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Editorial von Michael

Editorial von Michael Schäfer, Gewerkschaftsvorsitzender Liebe Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen, geneigte Leser! Ein für die GdF durchaus erfolgreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Traditionell befasst sich das Dezember-Editorial mit einem Rückblick auf das Jahr 2008 sowie einem Ausblick auf 2009. Ich möchte mich allerdings auf zwei Themen beschränken, die uns auch zukünftig nachhaltig berühren. Zum einen betrifft dies die Tarifpolitik der GdF im Verbund Luftfahrt, zum anderen die europäischen Entwicklungen im Rahmen SES, insbesondere FAB EC. Die Tarifarbeit der GdF mit der DFS war maßgeblich geprägt von dem Abschluss zum Belastungsausgleich (BAG) und dem Ergebnis der Vergütungsrunde 2008. Richtungweisend war der Abschluss BAG. Zum einen erfahren die hoch belasteten Fluglotsen deutliche Entlastung, zum anderen sind durch die Tarifregelungen flexiblere Schichtplanmodelle auf freiwilliger Basis möglich. Leider wurde die Umsetzung an einigen Niederlassungen erst sehr spät, zum Teil noch gar nicht, realisiert. Eine Neuvalidierung und Bewertung der flexiblen Dienstplangestaltung wird im September 2009 erfolgen. Die Vergütungsrunde 2008 wurde ohne Verzögerungen, ohne öffentliche Wortgefechte und auch ohne Einschaltung der Medien, ob in- oder extern, zeitgerecht und erfolgreich abgeschlossen. Trotzdem waren die Verhandlungen äußerst aufwendig und schwierig, anders ausgedrückt „hart aber fair“. Letztendlich wurde ein Abschluss mit einer Laufzeit von zwei Jahren erzielt, der die Leistung der Mitarbeiter angemessen honoriert. Die Einmalzahlung, inklusive der sozialen Komponente für die niedrigeren Vergütungsgruppen, runden das Ergebnis ab. Dieser Tarifabschluss, da bin ich mir sehr sicher, wird über diese Laufzeit und in dieser Qualität von keiner anderen Branche erreicht werden. Die große Herausforderung im Tarifbereich liegt 2009 sicherlich in der Neuverhandlung der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der Verhandlungen ist das Schlichtungsergebnis, vermittelt durch Prof. Biedenkopf, welches die Tarifvertragsparteien verpflichtet, Verhandlungen über ein beitragsorientiertes Altersversorgungssystem aufzunehmen. Nach den ersten Verhandlungen steht fest, dass die Thematik äußerst komplex ist und sich die Verhandlungen extrem schwierig gestalten. Aber nicht nur mit der DFS, sondern auch im Verbund Luftverkehr hat sich die GdF durchgesetzt. Abgeschlossen wurden Tarifverträge APRON Frankfurt und München sowie für die Regionalflughäfen Hahn und Braunschweig. In Verhandlungen befindet sich die GdF mit der TTC und weiteren der flugleiter 2008/06 4

Regionalflughäfen sowie mit dem Flughafen Stuttgart für den Bereich APRON. Ein weiteres Thema, das die GdF dauerhaft beschäftigen wird, sind die europäischen Entwicklungen im Rahmen der Umsetzung SES, insbesondere der FAB EC. Beim Stake Holder Meeting Anfang November wurden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt. Die Stake Holder, u. a. Airlines, Gewerkschaften, Flughäfen und Wetterdienst, forderten bei dieser Gelegenheit die Einbindung in die künftigen Arbeiten zur Umsetzung des FAB EC. Am 18.11.2008 wurde durch die zivilen und militärischen Staatenvertreter eine Willenserklärung unterzeichnet, die die Zusammenarbeit der Staaten sowie die Vorbereitung eines Staatenabkommens im Jahr 2010 regelt. Des Weiteren haben, am gleichen Tag, die sieben am FAB EC beteiligten Flugsicherungsunternehmen eine Kooperationsvereinbarung zur Einführung und Umsetzung des FAB EC unterzeichnet. Am Anfang wird dies zu Kooperationen in den Bereichen Performance, Management, Businessplanung etc. führen. Die CEOs der beteiligten Flugsicherungsorganisationen haben vereinbart, die Idee „to act as one company“ auszuarbeiten. Was bedeutet dies für die GdF, ihre Mitglieder und alle Mitarbeiter der DFS? Veränderungen werden kommen, nicht so schnell und umfassend wie sich dies die Optimisten erhoffen, aber schneller als die Pessimisten erwarten. Die GdF war bisher durch die DFS in die FAB EC Entwicklungen umfänglich eingebunden und wurde jeweils aktuell informiert. Dies reicht, nach meiner Auffassung, zukünftig nicht mehr aus. Zusätzlich müssen alle zuständigen Arbeitnehmervertreter der Flugsicherungsorganisationen des FAB EC eingebunden werden, um ihre Vorstellungen einbringen zu können. Wir haben Vorschläge entwickelt, die wir auf einem internationalen Meeting unserer Gewerkschaftskollegen des FAB EC einbringen werden. (Das Treffen fand nach Redaktionsschluss statt; Ergebnisse ggf. in der nächsten „der flugleiter“-Ausgabe). Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den beteiligten Arbeitnehmervertretern in die Entwicklungen unter dem Grundsatz „to act as one employee organisation“ eingebunden zu werden. Aus meiner Sicht eine absolute Notwendigkeit. Denn die Veränderungen werden uns zwar nicht überrollen, aber die Weichen werden gestellt. Vor uns liegt ein interessantes, von Veränderung ge prägtes Flugsicherungsjahr 2009. Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein ruhiges und gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr. Michael Schäfer 5 der flugleiter 2008/06

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Ausgabe Nr. 6 Dezember 2008 ( PDF 950 KB - Melzer & Kollegen