ICH steh drauf - Regensburger Stadtzeitung

gcjNjhcCnN

ICH steh drauf - Regensburger Stadtzeitung

... ICH steh drauf

KULTiG

Kult - v. lat.: cultus (deorum) = Götterverehrung!

„Obwohl der Begriff Kult im Allgemeinen

für die Bezeichnung

von religiösen/spirituellen Handlungen

benutzt wird, wird er in

der Alltagssprache weiter gefasst

und auch auf andere Arten von

ritualisierten Handlungen angewandt.“

Soweit die Erklärung der

allwissenden Wikipedia. Ganz

nett! Aber geht´s auch konkreter?

Natürlich! Regensburg erfreut

sich ganz besonderer, unverwechselbarer

Kultstätten und

–events. Wer da nicht antritt,

kann nicht behaupten, in Regensburg

studiert zu haben!

Palmator-Anstich

Dank Palmator: Wohlig warm trotz Minusgrade.

O´zapft is´! Der Lockruf für Tausende

aus dem ganzen Landkreis.

Denn wenn der weltbekannte

Doppelbock vom Prösslbräu

angestochen wird, heißt es

für die Regensburger: Feiern was

das Zeug hält. Die Band heizt ein,

die Partylaune kocht und das

Bier... das läuft in Strömen. Herrlich!

Züftig! Boarisch!

Location: PrössL-Bräu,

adLersBerg

termin: 17. aPriL 2011

(jährL. am PaLmsonntag)

40

Wie

Frontalangriff: Wolfgang Krebs attackiert

Lachmuskeln.

Politische Maiandacht

Was den Münchnern der Nockherberg

ist den Regensburgern

die „Politische Maiandacht mit

Generalabsolution“. Dort holt

sich die Politprominenz aller

Couleur alljährlich seine verbalen

Watschen ab. Höhepunkt des

Schauspiels mit Hintergrund: der

Auftritt von Kabarettist Wolfgang

Krebs in seinen legendären Rollen

als Dr. Edmund Stoiber und

Horst Seehofer.

Location: huBertushöhe,

regensBurg

termin: anfang mai

Regensburger Dult

Die Regensburger Dulten lassen

sich bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen.

Zunächst hat man

unter Dult eine kirchliche Feier

verstanden. Im Laufe der Jahrhunderte

wandelte sich sein Sinn

gewaltig. Heute bedeutet Dult soviel

wie Volksfest oder Jahrmarkt.

Auf gut deutsch: A riesen Gaudi

ist das

denn?!

Kult-Dult: Extra bunt geht´s hier zweimal

im Jahr hoch her.

mit schwindelerregenden Fahrgeschäften

und ausgelassenen

Bierzeltabenden.

Location: duLtPLatz,

regensBurg

termine: maiduLt: 13. mai

Bis 29. mai 2011

herBstduLt: 26. august Bis

11. sePtemBer 2011

Gedenkstätte Walhalla

In Gedanken: Kultstätte für kluge Köpfe.

Romantik ist sicher nicht zu

schön um Kult zu sein. Zumindest

nicht, wenn man sich mit einem

Flascherl Wein und guten Freunden

vor der Walhalla niederlässt.

Dass sich in der Gedenkstätte

bedeutende Deutsche und ande-


KULTiG

re Persönlichkeiten in Form von

Marmorbüsten befinden, interessiert

eher weniger. Was zählt,

sind Ausblick und Stimmung.

Location: WaLhaLLa, donaustauf

termin: Wann auch immer

Jazz-Weekend

Mega-Star: Grace Kelly eröffnet Jazz-

Weekend 2010.

Regensburger einstimmig: „Eine

Erfolgsgeschichte, ein kultureller

Höhepunkt, ein Geschenk für

Regensburg und seine Bürger.“

| „Hochwertige Musik!“ | „Es stimuliert

nicht nur die Sinne, es ist

auch gut für die Seele.“ | „Bundesweit

anerkanntes Highlight

der Jazzkultur.“ | „Ein Kulturgut,

das für kein Geld der Welt zu

kaufen ist.“ Noch Fragen?

Location: zig Bühnen

in ganz regensBurg

termin: 7. juLi Bis

10. juLi 2011

Romantischer

Weihnachtsmarkt auf

Schloss Thurn und Taxis

Der Heilige Abend wird nirgendwo

so romantisch eingeleutet wie mit

der stimmungsvollen Schlussfeier

(inkl. Lichtermeer aus Fackeln

und Kerzen) auf dem legendären

„Romantischen Weihnachtsmarkt

mit traditionellem Handwerkstreiben

auf Schloss Thurn und Taxis

zu Regensburg“. Übrigens: Für

Romantik pur: Weihnachtszauber für

Nachtschwärmer.

Studenten gibt´s über die Vorweihnachtszeit

den Nachtschwärmertarif

(2 Euro Eintritt, So-Do ab

20 Uhr & Fr+Sa ab 21 Uhr) und

einen Gutschein auf Seite 57.

Location: fürstLiches

schLoss st. emmeram,

regensBurg

termin: 25. novemBer Bis

23. dezemBer 2010

Regensburger

Domspatzen

Heiliger Abend: Regensburger Domspatzen

stimmen ein.

Regensburgs singende Botschafter.

Die berühmten Knaben begeistern

nicht umsonst die ganze

Welt. Ihr Repertoire reicht vom

Gregorianischen Choral bis hin

zur Musik unserer Tage. Klingt

langweilig? Keineswegs! Gerade

die musikalische Untermalung

der Christmette im Regensburger

Dom ist seit Jahren ein Pflichttermin

und: ergreifend kultig!

Location: KathedraLe

st. Peter, regensBurg

termin: heiLigaBend um

22 uhr

... ICH steh drauf

41


... ICH steh drauf

Die Regensburger

Gemütlichkeit hat seinen Ursprung

H

and auf´s Herz! Wer saß noch nicht vollends abgenervt

und mit verdrehten Augen im Unterricht und hat all seine

Gedanken und Sehnsüchte stundenlang auf genau eine

einzige Sache gerichtet: ein kühles Bier?! Wer hat noch nicht sämtliche

verfügbaren Tempotücher im Umkreis von 2 km mit Tränen des

tiefsitzenden Liebeskummers beschnäuzt und erst bei einer einzigen

Sache wieder aufgeatmet und sogar gelächelt: einem kühlen Bier?!

Wer hat noch nicht für einen Moment lang inne gehalten, die Zufriedenheit

in den Gesichter seiner Begleitungen genossen, sich

entspannt zurück gelehnt und sich gedacht „schee is´ bei: einem

kühlen Bier!“?! Na also… Nicht umsonst heißt es so schön: „Am

scheensten is´s im Wirtshaus – man is´ ned dahoam und trotzdem

ned an der frischen Luft“! Wo´s in Regensburg am scheensten is´?

Natürlich in den Traditionswirtshäusern! Nur hier gibt es den original

Domstädter Gerstensaft – nach uralten Rezepturen gebraut.

Glückseligkeit seit Jahrhunderten – verliehen von

Kneitinger

1530, so steht es auf dem mächtigen Holzfass im Durchgang zur

Schwemm der Brauereigaststätte am Arnulfsplatz – hierzulande

„Mutterhaus“ genannt – wird erstmals ein Kneitinger Bier gebraut,

und was für ein gar köstliches! Wer dieses genießen und zudem

Regensburger kennen lernen will, kommt um das Mutterhaus nicht

herum. Da sitzt der Urbayer neben dem „Zugroasten“, der Künstler

neben dem Unternehmer und der Schüler neben dem Rentner. Und

es gibt genau drei Sorten Bier: Edel-Pils, Dunkel-Export und Bock.

Ausgefallene, neumodische Getränke oder pseudo-internationale

Gerichte sucht man auf der Karte vergebens. Das alles hat man im

Kneitinger noch nie gebraucht und nach dem Testament der letzten

Brauerin, Sofie Kneitinger, wird es das auch nie brauchen. Dafür gibt

es im Mutterhaus Bodenständiges zu überaus anständigen Preisen

– und eine große Portion Glückseligkeit.

Infos unter: www.kneitinger.de

Braukunst seit dem Mittelalter – erschaffen von

der Spitalbrauerei

Seit über 780 Jahren gibt es sie nun schon, die Spitalbrauerei. Damit

gehört sie zu den ältesten Brauereien der Welt und ist die älteste

in Regensburg. Was so lange währt, kann nur gut sein. Und

so wartet die Brauerei nicht nur mit einem der schmackhaftesten

Gerstensäfte auf, sondern auch mit einem der schönsten, ältesten

und wegen seiner traditionellen Urwüchsigkeit auch einem der unverfälschtesten

Biergärten der Stadt: dem Spitalgarten. Neben einem

raren Platzangebot erwarten den Gast eine qualitativ hochwertige

42

- Anzeige -


- Anzeige -

... ICH steh drauf

Brauereikultur

Schmankerl-Küche und ein ausgezeichnetes Bier. Das Streben nach

Qualität hat in der Spitalbrauerei also Tradition. Die Brauerei produziert

ökologisch bewusst und umweltfreundlich, sie bezieht ihre

Rohstoffe bevorzugt aus der Region und verzichtet auf das Geschäft

mit Einwegflaschen und Dosenbier. Zudem: Die Gewinne des Unternehmens

dienen ausschließlich dem Unterhalt des Altenheimes St.

Katharinenspital und seiner Gebäude. Wer Spitalbier trinkt, unterstützt

also automatisch einen sozialen Zweck und verbindet somit

das Nützliche mit dem Angenehmen.

Infos unter: www.spital.de

Dem Gerstensaft verpflichtet – die Fürstliche

Brauerei Thurn & Taxis

Die Fürstliche Brauerei Thurn und Taxis ist seit jeher fest mit der

Stadt Regensburg verwurzelt. Das beweist das Adelshaus, seit es

1812 die Posthoheit in Bayern an das Königreich abtrat. Als Entschädigung

gab es dafür das Reichsstift St. Emmeram – mit der

Stiftsbrauerei, einer der Urbraustätten Europas. Zu kosten gibt es

den edlen Trunk im Fürstlichen Brauhaus. In dem ehemaligen Marstall-Gebäude

des Schlosses St. Emmeram sind in angenehmem,

stilvollem und sehr großzügig gestaltetem Raumangebot fürstliche

Gastlichkeit und bayerische Spezialitätenküche zu Hause. Zum

Hochgenuss wird das T&T-Bier jedoch auf dem „Romantischen

Weihnachtsmarkt mit traditionellem Handwerkstreiben auf Schloss

Thurn und Taxis zu Regensburg“. Hier stimmt das Bier gemeinsam

mit bunten Hütten, fröhlichen Menschen und wärmendem Lagerfeuer

auf ein besinnliches Weihnachtsfest ein (Der Romantische Weihnachtsmarkt

öffnet seine Pforten am 25. November!).

Infos unter: www.thurnundtaxisbiere.de

Zünftig: Bier schafft Gemütlichkeit – und das aus Tradition!

43


... ICH steh drauf

44

Kleine Bier- und Bayerischfibel

Wer als „Zuagroaster“ durch die Regensburger Bierlandschaft

schlendert, muss schnell reagieren wenn ihm ein „Busserl“ angeboten

oder eine „Watschn“ angedroht wird. Um dabei Missverständisse

zu vermeiden, sollten folgende Infos und Begriffe von

Nichtbayern gut verinnerlicht werden.

Für´s Wirtshaus:

Prost! Es gibt kein „kleines Bier“ im Sinne von

0,2 l. In Bayern trinkt man anständige Rationen,

sprich: eine Halbe (0,5 l) oder eine Maß (1 l).

Schließlich fällt das Bier in Bayern unter die

„Grundnahrungsmittel“. Und ernähren soll man

sich stets gut und üppig. Zum Wohl!

Mahlzeit! Das Weißwurstfrühstück ist kein

„Brunch“! Man geht ins Wirtshaus, bestellt

Weißwürste in Stückzahlen (nicht als Paar) und

ein Weißbier dazu. Wer dieses Ritual durchbricht,

outet sich sofort als „Dirk aus Lüneburg“,

also als Preiß (Preuße). Schad´ drum!

Für´s Leben:

Bayerische Begrüßung: Seavus = Grüß Gott

ordentliche Bestellung: A Hoibe = Eine Halbe

anständiger umgang:

Bittschen & Dangschen = Bitte & Danke

nettes Kompliment (für jungs):

Bazi = Schlitzohr

gängiger ausdruck (für mädels):

Bixn = Mädchen

angenehme abwechslung:

Gschbusi = Geliebte/r

unangenehme tatsache:

Fetznrausch = Volltrunkenheit

feiner unterschied:

Gaudi = eigentlich ´Vergnügen´,

kann aber auch ´Ärger´ bedeuten

ausgedrückter missmut: Watsch´n = Ohrfeige

direkter rausschmiss:

Schleich Di = Verschwinde!

höfliche Bezahlung:

Zoin bittschen = Zahlen bitte

Bayerische verabschiedung:

Pfiad Eich = Auf Wiedersehen


... ICH steh drauf

Firmenveranstaltung

Promotionaktion

Incentive

Hochzeit

{...}

45

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine