SOMMER 2013 - 4-Seasons.de

4.seasons.de

SOMMER 2013 - 4-Seasons.de

1 Reise

Das Kundenmagazin von Globetrotter Ausrüstung

SOMMER 2013

1 von 1 26.04.13 1

Ausgabe 38

2,50 Euro


FÜR SOMMER, SONNE UND REISE

UNSERE TRAVEL-PRODUKTE

UNBEKANNTE LÄNDER, SPANNENDE KULTUREN ... UNSERE TRAVEL-

PRODUKTE SIND FÜRS REISEN GEMACHT. SIE SIND PFLEGELEICHT,

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4 Editorial

Draußen sein und lernen

– mit der Globetrotter-

Akademie. Zum Beispiel

beim Familiensegeln in

der Dänischen Südsee.

Das komplette Programm:

globetrotter.de/akademie.

Ein Leichtgewicht, außer in Sachen Schutz.

»Einfach mal raus«

Die Globetrotter-Welt wächst über die Filialen hinaus: Die Globetrotter-Lodge ist in

der letzten Bauphase, an der Globetrotter-Akademie wird bereits gelehrt und gelernt.

4-Seasons sprach mit Günther Hoffmann, der noch hinter den Kulissen werkelt.

Günther, du gehörst zu den Leuten, die die neuen

Projekte vorantreiben. »Globetrotter-Lodge« klingt

ja recht gemütlich. Wird es das auch?

Ganz wie man mag. Die Globetrotter-Lodge entsteht

am Aschberg in Schleswig-Holstein. Ein ideales

Basis lager für Radtouren oder Wanderunge n in den

Hüttener Bergen oder Paddeltrips auf der Schlei.

Die Ostsee ist ebenfalls nicht weit. Aber wir können

auch gemütlich. Unser Restauran t »Campfire« bietet

regionales, gesundes Essen mit großer Vielfalt.

Ein Urlaubshotel für Natursportler also?

Genau. Zudem ist die Globetrotter-Lodge ein toller

Ort für Feste und Hochzeiten. Räumlichkeiten für

Firme nseminare bieten wir auch. Unser großer

Vorteil ist, dass wir jedes Urlaubsprogramm und

jede Veranstaltung ergänzen könne n mit Outdoo r-

aktivitäten: Bogenschießen, Paddeltouren … Ganz

nach unserem Motto: einfach mal raus.

Wann ist Eröffnung der Globetrotter-Lodge?

Noch in diesem Sommer. Wir freuen uns schon.

Und die »Globetrotter-Akademie«? Sitzt die auch in

der Globetrotter-Lodge?

Nur das Büro. Die Akademie veranstaltet Outdoorseminare

und Reisen mit Ausbildungscharakter.

Daher braucht sie keinen Hauptsitz, zu dem die

Gäst e kommen müssen, sondern bietet an möglichst

vielen Orten Touren und Schulungen an. Derzeit

sind es elf Standorte, einer davon in Norwegen.

Ziel ist natürlich, in der Nähe jede r Stadt mit Globetrotter-Filiale

präsent zu sein. Bisher sind schon

Berlin, Frankfurt, Köln und Hamburg abgedeckt.

Demnach hat die Globetrotter-Akademie bereits

den Lehrbetrieb aufgenommen?

Für Profis laufen Instructor-Kurse in den Bereichen

Kanu, Segeln, Trekking, Wald, Winter und Indoor.

Aber auch das Programm für normale Kunden ist

gestartet. Zum Beispiel Trekking- und Kanutouren,

bei denen die Gäste Ausrüstung testen oder gleich

einen Kurs dazubekommen. Test, Ausbildung und

Draußensein kommen so zusammen. Alle aktuellen

Angebote gibt’s unter globetrotter.de/akademie. <

Günther Hoffmann

© 2013 Keen Inc.

Hier kommt unsere neue Linie! Diese Schuhe wiegen gerade mal max. 285g pro Schuh und bieten

trotzdem weiterhin den bewährten Schutz, der uns so berühmt gemacht hat. Weniger ist manchmal mehr. So können

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1 Reise

Das Kundenmagazin von Globetrotter Ausrüstung

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Ausgabe 38

2,50 Euro

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6

Inhalt

IMPRESSUM

4-SEASONS ist die Kundenzeitschrift

von Globetrotter Ausrüstung.

72

4-SEASONS erscheint vierteljährlich

zur Quartalsmitte.

4-SEASONS wird an aktive Kunden mit

GlobetrotterCard kostenlos verschickt

und ist in den Globetrotter-Filialen

erhältlich (solange der Vorrat reicht).

Die kostenlose Kundenkarte

(GlobetrotterCard) können Sie in allen

Filialen oder online beantragen:

www.globetrotter.de/kundenkarte

ALLE AUSGABEN VON 4-SEASONS

gibt’s kostenlos auch auf dem iPad

(Apple App Store) und als PDF:

www.4-Seasons.de/heftarchiv

LESERSERVICE

Adressänderung, Heft fehlt etc.:

Tel. 040/67 96 61 79

90

HERAUSGEBER

Globetrotter Ausrüstung GmbH

Bargkoppelstieg 10–14

22145 Hamburg

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT

Torsten Fischer

96

DRUCKAUFLAGE

1. Quartal 2013

400 000 Stück

REDAKTION & KONZEPT

Redaktionsbüro Glocker & Neumann

Provinostraße 52, D-86150 Augsburg

Tel. 08 21/42 07 84 0

Fax 08 21/42 07 84 20

4-Seasons@red-gun.com

10

26

46

54

56

46

Inhalt

Sommer 2013

Träume leben: Cycle the World

Hamburger Globetrotter auf großer Tour.

Aktuell/Engagiert

Neues aus der Globetrotter-Welt.

Projekte: Bike2Boat

Norwegen mit Kajak auf dem Hänger.

Reisetipp: Osteifel

Traumpfade auf Vulkangestein.

Reise: Mia san hier

Königliche Naturerlebnisse in Bayern.

70

72

88

90

100

Optische Täuschung

auf dem Salar de Uyuni

(Bolivien). Foto: Andreas Krüger.

Mehr von den Hamburger

Weltumradlern ab Seite 10.

104

State of the Art: Keen Clearwater CNX

Folgt der Sandale!

Ausrüstungsberatung: Klettersteig

Mit Sicherheit auf die Ferrata.

5-Sterne-Produkte

Was Globetrotter-Kunden empfehlen.

Reise: Kanada

Wo sich Wolf und Bär Gute Nacht sagen.

Kollege: Niklas Berglöw

Die hohe Kunst des Überlebens.

Sommer 2013

REDAKTIONSTEAM

Stephan Glocker (Chefredakteur),

Ingo Wilhelm, Ingo Hübner, Sebastian

Lüke, Philip Baues, Michael Neumann,

Julian Rohn, Cindy Ruch, Axel

Bellmann, Moritz Schäfer, Manuel

Arnu, Michèle Knaup. Korrektorat: Lars

Dammann, Claudia Meyer, Gotlind

Blechschmidt.

MITARBEIT AN DIESER AUSGABE

Iris Lemanczyk, Günther Hoffmann,

Fabian Nendza, Holde Schneider,

Michael Bärisch, Dr. Tomas Jelinek,

Johan Lambrechts, Olaf Friedrichs,

Andreas Krüger, Johanna Brause,

Damiano Levati, Chris Boukoros, Piotr

Drozdz, Manuel Ferigato, Christian

Moog, Franz Scholz, Petra Rapp, Lutz

Fischer, Peter Reiter, Guido Augustiniak,

Andreas Franke-Thiele, Jens

Klatt, Karin Kura, Norbert Eisele-Hein,

Andreas Worsch, Franz Lerchenmüller,

Thomas Gretler, Monika Renner, Dieter

Haas, Iris Kürschner, Ron Hill, Michael

Fischer, Ole Helmhausen, Diana

Hübner, Noel Rogers, Tom Rivest,

Niklas Berglöw.

GRAFIK & PRODUKTION

B612 GmbH, Werner Bauer, Jan Maier

Tübinger Str. 77-1, 70178 Stuttgart

w.bauer@b612-design.de

ANZEIGEN & KOOPERATIONEN

4-Seasons Marketing

Sarah Jentsch

Tel. 08 21/42 07 84 12

Fax 08 21/42 07 84 20

jentsch@red-gun.com

DRUCK

Stark Druck GmbH + Co. KG, Pforzheim

4-SEASONS IM INTERNET

www.4-Seasons.de

64

Gute Karten

Mit der GlobetrotterCard zu Willi Weitzel.

104

Traumtour: GTA

Episches Wandern durch die Westalpen.

Unsere Druckerei und das Papier von

4-Seasons sind FSC-zertifiziert.

66

Hersteller: Houdini

Coole Klamotten – natürlich schwedisch.

114

Hin und weg

Sieben Mal »Save the Date« für Globetrotter.


8

iPad extra

Auch in der XXL-App: Exklusive Storys und

Extras, die nicht im Printheft erscheinen.

DAS BIETET DIE XXL-APP: EXKLUSIVES

Gemeinsam

Abenteuer

erleben!

Toll: Norwegen mit

Zelt, Bike & Boot.

Aber: Wohin mit dem

ganzen Gepäck?

Bildgewaltig: Mit dem Bike

über den Pamir Highway.

Exklusiv zu diesem Heft

XXL-App fürs iPad

Jede Ausgabe von 4-Seasons erscheint auch als iPad-Version – auf Deutsch und Englisch. Diese Standard-App

bietet immer ein paar nette Extras, aber so richtig ausgereizt wurden die Möglichkeiten des Tablets noch nicht.

Daher hat die Redaktion mal experimentiert und parallel zur regulären iPad-App eine XXL-Ausgabe produzier t. Wir

freuen uns über zahlreiche Downloads – und euer Feedback an 4-Seasons@red-gun.com.

DAS BIETET DIE XXL-APP: HIGHLIGHTS

Pamir Highway: Fabian Nawrath, letztes

Jahr für seine Afrika-Durchquerung zum

»Globetrotter des Jahres« gekürt, hat exklusiv

für 4-Seasons eine beeindruckend e

Tablet-Reportage zusammengestellt.

Kollege Berglöws Arbeitsplatz: Wer sehen

will, wo Niklas Berglöw (Portrait ab S. 100)

Kunden berät, kann die Hamburger Globetrotter-Filiale

mit dem iPad besichtigen.

Zu Besuch bei Hanwag: Die Redaktion bestellt

einen maßgefertigten Hanwag-Schuh

(Seite 31). Für die XXL-App haben wir die

Produktion des edlen Stiefels begleitet.

Anzusehen im »Street-View«-Modus.

Furchtlos: Zwei Köche ziehen los.

Guerilla Köche: Ab August im Kino, bei

uns schon auf dem iPad: Making-of zu

»Guerilla Köche«, einem kulinarischen

Traveller-Movie mit Kultpotenzial.

Schritt für

Schritt: So

entsteht bei

Hanwag ein

Maßschuh.

Gear Warrior Wheeled Duffel 32

Equipment

Keeper–

hält, was er

verspricht

XXL-Spezial

Reportagen, News und Anzeigen, die im

Heft mit diesem Logo markiert sind, wurden

für die XXL-App besonders aufwändig

umgesetzt. Ein kleiner Vorgeschmack:

Träume leben (ab Seite 10): Weltumradler

Andreas Krüger erzählt im Video-Interview

Traumgeschichten und Horrorstorys; eine

interaktive Karte zeigt den Verlauf der

Tour; dazu jede Menge Fotos extra.

Pflegeserie (Seite 40): Zu den Basisinfos

im Heft gibt’s auf dem iPad eine Expertenversion

mit Hintergrund infos. Kann man

gleich mit in die Waschküche nehmen.

XXL-Spezial

Bike2Boat (ab Seite 46): Die wackeren

Radler präsentieren ihr Packsystem im

Kajak anhänger. Außerdem: Infos zu ihrer

aktuellen B2B-Tour durch die Alpen.

State of the Art (ab Seite 70): Ein Video

erklärt die Details von Keens CNX-Serie.

Plus: 360°-Ansich t der Sandale.

Beratung Klettersteig (ab Seite 72): Zwei

Rückruf-Aktionen von Klettersteigsets

habe n die Anwender verunsichert. Ein

Vide o von Edelrid zeigt die Probleme auf.

Anzeigen: Auch viele Hersteller haben ihre

Anzeigen für die XXL-App aufbereitet.

Tipps: Bergans und Eagle Creek.

Traumtour GTA (ab Seite 104): Animierte

Kartenansicht für alle 65 Tagesetappen,

außerdem Höhenprofile für einige ausgewählte

Abschnitte der GTA.

Für menschliche Bergziegen: die GTA.

UND DAS BIETET DIE XXL-APP AUCH: MEHR INHALT ÜBERALL

Infos, Fotos, Videos. Neben den hier erwähnten

Highlights und Extras bieten

auch viele weitere redaktionelle Beiträge

4-Seasons auf dem iPad: so funktioniert’s!

Apple App Store öffnen (in iTunes oder direkt auf

dem iPad) und »4-Seasons« in die Suche eingeben.

Standard-App – für jede Ausgabe,

auch für das Sommer-Heft 2013.

Gibt’s auf Deutsch und Englisch.

Erscheint zeitgleich mit dem Heft.

und Anzeigen Zusatzmaterial. Also einfach

reinschauen und entdecken! Das Team von

4-Seasons wünscht viel Spaß dabei.

Die orange App ist die Standardversion, die blaue

die XXL-App. Beide Apps sind kostenlos.

XXL-Spezial

XXL-App – einmalige Ausgabe

zum Sommer-Heft 2013. Erscheint

irgendwann ab Mitte Mai (den

genauen Termin bestimmt Apple).

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10

Träume leben

Träume leben

11

XXL-Spezial

XX

Raus aus dem Alltag, rauf auf den Sattel: Der Globetrotter-Mitarbeiter

Andreas Krüger und seine Freundin Johanna Brause sind 20 Monate

lang rund 28 400 Kilometer weit durch 29 Länder geradelt.

Nicht in Zahlen fassen lässt sich der Wert ihrer Erlebnisse.

Interview: Iris Lemanczyk | Fotos: Andreas Krüger

Schier unüberwindlich – aber eben nur schier:

die Transalai-Kette im Süden Kirgistans.


12

Träume leben

Träume leben

13

»Wir wussten, dass wir

durch Europa und Asien nach

Singapur wollten. Der Rest

hat sich ergeben.«

Als langjährige Wahl-Hamburger seid ihr begeisterte Wassersportler.

Warum seid ihr dann doch mit dem Fahrrad los?

Andreas: Auf eine Segelreise hätten wir noch jahrelang

sparen müssen. Außerdem ist man als Segler auf dem Wasser und

im Hafen, aber nicht bei den Menschen. Das war uns aber wichtig.

Was fällt euch spontan ein, wenn ihr an eure Tour zurückdenkt?

Johanna: Die Taklamakan-Wüste in China. Da sind wir wochenlang

durchgeradelt, fast immer mit Gegenwind. So alle 100 Kilometer

tauchte ein Dorf auf, wo wir Wasser aufnehmen konnten.

Es war einsam. Plötzlich kam aus dem Nirgendwo ein Hirte, ein

Uigure. In einem Tuch über seiner Schulter trug er eine Melone –

seinen einzigen Wasservorrat, den er mit uns teilte.

Andreas: Das Gegenteil erlebten wir in der Wüste in Turkmenistan.

Autos aus Europa bretterten vorbei. Die waren mit einer Rallye

unterwegs, alle bestens mit Proviant ausgerüstet, aber nur ein

Einziger hielt an.

Habt ihr die Route im Voraus genau geplant?

Andreas: Wir wussten, dass wir durch Europa und Asien nach

Singapur und unbedingt durch den Iran fahren wollten. Der Rest

ergab sich, frei nach Kurt Tucholsky: »Entwirf deinen Reiseplan

im Großen und lass’ dich im Einzelnen von der bunten Stunde

treiben. Die größte Sehenswürdigkeit ist die Welt, sieh sie dir an!«

In eurem Reiseblog schreibt ihr, dass die Räder mit Gepäck rund

60 Kilo gewogen haben. Würdet ihr heute anders packen?

Andreas: Schnickschnack hatten wir nicht dabei. Ich würde aber

einen von drei Schlafsäcken weniger mitnehmen. Stattdessen

einen Wasserfilter, den mussten wir uns nachschicken lassen. >

Johanna und Andreas persönlich

Erwischt! Die Weltumradler

ließen sich in Bolivien also

auch mal ein Stück mitnehmen.

Andreas Krüger (42) arbeitet seit

2004 als Eventmanager in der Hamburger

Globetrotter-Filiale. In Mönchengladbach

geboren, kam er zum

Geografiestudium an die Elbe, auf der

er gerne paddelt. Die in Ratzeburg

aufgewachsene Johanna Brause (31)

hat es mehr mit Segeln und arbeitet

als Ingenieurin bei der Hamburger

Hochbahn. Gemeinsam haben sie

Radreisen etwa durchs Baltikum

unternommen. Im März 2011 starteten

sie »mit dem Fahrrad von Hamburg

um die Welt«, so der Untertitel

ihres Reiseblogs cycle-the-world.de.

Dort findet man neben spannenden

Episoden auch die genaue Reiseroute.

Sie führte von Hamburg nach

Singapur, von Argentinien nach Peru,

von Kanada entlang der Pazifikküste

nach Los Angeles und schließlich von

Spanien zurück nach Hamburg.


14

Träume leben

Erst im Iran fühlte sich Johanna auf der Reise angekommen.

In Rumänien oder Bulgarien war ja immer noch die Donau …

Lange Kleidung schützt vor usbekischer Wüstensonne und strengen Blicken der Gläubigen in Buchara.

Die Fotoausrüstung war der schwerste Posten, auf den ich aber

auch heute nicht verzichten wollte.

Johanna: Unser Gepäck hat sich etwas ausgedünnt, zweimal

haben wir Unnötiges heimgeschickt. Ich hatte sicher etwas zu viel

Verbandszeug dabei – man wirft das deutsche Sicherheitsdenken

eben nicht so schnell ab. Es hat uns stets gefreut, wenn wir andere

Reisende trafen, die mit weniger Ausrüstung zurechtkamen.

Meist waren es Engländer, die dann anstatt mit Dioden-Fahrradlicht

mit einer Konservendose und Glühlampe unterwegs waren.

Wann und wie genau ging es los?

Andreas: Wir sind am 1. März 2011 in Hamburg gestartet. Erst

mal den Elberadweg entlang. Bei Minusgraden und Nebel, doch

wir fuhren dem Frühling entgegen, das hat uns sehr motiviert.

Und wann, würdet ihr sagen, habt ihr euch ganz auf die Tour eingelassen

und nicht mehr in Gedanken in Hamburg gehangen?

Andreas: Als wir in Istanbul nach Asien kamen, das war ein Meilenstein

für mich, danach waren die Gedanken an die Arbeit weg.

Johanna: Ja, die Ankunft in Istanbul – ich hatte Tränen in den

Augen. Bei mir hat’s aber noch bis in den Iran hinein gedauert, bis

ich ganz auf der Reise angekommen war. In Rumänien und Bulgarien

dachte ich noch: Ach, wir sind ja immer noch an der Donau.

In eurem Blog habt ihr von Kriegsspuren in Kroatien und Serbien

geschrieben. Was ist davon noch zu sehen?

Andreas: Einschusslöcher an Häusern, Schilder, die vor Minen

warnen. Und das so nah dran, es ist Europa! Serbien ist wie eine

Zeitreise 30 Jahre zurück: verschmutzte Luft, Ochsenkarren, sehr

arme Menschen. In Novi Sad hatten wir unseren ersten Platten,

von insgesamt 31. Es regnete, und wir schoben die Fahrräder unter

das einzige Dach weit und breit – eine Kaserne. Uns war etwas

mulmig, als Soldaten auftauchten. Doch sie brachten uns Tee.

Wie waren denn die Straßen?

Johanna: Ganz unterschiedlich. Unvergesslich bleibt mir ein Weg

vor Belgrad, der war so morastig, dass selbst Schieben nicht mehr

ging. Erschöpft kamen wir durch ein Dorf. Ein Mann schüttelte bei

unserem Anblick ungläubig den Kopf. Dann nahm er den Gartenschlauch

und spritzte unsere Räder ab. Was für ein Geschenk!

Türkei mal zwei: Rohrzangenreparatur und Camperglück.

Andreas: Manchmal erschwerten auch Hunde die Weiterfahrt,

zum Beispiel hinter der bulgarisch-türkischen Grenze. Sechs,

sieben Straßenköter hefteten sich an unsere Hinterreifen. Es

ging bergab, und wir radelten der Meute davon. Doch nach der

nächsten Kurve führte die Straße steil bergan … Das schienen

die Hunde gewusst zu haben. Schnell stiegen wir ab und

schnappten uns Steine. Sobald wir den Hunden den Rücken

zudrehten, kamen sie gefährlich nahe. Es dauerte lange, bis sie

das Interesse an uns verloren und wir weiterfahren konnten.

Gab es neben den Reifenpannen auch größere Reparaturen?

Andreas: Vor der Reise hatte ich unseren Fahrradbauer gefragt,

ob ich Werkzeug fürs Tretlager mitnehmen soll. Er verneinte.

Prompt gab in der Türkei mein Innenlager den Geist auf … In

einer Kleinstadt fanden wir einen Radladen. Der Mann holte

eine Rohrzange und setzte sie an mein Edelrad an – ich musste

mich wegdrehen, weil ich das nicht mit ansehen konnte. Aber

mit Geschick allein war nichts zu machen. Auch im nächsten

Radladen fehlte das passende Werkzeug. Die Jungs dort meinten,

ich solle Fotos vom Tretlager machen und es beschreiben.

Dann mailten sie die Fotos und Informationen, die ich mithilfe

von Google Translate übersetzt hatte, an einen Fahrradladen in

Istanbul. Dort organisierten sie prompt das richtige Tretlager,

der Nachtbus brachte es die 1000 Kilometer zu uns, wo es am

nächsten Tag eingebaut wurde – mit der Rohrzange. Und die

Jungs stellten uns nur das Material in Rechnung.

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Abenteuer.


16

Träume leben

PatitucciPhoto;

Runde Sache:

Bolivien per Bike.

Exosphere -4°

»Kein Wunder, wenn ihr so viel radelt …« So erklärten sich

viele Türken, warum das Hamburger Paar keine Kinder hat.

Andreas, warst du aus türkischer Sicht ein schlechter Mann, weil

du einer Frau zumutest, täglich stundenlang im Sattel zu sitzen?

Andreas: Ja. Und immer kam die Frage, ob wir Kinder hätten. Auf

unser Kopfschütteln folgte meist ein: »Kein Wunder, wenn ihr so

viel radelt …« Die Iraner dagegen verstehen, dass man aus Spaß

an der Bewegung auf dem Fahrrad sitzt. Dort haben sie sich eher

gewundert, dass ich gekocht habe, während Johanna sich ausruhte.

Zum Glück habe ich nicht auch noch abgespült, das hätte

meine Autorität völlig untergraben.

Wurdest du, Johanna, im Iran anders behandelt als Andreas?

Johanna: Ja – beispielsweise wollte ich, um Geld zu tauschen,

meinen Reisepass an der Hotelrezeption abholen. Man gab ihn

mir nicht. Nur Andreas durfte meinen Pass in Empfang nehmen.

Andreas: Ich wurde in eine Rolle gedrängt, die ich nicht ausfüllen

wollte: die des männlichen Beschützers. Wir waren beispielsweise

mit einem Geschwisterpaar unterwegs. Als ein Mann hinter der

Schwester herging und sie musterte, hätte ihr Bruder den Typen

deswegen fast verprügelt. Ich dagegen merke so etwas gar nicht

oder denke mir nichts dabei. In iranischen Augen war ich ein mieser

Beschützer. Auf der anderen Seite erlebten wir unglaubliche

Gastfreundschaft und reges Interesse an uns. Autofahrer hielten

an, um uns mit kühlem Wasser oder Obst zu versorgen. Und bei

jeder Gelegenheit wurden wir eingeladen.

Iran, Turkmenistan, Usbekistan, China … überall brauchtet ihr

Visa. Wie habt ihr die organisiert?

Andreas: Ursprünglich wollten wir das Land für Land erledigen.

Wir versuchten also in Istanbul, ein Visum für den Iran zu bekommen.

Doch weder dort noch in Ankara hat das geklappt. Wir beschlossen

daraufhin, eine Agentur in Deutschland zu beauftragen,

uns sämtliche Visa zu besorgen. Der Nachteil an dieser Methode

war, dass wir uns festlegen mussten, wann wir wo sein wollten. Wir

schickten unsere Pässe also nach Deutschland, zum Glück hatten

wir je zwei Pässe dabei.

Johanna: Die Wartezeit wollten wir uns mit einem Ausflug ans

Mittelmeer verkürzen. Wir ließen unsere Fahrräder in der Pension

und fuhren mit dem Bus los. Bis zu einem Kontrollposten. Als wir

unsere Pässe zeigten, stellte sich heraus, dass wir versehentlich

die Exemplare mit den Türkei-Einreisestempeln nach Deutschland

geschickt hatten. Mit unseren 15 Wörtern Türkisch ließ sich

nicht erklären, dass wir eigentlich mit den Fahrrädern in den >

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18

Träume leben

Die wichtigste Verkehrsregel in

China lautet: Wer sich ein Auto

leisten kann, hat Vorfahrt.

Mit 45 Kilo am Rad kann man göttlichen Beistand gut gebrauchen …

… nicht nur auf tibetischen Passstraßen.

Chinesische Flickschusterei am Klickpedalschuh.

Iran unterwegs waren, obwohl wir gerade in einem Bus Richtung

Mittelmeer saßen …

Andreas: Dann fiel mir mein türkischer Globetrotter-Kollege Murat

ein. Ich rief ihn in Hamburg an und schilderte unser Problem.

Murat übersetzte unsere Geschichte geduldig den Beamten und

auch dem Busfahrer und einigen Mitreisenden; das Telefon wurde

immer weitergereicht. Schließlich ließ man uns wieder ein steigen,

Murat sei Dank.

Ihr hattet – laut eurem Reiseblog – nur ein Fünf-Tage-Visum für

Turkmenistan, aber auch 500 Kilometer zu fahren, und das bei

Sandsturm und bis zu 58 Grad. Wie habt ihr das geschafft?

Andreas: Wir wollten mit dem Sonnenaufgang losfahren. Doch

schon am Grenzübergang kam dieser Zeitplan durcheinander. Die

Formalitäten dauerten fast bis Mittag. Das einzige Durchleuchtungsgerät

funktionierte nicht; alle wussten das, dennoch mussten

wir unser gesamtes Gepäck durchschieben … Später hielten

wir an, um eine Limo zu trinken. Dabei sanken die Fahrradständer

drei Zentimeter tief in den heißen Asphalt ein. Johanna wollte die

500 Kilometer trotz der Hitze, der schlechten Straßen und des

Gegenwinds durchziehen. Ich kapitulierte vor den letzten 70 Kilometern,

und ein leerer Teerlaster nahm uns mit. Noch heute

kleben schwarze Spuren davon an unseren Radtaschen.

99 Tage seid ihr durch China geradelt, das einstige Land der

Radfahrer. Wie ist es dort mit dem Verkehr? Und der Luft?

Andreas: In den Städten gibt’s Elektroroller, aber kaum mehr

Fahrräder. Der Verkehr ist grässlich. Als Regel gilt: Wer sich ein

Auto leisten kann, hat mehr Rechte als der Fahrradfahrer.

Johanna: Die Luft in den Industriestädten ist übelst. Wir hatten

jeden Abend schwarze Gesichter, das nannten wir Chinabräune.

Auf dem Land ist es anders: gute Luft, traumhafte Landschaften.

In China ist das Zelten für Fremde verboten, ihr habt’s dennoch

gemacht – und trotzdem gut geschlafen?

Andreas: In China besteht Meldepflicht. Und man darf nur in

solchen Unterkünften übernachten, die für Ausländer zugelassen

sind. Doch wir sind durch einsame Gegenden gekommen, wo es

weit und breit keine Unterkunft gab. An versteckten Plätzen

bauten wir dann unser Zelt auf – und schliefen wunderbar. In der

Wüste war das manchmal mühsam. Wann immer wir uns hinter

einer Düne verkriechen wollten, mussten wir das schwere Fahrrad

dorthin zerren.

Ging euch der viele Sand nicht auf die Nerven?

Johanna: Für mich war das sehr schwer. Ausgerechnet in der

Taklamakan ging auch der Reißverschluss des Zeltes kaputt,

alles war sandig. Unsere Strecke war sehr dem Wind ausgesetzt.

Alle zehn Kilometer machten wir zehn Minuten Pause.

Wir nutzten abwechselnd den Windschatten des anderen, denn

wir mussten 130 Kilometer pro Tag vorankommen, um alle 24

Stunden an Wasser zu gelangen. Eine existenzielle Erfahrung.

Andreas: Wochenlang starrten wir auf Kilometersteine. Was

waren wir erleichtert, als es »nur noch« 2000 Kilometer bis zur

nächstgrößeren Stadt waren!

Waren Sand, Wind und ein defekter Reißverschluss die einzigen

Unannehmlichkeiten?

Johanna: Leider nicht. Ich hatte heftige Magenprobleme und

einen aufgeblähten Bauch. Von den Symptomen her musste es

Giardia sein, ein Dünndarmparasit, den man über verschmutztes

Wasser oder Lebensmittel bekommt. Wir wussten, dass sich

Giardia mit dem Wirkstoff Metronidazol behandeln lässt. Doch

den gab es nur im weit entfernten Krankenhaus. Um schnell

dorthin zu kommen und weil ich keine Kraft mehr in den Beinen

hatte, blieb nichts anderes übrig, als den Bus zu nehmen.

War die Busfahrt nicht eine willkommene Abwechslung nach

all den Wüstenkilometern?

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20

Träume leben

Ausgezeichnete

Ausrüstung

Seit über 50 Jahren setzen wir uns dafür ein, Naturerlebnisse

angenehmer und sicherer zu machen. Alles begann

mit einem innovativen Rucksackrahmen, der das Tragen

von schwerem Gepäck erleichterte.

Später entwickelten wir das kondenswasserfreie

Zelt und warme Schlafsäcke und schließlich

die modernen Outdoor-Produkte von heute.

Heute gehören unsere Rucksäcke und Zelte

zur besten Outdoor-Ausrüstung auf dem Markt.

In dieser Saison haben wir unsere Produktpalette weiter entwickelt

und können eine Reihe von neuen Schlafsäcken präsentieren,

die sich den unterschiedlichen Anforderungen

der Natur stellen. Unten findest du eine Auswahl

unserer Lieblingsstücke. Auf unserer Website

www.fjallraven.de kannst du alle Produkte

und Produktfilme finden.

Wir sehen uns draussen.

Der Schlauch hätte ja auch

bei Sonne platzen können.

Wollte er aber nicht.

Abisko 55/65/75 55/65

Leichter, schlanker Wanderrucksack mit

hohem Tragekomfort für Wanderungen in

hügeligem Gelände. Schmale Silhouette

und reduziertes Design.

Kajka 65/75/85/100 55/65/75

Moderner Wanderrucksack mit hohem Tragekomfort,

cleveren Funktionen und innovativem Holzrahmen.

Perfect Fit Verstellsystem und Wet/Dry-Fach.

Kajka wird weltweit von Wanderern und der Fachpresse gelobt. Unter anderem wurde

der Rucksack 2009 von dem schwedischen Outdoor-Magazin Utemagasinet zum

Produkt des Jahres gewählt und war 2011 Testsieger im großen Rucksacktest des

finnischen Outdoor-Ausrüsters Retki.

Funäs 25/35/45

Leichter, geräumiger Tagestourenrucksack

mit belüftetem Tragesystem. Toploader mit

reduziertem Design.

2012 überzeugt Funäs als „schlichtes Leichtgewicht“

und erhält den Kauftipp in der outdoor, dem führenden

Outdoor-Magazin in Deutschland.

Letztlich war es der Kulanz von Globetrotter zu verdanken,

dass sie ihre Radreise um zwei Kontinente verlängern konnten.

Johanna: Abwechslung, ja. Aber nicht ganz willkommen, wenn

ich an das Rotzen und Räuspern der anderen Fahrgäste denke …

Jeder Auswurf landete auf dem Fußboden. Eine junge Frau im

modernen Kostüm biss herzhaft in einen Hühnerfuß und spuckte

die Kralle direkt vor mir aus. Andererseits ekeln sich die Chinesen,

wenn wir uns mit einem Taschentuch die Nase putzen.

Andreas: Im Krankenhaus fanden wir zunächst niemanden, der

verstand, was wir wollten. Sie boten uns allerlei Mittelchen mit

Drachen darauf an … Irgendwann kam ein Arzt. Es gelang uns

über Baidu, das chinesische Google, den Wirkstoff Metronidazol

zu übersetzen. Der Arzt strahlte, als er uns für 62 Cent das Antibiotikum

gab. Für die Abrechnung brauchte er einen chinesischen

Namen von mir. Sie nannten mich kurzerhand Mr. Biloun – keine

Ahnung, was das bedeutet oder ob das ein gängiger Name ist.

Später seid ihr durch chinesische Großbaustellen geradelt. Klingt

ungemütlich …

Andreas: Das war krass. Wir sind durch unbeleuchtete Tunnel

gefahren, wo mitten auf der Fahrbahn Gasflaschen lagen. In den

Tunneln gibt es manchmal drei, vier Kreuzungen, und man hat

keine Ahnung, welche Abzweigung man nehmen muss.

Johanna: Vor einer dieser Baustellen hatten wir einen Platten.

Eine Gruppe junger Ingenieure kam, um mit uns herum zualbern

und Fotos zu machen. Mir taten jedoch die einfachen Arbeiter

leid, die da völlig ungesichert mitten im Verkehr schufteten.

Andreas: Nach mehr als drei Monaten China waren wir froh auszureisen.

Trotzdem steht fest: Da müssen wir mal wieder hin.

Ursprünglich hattet ihr eure Tour nur bis Singapur geplant. Wie

kam es dann dazu, dass ihr nach Amerika weitergereist seid?

Andreas: Wir haben es meinem Arbeitgeber zu verdanken, dass

wir nach dem veranschlagten Jahr die Reise verlängern konnten.

Gegen Ende des Asientrips bekam ich eine Mail von meinem Chef,

er wünsche uns weiterhin eine gute Reise – und freue sich dennoch

auf meine Rückkehr. Also wohin im Anschluss an Singapur?

Wir waren zwischen Australien und Süd amerika hin- und hergerissen.

Letztlich flogen wir nach Argentinien, weil wir die Anden

sehen wollten. Zunächst erlitten wir aber einen Kulturschock …

Was genau hat euch in Südamerika einen Kulturschock versetzt?

Andreas: Auch in Asien hatten wir viele arme Menschen gesehen,

aber alle gehen dort irgendeinem Geschäft nach, niemand ist >

Skule Sleepingbag

Auf Körperform geschnittener

Synthetikschlafsack für Temperaturen ab +1°C.

Bequeme Kopfpartie, 2-Wege-Reißverschluss

und Innentasche.

Seit über 50 Jahren entwickeln wir strapazierfähige

und funktionale Zelte. Heute führen Henrik und sein

Team diese stolze Tradition fort.

Akka Endurance e2/e3/e4

Sicheres, windstabiles Tunnelzelt für alle Jahreszeiten.

Gut belüftet, extra große Apsis mit zwei Eingängen und

Verstärkungen im unteren Bereich.

2009 wurde Akka als “bestes Zelt”

in Norwegen ausgezeichnet. Akka Endurance

ist die Weiterentwicklung in der Akka Serie.

Akka Dome d2/d3

Selbsttragendes Kuppelzelt für bis zu 3 Personen,

mit 3 Gestängebögen und 2 Apsiden. Innen- und

Außenzelt werden zusammen aufgebaut.

2010 wurde Akka Dome von der führenden

schwedischen Outdoor-Zeitschrift Utemagasinet zu einem

der besten Outdoor-Produkte (alle Kategorien) gewählt.

2012 folgte der Kauftipp in der outdoor, dem führenden

Outdoor-Magazin in Deutschland.

Abisko Sleepingbag

Technischer Synthetikschlafsack als Damenund

Herrenmodell erhältlich. Optimierter Schnitt

für niedriges Gewicht bei hohem Komfort.

www.fjallraven.de


22

Träume leben

Als Andreas krank wurde,

fuhr Johanna alleine weiter

nach Los Angeles.

FUnktionSBekleidUng mit

BEWEGUNGSFREIHEIT

XXL-Spezial

X

Fürchterlicher als jede Wüste: chinesische Tunnel.

Alles roger: entspanntes Radeln in Kambodscha.

Fahrrad sein in Malaysia – das muss schön sein.

untätig. In Südamerika schlug uns Lethargie entgegen, so nach

dem Motto: »Du bist reich, also hilf mir!« Gleichzeitig fuhren wir

den ganzen Tag an wunderschönen Weideflächen vorbei, die einen

guten Zeltplatz abgegeben hätten, doch alle waren eingezäunt.

Johanna: Aber wir hatten auch wunderbare Momente. Eine Frau

umarmte mich einfach, weil sie sich freute, dass wir durch ihr

Land reisten. Oder man ließ uns im Krankenhaus übernachten,

auf der Kinderstation, weil dies die schönsten Zimmer waren.

Bolivien wurde kürzlich im »Travel&Tourism Competitiveness

Report« aus 140 Ländern zum unfreundlichsten Reiseland

erklärt. Könnt ihr das bestätigen?

Andreas: Nein, obwohl Falschgeld aus dem Automat kam und es

in einem Dorf nicht möglich war, heißes Wasser zu bekommen.

Die Leute sind nicht unfreundlich, doch es fehlt diese herzliche

Gastfreundschaft, die wir in Asien kennenlernen durften. Vieles

wird eben übers Geld definiert.

In den USA folgte eine Trennung auf Zeit, war das so geplant?

Andreas: Nein, gar nicht. Schon seit einiger Zeit hatte ich einen

wandernden Schmerz: mal Zahnschmerzen, mal in den Augen,

mal ein Schmerz wie bei Verspannungen. Die amerikanischen

Ärzte, die ich aufsuchte, konnten mir nicht helfen. Nach einiger

Zeit begriffen wir, dass wir die Reise so nicht fortsetzen können.

Schweren Herzens flog ich nach Deutschland – ohne zu wissen,

wann ich wieder in unsere gemeinsame Reise einsteigen konnte.

Johanna: Mein Gedanke war: Wenn ich Andreas ohnehin nicht

helfen kann, bleibe ich hier und führe unsere Reise weiter. So bin

ich bis Los Angeles geradelt.

Wie hat es sich angefühlt, plötzlich allein unterwegs zu sein?

Johanna: Ich hatte viel mehr Gepäck und musste alle Aufgaben

selbst erledigen. Vor allem aber hatte ich niemanden mehr, mit

dem ich die Eindrücke teilen konnte. Dazu kommt, dass die USA

kein Fahrradparadies sind: Mehrmals wurde ich von Autofahrern

beschimpft und sogar mit Müll beworfen. Einmal fuhr ein Truck

genau auf mich zu, um dann, als ich schon im Straßengraben war,

wieder auf die andere Straßenseite abzubiegen. Vielleicht fand

der Fahrer das lustig.

Wie ging es bei dir weiter, Andreas?

Andreas: Nach vierwöchigem »Hotel Mama« und diversen Arztbesuchen

lag zwar immer noch keine Diagnose vor, aber ich war

wieder so weit hergestellt, dass ich mit Johanna die europäischen

Kilometer unter die Reifen nehmen konnte. In Barcelona haben

wir uns getroffen und sind über Spanien, Frankreich und die

Schweiz zurück nach Deutschland.

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Bergans of norway hat seinen Ursprung in der wilden natur und dem rauen klima norwegens. die oft

widrigen Bedingungen dort stellen besonders hohe Ansprüche an das material und seine nutzer.

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24

Träume leben

EXPEDITION: PERFECTION VALLEY

ATHLETE TESTED. EXPEDITION PROVEN.

BAFFIN ISLAND

Schon süß. Aber wenn wir groß sind,

jagen wir euch kilometerweit nach.

Am Ende bleiben unvergessliche Eindrücke

aus 29 Ländern – und 13 769 Fotos.

PHOTO: RIKY FELDERER

FOTO: RIKY FELDERER

Überwog die Freude, zurückzukommen, oder die Wehmut, dass

die Reise vorüber war?

Johanna: Ich hatte Schwarzbrot und Lakritze vermisst und kaufte

gleich hinter der deutschen Grenze ein. Als wir dann am 2. November

2012 in Hamburg ankamen, war es kalt – das Wetter hat

uns das Ende der Reise nach Kräften erleichtert. Gleichzeitig

wurde uns bewusst, dass unser großer Traum nun zu Ende war.

Andreas: Bei Globetrotter gab’s eine Willkommensparty, das

war toll. Doch wir wussten nicht so recht, wo wir hingehörten. Wir

hatten keine Wohnung mehr, krochen bei Freunden unter. Und

wir fühlten uns wie arbeitslos, denn unseren täglichen Job, das

Fahrradfahren, den gab es nun nicht mehr.

War es schwierig, wieder im deutschen Alltag anzukommen?

Andreas: Wir hatten ja optimale Bedingungen. Auch Johanna kam

wieder bei ihrem alten Arbeitgeber unter. Die Reise ist längst zu

Ende, aber das Ankommen dauert noch an. Man merkt, wie wenig

Zeit einem hier für Gedanken bleibt, wie kostbar ein freier Tag ist.

Was bleibt von eurer Reise?

Johanna: Die Erkenntnis, wie wenig man braucht. Aber auch wie

essenziell Luft, Wasser und Essen sind, das haben wir am eigenen

Körper gespürt.

Andreas: Ich habe die Zusammenhänge erkannt, wie sich mit dem

Klima die Landschaft und Kulturen ändern. Außerdem bleiben

genau 13 769 Fotos. Und, noch wertvoller: die inneren Bilder

sowie die Gesichter und Erlebnisse aus 29 Ländern.

<

»Cycle the world« on tour

Die nächste Reise von Johanna

und Andreas führt durch die sechs

Globetrotter-Städte: Ab Herbst

zeigen sie in den Filialen eine

Multimediashow ihrer Weltumradlung.

Die Termine: 27.11. Köln, 28.11.

Frankfurt/Main, 23.1. Hamburg, 30.1.

Berlin, 31.1. Dresden, 11.2. München.

Infos: cycle-the-world.de. Tickets gibt

es in den entsprechenden Filialen.

Ich packe meine Radtasche und nehme mit … Die passende Kaufberatung auf 4-Seasons.de/radreise und 4-Seasons.tv/radreise.

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Ultraleichtes,

klein packbares Shel

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Less weight. More pitches.

Auf Baffi n Island, Kanada, haben die The North Face ® Athleten Hansjörg Auer, Iker und Eneko Pou unter

extremen Bedingungen vier neue Big Wall Routen eröffnet. Mit der Verto Climb Collection nutzten sie dabei ein

Bekleidungs-Kit, bei dem das Gewicht auf ein Minimum reduziert ist, ohne Kompromisse bei Strapazierfähigkeit

und Schutz einzugehen. Der extrem leichte Verto Micro Hoodie bietet Iker Pou volle Bewegungsfreiheit bei

anspruchsvollen Kletterpassagen und schützt dank 800er Premium Daunenfüllung vor eisigen Winden.

Erfahre mehr über die Kollektion & Expedition

thenorthface.com


26 Aktuell

Aktuell 27

Aktuell

Sommer 2013

XXL-Spezial

XXL-Spe

Klettermarathon auf Kalymnos

Die griechische Insel wird im Herbst wieder zur Insel der Kletterseligen: Drei Tage lang genießen

Vertikalprofis und Hobbykraxler den Kalk, die Kulisse und das Climbing Festival von The North Face.

Rund 150 Seilschaften aus der ganzen

Welt haben 2012 an der Premiere des

»The North Face Kalymnos Climbing

Festivals« teilgenommen. Der »Open

Marathon« mit Schwierigkeiten bis 7a

und der »Big Marathon« ab 7a+ bis 8a

forderten den Kletterern mit 550 Routen

einiges ab. »Ich bin noch nie so viel in

zwei Tagen geklettert«, jubelte Ben aus

Heidelberg. Dass er dabei mit seinem

Kumpel Christian nur knapp den dritten

Platz verpasste, stört ihn nicht. »Ich habe

sowohl mental als auch technisch viel

dazugelernt – und die Zeit auf dieser

einmaligen Insel genossen.«

Auch die rund 20 Damen und Herren der

Kletterelite wie Anna Stöhr oder Hervé

Barmasse kamen auf ihre Kosten. Alt -

meis ter Yuji Hirayama schwärmte: »Kalymnos

hat alles, was ein Kletterer zum

Festival-Initiator Simone Moro.

Glücklichsein braucht: viele nette Leute,

tolle Routen mit wunderschönem Blick

aufs Meer, gutes Essen und eine unbeschreiblich

inspirierende Stimmung.«

Vom 10. bis zum 13. Oktober geht das

Climbing Festival in die zweite Runde. In

den drei Wettkampfkategorien starten jeweils

Zweierteams in den Wertungen

Frauen, Männer und Mixed. Auch das

Rahmenprogramm hat wieder jede Menge

zu bieten: Tipps und Kurse von und mit

den Profis, tolle Preise und eine große

Abschlussparty. Infos und Anmeldung bald

auf kalymnosclimbingfestival.com. <

Zwei Leser sind gratis dabei

4-Seasons verlost mit The North Face zwei

Startplätze fürs Climbing Festival (für dich und

deinen Kletterpartner). Die Gewinner bekommen

außerdem aus der aktuellen Kletterkollektion von

The North Face jeweils Rucksack, Zustiegsschuhe,

Fleecehoody, Hose, T-Shirt sowie eine SIGG-Flasche

im Gesamtwert von je 500 Euro. Die Anreise,

Übernachtung und Verpflegung sind exklusive.

Mitmachen auf 4-Seasons.de/kalymnos.

Ein ausführlicher Bericht vom Vorjahr, Infos zum Klettergebiet, Tipps zu Anreise und Unterkunft: 4-Seasons.de/kalymnos.

Fotos: Damiano Levati, Chris Boukoros/TNF

Unfassbare Kalkstrukturen und Meerblick: Kalymnos zieht nicht nur Profis wie Sam Elias (unten links) an.


Clausthal-Zellerfeld

Goslar

Torfhaus

Bad Harzburg

Brocken

Braunlage

26 ´

Wetter

Veranstaltungen

26´´

A 15.12.2

Index Datum

28 Aktuell

Aktuell 29

Bauvorhaben Inn

Übersicht in

Als VIP zum

Bergsteigergipfel!

Im Oktober steigt die fünfte Ausgabe

des International Mountain Summits

(IMS). Die Marke Gore-Tex spendiert

zehn 4-Seasons-Lesern ein

exklusives Wochenende in Brixen.

Spannende Vorträge und Wanderungen mit

Spitzenbergsteigern, Workshops, Boulderwettkämpfe

und nicht zuletzt geselliges

»Abklettern« bei Schmankerln und Musik

– dafür steht der »Kiku International

Mountain Summit« (IMS). Für die fünfte

Ausgabe, die vom 17. bis 22. Oktober

unter dem Motto »Pioniere und Risiko«

steht, haben unter anderen bereits zugesagt:

Reinhold Messner, Hansjörg Auer,

Catherine Destivelle und Ewa Wisnierska.

Infos unter ims.bz.

Gore-Tex spendiert 5 x 2 Lesern von 4-Seasons

ein VIP-Paket, bestehend aus: zwei

Übernachtungen (19. bis 21. Oktober) in

Brixen/Südtirol mit Frühstück im Doppelzimmer,

kostenlose Teilnahme an zwei

IMS-Talks, einem IMS-Walk sowie mit

Ausgezeichnet: Christof und Christoph

Afghanistan-Expedition und Fußmarsch durch China: Globetrotter hat den

Globetrotter des Jahres gekürt und den Reisebuchpreis 2012 vergeben.

Das preisgekrönte Buch und die ausgezeichneten Wakhan-Abenteurer auf ihrer Tour.

XXL-Spezial

XXL-Spezial

Wandern mit Nicolas Favresse oder ein

Talk mit Edurne Pasaban – das ist IMS.

Mehr über die Gewinner und ihre Geschichten auf 4-Seasons.de/gdj2012.

exklusivem Eintritt zur IMS-Discussion

»Mountain Extreme« unter anderen mit

den Spitzenalpinisten Beni Böhm und

Stefan Glowacz. Die An- und Abreise ist

nicht im Paket enthalten.

Wer gewinnen möchte, klickt bis zum

31. Mai auf 4-Seasons.de/IMS.

Und wem das Zuhören und Anschauen

nicht genügt: Im Rahmen der »Gore-Tex

Experience Tour 2013« können Bergfreunde

ihren eigenen Vortrag beim IMS

2013 gewinnen. Die Bewerbung hierfür

läuft über experience-tour.com.

<

Ein namenloser Berg (5725 Meter) im

Wakhan-Korridor, diesem Anhängsel von

Afghanistan im Pamir-Gebirge – das weckte

die Neugier von Christof Nettekoven & Co.

Zu fünft entdeckten sie eine spannende,

aber friedliche Gegend. Das beeindruckte

die Jury: Sie kürte die Wakhan-Abenteurer

zu den Globetrottern des Jahres 2012.

Das Gesicht von Christoph Rehage ist

vielen Outdoorfans bekannt. Ein Gesicht,

das sich während seines Fußmarsches

durch China ständig verändert hat. Das

filmische Selbstporträt lief bei der

EOFT. Auf den 4646 Kilometern schrieb

Christoph aber auch ein Buch. Globetrotter

verlieh »The longest way« nun den Reisebuchpreis

2012.

<

Fotos: Piotr Drozdz, Manuel Ferrigato

(805,00 üNN)

+26,61 9

Eine Filiale für den Nationalpark

Im Juni eröffnet das Harzresort in Torfhaus, und die Besucher müssen für

gute Ausrüstung nicht weit laufen – dank des neuen Globetrotter-Stores.

Neben einem Viersternehotel, 13 Lodges

in Holzbauweise, einem Nationalpark-

Infozentrum und Gastronomie gehört zum

Harzresort eine eigene Globetrotter-Filiale.

Mit rund 400 Quadratmetern umfasst der

»Globe trotter Active Store« zwar nicht mal

ein Zehntel der sonst üblichen Verkaufsfläche.

Aber die Beratung ist gewohnt gut,

darauf legt Christian Moog größten Wert.

Der ehemalige Mitarbeiter der Münchner

Filiale ist nun Chef im Harz und erklärt das

Air Revolution Lady Ultra

DiGAfix ®

®

Air Revolution Ultra

Schichtenmodell

M 1:10.000

(28x28 km)

Konzept des kleinen, aber feinen Ladens,

der im Juni eröffnen soll: »Wir orientieren

uns beim Sortiment an den Tagestouristen

und Hotelgästen, die vielleicht die falsche

Jacke eingepackt haben oder deren

Schuhe auf der Wanderung kaputtgegangen

sind. Wir werden nicht alle der knapp

35 000 Globetrotter-Ausrüstungsideen

anbieten können, aber es wird sich immer

das Richtige für den Kunden finden«, zeigt

sich Christian zuversichtlich.

Vier bis sechs fest angestellte Verkaufsberater

stehen ihm zur Seite. Je nach

Saison kommen Teilzeitkräfte hinzu. Für

den Laden, der sich im »Harz Welcome

Center« befindet, zeichnete wiederum das

Hamburger Büro Moths verantwortlich, die

Hausarchitekten von Globetrotter.

Das Harzresort, das nur etwa zehn Kilometer

von der Autobahn 395 entfernt liegt,

bietet den Gästen unzählige Freizeitmöglichkeiten

in einer ursprünglichen

Natur, vom Skilanglauf über Wandern bis

hin zu Mountainbiken. Infos und Buchung

unter torfhaus-harzresort.de oder telefonisch:

08 00/535 3500.

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❚ gezwickte Machart, darum formstabil

❚ weiche Manschette mit Stretchzone für hohen Komfort

❚ Vibram ® Gummi-Profi lsohle mit weichem Dämpfungskeil

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Illustration: Moths Architekten

± 0,00 = xx,xx

Bauherr

Globetrotte

Denart & L

Bauherr

GLC Glücks

Torfhaus V

Architekt

Prof. Moth

Architekten

Bauvorhaben

Innenausb

Zentralgeb

Projektnr.

erstellt am

21.06.2011

Dateireferenz

Plangrundlage

Plannummer

www.meindl.de


30 Aktuell

Aktuell 31

Die Kraft der Kuh

Outdoorjacken oder

Reiseführer sind heute

selbstverständlich. Aber wer

hat’s erfunden? 4-Seasons

forscht nach den Ursprüngen

der Reisekultur.

Folge 2: Impfungen.

WER HAT’S

ERFUNDEN?

Folge 2

DR. TOMAS JELINEK: GESUNDHEITSTIPPS FÜR GLOBETROTTER

Gefährliche Quälgeister:

Tipps zum Mückenschutz

Neben Malaria werden auch Krankheiten

wie Denguefieber, Japanische Enzepha litis

oder Schlafkrankheit durch Mücken übertragen.

Nur weibliche Mücken stechen. Sie

benötigen Blut, um Eier zu produzieren, die

sie auf ruhigem Wasser ablegen. Besonders

Seen und Auen, aber auch Regentonnen

oder Pfützen sind von Stechmücken bevölkert.

Die Beseitigung offener Wasseransammlungen

ist in den Tropen eine wichtige

Präventionsmaßnahme. Die Aktivität

der meisten Mückenarten ist zwischen

Sonnenuntergang und Mitternacht am

Was viele Reisende als lästige Pflicht

empfinden, ist eine der größten

Errungenschaften der Menschheit.

Ohne Impfungen gäbe es keinen

Tourismus. Der Kontakt mit fremden

Kulturen hatte früher nämlich eine

zweite, höchst gefährliche Bedeutung:

Exotische Krankheiten waren für Entdecker,

Seeleute oder Handelsreisende die

Todesur sache Nummer eins. Spanische

höchsten. Eine überlegte Tagesplanung

verringert das Aufeinandertreffen. Es gibt

aber auch Arten, die in den Morgenstunden

und am Nachmittag stechen. Daher

sind weitere Schutzmaßnahmen ratsam:

• Spezielle stichdichte Kleidung tragen.

Bei Hitze ist die Imprägnierung dünner

Gewebe – etwa mit Permethrin – eine Alternative.

Permethrin ist ein Insektengift.

Von der Haut wird es jedoch kaum

aufgenommen, sodass nach aktuellem

Wissen keine gesundheitsgefährdende

Wirkung besteht.

Dr. Tomas Jelinek leitet das Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin (bctropen.de).

Illustration: Franz Scholz

Konquistadoren schleppten ihrerseits die

Syphilis, Pocken und die Grippe in die

Neue Welt; 95 Prozent der Einheimischen

fielen westlichen Krankheiten zum Opfer!

Die Idee stammt

wahrscheinlich aus

Indien oder China.

Die Idee, sich mittels abgeschwächter Erreger

zu immunisieren, stammt wohl aus

Indien oder China. Als 1721 die Pocken in

Konstantinopel wüteten, folgte die britische

Botschaftergattin Lady Mary Wortley Montagu

dem Beispiel einiger Türken und ließ

ihren erkrankten Kindern getrocknete Pocken

verabreichen; sie überlebten.

Wissenschaftliche Akzeptanz erlangte diese

Methode aber erst 1796 durch Edward Jenner.

Der britische Arzt impfte den Sohn seines

Gärtners mit harmloseren Kuh pocken,

später infizierte er ihn mit einer tödlichen

Pockenvariante. Nicht zimperlich, aber erfolgreich:

Der Junge erwies sich als immun.

Heute ist die Schutzimpfung (oder Vakzination,

von lateinisch vaccinus »von der Kuh

stammend«) so selbstverständlich und

zuver lässig, dass kaum jemand ihre Bedeutung

fürs Reisen erfasst. Johan Lambrechts

• Unbedeckte Körperteile mit Substanzen

behandeln, die die Wahrnehmung der

Mücken irritieren (sog. Repellentien).

Produkte mit Diethyltoluamid (DEET)

bieten den besten Schutz. In den Tropen

sollte die Konzentration 30 bis 50 Prozent

betragen. Gesundheitlich ist DEET

nicht unbedenklich und sollte nicht bei

Kindern und Schwangeren verwendet

werden.

• In Räumen ohne Klimaanlage unter

einem mit Permethrin imprägnierten

Moskitonetz schlafen. Zur Abwehr der

Anophelesmücke (überträgt Malaria)

muss die Netzdichte laut Weltgesundheitsorganisation

156 Maschen pro Quadratzoll

betragen. Für die kleinere Sandmücke

(überträgt Leishmaniose) sind

196 Maschen pro Quadratzoll nötig. <

Trekkingschuh deluxe

Das gibt’s weltweit nur bei Globetrotter München: Per 3D-Scanner

werden die Füße vermessen, und Hanwag fertigt einen perfekt passenden

Maßschuh. Ist das so einfach, wie es klingt? 4-Seasons probiert es aus.

Mal wieder nehme ich Abschied von einem

Zehen nagel, es ist der sechste in zehn Jahren.

Meine großen Zehen zeigen leicht nach oben.

Egal, welchen Wanderschuh ich trage: Bei

Abstiegen stoßen die Nägel an – und werden

irgendwann schwarz. Je länger die Tour, je

schwerer der Rucksack, desto schneller.

Beim Skifahren tauchte das Problem ebenfalls

auf, aber ein angepasster Skistiefel

schuf Abhilfe. Ob das auch bei Trekkingstiefeln

klappt? Ein Anruf bei Globetrotter

München: »Klar, kriegen wir hin. Wir machen

einen Termin, bring eine Stunde Zeit mit.«

BergTräume erleBen!

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Wanderführer Sardinien

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XXL-Spezial

Der 3D-Scanner vermisst die Füße,

Peter Reiter analysiert die Daten

und schickt sie weiter an Hanwag.

Billig ist so ein Wanderstiefel nach Maß

nicht. 749,95 Euro kostet der individualisierte

Hanwag Ancash, ein First-Class-Trekkingstiefel

für lange Touren mit viel Gepäck. Will

man ein Gore-Tex-Futter, kommen nochmal

50 Euro dazu. Aber der perfekte »Schuh fürs

Leben« scheint die Investition wert. Die erste

Neubesohlung ist im Preis inbegriffen.

»Die Zehennägel sind nur eines von vielen

Fußproblemen«, sagt Peter Reiter. Er ist

Schuhexperte bei Globetrotter München und

bedient den 3D-Scanner. »Stark von der

Norm abweichende Rist- oder Zehenmaße,

Überbeine, unterschiedlich lange Füße –

manchmal nützt der beste Serienschuh

nichts, manche Leute verzweifeln. Aber jetzt

können wir helfen!«

Die Idee von Hanwags »Real Custom Made«:

Wem die üblichen Leisten – also die Kunstfüße,

die jedem Schuh die Form verleihen –

nicht passen, der bekommt individuelle Leisten.

Dabei spielen nicht nur die vom Scanner

erfassten XXL-Spezial digitalen Daten eine Rolle, sondern

auch die »analogen« Eindrücke, die Peter

Reiter im Beratungsgespräch herauskitzelt:

»Die Ausformung der Zehenbox spielt eine

Schlüsselrolle, außerdem empfehle ich eine

Klemmschnalle am Rist, damit kannst du den

Vorderfuß bergab selektiv schnüren.«

Peter entdeckt weitere Normabweichungen

– genau die Stellen, wo mich Blasen plagen.

Nach einer Stunde sind wir fertig. Die Daten

werden samt Fotos und Peters Protokoll ins

nahe Vierkirchen geschickt, wo Hanwag erst

individuelle Leisten und dann »mein« Paar

Ancash fertigt. In sechs Wochen sind meine

Maßschuhe fertig. Stephan Glocker

Fortsetzung im nächsten Heft: Die neuen

Hanwag-Maßschuhe im Praxistest. <

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32

Aktuell

Fotowettbewerb, Runde 14:

»Andere Länder, anderes Essen«

Auf die Plätze,

fertig …

Heuschrecken in Thailand oder doch lieber Fritten in Belgien? Globetrotter kennen auch die Töpfe dieser Welt.

Hier sind die schönsten kulinarischen Entdeckungen der 4-Seasons-Leser – zum Reinbeißen oder auch nicht.

2.

Platz

In der Markthalle von Kota Bharu, Malaysia. Foto: Anne Georgi.

1.

Platz

»Auf den ersten Blick begeistert die farbenfrohe Auswahl an Gemüse,

Früchten und Gewürzen. Beim zweiten Hinschauen überraschen die

Marktfrauen inmitten ihrer Stände – mit jedem Hinschauen werden

es mehr! Für die ungewöhnliche Perspektive nutzte die Fotografin

eine Empore in der Halle.« Julian Rohn, Redaktion 4-Seasons

»Diese balinesische

Fischtheke überzeugt

nicht nur durch ihre

exoti sche Auswahl. Uns

gefällt die Herzlichkeit,

mit der der Fang feilgeboten

wird. Ein bunter

Glücksschuss voller Lebensfreude,

an dem wohl

auch die Lebensmittelaufsicht

ihre Freude

hätte …«

Sebastian Lüke,

Redaktion 4-Seasons

Nächster Fotowettbewerb:

»Steine, Schluchten, Spitzen«

Macht Fisch fröhlich? Auf Bali offensichtlich schon. Foto: Michael Erres-Gzyl.

Du erklimmst schwindelnde Höhen? Schaust in abgründige

Tiefen? Und die Kamera ist auch dabei? Ob hoch oder tief, spitz

oder eckig – wir freuen uns auf deine Fotos. Einsendeschluss ist

der 10. Juli 2013. Alle Infos findest du unter 4-Seasons.de/foto.

Auslage in Las Vegas. Foto: Ursula Wulle.

3.

Platz

»In den USA sieht man viele

verwunderliche Dinge – nicht

nur als Vegetarier. Etwa wenn

Fleischstücke wie Juwelen präsentiert

werden. Die gute Fotografin

erkennt die Absur dität

im Alltäglichen und dokumentiert

sie ohne optische Beilagen

oder technische Geschmacksverstärker.«

Ingo Wilhelm,

Redaktion 4-Seasons

metavirulent ®

... und die Erkältung bleibt

auf der Strecke.

• Homöopathisch

• Bewährt

• Gut verträglich

• Frei von Dopingstoffen

metavirulent® Mischung. Die Anwendungsgebiete leiten

sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern

ab. Dazu gehören: grippale Infekte. Hinweis: Bei Fieber,

das länger als 3 Tage anhält oder über 39 °C ansteigt,

sollte ein Arzt aufgesucht werden. Warnhinweis: Enthält

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage

und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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34

Aktuell

Aktuell 35

Auf Gipfelkurs

Lowa ist einer der weltweit führenden Hersteller für Berg- und Outdoorschuhe. Dabei hat alles

vor 90 Jahren im oberbayerischen Jetzendorf klein angefangen – mit Haferlschuhen.

Er sieht geradezu spacig aus, dieser Lowa

Expedition 8000 RD. Der Alpinstiefel mit

der integrierten Gamasche ist für die ganz

großen Herausforderungen gemacht, jedes

Detail ausgefeilt. »Mit dem war ich 2007

auf dem Manaslu und 2010 auf dem

Everest«, erzählt Rolf Eberhard. Der langjährige

Marketingchef von Lowa weiß also,

worauf es bei einem Berg- und Outdoorschuh

ankommt. Und der 53-Jährige ist

überzeugt von dem, was Lowa produziert.

»Wir sind innovativ und suchen ständig

nach neuen Ansätzen«, beschreibt Rolf

Eberhard die Marke, die in diesem Sommer

90 Jahre alt wird.

»Simply more …« heißt der Firmenslogan,

den Rolf Eberhard auch als permanentes

Streben nach Perfektion interpretiert.

Lowa ist ein Unternehmen mit Weltruf,

ist Marktführer bei Berg- und Outdoorschuhen

in Deutschland, Österreich, in der

Schweiz und in den Beneluxländern.

Schuhe, mit denen namhafte Athleten wie

Gerlinde Kaltenbrunner, Hans Kammerlander,

Stefan Glowacz, Ines Papert oder

Alix von Melle ihre Expeditionen meistern

– und mit denen Tausende Wanderer und

Outdoorfans ihre Touren genießen.

Die Basis dafür hat Lorenz Wagner (1893

bis 1953) gelegt, aus dessen Name auch

der Firmenname entstand. Er gründete

1923 das Unternehmen und produzierte

Haferlschuhe. Die hohe Qualität der in

Handarbeit gefertigten »Zwiegenähten«

machte schon Ende der 20er-

Jahre den ersten Ausbau des Unternehmens

notwendig. Anfang der 30er wurden

dann auch Stiefel für Gebirgsjäger und geschnürte

Skischuhe hergestellt. Nach dem

Krieg übernahmen Wagners Tochter Berti

und ihr Mann Josef Lederer die Firma,

bauten die Angebots palette aus und

1977 zwei neue Fabrikhallen.

Die Modelle

für Berg und

Trekking

werden in

Deutschland

gefertigt.

1992 kam Werner Riethmann ins Unternehmen,

ein Jahr später wurde Lowa von

der italienischen Tecnica-Gruppe übernommen.

Riethmann ist heute noch neben

dem Italiener Giancarlo Zanatta

Lowa-Geschäftsführer. Rund

240 Mitarbeiter sind derzeit in

Natürlich mit Lowa-Schuhen: Rolf Eberhard auf dem Everest.

Fotos: Archiv Lowa, privat

Handarbeit für die Füße. Gründer Lorenz Wagner (oben) und Werner Riethmann.

Jetzendorf bei München beschäftigt, auch

in der Produktion: 340 000 Paar Bergund

Trekkingschuhe verlassen jährlich das

Stammwerk, die Wanderschuhe werden in

der Slowakei gefertigt. Zum Sortiment gehören

ferner Freizeitschuhe, leichte

»Speedhiking«-Modelle sowie

Spezialschuhe für Jäger oder Soldaten.

In bester Erinnerung ist

vielen Skifahrern ein Kunststoffstiefel

aus den 70er-Jahren

mit dem berühmten »Air System«,

einer Pumpe zur optimalen

Anpassung. 2012 stellte

Tecnica die Produktion von

Lowa-Skischuhen ein.

Auch Haferlschuhe gehören der Vergangenheit

an. Die Zukunft von Lowa gehört

den Outdoormodellen, wo man 1982 mit

dem ledergefütterten »Trekker« und später

mit der Entwicklung des Segments Multifunktionsschuhe

(ATC) und der Markteinführung

des Renegade GTX Mid –

einem der meistverkauften Outdoorschuhe

weltweit – weitere Meilensteine

setzte. »Wir werden in den

nächsten Jahren sicherlich

unsere Erfolgsgeschichte

weiterschreiben«,

sagt Rolf

Multifunktionsschuh Innox

GTX – leicht und stabil.

Eberhard vielversprechend.

Petra Rapp

Auf zum Bergfest!

Lowa feiert am 29. Juni seinen 90. Geburtstag mit

einem großen Bergfest am Wendelstein. Eingeladen

sind Bergfreunde, Wanderer, Sportler, Athleten,

Geschäftspartner und Freunde des Unternehmens

nach Bayrischzell aufs Gelände des Siglhofs. Ab

10 Uhr gibt’s Bergerlebnisse wie eine geführte Drei-

Gipfel-Tour, Kletterstationen, Geocaching-Parcours,

Speedhiking-Teststrecke und Slackline-Area. Dazu

Infos und Aktionen rund um Berge und Bergsport,

Präsentationen der Bergwacht sowie ein original

Basislager, das der DAV Summit Club am Fuße des

Wendelsteins aufschlägt. Für das musikalische

Programm sorgen Antenne Bayern, der bayerische

Surfbarde Chris Columbus sowie Dick Brave &

The Backbeats. Darüber hinaus: kulinarische

Schmankerl, Kinderprogramm und Verlosungen.

Die Bayerische Oberlandbahn bringt bis zu 2000

Festteilnehmer gratis vom Münchner Hauptbahnhof

nach Bayrischzell und zurück. Auch die Wendelsteinbahn

transportiert die Bergfest-Besucher den

ganzen Tag kostenlos. Infos zum Bergfest: lowa.de.

Am Siglhof steigt die Party.

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36

Aktuell

Aktuell 37

Raus auf die Weiden

NEULICH AN

DER KASSE …

Globetrotter-Kunden gewähren einen Einblick in ihre Einkaufstüte.

Diesmal in der Filiale Köln.

Ein Wochenende beim Natur-

Genuss-Festival in Schleswig-

Holstein gewinnen.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-

Holstein veranstaltet von Juni bis November

2013 wieder das Natur- Genuss-

Festival. Das Rezept dieses Festivals: rund

100 Veranstaltungen, die immer einen

Schuss Naturerlebnis mit einer kräftigen

Prise leiblichen Wohls verbinden.

Im Mittelpunkt steht dabei das Robustrindfleisch:

Heckrinder, Schottische Hochlandrinder

oder Galloways haben zuvor als

eine Art Öko-Rasenmäher auf den Wilden

Weiden des Stiftungslands gegrast. Wilde

Weiden sind weite, besondere Landschaften

– in denen es sich wunderbar wandern

lässt – mit seltenen Tieren und Pflanzen:

Zu ihnen zählt etwa das urige Eidertal, in

dem man Heckrinder, eine Nachzüchtung

Öko-Rasenmäher lieben die salzigen Wiesen.

des Auerochsen, und auch Wildpferde zu

Gesicht bekommt.

Unter sh-besonders.de finden sich viele

weitere Ideen für besondere Erlebnisse in

Schleswig-Holstein sowie weitere Infos

zum Festival. Wer gern ein kostenloses

Festival-Wochenende (für zwei Personen)

erleben möchte, kann unter der Adresse

sh-tourismus.de/de/gewinnen an einem

Gewinnspiel teilnehmen.

<

Foto: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

»Zufällig gefunde

Ich stöbere regelmäßig durch

die Filiale. Heute bin ich ohne

besonderes Vorhaben hergekommen

und habe dann diesen

schönen Mantel von Kaikkialla

gefunden. Der Piia Coat war

von 249,95 auf 199,95 Euro

reduziert, und da musste ich

ihn einfach mitnehmen, obwohl

ich ihn wahrscheinlich

erst im nächsten Herbst brauche.

Inke Ruhe (47) aus Bonn

Medium: 4-seasons Globetrotter

Format: Ssp 172 x 112 mm, 4c

DU: 22.04.13

ET: 15.05.13

»Meine Mutter ist beruhigt«

Ich habe gerade von meiner

Mutter ein neues Stadtfahrrad

geschenkt bekommen. Und

weil der Verkehr hier in Köln

manchmal etwas chaotisch ist,

gab es noch diesen Helm von

Abus dazu. Der Aduro (54,90

Euro) ist schwarz und schick,

und meine Mutter lässt mich

jetzt beruhigt fahren.

Ann-Kathrin Kratschmer

(25) aus Köln

»Zentralamerika im Sommer«

Mein Bruder hat heute Geburtstag,

und da habe ich ihm

diesen Reiseführer »Zentralamerika

für wenig Geld« von

Lonely Planet (26,95 Euro)

besorgt. Wir waren schon öfters

zusammen mit dem Rucksack

unterwegs, in Asien, Ägypten,

den USA oder auch Südamerika.

Zentralamerika steht für

den Sommer auf dem Plan.

Simon Stückler (29) aus Köln

»Säge für den Kletterwald«

Ich komme aus Wiesbaden,

und wenn ich in Köln bin,

schaue ich immer in der Globetrotter-Filiale

vorbei. Die finde

ich super. Heute habe ich eine

Handsäge von ARS gekauft, die

CT-32 Pro brauche ich für

meinen Job im Kletterwald. Da

fängt die Saison nun wieder an,

und wir müssen Bäume ausschneiden.

Johannes Enden

(24) aus Wiesbaden

Fotos: Julian Rohn

© Foto: Frithjof Fure, Nærøyfjord

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das macht Sinn


38 Aktuell

Aktuell 39

Der heißt wirklich Schrecklicher Pfeilgiftfrosch.

Gar nicht giftig: ein Königspython.

Fotos: David Farcas, Wolfgang Heumer/Klimahaus Bremerhaven

Sind diese Tiere die

Dinosaurier von morgen?

Das Klimahaus Bremerhaven zeigt gefährdete Arten und ihre

bereits ausgestorbenen Verwandten. In 4-Seasons erklärt der

Ausstellungsleiter, warum es fünf vor zwölf ist.

Als vor etwa 65 Millionen Jahren die

Hälfte aller Tiergattungen ausstarb, da

haben sie überlebt. Nicht einmal der

Meteoriten einschlag von Yukatan, der

vermutlich den Dinosauriern den Todesstoß

versetzte, konnte diese Tiergruppen

aus löschen. Doch nun bedroht der

Klima wandel die Existenz vieler Reptilien,

Amphibien und wirbelloser Tiere.

Diese Tiere sind ebenso alt wie akut gefährdet.

Grund genug für das Klimahaus

Bremerhaven, besonders bedrohte Arten

ihren bereits ausgestorbenen Verwandten

gegenüberzustellen. Der Biologe Dr. Lutz

Fischer erklärt im Interview die Idee hinter

der Sonder ausstellung »Kreaturen der

Urzeit – Die Grenzen der Anpassung«.

Herr Dr. Fischer, welche Tiere zeigen Sie in

der Ausstellung?

An lebenden Tieren zeigen wir 24 Arten.

Wir haben beispielsweise den Schrecklichen

Pfeilgiftfrosch, die Puffotter, den

Königspython, Riesentausendfüßler, Vogelspinnen,

Wasserschildkröten oder auch

ein Neuguinea-Krokodil. Demgegenüber

Biologe

Dr. Lutz

Fischer

vom

Klimahaus

Bremerhaven.

stehen 25 Repliken von ausgestorbenen

Tierarten, vor allem von Dinosauriern, aber

auch von Tintenfischen oder See skorpionen.

Ich weiß, das sind nicht gerade

Kuscheltiere. Aber wir zeigen am Ende der

Ausstellung viele bereits ausge storbene

Arten – und da sind auch Tiere mit Fell

dabei. Hier werden zum Beispiel Sympathieträger

wie das Mammut oder das

Riesenkaninchen gezeigt – allerdings im

Rahmen einer dramatischen Friedhofssituation


Und für dieses Aussterben sind wir Menschen

verantwortlich?

Den Dinosauriern ist ja zum Verhängnis

geworden, dass sie sich nicht schnell

genug an Veränderungen ihrer Umwelt

anpassen konnten. Nun verändern wir die

Lebensumstände vieler Tiere und Pflanzen

in einer Rasanz, mit der die Evolution

nicht Schritt halten kann. Wir sprechen in

diesem Zusammenhang vom »Meteoriten

Mensch«. Damit meinen wir zum einen

den menschengemachten Klimawandel,

aber auch die Zerstörung von Lebensräumen.

Ein Beispiel sind Ölpalmenplantagen,

die immer mehr Urwald vernichten

und damit die Lebensgrundlage nicht

zuletzt von Amphibien und Reptilien.

Wie nah sind denn Schildkröten oder

Krokodile mit den Dinosauriern verwandt?

Als Biologe würde ich sagen, das sind

Schwestergruppen. Sie haben einen natürlichen

gemeinsamen Ursprung. Die Reptilien

haben sich im Lauf der Erdgeschichte

als sehr erfolgreiche Gattung erwiesen.

Nun aber sind sie vom Aussterben bedroht.

Warum sind gerade Reptilien und Amphibien

nun besonders bedroht?

Nicht zuletzt wegen ihrer eingeschränkten

Mobilität. Säugetiere und Vögel können

Die Ausstellung zeigt 25 Repliken von ausgestorbenen Arten, darunter mehrere Dinosaurier.

auf Wanderschaft gehen, wenn sich ein

Lebensraum verändert. Amphibien hingegen

sind an ein Gewässer gebunden.

Meeresschildkröten beispielsweise suchen

immer wieder dasselbe Gebiet zum

Laichen auf. Und so sind Reptilien und

Amphibien diejenigen Gattungen, bei

denen wir den größten Artenrückgang

feststellen müssen.

Sind die Dinosaurier nicht das beste

Beispiel dafür, dass es Artensterben schon

immer gegeben hat und dass neue Arten

nachfolgen?

Die Entwicklung einer neuen Spezies

dauert Millionen von Jahren. »Früher« ist

im Durchschnitt alle hundert Jahre eine

»Wir sprechen vom

Meteoriten Mensch –

nicht nur wegen des

Klimawandels.«

Art ausgestorben. Heutzutage verschwindet

allein in Deutschland täglich eine

Art, weltweit sind es rund hundert pro Tag!

Bei den Amphibien hatten wir 1998 »nur«

18 gefährdete Arten, mittlerweile sind es

509! Bei den Reptilien hat sich die Zahl

im gleichen Zeitraum von 41 auf 144

erhöht. Darunter sind auch unscheinbare

Arten, die aber trotzdem bedeutsam sind.

Manch einer wird sich nun fragen, was an

Fröschen und Lurchen so bedeutsam ist?

Ich weiß, wir Menschen sind egoistisch.

Wir sehen uns als Krone der Schöpfung

und denken letztlich immer an uns. Aber

auch für uns ist es wichtig, dass wir viele

Arten erhalten. Zum Beispiel enthalten

viele giftige Tiere, die wir auch in der Ausstellung

zeigen, Substanzen, die bei der

Narkose und in der Schmerztherapie hilfreich

sind. Solche Möglichkeiten nehmen

wir uns mit jeder aussterbenden Art. <

Sonderausstellung »Kreaturen der Urzeit –

Die Grenzen der Anpassung«, bis 3. November

im Klimahaus Bremerhaven. Infos:

klimahaus-bremerhaven.de.


40

Aktuell

S T O R I E S A R E T H E P R O O F O F L I F E

Wasch! Deine! Jacke!

XXL-Spezial

XXL-Spezial

Waschmittelwerbung in 4-Seasons? Genau! Die Redaktion hat das Fibertec-

Pflegediplom* erworben und weiß jetzt, wie man Ausrüstung in optimalen Zustand

bringt. Die Basics gibt’s hier im Heft, die XXL-Expertenversion auf 4-Seasons.de.

Die 4-Seasons-Pflegeserie

mit Guido Augustiniak *

Teil 1: Waschen, aber richtig!

Teil 2 (nächstes Heft):

Hardshell imprägnieren

Teil 3: Lust auf Leder –

Schuhpflege

Teil 4: Innere Werte –

Daune & Synthetikfüllungen

Funktionsbekleidung sollte man möglichst

selten waschen – glauben viele. Irrtum!

Wer von seinen geliebten Outdoorklamotte

n lange etwas haben möchte,

muss sogar regelmäßig waschen. Am

Beispiel von Funktionsjacken zeigen wir

hier, wie’s geht. Ergänzend zu dieser Kurzanleitung

liefern wir ausführliche Hintergrundinfos:

Warum gehen ungewaschene

Jacken schneller kaput t? Warum pflegen

spezielle Outdoorwaschmittel besser?

Warum sind Tenside aus Kokosfett umweltfreundlicher?

Warum ist der Klettverschluss

der Klamottenkiller schlechthin?

Und warum ist Schleudern schlecht?

Alle Antworten gibt es auf 4-Seasons.de/

pflegeserie.

250 ml Pro Wash kosten

9,95 Euro und reichen

für 8 bis 10 Maschinen.

TERRA FI LITE W‘S

1. Wäsche sammeln

• Jacken mit Membranen oder Beschichtung

können problemlos mit Fleece,

Funktionswäsche etc. in die Maschine.

• Feine Stoffe wie Merinowolle aber nicht

mit Teilen waschen, die viele Besätze,

Zugschnüre oder Klettverschlüsse aufweisen

(Beschädigungsgefahr).

• Maximal 3 kg Wäsche pro Ladung.

2. Etiketten checken, Wäsche sortieren

• Hier steht alles zum Waschen, Trocknen,

Bügeln (Symbol-Info siehe Onlineversion).

• Wäsche entsprechend sortieren, meist

gibt’s eine Ladung 30° C und eine 40° C .

• Etikett fehlt? Dann das Teil so schonend

wie möglich waschen: 30° C-Feinwäsche,

Schleuder gang aus, Wasser-Plus-Taste

an. Kein Trockner, nicht bügeln.

3. Starke Verschmutzung vorbehandeln

• Bei normaler Verschmutzung (Dreck,

körpereigene Fette und Salze von

Schweißrückständen) reicht eine 30° C-

Wäsche in der Regel locker aus.

• Stark verschmutzte Stellen (speckiger

Kragen etc.) vorbehandeln. Dazu einfach

ein wenig Pro Wash aufbringen und mit

den Fingern in den Stoff einmassieren.

4. Jacken vorbereiten

• Die Jacken werden geschlossen und auf

rechts gewaschen (Außenseite außen).

• Front-Reißverschluss schließen, andere

RVs, Druckknöpfe, Taschen ebenso. RV-

Schieber in die Zippergaragen.

• Klettverschlüsse unbedingt schließen!

Möglichst ohne Zug, Faltenwurf vermeiden.

Auch alle Schnurzüge entlasten.

5. Waschmaschine einstellen

• Waschprogramm wählen (siehe Punkt 2).

• Waschmittel ins normale Fach. 25 – 30 ml

Pro Wash pro Ladung genügen vollauf.

• Schleudergang reduzieren (400 U/min)

oder ganz abstellen.

• Falls an der Waschmaschine vorhanden:

Die Taste »Wasser plus« oder »Spülen +«

aktivieren.

6. Trocknen

• Jacken nass aus der Maschine nehmen

(sonstige Wäsche evtl. noch schleudern

und/oder in den Trockner geben).

• Jacken austropfen und an der Luft trocknen

lassen (z. B. in der Dusche). Fertig!

• Via Trockner oder Bügeleisen evtl. die

Imprägnierung auffrischen. Mehr dazu in

der nächsten Folge der Pflegeserie.

* Bei Guido Augustiniak, Chef von Fibertec, hat die Redaktion ein komplettes Schulungsprogramm absolviert, wie es auch Globetrotter-Berater durchlaufen.

Fibertec sitzt in Neuss und ist auf umweltverträgliche Wasch- und Imprägniermittel spezialisiert. Die Produkte sind bei Globetrotter erhältlich. Mehr: fibertec.info.

Teva-Vertrieb Deutschland und Österreich:

Tatonka GmbH, Robert-Bosch-Straße 3, D-86453 Dasing, Tel.: + 49 8205 9602-0, www.teva.tatonka.com


42

Aktuell

ENGAGIERT

ENGAGIERT

Globetrotter gewinnt

Sportförderpreis

Bei der Hamburger Sportgala wird jedes Jahr

ein Unternehmen für sein Engagement im Breitenund

Spitzensport ausgezeichnet. Für 2012 hat

Globetrotter die SportMerkur-Trophäe gewonnen.

Sie leben auf und von der

Finca mit dem Visionswald.

Fotos: Fabian Nendza

Der Wald hilft auch den Menschen

Das Globetrotter-Team beim Berliner Velothon 2012.

Der Globetrotter-Visionswald soll die Klimabilanz verbessern. Doch

bei seinem Besuch in Costa Rica stellte der Nachhaltigkeitsbeauftragte

Fabian Nendza fest: Von dem Projekt profitiert nicht nur die Umwelt.

Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen, hat

Helmut Schmidt einst gesagt. Globetrotter

beteiligt sich an einem ganzen Visionswald.

Wie fühlst du dich damit?

Sehr gut! (lacht) Ich stehe zu unseren

Visionen. Zum Beispiel, dass Globetrotter

eines Tages ein klimaneutrales Unternehmen

wird. Der Visionswald in Costa Rica

ermöglicht uns bereits jetzt einen klimaneutralen

Versand.

Wie muss man sich den Visionswald vorstellen?

Als monotone Plantage mit dem

einzigen Ziel, CO 2 zu binden, damit Globetrotter

entsprechende Zertifikate vorweisen

kann?

Nein, mit derartigen Plantagen haben wir

nichts zu tun. Das Projekt, das wir unterstützen,

verfolgt einen ganzheitlichen

Ansatz. Neben der ökologischen Aufforstung

mit einheimischen Mischwäldern

und tropischen Edelhölzern geht es auch

um Waldfeldbau als Einkommensperspektive

für Kleinbauern. Bei meinem Besuch

habe ich zum Beispiel Carlos kennengelernt.

Er arbeitet auf der Finca und hat

mir erzählt, dass die Anstellung ihm überhaupt

erst ermöglicht hat, eine Familie zu

gründen und diese zu versorgen. Auf

anderen Plantagen hätte er lediglich einen

Hungerlohn bekommen.

Welche Arbeiten sind denn im Globetrotter-

Visionswald zu verrichten?

Die 20 000 Bäumchen, von denen die letzten

im Herbst gepflanzt wurden, erhalten

nun Pflege, damit sie gedeihen. So werden

Schlingpflanzen weggeschnitten, die das

Wachstum hemmen. Da laufen also Arbeiter

mit Hacken durch die Baumreihen und

stecken viel Mühe und Herzblut rein.

Bislang hatte ich das Projekt nur aus der

Ferne verfolgt. Nun vor Ort zu sein und alles

live zu sehen – das war überwältigend.

Fabian Nendza in Costa Rica.

Welche Begegnung hat dich noch bewegt?

Als wir auf der Finca waren, haben dort

Studenten einer nahen Universität die

wachsende Biodiversität erforscht. Abends

am Lagerfeuer bin ich mit ihnen ins

Gespräch gekommen. Und da haben sie

mir erklärt, wie toll und bedeutsam die

Möglichkeit zur Forschung im Visionswald

für sie ist. Auch das hat mir gezeigt, wie

viele unterschiedliche Dimensionen dieses

Projekt hat, das geht über die Klimabilanz

von Globetrotter Ausrüstung weit hinaus.

Und solche Visionen findet sicher auch

Helmut Schmidt gesund (lacht). <

Was haben Deutschlands erfolgreichste Höhenbergsteigerin

Alix von Melle, der Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-

Holstein und der Harz Triathlon gemeinsam? Sie werden von der

Globetrotter Ausrüstung GmbH im Rahmen der firmeneigenen

Sportförderung unterstützt. Und sie sind nur drei von ungefähr

drei Dutzend Einzelsportlern, Institutionen und Events, die von

dem Hamburger Unternehmen gefördert werden.

Für dieses Engagement sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport

erhielt Globetrotter nun den SportMerkur-Preis. Die Stifter

– darunter die Handelskammer Hamburg – lobten bei der Verleihung

auf der Sportgala im vergangenen Februar vor allem

die kontinuierliche und langfristige Sportförderung durch den

größten Outdoor-Händler Deutschlands.

Die Globetrotter-Sportförderung unterstützt im Leistungssportbereich

unter anderem die Boulderin Jana Müller, das Olympiateam

Hamburg und die Deutschen Meisterschaften im Distanzreiten.

Im Breitensport freuen sich zum Beispiel der Hamburger

Fußball-Verband und der Alster-Canoe-Club über die Unterstützung.

Meist hilft Globetrotter in Form von Ausrüstung.

Aber auch die eigenen Mitarbeiter sind Herzblut-Outdoorer. Folglich

fördert Globetrotter auch den Betriebssport. So können die

Mitarbeiter am firmenübergreifenden Programm HanseFit teilnehmen.

Die Globetrotter-Mannschaft erreichte bei den Hamburger

Fußball-Hallenmeisterschaften 2012 den vierten Platz.

Orange gekleidete Teams fahren oder rennen beim Hamburger

Radrennen Cyclassics oder beim Firmenlauf B2Run mit. Und

schon die Azubis werden animiert, draußen aktiv zu sein: bei

Ausbildungstouren zum Wandern, Klettern oder Kanufahren. <

Photo © Helmut Baumgartner

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44

Aktuell

ENGAGIERT

»Fahrradfreundlichster

Arbeitgeber«

Mit dem Bike ins Büro? Globetrotter Ausrüstung

macht’s vor und erhielt dafür nun einen Preis.

Wir nehmen den Preis an. Globetrotter-Geschäftsführer Andreas Bartmann (2. v. r.).

Ende März zeichnete der Bundesdeutsche

Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management

(B.A.U.M.) mit der Hamburger

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

die »fahrradfreundlichsten Arbeitgeber

Hamburgs« aus. Die Jury vergab den

Titel an zwei Unternehmen – eines davon

ist Globetrotter. Der Outdoor-Ausrüster

fördert seit Jahren die Fahrradnutzung der

Mitarbeiter.

Voraussetzung dafür ist eine entsprechende

Infrastruktur. So bietet Globetrotter

seinen Mitarbeitern Dienstfahrräder

im Firmendesign, Fahrradzubehör (Helme,

Regenkleidung, Taschen, Luftpumpen,

Reparatursets), Umkleiden, Duschen und

Schränke sowie überwachte, überdachte

und beleuchtete Fahrradbügel bei den

Eingängen. Auch die Motivation der Mitarbeiter

erhält Rückenwind. So nimmt das

Unternehmen an Aktionen teil, die die

Fahrradfahrt zum Arbeitsplatz honorieren.

Erfreuliches Ergebnis: Nahezu 20 Prozent

der Mitarbeiter fahren inzwischen überwiegend

mit dem Fahrrad zur Arbeit. Näheres:

4-Seasons.de/fahrradfreundlich. <

ICH LIEBE NATUR

Ich liebe Performance

Klimaschutz will gelernt sein

Seit vielen Jahren arbeiten

Hamburger Schüler an einem

Waldprojekt in Schweden. Die

Bilanz kann sich sehen lassen.

An der Ida-Ehre-Schule im Stadtteil Eimsbüttel

sprechen sie von »unserem Wald«.

Die Bäume in der Provinz Westergötland

sind den Schülerinnen und Schülern ans

Herz gewachsen. Seit 1989 verlegen Kinder

und Jugendliche ihr Klassenzimmer in

das größte Waldgebiet Südschwedens, um

dort Umwelterziehung zu erleben.

Eine Lektion in Sachen Klimawandel erteilte

ihnen ein Orkan, der 2009 über die

Region zog, gewaltige Schneisen in die

Wälder riss und das Outdoorcamp der

Schule beschädigte. Doch das spornte den

Eifer der Mädchen und Jungen erst richtig

an. Und so reparierten die Hamburger Kids

noch im selben Jahr ihre Hütten und

pflanzten 8000 Bäume. Im Jahr darauf

folgten weitere 3500 Fichtensprösslinge.

Pflanzen, sägen,

zimmern – die

Arbeit der

Jugendlichen

ist vielfältig.

Überdies zimmerten die Jugendlichen

Unterstände für Forstmaschinen.

»Unser Langzeitprojekt geht regelmäßig

nach der Frostperiode im Mai weiter«, erklärt

der Initiator Andreas Franke-Thiele.

»Aber die Finanzierung über die Schülerinnen

und Schüler wird immer schwieriger«,

bedauert der Lehrer. Nun sichern

Sponsoren das Projekt. Globetrotter spendete

Arbeitsgeräte und Unterstände. <

Foto: Andreas Franke-Thiele

Photo: Alexandre Buisse, Location: Aiguille de la Glière

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Wir verlangen von unseren Produkten höchste Funktionalität und Performance.

Gleichzeitig versuchen wir einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.

1% der Erlöse aus der VAUDE Green Shape Kollektion fließt direkt in die Naturschutzarbeit des

WWF Deutschland. Wir wollen die Natur erhalten, weil wir alle die Natur lieben.

crestone.vaude.com


46

Projekte

Projekte

47

Im Wiege tritt zum Wasserfall

Fotos: Jens Klatt

Earn your turns!

Auf dem Rad und mit

dem Wildwasserkajak im

Schlepptau zogen drei

Paddelfreunde ökologisch

korrekt 700 Kilometer

durch das Fjordland in

Westnorwegen. Mit dabei:

4-Seasons-Redakteur

Philip Baues.

XXL-Spezial

XXL-Spezial


48 Projekte Projekte 49

Wo war noch mal die Mütze? Eiszeit am Bøyabreen.

Hunger ist und bleibt der beste Koch.

Nach einer 40 Kilometer langen Anfahrt mit

50 Kilo Gepäck auf dem Hänger fühlt sich das

Wildwasser noch mächtiger an als sonst.


50 Projekte

Projekte 51

Groggy am Geiranger: 600 steile Höhenmeter fordern ihren Tribut.

Das Downshifting-Motto der Tour

ist schnell ausgereizt – viele Gäng e

zum Runterschalten sind auf dem

Ritzelpaket schon auf den ersten

Kilometern nicht mehr übrig.

Ein Hoch auf den Routenplaner: Bergab sind die elf

Haarnadelkurven des Trollstigen ein wahrer Genuss.

Wegen Flüssen wie der Valldalselva

gilt Norwegen als Eldorado

für Wildwasserpaddler.


52 Projekte

Gute Laune am Ziel in Åndalsnes (von links): Lukas Wielatt, Olaf Obsommer und 4-Seasons-Redakteur Philip Baues.

W

ollt ihr euch das wirklich antun?« Diese Frage bekamen Olaf

Obsommer, Lukas Wielatt und Philip Baues im Vorfeld ihrer

Bike2Boat-Tour durch Norwegen des Öfteren zu hören.

Anstat t wie sonst die Kajaks in den Flieger zu packen, um den

Globu s zu jetten und von einem »Kick« zum nächsten zu hetzen,

wollten sich die drei expeditionserfahrenen Paddler dieses Mal die

Talfahrten im Wildwasser ehrlich verdienen. Aber wie? Zu Fuß? Da

kommt man nicht weit. Mit Mulis? Verlockend, aber auch irgendwie

gepfuscht. Also doch das Fahrrad und der Anhänger: Man kann

länger e Strecken bewältigen, reist in einer nachvollziehbaren

Geschwindigkei t, und auf dem Hänger und in den Packtaschen ist

genug Platz für 50 Kilo Ausrüstung. Denn nur mit einem freien Geist

und frohem Mut ist es auf solch einem Trip nicht getan. Allein das

Kajak bringt gute 20 Kilo auf die Waage, dazu kommen Bekleidung,

Essen, Zelt, Schlafsack, Isomatte ...

»Wir hatten keine Ahnung, was uns erwarten würde, wie weit wir aus

eigener Kraft überhaupt kommen könnten«, gesteht Olaf anfängliche

Zweifel an der Durchführbarkeit des Projekts. Immerhin lagen beim

Start der dreiwöchigen Tour in Bergen gut 700 Radkilometer bis zum

Ziel in Åndalsnes vor der Truppe. Und dabei ging es gar nicht ums

Biken: Ziel war das spektakuläre Wildwasser in den Tälern entlang

des Weges, das Rad war lediglich Transportmittel zum Zweck. »Uns

war klar, wir würden langsam sein. Andererseits gibt uns das genug

Zeit, um die Eindrücke zu verarbeiten. Bike2Boat ist ein Plädoyer für

die Entdeckung der reduzierten Geschwindigkeit«, so Olaf.

Doch das ist so eine Sache mit der Entschleunigung. Zu viel davon

bedeutet nämlich Stillstand. Weniger auf philosophischer als

auf physikalischer Ebene wurde das den drei Abenteurern beim

Bergauf radeln klar: Masse zieht nach unten, und des Paddlers

Kräfte liegen naturgemäß oberhalb der Hüfte. Zum Glück gibt es

noch ein zweites Modewort für Stressgeplagte: Downshifting. Doch

schon auf den ersten Kilometern stellte Philip fest, dass das Motto

der Tour bereit s ziemlich ausgereizt war: »Viele Gänge zum Runterschalten

waren auf meinem Ritzelpaket nicht mehr übrig.«

Am Ende waren es vor allem die kleinen Momente, die das Erlebnis

für die Freunde zu etwas ganz Besonderem machten: die simple

Freude über einen Teller Nudeln nach einem anstrengenden Tag, ein

trockenes Plätzchen für die Nacht, die Anfeuerungsrufe der sonst so

wortkargen Nordländer. Vor allem aber das gute Gefühl, ein Ziel aus

eigener Kraft erreicht zu haben. <

Und so geht’s weiter: Bike2Boat 2013

Weder wunde Hintern noch brennende

Oberschenkel konnten sie stoppen: Seit

dem 5. Mai sind Olaf und Philip wieder

mit Bike und Boot unterwegs. Diesmal

von Cannes nach Venedig: Durch fünf

Länder, einmal den gesamten Alpenbogen

entlang – ohne Begleitfahrzeu g

und Dopingarzt. Dafür tritt Fotograf

Jens Klatt selbst mit in die Pedale. Wer

will, kann die paddelnden Pedalieros

im Netz auf bike2boat.com verfolgen,

im Herbst wird Olaf Obsommer auf

seiner Filmtou r berichten. Termine und

Infos unter abenteuer-kajak.de.


54 Reisetipp

Reisetipp 55

Träumst du noch – oder

läufst du schon?

Rund um Koblenz liegen die sogenannten Traumpfade.

In der Osteifel wandert man durch Heidelandschaften und

erkundet die vulkanische Vergangenheit der Region.

einer ins Träumen – genau so soll es sein, oder? Ohne wirklich

strapaziöse Anstiege verläuft der wenige Kilometer entfernte

Wachol der weg. Für diese Tour ist der kleine Ort Langscheid ein

guter Startpunkt. In seiner Mitte steht eine mächtige, fast tausend

Jahre alte Linde. Ziemlich betagt wirken auch die einzelnen

Kiefern oberhalb vom Ort, echte Baum-Charaktere mit weitverzweigten

Ästen, schief und gebogen vom rauen Wind. Nach etwa

vierzig Minuten Wegstrecke kommt der Büschberg. Dort gibt es

üppige Wacholderheiden, die Sträucher haben respekteinflößende

lange , spitze Nadeln. Der Wacholder wirkt natürlich

gewachsen , dabei ist er im Rahmen eines Naturschutzprojekts

von EU und dem Land Rheinland-Pfalz erst vor wenigen Jahren

gepflanzt worden : um ein Stück alte Kulturlandschaft, wie sie

früher für die Osteifel typisch war, wiederherzustellen. Und so ziehen

heute wieder Schafherden über Heide und Wacholderflächen,

sie helfen, dass diese nicht von Büschen verdrängt werden.

Die Schafe bleiben auf der Höhe zurück, während der Traumpfad

ins Grün der Bäume, hinunter ins Nettetal, abtaucht. Auch der

Wind bleibt oben, die Geräusche versiegen. Es wird still, bis auf

einen gurgelnden Bach. Seinem Lauf folgt der Pfad auf weicher,

dunkler Erde. Der Bach mündet schließlich in die Nette. Nicht

weit von ihrem Ufer befindet sich eine Quelle, die Heilquelle

Sauer brunnen. Sie liegt am Ende (oder, je nach Richtung, am

Anfang ) der Heidehimmel-Tour, trinkbares Mineralwasser sprudelt

aus einem Stein, angereichert mit Eisen, Calcium, Magnesium.

Vulkan unter den Schuhen

Es wäre schade, der Eifel den Rücken zu kehren, ohne das Bier zu

probieren. Früher war der nahe Ort Mendig mit 28 Brauereien eine

deutsche Biermetropole, übrig geblieben ist heute nur noch eine,

die Vulkan Brauerei. Unter dem Gebäude liegen die Lavakeller, sie

dienten einst zur Bierlagerung. Bei geführten Touren kann man

hinabsteigen und wundersame Steingebilde aus einem erkalteten

Lavastrom bestaunen. Wen jetzt die Vulkanleidenschaft gepackt

hat, der unternimmt am besten noch einen Abstecher auf den

knapp sieben Kilometer langen Vulkanpfad : Unter den Füßen

knirscht bröseliges Basaltgestein, man läuft an einem ehemaligen

Kraterrand entlang, gefolgt vom steilen Abstieg ins Kottenheimer

Winfeld, einen stillgelegten Basaltsteinbruch. Dort ragen imposante

Lavawände in die Höhe, rostige Kräne stehen herum, und

irgendwo zwischen bizarr geformten Felsen und Felsblöcken

bauen Uhus ihre Nester.

Karin Kura

26-mal ausgezeichnet wandern

Allgemein

Die 26 Traumpfade rund um

Rhein, Mosel und Eifel sind

Rundwege zwischen 7 und

19 km Länge. Sie tragen das

Deutsche Wandersiegel für

Premiumwege und zeichnen

sich durch eine erlebnisreiche

Routenführung und eine

durchgängige Markierung

sowie Wegweisung aus.

Übernachten

Zahlreiche zertifizierte Wandergastgeber

bieten gute Übernachtungsmöglichkeiten.

Für die Touren in der

Osteifel bietet sich z. B. in Mendig

das Hansa-Hotel als Quartier an:

mendighansahotel.de.

A48

A61

Laacher

See Neuwied

Andernach

Mendig

Mosel

=

Gebiete der

Traumpfade

Koblenz

Rhein

Infos

Tourenguide, Gastgeberverzeichnis

und weitere Infos beim Projektbüro

Traumpfade, Rhein-Mosel-Eifel-

Touristik, Tel. 02 61/10 84 19,

traumpfade.info und bei der

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Tel.

02 61/91 52 00, wanderwunder.info.

4-Seasons.tv/rheinland-pfalz

Traumpfade – es klingt wie ein Versprechen, und der Wandertraum

könnte so beginnen: In zartem Lila strahlt das Heidekraut

auf der Höhe, ein paar Schritte weiter kitzelt ein würziger

Wacholderduft die Nase. Am Himmel flattert und zwitschert eine

Lerche, während tief unten, versteckt zwischen grünem Blätterwerk,

ein Flüsschen fließt. Ja, so ist das tatsächlich in der Eifel:

Da windet sich die Nette durch ihr gleichnamiges Tal, es ist dicht

bewaldet, einzig Schloss Bürresheim ragt aus dem grünen

Teppich hervor. Das Schloss, ursprünglich eine Festung, wurde

nie in Kriege verwickelt. Es ist komplett erhalten, und Besucher

können in den Räumen Möbel, Bilder und weitere Gegenstände

adliger Wohnkultur ab dem 15. Jahrhundert besichtigen. Wirklich

ein nettes, friedliches Tal.

Mehrere Traumpfade streifen es, darunter der Wacholderweg sowie

der Heidehimmel Volkesfeld. Beides schöne Rundtouren von

weniger als zehn Kilometer Länge, ideal also für einen entspannten

Vor- oder Nachmittag. Gelaufen wird zumeist auf der Höhe,

und – der Name ist Programm – auf dem ersten Traumpfad landet

man tatsächlich im Heidehimmel: Ein weicher Wiesenpfad

schlängelt sich durch wild wachsendes Heidekraut, lila Tupfer

überall, wohin das Auge schaut. Und, da ist noch ein Rest der

Pracht, fast verblühte gelb leuchtende Ginsterbüsche, die ihre

Sträucher frech über den Pfad strecken. Eifelgold heißen diese

hübschen Wegbegleiter hierzulande. Getoppt wird diese farbenfrohe

Landschaft vielleicht noch von dem einen oder anderen

schönen Ausblick über sanfte Bergkuppen. Dabei gerät manch

Fotos: Klaus-Peter Kappest

Auch typisch Traumpfade: Spannende Wege durch Bachtäler.

Früher Steinbruch, heute Attraktion: das Kottenheimer Winfeld.


56 Reise

Reise

57

Vom

Gletscherblick

zum

Urwaldtrip

Bayerns große imaginäre Reiseexportschlager sind

das Lebensgefühl und die Kultur. Kaum zu glauben,

dass die wunderbare Natur eher eine untergeordnete

Rolle spielt – daher war 4-Seasons unterwegs und hat

Reise ideen mitgebracht, die auf der Liste der

Exportschlager ganz oben stehen sollten.

Texte: Norbert Eisele-Hein, Andreas Worsch, Ingo Hübner, Franz Lerchenmüller

Grenzgang auf

dem Goldsteig

24 Stunden von Bayern:

Neuschwanstein

Wildniscamp am

Wendelstein

Schauplatz

Erdgeschichte:

der Eistobel

Durch die Chiemgauer Alpen


58 Reise

Reise 59

München

Gletscherblick in Weißblau

In den Chiemgauer Alpen führen die Wanderwege durch Wälder, Schluchten, über Almwiesen

zu immer neuen Gipfelpanoramen – und natürlich einzigartigen Weitblicken übers Alpenvorland.

Günter Dirnhofer ist ein Schrank von einem Mann. Der bald

zwei Meter große Hüttenwirt wirkt ein wenig überdimensioniert

hinter dem Lenkrad seines Kleinbusses. Da freut man sich

fast für ihn, dass die Fahrt zu seiner Hindenburghütte hoch über

Reit im Winkl nicht lang dauert. Günters Shuttledienst verschafft

viel wertvolle Wanderzeit, denn der gleich um die Ecke beginnende

knapp 15 Kilometer lange Rundkurs Gletscherblick wurde nicht

umsonst vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Premium-Siegel

gekrönt. Aber Vorsicht: Die Hindenburghütte ist ein gefährliches

Pflaster. Sissi Dirnhofer schürt dort schon frühmorgens den Holzofen

an, und bald duftet es verführerisch nach leckeren Braten

und Strudeln. Und wenn der Multi-Instrumentalist Günter erst in

seiner Tracht steckt und mit seinen Bergfex’n zum Früh schop pen

aufspielt, dann packt einen der Hüttenschlendrian womöglich

schon vor der Tour. Darum nichts wie los.

Ein paar Kehren durch den Wald, und schon sind wir oben auf der

lichten Hochfläche der Hemmersuppenalm. Die Inversionslage hat

den ganzen Archipel in Watte gepackt, und die Hochfläche ragt wie

eine einsame Insel aus dem ganzen Weiß heraus. Nur noch die

Para de gipfel der bayerischen Berge sind zu sehen. Gemächlich ansteigend

erreichen wir die Sankt-Anna-Kapelle. Die Route erobert

die Landschaft nicht, sondern schmeichelt ihr. Die goldene Krone

auf den Wegtafeln hat sie sich auf alle Fälle mehr als verdient.

Wobei das Beste ja noch kommt. Bis zu den Durchkaseralmen

unterhalb des 1513 Meter hohen Windbichl steigt der Weg an, wird

etwas felsiger und gibt ganz allmählich den Blick frei. Weit reicht er

von den Berchtesgadener Alpen über die Loferer Steinberge bis

zum nahen Wilden Kaiser, der wie ein gigantischer Monolith aus

der Ebene ragt. Es geht weiter auf einem schmalen Pfad, vorerst

noch durch Latschenkiefern, später auf breiterem Steig bis zum

Eggenalmkogel. Die Gipfelalm schließlich ist eine Explosion der

Farben: Sumpfdotterblumen, Schusternägel und andere Enziane

erstrahlen wie kleine Glühlampen im Gegenlicht. Spätestens hier

erweist der Wanderweg auch seinem Namen die Ehre: In der Ferne

blitzen die silbrigen Gletscher des Großglockners und Großvenedigers

auf. Schwer ist es, sich loszureißen, immerhin ist es abwärts

einfacher, und irgendwann weht ein Hauch von Musik durch die

Luft, die Hin den burghütte ist wieder nah. Dort angelangt stellt sich

die Frage : ein Haferl Kaffee und einen hausgemachten Millirahmstrudel,

also beim Alpensound der Bergfex’n gesellig verweilen,

oder weiter ... Aber nein, eigentlich stellt sich gar keine Frage.

Anderntags früh morgens in Ettenhausen, nur einen Katzensprung

von Reit im Winkl entfernt, starten wir hinauf zum Geigelstein.

Urige Bauernhäuser dämmern in den ersten warmen Sonnenstrahlen

vor sich hin, die Zunftzeichen des Maibaums werden raffiniert

von Schäfchenwolken hintermalt. Der Geigelstein gilt als Blumenberg

in den Chiemgauer Alpen, seit 1991 ist er Naturschutzgebiet,

über 700 Farn- und Blütenpflanzen sind am Berg zu Hause. Knapp

900 Höhenmeter später haben wir einige davon gesehen, doch vor

dem Gipfelaufbau des Wandspitz wird es felsiger, und bald geht es

in Quergängen durch ausgedehnte Latschenfelder bis zum

1813 Meter hohen Gipfel mit Kreuz und kleiner Kapelle.

Das 360-Grad-Pano rama reicht wieder einmal vom Who’s who

der Chiemgauer Gipfel – dem Hochfelln, dem Hochgern und der

Steinplatte – bis zu den Berchtesgadener Alpen und Hohen Tauern.

Direkt dahinter leuchtet das bayerische Meer, der Chiemsee, wie

ein überdimensio naler Saphir in der Ebene. Dominiert wird dieser

Reigen aber von der Kampenwand. Deren Hahnenkamm-ähnlicher

Gipfelwall bietet unzählige Kletterrouten. Und selbst Wanderer

müssen für den Gipfel ein paar stahlseil- und trittklammerngesicherte

Passagen überwinden und Fels in die Hand nehmen. Ja,

wir werden wohl noch einen Tag im Chiemgau dranhängen.

Schöne Wanderecke, so hoch über Reit im Winkl. <

Infos zu diesen und weiteren Wanderungen sowie Reiseangebote gibt es bei Chiemgau Tourismus, Tel. 08 61/909 59 00, chiemgau-tourismus.de.

Das Panorama umfasst wieder einmal das Who’s who der

Chiemgauer Gipfel. Dahinter leuchtet das bayerische Meer,

der Chiemsee, wie ein überdimensionaler Saphir in der Ebene.

Fotos: Norbert Eisele-Hein


60 Reise

Reise 61

München

Unterwegs auf Körnerbrot

Die Eistobelschlucht ist einer der außergewöhnlichsten Naturschauplätze im Allgäu. Die Wanderung

hindurch offenbart einen faszinierenden Einblick in die eiszeitliche Erdgeschichte der Region.

In dicken Strähnen und breiten Kaskaden

schäumt und spritzt der Fluss über eine

steinerne Rutsche.

Fotos: Thomas Gretler

Wer sehr früh kommt, hat das Wunder noch ganz für sich allein.

Auf der Wiese am Grund der Schlucht liegt perlend der Tau,

fast gemütlich rauscht und gurgelt die Argen zwischen Kiesbänken

dahin. Man sieht ihr nicht an, welche Aufregungen sie bereits hinter

sich hat. Sumpfdotterblumen leuchten golden zwischen Wurzelstöcken,

die klodeckelgroßen Blätter der Pestwurz beschirmen

weit räumig den Boden, eine erste Libelle zuckt blau glitzernd übers

Wasser . Nach wenigen Minuten nimmt das Rauschen zu. In dicken

Strähnen und breiten Kaskaden schäumt und spritzt der Fluss über

eine steinerne Rutsche. Wie aus Beton gemauert scheinen die Felsrücken,

über die das Wasser schießt. Es ist Nagelfluh, ein Gesteinsgemenge,

das irgendwie an versteinertes Körnerbrot erinnert.

Und schon steckt der Besucher mitten in abwechslungsreichsten

Wasserfestspielen und wandert staunend von Schauplatz zu Schauplatz.

Mal plätschert der Fluss einfach fröhlich über Geröll. Dann

wieder zieht und mahlt er in geheimnisvollen Strudellöchern, ein

unruhiger Strom aus schlierigem schwarzem Glas. Manche dieser

»Gumpen« sind an die sieben Meter tief, und ein Schild warnt dringend

davor, zu baden. Früher erzählte man sich im nahen Grünenbach

und Maierhöfen Geschichten über Jugendliche, die an schönen

Sommernachmittagen übermütig hineinhüpften, von der Unterströmung

eingesaugt wurden und erst Tage später irgendwo antrieben,

völlig zerschlagen und zerschunden. Immer wieder liegt am Weg der

bloße Stein zutage. Besonders in der 50 Meter hohen »Hohen Wand«

heben sich schräge Schichten unterschiedlichen Gesteins deutlich

voneinander ab. Dafür lieben Geologen den Eistobel. Süßwassermolasse

und Meeresmolasse unterscheiden sie hier, Sandstein, Ton,

Feldspat, auch Braunkohle – so offenherzig gibt die Erde selten

Auskunft über ihre letzten 35 Millionen Jahre.

Am Zwinger ruht der Fluss kurz smaragdgrün in Felswannen aus, ehe

er sich durch einen nicht mal einen Meter breiten Spalt quält. Die

mächtigen Felsblöcke links und rechts halten dem Druck seit Jahrhunderten

stand. Auf einigen haben sich kleine Tannen, Farne und

Eschen angesiedelt und bilden ein eigenes, gerade mal zwei, drei

Quadratmeter großes Biotop. Stämme liegen quer übers Wasser verkantet

und haben in der feuchten Luft Moos angesetzt. Von Farnen

tropft es, zwischen den alten Buchen und Ulmen spielen Sonnenstrahlen

auf dem Waldboden. Forellen huschen als dunkle Schatten

durch die Rinnen, und eine Wasseramsel, der einzige Singvogel

Europas, der tauchen und schwimmen kann, schüttelt ihr Gefieder

und plustert sich auf. Trotz vieler Besucher hat sich die dunkle Welt

am Grund der Schlucht etwas Verwunschenes bewahrt.

Zu Recht gilt der Eistobel als eines der schönsten Geotope des Allgäus.

Entstanden ist er vor etwa 15000 Jahren. Der Rheingletscher

war geschmolzen, in der Talsenke von Ebratshofen hatte sich ein

Stausee gebildet, und langsam suchte sich das Wasser nun seinen

Weg durch einen Spalt ins tiefere Land. Anfänglich nur ein Rinnsal,

fraß und fräste es sich in den Grund, hundert Meter und mehr, wusch

alles Weiche aus der harten Nagelfluh, und wo zufälligerweise ein

Stein liegen blieb in einem kleinen Becken, wirbelte die Strömung

ihn wie eine Raspel im Kreis herum und schmirgelte so ein immer

tieferes, immer breiteres Loch. Der Eistobel ist ein höchst anschauliches

Lehrbeispiel für die ungeheure Kraft des Wassers. Am Ende

führt ein Steg ans andere Ufer, der Ausgang nach Schüttentobel ist

nahe. Wen es jetzt noch nicht zu Kässpätzle und Weizenbier zieht,

der schlägt den Wanderweg auf die Kugel ein, den höchsten Berg im

Westallgäu. Von tief unten hoch hinaus – was will man mehr? <

Logenplatz bei den Wasserfestspielen.

Der Eistobel liegt zwischen Grünenbach

und Maierhöfen im Westallgäu,

isny.de, ferienregion-allgaeu.de und

eistobel.de. Weitere außergewöhnliche

Naturschauplätze und -phänomene

sind etwa die Sturmannshöhle bei

Obermaiselstein, hoernerdoerfer.de,

Kraftvolle Orte

der Lechfall bei Füssen, fuessen.de,

die Reichenbachklamm bei Pfronten,

pfronten.de und die eiszeitlich-geologische

Wanderung »Steinmeile« rund

um Oy, oy-mittelberg.de. Allgemeine

Infos, weitere Wanderideen und

-arrangements : wandern-allgaeu.de.


62 Reise

Reise 63

München München München

Goldene Aussichten

Einsam zieht sich der Goldsteig durchs bayerisch-böhmische Grenzland. Sein Herzstück führt

durch echten Urwald und aussichtsreich über die höchsten Gipfel des Bayerischen Waldes.

Bei den wilden Kerlen

Am Fuße des Wendelstein bei Bad Feilnbach

gibt es Wildniscamps für die ganze Familie.

24 Stunden für den König

2013 ist Schloss Neuschwanstein die Kulisse für

das Wanderkultevent »24 Stunden von Bayern«.

Im Nationalpark Bayerischer Wald darf der Wald einfach nur Urwald sein.

Hou?« »Mou.« Unter den riesenhaften Fichten hatten sich zwei

Männer genähert. Sie hatten sich die seltsamen Laute zugeraunt

und sind ihrer Wege gegangen. Wir blicken uns fragend an.

Der Bayerische Wald ist ein Mysterium. Und so dringen wir tiefer

in die rätselhaften Wälder. Steil bergan. Urige Tannen vor dem

satten Blau des Himmels. Der Wald öffnet sich zu Brachflächen,

die der Orkan Kyrill geschaffen hat, und Schachten, ehemaligen

Weideflächen, mit köstlichen Waldbeeren. Zwischen den Zacken

eigenartiger Felsgruppen verfängt sich der Wind und säuselt seine

Ge schich ten . Immer wieder tun sich fantastische Ausblicke auf,

weit über das Waldgebirge, über Blockmeere, Hochmoore und

uner gründliche Seen. Und dann, als am späten Nachmittag der

Große Arber, der letzte Gipfel der Acht-Tausender-Etappe, erklommen

ist und die Blicke glücklich erschöpft in die Ferne schweifen,

taucht die Sonne das Land in ein wundersam goldenes Licht, und

ein glühender Schimmer durchzieht den Dunst der Täler. Der

Goldsteig hat seinen Namen verdient. Wahrscheinlich ist er aber

eher historisch angelehnt:

Die Region war früher von

bayerisch-böhmischen

Salz handelswegen durchzogen,

und Salz nann te man

damals »wei ßes Gold«.

Fest steht, dass die Route

für den leidenschaftlichen

Wanderer auf jeden Fall

Gold wert ist. Dafür verbürgt

sich auch der Deutsche

Wan derverband mit der

Auszeichnung »Qualitätsweg

Wanderbares Deutschland«.

660 Kilometer läuft

der Steig zwischen Marktredwitz

im Ober pfälzer Wald

und dem nieder bayerischen

Passau mit einer Nord- und

Süd va riante und durchquert

dabei fünf Natur parks und

einen Natio nalpark. Die

nördliche Route – die wir

genommen haben – ist die anspruchsvollere und führt über den

Hauptkamm des Bayerischen Waldes. Mit der Besteigung des

Großen Arber, des »Königs des Bayerischen Waldes«, liegt der

erste Teil der größeren Anstrengungen gerade hinter uns. Was

folgen wird, ist ein mehrtägiges Auf und Ab im Kerngebiet des

National parks Bayerischer Wald über die drei Gipfel des Falkenstein-,

Rachel- und Lusenmassivs. Dazwischen viel, viel Urwald.

Ein Raum für weitere spannende Mysterien – seltene Tiere wie

Luchse und Fischotter sind hier heimisch.

Als wir an diesem Abend müde in unser Nachtquartier einkehren,

klärt uns ein freundlicher Herbergsvater zumindest über das

Rätsel des heutigen Tages auf. Die Kommunikationsgewohnheiten

des Waidlers seien nun mal äußerst effektiv. Aus »hou« und

»mou« könne somit durchaus eine vollständige Unterhaltung

bestehen und soll heißen: »Wie geht’s?« – »Muss geh’n.« Schließlich

sei damit oft alles gesagt. Da hat er recht. Inmitten so einer

großartigen Natur muss man nicht unbedingt immer viel reden. <

Foto: Ostbayern Tourismus

Foto: Bad Feilnbach

Habt ihr das Röhren gehört?« Dirk blickt gespannt in die Runde

der nur vom Lagerfeuer erhellten Gesichter. »Da hat aber jemand

ziemlich laut im Wald gerülpst«, witzelt Fabian spontan und

erntet schallendes Gelächter. »Na ja, das ist der Brunftschrei des

Hirsches, der auf Brautschau ist«, entgegnet Dirk schmunzelnd.

Über ihnen ein sternklarer Himmel, der vom dunklen Schatten

des Wendelstein beschnitten wird, im Hintergrund die schemenhaften

Umrisse einiger Tipizelte – das Wildniscamp. Nicht mehr

lange, und alle werden vor wohliger Erschöpfung gähnen und sich

in ihre Zelte verkriechen. Es war aber auch ein anstrengender Tag.

Am Morgen unterwies Dirk die Gruppe in der Kunst des Fährtenlesens.

Am Nachmittag stand Bogenschießen auf dem Programm.

Dann Feuer machen, Brot backen und am Lagerfeuer essen. Mit

dem Wildniscamp verfolgt Gründer Dirk Schröder das Ziel,

Kindern und Familien ganzheitliches Wissen über die Natur zu

vermitteln , sodass sie wieder eine tiefere Verbindung zu ihr

spüren. »Und was steht morgen auf dem Programm?«, lautet die

übliche Frage, bevor alle ins Zelt kriechen. »Einswerden mit der

Natur«, lautet die Antwort dann.

<

Auch das ist Einswerden mit der Natur.

Das Wildniscamp ist nur eine von vielen außergewöhnlichen Aktivitäten, die

Bad Feilnbach anbietet. Unter gipflstürma.de findet man die ganze Palette.

Neuschwanstein: als Wanderkulisse schwer zu übertreffen.

Bereits zum fünften Mal finden 2013 die »24 Stunden von

Bayern« statt. Und wieder wird es darum gehen, den inneren

Schweinehund zu besiegen, durchzuhalten und eine außergewöhnliche

Wanderung zu erleben. Zum Jubiläum haben sich die

Macher des Wanderkultevents einen ganz beson deren Erlebnisrahmen

ausgesucht: die Region Füssen mit Schloss Neuschwanstein.

In so einer prunkvollen Nachbarschaft wird es auf jeden

Fall ein echter Wander kracher, wenn vom 22. auf den 23. Juni

genau 444 Teilnehmer einmal rund um die Uhr rund um Füssen

wandern. Denn die Kulisse ist wahrlich königlich-majestätisch: Im

den drängen sich imposante Alpengipfel im Halbrund um die

Stadt, im Norden erstreckt sich die typische leicht hügelige

Vor alpenlandschaft mit lauter Seen darin. Und die ganze Szenerie

überstrahlt das einzigartige Schloss Neuschwanstein. So lautet

das Motto dieser 24 Stunden auch trefflich: Original trifft Original.

Weil sich mittlerweile der Event bereits selbst zu einem bayerischen

Original gemausert hat. So viel ist sicher.

<

Der Veranstalter Bayern Tourismus Marketing GmbH verlost unter der Adresse

bayern.by/gewinnspiel-24h zwei der begehrten Tickets.

Foto: Füssen Tourismus und Marketing/www.guenterstandl.de

Umfassende Informationen zum Goldsteig mit Tourenplaner, Unterkünften, Gepäckservice etc. finden sich auf goldsteig-wandern.de.

Weitere Reisetipps unter 4-Seasons.de/bayern. Jede Menge bewegte bayerische Bilder gibt es unter 4-Seasons.tv/bayern.


64 Kundenkarte

Kundenkarte 65

Gute Karten

Mit der GlobetrotterCard bekommst du 4-Seasons frei Haus – und Rabatt (in Form von GlobePoints):

Bis zu 10 Prozent sparen Besitzer einer Kundenkarte beim Einkauf. Gewinnspiele und viele weitere Vorteile

gibt’s gratis dazu. Außerdem ist die GlobetrotterCard deine Eintrittskarte zu exklusiven Events – wie die auf

diesen Seiten vorgestellten. Genaue Infos zu den Karten sowie den Online-Antrag findest du auf

www.globetrotter.de/kundenkarte. Kundenbetreuung: Tel. 040/67 96 62 82.

Willis wilde Wege

Willi Weitzel ist über die Alpen gewandert und

per Anhalter ins Paradies gefahren. Über diese

und weitere Abenteuertouren erzählt der kultige

Reporter demnächst bei einer Vortragsreihe in

den Globetrotter-Filialstädten.

Willi, was war dein bisher größtes Abenteuer?

Im Moment ist es wohl die Vortragstour: Ich steige aus dem

Fernseher raus und klettere auf die Bühne. Davon abgesehen bin

ich kein Extremabenteurer, sondern ein normaler Mensch, der ab

und zu Opfer seiner Neugier wird und dadurch in abenteuerliche

Situationen gerät. So habe ich einige spannende Begegnungen

mit Tieren oder Menschen sammeln können.

Du hast zum Beispiel zu Fuß die Alpen überquert – wie überwindet

man an Regentagen den inneren Schweinehund?

Ich habe es noch nicht geschafft, meinen inneren Schweinehund

so zu dressieren, dass er mir die Wanderschuhe ans Bett trägt.

Aber in der Regel und bei Regen lässt er sich mit Schokolade oder

Speck bestechen.

Du warst viel allein auf Reisen – glaubst du, man lernt dadurch

ein Land und seine Leute besser kennen?

Davon bin ich überzeugt. Aber um Interesse an anderen Menschen

zu entwickeln, muss man mit sich selbst im Reinen sein.

Und ich mache die Erfahrung, dass Wege, die ich alleine gehe,

mich in erster Linie mit mir selbst konfrontieren; sie haben in dem

Sinne fast etwas Therapeutisches.

Fotos: WelterforscherFilm

Kein Weg zu

weit für Willi

Weitzel. Ob

am Montblanc

(großes Bild)

oder auf

Vortragstour.

Wie bewahrst du dir die kindliche Neugier und Offenheit?

Ich hab die Tür zu meiner Kindheit nicht verschlossen. Und

auch wenn ich manchmal dafür belächelt werde, bringe ich den

Mut auf, nach den Sternen zu greifen.

So kommt man dann auch auf so – sagen wir – verrückte

Gedanken, wie mit einem Esel nach Bethlehem zu gehen?

Als ich meiner Tochter die Weihnachtsgeschichte vorgelesen

habe, hatte ich die Idee, mit einem Esel von Nazareth nach

Bethlehem zu wandern. Aber wieso verrückt? Es ist doch ganz

normal, dass man das mal ausprobieren will – oder?

Ist deine Tochter auch dein Probepublikum?

Sagen wir es so: Sie ist ein Teil der Kommission, die meinen

Abenteuervortrag durchwinken muss, bevor er dem Rest der

Welt präsentiert werden darf. Der andere Teil ist meine Frau,

schließlich will ich keine gähnenden Erwachsenen im Saal

sitzen haben.

»Willis wilde Wege« ist also ein Erlebnis für Jung und Alt. Was

kann man dort lernen?

In erster Linie wird man mich persönlicher kennenlernen.

Bisher bin ich meinem Publikum ja nur aus dem Fernsehen

bekannt. Auf diese Begegnung freue ich mich sehr! Aber auch

bei »Willis wilde Wege« wird man den Saal schlauer verlassen

können, denn ich bringe Fotos, Filme und andere Dinge mit,

wie etwa »Willis Pedia«, das Schlau-mach-Element. Vielleicht

schaffe ich es auch, im Publikum wachzukitzeln, was mein Motor

ist: Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum. <

Mit der GlobetrotterCard zu Willi Weitzel

Seit zwölf Jahren erklärt Willi Weitzel nicht nur den Kleinen die Welt: als unbändig

neugieriger Reporter in der ARD-Reihe »Willi wills wissen«. Nun kommt

der 40- Jährige, der immer noch mit Kinderaugen sieht, in die Globetrotter-

Filialstädte und erzählt von ebenso abenteuerlichen wie unterhaltsamen

Touren – von »Quer durch Äthiopien« bis »Auf den Montblanc«. Die Termine:

31.5. Hamburg, 1.6. Dresden, 2.6. Berlin, 7.6. Köln, 8.6. Frankfurt, 9.6. München.

Weitere Informationen und Tickets: williswildewege.de. GlobetrotterCard-

Inhaber bekommen 5 Euro Rabatt.

An der Fotoküste

Die Nordsee bot den bildschönen Rahmen für ein

spannendes Kundenkarten-Event.

Tolle Motive in der Natur und an historischen Orten, viel gelernt

und auch genossen – dieses Fazit zogen die zehn Teilnehmer des

GlobetrotterCard-Events »Fotoküste Nordsee Schleswig-Holstein«.

Die Globetrotter-Kunden hatten einen Platz bei dem viertägigen

Foto-Event gewonnen, das Mitte März in Zusammenarbeit

mit dem Nordsee-Tourismus-Service und der Tourismusagentur

Schleswig-Holstein stattfand. Kein Geringerer als der Chef der

Leica-Akademie, Udo Zell, leitete den Workshop und stellte den

Teilnehmern je eine hochwertige Kamera Leica V-Lux 4 zur

Verfügung. Selbst die Halbprofis in der Gruppe nahmen viele neue

Erkenntnisse mit aus dem Workshop, bei dem unter anderem die

Bilder ausführlich besprochen wurden. Später stand die Fotoexkursion

auf dem Programm – mit einer Führung im Naturreservat

Katinger Watt durch die Naturschutzbund-Expertin

Monika Povel und die Fotografin Annecke Müller sowie mit einer

Exkursion zum »Tanz der Stare« an der dänischen Grenze. Als am

Westerhever Leuchtturm die Sonne im Meer versank, liefen die

Kameras heiß. Umso schöner die Entspannung am Abend im

Tönninger Biohotel Miramar, das den Teilnehmern ein ideales

Basislager für die Exkursionen bot.

<

Die Teilnehmer und eines ihrer Lieblingsmotive.

Foto: Ralf Vetterle


Hej,

66 Hersteller

Hersteller 67

Spezialist

für Lieblingsteile

Der Outdoor-Markt gilt als gesättigt, neue Marken haben es schwer.

Ausnahme: eine erstaunliche kleine Firma aus Schweden, die Design

und Umweltschutz als gleichberechtigt ansieht und Witze über ihre

Männerquote macht. Ein Besuch bei Houdini in Stockholm.

»Bei uns dominieren die Mädels« – das Houdini-Managementteam mit Quotenmann Ola tagt im Showroom.

Text und Fotos: Stephan Glocker

Außen lässig, innen öko: 80 Prozent der Kollektion bestehen schon aus Recyclingmaterial, 100 Prozent sind das Ziel.

»

die Fahrscheine bitte.« Die junge Schwedin, die auf

der City-Fähre vom Strandvägen die Tickets kontrolliert,

strahlt mit der Aprilsonne um die Wette. Der Frühling hat

das Eis von den Wasserstraßen und Kanälen zurückgedrängt, und

ganz Stockholm glitzert unter einem makellosen Himmel.

Ein Ticket bräuchte ich bitte. Das Lächeln lässt etwas nach. »Oh,

Ticket s musst du vorher lösen, auf dem Boot verkaufen wir keine.

Wohin musst du denn genau?« Ich zeige meine ausgedruckte E-Mail.

»Ah, Finnboda Hamn, das sind nur zwei Stationen.« Der Blick fällt

auf den Absender. »Zu Houdini? Coole Firma! Weißt du was, wir

nehme n dich diesmal so mit. Aber künftig kaufst du ein Ticket, ja?«

Ob die Freifahrt dem Frühlingswetter oder der Coolness von Houdini

zu verdanken ist, bleibt offen. Während die junge Outdoor-Marke in

Deutschland noch als Geheimtipp gilt, hat man in der Heima t jedenfalls

den Durchbruch geschafft. Das belegt einerseits die wachsende

Präsenz des freundlichen Houdini-Logos in Fjäll und Fußgängerzonen,

andererseits ein Hagel an Auszeichnungen – bemerkenswerterweise

in ganz verschiedenen Disziplinen: Das CNBC-Wirtschaftsmagazi n

listete Houdini als eines der 25 kreativsten Unternehme n Europas;

die Swedsbank und die Skandinavian Outdoor Group vergaben Nachhaltigkeits-Preise;

fürs rasante Wachstum gab es den schwedischen

»Gazelle-Award«. Von der Sportbranche des Landes wurde Houdini-

Chefin Eva Karlsson eben zur »Frau des Jahres« gewählt.

Jetzt steht die »Frau des Jahres« am Fähranleger von Finnboda Hamn

und winkt mir zu: Willkommen bei Houdini!

Ein »Houdini« ist ein unmöglicher Move

Nur ein paar Meter vom Wasser steht ein mehrstöckiger Klinkerbau,

in dem Houdini zwei Stockwerke belegt: Im Erdgeschoss, äußerst

schick, ein Showroom für die Kunden; im vierten Stock, äußerst

chaotisc h, die eigentliche Firma. Es sieht aus wie in einem Film über

ein Start-up-Unternehmen: Junge, gut aussehende Menschen belagern

viel zu kleine Schreibtische, dazwischen parken überlange

Kleiderständer mit Jacken, Houdies, Hosen und Mützen. Die

Stimmun g ist gut, der Frauenanteil erstaunlich hoch.

»Richtig, bei Houdini dominieren die Mädels«, lacht Eva, »wir sind

25 Leute, davon nur fünf Männer. Vielleicht sollten wir mal über eine

Männerquote nachdenken.« Ola Oredsson, der einzige Mann im

Managemen t-Team, setzt einen Dackelblick auf: »Genau, wir werden

unterdrückt! Im Moment dürfen sich die Jungs nicht rasieren, weil

die Damen uns zu einem Schnurrbart-Wettbewerb zwingen!« Kein >


68 Hersteller

Hersteller 69

Globetrotter-Bestseller: Bikinis und Merino-Seiden-Shirts.

Aus altem Plastik (oben) werden neue Klamotten (unten).

Im Frühlingslicht:

Eva Karlsson, hinten

die Houdini-Zentrale.

Evas philosophischer Überbau reicht bis in die Kleiderschränke der Kunden:

»Unsere Produkte halten lange, aber genauso wichtig ist, dass man sie auch

lange tragen möchte. Deshalb streben wir ein zeitloses Design an.«

Witz, die Männer tragen tatsächlich Räuberbärte … Man glaubt den

Houdinis aufs Wort, dass sie viel Spaß bei der Arbeit haben.

Gegründet wurde Houdini bereits 1993, von Lotta Giornofelice, einer

schwedischen Bergsteigerin. Die ersten zehn Jahre war die Firma

eine One-Woman-Show. Lotta wollte eigentlich gar kein Geschäft aufbauen,

sondern war das halbe Jahr unterwegs und nähte nebenher für

sich und ein paar Freunde Unterwäsche und Baselayer aus Strechfleece.

Damals gab es nur sackartige, schwere Fleece-Klamotten, die

am Berg meist zu warm waren und im Rucksack Platz wegnahmen.

Lottas Teile lagen eng an, machten jede Bewegung mit, reduzierte n

Wärmestaus und hatten – wenn man sie mal nicht brauchte – ein sehr

kleines Packmaß. Daher auch der Name: Die Klamotte n verschwanden

im Rucksack wie einst Harry Houdini, der legendäre Entfesselungskünstler

und Zauberer, von der Bühne. Außerde m steht »einen

Houdini machen« in der Kletterszene für eine n vermeintlich unmöglichen

Move; auch ein bekannter Boulder felsen in Stockholm heißt

Houdini. Der perfekte Name also.

Zehn Jahre lang werkelte Lotta solo vor sich hin, bis 2003 Eva

Karlsso n und Hanna Lindblad die Firma übernahmen, jetzt als Two-

Women-Show. »Wir ergänzen uns, Hanna ist ein Business-Profi, ich

komme vom Bergsteigen und hatte davor für verschiedene Outdoorfirmen

gearbeitet«, sagt Eva. »Wir hatten klare Vorstellungen, was wir

machen wollten – und was nicht. Vor allem: keine Kompromisse.«

Lottas Konzept wird strukturiert und systematisch ausgebaut. Nachdem

Houdini schon als erste Firma überhaupt Outdoor-Produkte aus

Strechfleece hergestellt hatte, widmeten sich Eva und Hannah dem

Thema Unterwäsche. »Fast alle meine Freunde sagten über ihre

Funktions wäsche: zwar hässlich, aber gut! Also dachten wir uns, dass

Unterwäsch e ja auch schön und noch besser sein könnte.«

Vier Jahre Forschung für einen Merino-Seide-Mix

Houdini bringt Farbe ins Spiel, tüftelt an neuen Schnitten und Materialien.

Bald entwickelt man Teile für die zweite Lage. Bis heute sind

besonders die Houdies, funktionelle Kapuzenjacken aus Powerstrech-Fleece,

ein Vorzeigeprodukt. Von Anfang an folgen die Schwedinnen

ihrer eigenen Philosophie: »Bekleidun g soll bequem sein,

funktionell und vielfältig einsetzbar, gut aussehen – und die Umwelt

wenig belasten. Alle diese Punkte sind gleich wichtig!«, sagt Eva.

Gut, das sagen viele Hersteller. Was also macht Houdini anders?

»Beque m heißt, dass du die Bekleidung fast nicht spürst, dich aber

wohlfühlst. Es gibt viele unangenehme Tights, manche Leute mögen

sie deshalb nicht. Unsere Sachen sind auch körpernah geschnitten,

aber geschmeidig und nicht einengend. Umgekehrt machen wir keine

weiten Baggy-Styles, nur weil das gerade in ist. Funktion und Flexibilität

erreichst du über Design und das richtige Material an der

richtige n Stelle, da stecken wir viel Arbeit rein. Manche Hersteller

verlustieren sich bei ihren technischen Jacken, aber die Baselayer-

Kollektion wird am Schluss schnell noch dazugebastelt.«

Eva erzählt von der Airborn-Serie – Shirts aus einem superleichten

Merino-Seide-Gemisch: »Merinowäsch e ist toll, aber sie geht zu

schnell kaputt. Also haben wir Alternativen gesucht, die Kombination

mit Seide entwickelt und getestet. Vier Jahre lang! Aber jetzt haben

wir einen weichen, robusten Stoff mit nur 120 Gramm pro Quadratmeter.

Leider nicht gerade billig – aber eben genau, was wir wollten.«

Nicht nur den Hintern retten, sondern auch die Welt!

Mit derselben leidenschaftlichen Ernsthaftigkeit geht Houdini das

Thema Umweltschutz an. Von Beginn an spezialisieren sich Eva und

Hanna auf Recyclingmaterial und leisten Pionierarbeit. Sie experimentieren,

entwickeln sortenreine Produkte, motivieren Kunden und

Lieferanten. Der Recyclinganteil der Houdini-Kollektion liegt bereits

bei beeindruckenden 80 Prozent – »aber wir wollen 100 Prozent, so

schnell wie möglich!«, sagt Eva. Manche Spezialstoffe oder Materialstärken

gibt es noch nicht als Recycling-Variante, doch daran wird

gearbeitet. Die Herstellung steht ebenfalls im Fokus. Houdini ist

BlueSign-Partner, unterwirft sich also strengen Umweltschutz-

Standard s. Produziert wird ausschließlich in der EU.

Evas philosophischer Überbau reicht noch weiter, bis in die Kleiderschränke

der Kunden: »Unsere Produkte halten lange, aber genauso

wichtig ist, dass man sie auch lange tragen möchte. Deshalb streben

wir ein zeitloses Design an. Typische Modefarben, die nach einem

Jahr out sind, meiden wir. Wir sind eher ein Spezialist für Lieblingsteile«.

Und wenn das Lieblingsteil doch irgendwann schlappmacht,

wird es wiederverwertet. Die meisten Houdini-Produkte sind komplett

recyclebar oder – wie die Airborn-Wäsche – biologisch abbaubar.

Dennoch reiten die Schweden nicht mit erhobenem Zeigefinger die

grüne Welle. Houdini hat einen eigenen, cleanen Look ohne jeden

Öko-Touch. Die Werbeslogans sind lebensfroh statt pessimistisch:

»Nicht nur den eigenen Hintern retten, sondern auch die Welt!«

Mittlerweile haben Eva und Hanna den nächsten Schritt gemacht.

Die Two-Women-Show holte neue Leute dazu, Spezialisten für

Design, Nachhaltigkeit, Marketing, Verkauf. Viele von ihnen übernahmen

Firmenanteile, ebenso Privatleute aus dem Freundeskreis. Einen

Konzern im Hintergrund gibt es nicht. Der Laden brummt trotzdem.

Am Nachmittag versammelt sich das Team zur rituellen Kaffeepause.

Weil Donnerstag ist, gibt es sogar Eis dazu. Themen am Tisch: die

anstehend e Firmen-Skitour ins Fjäll, der Schnurrbart-Wettbewerb

und die Frage, ob es noch schönere Farbbezeichnungen für Houdini-

Klamotten gibt als »Sonnenbrand-Rot«oder »Powderday-Weiß«

Die Ticketverkäuferin auf der Fähre sagte es bereits: coole Firma!


70 State of the Art

State of the Art 71

Keen

Clearwater CNX

Gibt es das perfekte Equipment? Durchaus.

In State of the Art zeigt 4-Seasons Ausrüstung,

die in ihrer Klasse Standards setzt.

Produktklasse

Einsatzbereich

Status

Amphibiensandale für den Einsatz zu Wasser und zu Land.

Spiel und Spaß im und am Wasser, ideal auch als Zweitschuh auf

Reisen und beim Trekking (Hütte, Camp, Bachdurchquerungen) –

in der überholten CNX-Version jetzt noch schlanker und leichter.

Die Outdoorsandale mit »Stoßstange« für die Zehen.

STATE OF THE

ART

Referenzprodukt

Sommer 2013

Riemen

An den Seiten aus gewebtem Polyester, auf der

Oberseite aus einer Kombination von Nylon und

Polyester mit Velourslederhaptik. Komplett mit

polsterndem und schnell trocknendem Nylonfutter

unterlegt. Obwohl die Riemen in der überarbeiteten

CNX-Version aufs Wesentliche reduziert wurden,

sitzt die Sandale fast so stabil wie ein Sportschuh.

Innensohle

Der geschlossenzellige EVA-

Schaum ist gegen Gerüche

und Verfärbungen mit einer

antibakteriellen Beschichtung

versehen (ohne umweltbelastende

Substanzen). Ein

kleiner Steg zwischen Zehen

und Mittelfuß entlastet die

Zehen und verbessert Halt und

Balance in der Sandale.

Unterfußstabilisator

Zentral in der Außensohle ist

eine etwa kreditkartengroße

Platte aus thermoplastischem

PU (etwas steifer als

das Gummi der Laufsohle)

eingelassen und erhöht die

Torsionssteifigkeit.

XXL-Spezial

Zwischensohle

Aus PU. Dämpft harte Unter -

gründe und stabilisiert den Fuß.

Ist an den Rändern (Rist, Ferse

und unter dem Fuß gewölbe)

leicht hochgezogen und formt

so das Fußbett, auf dem die

Innensohle aufbaut.

XX

Hersteller

Konzept/Idee

Technische

Daten

Historie

Keen Inc., Portland, Oregon, USA.

Jeff Dill, Produktentwickler bei Keen.

Material: Ethylenvinylacetat (EVA), Gummi, Nylon, Polyester,

Polyuretha n (PU). Gewich t: 510 g (Paar/Größe 7). Größe n: 6 – 11

(Frauen) und 7 – 15. Farben: norse blue/supe r lemon, black/yellow

(Frauen) und gargoyle/super lemon, black/gargoyle. Preis: 99,95 €.

Die Geschichte von Keen beginnt wie häufig in der Outdoorbranch

e mit der Einsicht: »Wenn dafür noch keiner was erfunden

hat, machen wir es selbst!« Weil sich die Segler der US-Küstenstadt

Newport regelmäßig an Deck bei hektischen Manövern in

ihre n Sandale n die Zehen anstoßen, ent wickelt das Gründungsteam

2003 eine Sandal e mit Gummikappe als Schutz. Offenbar

hatten sich auch andere Leute die Füße häufig angestoßen – an

Steinen, Zeltheringen oder Kajak fußrasten –, denn anschließend

reißen sich Outdoorsportler aller Art um die neue »Newport«. Seit

2006 sitzt Keen in Portland an der Westküste und hat inzwischen

ein komplettes Sortiment von Zehensandalen über Kinderschuhe

bis zu Winterstiefeln im Programm, ergänzt um Socken und

Tasche n. Die »Clearwater CNX« ist ein sportlich schlanker Urenkel

der ursprünglichen »Newport«.

Schnürung

Dank Gummizug (Ø 2 mm) mit Tankaverschluss

ist die Clearwater superschnell geschnürt und

bleibt auch bei schnellen Bewegungen und

Richtungswechseln eng am Fuß. Ein kleiner

Plastikclip sichert das freie Ende. Zwei Fingerschlaufen

mit Reflektordetails helfen beim

An- und Ausziehen.

Perfekt für Stadt, Trail

oder Wasser: Wir sind

stolz, dass wir auch bei

der leichten und schlanken

CNX-Serie die gute

Passform und den Schutz unserer Keen-

Sandalen beibehalten konnten. Ron Hill,

Vizepräsident Produkte Keen

Mit der Zehenkappe hat

Keen vor zehn Jahren

den Markt der Outdoorsandalen

revolutioniert.

Die Clearwater ist das

tolle Resultat einer stetigen Produktweiterentwicklung.


Olaf Friedrichs,

Einkäufer Schuhe Globetrotter

Laufsohle

Aus abriebfestem Gummi. Durch tiefe Flexionskerben

rollt sie leicht ab und greift gut im Gelände.

Ein sehr feines Messerschnittprofil unter Ballen

und Ferse sichert die Standfestigkeit auf nassen

und rutschigen Böden.

Sprengung

Der Höhenunterschied zwischen Ferse und

Vorderfuß beträgt bei der Clearwater CNX

nur 4 mm und gewährt so ein natürliches

Bewegungsgefühl und direkteren Kontakt

zum Untergrund.

Zehenkappe

Zentrales Merkmal (fast) aller Keen-Schuhe.

Wurde in der neuen CNX-Serie verschlankt

und trägt nun weniger auf – schützt aber

noch immer vor Zelt heringen, Steinen oder

Bordsteinkanten.

Im Juli 2013 kommt Keen zu Aktionswochenenden in die Globetrotter-Filialen. Genaue Termine unter: 4-Seasons.de/keen.


72 Ausrüstungsberatung

Ausrüstungsberatung 73

Tipps für Klettersteige

Auf eisernen

Wegen

XXL-Spezial

XXL-Spezial

Interview: Ingo Wilhelm | Fotos: Archiv Michael Fischer

Klettersteige machen Felsgelände auch für

sportliche Wanderer zugänglich – von der kurzen

Kraxelei bis zur Mehrtagestour. Michael Fischer*

erklärt, was man auf die Via Ferrata mitnimmt.

* Michael Fischer (55)

leitet die Bergsportabteilung

bei Globetrotter in Frankfurt

am Main. Hier und auf den folgenden

Seiten sieht man die Produkte, die er

auf eine mehr tägige Klettersteigtour in

die Brenta mitnimmt. Die komplette Liste

mit Gewichten und Preisen sowie das

Interview in ganzer Länge gibt’s unter

4-Seasons.de/klettersteig.


74

Ausrüstungsberatung

Michael, ist es eine Frage der richtigen

Ausrüstung, ob ich an einem

Klettersteig Spaß habe?

Spaß wirst du haben, wenn du sicher unterwegs

bist. Dafür musst du trittsicher

und schwindelfrei sein. Außerdem solltest

du deine körperlichen und mentalen Fähigkeiten

realistisch einschätzen sowie die

Ansprüche des Klettersteigs nicht unterschätzen.

Aber ja, auch die Ausrüstung

entscheidet über Sicherheit und Spaß.

Egal ob auf einem Kurzklettersteig oder einer

epischen Runde durch die Dolomiten,

an drei Dingen führt kein Weg vorbei: Klettergurt,

Kletterhelm und Klettersteigset.

Wie funktioniert ein Klettersteigset?

Klettersteige zeichnen sich dadurch aus,

dass du dich an Fixseilen aus Stahl, an

Leitern oder Ähnlichem sichern kannst.

Das Klettersteigset verbindet deinen Gurt

mit dem Fixpunkt und verhindert dadurch

im Fall der Fälle deinen Komplettabsturz.

Zunächst einmal hat es zwei Arme, sodass

du beim Umhängen der Karabiner stets

gesichert bist. Und moderne Klettersteigsets

haben einen Bandfalldämpfer. Wenn

du da reinfällst, reißen Nähte kontrolliert

auf, absorbieren dadurch Sturzenergie und

reduzieren den Fangstoß.

Klingt toll. Aber warum haben zuletzt fast

alle Hersteller einige Sets zurückgerufen?

Die Rückrufwellen betrafen Sets mit unterschiedlicher

Funktionsweise. Erst ging

es um eine spezielle Art von elastischen

Armen, in denen dehnbare mit tragenden

Fasern verwoben waren. Beim zweiten Mal

»Globetrotter verkauft

nur Klettersteigsets, die

technisch up to date sind.«

um alle Sets mit Reibungsbremse; dort

läuft ein Seil durch eine gelochte Metallplatte

und verringert so den Fangstoß. Wer

wissen möchte, ob sein Set betroffen ist,

kann bei Globetrotter nachfragen oder sich

online erkundigen (Link siehe Seite 78).

Mir ist eines wichtig: Globetrotter verkauft

ausschließlich Klettersteigsets, die den

gültigen Normen und dem aktuellen Stand

der Sicherheitsforschung entsprechen.

Ferrata vom Feinsten:

La Via delle Bocchette

Lage: Brenta-Gebirge in der

norditalienischen Provinz Trentino.

Ausgangspunkt Madonna di

Campiglio, Endpunkt Pinzolo.

Charakter: Ein Netz aus Klettersteigen

durchzieht die Brenta. Der

berühmte Bocchette-Weg wird in

der Regel in drei Tagen absolviert,

über die Teilstücke Sentiero Benini,

Sentiero Bocchette Alte und Sentiero

Bocchette Centrale. Zwischen den

versicherten Steigen gibt es Gehpassagen.

Übernachtet wird in Hütten.

Anforderungen: Die drei Klettersteige

bewegen sich auf der fünfstufigen

Skala (von A wie »wenig schwierig«

bis E »extrem schwierig«) zwischen

A und C. Der anspruchsvolle Sentiero

Bocchette Alte (C) lässt sich über

den Sentiero Sosat (A) umgehen.

Aufgrund der Länge der Tagesetappen

(bis zu sechs Stunden) verlangt der

Bocchette-Weg sehr gute Kondition,

wegen der Ausgesetztheit Trittsicherheit

und Schwindelfreiheit. Höchster

Punkt: Spalla di Brenta (3002 Meter).

Beste Zeit: Ende Juni (vorher oft zu

viel Schnee) bis 20. September (dann

schließen die Hütten).

Information: Klettersteigführer

»Dolomiten – Brenta – Gardasee«

von Mark Zahel, Bergverlag Rother,

18,90 €, Globetrotter-Bestellnummer:

15.31.96.

Trink Wasser, das nach

Wasser schmeckt

Das innovative Trinksystem von SOURCE ist praktisch

selbstreinigend und absolut geschmacksneutral. Das

einzigartige Design sowie die Glass-Like und

Grunge-Guard-Technologie von SOURCE garantieren einfache

Handhabung und frisches Wasser ohne Beigeschmack.

Bei jedem Abenteuer, in in jedem Klima.

Okay, verstanden. Das Klettersteigset ist

also meine Lebensversicherung.

So in der Art. Gleichzeitig sorgt es dafür,

dass du möglichst sanft fällst. Denn: Die

Fixpunkte der Drahtseilsicherung liegen

bis zu fünf Meter weit auseinander. Wenn

du im ungünstigsten Fall über fünf Meter

fällst und ruckartig gebremst wirst, kann

das zu schweren Verletzungen führen.

Deshalb darf man sich keinesfalls nur mit

Bandschlinge und Karabiner einhängen.

Was kann ein Klettersteigset, was eine

Bandschlinge nicht kann?

Mit euren Sets kann ich mich also beruhigt

fallen lassen?

Bloß nicht! Ein Klettersteigset ist eine

Notfallausrüstung für den Worst Case, wie

ein Airbag. Am Klettersteig musst du einen

Sturz unbedingt vermeiden! Schon ein

Ausrutscher kann zu schlimmen Verletzungen

führen. Und um dich aus dem Klettersteig

zu bergen, bleibt oft nur der Heli.

Werden wir konkret: Welches ist das

Klettersteigset deiner Wahl?

Das Cable Comfort 2.2 von Edelrid. Dank

seiner elastischen Arme baumeln dir >

Steiler, schöner, Leiter. Die Brenta steckt voller Komparative.

Das Widepac mit dem weit

öffnenden Schiebeverschluss -- für

schnelles und einfaches Befüllen,

Entleeren und Trocknen.


76 Ausrüstungsberatung

Ausrüstungsberatung 77

keine Seile vor den Beinen rum. Die Arme

hängen an einem Drehgelenk, sodass sie

sich nicht verzwirbeln können. Das Flachprofil

der Karabiner verhindert den Bruch,

sollten sie auf Knick belastet werden.

Super sind auch der sehr leichtgängige

Verschluss sowie die große Öffnung für

unkompliziertes Ein- und Aushängen.

Ist dieses Set zugleich für jeden anderen

Klettersteiggeher die Ideallösung?

Große Ausnahme sind Kinder oder sehr

leichtgewichtige Erwachsene. Denn: Alle

Klettersteigsets sind laut Norm auf

80­ Kilo-Menschen zugeschnitten. Bei

einer leichten Person reißt der Bandfalldämpfer

nicht weit genug auf, um den

Sturz abzufedern; sie bekommen einen

heftigen, vielleicht gefährlich starken

Fangstoß verpasst. Deshalb hat Edelrid mit

dem Cable Vario ein Set entwickelt, bei

dem man mit einem Inbus den Widerstand

des Bandfalldämpfers auf ein Körpergewicht

von 30 bis 80 Kilo einstellen kann.

Ob schwer oder leicht, groß oder klein –

jeder Ferrata-Gänger braucht auch einen

Klettergurt. Worauf legst du dabei Wert?

Für Kinder macht eine Kombination aus

Brust- und Sitzgurt Sinn, weil sie so bei

einem Sturz in aufrechter Körperhaltung

bleiben. Solche Kombis sind aber etwas

unbequem zu tragen und nerven beim

Umziehen, weshalb sich die meisten Erwachsenen

mit einem Sitzgurt begnügen.

Dass man am Klettersteig zu 95 Prozent

geht, könnte für ein Ultralight-Modell sprechen.

Ich aber hocke mich gern mal in den

Gurt, um die Hände zum Fotografieren frei

zu haben. Daher nehme ich einen gut gepolsterten

und belüfteten Allrounder. Für

einen Universalisten spricht auch, dass die

meisten Leute sich nur einen Gurt kaufen,

den sie bei verschiedenen Aktivitäten einsetzen,

von Hallenklettern bis Hochtour.

Und welches Modell empfiehlst du?

Auf der Packliste findest du meinen Favoriten.

Aber den sage ich hier nicht laut,

denn das Wichtigste ist die Passform, und

da sind die Bedürfnisse verschieden. Deshalb

muss man einen Gurt anprobieren; im

Ernst: Ich lasse niemanden mit Gurt aus

dem Laden, der nicht Probe gehangen hat.

»Klettergurt und -helm

muss man vor dem Kauf

unbedingt anprobieren.«

Fehlt zur Grundausstattung der Helm …

Auch hier: anprobieren! Ein drückender

Helm macht dich mürbe, ein zu lockerer ist

gefährlich. Da ich lange Touren gehe, sind

mir Belüftung und geringes Gewicht wichtig.

In diesen Punkten sind In-Mold-Helme

wie der Petzl Meteor 3+ unschlagbar.

Brauche ich spezielle Schuhe?

Wenn man wirklich trittsicher ist, finde ich

nur knöchelhohe Schuhe an einfacheren

Kletter steigen mit kurzem Zustieg vertretbar.

Etwa sogenannte Approach-Schuhe:

Ihre Sohle hat meist eine Reibungszone

und ist nicht allzu hart, sodass sie sich

beim flachen Antreten dem Fels anpasst.

Auf langen alpinen Klettersteigen, womöglich

mit schwerem Rucksack, bevorzuge

ich Trekkingstiefel wie den Meindl Island.

Seine harte Sohle ist gut beim spitzen

Antreten auf Felsnasen oder Leitern. Der

hohe Schaft verhindert zudem im tiefen

Geröll, dass Steine in den Schuh fliegen.

Wie muss man sich so eine lange alpine

Klettersteigtour vorstellen?

Ein Mega-Klassiker sind die Klettersteige

in der Brenta. Dort verlaufen die Vie Ferrate

über ausgesetzte Felsbänder, steile

Leitern und durch Scharten. Die Via delle

Bocchette, also der Schartenweg, ist eine

mehrtägige Klettersteigrunde durch die

gesamte Brenta. Grandioser geht’s nicht.

Nimmst du Übernachtungsgepäck mit?

Ja, denn du schläfst in Hütten, von denen

es in der Brenta einige gibt. Allerdings der

rustikalen Sorte; statt Doppelzimmer solltest

du dich auf Massenlager einstellen.

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand

sind also Ohrenstöpsel?

Wenn dich die Dinger beim Schlafen nicht

stören, mitnehmen! Wichtiger ist aber,

dass du bei so anspruchsvollen Touren 20

Meter Einfachseil, eine 120-Zentimeter-

Bandschlinge sowie drei HMS-Karabiner

dabeihast. Etwa für den Fall, dass ein

Stück des Drahtseils durch Steinschlag

weggerissen ist und du die Stelle überbrücken

musst. Da sind Sicherungskenntnisse

aus dem Klettersport von Vorteil.

Aber auf normalen Klettersteigen kann ich

Bandschlinge und Schraubkarabiner zu

Hause lassen?

>

Auf zum

Gipfeltreffen

in die …

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78

Ausrüstungsberatung

Ich empfehle, sich aus einer 60-Zentimeter-Bandschlinge

und einem HMS-Karabiner

eine Rastschlinge zu bauen. Man

hängt sie ins Stahlseil und setzt sich dann

in den Gurt, wenn man ausruhen oder fotografieren

möchte. Die Arme des Klettersteigsets

sind zu lang dafür.

Weitere Unterschiede auf den Packlisten

für eine Tagestour und die Brenta-Runde?

In der Brenta musst du bis weit in den

Sommer hinein mit Altschneefeldern rechnen.

Da gibt dir ein Pickel Halt oder dient

dir im Fall des Abrutschens als Bremse.

Bei Schnee helfen auch Grödel; das sind

Leichtsteigeisen, die man unter Schuhe

schnüren kann. Und für lange Zu- und Abstiege

nehme ich Trekkingstöcke mit, die

ich beim Klettern am Rucksack fixiere.

Dein Rucksack muss also Befestigungsriemen

haben. Was noch?

Generell empfehle ich schmal geschnittene

Rucksäcke für guten Bewegungsspielraum

beim Klettern. Er sollte körpernah

sitzen, denn geringes Schwanken geht am

Klettersteig vor üppiger Belüftung. Pickelhalterung

gehört auch dazu. Das und noch

viel mehr bietet der Deuter Guide, den es

in drei Volumina gibt. Ich brauche wegen

meiner Fotosachen meist 40 bis 45 Liter.

»Dank Trinksystem kann

ich mir selbst am Überhang

ein Schlückchen gönnen.«

Hey, uns geht’s nicht darum, 19,90 Euro

mehr zu machen. Obwohl sie laufend

saniert werden, lauern vor allem an älteren

Steigen teils aufge spleißte Drahtseile –

und zack, hast du rostiges Eisen in der

Handfläche. Daher: immer Handschuhe!

Brauche ich spezielle Bekleidung oder

kann ich normale Wandersachen tragen?

Allzu groß sind die Unterschiede nicht.

Aber gerade bei der Hose würde ich ein

alpinistisches Modell mit eher eng anliegenden

Beinen nehmen, damit ich sehe,

wo ich hintrete. Stretchmaterial gibt Beweglichkeit

beim Klettern. Verstärkungen

an den Knien und am Gesäß schützen vor

Felszacken. Die Cascade plus von Direct

Alpine hat darüber hinaus einen Zwei­

Wege-Frontreißverschluss – hilft beim

Pinkeln mit Klettergurt ungemein (lacht).

Gewähr uns bitte einen tieferen Blick in

deinen Rucksack bei einer Mehrtagestour!

Also: Zweithose aus Microfleece für die

Hütte oder zum Unterziehen. Zwei Unterhemden

aus 100 Prozent Kunstfaser, weil

mir schnelles Trocknen über alles geht.

Schlaf-T-Shirt aus Baumwolle. Baumwoll-

Inlet als Hüttenschlafsack. Ein dünnes

Fleece als mittlere Lage. Windstopperjacke

mit Unterarm-Reißverschlüssen.

Daunenweste, wenn es in einer Scharte

zieht oder beim Fotografieren des Sonnenuntergangs.

Regenhose aus Gore-Tex­

Paclite mit langen Seitenreißverschlüssen.

Auch bei der Regenjacke ist Paclite mein

Material der Wahl: leicht, gut komprimierbar

und robust genug bei Felskontakt.

Zum Schluss noch ein ultimativer Klettersteig-Praxistipp

vom Profi bitte!

Weil ich am Fels nicht ständig meinen

Rucksack absetzen und die Flasche rauskramen

möchte, bin ich Fan von Trinksystemen

– damit kann ich mir selbst an

einer überhängenden Leiter ein Schlückchen

gönnen. <

__

MIT

BAYERISCHEM

SCHUHWERK

NONSTOP

QUER ÜBER

DIE ALPEN

IN 49,5 STUNDEN

__

Es gibt spezielle Klettersteig-Handschuhe

– ist das nicht Geldschneiderei?

Immer an der Wand lang. Felsband auf dem Sentiero Bocchette Centrale.

Filme zum Thema: 4-Seasons.tv/klettersteige. Alles über die Rückrufe von Klettersteigsets: 4-Seasons.de/klettersteig-rueckrufe.


ALPENCROSS NON-STOP

___

120 KILOMETER

13.000 HÖHENMETER

IM AUF- UND ABSTIEG

49,5 STUNDEN

___

Wenn Thorsten Hoyer in seine Wanderstiefel

steigt, dann kann man sich

sicher sein, dass er sie so schnell

nicht wieder auszieht. Er ist überzeugter

„Weitwanderer“ und seit Jahren

Stammgast auf den europäischen

Fernwanderwegen. Das Besondere:

Thorsten läuft nonstop, auch nachts!

1. Nacht

2. Nacht

THORSTENS NON-STOP TRANSALPIN-ROUTE:

DEUTSCHLAND

07:30 Uhr

G. Partenkirchen

Oberstdorf

Zugspitze

11:30 Uhr

Kemptener Hütte

20:30 Uhr

Memminger Hütte

Innsbruck

05:00 Uhr

ÖSTERREICH

Zams

E 5

16:15 Uhr

Braunschweiger Hütte

02:00 Uhr

Martin-Busch Hütte

05:30 Uhr

Similaunhütte

08:30 Uhr

SCHWEIZ

Vernagt

Meran

ITALIEN

Foto: joachimstark.de

Neben einigen Projekten in Deutschland,

so wie dem Rheinsteig oder

dem Rothaarsteig, verwirklichte der

44-Jährige bereits eine schlaflose

Island-Durch querung. Eines der Highlights

seiner „Karriere“ aber ist die

Nonstop-Alpenüberquerung auf dem

legendären E5 Wanderweg: Vom bayerischen

Oberst dorf über Österreich

und die Schweiz führte ihn sein Weg

bis nach Vernagt in Südtirol, Italien.

120 Kilometer in 49,5 Stunden und

rund 13.000 Höhenmeter im Auf- und

Abstieg – eine echte Höchstleistung!

Schließlich braucht ein „Durch schnittswanderer“

für diese Tour rund sechs

Tage. Erfahrung, Kondi tion und gutes

Wetter vorausgesetzt.

Auf das schwierige, oft unwegsame

Gelände ist Thorsten ausreichend

vorbereitet und seine Kondition hat

Völlig erschöpft gönnt sich Thorsten eine Pause im Trockenraum einer Hütte. Zu gemütlich kann

und darf er es sich nicht machen. Schließlich geht es gleich wieder hinaus in die Dunkelheit.

er zuvor ja schon oft genug bewiesen.

Als sich dann aber noch Schnee dazu

gesellt, zweifelt auch er kurzzeitig

an seinem Vorhaben. „Gestartet bin

ich im strömenden Regen, der weiter

oben für eine Schneelandschaft

sorgte – und das im August! Irgendwann

war der Weg verschneit, nach

ca. zwei Dritteln des Weges reichte

mir der Schnee bis zum Knie und

ich wusste nicht, ob ich durchkomme.

Aber es funktionierte, das Wetter

wurde wieder besser und die harten

Passagen konnte ich schließlich gut

meistern.“

Nicht zuletzt sein gutes Schuhwerk

ließ Thorsten in diesen widrigen

Be dingungen durchhalten. Bei der

gesamten Alpenüberquerung setzte

der ProTeamer auf den Hanwag Altai

GTX ® , der neben seinem wasserdichten

GORE-TEX ® Futter auch den

restlichen Anforderungen für Weitwanderungen

gerecht wird: Für lange

Touren empfiehlt sich ein stabiler

Stiefel mit einer weich flexenden

Sohle. So reduziert sich die Gefahr

vor Verletzungen und auch nach langer

Zeit lässt sich noch ermüdungsfrei

abrollen. Neben dem Altai GTX ®

eignen sich hier auch Modelle wie

der Tatra GTX ® oder – besonders bei

schwerem Gepäck – der Ancash GTX ® .

Während die übrigen Wanderer auf

dem E5 abends dennoch froh sind,

ihre Schuhe auszuziehen, in gemütliche

Hüttenschuhe schlüpfen und

ins Matratzenlager sinken zu können,

nutzt Thorsten die Hütten nur

für kurze Zwischenstopps. Ungläubige

und fragende Blicke sind die häufigste

Reaktion, wenn er wieder hinaus

in die Nacht geht. „Dabei machen

vor allem die Nächte viel Spaß. Man

muss sich gut auf den Weg konzentrieren,

Fehltritte sind in den Bergen

nicht erlaubt. Deshalb hatte ich

nachts einen Begleiter. Der ist bei

Dunkelheit absolut sicherheitsrelevant.“

Eine Ausnahme auf den langen

Wanderungen des Weitwanderers.

Normalerweise läuft er am liebsten

allein, Begleitung vermisst er selten.

„Das liegt an der Natur. Es gibt so viel

zu sehen, dass keine Langeweile aufkommt.

Auf einem Laufband dagegen

würde ich es keine zehn Kilometer

aushalten.

Bei aller Begeisterung bleibt eine Frage:

Warum? Die Antwort ist einfach:

„Es geht mir keineswegs um Rekorde,

die sind kein Anreiz für mich. Meine

Motivation klingt eher banal: Neugierde!“

Diese Neugierde lässt sich nur unterwegs

stillen und so läuft der Hesse

einfach immer weiter. Ein Trip nach

Albanien steht in diesem Jahr genauso

auf dem Plan wie eine Trekking-

Reise nach Nepal. „Und ‚300 Kilometer

nonstop’ ist auch noch ein Projekt,

Die Richtung stimmt! Zeitangaben hingegen

interessieren den Weitwanderer wenig.

Erst gegen Ende der Tour ist er langsamer

als auf den Wegweisern angegeben.

das auf meiner Agenda steht.“

„Jo“ Stark ist am liebsten

in den Bergen und am

Fels unterwegs.

Der Sportwissenschaftler

arbeitet als freier Journalist

und Fotograf.

Im August 2011 hat er

Thorsten Hoyer begleitet.

www.joachimstark.de

ALTAI GTX ®

TATRA GTX ®

Flexibler und leichter Trekking-Schuh mit

viel Sohlenflex für ermüdungsfreies Abrollen

beim flotten Wandern und Steigen.

Kategorie: Trek, B | C

Obermaterial: Sportvelours / Cordura ® Rocket

Futter: GORE-TEX ® Laminat

Sohle: Vibram ® AW Integral

Gewicht: 745 Gramm (Gr./S.: 7½)

Vielseitiger und beliebter Trekking-Schuh mit flexiblem

und gut stützendem Sohlenaufbau. Zusätzlich in der

Wide- und Narrow-Version erhältlich. Mit Lederoder

GORE-TEX ® Futter.

Kategorie: Trek, A | B

Obermaterial: Nubuk gewachst

Futter: GORE-TEX ® Laminat

Sohle: Vibram ® AW Integral

Gewicht: 730 Gramm (Gr./S.: 7½)


ANCASH GTX ®

Ein echter Spezialist für den Einsatz auf langen, harten

Trekking-Touren – gerne auch mit viel Gepäck.

Extrem robuster Aufbau kombiniert mit verblüffend

komfortablem Tragegefühl. Mit Leder- oder

GORE-TEX ® Futter erhältlich.

Kategorie: Trek, B | C

Obermaterial: Nubuk gewachst

Futter: GORE-TEX ® Laminat

Sohle: Vibram ® Fuora

Gewicht: 860 Gramm (Gr./S.: 7½)

ATLIN GTX ®

Kompromissloser Trekkingstiefel für höchste

Ansprüche an Funktionalität und Stabilität.

Für hartes Trekking (auch über Gletscher)

und schwieriges Gelände.

Kategorie: Trek, B | C, bedingt steigeisenfest

Obermaterial: Nubuk gewachst

Futter: GORE-TEX ® Laminat

Sohle: Vibram ® Dolomit

Gewicht: 830 Gramm (Gr./S.: 7½)

NAZCAT GTX ®

Etwas höher geschnittener, echt klassischer

Trekking-Stiefel ohne viel Schnickschnack.

Geeignet auch für anspruchsvolle Touren.

Ganz auf sich allein gestellt: Hanwag ProTeamer Thorsten

inmitten der mächtigen Fels- und Geröllhalden der Alpen.

Kategorie: Trek, B

Obermaterial: Gefettetes Leder / Cordura ®

Futter: GORE-TEX ® Laminat

Sohle: Vibram ® Fuora

Gewicht: 740 Gramm (Gr. 7½)

Foto: joachimstark.de


BANKS GTX ®

Vielfach ausgezeichneter Leicht-Trekking Bestseller,

jetzt in aufgewerteter Form mit hochwertigem

Materialmix und gut gedämpfter Sohle.

Das Ergebnis: ein echter Allrounder – bewährt,

robust und vor allem unfassbar bequem.

Kategorie: Trek-Light, A | B

Obermaterial: Nubuk / Cordura ®

Futter: GORE-TEX ® Laminat

Sohle: Vibram ® Endurance

Gewicht: 600 Gramm (Gr./S.: 7½)

COMOX GTX ®

Der Sportler unter den Leichttrekking-Modellen:

besonders leichter knöchelhoher Stiefel für einfache

Trekking-Touren und flotte Wanderungen.

Auch als Halbschuhversion erhältlich.

Kategorie: Trek-Light, A | B

Obermaterial: Cordura ® / Nubuk /

Sport velours

Futter: GORE-TEX ® Laminat

Sohle: Vibram ® Dyno-XC

Gewicht: 650 Gramm (Gr./S.: 7½)

CANYON II

Leichter Trekking-Stiefel aus Vollleder. Mit tollem

Abrollverhalten und unvergleichlichem Gehgefühl

dank hochwertigem chromfrei gegerbtem (und

damit antiallergenem) Leder-Innenleben.

Foto: joachimstark.de

Kategorie: Trek-Light, A | B

Obermaterial: Nubuk gewachst

Futter: Chromfreies Leder

Sohle: Vibram ® Ultra Grip

Gewicht: 670 Gramm (Gr. 7½)

Die Höhenunterschiede während der Tour machen sich auch

im Landschaftsbild bemerkbar. Nach dem Schnee in der Höhe

freut sich Thorsten über ein wenig Grün am Wegesrand.


VOGEL FLIEGT,

FISCH SCHWIMMT,

HOYER WANDERT.

__

ALPENÜBERQUERUNG IN

49,5 STUNDEN NONSTOP

HANWAG ProTeam: Thorsten Hoyer

Extrem-Weitwanderer

KATEGORIE TREK | ALTAI GTX ®

Bequemes und funktionelles Schuhwerk, das

festen und soliden Halt für schwere Treks oder

mehrtägige Wanderungen mit viel Gepäck

bietet. Teilweise bedingt steigeisenfest.

Dieser Katalog umfasst nur einen kleinen Teil unseres großen Schuh-Sortiments.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.hanwag.de

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Foto Titel & Titelfoto: und Rücktitel: JoachimStark.de

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88

Produkte

Produkte

89

Biolite CampStove

199,95 €, Nr. 22.05.60

Dieser Kocher ist genial. Wenn der Ventilator

läuft und das grüne Licht brennt, kann man über

USB-Kabel zum Beispiel das Handy aufladen. Kein Rauch,

kein Funkenflug, und das Holz verbrennt komplett. Bis die

ganze Kohle verglüht ist, dauert es fast 30 Minuten. Durch

den Ventilator kühlt dieser Kocher sehr schnell ab und kann

problemlos verpackt werden. Florian H.

Ausrüstungsfavoriten der Globetrotter-Kunden

»Im täglichen

Dauertest«

Bevor ein Produkt im Globetrotter-Sortiment landet,

wird getestet und diskutiert. Über den tatsächlichen

Erfolg eines Artikels entscheidet allerdings die Meinung

der Globetrotter-Kunden. Damit deren wertvoller

Erfahrungsschatz nicht nur am Lagerfeuer die Runde macht, gibt es

auf der Globetrotter-Website zu jedem Artikel Kommentare und Bewertungen.

Hier sind zehn Produkte, die von unseren Kunde n die begehrte

Maximalbewertung von fünf Sternen bekommen haben.

Swiss Piranha Zelthering

7,45 €, Nr. 21.01.04

Ich war letztes Wochenende mit ein paar Motorradkumpels

auf dem Darß zum Zelten, da konnte ich

gleich die neuen »Piranhas« ausprobieren. Die hielten

unser Zelt sogar bei orkanartigem Wind am Boden! Der

Piranha-Hering ist außerdem sehr leicht. Durch den

flachen Kopf reißt man sich nicht mehr die Füße auf.

Super Sache! Andreas K.

Ortlieb Duffle

ab 159,95 €, Nr. 13.74.30

Die Tasche ist der Hammer. Ich habe sie für meine Weltreise

gekauft, weil ich mich mit großen Rucksäcken nicht anfreunden

kann. Beim Ortlieb Duffle hat man eine große Öffnung

und alles im Blick. Er lässt sich auch gut als Rucksack

tragen. Würde ich jederzeit wieder kaufen! Stefan P.

Spyderco Manix-2 XL

174,95 €, Nr. 22.21.24

Ich habe das »Megamanix« fast jeden Tag dabei.

Trotz seiner erheblichen Größe ist es auch für

feinere Arbeiten geeignet. So lassen sich dank

der nur 3 mm Klingenstärke Apfelschiffchen

schneiden. Aber auch ein Wanderstab ist schnell

abgelängt. Die Klingenarretierung ist leicht zu

öffnen (auch mit einer Hand) und hält sicher. J.K.

Jack Wolfskin Full Stretch Pants

89,95 €, Nr. 20.53.15

Die Hose ist sehr leicht und unglaublich

bequem. Selbst auf einem Survivalkurs,

wo ich oft auf dem Boden

herumgekrochen bin, hat sie sich

absolut bewährt. Trotz Hitze gab es

keine unangenehme Geruchsentwicklung,

wie man sie bei Chemiefasern

gelegentlich hat. Optimal

ist der hohe Stretchanteil: sitzt

absolut toll. Vanessa D.

Nitecore EA2

59,95 €, Nr. 21.40.01

Eine wirklich gute Taschenlampe! Absolut griffig

trotz kleiner Maße. Dass eine so kleine Lampe so

hell sein kann, ist der absolute Hit! Gegen Regen

ist sie ausreichend geschützt. Mitgeliefert wird

eine praktische Tasche, die sich gut an

einem Gürtel befestigen lässt.

Christoph K.

Meru Narmada

24,95 €,

Nr. 17.54.63

Das T-Shirt ist sehr

bequem geschnitten, im

Zweifel also eine Nummer

kleiner wählen! Für breite

Schultern ist das aber ideal.

Der Stoff ist relativ dicht,

angenehm zu tragen und

dehnbar. Positiv: Das Shirt

ist aus zertifizierter Biobaumwolle

hergestellt. Robert K.

Brooks England B17 Standard Aged

89,95 €, Nr. 22.08.19

Nach diversen Fehlgriffen war ich

sattelmäßig unzufrieden. Von Brooks-

Sätteln hatte ich gehört, sie seien erst

bequem, nachdem man sie »eingeritten«

hat. Als es dann die Aged-Version

gab – ohne Einreitzeit –, ging ich das

Risiko ein und wurde nicht enttäuscht.

Das gute Stück ist sein Geld wert! Vom

ersten Tag an waren Touren mit mehr als

100 Kilometern kein Problem. Alex N.

Nalgene Everyday OTF

10,95 €, Nr. 20.77.27

Diese Trinkflasche ist auslaufsicher

und gut für Kinder handhabbar.

Die große Trinköffnung

kann leicht mit einer Flaschenbürste

gereinigt oder in die Spülmaschine

gestellt werden. Somit

breiten sich keine Keime aus. Die

Flasche ist bei uns im täglichen

Dauertest und hat alle Anforderungen

bestanden. Vivien Z.

Hilleberg Akto

495 €, Nr. 10.05.61

Es ist ein Einmannzelt und keine

Villa. Daher hatte ich keine übermäßigen

Erwartungen, was die

Größe des Innenraumes angeht.

Trotzdem war ich (mit einem 85-Liter-

Rucksack) durchaus zufrieden. Auch

beim schlechten Wetter auf dem

Kungsleden hatte ich mit Feuchtigkeit

überhaupt kein Problem. Jo N.


90

Reise

Reise 91

Wo sich

Wolf und Bär

Zwei der spektakulärsten Naturräume dieser Erde befinden

sich im Westen Kanadas: die Rocky Mountains und der

Great Bear Rainforest. Beide sind an Epik, Wildheit und

Einsamkeit nur schwer zu übertreffen. Eine Tour zu zwei

menschenfernen Orten, wo Begegnungen der tierischen Art

die wahrscheinlichsten sozialen Kontakte darstellen.

Gute Nacht

sagen

Text: Ole Helmhausen, Ingo Hübner

Fotos: Diana Hübner, Noel Rogers, Tom Rivest


92 Reise

Reise 93

Die Wölfin starrt mit diesem

wolfs typischen regungslosen Blick

herüber: bis hierher und nicht weiter!

Mitten im Nichts: die Mount Engadine Lodge.

Spray Valley mit Spray Lake, eine wagnerianische Szenerie voller Kraft und Schönheit.

Was ist das für ein komisches Vogelgezwitscher? Und jetzt

hört es sich auf einmal an wie Gewinsel nahe an der Ultraschallgrenze.

Am Buller Creek ein Stück fluss abwärts auf

einer Kiesbank sind kurz darauf die Urheber des Geräuschs zu

sehen: drei herumalbernde, vergnügt quietschende Wollknäuel.

Sofort bleiben wir stehen, doch nicht schnell genug. Ein großer

Schatten löst sich aus dem Dickicht. Mit drei Sätzen ist die Wölfin

bei ihren Welpen und schubst sie recht unsanft mit der Schnauze

wieder in den Wald. Danach tritt sie zurück auf die Kiesbank,

stellt die Vorderläufe in den Schlick und starrt mit die sem wolfstypischen

regungslosen Blick herüber. Auch wir rühren uns nicht,

ans Fotografieren wagt keiner zu denken. Ihre Mimik lässt keinen

Zweifel aufkommen: bis hierher und nicht weiter! Also langsam

rückwärtsgehen, bis man außer Sichtweite ist.

Die Begegnung dauerte nur wenige Augenblicke, doch sie war

von elementarer Wucht, und das reicht, um Ewigkeiten von ihr

zu zehren. »Neulich wurde hier im Spray Valley eine Wölfin mit

ihren Jungen gesichtet. Das passiert nicht so oft«, meinte Chris

Williams , Manager der Mount Engadine Lodge, noch kurz vor dem

Aufbruch zur ersten Erkundung der Gegend. Die Wölfe können von

den heraufgekommen sein, den Fährten der Beutetiere folgend ,

vermutete Chris. Dass wir sie allerdings zu Gesicht bekommen ,

damit hatten wir nicht im Traum gerechnet.

Immerhin gilt das Tal, das als Spray Valley Provincial Park unter

Schutz steht, als Wildniskorridor. Es ermöglicht Großwild wie

Elchen, Hirschen, Bären und Wölfen, relativ ungestört vom Peter

Schauen und staunen: das große Spiel der Elemente.

Lougheed Provincial Park im Süden in die Nationalparks Banff

und Jasper im Norden zu ziehen – der Korridor ist Teil umfassender

Bemühungen von Staat und Provinz, insbesondere den

Grizzlybären und Wölfen einen weitläufigeren Lebensraum zu

ermöglichen . Ganz nebenbei findet sich im Park einer der schönsten

Abschnitte der kanadischen Rocky Mountains. Im Norden

grenzt er an den Banff National Park, aber während der berühmte

Nachbar jährlich vier bis fünf Millionen Besucher zählt, verirrt

sich ins Spray Valley kaum ein Mensch.

Und leicht zu finden war es auch nicht gerade, denn Wegweiser

sind rar. Im für kanadische Verhältnisse nahen Städtchen Canmore

im Bow Valley legten Einheimische, nach dem Weg gefragt,

nur den Kopf in den Nacken, nickten Richtung Three Sisters, das

scharf gezackte Trio hoch über dem Ort, und sagten Dinge wie:

»Liegt hinter den Bergen da. Nehmt die Schotterpiste zum

Wasserturm über der Schlucht.« Das klang romantisch und prosaisch

zugleich und ließ die Erwartungen an den Ort steigen. Im

zweiten Gang rumpelten wir bergan. Zwischen Ha Ling Peak und

Fotos: Noel Rogers

Mount Rundle arbeitete sich der Spray Trail durch eine enge

Schlucht mit den letzten Zeichen von Zivilisation: Parkplätze für

Tagesausflügler. Wenig später kam ein Pass, und das Spray Valley

öffnete sich einer Offenbarung gleich. Der lang gestreckte Spray

Lake und mächtige Dreitausender, be deckt von Schneefeldern

und Schmelzwasserrinnen, be stimmten das Bild – eine wagnerianische

Kulisse voller Kraft und Schönheit. Und keine Menschenseele

mehr zu sehen. Mit jedem Kilometer streiften wir das

einschläfernde Gefühl naher Zivilisation ein bisschen mehr ab,

bis wir schließlich die Mount Engadine Lodge erreichten, die

ein zige Unterkunft in diesem gewaltigen, menschenleeren Tal.

Eine Leere, die gierig macht

Anderntags nehmen wir den Buller Pass Trail unter die Füße. Der

Wanderweg verspricht grandiose Aussichten 700 Meter weiter

oben. Nach der Begegnung mit den Wölfen ist der Hunger nach

mehr wilder Einsamkeit kurioserweise noch größer. Eine Stunde

lang stehen kerzengerade dunkle Engelmann-Fichten Spalier, bis

sich der Wald lichtet und den Blick bergan auf zwei mächtige,

tal ähnliche Kerben aus nacktem Fels freigibt. Wir nehmen die

rechte und verlassen die Baumgrenze. Anderthalb Stunden vom

Trailhead entfernt ergießt sich der Buller Creek in einen türkisfarbenen

Felsenpool. Keine zwei Steinwürfe dahinter ragt der

knapp 3000 Meter hohe Mount Engadine wie ein spitzes Dreieck

himmelwärts. Der niedrigere Mount Buller davor lässt es etwas

weniger dramatisch angehen. Apropos Dramatik: Bären? Hatte

Chris nicht auch was von Bären erzählt? Aber über der Baumgrenze

ist man wohl zu hoch, um sie zu Gesicht zu bekommen.

Oder etwa nicht? Hin und wieder erwischen wir einander beim

ver stohlenen Blick über die Schulter. Und stehen bald auf dem

Boden eines mächtigen Kessels aus schierem Fels. Der Trail, nun

von Geröll bedeckt, hangelt sich in engen Serpentinen die Gipfelwand

em por . 160 strenge Höhenmeter später ist der Buller Pass

erreicht, der Magen knurrt. Ein scharfer Wind zwingt zur Brotzeit

in den Windschatten eines großen Felsbrockens. Nachdem der

Magen besänftigt ist, lässt sich ungestört über die Aussicht

staunen: Der Blick fällt in ein unbesiedeltes grünes Tal mit einem

kleinen See, dem Ribbon Lake. Dahinter stehen weitere Giganten,

öffnen sich weitere straßenlose, menschenleere Täler. Gierig

saugen wir die Leere in uns auf, fühlen die Rocky Mountains so

richtig : Knapp unter der Schädeldecke breitet sich so eine ballonartige

Schwerelosigkeit aus, lässt uns irgendwie schweben.

Abends sitzen wir auf der Terrasse der Lodge und schauen dem

Sonnenuntergang über den Bergen zu. Ein Elch überquert die

Wiese und steuert das Wasserloch unterhalb der Terrasse an.

Hoch oben kreisen Steinadler. Vom Geländer aus studiert uns ein

Streifenhörnchen. Als die Sonne hinter dem Mount Commonwealth

versinkt, bleiben ihre Strahlen noch eine Weile an seinem

gezackten Kamm hängen – das Ganze hat was von einem Heiligenschein.

Dann verschwindet das letzte Tageslicht so schnell, als

hätte jemand das Licht ausgeknipst, und am Himmel drängen >


94 Reise

Reise 95

Foto: Noel Rogers

Größer kann das Rocky-Mountains-Gipfelglück nicht sein.

Der Great Bear Rainforest, eine Landschaft wie in Trance: alles uralt, so verwachsen, so regungslos.

Eigentlich wäre jetzt etwas Wagner

passend, doch zu hören ist lediglich

das rüpelhafte Schlürfen des Elchs.

sich auf einmal die Sterne. Eigentlich wäre jetzt etwas Wagner

passend, doch zu hören ist lediglich das rüpelhafte Schlürfen und

Schlabbern des Elchs.

Westwärts im Regenwald geht die Tierschau weiter

Geisterhaft schwebender Nebel drückt sich hartnäckig in die

Bäume an den Flusshängen. Früh am Morgen ist die Welt noch

schläfrig, ihr Atmen kaum spürbar, das Wasser still und glatt. Ab

und an gluckst ein Rabe aus dem Dickicht herüber oder der Schrei

des Seeadlers stößt von weit oben herab. Das Boot schwankt fast

unmerklich auf dem trägen Strom der Gezeiten, der Ruderschlag

ein Metronom der Stille. Langsam wird das Warten zur Trance, die

üppige Landschaft des Great Bear Rainforest streicht in Megazeitlupe

vorbei. Alles uralt, so verwachsen, so regungslos. Sogar

die Sonne wird noch bis Mittag brauchen, bis sie die letzten

Nebelfetzen von den Berghängen geleckt hat und ihre Strahlen

bis herunter zum Fluss vordringen. Ein unvermitteltes kratzendes

Geräusch lässt die Bootsinsassen aus ihrer Lethargie hochschrecken.

»Nur Steine unterm Rumpf«, flüstert Bootsführer Tom.

Ganz nah ist das Boot nun am Ufer, genau an der Stelle ist das

hüfthohe Gras großflächig platt gedrückt, als ob eine Planierraupe

durchgefahren wäre. Natürlich wissen wir es bereits besser:

das Werk eines Grizzlybärs. Was er hier wohl gemacht hat? Sich

ge suhlt wie ein Verrückter? Oder sind gar zwei aneinandergeraten

und haben unter welterschütterndem, kehligem Gebrüll ihre

Klauen gekreuzt? In diesem beginnenden halluzinatorischen

Bären pirsch-Wartezustand – zwei frostige Stunden manövriert

Tom bereits das Boot vom Fluss in Nebenarme und wieder zurück

– befallen einen die wildesten Gedanken.

Sprechen ist nach Möglichkeit nämlich nicht, da die Tierchen

auch noch scheu sind und womöglich das schützende Dunkel des

Waldes erst gar nicht verlassen. Doch jetzt bricht Tom mit der

Regel, offenbar in Sorge, einer seiner sechs Mitfahrer könnte

ein nicken und aus dem Boot kippen. Bei einer ähnlichen Situation,

allerdings mit junger Bärin im nahen Ufergras, trottete mal

ein sexhungriges Männchen aus dem Wald an. Sie, null Bock auf

ihn, stieg kurzerhand ins Wasser und schwamm hinter das Boot.

Er zurück in den Wald. Tom zieht das Ruder gemächlich durchs

Wasser, eine gekonnte dramaturgische Pause. Beim nächsten Mal

hatte die junge Dame mit dieser Masche jedoch keinen Erfolg.

Das Männchen folgte ihr einfach ins Wasser hinterher. Und mitten

in diesen Gefühlswallungen das Boot, das müsse man sich mal >

Eine Bärensichtung am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Beim Landgang wird jede Bärenspur

fachmännisch untersucht.

Foto: Tom Rivest


96

Reise

Quality since 1923 Quality since 1923

Meist geraten die Männer wegen der Frauen aneinander.

Foto: Tom Rivest

Der Baum ist für die Bären so etwas

wie die Pinnwand von Facebook: Sie

hinterlassen einander hier Nachrichten.

vorstellen! Blitzartig ist der Blick geschärft, und sieben Augenpaare

suchen wieder die Ufersäume nach Bewegungen ab. Das geht noch

eine Stunde so weiter, bis die Pirsch erfolglos zu Ende gehen wird.

Da ist viel Zeit und Raum, um das große Drumherum ausgiebig auf

sich wirken zu lassen. Der Great Bear Rainforest, der sich nördlich Auf dem Bärenpfad durch den Regenwald.

von Vancouver Island die Küste hinauf erstreckt, gilt als letztes

großes Rückzugsgebiet der Grizzlys in Nordamerika. Einst war

mehr als der halbe Kontinent ihre Heimat. In diesem unwegsamen

Küsten gebiet, das mit seiner von Flüssen zerfurchten Landschaft schwimmenden Great Bear Lodge sowie ein weiteres Paar sind gar

und seinem Gewirr aus Tausenden Mini inseln – überwuchert von die einzigen Permanentbewohner hier im Smith Inlet. So dauert es

einem alles verschlingenden Regenwald – jeden Orientierung nicht allzu lang, bis man sich in dieser Abgeschiedenheit in einer

Suchenden zur Raserei bringen kann, in diesem Küstengebiet also Art Garten Eden im Rohzustand fühlt.

lässt man die Grizzlys fast in Ruhe. Wenn da nicht hin und wieder

die Jäger wären. Aber die Raincoast Conservation Foundation, zu Kein Wanderweg, sondern ein Bärenpfad

der auch Tom gehört, kauft Land an der Küste und unterbindet

somit den Zugang für die Jäger.

Einer neuen Bärenspur folgt die Gruppe am Nachmittag zu Fuß in

In absoluten Zahlen zieht sich der Mensch aus diesem Naturraum den Wald. Doch der vermeintliche Wanderweg durchs Dickicht ist

sogar zurück: Lebten an größeren Flussläufen in den 1930er-Jahren bereits die Bärenspur, genau gesagt: ein Bärenpfad, erklärt Tom mit

noch einige Tausend Holzfäller und Lachsverar bei ter – es gab stoischer Miene an einer Wegkreuzung. Diese wurde ebenso fachmännisch

von Bären angelegt. An der Kreuzung steht ein Baum mit

schwimmende Konservenfabriken und für das Seelen heil schwimmende

Kirchen –, sind es heute »dank« der Industrialisierung dieser der Kratzspur einer großen Kralle in der Rinde. Der Baum ist für die

Branchen nur wenige Menschen. Tom und seine Frau Marg auf ihrer Bären so etwas wie die Pinnwand von Facebook: Sie hinter lassen >


98

Reise

explore mother nature finside.de

»Der Lachs ist das Düngemittel

für den Regenwald und der Bär

der Gärtner, der ihn bestellt.«

Wer so allein inmitten der Wildnis lebt, aus dem fließen wahrscheinlich

manchmal einfach solche Thoreau-artigen Einsichten in

den Kreislauf des Lebens.

Für uns schließt sich der Kreis abends: Wir sitzen in der lilagrauen

Dämmerung wieder regungslos und still im Boot auf Bären pirsch.

Die Augen schmerzen schon ein wenig, und die Po backen sind

etwas taub. Zeitweise kann das Echte ganz schön anstrengend

Bei den Bären zu Hause: Great-Bear-Lodge-Besitzer Tom Rivest. sein. Wie viel einfacher wäre es, einen Grizzly in der domestizierten

Welt eines Geheges zu beobach ten? Doch gerade als dieser Gedanke

aus der Bequemlichkeitsecke des Gehirns herankriecht, nickt

Tom in Richtung Waldrand. Das Boot ist wieder ganz nah an einer

einander hier Nachrichten, meist in Form von Duftmarken. Der

große Bo etwa – einer der 40 bis 60 Bären im Tal, Tom kennt sie

alle – reibt sich am Stamm und sagt den Frauen damit, ich bin dort

runter, hier entlang, wenn ihr heiß seid. Tom deutet verheißungsvoll

den linken Weg hinab. Den nehmen wir auch, und einige Meter

weiter nahe am Wasser ist der Boden übersät von kleinen Unterkiefern.

Die gehörten mal Lachsen. Der Bär verteilt diese nicht

verspeisten Reste, und die Bäume verarbeiten die Nährstoffe

daraus. Tom, jetzt ganz der Philosoph: »Der Lachs ist das Düngemittel

Uferwiese. Ein Grizzly zottelt gemächlich aufs Gras, keine zehn

Meter entfernt. Für uns interessiert er sich nicht, ist vertieft in die

Suche nach Beeren. Kommt näher und näher, die Schnauze in die

Wiese versenkt. Schnaub- und Grunzlaute, offenbar kitzeln ihn die

Grashalme in der Nase. Keine zwei Meter ist er jetzt weg, würde

man sich weit aus dem Boot lehnen, könnte man ihm durchs Fell

streichen. Unvermittelt richtet er sich auf, glotzt uns an, als wolle

er fragen: »Wo kommt ihr denn auf einmal her?« Und jetzt liegt

etwas in der Luft, sie knistert fast, kitzelt alle Nerven enden – dieses

für den Regenwald und der Bär der Gärtner, der ihn bestellt.« Etwas ist eben doch nur hier draußen spürbar.

<

Anreise

Bei Air Canada kann man einen

Gabel flug buchen, zuerst nach Calgary,

weiter nach Vancouver und von dort

wieder zurück nach Deutschland,

aircanada.com.

Alberta –

Spray Valley Provincial Park

Von Calgary aus nimmt man ein Auto

(Alamo hat günstige, alamo.de), der

Park liegt in der Nähe von Canmore .

Die im sehr heimeligen Blockhausstil

errichtete Mount Engadine Lodge ist

die einzige Übernachtungsmöglichkeit

im Park. Bereits im Umkreis von

15 Minuten warten 150 Kilometer

Wanderwege, mountengadine.com.

Meer

Meer

Wiesen / Kulturland

0 2 4 6 km

Zwei außergewöhnliche Wald Tiefwald Naturräume erleben

Tiefwald

Hochwald

Hochwald

British Columbia –

Great Bear Rainforest

Bergtundra / Tundra

Die Great Bear Lodge, die Basis für die

Bärenbeobachtung, liegt etwa 80 Kilometer

nördlich von Port Hardy (ganz im

Felslandschaften

Norden von Vancouver Island) und wird

Gletscher

mit dem Wasserflugzeug angeflogen.

Ein typischer Aufenthalt dauert drei

Wüste

Nächte, greatbeartours.com. Buchbar

ist die Lodge etwa beim Nordamerikaspezialisten

CRD, crd.de.

Unwichtig

Auf dem Weg in den Norden von Vancouver

Island bietet sich ein Zwischen­

Moor/Sumpf

stopp in Tofino an. Nat.-Park Im Pacific Rim Nationalparks

National Park trifft der Regenwald auf

GEOGRAFISCHE UNTERTEILUNG

eine unheimlich schöne Küste. Traumhaftes

Übernachten

Naturpark

im Chesterman

Beach B&B, chestermanbeach.net.

Pfälzer Wald

H a

Meer

See

See

Port Hardy: Michele und Dave vom

Ocean Storm B&B sorgen dafür, dass

man diesen Ort nicht mehr verlassen

will. Zudem hat Dave, der lange

als Holzfäller gearbeitet

POLITISCHE UNTERTEILUNG

hat, einige

wirklich äußerst haarsträubende

Grizzly geschichten parat,

anoceanstormbb.com.

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H a r z

H a

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Prince

Rupert

B a y e r n

B a y e r n

B a y e

Great Bear Lodge

Port Hardy

Vancouver Island

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B r i

Tofino

t i s h C o l u m b i a

Victoria

K A N A D A

D E U T S C H L A N D

D E U T S C H L A N D

D E U T S C H L A N D

Fluss

Prince George

VANCOUVER

Kamloops

Bach

Richtung

Banff Nationalpark

Spray Valley

Provincial Park

U . S . A .

HAUPTSTADT

große Stadt

Stadt

Ortschaft

Edmonton

Calgary

Tipps und Infos

Unter 4-Seasons.de/westkanada gibt

es bis 31.5. einen großen Trip in den

Westen Kanadas zu gewinnen sowie

weitere Reisetipps. Infos über die Provinzen

Alberta und British Columbia:

canadas-west.de, travelalberta.com

Fährroute

und britishcolumbia.travel.

Routenverlauf

A l b e

r t a

A 2

E

A

Berge

(1000 m)

Aussichtspunkt

Wehr

Unbefahrbar

umtragen

Schleuse

Achtung/Gefahr

Einstieg

Ausstieg

A27

68

P

WC

Eisenbahn/Bahnhof

Autobahn mit Nummer

und Abfahrt

(Bundes-)Straße

mit Nummer

Hütte

Campingplätze

JHB, Hotels

Kirche

Pass

Höhle

Parken

Info

Feuerstelle

Unterstand

Toilette

Cafè

Restaurant

Flughafen

Schiff

Bus (-haltestelle)

entdecke die nordische

Kombination aus

Design & Funktion!

Filme über Westkanada unter 4-Seasons.tv/westkanada.

born to explore finkid.de


100 Kollege Globetrotter

Kollege Globetrotter 101

XXL-Spezial

XX

Eine Frage des

Überlebens

Niklas Berglöw verkauft Isomatten und Zelte in der Hamburger

Globetrotter-Filiale. Bei seinen privaten Wildnistrips sind für ihn eine

bequeme Matte und ein Dach über dem Kopf überflüssiger Luxus.

Denn Niklas ist Survivalspezialist.

Text: Manuel Arnu | Fotos: Manuel Arnu, Archiv Niklas Berglöw

Niklas Berglöw steht auf einem gefrorenen See in der

schwedischen Winterwildnis. Vor ihm klafft ein Loch im

Eis. Niklas holt tief Luft, geht zwei Schritte voran und

springt ohne Zögern ins Eiswasser. Lähmende Kälte dringt durch

seine Kleidung, sein Atem stockt. Die schweren Stiefel ziehen

ihn Richtung Grund. Niklas darf jetzt keine Zeit verlieren. Er robbt

bibbernd zurück aufs Eis, kramt aus seinem Rucksack trockene

Kleidung, entfacht mit Feuerstahl und Zweigen eine kleine

Wärmequelle. Schnell muss es jetzt gehen, jeder Handgriff sitzen,

denn Niklas möchte nicht erfrieren – er will überleben!

Niklas Berglöw, 42 Jahre alt und Verkäufer in der Zeltabteilung

bei Globetrotter Hamburg, nennt sich Survivalist und will auf

Notsituationen nicht hilflos reagieren. Dazu gehört, sich Extremsituationen

auszusetzen und Überlebenstechniken zu üben, bis

sie in Fleisch und Blut übergehen. Den Sprung ins Eiswasser, Teil

eines Winter-Survivalkurses des schwedischen Militärs, überwachten

Trainer, Sanitäter und Notärzte. Aber Niklas

konnte sich selbst retten, ohne fremde Hilfe.

Niklas Berglöw ist Schwede, er wuchs in

einem Vorort von Stockholm auf, in

einer Schärenlandschaft aus Fels, Wald und Wasser. Als Kind

war er immer mit Freunden in der Natur unterwegs, in seiner

Jugend wälzte er Survival bücher. Wildnis begann bei Niklas gleich

hinter der Haustüre, wo er sein neu erworbenes Wissen ausprobieren

konnte. Als junger Mann absolvierte Niklas seinen Wehrdienst

beim Küstenregiment als »Amfibiesoldat«: zwölf Monate Ausbildung,

viel Überlebenstraining mit wenig Ausrüstung. Er lernte,

sich im Niemandsland zu orientieren, Kälte zu ertragen, Vögel zu

fangen, Lagerplätze zu errichten und ins Eiswasser zu springen.

Es folgte eine Ausbildung als Survivalinstruktor für Sommer und

Winter beim schwedischen Militär.

Im zivilen Leben machte er eine Lehre zum Fotografen, arbeitete

in der Securitybranche sowie in einem Jagd- und Angelgeschäft.

1998 brachten ihn seine Outdoorbegeisterung und ein EU-

Stipendium zu einem sechsmonatigen Praktikum bei Globetrotter

nach Hamburg. Lag es am Überlebenstraining? Jedenfalls fand

sich Niklas auch im norddeutschen Großstadtdschungel bes tens

zurecht. Bei Globetrotter erhielt er eine Festanstellung, er heiratete

und gründete eine Familie in Hamburg. Seinen sympathischen

Ikea-Akzent hat der zweifache Vater behalten.

>


102

Kollege Globetrotter

Gerade in unserer zivilisierten Welt hält Niklas

Survival-Know-how für wichtig. Denn was,

wenn die Technik ihren Geist aufgibt?

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Niklas bei der

Selbstrettung

aus dem Eisloch

und mit dem

Notboot

à la Nehberg.

Survivaltraining ist Niklas’ große Leidenschaft, vom Scheitel bis

zur Sohle. Auch im Alltag trägt er robuste Lundhags-Lederstiefel.

Die Schnürsenkel hat er durch Paracord ersetzt, ein leichtes

Kernmantelseil mit 250 Kilogramm Bruchlast, das ursprünglich

für amerikanische Fallschirme im Zweiten Weltkrieg eingesetzt

wurde. Das Seil besteht im Kern aus sieben verzwirnten Einzelseilen.

Im Notfall werden so aus zwei Schnürsenkeln fast 20 Meter

dünnes Seil zum Reparieren, Basteln oder Fallenstellen.

Multifunktionalität ist Trumpf

»Ich wähle meine Ausrüstungsgegenstände immer so, dass sie

mehrere Funktionen erfüllen können«, erklärt Niklas. »Meine

Jacke ist nicht nur Bekleidung, sondern auch eine Decke beim

Schlafen.« Seinen Poncho verwendet er als Wetterschutz, Tarp,

Ohne sein Survivalpäckchen geht Niklas nicht aus dem Haus.

Wasserbehälter und Biwaksack. In den Stiefeln trägt Niklas statt

dicker Wintersocken lieber dünne Strümpfe und Fußlappen aus

Wolle. Das hat er von den Samen in Lappland gelernt. »Die Fußlappen

trocknen schneller, und ich kann sie auch als Halstuch

oder zum Schneeschmelzen verwenden.«

»Mein Vorbild ist Lars Fält«, erzählt Niklas, »ein international

bekannter Survivalexperte aus Schweden.« Fält hat die schwedische

Militär-Survivalschule gegründet, Fachbücher geschrieben

und mehr als 35 Jahre lang englische und US- amerikanische

Spezialkräfte in Überlebenskunst ausgebildet. Auch jenseits von

militärischem Nutzen hat das Erlernen von Überlebenstechniken

Relevanz, findet Niklas, gerade in unserer zivilisierten Welt voller

Überfluss: »Für fast jedes Problem gibt es eine technische

Antwort, davon kann man sich auch bei einem Rundgang durch

eine Globetrotter-Filiale überzeugen«, so Niklas. Es gibt Outdoor-

Espressomaschinen, Solarladegeräte für Smartphones, selbstaufblasende

Isomatten, die bequemer sind als die Matratzen zu

Hause. »Aber sobald die technischen Hilfsmittel ihren Geist

aufgeben, beginnt die Hilflosigkeit«, hat Niklas beobachtet.

Mit seinem Wissen hingegen könne man nicht nur bei einem Campingtrip

Brennstoff sparen oder den Speiseplan mit Beeren und

Pilzen aufpeppen – sein Wissen helfe im Notfall beim Überleben!

Niklas hat auch schon bei minus 30 Grad Kälte ohne Schlafsack

auf einem Bett aus Tannenzweigen übernachtet; eine Situation,

die Wanderer bei einem Notbiwak treffen kann. »Dann erhitze ich

in meiner Feldflasche Wasser, nehme sie als Wärmflasche und

versuche, in der Embryonal stellung zu schlafen.« Das ist kein

Luxuscamping, aber man überlebt.

Mit Ekelmutproben wie im RTL-Dschungelcamp

hat Niklas’ Überlebenstraining

wenig gemeinsam. Regenwürmer hat er

trotzdem schon mal gekostet. Niklas

verzieht sein Gesicht. »Einfach nur bitter

und zäh. Wenn man sie grillt, werden sie

besser, fast wie Pommes. Noch schmackhafter

sind Schnecken, im eigenen Haus

über dem Feuer gegart.« Aber es gibt

auch Survival-Dreisterneküche, sofern

das Notfallgepäck Angelhaken und

Schnur enthält: »Hecht und Barsch kann

man grillen. Oder man packt den Fisch in

nasse Birkenrinde, legt ihn mit im Feuer

erhitzten Steinen in eine Erdgrube, etwa

30 bis 60 Minuten warten, voilà! Dazu

Löwenzahnsalat und einen Tee aus jungen

Tannennadeln.«

Mit Kollegen auf Lehrgang bei Nehberg

Ähnlich delikate Survivaltipps hat Niklas

von Deutschlands berühmtestem Würmeresser,

Rüdiger Nehberg, bekommen.

»Ich war mit Globetrotter-Kollegen zwei

Wochenenden auf seinem Hof eingeladen.

Wir haben unter anderem in Hängematten

übernachtet, Feuer gemacht und

uns durch seinen Hindernisparcour gekämpft.

Das hat Spaß gemacht.«

Wenn Niklas sich für drei Dinge entscheiden

müsste, die er außer seiner Kleidung

Hej Niklas! Wohnst du noch oder lebst du schon?

mit in die Wildnis nehmen dürfte? Die

Antwort fällt ihm leicht. Erstens: sein

Messer, mit dem er Werkzeuge herstellen

oder Holz zerkleinern kann. Dazu einen

kleinen Feuerstahl, umwickelt mit einem

Stück Fahrradschlauch; Messer und

Stahl machen selbst bei Nässe und Wind

Feuer, Gummi schlauch sorgt für guten

Griff und kann notfalls als Brennstoff

dienen. »Als Drittes würde ich einen

Kompass mitnehmen. Obwohl man etwa

in den schwedischen Wäldern darauf

verzichten könnte. Ameisen hügel sind

immer nach Süden ausgerichtet, Bäume

haben auf der Nordseite kürzere Äste und

mehr Flechten.«

Auch im Arbeitsalltag ist Niklas auf alles

vorbereitet. In seiner Jackentasche trägt

er stets eine Notfallkarte mit praktischen

Tipps und ein Survivalpäckchen mit

Kompass, Angelzeug, Schweizer Messer,

Verbandsmaterial, Wasserreinigungstabletten,

Signalspiegel, Feuerstahl und

zwei Tampons als Zunder. Und sollte das

nächste Jahrhunderthochwasser die Elbe

hochdrücken, Niklas müsste nicht einmal

ein Boot aus der Kanuabteilung entwenden:

»Bei Nehberg habe ich gelernt,

ein Notboot aus Ästen und Plas tikplane

zu bauen«, sagt er stolz, »und es ist sogar

geschwommen!« So nimmt Niklas selbst

einer Springflut den Schrecken.

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104

Traumtour

Traumtour

105

XXL-Spezial

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Wander führer schreiben?

Toller Job. Aber was, wenn

ein Weg 1000 Kilometer lang

ist? Und mit 65 000 Höhenmetern

die Kondition einer

Herde Bergziegen verlangt …


106 Traumtour

Traumtour 107

… dann nimmt man sich

Text & Fotos: Iris Kürschner, Dieter Haas

einen ganzen Sommer Zeit!

Für die GTA, die »Grande

Traversata delle Alpi«.

Etappe 1. Ein strahlender Tag Anfang Juli. In dem kleinen See am

Nufenenpass treiben noch kleine Eisschollen. Daneben leuchten,

zart und fast durchsichtig, Anemonen. Wir sind voller Tatendrang.

Was erwartet uns auf der 1000 Kilometer langen Tour, die den

ganzen Sommer dauern wird? Von den eisigen Höhen an der Grenze

zur Schweiz geht es zum Mittelmeer – durch den kompletten italienischen

Westalpenkamm, der sich wie eine Arena um die Po-Ebene

zieht. Eine schier endlose Abfolge von Quertälern und Bergketten

verlangt ein ständiges Auf und Ab, insgesamt 65 000 Höhenmeter.

Erst am finalen Tag, auf der Etappe 65, steigt man die letzten 500

Meter hinab zum Strand von Ventimiglia.

Natürlich hätten wir uns den Weg über mehrere Jahre aufteilen

könne n, wie das die meisten Wanderer machen auf der GTA, der

Grande Traversata delle Alpi. Aber nachdem wir durch unsere Arbeit

an zwei Büchern bereits einige Etappen kennen, reizt die Herausforderung

der kompletten Tour. Über zwei Monate unterwegs, jeden

Tag ein Pass, immer neue Blicke und Landschaften.

Nur die Rucksäcke tragen wenig zur Vorfreude bei. 17 Kilo wiegt

meiner, Dieter hievt sich sogar 24 Kilo auf den Buckel. Für die GTA

ist das Übergepäck nicht notwendig, Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten

gibt es reichlich. Aber als Autorenteam haben

wir unser Büro dabei: Netbook, Kameraausrüstung, Stativ, Kabelwirtschaft.

So viel zum Arbeitsalltag von Outdoor-Journalisten.

Etappe 9. Nach dem brutalen Start – im Durchschnitt geht es jeden

Tag 1000 Höhenmeter rauf und runter – haben wir uns eingewöhnt

und genießen die besondere Faszination der GTA. Sie zeigt die Alpen,

wie sie vielerorts einmal gewesen sind: authentisch, ohne

Event-Getue und architektonische Wahnsinnigkeiten. Die GTA führt

durch eine vergleichsweise einsame Landschaft, die wir deshalb

vielleicht als wild bezeichnen würden. Im Faltenwurf der Berge hat

sich mancherorts eine Bauernkultur erhalten, die anderswo längst

verschwunden ist. Es gibt alte Bogenbrücken, die tatsächlich noch

dem Verkehr dienen; Mühlen, deren winziger Energieertrag dankbare

Abnehmer findet; Alpkäsereien, die ihre Produkte mit Mulis

ins Tal bringen. In den Tälern streift die GTA pittoreske Dörfer,

gigantische Festungsanlagen, nostalgische Thermalbäder. Dazwischen

liegen alte, oft kunstvoll gepflasterte Maultierpfade, Säumer-,

Salz- und Schmugglerrouten, Militärwege, königliche Jagdsteige.

Die GTA besteht aus Wegen voller Geschichte und Geschichten.

Etappe 15. Wer in Italiens Westalpentälern ein Idyll mit glücklichen

Kühen und fröhlichen Bauern sucht, entdeckt auch die Schattenseiten.

Die Region leidet seit Jahrzehnten unter der Landflucht,

ganze Ortschaften verfallen zu Geisterdörfern. Nicht selten stoßen

GTA-Wanderer auf aufgegebene Häuser, die wirken, als wären sie

eben erst Hals über Kopf verlassen worden. Da steht noch eine

Weinflasche auf dem Tisch, liegen Bücher herum. Manchmal >


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können wir das Geschehen rekonstruieren:

Eine vergilbte Zeitung von 1963 berichtet

über den »neuen« Papst Paul VI. Daneben

Briefe an einen Giovanni Einaudi. Einige

sind an ein Krankenhaus adressiert, aus

dem Signore Einaudi offenbar nie zurückgekehrt

ist. Seit 50 Jahren scheint niemand

mehr hier gewesen zu sein.

Etappe 26. Wir sind im Nationalpark Gran

Paradiso angekommen und treffen Furio

Chianetta, einen der Initiatoren der GTA.

Angesprochen auf die verlassenen Dörfer

erzählt er, dass die Idee für den Wanderweg

tatsächlich auf die Landflucht zurückgeht.

Die französischen Nachbarn auf der

anderen Seite des Westalpen bogens hatten

das gleiche Problem – und etablierten

mit dem GR 5 den ersten Weitwanderweg

durch die französischen Alpen. Der GR 5

sollte auch der Abwanderung entgegenwirken

und den Anwohnern neue Verdienstquellen

erschließen. Das Projekt

hatte Erfolg.

Furio und seine Freunde fanden, dass so

etwas auch auf ihrer Seite möglich sein

müsste. So entstand die GTA als Pendant

zum GR 5. Alte Transport- und Verbindungswege

zwischen den Dörfern wurde n

wieder freigeschlagen und die Route so

gelegt, dass sie die wenigen touristisch

entwickelten Gebiete umgeht. Der sanfte

Wandertourismus soll helfen, die Bauernkultur

zu erhalten. Deshalb dienen statt

der üblichen Berghütten meist Dörfer in

den Talschlüssen als Etappenziele.

Das Übernachten in den verschwiegenen

Ortschaften gefällt uns – nicht nur, weil wir

dadurch müffelnden und geräuschvollen

Hüttenlagern entgehen, sondern weil man

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Im Piemont zeigen sich die Alpen, wie sie vielerorts

einmal gewesen sind: authentisch, ohne Event-Getue.

die regionale Vielfalt hautnah miterlebt.

Jedes Dorf hat seinen Charakter, man ist

überall willkommen, und die Einheimischen

reagieren sehr offen, wenn man sich

für ihr Tal interessiert. Im Gegentakt dazu

sind die Pässe der andere Höhepunkt im

GTA-Alltag. Nach oft stundenlangem Aufstieg

belohnen sie uns mit gigantischen

Weitblicken: mal hautnah an den Walliser

Viertausendern, dann wieder knapp über

der Po-Ebene. Nirgends in den Alpen ist

der Übergang zwischen Gebirge und Flachland

so abrupt.

Etappe 36. Usseaux im Chisone-Tal ist

ein Bilderbuchdorf, und der Posto Tappa

(Etappenunterkunft) erinnert an eine

Himalaja-Lodge – bunt angemalt, die

Stube voller historischer Relikte. Zum

Essen gibt es Ravioles, die allerdings

nichts mit Ravioli zu tun haben, sondern

an Gnocchi erinnern. Dasselbe Rezept, erzählt

der Wirt, fände man auch im Écrins-

Gebiet auf der französischen Seite. Das sei

kein Zufall, schließlich habe man auch

eine gemeinsame Sprache – Okzitanisch,

die Lingu a d’Oc, ist eine der ältesten romanischen

Sprachen und hat sich im frühen

Mittelalter im südfranzösischen Raum entwickelt.

Ab dem 13. Jahrhundert wurde sie

in Frankreich unterdrückt und bestand

nur noch schriftlos weiter. Ganz anders

in Italie n, wo in zwölf Alpentälern zwischen

Susa und Ligurien Okzitanisch noch

Alltagssprache ist. Allerdings nur in den

obere n Talhälften, in den unteren herrscht

Piemontesisch vor. Viele Talbewohner sind

wahre Sprachgenies, sie können vom Okzitanischen

ins Piemontesische wechseln,

ebenso von Italienisch in Französisch.

Etappe 42. In den letzten Tagen wurde der

Monte Viso immer mehr zum Blickfang.

Erst eine kleine Pyramide, die an jedem

Pass größer wirkte und nun am Übergang

ins Po-Tal ihre ganze Wuchtigkeit entfaltet.

Es ist das erste Mal, dass uns ein paar

Wanderer mehr begegnen. Der Berg ist Anziehungspunkt,

überragt er doch um mehr

als 500 Meter alle umliegenden Gipfel.

Und an seinem Fuß sprudelt die Po-

Quelle, die sich später zum größten Fluss

Italiens mausert. Die einzige Stelle des Po

mit Trinkwasserqualität ist natürlich heilig.

Auch wir füllen unsere Wasserflasche.

Etappe 48. Die Dolomiten von Cuneo sind

ein besonders spektakulärer Abschnitt der

GTA. Die mächtigen Kalkberge ziehen sich

vom Varaita-Tal über das Maira-Tal bis

zum Stura-Tal, das wir nun erreichen. Eine

Schafherde umringt uns. Wir hatten bereits

davon gehört, dass die Zucht des

Sambucana-Schafs, einer nur im Stura-Tal

vorkommenden Schafrasse, eine Renaissance

erlebt. Das zarte Fleisch ist begehrt.

Mitten im Geblöke lernen wir Adriano

kenne n. Er hat seinen Job bei Michelin

Der Weg führt durch viele Dörfer – verlassene wie belebte. >

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110 Traumtour

Traumtour 111

Die Wege sind so perfekt angelegt,

dass trotz des rauen Reliefs ein

bequemes Wandern möglich ist.

hingeschmissen, um sich ganz seiner Passion, den Schafen, zu

widme n. Es kehren also tatsächlich Menschen zurück ins Gebirge.

Doch Adriano ist grantig: Seit Wochen habe es nicht geregnet, und

gutes Gras sei Mangelware. Dann habe ihm auch noch ein Wolf vier

Schafe gerissen. Zwar bekomme er 90 Euro Entschädigung, aber

so viel koste fast schon die Entsorgung der Kadaver. Und als eine

Lawine die Straße zum Stall zerstörte, sei auch niemand vom Staat

gekommen. »Kein Wunder, dass immer noch so viele gehen. Sämtliche

Tiere sind geschützt. Warum nicht die Bergler, die Sennen?

Die sind ebenso vom Aussterben bedroht«, ärgert sich der Schäfer.

Auch seine Tochter Marta wolle bleiben, hätte es mit ihrer Ziegenzucht

aber auch schwer. »EU-Genehmigungen dauern ewig, auf

Subventionsanträge folgen Ausreden. Erst heißt es: kein Geld, weil

die Regierung wechseln wird; dann: kein Geld, weil die Regierung

gewechselt hat ...« Derweil bringe Marta ihre Ziegen in einer leer

stehenden Festung unter und verkaufe den Käse unter der Hand.

Den Berglern wird es nicht leicht gemacht. Aber es gibt auch

positiv e Beispiele: Die Familie Bruna ist geblieben und betreibt die

GTA-Etappenunterkunft in Sambuco. Im Entrée ein Foto: Reinhold

Messner neben Bartolo Bruna mit stolzgeschwellter Brust. Der

Fernsehsender Arte widmete dem Chef der Osteria della Pace einen

ganzen Film. Mit außergewöhnlicher Küche hat sich die Osteria

eine n Ruf erarbeitet. Die Bar gegenüber betreibt Bartolos Sohn

Daniel e, den Lebensmittelladen die Tante, das Bed & Breakfast im

Ortsteil Clauzio der Cousin. So macht eine Familie dem Dorf Mut,

nicht abzuhauen. Bartolo glaubt, dass es hier noch etwas Besondere

s gibt. Das einfache Leben, nennt er es.

Etappe 53. Auf königlichen Jagdsteigen, die später vom Militär

befestig t wurden, durchstreifen wir den Naturpark Alpi Marittime.

Die Wege sind so perfekt angelegt, dass trotz des rauen Reliefs

ein bequemes Wandern möglich ist. Wie auch der Gran-Paradiso-

National park zählten die Seealpen zum Jagdrevier des Königs

Vittorio Emanuele II., der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Sommerresidenz

und mehrere Jagdschlösser bauen ließ. Eines der Schlösser

im Valasco-Hochtal ist neuerdings zum Rifugio umfunktioniert.

Wir ziehen Terme di Valdieri im Tal vor. Wo der König gerne kurte,

wollen auch wir im warmen Thermalwasser die Muskeln lockern.

Etappe 59. Nach vielen Wochen mit Bilderbuchwetter regnet es nun

doch. Für die wenigen Regentage – so hatten wir gedacht – würden

Ponchos genügen. Fehlanzeige. Die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt,

und bei jedem Schritt bergwärts tritt man drauf. Nie

wieder so ein unförmiges Zelt, schimpft Dieter. Stundenlang tappen

Die italienischen Alpen können auch skandinavisch. wir durch fiesen Niesel, die Berge verschwinden im nebulösen >

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10

112

Traumtour

Hochalpine Schönheit. Dabei ist das

Meer nur noch 30 Kilometer entfernt.

Einheitsbrei. Die gute Laune kehrt erst am Ofen der Hütte zurück.

Das Rifugio Garelli unter der Nordflanke des Marguareis ist Guido

Colombos Reich, seine Passion als Hüttenwirt auch nach 22 Jahren

nicht abgestumpft. Er lässt es sich nicht nehmen, wöchentlich ins

Tal abzusteigen, um Frischwaren einzukaufen, die sein Pferd dann

hinauftragen darf. Stolz zeigt er seine Fleischtomaten, selbst gezogen

im kleinen Gewächshaus. Dort gedeihen auch Salat, Zucchini

und Kräuter. Kaum haben wir das Festessen verschlungen, klart der

Himmel auf. Alle rennen nach draußen. Welch eine Schau über den

Alpenkamm bis zu den Walliser Alpen! Hochalpine Schönheit, dabei

ist das Meer nur noch 30 Kilometer Luftlinie entfernt.

Etappe 63. Noch einmal bäumt sich der Grenzkamm mit zwei

imposante n Kalkgipfeln auf. Verwegene Alpinisteige sind in die

senkrechte n Felsfluchten von Monte Pietravecchia und Monte

Toraggi o geschlagen. Extreme vereinen sich auch in der Botanik.

Lavendel, Edelweiß, Pfingstrosen, Goldregen – je nach Jahreszeit

duftet und blüht es am Wegesrand, dass das Herz aufgeht. Fast als

könne man auch das Meer riechen, so nah wirkt es. Weiße Kreuzfahrtschiffe

lassen sich ausmachen, am Horizont gar Korsika.

Etappe 65. Erst ganz kurz vor dem Ziel wird es richtig mediterran:

Macchi a, Pinien, Wein- und Olivengärten. Dann, ganz abrupt, fallen

die Alpen ins Meer. Ventimiglia, Palmen, Strand. Dieter rennt mit

allem, was er am Leibe trägt, ins Mittelmeer.

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In Ventimiglia geht es nur noch bergab.

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Grande Traversata delle Alpi

Mont Blanc

4808 m

Sestriere

Monte Viso

3841 m

SCHWEIZ

Rhône

Po

Matterhorn

4478 m

Aosta

Gran Paradiso

4061 m

Susa

FRANKREICH

Grande Traversata

delle Alpi

Nizza

Nufenenpass

Po

Turin ITALIEN

Cuneo

Ventimiglia

Lago

Maggiore

Lugano

Genua

Mittelmeer

Mailand

Die GTA führt vom Nufenenpass

(Schweizer Grenze) über den italienischen

Westalpenbogen bis ans

Mittelmeer. Eckdaten: 65 Etappen,

1000 Kilometer, 65 000 Höhenmeter.

Meist werden Teilstrecken gegangen,

die gesamte GTA ist ein wahres

Großprojekt. Technisch ein einfacher

Bergwanderweg ohne Gletscherüberquerungen

oder Kletterstellen

(Ausnahme: kurzer Abschnitt auf

Etappe 21), verlangt die GTA aber mit

rund 1000 Höhenmetern pro Tag eine

gehörige Kondition und Trittsicherheit.

Übernachtet wird meist im Tal in

einfachen Pensionen, Familienhotels

und Bauernhöfen (Halbpension mit

oft hervorragendem Essen um

die 40 Euro/Person). Beste Zeit:

Ende Juni bis September.

Planung

Die GTA lässt sich sehr gut in

Abschnitte einteilen, fast alle

Etappenorte sind mit öffentlichen

Verkehrsmitteln erreichbar.

Die schönsten Etappen

• 1 – 5: Auf den Spuren der Walser

durch die Lepontinischen Alpen.

• 37 – 43: Waldensertäler und

Monviso.

• 44 – 48: Dolomiten von Cuneo.

• 49 – 56: Seealpen.

Infos rund um die GTA und Kontakt zu den Autoren unter facebook.com/gta.trek.

Termine zur Multivisionsshow GTA unter powerpress.ch.

Highlights für Kulinariker

Albergo Fontana in Rimella (Etappe

13), Posto Tappa Pzit Rei in Usseaux

(Etappe 36), Albergo Les Montagnards

in Balme (Etappe 30).

Infos

• Der Wanderführer unserer Autoren:

GTA, Bergverlag

Rother, 18,90 €.

Globetrotter Nr.

18.25.51: Kompakt,

mit guten Karten und

GPS-Tracks.

• Im Herbst 2013 erscheint im selben

Verlag ein GTA-Bildband mit vielen

Hintergrundgeschichten.

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vermieden, weil wir davon überzeugt sind, dass sie für die menschliche Gesundheit

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Outdoor-Filme open air

An einem lauen Abend heiße Action unter freiem Himmel anschauen:

Das Sommer-Outdoor-Kino 2013 geht am 28.6. am Hartheberg über die

Waldbühne, beim Kurort Hartha im Tharandter Wald. Gezeigt werden die

besten Filme der European Outdoor Film Tour, der Reel Rock Tour und

des Banff Mountain Film Festivals. Beginn ist gegen 21 Uhr. Vorverkauf

in der Dresdner Globetrotter-Filiale. Infos: globetrotter-events.de.

monochrome

BY haglöfs

Foto: John Wellburn

GEWINNSPIEL

Fotoworkshop mit Walter

GLOBETROTTER-AKTIONEN IN KÖLN

Auf zur Rheinschau!

Mehr im Netz

Arc’teryx bietet einen zweitägigen

Fotoworkshop mit Franz

Walter (27./28.7.) in Köln an.

Um einen Platz zu gewinnen:

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zum 16.6. an events-koeln@

globetrotter.de schicken.

ZEICHENKURSE IN BERLIN

Es geht auch ohne Foto

Jens Hübner zeigt, wie man mit Stift und Pinsel

Reiseeindrücke festhält (noch fünf Abendkurstermine

in Mai und Juni). globetrotter-events.de.

VERLOSUNG

Plätze für 24-h-Wanderung

Globetrotter München verlost zwei Startplätze

für die 24-Stunden-Wanderung von Bayern, die

am 22./23. Juni in Füssen die Nacht zum Wandertag

macht (siehe auch Seite 63). Infos zum

Event und zum Gewinnspiel auf globetrotter.de/

info/kooperationen/24h-von-bayern.

1500 Quadratmeter Globetrotter-Spaß (Bogenschießen,

Tauchturm, Boot-Testbecken …) auf

der »RheinSchauKöln«! Die neue Erlebnismesse

für jedermann läuft vom 29.5. bis 2.6., Globetrotter-Kunden

erhalten mit dem Gutscheincode

»RSKGlobe2013« eine Tageskarte für 6 €. Mehr

Infos unter rheinschau.de.

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Slacklinen und Bouldern

Am 7.7. steigt der Glo betrotter-Slack

line-Worldcup

am Kö nigsplatz. Und am

24./25.8. wieder der Boulder-Weltcup

im Olystadion.

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Immer zur Monatsmitte gibt’s eine spannende

Bilderschau inklusive Interview eines neuen

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