Auto-Praxistest-Report 26

dialogpresseweller

In Ausgabe 26 des 9-seitigen Auto-Praxistest-Reports steht der Kia Sportage im Blickpunkt: ein strammer Bursche, der Fahrspaß brachte. Außerdem ist der Test zum Hyundai i20 nachzulesen. Allgemein informieren Beiträge zum Vor-Urlaubs-Autocheck und zur Urlaubsfahrt, von der Abfahrtszeit über Abstand bis zur Rettungsgasse.

Pressewellers

Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 26 Juni 2017 Jahrg. 55

Sichere Fahrt

Tipps für

Fahrzeugcheck

und Reise

Kia Sportage 1,7 CRDI

Hyundai i20 T-GDI


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 26 Juli 2017 Jahrg. 52

2

Der Kia Sportage kann sich sehen lassen

Version 1,7 CRDI „Spirit“ zeigte sich flott, sehr geräumig und komfortabel

3. Juli 2017. Siegen. Der Kia

Sportage ist ein „strammer

Bursche“, der sich überall

sehen lassen kann. Das schicksportliche

Design gefiel uns

gleich, als er in der Farbe

„Carraraweiß“ vor der Tür

stand. Das Kompakt-SUV sieht

groß und dynamisch geformt

aus. Im Laufe der Testzeit

erkundigten sich einige bei uns

nach „diesem imposanten

Wagen“.

Wir fuhren den Kia Sportage in

der Version 1,7 CRDI mit

Siebengang-Automatik (DCT),

Ausstattung Spirit, im Juni 2017.

Das Auto hat uns gefallen. Lesen

Sie die Details.

Markant geschneidert

Mit seiner sportlich-dynamischen

Linienführung, markanter Frontpartie

und den großen in die

Seiten laufenden Rückleuchten

gibt der Sportage eine gute Figur

ab. Der Kandidat kam denn auch

noch auf 19-Zoll-Rädern mit 245/

45-er Reifen daher, was den

„Aufritt“ nochmals unterstrich.

Mit einer Länge und Breite von

4,48 mal knapp 1,86 Meter ist er

aber noch überschaubar und

glänzt gleichzeitig mit einem

großzügigen Innen- und Lade-

Wirkt dynamisch und markant, der Kia Sportage, hier in der

Ausstattungsverison „Spirit“. (Alle Fotos: presseweller)

Raum. In Verbindung mit der

geschmackvollen Innenausstattung

und Laufruhe sind das gute Zutaten

für Langstreckentauglichkeit und

komfortabel-entspanntes Fahren.

Das Ladeabteil, das sich dank des

Unterflurfachs locker und eben

beladen ließ, bietet reichlich Platz

für Gepäck und Einkäufe. Das

Ladevolumen von ab 491 und je

nach Rücksitzumlage bis zu 1492

Litern kann sich sehen lassen.

Alles im Blick

Die Vordersitze boten guten Seitenhalt.

Die Instrumente liegen im

Blick, die Beschalterung ist eindeutig.

Das bestätigte uns auch ein

Fahrer, der schon länger mit

verschiedenen Kia-Modellen

unterwegs gewesen war.

Bereits in der Basisversion

„Attract“ ist in Sachen Sicherheit

„Attract“ Wichtiges und mehr an

Bord, vom elektronischen Stabilitätsprogramm

(ESC) mit Traktionskontrolle

und Gespannstabilisierung

über sechs Airbags,

aktives Bremslicht und Gegenlenkunterstützung

bis zur Berganfahr-

und Bergabfahrhilfe.

Auch die sonstige Ausstattung

im „Attract“ – ab 19.990 Euro in

der Preisliste zum Testzeitpunkt

– ist ordentlich. Serienmäßig

sind beispielsweise elektrische

Fensterheber, Zentralverriegelung

mit Fernbedienung, Bordcomputer,

CD-Radio und

Klimaanlage. Es gibt Ablagemöglichkeiten,

Becherhalter,

großes Handschuhfach sowie

… Forts. S. 3


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Ausgabe 26 Juli 2017 Jahrg. 55

3

Fortsetzung Der Kia Sportage kann sich sehen lassen

… Handschuhfach sowie …

Mittelarmlehne mit Staufach.

Zur Ausstattung des Testwagens

der Version „Spirit“ mit Technik-

Paket gehörten beispielsweise

Klimaautomatik, Sitzheizung vorn

und hinten seitlich, Parksensoren

ringsum, Rückfahrkamera, und

Notbremsassistent sowie der gut

funktionierende Spurhalteassistent

mit optischem und akustischem

Hinweis. Ebenfalls inklusive

waren die direkt im Lenkrad

liegende gut bedienbare Geschwindigkeitsregelanlage,

Smart-

Key und Start-Stopp-Knopf, Xenon-Abblend-

und Fernlicht, Kia-

Kartennavigation und Soundsystem,

Verkehrszeichenerkennung

für Geschwindigkeitsbegrenzungen

und noch so vieles mehr.

Griffiges multifunktionales Lenkrad - alles im Blick im Kia.

Das automatische Stopp-Start-

System bei Halt hätte nach

unserem Geschmack auch

etwas zurückhaltender agieren

können, funktionierte aber

tadellos. Praktisch war die

elektrisch gesteuerte, sanft

öffnende und schließende

große Laderaumklappe mit

akustischem Warnsignal.

Klar, dass man für diese

Version gegenüber dem

Basismodell schon ein paar

Tausender mehr hinblättern

muss.

Auch für die Fondinsassen gibt es gute Platzverhältnisse.

Kräftig und kurvenfreudig

Für den Sportage stehen

unterschiedlichste Benzin- und

Dieselmotoren zur Auswahl. In

„unserem“ Kia arbeite der 1,7-

Liter-CRDI-Motor, ein Turbo-

Diesel.

Forts. S. 4


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Ausgabe 26 Juli 2017 Jahrg. 55

4

Fortsetzung Der Kia Sportage kann sich sehen lassen

… ein Turbodiesel. …

Die Maschine leistet 141 PS (104

kW) und entwickelt ab 1750

Umdrehungen das satte Drehmoment

von 340 Newtonmetern

(Nm). Die Siebengang-Automatik

ging wie Sahne durch die

Schaltstufen. Der Sprint von 0 auf

100 km/h war im Testmittel in

10,8 Sekunden (angegeben 11,5

Sekunden) abgehakt, von 60 auf

100 km/h ging's in 5,7 Sekunden

und von 80 auf 120 km/h in nur

8,4 Sekunden. Es ging zügig

weiter auf Tempo, wobei wir den

Sportage sogar mit gelupftem Gas

mit – nach Tacho – 180 km/h

laufen lassen konnten. Bei Gastritt

legte er noch eine Schippe drauf

und zeigte an die 195 km/h an.

Wegen hohen Verkehrsaufkommens

konnten wir die Spitzengeschwindigkeit

(angegeben 185

km/h) nicht ausstoppen.

Als Testverbrauch bei gemischter

Fahrweise mit Stadt- und Tempostrecken

stellte sich ein Mittelwert

von rund 6,8 Liter Diesel/ 100

Kilometer ein.

Der Fronttriebler, vorne

Einzelradaufhängung mit

McPherson-Federbeinen, Stabi

und Co., hinten Mehrlenkerachse

mit Stabilisator,liegt auch bei

höherem Tempo ruhig auf der

Bahn. Er zeigt wenig

Seitenneigung. Schnell

angegangene Kurvenstrecken

absolvierte er souverän, ohne,

dass wir oder die Helfer wie ESC

groß eingreifen mussten.

Der Sportage sieht von allen Seiten gut aus.

Alles lief problemlos und mit

sicherem Gefühl ab. Ob von

Antritt und Kurvenfreudigkeit

oder vom Komfort und der

Laufruhe her: Es machte Spaß,

dieses Auto zu fahren. Kein

Wunder, dass der Sportage im

Europageschäft bei Kia ein

Bestseller ist.

Auch vom Verbrauch her zeigt

sich, wie günstig es für eine zum

Beispiel vierköpfige Familie

allein von den Kraftstoffkosten

her ist, von A nach B zu kommen,

wie bei der Urlaubsfahrt.

Fazit: Allein vom optischen

Auftritt her ist der Kia Sportage

ein „strammer Bursche“. Im Test

überzeugte er uns durch sein

Platzangebot, die Laufruhe und

Leistung. Lange Garantien sind

ebenfalls ein Trumpf. Kia gewährt

eine siebenjährige – oder

150.000 Kilometer – Herstellergarantie

aufs Fahrzeug, verbunden

mit einer siebenjährigen

Kia-Mobilitätsgarantie und weiteres.

Den Sportage gibt es mit

verschiedenen Motorisierungen

und Ausstattungsversionen, jetzt

auch als „GT-Line“. Zu Details

solle man sich bei Händlern vor

Ort oder in der Region oder auf

www.kia.com informieren. (jw)

Einige Technische Daten*

Motor und Fahrwerte:

Hubraum 1685 ccm, 141 PS

(104 kW)/ 4000 U; höchstes

Drehmoment: 340 Nm bei

1750 – 2500 U; 0 – 100 km/ h

11,5 Sek.; Spitze: 185 km/ h

Verbrauch, Diesel/ CO2-

Austoß, komb.: 4,9 l/ 100

km, 129 g/ km; Effizienzklasse

A, Euro 6

Maße und Kofferraum:

Länge 4,48 m, Breite 1,885 m,

Höhe 1,635; Laderaum 491 –

1492 l

*Alle Angaben laut Kfz-

Papieren/ Kia-Unterlagen


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Ausgabe 26 Juli 2017 Jahrg. 55 5

Reifen, Bremsen, Beleuchtung und mehr

Das Auto vor der Urlaubsfahrt durchsehen

4. Juli 2017. Siegen (DiaPrw).

Das Auto ist für viele noch das

Hauptverkehrsmittel für die

Urlaubsreise. Schließlich ist

das praktisch, weil von

„Haustüre zu Haustüre“

gefahren werden kann.

Allerdings sollte der Wagen

technisch in Ordnung sein.

Sofern nicht vor Kurzem eine

Inspektion durchgeführt wurde,

empfiehlt es sich, einen Check in

der Fachwerkstatt durchführen zu

lassen. Die Betriebe bieten oft eine

Pauschale für diese Überprüfung

an. Nachfolgend ein paar Tipps.

Klar, dass die Starterbatterie, die

Bremsen und die Lichtanlage in

Ordnung sein müssen. Ebenso

sollten die verschiedenen Füllstände

kontrolliert und bei Bedarf

aufgefüllt werden.

1. Sofern es Tage vor der Fahrt

Auffälligkeiten gibt, vom

ruckelnden Motor über geänderte

Fahreigenschaften bis zur Motorüberhitzung,

ist es unumgänglich,

die Werkstatt anzusteuern.

Schließlich soll das Auto Sie möglichst

pannenfrei zum Urlaubsort

und wieder nach Hause bringen.

Treten unterwegs dennoch Pannen

auf und das Auto schafft es nicht

mehr bis in die Werkstatt, bleibt

nur, einen der Pannendienste zu

rufen. Gut, wenn man Mitglied

solch eines Dienstes oder entsprechend

versichert ist oder wenn

eine Mobilitätsgarantie greift.

2. Besonderes Augenmerk gilt den

Reifen. Die gesetzlich vorgeschriebene

Mindestprofiltiefe von

1,6 Millimetern über die gesamte

Profilbreite ist nicht ausreichend,

weil während der längeren

Urlaubsfahrt Profiltiefe verloren

geht und sie auch bis nach Hause

noch ausreichend sein muss. Vor

allen Dingen aber spielt die

Sicherheit eine wichtige Rolle. Je

weniger Profil, desto größer die

Gefahr bei Aquaplaning und je

schlechter die Bodenhaftung.

Fachleute empfehlen, bei drei

Millimetern Profiltiefe die

Sommerreifen zu erneuern. Für

die Urlaubsfahrt ist es daher gut,

wenn die Pneus noch mindestens

vier Millimeter haben, was

ebenfalls von Fachleuten

empfohlen wird. Die Profiltiefe

kann schnell im Kfz- oder

Reifenbetrieb gemessen werden.

Es gibt auch praktische kleine

Schiebemessgeräte, womit man

selbst leicht die Profiltiefe der

Reifen überprüfen kann.

3. Sehr unangenehm bei der Fahrt

ist es, wenn die Scheibenwischer

schlieren, die Sicht behindern und

Lichtreflexe auslösen. Wischer

kann man meist selbst montieren.

Sonst vom Fachmann machen

lassen. Neue Wischer sind eine

überschaubare Investition für

sichereres und angenehmeres

Fahren.

Impressum und Hinweise: Pressewellers Auto-Praxistestreport erscheint bei Medienbüro + PR DialogPresseweller,

Jürgen Weller, Lessingstr. 8, D-57074 Siegen, T. 0271 33 46 40, E-Mail mail>at


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Ausgabe 26 Juli 2017 Jahrg. 522

6

Schick, laufruhig, kräftig: Hyundai i20 T-GDI

Mit dem neuen 120-PS-Turbomotor kam er gut zur Sache

Mai 2017. Siegen. Die stilvoll

gestaltete Karosserie kann sich

sehen lassen in der gefahrenen

Version mit dem neuen Turbomotor

kommt der Hyundai i20

gut zur Sache. Er gehört zwar

zur offiziellen „Kleinwagen“-

Kategorie, der Fünftürer bietet

aber gute Platzverhältnisse. Im

Test stand die Version i20 blue

1,0 T-GDI Style. Hyundai

ihaben wir bereits sehr viele

Jahre m Testprogramm. Wir

sind stets positiv überrascht,

wie innovativ sich die Marke

gibt und wie angenehm sich

diese Fahrzeuge, wie auch der

kleine i10, fahren lassen.

Der i20, der Zahl nach quasi der

Twen in der Reihe der Hyundai-

Modelle ist, gefällt uns mit der

schicken, fließenden Linienführung,

die Teil der neuen Designsprache

„Fluidic Sculpture“ (etwa

„flüssige Form) des Herstellers

ist, sowie mit dem auch im Fond

guten Platzangebot. Der Kofferraum

des Testwagens ist dank des

erhöhten Ladebodens, unter dem

noch etwas verstaut werden kann,

gut zugänglich und einfach

beladbar. Das angegebene

Laderaumvolumen, ab 326 Liter,

ist für diese Klasse richtig

ordentlich. Mit vielen Ablagen,

Becherhaltern und Handschuhfach

Klare Linienführung, stilvolles Styling: Der Hyundai i20, hier in der

Version Style, weiß zu gefallen. (Alle Fotos: © presseweller)

bietet der Hyundai im Innenraum

Platz für Dinge, die man „in

Griffnähe“ haben will. Das

knapp 4,04 Meter lange und gut

1,73 breite Auto ist gut überschaubar

und handlich und passt

auch in nicht so großzügige

Parklücken und Garagen. Die

Bestuhlung ist bequem und

vorne mit Seitenhalt, das Cockpit

für den Fahrer übersichtlich. Die

nach dem Anfahren und selbst

bei höherem Tempo

zurückhaltnde Akustik ist sehr

angenehm.

Alles drin und dran

Sicherheitstechnisch ist bereits in

der Basisausstattung einiges

dabei, von den sechs Airbags bis

zur elektronischen Stabilitätskontrolle

(ESC) und dem

fahrdynamischen Stabilitätsmanagement

sowie Bremsassistent,

Berganfahrhilfe und

mehr. Käufer können sich für

verschiedene Ausstattungsversionen

und „Pakete“

entscheiden.

Der Testwagen hatte zum

Beispiel Tempomat,

Spurhaltewarnsystem, USB-

Schnittstelle, AUX-Buchse und

zwei Zwölf-Volt-Steckdosen,

Smart-Key zum Öffnen und

Schließen sowie Anlassen und

Abschalten per Knopfdruck.

Beim Verschließen des Fahrzeugs

klappten die Außenspiegel

… Forts. S. 7


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Ausgabe 26 Juli 2017 Jahrg. 55

7

Fortsetzung Schick, laufruhig, kräftig: Hyundai i20 T-GDI

…Außenspiegel … automatisch

an. Es war noch vieles Weitere an

Bord: zum Beispiel Multifunktions-Lenkrad,

Bluetooth-Freisprecheinrichtung

inklusive

Sprachsteuerung für Mobiltelefone,

eine so genannte

Supervision-Instrumentenanzeige

sowie Radio-Navi-System mit

dem sieben Zoll großen

Touchscreen. Hyundai

„MapCare“ schließt fünf Jahre

lang kostenloses Karten-Update

ein. Nützlich sind ebenfalls die

gut darstellende Rückfahrkamera,

Parksensoren vorne und hinten,

Klimaautomatik, Sitzheizung

vorne, heizbares Lenkrad und

vieles mehr. Alles behaglich,

praktisch und komfortabel. Nein,

da glaubt man nicht, in der Kleinwagenklasse

unterwegs zu sein.

Turbo mit gutem Drehmoment

Unter der Testwagen-Fronthaube

arbeitete der Ein-Liter-Dreizylindermotor

mit Turbounterstützung.

Er bringt 120 PS an die

Kupplung, wobei das höchste

Drehmoment in breiter Spanne

zwischen 1500 und 4000 Umdrehungen

zur Verfügung steht.

Damit zieht der i20 kräftig an und

kommt nach einem Augenblick

gut zu Potte, wenn der Turbo mit

Schub in Gang ist. Im Testschnitt

flitzte der Hyundai im dritten

Gang in 5,8 Sekunden von …

Fortsetzung S. 8

Die Platzverhältnisse im i 20 gingen klassengemäß auch für die

Fondpassagiere in Ordnung.

Griffiges Lenkrad, übersichtliches Cockpit.


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Fortsetzung Schick, laufruhig, kräftig: Hyundai i20 T-GDI

… Sekunden von ...

von 60 auf 100 km/h, etwas

oberhalb des Werkswertes ging es

in elf Sekunden von 0 auf 100

km/h. Die Elastizität des kleinen,

feinen Motors wird bei der

Beschleunigung von 80 auf 120

km/h im fünften Gang deutlich:

nur 10,0 Sekunden. Die

angegebene Spitze, 190 km/h,

erreichten wir auch im Test.

Insgesamt bescheinigen wir eine

gute Motorcharakteristik, die gut

durch das prima schaltbare

Sechsganggetriebe unterstützt

wurde.

In gemischter Fahrweise mit

Kurzstrecken, Mittelgebirgspassagen

und flotten Autobahnritten

stellte sich im Test ein

Gesamtverbrauch von sieben

Liter pro 100 Kilometer ein, was

wir angesichts der Leistung und

unter Testbedingungen für

vertretbar hielten, auch wenn der

angegebene Kombiwert (4,6 l)

deutlich niedriger liegt.

Zügiger Kurvengänger

Auf der Autobahn zeigte sich der

Kandidat mit gutem Geradeauslauf

und stabiler Lage. Das

Frontantriebsfahrwerk mit

ringsum Einzelradaufhängung ist

gut abgestimmt, was einerseits für

geringe Seitenneigung in Kurven

und andererseits für komfortable

Abfederung steht. Auf passartigen

Mittelgebirgsstrecken übrzeugte

der Twen auch bei flotter Fahrt:

kurvenfest, ohne Muck. Eingriffe

waren fahrerseits nicht erforderlich.

Dank der elastischen

Kraftentwicklung des Motors,

ging es auch nach Kehren schnell

wieder auf Touren. Gut gemacht.

Fazit: Der Hyundai i20 ist schick

gestylt und bietet für die Klasse

gute Platzverhältnisse für die

Passagiere und das Gepäck. Er ist

akustisch zurückhaltend, lässt sich

angenehm fahren, zeigte ein

einfaches Handling und bewies

sich als guter Kurvengänger. Den

Testverbrauch muss man

individuell sehen, von Fahrwerten

und Elastizität her, hat uns der

Turbomotor gefallen. Hyundai

bietet lange Garantien, zum

Beispiel fünf Jahre Fahrzeuggarantie

ohne Kilometer-

Begrenzung (anders bei Taxis und

Mietwagen!) sowie fünf Jahre

Mobilitätsgarantie. Zum Testzeitpunkt

stand die Basisversion

des i20 mit 12.100 Euro in der

Liste.

Es stehen verschiedene Versionen

und Motorisierungen zur

Auswahl. (jw)

Auch in Teilansichten stilvoll, attraktiv und schnittig.

Einige Technische Daten*

Motor: 998 ccm; 120 PS (88 kW)/

6000 U; Drehmoment 172 Nm/

1500 – 4000 U

Fahrwerte: 0 – 100 km/ h 10,2

Sek.; Spitze 190 km/ h

Verbrauch l/ 100 km/ CO2

(Kombiwerte; Klammer 16-Zoll-

Felgen)): 4,6 (4,8); 107 (1129 g/

km

Effizienzklasse B, Euro 6

*Laut Hyundai-Unterlagen


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Ausgabe 26 Juli 2017 Jahrg. 55

9

Abstand halten und Pausen sowie Abfahrtzeit nach Bedarf

Die Urlaubsfahrt immer ausgeruht antreten

4. Juli 2017. Siegen (DiaPrw). Es ist immer wieder

schön, in Urlaub zu fahren. Allerdings hat man

es gerade während der Ferienzeit häufig mit

einem besonders großen Stauaufkommen zu tun.

Das trübt die Freude an der gemütlichen

Autoreise. Hohes Verkehrsaufkommen und die

zahlreichen Baustellen sind Ursachen für

schleichenden Stop-and-go-Verkehr oder gar

Stillstand. Lesen Sie unsere Tipps.

1. Die Abfahrt – manche fahren in den frühen Morgen

hinein oder bereits um Mitternacht los, andere in

Ruhe nach dem Frühstück – wählen Sie so, wie es

persönlich am besten passt. Immer gut ist, nicht direkt

nach der Arbeit oder schon am ersten Urlaubstag

loszudüsen, sondern sich ein bisschen Entspannung

zu gönnen. Nach der Rückfahrt sollte ebenfalls noch

Ruhezeit sein.

2. Es macht Sinn, sich vor der Fahrt auf der Karte

oder über einen Routenplaner über Ausweichrouten

schlau zu machen. So können Sie bereits zwei

Stationen vor dem Stau abfahren. Vielfahrer wissen,

dass gar nicht selten ein Stau kommt, wenn die

Abfahrt gerade vorbei ist und die Verkehrsmeldungen

der Radiosender nicht immer aktuell sind. In der

Regel kommen sie – außer bei Gefahrenmeldungen -

jede halbe Stunde. Da kann sich in der Zwischenzeit

bereits wieder einiges verändert haben. Wir haben es

oft genug erlebt. Für uns ist es angenehmer, außerhalb

der Autobahn zu fahren, als im Stau zu stehen. In

Bergregionen können Sie Autobahnen teils über

Vorschau auf Ausgabe 27

* Im Test der Dacia Logan Stepway

* Tipps für Autofahrer

Während der Woche gibt’s regen LKW-Verkehr.

Passstrecken umfahren, sofern Sie nicht ungerne Pässe

fahren.

3. Es ist schon beim Anlaufen des Staus daran zu

denken, so zu fahren, dass eine Rettungsgasse frei ist,

damit Kranken-, Rettungswagen, Polizei und eventuell

Feuerwehr schnell zum Unfallort kommen! Halten Sie

auf der gesamten Fahrt und bei Stau ausreichenden

Sicherheitsabstand, auch wenn manche andere Verkehrsteilnehmer

die Lücke dicht machen. Verlängern

Sie danach wieder den eigenen Abstand. Am Stauende

ist das noch wichtiger. Jeder kennt die oft folgenschweren

Auffahrunfälle am Stauende. Beobachten Sie

daher auch immer den rückwärtigen Verkehr.

4. Pausen werden nach Bedarf eingelegt, manche

machen das alle zirka zwei Stunden. Wenn Kinder an

Bord sind, ist das Pausieren besonders wichtig. Treten

bei Ihnen als Fahrer Müdigkeitserscheinungen auf,

zögern Sie nicht, den nächsten Parkplatz anzusteuern

und auszuruhen.

5. An Bord sollten unter anderem ausreichend Getränke

und Leichtes zum Essen sein. Je nach Stau kann es unter

Umständen weit über eine Stunde und mehr dauern, bis

man zu einer Raststätte kommt.

Am wichtigsten ist bei der Autoreise aber, sicher ans

Ziel und später wieder zurück zu kommen.

Gute Fahrt!

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