Campus for Change Jahresbericht 2011

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Campus for Change Jahresbericht 2011

Campus for Change

Jahresbericht 2011

Viele Menschen sagen:

“Niemand kann die Welt

verändern.”

Wir sagen:

“Jeder kann die Welt

verändern!”


Vorwort

Inhaltsverzeichnis

- Michael Roiss, David Wilhelm, Thomas Brake

„Vor etwa eineinhalb Jahren bestand Campus for Change aus zwei

Leuten, einer Idee, und jeder Menge Willenskraft diese auch umzusetzen.

Heute sind es 36 Mitglieder, 3 Projekte, eine funktionierende

Organisation und die Erkenntnis, dass man die Willenskraft nicht nur

in der Anfangsphase braucht, sondern jeden Tag aufs Neue.

In diesem Bericht darf das Campus for Change Team nun zum erstem

mal stolz Bilanz ziehen und präsentieren was wir im ersten Bestehensjahr

unserer Organisation erreichen konnten.

Von den kleinen Etappensiegen bis zu den großen Zielen, die wir uns

gesetzt haben, war unsere treibende Kraft stets der Wille neue Wege

zu gehen und auf unkonventionelle und effiziente Weise zu helfen.

Wir haben weder Büros noch feste Mitarbeiter und unsere „Geschäftszeiten“

sind immer dann wenn wir nicht gerade in einem Seminar

sitzen oder in einer Vorlesung mehr oder weniger aufmerksam dem

Professor zuhören.

All diese Dinge machen es für Außenstehende oft schwer zu verstehen

wie eine Organisation, welche sich mit ihrer Tätigkeit einer so

großen Herausforderung gestellt hat überhaupt funktionieren kann.

Doch es ist das Engagement jedes Einzelnen, der sich mit Campus for

Change für Andere einsetzt, das all das möglich macht. Die Studenten,

die Verantwortung übernehmen und teilweise an den Aufgaben

über sich hinauswachsen, die vielen Unterstützer, die uns ihr Vertrauen

schenken und die Mentoren, die uns mit ihrem Rat und ihrer Tatkraft

immer wieder zur Seite stehen.

Den größten Teil leisten allerdings unsere Projektpartner vor Ort beziehungsweise

in unserer Umgebung. Im Laufe des vergangenen Jahres

durften wir Menschen kennen lernen, die ihr Leben in den Dienst

für Andere gestellt haben. Ordensschwestern, Ärzte und Menschen

verschiedenster Herkunft. Sie sind es, die tagtäglich kämpfen um Anderen

zu Helfen und denen unser Respekt und unsere Dankbarkeit

gehört. Campus for Change ist stolz darauf an der Seite dieser Menschen

arbeiten zu dürfen.“

4-9

10-17

18-25

26-31

32-37

Die Organisation

»»

Idee, Problem, Philosophie, Werte

»»

Vision, Mission, Struktur

Die Projekte

»»

Sabga ergreift Initiative

»»

Hoffnung trotzt HIV

»»

Students for Cameroon

Kommunikation

»»

Bereichsvorstellung, Events

»»

Wettbewerbe, Camfomedics

»»

Recruiting, Teambuilding, Internetauftritt

Finanzen, Recht & Organisation

»»

Bereichsvorstellung, Finanzen 2011

»»

Recht 2011, Organisation 2011, Ausblick

Projektmanagement

»»

Bereichsvorstellung, Projektübersicht

»»

Projektreisen, Ausblick

Michael Roiss, Vorstand für Projektmanagement

39

Der Ausblick

David Wilhelm, Vorstand für Kommunikation

Thomas Brake, Vorstand für Finanzen, Recht & Organisation

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011


Die Organisation - Inhalt

»»

Problem & Idee

»»

Philosophie & Werte

»»

Vision & Mission

»»

Die Struktur

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

DIE ORGANISATION


ORGANIS

DIE ORGANISATION

Wir brauchen keine großen Verwaltungsapparate. Bei uns nähern sich motivierte und

vielfältige Teams von Studenten in kleinen und bedachten Schritten großen Herausforderungen.

Das macht uns aus!

Das Problem

Immer wieder zeigt sich, dass motivierte junge Menschen Erfahrungen

mit gesellschaftlichen Problemen machen und

Lösungsvorschläge entwickeln, diese aber aus Mangel an den

nötigen Ressourcen und Rahmenbedingungen alleine nicht umsetzen

können. Der Wert der Kenntnis der konkreten Situation

und des Engagements dieser Menschen geht leider oft verloren.

Die Idee

Dem oben beschrieben Problem möchte Campus for Change

entgegnen und eine dynamische Plattform bieten, welche die

Kräfte von jungen, innovativen Menschen, die bereits direkte Erfahrungen

mit sozialen Problemstellungen gemacht haben und

gegen diese vorgehen möchten, bündelt. Hierfür bietet Campus

for Change einen Pool verschiedenster Ressourcen wie „Finanzierung“,

„Know-How“ und „Rahmenbedingungen“, die von den

Mitgliedern des Vereins erarbeitet werden und den Projekten zur

Verfügung stehen .

Darüber hinaus bietet Campus for Change aufgrund der Gegebenheiten

am Standort München, sowie der Nähe zu diversen

Universitäten, Zugang zu einem multi-dimensionalen Wissens-

Pool. Ziel ist es außerdem, Kooperationen mit Unternehmen und

Experten aus der Wirtschaft aufzubauen, die dem Verein durch

Schulungen und projektspezifische Hilfsstellungen unterstützen.

Unter dem Punkt Rahmenbedingungen werden all die zusätzlichen

Ressourcen zusammengefasst, welche die erfolgreiche

Implementierung einer Projektidee benötigt. Diese gliedern

sich in Räumlichkeiten, Technik und Struktur. Ein so genannter

„Room for Change“ dient als Raum für gemeinsames Projektmanagement,

-planung sowie Austausch mit anderen innovativen

und sozialen Köpfen. Der Zugang wird dabei über eine

Kooperation mit den Münchner Universitäten flexibel und

kostenlos ermöglicht. Dank der bereits bestehenden „Vereins-

Struktur“ wird die Qualität der Projektarbeit durch regelmäßige

Treffen zum Erfahrungs- und Wissensaustausch, einem rollierenden

Planungs- und Berichtswesen, sowie der rechtlichen

Absicherung und Darstellung einer Vertrauensbasis

durch die anerkannte Gemeinnützigkeit gesichert.

Letztlich erlaubt Campus for Change so die Realisierung individueller

Lösungsansätze für übergreifende gesellschaftliche

Problemstellungen aller Art ohne große Kosten. Dabei werden

bewusst keine Schwerpunkte auf bestimmte Dimensionen der

Gesellschaft gelegt, um zu gewährleisten, dass die Ressourcen

genau dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden und

stets ein konkreter Bezug zur jeweiligen Situation erhalten

bleibt. Das Campus for Change Konzept ist multiplizierbar angelegt,

um die Etablierung eines internationalen Netzwerks von

Studenten zu ermöglichen, welches unabhängig von regionalen

und kulturellen Grenzen agiert.

Studenten haben so die Möglichkeit gegen soziale Missstände

vorzugehen und gleichzeitig selber etwas zu lernen. Durch unser

interdisziplinäres Team können sie ihren Horizont nicht nur

auf Länder wie Afrika, sondern auch auf andere Fachrichtungen

erweitern. Zudem schärft die Arbeit bei Campus for Change ihre

soziale Wahrnehmung und gibt ihnen die Möglichkeit an neuen

Herausforderungen zu wachsen.

Campus for

Change e.V.

Teamfoto

2011

6


ATION

Die Philosophie

„Unabhängigkeit, Kreativität und Idealismus,

gepaart mit Wissen und Tatendrang, ergebeneine

optimale Ausgangssituation für soziales Engagement

und sind an jeder Universität zu finden.“

Wir glauben, dass es die Summe der kleinen Schritte ist, die eine

große Veränderung bewirken kann. Weniger die Größe einzelner

Projekte oder Organisationen ist entscheidend als vielmehr

ehrliches Engagement in vielen Bereichen unseres Lebens, die

Vereinigung unterschiedlichster Ansätze und Charaktere sowie

das Erlebnis, etwas gemeinsam in einem jungen Team bewirken

zu können.

Um unsere Ziele zu erreichen, sind wir nicht auf große Büros und

auf einen großen Verwaltungsapparat angewiesen. Jedes Mitglied

bringt seinen Teil ein, flexibel und unkompliziert, aber auch

sorgfältig und zuverlässig. Wir realisieren gezielte Projekte unter

dem Fokus der Ergebnisorientierung und wollen so Ressourcen

möglichst effizient für die betroffenen Menschen einsetzen. Nur

wenn wir auch wirklich eine positive Veränderung geschafft haben,

sind wir mit unserer Arbeit zufrieden.

Im Bewusstsein, eine noch junge Organisation zu sein, wollen

wir über die Jahre hinweg ein standortunabhängiges Netzwerk

aufbauen, deren studentische Mitglieder durch ihr soziales Engagement

und ihre Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen

einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung von Missständen

in der Bevölkerung, unabhängig von regionalen und

kulturellen Grenzen, leisten. Die Ideen und Projekte, an denen

die Studenten dabei arbeiten, bringen diese selbst ein und sollen

in ihrer Vielfalt nicht eingeschränkt werden. Ob es um die

medizinische Versorgung in Afrika, die Vergabe von Mikrokrediten

in Asien oder die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen

in Deutschland geht – Jeder soll die Chance bekommen sich in

dem Bereich zu engagieren, in dem er Erfahrungen gemacht hat

und der ihm am Herzen liegt!

Neben dem positiven gesellschaftlichen Effekt, welchen unsere

Mitglieder während ihrer Zeit bei Campus for Change erzielen,

erhalten sie außerdem die Chance, persönlich an den sich stellenden,

anspruchsvollen Aufgaben zu wachsen.

Unsere Werte

»»

Studentisch:

Wir sehen die Welt mit offenen Augen. Flexibel und unabhängig

arbeiten wir an unseren Projekten und wachsen an

unseren Herausforderungen.

»»

Kompetent:

Wir ergänzen unsere Fähigkeiten aus verschiedenen Fachrichtungen

mit dem Fachwissen unserer Unterstützer. Dabei

legen wir großen Wert auf Transparenz und Zuverlässigkeit.

»»

Individuell:

Wir gehen neue und unkonventionelle Wege. In kleinen

Schritten finden wir maßgeschneiderte und kreative Lösungen

für Projekte mit persönlichem Bezug.

»»

Solidarisch:

Wir arbeiten Hand in Hand mit unseren Partnern vor Ort und

stärken ihre Selbstständigkeit. Im Team ziehen alle an einem

Strang, um unsere Ziele zu erreichen.

»»

Leidenschaftlich:

Wir engagieren uns aus der Überzeugung, dass jeder dazu

beitragen kann, die Welt zu verändern. Optimistisch und

voller Freude stellen wir uns unseren Herausforderungen.

Gründungssitzung

Ende 2010

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

7


ORGANIS

DIE ORGANISATION

Eine flache Struktur, sowie eine klare Vision vor Augen motivieren unsere Mitglieder

und ermöglichen es uns effizient dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Die Umsetzung

erfolgt stets mit einem starken Partner vor Ort!

Working

Session zu

unserem

Markenkern

Vision

Mission

Campus for Change ist eine studentische Plattform zum Zwecke

des Aufbaus und der Weiterentwicklung der notwendigen Ressourcen

zur Realisierung individueller Lösungsansätze für übergreifende

gesellschaftliche Problemstellungen.

»»

Wir realisieren Projekte überall auf der Welt unter dem Fokus

der Ergebnisorientierung, um nachhaltige Veränderungen

zu bewirken.

»»

Jedes Mitglied kann selbst Projekte aus allen Bereichen

einbringen.

Viele Menschen sagen:

„Niemand kann die Welt verändern!“

Wir sagen:

„Jeder kann die Welt verändern!“

»»

Unsere Mitglieder setzen sich mit ganzem Herzen ein und

erreichen so Außergewöhnliches.

»»

Durch die Summe von kleinen, aber richtigen Schritten

bewirken wir eine große Veränderung.

»»

Wir unterstützen lokale Initiativen, die wir kennen und

denen wir vertrauen.

»»

Wir arbeiten effizient und ohne großen Verwaltungsaufwand,

um Spenden dort einzusetzen, wo sie wirklich

gebraucht werden.

8


ATION

Die Struktur im Großen

Das Ziel von Campus for Change ist es eine multiplizierbare

Struktur zu etablieren, die es einfach und effizient erlaubt das

Konzept des Vereins an verschiedenen Standorten zu verfolgen.

Durch ein weitreichendes Netzwerk, bestehend aus vielen

regional ansässigen Campus for Change Vereinen, wollen wir

zukünftig ein großes Spektrum an unterschiedlichen Problemstellungen

ansprechen und durch das Bündeln unserer Kräfte

erkennbare und nachhaltige Veränderungen schaffen.

Halbjahr legen die Bereichsvorstände und ihre Teams Maßnahmen

für ihren Vorstandsbereich fest, welche im Laufe des Halbjahres

federführend durch Mitglieder bearbeitet werden.

Vereinsstruktur

eines

PROJEKTINITIATOR

Standorts

CAMPUS SYSTEM

PROJEKTMANAGEMENT (PM)

FINANZEN, RECHT & ORGANISATION (FRO)

KOMMUNIKATION (KOM)

Strukturelle

Vision des

Vereins

PROJEKT I

PROJEKT II

Hierbei wird für jeden neuen Standort von den Studenten vor

Ort ein eingetragener Verein gegründet, welcher sich in den

Campus for Change Dachverband eingliedert. Basierend auf der

Erfahrung des Campus for Change e.V. München, soll in Zukunft

ein C4C Package bereitgestellt werden, welches die Gründung

eines neuen Standorts erheblich vereinfacht und den Start erleichtert.

Dieses Package beinhaltet Dokumente wie Satzung,

Geschäftsordnung, Logo, etc.

Der Dachverband hat die Aufgabe Richtlinien vorzugeben und

damit eine konstante Qualität der Arbeit der einzelnen Standorte

zu garantieren. Die „Marke“ Campus for Change soll diese

Qualität nach außen sichtbar machen und so den einzelnen Vereinen

ermöglichen ihre eigenen Projekte zu realisieren.

Die Struktur im Kleinen

Die zentralen Bestandteile der Vereinsstruktur eines Standorts,

wie z.B. aktuell München, sind die drei Vorstandsbereiche Projektmanagement

(PM), Finanzen, Recht & Organisation (FRO)

und Kommunikation (KOM). Sie sind der Kern des C4C-Systems

und ermöglichen durch ihre Arbeit mittelbar oder unmittelbar

die Umsetzung der vom Verein getragenen Projekte. Die Mitglieder

von Campus for Change engagieren sich in je einem

Vorstandsbereich und arbeiten so indirekt an allen Projekten des

Vereins mit, indem z.B. Finanzierungsquellen identifiziert, Events

organisiert oder Werbemaßnahmen ergriffen werden. Jedes

PROJEKT III

Somit existiert eine feste Basis für die an den Verein herangetragenen

Projekte, die es den Initiatoren dieser Projekte ermöglicht

ihre Ideen gemeinsam innerhalb der Organisation umzusetzen.

Im Rahmen der Projektarbeit, werden die in der fixen Komponente

eingebetteten Ressourcen genutzt und weiterentwickelt.

Nach Ende eines Projekts erweitern neu erschlossene

Ressourcen das Campus-System, indem diese in die Vereinsstruktur

eingespeist werden. Somit soll gewährleistet werden,

dass keine wichtigen Ressourcen verloren gehen und für zukünftige

Projekte immer mehr Ressourcen zur Verfügung stehen.

Ergänzend zu den personellen Strukturen verfügt die Organisation

über zwei Budgets. Das Verwaltungsbudget beinhaltet

allgemein anfallende Kosten bspw. für Server, Druckerei oder

Notar und finanziert sich aus den Beiträgen der Mitglieder und

der Fördermitglieder.

Das Projektgesamtbudget, welches durch Spenden und Umsätze

gespeist wird, dient ausschließlich der direkten Umsetzung

der Projekte und wird auf diese sinnvoll verteilt.

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

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Die Projekte - Inhalt

»»

Sabga ergreift Initiative

»»

Hoffnung trotzt HIV

»»

Students for Cameroon

DIE PROJEKTE

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011


DIE PROJEKTE

SABGA ERGREIFT INITIATIVE!

Im vergangenen Jahr wurde die Erweiterung der Krankenstation erfolgreich abgeschlossen,

was zu neuen Arbeitsplätzen und einer besseren medizinischen Versorguntg vor Ort

geführt hat.

Michael

Roiss und

Lisanne

Grünherz

bei der

Eröffnung

der Krankenstation

in Sabga im

April 2011

Ausgangslage und Hintergründe

Inhaltliche Fortschritte

Das Projekt „Sabga ergreift Initiative“ wurde 2010 in Anschluss an

viele Gespräche mit in Deutschland lebenden Ärzten aus Kamerun

begonnen und sollte die Bemühungen des im Nord-Westen

Kameruns aktiven Cameroon Baptist Convention Health Boards

unterstützen. Das CBCHB setzt sich seit Jahren für eine adäquate

medizinische Versorgung der Bevölkerung in Kamerun ein und

erwies sich als starker und vertrauenswürdiger Partner für dieses

erste Projekt unserer damals noch sehr jungen Organisation. Im

Mittelpunkt des Projekts stand der Ausbau und die Renovierung

einer Krankenstation in der Ortschaft Sabga im Nord-Westen

Kameruns. Das Personal dieser Krankenstation war überdurchschnittlich

motiviert und gut ausgebildet, konnte aber aufgrund

der räumlichen Gegebenheiten oft nur wenig für Patienten tun.

Darum entschlossen wir uns den Träger der Station, das CBCHB,

bei der Finanzierung des Ausbaus zu unterstützen.

Nachdem die Grundsteinlegung für den Zubau bereits im September

2010 geschah und auch die Finanzierung des Projekts

bereits Ende 2010 abgeschlossen werden konnte, standen 2011

der Baufortschritt und die weitere Begleitung des Projektes im

Fokus unserer Tätigkeiten.

Im April waren Lisanne Grünherz und Michael Roiss, zwei unserer

Mitglieder, vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen

und mit den Projektverantwortlichen Mitarbeitern des CBCHB zu

sprechen. Bis auf einen Überfall auf die Baustelle konnten alle

Arbeiten komplikationslos durchgeführt werden.

Entwicklung der Rahmenbedingungen

Zur nachhaltigen Betreuung haben wir das Projekt in das Programm

“Students for Cameroon“ (s. Seite 16/17) des Vereins

aufgenommen. Somit können wir eine regelmäßige Betreuung

durch Medizinstudenten aus München gewährleisten, so dass

der nachhaltige Erfolg des Projektes gesichert ist.

Fazit und Ausblick

Durch den Ausbau wurde auch das Personal der Krankenstation

aufgestockt und bis zu drei neue Arbeitsplätze geschaffen.

Patienten können nun wieder adäquat und unter hygienischen

Bedingungen versorget werden. Insgesamt beliefen sich die Projektkosten

auf 23.000 Euro.

12


Die Station ist nach wie vor gut in die Struktur des Trägers, dem

CBCHB, eingegliedert und die laufenden Kosten können getragen

werden, sodass die einmalige Investition in die Bausubstanz

der Krankenstation aus heutiger Sicht den Menschen in Sabga

noch lange zu Gute kommen wird.

Unser Dank

Neben den vielen privaten Spendern und Unternehmen, die

uns bei der Finanzierung unterstützt haben, möchten wir uns

bei drei Menschen ganz besonders bedanken. Diese haben von

Anfang an, an Campus for Change und dieses erste Projekt geglaubt

und damit erst den Erfolg möglich gemacht.

Fürst Georg Starhemberg, Otto Hirsch und Peter Quendler waren

nicht nur Begleiter der ersten Stunde, sondern standen uns auch

stets mit Tatkraft und Rat zur Seite. Am 05. November erreichte

uns die traurige Nachricht, dass Peter Quendler im 76. Lebensjahr

verstorben ist. Wir danken Ihm für die Erfahrungen, die er

mit uns geteilt hat und hoffen unsere Arbeit auch in seinem Sinne

weiterführen zu können.

Michael Roiss und Lisanne Grünherz vor dem neugebauten Gebäude der Krankenstation in Sabga

im März 2011

Michael

Roiss mit

Peter Quendler

bei den

Bauarbeiten

der Krankenstation

in Sabga im

Sept 2010

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

13


DIE PROJEKTE

HOFFNUNG TROTZT HIV!

Von medizinischer Versorgung und Muttermilchersatz zu nachhaltiger Unterstützung

durch Existenzaufbau, basierend auf individueller und intensiver Betreuung der involvierten

Mütter

Lisanne

Grünherz mit

den Müttern

des HIV Programms

im

März 2011

Ausgangslage und Hintergründe

Jedes Jahr infizieren sich über 1% der Bevölkerung neu mit HIV,

darunter vor allem Kinder, die sich überwiegend als Ergebnis

der „Mutter-Kind-Übertragung“ infizieren. In Kamerun sind nach

Schätzungen der WHO 5-7% der Bevölkerung HIV-positiv.

Korruption und mangelnde Infrastruktur verhindern, dass HIV-

Tests sowie die zur Behandlung der Erkrankung notwendigen

Bluttests und die antiretrovirale Therapie, die eigentlich von der

Regierung bezahlt wird auch bei den Menschen ankommen.

Unser Projektpartner Frère Eric, Mitglied der „Les petites frères

de Jésu“, ist durch seine langjährige Arbeit in Foumbans kleiner

Krankenstation Kuéka, gut mit den Missständen in der medizinischen

Versorgung und dem Leid HIV-positiver Patienten vertraut

und kämpft an der Seite junger Mütter um deren Existenz.

Inhaltliche Fortschritte

Bereits im Oktober 2010 startete Campus for Change mit der Unterstützung

10 HIV-positiver Mütter durch die Finanzierung des

Muttermilchersatzes und einer kontinuierlichen medizinischen

Versorgung.

Nach der Projektreise im April 2011, während der wir uns mit der

Lage und den Möglichkeiten vor Ort vertraut machen konnten,

nahmen wir den Aspekt des Existenzaufbaus, der jeder Mutter

die Möglichkeit der Gründung eines Kleinunternehmens oder

einer Schulausbildung geben soll, in das Projektkonzept auf. Die

Beachtung der individuellen Bedürfnisse jeder Frau sollen beim

Prozess des Existenzaufbaus im Mittelpunkt stehen und neue

Hoffnung und Selbstvertrauen vermitteln.

Entwicklung der Rahmenbedingungen

Frère Eric und sein Projektteam haben sich dazu verpflichtet die

medizinsche Versorgung, das heißt die Antiretrovirale Therapie,

den HIV-Status von Mutter und Kind, sowie die medizinische

Behandlung in Notfällen zu koordinieren. Außerdem sorgt Frère

Eric für eine regelmäßige Verteilung des Muttermilchersatzes für

die Säuglinge.

Besonders wichtig ist auch, dass die Mütter wöchentlich besucht

werden und lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und mit

ihrer Krankheit zu leben. Dabei sollen vor allem Aufklärungsgespräche

mit einer belgischen Ärztin, die wir im April vor Ort kennen

gelernt haben, helfen.

Die Möglichkeit einer Ausbildung können die Mütter im „L’école

des Infirmiers“ oder im „Centre Multifunctionnel de Promotion

des Jeunes“, einer Schule für junge Mütter, erhalten.

Die Frauen, die sich für ein Kleinunternehmen entscheiden, wer-

14


den bei der Gründung vorwiegend durch das Projektteam unterstützt.

Außerdem besuchen zwei der Mütter einen Business

Course in Yaoundé, der ihnen die grundlegenden Fähigkeiten

zur Führung eines Unternehmens vermitteln soll. Im Anschluss

sollen sie ihr Erlerntes an die anderen Mütter weitergeben und

sie dadurch bei der Unternehmensgründung unterstützen. Die

Möglichkeit des Business Courses ist durch die Kooperation mit

Maria Couthino vom Centres pour la Promotion Sociale, die wir

im April in Yaoundé getroffen haben, zustande gekommen.

Experten

Die medizinische Versorgung der Mütter im Rahmen der HIV-

Therapie und Säuglingsprävention erfolgt gemäß den WHO-

Richtlinien, so dass eine adäquate Versorgung sicher gestellt ist.

Darüber hinaus haben wir uns durch Gespräche mit einem Virologen

der TU München, sowie einem Schweizer Kinderarzt, der

im Norden Kameruns ähnliche Projekte initiiert hat, versichert

eine sinnvolle und vertretbare medizinische Betreuung zu unterstützen.

Maria Couthino, die in Yaoundé ein großes Bildungszentrum für

Frauen aufgebaut hat und Patrice Noa, der ein ähnliches Projekt

für Jugendliche in Douala leitet, haben uns ebenfalls in unserer

Projektidee bestätigt und waren bei der Entwicklung des Konzeptes

richtungsweisend.

der Umsetzung des HIV-Projektes hat uns viel bedeutet und unser

weiteres Vorhaben bestärkt.

Außerdem haben wir unser Projektkonzept im Rahmen zweier

Campus for Change Infoveranstaltungen vorgestellt.

Fazit und Ausblick

Im August haben alle Mütter entweder mit einer Ausbildung

oder der Gründung eines Kleinunternehmens begonnen. Sowohl

Frère Eric, Maria Couthino von CEPS als auch unser Famulantenteam

von Students for Cameroon, die erst kürzlich vor Ort

waren, berichten von einem den Umständen entsprechenden

guten Gesundheitszustand von Mutter und Kind, sowie einer

sehr guten Entwicklung der Mütter im Bezug auf ihre neue Tätigkeit.

Im nächsten Jahr soll durch den Besuch weiterer Business Courses

die Führung der Kleinunternehmen optimiert werden. Außerdem

soll ein zusätzlicher Fokus auf Prävention und Aufklärungsgespräche

gesetzt werden.

Ziel wird es sein bei der Projektreise im nächsten Jahr das Konzept

weiter zu entwickeln und die Maßnahmen an den dann aktuellen

Stand des Projektes anzupassen.

Finanzen, Recht und Organisation

Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Campus for Change

e.V. und Frère Eric welche alle wichtigen Rahmenbedingungen

beinhaltet wurde zum 5.07.2011 von beiden Parteien unterzeichnet.

Das gemeinsam mit Frère Eric errechnete Projektbudget beläuft

sich auf 11.600€, davon wurde die erste Hälfte im August überwiesen.

Die restlichen 5.800€ sind Anfang Dezember überwiesen

worden.

Durch die Vereinbarungen im Term Sheet und die genaue Buchführung

von Frère Eric können wir zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen,

welche Summe die einzelnen Frauen im Rahmen des

Projektes erhalten haben und wofür diese verwand wurden.

Kommunikation

Wir hatten die Chance Campus for Change und die Projekte bei

der Camfomedics-Tagung Anfang Oktober in Essen vorzustellen

(Deutsch-Kamerunisches Medizinforum e.V.). Die positive Rückmeldung

von den aus Kamerun stammenden Ärzten bezüglich

Grafische Darstellung des Projektkonzepts

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

15


DIE PROJEKTE

STUDENTS FOR CAMEROON!

Die erste Runde des Famulantenprogramm Students for Cameroon hat viele Erkenntnisse

für die Famulanten, aber auch für den Verein erbracht. Durch Besuch unserer Projekte

konnten die Famulanten, die Lage vor Ort überprüfen.

Famulanten

mit dem

Team in

Buea im

September

2011

Ausgangslage und Hintergründe

Das Projekt Students for Cameroon bietet nicht nur engagierten

Medizinstudenten aus München die seltene Möglichkeit das Gesundheitssystem

in Kamerun kennen zu lernen, sondern dient

uns auch als Möglichkeit unsere Projekte regelmäßig zu besuchen

und zu begleiten. Zu diesem Zweck wurde eine Kooperation

mit einem Lehrkrankenhaus in Kamerun aufgebaut, welches

zwei mal im Jahr Praktikumsplätze für Deutsche Medizinstudenten

bereitstellt. Im Zuge dieses Praktikums, einer sogenannten

Famulatur, besuchen die Studenten auch die Projekte vor Ort

und berichten den Teams in München über ihre Erfahrungen.

Die Kosten für die Reise werden dabei von den Studenten selbst

getragen. Es gibt allerdings eine Reihe von Auslandsstipendien

verschiedener Stiftungen, die die Studenten unterstützen.

Inhaltliche Fortschritte

Bereits im Oktober 2011 waren erste Studenten im Hospital of

Buea in Kamerun um dort eine 30 tägige Famulatur zu absolvieren.

Im Anschluss daran besuchten sie noch das Projekt „Hoffnung

trotzt HIV“ in Foumban. Im Austausch mit Bruder Eric und

den Frauen vor Ort konnten die Mitglieder Einblicke in Probleme,

Fortschritte und den Stand des Projektes bekommen.

Im Anschluss daran kümmerten sich die Famulanten, um die

Organisation der Famulatur im Februar 2012. Über den Studentenverteiler

haben sie interessierte Studenten/innen zu einem

Infoabenden eingeladen. Hierbei berichteten die Famulanten

von ihren Erfahrungen und Eindrücken in Afrika und der Verein

Campus for Change wurde vorgestellt. Interessierte Studenten

hatten dann die Möglichkeit sich mit einem schriftlichen Lebenslauf

und einem Letter of Motivation für Kamerun zu bewerben.

Anhand der Bewerbungen und persönlicher Gespräche konnten

wir vier neue Mitglieder nicht nur für eine Famulatur in Kamerun

im Februar 2012, sondern auch für unseren Verein gewinnen.

Fazit und Ausblick

Mit der im Herbst 2011 durchgeführten ersten Session von Students

for Cameroon sind nicht nur alle Teilnehmer wohlbehalten

zurückgekehrt, sondern es wurden auch eine ganze Reihe

wichtiger Erkenntnisse über die medizinische Versorgung in

Kamerun und die Fortschritte beim Projekt Hoffnung trotzt HIV

gewonnen. Außerdem waren zwei der drei Teilnehmer von der

Arbeit von Campus for Change so begeistert, dass sie sich seither

auch weiterhin im Verein engagieren.

16


Reisebericht der Famulantinnen

„Famulatur, Regional Hospital Buea, Kamerun

Das Krankenhaus in Buea, am Fuße des Mount Cameroon, Klinik der

Universität von Buea, ist mit 140 Betten und 14 Ärzten ein relativ

großes Krankenhaus. Es beinhaltet die Stationen: Innere Medizin,

Chirurgie, Pädiatrie und Gynäkologie sowie eine Notaufnahme und

die neu eröffnete Dialyseabteilung.

Wir wurden dort sehr freundlich aufgenommen und wechselten die

Stationen im 1-wöchigen Rhythmus. So lernten wir jeden Bereich

mit all seinen Problemen und vor allem den Unterschieden zu europäischen

Krankenhäusern kennen. In der Notaufnahme ist es zum

Beispiel üblich, dass die Patienten ihre Behandlung sowie die Materialien

dafür sofort bar bezahlen müssen. Können sie es sich nicht

leisten, dürfen die Ärzte diese Menschen nicht behandeln. Dieser

Zustand zehrt sehr an den Ärzten vor Ort und während des gesamten

Aufenthaltes auch an uns. Ein Unterschied ist auch, dass Patienten,

die es sich leisten können stationär aufgenommen zu werden,

komplett von Angehörigen gepflegt und mit Essen versorgt werden

müssen. Da das Krankenhaus weder über fließendes Wasser, noch

über ein funktionstüchtiges Röntgen- sowie Beatmungsgerät im OP

verfügt, brauchten wir auch im Bereich der Hygiene, Chirurgie und

Anästhesie einige Zeit um uns umzustellen. Trotz der großen Unterschiede

zum deutschen Gesundheitswesen und der vielen schweren

Schicksale, die wir dort miterlebt haben, war es eine unglaubliche

Erfahrung für uns. Die Motivation einiger einheimischer Ärzte dort

hat uns nachhaltig beeindruckt.

Während unseres Aufenthaltes in Buea lebten wir bei einer kamerunischen

Gastfamilie, lernten so die kulinarischen Genüsse des Landes

kennen und trafen Einheimische, viele davon auch Studenten in

unserem Alter. Mit ihnen unternahmen wir zum Beispiel eine Bergtour

durch den Regenwald auf den „Mount Cameroon“.

Reise nach Foumban zum Projekt „Hoffnung trotzt HIV!“

Nach einer langen Reise mit dem Bus, voller unbekannter Strapazen,

zusammengequetescht mit anderen Reisenden und ein paar Ziegen

auf dem Dach, kamen wir unversehrt aber müde und erledigt in

Foumban an. Wir hatten für 300 km 12 Stunden gebraucht, in Kamerun

mit den öffentlichen Verkehrsmitteln keine Seltenheit. Dort

wurden wir sehr freundlich von Bruder Eric, der das HIV-Projekt betreut

und seinen Ordensbrüdern empfangen. Während unserer Zeit

vor Ort bewohnten wir Appartements, die zu ihrem Orden gehören

und wurden von ihnen herrlich bekocht. Vor allem die Internationalität

des Ordens beeindruckte uns, es gab einen Mönch aus Ruanda,

einen aus Frankreich und einer war sogar aus Japan angereist.

In den kommenden Tagen besuchten wir die Mütter zu Hause oder

in der Schule, um uns einen guten Überblick über ihre Situation verschaffen

zu können. Zwei der Frauen trafen wir zu unserer Freude

gleich an ihren neuen Arbeitsplätzen, einer Schneiderstube und in

einer kleinen Bar in der Nähe des Marktes. Zudem trafen wir uns mit

der Oberschwester eines lokalen Krankenhauses, dem Direktor der

Schneiderschule, dem Direktor der Schule für Krankenschwestern

und der Direktorin der katholischen Schule St. Joseph, die alle mit

dem Projekt vertraut sind und uns ihre Sicht der Dinge darlegen

konnten. Durch diese Treffen entstand die Idee eines Präventionsprogramms

für die Mütter, ebenso wie für jungendliche Schüler in

Foumban.

Nachmittags fanden Gespräche mit den Müttern, Kindern und den

Mitgliedern des Teams vor Ort statt, abends aßen wir alle zusammen

an einem großen Tisch. Dabei erfuhren wir, dass die Frauen

sich wöchentlich einmal treffen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Wir bemerkten auch eine gewisse Vertrautheit und starken Zusammenhalt

unter ihnen.

Mit einem wirklich guten Eindruck verließen wir Foumban, mit einem

kurzen Abstecher nach Kribi an den Strand, um dann wieder

nach Deutschland zurück zufliegen.“

links:

Johanna Grabmaier

mit einer kleinen

Patientin während der

Famulatur in Buea im

September 2011

rechts:

Juliane Büsecker und

Johanna Grabmaier

mit Frère Eric und

einer der Mütter des

HIV Programms im

September 2011

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

17


Kommunikation - Inhalt

»»

Bereichsvorstellung

»»

Events

»»

Wettbewerbe

»»

Camfomedics

»»

Recruiting

»»

Teambuilding

»»

Internetauftritt

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

KOMMUNIKATION


KOMMUNIKATION

Um einen starken Außenauftritt für den Verein zu schaffen, ist ein starker interner Zusammenhalt,

sowie eine motivierende Vereinskultur notwendig. All dies ist Bestandteil der

Kommunikation von Campus for Change!

B

E

R

E

I

C

H

S

V

O

R

S

T

E

L

L

U

N

G

Isabel Roßberg (PR)

Medizin, LMU München

Mathias Nagy (PR)

BWL, LMU München

Carolina Marx (Recruiting)

Medizin, LMU München

Ina Unger

Medizin, LMU München

TUM-BWL, TU München

Vorstand für Kommunikation

David Wilhelm

Bettina Otte (Events)

Medizin, LMU München

Felix Grubbe (Web & Team)

Medizin, LMU München

BWL, LMU München

Psychologie, LMU München

Timo Ernst (Projektmarketing) Stephanie Peschel

Als Organisation, die sich aus vielen unterschiedlichen Menschen

zusammensetzt und viel in Berührung mit anderen Menschen

kommt, spielt in unserem Verein sowohl die interne als

auch die externe Kommunikation eine wichtige Rolle.

Im Rahmen der internen Kommunikation versuchen wir, z.B.

durch Teambuilding, einen starken Zusammenhalt unter den

Mitgliedern zu erzielen. Darüber hinaus legen wir großen Wert

auf den Wissensaustausch zwischen den verschiedenen Vorstandsbereichen,

was wir durch ein Intranet und regelmäßige

Standortmeetings gewährleisten. Zudem haben wir vereinsweit

in diesem Jahr Manuals eingeführt, welche regelmäßig auftretende

Prozesse, wie z.B. die Eventorganisation, dokumentieren

und so unseren Wissenspool erweitern. Schließlich spielt das

Recruiting eine tragende Rolle, da dies die Grundlage für die

Nachhaltigkeit unseres Vereins bildet. Dieser Aspekt ist uns im

vergangenem Jahr sehr deutlich geworden, weshalb wir im

kommenden Jahr noch stärker an den verschiedenen Universitäten

Münchens für unsere Idee werben und gezielt nach Mitgliedern

mit bestimmten Fähigkeiten suchen wollen.

Die externe Kommunikation setzt sich aus der Öffentlichckeitsarbeit

und dem Öffentlichkeitsauftritt des Vereins zusammen.

Im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit versuchen wir die Präsenz des

Vereins in Medien, wie dem Internet, Zeitungen und dem Radio

zu erhöhen. Zudem ist die Organisation von Events und die

Kontaktpflege zu unseren Unterstützern sehr wichtig. In Zukunft

wollen wir insbesondere in diesem Bereich den Auftritt von

Campus for Change weiter professionalisieren, indem wir z.B. die

Möglichkeiten des Internets stärker ausschöpfen, einen Dialog

von studentischen Organisationen organisieren und unseren

Presseverteiler erweitern.

Der Öffentlichkeitsauftritt ist für den Verein wichtig, um ein einheitliches

Bild des Vereins nach Außen zu tragen und unsere

Projekte adäquat zu präsentieren. Hierfür haben wir verschiedene

Kommunikationsvorlagen, sowie Informationsunterlagen,

wie einen Folder und eine Vereinspräsentation, erstellt, auf die

jedes Mitglied Zugriff hat. Außerdem versuchen wir in diesem

Bereich eine starke Vereinskultur zu etablieren und die Mitglieder

durch Workshops auf öffentliche Auftritte vorzubereiten.

Jedes Mitglied des Vorstandsbereiches kümmert sich, je nach

Interesse und Fähigkeiten, um ein bis zwei Maßnahmen in den

obenen beschriebenen Bereichen. Der Vorstand für Kommunikaton

betreut die Teams und koordiniert ihre Arbeit. Des weiteren

steht er bei Fragen als Ansprechpartner für jedes Team zur Verfügung.

Im Folgenden wird über die durchgeführten Maßnahmen

des vergangenen Jahres berichtet.

20


ION

Benefiz Beachvolleyballturnier

Unter dem Motto „Beach for Life“ fand am 9.07.2011 unser bisher

größtes Event in München statt. Bei schönstem Wetter trugen

34 Teams ein spannendes Beachvolleyballturnier mitsamt vielen

Zuschauern und guter Stimmung in Münchens Beach Arena aus.

Hierfür hatten wir am 6.06.2011 angefangen Werbung über Facebook,

sämtliche Fachschaften der LMU und TU München sowie

durch Plakate und Flyer zu machen.

In drei ausgelosten Vorrunden hatte jedes Team die Chance

Punkte zu sammeln um ins Viertelfinale bzw. Finale zu kommen.

Während des Turniers sorgten eine Tombola sowie ein DJ für

gute Unterhaltung. Zum Höhepunkt der Veranstaltung gehörten

außerdem zwei Livebands, die für ein einmaliges musikalisches

Rahmenprogramm sorgten. Dafür möchten wir uns an dieser

Stelle nocheinmal ganz herzlich bedanken.

Besonders dankbar sind wir zudem für die Hilfe von der Interconnect

Marketing Group, Real Treuhand Immobilien, Direkta, MLP,

Brandt Store München, Rothacker und dem Besitzer der Beach

Arena, deren Unterstützung durch Sach- bzw. Geldspenden wesentlich

zum Erfolg des Events beigetragen haben.

Neben dem Erlös durch die Startgebühr der Spieler und der Tombola,

hoffen wir den Bekanntheitsgrad von Campus for Change

e.V., sowie das Interesse an unseren Projekten wieder etwas gesteigert

zu haben. Außerdem hat die Organisation des Events

die Zusammenarbeit innerhalb des Teams gestärkt und einen

wichtigen Grundstein für die kommenden Veranstaltungen gesetzt.

Wir freuen uns bereits auf eine Neuauflage des Turniers im

Sommer 2012!

Wir möchten mit dem Benefiz-Varieté auch für das Wintersemester

ein Event etablieren, welches wie das Benefiz-Beachvolleyballturnier

jährlich stattfinden wird und so jedes Mal von

den vorjährigen Erfahrungen profitieren kann. So hätten wir pro

Semester jeweils eine Veranstaltung, die zum einen regelmäßige

Einnahmen bringt und gleichzeitig dem Zweck der Wiedererkennung

und Bekanntmachung dient.

Was erwartet uns also am 31. Januar?

Bei „Act for Life“ bekommen junge Künstler die Möglichkeit vor

einem ebenfalls studentischen Publikum ihr Können zu präsentieren.

Das Besondere an dieser Veranstaltung ist neben dem

wohltätigen Zweck das bewusst kontrastreiche Programm.

Neben modernen und „jungen“ Acts wie Popmusik und Poetry

Slam sollen auch klassische Musik und Tanzauftritte einen Inhalt

darstellen. Somit erwartet den Besucher nicht nur ein amüsanter

Abend, sondern auch ein echtes Kulturerlebnis. Außerdem

bekommen die Besucher die Möglichkeit, sich zum Beispiel im

Gespräch mit Mitgliedern über die Vereinsarbeit und laufende

Projekte zu informieren.

Wir freuen uns mit „Act for Life“ auf einen frischen Auftakt ins

neue Jahr 2012!

Flyer für Act

for Life am

31.1.2012

Beach for

Life Plakat

während des

Turniers im

Juli 2011

Ausblick „Act for Life“ - Benefiz Varieté 2012

Am 30. Januar 2012 wird Campus for Change e.V. ein Benefiz-Varieté

in der Glockenbachwerkstatt in München veranstalten. Die

Veranstaltung soll einerseits der Finanzierung unserer Projekte

dienen und andererseits den Bekanntheitsgrad unseres Vereins

steigern.

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

21


KOMMUNIKATION

Durch Wettbewerbe und konstruktives Feedback von unseren Unterstützern haben wir es

geschafft unsere Idee zu reflektieren, zu präzisieren und weiterzuentwickeln. Vielen Dank

an alle Mithelfer!

Startfolie

unserer

Konzeptpräsentation

für

Gen-D

Wettbewerbe

Generation D

Generation D ist ein interdisziplinärer Ideenwettbewerb für

Studierende aller Fachrichtungen zur Förderung von Ideen für

Projekte und Initiativen aus den Themenbereichen Arbeit, Wirtschaft

& Umwelt, Bildung & Kultur sowie Soziale Gesellschaft.

Das Ziel des Wettbewerbs ist es, den Startschuss für ein Umdenken

zu geben - weg von dem Glauben, dass nur finanzstarke Unternehmen

und die Politik etwas verändern können, hin zu der

Überzeugung, dass dies für jeden Einzelnen möglich ist.

Im Sommersemmester 2011 hat ein vierköpfiges Team von Campus

for Change die Idee unseres Vereins bei diesem Ideenwettbewerb

eingereicht. Hierfür war es notwendig unser Konzept in

einer Präsentation von 20 Folien darzustellen und es anschließend

noch auf zwei Din A4 Seiten zusammenzufassen. Die Vorstellung

musste die Idee an sich, aber auch das grundlgende Problem,

den Lösungsansatz, die Finanzierung und die Umsetzung

beinhalten. Darüber hinaus sollten die Alleinstellungsmerkmale

klar kommuniziert werden. Im Rahmen dieser Ausarbeitung haben

wir es geschafft unsere Idee zu schärfen und weiterzuentwickeln.

Seither ist unsere Vision von Campus for Change, einen

multiplizierbaren Ressourcenpool zur Realisierung individueller

Projekte zu bieten, den sich Einzelpersonen nur schwer erarbeiten

können. Zudem haben wir Prinzipien erarbeitet, wie das

Modell der kleinen Schritte, welches beschreibt, dass wir in der

Größe begrenzte Projekte umsetzen, aber durch die Summe der

kleinen Schritte in die richtige Richtung eine große Wirkung herbeiführen.

Darüber hinaus ist es uns gelungen die Idee auf eine

neue, klarere und professionellere Weise darzustellen und somit

unseren Außenauftritt zu verbessern.

Auch wenn es am Ende nicht zu einer Qualifikation für die Endrunde

gereicht hat, konnten wir aus der Teilnahme am Ideenwettbewerb

also trotzdem sehr viel mitnehmen.

Leuchtturm Wettbewerb

Logo des

Leuchtturm

Wettbewerbs

Im Anschluss an Generation D haben wir Anfang des Wintersemesters

2011/2012 an einem weiteren Ideenwettbewerb teilgenommen.

Der Leuchtturm Wettbewerb ist auf soziales Unternehmertum

ausgerichtet und versucht die Ideen mit den größten

messbaren Verbesserungen in den Kategorien Umwelt, Gesellschaft

und Armutsbekämpfung zu identifizieren.

Dank unserer Vorarbeit bei Generation D konnten wir unsere

Bewerbung auf den damals erarbeiteten Dokumenten fußen.

Erfreulicherweise war unsere Bewerbung diesmal erfolgreicher,

so dass wir als Nominierte die Chance erhielten unsere Idee vor

den Juroren zu präsentieren. Vor ca. 15-20 Juroren präsentierten

wir anhand von drei Folien innerhalb von sieben Minuten unsere

Idee und standen anschließend zu Fragen, Rede und Antwort.

Neben uns befanden sich sechs weitere Teams unter den Nominierten.

Die finale Preisverleihung fand ungefähr eine Woche

später in der FOM Hochschule für Ökonomie und Management

statt. Da die Gewinner zuvor nicht benachrichtigt worden sind,

fanden wir uns an diesem Abend sehr gespannt in der Hochschule

ein und lauschten den Reden der Organinsatoren und

Unterstützer. Am Ende wurde das gut gehütete Geheimnis dann

schließlich gelüftet. Campus for Change erhielt einen Sonderpreis

für die außergewöhnliche Idee und das besondere Engagement

der Studenten. Dies wurde im Rahmen einer sehr schönen

Laudatio von Herrn Hans-Joachim Heins verlautet.

Wir möchten uns auch an dieser Stelle nocheinmal sehr für diese

Laudatio und die Untersützung von Gründer Regio M, welche

Teil des Sonderpreises war, bedanken. Solches Feedback zeigt

uns auf, dass wir auf dem richtigen Weg sind und erlaubt es uns,

unsere Idee weiterzuentwickeln.

22


ION

Laudatio von Herrn Hans-Joachim Heins

Camfomedics Mitgliederversammlung

„Jede Generation sieht zweifellos ihre Aufgabe darin, die Welt neu

zu erbauen. Meine Generation jedoch weiß, dass Sie sie nicht neu

erbauen wird. Aber vielleicht fällt ihr eine noch größere Aufgabe

zu. Sie besteht darin, den Zerfall der Welt zu verhindern.‘ (Albert

Camus, Philosoph und Schriftsteller, Nobelpreisträger für Literatur,

Zitat aus der Nobelpreisrede 1957)

Gesellschaftliche Veränderungen spielen bereits seit über 30 Jahren

eine Rolle in meinem Leben. Am Anfang stand jugendliches Engagement

auf vielen Ebenen. Dann folgte eine Phase der eigenen

Nachdenklichkeit über die gut ausgebildeten Hedonisten der 90er

und 2000er Jahre, die in der Frage mündete: Wen hatten wir da in

die Welt gesetzt, wir wollten doch Vorbilder sein!?

Als Juror des Leuchtturm Ideenwettbewerbs 2011 war ich vor

einer Woche in einer sehr detailreichen, kompetenten und auch

spannenden Jury-Sitzung. Die Jury war nach allem Für-und-Wider

der Meinung, bezogen auf die eingereichten Geschäftsideen und

unser Ziel der Messbarkeit des Social Impacts auf unsere Gesellschaft,

dass die drei anderen prämierten Teilnehmer einen leichten

Vorsprung hatten, ABER, Sie, die Ausgezeichneten, bringen etwas in

Bewegung…..und so sagt die Gründerinitiative selber:

Camfomedics ist ein Verbund von Ärzten, die kamerunische Wurzeln

haben. Viele der Ärzte haben noch immer eine enge Verbindung

zu Kamerun und versuchen ihre Landsleute nach Kräften

zu unterstützen. So auch Herr Dr. Ivo Azeh, welchen wir im

Rahmen unseres Projektes in Sabga kennen gelernt haben. Aus

diesem Grund lud uns dieser auch zu der Mitgliederversammlung

von Camfomedics in Essen am 1. Oktober ein und gab uns

die Möglichkeit unseren Verein vor den Mitgliedern von Camfomedics

vorzustellen. Wir haben uns sehr über diese Möglichkeit

gefreut, waren aber auch sehr gespannt wie die aus Kamerun

stammenden Ärzte auf unseren Verein reagieren würden. Erfreulicherweise

zeigten sich alle Teilnehmer sehr begeistert von unserer

Idee und lobten unser Engagement. Einige erklärten sich

auch bereit uns nach Kräften zu unterstützen und so versuchen

wir momentan mit einem der Teilnehmer dem Krankenhaus in

Sabga neue Betten zur Verfügung zu stellen. Das Lob erfüllte uns

mit Stolz und bestätigte uns auf ein Neues in unserem Tun. Wir

sind sehr dankbar dafür, dass wir an der Mitgliederversammlung

teilnehmen und neue, interessante Menschen kennenlernen

durften.

Viele Menschen sagen: „Niemand kann die Welt verändern!“

Wir sagen: „Jeder kann die Welt verändern“!

Wer?

Das ist: Campus for Change - Studenten verändern!

Unabhängigkeit, Kreativität und Idealismus, gepaart mit Wissen

und Tatendrang, ergeben eine optimale Ausgangssituation für

soziales Engagement und sind an jeder Universität zu finden!

Die Jury möchte eine „Besondere Anerkennung“ mit Urkunde

und Beratung durch Gründer Regio M für das Team „Campus for

Change“ aussprechen für den Ansatz „Eine Welt und Armutsbekämpfung“

und für die bereits durch Rekrutierung „im Campus

etablierte, „studentisch aufgebaute und nachhaltige Initiative“,

die ihresgleichen sucht! Sie, die Initiative bzw. das Team ist damit

„hochflexibel“ und von unten nach oben („bottom up!“) organisiert,

sagt die Jury.

Es sind die kleinen, machbaren Schritte, die Sie treibt. Eine junge

Generation bringt neue Bewegung in die Gesellschaft. Viel Erfolg,

viele Mitmacher an anderen Hochschulen….und vor allem Ihnen

auch viel Spaß dabei. Etwas Hedonismus darf schon sein.

Herzlichen Glückwunsch!“

Carolina Marx, Thomas Brake, David Wilhelm, Michael Roiss und Lisanne Grünherz bei der

Camfomedics Mitgliederversammlungim Oktober 2011

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

23


KOMMUNIKATION

Nur Dank unserer Mitglieder können wir Projekte realisieren. Deshalb ist Teambuilding

und Recruiting sehr wichtig für uns. Darüberhinaus bilden unsere Mitglieder die Basis für

die Nachhaltigkeit des Vereins!

Recruiting

Dieses Jahr sind wir zum ersten Mal aktiv auf die Suche nach

neuen Mitgliedern gegangen, um neue Herausforderungen bewältigen

und die Nachhaltigkeit unseres Vereins gewährleisten

zu können. Um engagierte Studenten auf uns aufmerksam zu

machen haben wir nicht nur im Internet, sondern auch in knapp

20 Vorlesungen für uns und unsere ausführliche Infoveranstaltung

geworben. Jeweils zwei Mitglieder sind zusammen in Vorlesungen

ganz verschiedener Fachrichtungen der TU und LMU

gegangen und haben versucht das Interesse der Stundenten zu

wecken, indem sie kurz den Verein vorgestellt und auf die Infoveranstaltung

hingewiesen haben. Anhand einer Folie zum Verein

haben wir versucht die Studenten von unserer Idee zu überzeugen.

Ganz bewusst haben wir hierbei auch Vorlesungen aus

neuen Fachrichtungen, wie z.B. Philosophie, Pädagogik, Politik,

Geschichte, Informatik und Elektrotechnik besucht.

Das ganze Team hat im Anschluss an diese Präsentationen einen

netten Abend für alle Interessierten veranstaltet bei dem wir genauer

auf den Verein und dessen Aufbau, die Aufgaben, die neue

Mitglieder übernehmen können und die Ziele, die wir verfolgen,

eingegangen sind. Die ca. 30 Studenten kamen aus den verschiedensten

Fachrichtungen und füllten den Physiologie Hörsaal der

Medizin Fakultät. Von Psychologie- und Medizin-Studenten bis

hin zu Juristen, Informatikern und BWLern war alles vertreten.

Der Vortrag endete in regem Austausch und großem Interesse

der Studenten. Bei ein paar Kleinigkeiten zu Essen und Trinken

unterhielten wir uns mit vielen der Interessenten in persönlichen

Gesprächen und beantworteten offene Fragen.

Erfreulicherweise konnten wir einige der Interessenten von unserer

Idee überzeugen, so dass beim darauffolgenden Teammeeting

10 neue und motivierte Mitglieder in unserem Verein eintraten.

Mit diesem Erfolg im Rücken können wir nun viele neue

Aufgaben angehen und sind einer langfristigen Kontinuität des

Vereins einen großen Schritt näher gekommen. Aufgrund der

positiven Ressonanz der Interessenten werden wir unser Vorlesungsrecruiting

definitiv auch in den nächsten Semestern fortsetzen.

Die positive Resonanz zeigen beispielsweise folgende

erste Eindrücke der Interessenten:

„Ich war erstaunt, wie ernsthaft und professionell

die Arbeit bei Campus for Change ist. Wie viel Herz

dabei ist und dass es so viel Spaß macht selbst etwas

Sinnvolles tun zu können ohne dabei auf mich

allein gestellt zu sein, hat mich überwältigt.“ - Julia

„Aufmerksam geworden auf C4C bin ich über den Aufruf

im Semesterverteiler. Ich war sehr beeindruckt wie

viel Struktur bereits in dem Verein steckt, was schon erreicht

wurde, und vor allem wie viel noch durch unseren

Einsatz erreicht werden kann. Ich erhoffe mir von C4C

die Möglichkeit, mich im kleinen, persönlichen Kreis

sozial engagieren zu können, eigene Ideen einbringen

zu können und diese, zusammen mit allen C4C Leuten,

umzusetzen und etwas verändern zu können.“ - Sarah

Teambuilding

Rafting & Grillen an der Isar

Am Anfang des Sommersemesters 2011 haben sich einige unserer

Mitglieder den reißenden Fluten der Isar gestellt und sie mit

einem Schlauchboot überwältigt. In diesem Rahmen wurde das

Team zusammengeschweißt und konnte sich sogar in Extremsituationen

beweisen. Einige Wochen zuvor waren wir bereits

zusammen Grillen an der Isar und haben so den Grundstein für

die Zusammenarbeit im Sommersemester gelegt.

Mutige

Vereinsmitglieder

in den

Fluten der Isar

beim Teambuilding

Afrikanisches Kochen

Um gut in das Wintersemester 2011/2012 zu starten und neue

Mitglieder wilkommen zu heißen, haben wir im November einen

afrikanischen Abend bei einem unserer Mitglieder veranstaltet.

Hierbei konnten einige ihre Erfahrungen aus Afrika einbringen

und schafften es so wirklich lecker zu kochen. Neben Hühnchen

in Currysauce, Rindereintopf und Kochbananen, gab es so

manch Neues. In dieser angenehmen Atmospähre tauschten wir

uns aus und stärkten unseren Verbund.

24


ION

Iffeldorf

Am 9. Dezember 2011 folgten zwölf Mitglieder von Campus for

Change der großzügigen Einladung von Herrn Prof. Dr. Melzer,

ehemaliger Vizepräsident der TU München, für zwei Teambuilding-

und Workshop-Tage in das limnologische Institut nach Iffeldorf

zu kommen.

Nachdem wir am ersten Tag zu relativ später Stunde in Iffeldorf

angekommen waren, ließen wir den Abend gemeinsam mit dem

Professor bei selbstgebackener Pizza und interessanten Gesprächen

ausklingen.

Am nächsten Morgen präsentierte uns Prof. Dr. Melzer einen

Vortrag über die beeindruckende Entstehungsgeschichte des

limnologischen Instituts, dessen Bestehen ausschließlich dem

großartigen freiwilligen Engagement Herrn Melzers und seiner

Studenten zu verdanken ist. Inspiriert von jenem bemerkenswerten

Tatendrang, der natürlich auch bei Campus for Change

eine zentrale Rolle spielt, widmeten wir uns anschließend unserem

Workshop.

Das Ziel hierbei war es, die besonders essentiellen Werte, für die

Campus for Change steht, präzise festzulegen. In einem ersten

Schritt führte die Gruppe dazu ein sogenanntes „Brainstomping“,

eine besondere Art des Brainstorming, durch, wobei jedes Mitglied

seine Assoziationen mit dem Verein aufführen sollte. Diese

wurden in einem zweiten Schritt gefiltert und bestimmten Kategorien

zugeordnet. In Kleingruppen arbeiteten wir daraufhin die

fünf Werte heraus, die uns für die Identifikation mit dem Verein

am wichtigsten erschienen und verfassten zusätzlich für jeden

Wert eine prägnante Beschreibung, die die spezielle Bedeutung

für Campus for Change definieren sollte. Nach einem ergebnisreichen

Tag konnten wir am Abend müde aber zufrieden die

Heimreise antreten.

Wir möchten Herrn Prof. Dr. Melzer und all seinen Helfern an dieser

Stelle nochmals ganz herzlich für diese großartige Möglichkeit

danken.

Internetauftritt

Homepage & Facebook

Website und Facebook stellen für uns wichtige Kommunikationsund

Werbemittel im täglichen Geschäft dar. Für die meisten Interessenten

ist das Internet das erste Medium, um sich ausführlich

über uns zu informieren. Unsere Website bietet umfangreiche

Informationen rund um unsere Idee, unsere Struktur und unsere

Tätigkeiten. Im Oktober 2011 ist die Website komplett umgebaut

worden. Neben dem geänderten Design, den erweiterten

Infos über unsere Organisation und der neuen Startseite sind

die wichtigsten Änderungen die Einrichtung eines News-Blogs,

der häufig aktualisiert wird, und eine englischsprachige Zusammenfassung

mit den wichtigsten Informationen über Campus

for Change e.V.

Dagegen ist Facebook vor allem als Kommunikations-Plattform

unverzichtbar geworden. Wenn Events veranstaltet und beworben

werden sollen, ist dies der einfachste und effizienteste Weg,

viele Studenten und zunehmend auch Berufstätige zu erreichen.

Dies zeigt auch unsere Statistik mit über 62.000 Aufrufen allein

im Jahr 2011. Auch für unser Recruiting, das jeweils zu Semesterbeginn

stattfindet, bietet uns das Internet die Möglichkeit, stets

erreichbar und leicht zu finden zu sein.

Vereinsbüchse

Seit Oktober 2011 ist Campus for Change e.V. bei der Vereinsbüchse

registriert. Die Vereinsbüchse ist eine Onlineplattform

bei der sich Vereine registrieren lassen können. Durch Kooperation

mit zahlreichen Onlineshops wie Amazon, Thalia.de und

weg.de können Mitglieder und Unterstützer über eine Anmeldung

bei der Vereinsbüchse bei allen teilnehmenden Partnern

einkaufen. Bei diesem Einkauf geht ein festgelegter Prozentsatz

des Preises als Spende an den Verein, in unserem Falle also an

Campus for Change. Die Registrierung ist sowohl für den Verein

als auch für die Unterstützer kostenfrei.

Bisher sind überwiegend Mitglieder von Campus for Change angemeldet,

aber wir hoffen durch fleißige Werbung, u. a. durch

Verteilen von Flyern, viele fleißige Einkäufer zu finden. Denn vor

allem junge Leute, wie unsere Mitglieder sowie Freunde und

Bekannte, kaufen zunehmend im Internet, sodass wir hier die

Chance sehen auf relativ unkomplizierte Weise und ohne Kosten

über das Jahr hinweg Geld für unsere Projekte generieren

zu können.

Definition unserer Werte in Iffeldorf

Dezember 2011

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

25


Finanzen, Recht & Organisation -

Inhalt

»»

Bereichsvorstellung

»»

Finanzen 2011

»»

Recht 2011

»»

Organisation 2011

»»

Ausblick

FINANZEN, RECHT, ORG

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011


RE

FINANZEN, RECHT & ORGANISATION

Sowohl die Projektarbeit, als auch die vereinsinterne Verwaltung bedürfen angemessenen

Finanzierungskonzepten, klarer rechtlicher Rahmenbedingung sowie einer gut strukturierten

Organisation. Die Gewährleistung dieser drei Aspekte ist Aufgabe des Bereiches.

Um den Kernaufgaben in Finanzierung, Recht und Organisation

B

E

R

E

I

C

H

S

V

O

R

S

T

E

L

L

U

N

G

Patrick Zech

TUM-BWL, TU München

Florence Bieringer

Medizin, LMU München

Oliver Marx

VWL, LMU München

TUM-BWL, TU München

& Organisation

Vorstand für Finanzen, Recht

Thomas Brake

Samuel Le Beherec

Jura , LMU München

Matthias Krämer

TUM-BWL, TU München

auf den verschiedenen Ebenen des Vereins gerecht werden zu

können und einen möglichst präzisen Informationsfluss sowie

eine effiziente Arbeitsweise zu gewährleisten, ist der Bereich Finanzen,

Recht und Organisation seit Anfang Oktober 2011 in die

folgenden Teilbereiche gegliedert:

Jeder dieser einzelnen Teilbereiche wird von einem verantwortlichen

Mitglied betreut. Somit hoffen wir unseren Stakeholdern:

den Vereinsmitgliedern und Interessenten, dem Beirat, den

Spendern und Sponsoringpartnern, unseren Projektpartnern,

Banken und Finanzinstitutionen sowie dem Finanzamt und Registergericht

stets die passenden und aktuellen Informationen in

adäquatem Umfang zur Verfügung stellen zu können.

Die Hauptaufgabe des Vorstandes Finanzen, Recht und Organisation

ist es primär, den Bereich Finanzen, Recht und Organisation

als solches zu koordinieren und hierbei insbesondere einen

zeitgerechten Gesamtüberblick zu wahren. Dieser ist essentiell

für den Informationsfluss zwischen dem FRO Bereich, und den

anderen Bereichen bei Campus for Change e.V., sowie zwischen

dem FRO Bereich und Externen. Neben der Koordination, Planung,

Steuerung und Kontrolle ist der FRO Vorstand zudem für

die Durchführung von Finanztransaktionen, die Verwaltung der

Bankkonten, die Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen

und für das Absegnen von Verträgen, Anträgen, Jahresabschlüssen

u.ä. verantwortlich. Zudem obliegt ihm die Pflicht

jegliche vereinsinterne Vorgänge auf ihre Satzungs- und Gesetzesmäßigkeit

zu überprüfen.

Im Ressort Projektarbeit geht es darum, dem jeweiligen Projektleiter

unterstützend und beratend zur Seite zu stehen, insbesondere

im Bezug auf die finanziellen und rechtlichen Aspekte des

jeweiligen Projektes. Es wird darauf Wert gelegt, dass jedes Mitglied

des Ressorts Projektarbeit zwei bis maximal drei Projekte

28


CHT, ORG

gleichzeitig betreut, um den notwendigen Überblick über die

Projekte sicherzustellen. Durch die stets wachsende Anzahl der

Projekte gibt es zudem einen Verantwortlichen für den Bereich

Projektarbeit, dessen Hauptaufgabe die Koordinierung, Kontrolle,

Planung und Steuerung des Ressorts Projektarbeit ist und

dem es somit möglich ist mit dem Vorstand stets alle relevanten

Informationen bezüglich der Projektarbeit zu kommunizieren.

Das Ressort Vereinsarbeit ist für die vereinsinternen Aufgabenstellungen

im Bereich Finanzen, Recht und Organisation

zuständig. Hierzu zählen vor allem das Aufstellen eines Verwaltungsbudgets,

die Mitgliederverwaltung, das Führen des Vereinskontos,

sowie das Erstellen von Anträgen, wie beispielsweise

Mitgliedsanträgen.

Das externe Berichts- und Rechnungswesen ist unter anderem

dafür verantwortlich die Prozesse und Abläufe im Verein auf ihre

Satzungsmäßigkeit hin zu kontrollieren und alle für den Jahresabschluss

relevanten Daten und Informationen zu sammeln und

aufzubereiten. Am Ende eines jeden Jahres ist daraus der Jahresabschluss

für den Verein zu erstellen. Um seinen Aufgaben zielorientiert

und präzise nachgehen zu können, nimmt das externe

Berichts- und Rechnungswesen eine weitgehend unabhängige

Stellung in dem FRO Bereich ein.

Campus for Change ist im Sinne seiner Projekte stets bemüht

nach geeigneten Finanzierungsquellen Ausschau zu halten und

diesbezüglich gezielt Partnerschaften z.B. in der Wirtschaft zu

suchen. Die Aufgabe des Bereichs Sponsoring/Fundraising ist es,

für den Verein interessante und sinnvolle Finanzierungsquellen,

wie etwa Sponsoren, zu identifizieren und die Grundlagen für

eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit diesen zu schaffen. Klar

definierte Rahmenbedingungen, wie etwa ein Sponsoring-Vertrag,

ein ständiger Informationsaustausch sowie intensive Betreuung

unserer Partner ist für die erfolgreiche Zusammenarbeit

mit diesen unerlässlich.

Um die Tätigkeiten des FRO Bereiches sowie aller Vorstandsbereiche

gemäß ihrer Satzungs- und Gesetzesmäßigkeit zu überprüfen,

sowie die Entlastung der einzelnen Vorstände in der

Mitgliederversammlung zu beantragen, wird am Anfang jedes

Geschäftsjahres zusätzlich ein Kassenprüfer/eine Kassenprüferin

gewählt.

Finanzen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011

Aus Sicht der Finanzen stechen im Geschäftsjahr 2011 insbesondere

die relativ gesehen sehr hohen Spendeneinnahmen

auf der Seite der Einnahmen und der sehr hohe Anteil der Projektausgaben

an den Gesamtausgaben sehr positiv heraus.

So konnte der Verein 80,42% seiner Nettoeinnahmen

aus Spendengeldern generieren. Die Gesamteinnahmen

durch Spendengelder belaufen sich für das Jahr 2011 auf

7.093,27€. Für diese stolze Summe möchten wir uns bei

all unseren Spendern hiermit recht herzlich bedanken.

Die uns anvertrauten Spendengelder sind zu 100% in die

dafür jeweils vorgesehenen Projekte investiert worden.

Neben den Spendengeldern konnten wir zudem ein

Event, namens „Beach for Life“, etablieren. Die im Rahmen

dieses Events erzielten Einnahmen aus den Teilnahmebeträgen,

einer Tombola, den freiwilligen

Spenden, sowie den großzügigen Sponsorengeldern kam erfreulicherweise

ebenfalls ausschließlich der Projektarbeit zu Gute.

An dieser Stelle möchten wir uns auch recht herzlich bei all denjenigen

bedanken, die uns bei der Durchführung dieser Veranstaltung

unterstützt haben, insbesondere natürlich bei unserem Sponsor.

Insgesamt sind 93,73% der gesamten Nettoausgaben im

Jahre 2011 ausschließlich projektbezogener Natur gewesen.

Die übrigen Nettoausgaben entstanden durch das

Werbe- und Informationsmaterial, welches ebenfalls teilweise

projektbezogen war, jedoch den Projekten nicht angerechnet

wurde, durch Kosten unserer Internetpräsenz

und Registereintragungen, sowie durch die Bankgebühren,

Kapitalsteuerbeträge und den Solidaritätszuschlag.

Im Rahmen unserer Projektarbeit ist es uns gelungen unsere projektbezogenen

Rücklagen aus dem Jahre 2012 zielgerecht abzubauen.

Dies zeigt sich darin, dass die Gesamtausgaben 2011 die

Gesamteinnahmen 2011 übertreffen.

›››

Zahlen

und Fakten

sind auch

in einem

gemeinnützigen

Verein

wichtig

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

29


RE

FINANZEN, RECHT & ORGANISATION

Für unsere Aktivitäten brauchen wir keinen großen Verwaltungsapparat. Deswegen

schaffen wir es 100% unser projektbezogenen Spenden in unsere Projekte zu investieren

und unsere Verwaltungskosten sehr gering zu halten.

››› Es wird auch in den folgenden Jahren dafür Sorge getragen

werden, dass die Spenden und Sponsorengelder ausschließlich

in die jeweils dafür vorgesehenen Projekte fließen, wenn nicht

zuvor etwas anderes vereinbart wird, z.B. wenn die Sponsorengelder

auch für administrative Kosten und Verwaltungskosten

zur Verfügung gestellt worden sind. Um dieses stets gewährleisten

zu können, ist uns die Trennung von projektbezogenen,

finanziellen Mitteln und vereinsbezogenen finanziellen Mitteln

sehr wichtig. Diese strikte Trennung wird durch die Struktur des

Bereichs Finanze, Recht und Organisation als solches gefördert.

Dieser gliedert sich nämlich, wie oben bereits erwähnt, unter

anderem in das Ressort der Projektarbeit und das Ressort der

Vereinsarbeit. Der Teilbereich Projektarbeit ist ausschließlich für

die Finanzierung und die Ausgestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen

der einzelnen Projekte verantwortlich. Der

Teilbereich Vereinsarbeit hingegen ist ausschließlich für vereinsspezifische

Kosten, wie etwa die laufenden Verwaltungskosten

für unsere Internetpräsenz zuständig.

Damit diese klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche

auch im Rahmen unserer Vermögensverwaltung zum Ausdruck

kommt, verfügen wir über zwei verschiedene Konten, die diesen

zwei verschiedenen Zwecken dienen. Unsere projektbezogenen

Gelder, wie etwa die projektbezogenen Spendengelder, gehen

an unser Projektkonto. Vereinsbezogene Gelder, wie etwa Mitgliedsbeiträge

werden hingegen auf unserem Vereinskonto gesammelt.

Diese Kontenstruktur schafft ein hohes Maß an Transparenz,

auch und insbesondere für unsere Unterstützer. Darüber

hinas hilft sie uns auch bei der Trennung unserer Tätigkeiten im

Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses, sowie der Budgetplanung.

Die Mitgliedsbeiträge machen derzeit 3,71% der Gesamteinnahmen

aus. Wir werden versuchen diesen Betrag in den nächsten

Jahren zu steigern, um somit eine noch bessere Deckung unserer

administrativen Kosten erreichen zu können. Die Steigerung der

Mitgliedsbeiträge wird zum einen durch eine höhere Anzahl an

Mitgliedern, zum anderen aber auch durch die im nächsten Jahr

eingeführten Fördermitgliedschaften erreicht werden können.

Auch der Anteil der Sponsorengeldern soll im nächsten Jahr

durch die Einführung längerfristiger Sponsorenpartnerschaften

weiter gesteigert werden. Hierbei ist jedoch die obere Grenze für

finanzielle Mittel mit Gegenleistung in Verbindung mit unseren

anderen Einnahmen genauestens zu beachten.

Die Aufteilung der Nettoeinnahmen und Nettoausgaben von

Campus for Change bezüglich der einzelnen Bereiche sieht wie

folgt aus:

11%

6% 10% 0%

94%

Recht im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011

Die rechtlichen Aspekte des Geschäftjahres 2011 beinhalten

insbesondere das Abschließen der Projektverträge mit unseren

Projektparntern vor Ort und eine Satzungsneufassung.

So wurden für das Projekt „Hoffnung trozt HIV“ bereits ein umfangreiches

Term Sheet erstellt, welches die rechtlichen und

projektspezifischen Rahmenbedingungen enthält. Term Sheets

stellen die rechtliche und organisatorische Grundlage der Projektarbeit

von Campus for Change dar, insbesondere im Hinblick

auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Projektparntern.

Im nächsten Jahr wird es das Ziel sein, die Term Sheets weiter zu

perfektionieren, eventuelle Unklarheiten zu beseitigen und zusätzlich

zu den Term Sheets eine einseitige Erklärung der Projektparnter

abzuschließen, in welcher die Mittelverwendung noch

einmal ausdrücklich und verbindlich von dem jeweiligen Partner

bestätigt werden soll.

Nettoeinnahmen 2011

4%

0%

69%

Nettoausgaben 2011

0%

3% 1% 1%1%

Mitgliedsbeiträge

Förderbeiträge

Spenden -Projektbezogen

Spenden - Vereinsbezogen

Sponsorengelder

Veranstaltungen

Vermögensverwaltung

Werbematerial,

Informationsmaterial

Internet + Server

Registereintragungen+

Notar/Anwalt

Vermögensverwaltung

Projektausgaben

Veranstaltungen

Gegenstand der Satzungsneufassung vom 17. November 2011

waren insbesondere zwei Punkte. Zum einen ist es Campus for

Change mit der neuen Satzung gelungen, neben der ordentlichen

Mitgliedschaft und der Ehrenmitgliedschaft, eine Fördermitgliedschaft

einzuführen. Durch die Fördermitgliedschaft

erhoffen wir uns weitere finanzielle, sowie ideelle Unterstützung.

Die Fördermitglieder vereinbaren in einer sogenannten

Fördererklärung, inwiefern sie Campus for Change unterstützen

möchten. Die Unterstützung kann sowohl auf finanzieller Basis,

Für Details

siehe Jahresabschluss

Campus for

Change e.V.

2011.

30


CHT, ORG

als auch durch die aktive Mitarbeit an den Projekten und Vereinsveranstaltungen

geschehen.

Neben der Fördermitgliedschaft ist der zweite Kernpunkt der

Satzungsneufassung die Etablierung eines Beirates. Dieser stellt

neben dem Vorstand und der Mitgliederversammlung das dritte

Vereinsorgan von Campus for Change dar. Aufgabe des Beirats ist

es in erster Linie, eine beratende Funktion innerhalb des Vereins

einzunehmen. So verfügen die in den Beirat gewählten Mitglieder

alle über ein hohes Maß an Kompetenzen hinsichtlich der für

den Verein relevanten unterschiedlichen Fragestellungen. Dieser

Mehrwert an Wissen und Erfahrung kommt dem gesamten Verein

zu Gute. Zudem wird durch die Präsenz der Beiratsmitglieder

die Außendarstellung des Vereins gestärkt.

Eine Besonderheit des Beirates ist es, dass die Mitgliedschaft im

Beirat nicht die gleichzeitige Mitgliedschaft im Verein voraussetzt.

Hierdurch ist es Campus for Change möglich auch Persönlichkeiten

aus externen Bereichen anzusprechen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Beiratsmitglieder von der Mitgliederversammlung

in den Beirat gewählt werden, ist der Beirat

eine weitgehend unabhängige Instanz innerhalb des Vereins,

wodurch eine gewisse Balance hinsichtlich der drei Vereinsorgane

sichergestellt werden soll.

Zu unserer großen Freude dürfen für das neue Jahr 2012 bereits

drei sehr renommierte Persönlichkeiten in unserem Beirat willkommen

heißen!

»»

Herrn Prof. Dr. Arnulf Melzer: Leiter und Gründer der Limnologischen

Station Iffeldorf der TU München, sowie Bevollmächtigter

des Präsidenten der TU München für Fundraising

»»

Herrn Dr. Frank-W. Strathmann: Leiter und Gründer der

Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer der

LMU München, sowie Vorsitzender des GründerRegio M e.V.

und Juror beim Leuchtturm Wettbewerb

»»

Herrn Ricardo Moya-Quiroga: Senior Expert bei McKinsey

München mit bolivianischen Wurzeln, Unterstützer verschiedener

bolivianischer, gemeinnütziger Organisationen

Die komplette Neufassung der Vereinssatzung ist unter www.

campus4change.org einsehbar.

Org. im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011

Sehr erfreuliche Informationen gab es aus der Mitgliederentwicklung

von Campus for Change zu verzeichnen. So zählt der

Verein nun insgesamt 36 ordentliche Mitglieder. Zudem durften

wir unser erstes Ehrenmitglied verzeichnen, Herrn Michael

Kuntz, dem aufgrund seiner außergewöhnlichen Leistung als

ehemaliges Vorstandsmitglied des Bereichs Finanzen, Recht

und Organisation, dieser Mitgliedsstatus durch die ordentliche

Mitgliederversammlung vom 17. November 2011 angeboten

wurde. Durch weitere Recruitingmaßnahmen, sowie

durch die geplanten Events im nächsten Jahr, gehen wir davon

aus, dass die Mitgliederzahl exponentiell steigen könnte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es eine ordentliche und eine

außerordentliche Mitgliederversammlung. Gegenstand der außerordentlichen

Mitgliederversammlung vom 16. Juni 2011 war

die Wahl von Herrn David Wilhelm zum neuen Vorstand für Kommunikation.

Zuvor hatte Herr Felix Grubbe dieses Amt bekleidet.

In der ordentlichen Mitgliederversammlung am 17. November

2011 standen gleich mehrere Punkte auf der Tagesordnung. So

wurde zum einen über die oben bereits erwähnte Neufassung

der Satzung abgestimmt, zum anderen wurde Herr Thomas Brake

als neues Vorstandsmitglied für den Bereich Finanzen, Recht

und Organisation gewählt. Herr Michael Kuntz, der zuvor alleine

für diesen Bereich Verantwortung getragen hatte, legte sein Amt

aufgrund seines neuen Studienaufenthaltes in London nieder.

Neben den beiden Mitgliederversammlungen wurden im Jahr

2011 zudem zwei Vorstandssitzungen abgehalten. In beiden

dieser Sitzungen koordinierten die jeweiligen Vorstandsmitglieder

die Planung und Aufgaben, die innerhalb der einzelnen

Vorstandsbereiche anfielen. Die erste Vorstandssitzung fand am

20. Juni 2011 statt, die zweite am 26. September 2011. Aus den

jeweiligen Beschlüssen und Zielsetzungen, die in den Vorstandssitzungen

gefasst worden sind, entwickelte sich die neue Struktur

des Vereins, wie sie bereits erläutert worden ist.

Ausblick

Abschließend lässt sich sagen, dass der Bereich Finanzen, Recht

und Organisation dem neuen Jahr sehr zuversichtlich gegenübersteht.

So wurde eine Grundstruktur im abgelaufenen Jahr

geschaffen, durch die die umfangreicheren und komplexeren

Problemstellungen im neuen Jahr bewältigt werden können.

Die neuen Mitglieder haben sich gut in ihren einzelnen Teilbereichen

eingearbeitet und können von ihrem neu gewonnenen

Wissen im nächsten Jahr profitieren. Durch einen sogenannten

FRO-Leitfaden soll dieses Wissen in schriftlicher Form festgehalten

werden und somit auch künftigen Mitgliedern bei der Einarbeitung

in die jeweiligen Bereiche unterstützend zur Verfügung

stehen. Die stets voranschreitende Standardisierung von Formularen

und Unterlagen soll die Arbeit zukünftig zudem effizienter

machen. Somit freuen wir uns auf die Herausforderungen des

neuen Jahres und blicken zugleich mit einem gewissen Gefühl

von Stolz auf das im Jahre 2011bereits Geschaffene.

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

31


Projektmanagement - Inhalt

»»

Bereichsvorstellung

»»

Projektübersicht

»»

Projektreisen

»»

Ausblick

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

PROJEKTMANAGEMNT


PROJEKTMANAGEMENT

In der Projektarbeit liegt die Kernaufgabe von Campus for Change. Jedes Mitglied wirkt

dabei direkt oder indirekt mit.

Im Vorstandsbereich Projektmanagement laufen alle Fäden zusammen!

Der Vorstandsbereich setzt sich aus dem Vorstand für Projektma-

B

E

R

E

I

C

H

S

V

O

R

S

T

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L

U

N

G

Lisanne Grünherz

Medizin, TU München

Juliane Büsecker

Medizin,, LMU München

Julia Ruhland

Medizin, LMU München

Medizin, LMU München

Vorstand für Projektmgmt.

Michael Roiss

Medizin, LMU München

Medizin, LMU München

» » Medizin, LMU München

Lisa Egenberger

Amrei Aufderheide

» » Florence Bühler

nagement, sowie den Leitern der verschiedenen Projekte zusammen

und ist vor allem für die Koordinierung der Maßnahmen

aller Bereiche auf Projektebene verantwortlich. Im Vordergrund

steht in der Planungsphase der Projekte eine intensive Kommunikation

mit den Bereichen FRO und KOM, um für die Projekte

individuelle Maßnahmenpakete schnüren zu können.

Um größtmögliche Transparenz bei unserer Arbeit zu ermöglichen,

liegt in der ausführlichen Dokumentation und Berichterstattung

ein weiterer Schwerpunkt des Projektmanagements.

Neben der Arbeit an den einzelnen Projekten standen im vergangenen

ersten Jahr vor allem die Etablierung einer funktionierenden

Struktur und effizienter Prozesse im Vordergrund.

Zu diesem Zweck wurden Projektmanuals eingeführt. Diese

enthalten alle relevanten Informationen zum Projekt und sollen

zum einen eine effiziente Dokumentation und zum anderen die

Kontinuität bei einem Wechsel des Projektleiters garantieren.

Außerdem wurden folgende Qualitätskriterien definiert, welche

sicherstellen sollen, dass trotz der Themenvielfalt der Projekte

gewisse Standards eingehalten werden.

»»

Es stehen die Menschen, für die wir uns einsetzen wollen, im

Mittelpunkt, nicht wir.

»»

Wir arbeiten mit unseren Partnern auf Augenhöhe.

»»

Die Projektinitiatoren müssen die Situation und die Lage vor

Ort genau kennen, um mit den Betroffenen wirkungsvolle

Projekte zu erarbeiten.

»»

Kein Projekt beginnt ohne sorgfältige Planung und Konzeptionierung.

»»

Projektkonzepte müssen mit Experten diskutiert werden.

Das Einholen von Erfahrungswerten und die ausführliche

Auseinandersetzung mit der Grundthematik des Projekts

sind unerlässlich.

»»

Gesundheitsbezogene Projekte müssen sich nach anerkannten

Richtlinien (bspw. WHO) richten.

»»

Besonders bei Projekten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit

muss auch der langfristige Horizont berücksichtigt

werden. Projekte, die Akutsituationen verbessern,

sollten nicht in Konflikt mit der längerfristigen Entwicklung

der Region stehen.

»»

Es dürfen keine Zusicherungen gemacht werden, deren

Einhaltung durch die Mitglieder von Campus for Change e.V.

nicht gewährleistet werden kann.

»»

Jedes Projekt bedarf eines mit FRO zu erarbeitenden rechtlichen

Rahmens.

»»

Die Projektentwicklung ist gemäß den C4C-Richtlinien zu

dokumentieren.

34


AGEMENT

Projektübersicht

Projekte 2011

Lissanne Grünherz – Hoffnung trotzt HIV

Michael Roiss – Sabga ergreift Initiative

Juliana Büsseker und Florence Bühler – Students for Cameroon

Projekte in der Konzeptionierungsphase für 2012

Amrei Aufderheide – Krankenhaus Chinchpada (Indien)

Lisa Egenberger – St. Josephs School Foumban

Julia Ruhland – Projekt München

Projektreisen

Um einen möglichst guten Eindruck der Lage vor Ort zu erhalten,

sind wir bemüht, dass insbesondere Mitglieder des Projektmanagementteams

jährlich zu unseren Projekten reisen. Neben

den Famulanten im Oktober 2011, waren Michael Roiss und Lisanne

Grünherz bereits im April 2011 in Afrika. Im Anschluss an

ihre Reise schrieben sie folgenden Reisebericht:

„12.04. Sabga – Besuch der Krankenstation

Die Bauarbeiten sind größtenteils abgeschlossen und der neue

Anbau kann voraussichtlich ab Juli genutzt werden. Die Planung

des Cameroon Baptist Convention Health Board (CBCHB) sieht vor

den alten Teil auch relativ zeitnah zu renovieren. Eine Beteiligung

seitens Campus for Change wurde bislang noch nicht besprochen.

Die offizielle Eröffnung wird im späten Sommer bzw. im Herbst 2011

erfolgen.

Erfreulich ist, dass in Sabga ein neuer Campus der Universität entstehen

soll und so die Zahl der Menschen im Einzugsgebiet der Station

steigen wird. Dank der neuen Kapazitäten können diese Menschen

gut versorgt werden.

12.04. Banso Baptist Hospital – Besichtigung des Röntgengeräts

Das gebrauchte mobile Röntgengerät, das Campus for Change

freundlicherweise überlassen wurde, ist im Banso Baptist Hospital

im Einsatz und ermöglicht dort nun endlich auch eine Röntgendiagnostik

für schwer kranke und immobile Patienten. Das Gerät wird

intensiv genutzt und ist in gutem Zustand. Ein Problem, das vom

Personal an uns herangetragen wurde, ist das Fehlen von Dosimetern.

Eine Messung der Strahlendosis für die Mitarbeiter der Station

ist somit nicht möglich. Auch die räumliche Infrastruktur ermöglicht

leider keinen effizienten Strahlenschutz.

13.04. Foumban – Konzeptbesprechung mit Fr. Eric

Es wurde die Krankenstation, in der die HIV-positiven Mütter des

Programms primär versorgt werden und eine Berufsschule besucht.

Die belgische Ärztin der Krankenstation, welche auch über die Aufnahme

der Frauen in das Programm von Fr. Eric und Campus for

Change entscheidet, schilderte einen stetigen Zuwachs an neuen

HIV Patientinnen und machte einen verzweifelten Eindruck.

Trotzdem konnte während des Aufenthalts ein sehr gutes Konzept

entwickelt werden und wir konnten uns von der sehr sorgfältigen

Arbeitsweise von Fr. Eric und seinem Team überzeugen. Außerdem

lernten wir einige der Frauen kennen. Die Schilderungen ihrer

Schicksale waren erschütternd. ›››

Am Anfang

eines jeden

Projekts

steht die

Konzeptentwicklung

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

35


PROJEKTMANAGEMENT

Durch Projektreisen und unser Famulantenprogramm stellen wir sicher, dass unsere

Unterstützung ankommt und sinnvoll verwendet wird. Transparenz wird auch in Zukunft

eine zentrale Rolle im Projektmanagement einnehmen!

››› 14.04. Yaoundé – Treffen mit Maria Coutinho von CEPS

Maria Coutinho ist seit vielen Jahren in Kamerun mit CEPS (Centres

pour la Promotion Sociale) tätig und versucht jungen Frauen eine

Perspektive zu geben. Ihr Modell junge Frauen zu Multiplikatorinnen

auszubilden und so Wissen in die Peripherie zu bringen, wirkt

absolut sinnvoll. Wir sind sehr dankbar, dass zwei Frauen aus dem

HIV-Programm in Foumban bei CEPS eine zweiwöchige Ausbildung

bekommen werden und so die gesamte Gruppe in Foumban bei der

Existenzgründung unterstützt wird.

viele Organisationen kennen gelernt zu haben und vor allem auch

deren Feedback eingeholt zu haben. Für eine junge Organisation

wie die unsere, ist das entscheidend.

In Nairobi wurde uns klar, dass wir hier in kleinen Schritten beginnen

müssen. Eine Erkenntnis über die wir sehr froh sind, wenn gleich

uns das angesichts der Lage vor Ort auch schwer fällt. Auch hier

war es gut zu sehen, dass es viele kleinere Organisationen gibt die

von ganzem Herzen für die Menschen arbeiten. Dieses Engagement

lässt uns hoffen und hat uns in unserem Weg bestärkt.“

15.04. Buea - Besprechung im Buea Regional Hospital

Der Rahmen des Famulaturprojekts von Campus for Change wurde

mit Dr. Mbome besprochen. Er ist der Leiter der Klinik und wird sich

um die Studenten kümmern. Er bittet uns, wenn möglich, Blutdruckmanschetten

mitzubringen.

16.04. Douala – Termin mit Mr. Noa von CED

CED (Cameroun Entreprises Développement) betreibt erfolgreich

mehrere Gründungszentren für junge Menschen in Kamerun. Im

Rahmen des Treffens wurde das Projektkonzept von Campus for

Change für Foumban besprochen. Nachdem die Thematik teilweise

ähnlich ist, war der Austausch für uns absolut wichtig. Eine Besichtigung

des Zentrums in Douala war aus Zeitgründen leider nicht

möglich.

17.04. bis 24.04. Nairobi – Hands of Care and Hope

Die von Sr. Lydia Pardella gegründete Organisation „Hands of Care

and Hope“ setzt sich seit Jahren für die Kinder und Jugendlichen im

Slum von Korogocho ein. Im Rahmen unseres Aufenthalts haben

wir versucht Möglichkeiten für Campus for Change zu finden , um

diese bewundernswerte Arbeit zu unterstützen. In Zukunft soll ein

Stipendiensystem entstehen, um Jugendlichen aus Korogocho eine

universitäre Ausbildung zu ermöglichen.

20.04. Nairobi – Termin im Eastlands Training Center

Andrew Olea leitet das Eastlands Training Center in dem Jugendliche

eine wirtschaftliche Basisausbildung bekommen, um vor allem

im informellen Wirtschaftssektor Fuß fassen zu können. Beim

Treffen fand ein reger Ideenaustausch statt und das Modell des

Trainingscenters scheint absolut sinnvoll. Die Erkenntnisse bringen

Campus for Change dem Ziel junge Menschen aus Nairobi zu unterstützen,

ein großes Stück näher.

Ausblick

Im kommenden Jahr wird sich das Projektmanagement vor allem

auf eine größere Anzahl von Projekten einstellen müssen,

so dass gegebenenfalls eine Auswahl

zwischen Projekten, welche

mit Campus for Change realisiert

werden können, getroffen werden

muss. Außerdem wird eine größere

Themenvielfalt bei den Projekten

auf das PM-Team zukommen. Wichtig

hierbei ist, dass wir unsere Nischenstellung

behalten und unsere

Projekte weiterhin als Ergänzungen

zu den Projekten der großen NGOs

sehen. Während diese immer die

Veränderung großer Strukturen

und ganzer Regionen zum Ziel haben,

beschränkt sich Campus for

Change auf kleine und individuelle

Lösungsansätze, die den betroffenen

Menschen direkt zu gute

Campus for Change Gründer Michael Roiss

kommen und erst in der Summe betrachtet große Veränderung

bewirken können.

Darüber hinaus wollen wir die Qualität unserer Arbeit weiter verbessern,

indem wir Workshops im Bereich Projektmanagement

ermöglichen. Schließlich ist es unser Ziel noch mehr Wert auf

die Messbarkeit des langfristigen gesellschaftlichen Nutzens der

Projekte zu legen.

Persönliches Fazit

Diese vierte Reise war vielleicht die bislang größte Herausforderung.

Vor allem in Foumban war nicht von Anfang an klar, dass es gelingen

wird ein gutes Konzept zu erarbeiten. Wir sind außerdem froh

36


AGEMENT

oben:

Michael Roiss bei der Übergabe eines mobilen Röntgengeräts, welches an Campus for Change für die Krankenstation in Sabga gespendet wurde, April 2011

unten:

Kenianische Kinder, die sich über die Anwesenheit verschiedener deutscher Helfer, unter anderem Michael Roiss, freuen.

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

37


Ausblick

Kontakt

- Michael Roiss, David Wilhelm, Thomas Brake

„Das erste Jahr Campus for Change hat uns viel gelehrt und uns unsere

Schwachstellen aufgezeigt. Diese wollen wir im kommenden Jahr angehen

und uns so weiterentwickeln. Dabei sind wir uns bewusst, dass uns neue

Herausforderungen bevorstehen. Herausforderungen auf die wir uns freuen

und die wir mit unserem gestärkten Team angehen werden. Verbesserungspotential

sehen wir vor allem in drei Bereichen: Organisation, Transparenz

und Kooperationen.

Im Feld der Organisation streben wir weiter danach unseren Verein möglichst

multiplizierbar zu gestalten, so dass es langfristig möglich sein wird

Campus for Change Vereine auch an anderen Universitätsstandorten zu

gründen. Hierfür wollen wir grundlegende Bausteine zur Verfügung stellen

und so den Gründern vor Ort viel Arbeit abnehmen. Zuvor müssen wir aber

noch einige Bausteine, wie bestimmte Prozesse oder Richtlinien selber definieren,

um die Abläufe möglichst effizient zu gestalten. Darüber hinaus

spielt im Rahmen der Organisation das Recruiting und die Mitgliederführung

eine wichtige Rolle. Hierbei kommt es uns darauf an motivierte Studenten

zu finden, die sich aktiv in den Verein einbringen wollen und teilweise

auch spezifisches Know-How z.B. hinsichtlich IT, Recht, o.ä. mitbringen.

Transparenz ist für einen gemeinnützigen Verein wie den unseren von

höchster Priorität. Deshalb gibt es in diesem Bereich immer Verbesserungsmöglichkeiten.

Im kommenden Jahr wollen wir insbesondere unsere Projektauswahl

an konkrete Faktoren binden und versuchen die Verbesserung

der Gesellschaft, die wir vor Ort erzielen zu messen. Zudem zielen wir darauf

ab mehr Transparenz durch regelmäßige Berichte an unsere Unterstützer

zu schaffen.

Schließlich ist es unser Ziel die Bekanntheit des Vereins zu steigern. Um dies

zu gewährleisten wollen wir vermehrt Kooperationen mit anderen studentischen

Organisationen eingehen und so unseren Ressourcenpool erweitern.

Außerdem wollen wir diesen Pool durch die neu etablierten Funktionen

der Fördermitglieder und des Beirats ergänzen. Erste Beiratsmitglieder

konnten wir bereits gewinnen, freuen uns aber sehr über weitere Mitglieder,

die uns mit ihrem Wissen und Netzwerk zur Seite stehen wollen.

Mit diesen Zielen vor Augen wollen wir auch im nächsten Jahr wieder getreu

unseres Mottos ‚Jeder kann die Welt verändern‘ mit kleinen Schritten in

die richtige Richtung eine Veränderung herbeiführen.

Auf ein aufregendes und erfolgreiches Jahr 2012!“

Vorstand für Finanzen, Recht und Organisation

Thomas Brake

E-mail: t.brake@campus4change.org

Mobil: +49 (0) 176 55181429

Vorstand für Kommunikation

David Wilhelm

E-mail: d.wilhelm@campus4change.org

Mobil: +49 (0) 176 22280094

Vorstand für Projektmanagement

Michael Roiss

E-mail: m.roiss@campus4change.org

Mobil: +49 (0) 160 94443598

Postanschrift

Campus for Change e.V.

c.o. Michael Roiss

Oberländer Straße 3e

81371 München

Bankverbindung

Kto.-Nr. 1001349362

IBAN DE78701207001001349362

BIC OBKLDEMX

BLZ 701 207 00

Oberbank AG

Internetauftritt

www.campus4change.org

http://www.facebook.com/pages/Campus-for-

Change-eV/127241267312354

http://www.vereinsbuechse.de/verein/campus4change/

Registergericht

Registergericht: Amtsgericht München

Registernummer: VR 203409

CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011


CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT 2011

Viele Menschen sagen: „Niemand kann die Welt verändern!“

Wir sagen: „Jeder kann die Welt verändern!“

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