Mauritiushof Natur Magazin Juli 2016

mauritiushof

Hier finden Sie die Juli Ausgabe 2016 vom Mauritiushof Natur Magazin

Mauritiushof

Das online Naturmagazin

Ausgabe Juli/2016

Offizielle News der

Österreichischen Gesellschaft für

Tiergestützte Therapie ÖGTT


Inhaltsverzeichnis

in unserer Juliausgabe 2016 finden Sie folgende Beiträge:

Unser neuer Mauritiushof Film:

Der Kräuterarzt vom Mauritiushof

Naturmedizin:

Natur, Tiere und Pflanzen - die Top Gesundmacher ?

Kräuter:

Kann ich Ihnen die Schafgarbe schmackhaft machen ?

Stall und Hof:

Big Bag - unentbehrliche Transporthilfe am Hof

Maxis´s Jugendseite:

Flussbarsche

Serie:

Polski Owczarek Podhalanski

Das Aufwachsen des Podhalanerrüden

Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte

Therapie ÖGTT:

Sektion TiertrainerInnen

Unsere Mitglieder stellen sich vor

Special:

Ausflug in die Welt der Bienen

Ausbildung:

Aktuelle Kurse im Herbst am Mauritiushof

Impressum -Offenlegung

Herausgeber, Eigentümer und Verleger:

Mauritiushof Kreativteam - Dr.med. Dieter Schaufler , Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

www.zentrum-mauritiushof.at, Tel 0043287720059

Chefredaktion: Dr.med. Dieter Schaufler

Grundsätze und Ziele: Mauritiushof Naturmagazin dient der Information über Natur, Pflanzen und Tiere, weiters sollen

altes Erfahrungswissen und neue innovative Ideen dem Leser näher gebracht werden. Ein kleiner Teil informiert über

die Aktivitäten der Österreichischen Gesellschaft für Tiergestützte Therapie ÖGTT

Kooperationspartner: Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte Therapie ÖGTT, www.oegtt.at

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die persönliche und/oder wissenschaftliche Meinung des jeweiligen

Autors wieder und fallen in den persönlichen Verantwortungsbereich des Verfassers. Entgeltliche Einschaltungen fallen

in den Verantwortungsbereich des jeweiligen Auftraggebers und müssen nicht die Meinung von Herausgeber und

Redaktion wiedergeben. Angaben über Dosierungen, Applikationsformen und Einnahme angeführter Produkte,

Lebensmittel und pharmazeutischer Spezialitäten müssen vom jeweiligen Anwender auf ihre Richtigkeit überprüft

werden.Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen Herausgeber und Medieninhaber keinerlei Haftung für drucktechnische

und inhaltliche Fehler. Alle Rechte, insbesondere das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung sowie der

Übersetzung, beim Eigentümer und Herausgeber.

Bezug: Gratisausgabe


Editorial des Herausgebers

Liebe LeserInnen unseres Mauritiushof Naturmagazins,

heute überraschen wir Sie mit einem neuen Querformat, das Ihnen das Lesen am Bildschirm, Tablet oder am Handy hoffentlich

erleichtert. Zufällig bin ich selbst beim Lesen eines eMagazins auf das meiner Ansicht nach günstigere Breitformat gestoßen und

hatte den Eindruck, dass die Leseauflösung dadurch verbessert werden kann - zumindest ich habe das so erlebt. Jedenfalls bin

ich auf Ihre geschätzte Meinung und Rückmeldung wiederum sehr gespannt !

Unser Redaktionsteam hat sich wieder einigen aus unserer Sicht interessanten Themen gewidmet und wir hoffen, das wir damit

Ihren werten Geschmack getroffen haben.

Wir haben uns auch erlaubt, in dieser Ausgabe einen unserer Kurse besonders vorzustellen:

den ersten Pilzkurs am Mauritiushof !

Damit habe ich mir selbst einen großen Wunsch erfüllt. Zwar bin ich schon seit Kindertagen als Schwammerlsucher unterwegs,

aber mit zunehmender Erfahrung und Wissen wurde mir selbst immer klarer, dass ich eigentlich überhaupt nichts über die große

Welt der Pilze weiß. Natürlich kennen die meisten von uns Eierschwammerl, Herrenpilz, Parasol und Co, aber all die vielen

weiteren Pilzarten die wir beim Wandern durch den Wald entdecken können, auch im Winter (!), bleiben uns weiterhin ein

Mysterium.

Deshalb haben wir am Mauritiushof diesen Pilzkurs neu ins Programm aufgenommen und starten Mitte September. Nach dem

Regen der letzten Wochen wird das Jahr 2016 ohnedies wiederum ein ertragreiches Jahr für alle Schwammerlfreunde und wir

alle hoffen auf schmackhafte Pilzfunde !

Erst heute war ich bei einer Ziegenwanderung beeindruckt über die zahlreichen, rasch aus dem Boden sprießenden Fruchtkörper

verschiedener Pilzarten - es verspricht ein wahrlich „heißer“ Schwammerlherbst zu werden !

Ich wünsche Ihnen allen noch einen erholsamen und schönen Sommer 2016

Herzlichst Ihr

Dr. Dieter Schaufler


Unser Doku Film:

Der Kräuterarzt vom Mauritiushof

Hier der Link zum Film:

https://vimeo.com/ondemand/mauritiushof


Natur, Tiere und Pflanzen - die Top Gesundmacher ?

In allen Medien werden heute Naturmittel gepriesen. Antiaging Waffen, Wellness- und Wundermittel bei verschiedenen

Krankheiten sollen sie sein. Meist natürlich in der Fabriksproduktion erzeugt und für den Gebrauch von Massen ausgelegt.

Nein, mit diesem Thema möchte ich mich nicht wirklich auseinandersetzen, mich beschäftigen da eigentlich ganz andere

Beobachtungen nach all den Jahren als Allgemeinmediziner in eigener Praxis.

Vor allem die Suche, ja, das Streben von uns Menschen nach Natur, Pflanzen und Tieren in unserer nächsten Umgebung.

Wissenschaftlich wird diese Tatsache auch in der so genannten Biophlie Hypothese zusammengefasst, die schlicht meint, dass wir

Menschen eben auch nur Teil der Natur sind und wir quasi angeboren den Wunsch in uns tragen, uns mit der Natur zu vereinigen.

Sei es durch die Arbeit im eigenen Garten, in der Freizeitgestaltung mit unseren Nutz- und Haustieren, oder beim Angeln, bei der

Jagd oder diverser Outdoor Aktivitäten.

Warum aber soll das Menschen helfen, gesund zu bleiben oder sogar gesund zu werden ?

In einer Umfrage unter Österreichs Hausärztinnen vor einigen Jahren wurde erhoben, wie hoch wir den Anteil an so genannten

Psychosomatischen Erkrankungen, also an Krankheiten, die unmittelbar durch die menschlichen, seelischen Erschütterungen

ausgelöst oder beeinflusst werden, einschätzen. Als Arzt mit dem Schwerpunkt Psychosomatische und Psychotherapeutische

Medizin in der Allgemeinpraxis hatte ich damals etwa 80% an solchen Erscheinungen unter meinen PatientInnen angegeben. Wie

erstaunt war ich aber, als zum Gesamtergebnis der Befragung unter meinen FachkollegInnen in der Allgemeinmedizin ebenso als

Ergebnis 80% verifiziert wurde !

Es scheint also unumstösslich, dass unser Gesundsein oder Kranksein in hohem Masse davon abhängt, ob es uns als Menschen

in unserem sozialen Umfeld gut geht oder nicht, und als ein wesentlicher Bestandteil für unsere Zufriedenheit als soziale

Lebewesen ist die Begegnung mit der Natur und mit anderen Lebewesen zu betrachten.


Pflanzen und Tiere stillen oft unser Verlangen nach Geborgenheit, Nähe und Aufmerksamkeit. Sie geben uns Sinn im Alltag durch

die Pflege und Obsorge um ihr Wohlergehen und schaffen durch ihr Sein Freude und Zufriedenheit. Tiere im Besonderen erfüllen

heute auch ganz wesentliche soziale Funktionen. In der Kleinfamilie werden Tiere oft wahrhaft zu Familienmitgliedern und ich

gehe so weit zu behaupten, dass viele Haustiere ein fast unverzichtbarer Faktor für die Stabilität mancher Einzelpersonen oder

Familiensysteme zu sein scheinen.

Ich habe oft schon in der Praxis erlebt, dass Menschen fast daran zerbrochen und tatsächlich beinahe fast selbst gestorben sind,

wenn der geliebte Hund zu Tode kam. Umgekehrt erlebe ich täglich, dass PatientInnen durch den Erwerb von Haustieren Freude

und Glück in ihr Leben bringen können. Mit Begeisterung erzählen mir Menschen die neuesten Geschichten über ihre Tiere, wenn

sie ein offenes Ohr dafür finden. Als ich vor vielen Jahren begann, meinen Hund täglich in die Ordination mitzunehmen, wurde mir

bewusst, wie viele Menschen selbst Hunde, Katzen oder andere Haustiere halten. Denn durch die Anwesenheit meines

Haustieres, damals meines Hovawartrüden namens „Bino“, haben meine PatientInnen sofort über ihre eigenen Tiere geplaudert.

Haustiere und Pflanzen tun aber noch viel mehr für uns als bloße Freudenspender zu sein:

Sie erfüllen unser Leben mit Sinn - mit Lebenssinn.

Wie erleben heute in unserer Zeit immer weniger unmittelbaren Erfolg oder Sinn im Leben. Beruflich sitzen wir oft im Büro, am

Laptop oder am Schreibtisch. Körperliche Arbeit wird immer seltener. Damit aber auch ein unmittelbar sichtbarer Erfolg beim

Arbeiten. Wenn ich einen Holzstamm zu Brennholzscheite spalte und hacke, sehe ich die am Ende des Tages die erbrachte

Leistung. Wenn ich aber am Laptop Excel Dateien bearbeite, bin ich sozusagen um diesen sichtbaren Erfolg beraubt. Durch die

zunehmende Digitalisierung werden wir immer weniger manuell arbeiten, oder sogar überhaupt arbeiten.

Mittlerweile taucht ja schon die Frage auf, wie eine Gesellschaft ohne eigentliche Arbeit für die Menschen aussehen könnte ?

Aus meiner Sicht ein wahrhaft furchtbarer Gedanke ! Aber leider durchaus nicht fiktiv !

Gerade auch durch meine weitere Tätigkeit als Leiter eines Sozialprojekts wurde mir die Bedeutung von Sichtbarkeit der


geleisteten Arbeit immer deutlicher bewusst. Sichtbarer und bewusst erlebbarer Erfolg gibt wiederum Sinn - eben Lebenssinn !

Gerade hier erfahren wir durch unsere tierischen oder pflanzlichen Begleiter ungemein fördernde und stärkende Aspekte, die

absolut salutogenetisch positiv, also gesundheitsfördernd auf uns wirken. Die Sorge um das Wohlergehen dieser

Schutzbefohlenen stärkt unseren Selbstwert, gibt uns das oft in der Psychotherapie zitierte Gefühl der Selbstwirksamkeit. Damit ist

gemeint, dass wir unser Handeln und Tun selbst als sinnvoll und wirksam erleben und damit auch Sinn und Berechtigung der

eigenen Existenz ableiten können. Am Laptop oder im Fitnessstudio geht das wohl deutlich schwerer….

Wir werden gebraucht, der Garten gehört bewässert, die Futterschüssel gefüllt und wir erkennen am Tier auch unsere eigenen

Grundbedürfnisse wieder: Bewegung, Sozialkontakte, Spiel, Spass und auch Rasten und Ruhe. Übrigens nennt man das

wissenschaftlich „Du Evidenz“ wenn wir im Haustier ein anderes Lebewesen mit ähnlichen Bedürfnissen, also ein „Du“, erkennen.

Wenn wir die Bedürfnisse von Bello und Minka wahrnehmen, finden wir vielleicht auch den Weg zur Befriedigung und Erfüllung der

eigenen Grundbedürfnisse, indem wir sie als berechtigt anerkennen.

Oft genug schenken wir heute grundlegenden menschlichen Werten und Bedürfnissen keine Beachtung, vieles ist der Effizienz

und Rationalität, aber auch Individualität und Selbstverwirklichung zum Teil obskurer Ideen und moderner Mainstreamideale

geopfert. Gerade unsere Haustiere, Zimmer- und Gartenpflanzen zeigen uns dennoch täglich auf, was wirklich wichtig im Leben ist

und was wir eigentlich brauchen. Sie sind ein Regulativ in dieser scheinbar grenzenlosen Zeit und ein sich immer klarer in seiner

Bedeutsamkeit schärfender Faktor der Selbst- und Wertefindung der heutigen Gesellschaft. Ich denke, dass die Natur und die in

ihr lebenden Wesen zunehmend bedeutsam für die Gesunderhaltung und das Wohlergehen unserer Gesellschaft werden.

Also genießen wir das uns umgebende Leben, schützen wir es, fördern wir es und lernen wir von unseren Mitbewohnern in

Wohnung, Haus und Garten, Wald und Flur.


Kann ich Ihnen die Schafgarbe schmackhaft machen?

„Schafgarb im Leib tut wohl jedem Weib“ – so lautet ein altes Sprichwort. In der Volksheilkunde gehört die Schafgabe zu den

Frauenkräutern. Jedoch besitzt dieses stolze Pflänzchen auch Eigenschaften, die dem einen oder anderen Mann nützlich

sein könnten.

Ihre Volksnamen „Frauendank“, „Bauchwehkraut“ oder „Wundkraut“ lassen schon ein wenig vermuten, wie die Schafgarbe

schon seit Jahrhunderten verwendet wurde.

Der deutsche Name rührt von der Beobachtung her, dass Schafe gerne dieses Kräutlein verzehren. Das Wort „garwe“ ist

mittelhochdeutsch und kann man als „gesunden“ deuten.

Die Schafgarbe als Wundkraut

Der Gattungsname der Schafgarbe, Achillea millefolium, wurzelt in der griechischen Mythologie. Demnach soll der

sagenhafte Held Achill um ihre wundheilende Wirkung gewusst haben. Man erzählt sich auch, dass er selbst von seinen

Wunden durch die Schafgarbe geheilt wurde. Diese wertvolle Pflanze erscheint deshalb auch in der Ilias. Auch die Indianer

und die Germanen nutzten die Schafgarbe als Wundkraut, ebenso Hildegard von Bingen:

"Wenn ein Mensch durch einen Unfall verwundet ist, soll man nach Auswaschen der Wunde, Schafgarbe leicht in Wasser

kochen und das Wasser etwas ausdrücken und sie – noch warm – zart über den Verband binden, der auf der Wunde liegt

und so nimmt es der Wunde das Eitern und heilt die Wunde. Wenn sich die Wunde zusammenzieht und zu verheilen

anfängt, dann kann man den Verband entfernen und die gekochte, warme Schafgarbe direkt auf die Wunde legen, und sie

heilt noch vollkommener. Wer eine innere Verletzung erlitt, der pulvere die Schafgarbe und trinke dieses Pulver in warmem

Wasser. Wenn es ihm besser geht, trinke er das Pulver in warmem Wein bis zur Heilung."

Die Schafgarbe erkennen

Nahezu in der Wiese und an Böschungen findet man bei uns die Schafgarbe. Charakteristisch sind die vielfach gefiederten,

länglichen Blätter die auf einem aufrechten, fast reißfesten Stängel sitzen. Die Blüten sind in einer doldenartigen Form

angeordnet und blühen weiß bis rosa.


Schafgarbenstängel zum Wahrsagen

In China gab es bereits 1000 v. Chr. das sogenannte „Schafgarbenorakel“. Verwendet wurden dazu die reißfesten Stängel der

Schafgarbe. Diesem Schafgarbenorakel liegt eine komplizierte Numerologie zugrunde. Dreimal hintereinander werden 50

Schafgarbenstängel ausgezählt und danach sechsmal hintereinander in einem aufwändigen Verfahren in Tri- und

Hexagrammen aufgelegt, welche für ein die Zukunft bestimmendes Verhältnis aus Yin und Yang symbolisieren.

Auch in unserem Kulturkreis wurden der Schafgarbe eine „wahrsagende“ Eigenschaft zugeschrieben. Die keltischen Druiden

sagten mit Schafgarbenstängeln das Wetter voraus. Eine Räucherung mit Schafgarbenblüten ist zudem dabei behilflich,

Träume und Visionen hervorzurufen, Hellsichtigkeit und die Intuition eines Menschen zu fördern.

Ein Amulett aus Schafgarbe um den Hals getragen bewahrt, so glaubte man im Mittelalter, vor bösen Geistern und dem Teufel.

Reißfester Stängel

Wer schon einmal versucht hat, eine Schafgarbe zu pflücken, der weiß, dass das keine einfache Angelegenheit ist. Viel lieber

lässt die Schafgarbe den Boden los, bevor sie sich durchtrennen lässt. Man braucht fast beide Hände um die Fasern des

Stängels durch wiederholtes und gefühlvolles Biegen und drehen durchtrennen kann.

Kein Wunder also, dass die Schafgarbe kräftigend und beruhigend wirkt. Es ist fast so, als würde sie im Stande sein, die

Reissfestigkeit eines Menschen zu stärken.

Bauchwehkraut

Durch den reichlichen Gehalt an Bitterstoffen zählen neben Wunden auch Stoffwechselbeschwerden, und Erkrankungen im

Magen- Darmbereich ihrem traditionellen Einsatzgebiet.

Mit Honigzusatz wurde Schafgarbentee auch bei Erkrankungen der Atmungsorgane und Husten getrunken. Bei

Hautunreinheiten wurde die Schafgarbe innerlich und äußerlich angewendet. Zur Stärkung wurden schwächliche Kinder einmal

täglich in warmen Schafgarbensud gebadet. Auf dem Balkan wird Schafgarbenabsud gegen Malaria getrunken.

Frauendank

Ihr wurde nachgesagt, sie könne den Blutkreislauf harmonisieren. Frauen mit zu schwacher oder zu starker Menstruation

griffen oft auf die Schafgarbe zurück. Bei aufgesprungenen Brustwarzen während der Stillzeit empfahl man den Müttern

Waschungen mit einer Abkochung aus Schafgarbe.


Schwangerschaft: Da Schafgarbe in hoher Dosis die Gebärmutter stimuliert, ist von einem Gebrauch in der Schwangerschaft

abzuraten !

Die Schafgarbe sammeln

Im Frühjahr nimmt man die frischen Blätter. Sie sind vor allem Mineralstoff-, gerbstoff- und bitterstoffreich.

Je nach Gegend blüht die Schafgarbe von Anfang Juni bis Ende August. Zu dieser Zeit sammelt man das gesamte blühende

Kraut, bindet es locker zu Büscheln zusammen und hängt sie kopfüber an einem gut durchlüfteten und schattigen Ort auf.

Die Schafgarbe ist in aller Munde

Bereits die Neandertaler dürften die Schafgarbe verzehrt haben. Im Zahnschmelz eines 50.000 Jahre alten Neandertalerzahnes

wurden Spuren von Schafgarbe entdeckt.

Auch bei den Germanen stand die Schafgarbe auf dem Speiseplan. Sie würzten ihr Bier mit ihren Blüten.

Warum es ihnen nicht gleich machen? Die Schafgarbe ist eines meiner liebsten wilden Küchenkräuter. Die frischen Blätter

schmecken mild-herb und würzig. Sie passen hervorragend in Suppen oder Smoothies. Ganze Schafgarbenblätter sehen in einer

klaren Suppe gut aus und schmecken köstlich nach Spinat. Die frischen oder getrockneten Blüten schmecken intensiv würzig

und herb. Ich verwende die Blüten der Schafgarbe sehr gerne zum Würzen von Fleisch, Fisch, Milchprodukten und

Gemüsepfannen oder als essbare Dekoration

Grillen mit Schafgarbe

Gerade in der Sommerzeit gibt es viele Möglichkeiten, mit der Schafgarbe zu kochen. Stellen Sie sich doch einmal dieses

Grillmenü vor:

Ein saftiges Kotelette und frisch gegrilltes Gemüse, darauf ein Stückchen Kräuterbutter, aus dem sich beim Schmelzen langsam

frische Schafgarbenblüten herauslösen und den Teller schmücken, dazu zum Tunken eine Frischkäse-Schafgarben Sauce.

Als Beilage ein Kartoffel-, Tomaten-, oder Blattsalat, in dem die lieblich gefiederten Schafgarbenblätter gleich ins Auge springen.

Und als köstliche Erfrischung, ein Schafgarben-Saft.


Auf den Geschmack gekommen? Hier die Rezepte zum Nachkochen:

Wilde Drillmarinade

Für einen halben Liter Marinade mischt man jeweils 2 Esslöffel Schafgarbenblüten, Beifuß und Quendel zusammen und übergießt

die Kräuter mit einem halben Liter Öl. 4 Zehen Knoblauch grob hacken und darunter mischen, kurz umrühren, fertig! Harmoniert

mit Fleisch, Tofu und Gemüse. Mindestens 8 Stunden ziehen lassen.

Frischkäse-Schafgarben-Sauce

250g Frischkäse, 100ml Sauerrahm und 100gTopfen mischen, 1 Handvoll gehackte Schafgarbenblätter und –Blüten unterrühren.

Nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Senf abschmecken. Richtig gut schmeckt die Sauce, wenn man sie im

Kühlschrank ein paar Stunden lang ziehen lässt.

Wenn nach der Grillparty etwas Sauce übrig bleibt, kann diese bei der nächsten Jause als Aufstrich essen.

Kräuterbutter mit Schafgarbenblüten

100g Butter aus dem Kühlschrank nehmen und warm werden lassen. Mit 2 EL frischer Schafgarbenblüten, ½ TL Kräutersalz und

2 gehackten Knoblauchzehen verrühren. Mit 2 Teelöffeln kleine Nockerl formen und im Kühlschrank hart werden lassen.

Schafgarbensaft

Für 1 Liter Saft 1 Handvoll Schafgarbenblüten pflücken. 100g Zucker in 1 Liter Wasser warm auflösen, die Blüten und

unbehandelte Zitronenscheiben dazugeben. 2 Tage ziehen lassen, dabei öfters umrühren. Danach abseihen und in sterile

Flaschen füllen. Wenn man den Saft für den Winter konservieren möchte, sollte man ihn vor dem Abfüllen noch einmal kurz

aufkochen und heiß in die Flaschen füllen.

Wichtig: Cumarine in der Schafgarbe können zu erhöhter Lichtempfindlichkeit führen. Die Schafgarbe gehört zur Familie der

Korbblütler. Allergiker können auf die Schafgarbe reagieren.


Kräuterbutter rechts

Frischkäseaufstrich links


Autorin:

Gerda Holzmann BSc,

Dipl. Wildkräuterguide,

Zertifizierter Wildkräuterguide

der Österreichischen

Gesellschaft für Tiergestützte

Therapie,

Dipl. Holistische Kinesiologin

Mail:

praxis@gerdaholzmann.at,

Web: www.gerdaholzmann.at


Big Bags - sind die einen Artikel wert ????

Ja, ja und wieder ja !

Vielleicht sind Sie jetzt wirklich überrascht, dass ich ein scheinbar so banales Transportgebinde für würdig erachte, einen kurzen

Artikel darüber zu verfassen. Doch ich möchte Ihnen unsere Lieblingstransporteinheit am Mauritiushof einmal näher mit ihren

Vorzügen vorstellen.

Da wäre einmal das enorme Fassungsvermögen.

Immerhin gelingt es doch tatsächlich, 1000 - 1300 Liter in diesen großen Sack zu füllen !

Der Sack aus Kunststoffgewebe, meist Polypropylen, weist eine hohe Dichtigkeit, damit auch einen gewissen Feuchtigkeitsschutz

auf.

Die Wiederverwendbarkeit.

Nach Entleerung und gegebenenfalls Reinigung kann ein Big Bag jederzeit wiederverwendet werden. Wir nutzen unsere Big Bags

am Mauritiushof vor allem als Transport- und Lagerungsgebinde für Futtermittel wie Getreide, Kuhkorn, aber auch für Heu oder

Stroh.

Der große Vorteil vor allem bei leichtem Füllgut wie Stroh oder Heu besteht darin, dass wir auch bei Regen, Wind und

Schneesturm unsere Futtermittel ohne Verlust von einem Stallgebäude ins nächste bewegen können, ohne dass die Aussenwege

verschmutzt werden bzw. Heu oder Stroh am Weg verloren geht. Dies erspart nicht nur Futterkosten, sondern vor allem Zeit für

nachträgliche Reinigung verschmutzter Wege.

Wir nutzen bei derart leichtem Füllgut einen alten Radlbock als Transportmittel, eine Schubkarre nur mit Transportfläche ohne

Wanne, die schon mein Großvater in meiner Kindheit zum Heutransport verwendet hatte. Damals wurde das Heu in große Tücher

eingebunden, denn den praktischen Big Bag, übrigens eine deutsche Erfindung, gibt es erst seit etwa 1970.


Big Bags sind auch bei schwerer Füllung gut transportierbar.

Allerdings geht das dann nicht mehr via Schubkarre oder besser noch Radlbock, sondern mit Autoanhänger, Traktor oder Hoflader.

Dabei hat man im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:

Einerseits die Nutzung der vorhandenen Transportschlaufen für den Frontlader und andererseits die Möglichkeit, die Big Bags auf

einer Europalette stehend mit einer Paletten Gabel aufzuheben und zu versetzen. So können auch sehr schwere Lasten gut

transportiert werden und vor allem durch Einkauf größerer Mengen auch wesentlich Geld für Futterkosten gespart werden. Wenn

wir unser Kraftfutter, aber auch unsere Holzpellets zur Heizung in 25 kg Säcken ankaufen müssten, würden wir um einiges mehr

Geld dafür auslegen müssen. Vom umständlichen Sackaufschneiden bei den kleinen Masseinheiten einmal ganz abgesehen.

Bigs Bags sind so variabel einsetzbar.

Immer wieder einmal geht auf einer Weide das Grünfutter zur Neige, oder es hat einfach tagelang geregnet und die Pferde oder

Rinder benötigen trockenes Raufutter. Einen ganzen Rundballen auf die Weide zu transportieren ist zu umständlich und ohne

Futterraufe quasi unmöglich, da die Tiere sich nahezu im Heu wälzen und damit gut die Hälfte des Futters verderben würde. Also

nichts wie Heu in einen Big Bag stopfen, auf eine Ladefläche stellen und ab auf die Weide. So kann rasch Futter in größeren

Mengen ohne große Umstände von einem Ort zum nächsten bewegt werden.

Sie schneiden gerade ihre Hecke oder die Obstbäume ? Wohin also in der Eile mit dem Schnittgut ? Ein Big Bag muss her.

Flexibel, sauber und ohne Umstände transportierbar. Zum Beispiel zum Häcksler.

Sie mähen ihren Rasen mit einem Rasenmäher mit Grasfangbox. Ständig laufen Sie mit der gefüllten Box zum Biomisthaufen.

Schon nervig. Also auch hier muss unser Big Bag her und Sie ersparen sich die umständliche Rennerei. Vielleicht wollen Sie den

Mulch auch ganz woanders entleeren, also muss der Rasenmulch in ein Transportgebinde überführt werden - den Big Bag.


Der Big Bang kostet fast nichts.

Ein Hauptargument für dieses Wunderding sind die äußerst geringen Anschaffungskosten. Schon ab 10 Euro können Sie einen

Big Bag käuflich erwerben. Im Lagerhaus, in Baumärkten und natürlich online im Internethandel. Big Bags gibt es schlicht oben

offen oder aber mit einem Einfüllstutzen oder -schlauch, damit nichts herausfallen kann.

Big Bag als Outdoor Lagereinheit.

Wenn Sie einen Big Bag auf eine Europalette stellen und anschließend mit einer günstigen regendichten Plane abdecken, können

sie auch ohne Halle oder Schuppen diverse Lagermaterialien wie Pellets oder auch Getreide außen zumindest für einige Wochen

selbst im Herbst oder Winter einlagern. Allerdings gilt es auf Mäuse zu achten, die eventuell den Sack anfressen könnten und

damit Verluste durch Herausrinnen des Lagergutes verursachen könnten.

Kurz, ich glaube, sie teilen nun meine Begeisterung für Big Bags,

einer tollen Erfindung, die sich in der täglichen Arbeit in Gärten, auf

Kleinhöfen, Pferde-, Rinderbetrieben und Bauernhöfen bestens

bewährt hat. Außerdem sieht er doch auch adrett aus, so rund und

sauber….


Flussbarsch

Seit 2015 besitzen wir ein Fischerboot am Stausee Ottenstein.

So oft wie möglich fahren wir mit dem Boot auf den See hinaus.

Letztes Jahr schaffte ich die Fischerprüfung und mein erklärter Lieblingsfisch ist der Barsch. Deswegen stelle ich ihn gerne vor:

Der Flussbarsch ist ein geselliger Schwarmfisch, der in Bächen, Flüssen, Teichen und Seen lebt. Dabei ist ihm egal, ob das

Gewässer warm oder kalt ist.

Der Flussbarsch ist als Raubfisch in ganz Europa verbreitet und wird als nicht gefährdet eingestuft, deshalb gibt es auch keine

Fangbegrenzung.

Die Grundfarbe der oberen Körperhälfte ist dunkelgrau bis grau oder blaugrün. Der Bauch ist heller und oft matt weiß. Die Seiten

weisen fünf bis neun dunkle Querbänder auf. Ein

weiteres Merkmal ist der schwarze Fleck am

hinteren Ende der ersten Rückenflosse. Die

Brustflossen sind gelbrot, Bauchflossen und

Afterflosse zinnoberrot. Die vordere

Rückenflosse hat sehr spitze Stachelstrahlen.

Beim Fang muss der Fischer gut acht geben,

dass er sich nicht daran sticht.

Der Kopf ist ziemlich stumpf und das Maul hat

viele spitze, kleine Zähne. Die Augen sind groß

und rötlichgelb.

Der Flussbarsch kann bis zu 60 cm groß

werden, leider fängt man als Anfänger eher die

kleiner Barsche mit ca. 20 cm.


Die Laichzeit des Flussbarsches ist im Frühling von März bis

Juni, wobei an flachen Uferstellen sogenannte

Barschschnüre abgelaicht werden.

Die jungen Barsche leben in Schwärmen und ernähren sich

von Plankton und Kleintieren, wie Insektenlarven, Würmer

und Kleinkrebse.

Der erwachsene Fisch ist spezialisiert auf Fischbrut und

Jungfische (Rotaugen, Lauben).

Aus diesem Grund wird in der Fischerei der Barsch mit

Kunstködern, Gummifischen, toten Köderfischen oder

Tauwürmern angelockt.

Der Flussbarsch hat ein mageres und grätenarmes Fleisch,

das sehr gut schmeckt, und deswegen in Mitteleuropa sehr

begehrt ist.

So, dies war das Wichtigste vom Barsch, in einer halben

Stunde versuche ich wieder mein Glück beim Fischen-Petri

Heil.

Autor:

Maximilian Schaufler

Zentrum Mauritiushof


„Wichireport“

Das Aufwachsen unseres Podhalanerrüden

Unser Podhalanerwelpe „Wichi“ ist inzwischen fünf Monate alt geworden und entwickelt sich prächtig. Er wiegt mittlerweile ca. 26

kg und ist höher als unsere Boxerhündin „Amy“. Einmal wächst er vorne im Schulterbereich und ein andermal ist die Kruppe

überbaut. Über seine langen Beinen stolpert er öfters, ein richtiger Teenager also.

Sein Verhalten ist bis dato ziemlich unkompliziert, er passt sich sehr gut an und möchte seinem Menschenrudel gefallen. Unsere

Kursteilnehmer werden am Hof freudig begrüßt, auch Menschenansammlungen sind ihm egal. Das typische Verhalten der Polski

Owczarek Podhalanski, nämlich der Gefahr aus dem Weg zu gehen, zeigt er, wenn am Gehsteig plötzlich nur eine Person auf uns

zu kommt. Hier beschwichtigt er und „läuft einen Bogen“ um die potentielle Gefahr. Bleibt die Person stehen und wendet sich uns

zu, wird diese verbellt. Danach orientiert Wichi sich an meinem Verhalten und begrüßt die Person freundlich.

Die aktivste Zeit der Tatraschäferhunde ist natürlicherweise die Dämmerung, da in dieser Zeit auch die Raubtiere auf die Jagd

gehen. Es ist nicht ratsam den Welpen zwischen 19 und 22 Uhr alleine im Haus zu lassen, hier könnte doch einiges schief gehen.

Aus eigener Erfahrung kann ich ein zerbissenes Türdackel präsentieren, weil Wichi hinaus wollte. Trotz des Zahnwechsels hat er

aber sonst bis jetzt noch kein Möbelstück oder andere Gegenstände im Haus angenagt, er nimmt brav seine Knotentaue oder

andere Spielzeuge zum Nagen.

Mit seinem noch vorhandenen dichten Babyfell ist er sehr hitzeempfindlich und möchte bei hohen Temperaturen am liebsten zu

Hause bleiben. Falls möglich fahre ich mit ihm baden, er ist mittlerweile ein begeisterter Schwimmer (siehe Film).

Im Welpenkurs schlichtet er am liebsten aufkommenden Streit zwischen zwei Hunden, er spielt sogar mit einem kleinen

Chihuahuawelpen in liegender Position. Wahrscheinlich ist ihm da das Aufwachsen mit unseren Katzen behilflich.

Wer sich einen Hund mit schnellen „Sitz-Platz-Fuß“- Gehorsam wünscht, braucht sich mit Sicherheit keinen Polski Owczarek

Podhalanski kaufen. Diese Rasse bleibt, wie auch andere Herdenschutzhunderassen, immer eigenständig, sie „gehorchen“ aus

freier Entscheidung und/oder Sympathie der Bezugsperson gegenüber (und natürlich auch der Leckerlis wegen….)

Das selbstständige Handeln wurde den Herdenschutzhunden jahrhundertelang angezüchtet. Sie können nicht auf Kommandos

von den schlafenden Hirten warten, wenn Bären oder Wölfe die ihnen anvertrauten Herden angreifen.


Das Wichtigste in der Erziehung solcher Rassen ist Geduld und wieder Geduld. Momentan trainiere ich das Sitzen im Auto, bevor

Wichi hinausspringen darf.

Falls kein Leckerli zur Hand, kann es auch ein, zwei Minuten dauern, bis er sich hinsetzt.

Dieses etwas „verzögerte“ Denken oder „Mitmachen“ ist auch für mich als Hundehalter eine neue Erfahrung, denn bis jetzt war ich

Hunde mit viel Power und Energie gewöhnt. Wichi führt die Übungen, die aufgrund seiner Größe teilweise schwieriger als für

andere sind, wie z.B. in einem Reifen Sitz machen, oder auf einem Sitzkissen balancieren, im Welpenkurs auch brav aus. Er

macht mit und bemüht sich, aber auf seine Art und Weise. Umso mehr freut man sich als Hundehalter, wenn etwas gut gelingt.

Aber noch mehr freut mich, dass Wichi sich genauso entwickelt, wie ich es mir vorgestellt habe. Da meine Zeit begrenzt ist, paßt

der große Weiße genau in unser Leben. Er ist zufrieden mit dem was er hat, er ist wahrlich für einen Bauernhof geboren.

Freundlich zu allen Hoftieren liegt er dazwischen und genießt einfach sein Leben. Dreimal am Tag wird er noch gefüttert, ist aber

auch dankbar für Leckerbissen zwischendurch. Im Wald und bei der Weidekontrolle ist Wichi gerne mit uns unterwegs, aber

anschließend wird ausgiebig geschlafen. Hektik bricht in seinem Leben wahrlich nicht aus.

Eigentlich sollte man von unseren Hunden etwas lernen. Genügsam und zufrieden mit dem was man hat, und einfach Sein im

großen Gefüge. Aber auch da sein, wenn es darauf ankommt, und dann mit vollem Einsatz zu seinem Rudel stehen und dafür

kämpfen.

Große Erwartungen und Wünsche gibt es sicherlich nicht in Wichis Leben.

Wir Menschen machen uns mit unserem Denken und Wollen das Leben schwer. Wichi braucht kein neues Auto, keinen

Karibikurlaub oder andere Dinge, er ist glücklich mit seinem Leben und genießt jeden Atemzug.

Außerdem sind unsere Hunde auch nicht nachtragend. Nach kleinen Streitereien untereinander, schütteln sich die Hunde ab und

können wieder ungehindert miteinander agieren. Wir Menschen sind gekränkt, beleidigt, traurig etc. und halten dem „Streitpartner“

in zwanzig Jahren noch wieder die verletzende Begebenheit vor.

Darum sollten wir auch unsere Vergangenheit abschütteln und die Zukunftswünsche klein halten, denn -

Das Leben im Hier und Jetzt sollte unser aller Motto sein!


Autorin:

Dr.med.vet Andrea Schaufler

Praktische Tierärztin

Jubiläumstr 42

31340 Herzogenburg

www.tierarzt-schaufler.jimdo.com


Österreichische Gesellschaft für

Tiergestützte Therapie ÖGTT

Liebe Mitglieder und Freunde der ÖGTT,

wieder einmal haben wir Erfreuliches zu berichten. Die Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte Therapie ÖGTT gründet

gerade eine neue Sektion, die gut ausgebildete TiertrainerInnen aufnehmen und unterstützen soll. Seit nunmehr 2 Jahren läuft

eine spezielle Ausbildung zur Diplom-TiertrainerIn beim WIFI Niederösterreich und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Mittlerweile haben wir sogar 2 Lehrgänge pro Jahr, da das Interesse an Ausbildungen zum Thema Tier in unserer Gesellschaft

stetig steigt.

Die Kurse selbst finden am Zentrum Mauritiushof im Waldviertel statt und gerade laufen Intensiv-Workshops zu praxisrelevanten

Inhalten rund um die Themen Tierhaltung, Fütterung, Training, aber auch Marketing Skills etc dieser Kurse bei uns am

Mauritiushof.

Als Ziele dieser Ausbildung hat sich das TrainerInnen-Ausbildungsteam neben all den wichtigen Themen der Ethologie, Haltung

und Training diverser Haustierspezies insbesondere dem individuellen systemischen Ansatz beim Tiertraining verschrieben.

Was ist damit gemeint ?

Tierbesitzer kommen verzweifelt mit auffällig gewordenen Haustieren zu uns TiertrainerInnen. Meist ist aber nicht das Tier selbst

das eigentliche Problem, sondern der nicht artgerechte Umgang des Tierbesitzers und der anderen Familienmitglieder gegenüber

dem Haustier. Hier gilt es nun zu verstehen, warum der Hund nun plötzlich ängstlich geworden ist, warum er nunmehr ein

aggressives Verhalten zeigt.

Unsere Haustiere sind schon lange keine reinen Nutztiere mehr, vielmehr wurden sie zu Familienmitgliedern, haben dadurch aber

auch von uns neu definierte Rollenbilder übernehmen müssen.


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Tiergestützte Therapie ÖGTT

Bello oder Minka sind nun Teil des Systems Familie geworden, tragen dadurch aber auch einen Teil der Beziehungskonflikte

innerhalb der Familien mit. Immer wieder sind gut ausgebildeten Tiertrainer überrascht und manchmal auch erschüttert, wie hoch

der emotionale Druck dabei auch auf die Haustiere abgegeben wird.

Denken wir nur an ehrgeizige Männer, deren Hunde im sportlichen Einsatz Höchstleistungen erbringen sollen, die ihrer Besitzer

selbst im eigenen Leben nicht erreichen konnten. Denken wir an den knurrend seinen Sofaplatz verteidigenden Alpha -

Schoßhund, der mangels Führungskraft seiner Menschen das Rudel Familie übernehmen musste. Viele Tiere erkennen sehr klar

die Schwächen ihrer jeweiligen Familiensysteme und springen mehr oder weniger freiwillig dann auch klar in die Bresche. Selbst

bei hochgelobten Assistenzhunden gilt es zu überdenken, ob sie nicht manchmal auch durch die verantwortungsvolle Aufgabe ihre

Besitzer zu unterstützen oder gar wie Diabeteshunde, ständig zu überwachen, überfordert sein könnten.

Natürlich sind diese systemischen Aufgaben nicht nur auf Hunde beschränkt, viele, viele Haustiere die ich kennenlernen durfte,

haben vielfältige Aufgaben innerhalb ihrer neuen Familie (Herde, Rudel, Schwarm,…) übernommen. Oft hat man sogar den

Eindruck - bewusst.

Wenn wir selbst einmal nachdenken, werden wir uns auch eingestehen müssen, wie viele Bedürfnisse von uns selbst nach Nähe,

Respekt oder Beziehung durch unsere eigenen Haustiere abgedeckt werden. Grundsätzlich ist das nicht als bedenklich zu

bezeichnen, sondern sollte einfach Anlass zum Nachdenken geben, vielleicht aber manchmal auch als Anstoss für die

Weiterentwicklung in Bezug auf eigene Themen dienen.

Erfahrene Tiertrainer sind daher oft auch Familiencoaches, die Themen innerhalb des Systems der Tierbesitzer erkennen müssen,

um effektiv helfen zu können. Diese Nuss zu knacken ist der schwierige Teil beim Dienstleister Tiertrainer - die Arbeit mit dem Tier

selbst, der angenehme. Meist arbeiten wir aber für und mit dem Menschen, dem Tierbesitzer, und vermitteln und übersetzen die

(Körper)Sprache des Tieres und seine Bedürfnisse zum Wohl der Partnerschaft Mensch-Tier.

Mit herzlichen Grüßen, Dr. Dieter Schaufler

Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Tiergestützte Therapie ÖGTT


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Mitglieder der neugegründeten Sektion

ÖGTT TiertrainerInnen stellen sich vor


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Martin’s Training - wie alles begann und sich entwickelte…

Dipl. Tiertrainer Martin Lechner

Im Jahre 1999 entdeckte ich den Hundesport mit meinem ersten Hund "Sultan", mit dem ich erfolgreich mehrere Turniere bestritt

und diverse Hundeprüfungen absolvierte.

2001 begann meine Arbeit als Trainer und aus Spaß wurde Leidenschaft. Ab diesem Zeitpunkt hielt ich Welpen-, Junghunde-,

Begleithunde-, Fährten- und Schutzkurse ab. Meine jahrelange Arbeit als Trainer fand dann 2010 in der erfolgreich absolvierten

Hundetrainerausbildung (ÖHU) ihre Bestätigung und seit 2013 gehöre ich dem ÖHV als Mitglied an.

Um mein Spektrum zu erweitern, begann ich mich mit meiner derzeitigen Hündin „Speed“ - einer belgischen Schäferhündin - der

Faszination "Stöbern" (Flächensuche nach Gegenständen) hinzugeben. Erst vor kurzem bestritten wir erfolgreich die

Bundessiegerprüfung und belegten den 3. Platz.

Im Laufe der Jahre wurde mein Interesse, auch mit anderen Tierarten zu arbeiten, immer stärker und so lag es nahe, mein Wissen

durch eine weitere Ausbildung zu erweitern und zu vertiefen. Diese neue Herausforderung an mich selbst nahm ich gerne an und

die Aussicht auf das tägliche Arbeiten mit Tieren motivierte und spornte mich an.

So begann ich 2015 mit der Ausbildung zum diplomierten Tiertrainer, in der ich auch meine Bestimmung und Berufung fand. Mit

Stolz kann ich sagen, dass ich die Diplomprüfung heuer erfolgreich absolvierte und damit den Grundstein für meine

Selbständigkeit endgültig gelegt habe.


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Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für die lehrreiche und interessante Ausbildung an das Zentrum Mauritiushof, Herrn Dr.

Dieter Schaufler und an die Tierambulanz Salzkammergut, Herrn Dr. vet. med. Peter Prinz.

Seit Mai bin ich nun selbständig tätig und habe es mir zur Firmenphilosophie gemacht, eine

humane und artgerechte Ausbildung - vom Jungtier bis zum treuen Begleiter

anzubieten. Mein Ziel ist es, Tierbesitzer mit meinem Angebot erfolgreich zu unterstützen und diesen mit Rat und Tat zur Seite zu

stehen, um für beide Seiten ein erfülltes und glückliches gemeinsames Leben zu ermöglichen.

Tierbesitzer und Hunde aller Rassen kommen bei mir unter anderem in den Genuss folgender Ausbildungen:

• Privatunterricht insbesondere "Probleme zu Hause"

• Einzel- oder Gruppentraining (auch für auffällige Hunde)

• Stöbern (Flächensuche nach Gegenständen)

• Welpen und Junghunde – Aufbau

• Gehorsam

• Muskelaufbautraining für beeinträchtigte Hunde

• Foto / Videoanalysen auf Wunsch

• etc.


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Damit auch rechtlich alles korrekt für den/die Hundehalter/in ist – ich bin zum

• Abhalten und Organisieren von Allgemeinen Sachkundenachweisen gem. § 3 der Hundehalte-Sachkundeverordnung

einschließlich der erweiterten Sachkunde in Oberösterreich

berechtigt und biete diesbezüglich demnächst auch Kurse an. Die Kurstermine werden selbstverständlich von mir rechtzeitig auf

meiner Homepage www.martin-training.at bekanntgegeben sowie auf der Homepage der OÖ Landesregierung (https://www.landoberoesterreich.gv.at/96769.htm)

ersichtlich sein.

Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie mich bei Fragen gerne unter 0664/7500 2461 oder besuchen Sie meine Homepage

www.martin-training.at – denn eine Lösung gibt es immer.

Abschließend möchte ich Ihnen als Jungunternehmer natürlich meine Zukunftsvisionen nicht vorenthalten. Weil ich

Herausforderungen liebe, bin ich bereits auf der Suche nach einer passenden Immobilie, um nicht nur mit Hunden zu trainieren

bzw. zu arbeiten, sondern meiner Ausbildung entsprechend auch mit Pferden, Vögel… und naja wer weiß, was sich noch so alles

ergibt…

Ich freue mich auf jeden Fall darauf und freue mich auf Sie, Ihr Dipl. Tiertrainer Martin Lechner.


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Martin Lechner

Diplomierter Tiertrainer

Angebot: Humane und artgerechte Ausbildung - vom Jungtier bis zum treuen Begleiter

Offenseestraße 2b

4802 Ebensee

Mail: mltiertrainer@gmail.com

Tel: +43 (0) 664 / 7500 2461

Web: www.martin-training.at


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ÖGTT TiertrainerInnen stellen sich vor


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Mitglieder der neugegründeten Sektion

ÖGTT TiertrainerInnen stellen sich vor

Mein Name ist Caroline Stascha.

Ich hatte das Glück, in einer kleinen Villa Kunterbunt mit Hunden, Katzen, Papageien, Kakadus, Fischen, Ratten, Hasen,

Meerschweinchen, Schildkröten, Hühnern und vielen geretteten Wildtieren, die vorübergehende Mitbewohner waren,

aufzuwachsen. Die Faszination, das Interesse und die Liebe zu Tieren wurden mir praktisch in die Wiege gelegt und haben

mich von Anfang an begleitet.

Seit letztem Jahr konnte ich mir meinen Lebenstraum, mit Menschen und Tieren zu arbeiten, erfüllen. Jeder wünscht sich

ein harmonisches Miteinander mit seinem tierischen Mitbewohner. Man verwöhnt seinen Liebling und versucht sein bestes.

Doch da schleicht sich die eine oder andere Macke ein. Die Katze verewigt sich an der Wohnungseinrichtung oder ist

unrein, der Hund zieht an der Leine, bellt ständig, ist ängstlich oder aggressiv, springt an Menschen hoch oder macht Ihnen

das Sofa streitig, Der Wellensittich wird nicht handzahm und zwickt. Es gibt so einige unerwünschte Verhaltensweisen, die

uns unsere Tiere zeigen können. Umso wichtiger ist es, die Ursache zu erkennen und mit gezieltem Training daran zu

arbeiten. Mit gegenseitigem Respekt, Regeln und Grenzen, genug Bewegung und Beschäftigung und vor allem einem

Verständnis dem Tier gegenüber lässt sich die Interaktion mit Ihrem Tier verbessern und bereitet viel Freude.

Es ist mir eine große Herzensangelegenheit, Tierbesitzern und ihren Lieblingen unterstützend zur Seite zu stehen.


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Mitglieder der neugegründeten Sektion

ÖGTT TiertrainerInnen stellen sich vor

Das Tiertraining

Caroline Stascha

Dipl. Tiertrainerin

Krottenbachstraße 110/11/10

1190 Wien

www.dastiertraining.at


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Mitzglieder stellen sich vor

Equiperience- Pferde in der Unternehmensberatung

Equus (lat. Pferd) und experience (engl. Erfahrung) führen wir zusammen und haben eine besondere Coaching Technik

entwickelt.Pferde als Co- Trainer zeigen individuelle Bedürfnisse auf und werden eingesetzt um Sofskills auszubauen. Führung,

Team und auch das Selbst werden hautnah erlebt. Defizite zeigen uns Pferde als Trainingspartner rasch und unverfälscht auf.

Ressourcen werden erkannt und gestärkt.

ZEIT FÜR DEN UMBRUCH

Unser ganzes Leben besteht aus Kommunikation. Sofern wir der deutschen Sprache mächtig sind, sollte das doch ganz einfach

sein. Dennoch vergessen wir, dass Kommunikation aus mehreren Teilen besteht. Die größte Bedeutung geben wir dem

gesprochenen Wort.

Dabei macht die verbale Kommunikation nur 10% der gesamten Kommunikation aus. 10%!!! Das ist nicht viel, wenn wir

berücksichtigen, dass über 30% paraverbal ablaufen. Wie ist die Lautstärke, die Tonhöhe, das Sprechtempo und die Betonung?

Noch komplizierter wird Kommunikation, wenn wir beachten, dass nahezu 60% nonverbal kommuniziert wird. Wie ist die

Körpersprache, die Mimik unseres Gegenübers?

60% läuft also jenseits von Sprache ab, dennoch wird viel Geld für Weiterbildungen und Seminare ausschließlich im verbalen und

paraverbalen Bereich ausgegeben.

• Aber wissen wir wirklich wie wir auf andere wirken?

• Sind wir uns unserer nonverbalen Kommunikation bewusst?


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Tiergestützte Therapie ÖGTT

Miotglieder stellen sich vor

COACHING UND TRAINING MIT PFERDEN

Man kann einem Menschen nichts lehren,

man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken“ (Galileo Galilei)

Pferde als Co-Trainer werden eingesetzt, um nachhaltiges Lernen auf der Bauchebene zu unterstützen und Softskills auszubauen.

Führung und Team werden erlebt, statt sie theoretisch im Seminarraum und

mit starren Modellen zu erlernen.

Generell greift der Mensch in neuen Situationen auf seine unbewussten Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster zurück. So

kommen die individuellen Ressourcen und Hindernisse in der Begegnung mit Pferden unverfälscht und schnell zutage.

Pferde sind Fluchttiere, sie leben im Hier und Jetzt und sind im Gegensatz zum Menschen kongruent – das heißt, dass das, was

sie tun und das, was sie empfinden EINS sind. Und das geben Sie an uns Menschen unverfälscht weiter.Weil Pferde auf jede

Bewegung, jede Wahrnehmung SOFORT und ehrlich reagieren, wertfrei und unabhängig von Positionen und Äußerlichkeiten, sind

Training und Coaching mit Pferden als Co-Trainern effizient und mit allen Sinnen spür- und erlebbar.

BLENDEN UND TÄUSCHEN GEHT DORT NICHT

TrainerInnen haben es mit ihren Trainees oft schwer. Vor allem wenn ein Unternehmen seine MitarbeiterInnen zur Weiterbildung

schickt und eigentlich keiner dorthin will. TrainerInnen haben es mit Trainingswiderständen und Versagensängsten zu tun.

Dieses Problem gibt es im tiergestützten Setting nicht, da uns als Trainer Pferde und Hunde assistieren. Tiere haben positiven

Einfluss auf uns Menschen. Sinn ist es, im Coaching Prozess die Tiere als Symbolfiguren zu integrieren und durch gezielte

Aufgabenstellung an neue Lösungskonzepte herangeführt zu werden. Spielerisch, über Versuch und Irrtum, kommt es zu einem

wichtigen „AHA - Effekt“. Diese Erkenntnis kann nahezu direkt in das „normale“ berufliche und private Leben übernommen

werden und in weiterer Folge viele komplexe Situationen vereinfachen. In nur wenigen Stunden werden sich Körperhaltung,

Ausstrahlung und Mimik verändern und die TeilnehmerInnen können dies danach gezielt einsetzen und mit gestärktem

Selbstbewusstsein in die berufliche Zukunft gehen.


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Tiergestützte Therapie ÖGTT

Mitglieder stellen sich vor

Die Arbeitsweise

In der praktischen Arbeit definieren zu Beginn das Team oder einzelne Teammitglieder ihr Anliegen. Das Pferd wird erst

eingesetzt, wenn es einen klaren Auftrag gibt und die Methode dafür passend erscheint. Die Teilnahme an der Pferdearbeit ist

freiwillig. Pferdeerfahrung ist nicht notwendig - es wird nicht geritten!

Unsere Bodenübungen mit Pferden sind zudem für die meisten TeilnehmerInnen eine neue, unbekannte Situation, und selbst für

pferdeerfahrene Menschen neu, weil die Pferde dem Teilnehmer/ der Teilnehmerin unbekannt sind und die Gesamtsituation

„Seminar im Viereck“ ungewohnt ist. Deshalb funktioniert diese Methode unabhängig von der Pferdevorerfahrung.

Pferde dienen dabei als Katalysator in einem Weiterentwicklungsprozess, den wir auch nach dem Seminar als Coach und

Unternehmensberater weiterbegleiten.

Lernen Sie in Coachings und Trainings mit Pferden:

• Ihre eigenen Stärken und Potentiale zu erkennen

• Ihr Führungs- und Teamverhalten zu erproben

• Ihre führungsrelevanter Softskills auszubauen

• Ihre Kommunikation klar und ehrlich zu gestalten


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Tiergestützte Therapie ÖGTT

Mitglieder stellen sich vor

• in neuen Situationen authentisch und souverän zu agieren

• Situationen und Menschen besser wahr zu nehmen

• Selbst- und Fremdbild in Einklang zu bringen

• Selbstreflexion bezüglich eigener Körpersprache, strahlende Mimik und Gestik

• Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins

• Ihre Wirkung auf andere

• Leadership zu erlangen

Teambuilding mit Pferden

Im Teamseminar werden die eigenen Ressourcen und die der anderen Mitarbeiter erkannt und eingesetzt, Teamdynamik und

Teamentstehung erlebt, die Individual- und Gruppenbedürfnisse berücksichtigt.


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Tiergestützte Therapie ÖGTT

Mitglieder stellen sich vor

Coaching und Training mit Pferden für Dich, mich, sie, ihn, uns…!

Wir laden Sie ein, mit uns und unseren Pferden Ihre Stärken zu positionieren, Situationen zu reflektieren, Ängste abzubauen,

Führungsstile zu erkennen, Teams- und Gruppen zu formen, persönliche und berufliche Themen zu klären und vieles mehr.

Lassen Sie sich ein auf eine Begegnung mit uns als Coaches und unseren Pferden als Co-Trainern.

Unsere Angebote sind individuell und sowohl im Einzel- als auch Gruppensetting buchbar:

• Persönlichkeitsentwicklung

• Teambuilding, Teamevents mit Pferden

• Führen in der Krise

• Management-Training für Führungskräfte

• Potenzialcoaching für Frauen

• Selbstwert-Coaching für Jugendliche und Erwachsene

• Job-Coaching für Jugendliche

• Frauenpower, das Leitstutenprinzip

• Slow down, Alltag entschleunigen

• uvm.

Nähere Informationen www.estutgut.com , www.facebook.com/estutgut

Kontakt: EsTutGut OG

Angelika Rutard (zertifizierte Trainerin der ÖGTT)

2423 Deutsch Jahrndorf, Untere Hauptstraße 16

Phone: +43664/ 405 18 59

Email: ar@estutgut.com


Bieno – Der Imker aus dem

Wienerwald

Benno Karner

Schamanngasse 20

3003 Gablitz

www.bieno.at

Tel: 0664/120 22 30

E-Mail: servus@bieno.at


Ausflug in die Welt der Bienen mit „Bieno", dem Imker aus dem Wienerwald

Mein Mann und ich waren zu Gast bei „Bieno" – Imker Benno Karner und seiner Frau Eva. Sie veranstalten Bienentouren,

produzieren selbst Honig in verschiedensten Variationen und bringen so den Menschen die Welt der Bienen näher.

Redaktion:

Benno, immer mehr Leute kommen zu dir und wollen bei deinen Bienentouren mitmachen. Was möchtest du den Menschen dabei

mitgeben?

Benno:

Was ich den Besuchern mitgeben möchte…

Das Allerwichtigste ist mir – vor allem den Kindern aus der Stadt – das Gefühl von Freude mitzugeben, wenn sie eine Biene

sehen. Viele kommen und sagen „Pfui, Biene“ oder „Pfui, Insekt“ – ich möchte, dass sie nach Hause gehen und sagen, „Jö,

Biene!“. Ich möchte die Leute wieder zur Natur zurück bringen. Das gelingt mit den Bienen auch immer – offenbar habe ich mit

ihnen ein „Instrument“ in der Hand, mit dem man die Menschen fesseln und ihnen sehr nahe bringen kann, wie wichtig Insekten

generell sind.

Redaktion:

Wie sieht so eine Bienentour aus?

Benno:

Wir starten mit etwas Theorie: Ich erkläre die Entwicklung der Biene, wie sie entsteht, schlüpft und welche Tätigkeiten sie im

Bienenvolk übernimmt. Danach gehen wir direkt zum Bienenstock.

Das Ganze ohne Schutz, was mir auch sehr wichtig ist. Den klassischen Imker stellt man sich vor in seinem weißen Anzug und

dem Schutzhut. Aber bei mir gehen wir hin so wie wir gekleidet sind – das einzige, was alle Teilnehmer haben müssen, sind

Kappen. Denn es kann sein, dass sich eine Biene in den Haaren verfängt und nervös wird – und nervöse Bienen stechen.

Aber grundsätzlich geht es mir darum, die Biene so hautnah als möglich – irgendwie auf gleicher Ebene - zu erleben, aber nicht so

hautnah, dass jemand gestochen wird.

Beim Bienenstock beobachten wir zuerst das Flugloch. Das ist die Betrachtung, wie die Flugbienen oder Sammelbienen in den

Bienenstock selbst hinein kommen. Danach öffne ich den Bienenstock, damit die Besucher, meist Kinder – sie sind besonders

interessiert – direkt in den Bienenstock hinein schauen können. Ich bin nämlich drauf gekommen, dass kaum jemand selbst in

einen offenen Bienenstock hinein gesehen hat. Ein Glaskasten ist vielen bekannt, d.h. die Bienen hinter Glas sind nichts Neues.

Aber ohne Schutz direkt in den Bienenstock hinein schauen zu können ist scheinbar einzigartig.


Redaktion:

Was sieht man so, wenn man in den Bienenstock hinein schaut?

Benno:

Man sieht ziemlich genau die Tätigkeiten der Bienen, alles, was ich davor in der Theorie erklärt habe. Das kann man dann selbst

nochmals sehr gut mitverfolgen.

Ganz wichtig ist mir auch die Farbunterscheidung zwischen Wespen und Bienen bzw. zwischen Biene Maja und der echten Biene,

denn die Biene ist in Wirklichkeit dunkler.

Dann sehen wir die Arbeitstätigkeit der Biene und wie ruhig es eigentlich in einem Bienenstock zugeht. Interessanterweise ist bei

den ca. 600 Leuten, die heuer schon eine Bienentour bei mir gemacht haben, noch kein einziger gestochen worden. Jeder

einzelne ist extrem ruhig geworden, als er in den Bienenstock selbst hinein gesehen hat. Das ist für mich immer wieder ein Aha-

Erlebnis – selbst die aufgewecktesten Kinder sind vor dem offenen Bienenstock sehr, sehr ruhig aus Respekt vor der Natur.

Das ist genau das, was ich schon mit erlebe – die Menschen empfinden Ehrfurcht. Auch die Leute, die bei einer Bienentour

anfangs spaßen, sind dann ehrfurchtsvoll und wollen eigentlich auch nicht weg gehen. Wenn ich nicht sage „der Nächste, bitte“,

dann würden sie noch länger dastehen ohne Fragen zu stellen. Sie genießen einfach die Atmosphäre – und das, denke ich, ist

einzigartig, dass ihnen die Möglichkeit dazu geboten wird. Besucher haben mir erzählt, dass sie bei anderen Imkern nicht ein

derart nahes Erlebnis mit den Bienen kennengelernt haben. Und genau darum geht es – auch diese Leute sind bei uns ohne

Schutz gegangen.

Durch den richtigen Zugang sind Schutzanzug und Glasscheibe einfach nicht erforderlich.

Wenn die Leute wissen, wie sie zu den Bienen hingehen sollen – und das vermittle ich ja schon vorher in der Theorie – dann

können sie sich in der Praxis wirklich gefahrlos den Bienen nähern. Natürlich muss man immer bedenken, dass Bienen Wild- und

keine Streicheltiere sind. Sie machen das, was sie machen müssen. Aber sie müssen sich nicht verteidigen, weil ihnen jeder

Besucher mit Respekt gegenübertritt und somit keine Bedrohung darstellt.

Redaktion:

Was ist für dich das Faszinierende an den Bienen bzw. was war der Ausschlag, dass du zu den Bienen gekommen bist?

Benno:

Der Ausschlag dafür war eigentlich Angst. Ich hatte früher große Angst vor Bienen.


Aber ich hatte das Glück, dass mich ein Alt-Imker zu seinen Bienen mitgenommen hat. Damals hatte ich noch mehr Angst, weil er

ca. 50 Bienenstöcke an einem Standort platziert hatte. Aber dadurch, wie ruhig und respektvoll er dort gearbeitet hat, habe ich

gesehen: viele Bienen um mich, viel Angst – aber sie tun mir nichts! Das hat mir zu denken gegeben, so bin ich immer öfter mit

ihm mitgefahren und schlussendlich ist daraus eine Leidenschaft entstanden. Man kann es gar nicht richtig beschreiben, das muss

man miterleben.

Ich habe es aber auch geschafft, meine Bienen so „herzurichten“, dass sie so ruhig und sanft sind, wie ich sie haben möchte. Es

sind sicher nicht alle so. Viele Imker-Kollegen erzählen mir, wie stechlustig ihre Bienen sind. Aber ich denke, hier wird mit zu wenig

Respekt gearbeitet, weil gerade etwas unbedingt getan und gearbeitet werden muss. Bevor ich etwas an den Bienenstöcken

arbeiten möchte, schaue ich immer, wie es den Bienen geht. Zuerst Fluglochbeobachtung, dann schaue ich hinein, wie ruhig sie

sind. Sind sie zu hektisch, mache ich zu und fahre wieder nach Hause. Obwohl ich immer etwas vorhabe, wenn ich zu den Bienen

fahre – aber wenn es nicht geht, dann mache ich es einfach nicht.

Redaktion:

Hast du bemerkt, was mögliche Ursachen sein können, wenn die Bienen hektisch sind?

Benno:

Oft ist es das Wetter, aber genauso meine eigene Person. D.h. wenn ich zu hektisch und zu unruhig bin, merken sie es sofort. Und

dann lasse ich es lieber bleiben.

Redaktion:

Gibt es auch andere Indizien zu sagen es geht ihnen nicht gut? Außer dass sie hektisch sind?

Benno:

Das erkenne ich an der Volksstärke – wenn sie zu unruhig sind, kann es auch sein, dass sie zu voll sind. Aber es beginnt schon

beim Flugloch: zu beobachten, wie der Verkehr ist, was sie da tun. Das sind einfach imkerliche Erfahrungen. Ich habe mich sehr

viel damit beschäftigt, nur zu schauen und zu beobachten, nicht zu arbeiten. Was machen die Bienen? Wie kommen sie hinein?

Wie fliegen sie hinaus? Wie sieht es aus, wenn es gewittrig ist? Wie ist es bei strahlendem Sonnenschein? Was tut sich bei

extremer Hitze?

Da fliegen die Bienen beispielsweise hinaus und kühlen den Bienenstock von außen, weil es drinnen eine konstante Temperatur

haben muss – sonst schmilzt das Wachs! Sie legen sich auf die Beute – den Bienenkasten - drauf und bilden so einen

Sonnenschutz. In Afrika gibt es das Problem aufgrund der Hitze – die Bienen können ihren Stock nicht mehr schützen, das Wachs

schmilzt, und so fällt die gesamte Wabe mit Brut und Honig hinunter. Dann ist natürlich alles kaputt.


Grundsätzlich versuche ich, ihnen ihren Lebensraum genauso zu lassen, wie sie ihn brauchen. Von manchen Standorten ziehe ich

Bienen ab, wenn nicht genügend Futter vorhanden ist.

Redaktion:

Wie siehst du das mit dem Bienensterben? Immer wieder taucht es in den Schlagzeilen auf. Siehst du Erholung?

Wie kann man als Laie die Bienen unterstützen, dass es nicht dazu kommt?

Benno:

Bienensterben ist ein Riesenthema. Es gibt immer weniger Bienen, v.a. Wildbienen. Die Honigbiene hat als Lobby die Imker – die

wird es immer geben, weil wir den Honig und die Bestäubung haben wollen. Somit ist es ein Wirtschaftszweig für uns Menschen

und wir werden darauf achten, dass es die Honigbiene immer geben wird.

Dramatisch ist es eher mit den Wildbienen: Sie können wir nicht wirtschaftlich nützen. Sie gehen durch die in der Landwirtschaft

verwendeten Pestizide zugrunde. Wälder werden gerodet, und die Wildbienen haben damit keinen Rückzugsort mehr.

Ein Beispiel dazu: Ist man vor 10 Jahren mit dem Auto von Salzburg nach Wien gefahren, war die Scheibe voll mit toten Insekten,

die man dann mühsam von der Scheibe entfernen musste. Heute sind kaum mehr Insekten auf der Windschutzscheibe. Das ist für

mich ein großes Indiz, wie schlecht es der Umwelt schon geht – wie schlecht es den Insekten geht, die keine Lobby haben.

Aber auch bei der Honigbiene müssen wir aufpassen – der Mensch hat es schon geschafft, dass die Honigbiene ohne ihn

tatsächlich nicht überleben kann. Stichwort Varoa-Milbe, die wir aus Asien importiert haben. Die europäischen Bienen kommen

gegen die Milbe nicht zurecht, sie können nicht dagegen ankämpfen. Deswegen müssen wir die Bienen mit Ameisen- und

Oxalsäure behandeln und da benötigt man schon sehr viel Erfahrung. Ein Hobby-Imker, der es gut meint mit den Bienen, bringt

aus mangelnder Erfahrung oft mehr Schaden als Nutzen.

Deswegen sind gute Schulungen das Um und Auf.

Derzeit boomt auch die Sache mit der Bienenvermietung, aber es sollte wirklich nicht jeder Imker werden ohne das entsprechende

Vorwissen. Die Leute fahren hin, holen sich die Kiste mit den Bienen selbst ab ohne dass sie je in ihrem Leben etwas mit Bienen

zu tun gehabt haben.

Die Grundidee ist ja großartig – es wird suggeriert: Du kannst wirklich etwas für die Umwelt machen, die Bienen sind so wichtig.

So machen die Leute als Mieter etwas im guten Glauben, aber im Endeffekt zahlen sie - und vor allem meistens auch die Bienen -

drauf.

Als Imker gehe ich davon aus, dass der, der die Bienen vermietet, gesunde Tiere hergibt – aber was, wenn nicht? Dann haben wir

wirklich ein Problem, weil sich die Krankheiten weit verbreiten können.


Redaktion:

Wie wird man dann Imker?

Benno:

Es gibt in Österreich viele gute Imkerschulen. Wer Bienen haben möchte, sollte sich vorher unbedingt informieren und dann erst

Bienen nehmen. Auch das ist ein wesentlicher Bestandteil, der enorm wichtig ist. Es ist so, wie man es eigentlich bei jedem Tier

machen sollte, man muss einfach wissen was das Tier braucht.

Leider sind die Bienen erst in letzter Zeit so interessant und hipp geworden, dass jeder, der etwas auf sich hält – v.a. in der Stadt –

Bienen haben muss. Die Leute wollen ja grundsätzlich etwas Gutes tun, indem sie sich einen Bienenstock in den Garten stellen,

man kann damit auch angeben – aber bei mangelnder Erfahrung lieber Finger weg!

Redaktion:

Kann man dich bezüglich guter Schulungen kontaktieren?

Benno:

Auf jeden Fall!

Es gibt z. B. den Österreichischen Imkerbund (www.imkerbund.at), wo man gute Information bekommen kann bzw. gibt es gute

Kurse in Tulln in der Landwirtschaftlichen Fachschule. Wenn man hier einige Schulungen hinter sich hat, kann man sich auch

selbst Bienen nehmen.

Zu erwähnen ist aber auch die Meldepflicht in Österreich – jeder, der Bienen haben möchte, muss das melden.

Redaktion:

Wo muss ich es melden, wenn ich einen Bienenstock bei mir habe?

Benno:

Das meldet man beim Imkerbund, wo man auch verpflichtend Mitglied sein muss. Und das ist man automatisch, sobald man sich

bei einem lokalen Imkerverein einschreiben lässt.

Das ist auch sinnvoll, weil man dort laufend sehr gute Information von erfahrenen Imkern bekommt. Vor allem für die jungen ist

das immer ein Gewinn.

Außerdem muss man die Bienen beim VIS (Veterinärinformationssystem) melden, wodurch ein Überblick und eine gewisse

Überwachung über den Bienenbestand und die Imkertätigkeit gegeben sind.

Den wirtschaftlichen Aspekt habe ich noch nicht so genau erklärt – wirtschaftlich gesehen ist die Biene nicht nur für die

Landwirtschaft sehr wertvoll, sondern auch für die Privatgärten, denn sie sind die Bestäuber. Es gibt zwar auch noch die Hummeln

und die Wildbienen, aber in der Masse ist die Honigbiene die stärkste, da ist die Bestäubungsleistung enorm.


Redaktion:

D.h. die Bienen sind dafür zuständig, dass wir unseren Apfel im Garten selbst pflücken können.

Benno:

Genau.

Redaktion:

Wie sieht es mit der Grundausstattung für einen Imker aus? Mit welcher Investition muss man hier rechnen?

Benno:

Die Grundausstattung kommt auf ca. EUR 2.500. Imkerei ist ein Business geworden, d.h. du kannst dir alles kaufen – von

Schutzbekleidung, Bienen und Beuten über Raucher und Schleuder. Dazu gibt es spezielle Imkerfachgeschäfte, wo man alles das

besorgen kann.

Redaktion:

Angenommen, ich mache die erforderlichen Schulungen und bin jetzt gerüstet, selbst Bienen zu halten – besteht z. B. die

Möglichkeit, bei dir den Honig verarbeiten zu lassen und nicht die gesamte Ausrüstung wie Honigschleuder etc. anschaffen zu

müssen?

Benno:

Das wird es ab nächstes Jahr geben, ich habe beispielsweise eine mobile kleine Honigschleuder, die gemietet werden kann – z. B.

auch für Schulen. Das ist dann wieder ein neues Naturerlebnis: Im Glas kennt den Honig jeder, aber selbst geschleudert hat ihn

kaum jemand.

Das Lebensmittel Honig gehört außerdem wieder mehr in den Vordergrund gestellt – es ist auch eine große Aufgabe für mich, den

Leuten den Honig als Alternative zu den verbreiteten Süßigkeiten aus dem Supermarkt näher zu bringen. Ich wünsche mir, dass

man das Lebensmittel Honig wieder schätzt und als tägliches Nahrungsmittel verwendet.

Honig ist ja ein unendlicher Energieträger: Er enthält Trauben- und Fruchtzucker und geht somit sofort ins Blut, was wiederum für

den ganzen Organismus gut ist. V.a. Kinder sollen wieder Honig kennenlernen. Ich hatte letztes Jahr eine Schulklasse aus dem 3.

Bezirk in Wien bei mir, wo ein Mädchen Honig von mir gekauft hat. Kurz darauf haben mich die Eltern angerufen, dass sie noch

nie so guten Honig gegessen haben. Der Honig vom heimischen Imker unterscheidet sich eben nicht nur in der Qualität sondern

auch im Geschmack deutlich von den meist billigeren Honigprodukten aus dem Discounter.

Redaktion:

Lieber ein paar EUR mehr investieren, aber dafür auch ein hochwertiges Lebensmittel erhalten…


Benno:

Ja, so sehe ich das auch. Die Leute sollen erkennen, wie wertvoll Honig eigentlich ist.

Redaktion:

Wodurch zeichnet sich Honig als Lebensmittel aus?

Benno:

Er stärkt die Abwehrkräfte, er ist für Sportler gut geeignet, weil er dem Körper die Energie direkt zur Verfügung stellt. Auch für

Schüler vor einer Schularbeit oder einem Test dient er als Energielieferant. Außerdem enthält er Vitamine und wertvolle Enzyme.

Im Internet kann man vermutlich einen ganzen Tag damit verbringen herauszufinden, wofür Honig gut ist. Honig als uraltes

Produkt findet jetzt auch in der Medizin wieder immer mehr Verwendung. Ich selbst verwende ihn bei kleinen Schnittwunden als

Desinfektionsmittel und zur Unterstützung der Wundheilung.

Es sind ja nicht nur die Wirkstoffe des Honigs selbst, sondern beim Blütenhonig auch die Wirkstoffe der Blüte enthalten.

Wenn man sich anschaut, wie viele Pollen-Allergiker es derzeit schon gibt – was ja auch gerne von den Medien hochgespielt wird

– wie schlimm es ist, und was man alles nehmen muss. Die Pharmaindustrie hat für alles eine Tablette gefunden. Wenn du einmal

niest, musst du gleich das oder das nehmen.

Hier kommt der Honig ins Spiel: Es ist so einfach, sich zu desensibilisieren. Wenn du rund ums Jahr, d.h. auch im Winter, Honig

von Blüten aus deiner Umgebung zu dir nimmst, auf die du allergisch bist, dann kennt das dein Körper und kämpft nicht dagegen.

Voraussetzung ist, dass es Blütenhonig von Blüten aus deiner Umgebung ist. Der Körper erkennt, dass keine Gefahr besteht und

muss sich nicht schützen. Die Allergie verschwindet nicht komplett, aber die Beschwerden sind deutlich geringer.

Ich bin selbst Allergiker und habe das ausprobiert. Unter extremer Pollenbelastung spüre ich schon etwas, aber nicht in dem

Ausmaß, dass ich Tabletten nehmen müsste. Dann rinnt vielleicht 2 Tage im Jahr die Nase, aber das war’s schon.

(Diese Empfehlung unbedingt vorher mit dem behandelnden Arzt absprechen !!!! Anmerkung der Redaktion, Gefahr gefährlicher

allergischer Reaktionen !)

Redaktion:

Haben die Bienen dein Leben verändert?

Benno:

Auf jeden Fall! Die Arbeit mit der Biene hat mich zurück zur eigenen Mitte gebracht. Ich bin ruhiger und ausgeglichener.

Ich trage z. B. keine Uhr mehr seit ich mit den Bienen arbeite. Einerseits damit sich beim Arbeiten keine Biene beim Uhrband

einklemmen kann, andererseits ist es mir egal, wie spät es ist. Wenn ich bei den Bienen arbeite, arbeite ich bei den Bienen – es

dauert eben so lange wie es dauert. Und wenn das Wetter schlecht wird, muss ich aufhören. Mein ganzer Lebensrhythmus hat

sich dadurch geändert. Ich habe einen Tagesplan und weiß, was ich machen möchte, aber wenn das Wetter nicht passt, dann

eben nicht – oder wenn die Bienen einfach zu grantig sind.


Ich könnte mit meinem Schutzanzug zu den Bienen gehen, sie niederräuchern und niederdrücken, bis sie nicht mehr können.

Dann kann ich zwar meine geplanten Tätigkeiten umsetzen, aber dann habe ich extrem grantige Bienen – und ich bin überzeugt:

das merken sie sich und geben mir das beim nächsten Mal wieder zurück. Deswegen sind meine Bienen wahrscheinlich auch so

zahm.

Redaktion:

Es stimmt, wenn man zu ihnen geht, spürt man diese ruhige, friedliche Atmosphäre, das Summen und Brummen tut einfach gut.

Kein Gefühl von Gefahr gestochen zu werden.

Benno:

Das hängt aber schon vom Respekt ab, wie man ihnen gegenüber tritt. Als ich begonnen habe, habe ich auch alles falsch gemacht

– bin mit meinem Schutzanzug gegangen (das sieht man auch noch auf meiner Homepage, es ist noch ein altes Foto!). Es ist

einfach das klassische Bild, wie man sich einen Imker vorstellt.

Redaktion:

So wie man von einem Arzt einen weißen Arztkittel erwartet…

Benno:

Ja, genau – es wird so erwartet.

Aber in Wahrheit arbeite ich seit 5 Jahren nicht mehr so. Und wenn ich meine Besucher in kleinen Gruppen der Reihe nach nahe

an den Bienenstock heranbitte, mache ich sie anschließend darauf aufmerksam, dass sie ohne Schutzbekleidung dort waren. Erst

dann nehmen sie es bewusst wahr.

Redaktion:

Wo überall kann man dich eigentlich bei der Arbeit mit den Bienen beobachten?

Benno:

Beispielsweise bin ich jeden Samstag auf der Feihlerhöhe in Purkersdorf. Dort habe ich einen Schaustand mit ein paar

Bienenstöcken aufgestellt und bin von Anfang Juni bis Ende Juli jeden Samstag von 13:00 bis 15:00 Uhr dort anwesend.

Jeder kann ohne Voranmeldung und unentgeltlich kommen und mir bei der Arbeit mit den Bienen zuschauen, Fragen stellen,

tratschen, wer will, kann auch Bienenprodukte kaufen.

Es geht mir hier auch um Leute, die vielleicht überlegen, Bienen zu erwerben – ihnen schon vorher beratend zur Seite zu stehen,

ihnen die Verantwortung bewusst zu machen.


Man kann sich dort auch gut selbst testen, ob man überhaupt Bienen-geeignet ist. Wer zu hektisch ist, wird das auch an den

Bienen merken. Jeder kann schauen, ob er das tatsächlich will.

Redaktion:

Bist du eigentlich hauptberuflich Imker?

Benno:

Mittlerweile ja. Ich bin eigentlich Grafiker und habe in einer Werbeagentur gearbeitet.

Nach meiner Arbeit in Wien bin ich nach Hause gefahren, nach Duschen und Umziehen bin ich hinaus zu den Bienen gefahren

und habe um fünf, halb sechs am Abend meine Arbeit bei ihnen gemacht.

Damals war ich unter Stress und musste meine Arbeit erledigen nach dem Motto „das muss jetzt gehen, das gehört gemacht“. Da

haben die Bienen selbst durch den Schutzanzug durch gestochen. Es war heiß, mit dem Anzug noch heißer, du ärgerst dich,

schwitzt, die Bienen waren grantig.

Ich habe es aber dann geschafft, mich zu entspannen - ich bin dann noch 5 min. im Auto sitzen geblieben, um mich selbst zu

beruhigen. Mittlerweile schaffe ich das innerhalb kürzester Zeit von 100 auf 0. Viele Leute zahlen eine Menge Geld dafür – ich

gehe zu den Bienen und erreiche dasselbe.

Wenn jemand zu hektisch ist, können Bienen dir den Weg zeigen, wieder herunter zu kommen und es ist so einfach:

Willst du gestochen werden, bleib so – wenn nicht, ändere dich!

Das ist die Widerspiegelung der Natur. Die Biene sagt sofort, wie die Natur ist, wie die Umwelt ist. Sind wenige Bienen im Stock,

dann stimmt etwas nicht – es ist irgendetwas passiert. Hat vielleicht jemand Gift gespritzt oder ist eine Wiese mit viel Blütenvielfalt

gemäht worden. Das sehe ich alles an den Bienen – sie spiegeln 1:1 die Natur.

Geht’s der Biene gut, geht’s der Natur gut!

Redaktion:

Vielen Dank für deine Zeit und das interessante Interview!

Tel: 0664/120 22 30


Redaktion/Autorin

Mag. Christine Kluger

Dipl. Personal Coach im Tiergestützten

Setting

Dipl. Natur Kinesiologin

Zertifizierte Trainerin der ÖGTT

Zertifizierter Wildkräuterguide der ÖGTT

Sektionsleiterin Tiergestützte Aktivitäten

der ÖGTT


Seminarzentrum

Die Glücksschmiede

Hauptstraße 18

3004 Ried/Riederberg

Tel.: 0699/12 13 6082 (abends)

www.die-gluecksschmiede.at


Pilzkurs am Mauritiushof mit Thomas Bardorf

Mit großer Freude können wir erstmals am Mauritiushof einen Pilzkurs mit einem bekannten Experten zu diesem Thema anbieten.

Erfreulicherweise konnten wir Herrn Thomas

Bardorf, einen der wenigen ausgewiesenen

Fachleute auf diesem Gebiet in Österreich, für

diesen Lehrgang gewinnen.

Wir haben gemeinsam versucht, auch den

optimalen jahreszeitlichen Termin für dieses

Unterfangen, speziell ausgerichtet auf unsere

regionalen klimatischen Gegebenheiten hier im

Waldviertel, zu finden.

Um unseren TeilnehmerInnen für diesem Lehrgang

die größtmögliche Unterstützung zu gewährleisten,

sind in den Kurskosten auch sämtliche notwendigen

Utensilien wie ein aktuellen Pilzführer (natürlich

nach Empfehlung von Herrn Bardorf), ein spezielles

Pilzsammlermesser mit Pinsel, Schreibunterlagen

und eine Lupe bereits enthalten. Sie brauchen also

nur wetterfeste Kleidung, Interesse an Pilzen und

gute Laune mitzubringen !

Schwerpunkte des Kurses sind natürlich die exakte

Bestimmung verschiedener Pilzarten, Abgrenzung

der giftigen Arten, praktischer Einsatz von

Feldführer und Lupe, aber auch das interessante Thema der Heilpilze und vieles mehr aus dem reichen Erfahrungsschatz eines

erfahrenen Pilzexperten.


Termine:

Teil 1 14. - 18. September 2016 (Mittwoch bis Sonntag)

Teil 2 12. - 16. Oktober 2016 (Mittwoch bis Sonntag)

insgesamt somit 10 Kurstage

Kurszeiten: 9.00 - 18.00 Mittagspause 12:30 - 14:00

Kurskosten:

840,- € (inkl 20% MWST)

Kursort:

Zentrum Mauritiushof, Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

Teilnehmeranzahl:

maximal 15 TeilnehmerInnen (um die Ausbildungsqualität optimal zu garantieren)

Anmeldung:

Sekretariat am Mauritiushof Tel 02877 20059

info@zentrum-mauritiushof.at

Für weiterführende Informationen erreichen Sie uns gerne auch unter 02877 20059 oder buchen Sie eines unserer kostenlosen

online Infowebinare und holen sich alle Informationen zu unseren Lehrgängen via Laptop, Tablet oder Handy von Ihrem Zuhause

aus bequem auf Ihr Sofa. Die Teilnahme an diesen Online Webinaren können Sie auf unserer HP www.zentrum-mauritiushof

buchen.


Unsere nächste Kurse:

WIFI Diplomlehrgang

"Personal Coach im Tiergestützten Setting"

Dieser Lehrgang widmet sich den Themen rund um Tiergestützte Therapie, allgemeine Tiergestützte

Interventionen, Fördermaßnahmen und Aktivitäten.

Dieser Lehrgang soll Ihnen die Arbeit mit Tieren in vielen Facetten vermitteln, unabhängig davon, aus welcher beruflichen Richtung Sie

kommen.

Fachleute aus medizinisch-therapeutischen Quellberufen sollen den Einsatz von Natur und Tieren in der Therapie erkrankter

Menschen kennenlernen, Pädagoginnen und SozialpädagogInnen erfahren Anwendungsbeispiele und Ideen in ihrem jeweiligen Berufsfeld.

Für Menschen aus gänzlich anderer beruflicher Herkunft bietet das große und weite Gebiet der Tiergestützten Aktivitäten ohne Anspruch auf

gezielte Behandlung von Krankheiten bzw. pädagogischer Förderung ein wirtschaftlich äußerst interessantes neues Feld der Dienstleitung

gemeinsam mit Tieren.

Dazu vermittelt das TrainerInnenteam um Dr. Dieter Schaufler notwendiger Kenntnisse zur Ethologie der meisten Haustiere, Wildtierkunde,

Wildtierökologie, Tierhalteverordnungen und Praxis zu Haltung, Umgang und Einsatz vieler für dieses Thema relevanter Tierspezies von den

Insekten und Wirbellosen, der bekannten Haustiere bis hin zu Großtieren wie Pferden und Rindern.

Daneben erwerben Sie Praxiswissen rund um die Arbeit mit Menschen im Sinne einer Ausbildung zum Personal Coach und lernen den

späteren Umgang mit Ihrer Klientel und die dazu nötigen Werkzeuge kennen.

Zu dieser Ausbildung zählt auch ein hohes Selbsterfahrungsmoment, denn Tiere und Menschen gemeinsam führen zu können erfordert

neben hoher persönlicher Wahrnehmung auch vor allem Reflexion der eigenen Person und deren Wirkung auf andere Lebewesen.

Dieser Lehrgang zielt natürlich auch auf die Umsetzung des Erlebten und Gelernten im eigenen Beruf bzw. in der eigenen Haupt- oder

Nebenselbstständigkeit als Dienstleister im Einsatz von Natur und Tieren für andere Menschen ab. Aus diesem Grund erhalten Sie Tipps für

den Aufbau des eigenen Unternehmens, für ein entsprechendes Marketing und Basiswissen zur Firmengründung als Dienstleister im Naturund

Tiergestützten Setting.


Organisation

Personal-Coach im tiergestützten Setting

Termine: 29.10.2016 – 10.9.2017 (Kurs-Nr. 12128016m)

Department für Tiergestützte Medizin Mauritiushof,

Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

Zeiten: Sa, So 9.00-19.00

Teilnahmebeitrag: 4.980 Euro

Prüfung: 29.9.2017, Fr 10.00 (Prüfungsbeitrag: 350 Euro)

(Dieser Betrag ist nicht im Teilnahmebeitrag inkludiert)

Für weiterführende Informationen erreichen Sie uns gerne auch unter 02877 20059 oder buchen Sie eines unserer kostenlosen

online Infowebinare und holen sich alle Informationen zu unseren Lehrgängen via Laptop, Tablet oder Handy von Ihrem Zuhause

aus bequem auf Ihr Sofa. Die Teilnahme an diesen Online Webinaren können Sie auf unserer HP www.zentrum-mauritiushof

buchen.


WIFI Diplomlehrgang „Diplom TiertrainerIn"

Mit Tieren professionell zu arbeiten und sie entsprechend auszubilden - für viele von uns ist dies ein beruflicher Wunschtraum.

Dieser Lehrgang richtet sich speziell an all jene Menschen, die Freude an der Arbeit mit Tieren haben, selbst schon jahrelang Tiere

besitzen und sich ein neues Berufsfeld erarbeiten möchten. Gerade heute wächst der Bedarf an gut ausgebildeten

Tiertrainer/innen, die den überforderten Heimtierhalter/innen mit Rat und Tat zur artgerechten Haltung und Ausbildung ihrer Tiere

zur Verfügung stehen. Dabei benötigt man profundes Wissen über viele Tierarten, vom Wellensittich bis zum Reitpferd, und Praxis

im tierschutzgerechten Umgang und Tiertraining. Unser Lehrgang soll aber auch die Wahrnehmungs- und

Kommunikationsfähigkeit im zwischenmenschlichen Bereich stärken, denn nur so können Probleme im Zusammenleben von

Mensch und Tier richtig erkannt und einer Lösung gemeinsam mit den Tierbesitzer/innen zugeführt werden. Gerade dieser

systemische Ansatz wird in diesem Lehrgang sehr betont und gemeinsam erarbeitet.

Dieser Lehrgang soll Ihnen praktische und theoretische Kenntnisse für die Arbeit mit vielen Tierarten, rechtliche Grundlagen wie

Tierhalteverordnung und Tierschutzgesetz, aber auch alle Erfordernisse und Wissen zur Haltung und dem artspezifischen

Verhalten der meisten Haus- und Nutztiere vermitteln. Zusätzlich wollen wir die wichtigsten Aspekte zur eigenen Firmengründung

im haupt- oder nebenberuflichen Bereich vermitteln. Dabei auf das nötige Marketing, Werbung und Grundlagen des Arbeitens mit

digitalen Medien eingehen. Schwerpunkte sind aber natürlich auch Praxis und Zeit für gemeinsames tierschutzgerechtes

Tiertraining, das Sammeln von Erfahrungen in der Tierhaltung und das persönliche Kennenlernen

vieler verschiedener Tierarten, damit Sie einen möglichst breiten Zugang zu diesem wunderschönen Arbeitsgebiet finden können.

Organisation

Lehrgang zum Tiertrainer

Termine: 5.11.2016 – 27.8.2017 (Kurs-Nr. 12023016m)

Department für Tiergestützte Medizin Mauritiushof,

Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

Zeiten: Sa 9.00-19.30, So 9.00-18.30

Teilnahmebeitrag: 2. 900 Euro

Prüfung: 6.10.2017, Fr 10.00 (Prüfungsbeitrag: 180 Euro)

(Dieser Betrag ist nicht im Teilnahmebeitrag inkludiert)

Für weiterführende Informationen erreichen Sie uns gerne auch unter 02877 20059 oder buchen Sie eines unserer kostenlosen

online Infowebinare und holen sich alle Informationen zu unseren Lehrgängen via Laptop, Tablet oder Handy von Ihrem Zuhause

aus bequem auf Ihr Sofa. Die Teilnahme an diesen Online Webinaren können Sie auf unserer HP www.zentrum-mauritiushof

buchen.

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