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feature

Die Welt im Radio.

2 · 2013

apr

mai

jun

U1


sendezeiten

kulturradio vom rbb

Montag – Freitag

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Mittwoch

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immer online

Programmänderungen kommen manchmal vor.

Das tagesaktuelle Programm finden Sie online unter:

www.kulturradio.de/feature und www.mdr.de/mdr-figaro

Die meisten Features des kulturradios vom rbb können Sie

7 Tage lang nachhören: www.kulturradio.de/feature

Die Features von MDR FIGARO gibt es auch als Podcast

unter: www.mdr.de/mdr-figaro/podcast/feature


Demokratie

Editorial → 2

Übersicht → 7

Feature-Programm

April → 10

Mai → 16

Juni → 22

Feature unterwegs → 29

Hörstücke · Die kleine Serie → 32

MDR Diskurs → 34

Register, Impressum, Bildnachweise → 36

1


„Wohlan, wer Recht

und Wahrheit achtet!“

Das Feature fragt nach den Grundwerten

unserer Demokratie

Als am 23. Mai 1863 im Leipziger Pantheon der „Allgemeine

Deutsche Arbeiterverein“ gegründet wird, ahnt

niemand an diesem Tag das historische Ausmaß dieser

Veranstaltung. In den Zeitungen wird sogar darüber gelästert,

dass nur 12 Delegierte aus elf Städten gekommen

sind. Der Grund für das Fernbleiben einiger Delegationen:

die Fahrtkosten. Doch an diesem Tag wurde Geschichte

geschrieben, denn er gilt als Beginn der Sozialdemokratie

in Deutschland. Am Vorabend des 150. Jahrestages

widmet sich das Feature des Leipziger Autors Gerhard

Pötzsch „Wohlan, wer Recht und Wahrheit achtet!“ S. 19

diesem Ereignis.

Mit Ferdinand Lassalle (1825 – 1864) stellte sich damals

eine schillernde Persönlichkeit an die Spitze der Bewegung.

Eine der Kernforderungen seines Aktionsprogramms

war „das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht“.

Lassalle war als Mensch und Politiker umstritten. Heinrich

Heine nannte ihn einen „Bösewicht“, Karl Marx einen

„revolutionären Kardinal Richelieu“. Bismarck dagegen

„einen der geistreichsten und liebenswürdigsten Menschen

mit denen ich je verkehrt habe“. Die einen bewunderten

ihn wegen seiner Intelligenz, die anderen hassten

ihn wegen seiner Egozentrik. Egal war er niemandem.

2


Editorial

Gut hundert Jahre nach dem Tode Lassalles veröffentlicht

Stefan Heym im Münchner Bechle Verlag (sechs Jahre

später in der DDR) einen biografischen Roman über den

Urvater der SPD (zwei Zitate auf den nächsten Seiten).

Am 10. April, also genau an Heyms 100. Geburtstag, hat

Matthias Eckoldts Feature „Der ewige Dissident“ S. 12

seine Rundfunkpremiere. Den polemischen Titel lieferte

selbstverständlich die äußerst bewegte und konfliktreiche

Biografie dieses Mannes, der zu allen Systemen, in denen

er gezwungenermaßen oder freiwillig lebt, deutlich vernehmbare

Distanz wahrt. Dieser Widerspruchsgeist lässt

ihn im Sommer 1931 ein Gedicht gegen die Reichswehr

schreiben. Dafür fliegt er von der Schule. Später wird er

amerikanischer Staatsbürger und muss in der McCarthy-

Ära zeitgleich mit Bert Brecht und Thomas Mann die USA

verlassen. Der Roman „Fünf Tage im Juni“, seine Schilderung

der Ereignisse um den 17. Juni 1953, darf in der DDR

nicht erscheinen. 1979 wird er aus dem Schriftstellerverband

ausgeschlossen, erhält Veröffentlichungsverbot. Im

neuen Jahrhundert verweigert ihm die CDU/CSU-Fraktion

1994 den Schlussapplaus, als er der Pflicht des ältesten

Parlamentariers folgt und den Bundestag eröffnet.

Intelligente Schlitzohrigkeit, aber auch Naivität und Eitelkeit

haben es Heym ermöglicht, aus fast allen Konflikten

gestärkt hervorzugehen.

Im Rahmen einer Podiumsrunde mit prominenten Gästen

wird am Dienstag, dem 14. Mai 2013, 19.00 Uhr im ARD-

Hauptstadtstudio eine Voraufführung des Features „Wohlan,

wer Recht und Freiheit achtet“ präsentiert. → S. 30

3


Er schrieb sein Testament…

… in völlig gefasster Stimmung. Der Mensch muß gewisse

Anordnungen für den Fall seines Todes treffen – aber

ihm war, als bezöge er sich nicht auf den eigenen Tod,

während er sein Tafelsilber zwischen seiner Mutter und

der Gräfin aufteilte; seinem Freunde Rüstow eine kleine

Jahresrente aussetzte und, nach kurzem Nachdenken,

auch Wilms, dessen Gehalt als Sekretär des Allgemeinen

Deutschen Arbeitervereins recht aufbesserungsbedürftig

war; dem Dichter Herwegh in Anerkennung der

Abfassung der Vereinshymne die Summe von einhundert

französischen Franken anwies; die Personen namentlich

anführte, denen es gestattet sein sollte, sich Bücher

aus seiner Bibliothek auszuwählen, und bestimmte, wie

viele Bände sich jeder einzelne aneignen durfte; seine

Statuensammlung verteilte, darunter den Apollo, den

Satyr, den Hegel ...

So also, ohne wirklich an die Möglichkeit zu glauben,

schrieb er:

„Dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein empfehle

ich, zu meinem Nachfolger den Frankfurter Bevollmächtigten

Bernhard Becker zu wählen. Er soll an der

Organisation festhalten! Sie wird dem Arbeiterstand zum

Sieg verhelfen.“

aus: Stefan Heym, „Lassalle“,

Verlag Neues Leben, 1974, S. 350f

4


Editorial

Friedrich Engels an Karl Marx

Manchester, 4. Sept. 1864

… Lassalle mag sonst gewesen sein, persönlich, literarisch,

wissenschaftlich, wie er war, aber politisch war er sicher

einer der bedeutendsten Kerle in Deutschland. Er war für

uns gegenwärtig ein sehr unsichrer Freund, zukünftig ein

ziemlich sichrer Feind, aber einerlei, es trifft einen doch

hart, wenn man sieht, wie Deutschland alle einigermaßen

tüchtigen Leute der extremen Partei kaputtmacht.

Welcher Jubel wird unter den Fabrikanten und unter den

Fortschrittsschweinehunden herrschen, Lassalle war doch

der einzige Kerl in Deutschland selbst, vor dem sie Angst

hatten.

Aber was ist das für eine sonderbare Art, ums Leben zu

kommen: sich in eine bayerische Gesandtentochter ernstlich

zu verlieben – dieser would-be Don Juan –, sie heiraten wollen,

in Kollision kommen mit einem abgedankten Nebenbuhler,

der noch dazu ein walachischer Schwindler ist, und sich

von ihm totschießen zu lassen. Das konnte nur dem Lassalle

passieren bei dem sonderbaren Gemisch von Frivolität und

Sentimentalität, Judentum und Chevaleresktuerei, das ihm

ganz allein eigen war. Wie kann ein politischer Mann wie er

sich mit einem walachischen Abenteurer schießen!

aus: Stefan Heym, „Lassalle“,

Verlag Neues Leben, 1974, S. 367

5

Ferdinand Lassalle


apr

01 Mo

16:05 MDR

17:04 rbb

„...im kleinsten Moos

wie in der größten

Palme“ · Der Gartenfreund

und Pflanzenforscher

Johann

Wolfgang Goethe

02 DI

03 mi

22:00 MDR

22:04 rbb

Fremde Mutter, fremdes

Kind · Zwangsadoptionen

in der DDR

04 Do

05 FR

06 sa

9:05 rbb / MDR

Stirn an Stirn · Was ich

in Buenos Aires beim

Tango tanzen lernte

07 so

14:04 rbb

Ein Berg, nur aus der

Ferne sichtbar

Armenien, die Türkei

und der steinige Weg

zum Frieden

08 Mo

09 Di

10 mi

22:00 MDR

22:04 rbb

Der ewige Dissident

Oder: Die vier Leben

des Stefan Heym

11 Do

12 Fr

13 sa

09:05 rbb / MDR

IQ High Q Dumme Kuh

Der große Intelligenztest-Test

14 so

14:04 rbb

Zelda Fitzgerald:

Golden Girl

18:00 MDR

Fremde Mutter,

fremdes Kind

Wdh. vom 03. APR

15 Mo

16 DI

17 Mi

22:00 MDR

22:04 rbb

Die Roboter kommen,

und der Mensch steht

Modell · Humanoide

Roboter und künstliche

Intelligenz

18 Do

19 FR

20 SA

9:05 Uhr rbb / MDR

Checkpoint Charlie

Vermessung eines

historischen Ortes

21 so

14:04 rbb

Steinreich - Im letzten

Loch der Hölle

Altes und Neues aus

der Uckermark

22 Mo

23 DI

24 Mi

22:00 MDR

22:04 rbb

Im Jahre Fünf danach

Tschernobyl, ein Unfall

und seine Folgen

25 Do

26 Fr

27 sa

9:05 rbb / MDR

Pinzette, Lupe,

Katalog

Vom Verschwinden der

Briefmarke und ihrer

Sammler

28 So

29 MO

30 DI

7


Anlässlich Wagners

200. Geburtstag

senden wir im Mai

täglich ein Hörstück

aus der Serie Richard

Wagner. Sein Leben.

Sein Werk. → S.32

MDR

tägl. 8:40 + 0:05 Uhr

MO – FR 17:40 Uhr

SA + SO 15:40 Uhr

rbb

tägl. 8:55 + 0:05 Uhr

MO – SA 14:10 Uhr

SO 13:55 Uhr

01 Mi

22:00 MDR

22:04 rbb

1. Mai 1933

Die Premiere der

nationalsozialistischen

Rundfunkpropaganda

02 Do

03 Fr

04 SA

9:05 rbb / MDR

Daniel und die Kilos

Wenn das Leben zu

schwer wird

05 So

14:04 rbb

Rückkehr nach

Kambodscha

06 Mo

07 Di

mai

08 Mi

22:00 MDR

22:04 rbb

Der unverbesserliche

Romantiker

Herbert Marcuse und

die Revolten der 60er

8Jahre

09 DO

10 Fr

11 Sa

9:05 rbb / MDR

Schrot auf

Kormorane

12 So

14:04 rbb

Die letzten Mieter

Oder: Bleib doch,

wenn du kannst

13 Mo

14 Di

15 Mi

22:00 MDR

22:04 rbb

„Wohlan, wer Recht

und Wahrheit achtet!“

· Ferdinand Lassalle

und die Anfänge

der Sozialdemokratie

16 Do

17 Fr

18 Sa

9:05 Uhr rbb / MDR

Mit der „Königin

Maria“ auf die Elbe

Die goldene Ära der

Schaufelraddampfer

19 So

14:04 rbb

Den Klängen der

Natur auf der Spur

Die akustischen

Expeditionen eines

Vogelkundlers

20 Mo

14:04 rbb

16:05 MDR

Cosima Wagner

geborene Liszt

geschiedene

von Bülow

21 Di

22 Mi

22:00 MDR

22:04 rbb

Bayreuther Szene

Beobachtungen aus

der Festspielstadt

23 Do

24 Fr

25 Sa

9:05 rbb / MDR

Erste Sehnsucht

26 So

27 MO

28 Di

29 Mi

22:00 MDR

22:04 rbb

Haiti Chérie

Das Geschäft mit

der Hilfe

30 Do

31 Fr

1 SA

9:05 rbb / MDR

„Wir sitzen nicht auf

gepackten Koffern“

Eine jüdische Schule

im 21. Jahrhundert

02 So

14:04 rbb

2% Gott

Die schneidigen Helden

von Los Angeles

03 Mo

14:10 rbb

Künstlergemeinschaft

BRÜCKE (1)

04 DI

14:10 rbb

Künstlergemeinschaft

BRÜCKE (2)


05 mi

14:10 rbb

Künstlergemeinschaft

BRÜCKE (3)

22:00 MDR

22:04 rbb

„Ich interessier’

mich für mich nicht

so sehr“ · Joachim

John – ein Künstler in

Deutschland

06 DO

14:10 rbb

Künstlergemeinschaft

BRÜCKE (4)

07 FR

14:10 rbb

Künstlergemeinschaft

BRÜCKE (5)

08 Sa

9:05 rbb / MDR

Über das Unglück,

ein Grieche zu sein

09 so

14:04

Aufsteigende Gefühle

anlässlich der Überquerung

der Alpen

10 Mo

14:10 rbb

Automaten (1)

11 DI

14:10 rbb

Automaten (2)

12 MI

14:10 rbb

Automaten (3)

22:00 MDR

22:04 rbb

Spiel mit der

Vergangenheit

Erinnerungen an

den 17. Juni 1953

13 DO

14:10 rbb

Automaten (4)

14 FR

14:10 rbb

Automaten (5)

15 SA

9:05 rbb / MDR

Wie komme ich in

Mode? · Die junge

Mode-Designerin

Luise Doll

16 SO

14:04 rbb

Bruno S.

„Als ich Mensch

wurde, musste ich

sterben.“

17 MO

14:10 rbb

Draußen

im Abseits (1)

18 DI

14:10 rbb

Draußen

im Abseits (2)

19 MI

14:10 rbb

Draußen

im Abseits (3)

22:00 MDR

22:04 rbb

Der Tod kommt aus

der Ferne

Drohnen, die Zukunft

des Krieges

20 DO

14:10 rbb

Draußen

im Abseits (4)

21 FR

14:10 rbb

Draußen

im Abseits (5)

22 Sa

9:05 rbb / MDR

Der Schmuggler mit

der Zeichenrolle

Abenteuer eines

Kunstsammlers im

geteilten Deutschland

23 So

14.04 rbb

Raketensommer ’83

24 Mo

14:10 rbb

Lausitzer Eiszeit (1)

25 Di

14:10 rbb

Lausitzer Eiszeit (2)

26 Mi

14:10 rbb

Lausitzer Eiszeit (3)

22:00 MDR

22:04 rbb

Funkverkehr

Wie Politik zur

nachricht wird

27 Do

14:10 rbb

Lausitzer Eiszeit (4)

28 Fr

14:10 rbb

Lausitzer Eiszeit (5)

29 SA

9:05 rbb / MDR

Meisterschaft in

Kurventechnik

Wie der Milliardenkredit

an die DDR

vergeben wurde

30 So

jun

9


features

Goethes Garten hinter

dem Weimarer Wohnhaus

Mo

01

APR

16:05

MDR

17:04

rbb

„ ... im kleinsten Moos

wie in der größten Palme“

Der Gartenfreund und Pflanzenforscher

Johann Wolfgang Goethe

von Konrad Lindner

Schon als Knabe im Garten seines Großpapas bangte Goethe

um die Ernte eines im Spiele gepflanzten „Kirschbäumgens“,

die von „Mayfrost, den Vögeln, Meelthau oder einem genäschigen

Nachbarn“ bedroht war. Als junger Mann träumte

er davon „Meister eines Gartens zu werden“ und begab sich

während seiner Italienreise auf die Suche nach der „Urpflanze“.

Das gärtnerische Wirken und naturwissenschaftliche Forschen

befruchteten Goethes literarisches Werk auf universelle

Weise. Die von ihm angelegten und beeinflussten Gärten –

hinterm Haus am Frauenplan in Weimar, an seinem Gartenhaus

an der Ilm, auf Schloss Kochberg oder den Dornburger

Schlössern – laden ein, seinem umfassenden Verstehen von

Natur mit allen Sinnen nahe zu kommen.

Regie: Nikolai von Koslowski · Produktion: MDR 2013 ·

Ursendung

Mi

03

APR

22:00

MDR

22:04

rbb

+

14. APR

18:00

MDR

10

Fremde Mutter, fremdes Kind

Zwangsadoptionen in der DDR

von Gabriele Stötzer

Wie fühlt sich eine Mutter, die unter dem Druck von Staatssicherheit

und staatlichen Ämtern ihre Söhne zur Adoption

freigeben muss? Oft wurde den Frauen asoziales Verhalten

vorgeworfen, ein Deckmantel, unter dem die Kinder vom Staat

in fremde Familien gegeben wurden. So auch im Fall der 1965

in Erfurt geborenen Hildrun die vom eigenen Vater an die Stasi

verraten wurde, weil sie plante, illegal in den Westen zu gehen.

Noch heute suchen hunderte Kinder ihre Mütter und umgekehrt.

Viele haben bis jetzt geschwiegen und sich nicht zu erkennen

gegeben. Aus Hass, Hilflosigkeit oder Schuldgefühlen.

Regie: Wolfgang Bauernfeind · Produktion: MDR 2013 ·

Ursendung


apr

Gabriele Stötzer

Sa

06

Apr

9:05

rbb

MDR

Stirn an Stirn

Was ich in Buenos Aires beim Tango tanzen lernte

von Patrick Batarilo

Buenos Aires ist die Stadt des Tango, hier wurde der

Tango einst von Einwanderern in Hafenkneipen erfunden.

In Deutschland ist Tango heute so populär wie nie, der Tanz

steht für Sinnlichkeit und das Spiel mit Nähe und Distanz.

Auch der Autor ist bei einem 5-monatigen Aufenthalt in

Argentinien dem Tango verfallen.

Nur, was tun, wenn man beim Führen das Gefühl nicht los

wird, die Frau zu etwas zu „zwingen“? Und Stirn-an-Stirn-

Tanzen erstmal nur Nervosität auslöst?

Patrick Batarilo erzählt von seinen Erlebnissen und von

Begegnungen mit Tangotänzern aus aller Welt.

Regie: Nicole Paulsen · Produktion: SWR 2012

so

07

apr

14:04

rbb

Ein Berg, nur aus der Ferne sichtbar

Armenien, die Türkei und der steinige Weg zum Frieden

von Daniel Guthmann

Bis heute leugnet die Türkei ihre historische Verantwortung

für den Völkermord an den Armeniern während des Ersten

Weltkriegs. Mehr als eine Millionen Menschen kamen damals

ums Leben. Hinzu kam der Verlust von Territorien.

Das wichtigste Symbol für diesen Verlust ist der Berg Ararat,

das Nationalsymbol der Armenier. In Gesprächen mit den

letzten noch lebenden Zeitzeugen des Völkermords, sowie mit

Künstlern und Historikern, gibt das Feature Einblicke in die

historischen Hintergründe und in den Konflikt der Armenier

um die Annäherung an die Türkei.

Regie: Friederike Wigger · Produktion: rbb/SWR 2010

11


features

Stefan Heym: Ich aber ging über die Grenze

Frühe Gedichte, ca. 128 Seiten, 14,99 €

ab 18. März 2013 im C. Bertelsmann Verlag

Stefan Heym

mi

10

Apr

22:00

MDR

22:04

rbb

Zum 100. Geburtstag von Stefan Heym

Der ewige Dissident

Oder: Die vier Leben des Stefan Heym

von Matthias Eckoldt

Als Alterspräsident stand es Stefan Heym 1994 zu, den

13. Deutschen Bundestag mit einer Rede zu eröffnen.

Er hatte als Parteiloser ein Direktmandat auf der offenen Liste

der PDS errungen. Geschlossen verweigerte ihm die CDU/

CSU den Schlussapplaus. Der Eklat um seinen Auftritt steht

gleichnishaft für sein gesamtes Leben, in dem er sich zu jeder

Staatsform oppositionell verhielt: in der Weimarer Republik,

im Hitlerfaschismus, in den USA, im Nachkriegsdeutschland,

in der DDR und schließlich im wiedervereinigten Deutschland.

Die großen Stationen dieser Jahrhundertbiografie werden gekoppelt

mit Heyms Roman „Der König David Bericht“, einem

literarischen Fundus über Macht, Geist und Integrität.

Regie: Wolfgang Rindfleisch · Produktion: rbb 2013 ·

Ursendung

SA

13

apr

12

9:05

rbb

MDR

IQ High Q Dumme Kuh

Der große Intelligenztest-Test

von Antje Vowinckel

Keiner will es zugeben, alle wollen es wissen. Wie schlau bin

ich? Dafür prüfen wir die absurdesten Schlussfolgerungen,

setzen Zahlenreihen fort und machen unser Kreuz hinter a, b,

c oder d. Intelligenz-Tests gehören zum alltäglichen Service-

Teil von Zeitschriften, Fernsehsendern und Taschenbuchverlagen.

Sie bedienen die Sucht nach Einordnung, und seit die

Vererbungstheorie aus der Mode ist, wächst der Markt für

Trainingsbücher und Mind machines. Dabei ist längst nicht

immer Intelligenz drin, wo Intelligenz drauf steht. Folgen Sie

einem IQ-Test-Dummy durch die deutsche Testlandschaft und

hören Sie, wie man das Beste aus seinem Hirn herausholt.

Regie: Antje Vowinckel · Produktion: rbb 2003


apr

Zelda Fitzgerald

Hiroshi Ishiguro

So

14

apr

14:04

rbb

Zelda Fitzgerald: Golden Girl

von Pociao

Zelda schwingt auf der alten Schaukel ihrer Kindheit hin und

her. Szenen aus ihrem tatsächlichen Leben vermischen sich

mit Aussagen von Zeitzeugen und Freunden, mit Brieffetzen,

Textstellen und den eingebildeten Stimmen in ihrem Kopf.

Das strahlende, schwierige Zusammenleben zweier selbstverliebter

Kinder, die in ihrer Naivität überzeugt sind, alle

Bewunderung der Welt zu verdienen, spiegelt die Probleme

der Zeit: Dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit

folgen der Börsencrash von 1929 und die Depression.

Zelda erleidet mehrere Nervenzusammenbrüche, Erfolgsschriftsteller

Scott Fitzgerald wird zum Alkoholiker.

Mit: Katrin Angerer, Martin Feifel, Peter Fricke u.a.

Regie: Petra Feldhoff · Produktion: WDR/rbb 2013

mi

17

apr

22:00

MDR

22:04

rbb

Die Roboter kommen,

und der Mensch steht Modell

Humanoide Roboter und künstliche Intelligenz

von Reinhard Schneider

Vor zwei Jahren haben die humanoiden Serviceroboter an einem

Münchner Forschungsinstitut in ihrer Modellküche noch

sämtliche Griffe der Schubladen abgerissen. Die Sensoren

und Motoren der Arme und Hände waren einfach noch nicht

hinreichend eingestellt. Solche groben Patzer sind bei der

Konstruktion von Servicerobotern inzwischen behoben.

Der japanische Professor Hiroshi Ishiguro von der Universität

Osaka hat bereits einen Replikanten von sich geschaffen,

der ihn bei langweiligen Tagungen und Sitzungen erfolgreich

vertritt. Müssen wir Menschen – in die Zukunft gedacht –

vielleicht froh sein, wenn uns Roboter noch als Haustiere

akzeptieren?

Mit: Stefan Kaminski · Regie: Reinhard Schneider

Produktion: rbb/WDR/SR 2010

13


features

SA

20

apr

9:05

rbb

MDR

Checkpoint Charlie

Vermessung eines historischen Ortes

von S. Beuting, M. Braszus, A. Dechert, M. Krinner, M. Okan,

E. Raisig, M. Senghas, B. Stender und S. Vormelker

Beim Mauerbau im August 1961 standen sie sich gegenüber –

sowjetische und amerikanische Panzer diesseits und jenseits

der Sektorengrenze in Berlin-Mitte. Heute ist Checkpoint

Charlie Rummelplatz und museale Gedächtnisstätte gleichermaßen.

Überwiegend Touristen kaufen hier, was der Militaria-

Markt hergibt. Inzwischen gibt es drei Ausstellungen vor Ort:

das Asisi-Panorama rückt die innerstädtische Mauerlandschaft

ins Bild, die Blackbox stellt museale Zukunftsvisionen

vor und das gute alte, privat geführte Mauermuseum bietet

den größten geschichtlichen Überblick und hat damit auch

den größten Zulauf.

Realisation: Venke Decker, Kaspar Wollheim, Michael Ramm, Wolfgang Bauernfeind

Produktion: ARD/ZDF-Medienakademie mit dem rbb 2013 · Ursendung

So

21

apr

14:04

rbb

14

Steinreich - Im letzten Loch der Hölle

Altes und Neues aus der Uckermark

von Beate Lehner

Wer das Land Brandenburg auf den Spuren Fontanes bereist,

wird in die Uckermark nicht kommen; in diesen nordöstlichsten

Teil des Landes hat es den märkischen Dichter auf seinen

Wanderungen nicht geführt. Das mag einer der Gründe sein,

warum dieser größte Landkreis des vereinten Deutschland

auch heute noch eine vergleichsweise unbekannte Region ist.

Doch wer diese wunderschöne Landschaft kennenlernt, stößt

auf Spuren einer Jahrhunderte alten Geschichte. Und auch

in letzter Zeit lassen sich immer mehr Künstler hier nieder,

Botho Strauss ist einer von ihnen. Von landschaftlicher

Schönheit allein lässt sich jedoch nicht leben, die Arbeitslosigkeit

ist in der Region besonders hoch.

Regie: Beate Lehner · Produktion: rbb 2006


apr

Mi

24

APR

22:00

MDR

22:04

rbb

Im Jahre Fünf danach

Tschernobyl, ein Unfall und seine Folgen

von Matthias Fink

Die Region um Tschernobyl – 1991. Menschen arbeiten auf den

Feldern, das Vieh steht auf den Weiden. Nichts deutet darauf

hin, dass vor knapp fünf Jahren in dieser Gegend etwas bis

dahin Einmaliges geschehen ist: der GAU, der größte anzunehmende

Unfall in einem Kernkraftwerk. Millionen Hektar

sind verstrahlt, Böden, auf denen immer noch Menschen

leben.

Matthias Fink hat fünf Jahre danach das Gebiet bereist und

erfahren, wie Mensch und Natur von der Strahlenwolke vergiftet

worden sind, wie die Katastrophe Leben vernichtet.

Regie: Heinz Nesselrath · Produktion: SWF/WDR/NDR/RB 1991

Sa

27

apr

9:05

rbb

MDR

Pinzette, Lupe, Katalog

Vom Verschwinden der Briefmarke und ihrer Sammler

von Alexa Hennings

Briefmarken anschauen bildet, Sammeln noch viel mehr. Doch

nach fast 200 Lebensjahren kommt die Briefmarke aus der

Mode. Behörden ersetzen sie durch schnöde Stempel, Paketdienste

durch Zahlencodes und Privatbriefe werden kaum

noch geschrieben. Der Grafiker Jochen Bertholt gehört zum

kleinen Kreis derer, die für die Deutsche Post kleine gezackte

Kunstwerke gestalten. Seine Marken verschickt die „Niederlassung

Philatelie“ weltweit, man kauft sie am „Service Point“

oder tauscht sie in Philatelistenzirkeln. So auch in „Ingrids

Stübchen“, wo sich die (fast) letzten Dresdner Zackenzähler

mit Zähnungsschlüssel, Lupe und Pinzette dem Zeitgeist

entgegen stemmen.

Regie: Ulf Köhler · Produktion: MDR 2013 ·

Ursendung

15


features

Joseph Goebbels

MI

01

mai

22:00

MDR

22:04

rbb

1. Mai 1933

Die Premiere der nationalsozialistischen

Rundfunkpropaganda

von Klaus Lindemann

Nachdem Goebbels am 13. März 1933 Reichsminister für

Volksaufklärung und Propaganda geworden war, übernahm

er umgehend die politische Kontrolle über den Rundfunk.

Die Sendungen zum 1. Mai – entfesseltes Propagandaradio in

allen Programmsparten von den frühen Morgenstunden bis

nach Mitternacht – sollten dies beispielhaft demonstrieren.

Klaus Lindemann belegt mit Ausschnitten dieses aufgezeichneten

Materials, wie sich die Nazis der Suggestivwirkung der

aktuellen Berichterstattung sowie der Glaubwürdigkeit, die

der Rundfunk bei den Hörern genoss, versicherten, um die

von ihnen organisierten Veranstaltungen als spontane Bewegung

des deutschen Volkes erscheinen zu lassen.

Regie: Klaus Lindemann · Produktion: SFB 1983

sA

04

Mai

9:05

rbb

MDR

16

Daniel und die Kilos

Wenn das Leben zu schwer wird

von Johannes Nichelmann und Sabine Wichmann

Daniel aus Berlin liebt Essen und hat sich auf stolze 220 Kilo

hochgearbeitet. Mit einem solchen Gewicht wird jeder seiner

Schritte zur Qual. Die Ärzte geben ihm keine zehn Jahre

mehr, wenn er so weitermacht. Ein Grund für den 31-Jährigen,

sein Leben zu ändern.

Um sein Gewicht wieder in den Griff zu bekommen, sieht er

nur noch eine Möglichkeit: die Verkleinerung seines Magens.

Ein eigentlich gesundes Organ soll eingetauscht werden

gegen den Traum vom normalen Leben. Aber das allein wird

nicht ausreichen, damit Daniel wieder gesund wird.

Das Autorenteam hat Daniel und seine Familie ein Jahr lang

beim Kampf gegen die Kilos begleitet.

Regie: Johannes Nichelmann und Sabine Wichmann · Produktion: SWR 2013


mai

Andreas F. Müller

Sigrun Anselm

SO

05

Mai

14:04

rbb

Vor 20 Jahren: Erste freie Wahlen in Kambodscha

Rückkehr nach Kambodscha

von Andreas F. Müller

70% der Kambodschaner haben das Genozidregime der

Roten Khmer gar nicht oder nur als kleine Kinder erlebt.

Etwa zwei Millionen Menschen kamen damals durch Folter,

Exekutionen, Hunger und Erschöpfung um. Heute scheint

sich Kambodscha vom dunkelsten Kapitel seiner Geschichte

erholt zu haben. Das Land zählt knapp 14 Millionen Einwohner,

in den Städten brodelt das Leben. Der Autor kehrt in

das Land zurück, das er vor 14 Jahren bereiste. Er findet

kambodschanische Rückkehrer, die ihrem Land und vor allem

den Nachgeborenen etwas von dessen bedrohtem Gedächtnis

zurückgeben wollen. Und er trifft junge Menschen, die nach

der Vergangenheit ihrer Familien und ihres Volkes suchen.

Regie: Andreas F. Müller · Produktion: rbb/DLF/BR 2009

Mi

08

mai

22:00

MDR

22:04

rbb

Der unverbesserliche Romantiker

Herbert Marcuse und die Revolten der 60er Jahre

von Sigrun Anselm

Die Studentenbewegung kannte Heroen, die Widerstandskämpfer

der 3. Welt, und sie hatte intellektuelle Leitfiguren,

die dem Protest Sprache und Richtung gaben. Im Zentrum

stand Herbert Marcuse. Als deutsch-jüdischer Emigrant, im

amerikanischen Exil ein gefeierter linker Philosoph, Marxist

und Freudianer zugleich, verkörperte er für die junge

Generation ein radikal neues Denken. Mit seinen Büchern

hatte er schon vor seinen großen Auftritten in Berlin für wilde

Debatten gesorgt, die den universitären Generationenkonflikt

anheizten. Auf dem Höhepunkt der Revolte, im Sommer 1967,

als er sich vor tausenden jubelnder Studenten mit ihrem

Protest verbündete, wurde er zum Idol.

Mit: Gabriele Blum, Michael Evers, Robert Frank

Regie: Friederike Wigger · Produktion: rbb 2013 ·

Ursendung

17


features

Jan Schilling

SA

11

Mai

9:05

rbb

MDR

Schrot auf Kormorane

Wenn Vögel zur Plage werden

von Jan Schilling

Noch 2010 war er Vogel des Jahres, heute steht er in vielen

Bundesländern auf der Abschussliste und ist sogar Gegenstand

des Koalitionsvertrages zwischen CDU und FDP. Denn

der Kormoran ist ein gefräßiges Tier: Ein Exemplar vertilgt

ein Pfund Fisch am Tag. Die Population ist in den letzten 25

Jahren um den Faktor 20 gewachsen. Der Fraßdruck bedroht

Fischerei und Artenvielfalt.

Jan Schilling begleitet sächsische Fischer, die den schwarzen

Vogel ins Visier nehmen. Er besucht Brandenburger Kormorankolonien

und will wissen, warum sie so rapide wachsen.

Über allem steht die Frage: Lässt sich – wie es der Koalitionsvertrag

fordert – ein „Europäischer Kormoranmanagementplan“

realisieren?

Regie: Tobias Barth · Produktion: MDR 2013 ·

Ursendung

SO

12

Mai

14:04

rbb

18

Die letzten Mieter

oder: Bleib doch, wenn du kannst

von Susanne Franzmeyer

Der Vermieter macht keinen Hehl daraus, dass er die junge

Familie aus der Wohnung haben will. Denn erst nach Auszug

aller Mieter würden die geplanten Baumaßnahmen durchführbar

sein, und die Miete könnte anschließend erheblich angehoben

werden. Was aber, wenn die Mieter bleiben wollen?

Das Mietrecht ist auf ihrer Seite. Doch mancher Eigentümer

scheint keine Mittel zu scheuen, Mieter zum „freiwilligen“

Auszug zu drängen: Druck wird aufgebaut, Angst geschürt:

Warum steht das Gerüst, aber keine Baumaßnahmen finden

statt? Warum werfen Bauarbeiter ohne Schutzmaßnahmen

Möbel aus dem Fenster? Und warum wird das Dach ausgerechnet

zu Weihnachten abgedeckt?

Regie: Susanne Franzmeyer · Produktion: DKultur 2013


mai

Ferdinand Lassalle

MI

15

Mai

22:00

MDR

22:04

rbb

150 Jahre Sozialdemokratie

„Wohlan, wer Recht und

Wahrheit achtet!“

Ferdinand Lassalle und die Anfänge der Sozialdemokratie

von Gerhard Pötzsch

Am 23. Mai 1863 schlug im Leipziger Versammlungshaus

„Pantheon“ die Geburtsstunde der deutschen Sozialdemokratie.

Gemeinsam mit Delegierten aus elf deutschen Städten

gründete der 38jährige Schriftsteller und Revolutionär

Ferdinand Lassalle den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“,

der als älteste demokratische Partei Deutschlands

gilt. Im Leipzig der Gießereien, Druckbetriebe, Textilfabriken

und zahllosen Lohnbeschäftigten verkündete Lassalle sein

Programm der „Vertretung der sozialen Interessen des deutschen

Arbeiterstandes“. Was ist aus dem Streben nach Bildung,

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität geworden? Auch

nach 150 Jahren Sozialdemokratie steht die Auseinandersetzung

um das Teilhaben des Einzelnen an der Gesellschaft mit

unveränderter Dringlichkeit ganz oben an.

Regie: Ingo Colbow · Produktion: MDR 2013 ·

Ursendung

Voraufführung des Features am 14. Mai → S. 30

Sa

18

Mai

9:05

rbb

MDR

Mit der „Königin Maria“ auf die Elbe

Die goldene Ära der Schaufelraddampfer

Von Wolfgang Knape

Am 6. August 1837 war es soweit – die „Königin Maria“, das

erste Personendampfschiff, fuhr von Dresden nach Rathen.

Zu verdanken hatten die Dresdner dieses 36 Meter lange

technische Wunderwerk dem Konstrukteur Johann Andreas

Schubert und 12 wagemutigen Bürgern, die sich mit der Gründung

einer „Dampfschifffahrtsgesellschaft“ auf ein technisches

und wirtschaftliches Abenteuer einließen.

Regie: Andreas Meinetsberger · Produktion: MDR 2012

19


features

Cosima Wagner

Hans von Bülow

So

19

Mai

14:04

rbb

Den Klängen der Natur auf der Spur

Die akustischen Expeditionen eines Vogelkundlers

von Sabine Breitsameter

Kurz vor Sonnenaufgang klingt die Welt am schönsten.

Um diese Zeit geht der Vogelkundler Walter Tilgner auf

die Pirsch. Ausgerüstet mit Mikrofon und Digital-Recorder

durchstreift er die letzten Biotope Europas auf der Suche

nach Klanglandschaften. Abseits vom Lärm der Zivilisation

fügen sich die Stimmen von Wasser und Wind, von Bäumen,

Sträuchern, Wiesen und Hecken, Insekten, Fröschen und

anderem Getier zu einem Naturkonzert, das er zu hören und

analysieren versteht. Wir werden Ohrenzeugen des sich stetig

verschlechternden ökologischen Zustands der Welt.

Regie: Sabine Breitsameter · Produktion: SFB 1995

Mo

20

Mai

14:04

rbb

16:05

MDR

Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner

Cosima Wagner, geborene Liszt,

geschiedene von Bülow

von Claudia Wolff

Der nichtehelichen Leidenschaft Franz Liszts zu der

französischen Gräfin Marie D‘Agoult entsprossen:

Cosima. Geboren 1837. Eine Jugend, leidensreich, unterm

rigiden Regiment einer Gouvernante: mutterfern und vaterfern.

Die Konstellation, in der Cosima auf Richard Wagner

zutreibt, hat etwas Unausweichliches. Franz Liszt ist Wagners

bedeutendster Prophet in Europa; Cosimas erster Gatte, der

Dirigent und Pianist Hans von Bülow, sowohl Liszt als auch

Wagner in hingebender Verehrung verfallen. Cosima von

Bülow bricht aus der Ehe aus, verbindet sich Wagner in einer

kühnen und skandalösen Beziehung, ist Geliebte, Sekretärin,

Evangelistin, Außenminister. Als sie ihn schließlich heiraten

kann, sind fünf Kinder auf der Welt, zwei Bülow-Kinder, drei

Wagner-Kinder. Das monumentale Werk ihrer Tagebücher, die

20


mai

sie seit 1869 bis zu Wagners Tod 1883 geführt hat, spiegelt

die grandiose und groteske Inszenierung einer einzigartig

symbiotischen Ehe. Und wollüstige Selbsterniedrigung zelebriert

sie in endlosen Bekenntnissen des eigenen Unwerts. Wie

Cosima dann, nach Wagners Tod, aus dem Kultus des Dienens

mit ingeniöser Härte die Herrscherrolle hervor treibt, wie sie

Intendantin wird, Regisseurin, Herrin von Bayreuth – das ist

eine tolle Geschichte.

Regie: Claus Villinger · Produktion: SDR/WDR/SFB/NDR 1998

mi

22

Mai

22:00

MDR

ca. 22:04

rbb

Bayreuther Szene

Beobachtungen aus der Festspielstadt

von Horst Krüger

Wie sieht eigentlich ein Mensch, der weder Musikenthusiast

noch Berufskritiker, weder Freund noch Gegner der weltweiten

Richard-Wagner-Gemeinde ist, die Festspiele? Da es an

fachkundigem Experten-Gemurmel in hochsommerlichen

Tagen aus Bayreuth nicht fehlt, ist es sinnvoll, einem blutigen

Laien einmal das Wort zu geben. Horst Krüger, der sich selbst

als ein solcher bezeichnet, hat sich im Sommer 1972 zu einer

getreulichen Wallfahrt nach Bayreuth entschlossen. Er wollte

an Ort und Stelle (und an seiner eigenen Person) erproben,

wie dieses ruhmvollste Festspiel Deutschlands auf einen

unbefangenen Zeitgenossen wirkt.

Sprecher: Horst Krüger · Regie: Wolfgang Buhl · Produktion: BR 1973

Sa

25

Mai

9:05

rbb

MDR

Erste Sehnsucht

von Lorenz Rollhäuser

Sandra Völlmicke ist sechzehn und von Geburt an blind.

Sie „sieht mit den Ohren“, sagt sie. Der Autor hat Sandra

begleitet, ihre Erzählungen aufgezeichnet, auch die von

einer Reise, auf der sie Alex kennen lernte.

Regie: Karin Hutzler · Produktion: SWR/NDR 1995

21


features

MI

29

Mai

22:00

MDR

22:04

rbb

Haiti Chérie

Das Geschäft mit der Hilfe

von Jenny Marrenbach

„Wir nennen unser Land die Republik der Hilfsorganisationen“,

sagt der haitianische Schriftsteller Lyonell Trouillot.

„Wenn es Haiti noch nicht gäbe, die internationale Hilfe würde

uns erfinden. Sie kommen alle, denn wir sind der schönste

Albtraum der Welt.“ Jedes Erdbeben, jeder Hurrikan und jede

Überschwemmung treibt neue Helfer auf die kleine Karibikinsel.

Denen verdanken viele Haitianer ihr Leben – gleichzeitig

haben sie den Alltag im Land grundlegend verändert.

Zwischen Slums und Zeltstädten ist eine Parallelwelt mit

bewachten Wohnkomplexen, Chauffeuren und teuren Drinks

entstanden. Eine Erkundung.

Regie: Giuseppe Maio · Produktion: DLF/rbb/WDR 2013

Sa

01

Jun

9:05

rbb

MDR

„Wir sitzen nicht

auf gepackten Koffern“

Eine jüdische Schule im 21. Jahrhundert

von Barbara Kenneweg

Das jüdische Gymnasium Moses Mendelssohn ist seit Jahren

ein Aushängeschild für Toleranz und Leistung, in Berlin

und bundesweit. Gegensätzlichkeiten gibt es in der Schule

zu Hauf. Da sind Rabbinerfamilien, die sich wünschen, die

Ausrichtung möge endlich ein wenig orthodoxer werden, russische

Immigranten, die in der deutschen Sprache noch nicht

ganz angekommen sind und vom Judentum wenig wissen,

Kinder nichtjüdischer Eltern, die einfach nur eine gute Schule

wollen. Jetzt halten durch die jüngsten Ereignisse – die Legitimität

der Beschneidung wird in Frage gestellt, ein Rabbi wird

in Berlin verprügelt – neue Diskussionen und Ängste Einzug

ins Schulleben.

22

Regie: Barbara Kenneweg · Produktion: rbb 2013 ·

Ursendung


mai

jun

Joachim John

So

02

Jun

14:04

rbb

2% Gott

Die schneidigen Helden von Los Angeles

von Antje Vowinckel

Auf den Traum von der technischen Machbarkeit, den Traum

von der Abkürzung ins bessere Leben, trifft man in den USA

überall. Essen ohne Kalorien, Staubsaugen ohne Bücken oder

Leben ohne Altern, irgendwie muss es gehen. Dort, wo die

Dichte der Chirurgen am höchsten ist und Schönheitsoperationen

zur Routine gehören, sind die Operierten nicht nur

schöner, sondern vor allem glücklicher. Aber ist das nicht ein

Eingriff in die Schöpfung? „Gott macht 98%, ich mache nur

2%“ sagt einer der Ärzte – ein neuer Held, Schöpfer formvollendeter

Leben, ein Psychotherapeut mit Skalpell. Ein Radio-

Road-Movie, das unter die Haut geht.

Regie: Antje Vowinckel · Produktion: SWR 2007

MI

05

Jun

22:00

MDR

22:04

rbb

„Ich interessier’ mich

für mich nicht so sehr“

Joachim John – ein Künstler in Deutschland

von Stefan Amzoll

Joachim Johns Interessen reichen weit übers Zeichenblatt

hinaus. Er zeichnet, malt, sammelt, dichtet, schreibt Prosa.

John, Jahrgang 1933, lebt zunächst in der sowjetischen

Besatzungszone, später am Niederrhein. In Dresden arbeitet

er als Requisiteur am Operettenhaus, 1963 beginnt er ein

Meisterstudium bei Hans Theo Richter an der Kunsthochschule

Weißensee. Der Autor zeichnet das Porträt eines Künstlers,

der sich seinen Blick auf die Welt bewahrt hat und für den es

Wichtigeres gibt als Ruhm und Ewigkeit.

Regie: Stefan Amzoll · Produktion: Autorenproduktion /

Akademie der Künste Berlin 2012 · Ursendung

23


features

Nikos Dimou

Sibylle Tamin

SA

08

Jun

9:05

rbb

MDR

Über das Unglück,

ein Grieche zu sein

Feature-Preis

der Stiftung

Radio Basel 2012

Der Athener Schriftsteller und Philosoph Nikos Dimou

über die griechische Krise

von Alfred Koch

Mehr als 60 Bücher hat Nikos Dimou seit den 50er Jahren

veröffentlicht. Berühmt wurde er mit der 1975 erschienenen

satirischen Aphorismen-Sammlung: „Über das Unglück, ein

Grieche zu sein“. In dem polarisierenden Buch geißelt er die

Minderwertigkeitskomplexe seiner Landsleute – und wurde

dafür als Nestbeschmutzer beschimpft. 1935 in Athen geboren,

studierte Dimou Philosophie in München und begann

seine Laufbahn in der Heimat mit einer Werbeagentur. Der

Autor hat mit Dimou gesprochen und zeichnet das Bild einer

Gesellschaft, die an der Krise zu zerbrechen droht.

Regie: Alfred Koch · Produktion: ORF 2012

So

09

Jun

14:04

rbb

24

Aufsteigende Gefühle anlässlich

der Überquerung der Alpen

Oder: Das Wiederfinden der Langsamkeit

von Sibylle Tamin

„Lieber Freund, natürlich bin ich dem Himmel näher und fast

selig in der endlich gewährten Stille. Statt drei brauchten wir

viereinhalb Stunden hier hoch. Den Rucksack habe ich gestern

abend im Gasthaus erleichtert, nachdem ich ihn an der Bushaltestelle

nur noch mit großer Mühe auf den Rücken brachte

und zwei alte Männer in Jankern und Filzhüten herüberfeixten.

Ich hielt ihnen meine alten Wanderschuhe unter die Nase

und da waren sie still. (...) Wir müssen weiter. Lebwohl.“

Eine versuchte Alpenüberquerung, ein Bericht über Grenzen

und Grenzüberschreitungen, Begegnungen, Ereignisse und

Glückspartikel am Weg, nach denen man sich bücken muss.

Regie: Barbara Entrup · Produktion: SFB-ORB/NDR 2002


jun

Mi

12

Jun

22:00

MDR

22:04

rbb

60 Jahre Volksaufstand in der DDR

Spiel mit der Vergangenheit

Erinnerungen an den 17. Juni 1953

von Jean-Claude Kuner

Im Café Sibylle versammelt ein älterer Ostberliner seine

Freunde, um das Quiz „Stalinallee – ein Spiel auf Ehre und

Gewissen“ zu spielen und Quizfragen zu dem Arbeiteraufstand

zu lösen. Er selbst wohnt jetzt wieder hier, in der ehemaligen

Stalinallee, die später in Karl-Marx-Allee umbenannt wurde

und so aussieht, als würde sie sich in Moskau befinden.

„Mit Walter Ulbricht kämpft sich’s gut. Voran, die Straße frei!“

Das heroische Lied aus der DDR unterbricht die Spurensuche

der Gegenwart und führt in eine vergangene Klangwelt der

Kommentare und politischen Reden aus Ost und West während

des Kalten Krieges – und in eine heute seltsam anmutende

Liederwelt vergangener Ideale.

Regie: Jean-Claude Kuner · Produktion: NDR/WDR/SWR 2003

SA

15

Jun

9:05

rbb

MDR

Wie komme ich in Mode?

Die junge Mode-Designerin Luise Doll

von Madelaine Meier

Das WG-Zimmer von Luise Doll ist eine Werkstatt mit riesengroßem

Arbeitstisch, die Wände sind mit Schnittmustern

tapeziert, um ihr Bett stehen kopflose Schneiderpuppen.

Die 26jährige kann Beruf und Privatleben nur schwer trennen.

Im Fach Modedesign hat sie ihren Master an der Kunsthochschule

Burg Giebichenstein in Halle gemacht. Derzeit

absolviert sie ein Praktikum bei Marc O’Polo und ist dafür von

Halle nach Rosenheim gezogen. Nach Feierabend koloriert sie

Strumpfhosen aus ihrer Kollektion und verkauft ihre Eigenkreationen

in einem kleinen Online-Shop. Die Autorin begleitet

die junge Frau bei ihren ersten Schritten ins Berufsleben.

Regie: Wolfgang Rindfleisch · Produktion: MDR 2013 ·

Ursendung

25


features

So

16

Jun

14:04

rbb

Bruno S.

„Als ich Mensch wurde, musste ich sterben.“

von Annett Krause und Matthias Hilke

Vor drei Jahren fand man Bruno S. in seiner Berliner Wohnung

tot am Flügel sitzend. Seine Instrumente waren ihm

Freund und Familie, denn 23 Jahre verbrachte er – auch

während der Nazi-Herrschaft – in der Isolation von Heimen

und Psychiatrien. Erst 1958 „geht der Bruno in Freiheit“, wird

Gabelstaplerfahrer und zieht als Moritatensänger über Berlins

Hinterhöfe. Er spiegelte sich in diesen Schauerballaden und

will ihre „Wahrheit mobil machen“. Seine Tiefe und Tragik ist

so beeindruckend, dass ihn Werner Herzog als „Kaspar Hauser“

engagiert. Sie gewinnen die Goldene Palme in Cannes.

Doch den Menschen traute Bruno lange Zeit „nur soweit wie

ein Schwein scheißen tut!“

Regie: Walter Filz · Produktion: SWR/rbb 2013

Mi

19

Jun

22:00

MDR

22:04

rbb

Der Tod kommt aus der Ferne

Drohnen, die Zukunft des Krieges

von Henry Bernhard

Im afghanischen Kunduz sitzen in einem grünen Stahlcontainer

drei Soldaten vor ihren Bildschirmen und beobachten drei

150 km entfernte Afghanen auf dem Weg durch die Nacht. Die

2.000 Meter über ihnen schwebende „Heron“-Drohne schickt

gestochen scharfe Bilder in den Container. Noch ist die Drohne

geleast, noch ist sie unbewaffnet. Aber die Bundeswehr

will neue, größere, bewaffnete Drohnen – zur Aufklärung und

zum Angriff. Die US-Armee hat bereits tausende Drohnen im

Einsatz und in Pakistan, Jemen und Somalia bislang etwa 400

Angriffe auf mutmaßliche Taliban geflogen. Mehrere Tausend

Menschen starben, darunter eine erhebliche Zahl Zivilisten.

Wie werden Drohnen den Krieg der Zukunft verändern, wie

die Überwachten, die Soldaten und wie das Völkerrecht?

26

Regie: Nikolai von Koslowski · Produktion: MDR 2013 ·

Ursendung


jun

SA

22

Jun

9:05

rbb

MDR

Der Schmuggler mit der Zeichenrolle

Abenteuer eines Kunstsammlers im geteilten Deutschland

von Astrid Alexander

Die Bilder an der Wand erinnern den 70jährigen Mann noch

heute daran, wie er sie in seinem Volvo über die Grenze

schmuggelte. Damals, als er Mitte zwanzig war und unerfahren,

wählte er verbotene Wege. Bringt Kunst, die in der DDR

verboten ist, in die Bundesrepublik. Die Mauer stellt für ihn

kein Hindernis dar, sondern bietet sich ihm als Chance: Im

Westen ein mittelloser Student, wird er im Osten in den 60er

und 70er Jahren zum gefragten Mäzen. Die Risiken sind überschaubar,

die Schmuggelei wird zur Routine.

Doch wie weit kann er gehen? Wo ist seine wahre Grenze?

Regie: Astrid Alexander · Produktion: rbb 2009

Gefördert durch das kontext-Recherchestipendium

So

23

jun

14:04

rbb

Vor 30 Jahren

Raketensommer ’83

Analyse eines Alptraums

von Helmut Kopetzky

Für die europäische Friedensbewegung standen die Uhren

eine Minute vor Zwölf. Aus geopolitischem Überdruck oder

aus Versehen konnte schon heute oder morgen der finale

Weltbrand ausbrechen. Pershing-Raketen gegen SS 20.

Demonstrationen, Hungerstreiks, Mahnwachen überall in

Europa. Der Autor besuchte in jenem „Raketensommer“ 1983

zahlreiche Brennpunkte des Protests, fuhr mit einem US-

Raketen-Konvoy durch die Schwäbische Alb, debattierte mit

Soldaten, erlebte die Friedensbewegung.

Nach dem Ende des Kalten Krieges blickt er zurück. War das

alles nur ein böser Traum, damals? Überreaktion? Was hat die

Friedensbewegung eigentlich bewirkt?

Regie: Helmut Kopetzky · Produktion: SFB-ORB/NDR 1998

27


features

Mi

26

Jun

22:00

MDR

22:04

rbb

Funkverkehr

Wie Politik zur Nachricht wird

Voraufführung

des Features am

24. Juni → S. 31

von Tom Schimmeck

Nachrichten sind ein Heiligtum des öffentlich-rechtlichen

Rundfunks. Selten wird danach gefragt, welchen Weg eine politische

Mitteilung, Information oder gar Indiskretion nimmt,

bevor sie als Nachricht vom Sprecher verlesen wird. Die aus

Pressekonferenzen, Sitzungen und Gesprächen berichtenden

Journalisten sollen ganz nah dran sein am politischen

Geschehen – aber zugleich unabhängig, distanziert, staatsfern.

Wie verläuft der Weg vom Parteibüro ins Studio und

was passiert unterwegs? Der Autor traf Lobbyisten, Politiker,

Parteistrategen, Pressesprecher, Nachrichtenmacher und

-funktionäre, Chefredakteure von früher und heute und –

nicht zuletzt – den gemeinen Rundfunkhörer.

Regie: Matthias Kapohl · Produktion: DLF/rbb 2013 ·

Ursendung

SA

29

Jun

28

9:05

rbb

MDR

Vor 30 Jahren

Meisterschaft in Kurventechnik

Wie der Milliardenkredit an die DDR vergeben wurde

von Paul Kohl

Im Juni 1983 stand es groß auf den ersten Seiten aller

bundesdeutschen Zeitungen: „Milliardenkredit an die DDR“.

Abgeordnete der Regierungsparteien CDU, CSU und FDP

verstanden die Welt nicht mehr. Bislang eher darauf ausgerichtet,

den wirtschaftlichen Bankrott der DDR zu beschleunigen,

sollten sie nun Verständnis für deren Stabilisierung

aufbringen. Und das Merkwürdigste: Der bayerische Ministerpräsident

Franz Josef Strauß, der noch kurz zuvor die

Honecker-Regierung als „Mörder-Regime“ bezeichnete, hatte

mit dem DDR-Unterhändler Schalck-Golodkowski den Kreditvertrag

selbst ausgehandelt. Was waren die politischen und

wirtschaftlichen Hintergründe für den Deal?

Regie: Rainer Schwarz · Produktion: MDR 1998


feature

zusammen hören

in Berlin und anderswo

FR

05

apr

20:00

Eintritt

5 €

Berliner Volksbühne / Roter Salon

Die Kunst der Geräusche

100 Jahre Manifest L‘arte dei rumori

von Tomas Fitzel

„Dieser Baucontainer, der über ein Kopfsteinpflaster gezogen

wurde, spielte plötzlich diese unfassbar traurige Musik.“

So beschreibt Elektronik-Musiker Schneider TM seine Inspiration,

aus Sanierungslärm das Album „Construction Sounds“

zu produzieren. Er folgt damit Luigi Russolo nach, der 1913

mit dem Manifest „L‘arte dei rumori“ eine musikalische Revolte

anzettelte. Das Feature prüft deutlich hörbar, was aus den

Anregungen des italienischen Klangtotalisators geworden ist.

Nach der Aufführung des Features performed Schneider TM

Variationen seiner „Construction Sounds“.

Regie: Holger Kuhla · Produktion: rbb/DLF 2013

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin-Pankow

Karten: Tel. 030 – 24065777 / tickets@volksbuehne-berlin.de

Mi

10

apr

19:30

Eintritt

frei

Im Max-Lingner-Haus

Endstation Exil

Oder: Warum Lion Feuchtwanger

nicht nach Deutschland zurückkehrte

von Renate Beckmann

Im Oktober 1945 ruft die amerikanische Nachrichtenagentur

Associated Press Lion Feuchtwanger in Kalifornien an. Er soll

als Beobachter vom Kriegsverbrecherprozess in Nürnberg

berichten. Seit zwölf Jahren lebt Feuchtwanger als staatenloser

jüdischer Emigrant im Exil, und immer hoffte er auf eine

Heimkehr. Doch Feuchtwanger lehnt ab, schiebt Arbeit vor.

Was hält ihn im Exil?

Regie: Nikolai von Koslowski · Produktion: rbb/SWR/DLR Kultur 2008

Max-Lingner-Haus, Straße 201 Nr. 2, 13156 Berlin-Pankow

29


feature unterwegs

Di

14

Mai

19:00

Eintritt

frei

ARD-Hauptstadtstudio

„Wohlan, wer Recht und

Wahrheit achtet!“

Ferdinand Lassalle und die Anfänge der Sozialdemokratie

von Gerhard Pötzsch

Voraufführung des Features im Rahmen einer Podiumsrunde

mit prominenten Gästen. → Seite 19

ARD-Hauptstadtstudio, Wilhelmstraße 67a, 10117 Berlin

Um Voranmeldung wird gebeten: Tel: 030 / 22 88 - 1110

Mi

29

Mai

19:30

Eintritt

frei

30

Im Max-Lingner-Haus

Die „letzte große Straße“ Europas

Berichte über die Berliner Karl-Marx-Allee

Von Ursula Vogel und Axel Witte

Als geschlossenes Bauensemble ist die Karl-Marx-Allee einmalig

auf dem Kontinent: Sie erstreckt sich über zwei Kilometer

vom Osten Berlins zur Stadtmitte. Am Wettbewerb um die

Gestaltung der Magistrale, die damals Stalins Namen trug,

beteiligten sich über vierzig Architekten aus Ost und West.

Gelder und Arbeitskräfte aus allen Teilen der DDR wurden für

den Bau eingesetzt. Hermann Henselmann – damals Direktor

der Staatlichen Hochschule für Baukunst und Bildende Kunst

– leitete die Arbeiten. Er ließ auch die Türme am Frankfurter

Tor bauen, ein direktes Zitat der Silhouette des zerstörten

Gendarmenmarktes.

Am 3. Februar 1952 wurde der Grundstein für den ersten

Block gelegt. Ein knappes Jahr später zogen die ersten Mieter

ein. Die „erste sozialistische Straße“ erlebte – nicht zuletzt

wegen der Ereignisse um den 17. Juni 1953 – eine wechselvolle

Geschichte. Die Volkskammer stellte sie am letzten Tag der

DDR (2. 10. 1990), unter Denkmalschutz.

Regie: Beate Rosch · Produktion: ORB 1993

Max-Lingner-Haus, Straße 201 Nr. 2, 13156 Berlin-Pankow


mai

jun

Di

18

Jun

19:30

Eintritt

frei

Schwartzsche Villa

Den Kindern haben wir es nie erzählt

Erinnerungen an den 17. Juni 1953

Von Christiane Hein

Rundfunk-Geschichte machten die RIAS-Reportagen.

O-Ton: „Potsdamer Platz um 22.00 Uhr. Wir blicken hinüber

in den Ostsektor. Die Leipziger und die umliegenden Straßen

liegen in Totenstille. Aber wir wissen, dass im Gebüsch

kasernierte Volkspolizisten und Russen in Deckung gegangen

sind und auf jeden schießen werden, der die Sektorengrenze

überschreitet.“

Christiane Hein hat – Jahrzehnte später – die Erlebnisse von

Beteiligten und von passiven Zuschauern im Originalton

aufgezeichnet. Dieser 17. Juni hat sie alle mehr oder minder

geprägt und ihr Leben auf die eine oder andere Weise beeinflusst.

Nach so vielen Jahren legen sie Zeugnis ab über ein

Ereignis, das in den Geschichtsbüchern steht.

Regie: Christiane Hein · Produktion: ORB/NDR 1993

Schwartzsche Villa, Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin

MO

24

Jun

19:00

Eintritt

frei

ARD-Hauptstadtstudio

Funkverkehr

Wie Politik zur Nachricht wird

von Tom Schimmeck

Welchen Weg nimmt eine Nachricht aus dem Parteibüro ins

Studio und was passiert unterwegs? → Seite 28

ARD-Hauptstadtstudio, Wilhelmstraße 67a, 10117 Berlin

Um Voranmeldung wird gebeten: Tel: 030 / 22 88 - 1110

31


hörstücke

die kleine Serie

fünf Minuten

montags bis freitags immer 14:10 Uhr

nur im kulturradio vom rbb

01

bis

31

Mai

MDR

Täglich

8:40

+ 0:05

MO – FR

17:40

SA + SO

15:40

rbb

Täglich

8:55

+ 0:05

MO – SA

14:10

SO

13:55

Richard Wagner

Sein Leben. Sein Werk

31 Hörbilder von Dieter David Scholz

Der faszinierenden Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit

Richard Wagners widmet sich anlässlich seines 200.

Geburtstages eine Serie von 31 Lesungen. Tagebücher, autobiografische

Schriften, Erinnerungen, Operntexte, Essays

sowie dramaturgische Programmschriften und Briefe von

Richard und Cosima Wagner, von Freunden und Zeitgenossen

werfen Schlaglichter auf den Menschen Richard Wagner, sein

Werk und seine europäische Biografie und offenbaren einen

„menschlich-allzumenschlichen“ Wagner: Seine Leidenschaft

fürs Wandern, für Champagner, Meerestiere und Frauen,

sein Textilfetischismus, sein skurriler Humor, sein Witz, aber

auch seine charakterlichen Schattenseiten werden nicht

ausgespart. Um Wagners musikalischem Œuvre Rechnung zu

tragen, sind die Texte mit Musik ihres unmittelbaren Umfelds

hinterlegt. Die 31 Teile ergeben in ihrer chronologisch angeordneten

Gesamtheit so etwas wie einen Abriss der Biografie

Wagners in Form von tönenden, selbstredenden Miniaturen.

Mit Sylvester Groth als Richard Wagner sowie Cordelia Wege,

Peter Fricke und Ingo Hülsmann

3

bis

7

Jun

14:10

rbb

32

Künstlergemeinschaft BRÜCKE

von Jürgen Balitzki

Im Frühjahr des Jahres 1913 löste sich die Dresdner Künstlergemeinschaft

BRÜCKE auf. Fortan gingen ihre Mitglieder

eigene Wege. Acht Jahre zuvor hatten die vier Architektur-

Studenten Ernst-Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluf, Erich

Heckel und Fritz Bleyl beschlossen, lieber Bilder zu malen als

Häuser zu bauen. Sie entwarfen ein Manifest und gaben den

Startschuss für den deutschen Expressionismus.

In fünf amüsanten Kurzfeatures wird an den Aufbruch in eine

neue Kunstperiode erinnert.


10

bis

14

Jun

14:10

rbb

17

bis

21

Jun

14:10

rbb

Automaten

Oder: Wenn der Groschen fällt

von Matthias Baxmann

Wie viel Zeit bleibt zwischen den vier Blitzen eines Fotoautomaten,

um beim gemeinsamen Ablichten seiner Liebsten einen

Heiratsantrag zu machen? Den passenden Segensspruch

auf Plattdeutsch oder auch Vietnamesisch gibt‘s im Gebetomat,

eine gezeichnete Rose für den Antrag am Kunstautomaten

und zertanzte Schuhe lassen sich am Ballerina-Automaten

ersetzen. Und für fünf harte Euro wird die Wäsche nach der

ersten Nacht im Waschcenter sauber und knochentrocken.

Draußen im Abseits

Oder: Das große Glücksversprechen

von Reinhard Schneider

Sie stehen morgens um drei Uhr auf, um Arbeit für einen Tag

zu finden. Sie sammeln Pfandflaschen, verkaufen Obdachlosenzeitungen

oder weisen auf Parkplätzen Autos ein. Am

Rand unserer Gesellschaft hat sich eine Parallelgesellschaft

von Jägern und Sammlern gebildet. Im Glücksfall erhalten sie

kurzfristige Arbeit, Erlös für den Verkauf ihrer Zeitung oder

gesammelter Pfandflaschen – oder eine kleine Spende.

24

bis

28

Jun

14:10

rbb

Lausitzer Eiszeit

Eine SciFi-Reportage

von Kai-Uwe Kohlschmidt

Um 2050 verwandelt eine Eiszeit große Teile Mitteleuropas in

eine vergletscherte Tundra-Landschaft. Ein Reporterteam des

Deutschen Exilradios Athen fährt in die Lausitz, wo das Freie

Territorium InSorbia den eisigen Urgewalten mit modernstem

Wissen und altsorbischer Mythologie trotzt.

33


diskurs

immer donnerstags

22:00 – 23:00 Uhr

nur auf MDR FIGARO

Stefan Heym

04. APR Freiheit, die ich meine

Christoph Dieckmann liest aus seinem Buch

Mitschnitt einer öffentlichen Lesung am 19. Oktober 2012

im Schloß Neu-Augustusburg Weißenfels · MDR 2013 · Erstsendung

11. APR Zum 100. Geburtstag von Stefan Heym am 10. April:

Stefan Heym: Reden

1. Stefan Heyms Rede als Alterspräsident zur Eröffnung

des 13. deutschen Bundestages am 11. 11. 1994

2. Stefan Heym auf der Kundgebung der Künstler und

Kulturschaffenden Berlins am 4. 11. 1989

3. Stefan Heyms vor seinem Ausschluss auf der Tagung des

Schriftstellerverbandes der DDR am 7. 6. 1979

4. Stefan Heyms Diskussionsbeitrag auf dem IV. Kongress

des Deutschem Schriftstellerverbandes in Berlin

im Januar 1956

5. Wir besuchen Schriftsteller: Stefan Heym, März 1956

Rundfunk der DDR 1956

18. APR Vor 90 Jahren:

In Leipzig erscheint Sigmund Freuds „Das ich und das Es“

Wo Es war soll Ich werden

Die Legende Sigmund Freud

Feature von Peter Strauß

MDR 2003

25. APR Zum 75. Geburtstag von Jürgen Serke am 19. April:

Zuhause im Exil: Jürgen Serke

Liane Dirks im Gespräch mit dem Publizisten Jürgen Serke

DLF 1998 u.a.

02. MAI Zum 200. Geburtstag von Søren A. Kierkegaard am 5. Mai:

Der Sokrates von Kopenhagen

Sören Kierkegaards Frage nach dem Sinn der Existenz

Essay von Ingeborg Breuer

rbb 2005

09. MAI Zum 85. Geburtstag von Peter Merseburger:

Gesprächszeit: Peter Merseburger

Der Journalist und Autor im Gespräch

mit Harro Zimmermann

34

Radio Bremen 2012


apr mai jun

Sigmund Freud

Peter Voigt

mit Helene Weigel

Peter Merseburger

16. MAI Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner am 22. Mai:

Die narkotische Höhle

Feature von Friedrich Dieckmann

Rundfunk der DDR 1983

23. MAI Vor 150 Jahren – Gründung des Allgemeinen Deutschen

Arbeitervereins in Leipzig, Kgr. Sachsen:

Tod und Leben des Dr. Ferdinand Lassalle

Hörspiel von Elmar Podlech

hr 1973 / 74

30. MAI Zum 80. Geburtstag von Peter Voigt am 26. Mai:

Der Zögling

von Peter Voigt

MDR 2006

06. JUN Malen für Zahlen

Über den Kunstmarkt

Feature von Tina Klopp

BR 2012

13. JUN Zum 1. Todestag von Gitta Sereny am 14. Juni:

Nicht richten, sondern verstehen – Gitta Sereny

Im Gespräch mit Ludger Bült

MDR 1999

20. JUN Zum 65. Geburtstag von Gerulf Pannach am 24. Juni:

Für uns, die wir noch hoffen

Lieder von Gerulf Pannach und Christian Kunert, Prosa von

Jürgen Fuchs, Leipzig 1976 / West-Berlin 1977

Marktkram 2013

27. JUN Sind Psychopathen therapierbar?

Feature von Gaby Schlag und Dörte Wustrack

rbb 2012

35


egister

Autoren

Alexander, Astrid → 27

Amzoll, Stefan → 23

Anselm, Sigrun → 17

Balitzki, Jürgen → 32

Batarilo, Patrick → 11

Baxmann,

Matthias → 33

Beckmann, Renate → 29

Bernhard, Henry → 26

Beuting, Stephan → 14

Braszus, Margrit → 14

Breitsameter,

Sabine → 20

Breuer, Ingeborg → 34

Bült, Ludger → 35

Dechert, Antje → 14

Dieckmann,

Christoph → 34

Dieckmann,

Friedrich → 35

Dirks, Liane → 34

Eckoldt, Matthias → 12

Fink, Matthias → 15

Fitzel, Tomas → 29

Franzmeyer,

Susanne → 18

Fuchs, Jürgen → 35

Guthmann, Daniel → 11

Hennings, Alexa → 15

Hein, Christiane → 31

Heym, Stefan → 34

Hilke, Matthias → 26

Kenneweg,

Barbara → 22

Klopp, Tina → 35

Knape

Wolfgang → 19

Koch, Alfred → 24

Kohl, Paul → 28

Kohlschmidt,

Kai-Uwe → 33

Kopetzky, Helmut → 27

Krause, Annett → 26

Krinner, Martin → 14

Krüger, Horst → 21

Kuner,

Jean-Claude → 25

Kunert, Christian → 35

Lehner, Beate → 14

Lindemann, Klaus → 16

Lindner, Konrad → 10

Meier, Madelaine → 25

Marrenbach,

Jenny → 22

Merseburger,

Peter → 34

Müller, Andreas F. → 17

Nichelmann,

Johannes → 16

Okan, Meryem → 14

Pannach, Gerulf → 35

Pociao → 13

Podlech, Elmar → 35

Pötzsch,

Gerhard → 19, 30

Raisig, Eva → 14

Rollhäuser, Lorenz → 21

Schilling, Jan → 18

Schimmeck,

Tom → 28, 31

Schlag, Gaby → 35

Schneider,

Reinhard → 13, 33

Scholz,

Dieter David → 32

Senghas, Martina → 14

Stender, Beate → 14

Stötzer, Gabriele → 10

Strauß, Peter → 34

Strecke, Bodo → 35

Tamin, Sibylle → 24

Vogel, Ursula → 30

Voigt, Peter → 35

Vormelker, Silvia → 14

Vowinckel,

Antje → 12, 23

Wichmann, Sabine → 16

Witte, Axel → 30

Wolff, Claudia → 20

Wustrack, Dörte → 35

Regisseure

Astrid Alexander → 27

Amzoll, Stefan → 23

Barth, Tobias → 18

Bauernfeind,

Wolfgang → 10, 14

Breitsameter,

Sabine → 20

Buhl, Wolfgang → 21

Colbow, Ingo → 19, 30

Decker, Venke → 14

Entrup, Barbara → 24

Feldhoff, Petra → 13

Filz, Walter → 26

Franzmeyer,

Susanne → 18

Hein, Christiane → 31

Hutzler, Karin → 21

Kapohl,

Matthias → 28

Kenneweg,

Barbara → 22

Koch, Alfred → 24

Köhler, Ulf → 15

Kopetzky, Helmut → 27

Kuhla, Holger → 29

Kuner,

Jean-Claude → 25

Lehner, Beate → 14

Lindemann, Klaus → 16

Maio, Giuseppe → 22

Meinetsberger,

Andreas → 19

Müller, Andreas F. → 17

Nesselrath, Heinz → 15

Nichelmann,

Johannes → 16

Paulsen, Nicole → 11

Ramm, Michael → 14

Rindfleisch,

Wolfgang → 12, 25

Rosch, Beate → 30

Schneider,

Reinhard → 13

Schwarz, Rainer → 28

Villinger, Claus → 20

von Koslowski,

Nikolai → 10, 26, 29

Vowinckel,

Antje → 12, 23

Wichmann, Sabine → 16

Wigger,

Friederike → 11, 17

Wollheim, Kaspar → 14

36


und nicht zuletzt

Bildnachweise

S1 SPD Wahlplakat 1919 /Wikipedia · S5 Ferdinand

Lassalle, Fotografie von P. Graff, ca. 1860/Wikipedia · S6

Humanoider Roboter, Universität Tokyo, Foto: Manfred

Werner / Wikipedia · S10 Goethes Garten in Weimar, Foto:

© Klassik Stiftung Weimar · S11 Gabriele Stötzer, Foto:

© BAGFW, Holger Gross · Tango in Buenos Aires, Foto: SXC

· Berg Ararat, Foto: © Daniel Guthmann · S12 Stefan Heym,

Foto: © Bertelsmann Verlag/ Isolde Ohlbaum · IQ-Text,

www.badgeronline.co.uk · S13 Foto: Zelda Fitzgerald, 1919

· Roboter „ARMAR“, Foto: © Reinhard Schneider · Hiroshi

Ishiguro mit Replikant, Foto: © Reinhard Schneider · S14

Panzer am Checkpoint Charlie, 27. 10. 1961 / Wikipedia ·

Gedenkstelle Checkpoint Charlie, 2005, Foto: Adrian Purse

/ Wikipedia · Allee in der Uckermark, Foto: © Beate Lehner ·

S15 Auszeichnung für die „Liquidatoren“ von Tschernobyl,

Quelle: Wikipedia · Penny Black, die erste Briefmarke

der Welt, 1. Mai 1840 / Wikipedia · Briefmarkenalbum,

Foto: SXC · S16 Volksempfänger-Verteilung 1938, Foto:

Bundesarchiv, Bild 183-H14243 / Nau / CC-BY-SA · Goebbels,

Foto: Bundesarchiv, Bild 102-17049 / CC-BY-SA · Feta-Salat,

Foto: SXC · S17 Andreas F. Müller: Foto: © Andreas F. Müller

· Grabstein Marcuse, Foto: © Anne Quirin · Sigrun Anselm,

Foto: privat · S18 Kormoran, Foto: © NABU/F. Moellers ·

Jan Schilling, Foto: privat · Mieterproteste, Foto: © Susanne

Franzmeyer · S19 Ferdinand Lasalle, historische Aufnahme

· Gründungsdokument der ADAV Gemeinde in Iserlohn /

Wikipedia · Auf der Elbe, Foto: © Wolfgang Knape · S20

Laubfrosch, Foto: SXC, boogy_man · Cosima Wagner 1905,

Foto: Jacob Hilsdorf / Wikipedia · Hans von Bülow, ca. 1889,

Foto: E. Bieber / Wikipedia · Richard Wagner am Vorabend

seines Todes, Zeichnung von Paul von Joukowsky, 1883 /

Wikipedia · S21 Festspielhaus Bayreuth, Fotograf: Josef

Lehmkuhl, Quelle Wikipedia Blindenschrift, Foto: © José

Antonio Alonso/ Flickr S22 Haiti-Fotos: © Jenny Marrenbach

· Jüdische Oberschule Berlin, Quelle: Wikipedia · S23

Chirurg, Foto: SXC · Geburt der Venus (1862), Gemälde von

Emmanuel Amaury Duval / Wikipedia · Joachim John, Feb.

2012, Foto: SpreeTom / Wikipedia · S24 Nikos Dimou, Foto:

privat · Österreichische Alpen, Foto: SXC · Sybille Tamin,

Foto: privat · S25 Walter Ulbricht auf SED-Parteikonferenz

1952, Foto: Bundesarchiv, Bild 183-15410-0097 / CC-BY-SA ·

Brettspiel Stalinallee, Foto: © VEB Postkartenverlag Berlin

· Mode-Designerin Luise Doll, Foto: Madelaine Meier · S26

Zeichnung von Bruno S.: „Todesursache Heimweh“, 1976

© Bruno Schleinstein · Bruno S. in seiner Wohnung, 2010,

Foto: © Matthias Reichelt (vg-bildkunst) · Drone MQ-1C

Warrior UAV, Foto: Courtesy of U.S. Army, Quelle: Wikipedia

· S27 Der Sammler vor seinen Bildern / Briefe, Fotos:

Astrid Alexander · Raketensommer Demo, Foto: © Christof

Krackhardt · S28 Bundespressekonferenz, Foto: Anton

Schubert, Quelle: Wikipedia · Strauß und Honecker auf der

Frühjahrsmesse in Leipzig 1987, Foto: Bundesarchiv, Bild

183-1990-0226-315 / Mittelstädt, Rainer / CC-BY-SA · S29

Russolos Geräuscherzeuger, Foto: Thomas Fitzel · Briefmarke

Lion Feuchtwanger, März 1974 © Deutsche Post der DDR /

Wikimedia · S30 Gründungsdokument der ADAV Gemeinde

in Iserlohn / Wikipedia · Historische Postkarte Stalinallee

© Karl-Marx-Buchhandlung Kundel & Lenzner OHG · S31

Berlin, Schützenstraße am 17. Juni 1953, Foto: Bundesarchiv,

B 145 Bild-F005191-0040 / CC-BY-SA · Mikrofone © dpa/

jan · S34 Jugendporträt Stefan Heym, Foto: © Bertelsmann

Verlag · S35 Sigmund Freud, 1922, Foto: LIFE/ Wikipedia

· Peter Voigt und Helene Weigel, © Archiv P. Voigt · Peter

Merseburger, 2004, Foto: Tohma / Wikipedia

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