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E_1930_Zeitung_Nr.003

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nent den sofortigen Bau

nent den sofortigen Bau der Surbtalbahn. Es ist aber entschieden eine Uebertreibung, wenn dies© Kreise behaupten, beim Autobusbetrieb würden die Betriebsverluste stets wachsen, während bei einem Bau der Surbtalbahn das anfängliche Defizit mit dem zunehmenden Verkehr abnehmet! würde. Tatsache ist vielmehr, dass der Autobetrieb, wenn die Strasse in richtigen Zustand gesetzt wird, die nötigen Wagen angeschafft und vermehrte Kurse eingelegt sind, weitaus rentabler und für die Reisenden und den Güterverkehr auch billiger zu stehen kommt als der Bahnbetrieb, von dem man aus reicher Erfahrung weiss, wie gross die Defizitwirtschaft dort ist! R. Eisenbahnkatastrophen. In Spanien. In Neukastilien stösst ein Express mit einem Güterzug zusammen. — Ein Toter, mehrere Schwerverletzte. Am 7. Januar, um 1 Uhr, stiess bei der Station Santa Cruz de Mudela der Expresszug Sevilla-Barcelona mit einem Güterzug' zusammen. Die beiden Lokomotiven wurden zertrümmert, der Packwagen und der Speisewagen des Expresszuges erlitten schwere Beschädigungen. Der Chef des Speisewagens kam ums Leben, zwei Angestellte wurden schwer verletzt, drei weitere erlitten leichtere Verletzungen und sechs weitere Angestellte haben Quetschungen und Schürfungen davongetragen. Von den Reisenden wurden zwei verletzt, ein Weisser und ein Araber. In Algerien. Bei Guelma stürzt ein Zug in eine Schlucht. 12 Tote und zirka 20 Verletzte. Aus Tunis meldet der Draht, dass ein Zug, der am 6. Januar, morgens 7 Uhr, die Stadt Tunis verliess, in der Näh© von Guelma im Departement Constantine, zirka 90 Kilometer westlich der algerisch-tunesischen Grenze, in eine Schlucht hinabstürzte, in dem Augenlick, als er über ein Viadukt hinwegfuhr. Ein Pfeiler des Viaduktes war eingestürzt, was den Einsturz der ganzen Brücke zur Folge hatte. Die Lokomotive, der Postwagen und zwei Personenwagen stürzten gegen 50 Meter tief hinab und begruben zahlreiche Reisende unter sich. Zwölf Reisende wurden getötet und gegen zwanzig schwer verletzt. In Südafrika. Ein Güterzug und ein Postzug stossen zusammen. 19 Verletzte. In der Nähe der Ortschaft Saltaire Siding in Südafrika raste ein Güterzug in einen aus Johannesburg kommenden Postzug hinein. Sechs Wagen des Güterzuges wurden zum Entgleisen gebracht und ein Wagen des Postzuges vollständig zertrümmert. Neunzehn Personen, darunter drei Europäer, wurden schwer verletzt. Verhütetes Unglück. In Südwestfrankreich stürzte eine Eisenbahn, brücke ein. — Ein Bahnangestellter konnte den dahcrbrausenden Express zum Halten bringen. Infolge des starken Regens löste sich bei Gerone in Südwestfrankreich ein Felsblock von 300 Tonnen los, stürzte hinunter und gerade gegen einen Pfeiler der dortigen Eisenbahnbrücke, die einstürzte. Da einige Minuten später der Schnellzug von Frankreich nach Barcelona fällig war, lief ein Bahnangestellter dem Zug auf der Strecke entgegen und konnte ihm ein Warnsignal geben, so dass er einige Meter vor der eingestürzten Brücke zum Halten kam. — Wahrlich, wahrlich — die Eisenbahn hat dem Automobil nichts vorzuwerfen! Frühstücktisch stand. Da gab es Rettiche und Eier, weiches, weisses Brot, Hummer, kalten Fisch und viele treffliche Sachen, die besonders angenehm in der Sommerhitze waren; dazu blütenweisse, frisch duftende Servietten. Meine Stimmung wurde vortrefflich; ich sprach dem Detektiv für seine vorsorgende Liebenswürdigkeit meinen Dank aus. «Es plaudert sich besser an einer solchen Taiel,» sagte er. «Ich habe wütenden Hunger, denn ich bin heut', schon tüchtig umhergestiefelt.» «Dann sind Sie also schon sehr früh hier angelangt?» «Um halb sechs Uhr mit einem Motorboot. Habe auch bereits den Pfarrer besuchte «Was in aller Welt wollten Sie bei dem?» «Ihm nur eine einzige Frage .vorlegen. Da er keinen Fernsprechanschluss hat, musste ich ihn persönlich aufsuchen. Ich wollte nur wissen, ob sein Pferd in der vorigen Nacht unterwegs gewesen wäre.» Ich warf dem Detektiv einen Blick zu. «Dann haben Sie also bereits mit dem Fischer Jan Jansen gesprochen?» - «Jawohl. Glauben Sie an den eisernen Wagen?» Nach kurzer Ueberlegung erwiderte ich: «Sie stellen sonderbare Fragen. Ihre Fragen überfallen mich förmlich. Wie können Verkehrszunahme in Basel. Ueber das stete Anwachsen des Fährverkehrs in Basel während den drei letzten Jahren gab die Jahreswende ein zahlenmässiges Bild. Die kantonale Automobilkontrolle registrierte am 31. Dezember 1927: 947 Motorräder, 1006 Lieferungsautomobile und 2010 Personenwagen. Die amtliche Zählung ergab kaum ein Jahr später bereits 1132 Motorräder, 997 Lieferungswagen und 2488 Personenautomobile, was trotz der kleinen Abnahme der Lieferungsautos insgesamt 4617 Motorfahrzeuge und eine rapide Zunahme von 654 Fahrzeugen ausmacht. Am Silvestertage 1929 verzeichnete man 1323 Motorräder mit und ohne ßidecars, 1069 Lieferungsautomobile und Lastwagen, zu denen sich noch 10 Dreiräder und 58 Traktoren gesellen und endlich 2733 Personenautomobile und 3 Omnibusse, was im ganzen 5196 Motorfahrzeuge und eine Zunahme von 578 Stück ausmacht. Neben den Autos und Motorrädern haben auch die Fahrräder rapid überhandgenommen, und am 31. Dezember 1929 radelten insgesamt 33 808 Personen durch die Strassen der Stadt. Die letzte Zählung der Motorfahrzeuge und Velos ergibt auf je 118 Einwohner ein Motorrad, auf je 57 Personen ein Automobil, und endlich fährt, wie die Statistik zeigt, jeder fünfte Einwohner Velo. Bei dieser Gelegenheit ist es interessant, kürz die Verkehrszählungen zu betrachten, welche die Organe des Baudepartements an den verschiedenen Stellen der Innerstadt zur statistischen Bearbeitung periodisch vornehmen lassen. Es hat sich dabei gezeigt, dass der Barfüsserplatz den grössten Fahrverkehr aufzuweisen hat. In der Zeit von morgens 6 Uhr bis abends 7 Uhr rollten 50 Zweispänner- und 100 Einspänner- Fuhrwerke an dem Zählbeamten vorbei. In der gleichen Zeit wurden 240 Handkarren vorübergeschoben; 260 Motorradfahrer fuhren vorbei, die an der Kreuzung stationierten Verkehrspolizisten wiesen 448 Lieferungs- und 1550 Personenautomobilen den Weg, und schliesslich pedalten noch 1550 Radfahrer über den verkehrsreichen Platz. R- Aufgehobener Freispruch. Korr. Der Chauffeur G. in Bern gewahrte, von Flawil herfahrend, beim Dorfeingange von Oberuzwil ein am rechten Strassenrand gehendes kleines Kind, lenkte aber seine Hauptaufmerksamkeit auf ein ihm entgegenfahrendes anderes Auto, das dann an ihm vorbeifuhr. In diesem Momente erlitt nun das Auto des Chauffeurs plötzlich einen Ruck, so idass er sofort stoppte, um nach der Ursache dieser Erscheinung zu sehen. Zu seinem Entsetzen befand sich nun jenes Kind, das er noch auf der rechten Strassenseite glaubte — er fuhr gegen Strassenmitte, 2,70 m vom rechten Strassenrand —schwer verletzt unter seinem Wagen. Das Kind hatte eine Gehirnerschütterung nebst diversen äussern Verletzungen erlitten, doch konnte mit der Versicherung ein© aussergerichtliche Abmachung getroffen werden. Chauffeur G. konnte sich nicht vorstellen, wie das Kind unter seinen Wagen geraten sei und durch Zeugen konnten die Verumständungen nicht mit der wünschbaren Sicherheit festgestellt werden. Durch Expertise wurde festgestellt, dass das Auto des G. sich nach verschiedenen Richtungen nicht im richtigen Zustande befand, so bezüglich der Bremseinrichtung, der Signaleinrichtung, der Kupplung etc. G. gab auch zu, innerorts mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 Kilometern gefahren zu Sie annehmen, dass ich als halbwegs vernünftiger Mensch an diese alte phantastische Geschichte glauben soll?» Aber Sie haben doch den Wagen ebenfalls rasseln gehört?» «Jawohl!» «In der Ferne?» «Ja! weit, weit fort. Und doch möchte ich darauf schwören, dass ich den Wagen auf der Heide einherrollen hörte.» «Wie können Sie das Geräusch näher beschreiben? Glich es einem Kettengerassel?» «Ausserordentlich. Jedenfalls war ein Geräusch wie von Eisen sehr deutlich.» «Das ist sehr interessant,» brummte der Detektiv. «Wollen Sie freundlich sein, mir alle ihre Erlebnisse zu erzählen, von dem Zeitpunkte ab, da Sie den unglücklichen Forstmeister im Garten des Edelhofes sahen, bis zu dem Augenblick, als Sie gestern zur Ruhe gingen, und zwar so ausführlich wie möglich?» Ich erzählte ihm alles, was ich wusste. Als ich zur Auffindung des Toten kam, vefgass ich weder das Entsetzen der Damen noch die Wichtigtuerei des jungen Mediziners, der sich als Detektiv aufgespielt hatte. «Denken Sie nur,» sagte ich, «er schnüffelte auf der Spur umher, ja er mass auch den Abstand bis zum nächsten Baume aus.» AUTOMOBIL-REVUE 1930 - N°3 Ntm ist es irgendeinem deutschen Buraukrfcten sein. Mangels eines strafbaren Tatbestandes eingefallen, diese vernünftige Regelung des Durchgangsverkehrs — wohlverstanden: es handelt eich sprach das Bezirksgericht Untertoggenburg den Angeklagten G. von Schuld und Strafe nur um den schweizerischen Durchgangsverkehr — frei und übertrug die entstandenen Kosten aufzuheben, denn seit einiger Zeit wird für die kurze Durchfahrt auf deutschem Boden wieder der dem Staat. internationale Führerschein verlangt. Mit diesem Gegen dieses freisprechende Urteil nun rekurrierte der Staatsanwalt an die Strafkamlichen Benehmen hätte man sich bei uns in der neuen, wenn auch nicht besonders freundnachbarmer des st. gallischen Kantonsgerichtes, indem er dartat, dass isch G. nach dem gel- nicht noch von irgendwelchen untergeordneten Or- Schweiz wohl abfinden können, wenn die Sache ganen zu einer eigentlichen Verkehrsschikane ausgebaut worden wäre. tenden Rechte unbedingt der grobfahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht Nach Erfüllung der üblichen Zoll- und Grenzformalitäten formaiität passiert der Automobilist oder Motor- habe. Dass er die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten habe, sei vom Beklag- radfahrer ahnungslos die Grenze und wird dann irgendwo auf deutschem Territorium angehalten, wo ihm der internationale Führerschein abverlangt wird. Da bis vor kurzem aber auf dieser Strecke die schweizerische Verkehrs- und Fahrbewilligung als genügender Ausweis gegolten hat, trägt be- ten selbst zugegeben worden. Und wer sich nun einmal einer solchen strafbaren Ueberschreitung der Geschwindigkeit, wie sie im geltenden Konkordat vorgesehen sei, — die kommunalen und weitergehenden Toleranzen kämen da gar nicht in Frage — schuldig mache, der habe auch all© Konsequenzen hieraus zu übernehmen, sofern sich irgendetwas Unerwartetes ereigne. Das sei der Grundsatz der heutigen Judikatur, um den nicht herum gekommen werden könne. Im Sinne der staatsanwaltschaftlichen Ausführungen hat nun die Strafkammer des st. gallischen Kantonalgerichtes das erstinstanzliche Urteil nach langer Beratung aufgehoben und den Beklagten wegen grobfahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung des Automobilkonkordates zu Fr. 100.— Geldstrafe und den Kosten verurteilt. Das Urteil der Strafkammer des Kantonsgerichtes ist um so auffallender, weil in dem vortrefflichen Bezirksgericht Untertoggenburg nicht weniger als drei Autobesitzer und Selbstfahrer sitzen, de zudem mt den örtlichen Verhältnissen genau vertraut sind. Will man indessen den Urteilsspruch der Strafkammer zu begreifen suchen, so muss man sich doch immer wieder an die alte Wahrheit erinnern, dass schliesslich vor lauter Grundsätzen die ganze Welt aus den Fugen geraten könnte. Das Urteil bildet einen neuen Beweis für die dringliche Revisionsbedürftigkeit unseres Automobilkonkordates und seiner überlebten Bestimmungen. -r. Ein Eiseribahnunfall ereignete sich letzten Samstag, gegen 11 Uhr, auf der Station Dürrenroth, Linie Ramsei-Huttwil. Infolge eines Weichendefekts entgleiste die Lokomotive eines Güterzuges mit Personenbeförderung. Die Maschin© legte sich vollständig auf die Seite, ebenso der Postwagen. Der folgende Packwagen entgleiste mit einer Achse. Aus der umgestürzten Lokomotive und dem Postwagen krochen Führer, Heizer und Postpersonal glücklicherweise unverletzt hervor. Auch von den Reisenden wurde niemand verletzt Entgleist... Der Materialschaden ist beträchtlich. Während des ganzen Samstags und der Nacht auf den Sonntag wurden die Aufräumungsarbeiten fortgesetzt. So steht's geschrieben in den «Luzerner Neuesten Nachrichten». Wo bleibt das kleine schulmeisterliche «i» mit seinem Kommentar ? Kein freundnachbarliches Benehmen! Vorsicht beim Passieren der Grenzen bei Lottstetten und Jestetten! Bekanntlich führt die direkte Strasse zwischen Zürich und Schaffhausen bei Lottstetten und Jestetten eine kurze Strecke über deutschen Boden. Es war bis VOT kurzem gute Gepflogenheit, dass die deutschen Behörden die durchfahrenden schweizerischen Automobilisten und Motorradfahrer mit der schweizerischen Verkehrs- und Fahrbewilligung diese kurze Strecke auf deutschem Boden passieren Hessen und nicht den internationalen Führerschein, der sonst für Auslandsfahrten nötig ist, abverlangten. Diese freundnachbarliche Gepflogenheit wurde in schweizerischen Motorfahrerkreisen hoch geschätzt. Aber die Einzelheiten schienen den Detektiv nicht zu interessieren. «So so,» sagte er, halb geistesabwesend, «so—o, nur weiter.» Als ich auf den Hut zu sprechen kam, fragte, er: «Der Hut lag also ein Stück entfernt von dem Toten?» «Ja.» «Wie weit etwa?» «So genau, kann ich das nicht sagen, ich nehme aber an, es waren zwei Meter.» Als ich geendet hatte, sass Asbjörn Krag lange in tiefem Nachdenken da. «Eine seltsame Geschichten murmelte er. «Ja so, nun bin ich beim gestrigen Abend angekommen,» setzte ich hinzu. «Aber ich muss noch etwas erwähnen.» Der Detektiv kniff die Augen zu, und alsbald trat wieder der sarkastische, misstrauische Ausdruck in seinem Gesicht hervor. Wann gingen Sie heute nacht zu Bett?» fragte er, «Um zwei Uhr,» antwortete ich. «Dann weiss ich aufs Haar, was Sie noch erzählen wollen. Ich möchte darauf schwören, dass Sie auch heute nacht den eisernen Wagen gehört haben.» (Fortsetzung folgtJ greiflicherweise nur der kleinste Teil den internationalen Führerschein auf sich, und eo wird jedem « Fehlbaren » eine empfindliche Busse auf- Wie man uns mitteilt, sollen innerhalb kurzer Zeit mehrere Hundert solcher Bussen gegenüber schweizerischen Motorradfahrern und Automobilisten verhängt worden 6ein 1 Gegen ein solches unfreundliches Vorgehen seitens der deutschen Grenzbehörden protestieren wir, und wir erachten dieses Benehmen deshalb als besonders unfreundlich, weil die schweizerischen Fahrer an der Grenze von keiner Seite von den neuen Vorschriften' in Kenntnis Besetzt werden. Wenn die schweizerischen Grenzorgane von diesen neuen Praktiken Kenntnis haben, es aber unterlassen, durchfahrende Fahrzeuglenker darauf aufmeiksam zu machen, so ist das von ihnen ein zu tadelndes Benehmen ! Wir erwarten gerne, dass die deutschen Sportverbände bei den Behörden vorstellig werden und die alte vernünftige Regelung im Durchgangsverkehr verlangen. Wenn dem aber nicht entsprochen werden sollte, dann ist es vor allem Pflicht unserer Grenzorgane, die Motorfahrer beim Passieren der Grenze auf die bestehenden Verhältnisse aufmerksam zu machen, denn es geht nicht an, dass schweizerische Grenzorgano deutsche Polizeibehörden im verwerflichen Fallenbetrieb indirekt fördern ! ... Bv. Die Autostrasse Bern—Thun im Rahmen des bestehenden Strassennetzes. Alle diejenigen, welche mit dem Gedanken der besondern Autostrasse einigermassen vertraut sind, müssen sich bewusst sein, dass auf absehbare Zeit nicht an deren «Einführung » im ganzen Lande — so etwa wie man die Elektrifikation der Eisenbahn einführte —• gedacht werden kann. Nicht technische Gründe, das Gelände, noch die Verkehrsfrequenz oder die Verkehrsbedeutung sind vorderhand ausschlaggebend, sondern das wirtschaftlich-finanzielle Moment Dieses hält seinen Primat für solange aufrecht, als nicht der Staat an die Errichtung von Autostrassen schreitet Da ungefähr eine analoge Sachlage wie vor 80 Jahren zur Zeit der ersten Eisenbahnbauten angenommen werden kann, darf heute noch nicht damit gerechnet werden. Autostrassen lassen sich denn nur auf Grund der speziellen Entgeltlichkeit, also vermittels der Benützungstaxe erstellen, und es muss dabei alles daran gesetzt werden, diese Taxe so niedrig wie nur möglich zu kalkulieren. Weil die Taxe in erster Linie durch die Erstellungskosten bestimmt wird, ist die Bedeutung dieses wirtschaftlich-finanziellen Momentes für die Errichtung von besonderen Autostrassen klargelegt. Damit ist auch dargetan, dass ein an Hand der Karte entworfenes schweizerisches Autostrassennetz in der Luft hängen muss. Es können nur einzelne Teilstrecken verzeichnet sein, die neben allen technischen Eignung und Dringlichkeit auch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus einen Bau ermöglichen. Die Pioniere der besondern Autostrasse sind ungleich stärker zu diesem Vorgehen gezwungen als diejenigen der Eisenbahn, weil das Gelände heute bedeutend stärker besiedelt ist und von bestehenden Durchgangswegen aller Art durchzogen wird — in gleichem Masse wirtschaftliche Schwierigkeiten für Eisenbahn und Autostrasse! — als vor bald einem Jahrhundert. Dr. Marcel Nyffeler hat in seinem Werk über die « Wirtschaftlichkeit eines schweizerischen Automobilstrassennetzes » diese Entwicklungslinie ebenfalls herausgearbeitet, und das Schicksal des Autostrassengedankens während den letzten drei Jahren in unserem Lande hat ihm Recht gegeben. Der erste Schluss, der sich daraus ergibt, besteht darin, dass die Autostrassen-Teilstrecken sich harmonisch in das bestehende Strassennetz eingliedern und in jeder Beziehung mit ihm rechnen müssen, ohne dass dabei jedoch die grosse Linie eines später möglichen eigentlichen schweizerischen Autostrassennetzes ganz ausser acht gelassen wird. Keinesfalls sind die bestehenden Landstrassen für gemischten Verkehr und die Nur- Autostrassen einander ablösende Verkehrsmöglichkeiten. Beide sind geschaffen, um sich in den Verkehr zu teilen und zu ergänzen. Am Anfang ihrer Entwicklung ist die Autostrasse natürlich in besonders hohem Masse auf das bestehende Strassennetz angewiesen. Sie steht im Leeren, wenn die notwendigen, nähern und weitern Anschlussstrassen nicht vorhanden oder nicht gut ausgebaut sind. Damit dürften die Bedenken opportunistischer Art, welche vielen Automobilisten eine

N° 3 - 1930 AUTOMOBIL-REVUE gewisse Hemmung in ihrer Stellungnahme zur besondern Autostrasse auferlegen, widerlegt sein. Der Ruf nach Ausbau der bestehenden Strassen, der natürlich näher liegt, als derjenige nach Erstellung von besonderen Autostrassen, steht denn der Entwicklung zur Autostrasse nicht entgegen, sondern hilft ihr durch Schaffung guter Zufahrtsstrassen den Boden ebnen. Weiterhin ist man sich bei aller Befürwortung von Strassenverbesserungen doch darüber klar, dass den für die Autostrassen werbenden Faktoren dadurch kein Abbruch getan wird, weil bei der Aufrechterhaltung des gemischten Verkehrs des Uebels Kern nicht getroffen werden kann. Die endgültige Lösung kann nach wie vor nur in der Absonderung des schnell fahrenden, durchgehenden Automobilverkehrs erblickt werden. Der Autostrassengedanke erleidet also einerseits durch den in unserem Kanton kräftig an die Hand genommenen Ausbau des bestehenden Strassennetzes keinen Abbruch, anderseits hilft jede Strassenkorrektion mehr oder weniger zur Verbesserung der Verkehrslage einer in das bestehende Strassennetz notwendigerweise eingebetteten Autostrasse mit Nachdem von den Initianten von allem Anfang an mit privatem Kapital gerechnet wurde, dürften auch die Bedenken derjenigen, die im Aufkommen der Autostrasse Bern- Thun eine Behinderung des allgemeinen Strassenausbau-Qedankens zu erblicken glauben, zerstreut sein. Die Autostrasse selbst ist an diesem Ausbau interessiert! Auch derjenige Verkehrsffeund, welcher sein Hauptaugenmerk auf die am nächsten liegende Verbesserung des bestehenden Strassennetzes verlegt hat, braucht von der Autostrasse nichts zu fürchten, sondern kann sich ihren Befürwortern vielmehr freudig anschliessen. J. Ein bundesgerichtlicher Entscheid über das Vorfahren. Am Morgen des 24. Juli fuhr auf der rechten Seite der Strasse Qossau-St Gallen ein Radfahrer; unmittelbar vor ihm, ebenfalls auf der rechten Strassenseite, fuhr ein Pferdefuhrwerk im Trab. Hinter ihnen näherte sich in gleicher Richtung und mit einer Geschwindigkeit von 40 km ein Motorwagen. Auf etwa 200 m Entfernung von den beiden andern gab der Automobilist Hornsignale, die aber vom Radfahrer nicht beachtet wurden. Als der Automobilist bis auf 40 m herangekommen war, schickte sich der Radfahrer an, das Pferdefuhrwerk zu überholen und bog etwas nach links aus; der Automobilist signalisiert© von neuem, fuhr aber im gleichen Tempo weiter. Im nächsten Augenblick vollzog der Radfahrer, der das linke Strassenbord erreichen wollte , eine scharfe Schwenkung nach links, geriet damit vor das heranfahrende Auto und wurde überfahren. Seine Verletzungen sind schwerer Natur und hinterlassen einen' bleibenden Nachteil sowie die Gefahr späterer Komplikationen. Der Radfahrer führte den Unfall einzig auf das Verschulden des Automobilisten zurück und belangte diesen auf Fr. 54,300 Schadenersatz, unter Vorbehalt eines Nachklagerechts. Der Autofahrer dagegen betrachtete den Radfahrer als den Hauptschuldigen und anerkannte nur ein geringfügiges Mitverschulden seinerseits. Im Urteil des Kantonsgerichtes St. Gallen wurde angenommen, der Unfall sei in erster Linie der Fahrlässigkeit des Autofahrers zuzuschreiben, doch treffe den Radfahrer ein erhebliches Mitverschulden, so dass eine Teilung des Schadens einzutreten habe. Der Beklagte wurde verurteilt, dem Kläger zwei Drittel des ermittelten Schadens, Fr. 17,428, zu ersetzen, dagegen wurden dessen Begehren auf Zuspruch einer Genugtuimgs.summe und Zuerkennung eines Nachklagerechtes abgewiesen. Das Bundesgericht, an welches sich beide Parteien wandten, hat die Berufung .des Klägers >in dem Sinne gutgeheissen, dass diesem zum Schadenersatz von Fr. 17,428 noch eine Genugtuungssumme von Fr. 1000 zugesprochen und ausserdem auf die Dauer von zwei Jahren ein Nachklagerecht zuerkannt wurde. In der Beurteilung des beidseitigen Verschuldens stimmte die oberste Instanz dem kantonalen Gerichte zu. Es kann dahingestellt bleiben, ob der Automobilist nicht schon deswegen sein Tempo hätte verlangsamen sollen, weil er die beiden andern Fahrzeuge vor sich sah und die von ihm auf 200 m abgegebenen Signale nicht wahrgenommen worden waren, daher mit der Möglichkeit zu rechnen war, dass der Radfahrer das Pferdefuhrwerk, überholen werde. Auf alle Fälle hätte er in jenem Augenblick sein Tempo vermindern sollen, als die beiden Fahrzeuge nur noch 40 m vor ihm waren und der Radfahrer, trotz seines weiteren Signals, tatsächlich vorfahren wollte. War auch die Strasse so breit (7 m), dass an sich ein gleichzeitiges Vorfahren zweier Fahrzeuge gut möglich war, so ist doch ein gleichzeitiges Vorfahren zweier Fahrzeuge unter allen Umständen zu vermeiden, weil es regelnlässig eine gewisse Gefahr schafft. Ganz besonders muss dieses Manöver zudem vermieden werden, wenn dadurch ein Radfahrer, den ja schon eine leichte Unsicherheit aus der Fahrtrichtung bringen kann, zwischen zwei grössere Fahrzeug« gelangt. Liegt demnach in diesem Versuch des gleichzeitigen Vorfahrens eine Fahrlässigkeit des Automobilisten, so trifft ihn ein weiteres Verschulden, weil er dabei sein Tempo von 40 Kilometern unverändert innehielt, was ein sofortiges Anhalten ausschloss. Dies verstiess nicht nur gegen die allgemeine Regel in Art. 34 des Konkordates, wonach der Automobilist verlangsamen soll, wenn sein Fahrzeug Anlass zu einem Unfall bieten kann, sondern auch gegen die Vorschrift des Art. 37 Kk., wonach das Ueberholen nur mit der hierzu absolut notwendigen Geschwindigkeit und mit aller Vorsicht erfolgen darf. Anderseits trifft den Radfahrer ein Mitverschulden. Möglicherweise war es schon unvorsichtig, zum Zwecke des Verfahrens die rechte Strassenseite zu verlassen, ohne sich zu vergewissern, dass von hinten kein anderes Fahrzeug nahe. Jedenfalls handelte er fahrlässig, als er, trotz des von ihm vernommenen Motorwagensignals, plötzlich nach links ausbog, um auf die linke Strassenseite zu gelangen. Immerhin schliesst dies den Zuspruch einer Genugtuungssumme nicht gänzlich aus." W. Sp Kay Don geht nadh Florida, um den Weltrekord zu schlagen. Anfangs März wird an der Küste von Florida der Kampf um den Weltrekord beginnen. Wie man hört, wird Kay Don als Gegner Malcolm Campbell und verschiedener amerikanischer Rennfahrer haben. mg. Grosser Preis von Frankreich. Der Automobilclub von Frankreich hat soeben das Reglement für das am 21. September 1930 auf der Rundstrecke von Pau stattfindende Grand - Prix - Rennen herausgegeben. Das Rennen ist mit 250,000 französischen Franken dotiert. Grosser 24-Stunden-Preis von Mans. Bisher haben sich für diese Veranstaltung 14 Fahrer eingeschrieben, ein gutes Zeichen für den Erfolg der klassischen internationalen Prüfungen. Die Ermässigung auf den Anmeldegebühren beträgt bis 31. Januar 30% und bis 28. Februar 15%. Nach diesem Zeitraum wird die ganze Taxe erhoben werden, mg. Die endgültige Klassierung. In unserer letzten Nummer haben wir die Liste der zuerst Angekommenen veröffentlicht. Letzten Donnerstag find nun bei prächtigem Wetter die Schlusskonkurrenz statt, bestehend in einem Schönheitswettbewerb, an welchem nur Teilnehmer der Sternfahrt mitmachen konnten. Ausschlaggebend warfen Schönheit und Komfort der Karosserien. Der erste Rang wird eingenommen von Percy A. Prooksbaut auf Rolls Royce, welcher den Preis von Fr. 20.000 erhielt. Abfahrt von Cannes über Tarbes und zurück. 2. E. Sadovich, Paris (Düsenberg). 3. E. Soanes-Lendrum. London (Cadillac). 4. G. Henry de Joncy: Nice-Lyon (Chrysler). 5. Mlle Renee Maurel, Paris (Peugeot). 6. Piene Varin, Paris (Bugatti). 7. A. Schmidt, Gannes-Beaune (Packard). 8. Stoffel, Paris (Chrysler). 9. Gnyard, Saint-Dizier (Bugatti). 10. Ernest Ronot, Saint-Dizier (Panhard). 11. Lamberjack, Paris (Bugatti). 12. E. Galip, Paris (Citroen). 13. N'ouzaret, Liege (Citroen). 14. Delgado Salcedo, Paris (Talbot). 15. Mlle Marcelle Lachanne, Paris (Voisin). 16. Mlle Raymonde Latour, Paris (Rosengart). 17. Comtesse de Coligny-Chätillon, Paris (Rosengart). 18. Mlle Andre R..., Paris (Bugatti). mg. Sitzung der Nationalen Sportkommisson. Besprechung der Saison 1930. Heute Freitag den 10. Januar findet in den Räumen der Sektion Bern des A. C. S. eine Sitzung der nationalen Sportkommission statt, an welcher sämtliche neun Mitglieder, sowie Herr Sekretär Brieger teilnehmen. Als neugewähltes Mitglied kann die Kommission Herrn Zwahlen, Vorstandsmitglied der Sektion Tessin, begrüssen. Die Tagesordnung sieht vor: Prüfung der Situation im Sportwesen, wie sie aus den Wahlen und Beschlüssen der Delegiertenversammlung in Solothurn hervorgeht; Festsetzung des schweizerischen Sportkalenders; Vorbereitungen für das im Jahre 1930 gesicherte Klausenrennen; Prüfung des Reglements über die Bergrennen, dessen Ausarbeitung von der A. I. A. der Schweiz übertragen wurde; Bericht des schweizerischen Delegierten, Herrn Decrauzat, an der Internationalen Sportkommission über die in Paris getroffenen Beschlüsse. Ferner wird die Kommission auch Stellung zu nehmen haben zu dem Beschluss des A.V.D., die inter- Trade «Der erstaunliche Aufstieg des neuen U. S. ROYAL- Pneumatiks in der ganzen Welt wäre einfach unmöglich, wenn nicht tatsächlich gesunde, fundamentale Grunde für diese Erfolge gegeben wärenl» Es sind dies: Bessere Gummiqualität, Web Cord» Konstruktion, völlig neues, auf wissenschaftlichen Erfahrungen aufgebautes und bedeutend verstärktes Gleitschutz-Profil, sowie andere ausschlaggebende Vorzüge mehr, wie sie eben nur der grösste Gummipro« duzent der Welt zu verwirklichen imstande ist. — Resultati Telephon: 10.80, 10.81, 10.82 D E P O T S : BASEL: Tel. Safran 13.88 ZÜRICH: Tel. Limmat 37.27 Sternfahrt von Cannes. Mark Der Welt grösster Gummiproduzent UNITED STATES RUBBER CO. lanciert seinen neuen U.S. Der Reifen von heute für den Wagen von heute! Unübertreffliche Rekord-Leistungen in jeder Hinsicht! Der neue «ROYAL CORD» ist bei allen Garagen und Spezialgeschäften erhältlich. ROYAL CORD IMPORT A.-G., ÖLTEN GENF: Tel. 44.025 nationale Ahpenfahrt im Jahre 1930 ausfallen zu lassen. Für das nächste Jahr rechnet man mit der Beteiligung von Deutschland, Italien, Frankreich, Oesterreich und der Schweiz an der internationalen Alpenfahrt. Angesichts der wichtigen Fragen darf man auf die Beschlüsse der nationalen Sportkammission gespannt sein. gr. T. C. Die Entwicklung des T. C. S. im Jahre 1929. An Hand einiger statistischer Angaben kann man sich leicht ein Bild machen über die Entwicklung unseres grössten Verbandes von Motorfahrzeugfahrern in der Schweiz. Der Verband zählte : Ende 1927 26 260 Mitglieder Ende 1928 29 601 > Ende 1929 32 782 > Diese setzten sich im Jahre 1929 aus folgenden Kategorien zusammen : Automobilisten Motorradfahrer Radfahrer Total 25 382 4170 3230 32 782 Wie man sieht, machen die Automobilisten die grosse Mehrzahl aus. Der Vorstand des T. C. S. bemerkt dazu in seinem Jahresbreicht: «Wir bedauern, dass die Motorradfahrer und Radfahrer in unserem Verband© nicht zahlreicher sind; sie gemessen insbesondere im Versicherungswesen bedeutende Vorteile. Ihre Unterstützung würde uns erlauben, die Massnahmen zugunsten der Strassenbenützer noch bedeutend auszudehnen.» _ ; Immerhin kann sich der T. C. S. nicht beklagen. Er hat im letzten Jahr auf dem Gebiete der Touristik einen gewaltigen Fortschritt zu verzeichnen. Dies ergibt sich aus den Zahlen der ausgestellten Triptyks : 1927 2 586 Triptyks 1928 36 794 < 1929 44428 c Nachfolgend eine Tabelle zum Vergleich der im Jahre 1928 und 1929 nach den verschiedenen Ländern ausgestellten Triptyks: 1928 1929 Frankreich 8 659 9 852 '-F, Deutschland 6122 7 653 +; Oesterreich 2 237 2 889 "H England 46 76 4-] Belgien " 395 353 — Holland 229 164 — Italien 3 699 3 243 — Schweiz 14755 18 542 +, Dänemark 15 11 — AcgTPtea 2 6 "H Finnlaad! 8 5 — Grenzpassierscheinhefte 195 490 "H Spanien 124 302 4; Estland — 5 - J , Bulgarien' — 5 - - Griechenland — 2 -- Ungarn 56 59 -- Lettland 7 2 — Littauen — 8 + Marokko 5 7 +' Norwegen 11 4 — Polen 17 21 +' Portugal 15 21 + Schweden, 11 12 + Tunis 5 4 — Tschechoslowakei 154 89 —• Jugoslawien 27 35 + Warenpassierscheine — 566 ~f~ Schiffahrt — 2 + 36 794 44 428 Ein europäisches Automobilkartell. Im Laufe des Januars findet in Prag eine Sitzung des europäischen Ausschusses der Automobilindustrie statt, in der über die Fragen der Kontingenterhöhung beraten werden wird. Dazu wird gemeldet, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass es zu einem europäischen Automobilkartell komme, das die Aufgabe hätte, der ständigen Automobileinfuhr aus Amerika entgegenzutreten. Dieser Gedanke werde ausser von den grossen deutschen Autowerken auch von ersten Firmen in Frankreich und Italien, sowie von Händlerfirmen in Mitteleuropa, darunter von Schweizer Häusern, propagiert. Zum Boykott der deutschen Autofabriken • gegen Oesterreich. Da gegenwärtig in Oesterreich mehr Wagen fabriziert werden als im ejgenen Lande und auch im Auslande abgesetzt werden können, hat sich die österreichische Regierung! ins Mittel gelegt und zum Schütze der Industrie des Landes die Zahl der bis 1. Januar 1930 einzuführenden deutschen Wagen auf 300 beschränkt. Diese Einschränkungszahl für die Einfuhr deutscher Wagen ist aber in kurzer Zeit erreicht worden, so dass sich die deutschen Reichsbehörden und die deutsche Automobilindustrie gezwungen sahen, in Oesterreich Schritte zu unternehmen. Die deutschen Automobilfabrikanten protestierten gegen den hohen Zollansatz (47 %\ ad Valorem) und drohten, nicht mehr an sportlichen Veranstaltungen in Oesterreich teilzunehmen. lt.