Der Samstag im Handel - Wuapaa

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Der Samstag im Handel - Wuapaa

313

Mitgliederinformation

des Landesgremiums

Steiermark des Handels

mit Mode und Freizeitartikeln

VERANSTALTUNG

Modeabend –

Schwarz ist angesagt

Kartellrechtsänderungen

betreffen auch KMU

KMU FORSCHUNG AUSTRIA

Die Konjunkturentwicklung im

stationären Einzelhandel

NEUES ARBEITSZEITMODELL:

Der Samstag im Handel

TEXTIL | LEDERWAREN | SCHUHE | SPORT


Mitgliederinformation

des Landesgremiums

Steiermark des Handels

Fotos: WKO Steiermark

Foto: Gschiel

Landesgremium des Handels

mit Mode und Freizeitartikeln

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

T 0316/601-574, F 0316/601-1212

E 308@wkstmk.at, W www.wko.at/stmk/308

Obmann und Branchensprecher Sport:

Harald SCHERZ

Obmann-Stellvertreter und

Branchensprecher Schuhe:

Franz RATTENEGGER

Obmann-Stellvertreterin und

Branchensprecherin Textil:

Gertraud Hubmann

Geschäftsführer:

Mag. Johannes Klemm

T 0316/601-577

Gremialreferentin:

Ute Ropposch

T 0316/601-576

Assistentin:

Marianne Strobl

T 0316/601-574

Bundesgremium des Handels mit Mode und Freizeitartikeln

Sparte Handel, Wirtschaftskammer Österreich

Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

T 05 90 900-3370, F 05 90 900-118181

E mode.freizeit@wko.at, W www.modeundfreizeit.at

Landesberufsschule Gleinstätten (Textil und Schuh)

8443 Gleinstätten 180, T 03457-2360

E lbsgleinstae@stmk.gv.at, W www.lbs-gleinstaetten.ac.at

Landesberufsschule Hartberg (Sport)

Franz-Schmidt-Gasse 5, 8230 Hartberg, T 03332-62939

E lbshb1@stmk.gv.at, W www.lbs-hartberg.ac.at

Werbegemeinschaft Lederwarenwirtschaft

Bundesgremium des Handels mit Mode und Freizeitartikeln

Wiedner Hauptstr. 63, 1045 Wien, W www.modeundfreizeit.at

ÖTZ – Österreichische Textilzeitung, W www.manstein.at

Schuh- u. Lederwarenrevue, W www.schuhrevue.at

VSSÖ – Verband der Sportartikelerzeuger und Sport -

ausrüster Österreichs, W www.vsso.at

WIFI Steiermark

Körblergasse 111-113, 8021 Graz

T 0316/602-1234, E info@stmk.wifi.at

www.stmk.wifi.at

Rechtsservice der WK Steiermark

Körblergasse 111-113, 8021 Graz

T 0316/601-601, E rechtsservice@wkstmk.at

www.wko.at/stmk/rs

VERANSTALTUNG

Modeabend

Kartellrechtsänderungen

betreffen auch KMU

KMU FORSCHUNG AUSTRIA

Die Konjunkturentwicklung im

stationären Einzelhandel

mit Mode und Freizeitartikeln

3

TEXTIL | LEDERWAREN | SCHUHE | SPORT

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NEUES ARBEITSZEITMODELL:

Der Samstag im Handel

Foto: contrastwerkstatt – Fotolia.com

INHALT MODE & FREIZEIT [ıntern] 3.13

Branchen-News 4–10

Recht: Neu ab 1. Juli 2013: „GesmbH light“ | Neu: UWG-

Novelle | Stichtag 1. 2. 2014: Der Countdown für SEPA läuft

EU-Verordnung: Biozidprodukte | Außenhandelsstatistik:

SIMSTAT statt Intrastat | EU macht Kartenzahlung günstiger |

Lorentschitsch erneut gegen „MADE IN“-Zwang | Onlineumsätze

verdreifacht | Teilembargo gegen Nordkorea | E-Rechnung

an Bundesdienststellen | WKO-Kampagne Herbst 2013:

„Genug ist genug!“ | Lehrlingsförderung: WKÖ begrüßt

Erweiterung | WKO & Polizei: SMS-Infoservice | Schuhe:

„Schuh Austria“ – Lieferant des Jahres | Lederware: Reisewochen

2013 | Preisauszeichnungsgesetz | Sport: „Tägliche

Turnstunde“ ab 2014 | Fedas Generalversammlung 2013

Handel

Samstagsbeschäftigung im Handel:

Neues Arbeitszeitmodell ab 1. 9. 2013 11

Branchen-News Steiermark 14–15

Terminaviso: Unternehmertag | Roth-Lehrlinge übernehmen

Verantwortung | Jubiläum: 20 Jahre „The heat

is on“ | LBS Gleinstätten: Visual Merchandising & Muster-

Lehrabschlussprüfung | Eröffnung Stöcker/Eferding

Veranstaltung

Handelsverband: „Hinaus aus der Raunzerzone“ 16

15. Modeabend & Rückblick 16

Kai Jäckel: Trendinformation Herbst/Winter 2013 17

Von Preisabsprachen bis Zugabenangebote:

Kartellrechtsänderungen betreffen auch KMU 20

Wirtschaft

KMU: Konjunkturentwicklung stationärer Einzelhandel 22

Lorentschitsch: EH mit stabiler Entwicklung |

KMU Konjunkturbeobachtung Jänner bis Juni 2013 25

Pressespiegel: Die Branche im Licht der Medien 26

Einladung zum 2. Sportabend 28

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Schreiben Sie uns – wir werden

Ihren Leserbrief veröffentlichen.

Redaktion „mode & freizeit intern“

8021 Graz, Körblergasse 111–113

308@wkstmk.at

SAMSTAGSBESCHÄFTIGUNG IM HANDEL:

Neues Arbeitszeitmodell

ab 1. 9. 2013

Nach jahrelangen Verhandlungen wurde

Anfang Juli 2013 ein neues Modell für

die Samstagsbeschäftigung im Handel

präsentiert. Dieses Alternativmodell

ergänzt als zusätzliche Gestaltungsmöglichkeit

die bestehen bleibende

„Schwarz/Weiß-Regelung“. Es ist vor

allem für die Modebranchen besonders

kundenorientiert und ermöglicht, auf

die Wünsche und Bedürfnisse der

Mitarbeiter und der Betriebe besser

als bisher einzugehen


EDITORIAL

ACHTUNG: Kartellrecht

geht alle Händler an

„Was geht einen steirischen Mode- oder Sporthändler das

Kartellrecht an“, dachte ich mir, als ich die Einladung zu einer

Veranstaltung Kartellrecht und Wettbewerbsrecht in Wien (siehe

Bericht auf Seite 20) erhalten habe. Die Realität hat mich eines

Besseren belehrt, insbesondere auch, weil die Bundeswettbewerbsbehörde einen

Leitlinienentwurf zu vertikalen Preisbindungen in Begutachtung geschickt hat.

Harald Scherz

Landesgremium Steiermark

des Handels mit

Mode und Freizeitartikeln

Foto: WKO Steiermark

Die Überlegungen der Bundeswettbewerbsbehörde

gehen dabei primär vom Lebensmittelhandel

aus – wo es schon einige

spektakuläre Verfahren gegeben hat – und

sind auf den Modehandel in dieser Form

meiner Meinung nach nicht übertragbar,

vor allem weil der Modehandel weder auf

Lieferanten- noch auf Händlerseite vergleichbar

konzentriert ist. Der Modehandel

ist auch bis auf einige wenige Basic-Artikel

auf Produktebene durch enorme Vielfalt

und Unvergleichbarkeit (Modelle, Farben,

Stoffe, Formen, Marken usw.) der Produkte

geprägt.

Auch haben Markenartikellieferanten

keine eindimensionale Geschäftsverbindung

zu ihren Kunden wie im Lebensmittelhandel,

wo zwischen den großen Handelsgruppen

und ihren Lieferanten um

jeden Cent gefeilscht wird. Im Modehandel

haben Markenartikellieferanten dafür

unterschiedliche Geschäftsfelder und Vertriebskanäle,

in denen der Endkonsument

bedient wird, z. B.

> Online-Handel durch den Lieferanten

> Eigenfilialen des Lieferanten

> Franchisefilialen

> selbständige Einzelhändler, die im

Wholesale bedient werden sowie

> Concessions, wo Einzelhändler dem

Lieferanten Flächen zur Verfügung stellen

sowie

> Online-Handel durch Einzelhändler

oder andere lieferantenfremde Online-

Anbieter.

Die Lieferantenbindung ist dabei im Modehandel

eine ganz andere als im Lebensmittelhandel,

zum Teil auch eine viel engere

und partnerschaftliche, was z. B. Franchisemodelle

oder die Abwicklung von Warenwirtschaftsdaten

über EDI zwischen Multilabelhändlern

und ihren Lieferanten beweisen.

Vertikale Preisbindung ist aber kartellrechtlich

sehr bedenklich, was zwei

Berichte im KURIER über den Outdoor- und

Fahrradhandel aufzeigen:

Marken seilen sich aus dem Netz ab

Der KURIER berichtete, dass Sportartikelhersteller

wie Adidas und der Schweizer

Outdoor-Riese Mammut, der Bergschuhspezialist

Lowa oder der Rucksackhersteller

Deuter nicht länger auf reinen Online-

Marktplätzen wie Amazon anbieten wollen,

um dem Preisdruck zu entkommen. Der

Grund: Es soll sichergestellt werden, dass

die Produkte in einem ansprechenden

Umfeld präsentiert werden, die Zufriedenheit

der Endverbraucher mit den Produkten

gegeben ist und es nicht zu Beratungsdiebstählen

im stationären Einzelhandel

kommt.

Wettbewerbshüter sehen die Beschränkungen

aber offensichtlich kritisch. In

Deutschland prüft das Bundeskartellamt

gerade, ob die Adidas-Vertriebsbestimmungen

den Onlinehandel beschränken.

Auch mehrere namhafte Fahrradhersteller

schränken teilweise den Onlinehandel

von Mountainbikes, Cityrädern und Co

ein. Um die Gefahr eines Preiskampfes im

Internet zu bannen, schreiben die Hersteller

den Händlern offenbar vor, die Fahrräder

online mit dem unverbindlichen Verkaufspreis

(UVP) anzubieten. Andere Hersteller

sprechen von „selektivem Vertrieb“

und wollen nicht, dass ihre Fahrräder neben

Kochtöpfen verkauft werden. Bei den Wettbewerbsbehörden

läuten auch hier jedenfalls

die Alarmglocken. Ermittlungen wurden

bereits aufgenommen, untersucht wird

in Richtung vertikaler Preisbindungen, sagt

dazu die Bundeswettbewerbsbehörde.

Was heißt vertikale Preisbindung?

Vertikale Preisbindungen liegen vor, wenn

Produzenten mit ihren Händlern das Preisniveau

abstimmen, das die Händler von

ihren Kunden verlangen sollen. Vorgegebene

Mindestpreise und Preisvereinbarungen

für den Weiterverkauf sind in Österreich

verboten, weil sie den preislichen

Wettbewerb beschränken und ein höheres

Preisniveau bewirken, heißt es auf der Webseite

der Bundeswettbewerbsbehörde.

Kartellrecht geht uns also alle in der Tat

etwas an. Als Gremialobmann des Landesgremiums

Mode und Freizeit werde ich

diese Entwicklung im Interesse aller Mitgliedsbetriebe

engagiert weiter verfolgen

und auch versuchen, die Diskussion in die

richtige Richtung zu lenken,

meint

Ihr Harald Scherz

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

3


Aktuelles und Offizielles für Sie zusammengefasst

RECHT:

Neu ab 1. Juli 2013: „GesmbH light“

Mit 1. Juli 2013 ist die „GmbH light“ in

Kraft getreten und damit eine langjährige

Forderung der Wirtschaftskammern

nach Herabsetzung des Mindeststammkapitals

von 35.000 auf 10.000 Euro

erfüllt worden. Nicht nur Gründer, sondern

auch bereits bestehende GmbHs

können von der neuen Gesetzeslage profitieren.

Herabsetzung der gesetzlichen

Mindest-KÖST

Die Mindest-KÖST wird stets in Höhe von

5 % der gesetzlichen Mindesthöhe des

Stammkapitals bemessen. Durch die

Herabsetzung der gesetzlichen Mindesthöhe

ab 1. Juli von 35.000 auf 10.000 Euro

ermäßigt sich die Mindest-KÖST von bisher

1.750 auf 500 Euro im Jahr. Die quartalsmäßigen

Vorauszahlungen an Mindest-

KÖST reduzieren sich somit von bisher 437

auf 125 Euro.

Eliminierung der ausstehenden

Einlagen durch nominelle Herabsetzung

des Stammkapitals

Wurde die Stammeinlage von bisher 35.000

Euro nicht in voller Höhe einbezahlt,

scheinen in der Bilanz ausstehende Einlagen

auf. Durch eine nominelle Kapitalherabsetzung

– hier wird das Stammkapital

nur buchmäßig zugunsten der nicht

gebundenen Kapitalrücklage verringert –

kann nun die Verpflichtung zur Einzahlung

der noch ausstehenden Einlage durch eine

rein buchungstechnische Maßnahme eliminiert

werden.

Einlagenrückzahlung durch effektive

Kapitalherabsetzung steuerfrei

Bei einer effektiven Kapitalherabsetzung

erhalten die Gesellschafter einen Teil ihrer

Stammeinlage wieder zurück. Voraussetzung

ist, dass alle Gläubiger der effektiven

Kapitalherabsetzung zustimmen. Diese

„Einlagenrückzahlungen“ erfolgen steuerfrei.

Es wird also nicht, wie bei einer

Gewinnausschüttung, 25 % KESt fällig. Im

Idealfall kann – bei einer effektiven Kapitalherabsetzung

von 35.000 auf 10.000 Euro

– eine Steuerersparnis von 6.250 Euro

(= 25 % von 25.000 Euro) erzielt werden.

TIPP: Sie sollten mit Ihrem Steuerberater

besprechen, ob für Ihr Unternehmen

die Umwandlung einer bestehenden

GmbH in eine neue GmbH light oder die

Gründung einer GmbH light sinnvoll ist.

Dabei sind natürlich auch die anfallenden

Kosten und Gebühren zu berücksichtigen.

NEU seit 11. Juli 2013:

UWG-Novelle

Die UWG-Novelle, mit der insbesondere

die Bestimmungen über Ausverkäufe

geändert werden, ist am 11. Juli 2013

im BGBl I 112/2013 veröffentlicht worden

und in Kraft getreten.

Während bisher alle Ausverkäufe mit Hinweisen

wie z.B. „Ausverkauf“, „Räumungsverkauf“

oder „Wir räumen unser Lager“

vorab einer Bewilligung durch die zuständige

Bezirksverwaltungsbehörde bedurften,

ist eine Vorabbewilligung nun nur für

Ankündigungen erforderlich, in denen

behauptet wird, dass das Geschäft aufgegeben

oder verlegt wird. Ankündigungen

eines beschleunigten Abverkaufs aufgrund

von Elementarereignissen (z.B. Brand,

Hochwasser) müssen nur noch vorab bei

der Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt

werden.

Die bisher bestehenden Sperrfristen

vor Weihnachten und rund um Ostern, in

denen die Bewilligung eines Ausverkaufes

jedenfalls nicht möglich war, sind entfallen.

Verstöße, z.B. die Nichteinholung

einer Bewilligung, sind verwaltungsstrafrechtlich

sanktioniert. Die fehlende Bewilligung

allein ist – dies hat sich bereits aus

einem Urteil des EuGH ergeben – aber kein

Grund für einen gerichtlichen Unterlassungsanspruch.

Jede Ankündigung von

Ausverkäufen unterliegt aber jedenfalls

den Generalklauseln des UWG und darf wie

bisher nicht irreführend, aggressiv oder

sonst unlauter im Sinne des UWG sein.

Stichtag 1. Februar 2014:

Der Countdown für SEPA läuft

IBAN und BIC sind ab 1. Februar 2014 in

32 europäischen Ländern Pflicht. SEPA-

Überweisung und SEPA-Lastschrift werden

dann sowohl im nationalen als auch

im internationalen Zahlungsverkehr die

heute bestehenden Produkte ersetzen.

Die Single Euro Payments Area (SEPA) bringt

mit 1. Februar 2014 einen einheitlichen bargeldlosen

Euro-Zahlungsverkehr für 32

europäische Länder. Das sind neben den 27

EU-Mitgliedsstaaten Island, Norwegen, die

Schweiz, Liechtenstein und Monaco.

SEPA bietet eine Reihe von Vorteilen:

So werden Zahlungen standardisiert, automatisiert

und zentralisiert. In mehreren

Ländern Konten zu halten wird überflüssig,

die Banken überweisen den Betrag

ohne Abzüge an die Begünstigten. Durch

verkürzte, einheitliche Ausführungsfristen

lässt sich außerdem die Liquidität besser

steuern.

Die richtige Vorbereitung

EPU und KMU haben bei der Umstellung

vor allem folgende Punkte zu beachten:

4 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


BRANCHENNEWS

Auf Rechnungen sind Kontonummern und

Bankleitzahl durch IBAN und BIC zu ersetzen.

Zahlungsanweisungen müssen ab

1. Februar 2014 ebenfalls richtig bedruckt

sein.

Großbetriebe sollten darüber hinaus

bei der Planung mit den Hausbanken,

eventuell auch mit ihren SteuerberaterInnen,

sprechen und die hausinternen Systeme,

Schnittstellen und Geschäftsprozesse

anpassen. Firmen, die Lastschrift verwenden,

haben zusätzlich unter anderem noch

den Aufbau einer Mandatsdatenbank und

-verwaltung zu berücksichtigen.

TIPP: Stellen Sie Ihre Zahlungsanweisungen

bitte rechtzeitig um, denn nach

dem Stichtag können die Banken ausnahmslos

keine alten Zahlscheine mehr

annehmen. Ihre IBAN-Nummer und den

BIC-Code können Sie sowohl auf den

Kontoauszügen als auch auf den Kontokarten

ersehen.

AUSSENHANDELSSTATISTIK

SIMSTAT statt Intrastat

Eine Vereinfachung bei der Erhebung

der Außenhandelsstatistik Intrastat ist

eines der zentralen Anliegen der Bundessparte

Handel, um Betriebe von

unnötigem bürokratischem Aufwand zu

befreien. Jetzt könnte Simstat die bisherigen

Intrastat-Meldungen ersetzen.

Mit SIMSTAT soll die Erhebung des innergemeinschaftlichen

Warenverkehrs vereinfacht

werden, um insbesondere die Belastungen

der auskunftsgebenden Unternehmen

deutlich zu senken. Ein zweites Ziel

ist die Erhöhung der Datenqualität.

Von der Wirtschaftskammer Österreich

wurde das Positionspapier „Von Intrastat

zu SIMSTAT – Neugestaltung der

Außenhandelsstatistik“ erstellt, das wir

Ihnen gerne übermitteln können.

bei Zahlungen, die Verbraucher mit ihrer

Debit- oder Kreditkarte leisten, deckeln

und zusätzliche Gebühren untersagen.

Während einer 22-monatigen Übergangsfrist

gelten die Obergrenzen für Interbankenentgelte

für grenzübergreifende Transaktionen.

Danach werden sie auch für

inländische Transaktionen gelten. Bei

Debitkarten beträgt die Obergrenze

0,2 Prozent des Transaktionswerts, bei Kreditkarten

0,3 Prozent.

Unter dem sperrigen Titel „Verordnung

über Interbankenentgelte für

kartengeschützte Zahlungsvorgänge“

verbirgt sich die Erfüllung der langjährigen

Forderung der Sparte Handel

der Wirtschaftskammer Österreich

nach Senkung des Disagios von

Kreditkarten und Debit(Bankomat)-

karten. Wir werden Sie hier gerne

über die weitere Entwicklung informieren!

EU-VERORDNUNG:

Biozidprodukte

In den letzten Monaten hat sich in

Bezug auf das Europäische Chemikalienrecht

sehr viel geändert. Auch

Schuhe, Sportartikel und Textilien können

betroffen sein. Das gilt insbesondere

dann, wenn bei diesen Produkten

Biozide enthalten sind.

Mit 1. September 2013 trat nämlich die europäische

Verordnung (VO EU Nr. 528/2012)

über die Bereitstellung auf dem Markt und

die Verwendung von Biozidprodukten in

Kraft. Sie beinhaltet z. B. Kennzeichnungspflichten,

Auskunftspflichten und Angaben

über den Einsatz bestimmter Biozide.

Inwieweit und wie viele unserer Mitglieder

tatsächlich von der Problematik

der Biozidverwendung betroffen sind,

kann zum derzeitigen Zeitpunkt leider

nicht abgeschätzt werden. Es fehlen

auch überdies noch viele Umsetzungsregelungen

und Durchführungsbestimmungen.

Sollten Sie davon betroffen

sein, können wir Ihnen gerne das Infoblatt

„Neue Vorschriften für Biozide ab

1. 9. 2013“ zur Verfügung stellen.

ACHTUNG! EU macht

Kartenzahlung günstiger

Die Europäische Union hat zwei Legislativvorschläge

für Zahlungsdienste vorgestellt:

> einen Vorschlag zur Änderung der

Zahlungsdiensterichtlinie

> einen Vorschlag für eine Verordnung

über Interbankenentgelte für kartengestützte

Zahlungsvorgänge

Die geänderte Zahlungsdiensterichtlinie

bringt u. a. folgende Neuerungen: Sie soll

die Nutzung kostengünstiger Internet-Zahlungsdienste

erleichtern und deren Sicherheit

erhöhen, indem sie die Zahlungsauslösedienste

in ihren Anwendungsbereich

aufnimmt. Diese Dienste sind zwischen

Händler und Bank des Käufers angesiedelt

und ermöglichen elektronische Zahlungen

ohne Kreditkarte. Die Verbraucher sollen

verstärkt vor Betrug, Missbrauch und sonstigen

Problemen geschützt sein: Bei nicht

autorisierten Kartenzahlungen müssen in

Zukunft maximal 50 Euro (derzeit 150

Euro) bezahlt werden.

In Verbindung mit der geänderten Zahlungsdiensterichtlinie

wird die Verordnung

über Interbankenentgelte diese Entgelte

ALLE BRANCHEN:

BRÜSSEL: Lorentschitsch

spricht sich erneut gegen

„MADE IN“-Zwang aus

Das EU-Büro der Wirtschaftskammer

Österreich veranstaltete zusammen mit

der IHK für München und Oberbayern in

der Ständigen Vertretung Bayerns in

Brüssel eine Diskussionsveranstaltung

mit dem Titel „Product safety and market

surveillance – weakening Europe’s

global competitiveness?“

Dabei wurden vor 150 Gästen mögliche Folgen

des Kommissionsvorschlages zur Produktsicherheit

und Marktüberwachung für

die europäische Wirtschaft und die

momentan dazu im Raum stehenden Argumente

erörtert. Besonders der Vorschlag,

eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung

(„Made In“) einzuführen, wird von der

österreichischen Wirtschaft als äußerst

problematisch betrachtet.

Der Vizepräsident des europäischen

Parlamentes MdEP Othmar Karas betonte in

der Eröffnungsrede seine kritische Haltung

zum Thema „Made In“. Es bestehe die

Gefahr, dass es zu einer Täuschung der Verbraucher

kommen könnte, wenn mit man-

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

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BRANCHENNEWS

Foto: WKO

Bettina Lorentschitsch, Bundesobfrau der Sparte Handel der WKÖ bei der Diskussions-Veranstaltung über

den Kommissionsvorschlag zur Produktsicherheit und Marktüberwachung für die europäische Wirtschaft.

chen Ländern grundsätzlich eine schlechte

Produktqualität assoziiert wird, obwohl z.B.

durch den Hersteller europäische Pro -

duktionsstandards sichergestellt werden.

Bettina Lorentschitsch, Bundesobfrau

der Sparte Handel der WKÖ, merkte in

ihrem Beitrag an, dass es für den Kon -

sumenten bei einer verpflichtenden

Ursprungskennzeichnung keinen Mehrwert

an Information zur Sicherheit eines Produktes

gebe, aber unverhältnismäßig

große Verwaltungsbelastungen besonders

für KMUs anfallen und außerdem ein Handelshemmnis

geschaffen werde. Darüber

hinaus lasse sich der Ursprung eines Produktes

durch die Tatsache, dass heutzutage

Produktionsketten über mehrere Länder

verteilt sind, in den meisten Fällen

nicht eindeutig zuordnen.

Die Kommissionsvorschläge werden in

den kommenden Monaten im Europäischen

Parlament und im Rat diskutiert werden.

Die WKÖ wird sich aktiv in den Gesetzgebungsprozess

einbringen.

ZUR ERINNERUNG:

Die WKÖ lehnt eine verpflichtende „Made In“-Kennzeichnung ab, weil

■ eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung weder für die Transparenz noch die Konsumenteninformation

nützlich ist,

■ eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung nicht die Komplexität der modernen globalen

Produktionsstrukturen mit Produktionsstufen in verschiedenen Ländern umfasst und

■ der Werdegang eines textilen Produkts sehr komplex und oft nur schwer nachvollziehbar

ist: Fasern, Garne, Gewebe, Färbe- oder Ausrüstungsvorgang, Zuschnitt, Konfektion

können unterschiedliche Ursprünge haben.

Ein „Made In“-Label sagt nichts über die Qualität, die Sicherheit und die Sozial- und

Umweltaspekte des Produktes aus und kann Fälschungen nicht verhindern. Der Vorschlag

widerspricht den deklarierten Zielen der Verwaltungsvereinfachung und des Abbaus administrativer

Erschwernisse und würde aufwändige Kontrollen bedingen. Schätzungen der

Europäischen Kommission ergeben Zusatzkosten von durchschnittlich 1,50 Euro pro Stück

bei Textilien und 2 Euro bei Schuhen.

Offen ist auch die Frage, wer für eine potentielle Falschkennzeichnung haftet und wie eine

solche innerhalb der einzelnen Handelsstufen überhaupt erkannt werden kann. Weder der

Importeur und schon gar nicht der Einzelhandel sind in der Lage, die korrekte Einhaltung

zu prüfen oder eine Haftung dafür zu übernehmen.

Eine „Made-In“ Kennzeichnung auf freiwilliger Basis („Positivkennzeichnung“) soll selbstverständlich

auch weiterhin möglich sein.

Onlineumsätze verdreifacht

Von 2006 bis 2013 haben sich die

Onlineumsätze mit Konsumgütern in

Österreich (B2C) mehr als verdreifacht.

Lagen diese im Jahr 2006 noch bei

1,7 Mrd. Euro, so werden sie bis Ende

2013 rund 5,5 Mrd. Euro betragen. Und

sie steigen kräftig weiter: 2019 sollen es

15,8 Mrd. Euro sein. Mit einem aktuellen

Onlineanteil von 9 % am gesamten

Einzelhandelsumsatz liegt Österreich im

internationalen Mittelfeld.

28 % Onlineanteile im Buch-,

18 % im Bekleidungs- und 2 % im

Lebensmittelhandel

Nach Branchen betrachtet, sind die Onlineanteile

insbesondere in der Buchbranche

mit rund 28 % am stärksten. Im Bereich

Elektronik und Computer belaufen sich die

Onlineanteile auf 26 %, während sie in der

Bekleidungsbranche bei rund 18 % liegen.

Im Lebensmittelhandel sind die Anteile mit

2 % noch am niedrigsten. „Dass es Produkte

gibt, die nur on- oder nur offline

eingekauft werden, gilt nicht mehr“, so

Mag. Hanna Bomba-Wilhelmi, Geschäftsführerin

von RegioPlan Consulting.

Der Onlinehandel in Europa wächst und

wächst. Betrug er noch im Jahr 2006 nur

knapp über 3 %, so soll er für 2013 rund

9 % betragen und bis 2019 auf 25 % des

gesamten Einzelhandelsumsatzes in Österreich

steigen, so die aktuellsten Regio-

Plan-Prognosen. Diese stark zunehmende

Bedeutung des Onlinehandels wird auch

die Funktion und das Gesicht der stationären

Geschäfte verändern: „Zwar wird der

stationäre Handel nicht verschwinden“,

betont Bomba-Wilhelmi. Denn: Gut

inszenierte Geschäfte verführen nach wie

vor zu Spontaneinkäufen beziehungsweise

suchen wir sie gezielt auf, wenn wir die

Produkte sofort haben möchten. Sie werden

jedoch verstärkt auch andere Funktionen

übernehmen, wie zum Beispiel Reparatur,

Recycling, Wartung von bestimmten

Geräten, Versand der im Geschäft gekauften

Ware nach Hause, etc.

„Als Konsument muss man nicht mehr

in ein Geschäft gehen, um Produkte zu

erwerben, aber man möchte hingehen, um

etwas zu erleben“, erklärt die RegioPlan-

Geschäftsführerin. Das findet jetzt schon

6 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


BRANCHENNEWS

E-Rechnung an

Bundesdienststellen

Ab 1. Jänner 2014 sind Lieferanten im

Waren- und Dienstleistungsverkehr mit

Bundesdienststellen verpflichtet, ihre

Rechnungen ausschließlich elektronisch

und in strukturierter Form einzubringen.

statt, wenn Pop-up-Stores ihre Kunden in

Form von Partys und Events ins Geschäft

locken, wenn die Sitzoasen in den Stores

immer größer werden oder Concept Stores

sich mit dem Kuratieren von Waren wie in

einer Kunstgalerie beschäftigen. Geschäfte

werden verstärkt ein Ort der Kommunikation

und der Inspiration werden.

Onlinehandel zwingt

Geschäfte kommunikativer

und serviceorientierter

zu werden

Ein Onlineshop ist noch lange keine

Multi-Channel-Strategie

Die Tendenz der Online-Umsätze ist in allen

Branchen steigend. „Grundsätzlich können

wir alle Produkte online erwerben“, betont

Bomba-Wilhelmi. Nicht umsonst mutiert

Amazon gerade vom Elektro- und Buchhändler

zum größten Onlinekaufhaus der

Welt, in dem unterschiedlichste Produkte

gekauft werden. Dies verleitet nun viele

stationäre Händler dazu, eigene Onlineshops

zu eröffnen. „Allein einen Onlineshop

zu haben, ist aber noch keine Multi-

Channel-Strategie“, gibt Bomba-Wilhelmi

zu bedenken.

Viel wichtiger sind dabei Fragen wie:

Welche Umsatzziele kann ein Onlineshop

haben, bedenkt man die Position des eigenen

Unternehmens am Markt? Wie hoch ist

dieses Ziel in Relation zum Gesamtumsatz?

Wie viel Fläche könnte dabei überflüssig

werden? Welche Funktion haben die stationären

Geschäfte? Kann die online

gekaufte Ware im stationären Shop abgegeben

werden?

Teilembargo gegen Nordkorea:

Verbot für Luxusgüter

Diverse Verordnungen untersagen, Lu -

xuswaren unmittelbar oder mittelbar an

Nordkorea zu verkaufen, zu liefern, weiterzugeben

oder auszuführen. Dies

betrifft auch unter Sportartikel und

-ausrüstung für den Ski-, Golf-, Tauchund

Wassersport.

Für den Sportartikel-Einzelhandel ist die

Beurteilung schwierig, ob ein allfälliger

Verkauf sanktionsbetroffen ist. Ein Kauf

einer größeren Menge von Schischuhen

(mehr als Haushaltsmenge) beispielsweise

durch die Botschaft oder durch einen Mitarbeiter

der Botschaft von Nordkorea

oder ein Kauf mit einer Zustellanweisung

an die Botschaft wird einen entsprechenden

Verdacht einer Weiterlieferung nach

Nordkorea aufkommen lassen müssen; dieses

Geschäft wäre verboten.

Es kommt dabei darauf an, ob mehr als

eine Stückzahl zum persönlichen Gebrauch

gekauft wird, ob erkennbar ist oder

erkennbar sein müsste, dass eine Weiterlieferung

nach Nordkorea stattfinden

könnte.

Ihre Meinung ist

uns wichtig!

308@wkstmk.at

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

7


BRANCHENNEWS

WKO-KAMPAGNE HERBST 2013:

„Genug ist genug!“

Nach wie vor ist die Einführung neuer

Steuern ein breit diskutiertes Thema.

Studien zeigen aber klar: Neue Vermögens-

bzw. Eigentumssteuern würden

die heimischen Betriebe direkt in der

Substanz treffen und damit Unternehmenserfolg

und Arbeitsplätze massiv

gefährden.

Deshalb heißt es seit 16. September in der

WKO-Kampagne „Reden wir Klartext“ wieder

„Genug ist genug! Zu viele Steuern

gefährden Jobs“. Zusätzlich zum bereits

bekannten TV-Spot im Fernsehen wird es

im Herbst die Spots auch im Kino geben.

Daneben spricht sich der „Klartext“ auch

im Hörfunk, im Internet und im Printbereich

wieder klar gegen neue Steuern aus.

Speziell zum Thema Vermögens- bzw.

Eigentumssteuern hat die WKÖ einen weiteren

Spot entwickelt, in dem kurzweilig

und anschaulich gezeigt wird, welche Auswirkungen

die Wiedereinführung der Vermögenssteuern

auf die Unternehmen und

in weiterer Folge auf die Arbeitsplätze in

Österreich hätten. Der Spot wird vor allem

viral via YouTube, Facebook, Twitter und Co

verbreitet.

TV-Spot, HF-Spot und weitere Kommunikationsmaßnahmen

zur Kampagne finden

Sie wieder unter wko.at/klartext.

LEHRLINGSFÖRDERUNG:

WKÖ begrüßt Erweiterung

Die Wirtschaftskammer Österreich be -

grüßt die von Wirtschaftsminister Reinhold

Mitterlehner unterzeichnete Verordnung

zur Verbesserung der Lehrlingsförderung.

Sie schafft Anreize, den

für Österreich dringend nötigen Fachkräftebedarf

durch gute betriebliche

Ausbildung zu decken.

Die neuen Fördermöglichkeiten gehen

auf einen Beschluss des Förderausschusses

des Bundes-Berufsausbildungsbeirates

zurück und sind rückwirkend ab 1. September

2013 wirksam. Folgende Maßnahmen

wurden be schlossen:

> Förderung von Unternehmen, welche

einen Lehrling aus der überbetrieblichen

Berufsausbildung (ÜBA) übernehmen.

Der Förderbetrag beträgt einmalig

1.000 Euro/pro Lehrling.

> Förderung von Vorbereitungskursen für

die Lehrabschlussprüfung – auf Antrag

des Lehrlings wird ein Kostenbeitrag

bis max. 250 Euro pro Kurs geleistet,

sofern das Ende der Lehrzeit nicht länger

als zwölf Monate zurückliegt.

> Kostenfreier zweiter oder dritter Antritt

zur Lehrabschlussprüfung – nach einer

negativen Prüfung werden die Prüfungsgebühr

und die Materialkosten

voll ersetzt.

> Förderung von Freistellungen für die

für die Vorbereitung und Teilnahme an

EuroSkills oder WorldSkills erforderliche

Zeit: Lehrbetriebe, deren Lehrlinge

bzw. Mitarbeiter (Lehrabsolventen) an

Berufsweltmeisterschaften oder EuroSkills-Berufseuropameisterschaften

teilnehmen,

können bei der Lehrlingsstelle,

die auf die vorgesehene (ex-

terne) Vorbereitungszeit (Expertentrainings

etc.) sowie die Wettkampftage

aliquot entfallende Lehrlingsentschädigung

bzw. den aliquoten Lohn/das

aliquote Gehalt als Zuschuss (brutto)

beantragen. Diese Förderung gilt ab

1. 1. 2014.

> Ab 1. 6. 2013 gibt es weiters auf Grund

einer früher erfolgten Novellierung der

Richtlinie für Lehrlinge, die älter als

18 Jahre sind und eine Lehre beginnen,

eine spezifische Förderung (Er-

wachsenenlehre), sofern der Lehrling

noch keine entsprechende schulische

oder keine Lehrausbildung in einem

verwandten Beruf genossen hat und

eine Lehrlingsentschädigung in Höhe

des Hilfsarbeiterlohnes bzw. Gesellengehaltes

erhält.

Weitere Informationen bei den Förderreferaten

der Lehrlingsstellen in den Landeskammern,

Ansprechpartner ersichtlich

auf: www.lehrefoerdern.at

WKO UND POLIZEI:

SMS-Infoservice

Das SMS-Infoservice – ein kostenloses

Warnsystem der Wirtschaftskammern

Österreichs in Kooperation mit dem

Bundesministerium für Inneres und der

Polizei zur Erhöhung der Sicherheit in

Einkaufsregionen – wurde in das Firmen

A-Z implementiert, ein neues Versandportal

entwickelt und startete nun

am 23. September 2013 neu.

Wesentliche Neuerungen SMS-Infoservice:

> Registrierung der Mitglieder über Firmen

A-Z

> Clusterzuordnung durch das Mitglied

selbst möglich

> Erweiterte Versandoptionen:

• SMS-Zeichenbeschränkung von 160

auf 316 Zeichen für Ausnahmefälle

erweitert

• Zusätzlich E-Mail Versand von Warnmeldungen

möglich

> Einheitlicher Absender bei Versand der

Warnmeldungen (SMS-Info bzw. smsinfo@wko.at)

> Wartung/Bearbeitung/Auswertungen

durch Landeskammer-Mitarbeiter über

Firmen A-Z

> Neues kostengünstigeres Versandportal

Die Bundessparte Handel hat auf ihrer

Webseite die entsprechende Information

zum SMS-Infoservice adaptiert und hier

auch eine Anleitung für die künftige Registrierung

der Mitglieder zum Download

bereitgestellt

http://portal.wko.at/wk/format_detail.

wk?angid=1&stid=747668&dstid=224

SCHUHE:

„Schuh Austria“:

Lieferant des Jahres

Am 4. August fand im Rahmen der

Messe „Schuh Austria" in der Brandboxx

in Salzburg erstmals die Auszeichnung

zum Lieferanten des Jahres statt. Die

Wahl der teilnehmenden HändlerInnen

aus ganz Österreich fiel dabei auf die

Vital Schuhe GmbH.

8 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


BRANCHENNEWS

Weil gute und dauerhafte Beziehungen zwischen

Schuhhändlern bzw. Schuhmachern

und Lieferanten für den Erfolg der gesamten

Branche von großer Bedeutung sind,

hat sich die Werbegemeinschaft der Österreichischen

Schuhwirtschaft entschlossen,

den „Lieferanten des Jahres“ zu küren.

Verlässlichkeit, Termintreue, Flexibilität,

Freundlichkeit – es sind viele Dinge,

die einen Top-Lieferanten ausmachen. Via

Fotos: Hermann Neumayr

Der Preis für den „Lieferanten des Jahres“

Teilnahmekärtchen, welche in der Schuh

& Lederwarenrevue beilagen, konnten

Schuhhändler ihre Stimme für den für sie

am meisten geschätzten Lieferanten abgeben.

Vital Schuhe erhielt die häufigsten

Nennungen und wurde am 4. August im

Rahmen der Messe „Schuh Austria“ als

„Lieferant des Jahres“ geehrt.

LEDERWAREN:

REISEWOCHEN 2013

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr wurden

auch heuer wieder von Anfang Juni

bis Ende Juli die REISEWOCHEN gestartet.

Im Vorjahr haben sie den 100 teilnehmenden

Betrieben ein erfreuliches

Plus beschert. Diese Daten liegen für

2013 noch nicht vor, aber eine Steigerung

der Teilnehmer auf 126 Betriebe

beweist die wachsende Akzeptanz der

Reisewochen.

(V. l. n. r.): Kommerzialrat Dr. Kurt Riemer, Vorsitzender des Berufszweigs Schuhgroßhandel der Wirtschaftskammer

Wien; Mag. Michael Neuner, Geschäftsführer Vital Schuhe GmbH; Friedrich Ammaschell,

Obmann der Werbegemeinschaft der Österreichischen Schuhwirtschaft

Neben einem aussagekräftigen Werbemittelpaket,

das allen teilnehmenden Mitgliedern

gegen einen Beitrag von € 40,00 zur

Verfügung gestellt wurde, konnten mit

Hilfe der Beiträge aus den Landesgremien,

dem Bundesgremium, dem Verband der

Lederwarenvertreter Österreichs und nicht

Preisauszeichnungsgesetz:

Preise sind auch im Schaufenster anzugeben

Im Gremium und beim Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb nehmen Beschwerden über mangelnde Preisauszeichnung zu, vor allem

über fehlende Preise in Schaufenstern. Wir rufen die geltenden Bestimmungen daher in Erinnerung:

Wer gegen die im Rahmen des Preisauszeichnungsgesetzes (PrAG) bzw. der dazu erlassenen Verordnungen festgelegten Auszeichnungspflichten

verstößt oder einen höheren als den ausgezeichneten Preis verlangt, annimmt oder sich versprechen lässt, kann mit einer Geldstrafe bis zu

1450 Euro belegt werden. Von der Preisauszeichnungspflicht sind nur die Letztverkäufer von Kunstgegenständen und Antiquitäten ausgenommen,

im Modehandel herrscht durchgehend Preisauszeichnungspflicht.

Anzugeben ist jeweils der vom Kunden zu zahlende Endpreis in österreichischer Währung (Euro), also der Bruttoverkaufspreis inkl. USt.

Wettbewerbsrechtliche Folgen

Darüber hinaus gilt, dass nach dem PrAG rechtswidrige Handlungen auch als Wettbewerbsverstöße im Sinne der §§ 1 bzw. 2 Gesetz gegen den

unlauteren Wettbewerb (UWG) gesehen werden; das betreffende Unternehmen kann dann von Mitbewerbern, Unternehmensvereinigungen, der

Bundesarbeitskammer und in gewissem Umfang vom Verein für Konsumenteninformation vor den Handelsgerichten auf Unterlassung geklagt

werden.

„Beim Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb langen immer mehr Beschwerden aus dem Bereich des Modehandels ein, wonach in

Schaufenstern ausgestellte Ware nicht mit Preisen ausgezeichnet ist. Die Pflicht zur leicht lesbaren und zuordenbaren Angabe von Preisen

gilt laut dem Preisauszeichnungsgesetz für alle sichtbar ausgestellten Sachgüter, aber auch für Attrappen oder Muster. Damit sind nicht

nur im Geschäft, sondern auch im Schaufenster alle Artikel lückenlos so auszuzeichnen, dass der gut sichtbare Preis dem jeweiligen Stück

klar zugerechnet werden kann und der Preis nicht erst erfragt werden muss. Ein Verstoß gegen diese Preisauszeichnungspflicht begründet

nicht nur eine Verwaltungsübertretung, sondern kann auch vom Schutzverband mit Unterlassungsaufforderung bzw. wenn notwendig

Klage nach dem UWG verfolgt werden, um hier für gleiche Bedingungen unter allen Händlern zu sorgen.“ Mag. Hannes Seidelberger

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

9


BRANCHENNEWS

zuletzt mit finanziellen Beiträgen von Lieferanten

(in alphabetischer Reihenfolge:

Esprit Luggage, Pack Easy, Samsonite,

Saxoline, Stratic und Travelite) im Aktionszeitraum

120 Radiospots auf KroneHit,

die Nachfrage wecken. Darüber hinaus

wurde ein Gewinnspiel mit zusätzlichen

Spots redaktionell eingebunden.

Die entsprechende Aktualisierung der

gemeinsamen Webseite www.taschenundmehr.at

(siehe Grafik der Startseite) und

eine professionell moderierte Facebook-

Kampagne – unterstützt durch einen Wettbewerb

in Form eines Memoryspiels mit

mehr als 1.500 Teilnehmern – lassen erwarten,

dass die Erfolge des Vorjahres wiederholt

werden konnten. Die attraktiven

Angebote der unterstützenden Lieferanten

sind ja auf entsprechende Gegenliebe bei

den KonsumentInnen gestoßen.

Der Dank der teilnehmenden Betriebe gilt

dabei vor allem jenen Lieferanten, die durch

ihre Unterstützung der Aktivitäten der Werbegemeinschaft

Lederwarenwirtschaft dazu

beigetragen haben, den Kampf – im bei

Foto: Sportpress/FEDAS

objektiv vergleichbaren Markenprodukten

immer härter werdenden Wettbewerb – von

vielen kleinen Davids gegen den Goliath

Onlineversandhandel zu unterstützen.

SPORT:

„Tägliche Turnstunde“ ab 2014

Der VSSÖ hat die Aktion „Tägliche Turnstunde“

mit einem Informationsblatt

für den Sportfachhandel unterstützt

und zahlreiche österreichische Sportgeschäfte

haben an der Unterschriftensammlung

teilgenommen, um die schon

lange geforderte tägliche Turnstunde in

den Schulen Realität werden zu lassen.

Mit über 150.000 Unterschriften fand die

Kampagne Ende April ihren erfolgreichen

Abschluss. Jetzt soll die „Tägliche Turnstunde“

in Pflichtschulen ab Herbst 2014

Realität werden. BSO-Präsident Dr. Peter

Wittmann zeigt sich erfreut: „Die Umsetzung

der „Täglichen Turnstunde“ ist ein toller

Erfolg für den Sport und für die Gesundheit

unserer Kinder und Jugendlichen.

Fedas-Generalversammlung 2013

Fedas-Präsident Werner Haizmann gab

bei der Generalversammlung vom 10.

bis 12. Juni 2013 in Bern den Jahresbericht

2012/13 und blickte auf 50 Jahre

Fedas zurück, einen Verband der europäische

Branchengeschichte schrieb und

maßgeblich am Zustandekommen und

am Erfolg der großen Verbundorganisationen

wie Intersport International oder

Sport 2000 International mit beteiligt

war.

Die Fedas ist seit 50 Jahren der Interessenverband

des europäischen Sportfachhandels.

Der Verbandsname ist dabei zu

einem eigenen Markenzeichen in der internationalen

Sportartikelbranche geworden.

Deshalb trägt der europäische Warengruppenschlüssel

für die Sportbranche auch

werbewirksam diesen Namen.

Besondere Bedeutung hat die Fedas

von Beginn bis heute als Partner der europäischen

Sportartikelindustrie und als

Partner der Weltmesse der Sports, der ISPO

in München.

Foto: Samsonite

Dkfm. Ernst Aichinger (zweiter von rechts) vertrat Österreich bei der FEDAS-Generalversammlung in Bern

VSSÖ AKADEMIE TERMINE 2013

24. 10. 2013: Grundkurs: Sportmonteur für Skibindungen Graz

24. 10. 2013: Prüfungskurs: Sportmonteur für Skibindungen Graz

Nähere Informationen zu den Kursen finden Sie auf der Homepage

www.vsso.at .

VSSÖ – Lieferantenrankinng

Beim Memory-Gewinnspiel auf Facebook wurde

Frau Susanne Leonhartsberger aus Windhaag in

OÖ unter mehr als 1500 Teilnehmer Innen als

Gewinnerin eines Samsonite Cubelite Koffersets

im Wert von € 800,00 gezogen. Herr Christoph

Lehfellner von Samsonite konnte diesen Gewinn

persönlich an Frau Leonhartsberger überreichen.

Gemeinsam mit dem Branchenmagazin sportFACHHANDEL führt der VSSÖ heuer zum

ersten Mal ein Lieferantenranking durch. Im Zuge der Befragung haben Händler die Möglichkeit

ihre Lieferanten aus den Bereichen Running, Outdoor und Fahrrad zu bewerten.

Alle Händler, die bei der Befragung mitmachen, nehmen an einer Verlosung attraktiver

Preise teil!

10 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


Neues Arbeitszeitmodell | HANDEL

SAMSTAGSBESCHÄFTIGUNG IM HANDEL:

Neues Arbeitszeitmodell

ab 1. 9. 2013

Nach jahrelangen Verhandlungen präsentierten die Bundessparte Handel

der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Gewerkschaft der Privatangestellten,

Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Anfang Juli 2013 gemeinsam

ein neues Modell für die Samstagsbeschäftigung im Handel. Dieses Alternativmodell

ergänzt als zusätzliche Gestaltungsmöglichkeit die bestehen bleibende

„Schwarz/Weiß-Regelung“. Es ist vor allem für die Modebranchen besonders

kundenorientiert und ermöglicht, auf die Wünsche und Bedürfnisse der

MitarbeiterInnen und der Betriebe besser als bisher einzugehen. Das Modell ist

am 1. September 2013 in Kraft getreten.

Gerade Händler aus den beratungsintensiven

Modebranchen (Textil, Lederwaren,

Schuhe, Sport) sind wegen der derzeitigen

Bestimmungen samstags oft unterbesetzt

oder stellen eigens geringfügige Mitarbeiter

(Studierende) für den umsatzstarken

Samstag ein. Vor allem bei Anbietern im

Sektor junge Mode, darunter viele Franchiser,

drängen die Mitarbeiter sogar

darauf, öfter am Samstag eingesetzt zu

werden, weil es da auch Zuschläge und

Umsatzprovisionen zu lukrieren gibt.

Vielen Händlern war die bisherige

„Schwarz/Weiß-Regelung“ daher schon

lange ein Dorn im Auge, weil sie sich in

ihrer Flexibilität eingeschränkt fühlten.

Die Lockerung der „Schwarz/Weiß-Regelung“

bringt den Handelsunternehmen nun

endlich mehr Flexibilität bei der Personalplanung

an Samstagen. Insider gehen

davon aus, dass beratungsintensive Branchen

wie der Möbel-, Auto- oder der

gesamte Modehandel das neue Modell in

Anspruch nehmen werden, während

Lebensmittelhändler, die derzeit stark mit

Samstagskräften arbeiten, eher zur alten

„Schwarz/Weiß-Regelung“ tendieren, die

grundsätzlich bestehen bleibt.

Bis jetzt ist die ganztägige Beschäftigung

von Handelsangestellten in allen

Foto: GPA

René Tritscher, Geschäftsführer der Bundessparte Handel, Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte

Handel und Wolfgang Katzian, Vorsitzender Gewerkschaft der Privatangestellten stellten Anfang

Juni gemeinsam das neue Arbeitszeitmodell für die Samstag-Beschäftigung im Handel vor.

Geschäften in Österreich – Ausnahmen gibt

es für Betriebe mit weniger als 25 Mitarbeitern

(siehe Kasten) – grundsätzlich nur

jeden zweiten Samstag möglich (sogenannte

„Schwarz/Weiß-Regelung“). Die

„Schwarz-Weiß-Regelung“ sieht für die

Beschäftigung von Mitarbeitern an Samstagen

nach 13 Uhr vor, dass bei Beschäftigung

am Samstagnachmittag nach 13 Uhr der folgende

Samstag arbeitsfrei zu sein hat. Diese

Regelung bleibt weiterhin bestehen.

„Arbeiten an Samstagen,

dafür Bonus Super-Wochenenden“

Das neue Arbeitszeitmodell „Arbeiten an

Samstagen, dafür Bonus Super-Wochenenden“

kann als Alternative zur „Schwarz-

Weiß-Regelung“ mittels Betriebsvereinbarung

oder schriftlicher Einzelvereinbarung

im Unternehmen eingeführt werden.

Im Rahmen dieses Arbeitszeitmodells

können Handelsangestellte ab 1. September

2013 grundsätzlich jeden Samstag

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

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HANDEL | Neues Arbeitszeitmodell

ganztags arbeiten. In einem Durchrechnungszeitraum

von 26 Wochen hat jeder

Angestellte Anspruch auf fünf verlängerte

Wochenenden, die im Vorhinein gemeinsam

mit dem Mitarbeiter zu planen sind.

Ein verlängertes Wochenende bedeutet,

dass entweder durchgehend Freizeit

> von Freitag bis einschließlich Sonntag

oder

> von Samstag bis einschließlich Montag

konsumiert wird.

Trotz Planung der verlängerten Wochenenden

im Vorhinein kann bei Bedarf aufgrund

betrieblicher Interessen oder persönlicher

Gründe des Angestellten die Lage

des Wochenendes einvernehmlich mit dem

Mitarbeiter auch nachträglich noch verlegt

werden.

Jeweils ein verlängertes Wochenende

kann in den nächsten Durchrechnungszeitraum

übergeführt werden. Falls trotzdem

von den fünf Wochenenden nicht zumindest

vier verlängerte Wochenenden vom Angestellten

konsumiert wurden, erhält dieser

nach Ablauf des Durchrechnungszeitraums

anstelle eines verlängerten Wochenendes

einen zusätzlichen Urlaubstag.

Ausgenommen von dieser neuen Regelung

sind:

> Teilzeitbeschäftigte, mit denen eine

Arbeitsleistung ausschließlich für

Samstag vereinbart ist,

> Lehrlinge,

> Ferialarbeitnehmer (wie in Gehaltstafel

A, Beschäftigungsgruppe 1a),

> Teilzeitbeschäftigte, mit denen eine

Arbeitsleistung von bis zu 18 Stunden

pro Woche im Rahmen einer Beschäftigung

nach §15h oder §15i MSchG bzw.

§8 oder §8a VKG vereinbart ist (für

diese gilt auch die „Schwarz-Weiß-

Regelung“ nicht mehr) sowie

> Angestellte während des Probemonats.

TIPP: Künftig wird es für die großteils

weiblichen Beschäftigten in Elternteilzeit

auch möglich sein, jeden Samstag

zu arbeiten, wenn sie das etwa aufgrund

vorhandener Kinderbetreuung

wünschen. In den Genuss dieses Vorteils

können all jene Teilzeitbeschäftigten

kommen, die bis zu 18 Stunden pro

Woche arbeiten.

Neues Arbeitszeitmodell für Samstagsbeschäftigung

von Handelsangestellten

• Zielsetzung der neuen Regelung: kundenorientiert, mitarbeiterorientiert und

Wunsch der Handelsbetriebe

• Mehr Wahlmöglichkeiten bei der Beschäftigung von Handelsangestellten

• Grundsätze:



Alternativmodell zur Schwarz-Weiß- Regelung

Mitarbeiter kann im Ergebnis an mehr Samstagen als bisher

hintereinander ganztägig arbeiten

5 verlängerte Wochenenden (Fr, Sa und So oder Sa, So und Mo) in 26

Wochen = Halbjahr


Einführung mittels Betriebsvereinbarung, wenn es BR gibt, oder

ansonsten schriftlicher Einzelvereinbarung

Neues Arbeitszeitmodell an Samstagen für

Handelsangestellte

„Arbeiten an Samstagen, dafür Bonus Super-Wochenende“

5 Super-Wochenenden 5 Super-Wochenenden

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Planung

„Die Lockerung der Schwarz/Weiß-Regelung bringt den Handelsunternehmen

mehr Flexibilität in der Personalplanung an Samstagen,

besonders im Textil- und Möbelhandel. Gerade an den

frequenzstarken Samstagen sind oft mehr Mitarbeiter nötig, als

aufgeboten werden können. In beratungsintensiven Branchen

sind Aushilfskräfte nur für den Samstag, wie sie etwa im Lebensmittelhandel

üblich sind, keine gute Lösung, da sie nicht das

nötige Know-how mitbringen.“

Bettina Lorentschitsch

Die Regelung trat am 1. 9. 2013 in

Kraft und ist vorläufig bis zum 31. 8. 2016

befristet. Sofern die GPA-djp die neue

Regelung nicht bis 31. 8. 2015 aufkündigt,

wird diese unbefristet verlängert. Die Bundessparte

Handel wird sich jedenfalls für

eine unbefristete Regelung einsetzen. Mit

der GPA-djp ist eine gemeinsame Evaluierung

dieses neuen Modells vereinbart, um

Erfahrungen aus der Praxis zu sammeln

und allenfalls notwendige Änderungen vornehmen

zu können.

Monate

Überführung 1 Super-Wochenende

Quelle: WKÖ, Bundessparte Handel

TIPP: Auf der Website der Bundessparte

Handel finden Sie unter

http://www.derhandel.at

den Text des neuen Kollektivvertrages.

Weiters wird Ihnen ein Merkblatt mit

dem Inhalt der neuen Vereinbarung

sowie je ein Muster für eine Betriebsvereinbarung

und für eine schriftliche

Einzelvereinbarung zur Verfügung

gestellt.

12 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


NEU!

Peter Maska/

Günter Steinlechner:

KOLLEKTIV-

VERTRAG FÜR

ANGESTELLTE

UND LEHRLINGE

IN HANDELS-

BETRIEBEN

ISBN: 978-3-214-00814-7

Reihe: KV-Kommentare

Verlag: MANZ’sche Wien

Format: Flexibler Einband, 350 Seiten

Preis: 42,00 EUR inkl. MwSt.

Das Werk gibt Antworten auf die

wichtigsten arbeitsrechtlichen Fragen zu

Handelsangestellten:

■ Was bedeutet „Durchrechnung der

Arbeitszeit“?

■ Können Jugendliche am Samstag

beschäftigt werden?

■ Was ist die „Schwarz-Weiß-Regelung“?

■ Das neue Modell der Blockfreizeiten

■ Wie erfolgt die Einstufung von Kassieren,

Filialleitern und allen anderen

Angestellten richtig?

■ Was sind erweiterte Öffnungszeiten

und worauf muss man dabei besonders

achten?

Der Kommentar enthält den Kollektivvertragstext

im Original und sämtliche relevante

Rechtsprechung.

AUTOREN:

Mag. Peter Maska ist in der Abteilung

Sozialpolitik der Wirtschaftskammer

Wien tätig. | Dr. Günter Steinlechner ist

Leiter der Abteilung Sozialpolitik der

Wirtschaftskammer Wien.

Handels-KV: Fahrplan für nächste

Reformschritte fixiert

Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte

Handel der WKÖ, betrachtet das

neue Arbeitszeitmodell als ersten Reformschritt

in Richtung eines zeitgemäßen

neuen Handelskollektivvertrages und gab

sich mit GPA-Vorsitzendem Wolfgang Katzian

optimistisch, dass mit dem Gelingen

dieser wichtigen Weiterentwicklung ein

guter Grundstein für weitere, lösungs -

orientierte Entwicklungsschritte gelegt

wurde. Aus diesem Grund unterzeichnen

die Sozialpartner im Handel einen Fahrplan

mit den inhaltlichen Schwerpunkten für

eine generelle Überarbeitung des gesamten

Gehaltssystems für Handelsangestellte.

Dazu gehören die Überarbeitung des

Beschäftigungsgruppenschemas, die Vereinfachung

der derzeit bestehenden

Gehaltstafeln sowie eine faire Verteilung

des Lebenseinkommens.

WICHTIGE ERINNERUNG:

Neues Arbeitszeitmodell | HANDEL

Schwarz/Weiß-Regelung für

Einzelhandelsunternehmen mit geringer

Beschäftigtenzahl (bleibt aufrecht)

In Einzelhandelsunternehmen mit nicht mehr als 25 dauernd Beschäftigten kann durch

Betriebsvereinbarung oder – in Betrieben, in denen kein Betriebsrat errichtet ist – durch

schriftliche Einzelvereinbarung wahlweise vereinbart werden:

Der Arbeitnehmer kann innerhalb eines Zeitraumes von 8 Wochen an bis zu 4 Samstagen

nach 13.00 Uhr beschäftigt werden, wenn ebenso viele Samstage arbeitsfrei bleiben.

BEISPIEL:

erster vierwöchiger Durchrechnungszeitraum:

1. Samstag arbeitsfrei

2. Samstag arbeitsfrei

3. Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13 Uhr

4. Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13 Uhr

zweiter vierwöchiger Durchrechnungszeitraum:

1. Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13 Uhr

2. Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13 Uhr

3. Samstag arbeitsfrei

4. Samstag arbeitsfrei

Damit kann der Arbeitnehmer auch an bis zu 8 Samstagen hintereinander beschäftigt werden,

wenn davor und danach vier Samstage arbeitsfrei sind.

Der Arbeitnehmer kann innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von 4 Wochen an

3 Samstagen nach 13 Uhr beschäftigt werden, wenn innerhalb des Durchrechnungszeitraumes

jeweils ein Samstag und ein Montag arbeitsfrei bleiben.

BEISPIEL:

Variante 1: Arbeitsfreier Samstag und arbeitsfreier Montag in unterschiedlichen Wochen

1. Woche: Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13.00 Uhr

2. Woche: Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13.00 Uhr

3. Woche: Montag arbeitsfrei

Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13.00 Uhr

4. Woche: Samstag arbeitsfrei

Variante 2: Arbeitsfreier Samstag und arbeitsfreier Montag in einer Woche

1. Woche: Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13.00 Uhr

2. Woche: Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13.00 Uhr

3. Woche: Samstag erlaubte Beschäftigung nach 13.00 Uhr

4. Woche: Montag arbeitsfrei

Samstag arbeitsfrei

Der Angestellte kann innerhalb eines Zeitraums von 10 Wochen an 5 Samstagen beschäftigt

werden.

TIPP: Abweichend davon kann der Angestellte an 6 Samstagen beschäftigt werden, wenn

zusätzlich noch ein Montag arbeitsfrei bleibt, bzw. an 7 Samstagen beschäftigt werden,

wenn zusätzlich noch zwei Montage arbeitsfrei bleiben.

VORSICHT! Bleibt der Samstag arbeitsfrei, ist die wöchentliche Normalarbeitszeit auf die

Werktage Montag bis Freitag zu verteilen. Bleibt der Montag arbeitsfrei ist, ist die wöchentliche

Normalarbeitszeit auf die Werktage Dienstag bis Samstag zu verteilen.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

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BRANCHENNEWS STEIERMARK

TERMINAVISO:

UNTERNEHMERTAG IM CONGRESS SCHLADMING AM 24. APRIL 2014

Programm und genaue Details folgen in der nächsten Ausgabe MFI 4/2013.

R2-SHOP IN HARTBERG:

Roth-Lehrlinge übernehmen

die Verantwortung

Eine Woche lang leiteten die 16 Lehrlinge

von Mode Roth den R2-Shop in

Hartberg. Dabei übernahmen sie sämtliche

Aufgaben als Shop- und Bereichsleiter

im Unternehmen und meisterten

diese große Verantwortung mit Bravour.

Unternehmen Mode Roth zu stärken und

ihre Fachkompetenz unter Beweis zu stellen.

„Wir möchten den Lehrlingen dabei

vermitteln, dass es wichtig ist, auch einmal

über den eigenen Tellerrand zu blicken,

um erfolgreich zu sein. Unser Ziel ist

es, dem Nachwuchs bei Mode Roth früh

genug Chancen zu geben und den Lehrlingen

zu zeigen, welche Möglichkeiten ihnen

Foto: Wirtschaftskammer Steiermark

Fotos: Modehaus Roth

Gremialobmann Harald Scherz überreicht Tanja

Maier zum 20-Jahr-Jubiläum die Auszeichnung

„Anerkennung für unternehmerische Leistung“.

JUBILÄUM:

„The heat is on“– seit 20 Jahren

Das Projekt wurde von Mode Roth-Geschäftsführer Rainer Rauch in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste

präsentiert, an der Spitze Vizebürgermeister LAbg Wolfgang Böhmer sowie die WK-Vertreter Regionalstellenleiter

Florian Ferl, Spartengeschäftsführer Helmut Zaponig und Gremialbereichsgeschäftsführer

Johannes Klemm.

Im Juli 2013 feierte das steirische Innovationsunternehmen

ALPENHEAT seinen

20jährigen Bestand. Aus Anlass dieses

Jubiläums besuchte Gremialobmann

Harald Scherz das in der Südsteiermark

gelegene Unternehmen zur Überreichung

der Auszeichnung „Anerkennung

für unternehmerische Leistung“.

Dieses Projekt ist eine besondere Herausforderung,

um die Persönlichkeit und das

Selbstvertrauen der Jugendlichen im

im weiteren Berufsleben offen stehen“,

meinten Geschäftsführer Rainer Rauch und

Eigentümer Ferdinand Roth.

Seit 1993 ist ALPENHEAT führender Hersteller

für beheizte Kleidung, Schuhtrockner,

Schuhheizungen, beheizte Handschuhe

sowie für beheiztes Zubehör jeglicher

Art. Das Sortiment wurde und wird bei

Alpenheat kontinuierlich erweitert.

Im Jahr 2009 übernahm die damals

erst 26jährige Tanja Maier den Betrieb von

ihrem Stiefvater, dem Unternehmensgründer

Christian Haydvogel. Sie führt das aufstrebende

Unternehmen weiterhin auf

Erfolgskurs.

Die „Roth-Lehrlinge in Führungspositionen“ beim Projektstart in Hartberg mit den Ehrengästen, danach

mussten sie eine Woche lang die Verantwortung für den R2-Shop übernehmen.

Ihre Meinung ist

uns wichtig!

308@wkstmk.at

14 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


BRANCHENNEWS STEIERMARK

LBS GLEINSTÄTTEN

Visual Merchandising

Am 4.Juni 2013 fand an der Landesberufsschule

in Gleinstätten ein Workshop

zum Thema „Visual Merchandising“ mit

dem Motto „Aus Alt mach Neu“ statt.

Dieses Projekt wurde fächerübergreifend in

den Gegenständen WSVP (Warenspezifisches

Verkaufspraktikum) und WETP (Werbetechnisches

Praktikum) mit insgesamt

36 Lehrlingen im Lehrberuf Einzelhandelskaufmann/-frau

der 1. und 2. Klasse

durchgeführt.

Der theoretische Teil des Workshops

vermittelte folgende Inhalte:

> Funktionsbereiche im Raum

> Merksätze für Ladenzonen

> Aufwertung verkaufsschwacher Ladenzonen

> Schaubogen/Sehfeld

> Stufenprinzip im Raum

> Rückwandgestaltung

> Farbenlehre

> Regalwertigkeiten

> Präsentationsarten

> Möglichkeiten der Kundenführung

Im praktischen Teil wurden mit dem theoretischen

Rüstzeug des ersten Teils die

Schaufenster und Dekoinseln gestaltet.

U. a. waren Blüten zu kleben, Röcke in Falten

zu legen und die richtigen Stecktechniken

anzuwenden. Die SchülerInnen

waren mit vollem Einsatz dabei.

Foto: WKO Steiermark

HINFAHREN, ANSEHEN UND STAUNEN:

Der neue Stöcker wurde am 5. September

eröffnet. Mag. Peter Stöcker (links) konnte zur

Eröffnung viele Branchenkollegen begrüßen,

z. B. Spartenobmann-Stv. Ferdinand Roth und

Bundesgremialobfrau Dr. Jutta Pemsel.

Die Projektleitung an der Schule hatte

Frau DP Brigitte Hirt mit ihren Kolleginnen

Mag. Martina Kastenhuber und Eva Reinprecht,

BEd inne. Das Gremium gratuliert

den Lehrerinnen und den AbsolventInnen

herzlichst!

Muster-Lehrabschlussprüfung

ERÖFFNUNG

STÖCKER/Eferding

Der neue modische Mittelpunkt Österreichs

liegt in Eferding. Dort hat die Unternehmerfamilie

Stöcker auf 5.000 m2 Verkaufsfläche

ein hochwertiges Multilabelhaus auf

der grünen Wiese eröffnet.

Ein ausführlicher Bericht folgt in der

nächsten Ausgabe.

Am 28. Juni 2013 fand in der LBS Gleinstätten eine Muster-Lehrabschlussprüfung

(LAP) statt, bei der die Lehrlinge aus dem steirischen Modehandel auf die eigentliche

Lehrabschlussprüfung in tensiv vorbereitet wurden.

Fotos: WKO Steiermark

Bei der Präsentation wurden die Schaufenster von

den SchülerInnen erklärt, die im Anschluss ein

Zertifikat über den erfolgreichen Besuch des

„Visual Merchandising Seminars“ erhielten.

Die Muster-LAP gibt den Lehrlingen der LBS Gleinstätten die Chance einer optimalen Vorbereitung auf die

Lehrabschlussprüfung und ist auch Garant dafür, dass bei den nachfolgenden Prüfungen besonders gute

Leistungen erbracht werden.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

15


BRANCHENNEWS STEIERMARK

SCHUHHANDEL jubiliert:

50 Jahre Ringschuh

Im Rahmen einer Gesellschafterversammlung wurde

Ende Juni in Graz neben der Präsentation der Bilanz

und des erfreulichen Jahresabschlusses der Ringschuh

Austria GmbH auch das Jubiläum „50 Jahre

Ringschuh“ würdig gefeiert.

15. Modeabend

Beim 15. Modeabend des steirischen Landesgremium

des Handels mit Mode und

Freizeitartikeln gab Obmann Harald

Scherz einen Rückblick und eine Vorschau

auf die erfolgreichen Veranstaltungen des

Gremiums.

Die Fahrt zum Modegroßhandelszentrum

nach Bologna war Mitte September komplett

ausgebucht und die Spartenveranstaltung

Handel goes www“ in der Seifenfabrik

Graz am 1. Oktober ein voller

Erfolg. Angekündigt wurden der 2. Sportabend

am 15. Oktober am Red Bull Ring

(siehe letzte Seite) und der Unternehmertag

2014 am 24. April 2014 in Schladming.

Shopping 2020

Geschäftsführer Wilfried Harml präsentierte

den Tagungsteilnehmern eine Studie

über das Einkaufsverhalten von Kunden im

Jahre 2020: Durch Ausnützung der technischen

Möglichkeiten soll der Kunde seine

Kaufentscheidungen verstärkt in einer virtuellen

Welt treffen. Von interaktiven

Schaufenstern und Umkleidekabinen werden

Prozesse gestartet, welche dem Kunden

– ausgehend von einem gesuchten

Artikel – ein umfassendes Angebot präsentieren,

bis hin zur passenden Musik, dem

passendem Haarschnitt und vielem mehr.

Die Aufgabe für Ringschuh besteht

darin, diese Entwicklungen zu beobachten

und sich damit auseinander zu setzen. Der

mittelständische Schuhhandel bietet viele

Möglichkeiten, darauf entsprechend und

erfolgreich zu reagieren. Je mehr man sich

in einer virtuellen, nicht realen Einkaufswelt

befindet, desto stärker wird das Verlangen,

Dinge anzufassen, probieren zu

können und kompetent und persönlich

beraten zu werden.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung

referierte der deutsche Hotelier und

Erfolgsautor Bernd Reutemann den 65

Teilnehmern das von ihm entwickelte „Service-Kamasutra“.

Es müssen nicht immer

großartige Marketingkonzepte sein, die

den Erfolg ausmachen. Authentizität, Personaleinbindung,

Freude an der Arbeit mit

Menschen, dem Kunden zu dienen, ohne

Diener zu sein und Kompetenz schaffen die

so wichtige Beziehung zum Kunden. Das

gilt – neben der Ware – auch in einer

immer stärker werdenden digitalisierten

und virtuellen Welt. Das Service-Kamasutra

von Bernd Reutemann zeigt viele Beispiele,

wie man durch Individualität Kunden

begeistern kann.

Ehrungen und Auszeichnungen:

Für 50 Jahre treue Mitgliedschaft bei Ringschuh

wurden die anwesenden Mitglieder

Christoph Freyer/Ried, Griesser GmbH/

Weitensfeld, Rattenegger GmbH & Co

KG/Knittelfeld, Rieder Shoe GmbH/Spittal,

Rudolf Stolz e.U./Zwettl, Totter GmbH/

An weiteren Aktivitäten listete Scherz auf:

• Die Mitgliederinformation MFI, die 4x

jährlich erscheint.

• Die Lehrlingsaktivitäten der LBS Gleinstätten

und LBS Hartberg (z. B. Musterorderrunden,

Musterlehrabschlussprüfungen

und Exkursionen sowie Sporttage)

• Die WIFI-Seminare, wie „Reklamationen

sind Chancen“ mit Franz Riedl (18. Oktober

im WIFI Süd) und die „Verkaufsschulungen

im Mode- und Freizeithandel“ mit

Stefan Braun (Aufbauseminar am 4. & 5.

November im WIFI Süd)

Abschließend leitete Obmann

Scherz die Präsentation von

Kai Jäckel ein. Eine Kurzfassung

wurde allen teilnehmenden

Betrieben elektronisch

übermittelt.

Fürstenfeld, Franz Tschitschko/Admont

und Friedrich Wörgötter/St. Johann/Tirol

geehrt. Mit dem „Crispino“, dem Schutzpatron

der Schuster wurden die Lieferanten

Ara, Gabor und Kennel & Schmenger ausgezeichnet.

Fotos: Ringschuh Austria GmbH

Bei einer Verlosung gewann die Firma Griesser aus Weitensfeld einen Fiat 500 Lounge in

Ringschuh-Design, die gesamte Ringschuh-Familie freute sich mit dem Gewinner.

Auch Ringschuh Austria wurde anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums

geehrt: Gremialobmann-Stv. KoR Franz Rattenegger überreichte

eine Auszeichnung der Wirtschaftskammer Steiermark.

16 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


Trendinformation Kai Jäckel | VERANSTALTUNG

TRENDINFORMATION H/W 2013:

Schwarz ist angesagt

Das Ende der Farbigkeit und der Cleanheit in der Mode verkündete Kai Jäckel,

Trendberater der TUB Unternehmensberatung, den MitarbeiterInnen des steirischen

Modehandels bei der Trendinformation zur Saison Herbst/Winter 2013.

Nach drei Saisonen im Farbenrausch ist jetzt sowohl „Schwarz von Kopf bis Fuß“

als auch „Dekorativ von Kopf bis Fuß“ angesagt.

Fotos: WKO Steiermark

Gremialobmann Harald Scherz konnte die Rekordzahl

von 317 Teilnehmern begrüßen.

Insgesamt präsentierte Jäckel fünf Modethemen,

und zwar für die DOB „Just black“,

„Decomania“ und „Grunge Deluxe“, für die

HAKA „Cosmopolitan Twist“ und „Close to

Nature“.

Die drei neuen Trendfarben sind black,

schwarz, noir …

Schwarz ist dabei aber nicht gleich

Schwarz. Schwarz spielt mit einer Vielzahl

von Optiken und neuen Oberflächen. Es

dominieren Nichtfarbigkeit und Materialmix-Ideen

im Spiel mit Leder, aber auch

das Dekorative spielt in dieser Saison wieder

eine wichtigere Rolle. Zwangsläufig

ergibt sich daraus eine ruhigere Farbaussage.

Die sogenannten „Darks“ wie Tinte,

Pflaume, Flaschengrün und Burgund

gewinnen modisch wieder an Bedeutung.

Im Trendbereich werden diese schwarznahen

Farben gerne zu Schwarz gestellt.

Kai Jäckel: Die drei neuen Trendfarben sind black,

schwarz und noir …

Als Gegenpol entwickelt sich eine helle

Farbstimmung. Offwhite, Kitt, Ecru und ein

helles Grau zeigen sich soft und edel untereinander

kombiniert. Dezente Metalliceffekte

in Silber oder Gold schaffen einen

zeitgeistigen Anspruch.

Zu dieser hellen Neutralstimmung

gesellen sich zarte Pastelle und reiche

Edelsteintöne, wie Rubin, Bordeaux, Smaragd,

Lila, Petrol und Royal. Wichtige Kombipartner

zu diesen Edelsteinfarben sind

neben Schwarz und Anthrazit dunkle

Marine- und Tinte-Töne.

JUST BLACK

Bei diesem Thema dominiert natürlich

Schwarz in Verbindung mit den neuen

Darks, die durch spannende Materialien

ganz unterschiedlich – von glamourös bis

rockig – interpretiert werden können. Im

Zentrum stehen Leder und Lederfinishes,

die sich auf sämtlichen Artikelgruppen wie

Hosen, Jacken, Kleidern, Röcken und

sogar Tops wiederfinden – wobei in dieser

Saison die schwarze Lederjacke und die

Leder-Bikerjacke ein absolutes „musthave“

sind.

Generell spielen kurze Kastenjacken im

Bikerchanellook oder auch als Jeansjacke

eine zentrale Rolle. Diese werden jetzt im

angesagten Lagenlook (Layering) zu längeren

Looseblusen und -shirts kombiniert.

Dem Layering-Gedanken nach werden

Leichtdaunen auch als Gilet eingesetzt.

Bei den Hosen steht nach wie vor die

Skinny Form im Mittelpunkt. Besonders

lässig dazu wirken Oberteile mit neuen

Volumen. Etwas trendiger noch als die

Skinnyform zeigen sich die etwas weiter

geschnittenen neuen Sexy Boyfriendjeans,

die vorallem mit Destroyedeffekten besonders

stylish wirken. Der Erfolg der gemusterten

Hose geht weiter.

Minimuster und Krawattendessins,

Pepitamuster, die besonders modern in

Schwarz-Weiß Kombinationen wirken,

erobern Blusen, Tops und Hosen.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

17


VERANSTALTUNG | Trendinformation Kai Jäckel

Im Outdoorbereich gibt es zwei wichtige

Strömungen. Ganz trendy präsentieren

sich moderne Wollmäntel im coolen Bikerstyling.

Alternativ garantieren die wärmenden

Steppjacken und Leichtdaunen vor

allem in den neuen Darks gute Abverkäufe.

KEY ITEMS:

> Kurze Kastenjacke im Chanel- und

Bikerstil

> Cleane schlichte Blazer

> Röhrenhosen, auch bedruckt und

beschichtet

> Gemusterte Zigarettenhose

> Lederrock und Lederhose (echt & Imitat)

> Schmale Etuikleider und Looseformen

> Glamourshirts und -sweats

> Lässige Loosepullis und schlichte Rollis

> Wollmäntel und -jacken mit sportiven

Details

„Black is back“ heißt es bei den JUST

BLACK-Accessoires:

> Interessante Oberflächen: Lack, Kroko,

Nubuk

> Klassiker bleiben trendbestimmend

> Nieten und Gothic-Elemente sind

moderne Dekoelemente

DECOMANIA

„Decomainia“ ist ein freies Patchwork der

verschiedensten Kulturen mit ausgefallenen

Drucken und reichen Ornamenten.

Diese dekorativen Highlights lassen in diesem

Herbst die Sortimente aufleben, allerdings

müssen die Glamourdetails immer in

einen alltagstauglichen Kontext gesetzt

werden. So wird die glänzende Chaneljacke

oder die Leofelljacke durch eine Jeans lässig

interpretiert. Der Glamourrock erhält

einen coolen Auftritt durch eine Militaryjacke

und die Metallicjeans und die dekorativen

Hosen werden tragbar durch den

Stilbruch mit einem Jeanshemd.

Den Schwerpunkt in diesem Thema

bilden die neuen Fancyhosen. Ob als

Jaqcuardmuster, Metallicbeschichtung

oder Camouflagedruck – besonders modern

wirken diese Styles im Vintagelook,

wodurch die opulenten Oberflächen etwas

entschärft werden.

Kombiniert werden die Fancy Hosen

mit sportiven Oberteilen: entweder mit lässigen,

etwas längeren Strickpullovern oder

mit Bikerjacken aus dem ersten Thema

„Just Black“. Cool wirkt der Look durch diesen

Bruch mit der Bikerjacke und durch

den Einfluss von Militaryelementen, überhaupt

lässt sich dieses Thema gut mit Just

Black kombinieren.

Ein absolutes Fashion Highlight sind

die neuen Motivpullis und -sweatshirts, die

mit Smileys, Herzen, Tierköpfen oder Glitzereffekten

versehen so manche Blicke auf

sich ziehen oder als „Statement-Shirt“ eine

Botschaft abgeben.

KEY ITEMS:

> Wolljacken im Cabanstil

> Fieldjackets und Leichtstepp

> Cord- und Samtblazer

> Bikerjacken aus Wolle und Leder

> Denim

> Schmale Hosen mit dekorativen Mustern

> Dekoröcke und Dekostrick

> Sportive Blusen mit Dekoelementen

> Statement-Shirts

GRUNGE DELUXE

„Grunge deluxe“ zeigt den Look für eine

Generation, die von den Ideen Umweltbewusstsein,

Wellness- und Slowfood und der

Zuwendung zur Natur beeinflusst ist.

Diese Tendenzen beschreiben den „Öko“

„Decomania heißt von Kopf bis Fuß dekorativ sein,

wobei eine Profiweisheit sagt: Geschmückte Ware =

verkaufsstarke Saison.“

Kai Jäckel

von heute und morgen, der cosy, casual

und relaxed durch die Stadt zieht.

Das Thema basiert auf einer ruhigeren

Farbstimmung mit hellen Naturtönen und

soften Pastellen. Im Zentrum steht der

Casual-, Wellness- und Feel-Good Gedanke

über gemütlich Jerseys und Strickthemen.

Um den Kuschelfaktor zu unterstreichen,

dominieren komfortable Silhouetten bei

den Oberteilen, sie werden „volumig“.

Im Vordergrund stehen sowohl Looseund

Boxypullover mit überschnittenen

Schultern und mehr Weite im Rumpf als

auch längere Pullover und Ponchostyles,

die gut zu den schmalen Hosen passen. Um

das Thema etwas cooler zu gestalten werden

die Styles mit den Themen Just Black

und Decomania gemixt.

So wird zum Beispiel der kuschelige

Strickpulli mit einer toughen Lederhose

gestyled oder der neue Oversizedpulli

erhält einen Glamourfaktor durch dekorative

Lurexdetails. Neben den vielen schma-

18 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


Trendinformation Kai Jäckel | VERANSTALTUNG

Fotos: WKO Steiermark

Das neue steirische Gremialteam mit Harald Scherz an der Spitze, Gertraud Hubmann und

Franz Rattenegger freute sich mit Kai Jäckel über eine volle Steinhalle in Lannach.

317 MitarbeiterInnen im Verkauf des steirischen Modehandels erfuhren

vom Ende der Farbigkeit und der Cleanheit in der Herbstmode 2013/14.

len Hosen wird für die Trendfrau die neue

Loosepant sehr interessant. Das sind

konisch geschnittene Hosen in Jersey oder

fließenden Stoffen, die oft mit Joggingdetails

besonderen Tragekomfort aufweisen.

Auch im Outdoorbereich wird es

kuschelig. Für die modische Kundin lassen

sich neue Hüllenmäntel mit überschnittenen

Schultern perfekt über die volumigen

Stricksilhouetten stylen. Den Schwerpunkt

bilden allerdings die neuen Edelparka im

Militarystyling mit Pelzinnenleben oder

verbrämten Kapuzen.

KEY ITEMS:

> Parka mit Fell

> Schmale Cord- und Samthosen

> Konische Hosen in fließenden Materialien

> Longpullis und Strickkleider

> Strukturpullis und lange Strickjacken

> Sweatshirts und Motivshirts (Wordings,

Tiere …)

> Subtiler Glamourstrick

> Fellwesten


In der HAKA herrschen weiche, leichte, flanellige

Qualitäten und voluminöse, rustikal

wirkende Warentypen vor.

COSMOPOLITAN TWIST

Protagonisten dieses Themas sind moderne

Dandys, die spielerisch mit Mode umgehen

und Spaß am Kombinieren und Experimentieren

haben. Klassik wird leger und

mit einem Augenzwinkern interpretiert,

zeigt sich urban und smart. Wichtigstes

Material ist Wolle, oft – wie in der DOB –

mit schwarzem Leder kombiniert.

Perfekte Schnittführung paart sich mit

weichen Materialen wie Flanell, Donegal,

Cord, Jersey und softem Strick. Accessoires

sind unverzichtbar als Verstärker und für

kräftige Farbakzente, und seien es nur farbige

Schuhsohlen.

Leichtstepper braucht man für den

Lagenlook, Hemden weisen viele grafische

Dessins auf (Musterungen wie bei den

Damenhosen). Rundhalspulli und Rollkragenpulli

feiern ein Comeback.

CLOSE TO NATURE

Dieses Thema behandelt den Outsider-Look

für Männer, die das Kernige lieben, egal ob

sie in der Natur oder der Stadt unterwegs

sind. Hier werden die Looks deutlich rustikaler,

die Silhouette locker und entspannt.

Workwear, Hunting und Fishing sind

als Einflüsse zu nennen. Die Materialien

können dementsprechend robuster ausfallen,

funktionelle Ausrüstung inbegriffen.

Strick sorgt für weichen Ausgleich. Schichtenlook

und Materialmix sind typisch.

Jacken weisen viele Innovationen auf,

der Mehrwert entsteht dabei meist über

den Materialmix, z. B. bei Outdoor Hybrid-

Formen und Materialmix aus Wolle, Technics,

beschichteter BW und Leder.

Authentische Denimhemden und sportive

Cordhemden sowie Outdoor-Hemden

sind angesagt. Kombiniert werden oft

unterschiedliche Materialstrukturen in

einem Teil.

Tiermotive auf Strick, Shirt und Hemd

haben – ähnlich der DOB – Potential.

Im Schuhbereich (hier das Thema Cosmopolitan

Twist) findet man

> Brogues und Brogue-Boots, geschnürt

und als Chelsea-Form

> Monks, auch als Boots

> Collegeschuh und Tassel-Loafer, Haferlaschen

> Antik-Finish, derbe Kreppsohlen, farbige

Sohlen, Material- und Farb-Mix

> Retro-Sneaker, farbige Laufschuhe und

Neon-Details.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

19


VERANSTALTUNG | Kartellrecht

VON PREISABSPRACHEN BIS ZUGABENANGEBOTE:

Kartellrechtsänderungen

betreffen auch KMU

Seit 1. März gilt in Österreich ein neues Kartellrecht. Vor allem für kleinere

Unternehmen kann es dadurch böse Überraschungen geben, warnte RA Hon.-Prof.

DDr. Jörg Zehetner bei einem Infoabend in Wien, den wir Ihnen auf Grund der

Aktualität (siehe EDITORIAL auf Seite 3) nicht vorenthalten möchten.

Die gefährlichste Materie überhaupt

„Bis vor ein paar Jahren hat sich niemand

vor dem Kartellrecht gefürchtet. Das hat

sich massiv geändert. Heute ist das Kartellrecht

die gefährlichste Materie für die

meisten Unternehmen überhaupt, weil es

enorme Konsequenzen nach sich ziehen

kann.” Mit diesen Worten ließ Kartellrechtsexperte

Jörg Zehetner aufhorchen.

An Konsequenzen mangelt es wahrlich

nicht, denn die Geldbußen können bis zu

zehn Prozent des Gesamtjahresumsatzes

ausmachen. Zudem drohen strafgerichtliche

Folgen für die handelnden Personen.

Verträge, die gegen das Kartellrecht verstoßen,

sind außerdem unwirksam.

Das Vorgehen der österreichischen und

auch der europäischen Behörden gegen Verstöße

gegen das Kartell- und Wettbewerbsrecht

wird immer entschlossener, berichtete

Zehetner. In den letzten zehn Jahren habe

das Kartellgericht auf Antrag der Bundeswettbewerbsbehörde

Geldbußen in der

Höhe von knapp 120 Millionen Euro verhängt.

Auch Hausdurchsuchungen nehmen

zu – insbesondere seitdem in Österreich die

Kronzeugenregelung eingeführt worden ist.

Doch was macht das Kartellrecht in der

neuen Fassung eigentlich so gefährlich –

abgesehen von den jetzt deutlich höheren

Strafen? Einerseits wurde die sogenannte

Bagatellgrenze beim Kartellverbot deutlich

gesenkt und neu definiert, sodass jetzt

auch kleine Unternehmen betroffen sein

können, wenn sie Preisabsprachen treffen.

Diese Änderungen bezeichnet Zehetner als

„dramatisch”.

Kartellrechtsexperte Jörg Zehetner warnte vor den Folgen eines Kartellrechtsverstoßes

Ermittlungsbefugnisse deutlich

ausgeweitet

Andererseits wurden Schadenersatzprozesse

deutlich erleichtert. „Die Gefahr von

Schadenersatzprozessen steigt damit deutlich”,

warnt der Experte. Auch der Kronzeugenstatus

schützt nicht vor Schadenersatzansprüchen.

Ebenso wenig schützt eine

freiwillige Einigung mit der Behörde, um

lange Verfahren und ein hohes Bußgeld zu

vermeiden. Auch hier sind Schadenersatzprozesse

jetzt leichter möglich. Weiters

wurden die Ermittlungsbefugnisse der Bundeswettbewerbsbehörde

deutlich erweitert,

beispielsweise bei Hausdurchsuchungen.

„Bei Hausdurchsuchungen ist es wichtig,

dass man seine Rechte und Pflichten kennt,

sonst kann das teuer kommen”, sagte

Zehetner. Hier ist neu, dass die Behörde IT-

Fachkräfte mitbringen kann, die bei einer

Hausdurchsuchung in die Computersysteme

des Unternehmens vorgelassen werden

müssen. Ebenso können Mitarbeiter des

Unternehmens während der Durchsuchung

inhaltlich befragt werden – auch das gab es

bisher nicht. Zudem dürfen nun auch von

österreichischen Behörden Räume versiegelt

werden – bislang durfte das nur die EU-

Kommission. Wer das Siegel aufbricht, ist

mit einer Freiheitsstrafe von bis zu sechs

Monaten bedroht. Unterlagen dürfen aber

weiterhin nur als Kopie mitgenommen werden,

nicht im Original.

Vorsicht auch bei der Werbung

Reich an Fallen ist auch der gesamte

Bereich der Kundenansprache über Werbung,

wie der Geschäftsführer des Schutz-

Alle Fotos: pictures born/Nessler

20 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


Kartellrecht | VERANSTALTUNG

Kartellverbot

(§ 1 KartG; Art 101 AEUV)

Verboten sind

– Vereinbarungen zwischen Unternehmen

– Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen

– aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen

welche eine Verhinderung, Einschränkung oder

Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder

bewirken [und den Handel zwischen den Mitgliedstaaten

zu beeinträchtigen geeignet sind]

verbandes gegen unlauteren Wettbewerb,

Hannes Seidelberger, ausführte.

Jedes Unternehmen muss in Werbefragen

nämlich vier Grundregeln einhalten:

> Erstens, seine Werbung muss offenkundig

als solche erkennbar sein.

> Zweitens, der Werbeinhalt muss wahr

sein.

> Drittens, die Werbung muss sachlich

sein.

> Und viertens, sie muss Pflichtinformationen

enthalten, speziell wenn

auch Preise genannt werden.

Gerade für neue Unternehmen am Markt ist

es wichtig zu wissen, dass bei der Kundenansprache

von Neukunden Telefon-, Faxund

E-Mail-Werbung grundsätzlich unzulässig

sind. Was aber auch viele schon länger

bestehende Unternehmen nicht wissen,

ist

> die Zulässigkeit vergleichender Werbung,

sofern Gleichartiges verglichen

wird und keine Irreführung vorliegt

und

> seit Jänner 2013 auch die grundsätzliche

Zulässigkeit der Werbung mit

Zugaben, sofern die Bedingungen

solch einer Aktion klar angekündigt

werden.

Hannes Seidelberger ist Geschäftsführer des Schutzverbandes gegen unlauteren Wettbewerb und berichtete

in seinem launigen und mit zahlreichen Beispielen untermauerten Vortrag über mögliche Fallen in der Welt

der Werbung.

UND DAMIT

UNS ALLE!

Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut.

wko.at/klartext

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

21


WIRTSCHAFT | KMU Forschung Austria

KMU Forschung Austria:

Die Konjunkturentwicklung im

stationären Einzelhandel

Geringes nominelles Umsatzplus im

I. Halbjahr 2013

Die Umsätze im stationären Einzelhandel

lagen im I. Halbjahr 2013 nominell knapp

über dem Vorjahresniveau (+0,3 %). Real,

d. h. unter Berücksichtigung des Preiseffekts,

sind die Erlöse um –1,8 % zurückgegangen.

Insgesamt setzte sich die Umsatzentwicklung

des II. Halbjahres 2012 auch im

I. Halbjahr 2013 weiter fort. Das Ergebnis

spiegelt zudem die schwache Nachfrage der

privaten Haushalte wieder.

Absolut betrug der stationäre Einzelhandelsumsatz

im I. Halbjahr 2013 netto

rund € 26 Mrd. Die nominelle Umsatzsteigerung

um +0,3 % entsprach einem absoluten

Plus von rund € 78 Mio. gegenüber

dem I. Halbjahr 2012.

Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes

nominell: +0,3 %

real: –1,8 %

Zahl der Einzelhandelsbeschäftigten: +0,2 %

Verkaufspreissteigerungen weiterhin unter Inflation

Bei realer Betrachtung war das Umsatzwachstum

ebenfalls bei den Drogerien und

Parfümerien (+1,0 %) am höchsten. Zudem

konnte nur noch der Einzelhandel mit

Schuhen (ebenfalls +1,0 %) das Umsatz -

niveau des Vorjahres mengenmäßig übertreffen.

Dies ist darauf zurückzuführen,

dass die Verkaufspreise im Schuheinzel-

Weiterhin große Unterschiede

im Hinblick auf die nominelle Umsatzentwicklung

Im I. Halbjahr 2013 zeigt sich weiterhin

eine Polarisierung zwischen den Einzelhandelsstandorten:

18 % der Geschäfte mit

einem Umsatzwachstum von mehr als 10 %

stehen 28 % gegenüber, die Erlösrückgänge

von mehr als –10 % hinnehmen

mussten. Insgesamt war der Anteil der Einzelhandelsgeschäfte

mit einem Minus

(49 %) höher als mit einem Plus (38 %).

Einzelhandel mit kosmetischen

Artikeln mit bester Umsatzentwicklung

im I. Halbjahr 2013

Der Einzelhandel mit kosmetischen

Erzeugnissen (+3,0 %) und der Lebensmitteleinzelhandel

(+2,5 %) konnten im

I. Halbjahr 2013 die höchsten nominellen

Umsatzsteigerungen erzielen. Dies bestätigt,

dass Güter des täglichen Bedarfs

weniger von der Konsumzurückhaltung

betroffen sind.

22 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


KMU Forschung Austria | WIRTSCHAFT

handel – ausgehend von vergleichsweise

hohen Preissteigerungen im Vorjahr – im

I. Halbjahr 2013 zurückgegangen sind.

Im Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf

gingen die Umsätze in Folge

der schwachen Umsatzentwicklung im

I. Quartal (kalter, langer Winter) sowohl

nominell (–3,4 %) als auch real (–4,7 %)

in der ersten Jahreshälfte 2013 am stärksten

zurück.

Beste Umsatzentwicklung im

Jänner 2013

Im I. Halbjahr 2013 kam es im Jänner,

März, April und Mai zu nominellen Umsatzsteigerungen.

Real lagen die Umsätze nur

im Jänner über dem Vorjahresniveau. Ein

Vergleich der einzelnen Monate zeigt im

Jänner – bei einem Verkaufstag mehr als

im Vorjahr – die mit Abstand beste Umsatzentwicklung.

Zu deutlichen Rückgängen

kam es demgegenüber im Februar und

Juni. Im Februar ist dies u. a. auf einen im

Vergleich zum Vorjahr fehlenden Verkaufstag

zurückzuführen. Im Juni konnte das

vergleichsweise hohe Ausgangsniveau des

Vorjahres (Juni 2012: +5,7 %) nicht

erreicht werden.

Einzelhandelsbeschäftigte

I. Halbjahr 2013: +0,2 %

Im Durchschnitt des I. Halbjahres 2013 lag

die Anzahl der unselbständig Beschäftigten

(exkl. geringfügig Beschäftigte) im

österreichischen Einzelhandel mit rund

280.600 unselbstständig Beschäftigten

leicht um +0,2 % über dem Vorjahresniveau.

Im stationären Einzelhandel zeigt

sich dieselbe Entwicklung (+0,2 %).

Zwischen Jänner und März 2013 lag die

Anzahl der Einzelhandelsbeschäftigten auf

bzw. leicht unter dem Niveau des jeweiligen

Vorjahresmonats. Im zweiten Jahresviertel

kam es zu einem Wachstum zwischen

+0,5 % und +0,7 %.

Die Zahl der geringfügig Beschäftigten,

das sind rund 12 % der MitarbeiterInnen

im Einzelhandel, ist gegenüber dem

I. Halbjahr 2012 um +2,3 % gestiegen. Die

Entwicklung war in allen Monaten positiv.

Am höchsten fielen die Steigerungen, wie

auch bei den unselbständig Beschäftigten,

im Mai aus.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

23


WIRTSCHAFT | KMU Forschung Austria

Einzelhandelspreissteigerungen liegen

unter der Inflationsrate

Im I. Halbjahr 2013 lagen die durchschnittlichen

Verkaufspreiserhöhungen im

Einzelhandel (2,1 %) weiterhin unter der

Inflationsrate (2,3 %).

Im I. Halbjahr 2013 fielen die durchschnittlichen

Verkaufspreissteigerungen im

Lebensmitteleinzelhandel mit 3,3 % am

stärksten aus. Die Bandbreite bei den

Preisrückgängen bzw. -steigerungen ist bei

einzelnen Lebensmitteln dabei sehr hoch.

Im Möbeleinzelhandel (2,9 %), im sonstigen

Einzelhandel (2,5 %) sowie im Lederwareneinzelhandel

(2,5 %) waren die Preiserhöhungen

im Durchschnitt ebenfalls

höher als im Einzelhandelsdurchschnitt

(2,1 %).

Hingegen wirken die vergleichsweise

geringen Preissteigerungen im Bekleidungseinzelhandel,

das ist die Branche mit

den zweithöchsten Einzelhandelsumsätzen,

dämpfend auf die Preisentwicklung im

Einzelhandel.

Preisrückgänge in der ersten Jahreshälfte

2013 verzeichneten der Einzelhandel

mit Elektrogeräten, Computern und

Fotoartikeln und der Schuheinzelhandel.

Ausblick 2013: Krise im Euro-Raum

dämpft heimische Konjunktur

Die Krise im Euro-Raum erschwert die Konjunkturerholung

in Österreich. Die Schwäche

der Auslandsnachfrage dämpft die

Investitionen. Auch die Konsumnachfrage

im Inland bleibt verhalten. Das WIFO

erwartet zwar im II. Halbjahr einen mäßigen

Aufschwung, das BIP dürfte im

Gesamtjahr 2013 real jedoch lediglich um

+0,4 % wachsen.

Der private Konsum wird im Jahr 2013

von der schwachen Entwicklung der Realeinkommen

(verfügbares Einkommen:

+0,4 %) und der zunehmenden Sparneigung

(Sparquote: 7,9 % (2013) nach 7,7 %

(2012)) belastet. Dies führt zu einem realen

Anstieg der privaten Konsumausgaben

von +0,2 %. Dieses leichte Wachstum ist

jedoch ausschließlich auf die nicht-dauerhaften

Konsumgüter zurückzuführen. Die

Inflation wird 2013 auf 2,2 % zurückgehen

(2012: 2,4 %).

Der Großteil der EinzelhändlerInnen

(75 %) erwartet lt. KMU Forschung Austria

für die nächsten Monate keine Änderung

des Geschäftsverlaufs (Vorjahr: 71 %). Der

Anteil der Unternehmen, der mit einer Verbesserung

rechnet, ist von 22 % im Vorjahr

auf 10 % zurückgegangen. Jener, der eine

Verschlechterung erwartet, ist von 7 % auf

15 % gestiegen.

24 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


Foto: Wilke

KMU Forschung Austria | WIRTSCHAFT

LORENTSCHITSCH:

Einzelhandel

mit stabiler Entwicklung

Der heimische Handel ist ein Schiff, das auch bei hohem Wellengang stabil bleibt“, fasste

Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich

(WKÖ), die aktuelle Entwicklung der Branche zusammen. Die Umsätze im stationären Einzelhandel

– also ohne Internethandel und Großhandel – in Österreich lagen im ersten Halbjahr

2013 nominell um 0,3% über dem Vorjahresniveau.

Verkaufsfläche im stationären Handel

nach Standorten, 2012

FMG

3,9 Mio m²

(28%)

Verkaufsfläche im stationäreren Handel

in Österreich: 16,2 Mio m² [100%]

EKZ/FMZ

2,5 Mio m²

(17%)

[15%]

[24%]

Einkaufsstraßen

Verkaufsfläche im

stationären Einzelhandel:

14,4 Mio m² (100%)

Nebenlagen

8,0 Mio m²

(55%)

[49%]

EKZ/FMZ: Einkaufs- und Fachmarktzenten; Verkaufsfläche der Einzelhandelsgeschäfte ohne

Berücksichtigung der Gastronomie und Dienstleistungen in EKZ/FMZ; vorläufige Werte

FMG: Fachmarktgebiete, vorläufige Werte

Quellen: KMU Forschung Austria, Standort+Markt (vorläufige Werte)

[9%]

1,4 Mio m²

Einen leichten Zuwachs gab es auch bei der

Zahl der Beschäftigten. „Das zeigt klar, dass

das Plus bei geringfügigen Beschäftigten

keine Verschiebung in der Beschäftigtenstruktur

ist. Der Anstieg der Beschäftigtenzahlen

im Handel zeigt einmal mehr, dass

der Handel seiner gesellschaftspolitischen

Verantwortung auch in turbulenten Zeiten

wie diesen gerecht wird. Der Handel steht

[3%]

Ladengeschäfte/

Erzeugung

0,4 Mio m²

Großhandelsgeschäfte

zu seinen Mitarbeitern“,

betonte Lorentschitsch auch

mit Verweis auf die Zusagen

mehrerer Handelsunternehmen,

Mitarbeiter der insolventen

Dayli übernehmen zu wollen.

Dass dem Handel ein raueres

Konjunkturklima entgegenschlägt,

zeigt der Rückgang

des realen Umsatzes um

1,8 %. Insgesamt setzte sich

die Umsatzentwicklung des

zweiten Halbjahres 2012 auch

in der ersten Jahreshälfte 2013

fort. In absoluten Zahlen

betrug der Umsatz im stationären Einzelhandel

netto rund 26 Mrd. Euro.

Erstmals seit Jahren steigt Zahl der

stationären Geschäfte wieder

Ein überraschendes Ergebnis bringt die

Strukturanalyse der KMU Forschung: Erstmals

seit Jahren steigt die Zahl der stationären

Geschäfte wieder. Zum ersten Quartal

2013 standen den KonsumentInnen rund

42.600 Einzelhandelsgeschäfte zum Einkaufen

zur Verfügung. Hinzu kommen noch

2.000 Verkaufslokale von Großhandelsunternehmen

sowie 3.900 Ladengeschäfte von

Erzeugungsunternehmen, die vorwiegend

ihre selbst erzeugten Produkte vertreiben.

Insgesamt bietet der stationäre Handel

seinen KundInnen die Möglichkeit, in

48.500 Geschäften einzukaufen – das ist

eine Zunahme von 100 Geschäften gegenüber

dem Vorjahr. Bemerkenswert ist, dass

die Zahl der kleinen inhabergeführten Einzelhandelsgeschäfte

nicht – wie in den

Jahren davor – rückläufig ist. Das zahlenmäßige

Wachstum ist jedoch auf die

Expansion der großen, filialisierten Handelsunternehmen

zurückzuführen. Im längerfristigen

Vergleich zeigt sich, dass die

Zahl der Geschäfte in Österreich zwischen

2002 und 2012 um 9 % gesunken ist, während

die Verkaufsflächen um 7 % gewachsen

sind. Insgesamt beläuft sich die Verkaufsfläche

im stationären Handel nun auf

rund 16 Mio. Quadratmeter.

AKTUELL: Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria im Einzelhandel Jänner bis Juli 2013

UMSATZVERÄNDERUNG ZUM VORJAHR IN %

Einzelhandel 1 ) Bekleidung Lederwaren Schuhe Sportartikel

nominell real nominell real nominell real nominell real nominell real

1/2013 2,5 0,3 0,7 –1,4 2,1 –0,2 8,4 4,9 –3,5 –4,7

2/2013 –2,4 –4,3 –4,3 –5,2 –3,4 –4,6 –0,1 –4,2 –3,0 –5,8

3/2013 0,8 –1,1 –7,9 –9,1 5,1 3,1 –20,4 –17,4 3,4 0,8

4/2013 0,2 –1,8 3,1 3,8 0,3 -2,6 12,1 17,0 –2,3 –3,9

5/2013 1,4 –1,0 1,0 0,3 –0,6 –4,2 –0,8 4,2 –1,0 0,4

6/2013 –2,1 –4,1 –3,7 –3,2 –6,9 –9,4 –0,4 0,7 –7,9 –8,4

7/2013 3,4 1,6 –2,3 –0,3 –4,3 –7,0 –4,5 –5,5 2,4 0,4

1

) Der Einzelhandel insgesamt beinhaltet den Lebensmitteleinzelhandel lt. ACNielsen Umsatzbarometer exkl. Hofer und Lidl.

Auf Grund der laufenden Aktualisierung der Datengrundlage kann es zu geringfügigen Änderungen der Ergebnisse kommen.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

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Die Branche im Licht der Medien

Shoppingcenter & Retailparks

ÖSTERREICH

SCS bestätigt Primark als Mieter

Im Sommer sperrten der erste Lego-

Store und ein Laden der Kultmarke

Superdry in der SCS auf. Auch Verträge

mit dem Textildiskonter Primark sind

fixiert, der Start erfolgt noch im Weihnachtsgeschäft.

Kronen Zeitung 18.6.13

STEIERMARK

Dino-Maskottchen

für Grazer Center West

Das Center West in Graz wird umgebaut.

Eine der ersten Neuerungen –

eine Minigolfanlage am Dach von Toys

’R’ Us – wurde nun eröffnet. Mitten drin:

ein zwölf Meter hoher Dinosaurier als

Maskottchen des „Minigolf-Adventure-

Parks“. Im September wurde auch die

Fassade neu gestaltet und ein neuer

zentraler Eingang geschaffen.

kleinezeitung.at 23.7.13

Neue ÖBB-Haltestelle

Liebenau-Murpark

Ab 15. Dezember brauchen Bahnkunden

nur noch zwölf Minuten von der

neuen ÖBB-Haltestelle Liebenau-Murpark

bis zum Hauptbahnhof. Im August

erfolgte der Spatenstich für die neue

Station neben dem Einkaufszentrum,

die auch als Umsteigepunkt im Grazer

Osten fungieren soll. In unmittelbarer

Nähe befinden sich eine Park & Ride-

Anlage, eine Straßenbahn- sowie zehn

Busanbindungen. Land, Stadt und die

ÖBBInfrastruktur AG teilen sich die

Baukosten von rund 1,4 Mio. €

kleinezeitung.at 13.8.13

Neue Geschäfte

im Grazer Shopping Nord

Seit Juli findet man im Grazer Shopping

Nord Trachten Regensthein und eine

Chocolaterie. Am 6. 9. kam noch die

Boutique Ajqu hinzu. Kronen Zeitung 14.8.13

Immobilien & Entwickler

Google Indoor Maps gestartet

Anhand von Gebäudekarten in Google

Maps können Smartphone-Nutzer ab

sofort auch das Innere von Gebäuden

wie Einkaufszentren, Universitäten oder

kulturellen Einrichtungen erkunden.

Zum Start haben Partner wie die Unibail-Rodamco,

McArthurGlen und die

Shoppingcity Seiersberg Karten ihrer

Gebäude zugänglich gemacht. Interessenten

können Gebäudepläne eigenständig

bei Google hochladen. Anleitung

unter http://maps.google.com/help/

maps/indoormaps/ MA Google 23.7.13

80 Prozent aller Österreicher

gehen ins Einkaufszentrum

Beinahe 80 % aller Österreicher besuchen

zumindest gelegentlich Einkaufszentren.

Sie schätzen vor allem, alle

Konsumwaren unter einem Dach zu

finden (45 %). Das ist das Ergebnis einer

repräsentativen Umfrage unter mehr

als 1.000 Konsumenten, die vom Institut

für Grundlagenforschung (IGF) im Auftrag

von SES Spar European Shopping

Centers durchgeführt wurde. Von den

Unter-30-Jährigen verbringen 90 %

zumindest gelegentlich ihre Freizeit in

Shopping-Centern. Ein knappes Drittel

der jüngeren Generation geht nicht nur

des Shoppens wegen ins Einkaufszentrum,

sondern um Leute zu treffen.

Auch 70 % der über 60-Jährigen nützen

das Angebot der Einkaufszentren. „Diese

Generation schätzt vor allem die Barrierefreiheit

der Shopping Center. Es gibt

dort keine Gehsteigkanten. Mit Lift und

Rolltreppen sind alle Bereiche auch für

Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß

unterwegs sind, bestens erreichbar“,

heißt es in der Studie. MA IGF 29.7.13

EUROPA:

Wachstumsmarkt Outlet Center

In den letzten 12 Monaten wurden europaweit

8 neue Factory Outlet Center

(FOC) mit gemeinsam 160.000 m² Verkaufsfläche

realisiert. Besonders

Deutschland hat in diesem Zeitraum mit

3 Neueröffnungen stark zugelegt. Auch

Russland und Polen verzeichnen eine

dynamische Entwicklung. In einigen

westeuropäischen Ländern ist aber

bereits eine Marktsättigung festzustellen.

Angetrieben wird die FOC-Entwicklung

nicht nur durch Betreiber und

Investoren, sondern auch durch Städte

und Gemeinden sowie internationale

Markenhersteller. Europaweit sind derzeit

insgesamt 149 FOC mit einer Verkaufsfläche

von 2,4 Mio. m² in Betrieb.

Die erfolgreichsten FOC erzielen Um -

sätze, von denen Einkaufszentren nur

träumen können. Das Bicester Village

bei Oxford (GB) etwa liegt bei einer Produktivität

von knapp 20.000 €/m² Verkaufsfläche.

Aber auch das Risiko des

Scheiterns ist groß: Laut ecostra wurden

in Europa bisher 21 FOCs wieder

geschlossen oder trotz Fertigstellung

nie eröffnet. Das ergibt eine „Havarie-

Quote“ von 14 %. „Dieser Wert ist für

Projektentwicklungen im Einzelhandelsbereich

geradezu dramatisch. Er

bedeutet, dass im Mittel etwa jedes

siebte Vorhaben in einen meist langfristigen

Leerstand mündet“, so ecostra-

Inhaber Joachim Will. MA Ecostra 31.7.13

Marken

Hallhuber expandiert

Das deutsche Modeunternehmen Hallhuber

eröffnete Anfang August einen Store

mit über 400 m² Fläche in der Wiener

Mariahilferstraße. Damit verfügt Hallhuber

über sieben Geschäfte in Österreich.

Geschäftsführer Norbert Steinke: „Bei

unseren Expansionsplänen spielt Österreich

eine große Rolle. Wir sehen hier

eine sehr kaufkräftige Kundschaft, die

hohes Interesse an unseren Kollektionen

zeigt. Und gerade in der Weltstadt Wien

mit seinem internationalen Publikum

sehen wir weitere Wachstumschancen.“

Bis Ende des Jahres soll sich die Zahl der

26 MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13


Hallhuber- Stores europaweit von 132 auf

über 170 erhöhen. cash.at 8.8.13

Adler hat Woolworth-Übernahme

verdaut

Die Adler Modemärkte AG hat im ersten

Halbjahr in Österreich ein Vorsteuerergebnis

von 550.000 € erzielt. Der Um -

satz lag mit 38 Mio. € auf Vorjahresniveau.

Im Gesamtjahr 2012 hatte Adler in

Österreich einen Verlust von 1,65 Mio. €

eingefahren, 2011 lag das Minus sogar

bei 2,17 Mio. €. Grund dafür war die

Übernahme von acht Filialen der insolventen

Handelskette Woolworth, die

alles andere als rund lief. Aktuell hält

das Unternehmen hierzulande bei 26

Standorten, heuer soll es bloß zu zwei

Übersiedlungen kommen. 2014 stehen

auch zwei Neueröffnungen auf dem

Programm. Wirtschaftsblatt 12.8.13

Ochsner Sport will nach Österreich

Der Schweizer Sportfachhändler

Ochsner Sport expandiert ins Ausland.

Das bestätigt Heinrich Deichmann, Chef

der deutschen Deichmann-Gruppe, zu

der Ochsner gehört. „Wir haben in der

Schweiz alle freien Flecken erreicht“,

sagt Deichmann in einem Interview.

„Die Regionen Deutschland, Österreich

und die Schweiz haben viele Gemeinsamkeiten.“

Mehr Umsatz ist nicht der

einzige Grund für die Expansion. Deichmann

würde mit dem Einstieg in andere

Märkte auch günstigere Einkaufsmöglichkeiten

für die Schweizer Tochter

erhalten. Ochsner Sport hat 2012 mit

97 Filialen 409 Mio. Franken umgesetzt.

presseportal.ch 5.6.13

NKD soll verkauft werden

Mit der Übernahme von 100 Filialen der

Herz TPS im Jahr 1995 betrat der deutsche

Textildiskonter NKD den österreichischen

Markt. 17 Jahre später zählte

die Kette rund 280 Filialen (Ende 2012)

und katapultierte sich bereits vor Jahren

an die Spitze der Top Bekleidungshändler

in Österreich. Nach Standorten

gesehen, ist NKD die Nr. 1 am österreichischen

Bekleidungsmarkt. Die starke

Expansion der letzten 18 Monate soll

das Unternehmen vom Kurs abgebracht

haben, neben dem Heimmarkt Deutschland

(ca. 1.300 Filialen) und Österreich

ist NKD auch noch in den Märkten Slowenien,

Italien, Kroatien, Polen und in

der Schweiz tätig. Aktuell zählt NKD

insgesamt ca. 2.000 Filialen und rund

8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Regioplan Newsletter Juli 2013

Quelle: Regioplan Newsletter

Top-Marktteilnehmer des Anzahl der

Bekleidungshandels Standorte

in Österreich n. Anzahl Ende 2012

ihrer Standorte

(gerundet)

NKD 280

KiK 250

Palmers 205

Fussl 140

Charles Vögele 140

C&A 140

Takko 125

Bonita 120

s’Oliver/comma 110

SPANIEN

C&A schließt 21 Geschäfte

Der deutsche Modehändler C&A schließt

Ende Juli 21 seiner 130 Stores in Spanien.

Laut Unternehmensangaben ist der

spanische Modemarkt seit 2007 um fast

30 % eingebrochen. Neben den Schließungen

stehen auch ausgewählte Neueröffnungen

sowie Refurbishments auf

der Agenda. C&A ist bereits seit 30 Jahren

in Spanien aktiv. just-style.com 15.7.13

Märkte

Marktübersicht Bekleidungshandel

Der Bekleidungseinzelhandel ist eine

der dynamischsten Branchen in Österreich.

Die Marktkonzentration ist vergleichsweise

gering. Die 5 umsatzstärksten

Marktteilnehmer (1. H&M,

2. C&A, 3. Peek & Cloppenburg, 4. Kik,

5. Charles Vögele) verfügen über einen

Marktanteil von 45 %. Dahinter rangieren

in der Umsatz-Hitparade: 6. New

Yorker, 7. Inditex (Zara/Bershka/Pull &

Bear), 8. NKD. Nach Verkaufsfläche

gesehen sind die fünf größten Händler

C&A (125.000 m²), kik (124.000 m²),

Charles Vögele (107.000 m²), H&M

(101.000 m²) und Fussl (82.000 m²) für

30 % der Verkaufsflächen verantwortlich.

regioplan.eu 22.7.13; regiodata.eu 7.8.13

Mehr Arbeitslose,

weniger offene Stellen

Im Juli ist die Zahl der Arbeitsuchenden

gegenüber Juli 2012 um 12 % auf

320.337 Personen gestiegen. In absoluten

Zahlen kamen 34.438 Jobsuchende

dazu. Während die Arbeitslosenzahlen

seit Monaten steigen, sinkt die Zahl der

gemeldeten offenen Stellen (Juli:

–11,8 %). Dabei sind in den Zahlen die

jüngsten Großpleiten noch nicht enthalten.

Männer sind von der steigenden

Arbeitslosigkeit stärker betroffen als

Frauen, Ausländer mehr als Inländer,

ältere Personen deutlich höher als

Junge. Aber auch bei offenen Lehrstellen

gab es einen Rückgang von 17 %.

Österreich liegt mit einer Arbeitslosenquote

von 4,6 % (nach EU-Berechnung)

PRESSESPIEGEL

seit 28 Monaten auf Platz eins im europäischen

Vergleich. orf.at 1.8.13

Wirtschaft wächst um 0,2 %

Österreichs Wirtschaft ist im zweiten

Quartal so stark gewachsen wie seit

einem Jahr nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt

(BIP) legte im Quartalsabstand

um 0,2 % zu. Im Jahresabstand

wuchs das BIP im zweiten Quartal real

um 0,3 %, so das WIFO in seiner

Schnellschätzung. Im ersten Quartal

2013 war die Wirtschaft gegenüber dem

Vorjahr noch geschrumpft – aber real

doch nur um 0,5 % und nicht wie bisher

angenommen um 0,7 %. orf.at 14.8.13

Distanzhandel: Ungebremster Boom

66 % aller Österreicher ab 15 Jahren

haben zwischen Mai 2012 und April 2013

zumindest einmal im Versand-handel,

Internethandel oder über Teleshopping

eingekauft, zeigt die Studie „Konsumentenverhalten

im Distanzhandel 2013“

der KMU Forschung Austria im Auftrag

des Handelsverbands. 4,8 Mio. Käufer

gaben insgesamt 6,4 Mrd. € aus, ein

Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahr.

Das Ende der Fahnenstange ist damit

noch lange nicht erreicht, denn erst jetzt

beginnt sich „Shopping via Smartphone“

dynamisch nach oben zu entwickeln. Die

Ausgaben für Einzelhandelswaren via

Handy liegen heuer bei rund 200 Mio. €,

was lediglich 3 % der Gesamtausgaben

im Distanzhandel entspricht.

MA Handelsverband 27.6.13

Insolvenzen, Konkurse:

Was ist im Handel los?

fragt sich Susanne Brosch in der Kronenzeitung

anhand der dayli-Insolvenz und

Niedermeyer-Pleite sowie der Entwicklungen

bei traditionsreichen heimischen

Familienunternehmen, wie Kika/Leiner,

Sport Eybl & Sports Experts sowie Bau-

Max. Dazu Wirtschaftsuni-Professor und

Handelsexperte Peter Schnedlitz: „Die

Problemfirmen lassen sich nicht über

einen Kamm scheren. Zu verschieden

sind die Ursachen: dayli ist ein Spezial -

fall wegen des zu hohen Optimismus

des Ex-Eigentümers. Handel lebt nicht

nur von Visionen, sondern ist beinharte

Knochenarbeit. Die anderen waren über

Jahrzehnte erfolgreiche, grundsolide

Unternehmen, die Immobilienbesitz

haben, aber Opfer ihrer Expansionswut

wurden. Der Osten entwickelte sich

nicht wie erwartet. Kika und Eybl waren

keine Notverkäufe, die Betriebe brauchten

neues Kapital für Investitionen."

Unser Newsletter wird u. a. mit Unterstützung des ACSC Newsletters erstellt.

Quellenangabe: www.acsc.at. Dort finden Sie auch weitere interessante Meldungen.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 3|13

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2. SPORTABEND

WANN: 15. Oktober 2013 um 18.30 Uhr

TREFFPUNKT: Red Bull Ring Spielberg

Sichern Sie sich noch rasch Ihre Plätze für den 2. Sportabend am 15. Oktober 2013!

Treffen Sie die Stars und TOP-Sport Repräsentanten beim 2. Sportabend und informieren

Sie sich und Ihre Mitarbeiter über die Sport-Trends 2013/2014.

PROGRAMM:

18.30 Uhr Registrierung der Teilnehmer/innen & Begrüßung | Begrüßungsimbiss

19.00 Uhr Führung über das Gelände des Red Bull Rings

20.00 Uhr Begrüßung durch den Landesgremialobmann Harald Scherz

Branchenüberblick: Wie sieht es in der Sportbranche aus?

Dr. Holger Schwarting: „Chancen für den stationären mittelständischen

Sportfachhändler durch die beschleunigte Marktsegementierung im

österreichischen Sportfachhandel“

Gerhard Goldbrich: „Das Unternehmen Sturm Graz“

Mag. Michael Nendwich: VSSÖ-Akademie als Chance für den Fachhandel

Treffen Sie beim Sportabend noch weitere Persönlichkeiten aus der Welt des Sports

ca. 22.00 Uhr Get together

Moderation:

Mag. Gerald Saubach, Sportchef im ORF Landesstudio Steiermark

Wir bitten um rasche ANMELDUNG

mit der genauen Teilnehmeranzahl unter 308@wkstmk.at.

Die Kosten für die Abendveranstaltung werden vom Landes gremium übernommen.

Fotos: Erwin Polanc

Impressum MODE & FREIZEIT [ıntern] 3.13

Medieninhaber: Landesgremium des

Handels mit Mode und Freizeitartikeln,

Wirtschaftskammer Steiermark, Sparte Handel

Gremialbereich Mode, Lifestyle, Gesundheit

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

T 0316/601-574, F 0316/601-1212,

E 308@wkstmk.at

Redaktion und für den Inhalt verantwortlich:

Mag. Johannes Klemm, Geschäftsführer

Gestaltung und Druck: Druckerei Robitschek,

1050 Wien, Schlossgasse 10–12

Offenlegung nach dem Mediengesetz:

Medieninhaber (Verleger): Landesgremien des

Handels mit Mode und Freizeitartikeln,

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

Grundlegende Richtung: Information der Gremialmitglieder

über rechtliche und wirtschaftliche

Belange der Branche.

P. b. b. Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt

1000 Wien, Zulassungsnummer 10Z038583F

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz:

http://wko.at/stmk/offenlegung/308

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