Stadt und Land - Betreuungsvereine

awo.monsheim.de

Stadt und Land - Betreuungsvereine

Nr. 15 Dezember 2003 Postvertrieb G 51731 Einzelpreis € 1,28

Arbeiterwohlfahrt Rheinland/Hessen-Nassau e. V.

Es bewegt sich was...

Seite 5

Als Beilage im Heft:

AWO Fortbildungsbroschüre 2004


Inhalt

Inhalt

In dieser Ausgabe

In dieser Ausgabe:

Editorial 3

Termine Ortsvereine / Kreisverbände 4

Es bewegt sich, was ... 5

Personen und Pesönliches 6

Best-Practice-Konferenz 7

Haus der Jugend 8

Vorstandswahlen 9

Einrichtungen 10

Service: Berufsunfähigkeit 11

Meldungen 12

Vielfalt 13

Existenz der Betreuungsvereine bedroht 14

Fachtagung „Gerontopsychiatrie“ 15

Unterwegs mit der AWO 16

SPD: Interview mit Günter Rösch 17

Einrichtungen 18

Vielfalt 19

Eröffnung Bad Kreuznach 20

Bitte des Beirats

Liebe Leserinnen und Leser,

Willkommen

Willkommen

KOBLENZ. Willkommen

bei „Stadt und Land“!

Folgender Ortsverein

bezieht ab dieser

Ausgabe erstmals unsere

Verbandszeitschrift:

Puderbach.

Neue Kolleginnen

und

Kollegen

beim Begrüßungstag

in

Koblenz.

Foto:

Axel Holz

Neue Kolleginnen

und Kollegen

KOBLENZ. Hauptamtliche Kolleginnen

und Kollegen des Bezirksverbandes

erhalten einen offiziellen

Begrüßungstag ihres Arbeitgebers.

Sie werden zu diesem Anlass

nach Koblenz in die Bezirksgeschäftsstelle

eingeladen. Der Referent

der Mitgliederorganisation,

Hans-Jörg Händle, informiert die

Neuen über die Geschichte des

Verbandes, seine Leitsätze, seine

Aufgaben und Tätigkeitsfelder. Am

Ende dieses Tages weiß dann jedefrau

und jedermann, wer und was

die AWO ist. (ah)

die Zeitschrift „Stadt und Land“ berichtet über

Themen, die im AWO Bezirksverband Rheinland/Hessen-Nassau

von Bedeutung sind. Außerdem

werden alle Veranstaltungstermine von

Kreisverbänden und Ortsvereinen angekündigt,

sofern diese Termine die Redaktion rechtzeitig

erreichen – also etwa vier Wochen vor dem

Erscheinungstermin – und das in schriftlicher

Form.

Es ist erfreulich, dass immer mehr Informationen

aus den Ortsvereinen und Kreisverbänden an die

Redaktion gesandt werden. Um möglichst viele

Beiträge zu berücksichtigen, sind Kürzungen

notwendig. Wir bitten um Verständnis!

Stadt und Land“ erscheint zur Monatsmitte des

März, Juni, September und Dezember.

Ihr Redaktionsbeirat

Noch Fragen?

Tel.: 0261-300 6117 (Axel Holz),

Fax: 0261-100 2852,

E-Mail axel.holz@t-online.de

frei ab Kalenderwoche 33/34

Anlieferung ab Kalenderwoche 35

Nutzung ab Kalenderwoche 36

Danke

Danke

Bitte beachten Sie auch unsere Anzeigenkunden:

Württembergische Versicherungen, Koblenz

Amtra GmbH, Dernbach

Wir danken dem Grafikatelier Lummer für die

Verwendung der Plakatmotive der AWO Leitsätze.

2

Stadt und Land 4/2003


Die dritte Seite

Die dritte Seite

Editorial

Aufforderung beherzigt


Impressum

Herausgeber:

Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt

Rheinland/Hessen-Nassau e.V.

Redaktion und Anzeigen:

Axel Holz, Öffentlichkeitsarbeit

AWO Rheinland/Hessen-Nassau,

Dreikaiserweg 4, 56068 Koblenz

Tel. 02 61-3 00 6117

Fax 02 61-100 2852

E-Mail: axel.holz@awo-rhn.de

Internet: www.awo-rhn.de

Rudi Frick

Vor gut drei Jahren hörten die

Delegierten der AWO Bezirkskonferenz

in Mülheim-Kärlich klare

Worte des Bezirksgeschäftsführers

Winfried Bauer: Die Mitgliederorganisation

steht am Scheideweg.

Während sich die wirtschaftliche

Basis der Einrichtungen damals

stabilisierte, war die Mitgliederorganisation

dagegen in Rückstand

geraten.

Im Jahr 2004 ist wieder Bezirkskonferenz.

Dann in Sohren auf

dem Hunsrück. Was werden die

Delegierten dann hören? Ich

nehme nichts vorweg, wenn ich

bereits heute feststelle: Abwärtstrend

und Stillstand sind überwunden!

Woran lässt sich dies festmachen?

Einige objektive, also für

jedermann nachprüfbare Fakten

möchte ich hier nennen:

Die Zentrale Mitglieder- und

Adress-Verwaltung – die berühmtberüchtigte

ZMAV – ist umgesetzt

und gehört jetzt zum Arbeitsalltag

in der AWO. Unsere Mitgliederwerbe-Kampagne

ist gut gestartet.

Etwa zwei Drittel des Bezirksverbandes

nimmt aktiv teil. Ein erstes

Ergebnis liegt vor. Es lautet: Statt

eines Mitgliederschwundes stellen

wir erstmals seit Jahren einen kleinen

Mitgliederzuwachs fest. Der

„Tag der AWO“ hatte im Jahr 2003

so viele Teilnehmer aus den Reihen

unseres Verbandes wie noch nie.

So langsam kommt auch dem letzten

Ortsvereinsvorstand ins Bewusstsein,

dass mit vergleichsweise

wenig Aufwand gemeinsam

etwas erreicht werden kann.

Wachsender Gemeinsinn innerhalb

unserer Organisation lässt sich

auch an steigenden Abonnenten-

Zahlen unserer Zeitschrift „Stadt

und Land“ ablesen.

Die klaren Worten sind also angekommen.

Ich finde das umso

bemerkenswerter, als dies in einer

Phase geschah in der viele Menschen

besorgt in die Zukunft

schauten.

Zum Trübsalblasen sollte uns unsere

Zeit zu schade sein. Aus eigener

Kraft die Dinge verbessern, die wir

verbessern können! Das ist beste

AWO Tradition!

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie

ein frohes Weihnachtsfest und

ein gutes neues Jahr!

Ihr

Rudi Frick

Vorsitzender AWO Bezirksverband

Der Redaktionsbeirat und die Redaktion

wünschen allen Lesern und Anzeigenkunden von „Stadt und Land

ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!


www.awo-rhn.de

Redaktionsbeirat:

Internet

Erwin Barabosch, Bad Breisig

Lorenz Illy, Bingen

Joachim Jösch, Montabaur

Layout und Druckvorbereitung:

Warlich kreativ Ahrweiler GmbH

Druck:

Warlich Druck Meckenheim GmbH

Der Bezugspreis von „Stadt und

Land“ ist im Mitgliedsbeitrag der

AWO Mitglieder enthalten.


Besuchen Sie die AWO Rheinland/Hessen-Nassau

auch im

Internet unter: www.awo-rhn.de

E-Mail: info@awo-rhn.de

Redaktionsschluss:

für die Ausgabe März 2004:

13. Februar 2004

Stadt und Land 4/2003

3


Termine

Termine Ortsvereine und Kreisverbände

BAD BREISIG.

Dienstags und Donnerstags,

15 bis 18 Uhr, AWO Treff,

Biergasse 20: gemütliches

Beisammensein bei Kaffee,

Kuchen, Schnittchen und

Information.

BINGEN-DIETERSHEIM.

Donnerstag, 11. Dezember,

15 Uhr, Weihnachtsfeier.

KOBLENZ-RÜBENACH.

Mittwoch, 17. Dezember,

14.30 Uhr, Gasthof Schweitzer:

Adventsfeier.

Mittwoch, 21. Januar,

15 Uhr, Gasthof Schweitzer:

Kaffeenachmittag.

kurz notiert

Mittwoch, 18. Februar,

15 Uhr, Gasthof Schweitzer:

Karneval mit Empfang der

Möhnen.

Mittwoch, 17. März,

15 Uhr, Gasthof Schweitzer:

Jahreshauptversammlung.

3. bis 9. April,

Freizeit für Kinder im Alter

von acht bis zwölf Jahren

im Naturfreundehaus Maria

Laach.

LINZ.

Sonntag, 14. Dezember,

15 Uhr, Gaststätte

„Zum alten Stern“: Weihnachtsfeier.

MAINZ-WEISENAU.

Samstag, 13. Dezember,

15 bis 19 Uhr, Haus am

Römerberg, Vorweihnachtsfeier.

Mittwoch, 17. Dezember,

und Freitag, 19. Dezember,

jeweils 14 Uhr, Tagesstätte

Karl-Trau-Straße: Weihnachtsfeiern.

MAYEN-ALZHEIM.

Sonntag, 14. Dezember,

15 Uhr, Altentagesstätte

Alte Schule: Weihnachtsfeier.

MENGERSCHIED.

Mittwoch, 10. Dezember:

Weihnachtsstammtisch.

!Bezirkskonferenz 2004 KOBLENZ. Die Bezirkskonferenz im Jahr 2004 wird an

zwei Tagen stattfinden, und zwar am 25. und 26. Juni in Sohren/Hunsrück.

Tag der AWO 2004 KOBLENZ. Der Tag der AWO 2004 findet erneut an drei

Tagen statt, und zwar vom 7. bis 9. Mai.

NEUWIED-ALTWIED.

Dienstag, 2. Dezember,

15 Uhr, Wiedischer Hof:

Weihnachtsfeier für Mitglieder

und Nichtmitglieder

ab 60 Jahren.

OCKENHEIM.

1. bis 7. Dezember,

7-Tagesfahrt.

Samstag, 20. Dezember:

Weihnachtsfeier.

Anmeldung: Walter Mucke,

06725 - 3149.

Sammlungen

Der Termin für die AWO Frühjahrssammlung

im Jahr 2004 lautet:

9. bis 19. Februar.

Der entsprechende Termin für den

Herbst lautet: 9. bis 19. Oktober.

Serie Ortsvereine

Guntersblum

Mit Respekt und Hochachtung

wird innerhalb des Bezirksverbandes

über die Arbeit und die Leistungen

des Ortsvereins gesprochen.

Guntersblum gilt als ein

Paradebeispiel für erfolgreiches

soziales Engagement auf lokaler

Ebene!

In Guntersblum ist die AWO seit

vielen Jahren unterwegs mit dem

Ziel, unsere Gesellschaft menschenwürdiger

und menschlicher

werden zu lassen. Das "Markthaus

Oppenheim" ist solch ein vorzeigbares

Beispiel, das viele Bürgerinnen

und Bürger der Region ermutigt.

Der Ortsverein bietet 16 Vollzeitarbeitsplätze

an! Mit den Teilzeitstellen

sind in dem Projekt 19

Menschen beschäftigt, die ansonsten

allein auf Sozialhilfe angewiesen

wären.

Der Ortsverein – um ein weiteres

Merkmal dieses Projektes zu nennen

– beugt der Verschwendung

vor. Und zwar deshalb, weil er mit

seiner „Ess-Ecke“ dafür sorgt, dass

Lebensmittel rechtzeitig vor Ablauf

des Haltbarkeitsdatums ihrem

eigentlichen Zweck zugeführt

werden: Menschen ausreichend

und gesund zu ernähren. Andernfalls

kämen diese Lebensmittel

womöglich auf den Müll!

Der Ortsverein macht mit dem

Hol- und Bringe-Service für gebrauchte

Möbel ein Angebot, das

weniger mobilen Menschen und

solchen, die kein eigenes Fahrzeug

haben oder organisieren können,

die unüberwindlich scheinende

Transport-Hürde aus dem Weg

räumt. Er erfüllt Dienstleistungen

für das Sozialamt und entlastet

damit auch öffentliche Kassen.

Als der Ortsverein vor einiger Zeit

die Holz- und Fahrrad-Werkstatt

aufgeben musste, hat er den Kopf

nicht hängen gelassen. Er hat das

Beste daraus gemacht: Er hat im

„Markthaus“ die ursprünglich kleine

Werkstatt erweitert, und ist

jetzt wieder in der Lage, kleine

Holz-Restaurationsarbeiten zu

erledigen und eine kleine Eigenproduktion

aufzunehmen.

Bügelservice und Näharbeiten

sind weitere Angebote, die unterm

Dach des „Markthauses“ vereint

sind. Die AWO Guntersblum zählt

etwa 100 Mitglieder. (ah)

4 Stadt und Land 4/2003


Es bewegt sich, was...

Es bewegt sich, was...

Überblick über das erste Halbjahr der

Kampagne Einfach viel bewegen

KOBLENZ. Die Zahl der Mitglieder

im Bezirksverband stieg im Verlauf

des ersten Halbjahres 2003 um

233 an. Am 30. Juni wurden demnach

23.730 Mitglieder gezählt.

Diese Steigerung gilt über alle 19

Stadt- und Kreisverbände mit

ihren insgesamt 208 Ortsvereinen.

Damit liegt ein erstes Ergebnis der

Mitgliederwerbe-Kampagne vor,

die mit Beginn dieses Jahres

begann und an der rund 140 Ortsvereine

in 18 Stadt- und Kreisverbänden

beteiligt sind. Zuvor hatte

der Bezirksverband bis zu 1000

Mitglieder pro Jahr verloren. Dieser

Trend ist vorerst gestoppt.

Ehrenamtlich engagierte Frauen

und Männer von Ahrweiler bis

Worms und von Altenkirchen bis

Trier sind vor Ort aktiv.

Neue Mitglieder werden auf unterschiedlichsten

Wegen geworben.

Am stärksten wirkt aber das persönliche

Überzeugungsgespräch.

Helmut Kron aus Brey warb im

Gemeinsamer

Auftritt

NEUWIED. Großkampftag der

Neuwieder Mitglieder. Am Wochenende

17. und 18. Oktober

warben an sieben verschiedenen

Standorten in der Stadt folgende

Ortsvereine um neue Mitglieder:

Neuwied (zweimal), Heimbach-

Weis, Niederbieber, Oberbieber,

Irlich und Engers. Bei gutem Wetter

weckten sie an

Informationsständen

das öffentliche Interesse

für das soziale

Engagement der AWO.

Irlicher Werber im

Einsatz. Foto: kvnr

Werbung im Sonnenschein:

Ortsverein

Niederbieber.

Foto: kvnr

1. Halbjahr auf diese Weise allein

21 neue Mitglieder für seinen

Ortsverein Brey-Rhens-Spay im

Kreisverband Mayen-Koblenz.

Weitere Spitzenreiter in der

Werbung von Neumitgliedern im

ersten Halbjahr der laufenden

Kampagne sind:

Katharina Tianoff und Doris Laux

(Mayen): 29 Neuwerbungen, Karl-

Heinz Deutsch (Trier-West): 16,

Artur Reinschmidt (Daaden): 13

Helmut Hahn (Koblenz-Rübenach):

12.

In der Gesamtaufstellung sind 75

besonders aktive WerberInnen

aufgeführt.

Alle Altersgruppen sind bei den

Neumitgliedern vertreten. Die Projektgruppe

Mitgliederwerbung des

Bezirksverbandes, unter Vorsitz

des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden

Heinz Kentsch, hatte bei

der Einführung der Kampagne ihr

Hauptaugenmerk auf die Altersgruppe

Minus 60 gelegt. (hjh)

Der Saarburger

Ortsvereinsvorstand

freut sich über

das Interesse

an seiner

Arbeit: Edith

van Eijck, Hans-Werner Biewen,

Annette Brück-Fink, Karin Storf-

Becker und Hans-Georg Götze in

Aktion. Foto: ovsaar

Spitzenleistung

KOBLENZ/BREY. Der Ortsverein

Brey-Rhens-Spay hat in seinen

Reihen einen besonders erfolgreichen

Mitglieder-Werber. Helmut

Kron aus Brey ging und geht bei

seiner Werbung konzentriert und

systematisch vor (ausführlicher

Bericht folgt). Im ersten Halbjahr

warben Kron und der Vorstand 21

neue Mitglieder und bis heute

bereits über 50. Der Bezirksvorstand

ehrte Kron in seiner Abschlusssitzung.

Bezirksvorsitzener

Rudi Frick überreichte eine Uhr.

Werberkampgne

Schulungen 2004

KOBLENZ. Der Bezirksverband bietet Schulungen an, mit denen sich Mitglieder

auf die Werbe-Kampagne vorbereiten:

Grundschulungen für Mitglieder der Ortsvereine (Neueinsteiger)

6. März und 9. September

Aufbauschulung für KampagnenleiterInnen der Ortsvereine

31. Januar und 14. Februar

Arbeitstreffen mit den KampagnenleiterInnen der Kreisverbände

23. April und 12. November

Während einer Arbeitstagung der Kreisverbands-VertreterInnen am 8. November

in Koblenz ging es im Wesentlichen um den Ausbau des Unterstützungspotentials

der Kreisverbände für die Ortsvereine für den weiteren

Verlauf der Kampagne, die bis Ende 2005 fortgeführt wird.

Bis zum 15. Februar melden die Kreisverbände die Neumitglieder der

2. Jahreshälfte 2003 an die Migliederorganisation des Bezirksverbandes.

Der Bezirksverband lädt alle WerberInnen des Jahres 2003 zu einem Fest

am Freitag, 25. Juni 2004, in die Jahnhalle nach Büchenbeuren/Hunsrück

ein. Diese Einladung ist Teil des ersten Tages der Bezirkskonferenz. (hjh)

Stadt und Land 4/2003 5


Personen und Persönliches

Dienstjubiläen

Silke Matheis, Jahrgang 1955, feierte

am 1. Dezember ihr 30. Dienstjubiläum

im Altenzentrum Worms.

Am 1. Dezember 1973 wurde sie als

Hausangestellte eingestellt, was

der heutigen Stationshilfe und der

nicht-examinierten Pflegehelferin

entsprach. Am 1. Februar 1995

wechselte sie als nicht-examinierte

Mitarbeiterin in den Sozialdienst,

wo sie immer noch tätig ist. Die

Gymnastik für Bewohner und die

Betreuung von Demenzerkrankten

sind ihre Aufgabenschwerpunkte

bei einem Stundenumfang von

19,25 Stunden. Auch in den sonstigen

Aufgabenfeldern des Sozialdienstes

unterstützt sie die übrigen

Mitarbeiter tatkräftig.

Alena Manzow ist seit dem 2. November

1983 als Küchenmitarbeiterin

im Altenzentrum Worms

tätig. Besonders geschätzt ist ihre

lustige und singfreudige Art, mit

der sie Mitarbeiter und Bewohner

unterhält.

Weiterbildung zur Fachkraft

Spenden zum

90. Geburtstag

KOBLENZ-HORCHHEIM. Gertrud

Struth, gebürtige Horchheimerin

und Mitglied des Ortsvereins

„Rechte Rheinseite“ beging ihren

90. Geburtstag. Sie wünschte sich

anstelle von Geschenken eine

Spende zugunsten der AWO.

710 EURO (!) kamen zusammen.

Gertrud Struth übergab ein Sparschwein

mit dem genannten

Betrag an die Ortsvereinsvorsitzende

Gisela Bättermann. Das

Geld wird für die soziale Arbeit der

AWO verwendet.

Rosa Dykow, Jahrgang 1953, arbeitet

seit dem 2. November 1983

im Altenzentrum Worms.

Sie arbeitete sich von der ABM-

Kraft bis zur Pflegedienstleitung

hoch.

Im Oktober 1980 hatte sie die

Abschlussprüfung der staatlich

anerkannten Altenpflegerin nach

einer Ausbildung an der Schule für

Altenpflege der Stadt Mannheim

bestanden.

Nach Absolvierung eines Stationsleiter-Kurses

übernahm Rosa

Dykow ab Januar 1996 die Wohnbereichsleitung

auf dem Wohnbereich

B IV.

Ab Oktober 1998 nahm sie dann

die Stelle der Pflegedienstleitung

(PDL) ein und absolvierte in Frankfurt

am Main berufsbegleitend eine

3-jährige Weiterbildung zur Pflegedienstleitung.

Von April 2002 bis September 2002

machte sie noch eine berufsbegleitende

Weiterbildung zur Heimleitung,

ebenfalls in Frankfurt.

Monika Gabriel, Leiterin der gerontopsychiatrischen Tagegruppe im Seniorenzentrum

Mayen und gelernte Altenpflegerin samt Ausbildung zur

Wohnbereichsleiterin, absolvierte jetzt mit sehr gutem Erfolg eine Weiterbildung

zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie.

Gratulation zur

Gnadenhochzeit

MAINZ-MOMBACH. Die Eheleute

Emma (93) und Bruno (92) Eppelmann

sind seit 70 Jahren verheiratet.

Vor kurzem feierten sie ihre

Gnadenhochzeit. Sie wohnt seit

drei Jahren im AWO Altenzentrum

„Ursel-Distelhut-Haus“; er besucht

seine Frau regelmäßig und nimmt

dort auch sein Mittagessen ein. Der

Mainzer Oberbürgermeister Jens

Beutel gratulierte dem Paar und

erfuhr dabei, dass sich Emma und

Bruno im Kirchenchor der Christuskirche

kennen gelernt haben.

Andreas Erdmann, Foto: Axel Holz

Altenzentrum Bendorf

mit neuem Leiter

Andreas Erdmann, Dipl.-Betriebswirt,

Jahrgang 1956, leitet seit

November das AWO Altenzentrum

auf der Vierwindenhöhe in Bendorf.

Als gebürtiger Höhr-Grenzhausener

sind ihm das Land und

seine Menschen vertraut. Die

Qualifikation für seine jetzige

Aufgabe erwarb er sich auf folgendem

Weg: Heizungsbauer, Abiturient,

Student, Betriebswirt (FH

Koblenz), geschäftsführender Vorstand

der Johanniter-Unfallhilfe

im Regionalverband Mittelrhein,

schließlich Referent für Soziales

und Projektleiter im Landesverband

der Johanniter-Unfallhilfe

Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland.

Andreas Erdmann ist verheirat und

Vater eines Sohnes und einer

Tochter. Außer Familie und Beruf

interessieren ihn die Kommunalpolitik,

Literatur und das Möbelschreinern.

(ah)

Zivildienst

bald beendet

Thomas Zenz,

Jahrgang 1982,

ist noch bis zum

31. Januar 2004

Zivildienstleistender

in der

AWO Bezirksgeschäftsstelle.

Mit seiner freundlichen

Art hat er sich viel Sympathie

erworben und eine positive Atmosphäre

im Haus gefördert. Der

gelernte Bürokaufmann ist derzeit

auf der Suche nach einer neuen

beruflichen Aufgabe. Wer ihm

dabei helfen möchte, erreicht ihn

in der Bezirksgeschäftsstelle oder

unter der Telefonnummer: 02601 –

913565. Das erlernte Wissen

möchte er in den Umgang mit

Menschen einbringen. (ah)

6

Stadt und Land 4/2003


Konferenz

Best-Practice-Konferenz

Starkes Aufgebot

Bezirksverband beteiligte sich an Best-Practice-Konferenz in Mainz

MAINZ/KOBLENZ. Mit einem starken

Aufgebot beteiligte sich der

AWO Bezirksverband an der „Best-

Practice-Konferenz 2003“ am 13.

Oktober in Mainz. Er stärkte damit

die Offensive „Menschen pflegen“

des rheinland-pfälzischen Ministeriums

für Arbeit, Soziales,

Familie und Gesundheit. Die Konferenz

zeigte 350 Fachleuten ausgewählte

und vorbildliche Projekte

aus dem großen Feld der Pflege.

Betrieb herrschte auf dem AWO

Messe-Stand in Mainz. Zweiter

von rechts: Heinz Hörter, Abteilungsleiter

und Projektleiter „Best-

Practice-Konferenz“.

Allein der AWO Bezirksverband

war mit zwei Workshops und mit

einem großen professionellen

Messestand vertreten.

Eine vom Ministerium eingesetzte

Jury hatte zuvor die darzustellenden

und vorzutragenden Themen

ausgewählt und den Bezirksverband

dabei reichlich bedacht. Auf

32 Schautafeln wurden unter

anderem gezeigt: das Thema liebevoll

freundlicher Umgang mit

alten Menschen und ihren Eigenarten

(Thema Gerontopsychiatrie):

Frühstücksgruppe (Seniorenzentrum

Wörrstadt), gerontopsychiatrische

Tagesgruppe und Garten

der Sinne (Seniorenzentrum Höhr-

Grenzhausen), der Wohnbereich

„Zur Wilhelmsbrücke“ mit Garten

der Sinne und Snoozelen-Raum

(Altenzentrum Bad Kreuznach)

und das Modell-Projekt „Berater

für Demenz“. Zum Thema ‚Mitarbeiter

in der Pflege“ war am

Messestand zu sehen: die Qualifizierung

von Pflegekräften ohne

Pflegeausbildung, die Persönlichkeitsbildung

mit Tai Chi (Seniorenzentrum

Idar-Oberstein) und das

Jahresarbeitszeitmodell, das in

den Altenheimen des

Bezirksverbandes angewandt

wird. Ein

weiterer Schwerpunkt

des Messestandes war

der Angehörigen-Beirat

im Seniorenzentrum

Wörrstadt.

Allgemeine Informationen

zum Bezirksverband

ergänzten die

übrigen Themen des

Messestandes. Ungezählte

Flyer und Broschüren wurden

am Veranstaltungstag verteilt,

außerdem 250 Stofftaschen mit

dem AWO-Herz.

In zwei Workshops mit

drei Themen waren fünf

Mitarbeiter des Bezirksverbandes

als Referenten

gefragt. Kirsten

Hofmann-Backes, Eva

Neef und Doris Sattler

stellten das Mentoren-

Modell-Projekt vor, das

vom Land finanziell

gefördert wird und sich

derzeit in der Praxisphase

befindet. Es bewirkt,

dass sich die

Lebenssituation der

Altenheim-Bewohnern

und die Arbeitssituation der Mitarbeiter

entscheidend verbessert.

Fred Dreher berichtete über den

ungeahnten Erfolg der einjährigen

Fred Dreher (links) und Lothar

Müller hielten einen Workshop in

Mainz.

Fortbildung für Pflegekräfte ohne

Pflegeabschluss. Lernen macht

Spaß, durfte Dreher berichten.

Und Lothar Müller schilderte die

Vorteile einer Dienstplanung nach

realer Anwesenheitszeit. Dieses

Arbeitszeitmodell wurde bereits

1996 beim Bezirksverband Rheinland/Hessen-Nassau

eingeführt.

Es erbringt eine gleichmäßigere

Pflegeversorgung bei zugleich

ausgewogenerer Arbeitsbelastung

der Mitarbeiter. (ah)

Drei Referentinnen schickte der

AWO Bezirksverband nach Mainz

(von links): Kirsten Hofmann-

Backes, Doris Sattler und Eva

Neef. Fotos (3): Axel Holz

Stadt und Land 4/2003 7


Haus der Jugend

Junges Leben erfüllt altes Haus

Offizielle Wiedereröffnung des „Haus der Jugend“ mit 100 Gästen

WITTLICH. „Es ist wirklich toll

geworden.“ Gymnasiast Mark

Schmitz sprach aus, was 100 Gäste

erlebten, die zur offiziellen Wiedereröffnung

des „Haus der Jugend“

gekommen waren. Das denkmalgeschützte

Haus in der Kurfürstenstraße

3 erhielt eine neue Bestimmung.

Es ist jetzt der Mittelpunkt

der offenen Jugendarbeit in der

Stadt und ihrer Umgebung.

Schlüsselübergabe

in Wittlich:

Bürgermeister Ralf

Bußmer (links)

überreicht das

symbolwerte Teil

an Einrichtungsleiter

Hans-Josef

Floter.

Foto: Axel Holz

„Wir haben allen Grund zufrieden

zu sein,“ sagte auch Bürgermeister

Ralf Bußmer. Und die Landesjugendpflegerin

des Landes Rheinland-Pfalz,

Martina Luig, bestätigte:

„Die Stadt kann sich glücklich

schätzen.“ AWO Bezirksgeschäftsführers

Winfried Bauer sprach im

Namen des Trägers der Einrichtung

und erinnerte an ein Wort des Philosophen

Karl Jaspers: „Heimat ist

da, wo ich verstehe und verstanden

werde.“ Neben dem Elternhaus

könne das „Haus der Jugend“ zu

einer zweiten Heimat für Kinder

und Jugendliche werden.

Bußmer sprach „von der vorbildlichen

Leistung der Leitung des

‚Haus der Jugend’ sowie aller Helfer

und künftigen Nutzer.“ Einrichtungsleiter

Hans-Josef Floter sagte,

der Ausbau des neuen „Haus der

Jugend“ sei erfolgt wie in einem

pädagogischen Lehrbuch beschrieben.

73 junge Erwachsene haben

dabei mitgeholfen.

Die offizielle Feier wurde mit einer

künstlerisch eindrucksvollen Video-

Vorführung beendet. (ah)

Auf der Treppe des

neuen „Haus der

Jugend“ in Wittlich

vereint (von links):

Hans-Josef Floter,

Ralf Bußmer, Winfried

Bauer, Martina

Luig und Landtagsabgeordneter

Dieter Burgard.

Foto: Axel Holz

1985

8

Zur Geschichte des „Haus der Jugend“ in Wittlich

WITTLICH. Landtagsabgeordneter Dieter Burgard, einer der Gründungsväter des „Haus der Jugend“ hatte zur Eröffnungsfeier

einen Überblick auf die Geschichte dieser Einrichtung mitgebracht. Aus ihr geht das Folgende hervor:

1976 Erste Bemühungen des Stadtjugendringes um ein „Haus der Jugend“

1979 Gründung eines Ausschusses

„Haus der Jugend“ im Stadtjugendring

1980 Wanderausstellung zur Thematik in Wittlicher

Schule; der Stadtrat beschließt

Standort und Substanz-Untersuchung für

das „Haus der Jugend“ im Haus Schumacher

1981 Beschluss des Stadtrates (fast einstimmig)

für ein „Haus der Jugend“ im Haus Schumacher.

Zuvor wurden 1.200 Unterschriften

zugunsten des Vorhabens gesammelt.

1982 Eröffnung städtischer Jugendtreff in der

Kurfürstenstraße (heute „Haus der

Selbsthilfe“/Wittlicher Turnverein)

1983 Stadtratsbeschluss für „Haus der Jugend“

und Stadtbibliothek im Haus Kurfürstenstraße

49

1984 Beschluss über die Trägerschaft der AWO

und Unterzeichnung des Trägervertrages;

Stadtrat wählt Beirat für das „Haus der

Jugend“

1985 Ansatz im Haushalt der Stadt Wittlich:

150.000 Mark plus Miete

21. bis 28. Sept.: Eröffnungswoche. (ah)

Stadt und Land 4/2003

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Fredi Winter wieder Vorsitzender

Kreiskonferenz Neuwied zog positive Bilanz

Einrichtungen

Vorstandswahlen

NEUWIED. Fredi Winter ist der alte

und neue Vorsitzende des Kreisverbandes

Neuwied. Die Delegierten

der Kreiskonferenz wählten

ihn mit überwältigender Mehrheit

wieder. Die weiteren Vorstandsmitglieder

sind: Ingrid Ely-Herbst,

Heinz Kentsch, Heinz-Toni Petry

und Veit Schröder.

Die Konferenz stand unter dem

Motto „AWO Kreisverband Neuwied

– Einfach viel bewegen“.

Kreisgeschäftsführer Rainer Litz

berichtete von den professionellen

sozialen Dienstleistungen des

Kreisverbandes, mit denen Behinderte

und Benachteiligte in mehreren

Landkreisen des nördlichen

Rheinland-Pfalz versorgt werden.

Schwerpunkte für die Arbeit im

ehrenamtlichen Bereich nannte

Fredi Winter. Die ehrenamtlichen

Kräfte sollen stärker betreut, beraten,

umworben und unterstützt

werden. Es werden Fortbildungsangebote

für Ortsvereinsvorstände

und für 2300 Mitglieder erstellt.

Für besonderen sozialen Einsatz

wurden geehrt: Hannelore Malik

und Rosi Bauer (beide Niederbieber),

Karl-Ernst Ely (Oberbieber)

und Heinz-Toni Petry (Feldkirchen).

Der stellvertretende Kreisvorsitzende

Heinz Kentsch erhielt

Ehrende und

Geehrte:

Heinz Kentsch

(3. von links)

erhält von

Bezirksgeschäftsführer

Winfried Bauer

die AWO Verdienstmedaille

überreicht.

Foto: kvnr

für seine besonderen Verdienste

die AWO Verdienstmedaille. Diese

Ehrung nahm Bezirksgeschäftsführer

Winfried Bauer vor. Kentsch

ist seit mehr als 30 Jahren in der

AWO aktiv – unter anderem seit

dem Jahr 2000 als stellvertretender

Bezirksvorsitzender.

Veronika Steinrücke von der Agentur

„Steinrücke und ich“ (Köln)

referierte über die „Notwendigkeit

von Mitgliederwerbung“.

Klaus Gewehr unangefochten

Kreisverband Rhein-Hunsrück tagte –

Unterschriften zugunsten von Betreuungsvereinen

GONDERSHAUSEN. Klaus Gewehr

ist der alte und neue Vorsitzende

des AWO Kreisverbandes Rhein-

Hunsrück. Seine Wiederwahl

erfolgte ohne Gegenstimme. 90

Delegierte und viele Ehrengäste

waren in die Gunthershalle gekommen,

um sich in der Kreiskonferenz

über die sozialen Leistungen

der AWO informieren zu

lassen, aber auch, um Anregungen

für die eigene soziale Arbeit mitzunehmen.

In einer sehr gut vorbereiteten,

von Thomas Lauer geleiteten Konferenz

wurden die Punkte der

Tagesordnung zügig und stets im

großen Einvernehmen abgehandelt.

Klaus Gewehr berichtete

unter anderem über den Übergang

der Stationären Jugendhilfe-Einrichtung

an die AWO Saar, zufriedenstellende

Finanzen, hier und

da Nachwuchssorgen, die Mitgliederwerbeaktion

sowie die vielen

Dienste im Namen des Wohlfahrtsverbandes

mit Herz.

Ein Dank ging an Britta Linn für

ihren Einsatz für die Kurberatungsstelle.

Die Revisorin Helmi

Hasselbach berichtete von geordneten

Verhältnissen und beantragte

die Entlastung des Vorstandes.

Ein großer Erfolg wurde die Unterschriften-Aktion

des AWO Betreuungsvereins

(Sitz in Simmern). Er

forderte und erhielt Unterstützung

in seinem Anliegen, den rheinland-pfälzischen

Betreuungsvereinen

die Mittel nicht zu kürzen. Ute

Hösterey sagte: „Der derzeitige

Gesetzentwurf ist unannehmbar.“

Martha Hehnlein, seit 25 Jahren in

der AWO, erhielt die silberne

Der neue Vorstand des AWO Kreisverbandes

Rhein-Hunsrück. 5. von

rechts: Vorsitzender Klaus Gewehr.

Foto: Axel Holz

Ehrennadel des Verbandes von

Klaus Gewehr angesteckt. Bei der

Vorstandswahl erhielten alle Kandidaten

jeweils mehr als 70 Stimmen:

Stellvertreter Martin Strömann

und Thomas Lauer, Beisitzer

Katharina Adams, Hugo Alt, Bernd

Hasselbach, Maria Hilgert, Gerlinde

Klockner, Monika Konrad, Katharina

Monteith, Renate Reichel,

Lars Scarbata, Heinz Steffen und

Heidi Sturmes. (ah)

Stadt und Land 4/2003

9


Aus Kreis- und Ortsverein

„Menschen mit Seele“

MAINZ-WEISENAU. „Die AWO und ihre Ortsvereine

sind wichtige Partner der Landesregierung!“ Dies

schrieb Sozialministerin Malu Dreyer dem Ortsverein

zum Jubiläum. Sie war Schirmherrin der 75-Jahr-Feier,

die in der Scheuer des Gebirgs- und Trachtenvereins

„Edelweiß“ gestaltet wurde. „Die meisten der AWO

Mitglieder sind auch Mitglieder bei Edelweiß,“ berichtete

Ortsvereinsvorsitzender Werner Rövekamp.

Sozialdezernent Michael Ebling hielt die Festrede. Seine

wichtigste Botschaft lautete: „Wir brauchen Menschen

mit Seele!“ Es sprachen ferner: Ursula Orth für

den Bezirksvorstand, Ortsvorsteher Dieter Muth und

die stellvertretende Vorsitzende Lieselotte Klug. Musikalische

Beiträge verschönten die Feier; es sangen,

spielten und tanzten: MGV Liedertafel 1875, Liedertafel-Duo,

Spiel- und Gesangsgruppe Naturfreunde

Mainz sowie die Tanzgruppe „Edelweiß“.

Der Ortsverein Weisenau und seine Vorsitzenden

nach dem zweiten Weltkrieg:

Alexander Diehl (1947 - 1961)

Max Brückner (1961 - 1978)

Christina Schaubruch (1978 - 1982)

Max Brückner (1982 – 1985)

Ralf Kehrein (1985 – 1987)

Werner Rövekamp (1987 bis heute)

Bürgermeister Georg

Büttler würdigte die

Leistungen der Wormser

AWO. Foto: kvwo

Angebote erweitert

WORMS. Die Ortsvereine im Kreisverband gestalteten

einen „Tag der offenen Tür“ auf dem Gelände des

Gerd-Lauber-Zentrums. Kreisvorsitzender Volker Pütz

begrüßte zahlreiche Mitglieder und Gäste: „Vor allem

das hervorragende Engagement der vielen haupt- und

ehrenamtlichen Mitarbeiter verdient höchste Anerkennung!“

Bürgermeister Georg Büttler würdigte, dass

die AWO ihr Leistungsangebot ständig erweitere. Und

der Vorsitzende des SPD Unterbezirkes, Karl-Heinz

Henkes, überbrachte Grüße des Ministerpräsidenten

Kurt Beck und vom Bundestagabgeordneten Klaus

Hagemann.

Der Tag wurde auch dafür genutzt, die verschiedenen

Einrichtungen der AWO vorzustellen wie die Häusliche

Krankenpflege, den Mobilen Hilfsdienst, den Betreuungsverein,

die Mutter-Kind-Kuren-Beratung, die Therapie

für Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche,

die Kindertagesstätte und das Altenzentrum „Remeyerhof“.

Die Musikgruppe „Rohrlacher Freunde“ und das

Sängerquartett „Optimisten“ Neuhausen sorgten für

gute musikalische Unterhaltung.

Ahrweiler gab Startzeichen

Mit Information und Diskussion Werbekampagne eröffnet

BAD NEUENAHR-AHRWEILER.

Einfach viel bewegen – Mitglied in

der AWO. Mit diesem Motto

startete der AWO Kreisverband

Ahrweiler im September seine

Mitglieder-Werbekampagne. Das

offizielle Startzeichen gab in der

Gaststätte „Bahnhofsstuben“ der

Kreisvorsitzende Werner Fleischer.

Der Auftakt der Kampagne war

verbunden mit Informationen und

Diskussionen zum Thema Ehrenamt

in der sozialen Arbeit.

„Wir sind kein konsumgeiler Haufen

von Egoisten,“ sagte Ludwig

Pott Fachbereichsleiter „Verbandsentwicklung“

beim AWO Bundesverband

und Referent des Abends.

Er fasste mit diesem Satz die

Ergebnisse wissenschaftlicher Studien

zusammen, und die besagen,

dass die Menschen in Deutschland

– entgegen vieler Behauptungen -

sehr wohl bereit sind, sich freiwillig

und unentgeltlich zu engagieren.

Allerdings kommt es heute –

im Gegensatz zu früher – durchaus

darauf an zu fragen: Was erhält

der Freiwillige für seinen Einsatz

zurück? Mögliche Antworten

lauten: Gewinn an Erfahrungen,

Kontakte, Chancen zur Selbstbestätigung,

Freude, Gemeinschaftserlebnis,

Zufriedenheit.

An der abschließenden Diskussion

beteiligten sich neben zahlreichen

Mitgliedern und Gästen: AWO

Bezirksvorsitzender Rudi Frick,

Landtagsabgeordnete Petra Elsner

und Ludwig Pott.

Auftakt der Werbekampagne im

Kreisverband Ahrweiler. Vorn

rechts: die Organisatorin des

Abends, Ingrid Frick. Links: Kreisvorsitzender

Werner Fleischer.

Foto: Axel Holz

Ein Fazit hieß: Mitglieder gewinnen

ist das eine, Ehrenamtliche

das andere. Ein besonderes Dankeschön

erhielt die Vorsitzende des

Ortsvereins Bad Neuenahr, Ingrid

Frick, für die Organisation der Veranstaltung.

(ah)

10

Stadt und Land 4/2003


Service

Berufsunfähigkeit

Service

KOBLENZ. Jeder dritte Arbeitnehmer

hat im Laufe seines Berufslebens

mit dem Problem Berufsunfähigkeit

zu tun. „Dann wird´s

finanziell eng,“ sagt Bernd Wangelin

von der Württembergischen

– einem Partner des AWO Bezirksverbandes.

Wie eng, das wissen

die wenigsten.

Wangelin: „Das Thema geht

wegen der Diskussion um Rentenkürzungen

ein wenig unter.

Dabei ist es durch die Neuregelung

zur Berufsunfähigkeit und

zur Erwerbsminderung zu gravierenden

Einschnitten gekommen.

Seit 2001 gibt es nur noch halbe

oder volle Erwerbsminderungsrenten.

Wer noch teilweise arbeiten

kann - der Gesetzgeber spricht

von drei bis sechs Stunden täglich

-, bekommt die halbe Erwerbsminderungsrente.

Diese liegt im

Schnitt 25 Prozent niedriger als

die bisherige Berufsunfähigkeitsrente

und beträgt für Arbeitnehmer

mit Durchschnittseinkommen

gerade einmal 393 EUR. Das reicht

höchstens für die Miete. Nur wer

weniger als drei Stunden arbeiten

kann, erhält die volle Erwerbsminderungsrente.

Aber auch diese

liegt niedriger als die vorige

Erwerbsunfähigkeitsrente - je

nach Alter um bis zu 10,8 Prozent.

Nach dem 1. Januar 1961 Geborene

verlieren ihren Berufsschutz.

Ausbildung und früherer Verdienst

zählen nicht mehr. Entscheidend

ist, ob jemand noch irgendeine (!)

Tätigkeit ausführen kann.“

Informationen zu privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen:

0261-77288, Bernd Wangelin,

Württembergische, Koblenz.

Neue Regeln im Gesundheitswesen

KOBLENZ. Lorenz Illy aus Bingen, AWO Mitglied und Versicherten-Ältester der Landesversicherungsanstalt,

informiert über Änderungen im Gesundheitswesen. Diese Änderungen treten zum 1. Januar 2004 in Kraft.

Teil I, Zuzahlungen:

1. Arztbesuch: 10 Euro pro Quartal zahlt, wer zum Arzt oder Zahnarzt geht. Ausnahmen: Wer von einem

Arzt zu einem anderen überwiesen wird, zahlt dort keine Praxisgebühr mehr, wenn der zweite Arztbesuch

ins selbe Quartal fällt. Außerdem: Bei Kontrollbesuchen beim Zahnarzt, bei Vorsorge- und Früherkennungsterminen

sowie Schutzimpfungen ist keine Praxisgebühr zu zahlen.

2. Verschreibungspflichtige Arznei und Verbandsmittel: Der Patient zahlt zehn Prozent des Preises selbst –

mindestens 5 Euro, aber höchstens 10 Euro pro Mittel. In keinem Fall wird mehr bezahlt als das Mittel

kostet.

3. Heilmittel und häusliche Krankenpflege: Zehn Prozent der Kosten für das Mittel (zum Beispiel: Massage)

trägt der Patient; außerdem zahlt er pro Verordnung (zum Beispiel: 15 Massagen) 10 Euro. Wer als

Patient zu Hause gepflegt wird, zahlt pro Jahr für höchstens 28 Verordnungen die 10-Euro-Gebühr.

4. Hilfsmittel: Wer Hilfsmittel braucht, zahlt zehn Prozent des Preises – mindestens 5 Euro und höchstens

10 Euro, aber in keinem Fall mehr als die Kosten des Mittels. Ausnahme: Bei zum Verbrauch bestimmten

Hilfsmitteln (zum Beispiel Windeln) sind zehn Prozent des Preises zu zahlen, aber höchstens 10 Euro

pro Monat.

5. Soziotherapie und Haushaltshilfe: Zehn Prozent der Kosten pro Tag zahlt der Patient, jedoch nicht mehr

als 10 Euro und mindestens 5 Euro.

6. Stationäre Vorsorge und Rehabilitation: Der Patient zahlt 10 Euro pro Tag – begrenzt auf 28 Tage.

7. Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter: Der Patient zahlt 10 Euro pro Tag.

8. Krankenhaus: Der Patient zahlt 10 Euro pro Tag – höchstens jedoch für 28 Tage pro Jahr.

Stadt und Land 4/2003 11


Meldungen

Ferienfreizeit

COCHEM. Ortsvereinsvorsitzender

Bernd Schuwerack erhielt einen

Scheck über 600 Euro. Die Spender

waren Heike Raab, Bernd Gilberg

und Ralf Walter. Das Geld war

bestimmt für die Ferienfreizeit, die

in diesem Jahr nach Schönhagen

an die Ostsee führte. Es nahmen

38 Kinder und sechs Betreuer teil.

Spender und Empfänger

(von links): Ralf Walter, Bernd

Schuwerack, Bernd Gilberg und

Heike Raab. Foto: ovco

Kreisgeschäftsstelle

wieder geöffnet

BAD KREUZNACH. Die Geschäftsstelle

des Kreisverbandes Bad

Kreuznach ist wieder geöffnet

(montags von 14 bis 17 Uhr und

freitags von 9 bis 12 Uhr), und

zwar in der Jungstraße 23. Dort ist

auch die Begegnungsstätte untergebracht.

Kreisgeschäftsführerin

Marina Krolla-Bohr koordiniert

Aufgaben für die fünf Ortsvereine

des Kreisverbandes, den Betreuungsverein

und die Vermittlungsstelle

Mutter-Kind-Kuren.

Telefon: 0671-9201943

www.awo-bad-kreuznach.de

Richtfest

KOBLENZ. Der Kreisverband feierte

Richtfest für das umgebaute

Sophie-Schwarzkopf-Haus in der

Römerstraße. In diesem Haus

werden wohnungslose Menschen

einmal für bis zu 18 Monate ein

Dach über dem Kopf finden. Drei

Sozialarbeiter und zwei Arbeitsanleiter

werden sie dort betreuen.

Umbau und Sanierung sollen im

Frühjahr 2004 abgeschlossen sein.

Elterninitiative

KOBLENZ. Die Elterninitiative

„Tschernobyl“ sucht Familien, die

in den Sommerferien 2004 drei

Wochen lang Kinder aus Weißrussland

aufnehmen möchten.

Interessenten melden sich an:

Ingrid Thomé, Hermannstraße 1a,

56076 Koblenz,

0261-9143113 (tagsüber) oder

0261-76951 (ab 19 Uhr).

Wiederaufbau einer

Schule in Gölcük

KOBLENZ/GÖLCÜK. Das Land

Rheinland-Pfalz spendete 500.000

Euro für den Wiederaufbau einer

Grundschule in Gölcük/Türkei.

Dem Spendenaufruf von Ministerpräsident

Kurt Beck waren viele

gefolgt, darunter viele AWO Mitglieder

und -Organisationen. Aus

Anlass der Wiedereröffnung im

September gab der Türkische Konsul

Ali Rifat Köksal eine Feier in

Mainz, während der auch Kurt

Beck sprach. (za)

Spendenaufruf

schriftlich

WORMS-HOCHHEIM. Der Ortsvereinsvorstand

kam vor der Herbstsammlung

in Verlegenheit. Ihr einziger

und außerdem bester Sammler

Kurt Quade war verstorben. Er

war der „Mann für schwierige Fälle“

und nicht zu ersetzen.

Eine Herbstsammlung fand dennoch

statt. Kassierer Herbert Lambrich

hatte die Idee zu einem

schriftlichen Spendenaufruf mit

beigefügtem Überweisungsträger.

Neue Adresse

TRIER. Das Büro des Stadtverbandes

ist umgezogen. Die neue

Adresse lautet: Südallee 31 (Ecke

Eberhardtstraße), 54290 Trier, Tel.:

0651-1456777, Öffnungszeiten:

Mo bis Do: 9-11 und 14-17 Uhr, Fr:

9-11 Uhr. Stadtverband und Betreuungsverein

sind jetzt unter

einem Dach.

Rundfunkhilfe

KOBLENZ. Wilhelm Feret (66)

blickt wieder froher in die Zukunft.

Er gehört zu jenen 26 Bürgern im

Gebiet des Bezirksverbandes,

denen die Rundfunkhilfe „Deutsches

Hilfswerk“ einen Fernseher

schenkte. Ferets gesetzliche Betreuerin

vom Betreuungsverein

Koblenz, Diplom-Pädagogin Elisabeth

Bayer, hatte vom Angebot

der Rundfunkhilfe erfahren und

sich für ihren Klienten um einen

Fernseher beworben. (ah)

Wilhelm

Feret und

sein neuer

Fernseher.

Foto:

Axel Holz

Besuch der AG 60 Plus

(von links): Eda Jahns, MdL Wilhelm

Dröscher, Horst Weller, MdB

Sabine Bätzing, Erwin Reiskis,

Holger Ließfeld und Kathrin Wolter.

Foto: btvak

ALTENKIRCHEN. Der Betreuungsverein

erhielt Besuch von der

Arbeitsgemeinschaft 60 Plus der

SPD. Der Kreisvorsitzende Horst

Weller, der Landesvorsitzende MdL

Wilhelm Dröscher und der Vorsitzende

des Regionalverbandes

Erwin Reiskis informierten sich

über die Arbeit der haupt- und

ehrenamtlichen Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen. Die Vorsitzende

des Betreuungsvereins Eda Jahns,

Vorstandsmitglied MdB Sabine

Bätzing, Geschäftsführer Holger

Ließfeld und Mitarbeiterin Kathrin

Wolter erläuterten die Aufgabengebiete.

12

Stadt und Land 4/2003


Vielfalt

Vielfalt

Junge Ferienbetreuer tragen Verantwortung

AWO Bezirksjugendwerk bereitet auf neue Aufgaben vor

RHEINLAND-PFALZ. Das AWO

Bezirksjugendwerk sucht junge

Leute, die Freude im Umgang mit

Kindern und Jugendlichen haben –

und dabei auch noch durch ganz

Europa kommen wollen. Gefragt

sind junge Frauen und Männer, die

in den Sommerferien für zwei bis

drei Wochen eine Ferienfreizeit im

Team betreuen. Diese Tätigkeit

wird mit einem Praktikumsschein

bestätigt.

Diese Ausbildung zum Jugendbetreuer

hat Tradition und ist in der

Region anerkannt. Erwartet wird,

dass die künftigen Ferienbetreuer

volljährig sind, pädagogisches

Geschick entwickeln, vielleicht

schon über Erfahrungen als

Betreuer verfügen, vor allem aber,

dass sie Verantwortung tragen

und ihre Fähigkeit zur Teamarbeit

beweisen wollen. Gern gesehen

sind besondere Talente wie

Kochen, Autofahren, Sprachkenntnisse

und Vorlieben für Fun-Sportarten,

die sie in das Freizeitprogramm

für die Kinder und Jugendlichen

einbringen wollen.

Das Bezirksjugendwerk bereitet

die künftigen Betreuer gründlich

auf ihre Aufgaben vor. Die Ferienfreizeiten

finden statt unter anderem

in Deutschland, Spanien,

Schweden, Italien, Griechenland

und Frankreich. 90 Betreuer und

Betreuerinnen werden im Sommer

2004 eingesetzt; sie erhalten ein

Taschengeld und Versicherungsschutz.

Information: AWO Bezirksjugendwerk,

Dreikaiserweg 4,

56068 Koblenz, 0261 – 3006 152,

Wolfgang Künzer. (ah)

www.jugendwerk-rhn.de.

E-Mail. Mail@jugendwerk-rhn.de.

Und die Seele wird nie satt

WIRGES. Das Bildungswerk der AWO Westerwald informierte über Ess-Störungen. Diese Veranstaltung war Teil der

Fortbildungsreihe „Gemeindepsychiatrie“. Es referierte Dr. med. Helmut Krockert, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Magersüchtige vor allem seien von einem unbedingten Drang nach Schlankheit besessen, einer „Sucht

der Braven“, der Angepassten und Unauffälligen. Deren Sterblichkeit liege bei etwa 15 Prozent! Ess-Störungen gingen

oft mit Depressionen, Selbstabwertung und sozialem Rückzug einher. Ein Sechstel der Betroffenen unternehmen

– nach Schätzungen – Selbstmordversuche. Der Vortrag schloss mit Hinweisen wie neuer Mut geschöpft und

die Sucht überwunden wird.

Nachbarschafts-Trio

BAD BREISIG. Die Gemeinsamkeiten

überwiegen. Das ist das Ergebnis

eines Treffens von drei

Kreisvorstandsmitgliedern dreier

verschiedener Kreisverbände in der

Begegnungsstätte, Biergasse. Die

Gäste überbrachten Glückwünsche

zum 25-jährigen Bestehen des

Ortsvereins und zur 20-jährigen

Dienstzeit des Ortsvereinsvorsitzenden

Erwin Barabosch.

Das Trio der guten

Nachbarschaft (von

links): Adelbert Ay

(Vorsitzender

Kreisverband

Rhein-Sieg), Erwin

Barabosch (stellvertretender

Vorsitzender

Kreisverband

Ahrweiler),

und Fredi Winter

(Vorsitzender

Kreisverband Neuwied).

Foto: ovbb

Hitze war ständiger Begleiter

RHEINBÖLLEN. Zum 27. Mal veranstaltete

der Ortsverein ein Zeltlager

für Kinder. Erneut stellte der

Sportverein Tiefenbach sein Clubheim

und den schönen Rasenplatz

für die Jugendfreizeit zur Verfügung.

Unterstützt wurde der Ortsverein

wieder vom Ortsverein

Mengerschied.

Es nahmen 51 Kinder im Alter von

7 bis 13 Jahren teil. Sommer, Sonne

mit Temperaturen weit über 30

Grad Celsius erforderten in diesem

Jahr besondere Aufmerksamkeit

für die ehrenamtlichen Betreuer.

Trinken, trinken und nochmals

trinken lautete bei der Hitze das

oberstes Gebot für alle Teilnehmer.

Zum Abschluss lud der Ortsverein

die Eltern zu einem gemeinsamen

Mittagessen ein. Ein Dankeschön

galt allen Helfern (Betreuer,

Küche, Organisation, Nachtwachen,

Sportverein Tiefenbach)

sowie der Polizei Simmern, die auf

ihren Streifenfahrten immer mal

ein wachsames Auge auf das Zeltlager

warf.

Der stellvertretende Vorsitzende,

Lars Scarbata, machte viele Fotos,

die er auf CD brannte und den Kindern

als kleine Erinnerung an die

„Tage in der Hitze“ überreichte.

Zeltlager-Ansichten des Ortsvereins

Rheinböllen.

Fotos: Lars Scarbata

Stadt und Land 4/2003 13


Betreuung

Existenz der Betreuungsvereine bedroht

AWO Betreuungsverein und Fachverband traten gemeinsam auf

SIMMERN/DÜSSELDORF. Mitarbeiter

und Vorstand des AWO

Betreuungsvereins Rhein-Hunsrück

sowie des AWO Fachverbandes

Betreuungen zeigten sich

während einer Podiumsdiskussion

in Düsseldorf besorgt über die

geplante Gesetzesänderung im

Betreuungswesen. Es drohe ein

Rückfall in die Zeit vor 1992, in

der 100 und mehr Vormundschaften

und Pflegschaften von einem

einzigen Rechtsanwalt oder Amtsvormund

verwaltet worden seien,

hieß es.

Die von der Bund-Länder-Kommission

Betreuungsrecht angestrebte

„Reform“ führt zu einer

massiven Verschlechterung der

Lebenssituation von den Menschen

mit Behinderungen, die ihre

Angelegenheiten ohne die Unterstützung

von gesetzlichen Betreuern

nicht regeln können. Das war

die einhellige Meinung der vom

Bund der Berufsbetreuer e.V. eingeladenen

Fachleute und Praktiker.

Professor Dr. Wolf Crefeld von

der evangelischen Fachhohschule

Bochum, moderierte die Veranstaltung.

Mehr als 200 hauptamtliche

Betreuer begrüßten das einhellige

Votum der Fachleute für eine

Reform, aber auch die Mahnung,

effektive Strukturen, die zur

Wahrnehmung der Rechte der

Betroffenen in den vergangenen

zwölf Jahren wirkungsvoll aufgebaut

worden sind, nicht aus kurzfristigen

Spareffekten zu zerschlagen.

Dies wird zu einer Kostenverlagerung

vom Justizbereich zum

Sozialhaushalt, insbesondere der

Kommunen, führen.

Das Zeitkontingent für die Arbeit

von hauptberuflichen Betreuern

soll so drastisch eingeschränkt

werden, dass die Existenz der

Betreuungsvereine massiv gefährdet

ist.

Neben der Führung von hauptamtlichen

Betreuungen sind die

Vereine für Gewinnung, Beratung,

Begleitung und Fortbildung der

ehrenamtlichen Betreuer verantwortlich.

Darüber hinaus informieren

die Vereine über Vorsorgeund

Patientenverfügungen, um

Betreuungen zu vermeiden.

Im Rhein-Hunsrück-Kreis gibt es

rund 1200 Betreuungen, von

denen etwa 80 Prozent ehrenamtlich

übernommen worden sind. Die

Unterstützung dieser ehrenamtlichen

Betreuer ist in Rheinland-

Pfalz durch die Förderung von

Land und Kommunen in ein vorbildliches

Netzwerk aus Behörden,

Gerichten und Institutionen eingebunden.

Ohne die Betreuungsvereine

werden die ehrenamtlichen

Betreuer mit ihrer verantwortungsvollen

Aufgabe allein

gelassen. Mit der geplanten

Gesetzesänderung soll außerdem

deren Aufwandspauschale um

rund die Hälfte gekürzt werden.

Dies ist ein falsches Signal in Zeiten,

in denen Bund und Land viele

Bemühungen unternehmen, das

Ehrenamt wieder attraktiver zu

machen und gesellschaftlich aufzuwerten.

Als Ergebnis der lebhaften Diskussion

ist festzuhalten, dass nur eine

angemessene Vergütungsregelung

und eine ausreichende Finanzierung

der Betreuungsvereine die

Umsetzung des Betreuungsrechts

im Sinne der Betreuten gewährleistet.

(btvrh)

Vertrag unterzeichnet

MORBACH. Im AWO Haus des

Kreisverbandes Bernkastel-Wittlich

in der Bahnhofstraße wurde

ein Mietvertrag zwischen dem

Betreuungsverein und dem Kreisverband

unterschrieben. Der Betreuungsverein

wird zukünftig die

gesamte erste Etage sowie die

Tagungs- und Begegnungsstätte

im AWO Haus für seine Tätigkeiten

nutzen können.

Die Vorstandsmitglieder des

Betreuungsvereins mit der Kreisvorsitzenden

bei der Vertragsunterzeichnung

(von links):

Josef Scholl (stellvertretender Vorsitzender

Betreuungsverein),

Horst Hubert (Vorsitzender Betreuungsverein),

Renate Ambrosius

(Beisitzerin Betreuungsverein),

Maria Bölinger (Kreisvorsitzende)

und Alexander Steffen (Kassierer

Betreuungsverein).

Foto: awobtvbw

14

Stadt und Land 4/2003


Fachtagung Fachtagung

Altenheime haben sich Bewohnern anzupassen

Fachtagung „Gerontopsychiatrie“ im Lotte-Lemke-Haus in Bad Kreuznach

BAD KREUZNACH. Die Altenheime

haben sich den Bewohnern anzupassen,

nicht die Bewohner den

Altenheimen. Diese an sich selbstverständliche

Forderung stößt im

Pflegealltag von stationären Einrichtungen

bislang an Grenzen.

Lassen sich diese Grenzen verändern?

Muss es überhaupt Grenzen

geben, also Altenheime im klassischen

Sinn? Durch solche und

manch andere Fragen sahen sich

die 100 Teilnehmer der 2-tägigen

Fachtagung Gerontopsychiatrie

„Demenz – Wege aus dem Labyrinth“

herausgefordert, übliche

Denk- und Verhaltensmuster in

der Pflege auf ihre Sinnhaftigkeit

zu prüfen.

Schon beim ersten Referenten,

Professor Erwin Böhm aus Österreich,

klang nicht nur wienerischer

Charme herüber, sondern es ging

hart und klar, in einer so ganz

anderen Sprache um die Sache.

Was heißt eigentlich Demenz?

Heißt das, wir behandeln die Menschen

so als hätten sie eine

Demenz, sie werden also immer

blöder? Der Klient könnte sich mit

Blick auf die Pflegekräfte fragen:

‚Ich zahle dafür, dass sie mich zu

Tode pflegen mit ihren Neurosen?’

„Demenz

gibt es nicht, ...

Fachtagung in Bad Kreuznach mit

Schirrmherrin, Referenten und

Gastgebern (von links): Christian

Friedrich, Winfried Bauer, Doris

Sattler, Marianne Kochanski, Sylvia

Willerer-Pohrisch, Bürgermeisterin

Marina Hassel und Professor

Erwin Böhm. Foto: Axel Holz

Mit anderen Worten, die Altenheime

bieten das, was diese Menschen

gar nicht brauchen. Er will

wegkommen von Wörtern wie

Alzheimer und Demenz. Er sagt:

„Demenz gibt es nicht, sondern

Verhaltensauffälligkeiten, die wir

uns selbst machen.“

Böhm erläuterte sein „psychobiografisches

Pflegemodell“. Es

nimmt die Seele des Menschen in

den Blick, fragt nach dessen Prägung

und Biografie. Dieses, von

Professor Böhm in Österreich jahrzehntelang

erprobte und anerkannte

Modell, lässt sich bestens

auf deutsche Verhältnisse übertragen.

Eindrucksvoll berichtete

Marianne Kochanski, wie sie

selbst in einer Bochumer Einrichtung

das Böhm’sche Modell einführte

und mit Erfolg umsetzte.

Die neue Pflegegruppe besteht aus

16 Klienten, davon 13 mit der

Pflegestufe III.

Höchst einprägsam war eine

Übung, bei der Kochanski die Teilnehmer

ihres Workshops dazu anhielt,

Probleme der Bewohner in

Bezug auf das Waschen, die Kleidung

und das Sich-Beschäftigen

zu benennen. Benannt wurden

fast ausschließlich Probleme, die

die Mitarbeiter haben, wenn sie

sich mit ihrer Klientel befassen.

Mit dieser Übung war eindeutig

klar gemacht: Auf die Sichtweise

der Pflegenden kommt es an.

Klienten sind dann nicht mehr das

Problem.

Jutta Becker, Ärztin aus Frankfurt/Main

und schon zum vierten

Mal Referentin der Tagung,

berichtete in ihrem Workshop, wie

das Ausmaß einer Demenzerkrankung

erkannt und dokumentiert

werden kann. Sie geht davon aus,

dass bestimmte Fähigkeiten aufgrund

dieser Erkrankung nicht

mehr vorhanden sind und dass

sich Pflegende und Angehörige

darauf einzustellen haben.

„Nur gemeinsam

können wir

es schaffen, ...

Mit Bürgermeisterin Marina Hassel

hatte die Fachtagung zum

ersten Mal eine Schirmherrin. Sie

warb für ein lokales Netzwerk

„Demenz“ und neue Wohnformen

für alte, pflegebedürftige

Menschen sowie um

Unterstützung für Angehörige:

„Nur gemeinsam können

wir es schaffen, die Probleme

zu lösen.“ Das hieße, die

beteiligten Kräfte zu bündeln,

sie aufeinander abzustimmen,

statt sie gegeneinander konkurrieren

zu lassen. Der AWO Bezirksverband

Rheinland/Hessen-Nassau

blieb als Träger von 13 Altenpflegeheimen

zwischen den einzelnen

Fachtagen nicht untätig.

Mit seinem vom Land geförderten

Modellprojekt bildete er Ratgeber

aus, die in der Lage sind, die

Lebenssituation von demenzkranken

Menschen zu erkennen und

entscheidend zu verbessern. Darauf

verwies Bezirksgeschäftsführer

Winfried Bauer während seiner

Begrüßungsansprache. Das neu

erbaute Lotte-Lemke-Haus zeige

beispielhaft, wie gebaut werden

könne, um den Bedürfnissen alter

Menschen und deren Eigenarten

gerecht zu werden. Bauer dankte

ausdrücklich den Organisatoren

der Fachtagung, Doris Sattler und

Christian Friedrich. (ah)

Stadt und Land 4/2003 15


Unterwegs mit der AWO

Unterwegs

Eine Reise wert

NEUWIED-GLADBACH. Berlin war

wieder eine Reise wert. Eine große

Reisegruppe des Ortsvereins erlebte

die Hauptstadt und ihre Umgebung

hautnah. Einige Stationen

lauteten: Stadtrundfahrt, Reichstag,

Brandenburger Tor, Potsdam,

Schloss Sanssouci und Cäcilienhof.

Die Landesvertretung Rheinland-Pfalz

war für ein Mittagsessen

Gastgeber der Gladbacher.

Große Gruppe in Berlin – vor der

rheinland-pflälzischen Landesvertretung.

Foto: ovnrgl

Erdgeschichte

anschaulich

NEUWIED-GLADBACH. Die Wandergruppe

des Ortsvereins Neuwied-Gladbach

empfiehlt den

„Geologischen Wanderweg“ rund

um den Laacher See. Schwarzenwand,

Hermannshütte, Krufter

Ofen und Mendiger Museumslay.

An einem 50 Meter hohen geologischen

Schaufenster – dem Nastberg

– wurde Erdgeschichte besonders

anschaulich.

Wie heißt die Wand im Hintergrund?

Die Antwort kennt die

Wandergruppe des Ortsvereins

Neuwied-Gladbach. Es ist der

Nasberg! Foto: ovglad

Müritzsee

NEUWIED-FELDKIRCHEN. Der

Ortsverein unternahm mit 56 Teilnehmern

eine 12-tägige Reise

zum Müritzsee in Mecklenburg-

Vorpommern. Die Städte Waren

und Güstrow, Dampferfahrten

über die Seenplatte und der

Besuch eines Naturparks gehörten

zum Programm. Es hieß, am

Abschlussabend wurde vergeblich

versucht, den Rheinländern niederdeutsches

Platt beizubringen.

Autogramm

mit Widmung

KOBLENZ. Mit Eindrücken in Hülle

und Fülle kehrten 18 Beatles-Fans

aus England zurück. Sie hatten

eine 10-tägige Omnibus-Reise des

Bezirksjugendwerkes nach Liverpool

und London unternommen

und dabei alle für sie wesentlichen

Stationen erreicht. AWO Kreisvorsitzender

Werner Fleischer führte

zusammen mit Freundin Ina die

Fans auf die Spuren der Beatles.

Diese Magical Mystery Tour führte

auch in den Casbah Coffee Club

von Pete Bests Mutter Mona in

West Derby. Die Vorläuferband

Quarrymen/Silver Beatles war dort

von 1959 an Hausband. Die engen

Kellerräume, in denen die Band

probte, blieben bis heute beinahe

unverändert.

Am Abschlussabend gelang es

Werner Fleischer, Rod Davis zu

präsentieren. Davis war der Banjospieler

der Quarrymen. Sein

Bericht über die gemeinsame Zeit

mit John Lennon und von der Wiedervereinigung

der Gruppe in den

90er Jahren fand aufmerksamste

Zuhörer. Und ein Autogramm mit

Widmung gab es obendrein.

Ziel Marksburg

LINZ. Der Ortsverein unternahm

einen Tagesausflug zur Marksburg

am Rhein. Diese Burganlage überstand

die Zeiten vom frühen Mittelalter

bis heute unzerstört. Eine

weitere Attraktion ist der Burgzwinger

mit seinem Kräutergarten.

Dort gedeihen 150 Nutz-,

Heil- und Zierkräuter.

Der Ausflug endete mit einer

Weinprobe samt gemeinsamem

Essen in der Straußwirtschaft der

Bopparder Weinkönigin Sylvia I.

Ein schöner Tag

AWO-Seniorenfahrt nach

Bernkastel

SAARBURG. Man muss keine weiten

Fahrten machen, um etwas zu

erleben. Das zeigte sich während

der Seniorenfahrt des Ortsvereins,

die nach Bernkastel ging. Für die

rund 40 Teilnehmer hatte sich die

AWO einiges ausgedacht. Edith

van Eijck, die stellvertretende

Saarburger Ortsvereinsvorsitzende

und gebürtige Bernkastelerin,

Bernkastel kann so schön sein.

Foto: ovsaar

übernahm selbst die Stadtführung.

Ein Musikfest sorgte für

zusätzliche Unterhaltung. Auf der

Rückfahrt wurde in Kenn Station

gemacht, wo es einen gemütlichen

Abschluss bei leckerem Essen

und Moselwein gab. Der Kenner

Ortsbürgermeister Manfred Nink,

selbst AWO Mitglied, begrüßte die

Gäste aus Saarburg.

16

Stadt und Land 4/2003


Ein Blick zurück schärft die Sinne

Gespräch mit dem Sozialexperten der SPD:

Landtagsabgeordneter Günter Rösch aus Bernkastel-Wittlich

Frage: Ihre Partei, die SPD, stand

in ihrer Geschichte immer für den

Ausbau des Sozialstaates, heute

stehen sie in den Augen so mancher

Wähler für den Abbau.

Rösch: ...zu Unrecht, wie ich meine.

Zunächst: Ein Blick zurück

schärft oft die Sinne. 16 Jahre

lang wurde unter Kanzler Kohl

alles was dringend hätte verändert

werden müssen, auf die lange

Bank geschoben. In guten wirtschaftlichen

Zeiten wurde nichts

zurück gelegt, sondern Schulden

in nie da gewesener Höhe

gemacht. Und: Die Deutsche Einheit

wurde unseriös finanziert.

Frage: Dennoch, heute regiert die

SPD bereits fünf Jahre. Hat diese

Regierung Ihre Erwartungen

erfüllt?

Rösch: In einer schnelllebigen Zeit

wird leider auch schnell vergessen.

Ich denke, diese Regierung hat viel

erreicht. Familien, Kinder, Alleinerziehende,

auch Menschen mit

Behinderung und Menschen mit

niedrigem Einkommen haben

unbestreitbar profitiert.

Frage: Über die Gesundheitsreform

wurde viel diskutiert. Trifft es

zu, dass gerade alte Menschen die

Leidtragenden sind?

Rösch: Nein! Die Versicherten

haben einen Rechtsanspruch, alle,

ich betone alle notwendigen

medizinischen Leistungen zu

erhalten, unabhängig vom Alter.

Mit der jetzt vorliegenden

Gesundheitsreform wird die Qualität

der Versorgung eindeutig verbessert.

Dennoch wird es ab 2004

Belastungen geben.

Frage: Warum sind diese höheren

Belastungen notwendig?

Rösch: Natürlich tun die Belastungen

gerade bei kleinen Einkommen

weh. Aber diese Reform –

die wir ja gemeinsam mit der CDU

gemacht haben – ist vertretbar.

Wer einen umfassenden Leistungskatalog

für das medizinisch

Notwendige, wer das Sachleistungsprinzip

und die solidarische

Finanzierung erhalten will, wer

zudem die Arbeit entlasten und

Beiträge senken will, der kommt –

leider – an höheren Beiträgen

nicht vorbei.

Frage: Reden wir über die Renten.

Wie dramatisch ist die Situation?

Rösch: Wir wissen, es gibt immer

mehr Rentner und immer weniger

Beitragszahler. Das kann auf Dauer

nicht gut gehen. Nur eine Zahl:

1960 waren es noch fünf Erwerbstätige,

die für einen Rentner

arbeiteten, heute sind es drei.

2030 werden zwei Aktive auf

einen Rentner kommen. Wer künftig

will, dass die Beiträge zur Rentenversicherung

auch für Junge

bezahlbar und die Renten für

Altere erhalten bleiben sollen, der

muss die Rentenversicherung

verantwortlich weiterentwickeln

– zum Beispiel wie wir es mit der

Riester-Rente getan haben.

Frage: Was sagen Sie zu den vorgesehenen

Rentenkürzungen?

Rösch: Durch den Verzicht der

Rentenanpassung 2004 und durch

die volle Übernahme der Beiträge

zur Pflegeversicherung kommt es

zu Belastungen der Rentner. Diese

Maßnahmen sind uns besonders

schwer gefallen. Aber – davon bin

ich überzeugt – wer das Ganze

erhalten will, der muss jetzt die

Courage haben, den Menschen

etwas zuzumuten. Ich weiß aus

vielen Gesprächen, dass viele

Rentner diese Maßnahmen akzeptieren.

Aber es muss gerecht

zugehen, auch die Vermögenden

müssen ihren Beitrag leisten.

Frage: Verlassen wir die Bundespolitik,

kommen wir zur Landespolitik,

Stichwort Ehrenamt.

Interview

Zur Person:

Günter Rösch aus Bernkastel-Kues

ist seit 1987 Mitglied des Landtages

von Rheinland-Pfalz. Er ist

Vorsitzender des Arbeitskreises

Soziales, stellvertretender Vorsitzender

des Sozialpolitischen Ausschusses

und Sozialpolitischer

Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Foto: spdfraktion

Wie sieht die Förderung aus?

Rösch: Die Landesregierung unterstützt

mit einem Bündel von

Maßnahmen das Ehrenamt. Mit

dreistelligen Millionenbeträgen

fördert das Land Organisationen,

Verbände und Vereine, freiwillige

und ehrenamtliche Tätigkeiten,

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen,

aber auch Gebäude und

technische Ausstattungen. Damit

werden notwendige Voraussetzungen

geschaffen, damit immer

mehr Menschen in ihrem Alltag

mitreden und mitgestalten können.

Besonders erfreulich ist die

Initiative von Ministerpräsident

Kurt Beck, der bis zum Jahresende

dafür sorgen will, dass es einen

Sammelversicherungsvertrag für

ehrenamtlich Tätige geben wird.

Dadurch werden die unfall- und

haftungsrechtlichen Risiken der

Menschen abgesichert, die gerade

im Verein aktiv sind.

Frage: Eine letzte Frage: Verraten

Sie uns Ihr persönliches Motto?

Rösch: Man soll die Dinge so nehmen

wie sie kommen, aber dafür

sorgen, dass sie so kommen wie

man sie nehmen möchte.

(Die Fragen stellte Axel Holz)

Stadt und Land 4/2003 17


Einrichtungen

Hell und freundlich

AWO investiert in das Altenzentrum auf der Vierwindenhöhe

BENDORF. Das AWO Altenzentrum

auf der Vierwindenhöhe durchlebt

derzeit eine Erneuerung von innen

heraus. Mit einer Investitionssumme

von zunächst rund 350.000

Euro wird das Gebäude gründlich

renoviert. Ein erstes für jedermann

sichtbares Ergebnis ist der neue

Eingangsbereich, dessen Türen

sich weit und wie von selbst öffnen

und dessen helle Farben jeden

Besucher freundlich empfangen.

Dieser Stil setzt sich künftig im

gesamten Haus fort. Der neue Einrichtungsleiter

Andreas Erdmann

führte jetzt Interessierte durch

Flure und Stockwerke und schien

selbst ganz angetan von der

Gestaltungsaufgabe, die mit einer

Renovierung immer verbunden ist.

Er berichtete, dass Bewohner und

Mitarbeiter dabei einbezogen seien

und sich gern beteiligten.

Jeder Wohnbereich soll ein neues

Ess- und Wohnzimmer erhalten,

das bewohnergerecht eingerichtet

wird. Auch der Speisesaal soll

durch neues Mobiliar und ansprechende

behagliche Farbgestaltung

bald eine einladende Atmosphäre

ausstrahlen. Ein Teil des bisherigen

Saales wird abgetrennt; dafür

entsteht bis Ende 2004 eine neue

Caféteria, die bisher noch im

5. Stock untergebracht ist. Es wird

einen direkten Zugang von der

Küchenleiter Wilfried Göbel führte

zusammen mit seinen Kolleginnen

die modernisierte Küche des AWO

Altenzentrums vor. Links: Einrichtungsleiter

Andreas Erdmann.

Foto: Axel Holz

Straße geben und so nicht nur den

Bewohnern, sondern auch Angehörigen,

Gästen und Besuchern

die Möglichkeit eines gemütlichen

Cafébesuches bieten.

Die modernisierte Küche ist schon

seit längerem in Betrieb. Küchenleiter

Wilfried Göbel und seine

Kolleginnen waren daher gut

gelaunt, als sie den Besuchern

vorführten, welche Vorteile mit

der neuen Küche verbunden sind.

Der Verwaltungstrakt wurde bereits

frisch gestrichen und neu

eingerichtet. (ah)

Informationen zum Betreuungsrecht

Der Leiter der Seniorenwohnanlage,

Ralf Hachemer (links), und der

Geschäftsführer des Betreuungsvereins

AWO Kreisverband Neuwied,

Axel Hillenbrand, tauschen

Informationen aus. Foto: Axel Holz

Der Briefkasten kommt nicht wieder

NEUWIED. Jeden Freitagnachmittag

öffnet das „Alte Glaserei

Café“, Heddesdorfer Straße 20.

Vor kurzem gab es neben Kaffee

und Kuchen auch Informationen.

Axel Hillenbrand, der Geschäftsführer

des Betreuungsvereins AWO

Kreisverband Neuwied, sprach

über die gesetzliche Betreuung.

Der Vortrag wurde durch eine kleine

Ausstellung zum Betreuungsrecht

ergänzt. (ah)

KOBLENZ. „Der Briefkasten ist

weg!“ Seit vielen Jahren hing ein

Briefkasten der Deutschen Post

vor dem AWO Alten- und Pflegeheim

„Laubach“. Eines Tages im

April verschwand er spurlos. Es

stellte sich schnell heraus, dass er

nicht geklaut worden war. Die Post

selbst hatte ihn abmontiert – ohne

Bescheid zu sagen. Einfach so!

Heimleiter Jürgen Gerz eröffnete

daraufhin einen intensiven Briefwechsel

mit der Post. Nach längerer

Zeit erhielt er dann die Nachricht,

die Post prüfe ihre Entscheidung.

Dies dauerte bis zum Oktober.

Dann war klar, was offenbar

von vornherein feststand: Der

Briefkasten kommt nicht wieder!

Die Deutsche Post ist ein Teil

unserer Gesellschaft. Im Fall „Laubach“

hat sie sich vom älteren und

pflegebedürftigeren Teil dieser

Gesellschaft abgehängt. Sie hat

ihn abgehängt!

Die Post der Bewohner und die

Geschäftspost der Einrichtung

werden jetzt von einem privaten

Postversender befördert. Und der

kommt sogar ins Haus! (ah)

Pflegebetten gingen

auf lange Reise

Abtransport der Pflegebetten nach

Riga. Foto: Rolf Ochßner

WORMS. 47 Pflegebetten, Nachttische

und Matratzen befanden

sich auf dem Weg von Worms

nach Riga in Lettland. Es handelte

sich dabei um eine Spende des

AWO Altenzentrums „Remeyerhof“

an die Paul-Stradins-Universitätsklinik.

Der Vorsitzende des Fördervereines

Diabetes-Selbsthilfegruppen

Dithmarschen-Eiderstedt, Peter

Schmitke, stellte den Kontakt

nach Lettland her und berichtete,

dass Pflegebetten samt Matratzen

aus Deutschland in den dortigen

Krankenhäusern als Wohltat aufgenommen

werden. Die Frachtkosten

übernahm die Firma „Berlin

Chemie“. (ah)

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Stadt und Land 4/2003


Vielfalt der Einrichtungen

Vielfalt

Mit neuem Bus „Allzeit gute Fahrt“

NEUWIED. Die Bewohner der Seniorenwohnanlage

„Alte Glaserei“

erhielten einen neuen Kleinbus,

der auch für Rollstuhlfahrer geeignet

ist. Zur Feier aus Anlass der

Indienstnahme des Fahrzeuges

kamen Bewohner, Mitarbeiter,

Gäste und die Kinder der Kindertagesstätte

St. Matthias zusammen.

Einrichtungsleiter Ralf Hachemer

hielt eine kleine Dankesrede und

AWO Bezirksvorsitzender Rudi

Frick sprach für den Träger der

Einrichtung.

Reise durch den Körper

Glücksmomente mit Zitronella

Clownin bringt Menschen im AWO Seniorenzentrum zum Lächeln

MAINZ. Die Bewohner des AWO

Seniorenzentrums „Am Rosengarten“

erhalten regelmäßig Besuch –

von einer Clownin. Es ist nicht

irgendwer, der da kommt. Es ist

Kristina Kaiser alias Zitronella aus

Heidesheim.

Clownin

Zitronella

kommt den

Menschen

nahe. Sie

ist willkommen.

Foto: womz

Zitronella – mit ihrem Erkennungszeichen

Zitrone – geht behutsam

und mit aller Zurückhaltung

in die Wohnbereiche, in die

Zimmer und bis ans Bett des

pflegebedürftigen Menschen. Üblicherweise

tritt sie in Krankenhäusern

auf – nach dem Motto

Einrichtungsleiter Ralf Hachemer

(links) und Hausmeister Günter

Sturm halfen der Rollstuhlfahrerin

vor der ersten Probefahrt.

Foto: Axel Holz

ANDERNACH-KELL. Eine Reise durch den Körper unternahmen die Kinder

der AWO Kindertagesstätte. Das „Reise-Projekt“ beschäftigte sie über mehrere

Wochen. Endstation war der Mund mit all dem, was es dort zu entdecken

gibt. Zum Abschluss kam Zahnärztin Solvy Sänger in die Einrichtung.

Sie berichtete, welche Lebensmittel für die Zähne gesund und welche

ungesund sind. Außerdem zeigte sie, wie die Zähne richtig geputzt werden.

‚Lachen auf Rezept’. Ihre Kunst

kommt jedoch auch, und das in

einem Seniorenzentrum erstmals,

bei alten Menschen sehr gut an.

Die Wirkungen, die die Clownin

bei den Bewohnern hervorruft,

sind überraschend schön: aufmerksame

Augen, lächelnder

Mund, spontane Freude. Zitronella

macht keinen Blödsinn! Sie geht

auf die Menschen zu, versucht auf

deren Situation einzugehen und

schafft es auf spielerische, leichte

Weise Glücksmomente zu vermitteln.

Sie baut die Brücke zwischen

zwei Welten!

Kristina Kaiser tritt bei Festen im

Seniorenzentrum auch in anderen

Rollen auf. Sie spielt die „Verrückte

Fotografin“ oder sie animiert

ihre Zuschauer als die emsige

Putzfrau „Tante Hertha“. Sie findet

den Zugang zu Menschen, die

anderen fremd geworden sind. Sie

wird erwartet. (ah)

Jung und alt

begegnen sich

Goethe-Grundschule nutzt

Seniorenzentrum als Probebühne

HÖHR-GRENZHAUSEN. Jung und

alt begegnen sich ist das Ziel einer

Zusammenarbeit zwischen Goethe-Grundschule

und AWO Seniorenzentrum

„Kannenbäckerland“.

Jüngst waren die Klassen 4a und

4c zu Gast bei den älteren Menschen.

Mit viel Freude und

Schwung zeigten sie in zwei Musical-Aufführungen,

was sie gelernt

hatten. Immer dann, wenn Lieder,

Gedichte und Theaterstücke einstudiert

werden, dient das Seniorenzentrum

als eine Probebühne.

Dies kommt bei den älteren Menschen

sehr gut an.

Die Klasse 4c in voller Musical-

Action. Die Leitung hatte Klassenlehrerin

Petra Stumpf.

Foto: Marion Becker-Peuser

Kinder bauten

Waldhaus

ANDERNACH-KELL. Die Kinder der

AWO Kindertagesstätte entdeckten

den Wald. An vier Vormittagen

gingen Kinder und Erzieherinnen

von der Pöntertalstraße in den

nahe gelegenen Wald. An zwei

Tagen wurden sie von Förster Walter

Gräf begleitet und angeleitet.

Auch wissen sie jetzt, wie sie ein

Waldhaus bauen. Zum Abschluss

der Wald-Aktion trafen sich Eltern,

Erzieherinnen und Kinder an

der Schutzhütte am Sportplatz,

um gemeinsam Stockbrote zu grillen.

Diese „Waldwoche“ war nach

der „Reise durch den Körper“ das

zweite Themenprojekt innerhalb

kurzer Zeit. (ah)

Stadt und Land 4/2003 19


Wohlfahrtsmarken

Wir empfehlen den Kauf, der auch

in dieser Ausgabe von „Stadt und

Land” gezeigten neuen Wohlfahrtsmarkenserie.

Tausend Gründe sich zu freuen

„Lotte-Lemke-Haus“ eröffnete 1. Bauabschnitt mit offizieller Feier

BAD KREUZNACH. „Tausend Gründe

sich zu freuen!“ Dieses Lied

sang das Kreuznacher Vocal-Ensemble

Intermezzo aus Anlass der

Eröffnung des neuerbauten Altenzentrums

„Lotte-Lemke-Haus“. Die

Künstler gaben damit genau die

Stimmung unter den Bewohnern,

Mitarbeitern und Gästen wieder,

die gekommen waren, die offizielle

Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes

zu feiern.

Auf dem Weg dorthin hatte sich

mancher Gast womöglich gewundert,

ging er doch an einem großen,

erst zur Hälfte abgerissenen

Bauwerk vorbei. Dahinter verbarg

und verbirgt sich allerdings die

wohl modernste Altenpflegeeinrichtung

im Land. Sie bietet nach

2-jähriger Bauzeit 108 Bewohnern

Das Familienfoto zur Eröffnung

des neuen „Lotte-Lemke-Hauses“

vereint Bauherr, Geldgeber, Förderer

und Mitarbeiter. Rechts:

Bezirksgeschäftsführer Winfried

Bauer. Foto: Axel Holz

neue, schöne und auf ihre Bedürfnisse

abgestimmte Räume. Die

Fertigstellung des 2. Bauabschnittes

und damit des Verwaltungstraktes

samt Küche ist für Ende

2004 vorgesehen.

Es war ein langer Weg bis zu dieser

Einweihung. Bereits 1988 war

der damaligen Einrichtungsleiterin

ein Neubau für das kommende

Jahr versprochen worden. Der erste

Spatenstich erfolgte dann im

Sommer 2001. Doch, was lange

währt, wird endlich gut. Groß waren

Freude und Dankbarkeit, die

der AWO Bezirksvorsitzende Rudi

Frick während seiner Ansprache

äußerte. Als Mitglied im Geschäftsführenden

Vorstand war er

selbst viele Jahre mit dem Thema

Neubau befasst. „Ich kann daher

ermessen, welcher Aufwand betrieben

wurde und wird, um eine

solche Einrichtung zu erhalten.“

Frick berichtete, dass der AWO Bezirksverband

sowie die Zuschuss-

Geber darauf achteten, nicht mehr

Geld auszugeben als geplant. Investiert

werden insgesamt 9,66

Millionen Euro. Das Land (3,2 Millionen),

der Landkreis (2,6) und die

Stadt (650.000) gaben Baukosten-

Zuschüsse; die ARD-Fernsehlotterie

förderte die Einrichtung mit

weiteren 500.000 Euro.

Zur Feier des Tages gratulierten

persönlich der Parlamentarische

Staatssekretär beim Bundesminister

des Inneren, Fritz-Rudolf Körper

MdB, der Oberbürgermeister

und die Bürgermeisterin der Stadt,

Andreas Ludwig und Marina Hassel,

der Kreisbeigeordnete Franz

Enders, Landtagsabgeordneter

Carsten Pörksen, AWO Kreisvorsitzender

Peter Rönn sowie die Ärztin

und Fachberaterin Jutta

Becker. Die Festansprache hielt

der Leiter des Referats Pflege beim

rheinland-pfälzischen Sozialministerium,

Regierungsdirektor Helmut

Pleines. Er sagte, dass die

ambulanten und stationären Pflegeleistungen

angeglichen werden

sollten. Dabei sollten Demenz-

Erkrankungen bei der Einstufung

in Pflegestufen berücksichtigt

werden. Die neue Leiterin des

Hauses, Sylvia Willerer-Pohrisch,

nutzte die Feier, sich den Repräsentanten

der genannten Institutionen

vorzustellen, die ehemalige

Leiterin, Doris Sattler, sich von

ihnen zu verabschieden. Eine

ehrenamtliche Mitarbeiterin, Ursula

Migenda, ließ es sich nicht

nehmen, ein selbst verfasstes

Gedicht aufzusagen. (ah)

Sylvia Willerer-Pohrisch, Jahrgang

1957, geboren in Stuttgart,

aufgewachsen im Remstal/Baden-

Württemberg, leitet seit Sommer

2003 das Altenzentrum

„Lotte-Lemke-

Haus“ in Bad

Kreuznach. Die

gelernte Arzthelferin

und

staatlich ge-

Sylvia Willerer-

Pohrisch. Foto:

Heinrich Schön

prüfte Wirtschaftsassistentin

arbeitete

mehrere

Jahre als Pharmareferentin. Die

Ausbildung zur Altenpflegerin

qualifizierte sie zur Leitung von

drei eigenen stationären Einrichtungen,

darunter ein Altenpflegeheim.

Sie kann auf mehrere Zusatzqualifiaktionen

verweisen,

und zwar zu den Themen Psychound

Verhaltenstherapie, Einrichtungsleitung

und Qualitätsmanagement.

Nach einer 16-jährigen

Leitungstätigkeit, nahm sie eine

4-jährige Auszeit in Spanien. (ah)

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Stadt und Land 4/2003

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