Anatomie 2 - Das Kino-Highlight Heike Makatsch ... - Handfest-Online

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Anatomie 2 - Das Kino-Highlight Heike Makatsch ... - Handfest-Online

Nr. 1/2003

Anatomie 2 - Das Kino-Highlight

Heike Makatsch, Franka Potente und Special-Effects

Werkzeug Computer

Arbeiten auf vernetzten Wegen

Step by step

Schuhwerk 2003

„Wir haben was zu sagen“

Such a surge im Interview


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IKK

“Verhütung”

Druckunterlagen liegen VVA vor.

Motiv aus handfest 7/2002


Kohle? Karriere? Image? Spaß!

Martina will viel rumkommen. Dennis bekennt freimütig, aufs Geld

komme es ihm nicht an. Lars lernt, wie er betont: unabhängig vom

Geld, Maurer. Valerie will Dachdeckerin werden, weil viele Menschen

einen Dachdecker brauchen. Und Rahel mag es, im Rampenlicht zu

stehen – sie findet es allgemein wichtig, den Beruf zu ergreifen, zu

dem man Talent hat.

Fünf Jugendliche, fünf Meinungen – spontan abgegeben, in Köln

erfragt und keineswegs repräsentativ ausgewählt. Reiner Zufall, dass

diese fünf jungen Menschen alle eines aussagen: Verdienst, Karriere

oder Image sind eher nebensächlich. Zumindest bei der Berufswahl.

Unsere Minierhebung – nachzulesen auf den Seiten 30 und 31 –

betrifft eine der wichtigsten Entscheidungen, die man im Leben zu

treffen hat.

Die Wahl eines Berufes wird von einem Faktor bestimmt, der über

allem zu thronen scheint. Spaß muss er machen, der zukünftige

Beruf. Ganz einfach Spaß. Geld: auch, natürlich. Karriere: klar,

irgendwann mal. Image: sicher, nicht ganz unwichtig. Aber Spaß

spielt die wichtigste Rolle.

Was kommt nach der Schule? Wenn’s um diese Frage geht, ist der

Zufriedenheits- und Wohlfühlfaktor ein dickes Pfund. Das bestätigt

die Aussage von Frank. Er ist Dachdecker und mittlerweile in der

Meisterschule. Als er vor 17 Jahren in die Lehre gegangen ist,

erinnert er sich, „habe ich gar nicht danach gefragt, was ich verdiene,

das war eher zweitrangig“.

Spaß heißt in diesem Zusammenhang:

Selbstverwirklichung.

03


04 Inhalt

Gänsehaut

Der erfolgreichste deutsche Film des Jahres

2000 wird fortgesetzt. Anatomie 2 läuft seit

dem 6. Februar im Kino. Mit Heike

Makatsch, Franka Potente und aufwändigen

Special-Effects. Birger Laube hat daran mitgearbeitet

– er verrät ein paar Tricks.

Seite 12: Kino

Die vernetzte Schule

Internet ist Alltag. Am Peter-Joerres-

Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist

das Internet in den Unterricht eingebunden.

In jedem Klassenzimmer steht ein

Rechner – und der ist online. Dank der

Initiative Schulen ans Netz e.V..

Seite 22: Projekt

INHALT

Nr. 1/2003

Schön & schnell

Sprinterin Sina Schielke ist die

schnellste und zweiterotischste

Frau Deutschlands. Im Interview

verrät die U23-Junioren-Europameisterin

über 100 Meter, was sie

über Schokolade, Sponsoren und

Soaps, Risiken und Rekorde

denkt.

Seite 20: Interview

01803.212127 - www.handfest-online.de

Werkzeug Computer

Handys können Fotos machen und verschicken.

Monitore werden flacher, Digi-

Cams kleiner und die PC-Speicherplätze größer.

Die multimediale Welt ist im rasanten

Fluss – das Handwerk geht mit.

Seite 14: Hintergrund

Service

Einblick

Stärken und Schwächen

Kino

Gänsehaut: Anatomie 2

Hintergrund

Werkzeug Computer

Interview

Sina Schielke

Projekt

Die vernetzte Schule

Szene

Step by step

Nachgefragt

Kohle, Karriere oder Image

Reportage

Familiäre Verpackungskünstler

Musik

Such a surge im Interview

Rätsel

Fragen und Gewinner

Vorschau

Nr. 2/2003

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... und wer fährt?

Abgelenkt heißt eingeschränkt!

Das gilt nicht nur im Unterricht. Hier ist

allenfalls eine sehenswerte Ermahnung

drin. Im Straßenverkehr bleibt’s leider

nicht dabei. Der Einsatz ist um ein

Vielfaches höher: Leib und Leben stehen

auf dem Spiel! Das eigene und das der

anderen.

Entsprechend hoch ist die Verantwortung,

wenn während der Fahrt kurz mal die SMS

beantwortet oder den Mitfahrern die volle

Konzentration geschenkt wird. Der kurze

Blick auf’s Display reicht. Sekundenbruchteile,

die zwischen‚ Glück gehabt’ oder

‚Katastrophe verursacht’, liegen. Zeit, die

man im entscheidenden Moment braucht,

um blitzartig reagieren zu können. Eine

Unaufmerksamkeit in der falschen Situation

genügt. Das Leben ist weg! Auch für

Selbstvorwürfe bleibt keine Gelegenheit

mehr. Mit der SMS war Schluss.

Ein Szenario, das leider zu oft traurige

Realität wird. Damit’s zukünftig nicht mehr

dazu kommt, hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat

gemeinsam mit den gewerblichen

Berufsgenossenschaften ein Preisausschreiben

für Berufsschüler ins Leben gerufen.

Zu gewinnen sind:

1. Preis: ein Tourenrad

2. Preis: ein MP3-Discman

3. Preis: Teilnahme an einem

DVR-Sicherheitstraining

(Einsendeschluss ist der 30.6.2003, Teilnahmekarten

unter www.bg-dvr.de)

Im Rahmen der Jugendaktion findet

zusätzlich ein Schülerwettbewerb statt.

Als Preis winkt eine

Klassenfahrt nach Paris.

Was man dafür tun muss? Eine kreative Idee

haben! Schreibt einen Song, ein Gedicht

oder dreht ein Video mit einer spannenden

Geschichte zum Thema Ablenkung. Grundlage

können hierbei beispielsweise alle

Tätigkeiten sein, die nicht zum Führen

eines Autos gehören.

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Der kreativste Vorschlag gewinnt. Einsendeschluss

ist gleichfalls der 30.06.03. Einsendungen

gehen an:

jugendaktion2002@dvr.de oder

Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

BG/DVR-Jugendaktion

Postfach 300355

53183 Bonn

05


06 Service

GZSZ - Gute Zahlen,

schlechte Zahlen

Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2002:

Etwas stärkerer Anstieg in West und Ost.

598 € im Monat verdienten die Auszubildenden

im Jahr 2002 durchschnittlich in

Westdeutschland. Der Durchschnitt der

tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhte

sich mit 2,7 % etwas stärker als im Vorjahr,

in dem die durchschnittliche Vergütung

um 1,9 % angestiegen war (s. Schaubild).

In Ostdeutschland betrugen die tariflichen

Ausbildungsvergütungen in 2002

durchschnittlich 508 € im Monat. Der

Anstieg um 2,2 % war damit ebenfalls etwas

höher als im Jahr zuvor (1,4 %). Die

Angleichung der im Osten tariflich festgelegten

Ausbildungsvergütungen an das

Westniveau stagnierte: In 2002 wurden in

den neuen Ländern - ebenso wie in 2001 -

durchschnittlich 85 % der westlichen Vergütungshöhe

erreicht.

Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche

Vergütungsdurchschnitt in 2001 bei

581 € pro Monat und damit um 2,7 % über

dem Vorjahreswert (566 €).

Jugendliche und Rauchen:

Immer mehr möchten mit dem Rauchen aufhören -

aber auch negative Trends sind erkennbar

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt regelmäßig Repräsentativbefragungen "Drogenaffinität Jugendlicher

in der Bundesrepublik Deutschland" durch. Für diese Befragungen werden bundesweit ca. 3.000 Jugendliche im Alter von

12 bis 25 Jahren befragt.

Insgesamt zeichnet sich ein positiver Trend zum Nichtrauchen ab. Die Zahl der 12- bis 25-jährigen Raucher sank in den vergangenen

20 Jahren von 44 auf 38 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil der Nichtraucher von 31 auf 49 Prozent.

Anlass zur Sorge gibt allerdings die Entwicklung in den jüngeren Altersgruppen: Sowohl bei den 12- bis 15-jährigen Jungen und

Mädchen als auch bei den 16- bis 19-Jährigen ist der Raucheranteil in den letzten Jahren wieder gestiegen bzw. stagniert auf

hohem Niveau:

Raucherquote 1993 1997 2002

12 bis 15jährige Jungen 11 % 15 % 18 %

12 bis 15jährige Mädchen 12 % 19 % 21 %

16 bis 19jährige Männer 44 % 50 % 44 %

16 bis 19jährige Frauen 36 % 41 % 45 %

(Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln, www.bzga.de)

Ausbildungsvergütung in zehn Ausbildungsberufen des Handwerks

(Durchschnittliche monatliche Beträge)

789 € Maurer/-in 643 €

766 € Gerüstbauer/-in 641 €

540 € Bürokaufmann/-frau 441 €

535 € Kraftfahrzeugmechaniker/-in 414 €

520 € Gas- und Wasserinstallateur/-in 356 €

493 € Elektroinstallateur/-in 377 €

487 € Maler und Lackierer/-in 446 €

486 € Tischler/-in 401 €

455 € Bäcker/-in 350 €

406 € Friseur/-in 257 €

Westdeutschland Ostdeutschland

(Berechnungsbasis: Tarifliche Ausbildungsvergütungen – Durchschnitt über die

Ausbildungsjahre)

(Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn, 01/2003, www.bibb.de)


Wirkstoff Europa

www.auswaertiges-amt.de/jugend-undeuropa

Ob Stipendium, Kurztrip zur spanischen

Treppe oder das Referat für den Geschichtskurs,

der Onlineservice des auswärtigen

Amtes hilft weiter. Und sollte man in dem

üppig sortierten Angebot mal nicht fündig

werden, so stehen Foren, Chatrooms und ein

spezieller Mail-Service zur Verfügung.

Ein klares Plus gibt’s auch für die nutzerfreundliche

Gliederung und die gelungene

Aufarbeitung der Inhalte. Denn auf

Paragraphendeutsch hat man zum Glück

verzichtet. Gut verständlich und auf die

wesentlichen Inhalte konzentriert, findet

man die gesuchten Europa-Antworten. Und

wer ohne konkreten Anlass mal durch die

Seiten treibt, der bekommt zahlreiche

Anregungen, wie Europa am besten wirkt.

Reden was das Zeug hält

www.jugend-debattiert.ghst.de/

Schülerinnen und Schüler ab der achten

Jahrgangsstufe zeigen in einem Wettbewerb,

dass sich gekonntes Debattieren

lohnt. Schließlich handelt es sich hierbei

um einen entscheidenden Grundwert aller

demokratischen Gesellschaftsordnungen.

Wie alles andere jedoch, muss auch dies von

jedem Einzelnen erst erlernt, trainiert und

dann erprobt werden. Genau hierfür schafft

die gemeinnützige Hertie-Stiftung unter

Schirmherrschaft von Bundespräsident

Johannes Rau mit der Initiative ‚Jugend

debattiert’, einen gelungenen Anreiz.

Anmeldeunterlagen und nähere Infos zum

Wettbewerb, dessen Bundesfinalisten sich

am 15. Juni 2003 in Berlin treffen, sind im

Netz zu finden.

Euros für die Ausbildung

www.das-neue-bafoeg.de

Um einen BAföG-Antrag zu stellen, waren

früher einige Semester Verwaltungswirtschaft

durchaus angebracht. Dies ist zum

Glück heute anders. Entweder den BAföG-

Rechner inklusive sämtlicher Formulare und

Hinweise aus dem Netz laden oder aber die

kostenfreie CD-ROM unter 0180 5-26 23 02

bestellen. Schnell und präzise wird dann

deutlich, auf welchen Lebensstil man sich

zukünftig einstellen darf.

Beruf: Weltmeister

www.berufs-wm.com

Berufs-Weltmeisterschaft der Jugend

Alle zwei Jahre zeigt sich, wer seinen Beruf

nicht nur versteht, sondern in vollendeter

Leidenschaft beherrscht. Jeweils ein Teilnehmer/-in

pro Beruf und Land geht an den

Start. Dieser oder diese darf im Wettbewerbsjahr

höchstens 22 Jahre alt sein

und muss sich in entsprechenden Landeswettbewerben

qualifiziert haben. Im Handwerk

erfolgt dies über den Praktischen

Leistungswettbewerb, der jährlich stattfindet.

Infos hierzu erteilen die Handwerkskammern.

Die Berufs-WM 2003 findet in St. Gallen

(Schweiz) statt. Im Jahr 2005 trifft sich die

Weltelite in Helsinki (Finnland). Alles über

die WM sowie ausführliche Hintergrundinfos

unter genannter Adresse oder

www.ivto.com. Viel Erfolg!

07


08 Einblick

Im handfest-Berufe-Check: Sattler/-in

Stärken &

Schwächen

„Gerade, wenn man noch nicht genau weiß, was man nach der

Schule machen will, ist ein Praktikum eine tolle Sache“, sagt

Helen Naulls. Die 18-jährige Abiturientin hat bei einem zweitägigen

Ausflug ins Sattler-Handwerk ihre Stärken und

Schwächen ausgelotet.


Beruf Sattler

Sattler/-innen stellen Gegenstände aus

Leder, Kunststoff, Schwergewebe und

Textilien her, wie zum Beispiel Koffer,

Taschen, Sportartikel, Autopolster. Sie

erledigen dabei alle zugehörigen

Anfertigungs- und Reparaturarbeiten.

In der Ausbildung entscheidet man sich

für die Fachrichtung.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre

Infos:

Zentralverband des

Raumausstatterhandwerks (ZVR)

Tel 0228/3 67 90-0

Bundesverband Lederwaren und

Kunststofferzeugnisse e.V.

Tel. 069/88 72 50

www.lederwarenverband.de

... bei Sattler Bernhard Theime

Harte Arbeit

Zur Person

Helen Naulls hat schon viel erlebt – und viel

unternommen. Sie war nach der 10. Klasse

ein Jahr in Amerika. Sie hat dort in einer

Gastfamilie gelebt und zehn Monate lang

die High-School besucht. Derzeit macht sie

ihr Abitur. „Mein Traumberuf ist Tierärztin.

Aber ich kann kein Blut sehen, deshalb

wäre das nichts für mich“, sagt Helen. Sie

interessiert sich für das Sattler-Handwerk.

Und scheint für diesen Beruf wie gemacht.

Die 18-jährige Hagenerin ist acht Jahre lang

selbst geritten: „Aber nicht auf Turnieren,

nur in meiner Freizeit.“ Zwei Tage lang ist

sie die knapp 80 Kilometer von Hagen nach

Köln in die Werkstatt von Sattlermeister

Bernhard Theime gefahren.

Meine Erwartung

Ein Sattel ist täglichen Belastungen ausgesetzt

und trägt zur Sicherheit beim Reiten

bei. Ich wollte wissen, wie ein Sattel aufgebaut

ist.

Mein Tag

Mir wurde zuerst gezeigt, wie man nietet.

Und dann habe ich gelernt, wie man Leder

näht. Das war interessant. Hier herrscht

eine lockere Arbeitsatmosphäre unter den

Mitarbeitern. Die sind alle sehr hilfsbereit.

Top

Helen Naulls (18) ...

Erstaunlich, wie viele verschiedene Lederarten

es gibt. Ich find’s total faszinierend,

wie sich ein Sattel zusammensetzt – ziem-

lich aufwändig. Da steckt unheimlich viel

Liebe fürs Detail, aber auch jede Menge

harte Arbeit drin.

Flop

Diese zwei Tage waren alles andere als ein

Flop. Ich finde alles richtig interessant: Das

ist ein Beruf, der meinen Vorstellungen entspricht.

Man sieht, was am Ende seiner

Arbeit entstanden ist.

Mein Fazit

Das war ein guter und vielversprechender

Einblick in einen schönen Beruf, aber zwei

Tage sind viel zu kurz. Ich könnte mir gut

vorstellen, diesen Beruf später auszuüben.

Das sagt der Chef

Wir bauen spezielle Sättel für Distanzreiter.

Distanzreiter legen 100 Meilen und mehr

auf ihrem Pferd zurück. Hauptkomponenten

der Sättel sind Leder, spezielle Schaumstoffe

und glasfaserverstärkte Kunststoffe.

Wir fertigen Sättel, die dem Pferd und

Reiter perfekt passen. Helen hat sich gut

angestellt bei uns. Sie hat ein Gefühl für

Formen, das dreidimensionale Sehen. Sie

kann sich plastisch vorstellen, was sie

macht. Sie hat Mitarbeitern beim Nieten

geholfen, das Nähen mit der Hand geübt,

Sättel demontiert und die Herstellung von

Gürteln kennen gelernt. Das ist schon eine

ganze Menge in zwei Tagen.

09


10 Einblick

Das waren unsere Berufetester im Praktikum

Elektroinstallateur, 4/2002

„Unheimlich vielfältig.“

Tester: Alexander Schmidt (16)

Betrieb: Elektro-Niewald, Detmold

plus logisches Denken und Geschicklichkeit sind gefragt

minus manchmal viel Fahrerei

Tischler, 4/2002

„Hochmoderne Technik.“

Tester: Chudo Safojan (16)

Betrieb: Manufaktur Mücke, Detmold

plus komplexes Denken und komplexes Arbeiten

minus laut – trotz Ohrenstöpseln

Damen- und Herrenschneiderin, 4/2002

„Feiertage sind Hauptspieltage.“

Testerin: Elena Semenova (16)

Betrieb: Landestheater Detmold

plus eine Mischung aus Tradition und Moderne

minus viel Hektik, wenig Zeit, manchmal viel Stress und Reisen

Konditorin, 4/2002

„Riesigen Spaß beim Backen.“

Testerin: Ebru Özcelik (16)

Betrieb: Heidsiek, Detmold

plus man sieht, jederzeit, was man geschafft hat

minus anstrengend: viel stehen

Fotografin, 4/2002

„Ein echter Traumberuf.”

Testerin: Vanessa Brown (16)

Betrieb: Lippisches Landesmuseum

plus jeden Tag was Neues

minus gute Mathekenntnisse sind absolut Pflicht

Friseurin, 4/2002

„Immer nah am Trend.”

Testerin: Inna Lesser (16)

Betrieb: Friseursalon Elke Drechsler, Detmold

plus Schnelligkeit, Perfektion und Offenheit sind gefragt

minus viel stehen und viel reden

Holzblasinstrumentenmacherin, 5/2002

„Spontane Musiksessions.”

Testerin: Anja Rühle (19)

Betrieb: Hans-Martin Hoppmann, Köln

plus manchmal echte Puzzle-Arbeit

minus schwere Instrumente – das kann Rückenschmerzen verursachen

Buchbinderin, 6/2002

„Von der Seite zum fertigen Buch.”

Testerin: Karin Marx (19)

Betrieb: Buchbinderei Schwind, Trier

plus viel Handarbeit, Tradition und Kunst

minus zu viel Technik : feinjustieren und kontrollieren

Stickerin, 6/2002

„Eigene Ideen einbringen.”

Testerin: Lenka Petzold (18)

Betrieb: Werkstätte für Textilkunst, Bad Honnef

plus viele Stricktechniken

minus manchmal ziemliche Fummelarbeit – Geduld ist gefragt

Raumausstatterin, 7/2002

„Altes Sofa abziehen.”

Testerin: Daniela Staap (20)

Betrieb: Holger Withöfte, Dortmund

plus alte Möbel aufarbeiten

minus manchmal ziemlich anstrengend

Modistin, 7/2002

„Eigene Ideen.”

Testerin: Cornelia Ebert (17)

Betrieb: Gerlinde Götte, Essen

plus viel Künstlerisches

minus lieber in der Werkstatt, als im Kundengespräch


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Auf Nummer sicher

Die Innungskrankenkasse hat ein Herz für die Liebe. Und damit die schönste Sache der

Welt ohne unerwünschte Folgen bleibt, erhalten IKK-versicherte Mädchen die Pille bis zum

18. Geburtstag kostenlos. Und danach ist bis zum 20. Geburtstag nur eine geringe

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Anschriften für Beruf und Karriere:

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Bildungszentren, Fachverbände,

Berufskollegs, Arbeitsämter,

Fachschulen, Innungen, Meisterschulen,

Akademien und vieles mehr.

handfest goesonline.de


12 Kino

„Meistens ist es Zuckersirup, vermischt

mit Lebensmittelfarbe. Das wird aufgekocht,

was den Konservierungseffekt

ergibt“, erklärt Birger Laube, „aber es

gibt so viele unterschiedliche Rezepte,

jeder hat sein eigenes.“ Was der

Maskenbildner und Special-Effects-

Manager hier preisgibt, ist kein Rezept

für Kuchen, sondern für Blut. Echtes

Filmblut. Davon fließen im Thriller

Anatomie 2 rund 80 Liter – eigentlich

gar nicht so viel, wie man vielleicht vermuten

würde.

Künstliche Muskeln und gekochter Sirup am Set von Anatomie 2

Zur richtigen Zeit

am richtigen Ort

Ganz und gar unblutig, aber irgendwie

unheimlich mutet es an, wenn plötzlich die

künstlichen Muskeln unter der Haut der

Darsteller zucken. Dafür mussten Birger

Laube und Crew tief in ihre Trickkiste greifen.

In stundenlanger Millimeterarbeit wurden

Heike Makatsch und Co. Luftkissen

(„wie kleine Luftballons kann man sich das

vorstellen“) auf die Haut geklebt, eine

Silikonhaut darüber gelegt und diese „kleinen

Luftballons“ durch nahezu unsichtbare

Öffnungen mit Druckluft zum Zucken

gebracht. „Splatter-Effekt“, heißt das in der

Fachsprache der Maskenbildner.


Anatomie 2

Der Inhalt:

Jo hat einen großen Traum. Er will als forschender

Arzt ein Heilmittel für seinen

Bruder Willi finden, der an einer unheilbaren

Muskelkrankheit leidet. Als Jo (Barnaby

Metschurat) sein Praktikum an einem

Berliner Krankenhaus startet, ist er fest

entschlossen, Mitglied im Team des bekannten

Professors Müller-LaRousse (Herbert

Knaup) zu werden. Der Klinikalltag sieht

jedoch anders aus. Jo schiebt Doppelschichten

und ist überlastet. Einziger

Lichtblick ist die hübsche Krankenschwester

Lee (Rosie Alvarez).

Eines Nachts bittet Lee ihren Freund Jo um

Hilfe: Ein kleines Mädchen leidet seit Tagen

an Nasenbluten. Jo’s schockierende

Diagnose: Schädelbasisbruch. Er rettet dem

Mädchen das Leben. Nicht ahnend, dass die

Operation heimlich von Müller-LaRousse

beobachtet wird. Der angesehene Professor

bietet Jo überraschend einen Platz in seinem

Team an – mit dem Kommentar:

„Regeln sind für Schwache.“

Gemeinsam mit den Jungärzten Viktoria

(Heike Makatsch), Sven (Frank Giering) und

Birger Laube hat für Anatomie 2, die

Fortsetzung des erfolgreichsten deutschen

Kinofilms der letzten Jahre, die Special

Effects gemacht. Der 35-jährige Münchner

ist heute einer der gefragtesten

Maskenbildner Deutschlands – und er saß in

dem Gremium, das die Neuordnung des

Berufes zum 1. August 2002 festgelegt hat.

Seit über 13 Jahren ist er im Geschäft – im

Gespräch gewährt einen Einblick:

„Nein, für schwierig halte ich es nicht, als

Maskenbildner zum Film zu kommen - es ist

Glücksache. Ich glaube, es ist wichtig, dass

man die richtigen Leute kennen lernt und

immer wieder weiter empfohlen wird. Vieles

hängt aber auch vom eigenen Auftreten ab.

Traumjob? Ja, der Beruf wird gerne so dargestellt,

was ich allerdings eher ärgerlich

finde. Denn die Realität sieht oft anders

aus. Ich bin zum Beispiel an manchen Tagen

14 bis 18 Stunden lang ununterbrochen am

Set, komme auf 275 bis 330 Stunden im

Monat – ohne einen Tag Pause. Es gibt

Spezial-Make-Ups, die drei bis vier Stunden

dauern – und dann noch eine Stunde

abschminken. Dessen muss man sich

bewusst sein.

Als Maskenbildner musst du viel können:

schminken, frisieren, modellieren, mit

Kunstharz und Silikon umgehen und auch

Zahnteile fertigen. Das sind Dinge, die so in

der Ausbildung nicht vermittelt werden

können – das eignest du dir später an.

Meine Projekte wähle ich nach der

Aufgabenstellung und dem Drehbuch aus –

je nachdem, wie kompliziert, wie aufwändig

die Produktion ist.“

Hagen (Roman Knizka) stürzt er sich in das

spektakuläre Forschungsprojekt – die

Entwicklung künstlicher Muskelstränge. Jo

hofft, so seinem Bruder helfen zu können.

Zu spät erkennt er, worauf er sich wirklich

eingelassen hat.

Der Thriller (FSK: ab 16) läuft seit dem 6.

Februar im Kino.

Die Idee:

„Ein befreundeter HNO-Chirurg erzählte mir

von seiner Neuentwicklung: Er hatte als

erster Arzt einem Patienten ein Hörgerät

implantiert und konnte dieses über eine

externe Fernbedienung einschalten oder die

Lautstärke regeln. Das war die eigentliche

Geburtsstunde von Anatomie 2. Die Vorstellung,

dass ein Arzt seinen Patienten von

außen via Fernbedienung steuern und

manipulieren kann, bot sich als großartiges

Thriller-Thema an.“

Regisseur Stefan Ruzowitzky

Der Gute:

„Ich verkörpere einen Typen, der mit beiden

Beinen auf der Erde steht, tief fällt und sich

dann wieder aufrappelt. Das ist doch herrlich

hoffnungsvoll.“

Barnaby Metschurat (Jo)

Birger Laube (35), Maskenbildner und

Special-Effects-Manager am Set von Anatomie 2

Die Gastrolle:

Dank der Titelrolle in „Lola rennt“ war

Franka Potente bereits ein Star, als sie 1999

die Hauptrolle in Anatomie spielte. Nun

verkörpert die 28-Jährige erneut Paula

Henning. Die Heldin des ersten Teils tritt

jetzt als BKA-Sonderermittlerin auf.

Der Böse:

„Meine Figur zeichnet sich durch ihre

Bedingungslosigkeit gegenüber ihrem beruflichen

Umfeld aus. Müller-LaRousse ist

ein vom Ehrgeiz zerfressener Gott in Weiß,

der unbedingt auf den Olymp der Unsterblichkeit

klettern will und über Leichen

geht. Diesen gnadenlosen Charakter trotzdem

sympathisch darzustellen, war meine

reizvolle Aufgabe.“

Herbert Knaup (Professor Müller-LaRousse)

Der Soundtrack:

Neben der Hitsingle „Killerboys on acid“ von

Sincere toben sich Oasis, Primal Scream,

Uncle Ho, Suede, International Pony, Such a

surge, Deleware und die Manic Street

Preachers auf dem Soundtrack zum Thriller

aus.

13


14 Hintergrund

Werkzeug: Werkzeug: Computer Computer

Das Glück liegt in der Zukunft. Und vielleicht auch im weltweiten

Netz. Die öffentliche Kommunikation erfährt eine rasante

Beschleunigung - immer mehr Menschen erkennen die 1001

Möglichkeiten, die sich aus dem eigenen Auftritt im Web ergeben.

Multimedia ist allgegenwärtig – und von großem Nutzen. Denn: im

Netz sein heißt auch international sein.


Ganze Wände müssen raus. Fensterscheiben klirren, Mörtel staubt,

Steine krachen, Schweiß fließt. Wenn ein Altbau renoviert wird, ist

das ein Job für Menschen, die zupacken können. Jeder Schritt ist

Millimeter für Millimeter geplant. Und zwar am Rechner.

„Wir zeichnen nicht mehr mit Lineal und Bleistift.“

Hemdsärmeligkeit meets Innovation. „Wir zeichnen nicht mehr mit

Bleistift und Lineal auf Papier, sondern mit Mouseclicks am

Bildschirm“, sagt Bruno Rattey. Er ist Geschäftsführer der 1914 als

Schlosserei gegründeten Firma Stahlbau Rattey in Oberhausen, die

zum Beispiel Drahtmattenzäune montiert, Sicherheitstechniken

installiert oder ganze Grundrisse ändert. Das traditionsbewusste

Unternehmen ist seit knapp zwei Jahren im weltweiten Netz.

Metallbauer-Meister Bruno Rattey lässt seine insgesamt fünf Azubis

individuell am PC ausbilden: „Der Computer ist ein Werkzeug. Und

wer optimale Leistung erbringen will, muss sein Werkzeug optimal

beherrschen.“ In seiner Firma stehen sieben vernetzte Computer.

„In Mathe und Physik sollte man fit sein.“

Florian Solbach hat ständig mit den Neuen

Medien zu tun. Er muss Netzverkabelungen

überprüfen oder ISDN-Protokolle schreiben.

Er tüftelt gerne und ist fasziniert von

Computern. „Ich habe mein Hobby zum

Beruf gemacht“, sagt der 20-jährige

Siegener. Er ist im dritten Lehrjahr zum

Informationselektroniker. Ein vielseitiger,

moderner, aber auch anspruchsvoller Beruf,

wie er verdeutlicht: „Mathe und Physik – in

diesen beiden Fächern sollte man fit sein.

Und man sollte nicht glauben, dass man nur

an PCs herumschraubt.“

„Wann und wo man will.“

Stichwort: E-Learning. Das heißt: Weiterbildung

ist möglich - unabhängig von Zeit

und Ort. Das geht online, ganz bequem am

eigenen Rechner zu Hause. Dr. Beate Kramer von der Zentralstelle

für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) meint: „Man kann lernen,

wann, wo und so oft man will. Außerdem lernt man nicht nur

für ein bestimmtes Fach, sondern mit den Neuen Medien umzugehen.“

Auch Meisterqualifizierung ist online möglich. Den Teil IV der

Meisterprüfung gibt’s bereits online, Teil III ist in Vorbereitung.

Nix ohne PC

Wie kommt der Zahnstumpf in den Monitor?

Wilfried Trepels ist Zahntechnikermeister. Digitale Fotografie ist in

seiner Werkstatt so exotisch wie für unsereins das allmorgendliche

Zähneputzen. Spezialisiert hat er sich auf Implantat-Technik und

die absolut gewebefreundliche Vollkeramik. Hierbei wird der

Zahnstumpf gescannt und ein exakter Kronenunterbau konstruiert.

Diese Daten werden an ein Unternehmen in Schweden übertragen

und dort umgesetzt in ein extrem hartes Käppchen aus Keramik,

wie es zum Beispiel auch für Hüftprothesen verwendet wird. Darauf

schichtet und brennt das Trepels-Team immer transparentere

Keramik, bis der neue Zahn nahezu nicht mehr von natürlichen

Zähnen zu unterscheiden ist.

Der Herr der 100 Rechner

Auch in einem echten Multimedia-Beruf bleibt der Fernseher schon

mal dunkel. Aber: Das ist so gewollt. Reinhold Pingel baut Fehler ins

TV-Gerät ein. Seine Schüler müssen den Störer aufspüren - und

beheben. „Je nach Schwere brauchen sie

anfangs dafür zwei bis drei Stunden, zum

Schluss der Ausbildung finden sie den

Fehler schon in knapp einer halben

Stunde“, sagt Reinhold Pingel. Er ist seit

16 Jahren Dozent bei der Handwerkskammer

Arnsberg und zuständig für die überbetriebliche

Ausbildung im Bereich der

Informationstechnik - und für über 100

Rechner und 16 Laptops. Er bereitet seine

Schüler auf den Netzwerk- und Telekommunikationsbereich

sowie die Internettechnik

vor. Also auf Beruf und Alltag.

München-Mönchengladbach in Sekunden

Norbert Schalm hat seine Monteure mit

Digitalkameras ausgestattet. „So können

wir über ein Problem, das auf einer

Baustelle in München auftritt, hier im

Betrieb diskutieren. Und zwar binnen weniger

Sekunden“, erklärt der Geschäftsführer eines Sanitär-Heizung-

Klima-Betriebes in Mönchengladbach. Er hat noch einiges vor, will

als Nächstes alle seine Monteure mit Laptops versorgen. Auch die

Azubis profitieren vom Innovationsgeist ihres Chefs. Sie werden am

PC auf kommende Herausforderungen vorbereitet – mittels CD.

15


16 Hintergrund

„Trockenübungen“, nennt Norbert Schalm

das, wenn seine Azubis sich am Monitor per

Videoclip angucken können, wie echte

Störfälle an einem Gasbrenner behoben werden.

„Mit dem Effekt: Unsere Azubis gehen

viel sicherer an diese Anlagen ran, denn sie

haben es zumindest schon einmal gesehen

und die Problembehebung durchgespielt.“

Vorsprung durch Neue Medien

Norbert Schalm, Bruno Rattey und Wilfried

Trepels sind für ihre IT-Weiterbildungsfreundlichkeit

Handwerksbetriebe Nordrhein-Westfalens

ausgezeichnet worden.

Alle drei nutzen die Möglichkeiten der

neuen Informations- und Kommunikationstechniken

intensiv. Und sie qualifizieren

ihre Mitarbeiter im Umgang mit den Neuen

Medien - was auf Dauer den Vorsprung

sichert.

Vorsprung Vorsprung Multimedia

Multimedia

Multimedia ist allgegenwärtig. Und wichtig.

Fast überlebenswichtig. Als Kommunikations-

und Informationstechnologie. Eben

als alltägliches und internationales Werkzeug.

Mit seinem Beruf liegt Manuel Wagner voll

im Trend. Der 24-Jährige ist Mediengestalter

in der Digitalen Bildbearbeitung beim

Fotostudio René Staud in Leonberg – und

soeben Landessieger geworden. Der Photoshop-Experte

interessiert sich auch außerhalb

seines Berufes für Fotografie mit der

Lochkamera und digitalen Videoschnitt.

„Bildbearbeitung ist unser Hauptbusiness.

Internet und E-Mail sind wichtige Kommunikationsmittel

für uns. Der große Vorteil:

Unser Kunde sitzt sonst wo in der Welt – wir

schicken ihm überall sein Foto hin, er guckt

es sich an, und wir arbeiten nach seinen

Wünschen weiter daran. Klar, wenn der PC

mal ausfällt, sind wir ziemlich aufgeschmissen.“

Lars Krupp ist anders. Der 30-jährige Art-

Director bei der Werbe-Agentur greydirect

hört Vinyl statt CD, hat sein Handy abgeschafft

und verbringt seine Freizeit lieber

in der Natur als im Netz.

„Tagsüber habe ich soviel Kram um die

Ohren, abends brauche ich meine Ruhe.

Deshalb habe ich mein Handy abgeschafft.

Denn meistens sagt man über Handy: „Ich

bin gleich da“ – oder sonst irgendwas

Unsinniges. Von dieser Art Kommunikation

halte ich überhaupt nichts. Das kostet viel,

und bringt wenig. Ich find’s viel schöner,

wenn man sich persönlich miteinander

unterhält und dabei in die Augen schauen

kann. Ich höre am liebsten Platten. Das hat

viel mit Genuss zu tun. Von den alten

Vinylscheiben weiß ich genau, wann und wo

ich sie gekauft habe, zum Teil auf dem

Trödel. Ich höre Sachen aus den Sixties und

Seventies, die gibt’s so heute gar nicht

mehr.“


18 Hintergrund

www Flöten Flöten

Blockflöten aus dem Internet: www.mollenhauer.com

Vivaldi liegt nicht in Italien.

Die Firma Mollenhauer ist 180 Jahre alt. Sie fertigt bis zu 2.500 Euro teure

Blockflöten, liefert diese bis nach China und hat bereits seit neun Jahren eine eigene

Homepage – mit zuletzt über 21.000 visits im Monat. Für soviel Innovationsgeist

sind die Holzblasinstrumentenbauer aus Fulda mit dem Internetpreis des Deutschen

Handwerks ausgezeichnet worden. handfest hat sich mit dem Technischen

Geschäftsführer Joachim Kunath (40) unterhalten.

Wie war das damals mit Ihrem Internet-

Auftritt?

1994 bin ich schweißgebadet aufgewacht

und hab gedacht: Du musst dir unbedingt

mollenhauer.com und

.de sichern, sonst sind

die weg. Dabei hättest

du dir zu dem Zeitpunkt

noch alles kaufen

können.

Und dann haben Sie sich ins Netz

gestürzt?

Zunächst hat eine Agentur das übernommen.

Aber damit waren wir gar nicht zufrieden.

Also haben wir gesagt: dann machen

wir es eben selbst.

Aber das konnten Sie doch gar nicht –

oder?

Ich bin in die nächste Buchhandlung gesprintet

und habe mir das Buch: „Frontpage

– wie geht’s?“ gekauft. Jetzt haben wir

weit über 1000 Seiten im Netz.

Haben Sie sich das alles selbst beigebracht?

Wir betreuen zu dritt unseren Internet-

Auftritt – wir sind Autodidakten. Markus

Berdux hat Bildbearbeitung und Layout

übernommen. Gisela Rothe, eine ausgebildete

Lehrerin, kümmert sich um die Redaktion,

und ich mache den Rest. Stefan

Kömel, unser kaufmännischer Geschäftsführer,

gibt die strategische Richtung vor.

Er nutzt das Internet als Sprachrohr zu

unseren Kunden.

Welchen Nutzen hat die Firma durch das

Netz?

Wir sparen eine Menge an Portokosten.

Früher haben wir über 40.000 Kataloge pro

Jahr verschickt, jetzt kann sich der Kunde

alles bequem runterladen. Wir haben 2001

25% Umsatzzuwachs verzeichnet – das führen

wir zu einem großen Teil auf unseren

Internetauftritt zurück. Ich glaube: Wer

heute keine eigene Homepage hat, verspielt

viele Chancen und beraubt sich vieler

Kunden.

Ist der elektronische Kontakt nicht

unpersönlich?

Nein, überhaupt nicht. Auf unserer Homepage

können wir die Töne unserer Flöten

darstellen – das können wir im Katalog

nicht. Und unser Kunde kann jederzeit mit

uns Kontakt aufnehmen.

Wie gehen Ihre Mitarbeiter damit um?

Jeder unserer 30 Mitarbeiter hat einen eigenen

Internet-Anschluss. Mitten in der

Werkstatt stehen zwei frei zugängliche

Terminals. In der Mittagspause kann dort

jeder seine private Post bearbeiten oder in

ebay steigern.

Ihre Azubis müssen im Netz zu Hause

sein?

Nein, nicht in erster Linie. Wir brauchen

Leute, die sich für den Beruf und für die

Musik interessieren. Keiner unserer Mitarbeiter

muss Vivaldi spielen können, aber

er sollte Vivaldi nicht an die italienische

Küste verlegen – das wäre peinlich. Wer sich

bei uns bewirbt, muss wissen, was wir von

ihm verlangen: Er muss Lust haben, die Welt

zu erobern, und handwerklich top sein.


Ausbildung Ausbildung Medien Medien

Kurz & Knapp

New: Die Meisterprüfung im Handwerk Informationstechnik kann nach neuer

Prüfungsordnung seit 2003 abgelegt werden +++ Entstehung: Durch

Zusammenlegung der Radio- und Fernsehtechnik mit der Büroinformationstechnik

ist die Informationstechnik entstanden +++ Es handelt sich um die IT-

Spezialisten +++ Arbeitsumgebung: EDV-Netzwerke, Kommunikationsanlagen,

Präsentations- und Videotechnik, digitale Peripherie- und Endgeräte +++

Aufgabengebiete: Konzeption, Installation, Wartung und Reparatur,

Programmierung, User-Schulung, Beratung und Vertrieb, Organisation und

Administration +++ Einstieg: Ausbildung zum/zur Informationselektroniker/

-in mit den Fachrichtungen Bürosystemtechnik (Informationssysteme im

Bürobereich konzipieren, installieren und instand setzen sowie Anwendungsprogramme

erstellen) oder Geräte- und Systemtechnik (Geräte und Systeme

zum Aufnehmen, Übertragen, Verteilen, Speichern, Verarbeiten und

Wiedergeben von Bild, Ton und Daten werden konzipiert, installiert und

instand gesetzt) +++ Ausbildungsvergütung: (in € und nach Ausbildungsjahren,

Stand 2002) 317,00 / 409,03 / 434,60 / 536,86 +++ Weiterbildung:

staatlich geprüfter Techniker, Meister an den Bildungszentren der

Handwerkskammern, Softwareentwickler, IT-Berater, IT-Ökonom, Sachverständigenwesen,

IT-Management, Betriebswirt im Handwerk, Wirtschaftsinformatiker,

fachspezifische Qualifikationen und Lehrgänge +++ Studiengänge:

Informationstechnik (Elektrotechnik) / Daten-, Informationsverarbeitung

(Elektrotechnik) / Dipl.-Ing. (FH) – Fernsehtechnik /

Kommunikationsinformatik / Telekommunikationsinformatik / Technische

Elektronik / Mikroelektronik / Technoinformatik +++ Ausbildungsvoraussetzungen:

Betriebe setzen bei Informationselektronikern meist mittleren

Bildungsabschluss voraus. Weit über 50% haben zum Beispiel die

Fachoberschulreife. +++ Fähigkeiten: mathematisches und technisches

Verständnis / sprachlich kommunikative Fähigkeiten / Interesse an IT /

Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung / Spaß an digitalen Medien, EDV-

Netzwerken und Kommunikationsanlagen +++ Ausbildungsbetriebe:

Dienstleister in der Informations- und Telekommunikationsbranche, Elektround

Computerfachhandel, Betriebe für Radio-, Fernseh- und

Büroinformationstechnik, Internetprovider, Mobilfunkanbieter, Multimediabranche,

Service-, Wartungs- und Reparaturunternehmen für Geräte- und

Systemtechnik, Softwarehäuser, Systemhäuser, Telefongesellschaften +++

Unterstützung: Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH, Stützunterricht und

sozialpädagogische Begleitung, insbesondere wenn die theoretische Ausbildung

Probleme bereitet) / Berufsausbildungsbeihilfe (BAB gibt’s, wenn man

für seine Ausbildungsstelle von zu Hause wegziehen muss, Kriterien beachten!),

Meister-BAföG (www.meister-bafoeg.de, förderfähige Maßnahmen müssen

mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen, Vollzeit- und Teilzeitform

sind möglich / Landesamt für Ausbildungsförderung in Aachen entscheidet

über Anträge, Handwerkskammern informieren) +++ Alternativen:

Fernmeldeanlagenelektronik, Elektrotechnik, Elektromaschinenbau mit den

jeweiligen Ausbildungsberufen +++ Ähnliche Berufe: IT-Systemelektroniker/-in,

Fotomedienlaborant/-in, Mediengestalter/-in für Digital und

Printmedien, Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Schilder- und

Lichtreklamehersteller/-in, Fotograf/-in +++ WWW. ...: zveh.de (Fachverband),

hwk-aachen.de, hwk-arns-berg.de, handwerk-owl.de, hwk-do.de, hwkduesseldorf.de,

hwk-muenster.de, hwk-koeln.de, (Handwerkskammern) handwerk-nrw.de

(Westdeutscher Handwerkskammertag) / Mehr Infos: Ausbildungsberatungen

der Handwerkskammern, Fachverbände (www.zveh.de) oder

die Hotline 0180 3 - 21 21 27.

19


20 Interview

Interview mit Deutschlands Sprinterin Nummer

+

1: Sina Schielke

Schön schnell

Sie ist schön. Sie ist schnell. Sie ist jung. Und sie ist erfolgreich: Sina Schielke ist

Deutsche Meisterin und amtierende U23-Junioren-Europameisterin über 100 Meter.

Bei der EM 2002 in München holte die 21-Jährige Silber mit der 4x100m-Staffel.

handfest hat sich mit der flotten Studentin, die für die LG Olympia Dortmund startet,

unterhalten. Über Schokolade, Sponsoren und Soaps, Erfolg und Erotik, Risiken

und Rekorde.


Wenn du nicht Leichtathletin geworden

wärst, was dann?

Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht.

Denn es war schon relativ frühzeitig

klar, dass ich Leichtathletik mache. Eigentlich

schon, als ich noch zur Schule gegangen

bin. Obwohl ich ja eigentlich eher eine

Quereinsteigerin bin. Denn ich habe erst

mit 16 mit der Leichtathletik angefangen.

Bis dahin habe ich Handball gespielt.

Dann aber hast du gleich abgeräumt: Du

warst mehrfache Junioren-Europameisterin

und beste Juniorin 2001.

Ja, aber das war gestern. Bei den Juniorinnen

vorne zu laufen, war lange nicht so

schwer, wie bei den Erwachsenen. Jetzt

geht’s erst mal darum, sich bei den Frauen

langfristig zu behaupten – und das wird

schwierig genug.

Wie wirst du in der Erwachsenenwelt der

Sprinterinnen behandelt? Hast du beispielsweise

Marion Jones schon mal

getroffen?

Nein, noch nie. Ich bin noch nie gegen sie

gelaufen. Ich hab sie bisher nur im

Fernsehen gesehen. Dabei ist sie mir sehr

sympathisch.

Du warst die Sprinthoffnung bei der EM

2002 in München. Aber du hast dich im

200m-Vorlauf bei den Deutschen Meisterschaften

verletzt. Wie hast du das verkraftet?

Ich war ja froh, dass es überhaupt noch

möglich war, in München zu starten. Aber

schon nach den Deutschen Meisterschaften

war mir klar, dass für mich bei der EM im

Einzelsprint nichts zu holen sein wird.

Hat sich das eigentlich auf deinen

Marktwert ausgewirkt?

Weiß ich nicht. Ich glaube aber: eher nicht.

Stehen die Sponsoren Schlange bei dir?

Sicher nicht. Aber ich werde ja nicht nur

von den Sponsoren bezahlt. Auch vom

Verein bekomme ich Geld. Und es ist heute

so, dass jeder Spitzensportler einen Ausrüstervertrag

besitzt. Sponsoren zu haben

ist also nichts Außergewöhnliches.

+

Du bist Sprinterin, lebst vom Schnellsein.

Hast du keine Angst vor Verletzungen,

oder Rückzug der Sponsoren?

Doch schon. Aber deswegen studiere ich

BWL und Sport, bin also dabei, mir noch ein

zweites Standbein aufzubauen. Es ist nicht

so, dass ich im Falle einer schweren Verletzung

in ein tiefes Loch fallen würde und

nicht mehr wüsste, was ich tun sollte.

Trotzdem: Ein Restrisiko bleibt?

Es gibt ja viele Beispiele, wo das gründlich

in die Hose gegangen ist. Eine Verletzung

ist immer schlimm. Und wenn du nur für

ein Jahr ausfällst, dann sieht’s schon ein

bisschen dünn aus. Denn Verein und

Sponsoren kürzen, es gibt keine Prämien

und keine Startgelder mehr. Deshalb würde

ich jedem empfehlen, sich ein zweites

Standbein aufzubauen.

Kannst du dir vorstellen, mit 28, 29 oder

30 Jahren noch über die Tartanbahnen

dieser Welt zu sprinten?

Natürlich. So bis 30 will ich schon noch

sprinten – vorausgesetzt, ich bleibe gesund.

Laut BILD bist du die zweiterotischste

Frau Deutschlands – erotischer ist nur

noch Topmodel Heidi Klum. Macht dich

das stolz?

Mir ist es viel lieber, in Bezug auf den Sport

genannt zu werden. Dort will ich ganz vorne

landen. Aber überrascht hat mich das

Ergebnis schon.

Aber unangenehm ist das doch auch

nicht, als erotisch zu gelten – oder?

Ich kann ja sowieso nichts dagegen machen.

Es ist eben so! Ob ich will oder nicht. Blöde

Nebenerscheinung ist, dass der Sport zur

Nebensache wird und meine tatsächliche

Leistung schlecht gemacht wird: Ich gelte

für manche Menschen als das Modepüppchen

der Tartanbahn. So sehe ich mich aber

überhaupt nicht. Ich bin Sportlerin und will

sportlich überzeugen.

An eine Model-Karriere denkst du nicht?

Nein, überhaupt nicht. Das ist mir zu stressig

und zu anstrengend. Und außerdem will

ich weiterhin so essen, wie ich will.

Wie? Du hast doch sicherlich auch jetzt

schon deinen speziellen Ernährungsplan?

Nein. Ich esse ganz normal. Natürlich gehe

ich nicht jeden Tag zu McDonalds, aber ich

esse auch Schokolade und all das ganze vermeintlich

ungesunde Zeugs.

Deine Bestzeiten sind 11,16 Sekunden

über 100m und 22,78 Sekunden über

200m. Was geht noch?

Über 100m will ich so um die 11 Sekunden

schaffen, schön wäre natürlich eine 10,99.

Aber davon bin ich noch weit entfernt.

Wieso?

Um Topzeiten zu laufen, muss ich verletzungsfrei

bleiben und kontinuierlich trainieren

können. Und ich muss meinen

Rücken endlich in den Griff kriegen. Ich

habe einen Lendenwirbel zuviel. Der ist verwachsen

und macht Probleme. Das hat mich

das ganze Jahr über begleitet und mich

immer wieder zurückgeworfen.

Hast du ein Vorbild?

Nein. Ich möchte mein eigenes Ding

machen. Ich find’s schön, was manche

Menschen erreicht haben, aber ich will

denen nicht nacheifern, ich will niemanden

kopieren. Ich will viel lieber meinen Traum

und meine Ziele verwirklichen.

Was ist denn dein Traum?

Dass ich gesund bleibe und dass in meiner

Familie und in meinem Umfeld weiterhin

alles in Ordnung ist. Das zu machen, was

mir Spaß macht. Und wenn ich davon leben

kann, ist das umso schöner. So wie ich das

im Moment auch mache: Ich habe mein

Hobby zum Beruf gemacht.

Was guckst du dir im Fernsehen an?

Wenn ich Zeit dazu habe, dann gucke ich

mir am liebsten Soaps an. Dabei kann ich so

richtig entspannen nach dem Training.

Außerdem schalte ich fast immer ein, wenn

große Sportereignisse übertragen werden.

Und Komödien gucke ich mir gerne an,

lustige Sachen eben.

Welches Buch liest du gerade?

„Die weiße Löwin“ von Henning Mankell –

unheimlich spannend.

Welches war dein letzter Konzertbesuch?

Ich war noch nie bei einem Konzert – einfach

keine Zeit.

Worüber kannst du dich ärgern?

Wenn Leute vor mir auf der Straße langsam

fahren. Das macht mich rasend.

Worüber kannst du lachen?

Über Vieles: schwarzen Humor zum Beispiel.

21


22 Projekt

Das Internet ist für mich vor

allem ein großes und häufig

genutztes Kommunikationsmittel.

Meine einzige Möglichkeit,

mich regelmäßig und

täglich mit meiner Verwandtschaft

im Ausland zu unterhalten,

ist: E-Mails schreiben.

Internet im Unterricht ersetzt

nicht, sondern unterstützt den

Lehrer.“

Die 15-jährige Christina Strieth (r.) möchte

nach ihrem Abitur für ein halbes Jahr nach

Amerika und anschließend internationales

Recht studieren.

Das Lernen von Morgen

Die vernetzte Schule

Internet ist Alltag, Computer ist normal. Am Peter-Joerres-Gymnasium in Bad

Neuenahr-Ahrweiler gehört die Nutzung Neuer Medien zum Unterricht wie Kreide,

Tafel und Pausengong. In jedem Klassenraum steht ein Rechner, dessen Bildschirmoberfläche

entweder auf einem TV-Monitor mitverfolgt, oder per Beamer an die große

Leinwand geworfen werden kann. Ein schnelles, modernes und aktuelles

Unterrichten ist so möglich. Lehrer und Schüler fühlen sich pudelwohl. „Ich wünsche

mir, dass Internet und Rechner in den Unterricht eingebunden werden wie etwa ein

Lexikon oder das Fachbuch“, unterstreicht Schulleiter Helmut Rausch den Luxus, der

zur Alltäglichkeit geworden ist. Möglich ist das, weil alle Lehrer und auch viele

Schüler bereit waren, das Netzwerk (und damit insgesamt sechs Kilometer Kabel) in

ihrer Freizeit zu installieren. Und dank der Initiative Schulen ans Netz e.V.


„Die Online-Rechner an der

Schule dienen auch der Chancengleichheit.

Denn es gibt eine

ganze Menge Schüler, die zu

Hause keinen Internetanschluss

haben – und die können nun

hier in der Schule ganz gezielt

nach aktuellen Informationen

suchen.“

Die 18-jährige Judith Gies ist stellvertretende

Schülersprecherin

62 Lehrer, 900 Schüler und 120 Rechner

MP3’s im Unterricht

Im knapp vier Jahre alten Neubau des Peter-Joerres-Gymnasiums (PJG) an der schönen

Ahr, unterrichten 62 Lehrer mehr als 900 Schüler. Auf über 4000 Quadratmetern

werden dort 120 Rechner täglich genutzt – alle sind online. Musik-Lehrer Jürgen

Bunse ist froh, dass er den Apple-Rechner hat, mit dessen Hilfe er einen originellen

Unterricht aufzieht. Sabrina, Janna, Caro und Jasmin aus der hintersten Reihe finden’s

super – wie all die anderen aus der 7c auch, als Jürgen Bunse das Thema der

heutigen Stunde verkündet: Musik in der Werbung. Die Jingles werden vom Lehrer

und von Schülern produziert, die pfiffigen Texte dazu sprechen die Schüler per Mikro

direkt auf die Festplatte. So wird ein Werbespot draus. Helmut Rausch, Schulleiter

am PJG, sagt: „Ich halte es für notwenig, die Schüler mit den Neuen Medien vertraut

zu machen. Denn es gibt heute wohl kaum noch einen Beruf, der ohne Neue Medien

auskommt. Insofern bereiten wir auch auf die Wirtschaft vor.“

„Man muss sich mit der

Technologie weiter entwickeln.

Internetanschluss hilft bei der

Suche nach Informationen für

Referate und Prüfungen. Dafür

haben wir eine eigene Seite

der Schülervertretung ins Netz

gestellt.“

Der 18-jährige Elvis Kolobara ist

Schülersprecher

23


24 Projekt

„Ich finde den rechnergestützten

Unterricht interessanter

als den normalen

Unterricht. Es ist nicht wirklich

schwer, etwas zu finden

im Netz, also die Aufgaben

des Lehrers zu erfüllen, aber

es erweitert das Lernen doch

deutlich.“

Die 16-jährige Monika sieht das Internet

als Riesenlexikon und Kommunikationsplattform

an.

Meilensteine der europäischen Vereinigung

Vier, fünf Klicks!

Donnerstagmorgen, dritte Stunde. Sozialkunde. Die 10. Klasse des Peter-Joerres

Gymnasiums zieht in den Medienraum ein: 28 Schüler, 28 PC’s - und alle sind drin.

Während die Schüler ihr Password eingeben und sich bereits auf Suchmaschinen-

Seiten befinden, stellt Lehrer Hans Bick die Aufgabe: Die Meilensteine der europäischen

Vereinigung will er von seinen Schülern wissen. Unlösbar? Aber nicht, wenn

man die Maus vor sich hat. Und unzählige Seiten im Netz. Vier, fünf Klicks!, keine

fünf Sekunden später erscheint das Gesuchte auf dem Monitor. „Das Internet liefert

viele Infos. Man muss nur rausfiltern können, was man gebrauchen kann. Das ist

auch Methodentraining als Vorbereitung auf das Referat. So lernen die Schüler die

richtige und gezielte Recherche im Netz“, erläutert Hans Bick. Der 53-jährige

Sozialkunde- und Geschichtslehrer hat zusammen mit seinen Lehrerkollegen eine

Internetschulung gemacht: „Nein, ich bin kein Experte. Ich lerne unheimlich viel von

meinen Schülern dazu.“


Seit Oktober 2001 sind alle 34.000 Schulen online

Alles, aber viel schneller

„Der normale Unterricht, also

ein Lehrer, der viel erzählt,

ist eher langweilig. Durch das

Internet wird der Unterricht

und das Lernen überhaupt

viel interessanter.“

Der 16-jährige Simon Leiß ist in der 10.

Klasse des PJG.

In der Bibliothek am Peter-Joerres-Gymnasium (PJG) ist das Surfen günstig. Zwei

Cent pro Minute kostet der Blick ins weltweite Netz. „Ein symbolischer Preis“, erklärt

Schulleiter Helmut Rausch, „damit die Schüler sich vorher überlegen, wonach sie

suchen. Und damit die Internetplätze nicht ständig besetzt sind.“ Aber nicht nur

Schüler nutzen das großzügige Angebot. „Früher musste ich mir viele Zeitungsartikel

raussuchen und kopieren, um aktuell zu bleiben. Dank Internet muss ich das heute

nicht mehr“, erläutert Hans Bick, Sozialkunde- und Geschichtslehrer am PJG. Seit

dem Oktober 2001 sind alle rund 34.000 allgemein- und berufsbildenden Schulen in

Deutschland online. Dank Schulen ans Netz. Die gemeinnützige Initiative wird gefördert

durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung. PISA macht die

Notwendigkeit deutlich: Bildungsforscher des Max-Planck-Institutes sehen in einem

stärker handlungs- und anwendungsorientierten Unterricht die Lehr- und Lernkultur

von morgen. 25


26 Szene

Wolfgang Lenz produziert

rund 20 Maßschuhe im

Jahr. Das ist nicht viel,

aber auch nicht sein

Hauptgeschäft. „Für einen

maßgeschneiderten Schuh

brauchen wir 35-40

Stunden. Wenn der dann

1000 Euro kostet, ist das

nicht einmal viel“, erklärt

der Schuhmachermeister

aus Frankfurt.

Wolfgang Lenz, Schuhmachermeister

Schuhe für viele Kilometer

step

by

step


Thomas wollte immer

Schuhmacher werden.

Die Münchener Straße mitten in Frankfurt.

Der Glanz der Banken- und Börsenwelt ist

hier, nahe am Hauptbahnhof, höchstens als

Schatten zu spüren. Quietschend und

hupend kriecht der Lärm des Asphalts über

die Bürgersteige, vorbei an unzähligen

Kebabhäusern und Pommesbuden. Mainhattan?

Ganz weit weg. An der Ecke

Moselstraße – eine Art Schlupfloch. Der

Lärm ist hier drinnen wie weggesaugt. Ein

Mann, der ein bisschen aussieht wie Ex-

Arbeitsminister Norbert Blüm und ein

bisschen wie Pinocchio-Schnitzer Gepetto,

fragt mit warmer Stimme: „Darf ich Ihnen

einen Kaffee anbieten?“ Das kommt wie

gerufen.

Schuhmachermeister Wolfgang Lenz ist seit

November 1941 mit seiner Werkstatt in der

Münchener Straße in Frankfurt zu Hause.

Er hat 1963 seine Meisterprüfung abgelegt

und sich vier Jahre später selbstständig

gemacht.

Das Schuhmacher-Handwerk ist eins mit

langer Tradition. Kein Trendberuf. Das

bekam auch Thomas von seinem Vater zu

hören. Der, selbst Schuhmacher in der dritten

Generation, untersagte seinem Sohn die

Fortführung der Familientradition – aus

Sorge um dessen Zukunft. Also hat Thomas

erst eine Lehre zum Kfz-Mechaniker begonnen,

aber nicht zu Ende geführt. „Das war

nicht mein Ding. Ich wollte immer

Schuhmacher werden“, sagt Thomas trotzig

und zufrieden. Der heute 26-Jährige ist nun

im dritten Lehrjahr – zum Schuhmacher. Er

hat sich doch noch seinen Traum ermöglicht

– auch dank seines Vaters. Der hat nämlich

seinerzeit zusammen mit Wolfgang Lenz

gelernt und seinem Sohn die Lehrstelle vermittelt.

Thomas trägt die Familientradition in der

vierten Generation in Folge weiter. Vor fünf

Jahren hat er sich das letzte Mal ein paar

Schuhe gekauft. Er achtet auf Qualität beim

Schuhkauf. „Aber jetzt“, sagt er und blickt

auf seine Schuhe, „jetzt ist es mal an der

Zeit, sie zu reparieren.“

27


28 Szene

1 2

4

3

5


6

7

Ob Flower-Power, Punk oder Sixties - die Mode entwickelt sich nicht zufällig. Sie greift Sehnsüchte

der Gesellschaft auf, oder wird von Trendscouts aufgespürt und von Designern umgesetzt.

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9

MEN’S NEW INSPIRATION


30 Nachgefragt Kohle, Karrier

Martina (16), Schülerin

Ich möchte viel rumkommen in meinem

Beruf. Deshalb mache ich gerade eine Ausbildung

am Berufskolleg für Mediengestaltung.

Ich habe Lust, in der Werbung zu

arbeiten. Ich hatte aber auch schon mal vor,

Elektrikerin zu werden, weil mein Vater und

mein Bruder das auch sind. Aber die haben

mir davon abgeraten – die sagten: das ist

nichts für jemanden, der Angst vor Spinnen

hat.

Sandra (17), Schülerin

Klar muss mir mein Beruf Aufstiegsmöglichkeiten

bieten, aber darauf kommt es mir

nicht in erster Linie an. Mein Beruf muss

mir Spaß machen – das steht an erster

Stelle. Ich möchte einen Beruf, der mit

Kunst und Gestalten zu tun hat.

Dennis (16), Schüler

Nein, auf Geld kommt es mir gar nicht an.

Mein Beruf muss mir Spaß machen – das ist

die Hauptsache. Ich gehe in die 10. Klasse,

will dann Tischler werden. Ich wollte immer

schon irgendwas Handwerkliches machen,

ich arbeite gerne mit Holz.

Peter (15), Schüler

Ich habe gerade ein Praktikum als Stuckateur

gemacht. Die Arbeit hat mir gut gefallen.

Das ist ein schöner Beruf, in dem man

sich weiterentwickeln kann und auch ganz

gut verdient.

Bettina (32), selbstständige Groß- und

Einzelhandelskauffrau

Was mir der Beruf auf jeden Fall bieten muss

sind Spaß, gute Verdienstmöglichkeiten

und Selbstständigkeit.

Thomas (18), Maurer-Azubi

Sicher ist es wichtig, was man verdient. Ich

bin über ein Praktikum in meinen Beruf

gekommen – und zu dem Zeitpunkt spielte

der Verdienst eine eher untergeordnete

Rolle.

Lars (21), Maurer-Azubi

Verdienst? Nee, das ist nicht wirklich wichtig.

Für mich stand mein Berufsweg schon

lange fest. Unabhängig vom Geld. Ich will

mir praktisches Wissen aneignen, denn ich

möchte nach meiner Lehre Bauingenieurwesen

studieren. Ich finde es wichtig, eine

abgeschlossene Lehre zu haben, bevor ich

studiere. Schon allein, weil ich so in den

Semesterferien nicht für ein paar Cent

arbeiten muss.

Marius (17), Schüler

Geld und Karriere sind schon wichtig, aber

noch wichtiger ist mir der Spaß an der

Arbeit. Deshalb bemühe ich mich, in der

Telekommunikationsbranche einen Beruf zu

bekommen.

Valerie (18), Schülerin

Ich will Dachdeckerin werden. Weil viele

Menschen den Dachdecker brauchen. In dem

Beruf kann man gutes Geld verdienen, aber

das Wichtigste ist: Mir muss der Beruf Spaß

machen.

Thorben (17), Schüler

Ich möchte Geld verdienen, aber auch Spaß

haben im Beruf. Mein Traumjob ist Bürokaufmann,

denn ich arbeite gerne am

Computer.


e oder Image

Rahel (17), Schülerin

Ich mache erst mal Abi – dann möchte ich

Moderatorin werden. Ich habe auch schon

einige Festivals moderiert, und gemodelt.

Dadurch lernt man viele Leute kennen. Ich

mag es, im Rampenlicht zu stehen, draufloszusprechen

und mich zu präsentieren.

Wichtig ist, dass man den Beruf ergreift, der

einem Spaß macht und zu dem man Talent

hat.

Silke (17), Schülerin

Ich will Sozialpädagogin werden. Ich liebe

es, mit Menschen und mit Kindern umzugehen,

bin in diesem Bereich auch ehrenamtlich

tätig. Das macht mir eine Menge Spaß,

aber Geld verdienen will ich natürlich auch.

Karriere ist mir weniger wichtig.

Steffi (15), Schülerin

Ich will Tierarzthelferin werden. Aufs Geld

habe ich dabei gar nicht geguckt. Der Beruf

macht mir Spaß.

Rosalia (16), Schülerin

Ich will Menschen helfen, deshalb habe ich

mich für eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester

beworben. Geld spielt dabei

keine Rolle.

Gerrit (16), Schüler

Ich will zu Film und Fernsehen. Mein Beruf

muss mir Spaß machen, aber auch Geld

bringen.

Maral (20), Talent-Scout für Pro7

Geld? Natürlich - das spielt eine große Rolle

für mich. Mein Beruf muss viel mit Medien

zu tun haben. Im April beginne ich,

Wirtschaftswissenschaften zu studieren,

arbeite aber als Casting-Scout weiter.

Alexandra (16), Schülerin

Mein Beruf muss mir Spaß machen und ich

will so viel Geld verdienen, dass es zum

Leben reicht. Luxus brauche ich nicht. Ich

will Polizistin werden, denn ich habe gerne

mit Menschen zu tun und möchte gerne

anderen helfen. Aber die Anforderungen in

diesem Beruf sind hoch.

Markus (17), Schüler

Ich will IT-System-Elektroniker werden.

Man verdient nicht schlecht in diesem

Beruf, aber das ist mir erstmal egal, Hauptsache

der Beruf macht mir Spaß.

Christina (15), Schülerin

Karriere machen und Geld verdienen sind

zwei wichtige Aspekte – aber nicht die

wichtigsten. Ich will Bürokauffrau werden –

weil mir das Spaß macht.

Daniel (18), Azubi zum Beton- und

Stahlbetonbauer

Mein Beruf macht mir viel Spaß und ist

abwechslungsreich, aber es gibt auch viel

Geld. Das ist schon wichtig. Nach der Lehre

gehe ich erst mal zum Bund, danach will ich

mich weiterbilden zum Polier oder Bauleiter.

Jan (23), Mediengestalter

Klar ist mir wichtig, wie viel Geld ich verdienen

kann. Mit meinem jetzigen Beruf bin

ich zufrieden: ich mache jeden Tag was

Neues, bin kreativ tätig und kann mich

weiterentwickeln.

Michael (23), Student

Ich studiere Sozialwissenschaft und Theologie

für die Sekundarstufe II. Ich will

Lehrer werden, denn ich fand es schon immer

interessant, anderen Menschen etwas

zu vermitteln. Die Verdienstmöglichkeiten

waren weniger ausschlaggebend für das

Studium, sondern die Aussicht auf eine

sichere Zukunft.

Tobias (26), Promotionleiter einer

Casting-Agentur

Die Anforderungen, die ich an einen Beruf

stelle: er muss viel Geld abwerfen, mich

zufrieden stellen, mir täglich neue Herausforderungen

bieten, und mit Menschen zu

tun haben. Ich arbeite schon seit sieben

Jahren beim Fernsehen und bin - eher durch

Zufall - hängen geblieben.

31


32 Reportage

Die Firma Petri Verpackungssysteme in Löhne

Familiäre

Verpackungsküns

Sie kennen sich seit ihrer Konfirmation. Sind durch dick und dünn gegangen – und jetzt auch

in den gleichen Beruf. Stefano, Philipp und Christopher befinden sich in der Ausbildung zum

Feinwerkmechaniker. Die drei Freunde sind beteiligt am Bau von ganzen Maschinenstraßen.

Schnell und zuverlässig sollen die Maschinen sein, die Waschpulver, Kondome, Schokolade und

vieles mehr in Folie verpacken.


tler

Eine handbeschriebene Skizze, ein harter,

kalter Werkstoff mit der eigenwilligen

Bezeichnung „ST 37 K“ und eine sauber

gebürstete Werkbank. Was an die Schatzkarte

des listigen Piraten Long John Silver

erinnert, ist Stefanos erster Auftrag.

Anhand der Skizze soll der 17-Jährige einen

Winkel bearbeiten. Darauf steht, wie lang,

wie breit, wie hoch, wie tief. Alles in

Millimetern und ohne

scharfe Kanten. Stefano

feilt vorsichtig los. Seit

sechs Monaten ist er

Auszubildender des

Feinwerkmechaniker-

Handwerks bei der Firma

Petri Verpackungssysteme

im ostwestfälischen

Löhne. „Alles muss 100-prozentig stimmen,

und es ist viel Handarbeit dabei. Das hat

mich überzeugt, diesen Beruf zu wählen“,

sagt der Berufsneuling und widmet sich

wieder seinem ersten Auftrag.

Stefano hatte eigentlich etwas anders vor.

„Irgendwas mit Holz, am liebsten Tischler“

wollte er zu seinem Beruf machen. Aus Holz

ist Metall geworden. Er scheint einen

Glücksgriff getan zu haben. Wie seine beiden

ein Jahr älteren Freunde Philipp und

Christopher, die ebenfalls hier in die Lehre

gehen und ihm den Tipp gegeben haben.

Denn Petri Verpackungssysteme ist eine der

wenigen Firmen, die am liebsten selbst ausbildet

– und ihre Eigengewächse dann auch

mit Vorliebe übernimmt.

„Probleme mit

Überstunden oder

Samstagsarbeit gibt es

bei uns nicht.“

„Es ist viel Handarbeit

dabei. Das hat mich

überzeugt, diesen Beruf

zu wählen“

In Löhne, dem 43.000-Einwohner-Städtchen

zwischen Hannover, Osnabrück und Bielefeld

werden alle möglichen Produkte in

Karton oder Folie verpackt - Waschpulver,

Tesafilm oder Vanillinzucker. „Und wenn

Schokolade verpackt werden muss, versüßt

uns das die Arbeit. Jeder von uns nimmt

während dieser Zeit ein paar Kilos zu,“ sagt

Burkhard Schröder. Er war lange Zeit

Betriebsratsvorsitzender

und ist seit zwei Jahren

Geschäftsführer.

Die Verpackungskünstler

aus Löhne planen und

fertigen zum Beispiel

Maschinen, die 700

Packungen Pflaster oder

140 Packungen After Eight in einer Minute

verpacken können.

Das 1945 als Schlossereibetrieb gegründete

Unternehmen ist eine Mitarbeiter-Gesellschaft.

Das heißt: Die Mitarbeiter haben vor

zwei Jahren zusammengeschmissen, das

Unternehmen dem Konkursverwalter abgekauft

und damit vor der drohenden Pleite

gerettet. „Wir sind bis Ende des Jahres ausgebucht

und haben im Jahr 2002 3,8 und im

Jahr davor 2,8 Millionen Euro Umsatz

gemacht“, erklärt Burkhard Schröder. Ende

des Jahres ist Zahltag: Gewinnausschüttung,

alle Mitarbeiter profitieren davon.

Nicht nur der Geschäftsführer ist von diesem

Modell begeistert: „Probleme mit Überstunden

oder Samstagsarbeit gibt es nicht.“

Christopher

33


34 Reportage

Burkhard Schröder

„Wir binden unsere

Azubis in den gesamten

Arbeitsablauf mit ein.“

Keiner denkt: ach - ihr da oben. Denn: Die

da oben gibt es nicht.

Dabei bedienen die erfolgreichen Ostwestfalen

die großen Firmen – weltweit. Das

macht unter anderem einen der ganz großen

Reize für Azubis aus. Petri stellt

Maschinen im Wert von 150 bis 300 Tausend

Euro her – und stellt die auch selbst beim

Kunden auf. „Wir bauen alles selber, von

Anfang bis Ende. Wir binden unsere Azubis

in den gesamten Arbeitsablauf mit ein und

sie fahren auch mit zu den Kunden, um die

Maschinen dort zu installieren“, sagt

Burkhard Schröder.

Insgesamt werden hier neun Lehrlinge ausgebildet,

sieben Feinwerkmechaniker und

zwei Dreher. „Wir arbeiten teilweise bereits

in der Ausbildung ziemlich selbstständig:

bohren, schweißen mit Nirosta-Stahl, Alu

oder Messing“, sagt Victor Hinkel, Azubi im

vierten Lehrjahr. Der 20-Jährige wird übernommen.

Die meisten der hier Beschäftigten

sind seit 20 bis 30 Jahren hier. Und fast

alle haben sie hier auch ihre Ausbildung

gemacht.

Stefanos erster Auftrag nähert sich dem

Ende. Der „ST 37 K“ genannte Stahl bekommt

langsam Gestalt, ähnelt der Skizze

mehr und mehr. Aber jetzt ist erstmal

Mittagspause. Philipp, Christopher und

Stefano sitzen zusammen, wie so oft.

Nach der Pause besteht ihre Arbeit darin,

eine bis aufs Skelett nackte Maschine herzurichten.

Früher hat diese Maschine Puddingpulver

verpackt. Die Maschine ist

bereits bestellt: Sie wird demnächst in

Frankreich eingesetzt - und dort Tampons

verpacken.

Stefano

„Wir arbeiten bereits

in der Ausbildung

selbstständig ...“

Was machen eigentlich ...

... Feinwerkmechaniker?

Sie sind Spezialisten für Präzisionsgeräte

des Werkzeug- und Maschinenbaus. Und sie

arbeiten häufig an computergesteuerten,

manchmal bis zu 300.000 Euro teuren

Werkzeugmaschinen.

Der Beruf ist seit August 2002 aus der

Neuordnung der Berufe Dreher, Feinwerkmechaniker,

Maschinenbaumechaniker und

Werkzeugmacher entstanden. Auszubildende

können zwischen den Fachrichtungen

Maschinenbau, Feinwerkmechanik und

Werkzeugbau wählen.

Mehr Infos: 01803-212127 oder

www.handfest-online.de

IMPRESSUM

Herausgeber:

Deutscher Handwerkskammertag

Mohrenstr. 20/21

10117 Berlin

Redaktion:

Westdeutscher Handwerkskammertag

Sternwartstr. 27-29

40223 Düsseldorf

Reiner Nolten (V. i.S.d.P.)

Chefredakteur:

Rolf Göbels

Redakteure:

Nicole Gudermann, Dieter Müller

Mitarbeiter(-innen) dieser Ausgabe:

Sonja Forsen, Ralf König, Anke Göbels

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Markus Kossack

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Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

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übernommen werden. Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit vorheriger Genehmigung der Redaktion.

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Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW)


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Jugend mit Perspektive

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Hotline 0 8000–100 001

www.arbeit-fuer-junge.de

Die Internet-Adresse für Qualifizierung und Arbeit

Junge Leute unter 25 Jahren haben jetzt die Chance, doch noch einen Ausbildungsplatz zu finden,

sich beruflich zu verbessern, den Hauptschulabschluss nachzuholen oder ein Praktikum zu machen.

Auch in diesem Jahr gibt es für Betriebe, die arbeitslose Jugendliche einstellen, Lohnkostenzuschüsse.

Noch heute anklicken oder kostenfrei anrufen. Oder direkt zum Arbeitsamt.


36 Musik

Immer erste Liga: SUCH A SURGE mit neuem Album

„Wir haben was zu sagen“

Alle Regler nach rechts. Dieses Album ist geeignet, um die Boxen und auch die

Belastbarkeit der Nachbarn zu testen. Starke Texte - starke Musik. SUCH A SURGE bieten

auf ihrem fünften Studioalbum „Rotlicht“ einen Mix aus düster-melancholischem

Metal-Rap, frechem Hip Hop, ruppigem Punkrock – aber auch poppigen Melodien.

Drummer Antek, Bassist Axel, Gitarrist Dennis, sowie die beiden Sänger Michel und

Olli spielen da, wo ihr Lieblings-Fußballverein Eintracht Braunschweig wohl lange

nicht hinkommt – in der ersten Liga. Und zwar schon seit ihrem `95er Debüt „Under

Pressure”. handfest-Redakteur Dieter Müller hat sich mit Axel, dem Bassisten von

SUCH A SURGE unterhalten.

Was würdest du machen, wenn du Bundeskanzler

wärst?

Wird nie der Fall sein, da mir Politiker leid

tun. Politiker dürfen nie die Wahrheit

sagen, weil es um Stimmen geht. Da haben

wir es schon einfacher: Wir können sagen,

was wir wollen und die Realität beim Namen

nennen.

Was bedeutet dir Erfolg?

Für mich ist immer noch der geistige Erfolg

wichtiger als der materielle. Das, was ich als

junger Mensch sehen und erleben durfte, ist

der wahre Reichtum, weil er mich zu dem

gemacht hat, was ich bin. Erfahrungen kann

man nicht kaufen und diese sind doch für

einen Menschen, egal was er macht, das

Wichtigste.

Euer neues Album „Rotlicht“ besteht aus

deutschen Texten – liegt euch viel daran,

besser und schneller verstanden zu werden?

Wir hatten bisher zusätzlich immer auch

englische und französische Texte, diesmal

kamen nur deutsche raus. Das schließt aber

nicht aus, dass es irgendwann wieder andere

Texte gibt – das kommt, wie es kommt.

Deutsch ist unsere Muttersprache und in

dieser kann man sich am besten ausdrücken.

Viele Leute, die englische Texte

verfassen, verbergen damit nur die

Schwäche ihrer Texte. Unsere haben was zu

sagen - und daher ist es natürlich schön,

wenn die Leute sie sofort verstehen.

Was ist die Message eurer Songs? Seid ihr

eine politische Band?

Politische Band: Nein! Aber: Wenn du aus

dem Fenster schaust und über das singst,

was du siehst, und dieses plötzlich sozialkritisch

ist, ist das schon das traurigste

Bild, was man über ein Land malen kann.

Also sind wir anscheinend eine sehr sozialkritische

Band. Wobei die Texte auf

„Rotlicht“ sehr persönlich sind.

Dann stelle ich euch mal eine ganz persönliche

Frage: Wer schließt euch den

Herd an, und wer macht den Ölwechsel

an eurem Auto?

Das mit dem Handwerken liegt mir persönlich

gar nicht. Wenn`s in der Wohnung was

zu machen gibt, macht das meistens meine

Freundin, weil sie weiß, dass ich zwei linke

Hände habe. Michel, Antek und Olli sind

aber ziemlich gut in diesen Dingen, sie

machen fast alles selbst. Und Michel ist

auch noch ein ganz guter Autofrickler!

Wo wir gerade beim Persönlichen sind:

Sagen dir die Namen Franke, Merkhoffer

und Popivoda etwas?

Hey - Ehrensache!!! Antek, Michel und ich

sind große Eintracht Braunschweig Fans,

absolute Lokalpatrioten und Dauerkartenbesitzer.

Das sind Namen von Fußballern

aus glorreichen, aber leider vergangenen

Such a surge sind (v.L.):

Michael, Gesang

Antek, Schlagzeug

Axel, Bass

Dennis, Gitarre

Olli, Gesang

Zeiten. Wie man weiß, spielen wir gerade

gegen den Abstieg. Wir waren aber diese

Saison bei fast jedem Auswärtsspiel dabei -

nach zehn Jahren 3. Liga genießt man den

Ausflug in die 2. Liga.

Ihr habt eine längere Tour geplant –

heißt das: Sex and Drugs and

Rock'n'Roll?

Wir machen das jetzt ja schon seit über

zehn Jahren und haben über 500 Konzerte

gegeben. Natürlich haben wir früher viel

gefeiert, aber dieses „Sex, Drugs and

Rock`N`Roll“-Ding ist mehr ein Klischee aus

den 80-ern und wir hatten damit nie wirklich

was zu tun! Mittlerweile ist es sehr

ruhig geworden auf Tour. Denn wir haben

den Anspruch, den Leuten, die Kohle für

uns bezahlt haben, ein gutes Konzert liefern

zu wollen - und das geht nun mal

nicht, wenn man jeden Abend feiert.

SUCH A SURGE (das neue Album „Rotlicht“ erscheint am 10. Februar) plus Special Guest

19. März, Bochum Zeche • 20. März, Hamburg Markthalle • 21. März, Cottbus Glad-House • 22. März, Berlin SO 36 • 26. März, Hannover

Faust • 27. März, Köln Kantine • 28. März, Bremen Schlachthof • 29. März, Chemnitz AJZ • 31. März, Fulda Kreuz • 1. April, Nürnberg

Hirsch • 3. April, München New Backstage • 4. April, CH-Disentis Indoor-Festival • 5. April, CH-Solothurn Kofmehl • 6. April, CH-Will

Remise • 8. April, Stuttgart Röhre • 9. April, Frankfurt Batschkapp • 10. April, Freiburg Jazzhaus • 11. April, A-Linz Posthof •

12. April, A-Salzburg Rockhouse • 13. April, A-Wien Flex


3x2 bundesweit gültige Kinokarten, 2 CD’s von

The Heroines und 3 nicht im Handel erhältliche CD’s der

Beatsteaks sowie 3 CD´s und eine DVD von Such a Surge

zu gewinnen!

Kennt ihr euch aus, wenn es um Multimedia geht? Und seid obendrein noch stark

im Kopfrechnen? Dann los: Fragen lösen und die Zahlen addieren – das Ergebnis auf

eine Postkarte an Redaktion handfest, Niederkasseler Straße 61, 40547 Düsseldorf

oder per E-Mail an mail@handfest-online.de oder per Telefon unter 01803-212127.

Einsendeschluss ist Freitag, der 3. März 2003.

01) Was bedeutet die Abkürzung UMTS?

(21) Universal Mobile Telecommunication Systems

(33) Universe Mobile Teleconnect Sound

(17) Utility Mobile Test System

02) David Bradley ist einer der 12 Pioniere, die als sogenanntes „Dreckiges

Dutzend“ den ersten IBM-PC entwickelten. Er erfand die berühmte

Tastenkombination CTRL-ALT-DEL. Warum?

(43) Damit nicht mit einem Knopfdruck alle Daten gelöscht werden können

(63) Um die Dehnfähigkeit der Fingermuskeln zu erhalten

(58) Um so schneller ins Internet zu kommen

03) Wofür steht die Abkürzung SMS?

(81) Signed Message Server

(70) Short Message Service

(93) Service Message Style

04) Während der 25. Funkausstellung in Berlin 1967 wurde offiziell eingeführt,

was sich zu einer der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen entwikkeln

sollte. Aber was?

(14) Videospiel

(37) Jukebox

(25) Farbfernsehen

05) Was heißt HTTP?

(47) Hyper Trance Text Protype

(53) High Text Transfer Post

(61) Hyper Text Transfer Protocol

06) Der Apple II war im Jahre 1977 der erste PC mit ... ja, womit denn?

(73) Mit Maus und Modem

(86) Mit CD-Romlaufwerk

(99) Mit Diskettenlaufwerk

07) Was verbirgt sich hinter der Abkürzung DVD?

(66) Digital Video Disc

(78) Digital Versatile Disc

(54) Digicam Video Domain

08) 1981 erblickte der erste IBM-PC das Licht der Welt. Mit welchem Betriebssystem

war er ausgestattet?

(94) Linux

(80) MS-DOS 1.0 von Mircosoft

(77) Microsoft Office

09) Wofür steht die Abkürzung CD-ROM?

(10) Compact Disc - Radio On Memory

(26) Compact Disc - Read Only Memory

(39) Compact Disc - Round On Memory

10) Wie heißt der Browser, der 1994 das World Wide Web populär machte?

(9) Opus

(6) Netscape Navigator

(44) Mircosoft Explorer

Die richtige Lösung aus

handfest 07/2002 lautet: 328!

Und das sind die Gewinner:

2 Eintrittskarten für Miami Nights:

Karin Lühmann, Bielefeld

Das Longsleeve der H-BlockX:

Jennifer Becker, Wipperfürth

Je eine CD der H-BlockX:

Jürgen Kleine, Steinheim

Thanuja Sirikantha, Lainfelden-Echterdingen

Patrick Heistermann, Borken

Roland Lenzing, Hückeswagen

Christoph Wegener, Marsberg

Je eine Autogrammkarte der H-BlockX:

Anna Letergos, Borken

Ricarda Rangger, Ahlen

Konstantin Mehlmann, Wipperfürth

Je ein Promotape von MIA:

Ingo Krenz, Lage

Philipp Seelig, Bergheim

Dirk Dembowski, Gelsenkirchen

Thomas Berg, Wilnsdorf

Emre Özel, Wipperfürth

Miriam Nöh, Netphen

Carsten Schmitt, Köln

Christopher Drzazga, Herten

37


38 Vorschau

Zwei Mädels, zwei Jungs:

The Heroines aus Stuttgart

It’s only Rock’n’Roll

The Heroines sind jung, ehrgeizig, originell

und geradeaus. Wie ihre Musik: It’s only

Rock’n’Roll. Gitarristin und Songschreiberin

Galactica ist 24 Jahre jung - ein schönes

Alter für eine Heldin. Sie sagt: „Ich habe

schon mit zehn Jahren davon geträumt, mit

Klassenfahrten & Studienreisen

Es war ein scheußliches Wetter in jener Nacht im August 1909.

Gewittergrollen und zuckende Blitze fielen vom Himmel, als der

Gelsenkirchener Pädagoge Richard Schirrmann mit seinen Schülern

auf Wanderschaft war. Der besorgte Volksschullehrer fluchte, weil er

keine bezahlbare Unterkunft finden konnte: Jene Gewitternacht ist

die Geburtsstunde der Jugendherbergen. Die erste Jugendherberge

der Welt – von eben jenem Richard Schirrmann 1909 eingerichtet –

ist die Burg Altena im Sauerland. Sie bietet heute 38 Betten.

586 Jugendherbergen gibt es in Deutschland, mit rund 10 Millionen

Übernachtungen pro Jahr – hauptsächlich genutzt für Klassenfahrten.

Das heißt nicht nur La Dolce Vita, sondern auch Unterricht

außerhalb der Schule und soziales Lernen. Oft genug trägt eine

Klassenfahrt dazu bei, dass das Vertrauen zwischen Schülern und

Lehrern wächst und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird. Die

handfest-Redaktion hat eine Klasse auf ihrer Fahrt begleitet.

Das nächste handfest erscheint im März 2003.

INFO +++ INFO +++ INFO +++ INFO +++ INFO +++ INFO +++ INFO +++ INFO +++ INFO +++

Electra (voc.,25), Filipe (drums, 23),

Galactica (git., 24), Chris (bass, 22).

eigener Band auf der Bühne

zu stehen.“ Geschafft! The

Heroines gibt’s seit drei

Jahren, das neue Album

„Groupie“ ist ein echter

Kracher und eine Tour durch

Amerika im Frühjahr geplant.

handfest war backstage und

hat sich mit den vier

Stuttgartern zum Interview

getroffen.

Ihr seid auf dem Sprung

zum Rockstar. Habt ihr eine

Crew um euch rum, die für

euch aufräumt?

Galactica: Nein, wir machen alles selber. Wir

schleppen die Instrumente, bedrucken die

T-Shirts, bearbeiten E-Mails und steuern

den Mietwagen, mit dem wir unser

Equipment zu Konzerten bringen.

Lebt ihr von der Musik?

Galactica: Ich habe meinen Job in einer

Werbeagentur aufgegeben, um mehr Zeit

für die Musik zu haben.

Chris: Als gelernter Veranstaltungstechniker

arbeite ich zurzeit freiberuflich.

Filipe: Wenn wir die Band machen, dann

entweder richtig oder gar nicht. Trotzdem

muss ich morgen früh um 10 Uhr wieder im

Laden stehen und Musikinstrumente und

–zubehör verkaufen.

Wie erlebt ihr das Tourleben?

Filipe: Das ist hammerhart und anstrengend.

Manchmal hängst du nachts um vier

immer noch im Auto auf der Straße.

Hundemüde und total platt.

Chris: Am liebsten sind uns Veranstalter, die

wissen, was eine Band braucht: ein Bett und

was Leckeres zu essen.

Seid ihr eine Live-Band?

Filipe: Klar. Das ist der Hauptgrund für

mich, Musik zu machen. Im Studio kannst

du mal was versieben, aber live auf der

Bühne nicht. Da hast du nur eine Chance.

Vermasselst du die, wirst du ausgepfiffen.

Galactica: ... und genau das kannst du nicht

bringen. Denn die Leute zahlen Eintritt für

dich.

www.theheroines.com


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kann man sich auf unseren

Job garantiert verlassen.

Gut zu wissen: Es ist unser Job, Sie vor den finanziellen Folgen einer

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