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E_1934_Zeitung_Nr.085

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 85 LUFTFAHR Start zum Luftrennen England-Australien. Die ursprünglich mit über 60 angegebene Fratt & Whitney-Wasp-Motor; durch einen Bellanca-Spezial-Tiefdecker mit Twin-Wasp-Junior- Zahl von konkurrierenden Maschinen hat Motor; durch das bekannte Douglas-D.C.-Verkehrsflugzeug mit 2 Gyclone-Motoren; durch den Boeing- sich zusehends vermindert, je näher der Zeitpunkt des Startes heranrückte. Bei Be-Transporginn dieser Woche, in welcher die Abnahme- A. 17 F mit Cyclone-Motor, und einen Northrop- mit 2 Wasp-Motoren; durch Beechcraft Tiefdecker. prüfungen stattfanden, hoffte man immer England hat als aussichtsreichen Anwärter vor noch auf etwa 50 Konkurrenten. Bis zumallem seinen neuen de Haviland-Comet mit 2 Gipsyletzten Mittwoch waren aber erst 21 Ma-Six-Spezialmotoreschinen in Mildenhall, dem Start- und Kon- näher beschrieben haben und der nach den letzten im Rennen, den wir hier schon trollflugplatz, angekommen, und es bestand Messungen nun etwa 375 km/St. Maximalgeschwindigkeit erreicht; weiter nehmen teil ein Airspeedkaum Aussicht, dass weitere Nachzügler Viceroy-Tiefdecker mit 2 in den Flügeln eingebauten 315-PS-Siddely-Motoren; ein British-Klemm mit noch rechtzeitig einträfen. Inzwischen wurde nun auch noch der « Afrspeed-Envoy »- 130-PS-Gipsy-Motor; ein Fairey III F-Militärflugzeug mit 450-PS-Napier-Lion-Motor; ein Miles-Falcon mit 130-PS-Gipsy-Motor, ein Airspeed-Courier- Apparat bei einer Notlandung beschädigt und ausser Gefecht gesetzt, und wahrscheinlich Tiefdecker mit 300-PS-Siddely-Motor. werden bis zum Start am nächsten Samstag Neuseeland ist verhältnismässig stark vertreten noch weitere Ausfälle zu verzeichnen sein. durch einen de Havilland-Rapid-Dragon-Doppeldecker mit 2 200-PS-Gipsy-Motoren, einen Short- Immerhin ist das in Konkurrenz verbleibende Flugmaterial so interessant, dass man nen Miles-Hawk-Major mit Gipsy-Major-Motor. Scion-Hochdecker mit 2 Pobjoy-80-PS-Motoren, ei- dem Verlauf des Rennens trotzdem noch mit Australien hat einen Vultee 5 — 1A, einen Lockheed-Vega-Hochdecker mit Wasp-Motor, eine Leo- grösster Spannung entgegensehen kann. Fast pard-Moth mit 130-PS'Gipsy-Motor, einen Airspeed-Courier und einen Fairey-Fox mit Curtiss- alle bisher bekannten ausgesprochenen Schnellflugzeuge werden am Start erscheinen, darunter auch die schnellen amerikani- Von Italien erwartete man noch am letzten Mitt- D-12-Motor gomeldet. schen Verkehrsflugzeuge Boeing, Douglas, woch mit Spannung das Eintreffen des Bergamaschi-Tief deckers P. L. 3 mit Fiat-A-59-Motor, den Vultee und Lockheed. Die ganze Gegend um Lombardi und Suster steuern sollen. Mildenham herum bildet ein einziges grosses Frankreich schickte in allerletzter Stunde den fliegerisches Heerlager; ihre Unterkunftsmöglichkeiten sind seit Wochen bis auf den Motor Bleriot III mit 800-PS-Gnome et Rhöne-Mistralherüber. letzten Raum «ausverkauft», da die meisten Konkurrenten einen ganzen Stab von Mechanikern und andern Hilfskräften mit sich brachten. Wie immer in der Fliegerei, waren die zahlreichen bisherigen Ausfälle zur Hauptsache auf zu spät begonnene Vorbereitung zurückzuführen. Einige Maschinen wurden erst im Verlauf dieser Woche fertiggestellt, andere befinden sich überhaupt noch im Bau. Obschon die Organisatoren den ursarünglich vorgesehenen Termin für die Vorführung in Mildenhall um zwei Tage herausschoben, stellten sich einige Konkurrenten erst in allerletzter Stunde ein. Bis zur letzten Woche fehlte einem bekannten Konkurrenten auch noch das Kleingeld für die während des Fluges zu erwartenden Barauslazen ! Man wird sich nicht zu verwundern brauchen, wenn auch noch das Rennen manche unerwartete Ereignisse bringt. Im folgenden seien die interessantesten der gemeldeten und voraussichtlich startenden Maschinen kurz aufgeführt: Amerika ist vertreten durch «Vultee 5 — I.A.«, einen kürzlich hier schon beschriebenen Verkehrstiefdecker mit 720-PS-Cyclone-Motor und einer Maximalgeschwindigkeit von rund 380 km/St.; durch die Lockheed-Tiefdecker tAHair» und «Orion» mit Die erwartete deutsche Konkurrenz durch Wolf Hirth auf Messerschmitt wird dagegen ausbleiben. —th— Die Entwicklung der England-Australien* flüge. Im Hinblick auf das London-Melbourne- Rennen, das in den folgenden Tagen ausgetragen wird und Riesendimensionen anzunehmen scheint, ist es bestimmt von allgemeinem Interesse, wenn hier kurz einiges über die Entwicklung der Rekordflüge nach Australien gesagt wird. Wohl einer der ersten, der diesen Flug wagte, war Sir Allan Cobham. Er verliess mit seinem Mechaniker Elliott Anfang Juli 1926 England, musste aber am 6. Juli die Reise in Basra unterbrechen, weil Elliott wahrscheinlich durch den Schuss eines Eingeborenen auf der Etappe Bagdad-Bender Abbas verwundet wurde. Am 7. Juli starb Elliott. Cobham blieb lange in Basra, traf Die erste Landung des speziell für den England-Atistralienflitg gebauten de Havilland-Typ «Coraet», dessen Maximalgeschwindigkeit etwa 375 km/St, beträgt. Verbesserungen an seinem Wasserflugzeug und flog dann nach dem Archipel weiter, um schliesslich am 16. August in Melbourne einzutreffen. Er hatte die Strecke in 156 Effektivflugstunden zurückgelegt. Enormes Aufsehen erregte im Februar 1928 der Australienflug des Piloten Bert Hinckler. Er flog London-Port Darwin in der damals noch erstaunlich kurzen Zeit von 15% Tagen. Bei dieser Gelegenheit vollbrachte er den ersten Flug ohne Zwischenlandung von London nach Rom und stellte ebenfalls einen Rekord auf für die Strecke London-Indien (7 Tage) und London-Java (14 Tage). Nach einer neuen Australienexpedition der Engländer Matthews und Hook, die Mitte Juli 1930 mit einer Notlandung in den burmesischen Dschungeln endete, stieg am 9. Oktober des gleichen Jahres der Australier Kingsford Smith in London zum Rekordflug nach Australien auf, welches er nach 9 Tagen 22 Stunden erreichte. Bereits im Frühjahr 1931, Anfang April, unterbot der Engländer Scott diese Leistung, indem er sie um weitere 18 Stunden auf 9 Tage 4 Stunden drückte. Am 31. Oktober- 9 November stellte sodann der berühmte Engländer Butler einen neuen Streckenrekord auf mit 9 Tagen 2 Stunden 29 Minuten. Im April 1932 war es wiederum C. W. A. Scott, das bekannte englische Plieger-Ass, das den bestehenden Rekord verabschiedete und mit 8 Tagen 20 Stunden 44 Minuten einen neuen an sich riss. Am 8. Januar 1933 stieg Bert Hinckler, der einstige Rekordman auf der genannten Strecke, zu einem neuen Flug auf — im Kleinflugzeug —, blieb lange verschollen und wurde Ende April in den Apenninen aufgefunden. Nicht besser erging es dem italienischen Advokaten Dr. Robiano, der am 8. April 1933 in London startete und 12 Tage später im Gangesdelta tot in der Nähe des abgestürzten Apparates gesichtet wurde. Im Herbst wurde dem bestehenden Rekord zweifach auf den Leib gerückt. Den ersten Angriff unternahm Kingsford Smith, der die Strecke mit grosser Regelmässigkeit vom 4.—11. Oktober in 7 Tagen 4 Stunden 47 Minuten abflog. Kaum traf er in Australien ein, als auch schon Charles Ulm in London gestartet war, um diesen neuen Rekord zu brechen, welches Vorhaben ihm glänzend gelang, indem er vermochte, die Zeit auf 6 Tage 17 Stunden 56 Minuten zu drücken. , Der englische Flieger Brook, der am 29. März 1934 England verliess, um in Rekordzeit Australien anzufliegen, stürzte über dem Departement Gard in Frankreich ab, wobei er mit geringen Verletzungen davonkam, während seine Maschine vollkommen zertrümmert wurde. Vom 9.-23. Mai flog die 24jährige englische Miss Jane Bauen, ein mutiges Girl, die Strecke allein ab. Fy. Schweizer Segelflugbetrieb. Die Statistik des schweizerischen Segelflugbetriebes im September ergibt, dass 231 Piloten Von 19 Gruppen 1726 Starts absolviert und eine Gesamtflugzeit von 39 Std. 55 Min. 56 Sek. erreicht haben. Für die verschiedenen Flüge wurden insgesamt 42 Flugzeuge verwendet Trotz der Kalte kann kh fcnthmd*nlana MIM wihnnd das Fohran» gern» «liieren, dank 4t Spezialität Verzugsfreie Reparatur von Rissen, Nuten und Brüchen in Zylinderwandungen unä Ventilsitzen, nach geschütztem Verfahren", Schweissen aller Metalle, auch Aluminium und Grauguss, bis zu den dünnsten Blechen. Kurze Lieferfrist, massige Preise. E. Briegel, Zürich'Altstetten vorm. G. H. Schmidt & Co. Farbhofstrasse 4 - Tel. 56.192 d— AutM*tfl«r MULLER & MARTI * BERN 15 Jahre FIAT-Vertretung 27 Jahre Auto-Reparaturen Besteingerichtete Werkstätte mit den neuesten Maschinen und Apparaten. 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N» 85 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 B«ah Zum Bundesbahn-Sanierungsprojekt Pilet- Schrafl. Am vorletzten Sonntag hat sich unser Bundespräsident und Chef des Eisenbahndepartemente anlässlich der Delegiertonversammlung der Neuen Helvetischen Gesellschaft, allerdings nicht, in dieser Eigenschaft, sondern — wie er betonte 1 — mehr als Privatmann, vor der Oeffentlichkeit über sein gemeinsam mit Generaldirektor Schrafl ausgearbeitetes Reorganisationsprojekt der Bundesbahnen eingehend ausgesprochen. Wir dürfen voraussetzen, dass der Inhalt dieses Referates allgemein im Auszug bekannt ist, wie auch die hauptsächlichsten Diskussionsvoten, so dass wir auf eine Wiederholung hier verzichten können. Und doch drängt sich einem Teilnehmer dieser Tagung der Wunsch auf, den ganzen Fragenkomplex vom Standpunkt des Automobilisten aus zu betrachten. Es hat im Vortrage unseres Bundespräsidenten si«A*rlich angenehm berührt, dass kein Klagelied übe» -üe Konkurrenz des Automobilismus angestimmt wurde. Der Referent Hess zwar in dieser Beziehung einmal kurz in diesem Sinne zwischen den Zeilen lesen, doch beschränkte er sich auf die Mitteilung ,dase es besser sei, auf die zu kostspieligen Dienste der Bahn zu verzichten, wenn sie die Strasse billiger versehen kann. In seinen Ausführungen selbst hat Herr Pilet allerdings den Automobilismus genannt, dabei aber erklärt, dass man Eich mit ihm nun abfinden solle; er habe an gewissen Orten und unter gewissen Bedingungen auch seine Berechtigung. Ueber die Auswirkungen de« Verkehrsteilungsgesetzes ist aber in seinem Vortrag kein weiteres Wort gefallen; soll man daraus sehliessen, dass es keinen Einfluss auf die Reorganisation der S. B. B. habe oder wenigstens keinen so grossen? Wohl nicht, sonst wäre es auch nicht nötig gewesen. Es scheint uns vielmehr, als wollte unser Bundespräsident doch eingestehen, dass die Bekämpfung der Konkurrenz des Automobils noch lange nicht die Sanierung der S. B. B. ermögliche. Und wenn er dies auch nicht so in Worten gesagt hat, so darf man dies doch aus seinen Ausführungen schliessen. Es hat auch am Vortrag den Automobilisten interessieren müssen, wie die finanzielle Sanierung der S. B. B. erfolgen soll. Den Ausführungen hat man deutlich entnehmen können, das sohlussendlich doch das Volk diese Schulden bezahlen müsse, so oder so. Die Schuld sei allerdings nach oben zu begrenzen. Der Referent wies darauf hin, dass .die S. B. B. nicht, wie ein Privatunternehmen, Konkurs machen oder einen Nachlassvertrag eingehen könne, sondern voll für seine Schulden aufkommen müsse. Das stimmt, aber auch keine Automobilfirma darf ungestraft den Interessen ihrer Kundschaft widerfahren, sondern hat auch ihr gegenüber grosse Verpflichtungen, deren sie sich nur mangels anderer Auswege durch Konkurs oder Nachlassvertrag teilweise zu entledigen sucht. Wenn demnach das Volk die Schulden der S. B. B. zu bezahlen haben wird, dann sind es viele Tausende Automobilisten, die zu ihren andern Sondersteuern für die Benützung der Strasse auch hier mitzählen müssen. Sehr interessiert am Projekt Pilet-Schrafl hat die geplante Neubehandlung des Personals. Eigentlich hat sich die vorgeschlagene Lösung schon lange auldrängen müssen. Herr Pilet wies darauf hin, dass die Bezahlung der Bahnangestellten sich nach ihrer tatsächlich geleisteten Arbeit, nicht nur nach ihrer Präsenzzeit, ferner nach ihren Lebensverhältnissen richten möchte. Es ist ein Untere schied, ob ein Bahnangestellter 8 Stunden in einem grossen Bahnhof angestrengt Dienst tut oder an einem kleinen Bahnhof, wo in seine Arbeitszeit viel Präsenzzeit fällt. Im Zusammenhange mit der neuen Differenz zierung des Personals lassen sich Parallelen mit fOhns Veranlworllfehkell der Redaktion/) Um die Erstellung einer neuen schweizerischen Pneufabrik. In No. 81 der « Automobil-Revue » erschien ein Artikel betreffend die Erstellung einer neuen schweizerischen Pneufabrik in Altdorf oder Pratteln. Der Artikel, der offenbar aus der Feder der Gründer oder einer denselben nahestehenden Person stammt (trifft nicht zu. Die Red.), könnte zu einer nicht objektiven Beeinflussung der Oeffentlichkeit führen und aus diesem Grunde sei erlaubt, hier nachfolgende Richtigstellung anzubringen: SEKTION BERN. Winterprogramm. Der geschäftsleitende Ausschuss hat zu Händen des Vorstandes folgende Daten und Veranstaltungen im Winterhalbjahr 1934/35 gutgeheissen: November: Vortrags- und Lichtbilderabcnd über an ein « schweizerisches» Unternehmen-, ins Geschäft zu kommen. Die Gründung einer neuen Fa- 1. Dezember: Tanzabend im Hotel Bellevue-Palace. eine Auslandsreise. brik hätte nicht nur den Untergang dieses Unternehmens, sondern auch den Ruin der heute in der lung, anschli&ssend Vorführung von Mitglieder- 10. Dezember: Ausserordentliche Generalversamm- Schweiz schon bestehenden Industrie zur Folge. filmen über den Grand Prix. Ausländische Unternehmen dürften aber auch an Januar: Lichtbilder-Vortrag über ein touristisches dieser Lösung Interesse haben, denn durch den Thema. Ruin der schweizerischen Pneuindustrie whd für Februar: Vortrags-und Diskussionsabend zur Frage sie die grösste, nämlich die nationale Konkurrenz der Höchstgeschwindigkeiten im Strassenverausgeschaltet. Es würde sich aus diesem Grunde ) kehr. für ein Grossunteraehmen sogar lohnen, grösswe Ausserdem plant der Ausschuss gelegentlich, mit Kapitalien in das neue Unternebnjen.ju stecken und einer FilmrMatinee die Saison morte zu beleben. Die schlussendlich zu verlieren. av o. Generalversammlung g vom 10. Dezember wird anderen Angestellten, vor allem mit dem für den Die bestehende schweizerische Fabrik ist infolge. , : f tzung» zu sichern und allenfalls in der Materie Automobilismus Berufstätigen, ziehen. Die Pri-ihrevatunternehmen können sich keine Präsenzarbei- 200 Pneus zu erzeugen. Die beabsichtigte Fabrik it..«,. Erweiterung Tr.,-„;«„.„„ i„ in /)/.. der T„,.„ Lage, «.,%,: pro Arbeitstag A»i.n;i aus über die Kinderschar "der kantonalen Anstalt für taubstumme und Schwachbegabte Kinder in Hohenrain, indem er Schwestern, Lehrer und Zöglinge einlud zu einer frohen Autofahrt nach dem Zoologischen Garten •Zürich. Als die stolze Kolonne von gegen 50 Wagen in den Burghof einbog, wurde sie mit Hurra begrüsst. Die Fahrt ging über Zug, Hirzel, Horgen und dem Zürichsee entlang. Das Glück, als man im Zoo ankam, die Spannung, halb Angst, halb Seligkeit. Und erst die Tiere alle. Ob sie ihrer Fantasie entsprachen? Speziellen Dank der Gartenverwältuhg für den freien Eintritt. Nach der Besichtigung wurde in den weiten Räumen des Restaurants den 280 Gästen vom Club ein Imbiss serviert. Der Präsident Dr. Hübscher nahm die Gelegenheit wahr, die LehrscbTwestern, Lehrer iihd Kinder aufs herzlichste zu begrüssen und zollte dem Lehrpersonal für ihre selbstlose und unermüdliche Erziehungsarbeit an diesen armen Kindern, die verdiente Anerkennung. Sein Dank galt auch den Damen und Herren des Clubs, die ihre Wagen eo freundlich zur Verfügung stellten. Herr Direktor Boesch erzählte, dass schon die erste Kunde von der beabsichtigten Fahrt die Kinder elektrisiert hätte. Die strahlenden Augen der Kinder mögen den Sektions-Mitgliedern besser noch, als es Worte tun können, den Dank aussprechen. Tlie Anstaltsleitung ihrerseits weiss es zu schätzen, wenn ihre nicht eben leichte Arbeit gewürdigt wird. Der Tag wird den Kindern fürs ganze Leben unvergesslich sein. Noch trug ein kleines Mädel phonetisch richtig und recht gefühlvoll ein auf den Tag extra von einer Schwester verfasstes Gedichtchen vor, das die Zuhörer direkt rührte und den familiären Anlass ausserordentlich stimmungsvoll schloss. T. C. S. Autosektion Seeland. ORTSGRUPPE BIEL. Geschicklichkeitsprüfung. Die Bielor Gymkhana hat bei Automobilisten und Zuschauern ungeteiltes Interesse gefunden und nahm einen ausgezeichneten Verlauf. 141 Fahrer haben ihr Glück versucht, und wenn nicht die beginnende Nacht zum Abbruch des Wettkampfes gezwungen hätte, wäre die Reihe der Startenden noch erheblich verlängert worden. Erfreulich war die gute Beteiligung auswärtiger Automobilisten. So war das rot-Weisse Solothurner Wappen recht gut vertreten, und neben einigen gesprächigen Neuenburgern hatten sich sogar Aargauer, Basler und Züribieter zum Start eingefunden. Der Fahrer hatte zehn Prüfungen zu bestehen, deren Erledigung an die Geschicklichkeit des Wagenlenkers nicht geringe Anforderungen stellte. So war die Kippe für die meisten eine harte Nuss und konnte (reschickte Fahrer zur Verzweiflung bringen, h. während der vorgeschriebene Sprung zum Sausertisch mit einer willkommenen Erfrischung ahschloss. Recht gut gelang im allgemeinen das Spiel mit dem Bieler Verkehrspolizisten; wehe aber, wenn er zu unsanft angefahren wurde. Das Balleneinwerfen gelang nicht immer nach Wunsch, dafür gab das Doggle-Schiessen Gelegenheit, seinem Aerger übei die gesammelten Strafpunkte Luft zu machen. Jedenfalls war der Kampf um die Siegestrophäe ein ausserordentlich ^pannender. Nach Abschluss der Wettkämpfe konnten die Resultate bekanntgegeben we'rden, von welchen die besten nachstehend publiziert sind: Samstag, den 6. Oktober. l.Rang: W. Iseli, Bern 2. » E. Wullschleger, Schupfen 230 3. '» Otto Bühler, Biel 234 4. » W. Kiesinger, Bern 248 5. » Frau R. Schnurrenberger, Biel 277 6. » Fritz Hämmerli, Lyss 283 Sonntag, den 7 Oktober. 209 Punkte l.Rang: E. Wullschleger, Schupfen 215Punkte 2. » J. Bachmann, Lyss 247 » 3. » P Affolter, Biel 257 4. > L. Brotschi, Grenchen 270 5. > Hostettler, Bern 271 6. » Alw. Meier, Biel 272 Der Leuchtkorso vom Sonntagabend vermochte eine gewaltige Zuschauermenge auf die Strasse zu locken und fand ebenfalls begeisterten Beifall. Ein neutrales Preisgericht prämiierte die effektvoll ausgestatteten Wagen. Die ersten Preise erhielten: Ehrenpreis: Blumenwagen, Gärtnerei Fischer, Biel. 1. Preis: Teepuppe, M. H. Büttikofer. Biel. Saphir-Werk, G. Barth-Vuilleumier, Biel. 2. Preis: Reklamewagen. P. Lehmann, Biel. Traube, Arn. Hirt, Engelberg-Tüscherz. Reklamewagen, C. Chopard, Biel. 3. Preis: T.C.S.-Wagen, A. Jeanneret-Suter, Biel. Leuchtturm, H. Zaugg, Electro-Service. Blurnenwagen, Nash, Garage du Jura, Bienne. Kinderauto. Reklamewagen, Karosserie Ritschard, BieL 4. Preis: Rosenkorb, Garage Fasler, Grenchen. Reklamewagen, Hotel Seeland, Biel. Modehut, G. Wildi, Modes, Biel. Chalet, Pianofabrik Wohlfahrt, Nlclan. ^us den Verbänden CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Die Gründungsfeier, verbunden mit Famllienabend, findet Samstag, 27. Oktober, 20 TJhr, im .grossen Saale des Hotels L5- wengarten statt. Um allen Teilnehmern einen schönen und genussreichen Abend zu bieten, war das Organisationskomitee bemüht, ein abwechslungsreiches Programm aufzustellen. Nebst Vorträgen des befreundeten Jodlerclubs «Edelweiss», Luzern, wird auf den Brettern von der Theatergesellschaft «Bunte Bühne», Kriens, das Theaterstück «E gfreuti Abreclinig> zum besten gegeben. Eine zügige Ländlerkapelle «Edelweiss», Gerliswil, sorgt für alte und neue Tänze und bestreitet den musikalischen Teil. Alle Massnahmen sind, getroffen, um einen gemütlichen Abend zu verbürgen, wie man es von jeher gewohnt ist im Kreise der Chauffeurfamilie. Ein schöner Gabentempel wird denjenigen, denen das Glück hold ist, Freude bereiten. Gönner und Freunde, Aktiv- und Passivmitglieder mit ihren werten Angehörigen sind freundlichst eingeladen, sich diesen Abend heute schon zu reservieren. (Näheres siehe Programm, sowie die Luzerner Tageblätter vom 26. Oktober 1934.) Personelles: A.-G. für den Verkauf in der Schweiz von Minerva-Automobilen. Zürich. H. van Stratum ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und dessen Unterschrift erloschen. Neu wurde als Präsident in den Verwaltungsrat gewählt: G. Blitz, Ing., holländischer Staatsangehöriger, in Antwerpen. Er zeichnet kollektiv mit einem der übrigen Unterschriftsberechtigten. L. Clot-Ruerat, Garage Victoria, Sierre. Inhaber der Unternehmung ist Lily Clot, Ehefrau von Eugen Clot. Betrieb einer Garage. Anton Stirnimann, Garage. Neuenkirch. Inhaber der Firma ist Anton Stirnimann in Neuenkirch. Betrieb einer Garage. Firmenänderung: Jean Ramony & Cle., Garage Martigny-Bourg. Jean Ramony, J. Schaffner und P. Guex, alle drei in Martigny-Bourg, haben unter dieser Firma eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Sie übernimmt den Betrieb der Garage der früheren Einzelunternehmuncr Leon Ramony, welche Firma infolge Verzicht des Inhabers gelöscht wird. J. Hof stet ler, Garage, Hochdorf. Der Inhaber der Firma verzichtet auf den zusätzlichen Eintrag: Mechaniker und verzeigt als Geschäftsnatur mechanische Werkstätte und Garage. Firmenlöschung: Chavoutler. Garage, Genf. Die Finna -wird infolge Verkauf des Geschäftes im Handelsregister gelöscht. ' Henri SImonot, Auto-Reparatur-Werkstätte und Garage, Solothurn. Die Firma wird infolge Konkurseröffnung im Handelsregister gelöscht. Konkurseröffnung; E. Dumoulin. Garage, La Sallaz. Konkurseröffnung vom 4. Oktober, summarisches Verfahren. Eingabefrist bis 2. November. Einstellung des Konkursverfahrens: E. Correco, Carrossier, Lausanne. Das Verfahren ist mit Verfügung vom 2. Oktober mangels Aktiven eingestellt worden. Vecsdh «eclen^s Die Seva-Lotterie. Wie wir vernehmen, sind von der Seva-Lotterie bereits 90% sämtlicher Lose verkauft, so dass der Ziehungstermin definitiv auf 20. November festgesetzt werden konnte. Die noch verbleibenden Lose dürften nun in kürzester Zeit vergriffen sein. Man wird sich daran erinnern, dass der Reingewinn der Seva-Lotterie für verschiedene gemeinnützige Zwecke, wie Uferschutz von Seen usw. zugute kommt. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. M. Bolliger (abwesend). Telephon der Redaktion: 28 222 (Hallwae) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.