die Hütte - Deutscher Alpenverein Sektion Hildesheim

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die Hütte - Deutscher Alpenverein Sektion Hildesheim

die

Hütte

Deutscher Alpenverein

Nr. 143 Deutscher Alpenverein

März 2005

Zukunft schützen

DAV

Sektion Hildesheim e.V. gegr. 1889

Blick vom Bruchberg zum Brocken Foto: Heinz Krebs


INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Unser Ehrenmitglied Wolfgang Diekmann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Kletterkonzeption Niedersachsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Neues aus Tirol, dem Ötztal und von unserer Hildesheimer Hütte . . . . . . . . . . . . . . 5

Bilder für unsere Geschäftsräume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Die Junggesellenkompanie besucht unsere Hildesheimer Hütte . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Einladung zur Mitgliederversammlung 2005 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Ist unser Alpenverein ein Altenverein? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Bundesverdienstkreuz für Klaus-Jürgen Gran . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

Die neuen Führungs- und Organisationsstrukturen des DAV . . . . . . . . . . . . . . . S. . . . 8.

13

Warum Wandern? – Was ist Wandern? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Für Felspaten ist immer Saison . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Wir gratulieren herzlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Mitteilungen der Geschäftsstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Wir gedenken unserer verstorbenen Mitglieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Fotogruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Naturschutzreferat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Klettergruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. . . . 29 . . . . . . . . . 34

Der Höhepunkt eines jeden Winters – Sportkletterkampf 2005 . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Wanderreisegruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Pakistan – China: Karakorum-Highway & Chinesische Seidenstraße . . . . . . . . . . . . 41

Die Vortragssaison . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Ausbildungsreferat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

Skigruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51

Kanugruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55

S. 41

Wandergruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

Jugendgruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61

Bücherbesprechung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67

Wichtige Adressen der Sektion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72

Rettung und Information in den Alpen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73

1


2

Ihre Gesundheit

liegt uns am Herzen

Impressum

Dr. Christoph Läer

Apotheker

Diplom-Epidemiologe

MRPharmS

Almsstraße 36/37

31134 Hildesheim

Telefon 0 51 21/13 77-0

Telefax 0 51 21/13 77-24

E-Mail: service@sonnen-apo-online.de

Homepage: www.sonnen-apo-online.de

Herausgeber: Sektion Hildesheim des Deutschen Alpenvereins e.V.

Redaktion: Egbert Haegeli, Renate Haegeli

Zuschriften an die Geschäftsstelle der Sektion.

Für den Inhalt der Beiträge sind die Verfasser verantwortlich.

Auflage: Zweimal jährlich 1400 Stück

Anzeigen: z. Z. N. N.,

es gilt Anzeigenpreisliste Nr. 4 vom 01. 01. 2002

Druck: Druckhaus Köhler, Siemensstraße 1–3, 31177 Harsum,

Tel. 0 51 27/90 20 40, Fax 0 51 27/90 20 4-44, ISDN (0 51 27) 90 21 85,

E-Mail: info@druckhaus-koehler.de

Bezugspreis: Der Bezugspreis ist im Jahresbeitrag der Sektion Hildesheim enthalten.

Termine der Redaktion

Unser nächstes Mitteilungsheft „die Hütte“ Nr. 144 und der Veranstaltungsplan Nr. 66 für den

Zeitraum vom 01. 11. 2005 bis 31. 03. 2006 werden Ende Oktober 2005 erscheinen.

Redaktionsschluss:

Am 30. September 2005, Beiträge werden nur auf Datenträger angenommen.

Fotos bitte getrennt zu den Wortbeiträgen als Digitalbilder in .jpg oder .tif, als Dias oder Vergrößerungen

13 x 18 cm.

Wir bitten, alle Beiträge und Termine rechtzeitig und unaufgefordert abzugeben!

Die Redaktion


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Bergfreunde,

der DAV hat im letzten Jahr seine Mitgliederzahl

um 3,8% und damit auf rund

718.000 Mitglieder steigern können. Unsere

Sektion kommt nur auf einen sehr viel

geringeren Zuwachs. Die Schwelle von

1.400 Mitgliedern haben wir wiederum

verfehlt. Ich wünsche mir für die kommende

Zeit, dass die attraktiven Angebote unserer

Gruppen noch zahlreicher genutzt

und die vielen Aktivitäten noch besser öffentlich

in unserer Heimatstadt bekannt

werden. Sicher sind so 1.400 AV-Mitglieder

auch in Stadt und Landkreis möglich.

Natürlich ist dazu die Bereitschaft unserer

ehrenamtlich tätigen Mitglieder, sich weiterhin

für unsere Gemeinschaft so aktiv

und uneigennützig einzusetzen, erforderlich.

Auf die vielen Möglichkeiten, sich

ebenfalls ehrenamtlich in die Arbeit unserer

Sektion einzubringen, habe ich an dieser

Stelle immer wieder hingewiesen.

Sprechen Sie mich ganz einfach einmal

darauf an.

In diesem Heft finden Sie zahlreiche Informationen

und Berichte zu Themen, die

für unsere Sektion von großer Bedeutung

sind. Ich empfehle Ihnen diese Informationen

und stehe Ihnen selbstverständlich für

weitere Erläuterungen zur Verfügung.

Herausragendes Ereignis im letzten Halbjahr

war der von unserer Sektion durchgeführte

1. Durchgang der 7. Norddeutschen

Klettermeisterschaften

am 30. Januar in

der hiesigen Uni-

Sporthalle. Fast 100

Teilnehmer, darunter

auch zahlreiche Mitglieder unserer Kletterund

Jugendgruppe boten hervorragenden

Sport. Der Zeitplan wurde diesmal dank

einer guten Organisation eingehalten. An

dieser Stelle möchte ich mich bei Andreas

Röder und Markus Meyer sowie ihren Mitarbeitern

ganz herzlich für die gute Arbeit

bedanken.

Danken möchte ich aber auch unseren

Sponsoren, der Bergsportzentrale, der

Sparkasse Hildesheim, der Sonnenapotheke,

der Volksbank, Gear Head und den

Bäckereien Könneker und Krone für die

erneut gewährte Unterstützung. Schließlich

gilt unser Dank dem Sektionen- und

Landesverband, der ebenfalls eine finanzielle

Unterstützung gewährte.

Für die Skiläufer wünsche ich mir viel

Schnee in den nächsten Wochen. Für den

beginnenden Frühling und den Bergsommer

2005 wünsche ich Ihnen allen erlebnisreiche

Touren und Wanderungen im

Gebirge.

Ihr

Ludwig Wucherpfennig

Vorsitzender

Bitte kaufen Sie bei unseren Inserenten!

3


Unser Ehrenmitglied Wolfgang Diekmann

Anlässlich der 100-Jahr-Feier unserer Hildesheimer

Hütte wurde Wolfgang Diekmann,

über 14 Jahre Hüttenwart, mit der

Ehrenmitgliedschaft unserer Sektion ausgezeichnet.

Damit wurde die Arbeit, die

Wolfgang Diekmann für unsere Sektion

und besonders auf unserer Hildesheimer

Hütte geleistet hat, gewürdigt.

Als er 1956 mit seinem Sohn Ulrich in die

Sektion eintrat, habe ich ihn auf unserer

alten Malepartushütte am Bruchberg kennen

und schätzen gelernt. Seine handwerklichen

und sonstigen Fähigkeiten blieben

auch meinem Vorgänger Prof. Gustav Hille

nicht verborgen. So wurde Wolfgang Diekmann

im Jahr 1969 Hüttenwart der Hildesheimer

Hütte und blieb es bis 1983, also

mehr als 14 Jahre. Damit kommt er auf die

zweitlängste Amtszeit eines Hüttenwarts

unserer Hochgebirgshütte.

Mit der Elektrifizierung der Hütte hatten

bereits 1965 seine jährlichen Arbeitseinsätze

in Sölden begonnen, die er über Jahrzehnte

fortsetzte. Bis zu 3 Wochen lang, in

den ersten Jahren häufig mit seinem ältesten

Sohn Ulrich, führte Wolfgang Diekmann

unzählige kleinere und größere Reparaturen

und Verbesserungen durch. Die

dauerhafte und stabile Beschilderung unserer

Wege, das multifunktionale Regal im

Eingangsbereich und der Fahnenmast sind

u. a. das Zeugnis seiner vielen Arbeit.

Es war für Wolfgang Diekmann immer

wieder selbstverständlich, mit dem auf der

4

Hütte vorhandenen

Material die notwendigen

Reparaturen

durchzuführen. Die

Hütte liegt bekanntlich

sehr weit entfernt von entsprechenden

Geschäften.

Mehr als drei Jahrzehnte hat er diese Arbeiten

ehrenamtlich geleistet und dabei mit

sechs Hüttenwirten zusammengearbeitet.

Eine stolze Leistung. Wolfgang Diekmann

hat seine Erfahrungen auch überregional

eingebracht, und zwar als Mitglied des

ersten gemeinsamen Hüttenausschusses

von DAV, ÖAV und Alpenverein Südtirol.

Selbstverständlich beteiligte sich Wolfgang

Diekmann aktiv am Neubau der Malepartushütte

in Oderbrück. Gemeinsam

mit Heinz Krebs führte er die gesamten

Elektroinstallationsarbeiten durch.

Praktisch jedes Wochenende von 1986 bis

1988 stand er für unseren Bauleiter, Prof.

Peter Bütefisch, zur Verfügung. Bis heute

gehört unser Ehrenmitglied Wolfgang

Diekmann zum Kreis der Hüttenbetreuer

auf der Malepartushütte.

Lieber Wolfgang, ganz herzlichen Dank

für deine Arbeit in unserer Sektion!

Ludwig Wucherpfennig

Vorsitzender

Und was schreiben Sie -

für unser Mitteilungsblatt?


Kletterkonzeption Niedersachsen

Was lange währt, wird endlich gut! Im vergangenen

Jahr 2004 haben wir einen ersten

großen Schritt zur Umsetzung unserer

Kletterkonzeption getan. Seit Ende der

sechziger Jahre hat insbesondere Dr. Richard

Goedeke, Braunschweig, an diesem

Thema kontinuierlich gearbeitet. Am 06.

Dezember 2004 konnten wir auf der Paschenburg

oberhalb von Schaumburg im

Wesergebirge einen ersten Vertrag dazu

unterschreiben. Darin wurden Regelungen

für den Klettersport im Süntel (Hohenstein)

und dem Wesergebirge vereinbart.

Vertragspartner auf Behördenseite waren

die inzwischen aufgelöste Bezirksregierung

Hannover für das Land Niedersachsen

sowie die Landkreise Hameln und

Schaumburg. Einigkeit bestand mit den

Behörden auch darüber, die für den Ith

vorgesehenen Regelungen im Laufe dieses

Jahres vertraglich umzusetzen. Entspre-

Neues aus Tirol, dem Ötztal und von unserer

Hildesheimer Hütte

Anlässlich der Hauptversammlung 2004 in

Dresden wurde eine Resolution zum

Schutz der Tiroler Gletscher beschlossen.

Diese Resolution ist in „die Hütte“, Heft

142, aus dem November 2004 nachzulesen.

Da die Planungen für neue Erschließungen

z.B. im Pitz- und Kaunertal noch

immer weiterverfolgt werden, haben der

ÖAV sowie der DAV zu Unterschriftenaktionen

gegen diese Vorhaben aufgerufen.

Die Unterschriftenaktionen sind zwischenzeitlich

abgeschlossen. Natürlich hat sich

auch unsere Sektion daran beteiligt und

zum 01. März 2005 die Unterschriftenlisten

abgegeben.

Außerdem hat die Tiroler Landesregierung

Anfang Januar 2005 das „Seilbahn- und

chendeOrtsbesichtigungen sind dazu bereits

erfolgt.

Bedingt durch die privaten Eigentumsverhältnisse

bleiben die Regelungen für den

Selter sowie für Teile des Göttinger Waldes

weiterhin offen. Für die im Besitz des

Landes stehenden Flächen des Göttinger

Waldes laufen Gespräche. Die erforderlichen

Ortsbesichtigungen finden demnächst

statt.

Alle Kletterer und Kletterinnen sind nun

aufgefordert, sich an die vereinbarten Regelungen

zu halten.

Ludwig Wucherpfennig

1. Vorsitzender des Landesverbandes

Niedersachsen

Skigebietsprogramm“verabschiedet.

Darin

werden Ausbaugrenzen und neue Skigebietsprogramme

festgelegt. Allerdings

stellt mich persönlich dieses neue alpine

Raumordnungsprogramm nicht zufrieden.

Als beruflich mit der Raumordnung befasster

Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung

ist mir durchaus bewusst, dass bei

einer entsprechenden Abwägung jede Baumaßnahme

genehmigt werden kann.

Die oben angesprochene Gletschererschließung

ist übrigens in dem neuen Programm

noch nicht geregelt. Dafür soll ein

weiteres Programm erarbeitet werden. Unsere

Sektion mit ihrem Arbeitsgebiet in

5


Sölden/Ötztal ist von diesen Überlegungen

und Maßnahmen direkt betroffen. Sölden

ist nun einmal ein beliebter Wintersportort

und im Umfeld/Arbeitsgebiet unserer Hütte

im Stubai fressen sich die Anlagen der

Wintersport Tirol AG immer weiter in die

Urlandschaft hinein und zerstören sie.

Betroffen wird unser Arbeitsgebiet durch

ein weiteres Projekt, nämlich den Ausbau

der Tiroler Wasserkraft. In einem sog. Optionsbericht

hat die Tiroler Wasserkraft AG

landesweit 16 Projekte hinsichtlich der

Realisierung geprüft. Die Landesregierung

muss nun entscheiden, ob z.B. die Option

Neubau einer Kraftwerksgruppe Ötztal

umgesetzt werden soll. Hiervon wäre auch

unsere Sektion direkt betroffen

Geplant ist ein Hochwasserrückhaltebecken

am Rofen/Vernagtbach oberhalb von Vent.

Von dort führt ein Sammelstollen mit ca.

5,0 m Durchmesser in einem großen Bogen

auf ca. 2.300 m Höhe zum Sulztal

oberhalb von Gries. Die auf dem Weg des

Stollens gesammelten Wässer, auch unserer

Windache, werden hier mit Hilfe eines

ca. 150 m hohen Dammes aufgestaut. In

diesem Jahresspeicher mit ca. 120 Mio. m3 Inhalt wird die Amberger Hütte mit ihrem

Tourengebiet versinken.

Unterhalb, in Aschbach, entsteht bei diesem

Projekt ein Pumpspeicherkraftwerk

mit Ausgleichsspeicher. Dieser wird per

Rohrleitung mit dem Speicher Amberger

Hütte sowie dem in Haiming am Eingang

des Ötztals geplanten weiteren Kraftwerk

verbunden. Neben diesen Rohrleitungen

wird das Ötztal durch eine 400 KV-Freileitung

von Aschbach (unterhalb von Sölden)

nach Haiming negativ beeinflusst.

Der oben angesprochene Stollen wird in

ca. 600 m Tiefe unter unserer in ca. 2.900

m Höhe gelegenen Hütte hindurchführen

und neben der Windache das Wasser des

Gaisbaches einsammeln! Ob dann noch für

das im Bau befindliche Kleinkraftwerk des

Elektrizitätswerks Sölden genügend Wasser

verfügbar ist, bleibt abzuwarten. In jedem

Fall würde die Urlandschaft erheblich

verändert und unsere wilden Bäche

würden zu Rinnsalen.

Sicherlich ist die Ressource Wasserkraft

gegenüber anderen Stromerzeugungsarten

zu bevorzugen. Es ist aber zweifelhaft, ob

eines der letzten bisher weitgehend ungenutzten

Wildbachsysteme so massiv genutzt

werden sollte. Deshalb hinterfragen

die Alpenvereine dieses Projekt.

Im kommenden Sommer soll auf unserer

Hütte mit der Sanierung der Ende der fünfziger

Jahre erfolgten Dachdeckung begonnen

werden. Voraussichtlich werden wir

zunächst mit einem Doppeldach mit

Blecheindeckung auf dem Tagesraum beginnen.

Die nötigen Mittel für das Hauptdach

sind wohl leider nicht zusammen zu

bekommen.

Außerdem gibt es wieder eine Fülle kleinerer

Arbeiten zu erledigen. Hierfür suchen

unsere Hüttenwarte fleißige Mithelfer. Ihre

Anschriften sind der letzten Seite in diesem

Heft zu entnehmen.

Im Jahr 2004 haben knapp 2.000 Gäste auf

unserer Hütte übernachtet, ein durchschnittliches

Ergebnis trotz nicht optimaler

Witterung.

Ludwig Wucherpfennig

Vorsitzender

Helfen Sie bitte mit, den guten Ruf des DAV zu erhalten.

Werfen Sie keine Abfälle in die Landschaft!

7


Bilder für unsere Geschäftsräume

In Heft 142 aus dem November 2004 habe

ich zur Präsentation/Ausstellung von Fotos

über unsere Arbeit im Flur unserer Geschäftsräume

in der Schuhstraße aufgerufen.

Friedrich Elbeshausen hat dies aufgegriffen

und Anfang des Jahres seinen Beitrag

mit interessanten Fotos geleistet. Herzlichen

Dank.

Die Junggesellenkompanie besucht unsere

Hildesheimer Hütte

In meinem Bericht über unsere Sektionshütte

im letzten Heft habe ich Sie über den

Besuch der Hildesheimer Junggesellenkompanie

informiert. Unsere Wirtsleute

Elfriede und Gustav haben die entsprechenden

Fotos nachgeliefert.

Sechs Junggesellen in vollem Ornat übergeben

vor der Hütte ihren Vereinswimpel

8

Nun wünsche ich mir

natürlich, dass andere

Fotografen unserer

Sektion seinem Beispiel

folgen und z.B.

im Frühsommer ihre Exponate

zeigen.

Ludwig Wucherpfennig

Vorsitzender

an Gustav und sorgen

für Aufmerksamkeit

bei den übrigen Hüttenbesuchern.

Ihr

Ludwig Wucherpfennig


Einladung zur Mitgliederversammlung 2005

Zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung lade ich Sie hiermit,

auch im Namen des gesamten Vorstandes,

gemäß § 20 unserer Satzung herzlich ein.

Die Mitgliederversammlung findet am

Mittwoch, den 20. April 2005, 19.30 Uhr

in der Sportlehrstätte des Kreissportbundes Hildesheim,

Jahnstraße 52, in Himmelsthür statt.

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Ehrung der verstorbenen Mitglieder

3. Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung

vom 21. April 2004

4. Jahresbericht des Vorsitzenden

5. Berichte aus den Referaten

6. Hüttenberichte

6.1 Malepartushütte

6.2 Hildesheimer Hütte

7. Kassenbericht 2004

8. Bericht der Kassenprüfer sowie Entlastung des Vorstandes

9. Haushaltsvoranschlag 2005

10. Bericht über den denkbaren Bau eines Kletterzentrums

11. Verschiedenes

Anträge zur Tagesordnung sind bis zum 07. April 2005 an den Vorsitzenden zu

richten. Der Kassenbericht 2004 sowie der Haushaltsvoranschlag 2006 liegen ab

dem 07. April 2005 in der DAV-Geschäftstelle, Schuhstraße 33, Hildesheim zur

Einsichtnahme aus.

Für den Vorstand

Ludwig Wucherpfennig, Vorsitzender

9


Den nachfolgenden Artikel „Ist unser Alpenverein ein Altenverein“

fand ich kürzlich im Mitteilungsheft unserer Schwestersektion Lüneburg.

Ich bin der Meinung, einige Gedanken des Autors und Ausbildungsreferenten

der Sektion Lüneburg, Eddi Salfeld, gelten auch für

unsere Sektion.

Unser Sektionsvorstand ist jedenfalls bemüht und ich glaube auch

sagen zu können erfolgreich in seinem Bemühen, für unsere Gruppenarbeit

die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Ich bitte Sie herzlich,

dieses Angebot noch mehr als bisher auch zu nutzen.

Ludwig Wucherpfennig

Vorsitzender

Ist unser Alpenverein ein Altenverein?

Diese böswillig gestellte Frage könnte man

sehr knapp beantworten, aber es stecken

doch einige Beobachtungen und natürlich

auch die nackten Zahlen unserer Mitgliederkartei

hinter dieser Frage. Und man

kann es sehen, wie man will, es ist etwas

dran an dieser Frage. Hier ein knapper Versuch

der Orientierung.

Der Anteil unserer jugendlichen Mitglieder

ist mager. Wer sich damit beschäftigt, bekommt

auch gleich die Antworten mit dazugeliefert:

Die Jugend hat „Privatstress“

mit Schule und Ausbildung. Die Freizeitaktivitäten

sind unglaublich vielfältig

heute. Um die jungen Leute buhlen viele

Interessenvereinigungen aus Sport, musischen

Gruppen oder auch interessante Vereine

wie Feuerwehr, Pfadfinder, Kirchen,

Freunde usw. Der größte Freizeitkiller ist

aber das Fernsehen und auch der Computer.

Zusätzlich beschäftigt sich eine ganze

10

Werbeindustrie mit der Vereinnahmung der

Jugend. Da haben wir es als alpenferner

Verein schwer. Die Erlebnisse in der Bergregion

beschränken sich auf die Ferien,

meistens mit den Eltern und von diesen

gesponsert. Man muss zugeben, unser Verein

bietet zu wenig, um Jugendlichen alleine

eine Mitgliedschaft schmackhaft zu

machen.

Die Erwachsenen haben da schon konkretere

Vorstellungen, wenn sie im Alter zwischen

zwanzig und ca. vierzig Jahren an

unseren Verein herantreten. Oft sind Erlebnisse

mit Freunden oder ein Skiurlaub der

Auslöser für das Interesse an unserem

Alpenverein. Leider ist dies oft auch nur

von kurzer Dauer, denn es werden nur

wichtige Vorteile wie günstigere Hüttenübernachtungen

oder der Versicherungsschutz

genutzt.

Am Vereinsleben selbst besteht kaum Interesse.

Es ist oft aber auch schwierig, nach dem

Berufsalltag noch Veranstaltungen am

Abend mitzumachen. Dies ändert sich erst

mit zunehmenden Alter, wenn die beruflichen

Ziele erreicht sind und auch im Privatleben

eine gewisse Festigung erfolgt ist.

Als Beispiele dafür: Kinder, Hausbau und

ein sicherer Arbeitsplatz.


Dieser erste Ansatz erklärt natürlich nur

eine Seite der Gründe für unsere tatsächliche

Altersstruktur. Dazu kommen die demographischen

Faktoren. Auf 100 Bundesbürger

im Alter zwischen zwanzig und

sechzig kommen heute schon über 40 Personen,

die über 65 Jahre alt sind. Im Jahre

2020 werden es mehr als 70 sein. Das

Schlagwort von der Vergreisung unserer

Gesellschaft ist oft zu hören. So ist die in

der Überschrift dieses Artikels gestellte

Behauptung eine Tatsache.

Die andere Frage ist natürlich, was kann

unser Verein, ob in München oder hier in

Lüneburg für die Mehrzahl seiner (älteren)

Mitglieder tun? Und weil wir ja ehrenamtlich

geführt und geleitet werden: Was können

die aktiven und interessierten Mitglieder

selbst denn für eine lebendige Sektion

Lüneburg im Alpenverein tun? Werden die

Interessen und Wünsche in der Mehrzahl

unserer Mitglieder überhaupt berücksichtigt?

Diese provozierenden Fragen kann

man nur beantworten, wenn die Mitgliederwünsche

bekannt sind. Wir sollten konkret

darüber sprechen, auch über Gedanken,

wie und ob unsere Altersstruktur sich

verjüngen lässt. Modischer Schnickschnack

kann dabei unter den Tisch fallen.

Wir sollten nicht mit kurzlebigen Trenderscheinungen

Köder auslegen und damit

Strohfeuer entfachen, die wir selbst gar

nicht mit Leben ausfüllen können. Die

modisch aufgepeppte Werbung und die

englisch angehauchten Schlagworte und

Artikel in unserer Zeitschrift PANORA-

MA gehen an unseren älteren Mitgliedern

größtenteils vorbei. Die meisten dürften

sagen: „Ja, wenn ich noch jung wäre,

dann....“. Und für junge aktive Mitglieder

sind diese Artikel und die Werbung auch

gedacht. Nur den letzten Trendsportarten

nachzulaufen, ist nicht die Lösung. Blättern

Sie doch mal in den letzten Heften von

PANORAMA und überprüfen dies.

Aber trotz dieses auf jung getrimmten Erscheinungsbildes

gibt es dazwischen doch

noch viel Traditionelles, was auf die Werte

unserer Vereinsgründer hinweist. Ja, diese

Werte werden auch heute noch erhalten

und gepflegt. Das gesamte alpine Netzwerk

mit Hütten und Wegen kostet unseren

Verein heute ein Vermögen. Und gerade

diese unterstützen und finanzieren wir mit

unserer Vereinsmitgliedschaft. Das wird

von den vielen langjährigen und treuen

Mitgliedern zum Glück auch heute noch so

gesehen.

Bei unseren eigenen Aktivitäten möchte

ich einige Anpassungen erwähnen, die wir

durchgemacht haben. Natürlich existiert

schon lange eine Seniorenwandergruppe.

Auch die normalen Sonntagswanderungen

starten zu moderaten Zeiten und sind in der

Regel auch nicht mehr 25 km lang. Das

Angebot bietet für jeden Geschmack

etwas. Auch unsere Radtouren gab es früher

nicht so häufig. Die Gymnastik und

auch Skigymnastik wurde von den beinharten

Elementen von früher gereinigt.

Sollte das daran liegen,

dass unsere

Vorturner auch

älter geworden

sind?

Die Themen

für die Dia-

Vorträge

werden so

ausgewählt,

dass

sie für alle

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Altersgruppen und nicht nur für Bergsteiger

etwas bieten. Dinge, die nicht laufen,

wurden eingestellt. Auch wir sind im Internet

vertreten. An vielen Stellen ändert sich

unser Vereinsleben, das natürlich immer

wieder auf die Interessen unserer Mitglieder

ausgerichtet wird. Unser Verein hat

selbst seine Satzungen und die Ziele des

Vereins modernisiert, und so an die Anforderungen

von heute angepasst.

So wird zum Beispiel der Umweltschutz

auch bei uns zunehmend mit Leben erfüllt.

Lesen Sie es in unserem Nachrichtenblatt

nach. Nur ein Manko haben alle diese

Aktivitäten: Sie finden nicht in den Alpen

statt! Die sind mit ca. 1000 km zu weit entfernt,

um z. B. Touren oder Wochenendausflüge

anzubieten.

Doch trotz aller Mühe an vielen Stellen

nehmen unsere Mitglieder viele Angebote

aber nicht genügend wahr. Man sieht immer

die gleichen Gesichter, obwohl unser

Verein über 700 Mitglieder hat! Manche

Veranstaltungen, früher gut besucht, drohen

eingestellt zu werden.

Beispiele: Die Wanderführer verzeichnen

oft Desinteresse, die alpine Ausbildung

hatte 2004 nur 6 oder 7 Teilnehmer (mit

Ausbildern), die Sportgruppen haben nur

wenige Mitläufer oder Mitturner, Diavorträge

finden vor

fast leeren

Stühlen statt,

Mitgliederversammlungen

oder unsere

Geschäftsstelle

sind ein Grund

zur Traurigkeit,

weil das Interesse

fehlt. Eine

Jugend- oder

Familiengruppe

– ein Wunschtraum.

Und es

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fehlen Mitglieder, die sich trauen, ihre

eigenen Gedanken und Erlebnisse für

unser Nachrichtenblatt aufs Papier zu bringen.

Was könnte man tun? Wenn Sie schon Mitglied

in diesem Verein sind, so nehmen Sie

doch auch mal an Veranstaltungen teil.

Tragen Sie ruhig eine Wanderung oder

Veranstaltung in Ihren privaten Terminkalender

ein. Natürlich sind das alles ganz

normale Menschen, auf die man da trifft.

Aber ein interessantes Gespräch ist eigentlich

immer dabei. Bei weitem drehen sich

nicht alle Gespräche um die Berge.

Und ein wichtiger Grundsatz: Man ist so

jung, wie man sich fühlt! Vielleicht sehen

wir uns ja mal.

Eddi Salfeld (64)

Ausbildungsreferent


Sehr geehrte Mitglieder,

der Bundespräsident Horst Köhler hat unseren Sektionenverbandssprecher

Herrn Klaus-Jürgen Gran mit dem Bundesverdienstkreuz

ausgezeichnet. Im folgenden dazu der Bericht des

Hauptvereins.

Außerdem geben wir im Folgenden den Bericht „Die neuen

Führungs- und Organisationsstrukturen des DAV“ – Teil 3: „Die Fachgremien“ Verfasser

Klaus-Jürgen Gran wieder.

Ludwig Wucherpfennig

Vorsitzender

Bundesverdienstkreuz für Klaus-Jürgen Gran

Klaus-Jürgen Gran, Jahrgang 1944, erhielt

am 8. Dezember in seiner Heimatstadt

Osnabrück das Verdienstkreuz am Bande

des Verdienstordens der Bundesrepublik

Deutschland: Gran engagiert sich seit über

drei Jahrzehnten ehrenamtlich im DAV. Er

war Jugendleiter, 3. Vorsitzender des DAV,

Mitglied der Satzungskommission und vieles

andere mehr. Inzwischen „beschränkt“

er sich auf seine Tätigkeit als Rechtsanwalt

und Notar in Osnabrück, Oberst der Reserve,

Mitglied des Verbandsrats und des

Fachbeirats Recht, erster Vorsitzender der

Sektion Osnabrück und Sprecher des

Nordwestdeutschen Sektionenverbands.

Mit ihm ehrt der Bundespräsident einen

der brillantesten ehrenamtlichen Workaholics

des Deutschen Alpenvereins: Immer

wieder bewies sich Gran bei umwälzenden

Entscheidungen, schweren Krisen und verfahrenen

Situationen als Analyst mit großer

geistiger Trennschärfe und faszinierender

Eloquenz. Mit seiner Fähigkeit, Brücken

zu bauen und Lösungswege zu planieren,

ist Grans ehrenamtliches Engagement

im DAV von großer Bedeutung: Wir

gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung.

Die neuen Führungs- und Organisationsstrukturen des DAV

Teil 3: Die Fachgremien

Während § 10 der Satzung des Deutschen

Alpenvereins bestimmt, dass nur die

Hauptversammlung, der Verbandsrat und

das Präsidium Organe des Vereins sind,

werden im § 25 weitere Vereinsgremien

beschrieben, denen jedoch keine Organstellung

zukommt. Es handelt sich um die

Bundesausschüsse (1), die Fachbeiräte (2)

und die Projektgruppen (3), die allesamt

beratenden Charakter haben. Alle Fachgremien

sind ausschließlich ehrenamtlich

besetzt. Sie arbeiten auf ihren Fachgebie-

ten dem Präsidium bzw. dem Verbandsrat

zu und werden in ihrer Arbeit von der

Bundesgeschäftsstelle fachlich, inhaltlich

und administrativ unterstützt.

Jedes der Fachgremien erhält einen schriftlichen

Auftrag, in dem seine Arbeitsziele

und Aufgaben beschrieben, Auflagen zum

Berichtswesen vorgegeben sowie die Anzahl

der Sitzungstermine und das Budget

festgelegt werden.

Die Mitglieder der Bundesausschüsse und

Fachbeiräte werden jeweils auf die Dauer

von 5 Jahren bestellt. Die Bestellung setzt

13


die Qualifikation für die Aufgaben voraus,

die von dem jeweiligen Fachgremium zu

leisten sind. Dabei stehen die Kriterien der

Fachlichkeit und der regionalen Vertretung

im Vordergrund. Aus diesem Grunde sind

für die überwiegende Anzahl der Gremien

deren Mitglieder von den Sektionenverbänden

bzw. Landesverbänden zu benennen

und dem Verbandsrat zur Wahl vorzuschlagen.

(1) Bundesausschüsse

Für Vereinsaufgaben, die einer ständigen

Bearbeitung bedürfen, richtet die Hauptversammlung

des DAV bis zu acht Bundesausschüsse

ein. Ihre Vorsitzenden werden

von der Hauptversammlung, ihre übrigen

Mitglieder von dem Verbandsrat gewählt.

Bundesausschüsse sollen in der Regel

neben dem Vorsitzenden aus nicht

mehr als zehn Mitgliedern bestehen, die

nach fachlicher Qualifikation und regionaler

Herkunft auszuwählen sind. So bestimmt

es § 25 Nr. 2 der DAV-Satzung.

Dem gemäß hat die Hauptversammlung

des DAV im Juni 2003 in Hagen folgende

acht Bundesausschüsse eingesetzt und die

nachgenannten Vorsitzenden, die in dieser

Eigenschaft Mitglieder des Verbandsrates

sind, gewählt:

a) Bundesausschuss für Breitenbergsport,

Aus- und Fortbildung

Vorsitzender: Andreas Dick, Planegg

(zuvor Beauftragter des DAV für das

Leistungsbergsteigen)

b) Bundesausschuss Spitzenbergsport

Vorsitzende: Tamara Schlemmer, Hollfeld

(zuvor Beauftragte des DAV für das

Sport- und Wettkampfklettern)

c) Bundesausschuss Hütten-, Wege- und

Kletteranlagen

Vorsitzender: Ludwig Wucherpfennig,

Hildesheim (zuvor Mitglied des Hauptausschusses)

14

d) Bundesausschuss Natur- und Umweltschutz

Vorsitzender: Manfred Berger, Gräfelfing

(zuvor Naturschutzreferent im ehemaligen

Verwaltungsausschuss)

e) Jugendausschuss (Bezeichnung gemäß

Jugendordnung der JDAV) Vorsitzender:

Sebastian Balaresque, Gelsenkirchen

(stellvertretender Bundesjugendleiter)

f) Bundesausschuss Familienbergsteigen

Vorsitzende: Ulrike Seifert, Kaufbeuren

(zuvor Mitglied des ehemaligen Verwaltungsausschusses

und Beauftragte

des DAV für das Familienbergsteigen)

g) Bundesausschuss Kommunikation und

Medien

Vorsitzender: Roland Stierle, Böblingen

(zuvor bis 2002 Mitglied des Hauptausschusses)

h) Bundesausschuss Kultur und Wissenschaft

Vorsitzender: Prof. Walter M. Welsch,

München (zuvor Referent für Wissenschaft

und Kultur im ehemaligen Verwaltungsausschuss).

In der der Hauptversammlung 2003 vorangehenden

137. und letzten HA-Sitzung

hatte der Hauptausschuss die Mitglieder

der Bundesausschüsse gewählt, so dass

diese unmittelbar nach der Hauptversammlung

in die Lage versetzt waren, mit ihrer

Arbeit zu beginnen. Unser nordwestdeutscher

Verbandsbereich ist in den Bundesausschüssen

wie folgt vertreten:

a) im BA Breitenbergsport durch

Michael Wolter, Hamburg

b) im BA Spitzenbergsport

keine Vertretung

c) im BA Hütten-, Wege- und Kletteranlagen

durch

Ludwig Wucherpfennig, Hildesheim

d) im BA Natur und Umweltschutz durch

Karl Heinz Hesse, Göttingen


e) im Jugendausschuss durch

Anne-Christine Elsner, Göttingen

f) im BA Familienbergsteigen durch

Henriette Stoll, Kiel

g) im BA Medien und Kommunikation

keine Vertretung

h) im BA Kultur und Wissenschaft durch

Dr. Richard Goedeke, Braunschweig

(2) Fachbeiräte

Fachbeiräte werden vom Verbandsrat für

die Erfüllung festgelegter Aufgaben eingesetzt.

Ihre Vorsitzenden und Mitglieder

werden vom Verbandsrat gewählt. Die Anzahl

der Mitglieder soll in der Regel 7

nicht übersteigen. So bestimmt es § 25 Nr.

3 der DAV-Satzung.

Dem gemäß hat der Verbandsrat in seiner

ersten Sitzung am 07.11.2003 in Nürnberg

folgende Fachbeiräte eingesetzt und die

nachbenannten Vorsitzenden gewählt:

a) Fachbeirat Recht

Vorsitzender: Klaus-Jürgen Gran,

Osnabrück

b) Fachbeirat Sicherheitsforschung

Vorsitzender: Caspar Güntsch, München

c) Fachbeirat Leistungsbergsteigen

Vorsitzender: Dr. Michael Olzowy,

München

d) Fachbeirat Klettern- und Naturschutz

(in der Besetzung des früheren unter

gleicher Bezeichnung bestehenden

Ausschusses)

Vorsitzender: Dr. Jörg Eberlein, Franken

e) Fachbeirat Hütten-, Wege-, Kletteranlagen

Vorsitzender: Prof. Dr. Heinrich Kreuzinger,

München

f) Fachbeirat Redaktion

Vorsitzender: N. N.

g) Fachbeirat Jahrbuch

Vorsitzender: N. N.

In der zweiten Verbandsratssitzung am

20.03.2004 in Bad Hindelang wurde als

weiterer Fachbeirat eingesetzt der

h) Fachbeirat Sportklettern.

Unser nordwestdeutscher Verbandsbereich

ist nur in den Fachbeiräten Recht (Gran),

Klettern und Naturschutz (Dr. Goedeke)

und Hütten (Wucherpfennig) vertreten.

(3) Projektgruppen

Projektgruppen und deren Leiter werden

vom Präsidium für besondere, zeitlich begrenzte

Vorhaben eingesetzt und nach Erfüllung

ihres jeweiligen Auftrages wieder

aufgelöst. So bestimmt es § 25 Nr. 4 der

DAV-Satzung.

Gemäß dieser Bestimmung hat das Präsidium

des DAV bislang folgende Projektgruppen

eingesetzt:

– Skibergsteigen – umweltfreundlich

– Zukunft Hütten und Wege

– künftige Beitragsstruktur des DAV

– Berglandwirtschaft

– Geschichte des DAV nach 1945

– Frauen im DAV

– Risiko-Management

In der Projektgruppe „Zukunft Hütten und

Wege“ arbeitet Ludwig Wucherpfennig,

Hildesheim, mit Wolfgang Maaß, Osnabrück,

der Mitglied der Projektgruppe

„Künftige Beitragsstruktur des DAV“ ist.

Insgesamt decken die Fachgremien die

wesentlichen Aufgabenbereiche des DAV

ab, und zwar personell besser und intensiver,

als das nach der alten „Referenten-

Struktur“ des ehemaligen Verwaltungsausschusses

der Fall war.

Inzwischen haben alle Fachgremien ihre

Arbeit aufgenommen. Hoffen wir auf eine

erfolgreiche und fruchtbare Arbeit zum

Wohle des Deutschen Alpenvereins.

Klaus-Jürgen Gran

15


16

Spitzweg Apotheke

Apothekerin Anke Brei

Zertifiziert für Naturheilkunde und Homöopathie

Winkelstraße 8a · 31137 Hildesheim-Himmelsthür

Telefon 0 51 21/2 53 53


Liebe Bergfreunde,

im Mitteilungsheft der Sektion Osnabrück fand ich kürzlich den

nachfolgenden Beitrag zum Thema Wandern, insbesondere im Mittelgebirge.

Ich denke, dieser Artikel kann für viele Mitglieder unserer

Sektion eine schöne Anregung sein, sich unserer Wandergruppe

anzuschließen. Sie sollten einfach einmal teilnehmen, in den heimischen

Wäldern wandern oder auf eigene Faust in den Harz fahren.

Natürlich steht Ihnen dafür u.a. unsere gut ausgestattete Malepartushütte in

Oderbrück als Quartier zur Verfügung. Der Brocken sowie Wurmberg, Achtermann,

Bruchberg usw. sind bestens von dort aus erreichbar. Oder wie wäre es mit einer Streckenwanderung?

Dafür bietet sich der Harzer Hexenstieg an. Informationen dazu enthält die Karte „Harzer

Hexenstieg“, im Maßstab 1: 30.000, in der u.a. Höhenlinien, Wanderwege und Bushaltestellen

an der Strecke verzeichnet sind (ISBN 3-936185-32-8).

Ludwig Wucherpfennig

Vorsitzender

Warum Wandern? – Was ist Wandern?

Wann machst du/machen Sie mit?

Drei Fragen und 12 Antworten

Gestellt und beantwortet von Burkhard Nordmann

Es gibt viele gute Gründe zu Wandern,

denn:

1. Wandern ist zeitgemäß, weil es einer

Vielzahl von Bedürfnissen entgegenkommt,

die aus der Hektik unserer Berufs-,

Konsum- und Medienwelt heraus entstehen

und nach Ausgleich drängen.

2. Wandern ist gesund, weil es lebensbedrohlichen

Zivilisationskrankheiten durch

Bewegungsmangel vorbeugt, indem es

Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung,

Muskeln und Stützgerüst durch ausdauerndes

Gehen nachhaltig stärkt.

3. Wandern ist ein optimaler Gesundheitssport,

an dem man Spaß haben kann,

um sich wohl zu fühlen und fit zu halten,

denn der medizinische Wert bemisst sich

nach der verbrauchten Energie. Dazu sei

angemerkt, dass man beim schlichten

Gehen pro Kilometer fast ebenso viel

Energie verbraucht, wie beim zügigen

Laufen.

4. Wandern ist Naturerlebnis, weil es

beim Betrachten einer schönen Landschaft

den Puls- und Blutdruck senkt und das

Gefühl von Entspannung fördert. Zudem

eröffnet es unmittelbaren Zugang zur

Natur, da es uns erlaubt, die Schönheiten

der Natur direkt vor Ort zu genießen, bei

der sich all unsere Sinne entfalten können

und wir unsere Umwelt dadurch besonders

intensiv erleben.

5. Wandern ist Begegnung, weil man in

einer Wandergemeinschaft Kontakt und

Geborgenheit finden kann, weil man je

nach Bedürfnis sich zurückziehen oder

Kontakt suchen kann.

6. Wandern ist Bewegungsfreiheit, weil

sich der Wanderer in Wald und Flur fast

überall ohne Not und Gefährdung frei

17


ewegen kann. Nirgendwo ist daher das

Erlebnis der Freiheit größer als beim Wandern.

7. Wandern ist Abenteuer, weil es jedem

Gelegenheit bietet, seine Fähigkeiten und

Grenzen in körperlicher und seelischer

Hinsicht zu erkunden.

8. Wandern ist sanft, weil es die davoneilende

Zeit zurückbringt, dem Körper eine

geruhsame Entfaltung seiner Fähigkeiten

erlaubt und zu einer inneren Ruhe führt,

die uns als Inbegriff von Muße in ganz

besonderer Weise für eindringliche Erlebnisse

öffnet.

9. Wandern ist Vielfalt, weil es die körperliche

Fitness pflegt, weil man aufgeschlossene

Geselligkeit genießt oder sich

kulturelle Sehenswürdigkeiten erschließt.

Unser Körper wird schonend gefordert, die

Psyche sanft geöffnet, der Umgang mit der

Natur ist ebenso verständnisvoll wie das

Gespräch mit den Mitwanderern.

10. Wandern ist eine Botschaft an alle,

die sich wieder mehr den natürlichen Lebensformen

zuwenden und zugleich für die

Herausforderung der Gegenwart rüsten

wollen.

11. Wandern ist das eindrucksvollste

Beispiel für einen „Sanften Tourismus“,

der fernab von riesigen Besucherströmen

stattfindet, wodurch man alle vorgenann-

18

ten Vorzüge vollen Herzens genießen

kann.

12. Wandern heißt, sich heimisch fühlen,

weil man sich dadurch die regionalen

Besonderheiten in eindringlicher Weise erschließen

kann, wenn man bereit ist, sich

mit seiner heimischen Landschaft zu identifizieren.

Bleibt am Ende die Frage: Wann kommst

du/kommen Sie mit?

Denn: Wenn die Freude am Wandern, die

Freude an der Natur, die Freude an der

Begegnung und Bewegung neben einem

gewissen Abenteuer und neben einer sportlichen,

gesundheitsfördernden Betätigung

keine Fremdwörter und kein Hindernis für

dich/Sie sind, gibt es eigentlich keinen

plausiblen Grund, daheim zu bleiben.

Ich hoffe und wünsche, das ich mit dieser

Darstellung einiges bewirken kann – „Nur

aufraffen“ – musst du dich/müssen Sie sich

schon selber.

Ich versichere dir/Ihnen, dass du/Sie bei

uns jederzeit herzlichst willkommen bist/

sind.

Nicht nur ich freue mich schon auf dich/

Sie. Also, tschüss bis bald, das sagt dir/

Ihnen im Namen der Wandergruppe herzlichst

DAV-Wanderwart Burkhard Nordmann


„Für Felspaten ist immer Saison“

Was wird mit diesem flapsigen Spruch in

einer Notiz der DAV-Zeitschrift gemeint?

Lisel von der Geschäftsstelle meinte, ich

möchte doch mal als Naturschutzreferent

etwas schreiben. Drum jetzt einmal kurz

eine Erläuterung zum Hintergrund der

naturverträglichen Ausübung des Klettersportes

an den Felsen unserer Heimat, in

unseren Klettergärten.

Was sind Felspaten?

Das sind Leute, die sich um Felsen kümmern,

– dass das Klettern an ihnen sicher ausgeübt

werden kann,

– dass die darauf beheimateten Pflanzen

und Tiere trotz des Kletterns gedeihen

– dass die Kletterer die dafür nötigen

Informationen und die nötige Infrastruktur

erhalten.

Welchen Wert haben die Felsen unserer

Heimat?

An die Oberfläche tretende natürliche Felsen

sind hierzulande ein relativ seltenes

Phänomen. Sie sind entsprechend unserem

feuchtgemäßigten Waldklima Lebensraum

von Pflanzen und Tieren, bieten jedoch

nach Gesteinsstruktur, Lage im Gelände,

Mikroklima und Bodenchemie Sonderbedingungen

und sind deshalb oft eine ökologische

Nische für darauf spezialisierte

Pflanzen und Tiere. Deshalb werden Felsen

nach dem Naturschutzgesetz grundsätzlich

zu den besonders schützenswerten

Biotopen gerechnet, deren Zustand nicht

verschlechtert werden soll. In der vom

Alpenverein und der IG Klettern erstellten

Kletterkonzeption (die weitgehend auch

schon von den Naturschutzbehörden überprüft

worden ist), wird jedes Felsgebiet

genau untersucht, welche Besonderheiten

auf den einzelnen

Felsen zu finden

sind und welche

Maßnahmen zu

ihrem Schutz sinnvoll sind.

Solche Maßnahmen können dauernde oder

zeitlich befristete Sperrungen einzelner

besonders sensibler Bereiche oder auch

Wegebau zur Kanalisierung der Zugänge

und Abstiege sein (mit denen z.B. Trittschäden

minimiert werden). Durch solche

Maßnahmen soll erreicht werden, dass

auch bei dauerhafter Bekletterung die seltenen

Pflanzen und Tiere auf unseren Felsen

gedeihen können. Dies ist nicht nur

Forderung der Naturschutzgesetze, sondern

zugleich unser eigenes Interesse, denn

die Felsen gewinnen erst durch diese

Pflanzen und Tiere ihre volle Individualität

und Unverwechselbarkeit.

Weil wir diese Felsen als einen faszinierenden

Raum für Natursport und Naturerfahrung

lieben, liegt nahe, dass wir uns

auch für eine naturverträgliche Ausübung

des Klettersports einsetzen wollen und

dafür auch selbst das Notwendige tun.

Was muss dafür im Einzelnen getan

werden?

1. Das Klettern ist zwar immer als eine

eigenverantwortliche Tätigkeit zu betreiben,

jedoch überall, wo keine mobilen

Sicherungen eingesetzt werden können,

sind Haken in guter Qualität nötig. Da in

Risse geschlagene Sicherungshaken altern

und nach einigen Jahren unzuverlässig

werden können, andererseits aber das häufige

Neuschlagen von Haken den Fels

beschädigen kann, sind heute Bohrhaken

üblich geworden. Sie üben im Fels keine

Sprengwirkung aus, sind korrosionsbeständig

und haben sich deshalb als Dauerlösung

bewährt. Sie anzubringen ist eine

19


Fachkunde und Sorgfalt erfordernde Arbeit.

Nach der Frostperiode ist allerdings

auch bei ihnen eine Überprüfung sinnvoll,

ob sie noch fest sind oder ein Haken neu zu

setzen ist.

2. Die zum Schutz der Natur nötigen

Regelungen müssen den Besuchern bekannt

gemacht werden. Dazu können

Publikationen in Kletterführern oder Faltblättern

dienen. Besser ist jedoch, die Regelungen

vor Ort im Gelände sichtbar zu

machen. Dazu sind Begrenzungen oder

Sperren aus Altholz, Hinweispfeile (


Pause am großen Dülferklotz

Foto: Richard Goedecke

– Es macht Freude zu sehen, wenn wir

neben unseren Routen die seltenen

Pflanzen blühen sehen oder durch die

erfolgreiche Brut seltener Greifvögel

die offenkundige Bestätigung erleben,

dass unsere Regelungen eine friedliche

Koexistenz zwischen diesen sensiblen

und schönen Pflanzen und Tieren und

uns Kletterfans an unseren Felsen erreichen.

Und wenn uns dies bestätigt, dass wir

hier mit gutem Gewissen unterwegs

sein können.

– Es macht Freude, durch Kontakt mit

anderen diese Felsen schätzenden Menschen

wie den Sachbearbeitern der

Naturschutzbehörden, den Angehörigen

anderer Naturschutzorganisationen und

den Förstern von deren Wissen zu lernen

und sie selbst von uns lernen zu

sehen.

– Und es macht Freude, von ihnen Anerkennung

für unsere gut gemachte Arbeit

an den Felsen zu erhalten.

Wenn ich jetzt damit Leser oder Leserinnen

neugierig aufs Kennenlernen unserer

praktischen Tätigkeiten an den Felsen

gemacht habe, dann ist das beabsichtigt.

Schließlich kann eine solche große und

komplexe Sache wie unsere Felspatenschaft

für die Nordharzer Kletterfelsen nur

gedeihen, wenn sie von vielen getragen

wird. Und weil es viele verschiedene Dimensionen

von Tätigkeiten dazu gibt, kann

auch jede(r) eine entsprechend den Fähigkeiten

geeignete Nische darin finden. Wer

sich einklinken möchte, ist herzlich eingeladen!

Richard Goedeke

21


Wir gratulieren herzlich

(Geburtstage zwischen Oktober 2004 und März 2005)

Ernst Schüßler

zum 95. Geburtstag

Richard Schauwecker

Dr. Gerd-Dietrich Schmidt

zum 93. Geburtstag

Margarete Behrens

Dr. med. Herta Fabricius

Erich Herrmann

zum 91. Geburtstag

Anita Glöckner

Gerhard Schnute

zum 90. Geburtstag

Helmut Göpel

Margret Hille

Ursula Schmidt

zum 88. Geburtstag

Horst David

Ernst August Seevers

Charlotte Uhlig

zum 87. Gebutstag

Wilhelm Borowsky

Annemarie David

zum 85. Geburtstag

Kurt Boltze

Hermann Klose

zum 84. Geburtstag

Friederike Bädje

Lieselotte Froer

zum 83. Geburtstag

Heinrich Räer

Hella Steingrube

Gisela Andersch

Alois Kleintje sen.

Ilse Seevers

zum 82. Geburtstag

Gisela Hillebrand

Ella Niedballa

zum 81. Geburtstag

Martin Müller

Kurt Richter

Heinrich Oelkers

Wolfgang Diekmann

Margarete Fiesel

Ilse Broock

Paul Fuhrich

Brigitte Tietz

Inge Galetzka

zum 80. Geburtstag

Günter Hermann

Kurt Berthelmann

Gerda Lebich

Marianne Hüffmeier

Luzia Berthelmann

Klaus-Dietrich Maaß

Marlies Schade

Ursula Aselmeyer

Rudi Thiele

Gerhard Otremba

zum 75. Geburtstag

23


Mitteilungen der Geschäftsstelle

Otto Klinger

Wilhelm-Busch-Straße 4

31139 Hildesheim

Tel.: 0 51 21/26 32 26

Mitgliedsbeiträge 2005

Bitte denken Sie daran, dass der Beitrag für das laufende Jahr lt. Satzung bis spätestens

zum 31. Januar zu entrichten ist. Bei Zahlungen nach dem 1. April ergeht eine Beitragsmahnung

an die Zahlungspflichtigen mit der Berechnung einer Mahngebühr und anfallendem

Porto.

Bei Überweisung schreiben Sie bitte Ihren Namen und die Mitgliedsnummer deutlich im

Feld „Verwendungszweck“, und denken Sie bitte daran, das Porto für die Zusendung der

Beitragsmarke mitzuüberweisen. Für jeden Einzelnen ist es ein kleiner Betrag, für die

Sektion schlägt es doch kräftig zu Buche.

A-Mitglieder: 62,00 € Weibl. und männl. Mitglieder nach Vollendung des 27.

Lebensjahres

B-Mitglieder: 36,00 € a) Mitglieder, deren Ehepartner einer Sektion des DAV

als A- oder B-Mitglied gemäß Abs. b) oder d) oder

als Junior angehört

b) Mitglieder im 28. Lebensjahr, soweit sie sich noch

in der Ausbildung befinden und über kein eigenes

Einkommen verfügen, auf Antrag und Nachweis.

c) Mitglieder nach Vollendung des 65. Lebensjahres

und mindestens 25-jähriger, ununterbrochener Mitgliedschaft

im DAV, auf Antrag.

C-Mitglieder: 21,00 € Mitglieder, die als A- oder B-Mitglied oder als Junior

einer anderen Sektion des DAV angehören.

Junior (Jr): 31,00 € Mitglieder vom 19. bis 27. Lebensjahr

Jugend (Jd): 18,00 € Mitglieder vom 15. bis 18. Lebensjahr

Kinder (Kd): frei a) bis zum Alter von 14 Jahren

(Kinder von Mitgliedern)

8,00 € b) bis zum Alter von 14 Jahren

(Kinder von Nichtmitgliedern)

Familienbeitrag: 98,00 € Wenn beide Elternteile und ihre Kinder bis zum 18. Lebensjahr

Mitglied in der gleichen Sektion sind, zahlen

die Jugendlichen von 15 bis 18 Jahre keinen Beitrag.

Aufnahme-Gebühr: 21,00 € Einzelpersonen über 18 Jahren und Familien

8,00 € Einzelpersonen über 18 Jahre, Schüler, Studenten, Wehrund

Ersatzdienstleistende

8,00 € Einzelpersonen bis 18 Jahre

24


Spenden

Spenden an die Sektion sind steuerlich abzugsfähig. Die für den Lohnsteuerjahresausgleich

bzw. für die Einkommensteuererklärung notwendige Spendenbescheinigung des

DAV wird jedem Spender auf Wunsch übersandt.

Der Sektion zugedachte Spenden überweisen Sie bitte auf das Konto:

Sparkasse Hildesheim, BLZ 259 500 01, Konto Nr. 100 14

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle

Donnerstags von 16.30–18.30 Uhr

Außerhalb dieser Zeit steht Ihnen unser Telefonbeantworter bzw. Fax zur Verfügung.

In der Geschäftsstelle sind u. a. folgende Artikel zu erwerben:

DAV-Aufkleber kostenlos

Vierfarbiger Sektionsaufkleber kostenlos

DAV-Anstecknadel, Rechteckform 1,00 €

Edelweiß-Anstecknadel, klein 1,50 €

Edelweiß-Anstecknadel, groß 2,50 €

DAV-Aufnäher (Edelweiß, gestickt, 55 mm Ø) 3,00 €

AV-Hüttenschlafsack XL (230 x 116 cm) 14,00 €

DAV-T-Shirt 7,00 €

DAV-Mütze 11,00 €

AV-Schlüssel

Bei der Ausleihe des AV-Hüttenschlüssels (für AV-Winterräume) ist ein Betrag von

30,00 € zu hinterlegen.

Kündigungen, Kategorieänderungen u. ä.

Zu Beginn jeden Jahres gibt es in der Geschäftsstelle einige Probleme. Einer Anzahl Mitgliedern

fällt oft erst nach dem Beitragseinzug ein, dass sie zum Jahresende kündigen

wollten, andere beantragen die Beitragsermäßigung aufgrund von Alter und Dauer der

Mitgliedschaft oder weil sie aufgrund von Heirat als B-Mitglied eingestuft werden möchten.

Lange vor dieser Zeit ist aber in München bereits der Ausweisdruck und in der Sektion

der Beitragseinzug gelaufen. Beides geschieht auf der Basis der von der Sektion bis spätestens

Ende Oktober zuzusendenden Mitgliedsdaten. Danach lässt sich nicht mehr in den

Ablauf eingreifen.

Darum besteht auch die Regelung, dass Kündigungen bis zum 1. Okt. des Jahres eingereicht

werden müssen.

Beantragte Kategorieumstufungen (ermäßigte Beiträge) unterliegen zwar (noch) nicht

einer zeitlichen Einschränkung, bereiten aber den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in der

Geschäftsstelle viel Arbeit und manchmal auch Ärger. Deshalb die Bitte, Kündigungen,

Kategorieänderungen und andere Änderungen möglichst vor dem 1. Oktober an die Geschäftsstelle

zu schicken.

25


Anschriftenänderungen

Teilen Sie bitte Änderungen Ihrer Anschrift umgehend der Sektionsgeschäftsstelle

mit, damit die Daten berichtigt werden können. Wenn die Anschrift nicht mehr

stimmt, schickt die Post in den meisten Fällen Sendungen (Mitteilungen des DAV aus

München und unsere Sektionszeitschrift) mit dem Vermerk „unbekannt verzogen“

zurück, und das natürlich gebührenpflichtig! Um unnötige Portokosten zu sparen,

werden die betreffenden Mitglieder daraufhin bis auf weiteres aus der Bezieherliste

gestrichen.

Bitte machen Sie Gebrauch

Änderungsmeldung! von diesem Formular, sobald

sich eine Namens-, Adressoder

Kontoänderung ergibt. Bitte senden Sie die Änderungsmeldung bei

Bedarf umgehend

an die Sektionsgeschäftsstelle, Schuhstraße 33, 31134 Hildesheim.

26

Name, Vorname

Straße:

PLZ/Ort:

Neue Kontonummer:

Alte Anschrift Neue Anschrift:

Nr.: Bank: BLZ:

Soll die Änderung für weitere Familienangehörige gelten? ja/nein

Wenn ja bitte Namen angeben:

In unserer Bücherei können Karten und Führer 4 Wochen kostenlos ausgeliehen werden,

ab der 5. Woche wird eine Gebühr von 0,40 € je Medium und Woche erhoben.


Lorenz Adler (A)

Cora Adler (B)

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder

(bis 28.Februar 2005)

Jo-Anne Adler (Kd)

Christian Bensch (A)

Eva Bensch (B)

Anne-Marie Bensch (Jr)

Eva Bieker (A)

Michael Bloch (A)

Angela Dürrsperger (A)

Guy Eschemann (B)

Markus Freckmann (A)

Matthias Gaabs (A)

Marco Gernat (Kd)

Dieter Gohlke (A)

Rosemarie Gohlke (B)

Vincent Haack (Kd)

Christine Klopprogge (A)

Finn Klopprogge (Kd)

Bejarne Klopprogge

Louise Klopprogge

Reinhard Knieps (A)

Sigrid Költzsch (A)

Elmar Lange (A)

Bernd Oppermann (A)

Axel Richter (A)

Markus Rüenauver (A)

Heike Rüenauver (B)

Jan Rüenauver (Kd)

Max Rüenauver (Kd)

Dr. Klaus Schütz (C)

Pilo-Luca von Sobbe (Kd)

Johannes Leo Volkmann (Kd)

Jürgen Wagemann (A)

Sigrun Wagemann (B)

Stefan Walingen (A)

Wir begrüßen unsere neuen Bergfreunde recht herzlich und freuen uns

auf Ihre Teilnahme an den Veranstaltungen und Gruppenaktivitäten der

Sektion.

Der Vorstand

27


28

Wir gedenken unserer verstorbenen Mitglieder

Claus Bertram

Mitglied seit 1952

50-jähriges Ehrenzeichen

Ursula Schneider

Mitglied seit 1997


FOTOGRUPPE

Leiter: Egbert Haegeli

Grotefendweg 31

31137 Hildesheim

Tel. 0 51 21/ 6 46 63

Liebe Berg- und Fotofreunde,

hier der gewohnte Rückblick auf die Geschehnisse

unserer Gruppe seit dem Erscheinen

der letzten „die Hütte“.

Das Thema der Jahresaufgabe für die zurückliegende

Saison lautete: „Regenwetter“.

Die dazu gemachten Fotos wurden am

13. 10. 04 besichtigt und beurteilt. Wieder

war es keine leichte Aufgabe. Die Schwierigkeit

lag in der Bereitschaft bei schlechtem

Wetter, möglicherweise unter einem

Regenschirm, fotografieren zu müssen.

Den Fotografen vielen Dank.

Am 10. 11. 04 folgte die Begutachtung der

Bilder von der Fotofahrt 2004. Obwohl

nach 50 Jahren Fotogruppe und ebenso

vielen Fotofahrten die nähere Umgebung

von Hildesheim (100 km) fotografisch

„abgegrast“ ist, haben wir, zwar schon einmal

Ziel einer Fotofahrt, Einbeck u. a. gewählt.

Möglicherweise hat sich nach 20

Jahren ja einiges geändert. Erstes Ziel war

Schloss Brüggen, Herrensitz eines Gutshofes,

im gleichnamigen Ort gelegen, zu erreichen

über Heyersum, Betheln und Gronau.

Vorbei an den sieben Bergen führte

der weitere Weg nach Alfeld. Das Rathaus,

Lateinschule in Alfeld Foto: E. Haegeli

29


Rathaus in Einbeck Foto: E. Haegeli

die alte Lateinschule (sehr schönes Fachwerkhaus),

die Kirche St. Nicolai boten

sich als schöne Fotomotive an. Im Mittelpunkt

unserer Fotofahrt stand, wie schon

oben erwähnt, Einbeck, mit seinem berühmten

Rathaus. Dieses und Fachwerkhäuser

ohne Zahl luden zum Fotografieren

ein. Nach dem Mittagessen besuchten wir

Burg Greene. Der Burgfried gestattete

einen herrlichen Blick in das Leinebergland.

Danach stand Bad Gandersheim auf

dem Programm. Nach

einem Stadtrundgang

war Kaffeepause im

nahe gelegenen Kloster

Brunshausen. Die

Abendsonne beschien

die letzten Motive im

Klosterpark Lamspringe.

Dank fleißiger Helfer

war am 08. 12. 04 unser

Gruppenraum wieder

vorweihnachtlich

geschmückt. An diesem

Abend zeigte uns

F. Elbeshausen Bilder

aus dem Zillertal mit

30

dem Titel „Rund um Meyerhofen“.

Wir konnten einiges

über das Tal mit den Orten

Strass, Fügen, Zell und Mayerhofen,

und auch das Nebental,

das Tuxertal, erfahren und

erleben. Auf den Wanderungen

zu den umliegenden Hütten

und auf den Höhenwegen

gelangen schöne Fotos von

solch bekannten Bergen wie

der Ahornspitze, dem Großen

Möseler, dem Hochpfeiler,

oder auch dem Brandberger

Kolm. Wie das Bildbeispiel

zeigt, waren auch Alpenblumen

zu sehen, die man nicht

alle Tage sieht.

Einmal in der Saison soll auch das Medium

Video zur Geltung kommen. So hielt

J. Miessler am 14. 01. 05 einen Videofilm

mit dem Titel „Flandern“ bereit. Hier

konnten wir einen gut gemachten Kulturfilm

sehen, wie wir es von J. Miessler

gewohnt sind. Anders als sonst, nämlich

die Wiedergabe über einen Fernsehmonitor,

kam erstmalig der neu angeschaffte,

Schwalbenwurz-Enzian Foto: F. Elbeshausen


vereinseigene Datenprojektor (Beamer)

zum Einsatz. Für technisch Interessierte: es

handelt sich dabei um einen LCD-Projektor

vom Typ Sanyo PLV-Z2 mit einer Auflösung

von 1280x720 Pixel, geeignet für

das künftige HDAV-Format, mit einer

Bildhelligkeit von 800 Lumen und einem

Kontrastverhältnis von 1200:1. Trotz des

Verlustes an Brillanz gegenüber dem Fernsehmonitor

war das größere Bild auf der

Leinwand mit Sicherheit ein Gewinn.

Am 09. 02. 05 brachte uns O. Klinger Bilder

aus den Alpen mit dem Titel „Ferien in

der Ramsau“. Das Ehepaar Klinger verbrachte

3 Wochen in diesem Gebiet, das

vom Dachsteingebirge (siehe auch Bild)

beherrscht wird. Am Anfang Bilder zur

Orientierung: das Quartier in attraktiver

Umgebung, Kartenmaterial. Danach wurde

die gesamte Region unter die Bergschuhe

genommen, Aufstieg durch das Edelgrieß

zum Ramsauer Klettersteig und Ramsauer

Dachsteingebirge Foto: O. Klinger

Mütze Foto: O. Klinger

Höhenweg oder auch herrliche Wanderungen

in den Schladminger Alpen.

Begeisterung riefen bisher noch nicht gesehene

Bilder von Murmeltieren hervor,

die zum Teil formatfüllend aufgenommen

worden sind.

Auch wieder wunderschöne Aufnahmen

der Alpenflora wie Alpenmohn, Alpenleinkraut

und Silberdistel. Besonders aber

wurde die Gattung Enzian vor das Makroobjektivgenommen:Frühlingsenzian,deutscher

Enzian,

Schwalbenwurzenzian

und gefranster

Enzian.

Auch kulturelle

Ereignisse,

wie der Almabtrieb

von

der Walcheralm,

das Hubertusfest

in

Filzmoos oder

auch ein Besuch

in Hallstattvervollständigten

den

Eindruck dieser

Region.

31


Wir sind Spezialisten für

– Parkettböden – Laminate – Teppichböden – Lacke

– PVC-Beläge – Tapeten – Farben – Zubehör

Für Objekte bieten wir: – PVC-Beläge – Nadelvliese – Teppichböden

Naturbodenbeläge: – Linoleum- – Kokos- – Kork-

– Tretford- – Sisalteppichböden

Wir beraten Sie gern zu Hause, messen aus und machen

Ihnen ein unverbindliches Angebot. Fordern Sie uns!

32


NATURSCHUTZREFERAT

Leiter: Bernward Kaevel

Reihwiesenweg 9

31191 Algermissen

Tel.: 0 51 26/82 67

Bergsport ist ein herrlicher Ausgleich zu

den Belastungen des Alltags und eigentlich

die umweltfreundlichste Art, sich fortzubewegen.

Ob in den Mittelgebirgen oder in

den Alpen, der Reiz des Bergsports wird in

großem Maße durch das Naturerlebnis

geprägt. Gerade in den Alpen bewegen wir

uns auch heute noch in einem einzigartigen

Natur- und Kulturraum. Denn die Alpen

sind ein in Europa einmaliger ökologischer

Ausgleichsraum:

– Sie sind Rückzugsort für zahlreiche

Tier- und Pflanzenarten.

– Gletscher und Quellen bieten vielen

europäischen Großstädten bestes Trinkwasser,

und große Stauseen versorgen

nicht nur das angrenzende Flachland

mit elektrischer Energie.

– Luftmassen werden in und über den Alpen

erneuert und ausgetauscht. Man

denke nur an einen heftigen Föhnsturm.

Anreise

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern

oft auch weniger anstrengend. Insbesondere

die Kombination Bahn/Fahrrad

bietet sich fürs Bergwandern an. Und das

Fahrrad eröffnet ein völlig anderes Landschaftserlebnis.

Für die Anreise mit öffentlichen

Verkehrsmitteln zu DAV-Hütten stehen

in der Hüttendatenbank Anreiseskizzen

zur Verfügung.

Spezialisierte Reisebüros erleichtern Ihnen

das Zurechtfinden im „Fahrplandschungel“.

Fahrgemeinschaften sind zum einen billiger,

zum anderen bieten sie eine umwelt-

Bergsport und Umwelt

bewusstere Anreisemöglichkeit, falls das

Wandergebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln

schlecht erreichbar ist.

Für einen umweltbewussten Bergsteiger

sollten Höhenmeter und Anfahrtskilometer

in einem verantwortbaren Verhältnis zueinander

stehen. Dies gilt insbesondere für

weite Fahrten.

Bitte vorhandene ausgewiesene Parkplätze

benutzen. Wenn doch auf Privatgrundstücken

geparkt werden muss, kann eine Anfrage

beim Besitzer sicher nicht schaden.

Nicht in Wiesen und Feldern zu parken, ist

eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Naturschutzrecht

In den Alpen gilt in aller Regel ein Betretungsrecht

der freien Landschaft. Das

heißt, dass „zum Zwecke der Erholung das

Betreten der Flur jedermann auf eigene

Gefahr gestattet ist“. Es kann jedoch mit

einem Wegegebot eingeschränkt werden:

In Schutzgebieten wie z.B. in Nationalparks,

Naturschutzgebieten oder Wildschutzgebieten

muss jeder auf dem Weg bleiben.

Wiesen und Felder dürfen in der Nutzzeit

nur auf Wegen betreten werden.

In den jagdlichen Sperrgebieten Österreichs

kann auch ein absolutes Betretungsverbot

gelten. Es sind dann auch die Wanderwege

gesperrt.

Nach dem Forstrecht darf in Österreich

Jungwald bis zu einer Höhe von 3 m nur

auf Wegen betreten werden.

In den meisten Schutzgebieten müssen

Hunde an der Leine geführt werden.

Bernward Kaevel

33


KLETTERGRUPPE

Leiter: Andreas Röder

Weststraße 12

31180 Giesen

Tel.: 0 51 21/77 09 76 privat

05 11/8 57 30 47 dienstl.

Fax: 05 11/8 57 21 95 dienstl.

Liebe Berg- und Kletterfreunde,

wieder einmal ist es an der Zeit, für euch

einen Hüttenbericht über die Highlights

des Winters zu schreiben. Das heißt aber

auch: wenn ihr dies lest, ist der Winter vorbei,

sonnenbeschienener Fels lockt uns,

ihn zu befühlen!

Im Herbst erfreuten wir uns nach dem

durchwachsenen Sommer endlich einiger

schöner Tage, so dass wir doch noch eine

Reihe schöner Klettertage hatten. Besonders

beim „Abklettern“ streichelte uns die

noch warme Oktobersonne bei Touren an

Baumschulen- und Däumlingswand in den

Holener Klippen.

Danach folgte schon bald unser Hüttenwochenende

in der Malepartushütte, wo wir

bei tiefwinterlichen Verhältnissen im

Schneesturm auf den Brocken marschierten.

Abends zeigte uns Ulrich die Dias seiner

Radtour durch Andalusien, die er im

September mit Gaby unternommen hatte.

Dort reizt die Besucher besonders der

Gegensatz zwischen der teilweise kargen

Landschaft und den geschichtsträchtigen

Städten. Außerdem sahen wir uns noch

einige Dias meiner Sektionstour im Kaisergebirge

an.

Zur Braunkohlwanderung trafen wir uns

im Waldfrieden in Groß Düngen, wo vor

dem Essen eine schöne Runde durch die

34

Unternehmungen Winter 2004/2005

Wälder zwischen Groß Düngen und Bad

Salzdetfurth half, den Appetit anzuregen.

Die winterlichen Aktivitäten mussten bisher

leider weitgehend ausfallen, zu feucht

und zu mild verlief die erste Hälfte des

Winters. Als dann endlich der ersehnte

Schnee kam, waren wir alle anderweitig

beschäftigt: unsere wichtigste Veranstaltung

musste vorbereitet werden… die Ausrichtung

der Nordwestdeutschen Sportklettermeisterschaft

in der Universitätssporthalle,

lest dazu bitte den gesonderten Bericht!

Sicherlich werden die nächsten Wochen

für Skilanglauf und vielleicht auch Eisklettern

genutzt werden können, genügend

Schnee ist ja erstmals seit Jahren vorhanden.

Ob der Frost fürs Eisklettern ausreicht,

müssen wir abwarten.

Aber spätestens im April juckt es allen in

den Fingern, diese wieder an den Fels zu

legen und sich für Fahrten zu alpinen und

außeralpinen Kletterzielen zu üben.

Ungefähr zu dieser Zeit werde ich bei

„Radio Tonkuhle“ (105,3 mHz) zu Besuch

sein und über das Klettern berichten – von

den ersten Schritten in der Halle oder an

der Hexenkanzel bis zu Touren an den

Sonnenplatten oder in den Dolomiten.

Hinweisen will ich auch auf den Wegebau

in unseren Klettergebieten. Da ja meist mit

natürlichen Materialien gebaut wird, ist


eine ständige Erneuerung erforderlich. Die

Reaktionen der zuständigen Behörden zeigen,

dass das Engagement durchaus wahrgenommen

wird! Termine entnehmt bitte

unserem Veranstaltungskalender bzw. unserer

Internetseite. Nach dem Wegebau ist

immer noch Zeit für einige Klettertouren,

bevor abends die Wegebaufete steigt!

In diesem Zusammenhang ist zu vermerken,

dass die Verhandlungen mit den Behörden

inzwischen so weit gediehen sind,

dass für Wesergebirge und Hohenstein

erste Nutzungsverträge abgeschlossen

werden konnten, welche das Klettern hoffentlich

über längere Zeit ermöglichen

werden.

Am 30. 01. fand in der großen Sporthalle

der Universität Hildesheim wieder die

Auftaktveranstaltung der Nordwestdeutschen

Sportklettermeisterschaft statt. Bereits

zum sechsten Mal trafen sich Spitzenkletterer

aus ganz Deutschland, um an dem

von unserer Sektion ausgerichteten Wettkampf

teilzunehmen.

Nach den Erfahrungen des letzten Jahres

gelang es, trotz ähnlich umfangreichen

Starterfeldes den Wettkampf deutlich zu

straffen – durch frühere Startzeit, selektivere

Routen und parallele Starts im Halbfinale.

Leider waren die Routen dieses Jahr

sehr schwer, so dass Teilnehmer und Zuschauer

nicht immer auf ihre Kosten kamen.

Als Novum wurde die Veranstaltung am

Vortag durch den Unterzeichner bei dem

neuen Lokalsender „Radio Tonkuhle“

(105,3 mHz) angekündigt und über den

Ablauf der Veranstaltung informiert. Eine

Live-Berichterstattung war dieses Jahr leider

noch nicht möglich, hoffentlich können

wir das für 2006 organisieren

Problematisch ist die Lage nach wie vor im

Selter, wo die Eigentümer widerrechtlich

versuchen, jegliche Nutzung der Felsen zu

unterbinden und sofort mit dem Anwalt

drohen. Es wird jedoch angestrebt, dass

auch das Klettern im Selter in Zukunft

weiterhin möglich sein wird, zur Not auch

mit Hilfe der Gerichte. Hoffen wir das

Beste!

Viele erfolgreiche Touren und immer

gesunde Rückkehr

wünscht euch

Andreas

Der Höhepunkt eines jeden Winters –

Sportkletterwettkampf 2005

Leider wurden die Zuschauerzahlen der

Bedeutung des Wettkampfes nicht gerecht

– sie lagen gut 50% unter denen des Vorjahres

trotz der guten Werbung via Zeitung,

Radio und Plakaten. Ein Grund kann

das Zweitliga-Handballspiel in Halle 39

gewesen sein.

... die Hungrigen werden bald kommen ...

Die Helfer beim Brötchen schmieren

35


Ralf Kowalski und

Barbara Schaper nach ihrer

Qualifikation

Äußerst

erfreulich

aus Sicht

der Veranstalterwaren

die vielen

Starter

aus der

Sektion

Hildesheim.

Für

alle vier

Wertungskategorien

ist es gelungen,

eine größereAnzahl

von

Kletterern

zu moti-

vieren. Von den insgesamt 92 Teilnehmern

starteten immerhin 17 für unsere Sektion!

Im Einzelnen sahen die Platzierungen wie

folgt aus:

Bei der weiblichen Jugend siegte Hannah

Ulmen von der Sektion Rheinland-Köln;

die Hildesheimerinnen Elisa Schönberg

und Janine Kalkstein belegten die Plätze 4

und 5.

Bei der männlichen Jugend gewann Tim

Baumann von der Sektion Dortmund. Von

der Sektion Hildesheim folgten auf den

Plätzen: Torben Kassebom 6., Timo Kessler

18., Moritz Wiechmann 18., Christian

Burchards 21., Pilo von Sobbe 21., Marco

Gernert teilte sich Platz 24 mit Vinzent

Haack und Johannes Reinsberg belegte

Platz 27.

Bei den Damen siegte Ewelina Kujawski

von der Sektion Hamburg; die Hildesheimerinnen

Barbara Schmitz, Claudia Gaßmann,

Sabine Schaper und Nora Körtje

belegten die Plätze 3, 7, 10 und 15.

Bei den Herren erreichte Jonas Baumann

von der Sektion Dortmund den ersten

36

Platz, es folgten die Hildesheimer Achim

Schneider, Thomas Ehmke und Björn

Terwege auf den Plätzen 14, 26 und 29.

Der Jugendgruppenleiter Timo Kessler

überreichte unseren drei jüngsten Teilnehmern,

Pilo von Sobbe, Marco Gernert und

Vincent Haack, jeweils ein T-Shirt und ein

Expressschlingenset als Trostpreis und

spornte sie an, nächstes Jahr wieder teilzunehmen.

Mittels zweier hervorragender Artikel

wurde die Veranstaltung in der Hildesheimer

Allgemeinen Zeitung angekündigt

bzw. über sie berichtet. Verfasst wurden

diese von Rolf Witt, dem Wettkampfkoordinator

des niedersächsischen Landesverbandes

Bergsteigen.

Unser Dank gilt zunächst einmal diesem

Landesverband Bergsteigen Niedersachsen.

Ohne seine erheblichen Mittel wäre an

die Ausrichtung eines Wettkampfes überhaupt

nicht zu denken.

Außerdem danken wir den zahlreichen

Sponsoren aus der Wirtschaft: die Sparkasse

Hildesheim, die Volksbank Hildesheim,

die Sonnenapotheke sowie die Bergsportzentrale

Hildesheim haben uns finanziell

unterstützt. Sachspenden erhielten wir

nicht nur von der Volksbank, sondern auch

von der Bäckerei Könneker, der Vollkornbäckerei

Krone sowie den Bergsportausrüstern

Gearhead und Bergsportzentrale.

Besonders bedanken wir uns bei den zahlreichen

Helfern, die nicht nur selbst

gebackenen Kuchen sowie Salate gespendet

haben, sondern nach dem Wettkampf

dafür gesorgt haben, dass die Wettkampfstätte

auch wieder aufgeräumt wurde!!

In diesem Sinne hoffen wir, dass im Jahr

2006 wieder ein Wettkampf in Hildesheim

stattfinden wird und wir diesen gemeinsam

organisieren können.

Im Namen aller Helfer des Wettkampfes

Andreas Röder


WANDERREISEGRUPPE

Leiter: Horst Schünemann

Mölmer Ring 27

31185 Söhlde-Mölme

Tel. 0 51 29/75 06

Liebe Angehörige der Wanderreisegruppe, Rosenmontag – war, wie der Tag zuvor,

bei der Abfassung dieses Berichtes liegt

das 1. Unternehmen der Wanderreisegruppe

im Jahr 2005 bereits hinter uns. Die

Wiederholung der Sylt-Fahrt lief bei

bestem Wetter für die Teilnehmer fröhlich

und harmonisch ab. Ein im letzten Jahr

geplanter Teilnehmerkreis von 30 Personen

war zusammen gekommen. Da die

neue Leiterin der Wandergruppe – Frau

Brunhilde Friemelt – für das Jahr 2005

keine Gruppenfahrt in Planung hatte, kam

die Idee, einmal eine gemeinsame Fahrt zu

unternehmen. Dabei stellte sich allerdings

heraus, dass die Interessen beider Gruppen

doch zu unterschiedlich sind, und es deshalb

zu keinem Zusammenwirken kam.

Das Programm der

Sylt-Fahrt wurde

diesmal mit Rücksicht

auf die älte-

sonnig und fast windstill. Die erste Wanderung,

den Strand entlang bis zum Roten

Kliff und dann über das Kliff bis zur Uwe-

Düne, ließ das Herz der Wanderer höher

schlagen. Nach einer Rast im Strandgasthaus

„Sturmhaube“ wurde noch ein

Schlenker durch Kampen eingelegt, bevor

es zurück nach Westerland ging. Am

Abend im Hotel überraschte alle der buntgeschmückte

Speisesaal. Nach dem Rosenmontags-Menü

feierte die Gruppe mit

fröhlichen Liedern und einer Polonaise

Karneval nach ihrer Art. Der zweite Tag

brachte den Höhepunkt bei strahlendem

Sonnenschein mit leichtem Ostwind am

Morsumer Kliff. Die Wanderung über das

ren Teilnehmer

umgestellt. Der

Bus fuhr auf dem

Shuttle mit nach

Sylt und stand

somit für Fahrten,

insbesondere für

Nichtwanderer,

jeden Tag zur Verfügung.

Schon die

Anfahrt nach Sylt

war angenehm. Wandergruppe auf dem Morsum-Kliff Foto: Margot Jürgens

Nach dem Einsteigen

in den Bus in Hildesheim gab es kein Kliff und später am Wattenmeer entlang

Umsteigen mehr, erst in Westerland verlie- war eine Offenbarung für die Naturfreunßen

die Teilnehmer zu einem Stadtrundde. Erdschichten über eine Zeit von 7 Milgang

den Bus. Der erste Tag auf Sylt – lionen Jahren liegen hier in ihren unter-

37


schiedlichen Verfärbungen gut sichtbar

offen. Die Einkehr im „Kliff-Hüs“ steigerte

die gute Stimmung. Die anschließende

Fahrt in den Süden der Insel beinhaltete

eine Besichtigung der Sylter Quelle, der

Orte Rantum und Hörnum mit dem Hafen.

Ein Besuch in der berühmten Sansibar mit

Besichtigung des Weinkellers schloss sich

an. Mit Staunen vernahmen die Teilnehmer,

dass in dem Keller 1200 verschiedene

Sorten Wein in 48000 Flaschen lagern. Am

dritten Tag brachte der Bus die Gruppe

nach Kampen. Es waren Wolken aufgezogen,

aber die Sonne blinzelte durch und es

blieb trocken. Die Wanderung am Wattenmeer

entlang von Kampen nach Keitum

stand im Kontrast zur ersten Wanderung an

der Westseite. Ein gefrorenes, mit bizarren

Eisschichten verschöntes Wattenmeer begeisterte

die Teilnehmer. Nach einer Pause

in der „Küchenkate“ in Keitum lief eine

Dorfführung. Von dem Sylter Fremdenführer,

Hermann Bauer, wurde vieles über

Keitum vorgetragen, insbesondere aber die

schönen Friesenhäuser erläutert. Dann

ging es mit dem Bus an die Nordspitze der

Insel nach List. Im Lister Hafen war die

Einkehr in der nördlichsten „Fischbude“

Deutschlands ein Muss. Seit einem Jahr ist

am Lister Hafen alles erneuert worden. Der

Fischtempel Gosch ist größer und freundlicher

geworden. Von Austern bis Matjeshering

wurde alles probiert. Gönne Gosch

war persönlich anwesend und wünschte

der Gruppe einen guten Aufenthalt. Der

ging leider am nächsten Tag zu Ende. Als

es nach einem trüben Morgen gegen Mittag

hieß, in den Bus einzusteigen, kam die

Sonne durch. Fröhlich wurde von Sylt

Abschied genommen. Der Shuttle brachte

den Bus zurück zum Festland und in zügiger

Fahrt erreichten alle am Abend wieder

Hildesheim.

Im Herbst des verflossenen Jahres gab es

die üblichen Diaabende. Auftakt war ein

Diaabend über die Wanderflugreise nach

38

La Palma im Gasthaus „Zum Osterberg“.

Die 250 Farbdias versetzten die 38 Anwesenden

nochmals auf die Wanderwege der

Kanareninsel.

Es folgte ein Informationsabend über die

geplante Flugreise nach Griechenland.

Über 80 Interessenten waren in das Gasthaus

„Zum Silberfund“ gekommen. Mit

vielen interessanten Farbdias wurde der

geplante Reiseablauf geschildert.

Rund 50 Teilnehmer nahmen am herbstlichen

Braunkohlessen im Gasthaus „Zum

Osterberg“ teil. Anschließend gab es 200

Farbdias über die Sektionsfahrt nach Corvara

zu sehen. Vertieft wurden die Erinnerungen

an die schöne Sektionsfahrt durch

einen hervorragenden Videofilm von Horst

Kleinert, der auf einer Großleinwand

gezeigt wurde.

Abschluss und Höhepunkt war eine Diaschau

über die Abenteuerreise nach Pakistan/China.

Mit großem Interesse verfolgten

die 25 Anwesenden die Vorführung von

400 Farbdias. Die wechselnden Landschaften

bei der 4800 km langen Reise beeindruckten

alle sehr.

Für das Jahr 2004 bildete der Adventsnachmittag

für die Senioren (ab dem 75.

Lebensjahr) der Gruppe den Abschluss.

Wie im Jahr zuvor waren die Gruppenmitglieder

mit eingeladen, die im Jahr 2004

einen runden Geburtstag feiern konnten.

34 Senioren und Geburtstagskinder waren

der Einladung gefolgt, die an 75 Mitglieder

verschickt wurde. An adventlich geschmückten

Tischen gab es Kaffee und

Kuchen. Von Marlies Schade, die alles hergerichtet

hatte, wurden kleine Aufmerksamkeiten

verteilt. Die Geburtstagskinder

erhielten ein kleines Präsent.

Die jährliche Zusammenkunft der Wanderreisegruppe

fand zum Jahresbeginn 2005

im Knochenhauer-Amtshaus statt. 73

Gruppenmitglieder waren erschienen.


Nach einem gemeinsamen Essen wurde

vom Gruppenleiter über das verflossene

Jahr berichtet. Durch Tod, Streichungen

und Neueintritt sind in der Liste der Wanderreisegruppe

zum Jahresbeginn 2005

164 Sektionsmitglieder enthalten.

Die Finanzierung der Gruppenaktivitäten

erfolgt nach wie vor durch Spenden. Marlies

Schade konnte berichten, dass es im

Jahr 2004 eine gute Spendeneinnahme

gegeben hat. So konnten die Blumengestecke

für die Todesfälle, der Adventsnachmittag,

die Präsente für die Geburtstagskinder

und ein Zuschuss zur Jahreszusammenkunft

finanziert werden. Den Spendern

herzlichen Dank, die diese Aktivitäten ermöglicht

haben.

Zu den Aktivitäten im Jahr 2004 wurde folgendes

gemeldet: An den 4 Reiseunternehmungen

nahmen 201 Personen teil, und an

den 6 weiteren Veranstaltungen konnten

304 Personen gezählt werden. Damit haben

im Jahr 2004 505 Personen an den Veranstaltungen

der Wanderreisegruppe teilgenommen.

Ausführlich wurde über die

geplanten Unternehmungen für das Jahr

2005 berichtet:

1. Gruppenfahrt nach Sylt, vom 06.–10.

Februar 2005

30 Teilnehmer haben sich zu der Fahrt

angemeldet. Es gibt ein verbessertes

Programm. Der Bus fährt mit dem

Shuttle nach Sylt und bleibt dort für

Tagesfahrten.

2. Wanderflugreise nach Griechenland

– Westpeloponnes, vom 03.–10./17.

Mai 2005

Die Anmeldungen sind abgeschlossen

und die Bestätigungen sind verschickt.

Insgesamt haben sich 75 Teilnehmer

angemeldet. Davon möchten in der

ersten Woche 46 wandern und 29 an den

Besichtigungsfahrten teilnehmen. Für

die große Griechenland-Rundfahrt in

der 2. Woche haben sich 54 angemeldet.

Mitte April werden die Reiseunterlagen

verschickt.

3. Sektionsfahrt nach Pontresina –

Oberengadin – vom 09.–16. Juli 2005

Bisher liegen 50 Anmeldungen vor. Es

wird angestrebt, nur mit einem Bus zu

fahren. Nach Klärung der Einzelheiten

sollen Ende Februar die Reisebestätigungen

verschickt werden.

4. Flusskreuzfahrt auf der Wolga von

Wolgograd nach St. Petersburg, vom

24. August–06. September 2005

Diese Sonderaktion für Mitglieder und

Freunde der Wanderreisegruppe hat

großen Anklang gefunden. Unerwartet

haben sich bisher 32 Teilnehmer angemeldet.

Dieses Unternehmen wird gemeinsam

mit HAZ-Leserreisen durchgeführt

und auch dementsprechend

betreut.

5. Flusskreuzfahrt auf der Donau von

Passau bis Budapest, vom 25. Oktober-

01. November 2005

Dieses Sonderunternehmen wird ebenfalls

gemeinsam mit HAZ-Leserreisen

durchgeführt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt

liegen 11 Anmeldungen vor. Da

der Buchungsstand schon sehr weit fortgeschritten

ist, sollten sich Interessenten

rechtzeitig melden.

Wie in jedem Jahr ist die Auswahl der

zukünftigen Reiseziele ein wichtiger Punkt

bei der Jahreszusammenkunft. An der Auswahl

nahmen 143 Personen teil. Für die

Sektionsfahrt stimmten 17 für das Sellraintal,

81 für die Brenta-Dolomiten, 15 für

Saalbach-Glemmtal und 13 für das Schnalstal.

Somit sind mit großer Mehrheit die

Brenta-Dolomiten als Ziel der Sektionsfahrt

im Juni 2006 ausgewählt worden.

39


Bei den Flugwanderreisen stimmten 73 für

die Kanalinsel Guernsey, 15 für die Insel

Ibiza, 31 für Malta und 12 für die Baleareninsel

Menorca. Mit überwiegender

Mehrheit ist damit Guernsey als Ziel der

Flugwanderreise Mai 2006 ausgewählt.

Bei den Fernflugreisen gab es kein so deutliches

Ergebnis: 42 Stimmen entfielen auf

Südafrika, 15 auf Chile und 39 Stimmen

auf Ecuador mit den Galapagos-Inseln. In

Abstimmung mit den Veranstaltern sollen

beide Unternehmungen angeboten werden

und zwar:

40

a) Südafrika – Ende Februar/Anfang

März 2006 mit dem Ablauf: Johannesburg

– Pretoria – Blyde River Canyon –

Krüger NP – Drakensberge – Durban –

Port Elizabeth – Gartenroute – Kapstadt

– Tafelberg – Kap der Guten Hoffnung

– Paarl Weinregion,

b) Ecuador/Oktober 2006 mit dem Ablauf

Quito – Otavalo – Riobamba – Cuenca

– Ingapirca – Guayaquil – Galapagos.

Allzeit gute Reise und Bergheil

Horst Schünemann


Pakistan – China

Karakorum-Highway & Chinesische Seidenstraße

Abenteuer-Reise vom 20.05.–09.06.2004

Kurzbericht nach den Tagebuchaufzeichnungen von Manfred Haufe

Karakorum-Highway von

Rawalpindi/Pakistan bis Kashgar/Westchina

= 1.284 km

Der beschwerlichste Teil der historischen

Seidenstraße verlief als Nebenstrecke

durch das Karakorum-Gebirge, über das

heutige Pakistan zum Arabischen Meer.

Von 1967–1982 wurde dieser Zweig der

Seidenstraße als chinesisch-pakistanisches

Gemeinschaftsobjekt zum „Karakorum-

Highway“ ausgebaut. Dieser Highway ist

eine Meisterleistung der Hochgebirgsstraßen-Baukunst

und zählt zu den atemberaubendsten

Fernstraßen der Welt. Die Straße

verläuft von Rawalpindi durch das Indusund

Hunzatal am Hindukusch-Gebirge

vorbei ins Karakorum-Gebirge über den

Khunjerab-Pass (4.733m), am Pamir-Gebirge

entlang zu der Oase Kashgar am

Rande der Taklamakan-Wüste.

1. Tag

Bustransfer von Hildesheim nach Frankfurt.

Nachtflug mit Air Emirates nach

Dubai. Dort 3 Stunden Flugunterbrechung.

2. Tag

Flug mit Air Emirates nach Islamabad.

Einzug in das Hotel Shalimar. Stadtrundfahrt

in Islamabad (Shah-Faisal-Moschee,

Bus im Hunza-Tal

Margallahügel, Aussichtspunkt Daman-e-

Kok, Shakarparian Park). Am Nachmittag

Besichtigungsgang durch das alte Rawalpindi

mit Besuch des Rajah-Basars.

3. Tag

Fahrt von Rawalpindi über Taxila - Abbottabad

- Mansehra und über den Indus (Thakot-Brücke)

nach Besham. Besichtigungen:

Taxila-Museum, Ruinenstadt Bhir

Mound, Dharmararajika Stupa, Ruinenstadt

Sirkap, historische Klosteranlage Jaulian.

4. Tag

Fahrt von Besham nach Gilgit, durch die

Indus-Schlucht mit den Orten Patan, Dassu,

Chilas, Jaglot, Besichtigung der Petroglyphen,

Stopp am Junction Point Himalaja-Karakorum-Hindukusch.

Die Aussicht

Gruppe in Karimabad

auf den Nanga Parbat und den K2 ist durch

Wolken eingeschränkt.

5. Tag

Jeepfahrt in das Kargah-Seitental (Buddhafigur).

Danach Fahrt durch das Hunzatal

von Gilgit nach Karimabad. In Norman

Besichtigung der Gedenkstätte für die verunglückten

Arbeiter am Highway. Rast in

41


Gulmit – Ausgangspunkt für eine Rakaposchi-Besteigung

(7.788 m). Besichtigung

von Karimabad und das Baltitfort.

6. Tag

Fahrt von Karimabad durch das obere

Hunzatal nach Sust (pakistanischer Grenzposten).

Aufenthalt durch Felsbrocken, die

von der Straße gesprengt werden müssen.

Passieren des gewaltigen Passu-Gletschers.

Ausreise und Buswechsel in Sust.

Fahrt durch den Khunjerab-Nationalpark

(Marco-Polo-Schafe werden beobachtet).

Dann Fahrt über den Khunjerab-Pass

(4.733 m) mit Überschreiten der Grenze

zwischen Pakistan und China. Der chinesische

Grenzposten stellt Sauerstoffflaschen

für die Höhenanpassung zur Verfügung.

Abfahrt nach Tashkurgan. Erledigung der

Einreiseformalitäten.

7. Tag

Fahrt von Tashkurgan über die Pamir-

Gebirgsstraße und den Kelasi-Pass (4.300

m) zum Karakulsee. Nach Passkontrolle

Fahrt in die Region Xinjiang zur Oase

Kashgar.

Höhlengrotten von Kizil

8. Tag

Besichtigung von Kashgar, der größten

Oase Chinas (Mor-Pagode, eine bäuerliche

Siedlung, Grabmal Abakh Hoja, Altstadt

von Kashgar, Id-Kah-Moschee, Basar von

Kashgar). Abends uigurisches Fest mit

regionalem Essen und Folklore (Musik –

Tanz).

42

Seidenstraße von Kashgar/Westchina

bis Lanzhou/Zentralchina = 3.580 km

Der älteste und bedeutsamste Handelsweg

der Welt, die Seidenstraße, hatte seinen

Ausgangspunkt in Zentralchina. Rund

zwei Jahrtausende hat die alte Seidenstraße

Händlern mit ihren Karawanen gedient,

Luxus in Form von Seide und exotischen

Kostbarkeiten aus dem fernen China nach

Europa zu bringen. Die Route von Zentralchina

bis an die heutige Westgrenze führte

von Lanzhou nach Kashgar, fast 3.000 km

durch eine gebirgige Halbwüste. Die

Durchquerung dieses großen Gebietes war

nur durch die eingelagerten Oasen möglich.

Die Oasen hatten eine immense Bedeutung

als Rast- und Handelsplätze und

profitierten von den durchziehenden Kaufleuten.

In der Ruinenstadt Gaochang

9. Tag

Fahrt von Kashgar über die neue Seidenstraße

zu Oase Aksu. Stadtrundfahrt in Aksu

am Tarim-Fluss.

10. Tag

Fahrt von Aksu zur Oase Kuqa. Besichtigungsfahrt

in Kuqa zur großen Moschee.

Fahrt (ca. 70 km) zu den buddhistischen

Höhlengrotten von Kizil.

11. Tag

Mit Pferdekarren Fahrt von Kuqa zu den

buddhistischen Kumtura-Höhlen. Nach

Rückkehr Fahrt von Kuqa am Tian-Gebirge

vorbei zur Oase Korla. Durch Ölfunde ist

Korla zur modernen Stadt aufgebläht. Besichtigungsfahrt

durch die historische Altstadt.


12. Tag

Fahrt von Korla zur Oase Turpan in der

gleichnamigen Senke (150 m unter dem

Meeresspiegel). Besichtigung des 2000

Jahre alten Bewässerungssystems der

Oase. Besichtigungsfahrt durch das Weinanbaugebiet

(Rosinen) zur Ruinenstadt Jiaohe.

13. Tag

Besichtigungsfahrt zur Ruinenstadt Gaochang

und zu den Astana-Gräbern. Weiterfahrt

zu den Grotten von Bezeklik, dann an

den Flammenbergen vorbei zum Emin-

Minarett im Stadtkern. Besuch des Turpan-

Museums. Fahrt zum Bahnhof von Turpan.

Nachtfahrt (Schlafwagen) mit der Bahn

nach Liuyuan.

14. Tag

Ankunft in Liuyan und Busfahrt zu Oase

Dunhuang. Nach Hoteleinkehr, Besichtigungsfahrt

zu den Mogao-Grotten. Von

Gruppe am Mondsichelsee

den über 500 Höhlen werden 12 besichtigt.

Attraktion ist ein 35 m hoher und ein 26 m

hoher Buddha. Den Abschluss bildet ein 15

m langer liegender Buddha. Anschließend

Besuch des Dunhuang-Museums. Danach

Fahrt zu den Bergen des Singenden Sandes

und zum Mondsichelsee. Abends Teilnahme

an einer altchinesischen Musikveranstaltung

aus der Tang-Zeit.

15. Tag

Fahrt von Dunhuang nach Zhangye (650

km!). Besichtigung der Han-Festung Jiayuguan

(westlichster Außenposten der gro-

ßen Chinesischen Mauer). Dann Fahrt

durch den Hexi-Korridor nach Zhangye.

16. Tag

Stadtbesichtigung von Zhangye (Tempel

des großen Buddha, Tempel des liegenden

Buddha – mit 34,5 m der längste der Welt).

Weiterfahrt von Zhangye nach Lanzhou

am Gelben Fluss mit Besichtigung von

Resten der großen Chinesischen Mauer aus

der Han-Zeit.

17. Tag

Stadtbesichtigung von Lanzhou (buddhistische

Tempel am Berg der 5 Quellen).

Hochfahrt mit der Seilbahn auf den Lan

Shan (2.100 m). Aussicht auf Lanzhou mit

dem Gelben Fluss. Besuch der Weißen

Pagode und Fahrt über die Eisenbrücke

Lanzhou am gelben Fluss

(Deutsche Konstruktion) zum Flughafen.

Flug von Lanzhou nach Xi’an, ehemalige

Hauptstadt des Alten Reiches.

18. Tag

Besichtigung der historischen Terrakotta-

Armee des Kaisers Qin Shihuangdi. Dann

Stadtbesichtigung von Xi’an (Glockenturm

und Trommelturm). Besuch der großen

Moschee und des Hauptbasars. Abschlussessen

(Xi’an-Spezialitäten) am Ende

der Seidenstraße. Fahrt zum Flughafen,

Flug von Xi'an nach Peking.

19. Tag

Fahrt zur Großen Mauer bei Badaling.

Besichtigungsgang über die Mauer aus der

Ming-Zeit. Besuch der Ming-Gräber mit

Spaziergang über den „Weg der Seelen“.

Besichtigung einer Perlen-Zuchtstation.

43


Terrakotta-Armee in Xian

Zum Abendessen gibt es die Spezialität

„Peking-Ente“.

20. Tag

Fahrt zum Tian’anmen-Platz, dem Platz

des Himmlischen Friedens in der Stadtmitte.

Besichtigung der Halle des Volkes.

Dann wird die ehemals verbotene Stadt –

die Kaiser-Stadt – betreten.

Der Besichtigungsgang führt über die Zentralachse,

durch das Tor des Himmlischen

Friedens, durch das Mittagstor zur Halle

der Höchsten Harmonie (Kaiserpalast).

Der Gang setzt sich fort durch die Halle

der Himmlischen Reinheit und den Palast

der Irdischen Ruhe (Wohnung der Kaiserin).

Ein Spaziergang durch den Kaiserlichen

Garten schließt sich an. Danach

Busfahrt zum Himmelstempel – Halle der

Ernteopfer. Die Besichtigung führt dann

zur Halle des Himmelsgewölbes und zum

Himmelsaltar. Am Abend Besuch einer

Akrobatikschau.

Große Mauer bei Peking

21. Tag

Fahrt zum Lama-Tempel, einem Tempel

des tibetischen Buddhismus. In der Halle

des Zehntausendfachen Glücks steht ein

18 m hoher Buddha aus einem einzigen

Holzstamm geschnitzt. Danach Fahrt zum

Flughafen und Flug mit Air China von

Peking nach Frankfurt. Bustransfer von

Frankfurt nach Hildesheim

Wie ist das Wetter zur Zeit im Harz?

http://www.Nationalparkhaus-Altenau-Torfhaus.de

Vor einer Fahrt in den Harz können Sie sich

unter dieser Adresse informieren, wie das Wetter

am Torfhaus und am Brocken gerade ist.

45


Die Vortragssaison 2005/2006

Vortragswart: Dr. Peter Rietzel

Ostpreußenstraße 29

31139 Hildesheim

Tel.: 0 51 21/3 45 30

Die Vorträge unserer Sektion werden gemeinsam

mit der Volkshochschule Hildesheim

angeboten und durchgeführt. Ansprechpartner

für die Volkshochschule ist

Herr Siegfried Musiol (Tel. 0 5121/93 6151).

Beginn der Vorträge: 19.30 Uhr,

Riedel-Saal der Volkshochschule,

Pfaffenstieg 4–5

Eintritt/Person:

DAV-Mitglieder 2,00 €,

Nichtmitglieder 5,00 €

Bringen Sie bitte auch bergbegeisterte

Freunde und Bekannte mit!

––––––

17.10.2005 Scharl, Werner

Wandern in Südtirol

Dia-Vortrag 24 x 36 mm, Überblendtechnik,

Beamerunterstützung

Die wechselvolle 2000-jährige Geschichte

Südtirols hat ihre Menschen immer wieder

auf eine harte Probe gestellt. In einem vereinten

Europa kann das Land vom Reschenpass

bis ins Sextener Tal und vom

Brennerpass bis Salurn endlich ungehindert

sein unverwechselbares Profil entwickeln.

Mit unvergleichlichen Bergen –

vom Eis gepanzerten Ortler bis zu den

leuchtenden Wänden der Drei Zinnen –

bietet es eine kulturelle Vielfalt und grandiose

Naturschätze, die ihresgleichen suchen.

Dieses landschaftliche Paradies lädt

zum grenzenlosen Wandern und Staunen

ein, überrascht mit allzeit neuen Eindrücken

und Reizen und zieht uns immer wieder

magisch an.

46

14.11.2005 Farwer, Dr., Alfward

Der Wilde Kaiser

Tonbildschau 24 x 36 mm, Überblendtechnik

Der Wilde Kaiser – schroffes Tiroler Felsgebirge

zwischen Kufstein und Kitzbühl,

Reit im Winkel und Ellmau. Weithin sind

seine Zinnen, Grate und Wände zu sehen.

Liebliche Täler trennen ihn von seinem

Nachbarn, dem Zahmen Kaiser.

Wanderleicht geht’s da empor durchs Kasirer-

oder Kaiserbachtal, unter schroffen

Wänden bis hin zum Stripsenjoch, zugleich

Standort für Kletterer, die sich den

Felsen des Kaisers verschrieben haben:

Totenkirchl, Predigtstuhl, Fleischbank,

Christaturm und Karlspitze. Für moderateres

Klettern ist der Kopftörlgrat an der Ellmauer

Halt ein begehrtes Ziel.

Aber den erfahrenen Berggänger lockt

noch manches andere, nicht nur der luftige

nordseitige Klettersteig durch die Steinerne

Rinne hin zum Ellmauer Tor. Sind doch

alle hohen Kaisergipfel auch ohne Seil und

Haken über nicht allzu schwierige Gipfeloder

Klettersteige gut zugänglich. Ob

Scheffauer, Ellmauer Halt oder Ackerlspitze,

alle bieten sie kaisertypische Gipfelsichten

– übers weite Inntal und die bayrischen

Vorberge bis zur Gletscherwelt von

Großglockner und Venediger am südlichen

Horizont.

05.12.2005 Elbeshausen, Friedrich

Die Vier Jahreszeiten im Allgäu

Dia-Vortrag, 24 x 36 mm, Überblendtechnik


Der Vortrag gilt Oberstdorf und seinem

Umland in allen 4 Jahreszeiten. Die Eingehtour

wird in der Hörner Gruppe unternommen.

Der Mindelheimer Klettersteig –

eine Mehrtagestour – führt über ausgesetzte

Grate und Gipfel mit großartigen Tiefblicken

von der Fidererpasshütte zur Mindelheimer

Hütte. Auch der hochalpine

Heilbronner Weg wird begangen: von der

Rappensee-Hütte zur Kemptner Hütte mit

Gipfelbesteigung der Mädelegabel. Tageswanderungen

führen zum Nebelhorn mit

der wunderbaren Blumenpracht, ins Dietersbachtal

und nach Gerstruben mit seinen

denkmalgeschützten Häusern. Der Vortrag

endet mit den herrlichen Naturschönheiten

des Kleinen Walsertals, mit dem Hohen

Ifen, dem Widderstein und der Breitachklamm.

16.01.2006 Reinartz, Guus

Das Stubaital, ein einladendes Gebirge

Tonbildschau 24 x 36 mm, Überblendtechnik

Südlich von Innsbruck bewegt sich das

Stubaital zwischen der Hektik des Tagesgeschäftes

und der Einsamkeit der Natur

mit ihrer Ruhe und Andacht. Das Tal verläuft

in sanften Konturen, aber oben ist’s

wild und unwirtlich. Und wenn wir uns der

herrlichen Bergwelt aus der Richtung vom

Brenner nähern, strahlen uns die Kronjuwelen

des Tales an: Zuckerhütl und Wilder

Pfaff mit ihren Gletschern.

Diese Dia-Show führt natürlich auch auf

die berühmte Stubaier Hüttentour mit ihren

vielen Kletterpartien. Auch der Wechsel

der Jahreszeiten in diesem prächtigen Teil

Tirols wird gezeigt. Kulturelle Ereignisse,

Kirchen, Feste, alte Handwerke und Gebräuche

runden das Bild ab.

30.01.2006 N.N.

Berichte von Sektionsmitgliedern

(Namen und Themen stehen noch nicht

fest)

Dia-/Videovortrag/-vorträge

13.02.2006 Lenz, Folkert

Naturerlebnis Marokko – Königstädte,

Sanddünen, Schiberge

Tonbildschau 24 x 36 mm, Überblendtechnik

Marokko, das Wunderland am Wüstenrand:

Dünenberge, Dattelpalmen, Dörfer

ganz aus Lehm gebaut. Doch neben Kamelen

und Kasbahs hat das Land auch bergsteigerisch

einiges zu bieten.

Der Hohe Atlas ist nicht nur im Sommer

interessant. Sechs 4000er locken Skialpinisten

mit rassigen Firnabfahrten. Mit Mulis

geht es durch die Berberdörfer ins „Basislager“,

von dem aus die schneebedeckten

Gipfel wie der Djebel Toubkal (4.167 m)

angegangen werden. Die Kamera ist mit

dabei, wenn es per Ski durch enge Steilrinnen

wieder abwärts geht. Der sahneweiche

Afrika-Firnschnee macht die sichere Befahrung

auch extremer Flanken möglich.

Auch das Land, die Kultur und die Menschen

in Marokko kommen in der Schau

nicht zu kurz. Natürlich werden die Königsstädte

Meknes, Fes und Marrakesch

vorgestellt. Wir werfen Blicke in Moscheen

und alte Koranschulen, streifen

durch die Souks, die überdachten Märkte.

Auf dem Kamelrücken geht es 3 Tage lang

durch die Sanddünenlandschaft am Rande

der Sahara. Palmenhaine, Kasbahs, Toddra-Schlucht

vervollständigen das Bild.

13.03.2006 Steinbichler, Hans

Höhenweg-Wanderungen – Berge

anders erleben

Dia-Vortrag 6 x 6 cm

Bergsteigen – das ist gewöhnlich der Weg

zum Gipfel und auf derselben Route wie-

47


der zurück ins Tal. Seltener werden „Überschreitungen“

geplant, obwohl solche Touren

eine wesentliche Erweiterung des Erlebens

sind. Jeder Schritt führt bergauf und

bergab in neues, unbekanntes Gelände.

Wer Höhenwege geht, weiß, dass er sich

Schritt für Schritt vom Ausgangspunkt entfernt

und dabei viel Neues erleben wird.

Zwar fehlt der große Gipfelblick, aber oft

steht auch der Höhenweg-Wanderer auf

wundervollen Schaukanzeln mit hinreißender

Sicht.

Höhenwege sind ein anderes Erleben der

Berge. Es ist alles viel leichter, lockerer,

freundlicher. Höhenwege können viele

gehen, die Absturzgefahr ist gering. Es

bleibt mehr Zeit zum Schauen und Be-

48

trachten: Blumen, Bäume, Steine, Felsen,

Wasser, Wolken – alles kann viel leichter

erforscht und fotografiert werden. Meist

kann auf Seil, Steigeisen und Pickel verzichtet

werden. In der 2. Julihälfte sind die

Wege dieses Vortrages meist schneefrei,

aber sie bleiben Hochtouren mit allen

Anforderungen an gute Kondition, Trittsicherheit

und Ausrüstung.

Vorgetragen werden Wanderungen auf dem

Eichstätter Weg im Steinernen Meer, dem

Urschner Höhenweg, dem Venediger Höhenweg,

dem neuen Europaweg von Zermatt

nach Grächen, auf der Via Engiadina

im Unterengadin sowie auf verschiedenen

Wegen im herbstlichen Ober- und Unterwallis.


Helfen Sie bitte mit, den guten Ruf des DAV zu erhalten.

Werfen Sie keine Abfälle in die Landschaft!

49


SKIGRUPPE

Leiter: Rolf Gerlach

Theaterstraße 3

31141 Hildesheim

Tel. 0 51 21/3 17 79

mobil 01 70/8 36 15 20

Liebe Skifreunde,

nun ist der Skiwinter schon fast vorüber.

Wir möchten aber noch über ein für unsere

Skigruppe sehr erfreuliches Ergebnis aus

der Skisaison des vorhergehenden Winters

2003/2004 berichten:

Im Vereinstourenwettbewerb des Niedersächsischen

Skiverbandes haben wir in der

Klasse E, in der die kleinen Skivereine mit

bis zu 100 Mitgliedern gewertet werden,

mit 17.591 Punkten den 1. Platz errungen.

Hierfür wurden uns vom NSV ein

schmucker kristallgläserner Wanderpokal

und ein weiteres Glas mit Siegergravur

überreicht. Beide sind in der Vitrine auf der

Malepartushütte zu besichtigen. Hierdurch

wird eindrücklich belegt, dass wir mit

unseren Veranstaltungen und gemeinsamen

Unternehmungen erfolgreich

waren. Die weiteren Plätze in dieser Klasse

belegen MTV von 1848 Hildesheim und

MTV Wolfenbüttel.

Und wie waren die Bedingungen für den

Skitouren- und Langlauf in diesem Winter?

Einer unserer Skienthusiasten lief schon

im November teils auf Eis oder auf nassem

Schnee und streckenweise die Ski tragend

durch die Wälder des Oberharzes. Ende

November gab es einen starken Wintereinbruch

und jede Menge Schnee, der von

Kurzentschlossenen genutzt wurde.

Aber kurz vor Weihnachten waren dann

unsere wie immer fleißigsten Läufer auf

den teilweise schon gut gespurten Loipen

nicht mehr zu halten.

Während der Familienskitage zwischen

Weihnachten und Neujahr waren die Kinder,

Eltern und Großeltern der Familien

Fleige, Gretsch, Meixner und Stumpe wieder

sehr aktiv. Die mittlerweile gar nicht

mehr so kleinen Nachwuchsläufer haben

sehr beachtliche Leistungen erbracht, so

dass die Bedingungen für die Schüler- und

Jugendtourenabzeichen des DSV der laufenden

Saison schon erfüllt sind. Die

Ergebnisse wurden mit den Tourenläufen

der Familiengruppe Ende Januar weiter

ausgebaut.

All diese Aktivitäten unserer Jüngsten

geben uns die Hoffnung auf einen dauerhaften

Fortbestand des Touren- und Langlaufs

in unserer DAV-Sektion. Wir können

sehr glücklich sein, mit unserer Malepartushütte

mitten im Langlaufgebiet ein hierfür

bestens geeignetes Domizil zu besitzen.

Dann erlebten wir den Höhepunkt des

Winters, einen „Wintertraum“:

Die Skifreizeit begann mit fünf traumhaften

Wintertagen, so wie wir sie seit Jahren

in unseren Breiten nicht erlebt haben: eine

tief verschneite Landschaft, schnelle Loipen,

Kälte, tiefblauer Himmel und Sonne,

Sonne, Sonne …

51


Die Stimmung unter

den Skifreundinnen

und Skifreunden war

entsprechend.

Den wie immer gelungenenkulinarischen

Auftakt haben

wir wieder unserem

Alfons zu verdanken.

Er hat uns mit

Liebe frisch gezupften

Braunkohl mit

Bregenwurst und

Bauchfleisch serviert.

Leider konnten

unsere Alt-Senioren

nicht alle dabei sein.

Am Rosenmontag

war die Stimmung

durch nichts mehr zu

überbieten. Fröhlicher

Gesang und

dem Skilauf äußerst

dienliche Lockerungsübungen

auf

der Tanzfläche wurden

durch Roberts

munteres Akkordeonspiel und Klaus flotte

Tanzmusik geradezu provoziert. Es hielt

keinen mehr auf den Stühlen.

Tagsüber wurden bei ebenso guter Laune

in kleinen und größeren Gruppen herrliche

Runden durch unsere Oberharzer Heimat

gedreht. Unsere „jungen Wilden“ liefen bis

in den Südharz zum Ravensberg und zurück.

In Gedanken sind unsere Skifreunde, die

wegen Krankheit nicht dabei sein konnten,

mitgelaufen. Wir haben ihnen gute Genesung

gewünscht.

Am Donnerstag setzte starker Schneefall

ein, der in Regen überging. Dennoch waren

wir unterwegs und zufrieden mit unseren

Leistungen. Der Freitag wurde mit

etwas Sonnenschein wieder schön, so dass

das „Stammpersonal“ wieder großen Spaß

52

Skikreuz zur Wolfswarte Foto: Heinz Krebs

an großen Touren fand. Am Samstag haben

uns unwetterartiger Sturm und Regen arg

zugesetzt. Wir sind trotzdem mit 10 Teilnehmern

– darunter die kleine Lisa – in den

Harzburger Bergen zu den Rabenklippen

und dem Kreuz des deutschen Ostens

gewandert und haben dies zwar durchnässt

aber gut überstanden. Angesichts des Unwetters

reisten wir am Sonntag zufrieden

und ohne Verdruss ab.

Das Ergebnis dieser unvergesslichen Skiwoche:

Insgesamt waren 42 Läuferinnen und Läufer

beteiligt. Sie haben in den gemeinsamen

Skitouren 3549 Kilometer und 5187

Punkte erlaufen.

Außerdem wurden in der Summe 376

Kilometer gewandert. Einige haben so den


Winterzauber und die herrliche Fernsicht

auf dem Brocken erlebt.

Jetzt kurz vor Redaktionsschluss gibt es im

Harz nochmals viel Neuschnee, so dass wir

voraussichtlich noch sehr schöne Langlauftage

erleben dürfen.

Doch Halt, vor lauter Schwärmerei für die

hiesigen Skitouren ist natürlich der Bericht

von der alpinen Skifreizeit nicht zu vergessen!

Unsere diesjährige Skifreizeit alpin führte

uns vom 15. bis 22. Januar ins Gasteiner

Teil nach Bad Hofgastein. In Fahrgemeinschaften

erreichten wir, 3 Frauen und 12

Männer, am Sonnabendnachmittag das

Hotel Winkler, das uns in dieser Woche gut

betreute und bewirtete. Die Erwartung,

dort eine tief verschneite Winterlandschaft

vorzufinden, erfüllte sich leider nicht. Es

lag zwar ausreichend Schnee zum Skilaufen,

aber es hätte doch etwas mehr sein

können. Dafür konnten wir an unserem

ersten Skitag bei Sonnenschein und wenig

Wind die Skigebiete Schlossalm und Stubnerkogel

bestens erkunden. Am zweiten

Tag hatten wir uns das Skigebiet Sportgastein

vorgenommen. Die Gondelbahn

brachte uns auch hoch bis zur Bergstation,

aber die Einfahrt war zum Teil wegen des

Sturmes nicht ganz einfach. In herrlichem

Pulverschnee ging es dann abwärts, um bei

der Mittelstation festzustellen, dass der

weitere Gondelbetrieb von dort zur Bergstation

wegen des starken Windes eingestellt

wurde. So fuhren wir abwärts und

von der Talstation mit dem Skibus zurück

nach Bad Gastein und von hier wieder in

die Skigebiete Stubnerkogel und Schlossalm.

Eine Vierergruppe vergnügte sich in

dem Gebiet Graukogel. Am Dienstag und

Mittwoch fuhren wir zur Skischaukel

Dorfgastein/Großarl in ein wunderschö-

nes, weitläufiges und abwechslungsreiches

Skigebiet. Der Neuschnee, den wir uns

lange hier zu Hause im Harz gewünscht

hatten, kam am Donnerstag. Und zwar so

viel bei Sturm und Nebel, dass wir mittags

das weitere Skifahren abbrachen und ins

Hotel zurückfuhren. Dafür entschädigte

uns die Sauna, die die meisten von uns

regelmäßig nach dem Skilaufen besuchten.

Wer nun gedacht hatte, jetzt bleibt es tief

verschneit, wurde enttäuscht; denn der

Schnee ging abends zumindest im Ort in

Regen über. So machten wir nach dem

üppigen Mittagsmahl einen Verdauungsspaziergang

mit Regenschirmen im

Schnee. Am Freitag schneite es zwar wieder,

aber wegen des vorherrschenden starken

Sturmes waren die Skigebiete gesperrt.

Ein Großteil von uns verbrachte einige

Stunden in der neu erbauten Alpentherme

und anschließend bei Kaffee und Kuchen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden,

dass es uns allen auch diesmal wieder

gut gefallen hat.

Die Planungen für die vor uns liegende

schneefreie Zeit sind abgeschlossen. Wir

treffen uns zu sieben Wanderungen und

Radtouren, die teilweise gemeinsam mit

Freunden des DAV und Harzklub Salzgitter

unternommen werden.

Näheres findet ihr im Faltblatt Veranstaltungen

Nr. 65 und im Internet unter

http://www.dav-hildesheim.de > Skigruppe.

Die Berichterstatter wünschen dazu schönes

Wetter und viel Spaß.

Ski-Heil!

Eure

Rolf Gerlach, Hans-Dieter Lader

und Klaus Keitel

53


KANUGRUPPE

Ansprechpersonen: Gebhard Jäger

Tel. 0 51 21 / 2 16 01

Hildebrand Schlotter

Tel. 0 51 21/13 05 17

54.000 Kilometer im Kajak, das ist Sportsgeist!

– Höchste Auszeichnung im Kanu-Wandersport –

Hildebrand Schlotter vom DAV Hildesheim/Kanugruppe

wurde in einer Feierstunde

des Deutschen Kanuverbandes mit

der Verleihung des Globus-Abzeichens

besonders geehrt. Das ist die höchste Auszeichnung

im Kanu-Wandersport.

Nur wenige Kanusportler in Deutschland

erreichten das Ziel der Weltumrundung im

Kajak, nämlich 40.000 Kilometer.

H. Schlotter brauchte für die nachgewiesenen

und geprüften 54.000 km 39 Paddeljahre.

Die fünf Aktiven, nämlich Lucie Fuhrich,

Johanna Hanebut, Paul Fuhrich, Gebhard

Jäger und Hildebrand Schlotter paddelten

10.200 km im Jahr 2004; im Schnitt pro

Teilnehmer fielen also rund 2000 km an.

Damit konnte unter 58 Kanuvereinen im

Bezirk Hannover der Platz 6 sichergestellt

werden. H. Schlotter wurde zum sechsten

Mal in Folge mit 6008 km Bezirkssieger;

der Zweitplazierte folgte mit 2800 Kilometern.

Auf Landesebene erzielte H. Schlotter den

2. Platz, in Deutschland den 8. Platz.

Hildebrand Schlotter, Hildesheim

– Jahrgang 1939 –

Saisonrückblick 2004

Gebhard Jäger wurde vom Landeskanuverband

mit dem Silbernen Wanderfahrer-

Abzeichen für seine 5000 km in der kurzen

Zeit von drei Jahren ausgezeichnet. Ihm

gilt unser herzlicher Glückwunsch.

H. Schlotter könnte in den Sportsegmenten

Kanuwandern und Marathonlangstreckensport

möglicherweise Sportgeschichte

geschrieben haben; darauf deutet zumindest

die Verleihung des Goldenen Wanderfahrerabzeichens

mit der Zahl 15 anlässlich

einer Feierstunde des DKV in Hannover

hin.

55


56

Und was schreiben Sie -

für unser Mitteilungsblatt?


Hier ein Auszug aus den Kanu-Marathon-

Langstrecken-Veranstaltungen des Jahres

2004, auf denen Schlotter folgende Plätze

erreichte:

Aller 66 km Platz 3

Werra 40 km Platz 1

Weser 136 km Platz 3

Weser *) 66 km Platz 2

*)Blaues Band der Weser

Beim Weser-Marathon um das Blaue Band

stand H. Schlotter schon fünfmal als erster

Kanute auf dem Siegerpodest; zum NRW-

Verantwortlichen Werner Netzeband:

„2005 greife ich noch einmal an!“

Die größte Herausforderung im Kanu-

Marathon-Sport war im Herbst die Rhein-

Langstreckenfahrt über 405 Kilometer von

Karlsruhe bis Bayer/Uerdingen.

Aus Deutschland waren 28 Kanuten am

Start. Der DAV-Hildesheim/Kanugruppe

mit Gebhard Jäger und Hildebrand Schlotter

setzte sich gegen Wind, Strömungen

und Schiffsverkehr erfolgreich mit Plätzen

in der Spitzengruppe durch.

Die Saison 2004 ist Vergangenheit. Aber

Winterschlaf ist für die Aktiven nicht angesagt.

Wann immer es die Witterung erlaubt:

Die Sportsfreunde sind und werden auf

dem Wasser sein.

Bitte kaufen Sie bei unseren Inserenten!

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WANDERGRUPPE

Leiter: Brunhild Friemelt

Oder-Neiße-Weg 47

31171 Nordstemmen

Tel.: 0 50 69/14 17

Liebe Wanderfreunde und Wanderfreundinnen,

„Es kommt nicht so sehr darauf an, dass

man viel, sondern dass man lange, und

nicht darauf, was, sondern wie man sieht“,

sagte einmal Hermann Löns.

Entdecken Sie mit unserem Wanderleiterteam

unsere schöne Heimat Niedersachsen.

19 Wanderungen stehen dieses Mal auf

unserem Wanderplan.

Nachstehend einige Hinweise und Beschreibungen.

Sonntag, 22. 05. 2005

Wir nehmen an der 52. Sternwanderung in

Celle teil. Die Abschlussveranstaltung

beginnt um 15.00 Uhr in der „Alten Exerzierhalle“

neben dem Neuen Rathaus, Helmuth-Hörstmann-Weg

1 (Wehlstraße) –

Nähe Hallenbad. Parkplätze sind dort und

in der Nähe ausreichend vorhanden. Vor

der Abschlussveranstaltung unternehmen

wir eine kleine Wanderung in der Nähe

von Celle.

Sonntag, 29. 05. 2005

Die Wanderung beginnt am Parkplatz in

Ahrenfeld. Der Parkplatz befindet sich hinter

dem Forsthaus am Waldrand. Die Wanderung

ist etwas „klettrig“, aber nicht

gefährlich.

Sonntag, 05. 06. 2005

Um diese Zeit blühen am Burgberg bei

Holzminden Frauenschuh-Orchideen.

Samstag, 09. 07. 2005

Die Fahrt geht mit dem Pkw bis Osterode.

Wanderung: Nasser Weg – Hanskühnenburg

(Einkehrmöglichkeit) – Ackerstraße

–Weinbergstraße – Kastanienplatz – Osterode.

Die Wanderstrecke beträgt etwa 25

km.

Sonntag, 07. 08. 2005

Ausgangs- und Endpunkt ist der Parkplatz

„Innerste-Quelle“ an der B 242 der Harzhochstraße.

Wir wandern auf der Claustaler

Hochfläche, zum Teil auf Wasserwirtschaftswanderwegen.

Die Wanderung ist

circa 15 km lang und hat geringe Höhenunterschiede.

Samstag, 20. 08. 2005

Wir wandern mit der Sektion Celle und

einigen anderen Sektionen. Treffpunkt der

Sektionen: Hotel Gerdehaus an der Landstraße

Unterlüß – Müden/Örtze. Wanderung:

Hotel Gerdehaus – Hausselberg –

Kieselgurgruben und zurück. Eine landschaftlich

besonders schöne Strecke erwartet

uns.

Sonntag, 28. 08. 2005

Fahrt mit dem Pkw bis Torfhaus. Wanderung:

Abtklippe – Grottenklippe – Eckertalsperre

– Eckersprung – Torfhaus (Einkehrmöglichkeit).

Sonntag, 11. 09. 2005

Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung

59


ist der Parkplatz am alten Bahnhof „Lachterstollen“.

Die Wanderung ist circa 15 km

lang. Die Höhenunterschiede betragen

circa 100 bis 150 m.

Samstag, 24. 09. 2005

Wir wandern mit der Sektion Braunschweig,

die auch die Führung hat. Treffpunkt

mit der Sektion Braunschweig:

Parkplatz am Schwimmbad in Liebenburg.

Die Wanderung ist circa 14 km lang. Am

Schluss besteht eine Einkehrmöglichkeit.

Sonntag, 09. 10. 2005

Es handelt sich um eine Rundwanderung

(circa 18,5 km bis 19,5 km). Wanderung:

Von der Wandergruppe sind 40 Wanderungen

durchgeführt worden. Dabei handelte

es sich um 37 Normal-Wanderungen (bis

20 km Wegstrecke), 3 große Wanderungen

(über 20 km Wegstrecke).

Wenn einer an allen Wanderungen teilgenommen

hätte, so wäre er eine Strecke von

insgesamt 563 km gewandert und hätte

dabei einen Höhenunterschied von

+11.029 m und –10.866 m zurückgelegt.

Es nahmen insgesamt 616 Personen an den

Wanderungen teil, wobei in der Liste 69

verschiedene Namen aufgeführt sind.

Im Durchschnitt aller Wanderungen ergibt

sich damit eine Teilnehmerzahl von 15,4

Personen pro Wanderung und eine durchschnittliche

Wanderstrecke pro Teilnehmer

von rd. 12,2 km bei + 246 m und –241 m.

Im Vergleich zum Jahr 2003 hat die Wandergruppe

2 Wanderungen weniger angeboten,

die Gesamtstrecke war 61 km kürzer

aber der überwundene Höhenunterschied

betrug im Anstieg 858 m bzw. im

Abstieg 922 m mehr. Die Gesamtteilnehmerzahl

ist um 43 Personen geringer, was

60

Radauer Wasserfall – Skidenkmal – Eckersprung

– Eckerstausee – Molkenhaus).

Samstag, 29. 10. 2005

Mit dem Zug geht es nach Bad Salzdetfurth.

Wanderung: Bad Salzdetfurth –

Hammersteinshöhe – Turmberg – Wesseln

– Waldfrieden (Einkehrmöglichkeit) –

Diekholzen – Hildesheimer Wald (circa 22

km).

Änderungen wie immer vorbehalten.

Viel Spaß!

Brunhild Friemelt

Das Wanderjahr 2004 in Zahlen

sich auf die durchschnittliche Teilnehmerzahl

kaum ausgewirkt hat, es waren im

Durchschnitt 1,6 Personen weniger als im

Vorjahr.

In diesen Berechnungen ist die Mehrtages-

Wanderung im Thüringer Wald nicht enthalten,

da mir dafür keine Zahlen zur Verfügung

standen.

Otto Klinger


JUGENDGRUPPE

Leiter: Ilja Scherenberg

und Yvonne Völker

Wohldenbergstraße 43

31188 Holle

Tel. 0 50 62/17 05

Tel. 0 50 62/89 77 75

Nachdem wir im letzten Jahr nur einen Teil

des Karwendels, von der Nördlinger Hütte

zum Hallerangerhaus, durchquert hatten,

führt die diesjährige Tour wieder ins Karwendel,

aber diesmal von der Tirolerhütte

(von Mittenwald) zum Hallerangerhaus.

Wir, das sind Kostja, Julia, Nora, Ilja und

Yvonne.

Nach einer nächtlichen Zugfahrt, bei der

wir fast unseren Bahnhof zum Umsteigen

verpasst haben, kommen wir am 17. 07.

2004 um 9:30 Uhr bei herrlichem Sonnenschein

in Mittenwald an. Unser erstes Ziel

ist die Tiroler Hütte. Auf dem Leitersteig,

wo ein tiefer Graben mit Hilfe zweier langer

Leitern überwunden wird, steigen wir

bis zur Brunnsteinhütte auf. Von hier steigt

Yvonne wieder nach Mittenwald ab, um

Kostja, der aus Hindelang kommt, abzuholen.

Wir anderen steigen nach einer kurzen

Rast den beschwerlichen Weg zur Tiroler

Hütte auf. Nach drei Stunden sehen wir die

etwa 12 qm große Hütte; ein kleiner abseits

stehender Schuppen mit Herz kennzeichnet

die Toilette. Von der nahegelegenen

Rotwandelspitze erblicken wir den Rest

der Gruppe (Kostja und Yvonne).

Nach einem ausgiebigen Abendbrot lädt

eine große Wasserschüssel mit warmem

Wasser zum Waschen ein und anschließend

wird das Nachlager „erbaut“. Ein Tisch vor

die Tür, den anderen in die Küche (damit

war die Küche voll). Rücksäcke und Schuhe

werden auf den Fußboden gepackt, dar-

Sommerfahrt 2004

über Bretter, die unter der Decke befestigt

sind, von Bank zu Bank, so dass eine Liegefläche

entsteht. Aus einer Luke unter der

Decke kommen 8 Matratzenteile (fein säuberlich

nummeriert), Decken, Bettlaken

und man staune, Federbetten zum Vorschein.

Nach 45 Min. liegen wir alle wie

die Sardinen neben einander. Der Hüttenwirt

schläft in der Küche auf den Bierkisten.

Am nächsten Morgen nach einer von

Unwetter erfüllten Nacht brechen wir nach

dem Frühstück über den Mittenwalder

Höhenweg zur Hochlandhütte auf. Über

einen relativ einfachen, aber langen Klettersteig,

teilweise mit Schneefeldern versetzt,

gelangen wir zur Bergstation der

Karwendelbahn. Auf dem kurz vor der

Bergstation gelegenen Schneefeld demonstrierte

Kostja unfreiwilligerweise der

Gruppe, wie schnell man ein Schneefeld

herunterkommt. Von der Karwendelbahn

führt ein Tunnel zur längsten Skipiste

Deutschlands (7 km), die z.Zt. aus riesigen

Schneefeldern und Geröll besteht. Über

den Predigtstuhl mit Gewittergrollen im

Nacken erreichen wir die Hochlandhütte.

Leider schlägt gegen Abend das schöne

sonnige Wetter um und es beginnt zu regnen.

Am nächsten Tag brechen wir im Nebel

auf zum Wörnersattel. Während Ilja und

Yvonne beschließen, den Wörner zu besteigen,

gehen wir anderen schon vor. Lei-

61


der erwischen wir den falschen Weg und

müssen 100 Hm wieder aufsteigen. Der

weitere Weg führte uns über unangenehme

Geröll- und Schneefelder zum Kampenleiterjoch.

Nach ständigem Bergauf und

Bergab über den Gjaidsteig erblicken wir

in weiter Ferne das Karwendelhaus. Leider

fängt es auf dem letzten Stück dieser 11-

Stunden-Tour an zu regnen. Aber da das

Karwendelhaus einen hervorragenden

Trockenraum besitzt, sind unsere Sachen

im Nu wieder trocken. Vom Hüttenwirt

erfahren wir, dass bis jetzt alle Gruppen

9–11 Stunden benötigt haben, was uns erleichtert,

denn im Führer ist die Gehzeit

mit 5-6 Stunden angegeben.

Wir teilen uns am nächsten Tag in 2 Gruppen.

Ilja und Yvonne gehen den Brendelsteig

(wobei sich Ilja auf dem steilen

Schneefeld im Schlauchkar fast in die

Hose macht) und brechen früh auf, wir

können „ausschlafen“ und gehen in einer

gemütlichen 3-Stunden-Tour zur leider

nicht so schönen Falkenhütte. Ilja und

Yvonne schaffen die Strecke in der Hälfte

der Zeit zurückzulegen, während wir auf

der Hütte gemütlich Schokolade essen.

Über das Hohljoch und den Kistenboden

erreichen wir am nächsten Tag die Engalm,

auf der wir uns alle ein Eis und einen Almdudler

gönnen. An der nächst gelegenen

Binsalm trennen wir uns. Kostja und Yvonne

gehen schnellen Schrittes Richtung

Lamsenjochhütte vor, um den Brudertunnel

zu begutachten. Wir anderen gehen

gemütlich weiter und trinken kühles Skiwasser,

als Yvonne und Kostja wieder

kommen. Anschließend bei einem deftigen

Abendbrot wird die Tour des nächsten

Tages geplant. Wir entscheiden uns, aufgrund

der Länge der morgigen Tour, nicht

durch den Brudertunnel zu gehen.

Am nächsten Morgen brechen wir zeitig

auf, da eine der längsten Touren im Karwendel

vor uns liegt. Von der Hütte aus

geht es zunächst hinauf zum Fuße der

Nordwand der Lamsenspitze. Wir queren

ein riesiges Schneefeld zur Lamsenscharte

und begutachten den Brudertunnel nur von

oben. Yvonne macht noch einen Abstecher

auf die Lamsenspitze, während wir uns an

die 1200 Hm Absteig durch Geröll und

Latschen ins Vomper Loch begeben. Die

Sonne gibt ihr Bestes und so tut eine kleine

Rast am Zwergenbach gut. Nach dem

Überqueren des Baches erwartet uns ein

kräftezehrender steiler Anstieg die Katzenleiter

hinauf, einem mit Holzplanken treppenartig

angelegtem Aufstieg, der uns

schon sehr renovierungsbedürftig erscheint.

Oben angekommen machen wir

eine wohlverdiente Mittagspause im schattenspendenden

Wald.

Am tiefsten Punkt unserer heutigen Tagesetappe,

dem Vomper Bach, trennen wir

uns. Kostja und Yvonne gehen vor. Ein

landschaftlich wunderschöner, aber durch

die Bachnähe von Bremsen befallener Weg

führt uns weiter. Endlich erreichen wir den

Wald. Die Bremsen lassen nach und die

Bäume spenden Schatten. An einer alten

Jagdhütte machen wir noch mal Rast,

bevor wir den restlichen Weg bis zum Hallerangerhaus

in Angriff nehmen. Der Weg

zieht sich und von Yvonne und Kostja, die

versprochen haben, die Rücksäcke zu nehmen,

ist auch noch nichts in Sicht.

Noras Knie nimmt ihr diesen Weg sehr

übel, so dass Ilja Noras Rucksack nimmt.

Im Überschalljoch eilt uns Yvonne mit

Getränken entgegen. Sie überbringt uns die

freudige Nachricht von nur noch 20 Min.

Gehzeit und nimmt Noras Rucksack. Auf

dem letzten Stück wird Nora von Julia und

Yvonne gestützt und so erreichen wir nach

11,5 bzw. 12,5 Std. das Hallerangerhaus.

Dort fallen wir über das beste Abendbrot

der ganzen Tour her. Als Belohnung für die

anstrengende Tour haben wir ein Lager mit

richtigen Betten und einen Tisch ganz für

uns alleine, welch ein Luxus! Todmüde fallen

wir alle ins Bett.

63


Am nächsten Morgen wachen wir durch

den Regen auf. Auch nach einem reichlichen

und ausgiebigen Frühstück blieb es

nass draußen. Wir verziehen uns wieder in

die Betten. Ilja und Yvonne starten gegen

Mittag, als der Regen nachlässt auf die

benachbarte Suntinger Spitze und die

Reps. Von uns geht keiner freiwillig auf

Tour. Wie auch im Jahr zuvor müssen wir

64

die Bettelwürfe auf ein nächstes Mal verschieben.

Unseren letzten Abend genießen wir im

Sonnenuntergang vor der Hütte.

Am nächsten Morgen steigen wir bei dunstigem

Wetter hinab zur Kastenalm, wo

unser Taxi nach Mittenwald auf uns wartet.

Vom Bahnhof aus geht es mit es mit dem

Zug in den Norden zurück.

Sylvester auf der Hildesheimer Hütte

Chuck, J.O. und ich haben den Jahreswechsel

von 2004 auf 2005 in den Stubaier

Alpen bzw. im Winterraum der Hildesheimer

Hütte gefeiert. Nebenbei wollten

wir auch den einen oder anderen Berg

besteigen.

Nachdem wir die achtstündige Autofahrt

hinter uns gebracht hatten, fuhren wir mit

der Seilbahn über die ganzen Skifahrer

hinweg hoch zur Jochdole. Sodann begann

der irrweggleiche Ab- und Wiederaufstieg

zur Hütte, wo wir im letzten Licht ankamen

und noch vier andere Bergsteiger trafen.

Am nächsten Tag begannen wir um

kurz nach acht den Aufstieg zum Schussgrubenkogel.

Der verschneite Aufstieg auf

den Hausberg, im Sommer eigentlich ein

leichter Kletterweg, brachte uns auf den

Grat zu unserem heutigen Tagesziel. Unterhalb

des eigentlichen Grates der uns

zum Gipfel führen sollte, ließen wir unsere

Rucksäcke samt Schneeschuhen zurück

und gingen so unbeschwert die letzte dreiviertel

Stunde Aufstieg auf den Gipfel an.

Es folgte eine schöne Kletterei mit dem

Bereiten eines schmalen Schneegrates kurz

unterhalb des Ziels, den wir gesichert gingen.

Das Wetter war astrein. Sonne wohin

man schaute.

Zurück an der Hütte konnte man sich sogar

sonnen. Den Sylvesterabend verbrachten

wir mit Skat und etwas Wein und Rum als

Medizin gegen die Kälte. Am nächsten Tag

stand der Apere Pfaff auf unserem Programm.

Wieder den Grat auf den Hausberg

hoch und mit Hilfe von Schneeschuhen

rüber über die Skipiste bis zum Einstieg.

Der Berg war sehr verschneit und nur

Chuck und J.O. wagten einen Begehungsversuch,

der sie durch viel Tiefschnee führte

und dessentwegen ihnen der Gipfelsieg

versagt blieb, obwohl das Wetter wieder

bombig war. Am Abend entschieden wir,


aufgrund von gesundheitlichen Problemen,

am nächsten Tag abzusteigen.

Wochenendaktionen der Jugendgruppe 2005

Das erste Café auf unserem

Heimweg war wirklich

eine neue Erfahrung,

da man auf einmal

warmes Wasser aus der

Leitung bekam und

nicht erst Schnee

schmelzen und das Wasser

erwärmen musste.

Auch mal etwas anderes

als Tee zu trinken tat

richtig gut. Wir fühlten

uns wieder da in der

Zivilisation mit all ihren

Annehmlichkeiten, die

wir auf dieser Wintertour

vermisst hatten.

Trotzdem war es eine

Erfahrung, die wir nicht missen möchten.

Jan Sommerfeld

Tag Aktion Betreuer

27.02.2005 Winteraktion Harz Yvonne & Ilja

05.03.2005 Leipzig, Everest-Ausstellung Yvonne & Ilja

10.04.2005 Anklettern

21.05.–22.05.2005 Kletterwochenende Ith

25.06.–26.06.2005 Klettergarten Duisburg Nora

13.08.–21.08.2005 Sommerfahrt Yvonne & Ilja

11.09.2005 Kanufahrt Timo

23.10.2005 Kletterhalle

09.12.–11.12.2005 Abschlussfahrt

Wichtig: 3 Wochenendaktionen/Jahr sind Pflicht für jeden!!!

Helfen Sie bitte mit, den guten Ruf des DAV zu erhalten.

Werfen Sie keine Abfälle in die Landschaft!

65


BÜCHERBESPRECHUNG

Walter Klier: Stubai-Wipptal

Rother Wanderführer 3. Aufl. 2003, 128 Seiten, 65 Farbfotos, 50 Wanderkärtchen

1:50.000 mit eingezeichnetem Routenverlauf

Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert.

Bergverlag Rudolf Rother, ISBN 3-7633-4172-4 Preis 10,90 €

Das Wipptal erschließt nicht nur den Brenner

als wichtigsten Alpenübergang, sondern

auch reizvolle Berggebiete. In den

Stubaier Alpen wie auch am Westrand der

Zillertaler Alpen finden sich lohnende

Ziele für jede Form alpinen Freizeitvergnügens,

von leichten Wanderungen über

hochalpine Gletschertouren bis zu „wilden“

Felsklettereien. Auf engstem Raum

sind hier all die Eigentümlichkeiten des

urwüchsigen aber dem Tourismus bestens

erschlossenen Tiroler Landes anzutreffen.

Walter Klier hat aus der schier unermesslichen

Fülle von Tourenmöglichkeiten seiner

Bergheimat 50 lohnende Tageswande-

Den Bergfreund erwarten in der Gegend

rund um den Achensee nicht nur Naturschönheiten

und der eigentümliche Reiz

des Achensees selbst, sondern auch viele

* * * * *

rungen ausgewählt und für die 3. Auflage

gründlich überarbeitet. Die Palette reicht

vom gemütlichen Talspaziergang über aussichtsreiche

Höhenwege bis zur unschwierigen

Besteigung mancher höherer Gipfel.

Tourensteckbriefe und kurze aber präzise

Wegbeschreibungen mit Wanderkärtchen

und ein Foto zu jeder der 50 Tourenvorschläge

erleichtern dem Wanderer die Planung

und Durchführung seiner Exkursion.

Hinweise zu Ausflugszielen, Naturschönheiten

und Sehenswürdigkeiten machen

den Wanderführer zu einem Urlaubsbegleiter

für die ganze Familie.

Rudolf Wutscher: Achensee und Brandenberger Tal

Rother Wanderführer 3. Aufl. 2001, 128 Seiten, mit 48 Farbfotos, 50 farbigen

Wanderkärtchen 1:50.000 mit eingezeichnetem Routenverlauf.

Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert.

Bergverlag Rudolf Rother, ISBN 3-7633-4219-2 Preis 9,90 €

kultur- und kunstgeschichtliche Schmankerln.

Ähnliches gilt auch für das Brandenberger

Tal. Stellt etwa am Achensee das

Steinölvorkommen ein Kuriosum der

67


Alpen dar, so verdient im benachbarten

Brandenberg die bis 1966 betriebene Holzdrift

Erwähnung.

Der Rother Wanderführer „Achensee und

Brandenberger Tal“ liegt nun in der dritten,

überarbeiteten Auflage vor. Ein Tourensteckbrief,

farbige Wanderkärtchen

Dachstein und Tauern haben bei Wanderern

und Bergsteigern von jeher Klang und

Namen. Es sind ja auch Gebirgsgruppen

voller Kontraste, auf der einen Seite die

schroffen Kalkmauern des Dachstein, die

einen Vergleich mit den Dolomiten nicht

scheuen brauchen. Auf der anderen Seite

die wasserreichen, sanften Niederen Tauern

mit den vielen Seeaugen, Wasserfällen

und großartigen Aussichtspunkten.

Sepp Brendl, einer der besten Kenner dieser

Gebirgsgegend, stellt hier 56 Touren

vor, von der einfachen Tal-, Hütten- und

68

* * * * *

1:50.000 mit eingetragenem Routenverlauf,

eine kurze aber dennoch gründliche

Wegbeschreibung zu jeder der 50 vorgeschlagenen

Touren erleichtern dem Wanderer

sowohl die Planung als auch die Durchführung

seiner Exkursionen.

Sepp Brandl: Dachstein-Tauern

Rother Wanderführer 5. Auflage 2003, 144 Seiten, 67 Farbfotos, 55 farbige

Wanderkärtchen 1:50.000, 1 Wanderkärtchen 1:100.000 mit eingezeichnetem

Routenverlauf, sowie 2 Übersichtskarten.

Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert

Bergverlag Rudolf Rother, ISBN 3-7633-4196-X Preis 11,90 €

* * * * *

Almwanderung bis zur anspruchsvollen

Hochgebirgstour. Dabei liefert er exakte

Routenbeschreibungen und mit seinen sehr

schönen Farbbildern auch ein gutes Stück

Begeisterung, die aus der „Tourenauswahl“

fast schon eine „Qual der Wahl“

macht.

Der komplett überarbeitet Führer wurde

um einige Touren erweitert. Farbige Wanderkärtchen

im Maßstab 1:50.000/

1:100.000 mit eingezeichnetem Routenverlauf

zu jeder Tour erleichtern die Orientierung.

Iris Kürschner: Klettersteige – Schweiz

Rother Wanderführer spezial. 1.Auflage 2004, 176 Seiten, 77 Farbfotos,

55 Wanderkärtchen 1:25.000, 1:50.000, 1:75.000 mit eingezeichnetem

Routenverlauf sowie zwei Übersichtskarten.

Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert

Bergverlag Rudolf Rother, ISBN 3-7633-4305-9 Preis 14,90 €

Klein aber oho! Die Schweiz ist das klassische

Alpenland. In punkto Klettersteige

führte sie aber lange Zeit ein Mauerblüm-

chen-Dasein. Erst 1993 wurde mit dem

„Tälli“ eine erste richtige Ferrata an dem

schroffen Südabstürzen der Gadmer Flue


eingeweiht Danach passierte lange Zeit

wieder nichts, doch in jüngster Zeit hat das

„Ferrata-Virus“ auch die Schweiz mit ganzer

Macht ergriffen. Das Schöne an den

Schweizer Klettersteigen, sie sind nicht

ganz so üppig gesichert wie die Sportklettersteige

in Frankreich, sondern man

kommt noch in den Genuss der Felsberührung

und muss beim Trittesuchen etwas

nachdenken.

Darüber hinaus folgt die Mehrzahl der in

diesem Wanderführer beschriebenen 55

Klettersteige und gesicherten Wege zum

großen Teil alpinen Bergtouren und bietet

so eine gelungene Kombination aus Wander-,

Kletter- und Panoramagenuss. Das

Spektrum ist sehr vielfältig und reicht von

leicht bis sehr schwierig, vom actiongela-

Noch umfangreicher, noch informativer ist

die neue Auflage des bereits 1974 erstmals

erschienenen Klettersteigführers zu den

Nördlichen Kalkalpen. Er bietet auf 240

Seiten die Beschreibung von 90 Klettersteigen.

So enthält der neue Führer neben vielen

traditionellen Felswegen nun auch steile,

anstrengende Sportklettersteige der neuen

Generation. Normalwege mit kurzen gesicherten

Stellen und verfallene Steige sind

in diesem Führer bewusst ausgeklammert,

um ihn nicht mit enttäuschenden Touren zu

überfrachten.

* * * * *

denen Schluchtparcours bis zum Panoramasteig

auf einen Dreitausender, von

hochalpin bis sportlich-verwegen oder gar

haarsträubend athletisch. Gebietsmäßig am

stärksten sind das Berner Oberland mit 12

Touren und das Wallis vertreten, das sich

bereits mit 19 Routen schmücken kann.

Alle 32 Klettersteige der Schweiz sowie

die 23 schönsten gesicherten Wege, darunter

eine 5-Tages-Tour, sind exakt beschrieben

und mit detaillierten Kärtchen versehen.

Eine genaue Schwierigkeitsbewertung

erleichtert die schnelle Auswahl. Tourensteckbrief

mit Hinweisen zu Ausgangspunkten,

Höhenunterschieden und Gehzeiten,

Anforderungen und Stützpunkten helfen

bei der Planung der Touren sowie die

Orientierung am Berg.

Paul Werner: Klettersteige Bayern – Vorarlberg – Tirol – Salzburg

90 Klettersteige zwischen Rhein und Salzach

Alpenvereinsführer spezial 7. Auflage 2004, 240 Seiten, 102 Farbfotos,

73 Wanderkärtchen 1:75.000 mit eingezeichnetem Routenverlauf sowie

zwei Übersichtskarte im Maßstab 1:1.000.000.

Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert

Die ausgewählten Touren sind alle detailliert

beschrieben, hervorragend illustriert

und mit Routeneinträgen in Wanderkärtchen

versehen. Eine farbige Schwierigkeitsmarkierung

ermöglicht dem Klettersteigfreund

eine rasche Orientierung

In der Einführung erfährt er alles Wissenswerte

über Ausrüstung und Sicherung.

Wem die „echte“ Kletterei in höheren

Schwierigkeitsgraden verschlossen ist,

aber trotzdem jene Faszination genießen

will, die von senkrechten Wänden, von

Türmen, Graten und Kaminen ausgeht, der

69


ist mit diesem Klettersteigführer ausgezeichnet

bedient. Er enthält alle lohnenden

Klettersteige zwischen Rätikon und Glock-

Für eingeschworene Weitwanderer gehören

die „Alte Vie delle Dolomiti“ zu den

großartigsten Höhenwegen der Alpen. Die

zehn, zwischen 1966 und 1985 eingerichteten

Dolomiten-Höhenwege sind in drei

Bänden der Reihe Wanderführer spezial

des Bergverlag Rother beschrieben. Der

Band „Dolomiten-Höhenwege 8–10“ wurde

grundlegend aktualisiert und überarbeitet.

Es handelt sich um vorwiegend leichte,

teils aber auch anspruchsvolle Steige. Der

Höhenweg Nr. 8 ist 160 km lang und führt

von Brixen nach Salurn, durchquert also

von Nord nach Süd die westlichen Dolomiten

mit Schlern und Rosengarten. Der

Höhenweg Nr. 9 verläuft auf 180 km von

West nach Ost, von Bozen über Cortina

* * * * *

ner, zwischen Bayerischen Alpen und Alpenhauptkamm.

Franz Hauleitner: Dolomiten-Höhenwege 8–10

Rother Wanderführer spezial.

2. Auflage 2005, 272 Seiten, 66 Farbfotos, 43 farbige Karten 1:50.000

und 2 Übersichtskarten 1:300.000 und 1:500.000

Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert

Bergverlag Rudolf Rother, ISBN 3-7633-3368-1 Preis 18,90 €

d’Ampezzo nach Santo Stefano. Ebenso in

Bozen beginnt der Höhenweg Nr. 10 und

führt von dort außerhalb der eigentlichen

Dolomiten durch die spektakuläre Brenta

bis zum Gardasee, er ist mit 200 km auch

der Längste.

Franz Hauleitner, als hervorragender Dolomiten-Kenner

und Mitinitiator der Dolomiten-Höhenwege,

schildert mit großer

Sorgfalt und Sachkenntnis den Verlauf der

Wege. Jede Route wird in Abschnitten von

Hütte zu Hütte vorgestellt und ist mit vielen

Fotos sowie farbigen Kartenausschnitten

versehen. So ermöglicht der Führer

eine exakte, den persönlichen Wünschen

und Möglichkeiten angepasste Tourenplanung.

Hüttenschlafsack

Auf Alpenvereinshütten ist der Hüttenschlafsack Pflicht. Durch die Benutzung eines

eigenen Hüttenschlafsacks kann jeder Hüttengast einen Beitrag zum Umweltschutz

leisten. Der Hüttenschlafsack soll:

� das Waschen von Bettwäsche in den Hütten einschränken

� und damit den Anteil von Abwasser verringern,

� den Energieverbrauch durch das Waschen von Bettwäsche vermindern

die hygienischen Verhältnisse in Lagern und Betten verbessern.

Die umweltfreundlichen Baumwoll- bzw. Seidenschlafsäcke erhalten sie in der

Geschäftsstelle.

71


Geschäftsstelle: Schuhstraße 33, 31134 Hildesheim, Tel.: 0 51 21 / 13 42 08, Fax: 0 51 21 / 69 41 87

E-Mail: davhi@t-online.de

Internetadressen: http://www.dav-hildesheim.de, Hauptverein: www.alpenverein.de,

Landesverband: www.lv-bergsteigen-niedersachsen.de

Materialverleih:

Vorstand:

Schuhstraße 33, 31134 Hildesheim, Tel.: 01 75 / 1 27 49 91

Öffnungszeiten: Donnerstag von 16.30 bis 18.30 Uhr

Vorsitzender: Ludw.-H. Wucherpfennig Friedr.-Ebert-Str. 4 31137 Hildesheim � Geschäftsstelle

Stellv. Vors.: Dirk Freye Rosenhagen 18 31134 Hildesheim � 0 51 21 / 3 13 58

Schatzmeisterin: Marlies Schade Himmelsthürer Str. 9 31137 Hildesheim � 0 51 21 / 6 46 44

Schriftführer Andreas Röder Weststr. 12 31180 Giesen � 0 51 21 / 77 09 76

Jugendreferent: Dr. Andreas Marx Breslauer Str. 17 31171 Nordstemmen � 0 50 69 / 9 63 06

Beisitzer:

Hütten: Eberhard Arndt Wiesenstr. 25 31134 Hildesheim � 0 51 21 / 87 62 00

Sonderaufgaben: Klaus Keitel Kalenberger Graben 32 31134 Hildesheim � 0 51 21 / 3 77 41

Gruppen und Referate:

Jugendgruppe: Ilja Scherenberg und Wohldenbergstr. 43 31188 Holle � 0 50 62 / 17 05

Ivonne Völker Wohldenbergstr. 43 31188 Holle � 0 50 62 / 89 77 75

Fotogruppe: Egbert Haegeli Grotefendweg 31 31137 Hildesheim � 0 51 21 / 6 46 63

Skigruppe: Rolf Gerlach Theaterstr. 3 31141 Hildesheim � 0 51 21 / 3 17 79

Wanderreisegr.: Horst Schünemann Mölmer Ring 27 31185 Söhlde � 0 51 29 / 75 06

Familiengruppe Holger Fleige Schneidemühler Str. 24 31141 Hildesheim � 0 51 21 / 86 80 94

Klettergruppe: Andreas Röder Weststr. 12 31180 Giesen � 0 51 21 / 77 09 76

Wandergruppe: Brunhild Friemelt Oder-Neiße-Weg 47 31171 Nordstemmen � 0 50 69 / 14 17

Kanugruppe: Ansprechpartner: Gebhard Jäger � 0 51 21 / 2 16 01

Hildebrand Schlotter � 0 51 21 / 13 05 17

Ausbildungsref.: Martin Koch Am Probsteihof 64 31139 Hildesheim � 01 71 / 6 53 67 07

Naturschutzref.: Bernward Kaevel Reihwiesenweg 9 31191 Algermissen � 0 51 26 / 82 67

Öffentlichkeitsarb.: Hildebrand Schlotter Leibnizstraße 32A 31134 Hildesheim � 0 51 21 / 13 05 17

Internetpräsentation:Ulrich Klimke Steinbergstr. 104 31139 Hildesheim � 0 51 21 / 60 10 22

E-Mail: UliKlimke@arcor.de

Jens Oliver Ringert Anton-Grebe-Str. 28 31139 Hildesheim � 0 51 21 / 2 13 44

Vortragswesen: Dr. Peter Rietzel Ostpreußenstraße 29 31139 Hildesheim � 0 51 21 / 3 45 30

Materialwart: Eckhard Zwanzig H.-Brauns-Weg 21 B 31141 Hildesheim � 0 51 21 / 8 38 72

Hüttenwarte:

Malepartushütte: Heinrich Jürgens Salzwiese 14 31137 Hildesheim � 0 51 21 / 6 62 66

Hildesh. Hütte: Werner Mühe Salzwiese 27 31137 Hildesheim � 0 51 21 / 88 83 16

E-Mail: weka.muehe@t-online.de

Günther Beykirch Salzwiese 23 31137 Hildesheim � 0 51 21 / 6 53 46

Hüttenwirt: Elfriede u. Gustav Fiegl Windau 608 A-6450 Sölden � 00 43 52 54/20 90

Hildesh. Hütte: Windau 158 A-6450 Sölden � 00 43 52 54/23 00

Jährlich geöffnet von Ende Juni bis Ende September

Bankkonten: Sparkasse Hildesheim Kto. Nr. 10 014 BLZ 259 501 30

Raiffeisenkasse Sölden Kto. Nr. 400 242 BLZ 363 24

72!Wichtige Adressen der Sektion

Bitte rufen Sie nicht nach 21.00 Uhr an!


Rettung und Information in den Alpen

Rettung: Mit dem Handy in allen europäischen Ländern ....................................... � 112

REGA (Schweizer Rettungsflugwacht) in der Schweiz ............................................ � 14 14

aus dem Ausland ............................................................................ � 00 41/1 14 14

DAV OeAV

Alpine Auskunftsstellen

AVS OHM (Chamonix)

� 0 89/29 49 40 � 00 43/51 25 32 01 75 � 00 39/4 71 99 38 09 � 00 33/4 50 53 22 08

Lawinenlageberichte

Bayern: Tonband ..........� +49 89/12 10 12 10

Faxabruf ..........� +49 89/12 10 11 30

Beratung ..... � +49 89/12 10 15 55

Österreich: Kärnten ........... � +4 34 63/15 88 Salzburg ......� +4 36 62/15 88

Tirol ................. �+4 35 12/15 88 Oberösterreich � +4 37 32/15 88

Tirol Beratung � +4 35 12/58 18 39 Steiermark ...� +4 33 16/15 88

Tirol Faxabruf.. � +4 35 12/58 09 15 81 Vorarlberg ... � +43 55 22/15 88

Südtirol: Tonband ..........� +3 94 71/27 11 77 Beratung ..... � +3 94 71/41 47 40

Faxabruf ..........� +3 94 71/28 92 71

Schweiz: Tonband ..........� +41 11 87 Beratung ..... � +41 81/4 17 01 11

Faxabruf national � 15 73 38 71 Faxabruf Graubünden � 15 73 38 76

Faxabruf Zentralschweiz � 15 73 38 79

Frankreich: (erhöhte Gebühren, nur in Frankreich möglich) ........ � 36 68 10 20

Diese Bulletins „neige et avalanche“ (BNA) sind auch über Videotext erreichbar

unter � Code 36 15 METEO oder � Code 36 15 MFNEIGE.

Aus Deutschland und anderen europäischen Ländern kann man die Informationen

unter folgender Nummer abrufen: ................... � 00 33/4 78 58 00 42

Alpine Wetterberichte

Alpenvereinswetterbericht (für die gesamten Alpen) .... � 0 89/29 50 70

Ansagedienste des Deutschen Wetterdienstes (nur in Deutschland erreichbar):

Alpenwetter (gleicher Text wie AV-Wetter) .....................� 01 90/11 60 11

Zugspitzwetter ...� 01 90/11 60 12

Schweizer Alpen .. � 01 90/11 60 17 Regionalwetter bay. Alpen � 01 90/11 60 19

Franz. Alpen ......� 01 90/11 60 16 Ostalpen ...................... � 01 90/11 60 18

Alpenwetterbericht in Österreich (gleicher Text, nur in Ö unter „Euromet-Alpin“)

Alpenwetter ....... � 04 50/1 99 00 00 11 Schweizer Alpen ..........� 04 50/1 99 00 00 17

Franz. Alpen ......� 04 50/1 99 00 00 21 Gardaseeberge ........... � 04 50/1 99 00 00 16

Ostalpen ............� 04 50/1 99 00 00 18

Regionalwetter Österreich und Norditalien ...................� 04 50/1 99 00 00 19

Persönliche Beratung, Mo.–Sa. 13.00–18.00 Uhr .........� 00 43/5 12 29 16 00

Schweiz: Aus dem Ausland ........................ � 00 41/ 11 62

Schweiz Inland (erhöhte Gebühr, nicht aus dem Ausland)

Mont-Blanc-Gebiet .......................� 1 57/12 62 17

Ostalpen ...................................... � 1 57/12 62 19

Schweizer Alpen ..........................� 1 57/12 62 18

„Wetterprognose im Dialog“ ....... � 1 57 61 52

Persönliche Beratung .................. � 00 41/15 75 26 20

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