Serie 5 Fahrbericht - Deutz-Fahr

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Serie 5 Fahrbericht - Deutz-Fahr

profi FAHRBERICHTExklusiver Fahrbericht Deutz-Fahr Serie 5:(K)ein Agrotron?!Konsequent geht die Erneuerung der Modellreihen beiDeutz-Fahr weiter. Zur Sima wird die Serie 5 mit drei Modellenvon 95 bis 116 PS erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. profihatte die Gelegenheit, bereits vorab zu sehen, wie viele deutscheund wie viele italienische Gene der neue Schlepper hat.Die neue Serie 5hat drei Modellevon 95 bis 116 PSund wird inTreviglio in Italiengebaut.Fotos: Wilmerfehlt bei der neuenSerie 5 — im Gegensatz zu denSerien 6 und 7 — der „Agrotron“-ITatsächlichSchriftzug auf der Haube. Und genauwie andere Mehr-Markenk+onzernenutzt auch Same Deutz-Fahr die Plattformder neuen Serie 5 zum Beispiel für den SameVirtus — allerdings mit unterschiedlichenAusstattungen.Apropos Haube: Die sehr schicke Motorabdeckungträgt die Handschrift der italienischenDesignschmiede „Italdesign Giugiaro“.Unter der Haube arbeitet aber einechter Deutz TCD 3.6 L04 mit 3,6 l Hubraumsowie mechanisch geregeltem Wastegate-Turbolader.Um die Abgasstufe IIIB (Tier 4 i) zu erfüllen,braucht der Motor weder einen SCR-Katalysatornoch einen Partikelfilter. Stattdessengibt es nur einen Diesel-Oxidations-Katalysator (DOC) und eine externe,gekühlte Abgasrückführung (EGR). Dafürkann der Schlepper dann auf AdBlue verzichten,und es gibt links am Aufstieg nureinen 165 l großen Dieseltank.


profi FAHRBERICHTAuf der Konsole sind alle Bedienelemente sehr gut erreichbar. Gewöhnungsbedürftig ist die Schaltkulissemit dem ersten Gang hinten links.regelung. Maximal sind bis zu fünf elektronischeSteuerventile mit Zeit- und Mengenregelunglieferbar. Die Programmierung hatDeutz-Fahr von der Serie 7 übernommenund geht dank des neuen Farbdisplays amrechten A-Holm sehr einfach. Weniger Lobgibt es für den neu gestylten Tiefenreglerdes Hubwerks: Der einstellbare Orientierungsringmit seiner Raste ist nach wie vorwenig hilfreich.Den Rahmen der Kabine hat Deutz-Fahr vomAgrotron K übernommen. In dem Fahrerhausgibt es aber — neben dem bereitserwähnten Farbdisplay — noch mehr Neuheitenzu entdecken. Dazu gehören diewahlweise mechanische oder pneumatischeKabinenfederung genauso wie das mitschwenkendeArmaturenbrett oder der (aufWunsch lieferbare) Knopf mit dem Lenkradsymbolrechts an der Armaturentafel.Das Armaturenbrett schwenkt zusammen mit dem Lenkrad. Das Farbdisplay am rechten A-Holmzeigt alle wichtigen Informationen.Design-Details: das Tagfahrlicht in der von Italdesign Giugiaro gestylten Haube sowie die„Radkappen“ mit dem stilisierten Ulmer Münster.schon beim Agrofarm gibt es das „Flowsensing“-Ventil: Wenn es gar keinen hydraulischenAbnehmer gibt, fließt das Öl von denPumpen erst gar nicht durch den Ventilblock,sondern frei zurück ins Getriebe. Deshalbsind in dieser Ausführung auch „Powerbeyond“-Anschlüsse für die Serie 5 lieferbar.In der Grundausstattung hat die Serie 5 dreimechanische Steuergeräte ohne DurchflussimDrehzahlbereich von 1 000 bis 1 600 Toureneine zweite Pumpe zu und sorgt dafür,dass bereits bei 1 600 Touren die 60 l Fördermengezur Verfügung stehen.Die dritte Variante ist eine 90-l-Tandempumpe,bei der sich laut Deutz-Fahr diezweite Pumpe abhängig vom benötigten Ölstromautomatisch zuschaltet. Und wiePer Tastendruck kann man hier das Übersetzungsverhältnisder Lenkung unter20 km/h ändern: Statt 4,5 Umdrehungen füreinen vollen Lenkeinschlag sind es dann nurnoch 2,2 Umdrehungen — sehr gut fürs Vorgewendeoder bei Frontladerarbeiten.Auf Wunsch ist sogar das GPS-LenksystemAgrosky lieferbar und obwohl es für dieSerie 5 keinen Multifunktionsgriff gibt, mussman nicht auf das Vorgewende-Management„ComfortTip“ verzichten. Bis auf dieWendeschaltung kann man hier alle Funktionenvon Hubwerk, Hydraulik, Motordrehzahlenusw. in einer Sequenz speichern undper Tastendruck einzeln wieder abrufen.Ebenfalls per Tastendruck wird das Antriebsstrang-Management„ASM“ mit lenkwinkelabhängigerSchaltung von Allrad undSperre aktiviert — prima!Das Leergewicht gibt Deutz-Fahr für den5120 mit mindestens 4 700 kg an. Bei 8,5 tzulässigem Gesamtgewicht bleiben da 3,8 tNutzlast. Entsprechend große Reifen passenauf den Schlepper: 520/60 R 28 vorne und650/60 R 38 hinten.Wir fassen zusammen: Auf den ersten Blickhat die neue Serie 5 von Deutz-Fahr die bestenGene aus Deutschland und Italien vereint.So kommt der Motor von Deutz ausKöln, während nicht nur die fein gestylteHaube, sondern auch das Getriebe und dieAchsen von SDF aus Italien beigesteuertwerden. In der Summe kann sich der Schleppermit seiner neu gestalteten Kabine undetlichen technischen Finessen jedenfalls sehenlassen. Wir sind gespannt auf einen Test.Hubert Wilmerprofi 3/2013❚ 32 ❚www.profi.de

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