2/2012 - St. Georg

sanktgeorg.de

2/2012 - St. Georg

stippVisite

Infos und unterhaltung aus dem KlInIKum st. georg, leIpzIg

Kita auf

Mittelalterexkursion

Seite 5

Hypertherme Intrathorakale

Chemotherapie

Seite 8

Ballett im Badehaus

Seite 24

Ihr persönliches Exemplar

20. märz 2012: gemeinsamer festakt von thomana

und Klinikum st. georg zum 800-jährigen Jubiläum

oberbürgermeister Burkhard Jung, Bundespräsident Joachim gauck, daniela schadt,

pfarrer Christian Wolff, ministerpräsident stanislaw tillich, superintendent martin henker,

st.-georg-geschäftsführer professor dr. Karsten güldner (v. l. n. r.)

sommer 2012


2

StippVisite überregional

Im Urlaub steigt die Lebensfreude.

Die Seele baumelt mit dem Wind.

Und man genießt das Hier und Heute.

Man fühlt sich wie ein kleines Kind.

Man hadert nicht mit Regentagen.

Dem Schönen fühlt man auf den Zahn.

Man lässt das Jammern und das Klagen.

Auch das gehört zum Urlaubsplan.

Im Urlaub

So vieles lässt sich schwer beschreiben.

Man taumelt in ein Glücks-Gefühl.

Das möge uns erhalten bleiben.

Man kennt den Weg, er führt zum Ziel.

Bewahrt die Kraft aus Meer und Wellen.

Und dankt dem Glück, dann wird euch klar.

Ihr könnt euch nun dem Leben stellen,

und erntet Glück fürs nächste Jahr.

Roman Herberth


Herzlich

willkommen!

Inhalt

Herzlich willkommen 3

PromiTalk mit Manou Lubowski 6

Ernährung im Alter 10

116 117 – die Nummer im Notfall 11

Nahrungsmittelunverträglichkeit 14

Das StippVisite-Kreuzworträtsel 18

Legasthenie und Dyskalkulie 19

Diabetes und Alzheimer 22

Risikofaktor Schlafapnoe 23

Das StippVisite-Reisequiz 26

Wo der Spaß aufhört 27

Reisedurchfall vorbeugen 30

Das letzte Wort hat Jessica Rodewald 31

Wenn auch der Frühling seine schönen

Seiten hat, weil sich die Landschaft

von ihren sattesten Farben zeigt, so ist

der Sommer doch eigentlich die

schönste Jahreszeit. Sie steigert die Lebensqualität,

weil sie einem mehr Freiheit

bietet. Fenster und Türen sind offen

und das Leben spielt sich überwiegend

draußen ab. Die Menschen sitzen

in Straßencafés oder können die

Aben de an der Luft genießen, grillen, ein Glas

Wein auf dem Balkon oder der Terrasse trinken

und einfach nur die warme Luft genießen.

Aber neben dem Sommerfeeling ist natürlich

auch Arbeit angesagt. So präsentieren wir Ihnen

alle Neuigkeiten und Veränderungen aus Ihrer

heimischen Klinik und wir haben interessante

Themen unter anderem zu Allergien, Ernährung

im Alter und Schlafapnoe recherchiert. Wenn

Sie Langeweile haben, dann lösen Sie doch das

Kreuzworträtsel und das Reisequiz, denn Sie

können etwas gewinnen – exklusive Kosmetik

und attraktive Wellness-Tage.

Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß beim Lesen

und Rätseln. Werden Sie gesund oder bleiben

Sie es am besten gleich.

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen

Ihre StippVisite-Redaktion

StippVisite überregional

3


Impressum

Herausgeber:

Klinikum St. Georg gGmbH Leipzig

Delitzscher Straße 141, 04129 Leipzig

Tel.: (03 41) 9 09-0 und

Juwi MacMillan Group GmbH

Bockhorn 1, 29664 Walsrode

Tel.: (0 51 62) 98 15-0

E-Mail: info@juwimm.com

Redaktion und Konzept:

Juwi MacMillan Group GmbH

Tel.: (0 51 62) 98 15-0

Verantwortlich für den

redaktionellen Inhalt:

Peter Jungblut-Wischmann

Verantwortlich für den

redaktionellen Inhalt für das

Klinikum St. Georg:

Andrea Minker

Redaktion:

Petra Mende-Gürel,

Birgit Russell (verantwortlich für den

überregionalen Teil)

Producer:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Heiko Kleinschmidt

Layout und Satz:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Heiko Kleinschmidt, Jessica Rodewald,

Peggy Welz

Anzeigen:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Jürgen Wolff, Tel.: (0 51 62) 98 15-42

Fotos:

Juwi MacMillan Group GmbH,

Klinikum St. Georg gGmbH, Andreas

Birkigt, Maria Garz, Simone Günther,

thinkstock ®

Titelbild: Jens Steinert

Druck: Sponholtz Druck, Hemmingen

Erscheinungsweise: quartalsweise

Auflage StippVisite Leipzig: 10.000

Für den Inhalt der Anzeigen sind die

Inserenten verantwortlich.

Der Nachdruck der Beiträge dieser

Ausgabe bedarf, auch auszugsweise,

der ausdrücklichen Genehmigung

der Herausgeber.

Die Redaktion behält sich vor,

Leserbriefe zu kürzen.

4 stippVisite

editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in der Halbzeit eines Fußballspieles

können die Spieler

noch einmal Luft holen und

Kraft tanken, um dann die

zweite Hälfte erfolgreich zu

meistern. Ähnlich geht es

uns „Georgianern“ jetzt, in

der Mitte des Festjahres zum

800-jährigen Bestehen unseres Krankenhauses.

Am guten bisherigen Verlauf der

„ersten Halbzeit“ haben viele Kolleginnen

und Kollegen Anteil. Gemeinsam

wurde lange im Vorfeld geplant,

konzipiert, diskutiert und organisiert.

Die Beschäftigung mit der

langen Tradition des Unternehmens

hat manch neue Erkenntnis ans Tageslicht

gebracht. Die Historie haben

wir in verschiedenen Publikationen

zusammengefasst und mit Hilfe zahlreicher

Veranstaltungen einem interessierten

Publikum vermittelt. Das

Gefühl der Zusammengehörigkeit,

das Bewusstsein um einen gemeinsamen

Weg ist, so denke ich, dadurch

Inhalt (Beiträge St. Georg Unternehmensgruppe)

spürbar geworden. Das ist

ein großer Gewinn.

Auch die zweite Hälfte

dieses für uns geschichtsträchtigen

Jahres 2012

bietet den einen oder anderen

Höhepunkt sowohl

für Patienten, Angehörige und Besucher

als auch für die Mitarbeiter. Informieren

Sie sich über die einzelnen

Aktivitäten auf unserer Homepage

www.sanktgeorg800jahre.de und

seien Sie dabei.

Jetzt jedoch möchte ich Sie erst

einmal einladen, die aktuelle Stipp-

Visite zu lesen und sich über die „1.

Halbzeit“ des Jubiläums in Form einer

Bildergalerie sowie über medizinische

Angebote und Neuheiten zu informieren.

Herzlichst

Ihre Andrea Minker

Leiterin Unternehmenskommunikation/Pressesprecherin

Editorial 4

St. Georg-Kita: Exkursion in die Vergangenheit 5

Spende für Krebspatienten 5

Hypertherme Intrathorakale Chemotherapie (HITOC) 8

Publikationspreis für Arbeit über molekularbiologisches Verfahren 9

Der intrapleurale Verweilkatheter 12

Veranstaltungsimpressionen: 800 Jahre St. Georg 16

„Tanz in den Häusern der Stadt“ 24

Zertifizierungen – Kür oder Pflicht? 28

Menschen und Medizin: Florence Nightingale 29


itter, drachen und spektakel

Kita-Kinder auf Exkursionskurs in die Vergangenheit

Kita-Kinder und ritter friedlich vereint

die selbstgebastelte fensterdeko steht ganz im

zeichen des themas „mittelalter“

geld für Krebspatienten

Spendenübergabe im Büro des Vereins Krebsliga e. V.

durch Kristina hesse, abteilungsleiterin personal/Verwaltung bei der sächsischen lotto-gmbh, und

antonius müller, prokurist der sächsischen spielbanken gmbh und Co. Kg, wurde im märz eine großzügige

spende in höhe von 3.000 euro an den Vorstand des Vereins Krebsliga e. V. übergeben.

Der Vorsitzende des Vereins, Professor Rolf Haupt, und der Schatzmeister,

Heinz Wittig, nahmen die Spende mit großer Freude entgegen

und bedankten sich im Namen des Vereins.

Mit der Spende hat der Verein die Möglichkeit, die laufenden Projekte

weiterzufinanzieren und damit den Tumorpatienten Erleichterung

und Freude zu bringen. Insbesondere werden dadurch die Kurse

im Haus Leben Leipzig, der Begegnungsstätte für Krebspatienten, das

Eltern-Kind-Projekt, die Musiktherapie auf der Palliativstation sowie

Kurse auf der Station der Strahlentherapie mitfinanziert.

Heinz Wittig, Krebsliga e. V.

mit zahlreichen aktivitäten nahmen die jüngsten

georgianer in der st. georg Kita anteil am

geschehen in puncto „800 Jahre st. georg“.

Die Einstimmung auf das Thema erfolgte durch die

Bibliothekarin Gundula Wiedemann, die den Kindern

anhand von zahlreichen Dias die Legende des Drachentöters

näherbrachte. Damit war das Interesse geweckt

und der Eifer angefacht.

Seither beschäftigten sich die Kinder in den Projektzeiten

der Kindertagesstätte spielerisch mit diesem

Thema. So entstanden selbst gestaltete Ritterfiguren

und Drachen, die im Eingangsbereich der Betriebskita

ausgestellt sind.

Bücher zum Thema Mittelalter und speziell zur Legende

des Heiligen Georg wurden eingesetzt, es

wurde themenbezogen gemalt und zum Beispiel in

der Holzwerkstatt gebastelt. Zum Kindertag fand das Projekt mit einem Ritterspektakel seinen

Höhepunkt und Abschluss. Einige Ergebnisse waren zum Tag der Begegnung zu bestaunen.

Andrea Minker

die Übergabe des symbolischen schecks

Im eingang der Kita sind einige

ergebnisse der projektarbeit

in einer Vitrine ausgestellt

stippVisite

5


PromiTalk mit Manou Lubowski

Seit 1992 ununterbrochen vor der Kamera

Ob „Küstenwache“, „Der letzte

Bulle“, „Forsthaus Falkenau“

Kinofilme wie „Anonymous“,

bei dem Roland Emmerich Regie

führte oder „Schutzengel“,

um nur einige zu nennen, Manou

Lubowski ist ein gefragter

Schauspieler. Er spielt die unterschiedlichsten

Rollen wie Kommissar,

Bürgermeister, Kapitän,

FBI-Agent und viele andere.

Seit 1992 steht er fast ununterbrochen

vor der Kamera. Welche

Rolle ihm bisher am meisten

Spaß gemacht hat, verrät er unter

anderem StippVisite-Redakteurin

Birgit Russell.

StippVisite: Welche Rolle war es?

Manou Lubowski: Oh, es gab mehrere

Projekte, die mir ganz besonders

in Erinnerung geblieben sind: „Jerry

Cotton“ oder „Das Jesus Video“, aber

es gab zwei Rollen, die mir extrem

viel Spaß gemacht haben. Zum Beispiel

ein Kindermärchen in den 90ern

mit dem gleichen Regisseur von „Drei

Nüsse für Aschenbrödel“. Es war immer

ein Kindheitstraum von mir, ein-

6 StippVisite überregional

Quelle: ZDF

mal einen Prinzen zu spielen mit

Fechten und Reiten in einer traumhaften

Kulisse. Dann habe ich in einem

anderen Märchen gespielt „Der

Zwerg Nase“. Es war meine erste Comedy

und der Grundstein für eine

weitere Zusammenarbeit und Freundschaft

mit Christian Tramitz, der bei

diesem Projekt auch mein Filmpartner

war. Schon beim Lesen des Drehbuchs

habe ich mich schlapp gelacht,

und ich wusste, das wird ein sehr gutes

Projekt. An diese Dreharbeiten

denke ich gern zurück. Aber fast jede

Rolle hat was für mich. Allerdings hat

sich auch manche Rolle nicht so herausgestellt,

wie ich sie mir vorgestellt

habe.

Wie sind Sie zur Schauspielerei

gekommen?

Das wurde mir eigentlich in die Wiege

gelegt. Mein Vater war Regisseur,

meine Mutter Schauspielerin. Meine

Schwester und ich hatten schon sehr

früh synchronisiert und die ersten Sachen

gedreht. Dafür war ich in der

Schule nicht sehr fleißig, weil ich nebenbei

schon so viel gemacht habe.

Letztendlich habe ich die Schule hin-

geworfen und mich ganz und gar auf

die Schauspielerei konzentriert.

Ist es eigentlich schwer,

Schauspieler zu sein und Rollen

zu bekommen?

Das kommt darauf an, ob man schon

länger dabei ist. Wenn man jetzt anfängt,

ist es bestimmt viel schwieriger,

als zu meiner Zeit. Durch die ganzen

Formate wie Dailys und Soaps ist

ja eine Unmenge von Schauspielern

nachgekommen. Sich dann erst einmal

zu etablieren, ist nicht einfach.

Ich hatte das Glück, immer gute Rollen

angeboten zu bekommen.

Wie gerne spielen Sie komische

Rollen, also Comedy?

Unheimlich gerne. Das war ja auch so

in „Der Zwerg Nase“. Comedy ist sehr

schwierig, es ist eine Timingsache.

Mimik und Wort müssen auf die Sekunde

passen. Aber es macht mir unendlich

viel Spaß, und es ist wieder

etwas geplant.

Was liegt aktuell an?

„Bergdoktor meets Rettung“, und

„Add a Friend“, eine TNT-Serie über

Copyright Tino Crisó


Fernbeziehungen und die daraus resultierenden

Probleme. Wir drehen

auch gerade wieder „Forsthaus Falkenau“.

Dann spreche ich zwei neue

TKKG Hörspiele und habe bei Disneys

Lightning McQueen die Hauptrolle

des roten Flitzers synchronisiert. Seit-

dem lieben mich die Kinder aus der

Klasse meiner Tochter.

Apropos Fernbeziehung. Sie

waren ja schon einige Male verheiratet.

Ist es daran gescheitert?

Nein, aus unterschiedlichsten Gründen,

aber nicht durch die Entfernung.

Ich bin sogar der Meinung, dass Entfernung

förderlich ist. Wenn man

ständig aufeinander hängt, hat man

sich nichts mehr zu erzählen.

Sie haben eine Tochter.

Sehen Sie sie häufiger?

Die ist sechseinhalb Jahre alt und lebt

bei mir. Wir sind eine Patchworkfamilie,

meine Freundin hat auch zwei

Kinder. Wenn ich drehe, ist meine

Tochter allerdings mehr bei der Mutter,

ansonsten bei mir.

Der wichtigste Moment

in Ihrem Leben?

Die Geburt meiner Tochter,

und ich wollte dabei

sein. Das Ende der Dreharbeiten

passte haargenau

zum errechneten Termin.

Passiert ist es, wäh-

rend ich von Hamburg nach Berlin

unterwegs war und das Wetter mir

noch einen Strich durch die Rechnung

gemacht hat. Der erste Moment,

als ich die Kleine im Arm hatte, war so

besonders. So einen Moment können

nur Eltern fühlen.

Quelle: ZDF

Wie halten Sie sich fit?

Ich mache sehr viel Sport, einerseits

für mein Profil, andererseits auch für

mich. Bewegung ist vor allem auch

wichtig, wenn man älter wird. Und

für mich ist es extrem wichtig, fit zu

bleiben, da ich jetzt mehrere sportliche

Rollen spiele. Es wäre ja völlig unglaubwürdig,

wenn da so ein „schlaffer

Sack“ ankommt. Ich muss dazu sagen,

dass ich als Kind sehr dick war.

Und das vergisst man nie. Ich weiß

ganz genau, wo meine Grenze ist und

wo ich aufpassen muss.

Haben Sie schon einmal im

Krankenhaus gelegen?

Nein, ich habe aber sehr viel Erfahrung

mit dem Tod. Mein Vater ist

früh gestorben und meine Tante, mit

der ich aufgewachsen bin, hat leider

Krebs gehabt und ich

habe sie bis zum Tod

begleitet. Dann habe

ich während meiner

Schulzeit Praktika im

Krankenhaus in der

inneren Abteilung

absolviert. Das war

schon etwas Spezi-

elles, auch mit der Hygiene. Ich habe

danach gesagt, wenn immer ich auf

Hilfe angewiesen bin, erschießt mich

bitte. Na ja, als Privatpatient habe ich

vielleicht noch eine Chance.

Was würden Sie an unserem Gesundheitssystem

ändern?

Den sozialen Bereich.

Das Pflegepersonal

in Krankenhäusern

ist

unterbesetzt. Es

bleibt oft keine

Zeit mehr für den

Menschen. Ich

würde die ganzen

Strukturen

aufbrechen wie

auch die Gebührenordnung

der

Ärzte. Ich würde

an die Pharmakonzerne gehen, die

sich die Taschen so brutal vollmachen

und es dadurch immer wieder

ein Ungleichgewicht gibt. Es werden

zwar ständig Veränderungen diskutiert,

aber es gibt kein Weiterkommen.

Die Lobby ist einfach zu groß und zu

stark. Überall, wo viel Geld zirkuliert,

ist auch viel Missbrauch.

Quelle: ZDF

Welchen Tipp geben Sie unseren

Lesern, den Patienten?

Man sollte häufig mal einen Gang herunterschalten

und sich auf Freude

besinnen, und wenn es abends nur

ein Gläschen Rotwein ist. Und ab

und zu soll man ruhig im ganzen Alltagsstress

egoistisch sein und sagen:

„Nein, jetzt will ich mir etwas Gutes

tun.“ Umso mehr Kraft hat man danach.

Herr Lubowski, vielen Dank und

weiterhin viel Erfolg.

Sendezeiten:

Forsthaus Falkenau:

freitags um 19.25 Uhr im ZDF

Küstenwache:

mittwochs um 19.25 Uhr im ZDF

StippVisite überregional

7


8 stippVisite

hypertherme Intrathorakale

nach wie vor haben pleurale

maligne erkrankungen eine

schlechte prognose. das liegt im

Wesentlichen an der im frühstadium

geringen oder fehlenden

symptomatik sowie der schwierigen

lokalisation im pleuralraum

mit häufig diskontinuierlichem

Wachstum. Kurative Behandlungsansätze

sind daher selten

und äußerst komplex.

Beim Mesotheliom besteht der derzeitige

Standard“ in einem multimodalen

Konzept, das sich aus systemischer

Chemotherapie, radikaler

Tumoroperation (extrapleurale Pleuropneumonektomie

mit Zwerchfell-

und Perikardresektion) und abschließender

Bestrahlung zusammensetzt.

Allein durch die Aufzählung wird

deutlich, dass nur wenige Patienten

in ein solches Behandlungskonzept

eingeschlossen werden können. Was

bleibt, sind palliative Maßnahmen mit

wechselnder Suffizienz und gleichbleibend

schlechter Prognose.

Überwachung des temperaturmanagements

Chemotherapie (hItoC)

Neue Hoffnung in der Therapie des Mesothelioms

und anderer maligner Pleuratumoren

das perfusat wird in der maschine aufgeheizt, danach intrathorakal gepumpt und wieder ge -

sammelt

Hoffnung gibt ein neues Verfahren,

das eine weniger aggressive lungenerhaltende

operative Strategie

(Pleurektomie/Dekortikation) mit

einer lokalen hyperthermen Chemotherapie

mit Cisplatin in einer Narkosesitzung

kombiniert. Neben der chirurgischen

Tumorresektion und der

chemotherapeutischen Zerstörung

von residualem Tumorgewebe, wird

der Effekt der langfristigen Tumorkontrolle

durch die angewendete Hyperthermie

des Chemotherapeutikums

nachhaltig getriggert. Der optimale

Temperaturbereich liegt dabei

zwischen 42 und 45 Grad Celsius. Der

Effekt wurde experimentell bereits

in den 80er Jahren beschrieben und

nachgewiesen.

Das Verfahren hat sich in ähnlicher

Art am Abdomen zur Therapie der Peritonealkarzinose

etabliert. Einige Autoren

sehen dabei den Paradigmen-

wechsel in der Behandlung der Peritonealkarzinose

bereits als vollzogen

an. Ähnliches wird auch am Thorax

in der Behandlung des Mesothelioms,

des fortgeschrittenen Thymoms beziehungsweise

Thymuskarzinoms und

unter Voraussetzungen der Kriterien

der Metastasenchirurgie für sekundäre

Pleurakarzinosen erwartet.

Die ersten Ergebnisse sind sehr ermutigend.

Die Autoren berichten über die

gute Verträglichkeit des Verfahrens,

geringe Komplikationsraten und eine

sehr gute lokale Tumorkontrolle bei

guter Lebensqualität.

Die Klinik für Thoraxchirurgie stellt

dieses neue Verfahren als erstes sächsisches

Thoraxzentrum den betroffenen

Patienten zur Verfügung.

Dr. med. Peter Ettrich

Oberarzt, Klinik für Thoraxchirurgie


arbeit über molekularbiologisches

Verfahren ausgezeichnet

Publikationspreis des Translationszentrums

für Regenerative Medizin Leipzig

den publikationspreis des translationszentrums

für regenerative

medizin leipzig erhält in diesem

Jahr dr. stephan Borte für seine

Veröffentlichung in der fachzeitschrift

„Blood“ der us-amerikanischen

gesellschaft für hämatologie.

als erstautor publizierte dr.

Borte gemeinsam mit Kollegen

des Karolinska Institutet stockholm

und des Klinikums st. georg

über eine neuartige methode, mit

der spezifische angeborene Immundefekte

bereits bei neugeborenen

erkannt werden können.

In der Entwicklung des neuen molekularbiologischen

Nachweisverfahrens

hat das Forscherteam die Methode so

konzipiert, dass sie nahtlos in bestehende

Neugeborenen-Screenings integriert

werden könnte. Derartige Pilotvorhaben

sollen dem Gemeinsamen

Bundesausschuss (G-BA) als

Grundlage für eine Erweiterung geltender

medizinischer Standards beim

Neugeborenen-Screening dienen. Für

Sachsen hat Christine Clauß, Staatsministerin

für Soziales und Verbraucherschutz,

bereits Unterstützung für

das Pilotprojekt „SCREEN-ID“ am ImmunDefektCentrum

Leipzig am Klinikum

St. Georg zugesagt.

Über 200 Krankheitsbilder gehören

zur Gruppe der primären Immundefekte

(PID). Sie beruhen auf angeborenen

Störungen des Immunsystems,

die zu einer deutlich verminderten

Produktion von schützenden

Immunzellen und Antikörpern führen.

dr. stephan Borte (l.) und professor frank emmrich, direktor des translationszentrums für regenerative

medizin

Da primäre Immundefekte seltene Erkrankungen

sind – laut Schätzungen

reicht die Häufigkeit von 1:500 bis

1:100.000 – verzögert sich die Diagnose

und somit die Therapie oftmals

über längere Zeiträume.

Als zwei besonders schwere Formen

primärer Immundefekte gelten die Erkrankungen

XLA und SCID. Dabei liegt

der X-chromosal vererbten Agammaglobulinämie

(XLA) ein Mangel an B-

Abwehrzellen zur Bekämpfung bakterieller

Infektionen zugrunde, während

der schwere, kombinierte Immundefekt

(SCID) auf einem Mangel an B-

sowie an T-Abwehrzellen basiert, die

zum Schutz gegen Pilze und Viren benötigt

werden. Beide Krankheitsbilder

führen zu schweren Infektionen besonders

der Atemwege, die wiederum

dauerhafte Schädigungen insbesondere

der Lungen zur Folge haben

können. Unerkannt und unbehandelt

versterben über 90 Prozent der Kinder

mit einem SCID; bei der XLA entstehen

chronische Probleme im Bereich

der Atemwege schon im Kindesalter.

Werden SCID und XLA hingegen

frühzeitig – das heißt unmittelbar

nach der Geburt – diagnostiziert,

kann erfolgreich mittels Stammzelltransplantation

oder einer kontinuierlichen

Antikörper-Substitution therapiert

werden. Nur so lässt sich die

Prognose für die Patienten ebenso

verbessern wie ihre Lebensqualität.

Daniela Weber

Presse­ und Öffentlichkeitsarbeit,

Translationszentrum für

Regenerative Medizin Leipzig

stippVisite 9


10

Ernährung im

zunehmenden Alter

Stoffwechsel verändert sich

Mit zunehmendem Alter verändert

sich oft das Körpergewicht

des Menschen. Trotz unveränderter

Ernährungsgewohnheiten

nehmen die Speckpölsterchen zu.

Für dieses Phänomen ist ein veränderter

Stoffwechsel mit abnehmender

Muskelmasse und einem

geringeren Energiebedarf

verantwortlich. Zugleich

nimmt der Fettanteil

des Körpers zu.

Wer diese Erfahrungen

bereits gemacht

hat, sollte zukünftig bewusster

auf seine Ernährung

achten und beispielsweise

lieber zu mageren

Fleischsorten wie

Geflügel oder magerem

Rinder steak greifen.

Auch Sahnesaucen gehören

nur selten auf den

Teller. Alternativ sind Milch oder püriertes

Gemüse eine gute Basis für

eine Sauce. Fett lässt sich außerdem

einsparen, wenn sich ältere Menschen

für Garmethoden wie Grillen, Dämpfen

oder Dünsten entscheiden. In Limonaden,

anderen süßen und alkoholischen

Getränken stecken ebenfalls

viele Kalorien. Wasser oder ungesüßter

Tee sind die kalorienfreundlichere

Alternative. Auch ausreichend Bewegung

hilft, Energie zu verbrauchen.

Weitere Faktoren, wie Lebensgewohnheiten,

Zufriedenheit und Berufsalltag

sind ebenfalls ausschlaggebend, um

fit und vital zu bleiben.

Gut ernährt auch im frühen

Seniorenalter

Eine ausgewogene Ernährung und

StippVisite überregional

ein gesunder Lebensstil mit Bewegung

beugen darüber hinaus Osteoporose

vor. Diese Alters-Erkrankung

der Knochen führt zu einem übermäßig

raschen Abbau der Knochensubstanz.

Um Osteoporose vorzubeugen,

sind vor allem kalziumreiche Lebensmittel

und eine gute Versorgung mit

Vitamin D wichtig.

Osteoporose-Betroffene sollten etwa

1200 bis 1500 Milligramm Kalzium

über den Tag aufnehmen. Zwei Scheiben

Edamer, ein Becher fettarmer Joghurt,

ein Glas fettarme Milch sowie

eine Portion Broccoli (200 Gramm)

und ein halber Liter kalziumhaltiges

Mineralwasser versorgen den Körper

mit dieser Menge. Allgemein sind

Milchprodukte reich an Kalzium und

auch Gemüse wie Fenchel, Grünkohl

und Lauch. Eine angemessene Vitamin-D-Zufuhr

stellen zwei Fischmahlzeiten

pro Woche sicher. Fettreiche

Fische wie Lachs, Makrele, Heilbutt

und Sardine sind dafür geeignet.

Häufige Bewegung im Freien fördert

die Produktion von Vitamin D im Körper,

weil Sonnenbestrahlung auf der

Haut dafür nötig ist.

Ernährung im hohen Alter:

Welche Tipps gibt es?

Ein anderes Phänomen kennen wir

von Menschen im hohen Alter: Sie

klagen häufig über Appetitlosigkeit

und schnelles Sättigungsgefühl. Dadurch

essen sie insgesamt sehr wenig

und versorgen sich nicht mehr

ausreichend mit den wichtigen Nährstoffen.

Anstelle von

drei Hauptmahlzeiten

nehmen Menschen

im hohen Alter besser

fünf bis sechs kleinere

Mahlzeiten am Tag zu

sich. Wem das Kauen

schwerfällt, kann auch

zwischendurch mal

ein Glas Fruchtsaft

trinken und so eine

Portion Obst am Tag

ersetzen. Obst und Gemüse

schmecken auch

püriert in Milchmix-

Getränken oder Suppen.

Darüber hinaus nimmt das Durstgefühl

im Alter ab. Senioren sollten besonders

darauf achten, die tägliche

Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern zu erreichen.

So gilt mindestens ein Getränk

zu jeder Mahlzeit als obligatorisch.

Wer sich morgens an markanten

Punkten in der Wohnung, an

denen er oft vorbeikommt, ein Glas

mit Wasser bereitstellt, wird erinnert,

zu trinken.

Weitere Informationen im

Internet unter:

http://ernaehrungsstudio.nestle.de

Hier können Interessierte einen Trinkcheck

durchführen oder sich ihr Bioalter

errechnen lassen.


Hohes Fieber in der Nacht, eine akute Magenverstimmung

am Wochenende: Am 16. April wurde in

Deutschland eine einheitliche Rufnummer für den

ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen

Vereinigungen (KVen) eingeführt. Bürger, die

außer halb der Sprechzeiten dringend ambulante

ärztliche Hilfe benötigen, erreichen künftig über

die 116 117 den Bereitschaftsdienst in ihrer Nähe. „In

Zukunft reicht es, wenn sich Patienten die 116 117

merken, sollten sie nachts oder am Wochenende

krank werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der

Kassen ärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas

Köhler, heute bei der Vorstellung der neuen

Bereit schaftsdienstnummer in Berlin.

Gab es früher mehr als 1.000 verschiedene Nummern, wird

es nun mit der einzigen Telefonnummer 116 117 für den

Bürger wesentlich einfacher, ambulante ärztliche Hilfe zu

erhalten, wenn die Praxen geschlossen haben. Damit verbessert

sich für Millionen Versicherte, die jährlich den Bereitschaftsdienst

der KVen nutzen, der Service.

So funktioniert die

neue Bereitschaftsdienstnummer:Patienten,

die außerhalb

der Praxissprechzeiten

auf ambulante

ärztliche Hilfe angewiesen

sind und nicht

wissen, wo sich zum

Beispiel die nächste

Bereitschaftsdienstpraxis

befindet, wählen

ganz einfach die

116 117. Ihr Anruf

wird an den ärztlichenBereitschaftsdienst

in ihrer Nähe

weitergeleitet – je

nach Organisation

des Dienstes direkt

zu einem diensthabenden

Arzt oder ei-

116 117 – die Nummer,

die hilft

Der Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen

ner Bereitschaftsdienst-Leitstelle. Ist eine automatische

Weiterleitung nicht möglich, übernimmt ein Service-Center

die Vermittlung. Die bisherigen regionalen Telefonnummern

bleiben als zusätzlicher Service zur 116 117 vorerst

erhalten.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst wird von den Kassenärztlichen

Vereinigungen gemeinsam mit den niedergelassenen

Ärzten organisiert. Er ist für Kassen- und Privatpatienten

gedacht, die in dringenden medizinischen Fällen eine ambulante

ärztliche Behandlung benötigen und sich nicht in

einer lebensbedrohlichen Situation befinden. Neben speziellen

Bereitschaftsdienstpraxen, die Patienten aufsuchen

können, bieten viele KVen auch einen Hausbesuchsdienst

an. Der Bereitschaftsdienst 116 117 darf allerdings nicht

mit dem Rettungsdienst (112) verwechselt werden, der in

lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet, zum Beispiel bei

Herzinfarkt, Schlaganfall oder

Ohnmacht.

Mehr Informationen

zur 116 117 und

dem ärztlichen

Bereitschaftsdienst

gibt es im

Internet unter:

www.116117info.de

Quelle: KBV Kassenärztliche

Bundesvereinigung

StippVisite überregional

11


der intrapleurale

Verweilkatheter

Effektive Methode zur Behandlung des chronischen Pleuraergusses

Viele patienten mit einem chronischen

pleuraerguss werden

durch rezidivierende luftnot

stark beeinträchtigt. häufige

hospitalisationen und Interventionen

zur Behandlung des ergusses

sind die folge. dabei handelt

es sich um menschen, die aufgrund

dieser erkrankung ohnehin

in ärztlicher dauerbehandlung

sind.

Ursächlich in Betracht kommen im

Wesentlichen Patienten mit einem

malignen Pleuraerguss, Leberzirrhose,

chronischer Niereninsuffizienz und

Herzinsuffizienz. Viele relevante Probleme

für die Patienten entstehen

durch die Behandlung des chronisch

rezidivierenden Pleuraergusses. Die

derzeitigen Behandlungskonzepte

(1) reichen von konservativen Maßnahmen,

wie physiotherapeutisch ge-

12 stippVisite

In seldingertechnik wird ein dilatator über

einen vorher platzierten führungsdraht geschoben

führtem Atemtraining und forcierter

Diurese, bis zu Interventionen mit rezidivierenden

Pleurapunktionen, konventionellen

Thoraxdrainagen und videoassistierten

Thorakoskopien mit

Pleurodesevarianten. Während erstere

Maßnahmen in fortgeschrittenen

Situationen einfach nicht ausreichen,

sind letztere Therapien nicht ohne Risiko,

und die bereits durch die Grund-

�häusliche Alten- und Krankenpflege

�kompetente Pflege- und Sozialberatung

�hauswirtschaftliche Versorgung und Hilfe

�individuelle Einzel- und Gruppenbetreuung bei

Demenzerkrankung

�Hausnotruf für die Hilfe auf Knopfdruck

�Kurse für pflegende Angehörige

�Vermittlung von weiteren Leistungen, wie

Betreutes Wohnen und „Essen auf Rädern“ sowie

stationäre Pflege und Kurzzeitpflege

Miteinander - Füreinander

der Verweilkatheter wird über einen trokar

sicher platziert

erkrankung gezeichneten Patienten

haben Probleme, sich von den Eingriffen

zu erholen oder laborieren an

nachfolgenden Komplikationen.

In diese Schnittstelle stößt die Methode

des intrapleuralen Verweilkatheters.

Die Klinik für Thoraxchirurgie

der Unternehmensgruppe St. Georg

bietet diese Therapie in Technik und

Hilfe, Beratung und Betreuung: Sozialstation der Volkssolidarität

Information im Internet unter: www.volkssolidaritaet-leipzig.de

Kontakt

Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e. V.

Sozialstation

Schenkendorfstraße 17a

04275 Leipzig

Telefon: 0341 3915514

Fax: 0341 3917278

Mail: sozialstation@volkssolidaritaet-leipzig.de


Logistik seit diesem Jahr in vollem

Umfang an.

Beim intrapleuralen Verweilkatheter

handelt es sich um einen getunnelten

dünnen Silikonkatheter mit Teflonmanschette,

der unter sterilen OP-

Saal-Bedingungen implantiert wird.

Der Katheter kann in Lokalanästhesie

mit und ohne begleitende diagnostische

Thorakoskopie gelegt werden.

Die Teflonmanschette heilt subkutan

vollständig ein und verhindert somit

eine ungewollte Katheterdislokation

sowie aufsteigende bakterielle katheterassoziierte

Pleuraempyeme. Die

Patienten können durchschnittlich

nach drei bis vier Tagen bei reizfreien

Wundverhältnissen in die ambulante

Weiterbetreuung entlassen werden.

Der Pleuraerguss kann im Anschluss

einfach unter ambulanten Bedingungen

bedarfsgerecht, unkompliziert

und gefahrlos entlastet werden.

Die ambulante Betreuung der kathetertragenden

Patienten übernehmen

– immer in Absprache und in Regie

der Hausärzte – geschulte Angehörige

oder Pflegedienste. Ist der Patient

nur gering beeinträchtigt, kann er das

Kathetermanagement auch selbst betreiben.

Als Ansprechpartner und Un-

Klare Sache

12.000 Trinkwasserproben

analysieren wir jährlich – für reines Wasser

und puren Genuss!

entfaltete lunge nach Katheterimplantation

Chronischer pleuraerguss vor Katheteranlage

terweiser steht zertifiziertes Pflegepersonal

unseres Klinikums zur Verfügung.

Die in der Literatur veröffentlichten

Ergebnisse sind ermutigend. Die Patienten

erleiden deutlich weniger erguss-

und behandlungsassoziierte

www.wasser-leipzig.de

Komplikationen wie Pneumonien, Atelektasen,

Blutungen, Pleuraempyeme

oder Lungenödeme. Mehr als 95 Prozent

(2) der mit einem intrapleuralen

Verweilkatheter versorgten Patienten

geben eine Verbesserung ihrer klinischen

Symptome an. In circa 46 Prozent

(2) der Fälle wird ein spontanes

Sistieren des Pleuraergusses beobachtet.

Sollte der intrapleurale Verweilkatheter

in solchen Fällen nicht mehr

erforderlich sein, kann er unkompliziert

und ohne Operation wieder entfernt

werden. Die Entfernung des Katheters

sollte zum Ausschluss eines

Pneumothorax unter 24-stündiger

Beobachtung im Krankenhaus erfolgen.

(1) Lombardi, G. et al.: Diagnosis and Treatment of

Malignant Pleural Effusion, A Systematic Literature

Review and New Approaches, American Journal of

Clinical Oncology, Volume 33, Number 4, 420–423,

August 2010

(2) Van Meter et al.: Efficacy and Safety of Tunneled

Pleural Catheters in Adults with Malignant

Pleural Effusions: A Systematic Review , J Gen Intern

Med 26(1):70–76, August 2010

Dr. med. Peter Ettrich

Oberarzt,

Klinik für Thoraxchirurgie

Auf den Geschmack kommen

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1 und eines der

am häufigsten kontrollierten Produkte in Deutschland.

Es erfüllt höchste Ansprüche, ist frisch, klar, gesund und

obendrein kalorienfrei – der perfekte Durstlöscher. Damit

das auch so bleibt, überprüfen die Mitarbeiter des KWL-

Trinkwasserlabors mehrmals täglich die Qualität Ihres

Wassers.

So versorgt die KWL 634.000 Menschen in Leipzig und

der Region zuverlässig mit Trinkwasser und liefert damit

jährlich über 32 Millionen Kubikmeter Trinkwasser.

Die Unternehmen der KWL-Gruppe

Bau + Service Leipzig GmbH

Sachsen Wasser GmbH

Sportbäder Leipzig GmbH

Wassergut Canitz GmbH

Wasseraufbereitungsanlage

Knautnaundorf GmbH

KWL – Kommunale Wasserwerke

Leipzig GmbH

Johannisgasse 7/9, 04103 Leipzig

Telefon 0341 969-2222

kundenservice@wasser-leipzig.de

www.wasser-leipzig.de


Nahrungsmittelun ver -

träg lichkeiten meistern

Ursache, Diagnose und Therapie

Eine Lebensmittelunverträglichkeit

stellt Betroffene bei der täglichen

Ernährung vor Herausforderungen,

weil sie bestimmte

Bestandteile von Lebensmitteln

nicht vertragen. Manche Nahrungsmittelunverträglichkeiten

können unangenehm werden

und leichte Beschwerden wie

Ausschlag oder Bauchschmerzen

verursachen. Allergische Reaktionen

auf bestimmte Bestandteile

von Lebensmitteln wie beispielsweise

auf Erdnüsse können

sogar lebensbedrohlich werden.

Zu den Lebensmittelunverträglichkeiten

gehören neben der „echten“ Allergie

die nicht allergischen Unverträglichkeiten,

die beispielsweise auf

einem Enzymdefekt beruhen. Es gibt

zudem Pseudoallergien. „Bei ihnen reagiert

der Körper auf zugesetzte Aromen

oder Zusatzstoffe wie beispielsweise

Konservierungsstoffe und

Farbstoffe sowie auf natürliche Inhaltsstoffe“,

erläutert die Ernährungswissenschaftlerin

Dr. Elke Arms. Hingegen

involvieren Allergien immer das

Immunsystem. Da die Unterschiede

nicht immer einfach zu erkennen sind,

kann eine Selbstdiag nose nicht den

Gang zum Arzt ersetzen. „Ärzte verwenden

spezielle Tests, um eine eindeutige

Diagnose zu erstellen“, so

Arms. Basis hierfür ist ein Ernährungstagebuch.

Es dokumentiert zum Beispiel

zwei bis vier Wochen lang, wann

und mit welchen Symptomen auf Lebensmittel

reagiert wurde.

Verzicht muss nicht sein

Während Allergiker das auslösende

Lebensmittel komplett vom Speise-

14 StippVisite überregional

plan streichen müssen, werden bei

nicht allergischen Lebensmittelunverträglichkeiten

oft kleine Mengen

vertragen. „Etwa 20 Prozent der Bevölkerung

in Deutschland leiden zum

Beispiel an einer Milchzuckerunverträglichkeit,

müssen aber meist nicht

komplett auf Milch oder Milchprodukte

verzichten. Je nach Ausprägung

vertragen Betroffene kleine

Mengen und sie greifen auf Lebensmittel

wie Hartkäse mit geringem

Laktosegehalt zurück“, erklärt die Er-

nährungswissenschaftlerin. Bei Erdnussallergikern

hingegen reichen oft

kleinste Mengen, um heftige Reaktionen

auszulösen. Kommen Allergiker

damit in Kontakt oder atmen

Erdnussspuren ein, kann dies zu Erstickungsanfällen

und zum Kreislaufzusammenbruch

führen. Wer den

nussigen Geschmack bei Brot oder

Gebäck nicht missen möchte: Eine

gute Alternative sind gerösteter Sesam,

Kürbis- oder Sonnenblumenkerne.


Allergieangaben ernst nehmen

– Nestlé Ernährungsstudio gibt

Interpretationshilfe

Auf bestimmte Dinge zu verzichten,

ist leichter gesagt als getan. Bei verarbeiteten

Lebensmitteln sind die Zutaten

nicht auf Anhieb zu erkennen.

So werden Hühnerei- oder Milcheiweiß

beispielsweise häufig als Bindemittel

in Suppen, Saucen, Pudding,

Teigwaren, Kuchen und Gebäck eingesetzt.

Nur ein genauer Blick auf die

Zutatenliste kann vor bösen Überraschungen

schützen. Schließlich werden

etwa 90 Prozent aller Nahrungsmittelallergien

durch 14 Lebensmittel

verursacht. Zu diesen Top-Allergenen

gehören unter anderem glutenhaltiges

Getreide (zum Beispiel Weizen,

Gerste, Roggen, Hafer und Dinkel),

Erdnüsse, Soja, Sellerie und Milch sowie

daraus hergestellte Erzeugnisse.

Lebensmittelproduzenten müssen sie

generell auf der Zutatenliste angeben,

egal in welcher Menge sie verarbeitet

sind. „Beispielsweise sollen Erdnuss-

Allergiepass in 10 Sprachen

allergiker den Hinweis. ‚Kann Spuren

von Erdnüssen enthalten’ auf der

Verpackung ernst nehmen“, so Arms.

Auch wenn das Produkt selbst damit

nicht hergestellt wird, können bei der

Produktion Spuren eines anderen Erzeugnisses

übertragen werden.

Broschüre hilft Betroffenen,

den Alltag zu meistern

„Es entsteht ein zunehmender Informationsbedarf,

wie Verbraucher mit

Lebensmittel-Allergien unbeschwert

umgehen können und worauf sie bei

ihrer Ernährung tatsächlich verzichten

müssen“, meint Arms: „Mit einfachen

Tipps gestalten Nahrungsmittelallergiker

ihre Speisepläne dennoch

ausgewogen.“ Das Nestlé Ernährungsstudio

bietet daher ergänzend zum

Webangebot einen Ratgeber für

Lebensmittelunverträglichkeiten an.

Die Broschüre „Nahrungsmittelallergien

– Tipps für die richtige

Lebensmittelauswahl“ steht kostenlos

im Broschüren-Bereich des Nestlé

Ernährungsstudios als Download zur

Verfügung und kann als Print-Version

telefonisch unter Tel. 069 6671

8888 (Montag bis Freitag: 8 bis 18

Uhr) bestellt werden. Die Publikation

orientiert sich an den Empfehlungen

des „Aktionsplan-Allergien“ des Bundesministeriums

für Ernährung, Landwirtschaft

und Verbraucherschutz.

Zudem sind die Informationen und

Tipps mit dem Deutschen Allergie-

und Asthmabund (DAAB) abgestimmt.

Wenn Allergiker sich nicht sicher sind,

ob das gewählte Lebensmittel für sie

geeignet ist, helfen die Hersteller weiter.

Im Nestlé Ernährungsstudio unter

„Produktinformationen“ finden Betroffene

Interpretationshilfen für die

Inhaltsangaben auf Lebensmittelverpackungen.

Informationen unter:

http://ernaehrungsstudio.nestle.de

Der Tipp für reisefreudige Allergiker

Blütenpollen, Insektenstiche, lebensbedrohliche Allergene im Essen – für Allergiker ist besonders im fremdsprachigen

Ausland das Risiko höher, im Akutfall medizinisch nicht richtig versorgt zu werden. Grund ist

häufig die mangelnde Verständigung. Die Folgen können lebensbedrohlich sein.

Allergiker wissen, wie wichtig es ist, einen Allergieausweis

zu besitzen. Dieser nützt jedoch nichts, wenn der Arzt im

Ausland kein Deutsch versteht. Nun haben Allergiker endlich

die Möglichkeit, sich einen Allergiepass in der Sprache

des entsprechenden Reiselandes im Internet zu erstellen.

Dabei stehen zehn Sprachen zur Auswahl: Dänisch, Englisch,

Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch,

Portugiesisch, Spanisch und Türkisch. Neu hinzugekommen

ist eine Übersetzungshilfe zur Beschreibung von

Symptomen bei einem möglichen Arzt- oder Apothekerbesuch.

Ein Ausweis in einer Fremdsprache kostet 4,95 EUR und für

9,95 EUR können Globetrotter ihn in bis zu zehn Sprachen

erstellen. Zu finden unter http://www.allergieausweis.de

Hintergrundinformationen zum Thema

Rund 30 Prozent der Bevölkerung leiden an einer oder

mehreren Allergien, und die Europäische Stiftung für Allergieforschung

(http://www.ecarf.org) geht davon aus, dass

2015 beinahe jeder zweite von mindestens einer Allergie

betroffen ist.

Studien des Instituts für Tourismuswissenschaft der Universität

Lüneburg zeigen, dass das am häufigsten empfundene

Risiko beim Reisen zu 71 Prozent in Krankheitsfällen

liegt, gefolgt von Unfällen mit 45 Prozent.

Mit einem Allergieausweis in der Landessprache des Reiselandes

sollte der Allergiker im Notfall gewappnet sein und

seinen Urlaub genießen können.

StippVisite überregional

15


festakt am 20. märz

das st. georg lädt ein

führung durch die ausstellung

„800 Jahre st. georg in leipzig“

partner aus China zu gast

Ökumenischer gottesdienst

800-jähri

Impression

stippVisite 16 Willkommen zum festakt


gedenktafel zum Bestehen des Krankenhauses

historischer Vortrag mit professor Klaus fitschen

die geburtstagstorte wird angeschnitten

ges Jubiläum

en

das ensemble nobiles umrahmt den festakt

das parkschloss im festkleid


Das Lösungswort aus der Frühlingsausgabe der StippVisite lautete „ Weltneu heit“.

Eines von sechs Asophyllum Algenpulver und SylviaSlim gewinnen:

S. Rathke, Raunheim; R. Schott, Harzgerode; H. Kaiser, Rüsselsheim; A. Petzsch, Fuldatal;

Dr. H. G. Appel, Bergisch Gladbach; I. Pester, Suptitz.

Herzlichen Glückwunsch!

18

StippVisite überregional

Das StippVisite-

Kreuzworträtsel

Exklusive Anti-Aging-Kosmetik

aus dem Hause FloraFarm

GESINE W früh. und spät. ist die

neue, exklusive Kosmetik aus dem

Hause FloraFarm – Ihrem Ginsengspezialisten

in Deutschland. Sie verbindet

die traditionelle Wirkweise der

Ginsengwurzel mit den neuesten Erkenntnissen

der Dermatologie für

eine optimale Anti-Aging-Pflege der

Haut ab Mitte 30.

Die Kombination aus hochwertigem

Ginseng und weiteren sorgfältig ausgesuchten

Wirkstoffen wie Hyaluronsäure

und Vitaminen führt zur Verzögerung

von Hautalterungsprozessen,

zur Milderung von Hautreizungen

und zur Verbesserung der Feuchtigkeitsbindung.

Das Ergebnis ist eine

Fältchenreduzierung und ein strahlender,

ebenmäßiger Teint – von früh.

bis spät.

Weitere Informationen im Internet

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Senden Sie das richtige

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Redaktion StippVisite

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29664 Walsrode

Einsendeschluss ist der

20. August 2012


Diskriminierung:

Legasthenie und Dyskal kulie

als Beleidigung!

Fachkompetente Förderung ist wichtig

In Deutschland sind circa acht

Millionen Menschen von Legasthenie

oder Dyskalkulie betroffen.

Da Kinder, die darunter leiden,

nicht verstehen können, warum

ihnen das Lesen so schwer

fällt – wo sie doch genauso intelligent

sind wie ihre Freunde, denen

es leichter fällt – macht ihnen

Legasthenie auch häufig viel

Kummer. Viele Kinder verlieren

ihr Selbstbewusstsein und das

kann zu immer schlimmer werdender

Rebellion, Aggression,

Frust und sogar Kriminalität führen.

Viele Legastheniker zeigen jedoch

großes Talent in anderen Bereichen –

Sport, Wissenschaft, Computer, Wirtschaft

oder Kunst – sofern ihre frühen

Probleme mit dem Lesen sie

nicht der Hoffnung und des

Selbstwertgefühls beraubt

haben. Folglich ist das Verständnis

der biologischen

Grundlagen der Legasthenie

nicht nur interessant,

sondern sehr wichtig, damit

man der emotionalen Belastung

der Betroffenen entgegenwirkt.

Wenn wir den

Vorgang des Lesens besser

verstehen, kann das auch zu

neuen Wegen führen, dieses

Problem zu behandeln oder

bewältigen.

Der Bundesverband Legasthenie und

Dyskalkulie (BVL) engagiert sich seit

1974 dafür, dass Menschen mit einer

Legasthenie oder Dyskalkulie mehr

Akzeptanz und Toleranz in unserer

Gesellschaft erfahren. Beide Teilleistungsstörungen

haben keinen Einfluss

auf die allgemeine Begabung der

Betroffenen, auch hochbegabte Menschen

können betroffen sein. Werden

die Belange der Betroffenen in Schule,

Ausbildung und Beruf beachtet, gibt

es keinerlei Beeinträchtigung in der

Fachkompetenz. Bis heute ist es allerdings

immer noch eine große Herausforderung

für diese Menschen, einen

begabungsgerechten Bildungsabschluss

zu erreichen, da auch in den

Schulen häufig noch die Meinung

vorherrscht, wer nicht richtig lesen,

schreiben oder rechnen kann, der

kann auch kein Abiturzeugnis erhal-

Typische Symptome einer Legasthenie:

• Texte werden nicht verstanden

• Texte werden ungenau oder ohne Zusammenhang

gelesen

• Probleme mit Fremdsprachen

• Einzelne Buchstaben werden ausgelassen, hinzugefügt

oder vertauscht

• Die Schrift ist unleserlich

• Probleme beim Abschreiben von Texten

• Probleme beim Schreiben von Aufsätzen

• Für Schreibarbeiten wird sehr viel Zeit benötigt

• Schwierigkeiten im Merken des Alphabets

• Schwierigkeiten mit Reihenfolgen

ten. Der psychische Druck, der auf den

Betroffenen lastet, weil ihr Handicap

in den Vordergrund gestellt wird,

zieht sich wie ein roter Faden durch

ihr Leben. Dass eine fachkompetente

Förderung fehlt, hat zur Folge, dass es

oftmals große Misserfolge gibt.

„Im Grundgesetz steht, dass Menschen

nicht diskriminiert werden dürfen.

Nun muss es uns nur noch gelingen,

dies in den Köpfen der Menschen

zu verankern. Leider erfahren wir täglich

in unserer Beratungsarbeit, wie

weit wir davon noch entfernt sind.

Anstatt dafür zu sorgen, dass aus jungen

Menschen starke Persönlichkeiten

werden, die qualifizierte Berufe

erlernen können, machen wir sie psychisch

kaputt, weil wir uns über ihr

Handicap auch noch lustig machen,

und daran hat die Presse leider ei-

nen großen Anteil“, bedauert

Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende

des BVL.

Weitere Informationen zum

Thema und zum Bundesverband

Legasthenie und Dyskalkulie

e. V. sind im Internet

unter

www.bvl-legasthenie.de

abrufbar.

Quelle: Agentur PR4YOU

StippVisite überregional 19


pressekonferenz zum Jubiläum

eine straßenbahn trägt die Kunde

vom Jubiläum durch leipzig

festredner professor rolf haupt:

lasst Blumen sprechen ...

20

stippVisite

treff ehemaliger mitarbeiter

grußwort der sächsischen staatsministerin

Christine Clauß

eröffnung der Jubiläumsausstellung

historischer Vortrag mit professor Wolfgang hartig


andrang am Jubiläumsshop

historischer Vortrag mit

professor Ingrid Kästner

Interessierte Besucher in der ausstellung

präsentation des Buches „800 Jahre st. georg in leipzig“

auftritt des oskar-reime-Chors aus delitzsch

das ensemble Bella musa stimmt auf das Jubiläum ein

enthüllung der gedenktafel am

ersten standort des Krankenhauses

stippVisite

21


Diabetes und Alzheimer:

Risiken kennen und meiden

Kostenlose Broschüre der Alzheimer Forschung Initiative

Gibt es einen Zusammenhang

zwischen Dia betes

und Alzheimer? Wie wirkt

sich der Blutzuckerspiegel

auf die geistige Leistungsfähigkeit

aus? Die Alzheimer

Forschung Initiative e. V. (AFI)

beantwortet in ihrer neuen

Broschüre „Diabetes und Alzheimer:

Risiken kennen und meiden“

die wichtigsten Fragen zu

diesem Thema.

„In unserer täglichen Arbeit erreichen

uns Anfragen von Diabetikern,

die mehr zum Thema Alzheimer wissen

möchten“, sagt Autorin Dr. Dagmar

Salber. „Unsere neue Broschüre

fasst die wichtigsten Antworten zum

Thema Diabetes und Alzheimer übersichtlich

und leicht verständlich zusammen.“

Die Broschüre

gibt zunächst

einen Überblick

über den Diabetes

Typ 2 und die Alzheimer-Krankheit.

Anschließend wird

das Zusammenspiel

beider Erkrankungen

beleuchtet. Im Schlusskapitel

steht dann die

Vermeidung von Risikofaktoren

für Diabetiker im

Mittelpunkt. „Die goldene

Regel sollte ein möglichst

im Normalbereich liegender

Blutzucker wert sein. Hilfreich

ist dabei nicht nur eine Umstellung

der Ernährung sondern auch

regelmäßige körperliche Bewegung“,

erläutert Salber.

22 StippVisite überregional

Spendenkonto

Konto: 80 63 400, Bank für Sozialwirtschaft

Köln, BLZ: 370 205 00

Über die Alzheimer

Forschung Initiative

Die Alzheimer Forschung Initiative

(AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger

Verein. Seit 1995 fördert die

AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte

engagierter Alzheimer-Forscher.

Bis heute hat die Alzheimer

Forschung Initiative 102 Projekte

mit rund 5,4 Millionen Euro fördern

können. Die AFI stellt außerdem

kostenloses Informationsmaterial

für die

Öffentlichkeit bereit. Interessierte

und Betroffene

können sich auf

www.alzheimer-forschung.de

fundiert über

die Alzheimer-Krankheit infor mieren

und Ratgeber bestellen. Ebenso finden

sich auf der Webseite Informationen

zur Arbeit des Vereins

und allen Möglichkeiten zu

Spenden.

Bestellung der

Broschüre

Die Broschüre „Diabetes

und Alzheimer: Risiken

kennen und meiden“

kann kostenfrei bestellt

werden

bei der Alzheimer

Forschung

Initiative e. V.,

Kreuzstr. 34,

40210 Düs seldorf.

Per Internet auf www.alzheimerforschung.de,

Rubrik Aufklärung, per

E-Mail info@alzheimer-forschung.de

oder einfach über die gebührenfreie

Telefonnummer 0800 200 40 01.

Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e. V.


Mediziner warnen

vor Schlafapnoe

Risikofaktor vor und nach Schlaganfall

Das Schlafapnoe-Syndrom ist

eine der häufigsten und folgenschwersten

Schlafstörungen. In

Deutschland leiden schätzungsweise

mehr als acht Prozent der

Bevölkerung an dieser Erkrankung

und damit auch an ihren

Folgen – aber die meisten leiden,

ohne die Ursache zu wissen. Als

wesentlicher Risikofaktor für den

Schlaganfall kann Schlafapnoe

lebensbedrohlich sein. Schlafmediziner

plädieren dafür, dem

nächtlichen Atemstillstand endlich

einen ähnlichen Stellenwert

wie dem Bluthochdruck

oder dem Vorhofflimmern einzuräumen.

Und sie warnen:

Schlafapnoe gefährdet die Rehabilitation

nach Schlaganfall.

Mindestens ein bis zwei Prozent der

Bevölkerung ist vorsichtigen Schätzungen

zufolge von einer Schlafapnoe

betroffen. Die nächtlichen Atemstillstände

bewirken zunächst Müdigkeit

und Konzentrationsverlust. Mittelfristig

führen sie zu Bluthochdruck, weil

das Herz mehr pumpen muss, um die

Organe ausreichend mit Sauerstoff zu

versorgen. Hochdruck ist der Hauptrisikofaktor

für einen Schlaganfall. Verschiedene

internationale Studien wiesen

ein zwei- bis dreifach erhöhtes

Schlaganfall-Risiko bei Apnoe-Patienten

aus.

Neuere Studien aus Schweden und

den USA lassen darauf schließen, dass

auch die Schlafapnoe selbst das Risiko

für einen Schlaganfall erhöht. Und

dass nicht nur die besonders schweren

Apnoen, sondern bereits leichte

bis mittlere Syndrome den Schlagan-

fall fördern. Wird die Schlafapnoe von

Patienten und Ärzten immer noch unterschätzt?

„Vieles deutet darauf hin“,

meint Prof. Dr. Jean Haan.

Der Neurologe, Psychiater und

Schlafmediziner ist Regionalbeauftragter

der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Haan hat festgestellt,

dass Schlaganfälle offenbar zur Verschlechterung

von Schlafapnoen führen.

Doch in der Akutphase auf der

Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation)

sind Patienten oft noch nicht

stabil genug für eine Behandlung.

Sind Patienten erst einmal in die Rehabilitation

entlassen, „sieht man sie

möglicherweise nie wieder“, so Haan.

„Hier liegt ein echtes Problem. Wenn

es der Zustand des Patienten zulässt,

sollte man ihn deshalb nicht ohne Anpassung

an ein Druckbeatmungsgerät

in die Reha entlassen.“ Er spricht sich

dafür aus, bei Patienten mit schweren

Schlaganfällen eine Schlafapnoe abzuklären.

„Der Risikofaktor ist zu bedeutend,

als dass man ihn vernachlässigen

dürfte“, so Haan. Mediziner

weisen auch darauf hin, dass eine

schwere Apnoe den Rehabilitationserfolg

gefährden kann, weil Patienten

müde und abgespannt sind.

Weitere Informationen unter:

www.schlaganfall-hilfe.de

StippVisite überregional

23


Ballett im Badehaus

24

stippVisite


zwischen spinnennetzartig gespannten schnüren, …

„tanz in den

häusern der stadt“

für einen abend – konkret für

den 5. mai 2012 – wurde das historische

Badehaus zur Bühne des

leipziger Balletts. um 20:00 uhr

hieß es symbolisch „Vorhang

auf“ für eine Choreografie des

Ballettdirektors und Chefchoreografen

mario schröder, die er in

zusammenarbeit mit den tänzern

des leipziger Balletts entwickelt

hat.

Mit der Inszenierung sollten neue

Sichtweisen auf Gewohntes aufgezeigt

und erlebbar gemacht werden.

Ihr lag der Gedanke zugrunde, dass

das Badehaus ein traditionsreicher

Ort ist, der großzügig und barrierefrei

den Kranken Raum für Erholung

und Begegnung mit Besuchern bietet

und der für die Tänzer zum Raum der

Hindernisse wird. Dieses Spannungsverhältnis,

das die Reihe „Tanz in den

Häusern der Stadt“ gesucht und am

Standort Eutritzsch des Klinikums gefunden

hat, wurde sensibel und professionell

umgesetzt.

Der Zuschauer war konfrontiert

mit einem Bühnenbild, das mit

nichts außer spinnennetzartig gespannten

Schnüren auskam. Und

mit blutjungen Tänzern, die in ihren

schlichten Kostümen das Motto ausdrucksstark

und bewegend umsetzten.

Dazu der Raum, der förmlich

Atmosphäre atmete. Insgesamt

eine dramatisch anmutende Auffüh-

... die Barrieren und anspannung sichtbar machen sollten, …

Historisches Badehaus wurde zur Bühne des Leipziger Balletts

… bewegten sich die tänzer …

rung, die schließlich heiter und befreit

optimistisch endete: Die Schnüre, die

Anspannung und Barrieren sichtbar

machten, lösten sich schließlich ins

Nichts auf.

Zwischen dem Ballett Leipzig und der

Unternehmenskommunikation des

Klinikums wurden im Ergebnis dieser

gelungenen Veranstaltung weitere

Projekte in Aussicht gestellt. Angedacht

sind eine vergleichbare Veranstaltung

für Patienten und eine gemeinsame

Ausstellung.

Andrea Minker

Pressesprecherin

Leiterin Abt. Unternehmenskommunikation

… unter der Choreografie von mario schröder

stippVisite

25


Mit fit Reisen nach Trier

Wellness wie bei den Römern

im Park Plaza Trier

Das 4*Superior Hotel Park Plaza Trier liegt mitten im Herzen

der ältesten Stadt Deutschlands. Sehenswürdigkeiten wie

die Porta Nigra, der Dom und das Amphitheater liegen nur

einen Steinwurf entfernt. Die Spuren der römischen Vergangenheit

prägen nicht nur das Stadtbild von Trier, auch im

Park Plaza bestimmen sie das Bild. Das 4*Superior Haus präsentiert

sich als modernes Domizil, das entspanntes Wohnen

mit dem Erlebnis der antik-römischen Kultur verknüpft.

Besonders der Wellnessbereich Relaxarium hat sich diesem

Motto verschrieben. Im Stil eines römischen Bades stehen

auf rund 330 Quadratmetern acht Themenbereiche zur Auswahl.

Marmorsäulen und römische Mosaike sorgen für ein

exklusives, mediterranes Ambiente, unter anderem mit Laconium,

Römischem Dampfbad, Sauna und Eisgrotte.

Weitere Informationen erhalten Sie im Reisebüro oder direkt

bei FIT Reisen l Ravensteinstraße 2 l 60385 Frankfurt

am Main l Tel (069) 40 58 85 0

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fitreisen.de l E-Mail: info@fitreisen.de

26 StippVisite überregional

FIT Reisen Jahreskatalog

2012: Kur- und Spa-Oasen

weltweit

Im Jahreskatalog 2012 präsentiert

FIT Reisen auf 332 Seiten

334 Hotels in 185 Destinationen

und 35 Ländern. Dabei ergänzen

47 neue Resorts das

Portfolio. Das Angebot umfasst

die ganze Palette der Wellness-

und Gesundheitsreisen: Von

Ayurveda und Thalasso über

Klassische Heilkuren und Medi-

cal Beauty bis zu Fastenkuren und

der Burnout Prävention.

Oder möchten Sie den Aufenthalt

im 4*Superior Hotel Park Plaza Trier

gewinnen? Das Hotel verlost zusammen

mit FIT Reisen einen Gutschein

über zwei Übernachtungen

für zwei Personen im Doppelzimmer

inklusive Halbpension. Au-

COVER_2012_FINAL_Layout 1 23.11.11 12:44 Seite 7

ßerdem dabei: Das Arrangement „Römische Wellnesstage“.

Es umfasst unter anderem die Benutzung des Wellnessbereichs

Relaxarium und des Fitnessraums, ein individuelles

Wellnessberatungsgespräch, Bademantel und Slipper auf

dem Zimmer sowie frisches Obst und Mineralwasser bei Ankunft.

Der Gutschein ist zwölf Monate gültig je nach Verfügbarkeit.

Beantworten Sie bitte folgende Fragen:

• In welcher Stadt liegt das 4*Superior Hotel Park Plaza?

• Wie heißt der Wellnessbereich des Hotels?

• In welchem Stil präsentiert sich der Wellnessbereich?

• Wie viele Hotels präsentiert FIT Reisen in seinem Jahreskatalog

2012?

Antworten bitte mit Adresse und Telefonnummer an:

Redaktion StippVisite, Bockhorn 1, 29664 Walsrode.

Einsendeschluss ist der 20. August 2012.

Viel Glück!

Januar - Dezember 2012 2011

Kur- und Spa-Oasen weltweit

Ayurveda ó Yoga ó Beauty ó Anti-Aging ó Fasten

Kuren ó Fango ó Burnout ó Prävention ó Thalasso

Gewinnerin des Reisequiz aus der Frühjahrsausgabe der

Stipp Visite ist: M. Wohlfahrt aus Kelsterbach. Sie gewinnt

ein Arrangement „Entspannte Zweisamkeit“ für zwei Personen

mit zwei Übernachtungen im Hotel Alexandersbad****

im Fichtelgebirge.

Herzlichen Glückwunsch!

Z E R T I F I Z I E R T

Fotos: © FIT Gesellschaft für gesundes Reisen GmbH und das Park Plaza Trier


Wo der Spaß aufhört

Konfliktverhalten Jugendlicher in sozialen Netzwerken

Cybermobbing ist eine neue

Form der Gewalt im Internet. Es

weist im Grunde die gleichen

Tat umstände auf wie das klassische

Mobbing, es bedient sich lediglich

anderer Methoden. Die

Täter(innen) nutzen Internet- und

Mobiltelefondienste zum Bloßstellen

und Schikanieren ihrer

Opfer. Hierzu zählen im Internet

E-Mail, Online-Communities, Mikrobloggs,

Chats (Chatrooms, Instant

Messenger), Diskussionsforen,

Gästebücher und Boards,

Video- und Fotoplattformen,

Websites und andere Anwendungen.

Mobiltelefone werden für

Mobbingaktivitäten genutzt, um

die Opfer mit Anrufen, SMS, MMS

oder E-Mails zu tyrannisieren.

Wie Jugendliche mit zwischenmenschlichen

Konflikten in Online-

Communitys wie Facebook umgehen,

zeigt eine neue, durch das JFF – Institut

für Medienpädagogik durchgeführte

Studie „Wo der Spaß aufhört ...

Jugendliche und ihre Perspektive auf

Konflikte in Sozialen Netzwerkdiensten“.

Im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale

für neue Medien (BLM)

befragte das JFF – Institut für Medienpädagogik

in Forschung und Praxis

Jugendliche selbst und gelangte zu

interessanten und auch überraschenden

Ergebnissen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche

einen sehr differenzierten Blick

auf Online-Konflikte haben. Um die

Heranwachsenden in Konfliktsituationen

zu unterstützen und insbesondere

Cybermobbing vorzubeugen,

müsste das ganze Spektrum an Online-Konflikten

thematisiert werden,

statt das Konfliktverhalten immer

nur auf Cybermobbing zu begrenzen,

warnen die Autoren der Studie Ulrike

Wagner, Niels Brüggen, Peter Gerlicher

und Mareike Schemmerling.

BLM-Präsident Siegfried Schneider

betonte die Relevanz der Studie für

die medienpädagogische Arbeit: „Da

soziale Netzwerkdienste für Jugendliche

eine große Rolle spielen, ist es

naheliegend, dass sie dort auch Konflikte

austragen. Uns interessiert besonders,

wie diese Online-Konflikte

strukturiert sind und welche Empfehlungen

sich aus diesen Erkenntnissen

für Eltern, Lehrer und medienpädagogische

Projekte ableiten lassen.

Nach den Ergebnissen der Studie unterscheiden

Jugendliche bei Online-

Konflikten zwischen ‚Spaß-Streits‘,

Meinungsverschiedenheiten, Streitereien

und Mobbing. Dahinter liegt

ein komplexes System aus Regeln, wie

man bei welchem Konflikt reagieren

kann. Wer diese Konfliktformen und

Regeln nicht kennt, kann auch keine

Hilfe geben. Weitere Ergebnisse:

Konflikte entstehen

vor allem mit den

‚Freundesfreunden‘

Am häufigsten erleben

die Befragten der Studie

Konflikte mit den

Freunden von Freunden.

Mit diesen ‚Freundesfreunden‘

würden

die Jugendlichen offline

− also im direkten

Austausch − nicht unbedingtkommunizieren.

In Online-Communitys

ist dies aber

durchaus üblich. Gerade

mit den Freundesfreunden

entsteht

zum Beispiel aus ei-

nem ‚Spaß-Streit‘ besonders schnell

ein echter Konflikt, da man sich nicht

so gut kennt. Missverständnisse sind

eine häufige Ursache für Konflikte in

Online-Communitys.

Jugendliche sehen sich und

andere nicht als Opfer und Täter

Jugendliche akzeptieren Zuschreibungen

wie ‚Täter‘ und ‚Opfer‘ nur in

stark eskalierten Konflikten. Dagegen

formulieren sie den Anspruch an sich

und andere, Konflikte selbstbestimmt

zu lösen. Deshalb wirkt es von außen

betrachtet teilweise so, als ob Jugendliche

miterlebte Konflikte zwischen

anderen Personen ignorieren. Aus ihrer

Sicht respektieren sie dagegen die

Souveränität der Konfliktparteien. Darin

ist durchaus eine Orientierung an

gesellschaftlichen Werten wie Selbstständigkeit

und Durchsetzungsfähigkeit

zu erkennen. Doch mitunter sind

Jugendliche damit auch überfordert.

Ihnen fällt es schwer, Konfliktsituationen

einzuschätzen und zu erkennen,

wann es notwendig wäre, einzuschreiten.

Fortsetzung

auf S. 30

StippVisite überregional 27


zertifizierungen

Nur Kür oder schon Pflicht?

zertifizierungen sind zurzeit in

aller munde. dies liegt im Wesentlichen

an zwei gründen. erstens

soll so ein Wettbewerbsvorteil

generiert und ein abheben

von der Konkurrenz erreicht werden.

zweitens wird durch zertifizierungen

in der regel tatsächlich

ein Qualitätssprung dadurch

erreicht, dass strukturen, abläufe

und ergebnisse sowie die

zusammenarbeit mit allen partnern

hinterfragt werden.

Dazu kommt, dass der Gesetzgeber

Jahr für Jahr neue Regelungen

schafft, die alle Beteiligten zwingen,

sich mit gesteigerten Qualitätsanforderungen

auseinanderzusetzen. So ist

es beispielsweise gesetzlich verpflichtend,

Rehabilitationseinrichtungen

(auch unsere Klinik für Stationäre

Geriatrische Rehabilitation) bis zum

30. September 2012 nach genau festgelegten

Regeln zu zertifizieren. Den

Kostenträgern ist es verboten, Versorgungsverträge

mit Einrichtungen abzuschließen,

welche keinen Zertifizierungsnachweis

vorlegen können.

Auch heute wird schon in bedeutendem

Umfang verlangt, dass

Dienstleister, Zulieferer und Partner

sich Normen unterwerfen, das heißt

eine Zertifizierung, Akkreditierung

oder andere Nachweise vorweisen

müssen. Labore (ZKCMT) müssen für

die Erbringung ihrer Leistungen zugelassen

(akkreditiert) sein. Ebenso

trifft dies auf die Transfusionsmedizin

und Blutproduktehersteller (Institut

für Transfusionsmedizin und klinische

Hämostaseologie) zu.

Das Institut für Pathologie und Tumordiagnostik

ist seit Jahren durch

die Dekra nach DIN ISO 9001:2008

28 stippVisite

zertifiziert, um die Qualität

seiner Leistungen nachzuweisen.

Nach der gleichen

Norm wurde die Apotheke

durch den Sächsischen

Apothekerverband

zertifiziert. Eine weitere

zentrale Funktion, der Arbeitsschutz,

wurde als Arbeitsschutzmanagementsystem

nach OHRIS geprüft

und zertifiziert. Somit sind

wichtige paraklinische Bereiche entsprechend

geltender Normen geprüft

und bestätigt. Als Zentrum

des Schlaganfallnetzwerkes TESSA

mussten unsere Schlaganfallstationen

(Stroke Units im Haus 20 und im

FK Hubertusburg) von der Deutschen

Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert

werden. Ähnliches trifft auch auf

unser Traumazentrum zu. Die Mitgliedschaft

im Traumanetzwerk erforderte

eine Zertifizierung durch die

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie.

Diese Zertifizierung forderte

wiederum eine zusätzliche Weiterbildung

für die beteiligten Unfallchirurgen.

michael müller

Das Nordwest-Sächsische Brustzentrum

ist nach der europäischen EU-

SOMA-Norm zertifiziert. Am 12. März

2012 wurde dieses Zentrum zum wiederholten

Mal von der Deutschen

Krebsgesellschaft (Onkozert) und dem

TÜV-Süd rezertifiziert. Dieser Umstand

hebt unser Brustzentrum gegenüber

dem Umfeld, insbesondere

auch der Universität Leipzig, heraus.

Die Klinik für Strahlentherapie und

Radioonkologie wurde ebenfalls zum

gleichen Zeitpunkt rezertifiziert.

Auch die Abteilung Nephrologie

wurde durch CLARZERT zur Nephrologischen

Schwerpunktklinik zertifiziert.

Die neu etablierte Chest

Pain Unit (CPU) unterzieht

sich am 10. Mai 2012

einem Zertifizierungsverfahren

durch die Deutsche

Gesellschaft für Kardiologie.

Ohne solche Nachweise

ist man zukünftig

am Markt nur noch bedingt

konkurrenzfähig.

Zur Vorbereitung der Zertifizierungen

von weiteren Organkrebszentren

(Lunge, Darm, Prostata) wurde eine

„normgerechte“ Tumorkonferenz für

den onkologischen Bereich etabliert,

an dem sich weitere Beteiligte orientieren

können.

Zertifizierungen verlangen organisiertes

und strukturiertes Vorgehen.

So wird es notwendig werden, allgemeingültige

Verfahren für Themen

wie Befragungen (Patienten, Einweiser,

Mitarbeiter), Beschwerdemanagement

oder die Darstellung der

Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen

übergreifend verbindlich

zu regeln.

Die Fachwelt rechnet noch dieses Jahr

damit, dass eine spezielle Norm für

Qualitätsmanagementsysteme im Gesundheitswesen

(DIN EN ISO 15224)

Gültigkeit erlangt. Im Entwurf dieser

Norm wird an 86 Stellen von den Begriffen

„Risiko“, „Risikomanagement“,

„Fehler“, „unerwünschte Ereignisse“,

„Beinaheschäden“, „Patientensicherheit“

und „Vorbeugungsmaßnahmen“

gesprochen. Damit ist das Ziel der

Zertifizierungsanstrengungen klar

ausgedrückt.

Michael Müller

Leiter Geschäftsbereich

Stabsstellen der Geschäftsführung


Florence

Nightingale

„The lady with the lamp“

florence nightingale wurde am

12. mai 1820 als tochter einer

wohlhabenden britischen familie

geboren. sie galt als Kind mit

hoher sprachlicher Begabung

und Beobachtungsgabe, erhielt

unterricht in französisch, latein,

griechisch, Italienisch und geschichte,

aber auch in musik und

Kunst.

Schon im jugendlichen Alter fühlte

sie die „innere Berufung“ zum sozialen

Engagement. Ihrem Wunsch, sich

in der Krankenpflege ausbilden zu

lassen, widersprachen ihre Eltern aufgrund

der gesellschaftlichen Stellung

der Familie empört. Auf Reisen geschickt,

informierte sie sich dann allerdings

in Krankenhäusern und sozialen

Einrichtungen über die Situation

in der Krankenpflege. Sie besuchte

das damals weltweit beste Krankenhaus

– das „Hôtel-Dieu de Paris“ –

und sah sich die Kaiserswerther Anstalten

in Deutschland an. Die unverändert

harte Auseinandersetzung mit

ihren Eltern um ihr berufliches Lebensziel

stürzte sie in eine schwere

seelische Krise, so beängstigend, dass

die Eltern schließlich ihrem Berufswunsch

nachgaben.

1851 absolvierte sie in Kaiserswerth

eine dreimonatige Ausbildung in der

Krankenpflege. 1853 brach der Krim-

krieg aus, der als erster moderner

Stellungskrieg unzählige Todesopfer

durch Seuchen und Krankheiten infolge

unsachgemäßer Behandlung

forderte. Seit dem Krimkrieg ist der

Name Florence Nightingale unverwechselbar

mit der Reform des britischen

Lazarettwesens verbunden.

Die erstmals aktuelle Kriegsberichterstattung

mittels Telegrafie über die

Zustände in den Lazaretten empörte

das gesamte britische Volk. Dank einer

folgenden Spendenaktion konnte Florence

Nightingale aktive Hilfe leisten.

Sie kaufte saubere Wäsche und baute

eine Wäscherei auf. Die Krankenkost

verbesserte sich, es gab Obst und Gemüse,

die Stationen wurden geheizt,

die Kranken gewaschen und gepflegt;

der Aufbau einer klaren Struktur mit

klaren Regeln – vor allem für das Pflegepersonal

– war ihr Ziel. Menschlich

bot sie den Soldaten Zuwendung

und Hilfe und pflegte den schriftlichen

Kontakt zu den Familienange-

hörigen im Todesfall. Nightingale gilt

seit ihrem Einsatz im Krimkrieg weltweit

als Vorbild und Symbol der modernen

Krankenpflege.

Obwohl seit 1857 schwer erkrankt,

blieb sie unverändert geistig aktiv.

Am 24. Juni 1860 gründete sie die

Nightingale School of Nursing. Besonderen

Wert legte sie auf die Auswahl

der künftigen Pflegerinnen, von

denen sie charakterliche Bildung und

moralische Festigung forderte.

Der 12. Mai – ihr Geburtstag – wurde

zum Internationalen Tag der Pflege

erhoben. Seit 1912 wird die Florence-

Nightingale-Medaille als höchste

Auszeichnung an Pflegekräfte verliehen.

Florence Nightingale gilt als

Begründerin der modernen Krankenpflege

und starb hochgeehrt und verehrt

am 13. August 1910.

Monika Lange

Abt. Unternehmenskommunikation

stippVisite

29


Fortsetzung von S. 27

Unterstützung suchen und erhalten

die Jugendlichen unter sich

Konflikte in Online-Communitys können

Jugendliche vor Probleme stellen,

mit denen sie nur schwer zurechtkommen.

Insbesondere, wenn sie auf

sich alleine gestellt sind. Dass sich

Freunde gegenseitig helfen, wenn

sie gefragt werden, ist gängige Alltagspraxis.

Erwachsene werden dagegen

nur dann hinzugezogen, wenn

die Jugendlichen ihnen vertrauen und

wenn sie glauben, dass die Erwachsenen

die Mechanismen und Regeln von

Online-Konflikten ebenfalls verstehen.

Informationsseiten im Internet stehen

die Befragten skeptisch gegenüber.

Die Meldefunktion von Online-Plattformen

erscheint für sie nur relevant,

wenn sie Spam oder anderweitig Un-

Wenn Montezuma sich

im Urlaub rächt Nützliche Tipps

Die gute Nachricht: Wir Deutschen sind Weltmeister

im Verreisen. Die schlechte: Im Durchschnitt

ist jeder Dritte von der Reisekrankheit Nummer

eins betroffen – Durchfall. Denn im Urlaub stellen

fremde Speisen, verunreinigtes Wasser und das

ungewohnte Klima unseren Körper auf eine harte

Probe. Eine gut bestückte Reiseapotheke ist im Fall

der Fälle Gold wert.

Reisedurchfall? Zehn Tipps zur Vorbeugung

Den lästigen Reisebegleitern kann leider niemand mit

100%iger Sicherheit vorbeugen.

Doch wer die folgenden Tipps beherzigt,

kann das Risiko minimieren:

Stehende Gewässer meiden,

denn darin kommen vermehrt

Krankheitserreger vor.

• Zähne putzen nur mit industriell

abgefülltem Wasser.

• Vor dem Essen gründlich Hände

waschen!

30 StippVisite überregional

erwünschtes von Fremden erhalten.

Aus diesen Erkenntnissen lassen sich

folgende Leitlinien für die pädagogische

Arbeit mit Jugendlichen ableiten:

• Wo der Spaß aufhört, erschließt

sich erst dann, wenn man einen differenzierten

Blick auf die verschiedenartigen

Konfliktformen wirft. Unverzichtbar

ist es, die unterschiedlichen

Konfliktformen in ihrer Bandbreite

mit Jugendlichen zu thematisieren

und mit ihnen gemeinsam Handlungsmöglichkeiten

zu diskutieren.

• Wo der Spaß aufhört, liegt nicht

allein im Ermessen der Streitenden.

Auch gesellschaftlich geprägte

Werte orientierungen spielen eine entscheidende

Rolle im Aushandeln von

Online-Konflikten. Das Spannungsverhältnis

zwischen Erfahrungen aus

der eigenen Lebenswelt und gesellschaftlich

akzeptierten Normen und

Werten (zum Beispiel Selbstbestimmung

und solidarisches Helfen) muss

in der pädagogischen Praxis gemeinsam

mit den Jugendlichen aufgegriffen

werden.

• Wo der Spaß aufhört, gibt es Klärungsbedarf.

Nicht Konflikte an sich,

sondern eskalierendes Konflikthandeln

sollten in der pädagogischen Arbeit

abgelehnt werden. In der Arbeit

mit Jugendlichen gilt es, konstruktive

Wege zum Handeln in Online-Konflikten

zu erarbeiten und zu diskutieren.

Zudem gilt zu klären, wie und wann

andere in Online-Konflikten unterstützt

werden können und sollten.

Quelle: www.jff.de/studie_online-konflikte

www.blm.de

• Kein (ungekochtes) Leitungswasser trinken, auch auf Eiswürfel

in Getränken verzichten.

• Fleisch und Fisch nicht roh ver zehren.

• Eier und Milchprodukte nur frisch zubereitet genießen,

an öffentlichen Orten lieber darauf verzichten (z. B.

Softeis-Stand).

• Obst nur geschält essen.

• Auf frisches Gemüse wie Salate lieber verzichten. Wer

das nicht möchte, sollte die Speisen gut abwaschen.

Generell gilt die Faustregel:

Brüh es, koch es oder vergiss es!

Für den Notfall sollten in der Reiseapotheke

Durchfallpräparate wie

Kohletabletten oder auch Medikamente

wie Lacteol® auf keinen Fall

fehlen. Besonders ist darauf zu achten,

dass das Medikament gegen

Durchfall hilft, egal, ob er von Viren

oder Bakterien verursacht ist.

Quelle: gesundheit-adhoc.de


In den letzten Wochen war

mal wieder ein Thema in aller

Munde: alte Väter. Ulrich

Wickert, ehemaliger Tages -

themen-Mo derator, Journalist

und Autor ist mit 69 Jahren

nochmal Vater von Zwillingen

geworden.

Au backe! Was für eine Katastrophe für die Prominenz Deutschlands.

Da wurden Bilder heraufbeschworen vom auf dem Boden herumkrabbelnden

Opa, es wurde von Egoismus und Verantwortungslosigkeit

gesprochen. 2010 hatte bereits Jean Pütz, bekannt durch seine „Hobbythek-Sendung“

„da mal was vorbereitet“ und schockierte mit seiner

letztgeborenen Tochter Julie-Josephine die deutschen Gemüter, da

war er stolze 74 Jahre alt. Wobei man ja heutzutage auch ein Alter anderer

Dimensionen erreicht als noch vor 30 Jahren. In einer Zeit, in der

100-Jährige Marathon laufen, sind die 50-Jährigen die neuen 30-Jährigen

und somit die 70-jährigen mindestens die neuen 50-Jährigen.

Mal ganz im Ernst: Besser einen Opa zum Vater als einen gemeinen

Kindsverhauer oder einen desinteressierten Work aholic. Denn eine

wichtige Grundvorraussetzung beim Thema Familie scheint den Freizeit-Psychologen

entgangen zu sein: Herr Wickert scheint in einer intakten

und glücklichen Beziehung zu sein. Er hat Zeit, Ruhe und Geld,

um seinen Kindern einen fantastischen Start in ihr Leben zu bereiten.

Er braucht auch nicht mehr dem lieben Erfolg hinterherrennen, geschweige

denn sich darum sorgen, dass am Ende des Geldes noch immer

so viel Monat übrig ist.

Medizinisch gesehen gibt es sicherlich Fakten, die wenig einladend

sind, im Alter Kinder zu zeugen, wie genetische Defekte, Deformationen

oder geistige Behinderungen. Aber psychologisch gesehen, sind

außer intellektueller Bereicherung keine Schäden zu erwarten. Sicher

kann niemand vorhersagen, ob ein älterer Dad „den Führerschein“ seiner

Jüngsten noch erleben wird, aber wissen denn 20-Jährige das?

Was ist mit den immensen Sorgen, die die jungen Leute am Anfang ihres

Berufslebens haben? Ist es denn erstrebenswerter auf diese Art eine

Familie zu gründen – mit Geldsorgen, kaum Urlaub, einer Mini-Wohnung

und der nagenden Frage, ob man morgen noch seinen Job hat?

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters – so ist es auch mit dem

Glück. Ich habe meinen Vater in meiner Kindheit manchmal auch

sonntags nicht gesehen, weil er für das Vorankommen unserer Familie

gearbeitet hat. Heute ist er der beste Opa der Welt. Und – dessen bin

ich mir sicher – wäre es dank seiner intensiven derzeitigen „Studien“

auch nochmal in der Rolle als Vater.

Ich wünsche Ihnen, Herr Wickert, eine zauberhafte Zeit mit Ihren Kindern

und dass Sie sich gegenseitig ihr Leben bereichern.

Das letzte Wort hat heute: Jessica Rodewald

O-Papa

StippVisite überregional 31


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