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BÜRGER-INFO der

Moorreger Feuerwehr

75 JAHRE

FREIW. FEUERWEHR MOORREGE

1934 - 2009

50 JAHRE

JUGENDFEUERWEHR

MOORREGE

1959 - 2009


C.B. König Feuerschutz GmbH

Industriestrasse 21

25469 Halstenbek

Telefon: 041 01/40 04-0

Telefax: 041 01/40 04-10

E-Mail: info@cbkoenig.de

Internet: www.cbkoenig.de

FEUERWEHRAUSRÜSTUNG

SCHIFFSSICHERHEIT

ATEMSCHUTZTECHNIK

UMWELTTECHNIK

INDUSTRIE-UND WERFTBEDARF


Inhaltsverzeichnis

Grußwort: Karl-Heinz Weinberg 4

Grußwort: Sven Heitmann 6

Grußwort: Jan Sudeck 8

Gründung der Jugendfeuerwehr Moorrege 9

Jugendfeuerwehr Moorrege heute 11

Wohin mit den Zelten? 13

Aktion „Hier fehlt doch was?“ 14

Spaß, Erlebnis, Zusammengehörigkeit 17

Gesellenstück der Jugendfeuerwehr - Leistungsspange 18

Leistungsspangenabnahme in Wedel 2007 19

Berufsfeuerwehrtag - oder 24 Stunden Dauereinsatz 20

Gemeinschaftsübung mit den Jugendwehren Holm und Wedel 22

Pfingstzeltlager 2009 24

Wie alles begann 26

Feuerwehr Moorrege 26

Löschgruppe Klevendeich 36

Spielmannzug der Feuerwehr Moorrege 37

Moorreger Feuerwehr-Familien 40

Frauen an den (Brand) Herd 45

Die Feuerwehr Moorrege heute 46

Besondere Einsätze 50

Moorreger Feuerwehr-Tage 2009 54

Jubiläumsprogamm 56

Wir sagen DANKE 58

Notruf - aber richtig 60

Impressum:

Herausgeber: Feuerwehr Moorrege

Auflage: 2000 Stück

Grafik, Gestaltung,

Verlag und Druck: Graphische Werkstatt Uetersen GmbH

Wedeler Chaussee 11 · 25436 Moorrege

Tel.: 0 41 22 / 92 76 - 0 · Fax: 0 41 22 / 92 76 - 50

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Papier: gedruckt auf Mediaprint gloss,

ein Spitzenprodukt der StoraEnso Uetersen

Nachdruck, Vervielfältigung jeder Art nur mit Genehmigung des Verlages.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

3


Grußwort

Grußwort zum 75 jährigen Jubiläum

der Freiwilligen Feuerwehr Moorrege

und 50 jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr

der Gemeinde Moorrege

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist mir eine besondere Ehre und

Freude, als langjähriger Bürger meis ter

der Gemeinde Moorrege, anlässlich des

75jährigen Jubiläums der Freiwilligen

Feuerwehr Moorrege und des 50 jährigen

Jubiläums der Jugendfeuerwehr

das Grußwort an Sie richten zu dürfen.

Im Jahre 1934 wurden viele Frei willige

Feuerwehren gegründet. So auch in

der Gemeinde Moorrege, deren Freiwillige

Feuerwehr - nach alten Überlieferungen

– am 09.02.1934 in Rüters

Gasthof gegründet wurde. Die Jugendfeuerwehr

wurde bereits am 17. September

1959 gegründet und ist damit

die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis

Pinneberg und eine der ältesten in

ganz Schleswig-Holstein. Zu dem Team

gehören zur Zeit 21 Mädchen und Jungen

im Alter zwischen 10 – 17 Jahren

und viele von ihnen habe ich in un ser -

er Gemeinde aufwachsen sehen.

Seit Gründung der ersten Feuer wehren

haben all ihre Mitglieder dazu beigetragen,

hierzulande eine Kultur des

Helfens auszuprägen. Freiwilligkeit und

Ehrenamtlichkeit zeichnet bis zum

heutigen Tage die Arbeit in den Freiwilligen

Feuerwehren aus. Sich für an -

dere einzusetzen und in der Not zur

Stelle zu sein ist auch das vor -

nehmliche Ziel der derzeit 55 aktiven

Kameradinnen und Kameraden der

4

Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg

Freiwilligen Feuerwehr Moorrege. Da -

bei ist es keineswegs selbstverständlich,

sich selbstlos und idealistisch da -

für einzusetzen, Hab und Gut der

Nachbarn und vor allem Leben und

Un versehrtheit der Mitmenschen zu

schützen. Für ihren Dienst leisten sie

so manchen Verzicht und opfern viel

Freizeit zugunsten unserer Moorreger

Bürgerinnen und Bürger.

Neben den ohnehin ständig wachsenden

Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr,

ist der Einsatz der Kameradin nen

und Kameraden auch bei gemeind -

lichen Veranstaltungen unverzichtbar.

Sie sind immer schnell und zuverlässig

zur Stelle und leisten in allen Be reich -

en kompetente Hilfe. Das tun sie ganz

unspektakulär und beweisen damit

Umsicht, Verantwortungsbewusstsein

und Bürgersinn.

Das 50 jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr

in diesem Jahr beweist, dass

die Kameradinnen und Kamera den

auch in der Jugendarbeit ganze Arbeit

leisten. Nachwuchsprobleme wird es

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


dank der vorbildlichen Ausbildung vermutlich

nie geben. Sie vermitteln den

Jugendlichen gesellschaftliche Werte

wie Solidarität, Pflicht be wusst sein, Ehr -

lichkeit und Kameradschaft. All dies ist

heute mehr denn je notwendig, um

eine Gesellschaft überlebensfähig und

lebenswert zu machen.

Auch die Jugendfeuerwehr Moorrege

leistet schon seit Jahren hervor ra gen -

de Dienste für die Gemeinde und ihre

Bürgerinnen und Bürger.

Ich bin sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit

zwischen der Frei willi -

gen Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr

und der Gemeinde Moorrege, aber

auch stolz darauf, dass es in unserer

Gemeinde so viele Bürgerinnen und

Bürger gibt, die bereit sind, sich aktiv

Restaurant · Cafe · Freizeitcenter

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Öffnungszeiten:

Montag - Samstag: 17.00 - 23.00 Uhr

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Sonntag: 9.00 Uhr - 21.00 Uhr

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Veranstaltungen bis 1000 Personen

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Tel.: 0 41 22 / 820 18 · Fax: 0 41 22 / 92 97 65

Inhaber:

Frank und Uwe Schaefer

©Graphische Werkstatt Uetersen GmbH

Mobil: 01 51 / 52 48 76 99

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

für das Wohl ihrer Mitmenschen einzusetzen.

Dafür gilt den Kameradinnen

und Kameraden größter Respekt und

Dankbarkeit der Gemeinde Moorrege.

Für die in diesem Jubiläumsjahr geplanten

Veranstaltungen wünsche ich

allen Kameradinnen, Kameraden sowie

den hoffentlich zahlreichen Gästen ein

gutes Gelingen und viel Vergnügen.

Es grüßt Sie herzlich Ihr

Karl-Heinz Weinberg

Bürgermeister

Alsenstraße 23

25436 Uetersen

R

o ses

0 41 22 /

16 81

Familienfeiern

bis 80 Personen

5


Und noch immer aktiv

Liebe Leser, meine lieben Bürger und

Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr

Moorrege!

es gibt nichts Gutes,

außer man tut es

dieses Zitat von Erich Kästner be -

schreibt sehr gut was es heißt, 75

Jahre Freiwillige Feuerwehr Moorrege

und 50 Jahre Jugendfeuerwehr Moorrege

in der Öffentlichkeit vorzustellen.

Als Leiter dieser Freiwilligen Feuerwehr

bin ich sehr stolz, Ihnen die vor -

liegende Festschrift zu präsentieren

und freue mich besonders, diese beiden

Jubiläen mit Ihnen zu feiern.

Die Freiwillige Feuerwehr Moorrege

präsentiert sich in ihrem Jubiläumsjahr

als eine gut ausgebildete und

ausgerüstete Mannschaft, auf die sich

die Gemeinde mit ihren Bürgern jederzeit

verlassen kann. Diese Einsatz -

bereitschaft unzähliger Freiwilliger in

den vergangen 75 Jahren erscheint

vielen als selbstverständlich und nur

wenigen ist bewusst, wie viel Arbeit

unsere Feuerwehrfrauen und -männer

für Ihre Sicherheit leisten. Hinter dieser

Leistung stehen Menschen, die im

Dienste Ihrer Mitmenschen auf Freizeit

verzichten und jederzeit für Ihren

Schutz zur Verfügung stehen. Das ist

besonders in der heutigen Zeit keineswegs

mehr selbstverständlich,

auch dann nicht, wenn es sich um etwas

sehr Gutes handelt. Daher gelten

unser Respekt und unsere Anerkennung

den Gründern und den folgen-

6

den Generationen, die unsere Freiwillige

Feuerwehr Moorrege in 75 Jahren

geprägt haben.

Wir feiern in diesem Jahr auch das Ju -

biläum der Jugendfeuerwehr Moorrege.

50 Jahre, das ist eine beachtliche

Leistung, auf die wir alle mit Recht

stolz sein können. Nicht nur weil sie

die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis

Pinneberg ist und eine der „TopTen“ in

Schleswig-Holstein. Die Hälfte der

jetzt aktiven Feuerwehrmitglieder hat

ihre Wurzeln in der Jugendfeuerwehr

Moorrege. Die Jugendfeuerwehr, als

Nachwuchsorganisation, ist ein Ga rant

dafür, die Zukunft unserer Freiwilligen

Feuerwehren im Lande zu sichern.

Nur wer selbst in der Jugendarbeit tätig

ist, weiß wie viel Zeit von den Ausbildern

aufgebracht wird, um den Jugendlichen

in der heutigen Zeit Werte

zu vermitteln, die leider für einige in

unserer Gesellschaft gänzlich fremd

geworden sind. Dazu gehören Pflichtbewusstsein,

gegenseitiger Respekt,

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Hilfsbereitschaft und Höflichkeit dem

Anderen gegenüber. Für diese unermüdliche

Arbeit, neben technischem

Fachwissen auch gesellschaftliche

Werte zu vermitteln, danke ich allen

verantwortlichen Ausbildern der vergangen

50 Jahre für ihre Leistung.

Der Dank gilt aber auch den Familien,

besonders den Ehefrauen, Lebenspartnern

und Eltern unserer Feuerwehrleute.

Ohne ihre Unterstützung

und Verständnis wäre die Feuerwehrarbeit,

sei es Jugendfeuerwehr oder

aktiver Dienst, nicht möglich.

Um optimale Hilfe leisten zu können,

ist nicht nur der persönliche Einsatz

jedes Einzelnen wichtig. Wir benöti -

gen für unseren Dienst am Nächsten

auch die Gerätschaften und Fahr -

zeuge, die dem aktuellen Stand der

Technik entsprechen und dafür dan -

ken wir unserem Bürgermeister Weinberg

und seiner Gemeindevertretung

für Ihre Unterstützung und zur Bereitstellung

der finanziellen Mittel zum

Wohle der Bürger von Moorrege.

Den Bürgerinnen und Bürgern wünschen

wir viel Freude beim Lesen dieser

Festschrift. Sie wird Ihnen einen

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Freiwillige Feuerwehr Moorrege

umfassenden Überblick über insgesamt

125 Jahre (75+50) Moorreger

Feuerwehrgeschichte aufzeigen. Ein

be sonderer Dank gilt den Kameraden,

die diese Chronik und Festschrift für

die Nachwelt erstellt haben.

Wir alle sind sehr stolz, in diesem

„zweifachen“ Jubiläumsjahr unsere

Feuerwehr der Öffentlichkeit vorzustellen.

Für die bevorstehenden Veranstaltungen

wünsche ich Ihnen allen

viel Freude und hoffe auf eine rege

Beteiligung. In diesem Sinne

es gibt nichts Gutes,

außer man tut es

Herzlichst

Ihr Sven Heitmann

Wehrführer der

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

im Mai 2009

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7


Und noch immer jung!

Eine stolze Leistung, wenn man bedenkt,

dass den Jugendlichen heutzutage

ein vielfältiges Angebot der Freizeitgestaltung

zur Verfügung steht.

Um so mehr ist es ein denkwürdiges

Ereignis, das kräftig gefeiert werden

muss. Ein Zeltlager mit nahezu 1000

Gästen aus dem Kreis Pinneberg und

der Jugendfeuerwehr Niebüll ist ein

würdiger Rahmen für die dienstältes -

te Jugendfeuerwehr im Kreis Pinneberg,

die Gründung vor 50 Jahren zu

feiern.

Über ein halbes Jahrhundert erfolgreiche

Jugendarbeit , in der über 250

junge Leute die Jugendfeuerwehr

durchlaufen haben, sprechen eine

deutliche Sprache. Die Einsatzabteilung

der Feuerwehr Moorrege profitiert

davon, denn über die Hälfte der

heutigen „Aktiven Kameraden“ kommen

aus der Jugendfeuerwehr. Ein

beachtlicher Wert, der aufzeigt, wie

wichtig eine erfolgreiche Jugend ar -

beit in der Feuerwehr ist.

8

Der Jugendfeuerwehr

gehört die Zukunft!

Nico Essig

TTel.:

ischlermeister

(04122) 967 09 09 · Mobil: (0172) 407 36 05

Fax: (04122) 697 09 08 · Wedeler Chaussee 104 · 25436 Moorrege

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50 JAHRE

JUGENDFEUERWEHR

MOORREGE

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Jan Sudeck

Jugendwart

· Einbauten

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Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Eine Vision wird Wirklichkeit

Gründung der

Jugendfeuerwehr Moorrege

Man schrieb das Jahr 1958, als der

damalige Gruppenführer der Freiwilligen

Feuerwehr Moorrege, Karl Amtage,

den damaligen Gruppenführer der

Freiwilligen Feuerwehr Leck, Horst

Götz, auf der Landesfeuerwehrschule

Schleswig-Holstein kennen lernte.

In ihrer Freizeit sprachen die beiden

engagierten Feuerwehrleute viel über

die zukünftige Entwicklung der Feuerwehren

in Schleswig-Holstein. In diesem

Zusammenhang erwähnte Horst

Götz auch die Jugendfeuerwehren auf

der Nordseeinsel Föhr. Bereits seit

1862 gibt es hier in der Gemeinde Oevenum

eine Jugendfeuerwehr. Anlass

für die Gründung dieser JF war die

Tatsache, dass die Männer des Ortes

in den Sommermonaten zum Walfang

und in der Seefahrt unterwegs waren.

Daher war es die Aufgabe der Frauen

und der Schuljungen, den Brand schutz

in der Gemeinde sicher zu stellen.

Sowohl Horst Götz als auch Karl Amtage

waren von der Möglichkeit begeistert,

technisch interessierte Jungen

an die Feuerwehr heran zu führen.

13 Jahre nach dem Ende des 2.Weltkrieges,

mitten im wirtschaftlichen

Aufschwung Deutschlands, vermiss ten

viele Jugendliche in der überwiegend

landwirtschaftlich geprägten Re gion

Schleswig-Holstein eine sinn volle Freizeitbeschäftigung.

Wer nicht in den

örtlichen Sportvereinen mitmachte,

hatte kaum eine andere Alternative.

So beschloss Karl Amtage die erste

Jugendfeuerwehr im Kreis Pinneberg

zu gründen. Dies war jedoch leichter

gesagt als getan! In ganz Schleswig-

Holstein gab es nur ca. 15 Jugendfeuerwehren,

die alle, mehr oder we -

niger, auf sich alleine gestellt waren.

Es gab weder all ge mein zugängliche

Erfahrungsberichte noch verbindliche

Unterlagen für die Gründung einer Jugendfeuerwehr,

von einer einheit lich -

en Jugendordnung ganz zu schweigen.

Für Karl Amtage begannen schier end -

los anmutende Verhandlungen. Den

damaligen Moorreger Wehr führ er, Wil -

helm Behnke, und die eigenen Kameraden

zu überzeugen war dabei noch

am einfachsten. Schwieriger war es da

schon, den Politikern des Gemeindeparlaments

die Idee einer Jugendfeuerwehr

schmackhaft zu machen. Feuerwehr

war damals eine äußerst

ernste Angelegenheit und Sport, Spaß

und Spiel hatten hier nichts zu

suchen. Auch die Jugendverbände

stan den dem Projekt „Jugendfeuerwehr“

skeptisch gegenüber. Die damaligen

Funktionäre konnten sich nicht

vorstellen, dass in den Feuerwehren

eine sinnvolle Jugendarbeit betrieben

werden kann. Einige argwöhnten

sogar, dass hier wieder eine vormilitärische

Ausbildung stattfinden sollte.

„Wo viel Schatten ist, da ist auch

Licht.“ Dieses Sprichwort bewahr heit -

9


ete sich auch bei der Gründung der

Moorreger Jugendfeuerwehr. Bei der

Klärung der notwendigen Versicherungsfragen

lernte Karl Amtage den

Geschäftsführer der Unfallkasse

Schles wig-Holstein, Oberbrandmeister

Paul Augustin, kennen. Auch Paul Augustin

war bereits mit dem Virus „Jugendfeuerwehr“

infiziert. Er öffnete

Karl Am tage viele Türen und schaffte

manchen Stolperstein aus dem Weg.

Als endlich alle Genehmigungen vorlagen,

konnte eine Anzeige in den „Uetersener

Nachrichten“ aufgegeben

werden, in der Mitglieder für die Jugendfeuerwehr

Moorrege gesucht

wurden. Innerhalb von wenigen Ta gen

meldeten sich 12 Jungen im Alter von

12 bis 16 Jahren, so dass es am 17.

September 1959 zur offizi ellen Gründung

der Moorreger Jugendfeuerwehr

kam.

10

Karl Amtage wurde Jugendwart und

Helmut Kubik sein Stellvertreter. Als

zusätzlicher Ausbilder fungierte Hel -

mut Lins. Die 12 Jugendlichen ver -

sahen anfangs ihren regelmäßigen

Dienst noch in Zivil. Eine Uniform gab

es erst ein ganzes Jahr später. Zur

Hauptübung 1960 wurden die 12

Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr

Moorrege eingekleidet und

durch Handschlag auf die Satzung

verpflichtet.

Drei Jahre dauerte es, bis sich eine

weitere Feuerwehr des Kreises Pinneberg

entschloss, dem Moorreger Beispiel

zu folgen und eine Jugendfeuerwehr

zu gründen. Am 01. April 1962

wurde die JF Halstenbek ins Leben gerufen.

Es folgten Pinneberg (1964)

und Rellingen (1965).

Langsam kam der Zug ins Rollen.

1963 fand, anlässlich des Landesfeu-

Von links: Manfred Kock; Herbert Härtel; Ditmar Rodeau; Henning Sudeck;

Klaus-Peter Hansen; Benno Linz; Heiner Groth; Ernst-Heinrich Stahl; Günter Hollers;

Bernd Kähler; Hans-Werner Hansen; Thomas Amtage

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


erwehrtages in Neumünster, das er ste

landesweite Jugendfeuerwehr-Zelt la -

ger statt. Von den damals 20 Jugendwehren

in Schleswig-Holstein trafen

sich 14 Jugendwehren zur erst maligen

Abnahme der „Leistungsspange für Jugendfeuerwehren

des Landes Schleswig

Holstein.“

Im Oktober 1964 wurde die „Deutsche

Die Jugendfeuerwehr Moorrege heute

Die Jugendfeuerwehr Moorrege Anno

2009 besteht aus 21 Mitgliedern, davon

9 Mädchen, im Alter von 10-17

Jahren. 7 Ausbilder übernehmen die

feuerwehrtechnische Ausbildung der

Jugendlichen an den Dienstabenden,

die alle zwei Wochen dienstags in der

Zeit von 19.00-21.00 Uhr stattfinden.

Zahlreiche Aktionen und Gemeinschaftsdienste

mit anderen Jugendwehren

fördern den kameradschaftlichen

Zusammenhalt und den sozialen

Umgang miteinander. Der Moorreger

Feuerwehr-Nachwuchs genießt einen

sehr hohen Stellenwert bei der Feuerwehr,

denn in den vergangen 50 Jahren

wurden mehr als 50 % der heutigen

Mitglieder der Einsatzabteilung

aus der Jugendfeuerwehr übernommen.

Sie gilt als sichere Quelle für

den Mitgliederzulauf der Feuerwehren

allgemein.

Die Jugendfeuerwehr Moorrege ist

auch aus dem gesellschaftlich-kulturellen

Leben der Gemeinde Moorrege

nicht wegzudenken. So nimmt die Jugendfeuerwehr

am Osterfeuer, am

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Jugendfeuerwehr“ gegründet. Erster

Bundesjugendleiter wurde OBM. Paul

Augustin. Erster Landes-Jugendfeuerwehrwart

in Schleswig-Holstein wurde

übrigens BM. Horst Götz aus Leck. Inzwischen

gab es in Schleswig-Holstein

56 Jugendfeuerwehren mit 952 Mitgliedern.

Heute hat sich die Zahl der Jugendfeuerwehren

auf über 400 erhöht.

Wiesenfest und den Moorreger Feuerwehr

Tagen stets teil und sorgt mit

den von der Bevölkerung sehr geschätzten

Waffeln auch für kulinarische

Genüsse. Bei Veranstaltungen in

der Mehrzweckhalle „An´n Himmelsbarg“

sorgt die Jugendfeuerwehr

dafür, dass die Gäste des Neujahrsempfangs,

des Konzerts der Spielmannszüge

des Kreisfeuerwehrverbands

Pinneberg und des Klassikkonzerts

unter der Leitung von

Robert Stehli einen geeigneten Parkplatz

auf dem Gelände finden. Ebenfalls

nicht wegzudenken ist die Jugendfeuerwehr

von der der „Aktion

Sauberes Schleswig-Hol stein“, wo ge -

meinschaftlich mit anderen Moor -

reger Vereinen und Organisationen

die Landschaft von unachtsam weggeworfenem

Müll befreit wird.

Das Jahr 2009 ist für die Jugendfeuerwehr

ein ganz besonderes Jahr. Mit

dem 50 jährigen Bestehen feiert die

Jugendfeuerwehr Moorrege nicht nur

einen run den Geburtstag, sondern ist

damit auch die Älteste von 33 Ju-

11


gendfeuerwehren im Kreis Pinneberg.

Im Land Schleswig-Holstein rangiert

die Jugendfeuerwehr Moorrege auf

Platz 17 der ewigen Liste. Schon damals

war unseren Vätern und Großvätern

bewusst, was für eine wichtige

Aufgabe die Jugendfeuerwehr in den

folgenden Jahren übernehmen wür -

de. Rekrutierung von Mitgliedern für

die Einsatzabteilung und damit Sicherstellung

des Brandschutzes, Über -

tragung von Aufgaben des kulturellen

Zusammenlebens in der Gemeinde

und die allgemeine Förderung von Jugendlichen

waren die Steckenpferde,

die auch heute noch die Leitmotive

sind. Wenngleich die Aufgabe immer

schwieriger wird, Jugendliche hinter

dem Fernseher oder dem Computer

12

hervorzulocken, so können wir doch

guten Gewissens in die Zukunft blikken.

Die Jugendfeuerwehr boomt. Im

März 2009 wurde die 33. Jugendfeuerwehr

im Kreis Pinneberg gegründet

und landesweit ist die Jugend feuer -

wehr die zweitgrößte Jugendorganisation.

Auch in Moor re ge gibt es nach

wie vor genug Kinder und Jugendliche,

die sich Spaß und Aktion nicht nur audiovisuell

vor stellen können, sondern

selber ihre Um welt aus den Augen angehender

Feuerwehrmänner und -frauen

entdecken wollen.

Für die Zukunft wird die Jugendfeuerwehr

Moorrege also personell gut

gerüstet sein. Aber auch materiell

könnte es kaum besser sein. Im

Dienst jahr 2009 stellt die Feuerwehr

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Moor rege ein neues Löschfahrzeug in

Dienst. Mit einer modernen Ausrüstung

und gut geschulten Ausbildern

wird der hohe Standard der feuerwehrtechnischen

Ausbildung der Jugendlichen

weiter gehalten. Ebenfalls

ist geplant, 2009 ein Mehrzweckfahrzeug

anzuschaffen, das in erster Linie

für die Jugendfeuerwehr vorgehalten

wird, aber natürlich auch der Einsatzabteilung

der Feuerwehr Moorrege

bei ihren Diensten und Einsätzen zur

Verfügung stehen soll. Mehr zu die -

sem Fahrzeug lesen Sie im Artikel

„Hier fehlt doch was? – Ein Auto für

die Jugendfeuerwehr“. (siehe Seite 14)

Wohin mit den Zelten ?

Diese Frage tauchte schon seit längerem

in der Feuerwache Moorrege auf.

Die Zelte der Jugendfeuerwehr wur -

den innerhalb der Wache immer wieder

an einem anderen Platz eingelagert.

Aber irgendwie war das ganze

Equipment immer im Weg. Ge -

braucht werden die Zelte für die Teilnahme

an Zeltlagern, beim Moor -

reger Osterfeuer, beim Wiesenfest

und bei den Moorreger Feuerwehrtagen.

Den Rest der Zeit lagerten sie in

der Feuerwache.

Die Unterbringung war aber nur das

eine Problem. Ein anderes war der

Transport. Ein Anhänger musste her...

Nahezu gleichzeitig zur unserer Entschlussfassung,

erhielten wir die

Information, dass der Brandschutzerziehungsanhänger

des Kreisfeuerwehrverband

(KFV) Pinneberg aus-

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

gemustert werden sollte. Das gu te

Stück, 13 Jahre alt, fester Auf bau

und 2000 KG zulässiges Gesamtgewicht,

war genau das Richtige für

uns. Der Anhänger sollte gegen

Höchstgebot veräußert werden. Für

1555,- € erhielten wir den Zuschlag.

Nach umfangreichen Um- und Ausbaumaßnahmen

konnten wir den Anhänger

im Juni 2007 mit frischer

TÜV-Pla kette in Dienst stellen. Fertig

eingeräumt mit den drei JF-Zelten

und diversen anderen Ausrüstungsgegenständen,

bleibt sogar noch

Platz für unsere Feldbetten, die für

die Teilnahme an den Zeltlagern unverzichtbar

sind.

Unser treuer Begleiter steht in den

Sommermonaten an der Feuer wa -

che, im Winter hat er bei Familie Kröger

im Grothar ein Domizil gefunden.

Hierfür sei der Familie Kröger auf diesem

Weg noch mal herzlichst gedankt.

13


Aktion „Hier fehlt doch was?“

Ein Auto für die Jugendfeuerwehr

Die Idee existiert schon seit den 70er

Jahren, doch aufgrund der Haushaltslage

der Gemeinde konnte dieses

Projekt nicht verwirklicht werden.

Doch 2009 ist es soweit:

Die Jugendfeuerwehr Moorrege

erhält ein Mehrzweckfahrzeug.

Aber von Anfang an: Die Ausbilder

standen vor dem Problem, die Jugendfeuerwehrleute

bei Übungsdiensten,

Einsätzen und anderen Veranstaltun -

gen zu den Veranstaltungsorten zu

beför dern. Dieses geschah oft mit den

Privatwagen der Ausbilder.

Es gab einige Versuche, dieses Pro -

blem dauerhaft zu lösen, aber letztlich

schei ter te es meist an der Kosten -

frage. Zudem wurde die Ausrüstung,

die z.B. zu den alljährlichen Zeltla gern

transportiert werden musste, immer

umfangreicher.

Letzteres ließ sich recht schnell lösen:

Ende 2006 stellte der Kreisfeuerwehrverband

Pinneberg den Brandschutzerziehungsanhänger

wegen einer Neubeschaffung

außer Dienst. Die Feuer -

wehr Moorrege beschaffte den betag -

ten Anhänger und rüstete ihn zu einem

Transportanhänger für die Jugendfeuerwehrzelte

aus. Im Juni 2007 wurde

der runderneuerte Anhänger feierlich

in Dienst gestellt. Aufgrund des hohen

Gewichtes des Anhängers fehlte nun

ein geeignetes Zugfahrzeug. Ein normaler

PKW und auch die Einsatzfahrzeuge

waren dafür nicht geeignet.

14

Wenn der Anhänger bewegt werden

musste, fanden sich einige aktive Ka -

meraden mit den geeigneten Zugma -

schinen bereit, diesen zu bewegen. Im

Winter steht der Anhänger in seinem

Winterquartier und muss nicht bewegt

werden.

Nach vielen langen Diskussions aben -

den wurde eine Idee geboren, die nun

das Problem des Anhänger- und Personaltransportsnachhaltig

lösen sollte.

Ein Mehrzweckfahrzeug sollte ange -

schafft werden. Durch den Umbau und

der Ersatzbeschaffung eines Lösch -

fahr zeuges waren die Gelder verplant

und die Gemeinde nicht bereit, noch

ein Fahrzeug zu finanzieren. Man einigte

sich darauf, dass das Mehrzweckfahrzeug

durch Spenden und an dere

Einnahmen finanziert werden sollte.

Die Unterhaltung des Fahr zeuges wür -

de die Gemeinde übernehmen. Die Aktion

„Hier fehlt doch was?“ war geboren.

Den Startschuss zur Aktion und ein

Grundkapital gab die Hamburger Spar -

kasse. 4000,- €, festgelegt auf 2 Jahre

und zweckgebunden, wurden von der

Haspa bereitgestellt. Zudem wurde ein

Spendenkonto einge rich tet. Der Kontakt

zur Haspa entstand durch einen

ehemaligen Feuerwehrkameraden, der

dort angestellt ist. Die Deutsche Bank

beteiligte sich in den letzten 2 Jahren

mit je 500,- € an der Aktion.

Im Januar 2008 war dann die Jugendfeuerwehr

selber das erste Mal ge -

fragt. Mit einer Tannenbaum-Abholaktion

gegen eine kleine Spende konnten

knapp 500,- € eingenommen werden.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Die Abholaktion wurde sehr positiv von

der Bevölkerung aufgenommen und

Anfang 2009 mit einem ähnlich guten

Ergebnis wiederholt. Über das Jahr

2008 verteilt konnten viele weitere

kleine und größere Spen den und Einnahmen

durch Waffelverkäufe beim

Oster feuer, dem Moor reger Wiesenfest

und den Moorreger Feuerwehrtagen ver -

bucht werden. Im Mai 2008 erhielt die

Jugendfeuerwehr eine großzügige Spen -

de von dem Moor reger Bürger und

da maligen Gilde könig Kurt Günther über

500,- €. Herr Günther wirkte auch bei

der Beschaffung und Ausrüstung des

Jugend feuerwehr an hän gers finanzkräftig

mit. Aus dem Überschuss einer Oldie-

Party im Restaurant „An´n Himmelsbarg“

flossen 200,- € in den Spendentopf.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Mit einer „Von-Tür-Zu-Tür-Sammel -

aktion“ sollte der größte Teil des benötigten

Geldes gesammelt werden.

Jeweils ein Kamerad der Einsatz -

abteilung und einer der Jugendwehr

machten sich, bewaffnet mit Spendenausweis

und Spendenbüchse, auf den

Weg durch die Gemeinde. An zwei Tagen

wurden die knapp 2000 Haushalte

der Gemeinde Moorrege abgearbeitet

und fleißig Spenden gesammelt. Das

Ergebnis war überwältigend und die

Resonanz der Moorreger Bürger überwiegend

positiv. Über 10000,- € sind

bei der Sammlung zusammengekommen

und hat für sehr frohe Gesichter

in Reihen der Feuerwehr gesorgt, denn

nun ist mehr als die Hälfte des Weges

zum Mehrzweckfahrzeug geschafft.

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Aber noch einmal wurde die Jugendfeuerwehr

aktiv. Mit der Ausrichtung

des 1. Moorreger Florian´s Marktes

ge lang den Jungrettern ebenfalls ein

großer Erfolg im Rahmen der Aktion

„Hier fehlt doch was?“. Bei herrlich

winterlichem Wetter fand an der

Feuer wache ein Weihnachtsbasar und

Flohmarkt statt. Rund 800 Gäste und

Besucher hatten in der Zeit von 10.00-

17.00 Uhr die Gelegenheit zum Stöbern

und das eine oder andere

Schnäppchen zu ergattern. Für das

leibliche Wohl wurde der Jahreszeit angepasst,

mit Waffeln, Grillwurst, Glühpunsch

und einer Cafeteria gesorgt.

Die Erlöse aus dem Florian´s Markt

gingen ebenfalls in den Spendentopf

für das Mehrzweckfahrzeug und konnten

mit rund 2000,- € verbucht

werden. Die Moorreger Künstlerin Uta

Rodehau nahm den Flo ri an´s Markt

zum Anlass, ein Bild zu kreieren, das

ebenfalls zu Gunsten der Jugendfeuerwehr

versteigert werden sollte. Dieses

Bild wurde von einer Feuerwehrkameradin

für 150 Euro ersteigert und bei

der Jahreshaupt-versammlung der Jugendfeuerwehr

den Jugendlichen

feierlich überreicht. Es hat im Schulungsraum

der Feuerwache einen Platz

gefunden.

300,- € wanderten aus der Weihnachtstombola

der Firma Iversen Getränke

GmbH, Uetersen in den Spendentopf

und die, wegen Mitglieder -

mangel aufgelöste Moor re -

ger Liedertafel spendete

600,- € aus ihrer Kasse.

Mit rund 25000,- € ist die

Aktion „Hier fehlt doch was?“

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


als grandioser Erfolg zu sehen und das

Ziel, ein Mehrzweckfahrzeug für die

Jugendfeuerwehr zu beschaffen ist in

greifbare Nähe gerückt.

Allen Moorreger Bürgern sei hierfür

recht herzlich gedankt, denn ohne die

große Spendenbereitschaft hätten wir

es nicht so schnell geschafft. Nochmals

recht herzlichen Dank. Ein eigens dafür

gegründeter Ausschuss wird jetzt die

Angebote der Fahrzeughersteller prü -

fen und auswerten und wir hoffen,

dass das Mehr zweck fahrzeug im September

bei den Moorrege Feuer wehr -

tagen prä sentiert und in Dienst gestellt

werden kann.

Spaß, Erlebnis, Zusammengehörigkeit

Diese drei Schlag worte wurden von den

Jugendfeuerleuten eingefordert. Ein

ech tes Erlebnis ist das Wochen ende im

Juli 2008 tatsächlich geworden.

In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring

Pinneberg hatten die Aus -

bilder der Jugendfeuerwehr Moorrege

ein schönes, spannendes und teils auch

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

anstrengendes Wochenendprogramm

zu sammengestellt. An der Feu er wache

Moorrege wurden klein ere Spie le zur

Verbesserung der Zusammenarbeit

durch geführt, bevor es ins Freibad Unterglinde

ging. Die Aufgabenstellung

für die Jugendlichen war aber von einer

anderen Kate gorie. Aufgeteilt in zwei

Gruppen galt es, aus Brettern, Rundhölzern

und Schwimmkörpern ein Floß

zu bauen und damit den Badesee zu

überqueren. Gar nicht so einfach, wenn

man sich nur mit Händen oder Füßen

verständigen darf. Aber geschafft wur -

de die Auf gabe trotz dem. Aus giebiges

Ba den im Freibad inklusive. Sonn tags

war en dann ebenfalls wie der Geschicklichkeit

und Aus dauer gepaart mit

Kombinationsgabe gefragt. Die ses Mal

jedoch stand mehr die physische Kraft

mehr im Vordergrund. Im Hochseilgarten

in Heist konnte sich auch in 4-8 Metern

Höhe noch mal richtig ausgetobt

werden. Als abschließende Stärkung

und Ausklang eines tollen und erlebnisreichen

Wochenendes gab es im Kachelöfchen

in Heist bei einem erfrischenden

Eis.

17


Gesellenstück der Jugendfeuerwehr:

die Leistungsspange

Die Anwärter auf die Leistungsspange

müssen sich fünf verschiedenen Teilprüfungen

unterziehen und die dabei

vorgegebenen Richtlinien des Landesverbandes

einhalten. Diese fünf Teilprüfungen

bestehen aus einem theoretischen

Teil und vier prak tisch en

Übungen.

In der Theorieprüfung werden die

Prüflinge auf ihren feuerwehrtechnischen

und allgemeinen Wissensstand

geprüft.

Sportliche Leistungen müssen die Anwärter

ebenso unter Beweis stellen,

wie feuerwehrtechnische Fertig kei ten.

Beim Kugelstoßen muss eine Mindestweite

von 55 Metern mit neun Kugelstoßern

erreicht werden. Der 1500m

lange Staffellauf muss in unter 4:10

Minuten bewältigt werden. Bei der so

18

genannten Schnelligkeitsübung geht

es darum, acht C-Druckschläuche von

15 Meter Länge in unter 75 Sekunden

windungsfrei und ohne Fehler zu verlegen.

Der wohl schwierigste und von den

Prüfern am penibelsten bewertete

Prüf ungsteil ist der Aufbau eines

Lösch angriffs nach Feuerwehrdienstvorschrift

3 (FwDV 3). Hier müssen

die Prüflinge die FwDV 3 praktisch in

die Tat umsetzen und einen Löschangriff,

von einer offenen Wasserentnahmestelle

(Teich) ausgehend, bis zu

den drei Strahlrohren aufbauen. Dabei

ist unbedingt darauf zu achten, dass

das Wasser ungehindert von der Entnahmestelle

bis zu den Strahlrohren

fließen kann. Das heißt: Ist irgendwo

ein Niederschraubventil nicht aufgedreht

oder eine Kupplung nicht geschlossen,

kann das Wasser nicht ungehindert

fließen. Damit wäre dieser

Prüfungs teil nicht bestanden und die

gesamte Prüfung zur Leistungsspange

been det. Gruppen, die dabei durchfallen,

dürfen dann an einem anderen

Termin in Land Schleswig-Holstein erneut

zur Prüfung antreten, müssen allerdings

auch die bereits bestandenen

Prüfungsteile wiederholen.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Zur Bewertung: Jeder Prüfungsteil

gibt maximal 4 Punkte je Gruppe,

man kann also bei den fünf Prüfungsteilen

20 Punkte erreichen. Hinzu

kommen die Punkte für das Auftreten

der Gruppe bei den jeweiligen Teilprüfungen.

Diese Punkte fließen aber

nur zu 20 % in die Endpunktzahl ein.

24 Punkte sind maximal zu holen und

die Leistungsspange gilt als bestanden,

wenn mindestens 10 Punkte insgesamt

und bei jedem Prüfungsteil

mindestens ein Punkt erreicht wurde.

Leistungsspangenabnahme

in Wedel 2007

Bevor es zur Leistungsspangenabnah -

me ins Wedeler Elbestadion ging, tra -

fen sich die Prüflinge der Jugendfeuerwehren

Moorrege und Appen, die eine

gemischte Gruppe bildeten, um die erlernten

Fähigkeiten noch ein mal abzurufen.

Die letzten Tests stim mten zuversichtlich

und so ging es dann an

einem schönen Sommer tag nach Wedel.

Dort angekommen, ging es sofort zur

Anmeldung. Nach der offiziellen Eröffnung

und Vorstellung der Prüfer ging

es dann los. Der von der Wett kampf -

leitung ausgegebene Plan wies die

Schnelligkeitsübung als Startprüfung

aus. Getrieben von der Anspannung

und dem Erwartungsdruck der Ausbilder

erreichten die Prüflinge mit 56

Sekunden eine sehr gute Zeit. Die ersten

drei Punkte waren sicher.

Als nächstes ging es zum Kugel -

stoßen. Die Kräfte wurden in den Ar-

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

men und den Knien gesammelt um

die 5-Kilo-Kugel möglichst weit vom

Ausgangs punkte wegzubefördern.

Neun Mal wurde die Kugel in die

Sandgrube gestoßen und die

Gesamtweite betrug: 60,2 Meter =

Kugelstoßen bestanden!

Weiter ging es dann nun mit dem

Theorieteil, der ohne Probleme mit

der höchstmöglichen Punktzahl bestanden

wurde.

Der Staffellauf rief bei den Ausbildern

eher gemischte Gefühle hervor, da es

bei den Trainingseinheiten nicht immerzu

zufrieden stellenden Ergebnissen

gereicht hatte. Aber auch hier

zeigte sich die bunte Truppe aus

Moorreger und Appener Junglöschern

19


von ihrer teamfähigsten Seite und

schaffte den Staffellauf nicht nur in

den geforderten 4 Mi nuten 10 Sekunden,

sondern sogar 23 Sekunden

schneller. Die Uhr blieb bei 3:47 Mi -

nuten stehen.

Die Leistungsspange schon vor

Augen, sollte die letzte Prüfung eine

Demonstration des Könnens der Jungretter

werden. Die nicht auf Zeit bewertete

Prüfung lief nach den anfänglichen

Schwierigkeiten nahezu

problemlos und wurde von den

Prüflingen souverän gemeistert. Bei

der anschließenden Manöverkritik der

Kampfrichter gab es zwar die üblichen

Unstimmigkeiten über die Auslegung

der FwDV 3 aber am Endergebnis ändert

das nichts mehr. Die Leistungsspange

war mit 18 Punkten insgesamt

bestanden und sowohl den Prüflingen

und auch den Ausbildern und Jugendwarten

war die Erleichterung ins

Gesicht geschrieben. Jubel und

Freude kannten bei der anschließenden

Verleihung der Leistungsspange

keine Grenzen mehr. Und gefeiert

wurde natürlich auch noch.

Berufsfeuerwehrtag –

oder 24 Stunden Dauereinsatz

In den Jugendfeuerwehren wird im -

mer wieder gefragt, wie sich die

Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren

von den Berufsfeuerwehren unterscheidet.

Die Aufgabenstellung ist die

Gleiche, jedoch nicht in dieser Häufigkeit

anzutreffen. Berufsfeuer weh -

ren gibt es in Städten mit mindestens

20

80.000 Einwohnern. Dort ist das Einsatzaufkommen

größer als in klein -

eren Orten und Gemeinden wie Moorrege

oder Neuendeich.

Um den Kids zu verdeutlichen, wie sich

so eine übliche 24-Stunden-Schicht

bei der Berufsfeuerwehr ab läuft, wur -

de diese an einem Wochenende in der

Feuerwache Moorrege simuliert.

Dienstbeginn um 18 Uhr, Gruppeneinteilung

und Aufgabenverteilung, also

genau genommen Schichtwechsel bei

der (Berufs-)Jugendfeuerwehr Moorrege.

Die imaginäre Schicht darf ihren

wohlverdienten Feierabend antreten

und die 22 Moorreger Jungretter über -

nehmen nun ihrerseits ihre Schicht im

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


24-Stunden-Dienst. Wache und Fahr -

zeuge klarmachen, sowie das Abendessen

vorbereiten standen auf dem

Dienstplan, als zum ersten Mal zum

Einsatz gerufen wurde. Aber nicht für

alle, denn nur die so genannte First-

Responder-Gruppe (Ersthelfer-Gruppe)

wur de alarmiert. Der Rest der Schicht

machte Dienst nach Plan.

Ausbildung und Freizeit wechselten

sich mit dem Sport und einigen Einsätzen,

die viele Aspekte des Feuerwehreinsatzwesens

abdeckten, ab.

Ölspuren mussten beseitigt, Feuer

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Freiwillige Feuerwehr Moorrege

gelöscht, vermisste Personen gesucht

und auch Fehlalarme abgearbeitet

werden.

Die Kids nahmen die doch anstrengenden

24 Stunden sehr positiv auf,

auch wenn einige Jugendfeuerwehr -

leute an ihre persönlichen Grenzen kamen.

Einstimmig wurde bei der Feedback-Runde

beschlossen, dass der

Berufsfeuerwehrtag eine feste Größe

im Terminkalender der Jugendfeuerwehr

werden soll. Viel Arbeit für die

Ausbilder und Planer aber der Spaß

rechtfertigt die zusätzliche Arbeit.

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21


Gemeinschaftsübung mit den

Jugendwehren Holm und Wedel

Die Jugendfeuerwehren Moorrege,

Holm und Wedel und die Ju gend -

grup pe des DRK Pinneberg trafen

sich am 14.04.2007 an der Feuer -

wache Moor rege, um gemeinsam

einen Dienst zu gestalten und dabei

die Kameradschaft zu pflegen. Die

Verant wort lichen hatten sich für

diesen Tag eine Überraschung aus -

ge dacht. Eine groß angelegte Ge -

mein schaftsübung sollte der Höhepunkt

dies Treffens werden von der

die Jungretter nichts wussten.

Die Ausbildung der Jugendfeuer -

wehr leute zielte aber auf die Übung

ab, denn das frisch gelehrte, sollte

bei der Übung natürlich zur Anwendung

kommen. So wurden die Ju -

gend lichen im Umgang mit ihrem

Hand werkszeug wie Schläuchen,

Strahl rohren und dem Aufbau von

einer Versorgungsleitung zum Lösch -

fahr zeug geschult. Ein anderer

Ausbildungsteil zielte auf die Erst ver -

sor gung der Verletzten an einer Ein -

satz stelle ab und so wurde den Kameraden

die Erste Hilfe und der

Umgang mit Verbandszeug nahe gebracht.

Im dritten Teil der Aus -

bildung erhielten die Jugendlichen

eine Einweisung im Umgang mit

schwerem Atemschutz, allerdings

nur in si mu lierter Form, d.h. statt der

schweren Atemschutzgeräte wur den

Nachbauten verwendet. Eben so wurden

die eingesetzten Atemschutzmasken

für die Jugendfeuerwehr-

22

Ausbildung um gearbeitet. Nach der

dreistün di gen Ausbildung gab es erst

einmal eine kleine Pause zur Stär -

kung.

Gegen 14 Uhr alarmierte die Leit -

stelle West die anwesenden Jugendfeuerwehren.

Gemeldet wurde eine

starke Rauchentwicklung im neuen

Anbau der Grundschule Moorrege,

mehrere Menschenleben seien in

Ge fahr. Die Jungretter aus Moorrege

übernahmen mit der Besatzung des

ersten Löschfahrzeuges den Erstangriff

und gingen zur Menschen ret -

tung in das mit Theaternebel stark

ver qualm te Gebäude über. Das zwei -

te Löschfahrzeug über nahm den

Lösch angriff von außen. Die Jugend-

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feuerwehr Wedel erhielt den Auftrag

über den Schul hof anzugreifen und

über den Ein gang ebenfalls zur Menschenrettung

vor zugehen. Die Besatzung

des Wedeler Fahrzeuges

baute hierbei eine Wasser ver sor -

gung von der Amtsstrasse her auf.

Die Jugendfeuerwehr Holm übernahm

die Versor gung des Moor reger

Erstangriffs mit Wasser und unterstützte

dann die Kameraden mit

einem ei genem Angriff zum Schutz

der nicht betroffenen Gebäudeteile.

Das mit alar mier te Jugendrotkreuz

Pinne berg, das die „Opfer“ dieser

Übung täu schend echt geschminkt

hatte, richtete eine Verletzten sam -

mel stelle ein und über nahm die wei -

tere Betreuung der Verletzten. Im

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Freiwillige Feuerwehr Moorrege

wei teren Einsatz ver lauf machte sich

der Moorreger Bürgermeister ein

Bild von den Fähig keiten der Jugendwehren

und packte tatkräftig

beim „Erhalt“ sei ner Grundschule

mit an. Nach einer Dreiviertelstunde

kon nte „Feuer aus“ gemeldet wer -

den, alle Ver letz ten waren versorgt

und das Übungs areal konnte wieder

auf ge räumt werden.

Nach erfolgreicher Beendigung der

Übung hatten sich alle Beteiligten

nun eine Stärkung verdient. Mit

gegrillter Wurst, Salaten und Brot

und kühler Getränke wur de das En -

de des Gemeinschaftsdienstes zu

einem gemütlichen Aus klang gebracht.

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23


24

20 JAHRE

Jugendfeuerwehr

Appen

Zeltlager der Jugendfeuerwehren haben

im Kreis Pinneberg seit über 40

Jah r en Tradition. In den ersten Jah ren

waren die Jugendfeuerwehren na -

türlich noch nicht so verbreitet wie

heute. So kamen zum ersten Zelt lager

zum 10jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr

Moorrege im Jahre 1969

gerade einmal 100 Teilnehmer.

In diesem Jahr sind knapp 1.000 Teilnehmer

aus 37 Jugendfeuerwehren

für das Pfingstzeltlager angemeldet.

Für die Organisation reichen die Kräf te

einer Feuerwehr bei dieser Größenordnung

nicht mehr aus. So unterstützen

uns die Kameraden aus Appen bei

der Planung und Durchführung. Mehr

als 9 Mahlzeiten müssen für die Teilnehmer

geplant, Notfallpläne erstellt

und auch Wettkämpfe organisiert werden.

Das Zeltlager ist eine riesige logistische

Meister leis tung, die nicht nur

allein durch Feuerwehrkameraden bewältigt

werden kann.

Auf die Jugendfeuerwehrleute wartet

vier Tage viel Spaß, Teamwork, Wettkämpfe

und Kontakte mit anderen

Jung rettern. Nach der Ankunft, dem

Zeltaufbau und der Eröffnung des

Zeltlagers am Freitag beginnt das Lagerleben.

Viele Jugendliche haben sich

ein Jahr lang nicht gesehen und freuen

Pfingstzeltlager 2009

50 JAHRE

Jugendfeuerwehr

Moorrege

sich nun auf das Wiedersehen und auf

die kommenden Ereignisse. Am Samstag

wird erst gut gefrühstückt, bevor

es zu den Wettkämpfen geht.

Ein Orientierungsmarsch steht durch

das Moorreger Ge meindegebiet an. Auf

dem rich tigen Weg zu bleiben und

dabei die einzelnen Stationen mit

Wettkämpfen anzulaufen ist hierbei

das Ziel. Am Abend kann dann die

noch vorhandene Energie bei einer Disco

ausgenutzt werden. Am Son ntag

gibt es ebenfalls Wettkämpfe, diesmal

im Zeltlager. Am Nachmittag stürmen

dann die Besucher und El tern das Zeltlager,

um ihre Schütz linge „in Action“

zu sehen. Am Mon tag ist dann schon

fast alles wieder zu Ende. Nach dem

Zeltabbau und der Siegerehrung fah -

ren alle wieder nach Hause. Verabschiedet

wird sich traditionell mit Martinshorn

bei der Abfahrt. Man sieht sich

in 361 Tagen bei nächsten Pfingstzeltlager

in Borstel-Hohen ra den wieder.

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Wie alles begann

Feuerwehr Moorrege

wie alles begann

Bereits in den letzten Jahren des 19.

Jahrhundert taucht in den Geschichtsbüchern

eine Brandwehr Moorrege auf.

Über die Gründung einer Brandwehr in

Moorrege ist leider nichts genaues

überliefert. Bekannt ist nur, dass Wehrführer

Matthias Maack das Amt des

Wehrführers im Jahre 1893 übernahm.

Die Brandwehr wurde im Jahre 1920

zu einer Pflichtfeuerwehr umge wan -

delt. Der Löschzug Moorrege gehörte

bis 1934 zur Feuerwehr Uetersen.

Am 9. Februar 1934 wurde in Rüters

Gasthof (später „Waldeslust“) vom da -

maligen Bürgermeister Johannes

Klein wort die Gründungsver samm lung

zur Freiwilligen Feuerwehr Moorrege

einberufen. Die 24 aktiven Mitglieder

wählten Hinrich Stahl zum ers ten

Wehr führer der Freiwilligen Feuer wehr

Moorrege. Zu seinem Stell vertreter

wurde Wilhelm Behnke gewählt.

Bereits im Jahre 1935 wurde das erste

Fahrzeug für die Moorreger Feuerwehr

angeschafft. Es war ein gebrauchter

„Adler“, der die alte Handdruckspitze

26

mit einer Pumpleistung von 400 Litern

in der Minute ablöste.

Ein Jahr später wurde mit dem Bau

eines neuen Gerätehauses an der We -

deler Chaussee – Ecke Grothar begonnen.

Die neue Unterkunft der Ka -

me raden wurde größtenteils durch

Ei gen leistung aufgebaut. Das alte

Spitzen haus an der Klinkerstraße -

Ecke Bergstraße war einfach zu klein

geworden.

Während des Zweiten Weltkrieges unterstützte

die Moorreger Feuerwehr

mit einer Löschhilfe die Kameraden

aus Hamburg beim schweren Luftangriff

der Alliierten Truppen.

Im Jahr 1946 wurde der bisher stellvertretende

Wehrführer Wilhelm

Behn ke zum Wehrführer gewählt. Er

setzte sich stark dafür ein, dass das

Feuerwachengrundstück durch die

stei gende Wohnbebauung nicht verkleinert

wurde. Als neuer Stellver tre -

ter wurde Klaus Timm gewählt.

1950 konnte ein neues Fahrzeug die

Moorreger Feuerwehr unterstützen. Es

war ein Löschgruppenfahrzeug (LF8)

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


auf einem Opel Blitz. Zusammen mit

dem Tragkraftspritzenanhänger (TSA)

war die freiwillige Feuerwehr Moor -

rege bereits recht schlagkräftig.

Für den weit entfernten Ortsteil Klevendeich

wurde im Januar 1956 eine

eigene Löschgruppe gegründet werden.

Neun Kameraden stellten frei -

willig den Brandschutz ihres Ortsteils

sicher. Nach wenigen Monaten mit einer

Handruckspritze (400l/min) kon -

nte ein gebrauchter Anhänger mit

einer Tragkraftspitze 6 (TSA) der Feuerwehr

Herzhorn erworben werden.

Dieser musste 12 Jahre lang zu jeder

Übung und zu jedem Einsatz mit

einem Trecker zum Einsatzort gezogen

werden. Die Unterbringung der Materialien

war in einer Wellblechgarage

gesichert.

Zwei Jahre später wurde der stellvertretende

Wehrführer Klaus Timm von

Karl Amtage abgelöst.

Die Jugendfeuerwehr Moorrege wurde

1959 gegründet und war damit erste

im Kreis Pinneberg im südlichen

Schles wig-Holstein.

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Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Am 23. Februar 1961 wurde der Spielmannszug

von 15 musikalischen Feuerwehrkameraden

gegründet.

1964 wurde der bisherige stellvertretende

Wehrführer Karl Amtage zum

Wehrführer gewählt. Sein Amt übernahm

Willi Stahl.

Für die Löschgruppe Klevendeich wurde

1968 ein neues Gerätehaus am

Moorreger Deich gebaut und ein gebrauchter

VW-Transporter zum TSF

(Tragkraftspritzenfahrzeug) umgebaut.

Als Nachfolger für den alten Opel Blitz

(LF8) konnte 1969 ein neues Löschgruppenfahrzeug

in Dienst gestellt

werden. Die Firma Bachert baute auf

einem Mercedes L408 ein 6,5 Tonnen

schweres LF 8 mit einer Vorbaupumpe

und einer Tragkraftspitze. Beide Pumpen

hatten eine Förderleistung von je

800 Litern in der Minute. Das Fahr -

zeug hatte überwiegend Geräte zur

Brandbekämpfung an Bord.

Im Folgejahr wurde Werner Gerlach

zum Wehrführer und Hans Böttcher

zum stellvertretenden Wehrführer ge-

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wählt. Ebenfalls im Jahr 1970 konnte

ein neues TSF für die Löschgruppe

Klevendeich in Dienst gestellt werden.

Der 1.500 Kilogramm schwere Ford

Tran sit transportierte die Tragkraftspitze

8/8 (800 l/min Förderleistung)

sowie alle notwendigen Materialien für

einen Löschangriff.

Im Jahre 1972 wurde die Leistungsplakette

in Silber erreicht.

Das Jahr 1973 ging in die Geschichte

der Feuerwehr ein. Gleich drei Brände

erforderten das ganze Können der

Moorreger Wehr. Auf dem Hof von Wilhelm

Eggers war auf dem Heuboden

ein Schwelbrand ausgebrochen. Im

Inneren herrschten Temperaturen

über 100° C. Ein offenes Feuer konnte

durch das Vorgehen der Einsatzkräfte

verhindert werden und das Gebäude

dadurch erhalten werden.

Zwei Großfeuer innerhalb von 28

Stunden hielten die Moorreger Einsatzkräfte

Ende August in Atem. Das

Bauernhaus von Hermann Lötje in

Klevendeich und die Scheune von Jürgen

Beckmann neben der Gaststätte

Waldeslust wurden ein Raub der Flam-

28

BAUUNTERNEHMUNG

men und brannten bis auf die Grundmauern

nieder.

In dem einsatzreichsten Einsatzjahr

nach dem Weltkrieg konnte die Moorreger

Feuerwehr Sachwerte in Höhe

von 1 Mio. DM erhalten und schützen.

Am 16.03.1974 konnte der Neubau

der Feuerwache eingeweiht werden.

Die neue Wache verfügte über drei

Fahrzeugstellplätze, einen 90 qm großen

Schulungsraum sowie sanitäre

Anlagen. Der Neubau kostete damals

288.000,- DM.

Im nachfolgenden Jahr konnte Wehrführer

Werner Gerlach ein neues

Löschfahrzeug in Dienst stellen. Das

Löschgruppenfahrzeug LF 16 wurde

von der Firma Magirus in Ulm auf einem

Magirus Deutz 170 D 11 FA Fahrgestell

gebaut. Das 176 PS starke, 21

Tonnen schwere und 130.000 DM

teure Fahrzeug verfügte über eine eingebaute

Kreiselpumpe, die pro Minute

1.600 Liter fördern konnte. Das LF 16

war das erste Fahrzeug der Moorreger

Feuerwehr mit einem Löschwassertank.

Die 1.600 Liter Wasser konnten

für den Erstangriff sofort nach Ankunft

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am Einsatzort genutzt werden. Das

Fahrzeug verfügte neben dem Material

für die Brandbekämpfung auch über

Material für die technische Hilfeleistung.

Das neue Fahrzeug konnte wenige

Tage nach Indienststellung seine Fähigkeiten

beim Brand des Maschinenschuppens

von Claus Stahl unter Beweis

stellen.

Die Sturmflut 1976 war die Generalprobe

der Feuerwehren. Die Moor -

reger Kameraden waren im Januar 14

Tage rund um die Uhr mit 67 Kameraden

im Einsatz. In 9.906 Einsatzstunden

wurden 150 Personen evakuiert

und Deiche gesichert... Insgesamt

wur den mit den Einsatzfahrzeugen

über 3.200 Kilometer gefahren.

Brand Heister Diele (aus UeNa)

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Im Februar 1978 mußten die Kameraden

nach Heist ausrücken. Dort bran -

nte das Lokal „Heister Diele“ in voller

Ausdehnung. Die Gefahr bei diesem

Einsatz ging nicht nur vom Feuer aus.

Bei minus 15°C gefror das Lösch -

wasser sofort und verzauberte die Einsatzstelle

zu einer großen Eisbahn.

Anlässlich des 20 jährigen Bestehens

der Jugendfeuerwehr Moorrege im

Jahr 1979 wurde ein Zeltlager an der

Grundschule mit 228 Teilnehmern

aus neun Jugendfeuerwehren ausgerichtet.

Im gleichen Jahr mussten die Kameraden

in den Moorkamp ausrücken. Dort

war es in einer Wohnung zu einer Explosion

eines Ofens gekommen.

29


1982 musste die Feuerwehr Moorrege

die Kameraden aus Uetersen beim

Brand des Reifenlagers Paul Wendt

und beim Großbrand der Holz hand -

lung Feuerschütz unterstützen. Dort

waren das Holzlager und das Säge -

werk in Brand geraten und teilweise

explodiert.

Oft wurde an der Sporthalle An’n Himmelsbarg

geübt. Im Jahre 1983 musste

die Moorreger Feuerwehr zum Restaurant

ausrücken. Leider nicht wie der für

eine Übung, sondern für den Ernstfall.

Ein technischer Defekt hatte zu einem

Brand des Aufenthaltsraumes geführt.

Im August des Jahres mussten die Kameraden

zu einem Einsatz bei der Bäkkerei

Bahner in die Wedeler Chaussee

ausrücken. Dort wurde durch ein Großfeuer

die bekannte Bäckerei zerstört.

Im Jahr 1984 konnte das Doppeljubiläum

50 Jahre Freiwillige Feuerwehr

und 25 Jahre Jugendfeuerwehr Moorrege

gebührend gefeiert werden. So

wurden ein Feuerwehrmarsch mit den

Nachbarwehren und eine Jugenddisco

im Freibad veranstaltet. Die Jubiläumswoche

begann mit einem großen

Empfang an der Feuerwache. Am

nächsten Tag ging es mit einem Blaskapellen-Konzert

der Feuerwehren

weiter. Am Samstag wurde das Spiel

ohne Grenzen mit allen Jugendfeuerwehren

aus dem Kreis Pinneberg und

abends der große Feuerwehrball in der

Festhalle An’n Himmelsbarg veranstaltet.

Am Sonntag trafen sich dann alle

Feuerwehren und Spielmannszüge des

Kreises Pinneberg zum ersten Kreis-

30

feuerwehrtag in Moorrege. Am Nachmittag

rückten dann die Pinneberger

Jugendfeuerwehren zu einem gemeinsamen

Brandmanöver aus. Am Mon tag

konnten die Jubiläumsveranstal tun gen

mit dem großen Laternen umzug ausklingen.

Nach dem Jubiläumsjahr konnte 1985

ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8

in Dienst gestellt. Das Fahrzeug wurde

von Iveco Margius für rund 110.000 DM

gebaut und verfügt über die eine Vorbaupumpe

und eine Tragkraftspritze.

Das Fahrzeug verfügt über eine kom -

plette Ausrüstung für den Löschangriff.

Im folgenden Jahr konnte ein hydraulischer

Rettungssatz angeschafft werden.

Die Rettungsschere und der Hydraulikspreizer

helfen den Kameraden

bei Verkehrsunfällen eingeklemmte

Per sonen schneller und patientengerechter

aus den Unfallfahrzeugen zu

befreien.

Am 10. September 1987 gründete

sich der Musikzug Moorrege e.V. Dieser

wurde von vielen ehemaligen Mitgliedern

des Feuerwehr-Spielmannszuges

Moorrege ins Leben gerufen, da

es zwischen der Wehrführung und

Spielmannszug zu großen Unstimmigkeiten

gekommen war.

Im August 1989 wurde die kleine Gemeinde

Heist durch eine mysteriöse

Brandserie in Atem gehalten. Mehrere

Gebäude, darunter Bauernhöfe, Viehställe

und Lagerhallen, gingen in

Flammen auf. Eine Frau konnte da -

nach als Brandstifterin festgenommen

werden. Im Winter 1989 konnte ein

neues Fahrzeug für die Löschgruppe

Klevendeich in Dienst gestellt werden.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Das neue, rund 100.000 DM teure

Tragkraftspitzenfahrzeug auf Basis eines

Ford Transit ersetzte den 20 Jahre

alten Ford Transit der Löschgruppe.

Das neue Fahrzeug ist mit einer Tragkraftspitze

und allen notwendigen Materialien

für einen Löschangriff ausgestattet.

Im Oktober 1990 forderte ein schweres

Busunglück zwischen Appen und

Moorrege acht zum Teil Schwerverletzte.

Ebenfalls im Oktober mussten

die Kameraden zu der Teppichreinigung

„Teppo“ in die Straße „Am

Schloß“ ausrücken. Dort war nach einer

Explosion die Wasch- und Trock -

enhalle für Teppiche in Brand geraten.

Der November 1991 stand im Zeichen

der Hilfe für Russland. Kreisbrandmei-

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

ster Gerhard Duwe rief zu Spenden

gut erhaltener Winterbekleidung auf.

Auch die Moorreger Feuerwehrkameraden

spendeten warme Decken und

Bekleidung, die dann in einem Konvoi

nach Russland gebracht wurden. Im

diesem Monat mußten die Kameraden

auch ein Reetdachhaus in der Kirchenstraße

löschen. Sie konnten nicht verhindern,

dass das Haus bis auf die

Grundmauern niederbrannte. Eine

Brand stiftung konnte nicht ausgeschlossen

werden.

Bei der Jahreshauptversammlung

1993 wurde Wolfgang Bolt zum neuen

Wehrführer gewählt. Werner Gerlach,

der die Wehr seit 1970 geführt hatte,

kandidierte nicht wieder.

(Fortsetzung Seite 34)

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1. Reihe sitzend; (vo

Gunnar Böttcher (JF); Norman Böttcher (JF); Andre Grünefeldt (JF); Alexandr

Herbert Schmidtpott; Klaus Rechter; Olaf Semmelman; Georg Plettenberg (stellv Bür

Werner Gerlach; Hans Böttcher; Claus Stahl; Dieter Grießhammer; Hans-Heinr

Gina Weinberg (JF); Ra

2. Re

Christian Höge (JF); Jan Sudeck; Uwe Stahl; Klaus Semmelmann; Manfred Oltersdo

Udo Kock; Wolfgang Bolt; Harald Hübner; Nico Amtage; Jürgen Suhl; Torben S

3. Re

Cedric Uhlemann (JF); Torsten Grünefeldt; Detlef Müller; Annchristin Ehlers;

Sören Weinberg; Florian Plehn; Alexander Ko

4. Re

Florian Zühlke; Dennis Sollbau; Sven Müller; Matthias Kruse; Florian Strehl; Th

Nicht auf

Johannes Baumgarten; Björn Behlau (JF); Heinrich Bornholdt; Sebastian Cranz; Otto

Stefan Kleinwort, Henning Kleinwort; Johann Kleinwort; Hans Heinrich Meyn; Dennis M

Manfred Schütt; Henning Sudeck; Christian Vietheer; Ale

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


n link nach rechts)

a Hübner (JF); Alexander Scholz (JF); Johann Baumgarten; Peter Kleinwort;

germeister); Sven Heitmann; Karl-Heinz Weinberg (Bürgermeister); Werner Hübner;

ich Kock; Helena Weinberg (JF); Marco Semmelmann (JF); Imke Mierisch (JF);

faela Gradulewski(JF)

ihe

rf; Heiko Bolt; Timo Bolt; Hauke Schmidtpott; Christian Böhm; Christian Vietheer;

chalt (JF); Melissa Semmelmann (JF); Jakob Nawrot (JF); Danny Lötzsch (JF)

ihe

Jörg Eggers ; Christian Suhl; Ralf Henning; Kirsten Grünefeldt; Petra Plehn;

ck (JF); Johana Nawrot (JF); Luisa Plehn (JF)

ihe

omas Hoop; Wolfgang Link; Arne Böttcher; Werner Mierisch, Christian Woßnik

dem Bild

von Döhren; Werner Inselmann; Heiner Jagemann; Arnold Johansen; Patrick Kellin;

ünch; Heinrich Münch; Maik Niedworok; Anna-Lehna Plehn (JF); Manfred Schreiber;

xander Wiese; Uwe Woßnik; Björn Zippel; Herbert Zippel

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

33


Im Januar 1996 konnte ein neues

Fahrzeug in der Feuerwache begrüßt

werden. Das neue Löschgruppenfahrzeug

LF 16/12 löste das über 20 Jahre

alte LF 16 ab. Die Kosten für das neue

Fahrzeug betrugen 450.000 DM. Zu

den drei tollen Tagen im September

1997 wurde auch ein Tag der offenen

Tür mit vielen Vorfügungen und anderen

Feuerwehrfahrzeugen angeboten.

Im Sommer 1998 startete Wolfgang

Link mit der Brandschutzerziehung in

Kindergärten und Schulen.

Im letzten Jahr des alten Jahr tau -

sends übernahm Sven Heitmann die

Wehrführung von Wolfgang Bolt und

Wolfgang Link die stellvertretende

Wehr führung von Johann Baumgar -

ten, die sich aus beruflichen Gründen

nicht wieder zur Wahl stellten. Zum

Pfingstzeltlager kamen 400 Teilneh -

mer aus 18 Jugendfeuerwehren des

Kreises Pinneberg nach Moorrege.

Zum Jahrtausendwechsel wurden vie -

le schreckliche Szenarien vorausgesagt.

Von totalen Stromausfällen bis

zur Weltuntergangsstimmung war in

den Medien alles zu lesen. Damit im

Fall der Fälle die Hilfe trotzdem

schnell vor Ort ist, stellten einige Kameraden

in der Feuerwache die Bereitschaft

für den Eventualfall sicher.

In den ersten Stunden des neuen Jahres

stellte sich heraus – viel Auf re -

gung im nichts. Es blieb ruhig in

Moor rege.

Am 4 Juli 2000 brannte das Bauernhaus

der Familie Kleinwort bis auf die

Grundmauern nieder. Die rund 120

Feuerwehrleute aus vier Wehren kon -

nten zwar 260 Schweine retten, aller-

34

dings gab es für das Reetdachhaus

keine Rettung mehr - 2 Kinder hatten

auf dem Heuboden gezündelt.

Zu den drei tollen Tagen im Septem -

ber gab es neue Einsatzbekleidung für

die 56 aktiven Kameraden. Die 15

Jahre alten roten Uniformen wurden

gegen neue Nomex-Schutzkleidung

ausgetauscht. Die neue Bekleidung ist

nun schwarz und wesentlich schwerer

entflammbar. Damit investierte der

Bürgermeister die rund 50.000 DM in

einen notwendigen Schutz der Feuerwehrleute.

Doch bevor das Jahr 2000

zu Ende ging, mussten die Moorreger

Kameraden wieder zu einem Großbrand

ausrücken. Die ehemalige Gaststätte

„Zur Drehbrücke“ in Kleven -

deich wurde ein Raub der Flammen.

Die Bewohnerin konnte nur noch tot

aus den Ruinen geborgen werden.

Eines Abends im Spätsommer 2001

gingen in Moorrege, Heist und Appen

plötzlich die Lichter aus und die Meldeempfänger

sprangen an. Was war

passiert? Im Umspannwerk im Lusbusch

war ein Schalter in Brand geraten

und brachte damit das gesamte

Umspannwerk zum Erliegen.

Die Terroranschläge am 11. Sep tem -

ber 2001 auf das World-Trade-Center

in New York berührten auch die Moor -

reger Kameraden. Die drei tollen Tage

wurden daraufhin komplett abgesagt.

Nach Unwettern stand im Juli 2002

die Haseldorfer Marsch unter Wasser.

Die Entwässerungsgräben und Pumpen

konnten die Wassermassen nicht

mehr bewältigen. Drei Tage lang

pump ten über 400 Einsatzkräfte von

Feuerwehren aus dem Kreis Pinne -

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


erg und dem THW die Wasser mas -

sen über den Elb- und Pinnaudeich.

Insgesamt wurden durch 25 Kilo me -

ter verlegte Schläuche 100 000 Liter

Wasser pro Minute befördert. Es war

der größte Einsatz nach der Schneekatastrophe

im Jahre 1979 im Kreis

Pinne berg. Wenige Tage später mus -

ste die Moorreger Wehr wieder zu einem

Pumpeinsatz – diesmal zum

Heist mer Flugplatz ausrücken. Dort

standen die Flugzeughangars kom -

plett unter Wasser. Im November

2004 mussten die Kameraden wieder

zum Heistmer Flugplatz ausrücken.

Diesmal stand das Tower-Restaurant

in Vollbrand und konnte trotz des

Einsatzes von fünf Wehren nicht

mehr ge rettet werden. Der Tower

selbst kon nte geschützt werden, so

dass der Flugverkehr nicht beeinträchtigt

wurde.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Bei der Jahreshauptversammlung im

Januar 2005 stellte sich Wolfgang Link

als stellvertretender Wehrführer nicht

mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wur de

Olaf Semmelmann.

Wenige Tage später musste die Wehr zu

einen Wohnhausbrand in den Moor -

kamp ausrücken. Die Bewohner hatten

noch mal die Kerzen am Tannenbaum

angezündet, doch der trockene Baum

fing sofort Feuer und es breitete sich

auf das gesamte Haus aus. Durch den

starken Sturm war eine effektive

Brand bekämpfung fast unmöglich.

Zwei Jahre später, im Januar 2007,

konnte Bürgermeister Karl-Heinz Wein -

berg nach 6 jähriger Verzöger ung die

Erweiterung der Feuerwache bekannt

geben. Der Anbau hinter der gesamten

Feuerwache beheimatet nun einen Um -

kleideraum, eine (Atemschutz-) Werkstatt

sowie einen Multifunktionsraum.

35


36

Löschgruppe Klevendeich

Im Januar 1956 wurde die Löschgruppe

Klevendeich von neun Bür -

gern aus dem Ortsteil im Lokal „Zur

Drehbrücke“ gegründet. Sie stellten

sich freiwillig zur Sicherung des

Brand schutz es zur Verfügung. An der

Grün dungs ver sam mlung nahmen die

Einwohner des Ortsteils Klevendeich,

Bürgermeister Rechter, Wehrführer

Wilhelm Behnke und Kreisbrandmeister

Tonner teil. Die Gründungsmitglieder

waren Ludwig Meyn, Hermann

Lötje, Werner Inselmann, Hans Heinrich

Meyn, Erwin Wüstenberg, Franz

Wilhelm Heinsohn, Johannes Timm,

Jonny Wulff, Heinrich Pehrs. Hermann

Lötje wurde zum ersten Gruppenführer

der Löschgruppe gewählt.

In den ersten Monaten stand ihnen

nur eine Handdruckspitze mit einer

Leistung von 400 Litern in der Minute

zur Verfügung. Nach wenigen Mo -

naten konnte ein gebrauchter Tragkraftspitzenanhänger

von der Feuerwehr

Herzhorn für 700 Mark für die

Kameraden erworben werden. Bis

zum Jahr 1968 musste der Anhänger

mit einem Trecker zu jeder Übung und

zu jedem Einsatz gezogen werden. In

dem Jahr konnte ein eigenes Fahrzeug

für die Löschgruppe Klevendeich

beschafft werden. Es wurde ein

gebrau chter VW-Transporter zu einem

Tragkraftspritzenfahrzeug umgebaut.

Somit konnten die Kameraden ers -

tmals ohne Hilfsmittel ausrücken. Für

das neue Fahrzeug wurde im gleichen

Jahr auch ein kleines Gerätehaus gebaut.

Die bisher genutzte Wellblechgarage

war zu klein geworden. Zwei

Jahre später wurde ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug

(TSF-T) in Dienst

gestellt werden. Der 1.500 Kilogramm

schwere Ford Transit transportierte die

Tragkraftspitze 8/8 (800 l/min Förderleistung)

sowie alle notwendigen Materialien

für einen Löschangriff. Bei der

Sturmflut 1976 stand Klevendeich 14

Tage unter Wasser. Im Gerätehaus

konnten 70 cm Wasser gemessen wer -

den. Im Jahr 1977 übernahm Er win

Wüstenberg das Amt des Gruppenführers.

Im Winter 1989 konnte ein neues

Fahrzeug für die Löschgruppe Kleven-

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


deich in Dienst gestellt werden. Das

neue, rund 100.000 DM teure Tragkraftspitzenfahrzeug

auf Basis eines

Ford Transit ersetzt den 20 Jahre

alten Ford Transit der Löschgruppe.

Das neue Fahrzeug ist mit einer Tragkraftspitze

und allen notwendigen Materialien

für einen Löschangriff ausgestattet.

Spielmannszug der

Feuerwehr Moorrege

Der Spielmannszug der Freiwilligen

Feuerwehr Moorrege wurde am 23.

Februar 1961 durch 15 musikalische

Feuerwehrkameraden gegründet.

Durch die gute Zusammenarbeit und

Unterstützung des Appener Spiel-

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Freiwillige Feuerwehr Moorrege

mannszuges konnte bereits nach wenigen

Monaten das Können bei der

Hauptübung im September gezeigt

werden. Zwar wurden den Spiel leu -

ten durch die Gemeinde die ersten

Instrumente und Uniformen zur Verfügung

gestellt, aber die Uniformen

mussten die Spielleute aus der ei gen -

en Tasche bezahlen.

Bereits im Juni 1963 durfte der Spielmannszug

der FF Moorrege das Landesfeuerwehrfest

in Neumünster mit

einem Fanfarenmarsch eröffnen. Vor

internationalem Publikum wurde den

Moorreger Musikern die Verdienstspange

in Silber verliehen. Auch die

Jugendarbeit wurde im Spiel manns -

zug groß geschrieben. So wurde eine

eigene Jugendabteilung gegründet.

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In den kommenden Jahren konnte der

Spielmannszug bei diversen Auftrit ten,

Umzügen und Wett kämpfen ihr Kön -

nen unter Beweis stellen.

Nach zahlreichen Jahren mit viel Fleiß

und Erfolg kam im Jahr 1975 eine

Durst strecke für den Moorreger Spielmannszug.

Viele Musiker verließen den

Spielmannszug, zogen in andere Gemeinden

oder wurden zum Bundeswehrdienst

eingezogen. Übrig blie ben

nur noch 12 Spielleute – weniger als

bei der Gründung des Spielmanns -

zuges. Somit musste massiv nach neu -

en Mitgliedern gesucht werden, damit

die Spielleistung wieder zunehmen kon -

nte. In den nächsten Jahren kon nte mit

der Aufnahme von Mädchen und Werbeveranstaltungen

neue Mitglieder geworben

werden.

Zum 20 jährigen Bestehen der Ju gend -

feuerwehr 1979 wurde ein großes Zeltlager

in Moorrege ausgerichtet, an dem

auch die Jugendabteilung des Spielmannszuges

teilnahm. Bereits ein Jahr

später konnten wie der 46 Mitglieder

gezählt werden und so mit die Durststrecke

überwunden werden. Es mach -

te wieder Spaß zu Musizieren und somit

kam auch der Erfolg wieder zurück.

Im 20-jährigen Jubiläumsjahr 1981

wurde gebührend gefeiert und gearbeitet.

Neben den üblichen Übungsaben -

den und Auftritten kamen Übungs aben -

de mit den feuerlöschtechnischen

Ge rä ten dazu. Ebenfalls wurde ein alter

Pferdestall bei E.-H. Stahl zum Clubund

Feierraum umgebaut.

Im Januar 1985 kam es bei der Jahreshauptversammlung

kam es dann zu einem

Eklat, nachdem es zu Unstimmig-

38

keiten zwischen den Spielleuten und

Wehrführer Werner Gerlach gab. Noch

während der Versammlung trat der Vor -

stand des Spiel manns zuges geschlos -

sen zurück. In den folgenden Jahren

gab es weiter Diskussionen um den

Spielmannszug und der Satzung. So

kon nten die nicht in Moorrege wohnhaften

Musiker nicht in die aktive Wehr

auf genommen werden und waren so -

mit bei Versammlungen nicht stimmberechtigt.

Diese Unstimmigkeiten führ -

ten zu zahlreichen Austritten aus dem

Spielmannszug. Damit wurde eine Ära

in der Moorreger Wehr innerhalb von

wenigen Monaten auf einen unschönen

Weg beendet. Im September 1987

wurde der Musikzug Moorrege e.V. von

ehemaligen Spielleuten der Moorreger

Feuerwehr gegründet.

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Moorreger Feuerwehr-Familien

40

Familie Semmelmann

Die Semmelmanns sind Feuerwehr-

Leute seit vier Generationen. Der

Land wirt Rudi Semmelmann trat 1951

in die Feuerwehr Moorrege ein. Aus

gesundheitlichen Gründen mus ste er

den aktiven Dienst 1960 in der Wehr

aufgeben. Der Sohn Klaus Semmelmann

trat 1964 in die Fuß stapfen seines

Vaters und wurde Mitglied in der

Feuerwehr. Klaus wurde nach ein paar

Jahren von seinen Kameraden zum

stell vertretenden Grup penführer und

später zum Gruppenführer gewählt.

Heute macht er seinen Dienst in der

Reservegruppe.

Sohn Olaf trat 1983 in die Jugendfeuerwehr

ein und wurde 1987 in die aktive

Wehr übernommen, Er wurde

bald von den Aktiven zum stellv.

Grup pen führer und später zum Gruppenführer

gewählt. Seit 2005 ist er

unser stellvertretender Wehrführer.

Die Kinder von Olaf Semmelmann,

Melissa und Marco, sind seit 2004

bzw. 2005 Mitglied in der Jugendfeuerwehr.

Beide sind bereit, wie ihre

Vor fahren, Führungsaufgaben zu über -

nehmen. Me lissa war 2008 stell ver tre -

tende Jugendgruppenleiterin, Mar co

über nahm 2009 den Posten eines

Gruppenführers in der Jugendfeuerwehr.

Vater, Mutter, Kind!

Eine besondere Moorreger

Feuerwehr Familie sind die

Grünefeldts

Thorsten Grünefeldt kam 1998 von

der Freiwilligen Feuerwehr Halsten -

bek zu uns. Von 2000 bis Ende 2007

betreute er als Jugendfeuerwehr wart

den Moorreger Feuerwehr nach -

wuchs. Andre wurde 2003 Mitglied

der Jugendwehr. Bei seiner Mutter

Kirsten bedurfte es schon einiger

Überredungskünste bei der Feuer -

wehr mitzumachen. 2006 wurde Kir -

sten nach einem Anwärterjahr als

Feuerwehr frau, nach einem Anwärterjahr,

in die Einsatzabteilung aufgenommen.

Sie ist die erste Frau in unserer

Wehr, die aktiv an Einsätzen

teilnimmt.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


3 tolle Tage, Jugendfeuerwehr,

Spielmannszug = Amtage!

Karl Amtage wurde 1937 Mitglied in

der 1934 gegründeten Freiwilligen

Feuerwehr Moorrege. Nach Wehr dienst

und Kriegsteilnahme war ab 1948 Karl

Amtage eine treibende Kraft in der

Wehr, der sich für Neuerungen ein -

setzt. Ihm ist es zu verdanken, dass

wir unser Feuerwehrfest über 3 Tage

feiern. Das Fest begann 1959 erstmals

im Lokal Waldeslust am Samstag mit

dem Feuerwehrball, sonntags folgte

die Hauptübung mit dem Kommers

und am Montagnachmittag wurde ein

Kindertanz durchgeführt. Die Festtage

endeten am Montagabend mit dem Laternenumzug

und dem Pulloverball. An

allen Tagen war ein kleiner Jahrmarkt

mit Karussell, Wurstbude, Schieß -

stand, Süßwarenstand und Fischbude

auf dem Gelände neben der Wal des -

lust aufgebaut. In diesem Jahr wur de

auch die Jugendfeuerwehr gegründet.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Auch die Gründung des Spielmannszuges

der Feuerwehr Moor rege 1961

geht auf ihn zurück. Karl Amtage wurde

von seinen Kameraden im Laufe

seiner Dienstzeit in folgende Vorstandsämter

gewählt: Kassen wart,

Jugendwart, Gruppenführer, stellvertretender

Wehrführer, Wehrführer und

zuletzt Ehrenwehrführer.

Sein Sohn Thomas ist Gründungsmitglied

der Jugendfeuerwehr, wurde

1967 in die aktive Wehr über nom men.

Thomas Amtage war in unserer Wehr

mehrere Jahre stellv. Geräte wart und

für die Verpflegung der Kameraden in

der Kantine zuständig. Er trat 1978

aus beruflichen Gründen aus der Wehr

aus. Seinen Platz bei den Aktiven hat

ab 2009 sein Sohn Nico übernommen,

nachdem er die Ausbildung in der

Jugend feuer wehr seit seinem 10. Lebensjahr

durch laufen hatte. Nico Amtage

hat die Jugendfeuerwehr mehrere

Jahre als Jugendgruppenleiter geführt.

Einen Namen den jeder kennt!

Heini Kock

41


Eine ganze Generation hat er ge prägt,

unser Heini, gemeint ist Hans Heinrich

Kock. Der langjährige Jugendwart unserer

Jugendfeuerwehr ist in Feuerwehrkreisen

in ganz Deutschland bekannt.

Er trat 1968 in die Wehr ein und

wurde 1972 zum Jugendwart gewählt.

Heini führte die Jugendfeuerwehr als

Jugendwart bis zum Jahr 1986. Sein

Sohn Udo trat 1972 in die Jugendfeuerwehr

ein und wurde 1980 in die Aktive

Wehr übernommen. Udo Kock war

von 2001 bis 2007 stellv. Gruppenführer.

Seine Söhne Christian und Alexander

eiferten ihrem Opa und Vater nach

und wurden Mitglied in der Jugendfeuerwehr,

Christian Kock von 2001 bis

zum Eintritt ins Berufsleben 2006,

dass Ihn aus Moor rege fortführte und

Alexander von 2006 bis heute.

42

Familie Schmidtpott

Zu den Gründungsmitgliedern unser er

Wehr gehörten Adolf und Friedrich

Schmidtpott. Sie waren bis 1960 Mitglieder

der Einsatzabteilung. In die sem

Jahr ist auch Herbert Schmidt pott als

Feuerwehranwärter in die Wehr aufgenommen

worden. Sein Sohn Hauke

trat 1983 in die Jugendfeuerwehr ein

und wurde 1990 in die aktive Wehr

übernommen. Hauke durch lief die

Feuer wehrausbildung bis zur Gruppenführung

und war zeit weise stellvertretender

Jugendwart. Er wurde von seinen

Kameraden zum stellvertretenden

Gruppenführer, später zum Gruppenführer

gewählt und ist heute Mitglied

des Vorstandes der Freiwilligen Feuerwehr

Moorrege. Ein Enkel von Herbert

Schmidtpott, Dan ny Lötsch, ist auch in

derJugendfeuerwehr aktiv.

Familie Böttcher

Hans (Hansi) Böttcher wird seit 1954

im Mitgliedsbuch unserer Wehr ge -

führt. Er war viele Jahre der Stell ver -

tre ter von Wehrführer Werner Gerlach

und ist heute Ehrenmitglied. Sein Sohn

Arne ist seit 1972 dabei, erst in der Jugendfeuerwehr

und ab 1980 bei den

Aktiven. Die Söhne von Arne, Norman

und Gunnar Böttcher, sind heute Mitglieder

der Jugendfeuerwehr.

Familie Sudeck

Im Jahr 1954 trat auch Walter Sudeck

unserer Feuerwehr bei, machte alle erforderlichen

Ausbildungen und wur de

von 1966 bis 1975 zum Gruppenführer

gewählt. Nach Erreichen der Altersgrenze

1980 wurde er in die Ehrenabteilung

verabschiedet. Mit Gründung

der Jugendfeuerwehr 1959 begann

auch für Henning Sudeck das Feuerwehrleben.

Die Jugendfeuerwehr führ -

te er mehrere Jahre als Jugendgruppenleiter.

Mit 18 Jahren wurde er 1967

in die Einsatzabteilung übernommen.

Er durch lief die notwendigen Ausbil-

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


dungen beim Kreis feuer wehr ver band

und an der Landesfeuerwehrschule.

1970 wur de er von seinen Kameraden

zum stellvertretenden Grup pen führer

und zum stellvertretenden Jugendwart

gewählt. Diese Ämter kon nte er leider

nicht lange aus füh ren, da er aus beruflichen

Gründen eine 2 jährige Pau se in

Sachen Feuerwehr machen mus ste. Im

Jahr 1999 wurde Henning zum Gruppenführer

gewählt, nach dem er 2 Jahre

stellv. Gruppenführer der ehemaligen

Gruppe Klevendeich war. Auch nach fast

50 Jahren aktiver Mitgliedschaft in der

Feuerwehr ist er noch als Ausbilder in

der Jugendfeuerwehr tä tig. Sein Sohn

Jan trat als 10jähriger 1992 in die Jugendfeuerwehr

ein und wurde 2000 als

Feuerwehrmann in die Wehr über nom -

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

men. Der Jugendfeuerwehr blieb er wei -

ter hin als Betreuer und später als Aus -

bil der treu. Er wurde 2003 zum stell vertretenden

Jugend wart und 2006 zum

Jugendwart gewählt.

Die Feuerwehrfamilie wäre nicht vollständig,

wenn wir nicht auch Hei di Sudeck

benennen. Sie ist zwar keine aktive

Feuerwehrfrau, jedoch versorgt

sie uns schon lange mit Essen und

Trinken in unserer Kantine.

Familie Woßnik

Werner Woßnik kam 1960 in die Wehr,

in der sein Schwiegervater Klaus Glashoff

schon einige Jahre aktiv war.

Werner Woßnik war jahrelang Stell -

vertreter des Jugendwarts Werner

(Jimmy) Grimm. Sein Sohn Uwe durch -

43


lief die Jugendfeuerwehr von 1962 bis

zur Übernahme in die Wehr, in der er

seit 1987 als Kassenwart im Vorstand

der Feuerwehr Moorrege tä tig ist. Christian,

der Sohn von Uwe Woß nik, trat

1996 in die Jugendfeuerwehr ein und

wurde 2002 in die aktive Wehr als Feuerwehrmann

aufgenommen. 2008 wurde

er zu unserem Pressewart ernannt.

Familie Weinberg

Die Familie Weinberg ist eng mit der

Feuerwehr in Moorrege verbunden. Als

Bürgermeister waren und sind sie die

Dienstherren, so heute Karl Heinz Wein -

berg, wie zuvor schon sein Vater Karl.

Aktive Mitglieder unserer Feuerwehr wur -

den die beiden Söhne von Karl Heinz

Weinberg, André und Sö ren, erst in der

Jugend-, dann in der Ein satz ab teilung.

Andre trat nach mehre ren Jahren aus

beruflichen Grün den aus der Wehr aus.

Sören ist heute Schriftführer. Die Töch -

ter von Sören sind auch aktiv in der Jugenfeuerwehr.

Helena wurde zur stellv.

Jugendgruppenleiterin und Gruppenführerin

gewählt, nachdem sie zu vor

das Amt der Schriftwartin inne hatte.

Das Amt des Schriftwarts blieb in der

Familie, gewählt wurde Gina Weinberg.

44

Familie Plehn > Mutter und Kinder

Auch das gibt es bei uns: Von einer

sechsköpfigen Familie sind 4 Mitglie -

der unserer Feuerwehr: Mutter, Sohn

und 2 Töchter. Nachdem die Töchter

Anna-Lena und Luisa in die Jugendfeuerwehr

eingetreten waren, musste

Mutter Petra auch dabei sein. Sie trat

2006 in die Wehr ein. Nach dem Anwärterjahr

und der notwendigen Ausbildung

ist Petra Plehn heute aktive

Feuerwehrfrau, die in der Jugendfeuerwehr

auch als Betreuerin und Ausbilderin

tätig ist. Sohn Florian wollte

dem nicht nachstehen. Er machte

2008 sein Anwärter jahr und wurde auf

der Jahreshauptversammlung 2009

als Feuerwehr mann übernommen.

Zu Moorreger Feuerwehr-Familien

Es gibt noch zwei weitere Familien, die

bereits in der 3. Generation Mitglied in

der Moorreger Feuerwehr sind. In der

Fa milie Johann Kleinwort (Ehren mit -

glied) sind sein Sohn Peter und dessen

Sohn Stefan Mitglieder der Einsatzabteilung.

Aus Familie Hübner ist Ha rald

aktiver Feuerwehrmann, Tochter Alexandra

ist Mitglied in der Jugendfeuerwehr

und Haralds Vater Hans-Werner

seit Erreichung des 65. Lebensjahr Ehrenmitglied

unserer Feuerwehr.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Seit 30 Jahren: Frauen

in der Moorreger Feuerwehr

Die erste Frau, die in die Moorreger

Feuerwehr durch Beschluss der Mitgliederversammlung

als ordentliches

Mitglied aufgenommen wurde, war

1979 Angelika Paasch. Weitere Frau en

wurden in den folgenden Jahren in die

Wehr aufgenommen und waren aber

nur im Spielmannszug aktiv.

Die erste Frau in den Reihen der aktiven

Brandbekämpfer ist Kirsten Grünefeldt.

Sie trat 2006 als Anwärterin in

die Wehr ein. Als Feuerwehrfrau wur -

de sie auf der Jahreshauptversammlung

2006 in die Einsatzab tei lung über -

nommen. Nach Truppmann-, Funkund

Maschi nis tenausbildung wur de

Kirsten 2007 zur Oberfeuerwehrfrau

befördert.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Frauen an den (Brand) Herd

Nach 7 Jahren in der Jugendfeuer wehr

wur de Annchristin Ehlers 2007 in die

Einsatzabteilung übernommen. Der

Jugendfeuerwehr bleibt sie weiterhin

als Ausbilderin treu.

Dritte Frau im Bunde ist Petra Plehn.

Nach ihrem Anwärterjahr 2006 und

der notwendigen Ausbildung wurde

Petra auf dem Kommers unserer

Haupt übung 2008 zur Oberfeuerwehrfrau

be fördert.

45


Die Feuerwehr Moorrege heute

Die Feuerwehr Moorrege besteht zurzeit

aus 56 aktiven Kameraden, da von

3 Frauen. Diese sind in drei Gruppen

sowie die Reservegruppe aufgeteilt.

15 Kameraden haben ihren ak tiven

Dienst aufgrund ihres Alters bereits

beendet und sind nun in der Ehrenabteilung.

Aus- und Weiterbildung

An jedem ersten Montag im Monat findet

ein Dienstabend mit der gesamten

Wehr statt. An den darauffolgenden

Montagen werden einzelne Gruppendienste

durchgeführt. Auf den Dien s -

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46

NOTRUF retten · löschen · bergen · schützen

)112

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ten bilden sich die Kameraden weiter

und frischen ihr Wissen für den Ernstfall

auf. Bei Übungen von März bis Oktober

wird das Know-how in der Praxis

umgesetzt.

Vom Laien bis zum komplett ausgebildeten

Feuerwehrmann vergehen in

der Regel 2-3 Jahre. Neun Lehrgänge

sind auf Kreisebene an der Kreisfeuerwehrzentrale

in Tornesch-Ahrenlohe zu

absolvieren. Aber auch dann hat ein

Feuerwehrmann nicht ausgelernt. Regelmäßige

Schulungen nach neu ster

Erfahrung, zum Beispiel im Be reich der

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technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen,

sind unerlässlich. Man

lernt nie aus...

So wird traditionell der Dienst im Februar

der Ersten Hilfe gewidmet. Zusammen

mit den Kollegen von der Johanniter

Unfallhilfe werden stabile

Seitenlage, Reanimationen aber auch

einfache Verbände geübt.

Aber auch die „eigentliche“ Aufgabe –

das Feuerlöschen - darf nicht außer

Acht gelassen werden. So entstehen

bei einem Wohnungsbrand bis zu

1.000 Grad Celsius. Bei einer falschen

Löschtaktik können sich selbst Feuerwehrleute

mit Schutzkleidung starke

Verletzungen zuziehen. In sogenan n -

ten Brandübungsanlagen werden in einem

40-Fuß-Container mehrere Holz -

stapel in Brand gesteckt und somit ein

Wohnungsbrand nach gestellt. Die

Moor reger Feuerwehr fährt dafür regelmäßig

zu der Werkfeuerwehr Bayer

nach Brunsbüttel, um den richtigen

Um gang mit den Löschmitteln zu üben.

Brandschutzerziehung

Die Brandverhütung fängt schon im

frühen Kindesalter an. So kümmert

sich der Kamerad Wolfgang Link regelmäßig

um unsere Kleinsten im Dorf. Er

be sucht regelmäßig zusammen mit ein

paar Kameraden die Moorreger Kindergärten

und Schulen. „Wie entsteht ein

Feuer und was muss ich tun, wenn ein

Notfall eintritt?“, das sind die Fragen,

auf die unser Brandschutzerzieher den

Kindern mit viel Spiel und Spaß antwortet.

So ist es um so wichtiger, dass

den Kindern die Angst vor den

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

„schwar zen Männern“ verlieren und

sich bei einem Ernstfall nicht ver -

stecken und gerettet werden können.

Einsätze

Das Einsatzaufkommen der letzten

Jahre liegt zwischen 20 und 30 Einsätzen

im Jahr. Auffällig ist allerdings der

Rückgang der Feuer-Einsätze. So war

zum Beispiel im Jahr 2007 kein einziges

Feuer in Moorrege zu löschen. Im

letzten Jahr waren nur ein Viertel der

Einsätze mit Feuer verbunden. Alle

restlichen Einsätze waren technische

Hilfeleistungen vom Verkehrsunfall

über Ölspuren bis hin zu Türöf fnun -

gen. Für Einsätze die tagsüber zu bewältigen

sind, kommen auf die Feuerwehren

immer größere Probleme zu.

Die meisten Kameraden arbeiten nicht

im Ort oder können den Arbeitsplatz

nicht spontan verlassen. So sind wir

am Tage auf die Unterstützung von

den Nachbarwehren aus Heist und Uetersen

tagsüber angewiesen.

47


Feuerwache

Auch wenn die Moorreger Feuerwehr

in diesem Jahr ihr 75 jähriges Be -

stehen feiert, ist die Feuerwache „nur“

35 Jahre alt. Angefangen hat alles mit

einem kleinen Geräteschuppen an der

Klinkerstraße gegenüber der Kastanienallee.

1936 wurde ein Gerätehaus

an der Ecke der Wedeler Chaussee und

Grothar gebaut. Es hatte zwei Stellplätze

für die damaligen Fahrzeuge.

Im Laufe der Zeit wurden die Feuerwehrfahrzeuge

immer größer, so dass

eine neue Feuerwache nebenan ge -

baut werden musste. Allerdings entsprach

die Wache bis vor zwei Jahren

auch nicht mehr den Sicherheitsanforderungen

der Feuerwehrunfallkasse,

sodass ein Anbau auf der gesamten

Länge entstand. Dort sind nun neue

Werkstätten und Lagerräume sowie

eine Umkleide mit der Einsatzschutzkleidung

untergebracht.

Fahrzeuge

Der Feuerwehr begegnen an den Einsatzstellen

immer wieder neue Herausforderungen.

So müssen auch die

Fahrzeuge mit umfangreichem Ma teri

al ausgestattet sein. Die Moor re ger

Kameraden können zurzeit auf drei

Einsatzfahrzeuge zurückgreifen.

48

Das größte Fahrzeug ist das LF 16/12.

Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich

ein Löschgruppenfahrzeug mit einer

Pumpenleistung von 1.600 Liter in der

Minute sowie einen Löschwassertank

von mindestens 1.200 Litern. Unser

Fahrzeug ist sogar mit 1.600 Litern

Wasser ausgestattet und verfügt über

eine Ausstattung zur Brandbekämpfung

und zur technischen Hilfeleistung

So ist z.B. ein Rettungssatz Schere

und Spreizer für einen Verkehrsunfall,

sowie umfangreiches Beleuchtungsmaterial

an Bord. Aber auch eine Kettensäge

und Ölbindemittel sind im

Fahrzeug zu finden. Im Mannschaftsraum

können sich bereits zwei Kameraden

auf der Anfahrt zum Einsatzort

mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten

ausrüsten. Zwei weitere

Press luftatmer sind in den Geräteräumen

verlastet. Für luftige Einsätze z.B.

auf dem Dach ist eine Absturz sicher -

ung ebenfalls vorhanden. Durch die

umfangreiche Ausstattung dieses Fahr -

zeuges ist es erste Fahrzeug, welches

bei einem Einsatz ausrückt.

Das LF 8 ist bereits 24 Jahre alt und

damit das älteste Fahrzeug der Moorreger

Wehr. Es verfügt nicht über ein -

en Löschwassertank, dafür transportiert

es eine Tragkraftspitze (tragbare

Pumpe) und hat eine Vorbaupumpe.

Das Fahrzeug ist vorwiegend für den

Löschangriff konzipiert wor den, transportiert

aber auch Materialien für die

technische Hilfeleistung. In den Geräteräumen

findet man neben Ölbindemittel

auch einen Hochdrucklüfter und

einen Satz Hebekissen, mit denen

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


schwere Objekte angehoben werden

können, um z.B. eingeklemmte Personen

zu befreien.

Das kleinste Fahrzeug versteckt sich

hinter der Abkürzung TSF. Das Tragkraftspitzenfahrzeug

ist auf einen Ford

Transit aufgebaut und transportiert

eine Tragkraftspitze. Es ist ein reines

Fahrzeug zur Brandbe kämpf ung und

dient als Ausbildungsfahr zeug für die

Jugendfeuerwehr. Es ist allerdings

auch das einzige Fahrzeug, dass mit

der Führerscheinklasse B (PKW) gefahren

werden kann. In diesem Sommer

wird das 20 Jahre alte Fahrzeug

durch ein LF 10/6 ersetzt.

Das LF 10/6 ist Löschgruppen fahr zeug

laut Norm der Nachfolger vom LF 8. Es

kann sich aber gut als kleiner Bruder

zum LF 16 zeigen. Es wird über einen

1.000 Liter Wassertank sowie Materialien

zur technischen Hilfeleistung verfügen.

Das Fahrzeug wird auf einem

Allrad-Fahrgestell auf gebaut.

Ein weitere Neuzugang ist zurzeit in der

Planungsphase. Die Jugendfeuerwehr

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

hat zusammen mit der aktiven Wehr im

vergangen Jahr erfolgreich Spenden

gesammelt, um sich den Traum eines

eigenen Mannschaftstransporters zu

erfüllen. Die Un ter stütz ung der Moorreger

Bürger bei der Aktion „Hier fehlt

doch was“ war so überwältigend, dass

die Planungen sich in Richtung eines fabrikneuen

Fahrzeuges orientieren.

Sport

Neben der fachlichen Ausbildung ist

die körperliche Fitnessanforderung bei

Einsätzen nicht zu unterschätzen. So

stellen die Kameraden ihre Leistung

beim Börtebootrennen vor Helgoland

unter Beweis. Nachdem die letzten Tagesgäste

wieder von der Insel abgereist

sind, werden die Ruder herausgeholt

und die schweren Börteboote

zum Rennen startklar gemacht.

Aber nicht nur Rudern können die Kameraden.

Auch im Bereich Fußball

sind die Sportler erfolgreich. Zusammen

mit den Kollegen aus Tornesch-

Ahrenlohe werden auf den Fußballturnieren

in Tornesch und Seester fast

regelmäßig die Siegerplätze belegt.

49


Besondere Einsätze

Einsatz - Brennt 300 Jahre

altes Reetdachhaus

Alarmierung:

26.04.2005 - 19:54

Vollalarm Feuerwehr Moorrege +

Feuerwehr Heist +

später Feuerwehr Uetersen

Stichwort:

Feuer f3y - Brennt Reetdachhaus -

Menschenleben in Gefahr

Einsatzort:

Moorrege, Klinkerstrasse

300 Jahre altes Reetdachhaus geret -

tet - Massiver Wassereinsatz stoppt

Feuer auf Bauernhof

Der Brand im Dachbereich des um

1700 erbauten und im Jahr 2000

grund renovierten Gebäudes war um

19.54 Uhr gemeldet worden. Die

Integrierte Regionalleitstelle in

Elms horn alarmierte die Feuerwehren

Moorrege und Heist. Wenige

Minuten später wurde auch die FF

Uetersen mit in den Einsatz einbezogen.

Das Reet dach des ehemaligen

landwirtschaftlichen Gebäudes,

12

50

in dem sich zwei Wohnungen befinden,

hatte auf einer Fläche von

zwei mal zwei Metern im Giebel in

Schornstein-Nähe Feuer gefangen.

Die Flammen drohten, das gesamte

Gebäude zu erfassen. Beim Eintreffen

der Rettungskräfte hatten aber

alle sieben Mieter ihre Wohnungen

verlassen. Die Feuerwehren kon -

nten sich somit auf die Löscharbeiten

konzentrieren. Die ehrenamtlichen

Helfer nahmen von drei Seiten

insgesamt zehn Strahlrohre sowie

zwei Wasserwerfer – vom Boden

und vom Korb der Uetersener Drehleiter

aus – vor. Zwei Rohre nah -

men Trupps unter schwerem Atemschutz

im Innenangriff vor. Vom

Dach lief das Löschwasser in regelrechten

Sturzbächen herunter. Vor

dem historischen Gebäude bildete

sich dabei ein fast knietiefer See.

Die Flammen aber konnten die Feuerwehrleute

dank dieses massiven

Einsatzes stoppen. Nach etwa eineinhalb

Stunden konnte „Feuer

aus“ gegeben werden. Die Nachlösch-

und Aufräumarbeiten der

Feuer wehren dauerten bis gegen

22.30 Uhr an.

Impressum: Herausgeber: Riewesell GmbH

Text: Michael Schubert Druck: Heydorn Druckerei und Verlag GmbH

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Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Einsatz - Brennt Einfamilienhaus

im Moorkamp

Alarmierung:

20.01.2005 - 22:39 Vollalarm Feuerwehr

Moorrege + Feuerwehr Heist +

später Feuerwehr Uetersen, SEG DRK

Uetersen+Elmshorn

Stichwort:

Brennt Einfamilienhaus - Menschen le -

ben in Gefahr

Einsatzort:

Moorrege, Moorkamp Einfamilienhaus

brennt aus.

Mehr als 90 Einsatzkräfte der freiwilligen

Feuerwehren Moorrege, Heist

und Uetersen kämpften mehr als drei

Stunden mit den Flammen. Die

Brand bekämpfung erwies sich wegen

des starken und böigen Windes als

sehr, sehr schwierig. Das in dem Haus

wohnende Ehepaar war zu diesem

Zeitpunkt bereits bei Nachbarn untergekommen.

Der Ehemann hatte offenbar

noch eigene Löschversuche

mit einem Gartenschlauch unternommen

und sich dabei schwerste Verbrennungen

sowie eine Rauchvergiftung

zugezogen. Er wurde von

sei nem Nachbarn gerettet. Die Feuerwehren

aus Moorrege und Heist nahmen

einen ersten umfassenden

Lösch an griff mit mehreren Strahlrohren

von beiden Seiten des bren -

nenden Ge bäudes vor. Zusätzlich versuchte

ein Atemschutztrupp, die

Flam men von Innen zu bekämpfen.

Dieser Versuch musste dann aber ab-

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

gebrochen werden. Einsatzleiter Sven

Heitmann forderte nach 20 Minuten

die Drehleiter der FF Uetersen nach.

Der Einsatz des Hubrettungs fahr -

zeugs war aber nicht einfach. Das gesamte

Grundstück war von Bäumen

eingerahmt. Mehrere Tannen musste

erst mit der Ket tensäge gefällt werden,

damit ein effektiver Löscheinsatz

von der Leiter aus möglich war. Die

größten Pro bleme bereitete den Einsatzkräften

das Wetter. Für den Kreis

Pinneberg galt zum Zeitpunkt des

Brandes eine Unwetterwarnung. Zudem

fand das Feuer in dem mit Holz

ausgebauten Haus viel Nahrung. Wegen

der langen Einsatzdauer und des

nass-kalten Wetters wurde zur Unterstützung

des Rettungs dienstes und

zur Versorgung der Einsatzkräfte die

Schnell-Einsatz-Gruppe des Deut -

schen Roten Kreu zes, Ortsvereine

Uetersen und Elmshorn, alarmiert.

Das DRK brachte heiße Getränke für

die erschöpften und durch gekühlten

Feuerwehrleute. Die Nachlöscharbeiten

dauerten bis in die frühen Morgenstunden.

Um 9 Uhr rückte die

Feuerwehr Moorrege auf Anforderung

der Kripo noch einmal in den Moor -

kamp aus. Unter dem eingestürzten

Dachstuhl war ein Brandnest aufgeflammt.

Weil die stehengebliebenen

Dach gie bel bedrohlich schwank ten

und einzustürzen drohten, kam das

Technische Hilfswerk aus Pinneberg

zum Einsatz. Mit einem Kran wurden

die instabilen Wände eingedrückt.

Die Arbeiten waren gegen 14 Uhr be -

en det. Der Schaden beträgt mindestens

300.000 Euro.

51


Einsatz - Verkehrsunfall in der

Gärtnerkurve

Alarmierung:

25.05.2005 - 22:57

Vollalarm Feuerwehr Moorrege

Stichwort:

TH - VU mit eingeklemmter Person

Einsatzort:

Moorrege, Pinneberger Chaussee

Mit Badelatschen gegen den Baum

gerast - 21-jähriger starb auf der L 106

Am späten Abend des 25.05.05 kam

es auf der L 106 in Moorrege zu ein em

schweren Verkehrsunfall, bei dem der

Fahrer noch an der Unfallstelle ver-

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starb. Der allein beteiligte 21 Jahre

alte Mann aus Moorrege befuhr mit

seinem Pkw Opel Vectra die Pinneberger

Chaussee in Richtung Ap pen. Der

Mann war in seinem Fahrzeug eingeklemmt

und nicht mehr ansprechbar,

als die Feuerwehr ein traf. Noch während

der Bergungsarbeiten verstarb

er in seinem Fahr zeug. Mehr als eine

Stunde brauchte die Feuerwehr um

das Wrack auseinander zu schneiden

und die Leiche zu bergen. Die L 106

war bis 00.32 Uhr voll gesperrt, es

entstand ein Gesamtsachschaden in

Höhe von ca. 4.500 Euro. Die Unfallursache

in unangepasste, überhöhte

Geschwindigkeit, das Berühren eines

Kantsteins und möglicherweise auch

die getragenen Badelatschen.

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Freiwillige Feuerwehr Moorrege

53


Die Moorreger Feuerwehr Tage, auch bekannt

unter dem Namen „3 tolle Ta ge“

feiern wir in diesem Jahr zum 50. Mal.

Genau genommen ist es das 49. Mal,

denn im September 2001 wurden alle

Feierlichkeiten zum Feuerwehrfest kurzfristig

abgesagt. In Amerika kam es am

11. September zu Terroranschlägen, wo -

durch tausende von Menschen in den Tod

gerissen wur den: auch Feuerwehrleute.

Zum 25 jährigen Jubiläum unserer

Wehr entstand die Idee, dieses Fest besonders

zu feiern. Karl Amtage, damals

Kassenwart, wur de mit der Planung

und Durchführung beauf tragt. Es wur -

de der Vorschlag gemacht, die Wehr

solle an einem Abend mit Musik durchs

Dorf marschieren, Kinder könnten sich

mit Laternen an schließ en, um auf das

Jubiläum der Wehr auf merk sam zu machen.

Die Bevölkerung wur de in ein em

Aufruf (neudeutsch Fl yer) durch Bürger -

meister Rechter und Wehr führ er Behn -

ke auf ge fordert, das Dorf zu schmück -

en und rege an den Veranstaltungen

teil zu nehmen. Gefeiert wurde im und

um das Lokal Wal deslust. Das Jubiläum

wurde mit ein em bunten Abend am

Freitag, der Festball am Samstag und

54

Moorreger Feuerwehr-Tage

am Sonntag

die Haupt -

übung mit

K o m m e r s

ver an stal tet.

Im drauffolgendem

Jahr kamen am Mon tag der Kin -

der tanz und abends der Laternenumzug

mit dem Pull over ball als Festabschluss

hinzu. An allen Tagen war auf

dem Gelände des Lokals ein klei ner

Jahrmarkt aufgebaut. Ne ben Wurst-,

Zucker- und Fisch bude gab es einen

Schießstand und ein Fahr ge schäft.

In den 70er Jahren wandelte sich

dann unser Feuerwehrfest. Das Lokal

Waldeslust stand für diese große Veranstaltung

nicht mehr zur Verfügung

(Abriss 1978). Die Feste der Vereine

mussten verlegt werden. 1973 feier te

die Feuerwehr zu sam men mit dem

Moorreger Sportverein in einem Zelt

auf dem Platz neben der Grund schule.

Mit Fertigstellung der Mehrzweckhalle

am Himmelsbarg wur de dann auch

dort gefeiert. 1984 konnten wir hier

unser Jubiläum 50 Jahre Feuerwehr

Moor rege und 25 Jahre Jugendfeuerwehr

begehen.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege


Ende der 80er Jahre stand der Aufwand,

die große Halle am Himmels -

barg zu schmücken, in keinem Verhältnis

zu den Besucherzahlen. Der

Feuerwehr ball wur de zum „Tanz am

Himmel s barg“ und der Kommers wur -

de in der Feuerwache veranstaltet. Mit

Schließ ung des Sportplatzes an der

Waldeslust musste der Endpunkt für

den Laternenumzug ver legt werden.

Der Umzug endet jetzt an der Feuerwache.

Seit einigen Jahren gibt es

keinen Festausklang mehr, denn der

Laternenumzug wur de vom Mon tag -

abend auf den Freitag abend ver legt.

Damit wurde den Wünschen der Schule

und der betroffenen Eltern ent -

sprochen. Der einstige Moorreger Jahr -

markt ist heu te bis auf einen Getränke-

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

stand, einen Grillstand und den Stand

mit Waffeln der Jugendfeuerwehr geschrumpft.

Der Kindertanz (montags

nach mit tags) wur de mit Verlassen der

Waldeslust auf gegeben.

In Moorrege wird das Feuerwehrfest

seit nunmehr 50 Jahren in alter Tra -

dition gefeiert. In den umliegenden

Ge meinden wird der Bevölkerung, sowie

fachkundigen Gästen, nicht mehr

bei einem Brandmanöver das Können

ihrer Feuerwehr demonstriert. Wir

Moorre ger Feuerwehrleute sind stolz

darauf, dass die Moorreger Bevölkerung

einen sol chen großen Anteil an

unseren Veranstaltungen nimmt und

so zahlreich unsere Gäste sind.

Dies erhoffen wir uns auch für unsere

Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2009.

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55


Jubiläumsprogramm

56

JUBILäUMSVERANSTALTUNGEN 2009

20 JAHRE

Jugendfeuerwehr

Appen

Pfingsten (29. Mai - 1. Juni)

50 JAHRE

Jugendfeuerwehr

Moorrege

ZELTLAGER

der Jugendfeuerwehren

aus dem Kreis Pinneberg

auf dem Sportgelände „An’n Himmelsbarg“ in Moorrege

Moorreger Feuerwehr Tage 2009

Donnerstag 17.09.2009 Gründungsfeier der Jugendfeuerwehr

Freitag 18.09.2009 Laternenumzug mit Jubiläumsfeuerwerk

Samstag 19.09.2009 Festball im Restaurant An’n Himmelsbarg

Sonntag 20.09.2009 Tag der offenen Tür an der Feuerwache

und außerdem

Freitag 20.11.2009 Skat- und Knobelabend in der Feuerwache

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57


Wir sagen DANKE

Mehr als 100 Jahre gibt es in unserem

Ort eine Feuerwehr. Erst als Pflichtfeuerwehr,

dann ab 1934 als Freiwillige

Feuerwehr. In all den Jahren haben

viele Männer und auch Frauen ihren

Dienst der Allgemeinheit gewidmet

nach unseren Wahlsprüchen:

58

Gott zur Ehr,

dem nächsten zur Wehr

Einer für Alle,

Alle für Einen

Weitsichtig erwiesen sich unsere Feuerwehrväter

vor 50 Jahren mit der

Gründung einer Jugendfeuerwehr. So

besteht unsere Wehr heute mit über

50% aus ehemaligen Jugendfeuerwehrleuten.

Lange Zeit gab es in der

Feuerwehr Moorrege auch einen Spiel -

mannszug.

Den Verantwortlichen der Gemeinde

Moorrege möchten wir als Moorreger

Feuerleute danken, dass Sie in all den

Jahren immer ein offenes Ohr für uns

hatten. Die Ausrüstung unserer Wehr

wurde den Herausforderungen ange-

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passt, die Wache zeitgemäß erweitert

und demnächst steht ein neues

Lösch fahrzeug, vielleicht auch ein

Mehrzweckfahrzeug für die Jugend, in

unserer Feuerwache.

Den Bürgern der Gemeinde möchten

wir danken, dass sie den Moorreger

Feuerwehrleuten in all den Jahren

treu geblieben sind und so zahlreich

an unseren Veranstaltungen teilnehmen.

Nur so können alte Traditionen

wie Hauptübung und Laternenumzug

weiterleben.

Bedanken möchten wir uns bei ALLEN

die mitgeholfen haben, dass diese

Bürger-Info erscheinen konnte.

Danke!

Ihre Moorreger Feuerwehr

PS.: Informationen, alles über die Feuerwehr

und Jugendfeuerwehr Moorrege

finden sie auch im Internet unter:

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59


Notruf - aber richtig

Ein Notfall kommt immer dann, wenn

man nicht damit rechnet – zu Hause,

auf der Straße, im Büro oder im Urlaub.

Ein defektes Gerät, was plötz -

lich in Rauch aufgeht, einen Ver -

kehrs unfall mit verletzten Per sonen

oder einen bewusstlosen Kollegen –

alles Situationen, die für uns nicht alltäglich

sind. Um so wichtiger ist es,

gerade dann einen kühlen Kopf zu bewaren.

Verschaffen Sie sich erst einmal einen

Überblick über die Lage und verständigen

Sie dann die Rettungskräfte

über die bundesweit einheitliche Rufnummer

112. Der Einsatzsachbearbeiter

der Feuerwehreinsatz- und

Rettungsleitstelle kann nur dann

fach gerecht Hilfe schicken, wenn die

Informationen vollständig sind.

Versuchen Sie bitte am Telefon ruhig

zu bleiben, sprechen sie langsam und

beantworten Sie kurz und bündig die

Fragen, die Ihnen am Telefon gestellt

werden. Die Führung des Telefongespräches

übernimmt der Einsatzsachbearbeiter

in der Einsatzleitstelle.

Dort gibt er die nötigen Infor ma tion -

60

en in den Einsatzleitrechner ein und

alarmiert dann entsprechend dem

Meldebild die dafür vorgesehenen

Einsatzmittel oder Einsatzkräfte. Zum

Bei spiel einen Rettungswagen und einen

Notarzt bei einem Patienten mit

einem Herzinfarkt oder die Feuerwehr

und den Rettungsdienst bei einem

Wohnhausbrand mit Menschenleben

in Gefahr.

Sind nur wenige Informationen zum

Treffen der Entscheidung vorhanden,

kann dieses dazu führen, das Kräfte

erst später nachalarmiert werden

müssen wenn vor Ort das genaue

Ausmaß bekannt wird. Dieses führt

bei der Versorgung von Kranken oder

Verletzten oder auch bei einem Feuer

zu einer unnötigen, Menschen und

Sachgüter gefährdenden Verzögerung.

Beschaffen sie sich also immer so

viele Informationen wie möglich,

wenn sie den Notruf wählen. Denken

Sie immer an die 5 W’s bei der Beschaffung

dieser Information. Nahezu

die gleichen Informationen sind auch

wichtig, wenn man die Polizei benötigt!

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Wer ruft an?

Melden Sie sich mit Namen und

Telefonnummer (für Rückfragen).

Wo ist etwas passiert?

Je präziser die Ortsangabe,

desto schneller sind die

Rettungskräfte vor Ort.

Was ist passiert?

Eine kurze Erläuterung

zur vorgefunden Lage hilft dem

Einsatzsachbearbeiter in der

Leitstelle, die richtigen Einsatzkräfte

und -mittel zu alarmieren.

Nachdem der Einsatzsachbearbeiter in

der Feuerwehrereinsatz- und Rettungsleitstelle

alle erforderlichen Informationen

gesammelt hat, alarmiert er die

entsprechend erforderlichen Rettungskräfte.

Er wird dabei von einem modernen

EDV System unterstützt.

Seit September 2008 auch die Feuerwehr

Moorrege über modernste digita -

le Funkmeldeempfänger alarmiert. Auf

diesem Weg erhalten die Einsatzkräfte

verschlüsselt und abhörsicher alle für

den Einsatz wichtigen Informationen.

Freiwillige Feuerwehr Moorrege

Wie viele erkrankte oder

verletzte Personen gibt es?

· Sind evtl. noch Personen

im Gebäude oder in Gefahr?

· Können die Personen das

Gebäude gefahrlos verlassen?

· Wodurch sind Personen

unmittelbar gefährdet?

Welche Art der Erkrankung

oder Verletzung liegt vor?

· Akute Atemnot

· Kopfverletzung

nach Sturz von einer Leiter

· Kindernotfall

Hierzu gehören das Alarmierungsstichwort

(f3 - Feuer groß /unfall1 - Unfall,

technische Hilfeleistung etc.), der genaue

Einsatzort und die genaue Schadensart

(Gebäudebrand, Küchenbrand,

Kellerbrand). Sind Menschleben in Gefahr,

so wird dieses speziell vermerkt

und die Anzahl der Einsatzkräfte zur

Bewältigung dieser Einsatzsituation

angepasst. Sind also beispielsweise

Personen unmittelbar durch ein Feuer

bedroht, führt dieses in der Regel zu

einer Erhöhung der Feuerwehr- und

auch Rettungsdienstkräfte vor Ort.

61


Nach der Alarmierung begeben sich die

Feuerwehrkameraden unmittelbar zur

Feuerwache. Zu Fuß, per Fahrrad oder

mit dem Auto treffen die Kameraden

wenige Minuten nach der Alarmierung

an der Feuerwache ein. Dort tauschen

sie ihre Alltags- oder Berufskleidung in

die Einsatzschutzkleidung, die in der

Feuerwache deponiert

ist. Sie be -

setz ten das Einsatzfahrzeug

und

sobald genügend

Ka meraden einge -

troffen sind rückt

das erste Fahrzeug

aus zum Einsatzort

und weite re folgen.

Vor Ort leiten sie

62

Feuerwehr Moorrege 2

Sonntag, 5. April 2009 21:38:48

alle wichtigen Maßnahmen ei ne, um

das Ereignis zu bewältigen. Rei chen die

eigenen Einsatzkräfte nicht aus und

sind Nachbahrwehren beim Erst alarm

noch nicht enthalten, so werden diese

vom Einsatzleiter über die zuständige

Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle

in Elmshorn nachalarmiert.

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