Auto-Praxistest-Report - Presseweller

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Der Skoda Octavia Combi 2,0 TDI steht im Focus des Auto-Praxistest-Reports, Ausgabe 29, von Presseweller. Außerdem gibt es Hinweise aus Jahrzehnte langer Praxis zu "Fahren im Winter" und den Test Renault Clio.

Pressewellers

Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 J a n u a r 2018 Jahrg. 65

Aktueller Test:

Skoda Octavia Combi

Tipps zum Fahren im Winter

Weitere Themen

Autos von früher: in Bildern

Test Renault Clio

Tipp: Auto- und Verkehrsblog mit Tests und Themen


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 Januar 2018 2

Themen rund um Auto und Verkehr

fürs reine Elektroauto

ist die Nachfrage zwar

besser geworden, aber

nach wie vor sehr gering.

Den Meldungen aus

Dezember 2017 nach

wird die staatliche

Anschaffungsprämie

bislang wenig genutzt.

Hindernisse für den Absatz

von Elektroautos werden

neben den Preisen nach wie

vor teils relativ geringe

Reichweiten und die Zahl

der Ladestationen sein. Im

öffentlichen Nahverkehr

zum Beispiel könnten sie

für weniger Lärm und

Abgase sorgen. Die Post ist

mit ihren E-Scootern schon

einmal einen guten Weg

gegangen.

Die weitere Entwicklung

für die leisen und emissionsarmen

E-Fahrzeuge

bleibt abzuwarten.

Diesel-Tauschprämie

Öfter hört man schon

einmal: „Wir haben

unseren alten Diesel

abgegeben und uns einen

neuen Benziner zugelegt.

Durch die Prämie von

mehreren Tausend Euro hat

sich das für uns gelohnt.“

Wer auch so denkt, sollte in

den Markenbetrieben

nachfragen, was möglich ist

und ob das Programm noch

nicht ausgelaufen ist.

Klar, Dieselmotoren sind

deshalb nicht schlecht. Sie

sind drehmomentstark und

sparsam. Wir haben es auch

wieder im Test beim Skoda

Octavia TDI erlebt. Der

kräftige Zweiliter-Turbodiesel-Motor

zeigte sich

sehr zurückhaltend im

Verbrauch: Tankstopps

waren selten. Immer gut

fürs Budget.

Der Winter

hat bis vor Weihnachten

2017 bereits mehrere

Gastspiele mit dickem

Schnee gegeben. In

manchen Regionen wird

er sich wahrscheinlich

auch wieder zurückmelden.

Das kann bis spät

in den März gehen.

Lesen Sie unsere Tipps

zur Winterausrüstung und

zum Fahren auf glatten

Straßen. Seite 6

Lesen Sie in dieser Ausgabe

Vorschau Ausgabe 30

* Im Blickpunkt: Praxistest Skoda Octavia

Combi, S. 3 - 5

* Tipps zu „Fahren im Winter“, S. 6

* Praxistest Dacia Logan MCV

Stepway Tce 90, S. 7 - 9

Allgemein zu Autonomem Fahren

Langzeit-Test VW Polo, Teil 3

Autos von früber: Ford 20M - 26M


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 J a n u a r 2 0 1 8 3

Skoda Octavia Combi Style 2,0 TDI brachte richtig Fahrfreude

Kombilimousine mit viel Platz und geringem Verbrauch

Klare Konturen,

bequemer Einstieg,

großzügiger Innenraum

mit viel Platz

für Passagiere und

Gepäck machen

den Skoda Octavia

Combi zu einem

praktischen Auto für

Familien und Geschäftsreisende.

Fotos: presseweller

Siegen. 5. Januar 2018 (DiaPrw).

Mit schnörkellosem Äußerem

und geschmackvoll-schickem

Interieur präsentierte sich uns

der Skoda Octavia Combi an

einem Regentag zum Teststart.

Im September 2017 nahmen wir

ihn in der Ausstattungsversion

Style mit dem gut abgestimmten

Zwei-Liter-Turbodieselmotor

und Sechsgang-Schaltgetriebe

ausführlich unter die Lupe.

Der Octavia ist in der Skoda-Palette

sehr beliebt. Feines Interieur,

haptisch passende Materialien,

übersichtliches Cockpit und

intuitive Beschalterung machten

den Kandidaten, im Test als

„Combi“, also Kombilimousine, zu

einem angenehmen Begleiter.

Zwar neigen wir ungern zu

Übertreibungen, aber das fühlte

sich alles, einschließlich der

kraftvollen Motorisierung und der

Laufruhe, wie „erste Sahne“ an. So

sehen es auch wohl Leute, die den

Octavia schon länger fahren. Wie

ein Bekannter, der beim

Dienstwagenwechsel darum bat, für

ihn wieder einen Skoda vorzusehen.

Hat geklappt. Auch wer sich

im näheren Wohnumfeld umsieht,

wird nicht selten auf Skoda-Fahrzeuge

treffen.

Wohnzimmergefühl

Gegenüber der Vorgängerversion

hat der Octavia nochmals an Schliff

gewonnen. Er wirkt von der Frontund

Leuchtengestaltung über klare

Seitenansichten bis zur Heckpartie

sympathisch. Außen in dezentem

Grau, überraschte uns der Combi

im Innenraum mit einer feinen

hellbeigen Stoff-/ Leder-Ausstattung,

die Wohnzimmergefühl

vermittelte. Im zigfach elektrisch

verstellbaren Fahrersitz des

Testwagens war die richtige Sitzposition

schnell gefunden - das

übersichtliche Cockpit mit den

Bedienelementen im Blick und das

griffige höhen- und längsverstell-

bare Multifunktionslenkrad fest in

der Hand. Die Bedienung mit

„schlüssellosem“ System und

Start-Stopp-Knopf klappte prima.

Im rund 4,67 Meter langen und

über 1,81 Meter breiten Skoda

konnten sich auch Mitfahrer über

viel Platz freuen. Das

Gepäckabteil ist dank des variablen

Laderaumbodens locker eben

beladbar. Bei dem Norm-

Fassungsvermögen von 610 Litern

kann so einiges an Gepäck

oder Einkauf mit.Wenn es mal

nicht reicht: die Rücksitzlehnen

sind geteilt umlegbar. Dann gibt’s

Platz satt!

Sicherheit und Komfort

Elektronische Stabilitätskontrolle

(ESC) mit elektronischem Querdifferenzial,

ASB und Antriebsschlupfregelung

sowie Bremsassistent,

Isofix-Einrichtungen für

die Kindersitzbefestigung im

Fond seitlich …

Fortsetzung nächste Seite


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Ausgabe 29 J a n u a r 2 0 1 8 4

Skoda Octavia Combi Style 2,0 TDI brachte richtig Fahrfreude

… und sieben Airbags sind bereits

im Basismodell „Active“ vorhanden

sowie elektrische Fensterheber

vorn, Musiksystem und vieles

mehr. Der Testwagen auf Basis der

Version „Style“ verfügte zum

Beispiel noch über Zwei-Zonen-

Klimaanlage, Climatronic, kühlbares

Handschuhfach, elektrisch

öffnende und schließende Heckklappe,

beheizbare Vordersitze,

Geschwindigkeitsregelanlage,

Frontradarassistent mit City-

Notbremsfunktion, Parkdistanz-

Sensoren vorne, hinten und seitlich,

Rückfahrkamera sowie Navi und

Connect-System mit Bluetooth und

vielem anderen. Verschiedene

elektronische Helfer, nützliche

Assistenzsysteme, unterstützen den

Fahrer, zum Beispiel der Spurwechselassistent

mit optischer

Anzeige und auch mit Warnton,

wenn's mal knapper werden sollte.

Zum komfortablen Fahren trugen

ebenfalls die hohe Lauftruhe sowie

die Fahrwerksabstimmung bei.

Dank der adaptiven Fahrwerksregelung

hatten wir die Wahl unter

vier Modi: Eco, Sport, Komfort und

In den großzügigen, ebenen Laderaum passt schon so einiges.

Normal. Wir haben alle ausprobiert,

sind meist aber gut mit

„Normal“ -Einstellung zurechtgekommen.

Es sind auch weitere Details, die

Freude machen: Brillenfach

vorne, Regenschirmfach unter

dem Beifahrersitz, Regen-

schirm inklusive!, das seitliche

Kofferraumlicht als herausnehmbare

Taschenlampe und mehr. Pfiffig!

Saubere Straßenlage

Der Octavia zeigte sich bei schnellen

Autobahnfahrten und auf kurvenreichen

Straßen mit einer souveränen

Straßen- und Kurvenlage. Wir

nahmen ihn unter anderem über zig

teils enge Alpenpässe zur Brust. Der

Fronttriebler, vorne McPerson-

Federbein-Achse, hinten Verbundlenker-Achse,

erwies sich als gut

abgestimmt. Da mussten auf

trockener Fahrbahn noch nicht

einmal die Helferlein ran. Er liegt

stabil und hat nur geringe

Seitenneigung.

Bei einem Test mit vier Personen

befanden die Mitfahrer, dass er

„spielend durch Kurven ging“. Vor

allem freuten sie sich auch über …

Alle Instrumente und Anzeigen im Blick und gut bedienbar.

Fortsetzung nächste Seite


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 J a n u a r 2 0 1 8 5

Skoda Octavia Combi Style 2,0 TDI brachte richtig Fahrfreude

… die komfortablen Platzverhältnisse:

„Da kann man es auch auf

längeren Fahrten gut aushalten.“

Fühlt sich gut an - Kraftvoll voran

Der Zweiliter-Turbodiesel-Motor

leistet 150 PS (110 kW). Das sorgt

im Zusammenspiel mit dem

Sechsganggetriebe für ausgiebige

Lauffreude, neudeutsch Fahr-Fun.

Im Stadtverkehr geht es noch so

gerade im fünften Gang. Lockerer

dafür ist der vierte.

Beim 0-auf-100-Sprint kamen wir

im Testschnitt nicht unter knapp

10.5 Sekunden, was einerseits noch

recht flott ist, aber doch über der

Werksangabe liegt. Rasanter waren

da schon die Zwischenbeschleunigungen

in den Überholdistanzen:

4,7 Sekunden von 60 auf 100 km/h

im dritten Gang und 9,2 Sekunden

von 80 auf 120 km/h im fünften.

Die Höchstgeschwindigkeit über

einen längeren Zeitraum auszutesten,

ist angesichts der Autobahnbaustellen

und -staus nicht

mehr so leicht möglich. Zumindest

tasteten wir uns bis 215 km/h an das

Spitzentempo heran.

Sparsamer Diesel

Mit dem Octavia konnten wir uns

einmal mehr von den Qualitäten

moderner Dieselmotoren überzeugen.

Sie punkten mit guter Leistung,

einschließlich des früh einsetzenden

höchsten Drehmoments

und insgesamt relativ niedrigen

Drehzahlen sowie verbrauchsbezogen

mit geringem CO2-

Ausstoß. Den 150-PS-Kombi-

Skoda fuhren wir über lange

Strecken mit ab 4,7 Litern pro 100

Kilometern. Im Testschnitt mit

einzelnen Hoch-Tempo-Fahrten

Ausgesprochen schick und viel Bewegungsfreiheit im Fond.

und Beschleunigungstests zeigte

sich im Endeffekt ein Schnitt

von gut 5,2 Litern. Das ist

ordentlich! Was heißt das für

Verbraucher? Zum Dieselpreis,

einmal hochgegriffen 1,17 Euro

pro Liter – teils auch niedriger

–, zahlt man für 1000 Kilometer

an der Tanke 60,84 Euro. Und

das bei Zwei-Personenbesetzung,

wenig mehr bei drei

oder vier Personen: individuell

und bequem von Haus zu Haus!

Unabhängig vom Rasten muss

man auch nicht oft nachtanken.

Gut, gut!

Fazit: Ja, wir fahren seit

Jahrzehnten viele verschiedene

Autos. Explizit konnten wir bei

diesem Skoda Octavia Combi

2,0 TDI, Version Style, nichts

negativ bewerten. Er war ein

rundum angenehmer Begleiter.

Kräftig, geräumig, bequem,

laufruhig und sparsam. Es

stehen verschiedene Motorisierungen

und Versionen zur Auswahl.

Bei Interesse sollte man sich beim

Skoda-Händler informieren und

gegebenenfalls eine Probefahrt

machen. Mehr zu Skoda auf der

Webseite www.skoda-auto.de (jw)

Einige Technische Daten*

Motor: 1968 ccm; 150 PS (110

kW), 4000 U; Drehm.: 340 Nm bei

1750 – 3000 U

Beschleunigung/ Spitze: 8,5 Sek. 0

auf 100 km/h, 216 km/h

L x B x H in m: rund 4,67 x 1,814

x 1,461

Laderaum in l: 610 - 1740

Verbrauch l/ 100 km komb/ CO2

komb.: 4,4/ 4,3; 114/ 112 g/km;

Euro 6

*Lt. Fahrzeugpapieren/ Skoda-

Unterlagen

Alle Angaben beziehen sich auf

das gefahrene Modell zum Zeitpunkt

des Tests. Irrtum vorbehalten.


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 J a n u a r 2 0 1 8 6

Schnee, Eis und rutschige Straßen mahnen Verkehrsteilnehmer zu Vorsicht

Nur mit Winterausrüstung: Fahren bei Glätte

Schnee gab es in den

vergangenen Monaten 2017

bereits und damit auch schon

glatte Straßen. Wenn auch die

Räumdienste fleißig im Einsatz

sind, kann nicht zu jeder Zeit

überall bereits der Schnee auf

der Straße abgeräumt und/

oder abgestreut sein. Wie

andere Verkehrsteilnehmer,

muss man sich als Autofahrer

darauf einstellen.

Das beginnt mit der jahreszeitlich

gemäßen Ausrüstung des Fahrzeugs

und vorsorglicher Maßnahmen.

Auf den Internetseiten der

Automobilclubs wie zum Beispiel

AvD und ADAC findet man meist

Hinweise, auch zu rechtlich relevanten

Vorschriften gemäß der

Straßenverkehrsordnung!

Der Winter ist eine besondere

„Fahr-Zeit“. Bei nahezu sämtlichen

Witterungsbedingungen waren wir

mit eigenen Fahrzeugen und

Testwagen kreuz und quer auf den

Straßen unterwegs. Mal waren die

Autos als „Laternenparker“

abgestellt, mal in der Garage, was

zweifellos vorteilhaft ist.

Gibt es keine Garage, ist es ratsam,

zumindest die Frontscheibe nachts

abzudecken und tagsüber, wenn das

Auto während der Arbeit am

Parkplatz steht. Wenn das

Anbringen und Abnehmen auch ein

paar Minuten Zeit kostet, ist eine so

genannte Halbgarage, meist aus

Kunststoffplanen, besser. Damit ist

das gesamte Oberteil des Wagens

geschützt, vom Dach bis zu allen

Fenstern. Es ist weit angenehmer,

solch eine Plane abzunehmen und

nach Schneefall gründlich auszuschütteln,

als alles mit einem Handbesen

abzuräumen und Eis von den

Scheiben zu kratzen. Es geht auch

schneller.

Da die Autofahrer in Deutschland

schon das ganze Jahr über mit Staus

zu tun haben, kann es im Winter

noch krasser sein. Eine Decke im

Auto, Handschuhe, eine Thermoskanne

mit Kaffee oder Tee oder eine

Flasche Wasser können nützlich

sein. Der Kraftstofftank sollte gut

gefüllt sein.

Sanft fahren

Generell geht es darum, möglichst

sanft zu fahren: Da wo es möglich

ist, sanft bremsen, langsam und

aufmerksam durch Kurven, sachte

beschleunigen, sonst drehen die

Antriebsräder durch. Die modernen

Die Räumdienste sind fleißig. Oft schneit es aber gleich wieder.

Autos haben oft Antriebsschlupfregelung

(ASR), sind aber der

Glätte nicht immer gewachsen.

Das Antiblockiersystem (ABS)

ist hilfreich. Hierbei ist es bei

dringendem Bedarf meist besser,

die Bremse voll durchzutreten,

weil das System ein Stotterbremsen

ausführt, das zum

schnelleren Halt beitragen kann.

Es entspricht der früheren Empfehlung,

die Bremsen bei Glätte

„stotternd“ zu betätigen statt

voll. Das Regel-System kann das

schneller und besser.

Mit dem Gasfuß agiert man stets

locker, weil sonst die Räder

durchdrehen können. Beim Fahren

ist ein höherer Gang meist

besser als ein kleiner. Früher

fuhr man auf glatter Straße teils

gleich im 2. Gang an. Wer Kurven

auf glatter Straße zu schnell

angeht, landet je nach Antriebsart

vielleicht auf der Gegenfahrbahn

oder im Aus neben der

Fahrbahn. Die Systeme wie

elektronisches Stabilitätsprogramm

(ESP) oder elektronische

Stabilitätskontrolle (ESC)

verbessern zwar deutlich das

Fahrverhalten, können aber nicht

immer voll und ganz helfen. Alle

elektronischen Helferlein haben

ihre physikalischen Grenzen!

Bei Glatteis zu fahren ist wieder

eine andere Welt. Da läuft so gut

wie gar nichts. Man lässt besser

das Auto stehen oder fährt einen

Parkplatz an und wartet, bis die

Räumdienste gefahren sind.

Winterlich kann’s von O bis O

sein, von Oktober bis Ostern

und länger. Wir wünschen gute

und sichere Fahrt! (jw)


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 Januar 2018 7

Pfiffiger Renault mit gutem Antritt und ordentlich Platz

Wendig und hübsch: Clio im sportlichen Look

Der Renault Clio,

hier mit GT-Lineund

Techno-Plus-

Paket, ist optisch

ansprechend. Der

Testwagen rollte

auf 17-Zoll-

Rädern durchs

Land. Auch sonst

hatte er einiges

zu bieten, was

das Fahren

angenehm

machte.

Alle Fotos/ Repros:

Presseweller

Siegen. 7. Oktober 2017

(DiaPrw). In der Renault-Palette

ist der Clio schon längst kein

unbekannter. Vorgänger hatten

wir ebenfalls bereits im Test.

Das aktuelle Modell nahmen wir

im August 2017 unter die Lupe,

den Clio in der Version Energy

Intense dCi 110. Das steht für

den 110-PS-Turbodieselmotor.

Der blaue Kleine „GT-Line“ mit

Sechsgang-Schaltgetriebe, der sich

gar nicht so klein zeigte, wartete

mit einem hübschen Interieur,

geräumigem Innenraum und guten

Fahreigenschaften auf. Aber lesen

Sie selbst.

Mit Front- und Heckspoiler und

17-Zoll-Leichtmetallfelgen zeigte

sich der Clio im sportlichen Look.

Das setzte sich im Innenraum mit

Alu-Pedalen und Vordersitzen mit

zusätzlichem festem Seitenhalt fort.

Grund dafür war das GT-Plus-

Paket, das freilich noch viel mehr

zu bieten hatte. Auf fester und gut

einstellbarer Bestuhlung gab es für

den Fahrer einwandfreie

Cockpitübersicht mit gut ablesbarer

Instrumentierung. Im Fond gingen

die Sitzverhältnisse, einschließlich

der Beinfreiheit, klassengemäß

ebenfalls in Ordnung: viel Platz bei

Außenmaßen von gut 4,06 mal 1,73

Metern. Trotz fester Fahrwerksabstimmung

rollte der Fronttriebler

mit McPherson-Achse

vorne und Verbundlenkerachse

hinten selbst auf holprigen

Wegstrecken komfortabel ab.

Mit 300 (Norm-) Litern zeigte sich

das Laderaumvolumen für diese

Klasse großzügig. Durch geteilt

mögliches Umlegen der Rücksitzlehnen

kann es bis auf über 1100

Liter erweitert werden. Ein

bisschen störend wirkte aber der

tiefe Laderaumboden. Alles in

allem waren wir beim Probepacken

erstaunt, was da alles so ins

Kofferraumabteil hineinpasst.

Rundum-Ausstattung

Der fünftürige Clio ist in der

Basisausstattung unter anderem

mit ABS, elektronischem Stabilitätsprogramm

und vier Airbags

ausgerüstet sowie mit elektrischen

Fensterhebern vorn, Zentralverriegelung

mit Fernbedienung

sowie elektrisch einstell- und

beheizbaren Außenspiegeln.

Der Testwagen mit GT-Line- und

Technik-Plus-Paket wusste beispielsweise

noch mit Online-

Infotainment-System, inklusive

Navi und Soundsystem, Klimaautomatik,

elektrisch anklappbaren

Außenspiegeln, Key-Card

für schlüssellose Bedienung und

mehr zu gefallen.

An Bord waren ebenfalls vordere

und hintere Abstandssensoren

sowie die auf dem Sieben-Zoll-

Bildschirm gut einsehbare …

Rückfahrkamera. Die …

Fortsetzung nächste Seite


Pressewellers

Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 Januar 2018 8

Fortsetzung … Wendig und hübsch:Clio im sportlichen Look

… seitlichen Abstandssensoren mit

akustischer und optischer

Rückmeldung erwiesen sich als

sehr praktisch bei engen

Durchfahrten oder nahen

Vorbeifahrten! Insgesamt halten

wir diese Technik mit Rückfahrkamera

für rundum nützlich.

Unabhängig davon sollte man sich

dennoch stets auch selbst mit

eigenem Blick vergewissern!

Der Clio geht gut zur Sache

Startknopf drücken, losdüsen. Der

Renault kommt vom Start weg gut

zur Sache. Der Turbodieselmotor

mit 110 PS entwickelt bereits ab

knapp 1500 Touren zusätzlichen

Zug, knapp darüber setzt bei 1750

Umdrehungen das höchste Drehmoment

von 260 Newtonmetern

ein. Selbst im sechsten Gang geht

es aus diesem unteren Drehzahlbereich

zügig vorwärts. Im

Stadtverkehr rollt man im fünften

Gang mit. Die Beschleunigung

Großzügiges Ladeabteil.

Attraktiv und praktisch gestaltet, übersichtlicher Cockpitbereich.

geht in Ordnung. Mit 11,9

Sekunden im Test verfehlten wir

den Werkswert nur knapp, die 60

auf 100 km/h im dritten Gang

hakte der Clio in knapp 6,4

Sekunden ab, und von 80 auf 120

km/h im fünften Gang waren es

nur rund 9,1 Sekunden.

Klasse! Bei der Ermittlung

der Spitzengeschwindigkeit

hatten wir

Glück, weil es auf einer

unserer üblichen längeren

Autobahn-Teststrecken

in einem Teilbereich mal

für einige Zeit ohne

hohes Verkehrsaufkommen

und Staus abging.

Im Schnitt unserer

Messungen stoppten wir

knapp über 190 km/h.

Passt!

Verbrauch okay

Was verbraucht der

denn?

Wir fuhren ihn mit ab

knapp 4,9 Litern pro

100 Kilometer und erreichten

schließlich einen Gesamttestschnitt

von leicht über 5,1

Litern. Das halten wir für angemessen,

wenn auch der Kombiwert

mit 3,5 Litern angegeben

ist. Zum großen Teil nutzten wir

den zuschaltbaren Eco-Modus,

wodurch unter anderem die

Motorcharakteristik verändert

wird. Zügiges Fahren war

dennoch möglich. Ergebnisse

wie mittleren Kraftstoffverbrauch

und gewonnene Kilometer

konnten wir im Display

nachlesen. Beschleunigungstests

und Co. wickelten wir im

Normalmodus ab.

Astreine Straßenlage

Der Fronttriebler lag sauber auf

der Straße, rollte gut ab und

nahm die schnell angegangenen

Testkurven einwandfrei unter

die Räder: ein feines, unproblematisches

Fahrverhalten, das

durch Wendigkeit und gutes …

Fortsetzung nächste Seite


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 Januar 2018 9

Fortsetzung … Wendig und hübsch:Clio im sportlichen Look

… gutes … Handling unterstützt

wurde. Mit diesem Auto waren wir

auf allen Strecken gut unterwegs,

von der Autobahn bis zu diversen

sehr kurvenreichen Mittelgebirgsstrecken.

Fazit: Der Renault Clio Intens dCi

110 ließ sich gut fahren, er war

spritzig und flott sowie

zurückhaltend im Verbrauch. Der

Platz für Passagiere und das

Laderaumvolumen sind für diese

Klasse ordentlich: ein hübscher

und wendiger Begleiter. Für die

gefahrene Version müssen einige

Tausender mehr auf den Tisch als

für das Basismodell. Es stehen aber

ganz nach eigenem Wunsch

mehrere Benzin- und Dieselmotoren

sowie Ausstattungsversionen

und Zusatzpakete zur Auswahl. Bei

Interesse sollte man sich beim

Renault-Händler informieren, sich

selbst ein Bild vom Auto machen

und gegebenenfalls eine Probefahrt

vereinbaren. (jw)

Schön, diese Ausstattung.

Im Fond geht es, klassenbezogen, in Sachen Platz ordentlich zu.

Einige Technische Daten*

Motor: 1461 ccm; 110 PS (81 kW)/ 4000 U; höchst. Drehm.:

260/ 1750 U

Fahrwerte: 0 – 100 km/h = 11,4 Sek.; Spitze: 190 km/h

Länge x Breite x Höhe in m, Laderaum in Lit.: 4,063 x 1,732 x

1,448; 300 – 1146

Verbrauch (lt. VO/ EG) und CO2-Em. Komb.: 3,5 l/ 100 km;

90 g/ km; Euro 6

*laut Renault-Unterlagen/ Zulassung

Alles auch im Blog Auto + Verkehr

Unsere Tests und Tipps rund um Auto- und Verkehrsthemen

finden Sie auch in unserem „autodialog“-Blog „Auto und

Verkehr“. Sie können ihn ohne Anmeldung über unsere

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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 29 Januar 2018 10

Unsere Serie Autos von früher

geht ab der nächsten Ausgabe weiter

Im Uhrzeiugersinn nach Fotodaten:

Mini 1994, Ford 26 M 1971, Honda Legend

1980er-/90er, Audi A6 Anfang 2000er

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