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E_1928_Zeitung_Nr.099

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ihren Bahnkörper

ihren Bahnkörper hermetisch äbzuschliessen. Während im letzteren Falle alles getan wird, um die Möglichkeit einer Sicherheitsgefährdung auszuschliessen, ist bei den ersteren von vorneherein gerade eben mit Rücksicht auf deren Anlage, mit Sicherheitsgefährdungen, d. h. mit Vorkommnissen, die den Betrieb hindern und allenfalls gefährden können, zu rechnen. Es zeugt daher von einer absoluten Verkennung der Stellung, welche solchen Bahnen auf der Strasse zukommt, und es darf wohl als völlig unberechtigte Anmassung bezeichnet werden, wenn diese nun, wie üblich, jedesmal, wenn sie wegen irgend einem ebenfalls die Strasse benützenden Fahrzeug abzubremsen oder anzuhalten gezwungen sind, Strafanzeige wegen Eisenbahngefährdung d. h. wegen erheblicher Gefährdung der Sicherheit des Eisenbahnverkehrs einreichen. Genau so, wie es die Pflicht des Automobilisten oder eines sonstigen Strassenbenützers ist, den Verkehr und die Sicherheit auf der Strasse nicht zu gefährden, ist es Pflicht der ohne besondere Sicherungsmassnahmen die Strasse benützenden Eisenbahnen, die in diesem Falle eben auch nichts anderes als Strassenbenützer sind, die Sicherheit auf der Strasse nicht zu gefährden. Sie werden eben aus diesem Grunde dann und wann gezwungen sein, anzuhalten, ohne dass sie daraus stets ein Vergehen des das Anhalten verursachenden Strassenbenützers zu erblicken berechtigt sind, ganz abgesehen davon, dass in den meisten Fällen nicht die Sicherheit der Eisenbahnen erheblich gefährdet ist, sondern vielmehr die Sicherheit der Strassenbenützer selbst und deren Fahrzeuge. Schliesslich ist eben die Hauptsache, dass die verschiedenen Strassenbenützer unbeschädigt aneinander vorbeikommen, und es darf nicht, wie mehrfach geschehen, argumentiert werden, «ein Zusammenstoss sei zwar vorliegendenfalls nicht erfolgt, aber es hätte ein solcher erfolgen können, wenn es z. B. geregnet hätte und die Strasse oder die Schienen nass gewesen wären und wenn die Bremsen der Bahn oder des Automobils nicht richtig funktioniert hätten, oder wenn... etc., und dass eben der Automobilist, weil er es unterlassen habe, alle diese Eventualitäten vorauszusehen und in Betracht zu ziehen, dadurch die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs fahrlässig erheblich gefährdet habe!» — Dieser ganze hier aufgeworfene Fragenkomplex war vielleicht noch vor wenigen Jahren kaum von Bedeutung. Mit dem in der letzten Zeit aber stark angewachsenen und Stetsfort im Zunehmen begriffenen Verkehr ist er aber plötzlich akut geworden, und es hat infolgedessen Anpassung an die tatsächlichen Verhältnisse zu erfolgen. Wenn dies seitens der in Betracht fallenden Eisenbahnen mangels Einsicht nicht von selbst geschieht, so ist es Aufgabe des Richters, den veränderten Umständen Rechnung zu tragen und die gesetzlichen Bestimmungen den tatsächlichen Verhältnissen und Bedürfnissen entsprechend auszulegen und anzuwenden. Es ist dies wohl das beste Mittel, den in letzter Zeit zweifellos bestehenden Auswüchsen in der Anzeige von angeblichen Eisenbahngefährdungen zu steuern. Dabei soll ein unvorsichtiger oder gar leichtsinniger Automobilist in keiner Weise etwa in Schutz genommen werden, aber eine ganze Anzahl erfolgter Freisprüche der letzten Zeit haben doch erkennen lassen, dass vielerorts die Richter in sorgfältiger Abwägung und gerechter Verteilung von Rechten und Pflichten der Strassenbenützer untereinander sich ehrlich bemühen, den gegenüber früher durch den stets zunehmenden Verkehr auf der Strasse zweifellos veränderten Verhältnissen Rechnung zu tragen und dem Automobilisten vor ungerechtfertigten Uebergriffen der ohne Sicherungsmassnahmen die Strasse benützenden Eisenbahnen den ihm gebührenden Schutz zu gewähren. Es ist dies zweifellos um so mehr gerechtfertigt, so lange es immer noch eine grosse Anzahl von Eisenbahnen gibt, die, einzig und allein aus finanziellen Gründen, um sich Ausgaben zu ersparen, auf bewachte oder mit Barrieren versehene Uebergänge verzichten. Wie sehr damit die Sicherheit auf der Strasse gefährdet wird, beweisen die unzähligen Unglücksfälle auf unbewachten oder nicht abgeschrankten Uebergängen, und man muss sich nur fragen, wie viele Opfer noch gefordert werden, bis die kompetenten Behörden diesbezüglich den Eisenbahnen gegenüber diejenige Strenge in Anwendung bringen, welch'e die Eisenbahnen immer so gerne gegen den Automobilisten •anwenden möchten. Bessere Aussichten für das Exportgeschäft mit Brasilien. Paris, den 23. November 1928. Der letzte amtliche Zensus weist aus, dass allein in der Stadt Sao Paulo gegenwärtig annähernd 20,000 Automobile in Betrieb sind, welche fast ausschliesslich amerikanischer Provenienz sind. Dies bedeutet nichts anderes für uns, als dass die amerikanischen Wagen auf Kosten der europäischen Fabrikate daselbst einen sehr hohen Umsatz erzielen. Diese Tatsache ist um so bemerkenswerter, als die europäischen Automobile noch vor wenigen Jahren den brasilianischen Markt vollständig beherrscht haben. Inzwischen hat die lokale Kundschaft die Erfahrung gemacht, dass die kleineren und weniger widerstandsfähigen europäischen Wagen in einem neuen Lande mit noch schlechtem Strassennetz nicht am Platze sind. Infolgedessen ist es nicht zu verwundern, dass die stärkeren amerikanischen Wagen, die sozusagen auf allen Strassen gefahren werden können, den brasilianischen Markt ganz an sich gerissen haben, wobei der Preis eine wenig ausschlaggebende Rolle gespielt hat. In dem Masse aber, wie in Brasilien an der Verbesserung wie dem weiteren Ausbau des Automobilstrassennetzes gearbeitet wird, was in jüngster Zeit in den verschiedensten Gegenden des ungeheuer ausgedehnten Landes geschieht,, gestalten sich die Absatzmöglichkeiten für die europäische Exportindustrie wieder günstiger. In dieser Hinsicht ist auch der unlängst seitens der brasilianischen Regierung erlassenen Verfügung eine grosse Bedeutung beizumessen, welche, eine nicht unwesentliche Heraufsetzung der Sonderabgabe auf Motorfahrzeuge aller Art, Betriebsstoff usw. vorsieht, welche dem Fonds für die Unterhaltung, Verbesserung und den Automobilistisches aus Russland Eb. — Man muss es den Russen lassen, sie sind die geborenen Redner. Sie reden leidenschaftlich und sie schwelgen in ihren Reden, die leider nicht immer mit dem übereinstimmen, was die Praxis als möglich erscheinen lässt. So haben am «1. allrussischen Kongress für Wegebau», der kürzlich in Moskau tagte, zahlreiche Redner in zahllosen Reden das Thema «Strasse und Automobil> behandelt. Die grosse russische Prüfungsfahrt ifn Jahre 1925 hatte mit aller Deutlichkeit gezeigt, dass das heutige Russland keine Automobilstrassen mehr besitzt. Die schöne,' breite Heerstrasse von Moskau über Twer nach Petersburg, auf der wir vor Jahren so manchem Automobilrennen beiwohnten, ist jetzt zur achsenmordenden, löcherübersäten Landstrasse heruntergesunken. Einst war diese nahezu 600 Kilometer Gerade die idealste» Strassenrennstrecke», die man sich denken konnte. Eine einzige, scharfe Knickung wies sie hinter Chimkji auf, dort, wo die Strasse über die Bahn führte, sonst ein Strich, ein gerader, endloser Strich. Und heute... Aber nu soll es anders werden. Herr Semenow, der Vertreter des russischen Automobiltrusts, hat es versprochen. Semenow hat schon allerhand zuwege gebracht. Der schwerfällige Verwaltungsapparat mit einem Heer von Beamten hatte dem Trust bisher nur Verluste gebracht. Der neue Mann unterstellte ihn dem Moskauer Volkswirtschaftsrate. Er warf zwei Drittel der Beamten hinaus und siehe da, die Finanzlage des Trustes erfuhr eine Besserung. Seit dem Umstürze ist die russische Automobilerzeugung äusserst minim gewesen. Von 100 im Jahre 1925 erbauten Wagen ist man bis im vergangenen Jahre auf 467 Automobile eigener Fabrikation gekommen und für das laufende Jahr ist sogar eine Produktion von 800 Motorfahrzeugen geplant (wenigstens auf dem Papier). Das macht in vier Jahren zusammen 1667 Automobile. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass dem Trust die ehemalige Rjabuschinski'sche Fabrik bei Moskau, jetzt «A.M.O.», eine weitere Fabrik in Jaroslawl und das Wissenschaftliche Auto-Motoristische Institut (N.A M.I.») angehören, von denen das letztere gleichfalls als Fabrikationswerk gedacht ist Im heutigen Russland fehlt es nicht nur an Geld, sondern ganz besonders auch an ausreichenden technischen und organisatorischen Erfahrungen. Um den Automobilbau zu fördern, hat man sich daher entschlossen neue Konzessionen zu erteilen, und zwar unter ganz besonders günstigen Bedingungen für die ausländischen Konzessionäre. In Wegfall kommen sollen die Bestimmungen dass gewisse Prozente der Fabrikation an Eine Autosirasse nach der InseJ Norderney (Durch das Wattenmeer). Nachdem der Plan eines Eisenbahndainmes nach dem Vorbilde des Sylter Hindenburgda-mmes als, Verbindung der Insel Norderney mit dem Festlande fallen gelassen worden ist, beschäftigen sich jetzt die Bewohner Norderneys mit einem anderen Projekt, das die Schaffung merhin mit der Einschränkung, dass der den Staat abgeliefert werden müssen. Im- einer Autostrasse vom Festlande durch das Watt Staat ein Verkaufsrecht für gewisse Halbfabrikate besitzen soll, für welche die ver- nach der Insel vorsieht. Da der Wattenboden hier hart und steinig ist, lasse er sich angeblich bei Ebbe befahren. Zur Verfolgung dieses Projektes staatlichte Industrie Hauptabnehmerin ist. .wird die Gründung einer « Auto-Furt-Gesollschaft Denn — und da sitzt der Pferdefuss — der von Norderney Preisen angeregt. russische Autotrust hat den Auftrag erhalten, AUTOMOBTL-REVUE 1928 — Ausbau des Automobilstrassennetzes zufliessen soll. -wzwei neue staatliche Werke zu errichten, für die das Arbeitsprogramm auf fünf Jahre hinaus schon a priori festgelegt ist. Die beiden neuen Werke sollen einen Einheitstyp zum Preise von ca. 15,600 Franken bauen und man «hofft», im Jahre 1930 mit der Fabrikation beginnen zu können. Eine Spezialkommission bereist gegenwärtig das Ausland, um einen passenden Modell-Typ anzukaufen, nachdem die Einheitswagen erbaut werden Önnten. Der ausländische Konzessionär jedoch wird noch weitgehenderes Entgegenkommen finden. Zollbegünstigungen, die Erlaubnis der freien (jetzt verbotenen) Valuta-Ausfuhr, verminderte Steuern und günstige Pachtverräge, die eine Rentabilität der konzessionierten Betriebe gewährleisten, sind einige der Lockvögel, die man auf die Stange geetzt hat. Grosszügig sind auch die Konzessionen, die vergeben werden sollen. Ein Traktorenwerk für eine jährliche Produktion von 10,000 Fahrzeugen; eine Automobilfabrik für 10,000 bis 100,000 (!) Wagen im Jahre, am Ural oder in Südrussland gelegen; zwei Werkzeugfabriken mit einer Fertigung von 50 bis 60 Tonnen, von denen eine in Zentralrussland, die andere in Moskau oder in der Ukraine errichtet werde soll. Nennen wir nur diese Werke, zu denen noch Fahrradfabriken, Flugmotorenwerkstätten, Waggonfabriken usw. kommen sollen. Wer möchte da nicht in Russland bauen und konstruieren? Dem Vorkriegsrussland flössen alljährlich rund 200 Millionen Franken an ausländischer Valuta zu. Die gegenwärtige Regierung zweifelt, dass in den nächsten Jahren mit rolcheh Zahlen zu rechnen sein dürfte und sie tut nach den bisherigen Erfahrungen sicherlich recht daran. Aber sie bramabarsiert weiter — «und wenn im nächsten Jahrfünft selbst 1000 Millionen Schweizerfranken oder entspr. ausländische Währung in unser Land eingebracht würden, so wären das ja nur zwei Prozent der Summe, die wir beabsichtigen, unserer einheimischen Industrie im Verlaufe der kommenden fünf Jahre zur Verfügung zu stellen!» So weit die Pläne des Herrn Semenow. Eigentümlich nur, dass man in Moskau selber, ausserhalb der Regierungskreise, über diese hochtrabenden Aussichten ganz im unklaren ist. Bisher merkt man noch gar nichts von einer Veränderung der (trostlosen) Lage. Aber «Schweigen ist Silber — Reden ist Gold».,. und Herr Semenow redet..... Doch nicht er allein. Die Sowjet-Regierung erwägt den Bau einer Erdölleitung vom Kaspischen Meer bis nach Moskau. Die Leitung würde eine Länge von 2000 Kilometern besitzen. In Moskau selber sollen Raffinerien gebaut werden. Kostenpunkt des Projektes: rund 175 Millionen Franken! Man erwägt den Gedanken, d. h.: man redet... Automobile gelten in Russland gegenwärtig viel.; Früher pflegte man auch ausserhalb des Landes in denjenigen Staaten, die von Zeit zu Zeit einen Ordenregen über gross und klein niederprasseln Hessen, solche Dekorationen, u. a. an Künstler, zu verleihen. Anders heute: Konstantin Stanislawsky, der bekannte vorzügliche Regisseur und Schauspieler am Moskauer Künstlertheater, hat kürzlich an- Iässlich : dessen Jubiläumsfeier eine würdigere Dekoration erhalten. Professor Max Reinhardt holte den russischen Kollegen in einer prächtigen Limousine zum Festbankett ab. Die Ueberraschung Stanislawsky's soll nicht gering gewesen sein, als er erfuhr, dass dieser Wagen nunmehr sein Eigentum sei. Zwar nicht fürs Knopfloch, aber doch auch ganz nett, mag er gedacht haben. Was er in seiner Dankrede sagte, wissen wir allerdings nicht, aber sicher ist, er redete.. Verbesserte Aufnahmefähigkeit desdänischen Automobiimarktes Kopenhagen 24. XI. 1928. Die jetzt veröffentlichen Ernteberichte des Stattstischeu Amtes wie der Landwirtschaftsorganisationen lauten günstiger als seit vielen Jahren. Für Dänemark als ausgesprochenen Agrarstaat hat das Ernteergebnis stets die allergrösste Bedeutung. In Verbindung mit den ausgezeichneten Exportpreisen ist die Kaufkraft der breiten Masse der Bevölkerung wieder erheblich gestiegen und der Rückschlag früherer Jahre wettgemacht. Unter diesen Verhältnissen macht sich eine starke Belebung der allgemeinen Handelslage bemerkbar, die ihre Rückwirkung auch auf den Importhandel in Automobilen aller Art, sowie Motorrädern nicht verfehlt. Die Umsätze in letzteren bewegen sich in besonders grossem Rahmen. Nach den letzten offiziellen Ziffern sind hiervon innerhalb der ersten sieben Monate des laufenden Jahres 1.547 Stück aus dem Auslande bezogen worden, während das verflossene Jahr eine Gesamteinfuhr von 1.605 Stück aufzuweisen hatte. England ist nach wie vor die bei weitem vornehmste Bezugsquelle, nachdem die englischen Lieferungen von 849 Stück im gesamten verflossenen Jahre auf nicht weniger als 1.098 Stück innerhalb der ersten sieben Monate dieses Jahres gestiegen sind. Auch die deutschen, beigischen und österreichischen Marken haben einen nicht unwesentlichen Bodengewinn zu buchen, während die amerikanischen Krafträder fast ganz vom dänischen Markt verschwunden sind. Aber auch für den Absatz von Automobilen liegen die Dinge zurzeit günstiger als je. Insbesondere macht sich ein starkes Anwachsen der Wagen kleineren Typs geltend, deren Lieferung vorzugsweise durch Hie kontinentale Exportindustrie erfolgt. In diesem Zusammenhang sei die Aufmerksamkeit unserer Fachwelt auf die beiden grossen Automobilausstellungen gelenkt, welche zu Anfang nächsten Jahres in Kopenhagen stattfinden werden, und zwar für Personenwagen vom 21. Februar bis 3. März und im Anschluss daran für Lastwagen und Motorräder in der Zeit vom 9. bis 17. März. -iw- Für den Ausbau der Solothurn sehen Strassen. Das Strassettwesen des Kantons Solothurn wurde zu Beginn dos 19. Jahrhunderts in neue Bahnen geleitet. Bei damalige Kleine Rat erldess ein Strassenreglement. In den Jahren 1829—1846 wurden dio untere und obere Hauensioinstrasse, die Loberibergstrasso und die Ihalstrasse gebaut. Der Bau der Eisenbahnen, der in den 50er Jahren einsetzte, machte dio Erstellung von Verbindunigsstrassen notwendig. Die Kantousstrassen, dio im Jahre 1834 eine Längo von 130 km aufwiesen, erreichten im Jahre 1877 einen Bestand von 570 km. Dio Gesetzgebung, die sich voreist auf den Unterhalt beschränkte, brachte nach und naclh einen Ausgleich. zwischen Staat und Gemeinden und eine einheitliche Organisation. So ist nach verschiedenen Revisionen das Strasscnbaugosetz vom Jahre 1867 entstanden, das heute noch in Kraft steht. Die Strassen wurden in Kantons- und Gemeindestrassen eingeteilt In einem Verzeichnis wurdo das Netz der Kantonsstrassen festgelegt Der Noubau sämtlicher Kantonsstrassen war Sache dos Kantone; dio Gemeinden hatten, je nachdem das Interesse an der Strasse ein mehr allgemeines als örtliches war, Beiträge von 30—50 Prozent zu leisten. Dor Unterhalt der Kantonsstrassen wurdo vom Staate besorgt; "A der Kosten übernahm der Staat, % wurde auf sämtliche Gemeinden verteilt. Die Gemeinden selber wurden in 7 Klassen eingeteilt. Dioso Verteilung ist schon lange ein Stein des Anstosses und hat wesentlich dio Revision des Gesetzes,, über das nächstens abgestimmt •wird, veranlagst. Nach dem Kriege setzte der Autoverkehr in erhöhtem Masse ein und stellte an die Strapsen weit grössere Anforderungen. Während die ordentlichen Untexhaltskosten im Jahre 1917 den Betrag von Fr. 210,000.— erforderten, sind sie im Jahre 1927 auf Fr. 728,000.— angewachsen. Anderseits',betrug der Ertrag der Autosteuern und -gebühren im Jahre 1917 Fr. 50,000.— und erreichte im Jahre 1927 den Betrag von 564,000.—. Fast der ganze Ertrag wurde für den ausserordenUichcn Strasscnunterha.lt verwendet. Dazu kommen noch die Beiträge dos Bundes aus dem Benzinzoll. Alle dieso Mittel genügen kaum, um die Aufwendungen für den Strasseuunterhalt und den Ausbau zu decken. Auch diese Verhältnisse drängten zu eineT Gesetzesrovision. Dio Vorlage, die der solothurnische RegierungiSrat unterbreitet, handelt in der Hauptsache über die Verteilung der finanziellen Lasten zwischen Staat und Gemeinden. Vorschriften über die Art und Weise dos Strassonbaues sind nicht vorigesehen. Der Bau soll sich nach den Bedürfnissen richten und durch Projekt und Kostenvoransdhlag bestimmt werden. Der Neubau von Strassen "wird in Zukunft nur selten notwendig sein. Das gegenwärtige kantonale Strassennetz, mit einor Längo von 620 km, entspricht den Bedürfnissen; dagegen muss ein grosser feil dieser Strossen korrigiert und ausgebaut werden. Eine Strassenbreite von 4—5 Meter ist ungenügend; dio Strassen, vorab die Durchgangs6tr»ssen, müssen auf mindestens 6 Meter verbreitert werden. Aber auch dio Erstellung von Gehwegen wird notwendig sein, in erster Linie dort, wo der Verkehr am dichtesten ist; in den Ortschaften. Der Neubau und Ausbau der Kanfonsstrassen ist wie bis anhin Sache des Staates. Bei Gemeindestrassen entscheidet die Gemeinde. An den Ausbau, und dio Korrektion bestehender Strassen haben die Gemeinden einen Beitrag von 30—50 Prozent zu leisten. Der Autoverkehr verlangt aber speziell eine Verbesserung der Strassenbeläge. Die einfache Ueberschotterung genügt den Anforderungen nicht mehr; es muss ein fester Belag erstellt werden, der auch die Staubentwicklung verhindert. Wie in den letzten Jahren begonnen worden, sollen alle wichtigsten Strassen nach tind nach gewalzt und mit einer schützenden Decke versehen werden. Strassen aber, die einen besonders starken Verkehr aufweisen, sollen feste Beläge erhalten. Die Kosten für diese Verbösserugen fallen ausschliesslich zu Lasten des Staates, und es werden hierfür die Autosteuern and Autoffebühren, sowio die Beiträge des Bundes aus dem Benzinzoll verwendet werden. Der Unterhalt der Kanfonsstrassen wird wie bis anhin zu % vom Staat und zu % von den Gemeinden getragen. Bei außerordentlichen Verhältnissen, insbesondere bei grossen Strassenlänsen und für finanziell schwache Gemeinden, kann der Redorungsrat den GemuhidebotTas? angemessen reduzieren. In Zukunft wird der Totalbetrasr nicht mehr auf sämtliche Gemeinden verteilt, sondern der Beitrag jeder Gemeinde wird naeti Mapsarabe der wirklichen Kosten für die örtliche Strasscnstreeko festsetzt. Die Staubbekämpfung war im alten Gesetz nicht vorgesehen, ist aber schon seit einiger Zeit nach der neuen Vorlage geregelt. An die von Gemeinden auf Kanfonsstrassen zur BekämT>fuT\£f dor Staubentwicklung vorgenommenen Massnahmen leistet der Staat Beiträge bia zu 50 Prozent. Die Vorlage, die zur A/bstimmunc vorgelegt wird, will einen systematischen Ausbau der solothAmüschen rTauptverkehrsstrassen fördern, eowie.die Kosten für das Strflssenwesen zwischen Pt&at ntirt fksmernden in gerechter Weis« verteilen Sie wil! durch eine Verordnung den Sobutz auf den Strapsen erhöhen und den Verkehr regeln. Sie ist eine Notwendigkeit, weil durch dfn Autoverkehr volls 1i lndig veränderte Vcrkeh.rsvcrhaltn.isso einsretreten sind.

OO - 192R Aus dem Bündner Grossen Rat Das Strassemvesen im Kanton Graubunden. Anlässlich der Eröffnungssitzung des Grossen Rates Graubündens kam der Standespräsident, Dr. J. Regi, auch auf das neue Strassengesetz zu sprechen, das, wie man weiss, auf den 1. Januar 1928 in Kraft getreten ist. Die Tatsachen, die der Sprechende festnagelte, sind recht interessant. Er führte aus, dass das neue Strassengesetz für den Gesetzgeber das beste Zeugnis wirtschaftlicher Solidarität bilde und von einem gesunden Fortschrittssinn Zeugnis ablege. Es habe wesentlich dazu beigetragen, der zunehmenden Verarmung von Bündner Gemeinden wirksam zu begegnen. Die Finanzierung biete keine Schwierigkeiten mehr, da die Einnahmen aux Taxen der im Kanton stationierten Autos und den Einreisegebühren ein derart befriedigendes Resultat aufweisen, dass sie zusammen mit den Benzinzolleineinnahmen, die seinerzeit hiefür im Strassengesetz-Budget eingesetzten zwei Einnahmeposten von je 200,000 Franken weit überstiegen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung und des Grossen Rates sei eine dem gewaltig zunehmenden Verkehr entsprechende Instandstellung der Strassen. Es ist zu hoffen, dass die weitsichtigen Ausführungen des grajibijndnerischen Standespräsidenten beim Grossen Rat die nötige Nachachtung gefunden haben und dass sie Ein Autorennen durch die Sahara. Die Sahara ist in den letzten Tagen schon anlässlich in Bälde verwirklicht werden können, -tzur Eingabe der Arbeiten läuft am 15. Dezem- ab. der abenteuerlich verlaufenen «Rennbahnsuche» des Weltrekordlers Campbell in un- Auditorium gezeigt und wird die Veranstal- Sektion Zürich des A. C. S. vor zahlreichem Bündnerische Nachtragskredite für denber Strassenbau. «Man darf nicht immer nur sparen. Mit einem übertriebenen Sparsystem Wenn die Qualität der Quantität nur an-Meldung, das während der Hunderljahrfeier Ende letzter Woche sprach Herr Schwarz auf serer Presse genannt worden; nun kommt die tung nochmals wiederholt werden müssen. wird die Volkswirtschaft nicht immer gefördert.» Also lautete das Motto, das als beja- Salon ein Plakat zu erwarten sein, das, so sen für das Jahr 1930 ein Autorennen durch in Winterthur, wo über 1000 Personen der nähernd entspricht, dürfte für den nächsten der Eroberung Algeriens durch die Franzo- Veranlassung der städtischen Polizeibehörde hender Geist über der Grossratssitzung des das Komitee in der Wahl eine glückliebe die Sahara mit Start in Sidi-Ferruch und Ankunft in Tumbuktu über 3000 Kilometer, dann Referenten aus mehreren Sektionen des A. Vorführung beiwohnten. Bereits sind an den Kantons Graubünden vom 23. November Hand hat — was wir nicht bezweifeln — dem schwebte, welche folgende Nachtragskredite geistlosen und unkünstlerischen Entwurf der von Tumbuttt nach Zinder über 2000 km, C. S. Einladungen ergangen, die Bilder im genehmigte: letzten beiden Jahre überlegen sein dürfte. schüessüch wieder zurück nach Sidi-Ferruch Schosse der betr. Clubs zu zeigen und es darf 1. Schyastrasse Fr. 37 000 — "xi. via Biskra über 3500 km geplant sei. v. damit gerechnet werden, dass Herr Schwarz 2. Flüelastrasse » 30 000 — den Gesuchen entsprechen wird. Z. 3. Laudwassorstrasse » 5 000 — Ergebnis des Berliner Salons. Am letzten Sonntag (18. November) schlössen sich die Endlich gefunden? Die südafrikanische Zeitung «The Cap Times» benachrichtige die 4. Prättigauerstrasse " 6 600.— Pforten des Berliner Auto-Salons. Fast alle, 5. Brückenbautcn -> 40 000.— 6. Colancastrasse » 14 000 — deutschen Automobilfinnen bezeichnen den beiden bekannten englischen Rennfahrer und 7 Spjügenpass » 8 000.— Erfolg der Schau als über alles Erwarten Weltrekordanwärter Campbell und Segrave, 8. Averserstr&sse ' 6 000.— gut. Besonders an Kleinwagen wurden viele dass bei Calvina, ca. 600 Kilometer vom Cap 9. Gbur-Landcsgicnzc-Balzcrs » 18 000.— Tausende verkauft. 40 Prozent aller Geschäfte wurden mit geschlossenen Wagen entfernt, eine Rennstrecke entdeckt worden sei, die sich zum Austrag von Weltrekorden für Automobile vorzüglich eignen würde, v. 10. Regierungsrat Wegerhäuscr Huonder bemerkte » in 20 seiner 000.— Kommentierung der Nachtragskredite, dass man mit Unrecht in der Tagespresse auf eine Kostenüberschreitung im Strassenbau hingewiesen habe. Von Ueberschreitungen könne nicht die Rede sein, da die vermehrten Ausgaben in der Hauptsache auf die Naturkatastrophen im Bergeil und Oberland zurückzuführen sind. Im übrigen kommt ein Teil der bewilligten Kredite bereits dem Jahre 1929 zugute. Zum Beispiel sind für die Prättigauer Strasse 78,000 Franken verausgabt worden, wovon eigentlich nur 44,000 Franken das laufende Jahr betreffen. Der Kanton Graubünden muss für dieses Jahr mit einer Mehrbelastung des Strassenbaubudgets von 340,000 Franken rechnen. Den Mehrausgaben stehen aber auch Mehreinnahmen gegenüber: Die Benzinzollgelder. Man dürfte nicht fehlgehen, die restierenden Mehrauslagen mit effektiv Fr. 140,000 in Rechnung zu stellen. xi. .^kusst^llun^feen Rom, den 21. November 1928. Nunmehr steht auch Italien vor seinem grossen Automobilsalon auf internationaler Grundlage. Nicht, dass bisher hier keine Automobilausstellungen stattgefunden hätten, aber was den in Rom stattfindenden, vom 31. Januar bis 10. Februar 1929 dauernden Salon kennzeichnen soll, ist die Erwartung für eine starke Beteiligung der ausländischen Aussteller, denen die gleichen Bedingungen eingeräumt worden sind wie den einheimischen. Die Dauer des Salons ist durch den Umstand bedingt, das man in Ermangelung eines passenden Ausstellungsgebäudes grosszügig, wie das heutige Italien ist, kurzerhand eine ganze Stadtstrasse sperrt und dort einen Riesensalon, oder besser gesagt, eine eigentliche Riesengalerie einrichtet. Dieser Salon wird indessen lediglich die Karosserien beherbergen. Die Ausstellung der Autovehikel und Zubehörindustrie findet gleichzeitig in dem in der Nähe liegenden grossen römischen Ausstellungsgebäude Via Nazionale statt. Die Gaterie wird beiläufig 130 Meter lang und 16 Meter breit sein. Der vom Bureau Permanent International anerkannte Salon wird von dem «Gruppo Italäano Fabbriche Automobile» organisiert, der alle wichtigern Exponenten der italienischen Automobilindustrie umfasst. Als Ort der Durchführung wäre Mailand wohl angezeigter gewesen, aber Mussolini wil! mit allen Mitteln das Prestige der Hauptstadt heben und wahren. Darnach richten sich selbst die grossen industriellen Vereinigungen. (Bekanntlich hat auch der italienische Automobilclub seinen Sitz von Mailand nach Rom verlegt.) Aber auch wirtschaftliche Gründe sprachen für die Wahl Roms. Rom soll zum Brük- AUTOMOBIL-REVUE kenkopf werden für die Penetration gegen Balkan und Orient einerseits und gegen den italienischen Mezzogiorno anderseits. Süditalien ist nämlich bis jetzt vom Automobilsegen nur spärlich betroffen worden. Während beispielsweise die Lombardei über 36,000, Piemont über 20,000 Automobile verfügt, entfallen auf Calabrien knappe 1976, auf die Basilicata gar nur 451 Automobile. Die Aussteller werden nach Klassen geordnet; so bestehen Sonderklassen für die Chassis, für die Karosserien, für die Zubehör, für die Pneumatik, die Oele und Brennstofie, die Sportausrüstung etc. Jeder Aussteller darf in der betreffenden Klasse nur die einschlägigen Objekte ausstellen, was gleichzeitig ausbedingt, dass ein und dasselbe Objekt nicht in den verschiedenen Klassen, also mehr als an einem Orte ausgelegt werden kann. Stände abgetreten werden an alle ausländischen Aussteller, deren Land zu den aktiven und vom «Bureau Permanent» anerkannten industriellen Organisationen gehört. Die nichtanerkannten Organisationen werden, so weit es der Platz zulässt, berücksichtigt. Die Installation, Dekoration und Beleuchtung der Römer Automobilausstellung bezahlt das Organisationskomitee, -gl- Der Plakatwettbewerb für den Genfer Salon. Am 20. November betrug die Zahl der zur Beteiligung an dem vom Organisationskomitee ausgeschriebenen freien Wettbewerb gemeldeten Künstler bereits 200. Die Frist getätigt. Auch das Omnibus-Geschäft war ausgezeichnet. Dagegen wiesen die mlttelschweren Wagen, denen sich viele Firmen neu zugewandt hatten, etwas weniger grosse Verkaufsziffern auf als man erwartet hatte, i. sticht durch seine Leistungsfähigkeit hervor, denn er ist Teil für Teil gebaut wie die teuern Wagen und steht in jeder Beziehung auf der Höhe der heutigen Ansprüche. Was Essex in der Preislage von Fr. 6850— bis 7550.— bietet, konnte bisher nie unter Fr. 10,000.— geboten werden. Sein wirklicher Wert ist gut ein Drittel höher als sein Verkaufspreis, deshalb ist er der verbreitetste Sechszylinder. Erkundigen Sie sich bei allen Ihnen bekannten Essex - Besitzern, ihr Urteil ist bestimmt: ist auch in der Preiswürdigkeit Paris-Nizza. Das Reglement für das grosse touristische Kriterium Paris-Nizza, das traditionsgemäss auch nächstes Jahr, und zwar am 11. März stattfindet, liegt gegenwärtig bei der französischen Sportkommission zur Genehmigung vor. Paris-Nizza ist der internationale touristische Wettbewerb, der als erster seiner Art Jahr für Jahr durchschlagende Erfolge erzielt und in allen Ländern eigentlich Schule gemacht hat. Paris-Nizza darf sich rühmen, den Tourensport popularisiert zu haben. Heute ist der touristische Sport dem Rennsport zum mindesten ebenbürtig geworden. Es sei hier nur an die Alpenfahrt erinnert. Aber noch in anderer Hinsicht hat sich das Kriterium Paris-Nizza eine Vorzugsstellung geschaffen: An dieser Veranstaltung starteten zum ersten Male Autocars in der Konkurrenz. Die ganze Sport- und Fachwelt bestaunte die von diesen «Autocars mit Schnellzugsgeschwindigkeit» geschaffenen Leistungen mit vollbesetzten Sitzen. Der Name, der in diesem Zusammenhange genannt wurde, ist kein geringerer als der unserer schweizerischen Werke Saurer in Arbon. Was Wunder, dass man auch in der Schweiz der Veranstaltung von 1929 nur mit grösstem Interesse entgegensieht. v. Aenderungen im deutschen Automobil- Sportreglement. In dem für Deutschland allgemein gültigen Sportreglcment sind in Anpassung an die Statuten der A. I. A. C. R. ei- allen voran! PROBEFAHRT FÜR SIE UNVERBINDLICH! nige Aenderungen vorgenommen worden. So ist die Gewichtsbesohränkung bei den Tourenwagen fallen gelassen worden. Vor der Alpenfahrt mussten z. B. mehrere amerikanische Marken bei der Aufnahme zurückgewiesen werden, weil deren Gewicht unter dem vorgeschriebenen Mindestgewicht blieb. Für in Deutschland startende Schweizerfahrer dürften die neuen Flaggensignale während den Rennen von Interesse sein: Die weisse Flagg© bleibt Startflagge; die gelbe Flagge bedeutet nach wie vor: Unbedingt Halt; die blaue Flagge stillgehalten verlangt: Vorsicht, rechts halten; die blau« Flagge hin- und hergeschwenkt besagt: Achtung, Gefahr; eine schwarze Flagge in Verbindung mit einer Nummer bedeutet: Halt, für denjenigen Wagen, der durch diese Nummer bezeichnet wird. Neu ist die rot-weisse Flagge, eine in Verbindung mit einer Startnummer: sie bedeutet Verwarnung des durch die Nummer bezeichneten Fahrers wegen unsportlichen Verhaltens während des Rennens. v. Der Lichtbildervortrag von Herrn Ingeuieur Schwarz, Chef der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle Zürich, über die Ursachen und Verhütung von Verkehrsunfällen, findet überall grösstes Interesse. Bekanntlich hat der Vortragende seine in der Schweiz wohl einzig dastehende Bilderkollektion über Verkehrsunfälle schon zweimal im Schosse der A.C.S. SEKTION BERN. Die nächste Mitglieclcrzuisamtmenkunft findet am 3. Dezember. 20 Uhr, statt, wo&ei Herr Regierungsrat Bösiger über das Strassenbatiprosrarran des Kantons Bern im Jahro 1029 sprechen wird. Der Vortrag, dem gowiss grosses Interesse entgegengebracht wird, findet im Ußbungssaal des Casinos statt. Die Winteraiilässo dieser Sektion nahmen am letzten Samstag einen stimmungsvoll vergnügten Auftakt durch e.ino Tanz-Soirco im Kasino; etwai 230 Teilnehmer folgten dem Appell des Vorstände, Der Abend hatte einen woblgelunRcncn Verlauf, was nicht zum mindesten den flotten Weisen der Iberians und dem vorzüglichen Arrangement des Herrn A. Lüthy, dem utnsicihtigen Rostaurateur dos Kasino, zu verdanken ist. der vom ausgezeichneten Souper bis zum letzten Teller MeMsuppo am friühc-n Sonntag morgen seine fröhlichen Gäste bestens äreherbergte. Dio Festgemeinde der Sektion Bern ist nunmehr so zahlreich geworden, dass für künftige ähnliche Anlässe füglich der grosse Kasino-Saal benützt werden kann, zeigt sich doch je länger je mehr, da*s die Tanz-Abende des A. G. S. zu den unterhaltsamsten dw ßundesstadt zählen. A.C.S. SEKTION THURGAU. Wie in letzter Nummer mitgeteilt, veranstaltet die Sektion nächsten Samstag, den 1. Dezember, mit Beginn abends punifct 7 Uhr, einen Herrenabend mit « St. Niklausmahl s. Für Unterhaltung ist, wie bereits berichtet, gut gesorgt. Der Anlass wird eröffnet durch gesanglich-humoTistischo Vorträge des c Quartett Freundschaft» Frauenfeld. Punkt 7 Uhr 30 beginnt das Nachtessen. Nach dem Essen findet eine zwanglose. Abendunterhaltung statt, abwechlungsweise mit Filmvorführungen über automobilsportliche Ereignisse unserer Sektion und at>parte Neuigkeiten: Präsiden' Dr. Rietnrano. Aufführungen aus der magischen Kunst: Prof. Beckerelli. St. Gallen: Moderne Salontnagie, Antispiritismus. Kartenkünste, orientalische Wander etc. Dann gesanglich-humoristische Einzel- und Quartett-Vorträge: Quartett Freundschaft Frauenfeld. Wir »rsuchen die verehrten Herren Mitglieder, ihre Anmeldung au diesem Anlass spätestens bis zum 29. November an unsern Sekretär zu sendsn, damit der Hotelbetrieb der «Krone» Weinfelden genügend orientiert werden kann. T. C AUTOSEKTION BASEL DES T. C. S. Nächsten. Samstag veranstaltet das betriebsame Unterhaltunffskomitee abends 8 Uhr im Hotel « Metropol > einen Herrenabend der mit einem Bankett gestartet und mit « Freien Produktionen, Betrieb » gelandet wird. Zwischenhin ein steigt, wie das Programm verrät, ein Lichtbildervortrag von den Herren Dr. Fischer und Zöller über ihre Autoreiso durch Algier und Tunis. Hinter Punkt drei und vier verstecken sich! die zwei mystischen Namen Sabrenno und Habla. Obwohl ein Herrenabend, spielt eine rassige Jazz- Miisik at;f. Sonnt'g, den 2. Dezember, nachmittags 3 Uhr, wird im Hotel «Drei Könige > in Khemfelden getanzt. Diesmal ist es keine aussdhlies&Kche Herrenffcsejlsahaft, denn es handelt sich um dtm ersten Auftak* zur T C S.-Danciag-Saison 1928/29. :-: Pneumatiks aus synthetischem Gummi. Wie aus Deutsohl and gemeldet wird, führt die I G. Farben^ Industrie zurzeit auf dem Nüriwrg-Rinj: Versuche mit Autoreifen aus synthetischem Gaimmi durch, über deren Ergebnisse allerdings noch nichts beorden ist.