SPEZIAL - Wilhelm

wilhelm.magazin.de

SPEZIAL - Wilhelm

EDITION IX SOMMER 2012

Unbekannter Bergpark:

Tal der Philosophen

Die romantische Löwenburg

Die Roseninsel und der Dackel

MAGAZIN FÜR BAD WILHELMSHÖHE, KASSEL UND SEINE GÄSTE

SSPEZIAL PEZIAL

Kulinarisches und Gastlichkeit

in Bad Wilhelmshöhe

Geheimnisvolle Saskia

Die documenta und

ihre Geschichte


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Herkules

aus Richtung

Dortmund

Bergpark

Wilhelmshöhe

Abfahrt Kassel

Wilhelmshöhe

Schloss

Südkreuz

Kassel

aus Richtung

Marburg

Wilhelmshöher Allee

ICE Bahnhof

Wilhelmshöhe

Abfahrt

Auestadion


Ich freue mich sehr, Ihnen unseren „Wilhelm

spezial“ zur documenta 13 präsentieren

zu dürfen. Die documenta, diese große

und bedeutende Ausstellung zeitgenössischer

Kunst, ist Anlass für uns von der Interessengemeinschaft

Bad Wilhelmshöhe

(IGW), unseren Stadtteil in diesem „Wilhelm

vorzustellen.

Der „Wilhelm“ ist eine Zeitschrift, die die

Vielfalt und die Lebendigkeit von Bad Wilhelmshöhe

unterstreicht und zeigt. Dieses

Jahr gibt es drei inhaltliche Schwerpunkte:

Zum einen stellen wir Ihnen Hotels in Bad

Wilhelmshöhe einmal näher vor, zum anderen

blicken wir auf Restaurants und Cafes.

Und natürlich zeigen wir Ihnen, welche

historischen Gebäude und Anlagen unser

Stadtteil zu bieten hat.

Uns ist es wichtig, unseren Gästen möglichst

viele Einblicke in das Bad Wilhelmshöher

Leben zu geben. Das unter anderem

geprägt wird von den über 100 Mitglieds-

Unternehmen der Interessengemeinschaft.

Unsere Einzelhändler und Dienstleister beleben

den Stadtteil und bieten alles, was

zum Leben nötig ist und Spaß macht.

Zur documenta ist unsere Stadt, ist unser

Stadtteil noch bunter, noch internationaler

als sonst. Wir stellen uns darauf ein und

freuen uns auf unsere Gäste. Die wir unter

anderem am IC-Bahnhof in Empfang nehmen

– unserem Wilhelmshöher Tor zur

Welt. Mit dem Bergpark Wilhelmshöhe – einem

der größten und schönsten Bergparks

in Europa – haben wir ein Juwel im Stadtteil.

Ob nun die Alten Meister von Rembrandt

bis Dürer in der Galerie im Schloss

Wilhelmshöhe oder die seltenen Pflanzen

und Wasserspiele mit Herkules: der Bergpark

bietet Abenteuer und Entspannung

gleichermaßen. Er ist ein immerwährendes

Kunstwerk.

EDITORIAL

Sehr geehrte Gäste,

liebe Mitglieder der

Interessenge-

meinschaft Bad

Wilhelmshöhe!

Siegfried Putz, Vorsitzender der Interessengemeinschaft

Bad Wilhelmshöhe (IGW)

Romantisch präsentiert sich von weitem

dort auch schon die Löwenburg – nicht nur

im Park, auch auf unserem Titelbild. Eine

phantastische Burg, deren Geschichte wir

Ihnen im „Wilhelm spezial“ erzählen.

Was immer Sie sich ansehen oder zur documenta

13 in Kassel genießen:

Wir von der IGW wünschen Ihnen einen tollen

Aufenthalt in der documenta-Stadt Kassel

und in unserem Stadtteil Bad Wilhelmshöhe

und hoffen, unser „Wilhelm spezial“

lädt zum Entdecken und Bummeln ein

Eine schöne Sommerzeit wünscht Ihnen

Siegfried Putz

003


INHALT

004

Grußwort

Siegfried Putz,

Interessengemeinschaft

Bad Wilhelmshöhe 3

Editorial

Petra Nagel, Chefredaktion 5

Die Löwenburg

Perfekte Illusion einer Ritterburg…

7 - 11

Zauberhaft

Bergpark Bad Wilhelmshöhe 13 - 17

Wilhelmshöher Gastlichkeit

Ungewöhnliche Hotels 18 - 26

Geheimnisvoll

Tal der Philosophen 26 - 27

Kulinarische Entdeckungsreise

durch Bad Wilhelmshöhe 30 - 41

Das Haus der Kirche

und die Kunst 42

Saskia,

geheimnisvolle Schöne 45

Die Roseninsel

und der Dackel 46 - 47

Spaziergang

Bad Wilhelmshöhes Prachtstraße 48

Trendig und Pfiffig

Einkaufen in Bad Wilhelmshöhe 50

Was ist wo?

Unser Stadtplan 60 - 61

Wo finden Sie was?

Dienstleister und Einzelhändler 62 - 63

Impressum und Ausblick 66


Liebe Leser, Liebe Leserinnen!

Sie halten einen ganz besonderen „Wilhelm

in der Hand. Eine Spezialausgabe

zur documenta 13. Eine Frühlings-und

Sommerausgabe, die sich mit der Kunst in

der documenta – Stadt Kassel und in unserem

Stadtteil Bad Wilhelmshöhe befasst. Auf

dem Titelbild präsentieren wir Ihnen gleich

zwei Wahrzeichen der Stadt: Die Löwenburg

und den Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe.

Schaut man entlang der Wilhelmshöher

Allee hoch zum Herkules, so sieht man versteckt

zur Linken im dichten Wald plötzlich

eine romantisch anmutende Burg, die Löwenburg.

Sie treibt buchstäblich ein Versteckspiel

mit dem Betrachter, kommt sie

doch als wehrhafte Trutzburg daher, die sie

gar nicht ist…Was es mit dieser zauberhaften

Anlage im Bergpark Wilhelmshöhe auf

sich hat, erfahren Sie auf den kommenden

Seiten.

Romantische Löwenburg und starker

Herkules

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist einer der

schönsten Europas. Hoch oben im Park

thront der Herkules, ein kupferner Held, der

die Stadt bewacht. Zu seinen Füßen gibt es

einmalige Wasserspiele, Grotten und Tempel.

Aber auch die Löwenburg, ein großes

Gewächshaus und das Schloß Wilhelmshöhe

mit der Galerie Alter Meister. Eine Gemäldesammlung,

die ihresgleichen sucht,

mit einem Schwerpunkt auf holländischer

und flämischer Malerei des 17. Jahrhunderts.

Viele große Namen wie Rembrandt,

Dürer und Rubens sind vertreten.

Rembrandts zauberhafte „Saskia“

Von Rembrandt ist auch „Saskia“. Ein geheimnisvolles

Gemälde, dessen Geschichte

wir Ihnen in dieser Ausgabe auch erzählen.

Etwa 1200 Gemälde umfasst die Sammlung,

etwa 450 Kunstwerke werden gezeigt.

Wandern Sie mit uns auf den Spuren des

Kurfürsten Wilhelm durch den Bergpark

Wilhelmshöhe, machen Sie halt an der Löwenburg,

entdecken Sie das Tal der Philosophen

mit dem Grabmal des Vergil und der

Eremitage des Sokrates und lesen Sie die

Geschichte zur kleinen Roseninsel. Da liegt

gar ein kaiserlicher Lieblings-Dackel begraben…

Wir zeigen Ihnen unser Bad Wilhelmshöhe.

Mit seinen Kunst-Schätzen, aber auch mit

seinen Hotels und Restaurants, mit Ausflugszielen

und Spezialitäten. Welche Besonderheiten

werden in Bad Wilhelmshöhe

geboten, welches Ausflugsziel ist eine kleine

Reise zu Fuss, mit der Straßenbahn, dem

Rad oder Bus wert?

Ein kaiserlicher Lieblingsdackel

unter Rosen

Wir waren für unsere Gäste unterwegs und

haben uns umgesehen und umgehört. Unsere

Prachtstraße, die Wilhelmshöher Allee

ist das Herzstück des Stadtteils Bad Wilhelmshöhe.

Wir stellen Ihnen diese traditionsreiche

Straße mit Ihren Einkaufsmöglichkeiten

und Plätzen zum Verweilen vor.

Ein Veranstaltungskalender weist Sie in dieser

Wilhelm“-Ausgabe auf wichtige Feste

und Ausstellungen hin und ein Stadtplan

weist Ihnen den Weg in die Innenstadt. Wir

erzählen Ihnen, wie es in Kassel mit der

documenta begann und wir freuen uns,

wenn Sie sich bei uns wohlfühlen.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken und

einen schönen Sommer

wünscht Ihnen Petra Nagel,

Chefredakteurin

EDITORIAL

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Romantische Burgruine aus

dem 18. Jahrhundert hoch oben

im Bergpark Wilhelmshöhe

Die Löwenburg:

Perfekte Illusion

einer Ritterburg…

Von Petra Nagel

TITEL-STORY

Gleich zwei Kasseler Wahrzeichen im Blick: Hoch oben den starken Helden Herkules, er bewacht

auch die künstliche Ruine Löwenburg.

007


TITEL-STORY Uneinnehmbar sieht sie aus, wehrhaft

und sturmerprobt: Die Löwenburg.

Hoch oben im Bergpark Wilhelmshöhe

erhebt sie sich mit Zinnen

und Türmen, mit grauem Stein

und romantischer Silhouette am

Ostrand des Habichtswaldes. So

perfekt versteckt, dass sie von allen

Seiten zu sehen ist…

Welche Ritter haben dort gekämpft? Wen

und was haben Sie verteidigt? Nichts! So

lautet die überraschende Antwort, wenn

man sich mit der Geschichte der Löwenburg

beschäftigt. Denn die Burg, genauer gesagt

die mittelalterlich anmutende Burgruine,

ist eine perfekte Täuschung. Und genau als

solche ist sie erbaut.

008


Staffage-Bau für den Rückzug in

die Vergangenheit

„Die Löwenburg ist ein Staffage-Bau, dessen

Fassade etwas anderes verspricht, als der Inhalt

hält,“ erklärt der Direktor der Museumslandschaft

Hessen Kassel, Prof. Dr.

Bernd Küster, das Phänomen. Landgraf Wilhelm

IX. von Hessen Kassel hatte im Bergpark

nichts zu verteidigen – er frönte der

zeitgenössischen Vorliebe fürs Mittelalter

und ließ diese Burg aus einer anfänglichen

Ruine mit Aussichtsturm ab 1793 bis 1801

zu einer schlossähnlichen Anlage ausgestalten,

die dem eigenen Rückzug diente, aber

auch als zeitweiliger Wohnsitz für seine Mätresse

Karoline von Schlotheim angelegt

war.

Romantisch, romantischer, Löwenburg.

Fluchtburg und Lustschloss

Aber es war eben nicht nur die Baulaune eines

Landgrafen, die im Bergpark zur Zeit

der Romantik eine Burg entstehen ließ,

sondern dahinter stand ein ernstzunehmendes

architektonisches Konzept, das mit viel

Liebe zum Detail umgesetzt wurde. Der von

Landgraf Wilhelm IX. beauftragte Bauherr

Heinrich Christoph Jussow reiste eigens

nach Schottland, um sich inspirieren zu

lassen. Das Ganze spielte in einer Zeit, in der

Ritter und Ritterspiele sehr populär waren.

Auch der Roman „Die Löwenritter“ war

1796 erschienen und hatte die Mode weiter

entfacht. Das Mittelalter lag im Trend, die

Romantiker schwärmten, und auch Wilhelm

IX. lebte diese Mode aus.

Ehrlicher

Genuss

Restaurant ilyssia | Lange Straße 83

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Öffnungszeiten: täglich 12.00-14.30 Uhr

abends ab 17.30 Uhr

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009


TITEL-STORY

„Das ist mein liebster Arbeitsplatz und der schönste in Kassel“, schwärmt Christine Görke, Schloßaufsicht in der Löwenburg. Alle Exponate,

drinnen und draußen, werden liebevoll und vorsichtig entstaubt…

Das führte ihn, nach Vollendung des repräsentativen

Schlosses Wilhemshöhe, zur Anlage

einer Ruinenarchitektur im Bergpark,

deren mittelalterliches Flair eine zeittypische

Flucht aus der Gegenwart ermöglichte.

Als fiktive Ritterburg hat die Löwenburg übrigens

kein direktes architektonisches Vorbild.

Dasselbe Prinzip einer mittelalterlich

anmutenden Schein-Architektur findet sich

in der Folgezeit allerdings an vielen Orten

im Land, nicht zuletzt folgt das Schloss

Neuschwanstein mit seinem Bauherrn Ludwig

II. dem gleichen Muster.

Romantiker und Kurfürst

Wilhelm IX. – wurde als Sohn des Landgrafen

Friedrich II. im Jahr 1743 in Kassel geboren.

Nach dem Krieg gegen Frankreich

1793 erhielt er die Kurwürde und wurde

Kurfürst Wilhelm I. 1806 ging Wilhelm I.

ins Exil, denn Hessen-Kassel wurde von den

010

Franzosen besetzt und von Jérome Bonaparte,

einem Bruder Napoleons regiert. 1813

kehrte Wilhelm I. zurück. Er starb 1821 in

Kassel und wurde auf der Löwenburg beigesetzt.

Die Gruft unter der Kapelle hatte er zu

Lebzeiten für seine Grablege bestimmt.

Der problematische Baustoff

Die Illusion der romantischen Burgruine ist

für den Betrachter perfekt. Nicht ganz so

perfekt ist das verwendete Bau-Material: Habichtswälder

Tuffstein wurde eingesetzt, so

wie beim Bau des Herkules-Monumentes

unter Landgraf Carl Anfang des 18. Jahrhunderts.

Ein poröser Stein aus der Region,

leicht zu bearbeiten, aber nicht unbedingt

witterungsbeständig. Und das heißt, irgendwo

ist immer Baustelle. Von 2013 bis 2016

soll die Löwenburg restauriert werden, „sie

verkörpert ein Stück Alt-Kassel, ein Erbe, das

unbedingt bewahrt werden muss,“ sagt

Prof. Bernd Küster.

Die Wiederherstellung der Löwenburg

Drei Bauabschnitte und Millionen-Investitionen

sind vorgesehen, unter anderem soll

die Löwenburg ihren Bergfried zurückbekommen.

Als Bergfried wird der zentrale

Turm einer Burg bezeichnet. Der Turm

stand am Beginn des landgräflichen Konzeptes,

das schließlich zu der komplexen

Burganlage führte und soll in den kommenden

Jahren neu aufgebaut werden.

„Wir können damit eine Wunde schließen,

die das 20igste Jahrhundert hinterlassen

hat, und ein Stück Kasseler Identität bewahren,“

erläutert der Direktor der Museumslandschaft

Hessen Kassel.

Der Bergfried wächst langsam

Während der Bombardierung Kassels im

Zweiten Weltkrieg ist der Bergfried zerstört


Umgeben von Felsen und dunklen Wäldern wurde die Löwenburg ab 1793 als Stimmungsstaffage im Landschaftsgarten errichtet.

worden. Er entsteht neben dem sogenannten

Bedienerturm, der noch erhalten ist. Der

Aufbau des Bergfrieds muss mit viel Feingefühl

und aus statischen Gründen langsam

erfolgen. Doch das Jahr 2016 bedeutet sicher

nicht das Ende jeglicher Instandsetzung.

Gerade der verwendete Tuffstein bedarf

immer wieder der Ausbesserung. Es ist

geplant, eine ständige Bauhütte für Herkules

und Löwenburg einzurichten, so dass

kontinuierlich Arbeiten vorgenommen werden

können.

Löwenburg bleibt geöffnet

Während all der kommenden Bauabschnitte

wird die Löwenburg für die Besucher übrigens

nie komplett geschlossen sein. Zumindest

in Teilen wird sie immer besichtigt

werden können. Das ist auch dringend geboten,

denn die Anlage ist ein touristisches

Highlight in Kassel. Dem romantischen

Ruinen-Flair können sich Foto-Touristen

aus aller Welt kaum entziehen.

Barocke Raumfolge

Trotz der mittelalterlichen Stilmaskerade: In

der Löwenburg gibt es eine barocke Raumfolge

mit Herrenbau, Damenbau, Küchentrakt

und Marstall. Und das Besondere an der

restaurierten Löwenburg wird sein, dass nahezu

alle Räumlichkeiten museal genutzt

und mit authentischem Inventar, so wie es

aus dem Jahr 1816 nachgewiesen ist, nahezu

vollständig ausgestattet werden können.

Löwenburg-Ausstellung im Herbst

Vom 14. September 2012 bis zum 13. Januar

2013 wird im Schloss Wilhelmshöhe die

Ausstellung „ Die Löwenburg – Mythos und

Geschichte“ gezeigt, die der Bau- und Wirkungsgeschichte

dieser Anlage gewidmet ist.

Gezeigt werden originale Entwürfe aus der

TITEL-STORY

Bauzeit, zahlreiche restaurierte Ausstattungsstücke

und malerische Rezeptionen

mittelalterlicher Ruinen in der Romantik.

Der wiederhergestellte Turnierplatz

südlich der Löwenburg wird

auch für Veranstaltungen genutzt:

das Musical „The Black Rider“ in

einer Inszenierung des Staatstheaters

Kassel, wird im Sommer, am

22. Juni 2012 vor der großartigen

historischen Kulisse unterhalb des

Herkules zu sehen sein.

Öffnungszeiten:

Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe

März - Oktober:

Di - So und feiertags 10 - 17 Uhr

Besichtigung nur im Rahmen einer Führung

möglich. Führungen jeweils zur vollen

Stunde.

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Schöne Dinge

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Bergpark Wilhelmshöhe verzaubert mit Grotten, Tempeln und Kaskaden

Auf Zeitreise durch Natur und Kultur

Von Cornelia Harberg

Einst residierten hier die Landgrafen

und Kurfürsten von Hessen-

Kassel, genossen preußische Könige

und deutsche Kaiser das einmalige

Flair aus Natur und Kultur.

Heute lockt Europas größter Bergpark

Jahr für Jahr Zehntausende

Besucher auf die Wilhelmshöhe.

Grotten, Tempel und Kaskaden verzaubern

ebenso wie botanische

Schönheiten inmitten einzigartiger

Gartenkunst.

Wie ein Landschaftsgemälde präsentiert

sich das weitläufige Parkgelände am bewaldeten

Berghang und wartet zudem mit

zahlreichen kulturhistorischen Schätzen

auf. So unverwechselbar, dass die Hoffnung

auf Aufnahme in die Welterbeliste der

UNESCO in 2013 mehr als gerechtfertigt erscheint.

Nein, mit einem kurzen Spazier-

gang ist es nicht getan! Sorry, aber für eine

Stippvisite ist Europas größter Bergpark einfach

zu reich an landschaftlichen Schönheiten

und kulturellen Kleinoden. Wer die

Wilhelmshöhe wirklich erleben will, der

sollte die Hektik des Alltags hinter sich lassen.

Ein waches Auge, eine Portion Neugier

und die Lust auf eine Zeitreise können dagegen

nicht schaden. Das reicht schon als Gepäck

und zum Start am Fuß des Parks, den

Landgraf Karl (1654 - 1730) aus einem bewaldeten

Berghang und dem Habichtswald

Kassels zu Beginn des 18. Jahrhunderts als

Werk barocker Gartenbaukunst beginnen

ließ. Hier endet die Wilhelmshöher Allee

und empfangen wilde Enten und Schwäne

die Besucher auf dem nahen Schlossteich,

dem Lac. Früher gehörten sie zum Inventar

des Schlosses, das sich gleich angrenzend

auf dem Schlossberg majestätisch präsentiert.

Heute sind sie Wildtiere, ebenso wie die

im Bergpark lebenden Hasen. Nur wenige

Schritte entfernt betört die Roseninsel mit

ihrem Blütenzauber. Hier liegt Erdmann

begraben – gaukelt ein kleines Grabmal

vor, ist aber falsch. Denn der Lieblingsdackel

von Kaiser Wilhelm II., fand zwar auf

Wilhelmshöhe seine letzte Ruhe. Wo genau,

ist aber unbekannt.

Barocke Gartenbaukunst und wilde

Tiere

Schließlich ist das klassizistische Schloss

Wilhelmshöhe – unübersehbares Zentrum

des Bergparks und nur eine Wegbiegung

entfernt – tatsächlich von Wilhelm IX. ab

1768 erbaut worden. Mehr noch: Seine imposante

Architektur kann auch heute noch

das halten, was sie seit Jahrhunderten verspricht.

Die Residenz beheimatet die Gemäldegalerie

Alte Meister als bedeutendste

Sammlung Deutschlands. Auf drei Stock-

013


SEHENSWÜRDIGKEITEN

Klassischer Blick vom Schloß zum Herkules.

werken präsentieren sich rund 600 Gemälde,

die den Bogen von der Spätgotik bis zum

beginnenden Klassizismus spannen. Zu verdanken

ist sie Landgraf Wilhelm VIII., der

als ausgewiesener Kenner des flämischen

und holländischen Barock galt und die

bundesweit größte Rembrandt-Sammlung

begründete. Vor allem zwei Frauen-Bildnisse

ziehen Kunstinteressenten aus aller Welt

magisch an: Saskia von Rembrandt und

014

Elsbeth Tucher von Dürer. Saskia von Rembrandt

wurde schon im Jahr 2000 zum Lieblingsbild

der Besucher gewählt und zählt

auch heute noch dazu. Elsbeth Tucher von

Dürer, ein Prunkstück der Altdeutschen Malerei,

ist noch bekannter. Ihr Portrait zierte

einst die Zwanzig-Markscheine. Erst kürzlich

war ihr Gemälde in München ausgestellt,

neue Leihanfragen liegen bereits vor. Saskia,

die liebliche Schöne

Das Kneippheilbad Kassel-Bad Wilhelmshöhe hat eine lange Tradition. Im Jahr 1895 wurde

der erste Kneipp-Verein in Kassel gegründet.

Aktuell erwartet die Besucher vom 11. Mai

bis 12. August die Sonderausstellung „Neuland.

Per Kirkeby – Radierungen“ im Museum

Schloss Wilhelmshöhe. Der dänische

Künstler mit großem internationalem Renommee

arbeitet sowohl als Bildhauer, Architekt,

Schriftsteller, Filmemacher und

Maler. Die Größe seiner Werke schwankt

zwischen Handskizzen und Monumentalwerken

und die Motive reichen von Landschaften

bis hin zu Strichgebilden. Doch

damit nicht genug: Immer einen Besuch

wert sind auch die Graphische Sammlung

mit über 60 000 Handzeichnungen, druckgraphischen

Arbeiten, Plakaten und illustrierten

Büchern sowie die Antikensammlung,

die in die antiken Kulturen des Mittelmeerraumes

entführt. Wer anschließend

den höfischen Wohnstil erleben will, der

sollte sich durch die 23 historischen

Schlossräume des Weißensteinflügels, dem

Wohntrakt des Landgrafenpaares, führen

lassen. Das kurfürstliche Badezimmer – mit

antikisierend-arkadischen Landschaften

ausgemalt – ist ebenso wie das Speisezimmer

und eine Gemäldesammlung ein Verweilen

wert.


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SEHENSWÜRDIGKEITEN

Bergpark Wilhelmshöhe: Historische Bauten in malerischer Kulisse.

Ein Blick ins Wohnzimmer der

Landgrafen…

Apropos Verweilen. Besonders beliebt war

dafür das Ballhaus, ein „Tanzsaal für das

Publicum“ und wahres Schmuckstück

gleich neben dem Schloss. Außen schlicht

und innen festlich ließ Jérome Bonaparte

das Gebäude 1808–1810 als Hoftheater und

als erstes bekanntes Gebäude von Leo von

Klenze, dem berühmten Münchner Architekten,

erbauen. Reiche Wand- und Deckenmalereien

zeigen Arabesken mit Figuren,

Fabelwesen, Papageien und farbenfrohen

Blumen.

Exotische Pflanzen – diesmal in echt – beherbergt

das angrenzende Große Gewächshaus

und zeigt zur Besuchersaison im Winter

mit seinen Bananen, Palmen, Orchideen

und Kamelien botanischen Südseezauber.

Nach den Eisheiligen im Frühjahr werden

016

die seltenen Gewächse nach historischem

Vorbild an die Luft gesetzt und konkurrieren

hier mit heimischen Baumschönheiten in

der endlos wirkenden Parkidylle. Keine Frage,

dass hier zahllose lauschige Plätze um

die Gunst der Naturliebhaber buhlen. Ein

Geheimtipp ist die Eremitage des Sokrates,

die sich am Waldrand südöstlich der Teufelsbrücke

versteckt. Bäume bilden links

und rechts eine gemütliche Schneise und

dazwischen eröffnet sich eine weite Fernsicht.

Beeindruckende Aussichten gibt es

aber überall auf Wilhelmshöhe zu entdecken,

zu den Bekanntesten zählen die vom

Burggarten der Löwenburg und von den

Plattformen am Oktogon.

Hoch oben thront der kupferne

Riese

Auf dessen Spitze thront am höchsten Punkt

des Bergparks Kassels Wahrzeichen: Der

Herkules. Der kupfergrüne Riese, mit dem

Landgraf Karl ein Zeichen für seinen Herrschaftsanspruch

setzen sollte, wacht seit

rund 300 Jahren über die Stadt. Der über elf

Meter hohe Koloss sollte Heldenmut, Unbesiegbarkeit

und Stärke symbolisieren. Unter

ihm erstrecken sich das Oktogon und die

Kaskaden, Ausgangspunkt für die beliebten

Wasserkünste, die alljährlich vom 1. Mai bis

3. Oktober eine zusätzliche Attraktion sind.

Jeden Mittwoch, Sonntag und an Feiertagen

beginnen sie um 14.30 Uhr am Oktogon

und erreichen ihren Höhepunkt um 15.45

Uhr in einer 50 Meter hohen Fontäne im

Teich vor dem Schloss Wilhelmshöhe. Zusätzlich

finden von Juni bis September an

jedem ersten Samstag im Monat beleuchtete

Wasserspiele statt. Sie beginnen je nach Monat

zwischen 21 und 22 Uhr. 5000 Besucher

im Bergpark sind dann keine Seltenheit.


Das Schloß Wilhelmshöhe ist eines der beliebtesten Fotomotive im Bergpark.

Tipps für Besucher

Für Tipps zum Museumsbesuch, Informationen

über Öffnungszeiten und das Buchen

von Führungen im Schloss Wilhelmshöhe

ist der Besucherdienst der richtige Ansprechpartner,

zu erreichen montags bis freitags

von 9 bis 15 Uhr unter Telefon 0561 / 316 80

– 123 oder per E-Mail unter besucherdienst@museum-kassel.de

.

Führungen zu den Wasserspielen und durch

den Schlosspark Wilhelmshöhe sind eben-

falls beim oben genannten Besucherdienst

der MHK oder bei Kassel Marketing GmbH

Informationen unter Telefon 0561 /

7077–07 oder online auf

www.kassel-marketing.de zu buchen.

Gastronomie im Bergpark :

Das MuseumsBistro im Schloss Wilhelmshöhe

bietet Kaffee/Tee und Kuchenspezialitäten,

Nudelgerichte, Salate

sowie regionale Gerichte wie Kasseler

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Speck- und Zwiebelkuchen.

Die Kaskadenwirtschaft, ein historisches

Gasthaus an den Kaskaden am Rande

des Neptunbeckens, offeriert neben Kaffee

und Kuchen auch warme Spezialitäten

aus Nordhessen.

Das Café Restaurant am Herkules

Das Schlosscafé Alte Wache nahe des

Schloss Wilhelmshöhe präsentiert Kaffeespezialitäten,

hausgemachtes feines

Gebäck sowie kleine Speisen.

017


018

Wir stellen ganz unterschiedliche Hotels im Stadtteil

Bad Wilhelmshöhe vor:

Für guten Schlaf und Erholung

„Wie man sich bettet, so liegt man…“ eine Weisheit, die immer wieder stimmt. Doch da sich über Geschmack streiten lässt,

ist eine gutes Angebot wichtig. In Bad Wilhelmshöhe gibt es viele Möglichkeiten, sein müdes Haupt auf weiche Kissen zu betten.

Wir stellen Ihnen einige davon vor, zusammen mit eine paar Besonderheiten der Hotels, in denen die Betten stehen.

Mirko Konrad hat für unseren Wilhelm spezial viele Hotels besucht, und hat sich informiert.


InterCity Hotel Kassel

Die zentrale Lage des InterCityHotels Kassel

direkt am IC-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe

ist laut Direktor Felix A. Hengst ein Grund

dafür, dass Geschäftsreisende aus ganz

Deutschland und dem Ausland das Hotel gerne

als Tagungsort nutzen. „Wir bieten fünf

Tagungsräume und 146 Zimmer mit 292

Betten, darunter zwei Juniorsuiten und ein

behindertengerechtes Zimmer“, sagt der

52-Jährige. Er leitet das Hotel, das in Kassel

1995 eröffnet wurde, seit 2004.

Modern, mobil, zentral

Die modern eingerichteten Zimmer seien

auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden

abgestimmt. Aber auch Touristen steigen in

dem Hotel ab. „In den Zimmerpreisen ist

die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs

in Kassel enthalten“, erklärt Hoteldirektor

Felix Hengst. So seien etwa Ziele

wie der Bergpark oder die Ausstellungsorte

der documenta 13 ohne zusätzliche Kosten

zu erreichen. Zudem arbeitet das InterCity-

Hotel eng mit Kassel Marketing und dem

Kongress Palais zusammen. Das InterCity-

Hotel Kassel ist eins von 33 in Deutschland.

Vor 25 Jahren wurde die Hotelgruppe seitens

der Deutschen Bahn AG und der Steigenberger

Hotels AG gegründet, wobei 51 Prozent

der Anteile bei der Deutschen Bahn AG lagen.

Seit 2000 ist die Kette eine 100-prozentige

Tochter der Steigenberger Hotels AG.

Standort Kassel ein Highlight

Den Standort Kassel sieht Hotelchef Felix

Hengst neben den Stärken als Austragungsort

von Business-Veranstaltungen durch die

kulturellen Angebote als „Highlight“. „Kassel

wird immer beliebter, und dass wird

auch weiter anhalten“, sagt er. Das zeige

auch die Resonanz der Gäste. Vor allem der

Städtetourismus habe zugenommen. Immer

mehr Menschen kämen für ein verlängertes

Wochenende nach Kassel. Für das

Wohl der Gäste im InterCityHotel sorgen 23

Mitarbeiter sowie bis zu 15 externe Mitarbeiter,

die sich etwa um die Technik oder das

Housekeeping kümmern. Im Restaurant erhalten

die Gäste Speisen aus der internationalen

und regionalen Küche. Im Sommer

werden die auch auf der mit Bäumen und

Sträuchern eingefassten Sommerterrasse

serviert.

InterCityHotel Kassel

Wilhelmshöher Allee 241

34131 Kassel

Tel.: 0561 9388–0 /-666 (Reservierungen)

Fax 0561 9388–888

E-Mail: reservations@intercityhotel.de

www.intercityhotel.com/kassel

019


Pentahotel Kassel

Die Rezeption ist in die Bar mit dem vereisten

Zapfhahn integriert, aus den Lautsprechen

klingt Chill-out-Musik, das Personal

trägt Jeans und T-Shirt, alle sind gut gelaunt,

das „Du“ als Anrede vom Angestellten

bis hin zum Geschäftsführer ist Teil der

Firmenphilosophie. Auch sonst ist im Pentahotel

Kassel einiges anders als in anderen

Hotels: Es gibt keine Trennung zwischen

Mitarbeitern im Service oder denen an der

Rezeption, die es ja eigentlich auch gar

nicht gibt. „Das Konzept kommt gerade bei

Geschäftsreisenden gut an“, sagt Hotel-Direktor

Daniel Pahl. Seit 2009 arbeitet das

Pentahotel in der Bertha-von-Suttner-Straße

am IC-Bahnhof nach dem Konzept „Style-

und Freiheit statt Steifheit“. Entworfen

hat das Konzept der italienische Stardesigner

Mattheo Thun. Auch die Speisekarten

des Restaurants neben der Bar sind anders:

ein großes Brett mit einem rechteckigen

020

Schlitz. „So kann man sich anschauen und

miteinander reden, wenn man die Karte

liest“, erläutert Pahl.

Lieblingsgerichte und besondere

Speisekarten

Darauf stehen „Lieblingsgerichte“: Burger,

Steak, Wiener Schnitzel, Pasta – die Klassiker

eben. Auf dem Weg zu einem der 137

Zimmer mit 265 Betten zeigt Pahl den neuen

Fit- und Wellness-Bereich des Hotels,

„mit Fitnessgeräten der neusten Generation“,

wie er betont. Die Zimmer haben eine

klare Design-Linie inklusive High-Tech-

Flatscreen, über den man via der „Penta-

Innovation“ @-Box etwa eine Präsentation

vom Laptop anschauen oder Musik vom eigenem

Smart Phone hören kann. „Die Ausstattung

ist in allen Zimmern gleich, besonderen

Wert legen wir natürlich auf den

Schlafkomfort“, betont der Direktor.

Style- und Freiheit statt Steifheit

Die Mini-Bar sucht man im Zimmer vergeblich.

Dafür gibt es auf jeder Etage einen Automaten,

der sich Maxi-Bar nennt. „Das ist

umweltfreundlicher und für den Gast preiswerter“,

erklärt Pahl. Auch hier geht man

unter anderem mit italienischem Bier und

englischen Chips bewusst einen ungewöhnlichen

Weg. Die fünf Tagungsräume umfassen

insgesamt 250 Quadratmeter. Die Pentahotels

wurden in den 1980er-Jahren von

fünf (griechisch: penta) Fluggesellschafen

gegründet. Mittlerweile gibt es in Deutschland

zwölf Pentahotels.

Pentahotel Kassel

Bertha-von Suttner-Straße 15

34131 Kassel

Telefon 0561 93390

www.pentahotels.com


Das Turmzimmer mit dem Bettgestell auf dem Spitzdach ist in Wilhelmshöhe

weithin sichtbar. „Das Zimmer wird gern als Suite, für Feierlichkeiten

oder als Tagungsraum genutzt, sagt Klaus Voss, Mitglied

der Geschäftsleitung des Best Western Hotels Kurfürst Wilhelm I. Der

gut zehn Meter hohe Raum bietet den Gästen ein besonderes Ambiente.

Um 1900 erbaut, war das Haus in der Wilhelmshöher Allee 257

direkt am City-Center von 1904 bis 1991 ein Mietshaus. Dann wurde

das denkmalgeschützte Gebäude mit der klassizistischen Fassade zum

Hotel umgestaltet. Seitdem gehört auch das Bett auf dem Dach zum

Stadtbild. Viele ursprüngliche Details wie das Holzgeländer im Treppenhaus

oder das Bodenmosaik in den Zwischen-Etagen blieben beim

Umbau erhalten. Die 43 Zimmer mit 80 Betten dagegen sind modern

und mit Designer-Möbeln ausgestattet, ein Großteil der Zimmer ist für

Nichtraucher, zwei Zimmer sind für Allergiker geeignet. Die Designer-

Telefone, einige Designerstühle, die Kaffeemaschinen, die Bäder mit

Tageslicht und die Holzböden geben den Räumen einen besonderen

Akzent. Jedes Zimmer hat einen anderen Grundriss, manche haben ein

Erker, andere urige Holzbalken, und wieder andere einen Balkon.

Fotografien stimmen auf documenta ein

Zudem können die Gäste auf jedem Zimmer Kaffee und Tee zubereiten.

Neben dem Turmzimmer besitzt das Hotel vier Tagungsräume, die

Platz für bis zu 20 Gäste bieten. „Geschäftsreisende, Tagungsgäste und

Teilnehmer an Kongressen in Kassel sind unsere Hauptzielgruppe“, erklärt

Voss. Die verkehrstechnisch gute Lage direkt am IC-Bahnhof sei

ideal. Zudem gibt es ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in

Kassel kostenfrei vom Hotel. Im Treppenhaus, in der Lobby und im Bistro

„1904“, stimmen Fotografien von Kunstwerken vergangener documenta-Ausstellungen

auf die documenta 13 ein.

Best Western Hotel Kurfürst Wilhelm I

Wilhelmshöher Allee 257 · 34131 Kassel

Telefon 0561 31870 · Fax 0561 318777

E-Mail: info@kurfuerst.bestwestern.de · www.kurfuerst.bestwestern.de

43 Zimmer, 5 Tagungsräume

Hotel Kurfürst

Wilhelm I.

021


Hotel & Café Burgfeld

022

Sie kennt die Namen fast aller ihrer Gäste,

sei es im Hotel oder im angeschlossenen Café

Burgfeld am Eingang des Bergparks. Seit

zwölf Jahren führt Bärbel Benderoth Hotel

und Café, die sich seit fast 70 Jahren in der

dritten Generation in Familienbesitz befinden.

„80 Prozent unserer Gäste sind

Stammgäste“, sagt sie, und eilt zur Kuchentheke

im Café. „Einmal Stachelbeer?“ Sie

kennt die Vorlieben ihrer Kunden. „Die Kuchen

sehen so toll aus, ich schaue sie mir

immer wieder gern an“, sagt die Kundin. Alle

Kuchen und Torten backt Bärbel Benderoth

selbst, zehn bis 15 an Werktagen, 22

sonntags.

Seit drei Generationen in Familienbesitz

„Am beliebtesten sind Stachelbeer-Baiser

und Himbeertorte“, erzählt sie. Im Hotel

steigen vor allem Tagungs-, Städte- und

Kulturreisende ab, die Wert auf Ruhe und

Entspannung legen. Das hell und freundlich

eingerichtete Café mit frischen Tulpen

auf jedem Tisch und dem großen Sommergarten

besuchen neben den Stammgästen

viele junge Menschen und Familien mit

Kindern, für die Benderoth eigens eine

Spielecke eingerichtet hat. Hotelgästen, die

aus den zehn Zimmern auf Kassel und den

Bergpark blicken, bietet Bärbel Benderoth

Übernachtung und Frühstück an. „Wir gehen

auf die Bedürfnisse unserer Gäste ein“,

erzählt sie. So gibt es beispielsweise auf

Wunsch laktosefreien Käse und Milch zum

Frühstück. „Viele unserer Gäste vertragen

keine Laktose“, weiß die Hotel-Chefin aus

Erfahrung. Dann kommt der nächste Gast.

„Was trinke ich denn?“ fragt er. „Ein alkoholfreies

Weizen“, antwortet Bärbel Benderoth.

Hotel und Café Burgfeld

Burgfeldstraße 1

34131 Kassel

Telefon 0561 32126

E-Mail:

rezeption@hotel-burgfeld.de

www.hotel-burgfeld.de


Kurparkhotel Wilhelmshöhe

Bereits 1869 betrieb Conrad Fischer in Wilhelmshöhe

eine Gastronomie und bewirtete

zehn Jahre später auch am Aussichtsturm

im Habichtswald Wanderer und die Leibwache

des Kurfürsten. Heute erwartet Kur- und

Tagesgäste dort das Hotel-Café-Restaurant

„Elfbuchen“. Was ihr Urgroßvater aufbaute,

führen Silvia und Angelika Fischer heute

in der vierten Generation fort.

Tradition und regionale Produkte

1983 eröffnete das Kurparkhotel an der Wilhelmshöher

Allee 336 am Fuße des Bergparks.

Es bietet seinen Gästen 85 Zimmer,

einen Wellnessbereich mit Schwimmbad,

Sauna, Whirlpool und Fitnessbereich, den

die Hotelgäste kostenfrei nutzen können.

Zudem stehen sechs Tagungsräume für

Workshops, Seminare und Konferenzen mit

modernsten Equipment für bis zu 120 Personen

zur Verfügung. „Jeder Raum hat seine

eigene Atmosphäre“, sagt Silvia Fischer.

Die Zimmer sind komfortabel und individuell

eingerichtet.

Namensgeber für das Restaurant „Conrads“

war ihr Urgroßvater. Dort sind auch Foto-

grafien des einstigen Gastronomiebetriebs

in der Langen Straße zu sehen. Die Inhaberin

legt Wert auf die frische Zubereitung der

Speisen und die Verwendung regionaler

Produkte. „Besonders beliebt ist unsere Karte

mit Wild aus dem benachbarten Kaufunger

Wald“, erzählt sie.

Wild aus dem Kaufunger Wald

Zudem sind Spezialitäten aus eigener

Schlachtung im Angebot, etwa die selbstgemachte

„Ahle Worscht“, sowie vegetarische

Speisen oder Fischgerichte. „Qualität und

Frische sind bei uns oberstes Prinzip“, er-

klärt Silvia Fischer. Ein besonderes Flair

bietet der neu gestaltete Wintergarten, der

das Restaurant ergänzt. Genießen können

die Gäste im Sommer darüber hinaus auf

der Terrasse unter alten Bäumen – und das

bis in die späten Abendstunden.

Kurparkhotel Wilhelmshöhe

Wilhelmshöher Allee 336

34131 Kassel

Telefon 0561 3189–0

Fax 0561 3189–124

E-Mail: info@kurparkhotel-kassel.de

www.kurparkhotel-kassel.de

023


Hotel Palmenbad

Vom Gewächs- und Badehaus zum

Designer-Hotel

„Er ist sehr mild und wird fünf bis sieben

Jahre in französischen Cognacfässern gelagert

– einfach zum Genießen.“ Wenn Kadir

Eker von Grappa und Wein spricht, dann

spürt man seine Leidenschaft dafür. Im November

2009 übernahm der heute 23-Jährige

mit seiner Frau Maria Magnesa das Hotel

Palmenbad in der Kurhausstraße 25. Neben

erlesenen Weinen und Grappa-Sorten bietet

Eker seinen Gästen italienische Gerichte.

Die bereitet Mama Rita zu – „mit Liebe und

Leidenschaft“, wie er sagt.

Kochen mit Liebe und Leidenschaft

Jeden zweiten Tag gibt es wechselnde Empfehlungen.

Ein abwechslungsreiches Angebot

ist ihm wichtig. Abwechslung bieten

auch die zwölf Zimmer, die die Innenarchitektin

Sarah Kohler-Lückfeld entworfen hat.

Jedes ist auf eine Persönlichkeit und ihre

Epoche abgestimmt, etwa die Suite „Mum-

024

taz Mahal“ mit Möbeln aus dunklem Edelholz

und einer Badewanne mitten im Zimmer.

Bunt und verspielt präsentiert sich das

Zimmer „ABBA“, und ein romantisches Ambiente

findet man bei etwa „Marylin Monroe“.

Bei den Gästen kommt das Konzept

an. „Wir haben sehr viele Stammgäste, einige

haben sogar einen eigenen Schlüssel“,

erzählt Eker. Vor allem bei Geschäftsreisenden

und Wochenend-Besuchern ist das Hotel

beliebt, das um 1900 als Gewächs- und

Badehaus erbaut und seit den 1930er-Jahren

als Gasthaus betrieben wurde.

Ursprünglich ein Gewächs- und

Badehaus

Und viele Gäste kennen sich untereinander.

„Hier werden viele Kontakte geknüpft“, sagt

der Hotel-Chef, der sich aber eher als „guter

Freund“ der Gäste und seiner acht Mitarbeiter

sieht. Gelegenheit sich kennenzulernen,

bieten etwa eine kleine Lounge, die Bar im

Restaurant oder der Frühstücksraum. Zu-

dem gibt es einen Raucherbereich mit

Großbild-Leinwand, auf der über SKY-Empfang

Fußball-Spiele zu sehen sind. „Die

Gäste sollen sich wie zu Hause fühlen“, erklärt

Eker. Vieles im Hotel hat sich im Laufe

der Zeit entwickelt und sich an den Bedürfnissen

der Gäste orientiert. „Als Italiener

trinkt man morgens Kaffee, viele Gäste bevorzugen

aber Tee“, sagt er und lacht. Jetzt

können die Besucher beim Frühstück aus

einem umfangreichen Tee-Sortiment wählen.

Die Arbeit macht ihm Spaß: „Jeden

Abend sage ich zu meiner Frau: Heute war

wieder ein toller Tag.“

Hotel Palmenbad

Kurhausstraße 25

34131 Kassel

Telefon: 0561 2075 587–0

Fax: 0561 2075 587–87

E-Mail: info@palmenbad.de

www.palmenbad.de


Schlosshotel Wilhelmshöhe und Schweizer Hof

Die Küche im Schlosshotel schätzte schon

Bundeskanzler Willy Brandt. Beim Besuch

des damaligen DDR-Ministerpräsidenten

Willi Stoph am 21. Mai 1970 dinierten die

beiden Staatsmänner in dem Hotel direkt am

Bergpark. Und Küchendirektor Harald Kolle,

damals Chef-Saucier, war für die Wacholder-

Rahmsauce verantwortlich, die es zum Rehrücken

gab. Seit dem August 2011 führt Dominik

Hübler das traditionsreiche Hotel.

Wacholder-Rahmsauce und

Rehrücken

Die Verbindung von klassischen und modernen

Elementen macht das Hotel laut Dominik

Hübler heute aus. Das Vier-Sterne Hotel

bietet 116 Zimmer, 15 davon sind komplett

neu gestaltet. „Sie bieten einen traumhaften

Blick über Kassel“, sagt der 34-Jährige. Den

bieten auch die große Terrasse und die erweiterte

Lounge mit großem Panorama-Fenster.

Das Hotel besitzt insgesamt zwölf Tagungsräume.

„Die Gäste schätzen vor allem die gu-

te Erreichbarkeit durch die Nähe zum IC-

Bahnhof sowie idyllische Welt des Bergparks

direkt vor der Tür“, erzählt Hübler. Neben Geschäftsreisenden

und Tagungsgästen schätzen

das auch die Wellness- und Wochenendbesucher.

Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe

Schlosspark 8 · 34131 Kassel

Telefon 0561 3088–0 · Fax 0561 3088–428

E-Mail: reception@schlosshotel-kassel.de

www.schlosshotel-kassel.de

Modern und zeitlos tagen und entspannen

Valentin Schmidt ist der neue Direktor des

komplett neu gestalteten Hotels Schweizer

Hof in der Wilhelmshöher Allee 288. „Der

Schweizer Hof ist modern und zeitlos“, erklärt

er. Die unmittelbare Nähe zum IC

Bahnhof mache das Hotel vor allem für Tagungsgäste

und Geschäftsreisende interessant.

Das Drei-Sterne-Superior Hotel bietet

sieben helle und klimatisierte Tagungsräume

mit moderner Konferenztechnik, die

auch virtuelle Meetings und Videokonferenzen

ermöglicht.

Modernes Arbeiten und Entspannen

Das neue Tagungszentrum erstreckt sich

insgesamt über eine Fläche von 600 Quadratmetern.

Hinzu kommen 65 modern

eingerichtete Zimmer mit kostenfreiem

WLAN-Zugang und vielen Details wie etwa

einem drehbaren Multifunktionsschrank.

Darüber hinaus bietet das Hotel 33 Appartements

mit ein oder zwei Räumen und Kitchenette.

„Die Appartements sind für Langzeitgäste

ab 14 Tagen buchbar“.

Hotel Schweizer Hof

Wilhelmshöher Allee 288 · 34131 Kassel

Telefon: 0561 93690 · Fax: 0561 93699

E-Mail: info@hotel-schweizerhof-kassel.de

www.hotel-schweizerhof-kassel.de

025


Hotel S&G Wilhelmshöher Tor

Die Schwarzweiß-Fotografien des Künstlers

Andreas Dahlmeier, in denen immer wieder

ein rotes „Käppchen“ auftaucht, zieren

nicht zufällig die Wände im Empfangsbereich

und im Frühstücksraum des Hotels

S&G Wilhelmshöher Tor. „Unterwegs mit

Rotkäppchen“ heißt die Bilderserie. Am ursprünglichen

Wilhelmshöher Tor“ trugen

die Brüder Grimm von 1807 bis 1814 ihre

Märchensammlung zusammen. Die Märchenmotive

spiegeln sich auch in den 30

Zimmern des Hotels wider. Sie tragen Namen

wie „Frau Holle“, „Sterntaler“ oder

„Schneewittchen“. „Wir möchten, dass sich

unsere Gäste in einem märchenhaften Ambiente

wohlfühlen“, sagt Geschäftsführerin

Anke Thielmann. Zu den Gästen gehören

vor allem Geschäftsreisende sowie an den

Wochenenden Touristen. Auch für körperlich

behinderte Menschen und Allergiker

stehen entsprechend eingerichtete Zimmer

zur Verfügung.

026

Märchenfiguren sind Zimmer-Paten

Seit 15 Jahren bietet das Haus in der Heinrich-Schütz-Allee

24 in unmittelbarer Nähe

des Naturschutzgebiets Dönche Reisenden

ein „Zuhause auf Zeit“. Aus dem einstigen

Gästehaus des Finanzdienstleisters Plansecur

GmbH entstand das Hotel garni und seit

dem 1. Mai das erste Bio-Hotel in Kassel.

„Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvoller

Umgang mit Ressourcen waren uns

schon immer wichtig“, erklärt Thielmann.

So wurde beim Frühstück von Beginn an etwa

auf Verpackungen verzichtet. Und es kamen

Bio-Eier auf den Tisch.

Regionale Produkte auf dem Frühstückstisch

Das Hotel ist Mitglied im Verein „Die Bio-

Hotels“. Er wurde 2001 von acht Hoteliers

gegründet und ist mittlerweile in mehreren

Ländern etabliert. Alle verwendeten Produkte

stammen aus zertifizierter, biologischer

Landwirtschaft. Zudem werden regionale

Produkte bevorzugt.

Um das Bio-Frühstück kümmern sich im

Hotel „Wilhelmshöher Tor“ vom Einkauf

bis zur Zubereitung eigens geschulte Mitarbeiter.

Darüber hinaus werden die in den

Zimmern verwendete Reinigungskosmetik

sowie die Reinigungsmittel auf bioökologischer

Basis hergestellt. Ebenso setzt das Bio-

Hotel auf ein nachhaltiges Umweltmanagement.

„Wir beziehen über „Lichtblick“

Öko-Strom und achten etwa bei Wasser,

Energie und Müll auf einen schonenden

Verbrauch von Ressourcen“, betont die Geschäftsführerin.

S&G Wilhelmshöher Tor · Hotel garni

Heinrich-Schütz-Allee 24 · 34131 Kassel

Telefon 05 61 / 93 8 –0

Fax 05 61 / 93 89–111

hotel@sundg.com


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027


Entdeckungsreise durch den Bergpark Wilhelmshöhe zum

Von Petra Nagel

Die Eremitage des Sokrates – hoch oben, mit Blick über das Tal zum Schloß Wilhelmshöhe, südöstlich der Teufelsbrücke. Entstand

1780, ist dem griechischen Philosophen Sokrates gewidmet.

Der Bergpark Wilhelmshöhe zählt zu den

bedeutensten historischen Gartenanlagen

Europas. Und ist das Ergebnis von rund 150

Jahren Gartengestaltung. Besonders bekannt

sind die Wasserspiele, der Herkules,

die Löwenburg und das Schloß Wilhelmshöhe

mit der Gemäldegalerie Alter Meister.

Die 3 Landgrafen Karl, Friedrich II. und

Wilhelm IX. zeichnen vorrangig für die Gestaltung

des 240 Hektar großen Parks verantwortlich.

Die Fläche des Landschaftsparks

entspricht etwa der Größe von 350

Fussballfeldern. Am Hang des Habichtswaldes

entstand im 12. Jahrhundert ein Augustinerkloster,

etwa dort, wo heute der Weißensteinflügel

des riesigen Schlosses Wilhelmshöhe

zu sehen ist. Landgraf Moritz

ließ ab 1606 ein Jagd-und Sommerschloß

errichten.

Viele Stilrichtungen und Einflüsse

Im 17. Jahrhundert erweiterte Landgraf Karl

den Park bis auf den Karlsberg, die Arbeiten

für den Herkules begannen. Landgraf Fried-

028

rich II. ließ die Parkanlage nach dem siebenjährigen

Krieg als frühen landschaftlichen

Garten der Aufklärung neu gestalten.

Und ab 1785 wurde der Garten durch Landgraf

Wilhelm IX. zu einem Landschaftsgarten

nach englischem Vorbild umgestaltet.

1785 übernahm Wilhelm IX. die Regierung

in Kassel, ein Jahr später begann der Neubau

für das Schloß Wilhelmshöhe. 1803 erhielt

Wilhelm die Kurfürstenwürde und

wurde zu Wilhelm I. Er ließ auch die Löwenburg

errichten, als künstliche Ruine des

18. Jahrhunderts, die sein Wohnsitz und seine

Grablege wurde. 1821 wurde er in der Löwenburg

beigesetzt.

Ganz unterschiedliche Menschen, die unterschiedlichen

aktuellen politischen Strömungen

unterlagen, gestalteten den Park.

Mit speziellen Vorlieben und Vorstellungen

Allein 400 unterschiedliche Gehölze sind zu

finden – ein dendrologischer ( baumkundlicher

)Rundgang weist den Weg. Über die

weißen zahlen an den Bäumen kann man

in einem kleinen Büchlein nachlesen, mit

welchem Baum oder Strauch man es zu tun

hat. Da gibt es Tulpenbaum und Taschentuchbaum,

Gingko und seltene Zypressen.

Seltene Bäume und Sträucher –

Pflanzen aus aller Welt

Doch nicht nur Bäume und Sträucher lassen

sich entdecken, auch immer neue Perspektiven.

Kleine Inszenierungen und Szenen.

Dafür sorgen ganz unterschiedliche

Bauten im Park. Verläßt man die Sichtachse

Schloß-Herkules, kann man zahlreiche

Entdeckungen machen. Einige von ihnen

sind die Staffagebauten im Park. Sie sollten

vor allem im Barock zwischen Natur und

Kunst vermitteln.

Ein Park am Hang des Habichtswaldes

Hoch oben im Park, an der Grenze zum

Wald, ist der Park ruhig und verwunschen.

Dort finden sich eher unbekannte kleine


Das Grabmal des Vergil ist nach dem römischen Dichter Publius

Vergilius Maro benannt und bildet sein Grabmal bei Neapel ab.

Bauwerke. Wandert man vom Aquädukt ein

wenig hinab in den Wald, hält sich dann

links und blickt hinunter ins Tal, fällt ein

Bau auf quadratischem Grundriss auf, der

säulenartig aufgesetzt ist. Das Grabmal des

Vergil. Der Innenraum ist leer. Das Bauwerk

ist dem Grab des römischen Dichters Publius

Vergilius Maro in Neapel nachempfunden.

Aquädukt: Der Nachbau einer

römischen Wasserleitung

Das Aquädukt ist übrigens der Nachbau einer

römischen Wasserleitung, von 1788 bis

1792 erbaut. Es wurde als künstlich verfallenes

Bauwerk geplant, bricht jäh ab, das

Wasser fällt 30 Meter in die Tiefe auf künstlich

angelegte Trümmer einer Wasserleitung.

Heinrich Christoph Jussow baute und

plante. Mit der künstlichen Nachahmung

der römischen Wasserleitung sollte an das

römische Reich und seine Errungenschaften

erinnert werden.

Staffagebauten für immer neue

Einblicke

Wandert man weiter und schaut nach oben,

erblickt man zwischen den Bäumen eine

Pyramide. Die Cestius-Pyramide wurde um

1775 südlich der Parkhauptachse und etwas

oberhalb des Fontänenteiches errichtet. Sie

ist dem Grabmal von Cajus Cestius in Rom

nachempfunden.

Die Eremitage des Sokrates

Läuft man weiter bergab bekommt man einen

herrlichen Blick auf Schloß, Schlossteich

und Kassel geboten. Und wenn man

dann auf freier Fläche nach oben schaut,

sieht man eine merkwürdige Hütte. Sie sieht

aus wie ein Sauna-Häuschen oder ein veraltetes

Gartenhäuschen. Ein Bauwerk von

Die Pyramide, entstanden um 1775, oberhalb des Fontänenteiches.

Ist dem Grabmal des Caius Cestius in Rom nachempfunden.

1780, die Front mit Baumrinde verkleidet.

Eine Hütte zu Ehren des griechischen Philosophen

Sokrates. Bis Ende des 18. Jahrhunderts

sollen auch Pavillions existiert haben,

die Heraklit, Archimedes und Platon gewidmet

waren. Im Inneren der Gebäude waren

damals Wachs – oder Gipsfiguren der antiken

Gelehrten zu sehen.

Orte zum Verweilen und Erholen

Das ganze Tal mit den verwunschenen, versteckten

Bauten unterhalb der Eremitage

des Sokrates nennt man das „Tal der Philosophen“.

Unterhalb der Hütte des Sokrates

findet sich eine von mehreren Kneipp-Anlagen

für kühlende Armbäder und mehr...

Auch sie sind typisch für den Bergpark und

für Kassel. Das Kneippheilbad Kassel-Bad

Wilhelmshöhe hat eine lange Tradition. Im

Jahr 1895 wurde der erste Kneipp-Verein in

Kassel gegründet.

029


030

Ein kulinarischer Rundgang durch Bad Wilhelmshöhe

„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“, heißt es. Wer darüber nachdenkt, der weiß, wieviel Wahres an diesem

Spruch ist. Ein gutes Essen, ein leckeres Getränk – und schon sieht die Welt ganz anders aus. Vor allem in netter Gesellschaft

kann ein gutes Essen entspannen und glücklich machen. Nach einem langen Arbeitstag oder einem schönen Urlaubstag, nach

aufwendigen Einkaufstouren oder spannenden Kunst-Ereignissen gibt es kaum etwas Schöneres als zusammenzusitzen, zu genießen,

zu plaudern und den Tag gemütlich Revue passieren zu lassen. Doch nicht nur abends, auch zwischendurch sind Leckereien

natürlich eine willkommene Stärkung. Unsere Autorin Helga Kristina Kothe hat sich für den Wilhelm spezial einmal

auf einen kulinarischen Rundgang durch Bad Wilhelmshöhe gemacht.


Pippo und Claudio Carciola haben sich vor

einiger Zeit einen Traum erfüllt. Sie haben

sich in ihrer Heimat Sizilien ein Grundstück

gekauft. Allerdings nicht, um sich ein Landhaus

zu bauen. Sondern ein Grundstück

mit 800 Olivenbäumen, die schon 80 Jahre

auf dem Buckel haben – also älter sind als

die beiden Kasseler Gastronomen, die das

Ristorante La Galleria im Atrium betreiben,

zusammen.

2 Brüder und 800 Olivenbäume

Die Bäume befinden sich nicht nur im besten

Alter, sondern wachsen auch auf einem

besonderen Boden. Am Fuße des Ätna, auf

etwa 900 Meter Höhe, liegt die fünf Hektar

große Plantage. „Man gelangt nur über Serpentinenstraßen

dorthin“, erzählt Pippo

Carciola. Die Region ist eine DOC-Gegend.

Das heißt, der Boden ist vulkanisch und damit

sehr reich an Mineralien. Eingebettet

sind die Bäume in eine wilde Wiese, auf der

auch Kräuter und Artischocken wachsen.

Beides verleiht dem Öl sein außergewöhnliches

Aroma. „Es riecht und schmeckt nach

einer frisch gemähten Wiese“, schwärmen

Pippo und Claudio Carciola. Oliva Noccelara

dell Etna ist der wohlklingende Name des

hochwertigen Öls. Liebevoll gepflegt und

von Hand verarbeitet zeichnen das Öl viele

Qualitätsmerkmale aus: ein geringer Säuregehalt

unter 0,2, nichtfiltriert und damit

sehr vitaminreich, nur einmal und das bei

27 Grad gepresst (Extravergine). Die frühe

Ernte der noch kleinen Oliventrauben beschert

den intensiven Geschmack.

Gusto & Passione: Geschmack und

Leidenschaft

Genießen kann man das Olivenöl im Ristorante

La Galleria zu Fisch und Fleisch, zu

Pasta und Salat. „Kalt als Aromageber.

Durch Hitze geht sein Aroma verloren“, erklärt

Pippo Carciola. Chefkoch Pino Rizzo

bereitet beispielsweise eine Dorade im Salzmantel

zu. In die geöffnete Salzkruste wird

ein wenig Öl geträufelt – buon appetito.

Oder man genießt es auf zart gegrilltem

Black Angus 5+, oder auf Spaghetti mit getrüffeltem

Käse.„Gusto & Passione“ – Geschmack

und Leidenschaft, so lautet die

Philosophie der Carciolas. Sie lebt in La

Galleria, und das schmeckt man. Raffiniert

zubereitet sind beispielsweise die täglich

wechselnden Fischgerichte. Dazu ein erlesener

italienischer Weißwein – und schon ist

la dolce vita perfekt.

Ristorante La Galleria

Wilhelmshöher Allee 262/Atrium

34131 Kassel

Telefon 0561/35306

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag, 11 bis 23 Uhr

Samstag, 11 bis 15 Uhr, 18 bis 23 Uhr

031


Köstlich kochen mit Chili, Ingwer, Kurkuma und Koriander…

Die Heimat von Gajendra Neupane ist etwa

8000 Kilometer von Kassel entfernt. Aber

wenn man die Tür zu seinem Restaurant

öffnet, wähnt man sich in einer nepalischen

Garküche. Der Geruch von Chili, Ingwer,

Kurkuma, Koriander, Kumin, Kreuzkümmel,

Muskat, Pfeffer und Zimt liegt in der

Luft. Sie alle kommen direkt aus Indien zu

Gajendra Neupane, der daraus in seiner Küche

nicht nur köstlich duftende, sondern

auch köstlich schmeckende nepalesische

und indische Spezialiäten zaubert.

Zum Beispiel in Currys.

„Der Begriff Curry bezeichnet nicht, wie

man gemeinhin glaubt, ein Gewürz, sondern

Schmorgerichte aus Fleisch, Fisch oder

Gemüse in Soße“, sagt Gajenda Neupane.

Die verschiedenen Gewürzmischungen zur

Zubereitung nepalesisch-indischer Currys

werden Masala genannt und in jedem Ort

und sogar in jedem Haushalt anders zusammengestellt

– von süßlich über pikant

bis extrem scharf. Ein wichtiger Bestandteil

der Currys ist die Kurkumawurzel, auch

Gelbwurz genannt. Ihren charakteristi-

032

schen Geschmack findet man in jedem Currypulver

wieder und sie gibt gleichzeitig die

markant-gelbe Farbe.

Nepalesisch-indisches Curry und

Tandooris

Neben der Gewichtung der Gewürze sorgen

auch andere Zutaten für die Geschmacksrichtung

eines Currys. „Frische Früchte wie

Ananas oder Mango oder Kokosmilch darin,

sorgen für ein süßes Aroma. Zwiebeln und

Knoblauch für einen pikanten Anklang“,

erklärt Neupane. Dazu reicht man traditionell

verschiedene Reiszubereitungen.

Kulinarische Reise nach Nepal

Gajenda Neupane liebt jedoch nicht nur seine

Currys, sondern auch seine Tandooris –

Grillgerichte aus dem Lehmofen. In ihm

werden Fleisch, Fisch, Geflügel und Gemüse

– nach hauseigenen Rezepten mariniert –

saftig gegrillt. „Wir marinieren für ein intensives

Aroma zwölf Stunden, zum Beispiel

pürierter Koriander und Minzblätter“, erzählt

Neupane. Es gibt Tandooris mit Sahne

und Nüssen und mit Beerenfrüchten wie Jo-

hannisbeere, Preiselbeere oder Himbeere,

oder, oder, oder. Der Fantasie des Kochs sind

kaum Grenzen gesetzt. Viel Fantasie

braucht man bei all den Köstlichkeiten

nicht, um noch während des Speisens die

Reise ins Ferne Nepal anzutreten. Riechen

Sie es schon? Schmecken Sie es schon?

Restaurant Himalaya

City-Center im ICE-Bahnhof

Wilhelmshöher Allee 253–255

34131 Kassel

Telefon 0561/3169234

Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag, 12 bis 14.30 Uhr, 18

bis 23 Uhr und zur documenta gibt es eine

Besonderheit: 100 Tage von 12 bis 23 Uhr ist

durchgehend geöffnet

Tipp: Gegrillte Spezialitäten aus dem

Lehmofen. Das i-Tüpfelchen darauf ist

hauchdünnes Fladenbrot, auch Naanbrot

genannt, und verschiedenen Chutneys, die

es von süß bis feurig gibt.


Nordhessisches Alm-Feeling im Herbsthäuschen

Abseits des Trubels, dort wo Hase und Fuchs

sich Gute Nacht sagen, steht das idyllische

Ausflugsrestaurant mit dem niedlichen Namen

Herbsthäuschen. „Rustikal, romantisch

und herzlich“ -unter diesem Motto

werden dort Gäste, vor allem Wanderer, seit

fast 100 Jahren bewirtet. Man kann ruhig

behaupten, dass das Herbsthäuschen zu

Kassel gehört wie der Herkules.

Uriges Ausflugsziel

Am Fuße der Alm, deren Flurbezeichnung

„Kleines Herbsthaus“ Pate für den Namen

stand, kuschelt sich das urige Gasthaus mit

seinen lichtdurchfluteten Räumen, die von

drei Buchen getragen werden, an den Hang.

Draußen genießt man den Sommer auf großen

geschützten Sonnenterrassen mit Blick

auf den Habichtswald. Bis zum Sonnenuntergang

lässt es sich herrlich im lauschigen

Waldbiergarten sitzen. Und wenn dann noch

die Kühe zum Weiden auf die Wiese kommen,

ist die Illusion von der Kasseler Alm perfekt.

„Nordhessisches Alm-Feeling“, nennt

das Inhaberin Heike Röhl-Elsner mit Stolz.

Kulinarisch mit Liebe zur Region

Klar, dass bei solchem Ambiente sich auch

das kulinarische Angebot an der Bergwelt

orientiert. Bayrisch-österreichisch geht´s zu,

wenn Vesperplatten, Radibrot und Kaiserschmarrn

serviert werden. „Das Lieblingsgericht

unserer Gäste ist eindeutig das Original

Wiener Schnitzel vom Kalb“, sagt Heike

Röhl-Elsner. Das knusprige Spanferkel

vom Holzfeuergrill und die Grillbüfetts im

Sommer sind ebenfalls beliebte Spezialitäten.

Nordhessisches hat natürlich auch seinen

Platz: Alte Wurst, Weckewerk oder Sülze

sind nicht wegzudenken und kommen von

Bauern aus der Region. Heike Röhl-Elsner

macht keinen Hehl aus ihrer Liebe zur Region,

die in erster Linie durch den Magen

geht. „Aber wir können auch anders“, sagt

sie. Neben Klassikern wie Schmandschnitzel

oder Leberkäs haben auch feine Medaillons

vom Rind mit Waldpilzen oder Gebratenes

Zanderfilet mit Orangen-Senfsauce ihren

festen Platz auf der Karte. Küchenchef Wilfried

Schlottmann steht für frische hochwertige

deutsche Küche, die stets im Wandel ist.

Sonnenterrassen mit Sonnenuntergang

Wer will, kann sich mit dem Shuttlebus von

den Parkplätzen Ziegenkopf, Firnsbachtal

und Kletterpark holen und auch dahin zurückbringen

lassen. Ein Anruf genügt. Ein

Service, den vor allem Spätheimkehrer gerne

nutzen.

Herbsthäuschen

Ehlener Straße 17

34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe

Telefon: 0561/38882

www.herbsthaeuschen.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr

und nach Vereinbarung

Tipp: Feiern im Herbsthäuschen: Rund um

das Jahr bietet das Herbsthäuschen das perfekte

Ambiente für Hochzeit, Geburtstag

oder Firmenevent. Das Team hilft bei der individuellen

Planung, sodass jedes Fest zu einem

unvergesslichen Erlebnis wird.

033


Hausgemachte

Spezialitäten

und Käse aus

aller Welt in

Annes Käse-

Theke

Frischkäse ist nicht gleich Frischkäse. In

Anne’s Käse-Theke gibt es über 20 Sorten

Frischkäsespezialitäten – alle hausgemacht

und selbst kreiert. Jede Sorte wird täglich

frisch in kleinen Mengen zubereitet und

kommt gänzlich ohne Konservierungsstoffe

aus. Hinein kommen nur hochwertige und

ausgewählte Zutaten.

Einfach köstlich schmeckt eine Kreation

aus Frischkäse, Honig, Senf und Feigen. „Es

ist die beliebteste Sorte“, sagt Inhaberin Andrea

Schrader. Das genaue Rezept verrät die

Käseliebhaberin nicht. Nur so viel: In dieser

Komposition vermischen sich deutscher Naturfrischkäse,

der die Basis jeden Rezeptes

bildet, nordhessischer Blütenhonig, französische

Senfsorten mit einem Püree aus frischen

Feigen zu einer süßen und zugleich

pikanten Frischkäsecreme. „Maille- und Dijonsenf

verleihen der Zubereitung die angenehme

Schärfe, die Feigen eine fruchtige

Note“, sagt Andrea Schrader.

Chakalaka, Wasabi, Papaya und

nordhessischer Blütenhonig

Und auch die vielen anderen Sorten sind ei-

034

ne Versuchung wert. Beispielsweise Wasabi,

Kurkuma-Papaya oder Chakalaka. Chakalaka

ist eine Würzmischung, die in Afrika

für Eintopfgerichte verwendet wird. Tomaten,

Paprika, Chili, Ingwer und Koriander

sind nur einige der Gewürze, die ihr exotisches

Aroma ausmachen. Gemeinsam mit

Chilischoten und einem Püree aus getrockneten

Tomaten hat Andrea Schrader daraus

einen fruchtig-scharfen Frischkäse kreiert.

Sie empfiehlt dazu frisches Baguette oder

Steinofenbrot und einen Grünen Silvaner

aus der Pfalz. „Ein trockener, frischer Sommerwein“,

sagt die Kennerin.

Gepflegtes Ambiente zum Genießen

Doch nicht nur Frischkäsespezialitäten findet

man in Anne’s Käse-Theke. Je nach Saison

hält Andrea Schrader dort bis zu 200

Sorten Käse aus Deutschland, Frankreich,

Italien, Norwegen, Großbritannien, Österreich

und der Schweiz bereit. Ergänzt wird

ihr Angebot durch eine Auswahl an Sorten-

und Lagerweinen aus Deutschland, Frankreich

und Spanien und Feinkost. Senf und

Pesto, Öle und Balsamico findet man eben-

so wie nordhessische Ahle Wurscht. Das

Schöne: Jede der vielen Köstlichkeiten kann

man auch im gepflegten Ambiente des Petit

Bistro genießen. Bei Sonnenschein laden

Sitzplätze draußen zum Verweilen ein und

bieten einen tollen Blick auf die Wilhelmshöher

Allee.

Anne’s Käse-Theke & Petit Bistro

Wilhelmshöher Allee 289

34131 Kassel

Telefon 0561/4007188

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag, 9 bis 18.30 Uhr

Samstag, 9 bis 14 Uhr

Jeden ersten Sonntag im Monat, 13 bis 17

Uhr

Tipp: Andrea Schrader liebt kräftigen Bergkäse.

Ihr Favorit: Beaufort d’ Alpage aus

Frankreich. Er wird aus der Milch von Kühen

gemacht, die auf über 1500 Meter hoch

gelegenen Almen in den Savoyer Alpen weiden.

Mindestens 24 Monate Reifezeit verleihen

ihm seine Würze.


Schweizer Wurzelbrot in

sich gedreht…

„Ein frisches Brot aus dem Ofen zu holen, ist

das Schönste, was es gibt“, sagt Matthias

Streiter, Inhaber der Kasseler Traditionsbäckerei

Streiter. Er betreibt die vor über 60 Jahren

ursprünglich in Schlesien gegründete Bäckerei

in der dritten Generation. „Meine Großeltern

haben sie dort gegründet und nach der

Vertreibung in Kassel an der Hartwigstraße

aus Trümmerhaufen wieder eröffnet“, erzählt

er. Seit 2003 führt er eine Filiale an der Wilhelmshöher

Allee, zu der auch ein gemütliches

Café gehört. Matthias Streiters Favorit ist

das schweizer Wurzelbrot. „Entdeckt habe ich

das Rezept während einer Reise ins Unterengadin“,

erzählt er. Hinein gehören nur wenige

Zutaten: dunkles Weizenmehl, Wasser,

Salz, Hefe. Das Besondere sind mehrere Teigführungen:

zwei Vorteige, ein Hauptteig. Etwa

60 Stunden dauert die Teigführung. Die Zeit

braucht er, um gut zu verquellen – das heißt,

um viel Wasser aufzunehmen.

Traditionsbäckerei mit großem Angebot

Ist der Teig fertig, ist er nahezu flüssig und

muss schnell verarbeitet werden. Dafür wird

er auf einen großen Tisch geschüttet, anschließend

portionsweise abgestochen, geformt

und in Roggenschrot gewälzt. Formen

heißt, das Brot wird einmal in sich gedreht.

„Daher hat das Brot auch seinen Namen. Es

gleicht optisch einer Wurzel“, erklärt der Bäckermeister.

Im Ofen wird es bei 250 Grad auf

Steinplatten gebacken. Das Wurzelbrot wird

in zwei Größen hergestellt: Entweder als 30

Zentimeter langes Brot – das gibt es jedoch

nur am Wochenende – oder als kleines Brötchen

– die sind täglich im Angebot. Durch

seine von Hand gedrehte Form ist jedes Stück

ein Unikat. „Daran erkennt man die Handarbeit“,

sagt Matthias Streiter. Und jedes hat

auch sein eigenes Gewicht und wird deshalb

grammweise verkauft.

Unikate vom Bäcker

Durch die lange Teigführung hat das Brot

eine extrem dunkle Krume, einen kräftigen

Geschmack und ist sehr saftig. Matthias

Streiter empfiehlt dazu einen pikanten Käse

und Salat. Lecker ist es auch zu frisch gegrilltem

Fleisch. „Ich liebe dieses Brot“, sagt

er. Und auch seine Kunden waren vom ersten

Tag an begeistert: „Alle sagen wow,

wenn sie es einmal probiert haben“, freut

sich Matthias Streiter.

Matthias Streiter

Bäckerei, Konditorei, Café, Veranstaltungsservice

Wilhelmshöher Allee 283 · 34131 Kassel

Telefon 0561/9373157

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 6 bis 19 Uhr

Samstag, 6 bis 18 Uhr

Sonn – und Feiertage 7.30 bis 18 Uhr

Tipp: Süßes Mitbringsel aus Kassel: Exquisite

Champagnertrüffel.

035


Backen mit Liebe und Leidenschaft

Liebe und Leidenschaft stehen bei Bärbel

Benderoth ganz oben auf der Liste der Zutaten.

Und das aus Tradition. Schon als Kind

stand die kleine Bärbel in der Backstube und

schaute ihrem Vater über die Schulter. Viele

der Rezepte, nach denen sie noch heute

backt, hat sie von ihm geerbt – beispielsweise

für die Stachelbeerbaiser-Torte, die Schokoladen-Sahne-Torte,

die Käse-Sahne-Torte,

die Mohntorte oder die Kirschtorte. Wer Lust

an Torten hat, findet im Café Burgfeld viele

der beliebten Klassiker.

Idyllische Lage am Bergpark

Bereits seit 1948 lockt das Café mit seiner

idyllischen Lage am Bergpark Wilhelmshöhe

Gäste an. Damals stand noch ihr Vater in

der hauseigenen Backstube im Keller und

vermengte Mehl, Hefe, Eier, Sahne und andere

gute Zutaten zu wohlschmeckendem

Backwerk. Eines von Bärbel Benderoths

Lieblingsrezepten ist der Striezelkuchen,

den auch schon ihr Vater zubereitet hat. „Er

schmeckt vor allem in der kühleren Jahres-

036

zeit“, sagt sie. Hefe – und Blätterteig, Marzipan

und Rosinen sorgen für den feinen Geschmack.

Bärbel Benderoth backt täglich und setzt

dabei auf frische Zutaten. So bietet sie Rhabarber-,

Erdbeer- oder Zwetschgenkuchen

nur in der Saison an. „Auch Farb- und Konservierungsstoffe

verwende ich nicht“, sagt

sie. Die Sahne für ihre Torten schlägt sie jeden

Tag frisch.

Gute Zutaten und Lieblingsrezepte

Bärbel Benderoth lässt sich auch gerne zu

Neuem inspirieren. Erst vor kurzem hörte

sie von der Odenwälder Apfelweintorte und

ließ sich zu einem eigenen Rezept anregen.

Die Zutaten für die spritzige Kreation: klein

geschnittene Äpfel, Apfelwein, Sahne und

Zimt oben drauf. Auch wenn immer wieder

neue Ideen hinzukommen: „Alle meine Rezepte

habe ich im Kopf“, erzählt sie.

Wer die Wahl der Qual getroffen hat,

braucht sich nur noch einen Platz zum Genießen

auszusuchen. Entweder an den klei-

nen fein gedeckten Tischen im Café oder in

dem wunderschönen Garten. Und wenn

man einmal begonnen hat zu naschen,

möchte man gar nicht mehr aufhören.

Zum Glück ist die Auswahl im Café Burgfeld

groß genug.

Café Burgfeld

Burgfeldstraße 1

34131 Kassel

Telefon 0561 32667 / 32126,

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch, 13 bis 19 Uhr

Samstag und Sonntag, 13 bis 19 Uhr

Donnerstag und Freitag, Ruhetag

Tipp: Sie duftet und schmeckt verführerisch,

und das nicht nur an Weihnachten –

Bärbel Benderoths Bratapfeltorte. Ganz Äpfel

und Rosinen werden von aromatischem

Vanillepudding umhüllt – perfektes Arrangement

für den Sonntagskaffee.


Kulinarische Klassiker am Habichtswald

Wer glaubt, im Restaurant Zum Nashorn

gäbe es afrikanische Spezialitäten, der irrt.

Trotz des exotischen Namens, stehen auf der

Speisekarte saisonale landestypische Köstlichkeiten,

deren Zutaten aus der Region

kommen. Daraus kreiert Inhaber und Küchenchef

Herwig Leuk Gaumenfreuden, für

die er weit über die Stadtgrenzen Kassels hinaus

bekannt ist.

Kein anderes Gemüse erfreut sich hierzulande

so hoher Wertschätzung wie der Spargel.

Kein Wunder, dass auch Leuks Spargelgerichte

überaus beliebt sind. Ob mit zerlassener

Butter, Hollandaise, Schinken oder als

Cremesüppchen – Herwig Leuk bringt nur

feinsten, erntefrischen Spargel aus Südhessen

auf den Teller. „Das sind Klassiker, die

nicht fehlen dürfen“, sagt er.

Dass Spargel auch anders geht, zeigen deftige

Variationen. Beispielsweise mit Kräutervinaigrette

und Reinhardswälder Wildschweinschinken

und Bratkartoffeln. Oder

als warmer Salat mit aromatischem Räucherlachs.

Steaks und Filets

Das Restaurant am Randes des Habichtswaldes

ist noch für eine andere Spezialität

bekannt: zarte und saftige Steak- und Filetspezialitäten

aus US-Beef. Das Fleisch aus

den Rocky Montains ist für seine Qualität

weltberühmt. Und auch für die Kalbsleber

Berliner Art kommt nur das Beste in die

Pfanne: „Frische deutsche Leber“, erzählt

Herwig Leuk.

Der gebürtige Österreicher hat auch einen

Hauch Heimatküche mit ins Nashorn gebracht.

Kulinarische Berühmtheiten wie der

Tafelspitz sind ebenso darunter wie ein

steierischer Bauernsalat. Frische Blattsalate,

steirisches Kürbiskernöl, Apfelessig und gebratene

Speckwürfel. So genießt man dort,

wo Herwig Leuk geboren ist.

Feines aus Österreich

Dazu empfiehlt er den berühmten Veltliner

oder den Wiener Gemischten Satz, ein Cuvée

aus drei Weißweinen – der auch zu

Fisch eine gute Figur abgibt. Und das ist gut

so, schließlich ist die Sommerzeit auch

Schollen- und Matjeszeit. Und bei dem ein

oder anderen Gläschen, kann man den

wunderbaren Blick ins Grüne genießen –

oder auf das große Nashorn, dem Wahrzeichen

des Augustinums, wo das Restaurant

zuhause ist.

Zum Nashorn

Im Augustinum

Im Druseltal 12

34131 Kassel

Telefon 0561/9364420

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag, 12 bis 22 Uhr

Sonn- und Feiertage, 11 bis 22 Uhr

Durchgehend warme Küche

Tipp:

Klassischer Genuss: Herwig Leuk liebt Spargel

mit zerlassener Butter und frischen Kartoffeln.

Als krönender Digestif: Winzer Feuer,

ein klarer Hefebrand aus der Pfalz.

037


Einen schöneren Ort für eine Gastwirtschaft

kann es kaum geben. Mitten im größten

Bergpark Europas am Fuße der Kaskaden,

steht verwunschen zwischen alten Bäumen

die Kaskaden Wirtschaft. Mehr als 200 Jahre

hat das Gasthaus, das einst für den Aufseher

des Bergparks errichtet wurde, mittlerweile

auf dem Kasten und nichts von seinem romantischen

Charme der ersten Tage verloren.

Schon damals war das Haus eine Empfehlung

für Wandersleute. Beispielsweise Ludwig

Emil Grimm, Maler und Bruder von Jakob

und Wilhelm Grimm, kehrte im 19.

Jahrhundert ein, um sich bewirten und vielleicht

auch inspirieren zu lassen. In der rustikalen

Gaststube, wo man auf urigen Holzbänken

und Holzstühlen sitzt, erinnern

heute Bilder des Künstlers Albert Schindehütte

an den berühmten Gast und an die

allseits bekannten Märchen der Brüder

Grimm.

Schon Emil Grimm wußte die malerische

Lage zu schätzen

Spaziergänger und Wanderer, die das Aquädukt,

die Teufelsbrücke und die Pluto-Grotte

hinter sich gelassen haben, gelangen beinahe

ohne Umwege in die Kaskaden Wirtschaft,

vor deren Toren ein lauschiger Biergarten

einlädt. Nicht nur die zauberhafte

038

Atmosphäre ist verlockend, auch das Angebot

an Speisen.

„Warum in die Ferne schweifen, denn das

Gute liegt so nah…“, ist für Inhaber Rainer

Holzhauer ein Glaubensgrundsatz. Und

so kocht er in seiner Wirtschaft wie er es als

überzeugter Nordhesse liebt: „Wir kochen

klassisch, auf einfache Art, auf das Wesentliche

reduziert, mit frischen Zutaten der Region.“

Hier im Reich der Brüder Grimm genießt

man zur Brotzeit so einfache Dinge wie

nordhessischen Flammkuchen mit Duckefett,

Ahle Wurscht vom Hausmetzger mit frischem

Sauerteigbrot und saurer Gurke.

Oder Weckewerk, Blutwurst, Grüne Soße

und Forelle. Eine Besonderheit ist die für

Nordhessen typische grobe Bratwurst, die an

Sonn- und Feiertagen draußen gegrillt

wird. „Dazu ein frisch gezapftes Bier, und

die Rast ist perfekt“, sagt Rainer Holzhauer.

Das Einfache gut und raffiniert

kombiniert

Wem zur Kaffeestunde nach Süßem gelüstet,

für den hält Holzhauer jeden Tag zwei

verschiedene Blechkuchen „wie zu Omas

Zeiten“ bereit. Oder frische Waffeln mit heißen

Früchten und Schlagsahne nach Oma

Friedas Rezept – Holzhauers Großmutter.

Kaskaden Wirtschaft

Im Schlosspark 22 · 34131 Kassel

Telefon 0561/2887744

Öffnungszeiten

Montag Ruhetag; Dienstag bis Sonntag, 12 nh

bis 20 Uhr und nach Vereinbarung Foto:


Knuspriges Sauerteigbrot nach traditionellem Rezept

Guten Geschmack vergisst man nicht. Das

muss wohl so sein, wenn Hans-Joachim

Hofmann sein Sauerteigbrot bis nach Wilhelmshaven

verschickt. Seit sieben Jahren

gehört ihm und seiner Frau Theresia die

Bäckerei Umbach. Geerbt hat er das Rezept

für das in ganz Kassel bekannte Sauerteigbrot

von Lothar Umbach, der die Bäckerei

an ihrem heutigen Standort 1949 eröffnete.

Aus dem Jahr 1949 stammt auch der Steinofen,

in dem die 80 Zentimeter langen und

fünf Kilogramm schweren Brotlaibe etwas

mehr als eine Stunde gebacken werden –

zunächst auf der unteren Ebene etwa 20 Minuten

bei 260 Grad, danach werden sie umgesetzt.

„In der oberen Ofenebene ist es 25

bis 30 Grad kühler“, sagt Hans-Joachim

Hofmann. 72 Stück passen in den Ofen. „Er

funktioniert noch genau wie damals. Allerdings

wird der Ofen heute nicht mehr mit

Kohle befeuert“, erzählt Hofmann.

Gebacken wird im Steinofen

Das Geheimnis des guten Geschmacks liegt

in der Zusammensetzung des Teiges. Hofmann

verwendet Roggenmehl, dunkles

Weizenmehl, Wasser, Hefe, Meersalz und

selbst gezüchtete Essigsäure- und Milchsäure-Bakterien

im Sauerteig. „Das Verhältnis

der Säuren macht den Geschmack aus“, erklärt

der Bäcker. „Und sie sorgen dafür, dass

Eiweiß erhalten bleibt, sodass der Teig aufgehen

kann.“

Mit Ruhe und Drehhebelkneter

Bereits einen Tag vor der Verarbeitung wird

der Sauerteig vorbereitet. 16 bis 24 Stunden

muss er stehen, gehen und ruhen, bevor er

am frühen Morgen zu Brotteigen und Laiben

verarbeitet wird. Geknetet wird der Teig

in einer Knetmaschine von 1965. In ihr

steckt ein Drehhebelkneter, „der den Teig

sehr ruhig knetet“, erklärt Hofmann. „Je ruhiger,

desto besser.“

Pro Tag werden etwa 130 bis 150 Kilogramm

Teig verarbeitet – das reicht für

rund 30 Stück. Das Brot mit seiner außerge-

wöhnlichen Krume, der krossen Kruste und

dem kräftigen Geschmack ist sehr beliebt –

oft ist es bereits nach wenigen Stunden vergriffen.

„Gutes Brot braucht Zeit. Die nehmen

wir uns für das Backen“, sagen die

Hofmanns.

Das schmeckt man auch an allen anderen

Produkten. Beispielsweise an den leckeren

Bio-Broten und Bio-Brötchen. „Wir haben

eine kleine, aber feine Auswahl“, sagt Theresia

Hofmann.

Bäckerei Umbach

Kunoldstr. 25

34131 Kassel

Telefon 0561/332 34

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag, 6.30 bis 13 Uhr

Dienstag bis Freitag, 14.30 bis 18 Uhr

Tipp: Deftig und typisch nordhessisch:

Umbachs Sauerteigbrot mit Ahler Wurscht

und Griebenschmalz.

039


Ihr berühmtestes Gericht verdanken die

Schweizer einem Zufall. Beim Essen am offenen

Feuer schmolz einer schweizer Bauernfamilie

der Käse dahin – und schon hatten

sie das Raclette erfunden, erzählt Yves

Rusche. Der gebürtige Schweizer aus dem

Kanton Zug betreibt gemeinsam mit Tillmann

Schäfer seit acht Jahren das Matterhorn-Stübli,

das seine Eltern Manfred und

Regula Holzhauer einst eröffneten. Und

selbstverständlich steht das Raclette ganz

oben auf seiner Speisekarte.

Schweizer Spezialitäten aufgetischt

in Bad Wilhelmshöhe

Das Gericht ist nicht nur ein Gaumenschmaus,

sondern auch ein Erlebnis für die

Augen. Zubereitet wird es in einem original

Racletteofen aus der Schweiz. Darin werden

drei Kilogramm Raclettekäse am Stück erhitzt

und danach, wenn er fast flüssig ist,

mit einem großen Messer abgeschabt. „Dazu

werden ganz klassisch Pellkartoffeln,

Cornichons und Silberzwiebeln gereicht“,

erzählt Yves Rusche.

040

Raclette aus dem traditionellen

Racletteofen

Ein weiterer Klassiker auf der Karte ist das

Käse-Fondue, das in mehreren Variationen

angeboten wird. Das Geheimnis des Käse-

Fondues liegt in der Zusammenstellung der

Käsesorten. Im Matterhorn-Stübli kommen

Greyerzer, Emmentaler, Appenzeller und

Raclettekäse hinein. Mit Weißwein aufgekocht,

mit Kartoffelstärke gebunden und

mit Kirschwasser, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt,

ist das Gericht eine Wucht. Dazu

gibt es Weißbrot“, sagt Yves Rusche.

Eine Spezialität ist auch das Walliser Fondue.

Seinen besonderen Geschmack erhält

es durch einen extra-Schuss Kirschwasser,

Tomatenpüree und gebratenen Speck. „Für

Fleischliebhaber haben wir Fleischfondue

mit feinem Schweine- und Rinderfilet, das

in Gemüsebrühe getaucht wird, auf der Karte,

oder ein argentinisches Rumpsteak mit

original Schweizer Rösti“, berichtet Yves

Rusche.

Walliser Fondue mit Kirschwasser

Auch bei den Getränken ist die Schweiz

Klassische

Schweizer

Genüsse

in Bad

Wilhelmshöhe

Trumpf: Fendate, ein typischer schweizer

Weißwein aus dem Wallis, fehlt ebenso wenig

wie Mauler Cordon Or Brut Mousseux,

ein Schaumwein aus dem Val-de-Travers.

„Seit 180 Jahren werden in einem alten Benediktinerkloster

die feinen Mauler-Cuvées

nach der Méthode Traditionelle hergestellt“,

erzählt Tillmann Schäfer.

Man schmeckt, die Schweizer haben nicht

nur das berühmte Hustenbonbon erfunden,

sondern auch den Genuss.

Matterhorn-Stübli

Wilhelmshöher Allee 326

34131 Kassel

Telefon 0561/39933

Öffnungszeiten

Montag, Ruhetag

Dienstag bis Samstag, 17.30 bis 23 Uhr

Sonntag, 12 bis 14 Uhr und 17.30 bis 22 Uhr

Tipp: Der Abschluss eines jeden köstlichen

Essens: Schweizer Edelbrände . Ob Williams,

Pflümli oder Kirsche – jede Sorte

überzeugt durch ihr mildes Aroma.


Foto: nh

Traumhafte Terrassen

und kühle Cocktails

Was für ein Blick. Von den Herkules-Terrassen

genießt man eines der schönsten Panoramen,

die man in Kassel zu sehen bekommt.

Steht man oben, blickt man zunächst

hinunter auf die Kaskaden – ein besonderes

Spektakel, wenn gerade die Wasserspiele

stattfinden.

Von dort aus gleitet der Blick über den wohl

schönsten Bergpark Europas bis hin zum

Schloss Wilhelmshöhe. Zu seinen Füßen ergießt

sich die Lebensader der Stadt – die

Wilhelmshöher Allee. Rechts und links davon

ein buntes Häusermeer. In weiter Ferne

entdeckt man die Karlsaue und vielleicht

sogar den Meißner.

Was für ein Glück, dass man bei solch einem

fantastischen Ausblick verweilen kann.

Das muss schon Kaiser Wilhelm II. gedacht

haben, der viele Sommer im Schloss Wilhelmshöhe

verbrachte. „Und auch in der

traditionsreichen Gastronomie am Herkules

ging er ein und aus“, berichtet Thomas

Nähler, der die Herkules-Terrassen betreibt.

Und vielleicht hat Wilhelm auch den ein

oder anderen Staatsgast, die er gerne in seine

Sommerresidenz einlud, am Herkules

bewirtet.

Kaiserlich genießen …

Königlich genießen kann man heute in den

Herkules-Terrassen allemal. „Nicht nur den

wunderbaren Blick, der die Schönheit und

Lebensqualität unserer Stadt zeigt“, betont

Thomas Nähler. Auch kulinarisch bietet er

einiges. Die Abendkarte hält feinste Gaumenfreuden

bereit. Nordhessische Spezialitäten

wie die Ahle Wurscht mit saurere Gurke

und Brot speist man ebenso wie Lamm-

carrée mit Ratatouille und Rosmarinkartoffeln

oder Tafelspitz mit Grüner Soße. „Grüne

Soße ist ein Sommerklassiker. Schmand,

Sauerrahm und Kräuter sorgen für das Aroma“,

sagt Thomas Nähler.

Cocktails für jeden Geschmack

Er geht jeden Tag rund um den Herkules

spazieren. „Ich liebe die Ruhe, das Grüne

und den Ausblick“, sagt er. „Ein Erlebnis,

das ich jedem empfehlen kann.“ Am

schönsten ist der Ausblick, wenn die Sonne

sanft hinter dem Horizont versinkt.

Dazu ein frisch gemixter Cocktail – 15 verschiedene

hält die Cocktailkarte bereit. Sicher

hätte auch König Jerôme, der im 19.

Jahrhundert in Kassel als König von Westphalen

regierte und für sein ausschweifendes

Leben bekannt war, wahre Freude daran

gehabt.

Herkules-Terrassen

Restaurant – Lounge – Bar

Schlosspark Wilhelmshöhe 26

34131 Kassel

Telefon 0561/940480

Öffnungszeiten

Montag bis Samstag, 11 bis 22 Uhr

Sonntag, 11 bis 18 Uhr

Warme Küche:

Montag bis Samstag, 12 bis 2 Uhr

Sonntag, 12 bis 18 Uhr

Tipp: Der perfekte Sundowner: Der Herkules-Cocktail

verführt mit leckeren Ingredienzien

wie Weißwein, Limettensirup und

Gurkensaft. Das sollte man gekostet haben.

041


CARE HOUSE

Get Inspired

American Crew | Redken | Joico

042

Carehouse Defterli

Wilhelmshöher Allee 239

34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe

Telefon-Nummer:

0561-7397893

E-Mail-Adresse:

qvo@qvo-kassel.de

Haus der Kirche bietet ästhetische Eindrücke

Kunst im Landeskirchenamt

Von Georg Pepl

Im Foyer: „Lehrender Christus“ (1931) von Ernst Barlach.

Kirche und Kultur passen einfach gut zusammen.

Das gilt erst recht für das Haus der

Kirche an der Wilhelmshöher Allee 330, wo

sich 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

des Landeskirchenamtes um die vielfältigen

Belange der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

kümmern.

Vor dem Gebäude wird in der sommerlichen

Zeit der documenta 13 ein bunt leuchtendes,

begehbares Kirchenfenster aufgestellt.

Schon seit einigen Jahren sorgt ein anderes

Kunstwerk für einen ästhetischen Eindruck

auf den ersten Blick, denn Buchstaben in

unterschiedlicher Größe zieren die Außen-

fronten des Hauses und laden zum Entschlüsseln

der Botschaften ein. Der Essener

Künstler Dirk Hupe hat 2005 diese Glasfenstergestaltung

geschaffen.

Begehbares Kirchenfenster vorm

Haus der Kirche

Im Foyer befindet sich ein Abguss der Plastik

„Lehrender Christus“ (1931) von Ernst

Barlach – Werke des berühmten Künstlers

wurden übrigens posthum in Kassel auf der

documenta 1 (1955) und der documenta III

(1964) gezeigt.

Künstlerisch gestaltet ist im Haus der Kirche


Buchstabenkunst an und im Haus der Kirche.

selbstverständlich die Kapelle, in die Interessierte

nach Anmeldung an der Rezeption

gelangen. Die Glasfensterwand des für seine

Brandcollagen bekannten Künstlers Johannes

Schreiter bietet in Farbe und Linienführung

eine Reflexion über die menschliche

Endlichkeit.

Kunstvoll gestaltete Glasfenster

Da im Landeskirchenamt viele Sachgebiete


bis hin zu Weltmission und Partnerschaft

bearbeitet werden, gebe es eine multikulturelle

Besucherschaft, sagt Pfarrer Roland

Kupski, der die Öffentlichkeitsarbeit leitet.

Auch Großveranstaltungen werden hier geplant,

zuständig dafür ist Pfarrerin Petra

Schwermann. Anlässlich der documenta 13

gibt es in der Evangelischen Akademie Hofgeismar

und der Kasseler Alten Brüderkirche

vom 13. bis 15. Juli das hochkarätig be-

Im Foyer: „Lehrender Christus“ (1931) von Ernst Barlach

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Brillen & Contactlinsen für jeden Anspruch.

5 x in Folge Ihr

1a Augenoptiker

in Bad Wilhelmshöhe

setzte Symposium „Das Fest (der Liebe zur

Kunst)“, u.a. mit dem Kunsttheoretiker Bazon

Brock.

Unser Tipp für hungrige Besucher:

Das von der Unternehmensgruppe Gegenbauer

betriebene Betriebs-Restaurant im

Haus der Kirche ist öffentlich (Montag bis

Freitag, 7 – 16 Uhr).

Öffnungszeiten

Montag-Freitag:8.30-13.30Uhr | 14.30 - 18.00 Uhr

Samstag: 9.30 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung

Optic am Bergpark | Wilhelmshöher Allee 294 | 34131 Kassel | Telefon 0561 3149982

www.optic-am-bergpark.de

043


Portrait der Saskia van Uylenburgh, um 1642, MHK, Gemäldegalerie Alte Meister.


Das Bildnis der Saskia ist einer der Rembrandt-

Schätze im Museum Schloss Wilhelmshöhe

Von Georg Pepl

Gemälde für die Ewigkeit

Liebe und Kunst sind stärker als der Tod.

Daran mag der Betrachter denken, der sich

in Rembrandts Bildnis der Saskia van Uylenburgh

vertieft. Allein zwölf Originale des

Malergenies schmücken im Museum

Schloss Wilhelmshöhe die Gemäldegalerie

Alte Meister, die über eine der renommiertesten

deutschen Sammlungen verfügt. Das

Bildnis der Saskia ist ein sehr persönliches

Werk Rembrandts: ein Erinnerungsbild an

seine Frau.

Saskia van Uylenburgh (1612–1642) entstammte

einer friesischen Patrizierfamilie,

bereits mit zwölf Jahren war sie Vollwaise.

Sie lernte den sechs Jahre älteren Maler über

ihren Onkel Hendrick van Uylenburgh kennen,

in dessen Amsterdamer Kunstagentur

Rembrandt seine erste Anstellung gefunden

hatte.

Trotz des Klassenunterschieds entschied sie

sich für eine Liebesheirat mit dem Müllerssohn

– ein Zeichen für ihren starken Willen.

Drei von vier Kindern des Paares starben

früh, überleben sollte nur der geliebte

Sohn Titus. Doch nicht einmal acht Monate

nach seiner Geburt starb Saskia, vermutlich

an Tuberkulose. Heute ist der Asteroid Saskia

nach ihr benannt.

Rembrandt hat das Gemälde in der Anfangszeit

der Ehe begonnen und nach dem

Tod seiner Frau überarbeitet. Die strenge

Profilform des Porträts steigert den Eindruck

des Hoheitsvollen und Sakralen. Außergewöhnlich

ist das im 17. Jahrhundert

bereits altertümliche Renaissancekostüm,

das Saskia wie eine Figur aus vergangener

Zeit erscheinen lässt. Einen Gegensatz zu

der prachtvollen Kleidung bildet die

schlichte Pflanze in ihren Händen: Rosmarin

als Symbol der Treue und des Gedenkens.

Als Saskia starb, war Rembrandt 35

Jahre alt. Er sollte noch 28 weitere Jahre leben

und zahlreiche Meisterwerke schaffen,

etwa das späte Historienbild „Der Segen Jakobs“.

Man kann es ebenfalls in dem an

Kunst und Geschichte so reichen Schloss

Wilhelmshöhe bewundern.

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Das Team um Pächterin Chantal Golomb

serviert im Café Jérôme Torten, Kuchen und

andere Köstlichkeiten aus eigener Herstellung.

Benannt ist das stilvolle Café im

Schloss Wilhelmshöhe nach Napoleons

jüngstem Bruder Jérôme Bonaparte, der von

1807 bis 1813 in Kassel als Herrscher des

Königreichs Westphalen residierte.

045


Einst tollten hier die Lieblingsdackel eines Kaisers durch die Natur.

Die Roseninsel und des

Kaisers Lieblings-Dackel

von Mirko Konrad

Erdmann, Hexe, Dachs und Liesel…

Manchmal liegt eine Rose, ein Bild oder

Hundespielzeug an der etwas unscheinbaren,

schwarzen Steintafel. Der kleine Gedenkstein

am Rundweg auf der Roseninsel

im Kasseler Bergpark ist von Azaleen umrahmt.

Er erinnert an einen kleinen Rauhaardackel

namens „Erdmann“. Er wurde

elf Jahre alt und war neben „Hexe“,

„Dachs“ und „Liesel“ der Lieblingsdackel

von Kaiser Wilhelm II. Seit 1891 erholte

sich der Monarch historischen Quellen zufolge

jedes Jahr auf Schloss Wilhelmshöhe

und machte mit seinen Vierbeinern lange

Spaziergänge im Bergpark.

046

Kaiser Wilhelm II. suchte Erholung

im Bergpark

Am 15. August des Jahres 1901 kam der Kaiser

am Kasseler Hauptbahnhof an, um wieder

seinen Sommerurlaub auf dem Schloss zu

verbringen. Zum kaiserlichen Tross zählte

auch Erdmann. Für ihn sollte es zu den langen

Spaziergängen jedoch nicht mehr kommen.

Wenige Tage nach der Ankunft starb er.

Für den Kaiser muss dies ein harter Schicksalsschlag

gewesen sein. Bevor er am 27. August

wieder abreiste, ließ er Erdmann pompös

im Bergpark beerdigen und das Denkmal

errichten. Seiner Trauer verlieh er mit der

goldenen Inschrift Ausdruck: „Andenken an

meinen treuen Dachshund Erdmann / 1890

– 1901 / W II.“. Begraben wurde Erdmann

jedoch nicht an der Stelle, wo sich der Gedenkstein

befindet. Seine tatsächliche Ruhestätte

wird irgendwo im Umkreis der Roseninsel

vermutet. Das Denkmal ist inzwischen

zu einer Pilgerstätte für Dackelliebhaber aus

ganz Europa geworden.

Dackelliebhaber kennen das Denkmal

Seit 1997 hat der Deutsche Teckelklub, Gruppe

Kassel, anlässlich seines 50-jährigen Bestehens

die Patenschaft für die Gedenkstätte

übernommen und pflegt sie seitdem. Der Ver


Der Stein erinnert an „Erdmann“, den Lieblingsdackel von Kaiser WilhelmII. Der Vierbeiner wurde 11 Jahre alt.

ein hat das Denkmal von Überwucherungen

befreit, den Stein aufpoliert und die Azaleen

gepflanzt. Vorsitzender Harald Schütz kann

die Liebe des Kaisers zu seinem Dackel, auch

Teckel oder Dachshund genannt, nachvollziehen.

Auch er besitzt vier Rauhaardackel.

„Teckel sind ausgeprägte Familienhunde,

haben einen liebenswürdigen Charakter und

sind hervorragende Begleithunde“, sagt der

Forstbeamte. Um die Jahrhundertwende waren

Dackel laut Schütz beliebte Jagdhunde,

die etwa für die Jagd auf Füchse, Dachse oder

Kaninchen eingesetzt wurden. Heute seien

Dackel die universellsten Jagdhunde.

Rosen und ein Erdhund

Der Name Erdmann ist vermutlich eine Ableitung

von „Erdhund“. Erdhunde werden

bei der Baujagd eingesetzt. Zu ihnen gehört

auch der Dackel. Schütz vermutet, dass den

Kaiser und Erdmann sehr viel Jagderfahrung

verbunden hat. Mit elf Jahren, was 77 Menschenjahren

entspricht, war Erdmann eher

im mittleren Dackel-Alter. „Dackel können

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sich immer.

15 bis 17 Jahre alt werden“, sagt Schütz. Der

älteste bekannte Dackel sei 21 Jahre alt geworden.

Der Gedenkstein auf Roseninsel befindet

sich oberhalb des Lacs. Die Roseninsel

wurde um 1790 angelegt. 1978 wurde die historische

Rosensammlung durch die Mitglieder

des Vereins „Roseninsel Park Wilhelmshöhe“

erneuert. Der Verein kümmert sich seit

30 Jahren um die Pflege des Rosenbestandes

im Schlosspark. Mehr als 900 Rosensorten

sind inzwischen dort zu finden.

Die Finanzplaner.

Jeder Tag ein Vermögen.

047


Ein Spaziergang: Die Wilhelmshöher Allee im Wandel der Zeit

Von Cornelia Harberg

048

Die Prachtstraße führt fast bis zum Herkules

hoch bis zum Habichtswald.


Sie ist die rühmliche Ausnahme von der

langweiligen Regel. Während andernorts

innerstädtische Straßen längst ihren typischen

Charakter hinter eintöniger Architektur

und beliebiger Ansiedlung verloren haben,

macht die Wilhelmshöher Allee ihrem

Namen auch nach rund 250jähriger Geschichte

alle Ehre. Vor allem im Stadtteil

Bad Wilhelmshöhe hat Kassels schnurgerade

Hauptachse auch über die Jahrhunderte

hinweg nichts an Attraktivität eingebüßt.

Im Gegenteil: Immer am Puls der Zeit präsentierte

sie sich stets als Magnet für Bürger

wie Besucher der nordhessischen Großstadt.

Einst jubelte hier das Volk an der von

Eschen und Linden gesäumten Allee, wenn

der Landgraf und dessen Gäste mit Pferdefuhrwerken

gen Schloss und Bergpark unterwegs

waren. Genau zu diesem Zweck war

die Prachtstraße ja auch von 1767 bis 1778

durch rar bebaute Fläche entlang des Dorfs

Wahlershausen angelegt worden. Heute

präsentiert sich die Wilhelmshöher Allee als

urbanes Subzentrum, als eine Einkaufs-

und Wohnmeile mit Niveau.

Prachtstraße mit dem Blick zum

Schloß

Doch noch immer sind die Spuren der Geschichte

nicht zu übersehen, weiß Wilma

Schäfer von Kassel Marketing zu berichten.

„Gebäude aus der Gründerzeit sorgen für

den besonderen Flair“, erläutert die Fachfrau

und verweist auf die besondere Bedeutung

der historischen Häuser für Kassel,

dessen Stadtbild im Zweiten Weltkrieg weitflächig

zerstört wurde. Hier eine steinerne

Engelsfigur über einem Hauseingang, dort

Ihr Bio-Hotel in Kassel!

Blick auf das „luftige“ Bahnhofsvordach.

ein Türmchen als Dachzierde – das seien

die besonderen architektonischen Augenweiden.

Aber auch gut erhaltene Fachwerkhäuser

zeugen vereinzelt von der einst dörflichen

Gemeinschaft. Nicht zu vergessen die

beiden schmucken Biedermeierhäuschen,

linker und rechter Hand an der Kreuzung

zur Kunoldstraße zu finden.

Flair aus der Gründerzeit

Doch die kulturhistorischen Wegmarken

sind heute nur noch schmückendes Accessoire.

Längst hat sich die Wilhelmshöher Allee

– direkt angrenzend an den Bergpark –

als pulsierende Einkaufsmeile einen besonderen

Stellenwert in der innerstädtischen

Konkurrenz erworben. „Den entscheidenden

Impuls gab der Bau des Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe

vor rund 20 Jahren“,

blickt Wilma Schäfer zurück. Der Stadtteil

Bad Wilhelmshöhe und insbesondere die

angrenzende Wilhelmshöher Allee seien dadurch

erheblich aufgewertet worden. Der

breite Mix inhabergeführter Einzelhandelsgeschäfte

decke nicht nur das gesamte

Spektrum ein Einkaufswünschen ab, sondern

entspreche mit seiner Qualität auch

dem hohen Anspruch der Kundschaft. Abgerundet

werde das breitgefächerte Angebot

durch die vielen Restaurants, Cafés und Hotels

sowie Post, Bankinstitute und Arztpraxen

im direkten Umfeld. Besonders die älteren

Stadtteilbewohner profitierten von diesen

kurzen Wegen.

Das Angebot entlang der Allee ist

vielfältig

„Leerstände sind hier kein Thema“, bilanziert

Wilma Schäfer. Mehr noch: Der verkaufsoffene

Sonntag einmal im Monat habe

sich bestens etabliert und zusätzlich zur Attraktivität

beigetragen.

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049


Einkaufstrends in Bad Wilhelmshöhe

Pelziger Charme und mehr...

Von Ralph Krum

Mehr als fünf Millionen ARD-Zuschauer – immerhin

eine stattliche Einschaltquote von 15,7

Prozent – wurden Augenzeuge, wie sehr Pfarrer

Brauns Haushälterin, die Roßhauptnerin, von

einem jener putzigen Tierchen zu Tode erschreckt

wurde, denen Kassel seinen Ruf als

050

deutsche Waschbärenhauptstadt verdankt.

„Grimms Mördchen“ hieß die Krimi-Folge, die

in Kassel spielte. Was liegt also näher, als die

niedlichen Gesellen vom Schlüsselbund baumeln

zu lassen. Oder als Memo-Magnet an den

Kühlschrank zu heften? Vielleicht auch das ei-

gene Handy damit zu verschönern oder, das

kommt immer gut an, sie als ungewöhnliches

Mitbringsel von einem documenta-Besuch sich

selbst oder Freunden und Bekannten zu schenken.

Vorteile: Viele. Sind niedlich, lösen keine

Allergien aus und krempeln den Dachboden


nicht um. Nachteil: Sie kosten Geld. Aber nur

ein Mal. Ab 5,95 Euro in unterschiedlichen

Größen in den Kasseler Tourist Infos. Und wer

seine Kassel-Erinnerung lieber in klassische

Bauwerke investieren will, der kann sich den

Herkules, Kassels Wahrzeichen, als Bausatz zulegen

und so selbst kreativ werden.

Tourist Info am Rathaus, Obere Königsstraße

15

Tourist Info & Kurinformation im Bahnhof

Wilhelmshöhe, Willy-Brandt-Platz 1,

www.kassel-marketing.de

Kompakte Kunst…

Die in Kassel gebliebenen documenta-Werke

wie Claes Oldenburgs Spitzhacke am Fuldaufer

oder Jonathan Borofskys „Man walking to the

sky“, von Kasselern schnell und pragmatisch in

Himmelsstürmer umgetauft, sind originell, dekorativ

und höchst fotogen. Dazu der Herkules,

die prachtvolle Orangerie oder all die anderen

Kasseler Fotomotive. Wer aber alles Sehenswerte

auf einmal haben möchte, eine Highlight-

Flat sozusagen, der wird in der Galerie Puri

fündig. Der Texaner Leslie G. Hunt hat auf seinem

Kassel-Motiv nahezu alles in den Fokus

gepackt, was die Fulda-Stadt optisch ausmacht.

Die Kompakt-Stadt. Weinberg, Staatstheater,

Martinskirche, Herkules, Orangerie, Löwenburg,

Ottoneum, Bergpark-Tempelchen und

vieles mehr. Das wirkt überraschenderweise

schon als kleine Klappkarte (1,80 Euro) und

als Karte im Langformat (1,50), und selbstverständlich

erst recht als dekorativer Druck. Den

gibt es ab dem handlichen 30 mal 40-Format

bis hin zu repräsentativen 100 mal 70 Zentimetern.

Galerie Puri, Rolandstraße 3,

www.galerie-puri.de

Ein ganzer Merian dreht sich um Kassel

Was steht diesmal drin im neuen Merian? Jetzt

im Mai 2012, da geht es nicht um Hessen, sondern

speziell um Kassel, genauer: um Kassel

vor der documenta. Also geben sich die Themen

selbst vor: Kassel und die documenta. Kassel

und seine Landgrafen. Kassel und sein Bergpark.

Dazu wieder Geschichten und Schnurren

über die Stadt, ein praktischer Leitfaden zum

Auffinden von Restaurants und Bars, von Sehenswürdigkeiten

und Shoppingmöglichkeiten.

Die Buchhandlung Brencher hat den neuen

Kassel-Merian ab dem 2. Mai für 7,95 Euro.

Zum Schmökern, zum Informieren und als Andenken.

Vor allem aber als Gedankenstütze,

doch bald mal wieder nach Kassel zu fahren.

Buchhandlung Brencher,

Wilhelmshöher Allee 281,

www.buchhandlung-wilhelmshoehe.de

Schenken mit Stil und Witz

Das Haus der Geschenke heißt nicht nur mal

eben so. Hier wartet neben einer veritablen

Schreibwarenabteilung allerlei Schenkbares.

Besitzer Tobias Mand hat offensichtlich ein

Händchen dafür. Manches ist witzig, manches

kitschig, anderes einfach schön. Merkwürdig

dabei: alles hat Stil. Wie die lustigen 7,90-Euro-

Einkaufstaschen (www.envirosax.com) mit ihremIch-bin-supermini-und-passe-überallrein-Format,

die auch, ein Foto beweist’s, Justin

Timberlake rumträgt. Oder die Heimatglück-

Serie, in der bayerische Karos und protzige Hirsche,

filziger Filz und Spitzen in Lillifee-Farben

munter kombiniert werden. Der Reißer für werdende

und seiende Eltern überhaupt: Die Heimatglück-Wickeltasche.

Völlig witzig und leider

viel zu oft ausverkauft. Hinter Glas stehen

jene Engel aus dem Erzgebirge, die meist an

Weihnachten zum Einsatz kommen. Von denen

gibt’s auch eine Sommer-Edition. Dann

wickeln sich die Engel niedlich im Gras, tragen

bunte Blumen und sind immer noch handgemacht.

Kosten deshalb zwischen 20 und 35

Euro. Überhaupt: das Thema Eltern. Wer die

herzigen Wärmekissen mit Aufschriften wie

„Bauchweh-Ade-Fee“ oder „Beulen-Ambulanz“

sieht, der könnte animiert werden,

schnell Elternstatus zu erlangen. Und dann

kann man seinen Sprößling schon bald prima

mit dem Entchen-Kinderlöffel oder dem Krankenwagen-Löffel

(12,95 Euro) füttern und

selbst dabei seinen Spaß haben.

Haus der Geschenke, Wilhelmshöher Allee 311,

www.haus-der-geschenke.com

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Die documenta hat weltweite Bedeutung – und präsentiert immer wieder spektakuläre Ideen –

9. Juni bis 16. September 2012

Die 13. Weltkunstausstellung

Von Georg Pepl

Im Museum Fridericianum am Friedrichsplatz schlägt das Herz der documenta

„Immer ist sie für Wunder gut – und für Verwunderliches“,

so respektvoll wie launig urteilte

einst die „Zeit“ über die documenta. In

ihrem Namen steckt das lateinische Wort

„documentum“, das seinerseits „docere“

(lehren) und „mens“ (Geist) enthält. Es ist

eine Namensschöpfung, wie sie die 50er Jahre

des vergangenen Jahrhunderts liebten,

nicht zuletzt in der Kleinschreibung.

Die besondere Namensschöpfung

Wichtiger als die Finessen des Namens ist

freilich das damit Bezeichnete, denn die documenta

in Kassel gilt als die weltweit bedeutendste

Ausstellungsreihe für zeitgenössische

Kunst. Seit 1955 findet sie regelmäßig

statt, ursprünglich alle vier, seit 1972 alle

fünf Jahre. Persönlichkeiten wie der Initiator

Arnold Bode, der Ausstellungsmacher

Harald Szeemann und der Künstler Joseph

Beuys sind mit ihrer Geschichte verbunden.

Seit 1999 trägt Kassel offiziell den Beinamen

documenta-Stadt.

Kassel hat seit 1999 den Beinamen

documenta-Stadt

Die Erfolgsgeschichte der jeweils hundert

Tage dauernden Ausstellungen begann am

15. Juli 1955 mit dem Start der ersten documenta,

die auf Initiative des Kasseler Kunstprofessors

und Designers Arnold Bode zustande

gekommen war. Bode, den die braunen

Machthaber 1933 mit Berufsverbot belegt

hatten, verfolgte damit ein Ziel, das

man nicht hoch genug schätzen kann –

und zwar eine Dokumentation der während

der Nazi-Diktatur als „entartet“ verfemten

modernen Kunst, insbesondere der abstrakten

Malerei der 1920er und 30er Jahre.

Ständig steigende Besucherzahlen

Mehr als 130.000 Interessierte haben die

erste documenta besucht – die Besucherzahlen

sollten bei den folgenden Ausstellungen

ständig steigen. Aber es gab auch unschöne

Ereignisse, etwa als ein deutschnationaler

Bauer aus Protest eine Fuhre Mist

vor dem Museum Fridericianum ablud. Das

war 1972 bei der documenta 5, die zu ihrer

Zeit vielfach als Skandal galt, doch im

Nachhinein den Ruf eines der wichtigsten

Kunstereignisse des 20. Jahrhunderts bekam.

Unter dem Motto „Befragung der Realität –

Bildwelten heute“ gab der Schweizer Ausstellungsleiter

Harald Szeemann mit Fluxus,

Happening-Kunst und dem Konzept

der Individuellen Mythologien der documenta

5 eine provozierende wie politische

Ausrichtung. So machte eine veränderte

055


Deutschlandfahne des Künstlers KP Brehmer

auf die ungleiche Verteilung der Vermögen

aufmerksam, und Joseph Beuys diskutierte

gesellschaftliche Fragen in seinem

Büro der „Organisation für direkte Demokratie

durch Volksabstimmung“.

7000 Bäume bereichern das Stadtbild

Zehn Jahre später startete Beuys die Aktion

„7000 Eichen –Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“,

deren erfreuliche Folgen noch

heute im Kasseler Stadtbild präsent sind. Im

Laufe der Jahre wurden 7000 Bäume gepflanzt,

die zusammen mit jeweils einer Basaltstele

ein organisches Landschaftskunstwerk

bilden. Doch auch andere documenta-

Kunstwerke verblieben in der Stadt, etwa die

Skulptur „Man walking to the sky“ von Jo-

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nathan Borofsky auf dem Vorplatz des Kulturbahnhofes

oder Claes Oldenburgs Spitzhacke

am Fuldaufer.

Auch Schloss Wilhelmshöhe war

schon Ausstellungsort

Die Ausstellungen selbst haben immer wieder

die Situation einer sich wandelnden

Welt und den intellektuellen Diskurs reflektiert.

„Was ist das bloße Leben?“ lautete etwa

in Anlehnung an den viel diskutierten

italienischen Philosophen Giorgio Agamben

eine von drei Leitfragen der documenta

12 im Jahr 2007. Damals war auch erstmals

das Schloss Wilhelmshöhe einer der Ausstellungsorte,

wodurch sich die documenta-Besucher

von der Radikalität der Alten Meister

überzeugen konnten.

Weltkunstausstellung vom 9. Juni

bis zum 16.September 2012

Vom 9. Juni bis zum 16. September 2012

gibt es unter der künstlerischen Leitung von

Carolyn Christov-Bakargiev die dreizehnte

Ausgabe der Weltkunstausstellung. Wie im

Vorfeld zu erfahren, wird das Motiv „Collapse

and Recovery“ (Zusammenbruch und

Wiederaufbau) ein wichtiger Aspekt sein. An

Schauplätzen wie dem Fridericianum, der

documenta-Halle, der Karlsaue, dem Gloria-Kino

und dem Kulturbahnhof werden

Arbeiten von mehr als 160 Künstlern aus aller

Welt gezeigt. Bewusst wurde übrigens

dOCUMENTA (13) als offizielle Schreibweise

gewählt: als Aufforderung zum bewussten

Schreiben.

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Was ist los in Bad Wilhelmshöhe?

Veranstaltungen, Ausstellungen und mehr…

(n&s) Der Bergpark Wilhelmshöhe ist bekannt

für seine Wasserkünste. Unterhalb des

Herkules finden sich Teiche und Grotten,

Seen und wasserspeiende Figuren.

● An jedem Mittwoch, Sonntag und Feiertag

werden im Bergpark Wilhelmshöhe

ab 14.30 Uhr vom 1. Mai bis zum 3. Oktober

Wasserspiele zu Füßen des Herkules

entlang der Kaskaden bis zur großen

Fontäne im Schlossteich geboten: Die berühmten

Wasserkünste beginnen! Mechanisch

betrieben werden Wasserbilder

inszeniert, vom Riesenkopfbecken über

den Steinhöfer Wasserfall, die Teufelsbrücke,

das Aquädukt und der großen Fontäne

im Fontänenteich gerät das Wasser in

Bewegung. Wenn das Wasser im Schlossteich

mündet, sprudelt in einer großen

Fontäne 52 Meter in die Höhe.

Ein Schauspiel der ganz besonderen

Art.

● Zusätzlich gibt es von Juni bis September

an jedem ersten Samstag im Monat beleuchtete

Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe,

sowie im Juli und August

auch am 3. Samstag im Monat.

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln

der Kasseler Verkehrsgesellschaft sind die

Wasserkünste zu erreichen – Straßenbahnen

der Linie 1 und 3 fahren zusätzlich,

Busse und Anrufsammeltaxis sind

ebenfalls auf die Wasserkünste eingestellt.

Das Museum Schloß Wilhelmshöhe mit

Gemäldegalerie Alter Meister und Antikensammlung

hat von dienstags bis

sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. An

Feiertagen von 10 bis 17 Uhr und montags

ist das Museum geschlossen. Der

Mittwoch ist der lange Öffnungstag von

10 bis 20 Uhr.

● Das Museum Schloß Wilhelmshöhe im

Bergpark mit der berühmten Galerie Alter

Meister, in der auch Rembrandts Saskia

zu sehen ist, und der Antikensammlung

hat jeden Mittwoch bis 20 Uhr geöffnet.

● „Schnupperführungen im Schloßmuseum“

mit einer Länge von 30 Minuten

zu berühmten Künstlern wie Rubens,

Rembrandt oder Tizian, werden in der

Regel mittwochs ab 16.30 Uhr angeboten.

● „Abendgeschichten“ gibt es im Schloß

Wilhelmshöhe ebenfalls mittwochs, ab

18.30 Uhr. Museumsexperten stellen Objekte

vor oder erklären deren Restaurierung.

● Der Weißensteinflügel des Museums

Schloß Wilhelmshöhe hat vom März bis

Oktober von Dienstag bis Sonntag und an

Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet

und ebenfalls am Montag geschlossen.

Die Museumslandschaft Hessen Kassel

bietet für jeden Geschmack etwas. Viele

Veranstaltungen locken in den Bergpark,

aber auch in die Museen, eine kleine Auswahl:

● Am 3. Juni heißt es beispielsweise „Führung

durch den Bergpark Wilhelmshöhe“,

ab 11 Uhr, Treffpunkt vor dem

Haupteingang des Schlosses.

● „Vom Theaterbau zum Tanzsaal“ heißt es

am 15. Juni ab 15.30 Uhr bei einer Führung

durch das Ballhaus (neben Schloß

Wilhelmshöhe). Im Ballhaus verbirgt

sich ein eindrucksvoller Prachtsaal.

● „Meisterwerke erleben: Vom Apoll bis zur

Saskia“ heißt eine Führung am 17. Juni

ab 14 Uhr im Museum Schloß Wilhelmshöhe

● „Führung zu den Wasserkünsten“ am

18.7. ab 14 Uhr, Treffpunkt am Besucherzentrum

am Herkules

● „Der Jussowsche Wasserfall, die Wasserfälle

an der Roseninsel und der Lac“ heißt

es am 19. 6. Ab 11 Uhr, Treffpunkt ist an

der Kasse des Großen Gewächshauses.

Gesunder

Schlaf

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Immer wieder finden Ausstellungen im

Museum Schloß Wilhelmshöhe statt. So

sei auch in diesem Frühjahr/Sommer auf

eine hingewiesen:

● 11. Mai bis 12. August die Sonderausstellung

„Neuland. Per Kirkeby – Radierungen“

im Museum Schloss Wilhelmshöhe.

Die künstliche Ruine des späten 18. Jahrhunderts,

die Löwenburg , wird zur Zeit

restauriert. Und ist trotzdem zu besichtigen.

● Die Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe

hat in den Monaten März bis Oktober

jeden Tag von Dienstag bis Sonntag und

feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet und

ebenfalls am Montag geschlossen.

Besichtigungen sind nur im Rahmen von

Führungen möglich, die gibt es immer

zur vollen Stunde, die letzte beginnt um

16 Uhr.

Der schwarze Reiter vor der Löwenburg

Die Löwenburg diente einst Kurfürst Wilhelm

und seiner Geliebten als Wohnsitz,

dem Kurfürst als Grablege. Ganz bewusst

wird ein mittelalterlicher Burgeindruck erweckt

und mit dem romantischen Burg-Ambiente

gespielt. Vor der Burg ist ein großer

Turnierplatz angelegt, auf dem im Sommer

ein ungewöhnliches Schauspiel starten wird:

● Freitag, 22. Juni, 21 Uhr „Der schwarze

Reiter“ Turnierwiese vor der Löwenburg.

Vor historisch-romantischer Kulisse startet

das Musical „Black Rider“ von Tom

Waits in einer Inszenierung des Staats-

058

theaters Kassel. Weitere Termine: 23., 24.,

26.,27., 29 und 30. Juni, und 1., 3., 4., 6.,

7. und 8. Juli 2012, jeweils ab 21 Uhr.

Kassels Wahrzeichen ist der Herkules,

weithin sichtbar wacht er über die Stadt.

Es ist ein imposantes Bauwerk, DAS Kasseler

Wahrzeichen. Die beeindruckende

Figur steht auf einer Pyramide und einem

achteckigen Schloß, dem Oktogon.

Die ganze Anlage ist über 70 Meter hoch.

Allein der Große Zeh des Herkules ist 0,35

Meter groß…

● Herkules, Plattform und Oktogon sind von

Dienstag bis Sonntag und feiertags von

10 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Für das Besucherzentrum Herkules und

das Besucherzentrum Wilhelmshöhe gelten

die gleichen Öffnungszeiten.

Bad Wilhelmshöhe hat nicht nur Museen

und Sehenswürdigkeiten. Bad Wilhelmshöhe

hat auch einen bunten Mix an Geschäften

und lädt zum Shoppen ein.

Jeden ersten Sonntag im Monat sind von

13 bis 17 Uhr die Wilhelmshöher Geschäfte

geöffnet.

● Sonntagsöffnung in Bad Wilhelmshöhe

am 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September

2012 von 10 bis 17 Uhr.

Frank Bosshammer ist Friseur in Bad

Wilhelmshöhe. Er hat zusammen mit

seinem Kollegen Thomas Herrmann ein

einzigartiges Haar-Kunst-Projekt umgesetzt.

Der Titel:

● „Bosshammer & Herrmann DOCUMENThaar

Projekt 12+1.“ Zu sehen am 17. Juni

ab 18 Uhr im Restaurant L’ Arte, Fried-

richsplatz 10 in Kassel. Reservierungen

unter Tel. 0561/7668446.

Die Ausstellung DOCUMENT-haar ist

dann ab dem 18.06 bis zum 19.09. im

Salon von Frank Bosshammer, Kunoldstr.

29, in Bad Wilhelmshöhe zu bewundern.

In 12 Städten dieser Welt und in Kassel

haben die kreativen Friseure Wahrzeichen

der jeweiligen Städte und Länder in

die Haare von Städtemodels frisiert und

ihre Aktionen gefilmt. Zum 13.Mal gibt es

die documenta in diesem Jahr – 13 Städte

mit Haar-Kunst sind zusammengekommen.

Haar-Kunst und Kultursommer

Der Kultursommer Nordhessen hat seit Jahren

einen festen Platz im Sommer der Region.

In ganz Nordhessen locken spannende,

romantische und außergewöhnliche Veranstaltungen

an ungewöhnliche Spielorte.

Vom 17. Juni bis zum 13. August 2012 ist

Kultursommer Nordhessen. Hochkarätige

Veranstaltungen des Kultursommers gehören

auch zum Sommerprogramm in Bad

Wilhelmshöhe:

● „Bolero Berlin“ heißt das sechsköpfige

Ensemble, das am 28. Juni ab 20 Uhr in

der Reithalle am Marstall am Schloß

Wilhelmshöhe südamerikanische Musik

spielen wird.

Den Kultursommer Nordhessen zeichnen

ganz unterschiedliche Angebote aus. Dazu

gehören ungewöhnliche Kombinationen

wie die folgende:


● Am Samstag, 30. Juni 2012 heißt es in

Bad Wilhelmshöhe ab 20 Uhr in der Reithalle

am Marstall am Schloß Wilhelmshöhe:

„Unsere ganze Liebe, unser ganzes

Unglück.“ Schauspielerin Corinna Harfouch

liest Texte aus Marie d`Argoults

Memoiren aus dem gemeinsamen Briefwechsel

mit Franz Liszt. Szenen einer leidenschaftlichen

Liebesgeschichte. Begleitet

wird die Rezitatorin von Hideyo Harada

am Klavier.

Jede Menge Führungen

Eine Stadtrundfahrt durch Kassel ist in jedem

Fall zu empfehlen, eine ganz besondere

gibt es genau einmal im Jahr und ein Wochenende

vor Eröffnung der documenta 13:

● „Besichtigungstour Kassel in der Nacht“

heißt es vom 1. Juni 21 Uhr bis 2. Juni 6

Uhr! Ein Doppeldecker-Bus bringt Sie zu

den interessantesten Orten der Stadt –

mit Führungen und gemeinsamem

Frühstück in der Markthalle…10 Stunden

Kassel in Bewegung.

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Nase, Ohren, Lippe

��� Brustvergrößerung, Brustverkleinerung

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Telefon: (0561) 508 98 ��Fax: (0561) 532 02

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Sie hat überall Spuren in der Stadt hinterlassen:

Die documenta. Zahlreiche

Kunstwerke zeugen davon: Vom Himmelsstürmer

am Kulturbahnhof über

7000 Eichen bis zur Spitzhacke an der

Fulda. Sie gilt als die größte Ausstellung

zeitgenössischer Kunst und findet seit

1955 in Kassel statt.Wo sie ihre Spuren

hinterlassen hat, zeigt die folgende Führung:

● Führung zu den documenta-Außenwerken

am 3.7., 10 Uhr, Treffpunkt am Himmelstürmer

am Kulturbahnhof.

Und dann ist sie endlich da und verwandelt

die ganze Stadt in ein Kunstwerk:

● Documenta 13 ist vom 9. Juni bis zum 16.

September 2012. Ein zentraler Ort alle 5

Jahre zur documenta:

Das Fridericianum und der Friedrichsplatz

in Kassel. Dort gibt es Informationen

rund um die größte Ausstellung zeitgenössischer

Kunst, die Höhepunkte der

100 Tage, die Veranstaltungen und Spielorte

in der Stadt.

HERRENMODE

Wilhelmshöher Allee 261 · 34131 Kassel · Tel. 3 16 35 65

Es ist also jede Menge los in Kassel und dazu

gehört auch der „Zissel“. Ein riesiges Volksfest

zu Lande und zu Wasser, das traditionell

in der heißen Jahreszeit gefeiert wird. Da

bietet die Fulda etwas Abkühlung…

„Zissel ist vom 3. Bis 6. August“, gefeiert

wird an der Fulda in der Innenstadt.

Bad Wilhelmshöhe verzaubert

Die Interessengemeinschaft Bad Wilhelmshöhe,

eine Zusammenschluss von über 100

Einzelhändlern und Dienstleistern, veranstaltet

jedes Jahr das Fest „Bad Wilhelmshöhe

verzaubert“. Verzaubert wird mit einem

schönen Lichtkonzept entlang der Wilhelmshöher

Allee, mit geöffneten Geschäften

und mit Aktionen und besonderen Veranstaltungen

für diesen speziellen Herbstabend.

● „Bad Wilhelmshöhe verzaubert“ lässt die

Wilhelmshöher Allee in diesem Jahr am

Freitag, 26. Oktober ab 18.30 Uhr zum 5.

Mal im Lichterglanz erstrahlen.

059


●Q

Richtung

Waldhotel Elfbuchen

Inserenten dieser Ausgabe

Dienstleister und Spezialisten

B K+S Gruppe

C Muster & Sohn

D Nagel & Stengel

A Hettlings Lesezirkel

A Gebäudereinigung Richter

A Hetzler Automobile

A Hildmann-Parkett

A Tierpark Sababurg

060

Wohnen

E Putz Immobilien

F Gruhn – Bäder · Wärme · Service

G Ohlmeier Architekten

H Immovation AG

I Mundus Senioren

A Peter Persch... die Küche

●b

Gesundheit und Wellness

J Optic am Bergpark

K Sanitätshaus Wilhelmshöhe

L Hillebrand · Liegen und Sitzen

M Dr. med. L. Gruhl · Plastische Chirurgie

N Tara Thai · Massage und Spa

O Kurhessentherme

Hotels

P Kurparkhotel Wilhelmshöhe

Q Waldhotel Elfbuchen

R S&G Wilhelmshöher Tor

S Hotel Palmenbad


●S

●c

●d

●R

●O

Mode und Beauty

T Darika GmbH

U QVO Barbier Defterli

V Parfümerie Schwardtmann

W Schuhhaus Reineck

X Knopf & Kragen

Y Primavera

Z Hairdesign Bosshammer

8 Salwetzke Herrenmode

9 Elke Berndt Damenschuhmode

: Bernhardt Schuhhaus

A Filia76

●P

●I

●a

●F ●Y ●W ●J

●V ●L

●T ●N

●Z ●G

●E

●U

●C

●M

●8●9

●:

●< ●g

●e

●=

●f ➼

●;

Marbachshöhe

Kunst und Schmuck

; Galerie Puri

< Goldschmiede Heinemann

A Konplott

Gastronomie und Genuss

= Backhaus Streiter

a Ilyssia – Restaurant

b Zum Nashorn

c Restaurant Galileo

Frankenstraße

●K

●H

Wiegandsbreite

●X

Marie-Calm-Straße

●D

●B

Finanzen und Versicherungen

d Plansecur

e Kasseler Bank

Rechts- und Steuerberatung

f Dr. Finger & Partner

g Dr. Freiling & Partner

Firmen, die mit der Ziffer A

gekennzeichnet sind, befinden sich

außerhalb von Bad Wilhelmshöhe.

061


MITGLIEDSFIRMEN

Firma

EINKAUFSZENTREN

Atrium Werbegemeinschaft

Brencher Buchhandlung in

Wilhelmshöhe

City-Center

Todenhöfer GmbH (Edeka)

GASTRONOMIE

Brauhaus z

um Rammelsberg

Das Herbsthäuschen

Duck Dich

Kognito Inn

La Galleria

Matterhorn-Stübli

Restaurant/Café

Zum Nashorn

Restaurant Himalaya

Schloss-Café

HOTELS

Boarding House

Am Bergpark

Hotel u. Café Bugfeld

Hotel Palmenbad/

Restaurant Galileo

Hotel Wilhelmshöher Tor

Kurparkhotel Wilhelmshöhe

Schlosshotel Wilhelmshöhe

Betriebs GmbH Betriebsstätte

Hotel Schweizer Hof

Waldhotel Elfbuchen

KUNST & SCHMUCK

Galerie Puri

Galerie Ramex

Goldschmiede Frank Heinemann

Goldschmiede Timmerscheidt

Juwelier Otte GmbH

062

Ansprechpartner

Verwaltung

Hr. Robbert

Verwaltung

Hr. Todenhöfer

Fr. Kozlowski

Fr. Röhl-Elsner

Fr. Neunzig

Hr. Weide

Hr. Carciola

Hr. Rusch

Hr. Leuk

Hr. Neupane

Hr. Elahl

Fr. Frölich

Fr. Benderoth

Fr. Magnesa/

Hr. Eker

Fr. Thielmann

Hr. Fischer

Hr. Jochinger

Fr. Fischer

Hr. Löber

Hr. Kropf

Hr. Heinemann

Fr. Timmerscheidt

Fr. Franz

Straße

Wilhelmsh. Allee 262

Wilhelmsh. Allee 281

Theaterstraße 3

Baunsbergstraße 1

Rammelsbergstraße 4

Ehlener Straße 17

Wilhelmsh. Allee 296

Wilhelmsh. Allee 294

Wilhelmsh. Allee 262

Wilhelmsh. Allee 326

Im Druseltal 12

Wilhelmsh. Allee 255

Schloßpark 2a

Im Rosental 37

Burgfeldstraße 1

Kurhausstraße 25

Heinr.-Schütz-Allee 34

Wilhelmsh. Allee 336

Wilhelmsh. Allee 288

Elfbuchen

Rolandstraße 3

Lange Straße 7a

Wilhelmsh. Allee 282

Wilhelmsh. Allee 312

Wilhelmsh. Allee 257

Telefon

3160900

35643

789170

32731

3162730

38882

312881

34013

35306

39933

9364420

3169234

32543

9402716

32667

20755870

93890

31890

93690

969760

32436

719539

8701923

527427

38361

Firma

WOHNEN & EINRICHTUNG

Blumen Schmid GmbH

Die Blumen-Lounge

Dubbert & Djukic

Exclusives Wohnen

Heimtierbedarf Peter

M. + R. Gruhn,

Bäder-Wärme-Service

Ohlmeier Architekten BDA

Putz Immobilien

Rennert

Bauunternehmung GmbH

Schwedes, Haus der Geschenke

RECHTS- & STEUERBERATUNG

Brinkmann & Partner

Dr. Freiling & Partner GmbH

Finger & Partner, Steuerberater

Ramb, Dr. Rechtsanwalt

Theiß, Rechtsanwälte

DIENSTLEISTER

Abteilung7.de

Anthroposophisches Zentrum

Kassel e.V.

Engels, Martin

Kassel Marketing GmbH

Lieberknecht Kommunikation

Moving Art

Mundus Seniorenresidenz GmbH

Museumsverein Kassel

nagel & stengel,

kommunikationsberatung GbR

Sivis, Schuh- u. Schlüsseldienst

Verlag Dierichs

GmbH & Co. KG (HNA)

Werbegemeinschaft v. d.

E. Führer Immobilien GmbH

WESTOUR Erlebnis-Reisen

Ansprechpartner

Hr. Schmid

Hr. Göllner

Hr. Djukic

Fr. Steller

Hr. Peter

Hr. Gruhn

Hr. Ohlmeier

Hr. Putz

Hr. Gerke

Hr. Mand

Hr. Braun

Hr. Schüttler

Hr. Kuhn

Hr. Ramb

Hr. Lauro

Hr. Gentzsch

Hr. Dittrich

Hr. Engels

Fr. Callebaut

Fr. Lieberknecht

Fr. Klein

Hr. Bahr

Hr. Schröder

Fr. Nagel/

Hr. Stengel

Hr. Sivis

Hr. Lazaar

Hr. Bauer

Hr. Wessel

Straße

Wilhelmsh. Allee 294

Landgraf-Karl-Straße 3

Wilhelmsh. Allee 310

Wilhelmsh. Allee 304

Wilhelmsh. Allee 276

Wilhelmsh. Allee 318

Rolandstraße 4

Wilhelmsh. Allee 253

Lange Straße 59 - 61

Wilhelmsh. Allee 311

Wilhelmsh. Allee 258

Wilhelmsh. Allee 268

Wilhelmsh. Allee 259

Wilhelmsh. Allee 268

Friedrichsplatz 11

Kunoldstraße 42

Wilhelmsh. Allee 261

Wigandsbreite 33c

Obere Königsstraße 15

Baunsbergstraße 31a

Kunoldstraße 60

Wilhelmsh. Allee 319

Schlosspark 4

Ludwig-Erhard-Straße

10

Wilhelmsh. Allee 276

Frankfurter Straße 168

Theaterstraße 3

Wilhelmsh. Allee 294

Telefon

8150188

33214

32216

8167659

6029379

33300

3085570

318660

3167970

32515

2075660

937880

937860

729170

93723533

2871691

9308849

313744

7077167

3103033

34904 F.K.K.

935730

31680704

Marketing,

2874811

315306 Kassel

2031635 Zgoll,

789170 Mario

930750 Fotos:


Fotos: Mario Zgoll, Kassel Marketing, F.K.K.

Firma

GESUNDHEIT & WELLNESS

Bernhardt GmbH, Orthopädicus

Betten-Damm

gesund schlafen –

entspannt sitzen

Die Optik OHG

Gesundheitszentrum

Marbachshöhe

Greger, Dr. med. Kurarzt

Herkules-Apotheke

Hess-Hören Hörgeräte GmbH

Hillebrand, Liegen + Sitzen

Injoy Lady

Kurhessen-Therme

Kur- und Badehaus Schoppe/

Präventas

movida – wo Shiatsu bewegt

Optic am Bergpark

REHAmed Bad Wilhelmshöhe

Tara Thai-Massage + Spa

Sanitätshaus Wilhelmshöhe

Zahn – Mund – Kiefer

v. Schön-Angerer

FINANZEN & VERSICHERUNGEN

Bialecki, R+V Versicherungen

Dithmar, Westhelle, Assenmacher,

Zwingmann & Partner

Gothaer und Curamed, Haase

Kasseler Bank

Kasseler Sparkasse

KIRIX Vermögensverwaltung AG

Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.

Plansecur Management

GmbH & Co.

Sparda-Bank Hessen eG

Filiale Wilhelmshöhe

Telis Finanz AG

Ansprechpartner

Hr. Bernhardt

Hr. Damm/

Hr. Kus

Hr. Siebert

Fr. Schäfer

Hr. Greger

Fr. Menzel

Fr. Haas

Hr. Hillebrand

Hr. Schmitt

Hr. Dunkel

Hr. Schäfer-Pieper/

Hr. Schoppe

Fr. Hennemann

Hr. Ohlwein/

Hr. Pfannkuch

Hr. Seifert

Hr. Penzler

Hr. Brunke

Hr.

v. Schön-Angerer

Hr. Bialecki

Hr. Josephs

Hr. Haase

Hr. Wichmann

Hr. Freiling

Hr. Prawitt/

Hr. Kieckebusch

Fr. Brethauer

Hr. Preilowski

Hr. Kubiak

Hr. Pfaar

Straße

Wilhelmsh. Allee 314

Wilhelmsh. Allee 264

Wilhelmsh. Allee 262

Ludwig-Erhard-Str. 34

Wiegandstraße 12

Wilhelmsh. Allee 279

Wilhelmsh. Allee 259

Wilhelmsh. Allee 274

Wilhelmsh. Allee 262

Wilhelmsh. Allee 361

Wilhelmsh. Allee 361

Bremelbachstraße 18

Wilhelmsh. Allee 294

Wilhelmsh. Allee 302a

Wilhelmsh. Allee 254

Kunoldstraße 14

Wilhelmsh. Allee 311

Kunoldstraße 29

Wilhelmsh. Allee 270

Brabanter Straße 14

Wilhelmsh. Allee 272

Wilhelmsh. Allee 268

Kirchstraße 6

Wilhelmsh. Allee 253

Druseltalstraße 150

Wilhelmsh. Allee 262

Lange Straße 87a

Telefon

33449

64289

81690811

39385

34042

32860

3168925

32073

3105990

318080

3169905

9856721

3149982

313155

2078930

314136

937590

935570

3166121

36021

932990

7124452

310960

18881

9355262

3181510

400460710

Firma

BEAUTY & MODE

Aderhold Coiffure - Visagistic

Anne Frank Cosmetic &

Bräunungsstudio

Blum, Elke

Kosmetik & Fußpflege

Bosshammer, Frank

Hairdesign and Visagist

Bündgen, Coiffeur

CAPRICE Natur Mode

Chapman’s Color & Cut

Darika GmbH

Elke Berndt

Herzensgut

Kirchhof – Woman

Knopf und Kragen

Primavera –

Salon für feine Damenwäsche

Reuse, Fiseursalon

Salwetzke, Herrenmode

Schuhhaus Reineck

Schwardtmann, Parfümerie

GENUSS

Annes Käsetheke &

Petit Bistro

Bäckerei Umbach

Backhaus Streiter

Brzezina GmbH

Café am Park

Krüger & Wiegand

Landfleischerei GmbH

La Praline

Weinhandlung Schäfer

Ansprechpartner

Fr. Aderhold

Hr. Landgrebe

Fr. Blum

Hr. Bosshammer

Fr. Bündgen

Fr. Grebestein

Fr. Chapman

Fam Penzler

Fr. Berndt

Fr. Sögtrop

Fr. Kirchhof

Fr. Wolf/

Fr. Seidl

Fr. Klein

Hr. Reuse

Hr. Salwetzke

Fr. Hoppe

Fr. Schwardtmann

Fr. Schrader

Hr. Hofmann

Hr. Streiter

Hr. Maas

Hr. Heere

Hr. Wiegand

Fr. Eichholz

Fam. Schäfer

MITGLIEDSFIRMEN

Straße

Wilhelmsh. Allee 312

Wilhelmsh. Allee 271

Wilhelmsh. Allee 337

Kunoldstraße 29

Wilhelmsh. Allee 273

Wilhelmsh. Allee 261

Wilhelmsh. Allee 259

Wilhelmsh. Allee 262

Wilhelmsh. Allee 259

Wilhelmsh. Allee 273a

Wilh. Allee 253 - 255

Wilhelmine-Halberstadt-

Straße 10

Wilhelmsh. Allee 304

Wilhelmsh. Allee 280

Wilhelmsh. Allee 261

Wilhelmsh. Allee 294

Wilhelmsh. Allee 284

Wilhelmsh. Allee 289

Kunoldstraße 25

Wilhelmsh. Allee 283

Wilh. Allee 253 - 255

Baunsbergstraße 29a

Wilhelmsh. Allee 291

Wilhelmsh. Allee 304

Rammelsbergstraße 6

Mehr Informationen unter:

www.bad-wilhelmshoehe.com

Telefon

3161666

38979

3103387

35656

32585

3169511

312935

31097156

7398397

8102400

14263

3169326

311760

33084

3163565

3109311

32124

4007188

33234

872703

35863

3164051

05605 -

924364

3165437

3160916

063


064

DIE LAUFSENSATION

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in der Stadt und mit allen Annehmlichkeiten, die ein selbstbestimmtes Leben schöner machen.

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• 24-Stunden-Notrufbereitschaft

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• Stationäre Pflege / Kurzzeitpflege Mehr Infos unter Tel.: (0561) 935 73-0 oder www.mundus-leben.de


Salon für feine Damenwäsche

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Tel. 0561 - 31 17 60 • Fax 0561 - 28 58 81

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Restaurant R t t & CCafé fé ZZum NNashorn h

Im Druseltal 12, 34131 Kassel-Bad Wilhelmshöhe

Tel. 0561 9364420, Fax 0561 9364299

Öffnungszeiten:

Mo. bis Sa. von 12 bis 22 Uhr, So.- und Feiertags von 11 bis 22 Uhr

065


IMPRESSUM VORSCHAU

WILHELM

DAS MAGAZIN FÜR BAD WILHELMSHÖHE,

KASSEL UND SEINE GÄSTE

Herausgeber

Interessengemeinschaft Bad Wilhelmshöhe e.V.

in Kooperation mit A. Bernecker Verlag GmbH

V.i.S.d.P.

Siegfried Putz,

Wilhelmshöher Allee 253–255,

34131 Kassel

Chefredaktion Wilhelm

Petra Nagel

Koordination & Entwicklung

Tobias Mand, Jochen Prawitt, Petra Nagel

Verlag

A. Bernecker Verlag GmbH

Unter dem Schöneberg 1, 34212 Melsungen

Tel. (05661) 731–0 | Fax (05661) 731–400

info@bernecker.de | www.bernecker.de

Geschäftsführung/Vorstand

Conrad Fischer

Unter dem Schöneberg 1, 34212 Melsungen

zugleich auch ladungsfähige Anschrift für alle

im Impressum genannten Verlagsverantwortlichen.

Verlagsleitung

Dipl.-Oec. Ralf Spohr

ralf.spohr@bernecker.de

auch verantwortlich für überregionale Anzeigen

Mediaberatung

Alexander Halpape, Tel. 0 56 61/7 31–4 04

alexander.halpape@bernecker.de

Layout, Graphik-Design, Titelseitengestaltung

Fred Gerhard Hußmann

Anzeigen

Lisa Hassenpflug

Autoren

Petra Nagel, Cornelia Harberg, Helga Kristina Kothe,

Wulf Stengel, Georg Pepl, Ralph Krum, Mirko Konrad

Fotos

F.K.K, Kassel Marketing, Mario Zgoll

Titelfoto

Mario Zgoll

Lektorat

A. Bernecker Verlag GmbH

Druck

Bernecker MediaWare AG

Auflage

6000 Exemplare

Vertrieb

in Bad Wilhelmshöhe über die Inserenten und Mitgliedsfirmen

der IGW, Lopo-Media Systemverteilung, Tourist-Info,

Kurhessentherme, Golfclub Wilhelmshöhe, Sparkassen, Hettlings

Lesezirkel,

sowie personalisierte VIP-Zustellung

Copyright

Alle Rechte auch des auszugsweisen Nachdrucks

beim Herausgeber und Verlag

066

Wilhelmshöhe verzaubert“ –

zum fünften Mal ein Fest für

alle Sinne am 26. Oktober

Veranstaltungen zur

Weihnachtszeit

Bergparkimpressionen

Handwerk in

Bad Wilhelmshöhe

Stadtjubiläum 2013 und

Bad Wilhelmshöhe


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Für den Bau der Eigentumswohnungen werden nur Materialien

mit hohen Qualitätsstandards und hoher Umweltverträglichkeit

verwendet. Die Wohnungen verfügen jeweils über drei

Zimmer, Küche, Bad und einen Balkon. Die durchschnittliche

Wohnfläche beträgt ca. 87 m².

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WIR STEHEN FÜR

FAMILIENFÖRDERUNG.

Seit über 100 Jahren fördern und verarbeiten wir natürliche Rohstoffe

und leisten mit unseren Produkten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung

von Ernährung, Gesundheit und Lebensqualität. Der besonderen

Verantwortung, die mit der Nutzung dieser Ressourcen verbunden ist,

sind wir uns bewusst. Daher bringen wir von Beginn an Wirtschaftlichkeit,

Umwelt verträglichkeit und soziale Verantwortung miteinander in

Einklang. So stehen wir für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und

fördern dies zum Beispiel mit einer eigenen Betreuungseinrichtung für

Kinder in Kassel.

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