21.09.2017 Aufrufe

ADAC Urlaub September-Ausgabe 2017, Württemberg

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<strong>Urlaub</strong><br />

www.adacreisen.de · <strong>Ausgabe</strong> 5 / <strong>2017</strong><br />

Inspiration. Tipps. Angebote. Das Magazin der <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />

Schönes Bayern<br />

Berge, Ludwig, Bier & Lederhosen<br />

– gelebte Tradition in Weiß-Blau<br />

Radtour La Gomera<br />

Die grüne Perle der Kanaren mit<br />

dem Mountainbike erkunden<br />

Traumstraßen<br />

Die fünf schönsten Autotouren<br />

von Norwegen bis Hawaii<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

Good Day<br />

Australien<br />

Ab Perth den Ozean entlang. 1400 Meilen Abenteuer zwischen<br />

Traumstränden, Weinbergen und Kängurus


Editorial<br />

Der <strong>ADAC</strong><br />

Unfallschutz.<br />

Ob im Haushalt, beim Sport oder im Verkehr:<br />

Vertrauen Sie nach einem Unfall auf die kompetente Hilfe<br />

des <strong>ADAC</strong> Betreuungsteams sowie auf wertvolle finanzielle<br />

Leistungen.<br />

Jetzt abschließen: in jeder <strong>ADAC</strong> Geschäftsstelle,<br />

auf www.adac.de/unfallschutz oder telefonisch unter<br />

0 800 3 31 00 44 50 (Mo.–Sa.: 8:00–20:00 Uhr)<br />

„ Weil gute Vorsorge<br />

für mich so wichtig ist.“<br />

In drei starken Tarifen!<br />

Robert Struthmann<br />

<strong>ADAC</strong> Mitglied seit 2016<br />

TITEL: SABINE BRAUN; FOTOS DIESE SEITE: SABINE BRAUN (2), PRIVAT (2)<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

Straßen sind oft ganz unspektakulär und können uns manchmal sogar gehörig den Nerv<br />

rauben. Wie der tägliche Arbeitsweg, auf dem wir uns über quälende Staus oder dürftig<br />

geflickten Asphalt ärgern (hier bekommt das lateinische Wort „strata“ – gepflasterter Weg<br />

– nebenbei eine ganz neue Wendung). Sie können uns aber auch ganz wundervolle Reiseerlebnisse<br />

bescheren. In dieser <strong>Ausgabe</strong> stellen wir Ihnen einige vor.<br />

Zum Beispiel in unserer Titelgeschichte Australien (S. 14), wo Autor Harald Braun und<br />

seine Frau Sabine das erste Mal auf große Camper-Fahrt gingen und im Südwesten des<br />

riesigen Kontinents so manches Abenteuer erlebten (mitunter nicht ganz freiwillig). Oder<br />

auf unserer Tour durch Bayern (S. 24), wo wir eindrucksvolle Prozessionen wie die Leonhardifahrt<br />

noch heute auf den Straßen der Dörfer bestaunen können. Wallfahrten gehörten<br />

neben militärischen Überlegungen und Handelsrouten übrigens zu den wichtigsten Motiven,<br />

weshalb die ersten Straßen vor rund 4500 Jahren gebaut wurden.<br />

Unerwartet kräftezehrend, aber letztlich dennoch großartig war auch das Straßenerlebnis,<br />

von dem unser Autor Helmut Ziegler berichtet. Der Mann schwang sich auf den Sattel und<br />

erkämpfte sich die Schönheit der bergigen Kanareninsel La Gomera mit dem Mountainbike<br />

(S. 34). Sie mögen es nicht ganz so strapaziös? Dann lassen Sie sich von unseren fünf Traumstraßen<br />

für Ihr persönliches Straßenabenteuer inspirieren (S. 42). Zum Beispiel an Italiens<br />

sonniger Amalfiküste … In diesem Sinne:<br />

Gute Reisen,<br />

Ihre Redaktion <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />

Seite<br />

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erfahren<br />

„Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst,<br />

durch Nichtgebrauch dahinschwindet.“<br />

Carl Friedrich von Weizsäcker (1912–2007), Physiker und Philosoph<br />

Schreiben Sie uns: redaktion@adac-urlaub.net<br />

Multimedia: Entdecken Sie zusätzliche spannende Inhalte der „<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong>“!<br />

Mit der kostenlosen App Layar für Smartphone oder Tablet scannen Sie einfach die<br />

markierten Heftseiten und sehen Bilder, Videos und vieles mehr. Infos auf Seite 12.<br />

S. 6–7, Postkarte Ihre tollsten <strong>Urlaub</strong>sfotos; S. 14–15, Camper Australien Highlights;<br />

S. 22–23, 5-mal Kapstadt Metropole in Südafrika; S. 28–29, Bayern Mythos König Ludwig<br />

II; S. 32–33, Mein Land: Polen Kultur und Erholung; S. 34–35, Gomera Impressionen;<br />

S. 40–41, Ratgeber 1, 2 oder 3?; S. 42–43, Die Schönsten Straßen Traumstraßen der Welt<br />

Auf Camper-Tour im australischen Outback<br />

Ich war …<br />

Harald Braun<br />

Journalist &<br />

Weltreisender<br />

… in Australien<br />

Der Journalist ging mit seiner<br />

Frau zum ersten Mal mit dem<br />

Camper auf Reisen – und dann<br />

gleich Australien … Seite 14<br />

Anke Dörrzapf<br />

Journalistin &<br />

Kinderbuchautorin<br />

… in Bayern<br />

Die geborene Münchnerin<br />

kennt sich bestens aus in Bayern.<br />

Ihre „typisch bayerischen“<br />

Tipps lesen Sie auf Seite 24<br />

Helmut Ziegler<br />

Reporter<br />

… auf La Gomera<br />

Was tun, wenn der Teenie-<br />

Sohn den Tag verpennt? Vielleicht<br />

mal Rad fahren. Geschehen<br />

auf La Gomera. Seite 34<br />

<strong>ADAC</strong>-Schutzbrief<br />

Versicherungs-AG<br />

5/<strong>2017</strong> 3


UNSER BESTSELLER<br />

Inhalt<br />

5/<strong>2017</strong><br />

Inkl. 2 Inlandsflügen und<br />

großem Ausflugspaket<br />

Badeaufenthalt im 5-Sterne-<br />

Strandhotel im Meerblick-Zimmer<br />

EXKLUSIV BEIM <strong>ADAC</strong><br />

Erleben Sie eine Reise quer durch Vietnam mit zahlreichen Highlights wie dem Mekong Delta und dem Wolkenpass,<br />

faszinierenden Ausflügen u.a auf einem Drachenboot und luxuriösem 5-Sterne-Badeaufenthalt am Traumstrand.<br />

VIETNAM RUNDREISE<br />

IHR REISEZIEL<br />

Vietnam, eines der schönsten Länder Asiens,<br />

erwartet Sie mit einer besonders vielfältigen<br />

Kultur und imposanten Natur. Auf Ihrer Reise von<br />

Norden bis in den Süden entdecken Sie traumhafte<br />

Buchten, sattgrüne Hochländer und lebhafte<br />

Metropolen. Starten Sie in der Hauptstadt Hanoi,<br />

bestaunen die Halong-Bucht und entdecken die<br />

Städte Hue, Hoi An, Danang und Saigon. Für<br />

ausreichend Entspannung ist ebenfalls gesorgt,<br />

denn Sie genießen erholsame Tage in Ihrem<br />

5-Sterne-Hotel in Quy Nhon – der absolute<br />

Geheimtipp für Ihren Badeaufenthalt.<br />

IHRE HOTELS<br />

Rundreise: Die gehobenen Mittelklassehotels<br />

bieten Restaurant, Bar und Doppel- (2 Vollzahler)<br />

bzw. Einzelzimmer (1 Vollzahler) mit Dusche,<br />

Klimaanlage, TV.<br />

Strandhotel: Das stilvolle 5-Sterne FLC Luxury<br />

Hotel liegt direkt am eigenen Sandstrand. Es bietet<br />

kostenfreies WLAN, Restaurants, Bars, Fitnesscenter,<br />

Pool, Sonnenterrasse (Liegen/Schirme<br />

inkl.). Gegen Gebühr: Golfplatz (ca. 3 km). Die<br />

Studio-Suiten (ca. 50 m²/min. 1/max. 2 Vollzahler)<br />

bieten Dusche, Föhn, Klimaanlage, TV, Safe,<br />

Minibar, Wohnbereich sowie Balkon mit Meerblick.<br />

Beratung und<br />

Buchung<br />

IHR REISEVERLAUF<br />

Tag 1 Flug nach Hanoi<br />

Tag 2 Ankunft – Hanoi Nachmittags Stadtrundfahrt<br />

u.a. mit Ba Dinh Platz, Präsidentenpalast.<br />

Anschließend Transfer zum Hotel<br />

Tag 3 Hanoi – Ausflug Halong Bucht Sehen Sie<br />

faszinierende Grotten und Höhlen, nachmittags<br />

Halt in einem Keramik-Dorf<br />

Tag 4 Hanoi – Flug nach Hue Nachmittags<br />

Stadtrundfahrt in Hue und Besuch des<br />

Dong Ba Marktes<br />

Tag 5 Hue Sie besichtigen die Zitadelle und das<br />

Mausoleum des Königs Tu Duc. Fahrt mit<br />

einem traditionellen Drachenboot entlang<br />

des Perfume River. Am Nachmittag Freizeit<br />

Tag 6 Hue – Danang – Hoi An Fahrt von Hue über<br />

den weltberühmten Hai Van Pass (Wolkenpass)<br />

nach Hoi An. Besuch des Cham Museums in<br />

Danang City. Nachmittags Tour durch Hoi An<br />

Tag 7 Hoi An Freizeit<br />

Tag 8 Hoi An – Quy Nhon Fahrt zum Badehotel<br />

Tag Quy Nhon – Badeaufenthalt Genießen Sie<br />

9-12 erholsame Strandtage im 5-Sterne-Hotel<br />

Tag 13 Quy Nhon – Flug nach Saigon Halbtägige<br />

Stadtrundfahrt u.a. mit Kathedrale<br />

Notre Dame und historischem Postamt<br />

Tag 14 Saigon Ganztagesausflug Mekong Delta<br />

Tag 15 Rückreise Transfer Flughafen, Rückflug<br />

Tag 16 Ankunft in Deutschland<br />

Änderung des Reiseverlaufs vorbehalten. Durchführungsgarantie!<br />

- keine Mindestteilnehmerzahl!<br />

Deutsche Staatsbürger benötigen einen nach Rückreise<br />

noch mind. 6 Monate gültigen Reisepass<br />

161 <strong>ADAC</strong> Reisebüros vor Ort in Deutschland Online: adacreisen.de Telefon: 069/153 22 55 29<br />

Veranstalter: clevertours.com GmbH, Humboldtstr. 140, 51149 Köln<br />

Täglich 08:00 - 20:00 Uhr<br />

Mekong<br />

Hanoi<br />

Vietnam<br />

Saigon<br />

Ho-Chi-Minh-Stadt<br />

Hue<br />

Mekongdelta<br />

Halong Bucht<br />

Danang<br />

Hoi An<br />

Quy Nhon<br />

Pazifik<br />

€ 1.999.-<br />

*<br />

13 Nächte p.P. ab<br />

inkl. Verpflegung €1.749.-<br />

INKLUSIVLEISTUNGEN<br />

• 16-tägige Flugreise mit renommierter<br />

Fluggesellschaft nach Hanoi und zurück von<br />

Saigon (Umsteigeverbindung)<br />

• Rail&Fly 2. Klasse inklusive ICE-Nutzung<br />

• 2 Inlandsflüge (Hanoi - Hue, Quy Nhon - Saigon)<br />

• Rundreise und Transfers im Reisebus<br />

• 8 Nächte im DZ in gehobenen Mittelklassehotels,<br />

5 Nächte Badeaufenthalt in der Studio-Suite im<br />

5-Sterne-Strandhotel FLC Luxury Hotel<br />

• 13 x Frühstück, 2 x Mittagessen<br />

• Ausflüge und Besichtigungen i.W.v. € 300.-<br />

• Deutschsprachige <strong>ADAC</strong>-Reiseleitung<br />

TERMINE/PREISE <strong>2017</strong>/18 P.P. IN €<br />

13 Nächte Abflughafen: Frankfurt, München<br />

1.999.-*/1.749.- 8.5.<br />

2.049.-*/1.799.- 4.4.<br />

2.199.-*/1.899.- 21.11., 5.12., 13.3.<br />

2.299.-*/1.999.- 9.1., 30.1., 27.2.<br />

Buchungscode: 6V0510X/HAN<br />

*unser ehemaliger Preis. Zuschlag pro Aufenthalt: Einzelzimmer/<br />

Alleinbelegung € 399.-, Halbpension € 229.-<br />

FOTOS: SABINE BRAUN, MAURITIUS IMAGES, MONICA GUMM/LAIF,<br />

RAFFAELE CELENTANO/LAIF, GETTY IMAGES<br />

14 Camper Australien<br />

24 Bayern 34 La Gomera 42 Traumstraßen<br />

Inspiration Tipps Digital<br />

6 Postkarte aus Bali<br />

Zwischen Tempeln und Vulkanen<br />

8 Panorama<br />

Neuigkeiten aus aller Welt<br />

14 Camper Australien<br />

Mit dem Wohnmobil durch den traumhaften<br />

Südwesten des fünften Kontinents<br />

22 Fünf Mal … Kapstadt<br />

Tafelberg, Mandela und andere Highlights<br />

in Südafrikas moderner Metropole<br />

24 Typisch Bayern<br />

Auf den Spuren von König Ludwig II und<br />

bunt geschmückten Kühen<br />

34 La Gomera<br />

Eine schweißtreibende Mountainbike-Tour<br />

über die grüne Perle der Kanaren<br />

42 Traumstraßen<br />

Von der Amalfiküste bis Hawaii: Roadtrips<br />

für Abenteurer und Genießer<br />

32 Mein Land: Polen<br />

<strong>ADAC</strong> Reise-Experten stellen ihre<br />

Lieblingsziele vor<br />

40 Ratgeber Camper<br />

<strong>ADAC</strong> Reise-Experten informieren. In<br />

dieser <strong>Ausgabe</strong>: <strong>Urlaub</strong> mit dem Camper<br />

48 Mein Reisebüro<br />

Ihr Kontakt zu allen <strong>ADAC</strong> Reisebüros<br />

in Ihrer Umgebung<br />

49 Impressum<br />

50 Vorschau<br />

Das bringt die nächste <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />

22<br />

Kapstadt<br />

Seite<br />

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erfahren<br />

Bilder, Karten,<br />

Kontakte und<br />

Videos: Mit <strong>ADAC</strong><br />

<strong>Urlaub</strong> und der<br />

LAYAR-App erweitern<br />

Sie das Magazin um<br />

eine neue Dimension.<br />

Mehr Infos zur LAYAR-App<br />

auf Seite 10. Des Weiteren<br />

finden Sie im Heft Bitly-<br />

Kurzlinks, diese können<br />

Sie einfach in Ihren Internet-<br />

Browser eingeben und Sie<br />

werden zur entsprechenden<br />

Website weitergeleitet.<br />

Legende<br />

Weblink<br />

Video<br />

Information<br />

E-Mail<br />

Kontakt<br />

Ort<br />

5/<strong>2017</strong> 5


Postkarte<br />

Bali, Indonesien<br />

Insel der Götter<br />

Aus wie vielen Inseln Indonesien besteht, weiß niemand so genau, die offizielle Zahl<br />

von 17.508 ist lediglich eine Schätzung. Fest steht aber: Bali ist eine davon, dazu eine<br />

ganz besondere – nämlich die einzige hinduistische Insel im größten muslimischen<br />

Land der Welt. Dazu erfüllt ein Schuss Animismus das Leben der Bewohner. Danach<br />

ist alles in der Natur von Geistern bewohnt, von guten wie bösen. Wer die spirituelle<br />

Kraft und Schönheit von Bali erleben will, sollte nicht bloß an den paradiesischen<br />

Stränden im Süden die Sonne genießen. Die Insel ist klein genug, um sie mit dem<br />

Auto oder Motorroller zu entdecken. Dann erwarten Sie glitzernde, in feinen Nebel<br />

getauchte Reisterrassen und dampfende Vulkane, die sich aus der sanften Landschaft<br />

erheben. Vermooste, mit Kletterpflanzen umwucherte Tempel ebenso wie herausgeputze<br />

Heiligtümer. Etwa der Wassertempel Pura Bratan auf dem Foto, welcher der<br />

Hindu-Gottheit Shiva geweiht ist. Sie können im Künstlerort Ubud einen balinesischen<br />

Kochkurs oder Silberschmiedekurs belegen. Und zu Hause werden Sie sagen:<br />

Diese eine von egal wie vielen war die Richtige. Mehr ab 01.09. unter www.adacreisen.de<br />

Schicken Sie uns Ihr schönstes <strong>Urlaub</strong>sfoto an: postkarte@adac-urlaub.net<br />

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FOTO: ISTOCKPHOTO<br />

5/<strong>2017</strong> 7


Panorama Regional<br />

Meldungen Panorama<br />

<strong>ADAC</strong> Mitgliederreise<br />

Mit dem Camper zu den Maoris<br />

Mit dem Wohnmobil erleben Sie die phänomenale<br />

Natur Neuseelands ganz unmittelbar.<br />

Es ermöglicht eine flexible Reisegestaltung<br />

und bietet dabei ein fahrendes Zuhause am anderen Ende<br />

der Welt. Welche Tagesroute Sie fahren oder wo Sie eine<br />

Picknickpause einlegen, entscheiden Sie nach Lust und<br />

Laune. Und Sie können sich bei dieser 23-tägigen <strong>ADAC</strong><br />

Mitgliederreise ganz entspannt auf den nächsten Tag<br />

freuen: Die Campingplätze sind bereits vorab gebucht.<br />

Eine weitere Besonderheit dieser Wohnmobilreise:<br />

Täglich bekommen Sie Tipps und Infos von einem erfahrenen<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseleiter. Nach der Landung in Christchurch<br />

und dem Transfer ins Hotel begleitet er die Teilnehmer<br />

zu allen Highlights Neuseelands. Zunächst geht es<br />

entlang der spektakulären Southern Alps mit ihren 22 Dreitausendern.<br />

Nach der Überquerung des Lindis Pass führt<br />

die Reise zu den Gletschern des Westland-Nationalparks<br />

(siehe Experten-Tipp) und zum dicht bewaldeten<br />

Fiordland-Nationalpark. Hier entdecken Sie den Milford<br />

Sound: Der Fjord wurde wegen seiner dramatischen<br />

Naturschönheit bereits das „achte Naturwunder“ genannt.<br />

Es besteht außerdem die Möglichkeit, beim Wandern<br />

in Queenstown die Bergkette „The Remarkables“<br />

mit ihren sägezahnartigen Gipfeln zu erkunden. Nach<br />

der Überfahrt nach Wellington wartet der Tongariro-<br />

Nationalpark mit seinen fünf Vegetationsstufen. Ein<br />

weiterer Höhepunkt der Nordinsel: die Traumlandschaft<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Panorama<br />

Reisetipps präsentiert von Ihrem <strong>ADAC</strong> in Baden-<strong>Württemberg</strong><br />

Komischer<br />

Vogel<br />

Der Kiwi ist das<br />

Nationalsymbol<br />

Neuseelands.<br />

Von ihm leitet<br />

sich die Eigenbezeichnung<br />

der<br />

Neuseeländer<br />

(„Kiwis“) ab<br />

Kontaktieren<br />

Sie uns, wir<br />

beraten Sie<br />

gern. Alle<br />

Reisebüros<br />

finden Sie<br />

auf Seite 49<br />

der Coromandel-Halbinsel mit ihren malerischen<br />

Stränden und Grotten. Die Reise kostet ab 5390 Euro pro<br />

Person, inklusive hochwertiger Campmobile von Maui<br />

mit Servolenkung, Tempomat, Klimaanlage, Tablet,<br />

Versicherungen, Gebühren für Campingplätze, Transfers,<br />

Führungen in Auckland und Christchurch, Flüge mit<br />

Singapore Airlines ab Frankfurt u. v. m.<br />

Experten-Tipp<br />

Beeindruckende Landschaft<br />

Milford Sound im<br />

Fiordland National Park<br />

Daniela Rief aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in<br />

Mannheim berichtet von ihren Lieblingstouren<br />

Besonders beeindruckt haben mich die Fahrten durch die<br />

sensationelle Natur Neuseelands. Zum Beispiel die aussichtsreiche<br />

Strecke entlang des Mount-Aspiring-Nationalparks<br />

oder die Tour durch den Westland-Nationalpark, der<br />

zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Das absolute Highlight<br />

dieses Parks: die Gletscherzungen des Franz-Josef- und<br />

des Fox-Gletschers, die bis auf 250 Meter über dem Meer<br />

zum Regenwald hinabreichen. Hier kann man auch eine<br />

Wanderung mit spektakulären Ausblicken unternehmen.<br />

Manches hat mich dabei an die „Der Herr der Ringe“-<br />

Filme erinnert, die ja tatsächlich auch in Neuseeland<br />

gedreht wurden.<br />

FOTOS: GETTY IMAGES, ISTOCKPHOTO, <strong>ADAC</strong> E.V.<br />

Erst S,<br />

dann<br />

XXL<br />

Als wahres<br />

Platzwunder<br />

entpuppt sich<br />

der „BeauEr<br />

3X“. Der kompakte<br />

Wohnwagen<br />

lässt<br />

sich nach dem<br />

Ziehharmonika-Prinzip<br />

binnen 28 Sekunden<br />

von<br />

1,85 Meter<br />

Breite auf 4,60<br />

Breite ausfahren.<br />

Günstig<br />

ist der innovative<br />

Campingwagen<br />

mit<br />

ca. 25.000 €<br />

nicht – aber<br />

praktisch. Und<br />

cool. www.<br />

beauer.fr<br />

38<br />

Milliarden Euro ist<br />

das Great Barrier Reef<br />

vor Australien laut den<br />

Wirtschaftsprüfern<br />

von Deloitte wert. Sie warnen vor dem<br />

Kollaps des weltgrößten Korallenriffs durch<br />

Umweltschäden – 64.000 Jobs wären betroffen.<br />

Berlin<br />

Mini-Hauptstadt<br />

Berlin-Touristen können<br />

jetzt eine weitere Sehenswürdigkeit<br />

auf ihre Sightseeing-Agenda<br />

setzen:<br />

Unter dem Fernsehturm<br />

hat die interaktive Modellstadt<br />

„Little BIG City Berlin“<br />

ihre Pforten geöffnet.<br />

Die Ausstellung präsentiert<br />

auf 1500 Quadratmetern<br />

mit detailgetreuen Miniaturgebäuden<br />

und Tausenden<br />

kleinen Figuren<br />

die bewegende Geschichte<br />

der Stadt vom Mittelalter<br />

bis zum Mauerfall. Ein<br />

Panorama mit tollen Effekten.<br />

So lassen sich etwa NVA-<br />

Soldaten per Knopfdruck<br />

in Bewegung setzen. Infos:<br />

www.officiallittlebigcity.com<br />

Lyon, Quito, Hamburg<br />

Leuchtende Städte<br />

Farbig schillernde Häuser, blau illuminierte Brücken – wenn Lichtkünstler Städte in<br />

leuchtende Kunstwerke verwandeln, ist der Anblick magisch. Drei Lichterfeste rund<br />

um die Welt: 1. Quito. Ecuadors Hauptstadt erstrahlt zur „Fiesta de la Luz“ vom<br />

9. bis 13.8. in bunten Farben. 2. Hamburg: In mystisches Blau getaucht ist der Hafen<br />

vom 1. bis 10.9. zum „Blue Port Hamburg“. Lyon: Die französische Rhône-Metropole<br />

verwandelt sich zur „Fête des Lumières“ vom 7. bis 10.12. in leuchtende Poesie.<br />

NEUE ZIELE AUF<br />

<strong>Urlaub</strong> in Holland<br />

Weite Sandstrände und Dünen,<br />

sehenswerte Städte wie Den Haag<br />

und Amsterdam – ein <strong>Urlaub</strong> in Holland<br />

bietet reichlich Abwechslung.<br />

Entdecken Sie die schönen Nordseeinseln<br />

wie Texel und Vlieland und<br />

lassen Sie sich in Amsterdam von<br />

den Grachten, Museen und schwimmenden<br />

Blumenmärkten verzaubern.<br />

Wandern und Angeln<br />

in Norwegen<br />

Das skandinavische Land begeistert<br />

mit seiner atemberaubenden Natur.<br />

Umrunden Sie den imposanten Gletscher<br />

Hardangerjøkulen auf einer<br />

Wandertour und ziehen Sie in Tana<br />

Bru in der Finnmark kapitale Lachse<br />

aus den Flüssen. Und bevor Sie in<br />

die Wildnis aufbrechen, erkunden<br />

Sie die schöne Fjord-Metropole Oslo.<br />

Welcome in Australia!<br />

Das Abenteuer ruft<br />

Ob Sie am Great Barrier Reef in die<br />

faszinierende Welt der Korallenriffe<br />

eintauchen oder im Outback den<br />

Sonnenuntergang am glutroten<br />

Ayers Rock bestaunen: Eine Fernreise<br />

auf den fünften Kontinent verspricht<br />

unvergessliche Erlebnisse.<br />

Sawasdee, Thailand!<br />

Das südostasiatische Land ist bekannt<br />

für seine tropischen Strandparadiese.<br />

Thailand hat jedoch noch<br />

weitaus mehr zu bieten. Entdecken<br />

Sie im Landesinnern jahrtausendealte<br />

Tempelanlagen, den tiefen<br />

Dschungel in den Nationalparks, und<br />

statten Sie den Bergvölkern im Norden<br />

einen Besuch ab. Zum Beispiel<br />

auf einer Rundreise mit dem Auto.<br />

8 5/<strong>2017</strong> 5/<strong>2017</strong> 9


Panorama Interview<br />

„Wir punkten vor allem mit unserem<br />

kulturellen Reichtum“<br />

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Zentrale für Tourismus,<br />

DZT, über die zunehmende Beliebtheit von Deutschland als Reiseland<br />

Camper Special<br />

Frau Hedorfer, Deutschland verzeichnete<br />

im letzten Jahr erstmals über 80 Millionen<br />

Übernachtungen ausländischer Gäste. Laut<br />

<strong>ADAC</strong> Reisemonitor ist die Heimat auch<br />

das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Was<br />

macht unser Land so attraktiv?<br />

Wir punkten mit unserem kulturellen Reichtum.<br />

42 UNESCO-Welterbestätten, moderne<br />

Architektur, renommierte Opernhäuser,<br />

Museen, hochkarätige Events, Freizeiteinrichtungen<br />

oder faszinierende Automobilwelten<br />

machen Deutschland zum Kulturreiseziel<br />

Nummer eins der Europäer. Hinzu kommt<br />

die schöne Natur, ein Drittel des Landes ist<br />

in über 130 Naturlandschaften unter Schutz<br />

gestellt. Und wir haben eine hervorragende<br />

touristische Infrastruktur. Deutschland ist<br />

verkehrstechnisch bestens erschlossen, das<br />

Angebot von Hotellerie und Gastronomie ist<br />

breit gefächert. Entsprechend hoch sind die<br />

Imagewerte Deutschlands – im GfK Roper<br />

Nation Brands Index liegen wir auf Platz 2<br />

von 50 Nationen weltweit.<br />

Welches sind die Top-3-Reiseziele und<br />

-Sehenswürdigkeiten?<br />

Unter den Bundesländern sind Bayern mit<br />

17,5 Mio. internationalen Übernachtungen,<br />

gefolgt von Berlin und Baden-<strong>Württemberg</strong>,<br />

die beliebtesten Reiseziele. Berlin ist zudem<br />

das gefragteste Städteziel. Die Beliebtheit einzelner<br />

Sehenswürdigkeiten bei ausländischen<br />

Gästen ermitteln wir in unserer alljährlichen<br />

Online-Umfrage unter www.germany.travel:<br />

Die Top-Platzierungen gingen 2016 an<br />

das Miniatur-Wunderland in Hamburg, an<br />

Heidelberg und an den Europapark Rust.<br />

<strong>2017</strong> steht bei der DZT noch ganz im Zeichen<br />

der Luther-Dekade. Welche Themen<br />

rücken Sie künftig in den Fokus?<br />

Neben dem Schwerpunkt Städtereisen bewerben<br />

wir Deutschland mit jährlich wechselnden<br />

Themenkampagnen. 2018 thematisieren wir<br />

etwa das „Kulinarische Deutschland“ mit dem<br />

Fokus auf regionalen Spezialitäten. Damit<br />

stärken wir den Trend zum authentischen<br />

Reiseerlebnis. 2019 steht dann „100 Jahre<br />

Bauhaus“ auf dem Programm, 2020 der<br />

„250. Geburtstag Ludwig van Beethovens“<br />

und die „Passionsspiele Oberammergau“.<br />

Stellen Sie Trends beim Deutschlandtourismus<br />

fest?<br />

Der Trend zum Städte- und Kulturtourismus<br />

hält an. Mit 11,8 Millionen Citytrips – ein<br />

Plus von 23 Prozent zum Vorjahr – war<br />

Deutschland 2016 Städtereiseziel Nummer<br />

eins der Europäer. In Berlin und den zehn<br />

aufkommensstärksten Großstädten wurden<br />

gut 45 Prozent der Ausländerübernachtungen<br />

gezählt. Auch der ländliche Raum mit seinen<br />

authentischen Kultur- und Naturangeboten<br />

bietet Potenzial, besonders im Hinblick<br />

auf ein wachsendes Bewusstsein für<br />

nachhaltiges Reisen.<br />

Wie organisieren die Touristen<br />

ihre Reise? Inspiration im Internet,<br />

Buchung per Smartphone<br />

oder im Reisebüro?<br />

Die digitalen Medien gewinnen<br />

an Bedeutung. Heute<br />

Petra Hedorfer,<br />

Vorsitzende des<br />

Vorstands der<br />

Deutschen Zentrale<br />

für Tourismus, DZT<br />

nutzen schon mehr als vier Fünftel aller europäischen<br />

Deutschlandurlauber bei der Reiseplanung<br />

das Internet. 14 Prozent informieren<br />

sich lediglich online, 70 Prozent buchen auch<br />

Reiseleistungen im Web. Bei den Gästen aus<br />

Übersee liegen die Werte sogar noch höher.<br />

Unter www.adacreisen.de können sich<br />

<strong>Urlaub</strong>er inspirieren lassen und Angebote<br />

direkt buchen. Auch die Website der DZT<br />

setzt auf Inspiration. Welche Rolle spielen<br />

die neuen Medien für die DZT?<br />

Unsere gesamte Marketingstrategie ist auf<br />

die digitale Vermarktung des Reiselandes<br />

Deutschland ausgerichtet. Wichtigste Plattform<br />

ist das Portal www.germany.<br />

travel mit marktspezifischen<br />

Auftritten in 30 Sprachen.<br />

Darüber hinaus sprechen<br />

wir potenzielle Gäste mit<br />

18 Facebook-Seiten in<br />

verschiedenen Märkten<br />

an sowie über Kanäle<br />

wie Instagram,<br />

Youtube oder Snapchat.<br />

Wir begleiten sie<br />

von der Inspiration über<br />

die Buchung bis hin zum<br />

Teilen von Eindrücken in<br />

sozialen Netzwerken.<br />

Haben Sie einen<br />

Deutschland-Geheimtipp?<br />

(lacht). Meine<br />

Geburtsstadt<br />

Augsburg<br />

ist immer<br />

eine Reise<br />

wert.<br />

Island<br />

Tour im Lava-Tunnel<br />

Island ist ein geologischer Hotspot mit dampfenden Vulkanen<br />

und speienden Geysiren – die Atlantikinsel liegt sowohl auf der<br />

Nordamerikanischen als auch auf der Eurasischen Erdplatte.<br />

Welche bizarren Naturwunder der Vulkanismus hervorbringt,<br />

kann man sich in der Höhle Raufarhólshellir ansehen. Der<br />

1360 Meter lange Lava-Tunnel nahe Reykjavík ist nach monatelanger<br />

Schließung wieder geöffnet. Auf neu gestalteten Wegen<br />

durch die farbenprächtige Gesteinswelt erhält man einen Einblick<br />

in 5200 Jahre Vulkangeschichte. www.thelavatunnel.is<br />

Singapur<br />

<strong>Urlaub</strong> am Flughafen<br />

Wenn die Betreiber des Changi-Airports so weiterklotzen, kann<br />

man seine Ferien bald komplett im Flughafen verbringen.<br />

„Jewel“ heißt die neueste Attraktion – ein gigantisches Multifunktionsgebäude<br />

mit Garten, Hotels und 40 Meter hohem<br />

Wasserfall. Eröffnung 2019. Schon jetzt gibt es ein Schmetterlingshaus,<br />

Kino, Theater, Pool … www.changiairport.com<br />

Vorteil Camping Key Europe<br />

Ob auf Sardinien oder in Skandinavien: Eine Million Camper<br />

vertrauen der „Camping Key Europe“. Die attraktive Rabatt-<br />

Karte feiert ihren fünften Geburtstag und bietet Ihnen viele<br />

Vorteile, darunter etwa Preisnachlässe bei über 3700 Camping-<br />

und Stellplätzen sowie Mietunterkünften – zum Teil<br />

auch in der Hochsaison. Ebenfalls inklusive ist ein umfangreiches<br />

Versicherungspaket mit Unfall- und Haftpflichtversicherung<br />

sowie die CKE App für Smartphone und Tablet. Über<br />

4000 Campingplätze akzeptieren die CKE zudem als Ausweisersatz.<br />

Die CKE beinhaltet vollständig die ehemalige Camping-<br />

Card Scandinavia.<br />

Sie erhalten die Camping Key Europe zum Preis von 12 €<br />

in Ihrer <strong>ADAC</strong> Geschäftsstelle, auf www.adac.de/shop-cke<br />

und unter Telefon: 0800 5 10 11 12 (Mo–Sa: 8–20 Uhr).<br />

USA & Kanada:<br />

Früh buchen und sparen<br />

Wohnmobil-<strong>Urlaub</strong> ist gefragt wie nie. Besonders begehrt:<br />

das Reiseziel Nordamerika. Sichern Sie sich jetzt Ihr Wohnmobil<br />

in den USA und Kanada für Sommer 2018 und<br />

Winter 2018/19. Mit unseren Frühbucherangeboten sparen<br />

Sie bis zu 50 Prozent! Zusätzlich profitieren Sie von vielen<br />

kostenfreien Zusatzleistungen, wie:<br />

– kostenlose Hotelübernachtungen vor Camper-Übernahme<br />

– Freikilometer<br />

– Camping-Ausstattungen und Navigationssysteme<br />

– kostenfreie Einwegmieten<br />

Buchbar sind die Angebote des Frühbucherkatalogs<br />

bis zum 12. November <strong>2017</strong>. Weitere Informationen<br />

erhalten Sie in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro vor Ort.<br />

10 5/<strong>2017</strong>


Panorama Meldungen<br />

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erfahren<br />

DIGITAL ERLEBEN<br />

Nutzen Sie die kostenlose<br />

App „Layar“, um mithilfe<br />

von Smartphone oder Tablet<br />

das Magazin zu überraschend<br />

neuem Leben zu<br />

erwecken. Auf Ihrem Bildschirm<br />

erscheinen Videos,<br />

Karten, Bildergalerien, Kontaktdaten<br />

und viele weitere interaktive<br />

Inhalte. Viel Spaß!<br />

Laden Sie die „Layar“-App<br />

kostenlos herunter.<br />

für iPhone und iPad<br />

Achten Sie auf<br />

dieses Zeichen!<br />

1. App herunterladen<br />

2. Aktivieren<br />

für Android-Geräte<br />

Öffnen Sie die „Layar“-App und<br />

drücken Sie auf „Scannen“.<br />

3. Scannen & Los<br />

Scannen Sie mithilfe von Smartphone<br />

oder Tablet die gesamte<br />

Heftseite und die virtuelle Reise<br />

beginnt! Einmal abgerufen, können<br />

Sie die Inhalte anschauen, wo und<br />

wann immer Sie möchten.<br />

2,4<br />

Millionen Deutsche<br />

sind im vergangenen<br />

Jahr auf Kreuzfahrt<br />

gegangen, sowohl See- als auch<br />

Flusskreuzfahrten. Damit hält der Trend zum<br />

<strong>Urlaub</strong> auf dem Wasser ungebrochen an.<br />

Tennessee<br />

Neuer Whiskey Trail<br />

Es gibt einige Gründe,<br />

dem Bundesstaat im<br />

Südosten der USA einen<br />

Besuch abzustatten. Memphis<br />

und Nashville etwa,<br />

die Heimat des Rock’n’Roll,<br />

Blues und der Country-<br />

Musik. Ein weiterer ist<br />

jetzt hinzugekommen: Der<br />

neue Tennessee Whiskey<br />

Trail verbindet rund 30<br />

Destillerien der Region. In<br />

den Brennereien erfährt<br />

man nicht nur alles über<br />

den Getreideschnapps,<br />

sondern auch über die<br />

Spirituose Moonshine und<br />

die Schwarzbrennerei zu<br />

Zeiten der Prohibition.<br />

www.tnwhiskeytrail.com<br />

Gefangen<br />

im<br />

ewigen<br />

Eis<br />

Ungewohntes<br />

Terrain für<br />

Reinhold Messner:<br />

In seinem<br />

neuen Buch<br />

„Wild“ erzählt<br />

der Bergsteiger<br />

und Abenteurer<br />

die berühmte<br />

Shackleton-<br />

Expedition in<br />

die Antarktis<br />

von 1914 auf<br />

spannende<br />

Weise neu (S.<br />

Fischer, 312 S.,<br />

20 €; ab 21.9.<br />

im Handel).<br />

„Holiday on Ice“<br />

Willkommen in Atlantis<br />

An den Winter denken wir jetzt eher ungern. Es sei denn, man freut sich auf die<br />

kommende „Holiday on Ice“-Show, die ab 30. November durch Deutschland<br />

tourt. Zum 75-jährigen Jubiläum des Eislauf-Klassikers in 2018 wird das versunkene<br />

Paradies Atlantis in spektakulären Über- und Unterwasserszenerien zum<br />

Leben erweckt. Termine: www.holidayonice.de<br />

QUELLE KREUZFAHRT: GIK GESELLSCHAFT FÜR INTEGRIERTE KOMMUNIKATIONSFORSCHUNG<br />

FOTOS: ISTOCK (2), BEAUER, LITTLE BIG CITY BERLIN, FABRICE DIMIER/CC2.0, THOMAS GRANITZNY, HELGALAUFEYPHOTOS, JEWEL CHANGI AIRPORT,<br />

<strong>ADAC</strong> E.V., KIMBERLY DAVION, S. FISCHER VERLAG, HOI PRODUCTIONS GERMANY GMBH, MARTIN LUGGER, TRAVEL HOUSE MEDIA (2)<br />

Österreich<br />

Günstig über die Alpen<br />

Die traumhafte Felbertauernstraße durch Österreichs Nationalpark<br />

Hohe Tauern ist bekanntlich eine günstige wie staufreie Alternative zu<br />

Brenner und Tauernautobahn, um die Alpen gen Süden zu überqueren.<br />

Zum 50-jährigen Jubiläum der landschaftlich reizvollen Strecke, die an<br />

über 100 Dreitausendern vorbeiführt, gibt es jetzt verschiedene Kombis<br />

aus Kurzurlaub und Straßenticket, etwa das Angebot „Nationalpark<br />

erfahren, Bergluft schnuppern“ (3 Nächte ab 125 € p. P.). Für Camper ist<br />

die Route ebenfalls interessant, denn beim Mautticket wird kein Unterschied<br />

zwischen Pkw, Wohnmobil, Campingbus oder Gespann gemacht.<br />

Infos: www.felbertauernstrasse.at, www.nationalpark-partnerbetriebe.at<br />

Die vergünstigten Tickets für Pkw und Motorrad erhalten Sie in<br />

Ihrer <strong>ADAC</strong> Geschäftsstelle, unter www.adac.de/shop und unter<br />

Telefon: 0800 5 10 11 12 (Mo–Sa: 8–20 Uhr).<br />

Nord- und Südeuropa<br />

Entspannt<br />

auf Tour<br />

Diesen Herbst heißt es: Ab in den<br />

Campingurlaub und Europa erkunden!<br />

Aber wo darf ich eigentlich stehen<br />

und für welchen Preis? Diese Fragen<br />

beantworten die <strong>ADAC</strong> Campingführer<br />

<strong>2017</strong> – und verraten nebenbei auch die über<br />

5600 attraktivsten Campingplätze für jede Zielgruppe<br />

in Deutschland und Nord- bzw. Südeuropa. Mit Gesamtbewertungen,<br />

praktischen Kostenaufstellungen und detaillierten Zufahrtsbeschreibungen<br />

können Sie sich bereits beim Start in den <strong>Urlaub</strong> entspannt zurücklehnen.<br />

Und das Beste: Dank der beiliegenden <strong>ADAC</strong> CampCard erhalten Sie über<br />

3200 Rabatte, Nebensaison-Sonderpreise und Ermäßigungen für Mietunterkünfte.<br />

Den Campingführer „Deutschland, Nordeuropa <strong>2017</strong>“ erhalten Sie<br />

für 22,80 €, den Campingführer „Südeuropa <strong>2017</strong>“ ebenfalls für 22,80 € in<br />

Ihrer <strong>ADAC</strong> Geschäftsstelle, im Handel und im <strong>ADAC</strong> Shop.<br />

Foto: © Fotolia.com<br />

Die <strong>ADAC</strong> Reiseführer<br />

Sonderedition –<br />

perfekt für Ihren<br />

<strong>Urlaub</strong>!<br />

Nur solange der Vorrat reicht!<br />

Ab sofort in den<br />

<strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen und<br />

im Buchhandel erhältlich.<br />

12 5/<strong>2017</strong><br />

www.adac.de/reisefuehrer


Zwei<br />

Camper Australien Inspiration<br />

suchen das Weite<br />

Traumhafte Küstenstraßen,<br />

faszinierende Strände,<br />

außergewöhnliche Naturspektakel<br />

und mittendrin mit<br />

Perth die sonnenreichste<br />

Metropole in Down Under<br />

– es gibt viele Gründe, sich<br />

Westaustralien einmal genauer<br />

anzusehen. Vor allem, wenn man<br />

wie Sabine und Harald Braun<br />

noch nie mit einem Wohnmobil<br />

unterwegs war<br />

TEXT Harald Braun, FOTOS Sabine Braun<br />

Endlose Weite<br />

Hier schlägt das Autofahrerherz<br />

höher, die Straßen führen<br />

endlos bis zum Horizont.<br />

Aber aufgepasst, es herrscht<br />

Linksverkehr<br />

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5/<strong>2017</strong> 15


Inspiration Camper Australien<br />

Zweisamkeit<br />

Die pure Freiheit<br />

erlebten Sabine<br />

und Harald Braun<br />

auf ihrem ersten<br />

Camper-Abenteuer<br />

Perth<br />

Westaustraliens<br />

Millionenmetropole<br />

liegt 2136<br />

Kilometer Luftlinie<br />

von der<br />

nächsten Großstadt<br />

Adelaide<br />

entfernt<br />

Überforderung weicht mit jeder Stunde<br />

einem Gefühl der zunehmenden<br />

Sicherheit, Routine und schließlich<br />

Freude über die Chance, immer und<br />

überall „zu Hause“ sein zu dürfen.<br />

Unser erstes Etappenziel: Margaret<br />

River, das „Bordeaux Australiens“.<br />

Die Region ist für ihren nachhaltigen<br />

Tourismus bekannt und die Heimat<br />

von 150 Winzern, 80 Weinkellern,<br />

Trüffelfarmen, handverlesenen Schokoladenmachern,<br />

Öko-Ziegenfarmern<br />

und mit Gotthard Bauer auch<br />

einem Bäcker wie aus dem Bilder-<br />

Angebote<br />

Strandleben<br />

An der traumhaften<br />

Bremer Bay darf<br />

man bis ans Meer<br />

fahren – aber Vorsicht,<br />

der Sand …<br />

Der Main Beach in Bremer<br />

Bay ist einer dieser<br />

Strände, die man<br />

nie wieder vergisst:<br />

weit, einsam und mit<br />

einem samtig glänzenden Pulversand,<br />

den man am liebsten in kleine<br />

Beutel abfüllen und mit nach Hause<br />

nehmen würde. Ein Traum. Und<br />

zwar einer, den wir für die Nachwelt<br />

festhalten und fotografieren<br />

möchten. Ich fahre also mit unserem<br />

Camper auf den Strand, weil<br />

das hier ausdrücklich erlaubt ist und<br />

da draußen auch andere Fahrzeuge<br />

nah an der Brandung des Indischen<br />

Ozeans stehen. Gut 30 Meter vor der<br />

Wassergrenze bremse ich ab. „Noch<br />

ein Stück“, drängt meine Gattin. Ich<br />

weiß nicht … „Noch näher ran?“<br />

Sie nickt. „Ein bisschen.“ Okay, was<br />

macht man nicht alles für ein schickes<br />

Foto. Sekunden später hat sich<br />

das Thema erledigt: Unser fahrendes<br />

Zuhause sinkt mit leisem Ächzen in<br />

den Sand. Standen wir eben noch<br />

auf lattenstrammem Untergrund,<br />

hat sich unser Wagen nun ins sandige<br />

Erdreich gebohrt und produziert<br />

beim Versuch, sich daraus zu befreien,<br />

kräftige Sandfontänen. Herzlich<br />

willkommen auf dem großen<br />

Road Trip der Camper-Novizen!<br />

Zugegeben, die Aktion war dusselig,<br />

nahm aber ein gutes Ende,<br />

doch dazu später. Und sie war<br />

vor allem eines der vielen unvergesslichen<br />

Abenteuer unserer Reise<br />

durch Westaustralien.<br />

Angefangen hatte alles in Perth,<br />

der pulsierenden Hauptstadt Westaustraliens.<br />

Von hier aus gingen<br />

wir mit unserem Miet-Camper auf<br />

große Fahrt, immer am Meer entlang,<br />

unabhängig von Reisegruppen und<br />

Hoteltrubel. Frei wollten wir sein,<br />

ungebunden. Perth wirbt damit, die<br />

abgelegenste Millionenmetropole der<br />

Welt zu sein. Die Stadt ist riesig, nicht<br />

im Sinne von gigantisch, sondern:<br />

weitläufig. Der faszinierende botanische<br />

Garten ist größer als der Central<br />

Park in New York. Perth ist eine<br />

wohlhabende Stadt, was an den lange<br />

boomenden Goldminen in Westaustralien<br />

liegt. Der Reichtum ist spürbar:<br />

an der neuen Uferpromenade Elizabeth<br />

Quay und am Cathedral Square<br />

mit schicken Restaurants, Shops,<br />

Cafés und Skulpturen am Wasser.<br />

Ansteckend jung und lebendig gibt<br />

sich Perth im Viertel Northbridge.<br />

Hier zeigt uns Justin Blackford von<br />

Food Loose Tours nach dem Besuch<br />

der Art Gallery of Western Australia<br />

(tolle Aborigine-Kunst!), wo man in<br />

Edler Tropfen<br />

„Kevin John“,<br />

ein 2014er-<br />

Chardonnay<br />

vom Gut Cullen<br />

Weinmacherin<br />

Virginia Wilcock<br />

Die Region Margaret<br />

River gilt dank Seeluft<br />

und sandiger Böden<br />

als 1-a-Weinbaugebiet<br />

Perth am besten feiert und isst. Er holt<br />

uns abends im Alex Hotel ab, einem<br />

lässigen Boutique-Hotel. Von hier aus<br />

ziehen wir durchs Viertel, kehren ein<br />

in geheime Speakeasy-Bars, die nur<br />

mit Codewort zugänglich sind und an<br />

die Zeit der Prohibition erinnern sollen.<br />

Das schummrige Sneaky Tony’s<br />

etwa, das mit seinem Arsenal an matt<br />

beleuchteten Flaschenreihen wie eine<br />

verwegen inszenierte Räuberhöhle<br />

wirkt. Oder das Alabama Song, eine<br />

kompetente Whisky-Bar. Hier lockt<br />

Countrymusik Jungs mit Tollen und<br />

Mädchen in Fifties-Kleidern in den<br />

Laden. Northbridge ist ein Eldorado<br />

für „barflys“. Anschließend zeigt<br />

uns Justin einige Restaurants, die von<br />

Locals besucht werden. Im Francoforte<br />

kosten wir grandiose Share-<br />

Pasta-Gerichte (top: die Känguru-<br />

Pasta), im malayischen Tak Chee<br />

House ein prima Roti-Curry.<br />

Auf ins Bordeaux Australiens<br />

Am nächsten Morgen nehmen wir<br />

im Vorort Redfern endlich unseren<br />

Camper in Empfang. Das Maui-<br />

Wohnmobil wirkt riesig. Als wir nach<br />

der Einweisung vom Hof fahren,<br />

kommt es uns vor wie ein Flugzeugträger,<br />

der sich durch eine italienische<br />

Altstadt schlängeln soll. Zum Glück<br />

sind wir von Freunden vorbereitet<br />

worden, offenbar geht es allen Premieren-Campern<br />

so. Das Gefühl der<br />

Brandung<br />

An die Westküste um<br />

Margaret River rollen<br />

die Wellen des Indischen<br />

Ozeans<br />

buch. Sein Brot aus der Yallingup<br />

Woodfired Bakery ist in jedem<br />

besseren Laden in Westaustralien<br />

zu finden. Der freundliche Schwabe<br />

empfängt uns in einer Mischung aus<br />

Lagerhalle und Scheune. Zusammen<br />

mit Gattin Marion und drei kleinen<br />

Kindern brach er vor über 25 Jahren<br />

auf, um in Yallingup ein entspanntes<br />

Leben in Meernähe zu führen und<br />

ein, wie er sagt, „ehrliches Handwerk“<br />

auszuüben. Leute wie ihn treffen wir<br />

um Margaret River einige. Wir entscheiden<br />

uns spontan, mit unserem<br />

Camper noch ein wenig durch diese<br />

saftig-grüne Landschaft zu schweben,<br />

fahren stundenlang an Wiesen<br />

und Wäldern entlang, schauen<br />

Abenteuer Australien<br />

Camper-Reise ab/bis Sydney<br />

Entdecken Sie die faszinierende Ostküste<br />

Australiens auf einer unvergesslichen<br />

Camper-Reise ab Sydney. Nachdem Sie<br />

die pulsierende Metropole mit dem weltberühmten<br />

Opernhaus erkundet haben,<br />

gestalten Sie Ihre Reise ganz flexibel nach<br />

Ihren Wünschen. Ob Sie mit Ihrem Wohnmobil<br />

nach Norden zu den traumhaften<br />

Stränden der Gold Coast aufbrechen oder<br />

Richtung Süden nach Melbourne fahren<br />

– zu erleben gibt es reichlich, etwa die<br />

spektakulären Wasserfälle und Schluchten<br />

im Blue-Mountains-Nationalpark, das Weinbaugebiet<br />

Hunter Valley oder die atemberaubenden<br />

Felsen der Zwölf Apostel am<br />

Indischen Ozean. Ihr wendiges Campmobile<br />

des renommierten Anbieters Britz verfügt<br />

über zwei Schlafplätze, Klimaanlage, Gasherd,<br />

Kühlschrank u. v. m. Freuen Sie sich<br />

auf einen erlebnisreichen Road Trip.<br />

ab 405 € / p. P. bei Belegung mit 2<br />

Personen. 14 Tage Britz Hitop Campmobile<br />

Paket A Standard ab/bis Sydney inkl.<br />

unbegrenzten Freikilometern, Haftpflicht-/<br />

Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung<br />

(5000 AUD), Camper-Ausstattung (Bettwäsche<br />

etc.), kostenlosem 24-Std.-Notfallservice,<br />

Navigationssystem, <strong>ADAC</strong> TourSet<br />

und Roadatlas mit Reiseunterlagen.<br />

Veranstalter: <strong>ADAC</strong> Reisen<br />

Weitere Angebote finden Sie unter<br />

16 5/<strong>2017</strong><br />

* Änderungen vorbehalten. Beratung und Buchung<br />

in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe Seite 49.


Inspiration Camper Australien<br />

Kängurus am Wegesrand zu, beobachten<br />

die kühnen Wellenreiter am<br />

Strand von Prevelly und besuchen<br />

die vielen „eco winerys“, auf die man<br />

hier unweigerlich stößt. So finden wir<br />

auch die erdige Eagle Bay Brewery, die<br />

von zwei Brüdern und ihrer Familie<br />

als Craft-Beer-Brauerei und Kleinwinzerei<br />

betrieben wird. In ihrem<br />

lichten Open-Air-Restaurant von der<br />

Größe eines Flugzeughangars gibt’s<br />

ein rustikales australisches Lunch.<br />

Durch den Eukalyptuswald<br />

Am Abend erreichen wir die Cullen<br />

Winery, das Vorzeigegut in Sachen<br />

biodynamischer Weinbau. Der Besuch<br />

entwickelt sich zu einem echten<br />

Festtag, als wir im Restaurant „Kevin<br />

John“ kennen lernen. Wir reden über<br />

einen Chardonnay, benannt nach<br />

dem Großvater von Winzerin Vanya<br />

Cullen und der feinste Tropfen des<br />

Hauses. Ich verstehe vom Wein so viel<br />

wie ein Känguru vom Steptanz. Für<br />

„Kevin John“ allerdings verbürge ich<br />

mich. Der Wein bringt auf den Punkt,<br />

was ganz Margaret River ausstrahlt:<br />

Einfachheit. Pure Natur. Gesundheit.<br />

Echtes Gefühl. Und ja: Glanz.<br />

Ich genoss den guten Tropfen mit<br />

einer Ehrfurcht, als handele es sich<br />

um flüssiges Glück – und so war es<br />

auch ein bisschen. An diesem Abend<br />

entscheiden wir uns, auf die Fahrt zu<br />

einem Campground zu verzichten<br />

und ausnahmsweise einfach dort zu<br />

bleiben, wo es uns gefällt. Stundenlang<br />

liegen wir auf der Decke vor<br />

unserem Wohnmobil auf dem Rücken,<br />

hören Musik von David Gray<br />

und schauen wortlos in den Sternenhimmel.<br />

Romantik, Freiheit, Glück<br />

– was für eine wundervolle Mischung.<br />

Am nächsten Tag treffen wir<br />

Graeme Dearle in Pemberton zu einer<br />

„Beach & Forest Eco Adventure<br />

Tour“. Was das ist? „Ein Triathlon der<br />

Sinne“, verspricht Graeme. Kann man<br />

so sagen: Erst wandern wir durch den<br />

zauberhaften Warren-Nationalpark,<br />

was sich anfühlt, als wären wir im<br />

Gulliver-Märchen auf Zwergengröße<br />

geschrumpft: Der Karribaum – eine<br />

Eukalyptus-Form – ist mit bis zu<br />

90 Metern der höchste Baum in Australien,<br />

und sicher der majestätischste.<br />

Anschließend chauffiert uns Graeme<br />

mit seinem „4 wheel drive“ auf einen<br />

Parkplatz, an dem viele Leute um ihre<br />

Autos stehen und offenbar Probleme<br />

mit den Reifen haben. Des Rätsels Lösung:<br />

Alle, auch Graeme, lassen Luft<br />

aus den Pneus, um mit dem Auto über<br />

die berühmten Yeagarup-Sanddünen<br />

des D’Entrecasteaux-Nationalparks zu<br />

surfen – ein Erlebnis irgendwo zwischen<br />

Autoscooter und Achterbahn,<br />

für das man im Vergnügungspark<br />

zahlen müsste. Am Strand angekommen,<br />

wartet ein Panoramablick vor<br />

tosender Ozeankulisse. Dazu überall<br />

Zelte und Autos. Niemand wagt sich<br />

in die Brandung, aber viele Leute<br />

angeln hier! Graeme erklärt, dass<br />

man sich am Yeagarup Beach, an der<br />

Mündung des Warren River, schon<br />

ziemlich dumm anstellen muss, um<br />

keinen der kapitalen Lachse zu fangen,<br />

die sich hier in Massen tummeln.<br />

Sogar der 12-jährige Matt, der mit<br />

seiner Großfamilie hergekommen ist,<br />

präsentiert uns sein Prachtexemplar.<br />

Auf der Fahrt nach Albany werden<br />

wir durch an der Straße gelegene<br />

„scenic views“ ständig dazu verführt,<br />

Pausen einzulegen. An den Klippen<br />

von Walepole beobachten wir Pelikane<br />

bei der Fischjagd, in Greens Pool<br />

Experten-Tipp<br />

Sally Kluge aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Siegen<br />

über Kängurus und Koalabären am Coalmine Beach<br />

Ein traumhafter Campingplatz mit wunderschönem Strand<br />

ist der Coalmine Beach bei Walpole. Hier steht man unter<br />

Eukalyptusbäumen, die intensiv duften, morgens beim<br />

Frühstück kommen die zutraulichen kleinen Kängurus bis<br />

ans Wohnmobil heran. In der Umgebung kann man im<br />

Walpole-Nornalup National Park tolle Wanderungen unternehmen<br />

oder Bootstouren auf den idyllischen Flüssen. Mit<br />

Glück kann man in den Wäldern Koalabären beobachten.<br />

Besuchen Sie im Park unbedingt das Valley of the Giants.<br />

Hier können Sie auf dem Tree Top Walk, dem Baumwipfelpfad,<br />

die riesigen Karribäume von oben bestaunen.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Australien:<br />

bit.ly/2vHTG4i<br />

„Im Wohnmobil in Westaustralien“:<br />

bit.ly/2tlVPSH<br />

Lucky Beach<br />

Der Strand im<br />

Cape Le Grand<br />

National Park<br />

macht seinem<br />

Namen alle<br />

Ehre – hier<br />

sonnt man sich<br />

mit Kängurus<br />

Seite<br />

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erleben wir einen Sonnenuntergang in<br />

Rosaorange, vor dem sich so manche<br />

Postkarte verbeugen würde. Dafür<br />

halten wir auf einem Parkplatz nah<br />

am Ozean – eine Idee, die auch andere<br />

Camper haben. Kurze Zeit später<br />

hat sich ein richtiges kleines Camperlager<br />

gebildet. Vor einem Feuertopf<br />

sitzen wir im Kreis und teilen uns mit<br />

den Neuankömmlingen eine Suppe<br />

mit Brot und einige Flaschen Gerstensaft.<br />

So haben wir uns ein Abenteuer<br />

„on the road“ immer vorgestellt.<br />

Nachdem wir in Albany eine<br />

Weile im National Anzac Centre<br />

verbracht haben – ein Museum, das<br />

auf ergreifende Weise an Australiens<br />

Soldaten im Ersten Weltkrieg erinnert<br />

– steuern wir landeinwärts in<br />

den Stirling-Range-Nationalpark und<br />

nehmen die Straße hinauf zum Bluff<br />

Knoll. Für eine Wandertour auf den<br />

mit 1095 Metern höchsten Berg der<br />

Region ist es leider zu spät, aber schon<br />

am Parkplatz ist der Panoramablick<br />

über das endlos weite Land und die<br />

Übersicht<br />

Hohe Karribäume<br />

wie der<br />

Gloucester Tree<br />

in Pemberton<br />

(oben links)<br />

wurden früher<br />

genutzt, um<br />

Waldbrände zu<br />

entdecken<br />

Heute<br />

gibt’s Lachs<br />

An der Mündung<br />

des Warren<br />

River sind<br />

kapitale Fänge<br />

ein Kinderspiel<br />

Berge atemberaubend. Anschließend<br />

wollen wir zum Quaalup Homestead<br />

Wilderness Retreat, wo die beiden<br />

Deutschen Karin Quetschke und ihr<br />

Mann Karsten ein ganz besonderes<br />

Resort in der Wildnis führen. Wildnis<br />

ist hier wörtlich zu nehmen. Wir<br />

steuern mit dem Camper auf eine rüde<br />

Geröllpiste, das Gerüttel im Wagen ist<br />

enorm. Gut zehn Kilometer geht das<br />

so. Der Kühlschrank tanzt Pogo auf<br />

der Stelle, die Tür der Dusche binden<br />

wir schließlich mit Tape fest. Wir können<br />

nicht aufhören, lauthals zu lachen<br />

über diese Rallye ins Outback. Auch<br />

so kann sich Freiheit da draußen im<br />

wilden Australien anfühlen.<br />

In den nächsten Tagen passieren<br />

wir noch so manchen grandiosen<br />

Strand, sehen Südkaper-Wale am<br />

Point Ann direkt an der Küste<br />

schwimmen, besuchen in Hyden den<br />

vor 2700 Millionen Jahren entstandenen<br />

Wave Rock, der aussieht wie<br />

eine gigantische versteinerte Welle.<br />

Würde uns allerdings jemand nach<br />

dem Highlight unseres Trips fragen,<br />

wäre die Antwort eindeutig: So<br />

etwas wie den Lucky Beach im Cape<br />

Le Grand National Park haben wir<br />

noch nie gesehen. Schon als wir auf<br />

Wave Rock<br />

Vier Stunden östlich von Perth<br />

entstand die erstarrte Steinwelle<br />

vor 2,7 Milliarden Jahren<br />

den malerischen Campground auf<br />

einer Anhöhe über dem Strand fahren,<br />

ist der Anblick traumhaft: eine kilometerweite<br />

Sichel aus weißem Pulversand,<br />

das Wasser türkis. Dass sich an<br />

diesen Strand neben einigen Gästen,<br />

die andächtig aufs Meer schauen, auch<br />

putzige Kängurus gesellt haben, gibt<br />

der Schönheit dieses Ortes den letzten<br />

Kick. „Besser, ihr füttert sie nicht“,<br />

warnt Mike, der Ranger, „sonst sitzen<br />

sie nachher bei euch im Camper.“<br />

Hatten wir erwähnt, dass die<br />

Westaustralier ein entspannter und<br />

extrem hilfsbereiter Menschenschlag<br />

sind? So wie Jeff und Rosemary, das<br />

Farmerehepaar aus Bremer Bay.<br />

Die beiden fuhren gerade am Main<br />

Beach herum, als wir uns dort mit<br />

dem Camper festgebuddelt hatten.<br />

Da Jeff kein Abschleppseil dabeihatte,<br />

eilten er und seine Gattin Rosemary<br />

zurück nach Hause, um eines zu<br />

holen – 30 Minuten, einfache Fahrt.<br />

Nur um uns deutsche Dussel aus dem<br />

Sand zu ziehen. Großartige Leute.<br />

Einen einzigen spöttischen Kommentar<br />

konnte Jeff sich nicht verkneifen:<br />

„Sieht gar nicht aus wie ein Amphibienfahrzeug,<br />

eure Kiste.“ Aber den<br />

hatten wir uns auch verdient.<br />

18 5/<strong>2017</strong> 5/<strong>2017</strong> 19


Inspiration Camper Australien<br />

Camper Australien Inspiration<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Westaustralien – alles Wichtige auf einen Blick<br />

Expertin Sally Kluge vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Siegen<br />

Anreise, Übernachten, Sehenswürdigkeiten & mehr<br />

Anreise<br />

Qantas fliegt zum Beispiel ab Frankfurt<br />

täglich über Dubai nach Perth.<br />

Kosten: je nach Saison um ca. 800 bis<br />

1200 Euro. Die Flugzeit von Frankfurt<br />

bis Perth beträgt rund 17 Stunden –<br />

fünf Stunden weniger als etwa nach<br />

Sydney an der Ostküste.<br />

Visum: Wer nicht länger als drei Monate<br />

in Australien bleibt, kann mit gültigem<br />

Reisepass online ein sogenanntes<br />

eVisitor-Visum beantragen (subclass<br />

651). Das Visum ist kostenlos und nach<br />

der Erteilung zwölf Monate gültig. In<br />

der Regel dauert es nicht lange, bis<br />

das Visum online ausgestellt wird,<br />

trotzdem raten wir dazu, die Flüge und<br />

restlichen Reisearrangements erst nach<br />

der Erteilung der Visa anzugehen.<br />

Reisezeit<br />

Dank zweier Klimazonen – tropische<br />

Regen- und Trockenzeiten im Norden,<br />

mediterranes Klima im Süden – ist<br />

Westaustralien ein Ganzjahres-Reiseziel.<br />

Nur im tropischen Norden ist von<br />

November bis April Monsunzeit mit<br />

starken Regenfällen.<br />

Unterwegs<br />

Australien verfügt über ein gut ausgebautes<br />

Netz an asphaltierten Straßen,<br />

was das Reisen mit dem Wohnmobil<br />

angenehm macht. Gewöhnungsbedürftig<br />

ist allenfalls der Linksverkehr. Bei<br />

Fahrten in entlegene Regionen sollten<br />

Sie stets genügend Benzin und Wasser<br />

an Bord haben, ebenso empfiehlt sich<br />

ein Satellitentelefon oder eine Notfunkbake<br />

(Emergency Position Indicating<br />

Radio Beacon – EPRIB). Tipp: Mit der<br />

<strong>ADAC</strong> Auslandshelfer-App kommen Sie<br />

sicher ans Ziel. Bei einer Panne oder<br />

im Notfall nehmen Sie über Tab2Call<br />

direkt Kontakt mit dem <strong>ADAC</strong> auf. Informationen<br />

erhalten Sie in Ihrem <strong>ADAC</strong><br />

Reisebüro vor Ort.<br />

Sicherheit<br />

Australien ist ein politisch stabiles und<br />

recht sicheres Land, was die Kriminalität<br />

angeht. Allerdings gilt Australien<br />

als Kontinent der Schlangen, Krokodile,<br />

Haie und Spinnen. Unfälle sind zwar<br />

eher selten, dennoch sollte man beim<br />

Wandern stets Vorsicht walten lassen.<br />

Übernachtung<br />

Hoteltipps für Perth:<br />

Duxton Hotel. Gute Lage im Herzen der<br />

Stadt nahe des Swan River, interessantes<br />

Küchenkonzept im Firewater<br />

Grille (1 St Georges Terrace).<br />

Alex Hotel. Lässiges Boutique-Hotel<br />

mit extrem freundlichem, jungem<br />

Service und einer prima Lage mitten<br />

im Nachtleben von Northbridge. Auch<br />

die Weinbar Shadow Wine Bar (mit<br />

kulinarischen Kleinigkeiten) ist nett<br />

und stets gut besucht (50 James St).<br />

Camp-Tipp:<br />

Quaalup Homestead. Von zwei Deutschen<br />

sehr persönlich geführtes kleines<br />

Resort „in the middle of nowhere“; unbedingt<br />

eine oder zwei Nächte bleiben,<br />

und die liebevoll gekennzeichneten<br />

„wildlife walks“ erkunden. Buchung nur<br />

vor Ort möglich (Fitzgerald River National<br />

Park, 1 Gairdner Road, Bremer Bay).<br />

Ansonsten bieten sich zum Übernachten<br />

Caravan Parks mit Strom und Wasser<br />

an oder einfachere, teils kostenfreie<br />

Rest Areas. Eine Übersicht bietet die<br />

App „WikiCamps Australia“.<br />

Essen & Trinken<br />

Food Loose Tours, Perth: Wo gibt’s in<br />

Perth Downtown die besten Orte, um<br />

Gratis und<br />

exklusiv<br />

für <strong>ADAC</strong><br />

Mitglieder<br />

Das TourSet<br />

mit <strong>Urlaub</strong>sführer,<br />

Reisekarten<br />

und Länderinformationen<br />

Weitere Infos<br />

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Der <strong>ADAC</strong><br />

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plus Australien<br />

mit 150<br />

Abbildungen,<br />

144 Seiten,<br />

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Im <strong>ADAC</strong> Shop<br />

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gut zu essen und gepflegt abzuhängen?<br />

Justin Blackford kennt sie – und<br />

auch alle Speakeasy-Bars der Gegend.<br />

Absoluter Tipp für Freunde der Nacht.<br />

www.foodloosetours.com.au<br />

Eagle Bay Brewery: Die Familie Wallace<br />

machte aus der ehemaligen Farm eine<br />

Mischung aus handfester Brauerei und<br />

„winery“, baute ein schickes Pagoden-<br />

Restaurant dazu und erschuf so einen<br />

Traumspot mit tollen Getränken und<br />

ehrlicher Küche (236 Eagle Bay Rd, Naturaliste<br />

WA 6281).<br />

Yallingup Woodfired Bakery: Wer in<br />

Westaustralien gutes Brot essen und<br />

sehen möchte, wie es gemacht wird,<br />

ist beim Schwaben Gotthard Bauer gut<br />

aufgehoben. Seine Woodfired Bakery<br />

ist in der ganzen Region bekannt (7<br />

McLachlan Rd, Quindalup WA 6281).<br />

White Elephant Beach Cafe: Cooler<br />

Traumspot am Meer mit gutem Frühstück,<br />

nettem Service und allerlei Tieren<br />

in Sichtweite – seltener Delfine, häufiger<br />

freche Möwen (Gnarabup Road,<br />

Gnarabup/Margaret River).<br />

Cullen Wines: Biodynamischer Weinbau<br />

seit 1966, ein wunderschönes Gut<br />

und beim Essen im Frische-Küche-Restaurant<br />

den grandiosen „Kevin John“<br />

probieren – traumhaft. Weinmacherin<br />

Vanya Cullen ist eine Überzeugungstäterin!<br />

www.cullenwines.com.au<br />

Vasse Felix: Eines der edleren Vorzeige-<br />

Weingüter in der Margaret-River-Region,<br />

neben der vorzüglichen Küche gibt<br />

es auch noch eine Art Gallery neben<br />

dem wunderschönen, beinahe musealen<br />

Weinkeller. www.vassefelix.com.au<br />

Touren<br />

Kunsttour Perth: Adie Chapman ist<br />

ein Energiebündel und liebt ihre<br />

Heimatstadt Perth. So sind auch ihre<br />

Touren – lebendig und voller Eindrücke,<br />

vor allem in der Kunstszene<br />

FOTOS: SABINE BRAUN (12), KEVIN JOHN CHARDONNAY, ISTOCKPHOTO (2), STUDIOLINE PHOTOGRAPHY, TRAVEL HOUSE MEDIA (2), MAPS4NEWS.COM/©HERE (2)<br />

INDISCHER<br />

OZEAN<br />

2<br />

Margaret River<br />

Augusta<br />

Bunbury<br />

Busselton<br />

Joondalup<br />

Perth<br />

1<br />

Mandurah<br />

3<br />

Peaceful Bay<br />

kennt sie sich aus, Schwerpunkt:<br />

Street-Art. www.ohheywa.com.au<br />

Ngilgi Cave, Margaret River: Wenn<br />

Guide Josh Whiteland in einer surreal<br />

anmutenden Aborigine-Höhle ins<br />

Didgeridoo bläst, hat die Welt da draußen<br />

Sendepause. Die Tour – mit Kochpausen<br />

und Trommelwirbel – ist ein<br />

Beleg dafür, dass die Beschäftigung mit<br />

der Kultur der Aborigines nicht immer<br />

sauertöpfische Volkshochschule sein<br />

muss. www.koomaldreaming.com.au<br />

Beach & Forest Eco Adventure, Pemberton:<br />

Erst die riesigen Karriwälder<br />

durchwandern, dann eine Dünen-Sause<br />

mit dem „four wheeler“, zum Schluss<br />

Mount Barker<br />

Westaustralien<br />

Albany<br />

4<br />

5<br />

8<br />

Hyden<br />

West River<br />

Bremer Bay<br />

6<br />

Boorabbin<br />

Hopetoun<br />

am Strand Lachse fangen – ein wunderbar<br />

raues Stranderlebnis. www.<br />

pembertondiscoverytours.com.au<br />

Nicht versäumen<br />

1 In Perth am Elizabeth Square bummeln<br />

und Kunst in der Art Gallery of<br />

Western Australia bewundern. 2 In der<br />

mediterranen Margaret-River-Region<br />

Weingüter und Gourmet-Adressen<br />

ansteuern. 3 Zu riesigen Karribäume<br />

im Warren-Nationalpark aufblicken<br />

und im D’Entrecasteaux-Nationalpark<br />

Lachse angeln und mit dem Auto<br />

über die Yeagarup-Sanddünen surfen.<br />

Kalgoorlie<br />

Esperance<br />

Perth und unsere vorgestellte<br />

Route liegen im<br />

Südwesten des australischen<br />

Kontinents<br />

Cape Le Grand<br />

7<br />

Israelite Bay<br />

GROSSE<br />

AUSTRALISCHE<br />

BUCHT<br />

50 km<br />

50km<br />

4 In Albany im National Anzac Centre<br />

die ergreifende Geschichte australischer<br />

Weltkriegssoldaten erfahren. 5<br />

Am Bluff Knoll in der Stirling Range<br />

die Aussicht über das weite Land<br />

genießen. 6 Traumstrände wie den<br />

Main Beach in der Bremer Bay und 7<br />

den Lucky Beach im Cape Le Grand<br />

National Park entdecken. 8 In Hyden<br />

den 2,7 Milliarden Jahre alten Wave<br />

Rock bestaunen.<br />

i Information<br />

Tipps und weitere Informationen unter<br />

www.westernaustralia.com/de<br />

20 5/<strong>2017</strong><br />

5/<strong>2017</strong> 21


Inspiration ... Fünf Mal<br />

Nelson Mandela<br />

Freiheitskämpfer<br />

Südafrikas Nationalheld Nelson Mandela ist<br />

in Kapstadt auch heute noch omnipräsent. Der<br />

Balkon an der City Hall etwa, wo er im Februar 1990<br />

direkt nach der Freilassung von der Gefängnisinsel<br />

Robben Island seine berühmte Rede hielt, ist immer<br />

noch ein Wallfahrtsort für viele Südafrikaner. Darüber<br />

hinaus gibt es in Kapstadt eine ganze Reihe von<br />

Gedenkstätten, die an den 2013 verstorbenen Anti-Apartheids-Aktivisten<br />

erinnern, wie zum Beispiel das Robben<br />

Island Museum (www.robben-island.org.za); inzwischen<br />

wurde es sogar zum Weltkulturerbe erklärt. Besucher können<br />

Tagestouren nach Robben<br />

Island unternehmen, Startpunkt<br />

ist die Waterfront<br />

Kapstadts – wo man<br />

am Nobel Square auch<br />

gleich alle Nobelpreisträger<br />

von Südafrika<br />

kennen lernen kann:<br />

Dort stehen lebensgroße<br />

Bronzefiguren von Albert<br />

John Luthuli, Desmond Tutu,<br />

Frederik Willem de Klerk<br />

und natürlich: Nelson<br />

Mandela.<br />

Rauf auf den Tafelberg<br />

Gipfelglück<br />

Viele Reiseprofis behaupten, Kapstadt sei nicht mehr<br />

Afrika, aber auch nicht Europa – Kapstadt eben, einzigartig<br />

in der Mischung. Wer vom Tafelberg hinunterblickt,<br />

erkennt sofort die ungezähmte Wildnis, die Kapstadt<br />

immer noch umgibt, die vielfältige Tierwelt, am<br />

Horizont das Meeresglitzern. Mit dem zweiten Blick<br />

aber sind auch die modernen Wolkenkratzer zu sehen,<br />

die Neonwerbung in den Straßen. Es gibt wenig vergleichbare<br />

Aussichten als die vom 1086 Meter hohen<br />

Tafelberg über Lion’s Head, Signal Hill, den Hafen<br />

und die Table Bay. Zu den schönsten Spaziergängen<br />

in Kapstadt gehört der dreistündige Walk auf den<br />

Tafelberg, beobachtet von vorwitzigen Murmeltieren.<br />

Wem das zu anstrengend ist: Die Gondelfahrt<br />

dauert sieben Minuten (www.tablemountain.net).<br />

Empfohlen von Stefan Nordhausen aus<br />

dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Hamburg-Harburg<br />

5-mal ...<br />

Kapstadt<br />

Eine faszinierende Natur,<br />

guter Wein und eine bewegende<br />

Geschichte – entdecken Sie<br />

die aufregendste und zugleich<br />

entspannteste Stadt in Südafrika.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Südafrika:<br />

bit.ly/2tvvPsi<br />

Video „Metropole in Südafrika“:<br />

bit.ly/2tMtQLv<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

FOTOS: ISTOCKPHOTO (2), GETTY IMAGES (2), <strong>ADAC</strong> E.V., DDP IMAGES, MATO/SCHAPOWALOW<br />

Pinguine in Boulders Bay<br />

Sie sind überall<br />

Dieser Ausflug ist Pflicht. Wir reden von Boulders<br />

Bay, etwa 45 Autominuten von Kapstadt entfernt.<br />

Auf den ersten Blick ist die Bucht so schön wie<br />

jede andere auch in der Region. Verantwortlich<br />

für ihren Besucher-Boom aber ist ein einziges<br />

verwegenes Pinguin-Pärchen! 1983 verirrte es<br />

sich nach Boulders Bay und entschied, unter<br />

einem windgeschützten Busch oberhalb des<br />

Strandes sein Nest zu bauen. Und weil<br />

Pinguine nun mal ein romantisches<br />

Völkchen sind und immer wieder dorthin<br />

zurückkehren, wo sie einmal gebrütet<br />

haben, ist dort im Laufe der<br />

Jahre eine stattliche Pinguin-<br />

Kolonie entstanden. Sie lieben<br />

diesen Platz: Die False Bay<br />

bietet ihnen genug Fischfutter<br />

und einen angenehmen<br />

Lebensraum, 2500 von<br />

ihnen gibt’s inzwischen<br />

hier, Tendenz steigend.<br />

Solch einen Ort findet<br />

man nirgendwo sonst<br />

in Südafrika. Kinder<br />

lieben ihn – und Erwachsene<br />

ebenso.<br />

Kapstadts gute Tropfen<br />

Reiner Weinsinn<br />

Kein Kapstadt-Aufenthalt ohne Besuch auf einem Weingut: Groot<br />

Constantia (www.grootconstantia.co.za), das älteste Gut, liegt<br />

mitten im Herzen der Stadt und steht mit seinen historischen Farmhäusern<br />

im kapholländischen Stil inzwischen sogar unter Denkmalschutz.<br />

Sie dürfen dort auf den Feldern spazieren, picknicken<br />

oder auch nur die neuen Weine probieren … In Kapstadt hat man<br />

die Qual der Wahl: Die bekanntesten Weingebiete Südafrikas<br />

liegen nah vor den Toren der Stadt und sind alle<br />

binnen einer Stunde erreichbar. Tipp: Diverse „Tour<br />

Operators“ bieten geführte Ausflüge in die Weingebiete<br />

an – buchen Sie eine davon nach Stellenbosch<br />

oder Franschhoek und lassen Sie den Mietwagen<br />

stehen: So dürfen Sie die meist exquisiten Tropfen<br />

auch bedenkenlos selbst genießen.<br />

Design & Architektur<br />

Schön bunt hier<br />

Für Design und Architektur war Kapstadt lange Jahre nicht<br />

bekannt, wenn man von den prächtigen weißen Kolonialbauten<br />

und den bunten Malayenhäuschen im Stadtteil Bo-<br />

Kaap absieht. Erst die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 brachte<br />

einige namhafte Architekten ans Kap – die bauten nämlich<br />

die meisten der beeindruckenden Stadien. 2014 schließlich<br />

wurde Kapstadt dann sogar offizielle Welthauptstadt des<br />

Designs. Das kreative Zentrum dieses Trends ist Woodstock.<br />

Nicht zu verwechseln mit dem Festival der Flower-Power-<br />

Bewegung, sondern ein aufstrebendes Viertel in Kapstadt.<br />

Das ehemalige Industriegebiet, das sich östlich der Innenstadt<br />

am alten Hafen zwischen der Victoria und der Albert<br />

Road bis hoch zum Nelson Mandela Boulevard erstreckt, ist<br />

das neue Zentrum der kulturellen und kreativen Szene.<br />

Tipp: Wer hier gut essen will, steuert den Pot Luck Club an<br />

(www.thepotluckclub.co.za) – unbedingt vorher reservieren.<br />

5/<strong>2017</strong> 23


Inspiration Bayern<br />

Ein<br />

Märchen<br />

in Blau-Weiß<br />

Neuschwanstein<br />

Das Schloss des Märchenkönigs<br />

Ludwig II macht<br />

Bayern weltweit bekannt<br />

Typisch bayerisch? Da ist man sich<br />

schnell einig: Lederhosen, Dirndl, die<br />

Berge und Weißwurst … Was Bayern<br />

so besonders macht und wo Sie in<br />

Ihrem <strong>Urlaub</strong> am schönsten in dieses<br />

Lebensgefühl zwischen Brauchtum,<br />

Almwiesen und Genuss eintauchen<br />

TEXT Anke Dörrzapf<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

FOTOS: XXXXXX<br />

5/<strong>2017</strong> 25


Bayern Inspiration<br />

F<br />

reitagvormittag, 11.30 Uhr<br />

in Uffing. Es ist noch nicht<br />

viel los im Biergarten. Vor<br />

den Tischen liegt der Staffelsee,<br />

sanfte Wellen plätschern<br />

ans Ufer. Das Wettersteingebirge<br />

spiegelt sich blau auf dem<br />

Wasser. Unter den Bänken sucht<br />

eine Ente nach Brezenstücken.<br />

Vier junge Männer aus Schweden<br />

sitzen vor Maßkrügen. Sie kichern, bestaunen<br />

ihr Getränk, murmeln etwas<br />

und gucken sich um. Nur um zu überprüfen,<br />

ob das hier wirklich normal<br />

ist, um diese Tageszeit schon so große<br />

Biere zu trinken. „Des is was Schönes,<br />

so ein frisch gezapftes Helles“, ruft ein<br />

älterer Mann ein paar Tische weiter<br />

und hebt sein Glas. „Prost, Buam.“<br />

Bayern – da hat jeder sofort die<br />

Bilder vor Augen: das Bier – vorzugsweise<br />

in Maßkrügen – die Dirndl<br />

und Lederhosen, die Lüftlmalereien<br />

an den Häusern, die prächtigen Königsschlösser,<br />

Zwiebeltürme, Weißwürste,<br />

Kruzifixe und, klar, die Berge<br />

und wohlgenährten Kühe. Wer nach<br />

Bayern reist, will meist genau das im<br />

<strong>Urlaub</strong> erleben. So wie die vier Jungs<br />

vor ihren mächtigen Bierkrügen.<br />

Natürlich kann man hier auch anderes<br />

unternehmen: auf Kamelen reiten<br />

(in Valley) oder eine Whisky-Destillerie<br />

besuchen (am Schliersee). Aber<br />

die Sehnsucht der meisten Touristen<br />

richtet sich auf die oberbayerischen<br />

Klassiker zwischen Neuschwanstein,<br />

Biergarten und Bergseen. Wo Sie das<br />

typische Bayern finden? Begeben wir<br />

uns auf eine Rundreise weiß-blau …<br />

Die Natur: zwischen Seen,<br />

Bergen und Kuhglocken<br />

Los geht es gleich weit oben, auf der<br />

Staffelalm am Rabenkopf. Es ist ein<br />

ruhiger Platz in den Alpen, jenseits<br />

von Deutschlands höchstem Berg,<br />

der Zugspitze mit Gletscher und jeder<br />

Menge Touristen. Hier begegnet man<br />

Wanderern, die vor der Hütte eine<br />

Jause einlegen und Buttermilch trinken.<br />

Kühe dösen in der Mittagssonne<br />

oder kauen stoisch das saftige Gras.<br />

Ab und zu bimmeln ihre Glocken.<br />

Beim Aufstieg über den Gipfel ist<br />

all das zu sehen, wofür Oberbayern<br />

steht: Der Kochelsee glitzert in der<br />

Morgensonne, ein Ausflugsschiff<br />

kreist auf dem tiefblauen Gebirgssee.<br />

Manchmal dringt das Kirchenläuten<br />

Malerisch<br />

Hinter dem<br />

berühmten<br />

Königssee<br />

versteckt sich<br />

der glasklare<br />

Obersee im<br />

Nationalpark<br />

Berchtesgaden<br />

aus den Dörfern bis auf den Berg. Im<br />

Norden sieht man die Zwiebeltürme<br />

des Klosters Benediktbeuern hinter<br />

den Moorwiesen. Man ahnt das<br />

Klingen der Krüge im Klosterbiergarten.<br />

Natur, Glaube, Brauchtum<br />

und Genuss sind hier auf einzigartige<br />

Weise miteinander verwoben.<br />

Die oberbayerische Landschaft<br />

ist lieblich, sanft, meist eingebettet<br />

in Berge. Oft üppig und manchmal<br />

herrlich pompös. Bei Föhn bläst warmer<br />

Wind von den Alpen her, schiebt<br />

die Schlechtwetterfront Richtung<br />

Norden zurück. Er sorgt für milde<br />

Tage. So mild, dass mitten im Februar<br />

die Menschen in den Straßencafés<br />

sitzen. Die Luft ist dann so klar, dass<br />

man meint, jede Felsspalte in den<br />

Bergen zu erkennen.<br />

Es gibt viele Möglichkeiten und<br />

viele Orte, wo man diese Landschaft<br />

genießen kann: auf Radtouren durch<br />

das wellige Voralpenland, etwa auf<br />

dem Bodensee-Königssee-Radweg.<br />

Per Auto oder Wohnmobil lassen<br />

sich die 450 Kilometer auf der traumhaft<br />

kurvigen Deutschen Alpenstraße<br />

fahren. Wer gerne wandert, steigt<br />

ab Pessenbach in gut zwei Stunden<br />

zur besagten Staffelalm auf, umrundet<br />

den Schliersee oder genießt<br />

die Gebirgspanoramen im Nationalpark<br />

Berchtesgaden mit Watzmann<br />

und Königssee. Eine herrliche<br />

Aussicht auf beide bietet sich vom<br />

Grünstein, den man auf einer leichten<br />

Tour in anderthalb Stunden erklimmen<br />

kann (ab Parkplatz Hammerstiel<br />

bei Schöngau). Mit etwas Glück<br />

beobachtet man hier Steinadler und<br />

den Alpensteinbock, der inzwischen<br />

wieder heimisch ist. Sie möchten<br />

lieber baden oder paddeln? Seen und<br />

Flüsse vor prächtiger Alpenkulisse<br />

gibt es genug, viele so schön, als würde<br />

man in einer Postkarte schwimmen.<br />

Der weite, große Chiemsee etwa, der<br />

schicke Starnberger See, der schon<br />

im Frühsommer warme Staffelsee,<br />

der Forggensee oder der türkisblaue,<br />

eiskalte Walchensee im Gebirge.<br />

Der „Kini“ und der bayerische<br />

Hang zur barocken Opulenz<br />

In Schwangau im Allgäu ist es dann<br />

erst mal vorbei mit der stillen Bergidylle.<br />

1,4 Millionen Touristen strömen<br />

jedes Jahr in den Ort, um auf<br />

den Spuren des weltweit wohl berühmtesten<br />

Bayern zu wandeln: Auf<br />

einem Hügel vor der Bergkulisse<br />

thront Neuschwanstein, das Schloss<br />

des Märchenkönigs Ludwig II. mit<br />

Türmchen, Erkern und Thronsaal.<br />

Postkartenidyll<br />

Sanfte Hügel<br />

ziehen sich um<br />

Murnau bis hin<br />

zum Wettersteingebirge<br />

Gelebte<br />

Tradition<br />

Lederhose und<br />

Dirndl gehören<br />

in Bayern zu<br />

jedem Dorffest<br />

Vor dem Ticketschalter: eine lange<br />

Schlange. Souvenirstände verkaufen<br />

Filzhüte, asiatische Brautpaare posieren<br />

vor der Kamera. Zwei Koreanerinnen<br />

machen auf einer Wiese ein<br />

Picknick mit Blick auf den Tegelberg.<br />

„Wir müssen drei Stunden<br />

warten, bis wir reindürfen“, murren<br />

sie. Aber Neuschwanstein gehöre eben<br />

einfach zu einer Deutschland-Reise<br />

dazu. „Das ist so typisch.“<br />

Und das, obwohl es sicher kunsthistorisch<br />

bedeutendere Bauten in<br />

Bayern gibt. Neuschwanstein wurde<br />

als Reminiszenz an das Mittelalter<br />

gebaut – rund 400 Jahre nach<br />

dessen Ende.<br />

Doch andere Burgen und Kirchen<br />

können keine derart tragische<br />

Geschichte aufweisen: Der Erbauer,<br />

Ludwig II., zog sich als König immer<br />

mehr in die Kunst zurück, machte<br />

enorme Schulden, um sich Fantasie-<br />

Schlösser zu bauen. Er ließ nicht nur<br />

Neuschwanstein errichten. Auf der<br />

Herreninsel im Chiemsee entwarf<br />

er ein Anwesen nach dem Vorbild<br />

des französischen Versailles: Schloss<br />

Herrenchiemsee. Auf Linderhof in<br />

den Ammergauer Alpen soll er in der<br />

künstlichen Tropfsteinhöhle im Muschelboot<br />

übers Wasser geschaukelt<br />

sein, um Wagner-Opern zu lauschen.<br />

Schließlich erklärte ihn der Ministerrat<br />

am 7. Juni 1886 für geisteskrank.<br />

Sechs Tage später starb Ludwig.<br />

Mit gerade mal 40 Jahren. Man fand<br />

seine Leiche im Starnberger See. Es<br />

war wohl Selbstmord. Aber schnell<br />

verbreiteten sich die Gerüchte – ob<br />

nicht gar der preußische Geheimdienst<br />

dahintersteckte? Ein wunderbarer<br />

Stoff für Legenden und Mythen.<br />

Damals belächelt, ist Ludwig heute<br />

fast so etwas wie ein Nationalheiliger.<br />

Obwohl das Königtum Bayern unter<br />

seiner Herrschaft seine Unabhängigkeit<br />

aufgab und 1870 dem Deutschen<br />

26 5/<strong>2017</strong> 5/<strong>2017</strong> 27


Reich beigetreten war. Viele Einheimische<br />

lieben ihren „Kini“ (König),<br />

weil er aus der Reihe tanzte, seine<br />

Träume lebte. Und er erinnert sie<br />

noch immer daran, dass sie einst<br />

eigenständig und etwas Besonderes<br />

waren. Schließlich betonen viele die<br />

Eigenheiten gerne. So wie die Homepage<br />

des Tourismusbüros nicht auf<br />

„de“ endet, sondern auf „by“.<br />

Nicht nur Ludwig liebte den<br />

Pomp. Damit wachsen die Bayern<br />

auf. Sie kennen den Prunk aus ihren<br />

Kirchen. Eine der schönsten: die<br />

Wieskirche in Steingaden. Morgens<br />

um 8.30 Uhr ist es in dem Gotteshaus<br />

wundervoll ruhig, die Busse aus<br />

München sind noch nicht da. Durch<br />

die Fenster fallen Sonnenstrahlen<br />

und beleuchten weiße Blättergirlanden<br />

aus Stuck, blaugraue Marmorsäulen<br />

und dicke Engel. Die Wallfahrtskirche<br />

in Rosa, Weiß und Gold<br />

zählt zum UNESCO-Welterbe und<br />

ist eine der prächtigsten Rokoko-<br />

Kirchen Bayerns. Und sie steht für<br />

eine Zeit, als das bayerische Nationalgefühl<br />

gerade erst geboren wurde:<br />

Damals – im 17. und 18. Jahrhundert<br />

– wollten die Fürsten der<br />

Reformation im Norden mit ihren<br />

Rokoko-Pracht<br />

Der Trompel’Œil-Stil<br />

des<br />

Deckenfreskos<br />

der Wieskirche<br />

täuscht Dreidimensionalität<br />

vor<br />

So schmeckt<br />

der Sommer<br />

Klettern die<br />

Temperaturen,<br />

zieht es<br />

die Bayern in<br />

den nächsten<br />

Biergarten<br />

kargen, wenig dekorierten Kirchen<br />

entgegentreten. Es begann ein Bauboom:<br />

Barocke Kirchen und Kapellen<br />

entstanden, alte Kirchen wurden<br />

im neuen Stil dekoriert.<br />

Es ist ein Baustil, der zu Bayern<br />

passt: mit der Theaterhaftigkeit der<br />

Kirchenräume voller Blattgold und<br />

Ranken. Mit einer Dramaturgie aus<br />

Hell-Dunkel-Effekten, die alle Sinne<br />

anspricht. Engel glitzern, Orgelmusik<br />

ertönt, Weihrauch nebelt den<br />

Geruchssinn ein. Die Wittelsbacher<br />

wollten der Reformation ein festliches<br />

Lebensgefühl entgegensetzen.<br />

Bald machte die Bevölkerung<br />

mit. Sie gestaltete Flurkreuze im Rokoko-Stil.<br />

Reiche Bauern schmückten<br />

ihren Hof mit Lüftlmalerei:<br />

Da prangen Säulen, Balustraden<br />

oder Bibelszenen an den Häuserfassaden,<br />

so wie heute noch in Bad Tölz<br />

oder Oberammergau. Der Bauboom<br />

fruchtete, zumindest Oberbayern<br />

blieb katholisch. Die alteingesessene<br />

Bevölkerung pflegt weiterhin ihren<br />

Glauben und das dazugehörende<br />

Brauchtum bei zahlreichen Wallfahrten<br />

und Umzügen.<br />

drauf Frauen im Festtagsgewand<br />

und Männer in Tracht. Die Pferde<br />

dampfen in der kühlen Herbstluft,<br />

weiter hinten ertönt Blasmusik,<br />

Goaßlschnalzer knallen mit ihren<br />

Peitschen. Die Wallfahrt zu Ehren<br />

des Heiligen Leonhard, dem Schutzpatron<br />

von Ross und Vieh, hat die<br />

deutsche UNESCO-Kommission als<br />

Immaterielles Kulturerbe anerkannt.<br />

Feste wie die Leonhardifahrt<br />

gliedern das Jahr auf dem Land, hier<br />

mischen sich Glaube, Brauchtum<br />

und manchmal alte heidnische<br />

Rituale. Wie beim Fischerstechen im<br />

August auf dem Staffelsee, wo sich<br />

Burschen mit langen Stangen von<br />

ihren Booten schubsen. Und bevor<br />

im Frühling der Maibaum feierlich<br />

in jeder Dorfmitte aufgestellt wird,<br />

klauen in den Wochen davor junge<br />

Männer aus dem Nachbardorf den<br />

gefällten Baumstamm. Der wird<br />

dann meist mit reichlich Bier und<br />

Essen wieder ausgelöst.<br />

Eines der schönsten Brauchtümer<br />

ist aber zweifellos der Viehscheid:<br />

Im Spätsommer wird das Braunvieh<br />

von den Bergweiden zurück ins Tal<br />

geholt, bevor der erste große Schnee<br />

fällt. Der Almabtrieb in Krün, Pfronten<br />

oder Seeg ist ein Spektakel, das<br />

man erlebt haben muss. Mit lautem<br />

Gebimmel der Glocken – manche<br />

sind so groß wie Eimer – sprudeln<br />

Dutzende mit Blumen, Zweigen und<br />

bunten Bändern geschmückte Kühe<br />

Bayerisches Brauchtum und<br />

fesche Trachten<br />

In Bad Tölz hört man im November<br />

schon von Weitem die Glocken der<br />

Rösser und ihre Hufe auf der Straße<br />

klackern. Hübsch geschmückt ziehen<br />

sie Wagen durch den Ort, obenund<br />

Kälber auf den Wegen aus dem<br />

Wald und werden ins Dorf getrieben.<br />

Junge Burschen in Lederhose,<br />

Kniebundstrümpfen, weißem Hemd<br />

und Filzhut haben die Sache fest im<br />

Griff, springen lässig über Zäune,<br />

wenn ein Tier ausbüxt.<br />

Dass die Begeisterung für Trachten,<br />

für Wadlstrümpf, Lederhosen<br />

und Dirndl bis heute anhält, ist<br />

übrigens auch Maximilian II., dem<br />

Vater des berühmten Märchenkönigs,<br />

zu verdanken. Er wollte die<br />

einst etwas aus der Mode gekommene<br />

traditionelle Kleidung der<br />

Bauern, Senner und Dienstmädchen<br />

wiederbeleben, und zwar aus politischem<br />

Interesse – „zur Hebung des<br />

Nationalgefühls“. Denn die Bayern<br />

waren seit der Gründung des Königreichs<br />

1806 noch weit davon entfernt,<br />

eine gemeinsame Identität zu haben:<br />

Franken, Schwaben, Pfälzer und Bayern<br />

sammelten sich in diesem Staat.<br />

Maximilian II. trug deshalb selbst<br />

Lederhose und steckte seine Söhne<br />

in fesche Trachtenanzüge.<br />

Zünftige Weißwurst,<br />

Bergkäse und Bier<br />

Wo viele Kühe auf saftigen Almwiesen<br />

weiden, ist naturgemäß auch<br />

wunderbar würziger Bergkäse nicht<br />

fern. Wer in Oberbayern unterwegs<br />

ist, sollte es sich deshalb nicht entgehen<br />

lassen, die eine oder andere<br />

Sennerei anzusteuern. Beim Wandern<br />

in den Bergen empfiehlt sich<br />

zum Beispiel ein Besuch der Laufbichl-Alpe<br />

auf der Sonnenseite des<br />

Hintersteiner Obertals. Hier kann<br />

man den handgemachten Käse<br />

bei einer zünftigen Brotzeit<br />

probieren und natürlich auch<br />

mitnehmen.<br />

Überhaupt gehört der Genuss<br />

stets dazu, Abstinenz ist nichts für<br />

Bayern, wovon auch die großzügigen<br />

Festzelte und Bierbänke zeugen, die<br />

bei jedem Dorffest und Umzug obligatorisch<br />

sind. Bodenständige Klassiker<br />

wie Schweinshaxe, Obatzda,<br />

Leberkäse und natürlich Weißwürste<br />

bekommt man dort und in jedem<br />

Wirtshaus sowieso. Dazu das Bier:<br />

Barbara Morgen aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Freising<br />

über Badeurlaub und Ausflüge an Bayerns Seen<br />

Bayern reizt mit unzähligen wunderschönen Seen, mal<br />

karibisch grün wie der Walchensee in den Bergen, mal<br />

sommerlich warm wie der Waginger See – perfekt für<br />

einen Badeurlaub oder einen Ausflug in die Natur. Meine<br />

Geheimtipps: Der Starnberger See ist von München aus<br />

schnell zu erreichen. Besuchen Sie in Starnberg unbedingt<br />

den „H’ugo’s Beach Club Undosa“. Hier sitzt man auf einer<br />

sonnigen Terrasse direkt am Ufer, genießt erstklassige italienische<br />

Küche und fühlt sich fast wie in Italien. Am Chiemsee<br />

kann ich das Hotel Malerwinkel wärmstens empfehlen.<br />

Das Haus liegt direkt am See, hat einen eigenen Strand und<br />

serviert köstliche original bayerische Gerichte. Eine schöne<br />

Alternative zu Dampferausflügen auf die Herreninsel: mit<br />

dem Tretboot selbst hinüberfahren und einen herrlichen<br />

Sommertag im Schloss und Biergarten verbringen.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu Oberbayern:<br />

bit.ly/2uFN1L6<br />

Video „König Ludwig II von Bayern“:<br />

bit.ly/2gPvB9f<br />

Weißwürstl<br />

Sie isst man<br />

vor 12 Uhr.<br />

Zu Zeiten ohne<br />

Kühlschrank<br />

verdarb die<br />

Wurst in der<br />

Mittagshitze<br />

Experten-Tipp<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

vom milden „Hellen“ über Weißbier<br />

bis zum Starkbier. Letzteres brauten<br />

Mönche im 17. Jahrhundert übrigens<br />

höchstpersönlich, um die Fastenzeit<br />

mit einem hochprozentigen und<br />

kalorienreichen Getränk erträglicher<br />

zu machen. Wer gleich mehrere Fliegen<br />

mit einer Klappe schlagen will,<br />

überzeugt sich von dieser Tradition<br />

bei einer Brauereiführung mit anschließendem<br />

Biergartenbesuch im<br />

berühmten Kloster Andechs.<br />

Dass man in seinem „urbayerischen<br />

<strong>Urlaub</strong>“ durchaus auch<br />

Überraschungen erleben kann,<br />

zeigt die Staffelalm, auf der<br />

wir unsere Reise begonnen<br />

haben: Dort quartierte sich<br />

der expressionistische Künstler<br />

Franz Marc im Sommer hin und<br />

wieder ein. Die Leute in der Stadt<br />

schockierte er Anfang des 20. Jahrhunderts<br />

mit gelben Kühen oder<br />

blauen Pferden. Noch heute können<br />

Wanderer ein Wandbild von ihm<br />

in der Almhütte entdecken. Oder<br />

einfach eine gemütliche Brotzeit<br />

machen mit Bier, Alpenblick und<br />

dem Gebimmel der Kuhglocken.<br />

Angebote<br />

Am Starnberger See<br />

Seehotel Leoni, Berg<br />

Das stilvolle 4-Sterne-Haus liegt direkt am<br />

See, verfügt über ein Spa mit Hallenbad<br />

und bietet besondere Ernährungsformen<br />

wie vegane und glutenfreie Küche an.<br />

ab 56 € / p. P. und Nacht im DZ inkl.<br />

Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

Am Staffelsee<br />

Hotel Alpenhof, Murnau<br />

Wellnesslandschaft, Fitnessraum, E-Bike-<br />

Verleih, Kaminbar … In dem eleganten<br />

5-Sterne-Small-Luxury-Hotel, das an ein<br />

Landhaus erinnert, fehlt es an nichts.<br />

ab 198 € / p. P., 2 Nächte im DZ inkl.<br />

Halbpension / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

Am Chiemsee<br />

Hotel Schalchenhof, Gstadt<br />

Vom hoteleigenen Badesteg springen Sie<br />

direkt in den herrlichen Chiemsee. Erholung<br />

garantiert der weitläufige Garten mit<br />

Sonnenterrasse und Kinderspielplatz.<br />

ab 74 € / p. P., 2 Nächte im DZ inkl.<br />

Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: ITS<br />

Weitere Angebote finden Sie unter<br />

28 5/<strong>2017</strong><br />

*Änderungen vorbehalten. Beratung und Buchung<br />

in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe Seite 49.


Inspiration Bayern<br />

Bayern Inspiration<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Bayern – alles Wichtige auf einen Blick<br />

Expertin Barbara Morgen vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Freising<br />

Reisezeit, Übernachtung, Sehenswürdigkeiten & mehr<br />

Reisezeit<br />

Natürlich kann man in Bayern ganzjährig<br />

<strong>Urlaub</strong> machen. Zum Wandern<br />

sind das Frühjahr und der Herbst ideal,<br />

für Badeurlaub an den Seen ist es von<br />

Juni bis August perfekt. Ab Mitte August<br />

sind die Hotels nicht mehr so voll.<br />

Schneesicher im Winter sind die Bayerischen<br />

Alpen nicht immer (außer auf<br />

dem Zugspitz-Gletscher), aber meist<br />

kann man von Dezember bis Februar,<br />

oft bis März/April Wintersport treiben.<br />

Übernachtung<br />

Alpenhof, Murnau<br />

Elegantes 5-Sterne-Hotel mit erstklassigem<br />

Wellnessbereich in Murnau am<br />

Staffelsee. Schöne Wander- und Radwege<br />

liegen vor der Tür. Tel. (0 88 41)<br />

49 10, www.alpenhof-murnau.com<br />

Alpenhotel Beslhof, Ramsau<br />

Das schöne Alpenhotel liegt auf 750<br />

Metern Höhe im Nationalpark Berchtesgaden<br />

mit Watzmann, Königssee<br />

und dem malerischen Hintersee. Tel.<br />

(0 86 57) 9 83 99 91,<br />

www.alpenhotel-beslhof.de<br />

Mit dem Auto<br />

Eine tolle Möglichkeit, die bayerische<br />

Landschaft zu erleben, bietet die Deutsche<br />

Alpenstraße. Sie schlängelt sich<br />

auf 450 Kilometern von Lindau am<br />

Bodensee bis Schönau am Königssee.<br />

Mit Kindern unterwegs? Dann empfehlen<br />

wir bayerische Kasperl-Hörbücher.<br />

Über „Dr. Döblingers geschmackvolles<br />

Kasperltheater“ lacht die ganze<br />

Familie: Die Kleinen lieben die Abenteuer<br />

von Wachtmeister Wirsing & Co.<br />

Erwachsene lachen über kabarettistische<br />

Seitenhiebe auf Kommunalpolitik<br />

und brauchtümliche Eigenheiten.<br />

www.dr-doeblingers-kasperltheater.de<br />

Nicht versäumen<br />

1 Schloss Neuschwanstein. Eintrittskarten<br />

sind nur im Ticket-Center<br />

in Hohenschwangau unterhalb des<br />

Schlosses erhältlich und können im<br />

Sommer ausverkauft sein. Am besten<br />

reservieren: www.hohenschwangau.<br />

de/ticketcenter.0.html 2 Schloss Herrenchiemsee:<br />

Schönes Ausflugsziel<br />

auf dem „bayerischen Meer“, das Ludwig<br />

II. als Andenken an den französischen<br />

Sonnenkönig Ludwig XIV. errichten<br />

ließ. Passagierschiffe fahren<br />

von Prien/Stock auf die Herreninsel.<br />

www.herrenchiemsee.de 3 Linderhof:<br />

Das schöne Lustschloss des<br />

„Kini“ nach französischem Vorbild<br />

liegt nahe Ettal – längst nicht so überlaufen<br />

wie Neuschwanstein. www.<br />

schlosslinderhof.de 4 Wieskirche:<br />

Das oberbayerische UNESCO-Weltkulturerbe<br />

ist eine der schönsten Rokoko-<br />

Kirchen der Welt – mit Blick auf Kuhweiden<br />

und Alpen. www.wieskirche.de<br />

5 Staffelalm: In der Almhütte bei<br />

Kochel am See hat der Expressionist<br />

Franz Marc ein Wandbild hinterlassen.<br />

Vom nahen Rabenkopf-Gipfel hat man<br />

einen tollen Blick auf das Voralpenland.<br />

Aufstieg: ab Pessenbach an<br />

der B 11 (Parkplatz bei der Bushaltestelle<br />

rechts beim Schild „Jägerwirt“).<br />

6 Bad Tölz: Das hübsche Kurstädtchen<br />

fasziniert mit alten Häusern voller<br />

Lüftlmalerei, kleiner Fußgängerzone<br />

und Cafés. Tölz ist berühmt für seine<br />

Leonhardifahrt im Herbst. Beschaulich<br />

und ruhig ist auch der Weihnachtsmarkt<br />

im Dezember. 7 Benediktbeuern:<br />

Über 1250 Jahre alt ist das ehemalige<br />

Benediktinerkloster. Hier wurde<br />

einst die Carmina Burana aufbewahrt.<br />

Die schöne Barock-Basilika kann man<br />

besichtigen und im Trachten-Informationszentrum<br />

alles über Dirndl und<br />

Lederhosen erfahren. Danach kehrt<br />

Entdecken<br />

Der <strong>ADAC</strong><br />

Reiseführer<br />

plus München<br />

mit vielen<br />

Abbildungen,<br />

192 Seiten,<br />

12,99 €<br />

Im <strong>ADAC</strong> Shop<br />

bit.ly/<br />

2tN5FkY<br />

man im Biergarten ein oder wandert<br />

im umliegenden Loisach-Kochelsee-<br />

Moor. www.kloster-benediktbeuern.de<br />

8 Nationalpark Berchtesgaden: Das<br />

Naturschutzgebiet reizt mit traumhaften<br />

Wanderwegen. Unbedingt auch die<br />

faszinierende Ausstellung im „Haus der<br />

Berge“ in Berchtesgaden besuchen!<br />

www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de<br />

9 Viehscheid Pfronten: Der<br />

Almabtrieb der Kühe im Herbst ist<br />

eines der faszinierendsten Brauchtümer<br />

und ein echtes Spektakel. Termine,<br />

auch in anderen Regionen, unter:<br />

www.almabtriebe.de 10 Kloster<br />

Andechs: Für Bierliebhaber ein Muss.<br />

Erst die Klosterbrauerei besichtigen,<br />

dann die Sorten im Biergarten zu<br />

bayerischen Spezialitäten probieren.<br />

www.andechs.de 11 Laufbichl-Alpe:<br />

Auf der idyllischen Sennalpe wird die<br />

Milch von 60 Kühen zu köstlichem Käse<br />

verarbeitet. www.alpe-laufbichl.de<br />

Touren<br />

Allgäuer Käsestraße: Hof- und Dorfkäsereien<br />

und Sennereien laden zum<br />

Probieren und manchmal auch zum<br />

Zusehen ein.<br />

www.allgäuer-käsestrasse.de<br />

Pfaffenwinkler Milchweg: Eine informative<br />

Wanderung zum Thema Käse<br />

und Kuh bei Rottenbuch. Die zweistündige<br />

Tour ist gut für Kinder geeignet.<br />

www.pfaffen-winkel.de<br />

Deutsche Hopfenstraße: Hier kann man<br />

herausfinden, wo das Bier wächst. Etwa<br />

auf der 170 Kilometer langen Hallertauer<br />

Radtour nördlich von München.<br />

www.hopfenland-hallertau.de<br />

i Information<br />

Inspirationen und Tipps zu allen bayerischen<br />

Regionen finden Sie unter:<br />

www.bayern.by<br />

FOTOS: INTERFOTO, GETTY IMAGES (3), REINHARD SCHMID/HUBER IMAGES, DIETMAR DENGER/LAIF, MAURITIUS IMAGES (2),<br />

MAX WERKMEISTER, ISTOCKPHOTO (5), SEEHOTEL LEONI, ALPENHOF MURNAU, TRAVEL HOUSE MEDIA, MAPS4NEWS.COM/©HERE (2)<br />

Amsterdam<br />

Luxemburg<br />

Berlin<br />

Prag<br />

Wien<br />

Bayern ist das südlichste<br />

Bundesland<br />

Deutschlands<br />

Viehscheid Im Herbst<br />

kehren die Kühe von den<br />

Almen ins Dorf zurück<br />

– ein tierisches Spektakel<br />

Schloss Linderhof Hier<br />

lauschte König Ludwig II.<br />

in der künstlichen Venusgrotte<br />

Wagner-Opern<br />

Miltenberg<br />

Bad Neustadt<br />

a. d. Saale<br />

Würzburg<br />

Ulm<br />

11<br />

9<br />

Haßfurt<br />

Nürnberg<br />

Ansbach<br />

Kempten (Allgäu)<br />

Augsburg<br />

4<br />

1 3<br />

Lichtenfels<br />

Bayern<br />

Ingolstadt<br />

10<br />

Garmisch-<br />

Patenkirchen<br />

Bayreuth<br />

Bad Tölz<br />

6<br />

7<br />

5<br />

Schwandorf<br />

Regensburg<br />

München<br />

Tirschenreuth<br />

Neustadt an<br />

der Waldnaab<br />

Landshut<br />

Rosenheim<br />

2<br />

Mühldorf a. Inn<br />

Leonhardifahrt in Bad Tölz<br />

Die Prozession zu Ehren<br />

des Schutzpatrons von Ross<br />

und Vieh ist ein Erlebnis<br />

Bier-Tour In der Hallertau,<br />

dem weltgrößten Hopfenanbaugebiet,<br />

lassen sich<br />

Brauereien besichtigen<br />

Regen<br />

Pfarrkirchen<br />

Bad Reichenhall<br />

8<br />

Freyung<br />

Passau<br />

Nationalpark Berchtesgaden<br />

Hier erwarten Sie<br />

Naturschönheiten wie<br />

Watzmann und Königssee<br />

20 km<br />

30 5/<strong>2017</strong> 5/<strong>2017</strong> 31


Experten-Tipp Mein Land<br />

Mein Land<br />

Polen<br />

960 n.Chr.<br />

Um<br />

wurde das Herzogtum Polen unter dem<br />

slawischen Fürsten Mieszko I. gegründet.<br />

Nach einer bewegten Geschichte leiteten<br />

die Streiks der verbotenen Gewerkschaft<br />

Solidarność in den 1980er-Jahren die<br />

politische Wende in den Staaten des<br />

Ostblocks ein. Ihr Anführer, Lech Wałęsa,<br />

erhielt 1983 den Friedensnobelpreis.<br />

Das Reiseland Polen liegt Malgorzata<br />

Hengst aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in<br />

Landau besonders am Herzen. Welche<br />

Ziele man zwischen Ostsee und<br />

Riesengebirge unbedingt sehen sollte<br />

37,9<br />

Millionen Menschen<br />

leben in Polen<br />

Damit gehört unser östliches<br />

Nachbarland zu den bevölkerungsreichsten<br />

EU-Staaten.<br />

Welche drei Orte sollte man in<br />

Polen unbedingt gesehen haben?<br />

Oh, da gibt es viele. Ich bin an<br />

der polnischen Ostseeküste<br />

aufgewachsen und liebe natürlich<br />

meine Heimat. Es gibt dort<br />

wunderschöne Strände, die weiten<br />

Dünen im Słowiński-Nationalpark<br />

und das hübsche Seebad Kolberg<br />

mit dem Yachthafen. Dort sind<br />

in den letzten Jahren viele neue<br />

Hotels entstanden. Auch immer<br />

mehr Deutsche und Skandinavier<br />

verbringen hier ihren <strong>Urlaub</strong>.<br />

Weiter östlich ist Danzig ein tolles<br />

Ziel und die Hügellandschaft der<br />

Kaschubischen Seenplatte.<br />

Was sollte man sich in Danzig<br />

anschauen?<br />

Sicher die schöne Altstadt mit dem<br />

Krantor, dem Wahrzeichen von<br />

Gdansk. Restaurants, Cafés und<br />

kleine Läden mit Souvenirs, etwa<br />

aus Bernstein, findet man in der<br />

Langgasse (Długa) und der Frauengasse<br />

(Mariacka). Im August gibt<br />

es zudem den mittelalterlichen<br />

Dominikanermarkt mit Straßenkunst<br />

und zahlreichen Händlern.<br />

Stichwort Restaurants: Welches<br />

Gericht muss man in Polen<br />

unbedingt probieren?<br />

An der Ostsee wird sehr viel<br />

Fisch gegessen, Dorsch, Heilbutt,<br />

Scholle, Aal – als Backfisch<br />

und geräuchert. Den gibt’s<br />

überall an den Promenaden<br />

und in den Restaurants. Wer<br />

typisch polnische Nationalgerichte<br />

probieren möchte,<br />

bestellt Bigos, ein deftiger Krauteintopf<br />

mit Wurst, und natürlich<br />

Piroggen. Das sind leckere Teigtaschen,<br />

die mit Pilzen, Sauerkraut<br />

oder Fleisch gefüllt werden. Dazu<br />

wird auch gerne Borschtsch getrunken,<br />

die würzige Rote-Bete-Suppe.<br />

Bietet sich eine Polen-Rundreise<br />

als guter Einstieg an?<br />

Absolut, man sollte aber die Größe<br />

nicht unterschätzen und sich am<br />

besten für den Norden oder Süden<br />

entscheiden. Im Süden gibt es ja<br />

auch wundervolle Ziele. Krakau<br />

war einst die Hauptstadt des<br />

Landes, die Stadt der Könige von<br />

Polen, und wurde im Zweiten<br />

Weltkrieg kaum zerstört. Hier<br />

kann man die Wawel-Burg, das<br />

königliche Renaissance-Schloss,<br />

besichtigen und das wirklich<br />

faszinierende Salzbergwerk Wieliczka<br />

mit unterirdischer Kirche<br />

und Kronleuchtern aus Salz. Von<br />

Volkssage<br />

Der Wawel-<br />

Drache hauste<br />

einst unter<br />

dem Wawelhügel<br />

in Krakau<br />

und wurde<br />

durch eine List<br />

besiegt<br />

Krakau ist es auch nicht weit zu<br />

den beliebten Wintersportorten<br />

Zakopane und Karpacz im<br />

Riesengebirge.<br />

Gibt es in Polen eigentlich<br />

Mentalitätsunterschiede, wie<br />

bei uns etwa die kühlen<br />

Norddeutschen und die<br />

geselligen Rheinländer?<br />

Eigentlich nicht, Polen sind generell<br />

warmherzig und gastfreundlich.<br />

Viele freuen sich auch, wenn<br />

Touristen ein paar Brocken Polnisch<br />

sprechen. Polen ist bekanntlich<br />

auch ein sehr katholisches<br />

Land. Hier sollte man sich entsprechend<br />

rücksichts- und respektvoll<br />

verhalten, etwa in Kirchen.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos:<br />

bit.ly/2gPiKUs<br />

Video-Tipp:<br />

bit.ly/2uhiu3N<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

FOTOS: FOTOSTUDIO THOMAS/TIMO HECHT, ACTION PRESS, ISTOCKPHOTO, GETTY IMAGES<br />

QUELLEN: AUSWÄRTIGES AMT, WIKIPEDIA, POLNISCHES FREMDENVERKEHRSAMT<br />

36<br />

511,5 m<br />

misst die längste Seebrücke<br />

Europas, die Molo in Sopot<br />

Meter hoch<br />

ist die größte Christus-Statue<br />

der Welt in Świebodzin<br />

9300<br />

Seen<br />

mit über einem Hektar<br />

Fläche zählt Polen. Damit<br />

ist das Land eines der<br />

seenreichsten der Erde<br />

32 5/<strong>2017</strong>


La Gomera Inspiration<br />

Lorem est<br />

HiVolut pro<br />

ipidem veligen<br />

imagnam alic<br />

totat estrunt<br />

adipsam uscipsa<br />

ndendendit,<br />

que pero ipsa<br />

quis debis que<br />

Auf Bergund<br />

Talfahrt<br />

Wie man sich die Schönheit der kanarischen<br />

Vulkaninsel La Gomera auf einer Radtour erobert<br />

– eine sportliche Herausforderung bis<br />

an konditionelle Grenzen<br />

TEXT Helmut Ziegler<br />

Was mich geritten<br />

hat, ausgerechnet<br />

auf La Gomera<br />

Fahrrad<br />

fahren zu wollen?<br />

Auf dieser recht steil ansteigenden<br />

Vulkaninsel im Atlantik?<br />

Die coole Antwort: um die einzigartige<br />

Natur aktiv zu erleben. Nach<br />

La Gomera komme ich seit Jahren.<br />

Warum? Wegen der Schönheit.<br />

Gefühlt kenne ich jeden Lorbeerbaum,<br />

jeden Wal und fast jede Silbe<br />

der lokalen Pfeifsprache „El Silbo“<br />

persönlich. Zudem liegt es im Trend,<br />

im <strong>Urlaub</strong> nicht mehr nur die Füße<br />

hochzulegen, sondern Archäologe zu<br />

spielen oder einfach nur aktiv zu sein.<br />

Die wahre Antwort: wegen meines<br />

Sohnes. Wie es sich für Teenager gehört,<br />

schläft er im <strong>Urlaub</strong> bis mittags<br />

und ich langweilte mich. Ich war hier<br />

wandern, schwimmen, sonnenbaden<br />

und Delfine beobachten, die bei<br />

Bootsausflügen mit Glück an der<br />

Bordwand entlangsausen und in der<br />

Bugwelle springen. Ich hatte Café<br />

con leche getrunken und bei den<br />

Hippies in den Höhlen meditiert.<br />

Selbst grau war ich über die Jahre<br />

geworden. Was hatte ich noch nicht<br />

gemacht? Ich war noch nie mit dem<br />

Fahrrad die Insel erkunden.<br />

Schon stehe ich in der Bike-Station<br />

in La Puntilla im Valle Gran<br />

Rey, dem „Tal des großen Königs“.<br />

Der Fahrradverleih ist seit 25 Jahren<br />

im Ort, hat diverse Rundkurse samt<br />

Karten entwickelt, auch für Einsteiger.<br />

Ich miete also ein Mountainbike,<br />

Helm, Handschuhe, Reparaturset<br />

inklusive, setze auf Meereshöhe<br />

den Helm auf und fahre los.<br />

Insel birgt einen wundervollen<br />

Schatz in ihrer Mitte (und nicht<br />

nur dort, auch vor der Küste, wo<br />

sich im planktonreichen Wasser<br />

Pottwale und andere Meeressäuger<br />

tummeln). Mit anderen<br />

Worten: Naturliebhaber kommen<br />

hierher, um dieses Paradies<br />

auf unzähligen Wanderwegen<br />

und auf Bootstouren zu erkunden.<br />

Aber ich rolle nun also mit<br />

dem Fahrrad am schwarzen Lavastrand<br />

entlang, genieße die salzige<br />

Gischt, die an die Felsen klatscht,<br />

und biege landeinwärts ab. Der<br />

Asphalt hebt sich sanft. Ich lasse die<br />

Tankstelle links liegen, ebenso das<br />

malerisch in den schroffen dunkelbraunen<br />

Fels gehauene Dörfchen<br />

La Calera. Und den Ruhepuls. Der<br />

Asphalt hebt sich stärker. El Guro,<br />

das Künstlerdorf mit bunten Häuserfassaden<br />

und Mal- und Yogakursen<br />

im Angebot, erscheint und<br />

verschwindet. Der Schweiß bleibt,<br />

Künstlerdorf<br />

In El Guro, im<br />

Valle Gran Rey,<br />

leben heute<br />

noch viele<br />

Künstler und<br />

Aussteiger aus<br />

der Hippiezeit<br />

Laurisilva<br />

Subtropische<br />

Lorbeerwälder<br />

gedeihen auf<br />

La Gomera<br />

aufgrund der<br />

fehlenden<br />

Eiszeit noch<br />

heute<br />

rinnt mir von der Stirn. Für einen<br />

Moment bin ich von der Schönheit<br />

der Aussicht so abgelenkt, dass ich<br />

in einer kleinen Haarnadelkurve<br />

völlig aus dem Tritt gerate. Ab<br />

der nächsten Krümmung habe ich<br />

alles wieder im Griff. Mein Timing<br />

für das Rauf- und Runterschalten<br />

wird immer besser. Keine vier Kilometer<br />

weit gekommen,<br />

habe ich es raus, direkt vor<br />

dem Ortseingangsschild von<br />

Los Granados. Jetzt geht es ganz<br />

einfach. Mehr Aufstieg, schnell in<br />

den niedrigen Gang, wenn es runter<br />

geht, dann in den großen Gang.<br />

Für heute ist es genug, ich kehre<br />

um. Mit diesem Wissen fällt alles<br />

leichter und mein Blick schweift<br />

über diese einzigartige Landschaft.<br />

Zweiter Versuch: El Retamal<br />

Am nächsten Tag geht es wieder<br />

los. Bis Arure, zum ersten Plateau,<br />

sind es eigentlich nur elf Kilometer.<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

Im ersten Anlauf: Los Granados<br />

Man muss La Gomera kurz erklären.<br />

Von oben sieht die Insel aus wie eine<br />

Kokosmakrone. Vom höchsten Gipfel<br />

– dort, wo ich hinwollte, dem 1497<br />

Meter hohen Garajonay – fräsen sich<br />

wie Axthiebe mehr als 50 Barrancos,<br />

enge und bis zu 800 Meter tiefe<br />

Schluchten, steil zum Atlantik. Gomera<br />

ist grün, üppig und ruhig, anders<br />

als die übrigen Kanaren. Und die<br />

5/<strong>2017</strong> 35


Inspiration La Gomera<br />

Allerdings mit nicht ganz so einfachen<br />

Steigungen, manche zwischen<br />

sieben und 13 Prozent. Auch wenn<br />

es jetzt schwerer wird, so werde ich<br />

durch die einzigartigen Ausblicke<br />

belohnt. Man kann an der Straße<br />

kein Bild aufhängen, aber es kommt<br />

mir so vor. So schön ist es hier. Ich<br />

lerne Geduld unter der Sonne, fahre<br />

im kleinsten Gang und überhole<br />

einige Wanderer. Geht doch. Komme<br />

am Friedhof hinter Los Granados<br />

vorbei. Als hätte er auf mich gewartet,<br />

gibt ein kleiner Junge auf seinem<br />

Fahrrad am Straßenrand seines<br />

Dorfes schnell Gas und überholt<br />

mich. Dann biegt er wieder ab und<br />

ich bin wieder allein. Kurz nach El<br />

Retamal, an der Kirche, mache ich<br />

eine Pause. Die Kirche ist leider<br />

geschlossen. Immerhin, heute habe<br />

ich fast die doppelte Strecke geschafft.<br />

Und mit wunderschönem<br />

Blick über das Tal, welches glaubhaft<br />

versichert, dass auf La Gomera<br />

mehr Palmen stehen als auf allen<br />

anderen kanarischen Inseln zusammen,<br />

geht es wieder bergab.<br />

Die Herausforderung ist aber nicht<br />

nur das Hochfahren. Ich merke es<br />

bei der Abfahrt: Die Tachonadel<br />

knallt gegen die 60-km/h-Markierung.<br />

Was ich an Flüssigkeit verloren<br />

habe, fülle ich mit Adrenalin auf,<br />

die Hände beständig an den Bremsen.<br />

Jetzt kommt noch viel Spaß dazu.<br />

Dritter Versuch: Arure<br />

Nun ist es so weit. Die Erfahrung und<br />

die Kraft sind da. Anfangs fahre ich<br />

bewusst langsam und nehme mir<br />

Zeit. Ich habe genug Wasser dabei.<br />

Eine winddichte Jacke für die Abfahrt.<br />

Und so schaffe ich es auch. Friedhof,<br />

Kirche, zwei Tunnel und diverse<br />

Aussichtspunkte am Straßenrand<br />

mit Blick aufs Tal, dann sind die heftigsten<br />

Steigungen hinter mir und<br />

ich rolle durchatmend bis Arure.<br />

Ich fahre die knapp zwölf Kilometer<br />

mit rund 850 Höhenmetern jetzt jeden<br />

zweiten Tag. Mit fast lächelnden<br />

Waden. Spitzenzeit: 92 Minuten,<br />

nicht schlecht. Zumindest für mich.<br />

Ist man erst einmal oben in Arure,<br />

ist es nicht vorbei – aber eigentlich<br />

Experten-Tipp<br />

Miriam Tuche aus dem <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Eisenach<br />

über Wandern und Baden auf La Gomera<br />

Das Schöne an Gomera ist nicht nur die abwechslungsreiche<br />

Landschaft, sondern auch das ganze Jahr über<br />

milde Klima – perfekt, um die Insel auf Wandertouren<br />

oder mit dem Mountainbike zu entdecken. Aber Vorsicht:<br />

Die Wegmarkierungen auf der Insel sind zwar vorbildlich,<br />

aber die Touren meist anspruchsvoll. Festes Schuhwerk,<br />

Sonnenschutz und viel Wasser sind Pflicht. Eine schöne<br />

Tour mit tollen Aussichten auf die Steilküste führt im<br />

Westen ab La Calera auf den 857 Meter hohen Hausberg<br />

La Mérica. Wer im Süden der Insel in Playa de Santiago<br />

<strong>Urlaub</strong> macht, sollte zum Baden den wunderbar ruhigen<br />

Strand von Chinguarime ansteuern.<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseinfos zu den Kanaren:<br />

bit.ly/2uI64UJ<br />

Video „Mountainbiking“:<br />

bit.ly/2uGgVzb<br />

Tal des Königs<br />

Im Valle Gran<br />

Rey liegen die<br />

meisten Unterkünfte<br />

der Insel<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

gar nicht mehr so schwer. Auf jedes<br />

Bergauf folgt ein entspannendes<br />

Bergab. Das Karge der Küste ist vergessen,<br />

verschiedenste Vegetationsstufen<br />

wechseln sich in der Inselmitte<br />

ab: blühende Kakteenfelder, üppige<br />

Blumenwiesen und schließlich der<br />

Nationalpark Garajonay mit seinem<br />

satten, immerfeuchten Nebelwald<br />

aus Lorbeerbäumen, meterhohen<br />

Farnen und schillernd graugrünen<br />

Bartflechten. Er gehört wegen seiner<br />

Einzigartigkeit zum Weltnaturerbe<br />

der UNESCO; ein verwunschener<br />

Zauberwald, die Stämme und Äste<br />

der Bäume sind mit Moos überzogen<br />

und oft mystisch in Nebel getaucht.<br />

Der Asphalt weicht hier oben holperigen<br />

Waldwegen aus rotem Lehm<br />

zwischen Ginsterbüschen, kaum<br />

lenkerbreit. Nach der zweitlängsten<br />

Steigung des Tages bin ich oben, auf<br />

dem Gipfel des Garajonay, throne<br />

glücklich und tief durchatmend<br />

über der Insel. Dort, wo die Bäume<br />

die wattigen Wolken melken, man<br />

manchmal sogar auf sie spucken<br />

kann. Wie schön es hier ist, wie still.<br />

Der Name Garajonay geht auf<br />

Gara, eine Prinzessin der Guanchen,<br />

der Ureinwohner Gomeras, und Jonay<br />

zurück, einen Jüngling aus Teneriffa.<br />

Ähnlich wie bei Romeo und Julia<br />

waren die Eltern gegen diese Liebe,<br />

also hielten beide sie geheim. Bis<br />

sie erwischt wurden. Verzweifelt<br />

flohen sie vor den Verfolgern auf den<br />

höchsten Punkt der Insel, schnitzten<br />

sich Lanzen aus Lorbeerholz und<br />

durchbohrten sich gegenseitig. In<br />

enger Umklammerung gefunden,<br />

gaben sie dem Gipfel seinen Namen.<br />

Durch ausgedehnte Kiefernwälder<br />

geht es zurück. Vor Las Hayas<br />

verpasse ich die richtige Abfahrt,<br />

was ich erst nach hundert abwärtsgeschredderten<br />

Metern bemerke. Ich<br />

schicke meinem Sohn eine SMS, dass<br />

es später werden könne. Und schiebe.<br />

Märchenhaft<br />

Der immergrüne<br />

Lorbeerwald<br />

im<br />

Nationalpark<br />

Garajonay ist<br />

einer der größten<br />

der Erde<br />

am gleichnamigen, ganzjährig fließenden<br />

Gebirgsbach. Ich lasse kurz<br />

das Rad stehen und wandere in den<br />

geheimnisvollen unterirdischen Wasserstollen<br />

im Berg La Montananeta.<br />

Zurück in Arure nehme ich den<br />

Helm ab, schaue über das von Wind<br />

und Wetter zerfurchte Tal, über das<br />

Meer aus Palmen, das Meer aus Terrassen,<br />

das Meer an sich, und mein<br />

Blick wird weich. Heute Abend geht<br />

es mit Kind und Bus auf die andere<br />

Inselseite, zum Hafen in San Sebastián.<br />

Ich werde einen Gomerón, einen<br />

Palmhoniglikör, am gläsernen Kiosk<br />

unter uralten knorrigen Bäumen<br />

trinken. Und morgen Früh mit der<br />

Fähre zurück nach Teneriffa fahren.<br />

Aber was mache ich das nächste<br />

Mal hier? Auf dem Wanderweg GR<br />

132 soll man die gesamte Insel umrunden<br />

können, sechs Tagesetappen,<br />

kaum eine unter 1000 Höhenmetern.<br />

Klingt nach einem Plan. Ich trinke<br />

noch einen Schluck Wasser, setze<br />

den Helm wieder auf, ziehe die Jacke<br />

über. In zwanzig Minuten sollte ich<br />

unten am Meer sein.<br />

Angebote<br />

Im Valle Gran Rey I<br />

Charco del Code<br />

Die 2016 renovierte Appartementanlage<br />

befindet sich nahe am Meer und verfügt<br />

über einen Pool sowie einen Fahrradverleih.<br />

Liegen und Sonnenschirme sind kostenfrei.<br />

ab 528 € / p. P. im Studio ohne Verpflegung<br />

/ 7 Tage inkl. Flug<br />

Veranstalter: ITS<br />

Im Valle Gran Rey II<br />

Playa Calera<br />

Die 4-Sterne-Ferienanlage ist nur durch die<br />

ruhige Uferstraße vom sanft abfallenden<br />

schwarzen Sandstrand getrennt. Herrlichen<br />

Meerblick bieten Pool und Sonnenterrasse.<br />

ab 765 € / p. P. in der Juniorsuite inklusive<br />

Frühstück / 7 Tage inkl. Flug<br />

Veranstalter: JAHN Reisen<br />

In San Sebastián<br />

Torre del Conde<br />

Hübsches Stadthotel direkt in den Altstadtgassen<br />

mit gemütlichen Restaurants und<br />

Bars. Jacuzzi, Sauna und Dachterrasse<br />

laden zum Relaxen nach Wandertouren ein.<br />

ab 548 € / p. P. im DZ inkl. Frühstück /<br />

7 Tage inkl. Flug<br />

Veranstalter: Schauinsland Reisen<br />

Letzte Abfahrt La Playa<br />

Die Tour zwei Tage später führt<br />

dann nach El Cedro, einem Weiler<br />

Autor Helmut Ziegler nach der<br />

Abfahrt am La Playa de Calera<br />

Weitere Angebote finden Sie unter<br />

*Änderungen vorbehalten. Beratung und Buchung<br />

in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe Seite 49.


Inspiration La Gomera<br />

La Gomera Inspiration<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

La Gomera – alles Wichtige auf einen Blick<br />

Expertin Miriam Tuche vom <strong>ADAC</strong> Reisebüro in Eisenach<br />

Anreise, Übernachten, Sicherheit & mehr<br />

Anreise<br />

La Gomera erreicht man am besten mit<br />

der Fähre von Teneriffa: Vom internationalen<br />

Flughafen Reina Sofía fährt<br />

man mit dem Taxi in die Hafenstadt<br />

Los Christianos (etwa 20 Minuten und<br />

25 €), dann geht es auf die Fähre. Die<br />

Linie Fred Olsen ist schneller (um ca.<br />

40 Minuten), Naviera Armas romantischer.<br />

Beide fahren etwa sechsmal<br />

am Tag.<br />

www.fredolsen.es/en<br />

www.navieraarmas.com/en/<br />

horarios_en<br />

Die Insel<br />

La Gomera ist vulkanischen Ursprungs,<br />

etwa elf Millionen Jahre alt und besteht<br />

zu großen Teilen aus poröser Lava.<br />

Ihrem milden Klima zu allen Jahreszeiten<br />

verdankt sie die Bezeichnung<br />

„Insel des ewigen Frühlings“. Sie bietet<br />

verschiedene Zentren: die kleine<br />

Hafenstadt San Sebastián im zerklüfteten<br />

Osten, das touristische Playa<br />

de Santiago im sonnigen Süden, das<br />

wildromantische Hermigua im grünen<br />

Norden sowie das Valle Gran Rey im<br />

dramatischen Westen, das bekannteste<br />

Tal. Quasi im Herzen der Insel liegt der<br />

Nationalpark Garajonay, ein UNESCO-<br />

Weltnaturerbe, in dem die Augen tief<br />

durchatmen können.<br />

Essen & Trinken<br />

Die Küche auf Gomera ist recht bodenständig,<br />

das meistbenutzte Utensil in<br />

Restaurants ist der Grill für frischen<br />

Fisch. Probieren sollte man auf jeden<br />

Fall Potaje de Berro (herzhafter Kresseeintopf),<br />

Papas Arrugadas (gesalzene<br />

Schrumpelkartoffeln) mit Mojo Verde<br />

(grün wegen des Korianders) oder<br />

Mojo Rojo (rot wegen der Chilis). Und<br />

Gomerón, den typischen, mit Palmenhonig<br />

gesüßten Traubenbrand.<br />

Übernachtung<br />

Die Auswahl an häufig rustikal gestalteten<br />

Zimmern und Appartements<br />

ist in den Zentren ausreichend, Vermieter<br />

sind daran gewöhnt, dass<br />

täglich Gäste kommen. Im Valle<br />

Gran Rey werden auch zahlreiche<br />

Ferienwohnungen für Individualtouristen<br />

angeboten.<br />

Zauberhaft<br />

Die Playa del<br />

Inglés im äußersten<br />

Westen<br />

von La Gomera<br />

Vier Tipps: 1. Das 200 Meter vom<br />

Yachthafen entfernte Hotel Torre del<br />

Conde in San Sebastián. 2. Die Finca<br />

Piñero inmitten von Bananenplantagen<br />

in Hermigua. 3. Die wunderschöne<br />

Ferienanlage Santa Ana mit Meerblick<br />

in Playa de Santiago. 4. Der Appartmentekomplex<br />

Laurisilva samt Pool<br />

im Valle Gran Rey.<br />

Mietwagen &<br />

Bikes<br />

In San Sebastían, Playa de Santiago<br />

und im Valle Gran Rey kann man sowohl<br />

Autos als auch Fahrräder mieten.<br />

Wer auf der Insel mit dem Wagen fährt<br />

(Mindestalter: 21 Jahre), sollte Serpentinen<br />

beherrschen und sich auf den<br />

teilweise sehr schmalen Straßen nicht<br />

überschätzen. Vor engen Kurven wird<br />

gehupt. Fahrradfahrer sollten rasante<br />

Abfahrten meistern können.<br />

Wandern<br />

Es existiert ein ausgedehntes, überwiegend<br />

beschildertes Wegenetz,<br />

das alle Inselteile – teils mit beträchtlichen<br />

Höhenunterschieden – miteinander<br />

verbindet. Ein auf diese Klientel<br />

abgestimmter Reiseführer ist Izabella<br />

Gawins „La Gomera – mit 20 Wanderungen“<br />

(Reise Know-How, mit Faltplan,<br />

9. Auflage 2016, 348 S., 16,90 €).<br />

Nicht versäumen<br />

1 Einen Abend durch San Sebastían<br />

schlendern und im kleinen subtropischen<br />

Park den Brunnen besuchen,<br />

an dem sich Kolumbus mit Wasser<br />

für seine Entdeckungsreise nach<br />

Amerika bevorratete. 2 Durch den<br />

immergrünen Nebelwald des Nationalparks<br />

Garajonay wandern, der<br />

teilweise undurchdringlich scheint,<br />

FOTOS: MONICA GUMM/LAIF (2), ISTOCKPHOTO (4), MAURITIUS IMAGES, <strong>ADAC</strong> E.V., LOOKPHOTOS, FOTOLIA, PRIVAT, GETTY IMAGES, MAPS4NEWS.COM/©HERE (2)<br />

ATLANTISCHER<br />

OZEAN<br />

Arguamul<br />

6<br />

Las Hayas<br />

La Calera<br />

5<br />

Valle Gran Rey<br />

4<br />

La Rajita<br />

obwohl ein Feuer 2012 einige Teile<br />

zerstörte. 3 Eine Bootstour machen,<br />

auf der man nicht nur möglicherweise<br />

Delfine und Wale erleben kann, sondern<br />

ganz sicher auch Los Organos,<br />

ein nur von der See aus sichtbares<br />

Kliff, dessen ausgewaschener Basalt<br />

an gigantische Orgelpfeifen erinnert.<br />

4 Einen Sonnenuntergang vor der<br />

Casa Maria im Valle Gran Rey erleben,<br />

das mit seinen Trommlern<br />

und Feuerkünstlern an die Hippieund-Aussteiger-Tradition<br />

der Insel<br />

erinnert. 5 Eine Führung durch den<br />

exotischen Fruchtgarten Argaga im<br />

Valle Gran Rey machen. 6 Das Restaurant<br />

Casa Efigenia in Las Hayas<br />

besuchen, wo es für rund zehn Euro<br />

seit Jahren nur ein vegetarisches<br />

3<br />

Vallehermoso<br />

PARQUE<br />

NACIONAL DE<br />

GARAJONAY<br />

Tamargada<br />

8<br />

La Gomera<br />

2<br />

Alajeró<br />

7<br />

Agulo<br />

9<br />

Santa Catalina<br />

Hermigua<br />

Tejiade<br />

Playa de Santiago<br />

San Sebastián<br />

de La Gomera<br />

El Cabrito<br />

La Palma<br />

La Gomera<br />

El Hierro<br />

Einheitsmenü gibt: Almogrote (eine<br />

Art Ziegen-Obatzda), Gofio-Brei mit<br />

roter Mojo, Salat und Gemüsesuppe<br />

sowie zum Abschluss Leche Asada<br />

mit Mandelsplittern. Den Norden<br />

der Insel nicht ignorieren: Eines der<br />

schönsten Dörfer, 7 Agulo, liegt<br />

dort, ebenso eines der ursprünglichsten:<br />

8 Tamargada. 9 Außerdem<br />

lässt sich hier der 200 Meter<br />

hohe Wasserfall El Chorro in Hermigua<br />

bewundern.<br />

Besser nicht<br />

Zelten ist auf La Gomera verboten,<br />

FKK ebenfalls, wird am Playa del Inglés<br />

im Valle Gran Rey aber manchmal toleriert.<br />

Das Wasser aus dem Hahn ist<br />

1<br />

Teneriffa<br />

Fuerteventura<br />

Gran Canaria<br />

i<br />

Lanzarote<br />

La Gomera und die anderen<br />

sechs Hauptinseln der Kanaren<br />

liegen vor der Küste Marokkos<br />

im Atlantischen Ozean<br />

2 km<br />

2km<br />

trinkbar, aber stark gechlort: Die bessere<br />

Wahl sind Fünf-Liter-Kanister<br />

aus dem Supermarkt. Und die Sonne<br />

wird oft unterschätzt: La Gomera liegt<br />

auf der Höhe von Marokko.<br />

Information<br />

Einen guten ersten Überblick liefert<br />

www.gomeralive.de<br />

Literatur<br />

Eine junge Frau verschwindet im Aussteigermilieu<br />

des Valle Gran Rey. Krimi<br />

um Verstrickungen zwischen Gurus,<br />

Aussteigern und Drogen. Mani Beckmann:<br />

„Sodom und Gomera“ (zech,<br />

336 Seiten, € 12,95).<br />

38 5/<strong>2017</strong> 5/<strong>2017</strong> 39


Experten-Tipp Ratgeber<br />

Ratgeber<br />

Tipps & Informationen zum Thema Camper. Mehr auf www.adacreisen.de/ratgeber<br />

Ist ein Fahrsicherheitstraining für<br />

Wohnmobile sinnvoll?<br />

Ja, denn ein solches Training umfasst weit mehr als nur das<br />

richtige Rangieren und Einweisen. Thematisiert und geübt<br />

werden beispielsweise auch das sichere Beladen eines Wohnmobils,<br />

das gefahrlose Bremsen auf glattem Untergrund sowie<br />

das Ausweichen von Hindernissen. Bei Kurvenfahrten unter<br />

kontrollierten Bedingungen lernen Sie etwa die<br />

Fliehkräfte eines Wohnmobils kennen. Von dem<br />

Training profitieren nicht nur Wohnmobil-Neulinge,<br />

sondern auch erfahrene Camper. Fragen Sie in<br />

Ihrer <strong>ADAC</strong> Geschäftsstelle nach<br />

Kursen in Ihrer Nähe.<br />

Ein Training dauert acht<br />

Stunden, <strong>ADAC</strong> Fahrsicherheitszentren<br />

befinden sich an<br />

vielen Orten im<br />

Bundesgebiet.<br />

Worauf sollte ich beim Mieten<br />

eines Wohnmobils achten?<br />

Wählen Sie zunächst die richtige Größe. Wer mit Kindern<br />

unterwegs ist, sollte den Camper nicht maximal belegen,<br />

besser eine Kategorie höher buchen. Stellen Sie auch sicher,<br />

dass Sie das Fahrzeug fahren dürfen, wenn das Gewicht über<br />

3,5 Tonnen liegt. Lesen Sie den Mietvertrag: Wird bei Pannen<br />

ein Ersatzfahrzeug gestellt, welche Kosten fallen bei Rückgabe<br />

an etc.? Wichtig ist auch das Thema Versicherung: In den<br />

USA ist die gesetzliche Haftpflicht oft sehr niedrig, das kann<br />

bei Unfällen schwere Folgen haben. Tipp: <strong>ADAC</strong> Reisen bietet<br />

Ihnen bei der Camper-Miete ein Höchstmaß an Sicherheit.<br />

Drohen Bußgelder, wenn ich mein<br />

Wohnmobil überlade?<br />

Nicht nur das. Kommt es zu einem Unfall, kann es auch Probleme<br />

mit der Versicherung geben. Generell müssen Sie ab<br />

20 Prozent Überladung mit 95 € Strafe und einem Punkt in<br />

Flensburg rechnen. Im Ausland wird es noch teurer: In Frankreich<br />

etwa droht ein Bußgeld bis 750 €, in Österreich bis 2180 €.<br />

Weitere Tipps, Informationen und jede Menge<br />

Inspiration für Ihre nächste Wohnmobil-Reise<br />

finden Sie unter:<br />

www.adacreisen.de/ratgeber/camper<br />

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen gerne:<br />

redaktion@adac-urlaub.net<br />

Wintercamping – was muss ich<br />

bedenken?<br />

Neben Winterbereifung, Schneeketten, Frostschutz,<br />

Winterdiesel etc. sollten Sie auf<br />

volle Gasflaschen sowie ein Zweiflaschensystem<br />

mit Umschaltautomatik achten.<br />

Ein Propan-Butan-Gemisch bleibt<br />

auch bei Kälte gasförmig. Befreien<br />

Sie Bereiche für die Frischluftzufuhr<br />

stets von Schnee und legen Sie Bretter<br />

unter die Hubstützen, so sinken Sie bei<br />

Tauwetter nicht ein. Befinden sich die<br />

Wasservorräte im beheizten Fahrzeug,<br />

friert nichts ein. Bei außenliegenden<br />

Wassertanks das Ventil öffnen.<br />

Seite<br />

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mehr<br />

erfahren<br />

FOTOS: ISTOCKPHOTO (4), PRIVAT<br />

KOLUMNE<br />

Gesundheitsmedizin<br />

Hilfe im Notfall<br />

Jeder kann jederzeit zum Ersthelfer werden.<br />

Dann sollte man wissen, wie man handelt<br />

Dr. Lucia Schmidt<br />

ist Ärztin und Redakteurin bei<br />

der „Frankfurter Allgemeinen<br />

Sonntagszeitung“<br />

Wissen Sie, was Sie tun müssen, falls Sie eine leblose<br />

Person finden? Für viele ist die Vorstellung,<br />

in eine solche Situation zu geraten, mit großer<br />

Angst verbunden. Doch jeder kann jederzeit plötzlich<br />

zum Ersthelfer werden – auch auf Reisen. Deshalb ist es<br />

so wichtig zu wissen, wie man sich dann verhält.<br />

• Professionelle Hilfe kann man in Europa und praktisch<br />

weltweit vom Handy aus unter der Nummer 112 rufen.<br />

Selbst wenn man von fremden Handys das Passwort nicht<br />

kennt, lässt sich meist kostenfrei ein Notruf absetzen.<br />

• Sprechen Sie die Sprache des Landes nicht, versuchen<br />

Sie es in Englisch oder bitten Sie Passanten, zu übersetzen,<br />

den Notruf zu wählen oder um andere Mithilfe.<br />

• Nennen Sie möglichst genau den Ort des Notfalls,<br />

damit die Rettungskräfte Sie gut finden.<br />

• Wer allein reist, sollte einen Zettel bei sich tragen, auf dem<br />

in Landessprache persönliche Daten, Vorerkrankungen,<br />

nötige Medikamente stehen, falls Bewusstlosigkeit eintritt.<br />

Finden Sie eine bewusstlose Person, gilt folgendes Vorgehen:<br />

Sprechen Sie die Person an, rütteln Sie an ihr.<br />

Kommt keine Reaktion, prüfen Sie die Atmung. Beugen<br />

Sie sich mit dem Ohr über das Gesicht, dann hören und<br />

spüren Sie, ob ein Luftstrom vorhanden ist. Mit der Hand<br />

ertasten Sie, ob sich der Brustkorb hebt und senkt. Kontrollieren<br />

Sie, dass keine Fremdkörper die Atemwege verlegen.<br />

1. Atmung vorhanden: Bringen Sie die Person in die stabile<br />

Seitenlage. Ist jemand gestürzt, seien Sie sehr vorsichtig, die<br />

Wirbelsäule könnte verletzt sein. Dann Notruf absetzen.<br />

2. Keine Atmung vorhanden: Setzen Sie erst den Notruf<br />

ab, beginnen Sie dann mit der Wiederbelebung: Beide<br />

Handballen auf das untere Drittel des Brustbeins platzieren,<br />

mit Kraft 30-mal den Brustkorb eindrücken, danach<br />

zweimal beatmen. Diesen Zyklus so lange wiederholen,<br />

bis Rettungskräfte eintreffen.<br />

Gute Reise!<br />

Danke!<br />

Haus gesichert?<br />

Fenster geschlossen?<br />

Ja<br />

Mit ARON Protect Plus !!<br />

www.aron-germany.de<br />

ARON FENSTER<br />

Mehr Schutz gegen Einbrecher<br />

Verreisen Sie mit einem sicheren Gefühl, denn mit<br />

den Sicherheitspaketen ARON Protect,<br />

ARON Protect Plus und ARON SAFE-air sind Ihre<br />

Fenster hervorragend gegen Einbruch geschützt.<br />

Produkte exklusiv erhältlich bei HORNBACH!<br />

40 5/<strong>2017</strong>


Die schönsten Straßen Inspiration<br />

AMALFITANA, ITALIEN<br />

Kurviges<br />

Vergnügen<br />

Perugia<br />

Rom<br />

Neapel<br />

Bari<br />

Via Nazionale<br />

GOLF VON<br />

NEAPEL<br />

Castellammare<br />

di Stabia<br />

Cava de`<br />

Tirenni<br />

Gute Fahrt<br />

Wenn man eine Straße in Bella Italia<br />

gefahren sein muss, dann dieses kühne<br />

Kurvenwunder südlich von Neapel. Gut,<br />

die Amalfitana ist eng, mitunter haarsträubend<br />

eng. Am Straßenrand geht es steil in<br />

die Tiefe, und der italienisch flotte Fahrstil<br />

erfordert ein stabiles Nervenkostüm. Dafür<br />

wird man auf der schwindelerregend hohen<br />

Straße entlang der Amalfiküste mit atemberaubenden<br />

Ausblicken auf das azurblaue<br />

Tyrrhenische Meer und malerisch an den<br />

Fels gebaute Schwalbennest-Örtchen wie<br />

Positano belohnt. Genießen Sie Pasta und<br />

Palermo<br />

Italien<br />

Meta<br />

Fisch in idyllisch gelegenen Restaurants<br />

am Meer und machen Sie einen Abstecher<br />

nach Ravello. In dem Bergort fand Wagner<br />

Inspiration für seinen Ritter Parsifal. Und<br />

immerhin: Entgegenkommende große Reisebusse<br />

treiben einem keine Schweißperlen<br />

Positano<br />

SS163<br />

TYRRHENISCHES MEER<br />

Amalfi<br />

Vietri sul Mare<br />

auf die Stirn, für die ist die Strada Statale<br />

163 nämlich gesperrt. Auch Lastwagen und<br />

Wohnmobile dürfen nur nachts fahren.<br />

Start: Meta<br />

Ziel: Vietri sul Mare<br />

Strecke: ca. 50 Kilometer<br />

GOLF VON<br />

SALERNO<br />

2 km<br />

Sehnsucht nach einem<br />

unvergesslichen Asphalt-<br />

Abenteuer? Hier kommen fünf der<br />

faszinierendsten Traumstraßen<br />

der Welt – für Biker, Camper<br />

und Autofahrer<br />

Monument Valley<br />

Die rötliche Färbung der<br />

Tafelberge resultiert aus<br />

Eisenoxid im Gestein<br />

maps4news.com/©HERE<br />

TEXT Olaf Heise<br />

10 km<br />

Bluff<br />

U.S. HIGHWAY 163, USA<br />

Tour im Wilden Westen<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

Monument<br />

Valley<br />

Kayenta<br />

Utah<br />

Arizona<br />

163<br />

Utah<br />

Arizona<br />

Phoenix<br />

Denver<br />

Colorado<br />

Springs<br />

Vereinigte<br />

Staaten<br />

Albuquerque<br />

Einmal wie Dennis Hopper im legendären<br />

Spielfilm „Easy Rider“ durch die spektakuläre<br />

Kulisse des Monument Valley knattern.<br />

Dieses uramerikanische Roadtrip-Erlebnis<br />

verspricht eine Tour auf dem Highway 163<br />

durch die Bundesstaaten Arizona und Utah.<br />

Auf dem schnurgeraden Asphaltstreifen geht<br />

es mit dem Bike (oder Mietwagen) durch<br />

die Wüste, vorbei an den monolithischen<br />

Tafelbergen aus Kalk- und Sandstein, die<br />

wie urzeitliche Skulpturen bis zu 300 Meter<br />

hoch aus dem Colorado-Hochplateau empor-<br />

ragen. Besonders spektakulär ist die Fahrt<br />

am frühen Morgen oder am Abend, wenn<br />

die Felsformationen, die wie keine andere<br />

Landschaft als Synonym für den Wilden<br />

Westen stehen, glutrot in der Sonne leuchten.<br />

Die besten Reisezeiten sind das Frühjahr<br />

und der Herbst. Achtung: Abstecher in den<br />

örtlichen, von Indianern verwalteten Navajo<br />

Tribal Park sind gebührenpflichtig.<br />

Start: Bluff<br />

Ziel: Kayenta<br />

Strecke: ca. 110 Kilometer<br />

Hochgefühl<br />

Die Amalfiküste mit dem Cabrio<br />

5/<strong>2017</strong> 43


Inspiration Die schönsten Straßen<br />

ATLANTIKSTRASSE, NORWEGEN<br />

Slalom durch die Schären<br />

Wenn die Herbststürme an Norwegens Küste<br />

toben und die Brecher des Atlantiks unerbittlich<br />

gegen die Felsen krachen, präsentiert<br />

sich der Atlanterhavsvegen besonders dramatisch.<br />

Dann peitscht die salzige Gischt mit<br />

lautem Getöse über den Asphalt und die Naturgewalt<br />

nötigt einem gehörigen Respekt ab.<br />

Die wilde Atlantikstraße in der Provinz<br />

Møre og Romsdal zählt zweifellos zu den<br />

schönsten Küstenrouten Norwegens. Besonders<br />

eindrucksvoll präsentiert sich der rund<br />

elf Kilometer lange Abschnitt zwischen den<br />

Orten Vevang und Karvag. Hier windet sich<br />

die Straße über felsige Schäreninseln und<br />

acht mitunter spektakulär steile Brücken<br />

hautnah am und über dem Meer entlang.<br />

Aber auch wenn es nicht gerade stürmt<br />

und tost, lohnt sich eine Fahrt auf der Reichsstraße<br />

64. Schon ab Molde geht es durch eine<br />

traumhaft schöne Berg- und Küstenlandschaft<br />

und durch idyllische Fischerdörfer.<br />

Auf den Holmen, den winzigen Felsinseln,<br />

kreischen die Möwen, bei spiegelglatter See<br />

Inselhopping<br />

Die 1989 eröffnete<br />

Atlantikstraße windet<br />

sich über Norwegens<br />

Schären<br />

lassen sich mit Glück sogar Robben und<br />

Wale beobachten. Und überall entlang der<br />

Strecke kann man auf Parkplätzen rasten<br />

und zu schönen Aussichtspunkten gelangen.<br />

Etwa zum kunstvoll gläsernen Viewpoint in<br />

Askvågen am Ende einer Mole. Oder zum<br />

schwebenden Rundweg auf Lyngholmen.<br />

Wer gerne angelt: Die Atlantikstraße liegt am<br />

Ausgang eines Fjordes, die Tiden sorgen für<br />

starke Strömungen und großen Fischreichtum.<br />

Geschützte Angelplätze findet man zum<br />

Beispiel auf beiden Seiten der Myrbærholm-<br />

Brücke. Nehmen Sie sich Zeit, die Straße in<br />

Ruhe zu entdecken. Was allerdings nicht<br />

leichtfällt – wer mit dem Auto anreist, hat<br />

vorher je nach Route schon so traumhafte<br />

Stationen wie den Geirangerfjord oder den<br />

Rondane-Nationalpark auf dem Zettel.<br />

Start: Molde<br />

Ziel: Kristiansund<br />

Strecke: 86 bzw. 105 Kilometer, je nachdem,<br />

ob über Eide oder Bud<br />

Trondheim<br />

Bergen<br />

Oslo<br />

Vevang<br />

64<br />

Molde<br />

EUROPÄISCHES<br />

NORDMEER<br />

Eide<br />

Kristiansund<br />

5 km<br />

Kauai<br />

Niihau<br />

Oahu<br />

Honolulu<br />

Molokai<br />

Lanai<br />

Maui<br />

Kahoolawe<br />

Tropenparadies<br />

Auf dem Hāna-<br />

Highway geht<br />

es durch üppigen<br />

Regenwald<br />

ROAD TO HĀNA, HAWAII<br />

Aloha am Steuer<br />

Hawaii – das ferne Sehnsuchtsziel steht für<br />

sanfte Rhythmen der Ukulele, für fröhlichen<br />

Hula-Tanz und natürlich für lässige Surfer,<br />

die über die imposanten Wellen des Pazifiks<br />

flitzen. Ebenso schön kann man aber<br />

auch über die Straßen der tropischen Vulkaninseln<br />

steuern. Eine Traumtour, um die<br />

üppige Flora und Fauna Hawaiis zu erleben,<br />

bietet die faszinierende Road to Hāna auf<br />

Maui, der zweitgrößten Insel des Archipels.<br />

Die legendäre Panoramastraße entlang der<br />

wilden Nordostküste windet sich über sage<br />

und schreibe 620 Kurven und über 59 zum<br />

Teil einspurige Brücken durch den blühenden<br />

Regenwald bis in das kleine Dorf Hāna.<br />

Kahalui<br />

Pukalani<br />

36<br />

360<br />

Maui<br />

Hana<br />

Die Strecke ist lediglich 83,5 Kilometer lang,<br />

die Fahrt kann jedoch bis zu vier Stunden<br />

dauern – Pausen an den malerischen Stopps<br />

nicht eingerechnet. Da wäre etwa der Maui<br />

Garden of Eden, ein tropischer Garten mit<br />

farbenprächtigen Blumen und Vögeln. Oder<br />

die Hāna Lava Tube, eine 400 Meter lange<br />

Lavahöhle, in die man hineingehen kann.<br />

Zum Abkühlen während der zugegeben fahrerisch<br />

anspruchsvollen Tour laden paradiesische<br />

Wasserfälle und Badepools ein, etwa<br />

die Twin Falls und die Waikamoi Falls. Wer<br />

Taucherbrille und Schnorchel an Bord hat,<br />

macht auch einen Abstecher an den schwarzen<br />

Sandstrand im Wai’anapanapa State Park.<br />

Für die Strecke mieten Sie sich am besten<br />

einen Geländewagen und brechen früh am<br />

Morgen auf, denn die Parkmöglichkeiten an<br />

den Stopps sind begrenzt und schnell besetzt.<br />

Und: Nehmen Sie ab Hāna besser nicht den<br />

Rückweg über die Südküste – die Strecke ist<br />

zum Teil beängstigend und nur für versierte<br />

Rallyefahrer geeignet.<br />

Angebote<br />

An der Amalfitana<br />

Monastero Santa Rosa, Conca dei Marini<br />

Das ehemalige Kloster aus dem 17. Jahrhundert<br />

thront auf den Steilklippen der<br />

Amalfiküste. Genießen Sie vom Infinity-<br />

Pool des exklusiven Boutique-Hotels den<br />

atemberaubenden Blick aufs Meer.<br />

ab 216 € / p. P. und Nacht im Superior<br />

Zimmer inkl. Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

An der Atlantikstraße<br />

Hotel Scandic, Kristiansund<br />

Das komfortable 4-Sterne-Hotel mit Sauna<br />

und Skybar liegt zentral in der hübschen<br />

Hafenstadt Kristiansund. Die großzügigen Zimmer<br />

sind in skandinavischem Design gestaltet.<br />

ab 71 € / p. P. und Nacht im DZ inkl.<br />

Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

Im Monument Valley<br />

Wetherill Inn, Kayenta<br />

Das beliebte Motel mit Innenpool und klimatisierten<br />

Zimmern befindet sich nur gut eine<br />

halbe Autostunde vom berühmten Monument<br />

Valley Navajo Tribal Park entfernt.<br />

ab 48 € / p. P. und Nacht im DZ inklusive<br />

Frühstück / Eigenanreise<br />

Veranstalter: DERTOUR<br />

Hawaii<br />

10 km<br />

Start: Kahului<br />

Ziel: Hāna<br />

Strecke: ca. 83,5 Kilometer<br />

Weitere Angebote finden Sie unter<br />

*Änderungen vorbehalten. Beratung und Buchung<br />

in Ihrem <strong>ADAC</strong> Reisebüro siehe Seite 49.


m aps4news.com/©HERE<br />

5km<br />

Inspiration Die schönsten Straßen<br />

Fotorätsel Gewinnspiel<br />

Experten-<br />

Tipp<br />

Annika Thaer aus dem <strong>ADAC</strong><br />

Reisebüro in Sindelfingen über die<br />

Great Ocean Road – und Radarfallen<br />

Gefräßiger Ozean<br />

Unermüdlich nagt<br />

das Meer an den<br />

Twelve Apostles<br />

– bis sie einstürzen<br />

Für die Great Ocean Road sollte man sich<br />

unbedingt Zeit nehmen und nicht bloß eine<br />

Tagestour ab Melbourne buchen. Ein Traum<br />

für Strandspaziergänge ist Point Roadnight<br />

bei Anglesea. Reizvoll für Küstenwanderungen<br />

ist auch der historische Cape-Otway-<br />

Leuchtturm. Wer Wasserfälle bestaunen will,<br />

besucht die Erskine Falls bei Lorne. Ein Geheimtipp<br />

ist das Tower Hill Wildlife Reserve<br />

nahe Warrnambool mit vielen Wildtieren wie<br />

Emus und Ameisenigeln. Ansonsten: Halten<br />

Sie sich unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.<br />

Radarfallen messen zwischen<br />

zwei Punkten das Durchschnittstempo – die<br />

Geldbußen sind bei Verstößen drakonisch.<br />

Atemberaubende Fahrerlebnisse<br />

– Entdecken<br />

Sie Deutschlands<br />

schönste Nebenstrecken!<br />

bit.ly/2gPAXkQ<br />

Seite<br />

scannen,<br />

mehr<br />

erfahren<br />

Gewinnspiel<br />

Irgendwo in Deutschland. Aber wo?<br />

Machen Sie mit! In jeder <strong>Ausgabe</strong> von <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong><br />

präsentieren wir einen markanten Ort aus ungewohnter<br />

Perspektive. Wer ihn erkennt, kann gewinnen …<br />

Gewinnen Sie<br />

10 km<br />

GREAT OCEAN ROAD, AUSTRALIEN<br />

Steile Klippen und Koalas<br />

Allansford<br />

Peterborough<br />

Princetown<br />

tener Höhepunkt der Strecke sind ohne<br />

Frage die dramatischen Twelve Apostles,<br />

bis zu 65 Meter hohe Felstürme, die sich<br />

wenige Meter vom Strand wie Trutzburgen<br />

gegen die heranrollenden Ozeanbrecher<br />

stemmen. Wer sich das Naturschauspiel<br />

Apollo Bay<br />

Lorne<br />

B 100<br />

Torquay<br />

Gee Long<br />

Warrnambool<br />

Melbourne<br />

Im Süden Australiens, wo der endlose Pazifik<br />

auf den Indischen Ozean trifft, beginnt<br />

eine der faszinierendsten Küstenstraßen der<br />

Welt: die Great Ocean Road B 100, die vom<br />

Surferparadies Torquay bei Melbourne bis<br />

kurz vor Warrnambol führt. Unangefochaus<br />

der Vogelperspektive anschauen will,<br />

bucht am Visitor Center des Twelve Apostles<br />

Marine National Park einen Helikopterflug.<br />

Man sollte auf dem Roadtrip jedoch<br />

nicht nur Augen für das Meer haben. Auch<br />

landeinwärts gibt es einiges zu erleben. Im<br />

Great-Otway-Nationalpark wandert man<br />

zwischen riesigen Eukalyptusbäumen, Wasserfällen<br />

und meterhohen Farnen durch<br />

einen faszinierenden Regenwald und beobachtet<br />

flauschige Koalabären. Im Melba<br />

Gully verzaubert die unglaubliche Lightshow<br />

der Glühwürmchen. Und am Ende<br />

des Straßen-Spektakels entspannt man sich<br />

am McGennans Beach in Warrnambool.<br />

Start: Torquay<br />

Ziel: Warrnambool<br />

Strecke: ca. 259 Kilometer<br />

FOTOS: MASTERFILE/PHILIP ROSTRON, MAPS4NEWS.COM/©HERE (10),<br />

PRISMA/KATINA, WWW.PLAINPICTURE.COM, BILDAGENTUR-ONLINE/DESIGN<br />

PICS, ISTOCKPHOTO (3), DDP IMAGES, STUDIOLINE PHOTOGRAPHY<br />

FOTOS: FOTOLIA, TRAVEL HOUSE MEDIA, MAURITIUS IMAGES<br />

Gut, sie hat mit der kürzlich eröffneten Harzer Titan RT, die sie um satte 123 Meter in der<br />

Länge übertrumpft, gehörig Konkurrenz bekommen. Spektakulär ist diese 360 Meter lange<br />

und 62 Tonnen schwere Konstruktion, deren Tragseile von armdicken, bis zu 25 Meter tief<br />

in den Fels einzementierten Ankerstangen gehalten werden, aber dennoch. Jaja, genug<br />

Ingenieurs-Kauderwelsch, Sie brauchen geografische Tipps. Wer sich hinaufwagt, sieht<br />

schwindelerregende 100 Meter unter sich nicht etwa den Colorado River rauschen, sondern<br />

ein vergleichsweise niedliches Bächlein im Hunsrück. Jenes beginnt bei der Burg<br />

Balduinseck und mündet in den Flaumbach, der wiederum in die Mosel plätschert. Wir<br />

fassen zusammen: offenkundig spektakuläre Brücke, Hunsrück, Flusstal – wie heißt sie?<br />

Brauchen Sie noch einen Hinweis? Den zweiten<br />

Teil des Gewinnspiels finden Sie online auf …<br />

Gewinnspiel-Auflösung Heft 4/<strong>2017</strong><br />

Gesucht war: Aussichtsturm Adlerhorst,<br />

Naturerbezentrum Rügen<br />

Der Gewinner der thermoelektrischen<br />

Kühlbox oder den zwei <strong>ADAC</strong> Stellplatzführern<br />

wurden von uns per Post<br />

benachrichtigt. Das Naturerbezentrum<br />

Rügen nahe dem Seebad Binz ist ein<br />

Erlebniszentrum mit Baumwipfelpfad<br />

und einer Dauerausstellung.<br />

1 von 10<br />

<strong>ADAC</strong> Reiseführer<br />

plus Australien<br />

Teilnahmebedingungen: Schicken Sie eine Postkarte an: <strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> Magazin, Stichwort: Gewinnspiel<br />

– Heft 5/<strong>2017</strong>, Pastorenstraße 16–18, 20459 Hamburg. Oder mailen Sie an: gewinnspiel@adac-urlaub.net,<br />

Betreff: Gewinnspiel – Heft 5/<strong>2017</strong>. Einsendeschluss ist der 05.10.<strong>2017</strong>. Bitte geben Sie Ihre Adresse und<br />

die Ihres <strong>ADAC</strong> Reisebüros an. Wenn Sie gewinnen, wird Ihnen der Gewinn dort ausgehändigt.<br />

Teilnehmen kann jede(r) Volljährige. Mitarbeiter der <strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen und Reisebüros sowie<br />

verbundener Unternehmen und Agenturen können leider nicht teilnehmen. Der Gewinn wird unter<br />

allen Teilnehmern ausgelost, Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Adressdaten werden<br />

nur für die Durchführung des Gewinnspiels verwendet und ansonsten nicht an Dritte weitergegeben.<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung sowie ein Umtausch des Gewinns sind nicht<br />

möglich. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos und der Rechtsweg ausgeschlossen.<br />

46 4/<strong>2017</strong> 5/<strong>2017</strong><br />

5/<strong>2017</strong> 47


Reisebüro Regional<br />

Vor Ort Reisebüro<br />

Impressum<br />

<strong>ADAC</strong> Supercross Stuttgart<br />

Die Welt zu Gast in Stuttgart<br />

Für große und kleine Motocross-<br />

Fans hat sich das <strong>ADAC</strong> Supercross<br />

in Stuttgart zum Event<br />

des Jahres entwickelt. Kein Wunder,<br />

kämpfen in der Hanns-Martin-<br />

Schleyer-Halle doch am 10. und<br />

11. November die Stars der internationalen<br />

Supercross-Szene wie der<br />

A<br />

uf eigene Faust reisen – das<br />

geht besonders gut mit<br />

einem Wohnmobil. Bei den<br />

Modellen gibt es heute allerdings die<br />

Qual der Wahl. Einen guten ersten<br />

Eindruck vermitteln vom 15. bis<br />

28. <strong>September</strong> die Wohnmobiltage<br />

des <strong>ADAC</strong> Nordbaden. Bei allen<br />

Terminen können Interessierte die<br />

Camper besichtigen und „Probe sitzen“.<br />

Zudem erklären Mitarbeiter einer<br />

Vermietung ihre Handhabung und<br />

das Reise-Team des <strong>ADAC</strong> Nordbaden<br />

beantwortet Fragen zum<br />

nächsten Camperurlaub. Die Wohnmobiltage<br />

des <strong>ADAC</strong> Nordbaden<br />

US-Amerikaner Nicholas Schmidt auf<br />

Suzuki oder Stephan Büttner auf Kawasaki<br />

um Titel. Dafür wird die Hanns-<br />

Martin-Schleyer-Halle komplett auf<br />

den Kopf gestellt: Gefüllt mit 2000 Kubikmeter<br />

Lehmerde verwandelt sie sich<br />

in eine spektakuläre und anspruchsvolle<br />

Rennstrecke. Sprunghügel, enge<br />

Zum<br />

Schnuppern<br />

Bei den Wohnmobiltagen<br />

können Sie sich<br />

fachkundig<br />

beraten lassen<br />

und auch schon<br />

mal Probe sitzen<br />

Ihr Vorteil<br />

<strong>ADAC</strong> Mitglieder<br />

erhalten 10 Prozent<br />

Rabatt auf<br />

Freitagstickets in<br />

der Silberkategorie<br />

beim Kauf<br />

in den <strong>ADAC</strong><br />

Geschäftsstellen<br />

Die Wohnmobiltage beim <strong>ADAC</strong> Nordbaden<br />

Camper zum Probeliegen<br />

finden am 15.9. in Pforzheim (Marktplatz),<br />

am 16.9. in Mannheim (Kapuzinerplanken)<br />

und am 28.9. in Bruchsal<br />

(Fußgängerzone Rathausvorplatz)<br />

Tickets<br />

erhältlich unter<br />

www.supercross-stuttgart.de<br />

und in den <strong>ADAC</strong><br />

Geschäftsstellen<br />

Kurven und kurze Distanzen fordern<br />

von den Fahrern alles und bieten eine<br />

einzigartige Motorsportshow. Zudem<br />

wartet auf große und kleine Zuschauer<br />

ein abwechslungsreiches Familienprogramm.<br />

Den Abschluss bilden an<br />

jedem Veranstaltungstag die Freestyler<br />

mit ihrer spektakulären Flugshow.<br />

statt, jeweils von 10 bis 17 Uhr.<br />

Weitere Infos in allen Reisebüros des<br />

<strong>ADAC</strong> Nordbaden und unter der<br />

Telefonnummer (06 21) 41 00 19 40.<br />

FOTOS: SEBASTIAN ZINTEL, THOMAS BENDER<br />

Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern<br />

<strong>ADAC</strong> Geschäftsstellen & Reisebüros in Baden-<strong>Württemberg</strong><br />

Aalen<br />

Südlicher Stadtgraben 11,<br />

73430 Aalen<br />

(0 73 61) 6 47 07 30<br />

aalen@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

Baden-Baden<br />

Gewerbepark Cité 22,<br />

76532 Baden-Baden<br />

(0 72 21) 93 74 50<br />

rb.baden-baden@sba.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 17.30 Uhr,<br />

Sa. 9.30 – 12.30 Uhr<br />

Balingen<br />

Wilhelm-Kraut-Straße 18,<br />

72336 Balingen<br />

(0 74 33) 99 63 10<br />

balingen@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

Biberach<br />

Zeppelinring 7,<br />

88400 Biberach<br />

(0 73 51) 70 02 20<br />

biberach@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

Bruchsal<br />

Am Alten Güterbahnhof 9,<br />

76646 Bruchsal<br />

(0 72 51) 6 18 99 99 47<br />

reise.bruchsal@nba.adac.de<br />

Mo. – Mi., Fr. 9 – 17 Uhr,<br />

Do. 9 – 18 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr<br />

Esslingen<br />

Plochinger Straße 21,<br />

73730 Esslingen<br />

(07 11) 31 54 70 40<br />

esslingen@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

Freiburg<br />

Am Predigertor 1,<br />

79098 Freiburg<br />

(07 61) 3 68 81 77<br />

rb.freiburg@sba.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13.30 Uhr<br />

Göppingen<br />

Schillerbau II,<br />

Willi-Bleicher-Straße 3,<br />

73033 Göppingen<br />

(0 71 61) 9 78 09 44<br />

goeppingen@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

Heidelberg<br />

Pleikartsförster Str. 116,<br />

69124 Heidelberg<br />

(0 62 21) 71 10 94 5<br />

reise.heidelberg@nba.adac.de<br />

Mo. – Di., Do. – Fr. 8 – 17 Uhr,<br />

Mi. 8 – 17.30 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr<br />

Heilbronn<br />

Bahnhofstraße 19–23,<br />

74072 Heilbronn<br />

(0 71 31) 96 75 20<br />

heilbronn@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr,<br />

Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

Karlsruhe<br />

Steinhäuserstraße 22,<br />

76135 Karlsruhe<br />

(07 21) 8 10 49 42<br />

reise.karlsruhe@nba.adac.de<br />

Mo. – Mi., Fr. 8 – 17 Uhr,<br />

Do. 8 – 18 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr<br />

Ludwigsburg<br />

Breuningerland, Heinkelstraße 1–11,<br />

71634 Ludwigsburg<br />

(0 71 41) 23 10 20<br />

ludwigsburg@wtb.adac.de<br />

Mo. – Mi., Fr. 10 – 20 Uhr,<br />

Do. 10 – 22 Uhr, Sa. 9.30 – 20 Uhr<br />

Lörrach<br />

Am Bahnhofsplatz 2–3,<br />

79539 Lörrach<br />

(0 76 21) 92 74 20<br />

rb.loerrach@sba.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 17.30 Uhr,<br />

Sa. 9.30 – 12.30 Uhr<br />

Mannheim<br />

Am Friedensplatz 6,<br />

68165 Mannheim<br />

(06 21) 41 00 19 44<br />

reise.mannheim@nba.adac.de<br />

Mo. – Fr. 8.30 – 17 Uhr,<br />

Sa. 9 – 13 Uhr<br />

Offenburg<br />

Marlener Straße 6,<br />

77656 Offenburg<br />

(07 81) 72 74 20<br />

rb.offenburg@sba.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 17.30 Uhr,<br />

Sa. 9.30 – 12.30 Uhr<br />

Pforzheim<br />

Julius-Moser-Str. 1,<br />

75179 Pforzheim<br />

(07 231) 4 29 82 79 46<br />

reise.pforzheim@nba.adac.de<br />

Mo. – Di., Mi., Fr. 8.30 – 17 Uhr,<br />

Do. 8.30 – 18 Uhr,<br />

Sa. 9 – 13 Uhr<br />

Ravensburg<br />

Jahnstraße 26,<br />

88214 Ravensburg<br />

(07 51) 3 61 68 80<br />

ravensburg@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr,<br />

Sa. 9 – 13 Uhr<br />

Reutlingen<br />

Lederstraße 102,<br />

72764 Reutlingen<br />

(0 71 21) 38 56 56<br />

reutlingen@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

Sindelfingen<br />

Breuningerland, Tilsiter Straße 15,<br />

71065 Sindelfingen<br />

(0 70 31) 95 36 20<br />

sindelfingen@wtb.adac.de<br />

Mo. – Mi., Fr. 10 – 20 Uhr,<br />

Do. 10 – 22 Uhr, Sa. 9.30 – 20 Uhr<br />

Stuttgart Neckartor<br />

Am Neckartor 2,<br />

70190 Stuttgart<br />

(07 11) 28 00 21 05<br />

stuttgart@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9 – 13 Uhr<br />

Stuttgart City<br />

Kronprinzstraße 8,<br />

70173 Stuttgart<br />

(07 11) 22 85 50<br />

stuttgart.city@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9.30 – 18.30 Uhr, Sa. 10 – 14 Uhr<br />

Singen<br />

Georg-Fischer-Straße 33,<br />

78224 Singen<br />

(0 77 31) 86 74 11<br />

rb.singen@sba.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 17.30 Uhr,<br />

Sa. 9.30 – 12.30 Uhr<br />

Ulm<br />

Neue Straße 40,<br />

89073 Ulm<br />

(07 31) 9 62 10 20<br />

ulm@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

VS-Villingen<br />

Kaiserring 1,<br />

78050 VS-Villingen<br />

(0 77 21) 91 74 20<br />

rb.villingen@sba.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 13, 14 – 17.30 Uhr,<br />

Sa. 9.30 – 12.30 Uhr<br />

Waiblingen<br />

Fronackerstraße 16,<br />

71332 Waiblingen<br />

(0 71 51) 5 10 58 50<br />

waiblingen@wtb.adac.de<br />

Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 9.30 – 13 Uhr<br />

Herausgeber der Regionalseiten:<br />

<strong>ADAC</strong> Berlin-Brandenburg e. V., 10717 Berlin<br />

<strong>ADAC</strong> Hansa e. V., 20097 Hamburg<br />

<strong>ADAC</strong> Hessen-Thüringen e. V., 60528 Frankfurt<br />

<strong>ADAC</strong> Mittelrhein e. V., 56068 Koblenz<br />

<strong>ADAC</strong> Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.,<br />

30880 Laatzen<br />

<strong>ADAC</strong> Nordbaden e. V., 76135 Karlsruhe<br />

<strong>ADAC</strong> Nordbayern e. V., 90491 Nürnberg<br />

<strong>ADAC</strong> Nordrhein e. V., 50963 Köln<br />

<strong>ADAC</strong> Ostwestfallen-Lippe e.V., 33609 Bielefeld<br />

<strong>ADAC</strong> Pfalz e. V., 67433 Neustadt/Weinstraße<br />

<strong>ADAC</strong> Saarland e. V., 66117 Saarbrücken<br />

<strong>ADAC</strong> Sachsen e. V., 01307 Dresden<br />

<strong>ADAC</strong> Schleswig-Holstein e. V., 24114 Kiel<br />

<strong>ADAC</strong> Südbaden e. V., 79098 Freiburg<br />

<strong>ADAC</strong> Südbayern e. V., 80339 München<br />

<strong>ADAC</strong> Weser-Ems e. V., 28207 Bremen<br />

<strong>ADAC</strong> Westfalen e. V., 44269 Dortmund<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Württemberg</strong> e. V., 70190 Stuttgart<br />

Objektleitung:<br />

Michael Buss<br />

Stellvertretende Objektleitung:<br />

Stephan Baltes<br />

Projektmanagement <strong>ADAC</strong>:<br />

Annika Schön<br />

Verlag und Redaktion:<br />

Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG<br />

Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart<br />

Verlagsleitung:<br />

Ulli Hartmann<br />

Gültige Anzeigenpreisliste:<br />

Nr. 01 vom 01.01.<strong>2017</strong><br />

Produktionsleitung:<br />

Justus von Wedekind<br />

Anzeigenleitung:<br />

adamsz Marketing GmbH<br />

Doris Giese (verantwortlich)<br />

E-Mail: dgiese@adac-urlaub.net<br />

Chefredaktion:<br />

Diddo Ramm (verantwortlich)<br />

Redaktionsleitung:<br />

Olaf Heise<br />

Redaktionelle Mitarbeit:<br />

Harald Braun, Anke Dörrzapf, Olaf Heise,<br />

Volker Marquardt, Dr. Lucia Schmidt,<br />

Helmut Ziegler<br />

Schlussredaktion:<br />

Dr. Lars Dammann<br />

Layout:<br />

Anna Maly-Wicklein<br />

Bildredaktion:<br />

Vika Yarmilko<br />

E-Mail:<br />

redaktion@adac-urlaub.net<br />

<strong>ADAC</strong> <strong>Urlaub</strong> online:<br />

www.adac.de/urlaub<br />

Lithografie:<br />

PIXACTLY media GmbH, Hamburg<br />

Druck:<br />

Vogel Druck und Medienservice<br />

Leibnizstraße 5, 97204 Höchberg<br />

48 5/<strong>2017</strong><br />

5/<strong>2017</strong> 49


Vorschau<br />

Traumurlaub Seychellen<br />

Puderfeine Strände, luxuriöse Resorts, türkisfarbenes<br />

Meer – das Paradies im Indischen Ozean ist das<br />

perfekte Reiseziel für Honeymooner und Genießer<br />

Extra<br />

Gewinnspiel<br />

<strong>Urlaub</strong><br />

Die nächste <strong>Ausgabe</strong><br />

erscheint am 26. Oktober <strong>2017</strong><br />

Trendziele 2018<br />

Gut geplant ist halb gewonnen: Lassen Sie<br />

sich von den schönsten Reisezielen für das<br />

kommende Jahr inspirieren, etwa China<br />

Früh buchen und Sparen<br />

Unabhängig, frei und auf eigene Faust ...<br />

Winter-Spezial<br />

Lassen Sie sich bloß nicht weismachen, dass <strong>Urlaub</strong><br />

im Schnee nichts für Sie ist. Die besten Spots und<br />

Ideen zum Skilaufen, Rodeln, Winterwandern …<br />

Weitere Themen<br />

Jamaika<br />

Bei Jamaika denken Sie bloß an Koalitionen? Ein Fehler.<br />

Wir sehen Palmen, Reggae und Karibik<br />

Brasilien<br />

7:1 – ja, das Trauma sitzt tief. Aber Fußball ist natürlich<br />

nicht alles, das lateinamerikanische Land hat noch ganz<br />

andere Schönheiten zu bieten<br />

Helsinki<br />

Am 6.12. feiern die Finnen den itsenäisyyspäivä – <strong>2017</strong><br />

jährt sich der Unabhängigkeitstag zum hundertsten Mal.<br />

Ein Besuch in der Hauptstadt<br />

50 5/<strong>2017</strong><br />

Die Schiffer-Klaviatur<br />

Wer hinter dem perfekten Service auf Kreuzfahrten<br />

steckt? Wir haben an Bord hinter die Kulissen geblickt,<br />

in die Töpfe geguckt, in die (See-)Karten geschaut …<br />

FOTOS: MAURITIUS IMAGES, ISTOCKPHOTO (2), NICOLE KELLER<br />

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