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E_1934_Zeitung_Nr.084

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16 AUTOMOBIL-REVUE'

16 AUTOMOBIL-REVUE' 1934 - N« 84 über St. F i d e n mit dem Auto in einer Viertelstunde erreicht werden. Aber ebenso anziehend ist das urwüchsige Appenzellerländchen mit A p p e n - z e 11 als Hauptort und seinen Flecken wie Speicher, Heiden oder G a i s. Von Appenzell aus ist es auch möglich, auf dem Strässchen über Weissbad nach Wasserauen und somit bis fort, tief hinein in das Säntisgebiet vorzudringen. (Fortsetzung folgt.) Touren-Sprechsaal Frage 965. Auf der interessantesten Route von Basel nach La Rochelle und zurück auf einem andern Weg. Ich möchte von hier aus quer durch Frankreich ans Meer fahren nach La Rochelle und dabei schöne alte Städte und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen lernen. Die Loire-Schlösser haben wir bereits schon einmal besichtigt. Welche Route empfehlen Sie uns für Hin- und Rückfahrt und können Sie mir einige kleinere Badeplätze zwischen La Rochelle und Royan angeben? A. G. in Basel. Antwort: Ich habe ihnen im folgenden ein Tourenprogramm ausgearbeitet, das vor allem die schönen alte Städte sowie die berühmtesten Sehenswürdigkeiten berücksichtigt. Orte, die grosse touristische Bedeutung haben, sind nachstehend in gesperrter Schrift angeführt. 1. Etappe: Basel, AKkirch, Dannemarie, B e 1 - Hericourt, Arcey, Clerval, Roulans, Besaut on, Dampierre, Rochefort, Dole, Auxonne, Genlis, D i j o n 246 km. 2. Etappe: Dijon, Vougeot, Nuits, '3t. Georges, B e a u n e, Nolay, A u t u n, Luzy, Bourbon-Lancy, Moulins, Souvigny (prächtige Kathedrale), Ie Montet, Montmarault, Doyet, Montlucon 258 km. 3. Etappe: MonlhiQon, Ghapelaude, Culan, la Ghätre, Bouesse. Argenton-sur-Greuse, V a 11 6 e de la Creuse, Gargilesse, Ghäteaubrun, Eguzon, Crozan, Fresselines, la Souterraine, Bessinos, Limoges 228 km (22 km westlich die berühmte Kirche St. Leonard). 4. Etappe: Limoges, Nieul, Bellac, Moulismes, Montmorillon, St. Savin, Ghauvigny, Poit i e r s, Lusisnan, St. Maixent, N i o r t, Mauze, Ferneres, Dompierre, la Roch eile 220 km. 5. Etappe. La Rochello, Rochefort, Marennes (6 km östlich B r o u a g e), Etaules, Royan 80 km (ein prächtiger Aussichtspunkt ist der sich etwas westlich von Royan befindliche Leuchtturm de 1 a C o u r b e). 6. Etappe: Royan, St. Porchaire, Saintes, Gognac, Veillard, Jarnac, Hiersac, Angouleme, Marguis, Dignac, Mareuil, Brantöme, Perigueux, St. Felix-et-Montemart, Les Eyzies (Grotten) 244 km. 7 Etappe: Les Eyzies, St. Gyprien, Domme, Vallee de la Dordogne (Schluchten), Souillac, Noailles, Brive, Tülle, Egletons, St. Angel, Useel, Rocliefort-Montagne, Massagette, Col de la Ventouse, Clermont-Ferrand 291 km (Abstecher mit dem Auto auf den P u y de Dome). 8. Etappe: Clermont-Ferrand, Pont de Dore, Thiers, Noiretable, Böen, Feurs, Ste. Foy, Gol de la Luere, Lyon, Meximieux, Pont d'Ain, Nantua, Bcllegarde, Ghancy, Genf 333 km. 9 Etappe: Genf, Lausanne. Yverrlon, Neuenburg, Biel, Solothurn, Balsthal, Basel 248 km. Folgendes sind einfachere Badeplätze zwischen La Rochollc und Royan • Ghatelaillon, Fouras, Marennes-Plage, Ronce, St-Palais. Der Ruhestörer. Dio Lärmbekämpfung macht grosse Fortschritte: Gestern wurde wiederum ein Automobilist wegen Hupens zur Anzeige gebracht! (The Motor.) Tourismus Fahrten im Herbst Der anrückende Herbst macht sich in der Stadt nicht augenfällig bemerkbar wie auf dem Land. Wohl gewahrt man, dass die Tage immer etwas kürzer werden. Die Luft wird frischer und da und dort kommen bereits die Mäntel wieder zu Ehren. Auf dem Gang von der Wohnung zur Arbeitsstätte bemerkt man vielleicht, dass die Blätter der Kastanienbäume etwas gelber aussehen. Aber es sind alles Symptome, die nur unscharf auf die Ankunft des Herbstes hinweisen. Dass er tatsächlich aber schon Einzug gehalten hat, kann man sich leicht überzeugen bei einem kleinen Ausflug aufs Land. Wald und Feld zeigen sich in ihrem prächtigsten Kleide und erfreuen da's Auge durch das wechselvolle Spiel der Farben. Der Herbst will offenbar nicht hinter den andern Jahreszeiten zurückstehen und was er an sommerlicher Wärme eingebüsst hat, sucht er durch das feine Kolorit, das er der Landschaft verleiht, wettzumachen. Der Wald, der sonst von einem uniformen Grün beherrscht wird, leuchtet zur Herbstzeit in allen Farben des Regenbogens und zeigt ein so verändertes Aussehen, dass man die Metamorphose kaum für möglich hält. Die Kornfelder sind in voller Pracht und erscheinen umgeben von grünen Wiesen wie kleine Inselchen aus Gold. Auf den Matten weiden friedlich die Herden und die Stille der Natur wird nur vom Klang der Glocken unterbrochen. Das eindrucksvollste Schauspiel bleibt jedoch dem Frühaufsteher vorbehalten, wenn Gras und Geäst noch mit Rauhreif überzogen sind. Die Bäume sehen dann aus wie Skelette aus kristallhellem Glas. Wirft nun die Sonne ihre feurigen Strahlen auf die Bäume, so werden sie in tausend funkelnde Diamanten verwandelt. Es /braucht dann nur noch ein kleiner Luftstoss dazuzukommen, so sprüht es in allen Richtungen von Edelsteinen, die in allen denkbaren Farben leuchten. Man findet jedoch häufig die Ansicht verbreitet, dass sich der Herbst nicht mehr zu Autofahrten eigne. Ganz das Gegenteil ist aber der Fall : gerade im Herbst mit seinen klaren Tagen lassen sich prächtige und eindrucksvolle Fahrten ausführen und vielmals werden die letzten Touren die schönsten und genussreichsten des ganzen Jahres. Wenn wir als praktische Ergänzung unser Augenmerk noch etwas auf die' Tourenmöglichkeiten von den grössten Schweizerstädten aus richten, so erkennen wir, dass sich von allen in jede ibeliebige Himmelsrichtung Autofahrten ausführen lassen. Das ist vor allem für eine Stadt mit dreimal hunderttausend Einwohnern wie Zürich von grosser Wichtigkeit. Diese Stadt hat noch den Vorzug, dass sie an einem schönen See oder ein See an Zürich liegt. Die naheliegendste Tour ist also eine Rundfahrt um den See, und zwar auf der Hinfahrt über Küsnacht - Meilen - Männedorf nach R a p - p e r s w i 1. Von hier aus führt ein kunstvoll angelegter Seedamm hinüber nach dem schwyzerischen Pfäffikon. Wer eine schöne Aussicht und frischen Sauser iiebt, der macht einen kleinen Abstecher nach Feusisberg, das in malerischer Umgebung am Fusse des Etzels liegt. Von Pfäffikon ab folgt ein prächtiges Dorf dem andern, wie Richterswil, Wädenswil, H o r g e n , Thalwil, W o 1- lishofen, so dass das linke Zürichseeufer mehr einer langgestreckten, parkähnlichen Stadt gleicht. Ein reizendes Tourengebiet, das sich besonders jetzt im Herbst von seiner besten Seite zeigt, ist das Zürcher Oberland mit den schönen Dörfern Wald, Rüti, Wetzikon usw. und den kleinen Ausflugszielen wie Girenhai oder Hasenstrick am Bachtel. Wenn diese Möglichkeiten alber schon erschöpft sind, so hat man auch noch die prächtige Fahrt durch das romantische Limmattal zur Verfügung und gelangt so nach Baden und Brugg, und wenn man der Strasse noch etwas weiter folgt, nach Schinznach-Bad, einer weltberühmten Heilstätte. Auch St. Gallen hat eine reiche Fülle von Tourenmöglichkeiten. Der Bodensee ist ebenfalls •icht weit entfernt und kann auf der schönen Strasse Zürcher Wochenprogramm Stadttheater Ab e ni *s 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Di. abend 16. Okt. De'SehüteefcöniB, gespielt vom Dramatischen Verein Zürich. Mi. abend 17. Okt. Fi S aros Hochzeit, mit Margherita Perras als Susanne (A-Ab. 4). Do. abend 18. Okt. Die tanzende Stadt. Fr. abend 19. Okt. Fi 3 ar0S Hochzeit, mit Margherita Perras als Susanne (A-Ab. 4;. Sa. abend 20. Okt. Die tanzende Stadt. Das SO. nachm. 21. Okt. Dreimäderlhaus, Singspiel nach Schubert. ar und So abend 21 Okt * Zimmermann, Oper von Lortzing. Schauspielhaus jj»* «J *& Di. abend 16. Okt. Das kleine CaK> mit Max Han " sen a. G. Mi ahpnil 17 flkt Scnsationsprozess, Schauspiel v. ml. dUGIIU II. UIU. , - TTr ., Edward Wooll. Do. abend 18. Okt. Das kleine CaU > mit Max Han ' sen a. G. Fr. abend 19. Okt. Premiere: Servel in Genf Schauspiel von Albert J. Welti. Sa. abend 20. Okt. Das kleine Caf °> mit Max Han " sen a. G. So.nthn.21.0kt. 3±/ * Uh Das £. klei " e Cafe mit ' Max Hansen a. G. $n ahpnrl 71 flkf Sensationsprozess, Schauspiel v. Ulli UlivtlU • M Unlv ~~ - * TTT 11 Hn ahpnil 77 flkt Servet Edward in Wooll. Genf, Schauspiel von «o. anena u. um. Albert j Welti Apollo Odeon Der Springer von b. Bellevueplatz Pontresina. Die drei Stimmungskanonen: Dicker — Burian — Maiersky. 6 Penison Seequai Bekanntes Familienhaus geg. d. Theater am See. Massige Preise bei bester Verpflegung. Tanzinstitut Anitra ESuSSS 4 Tel. 26.748. Frau A. Hawelska. Tango-Club jeden Mittwoch 20 Uhr. Tanz-Abende: Samstag u. Sonntag 20 Uhr. Tanzvorführungen. Jonny-Bar, Beafengasse 15 Die grösste und schönste von Zürich. Wolf L-immatquai 132, b. Central F. Winisdörfer Erstklassige Menüs 1.70. Kuchenspezialitäten. Orchester Schorbert u. seine Solisten. Roter Ochsen Parkplatz — Butterküche. Propr. H. Broder-Huwyler. Rest. Wetterwarte Zähringerstrasse Fam. Sigrist. Teleph. 24.356. Pilsner und Münchner Biere. Gepflegte Weine, Küche erstklassig. Bescheidene Preise. Waldhaus Sihlbrugg (Station) Tägl. das erstklassige Cabaret-Programm. Telephon 924.136. — Parkplatz. Hotel Sternen - Zürich-Oerlikon Franklinstrasse 1 Schöne Zimmer mit fliess. Wasser. Gutgef. Küche. Bescheid. Preise. Garage. Tel. 68.065. Bes. P. Wüger. zum Apero ins Bistro gut essen im Restaurant zur Unterhaltung ins Dancing zum Abschluss in die Mascotte-Bar alles Im neueröffneten Theaterstr. 10 Telephon 45.154 Tramhalt: Bellevue Nr.3,4 u. 10 ^ A S^" Schweiz Das herrliche Ausflugsgebiet zwischen Boden- nnd Genfersee. Auf die klare Darstellung der Alpenstrassen und derBodengestaltung wurde besondere Sorgfalt verwendet. Durch vierfache Gliederung des Strassennetzes erfasst der Fahrer mit einem Blick die Bedeutung der einzelnen Strassen. a) In 2 Blättern, Nord u. Süd, Maßst. 1:250,000 \ per Bmtt n. „ „. - „_ b) In einem Blatt, Maßstab 1:350,000 / **• E - B "' Der Schweizer Automobilist dehnt seine i Fahrten häufig über Schweiz und Grenzgebiete die Landesgrenzen aus; diesem Bestreben liegt die Ausdehnung dieser Karte zugrunde. Die Schweiz Hegt im Mittelpunkt, München — Colmar — Dijon — Lyon — Grenoble — Turin — Gardasee — Dolomiten — Innsbruck umreissen das Randgebiet. Die Karte ist im Maßstab 1:500,000 mit seltener Genauigkeit und Uebersichtlichkeit gezeichnet, äusserste Sorgfalt wurde auf die alpine Ausarbeitung verwendet; besonders zähes wetterhartes Papier ist ein weiterer Vorzug. Preis Fr. 4.—• Schweiz-Riviera 1:500 000. Diese Karte ist besonders geeigne* um dem Fahrer eine genussreiche Fahrt vom Genfersee ans Mittelmeer, sei es über die Route des Alpe» d'hiver oder Route des Alpes d'ete zu gewähren; sie umschliesst im Süden den Küstenstrich von Montpellier bis Imperia und eignet sich hervorragend für Ausflüge an die Riviera. Preis Fr. 2.110. Bodensee mit St. Gallen und Appenzell als Mittelpunkt. Die Fahrer dieses Gebietes mussten bisher für ihre Ausflüge schweizerische, deutsche und österreichische Karten heranziehen. Hier ist alles einheitlich im einem klaren, übersichtlichen Blickfeld im Maßstab 1 : 300,000 enthalten; die Karte reicht von Zürich—Luzern weit in den Schwarz« wald, umfasst die Ufergebiete des Bodensees bis hinauf nach Biberach, führt ins bayerische Hochland bis Garmisch und südlich über den Arlberg bis zu den Bündner Bergen. Preis Fr. 2.80 Genfersee mit der Völkerbundstadt lockt immer mehr ins Zentrum internationaler Ausflüge. Von Genf als Standquartier aus gedacht, umschliesst diese Karte das Hochland Savoyen, greift rund um den Genfer* see — In das südliche Wallis und die Gruyere, über den Jura ins Burgund und in die herrliche Landschaft des Doubs. Eine Ausflugskarte im Maßstab 1 : 300,000, wie sie schöner und sorgfältiger ausgearbeitet nicht existiert. Preis Fr. 2.80 Luganer-, Langen- u. Gardasee bilden den Kern dieser Oberitalienische Seen Karte, und zwar im bestlesbaren Touristik - Maßstab 1:300,000, äusserst genau und detailliert ausgearbeitet. Der weitere Vorzug der Karte ist ihre grosse Reichweite über das Kerngebiet hinaus; im Norden vom Vierwaldstättersee bis hinunter nach Mailand, östlich bis in die Dolomiten hinein. Die äfarbige Ausführung gewährleistet grosse Uebersicht mit seltener Genauigkeit. Preis Fr. 2.80 Schwarzwald Seit einem Jahrzehnt gilt unsere Schwarzwaldkarte als bestes Orientierungsmittel der Automobilisten, welche das schöne Ausflugsgebiet zwischen Heidelberg und Oberrhein besuchen. Nicht nur die markante Wegleitung, sondern die aufschlussreiche Darstellung des Geländes, die grosse Uebersichtlichkeit und leichte Lesbarkeit sind ihre Vorzüge. Maßstab 1:250,000. Fr. 2.80 • | Das westliche Anschlussblatt an den Schwarzwald. VnfTDCOn Gleich treffliche Ausfühn-ng und Anlage. IhreReichf UflGuGII weite geht von Strassburg über die ganzen Vogesen O bis zum Schweizer Jura, von Nancy bis Baden- Baden. Wer eine Fahrt in dieses Gebiet machen will, wer die hochragenden „Ballons" und „Köpfe" Jenes Gebirgszuges befahren möchte und die schön ausgebauten Hochstrassen, welche stundenlang über die Berge führen, lege seine Reisepläne anhand dieser Karte zurecht. MaBstab 1 : 250,000. Preis Fr. 2.80 1:500,000. Vom Bodensee bis hinunter nach Köln, links- u. rechtsrheinisch, wird Rhein und Mose In allen Buchhandlungen des In- und Auslandes erhältlich, sowie beim Verlag VERLAG HALLWAG BERN A ABTEILUNG AUTOTOURISTIK «'^•' Verlag, Administration, Druck und Clicherie: HALLWAG A.-G. Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern. | ein weites Gebiet schöner Fahrten erschlossen. Ueber die Bürgen von Rhein und Mosel - Wiesbaden - Nürburgring - Bergstrasse - Odenwald - Eifel und Taunus, über alles, was in Reichweite dieses herrlichen Ausflugsgebietes liegt, orientiert die Karte den Fahrer mit Genauigkeit. Fr. 2.80 Oberbayern 1 : 250,000. Auch hier ist vor allem dem Ausflugs-Bedürfnis des Fahrers Rechnung getragen. Zwischen Bodensee, München, Salzkammergut und Innsbruck liegen so viele herrliche Ausflugsziele, wir erinnern nur an die bayrischen Königsschlösser, an die zahlreichen Seen und Pässe Oberbayerns und Tirols, wodurch die autotouristische Wanderlust immer wieder angeregt wird. Wer seine Fahrten mit dieser Karte zurücklegt, ist zuverlässig beraten. Fr. 2.80 Dolomiten 1 : 250,000. Tausende von Fahrern besuchen all- Jährlich die Dolomiten. Unsere Karte umschliesst Jenes einzigschöne Bergland mit seinem vorzüglichen Strassennetz. In Verbindung mit dieser Karte ist ein kleiner, 48 Seiten umfassender Führer ausgearbeitet, der erschöpfend alle Dolomitenstrassen beschreibt. Preis Fr. 1.80. Dolomiten-Karte und -Führer vor und während der Fahrt ist fast ebenso wichtig wie Pass und Triptyk, denn nur mit diesem Rüstzeug in der Tasche werden Dolomitenfahrten vollen Genuss bringen. Für Ihre Fahrten nur Hallwagkarten

1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 Schweizerische Rundschau Der Strassenbau im eidgenössischen Ar beitsbeschaffungsprogramm. Der bundesrätlichen Vorlage an die Bundesversammlung liegt bekanntlich zur Hauptsache das Expertengutachten Rothpletz-Grimm zugrunde. Die Behandlung der ganzen Arbeitsbeschaffungsmaterie durch die beiden Experten des Volkswirtsehaftsdepartement.es Hess zum vorneherein erwarten, dass unsere oberste Landesbehörde für den Strassenbau, vornehmlich für denjenigen im Hochgebirge, nicht viel übrig habe. Die Botschaft äussert sich denn auch folgendermassen über dieses Thema : € Bei der Bundesversammlung ist eine Initiative über .die Erweiterung und den Ausbau von Alpenstrassen anhängig, die von rund 153,000 Stimmberechtigten unterzeichnet worden ist. Wir halten dafür, dass namentlich im Interesse des Fremdenverkehrs dieser Initiative in einem gewissen Ausmass Folge zu geben ist. Dabei soll aber die jährlich aufgewendete Summe vorweg durch neue Einnahmen gedeckt werden. Ueber unsere Stellungnahme zu dieser Initiative "wird der Bundesversammlung eine besondere Botschaft zugehen, in welcher wir vorschlagen werden, es möchten jährlich ca. 6 Millionen Bundessubvention für den Ausbau der Alpenstrassen an die Kantone geleitet werden. Die Ausführung liegt bei den Kantonen, die über das hiefür nötige technische Personal verfügen. Auf diese Art und Weise könnten, wenn die Kantone vom Entgegenkommen des Bundes Gebrauch machen und zur Ausführung erheblicher Projekte schreiten, jährlich für rund 10 bis 12 Millionen Bauten ausgeführt werden. Wir nehmen die erwähnten Bauten und die bezügliche Subvention nicht in dieses Arbeitsbeschaffungsprogramm auf, da es sich in erster Linie um die Förderung des Fremdenverkehrs handelt, .dessen Vertreter dringend eine Verbesserung unserer Verkehrswege verlangen. 'Selbstverständlich werden diese Strassenbauten auch gewisse Beschäftigungsmöglichkeiten bringen, allein diese sind, mit Rücksicht auf die Tatsache, dass offenbar gerade die den Strassen entlang wohnenden Gebirgsbewohner an deren Ausbau eine willkommene Arbeitsgelegenheit suchen und finden, nicht geeignet, um angemeldete Arbeitslose aus grossen industriellen Zentren in erheblicher Anzahl herbeizuziehen. Dies wäre um so schwieriger, als der Strassenbau sich nicht auf einem konzentrierten Arbeitsplatz vollzieht und die Unterkunft aus andern Gegenden und Kantonen herbeigeholter Arbeitskräfte erschwert würde. Dazu kommt, dass die Ausführung der Arbeiten hauptsächlich in Jahreszeiten fallen wird, in denen die Bautätigkeit im allgemeinen reger ist. Im Winter kann an diesen Werken, wenigstens in hohen Lagen, nur beschränkt gearbeitet werden. Die technischen Mittel, die Winterarbeit erlauben, können wohl auf konzentrierten Bauplätzen, wie z. B. bei grossen Wasserwerksbauten, mit Erfolg verwendet werden. Auf einem langgestreckten Bauplatze ist dies mindestens viel schwieriger. Trotz alledem wird dieser Strassenbau eine gewisse Rolle in der Arbeitsbeschaffung spielen, und es muss darauf gehalten werden, dass so viel wie möglich Arbeitslose dabei beschäftigt werden. Aber auch unter dem Gesichtspunkt eines rationellen, zeitlichen und örtlichen Arbeitsauegleichs sind diese Strassenbauten als Teil eines Gesamtprogramms zu betrachten, über dessen Durchführung man sich verständigen muss. Eine weitere Gruppe von Arbeiten betrifft die Niveauübergänge. Wir haben schon wiederholt und speziell durch ein Kreisschreiben des Volkswirtschaftsdepartements, vom 21. Juni 1932, auf die Wünschbarkeit der Beseitigung gefährlicher Niveauübergänge hingewiesen und gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass sich auf diese Art und Weise Gelegenheit zur Ausführung von Arbeiten gebe, die sich auf das ganze Land verteilen und bei deren Auswahl überdies das lokale Bedürfnis nach Arbeitsbeschaffung in weitgehendem Masse berück- - sichtigt werden könne. Unsere Mahnung hat nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Wir gedenken nunmehr, die Beseitigung der Niveauübergänge durch die Zentralstelle für Arbeitsbeschaffung an die Hand nehmen zu lassen. Die Bundesbahnen zahlen daran in der Regel nur die kapitalisierten Bewachungskosten. Da gewöhnlich mit der Unterführung oder Ueberführung Strassenänderungen und Verbesserungen derselben verbunden sind, so haben fast regelmässig auch die Kantone und Gemeinden mitzuwirken und Beiträge zu leisten. Wir werden die Beseitigung von Niveauübergängen ebenfalls durch Subventionen unterstützen, die aus den Krediten für die N'otstandsarbeiten geschöpft würden. Für die Förderung und Vornahme dieser Arbeiten spricht auch noch die Tatsache, dass damit eine wesentliche Quelle der Unfallgefahr für den Strassenverkehr beseitigt wird. Wir sehen vor, dass vom Gesamtkredit für Notstandsarbeiten eine Summe von ungefähr einer Million speziell für Niveauübergänge verwendet wird. Dadurch wird es möglich sein, Arbeiten auszuführen, die sich auf einen Kosterivoranschlag von 4 bis 5 Millionen belaufen.» Eine andere Einstellung auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung kommt im Gutachten von Ingenieur Käch zu Händen des E.M.D. zum Ausdruck. Der Experte ist def Auffassung, dass es dringend notwendig sei, ein auf lange Hand eingestelltes Bauprogramm vorzubereiten, da die Dauer der gegenwärtigen Krise keineswegs abgesehen werden könne. Um den Erfolg der schon 1935 beginnenden Arbeiten zu garantieren, müsse mit grösster Dringlichkeit und Energie ans Werk gegangen werden, da einzelne Werke vor der Finanzierung und der Bauinangriffnahme neu gestaltet und die meisten sogar noch erst ausgearbeitet werden müssen. Als grundlegend erachtet Käch die Auseinandersetzungen über die Verkehrsteilung zwischen Bahn und Strasse, da die baulichen Möglichkeiten in weitem Masse davon abhängig sind. Nach seiner Aufstellung sind zur Beseitigung von allgemeinen Mängeln am ausgebauten Strassennetz während der Periode von 1935—1937 50 Millionen und ein gleich hoher Betrag für die Periode 1938—1942 aufzubringen. Zur Beseitigung von Niveauübergängen sind im ersten Abschnitt 50 Millionen Fr,, im zweiten Abschnitt 80 Mill., für weitere Strassenausbauten im Tal 50 resp. 20 Mill. Fr., für den Ausbau bestehender Alpenstrassen 85 resp. 30 Mill., und für Hartbeläge in verkehrsreichen Strassen im zweiten Zeitabschnitt 20 Mill. Fr. aufzubringen. Für den Bau neuer Strassenzüge und Alpenübergänge sind 20 Mill. Fr. vorgesehen, so dass Käch als Totalgeldbedarf für die Strassenbauten 455 Mill. Fr. einsetzt. Daneben enthält sein Gutachten auch Arbeiten auf dem Gebiete des Eisenbahn-, des Wasser- und Sanitätsbaus, und zwar im Gesamten mit den Strassenbauten eine Summe von 700 Mill. Fr. Zu den Strassenbauten im Speziellen nimmt das Gutachten folgendermassen Stellung: < Wenn die Organe von Bund und Kantonen in ihrer jetzigen Organisation beim Ausbau der Talstrassen noch genügen konnten, so scheint dies zweifelhaft im Hinblick auf den in den nächsten Jahren hauptsächlich vorgesehenen Ausbau der Bergstrassen. Die vielen Kunstbauten dieser Bergstrassen verlangen vor Inangriffnahme des Baues eine kunstgerechte Projektierung. Das Bauprogramm bedarf weitreichender fachmännischer Untersuchungen. Der Verkehr darf auf diesen Strassen während der Saison nicht unterbrochen werden. Er kann auch nicht stückweise umgeleitet werden, wie dies bei der Herrichtung der Talstrassen möglich war. Im weitern ist eine sorgfältige Arbeitsgruppierung nötig, damit die Arbeiter über das ganze Jahr und nicht nur während einiger Sommermonate beschäftigt werden können. Ferner spielt auch die Wahl des Strassenbelages bei den Bergstrassen eine besonders wichtige Rolle. Es sind wertvolle Vorarbeiten durch die Aufstellung von für Gebirgsstrassen geeigneten Normalien über Fahrbahn und Kurven durch die Vereinigung schweizerischer Strassenfachmänner geleistet. Eine sachgemässe Projektierung und Ausführung eines so grossen .Bauprogramms innert kurzer Frist und damit auch der Erfolg bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist aber bestimmt nur möglich, wenn diese Arbeiten von einer kompetenten und verantwortlichen Zentralstelle aus dirigiert werden; Es stehen so grosse öffentliche Interessen auf dem Spiel, dass auch aus Gründen der Rechnungsführung eine besondere Ordnung nötig erscheint. Wir halten daher dafür, dass, auch im Hinblick auf die Dringlichkeit des Problems, eine einzige Amtsstelle mit den genügenden Kompetenzen ausgerüstet werden muss. Das schliesst natürlich nicht aus, dass hinsichtlich Aufstellung eines eigentlichen Bauprogramms, der Finanzierung u. a., sämtliche Amtsstellen angehört werden und mitwirken müssen. Mit Hilfe des gebräuchlichen, vielfältigen Subventionssystems können diese Aufgaben nicht richtig gelöst werden; dies müsste unseres Erachtens einheitlich durch die kompetente Amststelle geschehen. Niemand kann die Schwierigkeiten der. Finanzierung eines solchen Bauprogramms unter den heuligen Verhältnissen übersehen. Die aufzuwendenden Summen scheinen tragbar. Angaben unseres Berichtes zeigen, dass in den letzten Jahren, hauptsächlich hei der Entwicklung der Autotransporte und beim Häuserbau, bedeutend grössere Summen investiert wurden. Der in Häusern angelegte Geldbetrag ist, wie aus der Steigerung der Brandversicherungswerte geschätzt werden kann, im letzten Dezennium um etwa zehn Milliarden Franken gewachsen. Wenn durch Anschwellen der Arbeitslosigkeit ein Lohnzerfall eintritt, so werden vor allem die Wohnungsmieten davon getroffen werdten, und wenn dann, als unvermeidliche Folge, die Mieten in eine Gleitbewegung kommen, so werden die Verluste durch Immohilienentwertungen um ein Vielfaches grösser sein als die für Arbeitsbeschaffung aufzubringenden Beträge. Unser Volk, vorab die Finanzinstitute, haben also das grösste Interesse, dem Bund Geld zu günstigen Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Sie werden sich damit vor weitgehenden Verlusten bewahren können. Von den vorgeschlagenen Bauten interessieren vor allem diejenigen, die in der Periode von 1Ö35 bis 1937 im Betrage von 300 Mill. Fr. ausgeführt werden können. Unter diesen spielt der Umbau für den motori-. sierten Verkehr der im Bericht erwähnten neun Bergstrassen die Hauptrolle; dieser verlangt zuzüglich der Baukosten der Sustenstrasse einen Betrag von rund Fr. 1O0O00O0O. Mit diesen Bauten muss sobald als möglich begonnen werden. Es sind deshalb die Projekte mit Dringlichkeit in Angriff zu nehmen und spätestens auf Anfang 1935 fertigzustellen. Die Programme für den Ausbau der Sinvplon- und Brünigstrasse sind mit einer kontinuierlichen Bauzeit von zwei Jahren und die grössern Umbauten mit einer solchen von drei Jahren vorzusehen. Hinsichtlich der andern Strassenbauten in den nächsten drei Jahren im Betrage von weitern rund- Fr. 138 000 000 sei auf die Aufwendungen und Einnahmen der Kantone für Strassen in den Jahren 1925 bis 1931 hingewiesen. Im Jahre 1931 haben die Kantono rund Fr. 9OO0OO0O für den Aushau der Strassen aufgewendet, wovon sie rund die Hälfte aus Steuern und Benzinzcllanteil decken konnten. Heute ist die Tätigkeit der Kantone für den Strassenbau gegenüber 1030 stark zurückgegangen. Es wird notwendig werden, sie nach einem gemeinschaftlichen Ausführung- und Finanzprogramm neu zu (beleben. » ku* dem« anerkannt. Das Resultat davon ist, dass die Strasse immer mehr ruiniert wird und sich jeder Automobilist schämen muss, wenn ihm auf dieser Strecke ein ausländischer Fahrer begegnet. Wenn der Automobilfahrer nicht Gefahr laufen will, dass sein Wagen in seine Urbestandteile zerlegt wird, muss dieses Strassenstück in einem Tempo von minimal 50 km befahren werden. Nur bei dieser Geschwindigkeit werden die durch die gewellte Strassendecke hervorgerufenen Erschütterungen einigermassen erträglich. Dabei riskiert man allerdings, infolge der Beschotterung ins Schleudern zu geraten. Man muss sich wundern, dass hier wesentliche Unfälle noch nicht vorgekommen sind. Offenbar ist sich die Regierung des Kantons Thurgau ihrer Verantwortung hiefür gar nicht bewusst. Von der Staubplage wollen wir gar nicht sprechen. Und nun kommt das Erbauliche: Um den Anschein zu erwecken, dass doch etwas geschehe, sind tagaus, tagein und Woche für Woche von früh bis abends spät zwei Wegarbeiter beschäftigt, den Schotter in die Mitte der Strasse zu bürsten mit dem grossartigen Erfolg, dass das nächste durchfahrende Auto ihn wieder an die Strassenränder befördert. Es war wohl gedacht, den Motor/ahrzeug«n die Arbeit des Einwalzens zu überlassen. An massgebender Stelle scheint man genau zu wissen, dass der Lohn für die Wegarbeiter tatsächlich auf die Strasse geworfenes Geld ist. Trotzdem lässt man sie ihre Sisyphusarbeit weiter ausführen und streut dem Automobilisten buchstäblich Sand in die Augen. Eine einfache Rechnung würde wohl ergeben, dass der Lohn dieser Arbeiter, wenn er kapitalisiert würde, den Anteil, den die Gemeinde Rheinklingen nicht bezahlen will, an Höhe bedeutend übersteigen dürfte. Sei dem, wie ihm will: die Umgehungsstrasse bei Rheinklingen bleibt ein Schandfleck für den Kanton Thurgau und die mittelalterlichen Unterhaltungskosten können nur als Schildbürgerstreich bezeichnet werden. A. M. in Seh. A. C. S. SEKTION AARGAU. Als Abschluss unseres diesjährigen erfolgreichen Vereinsjahres findet Samstag, den 17. November 1934, in den Räumen des Kursaal-Kasino Baden der traditionelle Martini-Baäl statt. Eine besondere Einladung folgt später, doch bitten wir unsere Mitglieder schon heute, diesen bend dem A. C. 3. zu reservieren. SEKTION BERN. Auto-Fuchsjagd. In ihrer letzten Sitzung hat die Sportkommission das Reglement für die diesjährige Fuchsjagd bereinigt. Der letzte sportliche Anlass des Jahres 1934 findet ßamstag, den 27. Oktober im Verlaufe des Nachmittags statt. Um Geschwindigkeitsexzessen zwischen Fuchs und Verfolgern vorzubeugen, schreibt das Reglement die Bewertung der Konkurrenten im Fuchsbau vor, wo der Fuchs nach Legung der Fährte unbehindert von der c Meute > schon zu Beginn der Treibjagd die der Spur gefolgten Jäger abwartet. Es ist in grossen Zügen die gleiche Regelung wie im Jahr zuvor, allerdings mit dem nicht unerheblichen Unterschied, dass Kontrollen längs der ßchnitzelspur die Jäger vor unberechenbaren Seitensprüngen und Abkürzungen abhalten. Die Konrollen sind deshalb unter allen Umständen anzusteuern und dort die Startkarte vom anwesenden Tunktionären bescheinigen zu lassen. Sieger ist, rer den Fuchs innerhalb der kürzesten Zeit zwiichen Startort und Bau ausfindig gemacht hat. "t Der Sportkommission steht wiederum eine Anjsahl schöner Fuchsbälge sowie einige Gobelets als preise zur Verfügung. Der Anlass wird so durchgeführt, dass unmittelbar nach dem Eintreffen der Konkurrenten und nach Ablauf der reglementarischen Wartefrist die Rangverkündigung und Preisverteilung an Ort und Stelle vorgenommen werden kann. Anmeldungen nimmt das Sektionssekretariat jetzt schon entgegen; ein Einsatz für rechtzeitig Anmeldende wird nicht erhoben. h. T. C. «• Autosektion Aargau. Fuchsjagd: Wir machen unsere Mitglieder nochmals auf die bereits in der letzten Nummer der Automobil-Revue» gemeldete Fuchsjagd am 21. Oktober aufmerksam. Gestartet wird nun allerdings nicht in Brugg, sondern in Lenzburg (!), und zwar um 13 %. Uhr bei der « Krone » in Lenzburg. Um 14 Uhr 10 werden die Füchse losgelassen, und 15 Minuten später setzt die Verfolgung ein. Um 16 % Uhr ist Schluss der Jagd. Und man trifft sich zum gemütlichen Hock und zur- Preisverteilung beim Bärenwirt in Suhr. Clubkameraden, reserviert Euch diesen Sonntagnachmittag für den zweifellos interessanten sportlichen Anlass! Autosektion St. Gallen-Appenzell. Bericht über die Vorstandssitzung vom 10. Oktober. Da die Ortsgruppe St. Galler Oberland schon verschiedentlich die Sektion aufgefordert hat, durch geeignete Schritte einer baldigen Ausführung des geplanten Niveau Überganges zu verhelfen, besammelte man sich zur Behandlung dieses Traktandums vormittags 10 Uhr im Hotel i Bahnhof» in Buchs. Zu den Besprechungen ist als Vertreter der Gemeinde Buchs Herr Vizeammann Eggenberger erschienen. Der Präsident der Ortsgruppe St. Galler Oberland, Herr Rothenberger, führte in seiner mündlichen Begründung des Gesuches aus, dass infolge der ungünstigen Anlage des Bahnhofes bei dem heutigen grossen Zugs- und Rangierverkehr laut den gemachten statistischen Erhebungen die Barrieren tagsüber per Stunde durchschnittlich während annähernd 30 Minuten geschlossen sind. Diesem unbefriedigenden Zustand kann nur durch die Erstellung einer Unterführung abgeholfen werden. Den darauffolgenden Ausführungen des Vertreters der Gemeinde, Herrn Vizeammann Eggenberger, entnehmen (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Schildburga im Kanton Thurgau. Vor einigen Jahren wurde die Strecke Langwiesen-Stein am Rhein zur Betonstrasse umgebaut. Bei dieser Gelegenheit ist die Strassenführung in der Weise abgeändert worden, dass zur Vermeidung der früheren wir, dass gemäss Projekt und Kostenberechnung gefährlichen Kurve im Dorfe Rheinklingen eine Umgehungsstrasse angelegt wurde. Die Betonierung, eine Unterführung südlich des heutigen Ueberganges.auf Fr. 710,000.— zu stehen käme. An diese Baustimme hat die S. B. B. einen Beitrag von dieses neuen Strassenstückes wurde nicht vorgenommen, weil, wie jedermann glaubte, erst abge-' Fr. 350,000.— zugesichert. Während früher 'der Gemeinde Buchs ein Kostenanteil von Fr. 270,000 wartet werden musste, bis sich die neue Anlage genügend gesenkt hätte. Trotzdem dieser Zeitpunkt zugemutet wurde, wäre nun heute die Sache doch so weit, dass zu Lasten der Gemeinde nur noch schon längst eingetreten sein dürfte, ist das Versäumte nicht nachgeholt worden und das neue anteil wäre von Bund und Kanton sowie aus dem Fr. 100,000 fallen würden. Der übrige Kosten- Strassenstück in einen derart schlechten Zustand Fonds für Arbeitsbeschaffung erhältlich. Mit Rücksicht auf die gewaltigen Vorteile, welche für die verfallen, dass es nur als Schandfleck betitelt werden kann. Gemeinde Buchs durch die Schaffung einer Unterführung durch willkommene Arbeitsbeschaffung Nach eingezogenen Erkundigungen ist die Betonierung unterlassen worden, weil die Gemeinde und Verbesserung der 'Verkehrsverhältnisse entstehen, scheint das der Gemeinde zu Lasten fal- Rheinklingen es ablehnt, den vom Kanton Thurgau verlangten Kostenanteil zu bezahlen. Sie scheint ende Opfer nicht mehr gross zu sein. Man beschliesst auf Grund der erhaltenen Orientierun- sich aber mit Recht zu weigern, weil sie durch die Umleitung umfahren wird und somit an dieser en, in irgendeiner Forin mitzuhelfen, das Projekt Teilstrecke gar" kein Interesse hat. Die Gründe der zu fördern. Gemeinde werden aber offenbar höheren Orts nicht Ueber die Dolomitenfahrt liegt die Abrechnung vor, gemäss welcher sich bei Fr. 5256.— Einnahmen und, Fr. 5^10.20 Ausgaben ein Ueberschuss von Fr. 45.80 zugunsten der Sektionskasse ergibt. Die Abrechnung wird genehmigt. Bezüglich Entfernung der Barrieren beim Bahnübergang im Ochsensand zwischen Haag und Buchs und Ersatz derselben durch eine Blinklichtsignalanlage haben wir auf Anfrage beim Baudepartement Bericht erhalten, dass der Regierungsrat dieses Vorhaben der S. B. B. abgelehnt hat. Damit wäre die Angelegenheit für uns einstweilen erledigt. Nachdem die Sektionen Zürich und Aargau für ihre Mitglieder eine Gratis-Kollektiv-Unfallve'rsicherung seinerzeit abgeschlossen haben, haben auch wir bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften diesbezügl. Offerten eingeholt. Ueber die Vorteile einer derartigen sozialen Einrichtung, speziell in propagandistischer Beziehung, ist man sich einig, doch können wir, bevor das finanzielle Jahresergebnis pro 1934 bekannt ist, keinen definitiven Entschluss fassen. Der Öfficeleiter gibt bekannt, daes auf dem Office St. Gallen (Schweiz. Bankgesellschaft) Zusammenstellungen von beliebigen Reiserouten kostenlos sofort bezogen werden können. Fz. Tourist!kbulletln des A.C.S. I. Alpenstrassen. Samtliche schweizerischen Alpenstrassen sind dem Automobilverkehr noch geöffnet. Insbesondere sind die höher gelegenen Pässe Umbrail, Ofen, Flüela, Julier, Oberalp, St. Gotthard, Furka, Simplon und Grosser St. Bernhard immer noch schneefrei; die Grimselstrasse ist auf der Bernerseite leicht angeschneit, ist aber ebenfalls ohne Ketten fahrbar. Da sich jedoch die Situation bei Eintreten ungünstiger Witterung von einem Tag auf den andern ändern kann, ist beim Befahren der höher gelegenen Alpenstrassen das Mitführen von Ketten ratsam. Die Regierungsbehörden des Kantons Graubünden .haben die nötigen Vorkehren getroffen, dass die Julierstrasse während des ganzen Winters 1934/35 dem Automobilverkehr geöffnet ist. II. Sfrassensperren. Die Autoßtrasse Köln-Bonn ist dem Verkehr vorübergehend gesperrt, da die Strasse mit vier Fahrbahnen, je zwei pro Richtung, versehen wird. III. Neue Strassen. Strasse im Valtournanche: Die an der Südseite an den Fuss des Matterhorns führende neue Autostrasse ist kürzlich eingeweiht und dem Verkehr übergeben worden. Sie verbindet den Kurort Valtournanche (1524 m.) mit dem Weiler Breil (2020 m.) Neue Strasse auf den Chasseral: Die neue Strasse von Nods auf den Chasseral ist dem Verkehr übergeben worden. Dieselbe mündet bei La Golaye in die von Lignieres nach dem Ohasseral führende Strasse. Für das Befahren der neuen Privatstrasse wird eine Taxe von Fr. 2.— pro Auto erhoben. (o Geschaftserweiterung: G. Clemencon-Delachaux. Garage, Moutier. Dia Firma, welche bisher den Handel in .Futtervorräten, Oel und Benzin betrieb, gibt neben diesen Zweigen als weitere Geschäftstätigkeit den Betrieb einer Garage sowie eines Taxiunternehmens an. Emanuele Sangalli, Garage, Locarno. Die Firma fügt ihrem bisherigen Motorrad- und Fahrradhandel den Betrieb einer Auto- und Motorradgarage sowie den Handel in Zubehör an. Domizil: Via Bernardino Luini. Firmenauflösung: Jost & Bucher in Llq., elektromech. Werkstätte, Zürich. Diese Kollektiv-Gesellschaft hat eich aufgelöst und tritt in Liquidation. Als Liquidator wird H. Flury, Bücherrevisor, bestellt, welcher allein die rechtsverbindliche Unterschrift führt. Firmenlöschung: Akkumulatorenbau ABAG A.-G., Zürich. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Robert Rippstein, Auto-Elektrowerkstätte. Baden. Die Firma ist infolge Geschäftsaufgabe erloschen. Zumbach, Garage, Zürich. Die Firma ist infolge Geschäftsaufgabe erloschen. Louis Rey, Automobilhandel. Lausanne. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Garage Mühlebach A.-G., Zürich. Durch Beschluss der a. o. Generalversammlung hat eich diese Gesellschaft aufgelöst. Die Liquidation ist als durchgeführt erklärt worden und wird die 'Firma daher gelöscht. < ilU -i T»lauJI«lJ Kapitaländerung: Garage de Montcholsy S. A., Lausanne. In der Generalversammlung wurde beschlossen, das Aktienkapital von 50.000 Fr. auf 5000 Fr. zu reduzieren durch die Abschreibung jeder Aktie von 100O Fr. auf 100 Fr. R. Hercod und P. Hercod eind aus dem Verwaltungsrat ausgetreten und deren Unterschriften erloschen. Einziges Mitglied des Verwaltuagsrates bleibt E. Hirt, er führt rechtsverbindliche EinzelunteMchrift. Domizil: Avenue de Jurigoz. Nachlaßvertrag: Fritz Sieber, Garage, Münsingen. Stundungsbewilligung vom 26. September. Eingabefrist bis 26. Oktober. Gläubigerversammlung: 8. November. Verlängerung der Nachlaßstundung: Ingold & Panchaud, Autogarage. Herzogenbuchsee. Die bewilligte Nachlaßstundung ist um 2 Monate, d. h. bis zum 7. Dezember 1834, verlängert worden. "Die auf 2. Oktober angeordnete Gläubigerversammlung wurde verschoben. Konkurseröffnung: H. Miserer, Garage, Frlbourg. Konkurseröffnung vom 3. Oktober. Gläubigerversammlung: 12. Oktober. Eüi'gabefrist bis 6. November. Stundungsbewilligung: Karosserie-Werke A.-G., Wauwil. Das Amtsgericht Willisau hat eine dreimonatige Stundung gewährt. Veranstaltungen. Der Automobil-Salon von New York wird 1935 vom 5. bis 12. Januar stattfinden. Die Organisation, für welche bisher die' amerikanische nationale Automobilhandelskammer verantwortlich war, geht nunmehr an den Verband der Automobilhändler über. Verantwortliche Redaktion : Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. M. Bolliger (abwesend). -Telephon der Redaktion: 28222 (Hallwae) Ausserhalb der Geschäftszelt: 23.295.