FamilienSPICK (DE)

kbverlag

www.swissfamily.ch April / Mai 2016

Nr. 10-2016 – CHF 8.50 / Euro 7.90

++ Spass

Lifestyle & Kultur:

im eigenen

Klettergarten

++ Schwerpunkt

Das kann das

«Intelligente Haus»

++ Erziehung & Schule

Muss aufräumen

so schlimm sein?

++ Freizeit & Sport

Ein «Töggelikasten»

zum Selberbauen


www.kindercity.ch

Kindercity News

April / Mai 2016

Feriencamp in der Kindercity

Atelier-Programm April / Mai

Jetzt anmelden und

sich einen Platz für

die Frühlingsferien

sichern!

Montag, 25. April bis

Freitag, 06. Mai 2016

(inkl. 01.05.2016)

feriencamp@kindercity.ch

Die Kindercity-IQ-Feriencamps sind ein Erfolgsrezept – sowohl für Eltern wie auch für

Kinder. Mädchen und Buben stehen die 6000 m 2 der Kindercity zur Verfügung: Ateliers und

Workshops, das Labor Technolino und Kino – viel Spass und spielerisches Lernen sind

garantiert und für das leibliche Wohl der Kleinen ist ebenfalls gesorgt. Die Kinder werden

auf Wunsch am Bahnhof Schwerzenbach oder am Hauptbahnhof Zürich abgeholt und den

ganzen Tag von erfahrenen Leitern betreut.

April 2016

Kochen:

Brot:

Basteln:

Schoggi:

Auto:

Dino:

JaMaDu:

Mai 2016

Kochen:

Brot:

Basteln:

Schoggi:

Auto:

Dino:

JaMaDu:

Pizza

Zopfbrötli

Osternästli

Häsli

Modellauto

Dinoskelett

Experimente Küche

Toast Hawaii

Muffins

Kresse Kopf

Lollis

Modellauto

Dinoskelett

Experimente Küche

Wissenschaft spielerisch entdecken

Neu

ab Juni 2016

Coop Hello Family Event

am Sonntag,

03.04.2016

Demnächst im 3D Kinder-Kino

Ab März 2016

Kung Fu Panda 3

„Stein auf Stein“ / Bau ein Meisterwerk

Unser neues Projekt ist eine Baustelle, die

Kinder auf verschiedenen Ebenen fördert

und jedes Kind zum Baumeister macht. Durch

die vielen Angebote auf der Baustelle können

sich die Kinder richtig austoben, lernen handwerkliche

Berufe kennen, üben Rollenspiele,

lassen gemeinsam etwas entstehen und

lernen unterschiedliche Materialien kennen.

Einen ganzen Tag lang in der Kindercity

spielen. Neues entdecken und

ein abwechslungsreiches Hello Family

Programm erleben. Als zusätzliches

Highlight treten die Schwiizergoofe auf.

Anmeldung ist obligatorisch und folgt

demnächst. Platzanzahl ist beschränkt.

Ab April 2016

Das Dschungelbuch

Biotech Labor in der Kindercity

Entdecken Sie mit Ihren Kindern unser

neues Biotech Labor. Machen Sie einen

Body Checkup. Experimentieren und analysieren

Sie die Wasserqualität und mit

unserem speziellen Mikroskop können

Sie die Welt des Kleinen erforschen. Dank

unserem 3Dimensionalen Körpermodell

können die Kinder das Innenleben des

Körpers erforschen.

Neu

ab Mai 2016

Ab April 2016

Ratchet and Clank

Ab Mai 2016

Angry Birds

Concept & Design by www.stier.ch


++ Erste Worte

Gott sei Dank, hat es mit

dem Oscar endlich geklappt.

Ich wollte schon ein Kind

zeugen und es Oscar taufen,

um endlich einen zu haben.

10-2016 | FamilienSpick 1


++ Vorwort

DER

Glaubenskrieg

So sieht das Haus

der Zukunft aus

Im vorliegenden FamilienSPICK geht es unter anderem um

verwöhnte Kinder und die Gratwanderung zwischen

Behütung und Verhätschelung. Viele der anderen Themen,

die wir aufgreifen, schliessen sich direkt oder indirekt nahtlos

an: Muss ein Kinderzimmer aufgeräumt sein? Wie sehen

optimale «Kinderwelten» aus? Nie zuvor in der Geschichte

haben sich so viele Menschen Gedanken über das Kinderwohl

gemacht – Eltern und Experten gleichermassen. Ob es

den Kindern deshalb besser geht, sei dahingestellt. Sicher

ist nur, dass die Verunsicherung bei allen Beteiligten steigt.

Je höher die Ansprüche an sich selbst und an Schulen und

andere Institutionen,Je mehr wir zu tun müssen glauben,

desto grösser die Gefahr des Scheiterns. Daraus wächst die

Angst, etwas falsch zu machen, was nicht selten dazu führt,

dass man gar nicht mehr einzugreifen vermag. Bereits

feiern Autoren Bestsellererfolge, die eine Rückbesinnung

zu früheren autoritären Modellen fordern, weil vielen

Eltern die Kontrolle entgleitet. Damit droht ein Glaubenskrieg

zwischen den Verfechtern unterschiedlicher Erziehungs

stile. Dass kein Kind wie das andere ist und Familien

untereinander nicht vergleichbar sind, wird dabei kaum in

Betracht gezogen. Alle wollen das Beste, doch wie das aussieht,

darüber herrscht Uneinigkeit. Was dabei oft auf der

Strecke bleibt, ist der gesunde Menschenverstand. Kein Ratgeber

der Welt ersetzt das Bauchgefühl. Das gilt nirgends so

stark wie in der Erziehung.

Einrichtungstrends:

Aus dem

Kinder Zimmer

eine Oase

machen

Stefan Millius, Chefredaktor

Der «Tschüttelikasten»

Marke Eigenbau


Unser Immunsystem:

Eine echt

starke maschine

++ INHALT

Schwerpunkt

10 Das Haus wird zum Familienmanager

16 Intelligentes Wohnen: Das Interview

Erziehung & Schule

20 Eine Frau räumt auf

23 Sterilität oder kreatives Chaos?

27 «Wisst ihr wirklich, was wir brauchen?»

31 Ist Ihr Kind verwöhnt?

Gesundheit & Ernährung

34 Abwehrschutz für Kinder

40 Berauschendes Badesalz

43 Kampf den Milben!

Gibt es das aufgeräumte

Kinderzimmer?

Lifestyle & kultur

48 Bau dir deinen eigenen Spielplatz!

54 Wie aus dem Kinderzimmer eine

Oase wird

60 Der Ausgang als Risikozone

66 Jungs sind anders – Mütter auch

Freizeit & Sport

70 Selfies und ihre Gefahren

75 Was keimt denn da?

80 Sport aus Spass

Männer & väter

82 Männer! An die Töggel!

86 Kinderkrimis aus dem hohen Norden

Jetzt säen, was man morgen ernten will

Rubriken

4 Kurz & gut

7 Digital

38 Experiment

58 Top 7

63 Marktplatz

69 Fundstücke

92 Freizeittipps

94 Humor

96 Satire

12

10-2016 | FamilienSpick 3


++ Kurz & gut

Big Green Egg

Lassen Sie sich das Leben schmecken. Das Big Green Egg ist das vielseitigste Kochgerät

für die Benutzung im Freien, das auf dem Markt zu haben ist und bietet mehr Möglichkeiten

als alle normalen Kochgeräte zusammen.

Vom kleinen Gruss aus der Küche über Vorspeisen bis hin zum Dessert wird das Big

Green Egg alle Erwartungen übertreffen, die Sie an kulinarische Perfektion stellen,

und bei der Auswahl von sieben Modellen findet sich für jeden Bedarf das passende

Big Green Egg! www.greenegg.ch


++ Kurz & gut

Balance wichtiger als

Karriere

Für den einen klingt es wie das ultimative Ziel, dem anderen ist es

nicht so wichtig: Karriere machen. Die Aussicht auf unzählige Überstunden

und Mitarbeitergespräche reizt gerade die jüngere Generation

nicht mehr so stark. Das beweist das «Manager-Barometer

2015/2016» der Personalberatung Odgers Berndtson, an deren Befragung

fast 1800 Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz

teilnahmen. Eine ausgewogene Balance zwischen Beruf und Privatem

ist dagegen so wichtig, dass auch auf nächste Karriereschritte verzichtet

wird. So sind beispielsweise 77 Prozent der befragten Manager mit

ihrer aktuellen beruflichen Position zufrieden, jeder vierte schliesst

einen beruflichen Wechsel in Zukunft sogar komplett aus. Auch die

Bereitschaft zur Mobilität nimmt ab: nur noch etwa die Hälfte der

befragten Manager ist bereit, ihren Wohnsitz für den nächsten

Karriereschritt zu wechseln. Auch die Bereitschaft, sich von seiner

Familie zu trennen, ist im Vergleich zu vorherigen Befragungen

gesunken: Während vor zwei Jahren noch 45 Prozent angaben, sich

vorstellen zu können, für die Karriere zu pendeln, sind es in diesem

Jahr nur noch 38 Prozent.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Schwangerschafts-Mythen

widerlegt

Die «Berliner Zeitung» hat in einem Artikel diverse

scheinbar felsenfest verankerte «Fakten» rund

um die Schwangerschaft untersucht – und unter

anderem diese hier widerlegt:

Schwangere dürfen kein Koffein zu

sich nehmen

Für die Kaffeeliebhaberin unter den werdenden

Müttern klingt dieser Mythos besonders hart. Dabei

müssen Schwangere nicht zwingend auf ihren

geliebten Kaffee verzichten! Die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) empfiehlt allerdings, nicht

mehr als 300 Milligramm Koffein am Tag zu sich

zu nehmen. Eine Tasse geht also. Das gilt übrigens

auch für Cola – die dann aber lieber aus dem Glas

als aus der Tasse ...

Sex tut dem Baby weh

Das stimmt so nicht. Bei einer intakten und gesunden

– unauffälligen – Schwangerschaft spricht

nichts gegen Sex. Das Baby ist durch die Fruchtblase

und Gebärmutter geschützt und sicher im Mutterleib.

Einzig die Übertragung von Sexualkrankheiten

kann dem Baby gefährlich werden.

Schwangere dürfen ihre Katze nicht

mehr streicheln

Wenn Sie eine Katze haben, dürfen Sie diese selbstverständlich

weiter streicheln, das Tier darf sich sogar

wärmend auf den Bauch legen. Einzig der Kontakt

mit Katzenkot kann dem ungeborenen Baby

gefährlich werden – wegen des Toxoplasmose-Risikos,

das zu Komplikationen führen kann. Das

Katzenklo sollten Sie also unbedingt von Ihrem

Partner reinigen lassen.

10-2016 | FamilienSpick 5


Stadt Land Fluss Name Tier Beruf

Berühmtheit

Transformers TV Serie:

jeden Samstag und Sonntag um 10.40 Uhr auf Nickelodeon Schweiz

Für die letzte Spalte müsst ihr

euch selbst etwas ausdenken!

(z.B. eine Pflanze, eine Sportart

oder ein Wort, in dem der

Buchstabe mehrmals vorkommt.)

Punkte:

5 wenn zwei oder mehr das selbe Wort haben.

10 wenn dein Wort nur einmal vorkommt.

20 wenn du als EINZIGER ein Wort hast.

Transformers Gewinnspiel:

Hasbro verlost unter allen Teilnehmern

10 actiongeladene Transformers

Überraschungspakete.

Auf www.transformers.ch kannst du

mitmachen. Mit etwas Glück gehört

einer der Preise vielleicht bald dir.


++ Digital

Natürliche Kraft

Gönnen Sie sich und Ihrer Familie täglich eine Portion Superfoods – hochwirksame

Nahrungsmittel, die besonders reich an Vitalstoffen sind. Superfoods können

unter anderem dazu beitragen, Entzündungen zu hemmen oder den Alterungsprozess

zu verlangsamen. Probieren Sie unsere Superfood-Rezepte zum

Trinken doch gleich selber aus.

www.swissfamily.ch/superfood

Grill-Tipps

Der Frühling naht in grossen Schritten

und mit ihm auch wieder die Grill-

Zeit. Damit steigt aber auch wieder die

Gefahr von Unfällen und Bränden, die

durch Holzkohle, Gasgrills oder unsachgemässe

Handhabung verursacht

werden. Wir zeigen auf, wie man Grill-

Unfälle vermeiden kann.

Www.swissfamily.ch/grilltipps

++++++++++++++++++++++++++

Vorsicht

Zecken!

Der Stich einer Zecke spürt man meist

nicht, da das Tier mit dem Stich auch

schmerzstillende Sekrete in die Wunde

abgibt. Meist ist nur eine leichte Rötung

zu sehen. Der Kot und der Speichel

der Zecke können

Krankheitskeime übertragen. Wer

vorbeugende Massnahmen trifft, reduziert

das Risiko einer Erkrankung.

www.swissfamily.ch/zecken

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Ganzheitliche

Geburtsvorbereitung

Was wäre, wenn es ein Geburtsvorbereitungs-

Training gäbe, das Sie jeden Tag Ihrer

Schwangerschaft hindurch unterstützen,

motivieren und aufbauen würde? Eine

ganzheitliche Vorbereitung durch die

Sie über sich hinauswachsen, Grenzen

sprengen und innere Kräfte aktivieren können, die

Sie bisher vielleicht noch nie für möglich gehalten haben. Bei uns erfahren Sie,

wie Sie ohne überflüssige Schmerzen Mutter werden können.

www.swissfamily.ch/geburtsvorbereitung

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Alle

anpacken!

Es gibt sicherlich Spannenderes als Aufräumen,

Putzen, Entsorgen, Kochen etc. Wie viel

einfacher wär es doch, wenn alle mitanpacken

würden. Doch wie motiviert man die Familie

zum Mithelfen? Wir haben Antworten.

www.swissfamily.ch/anpacken

10-2016 | FamilienSpick 7


++ Publireportage

Maus

Kurzurlaub

bei und Co.

Aufregender Spielspass und unvergessliche Momente mit der ganzen Familie: Das ist im Freizeitpark

Ravensburger Spieleland garantiert. Bei mehr als 70 Attraktionen in acht Themenwelten geht ein Tag wie im

Flug vorbei. Darum lädt das neue Feriendorf in dieser Saison zum gemütlichen Übernachten bei Maskottchen

wie der Maus und Käpt‘n Blaubär ein. So wird aus dem Parkbesuch ein entspannter mehrtägiger Aufenthalt

am Bodensee.

Nicht nur Action und Nervenkitzel, sondern vor allem auch

gemeinsame Zeit mit der Familie und spielerisches Lernen

stehen im Ravensburger Spieleland im Vordergrund. Handwerkliches

Geschick und Teamarbeit sind in der neuen

600m² grossen «Bosch Car Service Werkstattwelt» gefragt:

Hier tritt die ganze Familie beim Räderwechseln auf Zeit

gegen drei andere Familien an. Wer macht sein Fahrzeug

am schnellsten wieder flott? In der Schokowerkstatt von

Ritter Sport haben grosse und kleine Leckermäulchen die

einmalige Gelegenheit, ihre ganz persönliche Lieblingsschokolade

zu kreieren und natürlich zu vernaschen. Die

MobileKids- Verkehrsschule bringt dagegen schon Kinder

ab sechs Jahren zum ersten eigenen Führerschein. Im 3D

Maus Kino begeistern spannende Filme wie «Wild Cats»

über die wilden Tiere Afrikas und lehrreiche Sachgeschichten

aus «Die Sendung mit der Maus». Egal, für welche der

Attraktionen man sich entscheidet – familienorientierter

Service und kindgerechte Unterhaltung werden im Ravensburger

Spieleland grossgeschrieben. Soviel Engagement

kommt an – so wurde das Spieleland bei einer deutschlandweiten

Befragung im vergangenen Jahr zum familienfreundlichsten

Freizeitpark Deutschlands gewählt.

Gemütliche Übernachtung

statt langer Heimreise

Im Spieleland gibt es so viel entdecken und zu erleben, dass

ein einziger Tag im Park viel zu kurz ist. Ab dem ersten Juli

finden grosse und kleine Besucher daher einen gemütlichen

Platz zum Übernachten im angrenzenden Feriendorf. So

entfällt die anstrengende Heimfahrt und es kann Kraft getankt

werden für einen weiteren Tag voller aufregender Erlebnisse.

Im Restaurant erwartet dazu ein reichhaltiges Buffet

aus saisonalen und regionalen Speisen die hungrigen

Gäste. Käpt’n Blaubär, die Maus und viele weitere Helden

aus der Ravensburger Spielewelt sind auch im Feriendorf

immer mit dabei. Denn jedes der 60 kindgerechten, thematisierten

Ferienhäuser ist einer der bekannten Figuren gewidmet.

Das liebevoll gestaltete Design macht so jedes Haus

einzigartig. Egal ob als plüschiger Freund im kuscheligen

Bett oder als lustige Wandbilder im Bad, die Maskottchen

begleiten ihre kleinen Gäste stets und sorgen dafür, dass sie

sich wohlfühlen. Mit Hein Blöd macht sogar Zähneputzen

Spass! Alle Holz-Ferienhäuser zeichnen sich durch praktischen

Komfort und die familienfreundliche Ausstattung

aus. Auch grosse Familien mit bis zu sechs Personen finden

hier bequem Platz. Einladende Sitzmöbel und Tische machen

abendliche Spielerunden besonders gemütlich. Durch

die vier Meter Deckenhöhe und die grosse Glasfront ist es

im Inneren jederzeit hell und luftig.Platzsparender Stauraum

bietet dem Gepäck Platz und schafft Ordnung statt

Chaos im Familientrubel. Für die kleinsten Gäste kann jederzeit

eine Baby-Ausstattung dazu gebucht werden. Voll-

8 FamilienSpick | 10-2016


++ Publireportage

klimatisierung, ein eigenes Bad mit WC und Dusche sowie

die Wäsche-Vollausstattung sind ebenfalls in jedem Haus

vorhanden.

Naturnah und komfortabel

Wer es noch abenteuerlicher mag, der kann in einem der 16

komfortablen «Wieso?Weshalb?Warum?-Forscher-Zelten»

die Nacht verbringen. Die bekannte Ravensburger Sachbuchreihe

steht hierfür Pate. Ausgestattet mit einem

inkludierten Forscher-Kit entdecken Kinder die Geheimnisse

der Tiere und Pflanzen um sie herum. Denn Forschungsmaterial

gibt es reichlich – liegt doch das Feriendorf

inmitten schönster Natur. So können die kleinen

Wissenschaftler spannenden Fragen zur heimischen Flora

und Fauna auf den Grund gehen. Wer das Campen im Grünen

zwar liebt, aber auch gerne bequem schläft, wird sich

über die sechs bequemen Betten im Zelt freuen. Ausserdem

verfügen die Zelte über einen stabilen Aufbau, eine Tür und

Fussboden. Auch ein Stromanschluss ist vorhanden und die

Forscher- Zelte sind beheizbar. So tut auch eine kühle oder

regnerische Nacht der Gemütlichkeit keinen Abbruch. Wer

keinen eigenen Schlafsack hat, der kann Bettwäsche und

Handtücher optional dazu buchen. Die sanitären Anlagen

finden sich in unmittelbarer Nähe. So wird das Zelten wetterunabhängig

zu einem komfortablen und doch naturnahen

Erlebnis.

der Tag im Spieleland würdig ausklingen. Eltern sind dabei

immer herzlich eingeladen mitzumachen oder – wenn ihnen

der Sinn nach Erholung steht – die gute Betreuung ihrer

Kinder zu geniessen. Der familienfreundliche Service

ist somit ganz auf die jeweiligen Bedürfnisse von Gross und

Klein zugeschnitten, sodass jeder auf seine Kosten kommt.

Am nächsten Morgen wartet wieder ein reichhaltiges und

gesundes Frühstücksbuffet mit leckeren Heissgetränken im

Restaurant. Und bestimmt wünscht auch die Maus ihren

Gästen hier einen guten Morgen und entführt sie dann in

ein neues aufregendes Spieleland- Abenteuer.

Weitere Infos auf www.spieleland.de

und www.spieleland-feriendorf.ch

und unter: +49-7542-4000

Caravans für Camping-Fans

Für Camping- Liebhaber, oder solche die es werden wollen,

stehen ausserdem zehn moderne Familien- Caravans der

Marke Carado bereit. Alle Wohnwagen sind mit einem

Doppel- und einem Etagenbett ausgestattet und bieten somit

bis zu vier Personen bequem Platz. Ausserdem verfügen

alle über ein eigenes Bad und reichlich Stauraum. Unter

dem dazugehörigen Vorzelt von Movera lassen sich laue

Sommerabende entspannt geniessen. Es kann aber auch mit

dem eigenen Wohnmobil angereist werden. Dazu stehen 40

Stellplätze auf dem Feriendorfgelände bereit. Selbstverständlich

kommen auch Gäste mit eigenem Wohnwagen in

den Genuss aller Vorteile und Service-Angebote.

Abends muss der Spass im Feriendorf noch kein Ende finden.

Mit einer grossen Auswahl an Ravensburger Spielen,

Workshops und Sondervorführungen im Maus Kino kann

10-2016 | FamilienSpick 9


++Schwerpunkt ++ Intelligentes Wohnen

Haus

Das wird zum

Familienmanager

10 FamilienSpick | 10-2016


++Schwerpunkt ++ Intelligentes Wohnen

Die moderne Familie wohnt intelligent. Das heisst, sie lebt in einem denkenden

Gebäude, das Licht, Kommunikation, Haushalt oder Heizung selbst steuert.

Diese Technik ist weder ein Spielzeug für die Väter noch entspringt es einem

James-Bond-Film. Es ist die Zukunft unseres Alltags, sagen Experten.

Text: Nathalie Schoch

10-2016 | FamilienSpick 11


++Schwerpunkt ++ Intelligentes Wohnen

++

Frühmorgens, wenn der Tag erwacht, wird das Licht im

Eltern-Schlafzimmer langsam heller. Über das Multiroom-Audiosystem

erklingen sanfte Klänge. Je nach Jahreszeit

und Wetter sind die Jalousien bereits schräg gestellt.

Es ist Zeit, die Kinder zu wecken und zu frühstücken. Die

Mutter hüpft aus dem Bett und macht sich frisch im Bad.

Auch dort erklingt die Musik. Der Radiator hat das Handtuch

bereits auf angenehme 30 Grad angewärmt, der

Boden wärmt die nackten Füsse. Nach dem Weckruf der

Kinder geht es in die Küche. Der Tastendruck auf die Szene

«Frühstück» fährt alle Jalousien im Erdgeschoss hoch und

spendet dem Essbereich Tageslicht. Die Kaffeemaschine ist

aufgewärmt, der Toaster eingestellt. «Kinder, kommt

frühstücken.»

Gebäude und Innenleben vernetzen

Intelligentes Wohnen ist der Fachbegriff für Lösungen im

privaten Wohnbereich, indem Geräte und Systeme zum

Einsatz kommen, die mehr Komfort und Flexibilität bieten.

Vernetzt werden Multimedia-Geräte, die Haussteuerung

wie Licht oder Heizung, die Sicherheitsan lagen, die

Elektrohaushaltsgeräte – das alles mit Hilfe von Bussystemen,

die per Kabel, Funk oder Powerline funktionieren.

Damit Intelligentes Wohnen möglich wird, braucht es im

Gebäude eine passive Infrastruktur aus Lehrrohren. Gemeint

sind damit horizontale und vertikale Kanäle, in

denen die elektrotechnischen Leitungen installiert und die

gewünschten Geräte miteinander vernetzt werden. Diese

sogenannte passive Ausrüstung mit Kabeln ist vor allem

auf den Neubau ausgerichtet. Für Familien, die bereits in

einem Haus leben und Intelligentes Wohnen nachrüsten

möchten, eignet sich die funkbasierte oder Powerlinebasierte

Kommunikation. Dabei wird die Technik über das

Stromnetz flexibel verkabelt. Dieser Lichtstellenleiter aus

Kunststoff ist dünn und unempfindlich gegenüber elektromagnetischen

Feldern. Laut der Fachgruppe der Gebäude

Netzwerk Initiative (GNI) war das Angebot an Technologien

noch nie so gross wie heute. Alleine in der Schweiz

würden neben dem Weltstandard KNX rund 20 weitere

mehr oder weniger bekannte Technologien um die Gunst

der Kunden buhlen.

Das Haus denkt mit

Mittlerweile sind die Kinder in der Schule,

die Mutter ist einkaufen gegangen.

Währenddessen beseitigt der Saugroboter

im Haus die Spuren des Frühstücks.

Wie so oft im hektischen Alltag hat

die Mutter das Fenster im Schlafzimmer

offen stehen lassen und das Licht im Bad

brennt auch noch, weil die Kinder wieder

mal in letzter Minute aus dem Bett gekrochen

sind und ihre Morgen toilette in Eile erledigten.

Kein Problem für das

intelligente Gebäude: Das entsprechende

Heizventil fürs Schlafzimmer

wird geschlossen und

reduziert den Verlust von Energie.

Bei längeren Abwesen heiten verringert

die Heizung die Solltemperatur

und spart so ebenfalls Energie. Zwischen Textilreinigung

und Einkaufsladen greift die Mutter zum Handy

– sie kennt ja ihre Kinder mittlerweile nur zu gut –, um

über ihr Smartphone das Licht auszuschalten.

Komfort auf einen Klick

Es ist bereits Nachmittag. Die Temperaturen steigen und

die Storen auf der Südseite des Hauses werden zur Beschattung

heruntergefahren. Dank Vernetzung lassen sie sich

im Winter früher schliessen als im Sommer. Das führt

gerade in der kalten Jahreszeit zu einer zusätzlichen Energieeinsparung.

Überhaupt ist die Heizung ein wichtiger

Bestandteil Intelligenten Wohnens; sie kann in allen Räumen

bedarfsgerecht gesteuert werden. Die Mutter ent-

ABB Schweiz AG

12 FamilienSpick | 10-2016


++Schwerpunkt ++ Intelligentes Wohnen

DIE KOSTEN

Das Gebäude Netzwerk Institut (GNI) hat den Ausbau in verschiedene

Stufen eingeteilt, um die Kosten zu berechnen. In der Praxis würden

diese Übergänge allerdings fliessend stattfinden.

Der Grundausbau

Er beschränkt sich hauptsächlich auf die «passive Ausrüstung» des

Wohnraumes, also die Erschliessung der Wohnräume mit Verrohrung

oder Kanälen, inklusive der Installation des Kommunikationsnetzwerkes

(Home Cabling). Die Kosten hierfür gehören heute zur Standardausrüstung.

Einfacher Ausbaustandard

spannt sich kurz auf dem Sofa und liest ein paar Seiten des

spannenden Romans im E-Reader. Musik dazu wäre jetzt

schön, denkt sie sich. Kein Problem. Ohne aufstehen zu

müssen, wählt sie über das iPad die Internetradiostation

und klickt ihr Lieblingslied an. Webradios und Musikserver

sind jederzeit nachrüstbar.

Je höher der Anspruch, desto kostspieliger die Installation.

Neben den schönen Effekten wie Alltagshilfe oder Energieersparnisse

gibt es auch Schattenseiten. Man ahnt es

bereits: sie liegen in den Kosten. Die Fachgruppe von GNI

hat die Ausbaustandards in verschiedene Stufen eingeteilt.

Diese würden aber in der Praxis fliessende Übergänge

finden. Angefangen bei zwei bis vier Prozent der Gesamtbausumme

ist beim hohen Ausbaustandard mit bis zu

zehn Prozent zu rechnen. Und zwar zusätzlich zum

Grundausbau sowie dem einfachen oder mittleren Ausbaustandard.

Technisch machbar ist vieles. Die Höhe der

Kosten hängt von Umfang, Bedürfnissen und der Raffinesse

der installierten Features ab.

Dieser ist am weitesten verbreitet. Beleuchtung, Beschattung und allenfalls

Heizung sowie Lüftung werden mit einem Bussystem vernetzt.

Die durchschnittlichen Totalkosten betragen 2 bis 4 Prozent der Gesamtbausumme.

Diese sind zusätzlich zum Grundausbau zu verstehen.

Deshalb empfiehlt GNI, bei jedem Objekt den Grundausbau als Minimalziel

vorzusehen.

Mittlerer Ausbaustandard

Wichtiges Merkmal für diesen Standard: das einfache Bedienpanel

s owie die Integration weiterer Gewerke. Zum Beispiel Sicherheitsfunktionen,

Videogegensprechanlage oder Audio-/Videosysteme. Auch der

Zugriff von aussen oder der Gebäudecontroller kommen hier oft zum

Einsatz. Die durchschnittlichen Kosten belaufen sich auf ein bis zwei

Prozent der Gesamtbausumme, zusätzlich zum Grundausbau und zum

einfachen Ausbaustandard.

Hoher Ausbaustandard

++

Hier wird die Vollintegration der Systeme umgesetzt: Haussteuerung,

Sicherheitsanlagen, Unterhaltungselektronik sowie die Kommunikation.

Das ganze Haus oder die Wohnung lässt sich mit mehreren mobilen

oder einem fixen Anzeigegerät überwachen, steuern und visualisieren.

Oft auch mit umfangreichen Audio-/Videosystemen und Multiroomsystemen.

Die Kosten liegen bei zwei bis zehn Prozent der Gesamtbausumme,

zusätzlich zum Grundausbau, einfachen und mittleren

ausbaustandard.

Quelle: GNI

10-2016 | FamilienSpick 13


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++Schwerpunkt ++ Intelligentes Wohnen

Projekte zum Anschauen

Sie möchten sich ein Bild darüber machen,

wie Intelligentes Wohnen funktioniert?

Dann besuchen Sie einen dieser Showrooms:

ThebenHTS

Vermittelt Sicherheit und Geborgenheit

Bei der Familie nähert sich der Abend. Freunde kommen

zum Essen. Den Backofen hat die Mutter schon während

der Lesepause vorgewärmt, denn er lässt sich auf Knopfdruck

via iPad einstellen. Nur kochen und den Tisch

decken muss sie noch selbst. Während der Vater die Kinder

ins Bett bringt, ruft die Mutter folgende programmierte

Szene im System auf: «Gäste». Gediegene Musik erklingt,

die Jalousien werden leicht abgesenkt und das

Wohnzimmer taucht in warmes Licht ein. Spätabends

verlassen die Gäste das Haus, die Eltern schlurfen zum

Schlafzimmer, oben angekommen, aktivieren sie den

Taster für den Nachtmodus und legen sich erschöpft ins

Bett. Das Licht im Haus erlischt, nur vor den Kinderzimmern

schimmert das schwache Nachtlicht, die Alarmanlage

ist aktiviert. «Gute Nacht, liebe Familie», hört man das

System fast schon sagen. «Bis morgen. Ich wecke euch

rechtzeitig.»

se Lightmanagement AG, 8957 Spreitenbach (AG)

iBricks Solutions, 3178 Bösingen (FR)

Hochschule Luzern, 6048 Luzern (LU)

S& A Solutions AG, 9403 Goldach (SG)

BKS Kabel Service AG, 4552 Derendingen (SO)

V-ZUG AG, 6301 Zug (ZG)

EIBROM, 8953 Dietikon (ZH)

Feller AG, 8810 Horgen (ZH)

Supravision AG, 8306 Brüttisellen (ZH)

Die Details zu den Showrooms:

www.intelligenteswohnen.com, Rubrik Bauen

Spart Energie und Alltagsmühe

Wer heute baut, kann das Haus so planen, dass es sich

bedarfsgerecht mitwandelt. Das intelligente Gebäude

weiss genau, wann und wie stark die Räume beheizt werden

sollen, ob die Fenster immer noch offen stehen oder

ob der Beutel des Staubsaugers leer ist. Aber was passiert

bei einem Systemfehler? Sitzt die Familie dann eingeschlossen

im dunklen, kalten Haus? Experten sagen Nein;

die Fachleute würden diese Gefahr bereits bei der Planung

einkalkulieren. Mit getrennten Netzwerkzonen, die dafür

sorgen, dass nur ein Teilsystem vom Ausfall betroffen ist.

Tipps und Links

Gerade erschienen: Das Jahrbuch «Intelligentes

Wohnen 2016» mit Praxisbeispielen, Tipps und

technischen Infos. Es ist ein Gemeinschaftswerk der

Zeitschriften Elektrotechnik, HK Gebäudetechnik,

Das ideale Heim, Umbauen und Renovieren.

Das Werk liegt in den aktuellen Ausgaben dieser

Zeitschriften bei und ist am Kiosk erhältlich.

Online: www.das-ideale-heim.ch

unter Inspiration / Projekte.

Wertvolle Downloads und Broschüren gibt es auch

bei GNI: www.intelligenteswohnen.com.

Der Blick in die Zukunft

«Noch mag man von diesem aufgezeigten Wandel wenig

spüren. Doch bald wird er alle Anbieter betreffen», so

Karin Frick und Daniela Tenger vom Gottlieb Duttweiler

Institut. Sie haben eine Studie zum Thema «Smart Home

2030» verfasst. Infrastruktur, Geräte und Ressourcenverbrauch

liessen sich damit effizienter steuern, Immobilien

besser bewirtschaften. Auch die GNI-Fachgruppe ist

sich sicher: «Intelligentes Wohnen gehört bis 2030 zur

Standardausstattung bei Neubauten. Für Altbauten gebe

es drahtlose Funk- oder Powerline-Systeme. Was noch

vor zehn Jahren als Technikspielerei belächelt wurde, ist

heute Realität und morgen Alltag. ++

10-2016 | FamilienSpick 15


++Schwerpunkt ++ Intelligentes Wohnen

«Das System schaut

den Benutzern unauffällig

über dieSchultern»

++

Die Hochschule Luzern tüftelt am Gebäude als System und hat mit ihrem

Forschungszentrum iHomeLab ein einzigartiges Angebot geschaffen. Professor

Alexander Klapproth erzählt im Gespräch, womit wir es beim Intelligenten

Wohnen zu tun haben.

Interview: Nathalie Schoch

16 FamilienSpick | 10-2016


++Schwerpunkt ++ Intelligentes Wohnen

Wo lauern die Gefahren dieses vernetzten

und digitalisierten Wohnens?

Smarte Systeme neigen wegen ihrer Komplexität dazu,

nicht immer zuverlässig oder im Sinne des Benutzers zu

funktionieren. Hier lautet das Motto: So einfach wie nötig

und möglichst keine unerwünschten Redundanzen.

Offene Standards unterstützen dies. Eine weitere Gefahr

lauert in der Anwendung. Aufgrund mangelhafter Lösungen

können die Benutzer überfordert werden. Hier gilt:

Das System soll den Benutzer bedienen und nicht umgekehrt.

Die Systementwickler müssen sich dazu intensiv mit

den Benutzern auseinandersetzen.

Was bedeutet das konkret, wenn ein Gebäude

als intelligent bezeichnet wird?

Für uns Forscher am iHomeLab ist ein intelligentes

Gebäude mehr als nur ein durch Vernetzung zentral- oder

fernsteuerbares Gebäude. Dank künstlicher Intelligenz

und dem Einbezug weiterer Informationen unterstützt ein

intelligentes Gebäude die Benutzer, indem es Sicherheit,

Energieeffizienz und Netzstabilität bietet, ohne den Komfort

zu beeinträchtigen. Es schaut den Benutzern unauffällig

«über die Schultern», lernt von ihnen und bietet einen

persönlichen Service – wie ein Butler.

Das klingt toll, aber auch kostspielig.

Kann sich das jede Familie leisten?

Zurzeit ist Intelligentes Wohnen kostspielig, da die Systeme

aufgrund der geringen Nachfrage noch nicht massentauglich

sind respektive nicht in genügend grossen Stückzahlen

hergestellt werden können. Aber in absehbarer Zeit entstehen

Märkte, die solche Systeme massentauglich und damit

erschwinglich machen werden.

Wo sehen Sie die grössten Vorteile des

Intelligenten Wohnens?

Aktuell sehen wir zwei wesentliche Vorteile: 1. Alleinstehende

ältere Menschen können dank assistiver Wohntechnologie

sicherer wohnen und einfacher mit ihren Angehörigen

und ihrem privaten Netzwerk interagieren. 2. In

naher Zukunft gewährleistet intelligente Gebäudetechnik

die notwendige Netzstabilität im Smartgrid, sodass bei

fluktuierendem Energieangebot aus Sonne (Fotovoltaik)

und Wind (Windgeneratoren) die Verbraucher sinnvoll,

flexibel und automatisch gesteuert werden, ohne dass der

Benutzerkomfort darunter leidet.

Das bedeutet, man wird jetzt auch beim Wohnen

beobachtet?

Ein smartes Gebäude weiss und lernt viel über seine Benutzer.

Diese Informationen betreffen oft die Privatsphäre

und müssen entsprechend sensibel gehandhabt werden.

Einige Geschäftsideen berücksichtigen dies noch zu wenig,

im Gegenzug bieten sie kostenfreie oder -günstige Services

an. Hier müssen die Benutzer mündig entscheiden, ob sie

das wollen respektive bereit sind, für die Wahrung ihrer

Privatsphäre etwas mehr zu bezahlen.

Das Besucherzentrum

Das iHomeLab der Hochschule Luzern ist eine Denkfabrik

und ein Forschungszentrum für Gebäude­

Intelligenz. Hier werden die Ergebnisse der Forscher

präsentiert, gleichzeitig zeigen sie auf, wie die

Zukunft des Wohnens aussehen könnte. Hinter dem

iHomeLab steht ein Team mit 27 Forschern und über

200 Partnern aus Industrie und Wirtschaft. Jährlich

besuchen rund 4000 Interessierte das iHomeLab.

www.ihomelab.ch

10-2016 | FamilienSpick 17


++Schwerpunkt ++ Intelligentes Wohnen

Wie verändert diese Digitalisierung die Bau- und

Wohnindustrie?

In Zukunft wird die dazu notwendige Basisinfrastruktur

schon beim Erstellen des Gebäudes mitintegriert. Die integrale

Gebäudeplanung (Building Information Management)

wird diesen Prozess unterstützen. Für den Bestand

werden einfach nachrüstbare Systeme bereitstehen, die sich

auch für Mietwohnungen anbieten.

Sind die Schweizer Anbieter für diesen Wandel bereit?

Sagen wir mal so: Man ist auf dem Weg dahin.

Viele Anbieter halten digitale Tools für zu störungsanfällig,

zu wenig kompatibel und noch für zu unzuverlässig.

Wie sehen Sie das?

Das ist zurzeit sicher noch der Fall. Deshalb ist Forschung

und Entwicklung nötig sowie der Wille oder auch die

Einsicht der Hersteller, sich künftig vermehrt auf offene,

gemeinsame Standards zu einigen. Vielleicht braucht es

dazu auch mehr Druck seitens des Marktes.

Wie entscheidet ein Bauherr, welches System für ihn das

richtige ist?

Indem er sich beraten lässt und sich auch selbst mit dem

Thema auseinandersetzt.

Was ist im Moment noch Zukunftsmusik?

Die künstliche Intelligenz ist noch nicht so weit fortgeschritten,

wie das in bestimmten Science-Fiction-Filmen und Romanen

gezeigt wird. Dies betrifft sowohl die Interak tion,

also Spracherkennung, Gestenerkennung etc. wie auch die

intelligente Verarbeitung der Informationen. Dazu werden

wir am iHomeLab noch eine Menge spannende und nutzbringende

Forschungsarbeit leisten. ++

Zur Person

Prof. Alexander Klapproth ist dipl. Elektroingenieur ETH

und forscht seit rund 20 Jahren am Departement Technik

& architektur der Hochschule Luzern. Er ist der Leiter des

Forschungszentrums iHomeLab, das 1997 gegründet wurde.

2008 eröffnete das Besucherzentrum. Seine Forschungsgebiete:

Intelligentes Wohnen, smarte Gebäudetechnik,

ambient Assisted Living, smarte Energieeffizienz und

­ Flexibilisierung, Internet der Dinge, Sensornetzwerke.

18 FamilienSpick | 10-2016


Gemeinsam glücklich

Glücklich sind Familien mit CONCORDIA. Weil sie verstanden

werden. Weil sie eine vertrauensvolle Partnerin schätzen.

Weil der Service stimmt.

Ihre Gesundheit, bei CONCORDIA in besten Händen.

www.concordia.ch


++ Erziehung & Schule ++ Aufräumen

20 FamilienSpick | 10-2016


++ Erziehung & Schule ++ Aufräumen

EineFRAU

Räumt auf!

Kinder sorgen für Unordnung – im Kinder zimmer

und nicht selten auch im restlichen Wohnbereich.

Mylène Alt verhilft zu einem «aufgeräumten»

Leben, im Privatbereich und im Geschäftsleben.

Sie zeigt ihren Kunden, wie man sich im Büro

oder zu Hause effizient organisiert. Das Ziel ist

aber nicht zwingend die leere Tischplatte oder die

Übernahme einer bestimmten Methode. Im

Zentrum steht die Suche nach dem richtigen

System für jeden Einzelnen.

Text: Stefan Millius

Bilder: Stephanie Engeler

++

10-2016 | FamilienSpick 21


++ Erziehung & Schule ++ Aufräumen

++

Hinter der Wahl-Ostschweizerin Mylène Alt liegt eine

recht konventionelle Laufbahn. KV-Lehre, Weiterbildung

zur Marketingplanerin, Direktionsassistentin, Projektleiterin

Marketing lauteten die Stationen. Vor rund sechs

Jahren wurde ihr dann klar: Sie wollte etwas Eigenes auf

die Beine stellen, «mein Ding machen», etwas Neues beginnen.

«Ich habe mir damals bewusst die Frage gestellt:

Was unterscheidet mich und meine Art des Arbeitens im

positiven Sinn von anderen?», erinnert sie sich. Sie dachte

zurück an die vielen Situationen in verschiedenen Unternehmen,

als sie mit anderen Leuten Projekte anging und

feststellen musste: Unter ihnen waren viele, die bezüglich

Aus- und Weiterbildung einen prallen Rucksack hatten,

aber nicht gut organisiert waren. Ihr sei damals klar geworden,

«dass das nicht einfach selbstverständlich ist, dass

man das nicht automatisch kann, sondern genauso lernen

muss wie alles andere.» Sie selbst hatte stets viel Wert auf

eine gut organisierte, aufgeräumte Umgebung gelegt und

war oft von anderen gefragt worden, wie sie das schafft.

Physische und mentale Ordnung

Mit dieser Erkenntnis war eine Geschäftsidee geboren.

2009 gründete Mylène Alt ihre Einzelfirma «BüroProjekt»

und gibt seither ihr Wissen weiter. Dieses erschöpft sich

allerdings nicht darin, im sichtbaren Bereich eines Raumes

aufzuräumen oder ein Ablagesystem einzuführen. «Ordnung

kann man im physischen, aber auch im mentalen

Sinn verstehen – oder in der Kombination», so Alt. Viele

Leute trennen sich gemäss ihrer Erfahrung ungern von

Dingen, weil sie mit diesen Geschichten verbinden. Sie

helfe ihnen, Entscheidungen zu fällen und für den künftigen

Umgang mit der Ordnung eine Methode zu kreieren –

individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst.

Frage des Images

Sie selbst sei ein «bekennender Leertischler», sagt Alt. Aber

bei ihrer Arbeit gehe es nicht darum, sich selbst zu «klonen»

oder anderen ihre Methode aufzuzwingen. «Jeder muss

sein eigenes System finden, denn nach der Beratung bin ich

wieder weg, und nicht ich muss mich mit dem System

wohlfühlen, sondern mein Kunde», sagt sie. Erfahrungsgemäss

möchte aber jemand, dem sie die Vorteile einer aufgeräumten

Umgebung einmal aufgezeigt habe, nicht mehr

zum alten Zustand zurück, «sie wollen es dann plötzlich

selbst so.»

Es gibt – der Schreibende zählt sich auch dazu – allerdings

auch Berufstätige, die das Chaos auf dem Tisch kurzerhand

zum System erklären und behaupten, damit gut fertigzuwerden

oder die Unordnung gar zu benötigen für einen

kreativen Output. Aufräum-Coach Mylène Alt ist misstrauisch,

was solche Aussagen angeht. «Die meisten hätten

«Ordnung

schaffen

muss

man

genauso

lernen

wie jede

andere

tätigkeit

auch.»

das in Wahrheit wirklich gerne anders», sagt sie. Wer sich

und seine Arbeit ehrlich analysiere, stelle fest: Die Rechnung

geht nicht auf. Das richtige Dokument im Chaos zu

suchen, koste Zeit und Nerven, wer sich eine Stunde für

eine Aufgabe vornimmt und zunächst 30 Minuten lang auf

dem Pult nach den Grundlagen dafür fahndet, ist nicht

effizient.

Vieles von dem, was sie sagt, wird spontan als selbstverständ

lich wahrgenommen. Dass es bei der Arbeit

bei spiels weise sinnvoll ist, seine Unterlagen systematisch

abzulegen, leuchtet jedem ein. Wozu also eine Aufräum-

Beratung? «Stark in der Theorie» seien viele Leute tatsächlich,

«aber entscheidend ist ja, was wir letztlich tun, und

meist ist eine Verhaltensänderung nötig.» Alt empfiehlt,

«nicht an allen Schrauben gleichzeitig» zu drehen, sondern

Schritt um Schritt vorzugehen. Ihre Beratung ersetzt das

eigene Denken nicht, es sei ein Miteinander. Und im

Zentrum stehe nicht das Aufräumen des Ist-Zustandes,

sondern die Erarbeitung eines Systems für die Zukunft.

Oder wie sie es ausdrückt: «Eine Mulde bestellen können

meine Kunden auch ohne mich, aber danach sollte es nicht

von vorne losgehen mit dem Chaos.»

Was gewinnt man mit der neuen Ordnung? «Mehr Platz,

ein gutes Gefühl, steigende Motivation, effizienteres Arbeiten»,

zählt Mylène Alt auf. Vor allem aber sei ironischerweise

Aufräumen mit Methode das beste Rezept für Leute, die

eben gerade nicht gerne aufräumen. «Je besser das System

ist und je klarer ist, wo was hingehört, desto weniger liegt

herum – und desto weniger muss man aufräumen.» ++

Zum Unternehmen

Mit ihrer Firma «BüroProjekt» unterstützt und berät

Mylène Alt aus Herisau Private und Unternehmen, wie

sie bleibende Ordnung ins Haus oder Büro bringen.

Zum Angebot gehört die Einzelberatung direkt vor Ort,

aber auch Impulsreferate vor Publikum. Weitere

I nformationen unter www.aufraeumen.ch.

22 FamilienSpick | 10-2016


++ Erziehung & Schule ++ Aufräumen

Sterilität Oder

kreatives

Chaos?

Unordnung im Kinderzimmer ist in vielen Familien ein Dauerthema. Kinder

und Erwachsene haben oft andere Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit.

Wie sollen Eltern mit dieser Herausforderung umgehen?

Text: Fabrice Müller, Redaktor Schule und Elternhaus Schweiz (S&E)

++

Janine (13) und Nicole (15) putzen ihre Zimmer selber.

Sie sind auch dafür verantwortlich, dass das Zimmer regelmässig

aufgeräumt wird. Darauf legt ihre Mutter Sandra

Zehren, Leiterin der Geschäftsstelle von Schule und

Elternhaus Schweiz (S&E), Wert. «Uns war es schon immer

wichtig, unsere Kinder zu einer gewissen Ordnung und

Sauberkeit zu erziehen. Auch bei Teenagern ist dies nicht

immer ganz einfach. Sie haben oft andere Vorstellungen

von Ordnung und Sauberkeit. Deshalb sind wir ziemlich

strikt und bestehen zum Beispiel darauf, dass nicht überall

Kleider herumliegen oder Unordnung herrscht.» Regeln

aufzustellen genüge allerdings nicht, stellt Sandra Zehren

fest. Es brauche eine regelmässige Kontrolle. Vernachlässige

man die Regeln, laufe die Ordnung schnell aus dem

Ruder. «Es gibt bei Kindern und Jugendlichen immer

wieder Phasen, in denen sie mehr Mühe haben, sich an

gewisse Regeln zu halten. Je konsequenter man als Eltern

auf Ordnung und Sauberkeit achtet, umso einfacher ist es,

diese im Familienalltag durchzuziehen», ist Sandra Zehren

überzeugt.

Ein Dauerthema in vielen Familien

Die Unordnung im Kinder- oder Jugendzimmer ist ein

unerschöpfliches Thema im Alltag vieler Familien. Die

allerwenigsten Kinder kommen als ordnungsliebende

Menschen, sondern meist als kleine Chaoten auf die Welt.

Dies kann Regula Röthlisberger, Elternberaterin aus Stans

und ehemaliges Vorstandsmitglied bei Schule und Elternhaus

Nidwalden, bestätigen: «Ich begegne in meinen Beratungen

dem Thema Unordnung oft im Zusammenhang

mit Lernschwierigkeiten bei Kindern und Jugendlichen.»

Die Eltern seien der Meinung, die Lernschwierigkeiten

10-2016 | FamilienSpick 23


++ Erziehung & Schule ++ Aufräumen

hätten vor allem mit der Unordnung im Kinderzimmer zu

tun. Sie fühlen sich dabei nicht selten hilflos und überfordert.

«Kinder haben andere Vorstellungen von Ordnung

als wir Erwachsenen. Die Unordnung im Kinderzimmer

ist ein Symptom für andere Probleme», sagt Regula Röthlisberger.

Die Eltern seien sich manchmal nicht im Klaren,

was sie wollen. Als Folge davon verhalten sie sich inkongruent,

indem das, was sie sagen und von den Kindern

fordern, oft nicht mit dem eigenen Handeln übereinstimmt.

So zum Beispiel auch beim Thema Ordnung und

Sauberkeit. «Kinder spüren diese Diskrepanz sehr schnell

und reagieren darauf, indem sie beispielsweise Regeln

nicht einhalten. Warum sollten sie auch», berichtet die

Elternberaterin.

Eine Frage der Definition

Was genau versteht man unter Ordnung und Sauberkeit?

Und was hat das Kind davon, wenn sein Zimmer immer

aufgeräumt und sauber ist? «Die Definition von Ordnung

ist nicht nur eine Frage des Alters, sondern auch der Kultur.

Es scheint mir, als lege man im deutschsprachigen Kul turraum

generell mehr Wert auf Ordnung und Sauberkeit als

in südlichen Ländern», sagt Regula Röthlisberger. Dass

Ordnung überall unterschiedlich definiert und gelebt

wird, erleben die Kinder etwa auf öffentlichen Spielplätzen

– oder wenn sie andere Kinder zu Hause besuchen. Die

Ordnung im Kinderzimmer ist stets auch ein Ausdruck

der eigenen Persönlichkeit. «Kinder sind von Natur aus

spontane, kreative, neugierige Menschen, die eher mal

etwas liegen lassen», berichtet Regula Röthlisberger.

Erwachsene hingegen seien meist viel strukturierter

veranlagt. Doch es gebe auch Kinder, die von klein auf

pingelig und ordnungsliebend sind. Auf der psychologischen

Ebene wird Ordnung laut Regula Röthlisberger mit

Selbstwertgefühlen in Verbindung gebracht. Wer über ein

mangelndes Selbstwertgefühl verfügt, achtet offenbar

weniger auf Ordnung, weil diese Person mehr nach aussen

hin orientiert ist und dort Bestätigungen sucht.

Recht auf Ordnung und Sauberkeit

Ob ordnungsliebend oder chaotisch veranlagt, Kinder

empfinden es in der Regel als Einmischung, wenn die Eltern

von ihnen verlangen, das Zimmer aufzuräumen. «Dadurch

wird die Persönlichkeit des Kindes verletzt. Es ist deshalb

wichtig, zu respektieren, dass das Kind andere Vorstellungen

von Ordnung und Sauberkeit hat als die Eltern», betont

Regula Röthlisberger. Auf der anderen Seite haben die

Eltern das Recht und die Pflicht, ihre Vorstellungen von

Ordnung und Sauberkeit in jenen Räumen durchzusetzen,

die von der ganzen Familie genutzt werden, zum Beispiel

in der Küche, im Wohnzimmer oder im Bad. Auf diese

Weise lernt das Kind schon früh, gewisse Abgrenzungen

einzuhalten und zu respektieren. Schmutzige Wäsche etwa

hat nichts auf dem Boden zu suchen, ebenso wenig Essbares

im Kinderzimmer. Jacken werden aufgehängt und

nicht in die Ecke geworfen. Schulsachen gehören auf den

Tisch und nicht auf den Boden. «Je früher man damit

beginnt, umso besser funktioniert es», weiss die Elternberaterin

und rät, gewisse Spielzonen im Wohn bereich

zuzulassen, ohne dass sich dabei das ganze Wohnzimmer

in eine Spielwiese verwandelt. Die Eltern seien angehalten,

sich ebenso an die Ordnungsregeln zu halten und Vorbild

zu sein. «Wenn Eltern positiv übers Aufräumen oder

Putzen sprechen, indem sie zum Beispiel das gute Gefühl

in einem sauberen Haus hervorheben, überträgt sich dies

auch auf das Kind. Es erlebt Ordnung und Sauberkeit als

etwas Positives», erklärt Regula Röthlisberger.

Ziele und Feedbackrunden

Verbesserungspotenzial gibt es oftmals auch in der Kommunikation

zwischen Eltern und Kindern. Anstatt das

Kind zu fragen: Könntest du das Zimmer aufräumen?,

sollte man ihm besser mitteilen, was man von ihm erwartet

und eine Frist von drei Tagen dafür gewähren. «Kleinere

Kinder sind hier sicher noch auf eine gewisse Unterstützung

angewiesen. Bei grösseren Kindern bzw. Jugend lichen

empfehle ich eine Feedbackrunde, in der sich alle Beteiligten

zu ihren Forderungen und Meinungen äussern

können», empfiehlt Regula Röthlisberger. Auf diese Weise

lassen sich verschiedene Themen und Aufgaben erledigen,

ohne gleich mit Schimpfen reagieren zu müssen. Bei Kleinkindern

kann das Aufräumen auch spielerisch angegangen

werden. Die Autos werden in die Garage gefahren, die Puppen

gehen schlafen. So macht Aufräumen auch noch Spass.

Ab vier Jahren können Kinder sehr gut selbst für Ordnung

in grösseren Bereichen sorgen – zum Beispiel in der Malecke

oder im Bücherregal. Weniger ist manchmal mehr:

Ein Kind muss nicht in Spielsachen ertrinken. Es empfiehlt

sich, gemeinsam mit dem Kind alte und kaputte Spielsachen

auszusortieren. Manche Spielsachen können auch

vorübergehend im Keller verstaut werden. Oft dauern Kinderspiele

mehrere Tage. Deshalb sollten Eltern nicht darauf

bestehen, dass die mühsam aufgebaute Ritterburg am

Abend schon wieder weggeräumt wird. Allerdings sollte

ein Gang zum Bett frei geräumt werden. Findet das Kind in

seiner Unordnung etwas nicht, muss es selber suchen. Sind

Spielkameraden im Haus, sollen sie beim Aufräumen

helfen.

24 FamilienSpick | 10-2016


++ Erziehung & Schule ++ Aufräumen

Ämtli übernehmen

Wie sinnvoll ist es, den Kindern gewisse Aufgaben und

Ämter zu übertragen? «Ich finde es wichtig, dass die

Kinder über bestimmte Ämtli schon früh Verantwortung

übernehmen und in die täglichen Abläufe des Haushaltes

eingeführt werden», sagt Regula Röthlisberger. Durch das

Auftragen von gewissen Arbeiten, die dem Alter des

Kindes entsprechen, werde ihm gleichzeitig auf positive

Art Vertrauen ausgesprochen. Auf diese Weise lerne das

Kind zudem, wie ein Haushalt gemeinsam gemeistert

werden kann. «Kinder helfen meist gerne im Haushalt mit.

Wichtig dabei ist, dass sie gelobt werden und eine gute

Absicht dahinter steht», gibt Regula Röthlisberger zu bedenken.

In der Familie von Sandra Zehren übernehmen

die Kinder zum Teil gewisse Aufgaben wie Einkaufen oder

Spaziergänge mit dem Hund. Vor den Ferien müssen alle

Zimmer nochmals aufgeräumt und geputzt werden. Eine

bewusste Ämtli-Kultur lebt Sandra Zehren allerdings

nicht. «Ich finde, es muss zum Kind und zur Familie

passen. Und vor allem braucht es vonseiten der Eltern eine

gewisse Hartnäckigkeit bei der Umsetzung und Kontrolle

der Ämter.» ++

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++ Erziehung & Schule ++ Kinderwelten

«Wisst ihr wirklich,

was wir brauchen?»

Erwachsene haben eine klare Vorstellung vom Leben. Sie wissen, was für ihre

Kinder gut ist. Aber wissen sie auch, wie die Kinder darüber denken? Fachleute

fordern, die Sichtweisen der Kinder genauer zu betrachten und im Alltag zu

berücksichtigen.

Text: Nathalie Schoch

++

Man stelle sich folgende Situation vor: Es gibt drei Kinder

und nur eine Flöte. Anne kann als Einzige darauf spielen.

Carla hat sie gebaut. Und Bob hat nichts, womit er sich die

Zeit vertreiben kann. Wer bekommt nun die Flöte? Die

meisten Erwachsenen würden wohl pragmatisch handeln

und sich für Anne entscheiden, damit die Flöte zweckmässig

genutzt wird. Anders die Kinder. «Die meisten der

befragten Kinder haben sich für Bob entschieden, weil er

arm ist und daher etwas bekommen soll», sagt Sabine

Andresen, Professorin für Familienforschung und Sozialpädagogik

an der Goethe-Universität in Frankfurt am

Main. Gemeinsam mit World Vision hat sie mehrere

Studien zum Wohlbefinden von Kindern

durchgeführt. Interessante Resultate sind

dabei herausgekommen. Zum Beispiel

fühlen sich 56 Prozent der befragten

6- bis 11-jährigen Kinder in

Deutschland nie benachteiligt, zehn

Prozent fühlen sich häufig benachteiligt.

Worin sie sich benachteiligt fühlen:

«Wegen meines Alters, weil ich ein

Mädchen bin, wegen meines Äusseren

oder weil meine Eltern nicht aus Deutschland sind.» Gefragt

wurden die Kinder auch, was für sie Freiheit bedeutet.

Darauf die Antwort der 9- bis 11-Jährigen: Über ihre Zeit

selbst entscheiden zu können, auch über den Medienkonsum

und ob sie bei Freunden übernachten dürfen. Nicht viel anders

ist es bei den 6- bis 8-Jährigen: Draussen spielen, ohne

Eltern ein Eis kaufen gehen, das Fernsehprogramm selber

auswählen und die freie Entscheidung, welche Freunde

man treffen will. Die Studien zeigen: Zentral für das Wohlbefinden

der Kinder ist die gute Balance zwischen Fürsorge

und Freiheit sowie Autonomie und Abhängigkeit.

10-2016 | FamilienSpick 27


++ Erziehung & Schule ++ Kinderwelten

Kinder haben ihre eigene

Sichtweise auf die Welt.

Und diese gilt es, ernster zu

nehmen und im Alltag mehr

zu berücksichtigen, finden

Fachleute der Sozialen Arbeit.

Kinder brauchen angemessene Räume

Wohlbefinden ist das eine. Das Wissen darum das andere.

Noch viel anspruchsvoller ist es, diese Wünsche, Einstellungen

und Perspektiven im Alltag wahrzunehmen und vor

allem ernst zu nehmen. Die Kinder sind handlungs fähige

Subjekte und anerkannte Mitglieder der Gesellschaft – genauso

wie die Erwachsenen. Entsprechend prägen sie den

Alltag mit. «Kinder benötigen in erster Linie angemessene

Räume, gute Gelegenheiten und Erwachsene, die sich für

sie interessieren», sagt Andresen. Doch was bedeuten angemessene

Räume? Gibt es die nicht schon in Hülle und Fülle

mit Einfamilienhäusern, Kinderkrippen und Spielplätzen?

Kornelia Schneider von der Universität Siegen hat sich

mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt. Beim Bau

von Kindertageseinrichtungen werde zwar der Raumgestaltung

viel Aufmerksamkeit gewidmet, aber eher unter dem

Gesichtspunkt, was für Räume und welche Dinge darin vorhanden

sein sollten. Selten befasse man sich bei der Planung

mit der Frage, wie Kinder sich in frühestem Alter aktiv forschend

mit dem Raum auseinandersetzen. «Das Erkunden

der Umwelt und das Erproben der eigenen Möglichkeiten

werden im Allgemeinen auf die Innenausstattung bezogen,

jedoch nicht auf die Raumgestalt», schreibt sie in ihren

Forschungs ergebnissen. Der Raum selbst gelte offensichtlich

nicht als Bildungsquelle und die Wissenschaft habe sich

bisher nicht gezielt der Bedeutung von Raumwahrnehmung

in der frühesten Kindheit gewidmet. Dabei spiele das für

die Entwicklung der Kinder eine sehr wesentliche Rolle.

Fachleute diskutieren in St. Gallen

Mit der Perspektive der Kinder beschäftigt sich auch das Institut

für Soziale Arbeit IFSA der Fachhochschule St. Gallen.

Ihre ersten Ergebnisse präsentierte sie rund 120 Fachleuten

an einer Tagung. «Kinderfreundliche Lebensräume»

war eines von vier Workshop-Themen. «Ein Architekt analysiert

die Sicherheitsaspekte, wir Pädagogen den Spielraum.

Dabei müssten doch beide berücksichtigt werden,

oder?», fragt eine Tagungsteilnehmerin in die Runde. «Wir

haben in unserer Gemeinde im Zürcher Oberland eine Arbeitsgruppe

gebildet, um Vorschläge für Spielplätze und Jugendtreffpunkte

zu erarbeiten. Tolles ist dabei herausgekommen,

doch letztlich entscheidet die Bevölkerung in der

Gemeinde und wir befürchten, es scheitert wieder mal an

den Kosten», sagt eine weitere Teilnehmerin. Wie man

«kinderfreundliche Lebensräume» schafft, damit

beschäftigt sich die UNICEF Schweiz. Marcus Casutt präsentierte

an der Tagung verschiedene Lösungsansätze: Der

Perspektive von Kindern in der Aus- und Weiterbildung

mehr Gewicht geben, Akteure wie Pädagogen, Erzieher und

Architekten bei der Planung an einen Tisch setzen und das

Thema gesetzlich besser verankern.

Auszeichnung für

kinderfreundliche Gemeinden

Mit der Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» stellt

UNICEF den Entscheidungsträgern von Gemeinden ein Instrument

zur Verfügung, um ihre Programme und Projekte

auf deren Auswirkungen auf Kinder zu überprüfen und die

Kinderfreundlichkeit zu verbessern. «Diese Hilfestellung

ermöglicht eine systematische Umsetzung der Kinderrechte

und stärkt die Teilhabe von Kindern in ihrem unmittelbaren

Lebensumfeld», so Casutt. Wer die Voraussetzungen

erfüllt, erhält das Label «Kinderfreundliche Gemeinde». Es

steht für den Willen, die UN-Kinderrechtskonvention auf

Gemeindeebene vollumfänglich umzusetzen und die Perspektiven

der Kinder und Jugendlichen bei Prozessen, die sie

betreffen, gezielt und ganz konkret zu berücksichtigen. Aktuell

besitzen 19 Gemeinden in der Schweiz dieses Label.

Gerade ausgezeichnet worden ist die Stadt Wil im Kanton

St.Gallen. Einer der Gründe: Die Stadt wird der Bevölkerung

nun jedes Jahr zum Kinderrechtstag gemeinsam mit

28 FamilienSpick | 10-2016


++ Erziehung & Schule ++ Kinderwelten

Wer die Voraussetzungen

erfüllt, erhält das

Label «Kinderfreundliche

Gemeinde».

ein, können sie auf bessere Akzeptanz, Verbundenheit und

Gegenseitigkeit zählen.

Den Dialog mit Kindern suchen

Die Tagungsteilnehmenden der Fachhochschule St.Gallen

waren sich einig: Man sei in der Pflicht, Kinder ernst zu

nehmen und sie als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft

anzusehen. Aber dafür müsse man mehr über die Perspektive

der Kinder wissen. Die Verantwortlichen des IFSA

forschen auf jeden Fall weiter. «Das Institut für Soziale

Arbeit der FHS St. Gallen möchte in den nächsten Jahren

einen wichtigen Beitrag für ein besseres Verständnis

leisten», sagt Fachbereichsleiterin Barbara Fontanellaz.

Schliesslich sei es möglich, sich als Erwachsene den Kindern

anzunähern, um eine Vorstellung von ihren inneren vorhandenen

Bildern zu erhalten. Kombiniert mit dem Wissen

aus Erziehung, Psychologie und Soziologie. Ausserdem bestünden

methodisch vielfältige Möglich keiten, Kinder und

Jugendliche direkt zu befragen. Durch diese unterschiedlichen

Quellen ergeben sich Einblicke, Erkenntnisse – und

im besten Fall wird die gelebte Wirklichkeit der Kinder und

Jugendlichen sichtbar. ++

den Kindern und Jugendlichen ein Kinderrecht vorstellen

und einen Workshop für Interessierte organisieren. Weitere

Ziele sind die frühe Förderung, familienergänzende Betreuung,

Treffpunkte und die Natur. Die Perspektive der

Kinder und Jugendlichen einzubeziehen, bedeutet also, die

Möglichkeiten in den Gemeinden in den Fokus zu nehmen.

Lassen sich die beteiligten Akteure auf diese Aushandlung

Besonders

kinderfreundlich

Folgende Städte und Gemeinden sind mit dem Label

«Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet

worden: Arlesheim (BL), Baden (AG), Basel (BS),

Blauen (BL), Fehraltorf (ZH), Frauenfeld (TG),

Hitzkirch (LU), Laupersdorf (SO), Lausanne (VD),

Lyss (BE), Reinach (BL), Riehen (BS),

Rapperswil-Jona (SG), Sion (VS), Teufen (AR),

Uznach (SG), Wauwil (LU), Wil (SG), Zetzwil (AG).

10-2016 | FamilienSpick 29


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++ Erziehung & Schule ++ Verwöhnte Kinder

Ist Ihr Kindverwöhnt?

Eltern haben eine unglaublich anspruchsvolle Aufgabe. Sie sind täglich gefordert,

ihr Kind so gut wie möglich grosszuziehen. Da mag man sich die Vorwürfe

sicher nicht anhören, dass man seine Kinder verwöhnt und zu unselbstständigen

Erwachsenen macht. Und doch ist das Thema allgegenwärtig.

Text: Nathalie Schoch

++

«Die Verwöhnung ist das Schlimmste, was einem Kind

a ngetan werden kann. Sie ist ein Verbrechen, weil die Kraft

und der Lebensmut des Kindes gebrochen werden», sagt

Erziehungswissenschaftler und Pädagoge Albert Wunsch.

Das sind harte Worte. Doch lohnt es sich, darüber nachzudenken,

wenn man die Familien von heute näher betrachtet.

Wie oft hört es sich in Familiendialogen so an:

«Ich mach das schon für dich», «Magst du das wirklich

nicht mehr essen?», «Was möchtest du gerne spielen?».

Kind zu sein avanciert unlängst zum

Wunschkonzert. Aber ist das Leben der

Erwachsenen ein Wunschkonzert? Wohl

für die wenigsten. So wäre es doch sinnvoller,

die Kinder auf das reale Leben vorzubereiten.

«Wer das Kind immer schützt,

macht es schutzlos», sagt Albert Wunsch.

Und genau das wünschen sich Eltern sicher

nicht für ihre Kinder.

Alles wollen – alles bekommen

Kaum ein anderes Thema beschäftigt

Familien, Therapeuten und Lehrpersonen

derart wie das Verwöhnen der

Kinder. Das weiss auch Gabriela Braun,

die Leiterin des Mamablogs bei Tages-

Anzeiger online. «Aus Fürsorglichkeit und Ehrgeiz nehmen

Eltern dem Kind so viel wie möglich ab.» Sie fahren

die Kinder zur Schule, zum Klavierunterricht, zum Fussballtraining,

räumen ihr Zimmer auf, kochen ihr Lieblingsessen,

hetzen von Funpark zu anderen Actionprogrammen,

schenken ihnen das neueste Smartphone und setzen

sie vor die Playstation oder den Fernseher, wenn sie eine

kurze Verschnaufpause brauchen. Zu Ostern gibt es ein

Fahrrad, zum Samichlaustag neue Marken turnschuhe

und dazwischen so manches Belohnungs zusätzchen. Umgekehrt

tyrannisieren die Kinder ihre Eltern, wenn

nicht alles sofort geschieht, wie sie es sich wünschen.

Das mag jetzt ein sehr überspitztes Bild sein, aber

schaut man etwas genauer hin, wird sich so manche

Familie darin wiederfinden. «Weil Eltern für das

Kind nur das Beste wollen – und es soll doch

gefördert werden», so Gabriela Braun.

Die Helikoptereltern

Heute tendieren Eltern dazu, den Kindern so

früh wie möglich alles bieten zu wollen. Nicht

nur materiell, sondern auch emotional. Das

geht so weit, dass Kinder während ihres Aufwachsens

kaum einmal unbeaufsichtigt sind.

Sie werden zur Schule gefahren, auf dem Spiel­

10-2016 | FamilienSpick 31


++ Erziehung & Schule ++ Verwöhnte Kinder

Literaturtipps

Die Verwöhnungsfalle,

von Albert Wunsch

Kinder an der Macht:

Die monströsen Auswüchse

liberaler Erziehung,

von David Eberhard

Nein aus Liebe:

Klare Eltern – starke Kinder,

von Jesper Juul

platz beobachtet und sind sie ausser Haus, werden sie

mehrmals auf dem Handy angerufen. Denn das hat ja

praktisch jedes Kind! «Eltern, die ihre Kinder einer Drohne

gleich überwachen, nennt man auch Helikoptereltern.

Ihr Wunsch ist es, die Kinder vor jedem Unglück zu bewahren

und ihnen jede Entscheidung abzunehmen», so

Gabriela Braun in ihrem Vortrag am St. Galler Forum in

Gossau. Spricht man allerdings mit den Eltern über das

Thema, so hat man den Eindruck, dass keiner von ihnen

das Gefühl hat, die eigenen Kinder übermässig zu verwöhnen.

Auch das kennt die Mamablog-Schreiberin nur zu

gut. Als Mutter eines Teenagers und in einer Patchwork­

Familie lebend, war sie auch lange der Ansicht, ihren Sohn

nicht zu verwöhnen. Das sah ihr neuer Lebenspartner ganz

anders: Kam der Junge vom Kindergarten, habe sie sofort

alles stehen und liegen lassen. «Unterhielten sich mein

Partner und ich, liess ich mich jedes Mal von meinem Kind

ablenken und unterbrach das Gespräch mit ihm.» Nicht

nur Eltern selbst, auch der wachsende gesellschaftliche

Druck ist dafür verantwortlich. «Ich muss mich bei anderen

Eltern ständig rechtfertigen, warum mein Sohn mit 14

noch kein Handy hat», sagt eine am Forum teilnehmende

Mutter. «Mein Kind kam letzthin enttäuscht nach Hause

und erzählte, dass es nicht mit den anderen spielen dürfe,

weil es keine Playstation habe», so eine weitere Teilnehmerin.

Eltern wie Lehrpersonen werden heute gnadenlos

beurteilt und verurteilt.

Erwartungsdruck macht Kinder krank

Auch das ist zur Normalität geworden, dass Eltern anstelle

ihrer Kinder in die Kampfarena steigen, den Streit im Sandkasten

schlichten, die Schulgspänli tadeln, bei anderen

Eltern anrufen und sich für Missetaten entschuldigen.

Albert Wunsch sieht hierin eine grosse Gefahr: «Da im

Leben ausserhalb von Verwöhnsystemen mit nicht vergleichbaren

Reaktionen zu rechnen ist, wachsen Verwöhnte

immer intensiver in eine Scheinwelt hinein.» Darüber

hinaus kann es Kinder sogar krank machen. In einer Befragung

der Weltgesundheitsorganisation WHO Anfang

2015 gab jeder dritte Schweizer Schüler an, unter Stresssymptomen

zu leiden. Die Kinder und Teenager klagten

über Bauchschmerzen und Schlafstörungen. Als Gründe

nannten die Fachleute der Studie die vollen Terminkalender

mit Sport-, Musik- und Förderlektionen, die Reizüberflutung

und den konstanten Leistungs- wie Erwartungsdruck

von Schule und Eltern. So ist Burn-out mittlerweile auch bei

Kindern ein Thema.

Kinder aufs reale Leben vorbereiten

Ja, was ist denn nun das Beste für das Kind? Die französische

Psychoanalytikerin und Familientherapeutin

Caroline Thompson beantwortet die Frage wie folgt:

«Wenn die elterliche Funktion darin besteht, unabhängige

Menschen ins Erwachsenenalter zu führen, müssen wir

das richtige Mass von Distanz wiederfinden, damit unsere

32 FamilienSpick | 10-2016


++ Erziehung & Schule ++ Verwöhnte Kinder

Kinder selbstständig leben und ihrerseits Kinder erziehen

können.» Albert Wunsch hat eine etwas härtere Antwort

parat: «Ohne Herausforderungen werden Kinder zu

Nichtskönnern und Versagern.» Ein Aufwachsen im

Schongang verhindere, dass der Nachwuchs an Durchhaltekraft

und Selbstbewusstsein gewinne und Eigenverantwortung

übernehme. Wer Kindern ständig Hindernisse

aus dem Weg räume, ihnen Mühe und Schweiss abnehme

oder notwendige Arbeiten erspare, der führe diese Kinder

in ein Terrain von Misslingen und Zukunftsangst. «Solche

Kinder wissen nichts über andere Menschen und nichts

über sich selbst. Sie spüren nicht, was es heisst, traurig oder

frustriert zu sein, Mitgefühl zu entwickeln, letztlich sind sie

unter sozialen Aspekten lebensuntauglich.» Damit steht

Wunsch nicht alleine da. Auch der schwedische

Psychiater und sechsfache Vater David

Eberhard schrieb in seinem Buch: «Kleine

Königinnen und Könige, denen möglichst

viele Steine aus dem Weg geräumt wurden und

in der Folge allen auf der Nase herumtanzen, sind

später vom Leben enttäuscht, weil man sie nicht auf

die Anforderungen eines eigenständigen Lebens in

der Gesellschaft vorbereitet hat.»

Nicht überwachen, sondern loslassen

Hört man sich die Worte der Erziehungswissenschaftler

und Psychologen an, müssen Eltern e iniges an Prügel

einstecken. Darum ist es jetzt an der Zeit, die Erwachsenen

mit ein paar Worten zu verwöhnen: Mütter, Väter und

Grosseltern übernehmen eine höchst anspruchsvolle

Aufgabe, die es zu würdigen gilt. Sie geben ihr Bestes, auf

welchem Weg auch immer.

Und das ist letztlich, was

zählt im Leben: Der Versuch,

es richtig machen zu wollen.

Vielleicht könnte dieser erstaunlich

sanfte Rat von Albert

Wunsch künftig ein Begleiter

sein für all jene Eltern, die ihre

Kinder zu selbstständigen und starken

Persönlichkeiten erziehen möchten: Lasst

die Kinder toben, Fehler machen, an Aufgaben

scheitern, fangt sie auf, wenn sie nicht mehr weiterwissen.

Aber lasst die Kinder flügge werden, statt

wie Helikopter über ihnen zu schweben. Denn so

erhalten sie die besten Voraussetzungen, sich zu

liebenswürdigen Erwachsenen mit einem stabilen

ICH entwickeln zu können. ++

Präsentiert von

LINARD

BARDILL

CHRISTIAN

SCHENKER

JOLANDA

STEINER

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Auch 2016 geht das einzigartige Familien Openair wieder auf Schweizer Tournee.

Das Kinderland Openair ist das ultimative Openair für Kinder und verspricht einen kunterbunten Nachmittag

mit Kinderkonzerten, Märchenspektakel, diversen Spielzelten, Basteln, Schminken, Zeichnen, grosser

Grilllounge und vielem mehr. Das Kinderland Openair hinterlässt garantiert funkelnde Augen.

SPIELORTE: Zofingen, So., 29. Mai • Nidau, So., 5. Juni • Fribourg, So., 12. Juni • Gossau, So., 19. Juni •

Thun, Sa., 25. & So., 26. Juni, mit Familien-Camping • Luzern, So., 3. Juli • Locarno, Fr., 22. – So., 24. Juli •

Arosa, So., 31. Juli • Möhlin, So., 7. August 2016 • Burgdorf, So., 21. August •

Neftenbach, So., 28. August • Neuchâtel, So., 4. September

WEITERE INFOS UND TICKETS UNTER: www.kinder-land.ch

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++ Gesundheit & Ernährung ++ Immunsystem

34 FamilienSpick | 10-2016


++ Gesundheit & Ernährung ++ Immunsystem

Abwehrschutz

für

Kinder

Wenn Kinder zur Welt kommen, ist ihr

Immunsystem noch lange nicht voll

ausgebildet. Sorgen brauchen sich Eltern

deshalb kaum zu machen.

Text: Adrian Zeller

10-2016 | FamilienSpick 35


++ Gesundheit & Ernährung ++ Immunsystem

Spätestens wenn ein Baby am Boden zu kriechen und zu

krabbeln beginnt, machen sich Mütter und Väter Gedanken

über die Hygiene in ihren Wohnräumen. Vieles, das

dem Baby in die Finger gerät, wird in den Mund gesteckt.

Was, wenn es davon ein Ekzem oder eine Infektion bekommen

würde? Immerhin hat ein Säugling im ersten

halben Jahr seines Lebens ausserhalb des schützenden

Mutterbauchs Kontakt mit bis zu 300 verschiedenen Arten

von Viren.

Übertriebene Besorgnis ist nicht angebracht. Während der

Schwangerschaft wird das Kind über die Plazenta mit Antikörpern

versorgt. In den ersten drei Monaten nach der

Geburt ist es mit dem sogenannten Nestschutz versehen,

einem Vorrat aus Antikörpern, den der kindliche Organismus

aus dem Blut der Mutter aufgenommen hat. Danach

sind es zusätzliche Antikörper in der Muttermilch, die den

kleinen Körper abschirmen. Allerdings: Erst in der letzten

Phase der Schwangerschaft wird der Nestschutz aufgebaut.

Kinder, die erheblich zu früh zur Welt kommen, können

ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen.

Komplexes Zusammenspiel

Parallel zum Nestschutz entwickelt sich das eigene individuelle

Immunsystem. Dieses besteht aus Komponenten,

die über den ganzen Organismus verteilt sind. Zu ihm

gehören die Lymphknoten, die Rachenmandeln, das

Knochenmark, die Thymusdrüse, die Milz und der Darm.

Spezialisierte Zellen sowie Botenstoffe sind weitere Teile

des komplexen Zusammenspiels, das auf gefährliche

Viren, Pilzsporen und Bakterien angemessen reagieren

muss. Gleichzeitig darf es nützliche Bakterien, etwa in der

Darmflora, nicht behelligen.

Das angeborene, unspezifische Immunsystem macht einen

Grossteil der in den Körper eingedrungenen Keime

innert Stunden unschädlich. Andernfalls würde beispielsweise

jede Schramme grossflächige Entzündungen auslösen.

Das sogenannte adaptive Immunsystem, das die

Grundausstattung ergänzt, entfaltet seine Fähigkeiten erst

nach und nach, im Wesentlichen über den Weg von Erkrankungen.

Durch sie bildet der Körper

gezielte Abwehrstoffe, die die

Mikroben bekämpfen.

In jeder Erkältungssaison geraten neue Virentypen in

Umlauf, gegen die der Organismus neue Abwehrstrategien

entwickeln muss. Besonders anfällige Kleinkinder können

pro Jahr bis zu zwölf Mal von Schnupfen und Husten

betroffen sein. Die Mädchen und Buben wirken wenig

r obust, tatsächlich aber verbessert das Immunsystem ihre

Fähigkeiten. Eine scheinbare Kränklichkeit eines Kindes

muss Eltern kaum beunruhigen. Im Zweifelsfall sollten sie

sich mit einem Kinderarzt beraten.

Nicht alle Infektionen machen sich durch Symptome und

Beschwerden bemerkbar, viele von ihnen verlaufen diskret.

Die Heilkunde nennt diesen Vorgang «stille Feiung». So

kann es beispielsweise bei der Zahnpflege zu winzigen

Verletzungen des Zahnfleischs kommen, sie bilden den

Eintrittskanal für Keime. Diese werden unschädlich

g emacht, bevor es zu Schmerzen und einer Entzündung

kommt. Dennoch hat das Immunsystem dabei neue spezifische

Abwehrkörper gebildet.

Weshalb manche Kinder auffallend häufig an Infektionskrankheiten

leiden, andere dagegen nur selten, konnte die

Forschung bisher nicht klären. Sogar Geschwister, die im

gleichen Haushalt leben, können sich diesbezüglich unterscheiden.

Über die Fähigkeiten ihrer Immunabwehr sagt

diese Differenz nichts aus.

Fehlerhafte Schutzreaktionen

Das Immunsystem muss nicht nur auf Feinde von aussen

reagieren, gleichzeitig muss es auch Zellen des eigenen

Körpers, die in irgendeiner Weise in ihrer Funktion gestört

sind, unschädlich machen. Andernfalls könnten sie als

entartete Zellen weitere Schäden anrichten. Dazu zählen

etwa Krebszellen. Nicht immer klappt die Beseitigung

problemlos, unter bestimmten Bedingungen kann es zu

36 FamilienSpick | 10-2016


++ Gesundheit & Ernährung ++ Immunsystem

sogenannten Autoimmunstörungen kommen, dabei werden

fälschlicherweise gesunde Teile des eigenen Körpers

bekämpft. Bekannte Beispiele sind Morbus Crohn, eine

chronische entzündliche Darmerkrankung.

Bei einer anderen krankhaft veränderten Abwehrfunktion

werden harmlose Blütenpollen, Hausstaub oder auch Erdbeeren

sowie andere Lebensmittel wie höchst gefährliche

Fremdkörper behandelt. Es kommt zu Schwellungen,

Rötungen, tränenden Augen und eventuell zu Atembeschwerden,

kurz: zu einer allergischen Reaktion.

Allergien nehmen stark zu

Während in den Fünfzigerjahren etwa zwei Prozent der

Gesamtbevölkerung betroffen waren, sind es mittlerweile

gegen dreissig Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen sind

derzeit zwischen zehn und zwanzig Prozent erkrankt.

Weshalb die Störungen der körpereigenen Abwehr fast

epidemieartige Ausmasse annehmen, konnte die Wissenschaft

bisher noch nicht vollständig klären; vieles deutet

auf eine Vererbung der entsprechenden Anlagen hin.

Wenn diese auf begünstigende Umstände treffen, kommt

es zum Ausbruch der Allergie. Unter anderem scheint die

Art der Entbindung einen Einfluss zu haben. Babys die per

Kaiserschnitt zur Welt gekommen sind, sind häufiger von

Allergien betroffen. Forscher vermuten, dass ihnen der

Kontakt mit dem Schleim der Vagina fehlte. So sind sie mit

bestimmten Bakterien nicht in Kontakt gekommen, die für

die Stimulierung der Entwicklung des Immunsystems

wichtig sind.

Weitere Einflussfaktoren

Die Forschung hat weitere Einflussfaktoren identifiziert.

Es sind allerdings weitere Studien erforderlich, um die

Mechanismen präzise zu entschlüsseln. Fachleute vermuten

etwa, einzelne Zusatzstoffe in den industriell gefertigten

Nahrungsmitteln hätten einen fördernden Einfluss.

Zudem setzen Pollen in verschmutzter Luft bestimmte

Stoffe frei, die allergische Reaktionen begünstigen. Dass

Kinder, die an vielbefahrenen Strassen aufwachsen, be ­

sonders häufig an Heuschnupfen und anderen Allergien

leiden, ist ein deutliches Indiz dafür. Übertriebene Reinlichkeit

scheint bei der Entstehung ebenfalls eine Rolle zu

spielen. Mädchen und Buben, die in kinderreichen Familien

oder auf Bauernhöfen aufwachsen, sind deutlich weniger

oft von Allergien betroffen. Wie eine amerikanische

Studie ergab, haben auch Kinder, die mit Haustieren zusammenleben,

ein 50 Prozent geringeres Allergierisiko.

Mit anderen Worten: Das Immunsystem braucht in den

ersten Lebensjahren Kontakt mit unterschiedlichsten Mikroben,

um sich richtig entfalten zu können. Spielgruppen

und Kitas sind für den kindlichen Körper eine gute Gelegenheit,

verschiedene Keime aufzunehmen und sie erfolgreich

zu bekämpfen.

Körper ist mehrfach geschützt

Das Immunsystem ist nicht der einzige Abwehrschild

gegen Krankheitserreger, der Körper besitzt eine ganze

Reihe von sich ergänzenden Schutzmechanismen: Die

Haut grenzt den Organismus gegen die Umwelt ab, allerdings

nicht hermetisch, bei Fieber oder auch bei sommerlicher

Hitze muss der Körper Wärme nach aussen abgeben

können, andernfalls könnte er überhitzen, dies wäre lebensgefährlich.

Auch verschiedene Abbauprodukte muss er

wieder loswerden, um gesund zu bleiben, sie verlassen ihn

zum Teil über die Haut in Form von Gasen.

Der Säureschutzmantel, der seinerseits die Haut vor dem

Eindringen von Pilzen und Bakterien schützt, muss sich

bei Babys erst entwickeln. Streicheln und schmusen fördert

die Durchblutung der Haut und damit die Widerstandskraft.

In der Nase fangen feine Härchen Staubpartikel

ab; Schleimhäute, die die Luftwege auskleiden, binden

Schmutzstoffe und Bakterien. Jene, die bis in die Luftröhre

und in die Bronchien vordringen konnten, werden von

Flimmerhärchen wieder nach aussen befördert. Im Mund

tötet eine Substanz im Speichel namens Lysozym einen

Teil der Mikroben ab. In der Magensäure werden weitere

Erreger vernichtet. Im Darm verhindern nützliche Bakterienstämme,

dass sich schädliche festsetzen und ausbreiten

können. Auch die Augen haben ihren Schutz, dort

wirkt eine bestimmte Substanz in der Tränenflüssigkeit

gegen Mikroben.

Abwehr fördern

Eltern können die Abwehrkräfte ihrer Kinder

unterstützen, indem sie mit dem Baby viel an

die frische Luft gehen; dabei sollte es genügend

warm angezogen sein, ohne dass sich ein

Hitzestau bilden kann. Das Kinderzimmer

und auch die anderen Wohnräume sollten täglich

mindestens zwei Mal gründlich gelüftet

werden. Im Weiteren unterstützt ausgewogene

Ernährung den Infektionsschutz. Auch auf

ausreichend Schlaf sollte geachtet werden,

während der Nachtruhe regeneriert sich

das Immunsystem. Zu viel Hektik

und Stress schwächt es. ++

10-2016 | FamilienSpick 37


++ Experiment

Loopings

mit dem Katapult-Flugzeug

Ob Flugzeug, Heissluftballon, Helikopter, Lenkdrachen oder auch nur ein Plastiksack,

der vom Wind fortgetragen wird: Sobald etwas durch die Luft fliegt, sind wir fasziniert

und träumen den grossen Traum vom Fliegen. Hier wird er wahr!

Ein Flugzeug aus Papier hat jeder von uns schon mal gefaltet.

Die besten Modelle konnten besonders lange durch die

Luft segeln. Meistens will das mühevoll gefaltete Flugzeug

aber gar nicht geradeaus fliegen, sondern macht Bögen,

Rollen und manchmal auch einen Looping, bis es unkontrolliert

abstürzt.

Wie kann man das kontrollieren? Wieso fliegt ein

Flugzeug überhaupt eine Kurve oder vollbringt sogar

einen Looping? Mit diesem selbst gemachten Flugzeug aus

unserem Experiment kannst du diesen Fragen selber

nachgehen. Und damit das Flugzeug auch spektakulär und

weit fliegt, bauen wir noch eine extra Katapult-Vorrichtung.

Schneide aus

dem dicken

Karton den

Rumpf des

Flugzeugs

mit dazugehörigem

Seitenruder

aus.

Das Brauchst DU:

+ + dicker Karton, zum Beispiel von einer

Kartonschachtel

+ + dünner Karton, zum Beispiel von einer leeren

packung Corn Flakes

+ + Bleistift

+ + Gummiband

+ + Schere, Klebeband, Büroklammern

Mache in den Rupf zwei leicht gebogene Schnitte und

stecke die aus dem dünnen Karton ausgeschnittenen

Flügel und das Höhenruder da rein. Klebe alles mit

Klebeband fest.

38 FamilienSpick | 10-2016


Wettbewerb:

Wie immer verbinden wir diese Bauanleitung mit einem

kleinen Wettbewerb:

Das eine Ende des Gummibands an den Bleistift knüpfen

und an der Unterseite des Rumpfs vorne eine kleine Kerbe

ausschneiden

+ + Wie weit fliegt dein Flugzeug? Welches ist dein

Höhenrekord, wenn du das Flugzeug senkrecht nach

oben starten lässt?

+ + Kannst du eine Schraube und einen Looping zu

einem kleinen Kunstflug kombinieren?

Mach auch bei anderen selbst gefalteten Papierfliegern

eine Kerbe am Rumpf und lasse sie mit Hilfe

des Katapults fliegen!

Seitenruder

Höhenruder

Querruder

Poste ein Video deines Kunstflugs mit einem selbst

gebauten Katapult-Flugzeug auf

www.facebook.com/technorama und gewinne

einen Eintritt für zwei Personen ins Swiss Science

Center Technorama! Eine Jury wird aus allen Posts

den spektakulärsten Kunstflug auswählen. Unter

allen Teilnehmenden verlosen wir zudem drei DVDs

des Films «Drachenzähmen leicht gemacht», Teil 1.

und 2. Teilnahmeschluss ist der 15. Mai 2016

Schneide das Höhen- und Seitenruder

sowie die Querruder in die Flügel ein.

Bereit für den ersten Testflug? Wirf das Flugzeug erst

einmal nur von Hand in die Luft und beobachte, wie es

sich verhält. Stürzt das Flugzeug ab und fliegt nicht richtig,

musst du es ausbalancieren. Dazu hältst du es mit zwei Fingern

locker unter den Flügeln am Rumpf und befestigst einige

Büroklammern vorne an der Spitze. Damit bringst du

das Flugzeug ins Gleichgewicht.

Wenn die Tests erfolgreich waren, kannst du das Gummiband

in die Kerbe am Flugzeugrumpf einhaken. Den Bleistift

hältst du in der einen Hand und mit der anderen

ziehst du das Flugzeug nach hinten. Und loslassen!

Unglaublich, wie weit dein Katapult-Flugzeug fliegt!

Jetzt geht es ans Pröbeln und Weiterexperimentieren,

damit es auch Kunstflüge machen kann. Biege das Seitenruder

auf eine Seite. Fliegt das Flugzeug nach links oder

rechts? Damit es einen Looping fliegen kann, musst du die

beiden Höhenruder nach oben biegen. Dein Flieger steigt

dann steil nach oben. Wenn du den Neigungswinkel der

Höhenruder veränderst, dann schaffst du es vielleicht,

einen oder sogar zwei Loopings zu fliegen.

Wieso ist das so?

Es gibt zwei Gründe für die Loopings des Flugzeugs. Wenn

das Flugzeug fliegt, dann lenken die beiden Flügel wegen

der Neigung des Flugzeugs die von vorne kommende Luft

nach unten ab. Die Ablenkung erzeugt eine Gegenkraft,

die nach oben wirkt und das Flugzeug steigen lässt. Nur

darum kann ein Flugzeug überhaupt fliegen.

Zum andern strömt die Luft von vorne auch auf das nach

oben geklappte Höhenruder. Dieses lenkt die Luft nun

nach oben ab. Wiederum entsteht eine Gegenkraft, die das

Heck des Flugzeugs diesmal nach unten drückt.

Was passiert nun, wenn du die Höhenruder

nach unten klappst?

Probiere danach weitere Möglichkeiten aus: Stelle ein

Querruder nach oben und das andere nach unten. Dein

Flugzeug macht nun eine Schraube und dreht sich um

seine Längsachse. In der Flugfachsprache nennt man das

«rollen». Wenn der Pilot eine Kurve fliegen möchte, stellt

er die Querruder so ein, dass sich das Flugzeug leicht

seitlich neigt. Zudem betätigt er das Seitenruder für die

passende Kurve. Ein Flugzeug dreht immer auf die Seite,

wo ein Flügel weiter unten ist. Schaffst du es auch, eine so

perfekte Kurve zu fliegen? ++

Lust auf luftige Experimente?

In der neuen Sonderausstellung «Luft – ist nicht Nichts» im Swiss

Science Center Technorama in Winterthur findest du viele weitere

spannende und überraschende Experimente zum Thema Luft und Fliegen.

Weitere Informationen unter www.technorama.ch

10-2016 | FamilienSpick 39


++ Gesundheit & Ernährung ++ DrogenPrävention

Berauschendes

Badesalz

Derzeit drängen neue Varianten von Drogen auf den Markt. Häufig tragen

sie harmlos wirkende Tarnnamen. Die Behörden kommen kaum nach,

die Übersicht über die berauschenden Stoffe zu behalten. Bei der Prävention

sind seitens der Eltern Aufklärung statt Moralpredigten gefragt.

Text: ADRIAN ZELLER

«In den ersten zwanzig Minuten merkte ich nichts, ausser

einer angespannten Aufregung», berichtet ein Jugendlicher

von seinem Drogentrip an einer Party. Bald darauf registrierte

er einen Stimmungsanstieg bis hin zu einer Euphorie

sowie einen Drang, sich zu bewegen. In seiner Wahrnehmung

veränderten sich die Lichteffekte im Tanzlokal, sie

wurden immer intensiver. Ihm war, wie wenn ein «Energieregen»

auf die Tanzfläche niederprasselte. «Die Musik fing

an, mich zu tragen und ich merkte, dass ich mich leichter

fühlte.» Er wähnte sich in einem Trancezustand. «Energiestrahlen

in gelblichen Tönen spannten sich von der Decke

auf die Tanzfläche und der ganze Raum fing an zu flimmern.

Aus dem Flimmern entstanden eine Art Seifenblasen,

die aus Energie bestanden.» Ihm schien es, wie wenn er

auf eine andere Existenzebene getragen worden wäre. Dabei

habe er ein ganz besonderes Gefühl empfunden. «Ich

kann es nicht beschreiben, am ehesten trifft es wohl das

Wort Liebe. Ich war glücklich über jeden Sinnesreiz, jeden

Klang, ja sogar jeden Gedanken, den ich hatte.»

Risiko von Überdosierungen

Welche Substanz er genau konsumiert hatte, weiss der junge

Mann nicht. Es könnte Ecstasy oder etwas Ähnliches gewesen

sein, vermutet er. Die Konsumenten wissen oft nicht,

welchen Drogenmix mit welchen Wirkstoffmengen sie ihrem

Körper zuführen. Damit können sie auch nicht abschätzen,

welche Effekte auf sie zukommen. Beispielsweise

ist seit einiger Zeit gentechnisch verändertes Marihuana im

Umlauf. Seine Konzentration mit berauschendem THC ist

ungefähr fünf Mal so intensiv wie bei herkömmlichem Marihuana.

Einerseits wird die Angebotspalette immer vielfältiger,

andererseits werden die Drogen mit unterschiedlichsten

Substanzen gestreckt. Immer wieder sind sie mit

Koffein, mit Kopfschmerztabletten und mit durchblutungsfördernden

Arzneistoffen versetzt. Auch Strychnin sowie

Auszüge aus Giftpflanzen haben die Chemiker der Behörden

schon nachgewiesen.

Wenn die Wirkung in der erhofften Intensität nicht eintritt,

nehmen manche Konsumenten eine zweite Dosis oder eine

weitere Substanz ein. Die Kombination von verschiedenen

40 FamilienSpick | 10-2016


Drogen: Was können

Eltern tun?

Dass Jugendliche früher oder später in irgendeiner

Form mit Drogen in Berührung kommen, lässt sich

kaum vermeiden. Fachleute raten Eltern zu einem

pragmatischen Verhältnis zum Thema Suchtmittel.

Weder restriktive Ausgangsbeschränkungen noch

Verteufeln werden das Risiko eines Kontaktes mit

berauschenden Substanzen minimieren, sie werden

eher den Reiz am Verbotenen sowie das Versteckspiel

fördern. Drogen sind vom Mythos des Abenteuerlichen,

Mystischen und der Gegenkultur umgeben, dies

macht sie für junge Menschen auf der Suche nach

Grenzerfahrungen besonders faszinierend.

Drogen und Medikamenten ist nicht selten und besonders

gefährlich. «Don’ t mix Drugs!» (Vermische keine Drogen),

warnen deshalb verschiedene Fachorganisationen seit Längerem.

Alkohol und Ecstasy beispielsweise führen zusammen

zu einer starken Austrocknung des

Körpers. Immer wieder landen Konsumentinnen und Konsumenten

auf den Notfallstationen von Spitälern, weil sie

unter den Folgen von Überdosierungen oder von Mischkonsum

leiden. Die Symptome sind etwa Wahnvorstellungen,

schwere Panikattacken, Herzrhythmusstörungen,

Atemprobleme oder Krampfanfälle. Gelegentlich

besteht sogar Lebensgefahr. In Europa sterben jährlich rund

8000 Menschen an akutem oder chronischem

Drogenkonsum.

Ein sehr breites Spektrum

In einer nicht repräsentativen Umfrage in der Stadt Zürich

gaben 50 Prozent der Partybesucher an, ab und zu Drogen

zu konsumieren; 45 Prozent sagten, an solchen Veranstaltungen

würden sie regelmässig berauschende Substanzen

einnehmen. Ausser Ecstasy und Cannabis sind derzeit auch

noch weitere illegale Stoffe in Umlauf. Besonders im

Schwange ist weiterhin Kokain. Lange stand es im Ruf, ein

Rauschmittel für Stars sowie für überehrgeizige Manager

und genusssüchtige Nachtschwärmer zu sein. Doch immer

grössere Mengen des weissen Pulvers, das wie Doping für

die Stimmung und das Selbstwertgefühl wirkt, gelangen auf

den Markt. Durch das gestiegene Angebot sind die Preise

massiv gesunken. Während ein Gramm vor 20 Jahren noch

600 Franken kostete, ist es mittlerweile zum Teil für unter

«Ich kann

das Gefühl

nicht

beschreiben,

am ehesten

trifft es

wohl das

Wort Liebe.»

++

Ein offenes Gesprächsklima, in der die verschiedenen

Gefahren des Drogenkonsums sachlich angesprochen

werden, beugen am ehesten einem Suchtverhalten

vor. Ein weiterer wichtiger Faktor in der Vorbeugung

ist das offene Ohr für die Nöte der Jugendlichen.

In Umfragen beklagen sich manche jungen Menschen,

ihre Mütter und Väter würden sie mit ihren Alltagssorgen

alleine lassen.

Bei der Vermeidung von Suchtmittelabhängigkeit

ist auch der Umgang der Eltern mit diesem Thema

entscheidend. Wenn Kinder immer wieder erleben,

wie sich der Vater bei familiären Spannungen vor das

TV-Gerät verkriecht, wird ihnen dieses Verhalten

kaum eine positive Orientierung sein. Auch die

Mutter, die häufig am Prosecco-Glas nippt, sollte sich

Gedanken machen, welche Art von Vorbildwirkung

dieser Umgang mit Rauschmitteln auf ihre Töchter

und ihre Söhne hat. Allerspätestens wenn es

anzeichen dafür gibt, dass Jugendliche bei den

drogen die Kontrolle über ihren Konsum verlieren und

sich in ihrem Wesen verändern, sollten sich die Eltern

an eine Beratungsstelle für Erziehungs- oder für

Suchtfragen wenden. Viel menschliches, berufliches

und finanzielles Unheil kann so vermieden werden.

Websites von Fachorganisationen informieren

präventiv und kompetent über die Gefahren

verschiedener Substanzen und des Mixkonsums

(www.know-drugs.ch;

www.eve-rave.ch.)

10-2016 | FamilienSpick 41


++ Gesundheit & Ernährung ++ DrogenPrävention

100 Franken erhältlich. Kügelchen zu

0,3 Gramm Kokain kosten rund 10 Franken. Somit passen

sie auch in das Budget von Lehrlingen. Nach den Erfahrungen

von Suchtfachleuten wird mittlerweile in allen

Gesellschaftsschichten Kokain konsumiert. Vereinzelt

mussten schon 15-Jährige zur Behandlung ihrer Sucht

stationär aufgenommen werden.

In letzter Zeit sind auch immer wieder sogenannte

Naturdrogen im Umlauf. Manche Jugendliche brauen sich

beispielsweise aus Blüten und Samen der Zierpflanze

Engelstrompete einen Tee. Er wirkt stimmungshebend und

macht kommunikativer. Sehr leicht kann es durch ihn aber

auch zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen. Auch

eine Pilzart, die den Wirkstoff Psilocybin enthält und Halluzinationen

auslöst, wird öfters konsumiert, ebenso auch

meskalinhaltige Kakteen. Es seien lauter Gesichter in den

Bäumen und auch im Himmel gewesen, beschreibt ein

Konsument seine beängstigenden Erleb nisse. Stimmen in

seinem Kopf hätten gesagt, er solle Leute verprügeln und

sich selber etwas antun. Zu besonders intensiven Wahnvorstellungen

führt LSD, das eine Art Renaissance erlebt. Immer

wieder macht auch GHB von sich reden. Diese Substanz

hat in niedriger Dosierung eine euphorisierende

Wirkung und baut Hemmungen ab. In grösseren Mengen

wirkt sie betäubend und soll auch schon für Vergewaltigungen

missbraucht worden sein. Sie ist auch als K.O.-Tropfen

bekannt und berüchtigt.

Verharmlosende Tarnnamen

Neben dem Trend zu pflanzlichen Rauschmitteln aller Art

setzt ein weiterer auf rein chemische Substanzen, sogenannte

«Research Chemicals». Indem die Moleküle minimal verändert

werden, entstehen neue Drogentypen. Die Ermittler

der Polizei und die Kontrolleure an den Grenzen sind ständig

mit neuen Substanzen konfrontiert. Im Durchschnitt

registrieren die Aufsichtsbehörden der EU auf dem Kontinent

alle fünf Tage einen neuen Wirkstoff. Viele der Drogen

sind so neu, dass sie noch nicht verboten werden konnten.

Hochgefährlich sind sie trotzdem, auch wenn sie als

«Legal High» angepriesen werden. Der Inhalt der Beutelchen,

die oft verharmlosend als «Badesalz», «Pflanzennahrung»

oder «Lufterfrischer» angeschrieben sind, können zu

verschiedenen Gesundheitsproblemen und Verhaltensstörungen

führen. Zudem: Über die eventuellen negativen

Langzeitwirkungen weiss man noch kaum etwas. ++

In unseren Angeboten erfahren Sie mehr

www.elternbildung.ch


++ Gesundheit & Ernährung ++ Milben

Kampf

DEN

Milben!

Es ist kein besonders angenehmes, aber

dennoch wichtiges Thema: Die Tatsache, dass

wir unfreiwillig unzählige kleine Mitbewohner

haben. Die Hausstaubmilbe ist für unser

Auge unsichtbar, kann aber vor allem bei

Allergikern sehr unangenehme Folgen haben.

Was lässt sich dagegen tun?

Text: Marcel Baumgartner

10-2016 | FamilienSpick 43


++ Gesundheit & Ernährung ++ Milben

++

Der Zwerg ist nur gerade einen Drittel Millimeter gross,

aber das reicht, um vielen Leuten Ärger zu bereiten. Die

Rede ist von der Hausstaubmilbe. Rund um den Erdball gibt

es sie in 150 Arten, und sie ist ziemlich fleissig. Jeden Tag

«produziert» sie bis zu 40 Kotbällchen. Um sich die Dimensionen

vor Augen zu führen: Schon in einem kleinen Büschchen

Hausstaub können sich rund 1000 Milben und bis zu

250 000 dieser winzigen Kotbällchen befinden. Unappetitlich,

aber dennoch gut zu wissen. Denn der Kot enthält Elemente,

die Allergien auslösen, wenn sie – im Hausstaub verteilt

– eingeatmet werden. Dass sich die Milben so schnell

vermehren, hat damit zu tun, dass sie nicht viel brauchen

für ihr Glück: Eine warme, feuchte und eher dunkle Umgebung

reicht. Klar also, dass ausgerechnet unser Bett ihr bevorzugter

Lebensort ist.

Diagnose nötig

Allergiker kennen die Symptome, welche die Milben bei ihnen

auslösen. Dazu gehören vor allem eine verstopfte Nase,

Schnupfen, rote Augen, häufiges Niesen. Weitere mögliche

Reaktionen sind Hautausschläge und Asthma. Selbst ist es

oft schwierig herauszufinden, ob es sich tatsächlich um eine

Milbenallergie handelt oder ob eine andere Unverträglichkeit

besteht, beispielsweise Pollen oder Schimmelpilz. Mit

diversen Diagnosetools kann das herausgefunden werden.

Medikamente können Linderung verschaffen. Effektiver ist

aber die Prävention. Dabei muss man aber wissen: Unter

Hausstaubmilben leidet man keineswegs wegen mangelnder

Hygiene. Auch der sauberste Haushalt ist nicht gefeit,

denn Milben sind – so wenig wir sie schätzen – eine Art

«natürliche» Mitbewohner. Selbst permanentes hektisches

Staubsaugen bringt Milben nicht zum Verschwinden.

Neben Schutzbezügen sollten die Bedingungen so sein, dass

Milben sich nicht wohlfühlen. Schlafzimmer sollten kühl

und trocken gehalten werden, regelmässig lüften hilft auch.

Da sich die Feuchtigkeit vor allem über Nacht sammelt, ist

es ratsam, am Morgen kurz und heftig durchzulüften. Die

Raumtemperatur zwischen 19 und 21 Grad und eine relative

Luftfeuchtigkeit von maximal 50 Prozent einhalten, bildet

eine gute Vorsorge. Denn auch Schimmelpilz ist beste

Nahrung für Milben. Zudem Staub regelmässig entfernen,

das heisst: Böden feucht aufnehmen, Möbel mit feuchtem

Lappen putzen.

Chemie hilft wenig

Zimmerpflanzen sind kontraproduktiv, da sie die Luft

zusätzlich befeuchten. Bücherregale, lange Vorhänge,

Stoffsessel: Sie alle sind «Staubfänger» und helfen den Milben

bei der Verbreitung. Nicht belegt ist, wie gut chemische

Mittel helfen, die Milben abtöten sollen. Denn der Milbenkot

verbleibt bei dieser Methode in den Textilien, diese

müssen also nach wie vor anderweitig behandelt werden.

Und via Staub, Dreck von draussen, die eigene Kleidung

und über die Luft kommt immer wieder «Nachschub» an

Milben in die vier Wände.

Ein Tipp zur Vorsorge im Kampf gegen Milben ist für

Familien besonders schwer einzuhalten: auf Kuscheltiere zu

verzichten. Liegt aber eine Allergie vor, dürfte dieser Schritt

den unangenehmen Folgen der Allergie doch v orzuziehen

sein. Alternativ sollte man waschbare Stofftiere wählen

oder diese hin und wieder in der Kühltruhe lagern; so werden

sie von Milben befreit. Und: Wer stark unter Milben leidet,

sollte sich in den Ferien für eine Reise in die Höhe entscheiden.

Über 1200 Meter über Meer gibt es wenig Milben.

Ferien im Gebirge sind damit in dieser Hinsicht besonders

erholsam. ++

Viele Tipps verfügbar

Die Hausstaubmilben-Allergie ist weit verbreitet und gehört

neben dem Heuschnupfen zu den häufigsten Allergien.

Entsprechend gibt es im Internet viele Informationsseiten

und Diskussionsforen zum Thema. Dazu gibt es Beratungsstellen,

die weiterhelfen, beispielsweise die Lungenliga,

die in der ganzen Schweiz vertreten ist.

Mehr unter www.lungenliga.ch.

44


++ Gesundheit & Ernährung ++ Milben

Milben: Wussten Sie schon, dass...

Hausstaubmilben sind für Allergiker eine ernste Sache. Einige der Fakten rund um die

mikroskopisch kleinen Tiere zeigen, wie präsent sie in unserem täglichen Leben sind.

Ein Mensch verliert pro Tag bis zu

1,5 Gramm Hautschuppen. Das ist so

gut wie nichts – aber damit können

sich 1,5 Millionen Milben einen Tag

lang ernähren!

Die Hausstaubmilben konnten sich erst

nach dem Zweiten Weltkrieg so richtig

vermehren, vorher waren sie eher unbedeutend.

Der Grund: Synthetische Textilien

kamen auf, die einen idealen Nährboden

für sie bilden.

Staub, der «Wohnort» der Milben,

besteht aus einem Gemisch aus Fasern

und Körnern. Die graue Farbe erhält

Staub dank organischen Bestandteilen,

nämlich unseren Hautschuppen. Und

dann leben neben den Milben andere

Wesen wie Bakterien, Bazillen, Viren,

Schimmelpilze und Sporen darin.

In grauer Vorzeit lebten die Milben

in Vogelnestern. Auch dort herrschen

die Bedingungen, die sie lieben: Gut

temperiert und windgeschützt.

Weit häufiger waren früher die sogenannten

Vorratsmilben. Sie mögen es feucht und sorgten vor

allem in Kellerwohnungen und in nicht unterkellerten

Häusern für Beschwerden bei Allergikern.

Eine Milbe wiegt 16 Mikrogramm, also sechzehn

Millionstel eines Gramms. Die Lebensdauer

beträgt zwei bis vier Monate. Ein Weibchen

hat rund 300 Nachkommen. Für Nachschub ist

also gesorgt.

Milben übertragen keine Krankheiten, aber

Allergiker reagieren dennoch auf ihre Ausscheidungen.

Der Staubsauger ist wirkungslos gegen

sie, weil sie sich mit ihren Saugfüssen an Textilien

und Teppichen festkrallen.

Besuchen Sie uns an der

BEA in Bern 29.04.–08.05.2016

Überlebt jede Modesünde.

Ausserordentlich langlebig und einzigartig innovativ: Die NEUEN Schulthess-Spirit-Waschmaschinen

und -Wäschetrockner setzen bedeutende Massstäbe beim Waschen und Trocknen:

• 3D-Waschen

• 3D-Powerclean, Bügelfinish, Quickwash, Pollenclean und viele weitere Spezialprogramme

• Äusserst einfache Bedienung

Entwickelt und produziert im Zürcher Oberland, erhältlich beim Fachhändler oder auf www.schulthess.ch

Mehr erleben: #WaescheleineDesLebens


++ Gesundheit & Ernährung ++ Milben

Mit Waschmaschine und

Trockner gegen

Pollen& Co.

Bei Allergien und deren Bekämpfung kommt

der Waschmaschine und dem Trockner im

Haushalt eine immer grössere Bedeutung zu.

Denn ging es früher «nur» um saubere

Wäsche, können spezielle Programme heute

auch Erreger abtöten, Pollen entfernen und

ganz allgemein sensitiven Menschen den

Alltag leichter machen.

In Heimen und Spitälern ist die desinfizierende Wirkung

des Waschens von Bettwäsche und anderen Textilien längst

ein wichtiges Thema. Die Technologie, die mehr aus der

Wäsche entfernt als nur den Schmutz, verbessert sich stetig

und wird nun immer öfter auch in Geräte für den Privathaushalt

eingebaut. Antibakterielle Waschprogramme sind

gerade für Menschen mit Allergien ein Segen. Denn ob Pollen

oder andere Erreger: Was in den Kleidern, Kissenbezügen

und so weiter festsitzt, wirkt sich von dort aus negativ

aus. Erreger abzutöten oder Pollen effektvoll auszuspülen,

steht deshalb bei sensitiven Menschen ganz oben auf der

Wunschliste, wenn es ums Waschen geht.

Sparsam und schnell

Als Pionier in diesem Bereich gilt ein Schweizer Hersteller,

die Schulthess Maschinen AG im zürcherischen Wolfhausen.

Die Firma, die seit über 170 Jahren existiert, lancierte

vor rund sechs Jahrzehnten die ersten Waschautomaten in

Europa. Seither hat sich die Marke Schulthess weiter einen

Namen gemacht mit Innovationen im Bereich Waschmaschinen

und Wäschetrockner. Im Fokus stehen beispielsweise

besonders wasser- und energiesparende Modelle – für

kosten- und umweltbewusste Familien ein wichtiger Faktor.

Gerade mit Kindern fällt aber noch ein anderer Aspekt

ins Gewicht. Eine hochwertige Waschmaschine schafft die

Wäsche in kürzerer Zeit. Schulthess verweist auf das Vollprogramm

von unter einer Stunde oder das

Express-Waschprogramm ab 20 Minuten für leicht

Verschmutztes. Wachsende Wäscheberge verschwinden so

entsprechend schneller, es bleibt mehr Zeit für die Familie.

Ideal für Allergiker

Im eigenen Forschungszentrum wird aber auch an Lösungen

für Allergiker getüftelt. Dazu gehört beispielsweise das

Waschprogramm Pollenclean, das Pflanzenpollen fast vollständig

aus Textilien entfernt. Dazu reicht es, Letztere für

20 Minuten in den Trockner zu geben, wo ein Luftstrom die

Pollen von den Textilien trennt und in einem Spezialfilter

auffängt. Das Programm kümmert sich auch um nicht

waschbare Textilien wie Jacken mit Besatz oder sogar Schuhe.

Heuschnupfenallergiker können also nach ihrem Spaziergang

ihre Sneakers kurzerhand in den Wäschetrockner

geben. Auch für Tierhaar-Allergiker liefert ein spezielles

Programm im Trockner eine Lösung. Dabei wird die Kleidung

nicht nur schonend getrocknet, sondern zugleich von

Tierhaaren und Allergenen befreit.

Für die Hersteller von Waschmaschinen gelegentlich ein

wenig frustrierend: Auf den ersten Blick sieht jedes Gerät

gleich aus. Es ist das «Innenleben» aus Mechanik und

Elektronik, das den Unterschied macht. Innovative Spezialprogramme

und der Einsatz hochwertiger Materialien

erklären preisliche Unterschiede. Nicht nur, aber auch für

Allergiker lohnt es sich, in Sachen Waschmaschine und

Trockner genau zu vergleichen. ++


Das Zeltabenteuer

für die ganze Familie.

Fr. 75.– pro Familie

Exklusives Angebot für Famigros-Mitglieder

• Lagerfeuer-Singen mit Marius von der Jagdkapelle oder Linard Bardill

• Spannende Workshops wie Waldtanz, Feenschmuck sowie Pfeil und Bogen basteln

• Znacht und Zmorge aus der Lagerküche

Gurten 4./5. Juni – Fläsch im Heidiland 18./19. Juni – Seebodenalp 2./3. Juli –

Hasliberg 6./7. August – Herznach 13./14. August – Zürich Forch 20./21. August

Anmeldung und weitere Infos unter: www.famigros.ch/lagerfeuernacht


++ Lifestyle & Kultur ++ Land art

Bau dir deinen eigenen

Spielplatz!

48 FamilienSpick | 10-2016


++ Lifestyle & Kultur ++ Land art

Der Spielplatz in der Nachbarschaft wird langsam langweilig? Das Klettergerüst

ist immer besetzt von den grösseren Kindern? Die Natur bietet mehr

als genug Raum, sich seine eigene Spieloase zu kreieren. Dazu reichen

schon wenige Utensilien und ein bisschen Geschick.

Bilder: Bodo Rüedi

10-2016 | FamilienSpick 49


++ Lifestyle & Kultur ++ Land art

Leser des FamilienSPICK erinnern sich: In der letzten

Ausgabe haben wir uns bereits der «künstlerischen Landschaftsgestaltung»

gewidmet, auf Englisch «Land Art». Der

Rheintaler Erlebnis- und Sozialpädagoge Patrick Horber

hat sich dieser besonderen Kunstform verschrieben. Seine

Spielwiese ist nicht die Papierleinwand oder ein Atelier,

sondern die pure Landschaft. Aus Feldern, Waldstücken

oder Wiesen wird eine Bühne für Inszenierungen. Arbeiten

mit dem, was die Natur bereithält: Das ist gerade mit Kindern

eine sehr befriedigende Sache. Denn sie kommen

selbst auf unzählige Ideen, was sich mit Fund stücken unter

freiem Himmel alles anstellen lässt. Mit wenigen Handgriffen

lässt sich die Umgebung verändern und werden neue

Perspektiven eröffnet.

Dieses Mal dient das Ergebnis aber nicht «nur» dem Auge,

und der Weg ist nicht allein das Ziel. Denn was hier entsteht

– mit Tipps aus einem Buch und viel Teamarbeit – ist danach

eine wunderbare Spielgelegenheit. Und erst noch eine,

welche die Kinder selbst kreiert haben. ++

50 FamilienSpick | 10-2016


++ Lifestyle & Kultur ++ Land art

Beispiele im Internet

Auch für diese Fotostory hat sich unser «Land

Art»-Künstler Patrick Horber aus dem St. Galler

Rheintal wieder nach draussen begeben, um zu

zeigen, wie Kunst im öffentlichen Raum entsteht –

mit Hilfe der ganzen Familie. Weitere Beispiele seiner

Arbeit unter www.streuwerk.ch

10-2016 | FamilienSpick 51


++ LEserangebot

Familienurlaub

in einer neuen Dimension

Eine gelungene Symbiose aus einem 4-Sterne-Superior-Familienhotel

und einem Bergbauernhof, die Verbindung des Luxus eines Hotels mit der

Einfachheit eines Bauernhofs – Entdecken Sie das neue Kinderhotel der

Superlative im Herzen Südtirols.

Nach einem grossen Um- und Ausbau im Jahr 2015 eröffnete

das Vier-Sterne-Familienhotel Sonnwies neu als

Luxus-Kinderhotel auf Vier-Sterne-Superior-Niveau.

Unter der Regie von Bauer Hans wurde auch der angeschlossene

Bergbauernhof erweitert und neu gestaltet. Das

kleine Hideaway in den «schönsten Bergen der Welt» bietet

gerade einmal Platz für 50 Familien, die exklusiven Komfort

auf höchstem Niveau geniessen. Nicht nur die Lage auf

1500 m Seehöhe, die unmittelbare Nähe zum Weltnaturerbe

Dolomiten und die kristallklare Bergluft machen den

Urlaub zu einem einzigartigen Erlebnis. Auch das mit

10 000 Quadratmetern riesige Hotelareal mit einer äusserst

durchdachten, wetterunabhängigen, kinder- und familienfreundlichen

Infrastruktur trägt massgeblich zum

Wohlbefinden bei.


++ Leserangebot

Wohnen wie Gott in den Dolomiten

Naturnah, authentisch, aber gleichzeitig luxuriös, so soll

Urlaub im neuen Familienhotel Sonnwies sein. «In unseren

50 Junior-, Luxus- und Imperialsuiten haben wir

deshalb speziell auf eine gesunde Bauweise mit Naturholz

und auf Allergiefreiheit geachtet.», erklärt Hotelchefin

Angelika Hinteregger «Dass die Suiten baby- und kindergerecht

sind, versteht sich von selbst.», fügt die Mutter von

vier Kindern hinzu.

Grenzenlose In-und Outdoor Möglichkeiten

Das neue Familienresort lässt keine Wünsche offen. Ein im

mediterranen Stil neu angelegter Garten lädt zum

Flanieren ein, vorbei am grossen Outdoorpool mit seinen

sprudelnden Whirlliegen, hin zu den Kuschelkörben für

erholsame Auszeiten. Der 10 000 m² Outdoorspielpark

mit Bobbycars, Gokarts, Fussball- und Volleyballfeld,

Spielplätzen, Riesen-Trampolin, Reitplatz und Bachspielplatz

macht letztendlich auch den wildesten Tobegeist

müde. Die Indoor-Spiellandschaft bietet absolut wetterunabhängigen

Freizeitspass. In der auf 1000 m² erweiterten,

tageslichtdurchfluteten Spielanlage warten ein Theater,

ein Kino, eine Ballspielhalle, eine Kletterwand und

Action-Zonen auf leuchtende Kinderaugen. Dass es drei

altersgerechte Kinderclubs mit 70 Stunden Kinder- und

Durchgehend

bis zum

20.11.2016

geöffnet.

60 Stunden Babybetreuung pro Woche gibt, versteht sich

bei diesem Angebot fast schon von selbst. Babys fühlen

sich in der vergrösserten Babylounge mit Schlafbereich

und grosszügiger Krabbelstube sowie im Babyspielgarten,

stets umsorgt von liebevollen Südtiroler Tagesmüttern,

pudelwohl.

Eintauchen und abtauchen

Im neuen einzigartigen Family Aqua Park schlagen die

Wogen hoch. Die Wasserwelt wartet mit zahlreichen

Attraktionen zum Schwimmen, Spritzen und Planschen

auf. Die 80 Meter lange Reifen-Wasserrutsche, die Breitwellenrutsche

auf 20 Metern Länge und die drei lustigen

Babypools «splashen» sich mühelos in alle Kinderherzen,

während die Kindersuana mit Kino und die kuscheligen

Relax-Oasen willkommene Rückzugsgebiete für die ganze

Familie sind. Apropos Rückzug: Das 1000 Quadratmeter

Adults only SPA grosse Wellnessareal mit verschiedenen

Saunen, Private Spa, Fitnessraum und einem umfangreichen

Behandlungsangebot zeichnet sich als Ruhezone

exklusiv für Mamas und Papas aus.

Naturerlebnisse mit Bauer Hans

Das absolute Highlight für die Kids ist Bauer Hans, Herr

über den kindgerechten Bio-Bergbauernhof mit mehr als

30 Haus- und Nutztieren, die in für Kinder einsehbaren

Boxen wohnen. Eine lustige Fahrt mit dem Traktor oder

ein beherzter Sprung ins Heu machen zudem immer eine

Riesengaudi. Mit Milch, Butter und Kräutern beliefert

Bauer Hans übrigens Küchenchef Markus, der mit seinen

feinen Kreationen kleine und grosse Gourmets den ganzen

Tag über mit der Zunge schnalzen lässt. ++

Kontakt und Buchung:

Fam. Hinteregger Familienhotel Sonnwies,

Familie Hinteregger, Alter Runggerweg, 20,

I-39040 Lüsen (BZ), Tel.: +39 0472/413 533,

info@sonnwies.com

www.sonnwies.com

10-2016 | FamilienSpick 53


++ Lifestyle & Kultur ++ Fashion

Kinderzimmer

Wie aus dem

EINE

Oase Wird

Ein Kinderzimmer ist oft ein Sammelsurium aus Möbeln, Accessoires und

«Krimskrams». Hier wird nicht nur geschlafen. Kinder wollen spielen,

herumtoben, träumen und sich dann und wann auch einmal zurückziehen.

Die Macher des Webshops stadtlandkind.ch haben für den FamilienSPICK ihre

ganz persönlichen Tipps beim Einrichten des Kinderzimmers zusammengetragen.

Tipp 1:

Ein Zimmer – keine Abstellkammer!

Niemand will ein steriles, leer wirkendes Kinderzimmer.

Aber im nackten Chaos fühlt sich auch niemand wohl –

Kinder inklusive. Wo immer möglich, sollte man deshalb

Stauraum schaffen, sodass freie Flächen für das Spiel entstehen.

Am besten ist es, wenn die Aufbewahrungsmöglichkeiten

nicht nur funktional sind, sondern auch toll

aussehen. Stadtlandkind.ch hat zwei konkrete Vorschläge

im Sortiment: «Paperbags» von Catita Illustrations und

«That Way». Hier lassen sich Kuscheltiere, Puppen und

andere Spielsachen verstauen, ohne dass man dazu langweilige

Schränke aufstellen muss.

Rückzug für kleine Indianer

Tipp 2:

Ihr Zimmer ist das Reich der Kinder. Aber was, wenn sich

beispielsweise zwei Kinder das Zimmer teilen und eines

von beiden seine Ruhe möchte? Ideal dafür ist ein Tipi.

«Wer keinen Platz für ein grosses Spielzelt hat, dem sei das

‹Corner Tent› von Babylab empfohlen», sagen die Experten

von Stadtlandkind. Es lässt sich in jeder Zimmerecke

leicht anbringen und bietet auf kleiner Fläche Platz

zum Alleinsein. Dann noch ein schönes Kissen

(zum Beispiel von Ko-Ko-Ko) und

eine Spieldecke rein, und das Tipi bietet

grössten Kuschelkomfort.

54 FamilienSpick | 10-2016


++ Lifestyle & Kultur ++ Fashion

Tipp 3:

Es werde Licht!

Nach dem Rückzug im Tipi lesen oder

malen: Das geht nur, wenns hell ist.

Die idealen Kinderlämpchen lassen

sich leicht ein- und ausschalten, sind

unzerbrechlich und werden nicht

heiss. Und natürlich sollen sie auch

richtig cool aussehen. Hier empfehlen

die Kinderexperten beispielsweise

Lampen in der Form von Häschen

oder Birnen von «A Little Lovely

Company» oder «Miniroom». Natürlich

sorgen die Lampen auch ausserhalb

des Tipis für eine schöne Atmosphäre.

Pimp my Teppich!

Ein Teppich sorgt für eine gemütliche Atmosphäre und eine

weiche Unterlage im Kinderzimmer. Wenn er sich dann auch

gleich noch «bespielen» lässt, sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Der Favorit bei Stadtlandkind: Der «Adventure Rug» von Oyoy mit seiner

monochromen Landschaft, auf der Kinder beispielsweise mit den aufziehbaren

Holzautos von Kiko herumdüsen können.

Tipp 4:

Tipp 5:

Jeder Puppe ihr

Zuhause

Kinder wollen nicht nur selbst schön

hausen, sondern auch ihren Puppen

ein Heim einrichten. Stadtlandkind

setzt auf Puppenmöbel des skandinavischen

Herstellers «Smallstuff»

wie dieses Puppenbett und den

Puppenwagen. Die Puppen dazu gibt

es auch, und das von Designern aus

der ganzen Welt.

10-2016 | FamilienSpick 55


++ Lifestyle & Kultur ++ Fashion

Tipp 6:

Das Zimmer wächst mit!

Aus kleinen Kindern werden grössere –

und die finden das, was sie einst heiss

liebten, plötzlich nicht mehr so toll.

Aber auch für grössere Kinder gibt es

spannende Accessoires. Die «Berlin

Boombox» beispielsweise ist ein Soundsystem

im Retro- Design. Gut möglich,

dass Papa da ein bisschen

neidisch wird …

Ein Haus muss

kein Haus sein ...

Schön schlicht, witzig, überraschend,

aus unbehandeltem Holz und frei

zum Bemalen oder Bekleben: Das

Puppenhaus von «Rock & Pebble»

wird Kinder zum Staunen bringen.

Derselbe Hersteller bietet auch passende

Spielfiguren an.

Tipp 7:

Der Favorit der FamilienSPICK-Redaktion:

Spontan verliebt hat sich unsere Redaktion in die «Lightbox». Sie ist einerseits

eine coole, stylishe Lichtquelle – aber gleichzeitig «kommuniziert» sie auch.

Denn man kann hier täglich neue Nachrichten anbringen, seinen momentanen

Gemütszustand mitteilen oder auch einfach mit Worten herumalbern.

Unser Favorit:

*Über Stadtlandkind

Der Webshop stadtlandkind.ch wurde im September

2012 gegründet und hat sich seither zum führenden

Online-Anbieter für hochwertige Kindermode von

0 bis 12 Jahre entwickelt. Zum Sortiment gehören

Kleider, Accessoires und Schmuck.

Der Name «Stadtlandkind» steht als Sinnbild für

die Verbindung aus Trend und urbanem Design mit

Funktionalität, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit.

Für den FamilienSPICK gehen die Macher von

stadtlandkind.ch regelmässig auf Spurensuche in

der Welt der Kindermode.

56 FamilienSpick | 10-2016


Aktiver Sommerspass

in der Ferienregion Seiser Alm

vor der atemberaubenden Kulisse DER

Dolomiten

++ Publireportage

Blühende Bergwiesen, grandiose Gipfel, Traumpfade durch

ein Landschaftsparadies: Die Seiser Alm macht Lust auf

aktiven Naturgenuss. Die vielen Sonnentage, die herrliche

Höhenlage und die Vielfalt der Möglichkeiten machen das

einzigartige Hochplateau zum Traumterrain für Wanderer,

Biker und Outdoor-Sportler.

++

Von zauberhaft bis nachtaktiv:

Der Familiensommer in der Ferienregion

Seiser Alm in Südtirol

Familien finden hier ein unerschöpfliches Angebot aufregender

Aktivitäten. Hexen, Sagen und Ranger: Der

Sommer in der Ferienregion Seiser Alm verspricht gerade

für kleine Gäste eine Menge Abwechslung. In den Monaten

Juli und August 2016 können Klein und Gross beim «Seiser

Alm Familiensommer» die Region bei drei thematisch unterschiedlichen

Programmen intensiv erleben.

Dolomiti Ranger im Naturpark:

Geschichte und Natur zum Anfassen

Bei interessanten Führungen durch den Naturpark Schlern-

Rosengarten werden die spannende Geschichte der Dolomiten

und die Vielfalt des Naturraums entdeckt. Am Völser

Weiher lauern kleine und große Abenteurer mit Detektoeren

und Nachtsichtgerägen Fledermäuse auf. Mit einem

Ranger wird das Leben in und um das Wasser erforscht und

bei einer spannenden Spurensuche im Wald lernen Kinder

alles über die Tiere, die dort leben.

Vom Korn zum Brot: Erlebnis Bauernhof

Wie wird aus Korn ein leckeres Brot? Wie werden Pferdehufe

beschlagen und wie wird eine Kuh gemolken? Diesen

und anderen spannenden Fragen können kleine Gäste beim

Erlebnis Bauernhof auf den Grund gehen und dabei selbst

ausprobieren. Die Kinder ziehen dabei mit ihren Eltern von

Hof zu Hof.

Magische Wandererlebnisse beim

Seiser Alm Hexenzauber

Familien sind mit der Hexe Martha zu mystischen Plätzen

auf der Seiser Alm unterwegs. Zu spannenden Sagen über

Hexen und Hexenmeister wandern kleine und grosse

Abenteurer über den Puflatsch zu den Hexenbänken, dem

Treffpunkt der Schlernhexen. Den Wald bei Nacht lernen

mutige Kinder bei einer gespenstischen Nachtwanderung

mit Hexe Martha kennen und werden für ihren Mut am

Ende mit einem Hexen- oder Hexenmeister-Diplom ausgezeichnet.

Informationen zum Kinderprogramm «Seiser Alm Familiensommer»

und zu entsprechenden Urlaubsangeboten sind

auf www.seiseralm.it abrufbar.

Fotos: Seiser Alm/ Helmuth Rier, Max Lautenschläger, Michael Reusse

10-2016 | FamilienSpick 57


Der Ausgang

ALS Risikozone

Der Ausgang ist für junge Menschen ein Übungsfeld zur Selbstständigkeit.

Sie knüpfen neue Kontakte zu Gleichaltrigen und sie sammeln wichtige

Impulse für die eigene Entwicklung. Doch in Discos, an Festivals und Partys

lauern auch Gefahren.

Text: ADRIAN ZELLER

Diese Veranstaltung wird Severin Baumann (Name geändert)

unvergesslich bleiben. Seine Erinnerungen sind allerdings

alles andere als positiv. Der Gymnasiast besuchte mit

einigen Schulkollegen ein Seenachtsfest. Im Laufe des

Abends wurde dem 16-Jährigen plötzlich schwindlig, er

sah verschwommen, konnte nicht mehr klar denken, ihm

wurde schlecht. Nachdem er sich übergeben musste, brachten

ihn seine Begleiter ins Sanitätszelt. Beim Befragen gab

er an, kaum Alkohol getrunken und kein Cannabis konsumiert

zu haben. Die erfahrenen Fachleute tippten auf

K.O.-Tropfen. Diese hatte wohl jemand dem Jugendlichen

in einem unbemerkten Moment ins Getränk geschüttet.

Die Sanitäter informierten seine Eltern, die ihn abholten.

Falls Komplikationen auftreten, sollten sie einen Notfallarzt

verständigen oder ein Spital aufsuchen. Dies war nicht

nötig, nach einigen Stunden Schlaf fühlte sich der junge

Mann wieder einigermassen wohl. Er hat sich vorgenommen,

an derartigen Veranstaltungen sein Getränk nie

mehr aus den Augen zu lassen.

60 FamilienSpick | 10-2016


++ Lifestyle & Kultur ++ Risikozone Ausgang

Alkohol stört die Entwicklung

Ausser schlechten Erinnerungen wird Severin Baumann

kaum Nachwirkungen von seinem negativen Erlebnis

haben. Nicht immer verlaufen risikohafte Situationen im

Ausgang so glimpflich. Beispielweise müssen gesamtschweizerisch

im Jahresdurchschnitt 430 Burschen sowie

300 Mädchen und junge Frauen wegen übermässigen

Alkoholkonsums in Spitäler aufgenommen werden.

Gemäss Statistik trinkt jeder dritte männliche und jede

siebte weibliche Jugendliche im Alter von 15 Jahren mindestens

ein Mal pro Woche Alkohol. In einer repräsentativen

Umfrage gaben vierzig Prozent der 15-Jährigen an,

schon mindestens ein Mal richtig betrunken gewesen zu

sein. Bei jungen Menschen ist der Mischkonsum von Alkohol

mit Cannabis, Partydrogen und Tabak besonders

verbreitet. Dadurch steigt das Risiko für die gesunde Entwicklung

des Körpers. Jugendliche reagieren auf Alkohol

empfindlicher als Erwachsene, weil ihr Körper und ihr

Gehirn noch nicht voll ausgereift sind. Es kann unter

Umständen zu negativen Auswirkungen auf die neurologische

Entwicklung kommen.

Soziale Fähigkeiten entfalten

An Partys, Festivals und auch an Sportveranstaltungen

lernen sich Jugendliche in der Welt ausserhalb ihres

Elternhauses zu bewegen. Sie knüpfen neue Kontakte und

sie entspannen sich vom Stress in der Schule oder in der

Berufsausbildung. Sie erweitern ihre sozialen Fähigkeiten

durch Ausprobieren und auch durch das Beobachten anderer.

Sie entwickeln ihre eigene Rolle in der Gruppe und sie

festigen ihre eigene Identität. Und sie üben auch den

Umgang mit dem anderen Geschlecht.

Im Freiraum ausserhalb der Familie betreten die jungen

Menschen Neuland, ihnen fehlt die Erfahrung im Umgang

mit verschiedenen Risiken. Dazu gehören neben Alkohol

und Drogen auch mögliche Gewalt sowie Diebstähle. Aber

auch im Strassenverkehr sowie auch beim intensiven

Flirten können Probleme auftreten. Nicht immer sind die

teils unangenehmen Folgen für die Jugendlichen selber

einschätzbar.

Im Ausgang geht es oft darum, eigene Grenzen auszuweiten

und zu testen, wie weit man gehen kann. Aufgrund

ihrer beschränkten Lebenserfahrung verpassen Jugendliche

gelegentlich den richtigen Zeitpunkt, um deutlich

«Stopp!» zu sagen. Sie wollen nicht als Spielverderber und

Spassbremse kritisiert werden. Im Gegenteil, sie wollen

Anschluss und Anerkennung finden. Der Gruppendruck

spielt dabei gelegentlich eine fatale Rolle. Zusätzlich

wirken Alkohol und Drogen enthemmend. Leicht kann es

zur Selbstüberschätzung und zu mangelndem Risikobewusstsein

kommen. Unter diesem Einfluss steigen

Jugendliche gelegentlich in Autos, deren Fahrer nicht mehr

nüchtern sind, sie klettern im Übermut auf Baugerüste

oder auf Brückengeländer.

Regeln gemeinsam

aushandeln

Sprechen Sie mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn über die

Pläne im Ausgang und fragen Sie im Anschluss auch nach

den Erlebnissen. Jugendliche wollen die Anteilnahme ihrer

Eltern spüren. Desinteresse erleben sie als kränkend.

+ + Ermuntern Sie Ihr Kind, im Ausgang anzurufen, wenn es

in Schwierigkeiten steckt oder bei einer Entscheidung

unsicher ist.

+ + Verbote seitens der Eltern erreichen bei Jugendlichen

selten die gewünschte Wirkung, gemeinsam

ausgehandelte Regeln sind eher zielführend.

Informieren Sie sich darüber, mit wem die Tochter und der

Sohn in den Ausgang gehen und wen sie an den Events

treffen.

+ + Zum Erwachsenwerden gehört auch der verantwortungsbewusste

Umgang mit Alkohol. Sprechen Sie mit Ihrem

Kind sachlich über das Thema.

+ + Wenn Sie als Eltern getrennt oder geschieden sind, sollten

Sie dennoch eine einheitliche Linie vertreten und Ihr Kind

nicht mit unterschiedlichen Regeln bezüglich Ausgang

verwirren. Eine klare gemeinsame Haltung beugt auch

dem Gegeneinander-ausgespielt-Werden vor.

Klärende Gespräche führen

Nicht nur für die jungen Menschen ist der Ausgang eine

grosse Herausforderung. Auch Eltern sind bei der Balance

von Fürsorge und Verantwortung und wachsenden Selbstständigkeit

ihres Kindes gefordert. Sie sollten offen mit der

Tochter und dem Sohn über den richtigen Umgang mit den

entsprechenden Risiken sprechen. Bei der Vorbeugung

führen weder Dramatisierung noch Verharmlosung zum

Erfolg, sondern von Wohlwollen geprägte Sachlichkeit.

++

10-2016 | FamilienSpick 61


Die Mädchen und die Burschen müssen einüben, die

neuen Freiräume verantwortungsbewusst zu gestalten.

Wenn die Regeln bezüglich pünktlicher Rückkehr und

Alkoholkonsum eingehalten wurden, können sie nach und

nach gelockert werden. Weder ein sehr restriktives Regime

noch eine Laisser-faire-Haltung sind zielführend, durch

sie können junge, unerfahrene Menschen überfordert

werden. Eine ständige Nachfrage per SMS empfinden die

Jugendlichen als sehr lästig und peinlich. Bis zur Volljährigkeit

liegt die letzte Entscheidung – auch über den

Ausgang – immer bei den Eltern. Auch wenn sich manche

Jugend lichen im Pubertätsalter mit den Leitplanken

schwertun, vermitteln sie ihnen Sicherheit und geben ihnen

das Gefühl, den Eltern nicht gleichgültig zu sein. ++

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10-2016 | FamilienSpick 63


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mehr verpasst, auch wenn man geschäftlich unterwegs

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eine Geburtstagsfeier stattfindet oder das Kind zum

ersten Mal in eine saure Zitrone beisst. Gleiches gilt

auch für die Haustiere: Was stellt der Hund an, wenn

er sich unbeobachtet fühlt? Von unterwegs lässt sich

leicht mitverfolgen, was zu Hause passiert. Dank des

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64 FamilienSpick | 10-2016


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10-2016 | FamilienSpick 65


++ Lifestyle & Kultur ++ MUTTER UND SOHN

Jungs

sind anders –

Mütter auch!

Die Verbindung von Mutter und Sohn ist die zentrale Beziehung im Leben eines

Jungen. Sie hat einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung vom Kind zum

Mann. Die Kinderärztin und Familienberaterin Dr. Meg Meeker sagt, wie Söhne

ticken und wie Mütter eine intakte Beziehung zu ihnen aufbauen können.

Text: Christina Bösiger

Frau Dr. Meg Meeker, warum sind Mutter-Sohn-Beziehungen

oft kompliziert?

Als Ärztin und Familienberaterin habe ich die Erfahrung

gemacht, dass vielfach weder die Mutter noch der Sohn

begreifen können, wie es ist, auf der anderen Seite zu

stehen, denn Elternteil und Kind sind verschiedenen

Geschlechts. Jungen fühlen sich als Männer häufig für das

Wohlergehen ihrer Mutter verantwortlich. Das allein kann

schon zu Spannungen in der Beziehung führen. Häufig

verlässt sich die Mutter auch unbewusst auf ihren Sohn

und sucht bei ihm die Unterstützung, die sie sonst von

erwachsenen Partnern erhält. Ausserdem haben Jungs in

unserer Kultur manche Herausforderungen zu bestehen,

denen sie mitunter nicht mehr gewachsen sind. Auch die

Mütter stehen unter einem enormen Leistungs- und Erfolgsdruck,

der auch nicht leichter zu stemmen ist. All dies

zusammengenommen kann sehr schnell zur Katastrophe

führen.

Ist eine Katastrophe unausweichlich?

Nein, keine Panik! Trotzdem: Junge Männer erleben heute

etwas, was professionelle Helfer wie ich als «Jungs-Krise»

bezeichnen. Der Psychologe James Dobson schreibt in seinem

Buch «Bringing Up Boys» (Wie man Jungen erzieht):

«Verglichen mit Mädchen leiden Jungs sechsmal häufiger

an Lernstörungen, entwickeln dreimal häufiger Drogenprobleme

und werden viermal häufiger als «emo tional gestört»

eingestuft. Ausserdem hätten sie ein höheres Risko,

alle möglichen Formen von asozialem und kriminellem

Verhalten zu entwickeln. Und gemäss Studien bekommen

Jungen von der Grund- bis zu den höheren Schulen meist

schlechtere Noten, müssen öfters nachsitzen oder leiden

häufiger an Hyperaktivität als Mädchen. Es gibt sicher

noch mehr beunruhigende Zahlen, was die Probleme von

Jungs in den westlichen Industrieländern angeht, aber

Tatsache ist, dass Mütter die Mittel haben, um diese Krise

zu lösen. Wir sind es, die diese «Trends» für unsere Söhne

66 FamilienSpick | 10-2016


++ Lifestyle & Kultur ++ MUTTER UND SOHN

umkehren können. Und ich glaube darüber hinaus, dass

wir Spass daran haben können, unsere Söhne zu erziehen

und ihnen zu helfen, unter all dem Druck, dem sie unterworfen

sind, zu wertvollen Männern heranzureifen. Genauer

gesagt, glaube ich das nicht, sondern weiss es.

Was macht Sie da so sicher?

Ich habe in meiner 25-jährigen Praxis als Kinderärztin

gesehen, wie grossartige Mütter ihre Söhne durch alle

möglichen Schwierigkeiten geleitet haben. Ich habe gesehen,

wie alleinerziehende Mütter ihre Konflikte mit den

Söhnen ausgefochten und danach ein engeres Verhältnis

zu ihnen hatten als vorher. Ich habe verheiratete Mütter

mit einem stabilen familiären Hintergrund kennengelernt,

die ihre Söhne aus der Drogen- oder Alkoholsucht herausgeholt

und in ein gesundes Erwachsenendasein geleitet

haben. Mit Unterstützung und Ermutigung finden Mütter

und Söhne einen Weg zur wechselseitigen Entfaltung.

Sie sprechen von den Belastungen, welchen Mütter

und Söhne ausgesetzt sind. Woran denken Sie dabei?

Beschäftigen wir uns zunächst einmal mit der Situation

der Mütter. Da sind beispielsweise die negativen Gefühle,

mit der jede Mutter zu kämpfen hat: Schuldgefühle, Angst,

Wut. Mütter in unserer Kultur wollen heute alles sein – für

alle. Ich habe noch keine Mutter kennengelernt, die findet,

dass sie ihren Job gut macht. Arbeiten die Mütter, stehen

sie unter dem Druck, ihren Beruf genauso gut im Griff zu

«Das Wichtigste ist, dass Sie nie

aufhören, Ihrem Sohn Ihre Liebe zu

zeigen, egal auf welche Art.»

haben wie Heim, Partner und Kinder. Sie wollen ihren

Jungs mit Rat und Tat zur Seite stehen, kochen, die Studiengebühren

beiseitelegen und ihrem Sohn Gelegenheit geben,

seine Freunde einzuladen. Bei all dem sollten sie natürlich

stets ruhig und gelassen bleiben. Sie wollen ihren Söhnen

gegenüber einfühlsam sein, für sie sorgen und doch genug

Härte zeigen, dass sie im Notfall den Vater ersetzen können.

Manche Mütter haben Partner, die viel zu beschäftigt

sind, um sich mit ihren Söhnen abzugeben. Andere Mütter

sind geschieden, der Vater ihrer Söhne hat mit den Kindern

nichts am Hut oder kann die Vaterrolle einfach nicht

ausfüllen. Sie versuchen, für ihre Kinder Vater und Mutter

zu sein, da der leibliche Vater nicht greifbar ist. Keine Mutter

kann all diesen Erwartungen gerecht werden, die sie

selbst und andere Menschen in ihrer Umgebung an sie

stellt. Es ist deshalb wichtig, dass Mütter dies erkennen

und sich akzeptieren lernen. Eine Mutter muss wissen, wer

sie ist und wer nicht. Wenn wir als Mütter an diesen Punkt

gelangen können, sind wir frei. So frei, dass wir endlich

akzeptieren können: So, wie wir sind, sind wir gut genug

für unsere Söhne.

Und die Jungs selbst, wo stehen diese?

Auch diese stehen unter einem gewaltigen Druck. So ist es

zurzeit kaum klar auszumachen, wohin sich die Männerrolle

in dieser sich rapide wandelnden Welt entwickeln

wird. Denn kaum haben die Jungs gelernt, was von ihnen

als Mann erwartet wird, so stehen sie geänderten Anforderungen

gegenüer. Sehen Sie sich nur einmal die Trends im

Bildungssektor an, der bei der Mannwerdung eine wichtige

Rolle spielt. Dr. William Pollack von der Harvard Medical

School schreibt: «Eine wissenschaftliche Studie kam zu der

Erkenntnis, dass sich in schulischer Hinsicht eine neue geschlechtsspezifische

Kluft auftut und der Grossteil der

Jungen an das Ende des Leistungsspektrums zurückfällt.»

Seiner Ansicht nach rührt dies von der Tatsache her, dass

es Jungs mittlerweile an Selbstvertrauen mangelt. Und dies

beeinflusse ihre Leistungsbereitschaft negativ. Damit

verlieren sie aber auch das Gefühl, ein starker Mann zu

sein, und sind immer weniger motiviert, sich in irgendeiner

Weise hervorzutun. Das ist ein sehr beunruhigender

Trend.

Zur Person:

Dr. Meg Meeker ist seit 25 Jahren als Kinderärztin

und Familienberaterin tätig. Sie hat bereits mehrere

Erziehungsratgeber geschrieben.

10-2016 | FamilienSpick 67


++ Lifestyle & Kultur ++ MUTTER UND SOHN

«Jungs haben keine

Lust, immer alles zu

besprechen.»

Was lässt sich daran ändern?

Wir brauchen neue Ansätze zur Erziehung unserer Söhne.

Forschungsarbeiten zeigen beispielsweise, dass Mütter in

jedem Haushalt immer noch den Löwenanteil der täglichen

Erziehungs- und Hausarbeit leisten. An einem

durchschnittlichen Tag erledigen etwa 20 Prozent der

Männer Hausarbeit, Abspülen zum Beispiel oder Wäschewaschen.

Bei den Frauen sind es 48 Prozent. 39 Prozent der

Männer kochen oder putzen, im Gegensatz zu 65 Prozent

bei den Frauen. Die Last, die Frauen heute zu schultern

haben, ist enorm. Doch wie schwer es auch sein mag, keine

Mutter gibt auf, wenn es um ihren Sohn geht. In meinem

Buch (siehe Buchtipp) zeige ich beispielsweise auf, wie es

Mütter schaffen können, ihren Söhnen auch mal mit Härte

entgegenzutreten. Oder wie sie ihren Jungs auf gesunde

Weise ihre Liebe zeigen können, damit diese lernen, Frauen

besser zu akzeptieren, wenn sie erwachsen werden. Und

einsehen, dass harte Arbeit, Hingabe und ein gut entwickeltes

Seelenleben wichtig sind. Ich gehe in diesem Buch auch

auf die ganz speziellen Bedürfnisse von Jungs ein. Sodass

Mütter lernen, ihren Sohn besser zu verstehen und zu

stärken, um ihm dadurch zu helfen, diese Bedürfnisse zu

befriedigen. Ich wünsche mir, dass Mütter einen Sohn

erziehen, auf den sie stolz sein können.

Welche Tipps können Sie Müttern für ihre Erziehungsarbeit

mit auf den Weg geben?

Lieben Sie Ihren Sohn auch dann, wenn es schwierig wird.

Wir Mütter wissen, wie wichtig es für unsere Söhne ist,

unsere Liebe zu spüren. Geliebt zu werden schenkt ihnen

eine tiefe Befriedigung und ein Gefühl der Sicherheit, die

sie bis ins Erwachsenenalter begleitet. Jungs haben oft ein

andere Sichtweise als wir, und vielfach ist es nicht einfach,

sich miteinander zu verständigen. Wenn wir etwas wieder

in Ordnung bringen wollen, indem wir unseren Söhnen

unsere Gefühle auseinandersetzen, stossen wir häufig auf

Ablehnung. Jungs haben keine Lust, immer alles zu besprechen.

Dann ziehen wir uns verletzt zurück. So entsteht

eine unnötige Distanz zwischen Mutter und Sohn, und das

Problem bleibt ungelöst. Wir sollten deshalb immer daran

denken, dass kein Sohn richtig glücklich sein kann ohne

die grundlegende Überzeugung, dass eine Mutter ihn liebt.

Deshalb muss die Liebe einer Mutter zu ihren Kindern

bedingungslos und verlässlich sein. Wie aber zeigen wir

ihnen unsere Liebe? Indem wir Zeit mit ihnen verbringen.

Und zwar nicht nur dann, wenn sie etwas leisten. Gemeint

ist eine Zeit, die wir ganz ihnen widmen. Es geht um jene

Stunden, in denen wir Spass haben mit unseren Söhnen.

Karten spielen, uns gemeinsam einen Film anschauen, Ball

spielen oder mit dem Fahrrad durchs Quartier gondeln.

Zeit, in der wir nicht in erster Linie dem, was sie tun, Aufmerksamkeit

schenken, sondern dem, was sie sind. Unsere

Sprösslinge wollen nicht, dass wir mehr für sie tun. Sie

wünschen sich, dass wir Zeit für sie haben, dass wir ihnen

zeigen, wie gern wir mit ihnen zusammen sind. Wenn wir

weniger im Leistungsmodus agieren, werden sie es uns

gleichtun. Und das macht beide Parteien zufrieden – und

man fühlt sich gegenseitig geliebt. ++

BUCHTIPP

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«Starke Mütter – starke Söhne»,

von Meg Meeker, mvg Verlag,

ISBN 978-3-86882-556-5, Fr. 27.90.

68 FamilienSpick | 10-2016


EIN Puppenhaus

DER

Sonderklasse

Es wird immer schwierig, seinen Kindern etwas wirklich

Exklusives zu schenken. Wenn jemand viel Überzeugungskraft

und ein bisschen Kleingeld mitbringt, schafft

er vielleicht die ultimative Sensation: neuer Besitzer des

Puppenhauses von Colleen Moore zu werden. Geschätzter

Wert: 7 Millionen Dollar.

++

An diese Dame erinnern sich wohl eher die Grosseltern als

die Eltern. Die Amerikanerin Colleen Moore war eine

schillernde Figur. Ihre Karriere als Schauspielerin begann

sie, als man in diesem Beruf noch keine Texte auswendig

lernen musste – in der Stummfilm-Ära. Frau Moore war

Jahrgang 1899, und ihr ist es zuzuschreiben, dass später der

Bobby-Haarschnitt populär wurde. Denn sie wurde zur

Stil-Ikone ihrer Zeit, und was sie trug, wurde zum Vorbild.

Dass sie nach ihrer Filmkarriere als Partnerin bei der

Investmentfirma Merrill Lynch einstieg, macht ihre Biografie

nur noch faszinierender.

Im Museum gelandet

Ihre filmischen Werke sind heute eher unbekannt, was von

ihr aber geblieben ist, ist das wohl teuerste Puppenhaus

beziehungsweise Puppenschloss der Welt. Wenn man ein

Bauwerk, dessen höchster Turm über 3,5 Meter hoch ist,

Text: Stefan Millius

überhaupt so bezeichnen darf. Knapp 30 war Colleen

Moore, als sie, inspiriert von ihrem Vater und mit der Hilfe

ihres früheren Filmsetdesigners, mit der Arbeit begann.

Das Puppenhaus ist schon von aussen ein Erlebnis, das

Innenleben übertrifft den ersten Eindruck aber noch. Die

Möbel sind bis ins Detail ausgestattet, die Teppiche sind

aus echtem Bärenfell. Kein Wunder, dass dieses «Spielzeug»

nicht in einem Kinderzimmer gelandet ist, sondern im

Museum, und zwar im «Museum of Science and Industry»

in Chicago. Seit den 50er-Jahren sollen rund 1,5 Millionen

Besucherinnen und Besucher staunend davor gestanden

sein – und kehrten dann vermutlich leicht frustriert

zurück nach Hause zum ganz normalen Puppenhaus aus

einem Fertigbausatz.

Bis zu 100 Miterbauer

Auf einen Wert von 7 Millionen Dollar wird Colleen

Moores Puppenhaus geschätzt. Das liegt nicht zuletzt

daran, dass die ehemalige Schauspielerin bis zu ihrem Tod

im Jahr 1988 weiter an ihrer Schöpfung arbeitete, indem

sie kontinuierlich kleine Gegenstände zufügte. Wobei

sich ihr Beitrag vermutlich auf diese Innendekoration

beschränkte. Denn man geht heute davon aus, dass

zeitweise bis zu 100 Personen am Bau des Märchenschlosses

beteiligt waren. Eines ist klar: Colleen Moore hat sich

letztlich nur den Traum erfüllt, den die meisten kleinen

Mädchen haben dürften … ++

Gefunden!

In jeder Ausgabe des FamilienSPICK präsentiert

die Redaktion ein beson deres persönliches Fundstück

aus dem Familien alltag.

10-2016 | FamilienSpick 69


«

++ Freizeit & Sport ++ SELFIE

Würdest du dein

Nackt-Selfie

am Hauptbahnhof

aufhängen?

»

70 FamilienSpick | 10-2016


++ Freizeit & Sport ++ SELFIE

++

Das Verschicken und Veröffentlichen von privaten Bildern und Videos gehört

für Jugendliche zum digitalen Alltag. Aber ein Intimes Bild am falschen

Ort kann unerwünschte Konsequenzen haben. Experten sind sich einig:

Um zu sensibilisieren, sind pragmatische Ideen und Botschaften gefragt.

«Chum schick mal es Pic vo dine Brüscht!» Aufforderungen

wie dieser ist etwas mehr als jeder sechste über 18-jährige

Jugendliche schon einmal nachgegangen oder hat von sich

aus ein aufreizendes Selfie verschickt. Das hält die aktuelle

«JAMES-Studie» der Zürcher Hochschule für angewandte

Wissenschaften (ZHAW) fest.

Daran, dass heute so gut wie jeder ein Smartphone inklusive

Kamera besitzt, haben wir uns längst gewöhnt und die

damit verbundene Bilderflut gehört zum heutigen digitalen

Lifestyle. Doch kommen junge Menschen mit diesen Möglichkeiten

der schnellen Bildproduktion und deren Verbreitung

klar? Wissen sie, was sie tun, wenn sie ein intimes Bild

von sich herstellen und – gewollt oder ungewollt – weitergeben?

Kinder produzieren Kinderpornos

«Die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen sind sich der

Risiken im Zusammenhang mit ihrer digitalen Privatsphäre

bewusst. Was nicht heisst, dass kein Risikoverhalten auftritt»,

sagt Judith Mathez von der Beratungsstelle für digitale

Medien in Schule und Unterricht (imedias) der

Pädagogischen Hochschule FHNW. Dem teilweise unbedachten

Umgang mit digitalen Medien liege häufig ein

noch wenig ausgebildetes Bewusstsein für die Konse quenzen

eigener Handlungen zugrunde. Normaler, jugend licher

Leichtsinn also.

Dieser Leichtsinn kann mitunter schwerwiegende Konsequenzen

haben. Die Abteilung Jugend und Prävention der

Kantonspolizei Polizei Basel Stadt veranstaltet in allen fünf

Primarstufen Medientrainings, unterstützt die Kinder im

Umgang mit Social Media – und ist manchmal gezwungen,

mit rechtlichen Mitteln einzugreifen: «Wenn ein Jugendlicher

unter 16 ein Nacktbild von sich verschickt, ist das faktisch

Kinderpornografie und die Person macht sich strafbar.

Da es sich dabei um ein Offizialdelikt handelt, sind wir

von Gesetzes wegen verpflichtet, eine Anzeige zu machen.

Für uns ist das dann eine schwierige Situation», erzählt Polizist

Pascal Widmer. Auch Mobbing oder sexuelle Belästigung

beschäftigen die Jugendbeauftragten der Polizei.

Die Faustregel

Um junge Menschen diesbezüglich zu sensibilisieren, sei es

zentral, dass sie um den Wert ihrer eigenen Privatsphäre

wissen – und lernen, dass potenzielle Empfänger eines

Bildes allenfalls ein anderes Verständnis davon haben, sagt

Sarah Genner, Medienwissenschaftlerin an der ZHAW und

am Berkman Center for Internet & Society at Harvard University.

Es scheint, als sei diese grundsätzliche Sensibilisierung

10-2016 | FamilienSpick 71


++ Freizeit & Sport ++ SELFIE

wichtig für einen bewussten und gekonnten Umgang mit

der eigenen digitalen Privatsphäre. Jugendliche brauchen

demnach keine Aufpasser, aber konkrete und einfache Leitsätze,

an denen sie sich orientieren können. Das ist auch Sarah

Genners Ansatz, wenn es um Prävention geht: «Eine

gute Faustregel ist, sich vor dem Veröffentlichen von Informationen

bildlich vorzustellen, man stehe etwa am Hauptbahnhof

Zürich mit einem grossen Schild, auf dem das Bild

oder der Text, den man gerade hochladen möchte, gross

aufgedruckt ist.»

«Teil der Erziehungsarbeit»

Eine ähnlich pragmatische Form der Sensibilisierung sind

auch technische Tools, die ansetzen, bevor überhaupt

problematisches Bildmaterial entsteht. Das Schweizer Startup

soomz.io etwa hat einen kleinen Schieber entwickelt, der

vor die Handy- oder Laptop-Kamera geklebt wird und so

ermöglicht, diese zu verschliessen und vor jedem Foto zu

öffnen. Dieses bewusste «Öffnen» der Privatsphäre kann

nicht nur Jugendlichen helfen, den Umgang mit heiklen Fotos

und Videos nochmals zu überdenken. «Eigentlich haben

wir den Schieber entwickelt, um Webcams vor Hackern zu

schützen», erklärt Geschäfts führer Roel de Haan. «Schnell

wurde uns aber bewusst, dass das manuelle Öffnen und

Schliessen der Kamera auch eine sensibilisierende Wirkung

auf die Anwender hat.»

Dass ein «Pic vo Brüscht» oder anderen Intimitäten un -

überlegt weitergereicht wird, sollte also dank entsprechender

Sensibilisierung bald weit weniger oft passieren. Es sei

aber nach wie vor wichtig, Jugendliche zu begleiten, sagt Polizist

Pascal Widmer: «Medienkompetenz zu fördern ist

heute ganz einfach Teil der Erziehungs arbeit.» ++

«Der Fernseher

verängstigt mehr

als das

Internet»

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften

führte eine Studie über das

Medienverhalten von Kindern durch.

Welche Erkenntnisse für Eltern und

Grosseltern besonders interessant sind,

weiss der Leiter des Forschungsschwerpunkts

Medienpsychologie Gregor Waller.

Interview: Eva Hediger

++

Spielen und Sport sind bei den Kindern zwischen sechs und

dreizehn Jahren noch immer die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen.

Gibt es keine «Generation Touchscreen»?

Gregor Waller: MIKE zeigt, dass die «Generation Touchscreen»

zumindest heute eher ein Mythos als Realität ist.

Zwar sind Tablets und Smartphones in Schweizer Haushalten

weit verbreitet, aber nur in wenigen Kinderzimmern der

6- bis 13-Jährigen verfügbar. Die meisten Eltern sind offenbar

zurückhaltend. Allerdings: Bei der Frage, welches Gerät

sie am liebsten behalten würden, wenn sie alle anderen

abgeben müssten, geben die meisten Kinder das Handy an.

Obwohl die Hälfte noch gar kein eigenes Gerät besitzt. Vom

Mobiltelefon geht also eine starke Faszination aus.

Überrascht es Sie, dass Kinder häufiger Musik hören oder TV

schauen, als im Internet zu surfen?

Nein, denn Musik hören und TV schauen sind mediale

Tätigkeiten, die auch ohne Schreib und Lesekompetenz

genutzt werden können. Die meisten Kinder fangen ja erst

in der Schule mit dem Lesen und Schreiben an. Und das

Surfen im Internet ist ohne basale Schreib- und Lesekompetenz

– auch auf einem Touchscreen – nur reduziert

reizvoll.

72 FamilienSpick | 10-2016

Gregor Waller


++ Freizeit & Sport ++ SELFIE

Wird der Umgang mit dem Handy in den Familien geregelt?

80 Prozent der Handynutzer im Primarschulalter geben an,

dass es bei ihnen zu Hause sowohl in Bezug auf die

Handyzeit wie auch in Bezug auf Handyinhalte Regeln

gäbe. Aus Sicht der Eltern geben fast alle an, dass es im

Haushalt Regeln zum Handyumgang gibt. In den Schweizer

Haushalten mit Primarschülern ist die Handynutzung

also häufig reguliert.

Je älter die Kinder werden, desto häufiger benutzen

sie digitale Medien. Eine Gefahr?

Digitale Medien sind nützliche Werkzeuge und Unterhaltungstools

unserer Zeit. Sie bringen – richtig eingesetzt –

dem einzelnen Nutzer Gewinne und Vorteile. Allerdings

bergen sie auch Gefahren. Und genau in Bezug auf diese Gefahren

– beispielsweise Cybergrooming, nicht altersgerechte

Inhalte, Suchtproblematik – müssen die Kinder sensibilisiert

werden. Es muss unter anderem ein Bewusstsein

vorhanden sein, dass das Gegenüber im Internet nicht

zwangsläufig die Person auf dem Profilfoto ist. Oder es

muss einem Kind klar sein, dass man im Internet auf

Inhalte stossen kann – auch ungewollt –, die schockieren.

Immerhin drei Viertel aller Eltern sind besorgt, dass die

Kinder im Internet auf pornografische oder gewalttätige

Inhalte stossen. Ist diese Sorge berechtigt?

Jeder, der sich im Internet bewegt, weiss, dass das Auffinden

solcher Inhalte einfach ist. Allerdings zeigt die

MIKE-Studie, dass die befragten Kinder im Fernsehen

schon häufiger auf Dinge gestossen sind, die ihnen unangenehm

waren oder die sie verängstigt haben als im Internet.

Eltern machen sich in Bezug auf ungeeignete Internet-Inhalte

wohl bereits prospektiv Sorgen. Dabei gerät das Fernsehen

etwas aus dem Fokus, obwohl es bei den Primarschülerinnen

und -schülern häufiger Angst auslöst.

Mehr als die Hälfte der Kinder hat ein eigenes Handy.

Wofür braucht ein Primarschüler ein solches Gerät?

Das Gerät erhalten die meisten Kinder von ihren Eltern. Die

Motive für den Handybesitz sind vielfältig. Da wäre zum

Beispiel der Sicherheitsaspekt. Ein Handy gibt sowohl den

Eltern wie auch den Kindern ein Gefühl von Sicherheit.

Verpasst ein Kind den Bus auf dem Heimweg vom Training,

kann es die Verspätung kurz per SMS ankünden. Gegen

Ende der Primarschule wird das Handy immer häufiger

dazu eingesetzt, um mit den Kolleginnen und Kollegen in

direktem Kontakt zu stehen. Für den Aufbau eines eigenen

sozialen Netzwerkes – und das ist eine Entwicklungsaufgabe

in der späten Kindheit (ab 10 Jahren) – ist das Gerät hilfreich.

Welche Einschränkungen und Regeln sind sinnvoll

respektive notwendig?

Als wichtigen Punkt im Umgang mit dem Handy erachte

ich folgende: 1. Das Handy wird am Abend eine bis zwei

Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen ganz ausgeschaltet. So

gibt es keine Störungen während der Nacht. Körper und

Geist können zur Ruhe kommen, was sich positiv auf die

Einschlafphase auswirkt. 2. Über das Handy werden nur

Botschaften kommuniziert, die man auch im realen Leben

von sich geben würde. 3. Keine aufreizenden Bilder von sich

selber versenden. Diese können, wenn es schlecht läuft, zur

Steilvorlage für potenzielle Mobber werden.

4. Eine Nutzungszeit von einer Stunde pro Tag reicht für einen

Primarschüler; auch handyfreie Zeiten vereinbaren. 5.

Sich an Benimm-Regeln für das Handy halten. Wenn ich

mit jemandem im persönlichen Gespräch bin, drücke ich

nicht am Handy rum. Auch am Esstisch und so weiter hat

es nichts zu suchen. 6. Wenn ein Smartphone Zugang zum

Internet bietet, muss das Kind die Gefahren des Netzes kennen.

Wie stark sind die Eltern Vorbilder?

Im Primarschulalter, vor allem im frühen Primarschul alter,

haben Eltern eine sehr starke Vorbildfunktion. Ihr

Medienumgang wird von den Kindern genau beobachtet

und hat Modellcharakter. MIKE und andere Studien zeigen,

dass die Mediennutzung von Kindern und Eltern zusammenhängt.

Wenn sich Eltern also dauernd mit dem Smartphone

beschäftigen, ist es nicht verwunderlich, wenn es ihnen

ihre Kinder gleichtun. ++

Mike-Studie

Die MIKE-Studie hat das Mediennutzungsverhalten

von Primalschulkindern repräsentativ untersucht.

Von September 2014 bis Januar 2015 befragte die

Hochschule für Angewandte Wissenschaften 1065

Kinder im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren

und 641 Eltern in den drei grossen Sprachregionen

der Schweiz.

10-2016 | FamilienSpick 73


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++ Freizeit & Sport ++ Samen

Keimt

Was denn da?

Wer einmal Samen zum Keimen gebracht, Pflanzen gesetzt, später ihre

Früchte geerntet oder daraus Samen gewonnen hat, nimmt die Natur ganz

anders wahr. Kommen Sie mit, die Umweltpädagogin Andrea Frommherz

lädt Gross und Klein zu einer Entdeckungsreise in die Welt der Samen ein.

Text: Christina Bösiger

Fotos: Patrick Weyeneth, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Samen sind verblüffend: Aus kleinen, unauffälligen und

scheinbar leblosen Gebilden wächst eine riesige Vielfalt von

Pflanzen heran. Der Samen ist das kleinste Formgebilde einer

Pflanze. Verglichen mit der Grösse des Samens sind die

Dimensionen der heranwachsenden Pflanzen gigantisch.

Pflanzensamen stehen daher auch für die Stärke und Kraft

der Natur. «Bei mir begann die Liebe zu Samen mit den

Karöttchen, die ich auf dem Wochenmarkt in unserer Stadt

entdeckte», erzählt Andrea Frommherz. Die Fami lienfrau

und Mutter ist nicht nur ausgebildete Heilpädagogin und

Umweltberaterin, sondern auch Kursleiterin von naturerlebnispädagogischen

Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche,

Familien und Erwachsene (insbesondere Pflanzenheilkunde).

«Ich betrachtete damals diese

Karöttchen verdutzt. Warum so farbig? Warum so

klein? Warum so anders? Meine Neugier war geweckt,

denn ich ahnte: Da steckt viel mehr

dahinter!» Schon von Kindsbeinen an war

Andrea Frommherz sehr gerne draussen und neugierig auf

die Abläufe in der Natur. Bohnen beim Keimen beobachten,

mit Samen Flugobjekte kreieren, Versteinerungen in

der Kiesgrube suchen, Schneckenolympiaden organi sie ren,

Kartoffeln auf dem Feuer garen, Wasserrinnsale umleiten

– Andrea Frommherz war bereits als Kind sehr kreativ. Die

Wildheit, das Chaos und die ihm innewohnende Ordnung

der Natur, das war für sie etwas sehr Erholsames. Und noch

heute liegen ihr Neugierde und Experimentieren im Blut.

Kleine Gartenecken schaffen

Andrea Frommherz selbst ist keine Gärtnerin mit einem

riesigen Gemüsegarten: «Mein Gärtchen ist

klein und fein. Ein Jahr baue ich Klosterfrauen-

Bohnen oder bunten Mangold an und ernte

ihn. Ein anderes Jahre baue ich alte Tomatenspezialitäten

an. Die Pflanzen durchlaufen

während des Jahres immer diesel-

++

10-2016 | FamilienSpick 75


++ Freizeit & Sport ++ Samen

ben Entwicklungsstadien. Es ist etwas Besonderes, das

Wachstum des Gemüses zu beobachten, dieses dann zu ernten

und zu geniessen.» Wer Gemüse anbaut, produziert einen

Teil seiner Nahrung selbst und ist eingebunden in existenzielle

Vorgänge der Natur. Deshalb schaffen sich immer

mehr Menschen kleine Gartenecken – sei es in einem Beet

im Innenhof, auf einem Balkon oder einer Terrasse – und

gestalten sich ihr eigenes Gartenidyll. Jeder Gemüsegarten

mit vielfältigen Sorten ist – ob gross oder klein – ein wichtiger

Beitrag zur Sortenvielfalt. «Meine Vision für unseren

Lebensraum ist es deshalb, dass überall noch viel mehr Gärten

mit Gemüseecken und Blumeninseln entstehen»,

wünscht sich Andrea Frommherz. «In meinen Büchern und

Workshops will ich selbst Samen säen und andere dazu animieren,

die Natur neu zu entdecken und ihnen Pflanzen

wieder näherbringen. Denn es geht darum, die kleinen Dinge

zu entdecken, die unsere Welt magisch machen und sich

von der Farben-, Formen- und Ge schmacksvielfalt überraschen

zu lassen.»

Zum Leben erwecken

Ende Sommer und im Herbst reifen die meisten Samen. Sie

können gesammelt und gut trocken aufbewahrt werden.

Der scheinbar leblose Samen kann sehr lange untätig

bleiben, bevor er zu keimen beginnt. Er wartet, bis die

Bedingungen günstig sind und ist bereit, um zum «Leben»

erweckt zu werden und zu einer neuen Pflanze heranzuwachsen.

In jeder Zelle sind alle für die künftige Pflanze

notwendigen Informationen (die genetischen Anlagen) und

genau die richtige Menge an Nährstoffen enthalten, die er

Andrea Maya Frommherz ist dipl. Heilpädagogin,

Umweltberaterin, Berufs- und Laufbahnberaterin,

Kursleiterin von naturerlebnispädagogischen

Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Familien

und Erwachsene sowie Autorin von zahlreichen

Büchern und Lehrmitteln im Umweltbereich.

www.wildrose.ch

für die Keimung und die erste Zeit danach benötigt. Wer

Samen sammelt und betrachtet, ist immer wieder fasziniert

von der Vielfalt ihrer Formen, Farben und Strukturen sowie

der vielfältigen Möglichkeiten von Kombina tionen. Die

Samen sind schwarz, grün, braun, violett, weiss oder gelb.

Es gibt einfarbige, gepunktete, gestreifte und marmorierte

Samen; eckige, glatte, feine, runzelige, runde, geflügelte und

solche mit merkwürdigen Anhängseln. Einige sind fein, andere

ganz hart. Es gibt winzige und sehr grosse Samen wie

die Kokosnuss, die dank ihrer wasser festen Schale lange

Reisen über die Meere antreten kann. Manche Pflanzen

produzieren viele, andere nur wenige Samen.

Vom Samen zum Keimling

Im März/April erwacht die Natur ganz allmählich aus der

Winterruhe. Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs wie

auch die Zeit des Aussäens und der Keimung für die Pflanzen.

Die Keimung ist das erste Stadium der Entwicklung einer

Pflanze. «Die Keimung ist abhängig von mehreren Bedingungen:

Wärme, Wasser und Sauerstoff aus der Luft»,

erklärt Andrea Frommherz. «Fehlt einer dieser Faktoren,

können die anderen nicht aktiviert werden, und der Keimungsprozess

kann nicht beginnen. Erst wenn die richtigen

Voraussetzungen geschaffen sind, können die Stoffwechselvorgänge

für die Keimung ablaufen. Ist das im

Frühling in der Natur gegeben, erwacht der ruhende Samen

zum Leben. Manche Samen keimen schon nach ein paar Tagen,

andere brauchen Wochen. Erde ist übrigens für die

Entwicklung der Keimpflanze zunächst noch nicht nötig.

Erst fertig gekeimte Samen werden in die Erde gesetzt, denn

nach der Keimung benötigen sie auch Erde, um weiterzuwachsen.

Den Keimvorgang ohne Erde ist zum Beobachten

einfach wunderbar.»

Erleben und experimentieren

Wer mit der Entwicklung vom Samen zum Keimling und

später der grünenden und blühenden Pflanze ganz Besonderes

bewirken will, stellt Samenbomben her. «Das sind

kleine Kugeln aus Erde, Ton und Samen», sagt Andrea

Frommherz. «Diese sind zwar nicht gerade explosiv, gehen

aber trotzdem manchmal in die Luft. Jedenfalls können sie

grosse Auswirkungen haben, denn mit den kleinen Bomben

werden Dörfer und Städte begrünt. Jede Samenbombe


++ Freizeit & Sport ++ Samen

Guerilla Gardening –

grüne Städte

Guerilla Gardening (guerrilla bedeutet auf Spanisch

kleiner Krieg) bezeichnet das heimliche Aussäen von

Pflanzensamen. Es ist ein politischer Protest gegen

graue, zubetonierte Plätze in Städten und Dörfern.

Brachliegende Flächen sollen verschönert werden.

Immer mehr Menschen setzen sich dafür ein, Städte

zu begrünen und sie lebenswerter zu machen, sei es,

indem sie auf jedem freien Fleckchen Samen von

Pflanzen verstreuen oder auch eigenes Gemüse

anbauen.

enthält den Anfang einer Blumenwiese, eines Gemüsegartens

oder eines Kräuterbeets.» Eine Samenbohne ist ganz

einfach selbst herzustellen, leicht zu verteilen und ideal

dafür, Pflanzensamen an schlecht zu erreichenden Orten

wie Strassenrändern, in kleinen Ritzen im Asphalt und hinter

hohen Zäunen zum Blühen zu bringen. Das Wichtigste

an der Samenbombe ist, dass man sie über eine gewisse Distanz

werfen kann. Dafür bietet sich die Kugelform an:

klein, rund und genau richtig für die Hosentasche! Haben

Sie selbst Lust, Samenbomben herzustellen? Hier das Rezept

von Andrea Frommherz:

Samenbomben-Grundrezept

Samenbomben werden in eine Trägersubstanz eingearbeitet.

Für etwa 6 Samenbomben braucht es:

+ + 5 Esslöffel Erde. Die Erde enthält alle Nährstoffe, die der

Keimling benötigt, um kräftig heranzuwachsen.

+ + 4 Esslöffel Tonpulver. Der Ton hält die Mischung

zusammen, damit sie beim Aufprallen nicht

auseinanderbricht.

+ + 1 Teelöffel Samen, von kleinen Samen; von grösseren

Samen entsprechend mehr. Mögliche Auswahl:

heimische, bunte Wildblumen, Sonnen- und Ringelblumen,

Heil- und Küchenkräuter wie Kamille, Anis, Dill,

Ore gano und Fenchel, Kräutermischungen mit

Basilikum, Petersilie, Schnittlauch oder auch

Gemüsemischungen wie Spinat, Ackerbohne, Zucchini,

Kapuzinerkresse

+ + etwa 4 Teelöffel Wasser

Füllen Sie die Erde in eine Schüssel und fügen Sie das Tonpulver

hinzu. Geben Sie danach die Samen hinzu. Mischen

Sie die trockenen Zutaten gut durch. Fügen Sie nach und

nach das Wasser in kleinen Mengen hinzu, bis ein glatter

Teig entsteht. Kugeln formen. Legen Sie die fertigen Kugeln

auf eine saugfähige Unterlage (Küchentuch oder Eierkarton)

und lassen Sie sie trocknen. Werfen Sie dann bei einem

Spaziergang die Samenbombe an ein verwaistes Plätzchen,

«Meine Vision für unseren Lebensraum ist es,

dass überall noch viel mehr Gärten mit

Gemüseecken und Blumeninseln entstehen.»

Andrea Frommherz

wo bunte und vielfältige Pflanzen wachsen sollen. Bei der

Standortwahl sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Besonders

geeignet sind eintönige Verkehrsinseln, Bauminseln,

Grünstreifen, vergessene Hinterhöfe, verwahrloste

Blumenbeete, eingezäunte Industrieflächen, verwaiste Blu -

menkübel oder die farblose Fläche vor dem eigenen Fenster.

Deponieren Sie jedoch die Samenbomben nur dort, wo

auch etwas wachsen kann (ausreichend Licht und Boden

zum Gedeihen). Bevor Sie die Samenbomben werfen, gehen

Sie sicher, dass nichts und niemand durch den Wurf der Samenbombe

zu Schaden kommt.

Tipp: Samenbomben können – in einer Schachtel oder in

einem Säckchen witzig verpackt – ein attraktives Geschenk

für jedermann sein. ++

BUCHTIPP

direkt bestellen über

www.swissfamily.ch/buchshop

«Naturwerkstatt Samen und Gemüse», mit

Kindern Samen gewinnen und säen, Gemüse

ziehen und spielerisch entdecken, von

Andrea Frommherz, AT Verlag, ISBN

978-3-03800-789-0: Das Buch zeigt auf

spielerisch lustvolle Art, wie Gemüsesamen

im Garten oder auf dem Balkon gesammelt,

gesät, Keimlinge gezogen und die ausgewachsenen

Pflanzen oder ihre Früchte geerntet werden, mit

vielen Spielen, Experimenten, Wissenswertem rund um Samen

und Sortenvielfalt sowie originellen Rezepten.

10-2016 | FamilienSpick 77


++ Publireportage

Ein Wettkampf,

der einfach

SPASS macht

++

Mehr als 120 000 Kinder aus der ganzen

Schweiz nehmen jedes Jahr am UBS Kids Cup

teil. Bei diesem Leichtathletik-Wettbewerb

steht der Spass im Vordergrund. Dabei sein

können alle Kinder und Jugendliche, die

Freude an Bewegung und Sport haben.

Anmelden kann man sich schnell und einfach

online.

Laufen, springen, werfen: Um diese drei Disziplinen geht es

beim UBS Kids Cup. Mitmachen können Jungen und Mädchen

bis 15 Jahre (ältester Jahrgang 2001). Sie messen sich in

ihrer Kategorie mit Gleichaltrigen im sportlichen Wettkampf.

Die drei Disziplinen erfordern keine besondere

Technik oder ein bestimmtes Training zur Vorbereitung.

Ganz egal, welche Sportarten ein Kind sonst ausübt: Beim

UBS Kids Cup kann jeder und jede dabei sein. Und nicht

selten zeigt sich bei diesem Wettbewerb, ob vielleicht ein

bestimmtes Talent in einem schlummert … Unabhängig

vom Ergebnis sind diese Events jedes Jahr ein grosses

Erlebnis für alle Beteiligten. Zudem gibt es für jeden Teilnehmer

ein Geschenk.

Mehrmals teilnehmen

Durchgeführt werden die lokalen Ausscheidungen zwischen

April und Juli. Bei mehreren hundert Austragungen

im ganzen Land ist klar: Jedes Kind wird einen Wettbewerb

bei sich in der Nähe finden. Immer mehr Schulen führen

zudem die lokale Ausscheidung im Rahmen ihres Sporttags

durch.

78 FamilienSpick | 10-2016


++ Publireportage

Um das eigene Resultat zu verbessern und die Chancen auf

ein Weiterkommen zu erhöhen, kann man auch an mehreren

lokalen Ausscheidungen teilnehmen. Über die eigenen

Ergebnisse und die Rangliste kann man sich im Internet

laufend informieren und so sofort sehen, wo man steht.

Final im Letzigrund

Wer sich in der ersten Runde qualifiziert, kann als nächsten

Schritt am Kantonalfinal teilnehmen. Dort ist das

Niveau natürlich noch höher, denn hier treffen sich die besten

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen

Kanton. Für alle, die es bis hierher geschafft haben, warten

unabhängig vom Resultat besonders attraktive Geschenke.

Die Krönung ist natürlich der Schweizer Final. Hier treffen

die Besten aus der ganzen Schweiz aufeinander und messen

sich dort, wo sonst die Weltelite der Leichtathletik antritt:

Im Stadion von «Weltklasse Zürich» im Letzigrund. Im

Final fühlt man sich schon wie ein echter Weltstar, denn es

wartet eine grosse Zuschauerkulisse, die Wettkämpfe

werden mit Kameras auf Leinwände übertragen, und viele

Schweizer Leichtathletik-Stars sind mit dabei.

Talent-Plattform

Viele der Leichtathletik-Profis, welche die Schweiz an Weltund

Europameisterschaften vertreten, haben ihre ersten

Medaillen im Rahmen des UBS Kids Cup geholt. Es wurde

also schon so manches Talent hier entdeckt. Wer sich gerne

sportlich betätigt, sollte deshalb die Chance packen und

einfach mitmachen. ++

UBS Kids Cup auf einen Blick

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am UBS Kids Cup

messen sich in drei Disziplinen: Weitsprung,

Ballweitwurf und 60-m-Sprint. Die Besten der lokalen

Ausscheidungen qualifizieren sich für den Kantonalfinal,

und von dort aus gilt es, den Sprung in den Final

zu schaffen. Dieser findet im Letzigrund statt, im

Beisein vieler prominenter Sportler und vor einer

grossen Zuschauerkulisse. Weitere Informationen

sowie Anmeldung unter www.ubs-kidscup.ch.

10-2016 | FamilienSpick 79


Sport aus

Spass

Mit

Text: Eva Hediger

bekannten Botschaftern vermittelt

Fitness for Kids Schulkindern in der

ganzen Schweiz: Gesunde Ernährung

und Bewegung können Spass machen –

und sind lebenswichtig.

Wie in vielen anderen Ländern haben sich auch in der

Schweiz Übergewicht und Adipositas zu einer immer

stärker verbreiteten Volkskrankheit entwickelt. Mittlerweile

sind rund 41 Prozent der erwachsenen Bevölkerung

übergewichtig, davon ist jede zehnte Person adipös. Bei

den Kindern wiegt rund jedes Fünfte zu viel. «Die Hauptursache

ist eine Kombination aus ungesunder Ernährung

und zu wenig Bewegung», weiss Franziska Kläy. Sie ist

Projektleiterin bei Fitness for Kids. Der Verein wurde vor

über acht Jahren gegründet und wird durch Spenden und

Sponsoren finanziert. Sein Ziel? Kindern zwischen sechs

und zwölf Jahren das Bewusstsein für den eigenen Körper,

Spass an der Bewegung sowie die Grundlagen einer gesunden

Ernährung zu vermitteln.

1-5-1-8-Regel

Dafür werden Schulen in der ganzen Schweiz von den

Instruktoren besucht. «Diese haben als Tänzer und Choreografen

bereits mit DJ BoBo und Michael Jackson

zusammengearbeitet – und sind für die Kids kleine Stars»,

erzählt Kläy. Die Tage werden von den Lehrerinnen und

Lehrern oft in eine spezielle Themenwoche eingebaut. «So

werden unsere Themen noch weiter vertieft», so Kläy. Ihr

Team besucht die Klassen jeweils zwei Mal. «Vor Ort

werden die Kids von unseren Instruktoren von der ersten

Minute an motiviert. Sie wärmen sich auf und lernen dann

eine Choreografie, welche sie am Schluss als kleine Aufführung

zeigen.» Nach dem sportlichen Teil gibt es für die

Kinder ein Znüni. Anschliessen lernen die Mädchen und

80 FamilienSpick | 10-2016


++ Freizeit & Sport ++ Fitness for kids

Buben die 1-5-1-8-Regel von Fitness for Kids. Diese lautet:

Wir haben nur 1 Körper. 5 Portionen Gemüse und Früchte

pro Tag essen. 1 Stunde Sport treiben pro Tag. 8 Gläser

Wasser trinken. «Diese einfache Formel, verknüpft mit

entsprechenden Bewegungen, soll den Kindern helfen, sich

im Alltag daran zu erinnern», erklärt Kläy. Nach zwei

Monaten steht der zweite Besuch an. Dieses Mal werden

die Instruktoren von Botschaftern wie Hockeyspieler

Janick Steinmann oder Handballer Carlos Lima begleitet.

Auch die Ex-Miss Schweiz Anita Buri und Moderatorin

Fabienne Heyne unterstützen Fitness For Kids. Sie erzählen

den Kindern aus ihrem Leben und motivieren die

Schülerinnen und Schüler. Auch werden die Tagebücher

der Kinder ausgewertet, die sie seit dem ersten Besuch

geführt haben. Darin notierten sich die Kinder Gedanken

und Erfahrungen mit Ernährung, Bewegung und Trinken.

So soll ein Grundstein gelegt werden, damit sie sich auch in

Zukunft bewusst mit diesen Themen auseinandersetzen.

«Allerdings ist es schwierig, in dieser Zeit langjährige

Gewohnheiten zu durchbrechen. Hier sind wir auf die

Mitarbeit und Unterstützung der Schule und der Eltern

angewiesen. Allerdings haben wir auch schon einige Feedbacks

von Kids, welche durch unseren Besuche motiviert

waren, etwas in ihrem Leben zu ändern», so Kläy.

Nicht nur Sache der Kinder

«Früher waren es nur einzelne Kinder, heute sind doch

immer einige Kinder pro Klasse von Übergewicht und

Bewegungsarmut betroffen», weiss Kläy. Sie ist überzeugt,

dass Projekte wie Fitness for Kids immer wichtiger werden:

«Da das Angebot an ungesunden Lebensmitteln immer

grösser wird und die Lebensmittel für die Kinder auch

leicht erreichbar sind. Umso wichtiger ist es, dass Kinder

lernen, welche Lebensmittel gesund sind und dass sie stark

genug sind, selbst Entscheidungen zu treffen. Hinzu

kommt, dass wir den Kindern Freude an Bewegung

vermitteln wollen, denn wer sich gerne bewegt, bewegt sich

automatisch mehr.» Dem Verein ist klar, dass auch die

Eltern einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit ihrer Kinder

leisten: «Es ist sehr wichtig, dass die Eltern informiert

werden, da die meisten Kids noch nicht selber kochen und

einkaufen.» Deshalb wird vorab ein Brief verschickt mit

allen Informationen und die Kinder erhalten an den Tagen

ein Booklet, welches sich auch an die Eltern richtet. «Gerne

sind Eltern auch an den Events willkommen. Ab und an

werden wir auch direkt von Eltern kontaktiert, welche

Tipps von uns wünschen oder einfach neugierig sind, was

wir mit den Kids an den Events machen.» ++

10-2016 | FamilienSpick 81


++ Männer & Väter ++ Töggelikasten bauen

82 FamilienSpick | 10-2016


++ Männer & Väter ++ Töggelikasten bauen

Männer!

An die

Töggel!

10-2016 | FamilienSpick

83


++ Männer & Väter ++ Töggelikasten bauen

In der letzten Ausgabe haben sich drei

sichtbar überforderte Männer an ein

Bügel eisen gewagt. Dieses Mal heisst die

Herausforderung: Selbst einen Tischfussball

montieren – einen sogenannten «Töggelikasten»

oder «Tschüttelikasten».

Und ausgerechnet in diesen Urdomänen

der Männer – Fussball und Bausatz – waren

wir auf die Hilfe einer Frau angewiesen ...

Text: Stefan Millius

Bilder: Patrick Stämpfli

++

Die Fussball-Europameisterschaft steht vor der Tür.

Langsam heisst es: Bier kalt stellen, Grill auf Vordermann

bringen und der Gattin einen Wellness-Urlaub buchen. Bis

das TV-Gerät glühen kann, vergehen aber noch einige

Monate. Wir haben beschlossen, diese Zeit zu überbrücken,

indem wir selbst auf Torjagd gehen – mit Tischfussball.

Da unsere Redaktion bisher leider nicht über einen

entsprechenden Spielkasten verfügte, haben wir uns einen

angeschafft. Aber keinen fixfertigen, sondern einen

Bausatz aus Karton, der zuerst mal montiert werden muss.

Reduziertes Team

Geplant war, nach dem halbwegs erfolgreichen Bügel-

Experiment wieder das «Dreamteam» aus drei Männern

aus unserem Verlagshaus an den Start zu schicken. Leider

war Medienberater Meseret Fessehaye krankheitshalber

verhindert. Sein Kollege Patrick Marth und meine Wenigkeit

sahen nach dem Auspacken schnell, dass diese Aufgabe

in eine Materialschlacht münden würde. Wir suchten

deshalb nach einer dritten Bau-Kraft. In Ermangelung von

Männern – die Büros waren seltsamerweise plötzlich wie

leergefegt –, schnappten wir uns Eva Burkart-Martinez aus

dem Backoffice und überredeten sie mit sanftem Druck,

mitzuhelfen.

84 FamilienSpick | 10-2016

Töggelikasten: Der Film!

Auch dieses Mal war wieder die Kamera dabei, als sich unser

Männerteam (mit weiblicher Verstärkung) an eine schwierige

Aufgabe gewagt hat. Als Schulungsfilm für den Aufbau des

Tischfussballkastens ist das Ganze allerdings weniger geeignet …

Jetzt reinschauen unter www.swissfamily.ch/tischfussball


++ Männer & Väter ++ Töggelikasten bauen

Testurteil: Positiv

Unsere Bilanz des Karton-Tischfussballs «Kicker»

fällt positiv aus. Die Anleitung ist relativ narrensicher

und damit auch männersicher. Und besonders

wichtig: Das Ergebnis ist absolut bespielbar.

Natürlich gibt es bei einem Tischfussball aus Karton

gewisse Grenzen zu beachten. So darf man nach

einem dummen Eigentor nicht sinnlos auf den Tisch

schlagen, auch der sonst obligate Fusskick gegen ein

Tischbein nach einer verpassten Chance ist hier nicht

zu empfehlen. Aber alles in allem ist die Kartonvariante

erstaunlich standfest und erlaubt auch ein

etwas hektischeres Spielvergnügen. Aus der Sicht

unserer Redaktion also ein Produkt, das wir gut

empfehlen können. Mehr Informationen unter

www.kartoni.ch.

Theoretisch in 15 Minuten

Die Bilder zeigen, wie aus viel, sehr viel Karton ein fertiger

«Tschüttelikasten» wird. Im Zeitalter, in dem man sogar

seine Möbel selbst zusammenschraubt, ist ein Bausatz

dieser Art für viele Leute keine riesige Herausforderung,

Aber nicht zu unterschätzen: Es gibt vieles, was Feinarbeit

abverlangt, beispielsweise das Falten der Kartonspieler.

Doch mit etwas Geduld und innerer Ruhe lässt sich das

meistern. Zu dritt dauere der Aufbau 15 Minuten, wirbt

der Hersteller E-Motion Sport GmbH. Wir haben es

gemütlich angelassen und ein bisschen mehr Zeit in

Anspruch genommen. Auf der Webseite der Erfinder ist

übrigens sogar in einem Video zu sehen, wie es funktioniert.

Das aber haben wir leider erst nach getaner Arbeit

gemerkt … ++

10-2016 | FamilienSpick 85


++ Männer & Väter ++ Kinderkrimi-Autor

Kinderkrimis

aus dem hohen Norden

Der dänische Schriftsteller und Illustrator

Karsten Schifter Mogensen ist auch auf dem

deutschsprachigen Kinderbuchmarkt kein

Unbekannter. Einige seiner über 100 Bücher

wurden auf Deutsch übersetzt. Was dem

61-Jährigen gelingt: Spannende Krimis auf

kindergerechte Weise zu verfassen. Ein

Gespräch über einen Beruf, der gleichzeitig

eine Leidenschaft ist.

Interview: Stefan Millius

++

Karsten Schifter Mogensen, Sie waren nicht

immer Kinderbuchautor. Wie hat das seinen Anfang

genommen?

Ich bin als Lehrer ausgebildet und habe 34 Jahre in der

dänischen Volksschule gearbeitet. Meine Unterrichtsfächer

waren unter anderem Deutsch und Kunst.

Nebenbei habe ich als Schriftsteller und Illustrator

gearbeitet. Ich habe mehr als 100 Bücher geschrieben und/

oder illustriert. Der grösste Teil ist für Kinder. Seit zwei

Jahren arbeite ich ausschliesslich als Schriftsteller.

Angefangen habe ich eigentlich in den 80er-Jahren als

Illustrator. Ich zeichnete immer gern, habe jedoch keine

Ausbildung – abgesehen von der Kunstlehrerausbildung.

Ich habe zunächst Comicstrips und Cartoons gemacht

und für andere Schriftsteller illustriert, aber 1989 kam

mein erstes Buch mit eigenen Illustrationen «Ordsprog

om penge» (Sprichwörter über Geld) im dänischen Verlag

Chr. Erichsen auf den Markt. Das war ein Humorbuch für

Erwachsene.

Wie wurde aus dem Erwachsenen-Illustrator später der

Kinderbuchautor?

Zu Beginn der 90er-Jahre hatte ich eine Idee für ein

Kleinkinderbuch. 1993 kam mein Pixibuch «Aske bager

småkager» mit eigenem Text und eigenen Illustrationen

heraus. Das Buch wurde vom Carlsen Verlag in Dänemark,

Schweden, Finnland, Polen, Kanada und Deutschland

herausgegeben. Der deutsche Titel war «Jan will Kekse

backen». Von 1994 bis 2002 habe

ich unter anderem mehrere

Bücher für den Deutschunterricht

der dänischen Volksschule

geschrieben und illustriert. Als

meine Kinder zu lesen be gannen,

bekam ich Lust, Bücher

für Leseanfänger zu schreiben.

2002 kam mein erstes Buch

«Sigurd og en barsk bølle»

(Sigurd und ein rauer Rüpel) heraus, und 2003 erschienen

die zwei ersten Bücher über den freundlichen, aber sehr

untauglichen Privatdetektiv Orla. Die Serie besteht insgesamt

aus 10 Büchern.

Wie würden Sie Ihre Art, Geschichten für Kinder zu erzählen,

beschreiben? Was macht Ihre Bücher besonders?

Ich schreibe über das, was ich selbst spannend finde.

Meine Bücher gehen oft von meinen eigenen Erinnerungen

aus, sind aber gar nicht biografisch. Ich interessiere

86 FamilienSpick | 10-2016


++ Männer & Väter ++ kinderkrimi-Autor

mich auch für Musik und spiele selbst Bass in der Rockband

«No Dice». Das ist auch eine Quelle der Inspiration.

Einige von meinen Büchern sind auch inspiriert von

meinem Interesse für den Zweiten Weltkrieg. Die Orte, die

ich kenne, inspirieren mich oft, aber die Handlung siedle

ich ab und zu auch anderswo an. Humor ist auch wichtig

für mich und schleicht sich oft in die Bücher ein.

Worauf muss man als Kinderbuchautor besonders achten,

was ist wichtig und was sollte man vermeiden?

Oder anders gefragt: Was zeichnet gute Kinderbücher aus?

Die Sätze sollten nicht zu lang und schwierig sein. Deshalb

verwende ich viel Zeit für die Überarbeitung der Geschichte.

Ich versuche auch, die Hauptperson – oft ein Kind –

vielseitig zu machen, damit sich der Leser besser mit dieser

identifizieren kann. Man muss auch versuchen, schwere

Themen auf eine einfache Weise zu beschreiben.

Was planen Sie derzeit an Neuveröffentlichungen?

Im Frühjahr kommt ein neues Buch für Leseanfänger

heraus. Es handelt sich um eine Horrorgeschichte mit

dem Titel Uhyret er løs (Das Ungeheuer ist los) und wird

vom dänischen Verlag Cadeau herausgegeben. Es gibt

einige weitere fertige Manuskripte für Kinderbücher von

mir, bei denen noch unklar ist, wann sie erscheinen. Ich

schreibe auch ab und zu für Erwachsene. Unter anderem

habe ich zwei Krimis herausgegeben, und im Herbst

kommt auch eine Kurzgeschichte. Das ist natürlich auch

ein Krimi! Zudem besuche ich Schulen in Dänemark für

eine Vortragsreihe. Das macht immer viel Spass, meine

jungen Leser zu treffen. Ich versuche ausserdem, meine

Bücher über den Privat detektiv Orla an andere Länder zu

verkaufen. Vielleicht können Leseanfänger in den

deutschsprachigen Ländern eines Tages die Bücher über

den unbeholfenen Privat detektiv auf Deutsch lesen. Aber

schon heute können sie meinen Kinderkrimi «Schneesturm»

lesen … ++

Skandinavier sind weltweit als hervorragende Krimiautoren

bekannt. Woran könnte das liegen?

Eine schwierige Frage. Vielleicht spielt der lange, dunkle

und kalte Winter eine Rolle. Die besondere Natur und

Kultur des Nordens sind ja auch wichtige Elemente. Und

wohl auch die soziale Kritik, die oft zu spüren ist. In meinem

Kinderkrimi «Schneesturm» gibt es auch viele von diesen

Elementen.

Wie kamen Sie auf die Idee, das Krimi-Genre auch auf

Kinderbücher anzuwenden?

Ich bin selbst ein grosser Krimi-Fan. Håkan Nesser, Jo

Nesbø, Michael Katz Krefeld und andere skandinavische

Schriftsteller lese ich sehr gern. Und ich liebe den Prozess,

eine spannende und hoffentlich unterhaltsame Geschichte

für Kinder zu erzählen.

Sie sind auch Illustrator. Meistens stammen

Text und Illustrationen von verschiedenen Urhebern.

Was gefällt Ihnen daran, beides zu machen?

Ich zeichne nicht mehr so oft. Ich möchte lieber Geschichten

erzählen. Aber vielleicht kann man eine spezielle

Persönlichkeit kreieren, wenn man selbst sowohl Text als

Illustration macht. Das gilt jedenfalls für meinen Privatdetektiv

Orla (für die Lese Anfänger), finde ich. Da habe

ich zuerst die Figur gezeichnet und danach die erste

Geschichte geschrieben. Heute freue ich mich sehr darüber,

wenn tüchtige Illustratoren die Personen zeichnen, die ich

erfunden habe.

Kinderkrimi auf Deutsch

Karsten Schifter Mogensen (61), zweifacher Familienvater

aus dem dänischen Arhus, hat mehr als 100

Bücher als Schriftsteller und Illustrator veröffentlicht,

die meisten davon für Kinder. Sein Krimi

«Schneesturm» für die Altersgruppe 9 bis 13 ist

auf Deutsch als E-Book erhältlich. Der deutsche

Buch-Blog «Schlummerfrosch» schreibt: «Dass die

Skandinavier bekanntlich gute Krimis schreiben,

weiss jeder, der die Wallander-Krimis gelesen hat.

Karsten Mogensens Kinderkrimi «Schneesturm»

steht den schwedischen Autoren in nichts nach.

Spannung von der ersten bis zur letzten Zeile, ein

wirklich gelungener Kinderkrimi.»

10-2016 | FamilienSpick 87


++ Publireportage

Fotos: Alpenregion Bludenz Tourismus | Bernhard Huber, Dietmar Walser, walser-image.com

Eine «Bsundrige Zit»

im Vorarlberger Brandnertal

Von Blatt zu Blatt

Seit heute verstehe ich die Raupe Nimmersatt. Sie frass sich

von Blatt zu Blatt, zu Kirsche, zu Apfel und das so lange, bis

sie einer der Schmetterlinge geworden ist, die über diese

bunte Wiese tanzen, die hier vor uns liegt. Weshalb ich sie

verstehe? Diese Wiese riecht nicht nur gut, sie schmeckt auch

so. Auch das haben wir heute Nachmittag gelernt, als wir mit

Eva Wachter auf der Kräuterwanderung viele Blätter umgedreht,

sie zwischen den Fingern gerieben, daran gerochen

und auch das ein oder andere davon probiert haben.

Hier im Brandnertal gibt es viel zu entdecken und bei

der wöchentlich angebotenen Kräuterfamilienwanderung

hilft die diplomierte Kräuterpädagogin dabei. Täglich werden

andere Abenteuer und kleine Entdeckungsreisen angeboten:

von einer geführten Wanderung auf den Spuren von

Fuchs und Gams über einen Besuch in der Sennerei der Alpe

Rona bis hin zu einem Kletterkurs für Anfänger bietet das

Tal eine «bsundrige Zit» die für jeden Gast buchbar ist.

Und auch so wird der Sommer im Brandnertal zu wundervollen

Erinnerungen für grosse und kleine Entdecker, wenn

sie gemeinsam den Sonnenaufgang am Loischkopf beobachten,

nach einer Barfuss-Wanderung über Zapfen und

durch Matsch am Grillplatz Würstl mit Aussicht grillieren,

am Natursprünge-Weg spielerisch die Welt der Alpen entdecken

oder die weichen Nüstern eines Pferdes streicheln.

Auf kleinem Raum finden Familien ein vielfältiges Angebot.

Ungezählte Wandermöglichkeiten, der Naturbadesee

mitten im Dorf, der Waldseilgarten, mehrere Tennisplätze

und der 18-Loch Golfplatz werden noch durch den Bikepark

mit mutter- und kleinkindtauglicher Funsportstrecke

gekrönt.

88 FamilienSpick | 10-2016


Familien Forum

Brandnertal

++ Publireportage

14.–16. Oktober 2016

Der Eltern- und Familienkongress richtet sich speziell

an Eltern, Grosseltern, Familienangehörige und

pädagogisch Interessierte. Zu verschiedensten

Themen rund um die Familie werden neben André

Stern noch weitere hochkarätige Dozenten ihr Wissen

in Fachvorträgen und praktischen Workshops an die

Teilnehmer weitervermitteln. Das zweitägige Seminar

startet Freitagabend mit dem Fachvortrag «Ich ging

nie zur Schule - Leben und Lernen aus Begeisterung»

von André Stern .

Am Samstag werden die unterschiedlichsten Themen

in weiteren Vorträgen bearbeitet und vertieft bevor

am Sonntag verschiedenste Outdoor-Workshops

angeboten werden.

Weitere Informationen unter

www.familienforum-brandnertal.at

Die «Bsundrige Zit»

Programme

im Brandnertal

Gäste der Partnerhotels der «Bsundrigen Zit»-Erlebnisprogramme

dürfen gratis an den Tagesprogrammen teilnehmen,

lediglich ein kleiner Verpflegungsbeitrag fällt an.

Auch für alle andern Gäste gibt es spezielle Familientarife

und Vergünstigungen mit der Gästecard Brandnertal.

Weitere Informationen:

Brandnertal Tourismus

+43 5559 555

www.brandnertal.at

tourismus@brandnertal.at

+ + Kräuterfamilienwanderung

Brandnertal: Mit der ganzen

Familie auf Kräuterexpedition

+ + Alptag: Hmmm, Käääse!

Dem Senner auf der Spur

+ + Seilaction in Bürserberg

mit Abseilen:

Welche Knoten brauchen wir

beim Klettern?

+ + Expedition Wildnis Brand:

Wo sich Gams und Murmeltier

treffen

+ + Die Kraft des Wassers erleben:

Auf den Spuren des Wassers

im Brandnertal

+ + Klettern für Anfänger beim

Lünersee: Die erste Klettertour

im senkrechten Fels

+ + Abenteuer Sonnenaufgang

mit Bergfrühstück

in Bürserberg

10-2016 | FamilienSpick 89


++ Publireportage

«Bsundrige Zit» –

Partnerbetriebe im Brandnertal

Gäste unserer «Bsundrigen Zit» Partnerbetriebe dürfen kostenlos an den Erlebnisprogrammen teilnehmen.

Es wird lediglich ein kleiner Verpflegungsbeitrag fällig. Viele unserer Bsundrige Zit Partnerbetriebe sind

gleichzeitig family-friends Partner, bieten also spezielle Angebote für Familien.

Die folgenden Häuser sind Partner bei uns:

Landal Ferienpark Brandnertal

Direkt am Wandergebiet und am Bikepark Brandnertal

liegt der Ferienpark mit den gemütlichen Ferienwohnungen.

Erholsame Tage mit Aussicht in Bürserberg!

www.landal.at/brandnertal

brandnertal@landal.com

Tel.: +43 5552 62766

Sporthotel Beck

Das Familienhotel hat nicht nur den direkten Zugang zum

Alvierbad, sondern auch eine eigene Haflingerzucht mit

Reitmöglichkeiten für alle Pferdebegeisterten.

www.sporthotel-beck.at

info@sporthotel-beck.at

Tel.: +43 5559 306

fam-Hotels Brand

Die Familienhotels Lagant und Scesaplana haben alles, was

man für die Familienferien braucht: viel Platz, ein buntes

Programm für die kleineren und größeren Kinder und spezielle

Serviceangebote.

www.fam-hotels.com

lagant@s-hotels.com

Tel.: +43 5559 285

Naturhotel Taleu****

«In natürlicher Umgebung, unter sympathischen Menschen

wird Wohlfühlen plötzlich ganz einfach!» Die Natur

rund ums Haus und auf dem Teller gepaart mit herzlicher

Gastfreundschaft bietet das gemütliche Naturhotel.

www.taleu.at

hotel@taleu.at

Tel.: +43 800 400968

90 FamilienSpick | 10-2016


++ Publireportage

Valavier Aktivresort****

Moderne Zimmer, eine hervorragende Küche und traditionelle

Werte gepaart mit herzlicher Gastfreundschaft

vereint das Valavier Aktivresort. Herrliche Aussicht inklusive.

www.valavier.at

servus@valavier.at

Tel.: +43 5559 217

Biotel Bertel Wohlfühlappartements

Wohlfühlen in den baubiologisch ausgezeichneten Appartements

des Biotel. Ein kleiner Wellnessbereich vervollständigt

das Wohlfühl-Angebot.

www.biotel.at

info@biotel.at

Tel.: +43 5559 24632

FERIENWOHNUNGEN UND PENSIONEN:

Hotel Walliserhof****

Das Designhotel zum Wohlfühlen. Moderne Architektur

in der Bergwelt des Brandnertal und kulinarische Kreativität

auf dem Teller am Abend.

www.walliserhof.at

office@walliserhof.at

Tel.: +43 5559 241

Hämmerle Appartements

Loslassen, den Alltag vergessen und sich mit der Familie so

richtig erholen können. Genügend Platz für die ganze Familie

finden Sie in liebevoll eingerichteten Ferienwohnungen.

www.haemmerle.brand.at

info@haemmerle-brand.at

Tel.: +43 5559 213

Üser Schlössle

www.schloessle.info

michaela.domig@aon.at

Tel.: +43 5559 466

Penison Bergkristall /

Haus Alvier

www.bergkristall.cc

info@bergkristall.cc

Tel.: +43 5559 311

Appartements Lenzikopf

www.lenzikopf.at

lenzikopf@vol.at

Tel.: +43 5559 402

Bergzauber Appartments

www.bergzauber.at

bergzauber@vol.at

Tel.: +43 650 2331099

Allegra Wohlfühlappartements

www.allegra-brand.at

info@haemmerle-brand.at

Tel. +43 5559 213

Birkenhof

www.birkenhof-brand.at

birkenhof.brand@cable.vol.at

Tel.: +43 650 3041403

Haus Tuklar

www.tuklar.com

info@tuklar.com

Tel.: +43 5559 303

Pferdehof Alpenrose

www.alpenrosebrand.at

alpenrosebrand@aon.at

Tel.: +43 5559 291

Pension Alpstein

www.alpstein.at

alpstein.brand@gmx.at

Tel.: +43 5559 256

WEITERE PARTNERHOTELS:

Hotel Sarotla****

www.sarotla.at

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Tel.: +43 5559 248

Hotel Dunza***

www.hotel-dunza-brandnertal.at

info@hotel-dunza-brandnertal.at

Tel.: +43 5552 65308

Hotel Garni Brigitte**

www.haus-brigitte.at

office@haus-brigitte.at

Tel.: +43 5552 62886

10-2016 | FamilienSpick 91


++ Freizeittipps

Tiere beobachten

Auf dem Niederhorn bei Beatenberg lassen sich Tiere in

freier Laufbahn beobachten. Auf der Wanderung einen

Steinbock in Aktion erleben: Das ist faszinierend für die

ganze Familie. Murmeltiere, Steinadler oder Gämsen können

mit ein bisschen Glück ebenfalls auftauchen. Es gibt

auch geführte Touren mit einem Wildhüter. Es empfiehlt

sich, schon am Vorabend anzureisen, den Sonnenuntergang

zu geniessen, im Berghaus Niederhorn zu übernachten

– und dann frühmorgens bereit sein, wenn die Chancen

auf eine tolle Sichtung besonders gross sind. www.

niederhorn.ch

Spass auf dem

Klettersteig

Von Kindern

designt

Der Alpina XIMO Helm wurde in Zusammenarbeit

mit Kindergärtlern designt. Schliesslich

wissen die Kleinen am besten, was ihnen gefällt.

Doch nicht nur das Design überzeugt, sondern

auch der Schutz, der für Eltern an erster Stelle

steht. Für Sichtbarkeit sorgen reflektierende Aufkleber

auf der Helmoberfläche. Durch seine flache Bauart am Hinterkopf eignet

er sich auch bestens für Kindersitze und -anhänger.

Passend dazu gibts von ALPINA eine coole Sonnenbrille. Durch ihren extrem

biegsamen Rahmen ist sie enorm stabil und verzeiht auch mal einen weniger

zimperlichen Umgang mit dem Material. Ausgestattet mit hochwertigen

ALPINA Ceramic Scheiben bietet sie perfekten Schutz für die jungen,

empfindlichen Augen (3–6 Jahre).

Der XIMO Helm ist zu einem Preis von CHF 59.90 erhältlich.

Preis der Brille CHF 34.90

www.alpina-sports.com

Gewinne einen Velohelm

www.swissfamily.ch/Alpina

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Den Sauriern

auf der Spur

Gefahrlos einem Tyrannosaurus Rex gegenüberstehen: Das

kann man im Préhistor-Parc im jurassischen Réclère. Der

Spaziergang von rund zwei Kilometern führt durch einen

dichten Wald, vorbei an naturgetreu gefertigten Nachbildungen

von Dinosauriern. Insgesamt warten 45 dieser Riesen

auf die Familien, die sich hier einen wohligen Schauer

über den Rücken jagen lassen können. Ein Beobachtungsturm

und eine Hängebrücke sind weitere Attraktionen.

www.juratourisme.ch

Von Adelboden hinauf auf die Engstligenalp liegen eigentlich «nur» 560

Meter Höhendifferenz. Allerdings gilt es, auf diesem Weg eine steile Felswand

zu erklimmen. Der Klettersteig «Chäligang» ist ein Spass für alle, die

sich an eine solche Herausforderung wagen. Natürlich ist man für dieses

Abenteuer angeseilt. Deshalb ist die Klettertour ein Spass für die ganze

Familie. Die Natur, die sich den Besuchern präsentiert, ist allein schon eine

Reise wert. www.engstligenalp.ch

92 FamilienSpick | 10-2016


++ Freizeittipps

UNTERWEGS

mit dem

Solarbob!

Stoos:

Kinder

fahren gratis!

In Langenbruck (BL) warten ein Solarbob- und Seilpark

auf Familien. Von einem zentralen Einsteigeturm aus

startet man alle Parcours des Seilparks. Die Solarbob-

Bahn wiederum ist europaweit die einzige mit e inem

540-Grad-Kreisel. In den Bobs sitzt man allein oder zu

zweit, wird automatisch bergauf gezogen und kann dann

direkt die Schussfahrt beginnen. Die Geschwindigkeit

ist frei wählbar auf den über tausend aufregenden Metern.

Www.deinkick.ch

Kinder bis 15 Jahre fahren in der Sommersaison gratis mit allen Stoos-Bergbahnen.

Die Kleinen toben sich nach der Wanderung beim Kinderwas serspiel neben

dem Stoos-Seeli noch mal richtig aus. Das Stauen von Wasserläufen sowie

das Planschen, «Suddlä» und «Sändälä» mit dem Wasser lässt viele Kinder die

Zeit vergessen und beschert den Eltern eine ruhige Zeit zum Geniessen. Direkt

beim See startet der Moorerlebnisweg und es gibt Picknickplätze und Feuerstellen.

Weiter bietet der Stoos kleine Kinderspielplätze, einen Geissli-Streichelzoo

und jede Menge Platz, um die Natur und Bergwelt zu entdecken. www.morschach-stoos.ch

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Gemütlich

mit dem Kanu

Auf dem Hallwilersee kann man eine Kanufahrt erleben. Bei diesem Erlebnis für

die ganze Familie gleitet man sanft übers Wasser, geniesst die Sonne und die

Wellen und das schöne Panorama – und nach der Seeüberquerung lässt sich bei

einem kleinen Delta wunderbar grillieren. Verschiedene Spezialprogramme wie

die Vollmondfahrt oder Gruppentouren ergänzen das Angebot.

www.momo-erlebnisse.ch/kanu

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Mit der Bahn

durch die

Miniatur-Schweiz

Im «Swiss Vapeur Parc» in Le Bouveret am Genfersee

hält ein 17’000 Quadratmeter grosses Gelände viele

Schätze für Familien bereit. Auf zauberhaften Eisenbahnen

fährt man durch eine Miniatur-Schweiz. Hier warten

Landschaften, bekannte Orte und Kulturschätze aus

unserem Land: Kirchen, Brücken, Tunnel und vieles

mehr. www.swissvapeur.ch/de

10-2016 | FamilienSpick 93


++ Humor

«Wozu brauchst du

denn eigentlich diese

vielen Tiere?» «Falls

Einbrecher kommen.

Die Eule sieht sie, die

weckt den Papagei,

und der sagt dem

Hund, daSS er bellen

und den Dieb

verjagen soll.»

«Sind sie noch VERLOBT?»

«Nein, schon seit 2 Monaten

nicht mehr.» «Das freut mich

aber für sie. Ihre Braut war ja ein

hässlicher Besen. Wie sind sie

sie denn losgeworden?»

«Ich habe sie GEHEIRATET!»

Eine Ehefrau packt die

Reise tasche ihres Mannes, der

heute auf Dienstreise geht.

Ihrem kleinen Sohn erklärt sie

dabei Schritt für Schritt:

«Siehst du, ein Wurstbrot,

damit Papa uns nicht verhungert

und eine Flasche Bier,

damit er uns nicht verdurstet

…» Plötzlich springt der

kleine Sohn auf, rennt ins

Badezimmer und kommt mit

einer Parfüm-Flasche zurück.

Die drückt er seiner verdutzten

Mutter in die Hand und sagt:

«Und das hier, damit er uns

nicht verduftet!»

Kennst du den Unterschied

zwischen Erziehung

früher und heute?

Es gibt keinen. Stets hält

sie die nachfolgende

Generation für falsch.

Die hübsche Schülerin

zum Lehrer: «Glauben

Sie mir, ich würde

w irklich alles tun, um die

Klasse zu bestehen!»

Der Lehrer hakt nach:

«Wirklich alles?»

Sie beugt sich zu ihm und

haucht: «Ja, alles!»

Lehrer: «Würdest du auch

lernen?»

++++++++++++++++++++++++ ++++++++++++++++++++++++

++++++++++++++++++++++++

++++++++++++++++++++++++

Ein Elefant kommt zu einem

Kamel: «Warum ist dein Busen auf dem

Rücken?» Kamel: «Dumme Frage von

jemandem, dessen Schwanz im

Gesicht hängt!»

Die Lehrerin

sagt: «Wer

mir einen

Satz bildet, in

dem Samen

und säen

vorkommt,

der darf

sofort nach

Hause

gehen.»

Paul meldet

sich: «Guten

Tag zusamen.

Morgen säen

wir uns

wieder.»

Interessiert erkundigt sich

der Vater: «Na, Bub, wie

wars heute im Chemieunterricht?»

«Gar nicht

langweilig», erzählt der

Junge, «in Chemie haben

wir heute gelernt, wie man

Sprengstoff herstellt!»

«Und was habt ihr morgen

in der Schule?»

«Welche Schule?»

++++++++++++++++++++++++

Martin betet: «Lieber Gott,

Du kannst ja alles, darum

mache Rom zur Hauptstadt

von Frankreich, denn das

habe ich heute in meiner

Erdkundearbeit geschrieben.»

++++++++++++++++++++++++

«Wenn du es schaffst, in die

nächste Klasse zu kommen,

machen wir eine schöne Reise

miteinander», verspricht der

Vater. Kevin freut sich, meint

aber: «Nun ja, Papa, aber zu

Hause ist es doch auch ganz

schön.»

++++++++++++++++++++++++

Der Lehrer fragt die Schüler:

«Wer kann mir ein Beispiel

dafür nennen, dass Ehrlichkeit

am längsten währt?»

«Ich, Herr Lehrer», antwortet

Max. «Wenn ich die

rechenaufgaben abschreibe,

bin ich schnell fertig, wenn

ich sie allein mache, dauert

es viel länger.»

Zwei Hühner stehen

vor dem Schaufenster

eines Kaufhauses

und bewundern die

dort ausgestellten

Eierbecher. Sagt das

eine Huhn: «Was für

schöne Kinderwagen

die haben!»

++++++++++++++++++++++++

Nach einem Streit spricht das

Ehepaar tagelang nicht mehr

miteinander. Abends findet sie in der

Küche einen Zettel: «Morgen um

7.00 Uhr wecken!» Am nächsten Tag

wird er um 10 Uhr wach und findet

einen Zettel: «7.00 Uhr – Aufstehen!»

++++++++++++++++++++++++

Gehen zwei Zahnstocher im

Wald spazieren. Plötzlich

läuft ein Igel an ihnen

vorbei. Da sagt der eine

Zahnstocher zum anderen:

«Sag mal, wusstest du, dass

hier ein Bus fährt?»

Kurz und gut!

Der Beste witz

aus dem

Lang und lustig!

Vier Maurer

brauchen

acht Stunden,

um eine Mauer

zu bauen.

Wie viele

Stunden brauchen dann zwei

Maurer?

Klarer Fall: Gar keine – die Mauer

steht ja schon!

www.spick.ch

das Schülermagazin

94 FamilienSpick | 10-2016


Impressum

++ Impressum

Verlag

KünzlerBachmann Verlag AG

Zürcherstrasse 601, Postfach 345

CH-9015 St. Gallen, Tel. +41 (0)71 314 04 44

www.familienspick.ch, www.swissfamily.ch

Herausgeber

Max Künzler

Redaktion

Chefredaktion: Stefan Millius

redaktion@familienspick.ch

Redaktion: Marcel Baumgartner, Christina Bösiger,

Eva Hediger, Patrick Stämpfli

Autoren in dieser Ausgabe:

Nathalie Schoch, Adrian Zeller

Verlagsleitung

Olaf Aperdannier, Tel. +41 (0)71 314 04 79

o.aperdannier@kueba.ch

Verkauf

Messi Fessehaye, Tel. +41 (0)71 314 04 81

m.fessehaye@kueba.ch

Patrick Marth, Tel. +41 (0)71 314 04 94

p.marth@kueba.ch

Vintage

Family

In «Vintage Family» zeigen wir alte Aufnahmen aus

dem Familienleben rund um den Globus.

Abo-Service

Tel. +41 (0)71 314 04 83

abo@familienspick.ch

Einzel-Exemplar: CHF 8.50

Abonnement: 6 Ausgaben CHF 51.–

Backoffice

Sarah Diel, Tel. +41 (0)71 314 04 87

s.diel@kueba.ch

Marketing / Kooperation

Roger Hartmann, Tel. +41 (0)71 314 04 85

r.hartmann@kueba.ch

Grafisches Konzept & Layout

Heussercrea AG, St. Gallen

Tel. +41 (0)71 282 42 52

Ausrüstung & Versand

Brülisauer Buchbinderei AG

Bildnachweise

Titelbild: Bodo Rüedi

Agenturbilder: 123rf.com, Shutterstock

Kooperation

Der FamilienSPICK erscheint in der deutschen Schweiz

in Kooperation mit www.swissfamily.ch.

«Und bitte lächeln, Tante Augusta soll sehen,

wie gerne wir ein Foto für sie machen!»

Copyright

Nachdruck und elektronische Wiedergabe nur

mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

ISSN 2296-9861

10-2016 | FamilienSpick 95


++ Satire

Frage:

Meine Nachbarn wollen ihre Kinder, fünf und acht Jahre alt, zu

einer Demonstration mitnehmen. Wir finden das nicht richtig, denn

die Kleinen können ja nicht selbst entscheiden, ob sie das wollen

und werden instrumentalisiert. Was sagen Sie?»

++

Ich würde, wie fast immer, differenzieren. Geht es um die

klassische 1.Mai-Demo, bei der einige Alt-Linke, Berufsgewerkschafter

und ansonsten vor allem spontan in der

Mittagspause aufgegabelte Kurden durch die Strassen

ziehen und «Internationale! Solidarität!» skandieren? Das

ist eher harmlos. Die Kinder denken vermutlich angesichts

der roten Fahnen und der vielen Männer mit Schnauz eher

an Fasnacht als an Politik. Abraten würde ich davon nur in

den Gegenden, in denen der berüchtigte «Schwarze Block»

gegen polizeiliche Wasserwerfer anrennt. Selbst wenn die

Kinder eigentlich ein Bad nötig hätten.

Ebenfalls unproblematisch ist eine Demonstration von

besorgten Anwohnern zugunsten einer Tempo-30-Zone

oder Ähnliches. Solche Dinge arten meist eher in ein

Quartierfest als in eine brutale Strassenschlacht aus. Bei

den jüngst in Mode gekommenen abendländisch ge prägten

Kundgebungen wie Pegida und Co. ist hingegen Zurückhaltung

angezeigt. Wenn man den Kindern unbedingt zeigen

will, wie geifernde Wutredner einen frustrierten Mob

aufheizen wollen, kann man sie ja auch zu Hause gemütlich

vor den TV setzen und ihnen eine Dokumentation über den

2. Weltkrieg zeigen.

Aber ja, ich verstehe Ihre Haltung. Wenn körnlipickende

Mamis ihre Babys im Tragetuch schwenken und gegen

AKW anbrüllen, denke ich mir auch stets: Engagement in

Ehren, aber das Kind möchte sich vielleicht später nicht in

diesem Zusammenhang in veröffentlichten Fotos wiederfinden.

Klar: Die Beeinflussung mit dem, was wir als Eltern

für richtig und falsch halten, findet sowieso statt – in den

eigenen vier Wänden. Aber die Zahlen der Demo-

Teilnehmer für die Medien künstlich hochtreiben, indem

man die Zwillinge vom Unterricht befreit und mitnimmt,

obwohl sie keinen Schimmer haben, um was es überhaupt

geht: Nein. ++

96 FamilienSpick | 10-2016


Tierische

Angebote.

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profitieren Sie von bis zu 30% Ermässigung auf die Hin- und Rückfahrt

sowie den Eintritt in einen Schweizer Zoo oder Tierpark.

Zoo Zürich.

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Erleben Sie den Zoo im Sommer: Wasser und Sand erfrischen

die Elefanten im Kaeng Krachan Elefantenpark, gefrorene

Futterklötze bringen bei den Totenkopfäffchen und Brillenbären

Abkühlung und die Chamäleons geniessen das warme Wetter.

Zoo Basel.

Ganz nah beim Tier.

Beobachten Sie die Kurzohr-Rüsselspringer oder Schneeleoparden

auf ihrem Felsen. Die Gehegelandschaften mit den

Panzernashörnen und Zwergottern bieten einen Einblick in

die Tierwelt Asiens.

Tierpark Bern.

Mehr Platz für weniger Tiere.

Beobachten Sie den «Unterwasser-Flug» der Papageitaucher,

spüren Sie jagende und grabende Bären im BärenWald auf

oder sehen Sie den vorwitzigen Affen und den Wölfen mitten

in Bern zu.

Natur- und Tierpark Goldau.

Tierische Entdeckungen.

Erleben Sie hautnahen Kontakt zu Tieren. In der grossen

Freilaufzone lassen sich Mufflons und Sikahirschen füttern und

streicheln. Auch Wildkatzen, Rotfüchse oder Bartgeier können

Sie ganz nah beobachten.

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