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CamperVans 02/2018 Leseprobe

Neuheiten 2018: Mercedes-Benz Sprinter, Hymercar, Weinsberg, Womondo, Dreamer und mehr, Offroad-Special: 4Motion Werz Magnum A und La Strada Avanti mit Dangel 4x4 im Test, Basisfahrzeuge, Reise und Ausrüstung, Dauertest: Adria Family 600 SPT, Schon gefahren: Chausson Twist V594, Reise: Abenteuer Irland mit VW T3, Firmenporträt: Mostvanted, Ausrüstung: Marderabwehrsysteme

OFFROAD-SPECIAL

OFFROAD-SPECIAL Basisfahrzeuge Wenn das ABENTEUER ruft Für ›› SERIENFAHRZEUGE: viele ist das „ausgetretene Pfade verlassen“ der Inbegriff von Vanlife. Die Basisfahrzeuge dafür gibt es serienmäßig mit Allrad, damit man die Pfade auch befahren kann. Text: Andreas Güldenfuß Ford Transit AWD Das Allradsystem im Ford Transit verteilt die zur Verfügung stehende Motorleistung mithilfe einer eigens entwickelten elektronisch geregelten Allrad-Kupplung automatisch an die einzelnen Räder. Je nach Fahrsituation variiert die Drehmomentverteilung zwischen Front und Heck von 0:100 bis zu 50:50. Zwei Betriebsprogramme stehen zur Verfügung: AWD Auto-Modus, hier passt die Elektronik automatisch die Kraftverteilung an, oder AWD Lock für permanenten Allradantrieb. www.ford.de 48 CamperVans 2/2018

Allrad, AWD, 4x4, 4Motion oder 4Matic – als alter Syncro-Fahrer sage oder denke ich: „Ist doch alles Quatsch, braucht man doch fast nie.“ Tagein, tagaus fahre ich mit meinem Bus durch die Gegend, Allrad brauche ich nie. Kurz in den matschigen Feldweg, auf der nassen Wiese umdrehen, den Anhänger voller Brennholz aus dem Wald ziehen, zu dem einsamen Stellplatz am Strand fahren – dazu brauche ich doch keinen Allrad, oder? Rund 20 Jahre Allradfahrzeuge lassen einen etwas abstumpfen – schließlich hatte man ja nie Probleme. Bei normaler, trockener Witterung ist es auch wirklich schwierig sich festzufahren. Auch mit Geröll und losem Schotter kommen die meisten zweiradgetriebenen Fahrzeuge relativ gut klar – jedenfalls solange es eben ist. Wenn es nass oder matschig ist, Schnee liegt oder man auf losem Untergrund Anstiege bewältigen muss, sieht die Sache schon anders aus. Okay, so ein Syncro mit gemäßigten All-Terrain-Reifen sieht nicht nur gut aus, er hat auch seine Vorteile – wenn man sie braucht. Der Umstieg auf „normale“ Camper ist zum Teil etwas schwierig – weil das Teil plötzlich steckenbleibt, wo es auf den ersten Blick gar keinen Grund dafür gibt – das meinte ich mit abgestumpft. Jetzt ist es zum Glück nicht mehr so wie früher, mit meinem Nissan MD21 mit Aeroplast-Wohnkabine, wo man sich den Vierrad-Antrieb mit wenig Fahrkomfort und immensem Mehrverbrauch erkaufen musste. Moderne Allrad-Fahrzeuge können das besser, selbst dem 15 Jahre alten T4 merkt man seinen Antrieb nicht oder kaum an. Allrad ist in, soviel ist klar. Wer es sich leisten kann, gönnt sich die zweite angetriebene Achse – ob er sie jemals braucht oder nicht. Der Markt an Allradlern ist größer, als man vielleicht glaubt, es gibt eigentlich kaum ein Basisfahrzeug, welches nicht als 4x4 erhältlich ist – als Serie oder zum Nachrüsten. ■Aufpreis Allradantrieb: 5.950 Euro Motorisierung: Vierzylinder-Turbodiesel, Direkteinspritzer Hubraum: 1.995 cm³ Leistung: 96 kW (130 PS), 125 kW (170 PS) Drehmoment: 385 Nm, 405 Nm Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe Optionen: – Volkswagen T6 4Motion In seiner sechsten Generation heißt er schon lange nicht mehr Syncro, aus der einfachen Visco-Kupplung wurde eine moderne, elektrohydraulisch geregelte Haldex-Kupplung und die VW-Allrad-Varianten hören auf den Namen 4Motion. Die Funktion ist einfach: Sobald Drehzahlunterschiede zwischen Vorder- und Hinterachse auftreten, wird von zwei Pumpen Druck aufgebaut, der die Achsen miteinander koppelt. Die Verteilung der Antriebskraft hängt vom Untergrund ab, die Traktionskontrolle funktioniert weiterhin. Weiter kommt man natürlich mit der optionalen Differenzialsperre für die Hinterachse. Funktion: automatisch zuschaltende Hinterachse. Elektronisch gesteuerte Haldex-Kupplung, Kraftverteilung maximal 50:50. www.volkswagen.de ■Aufpreis Allradantrieb: 3.415 Euro Motorisierung: Vierzylinder-Turbodiesel Direkteinspritzer Hubraum: 1.968 cm³ Leistung: 110 kW (150 PS), 150 kW (204 PS) Drehmoment: 340 Nm, 400 Nm Motorisierung: Vierzylinder-Benzin, Direkteinspritzer Hubraum: 1.984 cm³ Leistung: max. 150 kW (204 PS) Drehmoment: 350 Nm Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe oder Siebengang-DSG Optionen: mechanische Hinterachs-Differenzialsperre 952 Euro, Ausstattungspaket Protection: Unterfahrschutz für Motor, Getriebe, Tank, Schweller, Differenzial, Hauptschalldämpfer 3.766 Euro, Schwellerleisten links und rechts 1.136 Euro, Unterfahrschutz Motor und Getriebe 994 Euro, Schlechtwegefahrwerk (+20 mm) 460 Euro ➤ CamperVans 2/2018 49

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