Neue Mitte - KKV Bundesverband

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Neue Mitte - KKV Bundesverband

kkv, zeitschrift für katholiken in wirtschaft und verwaltung

01/ 13

Brennende

Kirchen

Weltweit werden 100

Millionen Christen verfolgt

Frischer Wind

Lenkungskreis der KKV-Junioren

Zukunft Europas

Neujahrsempfang des Bundes

„Mach doch die Bluse zu“

Ein Beitrag zur Sexismus-Debatte

Ein Stück KKV-Geschichte

Zum Tod von Karl Baule


Inhalt • Termine

1/13

4 „Ich kann Jesus nicht

verleugnen“

Verfolgte Christen brauchen Hilfe

7 Frischer Wind in den Segeln

Neuer Lenkungskreis der KKV-Junioren

9 Geistliches Wort

Zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI.

11 Zukunft ist nicht nur Krise

Neujahrsempfang des Bundesverbandes

14 Menschenwürde achten

KKV Viersen feiert Jubiläum

16 Verantwortlich handeln

KKV Bochum bringt sich in soziale Projekte ein

20 Ein Stück KKV-Geschichte

Zum Tod von Karl Baule

23 Herzkammer des KKV

Münchner Hansa-Haus wird modernisiert

impressum

neue mitte – Zeitschrift der Katholiken in

Wirtschaft und Verwaltung

Herausgeber: KKV-Bundesverband.

Bismarckstraße 61, 45128 Essen,

E-Mail: info@kkv-bund.de,

www.kkv-bund.de

Redaktion: Andreas Schuppert, Joachim Hüpkes

Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der

Redaktion. Die Redaktion behält sich sinngemäße

Kürzungen vor. Redaktionsschluss nächste Ausgabe:

15. Mai 2013

Die Neue Mitte erscheint vier Mal jährlich. Der

Bezugspreis beträgt 2,30 Euro pro Heft bzw. 9,20

Euro pro Jahr, jeweils inkl. Versandkosten. Für

Mitglieder ist der Bezugspreis im Verbandsbeitrag

enthalten.

Druck: Druckhaus Breyer, 49356 Diepholz.

Gedruckt auf chlor- und säurefrei gebleichtem

Papier.

Terminkalender

Wildbad Kreuth

5. bis 7. April 2013

„QUO VADI, ARABIA?“, KKV Bildungswerk Bayern

Wiesbaden

13. April 2013

120-jähriges Jubiläum des KKV Wiesbaden

Freiburg

10. Mai 2013

Verleihung des KKV Ehrenpreises „Ehrbarer Kaufmann

2013“, Freiburg

10. bis 12. Mai 2013

87. KKV Bundesverbandstag in Freiburg

Kevelaer

23. Juni 2013

KKV Bezirkswallfahrt in Kevelaer

Koblenz

11. bis 15. September 2013

„Mann für Mann – Meter für Meter“, Wandern und Pilgern an

der Mosel, von Koblenz nach Neef

Wiesbaden

11. bis 19. September 2013

Studienreise in die Provence, KKV Wiesbaden

Essen

16. bis 23. September 2013

KKV-Herbstreise zur „Grünen Insel“ Irland

Ich beneide meine Eltern um die Unbeirrbarkeit

ihres Gottvertrauens, die

sie hatten und die mir leider manchmal

fehlt. Mein Glaue ist momenthafter,

nervöser. Doch letztlich ist er

Notwendigkeit für mich. Er macht

Sinn. Nicht zuletzt bedeutet er Trost

und Hoffnung.

Matthias Matussek, Das katholische Abenteuer,

Eine Provokation, Deutsche Verlags-Anstalt,

München 2011

2 neue mitte 01/13


Auf ein Wort

Der Verband geht neue Wege

Junge Menschen wollen sich aktiv in die Arbeit des KKV einbringen.

Fotos: KKV/Tobias Gotthardt

Liebe KKVerinnen und KKVer!

A

ls wir diese Ausgabe der

Neuen Mitte planten, konnten

wir nicht ahnen, dass Papst

Benedikt XVI. am 11. Februar seinen

Verzicht auf das Amt des Bischofs von

Rom zum 28. Februar erklären würde.

Wie intensiv muss der Papst mit sich

und Gott gerungen haben, um eine solche

Entscheidung zu fällen? Andererseits

hat er genau das praktiziert, was er

bereits 1977 aus Anlass eines Symposiums

zum 80. Geburtstag von Paul

VI. über das Papstamt gesagt hatte: Er

(der Papst) müsse sich „als der ganz

Kleine halten und verhalten“. Er müsse

bekennen, „dass er nichts anderes weiß

als nur das eine, was ihm von Gott, dem

Vater, durch Christus gelehrt worden

ist“. Genau das hat Papst Benedikt

während seiner Amtszeit praktiziert.

Bei ihm stimmte Wort und Tat überein.

Das machte ihn so glaubwürdig und

menschlich so sympathisch.

Von daher empfand ich die Häme und

die oft unsachliche Kritik mit der Papst

Benedikt vor allem hier in Deutschland

überzogen wurde, mehr als beschämend.

Zu Recht schrieb der Publizist

Dr. Andreas Püttmann am 15. Februar

in „The European“: „Dabei verkörpert

er (Benedikt XVI.) Deutschlands beste

Traditionen: wissenschaftliche Exzellenz,

Bildung, Sprachkunst, Fleiß,

Tapferkeit, Gewissenskultur und Frömmigkeit.

Doch scheinen die Deutschen

einige dieser Tugenden entweder nicht

mehr hoch genug zu schätzen, oder ihr

Blick auf die herausragende Persönlichkeit

des Papstes ist zur sehr verstellt

durch ihr Unverständnis, vor allem für

die sexualmoralischen Lehren der Kirche,

in die sich die mediale Diskussion

seit Jahren verbissen hat.“

Für mich jedenfalls war und ist Papst

Benedikt XVI. eine Ausnahmeerscheinung.

Und das von ihm ausgerufene

Jahr des Glaubens für die Erneuerung

der Kirche notwendiger denn je.

Eine gute Nachricht erhielten wir dieser

Tage aus Berlin. Volker Kauder, Vorsitzender

der Bundestagsfraktion der

CDU/CSU, wird den Festvortrag bei

unserem Bundesverbandstag in Freiburg

halten. Damit konnten wir einen

hochkarätigen Bundespolitiker gewinnen,

dem es als überzeugter evangelischer

Christ unter anderem ein Anliegen

ist, sich für die verfolgten Christen

weltweit einzusetzen. Gleichzeitig

freuen wir uns, dass unser Podium am

Freitagnachmittag mit der Sozialethikerin

Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer,

dem Bundestagsabgeordneten Peter

Weiß und dem Generalsekretär des

ZdK, Dr. Michael Vesper, nicht nur

prominent, sondern auch fachlich

gut besetzt ist. Dass Erzbischof Dr.

Robert Zollitsch am Freitagabend den

Eröffnungsgottesdienst mit uns feiern

wird, ist natürlich ein weiteres Highlight

unseres Verbandstages. Und wer

unseren Geistlichen Beirat, Msgr. Prof.

Dr. Peter Schallenberg, bereits erleben

konnte, weiß auch, dass wir mit ihm

beim Abschlussgottesdienst ebenfalls

einen hervorragenden Zelebranten und

Prediger haben. Kurzum: Ihre Teilnahme

am Verbandstag ist von daher schon

ein Muss. Und die Stadt Freiburg allein

schon eine Reise wert.

Lassen Sie mich auch noch kurz auf

unser entstehendes Juniorennetzwerk

eingehen. Wie Sie dem gesonderten

Beitrag auf den Seiten 7 und 8 entnehmen

können, haben wir dank der

Initiative unseres stellvertretenden

Bundesvorsitzenden Tobias Gotthardt

eine Reihe jüngerer Mitglieder gewonnen,

die sich aktiv und engagiert in

unserem Verband einbringen wollen.

So war es für mich einfach eine Freude

zu erleben, wie sich die Mitglieder des

Lenkungskreises bei ihrem Treffen

in Köln eingebracht haben. Sie sehen,

auch junge Leute sind für den KKV

zu gewinnen, wenn sie sich inhaltlich

positionieren können.

Zum Schluss noch ein Wort zu unserer

Pressearbeit. Dank unserer aktuellen

und pointierten Stellungnahmen

werden wir mehr und mehr auch in den

Medien wahrgenommen. So fragte beispielsweise

die Redaktion der Fuldaer

Zeitung aufgrund unserer Pressemitteilung

vom 6. Februar im Sinne Familienpolitik

nach, ob wir bereit seien,

diesen Beitrag als Gastkommentar zu

schreiben. Dieses Angebot haben wir

selbstverständlich gerne angenommen.

Und so wurde unsere Stellungnahme

am 14. Februar in der Hauptausgabe

der Fuldaer Zeitung (Auflage: rund

50.000 Exemplare, rund 175.000 Leser

im Verbreitungsgebiet Osthessen sowie

in kleinen Teilen Unterfrankens und

Südthüringens) in vollem Umfang

abgedruckt. Ich denke, eine bessere

– und zudem kostenlose – Werbung

konnten wir für den KKV kaum bekommen.

Von daher darf ich nochmals

an die Vorsitzenden appellieren, diese

Chancen auch vor Ort zu nutzen und

unsere Presseerklärungen auch als eigene

Pressemitteilungen an ihre lokalen

Medien zu versenden. Eindrucksvoller

und einfacher können wir uns örtlich

nicht positionieren. Was hält uns also

davon ab, diese Chancen zu nutzen?

In diesem Sinne herzliche Grüße und

Kreuzschiff voraus

Ihr

Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender

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3


Titel

Alltägliche Gewalt: Zerstörter Gottesdienstraum einer evangelisch-koptischen Gemeinde in Ägypten.

„Ich kann Jesus nicht

verleugnen“

Rund 100 Millionen Christen weltweit werden in ihren Staaten verfolgt, drangsaliert, eingesperrt

und getötet. Anschläge auf Gottesdienstbesucher gehören zum Alltag. Immer mehr Politiker

fordern die Regierenden im Westen auf, stärkeren Druck auf Länder auszuüben, in der die freie

Religionsausübung nicht garantiert ist. Die verfolgten Christen brauchen vor allem Hilfe.

W

eihnachten 2010. Eine

Stunde früher als geplant

hat Bischof Kyrillos in Nag

Hammadai (Oberägypten) den Gottesdienst

beendet, weil er ganz sicher gehen

wollte. Er verließ die Kirche durch

einen Hintereingang, um kein Aufsehen

zu erregen. Dabei bemerkte er, wie

ein Auto langsam um die Kirche fuhr.

Das Fahrzeug erreichte den Vordereingang,

als die ersten Gläubigen das

Gotteshaus verließen. Dann waren nur

noch Schüsse aus Maschinenpistolen zu

hören: Acht koptische Christen starben

an Ort und Stelle, zwei erlagen später

ihren Verletzungen. Auch ein Muslim

wurde getötet, der sich zufällig in der

Nähe der Kirche aufhielt. Zwei weitere

Muslime und neun koptische Christen

wurden verletzt. Einige Wochen später,

am 19. Januar, wurde die christliche

4 neue mitte 01/13


Titel

Foto: Archiv

Gemeinschaft von Rahmaniya-Kebly

nahe von Nag Hammadi im Bezirk

Qena Ziel eines Salafitenangriffs. Die

Angreifer stürmten mit dem Schlachtruf

„Allahu Akbar“ (Gott ist groß) die

Häuser der Christen, ihre Geschäfte

und die Kirche und zündeten sie an.

Zwei Christen wurden schwer verletzt:

ein Junge von 16 und ein Mann von 40

Jahren.

Nag Hammadai ist kein Einzelfall.

Überall auf der Welt müssen Christen

um Leib und Leben fürchten, nur weil

sie einer Religion angehören, die eine

Minderheit in ihrem Land darstellt.

Oft werden die Täter von den Behörden

gedeckt, werden die Ursachen für

die brutalen Überfälle den Christen

selbst in die Schuhe geschoben: Wie

im Fall Nag Hammadai, wo Christen

angeblich ein muslimisches Mädchen

vergewaltigt haben sollen. Die wirklichen

Ursachen liegen aber in mangelnder

Religionsfreiheit oder in den

Toleranzauffassungen absolutistischer

Staaten wie zum Beispiel Vietnam oder

China.

Ausmaß der Christenverfolung ist

schockierend und alamierend

Deutsche Politiker fordern seit langem

eine härtere Gangart gegenüber

Staaten, die religiöse Minderheiten

verfolgen. Der mittelfränkische CSU-

Europaabgeordnete Martin Kastler,

KKV-Mitglied, rief die Bundesregierung

zu einem stärkeren Einsatz für echte

Religionsfreiheit in der Welt auf. Das

von Hilfswerken ermittelte Ausmaß der

Christenverfolgung weltweit sei „schockierend

und alarmierend“. Die Politik

in Deutschland und Europa müsse die

Bekämpfung der Christenverfolgung

und jeder Einschränkung der Religionsfreiheit

stärker als bisher zu ihrem Thema

machen. Wo Menschen um ihres

Glaubens willen verfolgt würden, könne

kein Friede entstehen, betonte der

CSU-Politiker. Und wo kein Friede einkehren

könne, seien alle Bemühungen

um Entwicklung und Nachhaltigkeit

vergebens. „Religionsfreiheit, nicht nur

dem Papier, sondern der Realität nach,

muss ein hartes Kriterium für unsere

Entwicklungslitik werden – und darüber

hinaus auch für unsere Außen- und

Handelspolitik.“

Auch der Fraktionsvorsitzende der

CDU/CSU-Fraktion im Bundestag,

Volker Kauder, Festredner beim

diesjährigen KKV-Bundesverbandstag,

beschäftigt sich als praktizierender

evangelischer Christ mit der Verfolgung

von Christen in der Welt. Er sehe das

als Aufgabe und Pflicht einer Partei an,

die sich auf christliche Wurzeln berufe

und die sich nicht in den Fragen des

Alltagsgeschäfts von Wirtschafts- und

Sozialpolitik erschöpfen dürfe, erläutert

er der Frankfurter Allgemeinen

Zeitung. Glaubensfreiheit sei ein Teil

der individuellen Menschenwürde, so

Kauder.

Bundestagsvizepräsident Wolfgang

Thierse (SPD) rief bezüglich der Lage

der Christen im Irak dazu auf, nicht

tatenlos zuzusehen, wie Minderheiten

diskriminiert werden. Religionsfreiheit

sei der Schlüssel für ein friedliches

Zusammenleben. Dabei dürften „keinerlei

Abstriche zugelassen“ werden.

„Schon wer Menschen als Ungläubige

beschimpft“, bahne einen Weg für den

Hass. „Keine Religion darf zur Begründung

von Gewalt missbraucht werden“,

so Thierse. Andere wie der SPD-

Politiker Christoph Strässer wollen die

Religionsfreiheit sogar als Voraussetzung

für den Beitritt in die Europäische

Union festschreiben, zum Beispiel für

die Türkei. Ein solches Land dürfe

nicht Mitglied der EU werden, wenn

die Religionsfreiheit nicht garantiert

sei, so Strässer.

Die dramatische Situation vieler

Christen weltweit geht im politischen

Alltag oft unter, wird allenfalls bei

Anschlägen mit vielen Toten und

Verletzten deutlich. Die Hilfsorganisation

für verfolgte Christen „Open

Doors“ hat im Jahr 2008 eine Zahl von

100 Millionen Menschen ermittelt,

die wegen ihres christlichen Glaubens

Repressalien ausgesetzt sind, verfolgt

und getötet werden. Der jährlich

veröffentlichte „Weltverfolgungsindex“

ist eine Rangliste von 50 Ländern,

die anzeigt, wo Christen wegen ihres

Glaubens am stärksten verfolgt und

diskriminiert werden. An der

Spitze stehen Nordkorea und

Saudi-Arabien. Schlusslicht bildet der

Niger. In nordafrikanischen und muslimischen

Staaten ist die Verfolgung

besonders brutal.

Schlimm wird es, wenn Muslime

Christen werden. Dann werden sie

von ihren Familien verstoßen, Unterstützung

und Annahme finden sie bei

anderen Christen. Mohammed aus

Ägypten wuchs auf in einer streng muslimischen

Familie und war selbst ein

engagierter Verfechter des Islam. Doch

es kamen ihm Zweifel. Später wurde

er Christ. „Ich besuchte heimlich die

Gottesdienste und den Bibellesekreis“,

erzählt er. „Die Liebe der Christen

berührte mich. Heute ist der Bibellesekreis

wie eine Familie für mich.“

Seitdem der 42-Jährige Christ ist, stellt

ihm seine leibliche Familie nach. Verwandte

sperrten ihn ein, verprügelten

ihn und drohten damit, ihn zu töten.

Die Familie setzt ihn immer wieder unter

Druck, zum Islam zurückzukehren.

„Ich kann Jesus nicht verleugnen, sonst

würde er mich auch verleugnen“, sagte

er zu ihnen.

Lebendige und wachsende Kirche

in christenfeindlichen Staaten

Mit dem Verfolgungsindex wird das

Ausmaß der Unterdrückung von

Christen in aller Welt erfasst und

dokumentiert. Erstellt wird er von

einer internationalen Expertengruppe

in Zusammenarbeit mit den Christen

der betroffenen Länder. Mit diesem

Index macht Open Doors Kirchen,

Gesellschaft, Medien und Politik die

Situation der verfolgten Kirche bewusst,

damit den Christen effektiv auf

verschiedenen Ebenen geholfen wird.

Der Index hat noch eine weitere

Botschaft: Selbst in hochgradig christenfeindlichen

Staaten gibt es eine

lebendige und wachsende Kirche.

Christen halten im Verborgenen an ihrem

Glauben fest. Sie benötigen unsere

Hilfe. Hinter jeder Platzierung stehen

Kinder, Frauen und Männer, die Tag

für Tag damit leben, für ihr Bekenntnis

zu Jesus Christus bespitzelt, misshan-

neue mitte 01/13

5


Titel • Aus dem Bundesverband

delt, verhaftet oder gar umgebracht zu

werden. Auch der KKV setzte sich in

den vergangen Jahren intensiv für die

verfolgten Christen in aller Welt ein.

Als einer der ersten Verbände unterstützte

er ausdrücklich die Initiative

„Solidarität für verfolgte und bedrängte

Christen“ der Deutschen Bischofskonferenz.

Mit der 2003 ins Leben

gerufenen Aktion wollen die deutschen

Bischöfe die Aufmerksamkeit verstärkt

auf die Situation jener Christen lenken,

deren Menschenrechte eingeschränkt

und missachtet werden. Dazu geben

die deutschen Bischöfe regelmäßig

Arbeitshilfen heraus, geben Impulse

für Treffen und Gottesdienste und

Hinweise, wie den verfolgten Christen

in aller Welt geholfen werden kann.

Für diese Hilfe aus Deutschland ist

Bischof Kyrillos besonders dankbar:

„Wir werden schon lange von der Kirche

und den Christen in Deutschland

unterstützt. Ohne diese Unterstützung

wären wir nicht in der Lage, alle unsere

Aktivitäten durchzuführen. Wir wünschen

uns weiter diese Unterstützung

und Solidarität und bitten, uns beim

täglichen Gebet nicht zu vergessen.“

Andreas Schuppert

Dokumentiert

Werte anderer Religionen anerkennen

In unserer Zeit, da sich das Menschengeschlecht

von Tag zu Tag enger zusammenschließt

und die Beziehungen

unter den verschiedenen Völkern sich

mehren, erwägt die Kirche mit um so

größerer Aufmerksamkeit, in welchem

Verhältnis sie zu den nichtchristlichen

Religionen steht. Gemäß ihrer Aufgabe,

Einheit und Liebe unter den Menschen

und damit auch unter den Völkern zu

fördern, fasst sie vor allem das ins Auge,

was den Menschen gemeinsam ist

und sie zur Gemeinschaft untereinander

führt.

Alle Völker sind ja eine einzige Gemeinschaft,

sie haben denselben Ursprung,

da Gott das ganze Menschengeschlecht

auf dem gesamten Erdkreis wohnen

ließ auch haben sie Gott als ein und

dasselbe letzte Ziel. Seine Vorsehung,

die Bezeugung seiner Güte und seine

Heilsratschlüsse erstrecken sich auf

alle Menschen, bis die Erwählten vereint

sein werden in der Heiligen Stadt,

deren Licht die Herrlichkeit Gottes sein

wird; werden doch alle Völker in seinem

Lichte wandeln.

Die Menschen erwarten von den verschiedenen

Religionen Antwort auf die

ungelösten Rätsel des menschlichen

Daseins, die heute wie von je die Herzen

der Menschen im tiefsten bewegen:

Was ist der Mensch? Was ist Sinn

und Ziel unseres Lebens? Was ist das

Gute, was die Sünde? Woher kommt

das Leid, und welchen Sinn hat es? Was

ist der Weg zum wahren Glück? Was ist

der Tod, das Gericht und die Vergeltung

nach dem Tode? Und schließlich: Was

ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis

unserer Existenz, aus dem wir kommen

und wohin wir gehen?

Von den ältesten Zeiten bis zu unseren

Tagen findet sich bei den verschiedenen

Völkern eine gewisse Wahrnehmung

jener verborgenen Macht, die

dem Lauf der Welt und den Ereignissen

des menschlichen Lebens gegenwärtig

ist, und nicht selten findet sich auch

die Anerkenntnis einer höchsten Gottheit

oder sogar eines Vaters.

Diese Wahrnehmung und Anerkenntnis

durchtränkt ihr Leben mit einem tiefen

religiösen Sinn.

Im Zusammenhang mit dem Fortschreiten

der Kultur suchen die Religionen

mit genaueren Begriffen und in einer

mehr durchgebildeten Sprache Antwort

auf die gleichen Fragen. So erforschen

im Hinduismus die Menschen das

göttliche Geheimnis und bringen es in

einem unerschöpflichen Reichtum von

Mythen und in tiefdringenden philosophischen

Versuchen zum Ausdruck und

suchen durch aszetische Lebensformen

oder tiefe Meditation oder liebend-vertrauende

Zuflucht zu Gott Befreiung von

der Enge und Beschränktheit unserer

Lage. In den verschiedenen Formen

des Buddhismus wird das radikale Ungenügen

der veränderlichen Welt anerkannt

und ein Weg gelehrt, auf dem die

Menschen mit frommem und vertrauendem

Sinn entweder den Zustand vollkommener

Befreiung zu erreichen oder

– sei es durch eigene Bemühung, sei es

vermittels höherer Hilfe – zur höchsten

Erleuchtung zu gelangen vermögen.

So sind auch die übrigen in der ganzen

Welt verbreiteten Religionen bemüht,

der Unruhe des menschlichen Herzens

auf verschiedene Weise zu begegnen,

indem sie Wege weisen: Lehren und Lebensregeln

sowie auch heilige Riten.

Die katholische Kirche lehnt nichts von

alledem ab, was in diesen Religionen

wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem

Ernst betrachtet sie jene Handlungsund

Lebensweisen, jene Vorschriften

und Lehren, die zwar in manchem von

dem abweichen, was sie selber für wahr

hält und lehrt, doch nicht selten einen

Strahl jener Wahrheit erkennen lassen,

die alle Menschen erleuchtet...

Deshalb mahnt sie ihre Söhne, dass sie

mit KIugheit und Liebe, durch Gespräch

und Zusammenarbeit mit den Bekennern

anderer Religionen sowie durch

ihr Zeugnis des christlichen Glaubens

und Lebens jene geistlichen und sittlichen

Güter und auch die sozial-kulturellen

Werte, die sich bei ihnen finden,

anerkennen, wahren und fördern.

Erklärung „Nostra aetate“ über das Verhältnis

der Kirche zu den nichtchristlichen

Religionen des Zweiten Vatikanischen

Konzils

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Der neue Lenkungskreis der KKV-Junioren will sich für den Verband engagieren. Im Bild mit dem Bundesvorsitzenden Bernd-M. Wehner (ganz links)

und Bundesgeschäftsführer Joachim Hüpkes (ganz rechts).

Frischer Wind in den Segeln

Mit dem Junioren-Lenkungkreis bekommt der KKV neue Gesichter – und geht neue Wege, um

junge Menschen für den Verband zu gewinnen.

W

„ir haben begonnen,

ein neues Kapitel in der

Geschichte des KKV zu

schreiben“, mit diesen Worten kommentierte

Tobias Gotthardt, stellvertretender

Bundesvorsitzender und

Junioren-Beauftragter des KKV, die

Ergebnisse einer Klausurtagung des

vom Bundesvorstand eingesetzten,

siebenköpfigen Lenkungskreises zur

Ausarbeitung eines Junioren-Konzepts.

Bereits zum Bundesverbandstag in

Freiburg will das junge Team erste

Akzente setzen.

„Das Potenzial ist da“, so Gotthardt.

So wiesen die aktuellsten Mitgliederstatistiken

bundesweit über 800 aktive

KKV-Mitglieder unter 50 Jahren aus.

Gerade in den vergangenen Monaten

sei es gelungen, auch zahlreiche

jüngere Mitglieder anzusprechen. Nun,

so Gotthardt, „ist unser großes Ziel,

diese jungen Menschen im KKV über

die Grenzen der Ortsgemeinschaften

hinaus zu verknüpfen und ihnen so den

Mehrwert eines lebendigen, dynamischen

Netzwerks zu bieten.“ Die

Chancen stünden dafür nicht schlecht:

„Die neuen Medien bieten uns

Möglichkeiten einer direkten, persönlichen

Ansprache – egal, ob der Angesprochene

in Lübeck sitzt, in Görlitz,

Aachen oder Memmingen.“

Ein bunt gemischtes Team

Um die Aufbauarbeit für das Netzwerk

gut schultern zu können, wurde ein

Lenkungskreis als beratendes Gremium

ins Leben gerufen. „Mit im Boot“

sitzen dort sechs junge Mitglieder des

KKV – teils länger und vor Ort aktiv,

teils neu im KKV. „Diese Mischung war

wichtig, um möglichst offen und kreativ

an die Herausforderung heranzugehen.“

Auch fachlich präsentiert sich das

Team bunt gemischt – vom selbstständigen

Kaufmann über Medienfachleute

und Theologen bis hin zum Juristen ist

alles dabei.

So sitzen im Lenkungskreis neben

Tobias Gotthardt auch Sebastian

Adamski (Hildesheim), Alexander

Hein (Erfurt), Judith Klaiber (Tübingen),

Raquel Marx Auza (Frankfurt),

Anja Pfeffermann (Berlin), Christoph

Scholz (Mainz). Ebenfalls mit in die

Beratungen eingebunden ist – neben

Bundesgeschäftsführer Joachim Hüpkes

und Bundesvorsitzendem Bernd-M.

Wehner, Iris Kater (Viersen), Koordinatorin

des ebenfalls neuen Frauennetzwerks

im KKV-Bundesverband.

Gemeinsam widmeten sie sich der

Junioren-Aufgabe bei ihrer Klausur

in Köln mit großem Elan. „Es macht

neue mitte 01/13

7


Aus dem Bundesverband

Spaß, sich auf diese Art und Weise

für die Zukunft einer wertvollen Idee

einzusetzen“, so Alexander Hein. Und

Anja Pfeffermann ergänzt: „Die Idee

des KKV ist zeitlos – man muss nur die

richtigen Wege finden, um die jungen

Menschen zu erreichen.“ Gerade in der

aktuellen Krise, so Sebastian Adamski,

„sind viele Jüngere auf der Suche nach

Werten und Orientierung.“ Führungsnachwuchskräfte

stellten sehr wohl

die Frage, „was zählt für mich über Job

und bloße Karriere hinaus?“, so Raquel

Marx Auza.

In den Anliegen der jungen Generation

will der Lenkungskreis nun auf

die Angebote des neuen Netzwerks

orientieren. Via facebook habe man

bereits eine virtuelle Plattform zur Vernetzung

geschaffen. „Über 80 jüngere

Mitglieder im KKV nutzen das bereits

– eine Quote von zehn Prozent, kein

schlechter Start“, so Gotthardt.

Eine eigene Homepage, Newsletter

und ein Faltblatt sollen schon bald für

das Junioren-Projekt werben. „Unser

Ziel ist es, den Ortsgemeinschaften

Materialien an die Hand zu geben,

mit denen sie vor Ort auf die Jüngeren

zugehen können – selbst, wenn es vor

Ort an der jungen Generation fehlt.

Ein Klick bei facebook und man ist

im persönlichen Kontakt mit anderen

Jungen im KKV.“ Neben zwei, drei juniorenspezifischen

Veranstaltungen pro

Jahr auf Bundesebene wolle man auch

die regionale und lokale Ebene stärken.

Noch dieses Jahr sollten – ergänzend

zum Lenkungskreis – regionale Ansprechpartner

benannt und, wo möglich,

regionale oder gar lokale Junioren-

Netzwerke ins Leben gerufen werden:

„Realistischer Weise geht das nicht flächendeckend

– und nicht von heute auf

morgen. Wir haben aber Ansatzpunkte

in starken Ortsgemeinschaften, die

als Leuchtturmprojekte in die Fläche

wirken können“, so Gotthardt.

Ambitionierte Projekte

Ebenfalls in Arbeit genommen haben

die Junioren ambitionierte Projekte wie

eine Stellenbörse, ein Mentoringprogramm

und ein sog enanntes „KKV-

ExperTeam“. Letzteres ist eine vom

Bundesverband geführte Liste junger

Fachleute und Referenten, die – unter

Nennung ihrer jeweiligen Themenschwerpunkte

– von den Ortsgemeinschaften

und Regionalverbänden als

Referenten honorarfrei angefragt

werden können. Lediglich Reisekosten

und Spesen sind zu übernehmen.

Beeindruckt von „Elan und Aufbruchstimmung

im Lenkungskreis“

zeigte sich auch Bundesvorsitzender

Bernd-M. Wehner: „Es ist schön zu

sehen, wie sich hier die Segel unseres

Kreuzschiffes mit frischem Wind

füllen.“ Der Bundesverband werde

das „nach besten Möglichkeiten

unterstützen.“ Zudem baue er auf die

„generationenübergreifende Solidarität

im Gesamtverband. Das Engagement

der Junioren braucht am Anfang auch

Startkapital. Wenn wir das gemeinsam

durch Spenden unterstützen, bauen

wir mit an der Zukunft unseres KKV.

KKV-Bund

Ihre Spende für die Juniorenarbeit:

Um zielgerichtet und zweckgebunden die

Arbeit des neuen Junioren-Netzwerks im

KKVgestalten zu können, freuen wir uns

über Spenden: Die unter dem Stichwort

KKV-Junioren“ eingehenden Spendengelder

werden ausschließlich für den

Aufbau des Juniorennetzwerks, für deren

Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung

von Veranstaltungen verwendet.

Konto 111 400 17, Bank im Bistum Essen,

BLZ 360 602 95 (KKV-Junioren)

150. Mitglied bei facebook

Das soziale Netzwerk ist ein wirksames Instrument der KKV-Öffentlichkitsarbeit.

Tobias Gotthardt (rechts) überrascht das 150.

facebook-Mitglied Oliver Rott.

Mit einer Flasche KKV-Sekt hat der

stellvertretende KKV-Bundesvorsitzender

Tobias Gotthardt Oliver Rott

als 150. Fan der KKV-Seite im sozialen

online-Netzwerk facebook begrüßt und

überrascht. „Unser Informations- und

Dialogangebot auf dieser Plattform

entwickelt sich mehr und mehr zu

einem zentralen Medium unserer

Verbandsarbeit“, so Gotthardt, der im

Bundesvorstand unter anderem für

Öffentlichkeitsarbeit und Verbandsentwicklung

verantwortlich ist. Über die

150 direkten Fans hinaus, so Gotthardt,

„wird die Seite etwa 1500 mal pro Woche

geklickt. Berichte, die wir auf der

Seite veröffentlichen, werden – über

die jeweiligen Seiten der Fans – inzwischen

von über 66.000 Menschen gesehen.“

Orts- und Diözesanverbände lädt

der stellvertretende Bundesvorsitzende

ein, vor Ort für die facebook-Angebote

des KKV zu werben: „Wer ein facebook-

Profil besitzt, muss in der Suchfunktion

nur „kkv_direkt“ eingeben und schon

kann er ein ‚gefällt mir‘ klicken.“

Mit den sozialen Netzwerken wie

facebook will der KKV besonders junge

Menschen erreichen und für den Verband

begeistern. KKV-Bund

8 neue mitte 01/13


Geistliches Wort

Der Preis der Moderne

Zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI.

Foto: KKV Bund

Liebe KKVerinnen und KKVer!

P

apst Benedikt XVI. habe ich

ganz gut gekannt: Mehr noch

aus seiner Zeit als Kardinalpräfekt

der Glaubenskongregation,

als sein Sekretär Dr. Josef Clemens

war, aus dem Erzbistum Paderborn,

aus Weidenau bei Siegen gebürtig,

mit dem ich schon von Anfang meines

Studiums 1984 in Rom an befreundet

bin. Von 1984 bis 1989 studierte ich

im Collegium Germanicum et Hungaricum

in Rom; mindestens einmal im

Jahr lud Josef Clemens im Auftrag von

Kardinal Ratzinger die Paderborner

Priesterstudenten zu einem gemütlichbesinnlichen

Sonntagabend im Collegio

Teutonico am Campo Santo im Vatikan

direkt neben dem Petersdom, ein.

Dort wohnte Josef Clemens, dort hatte

auch ganz am Anfang seiner römischen

Tätigkeit Kardinal Ratzinger gewohnt

und dort feierte er jeden Donnerstag

früh um 7 Uhr die Heilige Messe, an

der wir Studenten auch manchmal

teilnahmen. An den Abenden mit

Kardinal Ratzinger wurden Lieder

gesungen und erzählt, und er fragte

nach unseren Studien, sehr freundlich

und völlig unkompliziert. Er kam auch

öfters als Gast zu besonderen Anlässen

wie Priesterweihe oder Hauskonzert zu

uns Studenten im Germanicum. Später,

1989 bis 1992, wohnte ich selbst für die

Zeit des Doktorates im Collegio Teutonico

und sah Kardinal Ratzinger oft,

und immer fragte er nach Paderborn

und nach meinen Studien und – typisch

für seine aufmerksame Art – wie

es den Eltern ginge, die er einige Male

in Rom getroffen hatte. Als er im April

2005 von den Kardinälen nach der langen

schweren Krankheit und dem Tod

von Papst Johannes Paul II. zum Papst

gewählt wurde, war ich überrascht

(wegen seines fortgeschrittenen Alters)

und froh (wegen seiner Menschlichkeit

und Bildung). Und jetzt bin ich wieder

überrascht (obwohl über einen altersbedingten

Rücktritt im Vatikan schon

lange gewispert wurde) und traurig

(weil er uns sehr fehlen wird) – aber

er hat recht! Denn: Niemand hat wohl

besser und aufmerksamer das lange

Leiden und die schwere Krankheit und

das lange Sterben von Papst Johannes

Paul II. verfolgt, außer seinem Privatsekretär,

als Kardinal Ratzinger. Und

mehrfach hat er fast beiläufig gesagt,

dass er ein solch langes Leiden im Papstamt

sich und der Kirche ersparen will.

Kein Mensch kann lebenslang ein

Leitungsamt führen

Das ist ehrlich und mutig und sehr

modern! Denn damit und mit dem

Rücktritt vom Amt ist die Kirche in der

Moderne angekommen. Warum? Weil

in Zeiten von Hochleistungsmedizin

und künstlicher Lebensverlängerung

kein Mensch mehr lebenslang ein

Leitungsamt wahrnehmen kann, jeder

kommt in der Zukunft an die Grenzen

der geistigen und körperlichen

Gesundheit und kann dann ohne

Zweifel weiter leben, aber eben nicht

mehr leitende und verantwortliche

Aufgaben wahrnehmen. Der Tübinger

Philosoph Otfried Höffe hat vor Jahren

schon ein Büchlein veröffentlicht mit

dem zunächst etwas rätselhaften Titel

„Moral als Preis der Moderne“ und

meinte damit: Die Moderne und die

Postmoderne sind so unübersichtlich

und so in der Beobachtung der Medien

und so anfordernd, dass man viel mehr

Moral und Tugend braucht als früher,

in den Zeiten, in denen einem von

Gesellschaft, Kaiser und Gewohnheit

viele Entscheidungen abgenommen

wurden. Und so kann man im Blick auf

die Entscheidung des Papstes auch

sagen: Rücktritt wegen Gesundheit ist

der Preis der Postmoderne. Der Papst

hat es selbst in seiner Erklärung an die

Kardinäle gesagt: Die Leitung der Kirche

ist hoch kompliziert, anstrengend,

anfordernd und dazu braucht es geistige

und körperliche Gesundheit. Und

daher ist es richtig, bei Bewusstsein

und schwächer werdender Gesundheit

den Weg frei zu machen, für die Wahl

eines neuen Bischofs von Rom.

Und das ist das, was oft vergessen

wird: Eigentlich ist nicht der Papst

zurückgetreten, denn Papst ist nur ein

Ehrentitel für den Bischof von Rom.

Zurückgetreten ist der Bischof von

Rom, der von den Kardinälen (anstelle

der früher dafür zuständigen Pfarrer

der römischen Pfarreien) zum Bischof

von Rom gewählt wurde und damit

die Weltkirche leitete. Und da jeder

Bischof wegen Alters oder Krankheit

von der Leitungsaufgabe zurücktreten

kann, ohne dass er aufhört, Priester

und Bischof (was man durch die Weihe

lebenslang ist) zu sein, so kann das

auch der Bischof von Rom. Eine sehr

moderne und sehr verantwortete Entscheidung!

Und genau so ist er, dieser

Joseph Ratzinger: Er denkt an Gott und

die Kirche und sagt zum Schluss seiner

Ansprache an die Kardinäle, dass er sich

wünsche, noch einige Zeit Gott und

neue mitte 01/13

9


Aus dem Bundesverband

der Kirche in der Stille und im Gebet

zu dienen. Und sicher auch durch Studium

und Lesen und Nachdenken.

Mehr an Beweggründen des Papstes

für seinen Rücktritt zu vermuten oder

darüber zu rätseln, als er in seiner

Ansprache an die Kardinäle geäußert

hat, wäre meines Erachtens kindisch

und klebrig. Es gab und gibt weder eine

Palastrevolution noch eine Illuminat-

Verschwörung noch einen katholischen

Janitscharen-Aufstand. Schon seit

Monaten litt der Papst an verminderter

Gesundheit, unter zunehmender

Sehschwäche und Gehschwierigkeiten,

das konnte jeder im Fernsehen mitverfolgen.

Und mehr als einmal schon

hatte er fast beiläufig bemerkt, er wolle

sich und der Kirche das lange Leiden

und Sterben seines Vorgängers ersparen.

Wahrscheinlich wollte er auch mit

diesem letzten Schritt für die Kirche

in der Postmoderne einen ersten

und noch gewagten Schritt in bisher

ungewohntes und unbekanntes Terrain

setzen: Wir werden uns in der katholischen

Kirche in der Moderne und

nicht zuletzt unter den Bedingungen

der modernen Medizin an Päpste auf

begrenzte Zeit gewöhnen müssen, so

wie wir uns ja auch seit vierzig Jahren

schon an Bischöfe auf begrenzte Zeit

gewöhnt haben! Der katholische Philosoph

Robert Spaemann, selbst vom

gleichen Geburtsjahrgang wie Papst Benedikt

XVI., schrieb einmal vor einiger

Zeit in einem Aufsatz: „Wichtig ist, was

immer ist!“ Immer ist nur Gott und

jede menschliche Seele – alles andere

ist in der Zeit vergänglich und vergeht,

auch wenn es schmerzt! Und vielleicht

hat Papst Benedikt XVI. genau

deswegen seine Ansprache der Rücktrittsankündigung

beschlossen mit dem

Wunsch, noch einige Zeit in der Stille

beten zu können, als Vorbereitung auf

Gottes Ewigkeit? Und vielleicht wollte

er sogar ganz dezent erinnern an das

letzte Lebenszeichen der heiligen

Edith Stein, an jene Postkarte von ihr

aus dem Viehwaggon, auf dem Weg mit

der Eisenbahn vom Lager Westerbork

zur Vergasung in Auschwitz geworfen

und am Bahndamm bei Mutterstadt in

der Pfalz gefunden, mit den bleistiftigen

Worten darauf: „Konnte bisher

gut beten...“ So muss es sein!

Ihr Monsignore Prof. Dr. Peter Schallenberg

Geistlicher Beirat des KKV-Bundesverbandes

Menschen müssen im

Mittelpunkt stehen

„Zentraler Besprechungskreis Kirche und Hanwerk“ wieder mit KKV-Beteiligung.

Die gemeinsame Erkenntnis,

dass Vertrauen die wichtigste

Währung ist, zog sich wie

ein roter Faden durch die diesjährige

Tagung des „Zentralen Besprechungskreises

Kirche Handwerk“ Ende Januar

in Erfurt. Repräsentanten der Handwerksorganisation

und der beiden

großen Kirchen treffen sich traditionell

zum Jahresauftakt zum Austausch über

aktuelle gesellschaftspolitische Fragen.

An dem Gespräch nahmen für den KKV

Bundesvorsitzender Bernd-M. Wehner

und der stellvertretende Bundesvorsitzende

Herbert Vlatten teil. Am ersten

Tag standen Tugenden und Werte als

Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftshandeln

im Fokus. Gastreferent

Dr. Clemens Müller-Störr, Vorstand der

christlichen Unternehmensberatung

„KIWI AG“, macht das anhand zahlreicher

Beispiele aus seiner Beratungspraxis

deutlich. Damit Werteorientierung

nicht bloß eine Floskel bleibt,

müssen sich Chef und Belegschaft klar

werden, von welchen ethischen Standards

sie sich leiten lassen.

Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger

aus München-Freising, neues Mitglied

im Zentralen Besprechungskreis,

betonte die praktische Bedeutung

guter Unternehmensführung: „Menschen

und nicht Prozesse müssen im

Mittelpunkt stehen.“ Die inhabergeführten

Familienbetriebe des Handwerks

mit ihren kleinbetrieblichen

Strukturen seien in dieser Hinsicht ein

Wirtschaftszweig mit Zukunft, stellte

auch Professor Axel Noack, Altbischof

der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland,

fest. Das Vertrauen von

Kunden und Mitarbeitern ermögliche

den Handwerksbetrieben, „mit

Anstand“ Geld zu verdienen. Bernd-M.

Wehner unterstrich diese Forderung

und informierte über Aktivitäten des

KKV auf diesem Gebiet. So verleihe der

KKV-Bundesverband in diesem Jahr bereits

zum dritten Mal den Ehrenpreis

„Der Ehrbare Kaufmann“. Nach der

Finanz- und Wirtschaftskrise sei dies

ein Zeichen für einen verantwortlichen

und ethisch guten Umgang von Unternehmen

mit Mitarbeitern und Kunden

sowie der Gesellschaft als Ganzes. Darüber

hinaus plädiere der KKV für eine

neue „Kultur der Unerreichbarkeit“ in

Unternehmen an Sonntagen und im

Urlaub. Nur so könnten die Mitarbeiter

wirklich abschalten, Zeit für sich und

die Familie finden.

Zentralverband des Handwerks/KKV

10 neue mitte 01/13


Aus dem Bundesverband

Zukunft ist nicht bloß Krise

KKV-Neujahrsempfang: Zu einem gemeinsamen Haus Europa gibt es keine Alternative.

Fotos: KKV-Bundesverband

E

s brennt nicht ein alleinstehendes

Haus, bei dem

man zusehen kann, bis es

ausgebrannt ist, sondern es brennt

eine Wohnung im gemeinsamen Haus

Europas.“ Mit diesem Bild skizzierte

der Europaabgeordnete Dr. Peter

Liese anlässlich des Neujahrsempfangs

des KKV die derzeitige Situation der

Europäischen Union (EU) hinsichtlich

der Lage in Griechenland. Der KKV

als einer der vier großen katholischen

Sozialverbände Deutschlands hatte zu

seinem diesjährigen Empfang unter

dem Motto „Europa – Zukunft nicht

bloß Krise“ ins Kölner Maternushaus

eingeladen. Obwohl er bereits in 2000

gegen die Aufnahme Griechenlands

in die EU votiert habe, plädiere er

jetzt für ein besonnenes Handeln, so

Dr. Liese. Denn eine Pleite oder ein

Rauswurf Griechenlands aus der EU

löse das Problem nicht, sondern könne

eher noch die Lage verschärfen. So

dürfe man nicht den Domino-Effekt

bei einem Austritt Griechenlands auf

andere Länder wie Portugal, Spanien

oder Italien unterschätzen. Es sei nämlich

nicht auszuschließen, dass dann

die Kapitalmärkte eben auch diesen

Staaten das Vertrauen entzögen und

es dort ebenfalls zu Staatsbankrotten

kommen könne.

Europa braucht vor allem einen

moralischen Rettungsschirm

„Europas Krise ist eng mit der Wirtschafts-

und Verschuldungskrise einzelner

Mitgliedstaaten verbunden, hat

aber auch weit darüber hinausgehende

Ursachen wie Werteverlust und die

Abnahme religiöser Bindungen.“ Mit

dieser Aussage habe der amtierende

EU-Ratspräsident Herman van Rompuy

anlässlich einer EVP-Krisentagung in

Florenz letzten Jahres den Nagel auf

den Kopf getroffen, so der KKV-Bundesvorsitzende

Bernd-M. Wehner bei

Beim Neujahrsempfang von links: David Roth, Dr. Martin Schoser (BKU), Dr. Peter Liese (MdEP),

Bundesvorsitzender Bernd-M. Wehner und Bundesgeschäftsführer Joachim Hüpkes.

seiner Begrüßung. Deshalb habe der

KKV drei Forderungen aufgestellt, um

die Krise zu überwinden. So brauche

man erstens einen Rahmen, der die

Schuldenspirale in Europa durchbreche,

zweitens benötige man eine

verantwortungsbewusste Wirtschaftspolitik,

die das Mittun von Banken

und Wirtschaft fordere, Arbeit schaffe

und Wachstum in allen Regionen

Europas fördere und drittens sei ein

neues Bewusstsein für das Europa der

Werte nötig. Kurzum: Europa brauche

nicht nur einen finanziellen, sondern

vor allem einen moralischen Rettungsschirm,

unterstrich Wehner.

Weitere Themenfelder waren für Dr.

Liese das Ringen um die christlichen

Werte in der Alltagsarbeit des Europäischen

Parlaments. Hierzu gehöre

für ihn unter anderem der Sonntagsschutz.

Deshalb begrüße er auch das

Engagement des KKV in dieser Frage.

Darüber hinaus kämpfe man für Religionsfreiheit

auf der Welt, plädiere für

die Bereitschaft zur Organspende, für

eine nachhaltige Energiepolitik und vor

allem für mehr Energieeffizienz.

Im Übrigen dürfe man nicht vergessen,

dass die europäische Einigung letztlich

ein großes Friedensprojekt sei. „Von

daher ist die Verleihung des Friedensnobelpreises

an die EU eine Auszeichnung

für uns alle“, so der Europaabgeordnete.

Symbolischer Friedensnobelpreis

für den KKV

Um dies auch symbolisch zu unterstreichen,

überreichte er dem Bundesvorsitzenden

des KKV symbolisch eine Medaille

zum Friedensnobelpreis, die die

Europäische Volkspartei aufgelegt hat

und die an Bürgerinnen und Bürger die

sich besonders für Europa engagieren,

verliehen wird. In der anschließenden

Diskussion wurden noch die einzelnen

Themen vertieft. Dabei war man sich

im Klaren, dass der europäische Einigungsprozess

weiter vorangetrieben

werden müsse.

Bei einem Glas Wein und einen kleinen

Imbiss nutzen viele der gut 60 Gäste

im Anschluss noch die Gelegenheit sich

auszutauschen. KKV-Bund

neue mitte 01/13

11


Aus dem Bundesverband

„Dann mach doch die Bluse zu“

Ein Beitrag zur Sexismus-Debatte.

A

nlässlich der durch den „Fall Brüderle“

ausgelösten Sexismusdebatte,

die vor kurzem in den Medien –

und nicht nur dort – geführt wurde, fand ich

am 30. Januar in kath.net einen aus meiner

Sicht ausgezeichneten Beitrag von Birgit

Kelle, den ich Ihnen auszugsweise vorstellen

möchte. Die Autorin ist Journalistin und

Mutter von vier Kindern. Gleichzeitig ist sie

Vorsitzende des Vereins Frau 2000plus. Hier

tritt sie für einen neuen Feminismus ein, der

den Wunsch von Frauen nach Familie anerkennt.

Bernd-M. Wehner

Vielleicht wäre uns diese ganze Debatte

erspart geblieben wenn an diesem

ominösen Abend an der Bar nicht Rainer

Brüderle, sondern George Clooney

gestanden hätte, um seine Tanzkarte

an Frau Himmelreich weiterzureichen.

Aber so müssen wir alle teilhaben an

dem jämmerlichen Balzversuch des

Altpolitikers gegenüber der aufsteigenden

Jungjournalistin. Denn die

ganze Nummer bekommt einen ganz

neuen Dreh, wenn männliche Annäherung

auf fruchtbaren Boden fällt. Dann

wäre es unter Umständen die Geschichte

eines heißen Flirts geworden

und Frau Himmelreich hätte bis an ihr

Lebensende einen echten Clooney bei

ihren Freundinnen zum Besten geben

können. Was wir daraus lernen? Wo

persönliche Befindlichkeit als ausreichender

Gradmesser erscheint, um

Sexismus zu definieren, verkommt der

Begriff zur Beliebigkeit. […]

Und die zweite Frage, die mir als Frau

dazu einfällt, ist diejenige, wieso die

Herren in der Redaktionsleitung des

„Stern“ eigentlich eine junge Journalistin,

die sich angeblich von einem

Politiker bedrängt fühlt, ein ganzes

Jahr noch auf weitere Termine mit

dem gleichen Mann schickt. Wenn es

also tatsächlich so unverzeihlich und

dramatisch ist, was ein Brüderle sich

da nachts an der Bar geleistet hat, dann

hätte ein verantwortungsvoller Arbeitgeber

seine junge Mitarbeiterin davor

bewahren und schützen müssen, anstatt

sie dem weiter auszusetzen. […]

Und es nervt vor allem deswegen,

weil wir wieder im alten Täter-Opfer-

12 neue mitte 01/13


Aus dem Bundesverband

Schema stecken, bei dem die Rollen

von Anfang an klar verteilt sind. Mann

Täter. Frau Opfer. Eine Neuauflage

des Opfer-Abos. Ich bin kein Opfer.

Ich bin eine Frau und ich mag Männer.

Oh ja, ich habe wie vermutlich jede

einzelne Frau in diesem Land schon

Erfahrung gemacht mit Männern, die

sich offensichtlich nicht benehmen

können. Und ich kann damit umgehen,

notfalls mit einer deutlichen Breitseite.

Vier Studiums-Jahre als junge Kellnerin

in der Gastronomie stählen für alle

Lebenslagen. […]

Wir besitzen Macht. Macht über Männer,

nichts zeigt dies deutlicher als die

unsägliche Brüderle-Geschichte. Wir

können mit einer Beschuldigung einen

Mann und eine Karriere ruinieren.

Wir besitzen Macht, weil Männer auf

weibliche Reize reagieren. Weil wir sie

damit viel häufiger in der Hand haben,

als ihnen lieb ist, und vor allem, weil

wir das wissen. Wieso ist es in Ordnung,

dass Frau ihr Aussehen strategisch

einsetzt, aber nicht in Ordnung, dass

Mann darauf reagiert? Wir dürfen also

alles tun, um uns gut in Szene zu setzen,

es soll uns aber bloß keiner drauf

ansprechen? Wie viele Frauen warten

nur darauf, dass ein Mann reagiert?

Wenn aber der Falsche auf die Signale

anspringt, dann ist er Sexist. Nein

Ladies, so geht es auch nicht.

Regelmäßig bekomme ich dann das

Argument zu hören: Ich mache das

nur für mich. Ja, sicher, und die Erde

ist eine Scheibe. Wir Frauen putzen

uns nur für uns selbst raus. Wir verbringen

Stunden im Fitnessstudio, vor

dem Spiegel, beim Friseur und bei der

Kosmetikerin, weil wir das alles nur für

uns machen und nicht etwa deswegen,

weil wir gerne gut aussehen. Damit

uns die Männer sehen. Ich bitte all

diese Frauen, einmal kurz die Frage zu

beantworten, wann sie sich zuletzt für

einen gemütlichen Fernsehabend mit

Chips und Cola Light alleine zu Hause

geschminkt, frisiert und in Schale

geworfen haben? So ganz allein, nur für

sich selbst. […]

Es wird als Befreiung der Frau gefeiert,

dass wir Sexualität heute frei ausleben

können. Dass wir uns nehmen, was wir

wollen und wen wir wollen. Ja, eine

Frau, die weiß, was sie will, ist sexy. Wir

fordern die Männer heraus, kokettieren

mit unserer Sexualität. Aber natürlich

nur, wenn wir wollen. Wir reklamieren

nur für uns als Frauen das Recht, dass

nicht etwa gilt, was der Mann gemeint

hat, sondern, wie es bei uns ankommt.

Was ist, wenn die Männer sich mal auf

den gleichen Standpunkt stellen?“

Birgit Kelle

Foto: KKV Baxern

Die Zukunft

im Blick

Zum zweiten Mal trafen sich die Mitglieder

der KKV-Zukunftskommission,

die nach Lösungen sucht, den Bundesverband

unabhängiger von Mitgliedsbeiträgen

zu machen. Bei ihrer

Sitzung Mitte Januar in Essen wurde

der Ist–Zustand analysiert. Dabei zeigt

sich, dass die heiß diskutierte Beitragserhöhung

wegen insgesamt sinkendender

Mitgliederzahlen auf Dauer

nicht ausreiche, den Finanzbedarf des

Bundesverbandes zu decken. Verstärkt

sollen in Zukunft auch die kirchlichen

und weltlichen Zuschüsse, Sponsoren

und Spender aktiviert werden – ein Bereich

der laut Bundesgeschäftsführer

Joachim Hüpkes punktuell bearbeitet

wird, ohne dass der KKV bisher strategisch

plant. Hier lägen Potenziale.

Mehr könne zum Beispiel bei Veranstaltungen

getan werden. Dabei könne

man an die aktuellen Kampagnen

anknüpfen. KKV-Bund

Orientierung

Der KKV schreibt mit am „DOCAT“ für junge Menschen.

E

s war eine Idee des KKV: Das

„Kompendium der Soziallehre

der Kirche“ sollte ähnlich

wie der „Katechismus für Jugendliche

– Youcat“ als praktischer Leitfaden für

Jedermann übersetzt und herausgegeben

werden. So steht es im Positionspapier

des KKV zum Dialogprozess der

Deutschen Bischofskonferenz.

Unter Leitung des Sankt-Ulrich-Verlages

nimmt diese Idee nun Gestalt an:

Noch in diesem Jahr soll der „DOCAT“

erscheinen. Vor allem junge Menschen

sollen damit für das Thema der

Katholischen Soziallehre sensibilisiert

werden. Anfang des Jahres nun haben

sich zahlreiche junge Katholiken zu

einem DOCAT-Workshop in Bad Honnef

getroffen und die einzelnen Kapitel

des Buches diskutiert.

Als Vertreterinnen des KKV mit dabei

waren die Tübinger Theologin Judith

Klaiber und Katja Döring aus Hildesheim,

eine der Gewinnerinnen des vom

Fördererkreis für Bildungsarbeit im

KKV ausgeschriebenen Aufsatzwettbewerbs

zur Sozialen Marktwirtschaft.

Für beide eine spannende Erfahrung:

„Der DOCAT ist ein grandioses

Projekt, um jungen Menschen in einer

verständlichen Sprache die Grundlagen

der katholische Soziallehre greifbarer

zu machen – unerlässlich in einer Zeit,

die kaum mehr Orientierung anhand

von verlässlichen Werten bietet“, so

Judith Klaiber, die sich im Rahmen der

Debatte unter anderem dafür eingesetzt

hatte, dem Thema der Verantwortung

in Neuen Medien und Sozialen

Netzwerke einen eigenen Schwerpunkt

im DOCAT zu widmen.

Tobias Gotthardt

neue mitte 01/13

13


Neue Mitglieder • Vor Ort

Neue Mitglieder

Wir begrüßen als neue Mitglieder

Ingrid Backe, Ingolstadt

Dr. Horst-Dietrich Backe, Ingolstadt

Maria Anna Bachmann, Worms

Annerose Becker, Neunkirchen

Brigitte Behringer, Worms

Peter Behringer, Worms

Dorothea Benke, Arnsberg-Neheim

Achim Benke, Arnsberg-Neheim

Johanna Beuth, Gronau

Ilse Blaschczok, Hildesheim

Ursula Blaschke, Hamburg

Hildegard Erdmann, Bielefeld

Marga Fink, Koblenz

Siglinde Foidl-Dreisser, München

Glas-Peters, Viersen

Erika Grobba, Neuss

Brigitta Grzesiak, Hamburg

Tatjana Haile, Ingolstadt

Peter Haile, Ingolstadt

Balbine Helmes, Hildesheim

Nikolaus Helmes, Hildesheim

Maria Henkelmann, Gronau

Ansgar Heveling MdB, Korschenbroch

Propst Rainer B. Irmgedruth, Beckum

Hanni Jansen, Kevelaer

Wolfgang Kamp, Münster

Ute Kleine, Höxter

Manfred Kleine, Höxter

Heinrich Kursawe, Bielefeld

Marianne Lenzschau, Wildeshausen

Mechtild Lewing, Gronau

Renate Margara, Worms

Gertrud Maring, Braunschweig

Raquel Marx Auza, Frankfurt

Carola Matheisen, Bielefeld

Manfred Matheisen, Bielefeld

Edith Mikulits, München

Dr. Stefan Mikulits, München

Martin Mohr, Neunkirchen

Raimund Monschang, Viersen

Johann Mutzel, München

Barbara Nahlig, München

Henriette Neumann, Arnsberg-Neheim

Brigitte Patzelt, München

Anja Pfeffermann, Berlin

Waltraud Popp, Offenburg

Alexander Pretzl, München

Anna Richter, Mannheim

Hannelore Rosmanith, München

Peter Rosmanith, München

Dr. Gabriele Riffert, München

Christa Ruhnau, Kevelaer

Anette Ruffing, Neunkirchen

Annette Sahle, Gronau

Heinrich Sahle, Gronau

Ursula Schade, Beckum

Silvia Scharfenberg, Hildesheim

Bernward Scharfenberg, Hildesheim

Monika Schmitz, München

Angela Schupp, Gronau

Mechtild Sievers, Höxter

Karl Heinz Sievers, Höxter

Dr. Christel Ulrike Tenkhoff, Höxter

Dr. Norbert Tenkhoff, Höxter

Martina Tholey, Neunkirchen

Annemarie Venyi, Worms

Christina Walser, München

Georg Walser, München

Notburga Zurloh, Gronau

Viersen feiert Jubiläum

Das 125. Jubiläum der Ortsgemeinschaft

feierte der KKV

in Viersen. Nach der feierlichen

Messe in St. Remigius, zelebriert

von Weihbischof Karl Borsch, Aachen

und dem Präses des KKV Viersen,

Wolfgang Acht, begaben sich über 100

Gäste und Mitglieder zum Festakt in

die Generatorenhalle.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden

Thomas Neef sprachen der

Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner,

Bürgermeister Günter Thoennessen

und der Diözesanvorsitzende Gregor

Hasenbrink Glückwünsche und

Grußworte. Ein Cello-Duett spielte

Kompositionen von Haydn und Mozart

und umrahmte den Festvortrag des

Theologen und Sozialethikers Dr.

Arnd Küppers von der Katholisch-

Sozialwisenschaftlichen Zentralstelle,

der über wirtschaftliches Handeln

und die christliche Soziallehre sprach.

Im Zuge der Industrialisierung im 19.

Jahrhundert strömten die Menschen in

die Städte. Die sich daraus ergebenden

Probleme waren der Anlass für die erste

Päpstliche Sozialenzyklika 1891. Nur

zwei Jahre später richtete die Universität

Münster den ersten Lehrstuhl für

Sozialethik ein. Der Mainzer Bischof

von Ketteler predigte „Eigentum verpflichtet“.

Schon früh wurde deutlich,

dass jede wirtschaftliche Entscheidung

eine moralische Konsequenz hat. Die

Würde des Menschen verlangt eine

Würde der Arbeit. Nicht das Kapital

sondern die Arbeit kommt zuerst. Dies

wurde vom Referenten mit Zitaten bedeutender

Nationalökonomen belegt.

Adam Smith war der Ansicht: „Die

menschliche Arbeit und die Arbeitsteilung

sind die Quelle des Wohlstands.

Nur Arbeit vermehrt den Wert eines

Gutes.“ Leben heißt, sich entscheiden

zu müssen. Die Entscheidung des einzelnen

hat globale Auswirkungen.

KKV Viersen

14 neue mitte 01/13


Vor Ort

Durch die Zeiten begleitet

KKV Neunkirchen stellt der Öffentlichkeit eine restaurierte Vereinsfahne vor.

Der KKV Unitas Neunkirchen

hatte Mitglieder und

Freunde zur traditionellen

vorweihnachtlichen Feier in das Restaurant

am Zoo eingeladen. Nach der

Begrüßung durch Vorstandsmitglied

Martin Schuck gestaltete der Geistliche

Beirat des KKV Neunkirchen,

Pastor Michael Wilhelm, zusammen

mit dem Organisten Bernhard Monz

und Vorstandsmitglied Gina Ruthig im

Wechsel eine weihnachtliche Andacht,

während der alle anwesenden Gäste

auch ein kleines Präsent erhielten.

Danach stellte Martin Schuck den Teilnehmern

die gerade fertig restaurierte

Fahne vor. Diese historisch wertvolle

Fahne, die genau 90 Jahre alt ist, hat

den Verein bei vielen Veranstaltungen

begleitet und dabei – insbesondere

auch durch die Wirrungen des letzten

Weltkrieges – stark gelitten. Durch die

aufwändige Restaurierung, die nach

einem Beschluss der letzten Mitgliederversammlung

erfolgte, ist die Fahne

wieder einsatzfähig und hat jetzt die

Die alte neue Vereinsfahne des KKV im Hintergrund. Viele Mitglieder wurden geehrt.

erste Bewährungsprobe bestanden. Sie

prangte im Hintergrund, während Martin

Schuck zusammen mit Vorstandsmitglied

Viktor Neufang verdiente

Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit

auszeichneten. Nach einem

gemeinsamen Abendessen klang die

Feier in harmonischer Form aus.

D. Eickhoff

KKV Hüsten dankt für Treue

Foto: KKV Neunkirchen

F

ür die 316 Mitglieder des KKV

Hüsten stand das Titularfest

ganz im Zeichen der Jubilare,

denen der Vorstand für ihre langjährige

Treue und ihren Einsatz dankte. Nach

dem Besuch der Vorabendmesse in St.

Petri, die vom Männerchor „Liederkranz“

mitgestaltet wurde, traf sich

die KKV-Gemeinschaft in der Parkvilla

Meemann, wo Vorsitzender Günter

Meier mit den Jubilaren auch Präses

Dietmar Röttger und den Diözesanvorsitzenden

Ulrich Betkerowitz begrüßen

konnte. Gemeinsam würdigten sie die

langjährige Mitgliedschaft der Jubilare,

die viele Jahre das Leben im KKV mitgeprägt

hatten. An ihrer Spitze stand

dabei Aloys Schuchardt, der seit 60 Jahren

dem KKV angehört. Als Goldjubilar

wurde Walter Eickel geehrt, der lange

im Vorstand mitarbeitete, Franz-Josef

Mand wird diese Ehrung nachgereicht.

Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft

wurden Norbert Koschel, Dieter Latzer

und Theo Lingenhöfer geehrt, ihr silbernes

KKV-Jubiläum feierten Günter

Goßler, Margret Kupka, Franz-Josef

Neuhaus, Burkhard Pieper, Hermann

Rüther, Heribert Tetampel und Heiner

Vogel. Mit dem Blick nach vorn wurde

anschließend das Programm für 2013

vorgestellt. Zu den monatlichen Veranstaltungen

gehörte am 24. Januar ein

Vortrag über die Entwicklung in der

Gesundheitsversorgung. Die Generalversammlung

fand am 15. März statt.

Am 11. April wird die Firma Meta

besichtigt, und eine Woche später steht

der Besuch des Bundesligaspiels Dortmund

gegen Mainz auf dem Plan. Die

Wallfahrt nach Kloster Oelinghausen ist

für den 16. Mai geplant, Sommerfest

wird am 22. Juni gefeiert. Zur Halbtagsfahrt

nach Meschede wird für den

14. September geladen, die Jahresfahrt

ist vom 3. bis 6. Oktober nach Rügen

vorgesehen. Mit dem Titularfest am 7.

Dezember wird das Jahr 2013 wieder

beschlossen.

Sauerlandkurier/KKV Hüsten

neue mitte 01/13

15


Vor Ort

Verdiente Mitglieder ehrte der KKV Bochum bei seinem 134. Stiftungsfest.

KKV Bochum bringt sich in

soziale Projekte ein

Bekenntnis: Nicht auf die „Stadt und den Staat“ warten, sondern eigenverantwortlich handeln.

Die KKV Constantia Bochum

konnte vor einigen Wochen

ihr 134. Stiftungsfest begehen.

Der Festtag begann mit der

Eucharistiefeier in der Kapelle des St.

Josefs-Hospitals mit dem Geistlichen

Beirat des KKV Pater Bonifatius Allroggen

OCist., der auch die vielbeachtete

Predigt hielt. In der anschließenden

festlichen Stunde im Kolpinghaus

Bochum begrüßte der Vorsitzende

Hans-B. Wienert KKVer und Gäste und

insbesondere die Jubilare 2012.

In seiner Ansprache bedankte sich der

Vorsitzende für Treue und Engagement

zum und im KKV. Hans Wienert bat alle

Mitglieder um aktive Mitarbeit in der

Constantia und kündigte eine besondere

Aktion für 2013 an.

Sein Vorschlag: Die Constantia in Bochum

möge sich künftig aktiv sozialen

Projekten in der Stadt oder in der

Kirche zuwenden und diese entweder

selbst tragen oder ideell und vor allem

auch finanziell unterstützen. Der Vorsitzende

bittet um konkrete Vorschläge.

Es geht eigentlich nicht um Zuschüsse

in „große Töpfe“, sondern um

Aktivitäten, die sonst nicht zustande

kommen. Der KKV in Bochum würde

damit auch die vom KKV-Bundesverband

propagierte aktive und solidarische

Bürgergesellschaft unterstützen,

die nicht auf den Staat und die Stadt

wartet, sondern in Eigenverantwortung

handelt; und zwar unabhängig von Aktivitäten

in Staat und Gesellschaft.

Zum Schluss der Feierstunde zum 134.

Stiftungsfest bedankte sich der Jubilar

Karl Reher für die Ehrung und rief alle

zur Begeisterung für den KKV auf: „Es

ist eine Lust katholisch und eine Freude

KKVer zu sein“.

Musikalisch umrahmt wurde die festliche

Stunde durch Leander Grunwald.

Er brachte Werke von Johann Sebastian

Bach, Andrew Lloyd Webber und John

Stanley zu Gehör. Das anschließende

Buffet war ein weiterer Höhepunkt der

gelungenen Feier.

Karl Reher

16 neue mitte 01/13


Vor Ort

Nicht einfach, gegen den

Strom zu schwimmen

Erster Neujahrsempfang des KKV Bielefeld: Christlicher Glaube muss Strahlkraft gewinnen.

A

ngeregte Gespräche, gute

Laune und viele gute

Wünsche: Mit einem Neujahrsempfang

im Klostersaal der St.

Jodokus-Kirchengemeinde hat der

KKV Hansa Bielefeld seinen Veranstaltungsreigen

2013 eröffnet. „Es ist das

erste Mal, dass wir zu einem Neujahrsempfang

eingeladen haben. Ich freue

mich über die sehr gute Resonanz“,

begrüßte Vorsitzender Frank Fröhlich

die nahezu 80 Gäste, unter ihnen

den Bundesvorsitzenden des KKV,

Bernd-M. Wehner.

Wehner hob in seiner Ansprache hervor,

dass der KKV in einer Zeit, in der vielfach

aus Gleichgültigkeit alles gleich

gültig sei, Orientierung auf der Basis

der Katholischen Soziallehre biete. „Es

hilft mit Sicherheit nicht, wenn wir

nur nostalgisch von den alten Zeiten

schwärmen.“ Ziel müsse es vielmehr

sein, „gemeinsame Wege aufzuzeigen,

wie der christliche Glaube mehr Strahlkraft

gewinnen kann.“

Es sei nicht einfach, gegen den Strom

zu schwimmen und sich für christliche

Wertvorstellungen einzusetzen, sagte

Wehner. Genau das aber sei das Anliegen

des KKV, der sich in vielfältiger

Weise in die gesellschaftliche Debatte

einbringe. Als Beispiel nannte der

Bundesvorsitzende die Initiative, die

katholische Soziallehre als praktischen

Leitfaden für Jedermann in die heutige

Sprache zu übersetzen.

Wehner dankte den Mitgliedern und

dem Vorstand des KKV Hansa-Bielefeld

für das Engagement vor Ort und die

uneigennützige Bereitschaft, sich für

die Ziele des Verbandes einzusetzen.

Unter herzlichem Beifall überreichte

Frank Fröhlich Wehner eine aktuelle

Stadtbeschreibung von Bielefeld. –

„Bei einem solch gelungenen Auftakt

kann das Jahr nur gut werden“, kommentierte

ein Mitglied des KKV Hansa

den Empfang kurz und knapp.

Manfred Matheisen.

Manfred Matheisen

Im Zeichen des Dankes

Der KKV Probitas Worms lud zum Neujahrsempfang ein.

Foto: KKV Bochum

D

er Neujahrsempfang des

KKV Probitas stand unter

dem traditionellen Leitgedanken

„Wir begrüßen das neue Jahr“.

Annähernd 50 Mitglieder und Gäste

hatten sich eingefunden, die Vorstandssprecher

Patrick Wiegand herzlich

willkommen hieß. Sein besonderer

Willkommensgruß galt dem Geistlichen

Beirat, Pfarrer Jakob Strohmayer, und

seinem Vorgänger, Ehrenmitglied Monsignore

Wilhelm Heininger, sowie dem

Ehrenmitglied des Diözesanvorstandes

Mainz und Träger der Dr. Friedrich-

Elz-Plakette, Peter Schmidt, und dem

Ehrenratsmitglied Marlies Schmidt.

Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs

stand die Ehrung langjähriger Mitglieder,

die mit Dankurkunden und Ehrennadeln

des KKVBundesverbandes

in Essen ausgezeichnet wurden. Zu den

Jubilaren mit 60-jähriger Vereinszugehörigkeit

zählten Alois Weidenauer

und Siegbert Weber, der die weite

Anfahrt aus Frickingen (Bodenseekreis)

nicht gescheut hatte. Im Namen aller

Jubilare sprach er herzliche Dankesworte

und versicherte: „Meine enge

Verbundenheit zum einstigen Wohnsitz

Worms, zum KKV Probitas und zu den

früheren Weggefährten im KKV bleibt

auch weiterhin wie bisher unverbrüchlich

erhalten“.

Vorstandssprecher Patrick Wiegand

konnte unter großem Beifall vier neue

Mitglieder begrüßen: „Ein Grund zur

Zuversicht für das neue Jahr, verbunden

mit dem Wunsch auf weitere neue

Mitglieder“, so betonte Wiegand.

Nach den leiblichen Stärkungen

erinnerte Patrick Wiegand an die

sozialen Zwecke, die der KKV Probitas

seit vielen Jahren durch Geldspenden

verfolgt hat. Beispielhaft nannte er die

Fördergelder an die Wormser Dominikanerschwester

Alexandra Beck für

Kinderhilfswerke in Südafrika. Diesmal

wünschte er im Auftrag des Vorstands

eine „Förderaktion“ zugunsten der vereinseigenen

Fahne, die vor 105 Jahren

geweiht wurde und an der inzwischen

der „Zahn der Zeit“ genagt hat. Mit

interessanten Bildern erläuterte er

die alte Fahne, die unter anderem den

Wormser Dom, die Liebfrauenkirche,

das Wormser Stadtwappen und den

hessischen Löwen zeigt. Felix Zillien

neue mitte 01/13

17


Jubilare

Jubilare

Gottes Segen unseren Jubilaren

25 Jahre

Ernestine Börner, Koblenz

Heinz Börner, Koblenz

Franz Cloppenburg, Friesoythe

Hubert Cloppenburg, Friesoythe

Bernhard Diekmann, Friesoythe

Elisabeth Haarmann, Hagen

Jürgen Harsewinkel, Hilden

Bernhard Hendler, Fulda

Gabriele Herzig, Fulda

Margarete Köhler, Fulda

Günther Köhler, Fulda

Ursula Küppers, Hilden

Franz-Josef Landwehr, Friesoythe

Gottfried Mrzyk, Memmingen

Dieter Neuhaus, Gelsenkirchen-Buer

Rosemarie Neuwirth, Fulda

Johannes Neuwirth, Fulda

Rudolf Pieper, Gelsenkirchen-Buer

Heinrich Preut, Friesoythe

August Rohsiepe, Gelsenkirchen-Buer

Kurt Rossmanith, Memmingen

Käthe Runte, Menden

Maria Schütz, Memmingen

Ulrich Speckenbach, Bielefeld

Matthias Spiegel, Fulda

Uwe Steffe, Ingolstadt

Dr. Franz Vielberg, Gelsenkirchen-Buer

40 Jahre

Ingeburg Bacher, Ingolstadt

Gretel Dany, Worms

Christoph Dickhut, Fulda

Siegfried Dinter, Hilden

Karl-Josef Dornhoff, Letmathe

Carola Euringer, Ingolstadt

Elisabeth Grundmann, Neunkirchen

Wilhelmine Plank, Ingolstadt

Rolf Otte-Witte, Lohne

Erika Wittum, Memmingen

50 Jahre

Ferdinand Cloppenburg, Friesoythe

Hans Günzler, Ingolstadt

Eberhard Helsper, Mudersbach

Paul Hoyng, Lohne

Paul Müller, Worms

Wilhelm Ohrner, Ingolstadt

Hermann Resch, Worms

Hans Rochholz, Ingolstadt

Peter Schmitt, Fulda

60 Jahre

Anton Finke, Dortmund

Bruno Henke, Dortmund

Bernhard Marx, Paderborn

Bernhard Röling, Dortmund

Helmut Schuh, Kaarst

Helmut Ulrich, Kaarst

Siegbert Weber, Worms

Alois Weidenauer, Worms

65 Jahre

Heinz Gewehr, Gelsenkirchen-Buer

Heinz Huiskens, Koblenz

Alois Schwarzer, Fulda

Karl Weiser, Gelsenkirchen-Buer

Neuer KKV in Konstanz?

Studenten wollen am Bodensee eine neue Ortsgemeinschaft gründen.

D

as gibt es auch nicht alle

Tage: In Konstanz am

Bodensee soll ein neuer

KKV gegründet werden! Die Initiative

dazu ergriffen hat Dominik M. Schuler,

Student der Politik- und Verwaltungswissenschaften

an der Universität

Konstanz. Auf den KKV aufmerksam

geworden war er über die online-Kampagne

„Jeder hat ein Recht auf Unerreichbarkeit!“.

Das Thema, so Schuler,

„hat mich genauso angesprochen und

begeistert, wie der Verband insgesamt.

Seine Kernbotschaft ist topaktuell und

spricht vielen jungen Menschen aus der

Seele“. Dass der Student sich daraufhin

nicht nur für eine Mitgliedschaft

entschieden hat, sondern gemeinsam

mit Freunden und Studienkollegen

auch gleich die Initiative zur Gründung

einer neuen, jungen Ortsgemeinschaft

ergreift, ist, so der für Verbandsentwicklung

zuständige stellvertretende

Bundesvorsitzende Tobias Gotthardt,

„ein wahrer Glücksfall für unseren

Verband“. Die Bundesgeschäftsstelle

unterstütze das Vorhaben. Gemeinsam

mit Schuler werde in den kommenden

Wochen die Werbetrommel am

Bodensee rühren. „Als Hochschul-,

Wirtschafts- und Verwaltungsstadt

bietet Konstanz und seine Umgebung

beste Voraussetzungen, um ein neues

Standbein des KKV im Süden zu etablieren.“

tg/KKV Bund

18 neue mitte 01/13


Der Geistliche Beirat des KKV-Bundesverbandes, Prof. Dr. Peter Schallenberg, hielt am Rand des Kongresses christlicher Führungskräfte einen

Vortrag in der Leipziger St. Bonifatius-Gemeinde. Hier steht auch die alte Leipziger Kaufmannsgedächtniskirche.

Was machen wir, wenn es

Gott gibt?

Mit dem Bundesverband war der KKV Leipzig beim Kongress christlicher Führungskräfte präsent.

Foto: Rita Kaspar

Der Kongress für christliche

Führungskräfte 2013 „Mit

Werten in Führung gehen“

fand in diesem Jahr wieder in Leipzig

statt. Da der Geistliche Beirat des KKV

Bundesverbandes Momsignore Prof.

Dr. Peter Schallenberg, Referent beim

Kongress war, wurde die Gelegenheit

genutzt, ihn am Abend des 17. Januar

ins Gemeindehaus St. Bonifatius

einzuladen. Sein Thema: „Wer ist

Gott, und was machen wir, wenn es ihn

gibt?“ eröffnete das Jahresprogramm

2013 und gab Denkanstöße im Jahr des

Glaubens. Vorher noch war er zusammen

mit unserem ehemaligen Pfarrer,

Dr. Stephan George, Zelebrant der

Abendmesse in St. Bonifatius, der KKV-

Kaufmannsgedächtniskirche, der kurz

vor dem Kirchweihfest den Besuch mit

freundlichen Worten begrüßte.

Der Vortrag war mit rund 50 Zuhören

gut besucht, neben Mitgliedern des

KKV hatten sich viele interessierte

Gäste eingefunden. Nach einem langen

Tag am Stand des Verbandes in der

Messehalle hörten auch die beiden Essener

Mitarbeiter Gudrun Radon und

Joachim Hüpkes interessiert zu, nicht

ohne zuvor noch einen Augenblick in

der Kaufmannsgedächtniskirche zu

verweilen.

Es gibt keinen sicheren Beweis

für die Existenz Gottes

Mit großer Freude konnten wir Prof.

Schallenberg eine Stunde erleben; er

brachte uns die keineswegs leichte

Materie mit großer Leichtigkeit, mit

großer Fachkompetenz und mit Humor

nahe. So stellte er die Frage, „ob man es

uns anmerkt, dass wir an Gott glauben“

und führte uns über den ontologischen

Gottesbeweis vom Seienden zum

Sein, der Unterscheidung von gut als

„nützlich“ und gut als „schön“, nach

Augustinus der „ civitas terrena“ und

der „civitas Dei“, den Menschen als

Bürger des Erdenstaates und Bürger

eines Gottesstaates, der in der Hingabe

des Lebens an Gott mündet zum

Johanneswort: „Gott ist die Liebe“ (1

Joh.4.16) „Es gibt keinen gesicherten

Beweis ob Gott wirklich existiert. Da

Gott nicht Teil dieser Welt ist, lässt er

sich nicht mit naturwissenschaftlichen

Methoden nachweisen. Wir müssen an

ihn glauben. Jeder Mensch hat eine von

Gott geschaffene unsterbliche Seele

und damit die gleiche Würde. Anselm

von Canterbury schreibt im 11.Jh., dass

Gott der ist, über den hinaus nichts

Größeres und Besseres gedacht werden

kann.“

Wir Menschen hier im Osten haben in

einer besonderen gesellschaftlichen Situation

den Glauben an Gott als Gnade

erleben können. Prof. Schallenberg hat

anhand der einzelnen Glaubenssätze

aus dem Credo die Konsequenzen aufgezeigt,

die sich aus dem christlichen

Glauben für unser Leben ergeben. Die

Aussage „Ich glaube an Gott“ sollte in

unserem Leben sichtbar werden.

Rita Kaspar

neue mitte 01/13

19


Vor Ort

Ein Stück KKV-Geschichte

geht zu Ende

Nachruf: Karl Baule hat dem KKV eine besondere Prägung gegeben. Im Dezember starb der

engagierte Hildesheimer, der Maßstäbe gesetzt hat.

K

arl Baule war das Gesicht des

KKV, er starb Mitte Dezember

im Alter von 80 Jahren.

„Mit Karl Baules Tod geht ein Stück

KKV-Geschichte zu Ende“, sagte Diakon

Rolf Busemann, Geistlicher Beirat

des KKV-Diözesanverbandes Hildesheim.

Er war seit 1956 Mitglied im KKV

und von 1976 bis 1989 Vorsitzender der

Ortsgemeinschaft Hildesheim. Vorher

und nachher war er mehrfach Vorsitzender

des übergeordneten Diözesanverbandes.

Baule sei dem KKV-Motto,

nicht aufzugeben, es immer zu versuchen,

treu geblieben, sagte Busemann.

So sei er auch für den KKV-Vorsitz in

Hannover eingesprungen, um dort das

Verbandsleben aufrecht zu erhalten.

Die gleiche Aufgabe habe er in Berlin

Karl Baule

eingenommen. Durch sein Engagement

gelang es, den dortigen KKV wieder ins

Leben zu rufen. Busemann erinnerte

daran, dass Karl Baule über viele Jahre

stellvertretender Bundesvorsitzender

war. Busemann: „Es war eigentlich

immer so, wer KKV sagte, meinte Karl

Baule.“

Sein besonderes Augenmerk galt auch

der Kirchengemeinde St. Mauritius, wo

er viele Jahre dem Kirchenvorstand angehörte.

Karl Klodwig, stellvertretender

Vorsitzender des Ortsvereins Hildesheim,

zog dieses Fazit: „Neben seinem

politischen Engagement hat Karl Baule

Wertmaßstäbe im Sinne des KKV in Kirche,

Staat und Gesellschaft gesetzt.“

KKV Hildesheim

Hoffnung nicht aufgeben

Der KKV Frieseoythe feierte sein 60-jähriges Bestehen: Nachwuchs dringend gesucht.

Der KKV Friesoythe, feierte im Hotel

Landhaus Pollmeyer sein 60-jähriges

Bestehen. Hierzu konnte der kommissarische

Vorsitzende Gerd von Garrel

viele Mitglieder begrüßen, sein besonderes

Willkommen galt dem geistlichen

Beirat Dechant Michael Borth, Pastor

Vornhusen, Bürgermeister Johann

Wimberg, Diakon Otger Eismann sowie

dem langjährigen Vorsitzenden Hans

Göken und als dienstältestes Mitglied

des KKV Hermann Broermann.

In seinen Grußworten erinnerte von

Garrel daran, dass der KKV 1877 als

Katholischer Kaufmännischer Verein

gegründet worden sei. Eingeläutet wurden

die Feierlichkeiten mit einem deftigen

Grünkohlessen. Im Mittelpunkt

des Jubiläums standen natürlich auch

Ehrungen, die gemeinsam von Dechant

Michael Borth, Gerd von Garrel und

seiner Stellvertreterin Daniela Vahle

durchgeführt wurden.

Zur derzeitigen Situation des KKV

betonte von Garrel, dass es für die

Zukunft nicht so gut aussehe. Aber er

gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich

alles zum Guten wende. Zurzeit sucht

Gerd von Garrel händeringend einen

Nachfolger für den Vereinsvorsitz.

Beispielhaft nannte er das Engagement

seiner Vorstandskollegen für den KKV.

Hermann Broermann sei seit Februar

1991 im KKV-Vorstand tätig, zunächst

als 2. Vorsitzender und seit 1995 als

Schatzmeister. Die übrigen Vorstandsmitglieder

Daniela Vahle, Angelika

Tiedeken und Karl-Heinz Schonebeck

arbeiten seit stolzen 19 Jahren im Vorstand

zum Wohle des KKV.

Bei solchen Vorbildern sollte sich doch

jemand finden lassen, der den Vorsitz

übernehmen möchte, meinte Gerd von

Garrel.

KKV Friesoythe

20 neue mitte 01/13


In Kürze

Nachrichten

Foto: KKV Hildesheim

KKV Mercator Fürth

Bei seiner Adventfeier, die musikalisch

von Tobias Hullin am Klavier und Thomas

Heller mit der Trompete umrahmt wurde,

hat der KKV Mercator Fürth e.V. langjährige

Mitglieder mit Ehrenurkunden

und Ehrennadeln geehrt. Für 60 Jahre

wurden Walter Brütting, Fritz Eckstein,

Jürgen Herrmann, Winfried Göpfert (in

Abwesenheit), für 40 Jahre Konrad Althammer,

Hildegard Latteyer, Gabriele

Sieber und für 25 Jahre Angela Althammer

ausgezeichnet. Der Erste Vorsitzende

Hermann Sieber bedankte sich mit

kleinen Präsenten.

KKV Wiesbaden

Vom 11. bis 19. September 2013 lädt

der Wiesbadener KKV Mitglieder und Gäste

zu einer neuntägigen Flugreise in die

Provence nach Südfrankreich ein. Entdecken

Sie eine der schönsten und ältesten

Kulturlandschaften Europas im Süden

Frankreichs. Unter der Leuchtkraft

der provencalischen Farben verschmelzen

das kulturelle Erbe und die Vielfalt

mediterraner Landschaften zu einem Gesamtkunstwerk.

Viele berühmte Künstler

entdeckten das besondere Licht der

Provence und die heitere Atmosphäre

der Region und hielten sie in Bildern

fest. Weitere Informationen und den Reiseprospekt

erhalten Sie beim Vorsitzenden

Hartmut Röhrbein, Tel.: 0611/71 99

91, Hartmut.Roehrbein@t-online.de

Schon heute macht der KKV Wiesbaden

darauf aufmerksam, dass er am 13. April

2013 sein 120-jähriges Jubiläum feiert.

Eingeladen sind Mitglieder, Freunde des

Verbandes und Gäste aus anderen KKV-

Ortsgemeinschaften. Die Einladungen

ergehen gesondert.

KKV Borghorst

Nach der Einstimmung der KKV-Mitglieder

bei der „Traditionellen Adventsveranstaltung“

durch Präses Pfarrer

Karl Holthaus beleuchtete Krankenhaus-

Pfarrer Wilfried Küppers die Entwicklung

des christlichen Weihnachtfestes

in Deutschland und seine Bedeutung für

die Menschen in der heutigen Zeit. Vor

dem gemeinsamen Abendessen überraschte

der KKV Borghorst Heinz Feike

und Josef Finke mit einer besonderen Ehrung.

Hermann Josef Leser überreichte

dem Vorsitzenden Josef Finke die vom

KKV-Bundesverband verliehene Ehrennadel

und die Ehrenurkunde für 60 Jahre

Mitgliedschaft im KKV. Die Ehrung von

Heinz Feike für 40 Jahre Mitgliedschaft

musste aus Krankheitsgründen verschoben

werden und wird nachgeholt.

KKV Lübeck

Der KKV Lübeck in der Hansestadt ist

nur noch eine kleine Ortsgemeinschaft.

Trotzdem ist man einen verschworene

Gruppe, in der der Begriff Gemeinschaft

einen hohen Stellenwert hat und die

die Fahne des KKV im Norden Deutschlands

hoch hält. Wie jedes Jahr hat der

KKV Anfang Dezember sein Patronatsfest

gefeiert. Ein besonderes Ereignis

war diesmal der 95. Geburtstag, den

unser ältestes Mitglied Maria Frank am

2. Dezember feiern konnte. Trotz einiger

körperlicher Einschränkungen ist sie

geistig frisch und rege und bereichert

unsere Treffen, an denen sie noch regelmäßig

teilnimmt, immer wieder mit interessanten

Beiträgen. Wir wünschen ihr

alles Gute und Gottes Segen.

KKV Neheim

Der KKV Neheim beging sein 116. Gründungsfest.

Nach der Messfeier in St. Michael,

die durch den geistlichen Beirat

Pfarrer Jung und den ehemaligen geistlichen

Beirat Pfarrer Leo Reiners zelebriert

wurde, begrüßte der Vorsitzende

Herbert Vlatten rund 60 Gäste zum

Festabend im Rodelhaus. Er brachte in

einem kurzen Jahresrückblick die vielen

Veranstaltungen in Erinnerung. Hier besonders

das überregional durchgeführte

KKV-Samstagsforum. Sehr erfreulich sei

auch zu vermelden, dass im Jahr 2012

30 Neumitglieder gewonnen wurden. Er

überbrachte die besten Wünsche des

Bundesvorstandes, der kürzlich getagt

hatte.

KKV Dortmund

Vor allem beim KKV war die Freude groß.

Der 86-Jährige Heinz-Hermann Busen

gewann den Ehrenamtspreis der “RUHR-

NACHRICHTEN“. Zur Wahl standen drei

Dortmunder, die sich ehrenamtlich

für Einrichtungen, Mitmenschen und

Selbsthilfe engagieren, zwei Frauen und

ein Mann. Spannung und Aufmerksamkeit

herrschten vor der Bekanntgabe.

Der Gewinner ist seit 1947 Mitglied im

KKV angehört. In der Freude über den

mit 20.000 Euro dotierten Preis kündigte

der Preisträger an, dass er den Projekten

der Zweitplatzierten je 2.500 Euro

des Preisgeldes spendet.

KKV Düsseldorf

Am 9. Dezember 2012 hat der KKV Düsseldorf

in der Heiligen Messe in der St.

Andreas Kirche sein Patrozinium gefeiert.

Anschließend wurde Paul Schwemin

für 60 Jahre Mitgliedschaft im KKV

mit der Urkunde des Bundesverbandes

und der eigenen Urkunde des KKV Düsseldorf

(„Stadtwappen und Kreuzschiff

KKV – Gründungsjahr 1870“) geehrt. In

einer Ansprache dankte der Vorsitzende

dem langjährigem Mitglied für 60 Jahre

Treue und Verbundenheit.

KKV Region Ost

Der KKV Regionalverband Ost hat am

2. März einen neuen Vorstand gewählt.

Vorsitzender wurde Andreas Schuppert

(KKV Görlitz), Stellvertretender der Vorsitzende

des KKV Erfurt, Heinz Genther.

Schatzmeister bleibt Johann Dietl vom

KKV Leipzig, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit

ist Rita Kaspar aus Leipzig.

Der bisherige Vorsitzende, Alois Hahn,

ist weiterhin als Koordinator für die Ortsgemeinschaften

Mitglied im Regionalvorstand.

Dem KKV in der Region Ost mit

über 100 Mitgliedern gehören die Ortsgemeinschaften

Berlin, Görlitz, Erfurt

und Leipzig an.

neue mitte 01/13 21


Vor Ort

Belichtet

Besuch im Europäischen Parlament

Der KKV Aquisgrana Aachen besuchte am 18. Dezember

2012 das Europäische Parlament in Brüssel. Nach einer

Führung durch das Parlamentarium stand die Abgeordnete

Sabine Verheyen den Besuchern für viele Fragen zur

Verfügung. Anschließend führte ein sehr kompetenter und

freundlicher Stadtführer dreieinhalb Stunden mit dem Bus

durch Brüssel. Ausführlich erklärte er die belgische Millionenstadt

und ihre Geschichte.

22

neue mitte 01 /13


Vor Ort• Verstorbene

Herzkammer des KKV

Das Hansa-Haus in München wird für 1,4 Millionen Euro modernisiert.

Als „Herzkammer des KKV München

und ein echtes Aushängeschild

für den gesamten Verband“

bezeichnete der stellvertretende

Bundesvorsitzende Tobias Gotthardt das

Hansa-Haus am Münchner Königsplatz

anlässlich eines Baustellenbesuches.

1,4 Millionen Euro investiert der KKV

dort in Modernisierung und Umbau das

Tagungsbereichs. Entstehen, so Hansa-

Haus-Geschäftsführer Thomas Riegel,

werden dabei vier moderne Veranstaltungssäle

unterschiedlicher Größe, ein

einladendes Foyer sowie ein gläserner

Gartensalon im Grünen – und das mitten

in München. Eröffnet werden soll

das neue Hansa-Haus im Frühjahr. Beim

Ökumenischen Kirchentag 2010 verwadelte

sich das Münchener Hansa-Haus

in das „Haus der Sozialen Marktwirtschaft“,

das damals zahlreiche Besucher

anlockte. tg/nm

Hansa-Haus-Geschäftsführer Thomas Riegel (links) erkläutert dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden

Tobias Gotthardt den Stand der Bauarbeiten.

Trauer

Wir hoffen auf ein Wiedersehen bei

der Auferstehung der Toten

Foto: KKV Aaachen/KKV München

Josef Ambrogi, Kevelaer

Karl Baule, Hildesheim

Hans Bett, Bochum

Inge Bömler, Goch

Willi Bonas, Köln

Martha Brune, Borghorst

Brigitta Buske, Lübeck

Ursula Dwertmann, Cloppenburg

Franz-Josef Enzinger, Ingolstadt

Heinz Feike, Borghorst

Gerhard Felder, Aachen

Dietrich Geier, Freiburg

Erna Gelderblom, Bonn

Ria Henkelmann, Arnsberg-Hüsten

Hans-Jürgen Hillbrenner, Bielefeld

Dieter Hollmann, Gelsenkirchen-Buer

Matthias Jansen, Viersen

Dieter Joebges, Koblenz

Hugo Kesper, Menden

Hellmut-Otto Kuny, Freiburg

Hans Laarveld, Gronau

Eugen Lacher, Darmstadt

Renate Lang, Wiesbaden

Ursula Lohmann, Menden

Susanne Lotz, Darmstadt

Eva Lüdemann, Hamburg

Alois Mensch, Würzburg

Fritz Muth, Bonn

Luise Nickel, Goch

Adele Nolden, Kevelaer

Reinhold Oestreich, Fulda

Wolfgang Reichel, Fulda

Hermann-Josef Renard, Kevelaer

Ewald Rogowski, Dortmund

Hans Rolzhäuser, Worms

Wilhelm Schepers, Borken

Karl Schuler, Mannheim

Heinrich Johannes Sommer,

Düsseldorf-Benrath

Agnes Stolte, Hildesheim

Hans-Peter Swertz, Goch

Willi Trefs, Mannheim

Linus Wältermann, Greven

Erich Weber, Bielefeld

Bernhard Weinberger, München

Georg Werrelmann, Cloppenburg

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