ITEBO ganz nah Ausgabe 2016 03

ITEBO.UG

Ausgabe 3 | 2016

ANWENDERFORUM myIPAV HR

HINWEIS

SEMINAR

26.01.2017, Braunschweig

ITeBAU-FORUM

?

26./27.04.2017, Dinklage

TITELTHEMA:

IT IST DAS RÜCKGRAT

MODERNER KOMMUNALVERWALTUNG

PORTFOLIO:

IP-TELEFONIE

UNSER TEAM:

AUSBILDUNG BEI DER ITEBO-UNTERNEHMENSGRUPPE –

LAURA HUMMEL


© fotolia.com/Rawpixel

Impressum

ITEBO ganz nah

Das Magazin der ITEBO-Unternehmensgruppe

Herausgeber

ITEBO GmbH

Dielingerstraße 39/40

49074 Osnabrück

Tel.: 0541 9631-0

info@itebo.de · www.itebo.de

Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 5 Telemediengesetz (TMG): Bernd Landgraf

Redaktion

ITEBO-Unternehmensgruppe

Konzeption, Layout

b2 Werbeagentur, Braunschweig

Text

Kathrin Sieber, Andreas Wenk, ITEBO-Unternehmensgruppe

Titelbild

fotolia.com/Blickfang/acid2728k, Sonstige siehe jeweiliger Hinweis

Druck

Individual.Druck, Osnabrück

Erscheinungsweise/Auflage

3x jährlich, 2.500 Exemplare


INHALTSVERZEICHNIS

4–5

6–7

8–9

10–11

12–13

14–15

16–19

20 – 21

22

23

AUF EIN WORT – BERND LANDGRAF

DER ERFOLG HAT VIELE VÄTER

VON HAUS AUS

IT-SICHERHEIT FÜR KOMMUNEN

UNSER TEAM

AUSBILDUNG BEI DER ITEBO-UNTERNEHMENS-

GRUPPE – LAURA HUMMEL

ALL ABOUT IT

AUTOMATISIERUNG IM STANDESAMT

ALL ABOUT IT

WENN DIE IT AUF HALBMAST HÄNGT

PORTFOLIO

IP-TELEFONIE

TITELTHEMA: BRAUNSCHWEIG & ITEBO

IT IST DAS RÜCKGRAT MODERNER

KOMMUNALVERWALTUNG

AKTUELLES

AUSBLICK 2017

KOOPERATIONEN

NEUE WEGE MIT VOIS

IM FOKUS

IT SICHERHEIT

3


AUF EIN WORT

AUF EIN WORT – BERND LANDGRAF

DER ERFOLG HAT VIELE VÄTER

Selbstbeweihräucherung passt eigentlich nicht zu

einem Unternehmen, welches sich im Eigentum

öffentlicher Gesellschafter befindet. Als ITEBO-

Unternehmensgruppe blicken wir am Ende eines

sehr intensiven und arbeitsreichen Jahres trotzdem

mit etwas Stolz auf die zu Ende gehenden zwölf

Monate zurück.

Nach dem 15-jährigen Firmenjubiläum 2015 hat sich

in diesem Jahr die Stadt Braunschweig entschlossen,

als Anteilseigner bei der ITEBO einzusteigen. Dass damit

die zweitgrößte Stadt Niedersachsens

neu im Boot sitzt,

ist für sich schon eine gute

Nachricht. Wichtiger erscheinen

aber die Hintergründe: Als

die ITEBO die KOSYNUS im

Jahr 2012 übernahm, hatte die Stadt Braunschweig

mit anderen Kommunen ihre Datenzentrale verkauft,

weil eine Zukunftsperspektive fehlte.

STADT BRAUNSCHWEIG &

ITEBO – EIN STARKES TEAM

Daraus wurde die neue ITEBO-Tochter ITEBS und

eine neue Qualität der Zusammenarbeit. „Vertrauen

ist der Anfang von allem“, lautete 1995 ein Werbespot

der Deutschen Bank – der Rest ist Geschichte.

Und deshalb freuen wir uns umso mehr darüber, dass

sich Braunschweig entschieden hat, Gesellschafter der

ITEBO-Unternehmensgruppe zu werden und damit

die Partnerschaft zu verfestigen.

Dabei denke ich auch an einen weiteren, schon

mehr als zehn Jahre zurückliegenden Werbeslogan

der Deutschen Bank mit der

Tennis-Legende Boris Becker.

Dieser lautete: „Es ist ein gutes

Gefühl, wenn aus Leistung

Erfolg wird.“ Genau das erfüllt

uns mit Stolz. Bekanntermaßen

hat man Erfolg in der IT nur gemeinsam und es

gibt deshalb immer viele „Väter“.

Es ist und bleibt eine große Teamleistung, wenn wir

jetzt die Stadt Braunschweig mit an Bord haben.

4


© ITEBO GmbH/Philip Loeper

Ausschlaggebend dafür waren nicht zuletzt gute

Erfahrungen aufseiten der Stadt, die auf dem Knowhow

und dem Engagement aller Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der ITEBO basieren. Allen gebührt

deshalb unser Dank, den Mitarbeitern in der Verwaltung

und den Entscheidern der Stadt Braunschweig

sowie den Mitgliedern unseres Aufsichtsrats. Zugleich

bekräftigt dies unseren Anspruch, das in uns gesetzte

Vertrauen auch in Zukunft täglich neu zu rechtfertigen

und zu vertiefen.

Daran werden wir auch im kommenden Jahr gemeinsam

mit ganzer Kraft arbeiten: Wir wollen für jeden

einzelnen Anwender gute Services rund um die Uhr

und jeden Tag im Jahr liefern und damit zufriedene

Kunden der ITEBO-Unternehmensgruppe haben.

Die Adventszeit und der bevorstehende Jahreswechsel

sind immer auch ein Anlass, über den Tellerrand

der IT-Welt hinaus zu schauen. Ich freue mich ganz

besonders, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter traditionell zu Weihnachten wieder gemeinnützig

engagieren. Wie in Vorjahren erfüllen sie

„Kinderwünsche“ im Rahmen einer Aktion der Bürgerstiftung

Osnabrück. Die ITEBO unterstützt dieses

tolle Projekt ebenfalls mit einer Spende und auch der

Standort Braunschweig spendet regional.

Gestatten Sie mir zum Abschluss eine persönliche

Bitte: Arbeiten wir gemeinsam daran, auch 2017

nicht nur die IT-Welt ein bisschen besser zu machen.

Ihnen allen ein fröhliches Weihnachtsfest und kommen

Sie gut ins neue Jahr.

Ihr

Bernd Landgraf

Bernd Landgraf, Geschäftsführer

der ITEBO-Unternehmensgruppe

5


VON HAUS AUS

© ITEBO GmbH

KRITIS – IT-SICHERHEIT FÜR KOMMUNEN

ERFORDERT AUGENMASS

Der Hackerangriff auf den Bundestag im vergangenen

Jahr hat eine Schockwelle bei den IT-Verantwortlichen

in Bund, Ländern und Kommunen ausgelöst.

Dabei kam die Cyberattacke nicht unerwartet.

Bereits 2005 hat das Bundesministerium des Inneren

einen Nationalen Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen

(NPSI) verabschiedet.

Es folgte UP KRITIS, der Umsetzungsplan für kritische

Infrastruktur. Das Ziel: lebenswichtige Bereiche besser

gegen Internetkriminalität zu schützen und private

wie öffentliche Infrastrukturen gegen Netzattacken

abzuschotten.

TOTALE SICHERHEIT GIBT ES NICHT

Dabei sind sich alle Experten einig, dass es totale

Sicherheit nicht gibt. Doch Energieversorger, Wasserwerke

und Krankenhäuser bilden die Achillesferse

moderner Industriegesellschaften. Und die

Verwaltung? Einrichtungen des Bundes müssen den

IT-Grundschutz umsetzen und sich alle drei Jahre

einem Audit unterziehen.

Dafür existiert eine Sammlung von Sicherheitsmaßnahmen

des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik

(BSI), zusammengefasst in IT-Grundschutzkatalogen.

Das ist der „Goldstandard“, sagt

Kim Schoen, Experte für IT-Sicherheitsberatungen bei

der ITEBO.

Der IT-Planungsrat von Bund und Ländern hat Ähnliches

für die Länder verabschiedet. Für Kommunen

hat das Dokument bisher empfehlenden Charakter,

bei bestimmten Verfahren können sie jedoch auf

die Einhaltung solcher Anforderungen verpflichtet

werden. Dabei gilt es, verschiedenste kommunale

Bedingungen und Voraussetzungen zu berücksichtigen.

Das zu gewährleisten, ist Ziel einer kommunalen

Arbeitsgruppe zur Modernisierung des IT-Grundschutzes.

Hier sitzt Kim Schoen mit am Tisch.

Das Gremium besteht aus kommunalen Praktikern

und formuliert Grundschutzprofile zur Basisabsicherung

von Kommunen mit notwendigen und sinnvollen

Sicherheitsmaßnahmen für typische Aufgabenbereiche.

Margot Heimfarth von der SECURiON

Rheinland-Pfalz moderiert die Runde. Im Gespräch

mit „ITEBO ganz nah“ beschreibt sie die Aufgabe

so: „… mit Augenmaß möglichst effektive Sicherheitsstandards

festlegen, ohne die Kommunen zu

überfordern.“

In letzter Konsequenz geht es auch um Haftungsfragen.

Denn bei allzu sorglosem Umgang mit sensiblen

Daten könnte den verantwortlichen Bürgermeistern

oder Landräten Fahrlässigkeit oder gar grobe Fahrlässigkeit

unterstellt werden. Hier bietet das Einhalten

anerkannter Mindeststandards einen gewissen

Schutz.

6


Die ITEBO offeriert bereits heute ein abgestuftes

Programm in der IT-Sicherheitsberatung, von der

Bestandsaufnahme bis hin zur kompletten

Begleitung eines Audits nach

ISO 27001 auf der Basis des IT-Grundschutzes.

Kommunen, die ihre IT ausgelagert

haben und den Vollservice der

ITEBO nutzen, müssen sich darüber

laut Schoen kaum Gedanken machen.

DYNAMISCHE

ANFORDERUNGEN

Bedarf vor Ort die Computer befallener Einrichtungen

wieder auf Vordermann zu bringen.

Erst 2011 wurde ein Cyberabwehrzentrum

in Bonn ins Leben

gerufen, das lange ein Schattendasein

führte und nun mit neuen

Kompetenzen und Ressourcen

aufgewertet werden soll. All das zeigt, wie real die

Welt der Cyberangriffe inzwischen geworden ist.

UPDATES FÜR MEHR SICHERHEIT

Das Komplettpaket beinhaltet neben höchsten

Sicherheitsstandards ebenso alle sicherheitsrelevanten

Updates durch Administratoren und wird auch bei der

ITEBO-Unternehmensgruppe selbst umgesetzt. Das

ist besonders wichtig, weil der Gesetzgeber verlangt,

dass beispielsweise personenbezogene Daten

fortlaufend nach dem aktuellen Stand der Technik

abgesichert werden müssen. Für Schoen bedeutet

das im Klartext: „Die Anforderungen sind dynamisch,

mit einer einmaligen Sicherheitsbetrachtung ist es da

nicht getan.“

Voller Dynamik ist auch der Erfindungsreichtum der

Angreifer. Selbst die Bundeswehr baut jetzt im Eiltempo

Spezialeinheiten auf, um der wachsenden Bedrohung

Herr zu werden, und das Bundesinnenministerium

richtet beim BSI Computer Emergency Response

Teams ein, eine Art schneller Eingreiftruppe, um bei

Insider rechnen heute allein in Deutschland bereits

mit Schäden im zweistelligen Milliardenbereich pro

Jahr, Tendenz steigend.

Ihr Ansprechpartner: Kim Schoen,

Projektleiter Rechenzentrum/Datenschutz

© ITEBO GmbH/Philip Loeper

7


UNSER TEAM

© fotolia.com/Rawpixel

LAURA HUMMEL – VORSITZENDE DER JAV DER ITEBO

EIGENINITIATIVE UND SELBSTSTÄNDIGKEIT

Laura Hummel wirbelt durch das geschmackvolle

Ambiente des Burghotels Vila Vital in Dinklage. Sie

kümmert sich um das Catering, sortiert Präsente für

die 70 anwesenden Kunden des ITEBO NSYS-Forums

und fotografiert. Eigentlich wollte sie Fotografin

werden, entdeckte dann aber ihre Liebe zum Kaufmännischen.

Seit einem Jahr ist sie eine der derzeit

zwölf Auszubildenden bei der ITEBO. Weitere sechs

kommen im August 2017 dazu.

„Die Begleitung von Veranstaltungen ist ein Teil

meiner Ausbildung. Wir durchlaufen viele Bereiche innerhalb

unseres Unternehmens und erhalten Verantwortung.

Hier zählt Eigeninitiative

und Selbstständigkeit“, berichtet die

21-Jährige begeistert.

Die Ausbildung bei der ITEBO folgt

festgelegten Schwerpunkten, einige

können die Auszubildenden selbst wählen. Laura

Hummel begann ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement

im Vertrieb. Der Umgang mit Kunden

ist für jeden Bereich eines Unternehmens wichtig. Der

Start war für Laura schwierig. Es war alles neu: die

Aufgaben, die Mitarbeiter, die Anforderungen. Doch

die Zeit der Unsicherheit blieb kurz. „Hier wird man

gut betreut. Es steht immer ein Ansprechpartner zur

Verfügung. Für jeden Beruf und jeden zu durchlaufenden

Bereich gibt es jeweils einen Ausbildungsbeauftragten.

BEWERBERZAHLEN

STEIGEN

Unterstützt wird man von allen Kollegen“, sagt Laura.

Anschließend lernte sie in der Abteilung Personalwesen

das gesamte Prozedere verschiedenster Bewerbungen.

Sogar an den Bewerbungsgesprächen potenzieller

Auszubildender durfte sie teilnehmen. Zwischendurch

unterstützte sie immer wieder im Empfang.

Dass alle Azubis gemeinsam Zeit verbringen, auch

standortübergreifend, ist dem Unternehmen wichtig.

So erleben alle Azubis der drei verschiedenen

Ausbildungsberufe den ersten Ausbildungstag bei der

ITEBO zusammen, lernen sich und das Unternehmen

kennen. Regelmäßiger Austausch in gemeinsamen

Projekten, wie zum Beispiel die Fahrt

zur CeBIT, ist verbunden mit Aufgaben,

deren Ergebnisse dann wiederum

vor allen präsentiert werden.

Die Ausbildungszeit ist eine Investition

in die Zukunft, die Azubis wollen gut und umfassend

aufgestellt sein und die Unternehmen benötigen

dringend Fachkräfte. „Unser Ziel ist es, unsere

Azubis zu übernehmen“, erklärt Irina Schuchardt,

Leiterin der Personalabteilung. „Damit sie bleiben,

tun wir eine ganze Menge, bieten besondere und

individuelle Ausbildungspläne. Vom Telefontraining,

Präsentations- und Kommunikationstraining bis zum

Business-Knigge. Auch alle Angebote, die den Mitarbeitern

des Unternehmens zur Verfügung stehen,

können die Azubis nutzen.“

8


© ITEBO GmbH

Auszubildende: Laura Hummel, derzeit: Servicebereich Personal

Laura möchte bis zum Ende ihrer Ausbildung 2018

noch ihre Kenntnisse im Bereich Marketing vertiefen,

die Personalservices für die Abrechnungsprozesse der

ITEBO-Kunden, das Vertragsmanagement und die

Buchhaltung kennenlernen. Auch ihren späteren Einsatzort

kann Laura mitbestimmen. „Im Laufe der Zeit

zeigen sich die Fähigkeiten und Stärken. Wir fördern

diese und versuchen, abhängig von der Stellenplanung,

Wünsche zu erfüllen.“ Irina Schuchardt weiß,

dass Freude und Kompetenz die Grundlagen einer

erfolgreichen beruflichen Karriere sind.

Kommunikation auf Augenhöhe, direktes Feedback

und ein vielseitiger Blick in die Bereiche des Unternehmens

stechen schon seit langem den Punkt Gehalt aus.

Laura ist Vorsitzende der JAV, dem Pendant eines Betriebsrats,

nur für Auszubildende und junge Beschäftigte.

Zu den erfolgreich umgesetzten Projekten gehören

zum Beispiel die Bezuschussung von Bücherkosten und

der regelmäßig stattfindende Azubi-Stammtisch.

„Ich kann hier etwas bewegen, sinnvoll mitgestalten.

Das Wichtigste für mich sind Lernen und Wohlfühlen.“

LEISTUNG & PERSÖNLICHKEIT ZÄHLT

Obwohl die Bewerberzahlen bei der ITEBO steigen,

sind geeignete Azubis rar. „Unsere Auswahlkriterien

sind klar: Topleistungen, aber vor allem suchen wir

Persönlichkeiten, junge motivierte Menschen mit

Potenzial und einem erkennbaren Anspruch.“

Neben den Ausbildungsplätzen bietet die ITEBO ab

August 2017 als Partnerunternehmen verschiedener

Universitäten die Möglichkeit für drei verschiedene duale

Studiengänge an. Allen interessierten Azubis oder

jungen Mitarbeitern steht ein Weg in ein berufsbegleitendes

Studium offen. „Wir unterstützen das mit der

Übernahme von Studiengebühren, der Freistellung zu

den Präsenszeiten und betreuten Abschlussarbeiten.“

Azubis wollen ein gutes Betriebsklima, einen familiären

Umgang. Sie wollen Verantwortung und ernst

genommen werden.

DIE MÖGLICHKEITEN BEI DER

ITEBO-UNTERNEHMENSGRUPPE

AUSBILDUNG:

• Fachinformatiker Systemintegration (m/w)

• Kaufmann für Büromanagement (m/w)

• Informatikkaufmann (m/w)

DUALE STUDIENGÄNGE:

• Technische Informatik (B. Sc.) mit Berufsausbildung

zum Fachinformatiker Systemintegration

(m/w)

• Wirtschaftsinformatik (B. Sc.) mit Berufsaus

bildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

(m/w)

• Betriebswirtschaftslehre (B. A.) mit Berufsausbildung

zum IT-Systemkaufmann (m/w)

9


ALL ABOUT IT

© fotolia.com/afitz/fake2

AUTOMATISIERUNG IM STANDESAMT

ITEBO ERLEICHTERT STANDESBEAMTEN MIT

AUTISTA DAS HOCHKOMPLEXE GESCHÄFT.

Erinnern Sie sich noch an die 5 ¼ Zoll-Floppy-Disc,

diese magnetisierte Scheibenfolie in einer flexiblen

Plastikhülle? Das PC-Speichermedium ist mit 40 Jahren

längst auf dem Friedhof der Computergeschichte

gelandet. Sascha Portjanow, Supportmitarbeiter bei

der ITEBO, beschäftigt sich dagegen mit Daten, die

auch in mehr als 100 Jahren noch blitzschnell und

gesichert verfügbar sein müssen.

So verlangt es das Personenstandsrechtsreformgesetz.

Danach werden solche Akten seit 2009 elektronisch

statt in Papierform geführt.

„Statt in einem papierenen Erst- und Zweitregister,

speichern die Einwohnermeldebehörden die Bürgerdaten

seither in Rechenzentren, quasi einer streng

zugangsbeschränkten Cloud“, so Portjanow.

Ob Geburt, Eheschließung oder Tod – die Beurkundung

findet am Terminal statt und die Daten werden, mit

einem Hashwert, also einer Art digitalem Wasserzeichen

versehen, in einem Rechenzentrum abgespeichert. Richtiger:

In zwei Rechenzentren, denn wie zu Papierzeiten

gilt Sicherheit nach wie vor als oberstes Gebot.

DOPPELT IST SICHERER

Statt an einem Ort lagert jede Akte, jede Urkunde

als Kopie an einem zweiten Ort. Für beide gelten

die gleichen Sicherheitsstandards. Das heißt, sie sind

geschützt vor Diebstahl (Zutritt), Brand- oder Wasserschäden

und trotzdem jederzeit verfügbar.

© fotolia/Benjamin Haas

10

Für Nicole Sewöster, seit 2003 Standesbeamtin in Osnabrück,

ein großer Vorteil. Sie traut Ehepartner und beurkundet

das quasi in einem Atemzug. Da sie und ihre

Kollegen viel mit Publikum arbeiten, ist ein reibungsloser

Ablauf essenziell. „Wir haben feste Sprechzeiten und

da habe ich keine Stunde Zeit, um auf Hilfe zu warten“,

berichtet sie und lobt zugleich Sascha Portjanow und

Kollegen, die ihr am Telefon sofort weiterhelfen, falls es

mal haken sollte. „Das ist alles eingespielt.“


„GRUNDSÄTZLICH

LÄSST SICH NICHTS

AUSSCHLIESSEN.“

Das elektronische Personenstandsregister hat

zugleich zu einer Harmonisierung der Daten geführt,

unabhängig davon, ob die Software AutiSta an eine

Datenbank oder ein Dokumentenmanagementsystem

angeschlossen ist. Mit dem xPersonenstand lassen

sich Daten anderer Behörden in Echtzeit übernehmen

oder weiterleiten. Sascha Portjanow vergleicht das

mit einer standardisierten Tabelle mit vordefinierten

Feldern. Damit

können alle

BLITZSCHNELL

VERFÜGBARE DATEN

angeschlossenen

Behörden die

zur Verfügung

gestellten Daten

problemlos verarbeiten, denn ob Geburtsdatum,

Konfession, Mutter oder Adresse, alle Felder und

Positionen im Datensatz sind überall gleichermaßen

standardisiert.

AUTISTA MACHTS MÖGLICH

Der Name AutiSta steht für „Automatisierung im

Standesamt“. Herausgeber ist der Verlag für Standesamtswesen

in Frankfurt, ein in vierter Generation geführtes

Familienunternehmen, das über Stammbücher

und Vorlagen für Urkunden zum einzig verbliebenen

Anbieter für deutsche Standesämter und ihre hoch

spezialisierte Standardsoftware avanciert ist.

Ihr Ansprechpartner: Sascha Portjanow, Servicebereich

Rechenzentrum, Applikations- und Systemmanagement

Geburt, Eheschließung und Tod sind zwar Anlässe,

um zum Standesamt zu gehen, aber so recht ist selbst

Kollegen in der Verwaltung nicht immer bewusst, was

Standesbeamten leisten und wie anspruchsvoll und

vielseitig ihr Tätigkeitsfeld ist. Nur allzu oft müssten

sie sich auf den Fluren den Spruch anhören: „Na,

heute schon jemanden verheiratet?“

Dabei sind manchmal komplexe Erbschaftsrecherchen

zu führen oder Versuche abzuwehren, mehrere Ehen

parallel zu führen. „Da gibt es nichts, was es nicht

gibt. Seit ich mit der Materie zu tun habe, weiß ich,

dass man grundsätzlich nichts ausschließen kann“,

weiß Portjanow zu berichten. Und genau dieses Missverständnis

schweißt Standesbeamte über die eigene

Dienststelle hinaus zusammen. „Kaum eine andere

Berufsgruppe im öffentlichen Dienst ist untereinander

so gut vernetzt.“

Diese Sonderstellung erscheint symptomatisch für das

gesamte Standesamtswesen zu sein. Wie Sacha Portjanow

berichtet, sind die Kolleginnen und Kollegen

auch in den Verwaltungen meist unter sich.

11


ALL ABOUT IT

© fotolia.com/psdesign1

WENN DIE IT AUF HALBMAST HÄNGT

Der IT-Betrieb in eigener Verwaltung ist für mittelgroße,

aber vor allem für kleine Kommunen wirtschaftlich

und organisatorisch zunehmend weder

sinnvoll noch möglich. Die Komplexität der zu erfüllenden

Aufgaben steigt, wie auch die Anforderungen

an Prozesseffizienz, Verfügbarkeit, Kundenservice

und IT-Sicherheit. Ressourcen für den alltäglichen Infrastrukturbetrieb

oder die Begleitung verwaltungsinterner

Veränderungsprozesse sind eher limitiert.

„Unsere IT ist gut aufgestellt, nur die Perspektive

stimmte nicht. Eine interne Kostenrechnung hat sehr

deutlich gezeigt, dass die Übergabe der gesamten

Infrastruktur in ein Rechenzentrum wirtschaftlich

und auch qualitativ sinnvoller wäre. Unter Berücksichtigung

aller Faktoren, also inklusive steigender

Personalkosten, ist der Betrieb in einem Rechenzentrum

bereits im ersten Jahr günstiger“, resümiert Dirk

Hesterberg.

Sachsenhagen stellte sich den Herausforderungen

mit einer konsequenten Lösung – der Auslagerung

der gesamten IT-Infrastruktur ins Rechenzentrum der

ITEBO-Unternehmensgruppe.

In Sachsenhagen, einer Samtgemeinde mit ca. 10.000

Einwohnern, betreut Dirk Hesterberg die IT-Infrastruktur

neben seiner Hauptaufgabe.

„Da ist es entweder möglich, sich

um die Administration, um Trojaner,

Datensicherung, Patches, die

Wartung der Peripheriegeräte in

den uns zugehörigen Schulen und

Kindergärten zu kümmern, oder die akuten Probleme

unserer Mitarbeiter zu beheben. Eine Vertretung für

Urlaub oder Krankheit gibt es nicht, Zeit für neue

Projekte schon gar nicht“, sagt der IT-Koordinator.

One man, mit einer halben Stelle – so die Situation,

die den Alltag der meisten kleineren und mittleren

Kommunen widerspiegelt. Notwendiges zusätzliches

und qualifiziertes Personal lässt die Fachkräftesituation

des Marktes oder das Budget nicht zu.

IT-INFRASTRUKTUR

KOMPLETT AUSLAGERN

SELBSTÄNDIG MIT MEHR FREIHEITEN

Seit 2008 betreut die ITEBO in der Samtgemeinde die

Finanzsoftwarelösung newsystem, seit 2014 auch die

Personalmanagementlösung Loga. Die positiven Erfahrungen

mit dem Support, die Expertise des Teams und

das spezielle Cloudkonzept der ITEBO-Unternehmensgruppe

überzeugten die Gemeinde,

die gesamte IT ins ITEBO-Rechenzentrum

auszulagern.

„Viele unserer Kunden scheuen

sich anfänglich immer wieder davor,

ihre Selbstständigkeit aufzugeben. Vermeintlich,

denn sie behalten das Hoheitsrecht über die Infrastruktur,

da diese lediglich in unser Rechenzentrum

übernommen wird. Das ist komfortabel, weil der Kunde

diese Entscheidung jederzeit ohne Kostenaufwand

ändern könnte“, sagt Ralf Hörnschemeyer, stellvertretender

Leiter des Vertriebs der ITEBO. Könnte. Rein

theoretisch, wären da nicht die neuen Freiheiten, wie

Zeit haben fürs Eigentliche, das Maximum an Verfügbarkeit

und Investitionssicherheit.

12


Nach nur sechs Monaten für die gesamte Umsetzung

des Projekts stehen seit Anfang August alle Server der

Kommune – fünf physische und zwölf virtuelle – im

ITEBO-Rechenzentrum. Sie sind migriert und laufen

störungsfrei produktiv. „Unsere Befürchtungen waren

absolut unbegründet. Die Umstellung lief professionell

und reibungslos. Der Betrieb unseres Terminalservers

blieb stabil“, so der IT-Leiter der Samtgemeinde.

Die Mitarbeiter der Samtgemeinde arbeiten nun

überwiegend mit platzsparenden, schnellen Thin

Clients, nutzen die gesamte Standardsoftware bis hin

zu den Fachanwendungen aus der Cloud.

„Der große Gewinn ist der jederzeit erreichbare

Support. Wir haben eine zentrale Hotline für unsere

Mitarbeiter, ein persönlicher Ansprechpartner

steht immer zur Verfügung. Wir profitieren von der

breiten Fachkompetenz auch zu allen speziellen

IT-Themen. Ich orchestriere, stelle meine Anforderungen

und erhalte sofort eine Lösung. Das Team der

ITEBO erkennt jedes Optimierungspotenzial. So wird

unsere IT-Architektur immer innovativer, ob mit dem

Neuaufbau des Citrix-Terminalserver oder auch der

Active-Directory-Domäne. Die Nähe der ITEBO zum

Kunden ist großartig“, schwärmt Dirk Hesterberg.

DEUTLICHE ENTLASTUNG

In Sachsenhagen entstanden mehr Freiraum und

Entlastung. „Wir profitieren von der neuen Lösung

vor allem durch die Sicherheit unserer Abläufe und

Daten und durch die enorme Zeitersparnis und Kostentransparenz“,

sagt Samtgemeindebürgermeister

Jörn Wedemeier. „Wir schätzen die Zusammenarbeit

mit der ITEBO sehr und freuen uns auf neue und

nachhaltige Projekte.“

Managed IT erfreut sich steigender Nachfrage bei der

ITEBO-Unternehmensgruppe, auch außerhalb der

bisherigen Kernregionen. Mindestens drei Projekte

laufen parallel, das Team wächst. Für Dirk Hesterberg

ist das nachvollziehbar: „Für alle Kommunen mit einer

Größe bis 15.000 Einwohner und einer ähnlichen

IT-Situation halte ich die Auslagerung der IT-Infrastruktur

in ein Rechenzentrum für empfehlenswert.“

© ITEBO GmbH/Philip Loeper

Ihr Ansprechpartner: Ralf Hörnschemeyer,

Geschäftsbereich Vertrieb

13


PORTFOLIO

SERVERBASIERTE

SOFTWARELÖSUNG

BIETET MEHR KOMFORT

ITEBO-TELEFON-

ANLAGEN – FIT FÜR

DIE ZUKUNFT

An dem Thema kommt praktisch niemand mehr

vorbei: Bis 2018 stellt die Telekom ISDN ein und alle

Anschlüsse auf IP-basierte Systeme um. Das führt in

vielen Verwaltungen zu Überlegungen, die eigene

Telefonanlage im Hinblick auf ihre Zukunftsfähigkeit

genauer unter die Lupe zu nehmen. All-IP heißt das

Stichwort. Es besagt, dass künftig das Telefon nur

noch eine von vielen Anwendungen im Internet ist.

Ähnlich war dies auch bei der ITEBO, wo seit 2011

eine serverbasierte Software von Swyx die Arbeit der

alten Telefonanlage übernommen hat.

„Die Lösung kam so gut an, dass die ITEBO die Swyx-

Komponenten ins eigene Angebotsprogramm aufgenommen

hat“, sagt Marius Pabst vom ITEBO-Vertrieb,

denn „ursprünglich ist Telefonie nicht das Geschäft der

ITEBO gewesen.“ Doch die Konvergenz der Medien

und Kommunikationswege macht auch vor dem Telefon

nicht halt.

„‚Alles aus einer Hand‘, war dann

auch für die Stadt Haselünne eines

der schlagenden Argumente, sich für

Swyx und die ITEBO zu entscheiden“,

erklärt Markus Schüler. Er sieht den

Vorteil vor allem darin, kein weiteres Serviceteam in

möglicherweise sensible Bereiche vordringen zu lassen.

„Außerdem ist die ITEBO ohnehin bei uns im Haus.

Das spart zusätzliche Kosten. Als Administrator gefällt

Schüler besonders, dass er sich nicht extra einwählen

muss, sondern alle Aufgaben direkt von seinem PC

am Arbeitsplatz aus erledigen kann, ob ein neuer Mitarbeiter

aufgenommen werden muss oder ob es gilt,

die Konferenzschaltung für einen virtuellen Besprechungsraum

einzurichten.

Auch die Umstellung war kein Problem. Bis zum Tag X

wurde die neue Anlage eingerichtet, aber nur für den

internen Gebrauch freigeschaltet. Und dann war „in 15

Minuten die alte Telefonanlage abgeschaltet und die

neue in Dienst gestellt“. Alles lief wie am Schnürchen.

Probleme? „Eigentlich keine. Zwar gibt es immer

Menschen, die nicht gerne mit dem Computer arbeiten,

aber die könnten dann eben die besten Features

nicht nutzen“, resümiert Schüler seine Erfahrungen.

„Eigentlich benötigt Swyx keine Tasten

am Telefon mehr, denn alles lässt

PROBLEMLOSE sich am Computer bedienen. Das

UMSTELLUNG ist aber kein Muss. Die gegenseitige

Ergänzung ist jedoch in vielen Fällen

nützlich. So erinnert die Oberfläche

sehr an Microsoft Windows und das Programm ist

Outlook-kompatibel.

14


© fotolia.com/putilov_denis

Hausintern sehen die Kolleginnen und Kollegen

deshalb auf einen Blick, ob jemand gerade nicht am

Platz ist, bereits telefoniert oder etwa wegen eines

Bürgerbesuchs nicht gestört werden möchte. Per

Mouseover lassen sich zudem alle Outlook-Informationen

zu einem erkannten Kontakt abrufen oder mit

F11 direkt anwählen. „Ja, das ist ungefähr so wie bei

einer Customer-Relation-Management-Software“,

bestätigt Schüler, der diesen Komfort nicht mehr

missen möchte.

MÖGLICHKEITEN ENTDECKEN

Dabei ist die Liste der Möglichkeiten noch längst

nicht ausgeschöpft. Wer von zu Hause oder unterwegs

arbeiten möchte, kann von seinem Handy aus

auch über seine Diensttelefonnummer anrufen, ohne

dem Gesprächspartner gegenüber seine Handynummer

oder seinen Standort zu offenbaren. Besonders

komfortabel: Eingehende Faxe landen direkt im

E-Mail-Postfach und müssen weder von einem zentralen

Gerät abgeholt noch eingescannt werden, um

am PC weiter verarbeitet werden zu können.

Damit eine Umstellung so reibungslos wie in Haselünne

läuft, hat Markus Schüler folgenden Tipp:

Möglichst frühzeitig mit einem Anbieter wie ITEBO

Kontakt aufnehmen. Da Swyx das normale Netzwerk

nutzt, sollte an entsprechende Switches und Portes

gedacht werden. Das sei aber eigentlich kein Problem,

da sich die Telefone für SWYX auch als eine Art

Switch nutzen lassen, was bedeutet, dass Computer

praktisch an bzw. hinter das Telefon geschaltet

werden.

Mit entsprechenden Switches lässt sich sogar die

Stromversorgung über das Netzwerk sicherstellen,

sodass die Telefone nicht einmal eine klassische

230V-Steckdose benötigen.

© ITEBO GmbH

Ihr Ansprechpartner: Marius Pabst,

Geschäftsbereich Vertrieb

15


TITELTHEMA

© Andreas Wenk

(v. l.) Aloys Raming-Freesen, Bernd Landgraf, Claus Ruppert

„IT IST DAS RÜCKGRAT MODERNER KOMMUNALVERWALTUNG“

NIEDERSACHSENS ZWEITGRÖSSTE STADT

HAT SICH AN DER ITEBO BETEILIGT.

EIN GESPRÄCH ÜBER DIE HINTERGRÜNDE

Willkommen zum ITEBO Roundtable im Generalvikariat

des Bistums Osnabrück. Ihnen, Herrn Raming-Freesen,

als ITEBO-Aufsichtsratsvorsitzendem

und heutigem Gastgeber zunächst einmal herzlichen

Dank, dass wir hier sein dürfen, Ihnen, Herrn Landgraf,

ein Dankeschön, dass Sie sich als ITEBO-Geschäftsführer

den Fragen stellen, und ebenso einen

Dank an Claus Ruppert, der für die Stadt Braunschweig

jetzt im Aufsichtsrat der ITEBO sitzt. Genau

das ist das Thema heute, Braunschweig ist bei der

ITEBO als Gesellschafter eingestiegen.

ITEBO ganz nah: Für einen wechselhaften Kurs gibt es

die norddeutsche Redewendung „Rin in die Kartoffeln,

raus aus die Kartoffeln“. Mit Verlaub: Das erinnert,

wenn auch in umgekehrter Reihenfolge, an das

Verhältnis der Stadt Braunschweig zu ihrer IT-Tochter

KOSYNUS. Ist dem so?

Ruppert: Von außen betrachtet mag das so erscheinen.

Dahinter steckt allerdings eine durchgängige Strategie.

Die Trennung von KOSYNUS war der Erkenntnis

geschuldet, dass eine kleine Gesellschaft mit den

Erfordernissen komplexer IT-Lösungen schnell an die

Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stößt. Die zunächst

befristete Kooperation mit der ITEBO brachte beides:

Sicherheit für einen smarten Übergang und die Chance,

sich bei Bedarf am Markt neu zu orientieren.

ITEBO ganz nah: Warum dann jetzt die Kapitalbeteiligung?

Ruppert: Die Zusammenarbeit mit der ITEBO hat sich

bewährt. Da macht es Sinn, die Konstruktion gesellschaftsrechtlich

abzusichern. Schließlich ist die IT das

Rückgrat einer modernen Kommunalverwaltung.

Sicherheit und Kontinuität stehen ganz weit oben auf

der Agenda. Das ist etwas anderes, als wenn Sie die

Marke Ihres Dienstwagens wechseln: Gas, Bremse und

Lenkrad als Kernfeatures bleiben an ihrem angestammten

Platz. Aber jeder Wechsel im IT-System bringt

Unruhe mit sich und erfordert einen hohen Schulungsaufwand.

ITEBO ganz nah: Herr Raming-Freesen, hat die ITEBO

mit der Übernahme der KOSYNUS und Gründung der

ITEBS alles richtig gemacht?

Raming-Freesen: Die Motivation der Braunschweiger,

ihre IT sicherer und leistungsfähiger zu machen, korrespondiert

mit der ITEBO-Strategie eines geordneten

Wachstums. Wir haben auch keine Angst vor einer

regionalen Ausweitung. Osnabrück und Braunschweig

liegen zwar geografisch etwas auseinander, inhaltlich

gibt es aber viele Überschneidungen. Die ITEBO ist

schon heute in den Regionen Osnabrück, Emsland und

Nordhorn sehr erfolgreich im kommunalen Bereich.

16


Braunschweig passt da gut rein, denn die Stadt steht

im Bereich der kommunalen Verwaltung vor ähnlichen

Herausforderungen. Von einem geordneten und

partnerschaftlichen Wachstum können alle Beteiligten

nur profitieren. Die IT-Anforderungen nehmen ständig

zu und eine Spezialisierung auf höchstem Niveau erfordert

eine gewisse Größe. Nur so können wir Kunden

die Sicherheit und den Service garantieren, den hoch

spezialisierte Systeme erfordern.

ITEBO ganz nah: Herr Landgraf, was kann die ITEBO

oder die ITEBS, was die KOSYNUS nicht konnte?

Landgraf: Wer alles macht, kann möglicherweise nichts

richtig. Das liegt aber nicht am Team, sondern am System.

Die Verwaltung erwartet Spitzentechnologie auf

jedem Gebiet und zu jeder Stunde. Nehmen Sie einfach

die Frage der Datensicherung: Zwei kleine Teams

können bei gleichem Etat nicht die Expertise entwickeln

wie ein großes. Gleiches gilt für den Service: Ein

24-Stunden-Notdienst an 365 Tagen erfordert einen

gewissen Personaleinsatz. Der verteilt sich wirtschaftlich

einfach auf mehrere Schultern, wenn sich mehrere

Partner daran beteiligen. Das ist reine Arithmetik.

ITEBO ganz nah: Alles nur ein Zahlenspiel also?

Landgraf: Nein natürlich nicht, deshalb möchte ich

die Gelegenheit nutzen, allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern für ihren Einsatz zu danken, denn bei

allen Wirtschaftlichkeitsberechnungen kommt es

am Ende des Tages immer darauf an, dass ein Team

engagiert und kompetent bei der Sache ist. Dafür die

Grundvoraussetzungen zu schaffen, gehört zu den

Kernaufgaben des Managements. Deshalb freut es

uns umso mehr, wenn – wie jetzt – aus anfänglichen

Nützlichkeitserwägungen heraus eine auf Erfahrungen

basierende, dauerhafte Partnerschaft erwächst.

ITEBO ganz nah: demnach eine klassische

Win-win-Situation?

Ruppert: Ja, denn es erhöht die Planungssicherheit

auf beiden Seiten und es kommt noch etwas hinzu:

Solange hauseigene Unternehmen gewisse Dienstleistungen

übernehmen, müssen sie diese nicht europaweit

ausschreiben. Deshalb ist die sogenannte „Inhousefähigkeit“

für uns von besonderer Bedeutung. Zum einen

ist eine Ausschreibung ein aufwendiges und zähes Procedere,

das Kapazitäten bindet und viel Energie kostet.

So etwas muss juristisch sattelfest abgearbeitet werden,

denn es besteht die Gefahr, dass unterlegene Wettbewerber

gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen.

Das wiederum könnte einen fatalen Planungsstillstand

zur Folge haben. Zum anderen wissen Sie nie, ob Ihr

IT-Dienstleister sein Geschäftsmodell ändert oder es

durch externe Faktoren wie Beteiligungen und Übernahmen

womöglich zu einem unerwünschten Strategiewechsel

kommt, auf den Sie keinen Einfluss haben.

ITEBO ganz nah: Also war das in erster Linie eine

politische Entscheidung?

Ruppert: Ja und nein. Ja, weil wir unsere positiven

Erfahrungen mit der ITEBO verfestigen und zukunftssicher

gestalten wollten. Nein, weil sich dahinter eine

rein fachlich begründete Strategie verbirgt. Es ist ja

nicht so, dass wir uns nicht auch bei Wettbewerbern

umgesehen hätten. Ausschlaggebend für die Suche

nach einem strategischen Partner und für eine dauerhafte

Lösung waren am Ende neben den positiven Erfahrungen

die Tatsache, dass die ITEBO als „SAP-Hosting-Partner“

von den Walldorfern zertifiziert wurde,

was uns angesichts zahlreicher SAP-Lösungen und

deren Betrieb und Pflege besonders wichtig erschien.

>> Mehr auf den Seiten 18 und 19

ITEBO ganz nah: Herr Ruppert, zufriedene Kunden

sind das eine, aber der Schritt zur Kapitalbeteiligung

geht ja noch ein wesentliches Stück weiter. Warum?

Ruppert: Herr Landgraf hat es eben aufgezeigt. Expertise

setzt Spezialisierung und damit eine kritische Größe

voraus. Know-how ist damit einerseits das Resultat von

Skalenerträgen. Andererseits brauchen Sie als IT-Entscheider

die Sicherheit, dass sich die Strategien von

Dienstleister und Kunden im Gleichklang entwickeln.

Mit einer Beteiligung sind wir frühzeitig in alle Überlegungen

eingebunden, können zugleich unsere Kundensicht

einbringen und bei Bedarf auch Einfluss nehmen.

Das ist schon ein wesentlicher Vorteil.

ROUNDTABLE IM

BISCHÖFLICHEN GENERALVIKARIAT

ZU OSNABRÜCK MIT:

• Aloys Raming-Freesen, ITEBO-Aufsichtsrats

vorsitzender und Abteilungsleiter Personal und

Organisation im Bistum Osnabrück

• Claus Ruppert, ITEBO-Aufsichtsratsmitglied

und Dezernent der Stadt Braunschweig für

Organisation, Personal und Ordnung

• Bernd Landgraf, ITEBO-Geschäftsführer

17


TITELTHEMA

TITELTHEMA

© Andreas Wenk

ITEBO ganz nah: Herr Raming-Freesen, Braunschweig

ist die zweitgrößte Stadt Niedersachsens

und wirft schon als Kunde einiges Gewicht in die

Waagschale. Jetzt wird die Stadt auch noch Gesellschafter.

Stehen dem Aufsichtsrat nun schwierige

Diskussionen bevor?

Raming-Freesen: In gewisser Weise war Braunschweig

ja bereits eine Art passiver Partner. Wir

haben schon heute mit Osnabrück, vielen kleinen und

mittleren Kommunen und dem Bistum Osnabrück

eine bunte Mischung in unserem Gremium. Und alle

haben vergleichbare Anliegen.

Selbstverständlich gibt es in Sachfragen auch immer

mal Diskussionen um den richtigen Weg. Aber im

Aufsichtsrat pflegen wir traditionell eine äußerst vertrauensvolle

Kommunikationskultur. Daran wird sich

auch mit der Stadt Braunschweig als neuem Gesellschafter

nichts ändern. Schließlich ist das etwas, was

die ITEBO auszeichnet, dass wir neben der fachlichen

Expertise auch stets die Kundensicht mit am Tisch

haben. Wir wollen nicht um jeden Preis wachsen. Als

kompetentes Systemhaus brauchen Sie eine kritische

Mindestgröße. Unsere Gesellschafter und Kunden

wissen aber zu schätzen, dass wir ihre Bedürfnisse

und Anforderungen genau kennen und unsere

Geschäftspolitik exakt danach ausrichten. Diese Form

der Kundenorientierung lässt sich allerdings nicht beliebig

skalieren. Mit jetzt zwei Standorten in Niedersachsen

sind wir bis auf Weiteres gut aufgestellt. Viel

mehr sehe ich da nicht.

ITEBO ganz nah: Die Beteiligung der Stadt Braunschweig

ist für alle Seiten eine Strategieentscheidung.

Bleibt die Frage: Welche Gesamtperspektive

steckt dahinter und wohin geht die Reise in Sachen

öffentlicher IT?

Landgraf: Bei der ITEBO gibt es kein Wachstum um

jeden Preis. Wir sind zwar keine Genossenschaft,

aber Umsatz und Größe allein sind für uns kein

Selbstzweck. Unsere Kunden erwarten Kompetenz

und Sicherheit in einem immer komplexer werdenden

IT-Umfeld. Die Ansprüche und Möglichkeiten

wachsen rasant und mit dieser Entwicklung müssen

Sie als Systemhaus schritthalten können. Gemeinsam

mit der Stadt Braunschweig, dem Bistum sowie der

Stadt Osnabrück und den angrenzenden Landkreisen

haben wir eine Gesellschafter- und Kundenstruktur,

die uns eine gewisse Planungssicherheit erlaubt.

Das ermöglicht es uns, auch größere Projekte

gemeinsam voranzutreiben und im Wettbewerb zu

bestehen. Darüber hinaus ist die ITEBO einer der vier

Gesellschafter der GovConnect. Dadurch sind wir

auch auf Landes- und anderen Verwaltungsebenen

gut aufgestellt. Dabei setzen wir darauf, dass sich die

Landesverwaltung weiter diesbezüglich engagiert und

die Zusammenarbeit der vier Datenzentralen im Land

unterstützt.

Raming-Freesen: Da kann ich Herrn Landgraf nur

beipflichten. Die Ansprüche an die IT-Infrastruktur

steigen stetig. Zugleich befindet sich der Markt in

einer Konsolidierungsphase. Von den ehemals acht

Datenzentralen in Niedersachsen sind vier übrig

geblieben. Das zeigt doch sehr deutlich, wohin die

Reise geht.

Deshalb halte ich das Prinzip „wachse oder weiche“

nicht für die Ultima Ratio der IT-Branche. Sie werden

aber aus der Garage heraus heute keinen Kunden

mehr mit Ihren IT-Leistungen überzeugen können.

Unsere Kunden und Gesellschafter benötigen maßgeschneiderte

Produkte. Für die ITEBO gilt es deshalb,

ständig den Markt zu sondieren. Wir müssen heute

schon den sich abzeichnenden Bedarf von morgen

erkennen und eine Produktauswahl für entsprechen-

18


„UNSERE KUNDEN ERWARTEN KOMPETENZ

UND SICHERHEIT IN EINEM IMMER KOMPLEXER

WERDENDEN IT-UMFELD.“

de Lösungen treffen. Außerdem gilt es gemeinsam

sicherzustellen, dass allen Effizienzvorteilen zum Trotz

die spezifischen Ansprüche unserer Kunden in einem

von Massenprodukten dominierten Markt nicht unter

den Tisch fallen. In diesem Sinne halte ich die Entscheidung

der Stadt Braunschweig, Teil der ITEBO zu

werden, für zukunftsträchtig und wegweisend.

Ruppert: Das will ich hoffen. Aber im Ernst: Wir

haben es uns ja nicht leicht gemacht. Da hat es ein

Due-Diligence-Verfahren gegeben, das eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

begleitet hat. Dealbreaker

wurden dabei nicht gefunden. Geschäftsmodell und

Ertragslage, alles wurde untersucht. Am Ende hieß

es, der Anteilserwerb an der ITEBO ist werthaltig und

es wurden keine Tatbestände identifiziert, die gegen

einen Anteilserwerb gesprochen hätten.

ITEBO ganz nah: Meine Herren, vielen Dank für das

Gespräch.

ZUR GESCHICHTE:

ITEBO hat 2012 von der Stadt Braunschweig

deren IT-Tochtergesellschaft KOSYNUS übernommen,

die Keimzelle der ITEBS, einer Tochtergesellschaft

der ITEBO. Braunschweig und ITEBO

vereinbarten seinerzeit eine befristete Zusammenarbeit.

Im April dieses Jahres hat sich die Stadt

Braunschweig nun mit über 25,83 % an

der ITEBO beteiligt.

Wir wünschen Ihnen ein frohes und

besinnliches Weihnachtsfest und ein

erfolgreiches neues Jahr!

© fotolia.com/cienpiesnf

19


AKTUELLES

© fotolia.com/monsitj

AUSBLICK 2017 – DIE THEMEN

Ein ereignisreiches Jahr 2016 neigt sich dem Ende

zu. Mit der Vereinbarung zum E-Payment hat

Niedersachsen den Grundstein für ein einheitliches

Bezahlverfahren für Verwaltungsdienstleistungen im

Internet gelegt. Mit der Kooperationsvereinbarung

zwischen regio iT und der ITEBO-Unternehmensgruppe

gehen wir neue Wege im E-Government in

Niedersachsen. Und nicht zuletzt ist das „Kochbuch

für kommunales E-Government“ des Bundesministeriums

des Inneren erschienen und gibt anhand

praktischer Beispiele Impulse für die Entwicklung der

eigenen E-Government-Strategie.

Welche Impulse und Entwicklungen werden 2017

im Mittelpunkt stehen? Mit welchen Themen wird

die ITEBO-Unternehmensgruppe die kommunale

Welt aktiv mitgestalten? Freuen Sie sich auf unsere

Themen 2017:

JANUAR

Vorbereitung der Bundestagswahl

Der offizielle Startschuss für den Wahlkampf ist noch

nicht gefallen, dennoch können Sie bereits mit den

Vorbereitungen für die deutschlandweit wichtigste

Wahl starten. Sprechen Sie uns auf faire und bezahlbare

Konditionen für Wahlbenachrichtigungskarten an.

Anwendertreffen myIPAV HR

Gleich zum Start des neuen Jahres begrüßen wir unsere

Kunden in Braunschweig beim Anwendertreffen

myIPAV HR. Unser Beraterteam informiert Sie über

die Änderungen im Tarif- und Steuerrecht und bespricht

mit Ihnen die Umsetzung des Jahreswechsels.

FEBRUAR

E-Government endlich einfach

Zum Ende der kalten Jahreszeit präsentieren wir Ihnen

neue Funktionen in unserer E-Governmentlösung

„OpenR@thaus“. Das Portal fasst Basisfunktionen,

die für alle Onlineprozesse erforderlich sind, in einer

Oberfläche zusammen, bindet bestehende Prozesse

der Verwaltungen ein und stellt sie Bürgern und

Unternehmen online zur Verfügung. Eine zentrale

Plattform, integrierte Paymentfunktion – das ist

E-Government endlich einfach!

Zentrale Gehaltsabrechnung als Personaldienstleistung

Die neue Serviceleistung der ITEBO-Unternehmensgruppe

ermöglicht es Ihnen, Ihre Sachbearbeiter zu

entlasten und sich auf die wesentlichen Aufgaben

Ihrer Verwaltung als Ansprechpartner und Dienstleister

für Ihre Bürger zu konzentrieren. Nutzen Sie

Ihre Kapazitäten für die Gestaltung Ihrer Kommune

und lassen Sie die zeitaufwendigen und administrativ

komplexen Aufgaben der monatlichen Gehaltsabrechnungen,

der Auswertungen, Krankenkassenkommunikation

und Reisekostenabrechnung über die

ITEBO-Unternehmensgruppe abwickeln.

MÄRZ

Onlineanmeldung für Schüler an weiterführenden

Schulen

Auf unserer RoadShow „SchülerOnline“ präsentieren

wir Ihnen eine erfolgreiche Lösung für die administrativ

einfache und nachvollziehbare Kontrolle der

Berufsschulpflicht und zur Onlineanmeldung an

weiterführenden Schulen.

APRIL

5. Fachforum ITeBau am 26./27. April 2017 in Dinklage

Alle zwei Jahre laden wir zum regen Informationsaustausch

der Bauaufsichtsämter. Wir sprechen mit Ihnen

über die Neuerungen im Bereich XBau, präsentieren

Ihnen die Baulastenauskunft in Verbindung mit pm-

Payment und integrieren Bauen-Online in die neue

Portallösung „OpenR@thaus“ der ITEBO-Unternehmensgruppe.

MAI

13. nsys-Forum

Alljährlich laden unsere Kollegen vom Servicebereich

newsystem zum „nsys-Forum“. Nach der großen

Umstellung auf newsystem 7 bestimmen in 2017

Neuerungen und E-Themen die Agenda. E-Rechnung

und E-Payment gewinnen an Bedeutung und

gemeinsam mit der INFOMA® stellen wir uns hier

für die Zukunft auf. Wir präsentieren Ihnen unsere

Lösung für die nahtlose Zusammenarbeit zwischen

den bisher getrennten Prozessen Eingangsrechnungsbearbeitung

und Eingangsrechnungsablage.

20


Seien Sie gespannt auf unsere Hybridlösung mit

enaio ® von OPTIMAL SYSTEMS.

JUNI

Neue Softwaregeneration im Meldewesen:

2. VOIS-Infotag

Auf einem ersten Infotag im Oktober haben wir

Ihnen die neue Softwarelösung VOIS der HSH vorgestellt.

Über weitere Entwicklungen dieses innovativen

Baukastensystems zur Integration kommunaler Fachverfahren

sprechen wir mit Ihnen im Juni.

JULI/AUGUST

Digitale Telefonie und IT-Services

Die Umstellung des Leitungsnetzes der Telekom auf

All-IP ist für 2018 geplant. Alte analoge Anschlüsse

und Telefonanlagen müssen fit für das digitale

Zeitalter werden. Welche Unterstützung Ihnen das

Rechenzentrum der ITEBO-Unternehmensgruppe bei

der Umstellung bieten kann, erfahren Sie bereits jetzt

auf unserer Homepage.

Neben der verfügbaren und sicheren Datenhaltung

in Deutschland bietet das Rechenzentrum Ihnen mit

den Produkten Managed Services und Managed IT

den Betrieb Ihrer IT-Infrastruktur in einer dedizierten

Umgebung, die nach Ihren Wünschen individuell für

Sie virtualisiert wird. Ab Juli/August finden Sie auf

unserer Homepage ein umfangreiches Sortiment an

Produktflyern zu den Leistungen und Diensten des

Rechenzentrums.

Neue Azubis in der ITEBO-Unternehmensgruppe

Wir bilden aus! Auch 2017 wird unsere Nachwuchsförderung

nicht stillstehen. Ab dem 1. August begrüßen

wir vier neue Auszubildende in der ITEBO-Unternehmensgruppe.

SEPTEMBER

Infotag IT-Sicherheit und Datenschutz

Bereits 2005 hat das Bundesministerium des Inneren

einen Nationalen Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen

(NPSI) verabschiedet. Mit dem

Umsetzungsplan für kritische Infrastruktur UP KRITIS

sollen lebenswichtige Bereiche besser gegen Internetkriminalität

geschützt und private wie öffentliche

Infrastrukturen gegen Netzattacken abgeschottet

werden. Erfahren Sie mehr zu KRITIS in der Verwaltung,

den aktuellen Beschlüssen des IT-Planungsrats

und der Definition eines Managementsystems für

Informationssicherheit im Unternehmen (ISMS) auf

unserem Infotag.

OKTOBER

E-Trends 2018

Viel können wir nicht verraten. Was wird sich in

2017 getan haben? Welche Themen werden wichtig

gewesen sein? Wo geht die Reise 2018 hin? Erfahren

Sie mehr auf der E-Trends 2018.

NOVEMBER

Digitales Outputmanagement

Das Auflösen von Papierarchiven und die automatisierte

Ablage von Dokumenten macht auch vor

Ausgangsrechnungen, Gehaltsabrechnungen und

Steuerbescheiden nicht Halt. Eine Lösung für das

elektronische Versenden Ihrer Massendaten stellt das

elektronische Outputmanagement der ITEBO-Unternehmensgruppe

ab sofort zur Verfügung. Für alle, die

auf den postalischen Versand von Dokumenten nicht

verzichten möchten, steht natürlich weiterhin das ISO

9001:2015-zertifizierte, analoge Outputmanagement

zur Verfügung – ab sofort auch in Farbe.

DEZEMBER

Kundenmagazin

Unser drittes Kundenmagazin des Jahres informiert

Sie über wichtige Themen der öffentlichen Verwaltung,

neue Kundenprojekte und gibt einen Einblick in

die Arbeitsweise unserer Servicebereiche.

Schulungen 2018

Das breite Schulungsangebot der ITEBO-Unternehmensgruppe

wird weitergeführt. Die kommenden

Schulungen finden Sie stets aktuell auf unserer Webseite

unter www.itebo.de/schulungen und im neu

erscheinenden Newsystem-Schulungskatalog.

21


KOOPERATIONEN

© fotolia.com/Sergey Nivens

NEUE WEGE MIT VOIS

Eine kommunale Verwaltung setzt durchschnittlich

mehr als zehn unterschiedliche Fachverfahren zur

Bewältigung ihrer Aufgaben ein. Vergegenwärtigt

man sich die Vielfalt der eingesetzten Verfahren, die

Heterogenität der Systemlandschaften auch unter

Betrachtung unterschiedlichster Benutzeroberflächen

und Anwendungslogik, ist eines deutlich: Service und

Prozesseffizienz haben ein hohes Optimierungspotenzial.

Mit VOIS schließt die HSH Soft- und Hardware

Vertriebs GmbH nun diese Lücke. VOIS eröffnet nicht

nur neue Wege für den kommunalen IT-Sektor, sondern

auch für die ITEBO-Unternehmensgruppe.

Seit mehr als zehn Jahren vertraut die HSH in der

Zusammenarbeit für das Einwohnerfachverfahren

MESO auf die ITEBS. MESO ist bei

über der Hälfte aller bundesdeutschen

Meldebehörden im Einsatz.

Das Nachfolgeprodukt VOIS|MESO

nutzen bereits rund 400 hessische

Meldebehörden und seit Januar

2016 die Bürgerämter der Bundeshauptstadt.

Aber VOIS ist mehr als MESO. Als webbasierte und

für den Rechenzentrumsbetrieb optimierte Lösung

zur Integration kommunaler Fachverfahren ist VOIS

ein modulares Baukastensystem, durch das die bisher

autonom arbeitenden Fachverfahren in einer einzigen,

zentralen Architektur verbunden werden können. Vom

Einwohner-, Gewerbe- und Erlaubniswesen bis zum

Führerscheinwesen sind bereits eine Vielzahl von Fachverfahren

in VOIS verfügbar: Tendenz steigend.

VOIS IST MEHR –

TENDENZ STEIGEND

„Wir arbeiten mit unseren Partnern derzeit an der Integration

weiterer Fachverfahren wie Ordnungswidrigkeiten,

Friedhofsverwaltung oder Kfz-Zulassung. Darüber

hinaus erweitern wir die VOIS-Basiskomponenten

um die wichtigen Bereiche Sicherheit und Geodaten“,

erklärt Stephan Hauber, Geschäftsführer der HSH.

Wichtiger Bestandteil von VOIS ist ein für alle integrierten

Fachverfahren einheitliches Oberflächendesign.

Basiskomponenten wie zum Beispiel E-Akte, Formulardruck,

Rechte- und Nutzerverwaltung, Bürgermonitor,

Statistik und Auswertungen oder Datenübermittlung

bildet VOIS standardisiert ab. Die fachbereichsübergreifende

Vorgangsbearbeitung wird unterstützt

durch eine einheitliche und übersichtliche Benutzerführung

mit einer sich konsequent an

den Arbeitsabläufen orientierenden

Programm- und Vorgangslogik. Für

andere Fachverfahren relevante Folgevorgänge

können so fachverfahrensübergreifend

bearbeitet werden.

VOIS ist mit seiner Modularität und einheitlichen

Oberfläche der Verwaltungsarbeitsplatz der Zukunft.

Es setzt jedoch eine skalierbare und leistungsfähige

IT-Infrastruktur voraus und benötigt erweiterbare

Ressourcen, um die breiten Möglichkeiten in bürgernahe

und verwaltungsvernetzende Angebote zu

übersetzen. „Das Hosting einer komplexen Lösung

wie VOIS erfordert auch von uns neue und innovative

Formen unserer Serviceangebote, neue Kooperationsmodelle

mit den Fachverfahrensherstellern und neue

Kompetenzen unserer Mitarbeiter“, so Bernd Landgraf,

Geschäftsführer der ITEBS GmbH.

22


© istockphoto.com/Wavebreakmedia

“PIMP MY PASSWORD”

Gut gelaunt wollte ich kürzlich in den arbeitsreichen

Tag starten, mich wie gewohnt an meinem Rechner

anmelden – und wurde brutal ausgebremst. Übers

Wochenende war mein Passwort abgelaufen. Schon

wieder. Liebe Admins: Ich weiß ja, dass das alles der

Sicherheit dient und deshalb auch wohl Sinn macht.

Aber schon wieder? Gefühlt hält sich der Käse bei

mir im Kühlschrank ja länger als mein Passwort. Und

dann kann ich mir nicht einmal „einfach“ ein neues

ausdenken. Nein, es muss auch noch eine Mindestlänge

haben, Großbuchstaben, Sonderzeichen und

mindestens eine Ziffer enthalten. Wer, bitteschön,

soll sich sowas denn merken?

Über die Häufigkeit der Passwortwechsel kann man

vielleicht noch streiten, über die Sicherheit allerdings

nicht. Berücksichtigt man dann noch ein paar Tipps,

klappt es hoffentlich auch mit dem Merken.

TIPP 1: Ihr Passwort darf niemals in einem Wörterbuch

auftauchen. Einfach alle Wörter in einem Wörterbuch

auszuprobieren, ist eine beliebte Angriffsmethode. Ein

Passwort „Früh1ingserwachen“ ist daher nicht geeignet,

selbst wenn Sie wie hier den Buchstaben „l“ durch

die Ziffer „1“ oder ein „E“ durch eine „3“ ersetzen.

Hacker probieren mittlerweile auch solche Varianten

automatisiert durch. „Früh1ingserwachen“ fällt also

durch, „Spätrechtseinsch1afen“ wäre da schon besser.

TIPP 2: Ihr Passwort sollte mindestens zehn Zeichen

lang sein. Lange Passörter schützen Sie gegen Angriffe

mit roher Gewalt, bei denen einfach alle denkbaren

Zeichenkombinationen der Reihe nach ausprobiert

werden. Je länger Ihr Passwort, desto schwieriger wird

es für die Hacker. Allerdings muss man sich solch lange

Passwörter, die ja nicht in einem Wörterbuch auftauchen

sollen, auch merken können. Vielleicht hilft hier...

Sorgenkind aufgenommen hat: „Hoch auf dem gelben

Wagen sitz ich beim Schwager vorn.“ Das einfachste

Akronym wäre dann hadgwsibsv. Zehn Zeichen, taucht

garantiert in keinem Wörterbuch auf – und ist in knapp

einer Stunde geknackt. Also nehmen wir Großbuchstaben

dazu, die sich ja auf ganz natürliche Art und Weise

ergeben. HadgWsibSv hält schon einen Monat stand.

Ersetzen wir das „i“ noch durch die „1“, sind es bereits

acht Monate. So langsam fängt es an Spaß zu machen.

Jetzt erinnern wir uns, dass wir ja ein Volkslied zitieren,

setzen das Passwort in Anführungszeichen und landen

mit „HadgWs1bSv“ bei 63.000 Jahren. Das sollte doch

für einen durchschnittlichen Hacker reichen, oder?

Aber warum nutzen wir nicht aus, dass die Webseite

von einer amerikanischen Firma beauftragt und in

Bristol, England, erstellt wurde? Dort gibt es nämlich

unsere schönen Umlaute nicht auf der Tastatur, was die

Einschätzung der Passwortsicherheit noch einmal „etwas“

erhöht. Ersetzen wir also die beiden Anführungszeichen

durch zwei „ü“, erhalten wir üHadgWs1bSvü

und staunen über 152 Millionen Jahre. Jetzt nur nicht

aufgeben, wir sind ja fast fertig.

TIPP 4: Verwenden Sie für jeden Dienst ein eigenes

Passwort. Das gilt insbesondere für Dienste, bei denen

der Benutzername Ihrer E-Mail-Adresse entspricht. Ein

einmal in die falschen Hände gekommenes Passwort

könnte sonst schnell eine Kettenreaktion auslösen.

Keine Sorge: Sie sollen gar nicht jedes Mal wieder

bei null anfangen. Sie haben ja schon ein sicheres

Passwort. Hängen Sie einfach eine leicht zu merkende

Abkürzung des Dienstes hinten an – z. B. Fk für

Facebook, Tr für Twitter oder gl für gmail – und schon

sind wir ganz fertig.

TIPP 3: Verwenden Sie Akronyme. Diese entstehen

dadurch, dass Wörter auf ihre Anfangsbuchstaben

gekürzt werden. Wählen Sie also eine Text- oder

Liedpassage aus, die Sie sich gut merken können und

nehmen Sie nur die Anfangsbuchstaben. Wir spielen

das einmal an einem Beispiel durch und holen uns

Unterstützung bei „howsecureismypassword.net“.

Dort kann man sich anzeigen lassen, wie lange ein

aktueller Rechner brauchen würde, um ein vorgegebenes

Passwort zu knacken. Als konkretes Beispiel

nehmen wir in Erinnerung an Walter Scheel eine Zeile

aus einem Volkslied, das er 1973 zugunsten der Aktion

Ihr Ansprechpartner: Dieter Rieken,

Geschäftsbereich Anwendungen und Betrieb, IT-Strategie

© ITEBO GmbH

23

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine