connect android Samsung Galaxy S5 (Vorschau)

1148150.wz2b5

NEU!

Von Europas

gröSStem TK-Magazin!

€ 7,90

Österreich € 9,00

Schweiz sfr. 16,00

Italien, Spanien € 10,00

BeNeLux € 9,30

androidDeutschland

Smartphones, Tablets, Apps & Co

02

2014

Handy-

Strahlung:

Droht wirklich

Gefahr?

besser als das 4er?

Samsung

Galaxy S5

+

Die Top-Newcomer 2014:

Sony Xperia Z2, LG G2 mini, die

Android-Modelle von Nokia u.v.m.

8-Zoll-

Tablets

LG G Pad fordert

Samsung Tab 3

Praxis

Android rooten

Mehr Funktionen

freischalten

Android-Updates

Wie wichtig sind

sie tatsächlich?

Android goes TV

Mit Phone oder

Tablet fernsehen

Top-

Tolle Technik

für kleines Geld

Smartphones

zu SparPreisen

LG Google Nexus 5, Motorola G, Alcatel Idol X –

clevere Alternativen zu den teuren High-Endern

Phone, Phablet

oder Tablet

Welche Display-Größe

passt für wen


A1.net

Wir investieren

in Verantwortung.

Das verlässliche Netz Österreichs.

• Überall Empfang – egal, ob am Berggipfel oder in der Tiefgarage

• Nationaler Netzausbau – auch in entlegensten Regionen

• Maximale Stabilität und ungeteilte Bandbreite im Internet durch

Glasfaser-Technologie

Heute und in Zukunft.

Einfach A1.


Innovative

Evolution

Nicht jedes Jahr wird das Rad neu

erfunden: Das Smartphone bleibt

auch 2014 weitgehend so, wie wir es

kennen. Fortschritt gibt’s trotzdem.

Her mit den Daten!

Google hat die Preise

für den Cloudspeicher

Drive gesenkt: 15 GB

gibt’s weiterhin gratis,

100 GB statt für 4,99

nun für 1,99 US-Dollar

pro Monat, 1 TB für 9,99

statt 49,99 US-Dollar.

Daten sind Google offenbar

etwas wert …

Sportskanone

Mit dem Galaxy S5

wird Samsung wohl

auch die Smartwatch

Gear Fit in die Regale

legen: 1,84-Zoll-

OLED-Screen, Schrittzähler,

Herzfrequenzmesser,

wasserdichtes

Gehäuse – wir

sind gespannt!

Schnäppchenalarm

App-Freunde aufgepasst:

Das Gratis-Tool

AppZapp scannt den

Play Store, stellt Neuzugänge

vor und meldet

Rabatte – damit

lässt sich eine Menge

Bares sparen.

Alles so schön bunt hier! Der Frühling bringt

nicht nur Kreislauf und Natur in Schwung, sondern

auch den Smartphone-Markt. Ende Februar

fand traditionell der Mobile World Congress

in Barcelona statt – auf der welt größten Mobilfunkmesse

trifft sich jedes Jahr die Branche und

präsentiert all die feinen Dinge, die uns das Jahr

versüßen sollen. Mit ganz neuen Rezepten konnte

freilich keiner aufwarten, noch nicht einmal

Samsung mit dem Galaxy S5. Ein bisschen mehr

Prozessor-Power, ein größeres Stückchen Akku,

eine Prise weiterer Sensoren – mit dieser verfeinerten

Mischung gingen viele Smartphone-Hersteller

in eine neue Runde. Manche proben dennoch

den Aufstand: Nokia etwa, deren Smartphone-Sparte

sich Windows-Phone-Inhaber

Microsoft schon so gut wie sicher einverleibt

hat, brezelt seine Modellpalette neuerdings auch

mit Android auf. Ohne Google Play Store, dafür

zum Minipreis. Ob das der Kundschaft mundet?

Wir haben unsere Zweifel. Erfreulich ist, dass

die Bandbreite an wirklich guter Hardware für

faires Geld steigt: So meldet sich Motorola mit

einem echten Preishit zurück (Seite 44), Google

überzeugt mit dem von LG gebauten Nexus 5,

und mit Alcatel One Touch kommt ein ganz

starker Kandidat durch die Hintertür (Seite 64).

Mit den besten Grüßen der Redaktion

Monika Klein

Stellvertretende Chefredakteurin

und Textchefin connect

3


2/2014

Inhalt

Praxis

Android rooten

Mehr Funktionen

freischalten

Seite 35

Android-Updates

Wie wichtig sind

sie tatsächlich?

Seite 58

Android goes TV

Mit Phone oder

Tablet fernsehen

Seite 80

Neuer Star: Das

Samsung Galaxy S5

Neuer Look, etwas größerer Screen

und Herzfrequenzmessung

12

Smartphones

Test: Samsung Galaxy S5 12

Das neue Spitzenmodell von Samsung kommt

mit Fingerabdrucksensor und ist wasserdicht

Test: Sony Xperia Z1 Compact 18

Tolle Technik, brillantes 4,3-Zoll- Display –

das kompakte Sony ist ein Allrounder

Test: LG Google Nexus 538

Das Nexus 5 bringt viel Leistung fürs Geld

Test: Motorola Moto G44

Nur 169 Euro verlangt Motorola für sein

neues Moto G – ein echter Preisbrecher

Test: Alcatel One Touch Idol X

und Alcatel One Touch Idol X+64

Alcatel-Neulinge, die zu überzeugen wissen

Kaufberatung

Phone, Phablet oder Tablet?22

Smartphone, Riesenphone oder Tablet –

welches Gerät Sie wofür brauchen

APPS

Test: 8 Musicplayer28

Sie möchten auf Ihr Phone klopfen, um zum

nächsten Lied zu skippen? Kein Problem!

6 starke Foto-Apps48

So schießen Sie die besten Selfies

Praxis

Android rooten – so geht’s35

Der vorinstallierte Kram soll endlich runter

vom Phone? Rooten Sie Ihr Gerät, dann geht’s

Die Wahrheit über Updates58

Die Update-Politik der Phone-Hersteller

ist kein Ruhmesblatt. Warum eigentlich?

Der HTC-Sync-Manager88

Dieses Tool synchronisiert Ihr HTC-Phone

mit einem Mac- oder Windows-Rechner

Mac-Rechner und Android-Phone92

Sie haben einen Mac, aber Ihr Phone läuft mit

Android? Dann helfen Ihnen Sync-Manager

Report

Mobilfunkstrahlung50

Was ist dran an der Strahlungsangst?

Kamera

Samsung Galaxy Camera 262

Neue starke Digitalkamera mit Android

TV-Spezial

Android-Fernseher68

Philips setzt auf das Google-Betriebssystem

Google Chromecast72

Fernsehen mit dem neuen Stick – so geht’s

Samsung WatchOn74

Das Samsung-Phone als Fernbedienung

Miracast und DLNA76

Vom Phone auf TV und Anlage streamen

Mit dem Smartphone fernsehen80

Welche Apps bieten am meisten?

4 connect android 2/2014


Sony Xperia Z1 Compact

Großer Auftritt des äußerlich

geschrumpften Xperia Z1

18

Zwei starke 8-Zoll-Tablets

LG G Pad 8.3 und Samsung Galaxy Tab 3 8.0 WiFi

– die Ähnlichkeiten der beiden sind frappierend

98

Strahlung: Die Fakten

Angst ist kein guter Ratgeber,

gerade nicht beim heiß diskutierten

Thema Mobilfunkstrahlung

50

Motorola Moto G

Günstig, technisch vernünftig

und mit vielen bunten Covern

44

gaming

Daddeln mit der Phone-Konsole .......84

Spielkonsolen für das Smartphone – bringt’s

das? Wir haben zwei Kandidaten getestet

Car Connectivity

Allianz fürs Auto ...................................94

Google will das Autofahren sicherer und

angenehmer machen – und zwar mit der

„Open Automotive Alliance“

Alcatel One Touch Idol X

Top-Display, gute Messwerte

und einfache Bedienung

64

Gadgets & Trends

Samsung-Smartwatch, LG G2 mini,

supergünstige Nokia-Phones X/X+,

Alcatel One Touch Idol 2, genialer

Speicherstick von Sandisk

6

SMarTWATCH

Simvalley Mobile AW-421.RX..............67

Diese Uhr ist ein echtes Android-Smartphone

Tablets & Co

8-Zöller von LG und Samsung ...........98

Selten sahen sich zwei Tablets so ähnlich.

Lesen Sie, wo die Unterschiede liegen

Toshiba Excite Write ......................... 102

Praktisch: Dieses 10-Zoll-Tablet bringt

schon ab Werk eine schützende Tastatur mit

Blaupunkt Endeavour 1010 ............... 106

Schmale 249 Euro kostet das 10-Zoll-Tablet

von Blaupunkt – ist das billig oder preiswert?

Standards

Editorial.............................................................3

Bestenliste.............................................. 108

Impressum................................................115

Vorschau ....................................................115

Titelfotos: © Wavebreak - istockphoto.com

5


Magazin

Gadgets&Trends

Samsung-Watch

Die Galaxy Gear 2 hat als Besonderheit

eine 2-Megapixel-Kamera

samt HD-Videoaufnahme und 4

GB internen Speicher an Bord. Die

Kamera ist nicht mehr klobig in

das Armband integriert, sondern

sitzt recht dezent im Uhrengehäuse

neben der Infrarotdiode zur

TV-Steuerung. Neu ist auch der

autarke Musikplayer – so muss

der Nutzer zum Soundgenuss nicht

mal mehr sein Smartphone mitnehmen.

Ansonsten steht der volle

Funktionsumfang erst zur Verfügung,

wenn die Galaxy Gear 2 mit

Erster Check

Samsung Galaxy Gear 2

Preis

Maße

Pro

Contra


k.A.

37 x 58 x 10 Millimeter; 68 Gramm

gelungenes Design; viele Funktionen;

leicht; gute Verarbeitung; austauschbares

Armband; tolles OLED-Display;

Bluetooth; IP67-Zertifizierung; Infrarotdiode;

2-MP-Kamera; Herzfrequenzsensor;

Schrittzähler; zahlreiche Benachrichtungsfunktionen

vom Smartphone

vermutlich hoher Preis

Ausstattung ✔✔✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔✔

einem Samsung-Smartphone gekoppelt

ist. Dann kann man mit

der Smartwatch auch telefonieren

und Benachrichtigungen auf ihrem

Display lesen. Als Betriebssystem

kommt Tizen zum Einsatz, zahlreiche

Apps sind bereits erhältlich.

Fitbit-Waage

Das Thema Fitness treibt Mobilfunker

und Hersteller gleichermaßen

um: Die US-Schmiede

Fitbit zeigte auf dem Mobil World

Congress neben ihrem Flex-Fitness-Trecker

auch die WLAN-

Waage Aria: Die misst Gewicht

und Körperfettanteil, errechnet

den BMI und synchronisiert via

WLAN die Daten von bis zu acht

Personen. Die Messwerte gelangen

über die Fitbit-App aufs

Smartphone oder lassen sich

unter www.fitbit.com/de auf

den PC laden. Die Gewichtsstatistik

kann man anhand von

Grafiken und Diagrammen verfolgen.

119,95 Euro.

Saubere Lösung

Vernetztes Leben endet nicht beim

Smartphone, auch unser Heim wird

immer smarter. Diesen Trend bestätigt

Oral-B mit einer interaktiven Zahnbürste.

Die kommuniziert per Bluetooth

mit einer App. Damit kann man das

Nutzungsverhalten aufzeichnen und

individuelle Putzeinstellungen von oszillierend

über rotierend bis zu pulsierend

auf die Zahnbürste hochladen.

Zudem warnt das Handteil vor zu viel

Druck beim Schrubben der Beißerchen.

Spätestens im Juli sollen sowohl

Zahnbürste als auch Apps für iOS und

Android verfügbar sein.

Smarte Speicher

Zwei pfiffige Lösungen präsentierte Sandisk auf dem

MWC. Da wäre der Ultra Dual USB Drive, der an einer

Seite in einen für Computer passenden USB-A-Stecker

mündet, an der anderen in einen Smartphone-konformen

Micro-USB-Anschluss. So lassen sich ganz einfach bis zu 64

Gigabyte Daten zwischen einem PC und vielen, wenn auch

nicht allen modernen Android-Smartphones austauschen.

Zweites Highlight: Satte 128 Gigabyte bringt Sandisk erstmals

auf einer Micro-SD-Card nach dem weithin unterstützten

SDXC-Standard unter. Das Platzwunder besitzt 16

übereinander montierte Speicherchips; für die Miniaturisierung

musste Sandisk sogar auf die übliche rotsilberne

Lackierung verzichten. Da die Karte im Moment nur in homöopathischen

Stückzahlen produziert wird, ist mit Lieferzeiten

und erhöhten Preisen zu rechnen.

6 connect android 2/2014


Sony Xperia Z2

Das Xperia Z2 beweist schon

im ersten Test starke Mul timedia-Qua

li täten. Mit dabei:

4K-Videos und ein Noise-Cancelling-Headset

sowie ein Paket

aus kosten losen Filmen

und Spielen.

Das Xperia Z2 ist verdammt nah

am Vorgänger Z1, nur minimal

größer. Durch die etwas runderen

Kanten liegt das 5,2-Zoll-

Smartphone etwas bequemer in

der Hand; das Xperia Z1 hatte

noch eine 5-Zoll-Anzeige. Ansonsten

tut sich Sony sichtlich

schwer, noch einmal richtig einen

draufzulegen. Aber Verbesserungen

gibt es natürlich dennoch

zu vermelden: Der Prozessor

taktet noch etwas schneller,

den eingesetzten Snap dragon

800 kennen wir etwa vom LG G2,

wo er bereits hervorragende

Dienste leistet.

Auch das Z2 ist staub- und

wasserdicht und bringt erneut

eine hochwertige 20-Megapixel-

Kamera mit. Die erlaubt es, ohne

Qualitätsverluste digital ans gewünschte

Motiv heranzuzoomen.

Ergebnis unseres ersten Tests:

Die volle Auflösung gibt es nicht

bei allen Aufnahme-Modi. Und:

Videos zeichnet die Kamera nun

in 4K-Auflösung auf.

Außerdem legt Sony dem Z2

ein Headset mit Noise-Cancellation-Funktion

bei. Das In-Ear-

Modell, das im ersten Test bequem

saß, hat mehrere Mikrofone

integriert, um den Umgebungslärm

herauszufiltern, ist

ansonsten aber nicht größer als

ein herkömmliches Headset. Die

eigentliche Technik steckt im Z2,

an das sich dank einer fünfpoligen

Klinkenbuchse auch hochwertige

Mikrofone anschließen

lassen, die Sony optional anbieten

will. Das Headset tönt bassstark,

ohne es in den unteren

Frequenzen zu übertreiben: insgesamt

ein gutes Klangbild. Für

etwas besseren Klang ohne

Headset sorgen übrigens zwei

Lautsprecher auf der Front.

Die kann man nutzen, wenn

man in kleiner Runde einen der

sechs aufgespielten Filme anschaut,

etwa den Blockbuster

Captain Phillips mit Tom Hanks.

Außerdem wird Sony wohl einige

unveröffentlichte Michael-Jackson-Songs

aufs Z2 packen. Zehn

Gratis-Spiele sollen das Paket

abrunden. Die eigentlichen Stärken

des neuen Xperia-Stars bleiben

aber das robuste wie hochwertige

Gehäuse, das tolle Display

und die top Ausstattung.

Erster Check

Sony Xperia Z2

Preis

Maße

Pro

Contra


599 Euro

147 x 73 x 8 mm, 158 Gramm

insgesamt riesige Ausstattung samt

LTE; aufwendige Kamera, die 4K-Videos

aufzeichnet; Noice-Cancelling-Headset;

Gratis-Filme und -Spiele inklusive; gute

Performance; großes Display; aktuelle

Android-Version

Akku fest verbaut; nicht immer mit

einer Hand bedienbar

Ausstattung ✔✔✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔✔

Foto: © Rido – shutterstock.de

7


Magazin

Sony Xperia Tablet Z2

Sonys zweite Tablet-Generation

kann im ersten Test mit

starker Performance, High-

Level-Ausstattung und vorbildlich

einfacher Handhabung

überzeugen.

Was beim Xperia Tablet Z2 sofort

beeindruckt, ist sein Gewicht:

426 Gramm (laut Sony) sind für

ein 10,1-Zoll-Tablet eine krasse

Leistung. Unbezahlbarer Vorteil:

Das Tablet wiegt auch nach einer

halben Stunde in der Hand nicht

schwer. Gleichzeitig ist die Bauhöhe

erstaunlich gering: Sony

gibt 6,4 Millimeter an. Der Bildschirm

löst mit 1080 x 1920 Pixeln

(Full-HD) sehr hoch auf, Inhalte

erscheinen scharf gezeichnet,

mit kräftigen Farben und

natürlicher Darstellung. Ausreichend

Platz für bequemes

Arbeiten mit viel Übersicht ist bei

einer Diagonalen von 10,1 Zoll

ohnehin kein Problem.

Zudem ist das Tablet erstklassig

ausgestattet: Für die nötige

Rechen power sorgt der neue

Snapdragon-801-Prozessor. Er

arbeitet mit vier Kernen mit je

2,3 GHz Taktung und kann auf

satte 3 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen.

Das zahlt sich aus:

Jede Touchscreen-Eingabe setzt

das Gerät sofort um. Es gibt keine

Hänger, keine Ruckler. Einfache

Alltagsaufgaben wie Surfen,

Netzwerken oder Mailen erledigt

das Z2 natürlich mit links, selbst

aufwendige 3-D-Spiele oder

hochauflösende Filme sollten

kein Problem sein. In Sony-Manier

ist auch das Z2 nach IP55

und 58 zertifiziert. Die Karteneinschübe

für Micro-SD und SIM

sind durch herausnehmbare

Klappen geschützt. Das Design

entspricht weitgehend dem Vorgänger:

klare Strukturen, harte

Kanten – minimalistischer Stil.

Android ist in der aktuellen

Kitkat-Version 4.4 ins talliert. Als

Schnittstelle zwischen Mensch

und Tablet dient das Sony UI. Das

hält sich nahe an Stock Android,

es gibt nur dezente Anpassun-

gen und leichte Veränderungen.

Die Oberfläche ist insgesamt

schlicht gehalten und dadurch

bequem zu bedienen.

Das Z2 ist ein echter Kracher

für Freunde von Großformat-Tablets.

Es vereint die neueste

Technik und Software in einem

wunderbar handlichen, hübschen

und toll verarbeiteten Gehäuse,

das auch noch resistent

gegen Staub und Wasser ist.

Marktstart soll im April sein.

Erster Check

Sony Xperia Tablet Z2

Preis

Maße

Pro

Contra


noch offen

172 x 266 x 6,4 mm; 426 Gramm

starke Performance; hervorragende

Ausstattung samt LTE; klasse Display

mit 10,1 Zoll und Full-HD-Auflösung;

tolles Gehäuse; staub- und wasserdicht;

sehr gute Handhabung; großzügiger

Speicher (25 GB intern); Speicher erweiterbar

per Micro-SD-Karten

wahrscheinlich hoher Preis

Ausstattung ✔✔✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔✔

Erster Check

LG G2 mini

Preis

Maße

Pro

Contra

LG G2 Mini


noch offen

130 x 66 x 9,9 mm; 125 Gramm

Anzeige hell und blickwinkelstabil;

Akku austauschbar; gute, solide Performance;

gute Handhabung; gelungenes

Gehäuse; LTE; erweiterbarer Speicher

mittelprächtige Displayauflösung (540 x

960 Pixel); mittelmäßige Gesamtausstattung;

sehr kleiner interner Speicher

(knapp 2 Gigabyte)

Ausstattung ✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔

Mit seinem 4,7-Zoll-Display ist

das G2 mini gar nicht so klein,

erweist sich im ersten Test

aber dennoch als handlich.

Wobei der magere Speicher

und die reduzierte Ausstattung

den Namens zusatz dann doch

wieder rechtfertigen.

LG definiert die Kleinformat-

Smartphones neu und stattet

das G2 mini mit einem 4,7-Zoll-

Screen aus. Die Ausstattung ist

nicht mini, aber an manchen

Stellen sehr minimalistisch: Die

Displayauflösung zum Beispiel

liegt bei 540 x 960 Pixeln – das

geht insgesamt zwar in Ordnung,

Sony und HTC zeigen aber, dass

HD auch bei den Mini-Varianten

kein Problem ist (siehe Seite 18).

Was positiv auffällt: Das Display

ist sehr hell und blickwinkelstabil.

Der Qualcomm-Prozessor

fährt vier Kerne auf und taktet

mit 1,2 Gigahertz. Was die Performance

angeht, haben wir

kaum Grund zum Klagen: Den

ersten Ein drücken nach scheint

das G2 mini zumindest mit Alltagsaufgaben

locker fertig zu

werden. Auch das Switchen zwischen

den Homescreen-Ansichten

oder das Scrollen durch die

Einstellungen klappte im ersten

Test wunderbar. Touchscreen

und CPU arbeiten gut zusammen.

Was das G2 mini in die untere

Mittelklasse verbannt, ist

der kleine interne Speicher: Gerade

einmal 2 Gigabyte sind frei

verfügbar. Sorry, das geht gar

nicht. Immerhin: Ein Speicherkartenslot

ist vorhanden. Dazu

passt, dass der Arbeitsspeicher

bei nur 1 Gigabyte liegt – mittlerweile

sind 2 Gigabyte Standard.

Damit ist klar: Für Power-User ist

das G2 mini mit seinem Minimalspeicher

nicht geeignet. Was

uns gefällt, ist die Handhabung.

Das Gerät liegt trotz des großen

Displays gut in der Hand.

8 connect android 2/2014


Nokia X und X+

An die extrem preissensitive Kundschaft

wenden sich die Nokia-Modelle

X mit 512 MB RAM für 89 Euro und

X+ mit 768 MB RAM für 98 Euro, die

mit 4 GB Flash und einer 4-GB-Micro-

SD-Karte für den ebenfalls vorhandenen

Steckplatz ausgeliefert werden.

Beide sind mit einem an Android angelehnten

Betriebssystem ausgestattet.

Das erinnert beim Home-Screen

an Windows Phone und unterstützt

auch Microsoft-Dienste wie Bing,

Skype und Onedrive. Dafür bleibt der

Google Play Store auf der Strecke,

was trotz des alternativ installierten

Nokia Store das Angebot an Apps

drastisch einschränken muss. Die

Hardware ist bei den geforderten

Preisen verständlicherweise frei von

Luxus. Optisch, haptisch und mechanisch

machen die Dual-SIM-Geräte

den von Nokia gewohnt guten Eindruck.

Das User Interface erinnert an

vielen Stellen abseits des Homescreens

mehr an Android als an Windows

Phone und gibt auf den ersten

Blick keine Rätsel auf. Wer ohne großen

Anspruch ein solides Smart phone

sucht, kann mit Nokia X und Nokia X+

Geld sparen.

Erster Check

Nokia X/X+

Preis

Maße

Pro

Contra


89/98 Euro (X+ ab Q2)

116 x 63 x 10 Millimeter; 129 Gramm

kleines, leichtes und stabiles Gehäuse;

gute Verarbeitung; Dual-SIM-Support;

Wechsel-Akku; Micro-SD-Slot und

4-GB-Karte; günstiger Preis

mit 800 x 480 Pixeln recht niedrig aufgelöstes

4-Zoll-Display; kein Zugriff auf

Google Play Store; nur 3-Megapixel-

Fixed-Focus-Kamera

Ausstattung ✔✔

Handhabung ✔✔✔

Erster Check ✔✔✔

Nokia XL

Für 109 Euro bietet Nokia mit dem XL

ein 5-Zoll-Smartphone mit 4 GB

Flash-Speicher an. Auch hierbei handelt

es sich um ein Gerät mit unvollständigem

Android, das optisch und

in einigen Diensten der Windows-

Phone-Schiene nähergebracht wurde.

Auch hier müssen der Nokia Store

oder andere frei verfügbare App-

Shops den Play Store von Google

ersetzen – das ist ein Rückschritt in

Angebot und Nutzbarkeit. Für den

Preis sehr gut ist erneut die Verarbeitungsqualität

des beim Nokia XL noch

aus der Vorserie stammenden Gehäuses,

hier leisten die Finnen Vorbildliches.

Die Stabilität stimmt, verbunden

ist sie aber mit einer in Bezug

auf die Display-Diagonale leicht überdurchschnittlichen

Größe, auch das

Gewicht liegt hoch. Das blickwinkelstabile

5-Zoll-Display hat erneut eine

geringe Auflösung, doch das fällt bei

vielen Anwendungen nicht ins Gewicht.

Mit dem XL bietet Nokia ein

sehr günstiges Smartphone, das

zumindest einfachen Ansprüchen

durchaus genügen kann.

Erster Check

Nokia XL

Preis

Maße

Pro

Contra


109 Euro ab Q2 2014

141 x 78 x 11 Millimeter; 190 Gramm

sehr günstig; stabiles, gut verarbeitetes

Gehäuse; Dual-SIM; Micro-SD-Card-

Slot; Wechsel-Akku

mit 480 x 800 Pixeln niedrig aufgelöstes

5-Zoll-Display; kein Zugriff auf Android

Play Store; recht groß und schwer für

die Display-Größe

Ausstattung ✔✔

Handhabung ✔✔✔

Erster Check ✔✔✔

kommentar

Bernd Theiss,

connect-Redakteur

Die auf Android basierenden X-Smartphones sollen schon länger

in der Entwicklung gesteckt haben, als Microsoft Interesse

an der Übernahme von Nokia angemeldet hat. Wie ein Affront

wirken sie dennoch. Man stellt sich unwillkürlich die Frage: Warum braucht ein

Hersteller im Formtief neben Windows Phone für die hochwertigen, wirklich guten

Lumia-Modelle und Series-40 für die Low-Cost Asha-Phones noch ein drittes Betriebssystem,

um alle Märkte zu be dienen? Zumal das neue OS weder zu Android

noch zu Windows Phone wirklich kompatibel ist. So werden neben der Entwicklung

auch die Pflege des App-Stores und die Anpassung an sich entwickelnde

Dienste kostbare Ressourcen verschlingen. Wofür Nokia steht, wird immer

schwerer ersichtlich – das hatten wir schon einmal …

9


Magazin

Alcatel Idol 2

Alcatel One Touch tritt immer

mehr ins Licht der großen

Smartphone-Bühne.

Jüngster Knaller des chinesischen

Herstellers ist das Idol 2,

in das man sich zumindest optisch

einfach verlieben muss.

Das elegante Design gepaart mit

einem Gehäuse in Metalloptik

und einer Farbe wie dem hier

gezeigten Chocolate – das ist

einfach zum Anbeißen. Zumal

bereits die Testmuster perfekt

verarbeitet waren.

Das 5 Zoll große IPS-Display

passt da sehr gut ins Bild. Die

subjektiv recht helle Anzeige

bietet schöne Farben, könnte die

Inhalte aber noch brillanter darstellen.

Hier stört dann doch die

für diese Displaygröße etwas

knappe Auflösung von lediglich

540 x 960 Pixeln. Dafür gab es in

Sachen Bedientempo keine Kritik

zu vermelden, Eingaben auf

dem Touchscreen wurden

schnell erkannt und umgesetzt.

Auch die inneren Werte lassen

aufhorchen. So verrichtet ein

Quad-Core-Prozessor mit 1,3

GHz samt 1 GB Arbeitsspeicher

seinen Dienst, Stereo-Lautsprecher

zieren die Unterseite des

Idol 2, die 8-Megapixel-Kamera

auf dem Rücken ist mit Fotolicht,

HDR- und Panorama-Funktion

gut bestückt.

Das Testexemplar war zudem

mit einem Wechselspeicherslot

und etwa 5 GB freiem Nutzerspeicher

ausgestattet. Der ebenfalls

erhältlichen Dual-SIM-Variante

des Idol 2 fehlt zwar der

Speicherslot, doch das Smartphone

wartet mit nominell 16 GB

internem Speicher auf. Dank Wi-

Fi Display kann es zudem seinen

Displayinhalt drahtlos auf kompatible

Flatscreens beamen –

nicht schlecht für die Preisklasse

unter 300 Euro. Für flotte Surftrips

unterwegs soll ein HSPA+-

Modul sorgen.

Ein echter Lichtblick ist auch

die intuitiv bedienbare Nutzeroberfläche

des Idol 2. Als Besonderheit

gibt es hier etwa

eine spezielle Startscreen-Ebene

zu nennen, die sich vertikal

scrollen lässt und so weitaus

mehr Platz für Widgets bietet.

Eine gute Lösung.

Parallel zum Idol 2 hat Alcatel

One Touch das Schwestermodell

Idol 2S gezeigt. Das beherrscht

LTE und bietet ein HD-Display.

Alle Idol-2- und Idol-2-Mini-

Smartphones (siehe unten) sollen

zudem ein Update auf Android

4.4 erhalten.

Erster Check

Alcatel One Touch Idol 2

Preis

Maße

Pro

Contra


etwa 260 Euro

137 x 70 x 7 Millimeter; 128 Gramm

tolles Design; fehlerfreie Verarbeitung;

Android 4.3; UMTS; HSPA+; NFC; 5 Zoll

Display mit qHD-Auflösung; gute Nutzeroberfläche;

Quad-Core-CPU mit 1,3

GHz; Wi-Fi-Display; 8-MP-Kamera mit

Full-HD-Video; UKW-Radio; Speicherslot

fest verbauter Akku; Auflösung könnte

höher sein

Ausstattung ✔✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔✔

Alcatel Idol 2 mini

Auch beim Idol 2 Mini steht eindeutig

das Design im Vordergrund

– und das ist wirklich

erste Sahne.

Dies trifft auch auf die Verarbeitung

der Vor serienmodelle zu. Das

Idol 2 Mini liegt gut ausbalanciert

in der Hand und strahlt mit seinem

4,5 Zoll großen IPS-Display mit

qHD-Auflösung und der farbenfrohen

sowie intuitiv bedienbaren

Nutzeroberfläche den Tester an.

Das Testgerät war ein Single-SIM-

Gerät mit Micro-SD-Slot. Zudem

ist eine Dual-SIM-Variante mit 8

GB internem Speicher, aber ohne

Micro-SD-Slot sowie auch eine S-

Version erhältlich, die dann sogar

LTE beherrscht. Welche Varianten

letztendlich den Weg nach

Deutschland finden, steht allerdings

noch nicht fest.

Erster Check

Alcatel One Touch Idol 2 Mini

Preis

Maße

Pro

Contra


etwa 200 Euro

129 x 64 x 8 Millimeter; 110 Gramm

tolles Design; hervorragende Verarbeitung;

Android 4.3; gute Nutzeroberfläche;

UMTS; HSPA+; 4,5 Zoll Display mit

qHD-Auflösung; Quad-Core-CPU mit 1,2

GHz; 8-MP-Kamera mit Full-HD-Video;

UKW-Radio; Wechselspeicherslot

kleiner interner Speicher (1,9 GB); fest

verbauter Akku

Ausstattung ✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔

10 connect android 2/2014


Erster Check

Huawei MediaPad x1 7.0

Preis

Maße

Pro

Contra


399 Euro

184 x 104 x 8 mm; 239 Gramm

Telefonie-Funktion; gutes 7-Zoll-Display;

starke Performance; hochwertiges

Alugehäuse; erweiterbarer Speicher;

LTE; bequeme Handhabung; leicht und

flach; einfach bedienbare Benutzeroberfläche

Emotion UI

Akku fest verbaut; kein aktuelles

Android (4.2)

Ausstattung ✔✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔✔

Huawei Mediapad x1 7.0

Smartphone, Tablet oder Phablet?

Schwer zu sagen. Mit

7-Zoll-Screen und LTE-Funkmodul

samt Telefonie-Funktion

ist das Mediapad x1 7.0, was

immer Sie möchten. Huawei

listet es auf seiner Webseite

jedenfalls unter „Tablets“ .

Das trifft es auch am besten: Die

7 Zoll große Anzeige mit 1200 x

1920 Pixeln ist groß und hochauflösend

genug, um Webseiten,

Dokumente und/oder Kartenausschnitte

schön übersichtlich

und leicht handhabbar darzustellen.

Sie bietet viel Platz, um

Widgets, Verknüpfungen und

Ordner auf den Homescreens zu

organisieren und eignet sich zudem

ideal als Mediaplayer für

Fotos und Videos. Kräftige Farben,

scharfe Linien und eine hohe

Blickwinkelstabilität runden

den positiven Gesamteindruck

ab. Der Touchscreen reagiert unverzüglich

auf Eingaben, hierfür

sorgen ein mit 1,6 Gigahertz taktender

Vierkern-Prozessor und 2

Gigabyte RAM.

Gehäuseanmutung und Handhabung

stechen ebenfalls positiv

hervor. Die Rückseite besteht

größtenteils aus gebürstetem

Aluminium, was dem Mediapad

einen hochwertigen Look verleiht.

Am unteren und oberen

Bereich verdecken Kunststoffkappen

die verbauten Antennen.

Da die Rückseite fest verankert

ist, lässt sich der 5000 mAh große

Akku nicht ohne Fachmann

austauschen. Die Übergänge

zwischen Kunststoff und Alu

sind gut umgesetzt, von leichten

Spaltmaßen einmal abgesehen.

Der interne Speicher bietet 16

Gigabyte ROM und ist per Micro-

SD-Karten erweiterbar.

Mit unter 8 Millimetern Bauhöhe

und 239 Gramm Gewicht

(laut Huawei) ist das x1 ein ausgesprochen

handliches Kleinformat-Tablet.

Es liegt bequem

in der einen Hand, während man

mit der zweiten den Touchscreen

bedient. Ein wichtiger

Vorteil – zu Hause und unterwegs

gleichermaßen.

_0BJR2_Drillisch_CONNECT_1213_210_137.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);22. Oct 2013 08:03:04

TESTSIEGER MOBILFUNKBESTE

D-NETZ

D-NETZ

QUALITÄT

www.smartmobil.de

4, 95 *

ab

Tarife 4,

ALLES WAS DEIN SMARTPHONE BRAUCHT.

* Der Preis in Höhe von 4,95 €/mtl. gilt nur bei Abschluss eines smartmobil.de Vertrages im Tarif All-in XS ohne Laufzeit. Weitere Preise und Konditionen entnehmen Sie bitte unter www.smartmobil.de.

11


Smartphones Samsung Galaxy S5

S

amsungs neuem Topmodell

gingen die wildesten

Gerüchte voraus. Da wurde

von einer extrem hohen

Display auflösung, einem gebogenen

Bildschirm und sogar

von zwei technisch unterschiedlichen

Varianten, teils

mit Metallgehäuse, fabuliert.

Wer diese Spekulationen für

bare Münze genommen und

ein revolutionär neues Produkt

erwartet hatte, der dürfte

vom auf dem Mobile World

Congress vorgestellten Galaxy

S5 enttäuscht sein – denn

nichts davon entspricht der

Wahrheit. Wer sich das neue

Samsung-Flaggschiff dagegen

unvoreingenommen anschaut,

der wird ein starkes

Smartphone entdecken.

Weich und wasserdicht

Optisch hat sich nicht viel getan:

Auch das Galaxy S5

kommt im typischen Samsung-

Look daher. Neu ist der

chromefar bene Rahmen ums

Display, den wir bereits vom

Phablet Galaxy Note 3 kennen

– Geschmackssache. Gelungen

ist die Gestaltung der

Kunststoffrück seite: Die matte

Oberfläche wird von vielen

kleinen, runden Vertiefungen

durchsetzt. Sie fühlt sich nicht

nur angenehm weich an, sondern

sorgt auch für einen sicheren

Halt beim Bedienen.

Schwer zu tragen hat man am

S5 ohnehin nicht: Mit 145

Gramm gehört es zu den

Leichtgewichten der Smartphone-Oberklasse.

Farblich

bieten die Koreaner mit Weiß,

Schwarz, Blau und Bronze

vom Start weg eine schöne

Auswahl.

In Sachen Verarbeitung gibt

sich Samsung wie gewohnt

keinerlei Blöße: Das Testmuster

war bereits von derart guter

Qualität, die manch anderer

nicht einmal in der

Serienfer tigung erreicht. Zu-

down to

Earth

Samsungs nächstes Galaxy-

Flaggschiff ist gelandet – und

gibt sich bodenständig: Keine

spektakulären Neuerungen,

sondern Modellpflege im Detail

zeichnen das S5 im ersten

Check aus.

Herzfrequenzsensor

Der E-Health-Button sitzt unterhalb

der Kamera direkt neben dem LED-

Licht. In Verbindung mit dem Fitnesstracker

S Health 3.0 kann man damit

seinen Puls überprüfen. Die Messung

dauert etwa 20 Sekunden.

Kamera

An der Kamera hat Samsung gearbeitet:

Das S5 löst mit 16 Megapixeln auf, soll in

ultraschnellen 0,3 Sekunden auslösen

und Hochkontrastaufnahmen (HDR) in

Echtzeit beherrschen – sowohl für Bildals

auch für Videoaufnahmen. Letztere

zeichnet das Samsung übrigens ganz

modern in Ultra High Definition auf.

12 connect android 2/2014


Display

Die Full-HD-AMOLED-

Anzeige ist maßvoll

gewachsen und misst

in der Diagonalen 5,1

Zoll. Im ersten Check

überraschte uns die

sehr hohe Helligkeitsausbeute,

was ungewöhnlich

für die OLED-

Technologie ist.

Fingerprintsensor

Der Fingerabdruckerkenner

ist in der

Hometaste untergebracht.

Mit ihm

kann man das

Galaxy S5 nicht nur

entsperren und

sensible Daten

sichern, auch Paypal-Zahlungen

sollen

möglich sein.

Umbesetzung

Rief die linke Sensortaste

unterhalb des

Diplays bei Samsung

über viele Jahre die

Optionen auf, bringt

sie beim Galaxy S5

die Auswahl bereits

geöffneter Programme

auf den Schirm.

Erster Check

Samsung Galaxy S5

Preis

Maße

Pro

Contra


k.A.; verfügbar ab April

142 x 73 x 8 Millimeter; 145 Gramm

handlich; brillantes und helles Full-HD-

OLED-Display im 5,1-Zoll-Format; 2,5-

GHz-Quad-Core-CPU; LTE; enorme

Ausstattung; Fingerprint- und Heartrate-Sensor;

tolle 16-MP-Kamera mit

UHD-Videoaufnahme; Micro-SD-Slot

interner Speicher für Top-Smartphone

zu knapp; Design polarisiert

Ausstattung ✔✔✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔✔

13


Smartphones Samsung Galaxy S5

dem setzt nach Sony nun

auch Samsung auf Resistenzen:

Das S5 ist nach IP67 zertifiziert

– also gegen das Eindringen

von Staub geschützt

und für kurzes Untertauchen

in Flüssigkeiten gerüstet.

Die spezielle Micro-USB-3.0-

Buchse auf der Unterseite ist

mit einer Ab deckung geschützt,

die Kopfhörerbuchse

auf der Stirnseite dagegen offen.

Das lässt eine gekapselte

Version vermuten, bei der keine

Flüssigkeit ins Geräteinnere

dringen kann.

Display: echter Strahlemann

Die brillante AMOLED-Anzeige

wächst von 5 Zoll beim

S4 auf 5,1 Zoll nur sehr moderat

an. Die Auf lösung erreicht

klassenübliche 1080 x 1920

Bildpunkte (Full-HD) und

bietet eine Pixeldichte von

feinen 432 ppi. Die bereits aus

dem S4 bekannte Adapt-Display-Technologie,

die automatisch

für eine optimale

Darstellung sorgt, kommt hier

in ihrer jüngsten Generation

zum Einsatz. Die Darstellung

auf den Vorseriengeräten war

tadellos. Subjektiv und im direkten

Vergleich mit einem

Galaxy S4 bietet die S5-Anzeige

zudem auch eine deutlich

größere Helligkeitsausbeute.

Dies muss sich im Labor

von connect aber erst noch

bestätigen.

Da das Display kaum größer

ist, verwundern allerdings

die doch deutlich gewachsenen

Gehäusemaße im Vergleich

zum Vorgänger (142 x

73 x 8 vs. 137 x 70 x 8 Millimeter).

Am Akku kann’s nicht

gelegen haben, denn der bietet

mit 2800 mAh ebenfalls nur

geringfügig mehr Leistung.

Apropos Akku: Der Energiespeicher

lässt sich dank der

abnehmbaren Rückseite nach

wie vor einfach austauschen,

hat aber einen deutlich veränderten

Formfaktor als die bisherigen

Samsung-Akkus. Zudem

gibt es einen sogenannten

Ultra-Power-Saving-Mode,

der für besonders lange Laufzeiten

sorgen soll. Wie das

funktioniert? Laut Samsung

wird unter anderem die Displaydarstellung

auf Schwarz-

Weiß umgestellt – ein Vorteil

der OLED-Technologie.

Highspeed dank Bündel-Funk

Als Plattform kommt wohl

der Snapdragon 801 aus dem

Hause Qualcomm mit einer

2,5 GHz schnellen Quad-

Core-CPU und 2 GB Arbeitsspeicher

zum Einsatz. Standardmäßig

ist das Galaxy S5

wieder mit 16 Gigabyte Speicher

erhältlich, von denen bei

den Testgeräten allerdings nur

8 GB für den Nutzer zur Verfügung

standen – das ist nicht

viel. Eine 32-GB-Variante

soll es aber ebenfalls geben,

und einen Micro-SD-Slot hat

das Top-Smartphone ohnehin

unter der Haube.

Die aktuellen Funkstandards

beherrscht das Galaxy

S5 natürlich aus dem Effeff,

als Besonderheit bietet es zudem

das extraschnelle ac-

WLAN mit MIMO-Antennentechnik.

Zudem lassen sich

LTE und Wi-Fi auch simultan

für Downloads nutzen – was

das Datentempo auf bis zu

650 Mbit/s steigert.

Die Herzfrequenz im Blick

Die eigentlichen Highlights

finden sich allerdings an anderer

Stelle. So gibt es etwa

unterhalb der Kamera einen

Sensor, der bei Auflegen des

Fingers die Herzfrequenz

misst und diese dann über den

neu gestalteten, mit zusätzlichem

Funktionsumfang ver-

14 connect android 2/2014


sehenen Fitnesstracker S

Health 3.0 anzeigt.

Den Fingerabdrucksensor

im Home-Button kennen wir

bereits vom iPhone 5s und

vom HTC One max. Das Galaxy

lässt sich hierüber entsperren,

aber auch in den sogenannten

Private Mode versetzen,

um etwa besonders

sensible Dateien zu schützen.

Außerdem sollen sich per Fingerkennung

Zahlungen über

Paypal vornehmen lassen.

Neben dem Private gibt es

auch einen bunt gestalteten

Kids Mode. In diesem kann

man festlegen, welche Programme

der Nachwuchs nutzen

darf – und welche nicht.

Auf die Kamera sind die

Samsung-Ingenieure besonders

stolz. Sie löst im Wide-

Modus mit 16, im 4:3-Format

mit 12 Megapixeln auf und

beherrscht die Aufnahme von

HDR-Bildern sowie -Videos

in Echtzeit. Soll heißen: Der

Nutzer kann bereits vor Drücken

des Aus lösers sehen, wie

das Hochkontrastbild am Ende

aussehen wird – ob das im

Alltag viel bringt, muss sich

freilich erst noch zeigen. Der

Autofokus soll mit 0,3 Sekunden

jedenfalls extrem schnell

reagieren, der selektive Fokus

erlaubt zudem gewollte Unschärfen

im Vorder- oder Hintergrund

zu setzen – das

kommt besonders kreativen

Fotografen entgegen. In Sachen

Video beherrscht das

Samsung sogar die Aufnahme

in Ultra-HD mit 3840 x 2160

Pixeln.

Zuviel des Guten

Überarbeitet hat Samsung

auch seine hauseigene Benutzeroberfläche

Touchwiz, die

über dem aktuellen Android-

Betriebssystem 4.4.2 Kitkat

liegt. So gibt es neu gestaltete

Icons sowie eine auf gehübschte

Informations- und

Statusanzeige zu entdecken.

Auch ans Einstellungsmenü

hat Samsung Hand angelegt.

Doch hier wäre weniger mehr

gewesen: Die veränderte Optik

und die schiere Anzahl an

Menüpunkten sorgen nicht

gerade für eine bessere Übersicht

– auch wenn man drei

verschiedene Darstellungsoptionen

zur Wahl hat. Gut dagegen:

Der Startbildschirm bietet

mit My Magazine eine zusätzliche

Ebene, auf der man

verschiedene Informationen

abrufen kann.

Samsung-Kenner aufgepasst:

Beim Galaxy S5 dient

die linke Sensortaste nicht

mehr, wie über Jahre gelernt,

der Anwahl der Optionen,

sondern ruft nun die Anzeige

für die genutzten Apps und

Programme auf. Musste das

sein? Ansonsten geht die

Steuerung des Galaxy S5 flott

von der Hand. Das Bedientempo

war schon beim Vorserienmodell

top: Wir zappten

im Eiltempo durch die unzähligen

Features, ohne auch nur

eine Sekunde mit Warten zu

vertun.

Mit Evolution erfolgreich

Den großen Paukenschlag hat

Samsung mit dem S5, das im

April auf den Markt kommen

soll, also nicht hingelegt –

schließlich lässt sich das Rad

respektive Smartphone nicht

jedes Jahr neu erfinden. Doch

dass auch Evolution Erfolg

beim Kunden bringen kann,

zeigte kürzlich Erzfeind Apple:

Bei der Vorstellung des

neuen iPhones war der Jammer

groß, dass die Innovationskraft

verloren sei. Am Ende

hat sich das 5s besser verkauft

als jedes iPhone zuvor.

Michael Peuckert >>

Backcover

Das neue Rückendesign im

Golfball-Look polarisiert.

Was unstrittig ist: die gute

Anfassqualität. Ebenfalls

lobenswert: Die breite

Farbpalette – neben

Schwarz und Weiß sind

auch Blau und Bronze

erhältlich.

15


Smartphones Samsung Galaxy S5

Welches nehmen?

Muss es unbedingt das neue S5 sein – oder lohnt es sich, nach S4-

Schnäppchen Ausschau zu halten? Wir haben verglichen.

Steckbrief

Galaxy S5

Farben

Blau (Electric Blue),

Weiß (Shimmery White),

Schwarz (Charcoal Black),

Bronze (Copper Gold)

Samsung

galaxy

S5

Samsung

galaxy

S4

Formfaktor

Abmessungen:

142 x 73 x 8 Millimeter;

Gewicht: 145 Gramm;

IP67-Zertifizierung

Betriebssystem

Android 4.4.2 (Kitkat)

mit Samsung-Benutzeroberfläche

Touchwiz

Prozessor

Qualcomm Snapdragon

801 MSM8974AC mit

vier Kernen und bis

zu 2,5 GHz; Grafikprozessor

Adreno 330

Speicher

2 GB RAM; Nutzspeicher

mit 16 oder 32 GB;

Micro-SD-Slot unterstützt

Karten bis 128 GB

Display

AMOLED-Display mit

5,1 Zoll Diagonale; Auflösung

1080 x 1920 Pixel;

Pixeldichte 432 ppi

Design und Form

Von vorne betrachtet schenken

sich die beiden Brüder nichts,

wobei das Backcover des

S5 etwas hochwertiger wirkt.

Seine Golfball-Optik ist

Geschmacks sache – die

Verarbeitung bei beiden

Galaxys top.

Display

Das AMOLED-Display ist beim

Galaxy S5 minmal größer, die

Auflösung bei beiden Kandidaten

identisch. Das bedeutet,

dass das Galaxy S4 eine etwas

höhere Pixeldichte bietet. Beiden

Modellen gemein ist die

hervorragende Darstellungsqualität

der Inhalte. Subjektiv

hat das Galaxy S5 aber eine

deutlich größere Helligkeitsausbeute

zu bieten. Ob das

auch objektiv der Fall ist, wird

der Labortest klären.

Prozessor und Speicher

Das S4 ist etwa ein Jahr im

Markt und kann in Sachen

Benchmarkperformance nicht

mit dem S5 Schritt halten. Für

viele Anwendungen und Anwender

genügt die Leistungsfähigkeit

des S4 jedoch allemal,

dennoch hat hier das Galaxy

S5 ganz klar den Chip vorne.

Was den Speicher angeht,

herrscht dagegen Gleichstand.

Bedienung

Die Benutzeroberfläche gibt

sich beim Galaxy S5 optisch

aufgeräumter als beim Galaxy

S4. Allerdings ist die Anzahl

der Einträge im Einstellungsmenü

beim Newcomer deutlich

angewachsen, was die Bedienung

erschwert.

Features

Hier lässt das Galaxy S5 nichts

anbrennen und verweist das

Galaxy S4 mit Abstand auf

Rang zwei. In Sachen Kamera

und Video, der Sensorik und

auch bei der Connectivity hat

das Galaxy S5 deutlich mehr

zu bieten.

Connectivity

Micro-SIM; Quad-Band-

GSM und -UMTS; HSPA+

mit 42 Mbps; LTE mit

150 Mbps; a/b/g/n/ac-

WLAN; Wi-Fi Direct;

Blue tooth 4.0; NFC;

GPS; A-GPS; Micro-USB

3.0; HDMI per Adapter

Multimedia

Kamera mit 16 Megapixeln,

Autofokus und Fotolicht;

Videoaufnahme

mit 3840 x 2160 Pixeln;

Frontkamera mit 2,1 MP

Energieversorgung

wechselbarer Akku mit

2800 mAh

16 connect android 2/2014


FRAGEN ZU SMARTPHONE UND CO?

HIER FINDEN SIE ANTWORTEN!

CONNECT 4/2014

JETZT

IM HANDEL!

Oder einfach bestellen unter

www.connect.de/angebot


Smartphones Sony Xperia Z1 Compact

Kompaktes

Kraftpaket

Sonys Xperia Z1 Compact

bietet erstklassige Hardware

in einem handlichen

Gehäuse – das potente

Innenleben und der

brillante 4,3-Zoll-Screen

begeistern.

Abbildung in

OriginalgröSSe

P

hablets sind der eine

Trend in der Mobilfunkbranche,

Smartphones im

Kompaktformat der andere.

Nachdem Samsung und HTC

ihre recht groß geratenen

Flaggschiffe Galaxy S4 und

One abgespeckt, geschrumpft

und „Mini“ getauft haben,

steigt nun auch Sony in die

handlichere Kompaktklasse

ein. Wobei Sony eine entscheidende

Sache anders

macht als Samsung und HTC:

Sony reduziert nur die Außenmaße

und lässt die Technik

aus dem Topmodell nahezu

unberührt. Deswegen bringt

es der Modellname des Xpe­

ria Z1 Compact auch ziemlich

gut auf den Punkt: Das neue

Sony-Smartphone ist keine

Mini-Version des großen Bruders

Xperia Z1, sondern

schlichtweg eine kompaktere

Variante.

Besser in der Handhabung

Und damit liegt der größte

und entscheidenste Unterschied

zwischen den beiden

Schwestermodellen sprichwörtlich

auf der Hand: Das Z1

Compact punktet im Vergleich

zum Z1 vor allem mit Handlichkeit.

Wer keine Lust auf

ein Riesenphone mit 5-Zoll-

Anzeige hat, gleichzeitig aber

nicht auf eine erstklassige

Ausstattung mit LTE, NFC,

20-Megapixel-Kamera und

Vierkernprozessor verzichten

will, bekommt hier ein wunderbares

Paket geschnürt.

Das Z1 Compact liegt mit

seinen 127 x 65 Millimetern

sehr angenehm in der Hand

und bringt dabei stattliche 137

Gramm auf die Waage. Das

Xperia Z1 ist mit 145 x 75

Millimetern und 174 Gramm

deutlich größer und schwerer.

Bei der Bauhöhe hat das Compact

allerdings ein bisschen

zugelegt: 10 statt 9 Millimeter

misst es nun, was aber kaum

auffällt. In Kombination mit

dem starken Innenleben und

dem turboschnellen Prozessor

ist der Begriff „Kraftpaket“

legitim.

Form und Design des Compact

entsprechen der Z-Serie:

harte Kanten, dezente Rundungen,

klare Linien. Auch

wenn Optik stets Geschmackssache

bleibt: Sony setzt Zeichen

und hat es geschafft, seinen

Smartphones einen individuellen

Look zu verpassen,

der nicht untergeht im Android-Einheitsbrei.

Die Rückseite des Compact

besteht aus Kunststoff, beim

großen Z1 ist sie aus Glas.

Dadurch wirkt das Compact

18 connect android 2/2014


Sony

Xperia Z1 Compact

Preis: 499 Euro

Maße: 127 x 65 x 10 mm;

Gewicht: 137 Gramm

kompaktes, staubund

wasserdichtes

Gehäuse

tadellos verarbeitet

wunderbar handlich

brillantes, schön

helles 4,3-Zoll-HD-

Display

exzellente Performance

dank Vierkernprozessor

interner Speicher (11

GB) per Micro-SD-

Karten erweiterbar

mobiles Turbo-

Internet LTE

Android 4.3 mit

cleverer Sony UI

gute Akkulaufzeiten

Kamera liefert mittelmäßige

Fotoqualität

Akku fest verbaut

Messwerte insgesamt

befriedigend

nicht ganz so hochwertig,

doch seine ausgezeichnete

Verarbeitung tröstet darüber

schnell hinweg. In mittlerweile

gewohnter Sony-Manier ist

auch das Compact nach den

Schutzklassen IP 55 und 58

zertifiziert, will heißen: Es ist

staub- und wasserdicht.

Schönes Display

Das auf 4,3 Zoll geschrumpfte

Display bietet eine praxisgerechte

HD-Auflösung von 720

x 1280 Pixeln. Die Pixel dichte

ist mit 342 ppi so hoch, dass

einzelne Bildpunkte nicht erkennbar

sind. Schriften sind

scharf gezeichnet, Bilder

kommen prächtig zur Geltung.

Zudem ist die Anzeige

mit 517 cd/m 2 sehr hell und

damit bestens ablesbar – selbst

an hellen Sonnentagen im

Freien.

Ein richtig gutes Display

also, was man bei einer Preisempfehlung

von 499 Euro

auch erwarten darf. Dabei ist

der eigentliche Vorteil der

Compact-Anzeige ihre im

Vergleich zu den Großformat-

Boliden einfachere Bedienung.

Jeder Punkt auf dem

Touchscreen lässt sich ohne

Probleme mit dem Daumen

erreichen, auch wenn das Gerät

in einer Hand liegt. Klar:

Icons, virtuelle Tasten und

Felder rücken auf dem kleineren

Bildschirm etwas näher

zusammen, sie sind aber immer

noch sicher zu bedienen

– auch mit größeren Fingern.

Und da Sony auch in Sachen

Prozessor keine Abstriche

macht, läuft das Xperia

Z1 Compact wie geschmiert:

Der Qualcomm-Chip verwaltet

vier Kerne mit je 2,2 Gigahertz

Taktfrequenz. Alltagsaufgaben

erledigt das Z1

Compact im Handumdrehen,

jede Touchscreen-Berührung

wird stets unverzüglich umgesetzt,

Apps, Kamera und

Dienste starten im Nu. Und

das zuverlässig: Im Test gab

es zu keiner Zeit Abstürze,

Ruckler oder Hänger zu bemängeln.

Kamera mit Schwächen

Dass Sony das kompakte Z1

genau wie den großen Bruder

mit seiner 20,7-Megapixel-

Kamera ausstattet, ist eine

feine Sache – allerdings bleibt

die gepriesene Optik hinter

den Erwartungen zurück. So

gibt es die 20,7 Megapixel nur

im manuellen Modus – sobald

man die „überlegene Auto-

Der App

Drawer listet

alle installierten

Apps.

Die Sortierung

ist variabel,

das Erstellen

von Ordnern

möglich.

Die Homescreens

kann

man in einer

speziellen Ansicht

mit Widgets

und App-

Verknüpfungen

anpassen.

Die Ansicht

„Recent Apps“

erleichtert den

Zugriff auf

aktive Anwendungen.

19


Smartphones Sony Xperia Z1 Compact

Familien

treffen

Der Name ist Programm:

Das Xperia Z1

Compact (links) ist

sichtlich kleiner und

somit handlicher als

sein großer Bruder

Xperia Z1. Die Displaygrößen:

4,3 Zoll (HD)

respektive 5 Zoll (Full-

HD). Prozessor, Kamera,

Speicher, Funkmodul

und Co lässt Sony

identisch, nur der Akku

schrumpft entsprechend

der Gerätegröße.

Dadurch erzielt das

Compact weniger

Punkte in der Ausdauer.

Die Laborergebnisse

liegen bei beiden

auf ähnlichem Niveau.

Die Gehäuserückseite

ist beim kleineren Z1

statt aus Glas aus

Kunststoff, die Bauhöhe

um knapp einen

Millimeter gewachsen.

Abbildung in

OriginalgröSSe

matik“ einschaltet, geht’s auf

8 Megapixel runter (was beim

großen Z1 aber genauso ist).

Zudem ist die Fotoqualität

eher durchwachsen: Scheint

die Sonne, gelingen sehr ordentliche

Bilder. Doch je

dunkler die Umgebung ist,

desto stärker rauschen die Fotos.

Außerdem nimmt die

Schärfe nach außen hin ab.

Unterm Strich geht die Kamera

zwar in Ordnung, neue

Maßstäbe setzt sie aber keine.

Sie ist weder Kauf- noch

K.-o.-Kriterium. Löblich ist

die separate Kamerataste.

Kitkat plus Sony UI

Der interne Speicher ist mit

knapp 11 Gigabyte ab Werk

verfügbarer Kapazität kein

Überflieger, dürfte für die

meisten Ansprüche aber ausreichen.

Optional bietet sich

eine maximal 64 Gigabyte

fassende Micro-SD-Speicherkarte

an, die man seitlich in

den entsprechenden Gehäuseschacht

einschieben kann. Auf

diese lassen sich Dokumente,

Fotos, Musik und Videos auslagern,

wohingegen Apps auf

dem internen Speicher installiert

werden.

Android ist in der Version

4.3 aka Jellybean installiert,

darüber liegt wie üblich Sonys

haus eigene Benutzeroberfläche.

Diese zeichnet sich durch

eine aufgeräumte Struktur,

praktische Schnellzugriffe

und ein dezentes Layout aus.

Stark vertreten sind auch hier

die Sony-eigenen und bei

Nutzung kostenpflichtigen

Dienste wie Musik- und

Video streaming oder der

Playstation Store für spezielle

App-Games.

Kompakter Allrounder

Die Ergebnisse aus dem Labor

sind in Summe befriedigend.

Sende- und Empfangseigenschaften

im GSM- und

UMTS-Betrieb gehen in Ordnung,

die Akustik liegt auf

solidem Niveau. Der Akku

bringt es im typischen Nutzungsmix

auf gute 5:41 Stunden

– das entspricht in etwa

einem normalen Arbeitstag.

Genau das richtige Modell

ist das Xperia Z1 Compact für

Leute, die ein tipptopp ausgestattetes

Android-Smartphone

mit handlichem Formfaktor

suchen. Denn Kompromisse

muss man hier so gut wie keine

eingehen.

Athanassios Kaliudis

20 connect android 2/2014


AUSSTATTUNG

MARKE

Modell

SYSTEM

Sony

Xperia Z1

Compact

Betriebssystem Android 4.3

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz)

Qualcomm

MSM8974/4/2200

interner Speicher (MB) 11410

Steckplatz für Speicherkarte

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch

Akkutyp/wechselbar

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel

Größe Speicherkarte

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900

GPRS/EDGE/UMTS/LTE

MicroSD

Í/Å/Å

Li-Ionen/Í

Stereo-Headset/Å

Í

Í/Í

Å/Å/Å/Å

Å/Å/Å/Å

HSDPA/HSUPA 42,0/5,76

WLAN-Standard

Bluetooth...

...Headset/Handsfree/A2DP

...Object Push/OBEX/AVRCP

...Phone Book/SIM Access/HID

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktion

DISPLAY

802.11a/b/g/n

Å

Å/Å/Å

Å/Í/Å

Å/Í/Å

Å/Å/Å

Typ/Diagonale (Zoll) TFT/4,3

Auflösung (Pixel) 720 x 1280

Anzahl der Farben

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl

Makeln

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm

Freisprechen/Stummschalten

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML

SMS/MMS

PIM

Kontaktverwaltung

16,7 Mio.

Å/Å

Å

3/Å/Å

Å/Å

Å/Å/Å/Å

Å/Å

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt) 7/3/3

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum

Terminverwaltung

Tages-/Wochen-/Monatsansicht

wöchentliche/jährliche Termine

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät

Sync: Outlook/Mac

Notizen: Outlook-Sync

To-do-List

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten

Excel betrachten/bearbeiten

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting

Flash/https/Home/Favoriten

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC

UKW-Radio/RDS

Videoplayer/Vollbild-Darstellung

Video-Format: 3GP/MP4/WMV

Kamera integriert

Å

Å/Å/Å

Å

Å/Å/Å

Å/Å

Í

optional/Å

Í

Í

Å/Å

Å/Å

Å/Å/Í

Å/Å/Í/Å

Í/Å/Å/Å

Å/Í/Å/Å

Å/Å

Å/Å

Å/Å/Í

Auflösung (Megapixel) 20,7

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS

Navi-Software/onboard/offboard

Navi-Lizenz/Routenplaner

Å

Å/Å

Google Maps

Navigation/Í/Å

Vollversion/Å

MESSWERTE

MARKE

Modell

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Abstrahl-

Diagramme

Wie gut ein Smartphone

Signale in welche Richtung strahlt,

zeigen Abstrahldiagramme, bei

denen Rot die höchsten Pegel

repräsentiert, Grün mittlere und

Blau die niedrigsten.

TESTERGEBNISSE

MARKE

Sony

Modell

Xperia Z1

Compact

Preis (Euro) 1 499

AUSDAUER max. 100 überragend (96)

Ausdauer Gespräch 35 35

Ausdauer Display-Betrieb 65 61

AUSSTATTUNG max. 170 gut (136)

System 15 12

Lieferumfang 10 3

Display 40 31

Connectivity 15 14

Telefonfunktionen 10 10

Messaging 15 13

PIM 15 10

Office 5 4

Web-Browser 15 15

Kamera 15 12

Musik und Video 10 10

Navigation 5 2

HANDHABUNG max. 140 sehr gut (120)

Handlichkeit 50 36

User Interface 65 62

Verarbeitungsqualität 25 22

MESSWERTE max. 90 befriedigend (67)

Akustik-Messungen Senden 15 14

Akustik-Messungen Empfangen 15 13

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 20

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 20

URTEIL max. 500

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

Sony

Xperia Z1

Compact

D-Netz (GSM 900)

E-Netz (GSM 1800)

UMTS-Netz (UMTS 2100)

D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 22,9 24,5 19,3

Empfindlichkeit (dB) -102 -104 -108

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert -0,57/0,740

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören)

Lautstärkewert (dB) 13,2/18,7 13,2/17,9

Geräuschunterdrückung Senden Straße 3,2

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe 2,4

Verzerrungen (dB) -40,2/-43,3 -43,1/-42,3

Ruherauschen (Dezibel) -73,2/-68,5 -78,2/-68,7

Frequenzgang (Punkte v. 5) 4/3 5/3

Echo und Störgeräusche

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 45,6 56,6

Übersprechen (dB) 17,0 17,0

AUSDAUER

Gesprächszeit (Stunden) 18:10 21:41 5:21

typische Ausdauer (Stunden) 5:41

DISPLAY

Helligkeit (cd/m²) 517

GRÖSSE UND GEWICHT

Abmessungen (L x B x H in mm) 127 x 65 x 10

Gewicht (Gramm) 137

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird von connect errechnet. Der SAR-Wert ist eine

Herstellerangabe.

419

gut

21


Kaufberatung Phone, Phablet oder Tablet?

Size matters

In der Welt mobiler Endgeräte haben sich drei Gattungen etabliert:

Smartphones, Phablets und Tablets – groß, größer, am größten. Alle haben

ihren besonderen Reiz, aber auch mit unterschiedlichen Schwächen zu

kämpfen. Was also kaufen? connect erklärt, worauf Sie achten müssen und

welche Wahl für welchen Einsatz die richtige ist.

4” – 5,2”

5,3” – 6,4”

Smartphone

Phablet

22 connect android 2/2014


S

chön flache Geräte, mehr oder weniger

handlich, mit großen, übersichtlichen

Bildschirmen und bequemer

Fingerbedienung – mobile Endgeräte

machen nicht nur Spaß, sie erleichtern

unseren Alltag. E-Mails checken, Nachrichten

im Web abrufen, schnell was bei

Amazon bestellen, einen Tweet absetzen,

Bilder liken, Statusmeldungen kommentieren,

eine Route planen, Flugpreise ver-

gleichen … die Liste an Möglichkeiten,

die uns Mobilgeräte heute bieten, lässt

sich nahezu nach Belieben fortführen.

Das mobile Internet ist mehr denn je

Realität, die permanente Verfügbarkeit

des Weltwissens ein unschätzbarer Luxus.

Dem Smartphone sei Dank! Oder

doch eher: Tablet sei Dank? Ist natürlich

beides richtig, wobei das Smartphone

maximale Mobilität bietet, weil es hand-

7” – 10”

Tablet

23


Kaufberatung Phone, Phablet oder Tablet?

licher ist, und das Tablet maximale Übersicht,

weil sein Display größer ist. Und

siehe da, eine Marktlücke: Seit ein paar

Monaten drängen verstärkt sogenannte

Phablets auf den Markt. Ein Phablet ist

eine Mischung aus Smartphone und Tablet

– also ein Kompromiss aus möglichst

handlicher Form und möglichst großem

Display. Wer heute für sich entscheidet:

„Ich kaufe mir ein neues Mobilgerät“,

der schaut auf die Regalwand und muss

sich erst einmal auf eine der drei Gerätegattungen

festlegen, bevor er sich eines

der schier unendlich vielen Modelle aussuchen

kann.

Klare Abgrenzung

Wir definieren über die Displaydiagonale:

Alles bis maximal 5,2 Zoll läuft unter

Smartphone, Phablets bieten An zeigen

zwischen 5,3 und 6,4 Zoll, alles darüber

sind Tablets (auf den vorherigen Seiten

können Sie die Abmessungen vergleichen).

So weit, so klar. Was Smartphones

und Phablets abgesehen von der Displaygröße

grundsätzlich von einem Tablet

unterscheidet: Letzteres ist ein Computer

und eigentlich nicht zum Telefonieren

gedacht. Eigentlich, denn es gibt durchaus

ein paar Tablets mit Telefonie-Funktion

– Headset und guter Wille vorausgesetzt.

Smartphones und Phablets sind

wiederum per Definition Mobiltelefone

– inklusive Computer-Funktionalitäten.

Zweiter markanter Unterschied: In aller

Regel fungieren Tablets als Zweitgeräte

(neben Mobiltelefon und/oder Desktop-

Computer), während Smartphones und

Phablets Primärgeräte sind.

Wenn Sie also auf der Suche nach einem

in erster Linie handlichen Mobilgerät

sind, dann sind Sie bei der Gattung

Smartphone richtig. Wobei es allerdings

auch hier enorme Unterschiede gibt: Ein

Smartphone mit einem 5,2 Zoll großen

Display ist bereits ein ordentlicher Brummer

– mit einer Hand lassen sich die ganz

großen Kandidaten nur schwer bedienen.

Die derzeit gängigste Größe für Spitzenmodelle

liegt in der Android-Welt bei

5 Zoll. Es geht aber auch handlicher: Gut

ausgestattete Android-Phones bekommen

Sie in deutlich kompakteren Formaten

mit Displaygrößen zwischen 4 und

4,7 Zoll. Welche Wahl die bessere ist,

bleibt letztlich Geschmacksache.

Gucken und drücken

Vergleichsweise unhandlich ist ein Tablet.

Selbst die Kleinformatmodelle mit

7- oder 8-Zoll-Bildschirmen passen in

keine Hosentasche, von Einhandbedienung

ganz zu schweigen. Aber wie gesagt:

Ein Tablet ist in erster Linie ein

Computer, kein Mobiltelefon. Der Vorteil:

Übersichtlichkeit. Vor allem die

großformatigen 10-Zoll-Modelle eignen

sich als adäquate PC-Alternativen. Auf

den großen Anzeigen ist viel Platz für

Webseiten, Spiele, Videos oder was sonst

so ansteht. Sie können auf einem Tablet

auch wunderbar Dokumente oder Fotos

bearbeiten, auch mal längere Nachrichten

tippen oder einen Film in akzeptabler

Größe schauen. Das alles geht bei einem

Smartphone weniger gut.

Der Kompromiss heißt Phablet. Wenn

Sie auf ein großes Display nicht verzichten,

aber auch nicht unbedingt zwei Geräte

dabeihaben möchten, sind Sie hier

richtig. Erleichtern kann die Touchscreen-Bedienung

ein sogenannter Stylus,

also ein Eingabestift. Es gibt Phablet-

Modelle wie beispielsweise die Galaxy-

Note-Reihe von Samsung, die einen solchen

Stift ab Werk mitbringen. Er wird

direkt im Gehäuse verstaut und ist somit

immer greifbar. Alternativ können Sie

einen solchen Stift auch bei diversen Zubehörherstellern

(etwa Kensington oder

Hama) optional erwerben, die Preise bewegen

sich zwischen zehn und 15 Euro.

Der Eingabestift verhält sich wie Ihr Finger,

Sie können damit Einstellungen vornehmen,

Scrollen sowie Anwendungen

starten und bedienen. Mit der entsprechenden

Zusatzsoftware können Sie auch

handschriftliche Notizen, Skizzen oder

Zeichnungen eingeben. >>

Mobiles Internet ist

Trumpf: Ob Mailing, Social

Networking oder Banking, das

Internet ist heute mobiler

denn je – Smartphones, Phablets

und Tablets sei Dank!

24 connect android 2/2014


PC-Ersatz: Tablets haben

den Desktop-PC zwar nicht

abgelöst, doch immer mehr

Menschen erledigen immer

mehr Dinge mit einem mobilen

Tablet-Computer.

Always on: Der

Siegeszug des mobilen Internets

ist Fakt. Immer mehr

Menschen greifen mobil per

Smartphone und Co auf das

World Wide Web zu.

25


Kaufberatung Phone, Phablet oder Tablet?

Funkmodul oder Trick 17

Was Sie sich vor dem Kauf ebenfalls

klar machen sollten: Bei Tablets sind

Steckplätze für SIM-Karten, mit denen

Sie immer und überall online gehen können,

keine Selbstverständlichkeit – anders

als bei Smartphones und Phablets.

Wenn Sie Ihr Tablet also nicht nur im heimischen

WLAN nutzen möchten, sondern

auch unterwegs, sollten Sie überlegen,

ob ein Modell mit Mobilfunkmodul

sinnvoll ist. Vorteil: Sie können aus dem

Stand heraus surfen. Nachteil: Tablets

mit Mobilnetzzugang kosten meist Aufschlag

zur reinen WLAN-Variante. Und

Sie brauchen entweder einen eigenen

Mobilfunkvertrag mit Datenflatrate oder

eine Multi-SIM-Karte, mit der Sie das

Datenvolumen Ihres Smartphones auch

via Tablet nutzen können.

Die Alternative: Wenn Sie sich für ein

Smartphone oder Phablet plus Tablet entscheiden,

können Sie beim Tablet auf das

3G-Modul verzichten. Denn die ersten

beiden können ihre Onlineverbindung

über den Menüpunkt „Tethering“ auch

für das Tablet zur Verfügung stellen. Voraussetzung:

Sie haben einen Handyvertrag,

der Tethering erlaubt.

Musik ist Ihre Welt?

Smartphones, Phablets und Tablets eignen

sich wunderbar als Mediaplayer. Wobei

Smartphones bei der Darstellung von

Videos aufgrund der kleineren Bildschirme

nicht mit Phablets und Tablets konkurrieren

können.

Smartphones sind daher eher Musikund

weniger Videoplayer. Und weil die

Bildschirme vergleichsweise klein sind,

können Sie Inhalte auf dem Smartphone

schwieriger mit mehreren Menschen gemeinsam

anschauen. Hier sind Phablets

und Tablets klar im Vorteil. Die großen

Anzeigen eignen sich wunderbar, um

beispielsweise nach Feierabend im Café

mit Freunden eine Diashow vom letzten

Urlaub zu schauen. Auch als Videoplayer

– ob im Zug oder auf der Couch – sind die

größeren Mobilgeräte angenehmer.

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt

in Bezug auf die Multimediafähigkeiten

von Phones, Phablets und Tablets ist der

Speicher: Nicht alle Modelle bieten einen

großen und/oder erweiterbaren Speicher.

Wenn Sie also wissen, dass Sie viel

Musik, Bilder und Videos auf Ihr Mobilgerät

packen möchten, prüfen Sie vorher

unbedingt die Speicherkapazitäten und

schauen Sie, was Sie an Mediadaten auf

dem Rechner haben. Wir sagen: 16 Gigabyte

sind das Minimum, mehr ist immer

besser. Auch wichtig zu wissen: Nicht

alle Apps lassen sich auf eine optionale

Speicherkarte auslagern, bei Musik, Filmen

und eigenen Dokumenten ist das

kein Problem. App-Junkies sollten also

auf viel internen Speicher achten.

Bitte lächeln

Bleiben wir noch kurz beim Dauerthema

Multimedia: Wenn Sie ein passionierter

Hobbyfotograf sind und mit Ihrem Mobilgerät

auch Fotos schießen möchten, ist

ein Griff zum Smartphone die beste Wahl.

Hier bekommen Sie mittlerweile wirklich

sehr gute Qualität geboten, wenn

auch nicht zu 100 Prozent: Fotos geraten

bei schlechten Lichtverhältnissen noch

immer verrauscht, was am fehlenden

Blitzlicht liegt. Die kleinen Foto-LEDs

leisten nur bedingt Abhilfe. Dennoch

liegt die Bildqualität der meisten Smartphones

heute auf wirklich gutem Niveau

– zumindest bei ausreichend Licht.

Phablets bieten ebenfalls gute Kameras,

deren Fotoqualität reicht aber nicht

ganz an die von Smartphone-Kameras

heran. Und wer mit einem Tablet fotografiert,

dürfte ohnehin fragende Blicke auf

sich ziehen. Zudem ist die Bildausbeute

bei Tablets – wenn sie denn überhaupt

eine entsprechende Hauptkamera bieten

– eher durchwachsen und im Vergleich

zum Smartphone schwach. Frontkameras

für Videotelefonie haben alle drei Gerätegattungen

an Bord, gute Modelle sogar

mit HD-Qualität. Video- und Skype-

Chats gelingen somit ohne Probleme.

Auf dem Vormarsch:

Immer mehr Nutzer finden

Gefallen an den Riesen-

Smartphones. Die Prognosen

zeigen auch für Europa

einen deutlichen Absatzanstieg

bis 2017.

26 connect android 2/2014


Das Drumherum

Aufgrund ihrer schieren Größe haben

Phablets und Tablets Platz für einen im

Vergleich zum Smartphone merklich

größeren Akku, weshalb sie in den allermeisten

Fällen auch deutlich länger laufen.

Weiterer Vorteil der großen Gehäuse:

Die Entwickler können sich austoben

und haben mehr Spielraum, um das Antennendesign

auf möglichst guten Empfang

auszulegen. Daher bieten Phablets

oft einen besseren Funkempfang als

Smartphones.

Die größte Auswahl an Zubehör bekommen

Sie übrigens für ein Smartphone:

Ob Taschen, Schutzfolien, Kopfhörer,

Lautsprecher, Autohalterungen oder Ladestationen

– hier ist wirklich jede Menge

geboten. Vieles davon können Sie

auch bei einem Phablet nutzen, wenn das

Gerät für das entsprechende Zubehör

nicht zu groß ist. Zusätzlich bieten sich

für Phablets Eingabestifte und für Tablets

externe Bluetooth-Tastaturen an.

Mainstream und Nische

Wenn Sie unsicher und unentschlossen

sind, ist die sicherste Wahl das Smartphone.

Einfach, weil es ein Allrounder

ist: Es bietet einen ausreichend großen

Bildschirm für mobiles Internet, es kann

telefonieren, ist ein solider Mediaplayer

und – zumindest bei den hochklassigeren

Mega-Display oder

kompaktes Smartphone-Format


die Displaygröße ist

der entscheidende

Formfaktor

Modellen – mit einer guten bis sehr guten

Kamera ausgestattet. Die Kombination

mit einem Tablet, das wahlweise zu Hause

oder unterwegs verwendet wird, ist

ideal. Ein Phablet dürfte aufgrund der

doch sehr unhandlichen Größe beim Telefonieren

nicht jedermanns Sache sein.

Phablets sind – zumindest bisher – ein

Nischenprodukt, auch wenn immer mehr

Modelle auf den Markt drängen. Wie

groß die Nachfrage tatsächlich ist und ob

sich die Riesen-Smartphones etablieren

können, werden die nächsten Wochen

und Monate zeigen.

Derweil können wir Ihnen hierzu als

Entscheidungshilfe den Rat geben: Gehen

Sie in den Fachhandel und nehmen

Sie verschiedene Phablets und Smartphones

einfach mal in die Hand. Wenn

Sie mit den Ausmaßen klarkommen,

dann bekommen Sie mit dem Phablet

eine wunderbare Lösung. Wenn nicht,

orientieren Sie sich in Richtung Smartphone.

Auch hier gibt es verschiedene

Größen.

In jedem Fall ist das aktuelle Angebot

an Smartphones, Phablets und Tablets

üppig und bietet für jeden Geschmack

eine passende Alternative. Einen detaillierten

Überblick über alle von connect

getesteten Modelle finden Sie in unserer

Bestenliste ab Seite 108.

Athanassios Kaliudis

handlich, kompakt

Telefonie obligatorisch

maximale Mobilität

ein Gerät (Primärgerät)

kann als Hotspot die Datenrate des

Mobilfunkvertrags weiterreichen

Musicplayer in der Hosentasche

gute bis sehr gute Kameras

große Auswahl an Zubehör

Smartphone

kleines Display

zu klein, um Texte zu bearbeiten

Videos gucken ist unpraktisch

kleinere Akkus

meist schwächerer Empfang

maximale Übersicht

optimal fürs mobile Internet

oft größerer Speicher

großes Display

Inhalte bequem erstellen und bearbeiten

Videos ansehen und bearbeiten,

auch in größeren Gruppen möglich

größerer Akku

sehr guter Medienplayer

optionale Stiftbedienung

Tablet

großes Display

Dokumente gut zu bearbeiten

Videos gut zu sehen

mit anderen gemeinsam auf

Display schauen

größerer Akku

meist besserer Empfang

Telefonie und Datenverbindung

via SIM-Karte realisiert

optionale Stiftbedienung

in der Regel Primärgerät

kann als Hotspot dienen

guter Music- und Videoplayer

Phablet

unhandlich, groß und schwer

braucht viel Platz

zwei Hände notwendig

Kamera meist Durchschnitt

weniger Zubehör

Fotos: © ra2studio – shutterstock.de

Datenverbindung optional

Telefonie auch mit Funkmodul

nicht immer möglich

Zweitgerät

schwieriger im Transport

vergleichsweise groß

zwei Hände notwendig

meist schwache oder gar

keine Kamera

wenig Zubehör

27


Apps Musicplayer

Music in

the air

Auf der Suche nach einem

besseren Musicplayer? Wir

haben acht Apps getestet.

K

lar, jedes Smartphone

bringt von Haus aus einen

Musicplayer mit. Gleichzeitig

sind jede Menge Player-

Apps zu haben – dafür muss

es also Gründe geben. Was

können die Abspiel-Apps besser

als die ab Werk installierten

Musikanten? Was haben

sie an Features zu bieten, die

ein Stock-Player vermissen

lässt? Wir haben das Angebot

gesichtet, acht Apps herausgesucht

und gründlich getestet.

Die Erkenntnis: Es kann

sich durchaus lohnen, auf einen

der Alternativplayer umzusatteln.

gunnar weber

N7 Player

Multitouch statt Ordnerbaum!

Listenansicht und Coverdarstellung?

Alles schön und gut,

aber man kann Alben und

Songs auch deutlich cooler

zugänglich machen, wie der

„N7 Player“ eindrucksvoll

zeigt. Hier zoomt man sich

mit Multitouchgesten ganz

locker durch seine Musiksammlung.

Herausgezoomt

werden die Namen derjenigen

Künst ler, die mit viel Musik

in der Sammlung vertreten

sind, größer dargestellt. Der

Screen sieht dann aus wie

eine Schlagwort wolke oder

„Word Cloud“.

Auch Genretags werden

auf diese Art und Weise visualisiert.

Zoomt man heran,

schaltet die Darstellung an

einem bestimmten Punkt um

und zeigt dann die Albumcover

an. Das alles sieht klasse

aus und ist superschnell und

intuitiv zu bedienen – es

macht einfach Spaß.

Wobei der N7 Player auch

die klassischen Darstellungsformen

gekonnt beherrscht.

Die weitere Menüführung ist

intelligent gemacht und folglich

schnell verinnerlicht. Mit

einem Wort: Das Bedienkonzept

und der Leistungsumfang

überzeugen vollauf.

Es bleibt hier im Grunde nur

ein Makel: Dem N7 Player

fehlt leider ein Crossfader.

Schaltet man mitten in einem

Song auf den nächsten um,

kann es schon mal knacken.

Ansonsten ist der N7 Player

schick und modern – ein Musicplayer,

der nicht nur Hipstern

gefällt.

Der N7 Player sieht mit

seiner Schlagwortwolke

aufregend anders aus.

28 connect android 2/2014


Rocket Music Player

Gutes Tool mit kleinen Schwächen.

Poweramp

Edel, schlicht und sehr gut.

Zwischen 5 und 10 Millionen

Mal wurde der „Rocket Music

Player“ bereits heruntergeladen.

Zum Vergleich: Eine goldene

Schallplatte gibt’s heute

schon nach 100 000 verkauften

Alben …

Dass der Rocket Player im

Shop-Ranking ganz vorne mit

dabei ist, dürfte nicht nur an

seiner soliden Performance

liegen, sondern auch an der

werbefreien Free-Version der

App. Sicher, die kostenlose

Version bietet keinen 10-

Band-Equalizer, sondern nur

einen mit fünf Bändern, ist

aber immer noch gut ausgestattet

und lässt sich einfach

und komfortabel bedienen.

Ein paar Kniffe müssen erst

durch Ausprobieren gefunden

werden und sich einprägen,

zum Beispiel die Auswahl des

passenden Covers. Doch nach

einer kurzen Einlernphase

geht auch das dann alles

ruck, zuck.

Angenehm ist, dass Lautstärke

und Equalizer voreingestellt

und separat gespeichert

werden können, sowohl

für ein kabelgebundenes als

auch für ein Bluetooth-Headset.

So kommt es nicht zu

unangenehmen Überraschungen

beim Einstecken.

Was hier fehlt, sind die

Regler für Bass und Höhen,

über die die Konkurrenz verfügt.

Wobei das Meckern auf

hohem Niveau ist, denn trotz

seiner kleinen Schwächen ist

der Rocket Music Player ein

durchaus gutes Tool zum Abspielen

von Musik.

Wirklich hochwertige Verstärker

fürs Wohnzimmer überzeugen

mit moderner Einfachheit.

Folglich ist auch die

„Poweramp“-App (deutsch:

Endstufe) schön aufgeräumt

und mit bestechend eindeutigen

Icons versehen, die ideal

platziert sind. Insgesamt ergibt

sich so eine beeindruckende

Performance.

Der Player läuft verdammt

schnell, und alles ist da, wo

es hingehört. Die Albencover

sind in null Komma nichts

verfügbar, und vor allem die

Treffsicherheit bei der Auswahl

des Covers im Bildersammelsurium

des World

Wide Web beeindruckt.

Neben dem 10-Band Equalizer

verfügt der Player über

eine klassische Tonregelung

im Stil eines Stereoverstärkers.

So kann der User das

Panorama verändern und,

wenn er möchte, auch auf

Mono umstellen. Außerdem

lassen sich die Bässe und die

Höhen anheben oder senken.

Trotz dieser vielen Möglichkeiten

wirkt der Poweramp

aber keinesfalls überladen,

sondern, wie schon gesagt,

erfreulich aufgeräumt und

klar strukturiert.

Man bekommt hier das eindeutige

Gefühl, dass die

Power amp-Entwickler mit

sehr viel Liebe zur Musik,

aber defintiv auch mit dem

nötigen Wissen über die Konzeption

einer App am Werk

waren. Dieser Player hat die

Nase ganz weit vorne und holt

sich den Testsieg. >>

Beim Rocket Music Player

kann der Equalizer auch

bequem aus den Presets

gewählt werden.

Klassisch und sauber –

die Poweramp-App macht

keine Experimente.

Foto: © Tarchyshnik Andrei – shutterstock.de

29


Apps Musicplayer

NRG-Player

Der Player für Digital Natives.

Player Dreams

Hier gibt’s auch Webradio.

Langspielplatten, Picture-

Discs und Schränke voll mit

Alben sehen einfach gut aus

und lassen Sammlerherzen

höher schlagen. Wer jedoch

Vinyl nur noch vom Hörensagen

kennt und aufwächst,

ohne je auch nur eine CD gekauft

zu haben, sieht das womöglich

anders. Folgerichtig

verzichtet der „NRG-Player“

auf die Darstellung von Albencovern

– viele Digital Natives

werden das als ganz

natürlich empfinden.

Der Clou dieses Players ist,

dass nicht eine bebilderte Bibliothek

im Mittelpunkt steht,

sondern die Playlist. Auf dieses

Herzstück konzentriert

sich die App. Neue Songs

können schnell und umfassend

eingebaut werden. Der

Nutzer muss kein Untermenü

aufrufen, um auf die Liste zu

kommen oder um diese zu

bearbeiten.

Schade jedoch: Die Audioeinstellungen

sind nur okay,

denn der allgemeine Funktionsumfang

ist nicht ganz so

groß wie bei den anderen

Playern. Das eigenwillige

Konzept und der ungewohnte

Schwerpunkt sind Gewohnheitssache.

Wer lieber effizient

Playlists zusammenstellt

und diese verändert und genießt,

statt sich Albencover

anzusehen, sollte einen Versuch

wagen und prüfen, ob

ihm der Player gefällt. Das ist

ganz einfach, denn eine Testversion

ist kostenlos verfügbar.

Der Preis der App ist mit

3,99 allerdings happig.

„Player Dreams“ will unterschiedliche

Dienste zusammenfassen.

Der Player geht

neue Wege, doch leider nicht

zu Ende, denn die seltsame

Übersetzung springt einen

förmlich an. So irritiert er mit

Kauderwelsch wie „Geben sie

nicht auf Ihr Handy in den

Standby-Modus“ – da wird

die Auswahl der Funktionen

zum Ratespiel. Dann lieber

keine Übersetzung! Auf Englisch

geht es besser, aber

auch hier wirken manche Bezeichnungen

merkwürdig.

Auch bei der Menüführung

und beim Bedienkonzept

wurde nicht konsequent und

logisch gedacht. Eine Leiste

muss für alles herhalten, und

auch innerhalb der Optionen

wird nicht unterteilt. So macht

die Bedienung wenig Spaß.

Das ist umso bedauerlicher,

als der Player einige Funktionen

bietet, die andere nicht

haben. Er hat zum Beispiel

zahlreiche Webradio-Sender

an Bord. Auch Schnittstellen

für die Yandex-Disk-Cloud sowie

zu einem Pool unter CC-

Lizenz (Creative Commons)

sind programmiert – hier

gibt’s Musik, die ohne Lizenzgebühren

gehört werden darf.

Prinzipiell ist der Player zudem

kostenlos; das Upgrade

auf die werbefreie Version

kostet jedoch 99 Cent.

Der große Wurf ist Player

Dreams nicht, öffnet allerdings

die eine oder andere

Möglichkeit in Richtung zukünftigen

Musikgenusses à la

Universal-Streaming. >>

Albencover? Gibt es hier

nicht. Viele Digital Natives

wissen eh nicht mehr,

wie ein Cover aussieht.

Fernab vom Mainstream

setzt die Player-Dreams-

App eigene Akzente.

30 connect android 2/2014


JETZT IM HANDEL! DAS

NEUE DMAX MAGAZIN.

www.dmax-magazin.de


Apps Musicplayer

Player Pro

Fast so gut wie der Testsieger.

Sensor Music Player

Die Sensoren des Phones sind am Werk.

Während das Klonen von

Mensch und Tier in der Öffentlichkeit

eher negativ besetzt

ist, sehen wir im vorliegenden

Fall ein äußerst positives

Beispiel: Die unter dem

unscheinbaren Namen „Player

Pro“ laufende App von

Blast On könnte nämlich der

eineiige Zwilling des Testsiegers

„Poweramp“ sein. Doch

wie in der Natur gleicht bei

genauerer Betrachtung dann

doch kein Ei dem anderen.

Beim Player Pro ist wie

beim Poweramp die Oberfläche

wunderbar aufgeräumt,

sodass sie sich schnell und

intuitiv bedienen lässt. Während

der Poweramp bei den

Equalizern und Soundeinstellungen

die Nase leicht vorne

hat, ist der Player Pro noch

einen Tick besser zu handeln.

Sehr schön ist die große Playlist,

die einfach per Drag-anddrop

editiert werden kann. Im

Google Play Store kann man

sich zudem noch zwischen

rund 50 kostenlosen Skins

entscheiden.

Wie gesagt: Der Player Pro

ist vom gleichen Schlag wie

der Poweramp. Welcher der

beiden Player das Recht des

Erstgeborenen für sich beanspruchen

darf, ist nicht klar

– und letztes Endes auch

nicht wichtig. Wie vor dem

Fernseher können wir uns

rational sowieso nicht entscheiden,

welche der Olsen-

Twins hübscher ist. Wir finden

einfach beide klasse – wobei

punktemäßig der Poweramp

knapp vorn liegt.

Schlagen, schütteln oder eine

wischen – das klingt nach

einer handfesten Auseinandersetzung.

Doch wer den

„Sensor Music Player“ auf

sein Android-Phone loslässt,

darf es auch bei der Bedienung

des Handys ein wenig

härter angehen lassen: Diese

Musicplayer-App – ihr Name

deutet es an – verwendet die

Sensoren des Phones zur

Steuerung.

Steckt das Smartphone

zum Beispiel in der hinteren

Hosentasche, springt der

sensorisch begabte Player

bei einem beherzten Klaps

auf die Pobacke zum nächsten

Song. Man kann auch eine

Wischbewegung vor dem Infrarotsensor

vollführen, um

zu skippen. Vollends crazy

wird das Ganze bei der dritten

Variante: Hier wird das nächste

Lied zum Beispiel durch

einen Schlag auf den Tisch,

auf dem das Handy liegt, angewählt.

Die Sensibilität ist nach

Bedarf und Kraft einstellbar.

Auch können eigene Gesten

für Dinge wie Vor/Zurück,

Hoch/Runter, oder Links/

Rechts eingestellt werden.

Dem Player fehlen allerdings

Standardfunktionen wie Albencover-Download

oder der

ID-Tag-Editor.

Der Sensor Music Player

geht innovativ an die Musiksteuerung

heran, mehr als ein

witziges Gimmick ist er letztlich

aber nicht. Als Plugin für

andere Player wäre er eigentlich

interessanter.

Mal was anderes –

der Equalizer wird hier

vertikal dargestellt.

Auf den Tisch hämmern,

um zum nächsten Lied zu

wechseln – so geht das

beim Sensor Music Player.

32 connect android 2/2014


Mix Zing

Multimedia und Informationen.

Der „Mix Zing“-Player ist ein

Info-Wunder: Durch einfaches

Drücken des Infobuttons bei

einem Song werden Songtext,

Biografie des Künstlers, Wikipediaeinträge

und Youtube-

Suchergebnisse zu dem Titel

angezeigt. Das gibt’s sonst

nirgends. Ähnlich wie Winamp

bietet Mix Zing bequem Zugriff

auf die unzähligen Radios

im Shoutcast-Pool. Ein

Hauptpanel für Videos auf

dem Startbildschirm der App

macht die Multimedial-Ausrichtung

komplett.

Wichtige Tools wie ein großer

Grafik-Equalizer, ein Tag-

Editor und ein Albencover-

Downloader sind bereits in

der kostenfreien Version verfügbar.

Allerdings hapert es

noch an ein paar Stellen wie

dem Lockscreen und der intuitiven

Steuerung. Dass der

Player nur in Englisch verfügbar

ist, stört nicht weiter – er

erklärt sich von selbst.

Wer sich also während des

Musikhörens gerne mit den

Künstlern beschäftigt, öfter

Videos guckt und auch sonst

multimedia- und weborientiert

ist, ist hier richtig. Der

Mix-Zing-Player könnte, so er

noch etwas verfeinert würde,

den Playermarkt durchaus

aufmischen.

Mix Zing ist eine Mischung

aus Player und Multimediarespektive

Info-Tool.

MusicPlayer

n7 Player

Rocket

Music Player Poweramp NRG Player Player

Dreams

Player Pro

sensor

music player

Mix Zing

Systembasis und

Handhabung max. 50 Punkte

42 42 43 42 37 42 41 35

Version 2.2.2 2.6.6.2 2.0.9 1.1.6f 1.2.2 2.86 2.403 4.2.2

Entwickler N7 Mobile JRT Studio Max MP NRG Mobile Software 48 Dreams Blaston Elgui MixZing

Speicherbedarf 9,23 MB 8,4 MB 9,26 MB 7,91 MB 6,00 MB 18,41 MB 6,8 MB 13,25 MB

getestet mit

SamsungGalaxyS4 mini SamsungGalaxyS4 mini SamsungGalaxy S4 mini Samsung Galaxy S4 mini Samsung Galaxy S4 mini Samsung Galaxy S4 mini Samsung Galaxy S4 mini Samsung Galaxy S4 mini

OS-Version des Testgerätes 4.2.2 4.2.2 4.2.2 4.2.2 4.2.2 4.2.2 4.2.2 4.2.2

Preis (getestete Version) 2,99 Euro 2,99 Euro 2,99 Euro 3,99 Euro kostenlos 3,95 Euro 3,99 Euro 3,67 Euro

Abomodell Í Í Í Í Í Í Í Í

Sprache (getestete Version) Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Englisch Englisch

Systemzugriffe legitim überwiegend Å Å überwiegend Å Å Å kritisch

Internetzugriff erforderlich optional optional optional optional optional optional optional optional

mobile Daten blockieren/

nur per WLAN erlauben

Å Í Å Å Å Å Í Å

Social-Media-Integration Í Í Í Í Í Í Í Í

Push-Notification Í Í Í Í Í Í Í Í

nach Anrufunterbrechung wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten

App im Hintergrund

(Multitasking/App-Switch)

wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten wird angehalten

Tutorial verfügbar Å Í Å Å Í Í Í Í

Funktionalität max. 50 Punkte 36 34 41 32 29 40 27 35

Klangregelung (Preamp/Limiter/Bass/

Höhen/Pan/weitere)

Í/Í/Å/Å/Í/Å Å/Å/Í/Í/Í/Í Å/Å/Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å/Å/Å Í/Í/Í/Í/Í/Í Å/Å/Å/Å/Í/Í Í/Í/Å/Å/Í/Í Å/Í/Í/Í/Í/Í

grafischer Equalizer 5-Band 10-Band 10-Band 10-Band 5-Band 10-Band 5-Band 10-Band

automatischer Albumcover-Download sicher und komfortabel sicher und komfortabel sicher und komfortabel ja, aber suboptimal ja, aber suboptimal sicher und komfortabel kein Cover-Download ja, aber suboptimal

Crossfade/Shuffle all/Repeat ÍÅ/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å

Einstellmöglichkeiten für Headsets viele viele viele viele wenige viele viele wenige

Sleeper Å Å Å Í Å Å Å Å

Tag-Editor Å Å Å Å Å Å Í Å

Klartextsuche Å Å Å Å Å Å Å Å

Katalogisierung

Album, Interpret, Titel, Album, Interpret, Titel,

Album, Interpret, Titel,

Album, Interpret, Titel,

Album, Interpret, Titel, Album, Interpret, Titel,

Album, Interpret, Titel, Album, Interpret, Titel,

Genre, Ordner, Video, Genre, Ordner, Playlist,

Genre, Ordner, Playlists,

Genre, Ordner, Playlists

Genre, Ordner, Playlists Ordner, Playlists, Verlauf

Genre, Ordner, Playlists Genre, Playlist

Playlists, Bewertung Bewertung

Videos

Lockscreen und Widgets schön und funktional schön und funktional schön und funktional schön und funktional funktional schön und funktional funktional funktional

Editierbarkeit der aktuellen Playlist sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut schlecht

Radio/Cloud/Streaming Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Å/Í Å/Å/Å Í/Í/Í Í/Í/Í Å/Í/Í

Scrobbeln Å Å Å Å Í Å Í Å

Songtexte Å Å Å Í Å Å Í Å

Besonderheiten

URTEIL max. 100

Artist- und

Albenübersicht

iTunes-Schnittstelle

Listenshuffle

Fokussierung

auf Playlist

Schnittwerkzeug

umfangreiche

Einstellmöglichkeiten

Sensorfunktionen

Zusatzinfos

über Künstler

78 76 84 74 66 82 68 70

gut gut gut befriedigend befriedigend gut befriedigend befriedigend

33


Alle Smartphone-Tests 2013 im Überblick

connect-

Testjahrbuch

Im App Store und auf www.keosk.de

Samsung Galaxy S4, LG G2,

Sony Xperia Z, HTC One, Huawei

Ascend P6, Blackberry Z10,

Nokia Lumia 925 – diese und

alle weiteren Smartphones, die

connect im Jahr 2013 durchs

Labor geschickt hat, finden Sie

jetzt im großen connect-Testjahrbuch

2013. Auf 220 Seiten

gibt’s Smartphone-Informationen

satt – zum Schmökern, als

Einkaufsratgeber, als Jahres-

Kompendium. Sämtliche Phones

sind mit aktualisierten Preisen

versehen – denn die sind teilweise

drastisch gefallen.

Das dicke Ding ist online für

7,99 Euro zu haben – und

zwar bei Apple im App Store

für iPhone und iPad sowie als

E-Paper beim Anbieter Keosk

unter der Internetadresse

www.keosk.de

Jetzt am Online-Kiosk: Das Smartphone-Testjahrbuch 2013 von connect.


Der Bootloader startet wahlweise

Android oder den

Recovery-Modus.

Android

befreien

Das Rooten eines Android-Gerätes

ist oft der einzige Weg zu neuen

Updates und Funktionen. Wir zeigen

Ihnen das Prinzip, nach dem das

Rooting auf allen Androiden

funktioniert.

s

tellen Sie sich Folgendes

vor: Sie möchten auf

Ihrem PC das aktuelle Windows

einspielen. Doch das

geht nicht, denn es gibt keine

vom PC-Hersteller freigegebene

Version des Micro soft-

Betriebssystems. Auch beschweren

sich Ihre Programme

immer wieder darüber,

dass der Rechner ihnen den

Zugriff auf manche Funktionen

verweigert und nützliche

Infos nicht herausrückt. Ein

Unding, oder?

Bei Android-Geräten ist genau

das der Fall. Die Systempartition

lässt sich nicht mit

neuen Daten beschreiben, und

Apps können nicht als Administrator

ausgeführt werden.

Dass sich viele Nutzer daran

gewöhnt haben, heißt nicht,

dass man daran nichts ändern

kann. Indem Sie Ihr Android-

Smartphone oder -Tablet rooten,

holen Sie sich die Herrschaft

über Ihr Gerät zurück.

„Root“ ist übrigens der Administrator

der Linux-Welt, aus

der auch Android stammt.

Darum geht’s beim Rooten

So gut wie jedes Android-Gerät

kann man rooten. Konkret

heißt rooten: Sie hebeln den

Schreibschutz für das Laufwerk

(präziser: die unter

„/system“ gemountete Partition)

aus, auf dem der Hersteller

das Android-Betriebssystem

installiert hat. Dann installieren

Sie das Programm

„su“. Mit seiner Hilfe können

sich Apps Adminrechte verschaffen

und so auf alle

Funktio nen und Informationen

Ihres Mobilgerätes zugreifen.

Eine ähnliche Funktion

gibt es auch unter Windows:

„Als Administrator

ausführen“. >>

35


Praxis Android rooten

Vorteile des Rootens

Durch das Rooten funktionieren

plötzlich all die interessanten

Apps, die in den Appstores

von Google Play und

Amazon als „Nur mit Root“,

„Root only“ etc. gekennzeichnet

sind. Alleine das ist unserer

Ansicht nach schon die

Reise wert. Sie können vorins

tallierten Schrott entfernen,

ein komplettes Backup

des Gerätes anlegen, die CPU

untertakten (spart Strom) oder

übertakten (bringt mehr Geschwindigkeit),

das Ein- und

Ausschalten von mobilem

Datenempfang, WLAN, GPS

und Bluetooth automatisieren

und vieles mehr. Die Krönung:

Für viele vom Hersteller

längst aufgegebene Geräte

finden Sie im Netz aktuelle

Android-Versionen, sogenannte

Custom ROMs. Die

können Sie aber nur mit Root-

Zugang installieren. Ein eventuell

vorhandener SIM-Lock

wird durch das Rooten übrigens

nicht aufgehoben. Aber

der Root-Zugang kann dafür

die Grundlage sein …

Verschiedene Methoden

Letztlich geht es beim Rooten

immer darum, einen Schreibzugriff

auf die „/system-Partition“

zu erhalten und „su“ zu

installieren. Der Weg dahin

unterscheidet sich von Gerät

zu Gerät. Deshalb können wir

Ihnen keine Universalanleitung

geben, aber wir erläutern

Ihnen die verfügbaren Methoden.

Das erleichtert Ihnen das

Verständnis der zahlreichen

Anleitungen, die Sie zum Beispiel

finden, wenn Sie im Web

nach dem Namen Ihres Android-Gerätes,

verbunden mit

dem Stichwort „rooten“ oder

„rooting“ suchen.

Rooten per App

Manche Geräte lassen sich

mit sogenannten „One-Click-

Tools“ rooten. Das sind Apps,

die Sie wie gewohnt unter

Android installieren, starten,

dann auf „Rooten“ drücken

und schon sind Sie fertig.

One-Click-Tools basieren darauf,

dass findige Entwickler

Sicherheitslücken im vom

Hersteller aufgespielten Android

entdecken, über die sie

sich den Schreibzugriff auf

die „/system-Partition“ verschaffen

können. Diese Sicherheitslücken

werden aber

immer seltener.

Um das USB-Debugging aktivieren zu können müssen Sie

zunächst die Entwickler-Funktionen freischalten.

Betreutes Rooten

Für einige Geräte gibt es Windows-Programme,

die sich

um alle Aufgaben rund um

Rooten und Flashen kümmern,

zum Beispiel das Nexus

Root Toolkit (http://www.

wugfresh.com). Diese führen

Sie Schritt für Schritt durch

die Installation der notwendigen

Tools und Treiber sowie

das eigentliche Rooten.

Damit diese Tools funktionieren,

schalten Sie als Erstes

die Entwickler-Funktionen

auf Ihrem Smartphone beziehungsweise

Tablet frei. Das

erledigen Sie in den Einstellungen

unter „Über das Telefon“

(kann je nach Hersteller

etwas anders heißen). Dort

tippen Sie sieben Mal hintereinander

auf die Build-Nummer.

Anschließend springen

Sie zu „Einstellungen/Entwickleroptionen“

und aktivieren

das „USB-Debugging“.

Danach verbinden Sie das

Mobilgerät per USB mit dem

Rechner.

Um das USB-Debugging

aktivieren zu können müssen

Sie zunächst die Entwickler-

Funktionen freischalten.

Rooten zu Fuß

Die uns bekannten Windows-

Tools sind letztlich hübsche

Oberflächen für das Kommandozeilen-Programm

„Android

Debug Bridge“, kurz

ADB. Mit diesem Programm

können Sie vom Computer

aus via USB auf jedes Android-Mobilgerät

mit aktiviertem

USB-Debug zugreifen

und Funktionen aufrufen.

Gibt es für Ihr Gerät weder

ein One-Click-Tool noch ein

Windows-Tool, dann kommen

Sie kaum um den Einsatz der

ADB herum.

Die ADB ist Teil von Googles

Entwickler-Software,

dem „Android Software Developers

Kit (SDK)“ (http://

devel oper.android.com/sdk/

index.html). In vielen Fällen

lässt sich die Installation dieses

großen Downloads aber

umgehen.

Unter Windows installieren

Sie zunächst den „Universal

AdbDriver“ (https://github.

com/koush/Universal AdbDri

ver), der die meisten Android-

Phones unterstützt. Außerdem

benötigen Sie das „Java SDK“

www.oracle.com/technet

work/java/javase/downloads/

index.html) und „Minimal

ADB and Fastboot“ (http://

forum.xda-developers.com/

showthread.php?t= 2317790).

Für OSX und Linux reicht

„Adb Fastboot Install“

(https://code.google.com/p/

adb-fastboot-install/).

Bei wenigen Geräten können

Sie mit Hilfe von ADB

ohne Weiteres den Schreibschutz

für die „/system-Partition“

aufheben. Dazu muss

36 connect android 2/2014


sich die Systemeigenschaft

ro.secure auf 0 setzen

lassen oder bereits auf 0 stehen.

Anschließend können Sie

die nur zum Lesen eingehängte

„/system-Partition“ für Lesen

und Schreiben mounten.

Das ist eher exotisch – nur,

dass Sie es schon mal gehört

haben, sollte diese Möglichkeit

in einer Anleitung für Ihr

Gerät beschrieben sein.

Recovery-Modus über eine

beim Hochfahren zu drückende

Tastenkombination und

installieren (Fachbegriff: „flashen“)

das ROM.

Von Bootloadern,

Recoverys und ROMs

Wenn keine der bislang beschriebenen

Möglichkeiten

funktioniert, müssen Sie etwas

tiefer einsteigen. Mit dem

folgenden Android-Hintergrundwissen

fällt Ihnen das

deutlich leichter.

Wenn Sie Ihr Smartphone

beziehungsweise Tablet einschalten,

startet als Erstes

der sogenannte „Bootloader“.

Diese Software lädt das Android-Betriebssystem

oder –

wenn Sie eine bestimmte Tastenkombination

beim Hochfahren

gedrückt halten – das

Recovery. Das Recovery (zu

Deutsch: Wiederherstellung)

ist ein winziges Betriebssystem,

das Android-Updates

(„ROMs“) installiert.

Sind Bootloader und Recovery

nicht vor Eingriffen geschützt

(„unlocked“, also entsperrt),

fällt das Rooten leicht.

Sie laden aus dem Netz ein

Custom ROM (d.h. ein modifiziertes

Android) herunter. Es

muss zu Ihrem Gerät passen

und natürlich das Programm

„su“ enthalten. Das Custom

ROM übertragen Sie auf das

Gerät. Dann starten Sie den

Allerdings schützen die

meisten Hersteller ihre Geräte

vor solchen Eingriffen. Dann

müssen Sie den Bootloader

unlocken. Besonders leicht

geht das bei Googles Nexus-

Modellen, aber auch für viele

andere Smartphones und Tablets

sind entsprechende Hacks

erhältlich. Derart vorbereitet,

lässt sich ein Custom Recovery

flashen (aufspielen), zum

Beispiel das weit verbreitete

„ClockworkMod Recovery“

(http://www.clockworkmod.

com/rommanager). Es erlaubt

die Installation eines Custom

ROMs, das „su“ enthält. Mit

dem Standard-Recovery des

Herstellers ist das unmöglich.

Was sonst noch wichtig ist

Custom ROMs werden in der

Regel als ZIP-Datei verteilt.

Entweder, Sie laden die Datei

direkt mit Android herunter

oder Sie übertragen sie vom

PC aus dorthin, zum Beispiel

mit „AirDroid“ (http://www.

airdroid.com). In „ClockworkMod

Recovery“ gehen

Sie auf „Install ZIP“, um das

Custom ROM zu installieren.

Bevor Sie loslegen, bedenken

Sie bitte: Durch das Rooten

eines Geräts verlieren Sie

die Gewährleistungsansprüche.

Theoretisch, denn praktisch

lässt sich das Rooten fast

immer rückgängig machen,

bevor Sie das Gerät in die Reparatur

geben. Trotzdem sollten

Sie sich vorab da rüber informieren,

wie Sie Ihr Modell

im Zweifel wieder unrooten,

den Vorgang also rückgängig

machen können.

Tim Kaufmann

Mit einem

Custom Recovery

wie Clockwork-

Mod Recovery

können Sie

Custom ROMs

auf Ihrem Mobilgerät

installieren.

Foto: © shutterstock.de

37


Smartphones LG Google Nexus 5

die reine

Lehre

Die Nexus-Modelle von

Google werden immer

beliebter. Ihr Vorteil: Sie

setzen auf Android pur –

und werden so schnell

mit Updates versorgt. Das

Nexus 5, das LG herstellt,

kann zudem technisch

überzeugen – und das

zum Spitzenpreis.

Abbildung in

OriginalgröSSe

D

as nennt man eine Ansage:

LGs Google Nexus 5

ist technisch und softwareseitig

auf dem neuesten Stand,

kommt ohne gravierende

Schwächen daher und bietet

ein in der An droid-Welt bis

dato unerreichtes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sein Display

ist groß, hell und brillant,

sein Gehäuse leicht, griffig

und ansprechend, seine Ausstattung

liegt mit LTE, NFC

und Vierkern-Prozessor auf

absolutem High-Level. Das

Energiemanagement ist clever

ausgetüftelt, der Empfang so,

wie er sein soll. Und: Die

Software ist mit Android 4.4

alias Kitkat up to date.

Gleichzeitig drängt das Nexus

5 seine pompös beworbene

Oberklasse-Konkurrenz

in die Ecke: Ob HTC One,

Samsung Galaxy S4 oder Sony

Xperia Z1 – wer sich heute

eines der renommierten Topmodelle

angeln will, muss

rund 600 Euro auf den Tisch

legen. Das Nexus 5 spielt

ebenfalls in der Königsklasse,

kostet aber nur 349 Euro (mit

16 Gigabyte) respektive 399

Euro (mit 32 Gigabyte).

Im Zweifel lieber 32 GB

Wer nach offensichtlichen

oder versteckten Mängeln

sucht, braucht Durchhaltevermögen

und einen Hang zum

Kleinkarierten. Das Gemeinschaftswerk

von LG und

Google ist zwar nicht perfekt,

bietet aber kaum Angriffsfläche.

Ein fest verbauter Akku

ist mittlerweile der Regelfall,

das etwas unhandliche Format

der Displaygröße geschuldet.

Dass mit der insgesamt sehr

guten Kamera im Dunkeln

nicht gut munkeln ist, ist

ebenfalls keine Ausnahme.

Einzig der nicht erweiterbare

Speicher stellt ein echtes

Manko dar. Deshalb unser

Tipp: Wer mit der 16-Gigabyte-Version

liebäugelt, sollte

noch mal kurz in sich gehen

und abwägen, ob die knapp 12

Gigabyte, die bei diesem Modell

frei verfügbar sind, ausreichen.

Im Zweifel empfehlen

wir, sich lieber für das hier

getestete Modell mit 32 Gigabyte

zu entscheiden, von denen

gute 27 Gigabyte nutzbar

sind.

Der kontraststarke Bildschirm

misst 5 Zoll und bietet

Full-HD-Auflösung (1080 x

1920 Pixel). Schriften zeichnet

er schön scharf, Fotos und

Videos kommen prächtig zur

Geltung. Dank einer maximalen

Helligkeit von 428 cd/m 2

ist die Anzeige selbst in hellem

Sonnenlicht noch gut ablesbar.

Der Touchscreen reagiert

verzögerungsfrei auf

jede Eingabe, auch, weil einer

38 connect android 2/2014


LG

Google Nexus 5 (32 GB)

Preis: 399 Euro

Maße: 138 x 70 x 9 mm;

Gewicht: 132 Gramm

angenehm matte ,

tadellos verarbeitet

brillanter, schön

heller 5-Zoll-Full-HD-

Touchscreen

leistungsstarke

CPU bietet klasse

Performance

starke Akkulaufzeiten

aktuelles Android 4.4

(Stock-Android)

High-End-Ausstattung

Der App-

Drawer sieht

aus wie immer:

Die App-

Reihenfolge ist

fix, Ordner

lassen sich

nicht anlegen.

erstklassiges Preis-

Leistungs-Verhältnis

gute 8-MP-Kamera

kabelloses Laden

kein erweiterbarer

Speicher

nur teilweise mit

einer Hand bedienbar

Akku fest verbaut

wenig Lieferumfang

Das gefällt

uns: Adressbuch

und

Favoriten sind

hübsch und

übersichtlich

aufbereitet.

Oder?

der derzeit leistungsstärksten

Prozessoren verbaut ist: der

Snapdragon 800 von Qualcomm.

Dieser taktet mit vier

Kernen je 2,3 Gigahertz und

hat Zugriff auf 2 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Im Test konnten

wir den Chipsatz nicht annähernd

an seine Grenzen bringen:

Alltagsaufgaben wie

Websurfen, Navigieren, Mailen

oder Musik streamen bewältigt

er ohne Probleme.

Die 8-Megapixel-Kamera

liefert bei einigermaßen guten

Lichtverhältnissen schöne

Aufnahmen. Die Schärfe ist

gut, das Rauschen gering und

die Farben erscheinen überwiegend

natürlich. Je dunkler

die Umgebung ist, desto

schwächer wird die Fotoqualität

– klar. Die kleine Assistenz-LED

hat zwar eine ordentliche

Strahlkraft, kann

aber auch keine Wunder bewirken.

Unterm Strich ist die

Kamera dennoch sehr gut.

Weder edel noch billig

Die Gehäuseoberfläche ist

matt gehalten und dezent

gummiert. Dadurch liegt das

Telefon griffig und angenehm

in der Hand, obwohl es sich

aufgrund seiner Größe nur

teilweise einhändig bedienen

lässt. Mit seinen 132 Gramm

ist das Nexus 5 für einen

5-Zöller durchaus leicht, was

Flottes Surfen:

Der Webbrowser

ist

einfach zu

handhaben

und kommt mit

mehreren

Reitern klar.

39


Smartphones LG Google Nexus 5

Keine SMS-

App mehr:

Google packt

die komplette

Kommunikation

in die App

„Hangouts“.

Black or white:

Das Nexus 5 ist

in den zwei klassischen

Farben zu

haben. Die Anmutung

ist schlicht,

aber angenehm.

Inspiration

von außen: Die

verschiedenen

Homescreens

lassen sich

nun in einer

speziellen

Ansicht

anpassen.

Schlicht und

aufgeräumt:

Das Einstellungs-Menü

hält Google

weiterhin

schlank und

übersichtlich.

der Handhabung zugutekommt.

Optisch wirkt es weder

edel noch billig, der Begriff,

der am besten passt, ist

„schlicht“. Design und Material

sind funktional ausgerichtet

und weniger darauf aus,

optische Akzente zu setzen.

An der Verarbeitung gibt es

nichts auszusetzen, alle Komponenten

sind sauber aufeinander

abgestimmt und fügen

sich prächtig ineinander, störende

Kanten oder Spaltmaße

gibt es keine.

Als Betriebssystem ist wie

gesagt Android in seiner aktuellsten

Ver sion 4.4 Kitkat installiert.

Die Benutzeroberfläche

ist Google pur, auch

Stock-Android genannt. Klarer

Vorteil der Nexus-Serie:

Sobald Google eine neue

Android-Version herausgibt,

steht das Update für Nexus-

Modelle zur Verfügung. Davon

können HTC-, Samsungund

Sony-Kunden nur träumen,

weil deren herstellereigene

Oberflächen erst einmal

angepasst werden müssen –

und das kann Monate dauern

(siehe auch Seite 58).

Ein Beinbruch muss das

freilich nicht sein. So hat sich

im Vergleich zur Vorgänger-

Version bei Android 4.4 nicht

viel getan, die neue Version

wurde optisch etwas überarbeitet:

Die Android-Steuerungstasten

und die Statusleiste

sind nun nicht mehr

durch Linien oder einen farbigen

Hintergrund vom Rest der

Oberfläche abgesetzt. Insgesamt

macht das einen aufgeräumteren

Eindruck.

Ohne Cloud geht nicht viel

Was wir uns gewünscht hätten:

Die Möglichkeit, Apps

im App-Drawer umzusortieren

oder dort in Ordnern zusammenzufassen.

Nachrichten-Funktionen

wie SMS,

Gruppen- und Videochats sind

in die App „Hangouts“ gewandert,

hier will Google sei-

40 connect android 1/2013


In der Recent-

Apps-Ansicht

gelingt der

Wechsel zwischen

aktiven

Anwendungen

schnell und

bequem.

Die virtuelle

Tastatur ist

klassisch

gehalten,

allerdings

fehlen in der

Primäransicht

die Umlaute.

Google

spendiert dem

Nexus 5 Quick-

Office in der

Vollversion.

Dokumente

lesen und

bearbeiten?

Legen Sie los!

Der Google

Play Store

bietet Content

für jeden Geschmack

und

ist mittlerweile

schön übersichtlich.

Das Notification-Center

zeigt verpasste

Ereignisse und

verfügbare

Updates an.

Das Kamera-UI ist sehr schlicht und somit

übersichtlich gehalten.

41


Smartphones LG Google Nexus 5

ne eigenen Dienste promoten.

Wenn’s denn sein muss ...

Die größeren Veränderungen

passieren vor allem im

Hintergrund: Insgesamt versucht

Google, die Plattform

wieder etwas zu verschlanken,

indem viele Auf gaben

auf externe Dienste verlagert

werden. Der Trend zur Cloud

ist unverkennbar: Office, Notizen,

Fotos – alles läuft bei

Android 4.4 über Internetdienste.

Dreh- und Angelpunkt

ist Googles Cloudspeicher

Drive, mit dem alle

Dienste kommunizieren und

auf dem man vom Start weg

15 Gigabyte Kapazität bekommt.

Was für den ganzen

Zauber natürlich zwingend

ist: ein schneller und stabiler

Draht ins Internet.

Erfreulich: Googles Sprachsuche

kommt nun deutlich

ausgereifter daher. Sie ist

tief im System integriert, versteht

unterschiedliche Formulierungen,

kann Anwendungen

starten und Antworten

im Web finden. Neu ist zudem

eine spezielle Ansicht,

um Widgets und Co auf den

Homescreens zu platzieren

(siehe mittlerer Screenshot

auf Seite 40). Hier hat sich

Google von den Hersteller-

Oberflächen inspirieren lassen

– gut so!

Eins wie keins

Ebenfalls top: Das Energiemanagement

hat LG im Griff.

Das Nexus 5 läuft im typischen

Alltagsmix fast sieben

Stunden am Stück. Gut fallen

auch die Funkeigenschaften

aus, da gibt es nichts zu meckern.

Lediglich die Akustik

in Senderichtung könnte etwas

besser sein. So aber

spricht auch nach dem Labortest

nichts ernsthaft gegen das

Nexus 5. Im Gegenteil: So

viel Smartphone für so wenig

Geld plus die Sicherheit, in

Zukunft schnell an Android-

Updates zu kommen – dieses

Paket gibt’s bis dato kein

zweites Mal.

Athanassios Kaliudis

AUSSTATTUNG

MARKE

Modell

SYSTEM

LG

Google

Nexus 5

Betriebssystem Android 4.4

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz)

Snapdragon

800/4/2300

interner Speicher (MB) 26830

Steckplatz für Speicherkarte

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch

Akkutyp/wechselbar

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel

Größe Speicherkarte

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900

GPRS/EDGE/UMTS/LTE

Í

Í/Å/Å

Li-Ionen/Í

Í/Å

Í

Í/Í

Å/Å/Å/Å

Å/Å/Å/Å

HSDPA/HSUPA 42,0/5,76

WLAN-Standard

Bluetooth...

...Headset/Handsfree/A2DP

...Object Push/OBEX/AVRCP

...Phone Book/SIM Access/HID

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktion

DISPLAY

802.11a/b/g/n

Å

Å/Å/Å

Å/Í/Å

Å/Í/Å

Å/Å/Å

Typ/Diagonale (Zoll) TFT/5

Auflösung (Pixel) 1080 x 1280

Anzahl der Farben

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl

Makeln

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm

Freisprechen/Stummschalten

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML

SMS/MMS

PIM

Kontaktverwaltung

16,7 Mio.

Å/Å

Å

3/Å/Å

Å/Å

Å/Å/Å/Å

Å/Å

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt) 7/3/3

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum

Terminverwaltung

Tages-/Wochen-/Monatsansicht

wöchentliche/jährliche Termine

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät

Sync: Outlook/Mac

Notizen: Outlook-Sync

To-do-List

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten

Excel betrachten/bearbeiten

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting

Flash/https/Home/Favoriten

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC

UKW-Radio/RDS

Videoplayer/Vollbild-Darstellung

Video-Format: 3GP/MP4/WMV

Kamera integriert

Å

Å/Å/Å

Å

Å/Å/Å

Å/Å

Í

Í/Í

Í

Í

Å/Å

Å/Å

Å/Å/Å

Å/Å/Í/Å

Í/Å/Å/Å

Å/Í/Å/Å

Í/Í

Å/Å

Å/Å/Í

Auflösung (Megapixel) 8

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS

Navi-Software/onboard/offboard

Navi-Lizenz/Routenplaner

Å

Å/Å

Google Maps

Navigation/Í/Å

Vollversion/Å

MESSWERTE

MARKE

TESTERGEBNISSE

MARKE

LG

Modell Google Nexus 5

Preis (Euro) 1 399

AUSDAUER max. 100 überragend (100)

Ausdauer Gespräch 35 35

Ausdauer Display-Betrieb 65 65

AUSSTATTUNG max. 170 gut (130)

System 15 9

Lieferumfang 10 0

Display 40 33

Connectivity 15 14

Telefonfunktionen 10 9

Messaging 15 13

PIM 15 10

Office 5 5

Web-Browser 15 15

Kamera 15 11

Musik und Video 10 9

Navigation 5 2

HANDHABUNG max. 140 sehr gut (120)

Handlichkeit 50 36

User Interface 65 62

Verarbeitungsqualität 25 22

MESSWERTE max. 90 gut (72)

Akustik-Messungen Senden 15 12

Akustik-Messungen Empfangen 15 14

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 22

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 24

URTEIL max. 500

422

gut

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

LG

Modell Google Nexus 5

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Abstrahl-

Diagramm

Wie gut ein Smartphone Signale

in welche Richtung strahlt, zeigen

Abstrahldiagramme, bei denen

Rot die höchsten Pegel repräsentiert,

Grün mittlere und Blau die

niedrigsten.

D-Netz (GSM 900)

E-Netz (GSM 1800)

UMTS-Netz (UMTS 2100)

D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 23,7 23,0 18,0

relative Empfindlichkeit -100 -105 -108

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert -0,66/0,486

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören)

Lautstärkewert (dB) 7,6/24,4 7,5/23,8

Geräuschunterdrückung Senden Straße 3,1

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe 2,0

Verzerrungen (dB) -35,8/-40,9 -40,1/-40,6

Ruherauschen (Dezibel) -76,7/-69,0 -73,7/-69,3

Frequenzgang (Punkte v. 5) 5/3 5/3

Echo und Störgeräusche

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 44,1 51,6

Übersprechen (dB) 15,6 15,5

AUSDAUER

Gesprächszeit (Stunden) 20:25 24:15 7:56

typische Ausdauer (Stunden) 6:53

DISPLAY

Helligkeit (cd/m²) 428

GRÖSSE UND GEWICHT

Abmessungen (L x B x H in mm) 138 x 70 x 9

Gewicht (Gramm) 132

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird in der Bestenliste erklärt. Der SAR-Wert ist

eine Herstellerangabe.

42 connect android 2/2014


Jetzt zugreifen!

4x

+ DVB-T Empfänger GRATIS

DVB-T

Empfänger

tivizen pico

• DVB-T Empfänger für Android Tablet oder Android Smartphone (Android 4.0 und höher + USB Host Mode)

• Bis zu 7 Stunden Betriebsdauer für Live TV immer und überall (DVB-T-Empfang vorausgesetzt)

• Keinerlei Internetverbindung nötig

• Extrem klein und leicht

• Integrierter Programmführer (EPG) und Aufnahmefunktion für Tablet und Smartphone

• Flexible und sehr leistungsstarke Schlaufenantenne für besten DVB-T-Empfang

• Kostenlose „tivizen mini for Tablet“ bzw. „tivizen mini for Phone“ App bei Google Play erhältlich

• Smartphone nicht im Lieferumfang enthalten

Nur solange

der Vorrat reicht!

IHRE VORTEILE IM ABO:

• Preisvorteil gegenüber Einzelkauf

• Keine Zustellgebühr

• Ein Geschenk gratis

JETZT BESTELLEN:

ONLINE:

connect.de/abo-android

Dieses und viele weitere interessante Angebote gleich online bestellen:

connect.de/abo-android

JA, ICH BESTELLE CONNECT ANDROID ZUM VORTEILSPREIS!

Als Dankeschön erhalte ich folgendes Geschenk:


DVB-T Empänger tivizen pico (K879)

Schicken Sie mir die nächsten 4 Ausgaben connect android zum Vorteilspreis von nur 28,- € (Österreich 32,99 €, Schweiz SFr 56,-).

connect android erscheint 4x pro Jahr. Das Jahresabo kann ich nach Ablauf des ersten Bezugsjahres jederzeit wieder kündigen. Das

Dankeschön erhalte ich umgehend nach Zahlungseingang. Bei großer Nachfrage kann es zu Lieferverzögerungen kommen. Dieses

Angebot gilt nur in Deutschland, Österreich, Schweiz und solange der Vorrat reicht. Weitere Auslandskonditionen auf Anfrage: weka@

burdadirect.de. Ändert sich meine Adresse, erlaube ich der Deutschen Post AG, dem Verlag meine neue Anschrift mitzuteilen.

PER TELEFON:

0781-639 45 48

PER FAX:

0781-84 61 91

Name Vorname Geburtsdatum

Straße, Nr.

PLZ, Ort

Telefon

Ich bin damit einverstanden – jederzeit widerruflich –, dass mich der Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING künftig per E-Mail und

telefonisch über interessante Vorteilsangebote informiert.

Ich bezahle bequem per Bankeinzug: (nur in Deutschland möglich)

E-Mail

PER POST / COUPON:

connect android Kunden-Service

Postfach 180 · 77649 Offenburg

connect android erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH,

Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar, Handelsregister München, HRB 154289

BLZ

Geldinstitut

Datum

Kontonummer


Unterschrift

WK 40A0 E02


Smartphones Motorola Moto G

Motorola

Moto G

Preis: 169 Euro (8 GB)

Maße: 130 x 66 x 11 mm;

143 Gramm

gefälliges Design und

gute Verarbeitung

günstiger Preis

brillantes und helles

HD-Display

intuitive und einfache

Bedienung

sehr gute Ausdauer

starke Sendeund

Empfangseigenschaften

verschiedene farbige

Wechselcover

erhältlich

sehr wenig interner

Speicher

kein Slot für

Speicherkarten

fest verbauter Akku

kein LTE und NFC

üppiges Gewicht und

hohe Bauform

Für das Moto G sind Wechselcover

verfügbar, die dem Smartphone

schnell einen neuen Look geben.


Mit dem Moto G legt

Motorola einen günstigen

Hingucker in die Regale.

Kann der schicke Androide

auch mit inneren

Qualitäten überzeugen?

Der Test klärt auf.

Fotos: © leonardo2011 – shutterstock.de

Everybody’s

Darling

D

a kann man nicht meckern:

Schmale 169 Euro

verlangt Motorola für sein

Moto G. Allerdings gibt’s zu

diesem verblüffend günstigen

Kurs nur 8 GB Speicher. Die

gute Nachricht: Eine Version

mit 16 GB ist für immer noch

preiswerte 199 Euro erhältlich.

Zum Test trat das Moto G

jedoch in der Low-Budget-

Version an.

Licht und Schatten

Das gute Stück überrascht bereits

beim Auspacken – allerdings

sowohl positiv als auch

negativ. Doch zuerst das Lob:

Das Smartphone ist fehlerfrei

verarbeitet. Ein knar zendes

Gehäuse, wackelnde Tasten

oder üppige Spaltmasse sucht

hier auch der penibelste Kunde

vergeblich. Die unauffällige

Glasfront aus kratzfestem

Gorilla-Glass 3 sorgt für einen

attraktiven Look, die matte

Kunststoffrückseite mit handfreundlicher

Rundung für einen

sicheren Halt.

Das Backcover verschweigt

allerdings zu keiner Zeit seine

Plastikherkunft und zeigt sich

zudem gegenüber Fingerabdrücken

sehr aufgeschlossen

– das wird mit der Zeit doch

etwas speckig. Optional bringen

gut passende und auch

fest sitzende Wechselcover

Farbe ins Spiel. Erhältlich

sind neben einfachen Abdeckungen

für die Rückseite

auch Varianten mit Klappe für

die Front, die als zusätzlicher

Displayschutz dienen. Von

beiden sind verschiedene

Farb varianten erhältlich.

Der Blick in die Verpackung

des Moto G hinterlässt dagegen

Fragezeichen beim Tester,

denn ein Ladegerät oder gar

ein Headset sucht man vergebens.

Lediglich ein Micro-

USB-Datenkabel liegt dem

Billigheimer bei. Potenzielle

Käufer sollten sich davon aber

nicht abschrecken lassen,

denn viele Händler legen dem

Moto G von sich aus ein Netzteil

bei. Dennoch gibt es dafür

nach den strengen Testkriterien

von connect Punktabzug,

was dann beim Ausstattungsmerkmal

„Lieferumfang“ zu

einer Premiere mit minus 2

Punkten führt.

Ein starkes Stück Display

Doch genug der Kritik, denn

beim Blick auf das 4,5 Zoll

große Display ist der Ärger

über das fehlende Netzteil

schnell vergessen. Die Anzeige

ist richtig stark und bietet

eine scharfe und farbneutrale

Darstellung der Inhalte. Die

Auflösung beträgt 720 x 1280

Pixel und bietet so eine Pixeldichte

von 328 ppi. Dazu gesellt

sich eine enorme Helligkeit

von 466 cd/m 2 – beides in

dieser Preisklassse ein absolutes

Highlight. Lediglich in

puncto Blickwinkel stabilität

Mit dem Tool „Assist“ kann man

Situationsprofile für die Nacht und

für Besprechungen erstellen.

45


Smartphones Motorola Moto G

leistete sich der Bildschirm

eine kleine Schwäche: Wer

seitlich auf den Screen schaut,

muss mit verfälschten Farben

leben – geschenkt.

Lückenhafte Ausstattung

Auch die technische Plattform

MSM8626 von Qualcomm

gibt keinen Anlass zur Klage.

Eine Quad-Core-CPU mit 1,2

GHZ sorgt in Verbindung mit

1 GB Arbeitsspeicher für ein

wirklich flottes Bedientempo.

Beim Thema Speicher wird es

Der Chrome-

Browser zeigt

sich beim

Moto G in

puncto Tempo

und Handling

in Topform.

da gegen sehr düster, denn

beim 8-GB-Testgerät standen

für den Nutzer lediglich 3,6

Gigabyte zur Verfügung – das

Nachrüsten per Speicherkarte

ist nicht möglich. Da muss

man sich schon sehr stark einschränken

oder aber mit einem

Cloud speicher arbeiten.

Das sieht wohl auch die Motorola-Mutter

Google so und

spendiert dem Moto-G-Nutzer

für zwei Jahre satte 50 GB

im hauseigenen Cloud angebot

Drive. Das ist zwar respektabel,

ersetzt aber nicht den

Speicher im Gerät. Unser Rat

für Kaufinteressenten: Besser

die 16-GB-Variante wählen –

die 30 Euro Preis unterschied

machen sich mit Sicherheit

bezahlt.

Dass neben NFC der Datenturbo

LTE fehlt, ist bei diesem

Preis keine Schande. Auch

von der Kamera darf man keine

Wunder erwarten: Die 5-

Megapixel-Knipse überzeugte

im Test nicht. Bei schwachem

Licht mischen sich schnell

Unschärfen und Rauschen in

die Fotos. Die Ausstattung ist

mit HDR, Panorama-Aufnahme

und HD-Video dagegen

recht ordentlich. Musikfans

freuen sich über das UKW-

Radio mit RDS.

Top Handling, starke Werte

Bei der Bedienphilosphie erweist

sich das Moto G als Purist

und setzt weitgehend auf

die native Benutzeroberfläche

von Android. Das ist kein

Fehler: Im Alltag findet man

schnell und ohne Umwege die

gesuchte Funktion – so soll es

sein. Das Hauptmenü sorgt

mit seinem schwarzen Hintergrund

zudem für eine hervorragende

Ablesbarkeit der einzelnen

Apps.

Bisher überwiegt also trotz

der genannten Schwachstellen

das Positive. Doch kann

das Moto G auch im Labor

überzeugen? Es kann – und

wie! Bereits die Ausdauer ist

mit bis zu sieben Stunden im

praxisnahen Mischbetrieb sowie

Gesprächszeiten von

18:30 Stunden im GSM- und

knapp sieben Stunden im

UMTS-Betrieb ein starkes

Stück. Dazu gesellen sich gute

Sende- und Empfangseigenschaften

– und zwar sowohl

für GSM als auch für

UMTS. Komplettiert wird das

Ganze von einer gut verständlichen

Akustik und einem

Lautsprecher, der seinen Namen

auch verdient.

Kauftipp – mit 16 GB

Wer sich ein Moto G zulegen

will, macht also keinen Fehler.

Das tolle Display, die üppigen

Laufzeiten und die starken

Sende- sowie Empfangseigenschaften

machen manche

Ausstattungs mankos mehr

als wett. Aber wie gesagt:

Die 16-GB-Version sollte es

schon sein – sonst droht im

Alltag schnell Frust, wenn’s

beim Laden von Musik, Apps

und Co heißt: Der Speicher ist

leider voll … Michael Peuckert

Abbildung in OriginalgröSSe

Das Moto G macht optisch

eine sehr gute Figur. Auch

die Verarbeitung ist top.

JBL bietet mit dem Micro

Wireless für rund 60 Euro

farblich zum Moto G

passende Bluetooth-Lautsprecher

an. Allerdings sind

die Speaker in dieser Optik

aktuell nur über den US-

Onlineshop von Motorola

zu bekommen.

46 connect android 2/2014


Dank Quickoffice beherrscht

das Moto G den Umgang mit

Office-Dokumenten.

Apps lassen sich in Ordern

gruppieren und sorgen so für Übersicht

auf den Startscreens.

AUSSTATTUNG

MARKE

Modell

SYSTEM

Motorola

Moto G

Betriebssystem Android 4.4.2

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz)

Qualcomm

MSM8626/4/1200

interner Speicher (MB) 3590

Steckplatz für Speicherkarte

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch

Akku-Typ/wechselbar

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel

Größe Speicherkarte

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900

GPRS/EDGE/UMTS/LTE

Í

Í/Å/Å

Li-Ionen/Í

Í/Å

Í

Í/Í

Å/Å/Å/Å

Å/Å/Å/Í

HSDPA/HSUPA 21,0/5,76

WLAN-Standard

Bluetooth...

...Headset/Handsfree/A2DP

...Object Push/OBEX/AVRCP

...Phone Book/SIM Access/HID

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktion

DISPLAY

802.11b/g/n

Å

Å/Å/Å

Å/Å/Å

Å/Í/Å

Å/Å/Å

Typ/Diagonale (Zoll) TFT/4,5

Auflösung (Pixel) 720 x 1280

Anzahl der Farben

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl

Makeln

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm

Freisprechen/Stummschalten

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML

SMS/MMS

PIM

Kontaktverwaltung

16,7 Mio.

Å/Å

Å

3/Å/Å

Å/Å

Å/Å/Å/Å

Å/Å

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt) 7/3/3

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum

Terminverwaltung

Tages-/Wochen-/Monatsansicht

wöchentliche/jährliche Termine

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät

Sync: Outlook/Mac

Notizen: Outlook-Sync

To-do-List

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten

Excel betrachten/bearbeiten

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting

Flash/https/Home/Favoriten

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC

UKW-Radio/RDS

Videoplayer/Vollbild-Darstellung

Video-Format: 3GP/MP4/WMV

Kamera integriert

Å

Å/Å/Å

Å

Å/Å/Å

Å/Å

Í

Í/Í

Í

Í

Å/Å

Å/Å

Å/Å/Í

Å/Å/Í/Å

Í/Å/Å/Å

Å/Å/Å/Å

Å/Å

Å/Å

Å/Å/Å

Auflösung (Megapixel) 5

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS

Navi-Software/onboard/offboard

Navi-Lizenz/Routenplaner

Å

Å/Å

Google Maps

Navigation/Í/Å

Vollversion/Å

MESSWERTE

MARKE

Modell

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Abstrahl-

Diagramm

Wie gut ein Smartphone Signale

in welche Richtung strahlt, zeigen

Abstrahldiagramme, bei denen Rot

die höchsten Pegel repräsentiert,

Grün mittlere und Blau die niedrigsten.

TESTERGEBNISSE

MARKE

Motorola

Modell

Moto G

Preis (Euro) 1 169

AUSDAUER max. 100 überragend (100)

Ausdauer Gespräch 35 35

Ausdauer Display-Betrieb 65 65

AUSSTATTUNG max. 170 befriedigend (112)

System 15 3

Lieferumfang 10 -2

Display 40 31

Connectivity 15 12

Telefonfunktionen 10 10

Messaging 15 12

PIM 15 9

Office 5 4

Web-Browser 15 15

Kamera 15 7

Musik und Video 10 9

Navigation 5 2

HANDHABUNG max. 140 gut (110)

Handlichkeit 50 33

User Interface 65 58

Verarbeitungsqualität 25 19

MESSWERTE max. 90 gut (76)

Akustik-Messungen Senden 15 12

Akustik-Messungen Empfangen 15 14

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 24

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 26

URTEIL max. 500

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

Motorola

Moto G

D-Netz (GSM 900)

E-Netz (GSM 1800)

UMTS-Netz (UMTS 2100)

D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 24,4 22,9 18,7

relative Empfindlichkeit -101 -107 -110

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert -0,53/0,790

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören)

Lautstärkewert (dB) 8,0/18,5 8,0/18,7

Geräuschunterdrückung Senden Straße 3,2

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe 2,5

Verzerrungen (dB) -37,8/-46,7 -41,0/-47,5

Ruherauschen (Dezibel) -76,2/-69,7 -85,0/-67,7

Frequenzgang (Punkte v. 5) 4/4 5/4

Echo und Störgeräusche

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 56,3 61,4

Übersprechen (dB) 17,3 17,6

AUSDAUER

Gesprächszeit (Stunden) 12:57 18:30 6:54

typ. Ausdauer (Stunden) 7:03

DISPLAY

Helligkeit (cd/m²) 466

GRÖSSE UND GEWICHT

Abmessungen (L x B x H in mm) 130 x 66 x 11

Gewicht (Gramm) 143

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird in der Bestenliste erklärt. Der SAR-Wert ist

eine Herstellerangabe.

398

gut

47


Apps Selbstporträts

„Hallo Welt, was geht?“ Mit smarten

Selfie-Apps setzen Sie sich vor der

Handy-Knipse ganz groß in Szene.

Josefine Milosevic

YouCam Perfect

Schöner geht immer: Die Beauty-App bessert nach.

Spätestens seit das Gruppenporträt

von Ellen deGeneres,

Brad Pitt und Co bei

der Oscarverleihung mit über

zwei Millionen Retweets alle

Twitter-Rekorde gebrochen

hat, ist das Wort „Selfie“ in

aller Munde. Cyberlink springt

mit YouCam Perfect rechtzeitig

auf den Egozug: Die

Foto-App pimpt jedes Antlitz

mit Werkzeugen wie Hautglättung,

-aufhellung, Anpassung

der Gesichtsform und

Augengröße in Sekundenschnelle,

das Ergebnis lässt

sich per E-Mail an Freunde

versenden oder auf Facebook

und Twitter hochladen.

Camera360 Ultimate

Mit der Gratis-App setzt man sich effektvoll ins Bild.

Zwar leisten moderne Smartphone-Cams

einiges, doch

mit speziellen Extras sind die

wenigsten gut bestückt. Damit

kann wiederum die App

Camera360 Ultimate dienen:

Handybilder lassen sich mit

zahlreichen Effekten wie Retro,

Lomo, HDR und vielem

mehr aufpeppen. Obendrein

laden unzählige Filter, mit

denen sich etwa verschiedene

Farbvarianten oder

Gag-Selbstporträts erzielen

lassen, zum freudigen Experimentieren

ein. Ein einfach

bedienbarer Cloud- und Fotoshare-Dienst

rundet das

Gratis-Angebot ab.

Selfie-mania

Cymera

Auch diese Foto-App geizt nicht mit Ausstattung.

Justin Bieber, Lukas Podolski,

Nasa-Astronauten, Michelle

Obama und sogar der

Papst – Selfies machen fast

alle. Damit Sie im Porträt eine

gute Figur machen, hilft

Ihnen Cymera: Die vielseitige

Gratis-App bietet sieben

verschiedene Kameraobjektive

– dank Timer können Sie

auslösen und sich dann in

Position bringen. Das Makeup

lässt sich mit der App

auch im Nachhinein auftragen.

Ein Bildstabilisator sowie

Einstellungen für die

Tiefenschärfe und den Blitz

sind ebenfalls an Bord.

48 connect android 2/2014


Dual-Cam

Dual-Cam vereint zwei Kameraperspektiven.

Die Familie setzt man vor der

Linse groß ins Bild, die Clique

im Urlaub auch: Schön für

sie, Pech für einen selbst, da

man auf den Gruppenfotos

stets fehlt. Mit der Dual-

Cam-App ist man wenigstens

das Problem los: Mit der

Gratis-Applikation kann man

die vordere und hintere Handykamera

gleichzeitig nutzen

und beide Aufnahmen

automatisch kombinieren –

wahlweise horizontal oder

vertikal. Die Ergebnisse – sofern

sie was werden – kann

man dann auf Whatsapp,

Twitter und Co posten.

EyeEm

Mit EyeEM können Narzissten sogar Geld verdienen.

Instagram ist für Selbstverliebte

ein Segen: Die Community

wird von über 50

Millionen Konterfeis geflutet.

Vom zukunftsträchtigen mobilen

Fotomarkt will das Berliner

Start-up EyeEM profitieren

und sorgt mit seiner

gleichnamigen Gratis-App

für eine smarte Lösung: Fotos

lassen sich mit 20 Echtzeit-Filtern

nach Belieben

gestalten und innerhalb der

eigenen Community sowie in

anderen sozialen Netzwerken

der Menschheit vorführen.

Auf dem EyeEm-Market

kann man die Bilder sogar

zum Kauf anbieten.

Shutterball

Shutterball schießt ruckelfreie Selbstporträts.

Da bringt man sich in Positur

– und auf dem Handybild erscheint

statt der schönen

Schnute der Daumen dick im

Bild. Das kann mit dem Shutterball

nicht passieren:

Mit dem kleinen Selbstauslöser

lassen sich

aus der Ferne

via Bluetooth

Selfie-Pics

schießen und

per Gratis-App

auf Samsung-Galaxy-Phones

beamen.

Preis: 18 Euro.

store.audiovox.com

Fotos: © Leo Patrizi – istockphoto.de

49


Report Mobilfunkstrahlung

strahlung:

die fakten

Mythos und Wirklichkeit:

Wie gefährlich ist

Mobilfunkstrahlung für

den Menschen? Unser

großer Report klärt auf.

50 connect android 2/2014


D

ass Handy und Smartphone beim

Telefonieren den Kopf ganz schön

bestrahlen, meinen viele Menschen schon

am warmen Ohr nach längeren Gesprächen

zu bemerken. Doch ist das wirklich

so? Ältere Zeitgenossen zumindest berichten

davon, dass es dieses Phänomen

schon gab, als Telefone noch einen Hörer

mit Spiralkabel und eine drehbare Wählscheibe

hatten und drahtlose Kommunikation

etwas für Amateure mit Funklizenz

war. Die Hitze steigt jedenfalls

vom Kopf in das abstehende, nicht durchblutete

und damit kühle Außenohr, wenn

ein länger davorgehaltener Gegenstand

die Wärmeabstrahlung verhindert.

Hochwertige Fieberthermometer für

das Ohr werden sogar auf 37 Grad Körpertemperatur

vorgeheizt, um die kühlende

Wirkung des Ohrs auszuschalten.

Durch ein mit maximal zulässiger Wirkung

strahlendes Smartphone würde die

Körpertemperatur in Telefonnähe um

etwa ein halbes Grad steigen – das ist

kaum spürbar.

Welche Krankheitsrisiken gibt es?

Doch ungeachtet der nicht durch die Mobilfunkstrahlung

selbst bedingten Temperaturerhöhung

erreichen connect ständig

Anfragen, die in etwa lauten: Wann

wird das neueste Mobiltelefon eines Herstellers

in Bezug auf Strahlung getestet?

Was bedeutet der normierte Strahlungsfaktor

von connect? Wird ein fünfjähriges

Kind durch ein Smartphone besonders

gefährdet?

Wie also steht es um die Mobilfunkstrahlung,

wie sehen die Gefahrenquellen

aus? Und werden es durch den fortschreitenden

Ausbau der Mobilfunknetze in

den Städten immer mehr? Welche Krankheitsrisiken

sind als Folge der Bestrahlung

mit Mobilfunk zu erwarten? Wann

wird die kritische Schwelle bei der Nutzung

oder bei der Exposition durch Mobilfunkstationen

überschritten? Und was

kann jeder einzelne tun, um die Strahlenbelastung

möglichst gering zu halten?

Dass Strahlen für Menschen gefährlich

sein können, ist eine Tat sache. Ohne Frage

ist etwa radioaktive Strahlung in hohen

Dosen schädlich bis hin zur Tödlichkeit.

Doch diese Strahlung zählt zur sogenannten

Teilchenstrahlung, bei der ein

radioaktiver Stoff Alphateilchen, Elektronen,

Neutronen oder Positronen aussendet.

Dass die radioaktive Strahlung in

sehr geringem Maße vergleichsweise gut

von Lebewesen vertragen wird, zeigt die

überall auftretende natürliche Radioaktivität,

die auch als terrestrische Strahlung

bezeichnet wird.

Die beim Funk auftretende Strahlung

gehört jedoch nicht zur Teilchenstrahlung,

vielmehr spricht man hier von elektromagnetischen

Wellen. Zu diesen Wellen

zählt auch sehr energiereiche und

folglich kurzwellige Strahlung, zum Beispiel

Röntgenstrahlung, UV-Strahlung

und Infrarotstrahlung. Die UV-Strahlung,

die aufgrund des Ozonlochs zunimmt,

hat eine traurige Berühmtheit als Quelle

von Hautkrebs erlangt – einerseits. Andererseits

trägt UV-Strahlung auch zur Bildung

von Vitamin D bei, und das ist

krebshemmend. Das zeigt, dass auch bei

der Strahlung Gift und Medizin nahe beieinander

liegen.

So haben viele Bundeswehrsoldaten,

die in Röntgenstrahlen von Radargeräten

arbeiten mussten, Krebs bekommen.

Mittlerweile erkennt selbst die sonst eher

zöger liche Bundeswehr viele dieser Fälle

als Berufskrankheit an. Es gibt also Indizien

dafür, dass mit elektro magnetischer

Strahlung nicht zu spaßen ist. Doch

rechtfertigen die Negativbeispiele der

Auswirkungen von UV- und Röntgenstrahlung

die Verdammung des Mobilfunks?

Welche Faktoren führen zu einer

hohen Strahlenbelastung? Und wie sieht

die Wissenschaft die Risiken einer Gesellschaft,

die ohne Mobilfunk heute

kaum vorstellbar wäre?

Feldstärke nimmt schnell ab

Gehen wir Schritt für Schritt vor. Aus

technischer Sicht eindeutig bekannt sind

Zeit und Ort, an dem ein Mensch der

größten Strahlungsbelastung durch Mobilfunk

ausgesetzt ist. Eine Simulation,

die im Rahmen einer Studie des Bundesamts

für Strahlenschutz (BfS; www.bfs.

de) durchgeführt wurde, zeigt, dass die

direkt an der Position des Handys lie gen ­

den, sehr hohen elektrischen Feldstärken

schon nach wenigen Zentimetern auf ein

Hundertstel ihres Maximalwertes absinken.

Sollte also eine Gefahr vorliegen, so

trifft sie hauptsächlich den Telefonierer

selbst. Sogar sehr nah bei ihm stehende

Vier Personen beim Telefonieren: Die Feldstärke

ist direkt am Ohr am höchsten und nimmt schon

bei mäßigem Abstand deutlich ab.

Unsere Tipps

Wer sich nur extrem geringer

Strahlung aussetzen will, sollte in

schlecht versorgten ländlichen

Gebieten auf lange Gespräche mit

dem Mobiltelefon verzichten

Auch das Umschalten auf reinen

UMTS-Betrieb bei Handys und

Smartphones, mit denen das möglich

ist, reduziert in aller Regel die

Strahlenexposition

Die Nutzung einer Freisprecheinrichtung

kann die Strahlenbelastung

verringern. Das gilt speziell

im Auto, wo eine schlechte

Versorgung und die abschirmende

Wirkung der Metallkarosserie

das Mobiltelefon häufig zum Senden

mit hoher Leistung zwingen

Fotos: Peter Fenyvesi

51


Report Mobilfunkstrahlung

In gutversorgten Gebieten sinkt die

von Mobiltelefonen tatsächlich verur sachte

Strahlenbelastung deutlich.

Ein dicht ausgebautes Mobilfunknetz

verringert die maximale Strahlenbelastung

(rot) – bei gleicher Versorgungsgüte.

Unsere Tipps

Beim Telefonieren in ICEs sind

Repeater-Wagen mit Handysymbol

empfehlenswert, da sie die

Sendeleistung des Telefons niedrig

halten. In anderen Zügen sollten Sie

möglichst am Fenster telefonieren

Auch beim Mobilfunk gilt, dass

die Angst vor einer Gefahr mitunter

schlimmere Folgen hat als die

Gefahr selbst. Deshalb kann ein entspannter

Umgang mit dem Thema

Mobilfunkstrahlung nur nützlich sein

Warnern vor Mobilfunkstrahlung,

die gleichzeitig Messgeräte

oder Produkte zur Vermeidung

derselben anbieten, sollte man

mit natürlichem Misstrauen begegnen.

Das Geschäft mit der Angst war

schon immer ein einträgliches

Mitmenschen bekommen bloß einen

Bruchteil dieser Strahlung ab. Noch besser

beobachten lässt sich der Zusammenhang

zwischen dem Abstand zur Strahlungsquelle

und der Strahlungsintensität

an Mobilfunk-Basistationen.

Die Angst vor den Masten

Viele Mobilfunkgegner sehen in jedem

neuen Mobilfunkstandort nichts anderes

als eine weitere Strahlungsquelle und damit

einen abermals verstärkten Angriff

auf ihre und die allgemeine Gesundheit.

Dabei ist das Verhältnis zwischen einer

Mobilfunkzelle und einem Mobiltelefon

im Grunde auch nicht viel anders als das

zwischen zwei Menschen, die sich unterhalten

– ohne Telefon, wohlgemerkt.

Wenn diese beiden Menschen nah

beiein ander stehen, so brauchen sie nicht

besonders laut zu reden, damit einer den

anderen hört. Bei größerer Distanz hingegen

muss geschrieen werden. In einer

Bibliothek oder im Mu seum neigt der

Mensch sogar dazu, seinem Gegenüber

ins Ohr zu flüstern, um die allgemeine

Ruhe nicht zu stören. Nach denselben

Prinzipien funk tioniert die Kommunikation

im Mobilfunk, wo jedes Handy oder

Smartphone, aber auch jede Mobilfunkzelle

immer nur mit der Leistung sendet,

die notwendig ist, damit das Gegenüber

die Nachricht korrekt empfangen kann.

Das bedeutet, dass ein dicht ausgebautes

Mobilfunknetz die Strahlenbelastung

Nicht nur bei der Mobilfunkstrahlung

kann die Angst vor der Gefahr schlimmere

Folgen haben als die Gefahr selbst.

verringert, weil deutlich niedrigere Sendeleistungen

in den einzelnen Zellen und

bei den mobilen Endgeräten zur Verständigung

ausreichen. Das zeigen auch viele

Messungen, die Dr.-Ing. Reinhard Georg

mit anderen Mobilfunk-Experten im

Auftrag des BfS ausgeführt hat.

In diesen Studien erfasste das Team die

tatsächlich beim Telefonieren auftretenden

SAR-Werte (siehe dazu Seite 54)

unter verschiedensten typischen Bedingungen.

Eine Überlandfahrt, auf der

mehrere besiedelte Gebiete mit guter

Mobilfunkversorgung gestreift werden

(siehe Karte oben), zeigt, dass die Strahlenbelastung

in gut versorgten Gebieten

deutlich abnimmt.

Es gibt Belege für alles und jedes

Doch diese Messungen sagen noch nichts

darüber aus, ob und wie sich Mobilfunkstrahlung

auf den Körper auswirkt. Wer

im Internet nach entsprechenden Studien

sucht, wird mit Lesematerial auf Jahre

hin eingedeckt sein. Dabei lassen sich

Belege für alles und jedes finden, wie die

Oberfeld-Studie zeigt, die Ende 2008

Aufsehen erregte. In ihr berichtete der

Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld von

einer signifikant erhöhten Krebsrate im

Umkreis von 200 Metern um einen Mobilfunksender.

In Erinnerung ist diese

Studie geblieben, weil sich nach ihrer

Veröffentlichung herausstellte, dass die

C-Netz-Sendeanlage, von der hier die

Rede war, nie existiert hat.

Etwas sprachlos machen auch die vielen

Berichte und Veröffentlichungen zum

Thema Elektrosensibilität. Die Personen,

die sich als betroffen bezeichnen, führen

Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Herz-

52 connect android 2/2014


Je weiter die Mobilfunksender auseinanderstehen,

desto höher wird die Strahlenbelastung.

beschwerden, Nervo sität, Tinnitus und

vieles mehr auf Mobilfunkstrahlung zurück.

In kontrollierten Experi menten der

ETH Zürich und der deutschen Bundesanstalt

für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

jedoch konnten Personen, die sich

als elek tro sensibel bezeichnen, ihre Empfindlichkeit

für elektromagnetische Felder

keineswegs unter Beweis stellen.

Unter den jüngeren Studien über die

mögliche krebsauslösende Wirkung von

Mobilfunkstrahlung sind zwei von besonderer

Bedeutung. Da ist erstens eine

Kohorten-Studie (2001), für die 420000

Einwohner Dänemarks (etwa zehn Prozent

der Bevölkerung des Landes), die

zwischen 1982 und 1995 einen Handy-

Vertrag abgeschlossen haben, auf Krebs

untersucht wurden. Die Zahl der Erkrankungen

wurde verglichen mit der Krebsrate

der dänischen Gesamtbevölkerung.

2006 und 2011 gab es Fortsetzungen dieser

Studie – insgesamt wurde also ein

Untersuchungszeitraum von über 13 Jahren

Mobilfunknutzung erfasst. Selbst

nach dieser langen Exposition konnte die

dänische Studie kein erhöhtes Krebsrisiko

des zen tralen Nervensystems oder

von Hirntumoren beobachten. Dabei sind

Risiken über längere Zeiträume oder

moderate Erhöhungen durch Vielnutzer

laut dieser Studie nicht ausgeschlossen.

Die verzerrte Erinnerung

Die zweite große, von der Weltgesundheitsorganisation

WHO in 13 Ländern

durchgeführte Untersuchung ist die Interphone-Studie,

die im Oktober 2000 begann.

Sie bestimmt detailliert das Telefonierverhalten

von rund 6500 an Hirntumoren

erkrankten Personen und stellt es

einer Kontrollgruppe von rund 7500 gesunden

Menschen gegenüber. Dafür wurden

die Probanden rückwirkend befragt.

Das Ergebnis war zwiespältig. Einerseits

zeigte sich: Wer oft mit dem Handy telefoniert,

bekommt seltener einen Hirntumor.

Dieses Ergebnis ist den Autoren

zufolge jedoch eher auf methodische

Schwächen der Studie zurückzuführen

als auf die vorbeugende Wirkung von

Strahlung. Andererseits trat bei den zehn

Prozent der Befragten, die am meisten

mobil telefoniert hatten, ein statistisch

signifikantes Risiko für die Gliom genannte

Form von Hirntumoren auf. Hier

kann wegen der Fragemethode aber nicht

ausgeschlossen werden, dass ein Teil der

Erkrankten den Tumor auf sein Telefonierverhalten

schiebt und dieses überschätzt.

„Recall Bias“ oder verzerrte Erinnerung

nennen Forscher diesen Effekt.

Mehr Mobilfunkstation führen

zu geringerer Strahlenbelastung

Unter Berücksichtigung der Interphone-

Studie hat die IARC (International Agency

for Research on Cancer) die Mobilfunkstrahlung

im Jahr 2011 als „möglicherweise

krebserregend“ (2B) eingestuft.

Wer jetzt Angstzustände bekommt,

sollte sich das Klassifikationssystem der

IARC genauer ansehen. Über der Gruppe

2B gibt es noch die Gruppe 2A („wahrscheinlich

krebserregend“) und die Gruppe

1 („krebserregend“). Zur Gruppe 1

gehören etwa Röntgenstrahlung und Asbest,

zur Gruppe 2A anorganische Bleiverbindungen

und Abgase von Dieselmotoren.

Dagegen stehen in der Gruppe

2B die Abgase von Benzinmotoren, nach

asiatischen Traditionen eingelegtes Gemüse

und Nickel, aber auch der allseits

beliebte Kaffee.

„Die aufgeregte Diskussion in der

Bevöl kerung über die Kernenergie dürfte

in Relation zu dem, was uns die Mobilfunknetze

noch bescheren werden, nur

ein laues Lüftchen sein“, orakelte der

letzte bundesdeutsche Postminister Wolfgang

Bötsch (CSU) zu Beginn seiner

Amtszeit im Jahr 1993. Auch wenn es

nicht ganz so schlimm gekommen ist, ist

auch nach zwanzig Jahren Mobilfunk die

Angst vor der neuen Kommunikationstechnik

keineswegs überwunden – ganz

im Gegenteil. Dabei zeigen die Fakten,

dass mehr Mobilfunkstationen insgesamt

zu einer Verringerung der Strahlenbelastung

führen und dass modernere Funkstandards

mit geringeren Leistungen auskommen.

Nicht vergessen sollte man,

dass selbst Langzeitstudien keinen signifikanten

Anstieg an Hirntumoren belegt

haben. Dass Mobiltelefone schon Leben

gerettet haben, steht hingegen außer Frage.

Daran sollte jeder denken, der aus

Angst mit dem Gedanken spielt, sich von

seinem Handy oder Smartphone zu verabschieden.

Bernd TheiSS >>

Unsere Tipps

Wer aus Angst vor Strahlung überlegt,

ganz auf ein Mobiltelefon zu verzichten,

sollte die Konsequenzen bedenken.

In krankheits- und unfallbedingten

Notfällen sind es oft Handys und Co,

mit denen schnell Hilfe gerufen wird.

So werden Leben gerettet

53


Report Mobilfunkstrahlung

Der Strahlungsfaktor

Während der SAR-Wert ein Maß für die Strahlung im Worst Case ist,

bemisst der normierte Strahlungsfaktor die durchschnittliche Exposition.

Mit dem SAR-Wert, den die

Hersteller zu jedem Handy- und

Smartphone-Modell veröffentlichen,

steht ein Kriterium zur

Verfügung, mit dem die maximal

mögliche Strahlenbelastung

durch das Mobiltelefon

abgeschätzt werden kann. Zur

Messung des SAR-Werts nach

europä ischer Norm wird ein

Kopfmodell verwendet, das

mit einer Flüssigkeit gefüllt

ist, deren Leitfähigkeit menschlichem

Gewebe gleicht.

Mit einem nach definierten

Regeln am Ohr platzierten Mobiltelefon

wird bei dessen Maximalleistung

die Wirkung der

Strahlung untersucht. Genauer

stellt eine bewegliche Sonde

fest, an welcher Stelle die

Strahlung den größten Einfluss

hat und wie viel Leistung durch

sie an dieser Stelle ins Gewebe

eingebracht wird. Betrachtet

wird nach europäischer Norm

ein 10 Gramm großer Bereich.

Der zugelassene Grenzwert

liegt bei einer Leistung von

2 Watt pro Kilogramm oder 20

Milliwatt für die 10-Gramm-

Zone. Gemessen wird an beiden

Ohren, der größere Wert zählt.

So weit, so gut – doch im Alltag

sendet ein Mobiltelefon nur in

Ausnahmefällen wirklich mit

maximaler Leistung. Sobald es

so nahe an einer Mobilfunk zelle

ist, dass die Maximalleistung

nicht mehr erforderlich ist, wird

es von dieser Zelle angewiesen,

seine Leistung zu reduzieren.

Wollte man die Strahlungsmessungen

mit den Verbrauchsmessungen

beim Auto vergleichen,

so würde der SAR-Wert

einer Verbrauchsmessung bei

Höchstgeschwindigkeit entsprechen.

Hier würde ein sehr

schnelles Auto immer den Kürzeren

ziehen. Im Stadtverkehr

fahren aber alle Autos in demselben

Geschwindigkeitsbereich.

Folglich ist es realistischer

und für den Vergleich

aussagekräf tiger, den Verbrauch

unter solchen für alle

Fahrzeuge gleichen Bedingungen

zu ermitteln.

Analog hat connect den normierten

Strahlungsfaktor eingeführt,

der unter realistischen

Sendebedingungen gilt. So

strahlt in aller Regel ein Mobiltelefon

mit geringer Sendeleistung

genauso stark in Richtung

Mobilfunkzelle wie ein leistungsstarkes

Gerät – nämlich

mit der Leistung, die die Zelle

braucht, um das Signal sicher

zu empfangen. Diesen leitungsreduzierten

Sendefall berücksichtigt

aber die SAR-Messung

nicht, obwohl er der Regelfall

ist. Um den störenden Effekt

unterschiedlicher Sendeleistungen

aus der Rechnung zu bekommen,

misst connect diese

am Kunstkopf in jeder möglichen

Richtung im abgeschirmten

und reflexionsarmen Raum

und errechnet aus den Messungen

dann den Mittelwert. Teilt

man den SAR-Wert durch die

mittlere Sendeleistung, bekommt

man ein Maß dafür, wie

stark das Mobil telefon bei angepasster

Sendeleistung

strahlt. Um den Wert besser interpretierbar

zu machen, hat

connect nun noch den Mittelwert

aller so vom Bezug auf die

Maximalleistung befreiten

Strahlungsfaktoren berechnet

und zieht ihn von den Einzelergebnissen

ab. Das hat zur Folge,

dass der normierte Strahlungsfaktor

bei unterdurchschnittlich

strahlenden Smartphones

negativ ausfällt. Es gilt:

Je negativer der Wert, desto

strahlungsärmer ist das Gerät.

Ein Handy mit einem normierten

Strahlungsfaktor von -0,7

strahlt also unter normalen Bedingungen

halb so viel Leistung

Richtung Kopf wie eines mit

-0,35. Geräte mit positivem

normiertem Strahlungsfaktor

strahlen überdurchschnittlich

stark: Je höher der Wert, desto

stärker ist die Strahlung Richtung

Kopf. >>

Schlecht konstruierte Mobiltelefone strahlen viel Energie in Richtung

Kopf (links) ab, gute bevorzugen die Richtung vom Kopf weg.

Ein um beide Achsen drehbarer Kunstkopf ermöglicht es

connect, die Strahlungsleistung in jeder Richtung zu messen.

Je nach Ort, Haltung und telefonierender Person

schwankt die Leistung eines Mobiltelefons.

54 connect android 2/2014


WIE INTELLIGENT WOHNEN SIE SCHON?

JETZT

AM KIOSK

Erscheint jetzt

monatlich

HEIMVERNETZUNG FÜR ALLE

HEIZUNG & ENERGIE

LICHT & SOLAR

MUSIK-STREAMING

FENSTER & TÜREN

ALARMANLAGEN

SMART TV

MAGAZIN

Jetzt am Kiosk für 6,- €

E-PAPER

Digital für iPad, Tablet & Co.

ABO inkl. Versandkosten

einfach online bestellen unter

www.connected-home/abo


Report Mobilfunkstrahlung

STRAHLUNGSARME PHONES

Vorsichtige Menschen wünschen sich strahlungsarme Mobiltelefone.

Die gibt es durchaus – und sie sind nicht weniger leistungsfähig als andere.

Um zu beurteilen, welche Optionen es

für Leute gibt, die nach einem strahlungsarmen

Smartphone suchen, haben wir die

connect-Besten liste nach dem connect-

Strahlungsfaktor neu geordnet und zeigen

hier 24 Mobiltelefone mit weit unterdurchschnittlichem

Strahlungsfaktor.

Dabei ist fast für jeden Geschmack ein

Gerät dabei. Die Nummer eins ist das

Riesen-Phone Samsung Galaxy Mega.

Wer hingegen ein „sehr gut“ getestetes

Smartphone in Normalgröße will, findet

zum Beispiel mit den Modellen Samsung

Galaxy S4, Samsung Galaxy S4 Active,

Alcatel One Touch Idol X oder LG Optimus

G eine reiche Auswahl. Spitzenreiter

in Sachen Strahlungs armut ist hier das

Samsung Galaxy S4 Active, das auch

sonst ganz weit vorn liegt. Und wem das

Samsung Galaxy Mega nicht zusagt, der

kann auch noch unter einigen anderen

Die strahlungsarmen

Klassenbesten: Das

Samsung Galaxy S4,

das Galaxy Note 3

und das preiswerte

Mobistel Cynus T2.

strahlungsarmen Phablets wählen: Das

Sony Xperia Z Ultra, das LG Optimus G

Pro und das Samsung Galaxy Note 3

bringen als Smartphones mit Über größe

extrem niedrige Strahlungswerte mit –

bei sehr gutem Abschneiden im Volltest.

Und die Phones können sogar preiswert,

gut und noch dazu strahlungsarm sein,

wie die Geräte Acer Liquid E2 Duo, Alcatel

One Touch Idol Dual SIM, Mobistel

Cynus T5 und nicht zuletzt das extrem

preiswerte und gleichzeitig strahlungsarme

Mobistel Cynus T2 beweisen.

Die Liste ließe sich auch nach beliebigen

anderen Kriterien durchsuchen, zum

Beispiel nach hoher Ausdauer, großem

Speicher oder geringem Gewicht. Lediglich

unter den Tastatur-Smartphones findet

sich kein aktuelles Modell, dem connect

das Prädikat „besonders strahlungsarm“

verleihen würde.

smartphones

MARKE Samsung Samsung Samsung Samsung Huawei Sony Acer Mobistel

Modell

Galaxy

Mega

Galaxy S4

Active

Galaxy S4

Zoom

Galaxy

Note 3

Ascend

Mate

Xperia Z

Ultra

Liquid S2 Cynus T2

Preis/Preis online (laut guenstiger.de) 506/333 587/365 499/239 749/479 499/250 549/359 599/479 k.A./159

normierter Strahlungsfaktor/SAR-Wert (-/W/kg) -0,87/0,142 -0,82/0,264 -0,77/0,144 -0,73/0,290 -0,73/0,606 -0,69/0,441 -0,68/0,530 -0,67/0,342

AUSSTATTUNG

Betriebssystem Android 4.2.2 Android 4.2.2 Android 4.2.2 Android 4.3 Android 4.1.2 Android 4.2 Android 4.2.2 Android 4.0.4

Touchscreen/Ziffern-/Qwertz-Tastatur Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

interner Speicher (MB) 4080 10910 4550 25150 4321 8920 11860 2400

Steckplatz für Speicherkarte MicroSD MicroSD MicroSD MicroSD MicroSD MicroSD MicroSD MicroSD

Display transm. TFT transm. TFT selbstl. OLED selbstl. OLED transfl. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT

Auflösung (Pixel) 720 x 1280 1080 x 1920 540 x 960 1080 x 1920 720 x 1280 1080 x 1920 1080 x 1920 480 x 854

Displayfarben/Diagonale (Zoll) 16,7 Mio./6,3 16,7 Mio./5 16,7 Mio./4,3 16,7 Mio./5,7 16,7 Mio./6,1 16,7 Mio./6,4 16,7 Mio./5,9 16,7 Mio./5

GSM 850/900/1800/1900 Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Í/Å/Å/Å

EDGE/UMTS/HSDPA/HSUPA Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

WLAN 802.11a/b/g/n 802.11a/b/g/n 802.11a/b/g/n 802.11a/b/g/n 802.11b/g/n 802.11a/b/g/n 802.11 b/g/n/ac 802.11b/g/n

Bluetooth/GPS Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Sync: Outlook/Mac optional/Å optional/Å optional/Å optional/Å Í/Í optional/Å Í/Í optional/Í

Kamera/Auflösung (Megapixel) Å/8 Å/8 Å/15,9 Å/12,8 Å/8 Å/8 Å/12,8 Å/12

typische Ausdauer (Stunden) 7:59 6:53 7:02 9:45 9:38 8:16 8:13 6:44

Abmessungen (L x B x H in mm) 168 x 89 x 9 140 x 72 x 10 126 x 64 x 16 151 x 79 x 10 163 x 85 x 10 179 x 92 x 7 165 x 86 x 10 147 x 77 x 12

Gewicht (Gramm) 201 151 203 168 198 214 234 168

TESTERGEBNISSE

Ausdauer max. 100 100 100 100 100 100 100 100 100

Ausstattung max. 170 137 142 130 147 127 132 133 118

Handhabung max. 140 102 120 98 110 91 109 94 92

Senden und Empfangen GSM max. 30 26 24 20 26 30 30 17 24

Senden und Empfangen UMTS max. 30 23 19 19 21 24 28 26 25

Akustik max. 30 27 27 28 27 27 27 28 28

Test in connect 10/13 10/13 10/13 12/13 android 2/13 11/13 04/14 03/13

URTEIL max. 500

415

gut

432

sehr gut

395

gut

431

sehr gut

399

gut

426

sehr gut

398

gut

387

gut

56 connect android 2/2014


smartphones

MARKE LG Huawei Alcatel LG Huawei Huawei Mobistel LG

Modell

Google

Nexus 5

Ascend P2

One Touch

Idol X 6040D

Optimus

G Pro

Ascend

G615

Ascend

G700

Cynus T5 G2

Preis/Preis online (laut guenstiger.de) 399/435 449/240 329/312 599/389 299/220 299/190 k.A./205 649/359

normierter Strahlungsfaktor/SAR-Wert (-/W/kg) -0,66/0,486 -0,66/0,491 -0,66/0,264 -0,65/0,286 -0,65/0,317 -0,64/0,401 -0,63/0,398 -0,61/0,409

AUSSTATTUNG

Betriebssystem Android 4.4 Android 4.1 Android 4.2.2 Android 4.1.2 Android 4.0 Android 4.2 Android 4.2 Android 4.2.2

Touchscreen/Ziffern-/Qwertz-Tastatur Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

interner Speicher (MB) 26830 11200 12600 9280 5000 5510 2690 23500

Steckplatz für Speicherkarte Í Í Í MicroSD MicroSD MicroSD MicroSD Í

Display transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT

Auflösung (Pixel) 1080 x 1280 720 x 1280 1080 x 1920 1080 x 1920 720 x 1280 720 x 1280 720 x 1280 1080 x 1920

Displayfarben/Diagonale (Zoll) 16,7 Mio./5 16,7 Mio./4,7 16,7 Mio./5 16,7 Mio./5,5 16,7 Mio./4,5 16,7 Mio./5 16,7 Mio./5 16,7 Mio./5,2

GSM 850/900/1800/1900 Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Í/Å/Å/Å Í/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

EDGE/UMTS/HSDPA/HSUPA Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

WLAN 802.11a/b/g/n 802.11b/g/n 802.11b/g/n 802.11a/b/g/n 802.11b/g/n 802.11b/g/n 802.11b/g/n 802.11a/b/g/n

Bluetooth/GPS Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Sync: Outlook/Mac Í/Í Í/Í optional/Í optional/Í Í/Í optional/Í optional/Í optional/Í

Kamera/Auflösung (Megapixel) Å/8 Å/13,1 Å/13,4 Å/13 Å/8 Å/8 Å/12,6 Å/13

typische Ausdauer (Stunden) 6:53 6:35 6:16 7:53 5:50 8:26 6:58 8:39

Abmessungen (L x B x H in mm) 138 x 70 x 9 136 x 67 x 9 141 x 68 x 7 151 x 77 x 11 135 x 68 x 12 143 x 74 x 10 145 x 74 x 12 139 x 71 x 10

Gewicht (Gramm) 132 128 120 171 152 156 154 142

TESTERGEBNISSE

Ausdauer max. 100 100 100 100 100 98 100 100 100

Ausstattung max. 170 130 127 130 144 118 133 126 137

Handhabung max. 140 120 116 122 107 99 107 99 120

Senden und Empfangen GSM max. 30 22 29 22 25 26 26 24 25

Senden und Empfangen UMTS max. 30 24 23 23 23 25 20 22 21

Akustik max. 30 26 25 28 27 26 26 28 28

Test in connect 03/14 08/13 02/14 10/13 03/13 02/14 10/13 11/13

URTEIL max. 500

422

gut

420

gut

425

sehr gut

426

sehr gut

392

gut

412

gut

399

gut

431

sehr gut

smartphones

MARKE Acer Alcatel Sony Samsung Samsung Motorola Samsung LG

Modell

Liquid

One Touch

E2 Duo

Idol

Xperia Z1 Galaxy

Dual SIM

Compact Xcover 2

Galaxy S4 Moto G

Galaxy

Express

L9 II

Preis/Preis online (laut guenstiger.de) k.A./165 249/165 499/458 238/163 639/375 169/155 335/278 349/199

normierter Strahlungsfaktor/SAR-Wert (-/W/kg) -0,61/0,227 -0,58/0,408 -0,57/0,740 -0,55/0,503 -0,53/0,285 -0,53/0,790 -0,52/0,329 -0,51/0,473

AUSSTATTUNG

Betriebssystem Android 4.2.1 Android 4.1.1 Android 4.3 Android 4.1.2 Android 4.2.2 Android 4.4.2 Android 4.1 Android 4.1.2

Touchscreen/Ziffern-/Qwertz-Tastatur Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

interner Speicher (MB) 2582 13080 11410 651 9820 3590 4330 3280

Steckplatz für Speicherkarte MicroSD Í MicroSD MicroSD MicroSD Í MicroSD MicroSD

Display transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT selbstl. OLED transm. TFT selbstl. OLED transm. TFT

Auflösung (Pixel) 540 x 960 540 x 960 720 x 1280 480 x 800 1080 x 1920 720 x 1280 480 x 800 720 x 1280

Displayfarben/Diagonale (Zoll) 16,7 Mio./4,5 16,7 Mio./4,7 16,7 Mio./4,3 16,7 Mio./4 16,7 Mio./5 16,7 Mio./4,5 16,7 Mio./4,5 16,7 Mio./4,7

GSM 850/900/1800/1900 Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

EDGE/UMTS/HSDPA/HSUPA Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å Å/Å/Å/Å

WLAN 802.11b/g/n 802.11b/g/n 802.11a/b/g/n 802.11b/g/n 802.11a/b/g/n 802.11b/g/n 802.11a/b/g/n 802.11a/b/g/n

Bluetooth/GPS Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å Å/Å

Sync: Outlook/Mac Í/Í optional/Í optional/Å optional/Å optional/Å Í/Í optional/Å optional/Í

Kamera/Auflösung (Megapixel) Å/8,3 Å/8 Å/20,7 Å/4,9 Å/12,8 Å/5 Å/4,9 Å/8

typische Ausdauer (Stunden) 6:16 5:22 5:41 5:54 6:53 7:03 6:54 6:54

Abmessungen (L x B x H in mm) 131 x 68 x 10 134 x 68 x 9 127 x 65 x 10 131 x 69 x 12 137 x 70 x 8 130 x 66 x 11 132 x 70 x 10 128 x 67 x 10

Gewicht (Gramm) 141 111 137 149 129 143 138 120

TESTERGEBNISSE

Ausdauer max. 100 100 93 96 100 100 100 100 100

Ausstattung max. 170 125 119 136 113 145 112 125 131

Handhabung max. 140 109 118 120 106 123 110 108 115

Senden und Empfangen GSM max. 30 23 25 20 24 22 24 22 20

Senden und Empfangen UMTS max. 30 20 16 20 24 20 26 19 19

Akustik max. 30 26 26 27 26 28 26 28 27

Test in connect 09/13 09/13 04/14 06/13 07/13 04/14 06/13 03/14

URTEIL max. 500

403

gut

397

gut

419

gut

393

gut

438

sehr gut

398

gut

402

gut

412

gut

57


Praxis Android-Versionen und Updates

UPdates:

Die sÜSSE

VERSUCHUNG

Warum stellen Android-Updates für

die Hersteller ein solches Problem dar?

Und wie wichtig sind sie für den Kunden

wirklich? connect klärt auf.

J

edes fünfte Android-Gerät weltweit

läuft noch unter Version 2, wie Zahlen

von Anfang Februar belegen. Die aktuellste

Version Android 4.4 Kitkat ist erst

auf 1,8 Prozent der Geräte installiert (Details

finden Sie im Kasten rechts). iOS 7

trifft man hingegen schon auf 80 Prozent

aller Apple-Geräte an. Woran hapert es

bei Android? In wie weit sollten Interessenten

ihre Kaufentscheidung nach der

OS-Version richten? Und wie wichtig

sind die Betriebssystem-Updates überhaupt?

connect-Autor Lutz Herkner gibt

im Gespräch Antworten.

Wie kommt es, dass sich aktuelle Betriebssysteme

bei Android so zögerlich

durchsetzen?

Hier wird ja gern die Diversi fizierung der

Endgeräte und Displayauflösungen ins

Feld geführt, wohingegen Apple nur sehr

wenige unterschiedliche Auflösungen im

Markt hat. Viel entscheidender aber ist,

dass nahezu alle Hersteller eigene Nutzeroberflächen

über Android stülpen und

diese bei Updates erst einmal anpassen

müssen. Das kostet immens viel Zeit.

Warum verzichten die Hersteller dann

nicht darauf?

Weil dann alle Geräte wie Nexus-Smartphones

oder -Tablets aussähen, zumindest

was die Handhabung betrifft. Und

kein Hersteller will sich auf das Eis be-

1.0 1.1 1.5

Cupcake

1.6

Donut

2.0

Eclair

2.1

Eclair

September 2008 Oktober 2008 April 2009 September 2009 Oktober 2009 Januar 2010

Android 1.1

Die erste Version von Android

„in freier Wildbahn“ war in den

USA bereits im Oktober 2008 zu

haben, hierzulande startete die

Telekom – damals noch unter

dem Namen T-Mobile – das G1

getaufte Gerät aus dem Hause

HTC erst Anfang Februar 2009.

Die Vorteile von Android mit dem

schon zum Start beachtlichen

Angebot an Apps lagen auf der

Hand, doch wies die erste Nutzerführung

im Detail noch erhebliche

Mängel auf, so wie beispielsweise

die zu komplizierten

Abbruchmodalitäten.

1.5 Cupcake

Das erste größere Update brachte

unter anderem die Unterstützung

von Videoaufnahmen sowie

ein neues virtuelles Keyboard,

das nicht nur bei der Eingabe

eines Namens oder einer Nummer

in Frage kommende Kontakteinträge

lieferte, sondern

auch bei Texten versuchte, das

anstehende Wort frühzeitig zu

erkennen. Schon damals war es

zudem möglich, Fotos automatisch

zu Picasa und Videos zu

Youtube hochzuladen. Nicht zuletzt

kam die Unterstützung neuer

Blue tooth-Profile hinzu.

1.6 Donut

Das nächste Update stand ganz

im Zeichen der neuen Nutzeroberfläche,

die unter anderem

neue Ansichten der Bildergalerie

brachte und vor allem die ersten

Gesten zur Steuerung sowie

Multitouch einführte. Die Suche

wurde prominenter, etwa in Form

der Quick-Search-Box. Verblüffend

für die damalige Zeit war

das Vorlesen von Texten. Und

Google Maps bekam die Turnby-Turn-Navigation

spendiert.

Nicht zuletzt sorgten Änderungen

im Android Market (heute:

Google Play) für mehr Komfort.

2.1 Eclair

Schon kurz darauf stellte Google

Android 2.0 vor, das hierzulande

etwa auf dem Motorola Milestone

anzutreffen war. Die meisten

Smartphones wurden jedoch

gleich mit Version 2.1 ausgeliefert,

so wie das Nexus One Mitte

2010. „Eclair“ brachte den Support

von Exchange sowie die

Synchronisation von Kontakten

und Terminen mit Outlook. Außerdem:

Blitz, digitaler Zoom,

Szenenprogramme, automatischer

Weißabgleich, Bluetooth

2.1 sowie erste Basisfunktionen

von HTML5.

58 connect android 2/2014


geben, sich allein in puncto Design und

Preis von der Konkurrenz zu unterscheiden.

Doch selbst ohne diese Herstelleranpassungen,

die ja teilweise wirklich

praktische und komfortable Funktionen

einführen – etwa einen Split-Screen oder

das Aufwecken aus dem Standby-Modus

per Doppelklick auf den Bildschirm –,

wären da immer noch die Netzbetreiber,

die ebenfalls ihren Senf dazugeben.

Was machen die Netzbetreiber denn mit

den Geräten?

Das ist ganz verschieden. Mitunter werden

lediglich ein paar zusätzliche Hintergründe

und Apps, beispielsweise für den

hauseigenen Shop, installiert, manchmal

passen Netzbetreiber die Geräte aber

auch speziell an ihr Netz an, und das bedeutet

umfangreiche Tests und damit jede

Menge Zeit.

Wozu das?

Die Telekom hat mir auf diese Frage geantwortet,

man optimiere beispielsweise

die Netzanbindung, was zu stabileren

und schnelleren Verbindungen führe –

also bei Telefonie zu einer besseren

Sprachqualität und bei Daten zu einem

höheren Tempo. Das kennt vermutlich

jeder PC-Nutzer: Mit dem richtigen Treiber

läuft eine Soft- oder Hardware nicht

nur stabiler, sondern oft auch schneller.

Von daher kann ich mir gut vorstellen,

dass solch ein angepasstes Gerät im eigenen

Mobilfunknetz tatsächlich spürbar

runder läuft als eines, das sozusagen nur

auf die Standardtreiber für alle Netz anbieter

ausgelegt ist.

Diese Politik ist also vernünftig?

Ganz im Gegenteil: Da bekleckert sich

derzeit keiner der Beteiligten mit Ruhm.

Und ich bin mir sicher, dass gerade die

Hardware-Hersteller Updates schneller

anbieten könnten, wenn sie ihre Prioritäten

und Kapazitäten entsprechend setzen

würden. Aber die verkaufen natürlich

viel lieber neue Smartphones anstatt alte

jahrelang zu pflegen. Das ist eine kaufmännische

Entscheidung: an der Update-

Front nur das zu tun, was absolut unumgänglich

ist.

Wobei die Hersteller in ihre Verkaufspreise

von teilweise 600 Euro und mehr

gewiss die Kosten für Support und Updates

einkalkulieren …

Davon können Sie ausgehen. Doch sind

Preise wie 600 Euro ja nur ein sehr hypothetischer

Wert. Kein Amazon, kein Electronic

Partner, keine Vodafone zahlt diese

Preise, denn die wollen ja auch noch verdienen.

Die Hälfte dürfte wahrscheinlicher

sein, und zieht man davon dann noch

die Kosten für Entwicklung, Material,

Logistik, Marketing etc ab, dann bleibt

an Nettogewinn nicht mehr so wahnsinnig

viel beim Hersteller hängen. Wenn

man nicht gerade Apple ist …

Gutes Stichwort. Warum läuft das bei

Apple so völlig anders?

Erstens können die höhere Preise verlangen,

einfach weil sie Apple sind. Da muss

langsame

durchdringung

Kitkat naschen

kaum zwei Prozent

Auf gerade mal 1,8 Prozent der Android-Geräte

ist die aktuelle Version 4.4

„Kitkat“ installiert, wie Zahlen von Anfang

Februar belegen, die Google anhand

der Nutzung von Google Play erhebt.

Die Play-App unterstützt Android

zwar erst ab Version 2.2, doch soll Android

2.1 und älter zuvor unter 1 Prozent

der Play-Nutzer ausgemacht haben.

Stärkste Fraktion ist weiterhin Android

4.1 mit knapp 36 Prozent, gefolgt von

Gingerbread (Android 2.3). Selbst Version

4.3 ist momentan nur auf knapp 9

Prozent aller Androiden installiert.

35,5 %

4.1 Jelly Bean

16,1 %

4.0 Ice-Cream

Sandwich

0,1 %

3.2 Honeycomb

16,3 %

4.2 Jelly Bean

1,8 %

4.4 KitKat

8,9 %

4.3 Jelly Bean

20,0 %

2.3 Gingerbread

2,2 %

1.3 Froyo

Quelle: Google

2.2

Froyo

2.3

Gingerbread

3.0

Honeycomb

3.1

Honeycomb

3.2

Honeycomb

4.0

Ice-Cream

Sandwich

Mai 2010 Dezember 2010 Februar 2011 Juni 2011 Juli 2011 Oktober 2011

2.2 Froyo

Android 2.2 war zunächst nur für

das Nexus One zu haben, im November

2010 kam es für die ersten

anderen Geräte. Diese ermöglichten

damit die Nutzung

der Internetverbindung via USB

oder WLAN. Exchange erhielt

weitere Funktionen, und die virtuelle

Tastatur unterstützte dank

„Froyo“ endlich mehrere Sprachen

im Wechsel. Die Abläufe

wurden beschleunigt, allem voran

der Browser dank seiner

neuen Javascript-Engine. Nicht

zuletzt ließen sich Apps erstmals

auf die SD-Karte auslagern.

2.3 Gingerbread

Die lange Zeit am weitesten

verbreitete Android-Version erschien

Ende 2010, das Nexus S

hatte es als erstes Gerät im Mai

2011 an Bord. Die Oberfläche

wurde stringenter, die Geschwindigkeit

höher. Erstmals unterstützte

Android NFC und die Nutzeroberfläche

wurde dank Copyand-paste

komfortabler. Vor allem

aber führte Gingerbread

Videotelefonie und Voice over IP

ein – für die Netzbetreiber begann

hier der Niedergang der

Sprachtelefonie und die Wende

hin zum Datenfunk.

3.0 Honeycomb

Mit Android 3.0 drängte Google

auf Tablets; Honeycomb läuft

nicht auf Smartphones. Dem

entsprechend brachte dieses

Update in erster Linie die Unterstützung

großer Bildschirme und

eine entsprechend angepasste

Nutzeroberfläche, insbesondere

in Bezug auf das Keyboard. Dies

gilt auch für externe Tastaturen

per Bluetooth oder USB. Darüber

hinaus unterstützt Android 3.0

Mehrkern-Prozessoren sowie

2-D- und 3-D-Grafik. Ferner kamen

neue Funktionen für Unternehmen

hinzu.

4.0 Ice-Cream Sandwich

Mit „ICS“ führte Google Android

für Smartphones und Tablets

und somit das Beste aus beiden

Welten zusammen. Die Logik der

Nutzeroberfläche änderte sich

für Handynutzer etwa in Form

der Verlagerung der Options-

Taste als Icon in die Apps („Holo-

Design“); stattdessen sitzt seither

der Taskmanager als dritter

Button unterhalb des Displays.

Der Sperrbildschirm wurde interaktiv,

der Datenverkehr ab

Werk protokolliert und “Android

Beam“ tauschte Daten oder

Apps per NFC aus. >>

Fotos: © shutterstock.de

59


Praxis Android-Versionen und Updates

jeder Käufer selbst entscheiden, ob er

diese zu zahlen bereit ist. Und zweitens

muss man bei Statistiken über die Marktdurchdringung

bedenken, dass iOS 7 auf

derzeit 80 Prozent der Geräte laufen mag,

was aber mitnichten heißt, dass etwa ein

iPhone 4 auch alle neuen Funktionen nutzen

kann. Nicht selten laufen ältere iPhones

und iPads mit neuer Software sogar

langsamer, weil die Hardware nicht darauf

ausgelegt ist. Trotzdem installieren

die Kunden eifrig immer die aktuellste

Version in dem Irrglauben, neuer sei

zwangsläufig immer besser ...

Dem ist also nicht so?

Zumindest nicht pauschal, das hängt wie

gesagt vom Gerät ab, aber auch vom Update

selbst: Manche kleineren Aktualisierungen

betreffen nur eine Minderheit von

Konstellationen. Man muss nicht sklavisch

jedes Update sofort einspielen.

Teilweise wird da im Web geradezu eine

Hysterie geschürt, die durch nichts zu

rechtfertigen ist. Da hauen nicht wenige

Blogs Posts raus, wenn am anderen Ende

der Welt Update 4711 für ein Gerät gesichtet

worden ist, andere haben gar

Dienste eingerichtet, die für jedes Land

anzeigen, ob das Update schon verfügbar

ist. Letztlich kann ich ein Smartphone

mit Android 2.3 doch nahezu ebenso nutzen

wie eines mit Android 4.4: Ich kann

telefonieren, surfen, mailen, alle Apps

installieren … Wozu die Panikmache?

Weil Updates in aller Regel auch Sicherheit

bedeuten, oder nicht?

Grundsätzlich ja. Ich erinnere mich an

einige wirklich fiese Sicherheitslecks in

Android. Doch da kam selbst Google

nicht unmittelbar mit Abhilfe um die

Ecke, mitunter stellen Dritt anbieter

schneller Bugfixes zur Verfügung. Soll

heißen: Updates sind oft nicht der einzige

Weg. Außerdem erforderten die allermeisten

Exploits, dass die Einstellung

„Unbekannte Quellen“ aktiviert sein

musste – die ab Werk nicht zufällig deaktiviert

ist. Zudem sind tatsächliche

Schäden aufgrund solcher Bugs noch

eher selten. Nicht zuletzt bieten selbst

aktuelle OS-Versionen keinen garantierten

Schutz, denn früher oder später findet

immer jemand eine neue Sicherheitslücke,

das ist so sicher wie das Amen in

der Kirche. Wenn man dann liest, dass

die Minderheit der Smartphone-Nutzer

eine Security-App installiert hat, scheint

es mir schizophren, wenn dieselben User

panisch aufschreien, wenn sie ihr Android

4.4 nicht sofort erhalten. Man sollte

lieber sorgfältig checken, welche App

bei der Installation welche Rechte anfordert,

denn hier lauern sehr viel realere

Gefahren. Stattdessen klickt jeder sofort

den Bestätigungs-Button, da nehme ich

mich selbst nicht aus. Aber bitte keine

Missverständnisse: Security-Apps sind

trotzdem wichtig, die sollte jeder haben!

Was raten Sie Interessenten hinsichtlich

anstehender Kaufentscheidungen?

Es gibt gewiss Hersteller, die in puncto

Updates ein wenig professioneller agieren

als andere, und ich würde mir wünschen,

dass die gesamte Branche das

Thema künftig vorhersehbarer angeht

und klarer kommuniziert, was wann wie

lange supported wird, anstatt zu mauern.

Das wäre schon mal ein Riesengewinn

für alle Kunden. Abgesehen davon würde

ich mich grundsätzlich immer für dasjenige

Gerät entscheiden, das aufgrund

von Größe, Design, Ausstattung, Bedienung

und Preis am besten zu mir passt.

Wenn das dann zum Beispiel mit Android

4.2 statt 4.4 ausgeliefert wird, würde

mich das nicht stören.

Was ist dran an den Gerüchten, dass

Google demnächst die Zügel anziehen

will für die Hersteller?

Meines Wissens nach treffen die Meldungen

zu, dass Google künftig nur noch

neue Geräte mit der aktuellsten oder

zweitjüngsten Android-Version zulassen

will. Andernfalls dürfte der Hersteller

nicht die Google-Apps wie Mail, Play

und vor allem den App-Store verwenden.

Es soll aber eine Übergangsregelung bis

Sommer geben: Erst ab dann werden

Hersteller wohl tatsächlich nur Android

4.4 oder 4.3 einsetzen. Wenn es bis dahin

nicht schon eine neue Version gibt …

Interview: MONIKA KLEIN

4.1

Jelly Bean

4.2

Jelly Bean

4.3

Jelly Bean

4.4

Kitkat

Juli 2012 Oktober 2012 Juli 2013 September 2013

4.1 Jelly Bean

Die derzeit am häufigsten verwendete

Android-Version brachte

mit „Project Butter“ einen

weiteren Temposchub, beispielsweise

durch höhere Priorität von

Touchscreen-Eingaben und flüssigeres

Scrollen. Sprachsuche

und Sprachsteuerung wurden

offline verfügbar, Downloads

etwa bei App-Aktualisierungen

nach einem Verbindungsabbruch

inkrementell fortgesetzt. Vor

allem aber erblickte der vorausschauende

Assistent „Google

Now“ mit Jelly Bean das Licht

der Welt.

4.2 Jelly Bean

Im November 2011 zeigte das

Nexus 4 erstmals Android 4.2

und damit die „Photo Sphere“

mit Rundum-Fotos in allen drei

Dimensionen. Ab Werk kam mit

dem Update auch eine Swypeähnliche

Eingabehilfe, mit der

Worte einfach gewischt werden.

Das Benachrichtigungscenter

wurde informativer, vom oberen

Bildrand lassen sich seither

Schnellzugriffe erreichen und

die wichtigsten Apps direkt vom

Sperrbildschirm aus starten.

Tablets akzeptieren zudem mehrere

separate Nutzerkonten.

4.3 Jelly Bean

Das Samsung Galaxy Note 3

wurde im Oktober 2013 als erstes

Smartphone in Deutschland

mit Android 4.3 ausgeliefert. Das

System unterstützt nun OpenGL

ES 3.0 und den „Low Energy“-

Modus von Bluetooth 4.0, der

ganz neue Arten von Zubehör

wie etwa einen Schlüsselfinder

ermöglicht, der wochenlang mit

einer Knopfzelle auskommt. Eingeführt

wurde ferner das Profil

AVRCP 1.3, das Zusatzinformationen

wie Titel und Interpret des

laufenden Songs an Audiobox

oder Autoradio sendet.

4.4 Kitkat

Seit November stellt Android 4.4

die aktuellste OS-Version dar.

Auf Geräten wie dem Nexus 5 ,

die mit Softkeys statt außerhalb

des Touchscreens liegender Tasten

arbeiten, lassen sich diese

bei Bedarf ausblenden, wenn sie

etwa bei Games stören. Ferner

gibt es ab Werk keine separate

SMS-App mehr, diese Funktion

übernimmt der Hangouts-Messenger.

Und Google Now kann

wie bei Google Glass per Audiokommando

gestartet werden,

auf Motorolas Moto X auch bei

deutscher Spracheinstellung.

60 connect android 2/2014


Phones, Kopfhörer,

Tablets, Games …

Jetzt

am Kiosk!

Oder einfach bestellen unter

www.connect.de/freestyle


Kamera Samsung Galaxy Camera 2

Die Samsung Galaxy Camera 2 ist

eine Digitalkamera mit vollwertigem

Android-OS. Nur das fehlende

Funkmodul sorgt für Unverständnis.

Entfernte

Galaxie

D

urchaus originell: Die neue Galaxy

Camera 2 von Samsung ist zwar

eine moderne, Android-basierte Digitalkamera,

erinnert äußerlich aber an Heinz

Erhardt und die 50er-Jahre. Ihr Plastikgehäuse

ist mit einer Art Kunstleder

überzogen, was zwar nicht billig wirkt,

aber auch nicht hochwertig. Zweitklassig

trifft es wohl am besten. Verarbeitet sind

die Komponenten ganz vernünftig.

Handhaben lässt sich Samsungs zweiter

Digicam-Versuch gut. Mit rund 285

Gramm Gewicht und Außenmaßen von

133 x 72 x 35 Millimetern (an der dicksten

Stelle) liegt die Kamera gut und sicher

in der Hand. Über den 4,8 Zoll gro-

62 connect android 2/2014


Praxistest

Samsung Galaxy Camera 2

Preis 449 Euro

Maße 133 x 72 x 35 Millimeter; 285 Gramm

Pro umfangreiche Kamera-Einstellungen;

Bild- und Videobearbeitung; Fotos direkt

hochladen oder per NFC übertragen;

Micro-SD; Micro-HDMI; Xenon-Blitz;

21-fach-Zoom; 4,8-Zoll-Touchscreen

Contra keine Telefonie möglich; kein UMTS;

kein LTE; kleiner interner Speicher;

zweitklassige Gehäuseanmutung

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

ßen Touchscreen lässt sich auch das Android-OS,

das in Version 4.3 installiert

und mit Samsungs Touchwiz-Oberfläche

versehen ist, gut bedienen.

Kein Funkmodul? Im Ernst?

Sehen wir uns die Schnittstellen an: Es

gibt Anschlüsse für Micro-USB, Micro-

HDMI, 3,5-Millimeter-Klinke und einen

Steckplatz für Micro-SD-Karten. Das

passt soweit. Wer beim Fotografieren mit

einem Stativ arbeiten möchte, findet auf

der Unterseite eine entsprechende Vorrichtung;

ein Stativ gehört allerdings

nicht zum Lieferumfang. Anders als bei

Samsungs erster Galaxy Camera ist die

zweite Version auch mit NFC ausgestattet.

Das ist praktisch: Um Fotos beispielsweise

mit einem anderen, NFC-fähigen

Smartphone oder Tablet auszutauschen,

genügt es, dass sich die beiden Geräte

berühren – der Transfer ist erledigt. Weder

WLAN noch Apps sind dafür nötig.

Ebenfalls wichtig und gut: Der 2000

mAh große Akku ist austauschbar.

Was wir allerdings nicht wirklich nachvollziehen

können, ist, dass die Galaxy

Camera 2 ohne Mobilfunkmodul kommt

– kein 3G, kein LTE. Telefonie ist somit

auch nicht möglich. Ins Netz gelangt die

Kamera also nur per WLAN. Mit Verlaub:

Das ist inkonsequent und unlogisch.

Inkonsequent, weil die erste Galaxy Camera

eine solche Schnittstelle an Bord

hatte, und unlogisch, weil genau darin

eines der spannendsten Features liegt –

Fotos sofort in soziale Netzwerke oder

Cloudspeicher hochzuladen und sie mit

Freunden zu teilen. So verpufft auch die

Möglichkeit, immer und überall Fotos

und Videos direkt in der Dropbox zu

speichern, wofür Samsung zwei Jahre

lang 50 Gigabyte kostenlos zur Verfügung

stellt. Weshalb die Koreaner auf das

Funkmodul verzichtet haben, bleibt ihr

Geheimnis. Am Preis kann’s nicht liegen:

Mit 449 Euro UVP ist die Samsung Galaxy

Camera 2 kein Schnäppchen.

Die Technik überzeugt

Was leistet nun die Kamera? Sie ist keine

Profi-Cam, genügt aber gehobenen Ansprüchen;

die Bildqualität ist klar besser

als bei High-End-Smartphones. Das gilt

vor allem bei eher ungünstigem Licht,

weil die Galaxy Camera 2 mit einem echten

Xenon-Blitz ausgerüstet ist. Man

muss nur die entsprechende Taste an der

Oberseite drücken, schon fährt der Blitz

heraus und ist einsatzbereit. Der CMOS-

Sensor bietet 16 Megapixel Auflösung,

einen 21-fachen optischen Zoom, eine

f/2.8-5.9-Blende und eine Brennweite

von 23 bis 483 Millimetern.

Das Kameramenü ist im typischen

Touchwiz-Look gehalten, bietet aber

deutlich mehr Features als jedes Galaxy-

Smartphone. Aus 28 Modi wie „Landschaft“,

„Dämmerung“, „Schnee“ oder

„Leuchtspuren“ lässt sich wählen; ein

Automodus ist ebenfalls verfügbar. Wer

sich auskennt, kann im Experten modus

sämtliche Parameter wie Verschlusszeiten,

Weißabgleich oder Empfindlichkeit

gleich selbst einstellen. Das Schöne an

der Samsung Galaxy Camera 2: Sie ist ab

Werk mit Software für Bild- und Videobearbeitung

ausgestattet, sodass der

Fotograf seine Aufnahmen direkt auf

dem Gerät verbessern kann. Und damit

das alles flott geht, hat Samsung einen

leistungsstarken Vierkern-Prozessor mit

1,6 Gigahertz und 2 GB Arbeitsspeicher

verbaut. Der interne ROM-Speicher ist

übrigens 8 Gigabyte groß, wovon jedoch

nur magere 4,5 GB als Systemspeicher

frei verfügbar sind.

Für wen eignet sich nun die neue Galaxy

Camera 2? Ohne Funkmodul taugt

sie schon mal nicht als Smartphone-Ersatz,

so viel steht fest. Aber: Sie ist eine

vollwertige Digitalkamera mit vollwertigem

Android-OS. Wer also einen neuen

Fotoapparat braucht, keine Profi-Ambitionen

hegt und seine Bilder möglichst

ohne Umwege (aber zwingend nur per

WLAN) ins Netz hochladen möchte,

könnte Gefallen an der neuen Galaxy-

Cam finden. Athanassios Kaliudis

Foto: Ozerov Alexander – shutterstock.de

63


Smartphones Alcatel One Touch Idol X

Alcatel OT

Idol X 6040D

Preis: 329 Euro

Maße: 141 x 68 x 7 mm;

120 Gramm

attraktives Design

mit flacher Bauform

intuitiv bedienbare

und eigenständige

Benutzeroberfläche

brillantes und helles

Full-HD-IPS-Display

l

angsam, aber sicher

mausert sich der chinesische

Hersteller Alcatel One

Touch, der vor einigen Jahren

die Smartphone-Sparte des

französischen Multikonzerns

Alcatel übernommen hat, zu

einer ernsthaften Alternative.

Konnte bereits das Dual-SIM-

Modell Idol Dual 6030D im

Test in Ausgabe 9/2013 überzeugen,

soll nun das aktuelle

Flaggschiff Idol X 6040D, das

ebenfalls zwei SIM-Karten

verwalten kann, nochmal ein

gehöriges Pfund drauflegen.

Gehäuse auf Apple-Niveau

Optisch ist das Android-

4.2.2.-Modell auf jeden Fall

ein richtiger Leckerbissen.

Auf der von einem Kunststoffrahmen

eingefassten

Front kommt kratzfestes Dragontrail-Glas

zum Einsatz,

das zudem mit einer Beschichtung

aufwartet, die die Fingerabdrucksammlung

reduzieren

soll. Dies gelingt in der Praxis

auch recht ordentlich. Die

Rückseite des lediglich sieben

Millimeter hohen Flachmanns

ziert eine matte, fast samtige

Kunststoffoberfläche, die in

Rot, Gelb oder Dunkelgrau

erhältlich ist. Ob auch die Variante

in Weiß und – etwas

ausgefallen – mit Union Jack

auf der Rückseite den Weg

nach Deutschland finden, ist

noch nicht klar. Fest steht

aber, dass das Idol X in puncto

12 GB interner

Speicher

sehr gute

Ausdauerwerte

13-Megapixel-

Kamera schießt in

heller Umgebung

gute Bilder

günstiger Preis

UKW-Radio mit RDS

Speicher nicht

erweiterbar

kein LTE und

kein NFC

nur eine UMTS-

Sende- und Empfangseinheit

Verarbeitungsqualität einem

Apple iPhone 5c oder einem

Samsung Galaxy S4 in nichts

nachsteht und einen wirklich

hochwertigen Eindruck im

Test hinterlässt.

Zumal Alcatel beim Display

in die Vollen geht: Das 5 Zoll

große IPS-Exemplar mit Full-

HD-Auflösung und einer feinen

Pixeldichte von 440 dpi

kann nicht nur mit seiner knackig

scharfen und kontraststarken

Darstellung punkten,

sondern auch bei unseren Helligkeitsmessungen

im connect-Labor

begeistern. Mit

hervorragenden 479 cd/m 2

lässt sich das Smartphone

auch in hellem Sonnenlicht

problemlos ablesen

64 connect android 2/2014


der

geheimtipp

Mit dem Idol X wirft Alcatel One Touch einen heißen

Feger in den Android-Pool: Das Smartphone überzeugt

mit hervorragendem Display, einfacher Bedienung und

teils sehr guten Messwerten – zum attraktiven Preis.

Über das praktische Schnellmenü

lassen sich oft genutzte

Funktionen direkt anwählen.

Mit der SIM-Verwaltung kann

man die Einsatzzwecke der beiden

SIM-Karten genau regeln.

Mit One Touch Sicherung

bringt das Idol X eine kostenlose

Backup-Lösung mit.

Eigenständige Bedienoptik

Einen individuellen Look

zeigt das Idol X bei der Benutzeroberfläche.

Alcatel bietet

bis zu sieben Startscreen-Ebenen,

die sich mit Apps und

Widgets füllen lassen. Wobei

zwei der Ebenen fest mit

Funktionen gekoppelt sind –

neben einem Bilder- gibt es

auch einen praktischen Scroll-

Level, auf dem sich zahlreiche

Funktionen unterbringen lassen,

die man vertikal durchstöbern

kann. Das Hauptmenü

sucht man im ersten Moment

allerdings vergebens, denn

dafür gibt es kein eigenes

Icon. Es lässt sich über einen

Wisch von unten nach oben

auf dem Hauptscreen oder

über den Softkey für „Optionen“

starten.

Apropos Menü – Alcatel hat

den Feature-Tisch bereits gut

gedeckt: Bei unserem Testgerät

waren eine ganz Reihe

an Apps vorinstalliert. Neben

Spielen gab es auch einige

hilfreiche Programme wie einen

Barcode-Scanner, einen

Währungsrechner, einen Virenschutz

oder auch ein Programm

für Office-Dokumente

zu entdecken. Auch die Dual-

SIM-Funktion ist gut integriert

und lässt sich detailliert

vom Nutzer konfigurieren.

Daumen hoch im Labor

Für das durch die Bank schnelle

Bedientempo zeichnet die

potente Mediatek-Plattform

MT6589T mit einem 1,5 GHz

schnellen Quad-Core-Prozessor

samt 2 GB Arbeitsspeicher

verantwortlich. Für den Nutzer

stehen 12,6 GB Speicher

zur Verfügung, die sich allerdings

nicht erweitern lassen

– das kann bei intensiver Appund

Mediennutzung knapp

werden. Auf der Vermisstenliste

steht neben LTE auch

NFC. Zudem beherrscht nur

eine der beiden Sende- und

Empfangseinheiten des Idol

X UMTS inklusive schnellem

Datentransfer per HSPA+; die

zweite begnügt sich mit GSM.

Einen guten Eindruck konnte

die 13-Megapixel-Kamera

hinterlassen, die bei ordentlichen

Lichtverhältnissen schöne

Bilder knipst.

Im Labor gab sich der

Flachmann auch keine Blöße:

Im praxisnahen Mischbetrieb

blieb er ordentliche 6:16 Stunden

auf Empfang. Auch die

Gesprächszeiten liegen mit

16:26 Stunden im GSM- und

6:42 Stunden im UMTS-Betrieb

im grünen Bereich. In

Sachen Senden und Empfangen

erreicht das Idol X in beiden

Betriebsarten überdurchschnittliche

Ergebnisse. Dazu

gesellt sich eine laute und gut

verständliche Akustik beim

Telefonieren. Damit steht fest:

Alcatel One Touch versteht

sich auf Mobilfunktechnik.

Michael Peuckert >>

65


Smartphones Alcatel One Touch Idol X

AUSSTATTUNG

MARKE

Alcatel

Modell

One Touch

Idol X 6040D

SYSTEM

Betriebssystem Android 4.2.2

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz)

Mediatek

MT6589T/4/1500

interner Speicher (MB) 12600

Steckplatz für Speicherkarte

Í

Qwertz-Tastatur/Touchscreen/Multi-Touch Í/Å/Å

Akku-Typ/wechselbar

Li-Ionen/Í

LIEFERUMFANG

Headset/Datenkabel

Stereo-Headset/Å

Größe Speicherkarte

Í

Ladekabel fürs Auto/Halter fürs Auto

Í/Í

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/1900

Å/Å/Å/Å

GPRS/EDGE/UMTS/LTE

Å/Å/Å/Í

HSDPA/HSUPA 42,0/11,5

WLAN-Standard

802.11b/g/n

Bluetooth...

Å

...Headset/Handsfree/A2DP

Å/Å/Å

...Object Push/OBEX/AVRCP

Å/Í/Å

...Phone Book/SIM Access/HID

Å/Í/Å

USB-Typ/Massenspeicher/Ladefunktion Å/Å/Å

DISPLAY

Typ/Diagonale (Zoll) TFT/5

Auflösung (Pixel) 1080 x 1920

Anzahl der Farben

16,7 Mio.

TELEFONFUNKTION

Anrufliste/Sprachanwahl

Å/Å

Makeln

Å

Situationsprofile/Flugmodus/Vibrationsalarm 3/Å/Å

Freisprechen/Stummschalten

Å/Å

MESSAGING

E-Mail/POP3/IMAP/HTML

Å/Å/Å/Å

SMS/MMS

Å/Å

PIM

Kontaktverwaltung

Å

Rufnummern/E-Mail/Adressen (pro Kontakt) 7/3/3

Bild/Notizfeld/Geburtsdatum

Å/Å/Å

Terminverwaltung

Å

Tages-/Wochen-/Monatsansicht

Å/Å/Å

wöchentliche/jährliche Termine

Å/Å

Wecker bei ausgeschaltetem Gerät

Í

Sync: Outlook/Mac

optional/Í

Notizen: Outlook-Sync

Í

To-do-List

Å

OFFICE

Word betrachten/bearbeiten

Å/Å

Excel betrachten/bearbeiten

Å/Å

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo Å/Å/Å

BROWSER

Web/Frame/Java/Java-Scripting

Å/Å/Í/Å

Flash/https/Home/Favoriten

Í/Å/Å/Å

MULTIMEDIA

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC

Å/Í/Å/Å

UKW-Radio/RDS

Å/Å

Videoplayer/Vollbild-Darstellung

Å/Å

Video-Format: 3GP/MP4/WMV

Å/Å/Í

Kamera integriert

Å

Auflösung (Megapixel) 13,4

NAVIGATION

GPS-Empfänger/A-GPS

Å/Å

Navi-Software/onboard/offboard

Goople Maps

Navigation/Í/Å

Navi-Lizenz/Routenplaner

Vollversion/Å

MESSWERTE

MARKE

Modell

SENDE- UND EMPFANGSQUALITÄT

Das

Referenzdiagramm

rechts

zeigt, wie

gleichmäßig

stark in alle

Richtungen ein

Handy senden

sollte. Die Diagramme rechts daneben

zeigen die real abgestrahlte Leistung.

Sie basieren auf den Messwerten, die

in der Angabe effektive Strahlungsleistung

zusammengefasst sind.

TESTERGEBNISSE

MARKE

Alcatel

Modell

One Touch

Idol X 6040D

Preis (Euro) 1

AUSDAUER max. 100 überragend (100)

Ausdauer Gespräch 35 35

Ausdauer Display-Betrieb 65 65

AUSSTATTUNG max. 170 gut (130)

System 15 9

Lieferumfang 10 3

Display 40 33

Connectivity 15 11

Telefonfunktionen 10 10

Messaging 15 13

PIM 15 11

Office 5 4

Web-Browser 15 14

Kamera 15 10

Musik und Video 10 10

Navigation 5 2

HANDHABUNG max. 140 sehr gut (122)

Handlichkeit 50 40

User Interface 65 60

Verarbeitungsqualität 25 22

MESSWERTE max. 90 gut (73)

Akustik-Messungen Senden 15 15

Akustik-Messungen Empfangen 15 13

Sende- und Empfangsqualität GSM 30 22

Sende- und Empfangsqualität UMTS 30 23

URTEIL max. 500

1 Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

Alcatel

One Touch

Idol X 6040D

D-Netz (GSM 900)

E-Netz (GSM 1800)

UMTS-Netz (UMTS 2100)

D-Netz E-Netz UMTS

effektive Strahlungsleistung (dBm) 19,6 21,1 14,8

relative Empfindlichkeit -17 -8 -7

normierter Strahlungsfaktor 1 /SAR-Wert -0,66/0,264

AKUSTIK-MESSUNG

Sende-/Empfangsrichtung (Sprechen/Hören)

Lautstärkewert (dB) 13,0/16,9 12,9/16,7

Geräuschunterdrückung Senden Straße 3,2

Geräuschunterdrückung Senden Kneipe 2,3

Verzerrungen (dB) -38,3/-48,0 -42,0/-48,2

Ruherauschen (Dezibel) -65,3/-69,3 -66,2/-69,6

Frequenzgang (Punkte v. 5) 5/3 5/3

Echo und Störgeräusche

Echodämpfung männl./weibl. Stimme (dB) 39,9 40,6

Übersprechen (dB) 15,8 15,9

AUSDAUER

Gesprächszeit (Stunden) 14:29 16:26 6:42

typ. Ausdauer (Stunden) 6:16

DISPLAY

Helligkeit (cd/m²) 479

GRÖSSE UND GEWICHT

Abmessungen (L x B x H in mm) 141 x 68 x 7

Gewicht (Gramm) 120

1 Der normierte Strahlungsfaktor wird in der Bestenliste erklärt. Der SAR-Wert ist eine

Herstellerangabe.

425

sehr gut

Alcatel

Idol x+

Auf der CES hat Alcatel One

Touch den Nachfolger des Idol

X präsentiert: das Idol X+.

Das Android-4.2-Modell ist mit

nur 8 Millimetern Höhe nicht nur

ein echter Flachmann, sondern

geht mit seinem eleganten und

hochwertigen Gehäuse auch als

Designstück durch. Die Anfassqualität

und die Materialgüte

waren bereits bei den Vorserienmodellen

beeindruckend. Hübsch

sind auch die Farbvariationen mit

weißer oder schwarzer Front und

zum Teil bunten Rückseiten.

Eines der Highlights am Idol

X+ ist ohne Zweifel das 5 Zoll

große Full-HD-Display: Die IPS-

Anzeige strahlte enorm hell, lieferte

ein unglaublich sauberes

Weiß und eine derart brillante

Darstellung ab, dass es eine reine

Freude war. Größtes Manko, neben

dem Verzicht auf LTE, ist

jedoch auch hier der Speicher.

Das Dual-SIM-Modell verzichtet

erneut auf einen Micro-SD-Slot

und kann lediglich 12,3 Gigabyte

an internem Speicher anbieten.

Was die Performance angeht,

steht das Idol X+ dafür in der

ersten Reihe: Der Octa-Core-

Prozessor MT6592 von Mediatek

liefert pro Kern 2 GHz.

Was bleibt zu hoffen? Dass

Alcatel One Touch das Idol X+

schnell in Deutschland auf den

Markt bringt – und damit auch

ins connect-Labor.

Erster Check

Alcatel One Touch Idol X+

Preis

Maße

Pro

Contra


k.A.

141 x 69 x 8 Millimeter; 125 Gramm

attraktive Optik; sehr gute Verarbeitung;

einfache Bedienung; hervorragendes,

5 Zoll großes Full-HD-Display; Dual-

SIM: HSPA+; Octa-Core-Prozessor mit

2 GHz; 2 GB RAM; 13-MP-Kamera;

HiRes-Audio

kein erweiterbarer Speicher;

nur Android 4.2; kein LTE; fester Akku

Ausstattung ✔✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔✔

66 connect android 2/2014


Die Simvalley Mobile AW-421.RX ist

das kleinste Android-Phone der

Welt. Es kann alles, was die Großen

können – aus dem Handgelenk!

Telefonieren klappt tadellos,

ein Blue tooth-Headset sorgt für

Privatheit beim Plaudern.

Was Android 4.2 kann, kann

die AW-421.RX auch. Die wichtigsten

Apps sind installiert.

Einfache Spiele funktionieren

trotz Mini-Display, Internet wird

oft zur Herausforderung.

N

geniestreich

ein, die Smartwatch

Simvalley Mobile AW-

421.RX ist kein Scherzartikel.

Es handelt sich vielmehr um

ein vollwertiges Smartphone

mit Android 4.2.2 und vorinstallierten

Apps, das in Sachen

Telefonie und Nachrichten

alles mitbringt, was man

braucht – sofern eine Micro-

SIM-Card drinsteckt. Die

technischen Daten, die der

Hersteller mitschickt, beweisen

es: 3G-Quadband-Modul

(HSPA bis 7,2 Mbit/s), Dual-

Core-CPU mit 1,0 GHz und

1GB RAM, integrierte 16 GB-

Micro-SD, GPS-Modul mit

G-Sensor, E-Kompass und

Lagesensor, WLAN bis 150

Mbit/s, Bluetooth 4.0, 3-MP-

Kamera, Mediaplayer und 75

Stunden Standby.

1,54-Zoll-Touchscreen

Sicher, der Touchscreen mit

240 x 240 Pixeln ist der des

kleinsten Smartphones der

Welt; hier darf man keine

Wunder erwarten. Oder vielleicht

doch eines: Die nur

stecknadelkopfgroßen Buchstabenbuttons

der Display-

Tastatur lassen sich erstaunlich

treffsicher bedienen – jedenfalls

ebenso gut wie die

eines iPhones. Dem Hersteller

zufolge ist dabei keine vorauseilende

Spracherkennung

im Spiel; weitere Angaben

möchte man dazu aber nicht

machen. Wer lange Fingelnägel

hat, kann zum Bedienen

der AW-421.RX den mitgelieferten

Eingabestift verwenden.

Der muss aber für ein

Sekündchen auf den Punkt

gehalten werden, bis der

Screen reagiert und die Eingabe

erfolgt.

Praxistest

Simvalley Mobile AW-421 RX

Preis 299,90 Euro

Maße 45,3 x 44,3 x 14,1 Millimeter; 90 g

Pro vollständig ausgestattetes und funktionsfähiges

Android-4.2.2-Smartphone

im Smartwatch-Format; erstaunlich

treffsichere Texteingabe; sehr gute und

wertige Verarbeitung

Contra aufgrund des nur 1,5 Zoll kleinen

Bildschirms manchmal eingeschränkte

Bedienungsfreundlichkeit

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

Einfache Spiele laufen

Bei anderen bildschirmorientierten

Anwendungen helfen

dann weder Fingerspitzengefühl

noch der Eingabestift

wirklich weiter – 4 Zentimeter

Diagonale setzen eben

enge Grenzen. Das heißt nicht,

dass einfachere Spiele nicht

funktionieren würden, aber

auf komplexe Produkte wie

Fifa 14 muss man hier logischerweise

verzichten.

Auch das Surfen im Internet

ist meist mit gewissen Hindernissen

verbunden. Ist der

Seitenaufbau detaillierter,

verliert man schon mal den

Überblick. Die Apps hingegen,

von denen je vier auf eine

Bildschirmseite passen, lassen

sich gut bedienen. Genau

wie die Kamera, auf die selbst

James Bond neidisch werden

könnte: Die 3-Megapixel-

Cam mit dem Objektiv zwischen

den Bedienknubbeln

garantiert bei guten Lichtverhältnissen

immerhin Schnappschussqualität.

Wer telefonieren, sich mit

Videos, Musik oder Ego-

Shootern unterhalten will, der

muss sich ein Bluetooth-

Headset zulegen. Erstens kann

man nichts anderes anschließen,

zweitens sollte man seine

Umwelt weder mit Geballere

noch mit den Ausführungen

seines Gesprächspartners nerven.

Der Lautsprecher kann

nämlich ganz schön laut.

Ein starkes Stück Technik

Die sehr gut verarbeitete und

traumhaft ausgestattete AW-

421.RX im Edelstahlgehäuse

mit Alu-Finish und Saphirglas

ist ein kleiner Geniestreich.

Die vielen Dinge, die sie kann,

macht sie, ihren Möglichkeiten

folgend, perfekt.


ALExander Strobel

67


TV-Spezial Android-TVs

android

goes TV

Ab diesem Frühjahr betreibt Philips seine hochwertigen LCD-Fernseher

mit dem Betriebssystem Android. Was ändert das im TV-Alltag?

D

urch ihre Bezeichnung verraten

moderne Fernseher schon seit ein

paar Jahren ihre Verwandtschaft mit

Smartphones: Sie surfen im Internet, lassen

sich mit Apps ergänzen und sind

überhaupt viel schlauer als die schnöde

Glotze früher. Deshalb gibt es eigentlich

kaum mehr normale Fernseher, sondern

nur noch Smart-TVs. Ein bisschen schielen

die TV-Hersteller dabei auch neidisch

auf den Boom der smarten Mobiltelefone.

In ihrer eigenen Branche herrscht derzeit

Ernüchterung: Die meisten Menschen

haben einen LCD-Fernseher, die

Verkaufszahlen gehen zurück – im Gegensatz

zu Smartphones und Tablets.

Dennoch bieten Smart-TVs eine ähnliche

Innovationskraft wie ihre mobilen

Verwandten. So mancher Fernseher mit

Internetanschluss fischt, so scheint es,

TV-Signale nur noch nebenbei aus dem

Orbit. Auch die Hardware-Spezifikationen

lesen sich teils eher wie die von

Wohnzimmer-PCs als von TV-Geräten.

Wohnzimmer-PC mit Mobil-Software

Da war es nur eine Frage der Zeit, wann

die Hersteller auch auf vollwertige Betriebssysteme

zur Steuerung ihrer Smart-

TVs zurückgreifen. Philips macht den

Anfang und stattet die Oberklasse-Modelle

des Jahrgangs 2014 mit Android

aus. Damit ist der Hersteller aber nicht

alleine – auch LG und Panasonic planen

künftig mit TV-Betriebssystemen aus

dem Smartphone-Lager (siehe rechts).

Neu ist daran, dass Smart-TVs künftig

noch deutlich aufwendigere Online-Extras

nutzen können. Bisherige Geräte boten

ihre Smart-TV-Apps überwiegend

auf Basis eines speziellen Webbrowsers.

Anwendungen, die sich als Apps in den

Smart-TV-Menüs installieren ließen, waren

im Wesentlichen Internetseiten, die

auf die TV-Darstellung und die Steuerung

per Fernbedienung optimiert waren.

Um solche TV-Apps über die Grenzen

der Hersteller hinweg entwickeln zu können,

wurden Standards wie HbbTV (Hybrid

Broadband Broadcast TV) und Programmiervorgaben

wie die der Smart-

TV-Alliance (Philips, LG, Sharp) entwickelt.

Dennoch waren Bedienabläufe

auf Smart-TVs häufig alles andere als

68 connect android 2/2014


schnell. Mit dem Android-Betriebssystem

will Philips seinen Geräten also zunächst

einmal Beine machen. Flankiert

wird diese Maßnahme laut Philips-Spezialist

Volker Blume von einer besonders

schnellen Hardware: In den ersten Geräten

sollen Quad-Core-Prozessoren verbaut

sein, sodass Webseiten, Apps und

TV-Funktionen flott steuerbar sind.

Android bis in die Senderliste

Neu ist auch, dass künftig das komplette

System der TVs auf Android aufbauen

soll – vom Setup-Menü über die Senderliste

bis zum elektronischen Programmguide

und der Aufnahmeprogrammierung.

Diese Funktionen werden allerdings

nicht von einzelnen Apps gesteuert,

sie sind feste Bestandteile des Gerätesystems.

Zum Start soll übrigens Android

4.2 die Basis des Betriebssystems bilden,

die Philips später auf Android 4.4 (Kitkat)

updaten will.

Android-Apps lassen sich auf jeden

Fall auf Smart-TVs installieren. Das gilt

nicht für alle Programme aus dem Google-Play-Store,

zum Start sind aber immerhin

etwa 500 Apps angekündigt. Deren

Auswahl basiert auf Vorgaben aus der

Entwicklung des Google-TV-Systems. In

den USA gab es ja in den letzten Jahren

schon eine Reihe Google-TVs von Sony

und LG, die sich aber nicht sonderlich

gut verkauften. Das Problem: Google

strebte mit dem System eine Kombination

aus Smart-TV und Online-Mediatheken

an. Letztere scheiterten an der mangelnden

Kooperation der großen TV- und

Kabel-Anbieter in den USA.

Gemeinsam ist den Google-TV-

Apps, dass sie auf Touchscreen-typische

Bedien elemente verzichten und sich

stattdessen komplett per Fernbedienung

steuern lassen. Gegenüber herkömmlichen

Smart-TV-Apps sollen vor allem

grafisch aufwendigere Spiele punkten.

Zum Start stehen etwa Minecraft und

Clash of Clans sowie das eine oder andere

Rennspiel auf der App-Liste.

Zwei App-Stores auf der Startseite

Am Aufbau und der Optik des Smart-TV-

Portals soll sich indes nicht viel ändern.

Auch die Philips App Gallery und deren

bisherige Auswahl an TV-Apps bleibt

bestehen. Dazu gesellt sich im neuen

Portal das Icon des Google Play Stores,

in dem man dann die oben genannten

Android-Apps bekommt (siehe rechts).

Der Play Store sei fester Bestandteil des

Deals, heißt es bei Philips: Der Hersteller

darf Android lizenzfrei nutzen, dafür bekommt

Google das Play-Store-Icon auf

Schnelle Spiele Die Rechenleistung des Quad-Core-Prozessors in den Android-

TVs soll Spiele und andere grafisch anspruchsvolle Apps auf den Fernseher bringen.

Bewährte Optik Am Smart-TV-Menü der neuen Philips-Fernseher soll sich vorerst

nicht viel ändern. TV-Apps und -Mediatheken bleiben wie gewohnt Teil des Portals.

Neuer Store Als neues Element gesellt sich der Google Play Store neben die Philips

App Gallery. Und als Web-Browser kommt Google Chrome auf den Startbildschirm.

TV-Systeme

Noch mehr TV-Hersteller setzen auf Smartphone-Systeme:

LG bringt Web-OS-TVs, Panasonic plant Geräte mit Firefox OS.

Startbereit Bereits im Frühjahr sollen erste

Smart-TVs von LG mit Web-OS-Betriebssystem

kommen. Wie bei Philips werden zunächst die

Oberklasse-Modelle damit ausgestattet.

Noch nicht konkret Panasonic hat eine

Kooperation mit Mozilla über die Nutzung von

Firefox OS in Smart-TVs geschlossen. Konkretere

Pläne gab’s bislang noch nicht.

69


TV-Spezial Android-TVs

der Startseite – und damit potenzielle

Umsatzanteile an kostenpflichtigen Apps

aus dessen Angebot.

Alle Medien, immer dabei

Das bringt auch den Nutzern Vorteile:

Man kann sich künftig am Smart-TV mit

derselben Google-ID anmelden wie am

Android-Smartphone, hat in der Musikliste

am Fernseher dieselben Titel wie

unterwegs auf dem Schirm und sieht auf

allen Geräten die gleichen Filme aus dem

Play-Movie-Store. Während die Nutzung

von Onlinediensten auf Smart-TVs ansonsten

immer dann kompliziert wird,

wenn man kostenpflichtige Dienste nutzen

will, bietet Google einen zentralen

Zugang auf allen Angeboten und Geräten.

So kann das gemeinsame Betriebssystem

auch die Zusammenarbeit zwischen

Mobilgeräten und dem Smart-TV

erleichtern: So einfach wie gekaufte Medien

dürften auch Fotos, Videos oder E-

Mails auf den TV-Schirm im Wohnzimmer

gelangen.

An der Steuerung will Philips dagegen

nichts ändern: Die Smart-TVs des Herstellers

haben schon jetzt Fernbedienungen

mit Text-Tastaturen auf der Rückseite

(siehe rechts). Außerdem lassen sich

viele Funktionen per Bildschirmzeiger

steuern: Berührt man die OK-Taste im

Cursorkreuz, dann folgt der Zeiger den

Bewegungen der Hand, Befehle lassen

sich mit einem festen Druck auf die OK-

Taste bestätigen. Reinhard Otter

Steuerstab

Die Philips-Fernbedienung

bietet

eine QWERTY-

Tastatur auf der

Rückseite und

kann per Bewegungssensoren

einen Mauszeiger

über das

Smart-TV-Menü

steuern.

Android-Geräte am TV

Ganz neu ist die Idee nicht, Android als Betriebssystem für Geräte rund ums Fernsehen zu

verwenden. Diese Apparatschaften bringen ebenfalls Android auf den TV – oder nutzen das

System für reinrassige Fernsehanwendungen.

Android-Computer

TVPeCee-Sticks wie der MMS884

Quad werden am HDMI-Eingang in

den TV gesteckt und sollen Smartphone-

und Tablet-Apps auf den

großen Bildschirm bringen. Eine

zugehörige Bluetooth-Fernbediung

mit Text-Tastatur und Air-Maus

soll die klassische Android-Oberfläche

am Fernseher einfach bedienbar

machen.

Sat-IP-Empfänger Der DSR 51IP wird vom Digital-TV-

Spezialisten Schwaiger als Empfangsgerät für die netzwerkgestützte

Empfangstechnik „Sat over IP“ angeboten (Details

siehe unten). Der TV-Stick ist aber im Grunde ebenfalls ein Android-Minicomputer,

auf dem dieselbe Sat-IP-App vorinstalliert

ist, die es auch für Tablets und Smartphones gibt.

Set-Top-Box Der Telestar Digibit B1 ist ein Netzwerk-TV-Receiver für die

Empfangstechnik „Sat over IP“. Dabei empfängt ein spezieller, ins Netzwerk integrierter

Sat-IP-Server einen oder mehrere Satelliten-Empfangskanäle und überträgt

deren TV-Datenströme auf Anforderung von den Client-Boxen über das Netzwerk.

Mehrere Koaxleitungen von der Schüssel zum Receiver werden also durch ein

Netzwerkkabel ersetzt. Der Telestar-Receiver verhält sich im Alltag wie eine

normale Set-Top-Box, seine Betriebssoftware basiert aber auf Android 2.3.

Apps lassen sich nicht zusätzlich installieren.

70 connect android 2/2014


Samsung Homesync

Diese Android-Box holt Medien und Apps aus

der Android-Welt auf jeden Fernseher und

dient als Cloudspeicher fürs Smartphone.

Fotos auf dem Smartphone,

Videos auf PC, Musik im MP3-

Player – Mediendaten liegen

oft verstreut herum und sind

nur selten dort, wo man sie gerade

braucht. In der Android-

Welt soll Samsung Homesync

Ordnung ins Gewirr bringen.

Die Android-Box mit eingebauter

1-TB-Festplatte wird per

HDMI-Kabel mit dem Flat-TV

verbunden und über die zugehörige

Homesync-App auf Android-Smartphones

im selben

Netzwerk gesteuert. Die Kontaktaufnahme

wird durch den

NFC-Kurzstreckenfunk vereinfacht,

die App funktioniert aber

nur auf Samsung-Geräten in

vollem Umfang.

Über den eigenen Samsung-

Account lassen sich Daten auf

allen verbundenen Geräten mit

der Homesync-Box abgleichen

– neben Android-Smartphones

können das auch Tablets, PCs

oder netzwerkfähige Kameras

sein. So landen Fotos, Videos

und Musik manuell oder automatisch

auf dem Heimserver

– und damit auch auf dem TV.

Umgekehrt kann man mit dem

Smartphone zu Hause und unterwegs

via Internet auf die

Daten im Homesync zugreifen.

Homesync selbst läuft mit

Android 4.2.2, das Menü

erinnert an die Optik der

Samsung- Smart-TVs (siehe

unten). Neben Apps zeigt

Homesync auch unter Android

gekaufte Medien wie etwa

Filme aus dem Samsung Videostore

oder aus Google Play.

Gesteuert wird das Ganze per

Mauszeiger oder über ein

Cursorkreuz auf dem verbundenen

Smartphone. Alternativ

lässt sich der Bildschirm der

Homesync-Box aufs Smartphone

spiegeln und per Fingertipp

befehligen.

Übergreifend

Auch geliehene oder

gekaufte Filme aus

dem Play Store kann

man mit der Homesync-Box

ganz einfach

auf dem TV aufrufen

und abspielen.

Zwei Gesichter

Das App-Menü sieht

aus wie ein quer gelegtes

Android-Tableau

(links), zwei weitere

Menüseiten listen Medien

und Filme aus dem

Play Store (rechts).

Fernbedienung

Die Steuerung erfolgt

über eine App, die in

Samsung-Smartphones

wie dem Galaxy S4

vorinstalliert ist.

Kompakte Sache

Die Streaming- und Speicherbox

vereint 1 Terabyte Cloud-Speicher,

TV-Connectivity und alle möglichen

Android-Funktionen schlicht verpackt

im Format einer Zigarrenkiste.

Praxistest

Samsung Homesync

Preis 289 Euro

Maße 18,3 x 3,0 x 13,6 cm; 733 Gramm

Pro großer Speicherplatz, der auch via Internet

erreichbar ist; einfache Steuerung

per Smartphone-App; Miracast

Contra funktioniert nur mit Samsung-Mobilgeräten

reibungslos; Bedienung erfordert

etwas Einarbeitung

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Medienangebot★★★★★

Praxistest ★★★★★

71


TV-Spezial Google Chromecast

Google guckt TV

Youtube und Co auf dem ganz großen Screen genießen?

Der TV-Stick Google Chromecast macht’s möglich.

Foto: © AlexAnnaButs – shutterstock.de

C

hromecast ist bei Google-

Fans überm großen Teich

ausgesprochen beliebt. Kein

Wunder: Der clevere TV-Stick

kostet in den USA nur 35 Dollar

und verspricht nicht weniger,

als Android und alle

Google-Inhalte auf das heimische

TV-Gerät zu bringen.

Der Verkaufsstart in Deutschland

ist in den nächsten Monaten

geplant. Bis dahin können

Interessenten das Gerät

über Importeure kaufen (auf

Amazon wird es für rund 50

Euro angeboten) oder es von

einer USA-Reise mitbringen.

Wie der connect-Praxistest

beweist, läuft das US-Paket

auch an deutschen Fernsehern

prob lemlos.

Die Konzeption des Sticks

ist clever: Man steckt ihn

direkt in eine freie HDMI-

Buchse des TV-Geräts, die

Stromversorgung übernimmt

ein mitgeliefertes USB-Kabel.

Viele Flach-TVs haben zum

Anschluss von Festplatten

oder Speichersticks eine freie

USB-Buchse, an der die benötigten

5 Volt anliegen. In der

Packung findet sich aber auch

ein USB-Netzteil, dessen US-

Stecker zwar mit einem Zwischensteck-Adapter

an deutsche

Steckdosen angepasst

werden muss, aber Netzspannungen

zwischen 100 und 240

Volt unterstützt.

Installation per App

Auch die Erstinstallation hat

Google schlau gelöst: Nach

dem Anschluss des Sticks

surft sein Besitzer mit einem

An droid-Gerät die Seite www.

google.com/chromecast/setup

an und lädt dort die Chromecast-App

herunter. Die findet

den nach dem Start im Wi-

Fi-Direct-Modus wartenden

Stick und führt den Nutzer

durch ein erstes Software-

Update und die Anmeldung

im heimischen WLAN. Ohne

Funknetz geht übrigens nichts

– ein Kabel-Ethernet-Anschluss

fehlt an dem Stick.

Nach kurzer Einrichtungsprozedur

ist Chromecast dann

einsatzbereit.

Cast-taugliche Apps nötig

Die Chromecast-App gibt

auch Tipps, mit welchen anderen

Apps sich der Stick nutzen

lässt. Aus dem Standard-

Repertoire von Android sind

dies Youtube, Google Play

Music und Google Play Movies

(also die Wiedergabe-

Apps für im Google Play

Store gekaufte Musik und Filme).

In diesen Apps erscheint

dann ein „Cast“-Symbol, das

die Inhalte an Chromecast

„übergibt“ und so aufs TV-

Gerät bringt. Auf diese Weise

lassen sich etwa You tube-

Clips abspielen. Allerdings

funktioniert dies nicht mit allen

Clips, weil deren Rechteinhaber

die Weiterleitung an

Chromecast explizit verbieten

können. Dies trifft etwa für

viele Promotion-Ausschnitte

aus Filmen oder TV-Serien

zu. Und einige weitere Chromecast-taugliche

Angebote

wie Netflix, Hulu Plus oder

HBO Go sind in Deutschland

bislang ohnehin nicht verfügbar.

Ein guter Tipp ist die App

Avia, die sich per In-App-

Kauf für 2,31 Euro cast-tauglich

machen lässt und dann

auf dem Android-Phone gespeicherte

Fotos, Videos oder

Musikstücke an den Google-

Stick schickt. Im Februar hat

Google endlich auch das

Chromecast SDK veröffentlicht,

mit dem Entwickler ihre

Apps fit für den Stick machen

können.

Überträgt nur URLs

Zum Verständnis des Ablaufs

hilft ein Blick auf die Funktions

weise von Chromecast:

Zwischen dem Android-Gerät

und dem TV-Stick findet kein

Streaming statt wie es bei

Apples Airplay oder Googles

Miracast der Fall ist (Letzte-

72 connect android 2/2014


Praxistest

Google Chromecast

Preis 35 US-Dollar (mit Sales Tax ca. 28 Euro)

Maße 85 x 37 x 9 Millimeter; 15 Gramm

Pro einfache Einrichtung, einfache Bedienung;

gute Integration in cast-taugliche

Apps; sehr günstiger Preis; kompatibel

mit allen modernen TV-Geräten mit

HDMI-Buchse

Contra eingeschränktes Angebot an Inhalten, insbesondere

in Deutschland; kein direktes

Streaming von Smartphone oder Tablet

Ausstattung ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

res wird von Chromecast gar

nicht unterstützt). Vielmehr

übergibt eine cast-taugliche

App die URL des gewünschten

Inhalts an den TV-Stick,

der ihn dann aktiv aus dem

Web abruft. Dies macht die

Übertragung stabiler und den

Stick günstiger, bringt aber

auch Nachteile. So ist es nicht

möglich, Bild und Ton von

Android-Spielen vom Smartphone

oder Tablet auf den

Chromecast-Stick zu schicken.

Und eigene Videos oder

Bilder müssen erst in Googles

Cloud geladen werden, bevor

sie der Stick von dort streamen

kann.

Grundsätzlich bringt Chromecast

auch Webseiten auf

den Fernseher, wenn Googles

Haus-Browser Chrome dafür

mit einer speziellen Cast-Extension

erweitert wurde. Die

gibt es bislang jedoch nur für

die Windows-, Mac-OS- und

Chromebook-Vari anten des

Browsers, nicht aber für die

Mobilversionen unter Android

OS oder iOS.

Wo es unterstützt wird,

klappte das „Casten“ im Praxistest

jedoch problemlos,

und so bietet Chromecast auch

für deutsche Nutzer schon eine

Vielzahl an Möglichkeiten.

In den USA ist der Stick wie

gesagt sehr populär – auch

wenn sich Google über Verkaufszahlen

ausschweigt, findet

Chromecast bei Best Buy,

Radioshack und Co reißenden

Absatz und steht weit oben in

der Amazon-Verkaufshitliste.

Deshalb will Google den Programmcode

für Cast-Support

künftig tiefer in Android verankern

und es Programmierern

so erleichtern, Chromecast

in ihren Apps zu unterstützen.

Bislang erschöpfen

sich die Einsatzmöglichkeiten

in den beschriebenen Optionen.

Im Hinblick auf den

günstigen Preis sind diese

aber durchaus attraktiv.

Hannes Rügheimer

Fest verbunden

Mit dem angezeigten Code stellt der Nutzer sicher, dass er sein Android-Gerät

am richtigen Chromecast-Stick anmeldet.

Musik aus dem Google Play Store

Auch die in Android OS integrierte Musik-App „Google Play Music“ versteht

sich auf Anhieb mit Chromecast.

Gratis-Videos en masse

Die in Android OS integrierte Youtube-App ist von Haus aus cast-tauglich.

Allerdings lassen sich nicht alle Clips abspielen.

Browsen nur mit Rechner

Mit Cast-Plugin bringt der Chrome-Browser Webseiten aufs TV-Gerät –

die Mobilversionen können das aber noch nicht.

73


TV-Spezial WatchOn

Fernseh-

AssistentIN

lernfähiger TV-Programmguide

steuert TVs mit Infrarotbefehlen

funktioniert mit Fernsehern

fast aller Hersteller

kombiniert TV-Programm und

Angebote der Online-Videotheken

läuft nur auf bestimmten Samsung-

Smartphones und -Tablets

keine Aufnahmeprogrammierung

für später startende Sendungen

Schwächen bei der Steuerung

von Panasonic-Fernsehern

A

Samsung-Smartphones und -Tablets werden

dank der App WatchOn zur Infrarot-Fernbedienung

– sogar für Fernseher anderer Hersteller.

ndroid-Apps zur Steuerung

von Smart-TVs

gibt es von fast jedem Fernseher

hersteller. In der Regel

stellen die Apps den Kontakt

zum Fernseher via Netzwerk

her, schicken darüber Befehle

zum Großbildschirm und nehmen

auch Videostreams entgegen.

So tauscht sich der

Flatscreen eifrig mit dem

Touchscreen in der Hand aus.

Dieses Steuerungssystem

hat allerdings Schwächen. So

lassen sich die wenigsten TV-

Geräte über das Netzwerk

ein schalten; dafür ist weiterhin

der mitgelieferte Bedienknochen

notwendig. Und hat

man den einmal in der Hand,

dann greifen nur wenige TV-

Zuschauer noch zum Smartphone,

um es zu entsperren,

eine App zu starten und die

Sender ein bisschen anschaulicher

zu wechseln. Doch es

geht auch anders: Aktuelle

Smartphones und Tablets von

Samsung bieten über die App

„WatchOn“ eine deutlich flexiblere

TV-Steuerung.

Steuerung via Infrarot

Dabei macht ein Detail an den

aktuellen Samsung-Geräten

seit Galaxy S4/Note3/Tab4

den Unterschied: Sie besitzen

eine Infrarotdiode. Diese nutzt

WatchOn, sodass der User mit

dieser App Fernseher von

Samsung, aber auch von anderen

großen Herstellern ein-

Die schlichte Bedienoberfläche ist

für Grundfunktionen wie Lautstärke,

Zappen und Eingangswahl da.

74 connect android 2/2014


Der Programmguide zeigt aktuelle

und folgende Sendungen nach Genres,

Suchbegriffen oder Vorlieben.

schalten kann; er kann auch

das Programm wechseln und

leiser oder lauter stellen. Die

App kennt die Infrarotcodes

fast aller Fernseher und steuert

deren Basisfunktionen,

sobald man sie einmal für das

jeweilige TV-Gerät eingerichtet

hat (siehe Kasten rechts).

Klappt mal ein Befehl nicht,

verspricht Samsung Abhilfe

binnen kurzer Zeit, sofern

man den Fehler per Feedback-

Formular meldet.

In unserem Praxistest gelang

es problemlos, Fernseher

zu steuern, die nicht von

Samsung stammten, etwa von

Philips, LG und Technisat.

Ausnahme: Panasonic-Geräte

reagierten auf den On-Befehl

teils erst nach mehreren Sekunden.

Und ein Panasonic

TX-P42GT50 von 2012 ließ

sich mit WatchOn auf einem

Samsung Galaxy S4 zwar im

Betrieb steuern, nicht aber

einschalten.

WatchOn lernt hinzu

Nun bietet eine Steuerungs-

App mit Einschaltfunktion

noch nicht mehr als eine normale

Fernbedienung – doch

WatchOn hat einen Programmguide

im Gepäck. Er

zeigt Online-Infos zu allen

Sendungen der nächsten Tage

– entweder in der Kanalliste

oder in wählbaren Ansichten

nach Genres, Lieblingsinhalten

oder Suchbegriffen. Die

App lernt von den Gewohnheiten

des Users und ergänzt

Filme oder Serien mit Inhalten,

die offensichtlich zu seinem

Geschmack passen. Außerdem

wählt sie Filme aus

der haus eigenen Videothek,

dem Samsung Video Hub.

Netzwerkaktivitäten

Um eine aktuelle Sendung zu

sehen, tippt man einfach auf

die dazugehörige Info; an spätere

Filme erinnert die App

per Hinweis-Nachricht. Und

zusammen mit Samsung-

Smart-TVs bietet WatchOn

noch mehr Funktionen: Die

App ruft Filme aus der

Samsung-Videothek auf und

spielt sie auf dem Fernseher

ab. Umgekehrt kann sie auch

das laufende TV-Programm

auf den Touchscreen holen.

Diese Übertragungen laufen

In der Kanalansicht zeigt WatchOn,

was auf den einzelnen Sendern läuft

und was demnächst beginnt.

aber nicht via Infrarot, sondern

via Netzwerk. Der Fernseher

muss dazu im selben

Netzwerk angemeldet sein

wie das Phone oder Tablet.

Solche Second-Screen-Funktionen

sind auch mit Apps wie

Samsung Smart View“ möglich,

doch dort gibt es sie nicht

mit dem schlauen Progammguide.

Reinhard Otter

So verbinden Sie WatchOn mit Flat-TVs

von Samsung und anderen Marken.

TV-Setup

Zimmer

und Empfang

Zunächst fragt die App,

wie der Fernseher bezeichnet

werden soll – sie

schlägt die Bezeichnung

des Zimmers vor, doch der

User kann das ändern.

Auch muss er hier die

Empfangsart einstellen

– also etwa Satellit oder

das örtliche Kabelnetz.

KOntaktauFnahme

Danach wird die Verbindung

zum Fern seher

hergestellt. Die App kennt

mehrere Infrarotcodes

aller großen Fernsehermarken.

Es lassen sich

die Codes des jeweiligen

Herstellers zum Ein- und

Ausschalten prüfen, bis

der richtige gefunden ist.

SenderListe

Ob Kabel oder Schüssel –

die App listet sämtliche

verfügbaren Sender auf.

In der Grundeinstellung

ist die Liste nicht optimal

sortiert; es ist also ein

bisschen Nacharbeit

notwendig, bis man den

Fernseher fehlerfrei via

WatchOn steuern kann.

Sender abgleichen

Damit die Steueurng

einwandfrei klappt, muss

man die Senderliste der

App mit der im Fernseher

abgleichen: „Das Erste“

und alle anderen Kanäle

müssen in beiden Geräten

am selben Programmplatz

stehen. Nur so weiß die

App, welchen Sender Sie

gerade sehen möchten.

75


TV-Spezial Miracast und DLNA

Überträger

Foto: © Monkey Business Images – shutterstock.de

Dank Medien-Vernetzungstechniken

wie DLNA oder Miracast lassen sich

Videos und Musik vom Smartphone

ruckzuck zur Anlage oder auf den TV

schicken. Wir zeigen, wie’s funktioniert.

E

gal, ob iPhone, Galaxy

oder Xperia – Smartphones

jedweden Systems

entwickeln sich immer mehr

zur mobilen Drehscheibe für

Medien aller Art: Musik, die

man gerne in der Bahn hört,

HD-Videos, die mit der Handykamera

aus dem Handgelenk

aufgezeichnet wurden

und sogar ganze Spielfilme

aus den Onlinestores von

Google, Sony und Konsorten.

Nicht zu vergessen: Die Fotos

aus dem letzten Urlaub, die

Sie sicher auch gerne mal in

der Runde der Kollegen über

den Touchscreen wischen. Alles

drauf, alles dabei – das ist

die Devise. Doch spätestens

zu Hause wird es etwas eng

auf dem Smartphone-Schirmchen.

Dort lockt dafür der

große Flat-TV mit seinem

knackscharfem Full-HD-Display,

um Fotos oder Videos

vorzuzeigen, und gleich nebenan

lauert die Musikanlage

auf Futter.

Für jeden eine Lösung

Genau darum geht es hier:

Es ist kein Hexenwerk, die

Medien inhalte vom Smartphone

– oder von einem entsprechenden

Tablet – auf die

Heimanlage zu schicken. Wie

üblich unterscheidet man bei

den Lösungen zwischen den

verschiedenen Betriebssystemen:

In der Apple-Welt regiert

Airplay. Im Android-

Kosmos kann man die Inhalte

über den Standard Miracast

an immer mehr TV- und

Video-Apparate übermitteln

– oder man nutzt die allumfassende

Medienvernetzung nach

dem internationalen Standard

DLNA. Auf den folgenden

Seiten erfahren Sie, wo die

Vor- und Nachteile der beiden

Möglichkeiten liegen.

Reinhard Otter

76 connect android 2/2014


Foto: © naddi – shutterstock.de

DLNA

Der Klassiker

unter den Medien-

Streaming-

Standards schickt

auch Musik oder

Videos vom

Smartphone zur

Wohnzimmer-Anlage

– unabhängig vom

Betriebssytem.

weit verbreiteter Standard für

Medien-Streaming

für Fotos, Videos und Musik geeignet

große Auswahl an Apps für alle

Betriebssysteme

funktioniert in jedem Netzwerk

abspielbare Medienformate sind

nicht komplett standardisiert

kopiergeschützte Inhalte lassen sich

meist nicht übertragen

teils Inkompatibilitäten zwischen

Geräten verschiedener Hersteller

Verbindung: Das HTC One listet

DLNA-Empfänger zusammen

mit Miracast-Geräten.

Der Zungenbrecher hinter dem

verbreiteten Kürzel lautet „Digital

Living Network Alliance“.

Er steht, wie die WiFi-Alliance,

für ein herstellerübergreifendes

Gremium. Der DLNA-Streaming-Standard

konzentriert

sich aber unabhängig von der

Art des Netzwerks auf die

Verteilung von Fotos, Videos

und Musik im Haus. Der Standard

existiert in seiner aktuellen

Form (Version 1.5) seit 2006

und wird von so ziemlich

jedem Audio-Video-Gerät

mit Netzwerkanschluss unterstützt,

ebenso wie von unzähligen

Computerprogrammen

und Apps.

Server, Controller und Co

DLNA unterscheidet im Wesentlichen

drei Komponenten im

Medien-Netzwerk: den Server,

auf dem die Inhalte gespeichert

sind; den Controller, der die

Wiedergabe steuert sowie den

Renderer, der sie wiedergibt.

Diese drei Funktionen sind in

der Praxis nicht immer auf einzelne

Geräte festgelegt. Beispiel:

Kann ein Smart-TV Videos

oder Fotos über sein Menü von

Klangempfänger: AV-Receiver mit

Netzwerkanschluss eignen sich

auch als DLNA-Musikempfänger.

Funkbox: Auch Netzwerk-Musikempfänger

wie die Jongo-Boxen von Pure

verstehen sich aufs DLNA-Streaming.

einem

Medienserver im Netzwerk

abrufen, dann vereint er die

Funktion des Controllers mit

der des Renderers. Für diese

Kombination sieht der Standard

auch den Begriff des DLNA-

Players vor.

Andererseits kann eine

Smartphone-App wie Twonkybeam

(siehe oben) Mediendateien

aus dem Smartphone-

Speicher zum TV schicken. Sie

mimt dann den Server und den

Controller in Personalunion,

während der TV nur als Renderer

fungiert. In dieser Funktion

arbeitet die DLNA-App ähnlich

wie Airplay in der Apple-Welt.

Große Auswahl an Apps

Twonkybeam ist für iOS- und

Android-Geräte zu haben und

zählt zu den universellsten

DLNA-Anwendungen überhaupt:

Sie gibt Medien aus dem

Smartphone- oder Tablet-Speicher

auf externen DLNA-Empfängern

wieder, schickt aber

auch Medien von anderen Servern

weiter oder zeigt sie auf

dem Mobilgerät. Damit baut die

App eine Brücke zwischen allen

vernetzten Geräten, die eben

nicht über Systemfunktionen

wie Airplay oder Miracast

miteinander kommunizieren.

Neben Twonkybeam gibt es

eine Reihe weiterer DLNA-Apps

mit ähnlichen Talenten für alle

möglichen Betriebssysteme –

etwa Plugplayer oder Flipps

(früher: iMediashare). Unter

Windows ist DLNA ab Werk integriert:

Der Windows Media

Player eignet sich sowohl als

Bewährt: Die App Twonkybeam

schickt Medien vom Smartphone,

aus dem Internet oder von anderen

DLNA-Servern im lokalen Netzwerk

an jeden verfügbaren Empfänger.

DLNA-Server als auch als

Controller. Auch die meisten

Android-Modelle haben DLNA-

Basisfunktionen im System eingebaut.

So kann man häufig im

Systemmenü ein DLNA-Gerät

als Wiedergabeziel auswählen.

Videos, Fotos und Musik aus

dem Phonespeicher werden

dann über den gewählten Apparat

abgespielt (siehe unten

links).

Keine Schirmspiegelung

Allerdings werden beim DLNA-

Streaming immer nur Medieninhalte

übertragen, nicht der

komplette Menü- und Bildschirminhalt

des Mobilgerätes

– es handelt sich eben um

Medienstreaming, keine Bildschirm-Spiegelung.

Durch die vielen möglichen

Server und Empfangsgeräte

funktioniert das DLNA-Streaming

allerdings nicht immer

perfekt. Nicht jeder Controller

etwa kann alle möglichen Renderer

vollständig steuern. Der

Inhalt eines DLNA-Servers lässt

sich nicht auf jedem Controller

gleich gut darstellen. Und nicht

jeder Player beherrscht alle

möglichen Medienformate.

Deshalb bieten viele Hersteller

von Smart-TVs, Netzwerk-

Musikreceivern und anderen

DLNA-Emp fängern eigene

Controller-Apps an, die für das

jeweilige Empfangsgerät optimiert

wurden. Häufig können

diese Apps auch alle anderen

Funktionen der jeweiligen Geräte

steuern und ersetzen so auch

gleich die Fernbedienung. >>

77


TV-Spezial Miracast und DLNA

MIRACAST

Die Audio-Video-Übertragung

per Miracast

basiert auf einem

Standard der WiFi

Alliance, ist aber vor

allem in der Android-

Welt verbreitet.

mit vielen Smartphones, Tablets, TVs

und Blu-ray-Playern nutzbar

unterstützt Auflösungen bis 1080p

und verlustfreien PCM-Ton

WLAN-Direktverbindung

nicht alle Geräte übertragen

kopiergeschützte Inhalte

kein reines Audiostreaming

vorgesehen

recht häufige Bild- oder Tonaussetzer

bei der Übertragung

Gekaufte oder geliehene Filme werden nur

auf dem TV-Gerät angezeigt, die Wiedergabesteuerung

erfolgt übers Smartphone.

Der Screencast-Standard Miracast

ist ein Gegenentwurf zu

Airplay und anderen proprietären

Übertragungstechniken. Der

Standard wurde von der WiFi-

Alliance entwickelt, einem Herstellergremium,

das auch Zertifizierungen

für andere funknetzfähige

Geräte anbietet.

Miracast schickt Bild und Ton

über eine direkte WLAN-Verbindung

von einem Computer,

Smartphone oder Tablet zu einem

Display. Standardmäßig

wird dabei der kom plette Bildschirminhalt

übertragen, weshalb

die Funktion dazu in Quellund

Zielgeräten häufig auch

„Bildschirm spiegeln“ oder

„Screen Mirroring“ heißt. Die

Technik hinter Miracast ist eng

verwandt mit der drahtlosen

Display-Übertragungstechnik

Intel Wireless Display (WiDi).

Aktuelle WiDi-Geräte können

Bild und Ton in aller Regel auch

an Miracast-Bildschirme übertragen

– und umgekehrt. Die

am weitesten verbreiteten

Miracast-Empfänger sind derzeit

Smart-TVs.

Im Betriebssystem

verankert

Seit der Version 4.2

ist Miracast fester

Bestandteil von

Android, sofern der

Grafikprozessor des

jeweiligen Smartphones

oder Tablets

die Technik unterstützt.

Es gibt aber

Verpixelt: Bei der Filmwiedergabe

traten öfters Blockartefakte

und andere Bildfehler auf.

auch ältere Smartphones, die

bereits die Miracast-Technik

nutzen. Dazu gehört etwa das

Samsung Galaxy S3 – unter

dem Namen „Allshare Cast“.

Die aktuellen Oberklassemodelle

von Herstellern wie HTC, LG,

Samsung oder Sony beherrschen

mittlerweile allesamt

Miracast. Auch ab Windows 8.1

und dem Black berry Betriebssystem

10.2 ist Miracast als

System-Komponente integriert.

In Geräten ist es dann nutzbar,

wenn die Grafikprozessoren

Miracast unterstützen. Laut

Microsoft gilt das zum Beispiel

für die Microsoft-Tablets Surface

2 und Surface 2 Pro sowie

das Nokia Lumia 2520, nicht

aber für die ersten Surface-

Generation.

Empfang mit Smart-TV &

Konsorten

Netzwerkfähige TV-Geräte

der großen Hersteller bieten

sich seit dem Jahrgang 2013 in

wachsender Zahl als Miracast-

Empfänger an. Die meisten Mittel-

und Oberklassemodelle etwa

von LG, Panasonic, Philips,

Samsung und Sony, aber auch

Geräte von Sharp und Toshiba

unterstützen den Miracast-

Empfang, sofern sie einen eingebauten

WLAN-Empfänger haben.

Auch die meisten WLAN-fähigen

Blu-ray-Player von LG, Panasonic,

Sony und Konsorten nehmen

Miracast-Verbindungen an und

machen so ältere Flat-TVs fit

fürs Screen Mirroring.

Kein Bild, kein Ton: Wenn ein

Gerät den Kopierschutz nicht

kennt, gibt’s keine Kauffilme.

Viele Namen, eine Funktion

Die weite Verbreitung von Miracast

hat allerdings nicht nur

Vorteile. So heißt die Übertragung

von Ton und Bildschirminhalten

je nach Hersteller unterschiedlich

(siehe Tabelle unten

rechts), was vor allem bei der

Verbindung zwischen Geräten

unterschiedlicher Marken für

Verwirrung sorgt. Vom HTC One

aus startet man die Funktion

unter dem Menüpunkt „Medienausgabe“

und der Bezeichnung

„Miracast“, während etwa

ein Sony-Smart-TV Bild und Ton

über „Bildschirm spiegeln“ entgegennimmt.

Noch verwirrender

wird’s, wenn man etwa einen

aktuellen Samsung- Smart-

TV mit einem älteren Smartphone

wie dem Galaxy S3 verbindet.

Dann schickt das Mobilgerät

Bild und Ton per „Allshare

Cast“, nachdem man diese

Funktion am TV unter dem

Menüpunkt „Screen Mirroring“

aktiviert hat. Immerhin steht der

im Setup-Menü des TV-Gerätes

in der Rubrik „Allshare“. Der

Funktion tut die unterschiedliche

Nomenklatur keinen Abbruch

– wenn die Übertragung

fehlerfrei funktioniert.

Miracast im Praxistest

Nachdem in Stichproben nicht

alle Miracast-Deals zwischen

verschiedenen Geräten und

Marken problemlos funktionierten,

prüfte connect die wichtigsten

Smartphone-Modelle

und TV-Marken mit Miracast im

Verbindungtest – mit durchwachsenen

Ergebnissen (siehe

rechts). Die Disziplinen: Zunächst

musste das Smartphone

den jeweiligen Fernseher im

Miracast-Menü finden – eine

Übung, die alle Geräte bewältigten.

Doch schon die Anzeige

des schlichten Smartphone-

Menüs auf dem TV-Schirm

stellte drei Gerätekombinationen

vor unlösbare Probleme.

Warum das Menü des Sony

Xperia Z trotz zahlreicher Versuche

weder auf dem Samsungnoch

auf dem Philips-Smart-TV

erschien, war im Test nicht zu

klären, ebensowenig der Ausfall

78 connect android 2/2014


der Verbindung zwischen

LG Optimus 2 und dem Panasonic

Smart-TV.

Bildschirmspiegelung, die

Anzeige von Fotos, Apps, Youtube-Filmen

und anderen freien

Inhalten funk tionierten ansonsten

problemlos. Sony und LG

boten dabei ein praktisches Detail:

Sobald die Miracast-Verbindung

stand, stellten sie ihre

Hauptmenüs auch im Querformat

dar, sodass diese den TV-

Bildschirm voll ausfüllten

(siehe rechts).

Schwachstelle

Kopierschutz

Die häufigste Fehlfunktion trat

bei der Übertragung von Filmen

mit Kopierschutz auf, etwa aus

der Google-Play-Onlinevideothek.

Diese Videos werden zusammen

mit dem gleichen Kopierschutz

übermittelt wie etwa

HD-Filme auf der HDMI-Verbindung

zwischen Blu-ray-Pla yer

und TV-Gerät: mit HDCP, High

Density Content Protection. Dieser

Schutzmechanismus ist im

Miracast-Standard vorgesehen,

für Smart-TVs aber nicht zwingend

vorgeschrieben. Sony, LG

und Samsung setzen ihn in ihren

TV-Geräten ein. HTC tut das

offenbar nicht, ebensowenig

wie Philips bei seinen Smart-

TVs. Dementsprechend quittierten

alle Fernseher die Filmübertragung

vom HTC One mit einer

Fehlermeldung. Der Philips-TV

zeigte Kauf-filme von Smartphones

ebenfalls nicht an …

mit Ausnahme des Samsung

Galaxy S4 mini als Zuspieler.

Warum die Kontaktaufnahme

hier klappte, zählt ebenso zu

den Mysterien der Technik wie

die Tatsache, dass sich das LG

Optimus 2 nicht mit dem Panasonic-Fernseher

koppeln wollte.

Unterm Strich bietet Miracast

eine universelle Verbindungsoption

mit Schwächen in der

Praxis. Die liegen ein Stück weit

im System selbst: Offene Standards

kämpfen stets und vor

allem am Anfang mit mehr

Kompatibilitätsproblemen als

proprietäre Systeme. Allerdings

fehlt bei Miracast eine entscheidende

Funktion: reines

Audiostreaming, um etwa Funkboxen

mit Musik zu versorgen.

Der Kontakt klappt ausschließlich

über TVs und Videogeräte.

Universell: Miracast-Empfänger spiegeln in der

Regel auch PC-Bildschirme mit Intel WiDi.

Gut verstaut: In Sony-TVs startet

man die Miracast-Verbindung über

das Auswahlmenü für Zuspieler.

Querdenker: Sony- und LG-Phones kippen ihre

Menüs via Miracast ins TV-freundliche Format.

Das LG Optimus 2 zeigt

den TV gleich zweimal an

– für Miracast- und

DLNA-Übertragung.

Miracast-Praxistest: Smartphones und Smart-TVs

Funktionen

HTC One

Medienausgabe /

Miracast

Verbindung

aufbauen

Bildschirm

spiegeln

Menü im

Querformat

Filme mit

DRM

WLAN-Onlineverbindung

während

Miracast

Samsung TV Å manuell am TV Å Í Í Å

LG TV Å Å Í Í Å

Philips TV Å Å Í Í Å

Panasonic TV Å manuell am TV Å Í Å Å

Sony TV Å manuell am TV Å Í Í Å

LG Optimus G2

Miracast Samsung TV Å manuell am TV Å Å Å Å

LG TV Å Å Å Å Å

Philips TV Å Å Å Í Å

Panasonic TV Å manuell am TV Í Í Í Í

Sony TV Å manuell am TV Å Å Å Å

Samsung Galaxy

S4 Mini

Screen Mirroring Samsung TV Å manuell am TV Å Í Å Å

LG TV Å Å Í Å Å

Philips TV Å Å Í Å Å

Panasonic TV Å manuell am TV Å Í Å Å

Sony TV Å manuell am TV Å Í Å Å

Sony Xperia Z

Bildschirm spiegeln Samsung TV Å manuell am TV Í Í Í Í

LG TV Å Å Å Å Å

Philips TV Å Í Í Í Í

Panasonic TV Å manuell am TV Í Í Í Í

Sony TV Å manuell am TV Å Å Å Å

79


TV-Spezial Mit dem Smartphone fernsehen

Serien, Filme, Magazine

und Nachrichten

auf dem Smartphone

gucken? Gute Sache!

Aber wie und mit

welchem Angebot?

Mobiles

Fernsehen

auf dem

smartphone

unterwegs im Büro zu hause

Fotos: Bus: © Tomas Urbelionis, Büro: © terekhov igor, Frau: © wavebreakmedia, Hand: © tanatat – shutterstock.de

80 connect android 2/2014


O

b in der S-Bahn, im Büro oder

auch mal zu Hause – Fernsehen

auf dem Handy macht Laune. Es gibt

zwei prinzipielle Möglichkeiten, mit

dem Smartphone in die Röhre zu gucken

– per App oder per DVB-T-

Empfänger. Wir betrachten beide Varianten,

konzentrieren uns jedoch auf

das App-Fernsehen.

Das Tolle daran ist, dass das Smartphone

dafür völlig ausreicht, solange

das Gerät einigermaßen neu ist – dann

überträgt es Nachrichten oder Unterhaltung

problemlos. Der Google Play

Store bietet einige Apps, mit denen

man sich das Programm aufs Mobiltelefon

holen kann. Leider ist hier

nicht alles Gold, was glänzt; viele

TV-Apps haben zum Beispiel nur

ausländische Sender im Repertoire.

Und Augen auf beim Abokauf – der

kann ins Geld gehen.

Zattoo: Gute Senderauswahl

zu absolut fairen Preisen

Empfehlenswert ist die so übersichtliche

wie gut zu bedienende App

„Zattoo“. Hier können Sender schnell

gewählt werden, man wird an den

Beginn einer Sendung erinnert, und

eine kompakte Programmzeitschrift

ist auch integriert. Der TV-Freund

kann aus rund 70 Sendern wählen (inklusive

vieler öffentlich-rechtlicher

Stationen) – das ist üppig. Allerdings

sind nicht wenige davon aus dem

Ausland; relevant für den deutschen

Zuschauer sind etwa 30. Vermisst

werden nur Pro7 und Sat1.

Alle Sender sind gratis und mit

Werbeeinblendungen verfügbar, nur

die der RTL-Group leider nicht. Will

man also auch RTL, RTL 2, Vox, n-tv,

RTL Nitro und Super RTL schauen,

muss man Zattoo abonnieren – dann

verschwindet auch die Werbung. Das

Abo kostet faire 4,99 Euro im Monat

(alternativ: 1,59 Euro/Tag; 12,99 Euro/drei

Monate; 44,99 Euro/Jahr). Da

die RTL-Sender ausschließlich in

höchster Qualität gestreamt werden,

kann man sie leider nur über WLAN

gucken. Erfreulicherweise lassen sich

die Bitraten der Streams je nach Qualitätswunsch

und verfügbarer Datenrate

anpassen.

Telekom: Hier kommen

Fußballfans auf ihre Kosten

Das umfangreichste Angebot kommt

jedoch von den Giganten Telekom

und Vodafone – bei beiden heißt die

App genau gleich, nämlich „Mobile

TV“. Mit dem Basispaket der Telekom

lassen sich insgesamt 23 deutsche

Sender (alle gängigen) auf dem

Handy konsumieren. Kostenpunkt:

7,50 Euro pro Monat. Für Fußballfreunde

hat die Telekom das Sky-

Bundesligapaket im Programm:

12,95 Euro pro Monat kosten die

Live-Übertragungen der ersten und

zweiten Liga auf dem Handy (Einzelspiele

sowie Konferenz). Es gibt außerdem

Kanäle für Fans von Borussia

Dortmund (BVB total) und des Hamburger

SV (HSV total). Beide senden

für jeweils 4,95 Euro im Monat.

Gut bei der Telekom-App: Sie funktioniert

zwar nur im mobilen Datennetz

– nicht im WLAN –, aber der

Datentransfer läuft komplett außerhalb

des tariflichen Volumens. Es entstehen

dafür also keinerlei weitere

Kosten, egal, wie lange man vor der

Smartphone-Glotze hockt.

Die „Mobile TV“-App des Provider-Riesen

Vodafone macht sogar

einen noch etwas stärkeren Eindruck.

Bevor man sich zum Kauf entschließt,

kann man das mobile Fernsehen erst

einmal eine Woche lang gratis testen

– ein Pluspunkt. Danach kosten rund

20 Sender 1,49 Euro pro Woche (5,96

Euro im Monat). Der mobile Fernsehgenuss

überzeugt auch dank der integrierten

Programmzeitschrift. Bei der

Telekom findet sich bloß eine eher

karge Sendungsübersicht.

Vodafone: 2 GB Datenvolumen

gratis sind ein echtes Argument

Fußballfans werden auch bei Vodafone

mit dem Sky-Bundesligapaket

glücklich, wiederum für 12,95 Euro/

Monat. Allerdings bekommen Abonnenten

dieses Pakets noch satte 2 Gigabyte

Datenvolumen zu ihrem Tarif

dazu – gratis. Und diese 2 GB muss

niemand für Fernsehsendungen verbrauchen,

man kann damit auch ganz

normal surfen. Außerdem lässt sich

mit der App auch im WLAN fernsehen,

also in besserer Qualität. Fußballbegeisterte

Vodafone-Kunden

sollten über dieses Paket nachdenken,

denn sie bekommen nicht nur die

Bundesliga live, sondern auch ein

großes Datenvolumen.

Was es bei beiden Apps zu beachten

gilt: Nicht alle Sender bringen das

Original-Rundfunkformat eins zu

eins aufs Handy. So bieten RTL und

Pro7 lediglich mobile Varianten des

eigentlichen Fernsehprogramms, was

bedeutet, dass nicht alle Sendungen

Zattoo

Reichlich TV-Sender und

ein günstiges Abomodell –

die Zattoo-App hat einiges

zu bieten.

Die App listet rund 30 Fernsehsender,

sowohl private als

auch öffentlich-rechtliche.

Bitraten der Streams können

je nach Qualitätswunsch und

Datentarif festgelegt werden.

Eine übersichtliche Programmzeitschrift

samt Erinnerungsfunktion

zeigt, welche Sendungen laufen.

81


TV-Spezial Mit dem Smartphone fernsehen

ausgestrahlt werden, die im normalen

Fernsehen laufen.

Und einen weiteren Wermutstropfen

muss man bei beiden Apps schlucken:

Lediglich Kunden von Telekom

oder Vodafone kommen überhaupt

in den Genuss des jeweiligen

Angebots. Wer woanders einen Mobilvertrag

hat, muss sich was anderes

suchen.

DVB-T-Empfänger sind eine

kostengünstige Alternative

Wer keine Lust auf monatliche Kosten

hat, der greift am besten zu einem

DVB-T-Empfänger, mit dem sich

das digitale Fernsehen ganz einfach

per Antenne einfangen lässt. Das ist

langfristig deutlich günstiger, weil

man sich nur einmal den Empfänger

zulegen muss – vergleichbar mit den

Heimvarianten Satellitenschüssel

und Kabel. DVB-T-Empfänger fürs

Android-Smartphone gibt’s bereits

zu Preisen ab 50 Euro, zum Beispiel

den Tivizen Pico.

Mit diesen Empfängern lässt sich

meist auch aufnehmen, was mit den

Apps nicht geht. Außerdem braucht

man in der Regel keine Internetver-

Vodafone

Für 6 Euro im Monat bekommen Vodafone-Kunden 20 Sender.

Wer das Bundesligapaket nimmt, erhält Datenvolumen gratis.

Die Vodafone-App hat 20 TV-Sender

am Start. Praktisch: Man kann mit der

App auch im WLAN fernsehen.

Mit der Leiste im linken

Bildschirmrand lässt es sich

bequem navigieren.

Telekom

Die Telekom stellt das teuerste

Angebot im Test. Die Bundesliga

gibt’s hier ebenso zu sehen

wie 23 deutsche TV-Sender.

Das Abomodell für TV-Sender kann

für 7,50 Euro im Monat gebucht

werden, Bundesliga-Fans sind mit

12,95 Euro im Monat dabei.

Übersicht und einfache Bedienung sprechen für die Mobile-TV-App der

Telekom. Fernsehen lässt sich allerdings nur über das mobile Datennetz.

bindung, um fernzusehen. Nachteil

des Ganzen: Der Aufenthaltsort bestimmt,

welche Sender überhaupt

hereinkommen, denn die Abdeckung

schwankt leider. So lohnt sich DVB-

T eher in städtischen Gegenden, wo

man im Idealfall aus bis zu 65 Sendern

wählen kann (öffentlich-rechtlich

und privat).

Fußball live auf dem Phone? Das

muss jeder selbst entscheiden

Mobiles Fernsehen auf dem Smartphone

ist also machbar. Das Angebot

ist nicht riesig, reicht jedoch völlig

aus. Wer auf Bundesliga, Pro7 und

Sat1 verzichten kann, setzt mit Zattoo

auf das richtige Pferd. Hier werden

preisgünstig tolle Möglichkeiten

geboten, die es so sonst nirgendwo

gibt. Die Konkurrenz von Telekom

und Vodafone hat das vollständigste

Programm im Köcher, kostet aber

auch. Bundesliga live auf dem Handy

ist sicher nice to have, schlägt aber

eben auch mit rund 13 Euro im Monat

zu Buche. Klare Sache: Mobiles

TV wird den Fernseher nicht ersetzen,

aber es funktioniert und macht

das Leben bunter. Tilman Walch

82 connect android 2/2014


Jetzt im Handel!

Home-Entertainment neu erleben!


Gaming Smartphone-Gamecontroller

alles unter

kontrolle?

Gamecontroller fürs Android-Phone sind eine

echte Alternative zum Touchscreen – wirklich?

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht.

p

assionierte Zocker kennen

das Problem: Da hat man

endlich sein Lieblingsspiel gefunden,

muss sich aber über die

schwammige Bedienung auf den

fummeligen, weil nicht spürbaren

Tasten des Touchscreens ärgern.

„Wenn ich einen Con troller wie

bei der Spielkonsole zur Hand hätte,

wäre ich noch zehn Sekunden

schneller!“ Und der Wunsch nach

mehr Kontrolle ist berechtigt; vor

allem bei Rennspielen, Jump-n-

Runs und Shootern sind haptische

Bezugspunkte eine große Hilfe.

Mit ihnen lässt sich einfach besser

zielen, präzise springen oder lenken.

Mittlerweile gibt es eine langsam,

aber stetig wachsende Anzahl

an Gamecontrollern, die sich via

Bluetooth mit dem Android-

Smartphone koppeln lassen und

das Spielerlebnis verbessern sollen.

Doch gelingt das auch? Leider

nicht immer, wie unser Praxistest

zeigt: Viele Spiele sind mit den

Controllern nicht kompatibel, und

nicht alle Modelle sind für den mobilen

Gebrauch auch geeignet.


sebastian Stoll

84 connect android 2/2014


Mobile Playstation

Der Gamephone Controller Pro von Bigben

Interactive versprüht Playstation-Charme.

Der Bigben Interactive Gamephone Controller Pro sieht dem

Controller der Sony Playstation 3 ziemlich ähnlich und liegt

gut ausbalanciert in der Hand. Zumindest so lange, bis man

das Smartphone in die abschraubbare Halterung – die ein

wenig an einen Notenständer erinnert – einsteckt, denn dann

droht das Gespann schnell vornüber zu kippen. Jetzt klappt man

einfach den Ständer aus, der sich hinter der Halterung versteckt.

So richtig mobil ist die klobige Kombination aus Smartphone und

Controller nicht: In die Hosentasche passt der mit zwei Joysticks

ausgestattete Bigben nicht, für die Jackentasche ist er ebenfalls zu

groß. Was nun? Hm, am besten zu Hause bleiben, denn hier müsste

es sich mit diesem Teil ja bestens daddeln lassen: Mehr als 280

Spiele sollen laut Hersteller kompatibel sein. Wir haben vier davon

Praxistest

Bigben Interactive Gamephone Controller Pro

Preis um 39 Euro

Pro

Contra

zwei Thumbsticks; griffige Schulterund

Triggertasten; vier Aktionstasten;

Bluetooth; abschraubbare Smartphone-

Halterung; drahtlose Verbindung

via Bluetooth; viele kompatible Spiele

umständliche und hakelige Installation

und Koppelung; unhandlich

Spieleauswahl ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

ausprobiert, doch Begeisterungsstürme

blieben aus: Das

Koppeln mit dem Smartphone

funktioniert recht umständlich

über eine kosten lose

Treiber-App, und nicht alle

Spiele sind immer perfekt auf

den Controller abgestimmt.

Statt der beiden Joysticks

kann man auch auf das bewährte

Steuerkreuz zurückgreifen,

zum Beispiel bei

Shoot ’em ups. >>

Spiele

Virtua Tennis (0,89 Euro) Virtua Tennis gehört

mittlerweile auch unter den Android-Games zu den Klassikern.

Zusammen mit dem Gamephone Controller Pro lohnt

sich eine Runde mit dem gelben Ball allemal.

GTA III (4,49 Euro) Die vielschichtige Steuerung

der GTA-Serie macht die Bedienung via Touchscreen

zu einem eher hakeligen Erlebnis. Mit dem Gamephone

Controller steuert sich der Klassiker ein wenig besser.

Fotos: © Olaf Speier – shutterstock.de

R-Type (1,79 Euro) Ein Shoot ’em up der alten

Schule ist R-Type. Zwar gelingt auch die Steuerung

per Touchscreen recht gut, doch das über die Pfeiltasten

aktivierte Dauerfeuer ist effektiver.

Reckless Racing 2 (1,61 Euro) In der Mittagspause

eine Runde um den Block heizen? Das ist gut fürs

Gemüt, aber schlecht fürs Klima. Stattdessen empfehlen wir

Reckless Racing 2 plus Gamephone Controller Pro.

85


Gaming Smartphone-Gamecontroller

Kompakt & handlich

Der Free Mobile Wireless Controller ist für

den mobilen Einsatz bestens gerüstet.

Praxistest

Steelseries Free Mobile Wireless Controller

Preis um 70 Euro

Pro

Contra

kompakter und handlicher Bluetooth-

Controller mit vier Aktionstasten, integriertem

Akku und zwei Joysticks sowie

Schultertasten und Steuerkreuz; passt

in jede Hosentasche

nur wenige Spiele sind kompatibel;

verhältnismäßig hoher Preis

Spieleauswahl ★★★★★

Handhabung ★★★★★

Praxistest ★★★★★

Flacher, handlicher, leichter und somit für den mobilen

Gebrauch deutlich besser geeignet als der Gamephone

Controller Pro von Bigben Interactive ist der Free Mobile

Wireless Controller von Steelseries, der für rund 70 Euro zu

haben ist. Auch dieser kleine Controller wird zunächst kabellos

via Bluetooth mit dem Android-Smartphone gekoppelt. Hierzu ist

die Treiber-App „Steelseries Engine“ erforderlich. Die App bietet

unter anderem die Möglichkeit, die Funktion sämtlicher Tasten vor

dem Spielen zu prüfen. Hier zeigt sich bereits, dass der in etwa

kreditkartengroße Free Mobile Wireless Controller recht gut und

griffig in der Hand liegt. Zur Eingabe stehen zwei Schultertasten,

vier Aktionstasten, ein Steuerkreuz sowie zwei parallel angeordnete

Joysticks bereit. Über die „A“- und „B“-Tasten wird der Pairing-Modus

aktiviert.

In der Praxis schließlich

erweist sich der Free Mobile

Wireless Controller von Steelseries

als prä zises Steuerungsinstrument.

Nur leider

ist die Auswahl an qualitativ

hochwertigen Games für ihn

noch sehr übersichtlich, was

den Spielspaß – neben dem

selbstbewussten Preis von

rund 70 Euro – dann doch

stark einbremst.

Spiele

Flashout 3D: Zeemote Edition (2,23

Euro) Mit Vollgas fliegt man über futuristische Rennstrecken

– deutlich präziser als per Touchscreensteuerung.

Erinnert an das gute alte Nintendo F-Zero.

Starfighter 2 (0,79 Euro) Eine unterhaltsame

und kurzweilige Weltraumballerei. Die Steuerung über

die beiden Joysticks des Steelseries-Controllers macht

präzise Angriffe möglich.

Car Tracks (1,76 Euro) Vollgas geben aus der

Vogel perspektive auf der interaktiven Carrerabahn: Car

Tracks macht mit dem Steelseries-Controller ein bisschen

mehr Laune als ohne ihn.

Overkill: Space Shooter (kostenlos)

Ein kurzweiliges Weltraum-Shoot ’em up, das nebst

spacigem Soundtrack mit dem Steelseries-Controller

für Unterhaltung sorgt.

86 connect android 2/2014


Das neue fotocommunity-MAGAZIN

MENSCHEN UND LANDSCHAFTEN

Jetzt ohne

Versandkosten!

www.colorfoto.de/fc

Ab sofort im Handel oder portofrei

bestellen unter www.colorfoto.de/fc


Praxis Die Sync-Software von HTC

B

ei seinen eleganten

Smartphones wie dem

beliebten One und dessen verschiedenen

Verwandten setzt

HTC zu weiten Teilen auf

Online-Funktionen. So erfolgen

Software-Updates zum

Beispiel vorzugsweise „over

the air“. Dennoch ist es auch

bei HTC-Geräten sinnvoll,

diese mit einem stationären

Rechner abzugleichen. Für

seine aktuelle Modellpalette

bietet HTC zu diesem Zweck

das Tool HTC Sync Manager

an, das unter der Webadresse

www.htc.com/de/software/

htc-sync-manager in Versionen

für Mac und Windows

zum kostenlosen Download

Synchron

MIT HTC

bereitsteht. Allerdings sollten

HTC-Nutzer vor dem Download

überprüfen, ob diese

Software ihr Modell wirklich

unterstützt. Für ältere HTC-

Geräte wie zum Beispiel das

Magic, das Desire HD oder

das Legend ist nämlich statt

des modernen Sync-Managers

die ältere Software HTC Sync

vorgesehen. Sie ist allerdings

ausschließlich für Windows

erhältlich und konzentriert

sich auf den Abgleich mit

Micro soft Outlook. Wer dieses

ältere Tool benötigt, findet

einen entsprechenden Download-Link

unter http://www.

htc.com/de/support. Da nur

noch eine überschaubare Zahl

von HTC-Nutzern mit diesen

alten Geräten unterwegs sein

dürfte, konzentrieren wir uns

im Folgenden auf den moderneren

Sync-Manager.

Versionen für Win und Mac

Die Windows-Version des

HTC-Tools läuft auf Rechnern

mit Windows XP ab Service-Pack

2 oder den 32- sowie

64-Bit-Versionen von

Vista, Windows 7 oder Windows

8. Zum Abgleich von

Adressen und Terminen unterstützt

sie die Outlook-Versionen

2003, 2007, 2010 und

2013, jeweils in den Ausführungen

für 32-Bit- oder

64-Bit-Betriebssysteme. Die

Für ihre aktuellen

Modelle wie das

HTC One bieten

die Taiwaner das

Tool HTC-Sync-

Manager. connect

stellt es vor.

Mac-Ausführung läuft laut

HTC unter Mac OS X 10.6

und höher, der Abgleich mit

Outlook ist mit Microsoft Office

für Mac 2011 möglich.

Im Gegensatz zu den Sync-

Programmen der meisten anderen

Hersteller macht HTC

übrigens beim Funk tionsumfang

keinen Unterschied

zwischen der Windows- und

der Mac-Ausgabe – lediglich

die Quellen beziehungsweise

Partner-Programme bei der

Synchronisation unterscheiden

sich, abhängig von den

Standard-Programmen auf

beiden Plattformen.

Der HTC-Sync-Manager

bietet den für Desktop-Sync-

88 connect android 2/2014


Musikalisch

Bei der Auswahl

fürs

Handy kann

man schnell

in einen Track

hineinhören.

Bildgewaltig

Zu übertragende

Fotos

lassen sich

nach Alben

oder Ereignissen

wählen.

Daten-Safe

Der HTC-

Sync-Manager

verwaltet

die verschiedenen

Phone-

Backups.

Take away

Dokumente

können manuell

ausgewählt

und aufs

Phone gespielt

werden.

Tools üblichen Funk tionsumfang

(siehe auch unten): Er

gleicht Kontakte, Kalender

sowie Browser-Lesezeichen

zwischen den jeweils eingestellten

Desktop-Anwendungen

und dem Smartphone ab,

unterstützt den Handynutzer

bei der Verwaltung von Musik,

Fotos und Videos und

dient zudem als Backup-

Werkzeug. Gerade letztere

Funktion sollten Sie unbedingt

regelmäßig nutzen –

denn im Falle eines Geräteverlusts

oder Defekts ist die

lokale Sicherung des Smartphone-Speicherinhalts

auf

dem heimischen Rechner

meist die einzige Chance, ein

Ersatzgerät schnell mit allen

Adressen, Rufnummern, Apps

und sonstigen Daten zu befüllen.

Wer das Backup auch als

Sicherungsinstanz für möglicherweise

unwiederbringliche

Handyfotos nutzen will, sollte

übrigens nicht vergessen, in

den Synchronisationseinstellungen

die Option „Auch Medieninhalte

sichern“ zu aktivieren.

Dann dauert die Übertragung

zwar gerade beim

ersten Mal deutlich länger,

doch dafür sind die sonst nur

auf dem Mobilgerät abgelegten

Bilder und sonstigen Multimedia-Daten

dann auch für

den Fall der Fälle auf dem

lokalen Rechner hinterlegt.

Umzugshelfer für iPhone-

Abstinenzler

Eine Besonderheit, die sich

sowohl in der Mac- als auch

das kann DER HTC-SYnc-manager

Kontakte und Kalender

Die Windows-Version des HTC-Sync-

Managers unterstützt Outlook ab Version

2003, die Mac-Version das Mac-eigene

Adressbuch und Outlook for Mac 2011.

Multimedia

Musik und Fotos synct die Windows-Version

mit den entsprechenden Windows-Verzeichnissen

sowie iTunes und Win Media

Player. Die Mac-Version synct mit iTunes.

Backup

Win- und Mac-Version können den Speicherinhalt

des Smartphones auf der Rechner-

Festplatte sichern – und beide unterstützen

auch den Umzug von einem iPhone.

89


Praxis Die Sync-Software von HTC

in der Windows-Version des

HTC-Sync-Managers findet,

ist überdies eine Umzugs-Unterstützung

für Nutzer, die

von einem iPhone auf ein

HTC-Gerät umsteigen wollen.

Dazu greift das Sync-Tool

auf ein lokales iPhone-Backup

zu (das allerdings vorher

möglichst aktuell mit dem

Apple-Programm iTunes erzeugt

worden sein muss) und

überträgt dessen Inhalte – soweit

sinnvoll und technisch

möglich – auf das HTC-

Smartphone.

Outlook und Alternativen

Je nach persönlicher Vorliebe

lässt sich im Programm einstellen,

ob der Abgleich automatisch

durchgeführt werden

soll, sobald das Smartphone

am Rechner angeschlossen

wird, oder ob Sie ihn manuell

starten möchten. Für die Automatik

spricht, dass man die

wichtige Synchronisation und

Sicherung so vielleicht häufiger

durchführt beziehungsweise

seltener vergisst – zumal

sich das Programm auch

so konfigurieren lässt, dass es

bei Anschluss des Smartphones

automatisch startet.

Für den Abgleich von Kontakten,

Terminen und Lesezeichen

lässt sich in den

Einstellungen des HTC-Tools

festlegen, aus welchem Desktop-Programm

diese Einträge

übernommen werden sollen.

Für Kalendereinträge lässt

sich außerdem bestimmen, für

welchen Zeitraum die Termine

aufs Smartphone übertragen

werden. Und für den Fall

von Konflikten kann man vorschreiben,

ob die Inhalte des

Computers oder die des

Smartphones die Oberhand

gewinnen sollen.

Weiterreichende Einstellmöglichkeiten

wie insbesondere

eine Zuordnung der Datenfelder

von Adresseinträgen

im Rechner zu denen des Adressbuchs

im Smartphone bietet

der HTC-Sync-Manager

aber leider nicht. Führt die

Synchronisation also nicht zu

den gewünschten Ergebnissen,

lässt sich innerhalb des

Tools daran nicht viel ändern.

Erfolgversprechend ist dann

nur das Ausweichen auf andere

Abgleichwege – etwa über

die Google Cloud, Exchange

Online oder mit Hilfe von

Sync-Tools unabhängiger Anbieter

à la My Phone Explorer

(www.fjsoft.at, Freeware),

The Missing Sync for An droid

(www.markspace.com, 39,95

US-Dollar), Companion Link

for Android (www.compa

nionlink.com, 49,95 US-Dollar),

Android Sync (www.an

droid-sync.com, 29,95 US-

Dollar) oder gSyncit (www.

fieldstonsoftware.com, 19,99

US-Dollar). Zumindest als

zusätzliche Alternative zum

alleinigen Einsatz der HTC-

Software lohnt sich ein Blick

auf diese Alternativen. Für einen

Abgleich zwischen Microsoft

Outlook und der

Google Cloud empfiehlt sich

darüber hinaus das Open-

Source-Projekt Go Contact

Sync Mod (http://google

syncmod. sourceforge.net).

Stark bei Multimedia

In jedem Fall gute Dienste

leistet der HTC-Sync-Manager

bei der Verwaltung der auf

dem Smartphone gespeicherten

Multimedia-Daten. Hier

lassen sich Musiktitel und Fotos

sehr komfortabel auswählen,

um den knappen Handyspeicher

nicht über Gebühr zu

belasten – und doch alles dabeizuhaben,

was man auf dem

Mobilgerät mit sich führen

möchte. Bei der Übertragung

von Musik kann man nach

Wunsch gezielt bestimmte

Künstler, Alben oder sogar

einzelne Titel selektieren, die

das HTC-Tool dann aufs

Smartphone kopiert. Für die

Übertragung von Fotos gibt es

vergleichbare Auswahlfunktionen

auf Basis von Alben oder

Ereignissen.

Zusätzlich kann der Nutzer

noch beliebige Dateien festlegen,

die der HTC-Sync-Manager

in den Speicher seines

Smartphones legt. Bei HTC-

Modellen, die neben dem internen

Speicher auch eine

Speicherkarte verwalten, lässt

Spielfreudig

Auch Wiedergabelisten

aus

iTunes oder

Windows Media

Player werden

übertragen.

Event Manager

Fotos lassen

sich auch hier

nach Alben

und Ereignissen

sortieren.

Eher schlicht

Zur Adress-

Synchronisation

lässt sich

nur einstellen,

welche Quelle

Vorrang hat.

Lesezeichen:

Zusätzlich

kann man

Lesezeichen

aus verschiedenen

Browsern

syncen.

90 connect android 2/2014


sich zudem bestimmen, in

welchen Speicherbereich die

Dokumente kopiert werden

sollen. Und zu guter Letzt unterstützt

der HTC-Sync-Manager

auch die Übertragung

von Lesezeichen der beliebtesten

Browser (Internet Explorer,

Firefox oder Google

Chrome) aufs Handy, wo dessen

Mobil-Browser dann auf

die importierten Bookmark-

Listen zugreifen kann. Allerdings

muss man sich in den

Sync-Einstellungen auf einen

Lieblings-Browser festlegen

– ein späterer Wechsel löscht

die vorher aus anderer Quelle

aufs Smartphone überspielten

Lesezeichen.

Insgesamt wenig Probleme

Bei der Recherche, wo HTC-

Nutzer im Hinblick auf das

Sync-Tool am häufigsten der

Schuh drückt, fand connect in

den einschlägigen Android-

Foren insgesamt eher wenig

Beschwerden. Ein grundsätzliches

Problem sind die bereits

erwähnten Schwierigkeiten

bei der Anpassung zwischen

den Datenfeldern von

Outlook oder anderen Desktop-Adressbüchern

und denen

im Kontaktverzeichnis des

Smartphones.

Häufigere Klagen fanden

wir zudem rund um die Erkennung

des per USB-Kabel

angeschlossenen Smartphones

durch Windows-PCs. Diese

meist durch Treiber-Unverträglichkeiten

verursachten

Probleme treten aber keineswegs

allein bei HTC auf – sie

sind vielmehr typisch für fast

alle Sync-Programme unter

Windows. Wie sie zum Beheben

solcher Probleme vorgehen

sollten, lesen Sie im nebenstehenden

Tipp-Kasten.

Insgesamt ist HTC seine

neue Sync-Software also gut

gelungen. Nur bei den Einstellungen

zur Kontakt-Synchronisation

wären ein paar

zusätzliche Anpassungsoptionen

willkommen. Vielleicht

liefert sie HTC in künftigen

Versionen seines Sync-Managers

ja noch nach.

Hannes Rügheimer

Tipps

Installation der neuesten

Programmversion

Die aktuelle Version des

HTC-Sync-Managers für

das von Ihnen verwendete

Desktop-Betriebssystem

finden Sie unter www.htc.

com/de/software/htcsync-manager.

Kontrollieren

Sie vor dem Download

noch einmal, ob diese Software

wirklich Ihr HTC-

Smartphone-Modell unterstützt.

Wenn Sie das Programm

bereits auf Ihrem

Rechner eingerichtet haben,

prüfen Sie regelmäßig mit

dem Befehl „Nach Updates

suchen“ aus dem Menü

rechts oben, ob es eine aktuellere

Version gibt und installieren

Sie diese gegebenenfalls.

Abhilfe bei

USB-Problemen

Wenn der HTC-Sync-Manager

Ihr Smartphone nicht

findet, können Sie verschiedene

Schritte versuchen:

Probieren Sie zuerst testhalber,

ob das HTC-Gerät an

einem anderen USB-Anschluss

Ihres Rechners erkannt

wird. Führt auch dies

nicht zum Erfolg, deinstallieren

Sie das HTC-Smartphone

aus dem Windows-

Geräte-Manager. Sie finden

die entsprechenden Einträ-

&

Tricks

ge dort üblicherweise unter

„Anschlüsse“ sowie unter

„Tragbare Geräte“. Schließen

Sie das HTC-Gerät anschließend

neu am Rechner

an und bestätigen Sie die

darauf neu angefragte Treiberinstallation.

Falls auch

dies nicht hilft, deinstallieren

Sie den HTC-Sync-Manager

mit allen Komponenten,

führen Sie einen Neustart

durch, installieren Sie

die HTC-Software neu und

schließen Sie dann erneut

Ihr Smartphone an. Die beschriebenen

Schritte können

auch nach einem Update

der Android-Version

auf dem Smartphone nötig

werden, weil sich dadurch

unter Umständen die auf

dem Gerät hinterlegten Windows-Gerätetreiber

ändern.

Update der

Medien-Bibliothek

Wenn Sie auf Ihrem Rechner

neue Musik oder Fotos

hinzugefügt haben, müssen

Sie die Medien-Datenbank

des HTC-Sync-Managers

zuerst aktualisieren, um

ihm die Neuzugänge mitzuteilen

und die neuen Dateien

somit auch für die Synchronisation

verfügbar zu

machen. Den entsprechenden

Programmbefehl finden

Sie im HTC-Sync-Manager

in dem Menü rechts oben:

„Bibliothek aktualisieren“.

Je nach Umfang der Multimedia-Daten

dauert das

Update ein paar Minuten.

Wenn Sie Ihre Musik mit

iTunes oder dem Windows

Media Player verwalten,

können Sie allerdings unter

„Musik/Einstellungen“ festlegen,

dass Änderungen in

deren Medien-Beständen

automatisch in den HTC-

Sync-Manager importiert

werden.

Auswahl zwischen

automatischer und manueller

Synchronisation

In den „Synchronisierungseinstellungen“

im Bereich

„Home“ des HTC-Sync-Managers

können Sie festlegen,

ob Ihr Smartphone

nach dem Anschluss an den

Rechner automatisch synchronisiert

werden soll. Ist

diese Option nicht aktiv,

starten Sie den Abgleich

durch einen Klick auf das

Sync-Symbol rechts unten

im Programmfenster des

HTC-Sync-Managers.

91


Praxis Mac und Android

Grenz-

Gänger

Nicht jeder Mac-Nutzer will auch ein iPhone haben.

Was Anwender eines Apple-Rechners beim Einsatz

von Android-Telefonen beachten sollten.

Samsung spricht mit Apple Samsung bietet seine hauseigene

Sync-Software Kies auch für den Mac an. Das Programm hat

allerdings deutlich weniger Funktionen als die Windows-Version.

HTC Sync für Macs Auch HTC hat sein Sync-Tool zusätzlich zur

Windows-Version als Mac-Variante im Angebot. Der Abgleich konzentriert

sich auf die jeweiligen System-Programme von Mac OS X.

A

uch wenn viele Besitzer

von Mac-Rechnern automatisch

zu Apples iPhone

greifen, ist dies kein Muss.

Man kann problemlos einen

Apple-Rechner zum Arbeiten

nutzen – und dennoch als

Smartphone und/oder Tablet

ein Android-Gerät verwenden.

Wer sich für diese Kombination

entscheidet, muss lediglich

etwas genauer nach der für ihn

am besten geeigneten Verbindungs-Software

suchen.

Sync-Software für Macs

Einige Android-Anbieter wie

Samsung, Sony oder HTC

stellen auch Mac-Versionen

ihrer Sync-Tools zur Verfügung.

Allerdings unterscheiden

sich diese Programme in

ihrem Funktionsumfang oft

von ihren Windows-Pendants.

Statt der Auslegung auf Microsoft

Outlook gleichen sie

Adressen und Kalendereinträge

in der Regel mit den jeweiligen

Systemprogrammen von

Mac OS X ab. Zum Übertragen

von Musik greifen sie auf

die Datenbank von Apple-

Platzhirsch iTunes zu, und für

Fotos verbinden sie sich mit

der Apple-Software iPhoto.

Von manchen Smartphone-

Herstellern wie LG oder Huawei

gibt es keine eigene Mac-

Software. Besitzer solcher

Handys sollten sich die Software

The Missing Sync (siehe

Kasten rechts) anschauen.

Diese Sync-Suite ist im Übrigen

auch ein guter Tipp für

Mac-Anwender, die mit Funktionsumfang

oder Sync-Ergebnissen

des vom Handyhersteller

angebotenen Gratis-

Tools unzufrieden sind – sofern

sie noch nicht mit dem

aktuellen Mac OS X 10.9 Mavericks

arbeiten.

Eine weitere Alternative ist

es, die Verwaltung von Kontakten

und Terminen ganz der

Google-Cloud zu überlassen.

Das geht am einfachsten über

die Browser-Oberflächen von

Google Kalender, Google

Kontakte und Co. Doch auch

Apples iTunes unterstützt die

Synchronisation der lokalen

Systemprogramme mit der

Google-Cloud.

Android-Apps rund um Apple

Neben der Desktop-Sync-

Software gibt es aber auch

noch Apps fürs Smartphone

selbst, die für eine Anbindung

92 connect android 2/2014


The Missing Sync

Das leistungsstarke Mac-Tool löst viele Sync-

Probleme mit Android – läuft aber leider noch

nicht komplett unter Mac OS X 10.9 Mavericks.

zwischen Android und der

Apple-Welt sorgen. Besonders

um diesen Brückenschlag

verdient gemacht hat sich

der Dresdener Programmierer

Marten Gajda. Er bietet mit

CardDAV-Sync free ein Tool

an, das in der iCloud abgelegte

Inhalte mit An droid-Phones

abgleicht. Komfor tab ler, allerdings

kostenpflichtig sind

die beiden Apps SmoothSync

for Cloud Calendar (2,55 Euro)

und SmoothSync for

Cloud Contacts (3,59 Euro).

Diese Programme klinken

sich direkt in die Kalenderbeziehungs

weise Kontakte-

App von Android ein und arbeiten

dann im Hintergrund.

Beide finden sich mit weiteren

Hinweisen im Google

Play Store. HAnnes rügheimer

Gratisabgleich Das Sync-Tool

CardDAV-Sync free unterstützt das

von iCloud genutzte CardDAV-Protokoll

auf Android-Smartphones.

Schicke Sache für Kalender

und Kontakte Die kostenpflichtigen

Tools von Marten Gajda sind für

Mac-Nutzer eine große Hilfe.

Das US-Softwarehaus Mark/Space hat sich ganz dem

Thema Synchronisation verschrieben. Sein Sync-Programm

The Missing Sync for Android bietet es zum Preis von 39,95

US-Dollar an (www.markspace.com). Das Paket enthält

eine Vielzahl an Einzelmodulen, die den Abgleich von Kontakten,

Terminen, Aufgaben und Notizen zwischen den

Mac-OS-X-Systemprogrammen oder auch der Mac-Ver sion

von Microsoft Outlook und Android-Smartphones erledigen.

Zusätzlich lassen sich Musikdateien, Podcasts, Fotos und

Videos vom Mac auf den Androiden übertragen. Videodateien

kann die Software dabei nach Bedarf sogar konvertieren.

Last but not least unterstützt sie die Übertragung von

Browser-Bookmarks, Dokumenten und Klingeltönen. Als

Gegenstück für den Abgleich dient eine App auf dem

Android-Smartphone, die kostenlos im Google Play Store

erhältlich ist.

Einziger, aber gravierender Schönheitsfehler: Die Synchronisation

von Adressen, Terminen, Aufgaben und Notizen

funktioniert derzeit nicht unter Mac OS X 10.9 Mavericks.

Lediglich die Übertragung von Multimedia-Dateien ist unter

Mac OS X 10.9 möglich. Hintergrund: Weil Apple die sogenannten

„Sync Services“ aus seiner neuesten Mac-OS-X-

Version entfernt hat, muss Mark/Space diese Grundfunktionen

nun selbst programmieren. Eine entsprechende

Entwicklung hat der Anbieter nach eigener Auskunft bereits

gestartet – bis die Sache fertig ist, dauert es aber noch.

Fotos: © Pleasureofart – iStockphoto.de

letzte

Mac-Version

unterstützt

Android

Sichern und

Wiederherstellen

Musik aus

iTunes

Fotos aus

iPhoto

Termine aus

„Kalender“

Adressen aus

„Kontakte“

Google

Cloud

Outlook for

Mac 2008

Outlook for

Mac 2011

Samsung Kies 3.0.1 Å (2.2 – 4.4) Å Å Å Å Å Å Å Å

Sony Bridge for Mac 3.7 Å (4.0 – 4.4) Å Å Å Í Å Å Í Å

HTC Sync Manager 2.4.28 Å (4.0 – 4.3) Å Å Å Å Å Í Í Å

The Missing Sync 2.0.1 Å (2.0 – 4.3) Å Å Å Å Å Í Å Å

iTunes 11.1.5 Í Í Å Í Å Å Å Å Å

93


Car Connectivity Googles Automotive-Aktivitäten

E

xakt folgt das Testfahrzeug dem

Kurvenradius der Schotterpiste in

der Wüste Nevadas. In der Spur halten es

mehrere Kameras, Infrarot- und Low-

Power-Radar-Sensoren. Der Testfahrer

hinter dem Lenkrad hat demonstrativ

beide Hände angehoben – denn das Auto

steuert sich selbst. Diese Szene spielte im

Jahr 2010. So lang reicht das Engagement

von Google bei der Erforschung

selbststeuernder Fahrzeuge schon zurück.

Knapp vier Jahre später ist die Testfahrzeug-Flotte

auf zwölf selbststeuernde

Autos angewachsen. Der US-Bundesstaat

Nevada hat seine Straßenverkehrsordnung

so geändert, dass autopilotiertes

Fahren auch auf öffentlichen Straßen erlaubt

ist. Und die Testflotte hat seither

rund 500 000 Kilometer zurückgelegt –

unfallfrei, wie Googles Chefingenieur

Chris Urmson im Firmen-Blog betont.

In seinem Blog-Beitrag skizziert der

Google-Ingenieur auch die Ziele des Engagements:

Google möchte das Autofahren

sicherer und angenehmer machen,

die Anzahl von Verkehrsunfällen reduzieren

und dazu beitragen, die von Fahrzeugen

verursachten Kohlendioxid-

Emissionen zu verringern.

ANDROID

im Auto

Schon länger hat Google das Auto als wichtigen

Einsatzort für sein Android-System im Visier. Mit

der Gründung der „Open Automotive Alliance“ im

Januar soll dies nun schnell konkreter werden.

Android im Auto: ambitionierte Ziele

Diesem Ziel dürfte grundsätzlich auch

die Ankündigung Googles auf der diesjährigen

CES dienen, die im Januar in

Las Vegas stattfand: Gemeinsam mit dem

Chiphersteller Nvidia und den Autoherstellern

Audi, General Motors, Honda

und Hyundai gründete Google die Open

Automotive Alliance. Angelehnt an den

hinter Android stehenden Gerätehersteller-Verbund

Open Handset Alliance machen

sich die Gründungsmitglieder der

Open Automotive Alliance dafür stark,

Android ins Auto zu bringen.

Allerdings konzentriert sich zumindest

der erste Schritt dieser Aktivitäten auf

den Bereich Infotainment. Zielsetzung

ist es, die Vernetzung zwischen Fahrzeug

und Smartphone zu verbessern, damit der

Fahrer während der Fahrt für ihn relevante

Apps und Funktionen besser und sicherer

bedienen kann. Dazu können Apps

ihre Bedienoberflächen zum Beispiel auf

das Display im Cockpit umleiten, wo sie

sich per Touchscreen oder über die fahrzeugeigenen

Dreh-Drück-Regler steuern

lassen. Aber auch Sprach- und Gestenerkennung

sowie weitere Bedienkonzepte

stehen auf der Roadmap der Auto-Androiden.

Erste Ergebnisse dieser Entwicklungsarbeit

werden planmäßig noch

im Lauf des Jahres 2014 vorgestellt – eingebaut

in Serienfahrzeuge, die dann auch

94 connect android 2/2014


schnell zum Kauf angeboten werden sollen.

Googles Android-Chef Sundar Pichai

unterstrich auf der CES, dass gerade die

von der Smartphone-Nutzung gewohnten

Bedienkonzepte dazu beitragen sollen,

dass sich Fahrer bei der Steuerung des

Infotainment-Systems besser auf den

Straßenverkehr konzentrieren können.

Google betonte überdies, dass die Open

Automotive Alliance für alle interessierten

Hersteller offen sei. Andere Anbieter

seien herzlich eingeladen, an der gemeinsamen

Innovationsplattform fürs Auto

mitzuarbeiten.

Die Ziele sind dabei durchaus ambitioniert:

So will Google etwa auch die

Verkehrsinfrastruktur steuern. Vor einer

Kreuzung würden nach Googles Plänen

die sich nähernden Fahrzeuge ihre Navigationsfahrziele

der Ampelsteuerung mitteilen,

um die Schaltung für einen optimalen

Verkehrsfluss zu beeinflussen.

Bei aller Begeisterung für solche Konzepte

und für das Android-System im

Allgemeinen stellte Audi-Chef Rupert

Stadler noch auf der CES allerdings auch

klar, dass Android aus seiner Sicht keine

Alternative für tiefer liegende, sicherheitsrelevante

Fahrzeugsysteme sei. Für

ABS, Motor- und Fahrwerkssteuerung

setzen die Hersteller traditionell auf spezialisierte

Software- und Entwicklungsumgebungen,

die über eine Vielzahl von

Sicherheits- und Ausfallschutz-Mechanismen

verfügen. Es sei, so Stadler,

schwer vorstellbar, dass das mit ganz anderen

Entwicklungsschwerpunkten entstandene

An droid-System diese Anforderungen

jemals erfüllen könnte.

Viele Hersteller fahren mehrgleisig

Nachdem Anfang März nun auch Apple

auf dem Genfer Automobil-Salon seine

Aktivitäten rund um iOS im Auto unter

dem Namen Carplay vorstellte, schien

sich auf den ersten Blick ein Systemkampf

ums Cockpit abzuzeichnen. Allerdings

trügt dieser Eindruck ein wenig:

Denn die wenigsten Automobilhersteller

planen, sich voll von einer der beiden

konkurrierenden Seiten vereinnahmen zu

lassen. So nennt auch Apple die Open-

Automotive-Alliance-Mitglieder General

Motors, Honda und Hyundai neben

vielen anderen Marken auf seiner Unterstützerliste.

Im Gegenzug erklärte die

Firma Mercedes-Benz, die noch in Genf

die Carplay-Integration in ihrer neuen

C-Klasse vorführte, dass sie in absehbarer

Zeit eine vergleichbare Integrationslösung

auch für Android-Smartphones

vorstellen wolle; in ähnlicher Weise

äußerten sich Audi und BMW. Letztlich

Bei Audi an Bord

Prominenter Unterstützer

von Google ist Audi. Dieses

CES-Exponat basiert zwar

noch nicht auf Android,

für künftige Infotainment-

Lösungen aus Ingolstadt

ist das aber geplant.

Automobil-Club

Die Open Automotive

Alliance soll den Einsatz

von Android in Autos vorantreiben

– so wie die Open

Handset Alliance dem

System den Weg in die

Smartphones ebnete.

Variables Cockpit

In Kürze schon im neuen

Audi TT zu bewundern, zeigt

das frei konfigurierbare

Cockpit-Display den Weg in

die Zukunft – Tacho und

Drehzahlmesser werden bei

Bedarf einfach verkleinert.

Mega-Touchscreens

Der E-Mobility-Pionier Tesla

stattet seine Elektro-Limousinen

gegen Aufpreis schon

jetzt mit einem riesigen

Touch-Display aus. Hier versammeln

sich Navigation,

Klimabedienung und mehr.

Smarte

Fernsteuerung

BMWs Elektroauto i3

lässt sich künftig auch mit

Samsungs Android-Smartwatch

Galaxy Gear steuern.

Die Uhr zeigt den Ladezustand

und ob zum Beispiel

die Türen verschlossen sind.

95


Car Connectivity Googles Automotive-Aktivitäten

Autopilot Bereits seit 2010 forscht Google an selbstfahrenden Autos.

Mittlerweile ist eine Flotte von zwölf Fahrzeugen in Nevada und anderen US-

Staaten unterwegs und hat dort bereits rund 500 000 Kilometer zurückgelegt.

Schon heute erhältlich Nachrüst-Spezialist Parrot hat mit dem

Asteroid Smart ein Android-gestütztes 2-DIN-Autoradio und Navisystem im

Angebot. Im Inneren des für 530 Euro angebotenen Geräts werkelt Android 2.3.

will eben kein Hersteller Kunden zur

Konkurrenz schicken, nur weil sie ein

nicht zur Firmen-Philosophie passendes

Smartphone nutzen.

In der Praxis ist also gut vorstellbar,

dass Android- und iOS-Unterstützung in

den Cockpits vieler Fahrzeuge eine friedliche

Koexistenz führen werden. Zumal

die Hersteller sich auch in Zukunft nicht

nehmen lassen werden, hauseigene Infotainment-Systeme

in ihre Fahrzeuge

einzubauen. Autokäufer müssen sich

allerdings darauf einstellen, dass auch in

künftigen Autos die Unterstützung von

Smartphones je nach deren Betriebssystem

mit unterschiedlichem Funktionsumfang

angeboten werden wird.

Nvidia: spezieller Automotive-Chip

Neben den genannten Fahrzeugherstellern

zählt zu den Gründungsmitgliedern

der Open Automotive Alliance auch der

Chiphersteller Nvidia. Er präsentierte auf

der CES seinen neuen Quad-Core-Mobilprozessor

Tegra K1 und stellte dessen

Fähigkeiten gerade für den Einsatz in

Automotive-Anwendungen heraus. Mit

192 Recheneinheiten in der Grafiksektion

sei der Chip zum Beispiel für die Bildverarbeitung

der Kameras von selbstfahrenden

Autos prädestiniert. Auch zum

Bespielen von Fahrzeug- und/oder Headup-Displays

sei der Chip besonders gut

geeignet. Die Rechenleistung will der

Hersteller im Vergleich zur Vorgängergeneration

verzehnfacht haben – bei

gleichbleibendem Stromverbrauch. Zudem

verfüge er über moderne Stromspartechniken

wie die Nvidia „4-plus-1-Architektur“,

die bei geringer Auslastung

vom energiehungrigeren Vierkern-Betrieb

auf einen einzigen ARM-Cortex-

Rechenkern herunterschaltet, bei Bedarf

aber auch schnell wieder die Quad-Core-

Leistung bereitstellt. Auch die Temperaturtoleranz

des Chips sei besonders auf

den Automotive-Bereich ausgelegt. Neben

dem Einsatz im Auto wird der Nvidia

K1 in Kürze wohl auch in Android-Tablets

und anderen mobilen Geräten zu finden

sein.

Android-Autoradios gibt’s bereits

Wer auf den Einsatz von Android in seinem

Auto nicht länger warten möchte,

findet bei Nachrüst-Herstellern aber

schon heute passende Angebote. So hat

etwa der Navigations- und Freisprech-

Spezialist Parrot (www.parrot.com) mit

seinem Asteroid Smart schon seit einiger

Zeit ein Nachrüst-Autoradio im Angebot,

das unter Android läuft und auf dem sich

auch Android-Apps nutzen lassen. Das

für 530 Euro angebotene 6,2-Zoll-Gerät

(Touchscreen mit 15,8 cm Diagonale)

passt in Doppel-DIN-Schächte und bietet

GPS-Navigation, Sprachsteuerung, eine

Freisprechfunktion zum Telefonieren

übers Smartphone sowie Bluetooth-Zugriff

auf das im An droid-Telefon gespeicherte

Musikarchiv. Per WLAN kann es

die Internetverbindung eines gekoppel-

Sprachsteuerung Die auf Google Now basierende Spracherkennung ist

neben dem Touchscreen und fahrzeugeigenen Bedienelementen ein wichtiges

Bedienkonzept für die Nutzung von Android während der Fahrt.

Entertainment an erster Stelle Neben Information die wohl

wichtigste Anwendung im Auto ist der Zugriff auf Musik, die auf dem Android-

Smartphone oder auch anderen Speichermedien abgelegt ist.

96 connect android 2/2014


Günstiger Einstieg Das von Pearl angebotene 2-DIN-Autoradio Navgear

DSR-N 370 kostet nur 350 Euro und stellt bereits viele Android-Funktionen auf

seinem 6,2-Zoll-Touchscreen (15,8 cm) zur Verfügung.

Eigens fürs Auto Nvidia ist Mitglied der Open Automotive Alliance und

stellte mit seinem Tegra K1 einen Prozessor vor, bei dem Leistung, Stromverbrauch

und Temperaturtoleranz speziell für den Einsatz im Auto optimiert sind.

ten Telefons mitnutzen, und auch Anschlüsse

für eine Rückfahrkamera und

gegebenenfalls weitere Videosignalquellen

sind vorhanden. Ein eigener „Asteroid

Market“ bietet für das Gerät und den

Einsatz während der Fahrt geeignete

Apps. Dort finden sich zum Beispiel verschiedene

Navigations-Anwendungen,

Wettervorhersagen, Verkehrsinfos, eine

Facebook-App und diverse Internet radiound

Audiostreaming-Dienste. Mit der

Android-Version 2.3.7 Gingerbread ist

das Betriebssystem des Asteroid Smart

allerdings nicht mehr auf dem neuesten

Stand.

Mit einem Preis von 350 Euro günstiger

und mit Android 4.0 deutlich aktueller

ist das vom Elektronikversender Pearl

(www.pearl.de) angebotene 2-DIN-Android-Autoradio

Navgear DSR-N 370.

Der Funktionsumfang ähnelt weitgehend

dem Parrot-Gerät. Dank seines moderneren

Betriebssystems unterstützt das Navgear-Modell

allerdings auch Mirrorlink

– kann also den Bildschirminhalt eines

per Bluetooth oder WLAN gekoppelten

Smartphones auf den Autoradio-Touchscreen

holen und das Telefon so fernbedienen.

Da dies den Fahrer doch recht

stark vom Verkehrsgeschehen ablenken

kann, sollten von dieser Option nach den

Vorstellungen des Herstellers aber nur

Beifahrer Gebrauch machen.

Für Fahrzeugmodelle, in denen

kein Doppel-DIN-Schacht zur Verfügung

steht, will Pearl auch eine 1-DIN-Version

des Android-Autoradios anbieten, die

mit einem einklappbaren Touchscreen

ausgestattet ist. Dieses Modell dürfte

dann in mehr bestehende Autos passen.

Der Funktionsumfang soll im Wesentlichen

den 2-DIN-Modellen entsprechen.

Sowohl Pearl als auch Parrot empfehlen

Interessenten übrigens, für den Einbau

ihrer Geräte auf den Service zertifizierter

Partner-Werkstätten zurückzugreifen.

Denn für einige Funktionen wie

etwa die optional anschließbare Rückfahrkamera

müssen die Android-Autoradios

mit dem Bord-Datennetz des Fahrzeugs

verbunden werden, um etwa das

Einlegen des Rückwärtsgangs oder den

Einschlagswinkel des Lenkrads zu erkennen.

Wer sich mit Kfz-Elektronik

nicht wirklich gut auskennt, sollte solche

Installationen und Adaptionen lieber

Profis überlassen.

Android im Auto längst angekommen

Egal ob Nachrüstung heute oder Werksoption

morgen – Android hat im Automarkt

bereits schon recht gut Fuß gefasst.

Interessenten können in ihrem fahrbaren

Untersatz dafür sorgen, dass die Dienste

von Google und die Funktionen ihres

Smartphones während der Fahrt mit bestmöglichem

Funktionsumfang und Bedienkomfort

zur Verfügung stehen. Und

in nicht allzu ferner Zukunft übernimmt

Android dann vielleicht wirklich auch

noch das Steuer – und wir können uns

zurücklehnen.

Hannes Rügheimer

Zugriff aufs Bordnetz Für exakte Navigation, aber auch innovative neue

Auto-Apps, braucht das System Zugriff auf die Sensoren und Systeme im Auto.

So stehen Tachosignal, Lenkeinschlag und andere Größen zur Verfügung.

Komfort pur Android-Autoradios wie die Systeme von Parrot und Pearl

bieten auch Komfortfunktionen, die es sonst nur als teures Extra gibt – wie

zum Beispiel eine Rückfahrkamera mit visualisiertem Lenkeinschlag.

97


Tablets & Co 8-Zöller von Samsung und LG

Koreanische

Zwillinge

LG und Samsung schicken

8-Zoll-Tablets ins Rennen, die

sich erstaunlich ähnlich sehen.

Wir klären, wo die Unterschiede

liegen. Michael Peuckert

98 connect android 2/2014


Fotos: © Noppasin – shutterstock.de

D

as G Pad 8.3 kann mit

schneller Plattform, feinem

Display und cleveren

Features aufwarten – und das

zum attraktiven Preis unter

300 Euro. Nur Insider werden

sich noch an den ersten Versuch

von LG erinnern, im Tablet-Markt

Fuß zu fassen. Die

Rechnung ging damals mit

dem Optimus Pad nicht auf

(Test in connect 8/2011). Nun

starten die Koreaner mit dem

G Pad 8.3 für günstige 299

Euro Preisempfehlung einen

neuen Anlauf – und die Chancen

auf eine Erfolgsgeschichte

stehen gut.

Toller Look, Top-Display

Denn LG lanciert sein Tablet

in der aktuell sehr beliebten

8-Zoll-Klasse. Dieses Format

bietet einen sehr guten Kompromiss

aus Display größe,

Gewicht und Akkukapazität,

die beim LG-Tablet mit knapp

sieben Stunden Laufzeit im

typischen Nutzungsmix dann

auch sehr gut ausfällt. Um den

Preis niedrig zu halten, verzichtet

LG auf ein Mobilfunk-

Modem, das viele Nutzer bei

einem Tablet ohnehin nicht

benötigen. Zumal die QPair-

Funktion bequem den Kontakt

zu Android-Smartphones herstellt

– dazu später mehr.

Ansonsten ist von einem

Spardiktat nichts zu bemerken:

Das G Pad 8.3 macht bereits

auf den ersten Blick einiges

her. So ertasten die Finger

des Nutzers eine attraktive

Metallrückseite und auch

sonst vermitteln Verarbeitung

und Haptik des Tablets ein

ausgezeichnetes Bild. In dieses

passt auch das Display,

denn hier serviert LG einen

echten Leckerbissen. Die 8,3

Zoll große Anzeige wartet mit

Full-HD-Auflösung auf und

bietet die für ein Tablet üppige

Pixeldichte von 273 dpi. Die

feine Auflösung macht sich

nicht nur auf dem Papier gut,

sondern zahlt sich auch im

Alltag aus, denn die brillante

und farbneutrale Darstellung

von Bildern, Spielen und Videos

ist eine große Stärke des

G Pad 8.3. Auch die Helligkeitsausbeute

liegt mit 315

cd/m 2 noch im grünen Bereich.

Lg g Pad

Displaymessungen

Die Werte für die Kontrastmessungen

und Blickwinkelabhängigkeit liegen

beim G Pad 8.3 allesamt im grünen

Bereich. Dies gilt auch für die Helligkeitsausbeute,

die allerdings eher

durchschnittlich ausfällt.

Kontrast bei >

-Urteil

gut (396 Punkte)

Y

Title

Project User Date

Via QPair kann man das G Pad 8.3 mit

Android-Smartphones koppeln und

Telefoninhalte auf dem Tablet nutzen.

QSlide ermöglicht Multitasking über

zwei zusätzliche Fenster mit unterschiedlichen

Funktionen.

Dank integrierter Infrarotdiode und

dem Programm Quick Remote dient

das G Pad 8.3 auch als Fernbedienung.

1

DC

1

1.00 -

100.0 5.000 0.00

20.0

0.00

60.00

10.00 0.00

360.00 10.00 0.00 0.00 SGH-X600_dunkel_blk (1) connect bg

2013-11-19

2

DC

1

1.00 -

100.0 5.000 0.00

20.0

0.00

60.00

10.00 0.00

360.00 10.00 0.00 0.00 SGH-X600_dunkel_blk (1) connect bg

2013-11-19

3 Contrast SGH-X600_dunkel_blk (1), NSel: SGH-X600_dunkel_blk (1), Sel: SGH-X600_dunkel_blk (1), Negative contrast display

99


Tablets & Co 8-Zöller von Samsung und LG

S

amsung bietet mit den

Galaxy-Tab-3-Modellen

spannende Tablets zu kleinen

Preisen an. Dies trifft auch auf

den Testkandidaten Galaxy

Tab 3 8.0 WiFi zu. Nach dem

von connect als „gut“ getesteten

Galaxy Note 8.0 WiFi

schickt Samsung nun das

preislich und ausstattungsseitig

etwas niedriger positionierte

Galaxy Tab 3 8.0 WiFi

ins Rennen, um sich die Krone

bei den kompakten Tablets

zu holen. Neben der hier getesteten

Wi-Fi-Variante ist

auch eine 3G- (381 Euro) sowie

eine LTE-Version (425

Euro) des Galaxy Tab 3 8.0

erhältlich.

Klein, ausdauernd und hell

Dank des gut verarbeiteten

Kunststoffgehäuses, das in

Weiß oder in Dunkelblau verfügbar

ist, und den selbst für

ein 8-Zoll-Tab let superkompakten

Abmessungen lässt

sich das Samsung problemlos

mit einer Hand halten. Großen

Anteil an dem ausgezeichneten

Bedienkomfort haben

auch das sehr niedrige Gewicht

von lediglich 313

Gramm und die geringe Bauhöhe

von gut sieben Millimetern.

Trotzdem steckt ein potenter

Akku mit 4450 mAh in

dem Tablet – und sorgt in Verbindung

mit der hauseigenen

Plattform Exynos 4212 mit

1,5 GHz schnellem Dual-

Core-Prozessor sowie 1,5 GB

Arbeitsspeicher für eine sehr

gute typische Ausdauer von

8:21 Stunden.

Die 8 Zoll große Anzeige

bietet in Sachen Auflösung

mit 1280 x 800 Pixeln den in

dieser Preisklasse üblichen

Standard. Die Darstellung ist

nicht so fein und brillant wie

beim G Pad 8.3, doch dafür

kann das Samsung mit einer

deutlich höheren Helligkeit

kontern, was sich beim Outdoor-Einsatz

auszahlt: Die im

connect-Labor gemessenen

361 cd/m 2 sind aller Ehren

wert. Auch die Kontrastwerte

stimmen, sodass dem Tablet-

Einsatz auch im hellen Sonnenlicht

nichts entgegensteht.

100 connect android 2/2014

Praktische Features

Auch in der Abteilung Ausstattung

hat das Samsung einiges

zu bieten, etwa den

Multitasking-Modus Multi

Window – der ermöglicht,

zwei Funk tionen gleichzeitig

unter- oder nebeneinander angeordnet

zu nutzen und auch

Inhalte per Drag-and-drop direkt

von einem Fenster ins

andere zu bewegen.

Für E-Book-Fans ist der

spezielle Lesemodus interessant,

der sich beim Betrachten

von Inhalten aus dem Samsung

Readers Hub und aus Google

Play Books aktivieren lässt.

Samsung

Galaxy Tab 3

Displaymessungen

Das Display des Galaxy Tab 3 8.0

WiFi besitzt durch die Bank gute

Kontrastwerte und eine ordentliche

Blickwinkelstabilität. Die erreichte

Helligkeit ist mit 361 cd/m 2 zudem

recht gut.

Kontrast bei >

-Urteil

gut (396 Punkte)

No Scheme MPX Bias S Freq. Volt. Delay Temp ThStart ThEnd ThInc PhStart PhEnd PhInc X Y Title

Project User Date

1 DC 1 1.00 - 100.0 5.000 0.00 20.0 0.00 60.00 10.00 0.00 360.00 10.00 0.00 0.00 SGH-X600_dunkel_blk (1) connect bg 2013-11-19

2 DC 1 1.00 - 100.0 5.000 0.00 20.0 0.00 60.00 10.00 0.00 360.00 10.00 0.00 0.00 SGH-X600_dunkel_blk (1) connect bg 2013-11-19

3 Contrast SGH-X600_dunkel_blk (1), NSel: SGH-X600_dunkel_blk (1), Sel: SGH-X600_dunkel_blk (1), Negative contrast display

Die App WatchOn und die integrierte

Ínfrarotdiode machen aus dem Tablet

eine interaktive Fernbedienung.

Wer gerne E-Books mit seinem Tablet

liest, der wird sich über den weniger

grellen Lesemodus freuen.

Mit Multi Window beherrscht das Samsung

echtes Multitasking, zwei Funktionen

können parallel genutzt werden.


TESTERGEBNISSE

Marke LG Samsung

Modell G Pad 8.3

Galaxy Tab 3 8.0

WiFi

Preis (Euro) 299 302

AUSSTATTUNG

SYSTEM

Betriebssystem Android 4.2.2 Android 4.2.2

Prozessor/ Taktfrequenz

(MHz)

Qualcomm APQ8064T/

1700

Samsung Exynos 4212/

1500

verfügbarer Speicher (MB) 10490 10960

Steckplatz für Speicherkarte MicroSD MicroSD

DISPLAY

Typ transm. TFT transm. TFT

Diagonale (Zoll) 8,3 8

Auflösung (Pixel) 1920 x 1200 1280 x 800

CONNECTIVITY

GSM 850/900/1800/ 1900 Í/Í/Í/ Í Í/Í/Í/Í

UMTS 850/900/1900/ 2100 Í/Í/Í/Í Í/Í/Í/Í

HSDPA/HSUPA Í/Í Í/Í

WLAN/ Bluetooth 802.11a/b/g/n/Å 802.11a/b/g/n/Å

HDMI-Ausgang Å Í

PIM

Kontakt-/Terminverwaltung Å/Å Å/Å

Notizen/ To-do-Liste Å/Å Å/Í

MESSAGING

E-Mail Å Å

E-Mail-Hub Å Å

SMS Í Í

BROWSER

Web/Flash/Java/ Java-Scripting Å/Í/Í/Å Å/Í/Í/Å

https/Home veränderbar/Favoriten Å/Å/Å Å/Å/Å

MULTIMEDIA

Videoplayer Å Å

3GP/MP4/ WMV Å/Å/Å Å/Å/Å

Audio-Player Å Å

MP3/ WMA Å/Å Å/Å

M4A/AAC Å/Å Å/Å

KAMERA

Auflösung Foto-/Chat-Kamera (Megapixel) 4,9/1,2 4,9/1,2

Fotolicht Í Í

NAVIGATION

GPS-Empfänger/Routenplaner Å/Å Å/Å

Onboard-/Offboard-Navi Í/Å Í/Å

GRÖSSE & GEWICHT

Abmessungen (L x B x H in mm) 217 x 127 x 8 210 x 124 x 7

Gewicht (Gramm) 337 313

MESSWERTE

AUSDAUER

Akku-Kapazität (mAh) 4600 4450

typ. Ausdauer (Stunden) 6:54 8:21

DISPLAY

Helligkeit (cd/m 2 ) 315 361

durchschn. Kontrast 1: 259 1: 255

max. Kontrast Dunkelheit/Büro/ Draußen 1: 845/ 1: 547/ 1: 22,5 1: 741/1: 545/ 1: 25,4

Gloss (%) 117 126

TESTERGEBNISSE

Ausdauer max. 75 gut (63) sehr gut (68)

Ausstattung max. 150 befriedigend (99) ausreichend (96)

Handhabung max. 175 sehr gut (163) sehr gut (158)

Messwerte max. 100 befriedigend (71) befriedigend (74)

URTEILmax. 500

396

gut

396

gut

Samsung Galaxy Tab Pro 8.4

Das kleinste Vertreter der neuen Tab-Pro-

Serie von Samsung hat dank Formfaktor und

Features das Zeug zum Kassenschlager.

Auf der CES in Las Vegas

hat Samsung Anfang des

Jahres seine neue Tablet-

Linie Tab Pro vorgestellt, die

Modelle im 8-, 10- und

12-Zoll-Format vorsieht.

Hochauflösendes Display

Das Galaxy Tab Pro 8.4

kommt mit einem 8,4-Zoll-

Display mit hoher Auflösung

(1600 x 2560 Pixel). Die Anzeige

machte im ersten

Check einen hervorragenden

Eindruck. Egal, ob Spiele,

Videos oder Fotos – das

Samsung-Tablet ist wirklich

überall in seinem Element.

Trotz des recht großen Displays

lässt sich das Tablet

vertikal immer noch mit einer

Hand umschließen und

so sehr komfortabel nutzen.

Dabei hilft auch die geringe

Bauhöhe von lediglich sieben

Millimetern. Die Verarbeitung

ist vorbildlich.

Erster Check

Samsung Galaxy Tab Pro 8.4

Preis

Maße

Pro

Contra


ab 400 Euro

129 x 219 x 7 Millimeter; 325 Gramm

handlich und leicht; gute Verarbeitung;

tolle Benutzeroberfläche; einfache

Bedienung; enorme Software-Ausstattung;

Android 4.4; 8,4- Zoll-Display mit

1600 x 2560 Pixeln; 2 GB Arbeitsspeicher;

10 GB Nutzerspeicher; 8-MP-

Kamera; ac-WLAN; GPS; Micro-SD-Slot

-

Ausstattung ✔✔✔✔✔

Handhabung ✔✔✔✔✔

Erster Check ✔✔✔✔✔

Einen komplett neuen Look

hat die verbesserte Benutzeroberfläche

zu bieten. So gibt

es noch mehr Widgets und

Anordnungsoptionen, mit denen

man das Tablet an eigene

Bedürfnisse anpassen kann.

Am Messestand war ein LTE-

Modell mit 16 GB Speicher

ausgestellt, von denen etwa

10 GB frei verfügbar waren.

Die Highspeed-Variante soll

rund 500 Euro kosten, das

Wi-Fi-Modell ist für 400 Euro

zu bestellen.

101


Tablets & Co Toshiba Excite Write

S

urfen, Mailen,

Chatten. Und Filme

schauen. Was noch? Skizzieren,

Präsentationen erstellen.

Ein Buch schreiben? Das

vielleicht nicht. Aber wer zu

Toshibas Excite Write greift,

dem wird es erst mal an nichts

fehlen. Software-seitig sorgt

Toshiba mit einer Reihe

brauchbarer Apps vor, die

durch die mitgelieferte oder

zugrunde liegende Hardware

den richtigen Kick bekommen.

So kann der Toshiba

Media Player beim Streamen

von Podcasts oder Filmen innerhalb

des Heimnetzes auf

die aktuell schnellste WLAN-

Technik setzen: ein moderner

Router

lässt

im Standard

802.11 ac, den das

Excite Write unterstützt,

pro Antenne bis zu 433 Mbit/s

passieren.

Ein Ausrufezeichen setzt

auch der ultraschnelle Vierkerner

Tegra 4 von Nvidia.

Die Rechenleistung des ARM-

Chips kooperiert mit einer

Onboard-GPU von Geforce,

die ihrerseits über 72 Recheneinheiten

verfügen kann. Dass

ein schneller Grafikprozessor

allerdings nicht alles ist, wenn

die Software Haken schlägt,

demonstriert Toshibas Scanner-App

TruCapture. Fotografierte

Whiteboards, Zeitungsausschnitte

und Belege lassen

sich an den Kanten ausrichten

und zuschneiden. Beim Betrachten

kann man den Bildaufbau

allerdings Pixel für

Pixel mitverfolgen. Immerhin

sind im Ergebnis auch kleine-

102 connect android 2/2014


All

Inclusive

Toshiba hat ein Rundumsorglos-Paket

geschnürt:

Das Excite Write kommt

komplett mit Stift und

Tastatur in einem Schutz-

Cover. Auch bei der Software

hat Toshiba schon mal

vorgesorgt.

Datenmanagement Zum Kopieren zwischen Tablet und Speicherkarte

oder -stick oder schnellen Auffinden der unterschiedlichen Medienarten.

Jukebox im heimischen Mediennetz Zwischen Musik, Videos, Fotos

oder heruntergeladenen Podcasts und Streaming-Listen blättern.

Cover mit Mehrwert

In dem Cover mit Standfunktion

ist auch eine passable Tastatur

untergebracht.

re Schriften gut lesbar, denn

die Hauptkamera löst mit 8

Megapixeln auf, verfügt über

einen Bildstabilisator und einen

Autofokus. Schwach beleuchtete

Motive hellt ein

LED-Licht auf.

Fineliner

Nicht zu Unrecht bezeichnen

die Japaner ihr Excite Write

als Kreativ-Tablet: Mit dem

Stift in der Hand und der App

Flip Boom Draw wird jeder

zum Comic-Zeichner. Beim

Hovering, einer Technik wie

von Samsungs Galaxy Note

bekannt, ist der Aufsatzpunkt

schon sichtbar, wenn die Stiftspitze

noch über dem Display

schwebt: dadurch kann man

präzise ansetzen. Der Stift

lässt sich auch als alternative

Eingabemethode einrichten.

Produktivität verspricht

TruNote für Zeichnungen und

handschriftliche Notizen,

PDF-Export inbegriffen. Die

direkte Übergabe einer Notiz

an die Office-Suite Think-

Free, um sie dort in eine Präsentation

einzubinden, scheiterte,

weil die Aufzeichnung

automatisch in Text konvertiert

wurde, dies allerdings

wiederum nur zum Teil.

Unter den weiteren Apps

finden sich der übersichtliche

Toshiba Datei Manager und

die App PrintHand. Das Tool

Scanner Whiteboards, Zeitungsausschnitte und Belege kann man mit der

8-Megapixel-Kamera fotografieren, zuschneiden und speichern.

Aus der Cloud über das Tablet zum Drucker PrintHand erkennt

viele Druckertypen und kommuniziert mit den gängigen Cloud-Services.

103


Tablets & Co Toshiba Excite Write

Aluminium-Look

Mit Lautsprechern von Harman

Kardon und einem Foto-Licht hebt

sich Toshibas Tablet wohltuend

vom Standard ab.

Wie auf Papier

Der Stift vermittelt Look-andfeel

eines Fineliners, sowohl in der

Handhabung als auch im Ergebnis.

erkennt Drucker im gleichen

WLAN und hat für viele von

ihnen den passenden Treiber

parat. Kalenderseiten und Fotos

aus lokalen oder Facebook-Alben

lassen sich ebenso

drucken wie die Cloud-

Dateien von Box, Dropbox,

Gmail oder Skydrive.

Energieversorgung

Das mitgelieferte Tastaturcover

lässt die Anschlüsse

weitgehend frei. Nur der Ein/-

Aus-Schalter wird überdeckt

und lässt sich dadurch nur mit

kräftigem Druck oder mit dem

Fingernagel betätigen. Im

Stand hält das Tablet dank einer

leichten Magnetverbindung

gut die Position. Die

Tastatur selbst, mit Sondertasten

für die Android-Steuerung,

ist unterwegs ein guter Behelf.

Hat man sich an die formatbedingt

engere Tastenstellung

gewöhnt, treffen Zehn-Finger-

Schreiber dank guter Anordnung

auch entlegene Drücker

wie die Satzzeichen der oberen

Tastenreihe intuitiv.

Zum Tablet baut die Tastatur

eine Bluetooth-Verbindung

auf. Energie bezieht sie

über einen Micro-USB-Eingang,

der über ein beiliegendes

Kabel unterwegs auch direkt

an den Micro-USB-Port

des Tablets gehängt werden

kann. Der gibt zwar Energie

ab und erkennt darüber hinaus

auch einen per Adapter angeschlossenen

USB-Stick. Er

nimmt aber keine Energie auf.

Wenn die voraussichtliche aktive

Nutzung außer Haus über

fünfeinhalb Stunden hinausgeht,

muss daher neben dem

653 Gramm schweren Tablet

auch das kantige Netzteil ins

Gepäck. Im Standby sinkt der

Stromverbrauch auf niedrige

acht Milliampere. Anhaltende

Strompeaks signalisieren,

dass das Tablet auch im Standby

noch etwa eine viertel

Stunde lang aktiv ist. Zudem

wird der Akku im Betrieb

schnell warm. Bereits nach

wenigen Runden Asphalt 8

Airborne erwärmt er die linke

Hand, während sie das Tablet

hält. Vergnügen bereiten dabei

die leuchtenden Farben

des IPS-Screens, der mit 2560

x 1600 Pixeln hochauflöst.

Der geringe mittlere Kontrast

von 1:191 sorgt im Test jedoch

für Punkteinbußen.

Glas und Kunststoff

Während Corning Gorilla

Glass 2 das Display weitgehend

vor Kratzern schützt,

ist die titanfarbene geriffelte

Kunststoffrückwand weniger

gefeit davor. Sie bietet aber

einen guten Griff. Die Abdeckung

für Kartenfach, USBund

HDMI-Anschluss schützt

und verschönert in geschlossenem

Zustand die Optik. Geöffnet,

etwa wenn ein HDMI-

Kabel angeschlossen ist, stört

die lange Lasche jedoch nicht

nur optisch, sondern auch,

wenn man versucht, ein abgewinkeltes

Micro-USB-Kabel

104 connect android 2/2014


einzustecken. Zusammen mit

dem langsamen Bildaufbau

der Scanner-App und einer

(im Test einmalig) hängenden

Taste beim Testgerät, war im

Praxistest nicht alles so perfekt,

wie man es bei einem

Android-Tablet für immerhin

699 Euro erwartet.

Sorgenfalten stellen sich

aber keine ein, weshalb sich

am Ende dank der überwiegend

funktionalen und vielseitigen

Hard- und Software-

Ausstattung das Bild vom

Rundum-sorglos-Paket hält.

Und in Sachen Preis hilft ein

Blick auf die Internetseiten

der einschlägigen Onlinehändler,

die das Excite Write

für unter 600 Euro listen.

Inge Schwabe

Nicht das Leichteste

… aber dennoch schlank: 653

Gramm, knapp 11 Millimeter Tiefe.

Displaymessung

Die Farbqualität hat auch bei

schrägem Blick auf das IPS-Display

Bestand, das mit 314 cd/m 2 eine

gute Helligkeit bietet. Das Kontrastverhältnis

lässt dagegen sowohl

bei Tageslicht als auch in Büroräumen

und bei Dunkelheit zu

wünschen übrig.

Kontrast bei


Tablets & Co Blaupunkt Endeavour 1010

Für

Entdecker

Ziemlich spacy: Das

Display des Endeavour

1010 von Blaupunkt rockt –

aber nur in einer Disziplin.

Punkte holt das günstige

Tablet woanders.

E

ndeavour – ein wahrhaft

geschichtsträchtiger Name.

Das Segelschiff des frühen

Entdeckers James Cook

hieß so, und die letzte Weltraumfähre

des 2011 beendeten

amerikanischen Space-

Shuttle-Programms auch. Das

Tablet Blaupunkt Endeavour

1010 hat nicht einmal GPS.

Aber: Es hat ein wahrhaft geschichtsträchtiges

Display!

Höchste Farbstabilität

Seit Entwicklung der In-Plane-Switching-Technik

bewerben

Hersteller ihre Produkte

gern mit der hohen Blickwinkelstabilität

der IPS-Displays.

Wie unabhängig die Farbtreue

vom Standpunkt des Betrachters

wirklich ist, klärt der connect-Labortest

– mitunter ernüchternd.

Da ist bei Weitem

nicht immer alles „im grünen

Bereich“. Anders beim Endeavour

1010, wie das Display-

Diagramm eindrucksvoll visualisiert.

Der Screen bietet

beste Voraussetzungen, um

Bilder, Webseiten oder farbenfrohe

Tabellen gemeinsam

zu betrachten und zu analysieren.

Schade nur, dass es dafür

eines geeigneten Plätzchens

bedarf. Denn 154 cd/m 2 sind

unter freiem Himmel kaum

ausreichend. Hinzu kommen

die starke Spiegelung und das

dürftige Kontrastverhältnis

bei Tageslicht. Deshalb sahnt

das Display trotz der hervorragenden

Blickwinkelstabilität

in Summe kaum Punkte ab.

Gute Bedingungen bieten Innenräume,

wo auch das Kontrastverhältnis

einen besseren

Wert erreicht.

Ausstattung: schwach

GPS und Modem fehlen, Anwendungs-

und Arbeitsspeicher

sind auch nicht gerade

üppig. Punkte liefert der Micro-HDMI-Anschluss,

für den

Blaupunkt einen Adapter zur

Normgröße beilegt. Auch ein

USB-Adapterkabel findet sich

in der Schachtel. Hierüber

lässt sich wahlweise das fehlende

Modem durch einen optionalen

3G-Stick kompensieren,

der dann im Android-Menü

konfiguriert werden kann,

oder ein Speicherstick verwenden.

Eine Micro-SD-Karte

kann daher als dauerhafte

Erweiterung im Kartenfach

bleiben. Auf der rechten Querseite

sitzen die Stereolautsprecher

– einseitige Beschallung

also, wenn man sich

auf dem Endeavour 1010 mal

einen Film ansieht. Immerhin

stellt Blaupunkt hierfür einen

Player bereit und spendiert

auch die Office-Suite Softmaker

Office 2012. Ansonsten

könnte die App-Ausstattung

des Android-4.2-Tablets kaum

spartanischer sein, nicht einmal

die Google-Play-Dienste

sind installiert. Bei der Kontakte-App,

die beim Testgerät

ebenso wie bei bereits ausgelieferten

Geräten fehlt, handelt

es sich laut Blaupunkt um

einen Bug. Bis zum Erscheinungstag

dieser Ausgabe soll

hierzu ein Update folgen.

Akku groß, Wirkung klein

Während die Leistung der

Workbench aus Quad-Core-

CPU und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher

durchaus überzeugen

kann, hätte man von einem

8200 Milliampere starken Akku

mehr erwartet – auch wenn

man über die gute Ausdauer

von fast sieben Stunden im

Dauerbetrieb letztlich nicht

klagen kann. Erstaunlich ist

dabei das Gewicht, das trotz

großem Akku nur bei 557

Gramm liegt. Beim Formfaktor

macht das neun Millimeter

flache, sauber verarbeitete

Endeavour 1010 nicht nur

rechnerisch Punkte gut. Auch

optisch gefällt das Aluminium-Design-Gehäuse.

Störend

wirkt allenfalls die Produktkennzeichnung,

die in kontrastreichem

Weiß auf der

titan farbenen Rückseite viel

Fläche einnimmt; hier wäre

weniger mehr gewesen.

106 connect android 2/2014


Praxischeck

Am Ende fehlen dem Endeavour

1010 einige Punkte für

ein gutes Endergebnis. Bei

den polarisierenden Displayeigenschaften

wiegen schwache

Helligkeitswerte schwerer

als eine hervorragende Blickwinkelstabilität

– vor allem in

der Praxis. Bezahlt machen

sich die Anschlussmöglichkeiten,

herbeigeführt durch

die beiliegenden Adapter, und

die ordentliche Ausdauer.

Die karge Software-Oberfläche

wirkt zunächst nüchtern;

aber nichts lässt sich leichter

ändern, denn natürlich kann

man für die ganz persönliche

virtuelle Entdeckungs reise

mit dem Endeavour 1010 nach

Gusto Apps aus dem Playstore

nachrüsten.

Inge Schwabe

Displaymessung

Das Display des Endeavour 1010

sorgt für eine echte Überraschung:

Eine derart hohe Bildstabilität aus

den unterschiedlichsten Betrachtungswinkeln

sieht man selten!

Umso bedauerlicher, dass sich

Helligkeit und Kontrastverhältnis

auf einem vergleichsweise niedrigen

Niveau befinden.

Kontrast bei


smartphones

MARKE Samsung Sony Samsung LG Samsung Asus Huawei LG

Modell Galaxy S4 Xperia Z

Galaxy

S4 Active

G2

Galaxy

Note 3

Padfone 2 Ascend P6 G Flex

Preis 729 579 649 649 749 799 449 799

AUSSTATTUNG

Touchscreen/Ziffern-/QWERTZ-Tastatur Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

Betriebssystem Android 4.2.2 Android 4.1 Android 4.2.2 Android 4.2.2 Android 4.3 Android 4.0.4 Android 4.2 Android 4.2.2

Prozessor/Kerne/Takt

(MHz)

Qualcomm

APQ8064T/4/1900

Qualcomm

APQ8064/4/1500

Qualcomm

APQ8064T/4/1900

Qualcomm

MSM8974/4/2265

Qualcomm

MSM8974/4/2300

Qualcomm

APQ8064/4/1500

Huawei

K3V2/4/1500

Qualcomm

MSM8974/4/2265

interner Speicher/Speicher-Slot (MB) 9820/MicroSD 11370/MicroSD 10910/MicroSD 23500/Í 25150/MicroSD 25866/Í 4820/MicroSD 23300/Í

Display selbstl. OLED transm. TFT transm. TFT transm. TFT selbstl. OLED transm. TFT transm. TFT selbstl. OLED

Auflösung/Diagonale (Pixel/Zoll) 1080 x 1920/5 1080 x 1920/5 1080 x 1920/5 1080 x 1920/5,2 1080 x 1920/5,7 720 x 1280/4,7 720 x 1280/4,7 720 x 1280/6

LTE 800/1800/2600 Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Í/Í/Í Å/Å/Å

Kamera/Auflösung (Megapixel) Å/12,8 Å/11,5 Å/8 Å/13 Å/12,8 Å/13 Å/8 Å/13

typische Ausdauer (Stunden) 6:53 6:13 6:53 8:39 9:45 7:39 6:00 10:52

Abmessungen (L x B x H in mm) 137 x 70 x 8 139 x 72 x 8 140 x 72 x 10 139 x 71 x 10 151 x 79 x 10 138 x 69 x 11 133 x 66 x 7 161 x 82 x 9

Gewicht (Gramm) 129 146 151 142 168 137 120 175

normierter Strahlungsfaktor/SAR-Wert 2 (-/W/kg) -0,53/0,285 -0,14/0,550 -0,82/0,264 -0,61/0,409 -0,73/0,290 -0,47/0,413 -0,21/0,638 -0,74/0,481

SO GUT GEEIGNET FÜR:

Telefonie

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

Musik ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■■■

Kamera

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

Business ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■

Internet

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

TESTERGEBNISSE

Ausdauer max. 100 100 98 100 100 100 100 97 100

Ausstattung max. 170 145 140 142 137 147 143 130 138

Handhabung max. 140 123 123 120 120 110 115 126 113

Senden und Empfangen GSM max. 30 22 24 24 25 26 23 24 24

Senden und Empfangen UMTS max. 30 20 24 19 21 21 19 23 26

Akustik max. 30 28 27 27 28 27 27 27 26

Test in connect 07/13 04/13 10/13 11/13 12/13 01/13 09/13 04/14

URTEIL max. 500

438

sehr gut

436

sehr gut

432

sehr gut

431

sehr gut

431

sehr gut

427

sehr gut

427

sehr gut

427

sehr gut

smartphones

MARKE Samsung LG LG Samsung Sony Alcatel Samsung Sony

Modell

Galaxy

Note II

Optimus G

Optimus Pro

G Galaxy Xperia Z One Touch

S4 mini Ultra Idol X 6040D

Galaxy S III Xperia Z1

Preis 699 599 599 529 0 329 699 649

AUSSTATTUNG

Touchscreen/Ziffern-/QWERTZ-Tastatur Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

Betriebssystem Android 4.1.1 Android 4.1.2 Android 4.1.2 Android 4.2.2 Android 4.2 Android 4.2.2 Android 4.0.4 Android 4.2

Prozessor/Kerne/Takt

(MHz)

Samsung Exynos

4412/4/1600

Qualcomm

APQ8064/4/1500

Qualcomm

APQ8064T/4/1700

Qualcomm MS-

M8930AB/2/1700

Qualcomm

MSM8974/4/2200

Mediatek

MT6589T/4/1500

Samsung Exynos

4412/4/1400

Qualcomm

MSM8974/4/2200

interner Speicher/Speicher-Slot (MB) 10360/MicroSD 24700/Í 9280/MicroSD 4840/MicroSD 8920/MicroSD 12600/Í 11350/MicroSD 11420/MicroSD

Display selbstl. OLED transm. TFT transm. TFT selbstl. OLED transm. TFT transm. TFT selbstl. OLED transm. TFT

Auflösung/Diagonale (Pixel/Zoll) 720 x 1280/5,5 768 x 1280/4,7 1080 x 1920/5,5 540 x 960/4,3 1080 x 1920/6,4 1080 x 1920/5 720 x 1280/4,8 1080 x 1920/5

LTE 800/1800/2600 Í/Í/Í Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Í/Í/Í Í/Í/Í Å/Å/Å

Kamera/Auflösung (Megapixel) Å/8 Å/13,1 Å/13 Å/8 Å/8 Å/13,4 Å/8 Å/20,7

typische Ausdauer (Stunden) 8:59 6:37 7:53 6:29 8:16 6:16 6:38 7:16

Abmessungen (L x B x H in mm) 151 x 81 x 10 132 x 69 x 10 151 x 77 x 11 125 x 62 x 9 179 x 92 x 7 141 x 68 x 7 137 x 71 x 9 145 x 75 x 9

Gewicht (Gramm) 182 137 171 109 214 120 133 174

normierter Strahlungsfaktor/SAR-Wert 2 (-/W/kg) -0,8/0,171 -0,43/0,426 -0,65/0,286 -0,48/0,332 -0,69/0,441 -0,66/0,264 -0,54/0,342 -0,2/0,773

SO GUT GEEIGNET FÜR:

Telefonie

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

Musik ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■

Kamera

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

Business ■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■

Internet

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

TESTERGEBNISSE

Ausdauer max. 100 100 100 100 100 100 100 100 100

Ausstattung max. 170 143 133 144 135 132 130 136 138

Handhabung max. 140 108 123 107 126 109 122 117 119

Senden und Empfangen GSM max. 30 24 22 25 21 30 22 24 25

Senden und Empfangen UMTS max. 30 25 22 23 17 28 23 20 17

Akustik max. 30 27 26 27 27 27 28 28 26

Test in connect 12/12 05/13 10/13 09/13 11/13 02/14 08/12 12/13

URTEIL max. 500

427

sehr gut

426

sehr gut

426

sehr gut

426

sehr gut

426

sehr gut

425

sehr gut

425

sehr gut

425

sehr gut

108 connect android 2/2014


Besten

liste

Die von connect getesteten

Android-Phones und -Tablets im Überblick.

HTC LG HTC Huawei Sony Asus Motorola Sony Samsung Samsung

One X+

Google

Nexus 5

One Ascend P2

Xperia Z1

Compact

Padfone Razr i Xperia ZL Galaxy Note Galaxy Mega

550 399 650 449 499 599 329 549 699 599

Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

Android 4.1 Android 4.4 Android 4.1 Android 4.1 Android 4.3 Android 4.0 Android 4.0.4 Android 4.1 Android 2.3.5 Android 4.2.2

NVIDIA Tegra 3

AP37/4/1700

Snapdragon

800/4/2300

Qualcomm

APQ8064T/4/1700 Huawei K3V2/4/1500 Qualcomm

MSM8974/4/2200

Qualcomm

8260/2/1500

Intel Atom

Z2460/1/2000

Qualcomm

APQ8064/4/1500

ARM Dual-

Core/2/1400

Qualcomm MS-

M8930AB/2/1700

55010/Í 26830/Í 25220/Í 11200/Í 11410/MicroSD 12601/MicroSD 5260/MicroSD 11320/MicroSD 11070/MicroSD 4080/MicroSD

transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT selbstl. OLED selbstl. OLED transm. TFT selbstl. OLED transm. TFT

720 x 1280/4,7 1080 x 1280/5 1080 x 1920/4,7 720 x 1280/4,7 720 x 1280/4,3 540 x 960/4,3 540 x 960/4,3 1080 x 1920/5 800 x 1280/5,3 720 x 1280/6,3

Í/Í/Í Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Í/Í/Í Í/Í/Í Å/Å/Å Í/Í/Í Å/Å/Å

Å/8 Å/8 Å/4,1 Å/13,1 Å/20,7 Å/8 Å/8 Å/12,8 Å/8 Å/8

6:31 6:53 6:51 6:35 5:41 5:00 5:44 6:00 7:33 7:59

134 x 70 x 11 138 x 70 x 9 137 x 68 x 9 136 x 67 x 9 127 x 65 x 10 128 x 65 x 9 123 x 61 x 9 132 x 71 x 11 147 x 85 x 10 168 x 89 x 9

132 132 146 128 137 130 126 152 173 201

-0,22/0,659 -0,66/0,486 0,74/0,863 -0,66/0,491 -0,57/0,740 0,2/0,750 0,01/0,850 -0,29/0,630 -0,76/0,256 -0,87/0,142

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

■■■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

100 100 100 100 96 90 96 94 100 100

131 130 135 127 136 135 123 135 132 137

117 120 121 116 120 121 126 112 103 102

24 22 18 29 20 22 26 24 27 26

22 24 20 23 20 21 22 26 26 23

28 26 27 25 27 28 24 26 28 27

02/13 03/14 05/13 08/13 04/14 10/12 12/12 08/13 12/11 10/13

422

gut

422

gut

421

gut

420

gut

419

gut

417

gut

417

gut

417

gut

416

gut

415

gut

109


Bestenliste

smartphones

MARKE Huawei LG HTC Sony Sony Alcatel LG HTC

Modell

Ascend

One Touch

G700

L9 II One mini Xperia SP Xperia V Idol Mini

Optimus 4X

6012D

HD

Desire 500

Preis 299 349 449 419 459 179 499 279

AUSSTATTUNG

Touchscreen/Ziffern-/QWERTZ-Tastatur Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

Betriebssystem Android 4.2 Android 4.1.2 Android 4.2.2 Android 4.1 Android 4.0 Android 4.2.2 Android 4.0.3 Android 4.1.2

Prozessor/Kerne/Takt

(MHz)

MTK Cortex

A7/4/1200

Qualcomm

MSM8230/2/1400

Qualcomm MSM

8930AB/2/1400

Qualcomm MSM-

8960Pro/2/1700

Qualcomm

MSM8960/2/1500

Mediatek

MT6572/2/1300

NVIDIA Tegra

3/4/1500

Qualcomm MS-

M8225Q/4/1200

interner Speicher/Speicher-Slot (MB) 5510/MicroSD 3280/MicroSD 10900/Í 4790/MicroSD 5680/MicroSD 5300/Í 12200/MicroSD 1085/MicroSD

Display transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transfl. TFT

Auflösung/Diagonale (Pixel/Zoll) 720 x 1280/5 720 x 1280/4,7 1280 x 720/4,3 720 x 1280/4,6 720 x 1280/4,3 480 x 854/4,3 720 x 1280/4,7 480 x 800/4,3

LTE 800/1800/2600 Í/Í/Í Í/Í/Í Å/Å/Å Å/Å/Å Å/Å/Å Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í

Kamera/Auflösung (Megapixel) Å/8 Å/8 Å/4,1 Å/8 Å/11,5 Å/5 Å/8 Å/6,4

typische Ausdauer (Stunden) 8:26 6:54 5:26 7:39 4:24 6:52 5:27 5:56

Abmessungen (L x B x H in mm) 143 x 74 x 10 128 x 67 x 10 132 x 63 x 9 131 x 68 x 11 129 x 65 x 9 127 x 62 x 8 133 x 69 x 10 131 x 67 x 10

Gewicht (Gramm) 156 120 124 156 120 98 142 125

normierter Strahlungsfaktor/SAR-Wert 2 (-/W/kg) -0,64/0,401 -0,51/0,473 0,7/0,700 -0,08/0,790 -0,18/0,950 -0,47/0,566 -0,3/0,618 -0,45/0,384

SO GUT GEEIGNET FÜR:

Telefonie

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

Musik ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■

Kamera ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

Business ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■

Internet

■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■

TESTERGEBNISSE

Ausdauer max. 100 100 100 93 100 80 100 90 98

Ausstattung max. 170 133 131 129 128 134 115 135 122

Handhabung max. 140 107 115 123 108 119 120 111 111

Senden und Empfangen GSM max. 30 26 20 17 25 29 24 25 24

Senden und Empfangen UMTS max. 30 20 19 21 23 22 22 20 22

Akustik max. 30 26 27 28 27 27 26 25 28

Test in connect 02/14 03/14 10/13 08/13 03/13 02/14 09/12 android 1/14

URTEIL max. 500

412

gut

412

gut

411

gut

411

gut

411

gut

407

gut

406

gut

405

gut

smartphones

MARKE Wiko Acer Motorola Alcatel Sony Samsung Sony HTC

Modell Cink Peax 2 Liquid S2 Moto G

One Touch

Idol Dual SIM Xperia L Galaxy S

Duos

Xperia T One X

Preis 175 599 169 249 279 349 379 500

AUSSTATTUNG

Touchscreen/Ziffern-/QWERTZ-Tastatur Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

Betriebssystem Android 4.1.2 Android 4.2.2 Android 4.4.2 Android 4.1.1 Android 4.1 Android 4.0.4 Android 4.0 Android 4.0

Prozessor/Kerne/Takt

(MHz)

Mediatek

MT6589/4/1200

Qualcomm 800

MSM8974 /4/2150

Qualcomm

MSM8626/4/1200

MediaTek

MT6577/2/1000

Qualcomm

MSM8230/2/1000

Qualcomm MS-

M7227A/1/1000

Qualcomm Krait

MSM8260/2/1500

Quadcore/4/1500

interner Speicher/Speicher-Slot (MB) 1770/MicroSD 11860/MicroSD 3590/Í 13080/Í 4970/MicroSD 1660/MicroSD 12040/MicroSD 27290/Í

Display transm. LCD transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT transm. TFT

Auflösung/Diagonale (Pixel/Zoll) 540 x 960/4,5 1080 x 1920/5,9 720 x 1280/4,5 540 x 960/4,7 480 x 854/4,3 480 x 800/4 720 x 1280/4,6 720 x 1280/4,7

LTE 800/1800/2600 Í/Í/Í Å/Å/Å Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í Í/Í/Í

Kamera/Auflösung (Megapixel) Å/8 Å/12,8 Å/5 Å/8 Å/8 Å/5 Å/12,8 Å/8

typische Ausdauer (Stunden) 6:25 8:13 7:03 5:22 5:45 6:17 5:12 5:28

Abmessungen (L x B x H in mm) 133 x 68 x 11 165 x 86 x 10 130 x 66 x 11 134 x 68 x 9 129 x 66 x 12 122 x 64 x 11 129 x 67 x 12 134 x 70 x 11

Gewicht (Gramm) 128 234 143 111 138 120 140 132

normierter Strahlungsfaktor/SAR-Wert 2 (-/W/kg) -0,16/0,617 -0,68/0,530 -0,53/0,790 -0,58/0,408 0,03/0,690 -0,41/0,471 0,19/0,850 0,08/0,909

SO GUT GEEIGNET FÜR:

Telefonie ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

Musik ■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■

Kamera ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■

Business ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■ ■■■■■■

Internet ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■

TESTERGEBNISSE

Ausdauer max. 100 100 100 100 93 99 100 90 92

Ausstattung max. 170 123 133 112 119 122 116 133 118

Handhabung max. 140 103 94 110 118 103 109 107 115

Senden und Empfangen GSM max. 30 24 17 24 25 23 23 20 24

Senden und Empfangen UMTS max. 30 22 26 26 16 23 19 19 19

Akustik max. 30 27 28 26 26 27 29 27 27

Test in connect android 1/14 04/14 04/14 09/13 08/13 02/13 01/13 06/12

URTEIL max. 500

399

gut

398

gut

398

gut

397

gut

397

gut

396

gut

396

gut

395

gut

110 connect android 2/2014


Huawei Acer Samsung LG Motorola Huawei LG HTC Huawei Mobistel

Ascend P1

Liquid E2 Duo

Galaxy

Express

P875

Optimus F5

Razr

Ascend D1

Quad XL

P710

Optimus L7 II

One max Ascend Mate Cynus T5

449 249 489 399 399 499 299 699 499 269

Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í Å/Í/Í

Android 4.0 Android 4.2.1 Android 4.1 Android 4.1.2 Android 2.3 Android 4.0.4 Android 4.1.2 Android 4.3 Android 4.1.2 Android 4.2

TI OMAP 4460

Cortex-A9/2/1500

Mediatek

MT6589/4/1200