15. Juli 2012 - Missionswerk Mitternachtsruf

mnr.ch

15. Juli 2012 - Missionswerk Mitternachtsruf

Wie sicher ist die Erlösung? ■ Auch das hat Gott gesagt ■ Scheidung und Wiederheirat?

Die

grosse

Wende

Mitternachtsruf

Die internationale Zeitschrift über biblische Prophetie

«Das aber sollst du wissen,

dass in den letzten Tagen

schlimme Zeiten eintreten

werden. Denn die Menschen

werden sich selbst lieben,

geldgierig sein, prahlerisch,

überheblich, Lästerer,

den Eltern ungehorsam,

undankbar, unheilig, lieblos,

unversöhnlich, verleumderisch,

unbeherrscht, gewalttätig,

dem Guten feind, Verräter,

leichtsinnig, aufgeblasen;

sie lieben das Vergnügen

mehr als Gott; dabei haben

sie den äusseren Schein von

Gottesfurcht, deren Kraft aber

verleugnen sie. Von solchen

wende dich ab!»

Nr. 03.2012

www.mnr.ch


34. Osterkonferenz

Osterkonferenz 5. – 9. April 2012

DLM

Generalthema:

Spuren zum

Kreuz

Es ist eine bereits langjährige Tradition:

Die 34. Osterkonferenz in

der Zionshalle wird am Gründonnerstag

mit einer Abendmahlsgebetsstunde

eröffnet. Seien Sie um 20.00 Uhr

mit dabei, wenn Marcel Malgo den Weg

auf den «Spuren zum Kreuz» eröffnet und

wir bei der Feier des heiligen Abendmahls

dessen gedenken, was Christus für uns auf

Golgatha vollbracht hat. In den Tagen darauf

wird Norbert Lieth Sie in seiner unnachahmliche

Art wieder auf den prophetischen

Spuren zum Kreuz führen. Auch freuen wir

uns besonders auf die beiden Gastredner, den

brasilianischen Evangelisten Eros Pasquini

und den jüdisch-messianischen Pastor Meno

Kalisher. Verpassen Sie auch nicht den

Samstagabend, an dem wir Ihnen wieder ein

aussergewöhnliches musikalisches Festprogramm

bieten. Dieses Mal ist unter anderem

der bekannte christliche Liederdichter und

Komponist Klaus Heizmann beteiligt.

Auch während dieser Osterkonferenz wird

Peter Malgo wieder durch das Programm

führen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Donnerstag, 5. April, 20.00 Uhr

Eröffnungsgottesdienst mit Abendmahl

Marcel Malgo

Freitag, 6. April, 10.00 Uhr

Eros Pasquini (Übersetzung: Martin Manten)

Freitag, 6. April, 14.00 Uhr

Norbert Lieth

Freitag, 6. April, 17.00 Uhr

Eros Pasquini (Übersetzung: Martin Manten)

Samstag, 7. April, 19.00 Uhr

Passionskonzert

Leitung: Klaus Heizmann / Govert Roos

Sonntag, 8. April, 10.00 Uhr

Norbert Lieth

Sonntag, 8. April, 14.00 Uhr

Meno Kalisher (Übersetzung: Martin Manten)

Montag, 9. April, 10.00 Uhr

Meno Kalisher (Übersetzung: Martin Manten)

Montag, 9. April, 14.00 Uhr

Norbert Lieth


Norbert Lieth , Autor und Publizist,

ist 1955 in Deutschland geboren.

Zwischen 1978 und 1985 war er

auf verschiedenen Missionsbasen in

Südamerika tätig. Er ist verheiratet

und hat vier Kinder. Heute gehört er

dem Vorstand des Missionswerkes

Mitternachtsruf an. Ein zentraler

Punkt seines weltweiten Verkündigungsdienstes

ist das prophetische

Wort Gottes. Er ist Verfasser zahlreicher

Bücher.

Eros Pasquini ist seit 1989

Lehrer beim «Haggai International

Institut». Über viele Jahre hinweg

repräsentierte er das Missionswerk

von Luis Palau in Brasilien, den er

auch übersetzte. Auch Billy Graham

wurde verschiedentlich von Pasquini

übersetzt. Seit 25 Jahren nimmt

er als Redner und Übersetzer an

Tagungen teil. Seit 13 Jahren tut er

dies auch bei den Kongressen des

Mitternachtsruf in Brasilien. Zurzeit

ist er Pastor der neu gegründeten

Baptistengemeinde «Bereana» in São

Caetano do Sul.

Meno Kalisher kam aufgrund des

Studiums der Prophezeiungen über

den Messias zum Glauben an Jesus.

Heute ist er Pastor der jüdischen

messianischen Gemeinde «Jerusalem

Assembly – House of Redemption»

in Jerusalem, Israel. Zu seinen

Hauptaufgaben gehören Evangelisation

und Jüngerschaft unter jüdischen

Menschen in Israel sowie weltweite

Lehr- und Verkündigungsdienste. Er

ist verheiratet und hat vier Kinder.

Marcel Malgo , Jahrgang 1958,

verheiratet, fünf Kinder, war nach

seiner kaufmännischen Ausbildung

im Missionswerk Mitternachtsruf unter

anderem drei Jahre in Israel und

acht Jahre in Holland tätig. Heute

steht er im vollamtlichen pastoralen

Dienst in den Mitternachtsruf-

Gemeinden Dübendorf und Bern.

Gelegentlich ist er für Bibelvorträge

im In- und Ausland unterwegs und

ist Verfasser einiger Bücher und

Broschüren.

Samstag, 7. April, 19.00 Uhr

Besonderes Passionskonzert von und mit Klaus Heizmann

Mitwirkende: Klaus Heizmann (Klavier, Lesungen) • Daniela Joos-Kesselmeyer (Sopran)

Heike Wetzel (Flöte) • Mitternachtsruf-Chor unter der Leitung von Govert Roos

Ein unvergessliches Erlebnis: Die Passionsgeschichte einmal ganz anders!

Der Besuch einer mehrtägigen Konferenz macht

hungrig. Darum bieten wir Ihnen während dieser Tage

nicht nur etwas für Geist und Seele, sondern auch für

das leibliche Wohl. An Karfreitag, Ostersonntag und

Ostermontag können Sie bei uns kostenlos eine warme Mahlzeit

einnehmen (oder auch zwei). Unser alljährliches Freiwilligenteam

in der Küche scheut keine Mühen, um ein gutes, reichhaltiges

Mittagsmenü auf den Tisch zu bringen. Überzeugen Sie sich an

der diesjährigen Osterkonferenz selbst, dass die körperliche Speise

die geistliche in ihrer Qualität bestens ergänzt!

Grosser Büchertisch

mit vielen Neuheiten. Vortrags-CDs können direkt mitgenommen

werden

Kinderbetreuung

(ausser Donnerstag und Samstag)

Auch Hans-Jürgen Braun mit seinem rollenden Kindertreff

wird wieder mit dabei sein!

Veranstaltungsort:

Zionshalle, Ringwiesenstr. 15, CH-8600 Dübendorf

www.mitternachtsruf.ch

Suchen Sie eine Unterkunft

während der Osterkonferenz?

Sollten Sie von weit her kommen, so haben Sie während dieser Tage

die Möglichkeit, bei uns im Begegnungszentrum, dem Maranatha-Haus,

zu übernachten. Es können mehrere Massenlager eingerichtet werden

und es gibt fünf Doppelzimmer und vier Acht-Bett-Zimmer. Im

Maranatha-Haus besteht die Möglichkeit zum Frühstück. Sie können

Billard oder Tischfussball spielen oder es sich in einer Sitzecke mit

kleiner Bibliothek bequem machen. Wir bieten auch eine Wireless-

Internetverbindung an. Sollte kein Platz mehr sein, sind wir auf Wunsch

gerne bereit, für Sie ein Hotelzimmer zu reservieren (Preis je nach Lage

und Komfort, Hotel ist direkt nebenan).

Wir freuen uns auf die Gemeinschaft mit unseren Freunden von nah

und fern!

Haben Sie Fragen? Möchten Sie sich anmelden? Rufen Sie an unter

der Nummer: 0041 (0)44 952 14 68. Reservieren Sie rechtzeitig, denn

der Platz bei uns und im Hotel ist relativ früh ausgebucht.

Ihre Traude Klinner


Israel - immer wieder ein

besonderes besonderes Erlebnis! Erlebnis!

Beth-Shalom

Israelreisen 2012

Anmeldung & Infos

Frühlingsreise

15. bis 25. April 2012

mit Samuel Rindlisbacher

Preise* ohne Flug ab CHF 1’450.–, EUR 1’200.– / mit Flug ab CHF 2’130.–, EUR 1’770.–

P fi ngs treise

24. Mai bis 4. Juni 2012

mit Norbert Lieth

Preise* ohne Flug ab CHF 1’360.–, EUR 1’125.– / mit Flug ab CHF 2’020.–, EUR 1’605.–

Jugendreise

5. bis 17. August 2012

mit Nathanael Winkler

Preise* ohne Flug ab CHF 1’293.–, EUR 1’070.– / mit Flug ab CHF 1’973.–, EUR 1’650.–

Wanderreise

11. bis 21. Oktober 2012

mit Thomas Lieth

Preise* ohne Flug ab CHF 1’450.–, EUR 1’200.– / mit Flug ab CHF 2’280.–, EUR 1’840.–

Schweiz:

Ringwiesenstrasse 12a

CH 8600 Dübendorf

Tel. 0041 (0)44 952 14 18

Fax 0041 (0)44 952 14 19

Deutschland:

Kaltenbrunnenstrasse 7

DE 79807 Lottstetten

Tel. 0049 (0)7745 8001

Fax 0049 (0)7745 201

E-Mail:

reisen@beth-shalom.ch

Internet:

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www.beth-shalom.co.il

* Preise gültig ab 26 Teilnehmern auf Basis Doppelzimmer mit Halbpension. Reisepreis mit Flug in CHF: ab Zürich, in EUR: ab Frankfurt. Es gelten die Reisebedingungen

von Schechinger-Tours, die bei uns angefordert werden können oder online unter www.schechinger-tours.de/service/reisebedingungen.html ersichtlich sind.


Titel

6 Die grosse wende

Im Blickfeld

12 Das heisse Eisen Heilssicherheit

12 wie sicher ist die Erlösung?

14 Aufruf zur untreue

18 Auch das hat Gott gesagt

20 Henoch – ein prophetisches Bild

21 Das neunfache Reden Gottes durch

die vorexilischen Propheten

22 Das richtige Verhalten

eines Angestellten gegenüber

seinem Arbeitgeber

23 Biblische Prophetie – wichtig oder

Nebensache?

Aus dem Dienst des Mitternachtsruf

26 Neuer Zweig im Missionswerk

Mitternachtsruf

27 Interview mit Elia Morise: «Die

Zukunft der Christen ist sehr

bekannt»

Fragen – Antworten

29 Scheidung und wiederheirat?

29 Beobachtet die grosse wolke von

Zeugen uns?

5 Grusswort

20 Aufgegriffen

25 Streiflicht

30 Dir kann nur Jesus helfen

30 Vorschau / Impressum

Eingedenk dessen, dass alle menschliche

Erkenntnis Stückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die

Autoren eigenverantwortlich ihre persönliche

Sicht dar.

Hören Sie täglich aus der Bibel:

Live-Botschaften, Radiobibelschule,

Buch lesungen, Vorträge und Musik. Zeitnah,

evangelistisch und glaubensstärkend!

Über Internet und Satellit

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GRuSSwoRt

Liebe Freunde

Vergangenen oktober trugen wir unseren ehemaligen Mitarbeiter Ernst Kräutli zu

Grabe. Er durfte im hohen Alter zu seinem himmlischen Herrn und Meister gehen.

Mit seinem Heimgang hat das Missionswerk Mitternachtsruf einen der bald letzten

Zeugen und Mitarbeiter der ersten Stunde verloren. Er war seinerzeit dabei, als das

werk im April 1955 gegründet wurde. Viele Jahre war er Mitglied des Vorstandes.

und schliesslich bekleidete er nach dem Heimgang von wim Malgo während einiger

Jahre auch das Amt des Präsidenten. Nun darf er Den schauen, an den er unerschütterlich

und von Herzen geglaubt hat.

Ein solcher Abschied, wie wir ihn erlebten, erinnert uns immer auch an die eigene

Vergänglichkeit. unser Leben hier auf Erden ist, wie es Hiob ausdrückt, ein Hauch.

und in Psalm 90,10 steht sehr anschaulich: «… denn schnell enteilt es, und wir fliegen

dahin.» ob wir nun Mitarbeiter oder Freunde des Missionswerkes sind, unsere

aktive Zeit ist begrenzt. Darum ist es so wichtig, dass wir, solange wir bei Kräften

sind, alles für das werk des Herrn einsetzen. Für einen jeden von uns wird die Zeit

kommen, wo wir den Stafettenstab übergeben müssen. Nur: wem soll er übergeben

werden?

Es ist sehr wichtig, die weichen für die Nachfolge rechtzeitig zu stellen. In 5. Mose

30,9 verheisst der Herr Israel reichen Segen, wenn es Seine Gebote hält, und

dann heisst es: «Der Herr wird sich über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine

Väter gefreut hat.» Auch wir dürfen noch am Segen teilhaben, den unsere Väter, unsere

Vorgänger, empfingen. und bereits ist die dritte Generation innerhalb unseres

werkes im Einsatz. Das ermutigt uns. Solches geschieht jedoch nicht automatisch.

Schon manches gesegnete werk konnte nicht weiter existieren, weil Verantwortliche

nicht rechtzeitig loslassen konnten und keine Nachfolger da waren. Das beschäftigt

mich in den letzten Monaten immer wieder. wir sehen das ja auch oft in der freien

wirtschaft: wenn der Seniorpatron eines Betriebes nicht rechtzeitig für einen Nachfolger

sorgt, geht sein Lebenswerk meist zugrunde.

Für uns ist es gut zu wissen, dass unser Missionswerk gleichzeitig das werk des

Herrn ist. wir kennen das alte Glaubenslied: «Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ, die

Sach, an der wir stehn; und weil es deine Sache ist, kann sie nicht untergehn …»

Dennoch entbindet uns dies nicht der Verantwortung, die Nachfolgerfrage sehr ernst

zu nehmen. Natürlicherweise denkt man da zuerst an seine Kinder, denn diese stehen

einem ja am nächsten. Doch so, wie die Kinder den Glauben und die Gotteskindschaft

der Eltern nicht erben können, so ist es auch bei der praktischen Nachfolgerfrage.

Gott hat auch da keine Enkelkinder.

Die Bibel enthält einige Beispiele segensreicher Nachfolgeregelung, die Gott

selbst einleitete: Josua folgte auf Moses, Elisa auf Elia usw. Dort aber, wo die Nachfolge

von Menschen bestimmt wurde, ging’s oft schief. Denken wir nur an die vielen

alttestamentlichen Königsdynastien.

Paulus wusste um die wichtigkeit der Nachfolgerschaft. Sein eigener Auftrag und

Dienst hatte damit begonnen, dass Gott zu Ananias sprach: «Dieser ist mir ein auserwähltes

Rüstzeug …» (Apg 9,15). Jahre später ging es dann um seine eigene Nachfolge.

Paulus sah zum Beispiel die thessalonicher als seine Nachfolger: «Denn, liebe

Brüder, von Gott geliebt, wir wissen, wie ihr auserwählt seid … Ihr seid unsere Nachfolger

geworden und des Herrn …» (1.thess 1,4.6). Noch deutlicher sehen wir seinen

weitblick und sein praktisches Vorgehen bei timotheus und titus, die er zunächst

als Stellvertreter einsetzte: «Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, der mein

geliebtes und treues Kind im Herrn ist; der wird euch an meine Wege in Christus erinnern,

wie ich überall in jeder Gemeinde lehre» (1.Kor 4,17). und titus bezeichnete

er als Gefährten und Mitarbeiter (2.Kor 8,23). Er ermutigte seine Nachfolger, leitete

sie an, baute sie auf und reichte schliesslich den Stafettenstab an sie weiter.

unser Gebet ist, von Gott die Gnade zu empfangen, Seinen diesbezüglichen Plan

für unser Missionswerk mit all seinen Verzweigungen klar zu erkennen, um dementsprechend

richtig zu handeln.

In herzlicher Verbundenheit

Mitternachtsruf März 2012

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TITEL

Mitternachtsruf März 2012

Die grosse

Wende

«Das aber sollst du wissen, dass in den

letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten

werden. Denn die Menschen werden

sich selbst lieben, geldgierig sein,

prahlerisch, überheblich, Lästerer, den

Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig,

lieblos, unversöhnlich, verleumderisch,

unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten

feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen;

sie lieben das Vergnügen mehr als Gott;

dabei haben sie den äusseren Schein von

Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen

sie. Von solchen wende dich ab!»


Norbert LIeth

Verkündiger, bibellehrer und

Vorstandsmitglied des Missionswerkes

Mitternachtsruf

In der jüngsten Geschichte gab es

verschiedene grosse Wendepunkte:

1968 gab es eine Wende, eine Art

Kulturrevolution. In den 1990er Jahren

kam es zu einer Wende in der kommunistischen

Welt. Derzeit sehen wir eine

Wende in der arabischen Welt, eine

«Arabellion», auch «arabischer Frühling»

genannt. Wir in europa stehen mitten

in einer Wirtschaftswende und seit

Längerem läuft hier und in der ganzen

Welt auch eine politische Wende («neue

Weltordnung», Lissabonner Verträge).

Die bibel spricht von einer Wende, die

die Gesellschaft in den letzten tagen

kennzeichnen wird. Womöglich gehört

das erwähnte bereits dazu.

«Das aber sollst du wissen, dass in

den letzten Tagen schlimme Zeiten

eintreten werden. Denn die Menschen

werden sich selbst lieben, geldgierig

sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer,

den Eltern ungehorsam, undankbar,

unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch,

unbeherrscht, gewalttätig,

dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig,

aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen

mehr als Gott; dabei haben sie den äusseren

Schein von Gottesfurcht, deren

Kraft aber verleugnen sie. Von solchen

wende dich ab!» (2.tim 3,1-6; vgl. hierzu

röm 1,29-32).

«Das aber sollst du wissen», deutet auf

die Dringlichkeit, auf die prophetischen

Aussagen der bibel zu achten. Wir sollen

nicht die Augen davor verschliessen und

nicht einfach über sie hinweggehen. Wir

sollen sie nicht unbeachtet und unerwähnt

lassen, weil sie uns nicht passen,

zu negativ daherkommen, zu wenig evangelistisch

sind oder uns andere themen

wichtiger erscheinen. Die Gemeinde darf

die Wahrheiten über die endzeit nicht

unterschlagen.

ein Spruch besagt: «Die Leute sagen

immer, die Zeiten werden schlimmer!

Die Zeiten bleiben immer, die Menschen

werden schlimmer.» es gab zu jeder Zeit

Menschen, deren Verhalten so war, wie

oben beschrieben. Worin liegt denn der

Unterschied zur endzeit? Der Unterschied

liegt auf drei ebenen:

1) In der Zukunft. Vom begriff «letzte

tage» (V 1), Gr.: eschatos, ist das Wort

eschatologie abgeleitet (die Lehre von

den Letzten Dingen). er beschreibt etwas

Abschliessendes, etwas, das zuletzt

kommt – der Zeitpunkt, wenn Gottes

heilsgeschichte zu ihrem Abschluss

gelangt. Wenn Paulus deshalb schreibt,

«dass in den letzten Tagen schlimme

Zeiten eintreten werden» (Futur), dann

beschreibt er damit weniger seine Zeit –

obwohl es auch damals schon Menschen

mit solchen Charakterzügen gab, von

denen sich timotheus trennen sollte

(V 5) –, vielmehr geht es in der hauptsache

um eine Zeit, die noch in der Zukunft

liegt, eben um die «letzten tage».

2) Weltumspannend. Paulus schreibt:

«Denn die Menschen werden … sein». In

der endzeit wird es eine weltumspannende

und globale haltung der Menschheit

geben, die in besonderem Mass die in

2. timotheus 3,1-6 beschriebenen eigenschaften

hat.

3) Eine christianisierte Welt. Dazu

sagt der Apostel: «dabei haben sie den

äusseren Schein von Gottesfurcht». Das

bedeutet, dass das Christentum zuerst

weit verbreitet sein muss, ehe sich die

Menschen später vom Christentum weg

zu diesen negativen antichristlichen eigenschaften

hin entwickeln. Zur Zeit des

Apostels Paulus war so etwas in dieser

Weise noch gar nicht möglich. Dies trifft

aber auf unser christliches Abendland

des 21. Jahrhunderts zu – wohl wie auf

keine andere Zeit zuvor.

Der ehemalige deutsche bundespräsident

Gustav heinemann sagte einmal

über das «christliche» europa: «europa

dankt seine Position, die es in der Vergangenheit

in der Welt eingenommen hat,

diesem evangelium von Jesus Christus.» 1

Doch heute wendet es sich zunehmend

vom Christentum ab. Darum sagte Ale-

xander Solschenizyn einmal treffend:

«Wenn ich aufgefordert würde, den

hauptzug des ganzen 20. Jahrhunderts

festzustellen und kurz wiederzugeben,

wäre ich unfähig, etwas Genaueres

und Markanteres zu finden, als zu wiederholen:

‹Die Menschen haben Gott

vergessen›.» 2

Die Mehrzahl «schlimme Zeiten»

(nicht: «schlimme Zeit») deutet darauf

hin, dass die chaotischen gesellschaftlichen

Zustände an Intensität zunehmen –

wie Wellen innerhalb der endzeit. es ist

ein Auf und Ab, ein hin und her. Dies

erinnert auch an den Intervall von We-

Gustav Heinemann: «Europa dankt seine Position, die

es in der Vergangenheit in der Welt eingenommen hat,

diesem Evangelium von Jesus Christus.»

hen (vgl. Mt 24,8). Die Jugend- und Studentenbewegung

der 1968er-revolution,

die praktisch mit der rückeroberung

Jerusalems durch die Israelis zusammenfiel,

ist so eine Welle. Die endzeit

hängt ja im absoluten Sinn eng mit der

Wiederherstellung Israels zusammen (Lk

21,29 = Feigenbaum und alle bäume; hes

36,33 u. röm 11,25-27; Jer 30,24-31,2;

33,7-8: Ps 102,14-19; 5.Mo 4,30; 31,29).

begannen hiermit die «schlimmen Zeiten»

der letzten tage? Über diese Zeit

ist zu lesen:

«1968 – Was für ein Jahr! Da stürzte

eine befreite, entfesselte Jugend die

morsche Moral der deutschen Nachkriegsgesellschaft

vom Sockel, tobte

darüber hinweg und trat lachend in den

Staub, was doch seit Jahrhunderten als

höchste tugend gegolten hatte: keusche

enthaltsamkeit, sittsames Sich-bescheiden,

fromm ergebener Gehorsam und

untertäniger respekt vor Gesetz und

obrigkeiten ... und frech und fröhlich

ging diese Jugend daran, ihre neue Welt

aufzubauen, ihr eigenes Leben zu leben,

ihre eigene Moral zu finden. … Wie jede

echte revolution war es eine Jugendrevolte;

sie richtete sich gegen das Alte und

die Alten, gegen das bewährte und falsch

bewahrte, gegen das bestehende, das

establishment. … ‹68 ist ein Mythos› geworden:

Das war der Anbruch einer ganz

Mitternachtsruf März 2012

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TITEL

Casting ist mittlerweile zur

Lebensform geworden, in

der sich der Einzelne ständig

selbst in Szene setzen muss.

Der Kampf um öffentliche

Aufmerksamkeit ist längst

nicht mehr beschränkt auf

Prominente und Medienprofis.

neuen Zeit (Anm. red.: ‹Das aber sollst

du wissen, dass in den letzten Tagen

schlimme Zeiten eintreten werden›) mit

einem neuen Menschenbild (Anm. red.:

‹Denn die Menschen werden … sein›) –

es ging um den freien, selbst bestimmten

Menschen, der sich nicht mehr von oben

verwalten lässt, sondern sich eine neue,

freiheitlich demokratische Welt schafft,

darin er seine Persönlichkeit allseitig

entfalten kann.» 3

Für «schlimme Zeiten» steht auch

«harte Zeiten», «schwere Zeiten», «gefährliche

Zeiten», «bedrohliche Zeiten»

oder «böse Zeiten». es ist eine Zeit der

Umbrüche, eine grosse Wende auf allen

Gebieten unter allen Völkern. Mit diesen

Aussagen macht der heilige Geist keine

hoffnung auf bessere Zeiten. er hält

ganz nüchtern fest, dass die Zeiten sich

verschlechtern. In bezug auf unsere Zeit

wird heute offen von einer Gesellschaft

ohne Werte geredet, vom Zustand eines

Gesinnungsterrors und von einer Lobby,

die unsere Gesellschaft verändert. Unsere

Welt ist geprägt von Umbrüchen,

Gewalttaten, terror, revolutionen,

Demonstrationen, Auflehnungen und

Liberalität. Im Folgenden wollen wir

die 18 hinweise aus 2. timotheus 3,1-

6 betrachten, die die Gesellschaft der

endzeit beschreiben.

Die Menschen werden sein:

1) Selbstsüchtig. Andere Übersetzungen

besagen: «sich selbst lieben»,

das heisst, egoistisch, egozentrisch,

oder «sich selbst süchtig begehrend».

Der Mensch steht im Mittelpunkt. ein

Psychoanalytiker erklärte: «Die oberste

Maxime in der Psychoanalyse heisst:

Selbstverwirklichung und Autonomie.» 4

ein anderes beispiel sind die heute

allgegenwärtigen Castingshows. Welt

Mitternachtsruf März 2012

Online berichtet: «Castings lösen Kult

permanenter Selbstdarstellung aus …

Selbstinszenierung und Öffentlichkeitsdrang:

… Die Casting-Gesellschaft tritt

längst nicht mehr nur im Fernsehen auf:

In der berufswelt, in sozialen Netzwerken

im Internet und im privaten Umfeld betreiben

viele Menschen experten zufolge

Selbstinszenierung … Castingshows …

wie ‹Dschungelcamp› oder ‹Deutschland

sucht den Superstar› sind nach Ansicht

des tübinger Medienwissenschaftlers

bernhard Pörksen ein wichtiges Signal

für einen gesellschaftlichen Wandel.

Casting sei mittlerweile zur Lebensform

geworden, in der sich der einzelne ständig

selbst in Szene setzen müsse. Der

Kampf um öffentliche Aufmerksamkeit

sei längst nicht mehr beschränkt auf

Prominente und Medienprofis, sagte

Pörksen weiter. Selbst der bayerische

bauindustrieverband nutze bei seiner

Stellensuche ein ‹bauCamp›, in dem

sich – wie in der ProSieben-Show ‹Deine

Chance› drei Kandidaten um einen Job

streiten. entstanden sei mittlerweile ‹ein

Kult permanenter Selbstdarstellung›, der

durch das Fernsehen und das Internet angetrieben

werde. tausende würden ihre

Fotos und Videos in soziale Netzwerke

und auf die eigene homepage stellen. Als

Folge sieht Pörksen eine entwicklung, in

der jeder verdächtigt wird, sich selbst nur

noch zu inszenieren.» 5

2) Geldgierig, habgierig. Das materielle

Denken verdrängt die geistlichen Werte.

«… der Reiche antwortet mit Härte»

(Spr 18,23). Das gilt zwar nicht prinzipiell,

ist aber bedeutend: Geld kann den

Charakter verderben. Unterstreicht die

euro-, banken- und Schuldenkrise (und

alles, was damit zusammenhängt) nicht

überdeutlich diese biblische Wahrheit?

Man spricht von einem handel ohne

moralisches Fundament, wo es angeblich

keinen Schuldigen gibt, aber viele opfer.

es dreht sich mittlerweile nicht bloss

um eine Finanzkrise, sondern um eine

Wertekrise. Die Staaten machen horrende

Schulden, um den Konsum zu

finanzieren, weil niemand bereit ist, auf

irgendetwas zu verzichten. «Der Deutsche

arbeitet tausend Stunden weniger

im Jahr als der Südkoreaner, sitzt dafür

aber besonders ausdauernd im Wartezimmer

der Ärzte, wozu ihn ein aufgeblähtes

Gesundheitssystem einlade», schreibt

thomas Lachenmaier und zitiert den

Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson. 6

In einem Aufsatz schreibt der deutsche

bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble

treffend: «Sind wir zu satt für Gott? …

Die Krise der banken und später der

Wirtschaft und ganzer Staaten, mit der

wir seit 2008 konfrontiert sind, wurde

nicht zuletzt durch die grenzenlose Gier

nach immer höheren Gewinnen an den

Kapitalmärkten ausgelöst. So erfolgreich

das marktwirtschaftliche Modell ist – und

niemand kann im ernst seine Abschaffung

fordern –, so sehr beruht es auf Mechanismen,

die, wenn sie nicht kontrolliert und

begrenzt werden, im Wortsinn unmenschliche

Konsequenzen hervorbringen. Das

grenzenlose Profitstreben, für das es

keinen automatischen haltepunkt gibt, die

erzeugung immer neuer bedürfnisse in der

Konsumgesellschaft und der raubbau an

den auf der erde verfügbaren natürlichen

ressourcen, sie alle führen zu Zuständen,

die für das menschliche Wohlergehen

und sogar für das menschliche Überleben

bedrohlich sind. … Wenn die europäische

Union und insbesondere die eurozone

unter dem Druck der Finanzmärkte an

die Grenzen ihrer belastbarkeit kommen,

dann hat auch das mit menschlicher Masslosigkeit

zu tun …» 7


Die Familie, die kleinste Zelle des

Staates, wird angegriffen, Eltern

werden entmachtet.

3) Prahlerisch. Das bedeutet: angeberisch,

wichtigtuerisch, übertreibend,

grossmaulig, eingebildet (man denke

da an aktuelle Politiker, Neureiche oder

rapper).

4) Überheblich. Das heisst: hochmütig.

Man erhebt sich über alle moralischen,

ethischen und gesellschaftlichen

Grenzen.

5) Lästerer, schmähsüchtig. Die

Menschen erhöhen sich selbst, indem sie

andere erniedrigen. Ihre Schmähungen

richten sich gegen Gott und gegen Menschen.

es geht gegen Politiker, regierungen

und das Christentum. In Kabaretts

und Comedy-Shows werden zum beispiel

Politiker zum Gespött gemacht, verulkt,

verlästert und christliche Werte in den

Schmutz gezogen.

6) Den Eltern ungehorsam (das heisst,

den Gehorsam verweigern). hierbei geht

es nicht bloss darum, dass Kinder den

Gehorsam verweigern und sich gegen

eltern auflehnen, sondern es geht um

ein endzeitlich breit gefächertes, entartetes

System. Die Familie, die kleinste

Zelle des Staates, wird angegriffen,

eltern werden entmachtet. Werte, die

das Zusammenleben in Familie und

Gesellschaft fördern, werden aufgegeben

oder entwertet. Man verachtet Gott, die

Familie und den Nächsten.

7) Undankbar. Die Menschen erachten

alles als eigene errungenschaft und

eigenen Verdienst. Verächtlich schauen

sie auf frühere Zeiten zurück. Junge

Manager entlassen ohne Skrupel ältere

Mitarbeiter. Angestellte, die vor Jahren

noch für ihre treue und Loyalität einen

bonus erhalten hätten, müssen ihren

Platz räumen.

8) Unheilig, ruchlos, ohne Ehrfurcht.

Den Menschen ist nichts mehr heilig.

Man hat keine Achtung vor göttlichen

Massstäben, staatlichen Gesetzen, gesellschaftlichen

richtlinien, vor der Familie,

vor ungeborenem Leben, vor dem Alter.

Man schreckt deshalb vor nichts Unheiligem

mehr zurück; weder vor Abreibung

noch vor euthanasie.

9) Lieblos, herzlos, gefühlskalt. Das ist

die erfüllung von Matthäus 24,12: «Weil

die Gesetzlosigkeit überhandnimmt,

wird die Liebe in vielen erkalten.»

10) Unversöhnlich, ohne Treue. Man

will keine Verbindlichkeiten, darum auch

ehe ohne trauschein. Das schlägt sich im

Kleinen und im Grossen nieder, in Familienstreitigkeiten

(Scheidungen), in der

Nachbarschaft, in Protestkundgebungen,

in Unversöhnlichkeit der Volksschichten

untereinander. Die Nächstenliebe, der

Wille zur Veränderung und Integration,

fehlt.

11) Verleumderisch (Gr.: diaboloi).

Der teufel ist ja einerseits der Diabolos,

das heisst, der Durcheinanderbringer,

und andererseits der Ankläger (offb

12,10). Die letzten Zeiten sind wahrhaft

diabolische Zeiten, voll falscher Anklagen,

in denen die Wahrheit verdreht und

die Werte verschoben werden. Wahrheit

wird zur Lüge und zum Unrecht deklariert

und die Lüge zur Wahrheit erhoben.

Zum beispiel: Gott wird als nichtexistent

erklärt und die Schöpfung zum Gott gemacht.

Was das Wort Gottes über Sünde

sagt, wird verachtet, Umweltsünden

dagegen werden aufs Genaueste beachtet

und geahndet.

In London ist es beispielsweise Islamisten

und deren Sympathisanten durch

ständige, zum teil gewalttätige und laute

Proteste gelungen, die hauptfiliale des israelischen

Unternehmens Ahava (Liebe),

die Gesundheits- und Drogerieprodukte

herstellt, zur Schliessung zu nötigen. Der

Polizei gelang es nicht, die Geschäfte zu

schützen. 8

Wer an die bibel glaubt, sich zu ihr

bekennt und nach ihr leben möchte,

kann gerichtlich belangt werden und

schnell zu einem Verfolgten werden,

der die Gesellschaft stört. offensichtlich

ist das anders, wenn man sich an den

Koran hält. ende 2006 klagte eine aus

Marokko stammende Deutsche ihren

marokkanischen ehemann an, weil sie

von ihm geschlagen wurde. Die Anklage

wurde abgewiesen mit der begründung,

sie hätte vorher wissen müssen, dass

Moslems ihre Frauen schlagen – denn

schliesslich stünde das im Koran! 9

12) Unbeherrscht, hemmungslos,

rücksichtslos. Das heisst: haltlos, unenthaltsam,

zügellos, allen Impulsen freien

Lauf lassend. es ist ein Wandel ohne den

heiligen Geist (Gal 5,16-21).

13) Gewalttätig, brutal, grausam, roh.

Das bedeutet: impulsiv, kein Gefühl zeigend,

unbeherrscht im Zorn, schnell und

unkontrolliert losschlagend. Mobbing auf

dem Schulhof oder dem Arbeitsplatz fällt

sicher auch darunter. Solange es eigenen

Interessen dient, nutzt man das recht auf

Demonstration. Polizisten werden tätlich

angegriffen und mit Farbe beworfen. Gehen

dagegen Andersdenkende friedlich für

ihre Überzeugung auf die Strasse, werden

diese nicht selten mit Gewalt behindert

(z.b. Kundgebungen gegen Abtreibungen).

rechtsextreme werden zu recht staatlich

Mitternachtsruf März 2012

9


10 TITEL

eingeengt, Linksextreme dagegen oft

toleriert. Wenn opfer kommunistischer

regimes auf die Strasse gehen und gegen

linksgerichtete elemente demonstrieren,

werden sie angegriffen.

14) Dem Guten feind. es geht hier

um tugendverächter, darum, die Liebe

zum Guten abzulehnen. es kommt zu

aktivem Widerstand gegen das Gute,

gegen jede Moral. Der zivile Ungehorsam

wird propagiert, Gender-Mainstreaming

vorangetrieben, eheliche Untreue gefördert

(s. blickfeldbeitrag «Aufruf zur

Untreue»). Die homosexuellen-Lobby

beispielsweise beeinflusst zunehmend

die Medien und das rechtssystem zu

ihren Gunsten.

15) Verräter. Das erinnert an Judas,

der zum Verräter Jesu wurde. eine Parallele

wird es in der endzeit geben, in der

eine abgefallene Christenheit die Lehre

Christi verrät und dem Antichristentum

hilfestellung bietet. Andere Lehren

als die der bibel werden gefördert und

prägen zunehmend christliche Staaten,

während biblische Lehre verachtet wird.

So wird ausgerechnet ein theologieprofessor

mit den Worten zitiert: Wer die

bibel wörtlich nehme, der nehme sie

nicht ernst. 10

helmut Matthies wies darauf hin,

dass mittlerweile auch in Kirchen mehr

Menschen an die Dogmen zur Umwelt

glaubten als an die Jungfrauengeburt

Jesu. Manche Kirchenleute seien in

der Öffentlichkeit wesentlich besser

bekannt durch ihre Warnungen vor Klimaänderungen

als durch ermutigungen

zum Glauben an Gott. 11 Und nach der

Auffassung von Franklin Graham (Sohn

des amerikanischen evangelisten billy

Graham) wird der Name Jesu Christi in

zunehmendem Masse aus dem öffentlichen

Leben verdrängt. So könne man

zwar öffentlich zu «einem Gott» beten,

aber nicht zu Jesus Christus. 12

16) Leichtsinnig, rücksichtslos, verwegen.

Andere Übersetzung: «Unter

dem Drang der Leidenschaft handelnd.»

Das sind zum beispiel Abenteurer, die

kein risiko mehr scheuen, die alles aufs

Spiel setzen.

17) Aufgeblasen. Sie nehmen nur

sich selbst wichtig. Sie haben nur ihre

eigenen Ziele im Auge.

Mitternachtsruf März 2012

18) Sie lieben das Vergnügen mehr

als Gott. Das beschreibt einen Lebensstil,

in dem Gott völlig ausgeklammert

wird. Man ist für alles offen, was Spass

macht, aber für alles verschlossen, was

göttlich ist. Das englische Wort «Fun»

(Spass) ist heute zum Inbegriff des Lebens

geworden (Fun-Gesellschaft). Die

bibel redet sogar von Menschen, deren

bauch ihr Gott ist (Phil 3,19). Ganz

im trend des bis hierhin erwähnten

liegend und gleichsam zusammenfassend

ist ein Machwerk, das bereits zu

einem bestseller geworden ist. es trägt

den titel Der kommende Aufstand. es

handelt sich um ein anonym verfasstes

buch, dessen Autoren sich hinter dem

Pseudonym «Das unsichtbare Komitee»

(edition Nautilus) verstecken. Im buch

geht es um eine neue Protestkultur, die

zu Anschlägen und einem mit betrug und

Diebstahl finanzierten Lebensstil aufruft.

Laut der Zeitschrift factum ist das buch

ein anarchistisches Manifest, eine Streitschrift,

die Gewalt und Gesetzlosigkeit

schürt: «Der eventcharakter des Krawalls

als bühne für narzisstische Auftritte ist

kennzeichnend und zeittypisch. Der

Protest, den die Anarcho-radikalisten

empfehlen, folgt ganz den Aufmerksamkeitsgesetzen

des Marktes.» thomas Lachenmaier

schreibt im factum zu diesem

buch unter anderem:

«… für unsere Zeit ist sicher bestimmend,

dass sich dieser Zeitgeist vom

christlichen Gottesbild löst und zunehmend

offen dagegensteht. Immer deutlicher

rückt das Ich in einer narzisstischen

Selbstbezogenheit in die Mitte des Denkens.

… Der Zeitgeist der Gottesferne,

der Ich-bezogenheit, die Ablehnung der

Werte, die mit der bibel realität wurden,

finden hier einen radikalen Ausdruck.

Der rechtskonservative amerikanische

tV-Kommentator Glenn beck sagte von

diesem text, er sei ‹möglicherweise das

böseste, was ich je gelesen habe›. …

Die Streitschrift beschreibt eine Grundhaltung,

die in der Gesellschaft längst

latent verbreitet ist. … Der text stiftet

zu einem Lebensstil an, der mit dem

antichristlichen Weltbild, das unsere Zeit

unterschwellig prägt, ernst macht, zu

einem terror des Alltags. es ist ein Dokument

von einer kaum zuvor gelesenen

Destruktivität. … Ihren Gefolgsleuten

empfehlen sie einen ganz speziellen Lebenswandel:

‹Lernen, auf der Strasse zu

kämpfen, sich leere häuser anzueignen,

nicht zu arbeiten, sich wahnsinnig zu

lieben und in den Geschäften zu klauen›.

Die technologische Infrastruktur der

Verkehrs- und Kommunikationsmittel

wird als zerstörerisch beschrieben, aber

auch als angreifbar. … Der Mensch ohne

Gesetz: Nehmen, was man braucht. besetzen,

was man will. … Jetzt gelte es,

sich Waffen zu beschaffen, Anschläge zu

verüben, hacker-Angriffe zu starten, zu

stehlen und vor allem: ‹ein gewisses taktisches

Fieber zu erregen – zu schüren,

wie man Feuer schürt›. Dieser Kampf

hat der Darstellung der Streitschrift zufolge

längst begonnen: mit Sozialbetrug,

Sachbeschädigung, Krawall, brennenden

Autos in Paris, Strassburg, berlin. … Ihnen

schwebt eine Gesellschaft vor, in der

die Gesetzlosigkeit überhandnimmt. …

Auch eine demokratisch legitimierte

entscheidung ist für diese postdemokra-


Man ist für alles offen, was

Spass macht, aber für alles

verschlossen, was göttlich

ist. Das englische Wort

«Fun» (Spass) ist heute zum

Inbegriff des Lebens geworden

(Fun-Gesellschaft)

tischen Anarchisten nicht bindend. Jeder

ist sich bei dieser neuen Ideologie selbst

der Nächste und der Massstab und entscheidet,

gegen was und wen er kämpfen

will. es ist eine Frage des einzelfalles, es

ist Willkür. … Kaum jemand findet mehr

etwas Verwerfliches daran, wenn Gruppen

zur Durchsetzung ihrer subjektiv

für «gut» erkannten Ziele rechtsbrüche

begehen. … Gekämpft wird sogar gegen

entscheide, die basisdemokratisch zustande

kamen. Das zeigte sich beispielsweise

bei der Schweizer Volksabstimmung

darüber, ob kriminelle Ausländer

zurück in ihre herkunftsländer geschickt

werden sollen. Nach der Abstimmung

randalierten Gegner mit einer in der

Schweiz bis dahin kaum gesehenen

brutalität. … Mit dem Marsch der 68er

durch die Institutionen ist deren Denken

bis an die Spitze von behörden und in

regierungsämter vorgedrungen. … Zu

der tatsache, dass in seiner Stadt keine

Woche vergeht, ohne dass radikale ungeahndet

mehrere Autos in brand setzen,

erklärte der berliner Polizeipräsident

Dieter Glietsch achselzuckend, besitzer

hochwertiger Autos sollten ihre Fahrzeuge

eben nicht in Kreuzberg parken. Das

sei ‹eine Provokation›.» 13

Die oben aufgeführten 18 endzeitlichen

Eigenschaften werden nun in

einem 19. Punkt zusammengefasst: «Dabei

haben sie den äusseren Schein von

Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen

sie.» Andere Übersetzung: «Aber

von der wahren Lehre, von der Kraft,

aus der echte Frömmigkeit lebt, wollen

sie nichts wissen.» Der Vers erklärt, dass

diese ungeistlichen und brutalen Veränderungen,

die die Menschen der letzten

Zeit hervorbringen, auch vor den toren

der Kirche/Gemeinde nicht haltmachen;

und Vers 13 ergänzt, dass es sich dabei

um verführte Verführer handelt: «Böse

Menschen aber und Betrüger werden

es immer schlimmer treiben, indem sie

verführen und sich verführen lassen»

(2.tim 3,13).

es wird nicht besser, es wird immer

schlimmer. Man kann dies auch eine

«verheidnischte» Form des Christentums

nennen. Von der einstigen reformation

ist kaum mehr etwas übrig geblieben. Die

Prinzipien der reformatoren («Nur die

bibel ist absolut zuverlässig») sind längst

aufgegeben worden. Man hält zwar noch

an Formen und einer gewissen religiosität

fest, an kirchlichen traditionen,

Kleiderordnungen, titeln, Zeremonien

und ritualen, aber von der Kraft distanziert

man sich; die wahren Inhalte werden

geleugnet. Unbiblische Massstäbe

beherrschen mittlerweile weite Kreise

des Christentums. Daher kann es für

aufrichtige Christen nur eine Antwort

geben: «Von solchen wende dich ab!»

Das ist die Wende in der Wende!

Schon timotheus sollte sich damals

von Menschen mit solchen eigenschaften

distanzieren. Wie viel mehr gilt das im

blick auf die Christenheit der endzeit, die

Paulus hier beschreibt. Aber zur grossen

Wende in der Wende gehört auch noch

etwas anderes. es gibt drei Dinge, die

wir vor Augen haben sollten.

1) Die persönliche Hinwendung zu

Jesus. Wir könnten uns nun fragen: «Wie

kann ich diesen zerstörerischen Verhältnissen

entkommen? Ich bin ja selbst wie

ein Gefangener dieses antigöttlichen

Systems geworden, ich stecke ja mitten

drin.» Antwort: Wir dürfen auf die richtige

Seite wechseln! Dora rappard sagte

einst: «es gibt keine Flucht vor Gott als

(nur) die Flucht zu Gott.» es gibt etwas

Wichtigeres als eurokrise und bankenrettung.

Wir sind nicht nur finanziell

überschuldet, sondern mit Schuld vor

Gott überlastet. Nur die hinwendung

zu Jesus befreit uns von dieser Schuld.

«Wendet euch zu mir, so werdet ihr

gerettet, all ihr Enden der Erde; denn

ich bin Gott und keiner sonst!» (Jes

45,22). Das ist die grösste Wende, die

ein Mensch vollziehen kann.

2) Die Wende zu einer neuen Glaubenseinstellung.

Viele Christen lassen

sich von den ereignissen herunterziehen

und leben mit einem tunnelblick. Sie

sind der Gesellschaft und den ereignissen

gegenüber nur noch negativ eingestellt.

Wir können die Dinge nicht ändern,

aber wir können unsere einstellung zu

den Dingen ändern. In einer zunehmend

geistlich destruktiven Welt sollten wir

umso mehr konstruktive Christen sein.

es gibt für Christen eine geistliche Antwort

auf die unchristlichen Verhältnisse

aus 2. timotheus 3: «Im Übrigen, ihr Brüder,

alles, was wahrhaftig, was ehrbar,

was gerecht, was rein, was liebenswert,

was wohllautend, was irgendeine Tugend

oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid

bedacht!» (Phil 4,8).

3) Die grosse Wende kommt mit der

Wiederkunft Jesu. Nicht die geistlichen

Krisen, nicht die politischen Krisen und

auch nicht die Wirtschaftskrisen haben

das letzte Wort; sie weisen höchstens

auf die Zuverlässigkeit Seines Wortes

hin. Das letzte Wort hat Jesus Christus

selbst: «Und der auf dem Thron sass,

sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und

er sprach zu mir: Schreibe; denn diese

Worte sind wahrhaftig und gewiss!»

(offb 21,5). In einer dermassen unzuverlässigen

und unsicheren Welt sind und

bleiben Gottes Zusagen zuverlässig und

gewiss. Mit dieser Sichtweise und diesem

hoffnungsvollen blick wollen wir unser

Christsein leben! n

1 factum 9/2001

2 Geschäftsmann und Christ Nr. 2; 1986, S. 21

3 www.kaikracht.de/68

4 Dr. med. Markus Bourquin

5 Welt Online, 20. Januar 2011

6 factum 9/2011, S. 20

7 www.christundwelt.de/detail/artikel/sind-wir-zusatt-fuer-gott/

8 factum 9/2011; S. 8

9 Spiegel Online, 20. März 2007,

http://www.spiegel.de/politik/

deutschland/0,1518,472849,00.html

10 ideaSpektrum 2.2011, S. 13

11 ideaSpektrum 1.2011, S. 3

12 ideaSpektrum 4.2011, S. 13

13 Thomas Lachenmaier, factum 1/2011, S.12-16

Mitternachtsruf März 2012

11


12

IM BLIckFELD

Das heisse Eisen Heilssicherheit

In den kommenden Monaten werden wir an dieser Stelle wieder ein viel und kontrovers diskutiertes

thema anpacken. Es ist die Frage, ob ein Christ wieder verloren gehen kann.

wir wollen mit dieser Reihe keine Zwistigkeiten säen oder unbrüderlichkeit stiften, sondern

die einen dazu anregen, diese Frage neu zu überdenken, und die anderen in ihrer Heilsicherheit

festigen. Es geht darum, unsicheren Christen seelsorgerlichen Beistand zu leisten.

wir baten unseren Redaktions-Mitarbeiter René Malgo, diese thematik anzugehen und auszuleuchten.

N.L.

Wie sicher ist die

Erlösung?

Kann ein Erlöster vom Glauben abfallen? In dieser Serie

soll die Frage nach der Heilssicherheit systematisch untersucht

werden. Lesen Sie hier Teil 1.

reNé MALGo

Mitarbeiter in der redaktion

des Missionswerkes Mitternachtsruf

In der Christenheit ist die Meinung

weit verbreitet, ein erlöster könne

vom Glauben abfallen. Und das bedeutet:

ein erlöster könnte schliesslich

doch noch verdammt werden. Manche

mögen einwenden: ein erlöster könne

ja vom Glauben abfallen, aber dennoch

erlöst bleiben. Das Neue testament betrachtet

Glaubensabfall allerdings als etwas

Dämonisches, das zur Verdammnis

führt (vgl. 2.thess 1,8-10; 2,3-12; 1.tim

4,1; hebr 3,12-19; 6,1-8; 10,26-31). Glaubensabfall

und Verdammnis kann man

nicht voneinander trennen. In einem

bibelkommentar wird Glaubensabfall so

definiert: «Abfall ist ein Wegwenden vom

evangelium, nachdem man es kennen

gelernt hat.» 1

Die Frage ist: Kann man sich vom

evangelium abwenden, nachdem man

durch das evangelium erlöst wurde? bei

der beantwortung dieser Frage müssen

wir sämtliche Argumente ausklammern,

die auf erfahrungen, Gefühlen und beobachtungen

beruhen. Zum beispiel: «Ich

kenne jemanden, der wirklich geglaubt

hat, aber jetzt abgefallen ist. er ist der

‹beweis› dafür, dass ein erlöster vom

Mitternachtsruf März 2012

Glauben abfallen und verdammt werden

kann.» Argumente dieser Art haben

keinerlei Legitimität, weil es nur einen

Prüfer der herzen gibt (Spr 17,3). Um

die Frage des Glaubensabfalls zu beantworten,

dürfen wir uns nur auf Gottes

Wort stützen.

Die bibel ist Gottes inspiriertes Wort

und Gott widerspricht sich nicht. er kann

nicht auf der einen Seite die erlösung und

Sicherheit des heils zusprechen – und

auf der anderen Seite die Gefahr der

Verdammnis wie ein Damoklesschwert

über jeden erlösten hängen lassen.

Daher gibt es für einen bibeltreuen

Christen nur zwei Möglichkeiten. entweder:

Die bibel spricht über erlöste, die

verloren gehen können; folglich müssen

alle Stellen zur heilssicherheit etwas anderes

bedeuten. oder: Die bibel spricht

über heilssicherheit; folglich können

die bibelstellen zu Glaubensabfall nicht

über erlöste sprechen. Ich bin davon

überzeugt, dass die zweite Schlussfolgerung

wahr ist und mit Gottes Wort im

einklang steht. Dies werde ich dann ab

der kommenden Ausgabe darlegen.

hier zunächst einige Punkte zur ersten

Schlussfolgerung. Der Gedanke, ein

erlöster könne vom Glauben abfallen und

verloren gehen, offenbart mindestens

sieben theologische Fehlschlüsse:

1. Die Kraft Gottes wird unterschätzt.

(er sei nicht stark oder willens genug,

einen erlösten im Glauben zu halten.)

2. Die menschliche Kraft wird überschätzt.

(Der Mensch könne sich selbst

aus eigener Kraft im Glauben halten oder

diesen aufgeben.)

3. Das evangelium wird abgeschwächt.

(es sei nicht mehr als ein unverbindliches

Angebot und nicht Gottes Kraft, die

Leben verändert.)

4. Der rettende Glaube wird der falschen

Kraftquelle zugeschrieben. (Der

Glaube sei allein das Werk des Menschen

und kein Geschenk Gottes.)

5. Der göttliche Ursprung der Wiedergeburt

wird ignoriert. (Die Wiedergeburt

sei nur vom Menschen selbst abhängig

und könne somit temporär sein.)

6. Jesu Stellvertretertod wird eingeschränkt.

(Christus habe doch nicht

vollkommen gerecht gemacht und alle

Sünden auf sich genommen, weil die

Möglichkeit zu einer verdammungswürdigen

Sünde bestehe, nämlich die Sünde

des Glaubensabfalls.)

7. Die Innewohnung des heiligen Geistes

wird falsch definiert. (Der Gläubige

sei nicht bleibend mit dem heiligen Geist

versiegelt, sondern habe Ihn nur geliehen

bekommen und könne Ihn verlieren.)

bis soweit die behauptungen. Ab der

nächsten Ausgabe wollen wir sukzessive

biblische themen untersuchen, die

mit der Frage des Glaubensabfalls und

Verlorengehens zusammenhängen. Die

Antwort auf die Frage der heilssicherheit

ist keineswegs nebensächlich, denn

Die Bibel ist Gottes inspiriertes

Wort und Gott widerspricht

sich nicht.

sie hat seelsorgerliche Konsequenzen.

Denken Sie nur einmal darüber nach,

wie «glückselig» die hoffnung eines von

Zweifeln geplagten erlösten noch wäre,

wenn Sie ihm bloss vermitteln könnten:

Christus hat nur eine erlösung auf

bewährung für uns erwirkt. Wir leben

nur auf bewährung im haus des Vaters.

Wir sind nur auf bewährung wiedergeboren.

Wir haben die Kindschaft nur auf

bewährung erhalten. Und wir erwarten

die entrückung, «die glückselige Hoffnung

und Erscheinung der Herrlichkeit

unseres grossen Gottes und Heilandes

Jesus Christus», nur auf bewährung. n

1 John MacArthur-Studienbibel, Anmerkung zu

1. Timotheus 1,19, S. 1782


Prophetie-Konferenz

Zavelstein

Dem Glauben

Zukunft geben

mit Norbert Lieth

und Alexander Seibel

Norbert Lieth,

Verkündiger, Bibellehrer und

Vorstandsmitglied des

Missionswerkes Mitternachtsruf

Alexander Seibel,

vollzeitiger, weltweit tätiger

Verkündiger des Evangeliums

mit Schwerpunkt Apologetik

Freitag, 15.06.2012, 20:00 Uhr

Samstag, 16.06.2012

09:00 Uhr, 10:30 Uhr,

15:30 Uhr, 17:00 Uhr, 20:00 Uhr

Sonntag, 17.06.2012, 09:00 Uhr, 10:30 Uhr

Bibel- und Erholungsheim

Haus Felsengrund

Weltenschwanner Strasse 25

DE 75385 Bad Teinach-Zavelstein

Mitternachtsruf März 2012

13


14

IM BLIckFELD

Aufruf zur Untreue

Am 19. Dezember 2011 veröffentlichte die Schweizer Migros-

Zeitung ein Interview mit dem Hamburger Sozialwissenschaftler

und Buchautor Holger Lendt unter dem provozierenden Titel:

«Treue schliesst andere nicht aus.»

Norbert LIeth

Das Interview entschuldigt nicht

nur das Fremdgehen, sondern ist

geradezu eine Aufforderung zur

Untreue. Solche beiträge entsprechen

wohl eher dem Playboy, aber doch nicht

der Zeitung der grössten Lebensmittel-

Verkaufskette der Schweiz. Dieses Magazin

gelangt als «Volkszeitung» in unzählige

haushalte; und ein solcher Artikel

verleitet zum Gedanken, Fremdgehen

sei doch eigentlich gar nicht so schlimm,

sondern gehöre einfach zum Leben. Statt

den vielen Familien Moral und ethik zu

vermitteln, wird mit der Veröffentlichung

derartiger Argumentationen nur Schaden

angerichtet. Und das geschah ausgerechnet

in der Vorweihnachtszeit – einer

Zeit, in der wir der treue Gottes zu uns

Menschen und der Geburt des erlösers

gedachten und das Fest der Familie, der

harmonie und des Friedens feierten.

Der Artikel suggeriert, dass die

Mono gamie ein Auslaufmodell sei,

Mitternachtsruf März 2012

weil ja schliesslich die meisten heute

fremdgehen würden. Aber dem kann

man entgegenhalten, dass immer mehr

Menschen fremdgehen, weil sie unter

anderem durch solche Artikel und die

entsprechenden Angebote dazu angestiftet

werden.

Gerade Männer sind ja oft allzu gerne

bereit, diesen schrecklichen Schritt zu

tun. Die Frauen und Kinder sind dann die

Leidtragenden. Was ist mit einer ehefrau,

die treu sein will und Kinder hat, deren

Mann aber die Lust am Fremdgehen

wichtiger ist als die treue zur Familie?

Was ist wohl die Frucht dieses Szenarios?

Warum ist denn unsere Gesellschaft

so kaputt? Warum werden in den Familien

so viele tränen geweint? Warum

durchleiden Kinder psychische Qualen?

Weil das Fremdgehen eben nicht das

Normale ist. es ist das Abnormale, das

man zum Normalen umdefinieren will.

Man strengt sich regelrecht an, Untreue

als durchaus akzeptables Verhalten darzustellen.

Diese Anstrengung an sich

zeigt aber schon, dass Untreue eben nicht

der richtige Weg ist. Warum verheimlicht

man sonst die Untreue so gut und solange

es geht? Warum schlägt das Gewissen?

Warum hat man Angst vor den Konsequenzen?

Warum fliessen die tränen?

Und warum gibt es deswegen Streit,

wenn das alles doch nur normal ist?

Wa rum muss ein moralisches hindernis,

eine barriere, regelrecht überwunden

bzw. durchbrochen werden? Weil es sich

um Ehebruch handelt! Warum wohl haben

treue ehepaare diese Ängste nicht?

Und warum sind sie im Alter glücklich,

dass sie treu geblieben sind, während

die Untreuen es oft bereuen und wahres

Glück versäumt haben?

Die bibel warnt eindringlich vor

ehebruch und einer unmoralischen Lebensweise.

Mit treffenden Worten wird

Sprüche 5,11-23 in einer bibelübersetzung

so wiedergegeben: «Später, wenn

es mit deinem Leben zu Ende geht und

dein Körper geschwächt ist, wirst du

stöhnen und sagen: ‹Wie konnte ich


«Kinder, lasst euch von niemand verführen!

Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht,

gleichwie er gerecht ist»

nur die Selbstbeherrschung verlieren?

Warum habe ich mich nicht ermahnen

lassen? Warum habe ich nicht auf meine

Lehrer gehört? Warum bin ich nicht dem

Rat derer gefolgt, die mich unterwiesen

haben? Fast wäre ich vollständig ins

Unglück geraten und das vor der Gemeinde

und dem ganzen Volk.› Trink

Wasser aus deinem eigenen Brunnen –

liebe nur deine eigene Ehefrau. Warum

solltest du das Wasser deiner eigenen

Quelle nach draussen vergiessen und

dich mit anderen Frauen einlassen?

Du solltest es für dich behalten und es

nicht mit Fremden teilen. Deine Frau soll

gesegnet sein. Freue dich an ihr, die du

geheiratet hast, als du jung warst. Sie

ist wie eine liebliche Gazelle, wie ein

anmutiges Reh. Ihre Brüste sollen dich

allezeit berauschen, ihre Liebe soll dich

stets in Bann ziehen. Mein Sohn, warum

solltest du dich von einer fremden Frau

verzaubern lassen oder die Brüste einer

anderen liebkosen? Denn der Herr sieht

ganz genau, was ein Mensch tut, er

achtet auf jeden Weg, den er geht. Ein

gottloser Mensch ist in seinen Sünden

gefangen; sie sind wie Stricke, die ihn

festhalten. Er wird sterben, weil er sich

nicht beherrschen konnte; und wegen

dieser unbegreiflichen Dummheit ist er

verloren.»

Dieser text zeigt uns, dass Gott ganz

bestimmt keine langweiligen, lustlosen

und verklemmten ehen will. Der Schöpfer

hat dem Menschen Sex als Geschenk

gegeben, aber nur für die ehe, und niemals

ausserhalb der ehe (1.Kor 7,2-5).

Wer das missachtet, setzt das Wohl der

ganzen Familie und letztlich auch sein

eigenes aufs Spiel.

Im besagten Interview wird jedoch

sogar das Wort «treue» verdreht. es

wird zwar erklärt, dass «treue» fest,

stark und sicher bedeutet, doch behauptet

der buchautor, dass damit nicht die

monogame treue gemeint sein könne,

weil ja schliesslich 80 Prozent der Menschen

untreu seien. Demnach sei man

nur wirklich fest, stark und sicher – also

treu –, wenn man offen über eine andere

beziehung nachdenke, darüber spreche,

sie dann auch eingehe und zugleich die

erstbeziehung beibehalte … Wenn es

stimmen sollte, dass 80 Prozent untreu

sind, dann sind diese eben nicht treu,

fest, stark und sicher. Das ist der Grund,

warum wir immer wieder in der bibel

und durch das Gewissen dazu angehalten

werden, treue zu üben und stark zu werden,

weil die Verführung überall lauert.

Während treue ehepaare in ihrer

treue zueinander ruhen, müssen sich

die Untreuen angestrengt rechtfertigen

und mit herbeigesuchten Argumenten

krampfhaft zu belegen versuchen, warum

sie untreu sind und ein recht darauf

haben, untreu zu sein. Der Interviewte

bezeichnet die Polyamore (Menschen,

die zu mehreren Personen Liebesbeziehungen

haben) als das extrembeispiel

für Freiheit. Kann das wirklich Freiheit

bedeuten? Wird da nicht immer jemand

darunter leiden, wird es nicht wiederum

zu brüchen kommen? Während eine

treueverbundene ehe 60 und mehr Jahre

dauern kann, stelle man sich die Frage,

wie lange im Durchschnitt gebrochene

beziehungen halten oder mehrere beziehungen

nebeneinander, bevor es zum

erneuten Wechsel kommt, und dann

wieder und wieder …?

Der interviewte Soziologe empfiehlt:

«Das beste ist, eine haltung einzunehmen,

die es erlaubt, der Liebe zu folgen.

Sexualität ist auch eine Form der Liebe,

vor allem Selbstliebe.» Doch ist es nicht

vielmehr so, dass, wer der Liebe wirklich

folgt, unter allen Umständen treu bleiben

möchte? Im Fremdgehen werden der

Liebe grosse Verletzungen zugefügt.

Apropos Selbstliebe, der Apostel Paulus

schreibt: «Das aber sollst du wissen,

dass in den letzten Tagen schlimme

Zeiten eintreten werden. Denn die

Menschen werden sich selbst lieben …»

(2.tim 3,1ff.; s. titel: «Die grosse Wende»).

Wir alle sind verführbar. beten wir,

dass der herr uns bewahre. Wir sollten

aber auch selbst alles dafür tun, bewahrt

zu bleiben. Der Apostel Johannes

schreibt: «Kinder, lasst euch von niemand

verführen! Wer die Gerechtigkeit

übt, der ist gerecht, gleichwie er gerecht

ist» (1.Joh 3,7). n

Tournee durch Deutschland 15

von Thomas Lieth

D-Tour

Thomas Lieth

Sie hören eine biblische Botschaft.

Do. 26.04.2012, 19.30 Uhr

72250 Freudenstadt

Kurhaus Freudenstadt, Am Promenadenplatz

DLM

Fr. 27.04.2012, 19.00 Uhr

67550 Worms-Rheindürkheim

Maranatha Baptisten Gemeinde, Kirchstrasse 14

Sa. 28.04.2012, 17.00 Uhr

76133 Karlsruhe

Verein für innere Mission, Amalienstrasse 77

So. 29.04.2012, 15.00 Uhr

90478 Nürnberg

Meistersingerhalle, Konferenzr. 2, Münchenerstr. 21

Mo. 30.04.2012, 19.30 Uhr

73312 Geislingen an der Steige

Mehrgenerationenhaus, Schubartsaal,

Schillerstrasse 4

Di. 01.05.2012, 19.30 Uhr

73312 Geislingen an der Steige

Mehrgenerationenhaus, Schubartsaal,

Schillerstrasse 4

Mi. 02.05.2012, 19.30 Uhr

57072 Siegen

Kongresszentrum, Siegerlandhalle, Atrium Saal,

Koblenzer Str.

Do. 03.05.2012, 19.30 Uhr

42285 Wuppertal (Barmen)

CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe, Bundeshöhe 7

Fr. 04.05.2012, 19.30 Uhr

34117 Kassel

CVJM Kassel, Wolfsschlucht

Sa. 05.05.2012, 15.00 Uhr

30625 Hannover

Gemeindezentrum, Helstorfer Str. 21

So. 06.05.2012, 16.00 Uhr

08280 Aue/Sachsen

Kulturhaus «Aue», Goethe-Strasse 2

Mo. 07.05.2012, 19.30 Uhr

99089 Erfurt

CVJM Gästehaus, Gerberstrasse 14a

Di. 08.05.2012, 19.30 Uhr

80637 München

Innere Mission München, Landshuter Allee 40

Mitternachtsruf März 2012

Herzlich willkommen!


Mitternachtsruf Alle Termine im Überblick

B

Büchertisch vorhanden

H

Handzettel erhältlich

Rufen Sie uns an

Deutschland: 07745 8001

Schweiz: 044 952 14 14

Agenda vom 01.03. bis 30.04.2012

K

Organisierter Kinderhütedienst

Änderungen vorbehalten. Die Agenda im Internet, immer aktuell: www.mitternachtsruf.ch

So 04.03. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Fredy Peter K

So 04.03. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B K

So 04.03. 16:30 CH 4803 Vordemwald EFG-Gemeinde, Zofingerstrasse 12 Fredy Peter B K

Sa 10.03. 10:00 NL 8096 BR Oldebroek Geloofsgemeenschap Luctor et Emergo, Mheneweg Noord 1 bg Norbert Lieth B

Sa 10.03. 13:30 NL 8096 BR Oldebroek Geloofsgemeenschap Luctor et Emergo, Mheneweg Noord 1 bg Dato Steenhuis B

So 11.03. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Thomas Lieth K

So 11.03. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Samuel Rindlisbacher B K

Fr 16.03. 19:30 DE 34117 Kassel CVJM Kassel, Wolfsschlucht Marcel Malgo B H

Sa 17.03. 15:00 DE 34117 Kassel CVJM Kassel, Wolfsschlucht Marcel Malgo B H

So 18.03. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Samuel Rindlisbacher K

So 18.03. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Fredy Peter B K

So 18.03. 15:00 DE 34117 Kassel CVJM Kassel, Wolfsschlucht Marcel Malgo B H

Mi 21.03. 19:30 CH 3600 Thun Paulus Kapelle (EMK), Klosestrasse 10 Samuel Rindlisbacher B H

So 25.03. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Marcel Malgo K

So 25.03. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B K

So 01.04. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Nathanael Winkler K

So 01.04. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Thomas Lieth B K

Do 05.04. 20:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Marcel Malgo B H


Fr 06.04. 10:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Eros Pasquini B H K

Fr 06.04. 14:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B H K

Fr 06.04. 17:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Eros Pasquini B H K

Sa 07.04. 19:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Passionskonzert B H

So 08.04. 10:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B H K

So 08.04. 14:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Meno Kalisher B H K

Mo 09.04. 10:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Meno Kalisher B H K

Mo 09.04. 14:00 CH 8600 Dübendorf OsTERKONfERENz Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B H K

So 15.04. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Thomas Lieth K

So 15.04. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Peter Blaser B K

Mi 18.04. 19:30 CH 3600 Thun Paulus Kapelle (EMK), Klosestrasse 10 Fredy Peter B H

So 22.04. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Marcel Malgo K

So 22.04. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B K

So 22.04. 10:15 CH 8192 zweidlen-Glattfelden Spinnerei-Lettenstrasse Fredy Peter B

Do 26.04. 19:30 DE 72250 freudenstadt Kurhaus Freudenstadt, Am Promenadenplatz Thomas Lieth B H

Fr 27.04. 19:00 DE 67550 Worms-Rheindürkheim Maranatha Baptisten Gemeinde, Kirchstrasse 14 Thomas Lieth B H

Sa 28.04. 17:00 DE 76133 Karlsruhe Verein für innere Mission, Amalienstrasse 77 Thomas Lieth B H

So 29.04. 09:30 CH 3011 Bern Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39 Peter Blaser K

So 29.04. 10:00 CH 8600 Dübendorf Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15 Norbert Lieth B K

So 29.04. 11:00 DE 13597 Berlin EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Marcel Malgo B H

So 29.04. 15:00 DE 90478 Nürnberg Meistersingerhalle, Konferenzraum 2, Münchenerstrasse 21 Thomas Lieth B H

So 29.04. 17:00 DE 58339 Breckerfeld Bibel Center, Dickenberg 2 Samuel Rindlisbacher B H

Mo 30.04. 19:30 DE 13597 Berlin EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9 Marcel Malgo B H

So 30.04. 19:30 DE 73312 Geislingen an der steige Mehrgenerationenhaus, Schubartsaal, Schillerstrasse 4 Thomas Lieth B H


18

IM BLIckFELD

«Du sollst nicht ehebrechen»

(2.Mo 20,14). «Darum so seht

euch vor ... und brecht nicht

die Treue!» (Mal 2,16).

MArCeL MALGo

Mitarbeiter des Missionswerkes,

Verkündiger, Ältester

und Seelsorger der Gemeinde

Mitternachtsruf

Ehebruch ist der gewaltsame einbruch

eines Dritten in eine bereits

bestehende Zweiergemeinschaft

eines Mannes und einer Frau. ehebruch

ist schlimmer als die allgemeine Sünde

der hurerei, weil er eine bestehende

Gemeinschaft zerstört. Durch ehebruch

wird eine Zelle voller Leben, die durch

das einswerden eines Mannes mit seiner

Frau entstanden ist, auf hässlichste Art

und Weise angegriffen. ehebruch wurde

daher im Alten testament aufs Schwerste

bestraft: «Wenn jemand die Ehe bricht

mit der Frau seines Nächsten, so sollen

beide des Todes sterben, Ehebrecher und

Ehebrecherin, weil er mit der Frau seines

Nächsten die Ehe gebrochen hat» (3.Mo

20,10; vgl. 5.Mo 22,22).

In der Welt wird unter anderem deshalb

soviel ehebruch getrieben, weil man

einfach nicht wahrhaben will, dass der

bund der ehe bereits bei der Schöpfung

durch Gott selbst gestiftet wurde, und

dass die ehe bereits damals von Gott als

unantastbar erklärt wurde! Wenn man von

der these ausgeht, es gebe keine ehe, es

gebe kein verbindliches Zusammenleben

beider Geschlechter, dann hat man sich

selbst ein universales Freiticket geschaffen.

Denn dann ist der Ausdruck «ehebruch»

völlig gegenstandslos geworden.

es gibt leider Christen, die meinen,

die ehe sei in der bibel nicht zu finden.

tatsächlich steht das Wort «Standesamt»

nicht in der bibel. Auch lesen wir nie von

der einsegnung eines brautpaares. Und

doch gibt es sehr deutliche und überzeu-

Mitternachtsruf März 2012

EhEbruch

Auch das hat Gott gesagt

gende hinweise in bezug auf die ehe.

Nachdem der herr aus einer rippe

Adams eine Frau – nämlich eva – gemacht

hatte, lesen wir: «Da sprach der

Mensch: Das ist doch Bein von meinem

Bein und Fleisch von meinem Fleisch;

man wird sie Männin nennen, weil sie

vom Manne genommen ist. Darum wird

ein Mann seinen Vater und seine Mutter

verlassen und seiner Frau anhangen,

und sie werden sein ein Fleisch» (1.Mo

2,23-24).

Sprechen diese Worte von einer in

aller heimlichkeit geschlossenen Übereinkunft

zwischen einem jungen Mann

und einem Mädchen? Von einer Übereinkunft,

die für eine zeitlich beschränkte

Periode geschlossen wird und deshalb

zu jeder Zeit wieder aufgelöst werden

kann? Nein! Vielmehr wird uns hier

ein offizieller Akt vor Augen geführt.

Wenn hier steht, dass ein Mann seinen

Vater und seine Mutter verlassen wird,

dann zeugt dies von einer begebenheit,

die von jedermann wahrzunehmen ist.

Dieses «Anhangen» hat die bedeutung

von «festhalten», sich «ankleben». Und

warum tut ein Mann dies? Um mit ihr,

seiner Frau, zu einem Fleisch – das heisst,

zu einer neuen Zelle – zu werden. Dass

dieses Zusammenkommen für immer

gültig ist und nicht rückgängig gemacht

werden kann, bezeugt kein Geringerer

als unser herr selbst.

Als Jesus über die ehescheidung

sprach, sagte er: «Von Beginn der

Schöpfung an hat Gott sie (die Zelle

der ehe) geschaffen als Mann und Frau.

(Und nun zitiert er 1.Mo 2,24:) Darum

wird ein Mann seinen Vater und seine

Mutter verlassen und wird an seiner Frau

hängen, und die zwei werden ein Fleisch

sein. (Und jetzt kommt die Konsequenz

dieser Verbindung:) So sind sie nun nicht

mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was

nun Gott zusammengefügt hat, soll der

Mensch nicht scheiden» (Mk 10,6-9).

Sind das nicht überaus klare Worte, die

den absolut verbindlichen Status jeder

ehe bezeugen?

Im Alten testament ist ein klarer

hinweis enthalten, dass es die ehe

damals schon gab. Wenn nämlich ein

Mann heimlich mit einer Jungfrau Ge-

schlechtsverkehr hatte, dann gab es nur

noch eine Lösung: Der Mann musste sie

heiraten und durfte sie nicht verstossen

(2.Mo 22,15; 5.Mo 22,28-29). In 5. Mose

22,28-29 ist von fünfzig Silberstücken

die rede, die der Mann als brautpreis

für das Mädchen zahlen musste. Dies

zeugt von einer eheschliessung in aller

Öffentlichkeit.

Im hebräerbrief werden Christen ermahnt:

«Haltet die Ehe in jeder Hinsicht

in Ehren; befleckt nicht das Ehebett!

Denn Unzüchtige und Ehebrecher wird

Gott richten» (hebr 13,4). Christen begehen

die Sünde des ehebruchs, wenn

sie sich scheiden lassen: «Wer sich von

seiner Frau scheidet, es sei denn wegen

Ehebruchs, der macht, dass sie die Ehe

bricht; und wer eine Geschiedene heiratet,

der bricht die Ehe» (Mt 5,32).

Wenn also ein gläubiger Christ auch

nur mit dem Gedanken einer Scheidung

liebäugelt, liebäugelt er mit der Sünde des

ehebruchs. es sei denn, dass der ehebruch

bereits eine tatsache ist, indem diese Sünde

durch den anderen ehepartner bereits

begangen wurde. Dann ist eine Scheidung

nicht mehr mit ehebruch gleichzusetzen

(mehr dazu in der rubrik Fragen – Antworten:

«Scheidung und Wiederheirat?»).

es gibt noch etwas anderes, wodurch

sich Kinder Gottes der Sünde des ehebruchs

teilhaftig machen können: «Wer

eine Frau ansieht, sie zu begehren, der

hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in

seinem Herzen» (Mt 5,28). Können Sie

sagen: Ich habe noch nie die Sünde des

ehebruchs begangen, wie Jesus sie in

Matthäus 5,28 aufzeigt? Ich habe noch

nie mit den Augen ehebruch getrieben?

Der Gottesmann hiob wusste um diese

Gefahr, weshalb er sich vehement gegen

jegliches Liebäugeln mit der Sünde in

seinem Leben wehrte: «Ich hatte einen

Bund gemacht mit meinen Augen,

dass ich nicht lüstern blickte auf eine

Jungfrau» (hiob 31,1). Indem hiob so

mit der Sünde umging, bestätigte er

hebräer 12,4: «Ihr habt noch nicht bis

aufs Blut widerstanden im Kampf gegen

die Sünde.» Wir sollten nicht vergessen:

Jesus Christus beurteilt den Gedanken

der Sünde genauso als schwerwiegend

wie die Sünde selbst! n


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Die Ostergeschichte

Wussten Sie, dass Jesus mehrmals vom Hohen

Rat verhört wurde? Wussten Sie, dass ein Engel

und ein unbeteiligter Zeuge in Gethsemane

waren? Wussten Sie, dass bei der Auferstehung

nicht nur Jesus lebendig wurde? Hören

Sie auf dieser CD die ganze Ostergeschichte,

wie sie in den vier Evangelien offenbart wird.

Nach einer Übersetzung von Roland Werner.

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CHF 10.00, EUR 7.00

VANGELISATION

mit Hans Peter Royer

Freitag, 22.06.2012, 20.00 Uhr

Wie gnädig ist Gott?

Samstag, 23.06.2012, 19.00 Uhr

Muss man Gott fürchten?

Sonntag, 24.06.2012, 10.00 Uhr

Glaube und Zweifel

Zionshalle

Ringwiesenstrasse 15

CH 8600 Dübendorf

Hans Peter Royer

ist Pädagoge, Skilehrer,

Bergführer und

stellvertretender Leiter der

Fackelträger-Bewegung. Er

entwickelte die sogenannte

Christuszentrierte Erlebnispädagogik.

Mitternachtsruf März 2012

19

Hans Peter Royer ist verheiratet,

Vater von drei Kindern und wohnt in der Steiermark in

Österreich. Er ist als Redner bei Tagungen und auf Konferenzen

sehr gefragt. Schwerpunkt seiner Verkündigung ist: nicht

krampfhaft durch eigenes Bemühen «heilig» werden zu wollen,

sondern Gott das Management zu überlassen.

Er ist Autor mehrerer Bücher.

Eintritt frei!


20

AuFGEGRIFFEN

Mehr als tausend Hilfsorganisationen

haben sich im westjordanland

eingerichtet. Ihr Heer junger Kurzzeithelfer

zieht nachts feiernd umher

und geniesst ein Leben, das den

meisten Palästinensern verwehrt

bleibt. Der Nahost-Konflikt vor der

tür macht alles nur noch spannender.

Spiegel Online, 18. Januar 2012

Nach jahrelangem Rückgang sinkt

die Zahl der weltweiten Abtreibungen

nicht mehr weiter. Das ist eines der

Ergebnisse einer Studie des Guttmacher-Instituts

in Zusammenarbeit

mit der weltgesundheitsorganisation

(wHo), die in London vorgestellt

wurde. Die Hälfte aller Abtreibungen

auf der welt gelten nach wissenschaftlichen

Kriterien als medizinisch

«unsicher». Diese erfolgten

fast ausschliesslich in Entwicklungsländern.

Welt Online, 19. Januar 2012

Aber womöglich gibt es Christen, die

bisher ein zu positives Bild von den

Grünen hatten. Die Grünen befürworten

Mord an wehrlosen Kindern

im Mutterleib, die Zerstörung von Familien

und des herkömmlichen Gesellschaftsgefüges

und fördern damit

auf vielfältige weise Gewalt und

Schaden an Leib und Seele, und nun

machen sie sich auch noch mit Legislative

und Presse stark gegen die

Überreste des Christentums in unserem

Land, indem sie biblische Erziehung

kriminalisieren – und zwar jeden

kleinsten Klaps – und sei er noch so

kontrolliert und mit einem schweren

Herzen der Liebe! Betanien Newsletter,

26. Januar 2012

Untersuchungen niederländischer

und amerikanischer wissenschaftler

zeigen, dass ein Gebet, wut und Aggression

eines Menschen dämpfen

kann. «wir entdeckten, dass ein Gebet

Menschen wirklich hilft, ihre wut

besser in den Griff zu bekommen. Auf

diese weise nimmt man den Grund

des Zornes weniger persönlich», sagt

Professor Brad Bushman von der

ohio State university. Livenet.ch, 2. Mai

2011

Mitternachtsruf März 2012

IM BLIckFELD

Henoch – ein

prophetisches Bild

«Durch Glauben wurde Henoch entrückt, sodass er den Tod

nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt

hatte; denn vor seiner Entrückung wurde ihm das Zeugnis

gegeben, dass er Gott wohlgefallen hatte» (Hebr 11,5).

StePhAN beItZe

Missionar und Verkündiger des

Missionswerkes Mitternachtsruf

in Argentinien

Aus diesem Grund und vor allem,

weil er entrückt wurde, können

wir henoch als prophetisches

Sinnbild für die Gemeinde Jesu Christi

sehen. Denn auch sie wird in einem

Augenblick entrückt werden, um mit

Christus in den himmlischen Wohnungen

zu sein.

Nach diesem ereignis wird hier auf der

erde eine atemberaubende entwicklung

ihren Lauf nehmen bis hin zur grössten

offenbarung der Sünde überhaupt, nämlich

der erscheinung des «Gesetzlosen»

oder «Sohnes der Verdammnis» bzw. «Antichristen».

Die Menschen werden nicht

busse tun, obwohl Millionen von Christen

auf eigenartige Weise verschwunden sein

werden. hier sehen wir eine Parallele

zu der Geschichte von 1. Mose 5 und 6.

trotz der ergreifenden entrückung henochs

deutet nichts darauf hin, dass die

Menschen sich gebessert oder sich Gott

auch nur etwas genähert hätten. Nein,

ihre bosheit hatte die Grenzen damals

dermassen überschritten, dass Gott selbst

eingreifen musste.

Genauso wie es in der Zeit nach der

entrückung henochs war, wird es in der

Zeit nach der entrückung der Christen

sein. Gewaltige Gerichte werden die

bewohner dieser erde heimsuchen. Im

ersten Mosebuch war es die Sintflut, die

die damalige Menschheit dahinraffte. In

der offenbarung finden wir die gewaltigen

Gerichte der Siegel, der trompeten

und der Zornesschalen Gottes. Dies alles

wird in das endgericht über die Nationen

münden, das henoch selber schon

vorausgesagt hatte (Jud 14). Somit erfüllt

sich, was der Apostel Paulus schrieb:

«… um seinen Sohn aus dem Himmel

zu erwarten, den er aus den Toten

auferweckt hat, Jesus, der uns errettet

vor dem zukünftigen Zorn» (1.thess

1,10). Der begriff «Zorn» und ähnliche

Ausdrücke beziehen sich immer auf den

«tag des herrn», das heisst auf die Zeit,

die die apokalyptischen Gerichte beinhaltet.

Man darf sie nicht mit der ewigen

Verdammnis verwechseln. Mit anderen

Worten: Die entrückung findet vor der

trübsal statt, genauso wie henoch vor

dem Gericht der Sintflut entrückt wurde.

henoch ist ein Sinnbild für die Gemeinde,

ja für das Leben eines jeden

wiedergeborenen Christen. er ist ein

beispiel für mein wie auch für Ihr Leben.

Allerdings sollte man auch in uns

die eigenschaften wiederfinden, die wir

bei henoch sehen. er war ein Mann,

der mit Gott wandelte, mit allem was

dazugehört. er lebte in der heiligung,

blieb standhaft, wurde von Gott geführt,

zeichnete sich durch seinen Glauben aus,

hatte ein ausgezeichnetes Zeugnis, war

demütig, er diente Gott, indem er die

anvertraute botschaft predigte und er

wurde entrückt. Wollen Sie nicht dem

wunderbaren beispiel dieses Mannes

folgen? Mögen sich bald die Worte über

das himmlische Jerusalem, unsere zukünftige

Wohnstätte, für uns erfüllen:

«… ihre Leuchte ist das Lamm. Und

die Heidenvölker, die gerettet werden,

werden in ihrem Licht wandeln …»

(offb 21,23-24). bald werden wir mit

unserem herrn auf den Strassen aus Gold

wandeln! Jetzt wandeln wir noch im

Glauben, bald aber wird der Glaube zum

Schauen gelangen und dann werden wir

Ihn sehen von Angesicht zu Angesicht!

Jesus kommt! «Es spricht, der dies

bezeuget: Ja, ich komme bald! Amen. –

Ja, komm, Herr Jesus!» (offb 22,20). n

Lesen Sie mehr über Henoch im Buch Henoch, von

Stephan Beitze, Bestell-Nr.: 180380


Das neunfache Reden Gottes

durch die vorexilischen Propheten

Was haben uns neun der sogenannten «kleinen» Propheten heute noch zu sagen?

Eine kurze Übersicht.

SAMUeL rINDLISbACher

Mitarbeiter des Missionswerkes,

Verkündiger und Ältester

der Gemeinde Mitternachtsruf

und Leiter der Jugendarbeit

Hosea

1) hosea prangert die Untreue Israels

gegenüber dem lebendigen Gott an. Israel

zeigt Gott trotz Seiner grossen Liebe die

kalte Schulter. Ist dies nicht auch heute

so? Gott ruft, Gott lockt, er redet. Doch

die meisten Menschen zeigen Ihm die

kalte Schulter, ja mehr noch, sie verachten

Ihn!

Joel

2) Joel verurteilt die oberflächlichkeit

und Gleichgültigkeit gegenüber Gottes

Sache. Äusserlich zeigt das Volk zwar

reue, doch innerlich bleibt sein herz

kalt. es gibt keine echte busse und hinwendung

zu Gott, sodass er durch den

Propheten Joel sagen muss: «Zerreisst

eure herzen, nicht eure Kleider!» Wie

gleichgültig ist doch auch unsere Generation

geworden! «Lass mich mit deinem

frommen Gerede in ruhe.» – «Wenn es

für dich stimmt, okay, aber bitte komm’

mir nicht mit diesem alten Zopf!»

Amos

3) Amos klagt darüber, dass Israel nicht

mehr von ganzem herzen Gott nachfolgt.

Wohl feiern die Israeliten Gottesdienste,

doch ihr herz, ihr Innerstes, klammern

sie dabei aus! Wie ernst wird heute,

auch unter Christen, Gottes Sache noch

genommen? Für alles hat man Zeit und

genügend Geld für alles Mögliche. Man

setzt sich für diesen und jenen Verein

ein. Doch für Gottes Sache? Weit gefehlt!

Obadja

4) obadja geisselt mit scharfen Worten

den zunehmenden Antisemitismus und

Judenhass der Nationen. Das ist auch

heute ein zunehmendes Phänomen: nicht

nur bei einzelnen, sondern bei ganzen

Nationen!

Jona

5) Das buch Jona zeigt die Selbstgefälligkeit

des Propheten. er ist ein beispiel

dafür, wie schnell sich geistliches Wissen

in menschliche Überheblichkeit kehren

kann. «Wir sind doch Gottes Volk, wir

wissen es, Gott hat doch uns erwählt ...»

Dabei geht die Liebe zu einer auf das

Verderben zulaufende Welt verloren!

Micha

6) Micha ist erschüttert über den Synkretismus.

Man meint, man könne Gott

und Götzendienst, heilig und unheilig,

verbinden. Ja, man meint, Gott dienen

und gleichzeitig mit der Welt mitmachen

zu können. Wie sieht es heute in der

Christenheit aus?

Nahum

7) Nahum geht mit dem Stolz und

Sicherheitsdenken der damaligen Zeit ins

Gericht. Ninive ist stolz auf seine militärische

Stärke und riesigen Festungsanlagen.

Und wir, worauf stützen wir uns?

Auf banken, rentenversicherung …?

Bibelfreizeit 02. bis 11.06.2011

Freizeit MLM in Versperweiler

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Habkuk

8) habakuk beklagt die über alle

Massen tiefe boshaftigkeit und brutalität

der Assyrer. Sind wir heute etwa besser?

Wie ist es denn mit unseren jährlich 50-

60 Millionen Abtreibungen, der immer

mehr für legal erklärten Sterbehilfe, der

brutalität in unseren Städten, Schulen

und Familien?

Zephania

9) Zephanja bindet den Sack zu. er

kann nur noch die totale Ablehnung

und Auflehnung gegen Gott feststellen.

Darauf muss, wenn es wirklich einen

gerechten Gott gibt, unweigerlich Sein

Gericht folgen! Spricht diese neunfache

bestandsaufnahme nicht auch über unsere

Zeit, unsere Situation? Wenn dem

so ist, worauf steuern wir zu? Mögen

wir doch den ernst der Lage erkennen,

umkehren, busse tun und Gott recht

geben! Ja, vergessen wir nicht, Gott will

nicht Gericht, sondern vielmehr errettung:

«Meinst du, dass ich Gefallen habe

am Tode des Gottlosen, spricht Gott der

Herr, und nicht vielmehr daran, dass er

sich bekehrt von seinen Wegen und am

Leben bleibt?» (hes 18,23). n

im schönen Schwarzwald

mit Marcel Malgo

Thema: «Die Zehn Gebote –

immer noch aktuell?»

21

Die Woche fi ndet statt im

Erholungs heim Waldesruhe, Auchtertstr. 10

DE 72178 Waldachtal - Vesperweiler

Übernachtung mit Vollpension ab EUR 30.00. Interessenten

können sich direkt im Erholungsheim Waldesruhe Mitternachtsruf in März Waldachtal

2012

informieren: Tel: +49 7445 2276, E-Mail: ruthwiener@gmx.de


22

Prophetie-

Wochenende

in Bad Windsheim

28.09. bis 30.09.2012

REFERENTEN

Norbert Lieth

Vorstandsmitglied des Missionswerkes

Mitternachtsruf

Dr. Elia Morise

Ägyptischer Missionar und

Islamkenner (deutschprachig)

mit speziellem Seminar

über den Islam

TAGUNGSORT UND UNTERKUNFT

Tagungshotel Residenz

Bad Windsheim*****

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alkoholfreie Getränke und je eine Kaffeepause

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Residenz Bad Windsheim Hotel & Spa

Erkenbrechtallee 33

D-91438 Bad Windsheim

Telefon: +49(0)9841/910

Telefax: +49(0)9841/912663

www.residenz-badwindsheim.de

e-mail: hotel@residenz-badwindsheim.de

PROGRAMM

• Fr. 28.09. 20:00 > Norbert Lieth

• Sa. 29.09. 09:00 > Dr. Elia Morise

• Sa. 29.09. 10:30 > Norbert Lieth

• Sa. 29.09. 15:30 > Dr. Elia Morise

• Sa. 29.09. 17:00 > Norbert Lieth

• Sa. 29.09. 20:00 > Dr. Elia Morise

• So. Mitternachtsruf 30.09. 09:00 > März Norbert 2012Lieth

• So. 30.09. 10:30 > Dr. Elia Morise

IM BLIckFELD

1. TimoThEus 6,1-2

Das richtige Verhalten

eines Angestellten gegenüber

seinem Arbeitgeber

Im 1. Timotheusbrief zeigt der Apostel Paulus auf, «wie man

sich verhalten soll im Hause Gottes, welches die Versammlung

des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste

der Wahrheit». Lesen Sie hier Teil 18.

Norbert LIeth

In 1. timotheus 6,1-2 schreibt Paulus:

«Diejenigen, die als Knechte unter

dem Joch sind, sollen ihre eigenen

Herren aller Ehre wert halten, damit

nicht der Name Gottes und die Lehre

verlästert werden. Die aber, welche gläubige

Herren haben, sollen diese darum

nicht gering schätzen, weil sie Brüder

sind, sondern ihnen umso lieber dienen,

weil es Gläubige und Geliebte sind, die

darauf bedacht sind, Gutes zu tun. Dies

sollst du lehren und dazu ermahnen!»

Mit diesen Versen beginnt ein neuer

Abschnitt. Das christliche Leben soll

nicht nur innerhalb der Gemeinde

funktionieren, sondern auch ausserhalb

der Gemeinde. Die Verse erklären uns,

dass treue, Fleiss und Unterordnung

eines Angestellten seinem Arbeitgeber

gegenüber nicht dadurch aufgehoben

werden, weil der Arbeiternehmer Christ

geworden ist. Angestellte einer Firma

sind also auch dann nicht gleichberechtigt,

wenn ihr Arbeitgeber ein bruder in

Christus ist. Gerade dann sollten sie sich

einsetzen und unterordnen, um dadurch

umso mehr ein Zeugnis für die anderen

ungläubigen Mitarbeiter und den herrn

zu sein. Ihre loyale Mitarbeit, ihr Fleiss

und ihr Gehorsam soll ein Spiegelbild ihrer

treue zu Jesus Christus sein. Was die

erlösung anbetrifft, gibt es zwar keinen

Unterschied mehr zwischen Knechten

und herren, wohl aber, was die ordnung

anbetrifft (Gal 3,28).

es gibt heutzutage leider etliche an

Jesus gläubige Arbeitgeber, die mit ihren

christlichen Mitarbeitern mehr Schwierigkeiten

haben als mit weltlichen. Das

liegt daran, dass diese Angestellten ihren

Chef nicht als Chef, sondern «nur» als

bruder in Christus sehen und ihm deshalb

weniger respekt entgegenbringen.

Sie meinen, gleichberechtigt zu sein und

in allem mitreden zu können. Ich weiss

von einigen Firmenbesitzern, die aus

diesem Grund keine an Jesus gläubigen

Mitarbeiter mehr einstellen wollen und

betonen, dass sie es mit weltlichen Mitarbeitern

einfacher hätten. Dabei sollte es

ja gerade umgekehrt sein! (s. eph 6,5-9;

Kol 3,22-4,15; 1.Petr 2,18-21). n


Biblische Prophetie – wichtig

oder Nebensache?

ALexANDer SeIbeL

Weltweit tätiger Verkündiger

des evangeliums mit Schwerpunkt

Apologetik und Prophetie

Im 2. Petrusbrief steht ein «einmaliger»

begriff. So heisst es in Kapitel

2,3, dass die Menschen mit «erdichteten»

Worten verführt werden. Plastos

heisst das Wort im Grundtext, das nur

an dieser Stelle im Neuen testament

vorkommt. es erinnert an Plastik und

hat auch die gleiche sprachliche Wurzel.

es gibt heute viele Gegenstände,

Pflanzen, blumen oder Nahrungsmittel,

die täuschend echt nachgemacht

sind. In manchen Schaufenstern prangt

Kunststoffobst, das ansprechend glänzt.

es verlockt zum hineinbeissen, doch

der Nährwert ist null, die enttäuschung

dafür umso grösser. es ist bezüglich

geistlicher Speise ungefähr das, was die

Welt mit ihren Sekten, Philosophien und

Ideologien anzubieten hat. es lässt die

hungrigen Seelen leer und bietet statt

lebendiger Speise einen unverdaulichen

ersatz. Manchmal ist das Ganze tödlich.

Umso eindrücklicher ist der Gegensatz

zum echten Wort Gottes, von dem es in

demselben brief heisst, dass es «prophetisch»

(2.Petr 1,19) ist. Prophetisch, das

heisst lebendig, wirkend, sich erfüllend,

sei es im Gericht oder in Gnade.

Und es ist genau dieses wunderbare

Phänomen der Prophetie, das manchen

Zweifler und Skeptiker überzeugt und

zum lebendigen Glauben an Jesus gebracht

hat.

Beispiele für prophetische Erfüllungen.

ein amerikanischer Christ gab einem

Juden Zeugnis vom auferstandenen

Messias. Gemeinsam betrachteten sie

die bibel. Im Propheten Daniel nun war

zu lesen, wie der Messias kommen und

getötet werden würde, danach würde

das heiligtum zerstört werden (Dan

9,26). Der tempel, das heiligtum, ist

nun schon seit fast zwei Jahrtausenden

in trümmern. Der Messias hätte also

zuvor kommen müssen. Doch das Volk

der Juden wartet noch immer auf das

Kommen des Gesalbten. Da stimmt doch

etwas nicht?

Allmählich dämmerte es diesem Sohn

Abrahams, dass nur einer vor der Zerstörung

des tempels als Messias auftrat –

und auch verworfen wurde, wie es unter

anderem in dieser Prophetie Daniels

erkennbar ist: Jesus von Nazareth. Als

der amerikanische Christ ihm dann noch

die Prophetie von Sacharja zeigte, wo es

heisst, dass die Juden auf den lebendigen

Gott blicken werden, den sie durchbohrt

haben (Sach 12,10), erkannte er seinen

wahren und lebendigen retter. er übergab

sein Leben diesem auferstanden Jesus

Christus und bekannte wie thomas:

«mein Herr und mein Gott!»

Und so gibt es zahlreiche begebenheiten

von suchenden Menschen, die durch

das prophetische Wort zum Glauben fanden,

nicht zuletzt auch der Autor dieser

Zeilen. Sein Atheismus wurde durch die

Prophezeiungen über das Volk Israel zum

einsturz gebracht.

Wie aktuell und lebendig die biblische

Prophetie ist, zeigt zum beispiel Psalm

83: «Gott, schweige doch nicht! Gott,

bleib nicht so still und ruhig! Denn siehe,

deine Feinde toben, und die dich hassen,

erheben das Haupt. Sie machen listige

Anschläge wider dein Volk und halten

Rat wider die, die bei dir sich bergen.

‹Wohlan!› sprechen sie, ‹lasst uns sie

ausrotten, dass sie kein Volk mehr seien

und des Namens Israel nicht mehr gedacht

werde!›» (V 2-5). obwohl ca. 3.000

Jahre alt, lesen sich diese Sätze wie der

o-ton von hisbollah, hamas oder Ahmadinedschad.

Ja, man könnte meinen, der

Präsident Irans habe in seiner «Stillen

Zeit» über Psalm 83 meditiert.

In ihrer prophetischen Fülle ist die

bibel einmalig. Kein religiöses buch der

Welt hat detaillierte Prophetie, sei es der

Koran, die bhagavad Gita, die edda, was

auch immer. Die bibel ist das einzige

buch im historischen Gesamtzeugnis

der Menschheit, das die Geschichte nicht

rückblickend, sondern vorausblickend

geschrieben hat. Das ist absolut einmalig.

Wenn man zum beispiel 5. Mose 28

mit dem Werdegang des Volkes Israel vergleicht,

muss man, falls man intellektuell

redlich sein will, erkennen, dass dies ein

allwissender Gott hat schreiben lassen,

jedenfalls jemand, der die Zukunft kennt.

So sind auch die beiden grossen Katastrophen

in der Geschichte dieses Volkes in

diesem umfangreichsten prophetischen

Abschnitt der bibel vorausgesagt. Vers 36

Mitternachtsruf März 2012

23


24

Sprecher

IM BLIckFELD

sagt die erste Wegführung voraus, Vers

64 die zweite weltweite Zerstreuung.

beachtenswert ist auch, wie Vers 36, also

die erste Zerstreuung, noch einen König

erwähnt. Und tatsächlich, als Israel ins

babylonische exil unter ein fremdes

Volk weggeführt wurde, hatte es, wie es

ausdrücklich heisst, noch einen König:

Zedekia, den letzten König Jerusalems.

Doch bei der zweiten, dann weltweiten

Diaspora, Vers 64, wird kein König

mehr erwähnt. Und so war es auch, als

Israel nach der Zerstörung Jerusalems 70

n.Chr. unter alle Völker zerstreut wurde.

Die Juden hatten keinen König mehr.

Jesus von Nazareth, der wahre König

www.Hirtenkonferenz.de

Benedikt Peters

Pastor (Arbon, CH)

Christian Andresen

EBTC-Schulleiter (Berlin, DE)

Martin Manten

Pastor (Bern, CH)

doug McMasters

Pastor (London, GB)

rick Holland

Pastor (Prairie Village, USA)

Aller guten Dinge sind…

Volltanken

3 Jahre Bibelschule

Praxisnahe Ausbildung

Mitternachtsruf März 2012

Thema

„Habe acht auf dich selbst!“

Ort

An 9 Orten

im deutschsprachigen

Raum

www.radiobibelschule.de

der Juden, war eine Generation vorher

verworfen worden.

Gott tritt vor dem Anspruch einer

multireligiösen heidenwelt gerade diesen

beweis an: «Verkündigt uns, was hernach

kommen wird, damit wir erkennen,

dass ihr Götter seid!» (Jes 41,23). Dass

Gott der wahre Gott ist, erkennt man

daran, dass er das Zukünftige offenbart.

Seit einstein wissen wir, dass Zeit und

raum nicht voneinander unabhängige

Grössen sind, sondern dass sie mitein

ander verwoben sind. ein räumlich

allgegenwärtiger Schöpfer, und das ist

die Definition Gottes, muss auch zeitlich

allgegenwärtig sein. Und genau diesen

Termin

24. - 26. Mai 2012

Bibel-Center.de

Auf die Mitte kommt es an.

Infos unter 02338-1071 · www.bibel-center.de

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Neuer Termin !

Metzingen

Haus Bethesda • Reutlinger Str. 40 • 72555 Metzingen

1

2

3

beweis bringt der Autor der bibel. er

kann ereignisse voraussagen, die noch

Jahrtausende auf ihrer erfüllung warten,

für Gott aber kein Problem in ihrer zeitlichen

Distanz darstellen, denn tausend

Jahre sind für ihn wie ein tag und ein

tag wie tausend Jahre (2.Petr 3,8).

Beispiele prophetischer Details. So

schildert beispielsweise David die Kreuzigung

mit erstaunlichen Details (Ps 22).

er spricht davon, wie hände und Füsse

durchbohrt werden (V 17), zu einer Zeit,

als es die Kreuzigung noch gar nicht

gab. Die hinrichtungsart der Juden war

damals die Steinigung. Dass Jesu Füsse

durchbohrt wurden, steht so schwarz

auf weiss nicht im Neuen testament,

sondern im Alten testament.

es sei hier noch eine begebenheit

erwähnt, die gerade in unseren tagen

von erstaunlicher Aktualität ist. Im buch

der offenbarung wird in Kapitel 11 ein

merkwürdiges ereignis geschildert. es

wird von den beiden Zeugen Gottes berichtet,

die vom tier aus dem Abgrund

getötet werden (V 7). Danach liegen ihre

Leichname dreieinhalb tage in den Strassen

der Stadt Jerusalems und alle Welt

beglückwünscht sich zum ende dieser

beiden Propheten. Danach werden sie

wieder lebendig (V 11).

Nun stellte sich ein Kommentator

dieses letzten buches der bibel die Frage

– er lebte am ende des 19. Jahrhunderts

–, wie es möglich sei, dass ein ereignis,

obwohl auf nur so kurze Zeit begrenzt,

dennoch von der ganzen Welt wahrgenommen

werden könne.

Als Amerika entdeckt wurde, dauerte

es fast ein halbes Jahr, bis man dies auf

dem alten Kontinent erfuhr. Als Abraham

Lincoln 1865 ermordet wurde, dauerte es

10 tage, bis man dies in europa wusste.

Inzwischen hatten die USA bereits einen

neuen Präsidenten.

Wörtlich heisst es im buch der offenbarung,

dass es die ganze Welt sieht.

«Und Menschen aus allen Völkern und

Stämmen und Sprachen und Nationen

sehen ihre Leichname drei tage und

einen halben …» (V 9).

Wenn im buch der offenbarung diese

vier begriffe verwendet werden: Völker,

Stämme, Sprachen und Nationen, dann

bezeichnet dies nicht eine begrenzte

Gruppe, sondern die gesamte bewohnte

erde. besagter Kommentator kam deshalb

zum Schluss, dass die telegrafie

(denn etwas anderes kannte er am ende


des 19. Jahrhunderts nicht) in dieser zukünftigen

Zeit der offenbarung so weit

ausgereift sein würde, dass, obwohl nur

wenige tage wahrnehmbar, es die ganze

Welt dennoch buchstäblich sehen könne.

Uns stellt sich so eine Frage überhaupt

nicht mehr. Wenn irgendetwas Sensationelles

oder ein schlimmes Unglück

auf diesem Planeten passiert, kann man

es gewöhnlich am selben tag in den

Nachrichten sehen. Doch die offenbarung

wurde vor fast zwei Jahrtausenden

geschrieben, als eine solche technik der

globalen Kommunikation absolut unvorstellbar

war. Wie ist so eine Genauigkeit

möglich? So etwas kann nur der lebendige

Gott wissen!

So liesse sich beispiel um beispiel

anführen, wie nur jemand, der die

ereignisse restlos überschaut und sich

jenseits von Vergangenheit, Gegenwart

und Zukunft befindet (also Gott), solche

einzelheiten offenbaren kann. Somit ist

er auch der wahre Autor der bibel.

Die Bibel ist das einzige

Buch im historischen Gesamtzeugnis

der Menschheit,

das die Geschichte

nicht rückblickend, sondern

vorausblickend geschrieben

hat. Das ist absolut einmalig.

Ein Gottesbeweis? es ist dies auch

vom naturwissenschaftlichen, physikalischen

Standpunkt aus ein eindeutiger

beweis einer transzendenten

Intelligenz. Prophetie lässt sich nicht

physikalisch durch irgendwelche immanente

Zusammenhänge erklären. es

ist, naturwissenschaftlich gesprochen,

einfach undenkbar, wie ein vorhandenes

Modell (Gegenwart) mit einem noch

nicht existierenden System (Zukunft)

in Verbindung stehen soll. hier finden

alle klugen Deutungsmöglichkeiten, die

ereignisse nur nach den Gesetzen der

sichtbaren Welt definieren möchten, ihr

unwiderrufliches ende.

Wenn es detaillierte Prophetie gibt,

dann ist dies der beweis, dass der wahre

Gott geredet hat, der lebt, der den tod

überwunden hat und keine erfindung

der Menschen ist. Und dieser wahre

Gott wird wiederkommen, wie es die

Propheten seit alters her vorausgesagt

haben. Machen wir uns bereit! n

StREIFLICHt

Wunder oder das Wort?

Matthäus 8,34 berichtet: «Und siehe,

da ging die ganze Stadt hinaus Jesus

entgegen. Und als sie ihn sahen,

baten sie ihn, dass er ihr Gebiet verlasse.»

Dagegen heisst es in Lukas 24,28-

29: «Und sie kamen nahe an das Dorf,

wo sie hingingen. Und er stellte sich, als

wollte er weitergehen. Und sie nötigten

ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn

es will Abend werden, und der Tag hat

sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen

zu bleiben.»

Diese zwei texte stehen völlig unabhängig

voneinander in der Bibel. Auf

der einen Seite sagt eine ganze Stadt

Nein zu Jesus und schickt Ihn weg. Auf

der anderen Seite sagen zwei einsame

wanderer Ja zu Ihm, indem sie versuchen,

Ihn festzuhalten. wir fragen uns:

In welchem Moment wird Jesus durch

eine ganze Stadt weggeschickt und

wann wird Er durch zwei einsame wanderer

festgehalten?

Die Stadt schickte den Herrn Jesus

unmittelbar nach einem grossen wunder

weg, das Er verrichtet hatte: «Und

er kam ans andre Ufer in die Gegend

der Gadarener. Da liefen ihm entgegen

zwei Besessene; die kamen aus

den Grabhöhlen und waren sehr gefährlich,

sodass niemand diese Strasse gehen

konnte. Und siehe, sie schrien: Was

willst du von uns, du Sohn Gottes? Bist

du hergekommen, uns zu quälen, ehe

es Zeit ist? Es war aber fern von ihnen

eine grosse Herde Säue auf der Weide.

Da baten ihn die bösen Geister und

sprachen: Willst du uns austreiben, so

lass uns in die Herde Säue fahren. Und

er sprach: Fahrt aus! Da fuhren sie aus

und fuhren in die Säue. Und siehe, die

ganze Herde stürmte den Abhang hinunter

in den See, und sie ersoffen im

Wasser. Und die Hirten flohen und gingen

hin in die Stadt und berichteten das

alles und wie es den Besessenen ergangen

war. Und siehe, da ging die ganze

Stadt hinaus Jesus entgegen. Und als

sie ihn sahen, baten sie ihn, dass er ihr

Gebiet verlasse» (Mt 8,28-34).

Die zwei wanderer wollten den Herrn

Jesus festhalten, nachdem Er ihnen das

wort gesagt hatte: «O ihr Toren, zu trä­

gen Herzens, all dem zu glauben, was

die Propheten geredet haben! Musste

nicht Christus dies erleiden und in seine

Herrlichkeit eingehen? Und er fing an

bei Mose und allen Propheten und legte

ihnen aus, was in der ganzen Schrift

von ihm gesagt war. Und sie kamen nahe

an das Dorf, wo sie hingingen. Und

er stellte sich, als wollte er weitergehen.

Und sie nötigten ihn und sprachen:

Bleibe bei uns; denn es will Abend werden,

und der Tag hat sich geneigt. Und

er ging hinein, bei ihnen zu bleiben» (Lk

24,25-29).

Hier wird Folgendes deutlich: wunder,

grosse Ereignisse – oder was immer

es sein mag –, können Menschen

nie bleibend beeindrucken. Aber das

wort vermag es! Die Bibel hat die Kraft,

uns immer wieder in Verwunderung zu

bringen, unsere Herzen brennend zu

machen, uns zu faszinieren. Aus diesem

Grund sollten wir nie in erster Linie

nach irgendwelchen Höhepunkten streben

– auch wenn sie ein frommes Gewand

tragen! Nein, wir müssen uns immer

wieder neu ausstrecken nach dem

geoffenbarten wort Gottes und seinem

untrüglichen Licht. Nur dann werden

unsere Herzen brennend, nur dann werden

wir immer wieder neu staunen. In

Psalm 119,130 heisst es: «Die Erschliessung

deiner Worte erleuchtet.»

Das grosse wunder hatte damals

die Gadarener nicht erleuchtet, damit

sie Jesus erkennen würden; nein, es

wurde nur noch finsterer in ihren Herzen.

Aber das einfache gesprochene

wort brachte zwei einsame wanderer –

die sehr unruhig und bedrückt waren –

gros ses inneres Licht, und zwar solch

ein Licht, dass sie einander später sagten:

«Brannte nicht unser Herz in uns,

als er mit uns redete auf dem Wege und

uns die Schrift öffnete?» (Lk 24,32).

oh, wenn wir doch neu erfassen würden,

dass nur Gottes wort uns bleibend

faszinieren kann; alles andere in dieser

welt vergeht! Setzen Sie nie etwas höher

als die Heilige Schrift – auch dann

nicht, wenn es sich dabei vielleicht um

gewaltige geistliche Ereignisse und Erfahrungen

handelt. M.M.

Mitternachtsruf März 2012

25


26 ISRAELKONFERENZ AUS DEM DIENST DES MITTErNAchTSrUF IN

BUDAPEST

AUF DER DONAU 14.—15. Juli 2012

Margareteninsel

Donauknie

Budapest

Hotel Danubius Health Spa Resort

Unser Konferenzschiff «Budapest»

Mitternachtsruf März 2012

REFERENTEN

Norbert Lieth

Vorstandsmitglied des Missionswerkes Mitternachtsruf

Dr. Kálmán Mészáros

Präsident des ungarischen Baptistenbundes

János Szeverényi

Vorsitzender der Missionsabteilung

der Lutherischen Kirche in Ungarn

UNTERKUNFT

Danubius Health Spa Resort Margitsziget ****

H-1138 Budapest, Margitsziget

Das Hotel liegt mitten in Budapest auf der Margareteninsel

«Margitsziget». Parkplätze sind vorhanden.

TAGUNGSORT AUF DER DONAU

Die simultan übersetzten Vorträge werde auf dem

Schiff «Budapest» gehalten. Ein einmaliges Erlebnis!

PREISE UND WEITERE INFOS

Kosten pro Nacht EUR 80.00 mit Frühstücksbüffet

Die Kosten sind pro Zimmer berechnet

Einzelzimmer: EUR 70.00 pro Nacht

Anmeldungsmöglichkeiten:

13.–16. Juli, 3 Nächte, Kosten: EUR 240.00,

inklusive Frühstück und Schifffahrt

14.–16. Juli, 2 Nächte, Kosten: EUR 160.00,

inklusive Frühstück und Schifffahrt

Verpfl egung ist auf dem Schiff auf eigene Kosten möglich.

Ankunft: Eigene Anfahrt. Anreise möglich ab Freitag,

13. Juli 2011, 14:00. Gäste, die mit dem Flugzeug kommen,

können wir auf Wunsch selbstverständlich vom Flughafen

Budapest abholen.

ANMELDUNG DIREKT AN

Missionswerk Mitternachtsruf Ungarn

H-1135 Budapest, Paloc utca 2

E-mail: ejfel@t-online.hu

Telefon Elisabeth Nagy (spricht deutsch): 0036 30 630 78 23

PROGRAMM AUF DEM SCHIFF

Freitagabend Stadtrundfahrt durch das jüdische Viertel von

Budapest inkl. Kaffee und Kuchen in einer jüdischen Cafeteria,

Dauer 3 Stunden. (fakultativ, Kosten EUR 24.00).

Samstagabend Folkloreabend mit Zigeunermusik und mit

Abendessen in Budapest (fakultativ, Kosten EUR 30.00).

Samstag 14. Juli, 14:00 bis ca. 19:00, Sonntag, 15. Juli 10:00

bis ca. 12:00 Schifffahrt auf der Donau, musikalische Darbietungen

von den Charis-Sängern und der Gruppe «Sabbath

Song», Vorträge von Norbert Lieth, Dr. Kálmán Mészáros

und János Szeverényi. Informationen von Erzsébet Nagy

und Gusztav Fodor. Erklärungen der Sehenswürdigkeiten entlang

unserer Schiffsroute.

Neuer Zweig im

Missionswerk

Mitternachtsruf

JoNAthAN MALGo

Personalchef und Vorstandsmitglied

des Missionswerkes Mitternachtsruf

In der Apostelgeschichte heisst es im

Geschehen um Pfingsten in bezug

auf viele Ausländer unter anderem:

«… wir hören sie in unseren Sprachen

die grossen Taten Gottes verkündigen!»

Dabei werden auch Araber erwähnt, und

damit bin ich schon beim thema: Mit

grosser Freude heissen wir elia Morise

mit seiner Frau Ingeborg bei uns im team

des Missionswerkes Mitternachtsruf willkommen.

elia Morise ist Ägypter und lebt

in Deutschland. Seine Arbeit lässt sich

mit dem erwähnten bibelvers beschreiben:

«Die grossen Taten Gottes verkündigen!»

Dies tut er vor allem in seiner

arabischen Muttersprache, aber auch auf

Deutsch und englisch. Die arabischen

Sendungen über radio Neue hoffnung

(www.rnh.de) werden schon seit ende

2007 mit elia in unserem Studio hier in

Elia Morise bei Aufnahmen im RNH-Studio

Dübendorf produziert. Und am 1. Januar

2012 folgte ein weiterer Schritt: der

eintritt als vollamtlicher Mitarbeiter

ins Missionswerk Mitternachtsruf. Dies

bedeutet für uns eine Grenzerweiterung,

die uns schon länger auf dem herzen lag:

auch in der arabischen Welt die botschaft

von Jesus Christus weiterzugeben. Diese

Grenzerweiterung ist sowohl für uns als

auch für elia und Ingeborg Morise ein

Glaubensschritt. Darum sind wir Ihnen

sehr dankbar, wenn Sie diese neu entstandene

arabische Abteilung im Gebet

mittragen. n


AUS DEM DIENST DES MITTErNAchTSrUF

inTErviEw

«Die Zukunft der Christen

ist sehr bekannt»

Elia Morise schildert seinen Dienst für das Missionswerk Mitternachtsruf.

Du wirst als freier Mitarbeiter viel

unterwegs sein. Was genau ist Deine

Aufgabe?

Meine Aufgabe ist es, Menschen mit

Gottes Wort zu erreichen, die solche

Gelegenheiten selten bekommen. Zum

beispiel: viele Freunde mit islamischem

hintergrund, die hungrig sind nach

der Liebe Gottes. Sie haben viel vom

Christentum gehört, aber leider falsche

Informationen erhalten. Ich freue mich

über jedes Gespräch unterwegs. Ich halte

Islamseminare in verschiedenen Gemeinden

und mache Jüngerschaftslehre mit

Leuten, die ganz neu wiedergeboren sind.

eine der Aufgaben, die mir sehr am

herzen liegt, ist, für Neuwiedergeborene

eine Gemeinde zu finden. Viele sind zum

Glauben gekommen, aber weil sie kein

geistliches Zuhause haben, keine eigene

Gemeinde, sind sie kalt geworden und

zweifeln an ihrem Glauben.

eine weitere sehr wichtige Aufgabe,

die ich auf dem herzen habe, ist, dass

die Konvertiten selbst eine Gemeinschaft

bilden. Ich wünsche mir, dass sie die

Chance nutzen und sich unter Gottes

Wort versammeln. Mit einem solchen

Projekt habe ich in Nordrhein-Westfalen

angefangen. In hessen versammeln sich

ebenfalls getaufte Geschwister mit islamischem

hintergrund, sitzen zusammen,

essen zusammen, beten zusammen und

lesen zusammen Gottes Wort. Ich bin in

diesen runden als Gast dabei. Ich will sie

unterstützen, wenn sie Fragen haben.

Mein Ziel ist es, dass diese Verbindung

bleibt.

Daneben habe ich die Last für eine

neue Aufgabe: Ich möchte ein trainingszentrum

für Menschen einrichten, die

durch ihren normalen täglichen beruf

evangelisationsarbeit machen können.

Das trainingszentrum soll beim Missionswerk

Mitternachtsruf in Dübendorf

sein. Dort sollen zum beispiel 10 bis

maximal 20 berufstätige Personen in

einem Seminar von mir und anderen

darauf spezialisierten Geschwistern ge-

schult werden. thema: Wie erreiche ich

Muslime durch meine Arbeitstätigkeit?

Ich war bei einer Friseurin und sie

fragte mich: «bruder elia, viele Frauen

kommen hierher, um ihre haare zu

schneiden oder zu färben. Und ich finde

keinen Anknüpfungspunkt. Wie fange

ich mit der botschaft an?» ein Zahnarzt

sagte mir: «Ich habe grosse Möglichkeiten,

weil meine Patienten still unter

meiner hand sitzen. Ich darf reden, aber

mir fehlen die Ideen. Wie kann ich die

botschaft an meine Patienten weitergeben?»

ein junger Mann in Deutschland

besitzt ein Lokal und er sagte mir, die

Gäste kommen und haben manchmal

Fragen über den Glauben. So kam mir

die Idee: Ich hole einen Zahnarzt, einen

Lehrer, einen briefträger, einen taxifahrer

usw. – wiedergeborene Christen –,

und wir führen ein Seminar durch: Wie

erreiche ich die Leute, die in meinem

taxi mitfahren, die in mein Lokal kommen,

in meine Praxis, in meine Klinik

usw.? So soll die evangelistische Arbeit

vorangetrieben werden, mit Geschwistern

aus der Schweiz, aus Deutschland,

aus verschiedenen orten in europa und

dazu sollen auch Leute aus dem Nahen

osten kommen. Jeder sollte seine Kosten

tragen, sodass wir das des Öfteren machen

können. Dem herrn sei Dank haben

wir hier in Dübendorf die Möglichkeit;

Elia Morise im Gespräch

mit einem Muslim.

«Ein Muslim respektiert

Jesus Christus

als Person, weil der

Koran sehr positiv

von Jesus spricht.»

wir müssen aber für einen Platz in den

räumlichkeiten ein oder zwei Jahre im

Voraus planen.

Du bist viel im Nahen Osten unterwegs.

Wie reagieren Muslime auf Deine

Botschaften?

ein Muslim respektiert Jesus Christus

als Person, weil der Koran sehr positiv

von Jesus spricht. ein Muslim weiss,

dass Jesus von der Jungfrau Maria

geboren wurde, ohne Vater und ohne

Geschlechtsverkehr. ein Muslim weiss,

dass es die bibel gibt. Allerdings denken

alle Muslime immer, dass die bibel verfälscht

ist. Und das ist ein teil meiner

Aufgabe: Ich erkläre ihnen Gottes Wort

durch unser normales Verhältnis, unser

normales reden, und wenn ich sehe, dass

sie begeistert reagieren, sage ich: «bitte,

das ist nicht meine rede, diese Worte

stehen in der bibel. hier ist die bibel.»

Darauf reagieren Muslime sehr positiv,

sehr höflich, auch wenn sie das Wort

nicht akzeptieren. Das hat etwas mit

unserem Charakter und unserer Kultur

zu tun. Man ist nett und freundlich, auch

wenn man nicht dafür ist.

Wie entstand Deine Missionsarbeit

im Sudan?

Ich habe als freier evangelist kranke

Leute in einem Missionskrankenhaus in

Mitternachtsruf März 2012

27


28

AUS DEM DIENST DES MITTErNAchTSrUF

Ägypten besucht und dort war mancher

Patient ein Sudanese. Durch diesen Kontakt

– «Woher kommst du?», «Wo wohnst

du?» usw. – wünschten diese Leute, dass

ich sie einmal im Sudan besuchen komme.

Ich sammelte einige Adressen, Namen

usw. Im Gebet lag es mir dann klar und

deutlich auf dem herzen, dieses Land

zu besuchen. So war 1983 mein erster

besuch im Sudan. Das war eine reise voll

von begegnungen und der Gegenwart des

herrn. Seit dieser Zeit habe ich sehr gute

muslimische Freunde im ganzen Land.

Und ein muslimischer Freund schickte

mir eine offizielle einladung zur botschaft

und besorgte mir ein Visum.

Welche Projekte hast Du für den

Sudan geplant?

In erster Linie möchte ich bestimmte

Leute unterstützen, die aktiv sein und

studieren wollen. Ich wünsche mir zum

beispiel, dass die Gemeinden einen Arzt,

einen Apotheker, einen Lehrer und einen

erzieher haben. Wenn diese vier Personen

in einer Gemeinde sind, können wir

problemlos Medikamente dorthin liefern.

ein Arzt kann seine Leute untersuchen.

Der Apotheker kann die Medikamente

verteilen. Der Lehrer kann die Kinder in

der Gemeinde unterrichten. Der erzieher

ist wichtig für den Kindergarten. Und

wenn dies so langsam in jeder Gemeinde

passiert, wäre das sehr gut. Wir haben in

Dongola angefangen, Leuten zu helfen.

Der herr hat meine Augen geöffnet für

bestimmte Personen, die aktiv sind und

ihr Studium ernst nehmen.

Als zweite Sache: Unterstützung für

die Kindergärten. ein Grossteil der Menschen

sind Kinder ohne Zukunft. Darum

ist es wichtig, dass es einen Kindergarten

gibt, der saubere räume hat, vielleicht

einen Ventilator, einen guten boden und

sauberes Wasser zum trinken. es liegt

mir auch auf dem herzen, dass es überall

sauberes Wasser geben kann.

Wie können christen in Europa den

christen im Sudan helfen?

Ich muss ehrlich sagen: in erster Linie

durch das Gebet. Du kannst zwar Geld

haben, aber du kannst dort aus verschiedenen

Gründen vielleicht nichts bewirken.

Aber mit Gebet wird der Weg frei

und der herr segnet die Spenden. Und

der herr hilft, dass das Material zusammenkommt.

Viele denken vielleicht so:

«Ja, wie können wir helfen? Wir schicken

Geld.» Viele können Geld geben, aber

Mitternachtsruf März 2012

wenige begleiten ihre Gabe mit Gebet.

Diese zwei «G’s» sind sehr wichtig:

Gebet und Gaben. Natürlich kann man

beten, aber man braucht dann auch die

materielle Unterstützung. Aber materielle

Unterstützung ohne Gebet – ich

glaube, das hilft nichts. Wenn man zum

beispiel eine Gabe an das Missionswerk

Mitternachtsruf schickt (Anm. red.: mit

Vermerk «Sudan»), wird das Geld für

ein bestimmtes Ziel gesammelt. es gibt

mehrere Gemeinden im Sudan, und jede

Gemeinde braucht Unterstützung. Sie

brauchen zwei bis drei junge Leute, zum

beispiel zwei Frauen und einen Mann,

die richtig studieren und die langfristig

gesehen für die Gemeinde eine grosse

hilfe sein werden.

Wie siehst Du die Zukunft der christen

in Ägypten nach den Umstürzen und

allen Veränderungen?

Die Zukunft der Christen ist sehr bekannt,

egal, wie die Situation in einem

einzelnen Land aussieht. Wir wissen,

dass wir hier auf der erde Gäste sind, als

botschafterinnen und botschafter. Auch

in Ägypten sind wir für eine bestimmte

Zeit als Zeugen für den herrn Jesus Christus.

Ich bin Ägypter, aber ich bin auch

ein Gast in diesem Land. Und das heisst,

die Zukunft für die Christen bzw. für die

Gemeinde ist in Gottes hand. Natürlich,

die regierung ändert sich, die Gesetze

ändern sich und es gibt viel Druck. Aber

dazu möchte ich sagen: Je mehr Druck

von der regierung oder vom Islam, desto

mehr Christen kommen zusammen zum

beten. Am 11. November 2011 kamen 60

bis 70.000 Christen in einer Gemeinde

in Kairo zusammen, um zu beten. Das

haben wir noch nie erlebt. Alle Konfessionen

waren zusammengekommen, um

Elia Morise im Sudan.

«Es liegt mir auch

auf dem Herzen,

dass es überall sauberes

Wasser geben

kann.»

zu beten und den Namen Jesus gross zu

machen. es ist, wie der deutsche Spruch

sagt: «Not lehrt beten.» Ich sehe, wie

durch diese Not und diesen Druck Christen

zusammenkommen. Und ich sehe,

dass es ohne Druck keinen Saft gibt. Wir

haben Zuckerrohr in Ägypten, und wenn

wir Zuckerrohrsaft trinken wollen, muss

dieses Zuckerrohr durch zwei Zylinder

gepresst werden; dann fliesst der Saft

heraus. So bringt Druck den Geruch Jesu

Christi in die Gemeinde; die Christen

lieben einander, beten zusammen, beten

für das Land, werden aktiv für die

botschaft, bis der herr kommt.

Gibt es noch etwas Ergänzendes,

das Du unseren Lesern gerne mitteilen

möchtest?

Ja, ich wollte noch etwas sagen: Ich

hatte angefangen, mehrere bücher auf

Arabisch zu schreiben, aber die Zeit

dafür war knapp. Jetzt ist langsam die

Zeit gekommen, dass ich etwas veröffentlichen

kann. beim Missionswerk

Mitternachtsruf gibt es wunderbare

traktate und bücher, die ich auch gerne

auf Arabisch übersetzen möchte.

Zum trainingszentrum möchte ich

noch sagen, dass die Seminare vormittags

stattfinden sollen und nachmittags

gehen wir auf die Strasse. Wir versuchen,

Araber und Muslime zu erreichen, die

unterwegs sind. Dann gehen wir zurück

und machen eine Nacharbeit. Wir besprechen,

wie der tag war, was die Fehler

waren, was man lernen muss. Dann

kann jeder später nach dem Wochenende

– die Seminare werden immer am Wochenende

sein – mit neuen erfahrungen

nach hause gehen. So können vom Missionswerk

aus evangelisten überallhin

geschickt werden. r.M./e.M.


FrAGEN – ANTWOrTEN

Scheidung und

Wiederheirat?

Beide Ehepartner sind gläubig, doch dann

nimmt ein Ehepartner sich einen neuen Partner

und verschwindet. Der zurückgelassene

Ehepartner ist frustriert und findet einen neuen.

Ist Scheidung und wiederheirat in diesem

Fall möglich? und was ist, wenn in einer Ehe

ein Partner sich bekehrt? Der andere will sich

deswegen nun scheiden lassen. wie soll der

gläubige Ehepartner sich verhalten?

Mann und Frau sind vom Ursprung

der Schöpfung Gottes her dazu

geschaffen, in einer ehe verbindlich zu

leben (Mt 19,4-6). Jede Wiederheirat

nach einer Scheidung – ausser wegen

ehebruch/Unzucht – ist nicht erlaubt.

Das heisst, ein Mensch, der sich aus

einem x-beliebigen Grund – wie es

damals bei den Juden üblich war (Mt

19,3) – scheiden lässt und einfach jemand

anderen heiratet, bricht die ehe,

weil diese immer noch Gültigkeit hat.

eine Scheidung und Wiederheirat ist

unter «normalen» Umständen nicht

möglich: «Ich sage euch aber: Wer

seine Frau entlässt, es sei denn wegen

Unzucht, und eine andere heiratet, der

bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene

heiratet, der bricht die Ehe» (Mt

19,9; vgl. Mt 5,31-32; Lk 16,18).

Nur bei perverser sexueller Unmoral

und dem dauerhaften Festhalten daran,

ohne Willen zur busse (Unzucht, hurerei,

ehebruch – Gr.: porneia), ist eine

Scheidung und Wiederheirat möglich,

und in diesem Fall ist eine Wiederheirat

kein ehebruch (vgl. Jer 3,8). Nach

1. Korinther 7 kommen noch weitere

Grundsätze hinzu:

1. Gläubige ehepaare sollen sich

nicht scheiden lassen, wenn sie aber

bereits geschieden sind, sollen sie kei-

nen anderen heiraten, sondern allein

bleiben oder sich wieder versöhnen

(1.Kor 7,10-11.27.39).

2. Wenn eine an Christus gläubige

Frau oder ein an Christus gläubiger

Mann einen ungläubigen ehepartner

hat, dann dürfen/sollen sie zusammenbleiben.

Will sich aber der ungläubige

teil scheiden, ist das erlaubt. Der bruder

oder die Schwester ist in solchen

Fällen nicht an die ehe gebunden und

damit frei, wieder zu heiraten (1.Kor

7,12-16). Da eine ehe normalerweise

bindend ist und bleibt (V 10-11), kann

die Aussage: «in solchen Fällen nicht

gebunden» (V 15), nur bedeuten, dass

man auch wieder frei ist, zu heiraten,

denn andernfalls wäre man noch gebunden.

Zusammengefasst besagen die textstellen

aus den evangelien und dem

Korintherbrief:

– Keine leichtfertige Scheidung aus

Gründen, die kein sexuelles und grobes

Fehlverhalten wie ehebruch beinhalten.

– Sollte eine Scheidung dennoch

erfolgt sein, soll man ledig bleiben oder

sich wieder versöhnen.

eine Scheidung und Wiederheirat ist

möglich:

– bei grober sexueller entgleisung

wie fortgeführter ehebruch des Partners.

– Wenn der ungläubige teil sich

scheidet.

– beim tod des ehepartners. N.L.

Beobachtet die

grosse Wolke von

Zeugen uns?

Können Sie uns bitte den Bibelvers «… da

wir eine so grosse wolke von Zeugen um

uns haben …» (Hebr 12,1) erklären? Ich

erlaube mir, Ihnen meine Idee darzulegen,

die von derjenigen des Pastors und anderer

abweicht. wenn ich diesen Vers lese, denke

ich, dass diejenigen, die uns ins Jenseits

vorausgegangen sind, auf uns und unsere

taten auf dieser Erde schauen. was mir aber

ein Problem macht, ist die Schmach vor all

diesen (eventuellen) Augen. was denken

Sie?

Mit hebräer 12,1 beginnt die

Schlussfolgerung aus dem vorherigen

Abschnitt über die grösseren

Verheissungen und die Glaubenshelden

(ab 10,19), das zeigt sich insbesondere

mit dem bindewort «da / darum /

deshalb / weil» (je nach bibelübersetzung).

Mit «grosser Wolke» ist nicht eine

physikalische Wolke gemeint. Das griechische

Wort nephos meint vielmehr

eine grosse Ansammlung von Wolken,

die den ganzen sichtbaren himmel

bedeckt. Nephos ist ein im damaligen

Sprachgebrauch verwendeter poetischer

Ausdruck für eine grosse unüberschaubare

Menge.

Das griechische Wort für «Zeugen»,

martys, wurde damals für Zeugen im

Zusammenhang mit Vertragsabschlüssen

und Gerichtsverhandlungen verwendet.

es geht um Menschen, die aus

ihrer eigenen erfahrung bezeugen, was

sie gesehen, gehört und erlebt haben –

hier in unserem textzusammenhang

insbesondere, wie Gott an ihnen und

durch sie Seine Verheissungen erfüllt

hat. einige von ihnen wurden aufgrund

ihres Zeugnisses getötet und damit

Märtyrer genannt. Martys bedeutet

nicht Zuschauer oder eine Person, die

etwas betrachtet. es ist gerade umgekehrt:

Nicht diese Glaubenshelden aus

Kapitel 11 betrachten unseren Glaubenskampf,

sondern wir den ihrigen!

Ihre Sorgen, dass die verstorbenen

heiligen an Ihrem Alltagsleben teilnehmen,

sind deshalb unbegründet.

Solche befürchtungen haben einerseits

etwas mit unserem Wandel, andererseits

aber auch mit Menschenfurcht zu

tun. hingegen sollten wir uns vor Dem

fürchten, der tatsächlich einblick in

die verborgensten Gedanken von uns

Menschen hat (Ps 139,2), vor dessen

Angesicht alles offenbar ist (hos 7,2).

Deshalb sollen wir die ermahnung aus

2. Korinther 7,1 täglich beherzigen:

«So wollen wir uns reinigen von aller

Befleckung des Fleisches und des Geistes

zur Vollendung der Heiligkeit in

Gottesfurcht!» F.P.

Mitternachtsruf März 2012

29


30

VOrSchAU

Die nächste Ausgabe erscheint am 20.03.2012,

mit u.a. diesem thema*:

«Der Brandopferaltar und das Lamm

Gottes»

*Änderungen vorbehalten

IMPrESSUM

Missionswerk und Verlag Mitternachtsruf

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GrÜNDEr wim Malgo (1922-1992)

VOrSTAND Peter Malgo, Norbert Lieth, Conno Malgo,

Jonathan Malgo

SchWEIZ Missionswerk Mitternachtsruf, Ringwiesenstr. 12a,

8600 Dübendorf, Tel.: (0041) 044 952 14 14

DEUTSchLAND Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.,

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OrGAN Der «Mitternachtsruf» erscheint monatlich. Er ist ausserdem

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winkler

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und Österreich bedingt Kosten von jährlich 15 EuR / 24 CHF.

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INITIALEN DEr AUTOrEN IN DIESEr AUSGABE

N.L. = Norbert Lieth; E.M. = Elia Morise; M.M. = Marcel Malgo;

R.M. = René Malgo; F.P. = Fredy Peter; S.R. = Samuel Rindlisbacher

Mitternachtsruf März 2012

DIR KANN NuR JESuS HELFEN

wuchtige Hammerschläge durchdringen

die Stille. Hammerschläge, die

schwere, rostige Nägel durch die Hände

und Füsse des Herrn Jesus treiben. Hammerschläge,

die dem Sohne Gottes gelten.

Hammerschläge, die Seine Sehnen

zerreissen und Ihm unsägliche Schmerzen

bereiten. Hammerschläge, die eigentlich

für Sie und für mich bestimmt

sind. Es sind Hammerschläge wegen unserer

Vergehungen und Sünden. Doch

nun heften sie den Herrn Jesus Christus,

das Lamm Gottes, an das Kreuz.

Hammerschlag um Hammerschlag malt

uns Gott selbst unser Problem vor Augen.

Es ist das Problem unserer Sünde

und Verlorenheit. Doch anstatt dass wir

diese Hammerschläge erhalten, führt Er

sie an sich selber aus. Es sind Hammerschläge,

die Ihnen sagen: «Also hat Gott

die Welt geliebt, dass er seinen einzigen

Sohn dahingab, auf dass alle, die an ihn

glauben, nicht verloren gehen, sondern

ewiges Leben haben!» (Joh 3,16). Es

sind Hammerschläge, die Jesus an das

Kreuz und damit in die Gottesferne nageln,

sodass wir Jesus schreien hören:

«Mein Gott, mein Gott, warum hast du

mich verlassen?» (Mt 27,46).

Hören Sie die Hammerschläge in Ihrem

Herzen? Gott meint Sie. Er will Ihnen

sagen: Lassen Sie sich mit Gott versöhnen.

Bringen Sie Ihr Leben mit Gott

in ordnung.

Hammerschlag um Hammerschlag.

unerbittlich und hart. ohne Erbarmen

und Mitleid. Es sind Hammerschläge, die

da sagen: Da ist einer, Jesus Christus,

der für Sie bezahlt. Er ist Der, von dem

die Bibel sagt: «Denn er hat den, der von

keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde

gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit

Gottes würden» (2.Kor 5,21). Es sind

die Hammerschläge, die Ihnen sagen: Jesus

hat Ihre Schuld auf sich genommen!

«Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde

der Welt wegnimmt» (Joh 1,29).

während der Hammer knirschend

aufschlägt, ruft Gott Ihnen zu: Jesus ist

erschienen, um die Sünden wegzunehmen

(1.Joh 3,5)! Hammerschlag um

Hammerschlag. während Gott für Sie

leidet, ruft die Bibel Ihnen zu: «Wenn wir

unsere Sünden bekennen, ist er treu und

gerecht, dass er uns die Sünden vergibt

Hammerschläge

und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit»

(1.Joh 1,9). während der Henkersknecht

den Hammer schwingt, ruft Gott

Ihnen zu: «So kommt denn und lasst uns

miteinander rechten, spricht der Herr.

Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll

sie doch schneeweiss werden, und wenn

sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch

wie Wolle werden» (Jes 1,18).

Gott fragt Sie ganz persönlich: wollen

Sie etwa an mir vorübergehen?

Ist Ihnen das Geschehen am Kreuz so

egal? Berührt es Sie so wenig? Ja, lässt

es Sie kalt, dass Gott Sein Leben für

Sie gibt? Hammerschlag um Hammerschlag!

Gott hat für Ihr Leben nur einen

einzigen wunsch! Er möchte, dass Sie

gerettet werden. Er möchte Sie bei sich

im Himmel haben. und so lässt Er Ihnen

durch diese Hammerschläge sagen:

«Gott will, dass alle Menschen gerettet

werden und zur Erkenntnis der Wahrheit

kommen» (1.tim 2,4). Laut sagen die

Hammerschläge: Lassen Sie sich versöhnen

mit Gott! (2.Kor 5,20).

Sind Sie versöhnt mit Gott, mit Gott

im Reinen? Haben Sie Vergebung Ihrer

Sünden? Ist Gott schon Ihr Vater, Ihr

Freund? wenn nicht, dann gehen Sie

doch jetzt auf Ihre Knie. Bekennen Sie

Jesus Christus Ihre Schuld. Bitten Sie

Ihn um Vergebung aller Ihrer Sünden

und bitten Sie Ihn, in Ihr Herz und Leben

zu kommen. und seien Sie gewiss, Ihre

Schuld ist vergeben.

Die Hammerschläge des Kreuzes

kommen auch Ihnen zugut. Jesu Blut ist

auch für Sie geflossen. Ja, danken Sie

dem Herrn Jesus Christus, dass Er Sein

Leben und Blut für Sie gegeben hat und

Sie werden erfahren, was die Bibel sagt:

«Allen aber, die ihn aufnahmen, denen

gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu

werden, denen, die an seinen Namen

glauben!» (Joh 1,12).

Haben Sie die Hammerschläge des

Kreuzes verstanden? Sie tönen durch

die Ewigkeit, ich hoffe, auch in Ihrem

Herzen! Ja, noch einmal möchte ich Sie

bitten: Kommen Sie heute mit Gott ins

Reine! Denn jetzt, in diesem Augenblick,

sagt die Bibel: «Siehe, jetzt ist die angenehme

Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des

Heils!» (2.Kor 6,2). Geben Sie Ihm jetzt

eine Antwort! S.r.


Mitternachtsruf- Freundestreffen in

Sindelfi ngen

Stadthalle, Schillerstr. 23

Do. 17.05.2012 (Himmelfahrt)

10.00 Uhr: Norbert Lieth

14.00 Uhr: Daniel Yahav / Elia Morise

Drei Nationen ein Thema:

JESUS

Norbert

Lieth

Ein Deutscher.

Er gehört dem

Vorstand des Missionswerks

Mitternachtsruf an.

Ein Schwerpunkt seiner Verkündigung

ist die biblische Prophetie.

Er ist verheiratet, hat vier Kinder

und lebt in der Schweiz.

Daniel

Yahav

Ein Israeli.

Er ist Sohn eines

Holocaust-Überlebenden,

wurde 1959 in Jaffa

geboren und traditionell jüdisch

erzogen. Mit 15 Jahren kam er

zum Glauben an Jesus. Er ist

Pastor der Pniel-Gemeinde in

Tiberias.

✘ Spezielles Highlight im musikalischen Programm:

eine christlich-arabische Musikgruppe.

✘ Besonderes für die Kinder: Hans-Jürgen Braun

und sein rollender Kindertreff.

✘ Grosser Büchertisch!

Elia

Morise

Ein Ägypter.

Er ist freier Mitarbeiter

des Missionswerks

Mitternachtsruf und

als Evangelist und Islamexperte

international unterwegs, besonders

in der arabischsprechenden

Welt. Er lebt mit seiner Familie in

Deutschland.

Herzlich willkommen!

Ein besonderer Tag unter einem besonderen Thema.


Golgatha

John F. MacArthur

Tatort Golgatha

Am Kreuz von Golgatha, wo die grösste Sünde und

Ungerechtigkeit der Menschheitsgeschichte geschah,

erreichte Gottes Gerechtigkeit ihren Höhepunkt. Angefangen

beim Abendmahl bis hin zum qualvollen

Tod am Kreuz zeigt «Tatort Golgatha» die Geschichte

der grossen Schuld und Rebellion des Menschen und

die Dimension der unfassbaren, grenzenlosen Gnade

Gottes.

Taschenbuch, 252 S., Bestell-Nr. 170002

CHF 12.50, EUR 8.90

NEU NEU NEU NEU

im im Verlag! Verlag!

Wilfried Plock

Die Gewissheit des

Glaubens

In 1. Johannes 5,9-13 fi nden wir eine besonders

schöne Frucht der Auferstehung:

die Gewissheit des Glaubens. Auf

bewegende Art und Weise macht Wilfried

Plock die bemerkenswerten Worte

des Apostels lebendig.

Audio-CD, Bestell-Nr. 130046

CHF 5.50, EUR 4.00

NEU NEU

im Verlag!

Carsten Peter Thiede

Der unbequeme Messias

Jesus – von vielen geliebt, aber auch von vielen gehasst.

Wo liegt die Wahrheit? Gibt es überhaupt Beweise

für Seine Existenz? Prüfen Sie alle vorhandenen

Fakten anhand dieses scharfsinnigen Buches!

Taschenbuch, 224 S., Bestell-Nr. 170240

CHF 18.95, EUR 10.95

Paul Minder

Die Gemeinde Jesu –

Passion für eine

verlorene Welt

Ausgehend von Johannes 17 zeigt Paul

Minder eindringlich die Passion, die die

Gemeinde Jesu für eine verlorene Welt

haben sollte. Lassen Sie Ihr Herz wieder

neu entfl ammen für den wichtigen Auftrag

der Mission!

Audio-CD, Bestell-Nr. 130047

CHF 5.50, EUR 4.00

Elia Morise

Das Leben nach der

Auferstehung

Was wäre, wenn Jesus nicht auferstanden

wäre? Eindrücklich zeigt Elia Morise

die herrlichen Folgen der Auferstehung

auf. Wir beten einen lebendigen Herrn

an! Bewegend und ermutigend.

Audio-CD, Bestell-Nr. 130048

CHF 5.50, EUR 4.00

Bücher und CDs

aus unserem Verlag

Manuel Seibel

Das Passah des Herrn

Das Evangelium für Gläubige – so hat man den Bericht

über das Passahfest im 2. Buch Mose genannt.

Aber haben Christen das Evangelium denn noch nötig?

Paulus jedenfalls wollte extra deshalb nach Rom

kommen – daher sollten auch Christen heute in das

Thema einsteigen. «Sieh dir Christus an» – dieses lebensverändernde

Motto zieht sich durch das ganze

Buch, das jeder Bibelleser zur Hand nehmen sollte.

Gebunden, 173 Seiten, Bestell-Nr. 170007

CHF 11.50, EUR 8.00

Erwin W. Lutzer

Verrat an Jesus

Wer ist der wahre Jesus? Ist es möglich zu wissen,

wer Er wirklich war? Dr. Erwin Lutzer widerlegt in seinem

neuesten Buch sechs populäre Lügen, die heute

über Jesus in Umlauf sind und beharrlich verbreitet

werden.

Gebunden, 175 Seiten, Bestell-Nr. 170001

CHF 19.90, EUR 10.90

NEU NEU NEU

im im Verlag! Verlag!

Norbert Lieth

Der Fels der Passion

«Siehe, ich lege in Zion einen Stein des

Anstosses und einen Fels des Ärgernisses;

und jeder, der an ihn glaubt, wird

nicht zuschanden werden!» Anhand von

drei Felsen in der Bibel macht Norbert

Lieth die Einzigartigkeit Christi gross.

Audio-CD, Bestell-Nr. 130049

CHF 5.50, EUR 4.00

NEU NEU NEU NEU NEU

im im im im Verlag! Verlag! Verlag! Verlag!

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