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E_1934_Zeitung_Nr.041

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 41 Luftfakvt Projekt eines neuen Stratosphärenfluges in U.S.A. Die amerikanischen Militärflieger Major William Kepner und Hauptmann Albert Stevens beabsichtigen, im Juni einen neuen Stratosphärenaufstieg: zu unternehmen, der von der nationalen geographischen Gesellschaft von der Armee finanziert wird. Sie werden dazu den grössten bisher gebauten Kugelballon verwenden. Dieser Ballon soll den fünffachen Umfang desjenigen von Settle und einen dreimal .grösseren Inhalt als der russische Stratosphärenballon erhalten, mit dem der letzte Aufstieg im November erfolgte. Den Hauptzweck des Unternehmens bilden wiederum wissenschaftliche Forschungen, vor allem die Messung der kosmischen Strahlen « Graf Zeppelin» mit Segelflugzeug und Lautsprecher. Der Deutsche Luftsportverband wird zu Pfingsten, sozusagen als Auftakt zu der grossen Luftfahrt-Werbewoche, die Anfang Juni in ganz Deutschland stattfinden wird, mit einer eigenartigen Demonstration für die deutsche Luftfahrt hervortreten. Er hat das Luftschiff « Graf Zeppelin » gechartert, um am Pfingst-Samstag und -Sonntag eine 36 Stunden dauernde grosse Deutschlandfahrt auszuführen. Die Fahrtroute führt kreuz und quer über Deutschland und wird vorwiegend Städte berühren, die auf den bisherigen Fahrten des Schiffes nicht besucht worden sind. Am Abend wird auf dem Tempelhofer Feld eine Landung vorgenommen. Nach einem Passagierwechsel startet das Luftschiff dann zur Weiterfahrt nach dem Norden. Vorher aber wird vom Luftschiff aus ein Segelflugzeug abgeworfen, das der Segelflieger Wiegmeyer aus Darmstadt führen wird. Es wird das erstemal sein, dass ein derartiges Manöver mit einem motorlosen Flugzeug ausgeführt wird. Für die gleiche Fahrt wird zurzeit in Friedrichshafen der Versuch gemacht, erstmalig einen Lautsprecher am Luftschiff anzubringen, der eine so grosse Lautstärke hat, dass der Fahrtleiter und bekanntere Teilnehmer an der Reise über den einzelnen Städten zur Bevölkerung sprechen können. Persien besteilt Jagdflugzeuge. Nach einer unbestätigten Meldung soll die englische Flugzeugfirma Hawker von der persischen Regierung einen Auftrag auf 30 Jagdflugzeuge vom Typ, « Fury » erhalten haben. Luftschutz für die Zivilbevölkerung. Die Presse hatte in der letzten Zeit bei der Besprechung von Gasschutzkursen, bei Berichten über Massnahmen des Auslandes und bei Rezensionen über einschlägige Literatur öfters Gelegenheit, zum Problem des Luftschutzes für die Zivilbevölkerung im Kriegsfall Stellung zu nehmen. Dabei wurde wiederholt die Frage an die Behörden gestellt, ob von ihnen rechtzeitig die notwendigen Vorkehren getroffen werden. Niemand, dem es um den Schutz der Zivilbevölkerung im Kriegsfalle ernst ist, wird die Notwendigkeit eines organisierten Luftschutzes in Frage stellen. Die Behörden sind sich der Wichtigkeit dieser Aufgabe durchaus bewusst und befassen eich deshalb auch seit längerer Zeit mit ihr. Bereits im Jahre 1 1928 wurde vom Bund eine eidgenössische Gasschutzkommission eingesetzt. Auf Veranlassung dieser Kommission fand im November 1931 in Bern eine Konferenz zwichen Vertretern des Bundes und der Kantone statt, an der die Notwendigkeit des Luftschutzes für die Zivilbevölkerung bejaht wurde. Zur Durchführung der notwendigen Vorbereitungen errichtete der Bund im Juni 1933 eine dem eidgenössischen Militärdepartement unterstellte Gasschutzstudienstelle. An einer zweiten Landeskonferenz, die im Dezember des letzten Jahres in Bern stattfand, wurden den Kantonen von der eidg. Gasschutzstudienstelle ausgearbeitete Vorschläge über die Organisation des zivilen Luftschutzes vorgelegt. In der Folge fanden Konferenzen des Leiters der eidg. Gasschutzstudienstelle mit Vertretern der einzelnen Kantone statt, welche den Zweck hatten, die mit der Organisation des Luftschutzes betrauten kantonalen Organe über ihTe Aufgaben zu orientieren. Die Kantone wurden zudem angewiesen, ihre Vorschläge über die Organisation des zivilen Luftschutzes bis zum 15. Februar der eidg. Gasschutzstudienstelle einzureichen. Im Kanton Zürich wurde vom Regierungsrat die Militärdirektion für die Behandlung dieser Fragen als zuständig erklärt. Eine von dieser Direktion eingesetzte kleine Kommission aus Vertretern von Kanton und Stadt wurde mit dem Studium des Luftschutzes und der Ausarbeitung von Vorschlägen zuhanden der eidg. Gasschutzstudienstelle beauftragt. In seinem Vorschlage vertritt der Kanton Zürich den Standpunkt, dass es Sache des Bundes sei, allgemein gültige Rechtsgrundsätze aufzustellen, auf denen die Kantone die Organisation des Luftschutzes aufbauen können. Die Natur der Sache verlangt eine einheitliche, grosszügige Regelung in der ganzen Schweiz; Verschiedenheiten in den einzelnen Kantonen sollten möglichst vermieden werden. Die Kommission stellt ferner Vorschläge in personeller, materieller und finanzieller Hinsicht auf. Diese Vorschläge sind am 14. Februar der eidg. Gassohutzstudienstelle überwiesen worden. Eine Antwort ist bis heute nicht eingetroffen. Es ist zu hoffen, dass der Bund durch den Erlass einer Luftschutzverordnung die nötigen Grundlagen für eine einheitliche, straffe wendigen Massnahmen in deT ganzen Schweiz schafft. Denn es handelt sich beim Luftschutz nicht nur um den persönlichen Schutz der Zivilbevölkerung, sondern auch um die Aufgabe der Landesverteidigung, die Sache des Bundes ist. O 1 2 3 * S 6 78 t -fOm Planskizzen des deutschen Sport, und Kunstflugzeuges «Fieseier 5». Hauptdaten: Spannweite 10 m, Flächeninhalt 13,6 qm, Leergewicht 395 kg, Fluggewicht 660 kg, Höchstgeschwindigkeit mit Hirt-70/80- Motor und Vollast 200 km/St., Landegeschwindigkeit 60 km/St., Steigzeit für 1000 m 6 Minuten, Gipfelhöhe 4200 m, Aktionsradius 600—1000 km, Brennstoffverbrauch 20 l/St., Doppelsteuerung, Landeklappen, Radbremsen, Federbeine mit Oelstossdämpfern, im Flug verstellbare Höhenflosse, Flügel in Holzkonstruküon und zwei Doppel-T-Holmen, Stahlrohr-Rumpf, mit dem Seitenruder gekuppelter und steuerbarer Sporn, Holz-Leitwerk, Ruderlager mit Kugellagern. nmm6mm«»tfc«±Mm Fieseier S* wurden insgesamt 78 Passagiere befördert. dem führte die Alpar am 28. April einen KraV~ ' kentransport von Bern nach München aus. Die Piloten des Berner Aero-Clubs und die Pri- Der Flugplatz Bern Im April 1934. Mit dem Ein- der schönen Frühlingswitterung hat der Be- Schleppflüge mit Segelflugzeugen. Die Militärflievatflieger unternahmen 412 Flüge, worunter 27 Durchführung der not-trittrieb auf dem Flugplatz Bern die übliche saisonmässige Belebung erfahren. Während im Liniendischer Flieger war im April recht rege. Es trafen ger führten 53 Landungen aus. Der Besuch auslänverkehr bei 95 durchgeführten Kursen 311 Passagiere, 1400 kg Post und 1800 kg Fracht befördert 6 Piloten aus England, Frankreich und Deutsch- in Bern ein und flogen wieder weiter insgesamt wurden, verzeichnet der allgemeine Flugbetrieb der land kommend. ap. Militärdirektion Zürich. Alpar 19 Rundflüge, 10 Alpenflüge, 1 Ueberlandund 6 Photo- und Reklameflüge. Bei diesen * .. * Flügen ist führend Leichtmetall-Ausführung: Eigengewicht 1000 kg Nutzlast 4000 kg Verlangen Sie Offerte und Referenzen Joh. Knupp, St. Gallen-W KONSTRUKTIONS - WERKSTÄTTE Telephon 626 SPEZIAL-REPARATUR-WERKSTÄTTE Gust. Bäuerlein Ob. 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N° 41 — 1934 AUTOMOBIL-REVUb 11 A. c. s. SEKTION ZÜRICH. Die Burgenfahrten sind bei der Sektion Zürich «en vogue». Ueber 250 Teilnehmer hatten sich für die Burgenfahrt vom 13. Mai nach Vaduz und in die Bündner Herrschaft angemeldet, so dass die Fahrtleitung sich leider genötigt sah, nur die Hälfte der Angemeldeten zur ersten Fahrt anzunehmen, die wohl noch von einer zweiten gefolgt aein wird. Die Schwestersektion Liechtenstein hatte für einen überaus gastfreundlichen Empfang gesorgt. Als man vom Toggenburg herkommend bei Buchs die Landesgrenze passierte, begrüsste ein Band: «Willkommen in Liechtenstein die Sektion Zürich des A. C. S. » die Zürcher Gäste, die dann durch Orientierungstafeln und A.C.S.- Fanions hinauf zum Schloss Vaduz geleitet wurden. Ein stattlicher Wagenpark von gegen 50 Wagen hatte über 140 Teilnehmer besammelt, die vom Vorstand der Sektion Liechtenstein und dem Regierungschef des Landes begrüsst wurden. Unter Führung von Herrn Arch. Probst, Präsident des Schweiz. Burgenvereins, wurden die Schlossräumlichkeiten und vor allem auch die prächtige Waffensammlung, unter Assistenz von zwei Vaduzer Geschichtskundigen, besichtigt. Bei einem von der Sektion Liechtenstein offerierten Aperitif dankte der Fahrtleiter, Herr Dr. E. Stähelin, Zürich, für den überaus gastfreundlichen Empfang. Liechtenstein besitzt nicht nur prächtige Schlösser und' in Vaduz ein herrlich gelegenes Villenviertel, sondern auch ausgezeichnete Strassen, die man an der Weiterfahrt über Triesen nach Balzers und Mals schätzen lernen konnte. Von hier erklomm man auf Schusters Rappen das majestätisch auf einem Felskegel gelegene Schloss Gutenberg. Rasch wurden noch die Schlossräumlichkeiten besichtigt und schon führten die Autos die wissensdurstige Gesellschaft auf den schönen Fleck Erde der Luziensteig mit ihren alten Befestigungsanlagen. Derweilen bis anhin die Fahrtgesellschaft vor jeder Besichtigung die interessanten historischen Angaben und Wegleitungen von Herrn Probst entgegennehmen konnte, stellte sich dann im schönen Städtchen Maienfeld Herr Oberst von Gugelberg als bewährter Führer in zuvorkommender Weise zur Verfügung. Zuerst konnte man nicht nur seinen prächtig gelegenen und mit besonderer Liebe zur Sache ausgestatteten Sitz, Schloss Saalenegg mit den imponierenden Kelteranlagen bewundern, nein, es wurde der grossen Gesellschaft auch eine seltene Auslese bester Eigengewächsweine aufgetischt. Aber auch das frühere Marsohallhaus von Saids, das Rathaus und der Sprecher-Palast, die ehemalige Wohnstätte von Generalstabschef Sprecher, hatten ihre gastlichen Pforten geöffnet und machten so diesen Maienfelder Aufenthalt zu einem besonders eindrucksvollen 'Erlebnis. T. C. S. Sektion Graubünden Picknick-Ausfahrt. Der Besuch unserer Sektion in dem abseits der DuTchgangsstrassen liegenden Obersaxen fand bei der Bevölkerung des Bergdorfes, wie bei allen Teilnehmern volle Anerkennung. Wie der Sektionspräsident in seiner kurzen Begrüssungsansprache dartat, soll der Automobilist alles daran setzen, dieses neue Verkehrsmittel im Volke als wohltätige und nützliche Neuerung bekanntzumachen. Ein anständiger Automobilist, und namentlich ein Mitglied des T.C.3., wird bemüht sein auf die Mitmenschen, welche ebenfalls die Strassen benützen, Rücksicht zu nehmen durch korrektes Fahren, er meidet die Autoraserei. Unanständige Fahrer sollen den Clubleitungen yerzeigt werden, damit diese, auch ohne staatlichen Knüttel, selbst Ordnung schaffen können. Die Wahl des Ausflugzieles wollte zeigen, dass auch neben den grossen Strassenzügen herrliche Gebiete dem Automobilisten zugänglich sind. In solchen Gegenden kann sich der Autler auch etwas ausruhen, abspannen. Allerdings sind meistens die Zufahrtswege beschwerlich. Durch Veranstaltung von .geschlossenen Kolonnenfahrten kann vorübergehend das «Einbahnsystem > in Funktion treten, womit auch dem ängstlichen Fahrer Sicherheitsgefühl gegeben wird. — Es wäre überhaupt der Prüfung wert, ob nicht die Organisation eines nach Stunden abgeteilten Einbahnsystems auf gewissen Bergstrassen des Kantons Graubünden anzustreben ist. Auf dem eine herrliche Rundsicht bietenden Plateau unmittelbar vor dem Dorfe Obersaxen, «bei der Kapelle», machten die neunzehn Wagen Halt zu einem Familien-Picknick mit Handharmonikaeinlagen Die Dorf Jugend und die Dorfschönen statteten der Autolandsgemeinde einen Besuch ab. Das veranlasste uns zu einem Gegenbesuch im Dorf, weil es nicht anständig ist, nur vor einem Dorf den Platz mit Picknick-Resten zu besäen und nichts anderes liegen zu lassen. Wenn wir Clubleute das Auto beim Volk populär machen wollen, dann müssen wir auch mit ihm Verbindung und Fühlung nehmen. Speziell dem Städter tut ein solcher Einblick in Volksleben und Volksbräuche nur gut gegen die drohende Verflacnung. — Herr Conrad zeigte in seinem Vortrag «Die Photographie als Beweismittel bei Auto-Unfällen» wie auch mit einfachen Mitteln die wesentlichen Gesichtspunkte, welche für eine spätere Beurteilung von Bedeutung sein können, festzuhalten sind. Dr. Brügger machte einige ergänzende Mitteilungen aus der Werkstatt des praktischen Anwaltes, immer aber betonend, dass das beste Schutzmittel gegen Unfälle das vorsichtige Fahren bedeute. Der Ortsgruppe Ilanz und Chur, sowie dem Referenten, Herrn Conrad, dankt unsere ganze Sektion bestens für die Veranstaltung. Bsr. Autosektion St.Gallen-Appenzell Wdr haben in der letzten Fahrsaison Merkblätter über das Verhalten des Automobilisten gegenüber der Strassenbahn verteilen lassen. Nachstehend möchten wir Danen diese Verhaltungsmassregeln nochmals in Erinnerung rufen und allen Mitgliedern in ihrem eigenen Interesse empfehlen, diesen Vorschriften auch nachzuleben. An Haltestellen der Strassenbahn dürfen Motorfahrzeuge nicht parkiert werden! Sehe inwerfer müssen auch beim Kreuzen mit der Strassenbahn abgeblendet werden! Beim Herannahen einer Strassenbahn ist das Geleise freizugeben; Rechts ausweichen; lässt die Anlage des Geleises dies nicht zu, ist zum Ausweichen die freie Strassenseite zu benützen! Beim Vorfahren, wenn die Strassenbahn fährt: Rechts vorfahren, wenn genügend Raum vorhanden ist, im andern Fall darf man auch links vorfahren (aber nur -wenn die Strasse frei und übersichtlich ist!) Beim Vorfahren, wenn die Strassenbabn stillsteht: Rechts vorfahren, wenn eine Schutzinsel vorhanden ist; links vorfahren (Schrittempo), wenn keine Schutzinsel vorhanden ist (aber nur wenn die Strasse frei und übersichtlich ist, sonst in 2 Meter Abstand warten bis die Strassenbahn wieder fährt!) GRUPPE APPENZELL. A. RH. Unserer Frühlingsfahrt nach Bottighofen haben über 20 Wagen Folge geleistet; jedenfalls haben das schöne Wetter und nicht minder der schöne Seegarten zum guten Erfolg beigetragen. Besonders freute uns der Besuch unseres Sektionspräsidenten und zwei weiteren Mitgliedern unseres Sektionsvorstandes mit ihren Frauen. Ich glaube im Namen aller Teilnehmer zu sprechen, wenn ich sage, es sei ein schöner Tag gewesen, Petrus in bester Form, der Seegarten ist ein kleines Paradies, dazu die Sehaffhauser Jägermusik mit den rassägen, klangvollen Vorträgen. Es war für alle ein Ohrenschmaus. Wir möchten der rührigen Musikgesellschaft noch an dieser Stelle unseren Dank aussprechen, nicht minder dem Fräulein Gerantin vom Schlössli Bottighofen, welche sich alle Mühe gab, preiswürdig und gut all die kulinarischen Wünsche der Autler zu befriedigen, was ihr auch sicher gelungen ist. Befriedigt verliessen wir dann nach 5 Uhr die gastliche .Stätte, um noch im «Schaf li» Amriswil das Tanzbein zu schwingen, besonders aber, um das gut abgestimmte Jodler- und Gesangsquartett, welches die Gruppe Appenzell I. Rh. präsentierte, zu geniessen. Ja, es war ein Genuss, die melodisch heimatliche Kost, die uns von unseren Clubbrüdern ungezwungen-fröhlich zu Gemüte geführt wurde. — Besten Dank und auf Wiedersehen. Zwischenhinedn begrüsste der Präsident mit launigen Worten die Anwesenden, insbesondere den Sektionspräsidenten und seine Gemahlin, damit allen anwesenden Damen ein Extrakränzlein widmend, dankte der Jodlergruppe von Appenzell für die schönen gesanglichen Gaben, die viel zu animierter Stimmung beigetragen haben. Lobend erwähnte der Präsident das freundschaftliche Verhältnis der beiden Gruppen, dass es immer so bleiben möge. Eine freundliche Mahnung an diejenigen, die bis heute vergessen haben, den Gruppenbeitrag von Fr. 1.— zu bezahlen — möchten es baldigst nachholen. Anschliessend folgte das schöne Landsgemeindelied, «Alles Leben strömt aus Dir», aus voller Kehle. Dann begann unser Freund Otto als Erster mit echten Appenzellerwitzen aufzutischen, die er mit viel Humor und Würze träff und taktvoll an den Mann bringen kann. So lösten sich Tanz, Gesang, Jodel und Witz Schlag auf Schlag ab. Nur viel zu rasch, aber mit dem Bewusstsein, ein schönes T. C. S.-Gruppentägli erlebt zu haben, mahnt die Stunde zum Aufbruch nach Hause. Ca. um T% Uhr war der Schäflisaal leer, ein kleines Trüpplein hatte sich noch zum Abschiedstrunk in Bischofszeil eingefunden, dann aber war es endgültig Schluss, Hoffe, es sei alles wieder wohlbehalten zu Hause angelangt. Die beiden Kommissionen hoffen, dass solche kleinere Ausfahrten Anklang finden und dann auch von immer mehr Gruppenkameraden unterstützt werden. Es ist ein innerer Wunsch, mit unseren Mitgliedern näher und besser in Kontakt zu kommen; solche Ausfahrten tragen viel dazu bei. Wir danken nochmals allen Teilnehmern und geben der Hoffnung Raum, in Zukunft werden sich noch weit mehr Mitglieder an unseren Ausfahrten beteiligen. ORTSGRUPPE WIL UND UMGEBUNG. Pfingstfahri nach Alvaneu-Davos. Die Anmeldungen sind schon recht zahlreich eingegangen und wirkt es auffallend, wie die gleichen Teilnehmer an der letzten Fahrt ins Bündnerland wohl nochmals eine so gemütliche und prächtige Pfingsttour erleben möchten. Sie können sich heute und morgen noch telephonisch beim Präsidenten, Herr Briner in Wil (Telephon 483), anmelden. PH. ALUSE «!»•» Verbänden CHAUFFEURVEREIN SCHAFF- HAUSEN. Auch dieses Jahr fand die Herrenfahrt bei den Mitgliedern grossen Anklang, zu welcher unser Präsident eine ausgezeichnete Fahrroute, verbunden mit einer Besichtigung der Eglisanawerke, wählte. Zu dieser Fahrt versammelten sich eine grosse Anzahl Kameraden. Unter Führung von Vizepräsident Walder setzte sich punkt 7.30 Uhr der Car-Alpin in Bewegung. Unter den schönen Klängen unseres Handörgelers geht's in rassiger Fahrt über Rafz, dem idyllischen Städtchen Eglisau entgegen, wo der erste Halt zwecks Besichtigung der Mineralwerke eingeschaltet wurde. Interessant ist vor allem die Mineralquelle, die aus einer Tiefe von 240 Meter emporsteigt. Die Quelle, welche ca. 41 Minutenliter liefert, ist eine der ergiebigsten und zählt infolge ihrer Tiefanlage zu den reinsten «Sprudeln» der Schweiz. Nach der Besichtigung wurde allen Teilnehmern ein guter Trunk Eglisana verabfolgt. An dieser Stelle sei noch den Herren Bürgin und Iseli für die Führung durch den Betrieb der beste Dank ausgesprochen. Nach einem kleinen Imbiss wurde die Fahrt weiter über Freienstein, dem schönen Irchel entlang, nach Teufen und Berg am Irchel fortgesetzt. Alsdann ging es durchs Flaachtal aufwärts nach Andelfingen, um nach kurzem Halt via Benken wiederum den schönen Munotstädtchen zuzusteuern, wo wir um 12.30 Uhr einzogen. Vizepräsident Walder verdankte den Kameraden ihr zahlreiches und pünktliches Erscheinen mit dem Wunsche, dass es immer ßo bleiben möge in unserem Verein. H. St. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Protokoll-Auszug über die Monatsversammlung vom 2. Mai 1934. Der Präsident eröffnete nach einer kurzen Begrüssung um 21 Uhr die etwas schwach besuchte Versammlung. Unter Mutationen war eine Aufnahme und ein Austritt zu verzeichnen, welche beide genehmigt wurden. Den stellesuchenden Mitgliedern ist bekanntzugehen, dass auf Zeitungsstellenangebote mit näherer Firmabenennung seitens unseres Vereins keine Vermittlung erfolgt; ferner sind diese gebeten, auf dem Anmeldeformular ihre Kautionsfähigkeit zu notieren Ȧuch werden die Interessenten, die das Klausen- Rennen (5. August), sowie den « Grossen Preis der Schweiz » in Bern am 26. August a. c. zu besuchen gedenken, ersucht, dies auf der Teilnehmerliste durch Unterschrift zu bekunden, um rechtzeitig über die nötigen Cars disponieren zu können. Der Preis für jede Fahrt beträgt Fr. 12.— pro Person. Für das interessante und lehrreiche Referat, in welchem uns die Herren Dir. Bader und Ing. Lüthy (Elektrizitäts-AG. Wädenswil) über das Arbeitsprinzip der gegenwärtig bestehenden Verkehrslichtsignale, orientierten, sei nochmals der beste Dank ausgesprochen. Laut genehmigtem Antrag vom 2. Mai a. c. wird fernerhin für unentschuldigtes Fernbleiben an solchen Anlässen, wie Vorträge u. dergl., eine Busse von 50 Rappen verhängt, die zugunsten des Unterstützungsfonds eingezogen werden. " In der Aprilversammlung wurde ein Mitglied aufgenommen. Louis Scartazzini wurde wegen mangelndem Vereinsinteresse von der Mitgliederliste gestrichen. Im weitern wurden noch einige Grussund Dankschreiben verlesen und verdankt. Nach rascher Erledigung dieser Traktanden schloss der Vorsitzende um 22 Uhr die Sitzung. Die nächste Monatsversammlung findet Mittwoch, den 6. Juni 1934 im Restaurant « Du Pont» statt; jeden Donnerstagabend 20 Uhr Stamm im < Zeughauskeller >. mtutZwU****** ANMELDUNG für die Dienstleistung mit einer motorisierten Maschinengewehr-Kompagnie. In den diesen Herbst stattfindenden Wiederholungskursen der 1. und 3. Division werden von der Abteilung für Infanterie neuerdings Versuche mit motorisierten Maschinengewehr - Kompagnien durchgeführt. Diese Einheiten werden mit einer Anzahl von der Parkverwaltung in Thun gestellten Seitenwagen- und Anhängermaschinen ausgerüstet und erhalten im ferneren noch eine grössere Anzahl Solo-Motorräder zugeteilt. Der Motorwagendienst ist nicht in der Lage, aus seinen Beständen das Personal und das Fahrzeug- Material für die Aufstellung dieser zwei motorisierten Maschinengewehr-Kompagnien vollständig zu stellen. Es besteht deshalb die Absicht, wiederbolungsku rs p f 1 ic h ti ge Wehrmänner anderer Waffengattungen, die im Besitze eines Führerausweises für Motorräder und eigener, für den Verkehr zugelassener Maschinen sind, in diese Kurse mittelst Spezialaufgeboten einzuberufen. In Betracht fallen dafür: a) Wiederholungskurspflichtige Wehrmänner "der verschiedenen Waffengattungen, die im Besitze ejnes für das Jahr 1ragonern, 2 Radfahrern und 1 Motorfajhrer. Gelaufen, geritten und gefahren wird eine Strecke von 5800 Metern auf der innern Piste. Das Publikum hat demnach Gelegenheit, am 27. Mai auf dem grünen Rasenteppich des Schachens eine hervorragende sportliche Konkurrenz zu verfolgen. Der Start erfolgt in einer Pause zwischen den Flach-Jagd und Trabrennen. Die Piste misst 1450 Meter. Die vier Läufer haben also je eine Strecke von 362,5 Meter zurückzulegen, die zwei Dragoner je 725 Meter. Wie die Radfahrer und der Motorfahrer wird zum Schlüsse eine Runde von 1450 Meter fahren. Liste der Strassensperrungen und Verkehrserschwerungen Bulletin Nr. 20 vom 18.—24. Mai. Nachdruck verboten. Offizielle Zusammenstellung durch das Sekretariat der Baudirektorenkonferenz. Aargau: Sperrungen: Die hölzerne Brücke zwischen Lauffohr und Vogelsang ist für allen Fährverkehr gesperrt. Strasse Ennetbaden - Freienwil auf dem Teilstück Ennetbaden - Hertenstein. Umleitung von Ennetbaden über Oberehrendingen und von Freienwil über Hertenstein-Obersiggenthal oder Oberehrendingen. Bern, Kreis I: Sperrungen: Grimselstrasse ab Kunzentännlen. Sigriswil-Tscbingelstrasse für allen Verkehr. Umleitung via Gunten-Längenschachen. Vorübergehend gesperrt: Aarebrücke in Innertkirchen an d. Meiringen-Grimsel-Strasse bis 21. Juni 1934; Tragfähigkeit der Notbrücke 3,5 Tonnen. Kreis II: Sperrung: Strasse Schwarzenburg- Milken-Riffenmatt (Riffenmattstrasse) zwischen Schwarzenburg und Hofland. Umleitung über Schwarzenburg - Oberdorf - Walke - Stieracker - Hofland und umgekehrt. Kreis IV: Sperrung; Strasse Utzensdorf-Wiler, Umleitung über Zihlebach. Kreis V: Sperrung: Strasse Chevenez-Fahy bei Chevenez. Freiburg: Sperrung: Kerzers-Fräsches; Motier- Vallamand v. Motier bis Kantonsgrenze; Romont- Rossens (Vd.), von RomOnt bis Kantonsgrenze. Poet-Payerne von Poet bis Kantonsgrenze; Fribourg-Bulle zwischen der Strassengabelung bis Corpataux n. Le Brig. Umleitung über Vuisternens-en-Ogoz; Romont-'Sedeilles von Romont bis Kantonsgrenze. Graubünden: Sperrung: Albula (Preda-Ponte), Bernina (Pontresina-Poschiavo), Oberalp (Tschamutt-Obejalppass-Oberalp), Splügen (Splügen- Grenze, Umbrail (Sta. Maria-Grenze); Solis-Obervaz ; Küblis - Conters; Pany - St. Antönien; Strasse nach Furna; Strasse nach Valzeina; Strasse nach Igis; Maienfeld-Malans; nur Sonntagsfahrverbot. Neuenburg: Sperrungen: Strasse Neuenburg- Peseux 1.0. und A.O. St. Gallen: Sperrungen: Wil-Wattwil, zwischen Rickenbach und Bazenheid gesperrt, Umleitung über Kirchberg; Strasse Ragaz - Landauart zwischen Ragaz und der Tardisbrücke; Umleitung über Maienfeld. Die Rheinbrücke darf nur von Wagen mit einem Gesamtgewicht bis 8 Tonnen befahren werden. Schwyz: Sperrung: Für Motorfahrzeuge Schlagstrasse Schwyz-Sattel am Pfingstmontag den 21. Mai von 7—9^ Uhr, den 22. Mai von 15 bis 17 Uhr Umleitung über Steinen. - Solothurn: Sperrung: Gempen-Nuglar. Thurgau: Sperrungen : Untere Seestrasse Güttingen - Münsterlingen; Umleitung über Altnau- Scherzingen; Müllheim-Sonterswil, Umleitung über Märstetten, Strasse Engwilen-Emmishofen. Uri: Sperrungen* Furkastrasse ab Galenstock; Oberalpstrasse ab Oberalpsee. Waadt: Sperrungen: Strasse Lignerolle-Station Onnens zwischen Vuiteboeuf und La Mothe bis Ende Juni; Strasse zwischen La Brinaz und Orges. Umleitung über Tuileries de Grandson- Giex oder MontagnT-Vuiteboeuf. Wallis: Sperrungen: Furkapass ab Oberwald; Simplonpass ab Refuge 4; Grosser St. Bernhard ab Bourg-St. Pierre. Zug: Sperrung: Zug-St. Adrian-für Lastwagen und Autocars gesperrt. ZOrich: Sperr unten: Küsnacht: Seestrasse zwischen Dorfbachbrücke und der Fabrik Terlinden in Goldbach, Richtung nach Zürich gesperrt; Geroldswil: rechtsufrige Limmattalstrasse zwischen Oetwil a. L. und Geroldswil bis zirka Ende Juli 1934 für den Fahrverkehr gesperrt. Der rechtsufrige Verkehr mit Baden wird von Weiningen an über Dietikon; Richtung Zürich von Würenlos an über Hüttikon-Regensdorf umgeleitet. Wallisellen-Dübendorf: I. Kl. Strasse von Neugut bis zur Ueberlandstrasse Zürich-Dübendorf gesperrt bis Ende Mai. Kilchberg: Seestrasse (H.-V-Str. I. Kl. Kilchberg-Zürich) vom «Löwen» Bendlikon - Grenze Rüschlikon bis Ende Mai gesperrt. Einbahnverkehr seeabwärts. Umleitung seeaufwärts über Hornhaldenstrasse - Weinbergstrasse-Doifstrasse - Böndlerstrasse/Kilchberg alte Landstrasse Rüschlikon - Thalwil. Hornhaldenstrasse II. Kl. in Kilchberg-Zürich, Teilstrecke Weinbergstrasse-alte Landstrasse bis 31. Mai gesperrt. Wädenswil: Die Strecke Käpf-nach- Wädenswil ist bis 2. Juni gesperrt. Wetzikon • Die Strasse I. Klasse Ober-Wetzikon-Floos ist gesperrt. Uster-Langholz; Talacker (Uster) bis Riedikon und Kies bis Esslingen gesperrt. Ossingen-Klein-Andelfingen: Die H.-V.-Str. Andelfingen-Stammheim von Bad Kl.-Andelfingen- Unterführung in Ossingen bis zirka Ende Mai gesperrt. Dübendorf: Strasse I. Kl. Dübendorf- Wallisellen gesperrt. (Wegen Platzmangel mussten die «Strassenarbeiten» weggelassen werden.) a