Layout Strom Kopie 4 - EBM

ebm.ch

Layout Strom Kopie 4 - EBM

SPEZ.14478

4 | 2009

Servicemagazin der EBM stromDas

Homestory

Umweltwärme für

EBM-CEO Hans Büttiker

Seite 6

Wärmeprojekte

Energie aus Abwasser

Seite 20

Projekt «Hallo Biber!»

Wegbereiter für den Biber

Seite 4


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Sie während der Installation keinen Augenblick verzichten. Selbst wenn der Ölstand

bereits sinkt, können Sie sich noch gegen eine neue Tankfüllung entscheiden, Ihr

vorhandenes Öl aufbrauchen und den Zeitpunkt der Sanierung frei wählen. Auch bei

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TITELBILD: ANDREAS ZIMMERMANN

FOTO: HALLO BIBER/BRUNO MAININI

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6

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Exklusiver Leserevent: Konzert im KKL

Erleben Sie die Sinfonie Nr. 9 «Aus der

Neuen Welt» von Antonín Dvorˇák im

Kultur- und Kongresszentrum Luzern.

Informationen dazu auf Seite 28.

Inhalt

4 Projekt «Hallo Biber!»

Nager auf dem Vormarsch:

Biber an der Birs

6 Homestory

EBM-CEO Hans Büttiker

setzt auf Umweltwärme

Das Team der Kundenbetreuung ist für Sie da.

Telefon 061 415 41 50, Fax 061 415 46 46

E-Mail: kundencenter@ebm.ch

8 Energieeffizienz

Energiespartipps rund ums Wohnen

10 Fokus

«Solarpionier» Ueli Schäfer

14 Prominent

Simon Enzler, Kabarettist

15 Strom Wissen

Der Weg eines Pakets

20 Wärmeprojekte

Die EBM in Winterthur:

Wärme aus Abwasser

22 Kundenporträt

Actelion in Allschwil

24 Geniessen

Anis: süsslich und aromatisch

26 EBM-Kochstudio

Frühlingserwachen in der Küche

27 Strompreise

Tiefe Preise und ein neuer Energiefonds

28 Exklusiv

Konzert: Antonín Dvorˇák im KKL

30 Strom junior

Ein Experiment mit Eis

31 Rätsel

Stöckli-Ski zu gewinnen

strom 4 | 2009

Jean-Marc Pache,

Redaktion

Energie muss

erschwinglich bleiben

Jetzt, wo es kalt ist, sind wir froh, dass wir

es in unseren vier Wänden gemütlich

warm haben, dass uns genügend Energie

zur Verfügung steht, um den Winter unbeschadet

zu überstehen – und dass wir uns

die Ausgaben für Licht und Wärme auch

leisten können. Mit ihrer «Sowohl-alsauch-Strategie»

sorgt die EBM dafür, dass

elektrische Energie auch weiterhin für jedermann

erschwinglich bleibt. Für das Jahr

2010 verzichtet sie aus wirtschaftlichen

Gründen darauf, ihre Preise anzuheben.

Sie ist sich bewusst, dass Privatkunden und

insbesondere Unternehmen im Netzgebiet

der EBM weiterhin auf bezahlbare und

damit konkurrenzfähige Strompreise angewiesen

sind. Auch Anlagen, die erneuerbare

Energien fördern, müssen sich im

Bereich der Wirtschaftlichkeit bewegen,

sonst haben sie keine Zukunftschancen.

Echte Nachhaltigkeit muss neben den ökologischen

auch soziale und ökonomische

Aspekte berücksichtigen. Die EBM zeigt

mit ihren Projekten, dass die Nutzung

von Abwasserwärme aus Kanälen und

Kläranlagen nicht nur die Umwelt entlastet,

sondern sich «unter dem Strich»

auch rechnet.

3


4 Projekt «Hallo Biber!»

Der Biber

kehrt zurück

Der Biber erobert die Nordwestschweiz. Für die Schaffung geeigneter Lebens -

bedingungen setzt sich das Team von «Hallo Biber!» ein. Mit dem Bau einer Biberrampe

hat die EBM einen kleinen Beitrag zur Verbreitung des sympathischen Pelztiers

birsaufwärts geleistet.


Die neue Biberrampe

macht das Kleinkraftwerk

Dornachbrugg für Biber

passierbar.

Nun steht dem Biber der Weg ins Laufental

offen. Kleinwasserkraftwerke liefern

zwar grünen Naturstrom, sie bilden aber

für Fisch und Biber oft unüberwindbare Hindernisse.

Für die Fische wurden schon längst Treppen

angebracht, diese kann der Biber aber nicht

benützen. Wer hätte auch gedacht, dass er in der

Nordwestschweiz wieder heimisch wird? Dieser

Umstand freut das Team von «Hallo Biber!»

sehr. Der Biber hat jüngst am Rhein und an der

Ergolz Fuss gefasst. Er siedelt zwischen den beiden

Kraftwerken Birsfelden und Augst sowie an

der Ergolzmündung. Der Förster, Bauingenieur

und Wasserfahrer Werner Götz, Projektleiter

von «Hallo Biber!», hat insgesamt an fünf Orten

Biberbauten entdeckt.

Sympathischer Botschafter

«Der Aktion ‹Hallo Biber!› von Pro Natura ist

voller Erfolg beschieden», berichtet Götz. «Es ist

uns dabei aber nicht nur um die Verbreitung

des Bibers in der Region gegangen, sondern

[ Familienleben ]

Auf gutem Weg: Werner Götz, Projektleiter von «Hallo Biber!», an der BIrs.

Sozialer Nager

Der Biber ist ein intelligentes und

soziales Tier. Paare bleiben ein

Leben lang zusammen und ziehen

ihre Jungen gemeinsam auf. Erst

nach zwei Jahren verlassen die

Jungtiere ihre Eltern und ziehen bis

zu 100 Kilometer weiter. Dabei

kunden sie ein Gebiet regelrecht

auch um die Förderung der Renaturierung von

Gewässern ganz allgemein. Der Biber ist für uns

ein sympathischer Botschafter, um für mehr

Verständnis gegenüber der Natur zu werben.

Wo ein Fluss relativ natürlich ist, kehrt auch der

Biber wieder zurück.»

Der nachtaktive Biber ist ein unproblematisches

Tier und sehr anpassungsfähig. Er lässt

sich vom Menschen kaum stören. Anders als

Fischreiher, Luchs, Wolf und Bär ist er von jedermann

gern gesehen – als Vegetarier frisst er keinen

Fisch. In Seen baut er als Nest Biberburgen,

in Flüssen gräbt er Höhlen in die Böschungen,

die nur vom Wasser her zu erreichen sind. Biber

fällen nur im Winter Bäume, damit sie die Knospen

und die Rinde der Äste verspeisen können.

Sie fressen kein Holz. Daher richten sie an bestehenden

Holzbauten kaum Schaden an. Überhaupt

entstehen Biberschäden nur dort, wo der

Mensch die Gewässer nicht naturgemäss nutzt.

Das Stauwehr des Kleinkraftwerks Dornachbrugg

ist mehrere Meter hoch und links

aus und suchen sich einen optimalen

Platz für den Nestbau. Das

Revier einer Biberfamilie erstreckt

sich rund einen Kilometer entlang

einem Fluss. Ein Biber entfernt

sich aber nie weiter als 20 Meter

von einem Gewässer.

und rechts von Betonmauern und Felswänden

umgeben. Der Biber kann zwar dem Ufer entlang

flussaufwärts klettern, doch am Oberwasser

– zwischen dem Wehr und der alten Nepomukbrücke

– besteht für den Nager keine

Möglichkeit, wieder ins Wasser zu gelangen. Er

muss grosse Umwege in Kauf nehmen und die

Kantonsstrasse überqueren. «Weil die Tiere auf

dem Land eher plump sind, werden sie oft

Opfer des Strassenverkehrs», gibt Götz zu

bedenken.

Direkter Einstieg in die Birs

Jetzt hat die EBM am westlichen Ufer eine Rampe

aus Holz erstellt, damit der Biber dort direkt

ins Wasser gelangen kann. Dass solche Rampen

für die Verbreitung des Bibers wirklich erfolgversprechend

sind, zeigt das Beispiel beim

Kraftwerk Birsfelden: Kaum war die Rampe installiert,

tummelten sich unterhalb des Wehrs

im Rhein und in der Birs die ersten Biber.

Der Biber wurde früher vor allem wegen

seines Fells und einer speziellen Drüse gejagt.

Das ölige Sekret aus dieser Drüse, das Bibergeil

oder Castoreum, war als Allerweltsheilmittel gefragt.

Da der Biber vor allem Blätter, Knospen

und frische Rinde von Pappeln und Weiden

frisst, nimmt er grosse Mengen Salicyl auf. Dieser

Wirkstoff enthält natürliche Acetylsalicylsäure

(Aspirin). Wildlebende Biber konnten sich

in Mitteleuropa nur an der Elbe halten. Sie

wurden in den 50er- und 60er-Jahren an verschiedenen

Orten ausgesetzt. Grosse natürliche

Biberpopulationen gibt es unter anderem in

Kanada.

Nebst der Förderung des Bibers setzt sich

«Hallo Biber!» für andere Belange des Naturschutzes

rund um Fliessgewässer und Seen ein.

Weitere Schwerpunkte sind die Ausdolungen

von Kleingewässern, die Ansiedlung des Lachses

und der Schutz einheimischer Krebsarten und

Muscheln. JEAN-MARC PACHE

5

FOTOS: ANDREAS ZIMMERMANN


FOTOS: KENNETH NARS

6 Homestory

Die Solaranlage auf dem Dach sorgt für ausreichend warmes Waser.

Eine Wärmepumpe

im Einklang mit der Natur

EBM-CEO Dr. Hans Büttiker hat in seinem Reiheneinfamilienhaus in

Oberdornach die alte Erdgasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen

lassen. Das Warmwasser zum Duschen kommt aus einer Solaranlage

auf dem Dach.

Von seinem gedeckten Sitzplatz in Oberdornach

aus kann Hans Büttiker, Solothurner

Kantonsrat und CEO der EBM,

direkt auf einen alten Hochstammkirschbaum

blicken. Seine Kaffeetasse steht auf einem

runden Holz-Gartentisch. Die Möbel sind

Erinnerungen an seine Studienzeit. Der Tisch

stand in der guten Stube, die wettergegerbten

Bistrostühle hatte Büttiker damals preisgünstig

erwerben können.

Büttiker ist kein Freund grosser Worte, er

lässt lieber Taten sprechen. Seit drei Monaten

duscht er mit Warmwasser aus einer Solaranlage.

Die renovationsbedürftige Erdgasheizung

hat er durch eine Wärmepumpe ersetzen lassen.

«Ich bin wirklich erstaunt, wie leistungsfähig

die Solaranlage ist», betont er. Wenn am Tag die

Sonne scheint, ist der 1000-Liter-Boiler abends

auf 60 Grad Celsius aufgeheizt. «Das Faszinierende

an einer Wärmepumpe ist, dass man mit

nur einem Drittel elektrischer Energie und

Umweltwärme auskommt.»

Als der Wolfwiler vor 25 Jahren nach dem

Studium an der ETH in Zürich seine Rückkehr in

den Kanton Solothurn plante und eine Stelle in

der «Elektra» in Münchenstein erhielt, schaute

er an einem Tag gleich sieben Häuser an. Seine

[ Wärmepumpe ]

Effiziente Wärmeversorgung

Mit Wärmepumpen können die CO 2-

Emissionen reduziert werden. In der

Schweiz sind über 140000 Wärmepumpen

in Betrieb. Wärmepumpen

nutzen Umweltwärme aus dem

Erdreich, dem Grundwasser oder der

Umgebungsluft. Eine Wärmepumpe

macht aus einer Kilowattstunde Strom

Wahl fiel auf ein damals bereits energetisch

vorbildlich gebautes Reiheneinfamilienhaus in

Oberdornach. Inzwischen hat Büttiker regelmässig

in den Unterhalt investiert, neue Fenster

einbauen und den Estrich ausbauen lassen.

Echte Nachhaltigkeit

Der promovierte Ingenieur vertraut harten

Fakten und genauen Zahlen, und er verliert die

Wirtschaftlichkeit nie aus den Augen. «Grüne

Zielsetzungen sind gut und recht, sie müssen

aber auch wirtschaftlich tragbar sein», betont

Büttiker. Denn echte Nachhaltigkeit müsse

auch die sozialen und ökonomischen Aspekte

berücksichtigen. Was die Energieversorgung der

Zukunft betrifft, ist Büttiker optimistisch. Die

Wirtschaft habe noch immer Innovationen hervorgebracht.

Sie müssten aber kostenmässig

vertretbar sein, nur so würden sie sich bei den

Konsumenten durchsetzen.

Bei der Wärmepumpe sieht der EBM-CEO

diesbezüglich keine Probleme. Er hat ausgerechnet,

dass er pro Jahr mehrere hundert

Franken Energiekosten einsparen wird. Die Solaranlage

liege noch im Grenzbereich der Wirtschaftlichkeit.

«Doch schliesslich tut man etwas

für die Umwelt und reduziert den CO2-Ausstoss, drei Kilowattstunden Wärme. Sämtliche

Wärmepumpen in der Schweiz

beanspruchen 1,56 Prozent des

Gesamtstromverbrauchs. Mehr als die

Hälfte der neugebauten Einfamilienhäuser

sind mit Wärmepumpen

ausgerüstet.

das zählt auch.» Büttiker hat den Einbau der

neuen Wärmepumpe und der Solaranlage an

die EBM Ecotec AG in Auftrag gegeben. «Sie war

preislich zwar am oberen Limit, dafür hat aber

beim Bau alles hervorragend geklappt. Alle involvierten

Handwerker und Spezialisten haben

Hand in Hand gearbeitet», betont Büttiker.

Die Baubewilligung hat Büttiker in der

Kernzone in Oberdornach ohne weiteres erhalten.

Die verschiedenen Formulare für die Fördergelder

hat ihm die Ecotec ausgefüllt. Er

spricht sich als Kantonsrat ausdrücklich für die

Förderung von Gebäudesanierungen durch finanzielle

Anreize aus. Gleichzeitig liessen sich

dadurch ein bisschen Steuern sparen. Büttiker

ortet im Bereich der Gebäudesanierung ein

riesengrosses Energiesparpotenzial. Viele Hausbesitzer

würden heute von tiefen Zinsen pro -

fitieren und hätten die nötigen Mittel, um in

umweltfreundliche Techniken zu investieren.

Der Garten von Verena und Hans Büttiker

ist ein kleines Paradies. An der Fassade klettert

wilder Wein. Buchs und Kletterrosen wachsen

um die Wette, und im Fischteich schwimmen

Zierfische. Die kleine grüne Oase hat durch die

Bauarbeiten kaum gelitten. «Die Leute der EBM

Ecotec AG haben sich grosse Mühe gegeben»,

sagt Verena Büttiker. JEAN-MARC PACHE

Die Wärmepumpe konnte

platzsparend in einer

Ecke des Waschraums

untergebracht werden.


Aussen und innen grün:

Die Wärme im Haus von

Büttikers stammt aus der

Umwelt.

7


8 Energieeffizienz

Aktive Energieberatung

Die Energieberater der EBM unterstützen

EBM-Kunden bei der effizienten

Nutzung von Energie -

trägern, dem Einsatz erneuerbarer

Energi en, der Nutzung von

Sonnenenergie, der Umweltwärme -

nutzung mit Wärmepumpen und

beim nachhaltigen Bauen. Im Jahr

Büro

Achten Sie beim Kauf eines neuen Computers auf eine Ausrüstung

mit einem Energiesparmanagement-System. Es versorgt nur

diejenigen Komponenten mit Strom, die gerade für den Betrieb

gebraucht werden. Schalten Sie Computer und Bildschirm bei

längeren Arbeitspausen ganz ab. Bildschirmschoner reduzieren

den Stromverbrauch nicht, kleinere Bildschirme benötigen – wie

auch beim TV-Gerät – grundsätzlich weniger Energie. Nutzen

Sie Recyclingpapier und drucken Sie beidseitig – Papier zu

produzieren, ist sehr energieintensiv. Aktuelle Geräteinformationen

finden Sie beispielsweise unter www.eae-geraete.ch.

Wärmedämmung

Eine gute Wärmedämmung

verhindert Wärmeverluste von

Gebäuden an die Umgebung

und spart beträchtlich Heizenergie.

Neubauten verbrauchen

gegenüber älteren Gebäuden

60–70 Prozent weniger

Energie.

Wohnzimmer/Küche

Wohnzimmer: Achten Sie beim Kauf von Unterhaltungselektronik

generell auf einen geringen Standby-Verbrauch.

Küche: Küchengeräte stehen während Jahrzehnten im Einsatz. Wählen

Sie daher immer die beste Effizienzklasse (siehe Glossar). Diese

ist übrigens nicht A, sondern A++. Der Unterschied ist enorm; ein

A-Gerät verbraucht 40–80 Prozent mehr Strom als ein Gerät der

Klasse A++. Aktuelle Geräteinformationen finden Sie beispielsweise

unter www.eae-geraete.ch.

2008 haben die EBM-Energieberater

im Kanton Baselland und in

den solothurnischen Bezirken

Dorneck und Thierstein gegen

6900 Beratungen durchgeführt.

Haben auch Sie Fragen zur sparsamen

und rationellen Energieverwendung?

Kontaktieren Sie uns per

Telefon 061 415 45 47.

Eine Frage der Einstellung

Energieeffizientes Verhalten ist das Gebot der Stunde. Doch wie den

Verbrauch ohne gravierende Einschränkungen reduzieren? Die Beispiele

zeigen: Energie sparen muss nicht wehtun.

Schlafzimmer

Drosseln Sie die Raumtemperatur.

Während im Bad, Wohnund

Kinderzimmer 20 – 22 °C

angebracht sind, sind im

Schlafzimmer und in wenig

genutzten Räumen 18 °C genug.

Nachts geschlossene Rollund

Fensterläden (oder Vorhänge),

die das Fenster verdecken,

halten Kälte sowie Zugluft ab

und verhindern ein schnelles

Entweichen der Wärme.


[ Glossar ]

Energieeffizienzklassen

Sie dienen zur Beurteilung des

Stromverbrauchs und sind auf der

Energieetikette und in der Warendeklaration

angegeben. Es gibt

7 Klassen (A bis G); A steht für

einen niedrigen Verbrauch, G für

einen hohen Verbrauch.

Heizung

Haus- und Stockwerkeigentümer können den

Energieverbrauch ihrer Liegenschaft massgeblich

steuern – einerseits, indem sie in die

Dämmung der Gebäudehülle investieren, und

andererseits durch die Wahl der Heizung.

Doch Vorsicht beim energetisch Modernisieren:

Statt unkoordinierte Einzelmassnahmen

vorzunehmen, lohnt sich die Gesamtbeurteilung

durch eine Fachperson.

Auch Mieter können mit ihrem Verhalten für

mehr Energieeffizienz sorgen – gerade im

Winter: Ist es im Zimmer zu warm, stellen Sie

besser die Heizung zurück, als das Fenster

zu öffnen. Vermeiden Sie dauerhaft geöffnete

Kippfenster. Reduzieren Sie die Raumtemperatur

in wenig benutzten Zimmern. Und lüften

Sie alle Räume aufs Mal für wenige Minuten.

Graue Energie

Damit wird diejenige Energiemenge

bezeichnet, die für ein Produkt von

der Herstellung bis zur Entsorgung

aufgewendet werden muss (also

ohne die Betriebsenergie). Die

graue Energie für ein Haushalt-

Grossgerät beträgt ungefähr 1000

Kilowattstunden (kWh). Geht man

von einer Lebensdauer von

15 Jahren aus, werden pro Betriebsjahr

rund 70 kWh der grauen

Energie «amortisiert». Bei der

Beurteilung, ob sich vorzeitiger

Gerätersatz energetisch lohnt,

muss nebst dem Jahresverbrauch

des alten und des neuen Gerätes

auch die graue Energie mit einbe-

zogen werden. Da in den letzten

Jahren grosse Fortschritte in der

Energieeffizienz erzielt wurden,

kann sich der vorzeitige Ersatz

eines alten Geräts auch unter

Berücksichtigung der grauen Energie

lohnen.

Bad

Die Trinkwasseraufbereitung benötigt Energie.

Rund 35 Liter Wasser verbrauchen wir pro

Kopf am Tag allein für die Toilettenspülung –

bis zu 9 Liter auf einmal. Das muss nicht

sein. Nutzen Sie daher eine Wasserspartaste

für das «kleine Geschäft». Baden verbraucht

dreimal so viel Energie wie Duschen.

Stellen Sie beim Einseifen das Wasser ab.

Auch beim Zähneputzen, Rasieren oder

Händewaschen muss das Wasser nicht ständig

laufen. Auch gut: Sparbrausen, bei denen

Luft in den Wasserstrahl mitgemischt wird;

bei einer geringeren Wassermenge kann so

der gleiche Reinigungseffekt erzielt werden.

Reparieren Sie tropfende Wasserhähne sofort.

Bei nur zehn Tropfen pro Minute fliessen

monatlich 170 Liter ungenutzt in den

Abfluss.

Waschküche

Kaufen Sie unbedingt energieeffiziente «AAA»-Geräte (die besten

Maschinen erreichen für alle drei Kriterien Energieeffizienz,

Waschwirkung, Schleuderwirkung die Klasse A). Waschen Sie mit

tiefen Wassertemperaturen – eine 60-°C-Wäsche beispielsweise

braucht rund 60 Prozent mehr Strom als eine 40-°C-Wäsche. Eine

gute Schleuderwirkung ist für das nachfolgende Trocknen enorm

wichtig. Beim Schleudern wird das Wasser mit rund hundertmal

weniger Energie aus der Wäsche entfernt als beim Trocknen durch

Wärme (Tumbler). Vermeiden Sie wenn möglich den Einsatz des

Tumblers und trocknen Sie die Wäsche an der Leine. Aktuelle

Geräteinformationen finden Sie unter www.eae-geraete.ch.

9

MODELLGESTALTUNG: STEFANIE ZÜBLIN; MODELL: TOBIAS HEFTI; BILDER: SEBASTIAN DERUNGS; ISTOCKPHOTO; ELECTROLUX AG; MÖBEL PFISTER


10 Fokus

Sonnenwende


FOTOS: MARTIN GUGGISBERG; UELI SCHÄFER

[ Solararchitekt ]

Ueli Schäfer hat vor 30 Jahren mit seinen Solarhäusern

Pionierarbeit geleistet. Heute baut er Häuser ganz

ohne Zentralheizung – wobei die Sonne nicht mehr die

Hauptrolle spielt.

Draussen ist es längst Herbst, und die süssen

Früchte des Feigenbaums im Innenhof

sind gepflückt. Drinnen ist die Atmosphäre

mild. Wir sind zu Gast bei Solarpionier

Ueli Schäfer und sitzen in seinem Arbeitsraum.

Über natürliches, klimagerechtes Bauen zu

sprechen, ist hier ein passender Ort – das Untergeschoss

ist angenehm kühl und dank grossen

ebenerdigen Fenstern äusserst hell.

Ueli Schäfer wohnt und arbeitet hoch über

dem Greifensee in einem «Energiesparhaus der

ersten Stunde» (siehe Zeitstrahl). Das Haus mit

Baujahr 1979 besitzt grosse Fenster mit isolierenden

Innenläden und einen Zentralheizungs-

Holzofen in der Küchenkombination. 22 Jahre

lang war er die einzige Energiequelle neben

dem Haushaltstrom. Dank solarem Direktgewinn,

manchmal etwas spartanischen Temperaturen

sowie den vielen Bewohnern und gelegentlichen

Mitarbeitern liess sich so gut leben.

Heute, nur noch zu zweit und mit etwas älteren

Gliedern, wird im Winter mit etwa 800 Litern Öl

nachgeholfen.

Hätten alle so energiesparend gebaut und

gelebt, hätte der Gebäudepark den Klimawandel

weniger angeheizt. Doch die Mehrzahl der

bestehenden Häuser in der Schweiz schlucken

noch immer Öl oder Gas en gros. Rund 40 Prozent

des inländischen Energiebedarfs werden

für das Heizen und die Warmwassererzeugung

verbraucht.

Fast ohne Heizen

30 Jahre – fast seine gesamte Berufskarriere als

Architekt – hat Schäfer die Kraft und den Lauf

der Sonne eingehend studiert und nach Alternativen

gesucht, um deren Energie in Häusern

Ueli Schäfer

Der heute 66-Jährige führt ein eigenes Architekturbüro

in Binz ZH. Er war zur Zeit der Erdölkrise 30 Jahre

alt und befasst sich seither mit klimagerechtem Bauen.

Die Häuser im abgebildeten Zeitstrahl stammen

alle aus seiner Feder. Sie dokumentieren in einzigartiger

Weise den Weg der «Erkenntnis», den der Architekt

in seiner Karriere gegangen ist. Ueli Schäfer

lebt seit einem Jahr im «Unruhestand».

1973–1979

Erdölkrise und «Sonnenwende»

Erdölkrise und UNESCO-Kongress

«Die Sonne im Dienste des Menschen»;

Ueli Schäfer als Mitgründer der

Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie

(SSES); Pionierphase und

Bau des ersten aktiven Luftkollektorhauses.

Als Beispiel: Luftkollektorhaus in

Lengnau AG.

Bis 1973

Fossile Ressourcen im Überfluss

Bauboom in den 1950er und 1960er

Jahren mit kaum gedämmten Nachkriegshäusern.

Durchschnittsverbrauch

über 20 Liter Heizöläquivalente pro

Quadratmeter Wohnfläche.

Ueli Schäfer baut für seine Eltern

in Urnäsch AR ein «konventionelles»

Haus mit Ölheizung.

Fokus

1979–1986

Passiver Gewinn von Sonnenenergie

Aus ersten Erfahrungen werden

ganzheitliche Konzepte; passiver

Gewinn von Sonnenenergie im Haus

dank grossen Fensterfassaden;

über Sonnenkollektoren werden

Energiespeicher geladen.

Ueli Schäfer baut einen Passivhaus-

Prototyp in Gonten AR.

11


12 Fokus

[ «GEAK» – Energieausweis für Gebäude ]

optimal einzusetzen. Nun – mit 66 Jahren –

denkt er, das Optimum gefunden zu haben. Seine

neusten Einfamilienhäuser verbrauchen weniger

Energie als frühere Bauten und sind in

Bachenbülach, Gelterkinden und – seit letztem

Jahr – in Fislisbach zu besichtigen. Letzteres

steht allerdings nah am Aargauer Reusstal und

deswegen häufig im Nebel. Ein Sonnenhaus mit

Glasfassade zu bauen wie die letzten Jahrzehnte?

Hier nicht möglich. Entstanden ist ein moderner,

kompakter Holzwürfel mit dicken, gut

gedämmten Wänden. Vergleicht man das Haus

mit «Werken» früherer Jahrzehnte, wird klar:

Der Solararchitekt baut heute anders – er scheint

eine «Sonnenwende» vollzogen zu haben.

Am Anfang: «solar total»

1973 war für Ueli Schäfer ein ereignisreiches

und prägendes Jahr: Im August nahm er in Paris

am Weltkongress der UNESCO über die Sonne

im Dienste der Menschen teil, und im Oktober

rüttelte die Ölkrise auf. «Das unerschöpfliche

Energiereservoir der Natur hat mich begeistert»,

erzählt er heute. Er blieb mit seiner Begeisterung

damals nicht lange allein. Ab Mitte

der 1970er Jahre wurden bei ihm Bauherren

vorstellig und wollten «solar total», die aktive

und passive Nutzung der Sonnenenergie: Anfänglich

waren sie als Luftkollektorhäuser bekannt,

später wurden sie Sonnenenergiehäuser

genannt. Es waren für die Sonnenstrahlen offene

Häuser, mit ihren vollständig verglasten

Südfassaden und den Kollektoren als Merkmale.

Zum ersten Manifest der Solarära ist vor allem

das von Schäfer gebaute Einfamilienhaus in

Gonten AR geworden. «Es ging uns darum, das

regional und dem Klima am besten angepasste

Haus zu bauen. Und es zudem auf hohe architektonische

und menschliche Qualitäten auszurichten»,

beschreibt Schäfer sein Wirken.

Rechnen statt warten

Mutige Interessenten, die teils verrückte, teils

verklärte Hausideen aus den natürlichen Stof-

Bestandesaufnahme

In welchem energietechnischen

Zustand befindet sich das

Haus, in dem ich wohne? Seit

August lässt sich dies mit

dem Gebäudeenergieausweis der

Kantone (GEAK) bestimmen. Er

wird von zertifizierten Experten

ausgestellt. Die Liste der zertifi-

fen Sonne und Holz realisiert haben wollten,

fanden sich damals genug. Auch solche, die sich

für ein Schwimmbad als Energiespeicher oder

ein Sparhaus an der Côte d'Azur interessierten.

Nicht alle wurden bedient, nicht alles Ausgedachte

machte am Schluss auch wirklich

Sinn. Doch die Aufbruchstimmung

war spürbar – und erfuhr bei Ueli

Schäfer ausgerechnet beim Warten

auf eine Baubewilligung eine unerwartete

Wende. Zur Überbrückung

der Wartezeit frönte Ueli

Schäfer seiner Lieblingsbeschäftigung:

Er rechnete weiter, um

dem Verhältnis von Energieverbrauch,

Wärmehaushalt

und Sonnenlauf noch genauer

auf die Spur zu kommen.

Die Resultate zeigten an sich

das Erhoffte: Das Haus, das sich

nur über die Direktgewinne, die

Benutzer und die Abwärme der

elektrischen Geräte beheizt, ist

machbar.

Einpacken!

Der Weg dazu musste jedoch anders

als eigentlich gedacht beschritten

werden: Um die starke

Absenz der Sonne im Dezember

und Januar zu kompensieren,

wären nämlich grosse

und teure Energiespeicher

erforderlich gewesen. Die Alternative lag auf der

Hand: Die Gebäudehülle ist einfach wärmer

einzupacken! «Von solar zu polar», beschreibt

Schäfer den Gesinnungswandel dieser Zeit und

die Abkehr von den anfänglichen Hoffnungen,

die Sonnenenergie sei im Überfluss vorhanden.

Sein Gespür für das richtige Klima hat jedoch

nicht gelitten. «Auch mit kompakter Hülle und

besserem Dämmen kann es tolle Bauten geben»,

verabschiedet Ueli Schäfer den Gast in

den nahenden Winter. PAUL KNÜSEL

zierten Experten finden Sie auf

der Homepage www.geak.ch.

Die Website bietet auch Nichtexperten

die Möglichkeit, die

Thematik des Gebäudeenergieausweises

und des Energieeinsparpotenzials

von Häusern

auf spielerische Weise kennen

zu lernen. Für diese Form des

«GEAK light» ist der Einbezug

eines Experten nicht nötig; die

Aussagekraft des Resultates

ist jedoch eingeschränkt, der

Ausweis hat auch keine offizielle

Gültigkeit. Das Ausfüllen des

Ausweises für die eigene Wohnung

dauert eine Viertelstunde.

Spannend auch für Mieter!


FOTOS: MARTIN GUGGISBERG; UELI SCHÄFER

«Es ging uns darum, das regional

und dem Klima am besten

angepasste Haus zu bauen.»

2000 – 2007

Das Passivhaus kommt

Mit bester Dämmung, kontrollierter

Lüftung, Sonnen- und Licht -

einstrahlung durch die Fenster und

den inneren Wärmequellen ist

es ohne Zentralheizung ganzjährig

behaglich.

Passivhaus in Bachenbülach ZH.

1993–2000

Minergie und besseres Dämmen

Minergie wird als Label für das

Niedrigenergiehaus gegründet; Ueli

Schäfer experimentiert ebenfalls,

das Optimum zwischen solarem Energiegewinn

und besser gedämmter

Gebäudehülle festzulegen.

Niedrigenergiehaussiedlung Chienbergreben

in Gelterkinden BL. Durchschnittsverbrauch

bei rund

3 Liter Heizöläquivalent pro Quadratmeter

Wohnfläche.

Heute

1986–1993

Sonnenhäuser en vogue

Das Interesse an Sonnenenergiehäusern

mit einfachster Technik ist

gross. Diese peilen den Niedrigenergie

standard an, mit einem Bedarf

von rund 5 Liter Heizöläquivalent

pro Quadratmeter Wohnfläche.

Als Beispiel: Sonnenhaus in Oberhelfenschwil

SG.

Leuchttürme der Energiezukunft

Das äusserst sparsame Passivhaus verbraucht nur 2 Liter

Heizöläquiva lent pro Quadtratmeter Wohnfläche. Die

Bautechnologie, mit welcher die Ressourcen neuerdings

nachhaltig genutzt werden können, ist erprobt.

Als Beispiel: Passivhaus in Fislisbach AG.

Fokus

13


14 Prominent

Simon Enzler

Simon Enzler

1976 in Appenzell geboren, wo er heute, nach vier Jahren Zürcher Exil,

wieder lebt. Der Preisträger des Salzburger Stiers 2007 wohnt mit

seiner Partnerin in einem 400 Jahre alten Appenzeller Bauernhaus mit

nur 140 Zentimeter hohen Türen. Nach ersten öffentlichen Auftritten

1999 liess er das Studium sausen und machte sein Hobby mit rasch

wachsendem Erfolg zum Beruf. Zurzeit ist er mit dem Programm

«Phantomscherz» unterwegs. Infos und Termine: www.bretterwelt.ch

«Nichts anderes übrig geblieben»

[1] Welchen Anteil hat die Appenzeller

Herkunft an Ihrem Erfolg?

Einen vergleichbaren wie das

Klavier für den Pianisten.

[2] Aus welcher Motivation heraus

wurden Sie Kabarettist?

Mir ist nichts anderes mehr übrig

geblieben. Nachdem alle

Ratschläge aus meinem Umfeld,

doch einen normalen Beruf zu

erlernen, gescheitert waren,

hatte ich das Glück, von meinem

Hobby leben zu können.

[3] Wie schaffen Sie den Spagat

zwischen Volksnähe

und intellektueller Schärfe?

Ich nehme die Menschen ernst

und vor allem beim Wort und

stelle ihre Meinungen auf der

Bühne in Frage.

[4] Selbst Tragisches bringt

die Leute mitunter zum Lachen.

Schon mal überlegt, weshalb?

Das nenne ich den Phantomscherz.

Man lacht an Stellen,

wo es gar nicht mehr lustig

ist. Lachen hat wahrscheinlich

Als feinsinniger Klischee-Appenzeller provoziert

er Lachstürme. Kabarettist Simon Enzler

über Strom-, Rat- und Rückschläge.

Was setzt Sie besonders stark unter Strom?

Wenn Leute im Kabarett nur das hören, was gesagt wird, nicht

aber das, was gemeint ist.

Haben Sie schon mal einen Stromschlag erlitten?

Ich kann mich noch gut an meinen ersten Stromschlag durch einen

Viehhüter – oder «Zwicktroht», wie wir sagen – erinnern. Ich

war ein kleiner Junge und es war fürchterlich. Ich dachte mir, dass

dieser Draht wohl auf «Stier» eingestellt sein muss.

Wo tanken Sie Energie?

Vor allem in der Natur. Ich gehe regelmässig schwimmen und

in die Berge. Da kann ich meine Gedanken wohlig schweifen

lassen.

Welches war Ihre ungeschickteste Kurzschlusshandlung?

Ach, solche passieren mir regelmässig. Ich bin ja eher ein leidenschaftlicher

Mensch. Und da gibt es oft Situationen, die man gerne

zurückspulen würde. Zwar wird man älter, jedoch nicht unbedingt

schlauer.

Wofür brauchen Sie am meisten Strom?

Wahrscheinlich für meine Wärmepumpe. Aber zum Glück ist das

auch nicht sehr viel.

Wie sparen Sie Strom?

Indem ich das Licht lösche, wo es nicht gebraucht wird, und in der

Zwischensaison hinterm Kachelofen hocke. ANDREAS TURNER

mehr mit Kontrollverlust zu tun

als mit bewusstem Handeln.

[5] Worüber würden Sie sich nie

lustig machen?

Ich habe da keine selbst auferlegten

Grenzen, sondern muss

prinzipiell offen sein für alles.

Jede Gesellschaft hat die Kabarettisten,

die sie verdient.

FOTO: BRETTERWELT GMBH


FOTO: MATTHIAS JURT; PLAINPICTURE/JOHNER

4 | 2009

Sehen & verstehen

stromwissen15

Ein Geschenk für Laura

Der siebzigjährige Alois aus Nesslau im

Toggenburg hat eine elfjährige Enkelin.

Sie heisst Laura, wohnt in Lenzburg und

ist eine begeisterte Kletterin. Angefangen hat

sie in der Kletterhalle, doch jetzt zieht es sie immer

öfter hinaus an den Fels. Grossvater Alois

hat deshalb beschlossen, ihr zu Weihnachten

einen rechten Rucksack zu schenken. Besorgt

hat er ihn schon, er muss ihn jetzt nur noch von

Nesslau nach Lenzburg befördern lassen.

Alois packt den Rucksack in eine Kartonschachtel

und bringt diese zur Poststelle Nesslau.

Damit es gleich am nächsten Tag ankommt,

gibt er es als «PostPac Priority» auf. Die Kundenberaterin

am Schalter nimmt das Paket entgegen,

zieht die Frankatur ein und klebt eine

Etikette mit dem Sendungs-Strichcode auf den

Karton. Als sie das fragende Gesicht von Alois

sieht, erklärt sie ihm: «Dank diesem Strichcode

können die Sortiermaschinen das Paket rasch

wiedererkennen.»

Alois überlegt, was denn eigentlich mit

dem Paket passiert, damit es den Weg an seinen

Bestimmungsort findet und pünktlich am

nächsten Tag ausgeliefert wird. Über 100 Mio.

Paketsendungen seien es pro Jahr, hat ihm einmal

ein Kollege erklärt. Da braucht es wohl viel

Technik und viele Mitarbeiter.

Welchen Weg das Paket von Alois auf seinem

Weg von Nesslau nach Lenzburg nimmt

und wann es sich wo befindet, zeigt das Schaubild

auf der folgenden Doppelseite. >

In der Adventszeit herrscht bei

der Post Hochbetrieb. Das Dossier

«stromwissen» zeigt Hintergründe

zu Logistik und Technik.

Wie sieht der Weg eines Pakets vom

Aufgabe- zum Zielort aus?

> Mehr auf den Seiten 16 bis 18


INFOGRAFIK: © 2009 INFEL AG, CLAUDIO KÖPPEL; FOTO: LANGENDORF GMBH

16 Sehen & verstehen

2

1

Daillens

600 000

Meisterleistungen

Pro Tag verarbeiten die drei Paketzentren

insgesamt durchschnittlich

rund 600 000 Pakete. In den

Tagen vor Weihnachten schnellt

diese Zahl auf über 1 Million

hoch. Die Mehr arbeit wird mit

längeren Arbeitszeiten und

Temporärangestellten bewältigt.

Ein Paket von Nesslau

nach Lenzburg

3

1000 000

Frauenfeld

Mägenwil Wil SG

Lenzburg

Urdorf

Härkingen

4

Nesslau

5

Für die Paketpost ist die Schweiz in

drei Gebiete mit je einem Paket -

zentrum aufgeteilt. Die Sammlung und

die Ver teilung innerhalb dieser Ge -

biete besorgen 50 Distributionsbasen

und -filialen. Für die Agglomeration

Zürich befindet sich in Urdorf eine zu -

sätzliche Sortierstelle. Die schwarze

Linie zeigt den Weg eines Pakets von

Nesslau nach Lenzburg.

6

7


8

[1] 10:00 Paketaufgabe an der Poststelle

Nesslau

[2] 12:10 Abholung mit Lieferwagen

[3] 13:30 Ankunft in der Distributionsbasis

Wil SG

[4] 16:30 Abholung mit Lastwagen

[5] 17:00 Ankunft im Paketzentrum

Frauenfeld

[6] ––:–– Sortierung auf Zielzentrum

Härkingen, Verlad auf Bahnwagen

[7] 21:10 Abfahrt Güterzug

[8] 22:23 Ankunft im Paketzentrum

Härkingen

[9] ––:–– Sortierung, Verlad auf Doppel

decker-Lastwagen

[10] 02:15 Abfahrt mit Doppeldecker

[11] 03:00 Ankunft in der Distributionsbasis

Mägenwil

[12] 05:15 Beladen des Zustellfahrzeugs

[13] 07:00 Abfahrt in den Zustellbezirk

[14] 09:15 Übergabe des Pakets in

Lenzburg

Doppelstock-Sattelschlepper

Bei den für den Pakettransport eingesetzten

Lastwagen kommen statt

Anhängerzügen immer mehr Doppelstock-Sattelschlepper

zum Einsatz.

Diese haben bei ungefähr gleichen

Aussenmassen eine um 50 Prozent

höhere Ladekapazität. So kann die

Post die Anzahl Fahrten reduzieren.

10

9

13

11

14

12

240 000 Liter Dieselöl hat sie damit

im letzten Jahr eingespart. Die Doppelstöcker

können auf zwei Etagen

beladen werden. Ein hydraulischer

Hubboden sorgt für ein effizientes

Be- und Entladen auch der oberen

Etage. Er kann auf die Höhe der

Laderampe abgesenkt werden, was

den Ladevorgang beschleunigt.

Hintergrund

Brennpunkte der

Logistik

[ Distributionsbasis ]

Die Pakete eines bestimmten

Einzugsgebiets gelangen über

die Poststellen (teilweise auch

direkt) in eine der 50 Distribu -

tionsbasen und -filialen der

Schweizerischen Post, in der

Regel mit Last- oder Lieferwagen.

Die Pakete sind mit einem

Strichcode versehen, damit

sie maschinell wiedererkennbar

sind. Weder in den Poststellen

noch in den Distributionsbasen

findet eine Sortierung statt.

[ Paketzentrum ]

Die Post verfügt über drei Paketzentren:

Daillens im Waadtland,

Frauenfeld in der Ostschweiz

und dazwischen Härkingen

(zuständig auch für das Tessin).

Aus den umliegenden Distribu -

tionsbasen werden die Pakete

mit Lastwagen oder per Bahn in

das jeweilige Paketzentrum

angeliefert und dort vorsortiert.

Liegt der Zielort im Einzugsgebiet

dieses Paketzentrums, werden

die Pakete feinsortiert und mit

Lastwagen oder per Bahn in die

entsprechenden Distributions -

basen verteilt. Liegt der Zielort

im Einzugsgebiet eines der beiden

anderen Paketzentren,

werden die Pakete in sogenannte

Wechselbehälter (Container)

geladen und per Bahn dorthin

transportiert. Die Feinsortierung

und die Verteilung an die Distributionsbasen

erfolgen dann von

dort aus.

[ Paketbote ]

In den Distributionsbasen be -

laden die Paketboten ihre Lieferwagen

mit den Paketen ihres

Zustellbezirks. Anschliessend

verteilen sie die Pakete an die

Empfänger. Ein Teil der Pakete

wird an die zuständigen Post -

stellen weitergeleitet und von

dort verteilt.

[ Riesige Mengen ]

Gut 100 Mio. Pakete befördert

die Schweizerische Post pro

Jahr. Pro Kopf sind das rund

14 Pakete – so viel wie in

keinem anderen Land Europas.

Darin eingerechnet sind

sowohl die Geschäftskunden

(Anteil 80 Prozent) als auch

die Privat kunden (20 Prozent).

17


FOTOS: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI; DIE POST

18 Sehen & verstehen

Vorsortierung durch

die Kreuzweiche

Im Paketzentrum kommen die Pakete

mit einer Geschwindigkeit von

6 Kilometern pro Stunde auf einem

Förderband daher. Dank seinem

Strichcode ist jedes Paket identifizierbar.

Aufgrund der mit dem

Strichcode verknüpften Adresse

entscheidet der Rechner, ob es bei

der Weiche nach links oder nach

rechts zu leiten ist, und dreht die

kreisförmigen Scheiben mit den

Förderrollen blitzschnell in die richtige

Richtung. Auf der einen Seite

geht es weiter in ein anderes Paketzentrum,

auf der anderen Seite in

die Hauptsortierung.

Sehen & verstehen –

computeranimiert

und interaktiv:

www.strom-online.ch

Das Herz der Paketverarbeitung

Die drei Paketzentren in Daillens, Härkingen und Frauenfeld sind Dreh- und Angelpunkt

der Paketverarbeitung der Schweizerischen Post. Ein reibungsloser Betrieb setzt eine zuverlässige

Stromversorgung voraus.

Die Post setzt bei der Verarbeitung der

Pakete stark auf Automatisierung. Trotzdem

wird an vielen Stellen auch Hand -

arbeit geleistet, beispielsweise beim Be- und

Entladen der Fahrzeuge.

Wenn die Pakete im Paketzentrum eintreffen,

legen Postmitarbeiter sie als Erstes mit der

Adresse nach oben auf ein Förderband. Ein

Scanner liest den aufgeklebten Strichcode sowie

die Adresse (unlesbare Adressen werden separat

verarbeitet). Zudem wird das Paket automatisch

gewogen und vermasst. Alle Daten

werden im Zentralrechner mit dem Strichcode

verknüpft, sodass es danach genügt, den Strichcode

zu lesen, um zu wissen, wohin das Paket

geschickt wird. Zudem kann der Kunde zu jedem

Zeitpunkt via Internet abfragen, wo sich

seine Sendung befindet und ob der Empfänger

sie bekommen hat (www.post.ch/trackandtrace).

Anschliessend folgt die Vorsortierung: An

einer Kreuzweiche (Bild oben) werden die für

ein anderes Paketzentrum bestimmten Sendungen

aussortiert und in Wechselbehälter

geladen, die per Bahn in das zuständige Paketzentrum

fahren. Die anderen Pakete gelangen

in die Hauptsortierung.

Auf Kippschalen fahren die Pakete weiter.

Grosse Pakete werden auf zwei Kippschalen

befördert. Der Zieldatenserver bestimmt, wo

jedes Paket ausgekippt wird. Über eine Rutsche

landet es bei den anderen Sendungen desselben

Zielgebiets und wird von Hand in die jeweilige

Rollbox gepackt. Zum Weitertransport gelangen

Im Paketzentrum (hier Härkingen) kippt die Sortieranlage die Pakete in die richtige Rutsche. Postmitarbeiter

stapeln sie anschliessend in Rollboxen.

die Rollboxen anschliessend in Wechselbehälter

oder in Lastwagen.

Die Tagesleistungen variieren stark. Im Paketzentrum

Härkingen beispielsweise werden

pro Tag im Durchschnitt 235 000 Pakete verarbeitet.

In Spitzenzeiten – so vor Weihnachten –

sind es 400 000, der Tagesrekord liegt bei

1,3 Mio. Paketen. ALEXANDER JACOBI


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4


FOTOS: EBM

20 Wärmeprojekte

Wärme aus dem Abwasserkanal

Die EBM betreibt in der Schweiz über 150 Wärmeanlagen. In Winterthur und Stansstad

realisiert sie zwei Grossprojekte für die Nutzung von Wärme aus Abwasser. In Immensee hat

sie eine Holzschnitzel-Heizanlage in Betrieb genommen.

Die Überbauung Wässerwiesen ist eine

moderne, grosszügig gestaltete Siedlung

am Rande von Winterthur. Sie umfasst

rund 400 Wohnungen mit etwa 1000 Einwohnern.

Statt mit Erdgas werden die Wohnungen

schon bald mit Abwasserwärme geheizt. Die

EBM nutzt die Wärme aus dem neuen Haupt-

Abwasserkanal der Stadt Winterthur; sie lässt

dort Wärmetauscher anbringen und übernimmt

mit einem Wärmecontracting die Versorgung

der gesamten Überbauung. Maximal

wird ein Grad Celsius Wärme entzogen, um somit

auch weiterhin eine tadellose Funktion der

Kläranlage zu garantieren. Die Entzugsleistung

beträgt 400 kW. Die Abwasserwärmetauscher

verteilen sich auf eine Länge von 154 Metern, ihre

Gesamtfläche beträgt 161 Quadratmeter. Durch

die Rückgewinnung der Wärme aus dem Abwasser

können rund 80 Prozent des jährlichen

Wärmebedarfs sichergestellt werden. Die Anlage

nimmt ihren Betrieb im Frühjahr 2010 auf.

Energie aus der Kläranlage

Die EBM hat in Stansstad den Zuschlag für die

Realisation eines Wärmeverbunds erhalten. Die

dazu benötigte Energie wird aus Grundwasser,

aus dem Abwasser der ARA Rotzwinkel und aus

der Abwärme des Klärgas-Blockwerkheizkraftwerks

gewonnen. Die Gemeinde Stansstad am

Fusse des Bürgenstock zählt 4600 Einwohner.

Hier wird ab 2010 mit Abwasserwärme

geheizt: Überbauung

Wässerwiesen in Winterthur.

Ans Abwassernetz der ARA Rotzwinkel sind die

Gemeinden Stans, Stansstad, Oberdorf, Ennetmoos,

Dallenwil und Wolfenschiessen angeschlossen.

Die Wärme aus dem gereinigten

Abwasser wird dazu benutzt, einen Wärmeverbund

mit Energie zu versorgen. Das Projekt ist

so ausgelegt, dass rund 50 Liegenschaften an

den Wärmeverbund angeschlossen werden

können. Die Initiative ging von den Verantwortlichen

der genossenschaftlich organisierten

Uertekorporation Stansstad aus, der die Waldund

Forstwirtschaft obliegt. Die Wärme aus

dem Abwasser und dem Grundwasser wird mit

zwei Wärmepumpen auf ein zu Heizzwecken

nutzbares Niveau gebracht. Um die Spitzen -

lasten abzudecken, kommt ein zusätzlicher

ölbefeuerter Kessel zum Einsatz. Die Leistung

der gesamten Anlage beträgt maximal 2500 kW.

Holzschnitzel für die Bethlehem Mission

Die Bethlehem Mission Immensee, das Gymnasium

Immensee und der Gewerbe- und Industriepark

Hohle Gasse AG haben ein Wärme -

contracting mit der EBM abgeschlossen. In

einer ersten Etappe wurde die Heizung auf den

neusten Stand der Technik gebracht: Im September

2008 hat man noch vor der Heizperiode die

drei alten Ölheizkessel durch einen modernen

Ölkessel mit 750 kW Leistung ersetzt. Der neue

Ölkessel kommt in der Übergangszeit und im

Sommer für die Warmwasseraufbereitung zum

Einsatz. Ausserdem hilft er mit, Spitzenlasten

abzudecken.

Die Hauptlast der Wärmeversorgung hat

jedoch ab Dezember 2008 eine Holzschnitzelheizung

mit 1200 kW Leistung übernommen.

Beim Gewerbepark Hohle Gasse AG wurde ein

neues Silo gebaut, das die Holzschnitzel aufnehmen

kann. Der Holzschnitzelbedarf beträgt

rund 5900 Kubikmeter pro Jahr. Insgesamt

lassen sich so jährlich 370 000 Liter Heizöl einsparen.

Eine Wärmepumpe von 100 kW ergänzt

die Anlage. Die benötigten Holzschnitzel liefern

eine ortsansässige Sägerei, die Forstwirtschaft

und die Landwirtschaft. Ein Landwirt ist im Bezirk

für die Kompost- und Grüngutsammlung

zuständig. Er separiert die dicken Äste im Gartenabraum

und verarbeitet sie zu Holzschnitzeln.

Da seine Biogasanlage im Sommer einen

Wärmeüberschuss produziert, können damit

die Holzschnitzel aus der Grüngutsammlung

vorgetrocknet werden. JEAN-MARC PACHE

Blick in den Abwasserkanal,

der bald 400 Wohnungen mit

Wärme versorgen wird.


[ Abwasserwärme ]

Umweltschonende Energie

Die EBM besitzt eine grosse Erfahrung

in der Realisation von Abwasserwärmeanlagen.

So wurden 1999

in Zwingen, 2002 in Binningen,

2004 in Schaffhausen sowie 2006

in Luzern (Heizen und Kühlen)

grosse Anlagen gebaut, die alle

bestens funktionieren.

Das Engagement der EBM und

ihrer Partner zeigt einmal mehr,

dass sich durch den Entzug von

Wärme aus Abwasser effizient und

umweltschonend Energie gewinnen

lässt. In der Schweiz besteht diesbezüglich

noch grosses Potenzial.

21


22 Kundenporträt

Actelion wächst rasant: 2010 wird das neue Business Center fertiggestellt.


FOTOS: ACTELION (ZVG)

Actelion beschäftigt in

Allschwil knapp 800

Personen für Forschung

und Entwicklung.

Wenn Zellen unter

Strom stehen

In der Forschungsabteilung von

Actelion in Allschwil wird mit

kleinsten Stromflüssen die

Wirkung von Medikamenten an

Zellen untersucht. Actelion ist ein

biopharmazeutisches Unter -

nehmen, das stürmisch wächst.

Kleinste Strommengen spielen in der

Laborwelt eine wichtige Rolle. In der

Elektrophysiologie werden bei Actelion

Stromflüsse an Zellen im Picoampèrebereich

gemessen. Zellen besitzen sogenannte Ionenkanäle

in ihren Zellwänden, mit denen elektrische

Signale im Herz oder Gehirn weitergeleitet

werden. Wird diese Reizleitung durch den Einfluss

von Substanzen in ihrer Funktion gestört,

sind die Auswirkungen schwerwiegend: Organe

können Schaden nehmen.

Medikamente müssen in der Forschung auf

solche unerwünschten Nebenwirkungen untersucht

werden. Ein Roboter bestückt dazu die

Platinen mit einzelnen in Lösung befindlichen

Zellen und gibt kleinste Stromstösse ab, um die

Situation in einem Herzen zu simulieren. Die

Höhe des gemessenen Widerstands gibt

darüber Auskunft, ob die Ionenkanäle geöffnet

oder geschlossen sind und ob sich einzelne

[ Ausbaupläne ]

Sichere Energieversorgung

Die EBM stellt für Actelion die elektrische Energie

bereit. Die Kapazitäten müssen laufend aus ge baut

werden. Im Zusammenhang mit dem Bau des

Business Center wird eine vierte Trafostation realisiert.

Bei den Neubauten achtet Actelion auf eine

energiesparende Architektur. Die heute dezentral

versorgten Gebäude sollen mittelfristig durch eine

einzige Wärmezentrale versorgt werden.

Substanzen auf die Funktion dieser Kanäle

negativ auswirken können.

Rasantes Wachstum

Actelion gilt in der Region als Paradebeispiel für

eine innovative und erfolgreiche Senkrechtstarterin.

Begonnen hat alles im sogenannten Geisterhaus

im Gewerbegebiet Bachgraben in Allschwil.

Heute platzt der Gebäudepark von

Actelion aus allen Nähten. Und das rasante

Wachstum geht weiter. Jeden Monat werden

etwa 20 neue Mitarbeitende eingestellt. Die

Kräne kreisen: Das dringend benötigte neue

Business Center wird 2010 fertiggestellt.

Die Aktiengesellschaft wurde 1997 mit

einer grossen Portion Pioniergeist und Risikobereitschaft

gegründet. Drei Jahre später ging

das Unternehmen an die Börse. Der Wirkstoff

Bosentan führte das Unternehmen in die Gewinnzone.

Er kam als erstes Produkt von Actelion

unter der Handelsbezeichnung Tracleer® auf

den Markt. Mit dem Medikament kann eine

seltene, chronische und lebensbedrohende

Krankheit, die pulmonal-arterielle Hypertonie,

behandelt werden. Inzwischen ist Tracleer in

über 50 Ländern zugelassen. In den letzten

Jahren hat Actelion zahlreiche Entwicklungssubstanzen

vorangebracht.

Hohe Innovationskraft

«Ein neues Medikament zu entdecken und eine

kleine Pille zu entwickeln, die das Leben eines

Menschen positiv verändern kann, hatte für

mich immer schon etwas Magisches», betont

CEO Dr. Jean-Paul Clozel. Actelion hat auch

heute die Innovationskraft, den lebhaften Unternehmergeist

und die Flexibilität aus der

Gründerzeit nicht verloren. Die Unternehmensstrategie

baut darauf, dass Innovationen, wenn

immer möglich, freier Lauf gelassen wird. Wesentlich

ist, dass bei der Produkteentwicklung

ein langfristiger Mehrwert geschaffen wird.

Bei der Entwicklung von neuen Medikamenten

ist es vor allem wichtig, dass der komplexe

Prozess von der Entdeckung einer neuen

Substanz über die Zulassung bis hin zur Marktreife

möglichst rasch vor sich geht. Bereits auf

dem Markt erhältliche Produkte von Actelion

werden durch Datenmaterial aus klinischen

Studien gestützt und ständig weiterentwickelt.

Von den etwa 2200 Mitarbeitenden bei Actelion

arbeiten über 330 Personen in der Forschung.

Über Expertise-Plattformen wird eine hohe Produktivität

bei der Generierung von innovativen

Substanzen erreicht. Der Schwerpunkt liegt auf

Wirkstoffen auf der Basis kleiner Moleküle. Im

Fokus steht dabei ein breites Spektrum von

Krankheiten, gegen die bisher keine oder kaum

Medikamente existieren.

Das Entwickeln von neuen Medikamenten

braucht nicht nur mentale, sondern auch physikalische

Energie. Die Labors mit ihren grossen

Kühl- und Lüftungsanlagen benötigen viel

Strom, obwohl sie konsequent mit Wärme -

rückgewinnung arbeiten. Fazit: Auch um den

Stromfluss an Zellen im Picoampèrebereich

messen zu können, braucht es Strom – aus der

Steckdose. JEAN-MARC PACHE

23


FOTOS: STEFAN KUBLI, DIANA ULRICH

24

Geniessen

Chräbeli backen – eine hohe Kunst.

Anis ist nicht gleich Anis. Die Früchte der

krautartigen Anispflanze verwechselt

unsereins oft mit denjenigen des echten

Stern anis, die auf hohen Bäumen wachsen. Im

Geruch sind sich die beiden Gewürze sehr änlich,

erst auf der Zunge schmeckt man den feinen

Unterschied.

Anis verleiht vor allem Gebäck eine milde,

süsslich-aromatische Note. Am bekanntesten

sind die Chräbeli, an denen sich zur Weihnachtszeit

Ba nausen die Zähne ausbeissen,

während Feinschmecker sie sich langsam im

Munde zer gehen lassen. Unverzichtbar ist das

angenehm süssliche Gewürz, das erfrischendleicht

an Minze erinnert, auch in Lebkuchen.

Mit Anis lassen sich fabelhafte Desserts zube-

[ Tipp ]

Chräbeli wollen Füessli

Richtige Chräbeli müssen auf

einem hohen Füsschen stehen.

Doch das ist grosse Kunst. Und

die geht so: die geformten und

eingeritzten Teig-Chräbeli auf ein

gut eingefettetes Backblech

setzen. Oder auf ein mit Wassernebel

besprühtes Backpapier.

Im Anis steckt

mehr als Chräbeli

Sie schmecken süsslich und aromatisch, erinnern an Weihnachten

oder 1001 Nacht und unterstützen beide die Verdauung. Botanisch

verwandt sind Anis und Sternanis jedoch nicht.

reiten. Zum Beispiel ein Orangensalat, der nicht

mit dem obligaten Pfefferminzblatt garniert ist,

sondern kurz in einem gezuckerten Anisaufguss

eingelegt wurde. Oder eine Kugel Vanilleglace,

die auf einem warmen Apfel- oder Birnenkompott

liegt, der statt mit Zimt zur

Abwechslung mit etwas gemahlenem Anis verfeinert

wurde. Das Aroma von Sternanis ist ähnlich

wie jenes von Anis, jedoch würziger und

voller. Dadurch taugen die filigranen Gewürzsterne

ausgezeichnet für die scharfe und

die asiatische Küche. Ein Hauch von Sternanis

im Currygericht zaubert indisches Flair auf den

Teller. Sehr gut lässt sich das süsslich-feurige

Gewürz auch mit Karotten kombinieren, sei es

als Suppe oder als raffinierte Gemüsebeilage.

Bei Raumtemperatur ohne Durchzug

8 bis 12 Stunden trocknen

lassen. So werden die Chräbeli

oben trocken und bleiben

unten feucht. Das bewirkt, dass

der Dampf beim Backen im

Ofen nicht nach oben, sondern

nach unten entweicht, worauf

das Chräbeli einen Fuss bekommt.

Auch Gurkensalat statt mit Dill oder Ratatouille

statt mit Rosmarin einmal mit ein wenig Stern -

anis parfümiert sorgen für anregende Geschmackserlebnisse.

Überall, wo man Anis als Speisegewürz verwendet,

kennt man ihn auch als Würzmittel

für gebranntes Wasser und Likörs, wobei der

ertragsreichere Sternanis den Anis als Geschmacksgeber

zunehmend ablöst. Während

der aromatische Anis in der Schweiz allenfalls

im «Chrüüterschnaps» Verwendung findet, produzieren

die Franzosen mit Pastis, die Griechen

mit Ouzo oder die Türken mit Raki weltberühmte

Anisspirituosen. Die Behauptung, nach

einem opulenten Mahl würden diese Brände

die Verdauung besonders gut unterstützen, ist


Ueli Schneider, Jona,

Schweizer Club

kochender Männer

(SCKM).

an sich richtig. Aber nicht wegen des Alkohols,

sondern wegen des Anis. Aus der klassischen

französischen Küche ist Anisschnaps nicht wegzudenken.

Fisch und Muscheln werden oft «au

Pernod» zubereitet, wobei Pernod, ein reiner

Anisschnaps, nur sehr dezent eingesetzt wird.

Etwas stärker kommt der Anisgout zum Tragen,

wo der Eigengeschmack beispielsweise von

Kalbsnieren in eine leicht andere Richtung gelenkt

werden soll. Nie aber darf Anis in der Küche

«vorschmecken». Er soll als überraschender

Begleiter auftreten, den man nicht auf Anhieb

erkennt. Und das gilt nicht nur in der französischen

Küche. HARTMUTH ATTENHOFER

Anis-Tipp

«Der Geschmack ist würzig, leicht bitter

und erinnert etwas an Fenchel und

Lakritz. Er gibt der Sauce eine besondere

Note. Sternanis kocht man im Ganzen

mit und entfernt ihn vor dem Servieren

wieder aus dem Gericht. Für einige

Saucen zerstösst man den Sternanis

auch im Mörser.»

[ Rezept ]

Entenbrust an Orangen-

Kardamom-Sternanis-Sauce

(für 4 Portionen)

Zutaten:

4 kleine Entenbrüstchen

15 grüne Kardamomkapseln

4 Sternanis

5 dl Orangensaft

5 dl Hühnerbouillon

100 g kalte Butter

2 Schalotten

evtl. Maizena zum Binden

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

[1] Für die Sauce den Sternanis und die

Kardamomkapseln im Mörser zerstossen. Die

Schalotte fein würfeln und alles in Butter

anziehen. Mit Orangensaft und Bouillon ablöschen

und auf knapp 1 /3 einreduzieren.

[2] Die Entenbrüstchen auf der Hautseite mit

einem Messer einritzen, mit Salz und Pfeffer

würzen. Die Entenbrüstchen in einer heissen

Pfanne von beiden Seiten anbraten und

mit der Hautseite nach unten im Backofen

bei 200 Grad etwa 5 Minuten weitergaren.

[3] Die Orangen-Sternanis-Kardamom-Sauce

durch ein Sieb in eine Pfanne passieren.

Evtl. mit Maizena binden. Abschliessend die

kalten Butterwürfel einrühren.

25


FOTO: ANDREAS ZIMMERMANN

26 EBM-Kochstudio [ Termine ]

Frühling im Topf

Gemeinsam ein leckeres Gericht zubereiten macht Freude. Bei den EBM-

Kochkursen können sich Hobbyköchinnen und -köche auch einmal an eine

anspruchsvollere Aufgabe wagen.

� Französische Küche. Sie ist für ihre Raffinesse

weltbekannt. Einen kleinen Einblick in die französische

Kochkunst erhalten die Teilnehmenden

bei der Zubereitung von gebratener Dorade, Perlhuhnbrust,

Gemüse und Polenta sowie karamellisierter

Mango, Früchte-Crumble und Vanilleglace.

� Karneval in Venedig. Der Kurs führt ins Veneto,

in die Welt von Commissario Brunettis Fällen.

Neben Fisch spielen Spaghetti con vongole eine

wichtige Rolle. Zum Nachtisch sorgen Panna

cotta und weitere Überraschungen für Spannung.

� Frühlingsboten. Spargeln, Morcheln und Erdbeeren

sind die Highlights des Frühlings. Kombiniert

mit einem saftigen Stück Fleisch, neuen

Kartoffeln und einer zarten Vorspeise, lassen sie

keine kulinarischen Wünsche offen.

� Moderne Schweizer Küche. Traditionelle

Schweizer Gerichte mit saisonalen Produkten

müssen nicht altmodisch sein. Eine spannende

Kombination bieten Kalbsnuss mit Currysauce

auf Apfelringen und Risotto, zur Vorspeise Forellensoufflé

und zum Nachtisch Bananenparfait

mit lauwarmer Schokoladesauce.

� Kinderkochkurse/Teeniekochen. Alles ist Wurst.

Die Vielfalt der Würste ist gross. Einige Arten

werden in köstliche Gerichte «verpackt». Ein luftiger

Kuchen im Backblech und eine Süssmost-

Crème bilden den krönenden Abschluss.

Anmeldung unter Telefon 061 411 40 00 – ab Montag,

30. November 2009, 8 Uhr. Aus administrativen Gründen können

Anmeldungen nur telefonisch entgegengenommen werden!

Die Platzzahl ist auf 12 Personen pro Kochkurs beschränkt.

Die Anmeldungen werden nach ihrem Eingang berücksichtigt.

Der Kostenbeitrag pro Kochkurs und Person beträgt CHF 20.–.

Haben Sie etwas Geduld, wenn die Leitungen besetzt sein sollten.

Die Nachfrage ist erfahrungsgemäss sehr gross.

Kurse im

EBM-Kochstudio

Februar bis April

2010

Mittagskurs mit Ursula Retica

jeweils von 10.30 bis 14.30 Uhr

Karneval in Venedig

Mittwoch 10. Februar 2010

Freitag 26. Februar 2010

Montag 1. März 2010

Frühlingsboten

Mittwoch 3. März 2010

Freitag 5. März 2010

Freitag 12. März 2010

Montag 15. März 2010

Freitag 19. März 2010

Freitag 26. März 2010

Montag 29. März 2010

Montag 12. April 2010

Freitag 16. April 2010

Freitag 23. April 2010

Mittagskurs mit Raphael Lacosse

jeweils von 10.30 bis 14.30 Uhr

Französische Küche

Mittwoch 10. März 2010

Mittwoch 24. März 2010

Mittwoch 7. April 2010

Mittwoch 14. April 2010

Mittwoch 21. April 2010

Kochabend mit Josy Nussbaumer

jeweils von 18.00 bis 22.00 Uhr

Moderne Schweizer Küche

Freitag 19. Februar 2010

Donnerstag 25. Februar 2010

Freitag 26. Februar 2010

Mittagskurs mit Josy Nussbaumer

jeweils von 10.30 bis 14.30 Uhr

Moderne Schweizer Küche

Mittwoch 3. Februar 2010

Donnerstag 11. Februar 2010

Montag 8. März 2010

Donnerstag 18. März 2010

Montag 22. März 2010

Mittwoch 31. März 2010

Montag 19. April 2010

Montag 26. April 2010

Kochabend mit Barbara Wenziker

Kinder-/Teeniekochkurs

von 17.30 bis 21.30 Uhr

Kinderkochkurs

Freitag 5. März 2010

Freitag 19. März 2010

Freitag 23. April 2010

Freitag 30. April 2010

Teeniekochkurs (Wiederholung)

Freitag 5. Februar 2010


Die EBM fördert mit einem neuen Energiefonds Investitionen in erneuerbare Energien.

Alter Strompreis – neuer Energiefonds

Die EBM verzichtet 2010 auf

eine Preiserhöhung. Darüber

hinaus unterstützt sie mit dem

neuen EBM-Energiefonds

Genossenschafter, die in erneuerbare

Energien investieren wollen.

Die Strombeschaffung für die EBM verteuert

sich. Mit Sicht auf die Wirtschaftslage

und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts

Nordwestschweiz belässt die EBM aber

2010 ihre Preise für Netz und Energie auf dem

gleichen Niveau wie 2009. Daraus resultiert für

die EBM eine Margenreduktion von 3,5 Millionen

Franken. Die EBM liegt mit ihren Preisen

immer noch 20 bis 25 Prozent unter dem

Marktpreis und bewegt sich im schweizweiten

Vergleich im Mittelfeld.

Angebot und Nachfrage von elektrischer

Energie klaffen europaweit weiterhin auseinander.

Das heisst, dass die Strompreise auch in Zukunft

nach oben tendieren werden. Die Verantwortlichen

der EBM sind sich bewusst, dass

speziell die Industrie- und Gewerbekunden auf

konkurrenzfähige Strompreise angewiesen sind,

um im internationalen Wettbewerb bestehen

zu können.

Ein neuer EBM-Energiefonds für die Region

Die EBM besitzt den statutarischen Auftrag,

erneuerbare Energien zu fördern. Bis anhin hat

sie mit einem jährlichen Beitrag von 660 000

Strompreise

Franken die Energieförderung des Kantons

Basel-Landschaft unterstützt. Die Delegierten

haben an der Delegiertenversammlung vom

9. Juni 2009 einstimmig einem neuen EBM-

Energiefonds zugestimmt. Diesem wird zur

Finanzierung eine Million Franken aus dem

Jahresgewinn 2008 zur Verfügung gestellt.

Mit dem neuen EBM-Energiefonds werden

ab 2010 Projekte für Energieeffizienz und erneuerbare

Energien direkt unterstützt. Vom

EBM-Energiefonds können Genossenschafte -

rinnen und Genossenschafter aus dem Baselbiet,

dem Kanton Solothurn und dem Elsass

profitieren. Wer für sein Gebäude eine Wärmedämmung

plant, Sonnenkollektoren oder Fotovoltaikanlagen

anschaffen will, kann bei der

EBM ein Gesuch stellen und eine finanzielle Unterstützung

beantragen.

Weitere Details können Interessierte ab

dem 15. Dezember direkt der EBM-Homepage

www.ebm.ch entnehmen. Die EBM ist überzeugt,

dass ihr Umweltengagement durch den

neuen EBM-Energiefonds weiter vorangetrieben

und in der Öffentlichkeit zudem besser

wahrgenommen wird. JEAN-MARC PACHE

27

FOTOS: DR


28

Leserreise

Das besondere

Schottlanderlebnis

Entdecken Sie mit «Strom» Städte,

Schlösser, Inseln und das Hochland.

Eine Woche Natur und Kultur.

Die «Strom»-Leserreise 2010 führt im kommenden

Sommer nach Schottland. Wasser, Erde und

faszinierendes Licht. Man wird selbst der Klischees

nicht überdrüssig. Schlösser, Whisky-Distillerien

und das Loch Ness sind keine Kulissen

für Touristen, sondern authentische Zutaten für

diesen faszinierenden Cocktail an Natur, Kultur

und Geschichte. Wir fliegen direkt nach Edinburgh,

reisen mit Bus und Bahn zu den Sehenswürdigkeiten

und schlafen in schönen Hotels.

Weitere Infos und Anmeldeformulare sind ab

1. Dezember 2009 erhältlich unter:

www.strom-zeitschrift.ch (Events) oder bei

Patrizia Märki, Telefon 044 299 41 41,

maerki@infel.ch.

FOTOS: PAOLO CARTA; 21ST CENTURY PRODUCTIONS/OLIVER GUTFLEISCH; FREMDENVERKEHRSAMT VÄSTERBOTTEN; KEYSTONE; IVAN SUTA; ISTOCKPHOTO; KKL; DANIEL VASS

Exklusives Strom-Konzert im KKL

Melodien aus der

«Neuen Welt»

Erleben Sie das populärste sinfonische Werk des

tschechischen Komponisten Antonín Dvorˇ ák: die 9. Sinfonie.

Was für ein Glücksgefühl für die

amerikanischen Siedlerpioniere:

Nach wochenlanger Schifffahrt

endlich in den Hafen New Yorks

einzufahren, vorbei an der Freiheitsstatue,

vor sich die «Neue Welt».

Genau diesen Pioniergeist der damaligen

Zeit hat der tschechische Komponist

Antonín Dvorˇák während seines dreijährigen

Amerikaaufenthaltes eingefangen und

in seiner 9. Sinfonie für immer musikalisch

festgehalten.

Wir freuen uns, Sie im Rahmen eines

exklusiven Konzertes zu begrüssen. Aus Lugano

haben wir das renommierte «Orchestra

della Svizzera Italiana» eingeladen, das

im Jahr 2010 sein 75-jähriges Jubiläum

Bestellen Sie hier Ihre

Tickets zum Spezialpreis!

� Datum: Sonntag, 31. Januar 2010,

ab 11 Uhr

� Ort: Konzertsaal des KKL Luzern

(direkt beim Luzerner Hauptbahnhof)

� Inbegriffen: Gutschein für ein

Getränk an der Konzert-Bar (Wein, Bier

oder Softdrink)

� Nach Eingang Ihrer Bestellung erhalten

Sie eine Rechnung. Bearbeitungs gebühr

und Versand kosten: Fr. 10.–. Diese

Gebühr wird pro Bestellung nur einmal

erhoben!

feiert. Unter der erfahrenen Leitung von

Mikhail Pletnev spielt es neben der

9. Sinfonie von Antonín Dvorˇák auch

noch einige seiner populären «Slawischen

Tänze». Das Orchestra della Svizzera

Italiana ist ein kulturelles Flaggschiffe des

Tessins und geniesst europaweit einen hervorragenden

Ruf. Es nimmt regelmässig an

Festivals in Montreux und Stresa teil und

gastiert in vielen europäischen Städten.

Seit 2008 leitet Mikhail Pletnev als erster

Gastdirigent das Orchester. Er wurde

bereits 1995 vom damaligen Präsidenten

Boris Jelzin mit dem Russischen Staatspreis

ausgezeichnet, einer besonderen Ehre, die

2002 Präsident Wladimir Putin mit der

abermaligen Verleihung erneuerte.

Ausgezeichnet: Gastdirigent Mikhail Pletnev.


Das KKL bei Nacht.

Die Akustik des Konzertsaals ist unübertroffen.

Porträtbild von

Antonín Dvorˇák,

um 1890.

Ja, ich bin beim «Strom»-Konzert am 31.1.2010 im KKL dabei!

Spezialpreise Anzahl Offizielle

«Strom» Tickets Ticketpreise

� Kat. I: Fr. 120.– Fr. 140.–

� Kat. II: Fr. 90.– Fr. 110.–

� Kat. III: Fr. 65.– Fr. 80.–

� Kat. IV: Fr. 50.– Fr. 60.–

� Kat. V: Fr. 35.– Fr. 40.–

Name

Vorname

Strasse/Nr.

PLZ/Ort

Telefon

Datum

Unterschrift

Coupon einsenden an: Infel, «Aus der Neuen Welt», Postfach 3080, 8021 Zürich.

Oder bestellen Sie Ihre Tickets via Internet unter www.strom-zeitschrift.ch.

Die Freiheitsstatue mit der berühmten Fackel.


30 Strom junior [ Clever ]

Eis braucht mehr Platz als Wasser.

Es passiert immer wieder, dass

geschlossene Flaschen im Tiefkühler

platzen – denn Wasser

dehnt sich beim Einfrieren aus.

Auch wenn die Strassen im

Frühling holprig sind und viele

Schlaglöcher haben, sind

daran die kalten Temperaturen

im Winter und das Regen- oder

Schmelzwasser schuld. Das Wasser

sickert am Tag, wenn die Temperaturen

über null Grad sind, in die

Ritzen und Risse des Asphalts und

gefriert in den kalten Nächten.

Und weil Eis mehr Platz braucht als

Wasser, sprengt das sich ausdehnende

Eis den Strassenbelag.

Eisige Experimente

Wenn es draussen bitterkalt ist, herrschen auf dem Balkon oder im Garten die idealen

Bedingungen für spannende Experimente. Dann wird der Winter richtig toll, auch wenn

genügend Schnee zum Schlitteln wieder einmal fehlt.

Das brauchst du:

Ein Wasserglas, Hahnenwasser, einen

wasserlöslichen Filzstift und ein Plätzchen

im Freien oder im Tiefkühler.

1Fülle ein Wasserglas bis etwa zur Hälfte

mit Wasser. Frage zuvor besser deine

Eltern, welches Glas du nehmen darfst.

Wertvolle, zerbrechliche

Gläser eignen sich für

das Experiment

nämlich nicht.

3

2

Wenn die Temperaturen draussen unter

dem Gefrierpunkt sind, dann lasse das

gefüllte Wasserglas über Nacht auf dem

Balkon, im Garten oder auf dem Fenstersims

stehen. Ist es jedoch zu warm, als

dass das Wasser gefrieren könnte, so

stelle das Glas in den Tiefkühler – aber

unbedingt so, dass nichts ausleert.

Markiere nun mit dem

Filzstift den oberen

Wasserstand. Also schaue, bis

wohin das Wasser reicht, und

mache dort einen Strich.

Hat sich für euch

schlaugemacht:

Noa Ruis, 9 Jahre alt.

Eure Frage an:

redaktion@strom-zeitschrift.ch

[ Gewusst? ]

Schmelzende Eisberge

Jetzt weisst du, dass sich Wasser ausdehnt,

sobald es zu Eis gefriert. Also müsstest du

nun auch den Ausgang dieses Experiments

erraten können: Lasse in ein Wasserglas einige

Eiswürfel purzeln und fülle das Glas

randvoll mit Wasser auf. Die Eiswürfel

schwimmen nun wie kleine Eisberge oben

auf dem Wasser. Was passiert jetzt, wenn

das Eis schmilzt? Überläuft dann das Glas?

Oder doch nicht?

4

Am nächsten Morgen erlebst du

eine eisige Überraschung: Das

Wasser ist gefroren – und das

Glas ist bis über den Strich

mit Eis gefüllt. Eis braucht

also tatsächlich mehr Platz

als Wasser.

ILLUSTRATION: SIEGMAR MÜNK; FOTO: RENÉ RUIS


[ Preise ]

Ein Stöckli-Ski «Laser SC» inkl. Bindung», Wert 1190 Franken, sowie

drei Abendessen im Restaurant RED, Wert je 300 Franken.

1. Preis: Der Stöckli Laser SC

ist ein polyvalenter Ski mit Slalomcharakter.

In diesem Ski steckt

100 Prozent Rennerfahrung aus

der Stöckli-Weltcupschmiede.

ein Tor

erzielen

Nachlassen

der

Aufmerksamkeit

Bindewort

Fluss durch

Sankt

Petersburg

zerstörtes

Schiff

Gemeinde

am

Zugersee

Eidg.

Technische

Hochschule

(Abkürzung)

plötzliches

scharfes

Geräusch

Kosename

eines

Elternteils

polizeil. Bereitschaftsdienst

Osten (frz.)

Code,

Losung,

Parole

Üetliberg

leichter

Schlag

1

Körperglied

Befehl,

Auftrag

grosse Vorführung

Stadt im

Kt. Bern

Teil der

Damenkleidung

Präposition

Freude

am Tun

englischer

Meerbusen

Musikkapelle

Genussmittel

8

übertriebene

Eile,

grosse Hast

Fahrzeugluftreifen

Fluss durch

Winterthur

Wasservogel

linke

Kontoseite

Roman

von Zola

ehrenhalber

(Abk.)

1

Anspruchsvolle Fahrer dürfen sich

demnach auf sportliche Fahreigenschaften

und ein schnittiges

Design freuen.

Bein (engl.)

schweizer.

Historikerʆ

Zufluss

zum

Walensee

Zündschnur

Leuchte

mit Halogenlampe

Verkaufsstand

digitale Leitung

(Abk.)

Abhang

Jassbegriff

Weberkamm

10

dicht, fest

Rätselrater

giessen,

schütten

fadenscheinig

Physikerʆ

(Galileo)

2. bis 4. Preis: Geniessen Sie

schweizerisch-mediterrane Küche

im mit 15 Gault-Millau-Punkten

ausgezeichneten Restaurant RED

im KKL Luzern.

AdelsprädikatGewerkschaft,

Abk.

Mangel an

klarem Weg

olymp. Komitee

(Abk.)

7 2

altgriechischer

Dichter

Grusswort

Feldbahnwagen

Urheber,

Verfasser

HandlungsweiseZeichengerät

blasierter

Vornehmtuer

völlige

Umkehr

Trockenheit

Papierzählmass

Impressum: Internet: www.strom-zeitschrift.ch | 87. Jahrgang | Heft 4, Dezember 2009 | Erscheint vierteljährlich | ISSN-1421-6698 | Verlag und

Redaktion: Infel AG, Postfach 3080, 8021 Zürich, Telefon: 044 299 41 41, Telefax: 044 299 41 40, E-Mail: redaktion@infel.ch | Gesamtleitung: Beat Schaller |

Redaktion: Michael Frischkopf (Leitung), Matthias Bill, Peter Christoph, Julia Dieziger, Daniela Hefti, Daliah Kremer, Alexander Jacobi, Andreas Turner, Elmar

zur Bonsen | Layout: Maya Schneeberger, Philipp Beeler | Bildredaktion: Diana Ulrich, Rahel Hüberli, Matthias Jurt | Lithos: n c ag, Urdorf | Druck und

Distribution: Vogt-Schild Druck AG, Derendingen | Anzeigenmarketing: Infel AG, Daniel Hofmann, Telefon: 044 299 41 76 | Gesamtauflage: 706 820

Exemplare (WEMF-beglaubigt).

Nordeuropäerin

5

6 9

Fussglied

Schweizer

Maler,

† 1915

(Max)

wohltuend

mild

Verkehrsmittel

enge Waldschlucht

Zuchtstier

3

4

Bootssportlerin

2 3 4 5 6 7 8 9 10

Nutztier

Machen Sie mit

Rätsel

2.– 4. Preis

Sie haben drei Möglichkeiten:

[1] Rufen Sie an unter:

Telefon 0901 908 118

(1 Franken pro Anruf) und sagen

Sie nach dem Signalton das

Lösungs wort, Namen und Adresse.

[2] Senden Sie uns eine Postkarte mit

dem Lösungswort an Infel,

«Strom»-Herbsträtsel, Postfach,

8099 Zürich.

[3] Geben Sie das Lösungswort online

ein unter www.strom-zeitschrift.ch.

Teilnahmeschluss: 10. Januar 2010.

Gewonnen!

1. Preis

Das Lösungswort des letzten Preisrätsels

lautete: Prognose.

Wir gratulieren den Gewinnern:

1. Preis: Das Mammut-Outdoor-Paket

hat gewonnen: Herr Josef Sidler-

Fischer, 6210 Sursee

2. und 3. Preis: Je einen Dyson-Staubsauger

für Allergiker haben gewonnen:

Frau Rita Freuler, 8750 Glarus, sowie

Frau Rahel Torp, 7214 Grüsch

IMO - COC - 025036

Diese Zeitschrift wird klimaneutral gedruckt.

Sämtliche CO2-Emissionen werden in myclimate-

Klimaschutzprojekten kompensiert.

31


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B Multicolor Blau – 13-2151-1 15-2151-9 16-2151-8

C Uni Burgund 11-1284-9 13-1284-7 15-1284-5 16-1284-4

D Multicolor Burg. – 13-2150-4 15-2150-2 16-2150-1

E Uni Schwarz 11-1091-3 – 15-1091-9 16-1091-8

F Multicolor Grün – 13-2152-8 15-2152-6 –

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