop die und Unfallchirurgie

in Gehrden, wird auch in dieser

Saison regelm ig Beitr ge ber

Sportverletzungen, Vorbeugung und Pr -

vention ver ffentlichen.

● Schmerz

● Bewegungseinschränkung

● Instabilitätsgefühl

Auch am Kniegelenk gilt: PECH-Regel

anwenden, je schneller, desto besser!

Die PECH-Regel zur Minimierung von

Schwellung und Schmerz:

● Pause

● Eis

● Compression

● Hochlagern

Da das Kniegelenk sehr komplex ist und

verspätete Diagnosen und fehlerhafte oder

unterlassene Therapieansätze schwerwiegende

Folgen haben können, ist eine zeitnahe

Vorstellung beim Fachmann dringend

zu empfehlen!

Was passiert beim Arzt?

Zunächst findet eine klinische Untersuchung

des Kniegelenkes statt. Zum

Frakturausschluss kann diese durch Röntgenaufnahmen

ergänzt werden.

Da nur knöcherne Verletzungen im

Röntgenbild sichtbar sind und in der klinischen

Untersuchung das genaue Ausmaß,

bzw. mögliche Begleitverletzungen nicht immer

sicher zu beurteilen sind, kann die Anfertigung

eines MRTs (Synonym: Kernspin)

notwendig sein. In der Magnetresonanztomographie

(MRT) sind Knorpel, Menisken

und Bänder gut zu beurteilen.

Anfangs finden häufig eine Ruhigstellung

im Salbenverband und die Versorgung

mit Gehstützen und gegebenenfalls

Schmerzmedikamenten statt.

Unter bestimmten Voraussetzungen

kann auch die direkte arthroskopische

Versorgung sinnvoll sein.

Was ist eine Arthroskopie?

Bei einer Arthroskopie handelt es sich

um einen operativen Eingriff, der minima-

Patient drei Tage nach Re-VKB-Ersatzplastik in Hartrahmenorthese. Bei diesem Patienten wurde

vor zwei Jahren nach einem Kreuzbandriss eine Ersatzplastik des vorderen Kreuzbandes (mit Hamstringsehnen

von der Oberschenkelrückseite) durchgeführt. Nach einem erneuten Verdrehtrauma

des Kniegelenkes riss die Ersatzplastik erneut, eine weitere Ersatzplastik (diesmal mit Kniescheibensehne)

musste durchgeführt werden. Nun übt der Patient in der Orthese das Gehen, kräftigt

seine Muskulatur und verbessert die Beweglichkeit des Kniegelenkes, um möglichst schnell wieder

ein stabiles und sicheres Gefühl im Gelenk zu bekommen.

Arthroskopie Kniegelenk: Über eine kleine Stichinzision

wird eine Kamera in das Gelenk geschoben.

Über einen zweiten kleinen Schnitt

kann dann ein Tasthaken eingeführt werden,

um Knorpel, Meniskus und Kreuzbänder genau

beurteilen zu können. Über diesen Schnitt kann

dann auch instabiles Knorpel- oder Meniskusgewebe

entfernt werden.

linvasiv ist. Es werden lediglich zwei kleine

Hautschnitte von etwa ein Zentimeter Länge

am Kniegelenk gemacht. Mit Hilfe einer

Kamera wird in das Gelenk geschaut und

mit einem Tasthaken die wichtigen Strukturen

untersucht. Liegt beispielsweise eine

Knorpel- oder Meniskusschädigung vor,

können diese in gleicher Sitzung adressiert

werden.

Kreuzbandersatzplastiken werden

heute meist erst sechs Wochen nach dem

Unfall durchgeführt, wenn das Kniegelenk

abgeschwollen und die Beweglichkeit

wieder verbessert ist.

Theoretische Grundlagen

schaffen!

Alleine das gelegentliche Auffrischen

der Bedeutung von Risikofaktoren, der

typischen Verletzungsmechanismen (zum

Beispiel Knieverdrehtrauma, gegebenenfalls

Videoanalyse) und der Motivation für die

Prävention (die Konsequenzen schwerer

Verletzungen) kann helfen, das Verletzungsrisiko

zu minimieren.

Theoretische Grundlagen sollten dabei

Kind gerecht ab dem D-Junioren vermittelt

werden, da bereits 12-jährige

schwere Knieverletzungen bis hin zu

Kreuzbandrissen mit schweren Knorpelschäden

erleiden können. Im Alter der

Pubertät sollte bereits ein ausreichendes

Wissen vorhanden sein, um die optimale

Grundlage für eine möglichst verletzungsfreie

Laufbahn zu legen. ➤


Was sollte trainiert

werden und warum?

1. Kraft

2. Beweglichkeit

3. Koordination/Propriozeption

4. Kondition

1. Kraft: Eine kräftige Muskulatur stabilisiert

das Kniegelenk und kann es so vor

Gewalteinwirkungen schützen. Dabei ist

darauf zu achten, dass das Verhältnis von

Agonisten und Antagonisten (Beugemuskulatur

gegenüber Streckmuskulatur) ausgewogen

ist. Oftmals ist bei Fußballern die

Streckmuskulatur am Oberschenkel kräftiger

als die Beugemuskulatur. Dies beeinflusst

die gesamte Körperhaltung und hat

gleichzeitig direkte Auswirkungen auf das

Kniegelenk.

Biomechanisch wirkt die Beugemuskulatur

des Kniegelenkes beispielsweise schützend

auf das vordere Kreuzband. Durch eine

Kräftigung der Beugemuskulatur und einem

verbesserten Trainingszustand der Beuger

(auch hinsichtlich Kraftausdauer) kann Einfluss

auf das Verletzungsrisiko genommen

werden.

2. Beweglichkeit: Durch verkürzte

Muskulatur wird sowohl die Gesamtstatik

als auch die Belastung auf die Gelenke

beeinflusst.

Beim Fußballer ist häufig die Quadricepsgruppe

(Muskulatur auf der Oberschenkelvorderseite)

verkürzt, die als

Strecker auf das Kniegelenk wirkt (siehe

Foto). Neben dem bereits erwähnten

Effekt auf das vordere Kreuzband wird

dadurch die Kniescheibe mit höherem

Druck gegen den Oberschenkelknochen

gepresst. Dies hat auf Dauer einen

höheren Verschleiß an den Knorpelflächen

zur Folge.

Regelmäßige Kräftigung der Beuger

und Dehnung der Strecker und Beuger sollte

daher ein regelmäßiges Trainingselement

sein.

3. Koordination/Propriozeption:

Wie bereits im Artikel Verletzungen der

Sprunggelenke ausführlich beschrieben, ist

das Koordinations- und Propriozeptionstraining

die wesentliche Säule in der Prävention

und Rehabilitation.

1 2

3

Gerade durch gute propriozeptive

Fähigkeiten können im Bruchteil einer

Sekunde erlernte Bewegungsmuster abgerufen

werden, die zum Beispiel bei Gefahr

eines Knieverdrehtraumas die Intensität der

Gewalteinwirkung verringern.

Effekte des Trainings reduzieren hier

gleichzeitig das Verletzungsrisiko im Bereich

der Sprunggelenke und der Kniegelenke!

4. Kondition: Studien haben gezeigt,

dass das Verletzungsrisiko zum Ende der

Halbzeiten auf Grund wachsender Ermüdung

deutlich ansteigt. Gute konditionelle

Grundlagen dienen also nicht nur dem

sportlichen Erfolg, sondern auch der Prophylaxe

von Verletzungen.

Prävention

Unter Prävention versteht man ein vorbeugendes

Training zur Verhinderung von

Verletzungen. Ziel einer sinnvollen Prävention

ist, mit möglichst geringem zeitlichem

Aufwand das Risiko von Verletzungen möglichst

gering zu halten.

Gerade im Fußballtraining sollte durch

koordinatives und propriozeptives Training

das Risiko von Sprunggelenks- und Knieverletzungen

(z.B. Kreuzbandrupturen) minimiert

werden.

Es hat sich gezeigt, dass bereits ein Training

von drei Mal wöchentlich zehn Minuten

in der Vorbereitungsphase, sowie einmal

wöchentlich fünf Minuten während der

Saison das Verletzungsrisiko deutlich verringert.

Idealerweise sollte daher das Training

durch einen kurzen Präventionsblock er-

Tipps für ein sinnvolles

Propriozeptionstraining

1. Wackelbrett: Training: unzählige Möglichkeiten,

von balancieren mit Abstützung bis

Ball hochhalten mit anderem Fuß/gleichzeitig

Thera-Band …

2. Maistreten: Training: Fußgelenksarbeit, Skippings, Abrollen …

3. Barfuß im Sand: Training: unzählige Möglichkeiten von Abrollen (Innen-/Außenseiten, Zehenspitzen-/Hackengang)

über Skippings bis tiefe Hocksprünge und Sprints mit Richtungswechsel …)

Was bedeutet

Propriozeption?

Sportmedizin

Unter Propriozeption versteht man

die (meist unbewusste) Wahrnehmung

von Gelenkstellung, Muskelspannung,

sowie Bewegungsrichtung und Lage

des Körpers im Raum. Durch Propriozeptionstraining

erarbeitet sich der

Spieler gespeicherte Reaktionsmechanismen

für einen möglichst schnellen

Abruf.

Beispiel: Tritt der Spieler auf unebenem

Untergrund nicht optimal auf,

kompensiert er blitzschnell den Fehltritt,

ohne dass es zu einem Umknicken

kommt.

Natürlich wird das propriozeptive

Vermögen auch vom Ermüdungszustand

und dem Konzentrationsvermögen

beeinflusst und beispielsweise

durch Alkoholkonsum deutlich beeinträchtigt.

gänzt werden, in dem zum Beispiel zwei

Minuten Wackelbrett und drei Minuten

Maistreten oder alternativ Barfußtraining

im Sand oder auf dem Rasen auf dem Programm

stehen. Dieser zeitliche Aufwand

sollte sich in jeden Wochenplan integrieren

lassen und stellt eine sehr sinnvolle Trainingsergänzung

dar. Tritt eine Verletzung

erst gar nicht auf, ist der Spieler leistungsfähiger

und hat, nicht zuletzt, auch mehr Spaß

am Sport. ■

Propriozeptions- und Kräftigungstraining

sind für die Prävention von

Knie- und Sprunggelenksverletzungen

essentiell! Dabei sind der Phantasie keine

Grenzen gesetzt: Wer es schafft,

kann beispielsweise auf einem Wackelbrett

einbeinig agieren, gleichzeitig einen

Ball hochhalten oder zu seinem

Partner zurück passen, mit verbundenen

Augen trainieren oder gleichzeitig

die Arme, Schultern und die Rumpfmuskulatur

trainieren. Wichtig: REGEL-

MÄSSIG mindestens zwei Mal wöchentlich

fünf Minuten üben. Alle bisher

erschienenen Artikel zu diesem

Thema können auf der Homepage

unter www.nfv.de – Startseite rechts

unten – nachgelesen werden.

Dr. Sanjay Weber-Spickschen (NFV-Verbandsarzt,

Sportmedizinisches Institut Gehrden,

Sportorthopädie), Kontakt:

weber-spickschen@web.de

Januar 2012 19


Ehrenamt

20

NFV-Präsident Karl Rothmund (links) ehrte zusammen mit Vize Ferdinand Dunker (2. von rechts) und dem NFV-Ehrenamtsbeauftragten Hermann Wilkens

die U 23-Preisträger.

Mit einem Dankeschön-Wochenende hat der

Niedersächsische Fußballverband das Engagement

von 18 ehrenamtlich stark engagierten

Frauen und Männer unter 23 Jahren gewürdigt. Höhepunkt

war der gemeinsame Besuch des Niedersachsenderbys

zwischen dem VfL Wolfsburg und Hannover 96

(4:1) am 19. November 2011. Zuvor wurden die Preisträger

während der Vorstandssitzung des Verbandes von

NFV-Präsident Karl Rothmund (Barsinghausen), Vize Ferdinand

Dunker (Dinklage) und dem neuen NFV-Ehrenamtsbeauftragten

Hermann Wilkens (Papenburg) ausgezeichnet.

Neben der Urkunde erhielt jeder eine Sporttasche,

die mit einem Trainingsanzug, einem T-Shirt,

einem Ball sowie einem Futsal gefülllt war.

Der U 23-Ehrenamtspreis wird seit 2004 vergeben

und richtet sich an junge Frauen und Männer unter 23

Jahren, die sich in einem Fußballverein ehrenamtlich

betätigen. Auf Vorschlag der Vorsitzenden der Jugendausschüsse

bzw. der Ehrenamtsbeauftragten der Kreise

werden die Gewinner durch die Vorsitzenden der

Bezirksjugendausschüsse und der Kommission für soziale

Angelegenheiten (KosA) ausgewählt. Unterstützt wird

der U 23-Ehrenamtspreis durch den NFV- Partner Euro-

Sportring, der europaweit Turniere im Jugend- und

Herrenfußball organisiert, an denen jährlich etwa 8.000

Mannschaften aus über 30 Ländern teilnehmen.

Die U 23-Ehrenamtspreistr ger 2011: Laura Filla

(SVN Buchholz/NFV-Kreis Heidekreis), Isabell Kirchhoff

(SC Schoningen 04/Northeim), Janieke Lütjens (TuS Brietlingen/Lüneburg),

Jenny Schrobbach (SV Tappenbeck/

Gifhorn), Lukas Bünnemeyer (GW Mühlen/Vechta), Henry

Busch (MTV Elm/Rotenburg), Daniel Groth (OSV Hannover/Hannover),

Torben Helmerichs (SC Blau-Gelb Wilhelmshaven/Wilhelmshaven),

John Koop (JSG Jesteburg-

Bendestorf/Harburg), Luiz Lamping (MTV Eschershausen/Holzminden),

Lennart Reinholz (SBV Erichshagen/

Nienburg), Benjamin Schmidt (SpVg Laatzen/Hannover-

Land), Mike Schnieders (SV Surworld/Emsland), Björn

Schumacher (Rot-Weiß Sande-Cäciliengroden/Friesland),

Marcel Sühling (FSV Westerstede/Ammerland), Felix

Weirauch (MTV Lichtenberg/Salzgitter), Marcel Wendt

(TV Jahn Wolfsburg/Wolfsburg), Tobias Witte (Vorwärts

Nordhorn/Grafschaft Bentheim). -maf-

Januar 2012

U 23-Preisträger sehen

4:1-Derbysieg der „Wölfe“

Dankeschön-Wochenende in Barsinghausen für 18 junge Frauen und Männer

Laura Filla vom SVN Buchholz (Heidekreis) ist eine von vier weiblichen U 23-Ehrenamtspreisträgern

des Jahres 2011.

Marcel Sühling engagiert sich in Westerstede als Jugendtrainer, Schiedsrichter und

Pressewart. Fotos (3): Finger


Neues von den Schiedsrichtern

22

Günther Thielking beim Referat über Stressbewältigung in der Sportschule Barsinghausen. Fotos: Kramer

Januar 2012

Stressbewältigung

durch positives Denken

NFV-Schiedsrichterlehrwart Günther Thielking referiert in Barsinghausen

Wie bew ltige ich Stress auf und

au erhalb des Fu ballplatzes? Kann

ich dem Druck standhalten? Was

muss ich in diesen Situationen beachten?

Wie bekomme ich den Kopf

frei, um mich auf meine wesentlichen

Aufgaben konzentrieren zu

k nnen? Fragen, die sich sicherlich

schon viele Schiedsrichter gestellt

haben. NFV-Schiedsrichterlehrwart

G nther Thielking referierte jetzt in

Barsinghausen zum Thema „ Stressbew

ltigung“ .

Zuhörer in der NFV-Sportschule waren

junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter,

die auf Bezirksebene pfeifen. In den

Kreisligen wird von den Unparteiischen

bereits eine perfekte Leistung erwartet.

Der Fußballer schlägt Fehlpässe, ohne dafür

kritisiert zu werden. Dagegen darf sich

der Schiedsrichter auch schon in den unteren

Ligen kaum eine Fehlentscheidung

erlauben. So ist der Leistungsdruck enorm

hoch.

Wie schnell eine Drucksituation entstehen

kann, bemerkten die jungen Referees,

als Thielking sie aufforderte, bei absoluter

Aufmerksame und nachdenkliche Zuhörer beim Referat von Günther Thielking.

Konzentration und Stille zwei Minuten über

eine eigene schlimme Erfahrung auf dem

Fußballplatz nachzudenken. Zwei von ihnen,

die der Lehrwart während der schöpferischen

Pause auswählen wollte, sollten dann

ihre negativen Erfahrungen der Gruppe mitteilen.

Allein schon diese Ankündigung versetzte

die Teilnehmer – wie einige kurze Zeit

später zugaben – in eine Drucksituation.

Im anschließenden Referat betonte

Günther Thielking, „wie wichtig es ist, zuzuhören,

sich selbst zu öffnen und anderen

mitzuteilen“. Er riet den jungen Unparteiischen,

empathisch zu werden, um Gedanken,

Emotionen und Absichten eines Menschen

erkennen zu können.

Durch Stress in der Familie, im Beruf

und in der Spielleitung könnten Körper und

Seele eines Menschen Schaden nehmen.

Thielking verglich das mit einem Ballon, der

bei zu viel Luft zu platzen droht. Daher sei es

notwendig, beim Steigen des Adrenalinspiegels

auch mal die Luft rauszulassen.

„Wir müssen Stress verstehen lernen, um

Adrenalin dann wieder abbauen zu können“,

lautet die Botschaft des NFV-Schiedsrichterlehrwartes.

Voraussetzung dafür sei ein gesunder

Lebenswandel, in Maßen Sport treiben, kein

übertriebener Ehrgeiz und ein positives Denken.

Daraus entstehe eine mentale Stärke.

„Wer die Signale des Körpers beachte, sich

gesund ernähre und einem regelmäßigen

Gesundheitscheck unterziehe, könne mit

dem täglichen Stress besser umgehen“,

erklärte Thielking.

Wie ein Stressabbau durch Genuss

klappen könnte, versuchte Günther Thielking

abschließend an einem weiteren Beispiel

zu erläutern. Er bat die jungen Schiedsrichterinnen

und Schiedsrichter, beim Verzehr

eines Schokoladenstückchens noch ein

Mal zwei Minuten in sich zu gehen und an

etwas Positives zu denken. Reiner Kramer


Schiedsrichter

Niedersachsen sagt „Danke, Schiri“

Die NFV-Bezirkssieger wurden geehrt und waren live beim Nordderby in Hannover

Dass Andreas Robben schon etwas bewegt

ist, das sieht man dem 53-jährigen

Fußball-Schiedsrichter aus dem

NFV-Kreis Vechta an: „Das ist eine ganz tolle

Sache, wie der NFV, die Bezirke und der DFB

an uns Aktive an der Basis denken“, sagt er.

Andreas Robben gehört nämlich zu den Bezirkssiegern

der DFB-Aktion „Danke, Schiri“,

die Ende November in Hannover mit einem

Empfang im DEKRA-Haus geehrt wurden.

Und nicht nur eine Urkunde gab es für

die Siegerinnen und Sieger der in diesem

Jahr erstmals mit Unterstützung der DEKRA

veranstalteten Ehrung. Als besonderes Bonbon

fuhren die prämierten Schiedsrichter

zusätzlich in die hannoversche AWD-Arena

und waren beim Nordderby zwischen dem

kleinen und dem großen HSV (1:1) live im

Stadion dabei.

Dank und Würdigung der Basis

Der DFB hat die Aktion „Danke, Schiri“

ins Leben gerufen, um deutschlandweit seinen

Unparteiischen an der Basis, in den vielen

Klassen auf Kreisebene, zu danken.

„Denn dort, an der Basis, sind 96 Prozent

unserer Schiedsrichter im Einsatz“, sagt

Wolfgang Mierswa (Uetze), Vorsitzender des

niedersächsischen Verbandsschiedsrichter-

Ausschusses. „Ohne diese hochengagierten

Unparteiischen, die zum Teil seit Jahrzehnten

Woche für Woche im Einsatz sind, wäre ein

vernünftiger Spielbetrieb gar nicht möglich.“

Und so wurden in Hannover NFV-

Schiedsrichterinnen und -Schiedsrichter

geehrt, die sich seit vielen Jahren durch ihre

Einsatzbereitschaft, ihr Engagement und

durch zusätzliche, besondere Leistungen

auszeichnen.

Ein Schiedsrichter als Lebensretter

Zum Beispiel Andreas Robben, der

nicht nur seit 31 Jahren als Unparteiischer

„Danke, Schiri“: Die geehrten Unparteiischen und ihre Gratulanten.

Wochenende für Wochenende unterwegs

ist. Robben hat darüber hinaus im Frühjahr

dieses Jahres als Schiedsrichter bei den Altherren

mit einer minutenlangen Herzdruckmassage

einem Spieler das Leben gerettet,

der mit einem Infarkt zusammengebrochen

war. Eine Leistung, die von allen

Geehrten und Ehrengästen mit lang anhaltendem

Applaus quittiert wurde, als

sie, zum Teil sichtlich berührt, von der

Geschichte hörten.

Geehrt wurden auch die „Youngster“

Hanna Klinkhart (19 Jahre jung, TB Twixlum,

NFV-Kreis Emden) und Martin Brandt

(23 Jahre, TuRa 07 Westrhauderfehn,

NFV-Kreis Leer). Die beiden Ostfriesen aus

dem Bezirk Weser-Ems sind in ihren jungen

Jahren schon hochengagiert dabei,

leiten eine Vielzahl von Spielen und engagieren

sich darüber hinaus vielfältig in ihren

Kreisen für die Schiedsrichterei und

auch für karikative Zwecke. „Ihr seid tolle

Vorbilder“, brachte es Georg Winter, Vorsitzender

des Bezirksschiedsrichter-Ausschusses

Weser-Ems, auf den Punkt.

Bezirksschiedsrichter-Obmann (BSO)

Georg Winter hielt zusammen mit seinen

BSO-Kollegen Thomas Rüdiger (Hannover)

und Berthold Fedtke (Lüneburg)

die kurzen, launigen Lobreden auf die

Bezirkssieger.

Mit dem 70-jährigen Wolfgang Neumann

(VfL Altenhagen, NFV-Kreis Celle)

wurde „Mr. Zuverlässig in Person“ geehrt,

wie es Berthold Fedtke in seiner

Laudatio betonte. „Oldie“ Wolfgang

Neumann hat bislang nicht nur mehr als

1.700 Spiele geleitet, sondern engagiert

sich im Kreis Celle für den Nachwuchs,

in der Aus- und Fortbildung, bei internationalen

Austauschprojekten mit Unparteiischen

aus anderen Ländern und zehn

Jahre lang auch im Schiedsrichter-Ausschuss.

Und mit Kim-Jana Trenkner (NFV-

Kreis Harburg) wurde nicht nur eine aktuelle

DFB-Schiedsrichterin ausgezeichnet.

Die 27-jährige Unparteiische ist darüber

hinaus durch ihr Engagement und ihren

Ideenreichtum insbesondere für den Bereich

der Schiedsrichterinnen weit über

den Bezirk Lüneburg und den NFV

bekannt. So organisierte Kim-Jana

Trenkner beispielsweise den deutschlandweit

ersten Schiedsrichter-Anwärter-Lehrgang

nur für Frauen.

„Eine prima Aktion“

Auch die anwesenden Ehrengäste

waren beeindruckt vom vielfältigen Engagement

und den phantastischen Biografien

der prämierten Referees: „Danke,

Schiri‘ ist eine prima Aktion. Die Sieger

verdienen Anerkennung und hohen Respekt“,

betonte der ehemalige Verbandsschiedsrichter-Obmann

Rudi Pohler (Hannover).

Wilfried Heitmann (Drentwede),

Mitglied der DFB-Schiedsrichter-Kommission,

lobte: „Eure beispielhaften, vorbildlichen

Leistungen haben großen Applaus

verdient.“

Und Andreas Gugat, Leiter der

DEKRA-Niederlassung Hannover und Gastgeber,

blickte schon einmal hoffnungsvoll

in die Zukunft: „Ich würde mich freuen,

wenn wir gemeinsam diese Aktion auch

in den kommenden Jahren fortsetzen

könnten.“ Ein Vorschlag, mit dem alle

einverstanden waren.

Niedersachsen sagt „Danke, Schiri“ –

folgende Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter

wurden im Rahmen der DFB-Aktion

„Danke, Schiri“ als Sieger gekürt:

Wolfgang Neumann (VfL Altenhagen),

Martin Brandt (TuRa 07 Westrhauderfehn),

Lothar Trams (SV Osterbinde), Hanna-Silvia

Klinkhart (TB Twixlum), Andreas

Robben (SV Handorf/Langenberg), Kim-Jana

Trenkner (SC Klecken), Antje Witteweg

(SV Scharzfeld), Stephan Schamuhn (TSV

Germania Lauenberg), Bernhard Lengsfeld

(SKG Dibbesdorf). Marco Haase

Januar 2012 23


Talentf rderung

24

Eine Steigerung

von Spiel zu Spiel

Nach Auftaktpleite bezwingen die U 15-Juniorinnen

des NFV zwei Mal die Gäste aus Berlin

Bei drei Vergleichsspielen in Barsinghausen

mit einem Team des Berliner Fußballverbandes

hat sich die U 15-Juniorinnenauswahl

(Jahrgänge 97 und 98) des

NFV nach einem Fehlstart von Spiel zu Spiel

Die U 15-Juniorenauswahl des NFV

war bei drei Testspielen gegen ein

Auswahlteam aus Mecklenburg-

Vorpommern drei Mal erfolgreich. Das

Team von NFV-Trainer Thomas Nörenberg

konnte im Barsinghäuser August-

Wenzel-Stadion aber erst in der abschließenden

Begegnung eine überzeugende

Vorstellung abliefern. Die Spiele

im Überblick:

Niedersachsen – Mecklenburg-

Vorpommern 2:1 (1:0), Tore: 1:0

Wolter (14.), 1:1 (56.), 2:1 Treu (64.).

Die dominante NFV-Auswahl ließ im

ersten Spielabschnitt beste Torchancen

ungenutzt. Trotz einer schwachen Vorstellung

in der zweiten Spielhälfte ge-

Januar 2012

steigern können. „Nach einem schwachen

Auftaktspiel konnten die Mädchen die guten

Leistungen bestätigen, die sie in diesem

Jahr ausgezeichnet haben“, lautete das

Fazit von NFV-Trainer Martin Mohs.

NFV-Trainer Martin Mohs (hinten) freute sich über die Leistungssteigerung seiner U 15-Mädchen

in den Testspielen gegen Berlin. Foto: Kramer

lang letztlich dennoch ein verdienter

Sieg.

Niedersachsen – Mecklenburg-

Vorpommern 1:0 (0:0), Tor: 1:0 Nauermann

(55.).Ohne spielerisch überzeugen

zu können verließen die Niedersachsen

erneut als verdienter Sieger den

Platz.

Niedersachsen – Mecklenburg-

Vorpommern 6:1 (0:0), Tore: 1:0 Sierck

(31.), 2:0 Bahn (36.), 2:1 (37.), 3:1 Yilmaz

(39.), 4:1 Treu (44.) per Foul-Elfmeter nach

Foul an Nauermann, 5:1 Nauermann (46.),

6:1 Helmold (50.). Eine deutliche Steigerung

seiner Mannschaft registrierte Thomas

Nörenberg im letzten Spiel. Nach

torlosen ersten 30 Minuten nutzten die

Carolin Engelhard und Marie-Sophie

Reeder ernteten nach den Testspielen

Bestnoten von Martin Mohs. Die beiden

ersetzten in der zweiten und dritten Begegnung

die verletzten etatmäßigen

Innenverteidigerinnen Franziska Gieseke

und Emma Louise Chluba und haben

laut Mohs „ihre Sache hervorragend gemacht.“

Die Begegnungen im Überblick:

Niedersachsen – Berlin 2:4 (0:3),

Tore: 0:1 (5.), 0:2 (12.), 0:3 (35.), 1:3

Dierßen (46.), 1:4 (68.), 2:4 Senß (71.)

Die NFV-Auswahl fand nie die richtige

Einstellung, setzte die Vorgaben des

Trainers nicht um und offenbarte Konzentrationsschwächen.

Wettgemacht

werden musste zudem das Handicap,

dass Janine Müller als einzige Torfrau

mit Magenproblemen ausfiel und durch

Feldspielerin Franka Kohl ersetzt werden

musste.

Niedersachsen – Berlin 2:1 (1:1),

Tore: 1:0 Kohl (18.), 1:1 (24.), 2:1 Sanders

(48.)

Nach einer Videoanalyse vom Spiel

des Vortags zeigten sich die NFV-Mädchen

stark verbessert. Es gelang ein verdienter

Sieg, der auch höher hätte ausfallen

können.

Niedersachsen – Berlin 5:2 (2:1),

Tore: 0:1 (11.), 1:1 Kohl (13.), 2:1 Kohl

(28.), 2:2 (52.), 3:2 Weiss (56.), 4:2 Sanders

(59.), 5:2 Marsolleck (60.)

Gegenüber dem Vortag konnte sich

die NFV-Auswahl noch einmal steigern,

präsentierte sich spielbestimmend und

siegte auch in dieser Höhe verdient.

Das NFV-Aufgebot: Alexandra

Gutke, Marie-Sophie Reeder (beide JFV

Ahlerstedt/ Ottendorf/Heeslingen), Rike

Lampe (SV Meppen), Maike Berentzen

(TSG Burg Gretesch), Janine Müller (FC

Land Wursten), Stefanie Sanders (JSG

Neuenkirchen/Tewel), Lisa-Marie Weiss

(Olympia Laxten), Christina Marsolleck

(SuS Timmel), Elisa Senß (VfL Wittekind

Wildeshausen), Isabell Fischer (SVG Göttingen),

Carolin Engelhard (TSG Ahlten),

Marnie Dierßen (TSV Posthausen), Franka

Kohl (TuS Lutten), Leonie Stenzel (VfB

Fallersleben), Emma Louise Chluba (VfL

Suderburg), Mareike Kregel (WSC Frisia

Wilhelmshaven), Joanna Briese (1. FC

Osterholz-Scharmbeck). bo

Drei Spiele, drei Siege

U 15-Junioren steigern sich gegen Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen in der zweiten Hälfte ihre

Torchancen konsequent und kamen zu

einem auch in dieser Höhe verdienten

Erfolg.

Folgende Spieler des Jahrganges

1997 kamen f r das NFV-Team zum

Einsatz: Sascha Algermissen, Niclas Bahn,

Timo Königsmann, Marcel Langer, Berdan

Yilmaz, Dominic Wolter (alle Hannover

96), Deniz Dasdemir, Jannes Horn, Leandro

Putaro, Jesse Sierck, Niclas Treu (alle

VfL Wolfsburg), Pascal Helmold, Jonas Hoge

(beide SV Meppen), Lorenz Lahmann-

Lammert (VfL Osnabrück), Leonard Nauermann

(JFV Norden), Muhamet Cakoli

(1. FC Nordenham), Jorge-Michel Miranda

(Duhner SC). bo


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Ausbildung

26

Fußball-Journal: Herr Kresic, die

vierte und letzte Testveranstaltung unter

dem Titel „ Junior-Coach“ ist im Dezember

zu Ende gegangen. Wie lautet

Ihr Fazit nach den vier Auftaktlehrg

ngen?

Kresic: Insgesamt sind wir in erster

Linie von der absolut positiven Resonanz

beeindruckt. Drei von vier Lehrgängen

waren in kürzester Zeit ausgebucht

– und das, obwohl wir nicht

Januar 2012

Neuer Ausbildungsgang des

NFV – der „Junior-Coach“

23 Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren erhalten Zertifikat

Der ideale Einstieg in die Trainerausbildung wird beim Nieders chsischen Fu ballverband

jetzt mit einem weiteren Ausbildungsgang erm glicht. Der Name ist Programm und hei t

„ Junior-Coach“ . Angesprochen sind M dchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Vor einigen Tagen endete in der Sportschule Barsinghausen die vierte und letzte Testveranstaltung.

23 Jugendliche wurden jetzt in f nf Tagen von den Referenten Frank Gunia und Marek

Wanik zum Junior-Coach ausgebildet. Au erdem im Betreuerstab Hannah Marquard und

Lukas Ringen, die beide derzeit beim Nieders chsischen Fu ballverband ein Freiwilliges

Soziales Jahr (FSJ) absolvieren.

Dank der finanziellen Unterst tzung der Nieders chsischen Lotto-Sport-Stiftung ist der

Lehrgang f r alle Teilnehmer kostenlos. Nach Beendigung der Ausbildung zum Junior-

Coach erhielten die M dchen und Jungen ein Zertifikat. Demn chst k nnen sie Aufgaben

im au erunterrichtlichen Schulsport bernehmen. F r den Nieders chsischen Fu ballverband

ist es w nschenswert, wenn die Jugendlichen auch in ihrem Verein in der Betreuung

und Ausbildung eingesetzt werden und demn chst die Trainer-C-Breitenfu ball-Lizenz

erwerben.

Projektleiter Marko Kresic im Gespr ch mit REINER KRAMER:

Projektleiter Marko Kresic.

großartig die Werbetrommel gerührt

haben. Die Rückmeldungen der Teilnehmer

waren durchweg positiv, was

sicherlich auch auf

unsere Referenten

zurückzuführen ist.

So haben sich nahezu

alle Teilnehmer

dahingehend geäußert, dass sie

zukünftig das weitere Qualifizierungsangebot

des NFV in Anspruch nehmen

wollen, das heißt, die Trainer-C-Breitenfußball-Lizenz

erlangen möchten.

Fußball-Journal: Wie geht es nun

weiter?

Kresic: Alle Absolventen der bisherigen

Lehrgänge bekommen demnächst

eine Einladung zum Teil 2 und Teil 3

der Trainer-C-Trainer-C-Breitenfußball-Lizenz-Ausbildung.

Teil 1 wird ihnen hierbei

durch die im Rahmen der Junior-

Coach-Ausbildung absolvierten 36 Lerneinheiten

angerechnet.

In der Arbeitsgruppe „Junior-

Coach“, bestehend aus Vertretern des

NFV-Lehr-, Jugend- und -Mädchen-Ausschusses,

werden wir die Erkenntnisse

aus den vier Auftaktveranstaltungen

zusammenfassen und daraus Handlungsempfehlungen

für die zukünftigen

Junior-Coach-Lehrgänge formulieren.

Dies beinhaltet zum Beispiel die Terminierung

von Lehrgängen zu für die

Schüler günstigen

Zeitpunkten,

die Dauer und

auch die inhaltlicheAusgestaltung

der Lehrgänge an sich.

Fußball-Journal: Wann werden

die Sch ler-Lehrg nge auch dezentral

in unseren Kreisen angeboten und was

sind die Voraussetzungen daran teilzunehmen?

Kresic: Wir wollen diese Art der

Ausbildung mit Unterstützung unserer

ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Kreisen

flächendeckend und quasi vor der

Haustür der Schüler anbieten – in einer

für die Schüler vertrauten Umgebung,

das heißt, in „ihren“ Schulen. Teilnehmen

können hierbei alle Fußball begeisterten

Mädchen und Jungen im Alter

von 14 bis 18 Jahren. Der erste Lehrgang

steht unter der Regie von Bernhard

Lampe bereits in den Zeugnisferien

im Januar 2012 im Raum Osnabrück

an. Weitere Lehrgänge sind in Planung

und werden über die Webseite

www.junior-coach.de entsprechend

veröffentlicht. Die Seite befindet sich

jetzt allerdings noch im Aufbau.

Fußball-Journal: Werden wir durch

die Junior-Coach-Ausbildung mehr junge

bungsleiterinnen und bungsleiter f r

den Fu ball gewinnen k nnen?

Kresic: Hiervon bin ich absolut

überzeugt. Wir werden zukünftig sowohl

Quantität als auch Qualität der

Übungsleiter steigern. Ein Erfolgsfaktor

hierfür ist, dass der NFV die jungen

Absolventen auf ihrem weiteren Werdegang

begleitet. Dieses wollen wir durch

einen kontinuierlichen Austausch sicherstellen.

Hierbei werden wir für einen

Landesfußballverband auch bisher ungewöhnliche

und neue Wege gehen und

beispielsweise gezielt neue Medien, wie

etwa soziale Netzwerke im Internet, ➤


Frank Gunia, Referent der Ausbildung.

nutzen. Zudem honorieren wir – auch

dank der Unterstützung durch die

Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung

als Partner dieses Projektes – besonders

aktive „Junior-Coaches“ mit exklusiven

Preisen, wie Trainingsausrüstungen,

der Kostenübernahme weiterführender

Qualifizierungsmaßnahmen oder mit

Eintrittskarten für Bundesligaspiele.

Fußball-Journal: Herr Kresic, vielen

Dank f r das Gespr ch. ■

Frank Gunia (2. Reihe links) und Marko Kresic (2. Reihe rechts) mit den Mädchen und Jungen, die

sich jetzt Junior-Coach nennen dürfen. Foto: Kramer

Als Pionier sind wir aus dem Sportanlagenbau mit

jahrzehntelanger Erfahrung unserer Spitzenkräfte

nicht mehr wegzudenken.

Wir stehen Ihnen als Partner für alle Fragen des

Sportstättenbaus zu Verfügung.

Darüber hinaus bauen und liefern wir als

Gesamtanlagen Kunst- und Naturrasenplätze

sowie Kleinspielfelder und

Laufbahnen in Kunststoffausführungen.

„Qualität ist

das Anständige“

Ausbildung

Januar 2012 27


Namen & Nachrichten

28

Neues Diskussionforum.

Der Niedersächsische Fußballverband

hat auf seiner Homepage www.nfv.de

ein neues Diskussionsforum eröffnet.

Es ist nach modernen Gesichtspunkten

zusammengestellt worden. So gibt es

vorgegebene Themenbereiche, in denen

die Nutzer – nach einer Registrierung

– ihre Nachfragen und Diskussionen

platzieren können. Wer sich nicht

registrieren möchte, kann natürlich

auch einfach nur „mitlesen“. Die Nutzer

kommen insgesamt wesentlich übersichtlicher

an die gesuchten Inhalte und

es bleiben die wirklich wichtigen Themen

automatisch aktuell und sind

schneller einsehbar.

Januar 2012

30 neue C-Lizenz-Trainer

Prüfungswoche in der Sportschule Barsinghausen

Unter der Leitung der

NFV-Sportlehrer Wulf-

Rüdiger Müller und

Thomas Nörenberg fanden

im Dezember zwei Prüfungslehrgänge

statt. Die

neuen C-Lizenz-Trainer für

den Leistungsfußball heißen:

Bernd Albers (SV Ahlerstedt-Ottendorf),

Franz Baule

(SC Harsum), Erol Bingül

(Verl), Steffen Bury (SV Altenoythe),

Michel Costa (SV

Gehrden), Stefan Hanno,

Florian Meyer (beide Deinster

SV), Alexander Heidt (SV

Hicretspor Delmenhorst),

Martin Hermeling (TuS

Gildehaus), Tony Juhl

(VfL Lüneburg), Sebastian

Knust (Arminia Hannover),

Christian Menzel (MTV VJ

Peine), Jürgen Poschmann

(TV Jahn Schneverdingen),

Marius Schulze (SpVgg. Rühme),

Yasin Turan (Kickers Emden), Uwe

Vihs (TSC Dorste), Jasper Wehrt (TuS Jork),

Heinz-Hermann Windels (SSV Wittorf),

Christopher Worbs (DSV Dransfeld), Dominik

Bruns (SV Quitt Ankum), Tahar Gritli

(USI Lupo Martini Wolfsburg), Diego Jöken

(JFC Roswitha-Stadt), Ulrich Mannemann

(SV Holthausen-Biene), Marvin Munke

(TSV Groß-Schneen 1908), Benjamin Nelle

(TSV Uesen von 1924), Marc Obermann

(SV Wacker Osterwald), Rainer Sobiech (FC

Schüttorf), Maike Stickel (TSV Halvelse),

Jan Stromberg (TuS Eintracht Rulle), Andre

Steffen Weiss (SG Germania Walsrode).

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DFB-Aktion Ehrenamt

30

„Deutscher als viele Deutsche“

Der DFB ehrt Bemühungen von 47 Niedersachsen für die „Soziale Integration

durch den Fußball“ mit der Vergabe des Ehrenamtspreises 2011

Ehrenamtspreisträger des NFV-Kreises Stade

und Mitglied im „Club 100“ des DFB: Osman

Ersoy (TuSV Bützfleth).

„Ich bin inzwischen deutscher als

viele Deutsche“ hat er in einem Gespräch

mit dem Stader Tageblatt verraten.

Osman Ersoy, der 1970 mit seinen

Eltern aus der Türkei nach Deutschland

übersiedelte, ist im Stader Ortsteil Bützfleth

längst heimisch geworden. Der 43-

Jährige lebt mit seiner Familie eindrucksvoll

vor, dass Integration auch und gerade

mit Hilfe des Sports gelingen kann.

Diese Erfahrung vermittelt er als Trainer

auch den Spielern der 1. und 2. Herrenmannschaften

des TuSV Bützfleth, von

denen viele einen Migrationshintergrund

besitzen. Für sein herausragendes ehrenamtliches

Engagement wird Osman Ersoy

wie 46 weitere Niedersachsen mit dem

Ehrenamtspreis des DFB ausgezeichnet.

Osman Ersoy ist ein anerkanntes

Mitglied im rund 1650 Mitglieder zählenden

TuSV Bützfleth. 1984 gründete er

gemeinsam mit seiner Familie die Judoabteilung

des Vereins, die sich unter seiner

Regie zu einer der erfolgreichsten in

Niedersachsen entwickeln sollte. Mit dem

Gewinn des deutschen A-Jugendmeistertitels

konnte Ersoy 1985 sogar selbst ein

Ausrufezeichen setzen. Später wechselte

er zu den Fußballern und spielte lange

Zeit in der 1. Herren. Auch heute noch

ist er in der Ü 40 des TuSV aktiv. Vor fünf

Jahren übernahm er zudem das Traineramt

für die 1. und 2. Herren.

Die Integration zahlreicher Fußballer

mit Wurzeln in der Türkei, Russland,

Januar 2012

Marokko oder Tunesien ist ein Hauptanliegen

für Osman Ersoy. Bei Meinungsverschiedenheiten

innerhalb der Mannschaften

gelingt es dem Coach immer wieder,

Konflikte zu entschärfen. Aber auch auf

dem Platz möchte Ersoy Ruhe haben.

Sang- und klanglos ist sein Team in der

vergangenen Saison aus der Kreisliga

Stade abgestiegen, sportlich und auch im

Fair-Play-Ranking als abgeschlagenes

Schlusslicht. Inzwischen läuft es besser. In

der Kreisklasse liegen die Bützflether derzeit

auf Rang 5 und die Flut von Verwarnungskarten

konnte erheblich eingedämmt

werden. Wohl wissend, dass

seine Spieler mitunter durch gegnerische

Spieler gereizt, empfindlich beleidigt und

damit zu heftigen Reaktionen provoziert

werden, versucht Ersoy in vielen Einzelgesprächen

auf diese Situationen vorzubereiten.

„Ruhe bewahren statt ausrasten“

lautet die Devise, weshalb die TuSV-Spieler

inzwischen auch den Slogan „Fair

geht vor“ auf der Brust tragen. Dennoch

hat sie vor kurzem die Vergangenheit

eingeholt. Das Heimspiel gegen SV Ottensen

(2:5) wurde vom Schiedsrichter

nach drei Roten Karten für die Bützflether

abgebrochen. Vergeblich hatte

Osman Ersoy versucht, deeskalierend auf

seine Spieler einzuwirken. „Der Vorfall

wirft uns in unserer Arbeit um Monate

zurück“, klagte TuSV-Obmann Heiko

Reinboth im Stader Tageblatt.

Osman Ersoy steht stellvertretend für

über eine Million Menschen, die sich in

Deutschland ehrenamtlich rund um den

Fußball engagieren und ohne deren Einsatzwillen

und Begeisterungsfähigkeit in

den Vereinen wohl kaum etwas funktionieren

würde. Diesen Frauen und

Männern möchte der DFB Dank sagen.

Deshalb wird der DFB-Ehrenamtspreis in

Im „Club 100“ des DFB

Sie sind nicht allein niedersächsische

Ehrenamtspreisträger ihrer jeweiligen

Kreise, sondern erfahren durch

die Aufnahme in den „Club 100“ des

DFB noch eine besondere Ehrung:

Altinkaya Bilal (KSV Vahdet Salzgitter),

Karim Iraki (ASC Nienburg), José Sotello

(RW Cuxhaven), Nazir Kilinc (Ciwan

Walsrode), Osman Ersoy (TuSV Bützfleth),

Astrid Bendig (TuS Bodenteich),

Peter Düsselbach (TSV Dauelsen),

Mohammed-Ali Bayoun (FC Friesische

Wehde Zetel) und Murat Kilic (SC

Melle 03) werden im kommenden Jahr

anlässlich eines Länderspiels durch den

DFB ausgezeichnet.

diesem Jahr deutschlandweit bereits zum

15. Mal vergeben. Auch in den 47 Kreisen

des Niedersächsischen Fußballverbandes.

Je ein Mann oder eine Frau, die sich

wie Osman Ersoy in besonderem Maße

für ihre Mitmenschen einsetzen, werden

geehrt und dürfen mit ihrem Lebenspartner

im kommenden Jahr vom 30. März

bis 1. April am Dankeschönwochende

des NFV im Sporthotel Fuchsbachtal in

Barsinghausen teilnehmen.

„Soziale Integration durch Fußball“

lautet das Schwerpunktthema der diesjährigen

Ehrenamtsaktion. Gewürdigt

werden gemäß der Vorgaben des DFB

Bemühungen, jedem Menschen zu

helfen, sich in der Gemeinschaft einzubringen

und wohl zu fühlen. Das gilt

besonders für Mitmenschen, die durch

ihre Hautfarbe, Sprache, Religion und

Kultur, aber auch durch geistige,

körperliche Gebrechen oder Armut

benachteiligt sind. bo

Die nieders chsischen Ehrenamtspreistr ger 2011

Bezirk Braunschweig: Francesco Ducatelli (BSC Acosta Braunschweig), Bruno

Girasch (Wesendorfer SC), Klaus Kayser (FC Grone), Volker Marienfeldt (MTV Goslar),

Viola Klinzman (VfL Rottorf/Klei), Christian Grave (TSV Germania Dassensen), Hans-Peter

Denecke (SV Südharz), Olaf Pickhardt (SV Teutonia Groß Lafferde), Altinkaya Bilal (KSV

Vahdet Salzgitter), Werner Graf (SV Schladen), Martin Pfeil (VfB Fallersleben).

Bezirk Hannover: Mike Braun (TuS Varrel), Marion Adam (TSV Nettelrede), Nihat

Özkaya (SV Damla Genc), Jörg Becker (SC Wedemark), Erich Steinmann (FC Alfeld),

Achim Helm (MTV Fürstenberg), Karim Iraki (ASC Nienburg), Edgar Schönbeck (TuS

Fortuna Lauenhagen).

Bezirk L neburg: Cordula Borgemien (SV Meißendorf), José Sotello (RW Cuxhaven),

Nazir Kilinc (Ciwan Walsrode), Petra Schneemann (TuS Fleestedt), Manfred Kofahl

(Eintracht Clenze), Frank Isenberg (Eintracht Lüneburg), Sigrid Fittkau (Grün-Weiß Beckedorf),

Dennis Heitmann (TV Sottrum), Osman Ersoy (TuSV Bützfleth), Astrid Bendig (TuS

Bodenteich), Peter Düsselbach (TSV Dauelsen).

Bezirk Weser-Ems: Heiko Damke (TuS Ekern), Matthias Hauptmann (JFV Norden),

Thomas Hilberink (VfL WE 1919 Nordhorn), Harald Grosser (BW Ramsloh), Eckhard

Jaschinski (TV Jahn Delmenhorst), Bärbel Saathoff (FC Frisia Emden), Carsten Hilbers

(SV Olympia Laxten), Mohammed-Ali Bayoun (FC Friesische Wehde Zetel), Willi Schmidt

(Borussia Leer), Sascha Rustler (TV Munderloh), Ottmar Bittner (TuS Eversten), Murat Kilic

(SC Melle 03), Frank Böttger (RW Sutthausen), Friedrich Meyer (Falke Steinfeld), Stefan

Behrens (TuS Elsfleth), Kai Kruse (STV Voslapp), Hermann Hinrichs (TuS Leerhafe-Hovel).


Danke an das Ehrenamt

49.000 Zuschauer applaudieren

Verdiente Mitarbeiter: Hannover 96 ehrt Hans Teille und Andreas Dierksen

Die Aktion „ Danke an das Ehrenamt“ ,

initiiert vom Deutschen Fu ball-Bund

und der Deutschen Fu ball-Liga, j hrte

sich in diesem Jahr zum zehnten Mal.

Am zw lften Spieltag der Fu ball-

Bundesliga wurde diese besondere Veranstaltung

bundesweit durchgef hrt.

Auch Hannover 96 hatte dazu eingeladen.

Als Mitglied der NFV-Kommission

Ehrenamt nahm Andreas Wittrock

(Aerzen) an der Ehrung verdienter Mitarbeiter

des Klubs teil und berichtet

nachfolgend f r das Fu ball-Journal.

Ruben Kiaman, der Ehrenamtsbeauftragte

von Hannover 96, führte wie immer glänzend

Regie. Nicht nur die perfekte Organisation

dieses Events für Ehrenamtliche, sondern

auch seine Vorhersage des Unentschiedens

zwischen Hannover 96 und Schalke 04 (2:2)

sprechen für sich.

Anders als in den Vorjahren gab es die

Ehrung für verdiente ehrenamtlich Tätige von

Hannover 96 fast unmittelbar vor dem Anpfiff.

Die ausverkaufte AWD-Arena war gegen

15.15 Uhr fast vollständig gefüllt, als auf

dem Spielfeld die engagierten Ehrenamtlichen

Hans Teille (Spartenleiter Tischtennis)

und Andreas Dierksen (Spartenleiter Badminton

und Pressewart) vom Stadionsprecher

Stefan Kuna interviewt wurden. Beide erhielten

den Beifall der fast 49.000 Zuschauer,

und ich kann nur sagen, sie hatten es verdient.

Ihre jahrelange Arbeit mit den Jugendlichen

und Erwachsenen in den genannten

Sparten von Hannover 96 ist beachtens- und

anerkennenswert.

Sehr erfreulich für die beiden Preisträger

war sicherlich die Tatsache, dass die Verantwortlichen

von Hannover 96 auch ihre Ehefrauen

zu diesem Dankeschön eingeladen

Eine Jury unter Vorsitz von DFB-Präsident

Dr. Theo Zwanziger und mit Beteiligung

der Integrationsbeauftragten

der Bundesregierung, Staatsministerin Prof.

Dr. Maria Böhmer, hat in Frankfurt die Nominierten

des DFB- und Mercedes-Benz-Integrationspreises

2011 ausgewählt. Zu den

insgesamt vier nominierten Schulen gehören

auch die Anne-Frank-Schule Lüneburg

und die IGS Flötenteich/GS Nadorst aus Oldenburg.

Seit 2007 verleihen der Deutsche Fußball-Bund

und sein Generalsponsor gemeinsam

die Auszeichnung, mit der vorbildliches

Engagement für einen interkulturellen

Austausch prämiert wird. Oliver Bierhoff

als Schirmherr des DFB-und Mercedes-

„Danke ans Ehrenamt“. Bei der Ehrung in der AWD-Arena standen Hans Teille (2.v.l.) und Andreas

Dierksen (2.v.r.) vor 49.000 Zuschauern im Mittelpunkt. Es gratulierten Andreas Wittrock (l.),

Stefan Kuna (Mitte) und Ruben Kiaman (r.).

hatten. Es ergaben sich sehr intensive Gespräche

um den Sport und die Herausforderungen,

denen sich Vereine und Verbände durch

die bereits eingetretenen und noch zu erwartenden

Veränderungen in der Schullandschaft

ausgesetzt sehen. Die Problematik der Ganztagsschulen

wurde ebenso diskutiert, wie

auch die Probleme der älteren Jugendlichen,

wenn sie ihr Studium aufnehmen oder ihre

Berufsausbildung antreten. Beide Ehepaare

erwiesen sich als sehr sympathische wie auch

kompetente Gesprächspartner.

Als der nette Abend sich dem Ende

zuneigte, schauten auch die Spieler von

Hannover 96 nach und nach in den VIP-

Bereich hinein, sodass ihnen auch für ihre

Leistung beim 2:2 gratuliert werden konnte.

Dass Schalke 04 an diesem Samstag

Benz Integrationspreises und Ursula

Schwarzenbart, Leiterin des Global Diversity

Office der Daimler AG, werden im

Frühjahr 2012 die Erstplatzierten in den

Kategorien „Verein“, „Schule“ und

„Sonderpreis“ auf einer Verleihungsgala

auszeichnen.

„Unsere Nationalmannschaft ist ein

Paradebeispiel für gelungene Integration.

Das erfolgreiche Zusammenspiel von Deutschen,

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

und Ausländern klappt oft auch

im Amateurfußball sehr gut. Darum geht

es bei dieser Auszeichnung. Es ist wichtig,

positive Geschichten zu erzählen“, sagt

Oliver Bierhoff, der den Preis seit 2007 als

Schirmherr begleitet.

drei der vier Tore erzielt hatte, tat der

prächtigen Stimmung keinen Abbruch.

Bereits während der Spielzeit gab es stimmungsvolle

Schlachtgesänge beider Fangruppen

und als erfreuliches Fazit bleibt

festzuhalten, dass alles ruhig geblieben ist.

Somit konnte an diesem Tag nicht nur das

Ehrenamt großen Beifall ernten, sondern

auch die Fans.

Als Mitglied der Kommission Ehrenamt

konnte ich diese Veranstaltung erneut begleiten

und es hat auch mir wieder sehr

viel Freude bereitet, dabei zu sein. Und da

der Spartenleiter Tischtennis, Hansi Teille,

als Tischtennisspieler auch hin und wieder

mit seiner Mannschaft in Aerzen spielen

muss, ist ein Wiedersehen mit ihm nicht

ausgeschlossen. Andreas Wittrock

Zwei Schulen aus

Niedersachsen dabei

DFB- und Mercedes-Benz Integrationspreis: Jury wählt Nominierte 2011 aus

Ursula Schwarzenbart fügt hinzu: „Als

global agierendes Unternehmen sind bei uns

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Nationalitäten

beschäftigt. Alleine in Deutschland

haben wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

aus ungefähr 120 Nationen beschäftigt. Das

ist ein guter Grund für uns, die Integration

von Menschen voranzutreiben und sich

beim Integrationspreis zu engagieren. Wir

sind davon überzeugt, dass Fußball die Integration

in hohem Maße fördert.“

769 verschiedene Vereine, Schulen und

Institutionen haben sich in den fünf Jahren

für den Preis beworben. Mehr als 700.000

Euro in Geld- und Sachpreisen werden der

DFB und Mercedes-Benz nach der Verleihung

im März 2012 vergeben haben.

Januar 2012 31


7. Deutscher AH-Supercup

32

Edgar Schmitt (im Vordergrund stehend), Ex-Bundesligaspieler des Karlsruher SC, nahm die Auslosung für den 7. Deutschen AH-Supercup Ü 32 vor.

Die Ziehung der Gruppen verfolgen Uwe Nagel (stehend hinter dem Tisch), Norbert Hügel (l., beide TV Neuler) sowie das NFV-Orgateam mit Bernd

Latowsky, Klaus Bittigau und Friedel Gehrke (v.r.).

Neuler, die 3.000-Seelen-Gemeinde

an der Schwäbischen Ostalb, freut

sich auf den 8. und 9. Juni 2012.

Denn dann richtet der heimische TV den

7. Deutschen Altherren-Supercup Ü 32

aus. Wettbewerbschef Friedel Gehrke und

seine Orgateamkollegen Klaus Bittigau

und Bernd Latowsky vom Niedersächsischen

Fußballverband waren eigens vom

hohen Norden ins Ländle nach Neuler gefahren,

um im Bürgersaal des Rathauses

die Auslosung zu leiten. Als „Glücksfee“

fungierte mit Edgar Schmitt ein herausragender

Ex-Bundesligaspieler des Karlsruher

SC. Vielen ist er als „Euro-Eddy“ im

UEFA-Cup-Spiel 1993 gegen den FC Valencia

in Erinnerung, als er beim 7:0-Sieg

gleich vier Tore erzielte.

Nicht immer sind es die großen Namen

des deutschen Fußballs, die bei den

Altherren das Sagen haben. TuS Germania

Schnelsen und SV Broitzem gehören zu

den Besten der „Ewigen Tabelle“ des

Lizenz für 22 FSJler.

22 junge Frauen und Männer,

die derzeit ein freiwilliges soziales

Jahr absolvieren, haben jetzt

in der NFV-Sportschule Barsinghausen

mit Erfolg die Trainer C

Breitenfußball Lizenz erworben.

Nach einer 120-stündigen Ausbildung

unter Leitung von Marcus

Olm bestanden die FSJler die

Prüfung, die von Ulf Drewes,

Marcus Olm, Ansgar Pietschmann,

Dieter Rotter und Axel

Ohme abgenommen wurde.

Über ihre Lizenz freuen sich: Justine

Besteck (FC Merkur Hattorf),

Lisa Claußen (SF Wüsting-Altmoorhausen),

Christoph Dieterle

(TuS Bodenteich), Felix Fabel,

Florian Hoops (beide SV Niedersachsen

Buchholz), Yannik Freyberg

(SVG Göttingen 07), Helge

Heider (TSV Eintracht Wulften), Mirko Heyde (SV Quitt Ankum), Jaqueline Hiller (JFV Ahlerstedt/Ottendorf/Heeslingen), Julian Hödebeck (TuS Neuenkirchen),

Mara Immink (SV Bad Bentheim), Dennis Kappei (VfL von 1908 Herzberg), Erik Kersten (TVV Neu Wulmstorf), Philipp Kittel (TSV Kirchrode),

Fabian Klotz (TV 01 Bohmte), Florian Koch (SV Ramlingen-Ehlershausen), Aljoscha Podleska (TuS Holle-Grasdorf), Claas-Marten Porth (TuS Güldenstern

Stade), Max Ropers (Deinster SV), Florian Sieck (SV Hönisch), Simon Sprenger (VfB Fallersleben), Yannick Zytur (TuS Eversten). Foto: Borchers

Januar 2012

„Euro-Eddy“ als Glücksfee

SV Broitzem,TSV Krähenwinkel-Kaltenweide und Germania Grasdorf am Start –

Das Turnier findet am 8./9. Juni 2012 in Neuler, Hüttlingen und Röhlingen statt

Wettbewerbs. Dazu zählen allerdings auch

Vorjahressieger Hertha BSC Berlin und dessen

Vorgänger Bayern München. Beide

werden auch im Juni nächsten Jahres auflaufen.

Und zwar nicht nur in Neuler, sondern

auch auf den Plätzen der Nachbarvereine

TSV Hüttlingen und FC Röhlingen.

Unter den 32 Mannschaften, die im

kommenden Sommer um den 7. Deutschen

Altherren-Supercup Ü 32 kämpfen,

sind die Vertreter der Landesverbände,

die vier Besten der „Ewigen Tabelle“, die

letztjährigen besten Vier und der Ausrichter

TV Neuler. Und schließlich als

Wildcard-Inhaber die SG 1895 Pretzier

aus Sachsen-Anhalt. Der NFV wird durch

den SV Broitzem (Meister 2008), TSV

Krähenwinkel-Kaltenweide und Germania

Grasdorf vertreten.

In ihren Vorrundenspielen treffen die

Broitzemer auf SG Taucha 99 (Sachsen), FC

Heitersheim (Südbaden) und SG Hoppstädten-Weiersbach

(Südwest). Der TSV

Krähenwinkel-Kaltenweide bekommt es

in seiner Gruppe mit FC Eppelborn (Saarland),

FC Anker Wismar (Mecklenburg-

Vorpommern) und SG Limbach-Gresaubach

(Saarland) zu tun. Germania Grasdorf

schließlich bestreitet seine Gruppenspiele

gegen TSV Rudow (Berlin), Louisiana

Centro Oberhausen (Niederrhein) und TS

Reichenbach (Württemberg).

Die Zuschauer dürfen sich auf

höchstes Ü 32-Fußballniveau freuen,

auch wenn nicht überall Größen wie Fredi

Bobic, Marko Rehmer, Guido Cantz,

Gerhard Delling und Holger Brück spielen,

die alle schon beim Deutschen AH-

Supercup Ü 32 aufliefen.

Der Erlös aus Wettkampf und Feier

der anschließenden dritten Halbzeit – voraussichtlich

eine hohe vierstellige Summe

– wird schließlich den „Drachenkindern“

von Radio 7 zugute kommen. Dies sind

Kinder und Jugendliche, die traumatische

Situationen bewältigen müssen.


So nicht: Intensivtraining auf kleiner Fläche sollte bei wassergesättigtem

Boden unterbleiben.

Bespielbarkeit von

Sportplätzen im Winter

Immer wieder werden wir in diesen Wochen nach der Bespielbarkeit

von Sportplätzen unter ungünstigen Witterungsbedingungen gefragt.

Regen, Frost und Schnee setzen den Plätzen zu, und die Meinungen

über die Notwendigkeit einer Platzsperre gehen manchmal

weit auseinander. Der DFB hat hierzu u.a. in der Broschüre „Erhaltung,

Modernisierung, Erweiterung und Neubau von Sportplätzen”

klare Aussagen getroffen. Die Entscheidung, ob gespielt wird oder

nicht, obliegt der Sportplatzkommission. Diese setzt sich zusammen

aus einem Beauftragten des Platzeigentümers (Kommune oder Verein),

einem Vertreter der spielleitenden Stelle und einem Mitglied des

Schiedsrichtergespanns.

Besonderer Wert ist auf eine frühzeitige Entscheidung der

Bespielbarkeit zu legen, damit unnötige Reisetätigkeit und Kosten

vermieden werden. Die Entscheidung soll bis vier Stunden vor Spielbeginn

getroffen sein, bei Vormittagsspielen am Vorabend des Spieltages.

Sollten sich die Platzverhältnisse innerhalb dieses Zeitraumes

entscheidend verschlechtert haben, so kann die Kommission das

Spiel noch bis zwei Stunden vor Spielbeginn absagen. Bei einer

Gefahr für die Gesundheit der Spieler kann der Schiedsrichter jederzeit

das Spiel absagen.

Nässe, Reif, Frost, Eis, Schnee können die Nutzung von Rasensportplätzen

einschränken. Oft kommt es bei ungünstigen Platzverhältnissen

zu Schäden am Bodenaufbau und an den Gräsern, die nur

mit hohem, zusätzlichem Aufwand im nächsten Jahr zu beseitigen

sind. Zudem müssen die Spiele der Rückrunde dann meist auf einem

Spielfeld stattfinden, dass in Teilbereichen eher einem Acker als einem

Rasen gleicht. Auch aus diesem Grund gibt die o.a. Broschüre

Hinweise, wann eine Spielabsage anzuraten ist.

Gleiches gilt auch für Tennensportplätze. Allgemein glaubt man,

dass Tennensportplätze immer und bei jeder Witterung bespielbar

sind. Dies ist jedoch, auch im Sinne der Gesundheit der Spieler, nicht

der Fall. Grundsätzlich ist zwar ein Tennensportplatz stärker belastbar

als ein Rasensportplatz, aber auch für ihn gibt es „Auszeiten“: Bei

wassergesättigtem Tennenbelag, Frost, Eis oder während Frost-/

Tauwechsel sollten Tennenflächen nicht bespielt werden.

Kunststoffrasen sind nicht so witterungsempfindlich wie Rasenund

Tennenflächen. Aber auch bei ihnen gibt es während des Winters

Sperrzeiten. Wenn der Belag hart gefroren oder mit Eis überzogen

ist oder wenn bei gefrorenem Untergrund Wasser auf der Fläche

steht, sollten auch diese Flächen nicht genutzt werden. Vorsicht auch

beim Schneeräumen: Hierbei kann das teure Gummigranulat mit

weggeschoben werden. Klebt der Schnee fest am Belag, sind auch

Schäden am Belag nicht auszuschließen.

Bei Fragen zur Nutzung Ihrer Fußballplätze wenden Sie sich

bitte an Ihren EUROGREEN Fachberater vor Ort: Andreas Liske,

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Januar 2012 33


SV 06 Lehrte

34

Diskriminierungen, rassistische u erungen

und andere Beleidigungen

belster Art geh ren leider immer noch

zum Vokabular auf den Fu ballpl tzen.

Daher ist es aktueller denn je, den Ausw

chsen in der multikulturellen Gesellschaft

gegenzusteuern. Vereine k nnen

dabei eine wichtige Rolle spielen.

Denn die Erziehung zu einem tadellosen

Fu baller f ngt schon in den Kinderjahren

an. Das Fair Play muss den

M dchen und Jungen so fr h wie m glich

beigebracht werden. Beispielhaft

stellt REINER KRAMER mit dem SV 06

Lehrte einen Verein aus der Region

Hannover vor, der sich auf diesem Gebiet

vorbildlich engagiert.

Kulturelle Vielfalt im Fußball gehört seit

vielen Jahren zum Vereinsleben dazu.

Migrantenkinder sind in zahlreichen

Vereinen – wie auch beim SV 06 Lehrte – die

Mehrheit. Diese Tatsache birgt große Chancen

im kameradschaftlichen Umgang miteinander.

Das Wichtigste vorab: Der Verein

muss Trainer und Betreuer beschäftigen, die

dieser gesellschaftlichen großen Aufgabe

auch gewachsen sind. Und er muss die Eltern

Januar 2012

Von vorbildlicher Integ

einem außergewöhnlich

SV 06 Lehrte hilft Migrantenkindern nicht nur beim

Sporthalle fast ausschließlich durch Eigenleist

der Kinder so weit wie möglich mit einbeziehen.

Beim SV 06 Lehrte ist das eine Selbstverständlichkeit.

Dort fühlen sich alle Beteiligten

wohl und arbeiten am gemeinsamen

Ziel, dass der Verein eine große Familie ist.

Da ist zum Beispiel Ulf Meldau, Vorsitzender

des SV 06 Lehrte und sein Integrationsbeauftragter

Dirk Ewert, die sich intensiv

im Verein engagieren. Warum braucht

der Verein überhaupt einen Integrationsbeauftragten?

„Beim SV 06 spielen 70 bis 80

Prozent Migrantenkinder in den Mannschaften.

Da müssen viele Gespräche geführt

werden, damit sich die Kinder besser kennenlernen“,

erklärt Ewert. Und es müssen

Aktionen außerhalb des Fußballs organisiert

werden. Dazu gehören Besuche in Altenheimen

und Behinderteneinrichtungen. „Diese

wichtigen Lebenserfahrungen müssen die

Kinder schon in jungen Jahren machen“, ergänzt

Meldau.

Wenn sich in einem Verein nicht nur alles

um Fußball dreht, kann das nach Auskunft

des Integrationsbeauftragten Ewert

sehr hilfreich sein. Zum Beispiel unterhält

der SV 06 Lehrte eine Fahrradwerkstatt.

„Die Kinder reparieren und pflegen dort ihre

Fahrräder selbst und auch Zweiräder von

Anderen. Neulich haben sie das Fahrrad einer

älteren Frau selbstverständlich kostenlos

repariert. Die Beleuchtung war defekt“, er-

Zur Sache

Der SV 06 Lehrte ist ein reiner Fußballverein

mit 420 Mitgliedern, elf Junioren-

und vier Herrenteams. Das Einzugsgebiet

ist die Stadt Lehrte mit

45.000 Einwohnern.

zählt Ewert. Am Ende waren alle Beteiligten

glücklich: Die Kinder, weil sie helfen konnten

und die Frau, weil ihre Beleuchtung wieder

intakt ist.

So muss es sein. Nachhilfeunterricht,

Musikunterricht, Bewerbungsstammtisch,

Konzentrationstraining. All dies verbindet

der neutrale Beobachter eher mit einer

Schule. Dass diese Aktivitäten aber auch ➤


gration und

hen Kraftakt

eim Fußballspielen –

istungen gebaut

beim SV 06 Lehrte stattfinden, verwundert

schon ein wenig, kann aber nicht hoch genug

bewertet werden. Dazu Dirk Ewert:

„Wir bieten alles kostenlos an, schreiben mit

unseren Jugendlichen gemeinsam Bewerbungen

und halten intensiven Kontakt zu

den Eltern. Teilweise haben wir in einem

Jahr 100 Bewerbungen für unsere Jungen

mit erstellt. Der Erfolg gibt Ewert Recht: In

letzter Zeit erhielten zwölf Jugendliche einen

Praktikums- und sechs einen Ausbildungsplatz.

„Motivation durch Erfolg“, lautet das

Motto beim SV 06 Lehrte.

Um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen,

muss der Verein, so sein Vorsitzender

Ulf Meldau, ein Netzwerk aufbauen. „Kontakte

zu Schule, Stadtverwaltung und Kirche

sind dabei ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit

mit Geschäftsleuten und der

Polizei. Denn das Wichtigste für die Erziehung

der Kinder und Jugendlichen ist, sie

aus den sozialen Brennpunkten herauszuholen“

betont Vorsitzender Meldau. Mit

Dirk Ewert hat er genau den richtigen

Mann gefunden, um die Probleme zu

lösen. „Wir halten Konflikttraining für

sehr wichtig. Es gibt bei uns im Verein

Jugendliche, die gehen nicht ins Jugendzentrum,

sondern spielen bei uns Fußball.

Wir versuchen sie zu integrieren und von

den Drogentreffpunkten fernzuhalten. Zum

Beispiel spielt bei uns ein Junge Fußball,

der häufig beim Klauen erwischt worden

ist. Auch ihn versuchen wir im Verein zu

integrieren“, verspricht Dirk Ewert.

Mehr geht nicht. Darum ist der SV 06

Lehrte in Sachen Integration ein vorbildlicher

Verein, der möglichst viele Nachahmer verdient

hat. Dass der Verein zwischen Hannover

und Braunschweig auch an anderer Stelle

mit anpacken kann, verdeutlicht ein weiteres

Beispiel: Der SV 06 Lehrte hat den Bau

einer Sporthalle fast ausschließlich in Eigenleistungen

mit 15 000 freiwilligen Stunden

fertiggestellt. Für einen Verein mit 420 Mit-

SV 06 Lehrte

gliedern ein außergewöhnlicher Kraftakt.

Ein Beweis dafür, was ein außergewöhnliches,

ehrenamtliches Engagement so alles

auf die Beine stellen kann. ■

Auf den Fotos interessante Einblicke in

die Trainingsarbeit des SV 06 Lehrte. Es

fotografierte Reiner Kramer.

Januar 2012 35


Bezirk Braunschweig

36

Ehrenamtspreis für

Bilal Altinkaya

Salzgitteraner auch Mitglied im „Club 100“

it dem DFB–Ehrenamtspreis

Mdes NFV-Kreises Salzgitter ist

Bilal Altinkaya (KSV Vahdet Salzgitter)

vom Kreisehrenamtsbeauftragten

Wilfried Knorr und dem

Kreisvorsitzenden Wolfgang Fisch

ausgezeichnet worden. Altinkaya

wird im April als Kreissieger zur

Ehrung durch den Niedersächsischen

Fußballverband nach Barsinghausen

eingeladen.

Bilal Altinkaya wurde zudem

mit acht weiteren Niedersachsen

in den „DFB-Club 100“ berufen.

Die 100 Club-Mitglieder werden

vom Deutschen Fußball Bund u.a.

zu einem Länderspiel eingeladen.

Andrea Ostermann (TSV Fortuna

Salzgitter), Rainer Reupke (SC

Gitter), Hermann Keune (Union

Salzgitter), Werner Bade (STV Ringelheim)

und Armin Pengel (MTV

Lichtenberg) haben bisher die

Farben Salzgitters im „Club 100“

vertreten, erklärte Wilfried Knorr

vor der Auszeichnung.

Als weitere Kreisehrenamtspreisträger

wurden Uwe Helmes

(Fortuna Lebenstedt), Heiko Salugga

(FC 45 Salzgitter), Andreas

Hoinza (TSV Hallendorf) ausgezeichnet.

Die Sieger wurden nach

dem vom DFB ausgegeben Motto

„Soziale Integration durch Fußball“

gekürt.

Der 2. Vorsitzende des KSV

Vahdet Salzgitter, Bilal Altinkaya,

setzte sich früh für die Integration

der türkischstämmigen

Januar 2012

Mitglieder ein. Er gründete eine

Nachhilfegruppe für seine fußballspielenden

Jugendlichen, um

die vorhandenen Schul- und

Sprachdefizite der Jugendspieler

zu verringern. Zudem gründete

er zur Förderung der deutschen

Sprache eine Gruppe für die

Mütter und Frauen seines Vereins.

Alle Aktivitäten finden im

Vereinsheim des KSV Vahdet

Das Wolfenbütteler Fußballferiencamp begeisterte

einmal mehr 45 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf

Jahren. Sie hatten in den Herbstferien wieder viel Spaß und Erfolg bei

dem inzwischen zum 19. Mal ehrenamtlich durchgeführten Wolfenbütteler

Fußballferiencamp. Der Fußballlehrer und DFB-Stützpunkttrainer

Uwe Brandt (hinten links) hatte dieses zweitägige Fußballferiencamp

wieder mit der Wolfenbütteler Freiwilligenagentur Jugend, Soziales

und Sport auf der Sportanlage des MTV Salzdahlum ehrenamtlich organisiert

und geleitet und dafür als weitere ehrenamtliche Trainer die

statt. Er konnte für die Lehrtätigkeit

auch Studenten mit

arabischer Abstammung gewinnen,

die an der Ostfalia Hochschule

in Salzgitter-Calbecht

eingeschrieben sind. Diese

Gruppe von Fußballeinsteigern

wurde im Sommer komplett als

vierte Herrenmannschaft vom

KSV Vahdet übernommen.

Uwe Helmes ist seit 1978

Platzkassierer bei Fortuna Lebenstedt.

Das alljährliche Sommerfest

und der ausgespielte Fortuna-Cup

werden mit seiner Mithilfe

immer zu Vereinshöhepunkten.

Der Jugendabteilung

steht Helmes mit Rat und Tat zur

Seite.

Andreas Hoinza ist Jugendleiter

und Trainer beim TSV Hallendorf.

Dank seines Einsatzes

ist es in den letzten drei Jahren

gelungen Jugendliche mit

Migrations-hintergrund ins Vereinsleben

des TSV fest zu integrieren.

Heiko Salugga ist neben seiner

Tätigkeit als Spielleiter im

Kreisjugendausschuss des NFV-

Kreises Salzgitter noch Kassenprüfer

und Jugendbetreuer bei FC

45. Bei der Präsentation seines

Vereins am Salzgittersee und bei

der Saisonabschlussfahrt der Jugendfußballer

nach Cuxhaven

zeigte sich Salugga als perfekter

Organisator. gs

Der Kreisehrenamtsbeauftragte Wilfried Knorr überreichte den Siegern Heiko Salugga, Uwe Helmes, Andreas

Hoinza, Bilal Altinkaya mit dem Kreisvorsitzenden Wolfgang Fisch und dem stellvertretenden Vorsitzenden

Detlef Friedrich (von links) die Präsente des DFB. Foto: Günter Schacht

B 1-Trainer Benjamin und Michael Duda, NFV-U 17-Auswahltorwart Pascal

Bertram, C 1-Torwart Tobias Gaschler (alle Eintracht BS), B 1-Torwart

Cedric Schunck sowie Helmut Beckmann (A 1-Trainer BSC Acosta) gewonnen.

Darüber hinaus standen den Kindern für eine Frage- und Autogrammstunde

Jan Washausen und Pascal Gos vom Zweitligisten Eintracht

Braunschweig zur Verfügung. Beste Unterstützung leisteten das

Ehepaar Lackert im Vereinsheim, Platzwart Otto Grau und alle Beteiligten

des MTV Salzdahlum. Weitere Fotos sind unter http://www.freiwillig-engagiert.de

zu finden.


DFB-Verdienstnadel

für Detlef Friedrich

Großer Einsatz für Fußball in Salzgitter

ür seine Verdienste um den

FFußball in Salzgitter wurde

Detlef Friedrich (TSV Fortuna

Salzgitter) auf dem Bezirksehrungstag

des NFV-Bezirkes

Braunschweig in der Volkswagen

Arena in Wolfsburg mit der DFB-

Verdienstnadel vom Vorsitzenden

des Bezirkes, Egon Trepke,

ausgezeichnet.

Die Funktionärslaufbahn

schlug der Polizist bereits mit 18

Jahren ein. In seinem Verein trainierte

und betreute er bis zu seinem

25. Lebensjahr verschiedene

Jugendteams. Es schloss sich

der Aufstieg in den Vorstand mit

der Übernahme des Postens des

Schriftführers an. Bereits 1979

wurde der Oberkommissar zum

1. Vorsitzenden des Vereins aus

der Waldsiedlung gewählt und

führte bis 2002 die Geschicke.

Heute ist er Ehrenvorsitzender

des TSV Fortuna. Die Aufgaben

des Ehrenamtsbeauftragten

führt er aber auch weiterhin

aus.

Als Beisitzer wurde Detlef

Friedrich 1985 auf dem Kreistag

in das Sportgericht des NFV-Kreises

Salzgitter gewählt, das er von

1989 bis 1997 als Vorsitzender

leitete. Auf dem Kreistag 1997

übergab Friedrich die Führung

der Sportrichter an Klaus Stübig.

Er selbst wurde zum stellvertretenden

Kreisvorsitzenden gewählt.

Diese Aufgabe nimmt der

61-Jährige bis heute wahr. G.S.

Erfolgreicher

Anwärterlehrgang

in Schiedsrichter Anwärterlehr-

Egang des NFV-Kreises Braunschweig

brachte 18 neue Unparteiische

hervor. Der kompakte

Wochenendlehrgang im Sportpark

Rüningen war bereits der

dritte Lehrgang in diesem Jahr,

und somit konnte Kreis-Schiedsrichterobmann

Thomas Menzel

insgesamt 53 neuen Schiedsrichtern

im Jahr 2011 den Schiedsrichterpass

aushändigen.

Dank der homogenen Gruppenleistung

und der großen Unterstützung

des Lehrstabes konnte

sich Kreis-Schiedsrichterlehrwart

Björn Maertens über ein respektables

Ergebnis der Absolventen

freuen. Der Prüfung, die

vom Bezirks-Schiedsrichterob-

mann Stefan Voth abgenommen

wurde, stellten sich 21 Teilnehmer.

Bestanden haben:

Henning Burgdorf, Leon

Burgdorf, Ole Küllmey (alle TV

Mascherode), Jürgen-Markus Birkows,

Dennis Fila (beide TSV Lamme),

Taha Brandes, Nadine Hadamek

(beide Freie Turner), Jan

Eberle, Justus Göcke (beide SC

Volkmarode), Nils Borchardt

(Lehndorfer TSV), Robin Burek

(GW Waggum), Martin Döring

(SV Melverode/Heidberg), Martin

Hoffmann (SCE Gliesmarode),

Lian Markerdt (FC Wenden),

Niklas Müller, Niklas Röske (beide

SV Kralenriede), Benjamin Neuhaus

(TSV Timmerlah), Tim Petersdorff

(TSV Watenbüttel). Menzel

Bezirk Braunschweig

Mit der DFB-Verdienstnadel wurde (v.l.) Detlef Friedrich auf dem Bezirksehrungstag

vom Vorsitzenden des Bezirkes, Egon Trepke, ausgezeichnet.

Als Erste gratulierten der stellvertretende Bezirksvorsitzende

Gerhard Dix und der stellvertretende Kreisvorsitzende Manfred

Niemz. Foto: Günter Schacht

Jahresabschluss-

Treffen in Peine

um Abschluss des Jahres tra-

Zfen sich Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sowie ehemalige

Funktionäre des NFV-Kreises

Peine. Vorsitzender Josef F.

Hanke begrüßte besonders die

Ehrenmitglieder Erich Köchling

und Werner Metzing und würdigte

den Arbeitseinsatz

des Vorstandes und

seiner Ausschüsse.

Damit wurde zum

reibungslosen

Verlauf des Spieljahresbeigetragen.

Für den Wettbewerb

TEAM 2011

26 C-Lizenzen verlängert.

Über ein reges Interesse an der

diesjährigen Trainer-Fortbildung

konnte sich der Lehrwart des NFV-

Kreises Northeim/Einbeck, Thomas

Scholz (Bad Gandersheim), freuen.

26 Fachübungsleiter C nutzten

die vom Kreis-Lehrausschuss angebotene

Möglichkeit, ihre entsprechende

Lizenz zu verlängern.

Absolviert wurden im November

insgesamt 20 Lerneinheiten aus interessanten

Themenbereichen, die

die Teilnehmer laut Thomas

Scholz mit ansprechenden Leistungen

umsetzten. Die Vereine

des NFV-Kreises Northeim/Einbeck

können nun weiter die interne

Lehrarbeit mit lizensierten C-Trainern

planen, die nunmehr wieder

auf dem neuesten Informationsstand

der Trainingslehre sind.

Manfred Kielhorn

konnten alle Schulen gewonnen

werden; Hanke hob in diesem

Zusammenhang den engagierten

Einsatz von Harald

Alpers hervor.

Orgelspieler Henry Ohlendorf

erfreute die Anwesenden

mit Weihnachtsliedern, während

die HUKL-Bühne

Sketche vortrug. Es gab

eine Verlosung mit

tollen Preisen, und

in gemütlicher Runde

saßen die Mitstreiterinnen

und Mitstreiter

des NFV noch lange

zusammen.

Peter Baumeister

Januar 2012 37


Bezirk Braunschweig

38

Silber für die Lehrerin

Ursula Kölling erhält vom NFV-Kreis Goslar

die Schiedsrichter-Ehrennadel

chüler und Lehrer des Jacob-

Sson-Gymnasiums Seesen wurden

am 11. November im Pädagogischen

Zentrum der Schule

Zeugen einer in doppelter Hinsicht

außergewöhnlichen Situation,

weil sie zum Einen eine Ehrung

seitens eines Sportfachverbandes

in einem schulischen Rahmen

erlebten und zum Anderen

einer Person, die nicht einmal diesem

Fachverband angehört.

Zur Vorgeschichte: Seit vielen

Jahren finden am Jacobson-

Gymnasium schülergeleitete Fußball-Arbeitsgemeinschaften

statt,

die von der Sportlehrerin Ursula

Kölling ebenso protegiert werden

wie etliche Fußballturniere in der

Halle und im Rahmen des Wettbewerbs

„Jugend trainiert für

Olympia“. Aus diesen AGs rekrutieren

sich nicht nur immer wieder

neu Schüler, die mit einem

gewissen Alter selbst als AG-Leiter

fungieren, sondern auch den

Wunsch äußern, Schiedsrichterlehrgänge

besuchen zu wollen.

Mehrere Jahre lang füllten also

Jacobson-Schüler und mittlerweile

auch Schülerinnen die Schiedsrichterlehrgänge

des NFV-Kreises

Goslar, bis es im letzten Jahr sogar

gelang, am Jacobson-Gymnasium

einen eigenen Schiedsrichterlehrgang

auf die Beine zu stel-

Januar 2012

len. Und der nächste Lehrgang

bahnt sich bereits an.

So hatte denn der NFV-Kreis

Goslar beschlossen, dieses Engagement

besonders anerkennen

und die Sportlehrerin Ursula Kölling

mit der Schiedsrichter-Ehrennadel

des Kreisverbandes in Silber

auszuzeichnen. Diese Ehrung

nahm nun der Schiedsrichter-Obmann

Christian Biel, verstärkt

durch die beiden verdienten Seesener

Schiedsrichter Jürgen Nitz

(TSE Kirchberg) und Jürgen

Dietrich (FC Rhüden) in der Schule

vor. Dabei wies er ausdrücklich

darauf hin, dass es dank dieser

Ausbildung im Seesener Raum

überproportional viele junge

Schiedsrichter im Alter zwischen

14 und 19 Jahren gibt, nämlich

21 von 37 im ganzen Kreis Goslar,

und das in einer Zeit, in der das

Engagement in einem Ehrenamt

gerade auch bei Jugendlichen

keine Selbstverständlichkeit ist.

Stellvertretend dafür präsentierte

Christian Biel mit Anna-Lena

Kopanischen (TSE Kirchberg)

und Christian Jürries (FC Rhüden)

zwei junge Schiedsrichter, die

jüngst an einem Aufbaulehrgang

an der Sportschule in Barsinghausen

teilgenommen haben und

nun bereits Herrenspiele auf

Kreisebene pfeifen dürfen. Biel

Der Beirat des Bezirkes Braunschweig (Foto) traf

sich im Vereinsheim des FC Flachstöckheim zu seiner Jahresabschlussfeier.

Der Vorsitzende des NFV-Kreises Salzgitter, Wolfgang Fisch, hatte

ein buntes Programm für das Gremium zusammengestellt. Nach einem

Mittagessen wurde das Stahlwerk der Salzgitter AG mit einem Reisebus

durchfahren. Der ehemalige Chef der Berufsfeuerwehr Salzgitter,

Sportlehrerin Ursula Kölling mit Präsenten und Schiedsrichter-Ehrennadel.

Sie ist seit 1974 am Jacobson Gymnasium tätig. Außer der Nadel und

Blumenpräsenten wurde ihr auch ein DFB-Fußball-Regelheft aus dem Jahre

1974 überreicht. Foto: Dr. Frassl

übergab darüber hinaus zahlreiche

Gelbe und Rote Karten und

DFB-Regelhefte, die in den Fußball-AG’s

der Schule Verwendung

finden sollen.

Da die Vorbereitung dieser

Ehrung im Verborgenen gelaufen

war, war die Überraschung im

Pädagogischen Zentrum für alle

umso größer und die ca. 400 anwesenden

Schüler und Schülerinnen

bildeten einen würdigen

Rahmen für die außergewöhnliche

Ehrung.

Diplom Ingenieur Rudolf Münch, erklärte den Arbeitsablauf im Stahlwerk.

Es folgten ein Besuch des Schloss Salder (Foto) und die Fahrt zum

Burgberg in Lichtenberg. Nach einem Rundblick über die nördlichen

Stadtteile des Stadtgebietes wurde der Weihnachtsmarkt in der

Wasserburg Gebhardshagen angefahren. Mit einer Kaffeetafel im

Sportheim klang die Jahresabschlussrunde aus. Foto: Günter Schacht


Die Trainerin war

„mächtig stolz“

Mädchen aus Helmstedt in der Erfolgsspur

eim Sichtungsturnier in Peine

Bbelegten die Helmstedter

Mädchen des Jahrganges 1999

einen hervorragenden dritten

Platz unter insgesamt zwölf teilnehmenden

Mannschaften.

Dabei steckte das Team um

das Trainergespann Evelyn Geiling/Petra

Dierks lediglich eine

einzige Niederlage gegen den

späteren Turniersieger aus Göttingen

ein. Die Mannschaften

aus Peine, Northeim und Goslar

wurden ohne ein einziges Gegentor

geschlagen. Im Spiel um

Platz 3 war dann auch das

Glück auf Seiten der Helmstedterinnen

– so wurde die Mannschaft

des Nachbarn aus Braun-

schweig im Neunmeterschießen

glücklich besiegt.

„Ich bin mächtig stolz auf

meine Mädels. Wenn man bedenkt,

dass einige Mädchen

weit jünger waren als die meisten

anderen Spielerinnen, muss

man diesen dritten Platz wirklich

hoch bewerten“, so Geiling. Petra

Dierks fügte hinzu: „Wenn

wir weiter so arbeiten, werden

wir demnächst auch mal ein Turnier

gewinnen.“ Unterstrichen

wurde die gute Leistung der

Helmstedterinnen durch die Nominierung

von Kira Gauger, Joy

Spiller, Isabell Pape und Felina

Weber für die Teilbereichsauswahl

Süd-Ost.

Belegten Rang 3 in Peine: die Mädchen aus Helmstedt.

Zum Team gehörten: Ann-

Katrin Hoppe, Johanna Bartel,

Isabell Pape, Lara Maushake, Ja-

Für die Gastgeber

lief es durchwachsen

Stützpunkt-Sichtungsturnier in Göttingen

as erstmalig im NFV-Kreis

DGöttingen ausgerichtete

Sichtungsturnier des Jahrgangs

98 in der Dransfelder Sporthalle

war ein voller Erfolg. Vor ca.

200 Besuchern zeigten die jungen

Nachwuchskicker, auf welch

hohem Niveau sich der Fußball

im Koordinationsbereich Süd-Ost

des NFV befindet. Die Organisation

des Turniers lag in den Hän-

Kreislehrwart und Stützpunkttrainer

Thomas Hellmich betreute die

Göttinger Auswahl.

Foto: Hans-Dieter Dethlefs

den der drei Göttinger Stützpunkttrainer

Malte Fröhlich,

Martin Wagenknecht und Thomas

Hellmich. „Der Erfolg des

Turniers wäre aber ohne die

großartige Unterstützung der Eltern

aller Stützpunktjahrgänge

(1997 bis 2000) nicht möglich

gewesen“, so Thomas Hellmich.

Sportlich lief es für die Göttinger

Auswahl des jüngeren C-

Jugendjahrgangs durchwachsen.

Zwei Siegen gegen Peine (3:1)

und gegen Braunschweig (4:0)

und zwei Remis gegen Northeim/Einbeck

(1:1) und Nieder-

Die B-Juniorinnen der JSG Wilsche/Müden haben den Bezirksmeistertitel im Hallenfußball

gewonnen. Ohne jeglichen Punktverlust hatten die JSG-Girls aus Wilsche vor SV Gifhorn, FFG Einbeck/Vogelbeck,

JSG Burgberg und Goslarer SC 08 klar die Nase vorn.

Bezirk Braunschweig

nine Hannemann, Celine Adam,

Felina Weber, Hannah Terpoorten,

Kira Gauger, Joy Spiller.

sachsenmeister Barsinghausen

(3:3) standen auch zwei Niederlagen

gegen Hildesheim/Asel

(0:3) und das Nachwuchsleistungszentrum

des VfL Wolfsburg

(0:4) gegenüber.

„Unsere Jungs haben zum

ersten Mal in dieser Besetzung

gespielt, die Abstimmung untereinander

war nicht optimal. Bei

der Leistungsdichte geht dann

schnell mal ein Spiel verloren“, so

Thomas Hellmich, der mit Martin

Wagenknecht den zuständigen

Jahrgangstrainer Malte Fröhlich

vertrat.

Trotzdem können sich einige

der Jungs Hoffnungen machen,

bei einem der nächsten

NFV-Lehrgänge dabei zu sein.

Verbandssportlehrer „Roger“

Müller und der zuständige Koordinator

Kiriakos Aslanidis waren

durchaus angetan von den

individuellen Leistungen der

Göttinger Auswahl. Insbesondere

Torwart Marlon Sündermann

(JFV Göttingen) und Mattis

Daube (JSG Lenglern/Harste)

überzeugen seit längerer Zeit

durch konstant starke Leistungen.

Einige andere sind auf

dem Sprung. „Man muss die

weitere Entwicklung bei einigen

unserer Spieler abwarten, der

Weg nach oben ist immer offen,

das hängt nicht nur vom

Tagesergebnis ab“, so Hellmich.

Auch der Kreisvorsitzende

des NFV-Kreises Göttingen,

Hans-Jürgen Lotz, war vom Niveau

des Turniers begeistert.

„Ich freue mich, dass wir auch

im Kreis Göttingen nach vielen

Jahren ein NFV-Sichtungsturnier

durchführen durften. Es ist eine

Freude, die besten Kicker unseres

Förderstützpunktes Göttingen

im Vergleich mit unseren

Nachbarstützpunkten zu sehen.“

Hellmich

Januar 2012 39


Bezirk Braunschweig

40

ür ihre über 50-jährige Tätig-

Fkeit als Fußball-Schiedsrichter

im NFV-Kreis Salzgitter erhielten

Werner Tschiersch (VfL Salder)

und Will A. Nowotny (Rot-Weiß

Steterburg) auf dem Ehrenamtstag

im Hotel am See vom Kreisvorsitzenden

Wolfgang Fisch und

dem Vorsitzenden des Kreisschiedsrichterausschuss

(KSA), Joachim

Ren, Präsente.

Tschiersch spielte zunächst

Fußball in der zweiten Herren des

VfL Salder. Wegen einer Verletzung

musste er das Fußballspielen

jedoch aufgeben. Dem

Außendienstmitarbeiter wurde

das Zuschauen aber schnell zu

langweilig. Seine Äußerung „Ich

glaub‘, ich mach’ den Schiedsrichterlehrgang“

soll seine Frau

1961 lakonisch mit „dann mach

es“ kommentiert haben. Es blieb

jedoch nicht nur beim aktiven

Pfeifen. Tschiersch stieg nahtlos in

die Funktionärsebene ein. Seit

1969 war er unter anderem Beisitzer

im KSA, von 1979 bis 1991

Kreisschiedsrichterobmann und

seit 1991 Ansetzer im Bezirksschiriausschuss.

Das bedeutendste seiner

3.041 Spiele? Er war am 12. April

1978 als Linienrichter beim Abschiedsspiel

von Paul Breitner

zwischen Eintracht Braunschweig

und Real Madrid dabei.

Willi A. Nowotny begann

1958 seine Fußballkarriere bei

Sportfreunde Salzgitter. Jugendleiter

Hans Schneider überzeugte

Nowotny, die Jugendspiele der D-

, C- und B-Jugend zu leiten. Es

Januar 2012

folgten ab 1962 Ansetzungen im

Herrenbereich. Über die Bezirksklasse

und Bezirksliga ging es hin

bis zur Leitung in der Amateuroberliga

(1970). Ab 1975 wurde

Silberne Ehrennadel. Zur angenehmen Pflicht während der

jüngsten Hauptausschusssitzung des Kreissportbundes Osterode gehörte

auch eine Ehrung für Gerhard Dix, die eigentlich schon im April beim Kreissporttag

hätte erfolgen sollen. Als Kreisjugendlehrwart im NFV-Kreis

Osterode begann Gerhard Dix vor 30 Jahren seine ehrenamtlichen Tätigkeiten

auf überregionaler Fußballebene. Seitdem sind viele Stationen dazu

gekommen. Seit 1993 bis heute ist er Vorsitzender im NFV-Kreis Osterode

und seit 1994 stellvertretender Vorsitzender im NFV-Bezirk Braunschweig.

Nebenbei ist er auch noch als Schiedsrichterbeobachter im Norddeutschen

Raum unterwegs. Sein besonderes ehrenamtliches wurde bereits

– u.a. mit der Verdienstnadel des Deutschen Fußball-Bundes – vielfach

geehrt. Mit der Silbernen Ehrennadel des Landessportbundes Niedersachsen,

überreicht durch den Kreissportbundvorsitzenden Hartmut Heise

(r.), ist jetzt eine besondere Auszeichnung dazu gekommen. mx/Foto: Marx

Über 50 Jahre als

Schiris im Einsatz

Dankeschön für Tschiersch und Nowotny

Nowotny als Linienrichter in den

Gespannen von Volker Roth, Jan

Redelfs und Joachim Ren bis zur

Bundesliga eingesetzt. Insgesamt

leitete er 1689 Spiele.

Die Laufbahn als Spielbeobachter

schloss sich nahtlos an: ab

1984 auf Bezirks-, ab 1985 auf

Verbandsebene und ab 1988 im

Norddeutschen Fußball-Verband.

Am 30. Juni 2011 beendete er

diese Tätigkeit. Neue Ziele hat

sich Willi A. Nowotny für sein

Schiedsrichter-Rentenalter auch

schon gesetzt. „Ich bin dabei, eine

Chronik über das Schiedsrichterwesen

in Salzgitter zu erstellen“,

sagte er beim gemütlichen

Beisammensein. G.S.

Kreisvorsitzender Wolfgang Fisch (links) und Kreisschiedsrichterobmann Joachim Ren (rechts) dankten den

Schiedsrichtern Werner Tschiersch (Zweiter von links) und Willi A. Nowotny für ihre 50-jährige Tätigkeit auf den

Sportplätzen Norddeutschlands. Foto: Günter Schacht

Jugend dankt mit Erfolgen

Sparkasse Göttingen unterstützt

den Nachwuchs-Leistungsfußball in Göttingen

eit Sommer 2011 nimmt der

Sneue Jugend-Förder-Verein

(JFV) Göttingen mit fünf Teams

und über 100 Jugendlichen der

Altersklassen U 14 bis

U 19 am Spielbetrieb

des NFV teil. Der JFV

Göttingen basiert auf

einem – für Göttingen

einzigartigen – Konzept

der vereinsübergreifenden

Förderung

talentierter Fußballer

der Region Südniedersachsen.

Ziel des Vereins ist es,

den Jugendlichen die besten Bedingungen

für einen gezielten

Ausbau ihrer fußballerischen Talente

zur Verfügung zu stellen.

Dieses Vorhaben soll durch die

Arbeit hochqualifizierter Trainer,

durch professionelle Trainingsbedingungen

und -ausrüstung sowie

durch die faire Zusammenarbeit

aller zur partnerschaftlichen

Zusammenarbeit willigen

Vereine der Region in die Tat

umgesetzt werden.

Die Sparkasse Göttingen unterstützt

dieses Jugend-Förder-

Projekt von Anbeginn! Jeden

Spieler des neuen Jugend-Vereins

stattete das Unternehmen,

das den Sport bekanntlich

schon immer exzellent

unterstützt, mit nagelneuen

T-Shirts aus.

Die symbolische Übergabe

fand kürzlich in

den Räumen der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle

statt. Frank Sickora,

Marketingleiter der Sparkasse,

zeigte sich schon vor dem

Start des Projektes davon überzeugt,

dass der vereinsübergreifende

Weg des neuen JFV für den

Fußball in der Stadt Göttingen der

einzig richtige sei.

Mit Erfolgen bedanken sich

die talentierten Jugendlichen: vier

der fünf Teams stellen in ihren

Ligen den Herbstmeister, die in

der höchsten Spielklasse Niedersachsens

(Niedersachsenliga)

spielende U 17 ist hervorragender

Zweiter.


Der 1. Vizepräsident

„nimmt Witterung auf“

Reinhard Grindel zu Besuch in Diepholz

einhard Grindel wollte „schnell

Ran der Basis Witterung aufnehmen“

– das hatte sich der Rotenburger

im Herbst, kurz nach seiner

Wahl zum ersten Vizepräsidenten

des Niedersächsischen

Fußballverbands (NFV), vorgenommen.

Deshalb besuchte er

jetzt stellvertretend für die 73 Vereine

im NFV-Kreis Diepholz den

SV Heiligenfelde. Auf der Anlage

mit ihren insgesamt drei Plätzen,

einem Kunstrasen-Kleinspielfeld

und dem Dorfgemeinschaftshaus

empfing ihn fast der komplette

Kreisvorstand mit „Chef“ Dieter

Plaggemeyer an der Spitze. Und

Wilfried Helms als engagierter

SVH-Vorsitzender erläuterte dem

Gast, dass es sich beim SVH um

keinen „normalen“ Club handele.

„Insgesamt wurden hier 1,8

Millionen Euro verbaut – die Eigenleistungen

nicht mitgerechnet“,

schilderte Helms. 250.000

Euro stammten vom Sportverein

SVH-Vorsitzender Wilfried Helms,

NFV-Vizepräsident Reinhard Grindel

und Kreisvorsitzender Dieter

Plaggemeyer (vorn v.l.) trafen sich

mit dem Vorstand des Fußballkreises

(im Hintergrund) zum Gedankenaustausch.

Foto: Krüger

mit seinen 800 Mitgliedern.

Mehr als jeder zweite Einwohner

Heiligenfeldes gehöre also dem

SVH an.

„Ich erkenne hier eine Menge

Herzblut und ein bestens eingespieltes

Team“, lobte Grindel.

Während des anschließenden

Gesprächs mit dem Kreisvorstand

stellte Plaggemeyer klar,

dass eine Fusion mit anderen

Kreisen für den Diepholzer Ver-

„Eine Institution

im Schulfußball“

Manfred Kazidroga geht in den Ruhestand

ereits Ende der 1960er-Jahre

Bbegann seine Funktionärskarriere

als Staffelleiter der E-Junioren

im Altkreis Burgdorf. Mit Beginn

des neuen Jahrtausends

übernahm er zusammen mit seinem

langjährigen Freund und

Weggefährten im Fußballkreis

Hannover-Land, Günther Lahmann,

die Verantwortung für

„Jugend trainiert für Olympia“

und organisierte zudem bis 2011

zahlreiche Hallenrunden für die

Grundschulen im Fußballkreis.

Manfred Kazidroga, von seinen

besten Freunden nur „Mampi“

genannt, geht nach fast 50 Jahren

ehrenamtlicher Tätigkeit im

Fußballkreis Hannover-Land in

seinen wohl verdienten Funktionärsruhestand.

Als langjähriges Mitglied im

Kreisjugendausschuss war der am

28. September 1938 in Oberschlesien

geborene Kazidroga bis

einschließlich der Saison 2003/

2004 Staffelleiter der E-Junioren.

Einen hervorragenden Ruf erar-

beitete sich der ehemalige Kicker

des TSV Isernhagen im Kontakt

mit den Schulen der Region.

„Manfred ist im Schulfußball eine

Institution", lobte der stellvertretende

Vorsitzende des Kreises,

Eberhard Wacker, bei seiner Verabschiedungs-

und Dankesrede

vor den Vorstandsmitgliedern die

langjährige Arbeit Kazidrogas. In

den über zehn Jahren, die der Geehrte

im Schulfußball tätig war,

habe dieser eine äußerst positive

Entwicklung genommen. „Der

Schulfußball wäre nicht mit so

viel Leben erfüllt worden, hättest

du nicht dafür gesorgt“, hielt

Wacker mit Lob nicht hinter dem

Berg. Mit seinem Kumpel

Günther Lahmann war Kazidroga

in den vergangenen Jahren ordentlich

auf Achse, wie Lahmann

den Anwesenden zu berichten

wusste.

Etwa 100 Termine nahm das

Duo in den elf Jahren mit „Jugend

trainiert für Olympia“ wahr,

die Fußballhallenrunden für die

band nicht infrage komme:

„Schließlich handelt es sich um

ein Gebilde mit 640 Mannschaften,

das gut funktioniert.“ Das

sah Grindel ähnlich – gleichwohl

stellte er klar, dass sich mit Blick

aufs ganze Land etwas verändern

müsse: „Teilweise gibt es Kreise

mit unter 100 Mannschaften, die

schon keine eigene Kreisliga

mehr zustande bekommen.“ Hier

seien die Verantwortlichen in den

Bezirken gefordert, auf die entsprechenden

Regionen einzuwirken.

Grindel würde sich Zusammenschlüsse

auf der Basis der

Freiwilligkeit wünschen.

Dass der Kreis Diepholz nicht

nur organisatorisch, sondern

auch finanziell gut da stehe, ver-

Grundschüler führten die beiden

an gut 55 Orte, für die Grundschülerinnen

organisierten Kazidroga

und Lahmann rund 25 Veranstaltungen.

Ohne Manfred Kazidroga

wäre der Jugend- und

Schulfußball im Kreis Hannover-

Land nicht derselbe geworden.

Dies betonte auch Eberhard

Wacker, der dem Geehrten versi-

Bezirk Hannover

deutlichte Plaggemeyer mit Blick

auf die Angebote, „mit denen wir

unseren Vereinen etwas zurückgeben

wollen“. Als Beispiele

nannte er die kostenlosen Lehrgänge

zum Erwerb der Lizenz

„Trainer C Breitenfußball“. Lehrausschuss-Vorsitzender

Wilco

Freund regte aber ein Überdenken

der Inhalte vom Landesverband

an: „Einem Vater, dessen

Kind in einer jüngeren Mannschaft

spielt und der vom Verein

angesprochen wird, ist eine Ausbildung

mit 110 Unterrichtsstunden

einfach zu lang.“ Wohl aber

sprächen sich viele Trainer und

Betreuer für regelmäßige und flexibler

gestaltete Fortbildungen

aus. Cord Kr ger

cherte: „Wir alle bedauern deinen

Abschied, doch gönnen wir

dir deinen wohlverdienten Ruhestand.“

Manfred Kazidroga erhielt

zum Dank für seine Tätigkeit als

Staffelleiter und Beisitzer Schulfußball

im Jugendausschuss

(1977 bis 2011) einen Silbernen

Teller. Mirko Haendel

Eine Institution im Schulfußball wurde verabschiedet. Das Foto zeigt (von

links) Heinz Jäkel, Günther Lahmann, Manfred Kazidroga und Eberhard

Wacker. Foto Mirko Haendel

Januar 2012 41


Bezirk Hannover

42

Mike Braun (vorn, 3.v.l.) bekam vom NFV-Kreisvorsitzenden Dieter Plaggemeyer (2.v.r.) den Ehrenamtspreis.

Ebenfalls Ehrennadeln und Urkunden erhielten 18 weitere Vereinsmitglieder, die sich um den Fußballsport verdient

gemacht haben. Foto: Krüger

Donnernder Beifall für den

„unbeirrbaren“ Mike Braun

23-Jähriger leistet trotz seines Handicaps viel für den TuS Varrel

eit Jahren setzt er sich als Trai-

Sner für den Nachwuchs „seines“

TuS Varrel ein. Als Schiedsrichter

muss er sich manchmal einiges

gefallen lassen. Er organisiert

Trainingslager und Turniere,

als stellvertretender Jugendleiter

übernimmt er Verantwortung im

Vorstand: Mike Braun meistert all

dies trotz seiner Behinderung.

Jetzt erhielt der 23-Jährige die

Auszeichnung als Kreissieger der

„Aktion Ehrenamt“ – und durch

donnernden Applaus bestätigten

die Gäste im Neubruchhauser Hotel

„Zur Post“, dass der Fußballkreis

Diepholz mit seiner Wahl

den Richtigen getroffen hatte.

Auch Reinhard Grindel, erster

Vizepräsident des Niedersächsischen

Fußballverbands (NFV),

spendete stehend Beifall für den

jungen Mann, „der sich nicht hat

beirren lassen und beweist, dass

Januar 2012

Menschen mit einem Handicap

viel leisten können. Er hat bisher

unendlich viel geleistet“, würdigte

Grindel den Hörgeschädigten,

der demnächst mit einer Begleitung

ein Wochenende im

Sporthotel Barsinghausen verbringen

darf – den Besuch eines

Bundesligaspiels inclusive.

Zuvor hatte Fußballkreis-Vorsitzender

Dieter Plaggemeyer

Mike Braun mit der Silbernen Ehrennadel

des Kreisverbandes dekoriert

und einem Präsent „beladen“

– wie die übrigen Ehrenamtlichen,

die auf Vorschlag aus

ihren Vereinen der Einladung

nach Neubruchhausen gefolgt

waren. Nur Manfred Schröder bekam

keine Nadel – weil der

Platzwart des TSV Bassum sie

schon verliehen bekommen hatte.

Und Klaus-Dieter Tönnies als

zweiter Vorsitzender des TV Neu-

enkirchen erhielt die Auszeichnung

in Gold – wegen seines

langjährigen Engagements.

Plaggemeyer stellte jedoch

mit Blick auf die 19 Geehrten

klar: „Ihr alle seid Sieger!“ Nur zu

gut wusste er, dass „manche solche

Leute belächeln, die ehrenamtlich

arbeiten – aber jeder von

euch ist es wert, Unterstützung

zu erfahren“.

Aus seiner „Hochrechnung“

ging hervor, dass in den 73 Vereinen

mit ihren 650 Mannschaften

„mehr als 3.000 Menschen bei

uns im Kreis Fußball gestalten“.

Umso mehr bedauerte er,

dass kein Club aus dem Südkreis

Vorschläge zur Auszeichnung verdienter

Mitarbeiter gemeldet hatte.

Immerhin konnte der Kreisvorstand

in den bisher 14 Jahren der

„Aktion Ehrenamt“ schon etwa

100 Vereinsmitglieder aus ihrem

Nischendasein in den Mittelpunkt

rücken, die es ausnahmslos verdient

hatten.

Kirsten Högemann von der

Volksbank Bassum-Syke gratulierte

den Ausgezeichneten ebenfalls.

Zudem hoffte sie, dass ihr

Geldinstitut auch künftig diese

Ehrenamts-Aktion unterstütze.

Reinhard Grindel dürfte dies

gern vernommen haben – denn

der NFV-Funktionär weiß um die

immer schwierigere Suche nach

Sponsoren. Dabei verfüge der

Fußball über eine große Wirkungskraft,

„denn was hält unsere

Gesellschaft in Zeiten von Internet

und Facebook noch zusammen?

Was schafft es heute

noch, Menschen verschiedener

Generationen und Kulturen zusammen

zu bringen? Wir können

mit Stolz sagen: Beim Fußball ist

das noch der Fall.“ Die Ehrengäste

des Abends bezeichnete er als

„Vorbilder, die andere mitreißen“

– und von denen sich viele „eine

Scheibe abschneiden sollten“.

Die geehrten Ehrenamtlichen:Jugendehrenamtspreis/Silberne

Ehrennadel des Fußballkreises:

Niklas Wilhelm (TSG

Osterholz-Gödestorf), Dennis

Hammer, Leonhard Schäfer (beide

TSV Bassum), Salam Garaf (SV

Bruchhausen-Vilsen), Sandro Frede,

Maik Jakobowski, Noel Pohl

(alle TSV Holzhausen-Bahrenborstel),

Pascal Miklis (TuS Sulingen),

Tina Bobrink (TSV Bramstedt, zusätzlich

ausgezeichnet mit DFB-

Uhr).

Ehrenamtspreis: Mike Braun/

TuS Varrel (gleichzeitig Kreissieger

und ausgezeichnet mit der

Silbernen Ehrennadel des Fußballkreises),

Klaus-Dieter Tönnies/TV

Neuenkirchen (Goldene Ehrennadel

des Fußballkreises und DFB-

Uhr), Thorsten Glander/TSV Barrien

(Silberne Ehrennadel des

Fußballkreises), Jens Brüning (Silberne

Ehrennadel des Fußballkreises),

Manfred Schröder/

TSV Bassum, Michael Lüllmann/

TSV Holzhausen-Bahrenborstel

(Silberne Ehrennadel des Fußballkreises),

Carsten Schlaak/FC Sulingen

(Silberne Ehrennadel des

Fußballkreises), Heinfried Husmann/TuS

Sulingen (Silberne Ehrennadel

des Fußballkreises), Jessica

Riedemann/SV Bruchhausen-

Vilsen (Silberne Ehrennadel des

Fußballkreises und DFB-Uhr),

Christina Potthast/FC Syke 01 (Silberne

Ehrennadel des Fußballkreises

und DFB-Uhr).

Cord Kr ger

Judith Wortmann aus Kemme war sprachlos – die Überraschung

war gelungen, und sie strahlte über das ganze Gesicht. Der kommissarische

NFV-Schulfußballreferent Günther Schaper besuchte Judith

zu Hause und hatte einen Trainingsanzug, ein T-Shirt und einen Fußball

im Gepäck. Begleitet wurde Schaper von Sportlehrerin Steffi Röhrkasse

von der Bördeschule in Dinklar. Die Vorgeschichte: Judith Wortmann

gehörte der Mädchenmannschaft aus der Bördeschule an. Beim diesjährigen

Grundschulfußballturnier „Girls United“ hatte sie sich bei einem Spiel

den rechten Unterarm gebrochen. Mit großen Schmerzen kam die Zehnjährige

ins Krankenhaus, wurde operiert und musste sich einen Gips verpassen

lassen. Der Bruch ist inzwischen gut verheilt. Während des

Mädchenturniers „Girls United“ wurde die Mannschaft von Steffi Röhrkasse

trainiert und betreut. Wie die gesamte Familie Wortmann freute sie

sich ebenfalls auf die nachträglichen „Trostgeschenke“ für die erlittenen

Schmerzen. Bericht und Foto: Burghard Neumann


anz im Zeichen von Ehrungen

Gstand der Seniorennachmittag

der Hildesheimer Schiedsrichtervereinigung.

Der kommissarische

Vorsitzende Walter Klußmann

und sein Stellvertreter Walter

Schmidt zeichneten langjährige

Mitglieder mit Urkunden und

Ehrennadeln aus.

Rudolf Bank (RSV Achtum)

gehört der Vereinigung seit 50

Jahren an. Stolz nahm er für seine

über ein halbes Jahrhundert

währende Treue den Silbernen

Fußballschuh und eine Urkunde

entgegen. Seit 40 Jahren

sind Günter Heidrich, Manfred

Heidrich (beide SV Groß Düngen),

Wilfried Moch (SV Algermissen),

Karl-Heinz Slomka (TuS Lühnde),

Hans Borchert (SV Dinklar) und

Hans-Bernd Weppner (SC Asel)

dabei, zehn Jahre weniger sind es

bei Heinrich Aue (SV Einum).

Neben den Ehrungen berichtete

Schiedsrichterobmann Wilhelm

König über aktuelle Themen

aus dem Schiedsrichterwesen.

„Für mich ist es der letzte Seniorennachmittag

als Vorsitzender

im Schiedsrichterausschuss. Aus

Altersgründen scheide ich im

kommenden Jahr aus. Seit 1981

bin ich dabei. Jetzt kann es mal

ein jüngerer machen“, begann er

seine Ausführungen.

„Die Vorstände im Ausschuss

und in der Vereinigung

avid Kastens merkte schnell,

Ddass ihm etwas fehlte. Der

täglich nach Bremen pendelnde

Bankkaufmann und engagierte

Betreuer des TV Neuenkirchen

kann sich über Langeweile zwar

wahrlich nicht beklagen, doch

die zweijährige Abstinenz von

der Pfeife hatte er satt. Also

wagte der einstige Bezirksliga-

Schiedsrichter sein Comeback –

und pfeift jetzt wieder Partien

auf Kreisebene. Seinen Ansetzer

Werner Bollow freut's – denn

er braucht jeden erfahrenen

Unparteiischen. Schließlich sank

die Zahl der Schiris im Fußballkreis

Diepholz nun erstmals auf

unter 300 Aktive.

Kein Wunder, mögen manche

Ohrenzeugen von Fan-

Schmährufen, Meckereien und

Trainer-Klagen denken. Kastens

hingegen musste solche Erfahrungen

nicht sammeln – im Gegenteil:

„Ich habe durchs Pfeifen

viele Freundschaften geschlossen

– zu Schiedsrichtern

und Spielern. Man lernt neue

Plätze kennen, die man allein

als Fußballer wohl nicht gesehen

hätte. Und man schult seine

Persönlichkeit.“ Der 26-Jährige

ist überzeugt, dass ihm das

Auflisten seines „liebsten Hob-

Seit über 50 Jahren

ist Rudolf eine Bank

Ehrung für Hildesheimer Schiedsrichter

sind gut aufgestellt. Es herrschten

ein gutes Miteinander und engagierte

Zusammenarbeit. Mit drei

Anwärterlehrgängen und der Futsal-Ausbildung

in diesem Jahr

bys“ in der Bewerbung die Tür

zu seinem Beruf als Bankkaufmann

öffnete: „Konflikte lösen,

Führungsqualitäten zeigen – da

können junge Leute beim Arbeitgeber

punkten.“

Kreisschiedsrichter-Obmann

Werner Bollow könnte Kastens

glatt als Werbeträger für die

„Schwarze Zunft“ engagieren.

Aber immer neue Probleme nagen

an den Bemühungen in Sachen

Nachwuchsgewinnung:

Jüngere Schiedsrichter spielen

oft parallel in ihren C-, B- und

A-Jugend-Mannschaften. „Die

können wir nicht gleichzeitig

ansetzen“, verdeutlicht Bollow.

Andere stecken im Ganztagsschul-Stress

oder in den Prüfungsvorbereitungen

fürs Abi

und andere Abschlüsse. Danach

führen sie Ausbildung oder Studium

oft in die Ferne – Wochenenddienste

inklusive.

Die deutlichsten Folgen

des Schwunds zeigen sich in

den nicht mehr mit Referees

besetzten Klassen: Die Gegner

der Oldie-Liga müssen sich vor

Spielbeginn auf einen Schiri

aus den eigenen Reihen einigen.

„Wir haben nicht mehr

genug Ältere für solche Partien“,

schildert Bollow. Im Juni-

steht der Lehrstab mit Marcus

Schierbaum an der Spitze in den

Sportkreisen des Verbandes an

vorderster Stelle“, sagte König,

der zudem auf personelle Verän-

orenbereich müssen die Platzvereine

von der D- bis zur G-

Jugend schon länger einen

Mann – oder eine Frau – an

der Pfeife stellen.

Nun hofft Bollow, wenigstens

den Status unterhalb der

Männer-Kreisliga halten zu können:

Wenn sich in der neuen

Saison die Kreisliga A in die

eingleisige 1. Kreisklasse verwandelt,

„sollten wir die Spiele

trotzdem auch mit kompletten

Gespannen besetzen. Für diese

Schiedsrichter-Assistenten bedeutet

es die Schule für die

Kreisliga.“

Wären da nicht die höheren

Anforderungen zum Erwerb

der Schiedsrichter-Lizenz: Während

früher die meisten Kursteilnehmer

den Lehrgang bestanden,

beläuft sich die Erfolgsquote

jetzt nur noch auf

50 Prozent. Laut Bollow liege

dies auch an den härteren Prüfungsfragen,

die der DFB ausgearbeitet

habe: „Sie sind zu

schwierig und für die Praxis selten

relevant. Der Verband will

so mehr Klasse statt Masse bei

den Nachwuchsleuten, aber wir

brauchen die Masse, die dann

nach und nach mit ihren Aufgaben

wächst.“ Aus anderen

Bezirk Hannover

derungen verwies. Florian Deckwert

ist der neue Referent, Erik

Müller und Johannes Bensch sind

ausgeschieden.

Auf der Schiedsrichterliste

im Kreis sind derzeit 385 aktive

und 87 passive Unparteiische

registriert. „Leider hat sich in

der Region um Alfeld an fehlenden

Schiedsrichtern nichts

verändert. Wir haben auch zu

wenig Beobachter“, informierte

König abschließend. Neumann

Beim Seniorennachmittag ehrte die Hildesheimer Schiedsrichtervereinigung langjährige Mitglieder. In der 1. Reihe

(v. l.) Hans Borchert, Heinrich Aue, Rudolf Bank, Karl-Heinz Slomka und Hans-Bernd Weppner; dahinter (v. l.)

Wilfried Moch, Günter Heidrich, Manfred Heidrich, Schiri-Obmann Wilhelm König, Walter Klußmann und Walter

Schmidt. Foto: Burghard Neumann

„Wir brauchen Masse – später kommt Klasse“

Härtere Prüfungen, Schul- und Berufsstress sind Gründe für den Schiri-Schwund in Diepholz

Fußballkreisen hörte er von

ähnlichen Problemen.

Die nächste Chance auf

neues „Personal“ bietet sich ab

Februar, wenn der nächste Anwärterlehrgang

startet. Doch

schon in der Winterpause will

Bollow eine Regelung treffen,

um Jugendlichen den Einstieg

zu erleichtern: „Wir arbeiten an

einem flexibleren Anerkennungsverfahren

für D-Jugend-

Spiele, die die jungen Leute bei

ihrem eigenen Verein pfeifen.“

Diese Partien könnten dann auf

die Mindest-Pflichtspiele angerechnet

werden – als Nachweis

für die Vereine, die eine bestimmte

Zahl an Unparteiischen

stellen müssen, und für den

Einzelnen als Voraussetzung

zum Verlängern des Schiedsrichter-Ausweises.

Dieses wertvolle

Papier ermöglicht freien Eintritt

zu allen Spielen bis auf Bundesliga-Ebene

und gilt so nach wie

vor als attraktivster Anreiz. Schiri

David Kastens kann das nur

bestätigen: „Wenn meine Arbeitskollegen

über Werders hohe

Dauerkarten-Preise klagen,

ärgere ich sie damit, dass ich

immer umsonst ins Stadion

komme.“ Vorausgesetzt, er

muss nicht selbst pfeifen.

Januar 2012 43


Bezirk Hannover

44

Lohn für Fairness

im Abstiegskampf

SV Lessen gewinnt die VGH-Regionalwertung

elten gab’s im Fair-Play-Wett-

Sbewerb einen derart vergoldeten

zweiten Platz in der Fußball-

Region Diepholz/Nienburg: Weil

der SV Heiligenfelde bereits die

Auszeichnung als fairste Mannschaft

Niedersachsens erhalten

hatte (wir berichteten), freuten

sich nun die ersten Herren vom SV

Lessen über den Sieg in dieser

Wertung für die Landkreise Diepholz

und Nienburg – verbunden

mit einem Satz Trikots im Wert

von 1.200 Euro für die C-Jugend

als Patenmannschaft der Lessener.

Frank Roemer wirkte während

der Ehrung im Sulinger Restaurant

Dahlskamp angesichts

der neuen Outfits ein wenig neidisch

mit Blick auf seine Kickerzeiten

als Kind: „Wir mussten damals

die schlabberigen A-Jugend-

Hemden auftragen“, erinnerte

sich der heutige Nienburger Regionaldirektor

der VGH, die den

Fairness-Cup bereits im elften

Jahr sponserte. Roemer lobte die

Leistung der Lessener, die trotz

des – schließlich verlorenen – Abstiegskampfs

in 15 Bezirksligaspielen

ohne gelb-rote und rote

Karten auskamen. Es blieb bei nur

37 Verwarnungen.

Auch der Fußball-Kreisvorsitzende

Dieter Plaggemeyer gratu-

as Fußball-Event zu Beginn

Ddes neuen Jahres im NFV-Kreis

Hildesheim ist ohne Frage das 5.

Engelbert Nelle Hallen-Classics

am Sonnabend, 7. Januar, mit Ü

32-Bundesliga-Traditionsmann-

Januar 2012

lierte den Lessenern sowie dem

letztjährigen Kreisliga-Zweiten TV

Stuhr und dem SC Haßbergen als

Drittplatziertem dieses Rankings

in der Region. Die Stuhrer durften

ihre Patenmannschaft mit Trainingsjacken

im Wert von 800 Euro

ausstaffieren, Haßbergens Vereinskasse

füllt sich um 500 Euro

für Jugendteams. Alle Vereine erhielten

zudem zwei Fußbälle, ei-

nen Satz Trainingsleibchen und

Pokale.

Plaggemeyer wies darauf

hin, dass der SV Lessen den zehnten

Platz im Feld der insgesamt in

der Verbandswertung 1.066 bewerteten

Teams belegte. Auf Position

63 liegt der TVS mit 47 gelben

und zwei gelb-roten Karten,

auf Rang 102 Haßbergen mit 51

Verwarnungen und ebenfalls

zwei Ampelkarten.

Plaggemeyer strich heraus,

dass sportlicher Erfolg und Fair

Play einander nicht ausschließen

müssten: „Es hat sich in der Qualität

der Spiele einiges verbessert

– siehe bei meinem Heimatverein

BSV Rehden, wo inzwischen wirk-

lich guter Oberliga-Fußball geboten

wird.“ Ähnliches gelte auch

für den TV Stuhr, der derzeit als

Aufsteiger die Bezirksliga aufmischt.

Schließlich hofft der

Kreisvorsitzende, dass sich Lessen

in der Kreisliga schnell wieder zurecht

findet und den Weg zurück

in den Bezirk schafft.

Weitere Glückwünsche überbrachten

Plaggemeyers Nienburger

Amtskollege Michael Brede,

Wilhelm Haupt vom Fußball-

Bezirk Hannover, der auch die

Haßberger möglichst bald wieder

höherklassig sehen möchte, sowie

die VGH-Vertriebsleiter Werner

Dinter und Andreas Müller.

Cord Kr ger

Die Kreisliga-Fußballer des SV Lessen und ihr Kapitän Julian Hartkamp (vorn, Mitte) siegten in der Fair-Play-

Regionalwertung. Pokale für die Plätze zwei und drei nahmen Gerrit Bischoff vom TV Stuhr (vorn links) und

Haßbergens Kapitän Achim Lausmohr (vorn rechts) entgegen. Die NFV-Kreisvorsitzenden Dieter Plaggemeyer

(Mitte), Michael Brede (neben ihm), Wilhelm Haupt vom NFV-Bezirk Hannover und Vertreter vom Sponsor VGH

gratulierten. Foto: Krüger

Engelbert Nelle-Hallen-Classics

in Hildesheim stark besetzt

schaften. Die Schirmherrschaft

hat der Präsident von Hannover

96, Martin Kind, übernommen.

Auch dieses Mal ist es dem

Organisationsteam mit Theo

Schönefeldt, Martin Rinke, Wal-

ter Klußmann und Hubertus

Strohmeyer gelungen, ein attraktives

Teilnehmerfeld in die Sparkassen-Arena

einzuladen. Als

Veranstalter hat der SV Blau-Weiß

Neuhof an der Spitze mit Huber-

tus Strohmeyer die Regie übernommen.

Jugendliche bis 14 Jahre

haben freien Eintritt, Erwachsene

zahlen 6,00 Euro Eintritt.

In der DHT-Gruppe spielen:

Borussia Mönchengladbach,

Arminia Bielefeld, Hannover 96,

Hildesheimer Allstars.

In der Concordia-Versicherungsgruppe

spielen: Hamburger

SV, VfL Wolfsburg, 1. FC

Köln, SV Blau-Weiß Neuhof.

Sponsoren und Organisatoren bei der Pressekonferenz für die 5. Engelbert Nelle-HallenClassics: Jürgen Böhnke, Walter Klußmann, Walter Rohrer,

Hubertus Strohmeyer, Dr. h.c. Engelbert Nelle, Peter Wolter und Dr. Jörg Hellmann (von links). Foto: Burghard Neumann


s war zu erwarten: „Wenn

EGünther Thielking kommt, wird

die Hütte voll“, hatte Wilhelm König,

Kreisschiedsrichterobmann

im NFV-Kreis Hildesheim, vorhergesagt.

Und mehr als 100 Fußballschiedsrichter

kamen ins Tagungslokal

Zum Osterberg nach

Himmelsthür.

Im Verlauf von eineinhalb

Stunden gab Verbandsschiedsrichterlehrwart

Thielking Tipps

und erklärte, mit welchen Eigenschaften

ein guter Schiedsrichter

aufwarten muss. Neben guter Regelkenntnis

und körperlicher Fitness

gehören das Basiswissen und

die Körpersprache zur Spielleitung.

Maßnahmen zur Weiterbildung,

Kondition und Schnelligkeit

durch ständiges Training sollten

stets im Fokus stehen. Der Unparteiische

müsse oft mit Konfrontationen

umgehen können, die

Fähigkeit zum Stressabbau besitzen,

Selbstkritik aufbauen und erhalten,

lehrte der Gastreferent.

Auch der erste Eindruck

eines Schiedsrichters bei den

Mannschaften sei enorm wichtig.

„Besonders spielen dabei Mimik,

Gestik, Körperhaltung und

insbesondere der Tonfall eine

große Rolle. Niemals arrogant,

aggressiv oder zu leise auftreten.

Immer den richtigen Ton finden,

auch in den unteren Klassen. Immer

den Spieler ansehen“, riet

Thielking. „Dinge wie Kleidung,

Haare, Artikulierung und Bewegung

gehören zur Persönlichkeit

eines Schiedsrichters ebenso da-

zu. Auch nicht mit den Armen

gestenreich herumrudern“, fügte

der 63-Jährige hinzu. Zudem

sollte das Vokabular der Jugend

beherrscht werden.

Wichtig sei vor allem die

verbale Ansprache mit ruhigen

klaren Anweisungen, freundlich,

ohne Diskussionen und Provokationen.

Was muss ein guter

Keeper „drauf haben“?

Torwart-Demotraining mit Dieter Schrader

ie herausragende Stellung

Dder Torhüter rückt sie häufig

mehr ins Blickfeld als die

meisten Feldspieler. Ein guter

und sicherer Keeper glänzt

nicht nur mit spektakulären

Paraden, er muss sich unter

anderem immer wieder allen

Mitspielern, insbesondere den

Abwehrspielern als zuverlässiger

und ruhiger Rückhalt zeigen.

Der Torhüter muss auch

ein beweglicher Spieler und

immer anspielbereit sein sowie

mit einer guten Übersicht den

Strafraum beherrschen.

Über das Thema „Torwarttraining“

wurden 18 angehende

Übungsleiter beim C-

Lizenz-Lehrgang im NFV-Kreis

Hildesheim unterrichtet. Referent

war NFV-Sportlehrer Dieter

Schrader aus Barsinghausen,

der von Kreislehrwart

Siegfried Herrmann nach Himmelsthür

eingeladen worden

war. Schrader zeigte in der

Praxis, wie ein Torwarttraining

auszusehen hat.

Persönlichkeit als

Schlüssel zum Erfolg

Günther Thielking referiert in Himmelsthür

Wilhelm König und Günther Thielking ehren Frank Kaufhold (links) mit

der Silbernen NFV-Verdienstnadel für 25-jährige aktive Schiedsrichtertätigkeit.

Foto: Burghard Neumann

Zunächst wurden die

Grundtechniken eines Torwarttrainings

vermittelt: Grundstellung

des Körpers zum Ball,

Fangen hoher und flacher Bälle,

Fausten, Hechten, seitliche

Bälle direkt am Körper, seitliche

Bälle weiter vom Körper

entfernt, Fallen und Aufstehen,

Fußabwehr, Flanken abfangen

und Zurücklaufen nach

Hebern. Schrader machte es

vor: Wie ein Stehaufmännchen

zeigte er den wesentlich jüngeren

Teilnehmern die Übungen:

Er kniete sich, legte sich

auf den Bauch, sprang, hechtete

und legte sich seitwärts.

Dann mussten die Teilnehmer

ran. Auch Remzija Sabic

(TSC Sack), einzige Frau unter

den Teilnehmern, mischte kräftig

mit.

„Ein guter Torwart muss

technisch versiert sein. Dazu

gehören körperliche Fitness

mit guter Kondition, gutes

Stellungsspiel, Selbstsicherheit,

Reaktionsschnelligkeit, Konzen-

Dabei sei die Einhaltung der

Distanz zu den Spielern besonders

wichtig, z. B. beim Aussprechen

von Spielstrafen. So sollte der

Schiedsrichter den persönlichen

Bereich – „eine gewisse Intimsphäre“

– der Spieler beachten.

Der moderne Schiedsrichter

sei mehr als nur ein Regelwächter,

er sei Manager des Spiels. Er

tration, Mut, Durchsetzungsvermögen

und lautstarkes Dirigieren

der Hintermannschaft“,

Bezirk Hannover

müsse bewusst Konfliktsituationen

lösen können. Zu seinen

außerfachlichen Qualifikationen

gehören: Kommunikationsfähigkeit

und Selbstsicherheit, die

Fähigkeit zum Stressabbau sowie

zur Selbstkritik. Dabei müsse er

aber auch Motivation und Spaß

im Auge behalten. „Der Schiedsrichter

muss seine Persönlichkeit

und seine Kommunikation stärken,

denn das ist der Schlüssel

zum Erfolg“, hob Thielking hervor.

„Auch ich hatte Ärger, wollte

schon mal die Brocken hinschmeißen“,

berichtete der ehemalige

Lehrer aus eigener Erfahrung.

Die Zuhörer mussten aber

auch selbst die Regelsicherheit

beweisen. Per Videosequenzen

wurden verschiedene Bundesligabegegnungen

aufgezeigt. Bei

den Spielunterbrechungen durch

den Schiedsrichterpfiff wählte

Thielking einen Besucher aus,

um sich die Spielfortsetzung erklären

zu lassen. Ob Ramona

Prystawek, Lara Kompa, Gerhard

Prystawek, Stefan Mannchen

oder Michael Scholz, alle kannten

sich mit den Fußballregeln

bestens aus.

Im Rahmen der Lehrversammlung

wurde Frank Kaufhold

(SSV Förste) für seine 25-jährige

aktive Schiedsrichtertätigkeit geehrt.

Wilhelm König und Günther

Thielking gratulierten ihm mit der

Silbernen Verdienstnadel und der

Urkunde des NFV.

Burghard Neumann

Auch richtig angewandte Fallübungen beim Torwarttraining wurden von

Dieter Schrader mit den angehenden Fußballtrainern geübt.

Foto: Burghard Neumann

gab der Fußball-Fachmann den

künftigen Trainern mit auf

den Weg. Burghard Neumann

Januar 2012 45


Bezirk Hannover

46

F

Auch Schiris trainieren Futsal

utsal ist derzeit das Thema bei

den U 12-Fußballern im NFV-

Kreis Hildesheim: Alle Jugendleiter,

Trainer und Betreuer wurden

intensiv auf die Premiere in der

bevorstehenden Hallensaison vorbereitet.

Aber auch die Schiedsrichter

gehen keinesfalls planlos

an die neue Aufgabe heran. Unter

der Leitung von Kreislehrwart

Marcus Schierbaum trafen sich

34 Referees zur Einweisung in

Ottbergen.

Wie die Futsal-Regeln in der

Praxis umgesetzt werden, erfuhren

die Schiedsrichter bei einem

zweiten Lehrabend in der Giesener

Sporthalle. Damit alle Unparteiischen

in den „Genuss“ kamen,

mit dem speziellen Futsal-

Ball auf Torejagd zu gehen, wur-

Hohe Konzentration bei den Unparteiischen:Schiedsrichter-Lehrwart

Marcus Schierbaum erklärt

noch einmal die Futsal-Regeln und

spricht auch über den Futsal-Ball.

Foto: Burghard Neumann

Januar 2012

de in den beiden gegeneinander

spielenden Teams ständig gewechselt.

Bei der Spielleitung verdeutlichte

Schierbaum, dass eine

harte Gangart und das Gerangel

an der Bande der Vergangenheit

angehören, vielmehr nun Technik

und Übersicht angesagt seien.

Bald hatten auch die

kämpferischen Referees das Ge-

Großer Ansturm

Futsal-Schulung im NFV-Kreis Hildesheim

Aufgepasst: Kreislehrwart Siegfried Herrmann und Schiri-Lehrwart Marcus Schierbaum erklären den

Vereinsvertretern die Futsal-Regeln. Dahinter die U 16-Junioren der 1. JFC Achtum/Einum/Bavenstedt.

Sie standen für den praktischen Teil der Schulung zur Verfügung. Fotos: Burghard Neumann

onst kann ihn nichts so

Sschnell aus der Ruhe bringen.

Aber bei den Anmeldungen zum

Thema Futsal in Theorie und

Praxis kam Siegfried Herrmann,

Lehrwart im NFV-Kreis Hildesheim,

doch ins Schwitzen: 105

Vereinsvertreter wollten sich in

Himmelsthür informieren. „So

ein Echo haben wir nicht erwartet,

wenn nicht einige abgesagt

hätten, wären etwa 140 Teilnehmer

gekommen“, sagte Herrmann,

der zu dieser Veranstaltung

mit Kreisjugendobmann

Hans-Jürgen Schwellnus aufgerufen

hatte.

Im Kreis Hildesheim spielen

die Altersgruppen ab der U 12 in

der Hallensaison Futsal. Deshalb

sollten die beteiligten Jugendleiter,

Trainer und Betreuer wichtige

Tipps und Informationen erhalten.

Insbesondere die Regeln

standen im Fokus. Bereits in der

Vorsaison wurde bei den U 14und

U 15-Junioren geprobt.

„Endlich hört damit das Gerangel

an der Bande auf. Jetzt steht

Technik im Vordergrund“, sagte

Herrmann. „Der Ball ist

schwerer und sprungreduzierter.

Dadurch kommen

auch jüngere Spieler

gut zurecht, die technisch

noch nicht so gut

am Ball sind“, erklärte

der Kreislehrwart den

Vereinsvertretern.

Als Leitfaden für

das Training erhielten

die Teilnehmer eine

Mappe, in der diese

Fußballvariante verständnisvoll

und über-

spür für diese Spielweise entwickelt.

Schierbaum unterbrach

häufig das Spiel, gab immer

wieder Tipps und Erklärungen

ab, damit die Unparteiischen

für die neue Hallensaison gut

gewappnet sind.

Burghard Neumann

sichtlich vorgestellt wird. Auf der

Internetseite des NFV-Kreises Hildesheim

unter www.nfv-hildesheim.de

steht den Vereinen zudem

ein Download der Futsal-Regeln

zur Verfügung. Themen wie

das Spielfeld, die Spielfeldgrenzen,

Strafen bei Foulspiel, den

Strafstoß bis hin zur Erklärung

des Balls besprachen Herrmann

und Schiedsrichter-Lehrwart Marcus

Schierbaum schon in Himmelsthür.

Für eine Praxis-Demonstration

standen die U 16-Junioren

der 1. JFC Achtum/Einum/Bavenstedt

(Landesliga) bereit.

Burghard Neumann

Auch beim Futsal geht es „zur Sache“. Dieser

Zweikampf wird von den Schiris genauer unter

die Lupe genommen.


„Ein echter Fußball ist in

Tansania sehr wertvoll, da die

Kinder sonst mit Bällen spielen

müssen, welche sie selbst aus

Plastiktüten hergestellt haben“,

stellt Pater Jürgen Pelz die besondere

Bedeutung von Fußbällen

in dem afrikanischen Land

heraus. Pelz ist als Missionar seit

40 Jahren in Afrika tätig und betreut

zurzeit auf seiner Station in

Mwanza am Victoria See in Tansania

auch Schulen.

Als Bezirksvorsitzender „Auwi“

Winsmann von der Geschichte

über die Schwester von Pater

Jürgen, Christel Griesing, einer

ehrenamtlich in der Katholischen

Kirche in Rodenberg (Kreis

Schaumburg) wirkenden Frau,

Große Freude herrschte bei Lehrern

und Kindern in Tansania bei

der Übergabe der Fußbälle. In der

hinteren Bildmitte Pater Jürgen

Pelz, seit 40 Jahren Missionar in

Afrika.

Der NFV-Kreis Schaumburg

war jüngst Gastgeber der jährlichen Sitzung

des Bezirks-Spielausschusses mit

den Vorsitzenden der Kreis-Spielausschüsse

im Bezirk Hannover. Der Vorsitzende

des NFV-Kreises Schaumburg, Marco

Vankann, hatte dazu nach Lüdersfeld

eingeladen. Unter der Leitung von Thorsten

Schuschel, Vorsitzender des Bezirks-

Spielausschusses, wurde zunächst der

Spielbetrieb der Frauen und Herren im

Bezirk Hannover durch die Staffelleiter

Axel Rose, Karl Heinz Gruber sowie

Schuschel erörtert. Eine Nachbetrachtung

der Ausrichtung der Altherren-Bezirksmeisterschaft

und die Absage der

Ü 32-Frauen-Bezirksmeisterschaft schlossen

sich an. Aus den Kreisen berichteten

ferner die Vorsitzenden positiv über ihre

Arbeit mit den Ausschüssen und den laufenden

Spielbetrieb. Der Spielbericht

online sei in fast allen Kreisen erfolgreich

eingeführt worden oder startet zur

neuen Saison. Über aktuelle Themen des

Verbandes und des Bezirks Hannover berichtete

zudem August-Wilhelm Winsmann,

Vorsitzender des Bezirks Hannover.

Axel Rose

Bälle für Tansania

Der Bezirk unterstützt Schule in Mwanza

hörte, war es selbstverständlich

für ihn, Pater Jürgen Pelz in seiner

Arbeit zu unterstützen.

Mit einigen Fußbällen

konnte Christel Griesing ihren

Bruder anlässlich ihres Be-

Bezirk Hannover

suches zu seinem 40-jährigen

Missionarsjubiläum überraschen.

„Die Freude und Begeisterung

bei den Lehrern

und Kindern bei der Übergabe

war riesengroß“, berichtete sie

nach ihrer Rückkehr aus Tansania.

Winsmann

Neues Outfit. Die Frauenmannschaft

des MTV Derental aus

dem Hochsolling des NFV-Kreises

Holzminden konnte sich kurz vor

Weihnachten über einen neuen

Trikotsatz und Polo-Shirts von

Toto-Lotto freuen. Der Bezirksvorsitzende

„Auwi“ Winsmann (ganz

rechts im Bild) machte bei der

Übergabe deutlich, dass in diesem

Jahr bei der Auswahl der „Derentaler

Soccergirls“ ausschlaggebend

war, dass sich das Team aus dem

südlichsten Bereich des NFV-Bezirkes

Hannover viele Jahre erfolgreich

in der Frauen-Bezirksliga

„geschlagen“ hat und dabei aufgrund

der Randlage immer die

weitesten Auswärtsspielfahrten

zu absolvieren hatte. Dieser besonderen

Erschwernis sollte nunmehr

mit der Spende durch Toto-

Lotto Rechnung getragen werden.

Januar 2012 47


Bezirk Hannover

48

Chance für die Kinder

Fair Play-Liga erfordert Spielbegleiter

ine Zwischenbilanz der U 9-Fair

EPlay-Liga haben die Jugendleiter

und -betreuer des NFV-Kreises

Nienburg im Markloher Herbert-

Fisbeck-Heim mit dem Vorsitzenden

des Kreisjugendausschusses,

Markus Schenke, gezogen. Die Liga

hatte der Kreis im Sommer

eingeführt. Ein wesentliches Element

der Liga ist der „Fair Play-

Gedanke“. Hinzu kommen eine

Coachingzone für maximal drei

Trainer/Betreuer je Team, ein Auflaufritual

mit Shake Hands, eine

Eltern-Fanzone und der Verzicht

auf Schiedsrichter.

Die Trainer begleiten das

Spiel gemeinsam aus der

Coachingzone. Eltern und Zuschauer

bleiben auf Distanz. Die

Kinder sollen selbst entscheiden.

Die Trainer verstehen sich als

Gegner im sportlich fairen, aber

nicht ergebnisorientierten Wettkampf.

Sie sollen Partner und

Vorbilder im Sinne der Kinder

sein, geben nur die nötigsten Anweisungen

und helfen den Kin-

Januar 2012

dern bei der Regulierung des

Spiels. Ziel ist es, die Eigenverantwortung

des Nachwuches zu

stärken.

„Kinderfußball kindergerecht

– die Fair Play-Liga ist eine

Chance für die Kinder“, so wirbt

der DFB in seinen Verbänden

und verursacht heftige Diskussionen

unter Eltern, Betreuern

und NFV-Verantwortlichen. Markus

Schenke hatte vier Ideen zur

Diskussion gestellt. Alle Anwesenden

waren sich einig, dass

ein neutraler Spielbegleiter am

Spielfeldrand stehen muss.

Hierüber wurde abgestimmt und

seine Aufgaben wurden festgelegt.

„Sonst wird sich immer der

stärkere Spieler durchsetzen und

der ruhige, schüchterne zieht

den Kürzeren“, bemerkte ein

Teilnehmer. Ob dieser nun Moderator,

Spielbegleiter oder

Spielbeobachter heißen wird, sei

unwichtig.

Ebenso wird in Frage gestellt,

ob eine Meisterschaft und

Großzügig. So zeigten sich die Fußballer der TSG Seckenhausen-

Fahrenhorst aus dem NFV-Kreis Diepholz. Die Kicker aus dem nördlichsten

Kreis des Bezirks Hannover am Rande der Stadt Bremen wurden von

der Firma Toto-Lotto mit neuen Trainingsjacken beschenkt. Doch diese

Markus Schenke erläutert im Markloher Herbert-Fisbek-Heim den Jugendleitern

Hintergründe zur Liga. Foto: Lucenz

Tabellen erforderlich sind. Fußball

solle schließlich Spaß machen

und in den unteren Juniorenklassen

keinen Leistungsdruck

erzeugen.

Es gab weitere Übereinstimmung:

Der Fair Play-Gedanke

muss gelebt werden. Eltern und

Trainer sind die Vorbilder unserer

Kids. Bei ihnen beginnt die Umsetzung

des Grundgedankens.

Die Spielregeln im Kinderfußball

sind eigentlich einfach: „Aus“

„Toraus“ „Tor“ und „Foul“. Das

Foul muss näher betrachtet werden.

„Oft ist ein Foul unbeabsichtigt

und nur Unbeholfenheit“,

erklärte Schenke.

Stimmen:

Michael Lampe,

Jugendleiter SSV Steinbrink:

„Der völlige Verzicht auf eine

ordnende Instanz auf dem

Spielfeld war aus unserer Sicht

der große Makel bei der Einführung

der Fair Play-Liga und

hat zu Konfusion bei allen Beteiligten

geführt. Mit dem nun gefundenen

Kompromiss gehen

wir wieder in die richtige Richtung

und nehmen den Kindern

die Verunsicherung. Eine Abschaffung

des Schiedsrichters

auch in höheren Altersklassen

halte ich allerdings nicht für

sinnvoll.“

Olaf Nitsch,

U 9-Trainer TSV Eystrup:

„Die Fan- und Elternzone

hat sich als Erfolg erwiesen. Die

Coachingzone haben wir ebenfalls

als positiv empfunden. Das

Einlaufritual nach Muster der

Champions League sehen wir als

überzogen an und ist auch bei

keinem Spiel der U 9 durchgeführt

worden. Der Sportgruß

(Shake Hands) vor und nach

dem Spiel war bereits üblich und

wurde auch so praktiziert. Allgemein

kann man feststellen, dass

unsere Kinder und auch die

Eltern mit den Fair Play-Regelungen

keine Probleme haben. Allerdings

bleiben die Feinheiten

des Regelwerkes auf der Strecke

und die starken Kinder bestimmen

das Spiel. Vielleicht sollte

man zukünftig auf Tabellen, auf

das Ausspielen von Meisterschaften

verzichten und stattdessen

den Spielbetrieb in Turnierform

(wie bei den G-Junioren)

organisieren.“

Peter Wesemann,

Jugendleiter SBV Erichshagen:

„Grundsätzlich halte ich die

Fairplay-Regeln für in Ordnung,

auch einen Schiedsrichter brauchen

wir nicht unbedingt. Fair

Play beinhaltet aber auch nicht

nur die Frage nach Foul, sondern

z.B. auch das Verhalten

von Eltern und Betreuern bei einem

hohen Spielstand. Ich

könnte mir eine „Neutrale Person“

am Spielfeldrand vorstellen,

die notfalls mal ins Spiel

eingreifen kann und Betreuer

ansprechen darf. Ganz wichtig

ist dabei aber ein einheitliches

Verständnis für diese Rolle, damit

die Kinder nicht auf jedem

Platz unterschiedliche Auslegungen

erleben. Hier sind NFV und

Vereine gefordert, die Ideen und

Auslegungen der Fair Play-Liga

ihren Betreuern und Eltern zu

vermitteln. Die Idee, ohne Schiri

zu spielen, ist möglich, hat aber

halt auch einen Preis und

braucht seine Zeit. Die in

dem Zusammenhang genannten

Überlegungen, auf Meisterschaft

und Pokalwettbewerb zu verzichten,

halte ich allerdings nicht

für zielführend.“ Jens Lucenz

gaben sie komplett an die erfolgreichen Kreisliga-Frauen weiter. Die freuten

sich über die Präsente bei der Übergabe durch den stellvertretenden

Bezirksvorsitzenden Wilhelm Haupt (rechts) an TSG- Spartenleiter Marco

Pahl.


jörn Hiller, Sportübungsleiter

Bin der Justizvollzugsanstalt

(JVA) in Celle-Hustedt, freut sich

riesig: „Endlich können wir unser

Fußballtraining als auch Freundschaftsspiele

mit örtlichen Vereinen

mit eigenen Schiedsrichtern

besetzen. Zudem sind die in ihrer

Freizeit ausgebildeten Referees

künftig in Heimvereinen am Entlassungsort

für Punktspielansetzungen

einsetzbar. Die neunteilige

Ausbildungsreihe hat allen

teilnehmenden Strafgefangenen

zusätzliche Kenntnisse und weitere

Fähigkeiten vermittelt, die

künftig in Freiheit zu einer weit

verbesserten Lebensbewältigung

enorm mit beitragen werden.“

NFV-Präsident Karl Rothmund

besuchte persönlich die

JVA-Gefangenen in Hustedt und

schob dieses nun positiv angelaufene

Pilot-Projekt vor Ort an.

Und erklärte es zur absoluten

Chefsache des Verbandes, als eine

soziale Integrationsmaßnahme

mit hohem Stellenwert, die

es Wert sei, einfach praktisch

ausprobiert zu werden. Einen

Mitstreiter fand Rothmund in

dem engagierten Eldinger Hans-

Günther Kuers (Vize-Präsident

und Lüneburgs Bezirksvorsitzender),

der die weiteren Weichen

und Kontakte auf „Grün“ stellte.

Als Befürworter zeigte sich auch

der stellvertretende Anstaltsleiter

Peter Oberländer: „Der Fußballverband

hat ganz neue Perspektiven

für die niedersächsischen

Strafgefangenen eröffnet. An einer

weiteren Kooperation sind

wir stark interessiert.“

Und damit das genauso

bleibt, setzt sich Kuers weiterhin

für dieses Projekt ein, spendierte

spontan drei Trikots für die neuen

Unparteiischen. Voraussichtlich

am 9. Juni 2012 findet auf

dem JVA-Ascheplatz das erste

8er-Fußballturnier statt. Vorab

werden noch einige Testbegegnungen

für die „Heimspieler“

über Kuers vermittelt. Zwi-

schendurch erhalten die Spieler

der JVA, mit immerhin 17 Nationalitäten

bei 217 Haftplätzen,

einen kompletten Trikotsatz aus

der Sepp-Herberger-Stiftung.

Den zweistündigen Check

mit 30 Regelfragen, der überraschend

positiv ausfiel, leitete

unter ganz normalen Prüfungsstress-Bedingungen

Marco

Schmidt, Schiedsrichterreferent

des Fußballverbandes. Ihm zur

Seite stand Kreisschiedsrichterobmann

(KSO) Michael Frede,

der auch die acht voraus gegangenen

Lehrabende unter ver-

Neue Schiris für Stade

er Fußballkreis Stade stellt

Dacht neue Schiedsrichter.

Auch wenn der Anwärterlehrgang

mit der Teilnehmerzahl

hinter den Erwartungen zurück

blieb, hatte Kreisschiedsrichter-

Lehrwart Helmut Willuhn dennoch

Freude, den Anwärtern

mit Anekdoten und verschmitztem

Humor den doch trockenen

Stoff der Regelkunde zu

vermitteln. Unterstützt wurde

er dabei vom Kreisschiedsrichterobmann

Jürgen Bockelmann

sowie von Ulrich Asmussen und

Stephan Wetzel. Vier Kandidaten

meldeten sich noch vor

dem Lehrgang ab und vier Aspiranten

scheiterten bereits in

Häftlinge dürfen

jetzt Spiele leiten

NFV unterstützt Projekt in JVA Salinenmoor

ständlicherweise ganz besonderen

Bedingungen erfolgreich

durchführte. Jeder Teilnehmerkollege

erhielt von ihm ein Starter-Set

für den „neutralen Mann

an der Pfeife“.

Der Verband hat sein erstes

Ziel erreicht. Die Insassen wurden

fest eingebunden, lernten

durchzuhalten und können nun

stolz sein, den richtigen Schritt

in die richtige Richtung gemacht

zu haben. Kuers ruft in der abschließenden

Bewertung des Kooperationsprojekts

die gesteckten

Ziele in Erinnerung: „Nicht

Bezirk L neburg

nur die Teilnehmer, auch der

NFV selbst und die örtlichen Vereine

profitieren von dieser ,Investition

in die Fußball-Zukunft’.

Wir wollen einen Beitrag leisten,

Gefangene nach Haftentlassung

zu integrieren, wie dies Karl

Rothmund der JVA Salinenmoor

fest zugesagt hatte.“

„Es ist nicht selbstverständlich,

sich öffentlich und aktiv für

die soziale Integration von Gefangenen

einzusetzen und hierfür

einen konkreten Beitrag zu leisten“,

stellte Peter Oberländer

fest. „Der NFV hat Wort gehalten

und sein Versprechen eingelöst.

Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit,

die wir noch weiter

ausbauen wollen. Welches Medium

ist dazu besser geeignet als

der Fußballsport?“, so der Verantwortliche

für die Vollzugsgestaltung.

Horst Friebe

Nach der Übergabe der Zertifikate rahmten (stehend von links) Peter Oberländer, Björn Hiller und (stehend von

rechts) Michael Frede, Hans-Günther Kuers und Marco Schmidt die stolzen Absolventen ein. Foto: Friebe

der Zwischenprüfung. Bezirksschiedsrichterobmann

Berthold

Fethke nahm schließlich die

Prüfung ab und zeigte sich trotz

der geringen Teilnehmerzahl

und einem letztlich erfolglosen

Absolventen dennoch hoch zufrieden

mit dem Ergebnis. Die

neuen Unparteiischen: Ricardo

Offel (Schwinger SC), Lukas

Höft (SV Ahlerstedt/Ottendorf),

Janina Kröhnert, Hagen Pott

(beide TuS Eiche Bargstedt),

René Helmke (TSV Eintracht Immenbeck),

Maximilian Ermisch

(TSV Apensen), Dominik Antes

und Alexander Schwab (beide

TSV Wiepenkathen).

Wolfgang Diekmann

Hans-Werner Raap (Foto)

vom SV Ahlerstedt/Ottendorf

aus dem NFV-Kreis Stade hat die

„Goldene Pfeife“ redlich verdient.

Bereits seit 1968 ist er im Schiedsrichterbereich

tätig. Hans-Werner

Raap sorgt als Ansetzer seit 1991

für den reibungslosen Ablauf von

der ehemaligen Bezirksklasse bis

runter zur 1. Kreisklasse. Darüber

hinaus setzt der Drochterser aktuell

noch die Assistenten auf Bezirksebene

und auch die Schiedsrichter

im Nachwuchsbereich (C-,

B- und A-Junioren) auf Bezirksebene

an – immer zuverlässig und mit

dem Gespür dafür, die jungen

Assistenten auf größere Aufgaben

vorzubereiten. Am 30. Juni 2012

scheidet Hans-Werner Rapp aus familiären

Gründen aus dem Kreisschiedsrichterausschuss

aus.

Wolfgang Diekmann

Januar 2012 49


Bezirk L neburg

50

Höhepunkt war das

Spiel gegen Eintracht

100-jähriges Bestehen des TSV Bienenbüttel

er TSV Bienenbüttel beging

D2011 mit zahlreichen Veranstaltungen

sein 100-jähriges Bestehen.

Deshalb liefen in dem

Spartenverein mit seinen über

1.200 Mitgliedern bereits ein Jahr

zuvor die Vorbereitungen, um ein

gelungenes Jubiläum feiern zu

können. Ein besonderes Augenmerk

lag dabei auf der Fußballabteilung.

Und die lieferte schon im

Jahr 2010 eine tolle Vorlage. Die

1. Herrenmannschaft schaffte als

souveräner Meister der Bezirksliga

1 im Bezirk Lüneburg den

Aufstieg in die Landesliga Lüneburg.

Das war bisher noch keiner

Mannschaft aus Bienenbüttel gelungen.

So konnte das Jubiläumsjahr

2011 kommen.

Im Jubiläumsjahr 2011 sollten

nun einige Veranstaltungen

und Fußballspiele für die Höhepunkte

sorgen. Erwähnt sei

zunächst die Jugendabteilung.

Mit zwölf Mannschaften von der

U 6 bis zur U 19 nimmt man derzeit

am Spielbetrieb teil, und davon

spielen immerhin zwei Mann-

Januar 2012

schaften auf Bezirksebene. Hier

gab es im Laufe des Jahres mehrere

Turniere in Bienenbüttel, besonders

interessant waren ein G-

Jugendturnier mit einer Mannschaft

des 1. FC St. Pauli und die

Turniere der U 15 und U 17/U 18

als Cup100 mit teilweise überregionalen

Teilnehmern.

Im Kreis Uelzen bewarb sich

Bienenbüttel für mehrere kreisinterne

Veranstaltungen. So erhielt

der TSV den Zuschlag für den

Kreistag, den Kreisjugendtag, das

Kreispokalendspiel der Herren

und das Relegationsspiel zur Bezirksliga

1 und konnte diese Veranstaltungen

erfolgreich auf seinem

Gelände durchführen. So

kamen allein zu den Fußballspielen

über 650 bzw. 725 Zuschauer.

Zum Höhepunkt wurde

aber ein Freundschaftsspiel gegen

Eintracht Braunschweig. Der

frischgebackene Aufsteiger zur

2. Bundesliga bestritt seinen ersten

Test nach der Sommerpause

in Bienenbüttel und gewann mit

12:1. Bei herrlichstem Wetter

gab es für Bienenbüttel das

komplette Eintracht-Team für die

neue Saison zu sehen. Das wurde

von den Kindern bei der Jagd

nach Autogrammen auch ausgenutzt,

wobei die freundlichen

Profis aus Braunschweig

alle Wünsche erfüllten. Schiedsrichter

dieser Partie vor über

650 Zuschauern war der ehemalige

FIFA-Schiedsrichter Karsten

Kadach.

Aber auch die anderen Sparten

richteten gelungene Jubiläumsveranstaltungen

aus. Die

Turnabteilung bot eine tolle Turnschau

mit vielen verschiedenen

TEAM 2011: Grundschule Gerdau

gewinnt Preis aus dem Gold-Cup

BZgA richtet in Gerdau die Veranstaltung „Kinder stark machen“ aus

as Strahlen in den Kinderau-

Dgen war hell! Die Schüler der

Grundschule Gerdau (Kreis Uelzen)

hatten ja auch allen Grund

zur Freude! Schließlich erhielt ihre

Schulleiterin Carola Albrecht aus

den Händen von Till Denecke,

Uelzener Kreiskoordinator der

Kampagne „TEAM 2011“, einen

Gutschein für eine Veranstaltung

Till Denecke gratuliert Schulleiterin Carola Albrecht zum Gewinn bei der

Kampagne „TEAM 2011“. Foto: Lüchow

Gruppen. Vom Tischtennis gab es

die wohl beste Tischtennis-Show

der Welt mit den ehemaligen Vize-Welt-

und Europameistern Jindrich

Pansky und Milan Orlowski.

Ferner wurden ein Handballtag,

eine Marathonstaffel, eine Fahrradrallye

und vom Gesamtverein

ein großer Festkommers, ein

Jazzfrühschoppen sowie eine unvergessliche

Oktoberparty mit

über 400 Gästen veranstaltet.

Der 1. Vorsitzende Michael Skeisgerski

bedankt sich in diesem Zusammenhang

bei allen Helfern

und Mitwirkenden. H.-J. Obst

Unter den Augen von Schiedsrichter Karsten Kadach begrüßt Eintracht-

Kapitän Dennis Kruppke (l.) seinen Kollegen aus Bienenbüttel.

der Bundeszentrale für gesundheitliche

Aufklärung (BZgA) zum

Thema „Kinder stark machen“.

Diesen hatte die ohnehin

schon sportbegeisterte Schule für

die Teilnahme am Wettbewerb

„TEAM 2011“ gewonnen. Und

damit ist den Kindern im Frühjahr

2012 ein Festtag während des

Schulunterrichts gesichert, den

sie sich selbst erspielt haben.

Denn die Schüler, die sich in der

Vergangenheit bereits als erfolgreiche

Läufer bei vielen Veranstaltungen

in Stadt und Kreis Uelzen

beweisen konnten, hatten gemeinsam

mit ihrem Sportlehrer

Burkhard Drögemüller in den vergangenen

zwei Jahren auch fußballerische

Aufgaben erfüllt. Hierbei

standen insbesondere die

Mädchen in der neu gegründeten

Mädchen-Fußball-AG im Mittelpunkt.

Aber auch gemeinsame

Aktivitäten mit den benachbarten

Fußballvereinen MTV Gerdau und

VfL Böddenstedt führten zum Erfolg.

Für die beiden Vereine freute

sich der Gerdauer Jugendleiter

Frank Dreyer mit den Kindern. Die

gute Kooperation zwischen Vereinen

und Schule führte zudem zur

Gründung einer Fußball-Mädchenmannschaft

als SG Gerdau-

Böddenstedt.

Von über 18.000 am Wettbewerb

teilnehmenden Schulen

und Vereinen konnte die GS Gerdau

einen der wertvollen 26

Gold-Cup-Preise gewinnen, die

es teilweise nicht zu kaufen gibt.

Carola Albrecht freute sich vor allem

darüber, dass an diesem Preis

alle Kinder der Schule teilhaben

können. Denn wenn der Preis z.B.

20 Eintrittskarten für ein Länderspiel

der Frauenfußball-Nationalmannschaft

gewesen wären, hätte

eine Auslosung der Karten unter

allen Schülern erfolgen müssen,

was zwangsläufig zu Ungerechtigkeiten

und Enttäuschung

geführt hätte. So können aber alle

an dem Fest teilnehmen und

sich gemeinsam über den Gewinn

freuen.

Der Aktionstag „Kinder

stark machen“ soll Kindern zeigen,

wie Selbstvertrauen und

Selbstwertgefühl von Heranwachsenden

gestärkt werden

kann und die Konflikt- und

Kommunikationsfähigkeit fördern.

Kinder sollen lernen, auch

gegen Gruppendruck „Nein“ zu

Suchtmitteln aller Art zu sagen.

Die Entwicklung einer starken

Persönlichkeit steht im Mittelpunkt

dieser Aufklärungskampagne

gegen den Konsum von

Suchtmitteln wie Alkohol, Tabak

und anderen Drogen.


Schünemann wirbt für

neues Sportzentrum

TuS Fleestedt feiert 100-jähriges Jubiläum

„Der TuS Fleestedt kann mit

Stolz auf ein Jahrhundert erfolgreiche

Sportgeschichte zurückblicken.“

Das betonte der Bürgermeister

der Gemeinde Seevetal,

Günter Schwarz, beim offiziellen

Festakt des Vereins im Fleester

Hoff. Dieser war mit schwarzen

und roten Luftballons - es sind die

Vereinsfarben - festlich geschmückt.

Der Vorsitzende Walter

Hagemann begrüßte als besonderen

Ehrengast den niedersächsischen

Innenminister Uwe

Schünemann.

Walter Hagemann wies in

seiner Festrede darauf hin, dass

der TuS Fleestedt vor 100 Jahren

von Bauern und Knechten gegründet

wurde. Trotz der Unterbrechung

durch zwei Weltkriege

fanden sich immer wieder Freiwillige,

die den Sportbetrieb aufrecht

erhalten konnten. 66

Übungsleiterinnen und -leiter

stellen in den Sparten Fußball,

Turnen, Tanzen, Tischtennis, Judo,

Badminton, Schwimmen,

Volleyball sowie Gesundheits-

er Fußballkreis Lüneburg wür-

Ddigte jetzt bei der Ehrenamtspreisverleihung

die Verdienste

von fünf Sportkameraden. Den

Kreisehrenamtspreis erhielt Frank

Isenberg (SV Eintracht Lüneburg).

Weitere Preisträger waren Christiane

Martin-Gente (FC Echem),

Karl-Heinz Habenicht (TSV Gellersen),

Marc Westermann (MTV Soderstorf)

und Klaus Peters (TuS

Brietlingen).

„Soziale Integration durch

Fußball“ lautete das Schwerpunktthema

der Aktion. Frank

Isenberg von der SV Eintracht Lüneburg

erfüllte diesen Punkt voll

und ganz. Da war sich der Vorstand

des NFV-Kreises Lüneburg

einig. Seit Februar 2009 leitete

Frank Isenberg zusammen mit

Katja Breuhahn und Fatima El-

Zein für die SV Eintracht Lüneburg

im Rahmen des bundesweiten

Projektes „Fußball ohne Abseits“

die Mädchen-AG der Anne-Frank-Schule

in Lüneburg-Kaltenmoor.

Aus 21 verschiedenen

Ländern kommen deren Schüler

und Schülerinnen. 20 Mädchen

zwischen acht und elf Jahren

kicken in der Fußball-AG der Anne-Frank-Schule.

„Über die Fußball-AG

konnten wir bereits drei

Mädchen in den Verein holen“,

sagt der 48-jährige Ehrenamtspreisträger.

Er hofft, dass noch

mehr Mädchen in seinen Verein

wechseln, wo er die weibliche

Fußballjugend leitet.

sport/Fitness den attraktiven

Sportbetrieb sicher. Am Tage des

Festaktes registrierte der TuS Fleestedt

1701 Mitglieder, wovon

894 weiblich und 813 männlich

sind.

Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung

war der Redebeitrag

von Innenminister Uwe

Schünemann. Er beleuchtete die

Eckpunkte des Vereinslebens im

TuS Fleestedt, anhand derer deutlich

wurde, dass der Verein stetig

gewachsen ist und dass das Vereinsleben

die verschiedenen Generationen

miteinander verbindet.

Schünemann sprach sich

auch dafür aus, dass die Aktivitäten

eines Vereins möglichst an einer

Sportstätte stattfinden. Er

spann damit den Bogen zum vom

TuS Fleestedt geforderten

Sportzentrum. In Richtung der

Gemeindepolitiker appellierte er,

die Planungen voranzutreiben,

damit ein generationenübergreifender

Standort entstehe.

Voll des Lobes über die Aktivitäten

der Fußballabteilung des

TuS Fleestedt, der rund 600 Mitglieder

angehören, war der Kreisvorsitzende

Manfred Marquardt.

Mit sechs Herren- und 22 Jugendmannschaften

(!) leistet der Verein

Großartiges. Fleestedt

schreibt auch Erfolgsgeschichte

im Mädchenfußball. Die C-Juniorinnen

erreichten im Sommer

2011 die Endrunde um die Niedersachsenmeisterschaft.

Hier be-

Kreisehrenamtspreis

für Frank Isenberg

Schöning bemängelt Resonanz in Lüneburg

Engagierte Ehrenamtliche des NFV-Kreises Lüneburg bei der Preisverleihung

(von links): Marc Westermann, Karl-Heinz Habenicht, Frank Isenberg,

Christiane Martin-Gente und Klaus Peters. Foto: Paul

2012 geht es wieder mit

zwei Mädchenteams zum Dana-

Cup. Und wer organisiert es?

Natürlich Frank Isenberg. Für sein

Engagement in den vergangenen

Jahren wird der 48-Jährige auch

vom NFV beim Dankeschönwochenende

in Barsinghausen geehrt

und zu einem Bundesligaspiel

eingeladen.

Bezirk L neburg

Gastgeber und Gratulanten beim TuS Fleestedt (von links): NFV-Kreisvorsitzender

Manfred Marquardt, der niedersächsische Innenminister

Uwe Schünemann, Vereinsvorsitzender Walter Hegemann, die KSB-

Vorsitzende Almut Eutin, der stellvertretende Landrat Norbert Böhlke

und der frühere Sektionsleiter der TSG/Post Ludwigslust, Heinz-Georg

Balzer. Foto: Balzer

„Soziale Integration“, das

diesjährige Motto des Preises, beziehe

sich aber nicht nur auf die

Arbeit mit Migranten, betonte die

Ehrenamtsbeauftragte des NFV-

Kreises Lüneburg, Daniela Schöning.

Das Engagement in allen

Bereichen gelte es zu würdigen.

So wurden vier weitere Ehrenamtliche

ausgezeichnet:

zog das Team die einzigen Niederlagen

in diesem Wettbewerb.

Anhaltenden Beifall der festlich

gestimmten Gästen gab es,

als Fußball-Boss Manfred Marquardt

den NFV-Ehrenteller und

die DFB-Ehrentafel sowie einen

Scheck über 500 Euro an Fleestedts

Vereinsvorsitzenden Walter

Hagemann überreichte.

Ulrich Balzer

Karl-Heinz Habenicht (61)

vom TSV Gellersen gelingt es immer

wieder, junge Menschen in

die Mannschaft zu integrieren.

Zuletzt sprang er als A-Juniorentrainer

ein.

Vom FC Echem wurde die

„Powerfrau mit dem Vereinsherzen

am rechten Fleck“, wie es in

der Laudatio hieß, Christiane

Martin-Gente gewürdigt. Die 46-

Jährige ist langjährige Vereinsvorsitzende

und hat in den letzten

Jahren aus dem Fußballverein einen

Breitensportverein gemacht.

Marc Westermann (34)

pflegt beim MTV Soderstorf das

Stadion, hält die Gebäude in

Schuss, organisiert Mannschaftsfahrten

und treibt Gelder für die

Mannschaftskassen ein.

Ein Vierteljahrhundert hat

sich Klaus Peters (71) für seinen

Verein TuS Brietlingen eingebracht.

Ob als Trainer oder Betreuer

in diversen Mannschaften,

Kassierer, Organisator von nationalen

und internationalen Turnieren

oder „Macher“ bei vielen Anlässen,

er hat viel bewegt und andere

bewegt, mitzuhelfen.

Unrühmlich war erneut die

Resonanz der Vereine auf den Ehrenamtspreis.

Nur sechs von 42

Vereinen schlugen Kandidaten

vor. Fazit von Daniela Schöning:

„Ich kann nicht glauben, dass die

anderen Vereine keine Menschen

haben, die diesen Preis verdienen.“

Michael Paul

Januar 2012 51


Bezirk L neburg

52

er faire Umgang mit Gegnern

Dund Schiedsrichtern besitzt

oberste Priorität. Genau diesen

Grundsatz haben die Spieler der

ersten Herrenfußballmannschaft

der SG Eldingen (Kreisliga Celle)

längst nachhaltig verinnerlicht.

Seit 2004 räumen die Kreisliga-

Akteure die ausgelobten Pokale

des im Jahre 1992 ins Leben gerufenen

VGH-Fairness-Cup nacheinander

ab.

Aktuell konnte der Verein

erneut für besondere Fairness

ausgezeichnet werden. Die Eldinger

erreichten niedersachsen-

Januar 2012

Erneut Sieg in der

Regionswertung

Fairness-Ehrung für Team der SG Eldingen

weit den guten 25. Platz im

Ranking von insgesamt 1.066

Mannschaften, die von der

Kreis- bis zur Bundesliga in diese

Wertung kommen. In 28 Ligapartien

(8. Tabellenplatz) der

Spielserie 2010/2011 kassierten

die Eldinger nur ganze 37 Mal

den gelben Karton und bei einer

vermeidbaren „Notbremse“ zusätzlich

eine Rote Karte. Mit einem

Strafquotienten von nur

1,50 Punkten wurden die Vorzeigefußballer

wieder einmal

klarer Regionssieger der vier

VGH-Einzugsbereiche Heidekreis,

Sven Treder (links) von der VGH-Regionaldirektion Celle und Trainer Jörg Lahme (davor sitzend) strahlten mit

den inzwischen aus Leidenschaft zu VGH-Pokalsammlern mutierten „Fair-Playern“ um die Wette.

orbilder des Frauenfußballs

Vim Training live erleben und

dazu noch hautnah: Dieser

Traum ging für einige Mädchen

des Buchholzer FC und des MTV

Ramelsloh in Hamburg auf dem

Vereinsgelände des SC Sternschanze

in Erfüllung. Zudem informierte

Doris Fitschen, Managerin

der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft,

über ihre Arbeit

für das bundesdeutsche

Team. Geduldig beantwortete

Fitschen die vielen Fragen der interessierten

Mädchen. Die deutschen

Fußball-Frauen bereiteten

sich in der Hansestadt auf das

Länderspiel gegen Schweden

vor.

Besonders beliebt war die

Frage nach dem Verdienst der

Spielerinnen im Nationaltrikot.

Die Antwort war für alle ernüchternd:

Das große Geld wie im

Herren-Profibereich wird im Frauenfußball

bei weitem nicht verdient.

Die meisten Nationalspielerinnen,

die nach der Frauen-Weltmeisterschaft

in Deutschland ihre

Karriere beendet haben, arbeiten

in ihren erlernten Berufen weiter

oder beenden ihr Studium.

Es machte den kleinen und

großen Fußball-Mädchen des

Buchholzer FC und MTV Ramelsloh

sichtlich Spaß, ein professionelles

Training von Silvia Neid und

ihrer Co-Trainerin Ulrike Ballweg,

die übrigens aus Hamburg

kommt, zu verfolgen. Glücklicherweise

hatte die Presse vom

Training keine Informationen bekommen.

Somit konnten sich alle

Nationalspielerinnen Zeit genug

nehmen, um für ihre kleinen und

großen Fans Autogramme zu

schreiben oder sich zusammen

mit den Nachwuchstalenten aus

der Nordheide fotografieren zu

lassen.

Alle aus dem Kreis Harburg

angereisten weiblichen Nachwuchsspielerinnen

waren sich einig,

dass der Kurzausflug nach

Hamburg in den Schanzenpark

zur Deutschen Frauen-Nationalmannschaft

unvergessen bleiben

wird. Ulrich Balzer

Celle, Gifhorn und Wolfsburg.

Der Lohn dafür: in einer fröhlichen

Feierstunde im Vereinsheim

kamen „Pott“-Nr. 8, Einzelmedaillen

sowie beflockte Trainingsanzüge

in den Vereinsfarben

für den engagierten Trainerund

Betreuerstab hinzu.

Der zufriedene Chef-Trainer

Jörg Lahme äußerte sich zum amtierenden

Kreispokalsieger trefflich:

„Die in sich geschlossene

Mannschaft ist und bleibt der

Star.“ Lehrwart Peter Bartosch

überreichte vom Kreisvorstand

noch zwei 5er-Balltaschen für die

Nachwuchskicker.

Im kurzen Rückblick ist erkennbar,

welche vorbildliche Einstellung

in den „Köpfen“ der

Ballkünstler steckt: Die SG-Kicker

stellten nach 2004, 2006, 2007

und 2010 nun auch in der

zurückliegenden Saison den Regionssieger.

Hinzu kommen ein

2. Platz in 2008 sowie 2005 und

2009 jeweils gute dritte Ränge im

alljährlichen Regionsentscheid. Im

Jahre 2006 konnte zudem sogar

der zweite Rang in der Landesgesamtwertung

erzielt werden, der

beim SV Werder Bremen zünftig

abgefeiert wurde.

Dagegen konnten die insgesamt

22 bewerteten Teams des

NFV-Kreises Celle nur einen denkbar

schlechten 44. Platz unter 47

NFV-Kreisen „verteidigen“. In

dieser Hinsicht gibt es sicherlich

noch Verbesserungsbedarf.

Horst Friebe

Mädchen aus Buchholz und Ramelsloh

erleben Frauen-Nationalmannschaft live

Ein unvergessliches Erlebnis bei einer Trainingseinheit in Hamburg – Autogramme waren sehr begehrt

Die deutsche 71-fache Nationalspielerin Annike Krahn (Mitte) nahm die

Nachwuchsspielerinnen des Buchholzer FC, Julia Weitzel (links), und Cindy

Klaukien liebevoll in ihre Arme. Annike Krahn (26) errang mit dem

deutschen Team 2007 die Weltmeisterschaft, 2008 bei den Olympischen

Spielen die Bronzemedaille in Peking und jubelte 2009 mit der deutschen

Nationalmannschaft, die die Europameisterschaft erringen konnte.


Bezirk L neburg

Senioren-Stammtisch ein voller Erfolg

Gelungene Veranstaltung des NFV-Kreises Verden in Klenke’s Gasthaus in Langwedel

in volles Haus und gute Laune

Ebot der Senioren-Stammtisch,

zu dem der NFV-Kreis Verden eingeladen

hatte. In Klenke’s Gasthaus

in Langwedel trafen sich

rund 90 Fußballinteressierte aus

19 Vereinen zur dritten Auflage

dieser Veranstaltung. Die größten

Delegationen kamen aus den Vereinen

FC Langwedel (13), SV Holtebüttel

(10), SV Wahnebergen

(8) und vom TSV Etelsen (8).

Ein attraktives Rahmenprogramm

sorgte für Kurzweil. Der

Kreisvorsitzende Horst Lemmermann

begrüßte mit ein paar einleitenden

Worten seine zahlreich

erschienenen Gäste, ehe er dann

seine Stammtisch-Teilnehmer zu

einem kleinen, gemeinsamen Imbiss

bat. Im Anschluss trug Heino

Meyer vom SV Holtebüttel nicht

nur mit seinen amüsanten Anekdoten

zu einer lustigen Unterhaltung

bei, sondern animierte die

Fußballkameraden auch noch zu

einer gemeinsamen Gesangseinlage.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende

Kurt Thies führte,

mittlerweile schon gute Tradition,

mit einer Bilder-Show aus mehr

als sechs Jahrzehnten rund ums

Fußballgeschehen durch das Programm.

Ein Klönschnack, bei dem

viele die Gelegenheit nutzten, um

mit früheren Mannschaftskollegen

oder Gegenspielern interes-

Die Sparkasse Stade-Altes Land hat die neu gegründete

Kreisauswahlmannschaft der U 11-Junioren mit neuen Trikots ausgestattet.

Die besten Talente des Jahrganges 2001 sollen nach einer einjährigen Förderung

in den DFB-Stützpunkt integriert werden. Gleichzeitig hat auch die Juniorinnen-Kreisauswahl

der Jahrgänge 1999 und 2000 neue Trikots erhal-

sante Gespräche rund ums sportliche

Geschehen zu führen, rundete

das Treffen ab. Im Ganzen

war der Senioren-Stammtisch

wieder ein voller Erfolg.

Alexandra Rose

Seniorenfußballer Heino Meyer (mit Hut) gab amüsante Anekdoten zum

Besten.

Mit Felix Bahr und Marcel Klein (beide SV Ahlerstedt/

Ottendorf) wurden vom Schiedsrichterausschuss des Fußballkreises Stade

erstmalig zwei Unparteiische als Jungschiedsrichter des Jahres ausgezeichnet.

Beide leiten bereits Spiele in der Kreisliga und waren schon als

Schiedsrichterassistenten in der Oberliga im Einsatz. Nachdem sie den

Jungschiedsrichterlehrgang in Barsinghausen im Vorjahr erfolgreich absolviert

hatten, wurden sie für den Bezirksjungschiedsrichter-Talentlehrgang

eingeladen und zeigten auch hier eine sehr gute Leistung. Sie wurden

danach für den Talentsichtungslehrgang in Barsinghausen gemeldet

und beendeten auch diesen Lehrgang mit hervorragenden Ergebnissen.

Das Foto zeigt Felix Bahr (l.) und Marcel Klein (r.) mit Kreisschiedsrichterobmann

Jürgen Bockelmann. Wolfgang Diekmann

ten. Im Beisein des Stader Kreisvorsitzenden Paul-Reinhard Schmidt (l.), des

Kreislehrwartes Udo Rathjens (r.) und des Lehrausschussmitgliedes Martin

König (3.v.r.) überreichte Wolfgang von der Wehl von der Sparkasse Stade-

Altes Land im Vorfeld eines Freundschaftsspieles auf der Sportanlage des

VfL Stade in Ottenbeck die neuen Trikots. Wolfgang Diekmann

Januar 2012 53


Bezirk L neburg

54

Chemie bei Ciwan Walsrode

stimmt dank Nasir Kilinc

Der Vereinsvorsitzende wird mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet

m festlichen Rahmen einer Jah-

Iresarbeitstagung konnte der

Vorsitzende des Fußball-Kreises,

Heinrich Eickhoff, jetzt vier

Preisträger des Heidekreises auszeichnen

und mit wertvollen Geschenken

und noch bedeutungsvolleren

Ehrungen versehen. In

Berücksichtigung des vom Deutschen

Fußball-Bund gesetzten

Mottos „Soziale Integration

durch den Fußball“ wurde Nasir

Kilinc, Vorsitzender vom SV Ciwan

Walsrode, als diesjähriger

Sieger des Traditionswettbewerbes

ausgezeichnet. Weitere Ehrenamtspreise

erhielten Yilmaz

Baris und Thomas Fricke (beide

ebenfalls SV Ciwan Walsrode) sowie

Hans-Jürgen Holste (KSV Krelingen),

der für integrative Arbeit

in Sportverein und Tagesbildungsstätte

für Behinderte seine Ehrung

verdiente.

Januar 2012

Gewürdigt wurden in diesem

Jahr Bemühungen, jedem

Menschen zu helfen, sich in die

Gemeinschaft einzubringen und

wohl zu fühlen, insbesondere den

Mitmenschen, die durch ihre

Hautfarbe, Sprache, Religion und

Kultur, aber auch durch geistige,

körperliche Gebrechen oder Armut

benachteiligt sind. Das „herausragende

ehrenamtliche Engagement“

hatte der DFB seinerzeit

ganz oben auf der Liste der Bedingungen

für die präzise Auswahl

der Kandidaten platziert.

Herausragend aus einer vielschichtigen

Gruppe von Funktionären

des Heidekreises sind

zwei der vier jetzt geehrten Persönlichkeiten

schon allein wegen

ihrer äußeren Erscheinung: Nasir

Kilinc und Yilmaz Baris sind Kurden

und organisieren seit vielen

Jahren in Walsrode einen Fußball-

Nasir Kilinc (Mitte) ist Ehrenamtspreisträger des Heidekreises. Kreisvorsitzender

Heinrich Eickhoff (l.) und Heidekreis-Sozialwart Fritz Niebergall

gratulieren.

verein, der es beim Start 1995 alles

andere als leicht hatte, sich in

der Fußballlandschaft zu finden.

Die soziale Kompetenz der Beiden,

insbesondere Jugendliche

mit Migrationshintergrund in die

moralischen „Zwänge“ eines

ländlichen Fußball-Clubs zu integrieren,

spricht für ein herausragendes

Talent. Ein Glücksfall war

für die Preisträger seinerzeit die

Verpflichtung des Walsroder Thomas

Fricke als Trainer des frischgebackenen

Aufsteigers in die

Bezirksliga. „Dieser Zeitpunkt war

für Ciwan endgültig die Wende

zum Positiven“, erklärt der Vorsitzende

und Chemikant Kilinc.

Den Grund dafür, dass die

Chemie im Verein immer noch

oder gerade seinetwegen stimmt,

obwohl Kurden und Türken gemeinsam

agieren sowie Spieler

aus Thailand, Syrien, England und

dem Kongo auf das Kommando

eines Trainers auf dem Platz sowie

eines eingespielten Teams in

der gesamten Organisation zu

hören haben, erklären die

Preisträger mit der positiven Entwicklung

der Strukturen und der

Akzeptanz der „Menschen“ bei

Ciwan. Sie kümmern sich nicht

nur um den Sport ihres Vereins,

sondern nebenbei auch noch um

kulturelle, ethnische und religiöse

Belange in verschiedenen Einrichtungen

und Organisationen

Walsrodes und des Heidekreises.

Thomas Fricke, der inzwischen

den MTV Soltau in der Bezirksliga

trainiert, ist weiterhin Ciwan-Mitglied

und gern gesehener Clubheim-Gast.

„Natürlich sind manche

Vorurteile immer noch da

und erfordern großes Geschick

bei Meinungsverschiedenheiten“,

sieht Sozialwart Yilmaz Baris die

Probleme (noch) nicht vollständig

behoben. Es ist jedoch ein guter

Weg erkennbar, der hoffentlich

bald auch im Fair-Play-Ranking

ankommen wird.

Einen außergewöhnlichen

Weg ging auch Hans-Jürgen

Holste, nachdem er vor fünf Jahren

damit begann, in der Tagesbildungsstätte

der Lebenshilfe

Walsrode e.V. eine Fußballmannschaft

zu formen. Der Krelinger

wählte ziemlich schnell den Trainingsplatz

seines Heimatvereins

zur praktischen Ausbildungsstätte

und „züchtete“ wöchentlich

dort gleichsam Jugendliche für

den KSV Krelingen heran. Bei Turnieren

und nicht zuletzt beim niedersächsischenBehinderten-Fußball-Cup

in Barsinghausen landete

die Mannschaft gute Erfolge.

Hans-Jürgen Holste verbuchte einen

Großteil dessen auf dem persönlichen

Konto, denn er hat aus

den Schülern mannschaftsdienliche

Jugendliche gemacht, denen

der gemeinschaftliche sportliche

Erfolg auch im schulischen Alltag

positive Impulse brachte. Im vergangenen

Sommer ist ein Großteil

mit der Schulentlassung aus

dem Team gegangen, so dass

jetzt neue Aufbauarbeit zu leisten

ist.

Die Heidekreis-Preisträger

stehen stellvertretend für über eine

Million Menschen, die sich in

Deutschland ehrenamtlich rund

um den Fußball engagieren. Diesen

Frauen und Männern dankte

der Deutsche Fußballbund, stellvertretend

durch Vorstand und

Ausschüsse des Heidekreises, in

diesem Jahr deutschlandweit bereits

zum 15. Mal mit den Ehrenamtspreisen.

Der Erstplatzierte eines

jeden Kreises darf mit einem

Partner Ende März kommenden

Jahres an einem Dankeschön-

Wochenende im Sporthotel

Fuchsbachtal in Barsinghausen

teilnehmen. Für Nasir Kilinc gibt

es obendrein noch ein besonderes

Bonbon: Der 36-Jährige ist national

in den Kreis des „Klub

100“ berufen worden. Ihn erwartet

zusätzlich ein vom DFB organisiertes

Fußball-Highlight der Extraklasse.

ht

Ballgeschenk. Mit einem Paket

von zehn neuen Derbystar-Trainingsbällen

begrüßte der Stader Spielausschussvorsitzende

Michael Koch

(rechts) die neugegründete Ü 30-Frauenmannschaft

des TSV Lamstedt. Das

Team aus dem NFV-Kreis Cuxhaven ist

die siebte Mannschaft, die in Niedersachsens

einziger Ü 30-Frauenstaffel

am Punktspielbetrieb teilnimmt. Die

Staffel wird vom NFV-Kreis Stade verwaltet

(2. Kreisklasse) und schließt

Teams aus den Kreisen Cuxhaven, Harburg,

und Stade ein. „Bisher ist das

Projekt ´Spielbetrieb für ältere Fußballerinnen`

ein voller Erfolg. Alle Mannschaften

sind mit Elan bei der Sache

und der Spielbetrieb läuft auch im

zweiten Spieljahr problemlos“, freut

sich Michael Koch. Wolfgang Diekmann


40 Jahre lang haben Gerdt

Hartig als 1. Vorsitzender und Peter

Cordes als Schatzmeister die

Geschicke im MTV Moisburg entscheidend

mitgeprägt. In einer

Feierstunde im Moisburger Amtshaus

verlieh Landrat Joachim

Bordt sowohl an Hartig als auch

an Cordes auf Vorschlag des NiedersächsischenMinisterpräsidenten

David McAllister das Verdienstkreuz

am Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik

Deutschland.

Landrat Bordt bezeichnete

Gerdt Hartig und Peter Cordes

als „Herz und Seele“ im MTV

Moisburg. „Es ist der Tag, an

dem das Lebenswerk von zwei

Bürgern der Gemeinde Moisburg

gewürdigt wird, die ihre

Leistung selbst immer für eine

Selbstverständlichkeit gehalten

haben.“ Neben der Berufstätigkeit

und Familiengründung opferten

sie ihre freie Zeit für den

Verein und übernahmen somit

auch Verantwortung für andere

und das Gemeinwohl. Die neuen

Träger der Verdienstorden waren

auch Vordenker der erfolgreichen

Entwicklung ihrer MTV-Familie.

Sie stellten den Mitgliedern

ein immer größeres

Sportangebot zur Verfügung

und formten damit im Lauf der

Jahre einen modernen Sportverein

auf breitem Fundament.

Unter dem Vorsitz von Gerdt

Hartig stieg die Mitgliederzahl

des MTV Moisburg von 250 im

Jahr 1970 auf mittlerweile über

1000 Personen an, die wiederum

in zwölf verschiedenen Abteilungen

aktiv Sport treiben. Der Fußballsport

ist unumstritten eine

große Leidenschaft von Gerdt

Hartig. Als Spieler führte sie ihn

schon in jungen Jahren mit dem

„Herz und Seele“

im MTV Moisburg

Gerdt Hartig und Peter Cordes werden mit

dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik Deutschland ehrte Landrat Joachim Bordt (Mitte) die

langjährige ehrenamtliche Tätig im MTV Moisburg von Gerdt Hartig

(rechts) und Peter Cordes. Foto: Balzer

VfL Stade in die Oberliga. 1956

wechselte er in die 1. Mannschaft

des MTV Moisburg. Noch in seiner

Zeit als aktiver Herrenspieler

übernahm er 1969 das Amt des

1. Vorsitzenden von seinem Vorgänger

und Onkel Carl Hartig.

Gerdt Hartig war stets für Neuerungen

zu begeistern. Nicht ohne

Stolz kann er darauf hinweisen,

dass im MTV Moisburg 1979 die

Bildung einer der ersten Fußball-

Mädchenmannschaften erfolgte.

Neben dem aktiven Fußballspiel

und dem Vereinsvorsitz

betätigte sich Gerdt Hartig auch

als Trainer und Betreuer von Jugendmannschaften.

Schon 1954

absolvierte er die Schiedsrichterprüfung.

Über ein halbes Jahrhundert

lang war der langjährige

MTV-Vorsitzende als Unparteiischer

im Einsatz. Zudem hatte er

28 Jahre lang das Amt des Vorsitzenden

des Kreissportgerichts inne.

Der ehemalige Inhaber eines

Bezirk L neburg

Lebensmittelgeschäftes war auch

Standesbeamter der Gemeinde

Moisburg und übte zudem

langjährig die Tätigkeit als Gemeinderatsmitglied

aus; dabei erhielt

er stets die Unterstützung

von Ehefrau Evi. Mit seiner ruhigen

und besonnenen Art hat

Gerdt Hartig anfallende Konflikte

stets mit Bravour gelöst.

Peter Cordes übernahm

1969 kurz nach seinem Beitritt

zum MTV Moisburg den verantwortungsvollen

Posten des Kassenwartes.

Bei seiner Amtsübergabe

erhielt er von seinem Vorgänger

ein Journal, ein paar

Kontoauszüge, eine Kasse mit

etwas Bargeld und ein Mitgliederbuch.

„Wenn ich damals nur

geahnt hätte, welche Aktenberge

sich im Lauf der Jahre ansammeln

würden, hätte ich die

Größe meines Arbeitszimmers

gewiss noch einmal überdacht“,

schmunzelt der Schatzmeister

heute. Er war den Neuerungen

des Computerzeitalters stets aufgeschlossen.

In den 40 Jahren

seiner Tätigkeit fanden seine peniblen

und korrekten Rechnungsführungen

keinerlei Beanstandungen

durch die Kassenprüfer.

Neben der aufwändigen

Arbeit als Schatzmeister nahm

sich Peter Cordes noch die

Zeit, um Fußball-Jugendmannschaften

– darunter auch Mädchenteams

– zu betreuen. Außerdem

legte er 1979 mit Erfolg

die Schiedsrichter-Prüfung ab.

Nach der offiziellen Überreichung

der Verdienstkreuze an

Gerdt Hartig und Peter Cordes

betonte Landrat Joachim Bordt

zum Ende der Feierstunde: „Bleiben

sie beide dem MTV Moisburg

noch sehr lange erhalten!“

Ulrich Balzer

Das Kreisligateam des TV Stemmen aus dem Fußballkreis Rotenburg wurde kürzlich von der VGH-Regionaldirektion Stade als fairste Mannschaft

in der Regionalwertung des VGH-Fairness-Cups geehrt. Die B-Juniorinnen des Vereins erhielten dafür als Paten Trainingsanzüge im Wert von 1.200 Euro. Zudem

übergab Jörg Klee von der VGH-Vertretung Scheeßel den Siegerpokal an Stemmens Kapitän Steffen Brunckhorst. Joachim Riegel

Januar 2012 55


Bezirk L neburg

56

TSV Winsen macht dem

HSV das Siegen schwer

Das Gastspiel beim Landesligisten

TSV Winsen/Luhe hat sich

der Bundesligist Hamburger SV

einfacher vorgestellt. Vor rund

4.000 Zuschauern auf dem Jahnplatz

behielten die Gäste aus der

Hansestadt nach 90 spannenden

Minuten nur mit 3:1 (2:1) die

Oberhand. Für die Winsener war

es der krönende Abschluss eines

Jahres, in dem das 100-jährige Bestehen

der Fußballabteilung gefeiert

wurde. Neben dem Gewinn

der Meisterschaft in der Bezirksliga

Ost und dem damit verbundenden

Aufstieg in die Landesliga sowie

dem Gewinn des Bezirkspokals

war die Partie gegen den HSV

sozusagen das Sahnehäubchen.

Die Hanseaten mussten in

der Partie gegen den TSV Winsen

schon alle Register ihres Könnens

ziehen, um das Spiel in den Griff

zu bekommen. Nach den Treffern

durch Marcus Berg (11.) und Marcell

Jansen (18.) war die Freude

beim TSV Winsen und seinen Anhängern

riesengroß, als Yannick

Januar 2012

Erstligist behält nur mit 3:1 die Oberhand

Heidrich auf 1:2 (19.) verkürzte.

Eine Sensation war sogar in Reichweite,

als Heidrich in der 31. Minute

alleine vor HSV-Torhüter Sven

Niehaus aufkreuzte. Anstatt den

Abschluss zu suchen, vertändelte

er aber den Ball. Sechs Minuten

vor dem Ende traf schließlich der

Hamburger Robert Tesche zum

3:1-Endstand. Das Winsener Trainer-Duo

Gunnar Sellmer und Mike

Soltau hatten vor der Partie schon

prophezeit, dass das Spiel keine

Kaffeefahrt für den HSV werden

würde. Die TSVer meisterten ihre

Aufgabe mit hoher Laufbereitschaft

und taktischer Disziplin.

HSV-Trainer Thorsten Fink

war nach dem Schlusspfiff des

guten Winsener Schiedsrichter

Michael Reida – er leitete zusammen

mit seinen Assistenten Harald

Barrenschee und Nils Land die Partie

fehlerfrei – von den Leistungen

seiner Mannschaft enttäuscht.

Diese setzte sich aus Akteuren der

1. Mannschaft, aber auch aus der

Reserve und Nachwuchsspielern

Der FC Dynamo Lüneburg wurde 2009 mit

zwei Herren-Teams gegründet. 2010 kam eine Frauenmannschaft

hinzu und 2011 der Nachwuchs. Die U17-Junioren

kickten erst seit vier Monaten zusammen, schafften aber

schon die Qualifikation zur Bezirksliga und spielen nun nach

der Winterpause auf Bezirksebene mit. Dabei sah es zu Saisonbeginn

gar nicht danach aus. Das erste Punktspiel ging

gleich mit 1:4 verloren. Doch danach wurde nur noch gewonnen.

Auch gegen den Tabellenführer FC Heidetal. Da im

Kreis Lüneburg bei den Junioren nicht das Torverhältnis bei

Punktgleichheit zählt, musste ein Entscheidungsspiel auf

neutralem Platz gegen die um 15 Tore besseren Heidetaler

die Entscheidung bringen. Zehn Minuten vor Schluss fiel der

einzige Treffer zu Gunsten des FC Dynamo. Auch in der

Qualifikationsrunde mit sechs Teams will Trainer Achim

Block mit seinen Jungs einen Platz unter den ersten Zwei

und die damit verbundene U 18-Bezirksliga-Teilnahme

2012/13 schaffen. Michael Paul/Foto: Sawert

Mit einem energischen Einsatz behauptet sich der Hamburger Heiko Westermann

(links) in der Freundschaftspartie gegen Julius Karp vom TSV

Winsen. Foto: Balzer

zusammen. Diese erfüllten ebenso

wie HSV-Sportdirektor Frank Arnesen

noch Autogramm- und Fotowünsche

der Fans.

Für Freude während der gesamten

90 Minuten des Spiels

sorgte das HSV-Maskottchen Hermann.

Es drehte auf dem Sportplatzgelände

des TSV Winsen seine

Runden und wurde oftmals mit

mehreren La-Ola-Wellen gefeiert.

In der Halbzeitpause gab es strahlende

Gesichter, als Winsens

Sponsor Arne Östlind und HSV-

Spiel-Organisator Peter Rohde einen

Scheck über 3000 Euro an

Martina Müller von Radio Hamburg

überreichten. Der Sender ist

federführend für die Aktion „Hörer

helfen Kindern“. Ulrich Balzer

DFB-Kurzschulung. Mit 25 Teilnehmern

war die zentralisierte Kurzschulung in der

Sporthalle der Ikarus-Grundschule in Lachendorf

restlos ausgebucht. Referent Peter Bartosch (stehend

rechts) spulte zusammen mit dem F-Juniorenteam

des MTV Ahnsbeck ein tolles Anschauungstraining

für die anwesenden Jugendtrainer

und Trainerinnen ab. Die Kurzschulung richtete

sich speziell an Trainer der untersten Altersspielklassen

bis zur E-Jugend, aber auch gezielt an

Übungsleiter der Kleinsten, den sogenannten

„Bambini“-Einstiegskickern. Die „Kurzschulung

2“ des Deutschen Fußball-Bundes unterrichtet

in Theorie und Praxis, wie Kinder altersgerecht

und mit gewissen Grundregeln in der Trainingsgestaltung

richtig trainiert werden sollten.

Die Schwerpunkte liegen dabei auf einer vielseitigen

Bewegungsschulung, aber auch auf der

fußballorientierten Bewegungs- und Technikschulung.

Die Möglichkeit einer DFB-Kurzschulung

steht jedem Fußballverein im NFV-Kreis Celle

weiterhin offen. Kreislehrwart Bartosch sieht

nun den Anfragen aus Stadt- und Landkreissportvereinen

gespannt entgegen. Horst Friebe


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Bezirk Weser-Ems

58

Özcan Birinci zeigt

eine faire Geste

Spieler von Hürriyet wird ausgezeichnet

er Deutsche Fußball-Bund

Dzeichnet gemeinsam mit seinen

Regional- und Landesverbänden

beispielhaft faires Verhalten

aus. Deshalb wurde unter dem

Motto „Fair ist mehr“ eine Fair

Play-Aktion ins Leben gerufen,

bei der jede Person, die faires Verhalten

meldet, ebenfalls mit einem

Preis belohnt wird.

Als Grundlage dieses Wettbewerbes

werden allen Mannschaften

entsprechende Meldeformulare

zur Verfügung gestellt,

mit denen ein besonders faires

sportliches Verhalten von Angehörigen

der gegnerischen

Mannschaft gewürdigt werden

kann.

Erich Meenken, Vorsitzender

des Fußballkreises Delmenhorst,

ehrte nun im Auftrag des Niedersächsischen

Fußballverbandes im

Vereinsheim von Rot-Weiß Hürriyet

einen Fußballer im Rahmen

des Wettbewerbs.

Geehrt wurde der 26-jährige

Özcan Birinci, Spieler der 2. Her-

Januar 2012

ren-Mannschaft. In Anwesenheit

des Spielausschussvorsitzenden

Thomas Luthardt, Vorstandsmitglied

Franz Koryciak und des Hürriyet-Vorsitzenden

Metin Kalabalik

erhielt Birinci eine Urkunde,

ein Buch-Präsent und ein T-Shirt.

Luthardt, der die faire Geste des

Aktiven gemeldet hatte, nahm

ebenfalls ein Buch und ein T-Shirt

in Empfang.

Was war in diesem Fall geschehen?

Im Spiel der 1. Kreisklasse

zwischen TSV Ganderkesee

III und RW Hürriyet II lief die

88. Spielminute, als der Spieler

Özcan Birinci beim Stande von

5:2 für seine Mannschaft allein

auf das gegnerische Tor zulief.

Beim Herauslaufen stürzte der

Torhüter und blieb verletzt liegen.

Birinci hätte mühelos das

6:2 erzielen können, doch er

schoss den Ball bewusst ins Toraus

und bewies damit besonderes

Fair Play-Verhalten, für das er

jetzt ausgezeichnet wurde.

Franz Koryciak

Jubiläum. Auf einer eigens einberufenen kleinen Feierstunde zum 50jährigen

Bestehen der Fußball-Abteilung des TuS Hasbergen überreichte der

Vorsitzende des Fußballkreises Delmenhorst, Erich Meenken (links), nun mit

Verspätung die Ehrenteller vom Deutschen Fußball-Bund und vom Niedersächsischen

Fußballverband. Als der TuS Hasbergen im Sommer sein 90jähriges

Vereinsjubiläum feierte, konnten die angeforderten Ehrengaben

nicht rechtzeitig geliefert werden, was jetzt im Rahmen der Feierstunde mit

vielen langjährigen Mitgliedern nachgeholt wurde. Franz Koryciak

Özcan Birinci (Mitte) wurde für vorbildlich faires Verhalten vom Kreisvorsitzenden

Erich Meenken ausgezeichnet. Thomas Luthardt (rechts) hatte

die Aktion gemeldet. Foto: Koryciak

Hallenrunden mit

286 Mannschaften

92 Termine für Ammerländer Fußballjugend

ehr viel Zeit und Mühe hat der

SKreisjugendausschuss zusammen

mit dem Geschäftsführer

des Fußballkreises Ammerland,

Dieter Schwengels, in die Vorbereitungen

zur Hallenrunde

2011/12 für die Ammerländer

Fußballjugend investiert. Seit Ende

November rollt wieder das

runde Leder in den Sporthallen

des Kreises.

Alle Spielklassen von der Abis

F-Jugend sind besetzt; zudem

finden Hallenspiele ohne Punktewertung

für die Minis statt. Die

Mädchen starten bei den B-, Cund

D-Juniorinnen. Die Schiedsrichter

für die A-, B-, C- und D-Junioren

sowie für die B- und C-Juniorinnen

werden vom NFV-Kreis

Ammerland gestellt.

Die A-Jugend spielt zum ersten

Mal nach den Futsal-Regeln,

um das in diesem Jahrgangsbereich

stark ausgeprägte körperliche

Spiel einzuschränken.

Erfreulich ist diesmal wiederum,

dass alle sechs Ammerländer

Gemeinden Hallentermine für

die Fußballjugend zur Verfügung

gestellt haben. Zusagen hat der

Kreisverband für insgesamt 92

Hallentermine (im letzten Jahr

93), die sich auf die Gemeinden

Rastede und Bad Zwischenahn

(jeweils 21 Hallentermine), Wiefelstede

(19), Apen (11) sowie

Westerstede und Edewecht (jeweils

10) verteilen.

Die Ammerländer Vereine

haben insgesamt 286 Mannschaften

für die Punkterunde in

der Halle gemeldet. Damit muss

auch der Fußballkreis Ammerland

dem demografischen Wandel Tribut

zollen. Vor zwei Jahren nahmen

noch 311 Teams an der

Spielrunde teil.

Von den einzelnen Jahrgangsklassen

ist die E-Jugend

mit 55 Teams am stärksten vertreten.

Dann folgen die D-Jugend

mit 48, die F-Jugend mit

45 Mannschaften, die C-Jugend

(42), die B-Jugend (35), die A-

Jugend (19) sowie die E-/F-Jugend

mit fünf Vertretungen. Der

weibliche Nachwuchs ist mit insgesamt

31 Teams vertreten; hier

waren es im vergangenen Jahr

27 Mannschaften.

Alle Verantwortlichen hoffen

auch diesmal auf viele interessante,

spannende und faire Spiele sowie

viel Spaß für die Nachwuchskicker,

die immer wieder gern in

der Hallenrunde „überwintern“.

J rgen Hinrichs

Starthilfe. Der Deutsche Fußball-Bund hatte angekündigt, jede im

WM-Jahr 2011 neu gegründete Frauenmannschaft mit einer Starthilfe in

Form von Spielbällen zu belohnen. Da die SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor

erstmalig mit einer Frauenmannschaft in die Saison 2011/2012 ging, profitierte

auch sie von dieser Aktion. Ein riesiges Paket mit zehn Fußbällen,

einer Ballpumpe und einer DVD über den Mädchen- und Frauenfußball

erreichte nun die Mädchen- und Frauenfußballreferentin des Fußballkreises

Wesermarsch, Bianka Rittel (links). Zusammen mit dem Vorsitzenden

des Kreisjugendausschusses, Max-Peter Michel (rechts), überreichte Rittel

die Geschenke an die Mannschaft und Trainer Rolf Gerdes.

Max-Peter Michel


Dr. Zwanziger besucht

den Bezirk Weser-Ems

Der Bezirksvorstand tagte in Cloppenburg

ur letzten Sitzung im Jahr

Z2011 hatte der Bezirksvorsitzende

Ferdinand Dunker (Dinklage)

seine Vorstandskollegen ins

Hotel Schlömer nach Cloppenburg

eingeladen.

Im Mittelpunkt der Sitzung

stand der bevorstehende Besuch

von DFB-Präsident Dr. Theo

Zwanziger. Dieser wird am 20.

Januar zu einer dreistündigen

Veranstaltung im Hotel „Rheinischer

Hof“ in Dinklage erwartet.

Zuvor wird der DFB-Präsident

dem Werder-Eck Lohne einen

Besuch abstatten. Im Anschluss

an die Veranstaltung wird sich

der Bezirksbeirat zu seiner ersten

Sitzung im Jahr 2012 treffen.

Der Spielbetrieb wurde zur

Freude des Spielausschussvorsitzenden

Werner Busse bislang

kaum durch Spielausfälle beeinträchtigt.

Auch der Bezirkspokal-

Wettbewerb ist weit fortgeschritten.

Fraglich ist allerdings,

ob auch die Altherren in der Zukunft

noch einen Bezirkspokal

ausspielen werden.

Auch die Vorsitzende des

Frauenausschusses, Sabine Li-

schewski, und Bezirksjugendobmann

Dieter Ohls berichteten

über einen bislang reibungslosen

Spielbetrieb, der von Spielausfällen

in der Hinrunde fast vollständig

verschont blieb. Ohls wird

die Kreisjugendobleute am 3./4.

Februar zu einer zweitägigen

Veranstaltung in die Sportschule

Sögel einladen.

Im Rahmen der DFB-Aktion

„Danke Schiri!“ wurden in Anwesenheit

von Bezirksschiedsrichterobmann

Georg Winter

auch die drei Sieger aus dem

Bezirk Weser/Ems geehrt. Hanna-Silvia

Klinkhart (Kreis Emden),

Martin Brandt (Kreis Leer) und

Andreas Robben (Kreis Vechta)

wurden hierbei in der DEKRA-

Akademie in Hannover ausgezeichnet.

Nach den Worten von

Pressewart Peter Bartsch ist in

der ersten Jahreshälfte 2012

wieder ein Redaktionsbesuch im

Bezirk Weser/Ems vorgesehen,

aller Voraussicht nach wird er

bei der Oldenburgischen Volkszeitung

in Vechta stattfinden.

Peter Bartsch

Pass-, Spiel- und Wechselrecht standen jetzt im Mittelpunkt

einer Weiterbildungsveranstaltung im Landhaus Hammelwarden

in Brake. Ralf Serra, NFV-Referent aus Barsinghausen, informierte

die anwesenden Vereinsvertreter aus dem NFV-Kreis Wesermarsch über

dieses heikle Thema. In verschiedenen Gruppenarbeiten und Rollenspielen

wurden diverse Fälle behandelt. Alle Teilnehmer, die stets in den

Vortrag eingebunden wurden, waren mit Begeisterung bei der Sache.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, was nicht zuletzt an Ralf

Serra lag, der die Teilnehmer immer wieder neu forderte. Die Anwesenden

beschlossen, die Veranstaltung 2012 zu wiederholen. Spielausschussvorsitzender

Heino Tönjes (links) dankte Serra im Namen aller für

die hervorragende Präsentation und überreichte ihm zur Erinnerung an

den Fußballkreis einen Präsentkorb mit kulinarischen Köstlichkeiten aus

der Wesermarsch. Heino Tönjes

Bezirk Weser-Ems

Die Juniorinnenkreisauswahl Friesland/Wilhelmshaven des

Jahrgangs 1999 hat bei einem Hallensichtungsturnier in Jaderberg ohne

Punktverlust den ersten Platz belegt und reist im März zum Bezirks-Endturnier

der Auswahlmannschaften nach Rastede. Die Mannschaft verschaffte

sich gleich im ersten Spiel den nötigen Respekt durch einen 7:0-Erfolg gegen

Wittmund. Nach einem 2:1 gegen Leer folgten drei weitere Siege gegen

Oldenburg-Stadt (2:0), Aurich/Emden (2:0) und Ammerland (4:0). Im

letzten Spiel gegen den Gastgeber aus der Wesermarsch lag man nach drei

Minuten schon mit 0:2 in Rückstand, konnte das Spiel nach einer tollen

Aufholjagd jedoch noch mit 5:2 gewinnen. Mit 18 Punkten und 22:3 Toren

gelang am Ende der verdiente Turniersieg. „Wenn wir im Endturnier noch

eine Schippe drauflegen, können wir auch dort sicherlich ganz oben mitspielen“,

gab sich das Trainerinnen-Duo Birgit Ahlers/Birgit Siemer optimistisch.

Folgende Spielerinnen waren erfolgreich: Nadja Wehneit, Jil Böning

(beide TuS Büppel), Vanessa Tomanski, Lea Mauly (beide STV Voslapp), Alida

Reinsch (FSV Jever), Joanna Au (VfL Wilhelmshaven), Sarah Mittmann

(BG Wilhelmshaven) und Anna Schmidt (SW Middelsfähr). Birgit Ahlers

Hans Schleuder

verstorben

er Fußballkreis Emden und

Dder Sportverein „Frisch-

Auf“ Wybelsum trauern um

Hans Schleuder, der nach langer

schwerer Krankheit im Alter

von 85 Jahren verstorben

ist.

Schleuder wurde im Jahr

1961 als Gründungsmitglied

zum allerersten Vorsitzenden

des SV „Frisch-Auf“ Wybelsum

gewählt und füllte diese

Funktion bis ins Jahr 1990

aus. Bei seinem letzten öffentlichen

Auftritt anlässlich

einer Ehrung zum 50-jährigen

Bestehen des Vereins im Oktober

wurde er von den Mitgliedern

mit lang anhaltendem

Beifall bedacht, schließlich

hatte er die Entwicklung

des Vereins in den Anfangsjahren

maßgeblich geprägt. In

seine Amtszeit fielen der Bau

der Sportanlage und des Vereinsheims.

Nach seinem Ausscheiden

als 1. Vorsitzender

war er bis zuletzt Ehrenvorsitzender

des Emder Stadtteilvereins.

Für den Fußballkreis Emden

war der ehemalige Schulleiter

von 1980 bis 1992 als

stellvertretender Vorsitzender

tätig. Im Bezirk Weser/Ems übte

er viele Jahre die Funktion

des Beauftragten für Freizeitund

Breitensport aus. Für seine

Verdienste um den Fußballsport

erhielt der Verstorbene

1986 die Silberne Ehrennadel

des Niedersächsischen Fußballverbandes.

Der Fußballkreis Emden

und der SV „Frisch-Auf“ Wybelsum

werden Hans Schleuder

ein ehrendes Andenken bewahren.

Peter Bartsch

Januar 2012 59


Bezirk Weser-Ems

60

iel Applaus gab es beim „Tag

Vdes Ehrenamts“ für elf Sportler

aus dem Fußballkreis Friesland.

Diese ganz besondere

„Elf“ hatte dessen Vorsitzender

Heinz Lange für den geselligen

Abend in der Gaststätte

„Zur Waage“ zusammengestellt.

Grund: Ein Teil der Auserkorenen

wurde für vorbildliches Verhalten

in Sachen Fair Play auf

dem Fußballfeld ausgezeichnet,

der andere Teil für langjährige,

verdienstvolle ehrenamtliche

Tätigkeiten.

Den größten Beifall erntete

dabei Mohammed-Ali Bayoun.

Der 23-Jährige, der seit der F-Jugend

durchgehend für den FC

FW Zetel spielt und sich im Verein

seit Jahren in vielfältiger Weise

engagiert, wurde als Kreisehrenamtssieger

2011 geehrt. „Wir sehen

in Bayoun, der es in Anbetracht

seines Migrationshintergrundes

– seine Familie stammt

Januar 2012

Mohammed-Ali Bayoun

Mitglied im „Club 100“

„Tag des Ehrenamts“ im NFV-Kreis Friesland

aus dem Libanon – nicht immer

leicht hatte, einen würdigen Sieger

der DFB-Ehrenamtsaktion“,

begründete Lange bei der Übergabe

des Ehrentellers die Entscheidung.

„Soziale Integration durch

Fußball“ lautete das Schwerpunktthema

der diesjährigen Ehrenamtsaktion.

Die offizielle Ehrung

erfolgt für Bayoun und 46

weitere Preisträger aus Niedersachsen

im März bei einem Dankeschön-Wochenende

in Barsinghausen,

verbunden mit dem Besuch

eines Bundesligaspiels.

Doch es kommt noch besser

für den sympathischen

Ausgezeichnet: Heinz Lange (links) ehrte Klaus und Kerstin Gerdes, Dieter

Griepenstroh, Björn Schumacher, Mohammed-Ali Bayoun, Felix Krause,

Sven Richter, Keano Betten, Walter Flägel, Markus Knüppel sowie Heymo

Schmidt (v.l.). Foto: Henning Busch

Heiner Lüken (rechts), langjähriger

Kreistrainer der emsländischen

Fußball-Mädchenauswahl, ist

nach elfjähriger engagierter Ausbildungstätigkeit

vom NFV-Kreis Emsland

verabschiedet worden. Im Rahmen

eines Vergleichsturniers der

Mädchen-Kreisauswahlmannschaften

aus dem Emsland, der Grafschaft

Bentheim und Osnabrück-

Land überreichte ihm Ansgar Lammers

in Lingen die Ehrennadel des

Verbandes und eine Urkunde. Lammers

würdigte den tollen und erfolgreichen

Einsatz von Heiner

Lüken für den Mädchenfußball im

Emsland. Während seiner Trainertätigkeit

für den Fußballverband hat

Lüken zahlreiche Spielerinnen betreut,

die inzwischen in höheren

Spielklassen am Ball sind. Auch nach

seinem Abschied als Kreisauswahltrainer

versprach Lüken, dem

Mädchenfußball weiterhin mit Rat

und Tat zur Verfügung zu stehen.

Foto: Mecklenborg

Sportsmann. Denn der Zeteler

wurde unter den 47 Kreisehrenamtssiegern

des NFV von der

Jury für den DFB in den „Club

100“ gewählt. Damit verbunden

sind eine weitere Ehrung im

Herbst und der Besuch eines

Länderspiels der Nationalmannschaft.

Des Weiteren wurden in

Neustadtgödens für herausragende

ehrenamtliche Leistungen mit

einer DFB-Urkunde nebst Uhr

ausgezeichnet: Klaus Gerdes (Jugendleiter

im SV Gödens), Kerstin

Gerdes (Jugendtrainerin im SV

Gödens) und Dieter Griepenstroh

(Leiter Spielbetrieb beim TuS

Obenstrohe). „Das Herausgreifen

Einzelner und ihrer Verdienste soll

dazu beitragen, in der Öffentlichkeit

für die ehrenamtliche Tätigkeit

im Verein zu werben“, erläuterte

Lange.

Im Anschluss gratulierte er

noch einmal Björn Schumacher

(FC RW Sande-Cäciliengroden)

zur Wahl als U 23-Ehrenamtspreisträger

des NFV und überreichte

ihm einen Ehrenteller des

Fußballkreises Friesland. Verabschiedet

wurde derweil Heymo

Schmidt (Heidmühler FC), der

sich fünf Jahre lang um die Talentsichtung

des Fußballkreises

verdient gemacht hat, aus beruflichen

Gründen aber nicht mehr

als Kreistrainer tätig sein kann.

Zuvor hatte Lange fünf

Sportlern eine Urkunde überreicht,

die von Vereinen,

Schiedsrichtern oder Staffelleitern

aus Anlass der Aktion „Fair

ist mehr“ gemeldet worden wa-

ren: Keano Betten (C-Junioren-

Spieler des TuS Büppel), Felix

Krause (Spieler des TV Neuenburg

II), Sven Richter (Torwart

des SV Gödens), Markus Knüppel

(C-Junioren-Trainer des Heidmühler

FC) und Schiedsrichter

Walter Flägel (TuS Sillenstede).

Sie alle hatten sich in bemerkenswerter

Art und Weise um

das Fair Play im Fußball verdient

gemacht.

Am Ende motivierte Lange

die anwesenden Sportler und

Vereinsvertreter, noch mehr würdige

Preisträger in den Kategorien

Fair Play und Ehrenamt zu

melden sowie Ehrenamtsbeauftragte

in ihren Vereinen zu

installieren. HB

Einsatz in

Ter Apel

P

atrick Andrees aus Fresenburg

war kürzlich

als erster emsländischer

Schiedsrichter in den Niederlanden

im Einsatz. Gemeinsam

mit seinen Assistenten

Alexander Herbers

und dem Niederländer

Sam Dröge leitete er in der

zweiten niederländischen

Amateurliga die Begegnung

FC Ter Apel 96 –

SVBO Barger Oosterveld

(1:2).

Nicht nur die bei-den

Mannschaften, sondern

auch NFV-Beobachter Hermann

Wortelboer und Jan

van Klinken, Mitglied der

Schiedsrichterkommission

im KNVB-Distrikt Noord,

zeigten sich mit der Leistung

des Gespanns sehr zufrieden.

Peter Bartsch


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Bezirk Weser-Ems

62

Siegfried Deters ist

seit 50 Jahren dabei

Ehrungen für verdiente Schiedsrichter

wölf Grafschafter Fußball-

Zschiedsrichter konnte der

kommissarische Vorsitzende des

Schiedsrichterausschusses, Horst

Deters, beim letzten Belehrungsabend

des Jahres für ihre

langjährige Tätigkeit als Unparteiische

ehren.

Der Vater des Vorsitzenden,

Siegfried Deters, gehört seit nunmehr

50 Jahren der Grafschafter

Schiedsrichtervereinigung an. Deters

bedauerte es sehr, dass sein

Vater aus gesundheitlichen Gründen

nicht an der Ehrungsveranstaltung

teilnehmen konnte.

Siegfried Deters blickt nicht nur

auf fünf Jahrzehnte als Unpartei-

Januar 2012

ischer zurück, sondern engagierte

sich auch über viele Jahre im

Schiedsrichterausschuss und war

dort vor allem als Ansetzer für Jugendspiele

zuständig.

Seit 40 Jahren gehören der

ehemalige Kreisschiedsrichterobmann

Heinz Ameloh (SV Klausheide)

und Erich Backherms (SV

Hoogstede) der Grafschafter

Schiedsrichtervereinigung an.

Backherms ist auch heute noch

als Unparteiischer auf den Fußballfeldern

im Kreis unterwegs

und leitet Spiele der Kreisklassen

und bei den Alten Herren.

Ebenfalls noch aktiv sind Ditmar

Treziak (Borussia Ringe) und

Karriereende nach

rund 2.500 Spielen

Mickelat hängt die Pfeife an den Nagel

ach 45 Jahren hat Schiedsrich-

Nter Wolfgang Mickelat, zudem

Vorsitzender des Fußballkreises

Ammerland, die Pfeife an den Nagel

gehängt. Auch sein letztes Spiel

brachte der 68-Jährige gewohnt sicher

und souverän über die Bühne.

Die Partie in der 2. Kreisklasse zwischen

dem TuS Ofen III und SV

Westerholtsfelde endete 4:3 für

die Gastgeber aus Ofen.

Begonnen hatte der Ofener

seine Zeit als Unparteiischer in

Friesland. Als 23-Jähriger leitete er

seine erste Partie 1966 in Hooksiel.

Danach reiste er Sonntag für

Sonntag durch die Gegend und

leitete auch heiße Derbys wie zum

Beispiel zwischen dem FSV Jever

und dem Heidmühler FC vor mehr

als 1.000 Zuschauern. Bis heute

sind es dann in den Jahren rund

2.500 Spiele geworden, bei denen

Mickelat als Schiedsrichter fungierte.

Er betont, dass er die Zeit nicht

missen möchte, denn die Tätigkeit

habe ihn persönlich sehr bereichert

und körperlich fit gehalten.

Natürlich habe es auch einige Male

brenzlige Situationen gegeben,

wie zum Beispiel bei einem Spiel

Anfang der 80er Jahre zwischen

Wilhelmshaven und Rastede, als er

gleich fünf Rote Karten verteilte

und dann mit Polizeischutz nach

Hause geleitet wurde, doch die

weit überwiegende Anzahl an

Spielen sei immer vernünftig beendet

worden.

Wolfgang Mickelat schaffte

es als Unparteiischer bis in die Verbandsliga,

damals die vierte Liga

in Deutschland, und war als

Linienrichter auch bei Spielen der

Regionalliga im Einsatz. Die Tätigkeit

als Unparteiischer sei eine

ständige persönliche Herausforderung.

„Wichtig ist, dass Spieler

und Schiedsrichter respektvoll miteinander

umgehen“, betont er.

Mickelat war und ist weiterhin

in verschiedenen Gremien im

Ehrungen für verdiente Schiedsrichter. Unser Bild zeigt (stehend v.l.)

Horst Deters, Daniel Niemeyer, Klaus Humbert, Rainer Hagel, Tim Schönfeld,

Marcel Mokry, Jan Peeks, Ralf Hilmes und (sitzend v.l.) Ditmar

Treziak, Erich Backherms, Heiko Pannen und Erwin Schläfke. Foto: Huisjes

Heiko Pannen (SG Bad Bentheim),

die beide seit 35 Jahren Schiedsrichter

sind. Das silberne Jubiläum

feierte Jan Peeks vom SV

Bad Bentheim. Zudem ehrte Deters

gemeinsam mit dem Kreisschiedsrichterlehrwart

Ralf Hilmes

mit Erwin Schläfke (RW Lage) und

Tim Schönfeld (VfL Weiße Elf

Nordhorn, beide 20 Jahre), Marcel

Mokry (SV Veldhausen, 15

Jahre) sowie Rainer Hagel (SV

Klausheide), Daniel Niemeyer und

Klaus Humbert (beide Vorwärts

Nordhorn, jeweils 10 Jahre) sechs

weitere Kameraden für ihre

langjährige Tätigkeit als Schiedsrichter.

Andreas Huisjes

„Goldene Pfeife.“ Die Adventsfeier der Schiedsrichter

aus dem Fußballkreis Leer bot wieder einmal einen würdigen

Rahmen für die Ehrung langjähriger Sportkameraden. So

erhielt Johann Vry (rechts) vom VfR Heisfelde für sein vorbildliches

und verdienstvolles Wirken als Unparteiischer die „Goldene

Pfeife“. Schiedsrichterobmann Helmuth Venekamp (3. v.r.)

und der Kreisvorsitzende Johann Schön (links) zeichneten darüber

hinaus noch weitere Unparteiische für langjährige

Schiedsrichter-Tätigkeit aus. So wurden (v.l.) Antjo Smeints (30

Jahre), Kobus Janssen (20 Jahre), Ewald Buhr (25 Jahre), Hartmut

van Hoorn (30 Jahre), Norbert Hartwig (25 Jahre), Siegfried

Karweyna (35 Jahre) und Hans Wilbers (60 Jahre) mit einer Urkunde

für ihre verdienstvolle Tätigkeit ausgezeichnet. Abgerundet

wurde die Adventsfeier, an der auch in diesem Jahr rund

90 Schiedsrichter in der Gaststätte „Viehhof“ teilnahmen,

durch ein traditionelles „Snirtje-Essen“ und durch eine umfangreiche

Tombola. Foto: Bartsch

Sport und in der Politik tätig. Von

1979 an war der Ofener 20 Jahre

Schiedsrichterobmann im Ammerland

und ist seit 1999 als Nachfolger

von Klaus Duddeck Kreisvorsitzender

der Ammerländer Fußballer.

Er hängt die Pfeife vor allem

deshalb an den Nagel, um mehr

Zeit für sich zu haben und sagt:

„Jetzt möchte ich am Wochenende

auch mal spontan etwas

unternehmen können, denn der

Terminkalender ist voll genug.

Ich bin dankbar für die erlebnisreiche

Zeit als ,23. Mann’, an die

ich mich gerne zurückerinnere.“

JH/MH

Vor seiner letzten Begegnung wurde Wolfgang Mickelat geehrt. Unser

Foto zeigt (hinten v.l.): Hero Eiben (Vorsitzender TuS Ofen), Uwe Schütte

(stellvertretender Kreisvorsitzender), Detlef Köster, Claus Freese (Schiedsrichterausschuss),

Klaus Linke (Ehrenamtsbeauftragter) sowie vorne Gertrud

und Wolfgang Mickelat mit ihrem Enkel. Foto: Hinrichs


Ein Vorbild für die

Blau-Weiß-Mitglieder

Harald Grosser erhält DFB-Ehrenamtspreis

it dem DFB-Ehrenamtspreis

Mim NFV-Kreis Cloppenburg

wurde jetzt Harald Grosser vom

SV Blau-Weiß Ramsloh ausgezeichnet.

In einer Feierstunde im

Ratssaal der Gemeinde Saterland

würdigten der Kreisvorsitzende

Werner Busse und Bürgermeister

Hubert Frye die Verdienste des Jugendobmanns.

„Während viele andere lieber

vor dem Fernseher sitzen, sorgen

Vereinsmitarbeiter wie Harald

Grosser dafür, dass das Ehrenamt

im Saterland noch funktioniert“,

betonte Bürgermeister

Hubert Frye. Auch NFV-Kreischef

Werner Busse fand lobende Worte

für Grossers Verdienste. Besonders

im Bereich der Integration

von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

habe sich der Geehrte

verdient gemacht.

Mit dem Ehrenamtspreis wurde Ramslohs Jugendobmann Harald Grosser (vorne knieend) geehrt. Mit ihm freuten

sich die Nachwuchskicker sowie die Vertreter des Fußballkreises Cloppenburg mit ihrem Vorsitzenden Werner

Busse (hinten, 6. v. l.). Foto: Hellmann

eit über die Kreisgrenzen

Whinaus bekannt ist das alljährliche

Grünkohlessen des Fußballkreises

Osnabrück-Land. Und

auch wenn in diesem Jahr erstmals

die „großen Stars“ – Steffi

Jones, Hans-Peter Briegel und Dr.

Philipp Rösler – ihr Kommen kurzfristig

krankheitsbedingt absagen

mussten, feierten die Fußballer

ausgiebig.

Kreisvorsitzender Helmut

Buschmeyer konnte zumindest eine

amtierende Majestät im Saal

Rothert in Bramsche-Engter begrüßen:

Clemens I. (Seelmeyer)

hielt die Königswürde hoch,

musste im Laufe des Abends jedoch

die Königskette abgeben.

Mit Karl-Heinz I. (Heller) trägt sie

jetzt aber ein würdiger Nachfolger.

Der ehemalige Schiedsrichter

ist seit über 20 Jahren im Schiedsrichterausschuss

tätig und war

sichtlich gerührt über diese Auszeichnung.

An seiner Seite regiert die

U 20-Weltmeisterin Kristina Gessat.

Sie ist die dritte Frau, der diese

Ehre zuteil wird und nutzte ihre

Antrittsrede unter anderem dazu,

sich bei ihren früheren Förderern

Wolfgang Schulz, Monika Kapus

und Heinz Notthoff zu bedanken.

Applaus von 420 Gästen erhielten

beide Majestäten – ebenso

wie der scheidende Grünkohlkönig

Clemens Seelmeyer: 1.000

Karl-Heinz I. und

Kristina regieren

Osnabrück-Land feiert seine Grünkohlkönige

Euro brachte die Auszählung der

Sparschweine, die von den Anwesenden

gefüttert worden waren.

Das Geld ging an die Robert-

Enke-Stiftung und Seelmeyer

packte als „letzte Amtshandlung“

noch einmal 1.000 Euro für

den guten Zweck drauf.

Die Gäste ließen sich den

Grünkohl schmecken und die

Bezirk Weser-Ems

Grosser, der als Zehnjähriger

dem Verein beitrat und ihm

seitdem treu geblieben ist, hat

in vielen Bereichen des Vereins

seine Handschrift hinterlassen.

So war der 50-Jährige nicht nur

Trainer und Betreuer von Jugendmannschaften,

sondern engagierte

sich zwischenzeitlich

auch für die dritte Herren und

die Volleyballer des Vereins. Aktuell

arbeitet Grosser am Aufbau

einer Basketballmannschaft.

„Durch seine Vorbildwirkung

und Einsatzfreude motiviert er

immer wieder andere Mitglieder,

sich im Verein zu engagieren.

Wichtig ist ihm dabei immer, die

familiäre Atmosphäre im Verein

zu erhalten“, betonte Busse in

seiner Rede.

Neben der Ehrung durch den

Fußballkreis Cloppenburg wird

Harald Grosser im März noch an

einem „Dankeschön-Wochenende“

in Barsinghausen teilnehmen.

Freuen können sich die Ehrenamtspreisträger

dann auch

auf den geplanten Besuch des

Bundesligaspiels Hannover 96 –

Borussia Mönchengladbach.

Groß war die Freude und

Überraschung Grossers auch am

Ende der Ehrung, als die Nachwuchsspieler

der „Pampers-Liga“

Spalier standen und ihren Jugendobmann

mit dem Schlachtruf

„Auf geht’s Ramsloh – kämpfen

und siegen“ ehrten. J rgen Dill

Stimmung war fröhlich und

ausgelassen. Und hatte der

Kreisvorsitzende dieses Mal

auch ein wenig Pech mit den

prominenten Gästen, so glücklich

war seine Auswahl des

„Nachtisches“. Entertainerin Ellen

O’Bier parodierte populäre

Interpretinnen wie Tina Turner

oder Nena und erhielt viel Beifall

und lautstarke „Zugabe-Forderungen“

für ihre Darbietungen.

Anita Lennartz

Gruppenbild mit Grünkohl (v. l.): der NFV-Kreisvorsitzende Helmut Buschmeyer mit Karl-Heinz Heller, Kristina

Gessat, Andrea Hoffmeister (NFV-Geschäftsstelle), Clemens Seelmeyer und Kreisschatzmeister Klaus Hülsmann.

Foto: Helmut Kemme

Januar 2012 63


Bezirk Weser-Ems

64

„Leuchttürme der

NFV-Gemeinschaft“

Osnabrück-Land zeichnet Ehrenamtler aus

erthold Aulenbrock vom FC

BWesterwiede, Hergen Brunke

(FC Renslage), Gerhard Frauenheim

(Hagener SV), Murat Kilic

(SC Melle 03), Heinrich Kummer

(SF Lechtingen), Rainer Middendorf

(SV Hollenstede), Andreas

Schaiper (Eintracht Remsede),

Detlef Stuhlemmer (Viktoria Georgsmarienhütte),

Reinhard Timper

(SC Epe-Malgarten) und Mehmet

Uzunhasanoglu (Quakenbrücker

SC) – diese zehn Personen

waren Ehrengäste im Wallenhorster

Rathaus. Warum? Ihre

Vereine hatten sie für die DFB-Ehrenamtsaktion

vorgeschlagen als

Vorbilder in Sachen Ehrenamt.

Seit 14 Jahren gäbe es die

Aktion, die auf Initiative von Egidius

Braun und Theo Zwanziger

ins Leben gerufen wurde, um

„etwas Besonders für die Ehrenamtlichen

an der berühmten Ba-

Prämie. Die E-Junioren des VfL

Stenum erhielten vor dem letzten

Meisterschaftsspiel der Hinrunde

vom Kreisvorsitzenden Hartmut

Heinen und Kreisjugendobmann

Jochen Reil (rechts im Bild) einen

Überraschungsbeutel mit einer Urkunde

und verschiedenen Leckereien.

Außerdem bekam die Mannschaft

drei Adidas-Fußbälle. Die

Mannschaft hatte in Barsinghausen

den Sparkassen-Cup 2011 gewonnen.

Für den NFV-Kreis Oldenburg-

Land und die gesamte Region ein

herausragendes Ereignis, das der

Fußballkreis nun noch einmal durch

diese gesonderte Auszeichnung

würdigte. Hartmut Heinen

Die SG Stavern/Apeldorn aus dem NFV-Kreis Emsland hat

für ausgezeichnete Jugendarbeit im Mädchenfußball den Sepp-Herberger-Preis

erhalten. 2006 fiel der Startschuss mit einem regelmäßigen Training

für fußballbegeisterte Mädchen. Ein Jahr später wurde eine D-

Mädchenmannschaft gegründet, die am offiziellen Spielbetrieb teilnahm.

Im Sommer 2008 folgten eine B-Mädchenmannschaft und im Sommer

2009 ein Juniorinnenteam. Mit der A-Mädchenmannschaft im Sommer

2010 wurden alle Altersklassen der Mädchen durchgängig besetzt. „Die

Ortschaften Stavern und Apeldorn zählen zusammen etwa 1.800 Einwoh-

Januar 2012

sis“ zu tun“, erklärte der Vorsitzende

des NFV-Kreises Osnabrück-Land,

Helmut Buschmeyer,

bei der Übergabe der Urkunden

und DFB-Uhren.

Diese Präsente gab es allerdings

nur neunmal. Aber auch

der Zehnte ging nicht leer aus: Als

Kreissieger fährt Murat Kilic im

April für drei Tage nach Barsinghausen

zum Danke-Schön-Wochenende,

dann bekommt auch

er seine Uhr. Und bereits in Wallenhorst

gab es einen kleinen Pokal

als Auszeichnung.

„Das Ehrenamt braucht Vorbilder“,

so Buschmeyer weiter.

„Vorbilder in der Nationalmannschaft,

in Frankfurt und Barsinghausen,

im Kreis – und natürlich

in den Vereinen. Ihr seid wichtige

Säulen in Eurem Verein, Ihr seid

Leuchttürme in Eurem Verein und

in unserer NFV-Gemeinschaft“,

Das Ehrenamt stand im Mittelpunkt. Das Bild zeigt (v. l.) Andreas Schaiper,

Heinrich Kummer, Mehmet Uzunhasanoglu, Kreisschatzmeister Klaus

Hülsmann, Hergen Brunke, Reinhard Timper, den 2. Kreisvorsitzenden

Bernd Kettmann, Murat Kilic, Detlef Stuhlemmer, Gerd Frauenheim,

Berthold Aulenbrock, Rainer Middendorf und den Kreisvorsitzenden Helmut

Buschmeyer. Foto: Helmut Kemme

lobte der Kreisvorsitzende die Geehrten.

Auch der Ehrenamtsbeauftragte

des NFV, Hermann Wilkens,

Landrat Dr. Michael Lübbersmann

und der Wallenhorster

Bürgermeister Ulrich Belde fanden

lobende Worte für das Engagement

der zehn Männer.

Der Deutsche Fußball-Bund

gibt für die Ehrenamtsaktionen

alljährlich Losungen aus und bittet

die Kreise und Vereine, auf besondere

Schwerpunkte zu achten.

In diesem Jahr stand der Begriff

„soziale Integration“ auf der

Agenda. Anita Lennartz

ner, da ist es schon eine große Leistung der Spielgemeinschaft – und besonders

der Trainer Norbert Wotte und Andre Rolfes – einen solchen

Spielbetrieb für Mädchen aufrecht zu erhalten“, lobte der Vorsitzende

des Fußballkreises Emsland, Hubert Börger, bei der Übergabe der DFB-Urkunde.

Zwei Spielerinnen der SG Stavern/Apeldorn mit der C-Lizenz

konnten als Trainerinnen gewonnen werden. „Somit ist auch eine qualitativ

gute Ausbildung der fußballbegeisterten Mädchen weiterhin gewährleistet“,

betonte die Vorsitzende des Kreisfrauenausschusses, Maria

Kruse. Gerd Mecklenborg


1. Finanz- und Wirtschaftsordnung

Anhang 1

3.1.Lehrgangsgeb hren

Trainer-C-Lizenz:

Ausbildung

– Teile 1, 2 und 3 (à 40 LE) je 150,00 Euro

– Teil 4 Prüfung (20 LE) 50,00 Euro

– Trainer-C-Lizenz-Ausbildung gesamt* 500,00 Euro

– Schiedsrichter-LG für C-Lizenz-Anwärter (6 LE) 10,00 Euro

Fortbildung

– Trainer-C-Lizenz-Fortbildung (20 LE) 80,00 Euro

Trainer-C-Breitenfu ball

(Profile Kinder/Jugend, Erwachsene, F & B):

Ausbildung

a. Teamleiter

– Basiswissen (30 LE) 25,00 Euro

– Aufbauwissen (40 LE) 75,00 Euro

b. Trainer-C-Breitenfu ball

– Aufbauwissen (40 LE) 75,00 Euro

c. Pr fungsteil

– Pr fung (10 LE) 25,00 Euro

Trainer-C-Breitenfu ballausbildung gesamt** 200,00 Euro

Fortbildung

– Trainer-C-Breitenfußball Fortbildung (20 LE) 30,00 Euro

bungsleiter C (allgemein):

Ausbildung

– Basiswissen (30 LE) 25,00 Euro

– Aufbauwissen (2 x 40 LE) je 75,00 Euro

– Übungsleiter C (allgemein) gesamt** 175,00 Euro

Fortbildung

– Übungsleiter C Fortbildung 25,00 Euro

Vereinsmanager C:

Ausbildung

– Teile 1, 2, 3 und 4

– (2x40 LE, 2x20 LE) gesamt* 390,00 Euro

Fort-/Weiterbildung

– Spezialseminare 1 1/2-tägig 15,00 Euro

– Spezialseminare 2 1/2-tägig 25,00 Euro

Jugendleiterausbildung:

a. Vereinsassistent

– Basiswissen (30 LE) 25,00 Euro

– Aufbauwissen (40 LE) 75,00 Euro

b. DFB-Vereinsjugendmanager

– Aufbauwissen (40 LE) 75,00 Euro

– DFB-Vereinsjugendmanagerausbildung gesamt** 175,00 Euro

Fort-/Weiterbildung

Speziallehrgänge 1 1/2-tägig** 15,00 Euro

Speziallehrgänge 2 1/2-tägig** 25,00 Euro

Vereinsmitarbeiter-/Speziallehrg nge

– eintägig 15,00 Euro

– zweitägig** 25,00 Euro

Geb hr f r Lizenzen (Ausweise und Zertifikate)

– DFB-Ausweis inkl. Zertifikat, Stck. zzgl. Porto 2,50 Euro

– DOSB-Ausweis, Stck. zzgl. Porto 2,50 Euro

* incl. Übernachtung und Verpflegung

** Soweit die Ausbildung in der Sportschule des NFV in Barsinghausen

stattfindet, werden keine zusätzlichen Übernachtungs- und Verpflegungskosten

erhoben.

Amtliche Bekanntmachungen

Sitzung des Verbandsvorstandes

am 19. November 2011

Änderungen der Ordnungen

Der Verbandsvorstand hat in seiner Sitzung am 19. November 2011 sowie dem im Anschluss durchgeführten

schriftlichen Umlaufverfahren im Dezember 2011 nachstehende Änderungen der Ordnungen beschlossen:

Wichtiger Hinweis:

Soweit die unter Ziffer 3.1 genannten Ausbildungsgänge dezentral

durchgeführt werden, können die Gebühren durch Beschluss der jeweils

zuständigen Vorstände auf Kreis-, Bezirks- oder Verbandsebene individuell

unterschritten werden.

2. Finanz- und Wirtschaftsordnung

Anhang 1

4.2. Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich tätige Mitarbeiter

Für (… ) ehrenamtlich tätige Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Funktion

weit über das durchschnittliche Maß hinaus belastet sind, kann

mit vorheriger Zustimmung des jeweils zuständigen Kreis-, Bezirksoder

Verbandsvorstandes eine pauschalierte Aufwandsentschädigung

gezahlt werden.

Mit der Zahlung einer pauschalierten Aufwandsentsch digung

entf llt der Anspruch auf Sitzungsgeld nach Ziffer 4.1.. Abgegolten

sind ferner alle Telekommunikations- und Porto-Kosten.

Nicht abgegolten sind Fahrtkosten, die per Einzelabrechnung

gem Ziffer 1.1. geltend gemacht werden k nnen.

Die Versteuerung der Aufwandsentsch digung hat der Empf nger

selbst vorzunehmen.

Die Maximalhöhe der monatlichen Entschädigung je Mitarbeiter ist

vom Verbandsvorstand zu beschließen (… ).

Diesbezüglich von den Kreisen und Bezirken geleistete Zahlungen

sind dem Verband mit Abschluss des jeweiligen Haushaltsjahres

differenziert unter Angabe der Funktion anzuzeigen.

(… )

Hinweis: In Umsetzung der vorstehenden Regelung hat der Verbandsvorstand

die Maximalhöhe der monatlichen Entschädigung je Mitarbeiter

wie folgt festgelegt:

– Präsident des NFV 500,00 Euro

– 1. Vizepräsident, Vizepräsident Finanzen und die

Bezirksvorsitzenden in ihrer Eigenschaft als

Vizepräsidenten je 400,00 Euro

– alle anderen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter

auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene max. je 200,00 Euro

3. Spielordnung

Anhang 2

V. Kostenrahmen

Die Verwaltungskosten bei Spielverlegungen, Spielwertungen, bei dem

Zur ckziehen von Mannschaften und Straffestsetzungen gemäß

§ 51 Abs. 1 betragen 5,00 bis 50,00 Euro.

4. Jugendordnung

§ 23 Abs. 4

Als Verwaltungskosten bei Spielverlegungen, Spielwertungen, bei dem

Zur ckziehen von Mannschaften und Straffestsetzungen können

5,00 bis 50,00 Euro erhoben werden.

Inkrafttreten:

Die Änderungen der Ordnungen treten mit dem Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung

in Kraft.

Januar 2012 65


Amtliche Bekanntmachungen

66

Januar 2012

Geburtstage

15. Januar bis 15. Februar

Gerhard Ballschmiede, Ehrenmitglied

des NFV, feiert am

20. Januar seinen 85. Geburtstag.


Enno Cording, Vorsitzender

des NFV-Kreises Oldenburg-

Stadt, wird am 23. Januar 77

Jahre alt.


Wego Kregehr, Anti-Doping-

Beauftragter des NFV, wird am

23. Januar 51 Jahre alt.


Thorsten B ning, Vorsitzender

des NFV-Kreises Wesermarsch,

wird am 29. Januar

46 Jahre alt.


Edmund Timm, Ehrenmitglied

des NFV, feiert am 29. Januar

seinen 74. Geburtstag.


Heinz Lange, Vorsitzender

des NFV-Kreises Friesland, wird

am 29. Januar 72 Jahre alt.


Walter Fricke, Vorsitzender

des Verbandsjugendausschusses,

feiert am 31. Januar seinen

59. Geburstag.


Walter Kopf, Vorsitzender

des NFV-Kreises Cuxhaven, feiert

am 9. Februar seinen

63. Geburtstag.


Manfred Marquardt, Vorsitzender

des NFV-Kreises Harburg,

feiert am 15. Februar

seinen 62. Geburtstag.

Unser Topangebot

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Tel. 05130-58 67-0, Fax 05130-5867-29

Hotline Mo. bis Do. von 8.00 bis 19.00 Uhr

Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr

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Sportschul-Termine

6. bis 31. Januar 2012

Talentförderung

Fr. 6. bis So. 8. U 19-Frauen-Sichtungslehrgang

Mo. 9. bis Di. 10. E.ON Avacon-Cup Hallenturnier, Gruppe 2

Mi. 11. bis Do.12. E.ON Avacon-Cup Hallenturnier, Gruppe 3

Fr. 13. bis So. 15. U 14-Junioren-Auswahllehrgang

U 15-Junioren-Auswahllehrgang

U 16-Juniorinnen-Sichtungslehrgang

Mo. 16. bis Di. 17. E.ON Avacon-Cup Hallenturnier, Gruppe 1

Do. 26. bis Fr. 27. E.ON Avacon-Cup Hallenturnier, Gruppe 4

Mo. 30. bis Di. 31. U 16-Junioren-Auswahllehrgang

U 17-Junioren-Auswahllehrgang

Verbandsmitarbeiter

Fr. 6. bis Sa. 7. DFBnet-Schulung für Einsteiger

Fr. 20.

Schiedsrichter

Verbandsjugendausschusssitzung mit Bezirks-Jugendobleuten

Sa. 7. Lehrgang für NFV-Schiedsrichter-Referenten

Fr. 20. bis Sa. 21. Schiedsrichter-Leistungslehrgang I

Sa. 21. bis So. 22. Schiedsrichter-Leistungslehrgang II

Ferienangebot

Sa. 28. bis Mo.30. Sparkassen-Fußballschule

Sonstiges

Mo. 2. bis Mo. 9. EM-Vorbereitungslehrgang der DHB-Auswahl

Sa. 14. Staffeltag Oberliga Herren

Qualifizierung von Sicherheitsbeauftragten

der Oberliga Niedersachsen

Vereinsneuaufnahmen

Durch Beschluss des Verbandspräsidiums ist die Aufnahme des

folgenden Vereins als Mitglied im Niedersächsischen Fußballverband

bestätigt worden: FC Hettensen-Ellierode-Hardegsen

e.V., vertreten durch den 1. Vorsitzenden J rg Randersen,

Friwoler Str. 24, 37181 Hardegsen, NFV-Kreis Northeim-Einbeck.

Karl Rothmund, Präsident

Seminar beim NFV

Expertentipps von den Sportplatzspezialisten

portplatzpflege mit System – unter dieses Motto stellen

Sdie Rasenspezialisten der Firma EUROGREEN ihr traditionelles

Frühjahrsseminar, das in diesem Jahr am

Donnerstag, 15. M rz 2012,

von 9.30 bis ca. 16.30 Uhr

in der NFV-Sportschule Barsinghausen

erneut für Mitarbeiter/innen aus Vereinen und Kommunen

angeboten wird. Im Mittelpunkt des Sportplatzpflege-

Seminars stehen die Pflege, Regeneration und Rekonstruktion

von Rasen-, Tennen- und Kunstrasenplätzen.

Anmeldungen für das

Seminar, für das keine

Teilnahmegebühr erhoben

wird, sind bis zum

10. M rz 2012 zu richten

an: NFV-Sportschule, Mozartweg

1, 30890 Barsinghausen,

Tel. (0 51 05)

7 51 85, E-Mail: Josephine.Steckler@nfv.de

Redaktionsschluss

DIE DIE RASEN- RASEN-

MACHER MACHER

für die nächste Ausgabe der Amtlichen Bekanntmachungen

ist der 9. Januar 2012.

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich f r

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Damm 8, 31224 Peine

Tel. (0 51 71) 8 09 78 71

Fax (0 51 71) 8 09 79 45

E-Mail: k.satzschick@arcor.de

Druck:

CW Niemeyer Druck GmbH

Druckzentrum Wangelist

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln

Anzeigen:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 55

Das Fußball-Journal Niedersachsen

erscheint monatlich. Es kann nur im

Abonnement bezogen werden.

Abonnements zum Preis von 30 Euro

für ein Jahr können bei der NFV-

Beteiligungs- und Verwaltungs-

GmbH, Schillerstraße 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der

Einzelpreis beträgt 3 Euro. Für Vereine

und Verbandsmitarbeiter des NFV

ist er im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos usw. wird keine Haftung

übernommen. Rücksendung

erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt.

Artikel, die mit dem Namen des Verfassers

gekennzeichnet sind, stellen

nicht unbedingt die Meinung des

Niedersächsischen Fußballverbandes

oder der Journal-Redaktion dar.

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