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Dokumentation zur Geschichte und Kultur der ... - Universität Augsburg

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<strong>Dokumentation</strong> <strong>zur</strong> <strong>Geschichte</strong> <strong>und</strong><br />

<strong>Kultur</strong> <strong>der</strong> Juden in Schwaben<br />

I/2. Archivführer<br />

(Burgau - Ziertheim, Privatsammlungen)<br />

Bearbeitet von<br />

Doris Pfister<br />

Herausgegeben von Peter Fassl<br />

Bezirk Schwaben<br />

<strong>Augsburg</strong> 1993


Herausgeber: Bezirk Schwaben, Peter Fassl<br />

Bearbeiter: Doris Pfister<br />

Kurztitel: <strong>Dokumentation</strong> <strong>zur</strong> <strong>Geschichte</strong> <strong>und</strong> <strong>Kultur</strong> <strong>der</strong> Juden in Schwaben.<br />

I/2. Archivführer, bearbeitet von Doris Pfister, herausgegeben von Peter<br />

Fassl, Bezirk Schwaben, <strong>Augsburg</strong> 1993<br />

ISBN-Nr.: 3-9802516-3-2


KATH. PFARRARCHIV BURGAU<br />

Nach fre<strong>und</strong>licher Mitteilung von Herrn Pfarrer GR. Karl Thoma:<br />

1631<br />

Ein längerer Schriftverkehr, betr. Beschwerde <strong>der</strong> Judenschaft<br />

Burgau gegen den kath. Prediger Caspar Baur ebenda<br />

(Abschrift aus dem Bistumsarchiv <strong>Augsburg</strong>.)<br />

1596 Dezember 23 Dillingen<br />

Bericht über eine Klage <strong>der</strong> Bürgerschaft zu Burgau, "was gestalt<br />

etliche ihrer Mitburger <strong>der</strong> Judenschaft daselbsten, an<br />

<strong>der</strong> Juden Sabathtägen, ungeacht ie zuweilen unsere Christliche<br />

Fest uf dieselbigen fallen, desgleichen auch zue an<strong>der</strong>en unsern<br />

Christlichen Feirtägen, ihnen den Juden arbeiten sollen,<br />

zue höchstem Spott <strong>und</strong> vercleinerung unseres christlichen<br />

Glaubens <strong>und</strong> Religion". Bitte, daß solch ärgerliches <strong>und</strong> sündliches<br />

Unwesen abgestellt werde, "damit Gottes Zorn, so aus<br />

solcher Ungehorsam pflegt zu erfolgen, abgestellt, <strong>und</strong> sein<br />

Wahre christliche Religion vor Spott <strong>und</strong> Hohn <strong>der</strong> verdampten<br />

Judenschaft unverletzt erhalten werde."<br />

Hinweis:<br />

Im Pfarrarchiv ist ferner eine Zusammenstellung "Burgauische<br />

Urk<strong>und</strong>en <strong>und</strong> Akten im Landesregierungsarchiv für Tirol zu<br />

Innsbruck" vorhanden, mit zwei Hinweisen auf Juden.<br />

585


STADTARCHIV BURGAU<br />

Vorhandene Unterlagen <strong>zur</strong> jüdischen <strong>Geschichte</strong>:<br />

STADTRECHNUNGEN: AB 1594<br />

Die Stadtrechnungen von 1594-1631/32 enthalten Einträge über<br />

das jährliche Zins- o<strong>der</strong> Sitzgeld <strong>der</strong> Juden. Hierbei erscheinen<br />

die Rabbiner unter dem Namen "Lehrmeister" <strong>und</strong> die Synagogendiener<br />

unter dem Namen "Schulklopfer"; genannt sind:<br />

1594 Leo Jud, Lehrmaister<br />

1595/96 Leo, Lehrmaister <strong>der</strong> Juden<br />

1598/99 Leo Jud. Lehrmaister unnd sein Sohn Itzig Jud <strong>der</strong><br />

Jung Lehrmaister od. Schuelklopfer ...<br />

1601/02 Leb o<strong>der</strong> Itzig Jud, Lehrmaister unnd sein Mueter<br />

1602/03 Itzig Jud, Lehrmaister<br />

1608/09 Lehrmaister unnd sein Mueter<br />

1610/11 Lehrmaister unnd sein Mueter<br />

1611/12 Lehrmaister<br />

1612/13 Itzig Jud, Lehrmaister<br />

1614/15 Itzig Jud, Lehrmaister<br />

1617/18 Itzig Jud, Lehrmaister<br />

1619/20 Itzig Jüdin, Lehrmaisters Witib<br />

1621/22 Itzig Jüdin, Lehrmaisters Witib<br />

1622/23 Lehrmaister<br />

1625/26 Davidt Jud, Lehrmaister<br />

1627/28 Davidt Jud, Schuelklopfer<br />

1631/32 Davidt Jud, Schuelklopfer.<br />

Weitere Einträge über Juden:<br />

Raittung 1594<br />

Einnahmen, was an Befrevelung zu Burgau gefallen:<br />

Judenschaft, daß sie zuviel Reveren<strong>der</strong> Ross <strong>und</strong> Vieh ausgeschlagen<br />

<strong>und</strong> solche nit beschauen lassen, gestraft um 8 fl.<br />

Mausche Seligmann, Aberlin <strong>und</strong> Schlaum, die Juden, weil sie<br />

sich an Omnium Sonntag vor <strong>der</strong> Kirchen auf <strong>der</strong> Gassen spazieren<br />

finden lassen, abgestraft um l fl.<br />

Georg Süng <strong>und</strong> Hanns Roth zu Oberknöringen, weil sie an einem<br />

Feiertag Judin Hol<strong>der</strong> brechen lassen, beide gestraft um 1 lb<br />

hl; 34 kr 2 hl.<br />

Jonas Järli <strong>und</strong> Täffelin die Juden, Vater <strong>und</strong> Sohn, weil sie<br />

das Vieh über das Verbot den Christen eingestellt, gestraft um<br />

5 fl 30 kr.<br />

Raittung 1595<br />

Defelin Juden, des alten Tochter, Järli sein Sohn <strong>und</strong> Josslin<br />

Dickkopf Sohn, weil sie an einem Feiertag Nuss kauft, jedem<br />

mit 1 lb hl gestraft; <strong>der</strong> halb Teil 51 kr 3 hl.<br />

Vom 16. Mai anno 1595 bis auf den 29. Tag anno 1596 vierzehn<br />

Juden <strong>und</strong> Jüdin gestorben, von denen jedem Inson<strong>der</strong>heit (nach<br />

altem Gebrauch) <strong>der</strong> Stadt Burgau 1 fl Gräbnisgeld gegeben worden.<br />

Dem Amtsbürgermeister gebührt von jedem Gulden 5 sch hl,<br />

so hiermit verraiten in Summa 12 fl.<br />

(5 Schilling Heller = 5 kr 25 hl; bei 14 Verstorbenen: 70 kr<br />

350 hl = 120 kr = 2 fl)<br />

586


Weitere Einträge über Juden:<br />

StadtABu<br />

Raittung 1595/96<br />

Als ein ehrsamer Rat die Juden- o<strong>der</strong> Martinsgans auf dem Rathaus<br />

gegessen, haben beide Amtsverwalter angenommen, von gemeiner<br />

Stadt weg zu bezahlen 5 fl 43 kr.<br />

Raittung 1598/99<br />

Vom 5. Mai 1598 bis zum 1. Juni 1599 sind 21 Juden <strong>und</strong> Jüdin<br />

gestorben.<br />

Raittung 1601/02<br />

Vom Juni 1601 bis 8. Mai 1602 sind neun Juden <strong>und</strong> Jüdin gestorben;<br />

von jedem 1 fl Gräbnisgeld, davon dem Amtsbürgermeister<br />

gebührt 5 sch hl; zu verraitten 7 fl 42 kr 6 hl.<br />

Von allhiesiger Judenschaft die 100 fl, so sie einem ehrs. Rat<br />

allwegen zu drei Jahren schuldig <strong>und</strong> den 3. Juli anno 1601<br />

verfallen gewesen, empfangen 100 fl.<br />

Der edel Frau Kaisersperg (David Kaisersperg = Landamman) Wittib<br />

das Sitzgeld auf Jakobi anno 1601 verfallen, bezahlt <strong>und</strong><br />

empfangen 4 fl (ebenso: 1608/09).<br />

Raittung 1608/09<br />

Von gemeiner Judenschaft allhier für den 5. Termin ihres neuen<br />

Einstandes auf Pfingsten anno 1608 empfangen 45 fl.<br />

Als ein ehrsamer Rat den Vorthl wegen <strong>der</strong> Judengäns verzehrt,<br />

über den Vorthl angenommen 4 fl 40 kr.<br />

Neu <strong>und</strong> Altbürgermeister den Juden zu Haus gangen, was dieselben<br />

reverend für Ross <strong>und</strong> Vieh ausschlagen, auch die Viehweid<br />

geben <strong>und</strong> zu an<strong>der</strong>n Weg <strong>und</strong> Steg gesehen ein halben Tag zugebracht,<br />

verzehrt 2 fl 41 kr.<br />

Raittung 1611/12<br />

1611 sind sieben Juden <strong>und</strong> Jüdin gestorben.<br />

Einnahmen <strong>der</strong> allhisigen Juden <strong>und</strong> Jüdin Sitzgeld auf anno<br />

1611 verfallen:<br />

Kopelen Jud witib 4 fl.; Jonas Jud 12 fl.; Geigglen Jüdin wi-<br />

tib 1 fl 8 kr.; Lehrmeister 6 fl.; Mausche Jud Hasenschart 5<br />

fl.; Mausche Jud <strong>der</strong> alt 8 fl.; Feitus sein Sohn 7 fl.; Arm<br />

Lemblerin 1 fl 8 kr 4 hl.; Sieslen Jud <strong>der</strong> allt 7 fl.; Jäcelen<br />

Jüdin witib 3 fl.; Joslen Jud 10 fl.; Leb Jud 9 fl.; Aberlen<br />

Jud <strong>der</strong> lang 5 fl 30 kr.; Lemblin Jud <strong>der</strong> alt 12 kr.; Feitus<br />

Jud sein Sohn 7 fl.; Feitus Jud <strong>der</strong> Kromm 6 fl.; Defelen Jud<br />

<strong>der</strong> klein 7 fl.; Itzig Jud Josephen Sohn 8 fl.; Aberlen Jud<br />

<strong>der</strong> klein 4 fl.; Kussel Jud 3 fl.; Sieslen Jud Maienkäfer 4<br />

fl.; Samuel Jud Schiller 3 fl.; Defelen Jud sein Sohn 4 fl.;<br />

Schimel Jud 6 fl.; Vaussim Jud 5 fl.; Defelen Jud genannt Bach<br />

5 fl.; Joseph Jud Itziger Sohn 7 fl.; Johel Jud scharten Dochtermann<br />

7 fl.; Liebmann Jud 6 fl.; Man Jud Defelens Dochtermann<br />

6 fl.; Der Alt Hans Jonasen Vater 2 fl.<br />

Summa <strong>der</strong> Juden Sitzgeldt 180 fl 47 kr 1 hl.<br />

587


Weitere Einträge über Juden:<br />

StadtABu<br />

Raittung 1612/13<br />

Von gemeiner Judenschaft allhier für den 9. Termin ihres neuen<br />

Einstands auf Pfingsten anno 1612 empfangen 45 fl.<br />

Von gemeiner Judenschaft an denen ihnen auferlegten 190 fl<br />

Pflastergelt, den halben Teil 55 fl samt den Zinsen erlegt <strong>und</strong><br />

empfangen 60 fl 30 kr.<br />

Raittung 1614/15<br />

Von gemeiner Judenschaft für den 11. Termin ihres neuen Einstandes<br />

auf Pfingsten anno 1614 empfangen 45 fl.<br />

Vom Judenrabbiner den 27. Mai 1614 für 29 Judenschüler für<br />

jeden 50 kr bezahlt; 24 fl 10 kr.<br />

Den 25. November anno 1614 von demselben wegen 31 Schülern<br />

also empfangen 25 fl 50 kr.<br />

Raittung 1619/20<br />

Von <strong>der</strong> Judenschaft auf Pfingsten zuvor für den 16. Termin ihres<br />

neuen Einstands empfangen 45 fl.<br />

Raittung 1621/22<br />

Die Judenschaft auf Pfingsten zuvor für den 18. Termin ihres<br />

neuen Einstandes empfangen 45 fl.<br />

Raittung 1625/26<br />

So haben die gemeine Judenschaft ihren Handlohn auf Pfingsten<br />

anno 1625 bezahlt 45 fl.<br />

Als ein ehrsamer Rat den Vorthl wegen <strong>der</strong> Judengans verzehrt,<br />

angenommen 4 fl.<br />

Raittung 1628/29<br />

1628/29 von <strong>der</strong> Judenschaft 45 fl Einstandsgeld empfangen.<br />

Raittung 1630/31<br />

Von <strong>der</strong> Judenschaft 45 fl Einstandsgeld empfangen.<br />

Item haben die Judenschaft an den aufgewendeten Wachtkosten im<br />

Anger gegen <strong>Augsburg</strong>, weilen die leidige Infektion gewesen,<br />

wie nit weniger zweier Wächter im Markt bei <strong>der</strong> Nacht, um willen<br />

man nit allein den Christen son<strong>der</strong>n auch den Juden bei<br />

nächtlicher weil eine geboren lange Zeit gebraucht, auch wegen<br />

aufgewendeter Kriegs- o<strong>der</strong> Durchzugskosten, als das Wallensteinische<br />

Volk in Italien verruckt, so sich in allen über 200<br />

fl belaufen, angenommen <strong>und</strong> bezahlt 40 fl.<br />

Raittung 1631/32<br />

Von <strong>der</strong> Judenschaft 45 fl Einstandsgeld empfangen.<br />

Weil durch Herrn Landamman, Burgermeister <strong>und</strong> Rat, ihnen den<br />

Juden ihr Begräbnis <strong>zur</strong> weiteren vergünstigt worden, ist jährlich<br />

<strong>und</strong> eines jeden Jahres 2 fl zu bezahlen auferlegt; 2 fl.<br />

Bei gemeiner Judenschaft <strong>zur</strong> Abstattung <strong>der</strong> ersten Herr Obristen<br />

Taubadels (?) Brandschatzung aufgenommen 150 fl.<br />

588


Weitere Einträge über Juden:<br />

StadtABu<br />

Raittung 1634 (Museum)<br />

Judenschaft. Von Oktober 1633 bis Oktober 1634 sind sieben<br />

Juden <strong>und</strong> Jüdinnen gestorben; für jeden 1 fl Begräbnisgeld,<br />

wovon dem Amtsbürgermeister von jedem 5 sch hl gebührt.<br />

Raittung 1635-37<br />

Den letzten November anno 1635 ein toter Jud von Lauingen all-<br />

her geführt <strong>und</strong> begraben worden; das Begräbnisgeld ist 1 fl,<br />

weil aber einem Amtsbürgermeister von jedem 5 sch hl gebührt,<br />

sind noch zu verraitten 51 kr 3 hl.<br />

Hernach wie<strong>der</strong>um 2 Juden allhier begraben worden; nach Abzug<br />

Bürgermeister: 1 fl 42 kr 6 hl.<br />

Herr Landammann hat zu Stepach (Steppach) von 2 Juden 2 fl<br />

eingenommen; mit Vermeldung, Bürgermeister <strong>und</strong> Rat seien ihm<br />

Schreibgeldt schuldig.<br />

Raittung 1637/38<br />

Als die Juden starck aufgesetzt allhier einzukommen, item die<br />

Zins Poreyen starck um Bezahlung geschrieben, <strong>der</strong>o wegen<br />

Rechts geferten Rat <strong>und</strong> Gutachten gebraucht, mit Schreiben <strong>und</strong><br />

Verehrung Unkosten aufgangen <strong>und</strong> bezahlt 12 fl.<br />

Georg Kembtner Rats gen <strong>Augsburg</strong> zum Rechtsgelehrten geschickt,<br />

in vorgefallener gemeiner Stadt Sachen Rat eingeholt,<br />

er Verehrung <strong>und</strong> Zehrung ausgeben 5 fl.<br />

Herr Doktor U. gen Innsbruck geschickt, wegen <strong>der</strong> Juden <strong>und</strong><br />

an<strong>der</strong>er Sachen; 1 Dukaten 3 fl.<br />

Raittung 1651/52<br />

Dieweilen <strong>der</strong>zeit kein Jude mehr allhier, hat das Sitzgeld <strong>der</strong><br />

Juden ertragen 0.<br />

Von einem fremden verstorbenen Juden eingenommen 1 fl, davon<br />

gebührt dem Amtsburgermeister 5 sch hl, ist also noch zu verraitten<br />

51 kr 2 hl.<br />

Raittung 1654<br />

Indem <strong>der</strong>zeit kein Jude mehr allhier wohnhaft ist, so wurde<br />

an<strong>der</strong>s nichts für empfangen eingebracht, als daß 1652 <strong>und</strong> 1653<br />

neun Juden <strong>und</strong> Jüdin gestorben sind; für jeden 1 fl Begräbnisgeld<br />

gerechnet, weil aber von jedem Juden einem amtstragenden<br />

Bürgermeister 5 sch hl gebührt, sind noch zu verraitten 7 fl<br />

43 kr 6 hl.<br />

Raittung 1654/55<br />

Juden Sitzgeld <strong>und</strong> was sonsten von ihnen eingenommen:<br />

Diese Rubrik hat vor dem ersten schwedischen Einbruch nach <strong>der</strong><br />

1632-igsten Stadt Raittung 202 fl 25 kr 5 hl betragen; indem<br />

aber <strong>der</strong>zeit kein Jude mehr hier wohnhaft ist, wurde nichts<br />

an<strong>der</strong>es empfangen als je 1 fl Begräbnisgeld für drei im Jahre<br />

1654 verstorbene Juden <strong>und</strong> Jüdinnen; weil dem amtstragenden<br />

Bürgermeister von jedem 5 sch hl gebührt, sind zu verraitten:<br />

2 fl 34 kr 2 hl.<br />

589


StadtABu<br />

Weitere Einträge über Juden: i<br />

Raittung 1656 <strong>und</strong> 1659/60<br />

Es werden jeweils drei Juden beerdigt.<br />

Raittung 1663/64<br />

1663 sind bei dem Erzfürstl. Landammanamt allhier drei Judenfälle<br />

- zwei von Buttenwiesen <strong>und</strong> einer von Kriegshaber -<br />

durch den Landvogtknecht von Holtz angegeben <strong>und</strong> bezahlt worden;<br />

von jedem gebührt <strong>der</strong> Stadt Burgau 1 fl, wegen eines dargegebenen<br />

Stück Ackers; <strong>der</strong> Landamman hat dem Amtsbürgermeister<br />

3 fl gegeben.<br />

Raittung 1667/68<br />

Den 5. August hat <strong>der</strong> Landamman wegen sechs Judenfällen dem<br />

Landoldt, daß er solche fleißig einlange, 30 kr bezahlt.<br />

Raittung 1677/78<br />

Von <strong>der</strong> Henlen Juden zu Pfersee Kinds Totfall, so Andreas<br />

Landoldt Landvogtsknecht <strong>und</strong> Kais. Zoller zu Holtz eingebracht,<br />

überliefert worden, wovon gemeiner Stadt 1 fl Begräbnisgeld<br />

gebührt.<br />

RATSPROTOKOLLE: (Einträge über Juden)<br />

1657 Januar 11<br />

Zinswucher <strong>der</strong> Judenschaft<br />

(St.368.)<br />

1658 August ?<br />

Hans Veyhl hält um die Judenschule (= Synagoge) an, ob man ihm<br />

die öde Hofstatt verleihen <strong>und</strong> zu seinem Nutzen gebrauchen<br />

möge. Ist hierüber konsultiert <strong>und</strong> vom Rat verabschiedet <strong>und</strong><br />

ihm Veihyl dahin ??, weilen anitz allerhand Wurzgärtl sein,<br />

nit wolle zu geschehen, son<strong>der</strong>n ihm <strong>der</strong> Bescheid erteilt, er<br />

solle sich bis künftigen Frühling gedulden; er solle sich wie<strong>der</strong><br />

anmelden <strong>und</strong> ihm alsdann vor an<strong>der</strong>en gelassen werden.<br />

1658 Dezember 5<br />

Adam Jerg, des innern Rats, produziert <strong>und</strong> interponiert seinen<br />

Vetter Zacharias Nieß, welcher ein altes Bürgerkind ist <strong>und</strong><br />

das Färberhandwerk mit seinen Unkosten in <strong>der</strong> Fremde lernen<br />

müssen, ob man ihm eine öde Hofstatt um einen billigen Kauf,<br />

als die Judenschule (= Synagoge) hätte ausfolgen lassen; dann<br />

ist ihm solches per 30 fl angeschlagen, endlich aber auf starkes<br />

Zusprechen ihm durch den Landamman <strong>und</strong> Magistrat auf 20 fl<br />

reduziert <strong>und</strong> überlassen worden.<br />

590


StadtABu<br />

RATSPROTOKOLLE: (Einträge über Juden)<br />

1660 Februar 5<br />

Der Hafner Michael Neuner erwirbt die öde Hofstatt <strong>der</strong> ehemaligen<br />

Judenschule (= Synagoge) um 40 fl <strong>und</strong> gibt dem Rat einen<br />

Dukaten Leihkauf.<br />

1665 Januar 15<br />

Schreiben vom Oberamt, wegen <strong>der</strong> Neuaufnahme von Juden in Burgau;<br />

mit des Huckel Juden Anstiftung, <strong>der</strong> nicht allein beim<br />

Landesfürsten son<strong>der</strong>n auch bei <strong>der</strong> vor<strong>der</strong>österreichischen Regierung<br />

eingekommen ist, sollen wie von alters 8 o<strong>der</strong> 9 Juden<br />

wie<strong>der</strong> in <strong>der</strong> Stadt Burgau unterkommen; sie wollen ihre Schuldigkeit<br />

mit Schutz- <strong>und</strong> Jägergeld fleißig <strong>und</strong> ordentlich bezahlen.<br />

Es ist <strong>der</strong> Beschluß nach Umfrage erfolgt, daß man eine<br />

Supplication an das Oberamt abgehen lasse, daß man stark wi<strong>der</strong><br />

die Judenschaft protestierend einkommen solle, daß man solches<br />

"Ungeziefer" wie von alters womöglich nicht eindringen lasse,<br />

deswegen man sich bei den Hl. Kapuzinern in Günzburg bei Herrn<br />

Quardiane einzulangen in diesem Passus, damit man solches Unheil<br />

entraten möge.<br />

(St.447.)<br />

1668 Dezember 12<br />

Der Jude Hertzog von Pfersee bringt bei Landammann <strong>und</strong> Rat<br />

vor, daß sein Großvater die Judenschule (= Synagoge) vor dem<br />

ersten Kriege (vermutlich um 1616) "auf sein aigen costen <strong>zur</strong><br />

Ehr Gottes <strong>und</strong> ihme zu Nutz <strong>und</strong> Heil habe pauen lassen, pitte<br />

man werde ihn nit leer darum künde abweisen"; <strong>der</strong> Jude wird<br />

bis nach Weihnachten vertröstet.<br />

(Die Angelegenheit findet später keine Erwähnung mehr.)<br />

1722 Juni 22<br />

Das Hausieren ist nur an Wochenmärkten bis 12 Uhr erlaubt, <strong>der</strong><br />

Pferdehandel die ganze Woche<br />

(Nr.3.)<br />

1735 September 23<br />

Verbot des Verkaufens an Wochenmärkten nach 12 Uhr<br />

(Nr.10.)<br />

1739 Februar 13<br />

Das vom Oberamt sub dato 17. Januar intimierte Dekret um die<br />

angesuchte Ausfolglassung <strong>der</strong> Judentotfallgel<strong>der</strong> die concession<br />

in authentio zu donieren, ist en pleno abgelesen <strong>und</strong> solches<br />

bereits schon verantwortet, auch hierdurch die concession<br />

in authentio erwiesen worden.<br />

(Nr.l.)<br />

1742 März 16<br />

Hizig Burgauer, Hebräer von Ichenhausen<br />

(Nr.8.)<br />

591


StadtABu<br />

RATSPROTOKOLLE: (Einträge über Juden)<br />

1742 Mai 20<br />

Pferdekauf nicht unter 5 fl.<br />

(Nr.3.)<br />

1777 April 4<br />

Sei wegen den Judenhausierern sich beim Oberamt zu befragen<br />

<strong>und</strong> sich zu beschweren, daß sie nur an den Wochenmärkten sich<br />

hierher zu verfügen befugt sein sollen; an den an<strong>der</strong>en Tagen<br />

sollen sie angehalten werden, gleich <strong>der</strong> Stadt Günzburg täglich<br />

etwas zu bezahlen.<br />

(Nr.3.)<br />

KP 1745-1748:<br />

Hizig Burgauer, schutzverwandter Hebräer von Ichenhausen<br />

(fol.33, 43, 53, 65, 148, 150, 216.)<br />

CAMERALRECHNUNG 1779:<br />

Den 31. 8bris hat ein wohllöb. Oberamt zu Günzburg von denen<br />

gefallenen Judentotfal1-Gel<strong>der</strong>n von 152 fl den vierten Teil<br />

anheron übermachtet; so in Empfang zu bringen 38 fl.<br />

RECHNUNG 1786-1797:<br />

Vom Rentamt Günzburg werden von den eingegangenen Judentot-<br />

fallgel<strong>der</strong>n an Burgau entrichtet (<strong>der</strong> 4. Teil):<br />

1786 42 fl von 168 fl.<br />

1787 38 fl von 152 fl.<br />

1788 38 fl von 152 fl.<br />

1796 56 fl von 224 fl.<br />

1797 59 fl von 236 fl.<br />

OBERAMTLICHE VERORDNUNGEN 1780-84:<br />

1782 Januar 31 <strong>und</strong> März 23<br />

Hofkammerdekret vom 31. Januar 1782, daß die jüdischen Leib<br />

Mauten sowohl in Wien als denen Län<strong>der</strong>n vom 1.1. laufenden<br />

Jahres aufgehoben, folglich nicht mehr eingezogen werden sollen.<br />

Oberamt, den 23.3.1782.<br />

(Nr.172.)<br />

1783 November 23 Günzburg<br />

Nota. Die JudentotfalIgel<strong>der</strong> für löbl. Stadt Burgau betragen<br />

an heuer ab 49 Judenbegräbnissen 49 fl, wovon mir die gewöhnliche<br />

Quittung erbeten, K.K.M./B. Rentamt, Sartori.<br />

(Nr.172.)<br />

592


StadtABu<br />

PFARRBUCH: (Eintrag über Judentaufen)<br />

Kein Judenkind solle vor 18 Jahren getauft werden, es sei<br />

denn, daß die Taufe im Totenbett verlangt werde; in diesem<br />

Falle könnte einem solchen Judenkind die Taufe gereicht werden.<br />

(Vorletztes Blatt.)<br />

Abschriften aus dem Bistumsarchiv <strong>Augsburg</strong>:<br />

1616<br />

Predigt Pfarrers zu Knöringen, festo Matthäi 1616.<br />

Der Apostel Matthäus sei ein geborener Jud gewest aus dem Geschlecht<br />

Levi ... Die Zauberer, gottlosen verfluechten schelmischen<br />

Judenziefer, die machen die Obrigkeit welche gesehend<br />

ist, blind mit ihrem gestohlenen Guet, so sie den armen Burgern<br />

abgenomben ... dass man auch den Apostel Matthäi, das ist<br />

die höhere Obrigkeit soll anruefen, dass er die Zauberer, die<br />

Teufelskin<strong>der</strong> <strong>und</strong> Galgendieb <strong>und</strong> feurige Drachen abschaffen<br />

<strong>und</strong> vertriebe, <strong>und</strong> wann die Burger nun einen Ausschuss machten<br />

<strong>und</strong> solches ihr obligens tribselig Leben so sie bei diesen<br />

Erzdieben ausstehen, ihrer hohen Obrigkeit klagen, will er<br />

selbsten mit ihnen fornen daran sein, dass ihnen von diesem<br />

Teufelsgeschmeiss geholfen werde ...<br />

Conclusio. Liebe Christen lasst uns nidknien <strong>und</strong> ein andächtig<br />

Vater <strong>und</strong> Ave beten, dass <strong>der</strong> Teufel die Juden all hollen wölle.<br />

1631<br />

Die Juden beschweren sich beim Generalvikar Zeiller in <strong>Augsburg</strong><br />

gegen den Stadtprediger Caspar Baur von Burgau. Sie führen<br />

in ihrer Klageschrift u.a. an, daß dieser die Juden, wie<br />

schon vor etlichen Jahren, verfolge; "ja er geht bisweilen in<br />

unser Judenschul o<strong>der</strong> Gebetshaus <strong>und</strong> hebt an zu schreien <strong>und</strong><br />

treibt allerlei Fablerey ... wann er einen frembden Juden<br />

sieht, so seiner Geschäft halber da ist, lauft er ihm nach <strong>und</strong><br />

schlägt ihn, wie er dann vor ungefähr 3 Wochen einen Juden von<br />

Steppach, so mit an<strong>der</strong>en Juden in unser Schul gehen wollten,<br />

mit seinem Stecken geschlagen, hernach an einem Inwohner allda<br />

gar den Stecken abgeschlagen, an dem er sich nit ersättigen<br />

lassen, son<strong>der</strong>n unserem Vorsinger in die Schul wie<strong>der</strong> nachgelaufen,<br />

<strong>der</strong> ihme ob besseren Frieds halber reteriert <strong>und</strong> ihme<br />

entlaufen, er auch damal vor ihme nit in unser Schuel gehen<br />

<strong>der</strong>ffen ..."<br />

Antwort des Predigers Baur. Verschiedene Schreiben in <strong>der</strong>selben<br />

Sache.<br />

Hinweis:<br />

Die Originale sind möglicherweise verloren (im <strong>Augsburg</strong>er Bistumsarchiv<br />

<strong>der</strong>zeit nicht auffindbar).<br />

593


KATH. PFARRARCHIV BUTTENWIESEN<br />

Nach fre<strong>und</strong>licher Mitteilung von Herrn Franz X. Neuner:<br />

Pfarrmatrikel: Personenstandsbuch IV, Sterbeeinträge<br />

1882 April 13<br />

Michael Lang, Taglöhner, katholisch, ledig, Buttenwiesen, Haus<br />

Nr.2 (jüd. Konvertit); gestorben am 13.4.1882 in Buttenwiesen,<br />

66 Jahre alt;<br />

(S.34, Nr.6.)<br />

Hinweis:<br />

Im Tauf- bzw. Geburtenbuch ist kein Religionswechsel vermerkt.<br />

Es handelt sich möglicherweise um den am 30.3.1816 in Buttenwiesen<br />

geborenen David Lang, Sohn <strong>der</strong> Pferdehändlerseheleute<br />

Isaak <strong>und</strong> Hanna Lang. - BayHStA: Jüd. Standesregister Nr,24,<br />

S. 15.<br />

594


FUGGER-ARCHIV, DILLINGEN<br />

Hinweis:<br />

Die hier aufgeführten Archivalien des Fugger-Archivs (= FA)<br />

wurden fre<strong>und</strong>licherweise von Frau Dr. Dana Koutná-Karg <strong>und</strong><br />

Herrn Franz Karg <strong>zur</strong> Verfügung gestellt. - Die zweistelligen<br />

Signaturen bezeichnen Urk<strong>und</strong>en, die dreistelligen Akten.<br />

Lit.: Dana Koutná-Karg, Juden in Fuggerischen Herrschaften,<br />

in: Irsee-Schriften 3, hrsg. von Peter Fassl (im Druck).<br />

Dies., Emersacker im späten 17. Jahrh<strong>und</strong>ert. Bemerkungen zu<br />

<strong>der</strong> jüdischen Gemeinde, in: JHVD 93 (1991), S.404-419.<br />

I. Privileg (Judenfreiheit)<br />

a) Urk<strong>und</strong>en<br />

1566 März 30, <strong>Augsburg</strong><br />

Judenprivileg Kaiser Maximilians II.<br />

FA 52.7<br />

Bestätigungen u.a.:<br />

1577 Rudolph II., 1615 Matthias, 1620 Ferdinand II.,<br />

FA 52.7; 55,1; 56.7; 59.2; 59.3;<br />

(Abrechnung über Bestätigungskosten in FA 3.1.10c)<br />

Abschriften des Privilegs in:<br />

Polizeiordnung Brandenburg, FA 18.1.1a, fol. 97r-101v;<br />

Statuten <strong>der</strong> Herrschaft Kirchheim, FA 28.3.14a, fol. 64r-69v;<br />

Urk<strong>und</strong>en Mattsies (1699), FA 235.4;<br />

Gerichtssachen Mickhausen FA, FA 236,8.<br />

1566 Dezember 31<br />

Insinuationsprotokol1 des Judenprivilegs<br />

FA 52.7 (Abschrift in FA 7.4.12 1/2)<br />

1580 Juni 27<br />

Insinuation des Privilegs beim kaiserlichen Kammergericht<br />

FA 2.1.2, fol. 456<br />

1599 Mai 3<br />

Insinuationsprotokol1 des Judenprivilegs<br />

FA 52.7 (Abschrift in FA 7.4.12 1/2)<br />

1698 März 31<br />

Neuerliche Veröffentlichung des Judenprivilegs<br />

FA 52.7<br />

b) Akten<br />

1550-1582<br />

Strafsachen wegen Handels mit Juden; im wesentlichen Fall des<br />

Alexan<strong>der</strong> Winkler (vgl. Babenhausen)<br />

FA 3.1.10b<br />

595


II. Fuggersche Besitzungen<br />

BABENHAUSEN<br />

FA Dillingen<br />

1530<br />

Urfehde des Peter Baur von Weiler wegen Geschäften mit Juden<br />

FA 118.1<br />

1546 Mai 11<br />

Urteil des Gerichts in Wangen in <strong>der</strong> Klage des Bartholme Bauer<br />

von Beblinstetten gegen David Jud zum Neuenriedt (vgl. BaHStA,<br />

RKG 5508); darin: 1547 Februar 8, Klage des Vogtes von Kirch-<br />

haslach gegen das Wangener Urteil<br />

FA 122.1<br />

1547<br />

Achterklärung: Joseph Jud zu Günzburg gegen Mathias Happaper-<br />

ger<br />

FA 118.4<br />

1551-1559<br />

Urfehdebriefe einiger Juden nach Bestrafung wegen Handels;<br />

u.a. Salomon Jud von Krumbach; Jakob Jud von Schwaighausen <strong>und</strong><br />

Mossi Jud zu Zell im Widenthal im Breisgau<br />

FA 118.2<br />

1558-1561<br />

Amtsberichte, darin: Bestrafung wegen Handels mit Juden<br />

FA 7.4.19a<br />

1562-1563<br />

Vier Schreiben des Pflegers an Karl Peutinger wegen Umgangs<br />

mit Juden, vor allem Pferdehandel betreffend<br />

FA 118.2<br />

1572<br />

Verordnungen <strong>der</strong> Herrschaft, fol. 140: Verbot des Handels mit<br />

Juden bei Vermögensverlust <strong>und</strong> Androhung, aus <strong>der</strong> Herrschaft<br />

verwiesen zu werden<br />

FA 7.4.13<br />

1573<br />

Urfehde des Abraham Jud von Burgau, weil er "sein gewöhnlich<br />

Zeichen nicht offen geführt" hat<br />

FA 118.2<br />

1553-1791<br />

Judensachen <strong>der</strong> Herrschaft Babenhausen<br />

1. Abschriften <strong>der</strong> Insinuationsprotokolle von 1566 <strong>und</strong> 1599<br />

2. 1557: Fall des Alexan<strong>der</strong> Winkler von Babenhausen;<br />

Regelung des Nachlaßes <strong>und</strong> nachträgliche Bestrafung <strong>der</strong> Fami-<br />

lie wegen verbotenen Handels (Salomon Jud von Haldenwang, Ja-<br />

kob von Schwaighausen); Teile auch in FA 3.1.10b<br />

596


II. Fuggersche Besitzungen<br />

BABENHAUSEN<br />

FA Di11ingen<br />

1553-1791<br />

Judensachen <strong>der</strong> Herrschaft Babenhausen<br />

3. 1586: Fall des Marx Juden von Heimertingen; Bestrafung we-<br />

gen verbotenen Handels mit Untertanen, beson<strong>der</strong>s in Pleß, u.a.<br />

Kleindarlehen, Roßtausch; die Strafe von 150 fl. fällt an das<br />

Seelhaus in Babenhausen<br />

4. 1747: Schreiben des Oberamtmannes Zwerger wegen <strong>der</strong> Klagen<br />

von Babenhauser Textilkramern, betr. <strong>der</strong> Geschäfte von Fell-<br />

heimer Juden; Oberamtmann legt die frühere Haltung dar<br />

5. 1747 I 13, Dekret: Geschäfte von Fellheimer Juden werden<br />

bei Androhung <strong>der</strong> Konfiskation <strong>der</strong> Waren nur im Schloß bzw. in<br />

privilegierten Häusern in Babenhausen erlaubt<br />

6. 1782 VII 21, Dekret für die Herrschaften Babenhausen, Boos,<br />

Wellenburg mit Bezug auf die Reichspolizeiordnung von 1551,<br />

die Judenfreiheit von 1566 <strong>und</strong> Insinuationen: darin wird jeg-<br />

licher Handel mit Juden verboten, sofern er nicht vor <strong>der</strong><br />

Herrschaft protokolliert wird; alle Geschäfte über 3 fl. müs-<br />

sen in das beson<strong>der</strong>e Juden-Protokoll eingetragen werden<br />

FA 7.4.12 1/2<br />

1686-1709<br />

Handelskonzession für sechs Juden aus Hürben mit "Roß, Vieh,<br />

Tuch, Häuten <strong>und</strong> Fe<strong>der</strong>n <strong>und</strong> an<strong>der</strong>en Waren" für einen Zeitraum<br />

von 12 Jahren; dabei sind alle Geschäfte vor dem Amt zu protokollieren.<br />

Der Kontrakt wird 1698 <strong>und</strong> 1705 erneuert, wegen<br />

Zahlungsrückstand jedoch 1710 verboten<br />

FA 7.5.2<br />

1804<br />

Textbuch eines Singspiels "Die belohnte Ehrlichkeit o<strong>der</strong> Der<br />

redliche Bauer <strong>und</strong> <strong>der</strong> großmüthige Jude", aufgeführt in Babenhausen<br />

(Schultheater)<br />

FA 7.5.17b<br />

BIBERBACH<br />

1582 Mai 31<br />

Amtsberichte, darin: Ausweisung des Hans Gayer von Prettels-<br />

hofen wegen Handels mit Juden<br />

FA 8.5.5<br />

1726<br />

Polizeiordnung: Verbot des Handels mit Juden, sowie sich mit<br />

fremden Gerichten einzulassen<br />

FA 135.5 (identisch mit StAA Fugger-Babenhausen 114)<br />

597


II. Fuggersche Besitzungen<br />

BOOS<br />

FA Dillingen<br />

1729<br />

Polizeiordnung, Art. 89: Handel mit Juden ist verboten, außer<br />

gegen bar <strong>und</strong> mit Protokollierung;<br />

2. Fassung (wohl 1753): beson<strong>der</strong>es Verbot, Geschäfte an Sonn-<br />

<strong>und</strong> gebotenen Feiertagen zu schließen<br />

FA 10.1.20p<br />

BRANDENBURG/ILLER<br />

1589<br />

Polizeiordnung:<br />

fol. 42v (verbott wi<strong>der</strong> die Juden): 1. Handelsverbot bei Verweis<br />

aus <strong>der</strong> Herrschaft; 2. Vogt muß von Vorgängen berichten;<br />

3. Juden sind verpflichtet, ihren gelben Fleck zu tragen; bei<br />

Geschäften in <strong>der</strong> Herrschaft erhalten sie einen Begleiter.<br />

fol. 30r-32r: Judeneid.<br />

fol. 116: Judenzoll an <strong>der</strong> Brandenburger Brücke<br />

FA 18.1.1a<br />

EMERSACKER<br />

1653 Januar 1<br />

Bestallung des Konrad Ayblinger als Pfleger von Bocksberg <strong>und</strong><br />

Emersacker, u.a. <strong>zur</strong> Protokollführung: <strong>der</strong> Pfleger soll darauf<br />

achten, daß ohne Zustimmung <strong>der</strong> Herrschaft o<strong>der</strong> zumindest des<br />

Oberamtes die Untertanen keine Geschäfte mit Juden auf Borg<br />

betreiben, dies soll er den Untervögten ernsthaft befehlen.<br />

FA 84.2<br />

1688 Mai 12<br />

Huldigung <strong>der</strong> Untertanen, wobei 12 Juden namentlich genannt<br />

werden; darin ausführlicher Judeneid<br />

FA 84.1<br />

1663-1704<br />

Einträge im Salbuch von 1663 (FA 5.2.26c),<br />

in den Amtsrechnungen von 1700-1704 (FA 66.5.1-4)<br />

GABLINGEN<br />

1725<br />

Polizeiordnung: Geschäfte mit Juden sind verboten<br />

FA 9.1.13<br />

1696, 18. Jh.<br />

Amtsprotokolle, darin: zahlreiche Handelsabschlüsse mit Juden,<br />

vor allem Pferdehandel<br />

FA 9.2.2<br />

598


II. Fuggersche Besitzungen<br />

GLÖTT<br />

FA Dillingen<br />

1685 Februar 20<br />

Gewerbesachen, darin: Anfrage von Burgau, den Schutzjuden von<br />

Buttenwiesen erneut den Handel in den fuggerschen Gebieten zu<br />

gestatten; zwei Entwürfe<br />

FA 25.1.33<br />

1765 April 25<br />

Verwaltung <strong>und</strong> Polizei: Zum Schutz <strong>der</strong> Untertanen müssen alle<br />

Geschäfte mit Juden im Beisein einer Amtsperson protokolliert<br />

werden, spätestens aber 24 St<strong>und</strong>en später angezeigt werden;<br />

keine Haftung für Mängel; Strafandrohung von 10 Reichsthaler<br />

FA 25.1.32<br />

1767<br />

Taxordnung, Art. 32: Frage <strong>der</strong> Handelskonzession für Juden aus<br />

Buttenwiesen; Protokol1 zwang mit einer Gebühr von 30 Kr. bei<br />

Geschäften bis 50 fl.<br />

FA 25.1.31<br />

HEIMERTINGEN<br />

1572<br />

Polizeiordnung: Handelsverbot mit Juden, außer in bar, (nicht<br />

in jüngerer Fassung); darin auch Judeneid<br />

FA 12.2.4 1/8<br />

1586 November 28<br />

Fall des Marx Juden von Heimertingen (vgl. Babenhausen Judensachen<br />

1553-1791, 1586); hier: Bericht des Pflegers von Babenhausen<br />

FA 7.4.12 1/2<br />

1773<br />

Gerichtssachen, darin: Mord an dem Juden Moyses Joseph in Wör-<br />

rach durch einen Metzger; Gesuch, den Toten nach Fellheim zum<br />

Begräbnis überführen zu dürfen<br />

FA 12.2.4<br />

1784 Oktober 21<br />

Wegegeldtarife, u.a. für Juden<br />

FA 165.6<br />

KETTERSHAUSEN<br />

Gebot <strong>und</strong> Verbot (Abschriften 17. <strong>und</strong> 18. Jh.):<br />

Verbot des Handels mit Juden bei Verweisung aus <strong>der</strong> Herrschaft<br />

FA 13.2.5<br />

599


II. Fuggersche Besitzungen<br />

KIRCHBERG<br />

FA Dillingen<br />

1600 Dezember 5<br />

Polizeiordnung Kirchberg <strong>und</strong> Wiblingen: Verbot sich mit Juden<br />

o<strong>der</strong> Christen zu verschreiben o<strong>der</strong> vor fremde Gerichte zu gehen<br />

bei Besitzverlust <strong>und</strong> Vertreibung aus <strong>der</strong> Herrschaft<br />

FA 218.5<br />

1738<br />

Urbar, fol. 249 <strong>und</strong> 258: Judenzoll von <strong>der</strong> Kirchberger Brücke<br />

FA 27.2.24<br />

KIRCHHEIM<br />

nach 1540<br />

Kopialbuch:<br />

fol. 83v: Schuldbrief des Ulrich Waltmann zu Eppishausen über<br />

12 fl. an den Juden Jacob zu Schöppach, o. D.;<br />

fol. 102v: Verzichtbrief des Juden Salomon von "Wencken"<br />

(Franken) von 1538 Juni 7;<br />

fol. 243r: 1539 Oktober 20, Schuldbrief wie fol. 83r;<br />

fol. 338r-v: 1586 Juli 22: Obligation <strong>und</strong> Verschreibung des<br />

Moses Juden zu Immelstetten; Kontrakte mit Untertanen von<br />

Kirchheim wi<strong>der</strong> das Privileg; (vgl. Original in FA 226,5)<br />

FA 28.1.1<br />

1541<br />

Polizeiordnung: Übernahme <strong>der</strong> Regelung des Vorbesitzers von<br />

Hirnheim: Verbot jeglichen Umgangs mit Juden unter Androhung<br />

<strong>der</strong> Konfiskation; Fassung des 17. Jh.: ausgenommen werden<br />

Jahr- <strong>und</strong> Wochenmärkte<br />

Druck: Ernst <strong>und</strong> Helmut Striebel, <strong>Geschichte</strong> des Marktes<br />

Kirchheim <strong>und</strong> seiner Ortsteile, 1990, S. 90. FA 28.3.14b<br />

16. Jh.<br />

Statuten <strong>der</strong> Herrschaft:<br />

fol. l-3v: Freiheit für den Vorbesitzer von Hirnheim;<br />

fol. 20r: Judenkontrakte werden durch den Vorbesitzer verboten<br />

(wie FA 28.3.14b)<br />

fol. 64r-65r: Abschrift <strong>der</strong> Freiheit von 1566;<br />

fol. 105v: 1556: Hab <strong>und</strong> Gut des Paul Wagner von Haselbach<br />

verfallen wegen Umgangs mit Juden<br />

FA 28.3.14a<br />

1558/59<br />

Urteil des Marktgerichtes Kirchheim; Ausweisung des Paulin<br />

Ellenrie<strong>der</strong> von Kingenhausen (Könghausen), weil er gegen das<br />

schon unter dem Herrn von Hirnheim erlassene Verbot verstoßen<br />

hat <strong>und</strong> sich bei den Juden Geld geliehen hat;<br />

Urteil des Dorfgerichtes Eppishausen: Ausweisung des Stoffel<br />

Brecheisen zu Eppishausen, weil er sich trotz Verbotes Geld<br />

geliehen hat <strong>und</strong> außerdem mit Acht belegt worden ist<br />

FA 226.5<br />

600


II. Fuggersche Besitzungen<br />

KIRCHHEIM<br />

FA Dillingen<br />

1569 Juli 21<br />

Appellation des Marx <strong>und</strong> Hans Fugger, wegen rechtswidriger Anklage<br />

Kirchheimer Untertanen durch den Juden Lazarus von Angelberg,<br />

jetzt Thannhausen<br />

FA 226.5<br />

1586 Juli 22<br />

Urfehde des Moises Juden von Immelstetten, wegen eingezogener<br />

Güter <strong>und</strong> verfallener Schuldgel<strong>der</strong><br />

FA 226.5<br />

1660-1779<br />

Markt <strong>und</strong> Handel, darin: 1665, Handelserlaubnis für den Juden<br />

Hitzig aus Thannhausen; 1778, Zolltarife, Handel ist [...] nur in<br />

bestimmten Häusern möglich<br />

FA 28.3.97c<br />

LANDVOGTEI SCHWABEN<br />

1599-1600<br />

Prozeß des Hans Jakob von Rehlingen (Lee<strong>der</strong>) gegen den Juden<br />

Samuel <strong>und</strong> seinen Bru<strong>der</strong> Jakob (beide von Günzburg) betr. eines<br />

Kaufgeschäftes des Rehlingen mit Wolf Wilhelm von Knörringen<br />

um das Gut Fischach<br />

FA 29.1.9<br />

LAUGNA<br />

1799-1801<br />

Amtsberichte des Pflegamtes Laugna; darin: Henlj Löw aus Bins-<br />

wangen erwirbt ein Gr<strong>und</strong>stück in Emersacker<br />

FA 5.2.28a<br />

LAUTERBRUNN<br />

1573 August 5<br />

Kauflibell, darin: Abgaben von Juden, die auf Sölden sitzen<br />

FA 84.3 (Abschrift in FA 5.2.31c)<br />

1604/1605<br />

Amtsprotokolle, darin: 1604 September 9, Untertanen werden<br />

wegen Schulden bei Juden (Mengele, Seleman <strong>und</strong> Pan<strong>der</strong>man von<br />

Binswangen) befragt. 1605 März 4, zwei exemplarische Ausweisungen<br />

aus <strong>der</strong> Herrschaft, Begleichung <strong>der</strong> Schulden; erlaubt<br />

werden lediglich Geschäfte gegen Bargeld auf Jahrmärkten<br />

FA 5.2.31<br />

601


II. Fuggersche Besitzungen<br />

MICKHAUSEN<br />

FA Dillingen<br />

1575/1576<br />

Gerichtssachen:, darin: Jüdin Vögelin von Thannhausen zitiert<br />

Hans Gleich von Wollmetshofen vor das schwäbische Landgericht;<br />

Jüdin <strong>und</strong> ihr Anwalt erhalten freies Geleit vor das Dorfgericht<br />

Mickhausen<br />

FA 236.8<br />

1566-1807<br />

Judensachen, u.a.:<br />

1566 September 27 <strong>und</strong> 1569 Juli 17: Schreiben <strong>der</strong> Brü<strong>der</strong> Marx<br />

<strong>und</strong> Hans Fugger, das Verbot des Handels mit Juden für ihre<br />

Untertanen betr.;<br />

1668: Pflegamtsverwalter erinnert an das Verbot, daß kein Untertan<br />

mit den Juden handeln soll;<br />

1685 Juni 30: Brief an den Vizeamtsverwalter Josef Meuttinger,<br />

daß er keinen Handel mit Juden zulassen soll;<br />

Ende 18. Jahrh<strong>und</strong>ert: Schuldverzeichnis des Moyses Silberschmid<br />

von Fischach, das nach seinem Tod an seinen Sohn Simon<br />

übergeht, Randnotiz von 1795 über die Bezahlung <strong>der</strong> Schulden<br />

1807: Amtsauskunft, im Oberamt Mickhausen leben keine Juden<br />

FA 32.1.227 1/13<br />

1722-1731<br />

Korrespondenz: Schulden des Grafen Johann Ludwig Fugger<br />

(1700-1779) beim Juden Noe Samuel Isaak; darin auch Schuldscheine<br />

FA 1.2.157 1/2<br />

1732-1795<br />

Judenkontraktprotokolle (6 Hefte): 1732-37, 1757-67, 1768-<br />

1772, 1772-81, 1778-88, 1789-1795; sie enthalten neben gewöhnlichen<br />

Kontrakten viele Klagen von beiden Seiten, beteiligt<br />

sind meist Juden aus Fischach; darin: Schuldverzeichnis beson<strong>der</strong>s<br />

von Fischacher Juden<br />

FA 32.5.27-28<br />

OBERNDORF<br />

vor 1650<br />

Polizeiordnung: Verboten sind alle Kontrakte mit Juden außer<br />

<strong>zur</strong> "täglichen Notdurft", auch Geschäfte mittels Dritter werden<br />

verboten; <strong>zur</strong> Strafe verfällt Hab <strong>und</strong> Gut<br />

FA 25.2.13 1/2 (Abschriften in FA 25.2.13b)<br />

1783<br />

Protokoll- <strong>und</strong> Taxordnung: Protokollzwang, Gebühr von 30 Kr.<br />

bei einem Handel bis 50 fl, darüber eine Gebühr von 1 fl<br />

(Wortlaut identisch mit Glött FA 25.1.31, 1767)<br />

FA 25.2.13c<br />

602


II. Fuggersche Besitzungen<br />

RETTENBACH mit GOTTENAU<br />

FA Dillingen<br />

1544<br />

Statuten von Gottenau: Verbot mit Juden Handel zu treiben<br />

FA 178.3<br />

18. Jh.<br />

Polizeiordnung von Rettenbach, Art. 10: Handelsverbot bei Verlust<br />

<strong>der</strong> Güter<br />

FA 178.3<br />

WALD (MARKT WALD = IRMATSHOFEN)<br />

18. Jh.<br />

Gebot <strong>und</strong> Verbot:<br />

pag. 24f.: kein Handelsverbot, nur allgemeine Bestimmung, daß<br />

ohne Wissen <strong>der</strong> Herrschaft kein Besitz verkauft, verpfändet<br />

o<strong>der</strong> vertauscht werden kann.<br />

pag. 30f.: Verbot jemanden zu beherbergen o<strong>der</strong> zu verpflegen,<br />

<strong>der</strong> "so <strong>der</strong> Juden halber" in die Acht erklärt wurde<br />

Judeneid (Fassung von 1779, wohl 1660 erlassen)<br />

FA 16.2.23<br />

WALDBERG (Herrschaft Wellenburg)<br />

1540, 1545<br />

Achterklärungen des schwäbischen Landgerichts auf Veranlassung<br />

von Juden:<br />

1540: Michel Haldenwang - Abraham zu Eppishofen<br />

1545: Schmid zu Waldberg - Sampson zu Burgau<br />

FA 199.2<br />

1562<br />

Schuldbrief für jung David zu Neuburg (37 fl. 30 kr)<br />

FA 199.5.<br />

WELDEN<br />

1598<br />

Gr<strong>und</strong>buch, pag. 4: Judenzoll zu Welden; Verpflichtung für Juden,<br />

das Zeichen zu tragen<br />

FA 43.1.2<br />

1745/46<br />

Streitsache des Johann Pollinger, Schmied zu Wörleschwang, mit<br />

Schmuel Abraham von Binswangen, wegen Pferdehandels<br />

FA 43.1.11k<br />

603


II. Fuggersche Besitzungen<br />

WELLENBURG<br />

FA Dillingen<br />

1329 Mai 15 <strong>und</strong> 23<br />

Der Kämmerer Gottfried von Wellenburg verkauft mit Zustimmung<br />

seiner Frau Agnes seinen Erbteil an <strong>der</strong> Herrschaft Wellenburg<br />

an den <strong>Augsburg</strong>er Bürger Heinrich den Portner, <strong>der</strong> auch den<br />

Erbteil des Arnold Kämmerer von Wellenburg erwirbt. Die Verkäufer<br />

verwenden den Kaufpreis von 517 Pf<strong>und</strong> <strong>Augsburg</strong>er Pfennigen<br />

<strong>zur</strong> Abgeltung ihrer Schulden bei Juden <strong>und</strong> Christen<br />

FA 185.1<br />

1576-1582<br />

Prozeß des Anton Rehlinger, Bürgers von <strong>Augsburg</strong>, mit Leo Juden<br />

von Leitershofen; Libell<br />

FA 17.1.15 i<br />

1595-1597<br />

Amtsberichte, darin: Judenhaus zu Leitershofen (1595/96); Zitation<br />

eines Untertanen vor das Landgericht zu Wangen durch<br />

einen Juden von Pfersee (1597) (Lösung: außergerichtliche Einigung<br />

unter Aufsicht <strong>der</strong> Herrschaft)<br />

FA 17.2.1<br />

1717-1785<br />

Juden Protokolls Rapular. Darin eingeb<strong>und</strong>en: Schreiben <strong>der</strong><br />

Herrschaft an den Pfleger vom 15.4.1717 <strong>zur</strong> Einführung <strong>der</strong><br />

Protokollierung<br />

FA 17.2.55<br />

1787<br />

Polizeiordnung (erlassen nach 1648, 1726 bestätigt),<br />

Nr. 71: Verbot mit Juden Handel zu treiben o<strong>der</strong> sich in eine<br />

Bürgschaft einzulassen<br />

FA 17.1.15 a<br />

III. Quellen zu an<strong>der</strong>en Familien<br />

a) Pappenheim<br />

1437 August 2, Eger<br />

König Sigism<strong>und</strong> verschreibt dem Reichserbmarschall Haupt zu<br />

Pappenheim <strong>und</strong> seinen Erben die halbe Judensteuer zu Nürnberg<br />

<strong>und</strong> 200 Gulden aus dem Ammanamt von Nördlingen; Abschrift Pap.<br />

FA 211.3<br />

1607<br />

Amtskorrespondenz, darin: Juden in Pappenheim; Abschied für<br />

den Juden Bemel (aus Bestand Grönenbach)<br />

FA 26.2.7 e<br />

604


FA Dillingen<br />

III. Quellen zu an<strong>der</strong>en Familien<br />

b) Besserer<br />

1576 Juli 24, Regensburg<br />

Judenprivileg Kaiser Maximilian II. für die Besserer von<br />

Schnürpflingen. Inseriert in <strong>der</strong> Bestätigung von Kaiser Matthias,<br />

1613 Oktober 16<br />

FA 221.1<br />

605


STADTARCHIV DILLINGEN<br />

Das Stadtarchiv Dillingen befindet sich <strong>der</strong>zeit im Neuaufbau.<br />

Die Ordnung des Archivmaterials wird voraussichtlich noch mindestens<br />

drei Jahre in Anspruch nehmen.<br />

Hinweis:<br />

Das Museum in Dillingen besitzt einen jüdischen Schofar: ein<br />

Wid<strong>der</strong>horn, das nach gesetzmäßigen Tönen am Rosch Haschana<br />

(Neujahr) geblasen wird.<br />

Der Schofar stammt vermutlich aus Binswangen.<br />

(Nach fre<strong>und</strong>licher Mitteilung von Herrn Dr. Rudolf Poppa)<br />

606


URKUNDEN:<br />

STADTARCHIV DONAUWÖRTH<br />

1383 Februar 13<br />

"Privilegium, das die juden mogen burger zu Thonauwördt werden":<br />

die Brü<strong>der</strong> Friedrich, Stephan <strong>und</strong> Johann, Herzöge von<br />

Bayern, erteilen den Juden einen Gnadenbrief, <strong>der</strong> ihnen gegen<br />

eine jährliche Abgabe die bürgerliche Gleichberechtigung mit<br />

den Christen zusichert. Für den Fall eines Wi<strong>der</strong>rufs dieser<br />

Freiheit wird eine Gnadenfrist von mindestens einem Jahr sichergestellt<br />

(Orig.-Urk. verloren. - Abdruck: Stenger Urk.l0, S.156-158. -<br />

Königsdorfer, Bd.l, S.141-143.)<br />

1384 Oktober 23<br />

Erwähnt ist die Judenschule (= Synagoge) zu Donauwörth<br />

1480 Juni 6<br />

Michael Ärbihsmair, Bürger zu "Schwebischen Werde" (Donauwörth)<br />

bekennt, daß er von dem Juden Hirsch 104 fl geliehen<br />

hat<br />

1517 November 5 Wien<br />

Kaiser Maximilian I. bekennt, daß er den Juden zu Donauwörth<br />

geboten hat, mit ihrem beweglichen Hab <strong>und</strong> Gut aus <strong>der</strong> Stadt<br />

zu ziehen <strong>und</strong>, daß we<strong>der</strong> sie noch ihre Nachkommen künftig dort<br />

wohnen sollen; <strong>der</strong> Kaiser verkauft die jüdischen Häuser <strong>und</strong><br />

Wohnungen sowie die Synagoge um eine "namliche" Summe Geldes<br />

an die Stadt Donauwörth<br />

1521 Mai 3 Worms<br />

Kaiser Karl V. bestätigt <strong>der</strong> Stadt Donauwörth das Judenprivileg<br />

von 1517 XI 5<br />

1521 Mai 4 Worms<br />

Kaiser Karl V. bestätigt <strong>der</strong> Stadt Donauwörth nochmals die<br />

Urk<strong>und</strong>e von 1517 XI 5<br />

ÄLTERES ARCHIV: AKTEN<br />

1555 Februar 8 <strong>Augsburg</strong><br />

Reskript Anton Fuggers an den Rat <strong>der</strong> Reichsstadt Donauwörth<br />

in Sachen <strong>der</strong> Juden zu Zirgesheim, wegen eines ergangenen kaiserlichen<br />

Dekrets<br />

1705 Januar 28 Mainz<br />

Accords-Puncten (Druck) So mit Mayer Moyses Platzen Churfürstlichen<br />

Maynzischen Schutz-Verwandten wegen admodiierten Juden-<br />

Zoll verglichen worden<br />

1711 August 28<br />

Enthält: Abgabevermerk über 1000 Scheiben Salz aus dem Quantum<br />

des Bamberger Hofjuden Marx an Model Löw, Hofjude zu Pforzheim<br />

607


ÄLTERES ARCHIV: AKTEN<br />

StadtADON<br />

1713 September 1<br />

Abrechnung mit dem Bamberger Hofjuden Marx, wegen Salzliefe-<br />

rungen<br />

1722 August 9 <strong>und</strong> 31 Bamberg<br />

Bittschreiben des Samuel Hamburger, Schutz- <strong>und</strong> Garnisons-Lieferant<br />

zu Bamberg, an den Stadtmagistrat zu Donauwörth, um<br />

Begleichung einer Schuldfor<strong>der</strong>ung in Höhe von 18.000 fl<br />

1722 Oktober 30 Donauwörth<br />

Assecuration, nach <strong>der</strong> die Stadt Donauwörth 3500 fl in Münz<br />

Ende des Monats 1723 an Noe Samuel Isaac, Jude zu Mergentheim<br />

<strong>und</strong> kurfürstlicher Hofjude zu München, o<strong>der</strong> dem Inhaber <strong>der</strong><br />

Assecuration zu bezahlen hat<br />

1728 September 22 Monheim<br />

Kaufbrief-Protokollauszug <strong>der</strong> kurfürst-pfalzgräflichen Stadt<br />

Monheim über den Kauf von ein Jauchert Äcker, gelegen beim<br />

Armenhaus, das <strong>der</strong> Bürger <strong>und</strong> Bäcker Mathes Ottmann an die<br />

Schutzjuden Abraham <strong>und</strong> Alexan<strong>der</strong> Löhr veräußert<br />

1729 Juni 28 Lauchheim<br />

Fürschreiben des J. Schweiger aus Lauchheim an Karl Heinrich<br />

von Hornstein, Landkomtur <strong>der</strong> Ballei Franken, Hauskomtur zu<br />

Ellingen <strong>und</strong> Würzburg, Deutschordensritter <strong>und</strong> Geheimer Rat<br />

des Hoch- <strong>und</strong> Deutschmeisters, wegen <strong>der</strong> Schutzjuden Löw, dessen<br />

Sohn Cappel sowie <strong>der</strong> Witwe des verstorbenen Salomon in<br />

Sachen Schutzgeld ihres Sohnes Simon<br />

1769 Februar 20 München<br />

Patent (Druck) Herzogs Maximilian Joseph von Ober- <strong>und</strong> Nie<strong>der</strong>bayern<br />

zum Verkauf von Lotterie-Billetts für Amsel Falck,<br />

Marktbereiter in Regensburg .<br />

1777<br />

Wechselbrief in Sachen des Hayum Hirsch Simon, Schutzjude von<br />

Pappenheim <strong>und</strong> Handelsmann Johann Augustin Kuhdorfer, München<br />

1782/83<br />

Hausierfreiheit <strong>der</strong> Juden <strong>und</strong> auswärtigen Krämer; enthält:<br />

sieben Beilagen (Abschriften) von 1722, 1763, 1779 <strong>und</strong> 1781,<br />

die die Ausübung bzw. Beeinträchtigung des gewerblichen Handels<br />

betreffen<br />

1822<br />

Verzeichnis <strong>der</strong>, zum Hausierhandel im Gerichtsbezirk Donauwörth<br />

zugelassenen, Juden aus Buttenwiesen <strong>und</strong> Binswangen<br />

1824<br />

Attest für Jakob Hirsch Weinbach aus Harburg, <strong>der</strong> in Donauwörth<br />

das Schlosserhandwerk erlernen will;<br />

mit Genehmigungsvermerk des Stadtmagistrats<br />

608


StadtADON<br />

Rep.Reg. (= Reponierte Registratur): AKTEN<br />

1819, 1828<br />

Ansässigmachung, Bürgeraufnahme <strong>und</strong> Heiratskonsens, Juden<br />

betreffend<br />

(Nr.119/1.)<br />

1858<br />

Trauung des Marcus Müller aus Binswangen in Donauwörth, gegen<br />

Einspruch des Rabbiners in Harburg (Stolgebühren)<br />

(Nr.119/2.)<br />

1875-1906<br />

Judenmatrikel<br />

(Nr.119/3.)<br />

1877-1906<br />

Anschluß <strong>der</strong> Israeliten in Donauwörth an eine Kultusgemeinde,<br />

betreffend den Notar Jakob Rosendahl (1869-1877), Aron Ofner<br />

<strong>und</strong> die Handelsleute Wolf Frankfurter <strong>und</strong> Joseph Weil aus<br />

Fürth<br />

(Nr. 119/4.)<br />

HAUPTRECHNUNGEN (= HR):<br />

1652<br />

Unter "Straffen": Leonhart Hin<strong>der</strong>mair Gemeiner Statt Obermüller,<br />

vmb willen er in Anno 1632 (vor 20 Jahren!) wegen eines<br />

durch seine Brü<strong>der</strong> vnd Stiefftochtermann ausgeraubten Judens<br />

vnferr seiner Mühlen bej Wisen, in <strong>der</strong> Markgrafschafft Burgau<br />

gelegen von dem abgenommenen gelt, aß vnbedacht vnd theils<br />

noch halber auch 14 fl., welche er aber wi<strong>der</strong>vmb restituiert<br />

empfangen. Ist yber den vorigen angelegten 2 tägigen arrest<br />

noch vmb 12 Reichsthaler <strong>zur</strong> Straff angesehen, hieryber starkh<br />

eingewenth pitt aber mo<strong>der</strong>iert worden 12 fl (= Gulden)<br />

(fol.52'.)<br />

1757 April 30<br />

Den 30. April ist Pile Beilbrunner, Schutzjude von Harburg vmb<br />

willen selber in anno 1753 ein alt kupfernes Schiffel, so yber<br />

50 Pf<strong>und</strong> gewogen durch einen alhiesigen Beisitz ohne entrichtung<br />

<strong>der</strong> zoll gebühr von hier an nachher Harburg tragen lassen,<br />

gestrafft worden 4 fl. 30 Kreuzer<br />

(fol.19'.)<br />

609


StadtADON<br />

RATSPROTOKOLLE:<br />

Verschiedene Bände (mit Lücken) erhalten; darin: Hinweise auf<br />

Juden; u.a.:<br />

1819 April 2 (Nr.134)<br />

Bei einer Sitzung des Magistrats, trägt <strong>der</strong> Bürgermeister <strong>und</strong><br />

Rechtsrat Johann Baptist Schön die Vorstellung "sämtlicher<br />

(wohl Gemeinde-) Bevollmächtigte wegen Abstellung des Hausier-<br />

handeis <strong>der</strong> Juden" vor.<br />

Der Beschluß <strong>der</strong> Magistratsräte lautet dann:<br />

Sollen die Bevollmächtigten dahier mittels Signatur in Kenntnis<br />

gesetzt werden, daß sie die Befugnis haben, jedem Juden,<br />

welcher sich auf <strong>der</strong> Straße o<strong>der</strong> in ihren Häusern mit verbothswidrigen<br />

Handel betretten läßt, seine Waren hinweg zu<br />

nehmen; jedoch muß die Lokalpolizei hievon ohne weiteres verständigt<br />

werden. Uebrigens ist die F Wall Herrschaftsgericht Harburg schriftlich zu ersuchen, die<br />

dortigen Handelsjuden auf diesen Beschluß aufmerksam zu<br />

machen; zugleich soll von Magistrats wegen an die K<br />

Rg


URKUNDEN:<br />

1532 August 5<br />

ARCHIV DER GRAFEN VON RECHBERG, DONZDORF<br />

Isac, Jude zu Neuburg, quittiert Caspar Meuttinger zu Münster<br />

<strong>und</strong> dessen Hausfrau Barbara die Rückzahlung eines Darlehens<br />

in Höhe von 26 fl<br />

(U 733.)<br />

1532 November 17<br />

Berlin Müller zu Wolmazhofen Schuldverschreibung gegen Leo<br />

Jude, Bürger zu Thainhausen, wegen 60 fl<br />

(Inventarium über Herren Christof Fuggers Herren von Kirchberg<br />

<strong>und</strong> Weissenhorn ... Herrschaften, Stucks Heuser <strong>und</strong> Huetter<br />

auf dem Landt <strong>und</strong> in <strong>der</strong> statt Augspurg.)<br />

1533 März 1<br />

Leble, Jude zu Dhonwsen (Thannhausen?), quittiert Bernhard<br />

Wagner zu Wollmatzhofen wegen 60 fl Interims<br />

(Mickhausen: Unverzeichnete Urk<strong>und</strong>en.)<br />

1533 Mai 12<br />

Jud Benjamin zu Günzburg, Jud Mosse zu Burgau, Jud Hirsch zu<br />

Ried, Jud David zu Neuburg, Jud Loeblin zu Thannhausen <strong>und</strong><br />

Jud Leo zu Krumbach verzichten auf Ansprüche aus dem Gut von<br />

Thoma Weber zu Wilmatzhofen<br />

(U 745.)<br />

1533 Mai 13<br />

Jud Leo zu Krumbach, Jud Benjamin zu Günzburg, Jud Mosse zu<br />

Burgau, Jud Alexan<strong>der</strong> zu Erwishausen, Jud Hirsch zu Ried, Jud<br />

Loeble zu Thannhausen, Jud David zu Neuburg <strong>und</strong> Jud Lemle zu<br />

Thannhausen verzichten auf eine ihnen überschriebene Hofstatt<br />

mit Gütern des Michel Meyttinger zu Wilmatzhofen<br />

(U 746.)<br />

611


AKTEN:<br />

1589<br />

Archiv <strong>der</strong> Grafen von Rechberg, Donzdorf<br />

Protokoll, betr. Rechberg'sche Schuld gegen Samuel Jud von<br />

Günzburg, Simons Sohn<br />

(A 343.)<br />

1811-1813<br />

Umfangreicher Akt, betr. den Prozeß des Grafen Xaver von Rechberg<br />

gegen Isaak Neuburger, Negotiant in München, wegen einer<br />

Wechselschuld; dabei u.a.:<br />

Protokoll über die Zahlungsofferte des Abraham Uhlfel<strong>der</strong>, <strong>der</strong><br />

dadurch Schuldner <strong>und</strong> Selbstzahler wird;<br />

Heiratsvertrag zwischen Isaak Neuburger <strong>und</strong> seiner Braut Ella<br />

in Kriegshaber, vom jüdischen ins deutsche übersetzt <strong>und</strong> beglaubigt<br />

(1812); Isaak Neuburger erhält von seiner Mutter, <strong>der</strong><br />

Witwe Veila, zwei Stände in <strong>der</strong> Synagoge zu Kriegshaber;<br />

Verzeichnis über den Vermögensstand des Isaac Neuburger, das<br />

u.a. ein in Kriegshaber verkauftes Haus nennt (8219 fl)<br />

(A 474.)<br />

1559-1620<br />

Akt, betr. Kopien <strong>und</strong> Bestätigungen kaiserlicher Freiheiten <strong>und</strong><br />

Privilegien für die Reichsritterschaft in Schwaben, u.a. <strong>der</strong><br />

Juden ver<strong>der</strong>blichen wucherlichen Contracte halben<br />

(A 1022.)<br />

1795-1804<br />

"Grafschafft Illerreichen. Zehnjähriger Rechnungs-Auszug über<br />

saemtliche Geld-Einnahme <strong>und</strong> Ausgaben. Vom Jahre 1795 bis inclusive<br />

1804"; dabei u.a.:<br />

Einnahmen an Judenhaus-Gr<strong>und</strong>zins (insgesamt 9013 fl), an Juden<br />

Todfällen (insgesamt 113 fl), an Juden Schächtgeld (insgesamt<br />

600 fl), an Interessen aus rückständigem Kaufbetrag <strong>der</strong> Judenhäuser<br />

<strong>und</strong> -wohnungen (ca. 44 fl) <strong>und</strong> an Handlohn aus verkauften<br />

Judenhäusern (ca. 455 fl)<br />

(A 1791.)<br />

1712<br />

Abschrift eines von Kaiser Maximilian II. den Herren von Rechberg<br />

erteiltes, <strong>und</strong> von Karl VI. bestätigtes Privileg, betr.<br />

den wucherischen Handel <strong>und</strong> Wandel <strong>der</strong> Juden<br />

(A 2482.)<br />

612


AKTEN:<br />

Archiv <strong>der</strong> Grafen von Rechberg, Donzdorf<br />

16. bis 19. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

Obligationen <strong>und</strong> Quittungen von Untertanen, Mitglie<strong>der</strong>n <strong>der</strong><br />

Familie von Rechberg <strong>und</strong> an<strong>der</strong>en;<br />

betr. u.a. Jos Jude zu Eisenburg (Stadt Memmingen)<br />

(A 2603-2610; hier: A 2603.)<br />

1805-1810<br />

Akt, betr. die Schuldfor<strong>der</strong>ung des Schutzjuden Moyses Mayer<br />

Fälklein aus Heidingsfeld gegenüber Generalmajor Frhr. von<br />

Bubenhofen<br />

(A 2666.)<br />

613


GEMEINDEARCHIV FELLHEIM<br />

UNTERLAGEN ÜBER DIE EHEMALS JÜDISCHE GEMEINDE UND DEN NOCH<br />

BESTEHENDEN JUDENFRIEDHOF:<br />

Akten über die Wie<strong>der</strong>gutmachungs- <strong>und</strong> Entschädigungsansprüche<br />

ehemaliger Juden aus Fellheim, bzw. <strong>der</strong>en Nachkommen.<br />

Unterlagen <strong>zur</strong> früheren Synagoge <strong>und</strong> <strong>zur</strong> Pflege <strong>und</strong> Betreuung<br />

des jüdischen Friedhofs in Fellheim.<br />

Korrespondenz mit Angehörigen <strong>der</strong> ehemals jüdischen Gemeinde<br />

Fellheims, sowie mit Archiven, Institutionen <strong>und</strong> Privatpersonen;<br />

beson<strong>der</strong>s Anfragen <strong>zur</strong> jüdischen Familienforschung <strong>und</strong><br />

<strong>zur</strong> <strong>Geschichte</strong> <strong>der</strong> Juden von Fellheim; dabei u.a.:<br />

1938<br />

Mehrere Bestätigungen von Fellheimer Juden <strong>und</strong> Jüdinnen über<br />

die Annahme <strong>der</strong> gesetzlich vorgeschriebenen Zusatzvornamen<br />

Sara <strong>und</strong> Israel<br />

1938<br />

Listenmäßige Meldung <strong>der</strong> im Jahre 1938 in Fellheim ansässigen<br />

25 Juden (zusammengestellt am 25.1.1948)<br />

1940-1942<br />

Liste <strong>der</strong> in Fellheim zugezogenen Juden (Name, Geburtsdatum<br />

<strong>und</strong> Geburtsort), die u.a. aus Memmingen, Altenstadt, Kempten,<br />

Oberdorf, Fischach, München <strong>und</strong> Wien stammen<br />

1942<br />

Namensverzeichnis von 14 deportierten Juden aus Fellheim<br />

(am 30.10.1962 aus dem Landratsamt gemeldet)<br />

1942 März 30<br />

Verzeichnis über die sichergestellten Gegenstände (Fahrrä<strong>der</strong>,<br />

Fotoapparate, Schreibmaschinen <strong>und</strong> Operngläser) bei folgenden<br />

Fellheimer Juden: Josef Günzburger, Julius Laupheimer, Heinrich<br />

Heilbronner, David Sommer, Siegfried <strong>und</strong> Elias Mayer<br />

1942 Juni 20<br />

Schreiben des Landrats Memmingen, die Zahlung von Versorgungsbezügen<br />

an Juden betr.<br />

1942 September 15<br />

Schreiben des Landrats Memmingen, die polizeiliche Verordnung<br />

über die Kennzeichnung <strong>der</strong> Juden betr.<br />

1942 September 18<br />

Erlaß des Reichsministers für Ernährung <strong>und</strong> Landwirtschaft,<br />

Berlin, betr. Lebensmittelversorgung <strong>der</strong> Juden (Druck):<br />

Juden erhalten ab <strong>der</strong> 42. Zuteilungsperiode (19.10.1942) u.a.<br />

kein Fleisch, keine Eier, keine Milch <strong>und</strong> keine Weizenerzeugnisse<br />

mehr; Juden sind von den Son<strong>der</strong>zuteilungen <strong>und</strong> den Bestimmungen<br />

für Kranke, werdende Mütter u.a. ausgeschlossen,<br />

Lebensmittelsendungen aus dem Ausland sind sicherzustellen;<br />

die Lebensmittelkarten sind deutlich mit "Jude" zu kennzeichnen,<br />

ferner sind, "<strong>zur</strong> Vermeidung von Unzuträglichkeiten bei<br />

<strong>der</strong> Versorgung <strong>der</strong> arischen Bevölkerung", beson<strong>der</strong>e Einkaufszeiten<br />

für Juden zu bestimmen<br />

614


GmA Fellheim<br />

UNTERLAGEN ÜBER DIE EHEMALS JÜDISCHE GEMEINDE UND DEN NOCH<br />

BESTEHENDEN JUDENFRIEDHOF:<br />

1945 November 17<br />

Erfassung <strong>der</strong> im Landkreis lebenden Juden:<br />

Norbert Jacobs, Lehrer, wohnhaft in Fellheim Nr.79, <strong>und</strong> die<br />

ebenda wohnenden Schüler Gerald <strong>und</strong> Ralph Jacobs (beide geb.<br />

am 10.7.1938 in Memmingen)<br />

1945 November 22<br />

Kostenberechnung für den am 14. November stattgef<strong>und</strong>enen Abtransport<br />

<strong>der</strong> Flugzeugmotoren aus <strong>der</strong> Synagoge zu Fellheim<br />

1946<br />

Nachforschungen über verschleppte Personen, u.a.:<br />

Elias, Martin, Jeanette, Beate <strong>und</strong> Hannah Meyer;<br />

Lina Frankenthaler, geb. Lichtenauer<br />

1956<br />

Amtsgericht Memmingen UR II 7/56:<br />

Albert Bacharach, geb. am 11.7.1879 in Fellheim, verheiratet,<br />

Viehhändler, <strong>und</strong> Cäcilie Bacharach geb. Meyer, geb, am 24.11.<br />

1882 in Nürnberg, verheiratet, Hausfrau, beide zuletzt wohnhaft<br />

in Memmingen, werden für tot erklärt (dabei: Zeitungsausschnitt<br />

mit dem "Aufgebot" <strong>der</strong> Verschollenen vom 16.3.1956).<br />

Amtsgericht Memmingen UR II 51/56:<br />

Jakob Einstein, geb. am 11.2.1880 in Fellheim (als Sohn <strong>der</strong><br />

Kaufmannseheleute Einstein, Arnold <strong>und</strong> Kathi geb. Mair) <strong>und</strong><br />

Gerta Einstein geb. Enslin, geb. am 13.4.1890 in Leutershausen/Bayern<br />

(als Tochter <strong>der</strong> Händlerseheleute Enslin Salomon<br />

<strong>und</strong> Mina geb. RoBenfeld), beide zuletzt wohnhaft in Memmingen,<br />

Zangmeisterstr.24, werden für tot erklärt:<br />

als Zeitpunkt des Todes wird jeweils <strong>der</strong> 8. Mai 1945 festgestellt<br />

1956-1960<br />

Unterlagen über verschiedene Entschädigungsverfahren, u.a.<br />

betr.:<br />

Alfred Guggenheimer, geb. am 15.3.1877 in Memmingen, zuletzt<br />

in Fellheim, Haus Nr.59;<br />

Jakob Jacobs, geb. am 3.3.1896 in Osann/Mosel (Kr. Wittlich);<br />

Heinz Bacharach, geb. am 25.1.1923 in Fellheim, <strong>und</strong> Werner<br />

Bacharach, geb. am 30.6.1925 ebenda, beide bis 1938 in Fellheim,<br />

Haus Nr.43 1/4 (später wohnhaft in New York);<br />

Ricke Heilbronner, geborene Henle, geb. am 8.2.1870 in Fellheim,<br />

verstorben am 11.7.1942;<br />

Gertrud Einstein, geborene Wild, geb. am 30.1.1889 in Cronheim<br />

(später wohnhaft in New York);<br />

Ignaz Gutmann, geb. am 14.12.1882 in Großrohrheim, in Fellheim<br />

wohnhaft (nach <strong>der</strong> Befreiung aus dem KZ Theresienstadt am 24.<br />

Juni 1945 nach Fellheim gezogen);<br />

Arthur Einstein, geb. am 8.10.1897 in Fellheim (später wohnhaft<br />

in New York);<br />

Bruno Einstein, geb. am 10.5.1901 in Fellheim, am 27.10.1939<br />

nach Nordamerika ausgewan<strong>der</strong>t<br />

615


GmA Fellheim<br />

UNTERLAGEN ÜBER DIE EHEMALS JÜDISCHE GEMEINDE UND DEN NOCH<br />

BESTEHENDEN JUDENFRIEDHOF:<br />

1958 Juli 10 <strong>und</strong> August 26<br />

Zwei Schreiben <strong>der</strong> JRSO, Frankfurt, betr. die frühere Synagoge<br />

in Fellheim, Haus Nr.58<br />

1988 November 11<br />

Abschriften <strong>der</strong> Ansprachen von Dr. Worm <strong>und</strong> Bürgermeister<br />

Bernhard Kling, gehalten anläßlich <strong>der</strong> Einweihung einer Erinnerungsfafel<br />

für die ehemals jüdische Gemeinde Fellheims am<br />

Rathaus (ehemals jüdische Schule)<br />

Meldekarten<br />

66 Meldekarten ehemals jüdischer Bürger von Fellheim;<br />

die meisten Karten sind im Jahre 1939 angelegt, einige sind<br />

älter; z.T. mit Angaben über Schulbesuch, Studium, Ausbildung<br />

<strong>und</strong> Sprachkenntnis, sowie über Teilnahme am Ersten Weltkrieg,<br />

Kriegsauszeichnung u.a.; dabei:<br />

Vier originale Kennkarten mit Fotos, Fingerabdrücken <strong>und</strong> einem<br />

"J" (Jude) für:<br />

Esther Sara Bildstein geb. Mayer, geb. am 30.10.1862 in Fellheim<br />

(ausgestellt in Berlin am 18.2.1939).<br />

Amalie Sara Hönigsberger, geb. am 24.11,1886 in Fellheim (ausgestellt<br />

in Nürnberg-Fürth am 1.4.1939).<br />

Hanna Lieselotte Sara Mayer, geb. am 10.11.1923 in Fellheim<br />

(ausgestellt in Memmingen am 31.12.1938).<br />

Moritz Israel Bacharach, geb. am 4.5.1877 in Fellheim (ausgestellt<br />

in <strong>Augsburg</strong> am 16.12.1938).<br />

616


GEMEINDEARCHIV FISCHACH<br />

Überblick über Juden betr. Archivalien:<br />

PROTOKOLL-UND BESCHLUSSBÜCHER DER GEMEIN[D]ERATSSITZUNGEN UND DER<br />

GEMEINDEVERSAMMLUNGEN:<br />

Nr.502: 1836-1863<br />

1836-1840<br />

Im vierköpfigen Gemeindeausschuß sind zwei Juden genannt:<br />

Hirsch Gunz <strong>und</strong> Seligmann Götz<br />

1840 März 12<br />

Gemeindebeschluß mit den Unterschriften aller anwesenden Bürger,<br />

darunter mehrere jüdische<br />

1843-1861<br />

In <strong>der</strong> Gemeindeverwaltung sind zwei Juden genannt:<br />

Leopold Götz <strong>und</strong> Veit Gunz<br />

Nr.531: 1863-1889<br />

1863-1889<br />

In den Gemeindebeschlüssen sind folgende Juden genannt:<br />

Veit Gunz (Götz), Nathan Lämle, Leopold Meier, Hermann Deller,<br />

Josef Lämle; als Unterzeichner für die Gemeinde: Moriz Gunz,<br />

Daniel Maier, Bernhard Lämle <strong>und</strong> Samuel Lämle<br />

1863 November 14<br />

Leopold Meier zum Schriftführer gewählt<br />

1870 Februar 24<br />

Veit Gunz als Beigeordneter (= 2. Bürgermeister) genannt<br />

1877 März 11 <strong>und</strong> 1880 Oktober 10<br />

Leopold Meier als Beigeordneter (= 2. Bürgermeister) genannt<br />

1887 April 17<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> jüdischen <strong>und</strong> christlichen Bürger, mit ihren<br />

Steuerbeträgen <strong>und</strong> dem Anteil ihrer Stimmen bei Abstimmungen<br />

o. J.<br />

Verzeichnis von 149 jüdischen <strong>und</strong> christlichen Einwohnern, mit<br />

Hausnummern <strong>und</strong> dem jeweiligen Anteil an <strong>der</strong> Haus-, Gr<strong>und</strong>- <strong>und</strong><br />

Gewerbesteuer<br />

1877<br />

Dasselbe Verzeichnis für 128 jüdische <strong>und</strong> christliche Perso-<br />

nen, nach dem Stand vom Juli 1877<br />

1887 <strong>und</strong> 1889<br />

Mehrere Umlagenlisten, auf Gr<strong>und</strong> von Gemeindebeschlüssen, mit<br />

den Stimmen- <strong>und</strong> Steueranteilen <strong>der</strong> jüdischen <strong>und</strong> christlichen<br />

Bürger<br />

617


Nr.504: 1886-1894<br />

GmAFi<br />

1886<br />

Veit Götz, Josef Lemle <strong>und</strong> Hermann Deller im Gemein<strong>der</strong>at genannt<br />

1886 Oktober 31 <strong>und</strong> 1887 November 6<br />

Protokolle, betr. das Abhalten <strong>der</strong> Judenkreisschule<br />

1890 Dezember 8<br />

Gesuch des Handelsmanns Josef Lemle auf Übertragung von Gemeindenutzungsrechten<br />

1891 April 26<br />

Der Jude Lemle als Kommandant <strong>der</strong> freiwilligen Feuerwehr genannt<br />

Nr.532: 1889-1907<br />

Mehrere Abstimmungslisten über Gemeindebeschlüsse, die die<br />

Namen <strong>der</strong> jüdischen <strong>und</strong> christlichen Bürger enthalten;<br />

Mehrere Umlagenlisten, in denen eine große Anzahl von Juden an<br />

<strong>der</strong> Spitze <strong>der</strong> Gemeindesteuerskala steht<br />

Nr.505: 1894-1899<br />

1894-1899<br />

Die Juden Josef Mendle <strong>und</strong> Josef Lemle im Gemein<strong>der</strong>at genannt<br />

Nr.503: 1897-1914<br />

1897-1914<br />

Jeweils zwischen zwei <strong>und</strong> vier Juden im Gemein<strong>der</strong>at; genannt<br />

sind Albert Deller, Daniel Oettinger, Leopold Götz, Joseph<br />

Mendle <strong>und</strong> Joseph Lemle<br />

Nr.506: 1900-1903<br />

1902 Juli 7<br />

Protokoll, betr. Bürgeraufnahmegebühr für den Kaufmann Josef<br />

Mendle von Fischach <strong>und</strong> dessen Haus Nr.33<br />

(Nrn.105. 106.)<br />

618


Nr.507: 1903-1907<br />

GmAFi<br />

1904 Juni 26<br />

Übertragung des Gemeindenutzungsrechtes, von dem Besitz des<br />

verstorbenen Nathan Lemle Nr.1/3 auf das Haus Nr.60a<br />

(Nr.43.)<br />

1904 Dezember 8<br />

Streitsache <strong>der</strong> Gemeinde Fischach gegen Josef Lemle<br />

(Nr.70.)<br />

1905 Januar 15<br />

Verehelichung des Kaufmannes Isaak Levi<br />

(Nr.74.)<br />

1905 November 26<br />

Verehelichung des Güterhändlers Siegfried Lemle dahier<br />

(Nr.143.)<br />

1906 Juli 1<br />

Grenzbereinigung durch Isidor Mendle<br />

(Nr.149.)<br />

1906 Juli 15<br />

Verehelichung des Kaufmannes Leonhard Lemle, wohnhaft in Nörd-<br />

lingen<br />

(Nr.151/1.)<br />

1906 Oktober 20<br />

Streitsache (Grenzverwirrung) <strong>der</strong> Gemeinde gegen Isidor Mendle<br />

(Nr.163.)<br />

1907 Januar 5<br />

Verehelichung des Bankiers Abraham J. Mair von hier, wohnhaft<br />

in München<br />

(Nr.180.)<br />

Nr.533: 1907-1911<br />

1908 November 14<br />

Zuleitung des Wassers <strong>und</strong> <strong>der</strong> bestehenden Wasserleitung zum<br />

Ritualbad<br />

(Nr.80.)<br />

1909 März 28 <strong>und</strong> Mai 2<br />

Gesuch des Kaufmannes Moses Eichengrün in Fischach um Erwerbung<br />

<strong>der</strong> bayerischen Staatsangehörigkeit<br />

(Nrn.98. 105.)<br />

1910 Dezember 18<br />

Liste <strong>der</strong> jüdischen <strong>und</strong> christlichen Abnehmer <strong>der</strong> gemeindlichen<br />

Wasserleitung, <strong>und</strong> die Gebühren hierfür<br />

619


Nr.534: 1911-1923<br />

GmAFi<br />

1911-1923<br />

Als jüdische Gemein<strong>der</strong>atsmitglie<strong>der</strong> sind genannt: Leopold<br />

Götz, Abraham Groß, Siegfried Maier <strong>und</strong> M.J. Meier<br />

1918 Mai 16<br />

Der Gemein<strong>der</strong>at über den angestrebten Bau einer israelitischen<br />

Siechenanstalt (wurde nicht ausgeführt)<br />

1918 Dezember 1<br />

Bildung eines Ausschusses aus drei Juden <strong>und</strong> drei Christen,<br />

zwecks Errichtung eines gemeindlichen Kriegerdenkmales<br />

Nr.535: 1923-1929<br />

1924 Februar 15<br />

Genehmigung für die beabsichtigte Zusammenlegung von katholischer<br />

<strong>und</strong> jüdischer Schule<br />

1925<br />

Im 16-köpfigen Gemein<strong>der</strong>at sind drei Juden genannt: Siegfried<br />

Mendle, Joseph Mendle <strong>und</strong> Siegfried Maier<br />

Nr.536: 1929-1935<br />

1929-1933 Februar<br />

Vier Juden im Gemein<strong>der</strong>at genannt: Leopold Götz, Siegfried<br />

Lemle, Siegfried Maier <strong>und</strong> Moses I. Maier<br />

1933 Februar 4<br />

Antrag des Moritz Mendle um Ermässigung des Wasserzinses (wird<br />

abgelehnt)<br />

1933 Februar 18<br />

Ablehnung des Antrages, Adolf Hitler zum Ehrenbürger <strong>der</strong> Gemeinde<br />

zu ernennen, durch den noch mit vier Juden besetzten<br />

Gemein<strong>der</strong>at<br />

(S.202.)<br />

1933 Juli 22<br />

Beschluß, die Bedarfsartikel nur mehr in "deutschen", möglichst<br />

ortsansässigen Geschäften einzukaufen<br />

(S.224.)<br />

620


Nr.529; 1935-1949<br />

GmAFi<br />

1937 April 9<br />

Antrag <strong>der</strong> NSDAP-Ortsgruppe auf "Einschränkung" <strong>der</strong> Juden;<br />

wird nur teilweise angenommen<br />

(S.20'. 21.)<br />

1937 August 22<br />

über die Möglichkeiten einer vermehrten jüdischen Auswan<strong>der</strong>ung<br />

(S.23'. 24.)<br />

1938 November 5<br />

NSDAP-Ortsgruppe drängt auf weitere Maßnahmen <strong>zur</strong> Bekämpfung<br />

des Handels mit den Juden <strong>und</strong> Einschränkung <strong>der</strong> jüdischen Geschäfte<br />

(S.32'. 33.)<br />

1938 November 16<br />

Beschluß, den Juden das Nutzungsrecht am Gemeindewald abzusprechen<br />

<strong>und</strong> die 14 Teile an die Gemeinde Fischach zu ziehen<br />

(S.33'. 34.)<br />

1940 März 14<br />

Auf Antrag <strong>der</strong> NSDAP-Ortsgruppe, Billigung <strong>der</strong> Ausgangsbeschränkungen<br />

für die jüdische Bevölkerung<br />

(S.41'. 42.)<br />

1943 März 13<br />

Beschluß, den israelitischen Friedhof von <strong>der</strong> Kultusgemeinde<br />

käuflich zu erwerben<br />

(S.54'. 55.)<br />

1947 Juli 17<br />

Beschluß, den weiteren Bau von Behelfsheimen auf den einst<br />

jüdischen Gr<strong>und</strong>stücken einzustellen<br />

(S.84'. 85.)<br />

1949 März 4<br />

Erste Sitzung <strong>der</strong> neuen Gemeindekanzlei in <strong>der</strong> ehemaligen Judenschule<br />

(S.159'. 160.)<br />

1949 Mai 4<br />

Bildung einer Interessengemeinschaft mit den 30 Besitzern ehemals<br />

jüdischer Häuser <strong>und</strong> Gr<strong>und</strong>stücke, wegen Rückerstattungsangelegenheiten<br />

(S.176'. 177. 178.)<br />

1949 Mai 12<br />

Beschluß, betr. <strong>der</strong> jüdischen Rückerstattungsansprüche<br />

(S.178'. 179.)<br />

1949 November 26<br />

Beschluß, betr. <strong>der</strong> Rückerstattungsansprüche von Sun (Siegfried)<br />

Mendle, Haus Nr.60a, <strong>und</strong> von Lora Knorr; Rückgabe des<br />

1943 erworbenen jüdischen Friedhofes an die IRSO<br />

(S.198'. 199. 200.)<br />

621


Nr.511: 1950<br />

GmAFi<br />

1950 März 10, März 14 <strong>und</strong> März 25<br />

Rückerstattung des Hauses Nr.46 (= die ehemalige Judenschule)<br />

an die IRSO in München; Ablehnung des Kaufangebotes eines Immobilienmaklers<br />

für dieses Haus<br />

(S.8. 11. 16.)<br />

1950 Mai 6<br />

Beitritt zum Verband <strong>der</strong> Rückerstattungs-Pflichtigen abgelehnt<br />

(S.28. )<br />

1950 Mai 20, Juni 6, Juli 8, September 5 <strong>und</strong> November 3<br />

Betr. Rückerstattungsansprüche des Sali Mendle <strong>und</strong> <strong>der</strong> Geschwister<br />

Lemle für das Haus Nr.40 (heute: Rathausneubau), <strong>und</strong><br />

Verkauf dieses Hauses um 9.500 DM<br />

(S.33f. 40. 64. 80.)<br />

1950 Juli 22 <strong>und</strong> Juli 27<br />

Betr. Rückerstattung Sali Mendle, Haus Nr.60<br />

(S.46. 50.)<br />

1950 Oktober 3<br />

Betr. Rückerstattung Gunz-Mendle, Gr<strong>und</strong>stück Flur-Nr.620a, <strong>und</strong><br />

Mendle Haus Nr.70<br />

(S.65-68.)<br />

Nr.512: 1951-1956<br />

1953 Juli 3 <strong>und</strong> Juli 9<br />

Beratung mit Vertretern <strong>der</strong> IRSO, wegen Rückkauf <strong>der</strong> ehemaligen<br />

Judenschule, Haus Nr.46 (heute: Am Judenhof 6); Kauf des<br />

Gebäudes durch die Gemeinde Fischach um 9.500 DM<br />

(S.301f. 305-307.)<br />

622


RECHNUNGSBÜCHER DER GEMEINDE:<br />

Nr.108: 1836/1837<br />

GmAFi<br />

1838 Februar 18, Beilage II<br />

Verzeichnis <strong>der</strong>jenigen, welche von <strong>der</strong> Gemeinde Gr<strong>und</strong>stücke<br />

erworben haben; darunter acht Judenhäuser: Nrn.3. 15. 19. 33.<br />

46. 50. 60. <strong>und</strong> 70.<br />

Nr.120: 1848/1849<br />

Mehrere Gemeindeumlagenlisten, mit den Namen <strong>der</strong> Steuerpflichtigen<br />

<strong>und</strong> ihrem Steueraufkommen; u.a. werden 56 Christenhäuser<br />

<strong>und</strong> 31 Judenhäuser genannt (ohne Armenhaus)<br />

Nr.132: 1860/1861<br />

Steueraufkommen von Christen <strong>und</strong> Juden genannt<br />

1861 Dezember 20<br />

Bei Einnahmen aus den Realitäten, Erlös des Pferchs, mehrere<br />

Juden genannt<br />

(S.2. Beleg II.)<br />

Bei Einnahmen <strong>der</strong> Gemeinde u.a. das Restvermögen des Max Landauer<br />

von 50 fl 42 kr verzeichnet<br />

(S.3. Beleg I.)<br />

Nr.157: 1888<br />

Die Listen verschiedener Gemeindeumlagen verzeichnen jeweils<br />

die Namen <strong>und</strong> Hausnummern <strong>der</strong> Pflichtigen <strong>und</strong> <strong>der</strong>en Steueranteil;<br />

erstmals eine große Anzahl von Juden an <strong>der</strong> Spitze <strong>der</strong> Gemeindesteuerskala<br />

Nr.169: 1904<br />

Distrikts- <strong>und</strong> Gemeindeumlagen nennen die zugr<strong>und</strong>e gelegten<br />

Gesamtsteuern sowie Namen <strong>und</strong> Hausnummern <strong>der</strong> Pflichtigen; die<br />

Juden zahlen die höchsten Steuerbeträge<br />

(Nr.11.)<br />

Kassentagebücher: 1938 <strong>und</strong> 1939<br />

Steuern <strong>und</strong> Umlagen <strong>der</strong> christlichen <strong>und</strong> jüdischen Bürger enthalten;<br />

bei den Verwaltungsgebühren (Anträge auf Reisepässe,<br />

Geburts-, Trau- <strong>und</strong> Sterbebescheinigungen u.a.) mehrere Einträge,<br />

welche jüdische Bürger betreffen<br />

623


STANDESAMTREGISTER (ab 1876):<br />

GmAFi<br />

1876-1942<br />

Personalakten <strong>der</strong> jüdischen Gemeindemitglie<strong>der</strong><br />

EHRENCHRONIK DER GEMEINDE FISCHACH (1918):<br />

Verzeichnet sind sieben jüdische Kriegsopfer des Ersten Weltkrieges<br />

EINZELNE AKTEN:<br />

Fach Nr.82<br />

1902-1911<br />

Register für die Gewerbs-Nie<strong>der</strong>legungen (Geschäftsaufgaben) in<br />

<strong>der</strong> Gemeinde; darunter mehrere jüdische Bürger, wie Rudolphine<br />

Mendle, Leopold Götz, Josef Mendle u.a.<br />

1918-1924<br />

Eröffnungsnachweise<br />

Fach Nr.84<br />

1811-1949<br />

Akt, betr. Gewerbe, Handel <strong>und</strong> Verkehr, Feiertage <strong>und</strong> Arbeitswesen;<br />

dabei:<br />

1811 Dezember 31<br />

Bekanntmachung, betr. das Handeln <strong>der</strong> Juden an Sonn- <strong>und</strong> Feiertagen<br />

o.J.<br />

Betriebsnachweisungsliste; enthält Angaben über jüdische Geschäfte,<br />

mit genauer Zahl <strong>der</strong> dort Beschäftigten<br />

o.J.<br />

Zwei Verzeichnisse über sämtliche jüdischen <strong>und</strong> christlichen<br />

Gewerbetreibenden<br />

Fach Nr.85<br />

Enthält Akten über den Eisenbahnbau von Gessertshausen nach<br />

Fischach, an dem die jüdischen Bürger ab 1911 beteiligt waren.<br />

Mehrere Sammlungslisten <strong>und</strong> Zahlungslisten freiwilliger Beiträge,<br />

mit den Namen <strong>der</strong> jüdischen <strong>und</strong> christlichen Spen<strong>der</strong><br />

(ab 1909)<br />

624


EINZELNE AKTEN:<br />

Fach Nr.86:<br />

GmAFi<br />

Enthält Akten über die Beteiligung <strong>der</strong> jüdischen Bürger an<br />

einer mo<strong>der</strong>nen Wasserversorgung in Fischach (um 1900), mit<br />

Abnehmerlisten<br />

1905 Mai-Juni<br />

Prozeß <strong>der</strong> Gemeinde Fischach vor dem Amtsgericht Zusmarshausen<br />

gegen Josef Lemle, wegen Wasserverschwendung<br />

(A 73/04. Abschrift.)<br />

Hinweis: Die umfangreichen Protokoll-, Beschluß- <strong>und</strong> Rechnungsbücher<br />

wurden nur in Beispielen erfaßt, wobei z.T. auf<br />

Piller <strong>zur</strong>ückgegriffen wurde; sie enthalten vermutlich weitere<br />

Hinweise auf Juden.<br />

625


REICHSSACHEN I, 2379<br />

STADTARCHIV FRANKFURT<br />

1506 Oktober 27<br />

König Maximilian erklärt, daß er wegen angegebener Gründe die<br />

Juden aus Nördlingen verweise, <strong>und</strong> daß er ihre Häuser nebst<br />

<strong>der</strong> Synagoge gegen eine Summe bares Geld an die Stadt verkauft<br />

habe<br />

(fol.28-29'. Abschrift. - Regest: Stern 1.)<br />

1506 Oktober 27<br />

König Maximilian kündigt den Juden zu Nördlingen ihre Ausweisung<br />

an; sie haben bis Sonntag Laetare zu Mitfasten mit ihrem<br />

beweglichen Gut die Stadt zu verlassen. Sollten Streitigkeiten<br />

entstehen, wegen <strong>der</strong> Auslösung <strong>der</strong> in ihrem Besitz befindlichen<br />

christlichen Pfän<strong>der</strong>, so seien <strong>der</strong> Rat- <strong>und</strong> <strong>der</strong> Stadtamman<br />

<strong>zur</strong> Entscheidung beauftragt<br />

(fol.30-30'. Abschrift. - Regest: Stern 2.)<br />

1506 Oktober 27<br />

König Maximilian beauftragt den Rat- <strong>und</strong> den Stadtamman zu<br />

Nördlingen, die bei <strong>der</strong> Auslösung <strong>der</strong> Pfän<strong>der</strong> zwischen Christen<br />

<strong>und</strong> Juden vorfallenden Streitigkeiten nach Billigkeit zu<br />

entscheiden. Bei verschiedener Ansicht sollten sie einen Dritten<br />

vom Rate hinzunehmen<br />

(fol.32-33'. Abschrift. - Regest: Stern 3.)<br />

1516 Januar 24<br />

Nördlingen berichtet an Frankfurt über die "nützlichen Folgen"<br />

<strong>der</strong> Vertreibung seiner Juden<br />

(fol.51-51'. Original. - Regest: Stern 4.)<br />

626


RATSPROTOKOLL (= RP): Nr.18<br />

STADTARCHIV FRIEDBERG (Bayern)<br />

1938 April 29<br />

Beschluß des Rates <strong>der</strong> Stadt Friedberg über die Trennung <strong>der</strong><br />

Viehmärkte für jüdische Viehhändler<br />

627


STADTARCHIV FÜSSEN<br />

URKUNDEN DES KLOSTERARCHIVS ST. MANG IN FÜSSEN:<br />

1544 August 10<br />

Jörg Angerer zu Eiterberg wird dem Mair Juden zu Neuenried<br />

(bei Huttenwang) 36 fl <strong>und</strong> 4 Pf<strong>und</strong> Flachs schuldig; bei<br />

Nichtbezahlung bis St. Gallentag sollen dem Juden Ansprüche<br />

auf den Sohn Hans Angerer vorbehalten sein, neben Verpfändung<br />

aller Güter des Angerer<br />

(U 92. - Regest: FüUB 92.)<br />

1545 November 17<br />

Das Gericht in Wangen spricht dem Mayer Jud zu Neuenried<br />

(bei Huttenwang) die Güter des Jörg Angerer zu Eiterberg<br />

zu, <strong>der</strong> in die Acht erklärt ist<br />

(U 1197. Zweitschrift <strong>und</strong> Abschrift liegen bei. - Regest:<br />

FüUB 1197.)<br />

1548 Oktober 21<br />

Altmair Jud zu Neuenried (bei Huttenwang) sagt Endres<br />

Schmelz <strong>der</strong> Schuld von 60 fl von wegen Angerer's Gut zu<br />

Eiterberg, das jetzt Schmelz innehat, ledig<br />

(U 94. - Regest: FüUB 94.)<br />

1566 März 30 <strong>Augsburg</strong><br />

Kaiser Maximilian II. erteilt dem Kloster St. Mang zu Füs-<br />

sen ein Judenprivileg, daß kein Jude gegen Untertanen des<br />

Klosters ohne Wissen von Abt <strong>und</strong> Konvent auf fahrende <strong>und</strong><br />

liegende Habe vor dem Hofgericht in Rottweil klagen könne<br />

usw.<br />

(U 19. Beschädigte Abschrift liegt bei. - Regest: FüUB 19.)<br />

ARCHIVALAKTEN DER STADT FÜSSEN:<br />

19. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

Kleinere Akten, betr. Kultus; dabei u.a.:<br />

Israeliten 1819<br />

(Nr.143.)<br />

628


StadtA Fü<br />

FÜSSENER CHRONIK ("CHRONICON FIESSENSE") DES ABTES<br />

HEINRICH AMMANN<br />

berichtet u.a. über Juden:<br />

1433<br />

verfügte <strong>der</strong> Rat <strong>der</strong> Stadt <strong>Augsburg</strong>, daß die Juden gelbe<br />

Flecke <strong>und</strong> ihre Frauen spitze Schleier tragen mußten<br />

(fol.541'.)<br />

1475<br />

Am Gründonnerstag des Jahres 1475 wurde in Trient das Kind<br />

Simon im Alter von 2 1/2 Jahren von den Juden gemartert<br />

(fol.591'.)<br />

1492<br />

Eleazar, ein Jude, durchbohrte 1492 mit einem Mittäter<br />

eine heilige Hostie, aus <strong>der</strong> sofort Blut austrat, das er<br />

mit einem Tuch auffing. Das geschah in <strong>der</strong> Stadt Sternebach,<br />

die W<strong>und</strong>en an <strong>der</strong> Hostie zeigen sich bis heute. Die<br />

Täter wurden gefaßt <strong>und</strong> verbrannt<br />

(fol.608.)<br />

1576<br />

Eine Judenschuld von 6000 fl bei dem Juden Simon von Günz-<br />

burg<br />

(fol.1127-1128.)<br />

629


1459<br />

Judensteuer (Versatzbrief)<br />

(Nr.5.63.)<br />

STADTARCHIV GÜNZBURG<br />

1475<br />

Bürgeraufnahme des Jud Symon Leeb<br />

(Nr.5.72.)<br />

1559<br />

Bewilligung des Kaisers Ferdinand <strong>zur</strong> Ausschaffung <strong>der</strong> Juden<br />

(Nr.5.145.)<br />

1560<br />

Vidimus eines Freiheitsbriefes von Kaiser Ferdinand<br />

(Nr.5.149.)<br />

1566<br />

Urfehdbrief des Juden Mayer von Frankfurt<br />

(Nr.5.161.)<br />

1567<br />

Urfehdbrief des Juden Mayer Backh von Neuburg; wegen Betrugs<br />

im Gefängnis<br />

(Nr.5.164.)<br />

1580<br />

Urfehdbrief des Juden Seligmann zu Günzburg; wegen betrügerischer<br />

Handlungen<br />

(Nr.5.187. )<br />

1598<br />

Der kaiserliche Notar Johann Konrad Zettler verkündet in Günzburg,<br />

Ichenhausen, Neuburg, Thannhausen, Binswangen u.a. die<br />

Ausweisung <strong>der</strong> Juden, weil sie angeblich Wucherzinsen for<strong>der</strong>ten<br />

(Nr.5.226.)<br />

1613-1617<br />

Verschiedene Erlasse des Markgrafen Karl, u.a. die Günzburger<br />

Juden betr.<br />

(Nr.5.278.)<br />

1765<br />

Schutzbrief des Herzogs Carl von Württemberg für den Günzburger<br />

Schutzjud Levi<br />

(Nr.5.667a.)<br />

630


URKUNDE:<br />

STADTARCHIV GUNDELFINGEN<br />

1450 November 23<br />

Joseph Jud <strong>und</strong> seine Hausfrau Henn, Manne Jud <strong>und</strong> seine Hausfrau<br />

Gütlin, Symon Jud, Manne Judens Sohn, die auf Befehl des<br />

Herzogs Ludwig ins Gefängnis nach G<strong>und</strong>elfingen kamen, schwören<br />

zugleich für ihre min<strong>der</strong>jährigen Kin<strong>der</strong> Zipperlin, Hennlin <strong>und</strong><br />

Schönlin, dem Herzog <strong>und</strong> <strong>der</strong> Stadt G<strong>und</strong>elfingen Urfehde<br />

PROTOKOLLE:<br />

Aus <strong>der</strong> Zeit vor 1740/41 (Ausweisung <strong>der</strong> Juden) sind im Stadtarchiv<br />

nur Restprotokolle vorhanden, z.B.:<br />

Kopien, Privilege, Pfandschaftsbriefe, Verträge, Vergleiche,<br />

Kauf- <strong>und</strong> Urteilsbriefe (1378/1778);<br />

Briefprotokolle (16 . Jahrh<strong>und</strong>ert);<br />

Auszüge aus den Ratsprotokollen (1534/36);<br />

Ratsprotokolle (1543-1547, 1579-1586, 1603/06, 1612-1622 <strong>und</strong><br />

1738/64);<br />

dabei u.a.:<br />

1546 Juli 8<br />

Ein Jude findet Aufnahme in <strong>der</strong> Stadt: "Michel Juden, will ain<br />

Rat sampt seinem Sone <strong>und</strong> Tochtermann, sampt Irn Kün<strong>der</strong>n sain<br />

Pfennig zuzörn, auf sain wohlhalten <strong>und</strong> Rats wi<strong>der</strong>ruffen, umb<br />

gepürlich Sitzgellt vergönden, Soll mit keinem Vihe wö<strong>der</strong> wasser<br />

noch Waide nutzen o<strong>der</strong> nießen, son<strong>der</strong>n am barn hallten".<br />

(Der Name <strong>der</strong> Judenfamilie ist später bei Handelsstreitigkeiten<br />

im Ratsbuch öfters zu finden)<br />

1616 September 8<br />

Der Eintrag im Ratsprotokoll berichtet von einem Juden, <strong>der</strong><br />

das Geleitsrecht in Anspruch genommen <strong>und</strong> während <strong>der</strong> Dauer<br />

desselben von Gallus Wurmann aus Sontheim geschlagen wurde.<br />

Die Strafe für Wurmann beträgt, "weil er hoch um Verzeihung<br />

gebetten", 1/2 Taler.<br />

631


KATH. PFARRARCHIV HAINHOFEN<br />

Zusammengestellt nach Hetzer, Judensiedlungen (1988):<br />

I/II Geschichtliche Notizen<br />

1775<br />

Kritik des Pfarrers von Hainhofen an <strong>der</strong> Aufnahmepolitik des<br />

hochstiftischen Rentamts <strong>Augsburg</strong>, im Konzept <strong>der</strong> "Parochialia"<br />

von 1775.<br />

I/VI Geschichtliche Notizen Schlipsheim<br />

1719<br />

Der Hainhofener Pfarrer Michael Mayr hält in einer Notiz fest,<br />

daß ihm selbst noch erinnerlich sei, wie in Schlipsheim nur<br />

elf Häuser gestanden hätten. Aber: "Der jezmalige regierende<br />

Herr Johann Eucharius Joseph von Rehlingen, den man anfänglich<br />

nur strenger Herr o<strong>der</strong> strenger Herr Junker genennt, hat die<br />

Juden eingenommen, in des Georg König, Bauern allda, seinen<br />

Garten hat er vier Haiser <strong>und</strong> wo sonst auf <strong>der</strong> Gemain ein<br />

Plätzl war, Haiser, so wegen viele <strong>der</strong> Beisitzleuten, fast<br />

Spitäler zue nennen, aufbauen lassen . .."<br />

1719 Mai 3<br />

Schreiben des Pfarrers Mayr an Frhr. von Rehlingen auf<br />

Schlipsheim, wegen <strong>der</strong> Errichtung immer neuer Beisitzerbehausungen.<br />

Vermerk auf dem Konzept des Schreibens:<br />

"Anstatt einer Antwort hab ich wie<strong>der</strong> ein neues Haus in<br />

Schlipsheim bekommen".<br />

1824 Oktober 8<br />

Der Hainhofener Pfarrer antwortet auf eine entsprechende Anfrage<br />

des Generalvikariats <strong>Augsburg</strong>, daß die Schlipsheimer<br />

Juden noch nie eine Entschädigung an Pfarrer <strong>und</strong> Mesner geleistet<br />

hätten für den Entgang von Stolgebühren (bei jüdischen<br />

Beschneidungen, Hochzeiten <strong>und</strong> Beerdigungen).<br />

632


KATH. PFARRARCHIV HAINSFARTH<br />

Nach fre<strong>und</strong>licher Mitteilung von Herrn Alfred Heinzel:<br />

Kirchenvisitationen:<br />

1480<br />

"in 4or domibus habentur Judaei non deferentes signa sub domi-<br />

natione D. Ludovici in Oettingen"<br />

1601<br />

"Etiam ibi 3 Judaei, subditi D. Comitis de Oettingen in Wallerstein"<br />

1699 "Juden 89"<br />

Pfarrarchiv Hainsfarth:<br />

S 1 F 4.12<br />

Status animarum (Protestantanten <strong>und</strong> Israeliten teilweise)<br />

F 4.13<br />

Seelenzahl <strong>der</strong> Juden 1820 <strong>und</strong> 1826<br />

F 4.15<br />

Bevölkerung 1830-1840, fortlaufend, 4 Hefte in Quart.<br />

S 2 F 2.11<br />

Pfarrei Hainsfarth <strong>und</strong> Juden. Jura stolae auf Häusern ab<br />

1745, Sonn- <strong>und</strong> Feiertage, Eid<br />

F 2.45<br />

Israelitische Elementarschule Hainsfarth, Jahresberichte<br />

1823-1833, Schriftstücke 1827-1904 (unvollständig)<br />

F 2.46<br />

Visitationsprotokolle 1835-1914 (nicht vollständig)<br />

F 2.47<br />

Schulrechnungen, Ein- <strong>und</strong> Ausgaben 1823/24-1868<br />

F 2.48<br />

Schulfassionen 1833-1899<br />

F 2.49<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Werktag- <strong>und</strong> Feiertagsschüler 1822-1904<br />

(unvollständig), Lektionsliste 1910/11<br />

F 3.6<br />

Armenwesen israelitischer Confession 1833-1852/53<br />

Reichnisse:<br />

a) Leib- <strong>und</strong> Seelpfennig ab 17. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

b) Pro jura stolae:<br />

1688 erstmalig 1 fl 30 kr über Oberamt in Oettingen.<br />

1697-1741: 2 fl<br />

1742-1784: 12 fl, Mesner 1 fl. Nach dem Judenschutzbrief<br />

von 1742 - wenn sie auf die gesetzte Zahl von<br />

40 (Familien) kommen, mo<strong>der</strong>iert auf 8 fl<br />

1785-1881: 16 fl, Mesner 4 fl<br />

633


EVANG. PFARRARCHIV HARBURG<br />

Nach fre<strong>und</strong>licher Mitteilung von Frau Gnad:<br />

1671-1890<br />

Acta des Königl.-Bayerischen protestantischen Pfarramts Harburg.<br />

Betreff: Die israelitische Gemeinde<br />

634


FÜRSTLICH OETTINGEN-SPIELBERGISCHES ARCHIV, HARBURG<br />

HA (= HAUSARCHIV)<br />

URKUNDEN:<br />

1331 Mai 30 Nürnberg<br />

Kaiser Ludwig (IV.) überläßt auf Wi<strong>der</strong>ruf dem Grafen Ludwig VI.<br />

von Oettingen die Juden, die bei ihm seßhaft waren, zu ihm<br />

fahren o<strong>der</strong> seßhaft werden sollten, <strong>zur</strong> "Nutzung"<br />

(IV.Ba 18. - Regest: OeUB 316.)<br />

1346 Mai 25 Flochberg<br />

Die Brü<strong>der</strong> Ludwig (VIII.) <strong>und</strong> Friedrich (II.), Grafen von<br />

Oettingen, befreien die Stadt Dinkelsbühl von fünf Steuern;<br />

die Stadt soll die Beträge an den Juden Pfefferkorn zu Bal<strong>der</strong>n<br />

bezahlen<br />

(IV.Ba 9. - Regest: OeUB 519.)<br />

1420<br />

Privileg des Kaisers Sigism<strong>und</strong> für Herzog Ernst von Österreich,<br />

von den Juden den dritten Pfennig ihres Vermögens einnehmen zu<br />

dürfen<br />

(IV.C 2.)<br />

1453<br />

Das den Grafen Ulrich, Wilhelm <strong>und</strong> Ludwig von Oettingen <strong>und</strong><br />

Bischof Johannes zu Eichstätt, im Auftrag <strong>und</strong> Befehl des Kaisers<br />

Friedrich, erteilte Privileg gegen den Wucher <strong>der</strong> Juden, <strong>und</strong><br />

wirkliche Bestrafung einiger <strong>der</strong>selben, wegen sich gegen die<br />

Herren Grafen erlaubten Wuchers<br />

(IV.A 14.)<br />

1585<br />

Urfehde <strong>der</strong> Juden Koppel, Lazarus <strong>und</strong> Mosse zu Hainsfarth<br />

(IV.30.2-5.)<br />

635


HA (= HAUSARCHIV):<br />

X.19<br />

FÖSAH<br />

DER LANDESVERGLEICH UND GEBIETSAUSTAUSCH MIT DEM KÖNIGLICH<br />

PREUSSISCHEN FÜRSTENTUM ANSBACH: JUDEN-SACHEN; dabei:<br />

1799<br />

Die Judengemeinde zu Schopfloch bittet um schriftliche Zusiche-<br />

rung über die Befreiung von dem Beitrag zu den Anlagen <strong>der</strong><br />

Judenschaft zu Ansbach<br />

1799-1802<br />

Akt, betr. die Schutzlosung <strong>der</strong> Judenschaft zu Schopfloch;<br />

Enthält:<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> in Schopfloch lebenden Juden<br />

1799-1805<br />

Akt, verschiedene Anfragen <strong>und</strong> Entschließungen die Juden betr.;<br />

u.a. über Juden zu Schopfloch, Hainsfarth <strong>und</strong> Steinhart<br />

1804/1805<br />

Akt, betr. Abgaben <strong>der</strong> Juden <strong>und</strong> die denselben eingeräumten<br />

Befugnisse;<br />

v.a. über die Judenschaft zu Mönchsroth;<br />

Enthält:<br />

Verzeichnis über das Schutzgeld <strong>der</strong> Juden zu Schopfloch (1785)<br />

1805<br />

Akt, betr. Handelsverkehr <strong>der</strong> diesseitigen Schutzjuden im<br />

Königlich Preußischen Gebiet;<br />

u.a. über Juden zu Mönchsroth <strong>und</strong> Dinkelsbühl<br />

636


LITERALIEN:<br />

FÖSAH<br />

- K 2 (= KOPIALBUCH UND REPERTORIUM)<br />

1269-1473<br />

Oettingische Privilegien, Repertorium;<br />

betr. u.a.: Judensteuer <strong>und</strong> Judenprivileg<br />

(S.19, 20, 20'.)<br />

1324-1418<br />

Oettingische Privilegien, Repertorium:<br />

Judensteuer zu Ulm <strong>und</strong> Nördlingen, Judensachen<br />

(Id, S.94', 95.)<br />

1328-1347<br />

Regalien von Juden zu Straßburg<br />

(II, S.95'.)<br />

1355 April 5 Rom<br />

Karl IV. bestätigt den Grafen Ludwig (VIII.) <strong>und</strong> Friedrich (II.)<br />

von Oettingen alle Handfesten <strong>und</strong> Briefe, u.a. über ihre Juden<br />

(U 198, S.40.)<br />

1383 März 12 Nürnberg<br />

Wenzeslaus gestattet den Grafen Ludwig (XI.) <strong>und</strong> Friedrich (III.)<br />

von Oettingen, daß die Juden, die sie unter sich haben <strong>und</strong> die<br />

in ihrer Herrschaft wohnen, von niemand einer Schuld wegen vor<br />

ein fremdes Gericht gezogen werden dürfen<br />

(U 200, S.40',41.)<br />

- LaB (= LANDES-, AMTS- UND ORTSBESCHREIBUNGEN); dabei u.a.:<br />

LaB 28<br />

"Copia Unterthaenigster actenmaeßiger Erlaeüterung ueber die<br />

unterm 15. Novembr. 1731 zum HochFürstl. Brandenburg Pfleg<br />

Amt Nördlingen gnädigst communicirte 36 Puncten" o<strong>der</strong><br />

"Beschreibung des HochFürstl. Pfleg-Amts Noerdlingen de Anno<br />

1734" ab 1318;<br />

Enthält: Juden <strong>und</strong> an<strong>der</strong>e Schutzverwandte<br />

(Punkt 26.)<br />

637


LITERALIEN:<br />

LaB 41<br />

FÖSAH<br />

Johann Melchior Wildeisen d.J., Dinkelsbühl:<br />

"Hochgräffl. Ötting. Landts- <strong>und</strong> <strong>der</strong>o Herren Graffen uhralter<br />

Herrkhunfft, Stammens <strong>und</strong> löblicher <strong>Geschichte</strong>n, ...",<br />

o.J. (3.V.17.Jh.) - Einträge bis um 1675;<br />

Enthält: Beschreibung des Judenpogroms in Nördlingen im Jahre<br />

1384<br />

(Blatt 228'.)<br />

- 0 (= ORDNUNGEN UND VERORDNUNGEN); dabei u.a.:<br />

0 1<br />

1509-1639<br />

"Genéral-Befehle <strong>und</strong> Edicta";<br />

Einzelverordnungen <strong>der</strong> Grafen Carl Wolfgang, Ludwig XV.,<br />

Martin <strong>und</strong> Ludwig XVI., Gottfried <strong>und</strong> Ludwig Eberhard von<br />

Oettingen-Oettingen, betr. u.a.:<br />

Geldaufnahme bei Juden<br />

Judenschulden<br />

Juden zu Steinhart <strong>und</strong> Trendel<br />

Juden, die von ihrem Vieh keinen Zoll erstatten<br />

- R (= REPERTORIEN); dabei u.a.:<br />

R 16<br />

1804-1807<br />

"Repertorium über die im gemeinschaftl. Archiv zu Oettingen<br />

sich befindlichen Akten nach verschiedenen Materialien";<br />

betr. u.a.: Judenschaft<br />

638


Abt.87 (= SCHRANKFÄCHER)<br />

F.4, Nr.60<br />

1723/1724<br />

FÖSAH<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Juden in <strong>der</strong> Stadt Oettingen <strong>und</strong> in dem Dorf<br />

Hainsfarth; insgesamt 640 Köpfe (Männer, Frauen, erwachsene<br />

Söhne <strong>und</strong> Töchter, Kin<strong>der</strong>, Knechte <strong>und</strong> Mägde);<br />

in Oettingen: auf hochfürstlicher Seite 228 Juden, auf hochgräflicher<br />

Seite 213 Juden:<br />

in Hainsfarth: auf hochfürstlicher Seite 144 Juden, auf hochgräflicher<br />

Seite 55 Juden<br />

F.4, Nr.76<br />

1668/1669<br />

Akt, betr. Judenschulden;<br />

u.a. über den wallersteinischen Schutzjuden Simon Model<br />

F.16, Nr.653<br />

1740<br />

Akt, betr. Schächtordnung sowie die Einführung des Schächt-<br />

Zettels bei dem Metzgerhandwerk zu Oettingen<br />

F.19, Nr.762<br />

1647/1648<br />

Akt, betr. "Interzession" für Marx Hänlin, Schutzjude zu<br />

Oettingen, wegen Schuldfor<strong>der</strong>ung<br />

F.21, Nr.814<br />

1690-1727<br />

Akt, betr. die Beschwerden einiger Handwerker, daß ihre<br />

Nahrung durch die Juden sowohl als auch durch die Hausierer<br />

sehr geschwächt werde<br />

639


Abt.87 (= SCHRANKFÄCHER)<br />

F.23, Nr.881<br />

1682-1706<br />

FÖSAH<br />

Umfangreicher Akt, betr. Metzger sowie das Schächten <strong>der</strong> Juden<br />

in ihren Häusern;<br />

Enthält:<br />

Klage <strong>der</strong> Gastwirte zu Oettingen (1683);<br />

Specification über diejenigen Metzger <strong>und</strong> Juden, so die Polizei-Ordnung<br />

in Oettingen übertreten haben: auf evangelischer<br />

Seite 7 Juden, auf katholischer Seite 4 Juden; Strafe je 3 fl<br />

(1683)<br />

F.24, Nr.924<br />

1633-1683<br />

Akt, betr. die gemeinschaftliche Beherbergung <strong>der</strong> Juden<br />

F.25, Nr.927<br />

1633<br />

Edikt, betr. die Vorkäufer <strong>und</strong> Juden<br />

F.28, Nr.1036<br />

1726<br />

Das Oberamt Oettingen soll <strong>der</strong> Judenschaft ankündigen, daß<br />

künftig bei Strafe dort keine Betteljuden mehr geduldet werden<br />

sollen<br />

F.31, Nr.1092<br />

1727/1728<br />

Akt, betr. Raub durch einen Juden<br />

F.35, Nr.1219<br />

1604-1614<br />

Akt, betr. die wucherischen Kontrakte des Nathan Juden zu<br />

Gunzenhausen<br />

640


Abt.87 (= SCHRANKFÄCHER)<br />

F.37, Nr.1317<br />

1605-1615<br />

FÖSAH<br />

Akt, betr. Schuldensachen <strong>der</strong> Juden;<br />

u.a. Samuel Jud von Oettingen gegen Meyer zu Sammenheim<br />

F.39, Nr.1411<br />

1606<br />

Befehl an Sammenheim, wie es in Zukunft mit den Juden gehalten<br />

werden solle<br />

F.43, Nr.1506<br />

1734<br />

Akt, betr. schlechtes Betragen des Elias, Sohn des oettingischen<br />

Schutzjuden Hayum Landau<br />

F.43, Nr.1507<br />

1656-1660<br />

Akt, betr. die Verlassenschaft des Juden Hirsch Hänle zu<br />

Oettingen<br />

F.43, Nr.1508<br />

1692-1728<br />

Akt, betr. Begräbnis <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein;<br />

u.a. über Juden zu Hainsfarth, Kleinerdlingen <strong>und</strong> Oettingen<br />

F.46, Nr.1592<br />

1630<br />

betr. die Landesverweisung des Juden Abraham zu Schopfloch<br />

641


Abt.87 (= SCHRANKFÄCHER)<br />

F.47, Nr.1593<br />

1622<br />

FÖSAH<br />

Verordnung an das Amt Sammenheim, betr. oettingisches Geleit<br />

für den Handel <strong>der</strong> Juden<br />

F.54, Nr.2057<br />

1616<br />

Akt, betr. Schutz <strong>und</strong> Geleit zu Hainsfarth;<br />

Enthält:<br />

Schutzbrief für Xan<strong>der</strong> Juden <strong>und</strong> seinen Sohn Samuel;<br />

Kaufbrief für ein Haus zu Hainsfarth durch Schmuel Juden zu<br />

Wassertrüdingen<br />

F.59, Nr.2586<br />

1615<br />

Verordnung, wie es bei Kontrakten über Geldaufnahmen bei den<br />

Juden im Amt Sammenheim gehalten werden soll<br />

F.59, Nr.2614<br />

1605<br />

Akt, betr. die Judenschulden im Amt Sammenheim<br />

Nr.3400/1<br />

1470<br />

Pfandschaftsbrief, betr. die Judensteuer zu Ulm <strong>und</strong> Nördlingen<br />

642


Abt.87 (= SCHRANKFÄCHER)<br />

Urfehden:<br />

1453 VII 29<br />

FÖSAH<br />

San<strong>der</strong>man, Jude von Aufkirchen, gegen den Grafen Wilhelm von<br />

Oettingen<br />

(Nr.3440/11.)<br />

1473<br />

Simon Höchstetter von Nördlingen gegen den Grafen Ulrich von<br />

Oettingen<br />

(Nr.3440/31.)<br />

1478<br />

Oscher Jude, <strong>der</strong>zeit zu Aufkirchen, gegen den Grafen Wolfgang<br />

von Oettingen<br />

(Nr.3440/33.)<br />

643


FÖSAH<br />

DomReg (= DOMÄNENKANZLEI-REGISTRATUR)<br />

I.II.9<br />

VERMÖGENSVERWALTUNG: HERBERGGELDER DER JUDEN;<br />

dabei:<br />

1751, 1770, 1785<br />

Judenschutzbriefe<br />

(Fasz.1.)<br />

1780<br />

Publikation des wallersteinischen neuen Judenschutzbriefes von<br />

1779 in Oettingen<br />

(Fasz.2.)<br />

1785<br />

Schutzgeld-Regulativ für die Juden zu Oettingen <strong>und</strong> Hainsfarth<br />

(Fasz.3.)<br />

1813-1825<br />

Judenschutzgel<strong>der</strong> zu Regelsweiler <strong>und</strong> Kleinerdlingen (1813/1823)<br />

<strong>und</strong> Judenschutz zu Kleinerdlingen (1825)<br />

(Fasz.4.)<br />

1830/1848<br />

Bezahlung <strong>der</strong> Judenherberggel<strong>der</strong><br />

(Fasz. 5.)<br />

1833<br />

Oberstrichterliche Erkenntnisse in Sachen Judenherberggel<strong>der</strong><br />

(Fasz. 6.)<br />

1836<br />

Die beson<strong>der</strong>en Abgaben <strong>und</strong> Reichnisse <strong>der</strong> Juden in Oettingen<br />

(Fasz.7.)<br />

644


FÖSAH<br />

DomReg (= DOMÄNENKANZLEI-REGISTRATUR)<br />

I.V.9<br />

NATURAL- UND GELDGEFÄLLE; dabei u.a.:<br />

1833<br />

Erhebung <strong>der</strong> sogenannten Schächtgel<strong>der</strong> von den Juden zu Hains-<br />

farth<br />

(Fasz.6.)<br />

II.II.1<br />

GESETZE UND VERORDNUNGEN; dabei u.a.:<br />

1827<br />

Das Häuser-Auslosungsrecht (ius retractus) gegenüber jüdischen<br />

Käufern<br />

(Fasz.5.)<br />

II.II.30<br />

PFARREI OETTINGEN: RELIGIONS- UND KIRCHENSACHEN; dabei u.a.:<br />

1829/1830<br />

Weigerung <strong>der</strong> Juden in Oettingen <strong>zur</strong> Fortzahlung von 24 fl<br />

Stolgebühren an den katholischen Pfarrhof<br />

(Fasz.4.)<br />

II.III.39<br />

NOCH PROTESTANTISCHE PFARREI OETTINGEN: RELIGION UND KIRCHEN;<br />

dabei u.a.:<br />

1871<br />

Stolgebühren <strong>der</strong> israelitischen Kultusgemeinde an die protestantische<br />

Pfarrei Oettingen<br />

(Fasz.12.)<br />

645


FÖSAH<br />

DomReg (= DOMÄNENKANZLEI-REGISTRATUR)<br />

II.V.12<br />

GEMEINDEWESEN: JUDEN; dabei:<br />

1818-1847<br />

Bürger- <strong>und</strong> Untertanen-Aufnahmen; Verleihung <strong>der</strong> Gewerbekonzes-<br />

sionen<br />

(Fasz.1.)<br />

1812-1846<br />

Ansässigmachung <strong>und</strong> Verpflichtung <strong>der</strong> Juden<br />

(Fasz.2. )<br />

II.VI.1<br />

GEMEINDEWESEN: SITTEN UND VEREINE; dabei u.a.:<br />

1840<br />

Israelitischer Verein "Zur Eintracht"<br />

(Fasz.14.)<br />

II.VI.17<br />

STATISTIK, ALTERTÜMER, DENKMALE UND VOLKSZÄHLUNG; dabei u.a.:<br />

1832-1847<br />

Volkszählungen <strong>der</strong> Juden<br />

(Fasz.7.)<br />

1736-1819<br />

Geburts- <strong>und</strong> Sterbfall-Listen <strong>der</strong> Juden<br />

(Fasz.7a.)<br />

646


FÖSAH<br />

DomReg (= DOMÄNENKANZLEI-REGISTRATUR)<br />

II.VII.27<br />

OETTINGEN: ISRAELITISCHER KULTUS UND SCHULE; dabei:<br />

1802<br />

Kopulationsgebühren <strong>der</strong> Juden zu Oettingen<br />

(Fasz.1.)<br />

1816-1823<br />

Vorsinger <strong>und</strong> Barnossen zu Oettingen<br />

(Fasz.2.)<br />

1820-1826<br />

Israelitische Volksschulen zu Oettingen <strong>und</strong> Hainsfarth<br />

(Fasz.3.)<br />

1821-1848<br />

Die Wahl eines Barnossen zu Mönchsroth<br />

(Fasz.4.)<br />

1840<br />

Die Wie<strong>der</strong>besetzung des Distriktsrabbinats in Wallerstein<br />

(Fasz.5.)<br />

647


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

A.44<br />

JUSTIZKANZLEISACHEN, ALLGEMEIN: VERZEICHNIS DER JUDENFAMILIEN<br />

1811/1812<br />

Akt, betr. die anbefohlene Verzeichnung <strong>der</strong> Judenfamilien in<br />

Mönchsroth, Hainsfarth, Steinhart, Kleinerdlingen <strong>und</strong> Oettingen;<br />

genannt sind auch die jeweilige "Beschäftigung o<strong>der</strong> Gewerbe";<br />

die Listen von Mai 1811 nennen u.a. folgende Zahlen:<br />

- HAINSFARTH:<br />

Kin<strong>der</strong>: 115 männliche, 131 weibliche;<br />

Verwandte <strong>und</strong> Diener: 10 männliche, 122 weibliche;<br />

Summe <strong>der</strong> Familien-Glie<strong>der</strong>: 218 männliche, 256 weibliche;<br />

insgesamt: 97 Schutzfamilien<br />

- STEINHART:<br />

Kin<strong>der</strong>: 47 männliche, 46 weibliche;<br />

Verwandte <strong>und</strong> Diener: 4 männliche, 37 weibliche;<br />

Summe <strong>der</strong> Familien-Glie<strong>der</strong>: 78 männliche, 83 weibliche;<br />

insgesamt: 27 Schutzfamilien<br />

- KLEINERDLINGEN:<br />

Kin<strong>der</strong>: 21 männliche, 26 weibliche;<br />

Verwandte <strong>und</strong> Diener: 1 männlicher, 30 weibliche;<br />

Summe <strong>der</strong> Familien-Glie<strong>der</strong>: 46 männliche, 57 weibliche;<br />

insgesamt: 25 Schutzfamilien<br />

Ein Nachtrag von März 1812 verzeichnet: Jud Hirsch David zu<br />

Hainsfarth verstorben, wodurch eine jüdische Schutzstelle erledigt<br />

wurde; Isak Löw Salomon zu Steinhart hat seine Schutzstelle<br />

an den Sohn Jakob Isak Löw abgetreten.<br />

- OETTINGEN, Stadtuntergericht:<br />

die beiden Listen von Mai 1811 <strong>und</strong> Mai 1812 nennen folgende<br />

Zahlen (die Zahlen für 1812 in Klammern):<br />

Kin<strong>der</strong>: 77 (76) männliche, 62 (59) weibliche;<br />

Verwandte <strong>und</strong> Diener: 9 (9) männliche, 81 (81) weibliche;<br />

Summe <strong>der</strong> Familien-Glie<strong>der</strong>: 150 (131) männliche, 165 (152)<br />

weibliche;<br />

insgesamt: 77 (74) Schutzfamilien<br />

648


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

E.5<br />

STADTUNTERGERICHT OETTINGEN: JUDENSACHEN IN DER STADT UND<br />

JUDENSCHUTZAUFNAHMEN; dabei u.a.:<br />

1806<br />

Anzeige <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen, betr. Sendung von jüdischen<br />

Deputierten zu dem großen Sanhedrin nach Paris;<br />

Dabei:<br />

"Die Versammlung <strong>der</strong> Abgeordneten <strong>der</strong> französischen <strong>und</strong> italienischen<br />

Israeliten an ihre Glaubensgenossen"<br />

(Druck: deutsch <strong>und</strong> hebräisch);<br />

"Discours de MM. Les Commissaires de S.M. Imperiale Royale, ... "<br />

(Druck: französisch)<br />

1806/1807<br />

Akt, betr. Beschwerde des Hoffaktors Abraham Jonas zu Oettingen<br />

gegen die dortigen Schutz Juden Nathan Mayer, Süßmann Mayer <strong>und</strong><br />

David Nathan wegen Lärmens in <strong>der</strong> Synagoge<br />

1807<br />

Akt, betr. Vermögensschätzung <strong>der</strong> Judengemeinde zu Oettingen;<br />

betr. u.a. den Hoffaktor Abraham Jonas <strong>und</strong> seinen Sohn<br />

1808<br />

Akt, betr. Beschwerde des Hoffaktors Abraham Jonas zu Oettingen<br />

gegen den dortigen Schutzjuden David Nathan wegen <strong>der</strong> Bezahlung<br />

von 60 fl an die gemeine Judenschaft<br />

1808<br />

Akt, betr. Bitte des Schutzjuden Joseph Löw um Entlassung aus<br />

seiner Beisitzerstelle in <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen<br />

1808<br />

Akt, betr. die versprochene Aussteuer des verstorbenen Bankiers<br />

Isaac Michael Speyer zu Frankfurt a. Main für die Tochter des<br />

Rabbiners Pincas Jacob zu Oettingen, Blümlein<br />

1808<br />

Akt, betr. Beschwerde des Schutzjuden Haymann Joseph zu Oettingen<br />

gegen den dortigen Hoffaktor <strong>und</strong> Barnossen Abraham Jonas<br />

wegen dem Verkauf seiner Stühle in <strong>der</strong> Synagoge<br />

649


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

E.5<br />

1809<br />

Akt, betr. Neujahrsgeld <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen<br />

1809<br />

Akt, betr. Bittgesuch des Schutzjuden Nathan Isaac zu Oettingen<br />

um Entlassung aus seiner Barnossensteile<br />

1809<br />

Akt, betr. erteiltem Urlaub für den Landrabbiner Pincas Jacob<br />

zu Oettingen <strong>zur</strong> Bereinigung seiner Familienangelegenheiten<br />

1810<br />

Beschwerde des Hoffaktors Abraham Jonas zu Oettingen wegen Rekognition<br />

einer Handschrift;<br />

Verlangen desselben, um Auslieferung <strong>der</strong> bei <strong>der</strong> Judengemeinde<br />

vorhandenen Akten <strong>und</strong> Gemeindebücher wegen Einsichtnahme<br />

1810<br />

Akt, betr. Bittgesuch <strong>der</strong> Witwe des Schutzjuden Amson Jacob zu<br />

Oettingen, Vögele, um Mo<strong>der</strong>ation des Schutzaufnahmegeldes für<br />

ihren Tochtermann Abraham Lang von Buttenwiesen (Bodenwiesen)<br />

1810<br />

Akt, betr. For<strong>der</strong>ung des Barnossen- <strong>und</strong> Rabbineramtes in Ans-<br />

bach an den Schutzjuden Joseph Löw Hirsch zu Oettingen<br />

1810<br />

Umfangreicher Akt, betr. Beschwerde des Vorsängers Moyses<br />

Gormend (Correment) zu Oettingen gegen die dortige Judengemeinde<br />

wegen vorenthaltenem Besoldungsgeld;<br />

Enthält:<br />

Mehrere Schuldenverzeichnisse;<br />

Schreiben <strong>der</strong> Ehegattin des Vorsängers, Eva, sowie ein ärztli-<br />

ches Zeugnis für dieselbe;<br />

Zwei hebräische Schriftstücke<br />

1811<br />

Akt, betr. Beschwerde des Beer Hayum, Schulklopfer zu Oettingen,<br />

wegen Entziehung des mit dem Schulklopferdienst verb<strong>und</strong>enen<br />

Gemeindedienstes<br />

650


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

E.5<br />

(1785-) 1811<br />

Umfangreicher Akt, betr. die Anzeige des Stadtuntergerichts<br />

Oettingen über die Verhältnisse <strong>der</strong> dortigen Judengemeinde, die<br />

notwendige Aufstellung eines dritten Barnossen <strong>und</strong> eines zwei-<br />

ten Beisitzers;<br />

Enthält:<br />

Auszüge aus dem Judenschutzbrief von 1785;<br />

Urteilsbrief gegen Abraham Jonas zu Oettingen <strong>und</strong> dessen Mitschuldige<br />

Baruch Löw <strong>und</strong> Salomon Baruch zu Kleinerdlingen (1792)<br />

1811<br />

Akt, betr. Streitigkeiten zwischen <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen<br />

<strong>und</strong> dem Hoffaktor Abraham Jonas wegen Neujahrsgeld u.a.;<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse<br />

1807-1812<br />

Zahlreiche Einzelakten über Judenschutzaufnahmen zu Oettingen;<br />

betr. u.a.:<br />

Maier Falch, Sohn des Schutzjuden Hirsch Falch (1807);<br />

Löw Abraham, zweiter Sohn des Hoffaktors Abraham Jonas, mit seiner<br />

Verlobten Hindel, Tochter des Schutzjuden Nathan Abraham<br />

Thalheimer zu Stetten (1807);<br />

Isaac Levi, Jacob Wolf <strong>und</strong> Löw Neuburger zu Oettingen (1807/08);<br />

Abraham Issac, Sohn des Schutzjuden Isaac Hauper zu Buttenwiesen<br />

(Bodenwiesen), <strong>und</strong> seine Verlobte Feile, Tochter <strong>der</strong> Witwe des<br />

Amson Jacob zu Oettingen, Vögele (1808);<br />

Bittgesuch des Hoffaktors Abraham Jonas zu Oettingen um Schutzaufnahme<br />

seines Tochtermanns Joseph Löw Hirsch, Schutzjude zu<br />

Egenhausen (1808);<br />

Salomon Hirsch, Sohn des Schutzjuden Joseph Löw zu Oettingen (1808);<br />

Bittgesuch des Schutzjuden Jonas Hirsch zu Oettingen um Übertra-<br />

gung des, seinem künftigen Tochtermann Marx Mendel nach Hainsfarth<br />

erteilten Schutzes auf Oettingen (1808);<br />

Bittgesuch des Schutzjuden <strong>und</strong> Schulmeisters Simon Baer zu Oettin-<br />

gen um Schutzaufnahme seines künftigen Tochtermanns David Isaac<br />

von Steinhart (1808);<br />

Befreiung von <strong>der</strong> Militärpflichtigkeit für Simon Moyses, Sohn des<br />

Schutzjuden Moyses Isaac zu Oettingen, <strong>und</strong> Schutzaufnahme mit<br />

seiner Verlobten, Tochter des Gütel David zu Hainsfarth (1809);<br />

Marx David zu Oettingen, Sohn des dortigen Schutzjuden David<br />

Isaac, <strong>und</strong> seine Verlobte Hendle, Tochter des dortigen Schutz-<br />

juden Abraham Joseph Regensburger, die bereits ein uneheliches<br />

Kind haben (1809);<br />

Bittgesuch des Haymann Joseph zu Oettingen um Beibehaltung des<br />

dortigen Schutzes (1812);<br />

Amson Neuburger zu Oettingen, Sohn des dortigen Schutzjuden<br />

Joseph Löw (1811/12)<br />

651


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

G.7<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: JUDENSACHEN UND<br />

JUDENSCHUTZAUFNAHMEN; dabei u.a.:<br />

1806<br />

Bitte <strong>der</strong> Schutzjüdin Vögele zu Kleinerdlingen um Erlassung<br />

des Konsensgeldes von 37 fl 30 kr betr.<br />

1806<br />

Beschwerde des Schutzjuden Marx David G<strong>und</strong>elfinger zu Kleinerdlingen<br />

wegen <strong>der</strong> ihm aufgetragenen Bezahlung <strong>und</strong> Erlegung<br />

des Vermögens seines Pflegesohnes David Scheue von ebenda<br />

1806<br />

Akten, betr. die Schutzaufnahmen <strong>der</strong> Juden Seeligmann Hirsch<br />

<strong>und</strong> Joseph Hirsch von Hainsfarth<br />

1807<br />

Akt, betr. Beschwerde des Stadt- <strong>und</strong> Landrabbinats zu Oettingen<br />

gegen die Judengemeinde zu Hainsfarth wegen nichtbezahlter<br />

Gebühren bei vorgenommener Schatzung<br />

1807<br />

Akten, betr. Schutzaufnahmen <strong>der</strong> Juden Mendel Joseph, Marx<br />

Mendel, Abraham Elias <strong>und</strong> David Mendel zu Hainsfarth<br />

1807<br />

Akten, betr. Schutzaufnahmen <strong>der</strong> Juden Abraham Hirsch Kuhn <strong>und</strong><br />

Simon Levi Ellinger zu Kleinerdlingen, sowie Isaac Feis, Sohn<br />

des verstorbenen Schutzjuden Feis Schweizer zu Kleinerdlingen<br />

1807-1808<br />

Akten, betr. die Revision <strong>der</strong> Vorm<strong>und</strong>schaftsrechnung des Judensohn<br />

Isaac Löw Neustädel aus Kleinerdlingen<br />

1808<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Moyses Baruch, Sohn des Unterrabbiners<br />

Baruch Löw Salomon zu Kleinerdlingen, <strong>und</strong> dessen Verlobte,<br />

Tochter des Schutzjuden Löw Abraham zu E<strong>der</strong>heim<br />

652


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

G.7<br />

1808<br />

Akten, betr. Schutzaufnahmen <strong>der</strong> Juden Samson Salomon, Marx<br />

Lippmann, Lippmann Joseph <strong>und</strong> Marx Seligmann zu Hainsfarth,<br />

sowie Nathan Lippmann, Sohn des Schutzjuden Lippmann Salomon<br />

zu Hainsfarth<br />

1809<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Moyses Salomon, Sohn des Unterrabbiners<br />

Baruch Löw Salomon zu Kleinerdlingen, <strong>und</strong> dessen<br />

Verlobte Ester, Tochter des Schutzjuden Abraham Ephraim zu<br />

E<strong>der</strong>heim<br />

1809<br />

Akten, betr. Schutzaufnahmen <strong>der</strong> Juden Moyses Hirsch von Hainsfarth<br />

<strong>und</strong> Hirsch Marx Löw zu Kleinerdlingen<br />

1809<br />

Akt, betr. Bitte des Jacob Isaac, jüngster Sohn des Schutzju-<br />

den Isaac Salomon von Steinhart, um Erteilung des her[r]schaftlichen<br />

Schutzes o<strong>der</strong> eines Toleranz-Dekretes<br />

1809-1810<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des David Salomon, Sohn des Schutzjuden<br />

Salomon Moyses zu Hainsfarth, <strong>und</strong> dessen Verlobte Maria,<br />

Tochter des Schutzjuden Mendel Beer zu Binswangen;<br />

dann die Nie<strong>der</strong>lassung des David Salomon in Ichenhausen <strong>und</strong><br />

seine Verehelichung mit Marianna, <strong>der</strong> Adoptivtochter <strong>der</strong> Marx<br />

Jacob daselbst<br />

1810<br />

Akt, betr. Beschwerde des Barnossen Hirsch Mayer zu Steinhart<br />

gegen den Stadt- <strong>und</strong> Landrabbiner Pincas Jacob zu Oettingen<br />

wegen <strong>der</strong> von einigen jungen Burschen zu Steinhart errichteten<br />

Privatschule<br />

1810<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Löw Israel, Sohn des Schutzjuden<br />

Israel Löw zu Steinhart<br />

653


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

G . 7<br />

1810<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Hirsch Wolf zu Kleinerdlingen<br />

1810<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Hirsch Moyses von Gunzenhausen,<br />

Tochtermann des Schutzjuden Abraham Mendel zu Steinhart<br />

1810/1811<br />

Akt, betr. Militärbefreiungsgesuch <strong>und</strong> Schutzaufnahme des Juden<br />

Lämle Mathes von Kleinerdlingen<br />

1811<br />

Akt, betr. Gesuch des Oettinger Schutz Juden Sussmann Mayr um<br />

die Erlaubnis, nach Hainsfarth überziehen zu dürfen<br />

1811<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Marx Jacob Hirsch von Mönchsdeggingen,<br />

künftiger Ehemann von Gale, <strong>der</strong> Tochter des Schutzjuden<br />

Mendel Levi zu Kleinerdlingen<br />

1811-1812<br />

Akt, betr. Bitte des Schutzjudensohnes Abraham Hirsch Levi<br />

von Hainsfarth um Aufnahme in den Schutz zu Oettingen<br />

1812/1813<br />

Akten, betr. Ansässigmachung <strong>und</strong> Schutzaufnahme <strong>der</strong> Juden<br />

Samuel Hirsch <strong>und</strong> Marx Salonion zu Hainsfarth, sowie Joseph<br />

Hirsch, Sohn des Hirsch Lippmann zu Hainsfarth<br />

I.7<br />

Untergericht Mönchsroth: Jurisdiktionalia;<br />

betr. Judensachen <strong>und</strong> Judenschutzaufnahmen<br />

654


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

K.62<br />

ALLGEMEIN: JÜDENSCHUTZLOSUNG UND JUDENSCHUTZBRIEFE; dabei u.a.:<br />

1637-1701<br />

Schutzbriefe für die Judenschaft zu Oettingen (geheftet);<br />

1637 sind in Oettingen acht Schutzjuden genannt: Seligmann, Jacob,<br />

Mannaß, Mausche, David, Schertle, Enßel <strong>und</strong> Simon<br />

1651/1652, 1654/1655, 1657/1658, 1660, 1665, 1685, 1697, 1701<br />

Akt, betr. <strong>der</strong> erteilten Judenschutzbriefe durch die Regierung<br />

zu Oettingen (geheftet)<br />

1699<br />

Schutzbrief für die Judenschaft zu Oettingen (geheftet)<br />

1714<br />

Akt, betr. die Juden-Schutzlosung (geheftet);<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse, u.a. eine Liste <strong>der</strong> 26 Schutzjuden<br />

zu Kleinerdlingen<br />

1721 (-1724)<br />

Akt, betr. die Juden-Schutzlosung (geheftet);<br />

Enthält:<br />

Konzept des Judenschutzbriefes von 1721;<br />

Liste <strong>der</strong> gräflichen Judenschaft zu Oettingen (33 Juden) <strong>und</strong> zu<br />

Hainsfarth (9 Juden)<br />

1728 (-1731)<br />

Akt, betr. die Juden-Schutzlosung (geheftet);<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse über die Schutzjuden zu Oettingen,<br />

Hainsfarth <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

1735/1736<br />

Akt, betr. die Juden-Schutzlosung (geheftet);<br />

Enthält verschiedene Listen, u.a. über die Judenschaft zu Kleinerdlingen<br />

<strong>und</strong> zu Schopfloch<br />

1735<br />

Judenschutzbrief für die Judenschaft zu Oettingen (geheftet);<br />

Enthält Namensliste <strong>der</strong> 28 Schutzjuden zu Oettingen<br />

1742 (-1745)<br />

Umfangreicher Akt, betr. die Juden-Schutzlosung (geheftet);<br />

Enthält mehrere, z.T. sehr ausführliche Verzeichnisse über Juden<br />

zu Oettingen, Hainsfarth, Kleinerdlingen, Schopfloch <strong>und</strong> Mönchsroth<br />

655


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

K.63<br />

ALLGEMEIN: JUDENSCHUTZLOSUNG UND JUDENSCHUTZBRIEFE; dabei u.a.:<br />

(1576)<br />

Extrakt aus dem, mit dem Ritterlichen Malteser-Orden geschlossenen<br />

Vertrag<br />

(1687)<br />

Extrakt aus dem Nördlinger Vertrag, betr. die Juden zu Kleinerdlingen<br />

(1742/1743)<br />

Akt über den Judenschutz zu Hainsfarth;<br />

betr. u.a. den Schutzjuden <strong>und</strong> Vorsänger Löw Raphael zu Hainsfarth;<br />

Enthält eine Vermögensaufstellung, ferner ein hebräisches Schriftstück<br />

1750<br />

Akt, betr. die Juden-Schutzlosung;<br />

Enthält mehrere, z.T. sehr ausführliche Verzeichnisse über Juden<br />

zu Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

1757<br />

Juden-Schutzbrief (geheftet) für die Judengemeinden zu Oettingen,<br />

Hainsfarth, Kleinerdlingen, Schopfloch <strong>und</strong> Mönchsroth<br />

1757/1758<br />

Umfangreicher Akt, betr. die Juden-Schutzlosung (geheftet);<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse über Schutzgeld, Vermögensschätzung<br />

u.a. für die Juden zu Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

1770<br />

Regulierung <strong>und</strong> Berechnung <strong>der</strong> Judenschutzlosungs-Taxe für die<br />

Judengemeinden zu Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth<br />

1770<br />

"Consignation <strong>der</strong> gesamten Judenschaft in <strong>der</strong> Stadt Oettingen"<br />

(geheftet); betr. auch die Judenschaft zu Hainsfarth, Schopfloch,<br />

Mönchsroth <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

656


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

K.63<br />

1770<br />

Juden-Schutzbrief (geheftet) für die Judengemeinden zu Oettingen,<br />

Hainsfarth, Kleinerdlingen, Schopfloch <strong>und</strong> Mönchsroth<br />

1770<br />

Umfangreicher Akt, betr. die Juden-Schutzlosung (geheftet);<br />

Enthält Schutzbrief sowie mehrere Verzeichnisse über Vermögensschätzungen<br />

u.a.<br />

(1770), 1771<br />

Der Rabbiner zu Oettingen erhält den von Wallerstein dorthin<br />

kommunizierten neuen Juden-Schutzbrief, damit er ihn in <strong>der</strong> Synagoge<br />

publizieren soll<br />

(1779), 1780<br />

Betr. den von Wallerstein <strong>zur</strong> Publikation nach Oettingen kommunizierten<br />

neuen, jenseitigen Juden-Schutzbrief von 1779<br />

1807<br />

Beschreibung <strong>der</strong> Judenschaft zu Hainsfarth, u.a. <strong>der</strong>en Häuser,<br />

Besitztum, Erwerb, Handel <strong>und</strong> Abgaben;<br />

genannt sind: 96 Schutzjuden <strong>und</strong> -jüdinnen, 77 Ehefrauen, 227<br />

Kin<strong>der</strong>, 16 Mägde, 1 Lehrer, 6 Anverwandte sowie 26 1/4 Häuser<br />

657


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

K.64<br />

ALLGEMEIN: JUDENSCHUTZLOSUNG UND JUDENSCHUTZBRIEFE; dabei u.a.:<br />

1785<br />

Verordnung, betr. Juden-Schutzlosung;<br />

Dabei: Verzeichnisse über Schutzlosungs-Taxen<br />

1785<br />

Pflichtmäßige Vermögensschätzung <strong>der</strong> Judengemeinden zu Oettingen,<br />

Hainsfarth, Mönchsroth, Schopfloch <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

1785<br />

Akt, betr. Judenschutzlosungs-Taxen;<br />

Enthält: Tabellen für Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth<br />

1785/1786<br />

Umfangreicher Akt (geheftet), betr. den, den Judengemeinden<br />

zu Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth verliehenen Schutz;<br />

Enthält auch: Schutzbrief für die Judengemeinde zu Kleinerd-<br />

lingen (1785)<br />

1787<br />

Weisung an die Verwaltung zu Oettingen, wieviel Schutzgeld<br />

nach dem neuen Judenschutzbrief zu beziehen ist<br />

1789 (-1792)<br />

Akt, betr. die neue Schätzung <strong>der</strong> Judengemeinden zu Oettingen,<br />

Hainsfarth, Mönchsroth <strong>und</strong> Schopfloch;<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse<br />

1790<br />

Akt, betr. die Regulierung des Schutzgeldes <strong>der</strong> Juden zu Oettingen<br />

<strong>und</strong> Hainsfarth nach <strong>der</strong> neuen Schatzung<br />

1792<br />

Vermögensschätzungs-Tabellen <strong>der</strong> Judenschaften zu Oettingen<br />

<strong>und</strong> Hainsfarth<br />

1792/1793<br />

Akt, betr. Streit zwischen dem katholischen Oberamt <strong>und</strong> <strong>der</strong><br />

Amtsverwaltung zu Oettingen über die Verteilung <strong>der</strong> Schutz-<br />

Einschreibgebühren bei Juden-Schutzlosungen<br />

658


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

K.64<br />

1795<br />

Betr. die neuerlichen Schatzungs-Umlagen <strong>der</strong> Judenschaften<br />

zu Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth;<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse<br />

1798<br />

Akt, betr. die, den drei Judengemeinden zu Oettingen, Hainsfarth<br />

<strong>und</strong> Mönchsroth erteilte Gnade, daß selbige ihren Schutz<br />

lösen dürfen<br />

1798, (1799)<br />

Akt, betr. die neuen Schatzungs-Umlagen <strong>der</strong> Juden zu Oettingen,<br />

Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth;<br />

Enthält Verzeichnisse, u.a. für Oettingen: 41 vermögende Juden<br />

mit insgesamt 113.400 fl genannt<br />

1801<br />

Akt, betr. die neuen Schatzungs-Umlagen <strong>der</strong> Judenschaften zu<br />

Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth;<br />

Dabei: Namensliste <strong>und</strong> Vermögensschätzung <strong>der</strong> Juden zu Hainsfarth<br />

1804/1805<br />

Akt, betr. die neuen Schatzungs-Umlagen <strong>der</strong> Judenschaften zu<br />

Oettingen, Hainsfarth, Steinhart, Kleinerdlingen <strong>und</strong> Mönchsroth;<br />

Dabei: Listen <strong>der</strong> SchutzJuden zu Steinhart <strong>und</strong> Hainsfarth<br />

(1804), 1807/1808<br />

Akt, die Erneuerung <strong>der</strong> Juden-Schätzung in den oettingenspielbergischen<br />

Judengemeinden, <strong>und</strong> die Streitsache mit dem<br />

Hoffaktor zu Oettingen, Abraham Jonas zu seinem Sohn betr.;<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse<br />

659


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

K.65<br />

ALLGEMEIN: JUDENSCHUTZLOSUNG UND JUDENSCHUTZBRIEFE; dabei u.a.:<br />

1741/1742<br />

Akt, betr. Juden-Schutzlosung zu Kleinerdlingen;<br />

Enthält eine Namenliste <strong>der</strong> Juden<br />

1742<br />

Gefaltete, z.T. sehr kleine Schatzungs-Zettel <strong>der</strong> einzelnen<br />

Juden aus Oettingen (ca. 60 Zettel), aus Kleinerdlingen (ca.<br />

25 Zettel) <strong>und</strong> aus Hainsfarth (ca. 45 Zettel); teilweise in<br />

hebräisch geschrieben <strong>und</strong> mit jüdischen Siegeln<br />

1750-1755 (-1760)<br />

Umfangreicher Akt, betr. Juden-Schutzlosung zu Kleinerdlingen;<br />

Enthält mehrere, z.T. sehr ausführliche Verzeichnisse, u.a.<br />

auch über Juden zu Oettingen <strong>und</strong> Hainsfarth<br />

1761/1762<br />

Akt, den von Seiten Wallerstein <strong>zur</strong> Publikation nach Oettingen<br />

kommunizierten jenseitigen neuen Schutzbrief betr.<br />

1785<br />

Akt, betr. die von den Judengemeinden Schopfloch <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

bezahlten Konsensgel<strong>der</strong> wegen neu erteiltem Schutz,<br />

nebst Konzept des Schutzbriefes<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse<br />

1785<br />

Akt, betr. Schutz- <strong>und</strong> Konsensgel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Juden zu Kleinerdlingen;<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse<br />

1789 (-1792)<br />

Akt, betr. Befreiung <strong>der</strong> diesseitigen "privativen" Schutzjuden<br />

zu Kleinerdlingen von <strong>der</strong> Schutzlosung, bis auf das Jahr 1792<br />

1792<br />

Akt, betr. Juden-Schutzlosung zu Kleinerdlingen;<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse über Konsens-, Kopf-, Tax- <strong>und</strong><br />

Schutzgeld sowie über Vermögensschätzungen<br />

660


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

K.65<br />

1792<br />

Umfangreicher Akt, betr. Juden-Schutzlosung zu Kleinerdlingen;<br />

Dabei :<br />

Schutzbrief für die fürstlich oettingische <strong>und</strong> die commenthurische<br />

Judenschaft zu Kleinerdlingen;<br />

Liste <strong>der</strong> schneidheimer <strong>und</strong> zimmerischen Juden (21) sowie <strong>der</strong><br />

commenthurischen Juden (30)<br />

1799<br />

Akt, betr. Schutzlosung <strong>der</strong> Juden zu (Klein-) Erdlingen<br />

1800<br />

Schutzbrief für die fürstlich oettingische <strong>und</strong> commenthurische<br />

Judenschaft zu Kleinerdlingen (22 bzw. 30 Juden)<br />

1803<br />

Betr. Schutzbriefe für die Juden Joseph Hirsch <strong>und</strong> Salomon<br />

Meyer, beide zu Steinhart<br />

661


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.31<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: JUDENSCHUTZERTEILUNGEN, STADT OETTINGEN<br />

Enthält: ca. 120 Einzelakten; dabei z.B.:<br />

1747<br />

Den, dem Schutzjuden Löw zu Oettingen wegen seines lie<strong>der</strong>lichen<br />

Betragens aufgekündigten Schutz<br />

1754<br />

Schutzaufnahme <strong>der</strong> Judenburschen Joseph Liebermann zu Oettingen<br />

<strong>und</strong> Samuel Joseph zu Hainsfarth<br />

1759<br />

Den, von dem Juden Hirsch Valck nachgesuchten aber abgewiesenen<br />

Schutz<br />

1766<br />

Jud Hayum David von Oettingen wird mit seinem Gesuch, ihn auf<br />

den jährlichen Schutzgulden herabzusetzen, abgewiesen<br />

1767<br />

Baruch Wolf, Jude von Kriegshaber, erhält den Schutz in Oettingen<br />

1784<br />

Gesuch des Abraham Jonas zu Oettingen, um Schutzaufnahme<br />

1793<br />

Salomon Samuel K.K Schutzjude <strong>und</strong> "Kunstmahler" von Ichenhausen<br />

gebürtig, erhält Schutz in Oettingen<br />

1806<br />

Bitte des Schutzjuden Isaac Koppel zu Oettingen, um Schutzaufnahme<br />

seines Sohnes Elias Isaac <strong>und</strong> dessen Verlobte Fradel, ledige<br />

Tochter des Schutzjuden Hirsch Marx zu Hainsfarth<br />

662


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.39<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: VERLASSENSCHAFTS- UND VORMUNDSCHAFTS-<br />

SACHEN DER JUDEN; dabei u.a.:<br />

1785<br />

Akt, betr. Vermögen des verstorbenen Schutzjuden <strong>und</strong> Hoffaktors<br />

Simon Hayum Springer zu Oettingen<br />

1786<br />

Das Verlassenschafts-Inventarium des verstorbenen Schutzjuden<br />

Löw Wassermann zu Oettingen<br />

1786<br />

Akt, betr. Vermögen <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong> des Juden Simon Springer zu<br />

Oettingen<br />

(1785/86), 1787<br />

Verzeichnis sämtlicher jüdischen Vorm<strong>und</strong>schaften in <strong>der</strong> Stadt<br />

<strong>und</strong> auf dem Land; betr.: Oettingen, Hainsfarth, Mönchsroth <strong>und</strong><br />

Kleinerdlingen;<br />

Dabei: Extrakt aus dem oettingischen Judenschutzbrief von 1785<br />

1787<br />

Betr. die, den Kin<strong>der</strong>n des Simon Götz Ulmann zu Oettingen aus<br />

<strong>der</strong> Verlassenschaft des Löw Wassermann zugefallene Erbschaft<br />

1787/1788<br />

Akt, betr. jüdische Vorm<strong>und</strong>schafts-Sachen<br />

1790<br />

Akt, betr. Vorm<strong>und</strong>schaft des Salomon David, Barnoß von Oettingen,<br />

über das Vermögen seiner beiden Kin<strong>der</strong><br />

1791<br />

Verzeichnis sämtlicher jüdischen Vorm<strong>und</strong>schaften in <strong>der</strong> Stadt<br />

<strong>und</strong> auf dem Land; betr.: Oettingen, Hainsfarth, Mönchsroth <strong>und</strong><br />

Kleinerdlingen<br />

1792<br />

Dasselbe Verzeichnis, betr. Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

663


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.39<br />

1794<br />

Akt, betr. Vermögen des jungen Hayum Springer zu Illereichen,<br />

sowie Vergleich zwischen demselben <strong>und</strong> seiner Schwester<br />

1798<br />

Akt, betr. Einsendung eines Verzeichnisses über die bestehenden<br />

Vorm<strong>und</strong>schaften durch den Rabbiner Pincas Jacob zu Oettingen<br />

1801/1802<br />

Akt, betr. die dem Rabbinat zu Oettingen anbefohlene Einsendung<br />

<strong>der</strong> jüdischen Inventarien <strong>und</strong> Vorm<strong>und</strong>schaften<br />

1804<br />

Akt, betr. die Verlassenschaft des Schutzjuden David Isaac zu<br />

Oettingen<br />

1804<br />

Akt, betr. die Beschwerde des Rabbinats zu Oettingen gegen die<br />

Judenschaft zu Hainsfarth wegen angeblich entzogener Inventurs-<br />

Gebühren<br />

1805<br />

Akt, betr. Anzeige des Barnossen Abraham Jonas zu Oettingen<br />

wegen Vornahme <strong>der</strong> jüdischen Inventuren;<br />

Betr. auch: Verlassenschaft des Simon Hirsch zu Hainsfarth<br />

664


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.39a<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: JÜDISCHE GENERAL- UND SPEZIALVER-<br />

FÜGUNGEN; dabei:<br />

1759<br />

Bericht des Oberamtes Oettingen über die dortigen Juden, wegen<br />

verbotenem Handel an Sonn- <strong>und</strong> Feiertagen<br />

1778<br />

Bericht des Oberamtes Oettingen, betr. Handlungs- <strong>und</strong> Kaufkontrakten<br />

zwischen Untertanen <strong>und</strong> Schutzjuden<br />

1786<br />

Schreiben, betr. Schutz <strong>der</strong>jenigen Juden, welche jüdische Witwen<br />

heiraten<br />

1792<br />

Die beiden Schutzjuden Abraham Joseph <strong>und</strong> Löw Hirsch zu Oettingen<br />

dürfen bei sich ergebenden Mobilien-Auktionen zum Ausrufen<br />

gebraucht werden<br />

665


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.40/1<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: JUDENSCHAFT IN OETTINGEN, JÜDISCHE<br />

COMMUNALIA (RABBINER, BARNOSSEN, HOFFAKTOREN, UNTERSTÜTZUNGEN,<br />

SYNAGOGE, STELLENBESETZUNGEN UND ENTLASSUNGEN, JUDENSCHUTZ)<br />

Enthält: ca. 70 Einzelakten; dabei u.a.:<br />

1728<br />

Akt, betr. Judenbegräbnis zu Wallerstein<br />

(1742)<br />

Austeilung <strong>der</strong> Stühle in <strong>der</strong> Synagoge zu Oettingen, auch an<br />

die Juden zu Hainsfarth<br />

Dabei: Gr<strong>und</strong>riß-Plan mit den jeweiligen Preisen <strong>der</strong> Stühle<br />

1746<br />

Akt, betr. die "Renovirung" des, den gesamten Juden zu<br />

Oettingen angedeihenden Schutzes<br />

1761<br />

Akt, betr. Streit zwischen <strong>der</strong> Witwe des Juden David zu<br />

Oettingen <strong>und</strong> den dortigen Barnossen <strong>und</strong> Beisitzern wegen<br />

Gebühren<br />

1762<br />

Akt, in Sachen des Hofjuden Zacharias Model gegen den Rabbiner<br />

<strong>und</strong> die Barnossen zu Oettingen wegen S[e]gensprechens in <strong>der</strong><br />

Synagoge<br />

1778<br />

Akt, betr. Verordnung an die Oberämter Oettingen <strong>und</strong> Dürrwangen<br />

wegen <strong>der</strong> allzu häufig in das Land kommenden Schnurr- <strong>und</strong><br />

Betteljuden<br />

1781<br />

Akt, betr. einer zwischen Abraham Koppel <strong>und</strong> Abraham Springer<br />

in <strong>der</strong> Synagoge zu Oettingen vorgefallenen Schlägerei<br />

1789<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> seit <strong>der</strong> letzten Schutzlosung (1785) in den<br />

Oberämtern Oettingen, Dürrwangen <strong>und</strong> Mönchsroth neu in den<br />

Schutz aufgenommenen Juden; für Oettingen sind 16 "katholische"<br />

<strong>und</strong> 13 "evangelische" Juden genannt<br />

666


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.40/I<br />

1790/1791<br />

Akt, betr. Aufnahme des Hayum Beer zum Schulklopfer in Oettingen<br />

1793<br />

Akt, betr. Erwählung des Schutzjuden Nathan Isaac zum zweiten<br />

Barnossen <strong>und</strong> Löw Koppel zum Beisitzer in <strong>der</strong> Judengemeinde zu<br />

Oettingen<br />

1795<br />

Akt, betr. <strong>der</strong> Annahme von Pinkas Jakob zum Stadt- <strong>und</strong> Landrabbiner<br />

zu Oettingen<br />

1795, 1801<br />

Vermögensschätzungen <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen<br />

1797-1799<br />

Akt, betr. Einverleibung <strong>der</strong> Judenschaft zu Hainsfarth in das<br />

Rabbinat zu Oettingen<br />

1803/1804<br />

Akt, betr. Schuld von Moises Löw Hirsch zu Wallerstein (298 fl<br />

44 kr), die er an seiner Schwester Kind zu Hainsfarth zu bezahlen<br />

schuldig ist<br />

1804<br />

Akt, betr. Beschwerde <strong>der</strong> gesamten Judenschaft zu Oettingen<br />

gegen den Barnossen Abraham Jonas<br />

1804, (1805)<br />

Umfangreicher Akt, betr. <strong>der</strong> zwischen den beiden Barnossen<br />

Nathan Koppel <strong>und</strong> Abraham Jonas zu Oettingen entstandenen<br />

Zwistigkeiten wegen Beschreibung <strong>der</strong> jüdischen Familien<br />

1805<br />

Akt, betr. Einrichtung einer Gemeindestube zu Oettingen<br />

1806<br />

Bitte des Stadt- <strong>und</strong> Landrabbiners Pincas Jacob zu Oettingen,<br />

um Erlaubnis zu einer vorhabenden Reise<br />

667


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.40/11<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: JÜDISCHE COMMUNALIA (JUDENHERBERGE)<br />

Enthält ca. 20 Einzelakten; dabei u.a.:<br />

1793<br />

Akt, betr. die <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen erteilten Erlaubnis<br />

<strong>zur</strong> Erbauung einer Herberge für arme Juden außerhalb <strong>der</strong><br />

Stadt<br />

1794<br />

Der Judengemeinde zu Oettingen wird erlaubt, auf dem von ihr<br />

gekauften Stadelplatz eine Herberge für arme Juden zu erbauen<br />

1802<br />

Bittgesuch <strong>der</strong> Schutzjüdin <strong>und</strong> Witwe Vögele zu Oettingen,<br />

fremde Juden beherbergen zu dürfen<br />

1803<br />

Akt, betr. Beschwerde <strong>der</strong> Barnossen <strong>und</strong> Beisitzer zu Oettingen<br />

gegen den dortigen Hoffaktor Abraham Jonas wegen angeblich<br />

verübtem Unfug in den jüdischen Versammlungen <strong>und</strong> in <strong>der</strong> Synagoge<br />

1804, (1805)<br />

Akt, betr. Beschwerde des Hoffaktors Abraham Jonas <strong>und</strong> seines<br />

Sohnes Samson Abraham gegen einige Juden zu Oettingen wegen<br />

Beitrag zu den jüdischen Almosen<br />

Dabei: Verzeichnis über die Ausgaben auf Rechnung <strong>der</strong> Almosen<br />

668


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.41<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: JUDENSCHUTZGELDER UND -MODERATIONEN.<br />

JUDENSTEUER; dabei u.a.:<br />

1744-1806<br />

ca. 60 Einzelakten, betr. Schutzgeld-Mo<strong>der</strong>ation in Oettingen;<br />

Enthält:<br />

Akten über die Juden Samuel Moyses, Joseph Löw, Salomon Nathan,<br />

Hirsch David, Abraham Joseph, Abraham Jonas, Hirsch Neuburger,<br />

Elias Isaac Koppel, Simon Uhlmann, Salomon Rothschild, Moyses<br />

Löw Samuel u.a., sowie über die Witwen <strong>der</strong> beiden Schutzjuden<br />

Wassermann <strong>und</strong> Meyer Liebermann<br />

1798-1806<br />

8 Einzelakten, betr. Judensteuer zu Oettingen;<br />

Betr. Simon Moyses Lämle, Schutzjude zu Oettingen, Hayum Beer<br />

Neuburger, Löw Koppel u.a.<br />

669


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.42<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: JUDENHÄUSER (KÄUFE UND VERKÄUFE) UND<br />

JÜDISCHE KAPITALSCHULDEN IN OETTINGEN; dabei u.a.:<br />

1724/1725<br />

Akt, in Sachen Hirsch Neumarck, Schutzjude zu Oettingen, gegen<br />

seinen Tochtermann Salomon Rothschild wegen Übergabe eines Hauses;<br />

Enthät: zwei hebräische Schriftstücke<br />

1759<br />

Akt, betr. Haus des Schutzjuden Hayum Springer zu Oettingen<br />

1760<br />

Akt, betr. Haus <strong>der</strong> Witwe Rebecca, Schutzjüdin zu Oettingen<br />

1768<br />

Erlaubnis für den Schutzjuden Schulm Moyses zu Oettingen, ein<br />

Drittel seines Hauses verkaufen zu dürfen<br />

1769<br />

Akt, betr, Schutzjude Schulm Moyses zu Oettingen wegen des auf<br />

seinem Haus stehenden Kapitals (200 fl) <strong>und</strong> desselbigen Aufkündigung<br />

1775<br />

Erlaubnis für den Schutzjuden Mayer Jacob zu Oettingen, ein<br />

Viertel Häuschen verkaufen zu dürfen<br />

1777<br />

Akt, betr. des auf einem Haus stehende Kapital des Schutzjuden<br />

Simon Joseph zu Oettingen<br />

1783<br />

Erlaubnis für den Schutzjuden Abraham Moises zu Oettingen, ein<br />

Haus erkaufen <strong>und</strong> selbst besitzen zu dürfen<br />

1784<br />

Akt, betr. Kauf eines halben Hauses zu Oettingen durch den<br />

dortigen Schutzjuden Jonas Hirsch<br />

1798, 1801/1805<br />

Akten, betr. Simon Moyses Lämle <strong>und</strong> Hayum Joseph, beides Schutzjuden<br />

zu Oettingen<br />

670


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.43<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: JUDENDIENSTFREIHEIT UND JUDENNACHSTEUER;<br />

dabei u .a.:<br />

1725-1730<br />

Akt, betr. Umgeld <strong>der</strong> Juden zu Oettingen;<br />

Betr. die Schutzjuden Gumpert <strong>und</strong> Baruch Seeligmann zu Oettingen<br />

1758-1803<br />

Akt, betr. Dienstfreiheit für die Juden zu Oettingen;<br />

Enthält:<br />

Akten über Hirsch Oesterreicher (1758), Koppel Isaac (1784),<br />

Elias Isaac Koppel (1789), Judenwitwe Vögele (1797), Gabriel<br />

Hirsch (1799), Lazarus Isaac Rebezer (1801/02), Isaac Samuel<br />

(1803) u.a.<br />

1780<br />

Akt, betr. Aufstellung des Schutzjuden Wolf David zu Oettingen<br />

als Judenweinhändler<br />

1785<br />

Schreiben, betr. des Schutzjuden <strong>und</strong> Barnossen Koppel Löw zu<br />

Oettingen, <strong>der</strong> von seinem eingelegten Koscher-Wein die Umgeld-<br />

Freiheit erhält<br />

1798<br />

Akt, betr. Judennachsteuer in Oettingen<br />

671


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

L.44<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: JÜDISCHE WAIDSTRITTIGKEITEN<br />

(1669), 1672<br />

Umfangreicher Akt, betr. die Ausschlagung <strong>der</strong> Judenpferde auf<br />

<strong>der</strong> Weide; auch über Schafe <strong>und</strong> Gänse <strong>der</strong> Juden;<br />

Dabei: Extrakt aus einem Protokoll von 1669, betr. <strong>der</strong> Pferde,<br />

die die oettingischen <strong>und</strong> wallersteinischen Juden auf die Weide<br />

bringen dürfen<br />

L.45<br />

STADTPFLEGAMT OETTINGEN: BEWILLIGUNGEN ZUM HÄUSERKAUF DURCH<br />

JUDEN<br />

7 Einzelakten; dabei u.a.:<br />

1787<br />

Erlaubnis für den Juden-Schächter Haium Jakob zu Oettingen, die<br />

obere Hälfte des Hauses von einem Metzger in Oettingen kaufen<br />

zu dürfen<br />

1789<br />

Akt, betr. Hausverkauf zu Oettingen an den dortigen Schutzjuden<br />

Simon Marx<br />

1799<br />

Erlaubnis für den Schutzjuden Abraham Jonas zu Oettingen, dort<br />

ein Haus kaufen zu dürfen, nachdem sich kein Christ hierfür<br />

gemeldet hat<br />

1801<br />

Zuschreibung eines halben Hauses zu Oettingen an den dortigen<br />

Schutzjuden Jonas Hirsch<br />

1802<br />

Akt, betr. das Gesuch des Schutzjuden Hayum Springer zu Kleinerdlingen<br />

um Zuschrifts-Freilassung von dem in Oettingen erkauften<br />

Haus<br />

672


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

0.25<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: JUDENSCHUTZ-<br />

ERTEILUNGEN<br />

1758-1806<br />

ca. 100 Einzelakten über Judenschutzerteilungen zu Hainsfarth;<br />

Enthält:<br />

Akten über die Juden Moyses Salomon, Sohn des Salomon Jacob<br />

(1758), Hirsch Salomon (1761), Abraham Jacob (1765), Lazarus<br />

Löw (1775), Marx Hirsch (1790), Salomon Hirsch (1794), Salomon<br />

Israel (1797), Isaac Samuel (1800/01), David Salomon (1806)<br />

u.a.;<br />

Bittgesuch des Schutzjuden Jacob Hirsch zu Hainsfarth um Schutz<br />

für seiner Enkelin Mann Joseph Löw als Schulmeister (1777)<br />

0.38<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: JUDENGEMEINDESACHEN<br />

1787<br />

Akt, betr. Streitigkeit zwischen dem Schutzjuden Hirsch David<br />

zu Hainsfarth <strong>und</strong> seinem Tochtermann daselbst wegen eines<br />

Synagogenstandes<br />

1794<br />

Akt, betr. Bestellung des Moyses Nathan zum Barnossen in Hainsfarth<br />

673


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

0.39<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: DIENSTFREIHEITEN<br />

DER JUDEN<br />

1770-1804<br />

12 Einzelakten, betr. Dienstfreiheiten <strong>der</strong> Juden zu Hainsfarth;<br />

Enthält:<br />

Akten über den Juden Jacob Hirsch, dessen Gesuch abgewiesen<br />

wird (1770), sowie über die Juden Mändel David, gewesener Bar-<br />

nosse (1772), Löw Levi (1798), Abraham Hirsch (1804) u.a.<br />

0.39a<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: HÄUSERDISMEMBRA-<br />

TIONEN DER JUDEN<br />

1773-1803<br />

6 Einzelakten, betr. Haus-Zerteilungen <strong>der</strong> Juden zu Hainsfarth;<br />

Enthält u.a.:<br />

Konzession für Hirsch Elias Levi, Schutzjude zu Mönchsroth,<br />

seinen halben Garten zu Hainsfarth verkaufen zu dürfen (1773);<br />

Erlaubnis für den Schutzjuden Lippmann Hirsch zu Hainsfarth,<br />

das halbe Haus des dortigen Juden Raphael Samuel kaufen zu<br />

dürfen (1788);<br />

Die den Schutzjuden Joseph Salomon, Salomon Löw <strong>und</strong> Abraham<br />

Salomon zu Hainsfarth erteilte Erlaubnis <strong>zur</strong> Verteilung ihres<br />

halben Hauses (1796/98)<br />

0.39b<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: JUDENVERMÖGEN<br />

1802<br />

Akt, betr. Vermögen des Isaac von Mühlhausen, gebürtig von<br />

Hainsfarth<br />

674


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

0.40<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: JUDENSTEUERN<br />

1803, 1806<br />

Zwei Akten, betr. Bittgesuch des Schutzjuden Jacob David<br />

Wallersteiner zu Hainsfarth wegen Bezahlung seiner schuldigen<br />

Steuern<br />

0.40a<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: VERMÖGEN, STEUER<br />

UND SCHUTZGELD DER JUDEN<br />

1758-1806<br />

ca. 75 Einzelakten, v.a. betr. Nachlässe <strong>und</strong> Befreiungen von<br />

Steuern <strong>und</strong> Schutzgel<strong>der</strong>n <strong>der</strong> Juden zu Hainsfarth;<br />

Enthält:<br />

Akten über den jüdischen Witwer Salomon Löw (1758), über die<br />

Juden Löw Levi (1774) <strong>und</strong> Moyses Jakob (1786), sowie über die<br />

verwitwete Schutzjüdin Sara (1802) u.a.<br />

0.40b<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: SCHUTZGELDMODERA-<br />

TIONEN DER JUDEN<br />

1746-1804<br />

ca. 25 Einzelakten, betr. Än<strong>der</strong>ung des Schutzgeldes durch<br />

Herabsetzung <strong>der</strong> Vermögensschätzungen für Juden zu Hainsfarth;<br />

Enthält:<br />

Akten über die Witwe des Löw Isaac (1746), über David Salomon<br />

(1749) <strong>und</strong> die Witwe des Hirsch Koppel, die auf den jährlichen<br />

Armengulden gesetzt werden soll (1772), ferner über David<br />

Wallersteiner, Juden-Schulmeister zu Hainsfarth (1784), Baruch<br />

Bär (1804) u.a.<br />

675


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

0.41<br />

UNTERGERICHT OETTINGEN JENSEITS DER WÖRNITZ: JUDENSACHEN<br />

1778-1805<br />

ca. 10 Einzelakten, betr. die Judenschaft zu Hainsfarth;<br />

Enthält u.a.:<br />

Beschwerde <strong>der</strong> Judenschaft zu Hainsfarth gegen die dortigen<br />

Metzger wegen des Schächtens <strong>und</strong> wegen des ungebührlichen<br />

Betragens <strong>der</strong>selben (1797);<br />

Gesuch des Schutzjuden Jakob Hayum zu Hainsfarth um Befreiung<br />

des ihm vom Justizamt Oettingen auferlegten Eides (1802);<br />

Akt, betr. Bittgesuch <strong>der</strong> Judengemeinden Hainsfarth <strong>und</strong><br />

Steinhart wegen doppelter Bezahlung bei <strong>der</strong> Zuschrift <strong>der</strong><br />

eingetauschten königlich preußischen Häuser <strong>und</strong> Güter (1804)<br />

T.16<br />

UNTERGERICHT MÖNCHSROTH: JUDENSACHEN<br />

betr. u.a.:<br />

Gemeindesachen<br />

Schutzlosungen<br />

Schutzerteilungen<br />

Verlassenschaften<br />

Vorm<strong>und</strong>schaften<br />

Hauskäufe <strong>und</strong> -verkäufe<br />

Schutzgeldmo<strong>der</strong>ationen <strong>und</strong> -nachlässe<br />

676


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

U.18a<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: JUDENSCHAFT ZU KLEINERDLINGEN<br />

1744-1791<br />

Akt, betr. die Kleinerdlinger Judenschaft in genere et specie;<br />

Enthält u.a.:<br />

Messgeld (7 fl 30 kr) <strong>der</strong> Judengemeinde zu Kleinerdlingen (1744);<br />

die dem Juden Moyses Löw in Kleinerdlingen übertragene Barnossen-<br />

Stelle (1760);<br />

Erwählung des Schutzjuden Levi Jakob Ellinger zu Kleinerdlingen<br />

zum Barnossen (1786);<br />

Aufstellung des Schutzjuden Baruch Salomon zu Kleinerdlingen zum<br />

dortigen Barnossen (1790/91)<br />

U.18b<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: SCHUTZBRIEFE UND SCHUTZLOSUNGEN ZU KLEIN-<br />

ERDLINGEN<br />

1659-1795<br />

Akt, betr. Schutzbriefe <strong>und</strong> Schutzlosungssachen zu Kleinerdlingen;<br />

Enthält u.a.:<br />

Schutzbrief für den Juden Seeligmann zu Kleinerdlingen (1659);<br />

Schutzbrief für die gesamte Judenschaft zu Kleinerdlingen (1692);<br />

Erbauung <strong>der</strong> Synagoge zu Kleinerdlingen (1697);<br />

Schutzbrief für die gesamte Judenschaft zu Kleinerdlingen (1701);<br />

Schätzung des verstorbenen Schutzjuden Isaac David zu Kleinerdlingen<br />

<strong>und</strong> dessen Verlassenschaft (1795)<br />

U.18c<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: SCHUTZ- UND KONSENSGELDMODERATIONEN ZU<br />

KLEINERDLINGEN<br />

1771-1805<br />

Akt, betr. Schutz- <strong>und</strong> Konsensgeldmo<strong>der</strong>ationen zu Kleinerdlingen;<br />

Zahlreiche Einzelgesuche, betr. u.a.:<br />

Moyses Löw Schmul, Barnosse zu Kleinerdlingen (1771);<br />

Löw Isaac Springer (1774);<br />

Seligmann Raphael (1794/95);<br />

David Löw (1801/02);<br />

Lippmann Elias (1805)<br />

677


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

U.18d<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: NACHLASSGESUCHE ZU KLEINERDLINGEN<br />

1744-1806<br />

Akt, betr. Nachlassgesuche <strong>der</strong> Juden zu Kleinerdlingen;<br />

Zahlreiche Einzelgesuche, betr. u.a.:<br />

Isaac Moyses (1744);<br />

Moyses Hollän<strong>der</strong> (1758);<br />

Löw Monheimer (1759);<br />

Meyr Levi (1759);<br />

Seeligmann Abraham (1760);<br />

Seeligmann Beer (1769);<br />

Simon Isaac Neuburger (1773);<br />

David Marx (1776);<br />

Abraham Mayer (1785/86);<br />

Joseph Koppel (1786);<br />

Jakob Simon (1786, 1788);<br />

Isaac Koppel (1790);<br />

Noa David Kahn aus Kriegshaber (1798);<br />

Elias Levi (1798);<br />

David Löw (1799);<br />

Güttel, Witwe des Isaac Koppel (1803);<br />

Hänle Löw (1803);<br />

die beiden Tochtermänner des David Samson (1806)<br />

U.18e<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: JUDEN-FREVEL ZU KLEINERDLINGEN<br />

1782, 1797<br />

Akt, betr. den von einigen Kleinerdlinger Juden in <strong>der</strong> dortigen<br />

Synagoge verübten, höchst sträflichen Unfug (1782) sowie das<br />

ungebührliche Betragen <strong>der</strong> Judenkin<strong>der</strong> in <strong>der</strong> Synagoge zu Kleinerdlingen<br />

(1797)<br />

U.18f<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: HÄUSERKÄUFE UND -VERKÄUFE ZU KLEINERDLINGEN<br />

1725-1804<br />

Akt, betr. Häuserkäufe <strong>und</strong> -verkaufe durch die Juden zu Kleinerdlingen;<br />

betr. v.a. die Juden Jacob Koppel <strong>und</strong> Isaac Model, ferner den<br />

Juden Moises Hirsch von Hainsfarth<br />

678


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

U.18g<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: STRAFEN DER JUDEN ZU KLEINERDLINGEN<br />

1763-1792<br />

Akt, betr. Bestrafungen <strong>der</strong> Juden zu Kleinerdlingen;<br />

u.a.: Moises David, Löw Joseph, Abraham Marx, Samson Wolf, den<br />

Barnossen Moyses Löw <strong>und</strong> Simon Moyses<br />

U.18h<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: RABBINATS- UND VORMUNDSCHAFTSSACHEN DER<br />

JUDENSCHAFT ZU KLEINERDLINGEN; ABGEBRANNTE JUDENHÄUSER<br />

1783-1806<br />

Akt, die Kleinerdlinger Judenschaft in genere et specie, betr.<br />

Rabbinats- <strong>und</strong> Vorm<strong>und</strong>schaftssachen;<br />

Dabei u.a.:<br />

Die Entstehung <strong>der</strong> Feuersbrunst in Kleinerdlingen, die für die<br />

Abgebrannten veranstaltete Kollekte, <strong>und</strong> die für diese eingekommenen<br />

Beiträge (1783/84);<br />

Abweisung des Gesuches <strong>der</strong> nichtabgebrannten Juden zu Kleinerdlingen<br />

um Schutzgeldnachlaß (1784);<br />

Die getroffenen Verfügungen wegen Aufbauung <strong>der</strong> Brandstützen zu<br />

Kleinerdlingen (1784) ;<br />

Gesuch des Samuel Elias zu Kleinerdlingen um Anweisung eines<br />

neuen Platzes zum Hausbau (1784);<br />

Verteilung <strong>der</strong> Kollekten-Gel<strong>der</strong> (1784-1788);<br />

Die geschehene Aufbauung neuer Häuser zu Kleinerdlingen durch die<br />

dortigen Schutzjuden Salomon Baruch Hechinger <strong>und</strong> Moyses Isaac<br />

(1785-1787);<br />

Den Juden zu Kleinerdlingen wird nicht erlaubt, auf ihre Brandstätten<br />

einstöckige Häuser zu erbauen, son<strong>der</strong>n nur zweistöckige,<br />

weil sich sonst die privativen Bauplätze zu sehr vermin<strong>der</strong>n würden<br />

(1786);<br />

Abweisung des Gesuchs <strong>der</strong> Barnossen zu Kleinerdlingen, um Erteilung<br />

eines Sammel-Patents <strong>zur</strong> Erbauung ihrer abgebrannten Synagoge<br />

(1786);<br />

Gesuch des Juden Joseph Abraham Seligmann zu Kleinerdlingen um<br />

Unterstützung, daß er auch ein Haus erbauen könne (1788);<br />

Die, dem Rabbinat zu Oettingen anbefohlene, Beschreibung des, von<br />

dem verstorbenen Schutzjuden Simon Moises zu Kleinerdlingen hinterlassenen<br />

Vermögens, <strong>und</strong> die Aufstellung <strong>der</strong> Vormün<strong>der</strong> für die<br />

Moisischen Enkel (1794);<br />

Gesuch des Hoffaktors Abraham Jonas um die Erlaubnis, ein Haus<br />

auf den Jud Ellingerischen öden Brandplatz zu Kleinerdlingen erbauen<br />

zu dürfen (1802)<br />

679


FÖSAH<br />

RegReg (= REGIERUNGS-REGISTRATUR)<br />

U.20a<br />

PFLEGAMT NÖRDLINGEN: JUDENSCHUTZERTEILUNGEN ZU KELINERDLINGEN<br />

1762-1807<br />

ca. 60 Einzelakten, betr. Judenschutzerteilungen zu Kleinerd-<br />

lingen;<br />

Dabei u.a.:<br />

Moyses Isaac (1762);<br />

David Löw (1762);<br />

David Simon (1767);<br />

Hirsch Samuel Wallersteiner (1771);<br />

Marx David G<strong>und</strong>elfinger (1777);<br />

den ältesten Sohn des Rabbiners <strong>und</strong> Schutzjuden Salomon Lämle<br />

(1778);<br />

Löw Moises von Kriegshaber (1794);<br />

Meyer Gedeon von Ichenhausen (1797);<br />

Marx Hayum von Wallerstein (1798);<br />

Emanuel Maier von E<strong>der</strong>heim (1802);<br />

Jakob Guggenheimer von Hürben (1802);<br />

Lippmann Elias von Hainsfarth (1805)<br />

680


FÖSAH<br />

SReg (= SUPPLEMENTS-REGISTRATUR)<br />

A.26<br />

1713-1805<br />

Akt des Oberamtes Dürrwangen, betr. Handlohn <strong>und</strong> Hauptrecht.<br />

Beson<strong>der</strong>s Judenhäuser zu Schopfloch; auch über Juden zu Wittelshofen<br />

<strong>und</strong> Feuchtwangen<br />

A.33<br />

1707-1800<br />

Akt des Oberamtes Dürrwangen, betr. Judenschutzlosung,<br />

Judenschutz-, Neujahrs- <strong>und</strong> Messgel<strong>der</strong>;<br />

v.a. über Juden zu Schopfloch<br />

A.34<br />

1746-1797<br />

Akt des Oberamtes Dürrwangen, betr. Judenschutzaufnahmen;<br />

v.a. über Juden zu Schopfloch<br />

A.35<br />

1755-1796<br />

Akt des Oberamtes Dürrwangen, betr. Judenschulden <strong>und</strong> Gantsachen<br />

Inventuren;<br />

v.a. über Juden zu Schopfloch<br />

A.36<br />

1747-1791<br />

Akt des Oberamtes Dürrwangen, betr. jüdischer Kultus, Zeremoniell,<br />

Gemeindebuch, Barnossenbestellung, Begräbnis <strong>und</strong> Totenacker,<br />

Rabbinatsrechte <strong>und</strong> Kopulationen;<br />

betr. u.a. Juden zu Schopfloch, Schwabach <strong>und</strong> Wittelshofen<br />

681


FÖSAH<br />

SReg (= SUPPLEMENTS-REGISTRATUR)<br />

A.37<br />

1677-1789<br />

Akt des Oberamtes Dürrwangen, betr. Judensteuernachlässe;<br />

betr. u.a. Juden zu Schopfloch <strong>und</strong> Dürrwangen<br />

B.58<br />

Akt des Amtes Spielberg, Sammenheim <strong>und</strong> Windischhausen;<br />

betr.: Judenkultus zu Dittenheim<br />

C.3A<br />

Akt des Landgerichtes;<br />

betr. Pferd- <strong>und</strong> Ochsenhandelsstreit mit Paul Haußner zu Obererlbach<br />

<strong>und</strong> den Wassertrüdinger Kesseljuden<br />

682


FÖSAH<br />

JK (= JUSTIZ-KANZLEI); dabei u.a.:<br />

- JK III<br />

1797-1806<br />

Justiz-Kanzlei-Registratur: Zivilrechtssachen. Vorkommnisse<br />

bei dem Stadt- <strong>und</strong> Landrabbinat:<br />

Einfache Beschwerden, Appellationen, Schulden- <strong>und</strong> Gantsachen,<br />

Gesuche pro administranda justitia, Verlassenschaften, Obsig-<br />

nationen <strong>und</strong> Testamente;<br />

27 Einzelakten, betr. u.a. Juden zu Kleinerdlingen, Hainsfarth,<br />

Oettingen, Fürth <strong>und</strong> Mönchsroth<br />

(Nrn.47. 48.)<br />

- JK IV<br />

1806-1813<br />

Justiz-Kanzlei-Registratur: Zivilrechtssachen. Stadt- <strong>und</strong><br />

Landrabbinat:<br />

Einfache Beschwerden, Appellationen, Moratorien, Verlassenschaften<br />

<strong>und</strong> Vermögensextraditionen;<br />

19 Einzelakten, betr. u.a. Juden zu Hainsfarth, Mönchsroth,<br />

Oettingen <strong>und</strong> Steinhart<br />

(Nr.45.)<br />

- JK V<br />

(1661-), ca. 1700-1797<br />

Repertorium über die in <strong>der</strong> fürstlich Oettingen-Spielbergischen<br />

Justiz-Kanzlei-Registratur befindlichen Judenakten <strong>und</strong><br />

über einige Akten des Oberamts Spielberg (Stadtpflegamt Oettingen,<br />

Justizämter Oettingen diesseits <strong>und</strong> jenseits <strong>der</strong> Wörnitz,<br />

Oberämter Mönchsroth <strong>und</strong> Spielberg):<br />

Allgemeine Vorkommnisse, Appellationen, Schulden <strong>und</strong> Ganten,<br />

Vorm<strong>und</strong>schaften, Erbschaften <strong>und</strong> Testamente, Verlassenschaften<br />

<strong>und</strong> Obsignationen, Criminalia, Fornikationen <strong>und</strong> Inventuren;<br />

ca. 300 Einzelakten, betr. u.a. Juden in Oettingen, Kleinerdlingen,<br />

Dekingen (Mönchsdeggingen), Wallerstein <strong>und</strong> Hainsfarth<br />

683


FÖSAH<br />

KA Ött 31 II (= KAMERALAMT OETTINGEN)<br />

1809<br />

"Muster-Rolle <strong>zur</strong> National-Garde im Fürstenthum Oettingen-Spielberg.<br />

1809" (geb<strong>und</strong>en);<br />

genannt sind zahlreiche Juden, u.a. mit ihrer jeweiligen Größe<br />

<strong>und</strong> "Phisische(n) Beschaffenheit":<br />

Abt.II:<br />

- OETTINGEN:<br />

3. Salomon Hirsch Levi, geb. 1786, Hs.Nr.7;<br />

4. Loew Simon, geb. 1790, Hs.Nr.8;<br />

5. Samuel Simon, geb. 1784, Hs.Nr.8;<br />

7. Lämle Kallmann, geb. 1788, Hs.Nr.ll;<br />

9. Abraham Wolf (Schulmeister), geb. 1785, Hs.Nr.17;<br />

18. Borig Landauer, geb. 1787, Hs.Nr.42;<br />

19. Joseph Landauer, geb. 1785, Hs.Nr.42;<br />

23. Marx David, geb. 1784, Hs.Nr.56;<br />

24. Isaac David, geb. 1791, Hs.Nr.56;<br />

26. Moises Samuel, geb. 1785, Hs.Nr.63;<br />

30. Salomon Ensle, geb. 1791, Hs.Nr.72;<br />

33. Moises Hirsch, geb. 1787, Hs.Nr.82;<br />

34. Wolf Borich, geb. 1786, Hs.Nr.87;<br />

35. Seeligmann Wolf, geb. 1787, Hs.Nr.89;<br />

46. Koppel Loew, geb. 1788, Hs.Nr.l26;<br />

47. Gabriel Jacob Loew, geb. 1790, Hs.Nr.126;<br />

50. David Nathan, geb. 1787, Hs.Nr.129;<br />

51. Hirsch Hajum, geb. 1786, Hs.Nr.132;<br />

57. Mendel Joseph, geb. 1785, Hs.Nr.190;<br />

104. Jonas Levi, geb. 1786, Hs.Nr.372;<br />

108. Schmul Samuel (Schullehrer), geb. 1787, Hs.Nr.380;<br />

113. Moyses Isaac, geb. 1787, Hs.Nr.393;<br />

131. Michel David Schüle, geb. 1786, Hs.Nr.463;<br />

137. Abraham Joseph Loew, geb. 1788, Hs.Nr.478;<br />

- MÖNCHSROTH:<br />

149. Isaac Wolf, Handelsjud, geb. 1788, Hs.Nr.24b;<br />

155. Benjamin Lemmle, Handelsjud, geb. 1788, Hs.Nr.48;<br />

156. Simon, Handelsjud, geb. 1787, Hs.Nr.52b;<br />

157. Simon, Handelsjud, geb. 1787, Hs.Nr.52c;<br />

159. Abraham, Handelsjud, geb. 1791, Hs.Nr.61a;<br />

- HAINSFARTH:<br />

411. Marx Lippmann, geb. 1791, Hs.Nr.19;<br />

412. Moises Hirsch, Handelsjud, geb. 1791, Hs.Nr.23;<br />

413. Marx Hirsch, Handelsjud, geb. 1789, Hs.Nr.23;<br />

414. Marx Elias, geb. 1791, Hs.Nr .25 ;<br />

415. Beer Salomon, geb. 1786, Hs.Nr.27;<br />

416. Jacob Joseph Loew, geb. 1790, Hs.Nr.30;<br />

420. Mendel Salomon, geb. 1788, Hs.Nr.39;<br />

421. Lippmann Hirsch, geb. 1790, Hs.Nr.42;<br />

422. Jacob Salomon, geb. 1788, Hs.Nr.49;<br />

423. Mendel Marx Hirsch, geb. 1791, Hs.Nr.50;<br />

424. Löw David, geb. 1791, Hs.Nr.58;<br />

684


FÖSAH<br />

KA Ött 31 II (= KAMERALAMT OETTINGEN)<br />

- Hainsfarth:<br />

425. Isaac David, geb. 1788, Hs.Nr.58;<br />

428. Jacob Hirsch, geb. 1788, Hs.Nr.87;<br />

429. Joseph Hirsch, geb. 1785, Hs.Nr.87;<br />

430. Mendel David, geb. 1790, Hs.Nr.91;<br />

434. Joseph Samuel, geb. 1789, Hs.Nr.129;<br />

436. Marx Salomon, geb. 1789, Hs.Nr.152;<br />

439. Benedict Benjamin, geb. 1790, Hs.Nr.163;<br />

440. Alexan<strong>der</strong> Salomon, geb. 1791, Hs.Nr.167;<br />

441. Samuel Abraham, geb. 1787, Hs.Nr.176;<br />

442. Emanuel Abraham, geb. 1785, Hs.Nr.176;<br />

- STEINHART:<br />

484. Salomon Hirsch, geb. 1791, Hs.Nr.4;<br />

489. Abraham Salomon, geb. 1790, Hs.Nr.34;<br />

490. Hajum Salomon, geb. 1787, Hs.Nr.34;<br />

495. Salomon Israel, geb. 1791, Hs.Nr.47;<br />

496. Mendel Israel, geb. 1788, Hs.Nr.47;<br />

497. Mendel Lasen, geb. 1784, Hs.Nr.47;<br />

498. Moyses David, geb. 1791, Hs.Nr.48;<br />

- KLEINERDLINGEN:<br />

554. Lippmann Baruch, geb. 1790, Hs.Nr.47;<br />

555. Salomon Lämmle, geb. 1789, Hs.Nr.48;<br />

556. David Schüle, geb. 1789, Hs.Nr.59;<br />

557. Israel Mendel, geb. 1789, Hs.Nr.59;<br />

558. Jacob David, geb. 1789, Hs.Nr.63;<br />

559. Salomon Salomon, geb. 1789, Hs.Nr.63;<br />

Abt.III:<br />

- OETTINGEN:<br />

3. Amson Loew, geb. 1770, Hs.Nr.7;<br />

5. Haimann Gerson Springer, geb. 1783, Hs.Nr.10;<br />

6. Jacob Wolf, geb. 1779, Hs.Nr.13;<br />

7. Schüle Wolf, geb. 1781, Hs.Nr.13;<br />

9. Lazarus Wolf, Schulmeister, geb. 1779, Hs.Nr.17;<br />

10. Samuel Wolf, geb. 1782, Hs.Nr.17;<br />

16. Rehkel Landauer, geb. 1777, Hs.Nr,42;<br />

71. Joseph Levi, geb. 1770, Hs.Nr.372;<br />

72. Jacob Levi, geb. 1772, Hs.Nr.372;<br />

73. Abraham Levi, geb. 1776, Hs.Nr.372;<br />

74. Salomon Levi, geb. 1774, Hs.Nr.372;<br />

88. Simon Abraham, geb. 1781, Hs.Nr.453;<br />

91. Salomon David Schüle, geb. 1773, Hs.Nr.463;<br />

92. Hajum David Schüle, geb. 1777, Hs.Nr.463;<br />

93. Mendel David Schüle, geb. 1783, Hs.Nr.463;<br />

96. Hirsch Heidenheimer, geb. 1771, Hs.Nr.47O;<br />

- MÖNCHSROTH:<br />

118. Weis Wolf, Handelsjud, geb. 1782, Hs.Nr.24b;<br />

119. Lämlein Samson, Judenknecht, geb. 1782, Hs.Nr.30b<br />

120. Joseph Loew, Handelsjud, geb. 1780, Hs.Nr.52a;<br />

121. Sandel David, Handelsjud, geb. 1777, Hs.Nr.56b;<br />

685


FÖSAH<br />

KA Ött 31 II (= KAMERALAMT OETTINGEN)<br />

- HAINSFARTH:<br />

256. Model Jud, geb. 1774, Hs.Nr.28;<br />

257. David Salomon, geb. 1782, Hs.Nr.39;<br />

258. Seeligmann Hirsch, geb. 1781, Hs.Nr.42<br />

261. Mayer Löw, geb. 1785, Hs.Nr.65;<br />

- STEINHART:<br />

301. Mendel Salomon, geb. 1781, Hs.Nr.4;<br />

309. Mendel Salomon, geb. 1783, Hs.Nr.34;<br />

310. Jacob Isaac, geb. 1779, Hs.Nr.36;<br />

311. David Isaac, geb. 1774, Hs.Nr.36;<br />

312. Loew Israel, geb. 1783, Hs.Nr.47;<br />

313. Hirsch Jonas, geb. 1783, Hs.Nr.48;<br />

686


FÖSAH<br />

A Auh Ak (= KLOSTERVERWALTERAMT AUHAUSEN - AKTEN)<br />

- Schachtel 73<br />

1779-1824<br />

ca. 25 Einzelakten, betr. Judensachen, Handlohn-For<strong>der</strong>ungen<br />

<strong>und</strong> an<strong>der</strong>es;<br />

dabei u.a.:<br />

Schreiben, betr. des Untertanen <strong>und</strong> Söldners Georg Wüst zu<br />

Wörnitzostheim, <strong>der</strong> dem Juden Simon Levi zu Mönchsdeggingen<br />

im Jahre 1802 einen Acker um 81 fl versetzt hatte, die nun<br />

bezahlt sind (1818);<br />

Akt, betr. <strong>der</strong> Juden-Neujahrs- <strong>und</strong> Nördlinger Messgel<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

Judengemeinden Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth (1820)<br />

Auh Reg (= KLOSTERVERWALTERAMT AUHAUSEN - REGISTRATUR)<br />

- Band 155 1/2<br />

1657-1659<br />

Akt, betr. Schutz <strong>und</strong> Schirm;<br />

dabei mehrmal <strong>der</strong> Juden Isaac zu Megesheim genannt<br />

687


OA (= Oberamt) MÖNCHSROTH<br />

- Schachtel 72<br />

FÖSAH<br />

Judenschaft überhaupt; in specie:<br />

Jüdische Angelegenheiten<br />

Barnossen-Wahlen<br />

Neujahrs- <strong>und</strong> Nördlinger Messegeld<br />

Jüdische Inventarisationen<br />

Jüdische Vorm<strong>und</strong>schaften<br />

Die <strong>zur</strong> christlichen Religion übergetretenen Juden<br />

Fürstliche Verordnungen, betr. den Synagogenbau, die Erkaufung<br />

christlicher Häuser, die Erbauung neuer Häuser oberhalb<br />

des Dorfes <strong>und</strong> die Beherbergung frem<strong>der</strong> Juden;<br />

dabei u.a.:<br />

1809 März 27 Ulm (Druck)<br />

Auftrag an sämtliche königlichen Landgerichte <strong>und</strong> Mediatbeamtungen,<br />

ein Gutachten über den Güterhandel <strong>der</strong> Juden zu<br />

erstellen, da die Juden auch bei öffentlichen Versteigerungen<br />

von Privatgütern als Mitsteigerer zugelassen werden<br />

sollen<br />

688


Proz A 1 (= PROZESSE)<br />

ca.1800-1900<br />

FÖSAH<br />

Prozesse von Oettingen-Spielberg; Personen, Orte (Gemeinden)<br />

alphabetisch von A bis Z (mit Faszikel-Nummern);<br />

betr. u.a. auch Juden:<br />

Fe<strong>der</strong>mann Josef Löw zu Oettingen (F.6.);<br />

Fraenkel Abraham von Oettingen, nun in München, 1839 (F.8.);<br />

Juden-Neujahrs- <strong>und</strong> Nördlinger-Messgeld (I.3.);<br />

Kohn Salomon Nathan in Wassertrüdingen (K.3.);<br />

Koch Israel in Mönchsroth (K.5.);<br />

Gutmann Hirsch von Hainsfarth, im Zusammenhang mit Leberle in<br />

Nie<strong>der</strong>hofen (L.2.);<br />

Laubheimer in Hainsfarth (L.3.);<br />

Lauchheimer Koppel in Kleinerdlingen, 1840 (L.5.);<br />

Meyer Löw David in Mönchsroth (M.8.);<br />

Gutmann Hänle Jonas <strong>und</strong> Oettinger Abraham in E<strong>der</strong>heim (0.2.);<br />

Obermeyer Hirsch Elkan in Mönchsroth (0.4.);<br />

Obermeyer Salomon in Steinhart (0.5. );<br />

Schwab Abraham Jonas (S.3.);<br />

Samson Schwab (S.8. <strong>und</strong> S.19.);<br />

Schulmann Simon Raphael in Mönchsroth (S.24.);<br />

Schwab Salomon in Oettingen, 1839 (S.29.);<br />

Schwab Samson in Oettingen, 1816 (S.33.)<br />

Prot 7a (= PROTOKOLLE)<br />

1780-1787<br />

Schutzaufnahmeprotokolle<br />

689


FÖSAH<br />

RA (= RECHNUNGS-ARCHIV); dabei u.a.:<br />

- Oettingen-Oettingen: Regierung<br />

1725-1727<br />

Spezifikationen <strong>der</strong> Judenschutzgel<strong>der</strong> für die Gemeinden<br />

Oettingen, Hainsfarth, Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen;<br />

die vier Judengemeinden bezahlen im Jahre 1726 zusammen<br />

1018 fl 59 kr 3 h <strong>und</strong> im Jahre 1727: 1122 fl 1 kr 1 h<br />

- Oettingen-Spielberg: Regierung<br />

1743-1747<br />

Bürger- <strong>und</strong> Schutzaufnahmedepartment:<br />

Judenschutz- <strong>und</strong> Strafgel<strong>der</strong>;<br />

mit Beilagenbüschel (1745-1746) <strong>und</strong> Revisionsbeilagen<br />

(1740-1750)<br />

- Oettingen-Spielberg: Oberamt Oettingen<br />

1505-1797 (mit Lücken)<br />

oettingen-oettingische Amtsrechnungen;<br />

dabei u.a.:<br />

1675<br />

Unbeständige Einnahmen an Judenstrafen in Oettingen<br />

(S.181.)<br />

Unbeständige Einnahmen an Judenstrafen in Hainsfarth<br />

(S.252.)<br />

1728/1729<br />

Unbeständige Einnahmen von den schutzverwandten Juden in<br />

Oettingen <strong>und</strong> Hainsfarth wegen selbstschächtenden Viehes<br />

(S.291-294.)<br />

690


RA Ött (= RENTAMT OETTINGEN)<br />

- Fach 14b<br />

FÖSAH<br />

EINZUG DER HERBERGGELDER VON JUDEN; dabei u.a.:<br />

14b I :<br />

(1785) 1828-1849<br />

Einzug <strong>der</strong> Herberggel<strong>der</strong> <strong>und</strong> Gr<strong>und</strong>gefälle zu Kleinerdlingen,<br />

Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth für die Rechnungsjahre<br />

1828/29 bis 1848/49; mit ausführlichen Verzeichnissen;<br />

dabei:<br />

Abschrift des oettingen-spielbergischen Judenschutzbriefes<br />

aus dem Jahre 1785 für die Judengemeinden in Oettingen,<br />

Hainsfarth <strong>und</strong> Mönchsroth<br />

14b II :<br />

1824-1849<br />

Herberggeld-Register für die Judengemeinden Hainsfarth<br />

(1847/48), Oettingen (1847/48), Kleinerdlingen (1842/43-<br />

1847/48) <strong>und</strong> Mönchsroth (1843/44-1848/49);<br />

Einzugs-Register für die Herberggel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Israeliten zu<br />

Oettingen, Hainsfarth, Mönchsroth <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

(1832/33-1841/42);<br />

Mehrere "Einnahms-Journal(e)" für die Herberggel<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

Juden (1824/25-1848/49);<br />

Akt, betr. die Herberggeld-Rückstände des Schutzjuden<br />

Koppel Lauchheimer <strong>und</strong> Cons. zu Kleinerdlingen, dann <strong>der</strong>en<br />

Beitreibung (1833/34)<br />

14b III :<br />

1807-1843<br />

Verschiedene "Einheb-Register", "Einnahms-Journal(e)" <strong>und</strong><br />

"Bezugs-Register" für die Herberggel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Judengemeinden<br />

zu Oettingen, Hainsfarth, Mönchsroth <strong>und</strong> Kleinerdlingen;<br />

Mehrere Vermögensschatzungen, sowie Bittgesuche um Vermin<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> Herberggel<strong>der</strong>;<br />

dabei:<br />

Akt, betr. Schutzgeldzahlungs-Verweigerung von einigen abwesenden<br />

SchutzJuden von Kleinerdlingen:<br />

<strong>der</strong> Handelsmann Jacob Guggenheimer in Regensburg,<br />

<strong>der</strong> Vorsinger Isaac Jacob in Stuttgart <strong>und</strong><br />

<strong>der</strong> Schullehrer Isaac Hirsch in Ichenhausen<br />

(1823)<br />

691


VARIA 89<br />

- Fach 19:<br />

JUDENSACHEN; dabei u.a.:<br />

1619/1620<br />

FÖSAH<br />

Zwei Schreiben des Amtes Sammenheim, betr. Judenkontrakte<br />

<strong>und</strong> Judenschulden<br />

1619-1621<br />

Akten, betr. Judenschulden in den Oberämtern Aufhausen (1619),<br />

Mönchsroth (1619/20) <strong>und</strong> Oettingen (1619-1621); in letzterem<br />

u.a. Hänlin Juden betr.<br />

1623<br />

Protokoll <strong>und</strong> Spezifikation <strong>der</strong> neuen Judenschulden im Oberamt<br />

Oettingen<br />

1657<br />

Akt, betr. <strong>der</strong> durch Elias zu Oettingen, Sohn <strong>der</strong> verstorbenen<br />

Schutzjuden David Model, begangenen Unzucht <strong>und</strong> Schwängerung<br />

<strong>der</strong> ledigen Tochter des kleinen Davidlen Juden, sowie<br />

dessen Bestrafung (500 fl)<br />

1690<br />

Akt, betr. die beträchtliche Schuldfor<strong>der</strong>ung des churpfälzischen<br />

Schutzjuden Daniel Oppenheimer zu Heidelberg an das<br />

Fürstentum Oettingen über 8000 fl<br />

(1715/16), 1720-1721<br />

Akt, betr. die Schuldfor<strong>der</strong>ung des Juden Gerson Springer zu<br />

Oettingen<br />

1721-1723<br />

Akt, betr. die Schuldfor<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Witwe des Salomon Assur,<br />

Schutzjüdin zu Oettingen, gegen den Hauptmann Christoph<br />

Schwarz von ebenda<br />

1726-1731<br />

Umfangreicher Akt, betr. die Beschwerde <strong>der</strong> Judenschaft zu<br />

Oettingen gegen den Baron von Schreck wegen <strong>der</strong> Errichtung<br />

eines neuen Eingangs in <strong>der</strong> Synagoge zu Oettingen;<br />

dabei: zwei Pläne <strong>der</strong> "Juden-Schuel"<br />

692


VARIA 89<br />

- Fach 19:<br />

1738<br />

FÖSAH<br />

Akt, betr. die Schuldfor<strong>der</strong>ung des Juden Jacob Mändl zu<br />

Hainsfarth<br />

1785 (1607-1723)<br />

Verzeichnis von 17 Judensachen betr. Akten aus den Jahren<br />

1607 bis 1723<br />

1807-1846<br />

Verschiedene Akten, betr. Vermögensschatzungen <strong>und</strong> Herberggel<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> Juden zu Mönchsroth <strong>und</strong> Hainsfarth;<br />

die Tabellen enthalten zum Teil auch die Berufsangaben <strong>der</strong><br />

einzelnen Juden<br />

1812-1846<br />

Verschiedene Akten, betr. Vermögensschatzungen <strong>und</strong> Herberggel<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> Juden zu Oettingen;<br />

die Tabellen teilweise ebenfalls mit Berufsangaben<br />

1816-1834<br />

Akt, betr. Schutzgeldbezüge von den Judenfamilien Steiner<br />

zu Steinhart;<br />

dabei: Auszug aus den Matrikeln <strong>der</strong> königlichen Regierung<br />

über Israeliten im Rezatkreis aus dem Jahre 1819 (Mendel<br />

Salomon Steiner zu Steinhart)<br />

1834<br />

Akt, betr. den Bezug <strong>der</strong> jährlichen Schutz- o<strong>der</strong> Herberggel<strong>der</strong><br />

von Juden, welche ihre Schutzmatrikelnummer zu Gunsten<br />

an<strong>der</strong>er abgetreten haben<br />

1844 (1845)<br />

Akt, betr. die Klage <strong>der</strong> fürstlichen Domänialkanzlei zu Oettingen<br />

gegen die sogenannten kommenthurischen Schutzjuden<br />

Löw Baruch Kuhn, Le<strong>der</strong>händler, Marx Löw Gotthelf, Taglöhner,<br />

Hirsch Hermann Gotthelf, Handelsmann, Emanuel Hirsch Regensteiner<br />

<strong>und</strong> Joseph Koppel, Glasermeister, sämtlich zu Kleinerdlingen,<br />

wegen Bezahlung des Herberggeldes;<br />

dabei:<br />

Herberggeld-Rückstand <strong>der</strong> Witwe des Lämlin Mai von Kleinerdlingen,<br />

nun Ehefrau des Moses Bachmann zu Kriegshaber (1845)<br />

693


FÖSAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER); dabei u.a.:<br />

- Amt Oettingen<br />

1650<br />

Steuerbuch des Amts Oettingen; betr. u.a. Juden in Oettingen<br />

(Nr.249.)<br />

- Oberamt Oettingen<br />

1701 (mit Nachträgen bis 1733)<br />

Steuern von Hof-, Lehen- <strong>und</strong> Söldengütern; betr. u.a. Juden<br />

in Hainsfarth <strong>und</strong> Oettingen<br />

(Nr.276.)<br />

1727<br />

Steuerbuch; betr. u.a. Juden in Hainsfarth <strong>und</strong> Oettingen<br />

(Nr.280.)<br />

1820-1824<br />

Gr<strong>und</strong>gefäll-Bezugsregister; betr. u.a. Juden in Hainsfarth<br />

(Nr.331.)<br />

1699<br />

Steuerbuch; betr. u.a. Juden in Hainsfarth <strong>und</strong> Oettingen<br />

(Nr.344.)<br />

- Stadt Oettingen<br />

1797<br />

Einzugsregister des Kameralamtes (evangelisch); betr. u.a<br />

Juden in Oettingen<br />

(Nr.406.)<br />

- Amt Schneidheim<br />

1752 (mit Nachträgen bis um 1792)<br />

Gr<strong>und</strong>buch-Supplement; betr. u.a. Juden in Kleinerdlingen,<br />

sowie den Juden Isaac Nathan zu Oettingen<br />

(Nr.442.)<br />

694


FÖSAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Zimmern<br />

1797<br />

Kleinerdlinger Steuer-Einzugs-Register pro anno 1797; betr.<br />

u.a. Juden in Kleinerdlingen<br />

(Nr.514.)<br />

um 1820<br />

Inventaria oettingen-spielbergischer Gr<strong>und</strong>gefälle; betr. u.a<br />

Juden in Hainsfarth <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

(Nr.562.)<br />

695


FÜRSTLICH OETTINGEN-WALLERSTEINISCHES ARCHIV, HARBURG<br />

URKUNDEN: (z.T. in Abschriften)<br />

1324 November 10 Donauwörth<br />

König Ludwig <strong>der</strong> Bayer verpfändet die Judensteuer von Nördlingen<br />

<strong>und</strong> Ulm, in Höhe von 1.000 Pf <strong>und</strong> Heller, an die Grafen von<br />

Oettingen, die Brü<strong>der</strong> Ludwig (VIII.) <strong>und</strong> Friedrich (II.)<br />

(U I,169. - Regest: OeUB 312.)<br />

1329 März 21 Lucca<br />

Kaiser Ludwig (IV.) beauftragt die Grafen Ludwig (VIII.) <strong>und</strong><br />

Friedrich (II.) von Oettingen, auf Bitte <strong>der</strong> Ratgeber <strong>und</strong> <strong>der</strong><br />

Gemeinde zu <strong>Augsburg</strong>, mit <strong>der</strong> Vogtei <strong>und</strong> Pflege dieser Stadt<br />

<strong>und</strong> verschafft ihnen dafür die Judensteuer bis auf Wi<strong>der</strong>ruf<br />

(U I,180. - Regest: OeUB 335.)<br />

1329 September 5<br />

Ammann, Rat <strong>und</strong> Bürger <strong>der</strong> Stadt Nördlingen versichern die<br />

Grafen von Oettingen dessen, was ihnen von des Reiches wegen<br />

verschrieben ist "über Juden, über kawerzin (= Wechsler), über<br />

das kerngelt"<br />

(U I,183. - Regest: OeUB 338.)<br />

1333 April 27 Nürnberg<br />

Kaiser Ludwig (IV.) erneuert das Judenprivileg für die Grafen<br />

Ludwig (VIII.) <strong>und</strong> Friedrich (II.) von Oettingen von 1331 Mai<br />

30 (Regest: OeUB 361), wonach ihnen gestattet ist, in ihren<br />

Städten, Märkten <strong>und</strong> Festen Juden aufzunehmen<br />

(U I,8185; beschädigt. - Regest: OeUB 384.)<br />

1342 September 21 Frankfurt<br />

Kaiser Ludwig (IV.) verschreibt dem Grafen Ludwig (VI.) von<br />

Oettingen, dem er 400 Pf<strong>und</strong> Heller schuldig geblieben ist,<br />

diesen Betrag auf alle Juden, die in seinen Schlössern <strong>und</strong><br />

Festen sind o<strong>der</strong> später hinter ihn kommen; doch behält sich<br />

<strong>der</strong> Kaiser den Guldenpfennig wie von an<strong>der</strong>en Juden vor<br />

(U I,259. - Regest: OeUB 481.)<br />

1345 Juli 8 Rothenburg<br />

Kaiser Ludwig (IV.) verschreibt den Grafen Ludwig (VIII.) <strong>und</strong><br />

Friedrich (II.) von Oettingen erneut 600 Pf<strong>und</strong> Heller auf die<br />

Judensteuer zu Nördlingen; sie sollen die Judensteuer solange<br />

haben, bis die Schuld beglichen ist<br />

(U I,270. - Regest: OeUB 509.)<br />

696


URKUNDEN:<br />

1345 Oktober 18<br />

FöWAH<br />

Ludwig von Ramstein <strong>und</strong> <strong>der</strong> Jude Pfefferkorn, die gemeinsam<br />

siegeln, bürgen gegenüber dem Grafen Ludwig (VI.) von Oettin-<br />

gen für Guta, Mosses Wirtin von Gunzenhausen<br />

(U II,46. - Regest: OeUB 510.)<br />

1347 März 24<br />

Die Herren von Hürnheim, die gegenüber Juden <strong>und</strong> Christen zu<br />

Selbstschuldnern geworden sind, verkaufen um 3.000 Pf<strong>und</strong> Heller<br />

Güter, die sie von ihrem Vater erworben haben<br />

(U I,281. - Regest: OeUB 525.)<br />

1347 Oktober 16<br />

König Karl (IV.) bestätigt dem Grafen Albrecht von Oettingen<br />

die Verpfändung betr. den Juden, die dieser in seinen Schlössern<br />

hat<br />

(U I,280. - Regest: OeUB 538.)<br />

1347 Dezember 16 Straßburg<br />

König Karl (IV.) verschreibt den Grafen Friedrich (II.) <strong>und</strong><br />

Ludwig (VIII.) von Oettingen für ihre Dienste 1.000 Pf<strong>und</strong> Heller<br />

<strong>und</strong> versetzt dafür die Judensteuer zu Ulm <strong>und</strong> Nördlingen<br />

(U I,285. - Regest: OeUB 545.)<br />

1347 Dezember 16 Straßburg<br />

König Karl (IV.) verschreibt den Grafen Friedrich (II.) <strong>und</strong><br />

Ludwig (VIII.) von Oettingen für Kost <strong>und</strong> Dienst 600 Pf<strong>und</strong><br />

Heller aus <strong>der</strong> Judensteuer zu Nördlingen<br />

(U I,287. - Regest: OeUB 546.)<br />

1347 Dezember 19 Basel<br />

König Karl (IV.) gestattet auf Wi<strong>der</strong>ruf den Grafen von Oettingen,<br />

den Brü<strong>der</strong>n Ludwig (VIII.) <strong>und</strong> Friedrich (II.), die Aufnahme<br />

von Juden in ihre Städte, Märkte, Festen o<strong>der</strong> Dörfer,<br />

mit allen daraus folgenden Diensten <strong>und</strong> "Nutzungen"<br />

(U II,49. - Regest: OeUB 549.)<br />

1347 Dezember 24 Basel<br />

König Karl (IV.) verschreibt den Grafen von Oettingen 2.000<br />

Pf<strong>und</strong> Heller für Schäden <strong>und</strong> Kost, <strong>und</strong> er verpfändet dafür des<br />

Reiches Juden, des Königs Kammerknechte, zu Ulm <strong>und</strong> Nördlingen<br />

(U I,290. - Regest: OeUB 550.)<br />

697


URKUNDEN:<br />

1348 Februar 18 Nürnberg<br />

FöWAH<br />

König Karl (IV.) gestattet den Grafen Friedrich (II.) <strong>und</strong><br />

Ludwig (VIII.) von Oettingen, den königlichen Kammerknecht,<br />

den Juden Pfefferkorn, bei sich wohnen zu lassen, innezuhaben<br />

<strong>und</strong> zu "genießen"<br />

(U I,8188; mit einer Kopie. - Regest: OeUB 554.)<br />

1348 Dezember 18 Dresden<br />

König Karl (IV.) überläßt dem Grafen von Oettingen allen Besitz<br />

<strong>der</strong> Juden, die in seinen Festen sitzen, seien sie lebend<br />

o<strong>der</strong> tot, <strong>und</strong> bewilligt ihm auch den Nachlaß <strong>der</strong> gestorbenen<br />

Jüdin Meriant, genannt die Normenin<br />

(U I,301. - Regest: OeUB 566.)<br />

1350 Mai 21 Nürnberg<br />

Der Hofrichter König Karls (IV.) vidimiert <strong>und</strong> bestätigt dem<br />

Grafen von Oettingen die genannte Urk<strong>und</strong>e von 1348 XII 18<br />

(U I,306. - Regest: OeUB 578.)<br />

1373 Dezember 13 Prag<br />

König Karl (IV.) befiehlt dem Grafen Eberhard von Württemberg,<br />

die Juden von Ulm <strong>und</strong> Nördlingen <strong>zur</strong> Zahlung von 3.600 Pf<strong>und</strong><br />

an den Grafen Ludwig (VIII. d.Ä.) von Oettingen zu zwingen,<br />

wofür diese zehn Jahre steuerfrei sein sollen<br />

(U I,435.)<br />

1383 März 7 Nürnberg<br />

Privileg König Wenzels für die Grafen Ludwig <strong>und</strong> Friedrich von<br />

Oettingen, daß die oettingischen Juden nur vor das Gericht gestellt<br />

werden, wo sie gesessen sind (privileg. de non evocando)<br />

(U I,8191. 1,8192. - Abdruck: Lang, Materialien, Bd.V, S.44f.)<br />

1391 Juli 27<br />

Rynasco von Weissenburg, genannt von <strong>der</strong> Tauben, des römischen<br />

Königs oberster Schenk, <strong>und</strong> Worsoboy von Swinar, oberster<br />

Hauptmann des römischen Königs in Bayern, bekennen <strong>und</strong> bestätigen<br />

gegenüber den Grafen Ludwig (XI.) <strong>und</strong> Friedrich (III,)<br />

von Oettingen den Rückempfang eines die Juden betr. Briefes<br />

(U II,96.)<br />

698


URKUNDEN:<br />

1394 März 31 Wassertrüdingen<br />

FöWAH<br />

Entscheid des Burggrafen Friedrich von Nürnberg in <strong>der</strong> Streitsache<br />

zwischen den Grafen Ludwig (XI.) <strong>und</strong> Friedrich (III.)<br />

von Oettingen <strong>und</strong> <strong>der</strong> Stadt Dinkelsbühl, daß u.a. die Grafen<br />

den Juden wi<strong>der</strong> die Stadt Dinkelsbühl nicht mehr helfen sollen<br />

(U II,101. - Regest: Mon. Zollerana VIII, Nr.406.)<br />

1398 Juli 10 Nürnberg<br />

König Wenzel bestätigt den Grafen von Oettingen, Ludwig (XI.)<br />

<strong>und</strong> Friedrich (III.), alle ihre Geleite <strong>und</strong> Zölle; dabei gibt<br />

u.a. eine Judenperson 6 Schilling Heller<br />

(U I,8198.)<br />

1398 Juli 15 Nürnberg<br />

König Wenzel bevollmächtigt den Grafen Friedrich (III.) von<br />

Oettingen, in Judenangelegenheiten mit den Reichsstädten in<br />

<strong>der</strong> Landvogtei Schwaben zu verhandeln <strong>und</strong> abzuschließen<br />

(U II,110.)<br />

1398 August 6<br />

König Wenzel bevollmächtigt den Grafen Friedrich (III.) von<br />

Oettingen, Landvogt in Ober- <strong>und</strong> Nie<strong>der</strong>schwaben, <strong>und</strong> Friedrich<br />

Tollinger, Diener des Königs, mit den Reichsstädten am Bodensee<br />

- genannt sind Konstanz, Ravensburg <strong>und</strong> Memmingen - in<br />

Reichsangelegenheiten <strong>und</strong> in Judensachen (königliche Kammerknechte)<br />

zu verhandeln <strong>und</strong> abzuschließen<br />

(U II,108.)<br />

1407 Februar 24 Heidelberg<br />

König Ruprecht bestätigt den Grafen von Oettingen, Ludwig<br />

(XI.) <strong>und</strong> Friedrich (III.), die Pfandschaft <strong>der</strong> Judensteuer zu<br />

Ulm, Nördlingen <strong>und</strong> Straßburg<br />

(U I,733. I,734.)<br />

1418 Januar 26<br />

König Sigism<strong>und</strong> bestätigt dem Grafen Ludwig (XI.) von Oettingen<br />

die Reichspfandschaft <strong>der</strong> Judensteuer zu Ulm <strong>und</strong> Nördlingen<br />

(U I,852. - Vidimus: 1442 XI 30.)<br />

1420 März 21 Breslau<br />

Graf Ludwig (XI.) von Oettingen befiehlt im Namen des Königs<br />

Sigism<strong>und</strong> allen unter Herzog Ernst zu österreichischen Landen<br />

gesessenen Juden <strong>und</strong> Jüdinnen, den dritten Pfennig von ihren<br />

Gütern zu bezahlen<br />

(U II,179.)<br />

699


URKUNDEN:<br />

1420 April 19<br />

FöWAH<br />

Vollmacht König Sigism<strong>und</strong>s für den Grafen Ludwig (XI.) von<br />

Oettingen, von den in Österreich gesessenen Juden den dritten<br />

Pfennig (Steuer wegen Reichsbedürfnissen) bezahlen zu lassen,<br />

beson<strong>der</strong>s wegen <strong>der</strong> Unkosten auf dem Konzil zu Konstanz<br />

(U II,178.)<br />

1440<br />

Hans von Hausen <strong>und</strong> an<strong>der</strong>e bekennen, dem Juden Liebermann, zu<br />

Nördlingen gesessen, 40 rh fl schuldig geworden zu sein<br />

(U I,1051.)<br />

1442 Dezember 20<br />

Schadlosbrief des Grafen Johann von Oettingen für Graf Wilhelm<br />

von Oettingen, seinen Bru<strong>der</strong>, wegen geleisteter Bürgschaft<br />

gegen die Juden Seligmann (Kirßmann) <strong>und</strong> Lazarus, Bürger zu<br />

Ulm<br />

(U IV.61 1/2.)<br />

1443 Juni 6<br />

Schadlosbrief <strong>der</strong> Grafen Johann <strong>und</strong> Wilhelm von Oettingen für<br />

Graf Ulrich von Helfenstein, wegen geleisteter Bürgschaft gegen<br />

die Juden Seligmann <strong>und</strong> Lemlin zu Ulm<br />

(U IV.65.)<br />

1443 Juni 12<br />

Graf Ulrich von Helfenstein bekennt, daß Graf Wilhelm (I.) von<br />

Oettingen, sein Oheim, ihn um 1.000 fl gegen Seligmann <strong>und</strong><br />

Lemlin, Juden zu Ulm, schadlos hält<br />

(U II,289.)<br />

1445 März 12<br />

Graf Wilhelm. (I.) von Oettingen erfüllt den Schadlosbrief von<br />

den Grafen Ulrich <strong>und</strong> Conrad zu Helfenstein, wegen geleisteter<br />

Bürgschaft gegen den Juden Seligmann zu Ulm<br />

(U II,293.)<br />

1453 August 10<br />

Mandat Kaiser Friedrichs für die Grafen Ulrich, Wilhelm <strong>und</strong><br />

Ludwig von Oettingen, gegen den Judenwucher<br />

(U I,1206.)<br />

700


URKUNDEN:<br />

1453 Dezember 4<br />

FöWAH<br />

Urteil des Bischofs Johann zu Eichstätt in einer Klagesache<br />

<strong>der</strong> Juden Seligmann <strong>und</strong> an<strong>der</strong>er zu Ulm gegen die Grafen Ulrich,<br />

Wilhelm <strong>und</strong> Ludwig von Oettingen<br />

(U II,348.)<br />

1455 Dezember 17<br />

Schuldbrief des Grafen Ulrich von Oettingen über 502 rh fl<br />

gegen die Juden Sanbel, Lassan <strong>und</strong> Mosse, alle des Sussen Juden<br />

Söhne <strong>und</strong> Erben, <strong>der</strong> vor etlichen Zeiten zu Nördlingen<br />

gesessen ist<br />

(U II,362.)<br />

1467 März 16 Dillingen<br />

Vidimus des Bischofs Peter zu <strong>Augsburg</strong> über die oettingischen<br />

Reichspfandschaften <strong>und</strong> Privilegien sowie die Judensteuer zu<br />

Ulm <strong>und</strong> Nördlingen<br />

(U IV,138.)<br />

1471 September 12<br />

Mandat Kaiser Friedrichs, betr. die Judensteuer zu Ulm <strong>und</strong><br />

Nördlingen, die <strong>zur</strong> einen Hälfte an ihn <strong>und</strong> <strong>zur</strong> an<strong>der</strong>en Hälfte<br />

an den Grafen Ulrich von Oettingen fallen soll<br />

(U I,1348.)<br />

1472 November 4<br />

Graf Ulrich von Oettingen erklärt sich für eine, vor etlichen<br />

Jahren durch Graf Wilhelm von Oettingen entstandene, Schuld<br />

von 2.000 fl als Bürge <strong>und</strong> Selbstschuldner<br />

(U II,448.)<br />

1538 Mai 21<br />

Schuldverschreibung des Hans Lanzenstill von Pfefflingen gegen<br />

den Juden Falch zu Wallerstein<br />

(U IV,415.)<br />

1538 Oktober 21<br />

Schuldverschreibung des Alb Ziegelrnayr von Unterwilfingen ge-<br />

gen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,417.)<br />

701


URKUNDEN:<br />

1539 März 18<br />

FöWAH<br />

Schuldverschreibung des Thaman Knoll von Malhingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,421.)<br />

1539 April 30<br />

Schuldverschreibung des Hans Ul Zanckh von Rudelstetten gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,425.)<br />

1539 Mai 20<br />

Schuldverschreibung des Peter Rechlin von Birkhausen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,426.)<br />

1539 Mai 21<br />

Schuldverschreibung des Mathis Vischer von Wechingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,427.)<br />

1539 September 30<br />

Schuldverschreibung des Hans Feltin von Nördlingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,428.)<br />

1539 Oktober 7<br />

Schuldverschreibung des Bastian Renhhart von Holzkirch gegen<br />

den Juden Falch zu Wallerstein;<br />

dabei: zwei weitere Schreiben von 1537 <strong>und</strong> 1538<br />

(U IV,429.)<br />

1539 Oktober 27<br />

Schuldverschreibung des Hans Bissinger von Balgheim gegen den<br />

Juden Manie zu Wallerstein;<br />

dabei: zwei weitere Schreiben von 1541<br />

(U IV,430.)<br />

1539 November 17<br />

Schuldverschreibung des Endriß Weger, Wirt von Deiningen, gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,431.)<br />

702


URKUNDEN:<br />

1539 November 18<br />

FöWAH<br />

Schuldverschreibung des Lienhart Sträub, Torwart unter dem<br />

Baidinger Tor zu Nördlingen, gegen den Juden Mosse zu Waller-<br />

stein<br />

(U IV,432.)<br />

1540 Juli 25<br />

Schuldverschreibung des Lienhart Beringer von Recking gegen<br />

den Juden Mendlin zu Wallerstein<br />

(U IV,439.)<br />

1540 August 16<br />

Schuldverschreibung des Michel Bayr von Nördlingen gegen den<br />

Juden Mendlin zu Wallerstein<br />

(U IV,440.)<br />

1540 November 15<br />

Schuldverschreibung des Jörg Negellin von Benzenzimmern gegen<br />

den Juden Mendlin zu Wallerstein<br />

(U IV,442.)<br />

1541 Februar 2<br />

Schuldverschreibung des Sebastian Reinlin von Lemingen <strong>und</strong><br />

seiner Hausfrau Veronica gegen den Juden Mendlin zu Wallerstein<br />

(U IV,443.)<br />

1541 April 28<br />

Schuldverschreibung des Mathis Vischer von Wechingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,446.)<br />

1541 Juni 7<br />

Schuldverschreibung des Baltis Moz, genannt Stegmüller, gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,447.)<br />

1542 August 15<br />

Schuldverschreibung des Jacob Schuster von Maihingen gegen den<br />

Juden Falch zu Wallerstein<br />

(U IV,453.)<br />

703


URKUNDEN:<br />

1542 November 14<br />

FöWAH<br />

Schuldverschreibung des Hans Bastian Baur von Opfferriedt (Opfenried)<br />

gegen den Juden Falch zu Wallerstein<br />

(U IV,454.)<br />

1543 September 7<br />

Schuldverschreibung des Endriß Weiger, Wirt von Deiningen,<br />

gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,459.)<br />

1544 März 10<br />

Schuldverschreibung des Jörg Reinhart von Hainsfarth gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U 17,468.)<br />

1544 März 25<br />

Schuldverschreibung des Hans Meidlinger, Beck zu Maihingen,<br />

gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,470.)<br />

1544 Juli 23<br />

Reichsacht des Leonhard Veitin zu Hola (Holheim) durch den<br />

Reichshofrichter zu Rottweil, auf Verlangen des Mendle Jud zu<br />

Wallerstein<br />

(U IV,473.)<br />

1545 Januar 28<br />

Schuldverschreibung des Hans Herman zu Schneidheim, Amtsknecht,<br />

gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,478.)<br />

1545 Mai 1<br />

Schuldverschreibung des Jörg Seligmacher von E<strong>der</strong>heim gegen<br />

den Juden Mendle zu Wallerstein<br />

(U IV,480.)<br />

1545 Mai 22<br />

Schuldverschreibung des Veit Resser von Munzingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,481.)<br />

704


URKUNDEN:<br />

1545 Mai 25<br />

FöWAH<br />

Schuldverschreibung des Jörg Benedict von G<strong>und</strong>elsheim gegen<br />

den Juden Manle zu Wallerstein<br />

(U IV,482.)<br />

1545 Juni 2<br />

Reichsacht für Jacob Lanngweber zu Hola (Holheim) durch den<br />

Statthalter zu Rottweil, auf Verlangen des Juden Mendle von<br />

Wassertrüdingen in Wallerstein<br />

(U IV,484.)<br />

1545 November 20<br />

Schuldverschreibung des Sip Nagel von Schneidheim gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,488.)<br />

1545 November 22<br />

Schuldverschreibung des Hans Veltis, Beck <strong>und</strong> Bürger zu Nördlingen,<br />

gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,489.)<br />

1545 Dezember 2<br />

Schuldverschreibung des Hans Vogel sang von Huntzwinkel gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,490.)<br />

1546 Januar 12<br />

Schuldverschreibung des Jakob Hirschberger von Nordhausen <strong>und</strong><br />

des Peter Hertzog von Oberschneidheim gegen den Juden Mosse zu<br />

Wallerstein<br />

(U IV,492.)<br />

1546 Januar 23<br />

Der bischöfliche Hofmeister zu Di Hingen bestätigt dem Juden<br />

Jacob zu Scheppach, daß er mit Genehmigung des Kardinalbischofs<br />

zu <strong>Augsburg</strong> seinen Wohnsitz in Scheppach einem an<strong>der</strong>en<br />

Juden überlassen dürfe<br />

(U IV,493.)<br />

705


URKUNDEN<br />

1546 Februar 5<br />

FöWAH<br />

Schuldverschreibung des Martin Tuchscherer von Oettingen gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,494.)<br />

1546 Februar 21<br />

Schuldverschreibung des Peter Rechle von Birkhausen gegen den<br />

Juden Mößlin zu Wallerstein<br />

(U IV,496.)<br />

1546 Februar 26<br />

Schuldverschreibung des Johann Rot (zu Wallerstein) gegen den<br />

Juden Jacob<br />

(U IV,498.)<br />

1546 April 26<br />

Schuldverschreibung des Veit Vogelsang von Maihingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,499.)<br />

1546 Juli 14<br />

Notariats-Vidimus über die, den Juden vor 1544 erteilten, kaiserlichen<br />

Privilegien<br />

(U II,1039a-c.)<br />

1546 August 9<br />

Schuldverschreibung des Hans Dossinger <strong>und</strong> des Michel Paur,<br />

beide von Zöbingen, gegen den Juden Jacob<br />

(U IV,506.)<br />

1547 März 27<br />

Schuldverschreibung des Hans Sintvogel <strong>der</strong> Jung von Maihingen<br />

gegen den Juden Möschlin zu Wallerstein<br />

(U IV,508.)<br />

1547 April 24<br />

Schuldverschreibung des Rudolf Zimmermann zu Löpsingen gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,510.)<br />

706


URKUNDEN:<br />

1547 Oktober 4<br />

FöWAH<br />

Schuldverschreibung des Lienhart Rauwolf von Hiesingen gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,513.)<br />

1548 Mai 10<br />

Schuldverschreibung des Hans Stranbacher <strong>und</strong> Michel Strobel,<br />

beide von Ohmenheim, gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,521.)<br />

1548 Juni 19<br />

Schuldverschreibung des Jacob Bolsinger zu Löpsingen gegen den<br />

Juden Abraham zu Wallerstein<br />

(U IV,522.)<br />

1548 August 26<br />

Schuldverschreibung des Veit Schnei<strong>der</strong>, Schmied zu Deckingen<br />

(Mönchsdeggingen), gegen den Juden Mayer zu Wallerstein<br />

(U IV,525.)<br />

1548 August 27<br />

Schuldverschreibung des Lorenz Goppold von Fremdingen gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,526.)<br />

1548 November 11<br />

Schuldverschreibung des Lienhart Praunmayr von Appenberg gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,527.)<br />

1548 Dezember 31<br />

Schuldverschreibung des Jörg Wurm <strong>und</strong> seiner Hausfrau Barbara<br />

von Pfäfflingen gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,528.)<br />

1549<br />

Kaufbrief des Enslin Jud zu Günzburg über ein Haus daselbst<br />

(U I,4454.)<br />

707


URKUNDEN:<br />

1549 Februar 20<br />

FöWAH<br />

Schuldverschreibung des Balthas Koch von Maihingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,533.)<br />

1549 März 8<br />

Schuldverschreibung des Hans Kreut Jörg von Thannhausen gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,534.)<br />

1549 Juni 14<br />

Schuldverschreibung des Hans Koch von Geislingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,538.)<br />

1549 Juli 21<br />

Schuldverschreibung des Hans Keller von Grosselfing gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,540.)<br />

1549 September 25<br />

Schuldverschreibung des Hans Läpp von Oettingen gegen den Juden<br />

Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,541.)<br />

1549 Oktober 4<br />

Schuldverschreibung des Thürgen Lienhart zu Megesheim gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,542.)<br />

1549 Oktober 9<br />

Schuldverschreibung des Lenhart Weiner zu Marktoffingen gegen<br />

den Juden Jacob zu Wallerstein<br />

(U IV,543.)<br />

1549 November 11<br />

Schuldverschreibung des Lienhart (Hans) Koch von Geislingen<br />

gegen den Juden Mayerle zu Wallerstein<br />

(U IV,545.)<br />

708


URKUNDEN:<br />

1549 November 14<br />

FöWAH<br />

Schuldverschreibung des Hans Hainrich von Muningen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,546.)<br />

1549 November 18<br />

Schuldverschreibung des Jerg Lechner von Dürrenzimmern gegen<br />

den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,548.)<br />

1549 Dezember 6<br />

Schuldverschreibung des Georg Ruch von Oettingen gegen den<br />

Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,549.)<br />

1549 Dezember 6<br />

Schuldverschreibung des Georg Knoll <strong>und</strong> seiner Hausfrau Barbara<br />

gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,550.)<br />

1550 April 24<br />

Schuldverschreibung des Georg Wirt, Amtsknecht zu Zipplingen,<br />

gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,553.)<br />

1550 Juli 4<br />

Schuldverschreibung <strong>der</strong> Margarethe Wertsch von Bettendorff<br />

gegen den Juden Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,554.)<br />

1551 Februar 1<br />

Schuldverschreibung des Balthas Vock von Bühl gegen den Juden<br />

Mosse zu Wallerstein<br />

(U IV,563.)<br />

1556 Juni 30 Wallerstein<br />

Urfehde des Hirsch Jud zu Pflaumloch gegen Graf Friedrich zu<br />

Oettingen, wegen angeblichem Kindsraub<br />

(U IV,601.)<br />

709


URKUNDEN:<br />

1596 November 4<br />

FöWAH<br />

Urfehde des Georg Bautenbacher zu Milla gegen den Junker Carl<br />

von <strong>und</strong> zu Weiden, Laubheim <strong>und</strong> Hochaltingen, wegen Nichtbezahlung<br />

einer For<strong>der</strong>ung des Juden Moses zu Pflaumloch<br />

(U IV,902.)<br />

1655 September 1<br />

Schutzbrief für die Judenschaft zu Bal<strong>der</strong>n <strong>und</strong> Aufhausen<br />

(U II,2223.)<br />

1659 Mai 14<br />

Die Juden Mosse, Marx <strong>und</strong> David, alle zu Pflaumloch, erhalten<br />

von Graf Joachim Ernst von Oettingen die Erlaubnis, mit ihren<br />

Familien von Oberdorf nach Pflaumloch überzusiedeln<br />

(U II,2255a.)<br />

1659 Mai 20<br />

Kaufbrief über den, von dem Juden Moses erworbenen, öden Söldenplatz<br />

zu Pflaumloch<br />

(U II,2255b.)<br />

1679 Juni 14<br />

Schutzbrief für die Judenschaft zu Harburg, erteilt auf drei<br />

Jahre; acht Juden werden namentlich genannt, mit <strong>der</strong> Höhe des<br />

jeweiligen Schutzgeldes<br />

(U II,2517a.)<br />

1682 Juni 14<br />

Schutzbrief für die Judenschaft zu Harburg, erteilt auf drei<br />

Jahre; neun Juden werden namentlich genannt, mit <strong>der</strong> Höhe des<br />

jeweiligen Schutzgeldes<br />

(U II,2517b.)<br />

1699 April 5<br />

Die Juden Isaac <strong>und</strong> Jonam Beede zu (Klein-)Erdlingen verkaufen<br />

an Fürst Albrecht Ernst von Oettingen<br />

(U I,3686.)<br />

1715 Mai 8<br />

Samle Moyses, Jude zu Kleinerdlingen, kauft einen Garten von<br />

Albrecht Frhr. von Elster<br />

(U II,2952.)<br />

710


URKUNDEN:<br />

1721 Januar 8<br />

FöWAH<br />

Bernhard Israel, Jude zu Oberdorf, übernimmt eine For<strong>der</strong>ung<br />

(U II,3039.)<br />

1721 November 19<br />

Protokollauszug des Oberamtes Wallerstein, betr. dem von <strong>der</strong><br />

Judenschaft zu Wallerstein unternommenen Kälberschächten <strong>und</strong><br />

<strong>der</strong> auditierten Strafe von 46 fl; eine weitere Strafe von 150<br />

fl wegen unterlassenem Gasthausbau<br />

(U II,3048.)<br />

1734 März 12<br />

Notariatsinstrument über den Verkauf eines Waldes; dabei:<br />

"Berechnung", welche die Zahlung von 64 fl 12 kr an Seligmann<br />

Jacob, Jude zu Mönchsdeggingen, vermerkt<br />

(U I,3203.)<br />

1765 Januar 31<br />

Mayer Liebermann, Jude zu Oettingen, läßt seine For<strong>der</strong>ung gegen<br />

Mayer, Marktoffingen, auf das Kloster Maihingen umschreiben<br />

(U I,3814.)<br />

1782 Januar 31<br />

Nathan Isaak <strong>und</strong> Mendel Samuel, Juden zu Oettingen, verkaufen<br />

einen Acker in Deiningen<br />

(U II,3628a.)<br />

1784 September 9<br />

Nathan Isaak, Jude zu Oettingen, verkauft einen Acker in <strong>der</strong><br />

Deininger Flur an die Grafschaft Oettingen-Wallerstein<br />

(U II,3673.)<br />

1793 März 7<br />

Nathan Isaak, Jude zu Oettingen, verkauft an Oettingen-Wallerstein<br />

2 1/2 Viertel Acker am Egertswändle (Deiningen-Mö<strong>der</strong>hof)<br />

um 63 fl<br />

(U II,3755.)<br />

711


URKUNDEN:<br />

1795 März 24<br />

FöWAH<br />

Moyses Joseph, Jude zu Gunzenhausen, verkauft ein Haus zu Wallerstein<br />

an das Haus Oettingen<br />

(U I,4028.)<br />

1795 Juni 2<br />

Nathan Isaak <strong>und</strong> Jonas Hirsch, Juden zu Oettingen, verkaufen<br />

eine Wiese zu Deiningen an die Grafschaft Oettingen-Wallerstein<br />

(U II,3776.)<br />

1795 August 26<br />

Salomon <strong>und</strong> Moises Sekle von Pflaumloch <strong>und</strong> Nathan Isaak von<br />

Oettingen verkaufen dem Fürsten zu Oettingen-Oettingen <strong>und</strong><br />

Oettingen-Wallerstein 3/8 Morgen Acker für 150 fl, welche Summe<br />

sie bereits erhalten zu haben bezeugen<br />

(U II,3778.)<br />

1795 September 9<br />

Protokollauszug über die, von den Juden Jonas Hirsch <strong>und</strong> Nathan<br />

Isaak zu Oettingen verkauften, 6 1/2 Tagwerk Wiesen sowie<br />

1/4 Morgen Acker in <strong>der</strong> Deininger Flur<br />

(U II,3779.)<br />

1795 September 24<br />

Nathan Isaak <strong>und</strong> Jonas Hirsch, Juden zu Oettingen, verkaufen<br />

Gr<strong>und</strong>stücke zu Deiningen an das Haus Oettingen <strong>und</strong> an<strong>der</strong>e;<br />

zwei Protokollauszüge<br />

(U I,4039.)<br />

1795 Dezember 29<br />

Nathan Isaak, Jude zu Oettingen, verkauft an die Herrschaft<br />

Oettingen-Wallerstein eine Wiese zu Deiningen<br />

(U II,3785.)<br />

1796 März 2<br />

Protokollauszug, betr. den Verkauf von 1/2 Morgen Acker durch<br />

Seligmann Gumperle <strong>und</strong> Seligmann Isaak, Juden zu Harburg, für<br />

92 fl<br />

(U II, 3788.)<br />

712


URKUNDEN:<br />

1796 Juni 14<br />

FöWAH<br />

Nathan Isaak <strong>und</strong> Konsorten, Juden zu Oettingen, verkaufen an<br />

das Haus Oettingen einen Acker zu Birkhausen<br />

(U I,4057.)<br />

1797 September 24<br />

Nathan Isaak <strong>und</strong> Konsorten, Juden zu Oettingen, verkaufen<br />

Gr<strong>und</strong>stücke zu Deiningen an das Haus Oettingen<br />

(U I,4076.)<br />

1803 Oktober 14<br />

Fürstin Wilhelmine von Oettingen-Wallerstein verleiht dem Juden<br />

Israel in Harburg das Recht zum Eisenhandel im Oberamtsbezirk<br />

Harburg, gegen eine jährliche Abgabe von 30 fl<br />

(U II,3854a.)<br />

ROTES DIPLOMATAR, Bd.l:<br />

1385<br />

Nördlinger Vertrag mit Oettingen, wegen <strong>der</strong> zu Nördlingen erschlagenen<br />

Juden<br />

(Rep.2, Lit. Nr.49.)<br />

713


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER); dabei u.a.:<br />

- Amt Bal<strong>der</strong>n:<br />

(1754), 1755-1763<br />

"Steur-Einzug-Register von Auffhaußen";<br />

Darin: 1754 Aufnahme des Hajum Weyl, Sohn des Jonas Weyl zu<br />

Aufhausen, als Schutzjude anstatt seines Vaters.<br />

1760 Quittung des Oberamtes Hohenbal<strong>der</strong>n über ein Anlehen von<br />

200 fl durch die Juden-Barnossen in Aufhausen<br />

(Nr.119.)<br />

1785-1787 (- um 1789)<br />

"Steur <strong>und</strong> Zünß Bezug Register von Kerkhingen, Izlingen, Sechtenhaußen,<br />

Wöhrsperg, Bayr- <strong>und</strong> Schlägweydmühle e[tc].";<br />

betr. u.a. Juden von Oberdorf <strong>und</strong> Aufhausen<br />

(Nr.129, Bl.126.)<br />

1790-1804<br />

(Steuer-Bezugs-Register zu Aufhausen);<br />

betr. u.a.: Schutzjuden zu Aufhausen <strong>und</strong> auf dem Härtsfeld.<br />

Handelsjuden<br />

(Nr.135, Bl.188' <strong>und</strong> 189.)<br />

1790-1804<br />

"Steuerbezugsregister/Hofbauren <strong>und</strong> Bal<strong>der</strong>n" ;<br />

betr. u.a. Juden zu Oberdorf<br />

(Nr.136, Bl.183.)<br />

1790-1804<br />

"(Steuer- <strong>und</strong> Gefäll-Einzugs-Register) Roettingen";<br />

Darin: Güterhandelnde Juden zu Röttingen, Oberdorf, Aufhausen<br />

(Nr.137, Bl.179ff.)<br />

1798 (- um 1809)<br />

"Steuerbuch über Berg ...";<br />

betr. u.a. Güterhändler (meist Juden)<br />

(Nr.142, Bl.34.)<br />

1799-1809<br />

"Steuer-Buch über Lippach"; betr.<br />

u.a.: Güterhandelnde Juden<br />

(Nr.143, S.197f.)<br />

714


SLB( = STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Bal<strong>der</strong>n:<br />

1764<br />

FÖWAH<br />

"Saal- <strong>und</strong> Lagerbuch von Zöbingen" (Konzept <strong>und</strong> Reinschrift);<br />

Darin (Anhang): Beschreibung des von den Juden Löw Salomon<br />

von Aufhausen <strong>und</strong> Lazarus Beer <strong>und</strong> Cons. von Oberdorf erkauften<br />

Bußbauerischen halben Hofes zu Zöbingen<br />

(Nrn.190. 191.)<br />

1784<br />

"Saal <strong>und</strong> Lagerbuch von Aufhausen" a.d. Eger;<br />

Personenregister: Juden geson<strong>der</strong>t aufgeführt<br />

(Nr.193.)<br />

1789-1793<br />

"Forst- u. Neuweiler auch Schutzverwandte" (Bezugsregister);<br />

betr. u.a.: Handelsjuden zu Mönchsroth<br />

(Nr.195.)<br />

1793<br />

"Saal- <strong>und</strong> Lagerbuch über Oberndorf", 2 Bde.;<br />

Vorrede (Bd.1): Beschreibung des Dorfes Oberdorf; dabei u.a.<br />

Dorfordnung; Bewohner <strong>der</strong> einzelnen Gassen <strong>und</strong> ihre Untertanszugehörigkeit<br />

(betr. zahlreiche Juden). Abgaben <strong>der</strong> Judenschaft<br />

zu Oberdorf (mit Namensliste <strong>der</strong> Juden)<br />

(Nr.198, Vorrede Bd.1, § 5, § 51-93.)<br />

- Amt Bissingen-Hohenburg:<br />

1773 (- Mitte 19.Jh. )<br />

"Steuer-Beschreibung des Hochgräfl. Oetting.-Wallerst. Oberamts<br />

Markt-Bissingen", 6. Band;<br />

vorgeschaltet: herrschaftliche Rechte. Judenrechte<br />

(Nr.260,6.)<br />

1804-1809<br />

"Steuerbezugs Register vormals Hochhausischer, Kloster Zimmerischer<br />

<strong>und</strong> Christgarttischer, <strong>der</strong> Balley Bissingen zugetheilten<br />

Orte";<br />

betr. u.a.: Judengüter zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen<br />

(Nr.265, S.1123, 1125.)<br />

1809-1847<br />

"Gefallbezugsregister Rentamt Bissingen", 12. Band;<br />

betr. u.a.: Judengüter in Mönchsdeggingen, Wallerstein <strong>und</strong><br />

E<strong>der</strong>heim<br />

(Nr.295,12.)<br />

715


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Flochberg:<br />

1723 (-1742)<br />

"Steur Beschreibung des Ambts Flochberg";<br />

Darin:<br />

Schuldanerkenntnis über 60 fl gegen den Frommele Juden <strong>und</strong><br />

Cons. zu Oberdorf;<br />

Gr<strong>und</strong>stticksbesitz von Juden zu Oberdorf<br />

(Nr.861.)<br />

1747<br />

"Steur Beschreibung des Ambtß Flochberg";<br />

Enthält Personenregister, u.a. über Juden zu Oberdorf<br />

(Nr.863, S.177.)<br />

1752<br />

"Einzugs Register bey dem Castenamt Flochberg über ein halbe<br />

Ordinari <strong>und</strong> eine halbe Extra Steuer";<br />

betr. u.a.: Judenschutzgel<strong>der</strong> zu Oberdorf<br />

(Nr.864, Bl.26.)<br />

1757<br />

"Steur- <strong>und</strong> Dienstgeld Register bey dem Casten Amt Flochberg<br />

über ein halbe Extrasteuer <strong>und</strong> das halbe Dienstgeld";<br />

betr. u.a.: Juden zu Oberdorf<br />

(Nr.867, Bl.9.)<br />

716


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Harburg:<br />

1676, 1680, 1686 (-um 1700), 1696 (-um 1710), 1704, 1707<br />

(-um 1730), 1709, 1713-1716, 1722, 1729, 1730 (-1755),<br />

1731-1734, 1738-1751, 1753-1772, 1777-1804<br />

Steuerbücher;<br />

betr. zahlreiche Juden zu Harburg, die dort ab 1671 nachzuweisen<br />

sind; u.a.:<br />

1676 (Nr.920) sind vier Judenhäuser genannt: zwei, <strong>der</strong> Barnossen<br />

Moyses Weil <strong>und</strong> Schlom, sind "Auf dem Markt", <strong>und</strong> zwei<br />

sind in <strong>der</strong> Vöstgasse (Baruch <strong>und</strong> Jecoff);<br />

1707 (Nr.929f.) kommt das Haus von Moyses Weil in den Besitz<br />

von Benjamin Israel;<br />

1730 (Nr.935) sind 18 Judenhäuser in Harburg belegt;<br />

Nr.966 (1756): Viehsteuerbeschreibung des Oberamtes Harburg;<br />

Nr.976 (1794-1807), Bd.1, S.320: enthält eine Zusammenstellung<br />

<strong>der</strong> Juden für Harburg<br />

(Nrn.920-962. 966-973. 975-976.)<br />

1772-1782<br />

"Juden-Schutzgeld-Register" ; "Juden-Steuer <strong>und</strong> Schutzgeld-<br />

Manuale";<br />

betr. die Orte Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen.<br />

Angaben über die Höhe von Schutzgeld <strong>und</strong> Steuer; Vermerke über<br />

Teilzahlungen (Nr.979.)<br />

1778 (-1782)<br />

"Schutz- <strong>und</strong> Dienstgeld Register über sämtliche Oberamts<br />

Harburgische Schutzverwande Christen <strong>und</strong> Juden";<br />

1778, mit Nachträgen bis 1782;<br />

betr. u.a. die Orte Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen.<br />

Namensverzeichnis mit Notizen über Schutzaufnahmen, Schutzgeldbefreiungen,<br />

desgleichen über Dienstgel<strong>der</strong>, Hausübertragungen<br />

<strong>und</strong> ähnliches<br />

(Nr.980.)<br />

1783-1794<br />

"Juden-Schutzgeld-Manuale";<br />

Angaben wie bei Nr.979<br />

(Nr.981.)<br />

717


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Harburg:<br />

1795-1807<br />

"Register über die vorhandenen Schutz-Juden zu Harburg <strong>und</strong><br />

Döckingen";<br />

Eintragungen <strong>der</strong> Zahlungen für die genannten Jahre; dazu<br />

Vermerke über Schutzaufnahmen, Nachlässe, Wegzug <strong>und</strong> Todfall.<br />

Spezielles Sterberegister für die Jahre 1799-1805 (einschließlich<br />

von Ehefrauen <strong>und</strong> Kin<strong>der</strong>n)<br />

(Nr.982.)<br />

1807<br />

"Schutz <strong>und</strong> Dienstgeld Register über sämtliche Oberamts Harburgische<br />

Schutzverwandte Christen <strong>und</strong> Juden-Haußgenossen";<br />

Schutz- <strong>und</strong> Dienstgeldtaxen im einzelnen für verheiratete,<br />

verwitwete <strong>und</strong> ledige, männliche <strong>und</strong> weibliche Personen<br />

(Nr.983.)<br />

1826-1848<br />

"Handregister <strong>der</strong> jüdischen Schutzverwandten";<br />

Judenherberggel<strong>der</strong> von "Döggingen" <strong>und</strong> Harburg.<br />

Vorgeb<strong>und</strong>en: Listen <strong>der</strong> Judenschächtgel<strong>der</strong>, Kleppergel<strong>der</strong>,<br />

Hausgel<strong>der</strong> <strong>und</strong> Begräbnisgel<strong>der</strong> zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen<br />

(Nr.986.)<br />

19. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

"Register über sämtliche in <strong>der</strong> Steuergemeinde Harburg vor-<br />

handenen Gr<strong>und</strong>besitzungen"<br />

(Nr.1041.)<br />

1710, 1713, 1728-1729, 1732, 1735-1736, 1738-1741, 1743-1748,<br />

1750-1754<br />

Herbstzinsregister des Amtes Harburg;<br />

Geldzinsen aus Haus, Hof, Solde, Acker <strong>und</strong> Wiese. Naturalabgaben<br />

an Hühnern, Hennen, Eiern <strong>und</strong> Gänsen. Judenschutzgel<strong>der</strong><br />

<strong>und</strong> Strafgel<strong>der</strong>; gegebenenfalls Liste <strong>der</strong> Hausgenossen. Fluramt<br />

(Nr.1092-1102. 1104-1114.)<br />

1807 (-um 1850)<br />

"Herbst Gefaell Bezugs Register". 1807, fortgeführt bis um<br />

1850; Bde.1-7, Namensregister (Bd.8);<br />

Steuern <strong>und</strong> Abgaben. Bei den Pflichtigen ist die Berufsangabe<br />

<strong>und</strong> (nachträglich) die Hausnummer beigefügt;<br />

betr. u.a.: Mönchsdeggingen (Bd.l) <strong>und</strong> Harburg (Bd.3)<br />

(Nr.1115.)<br />

718


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Hochhaus <strong>und</strong> Nie<strong>der</strong>haus:<br />

1783-1788<br />

Register über die jährlichen Steuern <strong>und</strong> Herbstgefälle/Oberamt<br />

Hochhaus;<br />

Enthält u.a.: Judengüter zu Aufhausen am Schenkenstein, Deggin-<br />

gen, E<strong>der</strong>heim, Harburg, Kleinerdlingen <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

(Nr.1210.)<br />

1789-1806<br />

"Steuer Register über die dem Ober Amt Hochhaus incorporirte<br />

Zimmerische eigene Güther";<br />

Dabei: Judensteuer zu Deggingen, Harburg, Kleinerdlingen,<br />

Pflaumloch <strong>und</strong> Wallerstein<br />

(Nr.1211.)<br />

o.J. (1789-1801)<br />

"(Steuerregister von) Trochtelfingen";<br />

Die Juden sind geson<strong>der</strong>t verzeichnet<br />

(Nr.1212, S.ll0ff.)<br />

o.J. (1801-1809)<br />

"Trochtelfinger Steur Register";<br />

Die Juden sind geson<strong>der</strong>t aufgeführt<br />

(Nr.1213, S.123ff.)<br />

719


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Kirchheim am Ries:<br />

1790-1794<br />

(Steuereinhebregister) "Oberndorf";<br />

Geson<strong>der</strong>t aufgeführt: Jüdische Haus- <strong>und</strong> Güterbesitzer<br />

(Nr.1400, Bl.12-81 <strong>und</strong> Nachtrag Bl.229.)<br />

1794-1802<br />

"Oberdorf. Steuereinhebregister (von <strong>der</strong> Judenschaft)";<br />

betr.: Gefälle <strong>und</strong> Steuern bei jüdischen Hausbesitzern,<br />

Beisitzern, Witwen <strong>und</strong> Abwesenden zu Oberdorf<br />

(Nr.1401.)<br />

1827/1828<br />

Rentamt Kirchheim. Herbst-Gefäll-Bezugs-Liste;<br />

betr. u.a.: Juden zu Oberdorf <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

(Nr.1563, Bl.110 <strong>und</strong> 124.)<br />

1828/1829<br />

Rentamt Kirchheim. Herbst-Gefäll-Bezugs-Liste;<br />

betr. u.a.: Juden <strong>und</strong> jüdische Hausgenossen zu Oberdorf <strong>und</strong><br />

Pflaumloch<br />

(Nr.1564, Bl.167, 174, 185, 190.)<br />

1829/1830, 1830/1831, 1833/1834<br />

Rentamt Kirchheim. Herbst-Gefäll-Bezugs-Liste;<br />

Im Anschluß an die Gr<strong>und</strong>holden sind aufgeführt: Hausgenossen,<br />

Juden <strong>und</strong> Schutzverwandte<br />

(Nrn.1565. 1566. 1567.)<br />

1834/1835<br />

Bezugsliste <strong>der</strong> Herbst-Lichtmeß <strong>und</strong> Pfingst-Gefälle des Rentamts<br />

Kirchheim;<br />

Aufgeführt: Hausgenossen, Juden <strong>und</strong> Schutzverwandte<br />

(Nr.1568.)<br />

720


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Marktoffingen:<br />

1699, (1775)<br />

"Steuer Register des ... Ötting. Castenambts M(ark)toffingen" ;<br />

Darin: Extrakt von 1775 aus einem Kontraktprotokoll über einen<br />

Gütertausch des Schutzjuden Mändel Koppel zu Oettingen<br />

(Nr.1705.)<br />

1764<br />

"Bezugs-Register bey dem ... Oetting.-Wallerst. Amt Marktoffingen<br />

über die Ordinari- <strong>und</strong> Extras-Steuern dann auch beständige<br />

Gefälle";<br />

Darin: Beschreibung <strong>der</strong> hierher steuerbaren Gr<strong>und</strong>stücke, so<br />

nachbenannte Juden pro termino Lichtmeß 1764 in Besitz gehabt<br />

<strong>und</strong> mithin auch zu versteuern haben<br />

(Nr.1715.)<br />

(1771), 1772 (-1774)<br />

"Bezugs-Register bey dem Ötting-Wallersteinischen Amt Marckt-<br />

offingen";<br />

Darin Angelegenheiten, betr. u.a.:<br />

Schutzjude Loh (Lob) Moyses zu Wallerstein, Steuerschuld (1773<br />

<strong>und</strong> 1774) ;<br />

Nathan Koppel <strong>und</strong> Löw Moyses, Steuern (1773);<br />

Schuldbrief gegen den Juden Aron Weill zu Wallerstein (1771)<br />

(Nr.1723.)<br />

1784-1789<br />

"Marcktoffinger Steuer-Register";<br />

betr. u.a.: Nathan Koppel, Jude zu Oettingen, sowie die Juden<br />

Hirsch Löw <strong>und</strong> Hayum Löw, beide zu Wallerstein<br />

(Nr.1732, S.423a, 424, 426, 428.)<br />

1542<br />

"Ampt Marckhtoffing, die Zinnsgüetter beschriben";<br />

betr. u.a. einen in Marktoffingen genannten Juden Mosse<br />

(Nr.1738, Bl.25.)<br />

721


SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Neresheim:<br />

1656<br />

FÖWAH<br />

"Steur Beschreibung des Ambts Nereßheimb";<br />

Dabei: Hausgenossen <strong>und</strong> Judenlisten<br />

(Nr.1752.)<br />

1788-1799<br />

"Neresheimer Steuer-Register" ;<br />

betr. u.a.: Hausgenossen <strong>und</strong> Juden in Neresheim<br />

(Nr.1821, Bl.250a.)<br />

1650<br />

"Beschreibung <strong>der</strong> gebawten <strong>und</strong> genutzten Güettern an Aeckhern,<br />

Wisen, Vihe <strong>und</strong> an<strong>der</strong>em im Ambt Nereßheim ...";<br />

betr. u.a.: Hausgenossen <strong>und</strong> Judenliste<br />

(Nr.1840.)<br />

- Amt Oettingen:<br />

um 1436<br />

Gültbuch des Amtes Oettingen;<br />

betr. u.a.: Juden in Oettingen<br />

(Nr.1932, Bl.2 <strong>und</strong> 4'.)<br />

722


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Tannhausen:<br />

1731, (1746/1747)<br />

"Reuthen-Güter-Beschreibung bey dem hochfürstlich Oettingi-<br />

schen nachgelassenen Forstamt Thannhausen";<br />

Darin: Beschreibung <strong>der</strong> 1746/47 an die Juden Hirsch Levi <strong>und</strong><br />

Cons. verkauften Güter<br />

(Nr.1947, S.173f.)<br />

1736 (-um 1760)<br />

"... Reuthen Güether Beschreibung (zu Tannhausen) ...";<br />

betr. u.a.: 1738 Verkauf des wallersteinischen Anteils am<br />

Forsthof durch den Grafen Johann Friedrich von Oettingen-<br />

Wallerstein an Hirsch Levi, Juden zu Mönchsroth, um 3200 fl<br />

(Nr.1949.)<br />

1789-1793<br />

(Steuerbuch des Forstamtes Tannhausen. Reutengüter);<br />

betr. u.a.: Handelsjuden zu Mönchsroth (als Reutengüterinhaber)<br />

(Nr.1955, S.218.)<br />

1794-1795<br />

(Steuerbuch des Forstamtes Tannhausen. Reutengüter), Bd. 5;<br />

betr. u.a.: Güterhandelnde Juden<br />

(Nr.1958,5, S.393.)<br />

1796-1802<br />

"Steur Buch (des Forstamtes Tannhausen. Reutengüter)";<br />

betr. u.a.: Güterhandelnde Juden<br />

(Nr.1959, Bl.350.)<br />

723


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Wallerstein:<br />

1552<br />

"Steur Register des Ambts Wallerstain";<br />

betr. u.a.: Juden in Wallerstein <strong>und</strong> in Pflaumloch<br />

(Nr.2021, Bl.16 <strong>und</strong> 87'.)<br />

(1674)<br />

"Steuer Beschreibung <strong>der</strong> Öhrter Marckht Wallerstein, Rambstein,<br />

Höhrhof";<br />

betr. u.a. Steuertaxe: von 1 fl Judenschutzgeld 6 kr Steuer<br />

(Nr.2063.)<br />

(1686)<br />

"Steuerbeschreibung des Marckhts Wallerstein ... auch Rambstein<br />

<strong>und</strong> Heherhoff";<br />

betr. u.a. Steuertaxe: von 1 fl Judenschutzgeld 6 kr Steuer<br />

(Nr.2084.)<br />

1720 (- um 1730)<br />

"Steuer Beschreibung des Marckhts Wallerstein";<br />

betr. u.a. Steuertaxe: von 1 fl Judenschutzgeld 6 kr Steuer<br />

(Nr.2122, Bl.171.)<br />

1743/1744<br />

"Steuerbuch vom Markte Wallerstein";<br />

betr. u.a. Steuertaxe: von 1 fl Judenschutzgeld 6 kr Steuer<br />

(Nr.2131, B1.170'.)<br />

1768 (- um 1810)<br />

"Steur Buch über Pflaumloch";<br />

betr. u.a.: Schutzjuden<br />

(Nr.2149, Anhang, S.726f.)<br />

1805-1844<br />

"Steuer-Register über Wallerstein, Ehringen, Rammstein <strong>und</strong><br />

Hörhof";<br />

Die Juden sind geson<strong>der</strong>t verzeichnet<br />

(Nr.2164, 2.Bd., S.886-891.)<br />

(1487)<br />

(Zins- <strong>und</strong> Gültbuch des Amtes Wallerstein;)<br />

betr. u.a.: Juden in Birkhausen <strong>und</strong> in Wallerstein<br />

(Nr.2249, Bl.9 <strong>und</strong> 17.)<br />

724


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Wallerstein:<br />

1809-1812<br />

"Juden-Register über die von denselben besitzenden eigenen<br />

Gütern";<br />

Güterbeschreibung durch Angaben über Lage, Größe <strong>und</strong> die darauf<br />

ruhenden Reichnisse. Vermerke über Abgänge <strong>und</strong> Teilzahlungen.<br />

Betr. die Orte Wallerstein, Oettingen, Pflaumloch, E<strong>der</strong>heim <strong>und</strong><br />

Kleinerdlingen<br />

(Nr.2270.)<br />

1812-1833<br />

"Juden-Register über die von denselben besitzenden eigenen<br />

Gr<strong>und</strong>stücken";<br />

Güterbeschreibung durch Angaben wie bei Nr.2270;<br />

Betr. die Orte wie bei Nr.2270, dazu: Harburg, Hürnheim <strong>und</strong><br />

Wassertrüdingen<br />

(Nr.2278.)<br />

1813-1835<br />

"Rentamt Wallersteinisches Bezugs-Register über die von denen<br />

Juden dahier beziehenden Gefälle";<br />

Güter sind beschrieben durch Angaben über Betriebsart, Bezim-<br />

merung, Lage (Hausnummer) <strong>und</strong> die darauf ruhenden Reichnisse.<br />

Notierung <strong>der</strong> Teilzahlungen.<br />

Betr. Wallerstein<br />

(Nr.2286.)<br />

1835-1850<br />

"Bezugs-Register über diejenige Gefälle von Gütern, welche die<br />

Juden besitzen <strong>und</strong> ihren Handel damit treiben";<br />

betr. Juden aus Oettingen, E<strong>der</strong>heim, Wallerstein, Kleinerdlingen,<br />

Pflaumloch, Mönchsroth <strong>und</strong> Hainsfarth, mit Besitz in verschiedenen<br />

Orten des Rentamtes Wallerstein<br />

(Nr.2331.)<br />

1835/1836<br />

"Gefaell-Register ueber die bei <strong>der</strong> hiesigen Israelitischen<br />

Gemeinde angefallenen Herbstzins- Dienst- <strong>und</strong> Herberg-Gel<strong>der</strong>";<br />

betr. Wallerstein.<br />

Beigeb<strong>und</strong>en: "Vormerkung über die Ab- <strong>und</strong> Zugänge, welche in<br />

dem hier neu angelegten Gefäll Register von 1835/36 anfangend,<br />

sich ergeben haben"<br />

(Nr.2332.)<br />

725


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Wallerstein:<br />

1839 (-1840)<br />

"Gefäll-Bezugs-Liste des fürstl. Oettingen-Wallersteinischen<br />

Rentamts Wallerstein";<br />

dabei u.a.: Gefällbezugsliste von <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein<br />

(Nr.2339, S.308.)<br />

1840, 1841<br />

"Gefäll-Bezugs-Liste des fürstl. Oettingen-Wallersteinischen<br />

Rentamts Wallerstein" für 1840 <strong>und</strong> 1841;<br />

betr. u.a.: Judenschaft zu Wallerstein<br />

(Nr.2342, S.261. Nr.2343, S.263.)<br />

1842, 1843<br />

"Gefäll-Bezugs-Liste des fürstl. Oettingen-Wallersteinischen<br />

Rentamts Wallerstein" für 1842 <strong>und</strong> 1843;<br />

betr. u.a.: Judenschaft zu Wallerstein<br />

(Nrn.2344. 2346.)<br />

1844, 1845<br />

"Gefäll-Bezugs-Liste des fürstl. Oettingen-Wallersteinischen<br />

Rentamts Wallerstein" für 1844 <strong>und</strong> 1845;<br />

betr. u.a.: Judenschaft zu Wallerstein<br />

(Nr.2347, S.264. Nr.2348.)<br />

1847, 1848<br />

"Gefäll-Bezugs-Liste des fürstl. Oettingen-Wallersteinischen<br />

Rentamts Wallerstein" für 1847 <strong>und</strong> 1848;<br />

betr. u.a.: Judenschaft zu Wallerstein<br />

(Nr.2350, S.306. Nr.2351, S.270.)<br />

1849-1850<br />

"Herbstgefällen-Bezugs-Register des fürstl. Oettingen-Wallersteinischen<br />

Rentamts Wallerstein";<br />

betr. u.a.: Judenschaft zu Wallerstein<br />

(Nr.2352, S.225.)<br />

726


FÖWAH<br />

SLB (= STEUER- UND LAGERBÜCHER)<br />

- Amt Zimmern:<br />

1708<br />

(Ordinaristeuer <strong>der</strong> botmäßigen Untertanen des Amtes Zimmern);<br />

betr. u.a.: Juden zu Oettingen<br />

(Nr.2432, Bl.17.)<br />

1720<br />

"Steuerbuch des hochfürstlich Oettingischen Pflegs-Amts<br />

Zimmern";<br />

Darin: Schuldfor<strong>der</strong>ung des Juden Gabriel Abraham von Wallerstein<br />

über 6 fl für ein Pferd<br />

(Nr.2437.)<br />

1801-1805<br />

"Steuer Register des Pflegamts Zimmern";<br />

Darin: Juden Zu- <strong>und</strong> Abgänge in Balgheim<br />

(Nr.2468, S.115.)<br />

- Domänenverwaltung Wallerstein (nach 1860):<br />

1861 (- um 1876)<br />

"Bezugsregister <strong>der</strong> Herbstgefälle <strong>und</strong> Bodenzinsen";<br />

betr. u.a.: zahlreiche Juden zu Wallerstein<br />

(Nr.2565, Bl.31.)<br />

727


RECHNUNGEN:<br />

FÖWAH<br />

In den vorhandenen Rechnungen lassen sich immer wie<strong>der</strong> Juden<br />

nachweisen;<br />

Erhalten sind zum Beispiel:<br />

- Harburg: Amtsgeld-Rechnungen<br />

Jahrgänge 1463 bis 1807, mit Lücken; (Juden in Harburg ab 1671)<br />

- Harburg: Rentamtsrechnungen<br />

Jahrgänge 1818 bis 1852<br />

- Oettingen: Amtsgeld-Rechnungen<br />

Jahrgänge 1443 bis 1735, mit Lücken<br />

- Oettingen: Rossmarktzoll-Rechnungen<br />

Jahrgänge 1663 bis 1806, mit Lücken<br />

- Wallerstein: Amtsgeld-Rechnungen<br />

Jahrgänge 1490 bis 1807, mit Lücken<br />

- Wallerstein: Rentamtsrechnungen<br />

Jahrgänge 1818 bis 1861 (Alt-Rentamt);<br />

Jahrgänge ab 1876 (Neu-Rentamt)<br />

- Wallerstein: Hauptkassa-Rechnungen<br />

Jahrgänge 1866 bis 1875<br />

728


PROTOKOLLE:<br />

FÖWAH<br />

In den vorhandenen Protokollen lassen sich immer wie<strong>der</strong> Juden<br />

nachweisen;<br />

Erhalten sind zum Beispiel:<br />

- E<strong>der</strong>heim:<br />

1714-1727<br />

Amtsprotokolle (Kauf-, Tausch-, Kontrakt- <strong>und</strong> Strafprotokolle)<br />

- Harburg:<br />

1642-1652, 1720<br />

Kontraktprotokolle<br />

1562-1563<br />

Verhörprotokoll<br />

1689-1706<br />

Pfandungsprotokoll<br />

- Wallerstein:<br />

1806-1811<br />

Justizkanzlei-Protokolle<br />

1755-1770<br />

Kontraktprotokolle<br />

1732-1734<br />

Zu- <strong>und</strong> Umschreibprotokoll<br />

1660-1663<br />

Frevel- <strong>und</strong> Strafprotokolle<br />

1752-1799 (mit Lücken)<br />

Verhörprotokolle<br />

729


FÖWAH<br />

Überblick über Juden betreffende Akten (z.T. in Abschriften):<br />

II.5.87<br />

JUDENSCHAFT; JUDENSCHUTZLOSUNG; dabei u.a.:<br />

(1649-) 1779<br />

Akt, betr. Schutzlosungen <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen-Wallerstein<br />

1731-1773<br />

Schutzlosung <strong>und</strong> Schutzbrief für die Judenschaft zu Oettingen-<br />

Oettingen<br />

1740-1779<br />

Akt, betr. Schutzlosung im Oettingen-Wallersteinischen<br />

1754-1755<br />

Wallerstein. Tafern- <strong>und</strong> Zapfenwirts-Ordnung für den Markt Wallerstein<br />

mit Benennung <strong>der</strong> Tafern-Gerechtigkeiten, <strong>und</strong> einer<br />

Preis-Anzeige bei Speisen herrschaftlicher Beamten <strong>und</strong> Diener<br />

1782<br />

Akt, betr. die Schutzlosung <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg <strong>und</strong> Deggingen,<br />

in specie Verzeichnis <strong>der</strong>, vor ihrer dortigen Schutzlosung<br />

Hochzeit gehaltenen Juden, sowie zwei nach ihrer Schutzlosung<br />

geheirateten Juden zu Harburg, <strong>und</strong> vier noch um Schutz nachsuchenden<br />

Juden, endlich das von denselben noch ausstehende Schutzgeld<br />

betr.<br />

1793<br />

Akt, betr. die erlegten Konsensgel<strong>der</strong> von den Juden Jakob Levi<br />

<strong>und</strong> Alexan<strong>der</strong> Marx zu Deggingen<br />

1798<br />

Akt, betr. die Schutzlosungssumme <strong>der</strong> Judenschaft zu Oberndorf<br />

1799<br />

Akt, betr. die Bedingnisse, welche in dem Aufhauser Judenschutzbrief<br />

wegen Viehschächten <strong>und</strong> Fleischverkauf unbeschadet <strong>der</strong><br />

Metzger in Anwendung gebracht werden dürfen<br />

1801<br />

Akt, betr. Konsensgel<strong>der</strong> einiger Juden im Oberamt Harburg<br />

730


II.5.88<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFT: SCHUTZLOSUNGEN, SCHUTZAUFNAHMEN, SCHUTZABGABEN;<br />

dabei u.a.:<br />

1755<br />

Akt, betr. Schutzaufkündigung <strong>und</strong> Ausschaffung <strong>der</strong> Juden zu<br />

Oettingen <strong>und</strong> Hainsfarth<br />

1755-1756, 1762<br />

Erläuterungen, betr. des Wallersteinischen Schutzbriefes<br />

1757<br />

Schutzbrief, die Judenschaft zu Wallerstein, Pflaumloch <strong>und</strong><br />

Oberdorf betr.<br />

1769-1770, 1778-1780<br />

Akt,betr. die Schutzlosung in Oettingen-Oettingen <strong>und</strong> in Oettingen-Wallerstein<br />

1779<br />

Protokoll, betr. die Schutzlosung <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein<br />

<strong>und</strong> Pflaumloch<br />

1779<br />

Verfügungen hinsichtlich <strong>der</strong> Juden im oettingischen Schutz wegen<br />

dem freien Güterhandel <strong>und</strong> <strong>der</strong> Profitnachsteuer; Regulierung <strong>der</strong><br />

Schutzabgaben, einem gewissen Anteil an dem Konsensgeld für die<br />

Judenschaft<br />

1789<br />

Akt, betr. Schutzlosung <strong>der</strong> sämtlichen Judengemeinden, <strong>und</strong> die<br />

Abgaben von den ärmeren Mitglie<strong>der</strong>n<br />

1789<br />

Befehl, daß die neu aufgenommenen Juden neben dem Konsensgeld<br />

auch den sie betreffenden Beitrag <strong>zur</strong> Schutzlosung leisten sollen<br />

1793-1794<br />

Akt, betr. den Entwurf eines neuen Judenschutzbriefes<br />

1799<br />

Akt, betr. den Judenschutzbrief zu Oettingen-Oettingen<br />

731


II.5.88<br />

1752-1802<br />

FÖWAH<br />

ca. 85 Einzelakten über Schutzaufnahmsgesuche, Schutzaufnahmen,<br />

Konsens- <strong>und</strong> Schutzgel<strong>der</strong>, sowie Schutzgeldmo<strong>der</strong>ationen;<br />

betr. u.a.:<br />

Sohn des Salomon Weil zu Harburg (1789/90);<br />

Sohn des Seeligmann Steinharter, Schutzjude zu Harburg (1785/86);<br />

Meier Marx, lediger Jude von Mönchsdeggingen (1798);<br />

Bartich Raphael, abgebrannter Jude zu Kleinerdlingen, bittet um<br />

Schutzaufnahme in Wallerstein <strong>und</strong> um Anweisung eines Platzes <strong>zur</strong><br />

Erbauung eines Hauses (1783/84);<br />

Mändle Löw zu Harburg (1797/98);<br />

Tochter des Nathan Levi zu Deggingen (1797);<br />

Sohn des Moises Seeligmann, Schutzjude zu Deggingen (1784/85);<br />

Seligmann Judel, Jude zu Harburg (1798);<br />

Gesuch des Lämle Isak Kohn, Schutzjude zu Harburg, seinen Bru<strong>der</strong><br />

Samson Isak Kohn "Copulieren" lassen zu dürfen (1801);<br />

Löw Isak von Harburg (1794);<br />

Tochter des Jakob Baruch, SchutzJude zu Deggingen (1794);<br />

Sohn des Schutzjuden Israel Nathan zu Deggingen (1794);<br />

Gesuch des Isaias Simon Juden von Monheim um Schutzaufnahme seines<br />

Schwagers Manus Levi <strong>und</strong> Tochtermanns Alexan<strong>der</strong> Moises zu<br />

Harburg (o.D.);<br />

Schutzaufnahme für die verwitwete Jüdin Belle von Harburg <strong>und</strong> die<br />

ihr erteilte Erlaubnis, sich mit Abraham Joseph von Hainsfarth<br />

zu verheiraten (1799);<br />

Wolf Hirsch aus Wallerstein (1789);<br />

Schutzaufnahme des Sohnes von dem Juden-Barnossen Moises Seeligmann<br />

von Mönchsdeggingen <strong>und</strong> Befehl, daß er ein neues Haus erbauen<br />

solle (1785);<br />

Tochter des Schutzjuden <strong>und</strong> Schulklopfers Simon Löw (1794);<br />

Kin<strong>der</strong> <strong>der</strong> Schutzjuden Baruch Levi, Jakob Baruch <strong>und</strong> Hayum Marx,<br />

alle zu Mönchsdeggingen (1783/84)<br />

732


II.6.1<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFT: SCHUTZAUFNAHMEN, SCHUTZABGABEN UND SCHUTZGELD-<br />

MODERATIONEN;<br />

ca. 140 Einzelakten; dabei u.a.:<br />

1744-1776<br />

Akt, betr. Schutzaufnahmen <strong>der</strong> Juden zu Harburg<br />

1748-1767<br />

Akt, betr. Schutzaufnahmen <strong>der</strong> Juden zu (Mönchs-) Deggingen<br />

1744-1806<br />

Zahlreiche Einzelakten, betr. u.a.:<br />

Meyer Marx, Jude zu Deggingen (1798);<br />

Sohn des Simon Heilbronner, Schutzjude zu Harburg (1787);<br />

Gesuch des Elkan Regensburger, Salzfaktor von Harburg, um den<br />

Schutz für den Verlobten seiner Schwester (1787-1789);<br />

Schutzaufnahme des David Marx von Kleinerdlingen in Wallerstein<br />

(1785);<br />

Aufnahme des Isaak von Harburg in den Schutz zu Wallerstein (1792);<br />

Aufnahme des Juden Hirsch Jacob von Binswangen <strong>und</strong> dessen Verheiratung<br />

mit <strong>der</strong> Johanna, Tochter des Juden Moises Seligmann von<br />

Deggingen (1794);<br />

Süßkind Guggenheimer von Harburg (1801);<br />

Simon Levi von Deggingen (1802);<br />

Samson Hirsch von Deggingen (1804);<br />

Mehrere Gesuche um Herabsetzung auf den alleinigen Schutzgulden,<br />

u.a.: Marum Rothschild (1779), Hayum Rothschild (1803-1806),<br />

sowie David Löw (1803), Benjamin Mayer (1804) <strong>und</strong> Samuel Isaac<br />

(1805), alle drei zu Harburg<br />

733


II.6.2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFT: SCHUTZAUFNAHMEN, SCHUTZABGABEN UND SCHUTZGELD-<br />

(<br />

MODERATIONEN;<br />

ca. 160 Einzelakten; dabei u.a.:<br />

1732-1769<br />

Akt, betr. Judenschutzgeld-Mo<strong>der</strong>ationen <strong>und</strong> Nachlässe<br />

1732-1806<br />

Zahlreiche Einzelakten, betr. Schutzaufnahmen; u.a.:<br />

Israel Guggenheimer zu Harburg (1790);<br />

Fünf Juden von Mönchsdeggingen (1793);<br />

Samson Kuhn zu Harburg (1790);<br />

Tochter des Moyses Höhnle, Brillenjud zu Wallerstein (1788/89);<br />

Schutzaufnahme des Hoffaktors Isaak Liebermann aus Harburg in<br />

Wallerstein (1791);<br />

Aufnahme des Koppel Levi, Jude von Binswangen, in den Schutz zu<br />

Wallerstein (1785);<br />

1789<br />

Gesuch des Jonas Levi zu Harburg um Herabsetzung auf den alleinigen<br />

Schutzgeld-Gulden<br />

1788<br />

Schreiben <strong>der</strong> fürstlichen Regierung über die Vermehrung <strong>der</strong> Juden,<br />

die kaum Schaden bedeute, da die strengen Vorschriften über Handel<br />

<strong>und</strong> Gewerbe selbstregulierend wirken; trotzdem solle aber an den<br />

Grenzzahlen des Schutzbriefes festgehalten werden<br />

1790<br />

Gesuch des Schulklopfers Jacob Hirsch von Mönchsdeggingen, um<br />

Befreiung von den Schutzabgaben<br />

1794<br />

Gesuch des Benjamin Michael, Jude von Wallerstein, um Herabsetzung<br />

auf den alleinigen Schutzgeld-Gulden<br />

1801<br />

Gesuch des Schulmeisters Elias Salomon von Harburg, um Herabsetzung<br />

auf den alleinigen Schutzgeld-Gulden<br />

734


II.6.24<br />

FÖWAH<br />

LANDESSACHEN: KONZESSIONEN; betr. auch Juden; dabei u.a.:<br />

1760-1761<br />

Konzession <strong>zur</strong> Errichtung einer Lotterie für den Juden Sedel<br />

Liebermann Wertheimer aus Fürth<br />

1803<br />

Bitte des Lorenz Graf von Bal<strong>der</strong>n <strong>und</strong> des Juden Jakob Weil von<br />

Aufhausen um die Erlaubnis <strong>zur</strong> Treibung des Eisenhandels im<br />

Bal<strong>der</strong>ischen<br />

II.6.25<br />

LANDESSACHEN: SCHUTZGELDER UND SCHUTZAUFNAHMEN; betr. auch<br />

Juden; dabei u.a.:<br />

1789<br />

Gesuch des Juden Wolf Salomon zu Wallerstein um Mo<strong>der</strong>ierung<br />

seiner jährlichen Schutzabgaben betr.<br />

1791<br />

Gesuch des Isaak Kuhn, Jude zu Harburg, um die Herabsetzung auf<br />

den alleinigen Schutzgulden betr.<br />

1792-1794<br />

Akt, betr. Bezug des Schutzgeldes von zwei zu Mönchsdeggingen<br />

sich ansässig gemachten Juden<br />

1802<br />

Herabsetzung des Juden Samuel David zu Wallerstein auf den<br />

alleinigen Schutzgulden, dann dessen ausständigen Steuerrest betr.<br />

1802<br />

Gesuch <strong>der</strong> Witwe Hayum Löw zu Wallerstein um Herabsetzung auf<br />

den alleinigen Schutzgulden<br />

735


II.6.27<br />

FÖWAH<br />

LANDESSACHEN: SALZWESEN; betr. auch Juden; dabei u.a.:<br />

1748-1760<br />

Die in Oettingen-Oettingen <strong>und</strong> Oettingen-Wallerstein eingerichtete,<br />

<strong>und</strong> mit den churbayerischen Hoflieferanten Abraham Mändel<br />

<strong>und</strong> Cons. zu Kriegshaber verakkordierte Salz-Nie<strong>der</strong>lage betr.<br />

1779<br />

Die Salzverpachtung an die Juden Liebermann Isaak <strong>und</strong> Elkan<br />

Regensburger zu Harburg betr.<br />

o.D.<br />

Die dem Juden Elkan Wassermann zu Harburg erteilte Nachsicht bei<br />

Bezahlung seines Salzpachtgeldes betr.<br />

1780<br />

Bitte des Juden Regensburger zu Harburg um frei Ausfuhr des Salzes<br />

während seiner Pachtzeit<br />

1784<br />

Liebermann Isaak <strong>und</strong> Elkan Regensburger, Salzkontrahenten zu<br />

Harburg, bitten um Verlängerung des Salz-Akkords<br />

1785<br />

Die Salzpacht an Juden auf weitere drei Jahre betr.<br />

1785<br />

Patent für den Salzfaktor Elkan Regensburger zu Harburg betr.<br />

1789-1791<br />

Das Gesuch des Elkan Regensburger <strong>und</strong> Cons., Juden zu Harburg,<br />

um Verleihung <strong>der</strong> Salzpacht auf weitere neun Jahre betr.<br />

1796<br />

Gesuch <strong>der</strong> Witwe des Liebermann Isaak zu Wallerstein um Belassung<br />

<strong>der</strong> Salzpacht betr.<br />

1798<br />

Die Salzpacht von dem Juden Elkan Regensburger zu Harburg <strong>und</strong><br />

die hiervon zu entrichtenden Abgaben betr.<br />

736


II.6.28<br />

FÖWAH<br />

LANDESSACHEN: SALZWESEN, AKQUISITIONEN; betr. auch Juden;<br />

dabei u.a.:<br />

1769-1770, 1775<br />

Den mit dem Schutzjuden Löw Abraham zu Harburg getroffenen<br />

Salz-Akkord betr.<br />

1790<br />

Die von dem Juden Baruch Raphael erkaufte Wiese (1/2 Tagwerk)<br />

in <strong>der</strong> Schmähinger Flur betr.<br />

1801<br />

Akt, betr. den Ankauf des Spatzenhofes durch Israel Guggenheimer<br />

<strong>und</strong> Israel Israel von Harburg<br />

1803<br />

Akt, betr. des Nathan Koppel von Oettingen <strong>und</strong> Cons. For<strong>der</strong>ung<br />

wegen gehabter Auslagen beim Ankauf des Butzenhofes zu Mager-<br />

bein<br />

737


II.6.3<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFT: LEIBZOLL, AUFSTELLUNG DER RABBINER, VERBRECHEN UND<br />

STRAFEN, HANDEL FREMDER JUDEN, JUDIZIAL-SACHEN, KONFISKATIONEN,<br />

NACHSTEUER u.a.;<br />

ca. 20 Akten sind im Repertorium (Ältere Kabinettsregistratur,<br />

Abt.III/10-35, Bd.V) seit Mai 1927 als fehlend gekennzeichnet;<br />

ca. 95 Einzelakten sind vorhanden; dabei u.a.:<br />

1743<br />

Akt, betr. die Arretierung des Juden Beerle von Harburg wegen<br />

unterschlagenem Korn bei einer Lieferung an die Franzosen<br />

1747<br />

Bericht <strong>und</strong> Votum in Sachen Untersuchung des, von dem oettingischen<br />

Galgen abgenommenen <strong>und</strong> im Judenfriedhof zu Wallerstein<br />

begrabenen Juden Hirschle<br />

1750<br />

Akt, betr. Bestellung des Landrabbiners im Oetting-Oettingischen<br />

1750-1764<br />

Akt, betr. Bestellung eines Landrabbiners im Oetting-Wallersteinischen<br />

1757<br />

Akt, betr. den Handel frem<strong>der</strong> Juden im Lande<br />

1757<br />

Akt, betr. Bestrafung des Judenschulmeisters David Löw <strong>und</strong> dessen<br />

Eheweib, dann des min<strong>der</strong>jährigen Sohnes des Meier Beer zu Wallerstein<br />

1767-1768<br />

Akt, betr. Nachlässe an Nachsteuern von Schutzjuden zu Wallerstein<br />

1768<br />

Akt, betr. Bestrafung des Joseph Löw von Wallerstein wegen Betrug<br />

an einem Bauern zu Birkhausen<br />

1778<br />

Akt, betr. Bestrafung des Issak Marx <strong>und</strong> des Löw Meier von Mönchs-<br />

deggingen durch Schanzarbeit, wegen Erkaufung gef<strong>und</strong>ener Hirsch-<br />

geweihe<br />

738


II.6.3<br />

1778<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. den Leibzoll <strong>der</strong> Ansbachischen Juden, welche im diesseitigen<br />

Gebiet Handel treiben<br />

1780/1781, 1783/1784, 1793<br />

Regulierung des Handels mit auswärtigen, nicht im diesseitigen<br />

Schutz stehenden Juden; Regulierung des Konsensgeldes<br />

1781<br />

Akt, betr. Streitigkeiten wegen einem Pferdehandel<br />

1787<br />

Bestrafung des Juden Samuel Hirsch, Knecht bei dem Hoffaktor Liebermann<br />

zu Harburg<br />

1788<br />

Akt, betr. Abzug des Rabbiners von Wallerstein nach Bonn <strong>und</strong> den<br />

Bezug <strong>der</strong> Nachsteuer von demselben<br />

1793-1794<br />

Akt, betr. die Nachsteuerschuld des Abraham Kuhn, Vorsinger von<br />

Wallerstein<br />

1798<br />

Vorstellung <strong>der</strong> Juden zu Oettingen <strong>und</strong> Hainsfarth gegen das Verbot,<br />

jene Güter, die sie von jemand erkauft haben, nicht wie<strong>der</strong><br />

an denselben verkaufen zu dürfen<br />

1800<br />

Akt, betr. Beschwerde des Juden Abraham Schmul zu Wallerstein<br />

über die Mißhandlung seiner Tochter von Seiten seines Tochtermanns<br />

Anschel<br />

1800<br />

Bitte des Juden Löw Gerson von Wallerstein, das Eheweib des flüchtig<br />

gewordenen Juden Anschel Kuhn ebenda selbst anzuhalten, daß<br />

sie ihre Schuld bezahle<br />

1802<br />

Befehl, betr. die von dem Schutzjuden Elkan Regensburger von Harburg<br />

bei Verheiratung seiner Tochter nach München nicht entrichtete<br />

Nachsteuer<br />

1803<br />

Akt, betr. den Bezug <strong>der</strong> Profitsteuer von fremden Juden<br />

739


II.6.4<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFT: GNADENSACHEN;<br />

ca. 50 Einzelakten (1744-1805); dabei u.a.:<br />

1744-1758<br />

Akt, betr. Nachlaß <strong>und</strong> Mo<strong>der</strong>ation <strong>der</strong> Abgaben für die Judenschaft<br />

zu Wallerstein<br />

1745, 1758-1768<br />

Akt, betr. Nachlaß <strong>und</strong> Mo<strong>der</strong>ation <strong>der</strong> Abgaben für die Judenschaft<br />

zu Harburg<br />

1745-1776, 1781-1783<br />

Akt, betr. Nachlaß <strong>und</strong> Mo<strong>der</strong>ation <strong>der</strong> Abgaben für die Judenschaft<br />

zu Mönchsdeggingen<br />

1745-1802<br />

Mehrere Akten, betr. Bittgesuche um Herabsetzung auf den Schutzgulden;<br />

dabei u.a.:<br />

Schutzjüdin des Nathan Isaak zu Mönchsdeggingen (1745);<br />

Isaak Kuhn (1790) <strong>und</strong> Hayum Löw (1795) zu Harburg;<br />

die Schutzjuden Isak Jakob (1796-1801) <strong>und</strong> Isaak Gumperle<br />

(1799/1800) von Harburg;<br />

Hirsch Weil, Schulmeister zu Harburg (1799);<br />

Anschel Kuhn von Wallerstein (1802)<br />

1767<br />

Ernennung des Lazarus David Ullmann zu Harburg zum Hoffaktor,<br />

dessen Versendung in Geschäften nach <strong>Augsburg</strong> <strong>und</strong> anbefohlene<br />

Requisition bei <strong>der</strong> Stadt um Herausgabe l fl 30 kr Zolls, den<br />

er als wie alle an<strong>der</strong>en Juden entrichten mußte betr.<br />

1790<br />

Befreiung des Schulklopfers Jakob Hirsch von Mönchsdeggingen<br />

von den Schutzabgaben (Schutzpraestandis) betr.<br />

1799<br />

Gesuch des Meier Marx, Juden zu Deggingen, um Konsens <strong>zur</strong> Zuschreibung<br />

des von seinem Vater übernommenen 1/3 Hauses<br />

1802<br />

Akt, betr. Herabsetzung auf den alleinigen Schutzgulden des<br />

Hirsch Löw von Wallerstein <strong>und</strong> Nachlaß des Steuerrestes<br />

740


II.6.4<br />

1803<br />

FÖWAH<br />

Gesuch des Jakob Hechinger von Harburg um den Charakter eines<br />

Hoffaktors <strong>und</strong> Landbarnossen<br />

1804-1805<br />

Gesuch des Hoffaktors Jakob Hechinger um ein Vorschreiben an<br />

den bayerischen Minister Montgelas wegen Gestattung des Güterhandels<br />

in dem Kaiserheimischen<br />

741


II.7.65<br />

"CURIOSA"; dabei u.a.:<br />

o. D.<br />

FÖWAH<br />

Gebet für die höchste Herrschaft in <strong>der</strong> Synagoge zu Wallerstein<br />

o.D.<br />

Gebet <strong>der</strong> jüdischen Gemeinde zu Oettingen für den Fürsten zu<br />

Oettingen-Spielberg <strong>und</strong> dessen Gemahlin Henriette (1672-1728)<br />

742


III.18.2c-l<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: IM ALLGEMEINEN; dabei u.a.:<br />

Mitte 16. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Schutzjuden;<br />

nennt u.a.: in Wallerstein drei, in Oettingen fünf <strong>und</strong> in<br />

Hainsfarth sechs Schutzjuden<br />

1540<br />

Oettinger Generalverordnung, von keinem Juden Geld zu leihen<br />

1573<br />

Akt, betr. den Judenzoll<br />

1586-1675<br />

Amt Christgarten: Schuldensachen, Quittungen <strong>und</strong> Kontrakte;<br />

betr. u.a. Juden zu Wallerstein<br />

1592-1757<br />

Judenakten;<br />

Enthält u.a.: Schuldverzeichnis (1610); mehrere Supplikationen<br />

<strong>und</strong> Dekrete (1606-1613) sowie ein Inventarium <strong>der</strong> Judensachen<br />

aus den Jahren 1612-1625<br />

1832-1835<br />

Akt, betr. Streit mit Deggingen <strong>und</strong> dem Juden-Verein zu Wallerstein<br />

<strong>und</strong> dessen einzelnen Mitglie<strong>der</strong>n, wegen Gefällerhebung;<br />

dabei genannt: Judenprivileg Kaiser Ludwigs von 1342<br />

1938 Juli 9<br />

"Das Judentum im Ries";<br />

Rieser National-Zeitung, Nr.158<br />

743


III.18.2c-2<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: IM ALLGEMEINEN; dabei u.a.:<br />

1621<br />

Verordnung gegen die Juden<br />

1652 (1666)<br />

"Juden-Protocholl", betr. u.a. Juden zu Oettingen <strong>und</strong> Wallerstein<br />

1652<br />

Auszug aus <strong>der</strong> Metzger-Zunftordnung, die Juden betr.<br />

1655<br />

Verordnung betr. den Verkauf <strong>und</strong> Kauf von Fohlen durch die Judenschaft<br />

1659-1662<br />

Akt: Judensachen <strong>und</strong> Quittungen<br />

1627-1630, 1649<br />

Extractus aus einigen Neresheimischen Amts-Rechnungen; Einnahmen<br />

an Juden-Schutzgeld<br />

1656 Mai 2<br />

Befehl an das Oberamt Neresheim wegen denen vagirenden Juden<br />

(Druck)<br />

1655-1758<br />

Umfangreicher Akt über die Juden im Amt Neresheim <strong>und</strong> Kastenamt<br />

Flochberg; enthält mehrere Verzeichnisse <strong>und</strong> Tabellen über Juden;<br />

Zeugenverhöre, Supplikationen, betr. Judenschulden, Judenschutz<br />

<strong>und</strong> Judenhäuser; u.a.: Mändle Hirsch, Moyses Oppenheimer <strong>und</strong> Ephraim<br />

Modl (1674)<br />

744


III.18.3a-1<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: IM ALLGEMEINEN; dabei u.a.:<br />

1671-1674<br />

Judenschutzaufnahmen <strong>und</strong> Schutzgel<strong>der</strong>, u.a. im Amt Harburg <strong>und</strong><br />

in G<strong>und</strong>elfingen; enthält Namens- <strong>und</strong> Beitragslisten<br />

1675<br />

Akt, betr. den oettingischen Schutzjuden Itzig, <strong>der</strong> geschlagen<br />

wurde<br />

1682, 1684<br />

Verzeichnis <strong>und</strong> Beschreibung des Vermögensstandes <strong>der</strong> gemeinen<br />

Judenschaft, u.a. in Pflaumloch <strong>und</strong> Wallerstein<br />

1685/86<br />

Schreiben zwischen <strong>der</strong> oettingen-wallersteinischen Regierung <strong>und</strong><br />

<strong>der</strong> Stadt Nördlingen wegen Verbreitung von Krankheiten durch<br />

einige von Juden gehandelte Kleidungsstücke<br />

1686<br />

Bericht, u.a. über die Unnützlichkeit <strong>und</strong> Schädlichkeit <strong>der</strong><br />

Juden <strong>und</strong> <strong>der</strong>en halsstarriges Wesen<br />

1696<br />

Bürgerschaft von Wallerstein gegen die Judenschaft wegen <strong>der</strong><br />

Gemeindegerechtigkeit<br />

1727<br />

Die den Juden ausgestellten Freizölle <strong>und</strong> die Mißbräuche mit den-<br />

selben Zollbefreiungen<br />

1736<br />

Akt, betr. Abraham Seligmann zu Kleinerdlingen<br />

1678<br />

Oettingen-Wallerstein contra Oettingen zu Oettingen, betr. Schutz<br />

über vier oettingische Juden, die sich <strong>der</strong>zeit in Nördlingen aufhalten:<br />

Löw Neresheimer, Mendle Hirsch, Ephraim Modi <strong>und</strong> Moises<br />

Oppenheim<br />

745


III.18.3a-2<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: IM ALLGEMEINEN; dabei u.a.:<br />

1660<br />

"special privilegium" für zwei Juden zu Höchstädt<br />

1664<br />

Dekret, wonach den Juden mit Ausnahme von Oster-, Pfingst- <strong>und</strong><br />

Weihnachtstagen das Ausreiten wie<strong>der</strong> erlaubt wird<br />

1669<br />

Schreiben, betr. ausständigen Zoll eines Juden zu Höchstädt<br />

1673<br />

Judenbegräbnis in Wallerstein<br />

1687<br />

Juden zu Harburg, Oettingen <strong>und</strong> Berolzheim<br />

1699<br />

Rechnungsbuch (geheftet); betr. den bei <strong>der</strong> Oettingen-Wallerstein<br />

gemeinschaftlichen Hauptzollstatt Harburg an arme Betteljuden<br />

gefallenen Zoll<br />

1757<br />

Schreiben des churbayerischen Hoffaktors Moyses Abraham Mändle zu<br />

Kriegshaber an das Oberamt Harburg, betr. einer Schuld<br />

bis 1810<br />

Mehrere Judenschutzaufnahmen <strong>und</strong> Judenschutzgel<strong>der</strong>, u.a. von<br />

Harburg, Oettingen <strong>und</strong> Deggingen; dabei: Quittung über 132 fl,<br />

die Simon Joseph Guckenheimer von Harburg für die Schutzaufnahme<br />

1806 bezahlt hat<br />

1806/07<br />

Mehrere Namens- <strong>und</strong> Schutzgeldverzeichnisse, u.a. über die am<br />

1. Januar 1807 vorhandenen Schutzjuden zu Harburg <strong>und</strong> Deggingen<br />

sowie die Abgaben <strong>der</strong>selben (Harburg: 73 Juden, 591 fl; Deggingen:<br />

46 Juden, 225 fl;)<br />

746


III.18.3b-1<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: IM ALLGEMEINEN; dabei u.a.:<br />

1745/55<br />

Oberamt Neresheim: Generalia Juden-Akten<br />

1751<br />

Akt, den Judenschutz betr.<br />

1758<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Judenfamilien, die sich im Oberamt Harburg in<br />

Schutz befinden<br />

1759 Juni 7<br />

"Ordnung <strong>und</strong> Privilegien Einer gesamten Schutz-Judenschaft in<br />

dem Marggrafthum Onolzbach" (Druck)<br />

1780<br />

Judenschaft in Oettingen-Oettingen: im allgemeinen<br />

1791/98<br />

Beerdigungen bei den Juden<br />

1785-1807<br />

Verschiedene Listen über die Schutzgel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Juden zu Harburg<br />

<strong>und</strong> Deggingen<br />

1783<br />

Verbot für Juden, mit einem Soldaten zu handeln<br />

1786-1794 (1799)<br />

Generalia, die Juden betr.; u.a. Handel <strong>der</strong> Juden (1789) sowie<br />

Auszug aus einem Judenschutzbrief von 1799<br />

1790<br />

Gutachten, ob die Judenfamilien nicht über die im Schutzbrief<br />

bestimmte Zahl zu vermehren?<br />

Gesuch des Isaac Weil zu Harburg um Schutz für seinen Sohn<br />

1794<br />

Weisung, daß den Juden ohne Konsens nicht gestattet sein soll<br />

Kapitalien aufzunehmen<br />

747


III.18.3b-1<br />

1804<br />

FÖWAH<br />

Harburg, Justitialia im allgemeinen; Anschuldigung des Hoffaktors<br />

Hechinger aus Harburg wegen Mißbrauch von Kapital<br />

1806-1808<br />

Mehrere Listen <strong>der</strong>, in den Bezirken <strong>der</strong> Justizämter Harburg, Bal<strong>der</strong>n<br />

<strong>und</strong> Wallerstein geborenen, getrauten <strong>und</strong> gestorbenen Juden<br />

1809<br />

Gerichtsbarkeit <strong>der</strong> Juden<br />

1810<br />

Bestimmungen <strong>der</strong> Judenfamilien<br />

1813-1837<br />

Verhältnisse <strong>der</strong> Juden, u.a. Polizeisachen, Abgaben <strong>und</strong> Aufnahmen<br />

neuer Schutzjuden<br />

1825<br />

Differenzen <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen-Spielberg mit ihrer<br />

Herrschaft wegen Schutzlösung, Neujahrsgel<strong>der</strong>n u.a.<br />

1830<br />

Verlautbarung <strong>der</strong> unter jüdischen Glaubensgenossen abgeschlossenen<br />

Eheverträge<br />

1828-1836<br />

Klagen mehrerer Judengemeinden wegen Erhebung angeblich gesetzlich<br />

nicht begründeter Gefälle<br />

1840<br />

Sicherung <strong>der</strong> herrschaftlichen Gefälle bei Ansässigmachung <strong>der</strong><br />

Juden<br />

1836-1847<br />

Akt, betr. Judenschutz-Herberggel<strong>der</strong> u.a.<br />

748


III.18.3b-2<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: ARMENBEITRÄGE, AUSSCHAFFUNG UND VETREIBUNG, BARNOS-<br />

SEN UND RABBINER, BEHERBERGUNG FREMDER JUDEN, BEKLEIDUNG, BEGRÄB-<br />

NIS- UND SYNAGOGENGELD, BETTEL- UND SCHNURRJUDEN; dabei u.a.:<br />

1804-1831<br />

Die zu leistenden Beiträge <strong>der</strong> Schutzjuden <strong>zur</strong> Unterstützung <strong>der</strong><br />

ärmeren Juden durch die jüdische Armenkasse; enthält mehrere Namenslisten<br />

mit den jeweils zu zahlenden Beiträgen;<br />

Bitte einiger Juden um Nachlaß eines Herberggeldes (1826)<br />

1516 Oktober 29<br />

Schreiben <strong>der</strong> Stadt Nördlingen an die Grafen zu Oettingen wegen<br />

Beibehaltung <strong>der</strong> Juden<br />

1552<br />

Zwei Schreiben wegen Ausschaffung <strong>der</strong> Juden<br />

1612<br />

Korrespondenz wegen <strong>der</strong> vorgehabten Ausschaffung sämtlicher Juden<br />

1650<br />

Bericht über die Austreibung <strong>der</strong> Juden aus <strong>der</strong> Grafschaft Oettingen<br />

1656-1698<br />

Aufnahme <strong>und</strong> Ausschaffung <strong>der</strong> Judenschaft in <strong>und</strong> aus <strong>der</strong> Grafschaft<br />

Oettingen<br />

um 1650<br />

"Specification" über Schutzgel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Juden in <strong>der</strong> Grafschaft<br />

Wallerstein, mit Namen <strong>und</strong> jeweiliger Höhe des Betrages<br />

1658<br />

Schutzbrief des Juden Lew zu Wallerstein<br />

1686<br />

Schreiben betr. Schutzgel<strong>der</strong>höhung <strong>und</strong> Ausschaffung<br />

1687<br />

Korrespondenz <strong>der</strong> Grafen Oettingen-Spielberg <strong>und</strong> Oettingen-Wallerstein<br />

wegen Austreibung <strong>der</strong> Juden aus <strong>der</strong> gesamten Grafschaft<br />

1719-1722<br />

Mehrere Schreiben <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg wegen <strong>der</strong> Erlaubnis,<br />

nur die markgräflichen <strong>und</strong> burgauischen Betteljuden beherbergen<br />

zu dürfen<br />

749


III.18.3b-2<br />

1722<br />

FÖWAH<br />

Bitte des Jakob Seligmann, Jude zu Oettingen, um Schutzaufnahme<br />

in Harburg<br />

1722<br />

Bericht, daß <strong>der</strong>zeit in Harburg 26 Judenfamilien <strong>und</strong> in Mönchs-<br />

deggingen 25 Judenfamilien ansässig sind<br />

1669/1747<br />

Dienst <strong>der</strong> Barnossen<br />

1699<br />

Verordnungen, betr. Rabbiner <strong>und</strong> Barnossen<br />

1674/1709<br />

Die den Barnossen zustehenden Befugnisse in "Ceremonien-Sachen"<br />

1712<br />

Verpflichtungen <strong>der</strong> Vorsteher <strong>der</strong> Judengemeinden<br />

1695/1700<br />

Judenschutzerteilungen in den Gemeinden <strong>der</strong> Rabbiner <strong>und</strong> Barnossen<br />

zu Oettingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Harburg<br />

1649<br />

Verordnung wegen Beherbergung frem<strong>der</strong> Juden<br />

1655/1676<br />

Verbot fremde Juden zu beherbergen, bzw. fremden Juden<br />

Aufenthalt zu geben<br />

1719-1722<br />

Mehrere Schreiben betr. <strong>der</strong> benachbarten Betteljuden von Harburg<br />

<strong>und</strong> <strong>der</strong> Betteljuden in Oettingen<br />

1621<br />

"Generale wegen <strong>der</strong> Juden ungewöhnliche Kleidung <strong>und</strong> Armirung"<br />

1814-1831<br />

Akt, betr. Juden-Begräbnisgeld<br />

750


III.18.3b-2<br />

1840-1845<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Synagogengeld (Oberdorf)<br />

1711/1724<br />

Beherbergung frem<strong>der</strong> Juden <strong>und</strong> die von <strong>der</strong> Judenschaft deshalb<br />

gemachte Vorstellung<br />

1725<br />

Verordnung, daß den Schnurr- <strong>und</strong> Betteljuden kein Zollbillet<br />

mehr erteilt werden dürfe<br />

1752<br />

Schreiben wegen Austreibung <strong>der</strong> Schnurr- <strong>und</strong> Betteljuden<br />

1807<br />

Verordnung gegen das Herumstreichen <strong>der</strong> Schnurr- <strong>und</strong> Betteljuden<br />

sowie <strong>der</strong> Betteljudenfamilien<br />

751


III.18.3c-l<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: JUDENEID, JUDENTAUFEN, HÄUSERANKAUF UND -VERKAUF,<br />

GÄNSE-, KLEPPER- UND SCHÄCHTGELD, HANDEL UND KONTRAKTE IM ALLGE-<br />

MEINEN; dabei u.a.:<br />

16. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

Abnahme des Judeneides<br />

1772/1783<br />

Die Abschwörung jüdischer Eide; die darüber mit Wallerstein geführte<br />

Korrespondenz <strong>und</strong> die hernach eingeführte Generalverordnung<br />

1772<br />

Vorschrift, was bei Abnahme <strong>der</strong> Judeneide zu beachten ist<br />

1772<br />

Verwarnungs-Formel mit acht Regeln, welche, jedem Juden, <strong>der</strong> einen<br />

Eid abzuschwören hat, vorgelesen werden soll<br />

1783<br />

"Ordnung des jüdischen Eids vor christlichen Gerichten, nach den<br />

Meinungen <strong>und</strong> Religionsgebräuchen <strong>der</strong> Juden eingerichtet"<br />

(Druck: Hochfürstl. Hofbuchdruckerey, Wallerstein)<br />

1687 Oktober 12<br />

Glaubensbekenntnis von dem Judenkind Salomon Isaac, welches getauft<br />

wurde (Druck)<br />

1716<br />

Zwei Schreiben betr. Juden, welche <strong>zur</strong> katholischen Religion <strong>und</strong><br />

in die Militärdienste getreten sind<br />

1730<br />

Eine in Dillingen vorgenommene Taufe an einer Jüdin<br />

1770<br />

Eine Witwe zu Harburg erhält die Erlaubnis, ihr Häuslein an einen<br />

Juden zu verkaufen, da sie keinen christlichen Käufer fand<br />

1772<br />

Verkauf eines Judenhauses in Harburg durch Löw Hajum an Gabriel<br />

Samuel für 175 fl<br />

752


III.18.3c-l<br />

1773<br />

FÖWAH<br />

Verkauf eines Hauses in Harburg, das vorher Salomon Weil gehörte,<br />

an den Schutzjuden Israel Guckenheimer um 450 fl<br />

1774<br />

Verkauf eines halben Judenhauses in Harburg an Joseph Guggenheimer<br />

1775<br />

Verkauf des halben Hauses von dem, schon seit über drei Jahren<br />

"auf <strong>der</strong> Schnur herumlaufenden", Israel Abraham zu Deggingen; das<br />

Haus, auf dem 114 fl Schulden lasteten, erhielt Meyer Abraham,<br />

<strong>der</strong> arme Jude Israel Abraham wurde aus dem Schutz-Register gestrichen<br />

1782/1785<br />

Zuschreibung eines Hauses in Mönchsdeggingen an den Schutzjuden<br />

Salomon Nathan<br />

1831/1840<br />

Erweiterung <strong>und</strong> Vergrößerung <strong>der</strong> von Israeliten bewohnten Häuser<br />

1831/1842<br />

Rentamt Harburg, betr. Abgaben-Belegung <strong>der</strong> von Juden erkauften<br />

Christenhäuser; enthält mehrere detaillierte Listen <strong>der</strong> jüdischen<br />

Hausbesitzer, z.T. mit Namen <strong>der</strong> Vorbesitzer, Kaufpreis, Erwerbungsjahr<br />

<strong>und</strong> jährlichem Gr<strong>und</strong>zins-Betrag (1831/33)<br />

1712-1847<br />

Akt, betr. Gänse-, Klepper- <strong>und</strong> Schächtgeld; betr. u.a. die Judengemeinden<br />

Wallerstein (1746/72), Harburg <strong>und</strong> Deggingen (1770) sowie<br />

die Judenschaft insgesamt zu Oettingen-Oettingen <strong>und</strong> Oettingen-<br />

Wallerstein (1763/74); enthält eine Liste <strong>der</strong> ärmsten Judenfamilien<br />

in Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch von 1772<br />

1651-1789<br />

Zahlreiche Schreiben, betr. dem Verbot des Juden-Handels an Sonn<strong>und</strong><br />

Feiertagen<br />

1724/1736<br />

Die ohne herrschaftlichen Konsens sich eingeschlichenen fremden<br />

Handels- <strong>und</strong> Kaufjuden<br />

1733 Januar 16<br />

Verordnung, daß die Juden mit den Unterthanen nicht auf Wechselbriefe<br />

handeln sollen (Druck)<br />

753


III.18.3c-2<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: HANDEL UND KONTRAKTE IM ALLGEMEINEN; dabei u.a.:<br />

1606<br />

"Juden-Schulden-Protocoll" (geheftet); betr. u.a. E<strong>der</strong>heim<br />

1615-1622<br />

Verordnungen, betr. Juden-Contracte<br />

1669/1731<br />

Oberamt Neresheim, betr. Handelsschaft <strong>der</strong> Juden (Generalia)<br />

1736<br />

Verordnung gegen den Handel frem<strong>der</strong> Juden<br />

1757/1764<br />

Vollzug <strong>der</strong> Verordnung, den Handel <strong>der</strong> Juden protokollieren zu<br />

lassen<br />

1762<br />

Harburg; Akt, betr. <strong>der</strong> Beschränkung des Juden-Handels mit Kaisersheimischen<br />

<strong>und</strong> Ellwangischen Angehörigen<br />

1803<br />

Verbot des Handels <strong>der</strong> Juden mit Kirchen-Gefäßen<br />

1803/1805<br />

Mehrere Schreiben betr. den Handel <strong>der</strong> Oetting-Wallersteinischen<br />

Schutzjuden mit <strong>der</strong> churbayerischen Stadt Nördlingen<br />

1804<br />

Beschwerde des Jakob Levi, Jude zu Deggingen, gegen Guggenheimer<br />

<strong>und</strong> Lazarus Heilbronner zu Harburg wegen Abrechnung über Güterhandel<br />

im Ausland<br />

1809 März 27<br />

Antrag an sämtliche Landgerichte <strong>und</strong> Mediatbeamtungen, daß sie<br />

ein Gutachten abgeben sollen, ob <strong>und</strong> unter welchen Bedingungen<br />

Juden <strong>der</strong> Güterkauf bei öffentlichen Versteigerungen gestattet<br />

werden könne (Druck)<br />

754


III.18.4a-1<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: HANDEL UND KONTRAKTE NACH ORTSCHAFTEN<br />

(ALERHEIM - HOLZKRICHEN); dabei u.a.:<br />

Alerheim: Judenhandel<br />

betr. u.a. die Juden Samuel <strong>und</strong> Joseph zu Harburg (1790/1791)<br />

Baldingen: Judenhandel<br />

betr. u.a Hirsch Lämle von Kleinerdlingen (1784) sowie Löw <strong>und</strong><br />

Lazarus Kuhn (1796), <strong>und</strong> Löw <strong>und</strong> Baruch Kuhn (1795) von Kleinerdlingen<br />

Balgheim: Judenhandel<br />

betr. u.a. Baruch Raphael, Jude zu Wallerstein, (1790) sowie<br />

Löw <strong>und</strong> Baruch Kuhn zu Kleinerdlingen (1799)<br />

Benzenzimmern: Judenhandel<br />

betr. u.a. den Juden Jacob zu Wallerstein (1539) sowie Isaac Aron<br />

Weil (1784) <strong>und</strong> den Hoffaktor Baruch Raphael (1795), beide zu<br />

Wallerstein<br />

Birkhausen: Judenhandel<br />

betr. u.a. den Juden Natan Isaac zu Oettingen (1788) sowie die<br />

Juden Löw Moyses (1771) <strong>und</strong> Lazarus Löw (1795), beide zu Wallerstein<br />

Bühl: Judenhandel<br />

betr. Schule David, Jude zu Oettingen (1793)<br />

Deiningen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Marx David (1763), Salomon David (1770/1778/1780),<br />

Nathan Isaac (1785/1797) <strong>und</strong> Gabriel Hirsch (1800), alle zu Oettin-<br />

gen, sowie Simon Moyses zu Kleinerdlingen (1785)<br />

Dürrenzimmern: Judenhandel<br />

betr. u.a. Mandel Samuel (1770/1771), Schule David (1787) <strong>und</strong><br />

Nathan Isaac (1788), alle zu Oettingen, sowie Nathan David, Jude<br />

zu Hainsfarth (1785)<br />

Ebermergen: Judenhandel<br />

betr. Isaac Löw von Harburg (1771)<br />

E<strong>der</strong>heim: Judenhandel<br />

betr. Elias Ephraim von E<strong>der</strong>heim <strong>und</strong> Elias Moises von Pflaumloch<br />

(1805)<br />

755


III.18.4a-1<br />

Ehringen: Judenhandel<br />

FÖWAH<br />

betr. Isaac Aron Weil zu Wallerstein (1785)<br />

Fessenheim: Judenhandel<br />

betr. Moises Nathan zu Hainsfarth (1797)<br />

Geislingen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Abraham Schmul, Jude zu Wallerstein (1785)<br />

Hainsfarth: Judenhandel<br />

betr. Salomon Nathan zu Hainsfarth (1769) <strong>und</strong> Natan Isaac zu<br />

Oettingen (1789)<br />

Harburg: Judenhandel<br />

betr. u.a. Löw Marx (1770), Isaac Weil (1791), Elkan Regensburger<br />

<strong>und</strong> Jacob Kohn (1803), sowie den Hoffaktor Jacob Hechinger (1804/<br />

1805), alle zu Harburg<br />

Herkheim: Judenhändel<br />

betr. Abraham Kuhn von Kleinerdlingen (1786)<br />

Heroldingen: Judenhandel<br />

betr. Isaac Marx zu Harburg (1766), Moises Nathan zu Hainsfarth<br />

(1788) <strong>und</strong> Schule David zu Oettingen (1795)<br />

Hohenaltheim: Judenhandel<br />

betr. u.a. Samuel Gabriel zu Harburg (1790) sowie Löw <strong>und</strong> Baruch<br />

Kuhn zu Kleinerdlingen (1797)<br />

Hohlenstein: Judenhandel<br />

betr. u.a. Joseph Koppel, Jude zu Kleinerdlingen (1774/1775)<br />

Hohlheim: Judenhandel<br />

betr. u.a. Baruch Raphael (1784) sowie Löw <strong>und</strong> Baruch Kuhn (1799),<br />

alle zu Kleinerdlingen<br />

Holzkirchen: Judenhandel<br />

betr. u.a. die Juden Salomon David (1771), Nathan David (1774),<br />

Mandel Marx (1785/1788) <strong>und</strong> Moises Nathan (1789/1803), alle zu<br />

Hainsfarth<br />

756


III.18.4a-2<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: HANDEL UND KONTRAKTE NACH ORTSCHAFTEN<br />

(HÜRNHEIM- MINDEROFFINGEN); dabei u.a.:<br />

Hürnheim: Judenhandel<br />

betr. Löw <strong>und</strong> Israel Monheimer, Juden zu Kleinerdlingen (1767)<br />

sowie Samson Koppel zu E<strong>der</strong>heim (1785)<br />

Kleinerdlingen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Isaac Moises (1762), Baruch Raphael (1771), Löw Monheimer<br />

(1774/1776) <strong>und</strong> Joseph Koppel (1774), Löw <strong>und</strong> Baruch Kuhn<br />

(1794/1797) sowie Simon Moises (1803), alle zu Kleinerdlingen;<br />

1774-1776: Akt, betr. Löw Monheimer; enthält mehrere Schuldenverzeichnisse<br />

<strong>und</strong> Quittungen, z.B. ausständige Schulden des Löw<br />

Monheimer von 1774: 466 fl<br />

Löpsingen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Schule David (1786/1787),Jonas Hirsch(1785/1790/1791),<br />

Meyer Liebermann (1770), Natan Isaac (1787), Koppel Löw (1772) <strong>und</strong><br />

Joseph Löw (1791), alle zu Oettingen, Baruch Raphael zu Kleinerd-<br />

lingen (1770/1771), Hajum Löw (1782) <strong>und</strong> Isaac Aaron Weil (1786),<br />

beide zu Wallerstein, Moises Nathan zu Hainsfarth (1787) sowie<br />

Salomon David (1771), Joseph Löw (1772) <strong>und</strong> Koppel Elias (1771),<br />

alle zu Alerheim<br />

Maihingen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Löw Monheimer zu Kleinerdlingen (1774), Hajum Löw zu<br />

Wallerstein (1781) sowie Jonas Hirsch <strong>und</strong> Nathan Koppel (1785),<br />

<strong>und</strong> Salomon David <strong>und</strong> Nathan Koppel (1786), alle zu Oettingen<br />

Marktoffingen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Nathan Koppel zu Oettingen (1779/1785/1786/1791/1793/<br />

1795) sowie Hirsch Löw (1785) <strong>und</strong> Isaac Abraham Weil (1793), beide<br />

zu Wallerstein<br />

Min<strong>der</strong>offingen: Judenhandel<br />

betr. Nathan Koppel zu Oettingen (1785)<br />

757


III.18.4b-1<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: HANDEL UND KONTRAKTE NACH ORTSCHAFTEN<br />

(MUNZINGEN - WÖRNITZOSTHEIM); dabei u.a.:<br />

Munzingen: Judenhandel<br />

betr. Hajum Löw zu Wallerstein (1791/1795)<br />

Neresheim: Judenhandel<br />

betr. u.a. Löw Monheimer zu Kleinerdlingen (1775)<br />

Oberwilflingen: Judenhandel<br />

betr. Isaac Aron Weil zu Wallerstein (1781)<br />

Oettingen: Judenhandel<br />

betr. Schule David (1781/1801) <strong>und</strong> Gabriel Hirsch (1800), beide<br />

zu Oettingen<br />

Oppertshofen: Judenhandel<br />

betr. Israel Guckenheimer zu Harburg (1778)<br />

Reimlingen: Judenhandel<br />

1752-1754: Akt, betr. Marx Samuel <strong>und</strong> Löw Kuhn zu Harburg; betr.<br />

ferner Hoffaktor Baruch Raphael zu Wallerstein (1792)<br />

Ringlesmühle: Judenhandel<br />

betr. Hoffaktor Baruch Raphael zu Wallerstein (1789)<br />

Rudelstetten: Judenhandel<br />

betr. Schule David, Jude zu Oettingen (1789)<br />

Schmähingen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Löw <strong>und</strong> Baruch Kuhn zu Kleinerdlingen (1795/1798)<br />

Schopfloch: Judenhandel<br />

betr. Moyses Nathan zu Hainsfarth (1790)<br />

Speckbrodi: Judenhandel<br />

betr. Moyses Nathan zu Hainsfarth (1797/1798)<br />

758


III.18.4b-1<br />

Thannhausen: Judenhandel<br />

FÖWAH<br />

betr. Salomon Joseph zu Wallerstein (1784/1785)<br />

Trochtelfingen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Baruch Raphael (1784/1786) <strong>und</strong> Samuel Simon (1786),<br />

beide zu Kleinerdlingen<br />

Utzmemmingen: Judenhandel<br />

betr. u.a. Baruch Raphael zu Wallerstein (1787)<br />

Wallerstein: Judenhandel<br />

betr. u.a. Meyer Liebermann (1771), Nathan <strong>und</strong> Salomon David<br />

(1771), Hajum Löw (1785) <strong>und</strong> Löw Moises (1754-1756/1773/1774),<br />

alle zu Wallerstein<br />

Wörnitzostheim: Judenhandel<br />

betr. Schule David zu Oettingen (1792)<br />

759


III.18.4b-2<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: HOCHZEIT, TANZMUSIK UND KONSENSGELD; dabei u.a.:<br />

1674<br />

Wallerstein; Verbot für die Judenschaft, in <strong>der</strong> Fastenzeit <strong>und</strong><br />

an hohen christlichen Festen Hochzeiten zu halten<br />

1858<br />

Mehrere Schreiben, betr. Abhaltung von Tanzmusiken durch Israeliten<br />

an Sabbathen <strong>und</strong> Festtagen<br />

1779-1792<br />

Akt, betr. Konsensgeld <strong>der</strong> fürstlich Spielbergischen Schutzjuden<br />

wegen "Verstattung" des freien Handels; enthält mehrere Namens-<br />

<strong>und</strong> Beitragslisten für das Oberamt Allerheim <strong>und</strong> das Pflegamt<br />

Zimmern (1780-1783); betr. u.a. die Juden zu Hainsfarth <strong>und</strong> Oettingen<br />

(1779/1783)<br />

1784 Januar 5<br />

Vertrag ("accord") mit <strong>der</strong> Oetting-Spielbergischen Judenschaft,<br />

beson<strong>der</strong>s den Güterhändlern zu Oettingen <strong>und</strong> Hainsfarth, auf zehn<br />

Jahre eine jährliche Zahlung von 400 fl zu leisten, anstatt <strong>der</strong><br />

eingeführten 2% Konsensgeld; für die Bezahlung haften <strong>und</strong> verschreiben<br />

sich die zwei Bevollmächtigten Salomon David <strong>und</strong> Nathan<br />

Koppel, Schutzjuden zu Oettingen<br />

1802-1809<br />

Mehrere (z.T. geheftete) Verzeichnisse von Konsensgel<strong>der</strong>n betr.<br />

Schutzaufnahmen, Hausbau, Hauskauf <strong>und</strong> -verkauf, sowie Hofzerschlagungen<br />

1816<br />

Konsensgeld von neu aufgenommenen Juden<br />

1819<br />

Bezug des Konsensgeldes bei Gutszertrümmerungen <strong>und</strong> Judenschutzerteilungen<br />

1657-1747<br />

Akt, betr. Abführung rückständiger Schutz- <strong>und</strong> Konsensgel<strong>der</strong>;<br />

dabei u.a. Dekrete an Barnossen <strong>und</strong> Rabbiner (1661/1663) <strong>und</strong> an<br />

die schutzverwandten Juden zu (Klein)-Erdlingen (1669);<br />

"Specification" von 1747 nennt u.a. das jährliche Schutzgeld <strong>der</strong><br />

Wallersteiner Juden Hayum (10 fl) <strong>und</strong> Lämmle (17 fl)<br />

760


III.18.4b-2<br />

1803-1816<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Güterhandel <strong>und</strong> Konsensgel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Oetting-Spielbergischen<br />

Schutz Judenschaft, u.a. in Oettingen <strong>und</strong> Hainsfarth<br />

1779-1784<br />

Konsensgel<strong>der</strong> wegen Güterhandel; enthält mehrere Listen <strong>der</strong><br />

Spielbergischen Schutzjuden, u.a. <strong>der</strong> auch <strong>der</strong> ärmsten Judenfamilien<br />

in Harburg <strong>und</strong> Deggingen, die von dem Konsensgeld ein<br />

Almosen erhalten haben<br />

1780, 1781, 1782, 1784 (bis 1785)<br />

Mehrere Akten, betr. Konsensgeld von den Oetting-Spielbergischen<br />

Juden wegen getriebenem Güterhandel; enthalten Listen <strong>und</strong> Verzeichnisse,<br />

u.a. über Juden in Hainsfarth, Oettingen <strong>und</strong> Harburg<br />

1789<br />

Befehl, von den Oetting-Spielbergischen, nicht aber von den "Alt<br />

Commenturischen" Juden zu Kleinerdlingen die 2 % Konsensgeld von<br />

dem diesseitigen Güterhandel zu beziehen; dabei: Namensliste <strong>der</strong><br />

29 alt Commenthurischen <strong>und</strong> 21 Oetting-Spielbergischen Juden von<br />

1787<br />

1784<br />

Akt, betr. Wie<strong>der</strong>aufhebung <strong>der</strong> von den fürstlich Oetting-Spielbergischen<br />

Juden bezogenen 2 % Konsensgeld von "pretio" <strong>der</strong> diesseitig<br />

verhandelten Güter<br />

1816<br />

betr. Konsensgeld, das von den neu aufgenommenen Juden ferner<br />

nicht mehr bezogen werde<br />

761


III.18.4c-1<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: BESTAND- UND LEIBZOLL, SCHULKLOPFER; dabei u.a.:<br />

1526-1626 (-1784)<br />

Akt, betr. Zoll- <strong>und</strong> Geleitgeld gegen die Juden; Enthält:<br />

Supplikation <strong>der</strong> Juden Abraham, Aaron <strong>und</strong> Salomon zu Bissingen<br />

(1622);<br />

Bittgesuch <strong>der</strong> Judenschaft in <strong>der</strong> Grafschaft Oettingen um Mo<strong>der</strong>ation<br />

<strong>der</strong> Zollerhöhung (1624);<br />

Liste <strong>der</strong> 23 Judenfamilien in Steinhart (1626);<br />

Aufhebung <strong>der</strong> erteilten Zollfreiheit für jüdische Kabinettsmitglie<strong>der</strong>,<br />

Hoffaktoren <strong>und</strong> Residenten, die nun sowohl Leib- als<br />

auch Warenzoll zu entrichten haben (1784)<br />

1672/73, 1780/89<br />

Akten, betr. den Bestandzoll <strong>der</strong> Juden<br />

1679<br />

Akt Judenzoll, betr. den Schutzjuden Moyses zu Höchstädt<br />

1704<br />

Mehrere Schreiben, u.a. von Bürgermeister <strong>und</strong> Rat <strong>der</strong> Stadt Ulm,<br />

betr. <strong>der</strong> diesseitigen Juden Berle <strong>und</strong> Hirsch Marx, von denen<br />

fünf Pferde konfisziert wurden<br />

1714-1730<br />

Akt, betr. Abfor<strong>der</strong>ung des Leibzolls in allhiesigem Lande von<br />

fremden Juden, <strong>und</strong> die deswegen mit Brandenburg-Onolzbach geführte<br />

Korrespondenz<br />

1721-1790 (-1802)<br />

Bestand-Leibzölle, auch Bestandzölle im In- <strong>und</strong> Ausland;<br />

Enthält Listen über Einnahmen aus dem Juden-Bestandzoll, u.a.<br />

von Steinhart (25 fl)<br />

1752<br />

Mehrere Schreiben, betr. Herabsetzung des Judenzolls <strong>zur</strong> Zeit<br />

<strong>der</strong> Nördlinger Messe<br />

1764<br />

Zollsachen, im allgemeinen<br />

1773/1784<br />

Die Befreiung des sogenannten Schulklopfers o<strong>der</strong> "Schames" von<br />

den herrschaftlichen Abgaben<br />

762


III.18.4c-1<br />

FÖWAH<br />

1622-1715, 1781-1786, 1796 (1797)<br />

Mehrere Schreiben betr. Bestand-Leibzoll <strong>und</strong> Judenzoll, betr.<br />

v.a. Lauchheim, Wassertrüdingen, Pflaumloch <strong>und</strong> Aufhausen<br />

1602<br />

Streit zwischen Pfleger <strong>und</strong> Zoller zu Oettingen, betr. den Juden-<br />

Leibzoll<br />

1642-1677<br />

Akt, betr. Judenzoll <strong>und</strong> Aufschlag; u.a. über Juden zu Höchstädt:<br />

Hirsch <strong>und</strong> Mannes (1663) sowie Moses (1668)<br />

1651 (-1802)<br />

Akt, betr. Judenzoll; erwähnt u.a. Leibzoll des Juden Heyum Bachmann<br />

aus Kriegshaber (1796)<br />

1652 (-1685)<br />

Akt, betr. Zoll <strong>der</strong> Betteljuden; dabei u.a.: Betteljuden aus dem<br />

Mayerhof zu Thannhausen (1654)<br />

1662 (-1717)<br />

Akt, betr. Bestandzoll; u.a. über die Judenschaft zu Steinhart<br />

(1662)<br />

1669/1670<br />

betr. Judenzoll in Dürrwangen <strong>und</strong> Schopfloch<br />

1670<br />

Mehrere Mandate, betr. eines Jahrgeldes anstatt des gewöhnlichen<br />

Leibzolles<br />

1672-1735<br />

Akt, betr. Judenzoll in Fürth<br />

763


III.18.4c-2<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: JUDENORDNUNGEN, HOFGERICHT ROTTWEIL (JUDEN-PROZESSE),<br />

SCHÄCHTEN UND REZEPTIONSGELD; dabei u.a.:<br />

1699 Juni 5<br />

Judenordnung <strong>der</strong> Stadt Nördlingen betr. (Extractus)<br />

1835<br />

Schreiben, betr. Streit mit den Juden von Oberdorf wegen Dienstgel<strong>der</strong>n<br />

nennt die Oettingen-Wallersteinische Judenordnung von 1779<br />

1845<br />

Schreiben erwähnt die Judenordnung vom Fürsten Oettingen-Oettingen,<br />

dann Oettingen-Spielberg, aus dem Jahre 1785<br />

1529-1575<br />

Umfangreicher Akt des Rottweiler Hofgerichts, betr. Juden-Prozesse<br />

gegen Oettingische Untertanen; enthält auch Quittungen für Judenschulden<br />

<strong>und</strong> Schirmbriefe, etwa für Nördlingen (1536) <strong>und</strong> für den<br />

Juden Mendlin zu Wallerstein (1544);<br />

Prozesse betr. u.a. die Juden Ensslin (1535, 1557/58, 1560-1562),<br />

Joseph (1558) <strong>und</strong> Mosse (1562), alle zu Günzburg, sowie die Wallersteiner<br />

Juden: Mendlin (1541, 1544, 1549), Mosse (1545), Valch<br />

(1546) <strong>und</strong> Jacob (1555)<br />

1657<br />

Verbot, daß Juden geschächtetes Fleisch verkaufen<br />

1682<br />

Akt, betr. Verbot des Schächtens<br />

1799<br />

betr. das Schlachten <strong>der</strong> Juden für ihren eigenen Bedarf<br />

1803<br />

Privatschächten gegen Konsensgeld; betr. Oberdorf <strong>und</strong> Aufhausen<br />

1818, 1832-1851<br />

Betr. Receptionsgel<strong>der</strong>, u.a. im Bal<strong>der</strong>ischen<br />

764


III.18.5a-1<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: SCHUTZBRIEFE; dabei u.a.:<br />

1632<br />

Dekret, die <strong>der</strong> oettingischen Judenschaft bewilligte Schutz- <strong>und</strong><br />

Schirmfrist betr.<br />

1652, 1655, 1657<br />

Schutzbriefe für die Judenschaft zu Wallerstein; letzterer mit<br />

Namens- <strong>und</strong> Beitragsliste<br />

1655/1656<br />

Mehrere Beschwerdeschreiben <strong>der</strong> Judenschaft <strong>der</strong> Grafschaft Oettin-<br />

gen-Wallerstein wegen eines neuen Schutzbriefes<br />

1661<br />

Judenschutzbrief für Oettingen-Wallerstein<br />

1665, 1673<br />

Schutzbriefe für die Judenschaft, bzw. für einige Juden in Oettingen<br />

1671<br />

Schutzbrief für einige Juden zu Harburg; genannt werden mit dem<br />

jeweiligen Schutzbetrag: Moises Weil, Gabriel sein Sohn, Salomon,<br />

Baruch Leve <strong>und</strong> Jacob Leve<br />

1679, 1686<br />

Schutzbriefe für acht, bzw. neun Juden zu Harburg<br />

1690, 1719<br />

Judenschutzbriefe für die Judenschaften zu Wallerstein, Pflaum-<br />

loch <strong>und</strong> Oberdorf; Entwürfe für Judenschutzbriefe (1690/1692)<br />

1707/1708<br />

betr. oettingen-wallersteinische Judenschütz-Renovation<br />

1727, 1735<br />

Schutzbriefe für die Juden zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

1740<br />

Schutzbrief für die Judenschaft zu Oettingen-Oettingen<br />

765


III.18.5a-1<br />

1761, 1770, 1771<br />

FÖWAH<br />

Extrakte aus dem oettingen-wallersteinischen Judenschutzbrief<br />

<strong>und</strong> dem oettingen-wallersteinischen Judenschutz-Losungsbrief<br />

1752<br />

Schutzbrief für die Juden zu Wallerstein, Pflaumloch <strong>und</strong> Oberdorf<br />

1770<br />

Schutzbrief für die Judenschaft zu Oettingen-Wallerstein<br />

1779<br />

Anmerkungen über den Judenschutzbrief<br />

1787<br />

"Schatzungs Zettel" für die namentlich genannten Juden zu Wallerstein<br />

(51 Juden) <strong>und</strong> Pflaumloch (24 Juden); enthält tabellarische<br />

Einteilung des Judenschutzgeldes nach dem Vermögen; in Wallerstein:<br />

27 Vermögende (8-16 fl) <strong>und</strong> 24 arme Juden (1-4 fl jährlich)<br />

1788/1793<br />

Bemerkungen zu dem Schutzbrief für die Juden zu Wallerstein <strong>und</strong><br />

Pflaumloch<br />

1779<br />

Schutzbrief für die Juden zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen, erteilt<br />

auf 9 Jahre (bis 1788)<br />

1785<br />

Oettingen-Spielbergischer Judenschutzbrief für die Gemeinden<br />

Oettingen, Hainsfarth, Mönchsroth, Kleinerdlingen <strong>und</strong> Schopfloch<br />

(geheftet); betr. u.a.: Gestattung des Güter-, Häuser- <strong>und</strong> Viehhandels;<br />

Ausleihung <strong>der</strong> Gel<strong>der</strong> auf Verzinsung; Gewerbesteuer;<br />

die künftige Aufnahme <strong>der</strong> Juden in den Schutz; die Aufnahme des<br />

Rabbiners <strong>und</strong> an<strong>der</strong>er Juden-Gemeindediener; die jüdischen Privilegien,<br />

Ceremonien <strong>und</strong> Judentanz<br />

1788/1806<br />

Entwurf eines neuen Schutzbriefes für die Judenschaften insgesamt<br />

zu Harburg, Mönchsdeggingen, Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch, für 18<br />

Jahre (geheftet)<br />

766


III.18.5a-1<br />

1806 Juli 24<br />

FÖWAH<br />

Mehrere (geheftete) Exemplare eines neuen Schutzbriefes für die<br />

Judengemeinden zu Harburg, Mönchsdeggingen, Wallerstein, Pflaumloch<br />

<strong>und</strong> Aufhausen, auf neun Jahre (bis 1815)<br />

1806<br />

Bemerkungen zu dem Judenschutzbrief für die Gemeinden Deggingen,<br />

Wallerstein, Pflaumloch <strong>und</strong> Aufhausen<br />

1806<br />

Mehrere oberamtliche Berichte, betr. den einigen Juden in Harburg<br />

<strong>und</strong> Deggingen zu erteilenden Schutz, <strong>und</strong> betr. die Zahl <strong>der</strong> Juden-<br />

familien im Oberamt Harburg; in Harburg sind 72, in Deggingen 45<br />

Judenfamilien genannt<br />

1844<br />

Bericht des Rentamtes Harburg, daß Süßkind Jacob Guggenheimer<br />

seinen Schutz an Jacob Löw Guggenheimer, Ökonom, abgetreten habe<br />

<strong>und</strong> ebenso sein Haus, <strong>und</strong> daher um Befreiung von <strong>der</strong> Schutzabgabe<br />

bittet<br />

767


III.18.5a-2<br />

JUDEN-SCHUTZ; dabei u.a.:<br />

1319-1383 (1510)<br />

FÖWAH<br />

Mehrere Abschriften kaiserlicher Privilegien, betr. den Judenschutz;<br />

u.a.:<br />

"K. Wenzlaw's Privil. de non evocando, in Ansehung <strong>der</strong> in <strong>der</strong><br />

Herrschaft O. gesessenen Juden; vom J. 1383" (Druck);<br />

Mandat Kaiser Maximilians I. an die Grafen von Oettingen, daß<br />

sie in ihrer Grafschaft binnen 2 Meilen um Nördlingen herum keine<br />

Juden dulden sollen (1510)<br />

1587 ff. (-1805)<br />

Umfangreiche Akt des Oberamtes Neresheim, betr. Judenschutzgeld-<br />

Mo<strong>der</strong>ation <strong>und</strong> Schutzaufnahmen, Güterhandel, Schnurr- <strong>und</strong> Bettel-<br />

juden u.a.<br />

1680<br />

"Specificatio" aller Fre<strong>und</strong>e <strong>und</strong> Verwandten <strong>der</strong> zu Nördlingen<br />

sich befindenden vier Juden: Löw Neresheimer, Mändle Hirsch,<br />

Mausche Oppenheimer <strong>und</strong> Ephraim Modl<br />

1690<br />

betr. Erhöhung des Judenschutzgeldes; enthält Namensliste mit<br />

vorigem <strong>und</strong> neuen Schutzgeld für die Juden zu Oberdorf, Pflaum-<br />

loch <strong>und</strong> Wallerstein; in Wallerstein: altes Schutzgeld 313 1/2 fl,<br />

neues Schutzgeld 403 fl<br />

1692<br />

Dto., Verzeichnis mit künftigem Schutzgeld für Pflaumloch, Oberdorf<br />

<strong>und</strong> Wallerstein; genannt ist auch <strong>der</strong> jüdische Hausbesitz;<br />

in Wallerstein: 22 Häuser <strong>und</strong> 37 Juden in Wohnungen<br />

1695<br />

Zwei weitere Verzeichnisse <strong>der</strong> Juden zu Pflaumloch, Oberdorf <strong>und</strong><br />

Wallerstein, mit Namens- <strong>und</strong> Beitragsliste<br />

1708<br />

Gutachten in Sachen <strong>der</strong> oettingen-wallersteinischen Juden-Schutz-<br />

renovation betr., <strong>und</strong> was dabei zu beobachten sein möchte<br />

768


III.18.5b-1<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFT: SCHUTZ-LOSUNG; dabei u.a.:<br />

1646-1710<br />

Akt, betr. des <strong>der</strong> Judenschaft in den Ämtern Wallerstein <strong>und</strong><br />

Bal<strong>der</strong>n erteilten Schutzes; enthält:<br />

Verzeichnis von 1662, wie viel Juden sich in den Ämtern Waller-<br />

stein, Bal<strong>der</strong>n <strong>und</strong> Neresheim befinden, sowie die Höhe ihres<br />

jährlichen Schutzgeldes; im Amt Wallerstein: 98 fl<br />

1649<br />

Schutzbrief für die Juden in den Ämtern Wallerstein, Bal<strong>der</strong>n<br />

<strong>und</strong> Neresheim<br />

1649, 1650-1652<br />

Akt, betr. "wie <strong>und</strong> mit was beding den Juden in den Embtern<br />

Wallerstein, Nereßheim <strong>und</strong> Bal<strong>der</strong>n <strong>der</strong> Schuz <strong>und</strong> selbiger brieff<br />

darauf erteilt worden dabey abson<strong>der</strong>liche befehls <strong>und</strong> decreta<br />

ergangen"<br />

1651<br />

Dekret <strong>der</strong> oettingen-wallersteinischen Regierung, betr. Schutzaufnahme<br />

<strong>der</strong> beiden Juden Mändle <strong>und</strong> Marx zu Wallerstein <strong>und</strong><br />

Entrichtung <strong>der</strong> jährlichen Schutzabgaben<br />

1655<br />

Mehrere Schreiben <strong>und</strong> Beschwerden einiger "diesseitigen" Schutzjuden,<br />

u.a. des Mändle zu Wallerstein, contra das Kloster Neresheim<br />

1655<br />

Akt, betr. Schutz-Losung; enthält mehrere Verzeichnisse <strong>der</strong><br />

Schutzjuden zu Wallerstein: 21 (23) Schutzjuden zahlen für ein<br />

Quartal 78 fl 45 kr Schutzgeld<br />

1656<br />

Klage <strong>der</strong> Juden <strong>der</strong> Grafschaft Oettingen-Wallerstein <strong>und</strong> Neresheim<br />

beim Pfalzgrafen zu Neuburg, wegen des Schutzbriefes<br />

(1655) 1656-1686<br />

Umfangreicher Akt; enthält mehrere Bittgesuche <strong>der</strong> gesamten Judenschaft<br />

in <strong>der</strong> Grafschaft Wallerstein;<br />

"Designation" über Schutzgeld <strong>und</strong> Vermögen <strong>der</strong> Juden zu Wallerstein,<br />

Pflaumloch <strong>und</strong> Oberndorf (1684)<br />

769


III.18.5b-1<br />

1671, 1673-1688<br />

FÖWAH<br />

Jährliche Schutzgeld-Listen, bzw. Schutzgeld-Register <strong>der</strong> Juden<br />

1673<br />

Amtsbericht wegen des Judenbegräbnisses <strong>und</strong> des Veitel Juden zu<br />

Oettingen<br />

1674<br />

Vier Juden von Nördlingen werden in oettingischen Schutz aufge-<br />

nommen<br />

1676<br />

betr. Schutzerlassung des Hirsch Juden zu Harburg<br />

1677<br />

betr. Erlassung <strong>der</strong> Schutzgebühr für Salomon Jud zu Harburg<br />

1680<br />

Befehl, daß die Juden zu Harburg keinen an<strong>der</strong>en Rabbiner annehmen<br />

sollen, als Hirsch Hähnlen, Jude zu Oettingen<br />

1681-1683<br />

betr. Judenschutzaufnahmen von Simon Jud zu Harburg, Jonas Jud von<br />

Steinhart <strong>und</strong> Hirsch Jud von Höchstädt<br />

o.D.<br />

Liste des Vermögens <strong>und</strong> <strong>der</strong> Passivschulden von dem Juden Marx zu<br />

Harburg<br />

1689<br />

Befehl des Fürsten zu Oettingen, daß die Juden von Harburg wie<strong>der</strong>um<br />

drei Jahre Schutz haben sollen<br />

1691/1692<br />

Zwei Dekrete, betr. Schutzgeld des Judenschulmeisters David zu<br />

Harburg<br />

1690<br />

Befehl, daß Moyses Elias, Jud zu Mönchsdeggingen, vier Jahre<br />

schutzfrei gelassen werden soll; er ist Schwager von Abraham<br />

Günzburger, Jude zu "Grießhaber", mit dem ein accord getroffen<br />

wurde<br />

770


III.18.5b-2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFT: BÜRGSCHAFTS-URKUNDEN; dabei u.a.:<br />

1701, 1706-1708<br />

betr. Simon Oppenheim, Schutzjude zu Harburg<br />

1706<br />

Schutzaufnahme von vier Juden in Harburg: Moyses, Elias Leve,<br />

Löw <strong>und</strong> Mändle<br />

1708<br />

"Specification" <strong>der</strong> sich zu Harburg befindenden 25 Juden<br />

1709<br />

Schutzaufnahme von Jacob Weyl in Harburg, des verstorbenen Gabriel<br />

Weyl zu Harburg Sohn; nach Bezahlung von 20 fl Konsensgeld<br />

ist er ein halbes Jahr frei zu lassen, dann hat er jährlich<br />

10 fl Schutzgeld zu bezahlen<br />

1710<br />

Aufnahme des Abraham Hirsch, Jude von Hainsfarth, in den Schutz<br />

zu Harburg<br />

1712<br />

Mehrere Verzeichnisse <strong>der</strong> Judenfamilien zu Harburg (27-29) <strong>und</strong><br />

Deggingen (11)<br />

1718<br />

Verzeichnis, was Mayr Nathan, Jude von Mönchsdeggingen, in seine<br />

Sölden-Behausung eingebaut hat<br />

o.D.<br />

"Schätzungen" <strong>der</strong> 23 Juden zu Deggingen <strong>und</strong> <strong>der</strong> 29 Juden zu<br />

Harburg;<br />

Ordnung, wie die gemeine Judenschaft zu Harburg in jüdischen<br />

Zeremonien sich verhalten solle <strong>und</strong> wolle<br />

1728<br />

Schutzaufnahme des Hähnle Moyses, Jude von Kriegshaber, in den<br />

Schutz zu Mönchsdeggingen nach Bezahlung eines Konsensgeldes<br />

von 30 fl<br />

1729<br />

Schutzaufnahme des Marx Jacob, Jude zu Mönchsdeggingen, gegen<br />

Bezahlung von 25 fl<br />

771


III.18.5b-2<br />

1730<br />

FÖWAH<br />

Schutzaufnahme des Löw Israel, Jude zu Harburg<br />

1731<br />

betr. Jacob Weyl, Schutzjude zu Deggingen<br />

1731<br />

Schutzbrief-Erneuerung für die Juden zu Harburg <strong>und</strong> Deggingen<br />

1731<br />

Schutzaufnahme des Marx Salomon, Jude zu Harburg<br />

1731<br />

Fürstlicher Regierungsbefehl, betr. <strong>der</strong> Schutzaufnahme des Jacob<br />

Weils, Juden zu Deggingen, Tochtermann Joachim, dem erlaubt sein<br />

solle zu heiraten ("coputiren")<br />

1731<br />

Bericht, betr. <strong>der</strong> Schutzaufnahme des Judens Simon Salomons Bru<strong>der</strong><br />

1736<br />

"Specification" <strong>der</strong> 47 Harburger Schutzjuden <strong>und</strong> <strong>der</strong> 32 Degginger<br />

Schutzjuden, die sich zum Teil außer Landes befinden<br />

1740<br />

betr. Bittgesuch des Seeligmann Hirsch, Schutzjude zu Harburg,<br />

um Schutzaufnahme für seinen Sohn<br />

1740<br />

"Specification" über die Gänse <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg, die<br />

teils geschlachtet (513 Stück) sind, teils sich noch in den Ställen<br />

befinden (181 Stück)<br />

1741<br />

betr. den Verkauf des Gänse-Schmalzes außer Landes durch Moyses<br />

Samuel zu Harburg<br />

1741<br />

Dekret, daß dem "Cabinets-Factor" Abraham Elias Model zu Monheim<br />

die in Harburg erkauften 20 Maaß Gänse-Schmalz gegen Entrichtung<br />

des Zolls verabfolgt werden sollen<br />

772


III.18.5b-2<br />

1745<br />

FÖWAH<br />

Erlaubnis für die Juden zu Harburg <strong>und</strong> Deggingen, anstatt des<br />

hölzernen Zauns eine Mauer um ihren Begräbnisplatz in Harburg<br />

zu errichten<br />

1747<br />

Abraham Elias Model, Schutzjude zu Harburg, bittet um Schutzaufnahme<br />

seiner Tochter <strong>und</strong> Tochtermanns<br />

1753<br />

Schutzjude Seeligmann zu Harburg bittet um Schutzaufnahme für<br />

seine Tochter<br />

1759<br />

Bericht, betr. des Gesuchs <strong>der</strong> Jüdin Guthel um Schutzaufnahme in<br />

Harburg<br />

1766<br />

betr. Schutzaufnahme des Marx Alexan<strong>der</strong>, Jude zu Deggingen<br />

1766<br />

"Specification" was <strong>der</strong> Schutzjude <strong>und</strong> Barnosse Seeligmann Jacob<br />

zu Deggingen wegen "Dispositios" zu bezahlen hat (13 fl)<br />

1788<br />

Attestat für Judith Levi von Hürben wegen ihrer Verheiratung mit<br />

dem ledigen Israel Guggenheimer zu Harburg<br />

1791<br />

Seeligmann Steinhardter zu Harburg, Witwer <strong>und</strong> über 50jähriger<br />

schutzuntergebener Jude, bittet, sein Haus seiner Tochter übergeben<br />

<strong>und</strong> darauf heiraten zu dürfen, damit er in hohem Alter bei<br />

ihr leben könne<br />

773


III.18.5c-l<br />

JUDEN-SCHUTZ; dabei u.a.:<br />

FÖWAH<br />

1672<br />

Concept-Schutzbrief von Daniel Oppenheim<br />

1673<br />

Bewilligungs-Brief für Löw Juden den Älteren, sich weiterhin ein<br />

Jahr in <strong>der</strong> Stadt Nördlingen aufzuhalten<br />

1673-1683<br />

Umfangreicher Schriftverkehr mit Zeugenverhören u.a., betr. vier<br />

Schutzjuden zu Wallerstein, die sich teils in Nördlingen aufhalten:<br />

Löw Neresheimer, Mausche (Moises) Oppenheimer, Mändle Hirsch <strong>und</strong><br />

Ephraim Model<br />

1686-1688, 1704<br />

Mehrere Verzeichnisse über den Bezug von Judenschutzgel<strong>der</strong>n in<br />

Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

1684-1692<br />

Akt, betr. Juden-Schutzgeld mit mehreren Verzeichnissen <strong>und</strong><br />

Tabellen; dabei:<br />

"Designation" über das gesamte Vermögen <strong>der</strong> oettingen-wallersteinischen<br />

Schutzjuden (1684);<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Schutzjuden zu Wallerstein, Pflaumloch <strong>und</strong> Obern-<br />

dorf von 1687; nennt für Wallerstein: 22 jüdische Häuser, 37 jü-<br />

dische Haushalte (ohne Weib <strong>und</strong> Kin<strong>der</strong>) sowie ein künftiges Schutz-<br />

geld von 481 fl<br />

1692-1720<br />

Akt, betr. Juden-Schutzbrief von 1695 für Oberdorf, Wallerstein<br />

<strong>und</strong> Pflaumloch<br />

1699, 1706, 1726<br />

Akt, betr. den Ansatz <strong>der</strong> oettingen-wallersteinischen Schutzgel<strong>der</strong><br />

1709/10<br />

Einnahmens-Register <strong>der</strong> Untertanen, auch Judenschutz <strong>und</strong> Dienst-<br />

geld betr.<br />

1710/11<br />

Akt, betr. Schutzgel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Juden in <strong>der</strong> Grafschaft Bal<strong>der</strong>n<br />

774


III.18.5c-l<br />

1719-1721<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr, Juden-Schutzbrief von 1719 für Wallerstein <strong>und</strong><br />

Pflaumloch<br />

1748-1753 (1846)<br />

Akt, betr. Juden-Schutzbrief des Grafen Oettingen-Oettingen <strong>und</strong><br />

Oettingen-Wallerstein für die gesamte Judenschaft zu Wallerstein,<br />

Pflaumloch <strong>und</strong> Oberdorf von Februar 1752 auf insgesamt neun Jahre<br />

(geheftet);<br />

dabei: "Notamina" wegen <strong>der</strong> neuen Schutzlosung <strong>der</strong> Judenschaft<br />

zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen (1750) sowie ein Bericht <strong>der</strong><br />

oetting-oettingischen Regierung <strong>und</strong> Rentkammer (geheftet)<br />

775


III.18.5c-2<br />

JUDEN-SCHUTZ; dabei u.a.:<br />

1673-1686<br />

FÖWAH<br />

Umfangreicher Akt, betr. des strittigen Schutzes über vier<br />

Schutzjuden zu Wallerstein, die sich teils in Nördlingen auf-<br />

halten: Löw Neresheimer, Moises Oppenheimer, Mändle Hirsch<br />

<strong>und</strong> Ephraim Model;<br />

Enthält:<br />

Verzeichnis, was man Löw Juden dem Alten zu Wallerstein im Jahre<br />

1674 bei Stadt <strong>und</strong> Amt Neresheim schuldig ist (689 fl 18 kr);<br />

Mehrere Schreiben <strong>der</strong> genannten Juden, u.a. mit den vier verschiedenen<br />

jüdischen Siegeln (Mai 1674);<br />

Listen <strong>der</strong> Nördlingischen Schulden (1681)<br />

(1720), 1722-1729<br />

Akt des Oberamtes Harburg, betr. Judenschutz <strong>und</strong> <strong>der</strong>gleichen;<br />

Enthält:<br />

Mehrere Listen über das Schutzgeld <strong>der</strong> Juden zu Harburg <strong>und</strong><br />

Mönchsdeggingen (1722-1726);<br />

Verschiedene Schreiben, betr. Äcker <strong>und</strong> Holz des Juden Simon<br />

Oppenheimer zu Oettingen (1723-1725)<br />

1722-1755<br />

Akt, betr. Judenschutzgeld; u.a.:<br />

Vorschußleistung eines Schutzgeldes für die Juden im Amt Harburg<br />

1725-1727<br />

Akt, betr. Judenschutzgeld; u.a.:<br />

Listen über die Einnahmen <strong>der</strong> Zoll-Kasse<br />

1725-1728<br />

Register über sämtliche Judenschutz-Geldeinnahmen aus Mönchsdeggingen,<br />

Hainsfarth, Harburg <strong>und</strong> Oettingen;<br />

Enthält:<br />

Mehrere Bestätigungen über Judenhochzeiten <strong>und</strong> Sterbefälle<br />

1726/1727, 1736<br />

Akt, betr. Judenschutz zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch;<br />

Enthält:<br />

Befehl an den Juden Frömmele zu Kleinerdlingen, mit seinem<br />

Bru<strong>der</strong> Wolf Kohn innerhalb vier Wochen ein baufälliges Haus in<br />

Wallerstein zu reparieren, o<strong>der</strong> aber seinen Anteil an dem Haus<br />

zu verkaufen<br />

776


III.18.6a-1<br />

JUDEN-SCHUTZ; dabei u.a.:<br />

1727<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Judenschutz zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

(1726), 1728<br />

Akt, betr. Judenschutzbrief Oettingen-Spielberg im Jahre 1728,<br />

ausgestellt für sieben Jahre<br />

1731, (1732)<br />

Akt, betr. Judenschutzgeld-Register;<br />

Enthält:<br />

Summe aller Einahmen <strong>der</strong> Juden zu Oettingen, Hainsfarth, Harburg<br />

<strong>und</strong> Mönchsdeggingen für die Jahre 1731 (1302 fl) <strong>und</strong> 1732 (1564 fl)<br />

1731<br />

Akt, betr. oettingische Judenschutzlosung;<br />

Enthält: Schutzbrief <strong>und</strong> Schutzbrief-Konzept<br />

(1671), 1731-1733<br />

Akt, die spielbergischen Beeinträchtigungen wegen <strong>der</strong> diesseiti-<br />

gen Judenschutzlosung betr.;<br />

Enthält:<br />

Judenschutzbrief von 1671 (auf drei Jahre) für die Juden zu<br />

Harburg: Moyses Weyl, Gabriel sein Sohn, Salomon, Baruch Leve<br />

<strong>und</strong> Jacob Leve;<br />

Liste von 47 Juden zu Oettingen aus dem Jahre 1733<br />

1735/1736<br />

Akt, betr. Judenschutz zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch;<br />

Enthält:<br />

Liste <strong>der</strong> jüdischen Haushalte zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

(insgesamt 64) sowie zu Oettingen, Hainsfarth, Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen<br />

(insgesamt 156); dabei auch jeweiliges Schutzgeld <strong>und</strong><br />

Vermögensschätzungen: 41.200 fl <strong>und</strong> 171.375 fl<br />

1740<br />

Juden-Schutzlosungs-Akt;<br />

Enthält mehrere Schreiben <strong>der</strong> Judenschaft zu Oettingen, Hainsfarth,<br />

Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen<br />

(1678), 1740<br />

Akt, die Juden-Schutzlosung im Oettingischen betr.;<br />

Enthält:<br />

Schreiben wegen <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg <strong>und</strong> Deggingen;<br />

Extrakt aus <strong>der</strong> Polizei-Ordnung <strong>der</strong> Stadt Oettingen von 1678,<br />

betr. die Juden<br />

777


III.18.6a-1<br />

(1733-) 1740<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. den Judenschutz;<br />

Enthält:<br />

Judenschutzbrief Oettingen-Wallerstein (1740);<br />

Mehrere Schreiben, Bittgesuche <strong>und</strong> Schutzgeldlisten, betr. die<br />

Juden zu Harburg, Mönchsdeggingen, Hainsfarth <strong>und</strong> Oettingen<br />

(1701), 1740-1763<br />

Akt, betr. die Verhältnisse <strong>der</strong> Juden im allgemeinen;<br />

Enthält:<br />

Schreiben, betr. Abraham David Mahler, Landrabbiner in Oettingen,<br />

(1740) <strong>und</strong> Isaac Israel, Rabbiner in Wallerstein (1743);<br />

Abverlangte Erklärung <strong>der</strong> gesamten Judenschaft zu Oettingen,<br />

Hainsfarth, Harburg <strong>und</strong> Deggingen wegen des neuen Schutzbriefes<br />

auf fünf Jahre (1740);<br />

o.D. (1740?): "Specification <strong>der</strong>jenigen 40 Juden-Familien so<br />

innerhalb Jahresfrist emigriren sollen" zu Oettingen, Hainsfarth,<br />

Harburg <strong>und</strong> Deggingen<br />

- in Oettingen können 17 Haushalte <strong>und</strong> 16 Hausgenossen mit einem<br />

Gesamtvermögen von 73.000 fl die fünf folgenden Jahre in Schutz<br />

behalten werden; hingegen hätten 13 Hausgenossen zu emigrieren<br />

(Gesamtvermögen 725 fl);<br />

- in Hainsfarth können 31 Haushalte <strong>und</strong> 13 Hausgenossen bleiben<br />

(Vermögen 41.350 fl); zu emigrieren hätten 5 Hausgenossen (Ver-<br />

mögen 420 fl);<br />

- in Harburg können 18 Haushalte <strong>und</strong> 9 Hausgenossen bleiben,<br />

ferner 5 Haussässige, die ihre halben Häuser an Christen ver-<br />

kaufen <strong>und</strong> sich in Zins begeben sollen (Vermögen 53.715 fl);<br />

zu emigrieren haben 17 Juden (Vermögen 1135 fl);<br />

- in Mönchsdeggingen behalten 23 Haushalte <strong>und</strong> 4 Hausgenossen<br />

ihren Schutz (Vermögen 12.285 fl); 5 Haushalte emigrieren<br />

(Vermögen 255 fl);<br />

Specification des Abraham David Mahler, Landrabbiner in Oettingen,<br />

was je<strong>der</strong> <strong>der</strong> Judenschaft Oettingen, Hainsfarth, Harburg <strong>und</strong><br />

Mönchsdeggingen zu bezahlen hat (1740);<br />

Erlaubnis, daß die Juden zu Harburg <strong>und</strong> Deggingen gegen Zahlung<br />

von 25 fl ihren Begräbnisplatz mit einer Mauer umfassen dürfen<br />

(1745);<br />

Extractus aus den Erläuterungen des oettingen-wallersteinischen<br />

Judenschutzbriefes (1762);<br />

Protokoll des Oberamtes Harburg, betr. <strong>der</strong> armen <strong>und</strong> bedürftigen<br />

Schutz Juden zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen, die Nachlaß auf ihre<br />

jährlichen Schutzgel<strong>der</strong> erhalten (1763)<br />

778


III.18.6a-2<br />

JUDEN-SCHUTZ; dabei u.a.:<br />

(1741), 1744<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Erneuerung des Judenschutzes, beson<strong>der</strong>s für die Juden<br />

zu Wallerstein, Pflaumloch <strong>und</strong> Oberdorf<br />

1746-1759<br />

Akt, betr. Schutzaufnahmen im Oberamt Harburg; u.a.:<br />

Hirsch Marx, Sohn des Schutzjuden Marx Samuel zu Harburg, <strong>und</strong><br />

dessen Verlobte von Fürth (1746);<br />

Tochter des Schutzjuden Abraham Löw mit ihrem Verlobten, dem<br />

Schulmeister Joseph Löw, geboren in Hürben (1747);<br />

Seligmann, Sohn des Schutz Juden Löw Marx zu Harburg (1750);<br />

Salomon Weyl, Sohn des Moyses Weyl, an die 30 Jahre Schutzjude<br />

zu Harburg, <strong>und</strong> dessen Verlobte von Fürth (1751);<br />

Tochter des Seligmann Moyses zu Mönchsdeggingen, <strong>und</strong> <strong>der</strong>en Verlobter,<br />

Jonas Kühn von Binswangen (1752);<br />

Isaac, Sohn des Schutzjuden Liebermann Weil zu Harburg (1754);<br />

Tochter von Simon Levi, Schutz Jude zu Harburg, <strong>und</strong> <strong>der</strong>en Bräuti-<br />

gam (1754);<br />

Seeligmann Moyses, Sohn des Juden Meyr Isaac zu Mönchsdeggingen,<br />

<strong>und</strong> dessen Verlobte Wägelin (1757);<br />

Samuel Marx, Sohn des Schutzjuden Marx Bährle zu Harburg, <strong>und</strong><br />

dessen Verlobte (1757);<br />

Magdalena, Tochter des Schutzjuden Isaac Moyses zu Mönchsdeggin-<br />

gen, <strong>und</strong> <strong>der</strong>en Verlobter, Jud Hajum (1758);<br />

Gabriel zu Kleinerdlingen, Sohn des Michael Gabriel, Schutzjude<br />

<strong>und</strong> Schulmeister zu Harburg (1759)<br />

1746-1776<br />

Akt, betr. die jährlichen Judenschutzaufnahmen im Oberamt Har-<br />

burg (insgesamt 93 Nummern)<br />

1749-1750<br />

Akt, betr. die Schutz-Losung <strong>und</strong> <strong>der</strong>, den Judengemeinden zu<br />

Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen neu erteilte Schutzbrief von 1750;<br />

Enthält mehrere Listen über Schutzgeld <strong>und</strong> Vermögensschätzung<br />

<strong>der</strong> Juden zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen<br />

1751-1795<br />

Akt, betr. Schutz-Losung für die oettingen-wallersteinische<br />

Judenschaft;<br />

Enthält:<br />

Schreiben, betr. eines Zusatzes zum Judenschutzbrief (1757);<br />

Liste über die Einnahmen aus dem Judenschutz in Wallerstein von<br />

1758: 48 Juden zahlen insgesamt 320 fl;<br />

Schreiben, betr. des alten <strong>und</strong> armen Schutzjuden Abraham Neu-<br />

burger zu Wallerstein (1795)<br />

779


III.18.6a-2<br />

1760<br />

FÖWAH<br />

Protokoll, die Prolongierung des Schutzes <strong>der</strong> gesamten Judenschaft,<br />

dann die Separierung <strong>der</strong> oberdorfischen von <strong>der</strong> wallersteinischen<br />

Juden betr.<br />

1760<br />

betr. die Gleichheit des Judenschutzbriefes für die in Oettin-<br />

gen-Oettingen <strong>und</strong> Oettingen-Wallerstein ansässigen Juden<br />

1752-1792<br />

Akt, betr. Judenschaft <strong>der</strong> oettingen-wallersteinischen Lande;<br />

Enthält: Judenschutzbriefe von 1752, 1762, 1770 <strong>und</strong> 1779<br />

1772-1785<br />

Akt, betr. Judenschutz;<br />

Enthält: Mehrere Schreiben, betr. des Harburger Schutzjuden<br />

Seeligmann Isaac Regensburger sowie ein Inventar über dessen<br />

hinauszubringenden Vermögens, mit einer Aufstellung <strong>der</strong> vorhan-<br />

denen Kleidung, Möbel usw. (1772)<br />

1776-1786<br />

Akt des Oberamtes Harburg, betr. Schutzaufnahme verschiedener<br />

Juden; z.B.:<br />

Schutzaufnahme des ledigen Juden Israel Haium Monheimer in Har-<br />

burg (1776);<br />

Schutzaufnahme des Joseph Isaac zu Mönchsdeggingen, Sohn des<br />

Barnossen <strong>und</strong> Schutzjuden Isaak Mändel, mit seiner Verlobten<br />

(1776);<br />

Erlaubnis, daß Jacob Guggenheim von Harburg in Schutz aufgenom-<br />

men werden dürfe (1780)<br />

780


III.18.6b-1<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: SCHULDEN DER CHRISTEN BEI DEN JUDEN; dabei u.a.:<br />

1605/1606, 1741<br />

Akt, betr. die anzufertigende Beschreibung <strong>der</strong> Judenschulden;<br />

Enthält:<br />

Mehrere, z.T. sehr ausführliche Verzeichnisse, u.a. über Juden<br />

zu Oettingen <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

1615 (1820)<br />

Oettingische Verordnung, betr. <strong>der</strong> Judenschulden; dabei: Schreiben<br />

von 1820 betr. dieser Verordnung<br />

(1615), 1616-1620<br />

Akt, die Judenschulden im Oberamt Harburg betr.;<br />

Enthält:<br />

Extrakte aus den Harburger Protokollen (geheftet) von 1616 <strong>und</strong><br />

1617, was Juden zu Oettingen, Pflaumloch <strong>und</strong> Aufhausen für<br />

Schulden haben einschreiben lassen; betr. u.a.:<br />

Hönlin, Jude zu Oettingen (1616: 3811 fl 30 kr; 1617: 1492 fl 30 kr);<br />

Model, Jude zu Oettingen (1616: 897 fl; 1617: 210 fl)<br />

1616-1618<br />

Akt, betr. Judenschulden;<br />

Enthält:<br />

Sehr ausführliches "Prothocoll <strong>und</strong> Verzaichnüs" (geheftet), was<br />

die Juden mit den Untertanen des Amts Neresheim bis 1618 gehandelt,<br />

auch weichermaßen sie mit ihnen Schulden abgerechnet haben;<br />

betr. u.a.:<br />

die Juden Model <strong>und</strong> Hönlin, beide zu Oettingen;<br />

die Schuldner des Joseph, Juden von Steinhart<br />

1619/1620<br />

Akt, betr. Judenschulden;<br />

Enthält:<br />

Sehr umfangreiche Protokolle <strong>und</strong> Verzeichnisse aus den Ämtern<br />

Alersheim, Harburg, Christgarten, Zimmern, Hoch- <strong>und</strong> Nie<strong>der</strong>haus<br />

(insgesamt 10 protokollierte Judenschulden, meist geheftet);<br />

betr. u.a.:<br />

Abraham Hänlin, Jude zu Oettingen;<br />

Model, Jude zu Oettingen, <strong>und</strong> Erben des Model Juden;<br />

Joseph, Jude zu Steinhart<br />

1619/1620, 1625<br />

Akt, betr. Judenschulden <strong>der</strong> Untertanen des Amts Neresheim;<br />

Enthält:<br />

Mehrere Verzeichnisse <strong>der</strong> Judenschulden; betr. u.a.:<br />

Abraham Hänlin, Jude zu Oettingen;<br />

Model Jud <strong>und</strong> dessen Sohn Simon daselbst;<br />

Joseph <strong>und</strong> Liebmann (Liebelman), beide Juden zu Steinhart;<br />

Michael, Jude zu Hainsfarth; Benjamin, Jude zu Wallerstein<br />

781


III.18.6b-1<br />

(1622), 1623/1624<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Judenschulden;<br />

Enthält :<br />

Verschiedene Schreiben <strong>und</strong> "Specificationen" <strong>der</strong> Schulden, u.a.<br />

betr. Abraham Hainlin (Hänlin) zu Oettingen, Model Judens Erben,<br />

Itzig Juden von Steinhart, Abraham Hainlins Sohn, sowie Michel<br />

Juden zu Hainsfarth <strong>und</strong> Joseph Juden zu Steinhart<br />

1657-1675<br />

Akt, betr. Judenschulden;<br />

Dabei u.a.: Jacob Hänlen, Schutzjude zu Oettingen<br />

1659<br />

Schreiben, betr. <strong>der</strong> Schulden des Oettinger Schutzjuden Hirsch<br />

Hänlen in <strong>der</strong> Grafschaft Wallerstein<br />

1681<br />

Akt, betr. Judenschulden im Oberamt Alersheim;<br />

Enthält: ausführliches Verzeichnis (geheftet)<br />

1702<br />

Akt, betr. Judenschulden <strong>der</strong> Untertanen im Oberamt Alersheim;<br />

Enthält: mehrere Verzeichnisse, u.a. den Handel <strong>der</strong> Juden zu<br />

Kleinerdlingen betr.<br />

(1720), 1721<br />

Mehrere Schreiben, betr. einer Wechselschuld-For<strong>der</strong>ung <strong>der</strong><br />

oettingischen Schutzjuden Benjamin Israel <strong>und</strong> Joseph Wassermann<br />

1722-1724<br />

Umfangreiche Korrespondenz, betr. Judenschulden des Salomon<br />

Rothschild, Juden zu Oettingen<br />

1732<br />

Akt, betr. Verordnung an die Oberämter Oettingen <strong>und</strong> Harburg<br />

wegen <strong>der</strong> Protokollierung <strong>der</strong> Judenschulden<br />

1741 (-1758)<br />

Akt, betr. die Berichterstattung, wieviel die Untertanen den<br />

auswärtigen Juden schuldig sind;<br />

Enthält: mehrere sehr ausführliche Verzeichnisse<br />

(1747), 1748/1762<br />

Akt, betr. die den Juden in den oettingen-oettingen <strong>und</strong> oettin-<br />

gen-wallersteinischen Landen zugestandene Profit-Nachsteuer<br />

782


III.18.6b-2<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: STEUERN UND TAXEN; dabei u.a.:<br />

1474<br />

Vertrag zwischen Oettingen <strong>und</strong> <strong>der</strong> Stadt Nördlingen, die Juden-<br />

steuer betr.<br />

(1617), 1667-1668<br />

Akt, betr. Juden-Kronsteuer <strong>und</strong> Juden-Opferpfennig;<br />

Enthält: Liste <strong>der</strong> hausbesitzenden Juden <strong>und</strong> <strong>der</strong> jüdischen Hausgenossen<br />

zu Wallerstein, Pflaumloch <strong>und</strong> Kleinerdlingen<br />

(1683), 1685-1743, (1766/68)<br />

Akt, betr. Juden-Nachsteuer;<br />

Enthält:<br />

Mehrere Schreiben, betr. des verstorbenen Schutz Juden Löw Neres-<br />

heim zu Wallerstein <strong>und</strong> "Theylungs Zettel" <strong>der</strong> Erben (1683);<br />

Bittgesuch des Abraham Levi, Jude zu Kriegshaber, wegen <strong>der</strong> Nachsteuer<br />

seiner verwitweten Tochter zu Wallerstein betr. (1743);<br />

Bittgesuch des Juden Hirsch Löw von Wallerstein betr., wegen Er-<br />

laß <strong>der</strong> Nachsteuer von seinem verbliebenen Vermögen von 64 fl<br />

(1766/67);<br />

Bittgesuch des Juden Löw Moises von Wallerstein betr., wegen Nachsteuerbefreiung<br />

seiner außer Landes ziehenden Tochter Vermögen<br />

(1767/68)<br />

1737<br />

Amt Wallerstein: Einführung <strong>der</strong> Profit-Nachsteuer von den ausländischen<br />

Juden;<br />

Enthält eine Liste, was die Juden Marum <strong>und</strong> Michel eingehandelt<br />

<strong>und</strong> voraus erlöst haben, <strong>und</strong> was sie noch schuldig sind<br />

1748<br />

Amt Bissingen, betr. Profit-Steuer von den im oettingen-wallersteinischen<br />

Land handelnden Juden<br />

1751<br />

"Regulirung" <strong>der</strong> bei <strong>der</strong> oettingingischen Regierungskanzlei übli-<br />

chen Taxen in 58 Punkten; betr. auch Holz- <strong>und</strong> Forst-Taxe<br />

(1767-), 1789-1797<br />

Akt, betr. Taxen wegen Judenschutzlosung;<br />

Enthält:<br />

Listen über die Gebühren <strong>der</strong> Judenschaften zu Harburg <strong>und</strong> Mönchs-<br />

deggingen von 1767 <strong>und</strong> 1779/1780;<br />

Liste <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch von 1779<br />

783


III.18.6b-2<br />

1768-1803<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Judensteuern;<br />

Enthält: Steuerlisten aus den Jahren 1768/69 <strong>und</strong> 1772-1795, u.a.<br />

für die Judengemeinden zu Harburg, Oettingen, Steinhart, Klein-<br />

erdlingen, Hainsfarth, Wallerstein <strong>und</strong> Mönchsdeggingen;<br />

Mehrere Schreiben <strong>und</strong> Dekrete, u.a. betr. Meyer Liebermann, Jude<br />

zu Oettingen (1771), Löw <strong>und</strong> Baruch Kuhn, Juden zu Kleinerdlingen<br />

(1799) <strong>und</strong> Moyses Nathan, Barnosse zu Hainsfarth (1801/03)<br />

1770-1801<br />

Akt Landessachen, betr. u.a.:<br />

Baruch Raphael zu Kleinerdlingen (1770); Simon Weil <strong>und</strong> Kons.,<br />

SchutzJuden im Oberamt Harburg <strong>und</strong> die Bezahlung <strong>der</strong> Profitsteuer<br />

vom Güterhandel durch die Juden zu Kriegshaber (1801)<br />

(1773-), 1788<br />

Akt, betr. Taxe von Judenschutzaufnahmen;<br />

Enthält eine Liste <strong>der</strong> in den Jahren 1773-1787 neu aufgenommenen<br />

Juden zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

1779/1780,(1781)<br />

Akt, betr. Profit-Steuer von 2% auf jeden Güter- o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>en<br />

Handel in den oettingen-oettingischen Landen<br />

1782-1784<br />

"Confignationes", die Schutzsteuern <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg<br />

<strong>und</strong> Mönchsdeggingen betr.;<br />

Enthält: Listen <strong>der</strong> jährlichen Schutzgel<strong>der</strong> (insgesamt 814-971 fl)<br />

sowie <strong>der</strong> Steuern hiervon (insgesamt 81-97 fl)<br />

1785<br />

Akt, enthält u.a.:<br />

Bittgesuch des Moyses Seligmann, Jude zu Deggingen, um Schutzaufnahme<br />

seines Sohnes;<br />

Liste <strong>der</strong> neu in Schutz aufgenommenen Juden in Oettingen-Oettingen<br />

(1767-1783) <strong>und</strong> Oettingen-Wallerstein (1773-1784)<br />

1795<br />

Akt, betr. die Bezahlung <strong>der</strong> ausstehenden Rabbinats-Taxen in Harburg<br />

<strong>und</strong> Deggingen (40 fl) sowie in Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

(20 fl)<br />

1797-1805, (1834)<br />

Akt, betr. Judenschutzlosungs-Taxen (Harburg, Deggingen, Wallerstein)<br />

1803<br />

Schreiben, betr. Anhebung <strong>der</strong> Profit-Nachsteuer<br />

784


III.18.6c-l<br />

FÖWAH<br />

JUDEN-SACHEN: WUCHER UND KONTRAKT-PROTOKOLLE; dabei u.a.:<br />

1570<br />

Privileg Kaiser Maximilians wi<strong>der</strong> <strong>der</strong> Juden wucherliche Kontrakte<br />

1664/1665<br />

Juden-Protokoll in dem hochgrafliehen Amt Hoch- <strong>und</strong> Nie<strong>der</strong>haus;<br />

betr. u.a. Juden zu Wallerstein, (Klein)Erdlingen <strong>und</strong> Höchstädt<br />

1680- (1683)<br />

Akt, betr. die wucherischen Kontrakte <strong>der</strong> Juden;<br />

Enthält:<br />

Mehrere Schreiben, "Specificationen" <strong>und</strong> Protokolle, z.T. ebenfalls<br />

mit Verzeichnissen; betr. u.a.:<br />

Juden zu Oettingen, E<strong>der</strong>heim, Harburg, Mönchsdeggingen <strong>und</strong> Wallerstein<br />

1724-1738<br />

Verschiedene Schreiben, betr. des Wucherhandels <strong>der</strong> Juden in den<br />

Städten Bopfingen, Dinkelsbühl <strong>und</strong> Nördlingen<br />

(1737), 1738-1776<br />

Juden-Kontrakt-Protokolle des Klosters Hl. Kreuz zu Donauwörth;<br />

betr. mehrere Juden zu Buttenwiesen, u.a.:<br />

Israel Liebermann (Liberman) <strong>und</strong> Jacob Benedikt Moyses<br />

o.D. (um 1753)<br />

Mehrere Schreiben in Sachen "fiscales" gegen Mayrbeer Juden <strong>und</strong><br />

Kons, wegen verbotenem Wucher; dabei genannt: jüngster Schutzbrief<br />

von 1752 <strong>und</strong> Protokoll von 1753;<br />

Enthält ein ausführliches Gutachen<br />

785


III.18.7a-1<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: AUFHAUSEN;<br />

Einzelakten (1594-1806) betr. auch Oberndorf; dabei u.a.:<br />

1594-1596<br />

Akt, betr. Judenschutz zu Aufhausen<br />

1620-1736<br />

Akt, den <strong>der</strong> Judenschaft zu Aufhausen erteilten Schutz <strong>und</strong> die<br />

Verhältnisse <strong>der</strong>selben betr.<br />

1655<br />

Schutzbrief für die Juden im bal<strong>der</strong>ischen <strong>und</strong> in Aufhausen<br />

1660<br />

Akt, des Juden Israel zu Pflaumloch verbriefte Behausung zu<br />

Aufhausen<br />

1664-1789<br />

Akt, die Begräbnis <strong>der</strong> Juden zu Aufhausen betr.<br />

1700-1798<br />

Akt, betr. Judenschutz-Aufnahmsgesuche zu Aufhausen<br />

1716<br />

Schutzbrief für die Juden zu Aufhausen<br />

1736-1770<br />

Akt, betr. Aufstellung eines eigenen Rabbiners für Aufhausen<br />

<strong>und</strong> Oberndorf<br />

1765<br />

Vögelin, Tochter des Joseph Moyses zu Mönchsdeggingen, bittet<br />

mit ihrem Bräutigam Salomon von Aufhausen um Schutzaufnahme<br />

1769-1797<br />

Akt, betr. Gesuche von Juden zu Aufhausen um Schutzgeldnachlässe<br />

1771, 1780<br />

Akt, betr. den Handel <strong>und</strong> Wandel <strong>der</strong> Juden zu Aufhausen <strong>und</strong><br />

Oberndorf in dem wallersteinischen Landesanteil<br />

786


III.18.7a-1<br />

1775<br />

FÖWAH<br />

Konzept eines Schutzbriefes für die Juden zu Aufhausen<br />

1788<br />

Akt, betr. Bestrafung des Löw Salomon zu Aufhausen, u.a. wegen<br />

Betrug bei einem Haustausch<br />

1799<br />

Akt, betr. Klage des Löw Salomon von Aufhausen gegen Salomon<br />

Löw zu Mönchsdeggingen<br />

1801<br />

Akt, betr. Klage des Schutzjuden Jacob Weil zu Aufhausen gegen<br />

Jacob Hechinger zu Harburg<br />

1804<br />

Akt, betr. Heruntersetzung <strong>der</strong> Witwe des Löw Salomon zu Aufhausen<br />

auf das halbe Schutzgeld<br />

787


III.18.7a-2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: AUFHAUSEN - BURGAU; dabei u.a.:<br />

Aufhausen:<br />

ca. 20 Einzelakten (1805-1837), betr. auch Juden zu Oberndorf,<br />

Pflaumloch, Wallerstein, Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen;<br />

Enthält:<br />

Akt, betr. Juden-Schutzlosungs-Taxen <strong>der</strong> Oberämter Harburg,<br />

Wallerstein <strong>und</strong> Bal<strong>der</strong>n, mit mehreren Verzeichnissen <strong>der</strong> Judenfamilien<br />

(1806);<br />

Schutzbrief für die Judenschaften <strong>der</strong> Orte Wallerstein, Harburg,<br />

Pflaumloch, Deggingen <strong>und</strong> Aufhausen (1806);<br />

Verzeichnis, betr. Anzahl <strong>der</strong> Judenfamilien zu Aufhausen (1806);<br />

"Juden-Register von Aufhausen" (geb<strong>und</strong>en; 1806-1813, mit Nachträgen<br />

bis 1828);<br />

Akt, betr. Herberggeld, Gänse- <strong>und</strong> Kleppergel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Juden zu<br />

Aufhausen, Oberndorf <strong>und</strong> Pflaumloch (1828, 1836);<br />

Mehrere Akten, betr. Ummauerung des Begräbnisplatzes <strong>der</strong> Juden<br />

zu Aufhausen (1834-1837)<br />

<strong>Augsburg</strong>:<br />

Schreiben Kaiser Ludwigs, betr. Übertragung <strong>der</strong> Vogtei, Pflege<br />

<strong>und</strong> <strong>der</strong> Judensteuer zu <strong>Augsburg</strong> an die Grafen zu Oettingen<br />

(1329)<br />

Balgheim:<br />

Akt, betr. Profitnachsteuer <strong>der</strong> Juden (1763-1769);<br />

Enthält:<br />

Akten über die Schutzjuden Isaac Rebitzer <strong>und</strong> Mendel Samuel<br />

zu Oettingen, sowie über Levi Samuel zu Dittenheim<br />

Bissingen:<br />

Akt, betr. die in Schutz aufgenommenen Juden (1655)<br />

Buchau:<br />

Akt, betr. Bitte des Salomon Wallersteiner zu Buchau, seine<br />

Verwandtschaft in den fürstlichen Archiven recherchieren zu<br />

lassen (1844)<br />

Burgau:<br />

Akt, in Sachen Joseph, Jude von Burgau, gegen Wilhelm Konrad<br />

Schenck von Stauffenberg wegen Schulden (1653)<br />

788


III.18.7b-1<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: DEGGINGEN (I. Fasz.);<br />

Zahlreiche Einzelakten <strong>und</strong> Verzeichnisse (1671-1770), betr.<br />

Mönchsdeggingen <strong>und</strong> Harburg; dabei u.a.:<br />

1671-1740<br />

Aufnahme <strong>und</strong> Vermehrung <strong>der</strong> Judenschaften zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen;<br />

in Harburg: 1671 erstmals 11 Juden aufgenommen, bis 1739 insgesamt<br />

51 jüdische Haushalte genannt;<br />

in Mönchsdeggingen: 1686 vier, bis 1739 insgesamt 31 jüdische<br />

Haushalte genannt<br />

1725-1730<br />

Akt, betr. den erbetenen Konsens wegen Erbauung einer Judenschule<br />

zu Mönchsdeggingen<br />

1728<br />

Schreiben, betr. einer Torah-Prozession zu Mönchsdeggingen<br />

1729<br />

Akt, betr. die Erbauung <strong>der</strong> Juden-Synagoge (Schule) zu Mönchsdeggingen<br />

1730<br />

Inquisitions-Akt des wegen "Incestur" mit seiner Tochter eingekommenen<br />

Juden Abraham David zu Mönchsdeggingen<br />

1741- (1768)<br />

Akt, betr. die jüdischen Einwohner zu Mönchsdeggingen, in specie<br />

<strong>der</strong>en Aufnahme; Dabei:<br />

Gesuch des Seeligmann Jacob um Schutzaufnahme für seinen aus dem<br />

Neuburgischen vertriebenen Schwager Jacob Levi (1741);<br />

Gesuch des Schutzjuden Zacharias Veit zu Mönchsdeggingen um<br />

Schutzaufnahme für seinen Sohn Zacharias (1744);<br />

Schutzaufnahme für den Tochtermann des Schutzjuden Jacob Löw zu<br />

Mönchsdeggingen gegen 35 fl Konsensgeld (1767)<br />

1742<br />

"Consignation" <strong>und</strong> "Sortten-Zettel" über die bei dem Juden Hessel<br />

zu Mönchsdeggingen vorgef<strong>und</strong>enen Silber- <strong>und</strong> an<strong>der</strong>e Waren, sowie<br />

die im Haus vorgef<strong>und</strong>enen Gel<strong>der</strong><br />

1743<br />

Schreiben des Grafen zu Oettingen-Oettingen <strong>und</strong> Oettingen-Wallerstein,<br />

betr. des Schutzjuden Hessel zu Mönchsdeggingen;<br />

Enthält: sieben hebräische Schriftstücke (Heiratsbriefe <strong>und</strong><br />

an<strong>der</strong>e Urk<strong>und</strong>en)<br />

789


III.18.7b-1<br />

1743<br />

FÖWAH<br />

Akt, daß <strong>der</strong> Rabbiner zu Wallerstein als Landrabbiner erkannt<br />

<strong>und</strong> daher auch die oetting-oettingische Judenschaft zu Harburg<br />

<strong>und</strong> Mönchsdeggingen unter ihm stehen soll<br />

1745-1770<br />

Umfangreicher Akt, betr. Schutz- <strong>und</strong> Konsensgeld-Mo<strong>der</strong>ationen<br />

<strong>und</strong> Nachlässe <strong>der</strong> Juden zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen<br />

790


III.18.7b-2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: DEGGINGEN (I. Fasz.);<br />

Zahlreiche Einzelakten (1749-1770), betr. Mönchsdeggingen <strong>und</strong><br />

Harburg; dabei u.a.:<br />

1749<br />

Akt, betr. Errichtung von Rabbinats-Schranken in Mönchsdeggingen<br />

1749<br />

Akt, betr. die den Juden zu Mönchsdeggingen erteilte Erlaubnis,<br />

in den Gassen Schranken setzen zu dürfen<br />

1750<br />

Akt, betr. die von Seiten <strong>der</strong> Regierung angeordnete Wahl eines<br />

neuen Landrabbiners<br />

1753- (1783)<br />

Akt, betr. Judenschutzgeld-Register;<br />

Enthält mehrere Verzeichnisse, u.a.:<br />

Juden zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen <strong>und</strong> <strong>der</strong>en jeweils bezahlte<br />

Schutzgel<strong>der</strong> (1754);<br />

Wieviel <strong>und</strong> welche Judenfamilien in Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen<br />

vorhanden sind (1786, 1788)<br />

1756<br />

Akt, betr, Untersuchung gegen den Juden Meyerle zu Mönchsdeggin-<br />

gen wegen einer vorgekommenen Beraubung zu Blindheim<br />

1756-1770<br />

ca. 75 Einzelakten, betr. die neue Schutzlosung <strong>der</strong> Juden zu<br />

Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen <strong>und</strong> die Erteilung <strong>der</strong> Schutzbriefe<br />

von 1760 bis 1769 <strong>und</strong> von 1770 bis 1779;<br />

Enthält auch: Schutzbrief <strong>der</strong> wallersteinischen Juden zu Waller-<br />

stein <strong>und</strong> Pflaumloch von 1757, sowie mehrere Verzeichnisse<br />

791


III.18.7c-1<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: DEGGINGEN (II. Fasz.);<br />

Zahlreiche Einzelakten (1762-1806), betr. Mönchsdeggingen <strong>und</strong><br />

Harburg; dabei u.a.:<br />

(1760), 1762-1779<br />

Akt, betr. Judenschutz zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen;<br />

Enthält:<br />

Drei Schutzbriefe von 1760 auf neun Jahre für die Juden zu<br />

Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen;<br />

Abän<strong>der</strong>ung des Schutzbriefes (1762)<br />

1764-1767<br />

Umfangreicher Akt, betr. Streitigkeiten <strong>der</strong> gemeinen Judenschaft<br />

zu Mönchsdeggingen mit dem Juden Seeligmann von ebenda (Fasz.I);<br />

Enthält:<br />

Beschwerde wi<strong>der</strong> den Seeligmann in puncto Indemnisationis,<br />

Untersuchungen, Protokolle u.a.<br />

1767-1768<br />

Akt, betr. Streitigkeiten <strong>der</strong> gemeinen Judenschaft zu Mönchsdeggingen<br />

mit dem Juden Seeligmänn von ebenda (Fasz.II);<br />

Enthält:<br />

For<strong>der</strong>ung des Juden Joseph Gibel gegen die Erben des Seeligmann<br />

Jacob;<br />

Mehrere Schreiben, betr. den Haupterben Mayer Marx<br />

1767, (1768)<br />

Akt, in Sachen Judengemeinde zu Mönchsdeggingen gegen Seeligmann-<br />

Erben, bzw. gegen den Haupterben Mayer Marx, u.a. betr. einer<br />

Stiftung;<br />

Enthält:<br />

Bittgesuch <strong>der</strong> Judengemeinde, die ratifizierten Seeligmännischen<br />

Indemnisations-Gel<strong>der</strong> verteilen zu dürfen (wird abgelehnt)<br />

1767-1773<br />

Akt, betr. den Besitz von Judenhäusern in Mönchsdeggingen<br />

1768<br />

Akt, betr. den attentierten Selbstmord <strong>der</strong> Jüdin Beselin zu<br />

Mönchsdeggingen<br />

1780-1781<br />

Akt, betr. <strong>der</strong> Anzahl <strong>der</strong> Judenfamilien zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen;<br />

Enthält Verordnung, daß in Zukunft in Harburg nicht mehr als<br />

56 <strong>und</strong> in Mönchsdeggingen allerhöchstens 34 Judenfamilien wohnen<br />

sollen<br />

792


III.18.7c-1<br />

1785-1786<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Gesuch <strong>der</strong> Juden-Barnossen Isaac Alexan<strong>der</strong> zu Harburg<br />

<strong>und</strong> Moses Seeligmann zu Mönchsdeggingen, daß einige Juden von<br />

weiterem Konsensgeld befreit werden<br />

1786<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Judenfamilien zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen,<br />

<strong>der</strong>en Vermögen <strong>und</strong> Schutzgeld;<br />

in Harburg: 57 1/2 Familien <strong>und</strong> 14, welche als keine Familie zu<br />

betrachten sind;<br />

in Mönchsdeggingen: 36 1/2 Familien <strong>und</strong> 6, welche als keine<br />

Familie zu betrachten sind<br />

1788-1792<br />

Mehrere Akten, betr. die <strong>zur</strong> Schanzarbeit kondemnierten Juden<br />

Salomon Nathan <strong>und</strong> Benjamin Levi von Mönchsdeggingen, sowie die<br />

auf sie ergangenen Kosten<br />

1792<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Schutzjuden zu Mönchsdeggingen: insgesamt 33<br />

Familien mit einem jährlichen Schutzgeld von 206 fl <strong>und</strong> einem<br />

Vermögen von 17.800 fl genannt<br />

1792<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Juden zu Harburg (78) <strong>und</strong> Mönchsdeggingen (38)<br />

1802<br />

Akt, betr. Streitigkeiten zwischen den beiden Barnossen Salomon<br />

Löw <strong>und</strong> Hirsch Jacob gegen den Simon Levi zu Mönchsdeggingen<br />

wegen ihrer Absetzung als Barnossen<br />

1802<br />

Beschwerde <strong>der</strong> Juden zu Mönchsdeggingen gegen ihre Barnossen<br />

<strong>und</strong> Aufstellung neuer Barnossen;<br />

Enthält namentliche Abstimmungsliste <strong>der</strong> Juden, wer für die alten<br />

Barnossen ist, <strong>und</strong> wer neue Barnossen haben will<br />

793


III.18.7c-2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: DEGGINGEN (II. Fasz.) UND<br />

EDERHEIM; dabei u.a.:<br />

Deggingen:<br />

Mehrere Einzelakten (1807-1847), betr. Juden zu Mönchsdeggingen,<br />

Harburg <strong>und</strong> Wallerstein;<br />

Enthält:<br />

Register über die vorhandenen Schutzjuden zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen<br />

von 1807 an (geb<strong>und</strong>en);<br />

Mehrere Akten, betr. Hüttenlaub- <strong>und</strong> Maienabgabe an die Judengemeinde<br />

zu Mönchsdeggingen, auch Holz- <strong>und</strong> Laubgeld (1823-1846);<br />

Akt, betr. Streit mit den Judengemeinden von Mönchsdeggingen<br />

<strong>und</strong> Wallerstein wegen Abgaben (1832); dabei: Aktenverzeichnis,<br />

betr. die Verhältnisse <strong>der</strong> Juden (1329-1808);<br />

Akt, betr. Streit mit <strong>der</strong> Judengemeinde Mönchsdeggingen wegen<br />

gesetzlich nicht begründeter Abgaben (1832);<br />

Akt, betr. Verweigerung von Gefälle durch die Judengemeinden<br />

Mönchsdeggingen <strong>und</strong> Wallerstein (1832/33);<br />

Akt, betr. Abgaben <strong>der</strong> Juden, beson<strong>der</strong>s zu Mönchsdeggingen<br />

(1832-1839); dabei: Aktenverzeichnis, betr. die Verhältnisse<br />

<strong>der</strong> Juden (1319-1808);<br />

Akt, betr. die Ansässigmachung von Juden ohne Matrikel in<br />

Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen (1833-1842);<br />

Akt, betr. Judenschaft-Rezeptionsgeld, u.a. für die Juden Nathan<br />

Levi Hoechstetter, Bernhard Hoechstetter <strong>und</strong> Isaac Löw Waizfel<strong>der</strong><br />

von Mönchsdeggingen (1834/35);<br />

Akt, betr. die Bildung einer Gesellschaft durch die Juden zu<br />

Mönchsdeggingen (1836/37);<br />

Akt, betr. <strong>der</strong> Bestellung eines Rabbiners in Mönchsdeggingen<br />

(1838);<br />

Akt, betr. Schuld des fürstlichen Hauses an die jüdische Almosenpflege<br />

zu Mönchsdeggingen (1847)<br />

E<strong>der</strong>heim:<br />

Mehrere Einzelakten (1678-1790), betr. Juden zu E<strong>der</strong>heim <strong>und</strong><br />

Höchstädt; Enthält:<br />

Akt, betr. die Verhältnisse <strong>der</strong> Juden zu E<strong>der</strong>heim (1678/79);<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Juden Samuel <strong>und</strong> <strong>der</strong> von Höchstädt<br />

nach E<strong>der</strong>heim gezogenen Juden David Kuhn <strong>und</strong> Jacob Levi (1683,<br />

1685);<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme einiger Juden zu E<strong>der</strong>heim (1683-1695);<br />

Akt, betr. Barnossenschaft zu E<strong>der</strong>heim, <strong>und</strong> die Nachsteuer bei<br />

Ausheiratung <strong>der</strong> dortigen Judenkin<strong>der</strong> (1688);<br />

Akt, betr. zwei neue Judenhäuser an <strong>der</strong> Straße gegen Nördlingen<br />

sowie die zu E<strong>der</strong>heim vorgehabte Aufbauung einer Judenschule<br />

durch die Frau von Elster (1729-1736);<br />

Akt, betr. den vorhabenden Bau einer Synagoge zu E<strong>der</strong>heim (1736);<br />

Umfangreicher Akt, betr. den Juden Salomon Isaak von E<strong>der</strong>heim<br />

<strong>und</strong> dessen zu Ulm begangenen Juwelen-Diebstahl (1741/42);<br />

Akt, betr. Inquisitionssache des Juden Hirsch Falck, Schulklopfer<br />

zu E<strong>der</strong>heim, <strong>und</strong> seiner Stieftochter Judel in punct "incestus"<br />

(1773);<br />

Akt, betr. den Einbruch in die Synagoge zu E<strong>der</strong>heim (1790)<br />

794


III.18.8a-1<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: EHRINGEN - HARBURG; dabei u.a.:<br />

Ehringen:<br />

Akt, betr. die Aufnahme <strong>der</strong> vertriebenen Juden Mauschi Hayum<br />

<strong>und</strong> Hirsch Behr mit ihren Familien zu Ehringen (1727)<br />

Hainsfarth:<br />

Mehrere Einzelakten, u.a.:<br />

Schutzgeldnachlaß für den Juden Mendle Hirsch zu Hainsfarth,<br />

in Anbetracht seiner abgebrandten Behausung (1733);<br />

Akt, betr. den nach Harburg gebrachten <strong>und</strong> von dort nach Hains-<br />

farth überführten Abraham Jacob, Jude von Hainsfarth (1808-1810);<br />

dabei: zwei Reisepässe für denselben, gültig auf drei bzw. vier<br />

Monate, ausgestellt für Reisen nach Kriegshaber <strong>und</strong> Hohenems<br />

<strong>und</strong> nach Oberschwaben<br />

Harburg:<br />

Zahlreiche Einzelakten (1672-1854), betr. auch Donauwörth;<br />

Enthält u.a.:<br />

1672, 1745<br />

Akten, betr. Begräbnisplatz <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg<br />

1679-1683<br />

Akt, betr. Verhältnisse <strong>und</strong> Abgaben <strong>der</strong> Juden zu Harburg<br />

1686-1693<br />

Akt, das Ansuchen <strong>der</strong> Bürgerschaft zu Harburg, den Markt von<br />

<strong>der</strong> Judenschaft zu "liberiren" <strong>und</strong> das Einstand-Recht bei den<br />

von Juden erkauften Häusern zu Harburg betr.<br />

1695-1804<br />

Akt, betr. Synagoge (Judenschule) zu Harburg;<br />

Enthält:<br />

Konzession <strong>zur</strong> Erbauung <strong>der</strong>selben (1695);<br />

Gutachten wegen <strong>der</strong> aufzubauenden Judenschule (1720);<br />

Den von <strong>der</strong> Judenschaft zum Aufbau einer Synagoge erbetenen<br />

Konsens (1695-1753);<br />

Erbauung <strong>und</strong> Erweiterung <strong>der</strong> Synagoge (1753);<br />

Die von <strong>der</strong> Judenschaft vorhabende öffentliche Prozession mit<br />

lautem Gebet <strong>und</strong> Musik wegen eines neu gestifteten "Decalogum"<br />

(1801/04)<br />

1731-1733<br />

Akt, betr. Hochzeiten <strong>und</strong> Schutzgeld <strong>der</strong> Juden zu Harburg;<br />

Enthält mehrere Belege über stattgef<strong>und</strong>ene Hochzeiten<br />

795


III.18.8a-1<br />

Harburg:<br />

1737<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Untersuchung gegen den Juden Beer Heilbronner zu<br />

Harburg wegen einem betrügerischen Streich bei Einwechslung<br />

von gestohlenen Carolinen in Donauwörth<br />

1760<br />

Umfangreicher Akt, betr. den an dem Schutzjuden Hirsch Model<br />

Neuburger zu Harburg verübten Mord<br />

1779<br />

Akt, betr. des, <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg verbotenen Handels<br />

<strong>und</strong> Gewerbs in <strong>der</strong> Stadt Donauwörth<br />

1786<br />

Akt, ob den Juden, die in Harburg Häuser bauen wollen, ein<br />

Platz hierzu angewiesen werden könnte<br />

1786<br />

Akt, wieviel Judenfamilien von allen Gattungen <strong>der</strong>zeit in Harburg<br />

seien, <strong>und</strong> wieviele nach dem jüngsten Schutzbrief dort<br />

sein sollen<br />

1786<br />

Akt, betr. den, den Harburger Juden von <strong>der</strong> Stadt Donauwörth<br />

untersagten Handel, mit Ausnahme <strong>der</strong> Jahrmärkte<br />

1788<br />

Akt, betr. die Erlaubnis zum Handel in Donauwörth für die Harburger<br />

Schutzjuden Simon Beer Heilbronner, Isaac Liebermann,<br />

Hof- <strong>und</strong> Salzfaktor, <strong>und</strong> Isaias Simon Pappenheimer<br />

1793<br />

Akt, betr. Auf- <strong>und</strong> Verkauf von Häusern durch die Harburger<br />

Juden Löw Lemle, Isaac Liebermann <strong>und</strong> Alexan<strong>der</strong> Beer<br />

1813<br />

Akt, betr. eine gegen den Hoffaktor Hechinger von Harburg beim<br />

Untergericht Maihingen anhängige Streitsache wegen Konsensgeldfor<strong>der</strong>ungen<br />

796


III.18.8a-1<br />

Harburg:<br />

1828-1837<br />

FÖWAH<br />

Mehrere Akten, betr. Neujahrs- <strong>und</strong> Messpräsente von <strong>der</strong> Judenschaft<br />

in Harburg an einen jeweiligen Beamten, sowie Präsente<br />

<strong>der</strong> Juden <strong>zur</strong> Nördlinger Messe<br />

1828-1854<br />

Umfangreicher Akt, betr. Streitsache <strong>der</strong> Judengemeinde Harburg<br />

wegen Erhebung angeblich nicht begründeter Gefälle;<br />

Enthält: Protokoll mit Namensliste <strong>der</strong> Juden (1852)<br />

1830-1846<br />

Akt, betr. Bezug des Judenbegräbnisgeldes<br />

1831-1840<br />

Mehrere Akten, betr. Bittgesuch um käufliche Überlassung von<br />

1/2 Morgen Acker <strong>zur</strong> Erweiterung des Begräbnisplatzes <strong>der</strong> Judenschaft<br />

zu Harburg, bzw. Erweiterung durch ein eingetauschtes<br />

herrschaftliches Gr<strong>und</strong>stück<br />

1833-1834<br />

Akt, betr. Bezug von Konsensgel<strong>der</strong>n<br />

1836<br />

Akt, betr. Beitrag des Isaac Rö<strong>der</strong> zu Harburg zum Herberggeld<br />

armer Juden<br />

1843<br />

Akt, betr. Erlaubnis für die Judenschaft zu Harburg, ihren<br />

Leichenwagen im herrschaftlichen Schloß unterbringen zu dürfen<br />

797


III.18.8a-2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAPTEN NACH ORTSCHAFTEN: KLEINERDLINGEN - LÖPSINGEN;<br />

dabei u.a.:<br />

Kleinerdlingen:<br />

Mehrere Einzelakten (1668-1802), u.a.:<br />

1710, (1711)<br />

Umfangreicher Akt ad Criminalis <strong>und</strong> Differenzen mit Oettingen-<br />

Spielberg wegen des Juden Schweizers Sohn, Salmele, zu Kleinerdlingen,<br />

welcher sich "de furto" verdächtig gemacht hat <strong>und</strong> weggebracht<br />

wurde<br />

1717<br />

Akt, betr. den in Dillingen inhaftierten Juden Isaac Veit Weil,<br />

von Kleinerdlingen gebürtig <strong>und</strong> Sohn des sogenannten Schweizer<br />

Juden<br />

1725<br />

Umfangreicher Akt, betr. des Commenthurischen Schutzjuden Samuel<br />

zu Kleinerdlingen <strong>und</strong> des fürstlich oettingischen Juden Jamele<br />

(1749), 1753<br />

Akt, betr. des Juden Löw Monheimer zu Kleinerdlingen<br />

1783-1784<br />

Akt, betr. Aufenthalt <strong>der</strong> verunglückten Kleinerdlinger Juden in<br />

Pflaumloch<br />

1802<br />

Akt, betr. Untersuchung <strong>und</strong> Bestrafung des Michael Lauters von<br />

Kleinerdlingen wegen gewagten Angriffen auf den Juden Abraham<br />

David von Pflaumloch<br />

Löpsingen:<br />

Schreiben, betr. <strong>der</strong> Juden in Löpsingen (1727)<br />

798


III.18.8b-1<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: MAIHINGEN - NÖRDLINGEN; dabei u.a.<br />

Maihingen:<br />

Akt, betr. Schutznie<strong>der</strong>lassung von Juden im Ort Maihingen (1655);<br />

u.a.: Jacob Juden aus dem Bistum Bamberg<br />

Mainz :<br />

Akt, betr. den zu Neresheim inhaftierten Friedrich Christian<br />

Demuth, getaufter Jude von Mainz gebürtig (1757/58);<br />

Enthält auch mehrere Pässe<br />

Marktbreit:<br />

Akt, betr. Bittschrift des Schutzjuden Hirsch Benjamin Kohn zu<br />

Harburg, um eine Empfehlung <strong>zur</strong> Erhaltung <strong>der</strong> Landrabbinerstelle<br />

in Marktbreit (1791)<br />

Marktoffingen:<br />

Verordnung des Grafen zu Oettingen, wie die Untertanen zu Marktoffingen<br />

ihre Judenschulden bezahlen sollen (1524)<br />

Neresheim:<br />

ca. 20 Einzelakten, dabei auch Verzeichnisse; u.a.:<br />

Bericht, betr. Beschwerde wegen <strong>der</strong> Roßweide <strong>und</strong> dem zu bezahlenden<br />

Hirtengeld <strong>der</strong> Juden zu Neresheim (1592);<br />

Schutzbrief für die Juden zu Neresheim (1595);<br />

Vergleich (hebräisch) zwischen den beiden Juden Koppel zu Neresheim<br />

<strong>und</strong> Abraham Levi zu Wallerstein (1607);<br />

Judenschutzaufnahmen <strong>und</strong> Schutzgel<strong>der</strong> zu Neresheim (1654-1657);<br />

Schreiben, betr. Beherbergung frem<strong>der</strong> Juden (1656)<br />

Nördlingen:<br />

Mehrere Einzelakten (1324-1768), betr. auch Ulm;<br />

Enthält u.a.:<br />

König Ludwigs Brief um 1000 Pf<strong>und</strong> Heller auf die Judensteuer zu<br />

Ulm <strong>und</strong> Nördlingen (1324);<br />

Kaiser Ludwigs Brief um 600 Pf<strong>und</strong> Heller auf die Judensteuer zu<br />

Nördlingen (1345);<br />

Zwei Briefe König Karls (IV.) um 1000 <strong>und</strong> 2000 Pf<strong>und</strong> Heller auf<br />

die Judensteuer zu Ulm <strong>und</strong> Nördlingen (1347);<br />

Brief desselben um 600 Pf<strong>und</strong> Heller auf die Judensteuer zu Nördlingen<br />

(1347);<br />

Bestätigungsbriefe von König Ruprecht <strong>und</strong> König Sigism<strong>und</strong> über<br />

die Judensteuer zu Ulm <strong>und</strong> Nördlingen (1407, 1418)<br />

799


III.18.8b-2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: OBERDORF (I. Fasz.)<br />

Zahlreiche Einzelakten (1615-1796); dabei u.a.:<br />

1654-1754<br />

Akt, betr. Schutzaufnahmen zu Oberdorf<br />

1654-1796<br />

Akt, betr. Judenschutzaufnahmen <strong>und</strong> -entlassungen zu Oberdorf<br />

1656<br />

Akt, betr. Gänsegeld <strong>der</strong> Juden zu Oberdorf<br />

1721<br />

Akt, betr. das Rabbineramt zu Oberdorf<br />

1719, 1728, 1735/36<br />

Akt, betr. Schutzbriefe für die Judenschaft zu Oberdorf<br />

1742, 1752, 1761<br />

Schutzbriefe für die Judenschaften zu Wallerstein, Pflaumloch<br />

<strong>und</strong> Oberdorf<br />

800


III.18.8c-1<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: OBERDORF (II. Fasz.)<br />

Zahlreiche Einzelakten (1767-1835), betr. auch Aufhausen;<br />

dabei u.a.:<br />

1767-1799<br />

Akt, betr. Judenschutzaufnahmen in Oberdorf;<br />

Enthält:<br />

Bittgesuch des Schutzjuden Isaac Hayum zu Oberdorf, um Schutzaufnahme<br />

seines Tochtermanns Lazarus Bahr von Oettingen (1771)<br />

1768, 1778<br />

Konzepte für Schutzbriefe <strong>der</strong> Juden zu Oberdorf<br />

1770-1800<br />

Zahlreiche Akten, betr. Gesuche von Juden zu Oberdorf um Herabsetzung<br />

<strong>der</strong> Schutzgel<strong>der</strong>;<br />

Dabei auch: mehrere hebräische Schriftstücke sowie Verzeichnisse<br />

1771<br />

Akt, betr. Bittgesuch des Kabinettfaktors <strong>und</strong> Schutzjuden Issac<br />

Hayum zu Oberdorf um Schutzaufnahme seines Tochtermanns Lazarus<br />

Bähr von Oettingen<br />

1798<br />

Akt, betr. Aufstellung <strong>der</strong> Barnossen zu Oberdorf<br />

1798<br />

Schutzbrief für die Juden zu Oberdorf<br />

1802<br />

"Judenschaften zu Oberndorf <strong>und</strong> Aufhausen";<br />

Enthält den Steuerbezug <strong>der</strong> genannten Judenschaften<br />

1803-1814<br />

Steuerbezug <strong>der</strong> "Judenschaften zu Oberndorf <strong>und</strong> Aufhausen"<br />

(geb<strong>und</strong>en)<br />

801


III.18.8c-2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: OETTINGEN; dabei u.a.:<br />

1610<br />

Akt, betr. den, wegen seines in Oettingen verübten Diebstahls<br />

<strong>und</strong> eingelegten Feuers halben hingerichteten Juden, <strong>der</strong> lange<br />

Jacob genannt<br />

1660<br />

Bitte des Juden Hirsch Hänle um Ausschaffung <strong>der</strong> sich zu Wallerstein<br />

aufhaltenden Juden von seiner Gegenpartei<br />

1668<br />

Akt, betr. Verhör des Schutzjuden Salomon zu Oettingen<br />

1674-1675<br />

Akt, betr. Differenzen zwischen Oettingen-Spielberg <strong>und</strong> Oettingen-<br />

Oettingen wegen <strong>der</strong> Judenschaft, in specie Hänlen Uhlmann betr.,<br />

Schutzjude zu Oettingen<br />

1699<br />

Akt, betr. Schutzaufnahmen <strong>der</strong> Juden Ephraim Löw, Moises Leve<br />

<strong>und</strong> Benjamin in Oettingen<br />

1731<br />

Akt, betr. die Juden Oppenheimer zu Oettingen wegen For<strong>der</strong>ung<br />

1731-1732<br />

Akt, betr. Schutzgel<strong>der</strong> <strong>der</strong> Juden Wolf Michael, Meyer Isaac<br />

<strong>und</strong> Joseph Moyses, <strong>der</strong> als Schulmeister <strong>und</strong> Schächter nach Heidenheim<br />

weggezogen ist<br />

1788<br />

Verzeichnis, <strong>der</strong> in Oettingen unter <strong>der</strong> Judengemeinde im Jahre<br />

1788 Neugeborenen (10), "Copulirten" (4) <strong>und</strong> Verstorbenen (9);<br />

Druck<br />

802


III.18.9a-l<br />

FÖWAH<br />

DANIEL OPPENHEIMER, MÜNZJUDE ZU OETTINGEN;<br />

(1674, 1695) 1696<br />

Personalakt des Daniel Oppenheimer, mit 186 Blättern;<br />

Enthält u.a.:<br />

Bestallung <strong>und</strong> Instruktion des Münzjuden Daniel Oppenheimer zu<br />

Oettingen (1674);<br />

Verzeichnisse, was Daniel Oppenheimer <strong>und</strong> an<strong>der</strong>en Münzjuden aus<br />

Fürth, Nürnberg, <strong>Augsburg</strong> <strong>und</strong> Pfersee ab 1673 an Reichstaler,<br />

Gulden, Ducaten, Groschen <strong>und</strong> an<strong>der</strong>em geliefert wurde (1695/96);<br />

Schreiben des Daniel Oppenheimer an seinen Vetter Samuel <strong>und</strong><br />

seinen Tochtermann Moyses Oppenheimer (1696);<br />

"Facti Species, o<strong>der</strong> gründlicher Bericht <strong>und</strong> Information In<br />

Sachen Ischi Juden zum Schwerdt/& Consorten/Appellationis, Contra<br />

Daniel Oppenheim/Fürstlichen Oettingischen Hof-Juden in Oettingen.<br />

Eine vermeinte Praetension a 4666. Reichsthaler/60. kr. betref-<br />

fendt" (Druck)<br />

1696-1711<br />

Akt, die Jud Oppenheimer-Heidelberg'sche Schuldfor<strong>der</strong>ung an<br />

Oettingen-Oettingen betr., mit 468 Blättern;<br />

Enthält u.a.:<br />

Schreiben des Daniel Oppenheimer wegen <strong>der</strong>, bei <strong>der</strong> fürstlich<br />

oettingischen Kammer zu for<strong>der</strong>n haben<strong>der</strong> 1100 fl (1691);<br />

Interzession-Schreiben von Churpfalz, vor Daniel Oppenheimer<br />

Jud zu Heidelberg, wegen dessen bei <strong>der</strong> fürstlich oettingischen<br />

Kammer habenden Schuldfor<strong>der</strong>ung (1691);<br />

Berechnung, was Daniel Oppenheimer nach übernommener Bezahlung<br />

bei <strong>der</strong> fürstlich oettingischen Kammer noch zu for<strong>der</strong>n hat (1692);<br />

Abrechnung mit Daniel Oppenheimers Erben über ihre, bei <strong>der</strong><br />

fürstlich oettingischen Rentkammer habende For<strong>der</strong>ung (1703);<br />

Schreiben des Gerson Oppenheimer, churpfälzischer Schutzjude zu<br />

Neuburg, daß sein verstorbener Vater Daniel Oppenheimer im<br />

Jahre 1682 <strong>der</strong> fürstlich oettingischen Rentkammer 6000 fl geliehen<br />

hat, mit <strong>der</strong> Bedingung, daß seine vier noch ledigen<br />

Kin<strong>der</strong> - Gerson <strong>und</strong> die drei Schwestern Zibora, Margam <strong>und</strong> Sara -<br />

bei ihrer Verheiratung jeweils 1500 fl erhalten sollten, die<br />

Gerson für seine Person nun quittiert (1706);<br />

"Instrumentum" über die an Daniel Oppenheimers Witwe <strong>und</strong> Erben<br />

Schuld (1708)<br />

803


III.18.9a-2<br />

FÖWAH<br />

JUDENSCHAFTEN NACH ORTSCHAFTEN: PFLAUMLOCH - UTZMEMMINGEN;<br />

dabei u.a.:<br />

Pflaumloch:<br />

Zahlreiche Einzelakten (1566-1837), betr. auch Wallerstein,<br />

Kleinerdlingen, Hürben <strong>und</strong> Hainsfarth;<br />

Enthält u.a.:<br />

1625<br />

Akt, Joseph Trabers, Juden von Hürben bei Krumbach, Captivation<br />

zu Pflaumloch betr.<br />

1727<br />

Schutzlosung für die Judenschaft zu Pflaumloch <strong>und</strong> Wallerstein<br />

(1762-1776), 1771<br />

Akt, betr. Juden-Schutzlosung zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch;<br />

dabei: Liste von 1776 über die armen Judenfamilien zu Wallerstein<br />

(24 Familien) <strong>und</strong> Pflaumloch (5 Familien)<br />

1779<br />

Beschreibung <strong>der</strong> Judenfamilien zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch<br />

1779 (-1788)<br />

Konzept des oettingen-wallersteinischen Judenschutzbriefes für<br />

Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch pro 1779 bis 1788;<br />

Schutzbrief vom 21. Februar 1779 bis dahin 1788 auf neun Jahre<br />

(Abschrift; geb<strong>und</strong>en)<br />

1786, 1792<br />

Verzeichnisse <strong>der</strong> Judenfamilien zu Pflaumloch <strong>und</strong> Wallerstein;<br />

1792 in Wallerstein: 41 1/2 Familien, darunter vier Kleinerdlinger<br />

Familien; mit 37 1/2 also noch 1/2 Familie unter <strong>der</strong> bisher<br />

festgesetzten Zahl von 38 Judenfamilien; Schätzung in Wallerstein<br />

57850 fl, Schutzgeld 374 fl 45 kr;<br />

(Verzeichnis von 1786: verblichen)<br />

1794<br />

Gutachten über die Erinnerungen, welche die Juden-Barnossen zu<br />

Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch zu dem neuen Schutzbrief gemacht<br />

haben<br />

804


III.18.9a-2<br />

Pflaumloch:<br />

FÖWAH<br />

1803-1814<br />

"Juden-Bezugs-Register von Pflaumloch" (geb<strong>und</strong>en)<br />

1808<br />

Akt, betr. den bei Pflaumloch an einem Juden verübten Raub<br />

1837<br />

Akt, betr. Gesuch des Moses Löw Aufhauser aus Hainsfarth um<br />

das Besitzrecht in Pflaumloch<br />

Steinhart:<br />

1560<br />

Zwei Schreiben, betr. die Ausschaffung <strong>der</strong> Juden zu Steinhart<br />

805


III.18.9b-1<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: JUDENSCHAFT IM ALLGEMEINEN UND JUDENKONTRAKT-<br />

PROTOKOLLE (1660-1663); ca. 40 Einzelakten; dabei u.a.:<br />

1616<br />

Attestat <strong>der</strong> Regierung von Oettingen-Wallerstein, nach welchem<br />

die Judenschaft zu Wallerstein vier Gänse zu liefern schuldig ist<br />

1654<br />

Akt, betr. eines zu Nürnberg verhafteten Mör<strong>der</strong>s, welcher innerhalb<br />

von zwei Jahren mit vier Kameraden 46 Mordtaten verübt zu<br />

haben bekennt, darunter zwei Juden zu Wallerstein<br />

1660-1663<br />

Judenkontraktprotokoll von Wallerstein (geb<strong>und</strong>en);<br />

das sehr ausführliche Protokoll betr. auch Juden zu Pflaumloch,<br />

Oettingen u.a.<br />

1668-1696<br />

Akt, betr. Streit <strong>der</strong> Bürgerschaft zu Wallerstein gegen die<br />

dortige Judenschaft, u.a. wegen <strong>der</strong> Gemeindegerechtigkeiten<br />

(1675-) 1678<br />

Akt, betr. Streitsache <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein gegen vier<br />

zu Nördlingen sich aufhaltende Juden: Mausche Oppenheimer, Mendle<br />

Hirsch, Löw Neresheimer <strong>und</strong> Ephraim Modl<br />

1679<br />

Akt, betr. die Feierlichkeit bei Übertragung <strong>der</strong> fünf Bücher<br />

Moses in die Synagoge <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein (Protokoll)<br />

1685, (1686)<br />

Verhandlung mit Wemding <strong>und</strong> Nördlingen, wegen einer unter <strong>der</strong><br />

Judenschaft zu Wallerstein grassieren sollenden Seuche<br />

1712<br />

Verordnung <strong>und</strong> Akt, die den Juden zu Wallerstein anbefohlene<br />

Reparatur ihrer Häuser betr.<br />

1720<br />

Akt, betr. die Erbauung des Juden-Bettelhauses zu Wallerstein<br />

1729<br />

Akt, die dem Juden Heli Moises zu Wallerstein von einem Landbru<strong>der</strong><br />

zugefügte Verw<strong>und</strong>ung <strong>und</strong> nachgesuchten Schadensersatz betr.<br />

806


III.18.9b-1<br />

1772<br />

FÖWAH<br />

Schreiben, betr. <strong>der</strong> Abgabe von einem Klafter Brennholz an den<br />

unlängst getauften Juden Carl Ernst Christmann<br />

1776<br />

Akt, betr. den Vermögens-Verfall <strong>der</strong> Judenfamilien zu Wallerstein<br />

1781<br />

Akt, betr. Beschwerde <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein gegen einen<br />

Juden von Ichenhausen, wegen unerlaubtem Gebrauch <strong>der</strong> sogenannten<br />

Hausierzettel<br />

1785<br />

Akt, betr. Vorstellung <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein, wegen <strong>der</strong><br />

im letzten Schutzbrief bestimmten Anzahl von 38 Judenfamilien<br />

1801<br />

Akt, betr. For<strong>der</strong>ung von 203 fl <strong>der</strong> Juden Mendel <strong>und</strong> Cons. zu<br />

Wallerstein an die bal<strong>der</strong>ische Regierung wegen einer Pferdelieferung<br />

1805<br />

Akt, betr. die vorgegangene Übervorteilung bei <strong>der</strong>, von dem<br />

Schutzjuden Abraham Schmul zu Wallerstein an Salomon Nathan,<br />

Schutzjude zu Wassertrüdingen, gemachten Zession<br />

1806<br />

Liste <strong>der</strong> Juden zu Wallerstein; von den 66 genannten Juden stehen<br />

40 unter ganzem Schutz, vier bezahlen das halbe Schutzgeld, 19<br />

Juden bezahlen den Schutzgulden <strong>und</strong> drei Juden sind noch ohne<br />

Schutz<br />

1806<br />

Akt, betr. Konsensgeld von 110 fl des Hirsch Mendle des jüngeren,<br />

für seine Schutzaufnahme zu Wallerstein<br />

1827<br />

Bericht, betr. die von den Israeliten zu Wallerstein in Vorschlag<br />

gebrachte neue Gemeinde-Verfassung<br />

807


III.18.9b-1<br />

(1827-1835), 1832/1833<br />

FÖWAH<br />

Umfangreicher Akt, betr. Rechtsstreit <strong>der</strong> Judenschaft zu Waller-<br />

stein gegen das fürstliche Haus Oettingen-Wallerstein, wegen<br />

Gefällserhebungen;<br />

Enthält u.a.:<br />

Vollmacht von 44 namentlich genannten Juden zu Wallerstein für<br />

den Advokaten Greiner zu Ansbach in dem Rechtsstreite, welcher<br />

bei dem königlichen Appellationsgericht für den Rezatkreis zu<br />

Ansbach <strong>zur</strong> Sache <strong>der</strong> sämtlich in Wallerstein ansässigen jüdischen<br />

Familien, später namentlich Elkan Anschel Wassermann <strong>und</strong><br />

Cons., wi<strong>der</strong> das fürstliche Haus Oettingen-Wallerstein anhängig<br />

zu machen ist (1827);<br />

Klage in <strong>der</strong>selben Sache durch die Judengemeinden (Mönchs-)Deggingen<br />

<strong>und</strong> Harburg (1829);<br />

mehrere Urteile des königlichen Appellationsgerichtes zu Ansbach<br />

1830/1831, 1840<br />

Akt, betr. die auf die ehemalige Judenherberge in Wallerstein<br />

zu legenden Abgaben<br />

1837<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme <strong>der</strong> Juden in Wallerstein<br />

1854<br />

"Statuten für den israelitischen Cultus-Verein Wallerstein"<br />

(geheftetes Büchlein; vervielfältigt)<br />

808


III.18.9b-2<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: JUDENSCHAFT IM ALLGEMEINEN; dabei u.a.:<br />

1673-1687<br />

ca. 200 Einzelakten, betr. vier aus dem wallersteinischen Schutz<br />

nach Nördlingen gezogenen Juden;<br />

Enthält u.a.:<br />

Vermögens-Schatzung <strong>der</strong> vier Juden von 1673:<br />

Mendle Hirsch 17500 fl; Löw Neresheimer 28000 fl; Mausche<br />

Oppenheim 6600 fl <strong>und</strong> Ephraim Modi 5700 fl;<br />

Judeneid, 1677 abgelegt von dem Schutzjuden Ephraim Modl<br />

1789-1854<br />

Photokopien aus Jerusalem (Nachlaß: Karl Ludwig Löffler);<br />

Enthält:<br />

1789 März 8 Wallerstein<br />

Deutsche Übersetzung <strong>der</strong> hebräischen Rabbiner-Bestallung<br />

(5 Blätter)<br />

1827 Juni 14 Wallerstein<br />

Statuten <strong>der</strong> israelitischen Kultusgemeinde Wallerstein<br />

(58 Blätter)<br />

1854 Februar 21 Wallerstein<br />

Statuten für den israelitischen Cultus-Verein Wallerstein<br />

(13 Blätter)<br />

809


III.18.9c-1<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: JUDENREGISTER (1803/12), SYNAGOGENBAU UND RABBINER;<br />

dabei u.a.:<br />

(1653-) 1656<br />

Akt, betr. Streitsache des Schutzjuden Hayum zu Wallerstein<br />

gegen den vermeinten, noch nicht angenommenen o<strong>der</strong> konfirmierten<br />

Rabbiner Jacob Hirsch, wegen strittiger "Ceremonien" u.a.<br />

1715<br />

Schreiben, die Einführung eines neuen Rabbiners zu Wallerstein<br />

betr.<br />

1729-1730<br />

Akt, betr. die zwischen den Judenschaften zu Wallerstein, Pflaum-<br />

loch <strong>und</strong> Oberdorf entstandenen Zwistigkeiten, wegen Besoldung<br />

des Rabbiners<br />

1750-1773<br />

Akt, betr. die Anstellung von Rabbinern zu Wallerstein<br />

1789-1790<br />

Akt, betr. Wahl des Landrabbiners Ascher Löw zu Wallerstein, dann<br />

Erbauung einer Wohnung für denselben<br />

1789-1790<br />

Akten, betr. die Erbauung <strong>der</strong> Judensynagoge <strong>und</strong> einer Rabbinerwohnung<br />

zu Wallerstein;<br />

dabei: Berichte <strong>der</strong> Rentkammer <strong>und</strong> des Oberamtes Wallerstein<br />

hierzu<br />

(1789), 1797<br />

Akt, betr. Wohnung für einen Rabbiner <strong>und</strong> Vorsinger zu Wallerstein,<br />

sowie Beschwerde <strong>der</strong> dortigen Judengemeinde gegen ihren<br />

Rabbiner Ascher Löw wegen Abän<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> "Ceremonien"<br />

1790<br />

Akt, betr. Differenzen mit Wallerstein wegen des, von den Judengemeinden<br />

zu Aufhausen <strong>und</strong> Oberdorf gefor<strong>der</strong>ten Beitrags <strong>zur</strong><br />

Synagoge <strong>und</strong> Rabbinerwohnung in Wallerstein<br />

1796<br />

Akt, betr. die in <strong>der</strong> "Judenschul" zu Wallerstein beinahe ausgebrochene<br />

Feuersbrunst<br />

810


III.18.9c-1<br />

1803-1812<br />

FÖWAH<br />

Juden-Register vom Markt Wallerstein (geb<strong>und</strong>en);<br />

betr. u.a. die Juden:<br />

Löw Jacob, Witwe des Simon Löw, Schulklopfer, Witwe des Isaac<br />

Liebermann, Hirsch David, Hayum Löw, Barnoß, Meyer Löw, Salomon<br />

Moyses, Hirsch Meyer Löw, Abraham Schmul, Hayum Rothschild,<br />

Hayum Mandel, Schulklopfer, Isaac Aaron Weil, Wolf Jacob, Isaac<br />

Abraham Weil, Seligmann Jacob, Jonas Gerson, Borich Raphael,<br />

Hoffaktor, David Joseph Uhlmann, Anschel Elkan, Koppel Levi<br />

<strong>und</strong> David Hechinger<br />

1805-1807<br />

Akten, betr. die Wie<strong>der</strong>erbauung einer neuen Juden-Synagoge zu<br />

Wallerstein, sowie Entschädigung <strong>der</strong> Schutzjuden Hayum Löw <strong>und</strong><br />

Zacharias Reutlinger für ihre, durch das Abtragen des Judentors<br />

verlorenen Wohnungen<br />

1809<br />

Akt, betr. Gesuch <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein um Befreiung<br />

von Entrichtung <strong>der</strong>, auf <strong>der</strong> Synagoge ruhenden Abgaben<br />

1821<br />

Berichte über die Emigration des Oberrabbiners Ascher Löw von<br />

Wallerstein nach Karlsruhe im Großherzogtum Baden, wohin er im<br />

Jahre 1809 berufen wurde<br />

1835-1843<br />

Akt, betr. den Abgang <strong>und</strong> die Wie<strong>der</strong>aufstellung eines jüdischen<br />

Distriktsrabbiners zu Wallerstein;<br />

Dabei u.a.:<br />

Aktenverzeichnis;<br />

Kompetenzkonflikt des Fürsten Friedrich von Oettingen-Wallerstein<br />

mit <strong>der</strong> königlichen Regierung von Schwaben <strong>und</strong> Neuburg, wegen<br />

<strong>der</strong> Wie<strong>der</strong>besetzung des erledigten Distriktsrabbinats Wallerstein<br />

1842-1843<br />

Die Anschaffung eines Siegels (Signets) für das Rabbinat Wallerstein;<br />

mit beigefügtem Abdruck des Siegels<br />

(1843), 1849<br />

Akt, betr. die Wie<strong>der</strong>besetzung erledigter Rabbinate, in specie<br />

die deshalb dem fürstlichen Hause Oettingen-Wallerstein zustehende<br />

Gerechtsame<br />

811


III.18.9c-2<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: BARNOSSEN, JUDENBEGRÄBNIS, SCHÄCHTEN DER JUDEN,<br />

ARMENPFLEGSCHAFTSRAT, NEUJAHRS- UND MESSPRÄSENTE, JUDENSCHRANKEN;<br />

dabei u.a.:<br />

1642<br />

Schreiben des Rabbiners zu Wallerstein, betr. Judenbegräbnis<br />

1656<br />

Bittgesuch des Barnossen Hirsch Mände zu Wallerstein, welcher<br />

einen Kramerladen mit 4000 fl Wert führt, wegen Steuern<br />

1661<br />

Akt, betr. die Wahl <strong>der</strong> Juden-Barnossen zu Wallerstein<br />

1677<br />

Akt, betr. das von <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein bezogene Neujahrs-Messgeld<br />

1679-1689<br />

Akt, betr. den Streit zwischen Metzgern <strong>und</strong> Juden zu Wallerstein<br />

wegen des Schächtens<br />

1705<br />

Akt, betr. Bittgesuch <strong>der</strong> gesamten Judenschaft zu Wallerstein,<br />

um Erlaubnis <strong>zur</strong> Erweiterung ihres Begräbnisplatzes<br />

1722-1723<br />

Akt, betr. das Schächten <strong>der</strong> Juden zu Wallerstein sowie die Abgaben<br />

hierfür<br />

1734<br />

Kaufbrief über ein Viertel Tagwerk Gr<strong>und</strong>, <strong>zur</strong> Erweiterung des<br />

Judenfriedhofes zu Wallerstein<br />

1745-1746, 1761<br />

Umfangreicher Akt, betr. den in Oettingen gehängten Juden<br />

Hirschle, <strong>der</strong> nächtens vom Galgen abgenommen <strong>und</strong> ohne Erlaubnis<br />

auf dem Judenfriedhof zu Wallerstein begraben wurde<br />

1757<br />

Akt, betr. die strittige Barnossen-Wahl zu Wallerstein<br />

812


III.18.9c-2<br />

1762-1765, 1767<br />

FÖWAH<br />

Akten, betr. Judenbegräbnis zu Wallerstein <strong>und</strong> Abgaben hierfür<br />

1769<br />

Akt, das Schlachten <strong>und</strong> Schächten für die Judenschaft zu Wallerstein<br />

betr.<br />

1779<br />

Akt, betr. Klage <strong>der</strong> Barnossen zu Wallerstein wegen Entwendung<br />

einiger Grabmäler aus ihrer dortigen Begräbnis, <strong>und</strong> die hierauf<br />

getroffene Verfügung<br />

1780<br />

Akt, betr. Streitsache des Hirsch Mendel, lediger Schutzjude zu<br />

Wallerstein, gegen den dortigen Juden-Barnossen Hirsch Jakob Alt<br />

wegen Armenbeitrag<br />

1785, (1786)<br />

Akt, betr. Gesuch <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein um Erlaubnis,<br />

außer dem Markt Wallerstein vor dem Judentor einige Schranken<br />

setzen zu dürfen; dann den Unterhalt dieser Schranken betr.<br />

1787<br />

Akt, betr. die Bezahlung eines Konsensgeldes durch die Judenschaft<br />

zu Wallerstein, wegen Setzung <strong>der</strong> Judenschranken<br />

1789<br />

Akt, betr. Beschwerde einiger Juden zu Wallerstein gegen den<br />

Hoffaktor <strong>und</strong> Barnossen Baruch Raphael daselbst<br />

1789<br />

Akt, betr. die Reparations-Kosten <strong>der</strong> Sabbath-Schranken am Ziegelweiher<br />

zu Wallerstein<br />

1789<br />

Akt, betr. Übereinkunft mit <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein wegen<br />

Setzung <strong>der</strong> dritten Schranken<br />

1792<br />

Die Barnossen Abraham Schmul <strong>und</strong> Hayum Löw bitten im Namen <strong>der</strong><br />

Judenschaft zu Wallerstein um die Erlaubnis, an <strong>der</strong> neuen Straße<br />

gegen den Ziegelstadel den Ort mit einem Draht in <strong>der</strong> Höhe<br />

schließen zu dürfen<br />

813


III.18.9c-2<br />

1800<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Untersuchungen wegen dem Bretterdiebstahl an <strong>der</strong><br />

Bretterwand bei <strong>der</strong> Judenbegräbnis zu Wallerstein durch zwei<br />

Ehringer<br />

1804, (1805)<br />

Akt, betr. Reparation <strong>der</strong> Judenschranken zu Wallerstein<br />

1810, 1815<br />

Akten, betr. die Bezahlung des Schächtgeldes durch die Judenschaft<br />

zu Wallerstein<br />

1813-1814<br />

Akt, betr. Herstellung <strong>der</strong> Judenschranken an den Markttoren zu<br />

Wallerstein sowie die Unterhaltung <strong>der</strong>selben<br />

1813-1817<br />

Akt, betr. die gesetzlich vorgeschriebenen Armenbeiträge <strong>der</strong><br />

Judenschaft zu Wallerstein; enthält mehrere Verzeichnisse<br />

1815<br />

Akt, betr. die Verteilung <strong>der</strong> Armenbeiträge <strong>der</strong> Judenschaft zu<br />

Wallerstein<br />

1817-1827<br />

Akt, betr. die Reparatur an den Judenschranken zu Wallerstein,<br />

<strong>und</strong> die Einweisung <strong>und</strong> Verrechnung <strong>der</strong> hierauf ergangenen, von<br />

<strong>der</strong> Judenschaft <strong>zur</strong> Hälfte zu tragenden Kosten<br />

1828-1832<br />

Akt, betr. Herstellung <strong>und</strong> Unterhaltung <strong>der</strong> Judenschranken zu<br />

Wallerstein<br />

(1835), 1836, 1840, (1841)<br />

Akt, betr. die <strong>der</strong> Judengemeinde zu Wallerstein bewilligte Unterstützung<br />

an Brennholz für die israelitischen Armen<br />

1843<br />

Akt, betr. Errichtung eines Armenpflegschaftsrates zu Wallerstein<br />

1845-1846<br />

Judenbegräbnisgel<strong>der</strong> zu Wallerstein im Jahre 1845; beerdigt wurden:<br />

21 Erwachsene (je 1 fl) <strong>und</strong> 10 Kin<strong>der</strong> (je 30 kr)<br />

814


III.18.10a-1<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: JUDEN-SCHUTZSACHEN UND "JUDENTHOR";<br />

dabei u.a.:<br />

1662<br />

Akt, betr. einen öden Söldenplatz bei dem Judentor zu Wallerstein<br />

1669-1693<br />

Umfangreicher Akt, mit ca. 95 Einzelblättern, betr. Schutzaufnahmen,<br />

Schutzgeldmo<strong>der</strong>ationen <strong>und</strong> -erlasse zu Wallerstein;<br />

Enthält u.a.:<br />

Gesuche des Schutzjuden Hänlen zu (Klein)Erdlingen (1676), des<br />

Juden Hayum, Tochtermann des Hirsch Goppelt zu Wallerstein (1676),<br />

<strong>der</strong> Jüdin Bella, Hänlens Tochter <strong>und</strong> des verstorbenen Benedict<br />

Judens hinterlassene Witwe zu Wallerstein (1678), <strong>der</strong> Schutzjüdin<br />

Rechle (1683) <strong>und</strong> des Schutzjuden Ephraim (1690), beide zu Wallerstein<br />

1679-1714<br />

Akt, betr. Judentor-Besetzung <strong>und</strong> Reparation in Wallerstein<br />

1687-1742<br />

Akt, betr. Judenschutz-Entlassungen zu Wallerstein;<br />

betr. u.a. auch: Verkauf eines halben Hauses zu Wallerstein<br />

durch Schmul Hänles Sohn (1687)<br />

1693-1788<br />

Umfangreicher Akt, mit ca. 90 Einzelgesuchen um Herabsetzung auf<br />

den Schutzgulden <strong>und</strong> um Schutzgeldmo<strong>der</strong>ationen;<br />

Enthält u.a.:<br />

Gesuche des Schutzjuden <strong>und</strong> Barnossen Hayum (1693), des Sohnes<br />

von Moises Beerle (1694), des Hirsch Jud (1697), <strong>der</strong> Schutzjüdin<br />

Rösel Neumarkt (1743), des Schutzjuden Mändel (1770), des Hänle<br />

Moyses, sogenannter Brillenjud (1771), <strong>der</strong> Witwe des Falk Levi<br />

(1773), <strong>der</strong> Witwe des Mändel Joseph (1774), des Schutzjuden Aaron<br />

(1774) <strong>und</strong> <strong>der</strong> Witwe des Löw Seligmann (1774), alle zu Wallerstein<br />

1712<br />

Akt, betr. Judentor-Reparation in Wallerstein <strong>und</strong> die, den Juden<br />

aufgetragenen Zahlungen<br />

1725<br />

Akt, betr. Überschlag, Riss <strong>und</strong> Bericht über die Reparation des<br />

Judentors zu Wallerstein;<br />

Enthält: zwei Pläne <strong>der</strong> Juden-Synagoge mit Wohnung des Juden-<br />

Vorsingers<br />

815


III.18.10a-1<br />

1732<br />

FÖWAH<br />

Schreiben, betr. Bauholzabgabe zu dem neuen Bau <strong>der</strong> Judenschule<br />

zu Wallerstein<br />

(1734), 1735<br />

Akt, betr. Schutzlosung <strong>der</strong> Juden zu Wallerstein; dabei: Verzeichnis<br />

<strong>der</strong> Juden zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch (1726, 1727, 1734)<br />

1749<br />

Schreiben, betr. Wohnung des Rabbiners auf dem Judentor zu Wallerstein<br />

1755-1756<br />

Akt, betr. Reparation <strong>der</strong> Judensynagoge <strong>und</strong> Wohnung auf dem Judentor<br />

zu Wallerstein, <strong>und</strong> die deshalben von <strong>der</strong> Herrschaft verlangten<br />

Materialien<br />

1772<br />

Akt, betr. des von <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein von dem Nördlinger<br />

Hospital <strong>zur</strong> Lösung des hochherrschaftlichen Schutzes aufgenommenen<br />

Kapitals von 800 fl<br />

1788<br />

Akt, betr. die Bestimmung <strong>und</strong> Einrichtung des Judentores <strong>und</strong><br />

Wohnung des Rabbiners zu Wallerstein zu einer Arrestanten-Wohnung<br />

1796-1797<br />

Akt, die Reparation <strong>der</strong> Wohnung des Rabbiners zu Wallerstein auf<br />

dem Judentor betr.<br />

(1837), 1838<br />

Akt, betr. die Entrichtung <strong>der</strong> Judenschutzgel<strong>der</strong> zu Wallerstein;<br />

Enthält:<br />

Nachweisung <strong>der</strong>jenigen Schutzjuden zu Wallerstein, welche ihre<br />

Matrikelnummer abgetreten <strong>und</strong> die Zahlung des Schutzgeldes von<br />

4 fl 30 kr sowie die Zahlung des Herbstgeldes von 1 fl verweigern;<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> sich in Wallerstein ohne Matrikel aufhaltenden<br />

verheirateten Juden;<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> sich in Wallerstein ohne Matrikel aufhaltenden<br />

ledigen Juden<br />

1845<br />

Zwei Berichte des fürstlichen Rentamtes Wallerstein, betr. die<br />

Judenschutzlosungs-Beiträge<br />

816


III.18.10a-2<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: JUDENSCHUTZAUFNAHMEN, AN- UND VERKAUF CHRISTLICHER<br />

UND JÜDISCHER HÄUSER DURCH DIE JUDEN;<br />

dabei u.a.:<br />

1649-1768<br />

Umfangreicher Akt, betr. die zwischen Juden <strong>und</strong> Christen wegen<br />

verkaufter Häuser <strong>und</strong> Güter entstandenen Streitigkeiten;<br />

Enthält u.a.:<br />

Akt, in Sachen des Juden Hayum zu Wallerstein contra Erben des<br />

David Häffner zu Dinkelsbühl, wegen einer Verpfändung zu Thannhausen<br />

(1649/50);<br />

Akt, betr. die Beschwerde des Jacob Seligmann zu Oettingen gegen<br />

das Amt Wallerstein wegen eines Güterverkaufs (1732);<br />

Akt, betr. den zwischen Löw Hayum <strong>und</strong> Meyer Joel, Schutzjude zu<br />

Wallerstein, strittigen Hauskauf (1751/52);<br />

Akt, betr. Beschwerde gegen die Schutzjuden Hayum Löw zu Wallerstein<br />

<strong>und</strong> David Marx zu Pflaumloch, wegen eines getroffenen Haus-<br />

<strong>und</strong> Güterkontraktes (1768)<br />

1653-1759<br />

Akt, betr. Käufe von Christenhäusern durch Juden;<br />

Enthält u.a.:<br />

Verkauf einer halben Behausung durch die verwitwete Hof-Wagnerin<br />

an den Schutzjuden Meyer Beer zu Wallerstein (1759)<br />

1654-1757<br />

Umfangreicher Akt, betr. die zwischen Christen <strong>und</strong> Juden getrof-<br />

fene Vertauschung <strong>und</strong> Erkaufung von Häusern;<br />

Enthält u.a.:<br />

Akt, betr. das dem Schutzjuden Marx <strong>zur</strong> Reparatur <strong>und</strong> dann <strong>zur</strong><br />

Bewohnung überlassene Häusle beim Windischen Hof zu Wallerstein<br />

(1654);<br />

Ausführlicher Akt (z.T. geheftet), betr. Märmbel Judens Behau-<br />

sung zu Wallerstein, so dem Michael Ringeisen, Bürger <strong>und</strong> Sattler<br />

zu Wallerstein, von Herrschafts wegen zu kaufen gegeben worden<br />

ist. (1655/56): vermittelt ein gutes Bild, wie die Christen zu<br />

Wallerstein nach dem dreißigjährigen Krieg auf die Juden zu<br />

sprechen waren;<br />

Akt, betr. Gant-Sache des David Neumarkt, Schutzjude zu Wallerstein,<br />

<strong>und</strong> dessen Hausverkaufung an Philipp Reisweck (1709-1715);<br />

Akt, betr. Bittgesuch des Schutzjuden Löw Moyses zu Wallerstein,<br />

seiner Schwägerin halbe Behausung erkaufen zu dürfen (1757)<br />

1655-1741<br />

ca. 40 Einzelakten, betr. Judenschutzaufnahmen in Wallerstein;<br />

dabei u.a.:<br />

Isaac Jud zu Wallerstein, <strong>der</strong>zeit bei Heyen Jud in Diensten (1655),<br />

Seligmann Jud zu (Klein)Erdlingen (1661), Marx Model, Sohn des<br />

Schutzjuden Ephraim Model zu Wallerstein (1686), Sohn des Amschel<br />

Moyses, Jude zu Wallerstein (1729) <strong>und</strong> Moyses Jud von Gunzenhausen<br />

(1739)<br />

817


III.18.10a-2<br />

1686-1708<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. den Verkauf von Judenhäusern in Wallerstein;<br />

Enthält u.a.:<br />

Verkauf <strong>der</strong> Judenhäuser, <strong>und</strong> daß solche nun Christen zu kaufen<br />

erlaubt ist (1686);<br />

Hausverkauf des Mausche Oppenheimer zu Wallerstein (1687-1689);<br />

Hausverkauf des Schutzjuden Mausche Vogl, Hayums Tochtermann zu<br />

Wallerstein (1705/06);<br />

Verkaufung <strong>der</strong> Wohnbehausung des Laaser, Schutzjude zu Wallerstein<br />

(1708)<br />

1748<br />

Akt, betr. Bittgesuch <strong>der</strong> Judenschaft zu Wallerstein, Christenhäuser<br />

kaufen zu dürfen<br />

1803<br />

Akt, betr. Bittgesuch des Löw Gerson, Schutzjude zu Wallerstein,<br />

das Haus des Hoffaktors Borich Raphael erkaufen zu dürfen<br />

1808<br />

Akt, betr. Erlaubnis <strong>zur</strong> Zuschreibung des von Bernhard Löw,<br />

Jude zu Wallerstein, erkauften Hauses<br />

1809<br />

Akt, betr. Bittgesuch des Seeligmann Jakob, Schutzjude zu Wallerstein,<br />

ein erkauftes Christenhaus beziehen <strong>und</strong> bewohnen zu dürfen<br />

1837, (1839)<br />

Akt, betr. die Erwerbung von Häusern durch Juden in Wallerstein;<br />

Enthält u.a.:<br />

Verordnungen über standesherrliche Befugnisse bezüglich <strong>der</strong> Erwerbung<br />

von Häusern durch Juden;<br />

Zuschreibung eines Hauses an Löw Weil (1839)<br />

818


III.18.10b-1<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: EINZELNE JUDEN (I. Fasz.);<br />

ca. 40 Einzelakten (1701-1811); dabei u.a.:<br />

1701<br />

Akt, betr. Bittgesuch des Joel Jud zu Wallerstein, für seinen<br />

noch ledigen Bru<strong>der</strong> von einem dortigen Schuhmacher ein Haus<br />

kaufen zu dürfen<br />

1706<br />

Schreiben, betr. Bestrafung <strong>der</strong> beiden jungen Juden, Mändle<br />

Moyses Sohn <strong>und</strong> Jakob Benedict, wegen schutzwidrigem Aufenthalt<br />

in Wallerstein<br />

1753-1799<br />

Umfangreicher Akt, betr. die Judenfamilie Kuhn (Kohn) zu Wallerstein;<br />

Schutzgeldmo<strong>der</strong>ationen, Schutzaufnahmen u.a.;<br />

Enthält Akten über:<br />

Moises Kuhn (1753), Joseph Kuhn (1777/78), Joseph Salomon Weil<br />

(1780), den Barnossen Hirsch Kuhn <strong>und</strong> dessen künftigen Tochtermann<br />

Anschel Benjamin Kuhn (1782), Hirsch Löw Kuhn (1795) <strong>und</strong><br />

Anschel Kuhn (1799)<br />

1766<br />

Akt, betr. Bestrafung des Schutzjuden Löw Moyses <strong>und</strong> dessen Sohn<br />

Hayum zu Wallerstein wegen Unterlassung <strong>der</strong> Zu- <strong>und</strong> Abschreibung<br />

von einem Tagwerk Wiese in <strong>der</strong> Löpsinger Flur<br />

1766<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Isaac Abraham, Tochtermann des Aaron<br />

Weil, als "Supernumerarius"<br />

1772<br />

Akt, betr. Verkaufung einer halben Behausung durch die verwitwete<br />

Jüdin Itel zu Wallerstein<br />

1773<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Moyses Löw Hirsch, Sohn des Schutzjuden<br />

Hirsch Jacob zu Wallerstein<br />

1775<br />

Akt, betr. Bittgesuch <strong>der</strong> Witwe des Meyer Joel zu Wallerstein,<br />

um Befreiung von Schutzsteuer <strong>und</strong> Schutzgeld<br />

819


III.18.10b-1<br />

1776<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Bittgesuch <strong>der</strong> Witwe des Joseph Liebermann zu Wallerstein,<br />

um Schutzgeldmo<strong>der</strong>ation <strong>und</strong> um Schutzaufnahme ihres künftigen<br />

Tochtermanns Hirsch Meyer, lediger Jude von E<strong>der</strong>heim<br />

1778-1780<br />

Akt, betr. Heruntersetzung des Schutzjuden Marum Rothschild zu<br />

Wallerstein auf den alleinigen Schutzgulden, an Stelle des verstorbenen<br />

Hänle Moyses<br />

1781<br />

Akt, betr. Streitsache gegen Löw Monheimer, Jude zu Kleinerdlingen,<br />

wegen Schulden von 150 fl<br />

1784<br />

Akt, betr. Heruntersetzung des Schutzjuden Moyses Löw zu Wallerstein<br />

auf den alleinigen Schutzgulden, an Stelle des verstorbenen<br />

Joseph Kuhn<br />

1785<br />

Akt, betr. Untersuchung wegen von Salomon Joseph, Schutzjude zu<br />

Wallerstein, dem Kanzlist Stahl zuviel abgenommener Zinsen<br />

(endet mit einem Vergleich)<br />

1786<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Koppel Levi, lediger Jude von<br />

Binswangen, in Wallerstein<br />

1788, (1789)<br />

Akt, betr. Gesuch um Schutzaufaufnähme <strong>der</strong> Tochter des Moyses<br />

Hänle, Brillenjud zu Wallerstein, <strong>und</strong> ihres Verlobten; wird abgewiesen,<br />

da sie das schutzbriefmäßige Vermögen nicht aufbringen<br />

1789<br />

Akt, betr. Streit des Kaufmanns Michel Schrof gegen David Uhlmann<br />

vulgo Regensburger zu Wallerstein, wegen einem Pferdehandel<br />

1790<br />

Akt, betr. die dem Juden Joseph Samuel zu Wallerstein erlassene<br />

Nachsteuer von dem, seiner Enkelin mitgegebenen Heiratsgut<br />

820


III.18.10b-1<br />

1792<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Beschwerde <strong>der</strong> Barnossen Löw Isaac Weil <strong>und</strong> Moyses<br />

Löw Hirsch zu Wallerstein, gegen ihren Mitbarnossen <strong>und</strong> Hoffaktor<br />

Baruch Raphael<br />

1794<br />

Akt, betr. zwischen Hayum Löw <strong>und</strong> Hirsch Samuel in <strong>der</strong> Synagoge<br />

zu Wallerstein vorgefallene Injurien<br />

1794-1798<br />

Akten, betr. Schutzaufnahmen von Juden in Wallerstein:<br />

des älteren Sohnes des Schutzjuden Löw zu Wallerstein (1794),<br />

<strong>der</strong> Tochter des Moises Löw Hirsch zu Wallerstein (1795),<br />

des Hirsch Wolf zu Wallerstein (1795),<br />

des Wolf Bär, Sohn <strong>der</strong> verwitweten Schutzjüdin Salda zu Wallerstein<br />

(1797) <strong>und</strong> <strong>der</strong> Tochter des Gerson Moyses, Schutzjude zu<br />

Wallerstein, mit ihrem Verlobten (1798)<br />

1801<br />

Akt, betr. Klage <strong>der</strong> Witwe Sophia Dorothea Stahlin zu Ehringen<br />

gegen die Tochter des Schachjudens Löw Marx zu Wallerstein, wegen<br />

schuldiger Bezahlung eines ihr geliehenen Kapitals<br />

1801<br />

Bittgesuch des Löw Marx zu Wallerstein um ein Moratorium in<br />

Betreff seiner Schulden<br />

1802<br />

Akt, betr. Streitsache gegen den Schutzjuden David Uhlmann zu<br />

Wallerstein, <strong>der</strong> für das hochfürstliche Thurn- <strong>und</strong> Taxische<br />

Oberamt in Dischingen zwei taugliche Pferde für den Postzug<br />

liefern sollte<br />

1805-1807<br />

Akt, betr. Hausverkauf an die Schutzjuden Zacharias Reutlinger<br />

<strong>und</strong> die Witwe des Hayum Löw zu Wallerstein, als Ersatz für ihr<br />

mit dem Judentor abgebrochenes Judenhaus<br />

1809-1811<br />

Akt, betr. Klagen gegen den Juden Bernhard Löw zu Wallerstein<br />

wegen Schulden<br />

821


III.18.10b-2<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: EINZELNE JUDEN (I. Fasz.);<br />

ca. 45 Einzelakten (1728-1836); dabei u.a.:<br />

1728<br />

Akt (im oberen Teil beschädigt), betr. <strong>der</strong> Klage gegen den Juden<br />

Jacob Wolf zu Wallerstein, wegen eines strittigen Pferdeverkaufs<br />

1772<br />

Akt, betr. des zum christlichen Glauben übergetretenen 43jährigen<br />

Schutzjuden Berle Jacob zu Wallerstein, jetzt Carl Ernst Christmann<br />

genannt<br />

1775<br />

Akt, betr. Bittgesuch <strong>der</strong> Salda, Witwe des Schutzjuden Löw Hajum<br />

<strong>und</strong> Tochter des Schutzjuden Marum Rothschild zu Wallerstein, um<br />

Herabsetzung auf den Schutzgulden, da sie vier kleine Kin<strong>der</strong> hat<br />

<strong>und</strong> we<strong>der</strong> Haus noch sonstiges Vermögen besitzt<br />

1775<br />

Akt, betr. Bittgesuch des Salomon Abraham Weil, Sch[ut]zjude zu<br />

Wallerstein, um Herabsetzung auf den Schutzgulden<br />

1776-1799<br />

Akten, betr. Schutzaufnahmen von Juden in Wallerstein:<br />

Gesuch des Hänle Moyses, Schutzjude zu Wallerstein, für seinen<br />

zukünftigen Tochtermann (1776);<br />

Isaac Löw, Sohn des Schutzjuden Isaac Aaron Weil zu Wallerstein<br />

(1781);<br />

Schule Hänle, <strong>der</strong> ältere Sohn des Schutzjuden Hänle Hessel zu<br />

Wallerstein (1786);<br />

Jacob Löw, Sohn des Jacob Seligmann zu Wallerstein (1788);<br />

Sohn des Juden Wolf Jacob zu Wallerstein (1789);<br />

Salomon Hänle, <strong>der</strong> jüngere Sohn des Schutzjuden Hänle Hessel zu<br />

Wallerstein (1798);<br />

Hayum Rothschild zu Wallerstein (1799)<br />

1780, (1781)<br />

Akt, betr. Streitsache des Isaac Michel, gewesener Rabbiner zu<br />

Illereichen, gegen den Landrabbiner Bonum Hirsch Kuhn zu Wallerstein<br />

1783<br />

Akt, betr. Gesuch des abgebrannten Juden Borich Raphael zu Kleinerdlingen,<br />

um Schutzaufnahjne in Wallerstein <strong>und</strong> um Erlaubnis, daselbst<br />

ein Haus bauen zu dürfen<br />

822


III.18.10b-2<br />

1784<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des jungen Uhlmann von Regensburg in<br />

Wallerstein <strong>und</strong> Konsens <strong>zur</strong> Erbauung eines Hauses daselbst<br />

1793<br />

Akt, betr. Gesuch des Seligmann Jacob zu Wallerstein, um die<br />

Schutzstelle seines Vaters<br />

1794<br />

Akt, betr. Gesuch des Hoffaktors Baruch Raphael zu Wallerstein,<br />

um Schutzaufnahme seines Stiefsohnes Samuel Seligmann, <strong>der</strong> sich<br />

in Harburg aufhälfe <strong>und</strong> dort auch erzogen wurde<br />

1795<br />

Akt, betr. Bittgesuch <strong>der</strong> Juden Issac Abraham Weil zu Wallerstein<br />

<strong>und</strong> Nathan Koppel zu Oettingen, um Mil<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Konfiskationsstrafe<br />

wegen <strong>der</strong>, über die schutzbriefmäßige Zeit hinaus,<br />

besessenen Gr<strong>und</strong>stücke<br />

1800<br />

Akt, betr. Klage gegen den Juden Meyr Marx zu Wallerstein, wegen<br />

hirschle<strong>der</strong>ner Beinklei<strong>der</strong>, die dem dortigen Schloßschäfer neben<br />

an<strong>der</strong>em gestohlen wurden<br />

1804<br />

Akt, betr. den Vermögens- <strong>und</strong> Schuldenstand des Schutzjuden Löw<br />

Marx zu Wallerstein<br />

1828-1832<br />

Akt, betr. eines errichteten Nebenbaus durch den Schutzjuden<br />

Jakob Simon Redelsheimer in Wallerstein<br />

1836<br />

Akt, betr. einen Hausanbau des Juden Hayum Beer zu Wallerstein<br />

823


III.18.10c-1<br />

FÖWAH<br />

PROZESSAKTEN DER JUDEN MARX UND EPHRAIM MODEL;<br />

1711-1725<br />

"Juden Modlische Process Acta" (geb<strong>und</strong>en);<br />

Am Anfang des Buches:<br />

Repertorium über die Juden Modlische Prozess- <strong>und</strong> Kommissionsakten<br />

contra Oettingen-Wallerstein<br />

824


III.18.10c-2<br />

FÖWAH<br />

WALLERSTEIN: EINZELNE JUDEN (II. Fasz.), SCHULDEN BEI JUDEN,<br />

JUDENSCHAFTEN ZU WÜRZBURG, ZÖBINGEN UND ZÖSCHINGEN UND JUDEN-<br />

SACHEN BETR. KLEIDUNG UND HANDEL;<br />

dabei u.a.:<br />

1653-1848<br />

ca. 25 Einzelakten über einzelne Juden in Wallerstein;<br />

Enthält:<br />

Erbauseinan<strong>der</strong>setzungen zwischen Moyses Oppenheimer, Mendle<br />

Hirsch, Ephraim Model u.a. <strong>und</strong> Hans Georg Rehm zu Wallerstein;<br />

betr. auch den Juden Daniel Oppenheimer (1662-1696);<br />

Bitte des Schutzjuden Haiß zu Wallerstein, um Überlassung eines<br />

öden Platzes zum Hausbau (1669);<br />

Umfangreicher Akt, betr. Streitfall mit den teils in Nördlingen<br />

sich aufhaltenden vier Juden: Löw Neresheimer, Mendle Hirsch,<br />

Ephraim Modl <strong>und</strong> Moises Oppenheimer (1678-1683);<br />

Akt, betr. Reparatur <strong>und</strong> Baukosten des Juden Wayel Mausches<br />

Haus zu Wallerstein; dabei: Zahlreiche Quittungen sowie Berechnungen<br />

für das alte Judenhaus (1713-1714);<br />

Akt, betr. Schutzaufnahme des Löw Wassermann in Wallerstein<br />

(1758);<br />

Akt, betr. Gesuch des Abraham Weil zu Wallerstein um Schutzaufnahme<br />

für seinen Sohn; wird abgewiesen, da die schutzbriefmäßige<br />

Anzahl <strong>der</strong> 38 Judenfamilien komplett ist (1766);<br />

Akt, betr. Gesuch des Schutzjuden Mändel Salomon zu Wallerstein<br />

um Schutzaufnahme seines Tochtermanns Salomon Joseph (1770);<br />

Akt, betr. Gesuch <strong>der</strong> Witwe des Falk Levi zu Wallerstein, Zipper,<br />

ihre sich mit einem Pflaumlocher Juden verheiratende Tochter<br />

in den herrschaftlichen Schutz aufzunehmen, sie selbst dagegen<br />

auf den alleinigen Schutzgulden herabzusetzen (1771);<br />

Akt, betr. die wie<strong>der</strong>holte Bitte des Moises Hänle zu Waller-<br />

stein um die Baugnade (1812);<br />

Hanne, Witwe des Abraham Weil zu Wallerstein, bittet um die<br />

Befreiung von den Schutzabgaben (1826/27);<br />

Akt, betr. Ableben des Großhändlers Anschel Wassermann zu<br />

Wallerstein (1833), wodurch die Matrikel Nr.2759 erloschen ist;<br />

dabei: Verzeichnis von 1839 über die, von den Juden akquirierten<br />

Christenhäuser, welche nach einem Dekret von 1810 in Sterbe-<br />

fällen dem "Mortuarium" unterworfen sind<br />

1658-1659<br />

Akt, betr. Schulden bei Juden (Quittungen);<br />

43 einzelne Schuldscheine; betr. u.a. Juden zu Bal<strong>der</strong>n, Auf-<br />

hausen, Oberdorf, Pflaumloch <strong>und</strong> Neresheim<br />

1819<br />

Akt, betr. die in Würzburg gegen die Juden vorgefallenen Unruhen<br />

825


III.18..10c-2<br />

1677-1724, (1746)<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. das deutschordische Besteuerungsrecht <strong>und</strong> den Judenschutz<br />

zu Zöschingen<br />

1605-1794<br />

Umfangreicher Akt, betr. Judensachen: Handel <strong>und</strong> Kleidung;<br />

Enthält u.a.:<br />

Gütlicher Vergleich zwischen dem Wirt Johann Georg Bergdolt<br />

zu Harburg <strong>und</strong> dem Schutzjuden Jacob Hechinger von ebenda, betr.<br />

<strong>der</strong> strittigen Abrechnung bei einer gemeinschaftlichen Getreidelieferung<br />

in das Magazin nach Günzburg; dabei: Rechnung über<br />

alle Ausgaben bei <strong>der</strong> Günzburger Getreidelieferung sowie "Frey-<br />

Paß" für die beiden genannten Lieferanten aus Harburg (1794)<br />

826


III.18.18a-1<br />

JUDEN-SCHUTZ; dabei u.a.:<br />

(1759-), 1779-1788<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Erteilung des Schutzbriefes für die Judenschaften<br />

zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen;<br />

Enthält:<br />

Bittgesuch <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen von<br />

1759 wegen Erneuerung des Judenschutzbriefes;<br />

Protokoll, betr. Einwände <strong>der</strong>selben Judenschaft gegen den, <strong>der</strong><br />

Judenschaft zu Wallerstein erteilten Schutzbrief sowie Gutachten<br />

<strong>der</strong> Regierung von Oettingen-Oettingen hierzu (1760);<br />

Liste <strong>der</strong> Judenfamilien zu Harburg (66) <strong>und</strong> Mönchsdeggingen (39)<br />

von 1778;<br />

Liste <strong>der</strong> Vermögensschätzung <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg (56 Juden:<br />

92.000 fl) <strong>und</strong> Mönchsdeggingen (36 Juden: 24.150 fl) von<br />

1779<br />

1779-1788<br />

Akt, betr. Judenschutz zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch;<br />

Enthält: Mehrere Berichte <strong>und</strong> Protokolle über die Anhörung <strong>der</strong><br />

Barnossen, wegen Vorschlägen zu <strong>der</strong> neuen Judenschutzerteilung<br />

in Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch (1779);<br />

Liste <strong>der</strong> Judenfamilien samt Schätzungen von 1779; dabei in<br />

Wallerstein genannt: 34 Familien mit 33.950 fl, 4 Witwen sowie<br />

9 arme Juden<br />

1779 (-1788)<br />

Schutzbrief (geheftet) für die Judenschaft zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen,<br />

1779 auf neun Jahre ausgestellt; unterzeichnet für<br />

Harburg: Marx Löw <strong>und</strong> Isaac Alexan<strong>der</strong>, beide Barnossen, sowie<br />

Isaac Marx, Beisitz; unterzeichnet für Mönchsdeggingen: Isaac<br />

Mandel <strong>und</strong> Moyses Seligmann, beide Barnossen, sowie Marx Alexan<strong>der</strong>,<br />

Beisitz<br />

1784<br />

Liste mit den oetting-oettingischen Judenfamilien zu Oettingen,<br />

Hainsfarth, Mönchsroth, Harburg <strong>und</strong> Deggingen aus den Jahren<br />

1671-1779, mit Schätzungen (Konsens-, Schutz- <strong>und</strong> Kleppergeld)<br />

1789<br />

Anordnung, daß bei Schutzaufnahmen in Wallerstein <strong>und</strong> Harburg<br />

solange Gr<strong>und</strong>zins auf das Haus des aufgenommenen Juden zu zahlen<br />

sei, bis alle ganzen <strong>und</strong> halben Häuser im Lande Gr<strong>und</strong>zins zahlen;<br />

Ebenso sollen alle Juden, die als Überzählige in den Schutz aufgenommen<br />

werden, 3 fl zum Almosen armer Juden bezahlen<br />

827


III.18.18a-1<br />

1792-1799<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Juden-Schutzlosung;<br />

Enthält:<br />

Berichte <strong>und</strong> Protokolle wegen <strong>der</strong> Erneuerung des künftigen Judenschutzes;<br />

Vermögensschätzungen <strong>der</strong> Juden zu Wallerstein, Pflaumloch, Harburg<br />

<strong>und</strong> Mönchsdeggingen (1792/1793)<br />

1779-(1801)<br />

Akt, betr. Juden-Schutzlosung in Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch;<br />

Enthält:<br />

Relatio, Gutachten <strong>und</strong> Votum, betr. <strong>der</strong> Schutzlosung <strong>der</strong> Judengemeinden<br />

zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch;<br />

Berichte <strong>und</strong> Konzept des Judenschutzbriefes von 1779;<br />

Schreiben, betr. des mo<strong>der</strong>ierten Schutzgeldes für die Juden zu<br />

Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch auf 1500 fl;<br />

Schreiben <strong>der</strong> Witwe Libermann zu Wallerstein, betr. einer Schuld<br />

ihres Sohnes Gumperle von 40 fl, für die sich dessen Bru<strong>der</strong><br />

Samuel verbürgt hatte (1801)<br />

828


III.18.18a-2<br />

JUDEN-SCHUTZ; dabei u.a.:<br />

1792-1795<br />

FÖWAH<br />

Umfangreicher Akt, betr. Erneuerung des Judenschutzbriefes;<br />

Enthält:<br />

Mehrere Verzeichnisse <strong>der</strong> Schutzjuden von 1792; dabei genannt:<br />

in Harburg 62 1/2 Familien mit einem Vermögen von 127.250 fl<br />

<strong>und</strong> einem jährlichen Schutzgeld von 791 fl;<br />

in Mönchsdeggingen 33 Familien mit einem Vermögen von 17.800 fl<br />

<strong>und</strong> einem jährlichen Schutzgeld von 206 fl;<br />

in Wallerstein 41 1/2 Familien, incl. vier nach Kleinerdlingen<br />

abgezogenen Familien, mit einem Vermögen von 57.850 fl <strong>und</strong> einem<br />

jährlichen Schutzgeld von 374 fl 45 kr;<br />

Berechnung, was die Juden zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch zu geben<br />

hätten, wenn das Schutzgeld nach <strong>der</strong> <strong>der</strong>maligen Schätzung reguliert<br />

würde (1792);<br />

Liste <strong>der</strong> armen Juden zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch von 1792;<br />

in Wallerstein genannt: Benjamin Michel <strong>und</strong> Abraham Neuburger;<br />

Beschreibung <strong>der</strong> mo<strong>der</strong>ationsbedürftigen Juden zu Wallerstein<br />

<strong>und</strong> Pflaumloch (1793); für die neun genannten Juden zu Wallerstein<br />

wird das bisherige Schutzgeld von 72 fl auf 37 fl herabgesetzt;<br />

Vorstellungen <strong>der</strong> Barnossen <strong>und</strong> Bericht, betr. <strong>der</strong> Erneuerung<br />

des Judenschutzes (1793);<br />

Schreiben <strong>der</strong> Barnossen zu Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch, die<br />

namens <strong>der</strong> Judengemeinden um Abän<strong>der</strong>ungen im Entwurf des neuen<br />

Judenschutzbriefes bitten (1794)<br />

1793/1794<br />

Schreiben <strong>der</strong> Judenschaft zu Mönchsdeggingen, betr. eines Streits<br />

mit <strong>der</strong> Judengemeinde zu Harburg wegen einer übermäßigen Vergütung<br />

<strong>zur</strong> Schutzlosung<br />

1805<br />

Akt, betr. eines Gesuchs des Hoffaktors Baruch Raphael zu Wallerstein<br />

um Befreiung von den Schutzabgaben (wird abgelehnt)<br />

(1792), 1805<br />

Akt, die Schutzlosung <strong>der</strong> Harburger <strong>und</strong> Degginger Judenschaft<br />

betr. (auch: Oberdorf, Aufhausen, Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch);<br />

Enthält:<br />

Mehrere Berichte, Protokolle <strong>und</strong> Listen, u.a.:<br />

Verzeichnis <strong>der</strong> Judenschaft zu Harburg <strong>und</strong> Mönchsdeggingen, mit<br />

dem jeweiligen Aufnahme jähr <strong>der</strong> Juden (für Harburg: ab 1739; für<br />

Mönchsdeggingen: ab 1750);<br />

Liste <strong>der</strong> jüdischen Familien in Wallerstein <strong>und</strong> Pflaumloch von<br />

1792 (Wallerstein: 41 1/2 Familien, Vermögen 57.850 fl, Schutzgeld<br />

374 fl 45 kr)<br />

829


III.18.18a-2<br />

(1792), 1805/1806<br />

FÖWAH<br />

Akt, betr. Juden-Schutzlosung;<br />