„Roter Faden“ - SPD-Ortsverein Sehnde

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„Roter Faden“ - SPD-Ortsverein Sehnde

„Roter Faden“

für Mitglieder des Ortsvereins Sehnde

Stand September 2008

SPD zum Waldbad Sehnde: CDU/FDP plant an den Bedürfnissen vorbei

Kötterscher Park – Lebensraum für bedrohte Tiere

Sommerpause und Sommerloch – nicht bei der AsF in Sehnde!

Rückschau: Januar 2000 – Kurt Rühmkorf 70 Jahre Genosse

Graffiti – Kunst oder Sachbeschädigung?


Liebe Genossin, lieber Genosse,

Urlaub ist nichts zu tun – und dafür den ganzen Tag

zur Verfügung zu haben.

Die Deutschen sind trotz rasant steigender Spritpreise

nach wie vor Urlaubsweltmeister.

Wer zu Hause bleibt – warum auch immer, muss nicht automatisch

weniger erleben. Frischer Wind im Haar (Radfahren),

leckeres Essen beim Italiener um die Ecke, spannende Bücher

und viel Schlaf. Einfach die Dinge tun, die man auch im

Urlaub anderen Orts machen würde. Wer keine Zeit zum

Reisen hat, braucht nur ein bisschen Fantasie.

Gute Erholung wünscht

Was in diesen Tagen zu lesen ist

STERN-Umfrage in Nr. 34 vom 14. August:

Der „Clement-Krach“ hat Wähler verschreckt, nun

droht die „Ypsilanti-Delle“. Die hessische SPD-Chefin

bereitet die Partei darauf vor, sich mithilfe der Linken

zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Nach Forsa-

Erhebungen war die Partei in der vergangenen Woche

nur noch für 20 Prozent der Bundesbürger wählbar.

Damit ist die SPD wieder auf ihrem historischen Tiefststand

vom Juni 2008 gelandet. Nur noch acht Prozent

der Bundesbürger halten die Sozialdemokraten für

kompetent, die Probleme des Landes zu lösen. Zum

Vergleich: Die Union kommt immerhin auf 24 Prozent.

Unangefochten von Parteien- und Richtungsstreit

schwebt Angela Merkel weiterhin im Umfragehimmel:

Bei einer Direktwahl bekäme die Kanzlerin locker die

absolute Mehrheit.

Termine September

und Oktober in Sehnde

6. September, Am Schulhof, Höver, Ortsfest.

6. September, Kooperative Gesamtschule Sehnde,

14 bis 17 Uhr, 2. Sehnder Seniorentag

13. September, Ev. Gemeindehaus, Mittelstraße, 9.30 Uhr,

Frauenfrühstück, Thema: „Streifzug durch die USA“, Lichtbildervortrag

von Margot Born, Veranstalter Landfrauen

20. September, Bezirkssportanlage, Chausseestraße,

Sehnde, Weltkindertag

26. September, ab 15.30 Uhr, SPD-Bürgertreff,

Straße des Großen Freien 27 A, „Roter Freitag“

26. September, 19.00 Uhr, Gründungsversammlung

„Wir in Höver“ (Eine Dorfchronik zu schaffen, ist das Ziel

des noch zu gründenden Vereins)

30. September, 19.00 Uhr, SPD-Bürgertreff,

Straße des Großen Freien 27 A, Ortsvereinsvorstandssitzung

2. Oktober, 18.00 Uhr, großes Sitzungszimmer,

Rathaus Sehnde, Fraktionssitzung

9. Oktober, Ratssaal, Rathaus Sehnde,

erste Ratssitzung nach der Sommerpause

28. Oktober, 19.00 Uhr, SPD-Bürgertreff,

Straße des Großen Freien 27 A, Ortsvereinsvorstandssitzung

Stand: August 2008

Verantwortlich für den Inhalt: Dietrich Puhl

Namentlich mit „dp“ gekennzeichnete Artikel entsprechen der Ansicht

des Herausgebers. Sie sind nicht Meinung der Partei und/oder der Ortsbeziehungsweise

der Ratsfraktion.

Entsprechend dem Grundsatz der Gleichberechtigung von Mann und Frau

gelten alle Personen- und Funk tionsbezeichnungen, ungeachtet der männ lichen

und weiblichen Sprachform, für beide Geschlechter.

Leserbrief von Erika Bosch aus Düsseldorf in der ZEIT,

Nr. 29 vom 10. Juli:

„Liebe Mitglieder des Bundestages,

liebe VolkvertreterInnen,

im Herbst sollen Sie nicht nur da rüber abstimmen,

ob der Bun de sw ehreinsatz in Afgha nistan verlängert

werden soll, sondern Sie sollen sogar über eine nochmalige

Aufstockung von 1.000 Sol daten entscheiden.

Es kommt einer Kapitulation von Politik gleich, immer

mehr auf die Stärkung des Militärs zu setzen. Wissen

Sie eigentlich von der über 80-prozentigen Ablehnung

der Bürger dieser sonderbaren ‚Freiheit am Hindukusch‘,

die nun seit über sechs Jahren angeblich verteidigt

wird? Stimmen Sie bitte im Herbst mit einem JA zum

zivilen Wiederaufbau des Landes, mit JA für humanitäre

Hilfe, mit einem JA für den Abzug aller Trup pen aus

Afghanistan und mit einem glasklaren NEIN! zu einer

Mandatsverlängerung und weite ren Kriegseinsätzen.

Nur dann wären Sie für mich wählbar.“

Leserbrief von Bernd Farger aus Garbsen in der HAZ,

Nr. 191 vom 15. August:

Was ist das für eine glänzende Idee des Herrn Wennemer,

durch Zukauf einer Firma die Schulden zu erhöhen,

damit Schaeffler einen größeren Schuldenberg

übernehmen müsste. Täten sie es dann nicht, muss

Herr Wennemer Leute entlassen, eventuell Werke

schließen – dies sind ja die allgemeinen Praktiken.

Es zeigt, dass Herr Wennemer hilflos ohne Konzept

dieser Situation gegenübersteht, zusätzlich ist das

eigene Ego angekratzt. Die Übernahme durch die

Schaeffler-Gruppe garantiert sicherer den Standort

Hannover, es müssen keine Bittgesuche der Politiker um

Entlassungen und Werksschließungen mehr stattfinden.

Was immer übersehen wird, ist die Tatsache, dass

Manager keine Unternehmer sind. Es sind Vertreter

der Aktionäre. Eigentümerunternehmer sind mehr dem

Firmeninteresse sowie dem sozialen Wohl zugetan.

2 ROTER FADEN 09/2008


SPD zum Waldbad Sehnde:

CDU/FDP plant an den Bedürfnissen vorbei

Anders als die Ratsmehrheit betrachtet die Sehnder Ratsfraktion

der Sozialdemokraten den in der letzten Ratssitzung zum Ausbau

des Waldbades gefassten Beschluss als eine vergebene Chance, den

Sehnder Bürgerinnen und Bürgern ein Bad nach ihren Bedürfnissen zu

bauen.

Silke Lesemann

und Matthias Miersch

im Spatzennest

Anlässlich eines Besuches der Sehnder

Kinderkrippe „Spatzennest e. V.“

informierten sich die Landtagsabgeordnete

Silke Lesemann und der Bundestagsabgeordnete

Matthias Miersch

bei Mitarbeiterinnen und Vereinsmitgliedern

über Probleme und Herausforderungen

bei der Betreuung unter

Dreijähriger.

In der aus einer Elterninitiative hervorgegangenen

Krippe, die mit viel Engagement

und Eigenleistung seit 2004

in Sehnde angesiedelt ist, werden

derzeit zwei Gruppen mit insgesamt

30 Kleinkindern betreut.

Lesemann und Miersch machten

deutlich, dass das Thema Bildung

bereits im Krippenalter beginnt: „Wer

dies anerkennt, muss auch für mehr

Qualität in den Krippen sorgen. Hier

ist das Land in der Pflicht.“, sagt Silke

Lesemann, selbst Mutter von zwei

schulpflichtigen Kindern. „Eine Verbesserung

des Betreuungsschlüssels

bzw. eine Reduzierung der Gruppengröße

sind deshalb wichtig, wenn

Krippen ihren pädagogischen Auftrag

erfüllen sollen“.

Miersch stimmt zu und fordert für

das Thema Bildung die Zuständigkeit

des Bundes: „Es kann nicht sein, dass

Der Fraktionsvorsitzende der Sehnder

SPD, Wolfgang Toboldt, hatte in

der Ratssitzung noch einen letzten

Versuch unternommen, durch Darstellung

der beengten Verhältnisse

im neu geplanten Waldbad die CDU/

FDP-Mehrheit von dem

Irrweg abzubringen,

möglichst alles in das

vorhandene Schwimmerbecken

zu packen,

um damit Kosten zu

sparen.

„Letztendlich werden zwar Kosten

gespart, aber niemand wird mit der

Lösung zufrieden sein. Und bei einer

Investitionssumme von fast 1,7 Mio.

Euro sollte dies schon am Ende einer

Planung stehen.“, kritisiert Toboldt die

Pläne.

Weder die Eltern mit Kleinkindern,

noch die Schwimmer oder die Jugendlichen,

die ihren Spaß haben

wollen, können mit der Planung zufrieden

sein.

Für die Schwimmer bleibt zuwenig

Platz zum Schwimmen und die Wassertiefe

mit teilweise nur 1,35 m ist

zu gering. Die Eltern von Kleinkindern

müssen ihre Kinder mehr beaufsichtigen,

weil durch die räumliche Nähe

von Kleinkindbecken und Schwimmerbereich

die Gefahren Steigen.

es in Deutschland 16 verschiedene

Regelungen gibt, die nach Kassenlage

der Länder mehr oder weniger

zum Wohle der Kinder ausfallen, im

CDU-regierten Niedersachsen eher

weniger“.

Mit diesen Forderungen stießen die

beiden Politiker auf offene Ohren bei

ihren Gesprächspartnerinnen. Der

Verein „Spat­ zennest e. V.“ hatte

erst kürzlich in einer Petition an

den Landtag gefordert, die Standards

bei der Betreuung von Kleinkindern

anzu heben. Lesemann sagte ihre landespolitische

Unterstützung zu.

„Diese

Ausbauvariante

der CDU/FDP-Ratsmehrheit

ist keine gute Wahl

für Sehnde.“

Die bisherigen „Attraktionen“ für die

Jugendlichen werden nur unzureichend

genutzt werden können, weil

die aufblasbare Krake den Schwimmern

den Platz zum Schwimmen

nimmt und die Sprungbretter am

3-Meter-Turm abgebaut

werden. Die Frage der

Beheizung des Wassers

durch regenerative Energien

wird von der Ratsmehrheit

gar nicht mehr

geprüft, ist sogar nachträglich

extra aus dem

Beschlussvorschlag he rausgestrichen

worden. Und auf die Wünsche und

Bedürfnisse des Aufsichtspersonals

wurde ebenfalls nicht gehört. Über

diese gravierenden Mängel können

auch die neuen so genannten „Attraktionen“

wie Nackenduschen,

Wasserpilze und Spritzfische nicht

hinwegtäuschen.

„Alles in allem ist diese Ausbauvariante

der CDU/FDP-Ratsmehrheit keine

gute Wahl für Sehnde. Eher die vergebene

Chance, den Bürgerinnen und

Bürgern für die nächsten 25 Jahre ein

attraktives Bad für die ganze Familie

zu bauen, auch wenn dies mehr Geld

gekostet hätte. Hier wird am falschen

Ende gespart. Sehnde hätte mehr verdient

gehabt!“, so der Fraktionsvorsitzende

Toboldt abschließend.

„Roter Freitag“

gut besucht

Der erste „Rote Freitag“ des Sehnder

Ortsvereins nach der Sommerpause

am Freitag, 22. Au gust 2008 verzeichnete

einen regen Besuch. Matthias

Miersch musste in letzter Minute leider

seinen Besuch absagen. Das SPD-

Landespräsidium traf sich kurzfristig

aus aktuellem Anlass, berichtet Heidi

Hellemann. Aufgeschoben ist nicht

aufgehoben. Der Ortsverein lädt ein

zum nächsten Termin am 26. September

2008.

ROTER FADEN 9/2008 3


Rückschau: Im Januar 2000:

Kurt Rühmkorf 70 Jahre in der SPD

Im Januar 2000 war Kurt Rühmkorf 70 Jahre Mitglied

der Sozialdemo kratischen Partei. Ein äußerst seltenes Jubiläum.

Der damalige Stadtverbandsvorsitzende

Olaf Kruse und die Vorsitzende

des Ortsverein Sehnde-Mitte Edith

Gollnow ehrten gemein sam mit Gästen

aus der Bundes- und Landespolitik

(Bundestagsabgeordneter Horst Schild

und dem Niedersächsischen Finanzminister

Heiner Aller) den Jubilar in einer

Feierstunde am 23. Januar 2000, im

Naturfreundehaus Sehnde.

Lebensdaten

Kurt Rühmkorf

30.Juni 1914 in Rethen an der Leine

geboren; Sohn politisch interessierter

Eltern; die Mutter Elise Rühmkorf war

Mitbegründerin der Sehnder AWO;

der Vater hat den Hastra-Bezirk in

dieser Gegend aufgebaut. 1923 zog

die Familie nach Sehnde

Kurt Rühmkorf besuchte bis 1928 die

Volksschule in Sehnde in der Breiten

Straße; er meint, Sehnde sei ein beliebter

Ort für Strafversetzungen für

progressive Lehrer gewesen, davon

hätte er profitiert.

Von 1928 bis1932 macht er eine

Lehre als Werkzeugmacher bei der

Hanomag in Linden (sein Meister dort

war Otto Brenner).

Zusammen mit Otto Brenner gründete

er die SAP, den linken Flügel der SPD.

SAP-Gründung ebenfalls in Sehnde,

zusammen mit Heinrich Schaper, dem

älteren Bruder des späteren, langjährigen

Bürgermeisters Wilhelm Schaper.

1933 nach einer Schlägerei mit der

Hitlerjugend am 27. August um die

Naturfreundehütte in Sehnde musste

Kurt Rühmkorf fliehen. Die meiste Zeit

verbrachte er in Frankreich, kam aber

auch über die Schweiz nach Italien.

Alles mit dem Fahrrad. Zusammen mit

beispielsweise Rudolf Rogge aus Hannover;

kaum Geld; andere Emigranten

treffend; um Essen bei Naturfreundehütten

bittend; Kurierdienste politischer

Natur übernommen.

1934 war er wieder in Sehnde, weil

keinen Nansen-Pass bekommen

konnte; ab dann Gelegenheitsarbeiten

bei Elektrifizierungsarbeiten, Überlandleitungen

usw.

1939 begann er das Studium der Ingenieur-Wissenschaften

in Hannover,

was durch den Krieg unterbrochen

wurde. Danach Ausbildung bei der

Wehrmacht, Soldat in Belgien, Frankreich

und Russland.

1943 Unterarmdurchschuss am linken

Arm, zwei steife Finger an der

linken Hand. Wegen der Verletzung

aus dem Heer ausgeschieden, Kriegsende

in Sehnde. Studium als Notstudium

fortgesetzt.

Nach dem Krieg half er 1946 die

Naturfreunde in Sehnde wieder zu

gründen.

Abschluss des Studiums 1947, dann

bei der Zahnradfabrik Seegers bis zum

63. Lebensjahr in Linden gearbeitet.

Immer mit der Bahn von Sehnde zum

Bahnhof Linden gefahren, dann zu

Fuß zur Firma Seegers; entsprechend

spät zu Hause in Sehnde; nach kurzer

Pause wieder zu kommunalpolitischen

Terminen. Die beiden Töchter, Beate

und Regina, haben von ihrem Vater

kaum etwas gehabt.

Bei den Naturfreunden die Jusos ideologisch

geschult, Rolf Stender, Jochen

Kawald, Detlef Koch unter anderen

sprechen noch heute mit Hochachtung

von dieser Zeit und sind ihm

als Natur-freunde eng verbunden

geblieben.

Und im Grunde bis heute, immer in

der Kommunalpolitik, erst im alten

Landkreis Burgdorf, dort zusammen

mit Hermann Barche und in Sehnde

tätig gewesen, Dazu im Bezirk und

Unterbezirk zusammen mit dem Laatzener

Erich Panitz.

Fraktionsvorsitzender in der Zeit der

Gemeindedirektoren, Theo Hublitz,

den er aus dem Saarland holte, und

Manfred Kotter.

Er hat an der Nominierung von Gustav

Heinemann zum Bundespräsidenten

mitgewirkt. Hat oft in Bonn auf

den Tisch gehauen, um Sehnder Anliegen

durchzusetzen.

Er war Ehren¬vorsitzender der SPD-

Ratsfraktion und Träger der Ehrenmedaille

der Gemeinde Sehnde. Am

30. Juni 1984 wurde er der vierte

Ehrenbürger der Stadt Sehnde. Ehrenvorsitzender

bei den Naturfreunden.

Von 1952 bis 1974 im Rat der ehemaligen

Gemeinde Sehnde. Von 1964

bis 1974 stellvertretender Bürgermeister

und Fraktions¬vorsitzender der

SPD-Ratsfraktion.

Von 1974 bis 1991 im Rat der Gemeinde

Sehnde, davon bis November

1979 wieder Fraktionsvorsitzender.

Reimund Wohlgemuth wurde sein

Nachfolger.

1984 verstarb seine ebenfalls legendäre

Ehefrau Sophie. Bis zu seinem

Tode am 25. August 2001 lebte er

in seiner gewohnten Umgebung und

regelt seine Angelegenheiten noch

allein.

Das Interesse an der Kommunalpolitik

war ungebrochen. Fast bei jeder Ratssitzung

konnte man ihn als Besucher

sehen.

eg

Helmut Schmidt:

Politiker und Journalisten

teilen das traurige Schicksal,

dass sie oft heute

schon über Dinge reden,

die sie erst morgen ganz

verstehen.“

4 ROTER FADEN 09/2008


Die SPD-Ratsfraktion in einer Pressemitteilung vom April 2003:

Kötterscher Park

» Die Fraktion lehnt einstimmig jegliche

Bebauung im 1995 unter Schutz

gestellten Gelände ab. Vorstellungen,

das nördliche Gartengelände

mit einer Obstwiese und den Bereich

der ehemaligen Villa im Süden

für eine Wohnbebauung in Betracht

zu ziehen, finden ebenfalls keine

Zustimmung.

Wolfgang Spethmann, Universität

Hannover, betont: „Der Köttersche

Park und das Papenholz stellen mit

dem Baumbestand von Stadion

und Badeanstalt eine für einen innerstädtischen

Bereich besonders

schützenswerte ideale ökologische

Vernetzung dar. Sie dient dem Lärmund

Staubschutz.“ Er ergänzt: „Die

,Unord¬nung’ mit abgestorbenen

Stämmen und Totholz ist für die Natur

natürlich, die ,Ordnung’ in Gärten

oder im Wirtschaftsforst ist ökologisch

unnatürlich!“

Abschließend führt er aus: „Der Köttersche

Park könnte ideal zur ökologi­

Spielgerätespende

der Firma Holcim

Die Firma Holcim spendet aus Anlass

ihres Jubiläums des 100-jährigen Beginns

der Zementproduktion in Höver

einen Betrag von 50000 Euro. Die

Firma plant Spielgeräte für die Ortsteile

Höver und Bilm zu beschaffen.

Der Rat der Stadt Sehnde beschloss

in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause

am 9. Juli 2008 die Sachspende

in Höhe von 50.000 Euro

anzunehmen.

schen Bewusstseinsbildung beitragen,

wenn er in seiner jetzigen Form und

Größe erhalten und unbedingt geschlossen

für das Publikum bleibt.“

Aktive Naturschutzarbeit müssen den

Erhalt dieses Parks sichern.

Unter dem Begriff „grünes Klassenzimmer“

stellt sich die Fraktion eine

Fotografien von Reiner Luck

„Objektiv betrachtet“

Reiner Luck (Vorsitzender der Sehnder

AWO) ist ein begeisterter Hobbyfotograf.Der

Bogen dieser Bilder

spannt sich von Landschafts- und

Tieraufnahmen bis zu Menschen, denen

wir täglich begegnen. Häufig war

die Digital kamera der tägliche Begleiter

und aus der Sammlung der Aufnahmen

wurde dieser Themenbereich

ausgewählt. Es sind Landschaftsbilder

von der Nordseeküste und auch aus

der näheren Umgebung von Sehnde,

Tieraufnahmen aus Zoos und Aquarien

und Zufallsaufnahmen von Menschen.

Die Bilder zeigen farbenfroh

die Schönheit unserer Schöpfung und

sollen den Besucher animieren, täglich

mit offenen Augen selbst nach geeigneten

Motiven Ausschau zu halten.

Die Ausstellung ist im SPD-Bürgertreff

bis zum 24. Oktober immer freitags

von 16 bis 18 Uhr zu sehen. eg

Zusammenarbeit und Patenschaft mit

der Kooperativen Gesamtschule vor.

Die Fraktion wünscht eine umfassende

Kartierung von Pflanzen und

Tieren sowie Informationstafeln für

die Öffentlichkeit. Die Sehnder Ortsratsfraktion

strebt eine jährliche Müllsammelaktion

gemeinsam mit Schülern

der KGS an. «

Frage des Monats: Wie würde die

Fraktion sich heute im Jahr 2008

zum Kötterschen Park erklären?

Leserbrief:

Kötterscher Park–

Lebensraum

für bedrohte Tiere

Sollte dieser Park für die Bevölkerung

freigegeben werden,

bilden sich viele Trampelwege

wie im Papenholz. Das einzigartige

Rückzugsgebiet für schützenswerte

Tiere wird dann nur

noch von Tauben und Krähen

in Besitz genommen. Es würde

ein Durchgangsweg zur B 65

oder zum Bahnhof werden. Alle

seltenen Tiere werden dann bald

ihren Lebensraum verlieren. Der

Park sollte ein Naturschutzgebiet

bleiben. Das Papenholz in

unmittelbarer Nähe wird doch

von vielen Sehnder Bürger

genutzt. Außerdem ist es noch

eine Oase für die Stadt Sehnde.

Vor Jahren sollte schon einmal

ein Kindergarten gebaut werden

wegen der ruhigen und reizvollen

Umgebung. Für Kinder ideal.

Der wurde abgelehnt wegen der

besonderen Fauna im Park. Dann

sollte ein Bebauungsplan aufgestellt

werden. Nun soll es eventuell

eine Wegerschließung geben.

Meine Frage: Wer pflegt das? Der

Randbereich macht jetzt schon

keinen gepflegten Eindruck .

Grundsätzlich sollte man

der Emp fehlung von Frau Rosa

Vocino folgen.

Frida Schaper

Iltener Straße 10,

31319 Sehnde

ROTER FADEN 9/2008 5


Auf ein Neues::

Drittes Literaturcafé im Café Chadeur

am 2. September 2008 um 19.00 Uhr

Nach einer langen Sommerpause ist

es wieder soweit: Am 2. September

lädt die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer

Frauen (AsF) um 19.30

Uhr zum dritten Literaturcafé ins Café

Chadeur, Mittelstraße 10 in Sehnde

ein.

Bereits zwei Veranstaltungen wurden

mit großem Erfolg in dem gemütlichen

Café in der Sehnder Mittelstraße

durchgeführt. Das erste Literaturcafé

fand am 22. April statt. Hierbei wurden

die Initiatorinnen Andrea Gaedecke

und Birgit Luck noch tatkräftig

von Frau Günter und Frau Diering aus

der Bücherstube Veenhuis unterstützt.

Die beiden Damen waren mit einer

großen Bücherkiste gekommen und

stellten kompetent und unterhaltsam

eine große Anzahl von Büchern vor.

Am 27. Mai haben Frauen aus dem

Teilnehmerkreis zwei sehr unterschiedliche

Bücher vorgestellt und

Passagen daraus vorgelesen.

Das erste Buch war der Krimi „Die

Chemie des Todes“ von Simon Beckett.

Die vorgelesenen Passagen

erzeugten Gänsehaut und Neugierde

auf mehr. Ein schaurig schöner Leckerbissen

für manchen Krimifan.

Die Vorstellung des zweiten Buchs

„Alles, was wir geben mussten“ von

Kazuo Ishiguro hat wohl alle Zuhörerinnen

tief berührt. Der Roman

erzählt in hoher literarischer Qualität

eine bewegende Geschichte über

Freundschaft und Liebe, über „Betreuer“

und „Spender“. Bei Kaffee,

Wasser oder Wein und netten Gesprächen

wurde das Gehörte verarbeitet

und klang gemütlich aus.

Auch für das dritte Literaturcafé

haben sich wieder zwei Teilnehmerinnen

gefunden, die Bücher vorstellen

werden. Wer Lust hat sich Leseanregungen

zu holen – oder auch zu

geben – ist herzlich eingeladen am

2. September um 19.30 Uhr im Café

Chadeur in gemütlicher Atmosphäre

zuzuhören, zu diskutieren und einen

interessanten Abend zu verbringen.

bl

Daniela Waschke in ihrem Brief an alle Sehnder Genossinnen:

Sommerpause und Sommerloch –

nicht bei der AsF in Sehnde!

Bei unserem Treffen „AsF on Tour“,

haben wir beschlossen, einen Ideenpool

einzurichten. Wir wollen eine

Plattform schaffen, dort aktuelle Anliegen

und Themen von und mit euch

aufgreifen, Projekte zu den verschiedenen

Themen und Anliegen in Gang

bringen und mit euch Politik machen.

Getreu unserem Motto: „Mehr für

Sehnde – darum SPD“.

Mit der erfolgreichen Einrichtung

eines Literaturcafés haben Andrea

Gaedecke und Birgit Luck gezeigt,

dass wir Sehnde auch kulturell beleben

können. In euren Köpfen schlummern

bestimmt noch jede Menge

Ideen für gemeinsame Aktivitäten,

Besichtigungen, Veranstaltungen oder

Vorträge, auch abseits der klassischen

Frauenpolitik. Anlässe und Themen

gibt es genug. Wir wollen mehr für

Sehnde. Darum bitten wir dich, sei

aktiv! Wir können nur an aktuellen

Themen arbeiten, wenn sie uns bekannt

sind. Was bewegt dich? Wo

gibt es etwas zu tun? Packen wir es

gemeinsam an. Wir freuen uns über

deine Anregungen!

Frauenfrühstück

Am 13. September 2008 findet das

nächste Frauenfrühstück des Arbeitskreises

Frauen für Sehnde statt.

Im evangelischen Gemeindehaus in

der Mittelstrasse geht es von 9.30 bis

11.30 Uhr um das Thema: „Streifzug

durch die USA“. Ein Lichtbildvortrag

von M. Born (Landfrau). Eine Anmeldung

ist bis zum 11. September

2008 bei Frau Holler im evangelischen

Kirchenbüro unter Telefon

05138/616400 möglich. Der Kostenbeitrag

beträgt 5 Euro.

Der Arbeitskreis „Frauen für Sehnde

besteht aus: Landfrauenverein, evangelische

Kirche, katholische Kirche,

CDU-Frauen , SPD-Frauen, Die Grünen,

SoVD, AWO, DGB, Kulturverein

und dem Präventionsrat der Stadt

Sehnde.

dw

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer

Frauen in der Region Hannover,

gibt einen Newsletter heraus,

der über aktuelle Themen informiert.

Wer an diesem Newsletter interessiert

ist, kann gerne in den Verteiler aufgenommen

werden. Eine kurze Mail

genügt. Wer die Neuigkeiten gerne in

Papierform bekommen möchte, kann

sich gerne bei mir melden.

20 Jahre nach Einführung des Quotenbeschlusses,

auf dem Münsteraner

Parteitag, ist das Thema „Quote“

noch topp aktuell. Hierzu hat die

AsF einen Flyer herausgegeben, der

entweder zum Download auf www.

spd-sehnde.de zur Verfügung steht,

oder bei mir angefordert werden

kann. Das Internet ermöglicht den

schnellen Austausch von Informationen,

wir wollen dieses Medium

nutzen. Wenn ihr bisher noch keine

E-Mail von mir erhalten habt, jedoch

eine Mail adresse besitzt, so teilt mir

eure Adresse bitte mit. Wir wollen ein

Netzwerk errichten und so Informationen

möglichst zeitnah weitergeben.

Danke.

Schöne Sommertage & rote Grüße

Daniela Waschke

6 ROTER FADEN 09/2008


Die SPD-Abteilung Höver-Bilm lädt die Daheimgebliebenen ein:

Rockparty im alten Zementwerk

Die Band Hometown spielte am Sonnabend,

2. August, vor ungewohnter

Kulisse im alten Zementwerk. Ein

gelungener Abenden finden die zahlreichen

Besucher. Der Regionalteil der

HAZ spricht von 300 Musikfans.

Hometown, das sind fünf Musiker

aus Höver und Bilm. Die Musik von

Sänger und Komponist Ludi Pfeifer,

Bassist Wolfgang Fleischer, den Gitarristen

Thorsten Newerla und Oliver

Peerschke sowie Schlagzeuger Bernd

Hoppe bereitete den Fans Spaß.

„Wir wollen allen, die in den Ferien

daheimgeblieben sind, etwas Außergewöhnliches

bieten.“, so Ronald Siegismund

in seiner Begrüßung.

Ronald ist nicht nur Abteilungsvorsitzender,

Ideengeber und Organisator

des Rock abends, sondern auch Chef

hinter der Theke. Seine Helferinnen

und Helfer im Look der Blues Brothers

gekleidet sorgten sehr engagiert für

Speis und Trank.

Vor einem Jahr gab es an benachbarter

Stelle (Professor-Plühr-Straße) eine

kubanische Nacht. Ronald Siegismund

denkt schon an den kommenden

Sommer 2009. Dann soll es eine Poolparty

geben.

dp

Bauen im Iltener Park

Der zurzeit gültige Flächennutzungsplan

weist den Park des Klinikums als

Sonderbaufläche aus. Ein Bebauungsplan

ist nicht vorhanden. Derzeit wäre

eine Bebauung grundsätzlich im gesamten

Parkbereich zulässig. Der Flächennutzungsplan

ist zu aktualisieren.

Ziel der Änderung des Flächennutzungsplanes

ist es, möglichen Bauflächen

in städtebaulich gewollten

Bahnen zu lenken und Grünflächen

zu sichern. Ein Großteil der Parkanlage

wird auch künftig von jeglicher

Bebauung freigehalten werden. Für

die Bauflächen werden erst in einem

nachfolgenden Bebauungsplanverfahren

die tatsächlichen Bebauungsmöglichkeiten

festgelegt. Alle zu

berücksichtigenden öffentlichen und

privaten Belange sind gegeneinander

und untereinander gerecht abzuwägen.

Die Belange des Umwelt- und

des Naturschutzes oder des Denkmalschutzes

sind genauso zu berücksichtigen

wie beispielsweise die Vorsorge

für gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse

durch die Umgestaltung des

Klinikums, so dass dieses dauerhaft

wirtschaftlich betrieben werden kann.

ROTER FADEN 9/2008 7


Graffiti – Kunst oder Sach beschädigung?

Graffiti, Einzahl Graffito, steht als Sammelbegriff für privat angebrachte

Bilder bzw. Schriftzüge auf Oberflächen des öffentlichen

Raums. Graffiti erscheinen in einer Vielzahl von Ausprägungsformen

und werden für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt.

So erklärt das elektronische Nachschlagewerk

Wikipedia den Begriff

„Graffiti“. Im Weiteren zitiert das

Nachschlagewerk eine Untersuchung

der Universität Potsdam zu verschiedenen

Motiva tionen der Sprayer:

Streben nach eige ner Verbesserung,

Fortschritte machen, positive Emotionen

(Abschalten vom Alltag, Abreagieren,

Stimmung verbessern,

drogenrauschähnlicher Kick beim

Sprühen), Kreativität (Ideen und

Vorstellungen verwirklichen, Gefüh

le ausdrücken), Gruppen gefühl

(Ge borgenheit, Zusammenhalt),

Ruhm (englisch: Fame), Lebenssinn,

Grenzerfahrungen machen (Angst,

Gefahr erleben und überwinden),

Selbstverwirklichung.

Häufig besprüht werden Häuserwän

de, Trafostationen, Brücken, Unterführungen,

Eisenbahnfahrzeuge

und -anlagen, Schallschutzwände, in

Großstädten auch Bauwagen, Busse

und Lkws.

Im Prinzip werden so ziemlich alle

möglichen Objekte besprüht, so beispielsweie

auch Stromkästen oder

Verkehrsschilder. Jedoch ist das Besprühen

von Einfamilienhäusern, privaten

PKW, Denkmälern, Grabsteinen

und historischen Gebäuden in der

Szene meist verpönt.

Als Faustregel gilt, je schwieriger ein

Objekt zu erreichen und zu besprühen

ist, desto größer die Anerkennung

(der Fame) für den Writer. Eine

auf einem Hausdach gelegene Wand,

ein ganzer Eisenbahnzug oder ein

einzelner Waggon eines Zuges sind

in der Regel schwieriger zu besprühen,

als eine Straßenunterführung

und bringen dementsprechend mehr

Ansehen. Hierbei hängt der Grad der

Anerkennung aber auch von Qualität

(Sauberkeit, Stil u. ä.) und Quantität

ab.

Präventions- und Gegenmaßnahmen

zu illegalem Graffiti

Im Wesentlichen gibt es hierfür

folgende präventive Ansätze:

Schnelles Reinigen von Flächen, die

häufig besprüht werden, um die

Hoheit über die Fläche zu zeigen

und den Anreiz für aufwändige

Arbeiten zu nehmen. Dieser Ansatz

hat in der Praxis häufig den negativen

Effekt, dass die Qualität der

aufgebrachten Graffiti extrem sinkt,

teilweise sogar im andauernden

„Crossen“ der Fläche endet.

Kameraüberwachung in Verkehrsmitteln

und auf Bahnhöfen und

Bahnanlagen. Dies soll vor allem

abschreckend wirken, da das eigentliche

Besprühen oder Kratzen

damit nicht verhindert werden

kann. Über die abschreckende Wirkung

hinaus, kann das Bildmaterial

zur Ermittlung der Täter genutzt

werden.

Konsequente strafrechtliche Verfolgung

der Täter. Auch hier steht vor

allem die Abschreckung im Vordergrund.

In New York wurde zu diesem

Zweck die Nulltoleranzstrategie

eingeführt. In Deutschland wurde

im Jahre 2005 das äußerliche Verändern

von Oberflächen als zusätzlicher

Straftatbestand in das Strafgesetzbuch

aufgenommen und gilt

seither als Sachbeschädigung.

Fassaden können durch verschiedene

Techniken zumindest soweit

geschützt werden, dass bei der

Entfernung von Graffiti keine Schäden

an der Substanz entstehen.

Dies erfolgt häufig durch Auftragen

von Schutzschichten, die nach einer

Graffiti-Entfernung erneut aufgetragen

werden müssen.

Durch das Bepflanzen von Flächen

werden Graffiti mit gutem Erfolg

verhindert.

Große Flächen nicht einfarbig streichen,

sondern eine Wandgestaltung

anbringen lassen.

Schaffung von Freiflächen im öffentlichen

Raum zur Förderung des

legalen Graffiti.

Durchführung von Wettbewerben

mit entsprechenden Flächen

Gestaltung von öffentlichen und

privaten Flächen durch Sprayer.

MEINE BEOBACHTUNG:

Wikipedia verharmlost und verniedlich

das Ausmaß der Sachschäden

und sieht in jeder Schmiererei ein

Kunstwerk.

An den Lärmschutzwänden der B 65

auf der Brückenanlage in Höhe Brabeckstraße

entsteht derzeit eine Graffiti-Meile.

Ein äußerst aktiver Sprüher

ist derzeit unterwegs. Tag für Tag

wächst der Ausmaß seiner Schmierereien.

Ein Ende ist nicht in Sicht.

Was wird unternommen? Wie wird

gegengesteuert? Schnelles sofortiges

Reinigen, die Schmiererei sofort beseitigen

und den Anfängen wehren.

Nein, Sanktionen sind nicht zu beobachten.

Ist wohl doch Kunst?! dp

8 ROTER FADEN 09/2008

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